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sommer 2015

Ausgabe 12 | € 5,50 | www.bregenzerwald.at

reisemagazin

Skisprunglegenden beim Fliegenfischen Golf im Bregenzerwald Vorarlbergs größte Schafzucht Kulthäuschen: BUS:STOP Krumbach Eine neue Art von Dorferlebniswegen MundArt: Die besten Wirte

Brigitte und Thomas Gmeiner betreiben die größte Schafzucht in Vorarlberg


Raiffeisen. Meine Bank im Bregenzerwald

Wenn ’s um unsere Region geht, ist nur eine Bank meine Bank. www.raiba.at


rarlberg . Österreich 10 enzerwald.at

Editorial Reisebegleiter Bregenzerwald

Herlinde Moosbrugger ist ­Geschäftsführerin von Bregenzerwald Tourismus

Parallel zu diesem Magazin erscheint halb­ jährlich (­Winter/Sommer) der Reisebegleiter Bregenzerwald mit allen Informationen zum Tourismusangebot der Region.

Servas!*

Im Sommer von Wandern (inklusive ­kleiner Wanderkarten) über Outdoor-Aktivitäten, ­Programm mit Kindern, Kultur, Baukunst und Kulinarik bis zum Wohlfühl-Angebot. Im Winter von Ski alpin, Langlauf, ­Snowboarding, Winterwandern bis zu Kultur, Baukunst, Kulinarik und Wohlfühlen. Ihr persönliches Exemplar des ­ Reisebegleiters erhalten Sie kostenlos bei ­Bregenzerwald ­Tourismus.

b regen z erwald

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AutorInnen dieser Ausgabe

Anregungen & Adressen. Ihr Reisebegleiter durch den Bregenzerwald.

10.12.2014 09:47:30

Die erste Auskunftsstelle Das Informations- und Service-­Center in Egg berät Sie über alle Belange des ­Bregenzer­waldes und über Ihren Urlaub. Hier finden Sie u.a. einen frei zugänglichen Internet­Terminal, eine Vorverkaufsstelle für den 3-­Täler-Skipass sowie eine Ausgabestelle für die Bregenzerwald Gäste-Card. Bregenzerwald Tourismus Impulszentrum 1135, 6863 Egg Vorarlberg, Österreich T +43 (0)5512 2365 F +43 (0)5512 3010 info@bregenzerwald.at www.bregenzerwald.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr Samstag und Feiertag von 8 bis 13 Uhr

Milena Broger: Köchin und (Blog-)Autorin im Bregenzerwald Birgit Feierl: Germanistin und Autorin Toni Innauer: Olympiasieger im Skispringen, Sportexperte und Unternehmer Carina Jielg: ORF-Kulturredakteurin Reinhard Johler: Universitätsprofessor in Tübingen Irmgard Kramer: Schriftstellerin im Bregenzerwald Gabriele Müller: Journalistin in Wien Peter Natter: Philosoph und Autor in Vorarlberg Isabella Natter-Spets: Leiterin des designforum Vorarlberg Silke Ritter: Journalistin im Bregenzerwald Birgit Rietzler: Dichterin im Bregenzerwald Georg Sutterlüty: Historiker und Autor im Bregenzerwald Armin Thurnher: Herausgeber der Wochenzeitschrift „Falter“ in Wien Elisabeth Willi: Autorin im Bregenzerwald

Auszeit vom Alltag – die Sehnsucht der ­Menschen danach wächst weiter. Immer mehr von ihnen nehmen daher unabhängig von den sogenannten Haupturlaubszeiten mehrmals im Jahr eine solche Auszeit. Die Motive dafür sind ebenso unterschiedlich wie die Formen dieser Auszeit. Während die einen sich für einen Wellness-Urlaub entscheiden, suchen die anderen einen ganz besonderen Kulturgenuss. Wieder andere drängt es zu einem sportlichen Kick – und manchmal darf der durchaus extrem sein. Vielen ist es wichtig, einmal außerhalb der täglichen Routinen Zeit für ihren Partner zu finden – am besten gleich in einer neuen, anregenden Umgebung. Und nicht zu vergessen all die, die ein erfreuliches Erlebnis in der Natur erwarten, um von ihrem Stress­ pegel endlich einmal herunterzukommen und Kraft zu tanken. All diesen Auszeitsuchern können wir sagen: Es gibt eine Region, in der ihr eure Wünsche erfüllen könnt – nämlich den ­Bregenzerwald. Aufgrund seiner topografischen Gegebenheiten, seiner land­ schaftlichen Vielfalt, seiner Erlebnisdichte, ­seiner qualitativ hochwertigen touristischen Infra­struktur von Hotels bis Seilbahnen und ­seiner regionalen Kultur bietet er wirklich für jeden Gusto etwas. In diesem Sommer-Magazin zeigen wir Ihnen ein paar Möglichkeiten für ­Auszeiten: Da gibt es Geschichten über ­Klettern, Fliegen­fischen, Tanzen auf der Alpe, über regionale Landwirtschaft und regionale Köstlichkeiten und den Hinweis auf die ­jährliche Schubertiade. Der ­Bregenzerwald bietet viel mehr als nur Urlaub zum ­reinen Nichtstun. Vielmehr regt er mit seinen Angeboten zu eigenem freudigem Tätigsein an, das die neuen Eindrücke und Erfahrungen während der Auszeit noch intensiviert. So gestärkt und gleichzeitig entspannt kehrt man dann in den Alltag zurück. * Bregenzerwälderisch für „Servus“

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München Lindau

Bodensee Bregenz Zürich Dornbirn Vorarlberg

Bregenzerwald Vorarlberg – Österreich

Feldkirch

Bludenz Innsbruck Wien

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20 km

Österreich Austria


Inhalt

Walter Steiner und Toni Innauer beim Fliegenfischen: Wo die Zeit verfliegt 6 Golfen im Bregenzerwald: Das schönste Blopp 12

Sommer 15 6

18 Susi lässt sich locker scheren: Die Schafzucht von Brigitte und Thomas Gmeiner

Klettertour: Mit Moses am Fels 14 Ausstellung des Künstlers Leopold Fetz: Der Welt ins Holz geschrieben 22 Natters Wanderungen. Der Philosoph unterwegs im Sommer 24

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18 32 Schauen, wo der Bus stoppt Mit sieben Busstationen in die Weltpresse: Krumbach

Magische Momente am Berg Eine ­ änzerin und ein Schauspieler bieten T Alperlebnisse der ungewöhnlichen Art 28

34 Neue Blicke auf die Dörfer Der „Umgang Bregenzerwald“ führt durch 13 Orte des Bregenzerwaldes

Weben, Klöppeln, Gabeln, Filzen Martha Niederacher und ihre ­Textilwerkstatt 30

32

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38 MundArt Die besten Wirte im Bregenzerwald

Kolumnen:

G’hörig Wälderisch 21 Armin Thurnher 36 Alphabet des Waldes 37 Felder und Wälder 39 Form im Wald 44

40 Kochen als Kunst betrachtet Fisch – mit der Hand gefangen 42 Architektur Harmonie aus Alt und Neu

Service:

Buchbare Angebote 46 Tipp der Redaktion 51

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45 Silke sucht die besten Shops Tipps zum Shoppen

Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: Bregenzerwald Tourismus GmbH, Impulszentrum 1135, 6863 Egg, Österreich Konzeption/Redaktion: Fuchs & Partner, Wien Konzeption/Gestaltung: Frank Broger Fotografie: Adolf Bereuter, Abb. S. 22 – 23: Archiv Kulturamt der Stadt Bregenz Fotoredaktion: Margret Broger Druck: Druckhaus Gössler, Bezau reisemagazin bregenzerwald · 5


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Wo die Zeit verfliegt Unterwegs mit den Skisprunglegenden Walter Steiner und Toni Innauer in der Subersach beim Fliegenfischen

