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Braut & Bräutigam

Jahrgang 18 · Februar 2007

Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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EXTRA

Diskussionsreihe über den Standort Brixen

Wirtschaft im Visier ST. ANDRÄ

In einer Bürgerversammlung diskutierte man über Projekte am Ploseberg

PORTRAIT

Traditionelle Volksmusik ist die große Leidenschaft von Hans Jocher

STADTLERLACHN

Wie der MGV die Brixner mit ihrer Faschingsrevue zum Lachen brachte

SPORT

Der Sportverein „Ski-Team Valente“ richtet sich alleinig an Erwachsene


NEUES WOHNHAUS IN ELVAS

5 Wohneinheiten in verschiedenen Größen – jede mit Privatgarten!

IMMOBILIEN DOMUS FRIEDRICH ÜBERBACHER 39042 BRIXEN DOMPLATZ 20 T 0472 834 100 WWW.DOMUS.CC


Editorial

Politik & Gesellschaft

4 6 8 9

| | | |

>>> 4

Thema: Projekte am Ploseberg Allianz gegen Brustkrebs Straße Schabs-Mühlbach: Ungefährlicher und schöner Seniorenclub Brixen: Immer auf Trab

Menschen & Meinungen

>>> 17

17 | Portrait: Der Volksmusikant 21 | Pro & Contra 23 | Umfrage: Der Umwelt zuliebe

Kunst & Kultur 

>>> 24

24 | Thema: Wir verkaufen uns... 27 | „Pamstiddn Kings“: New Blasmusik

Freizeit & Sport 

>>> 32

32 | Thema: Skiteam Valente

Wirtschaft & Umwelt

>>> 38

38 | Thema: Wirtschaft im Visier 45 | Dokumentation Klimawandel: Donnerwetter! 46 | Protestversammlung der BBT-Gegner: Anleitung zum Widerstand

Extra 52 | Braut & Bräutigam

>>> 52

News aus dem Kindergarten Zunächst eine schlechte Nachricht: Der Kindergarten in der Stadelgasse bei den Englischen Fräuleins wird mit Ende dieses Kindergartenjahres geschlossen. Grund dafür ist der Neubau in der Zone Rosslauf, der ab Herbst die Kindergartensektion der Stadelgasse übernehmen wird. Für viele Brixner endet damit eine sympathische und kleine Struktur, die ihnen ans Herz gewachsen war. Nun zur guten Nachricht: Im unmittelbaren Zentrum der Stadt gibt es offenbar einen neuen Kindergarten. Die Sektion befindet sich im Gemeinderatssaal unter den Lauben, ist allerdings nur für aus-gewählte Kinder zugänglich, was dazu führt, dass sämtliche Kinder dieser Sektion eigentlich das Kindergartenalter bereits überschritten haben. Was letzthin während einer Pressekonferenz abgelaufen ist, würde indes in jede Kindergartenchronik passen: Zwei aufmüpfige Kinder, ein grüner Bub namens Klauspeter und ein Mädel mit Namen Elda, ärgern sich, dass sie nicht eingeladen waren, kommen dann trotzdem („extra!“, wie man bei uns sagt), werden vom Buben Albert zurechtgewiesen, verlassen daraufhin kamerawirksam den Kindergarten, gehen nach Hause und posaunen das widerfahrene und von ihnen ach so unerwartete Unrecht in die Welt hinaus. Wenn der kleine Albert schlau gewesen wäre, hätte er die beiden Sprösslinge einfach dem Gastgeber vorgestellt, der sie ohne Zweifel willkommen geheißen hätte. Aber nein, es muss ja gezankt werden. Und Kindergartentante Claudia hat ihre Buben und Gitschn irgendwie immer noch nicht im Griff. Im „Brixner“ berichten wir über diese Zankerei nicht. Extra. Wozu auch? Diese Kindereien verdienen keine Lautsprecher.

Ihr Willy Vontavon

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Politik & Gesellschaft

BÜRGERVERSAMMLUNG IN ST. ANDRÄ

Projekte am Ploseberg Ende Januar wurde die Bevölkerung von St. Andrä zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um diese über abgeschlossene, noch laufende und zukünftige Projekte zu informieren.



Geplant ist jedoch auch der Ausbau des Weges nach Mellaun und St. Leonhard. Zudem soll aus dem Brixner Höhenweg, der von Kreuztal zur Ochsenalm führt, ein Rundwanderweg entstehen, der wieder nach Kreuztal zurückführt. Dies würde vielen Wanderern entgegen kommen, die ihr Auto entweder in Kreuztal oder an der Talstation der Plosebahn parken.

Für Unbehagen sorgte der

Dauerbrenner „Hochspannungsleitung“ – auch wenn diese bereits genehmigt und im Frühjahr in den Bauleitplan aufgenommen wird. Die Suche nach einer Trasse, die von Milland auf den Ploseberg verlegt werden soll, erwies sich dabei als kompliziert. Die erreichten Verbesserungen stießen zwar auf Wohlwollen, reichten aber nicht aus, um alle Betroffenen zufrieden zu stellen. Die Grund-

Durch den entsprechenden Eintrag in den Bauleitplan besteht nun die Möglichkeit, auch öffentliche Parkplätze im Dorf auszuweisen. Auf dem ausgewählten Areal, das sich auf der Nordseite der Zufahrt zum Festplatz befindet, wäre Platz für bis zu 126 öffentliche und 44 private Parkplätze. Dazu könnten dann nochmals Parkplätze auf der Westseite der St. Leonharder Straße südlich der Gabelung St. Leonhard/Karnol kommen. Allerdings wurde von der Bevölkerung die Frage aufgeworfen, ob ein solches Angebot an öffentlichen Parkplätzen überhaupt der Nachfrage entspräche.

Keinen Zweifel hingegen gab es über den Umbau des Grundschulgebäudes. Aufgrund der starken Geburtenjahrgänge und der dadurch angewachsenen Schülerzahlen kam es bereits Ende der 90er Jahre zu Platz-

„Für die geplante Hotelzone in St. Andrä fehlt uns noch ein Verkehrskonzept_Stadtrat Franz Stockner besitzer, auf deren Boden die Hochspannungsleitung verlegt werden soll, plädierten für eine unterirdische Lösung. Die Finanzierung der neuen Linienführung ist noch offen. Kurz angesprochen wurde während der Bürgerversammlung auch die für das Dorfzentrum geplante Umfahrungsstraße.

mangel in den einzelnen Klassen. Zunächst dachte man an einen Neubau der Grundschule. Da jedoch kein geeigneter Standort dafür gefunden werden konnte, hat man sich schließlich für den Umbau des bestehenden Gebäudes entschieden. Ein erstes Vorprojekt wurde von der Landesverwaltung wegen der

Foto: Oskar Zingerle

B

esonders viele Zuhörer fanden sich bei der Bürgerversammlung ein, bei der die Gemeindeverwaltung die Bevölkerung von St. Andrä über verschiedene Projekte vor Ort informierte. Ein mit großer Spannung erwartetes Thema war dabei die Vorstellung der geplanten Hotelzone in St. Andrä: Auf der beachtlichen Fläche von etwa zwei Hektar soll eine Hotelanlage mit 320 bis 350 Betten entstehen. Anhand eines Lageplans wurde den Bürgern verdeutlicht, welcher Standort zur Debatte steht: Ein Waldgebiet nordöstlich der Talstation der Plosebahn. Stadtrat Franz Stockner räumte ein, dass konkrete Fragen wie jene des Landschaftsschutzes oder ein Verkehrskonzept erst noch in Angriff genommen werden müssten. Das Hotel wird als Grundinfrastruktur für das ganzjährige wirtschaftliche Leben am Berg gesehen und soll durchaus auch dem Kongressund Sporttourismus von Brixen zugute kommen. Von Teilnehmern der Veranstaltung wurde die Befürchtung geäußert, dass der Hotelkomplex zu einem „touristischen Ghetto“ werden könnte, das St. Andrä nicht nur zum Vorteil gereicht. In Zusammenhang mit der neuen Hotelinfrastruktur dürfte auch der geplante Ausbau des Wandernetzes relevant werden. Einstweilen freut sich die in St. Andrä und Umgebung ansässige Bevölkerung schon mal über die Fertigstellung eines Spazier- und Wanderweges im Dorfbereich.

hohen Kosten zurückgewiesen. Außerdem wurde eine klare Trennung von Kindergarten und Schule verlangt. Mitte Dezember fand in diesem Zusammenhang ein Treffen mit der Bevölkerung von St. Leonhard statt, die im Neubau der Schule in St. Andrä eine Gefahr für den Fortbestand der eigenen Schule sah. Seitens der Bevölkerung wurde vor allem auf die entscheidende Rolle der Schule für das integre Gemeinschaftsleben in St. Leonhard hingewiesen. Ausschlaggebend für den Fortbestand der


VIEL RAUM FÜR DAS VEREINSLEBEN: Das ehemalige Schulgebäude in St. Andrä wird einem Neubau weichen

Schule in St. Leonhard ist aber nach wie vor die Erfüllung der von der Autonomen Provinz vorgegebenen Richtlinien, wozu in erster Linie eine Mindestanzahl von 16 Schülern zählt. Und diese Schülerzahl dürfte, wenigstens für die nächsten zehn Jahre, gewährleistet sein. Insofern soll der Umbau der Grundschule in St. Andrä unabhängig von der Schule in St. Leonhard abgewickelt werden. Derzeit läuft ein Wettbewerb für die Neugestaltung der Schule, wobei etwa zehn Klassenräume

mit den entsprechend notwendigen Räumlichkeiten vorgesehen sind.

Im ehemaligen Schulhaus

hingegen sind bereits seit Jahren unter anderem die Post, der Tourismusverein und eine kleine Bibliothek untergebracht. Eine statische Überprüfung hatte ergeben, dass das gesamte Gebäude abzubrechen ist. Mit der Neuerrichtung des Gebäudes will die Gemeinde vor allem das Vereinsleben in St. Andrä unterstützen und Räumlichkeiten zur

Verfügung stellen. Weiters ist ein Ambulatorium für die Dienste des Sanitätsbetriebes und die Erweiterung der Bibliothek vorgesehen. Baubeginn ist für dieses Jahr angesetzt; der Neubau des alten Schulhauses soll im Jahr 2008 abgeschlossen werden. Schließlich informierte Franz Stockner auch über eine neu geplante Wohnbauzone im Wald hinter der Flauge. Die ausgewiesene Fläche beträgt etwas mehr als 7.000 Quadratmeter und steht dem geförderten Wohnbau zur Verfügung. Weiters wurde

die Bevölkerung über den Stand der Dinge bezüglich der Kirchensanierung in Klerant und Karnol informiert und verschiedene verkehrstechnische Maßnahmen am Berg sowie die Anbindung des Ortes an das Citybus-Konzept erörtert.

andrea.bodner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info




Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Allianz gegen Brustkrebs Das neue Brustgesundheitszentrum der gynäkologischen Abteilungen in Meran und Brixen bietet eine nach internationalen Kriterien ausgerichtete interdisziplinäre Behandlung. Diese soll dazu beitragen, die Erkrankung bestmöglich zu bekämpfen.

J

ede neunte Frau erkrankt an Brustkrebs. In Südtirol bekommen jährlich etwa 300 Frauen eine entsprechende Diagnose, die auch ein Todesurteil darstellen kann: Brustkrebs ist in der Gruppe der 30- bis 50-jährigen Frauen die häufigste Todesursache. Dank einer fachübergreifenden und qualitätsgesicherten Behandlung kann nun das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, entscheidend verringert werden. Die gynäkologischen Abteilungen Brixen und Meran haben ein entsprechendes Projekt umgesetzt und sind seit Dezember

Wir ziehen vorübergehend um … Wir bauen für Sie das gesamte Gebäude in den Großen Lauben 2 in Brixen um! Aus diesem Grunde wird ab 19. März 2007 der Schalterdienst ins »Hartmannsheim«, Großer Graben 26 (ex-Gemeinde-Räume), ausgesiedelt und der Kredit- bzw. Anlagebereich ins nahe gelegene »Oberhuber-Haus«, Großer Graben 11. Alle Telefonnummern bleiben jedoch unverändert. Danke für Ihr Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten in der Zeit der Umbauphase. Wir freuen uns schon heute und mit Ihnen auf neue, moderne und kundenfreundliche Bankräumlichkeiten!



Die gynäkologischen Abteilungen Brixen und Meran haben sich zu einem Brustgesundheitszentrum zusammengeschlossen und sich zertifizieren lassen


2006 als „Brustgesundheitszentrum“ zertifiziert.

„Brixen hat viele Highlights, und nun gehört das Brustgesundheitszentrum dazu“, unterstreicht der Primar der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe Brixen, Arthur Scherer, die Bedeutung der Einrichtung. Ziel war es, die tägliche Behandlungspraxis an die fachlichen Vorgaben großer internationaler Brustkrebs-Gesellschaften auszurichten und eine Qualitätszertifizierung durchzuführen. Nach dem Vorbild und in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Innsbruck wurde in beiden Abteilungen das Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2000 eingeführt. Gleichzeitig setzte man die sehr hohen fachlichen Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie um. Zu den Richtlinien und Vorgaben, die das Brustgesundheitszentrum erfüllen muss, gehören die vollständige Dokumentation aller Fälle, jährlich mindestens 5.000 Mammographien mit Doppelbefund, 150 neue Brustkrebsfälle sowie 50 Eingriffe an der Brust pro Operateur und Jahr. Hinzu kommen eine interdisziplinäre Tumorkonferenz und die regelmäßige Brustsprechstunde: „Diese beinhaltet, dass jede Frau, die Schmerzen an der Brust oder andere Symptome wahrnimmt, innerhalb einer Woche einen Termin in unserer Ambulanz erhält, ohne dazu eine Einweisung des Hausarztes einholen zu müssen“, erläutert Arthur Scherer, „innerhalb dieser Woche muss eine erste Untersuchung erfolgen und weitere Maßnahmen eingeleitet werden.“ Für die stets ausgelasteten gynäkologischen Ambulanzen bedeutet dies eine organisatorische Herausforderung. Auch die anderen Vorgaben haben es in sich und hätten das Projekt „Brustgesundheitszentrum“ beinahe zum Scheitern gebracht. „Ein Knackpunkt lag in den zahlenmäßigen Vorgaben: In Brixen werden jährlich etwa 60 Brustkrebsfälle diagnostiziert, also waren wir weit von den 150 ‚geforderten’ Fällen entfernt. Deshalb haben wir uns für die Zusammenarbeit mit Meran entschieden und dieses gemeinsame Zentrum gegründet.“ Studien haben gezeigt, dass die medizinische Behandlung umso besser ist, je mehr Erfahrung die Ärzte in diesem Bereich sammeln kön-

nen. Deshalb sind diese Vorgaben, beispielsweise mindestens 50 Eingriffe pro Operateur oder eine ausreichend große Fallzahl im Zentrum, sinnvoll.

Weiters ist die interdisziplinäre

Zusammenarbeit zwischen allen Bereichen, die in die Krebsbehandlung involviert sind, ein wichtiger Baustein des Projekts. So treffen sich einmal pro Woche Pathologen, Radiologen, Radiotherapeuten, Onkohämatologen, Nuklearmediziner und plastische Chirurgen der Krankenhäuser Brixen, Bozen, Meran und Innsbruck zu einer Videokonferenz. Jeder neue Brustkrebsfall wird in diesem Gremium ausführlich besprochen und die Diagnose, die Therapie und weitere Behandlungsschritte gemeinsam festgelegt. Gerade diese Form der Zusammenarbeit hat für Arthur Scherer einen mehrfachen Wert: „Im Rahmen dieser interdisziplinären Diskussion kann jeder von uns Ärzten viel lernen, und auch ich habe schon manches Mal meine Meinung über eine mögliche Behandlung geändert.“ Der Hinweis an die zu betreuende Frau, dass ihre Behandlung nach international festgelegten und objektiv messbaren Kriterien und in Absprache mit der Uniklinik Innsbruck erfolgt, stärkt zudem deren Vertrauen und schafft lebensnotwendige Zuversicht. Neben Brixen und Meran werden auch die übrigen Krankenhäuser Südtirols weiterhin Brustkrebspatientinnen betreuen. Es ist aber anzunehmen, dass sich einige betroffene Frauen an das Brustgesundheitszentrum wenden, um mit dessen Unterstützung den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus Ärztliche Ansprech­ partner für das Brust­ gesundheitszentrum: Sonia Prader, Qualitätsbeauf­ tragte Brixen Primar Arthur Scherer, Leiter Standort Brixen Florian Vogl, Qualitätsbeauf­ tragter Meran Primar Herbert Heidegger, Leiter Standort Meran

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Ungefährlicher und schĂśner Auf der StraĂ&#x;e zwischen Schabs und MĂźhlbach wird es bald einige Veränderungen geben. Dabei handelt es sich zum einen um eine VerschĂśnerungs- und zum anderen um eine Entschärfungsaktion.

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Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

MĂœHLBACH / SCHABS

ie StraĂ&#x;e zwischen MĂźhlbach und Schabs ist immer wieder Schauplatz schwerer Verkehrsunfälle, von denen leider mancher auch tĂśdlich endet. Sowohl vor wie nach dem engen kurvigen StraĂ&#x;enabschnitt befinden sich längere gerade Strecken, die zum schnellen Fahren verleiten. Viele Autofahrer nehmen zu spät den FuĂ&#x; vom Gas und fĂźhren so gefährliche Verkehrssituationen herbei.

Im Rahmen des Ausbaus

der Pustertaler StraĂ&#x;e gibt es ein Vorprojekt zur Umgestaltung der StraĂ&#x;e im Bereich des Restaurants Putzerhof. Es ist geplant, die Kurve zu entschärfen, indem der HĂźgel etwas angeschnitten wird, und die StraĂ&#x;e geringfĂźgig zu verbreitern. AuĂ&#x;erdem soll die Abfahrtsrampe von Schabs in Richtung MĂźhlbach umgestaltet und eine Einfädelspur errichtet werden. Nach Informationen von Josef March, Direktor des Ressorts fĂźr Bauten, sind fĂźr dieses Projekt zurzeit allerdings keine Geldmittel vorgesehen. Da es aber geringe Kosten verursacht, kĂśnnte man es neben anderen Projekten im Jahr 2008 verwirklichen.

Noch im FrĂźhjahr dieses Jah- Noch im FrĂźhjahr werden rasch res starten die Arbeiten fĂźr die Umgestaltung der UmfahrungsstraĂ&#x;e von MĂźhlbach. Die heutige StraĂ&#x;e, die Mitte der 90er Jahre fertig gestellt worden ist, ist ein reiner Funktionsbau, bei dem eine ansprechende Einbindung in die Landschaft nicht stattgefunden hat. Dieser Mangel tritt vor allem bei der Westausfahrt in Richtung Schabs hervor. Hier will man nun mit Hilfe eines BegrĂźnungskonzeptes eine Verbesserung und VerschĂśnerung erreichen. „Unsere Abteilung steht mit einem gewissen Ehrgeiz hinter diesem Pilotprojekt“, erklärt Josef March.

KĂśrper & Geist & Seele )VRmLVYRKWFIVEXYRK (EVQKIWYRHÂŚOIVRKIWYRH +I[MGLXVIKYPMIVYRKWYRH)RXWGLPEGOYRKWTVSKVEQQ

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wachsende Pflanzen am oberen und unteren Rand der Mauer gesetzt, damit sie zusammenwachsen und so die Mauer zur Gänze bedecken kĂśnnen. Weiters werden entlang der Pustertaler StraĂ&#x;e mehrere GroĂ&#x;baustellen errichtet: die Umfahrung von Vintl, die Untertunnelung von Kiens und jene im Bereich der Sonnenburg. Die Landesverwaltung wollte ursprĂźnglich die Untertunnelung von Kiens zeitlich verzĂśgern, da die nĂśtigen Geldmittel nicht zur VerfĂźgung standen. Die Gemeinde Kiens hat sich jedoch erfolgreich gewehrt, da der heutige Streckenabschnitt bei Kiens einen Flaschenhals darstellt, der den flieĂ&#x;enden Verkehr beträchtlich abbremst. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat daher versprochen, die Geldmittel zur VerfĂźgung zu stellen, wenn die Gemeinde den Bau selbst vorantreibt und es ihr zudem gelingt, die veranschlagten Kosten des Vorprojektes von 39 auf 30 Millionen Euro zu senken. Kiens hat die Herausforderung angenommen und wird nun neue Wege beschreiten.

„Die Gemeinde wird erstmals

in SĂźdtirol einen Firmenwettbewerb ausschreiben, in dem sie

Der gefährliche StraĂ&#x;enabschnitt im Bereich des Putzerhofs soll entschärft werden die Firmen auffordert, das AusfĂźhrungsprojekt und den Kostenvoranschlag selbst zu erstellen“, erläutert Josef March, „bisher wurde beides immer zuerst ausgearbeitet und dann erst der Wettbewerb ausgeschrieben. Wir erwarten, dass die Firma, die letztendlich den Zuschlag erhält, mehr als bisher darauf achtet, die veranschlagten Kosten auch einzuhalten und folgen mit diesem Vorgehen einer neuen EU-Richtlinie, die ebenfalls von groĂ&#x;en Einsparpotentialen fĂźr die Ăśffentlichen Verwaltungen ausgeht.“ Die Landesabteilung wird der Gemeinde beratend zur Seite stehen, auĂ&#x;erdem werden die zuständigen Landesämter vorab alle geologischen Untersuchungen vornehmen, damit es während der Bauphase zu keinen unliebsamen Ăœberraschungen kommt. Man kann gespannt sein, ob die Erwartungen hinsichtlich der Einsparpotentiale letztendlich erfĂźllt werden. Dem Steuerzahler wĂźrde es auf alle Fälle freuen. annamaria.mitterhofer@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info


BRIXEN

Immer auf Trab Der Seniorenclub Brixen bietet seinen Mitgliedern ein buntes Programm, quer durch das ganze Jahr. Ein Einblick in die Ziele und Tätigkeiten des Vereins. Foto: Oskar Zingerle

D

ie Stube des Brixner Hartmannsheims ist voll belegt: Der Seniorenclub Brixen hält seine Vollversammlung ab, bietet einen RĂźckblick auf seine durchgefĂźhrten Tätigkeiten und eine Vorschau auf jene des heurigen Jahres – und alle 150 StĂźhle sind besetzt. Auf einem Tisch wird noch gewattet, anderswo fleiĂ&#x;ig mit der Stricknadel geklappert.

Seit Ăźber 20 Jahren bietet

der Seniorenclub Brixen eine Vielzahl an Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung und Weiterbildung an. So war es auch im vorigen Jahr, und ein Blick auf die Vorschau des aktuellen Jahresprogrammes macht schnell klar: Langweilig wird’s auch heuer nicht werden. „Wir sind ein lustiger Verein“, erklärt die Präsidentin Gertrude Hell, die selbst mit Elan und Humor durch die Versammlung fĂźhrt. Beinahe an jedem Wochenende unternehmen die Senioren eine Halboder Ganztagesfahrt: In die Käserei nach Toblach, zur GlockengieĂ&#x;erei nach Innsbruck, ins Messner Mountain Museum – oder der kleine HĂśhepunkt des Jahres, eine Viertagesfahrt nach Graz und Umgebung. „Wir suchen häufig Orte aus, die man nicht so leicht erreichen kann, wenn man kein Auto hat“, erklärt die Präsidentin. Der angemietete 52-er Bus ist meistens schnell ausgebucht, fĂźr viele sind die AusflĂźge ein Urlaub vom Alltag. „Mit dem Programm mĂśchten wir die Menschen ab 60 Jahren aus der Reserve locken“, erklärt Gertrude Hell, deren Unternehmungsgeist nur so durch die Stube weht. „Unter unseren Mitgliedern sind sehr viele allein stehende Personen, die eigenständig oder in einer Familie wohnen.“ Neben den AusflĂźgen stehen regelmäĂ&#x;iges Tanzen, Singen oder Schwimmen auf dem Programm, Feste werden organisiert oder Vorträge abgehalten. In den Wintermonaten trifft man sich jeweils donnerstags von 14.30 bis 17 Uhr in

Bei seiner Jahreshauptversammlung konnte der Seniorenclub Brixen auf ein ereignisreiches Jahr zurĂźck blicken der Stube im Hartmannsheim – „aber im FrĂźhjahr, Sommer und Herbst sind wir unterwegs.“ Neue Mitglieder sind willkommen, denn „bei uns hat jeder Platz – Hauptsache, er macht mit“, sagt Oswald Kasal vom Vorstand des Seniorenclubs. Die Brixner Fraktionen erstellen ein eigenes Tätigkeitsprogramm; wer aber gerne mal an einem Ausflug der Millander, Pfeffersberger oder Aferer teilnehmen mĂśchte, kann sich bei den dortigen Ansprechpartnern erkundigen, ob noch ein Platz frei ist.

