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Hans-Wilhelm Hรถsl (Hrsg.)

LIEDERSAMMLUNG

FรœR DEN TONSATZUNTERRICHT


Hans-Wilhelm Hösl (Hrsg.) • Liedersammlung für den Tonsatzunterricht


Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.ddb.de abrufbar. Copyright © 1999 by Pfefferkorn Musikverlag, Leipzig Copyright © 2017 assigned to Breitkopf & Härtel, Wiesbaden Lektorat und Herstellung im Verlag Notensatz: Leipziger Notensatz Druck und Bindung: docupoint GmbH, Barleben Alle Rechte, auch die der fotomechanischen und elektronischen Wiedergabe sind vorbehalten. Printed in Germany ISBN 978-3-7651-0552-4 BV 32001


VORWORT Die vorliegende Liedersammlung ist zu dem Zweck erstellt worden, vielfältiges Material zu Übungen im Harmonisieren und anderen Tonsatzdisziplinen zu bieten. Daher werden einfache Volksliederinteressenten Harmonisierungshinweise wie Akkordsymbole oder gar mehrstimmige Sätze, wie sie landläufige Sammlungen bieten, vergeblich darin suchen. Die Auswahl fußt in ihrer Mannigfaltigkeit auf Sammlungen, die Paul Schenk vor etwa 50 Jahren seinen Bänden »Funktioneller Tonsatz« und »Schule des musikalischen Hörens« beifügte (Edition Pro Musica Leipzig, Nr. 104 und 208). Wie bei Schenk sind den bekanntesten deutschen Volksweisen solche an die Seite gestellt, die aus formalen oder anderen musikalischen Gründen für den Unterricht besonders interessant erscheinen. Beigefügt wurden auch einige der wichtigsten oder interessantesten Volkslieder der seit dem Ende der Völkerwanderung auf dem Territorium des heutigen Deutschlands siedelnden Lausitzer Sorben, deren Lieder außerhalb der Lausitz noch heute nahezu unbekannt sind. Um die Sammlung nicht ausufern zu lassen, wurden an ausländischen Liedern nur solche mit aufgenommen, die inzwischen zu deutschem Liedgut geworden sind. Aus gleichem Grunde musste auch auf Lieder von anderen in Deutschland ansässigen nationalen Minderheiten verzichtet werden (die meist ein eigenes auswärtiges Stammland haben). Auf die Aufnahme von Kanons wurde mit einer Ausnahme ebenfalls verzichtet. Der Übergang von Volksliedern zu volkstümlichen Liedern aus Bühnenwerken und Film ist durchaus fließend. Letztere mussten jedoch ebenfalls ausgeschlossen werden, da mit über 550 Liedern die Grenze der Fasslichkeit erreicht scheint. Für die Stilistik um 1900 sei aber auf die Nutzung solcher Weisen ausdrücklich verwiesen. Die Musizierpraxis hat bewiesen, dass Lieder dieser Genres ebenso wie Volksweisen in unterschiedlichster Art bearbeitet werden können, ohne dass man sich die Schelte der Werkuntreue einhandelt. Überhaupt sei auf die Mannigfaltigkeit der Stilistik der Weisen hingewiesen. Sie reicht vom Mittelalter (etwa bei einigen Chorälen) bis ins 20. Jahrhundert (z.B. »Es zogen auf sonnigen Wegen«). Paul Schenk teilte im »Funktionellen Tonsatz« seine Lieder in jüngere und ältere auf und geriet mit dieser Schablonisierung in einigen Fällen (z.B. »Gut Gsell und du musst wandern«) prompt in Konflikt. In der vorliegenden Sammlung wurden die Lieder daher nur alphabetisch geordnet und stilistische Empfehlungen durch die fettgedruckten Buchstaben A bis C gegeben: A: Alte Weisen vor Mitte des 17. Jh., deren Bearbeitung in einem Stil der Niederländischen Schulen (Renaissancemusik), in einigen Fällen auch älteren Stilen wie Ars nova zu empfehlen ist; B: Weisen der Barockzeit (Generalbasszeitalter) oder auch Weisen, die sowohl im Stil A als auch C zu bearbeiten empfehlenswert scheint; C: jüngere Weisen, deren Bearbeitung in einem Stil des 18. oder 19. Jahrhunderts zu empfehlen ist.

Auch bei der Nutzung der sorbischen Volksweisen kann die Frage nach angemessener Stilistik aufkommen. Bei den jüngeren Melodien (C) besteht kaum ein Problem; sie wurden im 19. Jh. meistens wie deutsche Weisen bearbeitet, da die Kulturkreise in Verbindung standen. Bei den älteren Weisen (mit B gekennzeichnet) war früher bei der Ensemble­besetzung auch eine heterophone Satztechnik gebräuchlich. Dem gravierendsten Mangel der Schenkschen Sammlungen – den dort aus Platzgründen fehlenden Texten – wurde abgeholfen, indem alle Weisen mit der ersten Strophe ausgestattet sind. Die deutsche Übertragung der sorbischen Texte stammt, wo nicht anders vermerkt, vom Herausgeber. Auch die wichtigsten Quellenangaben (die bei Schenk sehr ungenau sind) wurden, soweit sie ermittelt werden konnten, beigefügt.1 Die jüngeren Melodien sind in einen Tonumfang für mittlere Stimme transponiert. Dabei wurde auf die Wiedergabe in Tonarten mit mehr als 4 Vorzeichen verzichtet (Schenks didaktische Absichten bei mehr Vorzeichen verfehlten ihren Zweck, da solche Lieder von Studierenden im allgemeinen gemieden wurden). Die älteren Melodien (A) wurden darüber hinaus in den vor 1600 üblichen Tonarten angeführt (was oft in erstaunlicher Weise dem mittleren Tonumfang entspricht!). Ebenfalls verzichtet wurde auf die Angabe von Modalität (die auch bei Schenk nicht immer lückenlos erfolgte). Solche Phänomene sollen im Unterricht bzw. beim praktischen Gebrauch entdeckt werden. Tempohinweise schienen nur vereinzelt erforderlich. Die metrische Darstellung der älteren Weisen wurde entsprechend der Vielfalt früherer Ausgaben individuell ausgewählt. Auf Darstellung ohne Takt wurde aus praktischen Gründen verzichtet. Die metrische Darstellung der sorbischen Volksweisen erfolgte zum Teil nach neuesten eigenen Erkenntnissen. Wie schon anfangs erwähnt, können die Weisen der vorliegenden Sammlung als Anschauungs- und Übungsobjekte verschiedener musikalischer Ausbildungsdisziplinen dienen: der Formenlehre, der Hörerziehung, der Harmonie­ lehre, der Kontrapunktlehre, dem Arrangieren, der Improvisation und – nicht zuletzt – der musikalischen Erbauung und Allgemeinbildung. Dank gilt meinen Kollegen der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«, die mir wertvolle Hinweise zur Sammlung gaben und mich zu dieser Arbeit ermutigten. Besonderer Dank gilt meinem lieben Kollegen Prof. Lorenz Stolzenbach, der mir Empfehlungen für die Auswahl der Choräle gab. Zum 100. Geburtstag meines Lehrers Paul Schenk Leipzig, im August 1999 Hans-Wilhelm Hösl

1 Die genauen Quellen finden sich am Schluss des Bandes


ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER LIEDER Abkürzungen in der Inhaltsübersicht: äol. Antiz./Antizip. Ausw. bzw. Chrom. chromat. dor. Einf. evtl. ion. kl. lyd.

äolisch Antizipation Ausweichung(en) beziehungsweise Chromatik chromatische(r) dorisch Einführung eventuell ionisch kleine lydisch

m. melod. metr. mixol. Modul. od. phryg. T. Taktw. Vorh. Zwief.

mit melodisch metrische(r) mixolydisch Modulation oder phrygisch(er) Takt(e) Taktwechsel Vorhalt Zwiefacher

Textduplikate: Ach saurer Winter Ach Tannenbaum, du trägst As Buerlala eis buren wier Der grimmig Tod mit seinem Pfeil Es reit‘ der Herr von Falkenstein Frisch auf zum fröhlichen Jagen Grüß Gott, du schöner Maien (alt) Hätt mir ein Espenzweigelein Herzlich tut mich verlangen I fahr Ins Mueter Stüebeli Lütt Anna Susanna Mein Gleiß und Müh O Haupt voll Blut und Wunden Sieh, Baurnknecht Uffm Berge da geit der Wind Von Meiden bin ich dick beraubt Wo das klare Wasser fließet Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz

1 2a 2b 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

A, B, C, die Katze lief in‘ Schnee Abend wird es wieder (Adam) Abend wird es wieder (Rinck) Abends, des Abends (Z wjecorka, z wjecorka) Ach bittrer Winter (orig.: Ach saurer Winter) Ach Blümlein blau, verdorre nicht Ach Brüder, wie es uns geht Ach, denke, Liebster, denke (Aj zdenkuj luby, zdenkuj) Ach du klarblauer Himmel Ach Elslein Ach, Gott, vom Himmel sieh darein Ach Gott, wie weh tut Scheiden Ach Jungfer, ich will ihr was Ach Meiden, du viel sehrnde Pein Ach Modr, ich well en Ding han Ach Sorg, du mußt zurücke stahn

Ach bittrer Winter O Tannenbaum, du trägst Als Buerlala geburen wier Durch Adams Fall ist ganz verderbt Ich sah meinen Herrn von Falkenstein Auf, auf zum fröhlichen Jagen Ich stund an einem Morgen Es steht ein Salbeisträuchelein Mein Gmüt ist mir verwirret Ich fahr mit der Post In Mutters Stübeli Gah von mi Mit Fleiß und Müh Mein Gmüt ist mir verwirret O Baurnknecht Auf dem Berge da geht der Wind Das Meiden hat mein Glück geraubt In den Garten wolln wir gehen Und als die Schneider Jahrstag hatt’n

C C C C

Ausw. D kl. Form

B C C C

Moll Moll

C A B A C A C A

Modul. D dor. äol. od. phryg., Confinalis phryg.

Moll

dor. dor.

1 1 1 1 1 2 2 2 2 3 3 3 4 4 4 5


16a 16b 17 18 19 20 21 22a 22b 23 24 25a 25b 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42a 42b 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57a 57b 58 59 60a 60b 61 62 63 64 65 66

Ach, wie ist’s möglich dann (Thüringen) Ach, wie ist’s möglich dann (Kücken) Ada, biste zu Bethlem gewest Ade zur guten Nacht Adieu, Berlin und deine Gegend Ännchen von Tharau All mein Gedanken Alle Jahre wieder (Silcher) Alle Jahre wieder (Anschütz) Alle Leut, alle Leut Alle Vögel sind schon da Alleweil ein wenig lustig (Kurzfassung) Alleweil ein wenig lustig (Original) Alleweil ka mer net lustig sein Als Buerlala geburen wier (As Buerlala eis buren wier) Als ich bei meinen Schafen wacht Als ich des Morgens heimwärts ging (Haj, hdyz ja ranko domoj dzéch) Als ich ein jung Geselle war Als ich einmal reiste Als wir jüngst in Regensburg waren Am Brunnen vor dem Tore Am Meere stehen zwei Schlösser (Nad morjom stojtej dwaj grodaj) Am Montag fängt die Wochen an Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen An dem reinsten Frühlingsmorgen An der Saale hellen Strande An hellen Tagen An Schlosser hot an Gsellen ghot Auf, auf, ihr Wandersleut Auf, auf zum fröhlichen Jagen (Kärnten) Auf, auf zum fröhlichen Jagen (frz.) Auf dem Berge da geht der Wind (Uffm Berge da geit der Wind) Auf de schwäbsche Eisebahne Auf, du junger Wandersmann Auf einem Baum ein Kuckuck Aus tiefer Not schrei ich zu dir Ave Maria zart Bald gras ich am Neckar Bald nun ist Weihnachtszeit Bin i net a lustiger Fuhrmannsbue Bist du des Goldschmieds Töchterlein Bolle reiste jüngst zu Pfingsten Brach der Stamm vom Weidenbaum (Schylila so wjerbinka) Bunt sind schon die Wälder Burschen die fuhrn im Galopp heran Christ ist erstanden (1. Strophe) Christ ist erstanden (Original) Christus, der uns selig macht Da drohm af dem Bergerl, gugu Da Jesus in den Garten ging (Köln) Da Jesus in den Garten ging (17. Jh.) Danz, danz, Quieselche Das alte ist vergangen Das Lieben bringt groß Freud Das Meiden hat mein Glück gebracht (Von Meiden bin ich dick beraubt) Das walt Gott Vater und Gott Sohn Das Wandern ist des Müllers Lust (Zöllner)

C C C C C C A C C C C B B C C B B

Modul. Tp, D Modul. Tp, D Ausw. D Wechsel bzw. Modul. D

5 5 5 6 6 6 6 6 7 7 7 7 8 8 8

Wechsel mit Tp äol. (hypodor.)

9 9

Modul. D Moll Wechsel bzw. Modul. D

Dreiklangsmelodik

C C C C C

9 9 10 10 10

C C C C A C C C C C

11 11 11 11 12 12 12 12 13 13

C C C A B C C C B C B

Modul. D mixol. Wechsel bzw. Modul. D Taktw. Wechsel D und t

Ausw. D phryg. Modul. B Modul. D Moll, Modul. d Modul. D mixol.

13 14 14 14 14 14 15 15 15 15 16

C B A A A C A B C C C A

Ausw. D melod. Dur, Taktw. (metr. Serie) dor. dor. phryg. 3x3 T. mixol. äol. Modul./Ende D Ausw. D dor.

16 16 16 16 17 17 17 18 18 18 18 18

B C

dor. Wechsel D

19 19


67 68 69 70 71 72 73 74a 74b 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126

Dat du min Leevsten büst De Buur de wull to Acker gaan Den Ackermann soll man loben Der Frühling hat sich eingestellt Der hat hingeben Der Jäger in dem grünen Wald Der Kehraus Der Kuckuck auf dem Zaune saß (Forster) Der Kuckuck auf dem Zaune saß (Westfalen) Der Kuckuck und der Esel Der Mai, der Mai, der lustige Mai Der Mai ist gekommen Der Mai tritt ein mit Freuden Der Mai will sich mit Gunsten Der Maien, der Maien Der Maien ist kommen Der Mond ist aufgegangen Der Säemann säet den Samen Der schöne Mai ist kommen Der Täubrich hat zwei Füßchen rein (Holbik dwé bélej nózce ma) Der Tag ist hin Der Wächer auf dem Türmlein saß Der Wind, der weht Der Winter ist ein strenger Gast Der Winter ist vergangen Des Abends, wenn ich früh aufsteh Die beste Zeit im Jahr ist mein Die Binschgauer wollten wallfahrten gehen Die Blümelein, sie schlafen Die Brünnlein, die da fließen Die Fisch im Wasser wohnen Die ganze Welt, Herr Jesu Christ Die Gedanken sind frei Die güldne Sonne Die Hussiten zogen vor Naumburg Die Leineweber Die liebe Maienzeit Die Lust hat mich bezwungen Die Pfingsten ist uns kommen Die Reise nach Jütland Die Rosen blühen im Tale Die Sonn, die ist verblichen Die Sonn verbirget ihren Schein Dornröschen war ein schönes Kind Dort droben auf grüner Waldheid Dort drunten im Tale Dort in den Weiden steht ein Haus Dort nied’n in jenem Holze Drei Laub auf einer Linden Droben im Oberland Drunten im Unterland Du, liegst mir im Herzen Du mein einzig Licht Durch Adams Fall ist ganz verderbt (Der grimmig Tod mit seinem Pfeil) Durchs Wiesetal gang i jetz na Ei, du feiner Reiter Ei Mutter, liebe Mutter Eia popeia, die Brödle sind gut Ein Bäumlein stand im tiefen Tal Ein feste Burg ist unser Gott Ein Jäger aus Kurpfalz

C C B C C C C B C C C C A A A C B C B C A C A A C C B C C A B A C B C C A A A C C A A C C C C C A C C C A A C A C C C A C

dor., 5/4 Wechsel D

Wechsel D dor. (hypomixol.) mixol. Moll, Ende D, Chrom. Modul. D, Tp Moll, Modul. tP dor. dor. od. äol. Ausw. od. Modul. D Modul. D dor. mixol. dor. Modul. od. Ausw. D

dor. dor. dor.

Moll, Wechsel/Modul. tP Modul. D

äol. (hypodor.) ion./modale Ausweichungen Modul. D

19 19 20 20 20 20 21 21 21 21 21 22 22 22 22 23 23 23 23 23 24 24 24 24 25 25 25 25 26 26 26 26 27 27 27 28 28 28 28 29 29 29 29 30 30 30 30 30 31 31 31 31 31 32 32 32 32 33 33 33 33


127 128 129 130 131 132 133 134 135 136a 136b 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163

Ein Männlein steht im Walde Ein Schäfer über die Brücke kam Ein Schäfermädchen weidete Ein schwarzbraunes Mädchen Ein Vogel wollte Hochzeit machen Eine Seefahrt, die ist lustig Elend hat mich umfangen Entlaubet ist der Walde Erschienen ist der herrlich Tag Es blies ein Jäger (ältere Melodie) Es blies ein Jäger (Slg. Nicolai) Es blühn drei Rosen Es Burebüebli Es dunkelt schon in der Heide Es, es, es und es Es fiel ein Reif Es flog ein kleins Waldvögelein Es flog ein Täublein weiße Es freit ein wilder Wassermann Es fuhr sich ein Pfalzgraf Es geht eine dunkle Wolk herein Es geht wohl zu der Sommerzeit Es ging ein Knab spazieren Es gingen drei Bau’rn Es gingen zwei Gespielen gut Es hätt e Bur es Töchterli Es hatt ein Bauer drei Töchter Es hatt ein Bauer ein schönes Weib Es ist das Heil uns kommen her Es ist der Morgensterne Es ist ein Ros entsprungen Es ist ein Schnee gefallen Es ist ein Schnitter Es ist für uns eine Zeit angekommen Es kam ein fremder Schleifer daher Es kommt die Zeit zum Offenbaren Es kommt ein Herr zum Schlößli Es komm ein Schiff geladen

C C C C C C A A A C C C C C C C B B C B A B C A A C C C A A A A B C C A C B

164 165a 165b 165c 166 167 168 169 170 171 172 173 174

Es kostet viel, ein Christ zu sein Es liegt ein Schloß in Österreich (16. Jh.) Es liegt ein Schloß in Österreich (Forster) Es liegt ein Schloß in Österreich (19. Jh.) Es reit‘ der Herr und auch sein Knecht Es reiten drei Reiter zu München hinaus Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus Es saß ein Käfer auf’m Bäumel Es saß ein Käterlein auf dem Dach Es saß ein klein wild Vögelein Es saß ein schneeweiß Vögelein Es soll sich halt keener E sollt ein Schäfer heimwärts ziehn

B A A C C C C C B C C C B

175 176 177 178 179

Es stand ein Lind im tiefen Tal (Langfassung) Es steht ein Baum im Odenwald Es steht ein Lind in jenem Tal, ach Gott Es steht ein Lind in jenem Tal, ist oben Es steht ein Salbeisträuchelein (Hätt mir ein Espenzweigelein) 180 Es steht ein Wirtshaus an der Lahn 181 Es sungen drei Engel 182 Es taget vor dem Walde 183a Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann (Slg. Lewalter)

C C B A A C A A C

Wechsel od. Modul. D

äol. ion./modale Ausweichungen dor. Modul. D.