„Eine selbstgebundene Fliege oder Nymphe perfekt zu platzieren und einen großen Fisch zu überlisten, ist wohl unser Skiflug-Ersatz.“ Walter Steiner, Schweizer Skisprunglegende

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Durch die Subersach führt uns Claus Elmenreich, ein Pionier der Fliegenfischerei im Bregenzerwald Am Waldrand führt ein kleiner versteckter Pfad hinab. Es ist Frühmor­ gen, die ersten Sonnenstrahlen blin­ zeln durch die Äste, Vögel zwitschern. Am Vortag hat es geregnet, der Wald­ boden ist feucht, Geäst knackst unter dem Schuhwerk. Es geht steil bergab, wir müssen uns gelegentlich an Sträu­ chern und Wipfeln festhalten, damit wir nicht abrutschen. Gut hundert Höhenmeter sind zu bewältigen, dann lichtet sich der Wald und wir stehen am von Steinen gesäumten Ufer der Subersach. Neben mir murmelt Walter Steiner: Welch herrlicher Anblick! Der Blick von oben ist ihm ver­ traut. Schließlich wurde er einmal Vogelmensch genannt. Jahrelang lag die Welt zumindest im Winter unter ihm. Er flog von Schanzen in einen Himmel, der nie das Ziel, aber der Moment der Ekstase war, ehe sich die Spitzen der Sprungski wieder der Erde zuwandten. Doch hier ist Walter ­Steiner nicht auf Fliegen aus, hier will er Fliegenfischen. Ein paar Schritte vom Schwei­ zer entfernt steht Toni Innauer. Als

Steiners Sortiment an künstlichen Fliegen für das Fischen in der Subersach

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Sportler hatte er noch nie etwas zu verschenken – so kam auch er unter die Besten der Welt (als Trainer war er dann freigiebig). Ihm ist die Gegend hier vertraut, sie gehört zum Gesamt­ bild seiner Kindheit, dem Bregenzer­ wald. „Ähnliche Hintergründe“, mur­ melt Steiner und deutet mit dem Kopf erst auf Innauer, dann auf den Fluss. Hat ihm Toni dieses Wasser nicht als Bregenzerach angepriesen, gestern Abend beim Wein? Trau keinem Flie­ genfischer, und schon gar nicht dei­ nem Gegner, selbst wenn er mittler­ weile ein Freund geworden ist. Innauer starrt stumm auf das

Wasser. Als schwämme dort sein Ehr­ geiz, der ihn einst auf den Sprung­ schanzen der Welt zum Goldmedaillen und Weltrekorden getragen hat. Das ist erledigt, was hier wartet, sind Fische. Ob er glaubt, dass man sie durch schar­ fes Anstarren bewusstlos machen kann – wie jene Ziege durch George Clooneys Stierblick im Film „The Men Who Stare at Goats“? Auch der dritte Mann, Claus Elmenreich, kennt diesen Flecken seit seiner Kindheit. Als kleiner Bub hat ihn sein Vater hierher geführt und ihm das Fliegenfischen gezeigt: „Damals habe ich sogar das Fußballspielen


Walter Steiner mit Claus E­ lmenreich, der eine Fliegenfischerschule im ­Bregenzerwald betreibt

lassen, nur um ihn begleiten zu kön­ nen“, erzählt der heute Vierzigjährige. Das Fischen wurde zu seiner Leiden­ schaft. Er machte Kurse und legte Prü­ fungen ab, heute nennt er eine kleine Schule mit einem Warengeschäft für Fliegenfischerei sein Eigen. Da zeigt er Interessierten, wie man die Rute richtig schwingt und führt sie zum Fliegenfischen an entlegene Orte wie diesen. „Ich war schon als Kind mit ­meinem Vater zum Fischen an der Thur“, lässt sich der aus dem Toggen­ burg stammende Steiner vernehmen. „Damals durfte ich die Fische von der

Angel lösen.“ Innauer grinst. „Schön, aber das hier ist die Subersach!“ Wie damals beim Skispringen geht es darum, den anderen zu verunsichern, ihm das Gefühl zu geben, man selbst sei sich seiner Sache einfach siche­ rer. „Mentale Stärke“ nennen das die Sportler. Egal, ob Fliegen oder Flie­ genfischen, wer mehr Selbstsicherheit aufbringt, landet meistens vorn oder fängt den fetteren Fisch. Toni Innauer beherrscht das psy­ chologische Spiel mit der Angst des Gegners noch immer. Jetzt kommt er ihm scheinbar entgegen: „Ja, die Bre­ genzerach ist ein reizvoller Fluss zum

Fliegenfischen. Freilich macht sie es manchmal dem Fischer nicht leicht. Aber wir sind ja hier an der Subersach.“ Während die beiden legendären Sprungasse noch ihre mentalen Kräfte messen, hat Elmenreich begon­ nen, seine Angelrute herzurichten. In einem kleinen Kästchen sucht er nach einer geeigneten Trockenfliege. Dabei beobachtet er wie die beiden anderen immer wieder das Wasser. „Da!“, ruft er. „Habt ihr gesehen?“ Ein Fisch war an die Oberfläche gekom­ men, um nach einem toten Insekt zu ­schnappen. Kleine Wellenkreise verlie­ ren sich im Wasser wie die Luftwirbel reisemagazin bregenzerwald · 9


im Äther nach dem Aufsprung im Aus­ lauf einer großen Schanze. Vor Jah­ ren hatte dort der Filmemacher Wer­ ner Herzog Hochleistungskameras aufgestellt, um einen durch die Luft Fliegenden in Zeitlupe aufnehmen zu können. Keinen Fisch natürlich, sondern den Skispringer Steiner. „Die Kameras waren so laut, dass wir Prob­ leme befürchtet hatten“, erzählte der Filmer später. „Schließlich wurde der Skisprungbewerb im Fernsehen über­ tragen, wir durften nur mitfilmen.“ Ein beeindruckendes Porträt ist daraus geworden: „Die große Ekstase des Bild­ schnitzers Steiner.“ Doch in diesem, dem Bregen­ zerwald, wird er keine geschnitzten Stämme hinterlassen, hier wird er Toni Innauer zeigen, wie ein Schweizer mit österreichischen Fischen verfährt. Wir stapfen durch den Bach. Claus Quam veliserklärt, autestoinmolestiaepe Elmenreich freier Naturquiaess enduntio. Cullaut quisuchten il estrumsich quame aufgewachsene Fische im Strömungsschatten meist eine ruhige Stelle. Dabei hätten sie den Kopf immer flussaufwärts gerichtet,

um Ausschau nach auf sie zutreibende Nahrung zu halten: „Wir müssen uns daher von hinten anschleichen, denn wenn uns ein Fisch sieht, wittert er die Gefahr und zieht sich sogleich zurück“. Innauers Miene verrät, dass er auf solche Hinweise gern verzichten könnte, aber Elmenreich spricht ja nicht zu den beiden Fischern, ­sondern zu mir. Und jetzt ergänzt sogar Innauer selbst: „Das Besondere hier ist ja, dass keine Bachforellen eingesetzt werden, sondern sie sich auf natürli­ chem Wege vermehren.“ Als hätte sie auf Innauers Stichwort gewartet, glei­ tet eine Bachforelle in die Strömung. Elmenreich befestigt ein aus Federn gebasteltes Imitat einer Steinfliege am Haken, lässt ein wenig Schnur von der Spule, schwingt die Rute vier-, fünf­ mal und der Köder landet im Wasser. Dort wirbelt er im wilden Wasser und nimmt den Weg stromabwärts. Sieht alles täuschend echt aus – doch der Fisch zeigt kein Interesse. Ein zweiter Versuch und ein dritter. Dann ist der Fisch verschwunden.