„Ein nettes Klima und eine

angenehme Gesellschaft zu erleben, das ist uns wichtig“, schildert Gertrude Hell. Die unterschiedlichsten BedĂźrfnisse versucht der Ausschuss zu berĂźcksichtigen. So gibt es bei den kleinen Wanderungen auch immer ein Alternativprogramm fĂźr all jene, die nicht so gut zu FuĂ&#x; unterwegs sind. Was gerade los ist, kĂśnnen die Interessierten am Schaukasten bei der SĂźdtiroler Volksbank oder im Hartmannsheim ersehen, an-

sonsten hat man heuer zwei Mal wĂśchentlich BĂźrostunden eingefĂźhrt, um fĂźr die Mitglieder erreichbar zu sein. Im Seniorenclub Brixen ist der GroĂ&#x;teil weiblich – „wir haben wenige Männer mit dabei, die sind nicht so kommunikativ“, lacht die Präsidentin, „darf man das sagen?“ Mit 60 Jahren fĂźhlen sich viele Menschen noch gar nicht als Senior oder Seniorin, erklärt sie – „doch wir sind es halt.“ Sie selbst ist „hoch in den Siebzigern – aber so alt sind wir doch gar nicht, oder?“ doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus Seniorenclub Brixen Ausschuss-Mitglieder: Gertrude Hell, Anna Bacher, Erich Barth, Maria Baumgartner, Siegfried Hofer, Erna Irsara, Oswald Kasal, Toni Pflanzer, Olga Savoia BĂźrostunden: Montag, 16-17 Uhr Dienstag, 8.30-10 Uhr Hartmannsheim Brixen, Hartmannsplatz/GroĂ&#x;er Graben

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Unterlagen gesucht z Alexandra Burger aus Brixen schreibt ihre Diplomarbeit an der Fakultät für Bildungswissenschaften zur Geschichte der Kinderbewahranstalt Brixen. Diese Einrichtung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und im Jahre 1925 geschlossen. Zur Aufbereitung des Themas sucht die Studentin nun Erinnerungsliteratur und Bildmaterial: Wer also entsprechende Tagebuchnotizen, Korrespondenzen, Chronik-Eintragungen, sonstige

P&G

Aufzeichnungen, Unterlagen oder Fotos besitzt und diese zur Verfügung stellen möchte, wendet sich bitte an Alexandra Burger, Rufnummer 339 1676171, E-Mail alexandra.burger@education.unibz.it oder an Hubert Mock vom Stadtarchiv Brixen, Domplatz 13, Rufnummer 0472 262180, E-Mail hubert.mock@ brixen.it.  db

Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Netzwerk Migration Lösungsansätze zu entwickeln. Als größtes Defizit wurde die geringe politische Gewichtung der Thematik betrachtet. Gerade die fehlenden Ressourcen und Kompetenzen im zuständigen Referat der Gemeindeverwaltung bedingen das derzeit unkoordinierte Handeln. Einig war man sich auch über die Notwendigkeit eines Kompetenzzentrums zu Fragen der Integration, das mit dem Haus der Solidarität praktisch schon vorhanden ist. Was fehlt, ist die institutions­ übergreifende Aufwertung desselben zum Zwecke effektiveren id Handelns. 

Der Bürgerschalter der Gemein­ de Brixen feiert seinen ersten Geburtstag, und die Gemeinde lädt hierzu am 1. März ab 10.30 Uhr zu einer Pressekonferenz mit anschließendem Umtrunk am Maria-Hueber-Platz ein. Im Bürgerschalter wurden im ersten Jahr über 2.000 Verfahren bearbeitet.

Die Marianische Frauenkongregration Brixen lädt am 2. März zum Weltgebetstag der Frauen um 9 Uhr im Dom. Der Gottesdienst und die Opfersamlung kommt den Frauen aus Paraguay zu Gute; daran teilnehmen werden Vertreterinnen aus verschiedenen Vereinen und Sprachgruppen.

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen bietet im März eine Vorlesungsreihe auch für Gasthörer zum Thema „Der Wahrheitsbegriff in den asiatischen Religionen“ ab. Dozentin ist Snjezana Zoric, die sich jahrelang der Erforschung asiatischer Religionen widmet und nun in Brixen wohnt.

Foto: Ingo Dejaco

Migration und Integration auseinandersetzen. Beim ersten Treffen im Haus der Solidarität in Milland stand zunächst das Kennenlernen im Vordergrund, der gegenseitige Austausch über die verschiedenen Aktivitäten. Wo sich verschiedene Kulturen treffen, kommt es mitunter zu

Spannungen. Deshalb wurde eine Analyse der verschiedenen Problemsituationen im Raum Brixen erstellt, betrachtet aus den Blickwinkeln sowohl der ansässigen Bevölkerung als auch der Zuwanderer. In vielen Bereichen, so der einhellige Tenor, flamme es. Damit es zu keinem Feuer kommt, sei Handeln gefragt. Im Anbetracht der Vielzahl von Problemstellungen und vor dem Hintergrund der Zielsetzung, konkrete Maßnahmen zu definieren, haben sich die Teilnehmer beim zweiten Treffen in thematisch gefassten Arbeitsgruppen gesammelt, um

SMS

z Der Verein „Haus der Solidarität“ und der Gemeindesozial­ ausschuss Brixen haben ein dreiteiliges Treffen organisiert, bei dem alle Vereine und Institutionen aus dem Raum Brixen eingeladen wurden, die sich in ihrer hauptamtlichen Tätigkeit intensiv mit den Themen

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Nachgefragt

„Keine Insel der Seligen“ ELISABETH THALER, Leiterin des Sozialsprengels der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, über aktuelle Problemsituationen von Jugendlichen und über mögliche Streetworking-Konzepte in Brixen. Frau Thaler, sehen Sie Brixen als Problemzone? Wie analysieren Sie die Situation? Natürlich ist auch Brixen keine Insel der Seligen, und so gab und gibt es Nachrichten von Alkoholexzessen, Vandalenakten, Verbalattacken und Übergriffen unter Jugendlichen. Der Sozialsprengel Eisacktal befasst sich schon seit längerem mit der Thematik und hat schließlich im Mai 2006 den Auftrag erteilt, im Rahmen eines Projektes die Situation vor Ort möglichst umfassend zu analysieren. Wir wollten Einblick in die Lebenswelt Jugendlicher erlangen.

Zu welchen Schlüssen ist die Studie gekommen? Wir haben herausgefunden, dass es einige konzentrische und neuralgische Punkte im Stadtgebiet gibt, die in einem Streetworking-Projekt besonders beachtet werden sollten. Grundsätzlich kann mobile Jugendarbeit entweder stadtteilorientiert oder szenenorientiert arbeiten. Ganz wichtig für die Jugendarbeit auf der Straße sind ein beidgeschlechtliches Team mit fundierter Ausbildung, flexible und doch strukturierte Arbeitszeiten, eine Anlaufstelle mit Platz für Einzelgespräche und natürlich die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Einrichtungen und

Angeboten für unsere Jugendlichen und mit den Verantwortlichen der Gemeinde. Was ist in Bezug auf Streetworking in Brixen geplant? Über ein mögliches Umsetzungssetting und Maßnahmen wird derzeit ausführlich beraten, intern und gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Organisationen. Die Sozialdienste haben es sich zum Ziel gesetzt, im Laufe dieses Jahres mit der aufsuchenden Jugendarbeit zu beginnen. ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Schönere Westumfahrung z Das bestehende Projekt der Brixner Westumfahrung wurde vom Architekten Matteo Scagnol abgeändert. Seine Umgestaltungen basieren hauptsächlich auf drei Leitlinien: Die durch die überirdischen Bauwerke hervorgerufene Beeinträchtigung der Umwelt soll auf ein Minimum reduziert werden, die Bauwerke sollen mit der Umgebung in Einklang gebracht und die Teilstücke der beiden Gemeinden in einer einheitlichen Lösung verbunden werden. Neben der optischen Beeinträchtigung durch den Straßenbau wurde ein besonderes Augenmerk auf

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die Lärmauswirkungen gelegt. Die Lärmschutzwände wurden nicht nur im Hinblick auf ihre Funktionalität gestaltet, sondern auch möglichst harmonisch in ihre Umgebung eingefügt. Die Stützmauern an den Ein- und Ausfahrten der Tunnelabschnitte sollen mit etwa sechs bis sieben Dezibel schluckenden Porenbeton-Paneelen verkleidet werden. Weitere Änderungen brachte Architekt Scagnol bei den Tunnelportalen an, indem er versuchte, diese so weit als möglich in den Geländeverlauf einzugliedern. Dienstgebäude und Hinweiselemente weisen

ein einheitliches Erscheinungsbild auf. Die neun bis zehn Meter hohen Lüftungskamine wurden als Skulpturen betrachtet und ähneln nunmehr überdimensionalen versteinerten Baumstümpfen. Wie Landesrat Florian Mussner erklärte, verursachten die Änderungen noch nicht quantifizierte Mehrkosten. Man müsse erst prüfen, welche

der Änderungsvorschläge effektiv auch angebracht würden, jedoch sei man gewillt, grundsätzlich diesen neuen Weg zu gehen. Seine Mitarbeiter prüfen derzeit die Möglichkeit, die Lärmschutzwände als Sonnenkollektoren zu nutzen, um damit die Beleuchtung im Tunnelinneren mit Energie zu versorgen.  oz

BRIXEN

BRIXEN

Tauschmarkt und Treffpunkt

Citybus auch im Rosslauf

z Das Tauschmarkt-Projekt „Pumuckl“ des Eltern-Kind-Zentrums Brixen hat sich bewährt: Rund 500 Personen nutzen regelmäßig den Secondhand-Laden im Haus der Solidarität in Milland, in dem gut erhaltene Kinderbekleidung aus zweiter Hand, Sportartikel für Kinder bis zum 12. Lebensjahr, Spielsachen und Babyausstattung zu günstigen Preisen erhältlich sind. „Pumuckl“ ist am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 9 bis 11 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet; zu diesen Zeiten kann eingekauft oder noch nicht abgenützte Ware zum Verkauf abgegeben werden. Das Eltern-KindZentrum Brixen, kurz Elki genannt, hat hingegen seinen Sitz im Kapuzinerkloster in der Runggadgasse und ist täglich

Foto: Oskar Zingerle

Politik & Gesellschaft

BRIXEN / VAHRN

von 9 bis 11.30 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Der offene Treffpunkt für Kinder, Eltern und Großeltern aller Nationen bietet regelmäßig Kasperltheater, Singen, Musizieren sowie Erfahrungsspiele für die Kleinsten und Kinderbetreuung. Besonders beliebt sind die Kurse für Mütter mit Kleinkindern: Ausgebildete Hebammen unterstützen im Elki die Eltern mit Wissenswertem wie das korrekte Tragen mit dem Tragetuch, Babymassage oder Rückbildungsgymnastik für db Mütter. 

z Seit dem 1. Februar fährt die Citybuslinie 2 auch durch den Brixner Stadtteil Rosslauf und verbindet auf diese Weise Vahrn über die Altstadt mit Milland. Das Landesressort für Verkehr, die Bezirksgemeinschaft Eisacktal und die Gemeindeverwaltung von Brixen haben zusammen mit dem Buskonzessionär Pizzinini die Fahrtstrecke so verändert, dass auch Brixens wohnbevölkerungsreichster Stadtteil Rosslauf nunmehr an das Citybusnetz angebunden ist. In einer Pressekonferenz unter freiem Himmel an der Haltestelle Rosslauf erläuterten Landesrat Thomas Widmann und Bürgermeister Albert Pürgstaller den Verlauf der neuen Strecke über die Tratten- und Altenmarktgasse zum MariaHueber-Platz. Samstags fährt der Bus wegen des lebhaften Fußgängerbetriebes allerdings weiterhin durch die Stadel-

gasse. Neue Haltestellen wurden im Rosslauf und in der Trattengasse eingerichtet, die Haltestellen Acquarena und Säbenertor wurden leicht verschoben und die Haltestelle Dantestraße/Schulen aufgehoben. Landesrat Widmann dankte der Gemeinde für die Flexibilität bei der bedarfsgerechten Umlegung der Linie und sprach über das Ziel, künftig auch die Fraktionen Brixens einzubinden und mit der Bahn im Takt zu vernetzen. Dies könne mit neuen Zügen und unabhängig von den italienischen Staatsbahnen in etwa zwei Jahren verwirklicht werden. Damit stünde den Brixnern ein Verbundsystem in der Stadt, in den Fraktionen und zwischen Innsbruck und Trient als echte Alternative zum Individualverkehr zur Verfügung, um Umwelt und Geldbeutel zu entlasten. agh


BRIXEN

Vorgehen zur Leitbild-Erstellung

BRIXEN / TSCHECHIEN

Städtepartnerschaft mit Havlickuv Brod z Nach Regensburg und Bled hat Brixen nun mit der tschechischen Stadt Havlickuv Brod eine dritte Partnerstadt. Brixen und Havlickuv Brod pflegen seit vielen Jahren enge freundschaftliche Kontakte; historische Grundlage für diese Beziehung ist der langjährige Exilaufenthalt des in Havlickuv Brod geborenen tschechischen Nationalhelden Karel Havlicek in Brixen. Havlicek war einer der Begründer des politischen Journalismus’ und wurde im Dezember 1851 infolge seiner politischen und journalistischen Tätigkeit in die Verbannung nach Brixen geschickt. Während der Jahre seines Exils pflegte er einen regen Kontakt zur Brixner Bevölkerung und war eng in das gesellschaftliche Leben der Stadt eingebunden. Seine Bindung an Brixen hat Karel Havlicek auch in seiner schriftstellerischen Tätigkeit geäußert, etwa in den Tiroler Elegien von 1852. Auch heute wird Karel Havlicek in Tschechien verehrt. Havlickuv Brod ist eine kaufmännische

Siedlung aus dem 13. Jahrhundert und liegt im böhmischmährischen Hügelland. 1310 gaben ihr zugewanderte deutsche Bergleute, die im dortigen Silberbergbau arbeiteten, den Namen Nemecký Brod (Deutsch Brod), den sie dann einige Jahrhunderte behielt. Der Stadt wird ein Hang zum Rebellischen, gepaart mit gesundem Menschenverstand zugesprochen: Während des Zweiten Weltkriegs sie beispielsweise ihre traditionelle Aufsässigkeit bewiesen, indem sie ihren Namen von Deutsch Brod in Havlickuv Brod geändert hat. Kulturell ist Havlickuv Brod seit jeher sehr aktiv, so hat 1922 das örtliche Laientheater Prager Schauspieler eingeladen, um die erste szenische Version von Haseks Schwejk auf die Bühne zu bringen. Heute leben in Havlickuv Bord 25.000 Einwohner. Im Bild: Brixens BM Albert Pürgstaller mit Havlickuv Brods Bürgermeisterin Jana Fischerova anlässlich des letzten Altstadtfests. db

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z Die Gemeinde Brixen hat die Vorgehensweise zur Erstellung des Leitbilds für Brixen nun definiert. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung werden das Leitbildprojekt, alle bisher gesammelten Daten, die Fokusgruppen und deren Themen vorgestellt. Im Rahmen dieser Veranstaltung können alle Bürger ihr Interesse bekunden, selbst in den Fokusgruppen mitzuwirken oder Ideen an die Mitglieder der Fokusgruppen zu übermitteln. Die Arbeitsgruppen werden die Themen aufbereiten und in Form einer öffentlichen Großveranstaltung im Zeitraum März/April der Bevölkerung präsentieren. Diese ist dann aufgefordert, aktiv mitzudiskutieren sowie die Vorschläge zu gewichten und zu ergänzen. In einem weiteren Einzeltreffen ziehen

die Fokusgruppen Bilanz über das, was bei der öffentlichen Veranstaltung gesammelt wurde, vertiefen dies mit der Unterstützung der Moderatoren und stellen die Ergebnisse im Gemeinderat vor. In einem ersten Redaktionsworkshop, zu dem alle Ratsfraktionen ihre Vertreter – nicht nur politischer Natur – im Verhältnis der Vertretungsstärke entsenden, werden die erarbeiteten Inhalte für das Leitbild definiert. In einem weiteren Redaktionsworkshop wird dann der definitive Entwurf für das Leitbild redigiert. Im September 2007 erfolgt eine Präsentation des Leitbildentwurfs in der Öffentlichkeit; im Anschluss daran wird das Leitbild im Gemeinderat behandelt. db

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Politik & Gesellschaft

BRIXEN

Foto: Oskar Zingerle

Förderung der Familien

BRIXEN

Aus für den besonderen Kindergarten z Der Kindergarten in der Stadelgasse schließt im kommenden Juni endgültig seine Tore. Seit Anfang der 90er Jahre gab es immer eine Gruppe von Kindern, die das Glück hatten, den kleinen, aber feinen Kindergarten im Gebäude der „Englischen Fräulein“ zu besuchen. Da im Herbst dieses Jahres der Kindergarten im Rosslauf bezugsfertig sein soll, hat die Gemeinde Brixen den Mietvertrag mit den Klosterfrauen gekündigt, wobei die wirtschaftlichen Überlegungen den Ausschlag gegeben haben. Wozu Miete bezahlen, wenn man ein „Eigenheim“ besitzt? Obwohl die Entscheidung der Gemeinde nachvollziehbar ist, macht sich unter den betroffenen Eltern, Kindern und Kindergärtnerinnen Wehmut und Traurigkeit breit, und sie sind einhellig der Meinung, „dass ein Kleinod verloren geht“. In dem aus nur einer Sektion bestehenden Kindergar-

ten, dessen großzügiger Garten zum Spielen und Herumtoben auffordert, kennen sich die meisten Eltern persönlich und pflegen auch außerhalb einen freundschaftlichen Kontakt. Hier ist eine richtige Gemeinschaft entstanden: Die Eltern schätzen vor allem die persönliche Atmos­ phäre und die menschliche Nähe, die die Kindergärtnerinnen ihnen und den Kindern bieten. Auch die zentrale Lage ist für viele ungemein praktisch. Obwohl sich Abschiedsstimmung breit macht und man sich bewusst ist, dass etwas sehr Schönes zu Ende geht, plant die Leiterin Elisabeth Larcher mit ihren Mitarbeiterinnen bereits ein ganz besonderes Abschiedsfest: „Das Gartenfest wird im Juni stattfinden“, erklärt Larcher, „und wir möchten möglichst auch unsere Nachbarn mit einbeziehen, damit sie uns nicht so schnell veres gessen.“ 

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z Ob Betreuungsangebote, Bildungsinitiativen oder finanzielle Unterstützung: Mit einer Reihe von konkreten Maßnahmen möchte die Gemeindeverwaltung von Brixen auch 2007 Akzente für eine aktive Familienpolitik setzen. Geplant sind eine Reihe von Fortbildungsinitiativen in Zusammenarbeit mit Professor Wassilios Fthenakis von der Universität Brixen sowie die Einführung eines Familienpasses, der Brixner Familien den ermäßigten Zugang zu verschiedenen Einrichtungen und Diensten ermöglicht. Weiters wurde in den 14 Kindergärten der Gemeinde, die von rund 660 Kindern besucht werden, der Tarif vom vorigen Jahr beibehalten. Besonders gut genutzt wird heuer auch die Schulausspeisung: Für al-

le 13 Grundschulen, die drei Mittelschulen und die vier Oberschulen wird ein Ausspeisungsdienst angeboten. Die Einschreibungen sind von etwa 1.200 im Schuljahr 2005/2006 auf über 1.400 im laufenden Jahr angestiegen. Die meisten Schüler nehmen den Dienst mindestens ein bis zwei Mal in der Woche in Anspruch. Der Tarif für den Ausspeisungsdienst beträgt 2,50 Euro pro Mahlzeit. Im Bereich der außerschulischen Betreuung setzt die Gemeinde auf finanzielle und logistische Unterstützung von Vereinen: Die Mietkosten für das ElternKind-Zentrum übernimmt die Gemeinde, weiters werden der Sommerkindergarten, die Sommercamps und verschiedene Angebote zur Nachmittagsbetreuung unterstützt.  db

BRIXEN

2.919 Blutkonserven

z Der Blutspender-Verein AVIS Gemeindesektion Brixen konnte im vergangenen Jahr 2.919 Blutkonserven abnehmen. Die Sektion Brixen besteht aus über 2.500 Mitgliedern, wobei 783 Blutspender aus Brixen stammen, 173 aus Klausen, gefolgt von Vahrn mit 145 Spendern. Im Gemeindegebiet Natz-Schabs spenden 101 Personen und in Mühlbach 78. Neu hinzugekommen sind in den letzten Monaten 178 Mitglieder. AVIS feiert heuer sein 80-jähriges Bestehen und wird zu diesem Anlass Projekte in den Schulen durchführen, um Schüler und Familien auf die Blutspende aufmerksam zu machen. Ein Wunsch der Sektion liegt darin, das Büro vom derzeitigen Sitz in der Dantestraße

26 ins Krankenhaus Brixen zu verlegen. Personen, die gerne Blut spenden möchten, können sich an die AVIS Gemeindesektion Brixen wenden: Der Sitz ist montags von 15 bis 18 Uhr, am Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr und am Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 sowie von 15 bis 18 Uhr geöffnet; Informationen können auch über die Rufnummer 0472 835599 oder über die E-Mail-Adresse avis.bressanone-brixen@dnet.it eingeholt werden. Im Bild (v.l.n.r.): Tiziana Casati (Sekretariat), Elli Aricochi (Ausschussmitglied), Gino De Lorenzo Gardinal (Ausschussmitglied), Roman Knoflach (AVIS-Präsident) und Giampaolo Doatti (AVIS-Landespräsident). db


Freunde und Gönner Mario Pedron, Barbara Steiger, Franz Karbon, Helene Demetz, Ebensberger GmbH, Walter Mitterrutzner, Edeltraud Sader, Gerd Bergmeister, SSV Brixen Yoseikan Budo, Ivo Barth, Ingrid Longhi, Oswald Bergmeister, Achim Kirchler, Anton Fischnaller, Ferdinand Gasser, Maria Aricochi, Karl Kornprobst, Pamela Posch, Hannelore Volgger, Silvia Hilpold, Dora Mussner, Hugo Senoner, Helmut Terragnolo, Dietrich Lüling, Artur Troger, Otmar Gasser, Gertraud Kammerer, Paul Ritsch, Josef Winkler, Michael Meier, Gabriele Lüling, Marianna Ellemunt, Walter Eisendle, Claudio Pippia, Helene Wieser, Martha Franzelin, Hans Mitterrutzner, Marianna Reifer, Andreas Priller, Franz Kerer, Gertrud Huemer, Sebastian Auer, Laura Marino, Giuseppe Zuccalà, Anna Tschaffert, Stefan Steiner, Anticoli KG, Ewald Federspieler, David Bonelli, Sieglinde Telsnig, Olga Gafriller, Philipp Fallmerayer, Annelies Feichter, Karl Wolfsgruber, Hermann Prosch, Waltraud Stampfl, Pascal Nagler, Karl Michaeler, Nando Zennaro, Johann Gruber, Paul Gufler, Sabrina Pievani, Ingeborg Fink, Bettenladele, Siegfried Kerschbaumer, Ines Prader, Fortunato Verginer, Josef Michaeler, Gertrud Lechner, Fritz Kastlunger, Hermann Hartner, Albert Prosch, Luigi Dallaserra, Frieda Barberi, Josef Treyer, Josef Troi, Rudolf Hofer, Ingrid Peer, Stefano Brocco, Regina Stockner Bodner, Ralf Dejaco, Emanuela Pattis, Martin Plunger, Herta Selle-

mond Kerschbaumer, Hedwig Oberhauser Celentano, Arnold Wieland, Katharina Endl, Joachim Kauffmann, Anna Gasser, Roland Achammer, Renato Pastore, Walter Gasser, Luise Hofer, Johann Zingerle, Jörg Dalla Brida, Anna Elisabetta Kinigadner, Domenico De Paola, Josef Kerschbaumer, Ellecosta KG, Eugen Cimadom, Hilda Putzer, Bruno Mahlknecht, Hermine Pedoth, Alois Oberhauser, Josef Leitner, Evelyn Federspieler, Robert Ellecosta, Giovanni Toniutti, Renate Daporta, Maurizio Sabbadin, Peter Paul Stuffer, Leo Munter, Bruno Bampi, Hanspeter Troi, Wilhelm Obwexer, Josef Kerschbaumer, Irene Bergmeister, Bruno Felderer, Rainer Pichler, Giuseppe Andreatta, Maria Foppa, Heinrich Volgger, Bruno Ianesi, Ermanno Lusser, Angelika Stampfl, Norbert Damiani, Richard Plank, Anwaltssozietät Migliucci, Patrizia Solaro, Leo Dariz, Helga Bacher, Georg Öttl, Klaus Frenes, Walther Stockner, Franz Zöggeler, Edmund Lang, Eugen Scantamburlo, Anton Brugger, Barbara Torggler Gobbi, Johann Notdurfter, Wilhelm Niederstätter, Roman Priller, Paul Oberrauch, Helga von Pernwerth, Waltraud Thaler, Sabine Froschmayr, Brigitte Thöni, Romana Vallazza Klapfer, Maria Barbara Letrari, Dorotea von Mörl, Wolfgang Leitempergher, Margit Strasser, Floriana Allneider, Werner Delueg, Margareth Solderer, Martin Klapfer, Domenico Silvio Chiari, Maria Kaser, Anton Pflanzer, Maria Rosa Christina Beatrici, Franco Bizzo, Erna Christa Brigitte Mahlich, Manfred Baumgartner, Lutz Chicken, Walter Weitschek,

Helmut Arnold, Kurt Bacher, Grafa GmbH, Elisabeth Cimadom, Nicola Presente, Maria Überbacher, Irmgard Hofmann, Josef Hinteregger, Siegfried Carmel Gasser, Gerold Peer, Marcello Colombi, Adolfine Heidenberger Steurer, Peter Obrist, Pia Colombi Brocci, Raimund Ochsenreiter, Christa Haselbarth, Sibille Erardi, Klaus Faller, Karl Mahlknecht, Alois Frener, Johann Messner, Karl Wolfsgruber, Paolo Dalla Torre, Albin Mitterrutzner, Albin Palla, Gianfranco De Blasi, Maria Plunger, Annelies Töll, Volker Lutz, Rosa Lamprecht, Pietro De Zolt, Georg Josef Bacher, Richard Seebacher, Marianna Winkler, Helene Goblet, Gasthof Klostersepp, Christine Perathoner, Katja Mahlknecht, Maria Giovanna Onestinghel, Alois Happacher, Alfred Dalla Torre, Christa Wenter Wieland, Dieter Oberhofer, Herbert Baumgartner, Johanna Fragner Unterpertinger, Roman Markart, Walter Fissneider, Helga Barth, Karl Badstuber, Herbert Wachtler, Hermann Wierer, Claudia Zingerle, Kurt Peintner, Siegfried Ellecosta, Andreas Kreil, Peter Gamper, Carla Goller, Johann Kammerer, Claudio Doro, Cristina Hinteregger, Annamaria Zelger, Sarah Rieder, Walter Gnaiger, Ursula Axmann, Anton Mair, Klaus Dander, Markus Überbacher, Claudia Gasparini, Helga Zenleser Luppi, Anna Oberhollenzer, Richard Ranigler, August Foppa, Hilde Seyr, Elisabeth Engl, Hildegard Frener, Hermann Leitner, Wendelin Priller, Karl Rungg, Reinhold Radmüller, Josef Radmüller, Elisabeth Prantner Pflanzer, Maria Unterthiner, Hiltrudis Casagrande, Walter Gogl, Bern-

hard Hilpold, Siegfried Hofer, Elisabeth Larcher, Michael Kinkelin, Walter Kerer, Heidemarie Erlacher Agreiter, Hans Schrott, Petra Kerschbaumer, Maria Pia Musna, Erich Blum, Ursula Nöcker Boudier, Frieda Blasbichler, Alfons Kasseroler, Georges Rast Andre, Martha Rieder Thaler, Hermann Geyr, Sabine Renner, Adolf Burger, Johann Oberrauch, Valentina Trocker, Georg Knollseisen, Nikolaus Kerschbaumer, Josef Kaser, Alrun Daporta, Heinrich Profanter, Alexander Tauber, Ulrich Cloche, I. Messner, Paul Seidner

! e k n a D

Diese Liste enthält alle Freunde und Gönner des „Brixner“, die ihren Beitrag bis 31. Jänner 2007 überwiesen haben bzw. deren Post-Erlagscheinsquittung uns bis zu diesem Tag erreicht hat.