Ausw. D. Moll ion./modale Ausweichungen dor., kl. Form dor. dor. Taktwechsel äol. Wechsel D Wechsel t-T ion./modale Ausweichungen

Moll dor. dor. od. äol., Modul. tP, metr. Wechel dor. (melod. Moll)

34 34 34 34 34 35 35 35 35 36 36 36 36 37 37 37 37 38 38 38 38 38 39 39 39 39 39 40 40 40 40 40 41 41 41 41 41 42

42 42 42 42 Moll 43 43 43 Wechsel/Ausw. D und S 43 dor. od. äol., kl. Form 43 Moll 44 Moll 44 Moll 44 Moll, Beginn tP, Modul. od. modale 44 Ausw. Wechsel/Ausw. D 44 45 45 dor. od. äol. 45 mixol. 45 Modul. D äol. m. Confinalis od. phryg. dor.

45 46 46 46


183b 184 185 186 187a 187b 188 189 190 191 192 193 194 195 196a 196b 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann (Slg. Böhme) Es tönen die Lieder (Kanon) Es war ein König in Thule Es war ein Markgraf überm Rhein Es waren zwei Königskinder (Slg. Büsching) Es waren zwei Königskinder (Slg. Hoffmann) Es waren einmal drei Reiter gefang‘ Es welken alle Blätter Es wohnet ein Fiedler Es wohnt ein Müller an jenem Teich Es wolle Gott uns gnädig sein Es wollte ein Jägerlein jagen Es wollt ein Mägdlein tanzen gehn Es wollt ein Reiter jagen Es wollt ein Schneider wandern (Gaelle) Es wollt ein Schneider wandern (Scherer) Es wollt einmal ein edler Herr ausreiten Es wollt gut Jäger jagen Es wollte sich einschleichen Es zogen auf sonnigen Wegen Es zogen drei Burschen Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn Fiedelhänschen, geig einmal Frau Schwalbe ist ne Schwätzerin Freut euch des Lebens Frisch auf, gut Gsell, lass rummergahn Frisch auf ins weite Feld Frisch auf, mein liebes Töchterlein

C C C C C C C C C C A C C C C C C B C C C C C C C A C B

209 210 211 212 213

Fröhlich soll mein Herze springen Fröhliche Weihnacht überall Frühlingszeit Fuchs, du hast die Gans gestohlen Gah von mi (Lütt Anna Susanna) Gar hoch auf jenem Berge Geh aus, mein Herz, und suche Freud Geh mir net über mei Äckerle Geht übern Hof ein Mägdelein (Zowco to chozi po dworu) Gesegn dich Laub Gestern abend ging ich aus Gestern Abend war Vetter Michel hier Gestern bei Mondenschein Ging ein Weiblein Nüsse schütteln Glück auf, Glück auf! Großer Gott, wir loben dich Grün, so grün sind alle meine Kleider Grüß Gott, du schöner Maien Gut Gsell, und du mußt wandern

A C C C C

214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238

Gut Nacht, gut Nacht, mein feines Lieb Guten Abend, gut Nacht Guten Abend, guten Abend euch allen Guten Abend, Jungfer Resl Guten Abend, Mütterlein (Dobry wjecor, macerka) Guten Abend, schön Abend Guter Mond, du gehst so stille Hab mein Wage vollgelade Hab oft im Kreise der Lieben Hänschen klein Hänsel und Gretel

A C C B B C C C C C C C C B C C C C C C C C C C C

Augmentation

46 46 Moll 47 Moll 47 47 Moll 47 47 48 Moll, Wechsel tP und Rückmodul. 48 Ausw. D 48 phryg. 48 49 49 evtl. Ausw. D 49 49 49 50 50 Taktw. (Zwief.) 50 Modul. D 50 51 Moll, Modul. tP 51 51 Modul. D 51 51 dor. 52 evtl. Ausw. D 52 mixol. od. ion., modale Ausw. bzw. 52 Modul. D ion., modale Ausweichungen 52 Ausw. Sp 52 53 53 53 mixol. od. ion. Modul. D 4x3 T. mixol. m. Confinalis od. dor., modale Ausw. Moll Ausw. D Ausweichungen S und D

mixol., modale Ausweichungen bzw. Mosul. Sp Mutationsvariante zu 311 zusammengesetzte Form Modul. und Ende D Ausweichung bzw. Wechsel D Taktw. Chromatik

53 54 54 54 54 55 55 55 55 56 56 56 56 57 57 57 58 58 58 58 59 59 59 59 60


239

Hanka, Braunäugelein (Hanka, ty brunne wocko) 240 Hansel, dein Gretel 241 Heim wollt ich gehn (Domoj ksyl hys) 242 Heißa, Kathreinerle 243 Herbei, o Gläubigen 244 Herfür, herfür 245 Herr, nun selbst den Wagen halt 246 Herzlich tut mich erfreuen 247 Herzliebster Jesu 248 Heut ist ein freudenreicher Tag 249 Heut soll das große Flachsernten sein 250 Heut triumphieret Gottes Sohn 251 Hinaus in die Ferne 252 Hinter Kamenz auf den Höhen (Za Kamjencom za gorami) 253 Hinunter ist der Sonne Schein 254 Hoch auf dem gelben Wagen 255a Hört ihr Herrn (17. Jh.) 255b Hört ihr Herrn (Sachsen) 256 Hört nur, was in diesen schweren Tagen (Slysce, kajke net su cezke leta) 257 Hopp, hopp, hopp 258 Hopsa, hopsa, rüber und nüber 259 Hopsa, Schwabenliesel 260 Horch, was kommt von draußen rein 261 Ich armes Käuzlein kleine 262 Ich armes Maidlein klag mich sehr 263 Ich bin der Fürst von Thoren 264 Ich bin ein freier Bauernknecht 265 Ich bin ein lustiger Jägersknecht 266 Ich bin ein Musikante 267 Ich fahr dahin 268 Ich fahr mit der Post (I fahr) 269 Ich ging an einem Frühmorgen 270 Ich ging durch einen grasgrünen Wald 271 Ich ging emål spaziere 272 Ich ging im Walde 273 Ich hab die Nacht geträumet 274 Ich hab mir mein Kindel 275 Ich hab mir mein Weizen 276 Ich hab mein Feinsliebchen 277 Ich hört ein Sichelein rauschen 278 Ich sah meinen Herrn von Falkenstein (Es reit‘ der Herr von Falkenstein) 279 Ich sah mir einen blauen Storchen 280 Ich schell mein Horn im Jammerton 281 Ich spring an diesem Ringe 282 Ich stand auf hohem Berge 283 Ich steh auf einem hohen Berg 284 Ich stund an einem Morgen 285 Ich trag ein goldnes Ringelein 286 Ich weiß ein lieblich Engelspiel 287 Ich weiß mir ein Liedlein 288 Ich weiß mir ein Maidlein 289 Ich weiß mit eine Müllerin 290 Ich weiß nicht, was soll es bedeuten 291 Ich weiß nicht, wie mir ist 292 Ich will zu Land ausreiten 293 Ich wollt, daß ich daheime wär 294 Ich wollt ein Bäumlein steigen

C C C C B A A A A C C A C C B C C C C C C C C A A C A C C A C

Moll, Wechsel tP phryg. m. Confinalis bzw. Modul. Tp (D) Modul. D

äol. phryg. Modul. od. Wechsel D dor. Ausweichung D.

Wechsel D (Couplet) Wechsel D (Couplet) metr. Augmentation mixolyd. dor. dor. o. äol. Taktw. ion. od. mixol. Dreiklangsmelodik

C C C C C C C C C C

Modul. D

B A A C C A C A C A A C C A A C

äol. ion. ion. od. lyd.

Modul. D Moll

Moll phryg. mixol. od. ion. Ausw. D mixol. (od. ion.) phryg. Wechsel D Wechsel/Modul. D dor. phryg., kl. Form Modul./Wechsel D

60 60 60 61 61 61 61 62 62 62 62 63 63 63 63 64 64 64 65 65 65 65 66 66 66 66 67 67 67 67 68 68 68 68 69 69 69 69 69 70 70 70 70 71 71 71 71 72 72 72 72 72 73 73 73 73 74


295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312

Ich wollt gern singen Ick hebb se nich up de Scholen gebracht Ich wull, wi wärn noch kleen, Jehann Ihr Hirten, erwacht Ihr Kinderlein, kommet Ihr kleinen Vögelein Ihren Schäfer zu erwarten Im Frühtau zu Berge Im Krug zum grünen Kranze Im Märzen der Bauer Im Maien, im Maien Im schönsten Wiesengrunde Im schwarzen Walfisch zu Ascalon Im Sommer, im Sommer Im Wald, im hellen Sonnenschein Im Wald und auf der Heide Immer langsam voran In Burg steht eine Linde (Srjez Borkow stoij lipa) 313 In dem dichten Fichtenholze (We tym gustym skrojokowince) 314 In den Garten wolln wir gehen (Wo das klare Wasser fließet) 315 In des Waldes finstern Gründen 316 In einem kühlen Grunde 317 In Mutters Stübeli (Ins Mueter Stüebeli) 318a In stiller Nacht (17. Jh.) 318b In stiller Nacht (Brahms) 319 In Uhyst am Taucher (Ha wyse mi Hornjeho Wujezda) 320 Inmitten der Nacht 321 Innsbruck, ich muß dich lassen 322 Jänsken von Bremen 323 Jan Hinnerk 324 Jesu, meine Freude 325 Jetzt fängt das schöne Frühjahr an 326 Jetzt fahrn wir übern See 327 Jetzt gang i ans Brünnele 328 Jetzt geht es in die Welt 329 Jetzt kommen die lustigen Tage 330 Jetzt kommt der liebe Winter 331 Jetzt kommt die fröhliche Sommerzeit 332 Jetzt kommt die Zeit, daß ich wandern muß 333 Jetzt reisen wir zum Tor hinaus, ade 334 Jodel, sing, Maxel, spring 335 Johann von Nepomuk 336 Joseph, lieber Joseph mein 337 Juchhei, Blümelein 338 Kein Feuer, keine Kohle 339 Kein schöner Land 340 Kennt ji all dat neje Leed 341 Kindlein mein 342 Kling, Glöckchen, klingelingeling 343 Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist 344 Komm, lieber Mai, und mache

C A C C B C C C C C C C C C C B B C C C C C C A C

345 346 347 348 349 350

C C C B C C

Komm, stiller Abend, nieder Kommet ihr Hirten Kommt ein Vogel geflogen Kommt ihr Gspielen Kommt, laßt uns gehn spazieren Kuckuck, kuckuck! ruft’s aus dem Wald

A B C C C C C C C C A C C C C C C C

mixol. od. ion. Moll od. dor. 6/7 D

Mutationsvariante zu 228 Modul./Ende D

74 74 74 75 75 75 75 75 76 76 76 76 77 77 77 77 78 78

C

kl. Form

78

Modul. D

dor. Ausw. Tp-(D)

C

78

C C C

Modul. D

78 79 79

A C C

Moll (äol. und melod. Moll) Chrom. mixol.

79 79 79

ion. Moll dor. (melod. Moll) Taktw. T.9=Generalauftakt Modul./Ende D od. Modul. S-T

Wechsel D ion. od. mixol. Wechsel od. Ausw. D Version mit Taktw. Modul. D mixol. Modul. D, chromat. Einf. Antizip.Auftakt

80 80 80 80 81 81 81 81 81 82 82 82 82 82 83 83 83 83 83 84 84 84 84 85 85 85 85 85 86 86 86


351 352

Kume, kum, Geselle mîn Lag der Lazarus

A B

353 354 355 356 357 358

Laß doch der Jugend Laßt uns froh und munter sein Laurentia, liebe Laurentia mein Leise rieselt der Schnee Leise zieht durch mein Gemüt Lieb Nachtigall, wach auf

C C C C C C

359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372

Lieblich ergrünen Lieblich hat sich gsellet Lieblich leuchten tausend Sterne Lippai, steh auf vom Schlaf Lobe den Herren Lütt Matten de Has Macht hoch die Tür Mädchen, warum weinest du Mädel, putz dich, wasch dich Mädle, ruck, ruck, ruck Mag ich Unglück nit widerstan Mairöslein, kehr dich dreimal um Maria durch ein Dornwald ging Maria ging aus, Gott zu suchen (Marija zeso Boga pytas) Maria wollt einst wandern Meerstern, ich dich grüße Mei Mutter mag mi net

C A C C B C B C C C A A C B

86 phryg. m. Confinalis, Taktw. 4-3-3- 86 4 (metr. Serie) Wechsel D 86 87 87 chromat. Wechsler 87 Ausweichung (D) Sp 87 evtl. Ausw. D, Augmentation 87 (Taktw.) Modul. D 88 88 88 88 89 Modul. D 89 Modul. D 89 89 Wechsel D (1. Couplet) 90 chromat. Vorhalt 90 äol. 90 mixol. 91 Moll (evtl. Modul. tP) 91 Melodiebeginn auf 6. Stufe 91

C C C

91 91 92

373 374 375 376

Mein Gmüt ist mir verwirret (Herzlich tut mich verlangen; O Haupt voll Blut und Wunden) 377 Mein Handwerk fällt mir so schwer 378 Mein Mädel hat einen Rosenmund 379 Mein Schätzlein kommt von ferne 380 Mein Schatz, der ist auf die Wanderschaft hin 381 Mir gliebt im grünen Maien 382 Mir ist ein feins brauns Maidelein 383 Mir ist ein rot Goldringelein 384 Mit dem Pfeil und Bogen 385 Mit Fleiß und Müh ich nie hab gspart 386 Mit Lust tät ich ausreiten 387 Mit Lust tritt ich an diesen Tanz 388 Möcht ich dein Begehren 389a Morgen, Kinder, wird’s was geben (Hering) 389b Morgen, Kinder, wird’s was geben (Berlin) 390 Morgen kommt der Weihnachtsmann 391 Muß i denn 392 Nach grüner Farb mein Herz verlangt 393 Nach Jenkwitz zum Biere geh ich nimmer (Do Jenkec ja na piwo njepóndu) 394 Nachtigall, ich hör dich singen 395 Nimm sie bei der schneeweißen Hand 396 Nun ade, du mein lieb Heimatland 397 Nun bitten wir den Heiligen Geist 398 Nun danket alle Gott 399 Nun freut euch, lieben Christen gmein 400 Nun komm, der Heiden Heiland 401 Nun laßt uns Gott dem Herren 402 Nun laube, Lindlein, laube 403 Nun schlaf, mein liebes Kindelein 404 Nun schürtz dich, Gretlein 405 Nun sich der Tag geendet hat

A C C C C A A A C A A A A C C C C A C C C C A A A A A A B A B

Taktw. (Zwief.; Raffung und Dehnung) phryg. Modul. D Moll, Wechsel tP äol. (Moll, Modul. tP) ion. (Modul. D) od. mixol. ion. äol. dor. o. äol. ion. dor. (melod. Moll, Modul.d.)

Wechsel/Ende D Zwief.

ion. (Modul. D) ion. (Modul. D) dor. mixol., modale Ausw. mixol., Confinalis dor. (melod. Moll)

92 92 92 93 93 93 93 93 94 94 94 94 94 95 95 95 95 96 96 96 96 97 97 97 97 97 98 98 98 98 98


406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423a 423b 423c 424a 424b 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440a 440b 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461

Nun singet und seid froh Nun will der Lenz uns grüßen Nun wollen wir singen das Abendlied O Baurnknecht, laß die Röslein stan (Sieh, Baurnknecht) O du fröhliche O du lieber Augustin O du schöner Rosengarten O Heiland, reiß die Himmel auf O ich armer elender Bauer O Schipmann O Tannenbaum, du trägst ein grünen Zweig O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter O Traurigkeit, o Herzeleid O wie schön und gut Prinz Eugen Rosestock, Holderblüh `s isch no nit lang, daß gregnet hot Sah ein Knab ein Röslein stehn (Werner) Sah ein Knab ein Röslein stehn (Schubert) Sah ein Knab ein Röslein stehn (Reichardt) Schäfer, sag, wo tust du weiden (Taunus) Schäfer, sag, wo tust du weiden (Franken) Schlaf, Kindchen, also wohl Schlaf, Kindchen, schlaf (Reichardt) Schlaf, Kindchen, süße (Hoffmann-Richter) Schlåf, Kindle, schlåf (Slg. Weckerlin) Schlaf, Kindlein, süße (Slg. Götz) Schlaf, mein Kindelein Schlummre, liebe Kleine Schneiri, schneidra, schneidrum Schwefelhölzle Schwesterlein Schwimm nur, schwimm, Blättchen klein (Spluwaj, spluwaj, lopjence) Seht den Himmel, wie heiter Seht einmal mein Sackmütz an Seid nur munter und fröhlich Sie gleicht wohl einem Rosenstock Sitzt a klans Vogerl (Slg. Marriage) Sitzt a klans Vogerl (Slg. Tschischka-Schottky) So geht es in Schnützelputzhäusel So sei gegrüßt viel tausendmal So treiben wir den Winter aus So wünsch ich ihr ein gute Nacht Spinn, spinn, meine liebe Tochter Stehn zwei Stern am hohen Himmel Sterben ist ein schwere Buß Still, still, still Stille Nacht Süßer die Glocken nie klingen Summ, summ, summ Suse, liebe Suse Taler, Taler, du mußt wandern Tannen haben sie gefällt (Jedlinki su rubali) Tanz, Mägdelein, tanz Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen Tanz mit mir Tanz rüber, tanz nüber Tanzen uns springen Trara, die Post ist da Trarira, der Sommer, der ist da

B C C A C C C A C C C C A B C C C C C C C C C C C C C B C C C C B C C C A C C C C A A C C C C C C C C C C B B C C A C C

dor. Modul. D dor. Moll (äol.) Moll Taktw. äol. od. dor. Modul. D und Tp Zwief.

Modul. D Taktw. metr. Konflikt

Modul. D

Wechel tP lyd. Modul D.

4x3 T. Wechsel D (Couplet) Modul D dor.