„Wahrscheinlich hat die Forelle gemerkt, dass etwas mit der Fliege nicht stimmt“, meint Steiner. Und Innauer ergänzt: „Die Fische hier sind kein Zuchtzeug, sondern wilde Tiere, die ihre Umwelt gut kennen und sehr vorsichtig sind.“ Wir gehen weiter, stromaufwärts. Steiner und Innauer suchen sich Plätze, die ihnen geeignet erscheinen. Elmenreich erzählt mir vom Fliegen­ fischen. Im Bregenzerwald sei es etwa in den Achtzigerjahren aufgekommen. „Fliegenfischen ist viel mehr als nur einen Fisch an Land zu ziehen. Hier kommt es auf die Wurfbewegung an, dass ich den Köder dorthin plat­ ziere, wo ich ihn auch möchte. Das ver­ langt ständige Übung. Vor allem muss ich die Eigenheiten der Natur kennen und daraus die richtigen Schlüsse zie­ hen. Die Strömung, das Wetter, der Einfall der Sonne, die Fischart – da gibt es viele Einflüsse, die ich deuten muss.“ Plötzlich kommt er ins Schwär­ men: „Am schönsten dabei ist, dass man sich in der freien Natur bewegt.

Walter Steiner und Toni Innauer überreichen die Beute Jürgen Klocker, der sie zubereiten wird

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Toni Innauer und Walter Steiner beim Vorbereiten der künstlichen Fliegen für den Fischzug in der Subersach Es gibt Tage, da begegne ich hier keiner Menschenseele“. Auch die beiden Sprungstars schätzten die Stille der Natur schon, als sie noch aktive Sportler waren. Beide liebten schon damals das Fischen. Im Sommer trafen sie sich oft auf Trainingscamps. Im Salzkam­ mergut, wenn sie gerade eine Trai­ ningspause einlegten, packte Steiner seine Rute und stieg gemeinsam mit Innauer hinab zur Koppentraun. Mitt­ lerweile lebt Steiner in Schweden, Innauer bei Innsbruck. Oft sehen sie sich nicht. Doch gelegentlich kommt es zu einem Treffen und dann geht es wie hier zum Fischen an ein wildes Gewässer. Was zeichnet Fliegenfischen in ihren Augen gegenüber herkömmli­ chem Fischen aus? Die beiden sind sich einig: Fliegenfischen verlange ein besonderes Naturverständnis. „Man muss das Verhalten der Fische ken­ nen“, erklärt Innauer. „Und das Gewäs­ ser lesen lernen. Zudem sollte man mit sehr geringem Störeinfluss am Wasser agieren, quasi Natur und Insekten imi­ tieren.“ Und Steiner ergänzt: „Wurmund Spinnfischerei ergeben vielleicht

mehr Ertrag, das Fliegenfischen ist jedoch wie das Skifliegen die Formel-1.“ Gibt es also auch Parallelen zum Skisprungsport? Klar, meinen beide: Ein perfekter Wurf ist wie ein perfekt getimter Flug im Skispringen. „Für ganz weite Würfe benötigt es mehr Rhythmusgefühl und saubere Tech­ nik als Kraft“, erklärt Innauer. „Das ist beim Skispringen ganz ähnlich.“ „Der mentale Teil ist von überragen­ der Bedeutung“, stimmt ihm Steiner zu. Nun wird das Geplänkel am Beginn unserer Tour verständlich. Die bei­ den setzen noch immer auf mentale Stärke. „Übertriebener Krafteinsatz hingegen führt nur zum Chaos“, sagt der Schweizer. „Die Ekstase eines per­ fekten Skifluges ist uns beiden nun versagt. Eine selbstgebundene Fliege oder Nymphe perfekt zu platzieren und einen großen Fisch zu überlisten, ist wohl unser Skiflug-Ersatz.“ Wir erreichen Felsen, müssen etwas klettern. Kleine Teiche tauchen auf, im Dialekt „Gunten“ genannt. Elmenreich nimmt die Trockenfliege vom Haken und befestigt eine ­Nymphe. Diese schwimmen unter ­Wasser und sollen Insektenlarven vortäuschen. In der

Tiefe sind die Fische nur mehr schwer zu erkennen. Doch plötzlich zappelt es: eine Bachforelle hat angebissen. Stolz zieht der Fischer sie an Land, ein schneller Todesstoß, dann misst er die Länge des Fanges und trägt ihn in sein Fischerbüchlein ein. Drüben halten Steiner und Innauer ihre Beute in die Luft. Lachende Fliegen­fischer in der Subersach, einem Fluss, wo die Zeit stillzustehen scheint. Oder verfliegt. Georg Sutterlüty

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Gründungsmitglied Toni Innauer beim Bunkerschlag auf seinem Heimatplatz. Walter Steiner beobachtet das „­Rettungsmanöver“ aus dem Hintergrund.

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Das schönste Blopp Es ertönt, wenn ein weit geschlagener Golfball im Loch landet. Oder ist es doch das Geräusch einer Forelle, die das Wasser durchstößt, um eine Fliege zu fangen? In hohem Bogen fliegt der Ball durch die Luft und nach einem Augen­ blick des Bangens wird klar, dass er genau dort landen wird, wo man hin­ gezielt hatte. Wenn alles passt, fliegt er, wie von Zauberhand gesteuert, viel weiter, als man erhofft hat. Der biegsame Schlägerschaft und das Timing des Spielers haben ­bestens harmoniert. Diese Momente sind bei Nichtprofis selten genug, aber der Grund, nicht mehr l­ oszu­kommen von Golf. In meinem Heimatclub schlägt man vom Abschlag 17 über die Weißach von Sulzberg wieder auf das Gemeindegebiet von Riefensberg. Das letzte Drittel des Ballfluges ist bei einem geglückten „Drive“ purer Genuss. Es war „Schlossars Rudl“, der uns Rotznasen zeigte, wie man „giftige“ Bolzen schnitzt und mittels saftiger Weidenruten und Schnur in die Luft peitscht. Mit einer flüssig-­eleganten Bewegung ließ er das Flugobjekt ­starten. Barfuß und in kurzen Hosen hockten wir im Gras und brachten den Mund nicht mehr zu.

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Golfpark Bregenzerwald Das Schönste am Golf ist der Platz, meinen viele. Das gilt auf alle Fälle für den Golfpark Bregenzerwald. Ihn hat der Architekt Kurt ­Rossknecht geschaffen und dabei die Besonderheiten des sanfthügeligen Weißach-Tales mit den alten Baumgruppen und naturbelassenen Streuwiesen durch sorgsam gesetzte Bunker, Teiche und Grüns ergänzt. Der sehr abwechslungsreiche Platz mit seinen 18 ­Bahnen ist für alle Spielstärken ausgelegt. Tägliche Startzeit: 9 bis 15 Uhr www.golf-bregenzerwald.com

Blick auf den Golfpark Bregenzerwald in Riefensberg-Sulzberg Da war es das erste Mal: dieses betörende Zischen, wenn sich ein Kör­ per mit atemberaubender Beschleu­ nigung in die Luft bohrt. In hohem Bogen verwandelte sich der Pfeil zum winzigen Punkt hoch am Himmel. Wir stürmten los und konnten nicht fas­ sen, wie weit die Stelle, an dem der Bol­ zen sich tief in die Erde gebohrt hatte, vom Start entfernt lag. Beim Rücktransport mussten wir die Tatsache verdauen, dass „dor Schlossar“ kein junger, muskulöser Sportler, sondern behäbig und in unse­ ren Augen alt war. Mittlerweile in Rudls Alter, stehen

Walter Steiner und ich in hohen Stiefeln mit Rute und Schnur nebeneinander. Die Subersach umspült und kühlt unsere Beine, unser Blick ist auf die Strömungs­ kante gerichtet. Mit superleichten Ruten und getrimmten Wurfschnüren peit­ schen wir die verführerisch gebundene Kunstfliege über unseren Köpfen vor und zurück. In das Gurgeln der Ach mischt sich ein betörendes Geräusch. Die Aktion der Rute beschleunigt die Schnur und die Luft zischt rhythmisch. Nur jenes „Blopp“, wenn eine Forelle die Wasseroberfläche durchbricht und die Fliege nimmt, klingt noch schöner. Toni Innauer reisemagazin bregenzerwald · 13