Sie wollen „Freund“ oder „Gönner“ unserer Zeitschrift werden? Südtiroler Volksbank: BBAN X 05856 58220 070570164004

Raiffeisenkasse Eisacktal: BBAN A 08307 58221 000300005452

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Menschen & Meinungen MUSIK ALS ANGELPUNKT: „Man tut überall mit, wo man anderen eine Freude bereiten kann“ (Hans Jocher) 16


Portrait

Der Volksmusikant Hans Jocher ist begeistert von der traditionellen Volksmusik, den einfachen Weisen. Von Kindesbeinen an pflegt er seine Liebe zu den unterschiedlichsten Instrumenten und zum Gesang.

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n der kleinen getäfelten Stube liegen Dudelsack und Drehleier einträchtig nebeneinander, auf der Ofenbank ist eine Fachzeitschrift aufgeschlagen. Auch hier geht es um den Dudelsack und seine Geschichte, die in Mesopotamien ihren Ursprung nahm. Traditionelle Volksinstrumente haben es Hans Jocher angetan, angefangen vom Hackbrett, der Harfe und der Schwegel über die Okarina, die Maultrommel, das Jagdhorn und das Alphorn bis hin zur diatonischen Knopfharmonika, der Gefäßflöte, der Schalmei und dem Raffele. Auf Anhieb kann er eigentlich gar nicht sagen, wie viele Instrumente er spielt, „aber das ist auch nicht so wichtig.“ Über den Computer gebeugt erzählt Hans Jocher von seiner tiefen Begeisterung für die Volksmusik. Gerade hat er seine Lebensgeschichte zu Papier gebracht – „für meine Nachkommen, und weil ich eh mit der Chronik der Jocherfamilie beschäftigt war“. Überschrieben hat er seine Lebensgeschichte mit den Worten „Musik – mein Leben“.

Die Musik ist in der Tat der

Angelpunkt, um den sich all sein Wirken dreht. Eines sei jedoch gleich vorweg gesagt: Hans Jocher steht nicht gern in der ersten Reihe. Ehrungen bedeuten ihm nicht viel – die nimmt er nur an, wenn er nicht drum herumkommt. „Ich sehe sie einfach als Beifall für meine Arbeit“, sagt er in aller Bescheidenheit, „man tut halt überall mit, wo man gebraucht wird und wo man anderen eine Freude bereiten kann.“ Es sei schließlich nicht sein Verdienst, wenn ihm viele unterschiedliche Talente gegeben wurden. Seit seiner Kindheit ist er fasziniert von der Musik. Als Hüterbub hat er mit Grashalmen und Holzstäben Töne erzeugt und beim Mellauner Kirchtag im Jahre 1944 „zum ersten Mal Musik

hautnah am Stubentisch erlebt“. Von seiner Base erhielt er bald darauf eine kleine Zither. Im Zitherkasten lagen fünf Blätter aus einer Spielanleitung. Mit dem „Du, du liegst mir im Herzen“ begann er seine ersten Spielversuche.

Am Ostersamstag 1945 be-

kam er von seinem Onkel Sepp Widmann eine Zither geschenkt – das erste Instrument, das ihm allein gehörte. Dieser Tag dürfte wohl endgültig die Geburtsstunde einer Leidenschaft gewesen sein, deren Feuer bis heute lodert. Leider fehlten dem Instrument der Stimmschlüssel, der Anschlagring und verschiedene Saiten. Im Flügel eines oberhalb von St. Andrä abgeschossenen amerikanischen Bombers fand Hans Jocher ein Rohr. Daraus fertigte er sich einen Stimmschlüssel. Diesen Stimmschlüssel besitzt er heute noch. Aus dem silberweißen Flügelblech schnitt

Was seine berufliche Laufbahn anging, so wollte Hans Jocher zunächst Schneider werden, nachdem er nicht hatte an die Lehrerbildungsanstalt gehen können. Der Schneidermeister nahm ihn aber wegen seines Namens nicht auf, hatte er doch mit dem Vorgänger, welcher auch Hans geheißen hatte, schlechte Erfahrungen gemacht. Ehe Hans Jocher dann bei einem Tischlermeister einstand, wollte es ein Zufall, dass er doch noch die Lehrerbildungsanstalt besuchen durfte. Während der Jahre in Meran konnte er sich musikalisch voll entfalten. Er erhielt Klavierunterricht bei Professor Christofolini, Professor Johanna Blum war seine Singlehrerin, und Chordirektor Baurschafter unterrichtete den lerneifrigen jungen Mann im Orgelspiel. Schon bald leitete Hans Jocher ein Studenten-Doppelquartett und den gemischten Chor der Lehrerbildungsanstalt.

„Es sind die einfachsten Volksweisen, die in die Tiefe gehen“ “_Hans Jocher er sich Anschlagringe und aus verschieden starken Drähten aus dem Flugzeugwrack wand er die fehlenden Saiten. Im Herbst des gleichen Jahres musste er seinen älteren Bruder Sepp zum Klarinettenunterricht begleiten, weil dieser nachts nicht alleine durch den Wald gehen wollte. Dem Kapellmeister fiel auf, mit welch großem Interesse Hans dem Unterricht folgte, brachte ihm eine Querflöte und ließ ihn mitlernen. Ein Jahr später war er bereits Mitglied der Musikkapelle. Er trat dann auch dem Kirchenchor bei, spielte im Kirchenorchester die zweite Geige und stieg in der Musikkapelle von der Querflöte auf die Klarinette und später auf das Flügelhorn um.

Im Kloster der Englischen Fräulein bildete sich unter den internen Schülerinnen eine Mädchensinggruppe, die so genannte „Jochergruppe“. Dass Hans Jocher diese Gruppe – selbstverständlich unter der Aufsicht einer gestrengen Mater – leiten durfte, brachte ihm neben dem Neid seiner Mitschüler auch den Spitznamen „Klosterjäger“ ein.

Hans Jocher zuzuhören,

während er so manche Begebenheit aus jenen Jahren zum Besten gibt, etwas verhalten manchmal und doch mit einer großen Portion Humor. marlene.kranebitter@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Steckbrief

Hans Jocher wurde am 15.

November 1933 am Frötscherhof in Obermellaun als drittes von vier Kindern geboren. Der Vater verstarb bereits 1936. Im Jahre 1939 kam er in die Schule, erhielt zunächst Unterricht in italienischer Sprache. Ab 1940 wurde dann bis zur Aussiedlung ins „Reich“, zu der es nicht mehr kommen sollte, deutscher Sprachunterricht angeboten. Im Frühjahr 1948 schloss Hans Jocher die Volksschule ab. Er hätte dann an die Lehrerbildungsanstalt nach Meran gehen wollen, kam aber zunächst über Pfarrer Johann Paldele ins Vinzentinum. Als er dort verriet, dass er eigentlich Lehrer werden wollte, wurde er fristlos entlassen. Im Priesterseminar sollte er dann die dreijährige Mittelschule besuchen, wurde aber von argem Heimweh geplagt und durfte in der Folge zu Hause bleiben. Schließlich half ihm der neue Pfarrer von St. Andrä Walter Gilli dabei, dass er endlich die Lehrerbildungsanstalt besuchen durfte. 1958 beendete er sein Studium, 1959 unterrichtete er an der Kaufmännischen Lehranstalt in Sterzing, dann erhielt er eine Stelle an der Volksschule in Afers, wo er die Lehrerin Marianne Frener kennen lernte, die er 1961 heiratete und mit der er zwei Söhne und eine Tochter bekam. 1967 wechselte er schließlich nach St. Andrä, wo er bis 1988 unterrichtete. Seit vielen Jahren ist er mit seiner „Mellauner Sängerund Musikantengruppe“ im Inund Ausland unterwegs. z 17


Neue Konditormeister z Sieben Südtiroler Konditoren absolvierten Anfang Februar in der Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ in Brixen ihre Meisterprüfung: Bruno Calli­ ari aus Neumarkt, Christoph Fink aus Klausen, Hans Peter Prenn aus Sterzing, Erich Sader aus St. Andrä, Michael Stei­ ner aus Rasen Antholz, Birgit Steinwandter aus Toblach und Alexandra Thaler aus Schenna haben den Sprung geschafft und dürfen sich nun mit dem Meistertitel schmücken. Nach

der 16-stündigen Prüfung, die sich über zwei Tage erstreckte, stellten die frisch gebackenen Konditormeister ihre begrenzt haltbaren Kunstwerke in der Berufsschule zur Besichtigung aus. Von Torten über Zuckerfiguren, Marzipanfiguren oder Pralinen – die Meisterwerke ließen einem nicht nur das Wasser im Mund zusammenlaufen, sondern waren gleichzeitig auch eine Augenweide.  oz

M&M Menschen & Meinungen

BRIXEN

Fleißigste Leserin Der Spruch vom Much

SMS

I woaß schun, prum die Brixner a Leitbild hobm welln. Sie brauchn’s, damit sie in zehn Johr wissn, prum se’s net umdersetzt hobm.

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z Die 12-jährige Vera Maria Unterfrauner ist die größte Leseratte der Stadtbibliothek Brixen: Mit 691 Entlehnungen im vorigen Jahr überholte die Schülerin alle anderen Bibliotheksbenutzer und landete auf Platz 1 der „Fleißigen Leser“. Vera Maria Unterfrauner ist bereits seit mehreren Jahren eine begeisterte Leserin und steckt ihre Nase gerne in die Bücher. Die Liebe zu diesem Medium und zur Bibliothek hat sie dabei wohl von ihrer Mutter Rosmarie geerbt, die ihrerseits auch bereits seit Jahren zu den Top-Nutzerinnen der Stadtbibliothek gehört. Vera

Maria ist sehr vielseitig interessiert und leiht neben Büchern auch andere Medien wie Hörkassetten, CD-Roms, DVDs und Videos aus. Bürgermeister Albert Pürgstaller und Bibliothekdirektor Bruno Kaser gratulierten der unermüdlichen Bibliotheksbesucherin und überreichten ihr ein kleines Geschenk. Auf dem zweiten Platz der Liste der fleißigsten Leser Landete Monika

Barth Urthaler aus Brixen, die Erstplatzierte des Vorjahres. Sie brachte es auf 650 Entlehnungen. Auf den dritten Platz kam Erna Maria Schreier aus Vintl, ebenfalls eine langjährige Stammkundin der Bibliothek. Im Bild (v.l.n.r.): Rosmarie Unterfrauner, Vera Maria Unterfrauner, Albert Pürgstaller und Bruno Kaser.  db

Ein 35-jähriger Brixner, der aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchte, hat beim Glücksspiel „Gratta e vinci“ eine Million Euro gewonnen. Er hat in der Tabaktrafik in der Vittorio-Venetostraße das Los gekauft und rubbelte vor der Tür das Glückslos frei.

Hermann Hofer ist der neue Leiter der Volksbank-Filiale Brixen/Lauben. Vor 26 Jahren hat Hofer seine ersten Berufserfahrungen in dieser Filiale gesammelt, anschließend war er Vizechef von Milland, Leiter der Klausner Hauptfiliale und zuletzt führte er die Geschäftsstelle in Lüsen.

Alexander Pichler aus Lüsen gewann bei der Landesmeisterschaft des Handwerks und der Gastronomie den ersten Platz in der Berufskategorie der Maurer.

Foto: Oskar Zingerle

Menschen & Meinungen

BRIXEN


s p o o O

Leser kochen fĂźr Leser

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Penne mit Käse ßberbacken

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> Zutaten fĂźr 2 Personen >

Peter Brunner, Stadtrat in Brixen

TĂźcken eines Kinderwagens Dass das Vater Sein nicht immer ganz leicht sein wird, wurde mir von Verwandten und Freunden schon während der Schwangerschaft meiner Frau prophezeit. Die erste HĂźrde hatte ich zu Ăźberwinden, als meine Frau Doris und meine Tochter Verena noch im Krankenhaus waren. Als ich sie abholen wollte, musste ich noch den Kinderwagen fahrbereit machen: Da Verena drei Wochen frĂźher als geplant auf die Welt gekommen war, hatte ich mich jedoch bislang nicht näher mit diesem Gefährt befasst. AuĂ&#x;erdem war ich in Eile, da ich in meiner Funktion als Stadtrat vorher zu einer Geschäftseinweihung musste. Ich drehte und bog das Fahrgestell in alle erdenklichen Richtungen und hatte allerhand kreative Einfälle – leider vergebens. SchlieĂ&#x;lich musste ich klein beigeben und beschloss, nur den oberen Teil des Kinderwagens samt Daunenschlafsack mitzunehmen. Als mich Doris so im Krankenhaus ankommen sah, schmunzelte sie und meinte: „Das fängt ja gut an mit dir als Familienvater.“

180 gr Penne Butter 80 ml Sahne 70 gr Fontina 60 gr Mascarpone Parmesankäse Muskatnuss 3 Salbeiblätter Salz und weiĂ&#x;er Pfeffer

> Zubereitung Im Salzwasser die Penne „al dente“ kochen. Das Backrohr in der Zwischenzeit auf 220 Grad vorheizen. In einem Topf etwas Butter und die Sahne erhitzen. Den Fontina in kleine StĂźckchen schneiden, den Mascarpone und etwas Parmesan dazugeben und unter RĂźhren schmelzen lassen. Die geschnittenen Salbeiblätter hinzufĂźgen. Mit Salz, weiĂ&#x;em Pfeffer und Muskat-

Irgendwann vor zehn Jahren beschloss die Redaktion des „Brixner“, dass jedes neue Redaktionsmitglied damit beehrt wird, der Zeitschrift ein Rezept beisteuern zu dĂźrfen. Dieses Mal musste sich Ingo Dejaco dieser Tradition beugen – und er tat dies mit einem herrlich aussehenden Nudelgericht.

PIFFER R E A L I T Ă„ T E N

Haben auch Sie ein besonderes Rezept, das Sie unseren Lesern nicht vorenthalten mĂśchten? rezept@brixner.info

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Voting Ihre Meinung online Ergebnis der Online-Umfrage:

„Sollten Kinder von Zuwanderern vor dem Schulantritt Sprachkurse besuchen mĂźssen?“

ja

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nuss abschmecken. Die Nudel mit der Sauce vermengen und dann in eine gebutterte, ofenfeste Terrine geben, nochmals viel Parmesan obendrauf – und ab in den Backofen fßr 10 Minuten. Herausnehmen, kurz warten, und‌ Mahlzeit!

nein

9%

Ja oder Nein? Wir mĂśchten Ihre Meinung wissen! Ein Klick auf unserer Homepage www.brixner.info genĂźgt – und Sie sehen sofort, wie die Internetgemeinde bisher abgestimmt hat. NatĂźrlich dĂźrfen Sie nur eine Stimme abgeben – wir ĂźberprĂźfen dies auf technischem Weg. Das endgĂźltige Ergebnis lesen Sie im nächsten „Brixner“. Die aktuelle Frage des Monats:

„Sind Sie fĂźr den Bau des Brennerbasis-Tunnels?“ Stimmen Sie mit! www.brixner.info 19


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Klima im Wandel „Wenn man es mit der notwendigen Nüchternheit betrachtet“, sagt der Franz, während er spitzbübisch die Frieda angrinst, während diese ihm den Kapuziner serviert, „dann sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Frauen schuld an der Klimaerwärmung“. Peng! Frieda war schon einiges gewöhnt vom Franz, aber diese Aussage schlug alles bisher Dahergefrotzelte. Ich sagte indes gar nichts, löffelte eineinhalb Löffelchen Zucker in meinen Macchiato und harrte gespannt darauf, was jetzt noch kommen würde. „Das Wetter hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte aus Mitleid für die Frauen angepasst und wird deshalb immer wärmer“, erklärt der Franz weiter, und Frieda sagt immer noch nichts, was dieselbe Gefahr darstellte wie eine Tretmine auf einem Fußballplatz. „Schaut sie euch doch mal an, die weibliche Unterwäsche. Vor 50 Jahren trugen unsere Frauen noch wollene Monster-Liebestöter, aber im Laufe der Jahrzehnte reduzierte sich die Stoffmenge zusehends, bis die Unterhosen zum heutigen fadenscheinigen String-Tanga wurden. Die Folge davon ist, dass unsere Frauen immer mehr frieren, und damit diese nicht erfrieren, ist das Wetter eben immer wärmer geworden – auch deshalb, weil es in seiner unbegrenzten Weisheit erkannt hat, dass es gegen den Willen der Frauen eh nicht ankommt.“ Ich schmollte immer noch, bis der Franz ein unerbittliches „Was sagst’n du eigentlich dazu?“ von sich gab. Ich bin grantig und sag heute mal gar nix, sagte ich. Wir Männer werden wohl auch mal unsere Tage haben dürfen.

Foto: Leonhard Angerer

Menschen & Meinungen

LAMMento

FOTOGRAFIE

Angerers Fotos in„DIE ZEIT“ z Der Brixner Fotograf Leonhard Angerer hat sich in den vergangenen Jahren mit der Veränderung alpiner Landschaften durch die Eingriffe touristischer Erschließung auseinandergesetzt und diese in Fotografien festgehalten. Auf diese Weise zeigt er, wie sich die Nutzung des alpinen Raumes verändert hat: Wochenlang und zu unterschiedlichen Jahreszeiten war Angerer die Pisten und großen Schnittstellen abgelaufen, wo der Strom der Touristen und Freizeitmenschen die Dolomiten erreicht. In der Ausstellung

„Schöne Aussicht – Neue Kulturlandschaften“ hat Angerer das Ergebnis seiner Arbeit bereits im Jahr 2005 gezeigt. Die Fotografien gefielen Andreas Sentker, verantwortlicher Redakteur des Redaktionsteams Wissenschaft der renommierten deutschen Wochenzeitung „DIE ZEIT“. Vier Bilder aus der Serie erschienen deshalb zu einem Artikel über das Thema Klimawandel in der Ausgabe vom 1. Februar 2007. Die Online-Redaktion der Wochenzeitschrift stellte Fotos von Angerer unter www.zeit.de ins Netz.  db

Bastelspaß im Frühjahr ! Kreatives für Ostern ! Die neue Frühjahrs- und Osterware ist im Sitz der Firma OPITEC eingetroffen. Zahlreiche Deko-Artikel und Neuheiten fürs Basteln im Frühjahr werden ab sofort zu sensationellen Preisen angeboten. Das OPITEC-Team freut sich auf ihren Besuch und berät sie gerne!

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Pro& Contra Soll in Sßdtirol die Dauer der politischen Mandate auf 15 Jahre beschränkt werden?

WALTER BAUMGARTNER, SVP-Frak­ tionsvorsitzender im SĂźdtiroler Landtag: „In 15 Jahren sollte die Umsetzung der eigenen Ideen durchaus mĂśglich sein.“

Pro Mandatsbeschränkung bedeutet seit jeher Unabhängigkeit. Bereits zur Hochzeit des alten Roms gab es eine Mandatsbeschränkung, die so genannte Annualität. Mit dem Untergang der rĂśmischen Republik verschwanden auch die Amtszeiten. Die Posten wurden auf unbestimmte Dauer durch Kaisers Gnaden vergeben und nur durch Tod oder Weisung des Herrschers beendet. Erst mit der Etablierung demokratischer Traditionen durch die franzĂśsische Revolution wurden im Zuge der Demokratisierung die Mandatsbeschränkungen wieder Instrument einer volksnahen RegierungsfĂźhrung. In vielen Verfassungen – nicht nur in der viel zitierten amerikanischen – gibt es Beschränkungen der Regierungsfunktionen. Hugo Chavez in Venezuela versucht gerade, die Verfassung zu ändern, auf dass er bis zum Lebensende Präsident bleiben kann, in etwa wie ein Monarch oder zum Beispiel Fidel Castro in Kuba. Doch nicht nur viele Verfassungen, auch die grĂśĂ&#x;ten und besten Unternehmen der Welt sehen fĂźr ihre FĂźhrungspositionen Zeitbeschränkungen vor. Nur durch einen genauen Zeithorizont wird die FĂźhrungskraft unabhängig von der eigenen persĂśnlichen Zukunft. Niemand muss sich um die Erhaltung bestehender Strukturen beschränken, sondern kann sich auf die Umsetzung seines Programms konzentrieren. Managementschulen und Universitäten lehren dies seit geraumer Zeit. In 15 Jahren sollte die Umsetzung der eigenen Ideen, insbesondere in unserer schnelllebigen Zeit, durchaus mĂśglich sein. Wer in 15 Jahren seine Ideen erfolgreich umgesetzt hat, kann der Gesellschaft auch dienen, wenn er in einem neuen Aufgabenbereich seine Fähigkeiten zielgerichtet einsetzt. z

'ENUG GUTE 'RĂ NDE FĂ REINEN 7ECHSEL

FRANZ PAHL, Präsident des Regionalrates: „Das Volk hat ein feines GespĂźr dafĂźr, wer klare politische Vorstellungen hat.“

Contra Nur 25 Jahre kann ein SVPMandatar laut Parteistatut fĂźr die SVP politisch tätig sein. Mit Gesetz eine Beschränkung aufzuerlegen, ist nicht nur rechtlich problematisch, sondern auch politisch. Niemand darf dem Wähler das Recht nehmen, einen Politiker so lange zu wählen, als der Wähler will. ErfahrungsgemäĂ&#x; tauscht der SVP-Wähler in vier Legislaturperioden 80 Prozent seiner Mandatare aus. Sehr klug setzt der Wähler auf Erfahrung und Erneuerung zugleich. Ich bin 1983 zum ersten Mal zur Wahl angetreten und hatte allein im Pustertal vier Landesräte als Mitbewerber. Trotzdem wurde ich gewählt. Als Kandidat muss man bereit sein, sich der harten Konkurrenz zu stellen. Das Volk hat ein feines GespĂźr dafĂźr, wer klare politische Vorstellungen hat, ganz gleich, wie jung oder alt jemand als Politiker ist. Wahlen gewinnt man nur durch glaubwĂźrdiges politisches Handeln. Die Beschränkung der Amtsperioden der Landesräte wäre eine andere Sache. Ich halte sie zwar nicht fĂźr notwendig, aber das kann die Partei in ihrem Statut festlegen. Alle wesentlichen Entscheidungen fallen in der Fraktion, der Landtag vollzieht die Entscheidungen nur formell. Wenn man der SVP-Fraktion im Landtag mehr politisches Gewicht verleihen will, wie es heiĂ&#x;t, so gibt es eine einfache LĂśsung. Jedes Fraktionsmitglied, das nicht in der Landesregierung ist, soll in der Frak­ tion zwei Stimmen haben. Damit hätten die Nicht-Regierungsmitglieder ein Ăœbergewicht von 22 (statt dzt. nur 11) zu 9. Das verursacht keine Kosten, schafft aber ein demokratisches Gegengewicht. Dann braucht es auch keine Trennung mehr zwischen einem Amt in der Landesregierung und im Landtag. Das wĂźrde die kleine Gruppe der SVP nur einander entfremden und die Kollegialität zerstĂśren. z

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Menschen & Meinungen

AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL

Echo

Leser schreiben uns

Absicherung notwendig Zum Artikel „Ausflüge gestrichen“ im „Brixner“ Nr. 204

Hubert Rungger, Verdings

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BERUFSBILDUNG

22

LAND- FORSTWIRTSCHAFT HAUSWIRTSCHAFT BERGBAUERNBERATUNG

WISSEN ERLEBEN

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Dienst nach Vorschrift und keine zusätzlichen Aktivitäten, die ein nicht abgesichertes Risiko darstellen – so die Erkenntnis des Lehrerpersonals derzeit in den meisten Südtiroler Schulen. Für viele Eltern vielleicht unverständlich, doch bedenkt man die Auswirkung des Geschehenen auf die Betroffenen, so ist die Reaktion der Lehrerschaft bezüglich der Anklage ihrer drei Arbeitskolleginnen mehr als gerechtfertigt. Nicht nur das Geschehene belastet eine ganze Berufsgruppe Südtiroler Landesangestellter und deren Familien, auch die gerichtlichen Ermittlungen, deren Ausgang niemand voraussehen kann, sorgen in der Lehrerschaft für enorme Unsicherheit. Zur psychischen Belastung kommt auch noch die Angst der anfallenden finanziellen Spesen und Forderungen. Rechtsschutz und Haftpflichtversicherung von Seiten ihres Arbeitgebers, für jeden Klein-Unternehmer in der Privatwirtschaft für seine Angestellten eine Pflicht, scheinen seit 2001 für Südtiroler Landesangestellte nicht mehr gerechtfertigt zu sein. Die kurzsichtige Entscheidung der Landesregierung über die Aussetzung der Haftpflichtversicherung für das Landespersonal hat in der Vergangenheit seine Wunden hinterlassen und nun auch in dieser Berufsgruppe ihre Opfer gefunden. Wenn immer von den Besten, Qualifiziertesten und mit allem Luxus ausgestatteten Arbeitsplätzen und Bildungsanstalten geprahlt wird, so sind wir in diesem Lande nicht im Stande, den im Landesdienst mitwirkenden Menschen ausreichende Absicherung am Arbeitsplatz zu bieten. Bei Ausgaben von mehreren Millionen Euro für

externe Beratungen, auch noch an bereits mit hohen Pensionen abgesicherten ehemaligen Landesangestellten, ist die Streichung der Absicherung unserer aktiven Mitarbeiter im Landesdienst ein Armutszeugnis der Regierenden. Der angeratene private Abschluss einer Rechts- und Haftpflichtversicherung zum Zwecke der beruflichen Absicherung ist daher nur der Versuch des Arbeitgebers, sich aus der Verantwortung zu schleichen. So tragisch der Fall auch ist, so stellt sich doch auch die Frage der berechtigten Ermittlung gegen die betroffenen Lehrerinnen. Für die Begleitung und Betreuung der Schüler zur Badeanlage und zurück sind klarerweise die dafür bestens ausgebildeten Lehrpersonen verantwortlich. Innerhalb der Badeanlage aber sind klare Bestimmungen der Verantwortung gegeben, die durch spezialisiertes ausgebildetes Personal umgesetzt werden müssen. So ist in meinen Augen innerhalb der Badeanlage die Aufsicht über jeden einzelnen zahlenden Kunden ein Sicherheitsfaktor des Betriebes und die Begleitperson der Gruppe nicht potenzieller Verantwortlicher, sofern diese nicht offensichtlich fahrlässig handelt. Dem betroffenen Lehrpersonal darf daher von den Schülereltern nicht die unberechtigte Aussetzung der schulbegleitenden Tätigkeiten vorgeworfen werden. Vielmehr haben auch wir Mitverantwortung zu tragen. Das bedeutet hinsichtlich des Geschehenen die Pflicht unsererseits, auf menschlicher, vor allem aber auch auf politischer Ebene uns für klare Richtlinien, ausreichend Absicherung und der Gewährung eines reibungslosen Schulablaufes in seinen verschiedensten Formen einzusetzen. Liebe Leserin, lieber Leser, schreiben Sie Ihre Meinung zu den Themen in diesem „Brixner“ - bitte unbedingt mit Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer: Redaktion „Brixner“, Brenner­ straße 28, 39042 Brixen Leserfax: +39 0472 060201 E-Mail: echo@brixner.info


Umfrage

Der Umwelt zuliebe Spielt beim Kauf eines Autos dessen Umweltfreundlichkeit eine Rolle? Ist Methangas-Antrieb jetzt, wo eine Tankstelle in Brixen errichtet wird, eine zusätzliche Alternative? Wir haben uns in Brixen umgehört, welchen Stellenwert der Umweltaspekt in Bezug auf das eigene Fahrzeug einnimmt.