Moll, Dehnung Kürzung

T-t-D (phryg. Schluß)

ion. (Modul. D) Modul. D

99 99 99 99 99 100 100 100 100 100 101 101 101 101 102 102 102 102 103 103 103 103 104 104 104 104 104 105 105 105 105 106 106 106 106 106 107 107 107 107 108 108 108 108 109 109 109 109 110 110 110 110 111 111 111 111 111 112 112 112


462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 512 513 514 515 516 517 518

Trauerte Hanitza (Plakala Hanica) Überbring du meiner Liebsten (Plowjedaj ty mojej lubce) Und als die Schneider Jahrstag hatten (Zu Regensburg auf der Kurchtumspitz) Und der Hans schleicht umher Und in dem Schneegebirge Und jetz gang i ans Peters Brünnele Und mit den Händen klapp, klapp, klapp Und schau ich hin Und unser lieben Frauen Und wer im Jänner geboren ist Unser Hans hat Hosen an Unsre Burschen heimwärts ziehen (Nase golcy z wojny jedu) Verstohlen geht der Mond auf Viel Freuden mit sich bringet Vöglein im Tannenwald Vom Himmel hoch, da komm ich her Vom Himmel hoch, o Englein, kommt Von edler Art Wach auf, meins Herzens Schöne Wach auf, wach auf, du Hanswerksgesell Wach auf, wach auf mit heller Stimm Wachet auf, ruft uns die Stimme Wacht auf, ihr schönen Vögelein Wär ich ein wilder Falke Wahre Freundschaft Was braucht man auf dem Bauernhof Was frag ich viel nach Geld und Gut Was hab ich denn meinem Feinsliebchen getan? Was haben wir Gänse für Kleidung an Was kommt dort von der Höh Was macht der Fuhrmann? Was mein Gott will, das gescheh allzeit Was nur die Leute so von uns wollen (Coga te luze wot naju maju) Was soll das bedeuten Was trägt die Gans auf ihrem Schabel Was wölln wir auf den Abend tun? Was wölln wir sing‘ und heben an? Weiß mir ein Blümli blaue Weiß mir ein schönes Röselein Weißt du wieviel Sternlein stehen Wem Gott will rechte Gunst erweisen Wenn alle Brünnlein fließen Wenn der Topp aber nu en Loch hat Wenn die Bettelleute tanzen Wenn hier son Pott mit Bohnen steit Wenn ich auf Amorbach geh Wenn ich ein Vöglein wär Wenn kühl der Morgen atmet Wenn man beim Buren dient Wenns zu meim Schätzel kommst Wer hat die schönsten Schäfchen? Wer ist denn draußen auf der Heide? Wer jetzig Zeiten leben will Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer soll das Bräutchen sein? (Katy méz ninka bajt?) Wer will fleißige Handwerker sehn Wer will mit nach Italien ziehn?

C

112

C

phryg. (T-Tp-(D))

112

C

zusammengesetzte Form

113

C C C C C A C C C

Moll, Wechsler tP, Chromatik

C B C A A A C C A A B C C C C C C C C A B

Moll Modul. D chromat. Wechsler ion. ion. ion. evtl. Modul. D

C C B A A B C C C C C C C C C C C C C B B B C C

113 113 114 chromat. Vorh. 114 chromat. Vorh., Wechsel/Ende D 114 äol. (Modul./Ende Tp) 114 115 Moll, Wechsel/Ende tP 115 Taktw. durch Kürzung, Wechsel Tp 115

ion. ion. ion. Wechsel D (Couplet) Modul. D Modul. D

dor. phryg. (Moll mit Ende D) Ausw. D dor. o. äol. ion. (Modul. Tp und D) Modul. D

chormat. Wechsler metr. Wechsel Modul. D Ausw. D Wechsel D, Antizip. dor. od. äol. Ausw. D Wechsel D

115 116 116 116 116 117 117 117 117 118 118 118 118 119 119 119 119 120 120 120 120 120 121 121 121 121 122 122 122 122 123 123 123 123 124 124 124 124 125 125 125 125 126 126 126


519 520 521 522 523 524 525 526 527 528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539a 539b 540a 540b 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550

Widele, wedele Widewidewenne Wie komm ich denn zur Tür herein Wie kommt’s, daß du so traurig bist Wie lieblich schallt Wie schön blüht uns der Maien Wie schön leuchtet der Morgenstern Will ich in mein Gärtchen gehn Winde wehn Winter, ade Wir bauen all an einem Turm Wir Bergleute hauen fein Wir bringen mit Gesang und Tanz Wir hatten gebauet Wir kommen daher ohn allen Spott Wir pflügen und wir streuen Wo e kleins Hüttle steht Wo find ich denn deins Vaters Haus Wo gehst du hin, du Stolze Wo mag denn nur mein Christian sein Wo soll ich mich hinkehren (Forster) Wo soll ich mich hinkehren (19. Jh.) Wohl heute noch und morgen (Odenwald) Wohl heute noch und morgen (Schlesien) Wohlan, die Zeit ist kommen Wohlauf, die Luft geht frisch und rein Wohlauf, gut Gsell, von hinnen Wohlauf, ihr Wandersleut Wollt ihr wissen, wie der Bauer Wunderschön prächtige Zogen einst fünf wilde Schwäne Zu Kronstadt Zwischen Berg und tiefem Tal da liegt Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal saßen

C C C C C B B C C C C C C C C B C B C C A C C C C C A C C B C C A C

Moll Taktw. ion. (Modul. D)

Modul D. Modul. od. Ausw. D Modul. Tp Modul. D Wechsel D dor. Moll, Ausw. D Modul. D mixol. od. ion. evtl. Ausw. D

Moll, Wechsel tP dor.

126 127 127 127 127 128 128 128 128 129 129 129 129 130 130 130 130 131 131 131 131 132 132 132 132 133 133 133 133 133 134 134 134 134


VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN a.a.O. Abr. and. Anf. angebl. aufgez. Aufl. b. bayr. Bd., Bde. bearb. christl. dän. (-)dt. DVA engl. evang. ff. finn. fläm. fl. Blatt, flieg. Bl. fol. fränk. Frankf. Frh. (-)fries. frz. GB geistl. Gg. H. hdt., hochdt. hess. hg. Hs. hs. Jh. Joh. kath. lat. Lautentab. LB Lhd. LHs. Lkr. m.

am angegebenen Ort Abraham andere(r) Anfang angeblich aufgezeichnet Auflage bei bayrisch Band, Bände bearbeitet christlich dänisch (-)deutsch Deutsches Volksliederarchiv *) englisch evangelisch und folgende finnisch flämisch fliegendes Blatt Folio fränkisch Frankfurter Freiherr (-)friesisch französich Gesangbuch geistlich Georg Hälfte hochdeutsch hessisch herausgegeben Handschrift handschriftlich Jahrhundert Johann katholisch lateinisch Lautentabulatur Liederbuch Leonhard Liederhandschrift Landkreis mit

mdl., mündl. Mel. n. n.d. n.e. nhdt. niederld. Nr.

mündlich Melodie nach nach dem/der nach einem/einer neuhochdeutsch niederländisch Nummer

O. (-)österr. o.J. OL. op. ostpreuß. Ph. poln. portugies. Ps. rhythm. russ. S. s. Schles.,schles. schwäb. schwed. s.d. Siebengeb. sizilian. Slg. s.o. (-)sorb. St. Str. T TVar. u. u.a. u.a. unbek. ungar. urspr. v. Val. Var. vermutl. veröffentl. versch(ied). vgl. VL, VLr VW westfäl. Whn. lt. M Zgh. Zs. z.T. zugeschr. zw.

Oder (-)österreichisch ohne Jahresangabe Oberlausitz Opus ostpreußisch Philipp polnisch portugiesisch Psalm rhythmisch russisch Seite siehe Schlesien, schlesisch schwäbisch schwedisch siehe dort Siebengebirge sizilianisch Sammlung siehe oben (-)sorbisch Sankt Strophe(n) Text, Worte Textvariante und und andere unter anderem unbekannt ungarisch ursprünglich von, vor Valentin Variante vermutlich veröffentlicht verschiedene vergleiche Volkslied(er) Volksweise(n) westfälisch Wunderhorn **) laut Musik, Weise Zupfgeigenhansl Zeitschrift zum Teil zugeschrieben zwischen

*) Freiburg im Breisgau **) »Des Knaben Wunderhorn« Volksliedersammlung von Ludwig Achim v. Arnim und Clemens Brentano, 1807-09


Hans-Wilhelm Hösl´s Hans-Wilhelm Hösl (Hrsg.)

Liedersammlung

Liedersammlung für den Tonsatzunterricht für den Tonsatzunterricht A,B,C, die Katze lief in' Schnee

   

                             

C. VL/VW, Thüringen, um 1840

1

  A,

B,

C,

die

Kat - ze lief

in' Schnee.

Und

als sie

wie - der

raus

kam, da

                                              hatt sie wei - ße

Hös - chen an, o

je - mi - ne, o

Abend wird es wieder

        

je - mi - ne,

o

        

C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, 1837; M: Ferdinand Adam um 1840

2a

A - bend

  nie

-

wird

der,

es

wie -

der;

ü - ber



       

und

es

ruht

Wald

die

Welt,

und

  

und

es

je - mi - ne, o

je!

     

Feld

säu - selt



ruht

die

Welt.

Frie - den

Abend wird es wieder

                                            C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, 1837; M: Christian Heinrich Rinck, 1846

2b

A - bend wird es

wie - der;

ü - ber Wald und Feld

säu - selt Frie - den nie - der,

und es ruht die Welt.

Abends, des Abends

                          C. obersorb. VL/VW, Hoyerswerda; Smoler I 155; dt. T: Leopold Haupt, 1841

3

A - bends, des

A - bends ist's

fin - ster gar

sehr,

und man er - sie - het

die

Ste - ge nicht mehr.

Ach, bittrer Winter

                                B. T: Ambraser LB 37 (1582); M: Joh. Werlins LHs. (1646), S. 1326; Erk-Böhme 485 (moderne TVar.)

4

Ach, bitt - rer Win - ter, wie bist du kalt! Du hast ent - lau - bet den grü - nen Wald.

Du hast ver - blüht die Blüm - lein auf

der Hei - den.

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Breitkopf BV 32001

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2

Ach Blümlein blau, verdorre nicht

    

C. VL/VW, Erk-Böhme 572a, aus Damme (Dabie) b. Rewicz, Gebiet Posen (Poznan); mit Durmelodie bei Hoffmann-Richter 89

5

  

 

Ach

Blüm - lein

 

blau,

ver



- dor

         

-

re nicht! Du

  

bist ein - mal mein Schatz ge - west,

Schatz ge - west,

   

stehst

auf

   

  

grü - ner

Hei

-

den.

Du

        

Schatz ge - west, jetzt

a - ber muß ich dich mei - den.

Ach, Brüder, wie es uns geht

                                    C. VL/VW, Theres/Unterfranken, um 1840; Ditfurth, Fränk. VL II 221 (1855)

6

Ach

Brü- der, wie es uns geht,

er - bärm - lich um uns steht.

          

sind

Wie

sind wir aus - mar - schie - ret, wie

             

wir stra - pa - zie - ret. Das

hält kein Mensch mehr aus.

Ach,

wä - ren

wir zu

Haus.

Ach, denke, Liebster, denke C. niedersorb. VL/VW, Burg/Spreewald, Smoler II 58 (TVar.: Muka, nso. I 11, Milkersdorf/Spreew., Cerný II 31, Mühlrose bei Hoyerswerda; Tonbandsammlung Buklank, Trebendorf bei Weißwasser). Die Abschnitte wurden jeweils erst deutsch, dann die Wiederholungen

wendisch gesungen.

7

        Ach,

den - ke, Lieb - ster,

       

krän

-

ken, was

den -

ke, wie

mir

ich

denn

nun

den -

Ach, du klarblauer Himmel

         

C. T: Robert Reinick; M: Friedrich Silcher

8

Ach

   

Herz

du

  gleich

 

klar - blau

 

dich

-

  

er

Him -

zu mu - te

ist!

    

    

soll

         

       

ken,

Wie soll

   

da

du

        

mel,

und

es

wie schön

mit

bist

du

 heut!

 

an - dern

   

mich nicht

bist.

   

Möcht

                       

 

drü - cken

vor

Ju - bel

und

Freud.

A -

ber 's geht

doch

nicht

                                     an,

denn du

bist mir

ans

zu

weit,

und mit

all

mei - ner

Freud,

was

fang ich

doch

an?


3

Ach, Elslein

        

A. VL/VW, 15. Jh.; Glogauer LB 250 (um 1470); Ott I 37, II 15 u.a.; Böhme, Tanz 31

9

     Ach

 

Els -

lein, lie

 

 

-

bes

El

-

se - lein,

wie

     

fe

Was

  

gern

wär' ich bei

 

  

 dir.



So

 



Leseprobe

sein

zwei

tie

-

-

ser

wohl

zwi - schen

dir

und

mir.

Ach Gott, vom Himmel sieh darein

B. T: Psalm 12, M. Luther 1524; M: 1410, geistlich Erfurt 1524

10

1. 2.                           Ach Wie

Gott vom Him - mel, sieh dar - ein we - nig sind der Heil - gen dein,

und lass dich des' er - bar ver - las - sen sind wir

men! Ar - men.

Dein

                            Wort man lässt nicht

ha - ben wahr, der Glaub' ist auch ver - lo - schen gar

al - len Men - schen - kin - dern.

Sample page

Ach Gott, wie weh tut Scheiden A. VL/VW; Forster III 18

11

bei

  

     

Ach

Gott, wie weh tut

Schei - den,

             trab



ich ü - ber die

   -

so viel,

Hei - den

mein Herz

und

 

hat

mir

mein Herz

traur zu

lichs

Lei - den,

ver - wundt.

So

        

al - ler

 

     

     

trägt heim -

       

Stund.

 wie

-

Der Stun - den, der

seind al

    

wohl ich

oft fröh - lich

-

bin.


4

Ach Jungfer, ich will ihr was

                       Ach Jung - fer, ich will ihr was auf zu ra - ten ge - ben, und wenn sie es er - rät, dann                                  hei - rat ich sie: Was für ei - ne Stra - ße ist oh ne Staub, und was für ein                                Baum ist oh - ne Laub? Wenn mir's der Herr nicht für un - gut will hal - ten, so                                  will ich ihm wohl sa - gen den wah - ren Grund: Die Stra - ße auf der Do - nau ist                           C. VL/VW, vor 1806, Schwedt/Oder, Brandenburg/Havel

12

         

Leseprobe

oh

-

ne

Staub,

der

Tan - nen - baum im

Wal

-

de

ist

oh

-

ne

Laub.

Ach Meiden, du viel sehrnde Pein A. Anf. 15. Jh.; Lochamer LB 10 (um 1450)

13

       

   

       Ach

Mei - den, du

viel

sehrn

-

de

        

Pein,

 

wie

 

hast du mich um - ge

-

   

    - ben. Ver - schlos - sen in dem lan gen Schrein, da - rin führ ich mein Le                     

Sample page

- ben.

Da - rum ich

sing

mit lau - ter Stimm,

Ach Modr, ich well en Ding han

              Ach Modr, ich well en        C. VL/VW, Niederrhein

14

Ding,

   

en

  

       nä!

wat

dat

Ding!

 

Ehr

Kind

 

förn

keen

han!

»Wells

go - de

»Wat

 

 

Mo

Ding

well

han,

för en

 

   

de denn

un

-

         

    

Ding

       

sitt

es kommt mir gar

en

-

Ding,

 

ehr

 

Ding

 

-

ben.

 

   

künnt

-

 

han?«

dat

 

de - ring,

   

Her - zens -

       

Pöpp - chen

der,

min

e

Nä,

Ding

 

Ding,

nit

Mo -

der,

ro

kind?« En

Ding!

-

de,


5

Ach Sorg, du musst zurücke stahn A. VL/VW, T: LHs, Heidelberg (n. 1520); TVar.: Ambraser LB 120; M: Souterliedekens, Ps. 57 (1540)

15

               Ach

Sorg, du

   

musst

zu -

rü - cke stan,



       du

bist zu früh ge - kom - men!

hat

mir

Leids

ge - tan

das

will ich

kla

-

gen dem

Som - mer.

Ach, wie ist's möglich dann

                            

   

C. VL, Thüringer Wald, 2. H. 18. Jh.; VW, um Hildburghausen, 18. Jh.

16a

Ach, wie

ist's

mög - lich dann,

          das

glau

-

be

dass

men

mir!

ein,

dass

ich

Du

ich

dich

las - sen kann;



  

              nom -

Der

      

Leseprobe

Win - ter

 

hast

das

Her

-

hab' dich von

Her - zen lieb,

        

ze

mein

so

ganz

ge

-

             

kein

an

-

dern

lieb,

lie - be

so

sehr.

Ach, wie ist's möglich dann

                                         C. T: VL, Thüringer Wald, bearb. von Helmine v. Chézy, 1812; M: n. Fr.W. Kücken, 1827

16b

Sample page Ach, wie ist's

mög - lich dann,

dass

ich dich

las - sen kann;

hab' dich von

Her - zen lieb,

das

glau - be

                                       mir!

Du hast die

See - le mein

so ganz ge - nom - men ein,

Ada, biste zu Bethlem gewest C. VL/VW, Franken (1875)

17

   A

-

     

da,

bis - te

zu

       Her - ra,

die

gi - be

nit

Beth - lem

ge - west?

  

ger - ra.« -'s it

»Ei

wohr,

's it

dass ich kein

an - dre lieb

     

wohl,

i wor

   wohr,

mei

do!

als dich al - lein.

  Jo,

gro

   A - da,

's it

 -

 wohr!

ße


6

Ade zur guten Nacht

  

     

C. VL/VW, 18. Jh., Sachsen, Franken, Rheinpfalz; Fink 768, Zgh. S. 9

18

 A

 

-

de

zur

gu - ten

        

ich

Win

muss

schei

 -

den.

Nacht, jetzt

wird

 

Im

Som

-

     

  der

  mer

da

Schluss ge - macht, dass

     

wächst

der

Klee,

Leseprobe  

-

ter

da

schneit's

     den

    

Schnee, da

komm

ich

wie



-

im

der.

Adieu, Berlin und deine Gegend

                                    C. VL/VW, vor 1810; Richter, Gassenhauer S. 29

19

  

A - dieu, Ber - lin

und

dei - ne Ge - gend,

wo's

nichts als lau - ter

             

 

man - chem Bursch

sein

Un

-

ter - gang,

oft man - chem

Un - glück reg - net, oft

        Bursch

sein

Un

-

ter - gang.

Ännchen von Tharau

                             C. T: J.G. Herder, 1778, n. Text in ostpreuss. Dialekt b. H. Albert, 1642 (fälschlicherweise S. Dach zugeschrieben); M: Fr. Silcher, 1827

20

Änn - chen von Änn - chen von

Tha - rau ist's, Tha - rau hat

die mir ge - fällt; wie - der ihr Herz

          

sie ist mein Le - ben, mein auf mich ge - rich - tet in

Gut und mein Geld. Lie - be und Schmerz.

         

Sample page Änn - chen von

Tha - rau, mein Reich - tum, mein

Gut,

du mei - ne

See - le, mein Fleisch und mein

Blut!

All mein Gedanken

               A. VL/VW, Lochamer LB 39

21



All Du

den

-

mein Ge - dan - ken, aus - er - wähl - ter

ken;

die ich hab, die sind ein - ger Trost, bleib stet

   

hätt' ich

al - ler

bei bei

    

Wünsch Ge - walt, von

   

dir. mir.

      

Du,

du,

   

dir wollt ich nicht

wen

du

sollt an mich ge -

 -



ken.

Alle Jahre wieder

               C. T: Wilhelm Hey, 1837; M: Friedrich Silcher, 1842

22a

Al - le Jah - re wie - der kommt das

Chri - stus - kind,

          

auf die Er - de nie - der

wo wir Men - schen sind.


7

Alle Jahre wieder C. T: Wilhelm Hey, 1837; M: Ernst Anschütz (ursprünglich zu »Auf dem grünen Rasen«)

22b

           

              Al - le Jah - re

wie - der

kommt das Chri - stus - kind,

auf die Er - de

nie - der,

wo wir Men - schen sind.