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Mit Moses am Fels Er schlägt kein Wasser mit einem Stab aus Felsen, führt aber wie einst der Prophet Mose ein Volk durch die Wüste. Allerdings besteht seine aus Felsen und hohem Gebirge: Markus „Moses“ Moosbrugger ist Bergführer „Nein, da komme ich nicht runter!“, rufe ich Bergführer Markus

Moosbrugger, auch „Moses“ genannt, zu. Ich stehe auf einem Fels, den Kör­ per dem Stein zugewandt, und will das Stahlseil, an dem ich gesichert bin, nicht loslassen. Rechts und links ein Abgrund. „Natürlich geht das. Hier ist der nächste Tritt“, sagt Moses ruhig, nimmt meinen in der Luft schweben­ den Fuß und stellt ihn in diesen Tritt. „Verlass dich auf deine Füße, suche mit ihnen Halt!“ Diesen Rat beherzigend und stets den aufmunternden Moses neben mir, klappt es bei den nächsten Felsen besser. Als wir nach einer Stunde den Klettersteig vom Karhorn ­abgestiegen sind, ist aus meiner Angst Begeiste­ rung geworden: Ich, die ich noch nie geklettert bin, habe mich inmitten von Felsen fortbewegt, ich habe nach Felsvorsprüngen getastet und mich an Felsplatten am Drahtseil nach unten gehangelt. War der Aufstieg am Kletter­steig noch einfach, so hatte der Abstieg seine Tücken. Den hätte ich ohne Bergführer Moses nicht geschafft. Markus Moosbrugger, 48 Jahre alt, braungebrannt und von sportlicher Statur, hat sich vor vier Jahren als Skiund Bergführer in Schoppernau selbst­ ständig gemacht. „Mit Moses“ heißt sein Ein-Personen-­Unternehmen. Mit dem biblischen Moses hat der Name eigentlich nichts zu tun, sondern ist eine Ableitung vom Nachnamen „Moosbrugger“. Und doch: Wie der ­Prophet in der Wüste Wege gesucht und sein Volk darauf entlanggeführt hat, so sucht auch der Schoppernauer Moses besondere Wege für sich und

seine Gäste im Gebirge. Seine Leiden­ schaft galt immer schon den Bergen und wurde ihm wohl von seinem Groß­ vater, der Bergführer war, mitgegeben. Das Leben aber verläuft selten auf gera­ den Wegen, und so schlug er erst eine Laufbahn als Maschinenschlosser, dann als Büro- und Bankkaufmann ein. „Erst nach diesen Umwegen, die viele Erfah­ rungen mit sich brachten, machte ich meine Berufung zum Beruf.“ Und so stehen er und ich heute bei der Talstation der Skilifte Warth, bereit für das Karhorn. Klettersteig-Gehen boomt und wird auch im Bregenzer­ wald immer beliebter. Das hat meh­ rere Gründe: Am Klettersteig erfahren Ungeübte einen intensiven Kontakt mit den Felsen, für die leichten Steige ist keine Erfahrung nötig, das Risiko ist eher gering, das Abenteuer groß. Der Aufstieg zum Karhorn-Kletter­ steig beginnt bequem: mit der Sessel­ bahn des Steffisalp-Express in Warth. Dann wandern wir etwa 45 Minuten aufwärts zum Sattel zwischen Wartherund Karhorn, dem Einstieg des Klettersteigs. Während dieser Wanderung lässt sich gut plaudern. Moses erklärt, wes­ halb die Berge ihn faszinieren: „Die unglaubliche Vielfalt der Natur hier begeistert mich“, sagt er, zeigt auf die sanfte Blumenwiese neben uns und

dann hinauf zu den zackigen Felsen des Karhorns, die sich vor uns auftür­ men. „Die Natur im Gebirge verändert sich durch das Wetter und die Jahres­ zeiten ständig. Sich diesen Verände­ rungen anzupassen, ist immer wieder eine faszinierende Herausforderung.“ Diese Erfahrungen gibt er gern an seine Gäste weiter, sei es beim Berg­ steigen, Sportklettern, Eisklettern, Ski­ touren, Schneeschuhwandern oder Freeriden im Bregenzerwald und im gesamten Alpenraum. Mittlerweile haben wir den Aus­ gangspunkt des Klettersteiges am Ost­ grat erreicht. Nachdem wir die Ausrüs­ tung – Handschuhe, Helm, Gurt und Klettersteig-Set – angezogen haben, kann’s losgehen. Entlang des Steigs ist ein Drahtseil gespannt, an das wir uns mit den beiden Karabinern ein­ hängen. Das eine Mal führt der Weg steil auf Felsen nach oben, dann wie­ der verläuft er neben dem Stein. Nach etwa eineinhalb Stunden genussvollen Klettersteig-Gehens erreichen wir den Gipfel. Wir lassen den Blick über die unzähligen Bergspitzen schweifen und machen uns bereit für den Abstieg am Westgrat. Das wird wesentlich schwie­ riger. Man könnte auch auf einem Wanderweg bergab gehen, doch dank Moses traue ich mir die Kletterei zu. Ein gutes Gefühl! Elisabeth Willi

Der Mann Moses und sein Volk, das er durch die Felswüsten führt reisemagazin bregenzerwald · 15


Tipp:

Klettergärten und -steige im Bregenzerwald Klettergarten Au-Schnepfau Schwierigkeitsgrad: 3 – 8 Sehr schöne Sonnenplatte, reizvolle Schrattenkalkplatte mit mehreren Routen Klettergarten Schwarzenberg Länge/Höhe: ca. 30 m Schwierigkeitsgrad: 3 – 7 Routen Topos, Ausrüstungs-Verleih: Sport Fink, T +43 (0)5512 2918 Klettersteige Widaschrofa, Mellau-Schnepfau „Wälder Klettersteig“ Länge/Höhe: Start bei 760 m / TOP bei 850 m Schwierigkeitsgrad: D Gehzeit: ca. 1,5 Std. Höhenunterschied: 100 m „Abendrot Klettersteig“ Mellau-Schnepfau Länge/Höhe: Start bei 760 m / TOP bei 850 m Schwierigkeitsgrad: E Gehzeit: ca. 1,5 Std. Höhenunterschied: 100 m Klettergarten Schrofenwies in Warth Länge/Höhe: 20 m Schwierigkeitsgrad: 4 bis 9+ 31 abgesicherte Routen, Übungsklettersteig, Kinder unter fachkundiger Aufsicht eines Erwachsenen, Grillstelle Topo erhältlich im Tourismusbüro Warth-­ Schröcken: www.warth-schroecken.at Mindelheimer Klettersteig in Warth Schwierigkeitsgrad: mittel Gehzeit: ca. 2½ Std. bis zum Einstieg – ab WarthLechleiten Höhenunterschied: ca. 200 m Klettersteig Karhorn Warth, Ost- und Westgrat Länge/Höhe: 1.200 m Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwierig (B bis D) Gehzeit: 2 bis 4 Std. Höhenunterschied: 250 m Klettergarten Bürstegg zwischen Lech und Warth Länge/Höhe: 20 m Schwierigkeitsgrad: 3a bis 7+ 29 abgesicherte Routen Topo erhältlich in den Tourismusbüros WarthSchröcken – www.warth-schroecken.at – und LechZürs

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Mit Moses als F眉hrer ist kein Hang zu steil, kein Grat zu schmal reisemagazin bregenzerwald 路 17


Susi lässt sich locker scheren Susi stammt nämlich aus der größten Schafherde Vorarlbergs, die sich hier gerade auf den Weg zu ihrer Weide macht