„Ich habe mir vor kurzem ein neues Auto zugelegt“, erzählt Wilma Zanesco, „mein Mann kümmert sich eigentlich um solche Angelegenheiten, und wir haben natürlich darauf geachtet, dass es umweltfreundlich ist. Außerdem lasse ich, wenn sich mir die Möglichkeit bietet, meinen Wagen zu Hause und fahre mit dem Bus.“

Astrid Obexer hat bei ihrem letzten Autokauf „mehr auf die praktischen Seiten des Wagens geachtet. Ich habe drei Kinder, und wir brauchen viel Platz – dies war auch das ausschlaggebende Merkmal für meinen Kauf. Die Umwelt habe ich dabei zwar vernachlässigt; allerdings versuche ich so oft wie möglich, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.“

„Io preferisco usare i mezzi pubblici, anche perché non possiedo una macchina”, meint Antonietta Mihali. “Chi peró ha abbastanza soldi per comperarsi una macchina dovrebbe anche cercare di rispettare l’ambiente.”

„In der heutigen Zeit kann man sich einfach nicht erlauben, eine Dreckschleuder zu fahren, deswegen würde ich mit Sicherheit auf die Umweltfreundlichkeit meines Wagens achten“, findet Matthäus Kircher. „Vor allem die Industrieländer, die ja genügend Geld besitzen, sollten sich mehr für die Umwelt einsetzen. Außerdem sollte das Südtiroler Verkehrsnetz besser organisiert sein, damit mehr Menschen Zug oder Bus nutzen können.“

Herbert Niederkofler ist der Meinung, dass „heutzutage ein Auto einfach umweltfreundlich sein muss, auch weil man sonst nicht in die Stadt fahren darf. Ich wäre auch dazu bereit, für ein umweltfreundliches Auto mehr Geld zu bezahlen, allerdings würde ich meinen Tank nicht auf Methangas umrüsten lassen.“

Heinrich Tschöll hat sich „nächstes Jahr vorgenommen, ein neues Auto zu kaufen, und sicher werde ich dabei die Umwelt berücksichtigen. Ein Methangastank kommt für mich nicht in Frage, weil es noch zu wenige Tankstellen gibt. Bis zu einem bestimmten Punkt wäre ich auch bereit, für ein umweltfreundliches Auto mehr Geld zu bezahlen. Denn wenn jeder von uns einen kleinen Beitrag leistet, wird es sicherlich Fortschritte geben.“

„Ich fahre bereits seit sechs Jahren mit einem Gastank-Auto und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht“, betont Markus Unterthiner. „Es ist nicht nur umweltfreundlich, sondern man tankt zudem noch viel günstiger und kann auf diese Weise viel Geld sparen. Jeder sollte soviel Verantwortung zeigen und sich ein umweltfreundliches Auto zulegen.“

„Wenn ich mir ein neues Auto zulegen würde, wäre ich sicher an ein Methangastank-Auto interessiert“, meint Stefan Brunner. „Der Treibstoff ist wesentlich billiger, und zudem ist es gut für die Umwelt. So hat jeder was davon.“

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FASCHINGSREVUE DES MGV BRIXEN

Kunst & Kultur

Wir verkaufen uns…

…war das Motto des diesjährigen Stadtlerlåchns. Ein inhaltlicher Streifzug durch die Generalprobe.

Foto: Oskar Zingerle

W

ie verkauft man sich am besten? Beziehungsweise: Wie sollte sich Südtirol am besten verkaufen? Zwei Werbefritzen der Südtiroler Marketinggesellschaft zerbrechen sich den Kopf über die beste Verkaufsstrategie, und ihre Auftritte bilden die Rahmenhandlung des Stadlerlåchns 2007: Die Suche nach dem Landestypischen gestaltet sich dabei als schwierig, sehr schwierig sogar. Schließlich will man ja keine „Amerikanata“, obwohl die zugegebenermaßen meistens den größten Erfolg versprechen.

Nach langem Hin und Her

finden die beiden schließlich doch noch einen Sympathieträger, der Südtirol weltweit ins touristisch rechte Licht rücken könnte: Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller. Bei ihm ist Effizienz auf allen Fronten angesagt, da wird gewerkelt, was das Zeug hält – wie bei der nun schon traditionellen Stadtratssitzungs-Szene bildlich aufgezeigt wird. Mit Schnauzer ausstaffiert – der sorgt schließlich für mehr Respekt – lassen die MGV-ler den Bürgermeister von einem großen Pfauenthron aus lauthals und im Alleingang regieren. Es tobt der Kampf zwischen alten und jungen Stadträten, zwischen Stadt und Fraktionen, zwischen Auftritt und Abgang: Wer darf neben dem Bürgermeister noch zu einer Geschäftseinweihung? Die bassstimmige Paula hält derweil fleißig das Ohr am Mund des Volkes, der Franz ist ob seiner Bedeutungslosigkeit beleidigt, die Magdalena war einst auf dem Sportplatz wesentlich schneller und spritziger als in der Gemeindestube, der Peter versucht sich hoch zu rangeln, 24

und der Dario wäre zwar schon weit oben, sieht aber nicht über die Aktentasche hinaus. Der Gianlorenzo bleibt hingegen Luft, dafür ist die Claudia allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Zwischen Paula und Dario schmiedet sich eine süße Bande, das in einem Duett des ungleichen Paares endet. Weniger harmonisch die Brüllattacken des Sympathieträgers, der auf grüne Oppositionelle mit Ausschlag und Schreikrämpfen reagiert.

Vom Kampfplatz Gemeinde

verlagert sich das Geschehen auf die Baustelle Krankenhaus. Hier warten die Patienten genauso lange wie die Szene dauert, eine äußerst missmutige Krankenschwester knallt in regelmäßigen Abständen geschäftig die Tür auf und zu, aber irgendwie gibt es doch kein Weiterkommen. Die Sanitätsreform reformiert sich (oder die Patienten) zu Tode; wo Qualität draufsteht, muss sie nicht unbedingt drin sein. Kranke Vinschger schreckt dies kaum ab, zumindest lockt der

Die „Göttin Brixina“ namens Paula, eine Mistgabel schwenkende Katharina Lanz der heutigen Zeit, ist eine der Skulpturen der Brixner Heldengalerie Sanitätstourismus die Menschen nach Brixen, wo sie sich dann wie vor der Wursttheke mit dem Nummernzettel in der Hand die Füße in den Bauch stehen. Jeglicher Vordrängelversuch wird erfolgreich abgewehrt, und wer seit Monaten verdeckt auf einer Pritsche liegt, kann auch noch weiterhin warten. Zumindest die Acquarena könnte von dieser Baustellen-Effizienz profitieren: Wie beim Tiroler Schwesterchen AcquaDom ließe sich doch auch im Brixner Schwimmparadies eine Gesundheitsabteilung schaffen, um nach dem Saunabesuch gleich die Darmspiegelung anzuhängen.

Von der Baustelle Krankenhaus erfolgt ein Wechsel auf die Baustelle Nummer Zwei, einem

Südtiroler Hotel in Umbruchphase. Die ausländischen Bauarbeiter müssen als Witzfiguren herhalten, während die Hoteliergattin eifersüchtig auf die tschechischen Empfangsdamen schielt. Architekt und Tourismusberaterin versuchen den Besitzern neben zahlreichen anderen scheinbaren Attraktio­nen mit langwierigen Erläuterungen eine Eingeborenenstube anzuhängen, landesspezifisch selbstverständlich. Unterdessen verstehen die Bauarbeiter den Auftraggeber nicht, der Auftraggeber versteht die Bauarbeiter nicht, zwischendrin quasseln der Architekt und die Fachfrau, die Menge geht weg, kommt wieder, nicht nur die sprachliche Konfusion ist perfekt. Pause ist angesagt. 20 Minuten, während auf der Großleinwand ein im Keller des Forums gedrehter Film zeigt, wie die ausländischen Arbeiter ebenfalls pausieren.

Nach der Pause wird die neue

Brixner Rathausgalerie mit einer Skulpturenausstellung eröffnet. Sechs wirklich wunderbar gestaltete menschliche Statuen, eine Brixner Heldengalerie, platziert auf einem Podium, werden nach und nach von ihrem weißen Sichtschutz befreit und zugleich deren Brixner Politiker-Identität gelüftet. Eine magere marmorierte Michelangelo-Statue samt rauchender Zigarette, Stadtschlüssel und Feigenblatt ist der Heller Mut, ein Mini-Napoleon mit Zipfelmütze und Hand auf dem Herzen der „Vice senza vizi.“ Der „Geb i oder nehm i“ ist ein schmucker Herr im Anzug mit einem Kartonpaket in der Hand, und der „Dominus Lobiscum“ eine blau gewandete Wahrheitsstatue mit unzähligen bunten


Foto: Oskar Zingerle

Stadtlerlåchn 2007: Rein musikalisch hob der Männergesangsverein Brixen wie erwartet ab und bot so manchen Höhenflug

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Kunst & Kultur

Fotos: Oskar Zingerle

Brüsten, die grausame und strenge Jagd-Göttin Artemis. Neben ihr die blond gezopfte, Mistgabel schwenkende Freiheitskämpferin Katharina Lanz im Dirndl, die „Göttin Brixina“ alias Paula. In der Ecke hingegen die drei neuen Schutzpatrone der Stadt Sanct Tacuin, Sanct Losnethin und Sanct Siegnix in Gestalt der drei bekannten Äffchen, die sich Augen, Ohren oder Mund zuhalten. Eine Kunstexpertin führt durch diesen kuriosen Reigen und tritt, leider, den Witz der Figuren mit weitschweifigen Erklärungen in den Bühnenboden.

führt. In herrlich skurrilen Posen drehen sich die Lederhosen rechts um, Anweisungen gehen die Runde und kehren dorthin zurück, wo sie herkommen, Befehle werden missverstanden. Um die Ehrensalve für den erwarteten Landeshauptmann abschießen zu können, drückt der Kompaniehaufen ein Auge zu und würde sogar einen Homosexuellen in ihre Reihen aufnehmen. Leider kommt aber nur der Landtagspräsident, und für einen grünen Walschen opfert man klarerweise keinen Pulverschuss.

An: __________________ z.H.: _________________ Fax: _________________ Datum: _______________

Das Brixner Heimatlied führt

zum „Südtirol – der Knaller.“ Eine Begrüßungszeremonie durch eine Ehrensalve der Schützen wäre doch was Einmaliges, so die Werbemanager. Ein Häufchen Heimatschützer marschiert auf und liefert eine der schmissigsten Szenen. Eine Marketenderin kämpft um Hosen, Schuss und ein -innen, aber die Männer haben kein Pardon: Was nicht im Statut drinsteht, darf nicht sein. Hektisch wird zu den walschen Kumpanen telefoniert, was jedoch nur zu einem Anschiss

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für welche Zeitschrift a uns zu organisieren – schnell

Skurrille Posen, spritzige Dialoge: Die Schützen-Szene war eine der schmissigsten der Faschingsrevue

Schlussendlich wird der Sym-

pathieträger ausgetauscht: Die Anneliese Breitenberger könnte doch einen Welthit kreieren, der Südtirol in der ganzen Welt bekannt macht, so der Plan. Eine täuschend echte, jodelnde Anneliese mit hoch toupiertem Lockenturm schleppt sogleich einen Liederfabrikanten samt Textmaschine an. Die Zutaten sind einfach: Etwas Berge, eine Prise Liebe, ein bisschen Rosengarten im Abendrot, nicht zu viel Italienisch, der König Laurin und eine Handvoll Religion garantieren den volksdummen Schnulzenhit. Die Textmaschine rattert und knattert und blinkt und spuckt schlussendlich unverständliches Liedgut sowie das Volksmusikanten-Duo Rudy und Belsy aus. Die Faschingsrevue endet im Chorgesang samt Superknall und Konfettiregen. Hat sich das Stadlerlåchn nun gut verkauft? Die musikalischen Arrangements von Andreas Ellecosta und Markus Dorfmann, intoniert von den MGV-lern mit Instrumentalbegleitung, sind erwartungsgemäß Bestseller von

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MUSIK

New Blasmusik Die „Pamstiddn Kings“ entlocken ihren Blasinstrumenten, einem Megaphon und dem Schlagzeug Klänge der besonderen Art.

S

eit 2005 kämpft sich eine neue Band durch die Südtiroler Musikszene: Die „Pamstiddn Kings“ bieten eine erfrischende Abwechslung und viel gute Laune zur ansonsten von Metal- und Rockklängen geprägten Musikwelt. Schlagzeug, Tuba, Posaune, Trompete und Saxophon in Kombination mit einem Megaphon, um das Publikum zu animieren und einer äußerst guten Kondition, um neben dem Rumhüpfen auch noch ein bisschen Puste für ihr Instrument übrig zu haben - das ist alles, was die sechs Musiker aus Vahrn, Villanders und Steinegg für eine gute Show brauchen. Mit dieser bunten Mischung schafften Hannes Mitterrutzner, Roland Gruber, Florian Gasser, Michael Lantschner, Andreas Resch und Andreas Psenner im Januar die Vorausscheidung des „Italian Live Award“ in Bozen. Auch hier trafen „Pamstiddn Kings“ hauptsächlich auf Fans der etwas „härteren“ Musik, was für die Bläser aber auf keinem Fall ein Nachteil darstellte: „Während andere Musiker ihre Marshall-Verstärker schleppten, hatten wir unsere Blasinstrumente im Gepäck“, erzählt Florian Gasser schmunzelnd, „dies hat zuerst für einige erstaunte Gesichter gesorgt, doch der Überraschungseffekt und die Tatsache, dass wir nicht wie andere Bläserensembles brav auf unseren Stühlen sitzen, haben uns sicher zu einigen Stimmen verholfen.“

Mit dem Sieg ergatterten

sie sich die Einzugskarte zum „International Live Award“ in Wien, bei dem der Preis für die beste Newcomer-Band Mitteleuropas vergeben wird. Neben all der Ehre winkt den Siegern in Wien dabei auch ein Preisgeld von 10.000 Euro, mit dem die „Pamstiddn Kings“ bestimmt wüssten, was anfangen. So bereitet sich die Band nun auf ihren großen Auftritt am 10. März vor: Dafür entstand auch ihr erster, eigens komponierter

Die „Pamstiddn Kings“ gewannen im Januar die Vorausscheidung des „Italian Live Award“ in Bozen Song „Pamela from Africa“; das restliche Repertoire bietet Arrangements aus allen möglichen Musikrichtungen. Allerdings möchten sich „Pamstiddn Kings“ nicht mit anderen Coverbands vergleichen. „Was wir machen, ist viel mehr als nur irgendein Lied nachzuspielen. Wir hören es uns stundenlang an und versuchen, für jedes Instrument eine passende Stimme zu finden,“ betont Roland Gruber, „Wir verwandeln es in unser eigenes Stück, mit unserem ganz persönlichen Stil. Das ist meiner Meinung nach das, was „Pamstiddn Kings“ ausmacht.“

man auch mit Blasinstrumenten Hip-Hop machen kann!“ Ebenso wie der Sound war auch der Name der Band schnell gefunden: Aus der Idee, die Titelmelodie der Fernsehserie „Baywatch“ neu zu arrangieren, entwickelte sich der Bandname. Pate dafür standen die Hauptdarstellerin Pamela und zwei ihrer herausragenden Körperteile. Schließlich hängte man noch das Wörtchen „Kings“ hinten an, und fertig war der Bandname, der so ungewöhnlich wie die Band selbst ist.

„Pamstiddn Kings“ spielen

hauptsächlich auf Dorffesten, in Pubs und gelegentlich auf Open-Airs. „Grundsätzlich ist es uns aber egal, wo wir spielen.

Hauptsache, wir und das Publikum haben Spaß!“, betont Schlagzeuger Hannes Mitterutzner. annamaria.mitterhofer@brixmedia.it Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus Pamstiddn Kings Florian Gasser: Posaune Andreas Psenner: Sopran­ saxophon, Klarinette Hannes Mitterrutzner: Schlagzeug Michael Lantschner: Trompete Roland Gruber: Tuba Andreas Resch: Tenor-, Alt-, ­Sopransaxophon

Ihren Anfang genommen ha-

ben die „Pamstiddn Kings“ zu Ostern 2005. Roland Gruber und Andreas Psenner trommelten die restlichen vier Musiker zusammen, um eine Dixie-Band zu gründen. Schnell wurden ihnen die jazzigen Klänge allein zu langweilig, und so begann eine Reise quer durch alle Musikrichtungen. „Das Ergebnis war eine Musik, die Elemente aus allen Stilen enthält und somit jedem gefallen kann“, erklärt Roland Gruber. „Wir sind der Beweis, dass man nicht unbedingt eine E-Gitarre braucht, um Rock zu spielen, und dass

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AUSSTELLUNG

Kunst & Kultur

Kollwitz in der Hofburg z Ab 17. März findet im Diözesanmuseum Hofburg Brixen die Ausstellung über die deutsche Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945) aus Königsberg, heute Kaliningrad, statt. Die Sonderausstellung zeigt über 60 Radierungen, Holzschnitte, Zeichnungen und Bronzeplastiken aus dem Käthe-KollwitzMuseum in Köln. Zu sehen sein werden auch ihre berühmten grafischen Zyklen „Bauernkrieg“ aus dem Jahr 1908 und „Ein Weberaufstand“ von 1893 sowie

die bekannten Selbstbildnisse. Käthe Kollwitz schuf mit ihren ernsten Werken einen zeitlosen Kunststil: Laut ihrer Meinung hat Kunst die Aufgabe, die sozialen Bedingungen darzustellen. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf sie die Zyklen Krieg, Proletariat, Tod und Kinderhunger sowie sozialpolitische Plakate wie „Nie wieder Krieg“ und „Nieder mit dem Abtreibungs-Paragraphen!“. Nach der Ermordung Karl Liebknechts widmete sie ihm einen Holzschnitt.  db

K&K Kunst & Kultur

BRIXEN

Erfolgreiches Stadtbuch

SMS

z Auch der zweite Band des Stadtbuchs Brixen, der Ende November des Vorjahres erschienen ist, ist ein Verkaufsschlager. Wie der Buchverlag Athesia mitteilt, sei man mit den Umsatzzahlen „sehr zufrieden“. Mitherausgeber Hans Heiss hat indes der Erfolg des Buches nicht überrascht: „Das Stadtbuch Brixen ist ein beispielloses Projekt, das keine andere Stadt Südtirols bisher rea­ lisiert hat. Die Zusammenschau von Geschichte und Gegenwart ist ein wichtiger Impuls für die Identität unserer dynamischen

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Kleinstadt.“ Der im Jahr 2002 veröffentlichte erste Band ist inzwischen fast ausverkauft: Während die italienische Ver­sion bereits seit Monaten vergriffen ist, befinden sich von der deutschen Ausgabe nur mehr 30 Stück im Zentrallager des Verlags. Ein Nachdruck sei aufgrund des hohen Aufwandes nicht vorgesehen, wie Athesia mitteilt. Die zwei Stadtbücher enthalten Texte von 25 verschiedenen Autoren; der erste Band wurde von Gustav Pfeifer koordiniert, der zweite von Christine Roilo.

Initiiert wurde das aufwändige Projekt vom Verein „Prihsna 901-2001“, dem Zeno Giacomuzzi als Präsident vorsteht. Finanziert wurde es durch Beiträge des deutschen und italienischen

Die Instandhaltungs- und Restaurierungsarbeiten an der Kirche St. Peter in Schrambach sind nun abgeschlossen. Dabei kam hinter dem Leinwandgemälde des Seitenaltars das originale Altarbild zum Vorschein, das auf Brettern gemalt die Heiligen Urban, Barbara und Florian zeigt.

In der Festung Franzensfeste findet im nächsten Jahr ein Teil der bedeutendsten europäischen Ausstellung für zeitgenössische Kunst, „Manifesta“, statt. Der untere Teil der Festung wird nun ausgebaut, wobei ein Servicegebäude mit Ticketschalter, Restaurant und Kinderspielbereich entsteht.

Kulturassessorats, der Gemeinde Brixen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse.  wv

Der Bildungsausschuss Albeins hat ein Taschenbuch über die Dorfgeschichte mit Sagen und Erzählungen sowie einer Wanderkarte herausgegeben. Verfasst hat die Tirolensie „G’heart und derzählt“ Peter Mitterrutzner; es sollen weitere Taschenbücher zu verschiedenen Themen folgen.


Nachgefragt

„Unerwartete Klänge“ INGRID CZAIKA, Dirigentin, über die Uraufführung der Oper „Rasura“ der Brixner Komponistin Manuela Kerer, Libretto von Kurt Lanthaler, am 14. März im Forum Brixen. Frau Czaika, in Kürze dirigieren Sie die Oper „Rasura“ von Manuela Kerer im Forum Brixen. Was erwartet die Zuhörer? Sicher keine Mozart-Oper! Wir erzählen eine Geschichte, die unser Publikum sowohl mit „traditionellen“ Mitteln als auch mit ganz „verrückten“ Ideen von Manuela Kerer musikalisch erleben wird. Allein unser Instrumentarium im Orchester spiegelt eine enorme Bandbreite wider; außerdem kreiert Manuela Kerer mit traditionellen Instrumenten vollkommen unerwartete Klänge und fordert auch von uns Ausführenden viel Phantasie und

Kreativität bei neuartigen Spieltechniken unserer Instrumente. Es ist also sehr spannend! Die unkonventionellen Klangmuster der neuen Musik sind für das Publikum ungewohnt: Welche Reaktionen erwarten Sie sich von den Zuhörern? Ich hoffe, dass unsere Zuhörer sich gut unterhalten, dass wir sie zum Lachen bringen können und dass wir sie gelegentlich mit ungewohnten Klängen überraschen. Komponistin und Dirigentin – in diesen Funktionen sind Frauen selten anzutreffen, in dieser Konstellation noch seltener.