Alle Leut, alle Leut

     

C. M: VW, Kärnten; T: VL, unterlegt Fritz Jöde

23

Leut,

    las - sen

Leseprobe

Al - le

  

fünf

al - le

-

gehn jetzt nach

Haus,

      



gra

Leut

 

de sein,

al - le

gehn

  

Leut,

al - le

  in

ihr

Käm - mer - lein,

  

Leut

    

gehn jetzt nach

Haus.

Alle Vögel sind schon da

  

              

C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, 1843; M: VW »Nun so reis ich weg von hier«, 18. Jh.; Var. zu 390

24

Al - le Vö - gel

sind schon da,

al - le Vö - gel,

al

-

le!

       Welch ein Sin - gen,

Mu - si - ziern,

                             Pfei - fen, Zwit - schern, Ti - ri - liern!

Früh - ling will nun

ein - mar - schiern, kommt mit Sang und Schal - le.

Alleweil ein wenig lustig

                                        B. T+M: Valentin Rathgeber, 1733 nach einer VW aus der Rhön; volkstümliche gekürzte Fassung

25a

Sample page Al - le - weil ein we - nig

    Geld

im

Sack,

    Man

re - de,

    Geld

im

Sack,

lu

-

stig,

al - le - weil ein we - nig

           

 

dur

al - le - weil ein we - nig Schnupf - ta - bak,

   

was

man

will,

  

hab

ich

doch

           

-

stig,

al - le - weil ein we - nig

 

all - zeit

so,

so.

                in

 

al - le - weil ein we - nig Schnupf - ta - bak,

der

Still

al - le - weil ein we - nig

 

all - zeit

so,

so.


8

Alleweil ein wenig lustig

                                        B. dasselbe in Originalfassung

25b

Al - le - weil ein we - nig

lu

-

stig,

al - le - weil ein we - nig

dur

                

    Geld im Sack,

al - le - weil ein we - nig Schnupf - ta - bak,

all - zeit

so,

-

stig,

al - le - weil ein we - nig

 

so!

Ein

gut - tes

Leseprobe

               Glas mit Wein

kann

 

ja

gwiss

  

Freud.

Man

re - de,

schlimm nicht sein,

 

was

man

will,

bei

  

hab

ich doch

                  Geld

im

Sack,

Dia - na

auch zur

 

Zeit

hab

ich

mein

                in

 

  

al - le - weil ein we - nig Schnupf - ta - bak,

der Still

al - le - weil ein we - nig

all - zeit

 

so,

so!

Alleweil ka mer net lustig sein

                                    C. VL/VW, Schwaben, Slg. Silcher (1827)

26

Al - le - weil

     

ka

 

mer net

lu - stig sein,

al - le - weil

hot mer kei

Freud;

    

al - le - weil

                   

Sample page liebt

mer

sei

Schät - ze - le

net,

Schät - ze - le

net,

al

-

le - weil

hot

mer

kei

Zeit.

Als Buerlala geburen wier

       1.   2.                      

  

C. Fläm. VL/VW, Slg. Hoffmann, Holländische Volkslieder (1833)

27

Als

   

Bue - la - la

      

ge - bu - ren wier, dunn wier

      

Mo - der

nehm en

woll

up

»Deck mi

tau«, seggt he, »deck mi

den

Arm

und

he noch

pack

so

lütt,

so lütt.

lütt.

      

en

in

sind

Weig

    Sin

so

warm.

          1.   2.                            tau«, seggt he, »deck mi

tau«, seggt Buer - la - la,

la.


9

Als ich bei meinen Schafen wacht

B. VL/VW, Lothringen, Köln 1623, Bäumker I 162

28

       Als

  

ich bei mei - nen

        Des

bin ich froh, bin ich

Scha - fen

froh,

wacht,

 

froh, froh,

      

            ein

froh!

En - gel mir

Bot - schaft

Do - mi -

Leseprobe

         

B. obersorb. VL/VW, Smoler I 13 (1841)

Als

ich

des

Mor -

        traf

ich

gens

 

auf

ein

-

de

 

-

ging

durch

 

lein,

ei - nen

 

das

  

 

einst

grü - nen

die

mei

C. VL, 16. Jh., Slg. Nicolai; VW, Slg. Nicolai (1777)

   

wärts

 

Mäg

             

Als

ich

ein jung Ge - sel - le

       

bracht.

 no!

                   

heim -

 

   

Als ich ein jung Geselle war

30

die

Be - ne - di - ca - mus

Als ich des Morgens heimwärts ging

29

war, nahm

ich

ein stein - alt

Hain,

da

    -

ne

war.

     

Weib.

Ich

hatt sie kaum drei

                 

Sample page Ta - ge,

Ti - Ta

-

Ta - ge,

          

Als ich einmal reiste

da

hat's mich schon ge - reut,

         

C. VL/VW, Thüringen, Slg. Ditfurth, Deutsche Volks- und Gesellschaftslieder (1872)

31

Als

 

   

ich

rum -

rei - ste

in

das Sach - sen -

     

Wei

 

-

hat's mich schon ge - reut.

         

mar - Land, da

   

 

        war

ich

der

                                    

Reich - ste,

  

ein - mal

da

das

ist

mel, dum - mel,

der

Welt

be - kannt.

rau - di - de - ra, da

war

Rum - mel, dum - mel,

ich der

Reich - ste, das

rau - di - de - ra,

ist der Welt be - kannt.


10

Als wir jüngst in Regensburg waren

                            wir jüngst in Re - gens - burg wa - ren, Da warn vie - le Hol den, wir ü - ber den Stru - del ge - fah - ren.                     

C. VL/VW, Bayern, ursprünglich 1. Hälfte des 18. Jh.

32

   Als sind

 

Leseprobe

die

mit -

fah

-

ren

woll

       

 

Dirn - del, juch - hei - ras - sa,

muss

-

ten.

   

der

Ja,

Schiffs

-

schwä - bi - sche, bay

ri - sche

     

mann

-

fah

-

ren.

Am Brunnen vor dem Tore

3 1.                           C. T: Wilhelm Müller; M: volkstümliche Fassung nach Franz Schubert

33

 

Am Brun - nen vor dem To - re, ich träumt in sei - nem Schat - ten

        



schnitt

in

sei - ne

    

Rin - de

da so

steht ein Lin - den man - chen sü - ßen

so

man - ches lie - be

         

Wort;

Traum.

   Es

zog

Ich

      in Freud und

          

           

  

3

Sample page Lei

-

de

zu

ihm

mich im - mer - fort,

Am Meere stehen zwei Schlösser

zu

C. niedersorb. VL/VW, Cottbus-Sielow, Slg. Cerný III (Texte 34/Mel. 54; 1893)

34

2.

baum;

    

  

 

  

        Am im

      

Mee - re ei - nen

ste - hen zwei leb - te ein

  

ihm

Schlös - ser, zwei Schlös - ser jun - ger Knab', im an - dern ein

mich im - mer - fort.

hoch und schö - ne

breit, Maid.

                                      Un - end - lich lieb

   

ja

      

Kna - be

schrieb

ihr

Brie

hat - ten sie sich,

   -

fe,

  er

ein - an - der fin - den

 käm

konn - ten sie nicht. Der

       

sie

holn

ü - bers

Meer.

    


11

Am Montag fängt die Wochen an C. VL/VW, Breisgau, Slg. Erk; Zgh. S. 106

35

                    



Am

Mon - tag

fängt

die

Wo - chen

    

    

an,

da

will ich mei - nen

Gott

    

    

han.

A

-

ve

Ma

-

ri

-

a!

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen

       

      

A

-

ve

Ma

-

       

ri

C. T: Hermann Kletke; M: nach der VW »Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten«, vor 1866

36

Am

 

Weih - nachts - bau - me

die

Lich - ter

bren - nen, wie

glänzt

er

                         

mild,

als spräch er: »Wol - let

in mir er - ken - nen ge - treu - er

 

Leseprobe

Her - zen

im

fest - lich,

-

a!

    lieb

und

      

Hoff - nung

stil - les

Bild.«

An dem reinsten Frühlingsmorgen

                     

C. T: J.W.v. Goethe; M: n.C.Fr. Zelter (urspr. zu »Und so finden wir uns wieder« v. Schiller)

37

  

An jung

  

dem rein - sten und schön und

Früh - lings - mor - gen oh - ne Sor - gen,

ging dass

die es

Schä - fe durch die

rin Fel

und sang, der klang:

-

Sample page

1.                       so

la

la

la

la

la

la,

so

la

la

la

  2. 

la,

la!

   

An der Saale hellem Strande

                                     C. T: Franz Kugler, 1826; M: Friedr. Ernst Fesca (urspr. zu »Heute scheid' ich«), 1822

38

An der

Saa - le

hel - lem Stran - de

            fal - len,

und der

Wind

ste - hen

Bur - gen stolz

und

kühn;

ih - re

Dä - cher sind zer -

                 

streicht durch die

Hal - len,

Wol - ken

zie - hen drü - ber

hin.


12

An hellen Tagen A. Italienisches Tanzlied, dt. T: P. Cornelius; M: Giovanni Gastoldi, 1591; in dt. Gesangbüchern mit dem Text »In dir ist Freude« von Cyriakus Schneegass, Erfurt, 1598

39

                                                         An hel - len

Ta - gen, Herz, welch ein Schla - gen! Fa

la

la

la

la

la

la

la.

Him - mel dann blau - et,

Leseprobe

Au - ge dann schau - et, Herz wohl den bei - den man - ches ver - trau - et.

Fa la

la

la

la

la

la

la

la

la.

An Schlosser hot an Gsellen ghot

1.  2.                                    C. T: n. Johann Conrad Grübel, 1800; M: VW, Bayern, Slg. Erk-Irmer I 1/48, II 6/51 (1838)

40

An Schlos - ser hot an Doch wenns zum Fres - se

Gsel - len ghot, der gan - ge is, do

hot gar lang - sam hat er grau - sam

gfeilt,

                           ei - herst in

     flei

-

der

    ßi

Schüs - sel drin, der

gwest

 

 

bam

Tisch

letzt

   

im

gan

a wie - der

 

-

          g'eilt:

drauß,

es

is

zen

ka Mensch so

        2.

1.

Haus,

Der

Haus.

Auf, auf, ihr Wandersleut C. VL/VW, Adolf König, Heimatlieder aus Nordböhmen (1919)

41

 

 

Auf,

auf,

 ihr

      

           

  

 

              

Wan - ders - leut,

zum

Wan - dern kommt die

Zeit!

Sample page euch nicht lang ver - wei - len, Got - tes Nam zu rei - sen!

Das Glück das lau - fet

im - mer fort an

ei - nen an - dern

Tut in

Ort.

Auf, auf zum fröhlichen Jagen

           

C. T: VL nach G.B. Hanke; M: VW, Kärnten, Slg. Karl Liebleitner, 1912

42

Auf, auf zum fröh - li - chen Es fängt schon an zu

Ja ta -

 

gen, auf gen, es

in ist

              

die grü - ne die schön - ste

Heid! Zeit.

Die

Vög - lein in

den

                        Wäl - dern sind schon vom Schlaf er - wacht und ha - ben auf den Fel - dern das Mor - gen - lied voll                                            

bracht.

Tri - di

he - jo, di

he - jo, di

he, di he-di - o tri - di - o,

he - jo, di

he - jo, di

he di - o, tri - di - o!


13

Auf, auf zum fröhlichen Jagen

                                        C. T: Gottfried Benjamin Hanke, 1724; M: nach einer französichen Jagdmelodie (1568)

42b

Auf, bei den fro - hen                                              Auf, auf zum fröh - lich - en Ja - gen! Frisch auf ins frei - e Feld! Es fängt schon an zu ta - gen, das Weid - werk mir ge - fällt.

Stun - den,

Leseprobe mein Herz, er - mun - tre dich!

Die Nacht ist schon ver -schwun - den, und

Phö - bus zei - get

sich.

Auf dem Berge da geht der Wind C. VL/VW, Oberschlesien, Slg. Erk I 6

43

                                      Auf dem Ber - ge da geht

der Wind,

da wiegt die Ma - ri - a ihr Kind

mit

ih - rer schloh - en - gel-

                                

wei

-

ßen Hand,

sie

hat

da - zu

kein

Wie - gen - band.

Ach

Jo

-

seph, lie

-

ber

                                      

Jo

-

seph mein,

ach,

hilf mir doch wie - gen mein

Kin

-

de - lein. »Wie

                           

soll ich dir

denn





Sample page Knäb - lein wieg'n? Ich

kann ja kaum sel - ber die

Fin

-

ger bieg'n!«

Schum,

schei,

schum,

dein

 

schei!

Auf de schwäbsche Eisebahne

                                  

C. VL, Tübinger Commersbuch, 1853; VW, Schwaben, Slg. Marriage (1902)

44

          Auf

de schwäb - sche

Ei - se - bah - ne

gibt's gar vie - le

Halt - sta - tio - ne:

Stue - gart, Ulm und

                                            Bi -

be - rach,

Mek - ke - beu - re,

Dur - les - bach.

                 trul - la - la,

Stue - gart, Ulm

und

Trul - la, Trul - la,

    

Bi - be - rach,

trul - la - la,

trul - la, trul - la,

           Mek - ke - beu - re,

Dur - les - bach.


14

Auf, du junger Wandersmann

    

C. VL/VW, Franken, Slg. Ditfurth (1855); bearb.: Walther Hensel, Finkensteiner Blätter, 1923

45

Auf,

du jun - ger

     gibt

Wan - ders - mann,

uns Freud.

jet - zo kommt die

Wolln

uns auf

Zeit her - an,

   

die

Wan - der - zeit, die

         

   

die

Fahrt be - ge - ben,

das

   

ist un - ser

schön - stes

Leseprobe

     gro - ße

     

   

       

   

Was - ser,

Berg

und

Tal



an

Le - ben,

        

-

zu - schau - en

ü -

ber

-

all.

Auf einem Baum ein Kuckuck

        1.   2.                                C. VL/VW, Wuppertal-Barmen, Bergisches Land, Slg. Erk-Irmer III 1739

46

Auf

ei - nem Baum ein

Ku - ckuck,

sim - sa - la - dim bam - ba

sa - la - du

sa - la - dim,

saß.

Aus tiefer Not schrei ich zu dir A. Psalm 130, T+M: Martin Luther, 1524

47

1. 2.                       

  Aus Dein

tie - fer gnä - dig

Not schrei ich zu Oh - ren kehr zu

dir, mir

Herr Gott, er - hör mein Ru Bitt sie öff und mei - ner

-

fen. -

ne

denn so

                           willst das se - hen

an,

was Sünd und

Un - recht ist

ge - tan,

wer kann, Herr, vor dir blei

-

du

ben?

Sample page

Ave Maria zart

       

B. T+M: Joh. Georg Braun, 1675

48

   

   A - ve

Ma - ri

-

a zart, du

ed - ler

       

Ro - sen - gart,

      

li - li - en - weiß

ganz oh - ne Scha -

                         den,

ich grü- ße

dich zur Stund mit Ga - bri - e - lis Mund: A - ve, die



du bist vol - ler Gna - den.

Bald gras' ich am Neckar C. VL, Wunderhorn; VW, Schwaben, vor 1830

49

       Bald bald

gras' hab

ich ich

am ein

   Ne - ckar, bald Schät - zel, bald

1.

  

gras'

ich

am

2.         Rhein, bin

ich

al

-

lein.


15

Bald nun ist Weihnachtszeit C. T: Carola Wilke: M: Hans Helmut

50

       Bald

nun ist

   gar

   

Weih - nachts - zeit,

  

weit,

dann

ist

Zeit,

  



nicht mehr

fröh - li - che

der

  



dann

ist

der

Weih - nachts - mann

gar

Weih - nachts - mann

  



nicht mehr

Leseprobe

weit.

Bin i net a lustiger Fuhrmannsbue?

         

C. VL/VW; Niederbayern und Mittelfranken

51

       Bin i schaun

  

Bue? zu.

    

net mir

a die

Fine

 Fahr

lu - sti - ger Leut al - le

 Sta

-

Fuhr zu,

manns - bue? al - le zu,

  

    

dl

Sta - dl

aus,

Bin i schaun

ein,

fahr

    

net mir

 Sta

-

a die

lu - sti - ger Leut al - le

  

D.C. al Fine     

dl

Sta - dl

aus,

ein,

Bist du des Goldschmieds Töchterlein B. VL/VW, T: Niederdeutsches LB 131 (um 1600), nhdt.: Franz Magnus Böhme; Erk-Böhme 487a;

     

M: Petrus Fabricius' LB 140 u. 167 (1603)

52



  

Bist

du

des Gold - schmieds Töch - ter - lein, bin

 

so

zieh

dein

   

ich

des

Bau - ren

und

sprich,





Sohn,

ja



Sohn,

 

Sample page

      Tan - ze

gahn,

und

be - stes

Klei - der

an

   

zieh

mit

mir

da



-

von,

und

du

willst

   

zieh

mit

mir

da

zum



-

von.

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten C. Berliner Gassenhauer, Slg. Koepp/Cleff, Berlin-Neukölln, 1915/17; DVA Nr. A41470

53

                                          Bol - le rei - ste jüngst zu da ver - lor er sei - nen

Pfing - sten, Jüng - sten

               Stun - de

hat

er nach ihm je - spürt.

nach janz

Pan - kow war sein Ziel, plötz - lich im Je - wühl.

den - noch hat sich

janz köst - lich a - mü - siert.

Ne

vol - le hal - be

                   A - ber

Bol - le


16

Brach der Stamm vom Weidenbaum

B. sorb. VL/VW, Schleife/OL.; Slg. Ludvík Kuba (1887) Nr. 65; T: Muka, grenzsorb. Slg. II 2 (1883)

54



 Brach

   der

Stamm

vom

Wei -

           

mein,

 

den

-

baum

 

 

und

er -

  

  

schlug

Lieb

   

den

und

er - schlug

den

Lieb

-

sten

sten



Leseprobe

ju - da - weh,

-

mein.

Bunt sind schon die Wälder

                                 C. T: Joh. Gaudenz v. Salis-Seewis, 1782; M: Joh. Friedr. Reichardt, 1799

55

Bunt sind schon die

Wäl - der,

gelb die Stop - pel - fel - der,

und der

Herbst be -

ginnt.

                                 Ro - te Blät - ter

fal - len,

grau - e

Ne - bel

wal - len,

küh - ler weht

der Wind.

Burschen die fuhrn im Galopp heran

B. obersorb. Hochzeitslied, T: bei Smoler I 258 (1841); M: Slg. Muka 26 (1883)

56

      

 

Bur - schen die fuhrn

im

 

Ga - lopp her - an,

   

    

auf dem grü - nen

Berg hiel - ten

sie gleich

an.

Christ ist erstanden

A. Osterlied; Passau, 1090/Salzburg, 1160/1433/Tegernsee, 15. Jh./Wittenberg, 1529

57a

 

 

  

ist

stan

   

        

Sample page Christ

er -

    froh

sein,

-

den

von

   

Christ will

un - ser

der

Mar - ter

al

    Trost

sein.

Ky (Hal

-

le.

Des solln wir

   -

ri - e le - lu

-

al - le

leis. ja.)

Christ ist erstanden

                       

A. Dasselbe; kompletter Hymnus

57b

  1. Christ

ist

er -

stan - den

von der Mar - ter

al

-

le.

Des solln wir

al - le

froh

sein,

                           Christ will un - ser

Trost sein. Ky - ri - e - leis.