Ist Susi das schwarze Schaf der Herde? Die Schur hat sie jedenfalls gelassen ertragen

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Mit drei Schafen fing alles an. Heute halten Thomas und Brigitte Gmeiner aus Bizau eine 70-köpfige Herde – die größte in ­Vorarlberg. Wie in vielen Hofläden gibt es auch bei ihnen Butter, Bergkäse oder Sauerrahm zu kaufen – alles aus Schafmilch Schafschur im „Schafmilchbe­ trieb Gmeiner“ in Bizau: Wer sich vor­ stellt, ein Profi schere innerhalb vier Minuten ein Schaf und sobald eines fertig sei, liege schon das nächste vor ihm, der irrt. Ohne Eile holt Schaf­ bauer Thomas Gmeiner ein Tier nach dem anderen in einen abgetrennten Verschlag des Stalles. Dort bindet er es fest und spricht – sofern nötig – beschwichtigend auf es ein. Bei Schaf Susi ist das nicht erfor­ derlich, ganz ruhig steht es da. Gmei­ ner setzt eine surrende Schermaschine am Hinterteil des Schafes an, fährt damit in Richtung Hals und neben dem kahl gewordenen Streifen wieder zurück. Und schon fällt das dichte Fell. Während der ganzen Schur, die etwa zehn Minuten dauert, bleibt das Tier gelassen. Jeden Frühling und Herbst

Brigitte Gmeiner

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steht diese Arbeit an und ergibt 230 Kilogramm Wolle. Sie wird zu Schaf­ wollteppichen und Schafbetten verar­ beitet oder zu Patschen, Sitzpolstern und Dekorationen gefilzt. Vor etwa zehn Jahren übernahm Thomas Gmeiner die Landwirtschaft seiner Eltern und kaufte sich zu den Kühen drei Schafe dazu. „Rein aus Neugierde“, sagt der Bauer. Aus der Neugierde wurde Passion, aus drei Schafen eine ganze Herde. 2013 ver­ kauften Gmeiners die letzte Kuh. Nun hält das Ehepaar rund 70 Schafe. Jeden Frühling werden an die 120 Lämmer geboren. In ganz Vorarlberg gibt es kei­ nen anderen Schafmilchbetrieb dieser Größe. Schafe werden vielseitig genutzt. Gmeiners verkaufen nicht nur die Erzeugnisse aus Schaffell, sondern auf Anfrage auch Lammfleisch, Schafwurst und Lebensmittel aus Schafmilch. Von Letzteren gibt es eine ganze Menge in dem kleinen Hofladen: Bergkäse, Joghurt, Butter, Sauerrahm, Schafkäse und mehr. Alles zu hundert Prozent aus Schafmilch und in der hofeigenen Sennerei hergestellt. Wie schmeckt das im Vergleich mit Produkten von der Kuh? „Weicher und cremiger“, meint Brigitte Gmeiner. Die meisten Men­ schen, die Kuhmilch nicht vertragen, können Schafmilchprodukte problem­ los essen. Aber auch andere kommen zunehmend auf den Schaf-Geschmack. Brigitte Gmeiner bedient hinter der Theke im Hofladen gerade ein Ehepaar. Freundlich gibt sie darü­ ber Auskunft, dass jedes ihrer Schafe durchschnittlich zwei Liter Milch pro Tag gibt und erklärt dann, dass sich Schafmilch-Butterschmalz sehr gut zum Kochen und Braten eigne. Wenn die Schafbäuerin über ihre Tiere und den Betrieb spricht, wirkt sie leiden­ schaftlich, scheint mit Freude bei der Sache zu sein. „Ja, so ist es“, bestätigt sie. Auch ihr Ehemann ist vollkommen überzeugt von ihrer Schafzucht. Regionales und ökologisches Arbei­ ten ist den Schafbauern sehr wichtig. „Nur gesunde Tiere erzeugen gesunde

Thomas Gmeiner im Stall bei seinen Schafen

Lebensmittel.“ Deshalb halten sie ihre Schafe so artgerecht wie möglich: Im Sommer können sie Tag und Nacht auf die Wiese, im Winter haben sie im Stall genügend Platz, um sich zu bewe­ gen. In der kalten Jahreszeit geben die Schafe keine Milch. Erst im Frühling, wenn die Lämmer geboren werden. „So sieht es der natürliche Zyklus vor“, erklärt Gmeiner. Zur artgerechten Hal­ tung gehört auch natürliches Futter: Soja oder gentechnisch veränderte Tiernahrung sind auf dem GmeinerHof nicht zu finden. Wer sich selbst überzeugen will, wie Gmeiners ihre Schafe halten, kann sich von ihnen durch den Betrieb füh­ ren lassen. Viele Besucher schätzen das, denn, so Brigitte Gmeiner: „Men­ schen ist es wichtig zu sehen, wie ihre Lebensmittel hergestellt werden.“ Elisabeth Willi


G’hörig Wälderisch Birgit Rietzler, Dichterin im Bregenzerwald, stellt typisches „Wälderisch“ vor

Was Ma alls ka Ma ka meh as ma moant.

Man kann mehr als man denkt.

Ma ka d‘ Höanor ufschtello und `Flügl usbroto, obwohl ma beds ned hat.

Man kann die Hörner aufstellen und die Flügel ausbreiten, obwohl man beides nicht hat. Ma ka ou dinn gradus gau, winn oas numan schräg aluogot.

Man kann auch dann geradeaus gehen, wenn einen jemand schräg anschaut. Ma ka se klin macho wio a Mus, abr das tuot ma meischtens för Katz.

Man kann sich klein machen wie eine Maus, aber das tut man meistens für die Katz. Ma ka`s guot moano und schleht artreoffo.

Man kann es gut meinen und schlecht damit ankommen. Ma ka, winn ma nix me höro well, tuo as ob ma ­ghörlos si.

Man kann, wenn man nichts mehr hören will, tun, als ob man gehörlos sei. Ma ka bi Reogo tuo ob ma us Zuckar wär odr oafach drundod doar gau.

Man kann bei Regen tun, als ob man aus Zucker wäre oder einfach drunter durchgehen. Ma ka jedo Tag Fioschtr butzo und gli kan Doarblick heo.

Man kann jeden Tag die Fenster putzen und trotzdem keinen Durchblick haben. Ma ka ned `s Bschteck bim Papscht z’schpät bschtello!

Man kann nicht das Besteck beim Papst zu spät bestellen! (Zungenbrecher) Ma ka vom Schöanschto gnuog kriogo.

Man kann vom Schönsten genug bekommen. Ma ka ned allad bloß üborse gau.

Man kann nicht immer nur aufwärts gehen. Ma ka ou gonz z’obrascht umma undorgau.

Man kann auch ganz zuoberst droben ­untergehen. Ma ka ka Wundr weorko, ma hat ned drü Hind!

Man kann keine Wunder wirken, man hat nicht drei Hände. Ma ka, winn oam sus nix me infallt, uf o Kopf schtau und mit do Füoßo jäummoro.

„Weicher und cremiger als aus Kuhmilch“ – so beschreibt Brigitte Gmeiner die Produkte aus Schafmilch, die ihr Mann mit ihr gemeinsam herstellt

Man kann, wenn einem sonst nichts mehr einfällt, auf dem Kopf stehen und mit den Füßen jammern.