Erleben wir auch in dieser Hinsicht eine Uraufführung? Ohne Zweifel hat es diese Konstellation schon einmal gegeben, also möchte ich hier nicht den Anspruch auf eine „Uraufführung“ erheben, aber ungewöhnlich ist es sicher. In der Geschichte des Innsbrucker Konservato­riums ist es allerdings eine einmalige Sache. Allein schon die Tatsache, dass wir die erste Oper einer Kompositionsstudentin aufführen! Und es ist schon bemerkenswert, wie viele Studenten und Lehrer sich für dieses Projekt engagieren. doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

MUSIK

Brixner Domchor im Einsatz

z Auch in diesem Jahr hat der Brixner Domchor wiederum volles Programm: Neben der Gestaltung der Messen plant er unter anderem Konzerte zum 50. Todestag des Kirchenmusikers Josef Gasser. Im vergangenen Jahr haben sich die Sänger zu rund 60 Proben getroffen, fünf neue Messen einstudiert und 59 Mal die Liturgie mitgestaltet. Neben dieser musikalischen Umrahmung der Gottesdienste hielt der Domchor auch Kirchenkonzerte im Dom von Regensburg, Innsbruck und Bozen ab. Für diesen Einsatz haben Bischof Wilhelm Egger, die Domgemeinde, das Domkapitel durch Domdekan Ivo Muser und der Brixner Bürger-

meister Albert Pürgstaller dem Chor und dem Organisten Franz Comploi gedankt. Besondere Dankeswünsche erhielten Luis Lazzeri für 50 Jahre Mitgliedschaft, die zwei Dombläser Arthur und Otto Oberhofer für 40 Jahre, Michael Pattis und Maria Steinwandter für zehn Jahre Mitgliedschaft und Emanuela Pattis für ihr vielfältiges Bemühen als Obfrau, Solistin, Violinistin und Kantorin. Zurzeit zählt der Domchor 59 Mitglieder, davon 17 Soprane, 17 Alte, 10 Tenöre und 15 Bässe. Im Bild (v.l.n.r.): Domdekan Ivo Muser, Domchorsänger Luis ­­Lazzeri, Domkapellmeister Heinrich Walder und Obfrau Emanuela Pattis. db

NEU im Regal

Verliebt in Südtirol Kurze Wege, stille Ziele, Liebesnester – unter diesem Titel hat Oswald Stimpfl im Folio Verlag einen Führer für Verliebte verfasst. Es ist kein eigentlicher Reiseführer, sondern ein Verführer an verführerische Orte, an denen auch Liebesblinden die Augen aufgehen und alle Sinne sinnliches Vergnügen finden. Welche Region bietet eine solche Vielfalt für Verliebte an Landschaften, Orten, heimeligen Gasthöfen und verschwiegenen Stuben? Stimpfl empfiehlt quer durchs Land idyllische Plätze, an denen Verliebten das Herz aufgeht. Die Ausflüge werden charakterisierend beschrieben, sind mit einem Lageplan versehen, der auch den empfohlenen Wanderweg enthält, und gibt Empfehlungen für Sehenswertes sowie Tipps für Zwei unter einem Dach und einen Tisch für zwei. In der Umgebung von Brixen finden sich Teis mit dem Mineralienmuseum (Rosenquarz hilft bei Liebeskummer!) und einer einsamen Wanderung über den

Stimpfl, Oswald: Verliebt in Südtirol. Kurze Wege, stille Ziele, Liebesnester Folio Verlag Bozen/ Wien 2006, 12,50 Euro

Moarhof nach St. Jakob in Villnöss sowie der Aufstieg von Vahrn zur Spilucker Platte, wo man einerseits bei prächtigem Panorama dem Himmel so nah sein und andererseits ganz sinnlich beim Ortnerhof schwelgen kann. Ein amüsantes und anregendes Büchlein! 29


MUSIK

Kunst & Kultur

Gemeinsam und miteinander z Der neu gewählte Ausschuss der Musikkapelle Milland trat vor kurzem seine dreijährige Amtszeit an: Unter dem Motto „Gemeinsam und Miteinander“ wird Obmann Ernst Erlacher (im Bild hinten rechts) in enger Zusammenarbeit mit Vizeobfrau Dagmar Erlacher, Instrumentenwart Philipp Pedevilla, Marketenderinnen-Vertreterin Petra Thaler (vorne) und Jugendleiter Hanno Rigger, Notenwart Hannes Declara, Schriftführer Arno Pider, Kassier Matthias Prader, Kapellmeister Ewald Stampfl sowie Beirat Markus Gruber (hinten) fortan die Musikkapelle führen. Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten der Millander Musikkapelle liegt unter anderem im Aufbau der Jugendkapelle: Kinder und Jugendliche aus Milland, die Lust haben, ein Instrument zu erlernen, nach einem Jahr in der Jugendkapelle

mitzuspielen und später einmal Musikantin oder Musikant in der Musikkapelle Milland sein möchten, können sich hierfür melden. Ansprechpartner ist Kapellmeister Ewald Stampfl (Tel. 335 8166899, ewald.stampfl@

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MEDIEN

8.000 Medien zum Ausleihen z DVDs, Videos, CD-Roms und andere Medien, die das Landesamt für audiovisuelle Medien anbietet, kann man nun auch bequem in der Stadtbibliothek Brixen ausleihen. Das Landesamt für audiovisuelle Medien hat dafür auf seinem Internetportal eine die Mittelpunktbibliothek Brixen betreffende Homepage eingerichtet (www.provinz.bz.it/ kulturabteilung/av-medien/ mbbrixen.htm). Über den Internetkatalog des Amtes können alle Personen, die über 16 Jahre alt und Mitglieder der Stadtbibliothek Brixen sind, aus einem Bestand von ungefähr 8.000 verschiedenen DVDs, Videos, Dias und CD-

Roms seine Favoriten auswählen und kostenlos ausleihen. Diese werden dann per Zubringerdienst jeden Donnerstag an die Bibliothek Brixen gebracht und dort auch wieder abgeholt. Der Bestand umfasst Medien zu unterschiedlichsten Themen wie Natur und Technik, Pädagogik, Gesundheit, Kunst, Geschichte und vieles mehr. Man findet ausgewählte Kinder- und Jugendfilme, preisgekrönte Spielfilme, Dokumentationen, Filmklassiker oder landeskundliche Medien­ über Südtirol – was alles ausgeliehen werden kann, ist unter www.provinz.bz.it/av-medien abrufbar.  db

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TIROLENSIE

Sonnenuhren im Eisacktal z Die Sammlerleidenschaft treibt wunderliche Blüten; hegen sie viele eher phantasielos als Münzen- oder Briefmarkensammeln, jagen andere längst verstaubten Alltagsgegenständen wie Tabakdosen oder

BRIXEN

Liebeskummer… z Ein Mäuserich, der sich in eine Katze verliebt – kann diese ungewöhnliche Liaison gut gehen? Die Grundschüler der 2B und 2C in Brixen versuchten, in einer Faschingsaufführung den Liebeskummer des Mäuserichs zu heilen und gaben ihm viele Tipps, wie er die Katze erobern könnte. Das Kunststück gelang – genauso wie die gesamte Musicalaufführung, die am Faschingssamstag in der Aula Magna des Real­

gymnasiums über die Bühne ging. Das Publikum belohnte die Schüler mit tosendem Applaus.  wv

Kuckucksuhren nach. Luciano Vivaldo, Präsident der Sektion Torre Bianca Bressanone des Centro Turistico Giovanile CTG, hat eine Leidenschaft für die Sonnenuhren des Eisacktales entwickelt. Mitnehmen konnte er, wo er fündig wurde, zwar nur ein fotografisches Abbild – die Fotografien aber hat er nach der Ausstellung im Sommer 2005 nun in einem Buch mit dem Titel „Umbra reperta“ vereint. Die 137 darin abgebildeten Sonnenuhren stammen aus fünf Jahrhunderten und zeugen von einem Formenreichtum und einer Liebe zum Detail, die dem Betrachter erst durch dieses Buch richtig auffallen. Manche Sonnenuhr hat die Zeit schon arg verwischt, manche wiederum ist von jüngster Zeit datiert. Der Atomuhr zum Trotz erlebt die Sonnenuhr seit den 1980er Jahren eine kleine Renaissance. Die meisten der älteren Exemplare befinden sich an Klostermau-

ern, Kirchtürmen und Gutshöfen, die jüngeren vornehmlich an den Fassaden von Hotels, Pensionen und Wohnhäusern. Neben den kunsthistorischen Bemerkungen von Leo Andergassen beinhaltet das Buch eine kleine Geschichte der Zeitmessung mit einer Bastelanleitung für eine horizontale Sonnenuhr aus Karton von Giovanni Paltrinieri. „Umbra reperta. Sonnenuhren im Eisacktal“ ist als zweisprachige Ausgabe im Buchhandel erhältlich.  ak

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SKI-TEAM VALENTE

Freizeit & Sport

BestzeitJäger Das „Ski-Team Valente“ ist einer der wenigen Sportvereine in der Umgebung, der ausschließlich für Erwachsene gegründet wurde. Regelmäßiges Skitraining und die Teilnahme an verschiedenen Rennen stehen im Vordergrund.

Jeweils am Dienstag, Don-

nerstag und Samstagvormittag werden unter den Anweisungen des Trainers Gustav Kaneider Trainingseinheiten angeboten. Am Donnerstagnachmittag gibt es zudem für alle Mitglieder ein gemeinsames freies Skilaufen mit Trainer. „Es ist schon oft vorgekommen, dass Außenstehende diese drei bis vier Trai32

Hans Maccarone: „Unsere Haupttätigkeit liegt im Abhalten von Trainingseinheiten und Organisieren der Renntätigkeit“ ningseinheiten pro Woche als etwas extrem ansehen“, erzählt Maccarone. Er beruhigt aber und klärt auf, „dass dem nicht so ist, da jeder Athlet je nach Zeit und Lust sich einen oder meh-

Foto: Oskar Zingerle

N

eben den Jugendlichen fahren auch viele Erwachsene gerne Ski, haben aber kaum Möglichkeiten zum Trainieren. Aus diesem Grund wurde vor etwa zehn Jahren in Brixen das „Ski-Team Valente“ aus der Taufe gehoben. Mittlerweile zählen zum Verein etwa 90 Mitglieder, wobei derzeit 34 aktiv die Schnallen der Skischuhe schließen, auf die Rennskier steigen und durch die rot-blauen Torstangen brettern. „In den letzten Jahren konnten wir einen Aufwärtstrend an aktiven Mitgliedern verzeichnen“, berichtet Vereinspräsident Hans Maccarone. Als Nachfolger von Renato Zardini und Helmut Messner hat er seit dem Jahr 2001 die Präsidentschaft inne:„Unsere Haupttätigkeit liegt im Abhalten von regelmäßigen Trainingseinheiten und im Organisieren und Begleiten der Renntätigkeit“, schildert er die Vereinsaufgaben. Während ursprünglich auf dem Hausberg Plose trainiert wurde, ist das SkiTeam Valente in der Zwischenzeit auf Vals und heuer erstmals auch nach Villnöss ausgewichen.

rere Tage aussucht, wo er zum Training kommen will.“ Zudem werden die etwa 30 Athleten auf die verschiedenen Trainingstage aufgeteilt, da das Training mit mehr als 15 Leuten nicht seinen Zweck erfülle.

Das Alter der Athleten reicht

von 27 Jahren bis über 70, wobei alle aus Brixen oder der näheren Umgebung kommen.

Sie alle haben zum Ziel, die Technik des „Stangen Fahrens“ zu erlernen oder zu verbessern. Dies gilt als optimale Vorbereitung zum Bestreiten von Wettkämpfen. Pro Jahr nehmen die Mitglieder an verschiedenen Rennen wie dem Seniorencup, das Masters, der Kleon-Trophäe, der Gitschberg-Trophäe, der Jochtal-Trophäe, dem Brixner Stadtlrennen und bei unzähligen Firmen- und Dorfrennen teil. Großer Wert wird laut Maccarone auf die gute Harmonie der Gruppe gelegt: „Wir brauchen keine Spitzenerfolge und auch kein Aushängeschild. Jeder soll so fahren wie er will.“ Als vereinsinterner Höhepunkt gilt der


Kampf mit der Zeit: Die Athleten des Ski-Teams Valente wollen ihre Torstangentechnik erlernen oder verbessern

Gewinn der Valente-Trophäe – eine interne Meisterschaft für Vereinsmitglieder. Durch ein ausgeklügeltes Punktesystem mit der Vergabe von Handicaps und dementsprechenden Zeitgut-

Gewinner der vorjährigen Valente-Trophäe war Egon Gitzl.

Bereits seit zehn Jahren orga-

nisiert das Ski-Team Valente, das ursprünglich als Splittergruppe

„Wir brauchen keine Spitzen­ erfolge und auch kein Aus­ hängeschild.“_Hans Maccarone schriften werden vier von insgesamt sieben bestrittenen Rennen gewertet. Der Vorteil dieser Wertung ist, dass jeder – je nach Handicap – die Möglichkeit hat, die schnellste Zeit zu erzielen.

des SC Fana hervorging, die FISRennen auf der Plose. Diese werden immer im Dezember eines jeden Jahres mit großem Erfolg abgehalten. Im heurigen Jahr fiel das Rennen allerdings

aufgrund des Schneemangels ins Wasser. Als Alternative zum Skifahren organisieren die rührigen Ausschussmitglieder Hans Maccarone, Klemens Hitthaler, Margit Mair, Stefano Panu Careddu und Viktor Michaeler auch gemeinsame Bergwanderungen, Rodelausflüge, Kegeln oder Scheibenschießen. thomas.oberrauch@brixen.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus Vereinsname: ASV Ski-Team Valente Sportart: Alpinski, Riesentorlauf Gründungsjahr: 1997 Präsident: Hans Maccarone Vize-Präsident: Klemens Hitthaler Vereinssitz: Brixen, Dantestraße 14 E-Mail-Adresse: skiteamvalente@virgilio.it Telefon: 338 6071010 Fax: 0472 802280 Zielgruppe: Erwachsene, die Skitraining und -rennen absolvieren möchten Mitglieder: 88 (davon 34 aktiv) 33


FUSSBALL

z Italiens Fußball-Nationalmannschaft U19 wird am 28. März in Brixen gastieren und einen freundschaftlichen Länderkampf gegen die Tschechoslowakei austragen. Sämtliche Jungprofis der Spitzenclubs der italienischen Profi-Ligen sind mit von der Partie, und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden im Kader des Nationaltrainers Francesco Rocca auch Michael Cia (im Bild) und Michael Bacher vom FC Südtirol auf dem Spielfeld zu sehen sein. Zustan-

de gekommen ist dieses Spiel durch die Kontakte von Stephan Ebner, Vize-Präsident des italienischen Fußballverbandes in der Provinz Bozen, zu Piergiorgio Gozzer, Präsidiumsmitglied der Federazione Italiana Gioco Calcio (FIGC) in Rom. Damit dieses Länderspiel, das auch bei der UEFA gemeldet ist, ein einmaliges Erlebnis wird, werden sämtliche Jugendvereine in der Region kontaktiert. Der Eintritt ist für alle frei! to

F&S

Foto: Max Pattis

Freizeit & Sport

U19-Nationale kommt!

Freizeit & Sport

ROLLSPORT

SMS

Vorfreude auf den Skatepark

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z Vor kurzem wurde auf dem Dach der neuen Fernheizzentrale in der Mozartallee der Skatepark errichtet. Während die Gemeinde Brixen anfangs verlauten ließ, dass der Park mit hoher Wahrscheinlichkeit dem SSV Brixen zuerkannt wird, hat sich das Blatt in der Zwischenzeit gewendet. Da der SSV seit der Auflösung der Sektion Rollsport im vorigen Jahr über keine eigene Sektion mehr verfügt, wurde die Konvention zur Führung des Skateparks nun an den Freestyle-Club vergeben. Präsident Alex Angerer zeigt

sich mit seinen 70 Mitgliedern darüber sehr erfreut. Er hat bereits den Ankauf von neuen Rampen in Auftrag gegeben, wobei die Finanzierung derselben bereits von der Provinz Bozen und der Gemeinde Brixen zugesagt wurde. Der Park wird laut Angerer höchstwahrscheinlich im Juni oder Juli eröffnet werden. Die Öffnungszeiten werden sich vorerst auf drei Tage in der Woche konzentrieren. Bereits jetzt präsentiert sich der Park in für Brixen ungewohnter Weise: Nachts wird er mit verschiedenen Farbeffekten be-

leuchtet. Die Grüne Bürgerliste wettert in einer Aussendung gegen dieses „nächtliche Blaulicht“ und gegen die „zu nahen Rauchschwaden am Dach des Heizkraftwerkes.“ Sowohl Alex Angerer als auch Magdalena Amhof, Brixner Stadträtin für Sport und Jugend, beschwichtigen diese Sorge, da es sich „lediglich um nicht schädlichen Wasserdampf handelt.“ Den jungen Skateboardern, Bmxlern und Inline-Skatern gefällt es jedenfalls, und sie können es kaum erwarten, die ersten Schwünge anzusetzen. to

Am 4. März findet das jährliche Brixner Stadtlrennen auf der Plose statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Gemeindeansässigen; Interessierte können unter der Telefonnummer 0472 836401 anmelden.

Für die Fila Sprint Trophäe auf der Plose werden vom 17. bis 18. März etwa 1.000 skibegeisterte Kinder erwartet. Der Riesentorlauf findet am Samstag statt, der Stafettenlauf am Sonntag. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, sich an der Geschwindigkeitsmessung zu profilieren.

Brixner Rotarier und Lions sind gute Skifahrer: Während sich Marco Di Bello vom Rotary-Club Brixen bei der „7. Ski Meeting Rotarians’ World Championship“ in Innichen den Sieg holte, erreichte Erwin Stricker den Gesamtsieg bei den „Lions Italian Open“ in Bormio.


Nachgefragt

„Synergien nutzen und sparen“ RALF DEJACO, Präsident des SSV Brixen, über die Pläne, mit dem WSV Brixen einen gemeinsamen Vereinssitz im Areal des heutigen Lido zu bauen. Der Wintersportverein Brixen hält ebenfalls Ausschau nach einem neuen Vereinssitz, und es scheinen bereits Gespräche zur Errichtung eines gemeinsamen Clubhauses von SSV und WSV zu laufen… Ich bin diesbezüglich bereits seit langer Zeit mit Helmut Kerer, dem Präsidenten des WSV, in Verbindung. Ich finde den Bau eines gemeinsamen Vereinssitzes sehr sinnvoll, da wir bereits jetzt sehr gut zusammenarbeiten und eine vollkommene Harmonie zwischen den beiden Sportvereinen herrscht. Mit einem gemeinsamen Sitz könnten wir noch verstärkt Synergien nutzen und auch in finanzieller Hinsicht Ein-

sparungen machen. Dies kommt wiederum den jungen Sportlern zugute. Gibt es hierzu bereits konkrete Pläne? Bisher besteht weder ein detaillierter Plan noch eine Genehmigung - nur Ideen und der gute Wille dazu. Sinnvoll wäre es, den Sitz im Lido-Areal beizubehalten. Ob das bestehende Gebäude ausgebaut und saniert wird oder ob es besser wäre, ein neues Gebäude in der Nähe der derzeitigen Parkplätze zu errichten, muss noch genau analysiert werden. thomas.oberrauch@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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YOSEIKAN BUDO

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Vorbildliche Jugendarbeit

Hockeyprofi mit Torgarantie

z Einen tollen Erfolg gab es für die Sektion Yoseikan Budo des SSV Brixen im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs „Vorbildliche Jugendarbeit im VSS“: Sie hatte erstmals daran teilgenommen und war auf Anhieb auf den zweiten Platz gekommen. Sektionsleiter Stefano Rossi und sein Team freuen sich über diese hohe Auszeichnung ganz besonders – ist doch die Arbeit, die die Sektion schon seit über 20 Jahren mit viel Einsatz im Kinder- und Jugendbereich leistet, nun auch öffentlich gewürdigt worden. Entscheidend für die Beurteilung seitens der Jury waren die programmatischen Schwerpunkte, an denen sich die Tätigkeit der Sektion Yoseikan Budo orientiert: Das Kursangebot soll den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, einen ganzheitlichen Sport zu erleben und eine frühzeitige Spezialisierung zu vermeiden. Eine große Anerkennung der gediegenen Arbeit stellt dieser Preis

vor allem für Cheftrainer Oskar Baumgartner dar: Er vermittelte im Laufe der Jahre zahlreichen Kindern und Jugendlichen mit großem pädagogischen Geschick die Grundlagen dieser faszinierenden Kunst der Bewegung. Ein Problem, mit dem sich die Sektion jedoch immer noch herumschlägt, ist die Suche nach einer geeigneten Trainingsstruktur. Nach einer Odyssee durch eine Reihe von Hallen landete man 2005 in der alten Turnhalle des Vinzentinums, die zwar eine größere Anzahl von Trainingseinheiten und Kursen ermöglicht, aber eine Reihe gravierender Mängel aufweist. „Sollte die Frage einer adäquaten Unterbringung in einer vereinseigenen Struktur endlich gelöst werden, wäre das die schönste Anerkennung von Seiten des SSV Brixen und der Gemeinde für die so erfolgreiche Jugendarbeit der Sektion Yoseikan Budo“, erklärten die Verantwortlichen.  db

z Nur wenige Brixner Sportler haben es bisher geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Einer davon ist der 25-jährige Patrick Bona, der bereits seit sieben Jahren mit dem Eishockeyspielen seinen Lebensunterhalt verdient. Derzeit ist er beim Serie-A-Verein HC Pustertal unter Vertrag, wobei er nach den bisher abgehaltenen 30 Meisterschaftsspielen der laufenden Saison bereits 24 Tore geschossen und 19 Assists gegeben hat. Damit ist er der zurzeit erfolgreichste Torjäger in Italien. Zudem gehört der Brixner seit sieben Jahren dem Kader der italienischen Eishockey-Nationalmannschaft an. Angefangen hatte Patrick als Fünfjähriger beim HC Brixen. Hier spielte er in den verschiedenen Jugendmannschaften; mit dem Gewinn von insgesamt drei Italienmeistertiteln und der Einberufung in die Jugendnationalmannschaft konnte er die ersten großen Erfolge einheimsen. Der Serie-A-Verein E.V. Bruneck wurde auf den damals 16-Jährigen aufmerksam und verpflichtete ihn für die Erste Mannschaft. Anschließend wechselte der Brixner Flügelstürmer für ein Jahr zum HC Meran und für zwei Jahre zu den Sterzinger Broncos. Mit 21 Jahren suchte Bona dann sein Glück im Ausland und ging für den französischen Erstligisten „Albatros Brest“ auf Torjagd. Auch dort war Brixens Aushängeschild ein Fixpunkt in der Mannschaft und konnte seine Schnelligkeit gut in Szene setzen. Aber aufgrund der

Tatsache, dass „in Frankreich nur ein Spiel pro Woche ausgetragen wird“, hat Bona entschieden, „nach Weihnachten wieder nach Italien zurückzukehren, wo wöchentlich zwei bis drei Meisterschaftsspiele durchgeführt werden.“ Nun spielt der Brixner Eishockeyprofi bereits das dritte aufeinander folgende Jahr für den HC Pustertal in der italienischen Serie A. Den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere feierte Bona 1999, als er mit der italienischen Under-18-Nationalmannschaft Vize-Europameister wurde. to

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Wirtschaft & Umwelt

DISKUSSIONSREIHE ÜBER DEN STANDORT BRIXEN

Wirtschaft im Visier

E

inigen Mitgliedern des SVP Wirtschaftsausschusses Brixen war eine halbe Stunde vor Beginn eine gewisse Nervosität nicht abzusprechen: Würden zur Auftaktveranstaltung der vierteiligen Podiumsdiskussionsreihe „Wirtschaft im Visier“ des SVP Wirtschaftsausschusses Brixen genügend Leute ins Forum kommen? Oder würden die sieben Referenten vor einem recht leeren Saal Prihsna ihre Sichtweisen zur Brixner Wirtschaft abgeben müssen? Das Thema Wirtschaft ist schließlich nicht gerade ein Publikumsmagnet, und Vortragsabende gehören auch nicht zu den liebsten Abendbeschäftigungen der Brixner. Viertel nach Acht ein erleichtertes Aufatmen und ein freudig-strahlendes Lächeln: Rund 450 Personen, das meiste davon selbst Brixner Wirtschaftstreibende, belegten die Stühle, und Josef Insam, Vorsitzender des SVP Wirtschaftsausschusses Brixen, Bürgermeister Albert Pürgstaller und Gerhard Brandstätter, Vorsitzender des SVP Landes-Wirtschaftsausschusses, konnten mit der Eröffnung der Veranstaltung beginnen.