2. Wär er nicht er - stan - den,

so

wär die Welt ver -


17

    gan

-

gen.

  

Seit dass er

e - leis.

er - stan - den ist,

      

so

lo - ben wir den Va - ter

   

Je - su Christ. Ky

-

lu

-

  

al - le

froh

sein,

ja!

Hal - le

-

lu

-

ja!

Hal - le

un - ser

Trost

-



         

Christ will

-

ri -

       

Leseprobe 3. Hal - le

     solln wir



                        

sein. Ky

-

 ri

-

lu

 e

-

-

ja!

Des

leis.

Christus, der uns selig macht

       



se - lig macht,

gan

A. T+M: 14. Jh./Böhmische Brüder, 1531 (GB Mich. Weisse)

58

     Chri - stus der

   

Mit - ter - nacht

  

uns

     

-

get,

-

be -

 

als ein Dieb ge - fan

 

kla

kein Bös' hat

gen,

-

   

gen,

ward für

      

ge - führt vor gott - lo - se Leut

      

ver - lacht, ver - höhnt

und ver - speit,

    und fälsch - lich ver -

    

wie denn die Schrift

uns zur

sa

-

 

get.

Sample page

Da drohm af dem Bergerl, gugu

                                C. VL/VW, Niederösterreich, vor 1809, Münchner Liederblatt; Zgh. S. 153

59

Da drohm af dem Ber - gerl, gu - gu,

da steht a kloans Wu - zerl wia

du,

da steht a kloans Wu - zerl wia

du.

Da Jesus in den Garten ging A. Kölner GB, 1619; Zgh. S. 107

60a

   

   Da

Je - sus

trau - ert

al

 

-

in

den

    

Gar - ten

ging,

  

les,

was

da

was,

da

da

    ihm

sein

trau - ert

bit - ter

Laub

und

     Leid

an - fing,

da

    grü - nes

Gras.


18

Da Jesus in den Garten ging

             

B. 17. Jh.

60b

Da

Je - sus in den

       al - les, was



da



           

Gar - ten

was,

         

da

ging,

da

ihm sein bit - ter

trau - ert Laub und

Leid



an -

    

fing,

da

trau - ert

         

grü - nes

Gras,

da

trau - ert Laub und

Leseprobe



grü - nes

Gras.

Danz, danz Quieselche

  

C. VL/VW, aus der Gegend von Aachen; Zgh. S. 210; Erk/Böhme 978

61

       Danz,

säd

 

danz,

das

 

Quie

leiv - ste

  -

 

sel

Quie

 

-

-

 

 

 

che,

»ich

che*)

 

sel -

dann



62

Das

  zu,



   

      al

Glück

-

te

zu

 

schenk

  

    

ich

danz

 

dich

noch

en

 

 

nich

Ei!

för

-

»Neäh«,

zwei!«

*) Quieselchen = Nönnlein

Das alte ist vergangen C. VL/VW, Westfalen

 

ist

zum

ver

-

gan

-

neu - en

 

  gen,

Jahr,

das

neu

 

Glück

zu,

   



   

     

-

e

Glück

an - ge

zu

-

zum

fan

-

gen. Glück



neu - en

Jahr!

Das Lieben bringt groß' Freud

                            Das Lie - ben bringt groß Freud, es wis sen al - le Leut. Weiß mir ein schö - nes Schä - tze lein mit                             C. VL/VW, Schwaben, Schwarwald vor 1825. Slg. Silcher (1827), auch von Lahn und Taunus

63

Sample page zwei schwarz- brau - nen

Äu - ge - lein, das

mir,

Das Meiden hat mein Glück geraubt A. T+M: Lochamer LB 12 (um 1450; Mel. vgl. Nr. 13)

64

 

 

Das Die

 

   

Mei - den hat mein mir zu se - hen

Glück ist

ge- raubt, er - laubt,

das

 

das die

muss seh

mir,

 

das

mir mein Herz er - freut.

         

mein Freud ent - gel ich lei - der sel

-

ten. ten.

Das

                            weiß Gott wohl, dass

mein

Be - gier

in

rech - ter Lieb sich

senkt

zu ihr

und macht mir sehn - lich

Lei

-

den.


19

Das walt Gott Vater und Gott Sohn B. T: Martin Behm, 1608; M: Melchior Vulpius, 1609; bekannt auch mit dem Text »Der Tag bricht an und zeiget sich« von Michael Weisse, 1531

65

  

  

Das

walt Gott Va

    

 -

ter

und

         

Gott Sohn,

Gott

Heil - ger

Geist

im Him - mels -

                  

Leseprobe

thron.

Man dank dir, eh die Sonn

auf - geht,

wenn's Licht an - bricht, man vor

dir

steht.

Das Wandern ist des Müllers Lust

  

                       

C. T: Wilhelm Müller, 1817/18; M: nach Carl Friedrich Zöllner, 1844

66

Das

  

dern.

Wan - dern ist

des

Mül - lers Lust, das

Wan - dern ist

des

Mül - lers Lust, das

Wan

-

                         Das

muss ein

schlech - ter

Mül - ler sein, dem

             nie - mals fiel das

Wan - dern ein, das

Wan

-

das

Wan - dern ein, dem

          

nie - mals fiel

dern,

das

Wan

-

-

                      Wan

-

-

dern, das

Dat du min Leevsten büst

Wan - dern, das

Wan - dern, das

C. niederdt. VL/VW, T: Slg. Karl Müllenhoff, 1845; M: Erk, Neue Slg. III 1 (1845) u.a.

67

     

dern, das

Wan

-

    

dern.

Sample page Dat

du

min

    segg

wo

du

  

Leev - sten

  heest!

büst,

  

dat

du

wull

    

Kum

bi

weest.

    

Kumm bi de Nacht, kumm bi de Nacht,

    

de Nacht, kumm bi

de Nacht,

  

segg

wo

du

heest!

De Buur, de wull to Acker gaan

  

                         

C. niederdt. VL/VW, Niedersachsen

68

De

Buur, de wull to

A - cker gaan, de

Buur, de wull to

A - cker gaan, dar

                            Fre - ten an,

di - del

jup, jup, jup,

hei

dral - la - la,

di - del

jup, jup, jup, jup,

keem - em jüst dat

jup.

 


20

Den Ackermann soll man loben

                                     B. VL/VW, Lothringen, Slg. Louis Pinck III (1933)

69

Den Ack - er - mann soll

man

lo - ben

und prei - sen auf die - ser

Er -

de.

Man

soll ihn lo - ben

de,

ja

                                 al - so recht,

er

ist für - wahr

un - ser Herr - gotts - knecht all - hier auf die - ser

Leseprobe

Der Frühling hat sich eingestellt

C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, M: Joh. Abr. Peter Schulz

70

             

 

Der

  

muss

Früh - ling

mit

uns

hat

sich

ein - ge - stellt;

   ins

frei - e

C. T+M: Valentin Rathgeber, 1733

     Der hat Wer hier

 

hin - ge auf Er

-

ben den

wohl

-

   

Der hat hingeben

71

Er -

Feld,

ins

  

das e - wig se - lig will

an,

er

will

  

grü - ne

 

Le wer

-

Feld

ben, den,

seh'n?

nun

de.

ihn

Er -

Der

geh'n.

       

der nicht der kann

die er

Mu - sik liebt rei - chen hier

  3                              und sich be - stän - dig übt in die - sem Spiel. Es gibt der höch - ste Gott den En - geln in al - ler - schön - ster Zier durch Mu - sik sein Ziel.  D.C. s.r. al Fine                           -

Sample page das

Ge - bot:

Es

sin - gen

Che - ru - bim,

Der Jäger in dem grünen Wald

  

es

     

sin - gen

C. VL/VW, Wimpfen, Stuttgart-Cannstadt, Ulm; um 1828, Slg. Erk-Irmer (1838)

72

Der

   

Jä - ger in

dem

grü - nen Wald, da

                  Und er

ging wohl in dem Wald

bald

3

Se - ra - phim

   

sucht er

Tier - leins

der

Auf

 

-

auch

nichts, ob

auch

ent

-

viel.

halt.

            

hin,

bald

her,

und er

ging wohl in dem Wald

                     hin, bald her, ob

Eng - lein

nichts, ob

auch nichts an - zu - tref -

   fen

wär.

bald

 


21

Der Kehraus

73

Mai - de sein, die

Leseprobe

     

könn - ten lang schon d'hei - me sein. Der

Kehr - aus, der

Kehr - aus! Die

B. VL/VW, Slg. G. Forster II 29 (1540)

        Der

Gutz-gauch auf dem

er

Zau - ne

saß,

       der

Gutz-gauch auf dem

          

       reg - net sehr, und

ward

nass,

es

reg - net sehr, und

er

ward

   

Mai - de gehn jetzt

Der Kuckuck auf dem Zaune saß

74a

       

                                   Der Kehr - aus, der Kehr - aus! Die Mai - de gehn jetzt heim. Und die wo bra - ve                                      C. VL/VW, Elsass, Slg. Valentin Beyer, Elsäss. Volkslieder, S. 143 (1926)

Zau - ne

heim.

saß,

es

      

nass.

Guck - guck,

Guck - guck!

Der Kuckuck auf dem Zaune saß

        

        

C. Dasselbe, Fassung aus dem 19. Jh., Westfalen, Slg. Reifferscheid Nr. 9 (1879); hdt. T: M. Pohl

74b

  Der

 

Ku - ckuck auf dem Zau - ne

saß,

es

                      Ku - ckuck auf dem Zau

-

ne

saß,

Zau - ne saß,

reg - net sehr, und er

ward

        

es

reg - net sehr, und er

 nass,

ward

der

 nass.

Der Kuckuck und der Esel C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, 1835; M: C.Fr. Zelter, 1812 (zu: »Es ist ein Schuss gefallen« von Goethe)

75

Sample page

                                                         Der

Ku - ckuck und der

wohl am be - sten

E - sel,

sän - ge

die

zur

hat -ten ei - nen Streit,

schö - nen Mai - en -

wer

zeit,

wohl am be - sten sän - ge,

zur

wer

schö - nen Mai - en - zeit.

Der Mai, der Mai, der lustige Mai

                                  C. VL/VW, Siebengebirge; T: Slg. K. Simrock, S. 206 (1851); M: Hs.-Slg. Fr. Wilh. Arnold (1860) / M. Friedländer, 100 dt. Volkslieder, 1886

76

Der

Mai,

der Mai, der

lu - sti - ge Mai,

der kommt her - an - ge -

rau

-

schet.

Ich

ging in den Busch und

                                           brach mir ei - nen Mai, der Mai und der war

grü - ne.

Fal - de - ra, fi

fa - la - ral - la - la,

der Mai und der war

grü - ne.


22

Der Mai ist gekommen

                                  

   

C. T: Emanuel Geibel, 1835/41; M: Justus Wilhelm Lyra, 1842

77

Der da

ge - kom - men, die wer Lust hat, mit

Mai ist blei - be,

Bäu - me schla - gen Sor - gen zu

aus, Haus!

Wie die

Wol - ken

dort

wan - dern

                             

Leseprobe

himm - li -

schen

Zelt,

so

steht auch mir

der

Sinn

in

die

wei - te, wei - te

am

Welt.

Der Mai tritt ein mit Freuden

A. T: VL, 16. Jh. M: Anonymus, 16. Jh.; Rhaw, Bicinia I 9 (1541); Erk-Böhme 381

78

          Der Mai tritt ein mit

 

Freu - den,

 

 

Die Blüm - lein

auf

der

A. VL/VW; Forster I 47 (1540); Erk-Böhme 382

           Der

Mai will sich mit

Hei

hin - fährt

-

Gun - sten, mit

der Win - ter

den

   

       

 

   

Der Mai will sich mit Gunsten

79

  

 

 blü

  

kalt.

-

  

hen gar

  

Gun - sten be - wei - sen, prüf

man - nig - falt.

         

ich an

al - ler Vö - ge - lein Ge -

                         

Sample page sang,

bringt uns den Som - mer man - nig - falt.

       

   

Sai - ten - spiel: Der

Mai uns will

Der Maien, der Maien

Ich

hör Frau Nacht - gall

       den

lich - ten Som - mer

sin - gen,

sie

singt recht wie ein

   

brin - gen,

ja





brin - gen.

               

A. VL/VW; Text bei Hans Sachs, 1562; M: bei Val. Vogt, Geistliche Ringeltentze, 1550

80

  Der

Mai

-

-

te,

en, der

  

 mü

Gott

Mai

-

en, der

    weiß wohl, wem ich's

bringt uns Blüm - lein

 will,

  Gott

viel.

Ich

    weiß

wohl, wem ich's

trag ein freis Ge -

 will.


23

Der Maien ist kommen

   

C. VL/VW; Slg. Kuhn-Wyss, Schweizer Kühreihen, 1812

81

   

  

Der Es

Mai - en ist grü - net jetzt

    

  

1.

kom - men, und al - les in

das

ist

ja

        2.

wahr!

Laub

und

in

Gras.

  

Leseprobe

Laub und in tanz, nun

Gras tanz,

sein der Blüt - lein so Ma - rie - lein,

drum du

viel, tanz

tan - zet's Ma - rie - lein im hast ja ge - won - nen ein

   In Nun

        

     

Sai - ten - spiel. Ro - sen - kranz!

Der Mond ist aufgegangen

2. 1.                                B. T: Matthias Claudius, 1771; M: Joh. Abr. Peter Schulz, 1788

82

auf - ge - gan - gen, die gold - nen Stern - lein pran - gen am Him - mel hell und klar;

Der Mond ist

Der Wald steht schwarz und schwei - get, und aus den Wie - sen stei - get der wei - ße Ne - bel

Der Säemann säet den Samen

  

C. T: Matthias Claudius, 1771; M: Joh. Abr. Peter Schulz, 1788

83



Der

  ü

-

-

      e - mann

   

ber ein

sä - et



klei

-

den

Sa

nes

  

 -

men.

   

Die

Erd

emp - fängt

ihn

     

 

wäch - set

wun - der - bar.

die

Blu - me

her

-

und

auf.

Der schöne Mai ist kommen

                                        Der schö - ne Mai ist kom - men, er zie - ret Berg und Tal, Die Nach - ti - gall früh hat al - len Frost be nom - men, streut Blu - men ü - ber - all.                                         B. T+M: anonymus in Joh. Jacob Prinners Slg. II für Kurfürstin Maria Antonia v. Bayern, 1685/92

84

Sample page singt

uns

lockt und in das

Feld.

Wen

die - se Zeit nicht zwingt

zur Freund, taugt nicht ind'

Welt.

Der Täubrich hat zwei Füßchen rein C. obersorb. VL/VW, Lohsa b. Hoyerswerda, Smoler I 18 (1841)

85

 

Der

 Füß

    Täub - rich

 - chen

hat

 rein,

zwei

Füß

 der

- chen

hat

zwei

   

rein,

  

Bur - sche

der

 Lieb

Täub - rich

hat

    3

-

chen

fein.

zwei


24

Der Tag ist hin A. T: Joachim Neander, 1680, n. lat. »Vespra jam venit« v. Ph. Melanchthon, 1551;

  

M: Guillaume Franc, 1542

86

   

 

   

   

   

                          Der

Tag

ist

hin; mein

Je - su,

bei

mir

blei

-

auf in mir; Glanz der Ge - rech - tig - keit,

Sün - den Nacht ver -

Wäch - ter

auf

dem

Türm - lein

saß,

sein

Hörn - lein

tut

          

- sen.

Steht

auf,

steht

auf,

ihr

jun

-

gen

er

Leut,

steht

auf,

Tag

zeigt

sich

mit

Strah

-

len,

mit

Strah

Zeit.

bla

-

   

  

                      jun - gen Leut! Der

ist

           

   

Der

Herr, denn es

C. VL/VW, Hessen; T: im Wunderhorn (1808); M: Slg. Erk (1840)

   

See - len - licht, der

er - leu-chte mich, ach

Der Wächter auf dem Türmlein saß

87

O

Leseprobe

trei - be; geh

   

be.

steht auf,

ihr

-

len!

Der Wind, der weht

A. T+M: bei Wolfgang Schmeltzl, Künstliche Quodlibet, 1544

88

     Der

 

Wind,

 

 

der weht,

der

 

Hahn,

der kräht,

 

 

  der

Fuchs

 

läuft in

dem

Krau

 

der

Koch,

der bringt

die

-

te.

Ach

Sample page  

Mägd -

lein,

tut

das

Tür

-

lein

zu,



Lau

-

te.

Der Winter ist ein strenger Gast

A. VL/VW, 16. Jh., bei Michael Praetorius, Musae Sioniae VIII 239

89

   

Der

Win

   Ha

Per

ter

ge.

 -

-

 -

 

len

fein,

ist

ein

    stren

-

ger

Mein

Lieb

gab

mir

das

sollt

ich

Gast,

das

 lu

-

merk

ich

an

dem

ein

Krän

 -

stig

tra

ze

 -

 -

lein

  gen.

von


25

Der Winter ist vergangen

C. VL/VW, flämisch in der Weimarer LHs., 1537/dt. im Lautenbuch des Joh. F. Thysius I 16, um 1600

90

 

Der ich Da

Win - ter seh die singt Frau

 

ist ver - gan Blüm - lein pran Nach - ti - gal

-

          So

gen, gen, le

ich des und

 

seh ist manch

in

je -

nem

Ta

-

des Mai - en Schein, mein Herz er - freut. Wald - vö - ge - lein.

 

     

le,

ist

da

 

Leseprobe fern

Fine

gar

lu -

 

stig

sein.

D.C. s.r. al Fine

Des Abends, wenn ich früh aufsteh

     Des   

C. VL/VW, Hennethal b. Schwalbach/Hessen (1880)

91

Bett

 

 A

 

ich

-

bends,

wenn

geh,

 

Ku

 

ich

-

früh

 

ckuck,

Ku

 

auf - steh,

des

-

 

ckuck,

Ku

 

Mor

-

gens,



-

 

wenn

zu

 

ckuck!

Die beste Zeit im Jahr ist mein B. T: Martin Luther, 1538; M: vor 1572 (»Wenn wir in höchsten Nöten sein«), 1917 unterlegt

92

         Die

be - ste

           

                

Zeit

im

Jahr

Him - mel und Er - den

ist

der

      

   

ist

mein,

voll,

da

viel

gut

sin -

gen

al - le

Ge - sang

da

Vö - ge - lein.

lau

-

tet

wohl.

Sample page

Die Binschgauer wollten wallfahrten gehn

C. VL/VW, Tirol, Bayern, um 1820; Erk, Liederhort (1856), Erk-Böhme 1762, Ditfurth, Histor. 56 (ält. Version: Büsching-Hagen 55)

93

                                 Die Binsch -

gau - er woll - ten

wall - fahr - ten gehn,

die

Binsch - gau - er woll - ten

                                        wall - fahr - ten gehn,

sie

ta - ten ger - ne sin - gen und

konn - ten's nit gar schön.

Zscha Die

                                         hi, zscha - he, zscha - hi - a - ti - a - ho! Jetz schau fei, dass ein je - der, je - der, Binsch - ger sind schon wie - der, wie - der, do!                                          je - der, je - der, je - der, je - der

sei

Rän

-

ze - le

ho,

sei

Rän

-

ze - le

ho!