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Der Welt ins Holz geschrieben Am 15. November 2015 wäre der Bregenzerwälder Maler, Zeichner und Holzschneider Leopold Fetz 100 Jahre alt geworden. Die Stadt ­Bregenz, seine Söhne und Freunde feiern ihn mit einer Ausstellung

Der alte Viehweg. Gemälde von ­Leopold Fetz Es gibt ein Foto, das Leopold Fetz mit Schülern des Gymnasiums Mehrerau zeigt. Die Zeichenstunde ist nach draußen verlegt worden, auf den Kiesplatz im Schulhof. Irgend­ wann in den Siebzigern. Das Licht ist ­golden, das Foto grobkörnig, die Socken weinrot, die Haare lang. Die Schüler ­sitzen in einer Art Halbkreis auf ihren Klassen­zimmerstühlen, die Zeichenmappen auf den Knien, die Blicke auf die Blätter geheftet. Vorne links in zweiter Reihe der Lehrer, Leo­ pold Fetz, ebenfalls zeichnend. Kei­ ner blickt in die Kamera, keiner in

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die Ferne, keiner scheint zu sprechen. Wenn, dann leise, langsam. Was diese Aufnahme einer scheinbar alltäglichen Zeichenstunde so besonders macht, ist diese Konzentriertheit, dieses Vertieft­ sein der Personen in das, was sie tun. Diese Verbundenheit. Verbundenheit ist auch eines jener Worte, die Thomas Moosbrugger als Erstes einfallen, als er über den viel älteren Freund Leopold Fetz zu erzählen beginnt. Er, Moosbrugger, war ­Lehrer für Philosophie und Deutsch und wohnt mit seiner Familie im Gasthof Taube in Bizau. Zur Hochzeit sollte Fetz

eine Einladung gestalten. Diese erste Begegnung war eine bleibende. „Ich habe so viel Zeit mit ihm verbracht wie nur möglich, er war für mich der Stell­ vertreter meines ‚Ihne‘, also meines Großvaters, auf Erden. Er war der Welt um ihn herum, den Menschen so innig zugetan. Und er konnte sehen.“ Sehen. Zeichnen. Malen. Holz­ schneiden. 1930, mit fünfzehn J­ ahren, begann Leopold Fetz eine Lehre beim Innsbrucker Kirchenmaler Toni ­Kirchmeyr. Nach einigen Studien­ monaten an der Münchner Akademie kam der Krieg, Fetz wurde ­eingezogen


und an die Kanalküste versetzt. 1946 kehrte er aus der Kriegsgefangen­ schaft in seinen Geburtsort Reuthe zurück, arbeitete in seinem Atelier in ­Schwarzenberg. Mitte der Fünfziger­ jahre zog er nach Bregenz und unter­ richtete als Kunsterzieher an verschie­ denen Schulen. Wenn er auf Reisen war, hat Fetz unablässig gezeichnet. In ­seinen B ­ ildern und Grafiken, die zu Hause im Atelier entstanden sind, ist er aber vor allem einem Thema treu geblieben: dem Bregenzerwald. Malerkollege Claus Pack schrieb: „Mit den Jahren 1965/66 setzt jener Abschnitt in der künstlerischen Ent­ wicklung von Leopold Fetz ein, in dem er beginnt, seine Ernte einzubringen, in einer sich noch stetig steigernden Eindringlichkeit. Und es sind, bis auf wenige Ausnahmen, zwei oder drei ­Themen, um die sein weiteres Werk kreist: Häuser, allein oder umgeben von Vegetation, und Bäume, meist kahl und im Schnee, deren kräftige R ­ hythmen die Bildflächen durchspannen und orga­ nisieren. Oder die Verbindung der bei­ den Themen: Baum­skelette vor niedrig geduckten Häusern.“ Moosbrugger drückt es so aus: „Die deutsche Sprache sieht Heimat, Heim und Geheimnis zusammen. Wirkliche Heimat ist dort, wo das Geheimnis mich umgibt. Ein alter, lebensweiser Bregen­ zerwälder Bauer bewirtschaftet zusam­ men mit einem feinsinnigen, lyrischen Künstler die Flächen der Fetz’schen Bil­ der. In der Bildbetrachtung, wenn dieses Ritual den Ort einer Begegnung auftut, komme ich in Berührung mit meiner Mitte wie mit meinem Umkreis und ich erlebe im Bild, wie und dass so Leben gelingt. Leopold war zum Sehen gebo­ ren und eine Schau zu geben bestellt.“ Freiheit trotz Nähe, innere Ver­ bundenheit und die Fähigkeit, sich die Dinge aus der Distanz anzusehen – das ist es wohl, was Leopold Fetz ausmacht, was in seinen Bildern zu spüren ist. Wenn da ein Zaun die Landschaft trennt, Hausdächer im Hintergrund aufragen, Berge abfallen – dann ist das der Bre­ genzerwald, ohne ein einziger bestimm­ ter, ein ausschließlicher Ort zu sein. Es ist vielleicht so etwas wie das Wesen einer Landschaft mit den Charakteris­ tika dieses Tals – frei, ohne ­anonym zu sein. Wenn er Tiere malt und zeichnet,

Ein Selbstporträt des Malers, Zeichners und Holzschneiders dann sind es die Tiere seiner Umge­ bung und gleichzeitig eben jene des Alpenraums, die schweren Ackergäule, Schafe und Kühe der Bauern. Die Verbundenheit zu seiner ­Heimat findet sich auch und vor allem in den Holzschnitten. Der Schweizer Kunstkritiker Albert Graf-Bourquin schreibt: „Leopold Fetz kennt das Holz, den Wald und den Lattenzaun seit frü­ hester Kindheit und so überrascht es denn auch nicht, dass er eines Tages erkannte, dass man sich mit Hilfe dieses Materials, dem in der Natur gewachsenen Holz, mitteilen kann, wenn man es anzusprechen weiß. L.F. schneidet nicht wie es die Vorfahren taten – und wie es viele seiner Kolle­ gen heute noch tun – eine genau vor­ bereitete Strichzeichnung ins Holz. Für ihn soll die Zeichnung weitgehend und in erster Linie mit und im Holz entste­ hen. Für L.F. sind Holzschnitte handge­ schriebene Mitteilungen oder Briefe.“

Dieses Verbindliche spricht uns an, aus den Bildern heraus, über die Zeit hinweg. Oder wie Claus Pack schrieb: „In den letzten zehn, fünfzehn Jah­ ren scheint im Werk des Leopold Fetz etwas Bedeutendes geschehen zu sein. In seiner mit unbedingter Konsequenz und Ehrlichkeit verfolgten Arbeit ist in seinen Bildern Innen und Außen eins geworden.“ Carina Jielg

Tipp:

Ausstellung Zeichner – Maler – Holzschneider 100 Jahre Leopold Fetz Palais Thurn & Taxis, Gallusstraße 10, Bregenz Ausstellungseröffnung: Freitag, 10. Juli 2015, 20 Uhr Ausstellungsdauer: 11.7. bis 23.8.2015 Öffnungszeiten: Di – Sa 14 bis 18 Uhr und So 10 bis 18 Uhr, Mo geschlossen Eine Ausstellung des Kulturamtes der ­Landeshauptstadt ­Bregenz Kurator: Thomas Schiretz

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Hoch hinauf soll es also gehen und gleichzeitig der Sache auf den Grund. Die Quelle darf hier ruhig als Metapher verstanden werden ‌