Georg Oberrauch, Inhaber

und Geschäftsführer der Firma Sportler eröffnet den Referentenreigen. „Vor 20 Jahren, als wir über Brixen als Standort für eine Filiale diskutierten, fiel die Entscheidung eindeutig für ein Nein aus“, erzählt er. Brixen galt damals als eine verschlafene Stadt, jedoch sei in den 38

letzten Jahren viel geschehen. Heute ist Oberrauchs Bekenntnis für die Brixner Altstadt als Einkaufszentrum unüberhörbar: „Hier finden sich Kneipe und Kultur, Handwerk und Handel nebeneinander und schaffen so ein vielseitiges Einkaufserlebnis. Diese Kombination zwischen Treffpunkt und Notwendigkeit, zwischen Bedarfs­ einkauf und Erlebniseinkauf, zwischen Shopping als Freizeit­ erlebnis und Informationsbedürfnis, zwischen Gemütlichkeit und Vielseitigkeit, sind Prädikate, die für die Innenstadt sprechen. Dieses Flair kann bei einem Einkaufszentrum auf der grünen Wiese nie erreicht werden.“ Investoren, die sich

manche Hürde gestoßen, und „ich habe beim Denkmalschutz anstelle eines Dialoges Arroganz erlebt.“ Sich beruhigt zurücklehnen können sich die Kaufleute jedoch nicht. „Die Liberalisierung – und damit auch die Sonntagsöffnung – ist im Anmarsch, und durch die Eröffnung eines Outlet-Centers mit durchgängigen Öffnungszeiten am Brenner wird der Druck auf Sterzing und Brixen steigen“, befürchtet Oberrauch. Wie darauf reagieren? Und welche Kriterien sind mit einzubeziehen? Für Georg Oberrauch wird es Zeit für eine Reflexion: „Zu berücksichtigen sind dabei vier Gesichtspunkte: die Wünsche der Kunden,

„Wir politisch Verantwortlichen werden als aufmerksame Zuhörer in der Publikumsreihe sitzen und die Impulse sam­ meln, um sie in die Erarbeitung des Leitbildes mit einfließen zu lassen“ _BM Albert Pürgstaller um eine Aufrechterhaltung und Belebung der historischen Altstadt bemühen, „benötigen jedoch große Flexibilität, kombiniert mit Hausverstand im Bereich des Denkmalschutzes.“ Beim Ausbau des historischen Gebäudes unter den Brixner Lauben ist Oberrauch auf so

die Wünsche der Mitarbeiter, die wirtschaftlichen und die sozial-­religiösen Anforderungen. Bei Entscheidungen im Bereich Wirtschaft ist daher stärker eine Werte-Diskussion zu führen und die Fähigkeit vonnöten, die Dinge auch ganzheitlich zu sehen und mu-

Fotos: Oskar Zingerle

Wo steht Brixens Wirtschaft und welche Bedingungen braucht sie für eine erfolgreiche Zukunft? Sieben Vertreter aus den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen, mit reicher Kenntnis der lokalen Gegebenheiten, diskutierten mit dem Publikum über Gegenwart und Zukunft des Standortes Brixen.

tige Entscheidungen zu treffen.“ Starkes politisches Engagement brauche das Einkaufserlebnis Brixner Altstadt auch in Zukunft, insbesondere bei der Errichtung von modernen Infrastrukturen wie genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Zentrums, öffentliche Verkehrsmittel im Zehn-Minuten-Takt sowie stau- und ampelfreie Zufahrten.

Alois Hinteregger, Hotelier

und Vizepräsident des HGV, erklärte die „Vielfalt zu unserer Stärke“. Im Hotelbereich gibt es für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Angebot, und auch infrastrukturell steht Brixen gut da: Kongress-, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie ein gut ausgebautes Schigebiet lassen beim Gast kaum einen Wunsch offen. Nur: „All diese Infrastrukturen bedürfen auch einer verstärkten Nachfrage an Gästen. Daher sollte die Gästebetten-Anzahl im Skigebiet erhöht werden. Bestehende Gästebetten müssen durch gezielte gemeinsame Marketingmaßnahmen besser ausgelastet werden.“ Mehr Augenmerk muss dabei auf die Ferienhotellerie gelegt werden – also auf Gäs-


VOLLER SAAL: Die Diskussion um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Brixen zog ein überraschend vielzähliges Publikum an

te, die mehr als einen Kurztrip nach Brixen unternehmen und die Hotels für längere Zeit und zu den unterschiedlichen Jahreszeiten belegen. Brixen habe zwar alle Voraussetzungen für den Kongresstourismus, aber die Hoteliers einer Kleinstadt könnten nicht von Tagestouristen leben. Hinteregger setzt auf das regionale Flair: Bettenburgen gebe es überall, Weihnachtsmärkte ebenso, damit locke man niemanden mehr her. „Das Eingehen auf den Gast, der Bezug zur Region und die emotionale Ebene sind ausschlaggebende Faktoren“, meint der Hotelier und schiebt schmunzelnd eine Bitte hinterher: „Die Brixner sollten doch bitte mehr von ihrer Stadt und ihren Produkten überzeugt sein – auch wissentlich, dass es Besseres geben mag.“

auch wesentlich dazu bei, dass Südtirol jenes beliebte Ferienland ist, das es eben ist. „Allein im Eisacktal gibt es 1.500 landwirtschaftliche Betriebe mit 18.000 Nutztieren, davon sind etwa die Hälfte Milchkühe mit einer erzeugten Milchmenge von rund 80 Millionen Liter pro Jahr. Auf 200 Obstbaubetrieben mit einer Gesamtfläche von etwa 650 Hektar werden 30 Millionen Kilogramm Äpfel produziert. Der Weinbau im Eisacktal umfasst 225 Hektar, das

Prozent fallen dem Handel zu.“ Josef Gasser wünscht sich daher die Stärkung der Verhandlungsposition der Bauern und ihrer Genossenschaften sowie eine strategische Positionierung derselben. Mit Blick über die Landesgrenzen hinweg gehe es den Bauern in Südtirol jedoch gut, und nur wenige lassen ihren Vollerwerbsbetrieb auf. Die Obstbauern weisen in Südtirol eine höhere Produktivität pro Hektar auf als viele Konkurrenzgebiete – unter anderem

„Stabile politische Verhältnisse sind die Grundvoraussetzung für eine florierende Wirtschaft“  _Gerhard Brandstätter, SVP Landes-Wirtschaftsausschuss sind 4,5 Prozent der gesamten

eine Folge der stetigen Aus-

die Bauern hat die Sache allerdings einen Haken: „Aufgrund der Globalisierung sind sie das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel: So erhalten sie beim Apfel inklusive der Lagerung und Verarbeitung in der Genossenschaft nur 30 Prozent der gesamten Wertschöpfung, 70

dung und Beratung, die auch in Zukunft weitergeführt und verbessert werden müssen.

Johann Gasser, Obmann der Weinbaufläche in Südtirol.“ Für bildung, Forschung, WeiterbilObsterzeugergenossenschaft Melix, ist der Meinung, die Landwirtschaft habe wesentlichen Anteil am Tourismusund Wirtschaftserfolg, denn „sie ist das Rückgrat der heimischen Wirtschaft“. Neben der Produktion von Lebensmitteln pflegen die Bauern die Landschaft und tragen damit

in Brixen etwa 500 bis 600 Personen in diesem Bereich – als Architekten, Steuerberater, Geometer und in vielen anderen Berufssparten. Der Zusammenschluss in größeren Netzwerken und Bürogemeinschaften, so wie er auch schon praktiziert wird, stellt eine zukunftsträchtige Möglichkeit dar – mit dem Vorteil, dass sich dabei auch noch Kompetenzen ergänzen. Ansonsten gilt es für Freiberufler, die spezielle Lage Südtirols zu nutzen: „Durch die Mehrsprachigkeit in Südtirol ist eine gute Umsetzung der freiberuflichen Tätigkeit möglich, da unter anderem Vermittlungspositionen und Kooperationen zwischen dem italienischen und deutschsprachigen Raum eingenommen werden können.“ Roman Bodner regt des Weiteren an, in Brixen ein Gründerzentrum einzurichten, in dem Freiberufler ihre Karriere starten können.

Alessandro Marzola und seine Stellungnahme zum derzei-

Roman Bodner, Vertreter der tigen Problemkind Plose erregt Freiberufler, findet in seinem Plädoyer, „die geistige Arbeit wird nicht visuell wahrgenommen und daher nicht immer geschätzt“. Derzeit arbeiten

besonderes Publikumsinteresse: „In den letzten Monaten wurde häufig über die Rettung der Plose gesprochen. Meine Familie befasst sich mit diesem 39


Wirtschaft & Umwelt

„Wirtschaft und Handel funktionieren nicht ohne Wertediskussion“ _Georg Oberrauch, Fa. Sportler

Thema seit mehr als 20 Jahren und war eigentlich immer auf sich selbst gestellt, obwohl es wichtig wäre, dass auch in Brixen ein für alle Mal erkannt wird, dass die Plose nicht nur als Unternehmen für den Ploseberg wichtig ist, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Stadt Brixen ist.“ Eine Tatsache, die von den bisherigen Verantwortlichen der Gemeindepolitik nie so richtig wahrgenommen wurde – mit der Konsequenz, dass unter den heutigen Voraussetzungen nur die langsame Schließung des Schigebietes im Laufe der nächsten 10 bis 15 Jahre in Betracht kommt. „Wäre das Liftunternehmen reiner Selbstzweck, so wäre dies zu verkraften. Ist man aber der Überzeugung,

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„Nur wer selbst von seinem Produkt überzeugt ist, kann es auch glaubhaft anderen vermitteln“ _Alois Hinteregger, Hotelier

„Aufgrund der Globalisierung sind die Bauern das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel“ _Johann Gasser, Melix

dass die Plose als Wirtschaftsstandort gerettet werden muss, dann besteht sofortiger Handlungsbedarf seitens der politischen Verantwortlichen in der Gemeinde“, betont Marzola. Dass die Plose ein wichtiges Standbein des Wirtschaftsstandortes Brixen darstellt, davon ist er aus folgenden Gründen überzeugt: Zum einen ist die Plose ein wichtiger Arbeitgeber für mehr als 160 Bewohner des Gebietes, unter anderem viele Bauern, die durch die Arbeit im Schigebiet eine wichtige Nebenerwerbsquelle haben. Weiters ist die Plose ein Leitbetrieb für den Wintertourismus im Brixner Raum: Über 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Plose AG mit den Touristen, weniger als 20 Prozent mit der

einheimischen Bevölkerung. Als dritten Grund nennt Marzola die soziale Funktion der Plose als Sport- und Erholungsgebiet, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Alessandro Marzola setzt dabei auf Maßnahmen für einen touristischen Aufschwung – denn die Einheimischen allein könnten den Skibetrieb nicht retten. Eine Notwendigkeit sieht er darin, die Plose als eigenständige Destination auszubauen, mit einer eigenen touristische Infrastruktur und Identität, mit der sich das Schigebiet unabhängig von der Stadt vermarkten kann: „Bisher galt die Plose als eine Zusatzeinrichtung für die Stadt Brixen und war das Skigebiet von Brixen. Aus diesem Grund konnte sich

„Geistige Arbeit wird nicht visuell wahrgenommen und daher nicht immer geschätzt“ _Roman Bodner, Freiberufler der Ploseberg touristisch nicht so entwickeln wie viele andere Destinationen in Südtirol. Andererseits hat die Stadthotellerie die Plose als eines von vielen Zusatzangeboten in Brixen mitverkauft. Wir sind so weit gekommen, dass heute in Lüsen bei weitem mehr Wochen­ skipässe verkauft werden als im Stadtgebiet.“ Im Klartext heiße dies, dass gemäß des Trends vom Hotelbett direkt auf die Piste zu gelangen, am Ploseberg mindestens so viele zusätzliche Hotelbetten entstehen müssen, damit jede Woche 1.000 Skipässe mehr verkauft werden können. Mit einer solchen Anzahl wäre die Liftgesellschaft in der Lage, die notwendigen Ressourcen aufzubringen, um auch in Zukunft


„Wenn Sie mich fragen, ob es die Plose als Wirtschaftsfaktor für die Stadt Brixen braucht, so ist die Antwort eindeutig: Ja!“ _Alessandro Marzola, Neue Plose AG wettbewerbsfähig zu bleiben. Marzola wünscht sich hierfür, dass alle diese Vision der Destination mittragen und aktiv dazu beitragen, dass neue Investoren bereit sind, auf der Plose zu investieren – und auch, dass die lokalen Hoteliers am Berg ermutigt werden, ihre eigenen Hotelstrukturen auszubauen und zu verbessern. Doch auch in der Sommerzeit kann das Plosegebiet attraktiver gestaltet werden. Derzeit ist ein längeres Betreiben der Liftanlagen während der Sommermonate finanziell nicht tragbar – zu wenig Personen benutzen die Aufstiegsanlage. Die Schließung der Straße von Palmschoß nach Kreuztal und der gleichzeitige Ausbau von naturnahen touristischen Einrichtungen, wie zum Beispiel ein Themenpark mit Schwerpunkt Wasser, Natur und Handwerk, wie er in Söll in Tirol an der Bergstation einer Bahn entstanden ist, könnten auf der Plose16.03.2006 für einen gb_1/4_06_festl Aufschwung sorgen – ohne in

„Die bürokratischen Fesseln werden für das Handwerk langsam unerträglich“ _Johann Pichler, Fa. Pikon

„Als Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol muss ich ein kritischer Geist sein – weil wir Südtirol über alles lieben“ _Christof Oberrauch, Durst / Alupress

ein Disneyland auszuarten. „Aktuell macht der Sommerbetrieb lediglich drei Prozent des Umsatzes aus – trotz der Tatsache, dass der Großraum Brixen im Sommer Hochsaison hat“, erläutert Marzola. Von der Gemeindepolitik sei dafür jedoch mehr Engagement vonnöten: „Grundsatzbeschlüsse wie beispielsweise die Ausweisung von neuen Hotelzonen sind angesichts der sehr kritischen Lage der Liftgesellschaft zu wenig. Die Gemeinde muss sich aktiv darum kümmern, wie man die Verkehrs- und Erschließungsprobleme von neuen und bestehenden Tourismuszonen lösen kann.“

und im Gemeindegebiet Vahrn verdeutlichen, dass hier weit über den derzeitigen Bedarf hinaus oder vielleicht für den falschen Bedarf gebaut wurde. Zudem ist festzuhalten, dass es unumgänglich ist, bei unserem knappen Grund und Boden nur mehr mehrgeschossige und gemeinschaftliche Gewerbebauten zuzulassen.“ Unerträglich seien hingegen die bürokratischen Fesseln: „Ständig neue Vorschriften, Dekrete, Gesetze und deren Änderungen beeinträchtigen die Ausübung des Handwerks“, erklärt Pichler und setzt mit einer ironischheiteren Aufzählung von Regelungen fort, die dann zumeist noch mehrmals umgeändert oder aufgeschoben werden: „Wundert’s uns wirklich noch, wenn dadurch unsere Produkte und Dienstleistungen immer teurer werden und folglich deren Herstellung in Billiglohnländer ausgelagert wird?“ Johann Pichler hat jedenfalls beschlossen, Gesetze ja nicht voreilig

Johann Pichler, Inhaber der Pikon OHG, kritisierte die Bauwut im Gewerbesektor der vergangenen Jahre, die dazu geführt habe, dass das Handwerk derzeit nicht unter Raumproblemen leide – im Gegenteil: „Die vielen immer leer1stehen14:36 Uhr noch Seite den Räume im Industriegebiet

umzusetzen – und schickt eine Aufforderung an die Verbände los, sich für ein Eindämmen der Gesetzeflut einzusetzen: „Teilweise werden wir durch den vorauseilenden Gehorsam der Verbände zur genauen und schnellen Umsetzung der Gesetze gedrängt – schön verpackt in einer gebührenpflichtigen Hilfestellung.“ An die Gewerkschaften plädiert Pichler, die „Schutzbefohlenen zur Weiterbildung aufzurufen. Das wäre eine arbeitsplatzsichernde Aktion, und zwar eine nachhaltige.“ Um anspruchsvolle Kundenwünsche kreativ umsetzen und mit den Produkten der industriellen Fertigung konkurrieren zu können, brauche das Handwerk motivierte und vor allem weiterbildungswillige Mitarbeiter – besonders in Zeiten der Globalisierung.

Christof Oberrauch von den

Brixner Unternehmen Alupress und Durst sowie Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, erläuterte die Situation seines Wirtschaftssektors: „Kein anderer Wirtschaftszweig ist von der Globalisierung mehr betroffen als die Industrie“. Die Frage nach dem Standort sei für die Industrie seit jeher von größter Wichtigkeit – gepaart mit der Abwanderung zahlreicher Industriewerke in den nahen und fernen Osten. Auch Südtirol habe in den letzten Jahren an die 50 Werke verloren – sei es durch Schließung oder durch Aussiedelung ins Ausland. „Wegen der Zugehörigkeit zum maroden Staat Italien ist bei den so genannten harten Standortfaktoren wie Steuern, Arbeits- und Energiekosten oder Bürokratie die Lage katastrophal“, schildert Oberrauch, „in Italien haben wir die

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Wirtschaft & Umwelt höchste Steuerrate der Welt.“ Dazu kommt noch eine „Finanziaria“, die für die Wirtschaft in Zukunft nicht nur extrem teuer sein wird, sondern auch technisch sehr schlecht gemacht war und mit einer großen Anzahl von rückwirkenden Steuern eine große Verunsicherung bei den Wirtschaftstreibenden hervorgerufen hat. „Kein Wunder also, dass Italien der Staat mit der höchsten Verschuldung, dafür aber mit dem geringsten Wirtschaftswachstum in Europa ist und sich damit Nordafrika immer mehr annähere.“ Die Standortfaktoren sind jedoch für jede Branche und jede Firma unterschiedlich: Wer von niedrigen Steuern und Lohnkosten abhängig ist, ist schon längst fort aus Europa. Wer aber auf die so genannten weichen Faktoren setzen kann, der hat in Südtirol sehr gute Möglichkeiten: Der Fleiß und die Arbeitsamkeit der Bevölkerung seien sehr gut, der soziale Frieden und vor allem die Ausbildung der Jugend ebenso. „Es stellt sich dabei die Frage nach der Industriepolitik mit Ansiedlung führender Bran-

chen wie Hightech und Biologie“, fährt Oberrauch fort. „In Südtirol gibt es seit dem Faschismus, der als Ziel die Ansiedelung einer hohen Anzahl von Arbeitskräften aus den südlichen Provinzen hatte, keine sichtbare Industriepolitik

„Miteinander, nicht gegenein­ ander: Der Erfolg in der Wirtschaft ist nur dann gege­ ben, wenn sowohl Arbeitge­ ber wie auch Arbeitnehmer an einem Strang ziehen“  _Josef Insam, SVP Wirtschaftsausschuss Brixen mehr.“ Erst in den letzten Jahren konnte man moderne Ziele in Südtirols Industriepolitik erkennen, beispielsweise die Förderung weg vom zu starken Gießkannen-Prinzip, die Exportförderung und das gezielte Wachstum. Südtirol hat jedoch wenige Möglichkeiten, um die Situation zu verbessern – „zu-

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mal wir wenig Einfluss auf den Staat haben. Die Finanzautonomie wäre eine Möglichkeit.“ So müssen die zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden, beispielsweise keine neuen Steuern auf Landesebene, Bürokratieabbau und Redu-

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zierung der IRAP um ein Prozent. Was das Land vor allem nicht tun sollte, ist, den Industriebetrieben Steine in den Weg zu legen. Christof Oberrauch schildert hierfür das Negativbeispiel des Rondells in Brixen, das durch das Industriegelände der Durst führten sollte und damit aus Vibrationsgründen den Produktionsstandort Brixen unmöglich gemacht hätte. „Obwohl mit Hilfe der früheren Gemeindeverwaltung ein gangbarer Kompromiss gefunden werden konnte, der zumindest die Produktion in Brixen gerettet hat, konnte wegen der unakzeptablen Langsamkeit der Landesbürokratie das Trainings- und Museumszentrum der Durst nicht in Brixen gebaut werden.“ Dieses wurde nach Lienz verlegt, wodurch Brixen 2.000 Übernachtungen im Jahr verlor und sich stattdessen die Lienzer Hotellerie und Kaufmannschaft nun die Hände reibt. Den Südtiroler Gemein-

Bei der Podiumsdiskussion, moderiert vom RAIJournalisten Eberhard Daum, stand die Plose im Zentrum des Interesses den stünden laut Oberrauch im Bereich Industrieförderung nicht viele Möglichkeiten offen – sie könnten höchstens einige Verbesserungen der Infrastrukturen in Gang setzen und vor allem die Bürokratie beschleunigen. Gemeinden würden zumeist über die Grundstückspreise konkurrieren: „Hier sind beispielsweise andere Länder Vorbild, wo ein Teil des Steueraufkommens direkt in die Kassen der Gemeinde wandert und nicht wie bei uns auf Umwegen von Rom nach Bozen, und die Gemeinden nur noch Bittsteller sind“, erläutert Oberrauch ein Alternativbeispiel. „Die Industrie ist dabei meist der größte Steuerzahler und müsste als größter Lieferant und gleichzeitig größter Kunde entsprechend gut auch im ureigenen Interesse der Gemeinden behandelt werden. In Österreich ist dies so!“

Bei der Podiumsdiskussion, moderiert vom RAI-Journalisten Eberhard Daum, stand die Plose im Zentrum des Interesses: Die Schaffung zusätzlicher Hotelbetten wurde hierbei gar nicht kontrovers diskutiert, die Notwendigkeit schien den Zuhörern plausibel zu sein. Vielmehr wurde von der Publikumsseite darauf hingewiesen, dass die Attraktivität der Plose durch zusätzliche Angebote für Kleinkinder oder Schneeschuhwanderer erhöht werden könnte. Durch die Verlegung der Seilbahn-Talstation von Milland nach St. Andrä habe das Schigebiet für die Einheimischen an Attraktivität verloren, so eine weitere Publikumsmeldung. Der


Vorschlag Georg Oberrauchs, eine Kreativwerkstatt für die Plose zu gründen, in der innovative Ideen und verborgene Schätze an Stelle neuer Lifte hervorgezaubert werden sollen, wurde recht zustimmend aufgenommen. Als weiterer Diskussionsschwerpunkt trat die mangelnde Kooperation zwischen den einzelnen Wirtschaftsverbänden zutage: Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Gremien und eine verbesserte Vernetzung zwischen Stadt und Umgebung wurden angeregt – derzeit wisse die linke Hand oft nicht, was die rechte tut. Auch hier fiel der Vorschlag, Arbeitsgruppen zu gründen, die Entwicklungsmöglichkeiten für die Wirtschaft im Eisacktal erarbeiten sollen. Ein bisschen Mehr an Optimismus, Zukunftsglaube und Investitionsfreudigkeit von Seiten der Unternehmer sei gefragt – denn im Zentrum der Wirtschaft stehe der Mensch, mit dem alles steht oder fällt. Nicht zu vergessen sei dabei auch der Kunde: Ein Mehr an Kundenorientierung kann nicht fehl am Platz sein, so eine Publikumsmeinung, Bedarf und Angebot sind bei weitem nicht immer übereinstimmend. Würden die Brixner gar ihre eigene Stadt meiden und sie nur zum Schlafen und Wohnen benutzen, während sie sich in Innsbruck beim Shoppen, auf dem Kronplatz beim Schifahren und in Bozen beim Ausgehen vergnügen? Oder ist diese Annahme nur ein Ausdruck der Südtiroler „Paranoia querulans“, die überall irgendwas zum Quengeln findet? Das bis auf den letzten Platz gefüllte Forum Brixen scheint zu beweisen: Das Interesse und der Bedarf an der Beschäftigung mit Wirtschaftsthemen sind in Brixen gegeben. „Wir vom Wirtschaftsausschuss Brixen organisieren diese Veranstaltungsreihe in Hinblick auf die anstehende Erstellung des Leitbildes der Stadt, des Masterplanes unserer Gemeinde und des zukünftigen neuen Bauleitplanes“, erklärt Josef Insam vom SVP Wirtschaftsausschuss Brixen, der zu diesem Abend geladen hatte. Im Laufe dieses Jahres folgen noch drei weitere Podiumsdiskussionen, die sich spezifisch den Themen Tourismus und Landwirtschaft, Industrie und Handwerk sowie dem Wirtschaftsleben in der Altstadt widmen. „Diese Diskussions­ abende sollen in erster Linie die Brixner Wirtschaft in den Mittel-

punkt rücken, den Dialog zwischen den einzelnen Wirtschaftsverbänden fördern, die Wirtschaftstreibenden in die politische Zukunftsplanung der Gemeindeverwaltung mit einbeziehen und die Bevölkerung rechtzeitig informieren sowie deren Anregungen und Vorschläge aufgreifen.“ Um die Stellungnahmen der Referenten und die Vorschläge der Bevölkerung nachhaltig zu dokumentieren und in die Zukunftsplanung der Gemeinde mit einbeziehen zu können, wurde eine Dokumentation verfasst, die von allen Interessierten unter www.svpartei. org/de/partei/bezirke/brixen heruntergeladen werden kann.

doris.brunner@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

Fokus Wirtschaftsstandort Brixen: Daten und Fakten Insgesamt 10.000 Arbeitsplätze: 6.000 davon von der Brixner Bevölkerung belegt, 4.000 von auswärtigen Personen. 45,7 Prozent aller Beschäftigten sind Frauen Wirtschaftspanorama Im Handwerksbereich arbeiten rund 25,8 Prozent der Unternehmen. Die Industrie beschäftigt rund 16,6 Prozent Als Dienstleister arbeiten rund 17,6 Prozent Im Tourismus werden durchschnittlich 380.000 Nächtigungen und 109.000 private Vermietungen jährlich gezählt; vorhanden sind etwa 4.300 Betten zwischen gastgewerblichen und nichtgastgewerblichen Betrieben. Die Landwirtschaft zählt 461 Betriebe und insgesamt 600 Beschäftigte zwischen mitarbeitenden Familienmitgliedern, Aushilfs- und Saisonarbeitskräften. Der Handelsbereich umfasst 376 Betriebe (19,6 Geschäfte pro 1.000 Einwohner; landesweiter Durchschnitt: 14,5); beschäftigt sind darin 1.200 Personen. Die Kunden kommen zu 50 Prozent aus der Gemeinde Brixen, zu 50 Prozent aus anderen Gemeinden. Bildungsstruktur: 9 Prozent haben einen Hochschulabschluss (landesweiter Durchschnitt: 6 Prozent) 43


Wirtschaft & Umwelt 1JTUFOLJMPNFUFS

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BRIXEN

Donnerwetter! D

er Klimawandel ist in aller Munde. Die dichte Frequenz weltweiter Umweltkatastrophen, aber auch vermeintlich abnormale Klimaextreme vor Ort haben das Thema in den letzten Jahren populär gemacht. Durch den kürzlich vorgestellten UN-Klimareport erfuhr es enorme Medienpräsenz. Die Firma helios aus Brixen hat von der Umweltagentur des Landes und des RAI Sender Bozen im Herbst 2005 den Auftrag erhalten, einen Film über die Auswirkungen der Klimaveränderungen zu produzieren.