26

Die Blümelein, sie schlafen C. T: Slg. Kretzschmer-Zuccalmaglio I (1840), wohl W. v. Zuccalmaglio;

M: ursprgl. frz. VW, um 1600/dt.: »Zu Bethlehem geboren«, 1637/1840 von W.v. Zuccalmaglio unterlegt

94

 

   



Die sie

Blü - me - lein, ni - cken mit

rüt - telt

Schla

sie den

 

schla Köpf

- fen schon - chen auf

längst ih -

im ren



Es     

Leseprobe sich

der

  

-



      

schla

-

Blü - ten - baum, er

fe,

säu - selt

fe,

wie

schlaf

im

Traum:

  

du,

  

Mon - den - schein, Sten - ge - lein.

         

        

     

mein

Schla

Kin - de

-

-

fe,

lein.

Die Brünnlein, die da fließen

A. T: VL vor 1510; M: Balth. Artropius (?), um 1510 / b. H. Isaac / 1524 in Lhd. Klebers Tabulaturbuch/Ott I 44 (1534) /

               Gassenhawerlin 8 / P: Schöffer II 13 (1537); Erk-Böhme 429a

95

            

ja, win - ken mit den Au - gen und                            Die Brünn - lein, die da Und wer ein ste - ten

tre - ten auf den

flie - ßen die soll man trin - ken. Buhln hat, der soll ihm win - ken,

Fuß.

Es

ist ein har - ter

Or - den, der

sei - nen Buh - len

mei - den

muss.

Die Fisch im Wasser wohnen

  

B. T+M in Ph. Hainhofers Lautenbuch II 9 (1603); LB Lantzenbacher 20 (1607); Erk-Böhme 486

96

        Die So

Was - ser sie zu

Fisch im hal - ten

woh sam -

nen, men,

   

das die

Wild wohl Men - schen

in jung

dem und

Wald. alt,

  

Sample page

    

-

               mit sie sich tun meh ren gar  viel und man - nig - falt,                - mit

sie

sich

tun

meh

-

ren

gar

viel

und

man - nig



-

da -

  da

-

falt.

Die ganze Welt, Herr Jesu Christ

A. T: Friedrich v. Spee, 1623; M: Köln 1623

97

    Die

  dei

-

gan

-

 

ze Welt,

    

ner

Ur

-

 

Herr *)

ständ

Je

fröh

-

  -

su Christ,

 

lich

ist,

 

 

Hal - le

Hal - le

-

-

lu - ja,

 

lu - ja,

    Hal - le

-

Hal - le

lu - ja,

-

zu

 

lu - ja. *) Auferstehung


27

Die Gedanken sind frei C. VL/VW, T: auf fliegenden Blättern ab 1780, M: zuerst in »Lieder der Brienzen Mädchen«, Bern um 1810

98

           Die Ge - dan - ken

 

sind

frei!

  

  

Wer

 

kann

sie

er

 

-

ra - ten?

   

 Sie

flie - hen

     



wie

nächt - li - che

 

 

schie - ßen

mit

Schat - ten. Kein

 

Pul - ver

Mensch kann

    

und

sie

Blei.

Die

wis - sen,

kein

  

Ge -

dan

-

ken

-

 

Leseprobe

- bei

vor

 

Jä - ger

er -

sind

frei!

Die güldne Sonne

       

B. T: Paul Gerhardt, 1666; M: Joh. Georg Ebeling, 1666

99

      Die

güld - ne

    mit

   

ih - rem

   

Son

-

ne

Glän

-

   voll Freud und

zen

  

ein

  

herz - er

Won

ne

bringt

  

 -

-

   

 

lieb

un - sern

Gren

  



qui - cken - des,

-

li - ches

  

-

Licht.

  

Sample page Mein Haupt und

  

   mun

Glie - der

-

ter

und

die

la

  

fröh - lich,

-

gen dar - nie - der;

  

schau - e

den



a - ber

 

Him - mel mit

nun



zen

steh

ich,

bin

  

mei - nem Ge - sicht.

Die Hussiten zogen vor Naumburg

                           

C. T: Carl Seyfert, 1823; M: nach ungar. VW (»'s ist mir auf der Welt nichts lieber«); Erk, Liederschatz 177; Erk-Irmer II 4/5 Nr. 28

100

               Die Hus - si - ten

zogn vor Naum - burg

             Vo - gel - wies

sah

man nichts als

ü - ber Je - na

 

Schwert

her und Cam - burg;

auf

          

und

Spieß,

an

der gan - zen

   

die hun - dert - tau - send.


28

Die Leineweber

                                   C. VL/VW, Schlesien, Slg. Kugler-Reinick (1833)

101

Die Lei - ne - we - ber Mitt - fas - ten hal - ten

ha - ben ei - ne sie Zu -

sau - be - re Zunft, sam - men - kunft,

ha - rum di

scha - rum di schrum, schrum,

                                  schrum! A - sche - grau - e, dun - kel - blau - e, schrum, schrum, schrum! Fein o - der grob, ge mir ein Vier - tel, dir ein Vier - tel,                                    

Leseprobe

ges - se wern se

doch

mit der

Jul - le, mit der

Spul - le, mit der Schrum,

Schrum, Schrum!

Die liebe Maienzeit

A. T+M: Melchior Franck (1621 in »Newes Convivium« 8, 1611 in Fasciculus quodlibeticus« 5), Erk-Böhme 392

102

          Die mein

lie - be Mai - en - zeit gan - zes Herz er - freut,

  Au

-

en

wenn

ich

     

  und

hör

      

       

die Vö - gel

nur

tu

an - schau - en

-

gen,

Blüm - lein auf der

   

 

sin

die

wie

es

so

schön

tut

klin

-

gen.

Die Lust hat mich bezwungen A. T: Simon Dach, 1638/42; M: Heinrich Albert, 1638/42 (in »Arien oder Melodeyen«)

103

        

  

     

 

Sample page Die

Lust

 

durch

hat

mich

be

-

zwun - gen,

der

- gel

Zun

-

zu

gen

fah -

die

gan

-

ren

in



ze

Luft

den

Wald,

  

wo

er - schallt.

Die Pfingsten ist uns kommen A. Altes rheinisches Ansingelied

104



   

Die

Pfin - gsten ist

     Jun

-

ge,

uns

 Hei,



kom - men,

 

         

 

hei,

Ro - sen - blü - me - lein! Da

  

Ro - sen - blü - me - lein!

    Freu dich,

lie - bes

freun sich Alt und

   

Mäg - de - lein!


29

Die Reise nach Jütland

   

                           

C. VL/VW, 1849; Zgh. S. 179

105

Die

Rei - se nach

Jüt - land, ei, die

fällt uns so

schwer.

Du mein ein - zig schö - nes Mäd - chen, wir

                       sehn

uns

nicht

mehr,

du mein

ein - zig schö - nes

  

Mäd - chen, wir

sehn

uns nicht

mehr!

Leseprobe

Die Rosen blühen im Tale

                              Die Ro - sen blü - hen im Ta - le, Sol - da - ten zie - hen ins Feld. A - de, nun a - de, du Fei - ne,                                    C. VL/VW; Zgh. S. 189

106

  

ja,

ja,

du

Fei - ne, von

Her - zen ge - fal - lest du

mir, ja mir, von

Her - zen ge - fal - lest du

mir.

Die Sonn, die ist verblichen

                         

A. T+M: 1. Hälfte 16. Jh.; Forster III 42 (1549)

107



Die Sonn die ist ver - bli - chen, die Stern sein auf Die Nacht die kommt ge - schli - chen, Frau Nach - ti - gall

  

-

ge - gang. mit Gsang.

»Der Mond ist auf - ge -

             gan - gen«, redt sich ein Wäch ter zart, »und wel - cher hat Ver - lan - gen                           

  und

Sample page ist

mit Lieb

um - fan

-

-

gen, der macht sich

bald auf

die

 

Fahrt.«

Die Sonn verbirget ihren Schein A. T+M: Michael Praetorius, Musae Sioniae, 1610

108

    

Die Dir,

     

Sonn ver - bir - get ih - ren lie - ber Gott, wir dank - bar

Schein, sein,

          ohn

Un - ter - lass dein gro - ße

     vä - ter - lich mil - dig - lich

be er

 -

hü näh

-

Gnad

tet ret

   

    

der Tag hat dass du uns

      und uns'r

  

alls,



 

  

 

fürs auch

Teu - fels Macht Ehr und Gut,

sich hast

die - sen Tag Seel und Leib,

ge er

       was

das

Le - ben

-

nei - get. zei - get.

hat.

hast gar


30

Dornröschen war ein schönes Kind C. VL/VW, Kinderspiellied, Hessen, Rheinland, Hannover; Böhme, Kinderlied (1897)

109

 1.                     Dorn - rös - chen war ein

schö - nes Kind,

schö - nes Kind,

    2.     

schö - nes Kind,

 

schö - nes

Kind.

Dort droben auf grüner Waldheid

               

           

C. VL/VW; Var.: Erk-Böhme 1746, Hessen-Darmstadt; Erk-Irmer VI 40

110

Dort

Leseprobe

dro - ben auf

grü - ner Wald - heid,

da

steht ein schö - ner Birn - baum, schö - ner

Birn - baum trägt

D.S.                                        *)

Laub. Was

ist

an dem - sel - bi - gen Baum? Ein

wun - der-schö-ner Ast.

Ast am Baum,

Baum in der Erd!

*) Der Takt vermehrt sich durch Aufzählung mit jeder Strophe.

Dort drunten im Tale

   

                                 

C. VL/VW, Schwaben vor 1832; Slg. Erk 1856; bei J. Brahms 1853

111

Dort drun - ten im

Ta - le läuft's Was - ser so

trüb, und i kann's dir

net

sa - ge,

i

hab

di so lieb.

Dort in den Weiden steht ein Haus

                                         Dort in den Wei - den steht ein Haus, steht ein Haus, steht ein Haus, da schaut die Magd zum                                  Fen - ster naus, zum Fen - ster naus. Sie schaut strom - auf, sie schaut strom - ab: Ist                                   C. T+M: Anton Wilhelm v. Zuccalmaglio; Slg. Kretzschmer-Zuccalmaglio II (1840)

112

Sample page noch nicht da mein

Her - zens - knab, der schön - ste Bursch am

gan - zen Rhein, den nenn

ich

mein.

Dort nied'n in jenem Holze C. T: Str. 4ff. zum VL »Schein uns, du liebe Sonne« im Ambraser LB 66; M: VW »Ich ging wohl Nächten spate«, Haynau/Schlesien, [Chojnów], Slg. Erk-Irmer und Erk-Böhme, 1841; unterlegt erstmals im Zgh., 1911 (a.a.O. S. 31)

113

                         Dort niedn in je - nem Hol - ze leit sich ein Müh - len stolz. Sie mahlt uns al - le                            

Mor - gen, sie mahlt

uns

al

-

le

Mor

-

gen

das

Sil - ber und ro

-

te

Gold.


31

Drei Laub auf einer Linden

A. T: vor 1533; M: vermutl. 14. Jh.; Forster II 76, III 74; Erk-Böhme 404

114

          

Drei Laub auf ei - ner

  

Sprün - ge,

Lin - den

 

 

ihr

Herz

        

      blü - hen al - so wohl, ja wohl. Sie            

ist freu - den - voll,

ich gönn's



Schie - ßen, das ist mei - ne

Drunten im Unterland

grö - ßte, grö - ßte Freud,

     

ge - rei,

116

   Drun - ten

      Trau - ben

im

im

  

Un - ter - land,

ei, das ist so wun - der - fein.

    

   

Un - ter - land,

     

     da

ist's

halt

   drun - ten

fein.

  

im

da ist das

     

C. T: Gottfried Weigle, 1835; M: VW, Schwaben, Elsass vor 1835, bearb. v. Friedrich Silcher, 1836

   

wohl.

Leseprobe

                                Dro - ben im O - ber - land, ei, da ist's so wun - der - fein. Da ist die Jä                                         C. VL/VW, T ohne M im Zgh. S. 138

Schie - ßen frei.

viel tau - send

dem Maid - lein

Droben im Oberland

115

tät

Un - ter - land

Schle - hen

im

O - ber - land,

     möcht ich

wohl

 

sein.

Du, du liegst mir im Herzen

                               

C. VL/VW, Norddeutschland, um 1820

117

   

Sample page Du,

du

liegst mir im

Her zen, du,

 

du

liegst mir im Sinn

Ja,

ja,

                   weißt nicht, wie

gut ich dir

Du mein einzig Licht

bin.

ja,

ja,

A. T: Simon Dach, um 1640, n.d. Französischen; M: Heinrich Albert, um 1640

118

     Du mein

 

ähn - lich

    

ein - zig

sein,

Licht, die Lil' und



   

nur dass dein

stol

Ros

 - zer

hat

nicht,

Du,

du

             

weißt nicht, wie

machst mir viel Schmer - zen,

   was an

Farb

     Mut der Schön - heit

gut ich dir

 und

Un - recht

bin.

Schein

 

dir möcht

 2.   

1.

tut,

tut.


32

Durch Adams Fall ist ganz verderbt A. T: Lazarus Spengler, 1524; M: Lied von der Schlacht bei Pavia, 1524; bekannt mit dem Text »Der grimmig Tod mit seinem Pfeil«

(VL, 1604 aufgez., GB Paderborn, 1617)

119

 

 

Durch das -

 

ohn

 

A - dams selb Gift

Fall ist

 

ist auf

ganz uns

mensch dass

  

Got - tes

dar

-

Trost,

der

  

ein

E

die Schlang

uns

-

We gne

 

-

va

be - zwang,

  

 

 -

sen; sen

la

-

hat

Zorn auf sich

zu

    

den.



    Durchs Wie - se - tal gang i jetz na, brech lau - ter Ba - ten - ke dor                         draus ma - che na. Ba ten - ke muss i bre - che, schöns Sträuß - le aus                       lau



-

ter

Ba

-

  

ten - ken

und

Klee,

i

han



    von dem gro - ßen Scha       

Gotts

C. VL/VW, Schwarzwald (1854); Slg. Silcher XII (1860)

  

er - löst

Durchs Wiesetal gang i jetz na

120

lich Na - tur und wir nicht konn - ten

ver - derbt ge - erbt,

Leseprobe

- den,

   

   

ja

koi

Schät - ze - le

-

meh.

Ei, du feiner Reiter A. T: Kopenhagener Hs., 17. Jh., Slg. Uhland 158; M: urspr. polnisch? / 1619 in der Lautentabulatur des Wojciech Dlugoraj, 1624 bei Scheidt, Slg. Erk-Böhme III

121

                             Ei, du fei - ner Rei - ter, ed - ler Her - re mein, Dort an je - nem Was - ser im frei - en Feld, da sag mir doch, wo hast du die Wohn - un - ge dein?  hab ich mei - ne Wohn - un - ge auf - ge - stellt, im                            

Sample page grü

-

nen Wald, sehr

wohl

-

ge - stalt,

da

singn

die Vö - gel

       1.       2.          Laub und Gras ist

mein Ge - spaß, du

wa - ckers Mäg - de - lein;

im

man

-

nig - falt,

 

wa - ckers

Mäg - de -

 

lein.

Ei Mutter, liebe Mutter

                                  Ei Mut - ter, lie-be Mut - ter, geb du mir doch en Rat, es lauft mer al - le Mor - gen,vi - di -gung - gung - gän - se - le,                                     

C. VL/VW, Schweiz; Zgh. S. 156

122

vi - vi - lo - ri - ma - i - a - i

-

o,

es

lauft

mer al - le

Mor - gen

en

ro - ter

Bu - e

nach.


33

Eia, popeia, die Brödle sind gut

Fine                              C. VL/VW, Kinderlied, Schwaben. Elsass, Schweiz

123

Ei - a

po - pei - a,

die

Bröd - le sind

            Zu - cker und

But - ter und

Man

gut,

- del - kern

wenn man brav

But - ter und

    es - sen die

Zu - cker nein

tut.

D.C. al Fine

    

klei - nen

Bu - ben

Leseprobe

so

gern.

Ein Bäumlein stand im tiefen Tal C. VL/VW, Schlesien, Lausitz, vor 1840

124

         - lein stand  Ein Bäum      im Bäum - lein stand        ei

-

ne

Weil

und

  im  

tie  al

-

-

                   tie - fen Tal, al - le - wei - le bei der Nacht; ein                   fen Tal, war o - ben breit und un - ten schmal,                 le - weil

und

al - le - weil - le

bei

der

Nacht.

Ein feste Burg ist unser Gott A. T+M: Martin Luther, 1528

125

    

1. 2.                         

Ein fe - ste Er hilft uns

Burg ist un frei aus al

-

ser ler

            

Gott, Not,

ein gu - te die uns jetzt

Wehr und Waf hat be - trof

-

 

  

fen.

-

-

fen.

  

Sample page alt

  List

sein

-

se

Feind,

mit

Ernst

er's

         

grau - sam Rü - stung

ist,

auf Erd

jetzt

ist

meint;

groß

 

Macht

  

nicht steins glei

-

und

viel

chen.

Ein Jäger aus Kurpfalz

                                     Ein den grü - nen Wald und schießt das Wild da  Jä - ger aus Kur - pfalz, der rei - tet durch                           her, gleich wie es ihm ge - fällt. Hal - li, ha - lo, gar lu - stig ist die                                C. VL/VW, vor 1763, T+M vielleicht vom Karmeliterpater Martinianus Klein; Slg. Erk

126

Der

Jä - ge - rei

all

-

hier

auf

grü - ner

Heid,

all

-

hier

auf

grü - ner

Heid.


34

Ein Männlein steht im Walde C. T: H. Hoffmann v. Fallersleben, 1860; M: VW »Es regnet auf der Brücke«, Niederrhein, Brandenburg

127

 

Ein es

Männ - lein hat von

steht im lau - ter

           das

 

  

-

Wal Pur

de pur

ganz ein

still Mänt

und lein

 

stumm, um.

          -

  

Leseprobe

Sagt, wer mag das da steht im

Männ - lein sein, Wald al - lein

mit dem pur - pur - ro

-

ten

Män - te

-

lein?

Ein Schäfer über die Brücke kam

                        Schä - fer ü ein  -  ber die Brü - cke kam, da be - geg - net ihm           

C. VL/VW, Hessen; Zgh. S. 90

128

 

Ein

  E

-

del

-

mann,

da

be

-

geg

-

net

ihm

ein

E

-

del

-

mann.

Ein Schäfermädchen weidete

                                          Ein Schä - fer mäd - chen wei - de - te, zwei Läm - mer an der Hand, Da hör - te sie wohl in dem Hain den auf ei - ner Flur von fet - tem Klee, wo Gän - se - blüm - chen stand.                                  C. T: unbek., vor 1820 (Slg. Fink nennt J.W.L. Gleim); M: unbek., vor 1820; Erk, Liederschatz 34; Fink 17

129

Vo - gel Ku - ckuck lu - stig schrein: Ku - ckuck!

Ku - ckuck!

Ku - ckuck! Ku - ckuck! Ku - ckuck!