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Hoch hinaus? Hoch hinauf zu den Quellen Der Philosoph und Schriftsteller Peter Natter ist unterwegs, um zu erfahren, was Natur uns bedeuten kann Herunten, im Rheintal, wollen die Menschen schon den Sommer ins Land zwingen, dabei ist es erst Ende Mai. Zwei, drei Wochen sei die Natur früher dran als in anderen Jahren, heißt es. Es blüht und grünt ja wirk­ lich, was das Zeug hält. Gemäht wird auch schon landauf, landab. Droben aber, in den Bergen, schaut es anders aus. Meterweise Schnee, vor allem an den Schattenhängen und in den tiefen Mulden. Während im Tal also der Som­ mer einzieht, müssen die Älpler war­ ten. Noch ist es zu früh, um das Vieh auf die Bregenzerwälder Hochalpen zu bringen. Für mich Seelenwanderer ist jetzt die beste Zeit. Eine Zeit zwischen den Jahreszeiten, sie lässt vieles offen. Der Rucksack ist ein bisschen schwerer diesmal. Zwar habe ich den Schlüssel für eine Jagdhütte in der Tasche, in der ich zwei Nächte ver­ bringen will. Aber nein, Vorräte seien noch keine oben, dafür genug Brenn­ holz, sagt der Besitzer, und das Brünn­ lein sollte auch schon wieder laufen, meint er. So fahre ich eines Morgens mit einem frühen Postbus weit hinein in den Bregenzerwald. Beim Ausstei­ gen im kleinen Bergdorf geht eben die Sonne hinter den Gipfeln auf. Ein frischer, kalter Wind bläst mir um die Nase, schon bin ich froh um den Pullover, der mir bei der Abfahrt noch spöttische Blicke eingetragen hat. Menschen sind keine zu sehen, aber das Kirchenportal steht weit offen und Gesang und Orgelspiel sind zu hören. Richtig, es ist Feiertag heute. Mit einem freundlichen Gruß und der Bemerkung, ich sei früh dran, um da hinaufzukraxeln, verabschiedet mich

der Chauffeur. Jetzt ist der Bus leer, das Ziel bald erreicht, dann wird er wieder umdrehen und in den Frühsommer zurückkehren. Ich schultere den Rucksack und mit ihm mehr als nur das Gewicht von reichlicher Verpflegung, Schlafsack, Wäsche und was man so braucht, bis hin zur Lektüre. Was ich mir noch auf­ lade, sind Gedanken, Fragen, Überle­ gungen. Für den heutigen Abschnitt meiner diesmal dreitägigen Wande­ rung habe ich mir ein steiles und lan­ ges Stück Weg ausgesucht. Dass ich von Orgelspiel und frommem Gesang begleitet werde, ist ein gutes Omen. So bleibt ein Eindruck zurück, der gut zu meinem Vorhaben passt. Das Ziel für heute ist nämlich das Quellgebiet der Bregenzerach. Hoch hinauf soll es also gehen und gleichzeitig der Sache auf den Grund. Die Quelle darf hier ruhig als Meta­ pher verstanden werden, auch als Pro­ gramm, als Jungbrunnen gar. Von der Lebensader des Bregenzerwaldes habe ich gelesen bei der Vorbereitung auf meine Wanderung. Das ist eine schöne und treffende Bezeichnung für den gut 70 Kilometer langen Wasserlauf. Ist doch die unentwegte Erneuerung, damit aber auch die Vergänglichkeit, ein Programm, das uns Menschen selbst ebenso eingeschrieben ist wie unseren Errungenschaften und unse­ rem Tun. Frostig ist der Hauch, der mich von den Schneefeldern anweht, zwischen denen ich in die Höhe steige. An den Sonnenhängen auf der Südseite aber wird es grün, und die Sonne, die min­ destens so unaufhaltsam höher klettert wie ich, zaubert auch hier eine Ahnung von Sommer auf die Wiesen. Das belebt und beflügelt meine Gedanken, die dem Lauf des munter sprudelnden Wassers zu meiner Rechten folgen. Wie lange wird es dauern, bis das Schmelzwasser von Mohnenfluh,

Juppenspitze, Karhorn oder Widder­ stein sein Ziel in der Nordsee erreicht? Wird dann noch etwas übrig sein vom „Wälderischen“? Darüber braucht man sich nicht lange den Kopf zu zerbre­ chen. Für mich aber ist es ein Einstieg in mein eigenes Nachdenken über die Seele der Region, deren Suche meine Wanderung gilt. Mittlerweile bin ich auf dem da und dort noch schneebedeckten Güterweg an einer schönen, großen Alphütte angekommen. Die Fenster­ läden stehen offen, Zaunpfähle sind säuberlich aufgeschichtet, dazu etli­ che Festmeter Brennholz. Man ist für den Sommer gerüstet. Mein Ziel rückt langsam in Reichweite. Rechter Hand lasse ich einen hoch gelegenen Talkessel liegen, er kommt morgen dran. Lawinenkegel ziehen sich durch steile Furchen ins Tal. Habe ich Wild beobachtet? Vor der Alphütte halte ich Mittagsrast. Brot, kalter Braten, Obst, sogar Kaffee gibt es noch in der Thermosflasche – und einen Schluck Schnaps. Ihn Weihwas­ ser zu nennen, könnte hier und jetzt seine Berechtigung haben, nicht nur wegen des Feiertags. Am besten aber schmeckt die Stille rundum. Sie ist natürlich keine richtige Stille. Aber verglichen mit dem Lärm, wie ich ihn aus der Stadt kenne, ist das hier wunderbar: das unentwegte Rau­ schen des Wassers, die vereinzelten Schreie der kreisenden Raubvögel, der Wind in den Tannen. Es ist wunder­ bar, weil es Phänomene sind, die dazu­ gehören zur Natur und Ordnung der Dinge. So wandere ich in den Nachmit­ tag hinein. Ich will noch hinauf auf den Sattel und ein Stück darüber hin­ weg, bis sich der Blick weit nach Osten öffnet, über Schluchten hinweg und Berge und Täler. Es wird ein Blick sein aus dem Bregenzerwald hinaus. Wenn ich mich dann aber wieder umdrehe, reisemagazin bregenzerwald · 25


um mein Nachtquartier anzusteuern, liegt er vor mir, der Wald. Dann wird auch schon die Sonne untergehen, wahrscheinlich über der Kanisfluh, wenn nicht gar über dem Pfänder. Abend. Eine Petroleumlampe brennt in der winzigen Hütte. Sonnen­ verbrannt sind die Balken, aus denen sie gezimmert worden ist vor zig Jah­ ren. Rechtzeitig zum Sonnenunter­ gang bin ich angekommen. Lange habe ich gebraucht, um mich vom Anblick und von den Geschichten der im Abendlicht in allen Rot- und Orangetö­ nen illuminierten Gipfel loszureißen. Nur der Wunsch, sie in Worte zu fas­ sen, hat mich schließlich Einkehr hal­ ten lassen, und der Hunger natürlich und die Freude auf ein warmes Stüb­ chen und einen Platz, um die Beine auszustrecken. Bald brennt ein Feuer im gemau­ erten Herd, während es rasch dunkel wird draußen und jetzt so richtig still. Frischen Kaffee kochen, Abendbrot essen, Speck und Käse. Eine Stunde lesen. Dass jeder Leser, wenn er liest, ein Leser seiner selbst ist, wie ein gro­ ßer Autor behauptet hat – hier wird es Wirklichkeit, spätestens als ich das Buch aus der Hand lege, dem Knistern und Knacken der Glut zuhöre und für eine Viertelstunde oder zwei vor der Tür in der stockdunklen Nacht stehe. Dann lasse ich das Feuer ausgehen und bereite mir ein Nachtlager auf dem Kanapee. Erstaunen beim Blick auf die Uhr: Es ist nicht einmal halb zehn, Mitter­ nacht ist fern. Zu Hause bei Weitem keine Zeit fürs Schlafengehen. Hier heroben dehnt sich die Zeit um ein Vielfaches und bis zum Einschlafen dauert es noch eine Weile, denn das Fehlen aller Routine macht aus jedem Geräusch, aus jedem Widerschein des Lichts den Anfang einer langen Erzäh­ lung. Über irgendeiner von ihnen schlafe ich schließlich ein. Weil in der Abgeschiedenheit und der Einfachheit der Umgebung alles ganz selbstverständlich das und nur das ist, was es ist, bin ich am frühen Vormittag bereits wieder ausgeruht und gestärkt auf dem Weg. Eine Wan­ derung steht an, die mich zuerst Rich­ tung Tal führt, ein gutes Stück der jun­ gen Ach entlang, dann aber in einem