Foto: Ingo Dejaco

Der Klimawandel ist derzeit eines der am meisten diskutierten Themen. Drei Brixner drehten eine Dokumentation darüber, und eine sechsköpfige Runde erörterte mit dem Publikum Ursachen, Folgen und mögliche Maßnahmen auf globaler und lokaler Ebene.

Ausgangspunkt dafür war

der UN-Klimagipfel desselben Jahres in Montreal, an dem auch das Land Südtirol mit seinem Vorzeigeprojekt „Klimahaus“ teilnahm. Die Filmemacher Patrick Kofler, Martin Rattini und Maria Unterfrauner beleuchten das Thema in ihrer halbstündigen Dokumentation „Donnerwetter“ zunächst aus globaler Sicht, indem sie vom Klimagipfel und der Südtiroler Beteiligung berichten. Schließlich brechen sie das Thema auf die regionale Situation hinunter, zeigen mögliche Auswirkungen des Klimawandels, aber auch potentielle Maßnahmen. Der Film wurde von der Initia­ tivgruppe „plattform HdS“ im Haus der Solidarität gezeigt; anschließend wurde darüber mit verschiedenen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und nichtstaatlichen Organisationen (NGO’s) diskutiert. Teilnehmer der sechsköpfigen Diskussionsrunde waren der Direktor von Dolomiti Superski, Franz Perathoner, Klaus-Peter Dissinger von der Umweltgruppe Brixen, Leo Kerschbaumer von der Firma Mitterrutzner GmbH, Dietmar Überbacher vom Ökoinstitut, Umweltstadtrat Gianlorenzo Pedron sowie Journalist Luca Masiello.

In ihren ersten Diskussionsbeiträgen berichteten die Beteiligten über ihren Bezug zum

Klimawandel, sprachen über mögliche Maßnahmen, über lokale Projekte und Bemühungen zur Reduzierung von Feinstaub und Kohlendioxid, über Nachhaltigkeit und den Wirtschaftsfaktor Klimaschutz. Man war sich einig, dass es sowohl auf die Bemühungen eines jeden Einzelnen ankommt wie auf verbindliche globale Konzepte. Welches die Maßnahmen aber sein sollen, darüber gab es erhebliche Differenzen. Mit der Aussage von Stadtrat Pedron, wonach die Gemeinde Brixen durch die Wahl von Methangas für den Betrieb der Fernheizwerke in Sachen Klimaschutz auf das richtige Pferd gesetzt habe („una scelta vincente“), war die Diskussion endgültig eröffnet. Gemeinderatskollege Dissinger konnte dieser Aussage erwartungsgemäß wenig Positives abgewinnen. Nach der ersten Runde weitete Moderator Joachim Hofmann die Diskussion auf das bunt gemischte Publikum aus. Die breit gefächerten Stellungnahmen und Fragen brachten zunächst ein neues Thema nach dem anderen auf den Tisch. Diskutiert wurde der Verkehr vor der Grundschule Rosmini genauso wie der Flughafenausbau in Bozen. Zögerlich verdichtete sich die Diskussion rund um die Fra-

ge, wo denn die Ursachen für die Klimaveränderungen liegen. Dass sie immer schon statt gefunden haben, rückte Meteorologe Dissinger mit statistischen Daten ins Licht. Für die heutigen extremen Veränderungen aber, soweit herrschte Einigkeit, zeichnet der Mensch verantwortlich. Und die Politik trage die Hauptlast dieser Verantwortung. Die Diskussion führte sodann zu den möglichen Ansätzen zur Lösung des globalen Problems, mit altbekannten Feststellungen: erneuerbare Energie und ein ressourcenschonender Umgang mit der Umwelt zählen neben technischen Innovationen zu den zentralen Maßnahmen im

Bei der Podiumsdiskussion wurden Ursachen und Lösungsansätze zum Thema Klimawandel erörtert Kampf gegen die globale Erwärmung.

Das Resümee am Ende der teils hitzig geführten Debatte: Der globale Klimawandel kommt, und schuld daran ist vordergründig der Mensch. Die Ursachen aber sind vielfältig, und dementsprechend braucht es vielfältige Ansätze, dem Klimawandel zu begegnen und ihn zu beeinflussen. ingo.dejaco@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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Anleitung zum Widerstand Die Protestversammlungen der BBT-Gegner in Mauls und Wiesen/Pfitsch waren nur der Anfang einer Reihe von Protestmaßnahmen, die im Frühjahr zwischen Bozen und Sterzing stattfinden sollen. Ein Bericht über die Teilnahme an einer der Veranstaltungen.

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uropaparlamentarier Sepp Kusstatscher, die GrünenLandtagsabgeordneten Christina Kury und Hans Heiss, die Transitinitiative Südtirol und die Umweltgruppe Wipptal haben letzthin zum Protest „gegen den Unsinn Brennerbasistunnel (BBT)“ aufgerufen. Während zur Versammlung in Mauls Ende Dezember nicht allzu viele Bürger erschienen waren, war jene in Wiesen/Pfitsch Ende Jänner sehr gut besucht – „trotz einiger Boykottaufrufe und Einschüchterungsversuche, die vorab vonseiten der Mehrheitspartei verkündet wurden“, wie einer der anwesenden Besucher der Veranstaltung erläuterte. So sollen einigen Bauern sogar Kürzungen bei der Grundablöse angedroht worden sein. Zwischen 200 und 250 Bürger drängten in den Saal des Vereinshauses. Nicht alle fanden Platz, sie standen bis zur Tür hinaus. Vertreter der Plattform Pro Pustertal, der Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland, des Vereins SOS Eisack, des AVS und der Anti-TAV-Bewegung sowie Pius Leitner von den Freiheitlichen bekundeten durch ihre Anwesenheit ihre Solidarität mit den Betroffenen. Auf die kurzen Statements von Markus Lobis,

Foto: Leonhard Angerer

Wirtschaft & Umwelt

EISACKTAL / WIPPTAL

Willi Seppi, Christina Kury und Hans Heiss folgte eine intensive und emotionsgeladene Diskussion.

Der Bau des Brennerbasistunnels bedeute für Wiesen

„die größte Veränderung in der Geschichte der Gemeinde“, warnte Hans Heiss. Welche Auswirkungen er konkret haben werde, würden schon die Arbeiten für die Baustellenein-

richtungen in Mauls und Aicha klar vor Augen führen, „wo gehaust wird, wie es im Lehrbuch steht“, so Markus Lobis. In Wiesen/Pfitsch soll der Anstich für den 3,6 Kilometer langen Zufahrtstunnel am so genannten Ölberg zwischen den Fraktionen Tulfer und Afens erfolgen, direkt unterhalb eines kürzlich fertig gestellten Straßentunnels. In unmittelbarer Nähe befindet sich überdies jene Quellfassung, die

Kein gutes Omen für die Bauphase: Die Baustelleneinrichtung für den Probestollen in Mauls Wiesen mit Trinkwasser versorgt. Die halbe Million Kubikmeter Abraummaterial soll per Förderbänder und über zwei Brücken zur (Zwischen)lagerung auf eine ebene Fläche in Tulfer gebracht werden. Gegenüber dem Tunnelportal wird ein Abhang von mehreren hundert Metern Länge

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für eine Art Notbahnhof – im Jargon der Tunnelingenieure „Multifunktionsstelle“ genannt – planiert werden müssen. Den Glauben an die Versprechungen der Tunnelbauer scheinen die BBT-Gegner von Wiesen/Pfitsch indes verloren zu haben. Obwohl die Baustelleneinrichtung schon in absehbarer Zeit erfolgen soll, seien die notwendigen Schritte für den Bau der versprochenen Umfahrungsstraße bisher nicht gesetzt worden. Deshalb werde der gesamte Schwerverkehr mitten durch das Dorf verlaufen, auf einer Straße, auf der kaum zwei Autos aneinander vorbeikommen. Eine Lärm- und Staubbelastung fürchten sie auch durch die Aufbereitung und den Abtransport des Abraummaterials.

Neben der Angst um ein Ver-

siegen der Quellen besteht auch eine begründete Angst vor nicht absehbaren Folgeschäden durch den Tunnelbau. Angesichts der „massiven Eingriffe in Landschaft und Lebensqualität“, so der Wortlaut der Wiesener Erklärung, die von den Versammlungsteilnehmern unterzeichnet wurde, müsse die Baustelleneinrichtung in Wiesen verhindert werden. Notfalls mit Brückensprengungen, fügte ein Bürger in seinem Diskussionsbeitrag hinzu. Ein unwissendes Volk sei leicht zu regieren, habe schon seinerzeit Reichsführer Adolf Hitler bemerkt. „Eine Schweinerei“ nannte Oskar Andreaus von der Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland in Wiesen/Pfitsch, was „den Bürgern vorgegaukelt“ werde. Dass ihnen die Wahrheit über den Megabau offen gelegt werde, sollte demnach eine der Forderungen sein, welche die Wiesener von ihrer Gemeindevertretung verlangen sollen, riet Hans Heiss. Er gab den anwesenden Bürgern eine konkrete Anleitung zum Widerstand gegen das Monsterprojekt. Nicht der Druck von oben, sondern der von unten solle bestimmend sein. Ein Diskussionsteilnehmer äußerte jedoch Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Forderung nach mehr Information. Das Übel müsse an der Wurzel gepackt werden; es sei Landeshauptmann Luis Durnwalder, der abgesetzt werden müsse. Er habe das Projekt Brennerbasistunnel aus der Schublade geholt. Ein weiterer Diskussionsteilnehmer fragte, wo denn die Vertretung

der Gemeinde sei. Die Meinung der Bevölkerung werde von ihr nicht anerkannt. Sepp Kusstatscher erinnerte daran, dass die Bürgermeister des Eisack- und Wipptales 1992 eine Resolution gegen den Brennerbasistunnel eingereicht hätten. Zum Ausdruck kam im Verlauf des Abends auch, wie in den Medien und in der Politik Fakten geschaffen würden: Während die EU den Brennerbasistunnel als Teil der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Palermo für den Personenzugsverkehr führe, so Kusstascher, wolle Landeshauptmann Durnwalder weismachen, den Güterverkehr auf die Schiene und unter den Berg zwingen zu können. Das Gespräch zwischen Durnwalder und Umweltminister Pecoraro Scanio habe auch nicht in der Form stattgefunden, wie in der Aussendung des Landespresseamtes dargestellt wurde. Durnwalder habe keinen Termin bei ihm gehabt und den Minister, wie Markus Lobis erklärte, „zwischen zwei Sitzungen auf dem Gang abgepasst“.

Die Alternative zum Tunnel

sehen die BBT-Gegner am Podium in der Modernisierung der bestehenden Bahnstrecke und der Ausstattung derselben mit Lärmschutzeinrichtungen sowie in der Anschaffung von modernerem und leiserem Rollmaterial. Der Brennerbasistunnel verschlinge so viel Geld, dass nach dessen Fertigstellung die Mittel für den Ankauf von modernen Zügen und zusätzlichen Infrastrukturen fehlen dürfte. Das Argument von der Überlastung der bestehenden Bahnlinie, mit dem neben anderen die Notwendigkeit des Brennerbasistunnels begründet wird, widerlegte Kusstatscher anhand eines Vergleichs mit der Auslastung der Bahnlinie durch das Unterinntal: Jene werde von täglich 300 Zügen befahren, während den Brenner täglich zwischen 120 und 150 Züge passieren, also knapp die Hälfte. Positive Wirkungen würden auch die Weiterführung der Rollenden Landstraße über den Brenner und die Anpassung der Maut auf der Autobahn an das Niveau anderer alpenquerender Autobahnen zur Vermeidung des Umwegverkehrs versprechen. albina.kritzinger@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

lebensräume Erwärmung für die Zukunft Schließlich hat es dann doch geschneit. Schneearme Winter hat es auch schon früher gegeben. Aber es war noch nie so warm. Gerade erreicht uns die Abschlusserklärung der UNESCO Klimakonfe­ renz in Paris: Die seit langem prognostizierte Erwärmung der Atmosphäre schreitet sehr viel schneller voran als bisher angenommen. Zwar steigen die Temperaturen global langsam, aber der Alpenraum erwärmt sich wesentlich schneller. Innerhalb von 30 Jahren werden nach Statistiken der Uni Innsbruck die Hälfte der Gletscher in Tirol verschwunden sein. Die Schneegrenze steigt, und schneesichere Wintersportgebiete wird es bald nur noch oberhalb 2.000 Metern geben. Die Temperaturen werden im Schnitt bis 2015 um 1 Grad ansteigen, und 60 Prozent aller Skigebiete in Tirol werden schließen müssen. Ohne Frost ist auch der Betrieb mit Kunstschnee nicht möglich. Schon heute verschlingt ein Kubikmeter Kunst­ schnee drei Euro an Energiekosten. Die dafür verwendete Elektrizität wird bald auch im Eisacktal nicht mehr zur Verfügung stehen, selbst wenn die letzten Mäander des Flusses dafür geopfert werden. Ebenso wenig wie die benötigten Wassermengen – das Brixner Becken ist nach dem Vinschgau das niederschlagärmste Südtirols. Was tun für den Tourismus, Südtirols wichtigste Einnahme­ quelle? Noch ist ein Jahrzehnt Zeit, um sich im Eisacktal auf andere Urlaubs- und Freizeitangebote im Winter ein­ zustellen. Vielleicht reichen die höchsten Berglagen noch zum Schneewandern, wenn schon nicht mehr für Ab­ fahrten. Dann aber bieten die reizvollen Mittelgebirgslagen um Brixen auch im Winter ausgedehnte Möglichkeiten zum Wandern. Schon jetzt kommen zahlreiche Trentiner genau dazu ins Eisacktal mit seinem ausgedehnten Wegenetz, das dort nicht vorhanden ist. Insofern ist die Absicht der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, im Rahmen der Regio­ nalentwicklung Themenwanderwege ähnlich dem schon bestehenden Keschtnweg zu planen, eine nachhaltige Investition in einen sanften Tourismus der Zukunft, der sich wohl auf die alten Qualitäten eines familiären und individu­ ellen Aufenthalts der Gäste besinnen sollte. Immer mehr Gäste möchten sich auch intensiver mit ihrem Urlaubsland beschäftigen und es nicht nur als Sportarena betrachten. Heimat brixen bereitet zum Thema eines zukunftsfähigen Wintertourismus um Brixen eine Diskussions- und Informa­ tionsveranstaltung vor.

Dieser Beitrag stammt vom Verein „heimat brixen bressanone persenon“, der sich seit seiner Gründung im Jahre 2004 um die kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt und ihres Umfeldes bemüht. Internet: www.heimat.bz 47


Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Infopoint eröffnet denen Möglichkeiten zur finanziellen Vorsorge. „In einem etwa halbstündigen Gespräch wird die Versicherungssituation analysiert und die in Frage kommenden Vorsorgemodelle aufgezeigt“, erklärt Judith Gögele, Marketingleiterin der Centrum PensPlan AG. Ziel der Beratung liegt darin, die Bevölkerung von der Notwendigkeit einer Zusatzrente zu überzeugen – insbesondere jene Personen, die nach dem 1. Januar 1996 zu arbeiten begonnen haben.  db

Foto: Oskar Zingerle

z Arbeitnehmer müssen sich demnächst entscheiden, ob sie ihre Abfertigung in einen Rentenzusatzfond einzahlen oder wie bisher beim Arbeitnehmer lassen. Die Entscheidung darüber bedarf ausreichender Information über Vor- und Nachteile. Beratung hierbei bietet der neu eröffnete Infopoint der PensPlan Centrum AG am Sitz des KVW Bezirk Brixen in der Hofburggasse. Nach einer Terminvereinbarung erläutern geschulte KVW-Mitarbeiter die verschie-

W&U Wirtschaft & Umwelt

WEIHNACHTSÜBERRASCHUNG

SMS

Herzliche Geste

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Der SVP Bezirksausschuss will sich dem Notarmangel in Brixen widmen: Der Ausschuss werde verstärkt Druck ausüben, damit in Brixen mehrere Notare tätig werden können und die Bürger eine Wahlmöglichkeit haben, erklärte Bezirksobmann Siegfried Messner.

z Ein Herz für Kinder bewiesen die Kaufleute im Eisack- und Wipptal, die sich an der Weihnachtsüberraschung beteiligt hatten. Erstmals waren die Kinder aufgerufen worden, die Lösungen eines Suchrätsels in der Broschüre der teilnehmenden Betriebe – das gar nicht einfach zu entschlüsseln war – an den Verband der Kaufleute und Dienstleister zu senden. Den ersten 50 Einsendern winkte dafür ein reich bebildertes Lexikon. Die Postboten sollten jedoch in den folgenden Wochen schwer zu schleppen haben: Rund 600

Briefe, weit mehr als erwartet, mussten in den Briefkasten des Brixner Bezirksbüros des Kaufleuteverbandes verfrachtet werden. Die Lösungsabschnitte waren von den Kindern teils fleißig mit selbst angefertigten Zeichnungen und Glückwünschen versehen. Kurzerhand beschlossen daraufhin die Kaufleute, dass so viel Einsatz von Seiten der Kinder nicht unbelohnt bleiben darf: Sie besorgten als Anerkennung weitere 550 Quizbüchlein als Trostpreis für all jene, deren Brief nach der 50. Einsendung eintraf.  db

Kürzlich besuchten Vertreter der HGJ und des LVH die Mittelschule Mühlbach. Sie erteilten den Schülern Infos rund um die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in diesen Branchen. Anschließend besichtigten die interessierten Jugendlichen das Familienhotel „Huber“ in Vals.

Christof Oberrauch, Inhaber der Firmen Durst AG und Alupress AG, wurde wiederum zum Präsidenten des Unternehmerverbandes Südtirol (UVS) designiert. Landesrat Werner Frick betonte die Notwendigkeit der Erfahrungen erfolgreicher Unternehmer für die Industriepolitik.


Foto: Oskar Zingerle

Stadtgeheimnisse Welche Bedeutung hat das Wappen an der Hausmauer neben der Pfarrkirche? Rechts neben dem Haupteingang zur Pfarrkirche ist auf Augenhöhe ein Wappen mit der Jahrzahl 1494 angebracht. Das mit dem Brixner Lamm und drei Mehlschaufeln versehene Wappen stammt vom Bischof und Kardinal Melchior von Meckau (ca. 1440 bis 1509) und erinnert an die von ihm errichtete Brixner Brotbank zwischen Pfarrkirche und Dom. Die Brotbank war die gemeinsame Verkaufsstelle der Brixner Bäcker, die dort ihr selbstgebackenes Brot zur Kontrolle hinbrachten, um es dann zu einem festgesetzten Preis anzubieten. Vor allem für die ärmere Bevölkerung – bis um 1900 immerhin rund 40 Prozent der Brixner – war diese öffentliche, durch Stadtrat und Stadtrichter überwachte Brotbank lebensnotwendig. An der Bank waren Preis, Gewicht, Qualität und geregelte Versorgung gesichert, was besonders beim anhaltenden Brotmangel nach Missernten dringend erforderlich war. Die Bäcker kennzeichneten ihr Brot durch eigene Zeichen oder Nummern, sodass die Herkunft des Gebäcks leicht erkennbar war. Als sich der allgemeine Lebensstandard besserte, wurde die Brotbank kurz vor 1900 aufgelassen. db

SCHABS

Musterverträge für Fernwärme z Schlag auf Schlag geht es in Sachen Fernwärme in Schabs. Bei einer kürzlich stattgefundenen Infoveranstaltung berichtete die neu gegründete Wärmeversorgungsgenossenschaft Schabs über den Stand der Planungen. Wie berichtet, wird im Laufe dieses Jahres am Gelände der Ziegelei Gasser in Schabs ein Blockkraftheizwerk der Vorarlberger Firma E.MA.CON in Betrieb gehen, in dem mit Hilfe von Schiffsmotoren Strom erzeugt wird. Die dabei entstehende Abwärme soll zukünftig die Schabser Haushalte mit Warmwasser und Wärme versorgen. Die Genossenschaft hat bereits ein Projekt für das Leitungsnetz in Auftrag gegeben und Musterverträge ausarbeiten lassen. Wer in-

Anregungen: redaktion@brixner.info

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24.2. 03.3. 10.3. 17.3.

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03.3. 10.3. 17.3. 24.3.

nerhalb Februar 2007 einen Vertrag mit der Genossenschaft abschließt, kommt in den Genuss einer besonders günstigen Anschlussgebühr, die mit 900 Euro für 15 Kilowatt startet und dann nach Menge gestaffelt ansteigt. Zudem muss jedes Mitglied mindestens vier Genossenschaftsanteile im Wert von 150 Euro zeichnen. Wer sich erst nach dem 28. Februar für eine Mitgliedschaft entscheidet, muss höhere Gebühren in Kauf nehmen. Die Genossenschaft plant, noch im Oktober 2007 mit der Lieferung der Fernwärme beginnen zu können. Für die Heizperiode 2007/08 wurde ein Preis von 0,079 Euro zusätzlich 10 Prozent Mehrwertsteuer pro Kilowattstunde in Aussicht gestellt.  amm

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Wirtschaft & Umwelt

BRIXEN

Bauwerk als Kunstwerk

Foto: Oskar Zingerle

EISACKTAL

z Brixen hat sich schon vor Jahren dazu entschlossen, ein Fernheiznetz für den Stadtbereich zu planen. Das umweltfreundliche Energieversorgungsnetz ist seit längerem im Bau, teilweise bereits in Betrieb und wird im Jahr 2008 mit dem Anschluss von Köstlan fertig gestellt sein. Von den Heizzentralen bekam man nichts zu sehen. Die eine befindet sich hinter der Parkgarage an der Dantestraße, die andere unterirdisch an der Acquarena. Nun ist die dritte der erforderlichen

Zentralen an der Mozartstraße, direkt an der Brücke, entstanden – ein zunächst plump wirkender Betonklotz, der dann schließlich mit einer „Fassade“ aus transparent wirkendem Stahlgewebe auf schlanken Trägern umhüllt wurde. Tritt man näher, so kann man von der Eisackuferseite durch ein wirkliches „Schaufenster“ in die Gedärme der Zentrale schauen – eine stahlblinkende faszinierende Maschinerie. Auf das Dach führt eine Rampe zum Skateboardplatz, der sich schon früher auf dem späteren Baugrundstück befand. Jetzt nimmt man die Skater durch den Schleier der Fassadenumhüllung fast entfremdet wahr. Wer in der Dunkelheit an der neuen Fernheizzentrale vorbeikommt, den überrascht ein glimmendes Blaulicht hinter der vorgehängten feinen Gitterstruktur. Plötzlich wirkt das tagsüber eher unauffällige graue Bauwerk wie ein Kunstwerk.  agh

Gerichte mit Geschichte z Der Pionier Franz Tauber vom Hotel „Unterwirt“ in Feldthurns startete im März 1973 die kulinarische Initiative „Eisacktaler Kost“. Das Ziel war, die traditionelle Eisacktaler Küche hochleben zu lassen und einer breiteren Öffentlichkeit zu servieren. Heuer wird das 35-Jahr-Jubiläum der Spezialitätenwoche, die die einfache, traditionelle Eisacktaler Küche nachhaltig aufwertete, gebührend gefeiert. Von den 13 Gastbetrieben, die bereits an der Erstausgabe der „Eisacktaler Kost“ teilgenommen haben, sind 2007 immer noch fünf Betriebe mit dabei: das „Restaurant Schwarzer Adler“ in Sterzing, das Romantikhotel „Stafler“ in Mauls, das Hotel „Löwenhof“ in Vahrn, das Restaurant „Fink“ in Brixen und das Hotel „Tauber’s Unterwirt“ in Feldthurns. Zur Jubiläumsausgabe der „Eisacktaler Kost“, die vom 9. bis zum 25. März andauert, besinnt man sich auf die Geschichte der ältesten Spezialitätenwoche des Landes

und widmet sich ganz den alten, traditionellen Gerichten. Unter dem Motto „Gerichte mit Geschichte“ werden typische Eisacktaler Speisen mit ihrer Entstehungsgeschichte volkskundlich aufgearbeitet und auf den Speisekarten der teilnehmenden Gastbetriebe präsentiert. Tradition bei den Eisacktaler Spezialitätenwochen hat auch das Gewinnspiel: In diesem Jahr verlost jedes Restaurant ein Topf-Set, mit dem die klassischen Eisacktaler Rezepte bestimmt gelingen. Zusätzlich zum vielfältigen kulinarischen Angebot bietet die „Eisacktaler Kost“ auch für die „März-Geburtstagskinder“ eine besondere Überraschung: Alle Südtiroler, die in der Zeit vom 9. bis zum 25. März 1973 geboren sind, sind herzlich dazu eingeladen, ein Essen für zwei Personen in einem der 20 teilnehmenden Gastbetriebe zu genießen. Nähere Informatio­ nen dazu werden unter der Rufnummer 0471 317888 erteilt. ib

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Nach 45-jähriger Geschäftstätigkeit hat Vittorio Dianese das Geschäft Foto Vittorio seinem Sohn Roberto übergeben. Dieser ist bereits seit 15 Jahren im Fotogeschäft tätig. Gemeinsam mit seiner Schwester Sonia bietet er Fotoentwicklung und digitalen Fotodruck an.

Vor kurzem hat Atif Manzoor Ati die Bar-Pizzeria Brixnerhof übernommen. Angeboten werden leckere und preiswerte Frühstücks- und Mittagsmenüs, köstliche Lindt-Trinkschokoladen, diverse Kaffeesorten sowie schmackhafte Pizzas. Dienstag ist Ruhetag.