Sample page

Ein schwarzbraunes Mächen

                           Ein schwarz - brau - nes Mäd - chen hatt ein Feld - jä - ger  lieb, ei - nen hüb - schen, wohl ei - nen                            C. VL/VW, Schwaben; Slg. E. Meier (1855)

130

fei

-

nen,

ei - nen

hüb - schen, wohl ei - nen

fei

-

nen,

Ein Vogel wollte Hochzeit machen

                     Ein Vo - gel woll - te Hoch - zeit ma - chen in                    

ei - nen

Feld - of - fi

-

zier.

            

C. VL/VW, 16. Jh., 1603 in Ph. Hainhofers Lautentab.; ganz ähnlich Slg. Hoffmann-Richter (1842)

131

ral

- la

-

la,

fi - di

-

ral

- la

-

la,

fi - di

-

      dem

ral

grü - nen

- la

-

la

Wal

-

la

-

-

de.

la!

Fi - di -


35

Eine Seefahrt, die ist lustig

   C. VL/VW

132

   

     

     

Ei - ne

            lu - stig, ei - ne See - fahrt, die ist schön, ja, da                    

           

See - fahrt,

die

 

ist

sich fürn Sech - ser die kann man mal hi - a - hi - a - hi - a - hi - a

   

   

gan - ze be - sehn. Welt hol - la - hi - a - ho,

Hol hol

              

Leseprobe

hi, hi,

hol - la - ho, hol - la - ho,

hol - la hol - la

Elend hat mich umfangen

-

A. T: um 1560; M: in GB Babst II 69 (1551); Erk-Böhme 463

133

 

   

 

 

hat mich mich tut

um - fan ver - lan

  

hol - la - hi - a - hi - a

-



hol - la -

la la -

ho!

         

 

  da - mit hat                          E - lend nach der

ih - re sü - ßen Wort sie mein Herz ver - führt.

-

gen, gen,

Manch Gsel - le

so gar ohn mit Schmer - zen

gut

ein Frau

be

-

all ich

hut

mein Schuld, das duld:

und bringt sich

Das

ma - chen

selbst

in

Not.

Entlaubet ist der Walde

A. VL/VW, Egenolf 1 (1535); Forster I 61, III 5; Ott II 54/55; T: mit and. Musik schon im Locham. LB

134

 

Ent Be

-

   

 

lau - bet ist rau - bet bin

der ich

Wal - de bal - de

gen meins

 

die - sen Win Liebs, das macht

   



        -

-

ter mich

kalt. alt.

Sample page

      

Dass ich die Schön muss

     mir manch fäl - tig

mei

-

den,

den,

macht

mir

Lei -

 

   

die

mir

 

ein

schwe

ge - fal - len

tut,

bringt

     -

-

ren

Mut.

Erschienen ist der herrlich Tag A. T+M: Nikolaus Herman, 1560

135

      Er - schie - nen ist

     

der

herr

-

 

lich Tag,

dran

sich

  nie - mand

    gnug

freu

-

en mag:

 Christ

                     un - ser Herr,

heut

tri

-

um - phiert,

all

sein

Feind er

ge - fan - gen führt.

Hal - le

-

lu - ja.


36

Es blies ein Jäger



                       

C. T: VL, vor 1700 (in Var. schon um 1530), Slg. Nicolai (1777); M: VW, Schlesien, Slg. Hoffm.-Richter (1842)

136a

Es

blies

ein

-

ger wohl

            

in

wohl

    

  

ral

- la

er

blies,

war

           

-

das

la!

Und

al - les, was

C. T: VL, s.o.; M: VW, Slg. Nicolai I 8 (1777)

               

ein Es blies Jä - ger wohl uns al - les, was er blies, das

in war

sein ver -

ver

er blies,

Es blies ein Jäger

136b

Horn,

in

sein

Horn,

-

lorn.

Hus

  

das

ver

war

ti - ral - la - la!

Und

-

-

sa,

ti -

 lorn.

1. 2.   *)               Horn, lorn

wohl in das war

sein ver

                        hus - a - sa,

- sa

und

  

Leseprobe

al - les, was

 

sein

al - les, was er blies,

das

Horn, -

lorn.

war

ver

Ha -li - a -

-

lorn..

*) als Kanon singbar (bei P. Donath)

Es blühn drei Rosen

                                           Es blühn drei Ro - sen auf ei - nem Zweig, o Ma - ri a! O Ma - ri - a sie blüh - ten al - le drei ins Him - mel - reich,                               C. VL/VW, Schlesien; Zgh. S. 98

137

Sample page ü - ber - all,

wir

grü - ßen

dich

viel

tau - send - mal,

viel

tau - send

-

mal!

Es Burebüebli

                               C. VL/VW, Schweiz, Süddeutschland, Slg. Greyerz, Röseligarten (1912); Zgh. S. 40

138

Es

Bu - re - büeb - li

mahn

i

nit,

das gseht me mir

wohl

a,

juch - he!

Es

Bu - re - büeb - li

                                         

mahn

i

nit, das gseht me mir

wohl

a.

Fi - di - ri,

fi - di - ra,

fi - di - fal - la - la.

fi - di -

                                     

ral - la - la,

fi - di - ral - la - la,

es

Bu - re - büeb - li

mahn i nit, das gseht me mir

wohl

a.


37

Es dunkelt schon in der Heide

                 

  

C. VL, Brandenburg-Preußen u.a., TVar. schon seit 1478; VW, Slg. Zuccalmaglio (1858); Zgh. S. 111

139

      

 

                            

  

Es

wir

dun - kelt schon in

der

Hei - de,

nach

Hau

-

se lasst

uns

gehn;

Leseprobe ha - ben das

Korn

ge - schnit -

ten

mit

un

-

serm

blan - ken



Schwert.

Es, es, es und es

 1.          

C. VL, fliegende Blätter ab 1780; VW, Slg. Hoffmann-Richter, Slg. Erk-Böhme 1592; auch in polnischen und sorbischen Slgn.

140

 

Es, weil,

es, weil,

es und es, es weil und weil, weil

     

   2.

ist ein har - ter Schluss, ich aus Frank - furt

muss.

Drum

schlag ich Frank - furt

                             aus dem Sinn und

wen - de mich Gott

weiß wo - hin. Ich

will mein Glück pro - bie - ren, mar - schie - ren.

Es fiel ein Reif

           

C. T: 1823/25 bei A.W. v. Zuccalmaglio, 1829 bei H. Heine; M: 1840 in Slg. Kretzschmer-Zuccalmaglio

141

  

Es

fiel

ein

Reif

  

in

der

 

Früh - lings - nacht.

  

          

 

   

Er

fiel

auf die zar - ten Blau -

Sample page blü

-

me

-

lein,

sie

sind

ver

Es flog ein kleins Waldvögelein

  

-

wel

-

ket,

    

ver - dor

-

ret.

B. T: Memminger Tabulaturbuch, Anf. 17. Jh./Werlin, 1646; M: bei Hilarius Lustig, um 1670; Slg. Erk-Böhme III

142

Es klopft

flog an

 

Ich

bin

    

groß,

doch

ein mit

so

kleins Wald sei - nem

-

   weit



vö Schnä -

ge

 -

flo

    still

und

ganz

ver

ge - lein be - lein

-

 bor

der gar

 -

-

Lieb - sten still mit

gen

in

     gen

der

 

vor die al - ler

  

Kum - mer

und

   

Lieb - sten

in

ihr'n



Tür, Zier:

Sor - gen

 Schoß.




38

Es flog ein Täublein weiße

   

B. T+M: im GB von N. Beuttner, Grätz, 1602; Erk-Böhme III

143

        Es

flog ein Täub - lein

wei - ße vom

  

      ei - ner Jung - frau

  

Him - mel her - ab

im

en - ge - li - schen Klei - de

zu

       Ge - grü - ßet seist du, wun - der - schö - ne Maid, dein                      

zart:

     

  

      

Leseprobe

Seel ist hoch - ge - zie

-

ret, ge - seg - net

ist dein

Leib.

Ky - ri - e - le - i - son.

Es freit ein wilder Wassermann

                      Es freit ein wil - der Was - ser - mann in der Burg wohl ü - ber dem See, des                              

C. T: VL aus verschiedenen Var. im 19. Jh. zusammengetragen; M: VW, Joachimsthal/Nordböhmen [Jáchymov], 1813; Zgh. S. 75

144

Kö - nigs Toch - ter

musst

er

han,

die

schö - ne, jun - ge

Li

-

lo

-

fee.

Es fuhr sich ein Pfalzgraf

                                  B. VL/VW aus dem Bergischen Land; Übertragung nach dem Zgh. S. 69

145

Es

fuhr sich ein Pfalz - graf wohl

ü

-

ber den Rhein,

Es geht eine dunkle Wolk herein

   

viel Ross

und

Jä - ger wohl um

ihn

sein.

A. VL/VW, vor 1540; 1540 Fragment bei Forster I 60, 1544 bei Schmeltzl; 1646 bei J. Werlin

146

    

 

 

 

 

Sample page Es

Re

geht

-

ei - ne dunk - le

 

gen

aus

den

Wolk



Wol

-

Es geht wohl zu der Sommerzeit B. T+M um 1622, bei J. Werlin (1646)

147

 



Es Manch



   

geht wohl zu küh - ner Held

      Fuß und auch zu

Pferd,

     

be - ste Rei - te - rei,

der zu

 mich deucht, es wird    

her - ein;



ken

wohl

    

Som - mer - zeit, Fel - de leit,

der wie

       wie

man nur ihr

in

das

grü

ein

-

   

Win - ter fährt da ich be - rich - tet

be - gehrt,

   

ganz

Re - gen sein,



ne

-

hin. bin.

  

be - sun - der die

                  ein

gan - ze wer - te

   Zu

  

mun - ter

ein

Gras.

Rit - ter - schaft, Fuß - volk ist auch

da - bei.


39

Es ging ein Knab spazieren

C. VL/VW (T: Wunderhorn; andere Melodie bei Erk, Liederhort 24 u. 24a)

148

         Es

ging

ein

Knab

spa

  

-

zie

-

ren

             geg - net - te ihm

ein

      

 zu

Augs - burg

den

     

Mäg - de - lein,

in

gar

schön

war

sie

ge -

   

Wald.

Da be -

stalt'.

Leseprobe

Es gingen drei Bau'rn

                                A. VL/VW; Forster II 75 (1540)

149

Es

gin - gen drei Baurn

und

such - ten ein

Bärn,

und

da sie ihn

fan - den, da

hät - tens ihn

gern.

Es gingen zwei Gespielen gut A. VL, 15. Jh.; fläm.: Antwerpener LB 162 (1544), dt.: Ambraser LB 53 (1582), Frankf. LB 105; Slg. Uhland 115; Erk 32 (aus Schlesien); M: bei Clemens non papa, Souterliedekens 20 (1556)

150

       Es gin - gen

  

zwei

Ge - spie - len

gut

          führt

ein

fri - schen

Mut,

       so

ü - ber

ein grün Hei

   

-

den,

 

die ei - ne

          

die and - re

wein - te

seh

-

-

re.

Es hätt e Bur es Töchterli

             C. VL/VW, Schweiz (1781); Zgh. S. 82

151

     

  

Sample page

 

Es

li.

                     hätt

e

Es

Bur

es

Töch - ter

hätt zweu Züpf - li

-

li,

mit

rot wie Gold, drum

Na - me

heißt

ist ihm auch der

es

Ba

-

 be

Durs - li

-

hold.

Es hatt ein Bauer drei Töchter

     

 

C. VL/VW, Schlesien; Slg. Hoffmann-Richter (1842); Zgh. S. 205

152

  

      

Es

Töch

hatt

 -

ter,

ein

Bau - er

 

es

drei

   Töch

-

    

hatt

ein

Bau

ter,

es

 -

   er

drei

     hatt

ein

Töch

   

Bau

-

ter.

-

er

drei


40

Es hatt ein Bauer ein schönes Weib

                                    C. VL, in Varianten seit dem 15. Jh.; u.a. Wunderhorn; VW, 19. Jh., Slg. Erk-Irmer II 2/8

153

     

er                                         soll - te doch fah - ren ins Heu, er soll - te doch fah - ren ins ha ha ha ha ha ha                               Es sie

hatt bat

ein Bau - er ein oft ihr ren

schö - nes lie - ben

Weib, Mann,

so ger - ne zu blieb Haus: soll - te doch fah - ren hin - aus,

das er

Leseprobe

Heu,

juch - hei,

ins

Heu,

juch - hei,

er

soll - te doch fah - ren

ins

Heu.

Es ist das Heil uns kommen her

                          Es ist das Heil uns kom - men her von Gnad und lau - ter Gü - ten; Der Glaub sieht Je - sus die Werk, die hel - fen mö - gen nicht be - hü ten.  nim - mer - mehr, sie                        A. T: Paulus Speratus, 1523; M: Mainz, 1410/Nürnberg, 1523

154

Chri - stus

an,

der

hat

gnug

für

uns

all

ge - tan,

er

ist

der

Mitt - ler

wor

-

den.

Es ist der Morgensterne

                       Es ist der Es weckt uns mit Ge  Mor - gen - ster -  ne, er leucht mit hel -lem Schein.                   A. VL/VW, vor 1579; Zgh. S. 67

155

san

-

ge

der

Al

-

ler - lieb

-

ste

mein,

Es ist ein Ros entsprungen

der

-

ler - lieb - ste

        Es wie

ist uns

ein die

Ros ent - sprun - gen Al - ten sun - gen;

     

 

aus von

ei - ner Jes - se

      

hat ein Blüm - lein bracht

mit - ten im kal - ten

Win - ter

wohl

Wur kam

-

zel die

 

zu der



   

ist

ein Schnee ge

A. T: in Var. seit 1467; 1535 in »Grassliedlin« 6; M: VW, bei Nerg-Newber 48 (Nürnberg 1542), Erk-Böhme 424a

  Es

  wollt

   

zu mei - nem

-

fal

-

 

   



len, wann

es

Zeit,

    Buh - len

gan,

der

ist

noch

   

Weg

ist

mir

ver -

nit

   

zart, Art

 

    

       

1.

schneit,

und

hal - ben Nacht.

Es ist ein Schnee gefallen

157

mein.

Sample page

A. T: vor 1587 aus der Gegend von Trier; M: 15. Jh./Speiersches GB, Köln, 1599

156

Al

2.

schneit.

ich


41

Es ist ein Schnitter

 

B. T+M: flieg. Blatt, Regensburg, 1637; Wunderhorn I; Erk-Böhme 2152

158

    

 



   

   Es ist ein Schnit - ter, heißt der Tod, hat Gwalt vom gro ßen                         Gott. Heut wetzt er das Mes - ser, es schneidt schon viel bes - ser, bald                          

 

Leseprobe

wird

er drein schnei - den, wir

müs - sen's nur

lei

-

den.

Hüt'

dich, schöns Blü - me - lein!

Es ist für uns eine Zeit angekommen

                                 Es ist für uns ei - ne Zeit an - ge - komm - en, die bringt uns ei - ne gro - ße Freud. Ü - bers                             C. T: Paul Hermann; M: nach der Weise eines alten Aargauer Sterndreherliedes

159

schnee - be - glänz - te

Feld

wan - dern wir,

wan - dern wir

durch die

wei - te,

wei - ße Welt.

Es kam ein fremder Schleifer daher

            

C. VL/VW, vor 1800, Elsaß, Slg. J.B. Weckerlin II (1883); Erk-Böhme III

160

        Es kam ein frem - der            

 er

    

Schlei - fer da - her,

Fi - de - fi - de - ral - la - la

ri - o - la - la,

schleift die

    

Mes - ser

     

und

die Scher.

schleift die

und

die

   

Mes - ser

Scher.

Es kommt die Zeit zum Offenbaren

Sample page

A. VL/VW, 1927 in Lothringen aufgez.: Slg. L. Pinck II (1928)

161

      

 

Schmerz.

   

 

 

dir zu kla - gen                 

Es kommt die

Dich, o

Zeit zum Of - fen - ba

Schön - ste al - lein

zu

-

ren,

lie - ben, ist

be - reit

mein

treu

-

mei

-

nen

es

Herz.

Es kommt ein Herr zum Schlössli

                     Es kommt ein Herr zum Schlöss - li   auf ei - nem schö - nen Röss - li. Da                     

C. VL/VW, Schweiz, Slg. Nicolai (1777)

162

lugt

die

Frau

zum

Fen

-

ster

aus

und

sagt:

Der

Mann

ist

nit

zu

Haus.


42

Es kommt ein Schiff geladen

  

B. T: Daniel Sudermann, 1626 nach Johannes Tauler, 14. Jh.; M: VW, Andernacher GB, Köln vor 1608

163

   Es

kommt

 

Bord,

 

ein

Schiff

ge

   

-

la

   

trägt

Got - tes

-

den

bis

an

     

Sohn voll

Gna

-

den,

 

sein

höch

   

des

Va - ters

    

164

   

   Es

ko - stet viel, ein

Christ zu

  

gar

   

ben. Und

ist

     der

  ge

Na - tur

-

geht

es

   

Wort.

sau - er

ein,

sich

Kampf wohl

 

im - mer - dar

   

hier gleich ein

  

 nach dem Sinn des rei - nen Gei - stes le - ben; denn          

sein und

   

   

sten



e - wigs

Leseprobe

-

Es kostet viel, ein Christ zu sein

B. T: Christian Friedrich Richter; M: bei J.A. Freylinghausen, 1704

aus - ge -

richt,

in

  

Chri - sti

das

Tod

zu

macht's noch nicht.

Es liegt ein Schloss in Österreich A. T: VL, 15. Jh., mit anderer Melodie im Glogauer LB 50 (um 1470), Flugblatt 1603/1647; M: 16. Jh.

165

        

               Es liegt ein

   

Schloss

 

Sil - ber und

in

 

von ro - tem

Gold.

Ö - ster - reich,

das ist gar

wohl er - bau

-

et

              

Wo

findt man sol - che

Mau

-

 

-

-

von



ern?

Sample page

Es liegt ein Schloss in Österreich A. T: VL, s.o.; M: VW, Slg. Forster II 77

165b

                        

    

Es liegt ein Schloss in Ö - ster - reich,

und

von ro

 

- tem

Gold.

das ist gar wohl

er - bau

-

-

 

et.

            Wo

findt man sol - che

Mau

-

-

-

von Sil - ber



ern?

Es liegt ein Schloss in Österreich

                        Es liegt ein Schloss in Ö - ster - reich, wohl  das ist gar                     A. T: VL, s.o.; M: VW, Slg. Erk (1842), Fink 878, Zgh. S. 70

165c

Sil - ber

und

von

ro

-

tem

Gold,

mit

Mar

-

mel -

stein

       er - bau - et von      ge - mau - ert.


43

Es reit der Herr und auch sein Knecht

                

                

C. VL/VW, Slg. Nicolai (1777); Zgh. S. 63

166

Es

reit

der Herr und auch sein Knecht

              al - les, was sie red - ten

wohl ü - ber die

Hei - de, die war schlecht, ja

             

da,

war

 

 schlecht,

und

   

all von ei - ner wun - der - schö - nen Frau - en,

Leseprobe

ja

Frau -

  en.

Es reiten drei Reiter zu München hinaus

                                        C. VL/VW, 18. Jh., Bayern, Österreich, Slg. Erk-Böhme 92

167

Es sie

rei - ten drei Rei - ter zu Mün - chen hin - aus, rei - ten wohl vor der Ber - nau - e - rin Haus:

Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus

   

        

C. VL, 16. Jh., Wunderhorn; VW, Anfang 18. Jh. / 1774; Fink 4 u.a.

168

 

Es rit - ten drei Feins - lieb - chen, das

Rei - ter schau - te

            wenn

es

denn

soll

ge -

zum zum

Ber - nau - e - rin, bist du

      

To - re hin - aus, Fen - ster her - aus,

        schie

-

den

sein,

                

so

-

de! de!

mir

dein

drin - nen?

    



     

reich

ja

Und

     

gol - de - nes

          

Sample page Rin

-

ge - lein!

A - de,

a - de,

a -

de!

Es sass ein Käfer auf'm Bäuml

   



            

Es

Bäu

saß ein Kä - fer auf - 'm

 -

mel,

 der

Bäu - mel,

    

hat

ein

gold

Ja,

C. VL/VW, Schlesien, Slg. Hoffmann-Richter (1842)

169

a a

drin - nen,

 

summ,

  -

Schei - den und Mei - den tut

nes

Es

 Hem

 -

del,

weh.

           

summ!

saß ein Kä - fer auf - 'm

summ,

summ!

Es saß ein Käterlein auf dem Dach B. T: VL, Bergliederbüchlein, um 1730; M: VW, bei Melchior Franck, Fasciculus quodlibeticus 5 (1615); Erk-Böhme 501

170

    Es

saß

    

ein

Kä - ter - lein

auf

 

dem Dach,

    

es

hät - te sich

bald

    

zu

To - de

ge - lacht.


44

Es saß ein klein wild Vögelein

                    wild Vö - ge - lein auf ei - nem grü - nen Äst - chen;                  

C. VL/VW, Siebenbürgen, Slg. Schuster (1865), hochdt.: Franz Magnus Böhme

171

       Es saß         es

sang

     

ein klein

die gan

-

ze

Win - ter - nacht,

die

Stim - me musst

ihm

klin - gen.

Es saß ein schneeweiß Vögelein

Leseprobe

        

            

C. fläm. VL/VW, Slg. Willems (1848), Slg. Coussemaker 48; Erk-Böhme 412c; dt. T: A.W.v. Zuccalmaglio, 1850

172

Es

1.

  lein,

saß

  

ein

din

don

 

schnee - weiß



Vö - ge - lein

dei

2.

-

 

ne,

lein,

ei - nem

        

spit - zen

din

Es soll sich halt keener

  

auf

      

don

Dör - ne -

 don.

     

  

C. T: angebl. 1706 v. Veit Räumschüssel in Altenburger Mundart; M: VW, Thüringen, Hessen, 18. Jh., zuerst in Dur-Varianten aufgezeichnet

173

Es sie

  

  

soll sich halt bracht ja schon

Trut - schel

de

Lie

kee - ner man - che

-

met der schö - ne

be

ver

-

Lie - be Ker - le

sat;

ab ums

  ich

ge - be, Le - be.

han

Nächt'n

se

ver

hat

-

mer

mei

klat.

Es sollt ein Schäfer heimwärts ziehn

                             Es sollt ein Schä - fer heim - wärts ziehn, e - de - le Ringe - le, Ro sen, von                          B. T: VL, Rheinland, 18. Jh., hochdt.: Max Kalbeck, 1886; M: VW, Siebengebirge, Slg. F.W. Arnold

174

Sample page sei - ner grü - nen

Hei - de.

Berg und Tal,

Es stand ein Lind im tiefen Tal

   

kal - ter Schnee, von Her - ze - lieb schei - den und das

           

      - fen Tal, war o - ben breit und un - ten schmal, war                 

C. VL/VW, Slg. Wolfram, Nassauische VL; Langfassung in Slg. G. Fink 135 (1843)

175

       

im

     

un

-

ten

Treu

-

e war,

Es

stand

o - ben breit

un - ver - letzt

ein

und

in

Lind

tie

tut weh.

   

schmal.

     

das

un - ver - letzt

    

Dar - un - ter saß ein

in

Treu

ver - lob - tes Paar, das

-

e

war.


45

Es steht ein Baum im Odenwald C. T: VL, Hessen, Wunderhorn; M: n. Joh. Friedrich Reichardt, »Nicht lobenswürdig ist der Mann«, 1781,

unterlegt zuerst in »24 alte deutsche Lieder aus dem Wunderhorn«, Heidelberg, 1810

176

    

          steht ein Baum im O den - wald, der hat viel grü                  

  Es

- ne

Leseprobe

Äst;

da

bin

ich schon viel

tau - send - mal

bei

mei - nem Schatz ge - west.

Es steht ein Lind in jenem Tal, ach Gott

B. T: VL, flieg. Blatt, Nürnberg, um 1550; M: VW, Slg. Berg-Newber 25 (1550), Slg. Forster V 18;

                  

       

in rhythm. Var. noch bis 19. Jh., Erk-Böhme 406

177

  

Es

steht ein Lind in

trau - ren,

je - nem Tal, ach

Gott, was tut

sie

da?

Sie

will mir hel - fen

2. 1.                        trau

-

-

ren,

ren,

dass ich kein

Feins - lieb - chen

 

hab.

Es steht ein Lind in jenem Tal, ist oben A. T: VL, im Hs.-LB der Ottilie Fenchler, 1592 / Slg. Uhland 116; M: bei Clemens non papa, 1540; mit anderer rhythm. Var. bei Zgh. S. 5

178

    Es

   

steht ein

Lind in

 

je - nem

          - auf da sitzt Frau

Nach - ti

-

Tal,

gall

          ist

o - ben

breit

und un - ten schmal,

       und

and - re

 

Vög

-

lein

dar

 

 -

vor dem

Wald.

Sample page

Es steht ein Salbeisträuchelein

A. VL/VW, bei Chr. Egenolf, Grassliedlin 7 (1535); Erk-Böhme 433b; Var. »Hätt mir ein Espenzweigelein« bei Forster III 27, IV 32

179

   

    

 

            Es

steht

Der mir der

ein

Al

Sal - bei - sträu - che - lein

-

ler

-

lieb - ste war,

Es steht ein Wirtshaus an der Lahn C. VL/VW, um 1840; Erk-Böhme 858 u.a. Slgn. (hier aus Fink 228)

180

         

       Es steht ein Wirts - haus an der Lahn,                           Wir - tin sitzt am

O -

fen, die

ge

-

   

nei - get

Er

zu

der

       der

ist

mir

lei - der

fer

-

-

de.

ne.

                     da kehr - ten al - le Fuhr - leut an. Frau                     

Gä - ste um den Tisch he - rum, den Wein will

nie - mand

lo

-

ben.


46

Es sungen drei Engel

                             A. T+M: Mainzer Cantual, 1605; T: alter Bittruf, z.T. auf das 13. Jh. zurückgehend

181

Es

sun - gen drei En - gel ein

sü - ßen Ge - sang,

dass's

in

dem ho

-

hen

Him - mel klang.

Es taget vor dem Walde A. VL/VW, Ott I 30, II 15, 97, 99, 108 u.a. (Sätze und Quodlibets von Ludwig Senfl)

182

               Es

         

Leseprobe

ta - get vor dem Wal - de,

stand uf, Kät - ter -

lin!

Die Ha - sen lau - fen

bal - de,

                           stand uf, Kät - ter - lin! Hol - der Buhl,

hei - a - ho!

Du bist min, so bin ich din!

Stand uf, Kät - ter - lin.

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann

         

         

C. T: VL, Wunderhorn; M: VW, Nord- und Mitteldeutschland, Slg. Lewalter-Schläger (1911)

183 a

Es

 2.  

tanzt

ein

Bi - Ba - But - ze - mann

      

Fine

um.

   

   Er

rüt - telt

sich,

er

in

un - serm

     

schüt - telt

sich,

er

Haus

her - um,

   

wirft

sein

         

1.

di - del - dum.

    

Säck - chen

hin - ter

sich.

D.C. s.r. al Fine Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann

     

1.            

C. T: VL, Wunderhorn; M: VW, Thüringen, Hessen, Böhme, Kinderlied (1897)

183 b

     

 

Sample page Es

tanzt

ein

Bi

-

Ba

-

But -

ze - mann

in

un - serm

Haus her - um,

                 

Fine

2.

 

um.

Er

rüt - telt

sich,

er

schüt - telt

sich,

er

wirft

sein

di - dum.

     

Säck - chen

hin - ter

sich.

D.C. s.r. al Fine

Es tönen die Lieder

C. VL/VW, Kanon

184

 

1

  

        Es

sei - ner

tö - nen

die

Schal - mei.

  

Lie - der, der

3 La

-

   Früh - ling kehrt

  2   

wie - der,

       

es

            la - la - la - la - la - la - la - la,

           

flö - tet

la

-

der

Hir - te

la - la - la - la - la - la - la.

auf


47

Es war ein König in Thule

C. T: Joh. Wolfgang von Goethe, 1774; M: Carl Friedr. Zelter, 1812 (Lieder, Balladen und Romanzen, Band III Nr. 5)

185

   Es

war

  ster

    

ein

Kö - nig in

  -

bend

sei

-



ne

Buh

Thu

-

le,

-

le

 

 

gar

treu

bis

     ei - nen

gold

-

 

an

sein

 

nen

Grab,

Be

-



cher

 

dem

gab.

Leseprobe

Es war ein Markgraf überm Rhein

            

       

C. T: VL, Hessen; M: Wiener GB 1775; Zgh. S. 68

186

        Es war ein zwei Töch - ter

Mark - graf ü - berm Rhein, früh hei - ra - ten weg,

         Dann ging sie

singn

  

  

vor Schwe - stern

Es waren zwei Königskinder

        

der hatt drei die dritt hat

schö ihn

-

      

Tür:

Ach, braucht ihr

  

ne Töch - ter - lein; ins Grab ge - legt.

kei

-

   

ne Dienst - magd

hier?

                         

C. T: VL, niederdt. in Var. seit dem 16. Jh., hochdt. 1804 aufgez., Slg. Erk-Böhme I (1856); M: VW, 18. Jh., Slg. Büsching-Hagen (1807)

187a

 

Es

wa - ren zwei Kö - nigs - kin - der, die

hat - ten ein - an - der so

lieb;

                  kom

-

men,

das

Was - ser war viel

zu

tief,

sie

konn - ten zu - sam - men nicht

         

das

Was - ser war viel

zu

tief.

Es waren zwei Königskinder

                                 C. T: VL, s.o.; M: 1819 v. H.Hoffmann v. Fallersleben in der Gegend von Bonn aufgez.; Fink 882

187b

Sample page Es

wa - ren zwei Kö

-

nigs - kin

-

der,

die

hat - ten ein - an - der so

 

lieb,

                                konn - ten zu - sam - men nicht

kom

-

men,

das

Was - ser war

viel

zu

sie

tief.

Es waren einmal drei Reiter gefang'

  

                                    

C. VL/VW, 18. Jh., 1816 veröffentlicht, Fink 576 / Zgh. S. 87

188

Es

wa -ren ein - mal drei Rei - ter ge - fang', ge - fan - gen wa - ren

sie;

sie

wur - den ge - fan - gen und ge-

                                       füh

-

ret, kei - ne Trom - mel ward da - bei

ge

-

rüh

-

ret

im

gan - zen rö - mi - schen Reich.

 


48

Es welken allen Blätter

                   Es wel - ken al - le Blät - ter, sie fal - len al - le ab.                          

        

C. VL/VW; Zgh. S. 142

189

las - sen, und mein Schatz hat mich ver - las - sen, ins



Und mein Schatz

hat mich

ver

     

Klo - ster wollt sie gehn, ins

Klo - ster wollt sie gehn.

Leseprobe

Es wohnet ein Fiedler

          

              

C. T+M: Anton Wilhelm v. Zuccalmaglio

190

  

  

Es

Ze -

  

woh - net ein Fied - ler

   che

heim,

schau - et

er

   

und

   

zu

er

dort?

trat

Frank - furt am Main,

 

    

auf

den

der

Markt,

keh - ret von

schö - nen Frau - en

  

      

was

schau

           

Der

lu - sti - ger

schmau - sten gar

-

et

er

dort?

Was

     viel

an

dem

Ort.

Es wohnt ein Müller an jenem Teich

                                        C. T: VL, in Var. zuerst in Joh. Hecks LHs., 1679; Slg. Erk-Böhme I u.a.; VW, Brandenburg, 1836, Slg. Erk-Irmer (1838)

191

                                              Es

wohnt ein Mül - ler an

        

je - nem Teich,

lauf,

Mül - ler,

lauf,

      

der

hatt ei - ne Toch - ter, und

Sample page die war reich.

Lauf Mül - ler, lauf wie die Katz nach der Maus, potz

lauf, lauf, lauf und

 

    tu

dein Schlapp - maul

Es wolle Gott uns gnädig sein

auf,

und

     

A. T: M. Luther, 1524, nach Psalm 67; M: 15. Jh., Magdeburg, 1524

192

    Es

    

wol - le Gott uns

gnä - dig

sein

und

Him - mel - don - ner - wet - ter, Mül - ler,

    tu

 

  

dein Schlapp - maul

auf!

        

sei - nen Se - gen

   ge

-

ben;

               dass wir er - ken - nen sei - ne Werk und was ihm lieb auf Er - den, und Je - sus                         

Chri - stus, Heil und Stärk,

be

-

kannt den Hei - den wer - den

und

sie

zu Gott be - keh

-

ren.

 


49

Es wollt ein Jägerlein jagen

      

C. VL/VW; Zgh. S. 40

193

     Es

wollt

ein

  

 

     

Jä - ger - lein

 

    

 ja

-

gen

drei - vier - tel

dem

grü

-

nen

Wald,

ja

Wald,

wohl

Stund

vor

Ta

     

                      in

in

   

      

dem

grü

-

nen



-

gen

  

Wald.

  

Leseprobe

Hal - li,

hal - lo,

hal - li,

hal - lo,

wohl

in

  

dem grü - nen

wohl

   

Wald.

Es wollt ein Mägdelein tanzen gehn

                                             C. VL/VW, Schlesien, Slg. Hoffmann-Richter, 1842 aufgez.; Zgh. S. 83

194

Es

wollt ein Mägd - lein

tan - zen gehn, sucht

Ro - sen auf der

Hei - de, sucht

Ro - sen auf der

Hei - de.

Es wollt ein Reiter jagen

                                       C. VL/VW, Galizien, Slg. Rech-Kantor, Heimatlieder (1924)

195

                                         Es

wollt ein Rei - ter

vier - tel Stund vor

Ta

ja

-

-

gen,

gen im

so

sa - get

er,

grü - nen Wald al -

lei

es

-

wollt ein Rei - ter

ne, im

ja

-

gen drei

grü - nen Wald al - lein.

Es wollt ein Schneider wandern

                                      Es wollt ein Schnei - der wan - dern am Mon - tag in der Fruh, »He, he, du Schnei - der be - geg - net ihm der Teu - fel, hat we - der Strümpf noch Schuh:                                          C. VL/VW, Meingosus Gaelles LHs., 1777 (T auch im Wunderhorn II); Zgh. S. 223

196a

Sample page gsell,

du musst mit mir

in

d'Höll,

du musst uns Teu - fel

klei -

den, es

ge - he, wie es

wöll!«

Es wollt ein Schneider wandern

                                 C. VL/VW, Stuttgart um 1850; bei Georg Scherer »Die schönsten Volkslieder«, 1864

196b

Es wollt ein Schnei - der be - geg - net ihm der

wan - dern am Teu - fel, hat

Mon - tag we - der

in der Fruh, Strümpf noch Schuh:

»He,

he, du Schnei - der -

                                     

gsell,

du musst mit mir in

d'Höll,

du musst uns Teu - fel

klei - den,

es

ge - he, wie

es

wöll!«


50

Es wollt einmal ein edler Herr ausreiten

                                                  C. VL/VW, Schlesien, Zgh. S. 66

197

Es

wollt ein - mal ein

ed - ler Herr aus - rei - ten,

Es wollt gut Jäger jagen

ein schar - fes Schwert droht ihm an sei - ner

 

B. T: flieg. Blatt, 1530; M: 16. Jh.?, zuerst in Beuttners GB, 1602

198

     Es

   

   

   

Leseprobe wollt

gut

geg - net

ihm

Jä - ger

ja

-

    

auf der

gen,

Hei

        

er

-

den?

Es wollte sich einschleichen

jagt

Ma

-

vom

Him - mels

Es Geh

woll - te hin zu

ri

-

a,

- schlei - chen ein - glei - chen, du

   

tu

ich

     

dich

nicht,

wenn - gleich

    

Her

-

    

schön.

   

 

-

lein. sein.

   

ze



mir

Ver -

 

bricht.

Treu

Sample page und

be - stän

-

dig

sollst

du

sein,

Es zogen auf sonnigen Wegen C. Volkstümliches Lied, Autoren ungenannt

200

 

das

Was be -

küh - les Lüf - te sollst mein ei - gen

    

 

     

die Jung - frau

        

sich ein dei - nes

       las - sen

Höhn.

     

C. VL/VW, Oberhessen, Slg. Heeger-Wüsst (1909), Zgh. S. 37, Slg. Meisinger (1913)

199



Sei - ten.

  Es

 

         

zo - gen auf son - ni - gen

        

schwenk - ten die

-

cke ver - we

We

-

 -

gen

du

sollt

mein

ei

-

gen

sein.

                

gen,

drei

la - chen - de Mäd - chen vor - bei;

          und

träl - ler - ten

al - le

sie

 

drei:

So

 1.    2.                                       tral - la - la - la - la,

so

tral - la - la - la - la,

so

tral - la - la - la - la - la - la - la - la - la - la,

la!


Dies ist eine Leseprobe. Nicht alle Seiten werden angezeigt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bestellungen nehmen wir gern Ăźber den Musikalienund Buchhandel oder unseren Webshop entgegen.

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Die vorliegende Liedersammlung ist zu dem Zweck erstellt worden, vielfältiges Material zu Übungen im Harmonisieren und anderen Tonsatzdisziplinen zu bieten. Daher werden einfache Volksliedinteressenten Harmonisierungshinweise wie Akkordsymbole oder gar mehrstimmige Sätze – wie sie landläufige Sammlungen bieten – vergeblich darin suchen. Die Auswahl fußt in ihrer Mannigfaltigkeit auf Sammlungen, die Paul Schenk vor etwa 50 Jahren seinen Bänden „Funktioneller Tonsatz“ und „Schule des musikalischen Hörens“ beifügte. Wie bei Schenk sind den bekanntesten deutschen Volksweisen solche an die Seite gestellt, die aus formalen oder anderen musikalischen Gründen für den Unterricht besonders interessant erschienen. Wie schon anfangs erwähnt, können die Weisen der vorliegenden Sammlung als Anschauungsund Übungsobjekte verschiedener musikalischer Ausbildungsdisziplinen dienen: der Formen­ lehre, der Hörerziehung, der Harmonielehre, der Kontrapunktlehre, dem Arrangieren, der Improvisation und – nicht zuletzt – der musikalischen Erbauung und Allgemeinbildung.

9 783765 105524

ISBN 978-3-7651-0552-4

9 783765 105524 A 19

BV 32001

www.breitkopf.com

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BV 32001 – Hösl, Liedersammlung für den Tonsatzunterricht  

BV 32001 – Hösl, Liedersammlung für den Tonsatzunterricht  

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