Der „Brixner“ unterstützt durch diese kostenfreie Rubrik den Start neuer Unternehmen im Einzugsgebiet: starthilfe@brixner.info


Nachgefragt

„Dieses Signal ist uns wichtig“ LUIGI MINACH, Abteilungsdirektor der Landesagentur für Umwelt, über den „Autofreien Sonntag“ am 25. Februar, an dem auch in einigen Straßen der Brixner Altstadt von 10 bis 16 Uhr der Verkehr gesperrt sein wird. Herr Minach, breite Teile der Bevölkerung sehen wenig Sinn im autofreien Sonntag am 25. Februar… Normalerweise wird der Verkehr gesperrt, wenn die Feinstaubwerte zu hoch sind. Der heurige Winter aber ist mild, und damit ist die Inversionsschicht viel höher, was wiederum dazu führt, dass die Schadstoffe viel mehr verdünnt werden. Im Vorjahr war die Temperatur tiefer und entsprechend die Schadstoffwerte höher. Die Sperrung am 25. Februar hat nicht den Zweck, die Feinstaubwerte niedrig zu halten, sondern es ist ein Signal in Richtung alternativer

Mobilität. Dieser autofreie Sonntag fußt auf ein Abkommen aller Regionen im norditalienischen Raum, das eine Reihe von gemeinsamen Aktionen gegen den Feinstaub vorsieht. Dieser autofreie Sonntag verfolgt in diesem Sinn nur den Zweck, die Leute aufzurütteln und ihnen alternative Verkehrsmittel schmackhaft zu machen. Auch will man ihnen zeigen, wie schön es sein kann, eine Stadt ohne Auto zu erleben. Global gesehen ist die Aktion sicher lobenswert. Allein in einer Stadt wie Brixen, in der lediglich ein paar Straßen der Altstadt gesperrt werden, tut

man sich schwer, einen Sinn zu erkennen. Sie müssen bedenken, welches Signal der gesamte oberitalienische Raum hier nach Rom sendet, wo man für Umweltfragen bisher wenig übrig hatte. Dieses Signal ist uns sehr wichtig. Natürlich können Sie sagen, Brixen hat nichts von dieser Aktion. Wären die Luftwerte heuer aber jene der letzten Jahre, wäre die Diskussion vollkommen anders. Da eine solche Aktion eine lange Vorplanung braucht, konnten die Organisatoren natürlich nicht wissen, welche Schadstoffwerte es heuer geben wird. willy.vontavon@brixner.info Leserbrief an: echo@brixner.info

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FOTOAKTION

Extra Braut & Bräutigam

Guten Start! Zahlreiche Brautpaare sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns ihr Hochzeitsfoto zugesendet.

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trahlende Gesichter schmücken die Hochzeitsbilder, die in den vergangenen Wochen an die Redaktion des „Brixner“ gesendet worden sind. Wir freuen uns, dass so viele frisch gebackene Ehepaare sich an der Aktion beteiligt haben und wünschen allen einen glücklichen, gemeinsamen Lebensweg. Das romantische Abendessen bei Kerzenschein im Restaurant Finsterwirt in Brixen können Verena und Thomas Lanz genießen, die mit viel Schwung ins Eheleben gestartet sind. Wir gratulieren!

Verena und Thomas Lanz, Brixen

Barbara und Luca Grillo, Brixen

Anita und Michael Pfattner, Neustift

Verena und Martin Rogen, Schabs 52

Evi und Peter Moosburger, Vahrn

Edeltraud und Stefan Mair, Brixen


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opfhaut und Haar sind täglich ultravioletten Strahlen (UVR), Umweltbelastungen und häufig auch falschen Behandlungen ausgesetzt. Die Schutzbarriere der Haut setzt sich aus übereinander geschichteten Zellen zusammen, bestehend aus Ceramiden, Fettsäuren, Cholesterin und Wasser. Fehlen einige Fette oder ist ein Überschuss an diesen vorhanden, wird die Schutzbarriere der Haut beeinflusst und deren Verwundbarkeit erhöht. Mit der Zeit verliert die Haut an Flüssigkeit – deshalb ist es wichtig, sichere, effiziente und säure­ ausgleichende Kosmetikprodukte zu verwenden, die alkalischen Seifen und Badekosmetika entgegen wirken. Zudem

reduzieren sie Anzeichen von Stress und beugen den Alterungsprozess vor.

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den pH-Wert und die Mineralien Kalzium, Kalium und Magnesium in der Haut respektieren. Funktionsgerechte Produkte können bei Schuppen sowie fetter oder öliger Haut das Gleichgewicht wieder herstellen. Das im Qualitätsprodukt enthaltene Eiweiß gibt dem Haar Fülle, Glanz und Feuchtigkeit zurück, denn das Haar besteht zu 80 Prozent aus Eiweiß (Keratin). Die tägliche Hygiene mit einem Qualitätsshampoo sollte daher zur Selbstverständlichkeit werden. Kosmetikprodukte für Haut und

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Haare müssen mit Bedacht gewählt werden, da beispielsweise viele Haarfärbe- oder Dauerwellenmittel, aber auch Deos, Produkte gegen Akne sowie Sonnenschutzmittel schädliche Substanzen in Form von Konservierungsstoffen und Düften enthalten können. Unsere Haut hat zwar ein exzellentes Abwehrsystem, trotzdem können durch das Eindringen schädlicher Substanzen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. z

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Am großen Tag zeigen sich die Brautleute von ihrer schönsten Seite. Insbesondere der Frisur und der Kosmetik wird große Beachtung geschenkt, doch Haut und Haar sollten täglich besondere Pflege erfahren.

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Extra Braut & Bräutigam

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Jurgita und Manuel Complojer, Feldkirch

Maria und Roman Dorigatti, Neustift

Maria und Alexander Baumgartner mit Simon, Brixen

Natalie und Giuseppe Cicero, Brixen

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Beatrix und Paolo Mirandola, Brixen

Sarah und Markus Rieder, Rodeneck


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die Garzeiten deutlich und sparen Energie. Ein Magnetfeld sorgt dafür, dass nur der Topfboden erhitzt wird. Wärme entwickelt sich nur dann, wenn ein Topf auf der Glaskeramikfläche steht. Jede Kochzone passt sich automatisch einem kleineren Topfdurchmesser an. Dadurch geht keine Energie verloren. Wird der Topf vom Herd genommen, schaltet sich die Zone automatisch aus. Das bringt ein Riesenplus an Sicherheit, denn die Gefahr, sich beim Berühren der Oberfläche zu verbrennen, ist äußerst gering. Wegen der

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it neuen Arbeitsgeräten, ästhetischen Funktionsbereichen und innovativen Materialien in der Küche gewinnt das Kochen an Qualität. Neue Spülen präsentieren sich in hochwertigen Materialien wie zum Beispiel Edelstahl und flächenbündiger Optik, die hinten liegende Armaturenbank ermöglicht freieres Arbeiten.

Manfred Stampfl und Andrea Leitner Viele unserer Kunden entdecken ihre Leidenschaft fürs Kochen in ihrer neuen Küche. Das liegt vor allem daran, dass moderne Raumkonzeptionen, neue Küchengeräte und neue Designs den Stellenwert der Küche aufwerten und die Lust zum Kochen und Experimentieren wecken.

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Schönes Ambiente Damit die Hochzeitsfeier ein Erfolg wird, sollte dem Hochzeitsmahl besonderes Augenmerk geschenkt werden.

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ie haben den Termin für den schönsten Tag im Leben bereits festgelegt, aber die Liste der zu erledigenden Dinge ist noch unerträglich lang? Zumindest die Entscheidung, wo das Festmahl stattfinden soll, lässt sich einfach treffen. Das Hotel Fischer in Klerant bei Brixen ist seit Jahren eine beliebte Adresse für Hochzeitsfeiern, da es allen Ansprüchen für ein perfektes Fest gerecht wird: Neben der sonnigen Lage mit herrlichem Panoramablick über den Brixner Talkessel, der gleichzeitig zahlreiche Motive für die Hochzeitsfotos bietet, lässt die gute regio­ nale Küche und der elegante Speisesaal keine Wünsche offen.

Chef Manfred Fischer kocht

selbst und verfügt bei der Zusammenstellung von Festmenüs

zeit über ihren Wunschtermin informieren, vor Ort die Räumlichkeiten besichtigen und sich vom Chefkoch übers Festmenü beraten lassen. z

Lammnüsschen auf KnödelSteinpilz-Gröstel über ein großes, in 17 Jahren seiner Tätigkeit gesammeltes Repertoire an leckeren Speisen für jeden Geschmack. Während die Erwachsenen sich bei Speis und Trank köstlich unterhalten, kommen auch die kleinen Gäste im Hotel Fischer voll auf ihre Kosten: Im Freien, fernab von Straßen, erwartet die Kinder genügend Freiraum zum ungestörten Toben, mit Schaukel und Kletter-

seil. Bei schlechtem Wetter wird im hoteleigenen Spielzimmer mit Trampolin, Riesen-Lego und großen Schaumstoffwürfeln den Kindern die Zeit garantiert nicht lang. Während manche Paare bereits lange im Voraus ihr Hochzeitsmahl planen und reservieren, sind auch kurzfristig Termine im Hotel Fischer möglich. Künftige Brautpaare können sich jeder-

Familie Fischer „Feiern Sie bei uns Ihre großen und kleinen Feste. Wir kümmern uns um die Details und sorgen dafür, dass jede Feier bei uns zu einem gelungenen Fest wird.“

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Elisabeth und Thomas Schlechtleitner, Weitental

Gasthof MOARWIRT - Gossensaß - Tel. 0472 632 324 - * DI Hotel WIESNERHOF - Wiesen - Tel. 0472 765 222 - * MO H. SCHWARZER ADLER - Sterzing - Tel. 0472 764 064 - * SO (MO-SA nur Abends geöffnet) Hotel-Restaurant LILIE - Sterzing - Tel. 0472 760 063 - * MO Restaurant ARBOR - Sterzing - Tel. 0472 764 241 - * MI Gasthof POST - Trens - Tel. 0472 647 124 - * Kein Ruhetag Romantikhotel STAFLER - Mauls - Tel. 0472 771 136 - * MI Hotel POST REIFER - Franzensfeste - Tel. 0472 458 605 - * MO Hotel LÖWENHOF - Vahrn - Tel. 0472 836 216 - * Kein Ruhetag Hotel PACHER - Neustift - Tel. 0472 836 570 - * MO Gasthof HOCHRAIN - Raas - Tel. 0472 412 248 - * DI Gasthof HALLER - Brixen - Tel. 0472 834 601 - * MO Abend und DI Südtiroler Gasthaus FINK - Brixen - Tel. 0472 834 883 - * MI Gasthaus SUNNEGG - Brixen - Tel. 0472 834 760 - * MI und DO bis 17.00 Gasthof FISCHER - Brixen-Klerant - Tel. 0472 852 075 - * SO Abend und MO Hotel-Restaurant ALPENROSE - Brixen-Pinzagen - Tel. 0472 832 191 - * MO Panoramahotel FELDTHURNERHOF - Feldthurns - Tel. 0472 855 333 - * MO Hotel TAUBERS UNTERWIRT - Feldthurns - Tel. 0472 855 225 - * MI Gasthof UNTERWIRT - Klausen-Gufidaun - Tel. 0472 844 000 - * SO und MO Gasthaus GRAUER BÄR - Klausen - Tel. 0472 845 165 - * SO Abend Ansitz ZUM STEINBOCK - Villanders - Tel. 0472 843 111 - * MO

35 Jahre Eisacktaler Kost Feiern Sie mit uns! Wir laden all jene, die vom 9. bis 25. März 1973 in Südtirol geboren sind, zu einem Essen für zwei Personen ein. Faxen Sie dazu einfach eine Kopie Ihrer Identitätskarte mit Angabe Ihrer Telefonnummer an 0471 317 701. Im Sinne des Gesetzes Nr. 196/2003 informieren wir, dass Ihre Daten ausschließlich zur Bearbeitung Ihres Antrages verwendet werden. Es stehen Ihnen alle Rechte laut Artikel 7 des Gesetzes Nr. 196/2003 zu. Rechtsinhaber ist der HGV.

Natürlich frisch - Fresca di natura

Heidi und Martin Harasser, Villnöss

Marlene und Franz Thaler, Latzfons

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Extra Braut XXX &&XXX Bräutigam

Barbara und Philipp Ramoner, Milland

Andrea und Joachim Hinteregger, Lüsen

Heidi und Alexander Rainer, Milland

Sonja und Thomas Völkl, Milland

Karin und Gerhard Dorfmann, Feldthurns

Miriam und Adelbert Steiger, Klausen 58

Ruth und Helmuth Markart, Sterzing

Christina und Martin Delmonego, Sarns


WEINGALERIE

Prickelnder Auftakt

Ein stilvoller Sektempfang...

S

eit über einem Jahr verführen Gabriela Mair am Tinkhof und Christian Stampfl in der Weingalerie zu Genussmomenten der besonderen Art. Das stilvolle Ambiente mit den massiven Steinmauern und dem zeitlosen Design sowie das ständige Bestreben der beiden Inhaber, besten Service und Qualität zu bieten, wissen mittlerweile zahlreiche Genießer zu schätzen.

...und erfrischender Aperitif im blühenden Garten der „Weingalerie“ · Stilvolles, festlich-elegantes Ambiente · Witterungsunabhängig (Garten oder im Lokal) · Liebevolle, verführerische Häppchen im Innenhof stehen Parkplätze

Das besondere Ambiente der zur Verfügung. Für nähere Details Weingalerie ist der gebührende Rahmen für einen Hochzeitsaperitif. Der sonnige und blühende Gastgarten stellt insbesondere im Frühjahr sowie in den Sommermonaten eine lauschige Kulisse für einen stilvollen Sektempfang oder einen erfrischenden Aperitif dar. Sollte das Wetter nicht mitspielen, bietet der mondäne Innenraum der Weingalerie die passende Atmosphäre für den ersten kulinarischen Genuss und das erste Anstoßen auf das Brautpaar. Die verführerischen Häppchen werden liebevoll vorbereitet. Individuelle Wünsche und Anregungen von Seiten des Brautpaares werden dabei gerne aufgenommen und umgesetzt.

In der Weingalerie finden bis

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Ein stilvoller Sektempfang und ein erfrischender Aperitif sollen den kulinarischen Teil der Hochzeit eröffnen – am besten im blühenden Garten der Weingalerie.

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ist ein persönliches Gespräch jederzeit willkommen: Tel. 0472 836001. z

Gabriela Mair am Tinkhof und Christian Stampfl „Verführerische Häppchen und erfrischende Aperitifs im festlich-eleganten Ambiente der Weingalerie machen den gelungenen Auftakt Ihres großen Tages.“

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Drum prüfe... ... wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet. Damit ist natürlich nicht der zukünftige Lebenspartner gemeint, sondern die Wahl des Restaurants für den schönsten Tag im Leben.

… heiraten in stilvollem Ambiente W

enn Sie gerade Ihre Hochzeit planen, sind wir der richtige Partner für Ihre ganz besondere Hochzeitsfeier: kompetente Beratung durch unser erfahrenes Team Aperitif in unserem wunderschönen Garten (Mai bis September) oder in unserem gepflegten Aufenthaltsraum zentrale Lage und großer Parkplatz hauseigene Kapelle für Hochzeiten im kleinen Kreis Übernachtungsmöglichkeit für Brautpaar und Gäste exzellente Küche und Service stilvolle Räumlichkeiten für kleine und große Feiern ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis

B

ei der Wahl des geeigneten Lokals für die eigene Hochzeit sollte man keine Kompromisse eingehen. Damit der große Tag auch der schönste Tag im Leben wird, sollte man sich an einen kompetenten Partner wenden. Das Hotel Elephant in Brixen ist die richtige Adresse, wenn am großen Tag alles wie am Schnürchen funktionieren soll. Schon die fach kundige Beratung durch Direktor Heinrich Radmüller lässt rasch erkennen, dass erfahrene Hände einen Großteil der Organisationslast abnehmen. Mit zahlreichen Menüvorschlägen in allen Preislagen, die man auf Wunsch verändern und ergänzen kann, geht man im Hotel Elephant auf die speziellen Bedürfnisse des Brautpaars und seiner Gäste ein. ist nicht nur für einen Aperitif ideal. In der riesigen Anlage finden sich unzählige Motive für wunderschöne Hochzeitsfotos. Außerdem bietet er für Kinder genügend Platz zum Spielen und Toben. So wird dem Nachwuchs garan tiert nicht langweilig, während die Erwachsenen feiern.

Gelingen einer schönen Hochzeitsfeier bei. Das professio­nelle Team im Hotel Elephant, die herausragenden Menüs und der makellose Service sorgen für eine gelungene Feier. „Eine unserer Hochzeitsfeiern wird uns stets in Erinnerung bleiben“, erzählen Elisabeth Heiss und

Reservieren Sie schon jetzt die passenden Räumlichkeiten für Ihre Feier.

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Perfekte Planung und Organisation tragen wesentlich zum

Weißlahnstraße 4 · 39042 Brixen Tel. 0472 832750 · Fax 0472 836579 info@hotelelephant.com · www.hotelelephant.com

Elisabeth Heiss und Heinrich Radmüller

tember vergangenen Jahres hatten wir für ein Brautpaar und dessen Gäste eine sehr schöne Feier ausgerichtet. Alles lief reibungslos, ganz nach Plan. Nach dem gelungenen Aperitif im Garten tafelten die Gäste vergnügt und genossen die köstlichen Speisen, die wir ihnen servierten. Im Anschluss an das Essen wurde noch getanzt und lange gefeiert. Ein Hochzeitsgast hatte wohl etwas zu tief ins Glas geschaut und verirrte sich ins Zimmer eines Hausgastes, der bereits geschlafen hatte. Lallend bat er ihn um ein Stück Seife, woraufhin ihn der Gast erbost aus dem Zimmer warf und am kommenden Morgen bei uns scharf reklamierte.“ z


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Monika und Walter Gasser, Brixen

Manuela und Peter Mitterrutzner, Klerant

Anita und Kurt Leitner, Wiesen Pfitsch

Inge und Franz Berretta, Brixen

Walli und Regis Pfortner, Klausen 61


Impressum Unabhängige Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung Redaktion: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 www.brixner.info E-Mail für Pressemitteilungen: redaktion@brixner.info E-Mail für Leserbriefe: echo@brixner.info Online-Ausgabe: www.brixen.net

Februar 1924

Verlag: Brennerstraße 28, I-39042 Brixen Tel. +39 0472 060200, Fax +39 0472 060201 E-Mail: office@brixmedia.it, www.brixmedia.it Anzeigenleitung: Sonja Messner, Tel. +39 0472 060212 sonja.messner@brixmedia.it Herausgeber, Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Willy Vontavon (wv), Tel. +39 0472 060213 willy.vontavon@brixner.info Assistenz Chefredaktion: Doris Brunner (db), Tel. +39 0472 060211 doris.brunner@brixner.info Bildredaktion: Oskar Zingerle (oz), Tel. +39 0472 060210 oskar.zingerle@brixner.info Mitarbeiter der Redaktion: Marlene Kranebitter Zingerle (mk) Thomas Oberrauch (to) Annamaria Mitterhofer (amm) Manuela Kerer (mak) Dietmar Pattis (dp) Hildegard Gargitter (hg) Elisabeth Stürz (es) Albina Kritzinger (ak) Andreas Gottlieb Hempel (agh) Günther Eheim (gevs) Ingo Dejaco (id) Andrea Bodner (ab) E-Mail: vorname.nachname@brixner.info Grafik: Gabriele Tauber, Tel. +39 0472 060208 gabriele.tauber@brixmedia.it Druck: Athesia Druck GmbH, Brennerstraße 32, I-39042 Brixen www.athesia.it Der nächste „Brixner erscheint um den 20. März 2007 Nächster Redaktionsschluss: 6. März 2007 Die Zeitschrift „Brixner“ erscheint monatlich und wird im Postabonnement 45 % Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96, Bozen zugestellt. Eintragung am Landesgericht Bozen am 29.12.1989, Nr. 29/89 R.St. Auflage: 11.000 Stück Preis Abonnement: 1 Euro Abonnentenservice: abo@brixner.info Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ohne Genehmigung des Verlages ist eine Verwertung strafbar. Dies gilt auch für die Veröffentlichung im Internet. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Namentlich gezeichnete Beiträge unserer Mitarbeiter geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitschrift veröffentlichten Stellenangebote sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. 62

Erstes Bobrennen in Brixen Brixen, Samstag, den 2. Februar 1924 Sonntag, 26. Jänner, fand in Brixen das erste Bobrennen statt. Mit Spannung wurde von den anwesenden Fremden und der einheimischen Bevölkerung diesem Tag entgegengesehen. Obgleich die Rennbahn nachmittags etwas auftaute, was die Bahnbeschaffenheit merklich beeinflusste, erzielten die Teilnehmer an der Konkurrenz Erfolge. Das Komitee trifft an den eingetretenen Mängeln der Bahn kein Verschulden, da nur wenige Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Als der erste Bob startete, betrug die Zahl der Zuschauer wohl über 2.000, die sich fast auf die ganze Rennstrecke verteilten. Den 1. Preis gewann Bob Nr. 2 (am Steuer Albrecht, an der Bremse Zorzi) in 7.35 1/5 Minuten; Mitfahrende waren Oberhofer, Fellin und Fontana. Den 2. Preis: Bob Nr. 1 „Kalch – Sterzing“ in 7.55 1/5 Minuten (Lenker Kaim, Bremser Mader); Mitfahrende; De Clara, Maier und Eisendle. Den 3. Preis: Bob A. K. Brixen in 20.26 Minuten (Lenker Malfertheiner, Bremser Anich); Mitfahrende Covi, Myon, Albarelli; letztere gerieten an einen Meilenstein, wodurch sie an die 10 Minuten Zeit verloren. Bob Nr. 4 (Kleewein) hatte das Missgeschick, an der Kurve oberhalb Milland aus der Bahn geschleudert zu werden und wurde, weil die Mannschaft beim Heraufholen des Bobs fremde Hilfe in Anspruch nehmen musste, von der Konkurrenz ausgeschieden. Zu dieser Ausschaltung muss er-

wähnt werden, dass dieser Bob bis zum Sturz den Bob Nr. 2 um 1 Minute 17 Sekunden überholt hatte. Gesamtzeit 16.09 Minuten. Bob Nr. 5 (Liberini) hat mit seiner Mannschaft das Rennen außer Konkurrenz mitgemacht und erreichte das Ziel in 10 Minuten. Das Publikum verfolgte das Rennen mit lebhaftem Interesse und bewies dadurch Freude an dem sportlichen Ereignis, das für Brixen nicht ohne Bedeutung war. Abends fand im großen Saal des Hotels „Excelsior“ die Verteilung der Preise statt, die von Graf Albertoni, dem Offizierskorps des 6. Alpini Regiments und Mitgliedern des Rennkomitees gespendet waren; ein Sportkränzchen beendigte den sehr animiert verlaufenen Abend.

Hennendiebstahl in Brixen

wohnt zu sein. Dem Spektakel nach möchte man meinen, es sei eine ganze Menagerie untergebracht, doch sind es in Wirklichkeit bloß 4 bis 5 Bestien, die das Schloss und seine Insassen zu bewachen haben. Gegen diese große Vorsicht wird ja niemand etwas einzuwenden haben – die Hundesteuer bezahlt der Besitzer ja selbst, und an das ohrenbetäubende Gekläff haben sich die Anrainer jedenfalls schon gewöhnt – ungemütlich ist aber die Sache für Passanten des beim Schloss vorbeiführenden öffentlichen Weges. Denn die Köter scheinen am helllichten Tage die friedlichen Spaziergänger für Banditen anzusehen, weshalb es schon öfters als einmal vorgekommen ist, dass Vorübergehende – auf dem öffentlichen Weg – angefallen worden sind. Manche kommen mit dem bloßen Schrecken davon, andere mit größeren oder kleineren Andenken an Kleider und Knochen. Die Verordnung, dass bissige Hunde an der Kette zu halten oder mit Maulkörben zu versehen sind, scheint bloß in der Stadt und in der allernächsten Umgebung zu gelten. Da die Behörden, die sich dafür zu interessieren hätten, über diese Zustände schon unterrichtet zu sein scheinen, ohne dass bisher Abhilfe getroffen wurde, möchten wir den Spaziergängern, die die beginnende schöne Jahreszeit ins Freie lockt, in ihrem Interesse den Rat erteilen, Schloss Hahnberg solange in weitem Bogen zu umgehen, bis dem unleidlichen Zustand ein Ende gemacht ist.

  Brixen, Samstag, den 9. Februar 1924 In der Nacht zum letzten Freitag wurde in der Villa Erler in den Angerfeldern von unbekannten Tätern der Hennenstall geplündert. Alle 15 Bewohnerinnen des besagten Stalles, die soeben in feierlicher Sitzung beschlossen hatten, das Eierlegen demnächst aufzunehmen, sind bei Nacht und Nebel spurlos verschwunden. Für etwas abgelegene Häuser ist heute ein ordentlicher Hund als Wächter bald unentbehrlich.  

Eldorado für Hunde Schloss Hahnberg bei Brixen scheint gegenwärtig von einem großen Hundeliebhaber be-

Die Zeitungs­artikel auf dieser Seite wurden von Günther Eheim aus der „Brixener Chronik“ entnommen, die 1888 gegründet wurde und bis 1925 erschien. Die damalige Rechtschreibung, auch eventuelle Druckfehler und sonstige ­Kuriositäten werden ohne ­Korrektur beibehalten.


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Brixner 205 - Februar 2007  

Monatszeitschrift für Brixen und Umgebung

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