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weiten Bogen links hinauf, wo in der Ferne die Mohnenfluh aufragt. In wenigen Wochen werden hier überall Wanderer und Älpler unter­ wegs sein, wird das Vieh weiden, wird jenes Leben Einzug gehalten haben, das seit Menschengedenken einen beträchtlichen Teil der Bregenzer­ wälder Identität ausmacht: die Alp­ wirtschaft. Heute bin ich. Langsam erst apern die Schattenhänge aus. Die Baumgrenze habe ich unter mir gelas­ sen, der Talkessel streckt sich, trotz des blauen Himmels geht etwas Bedroh­ liches von den dunklen Rinnen und Wänden aus, die den Horizont been­ gend umschließen. Immer wieder bleibe ich stehen oder setze mich auf einen halbwegs trockenen Stein. Was mich anhal­ tend fasziniert, ist der Gedanke an die Anfänge dessen, was heute so festge­ fügt scheint. Was hat die Menschen hier herauf getrieben vor mehreren Jahrhunderten? Sind sie einfach dem Wasser gefolgt? Sind sie auf ein Ziel zuoder von irgendetwas weggegangen? Ich stelle mir Trecks von Männern, Frauen und Kindern vor, die unter unvorstellbar harten Bedingungen ihren Weg gesucht haben. Ich möchte eine Linie finden, die das, was in der Region heute geschieht, mit diesen Anfängen verbindet; möchte das, was kulturell, wirtschaftlich, sozial, im Handwerk und Gewerbe, in den Schu­ len, in der Gastronomie und Landwirt­ schaft als wesentlich angesehen wird, abklopfen auf die Ursprünge, die zu kennen oder zu denen gar zurückzu­ kehren mir natürlich verwehrt ist. Was möglich ist, sind Ahnungen. Ihnen kann ich am Abend dann viel Raum geben. Ich spüre auch, wie der Blick hinunter, hinaus, hinüber, in die unzugänglichen Schluchten und zu den Alpen, wo ich vor ein paar Stun­ den noch gestanden bin, dass mich dieser Blick mit der Gegenwart verbin­ det und gleichzeitig der Vergangenheit nähert. Wo sonst soll die Seele zu fin­ den sein, wenn nicht in diesem Inein­ anderfließen der Zeiten? Morgen früh führt mich der Weg der Bregenzerach entlang zurück in Franz Michael Felders Heimat­ dorf. Dort werde ich die Wanderung beschließen. Peter Natter


Ich stelle mir Trecks von M盲nnern, Frauen und Kindern vor, die unter Das Fazit? Wenn ich besonders alles unvorstellbar harten Bedingungen Sentimentale wegstreiche, ihren Weg gesucht haben dann waren diese zwei Tage ein immenser Zugewinn an Ruhe und Erkenntnis reisemagazin bregenzerwald 路 27


Magische Momente am Berg Wer wird da kommen?, fragen sich die Tänzerin und der Schauspieler in ihrer Alphßtte

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Der Schauspieler Aurel Bereuter und die Tänzerin Annette Taubmann locken Menschen auf eine Alpe, um sie dort auf ihre eigenen Bedürfnisse kommen zu lassen. Das kann dann auch Risottokochen sein Es ist ziemlich laut, da wo wir uns treffen, um bei Tee und Multivita­ minsaft unsere Erkältungen auszuku­ rieren. Wir sitzen auf der gut besuchten Terrasse eines Cafés am Alberschwender Kirchplatz, hinter uns zieht der Verkehr vorbei. Jedem Traktor schaut Aurel Bereuter nach. Eine Angewohnheit aus frühester Jugend und Annette Taub­ mann sagt, dass ihr gemeinsamer klei­ ner Sohn das auch bereits übernommen habe. Bereuter und Taubmann sind heute im Tal auf Einkaufstour. Letzte Vorbe­ reitungen treffen. Morgen kommen die Kursteilnehmer hinauf auf ihre Alphütte mit Blick auf den Bodensee, nicht weit weg von Schwarzenberg. Was die Gäste erwarten? Einen Persönlich­ keitsworkshop mit hohem Kreativitätsund Spaßfaktor. Oder auch erstmal gar nichts. „Wir hatten schon Manager bei uns, die von ihren Chefs geschickt worden sind. Die waren anfangs wenig begeistert. Aber die Natur, diese Stille da oben und die Gruppe konnten sie überzeugen zu bleiben“, erzählt Taub­ mann. Und Bereuter meint: „Das ist das Erstaunliche, das Potenzial einer sol­ chen Gruppe. Das sind acht Menschen, die sich untereinander nicht kennen, die Dinge machen, die sehr ungewohnt für sie sind, wie etwa sich selbst zu positionieren, Feedback zu geben und zu bekommen.“ Er nimmt einen Schluck Tee und Taubmann ergänzt: „Mal nachzu­ schauen, was man sich im beruflichen oder privaten Umgang mit Menschen so alles antrainiert hat. Da gehen wir etwa im Raum herum und benennen

Dinge einfach um – zum Stuhl sage ich Gartenschlauch, zur Teetasse Schach­ brett und so weiter.“ Taubmann zeigt auf die angesprochenen Gegenstände, Bereuter übernimmt: „Es geht darum, Hemmungen abzubauen, eigene Begrenzungen kennenzulernen.“ Wenn die beiden erzählen, werfen sie sich gegenseitig die Bälle zu, sind ein umwerfend gut eingespieltes Team. „Es ist uns wichtig, dass wir die Workshops nicht nach einem strengen Konzept machen“, sagt Bereuter. „Klar gibt es bestimmte Eckpfeiler unseres Tuns, aber wir möchten uns auch einlassen auf das, was da aus der Gruppe kommt. Konzepte haben die Teilnehmer meist selber genügend im Kopf, da müssen wir nicht noch eins draufsetzen. Um frei bleiben zu können, ist es gut, dass wir beide da sind. Wir können besser reagieren, der Einzelne hat mal Zeit zum Beobachten.“ „Manchmal“, sagt Taubmann, „gibt es richtig magische Momente. Wir verbringen vier Tage gemeinsam in der Gruppe und bereiten abends auch das Essen zusammen zu. Einer meinte einmal, er habe überhaupt noch nie so richtig gekocht – er tat es aber an diesem Abend und es wurde das beste Risotto seines Lebens.“ Aurel Bereuter, gebürtiger Wolfur­ ter mit Wurzeln im Bregenzerwald, studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien. Nach Engagements an Theatern in Ingolstadt, Würzburg und Nürnberg arbeitet er nun in Münster und auf der Familien-Alpe als Coach. Dass er Schauspiel und Persönlichkeits­ training in Seminaren kombinieren könnte, dazu ist er durch eine Heilprak­ tikerin in Ingolstadt inspiriert worden. „Diese Frau hat mir sehr viel beige­ bracht und ich habe gemerkt, dass ich gern mit Menschen arbeite. Auf das Theaterspielen, auf die Bühne könnte ich aber nie verzichten, dazu brauche ich sie zu sehr“, lächelt er. Seine Frau Annette Taubmann hat in Wien und Liverpool Tanz und Choreografie stu­ diert. „Zum Coaching bin ich durch die

„Wir lassen uns auch darauf ein, was aus der Gruppe kommt“ Begegnung mit einem Zauberer gekom­ men und über verschiedene Jugend­ projekte in den vergangenen Jahren. Ich habe mich gefragt, wie könnte man Jugendliche, vor allem sozial benach­ teiligte, an Theater und Tanz heranfüh­ ren? So ist das ,Soziale Tanz Theater‘ entstanden. Mit ihm sind großartige Erfahrungen gekommen. Die Arbeit mit Laien ist ein spannendes Aha-Erlebnis, ein guter Schritt raus aus dem Ego-Trip.“ Irgendwann später an diesem Tag, Bereuter und Taubmann sind wahr­ scheinlich längst wieder oben am Berg, lese ich Rückmeldungen früherer Kursteilnehmer. „Danke! ... Körper entspannt, Seele optimistisch: ich gehe mit ungewohntem Mut in die neue Woche,“ steht da etwa und ich erinnere mich daran, was Aurel Bereuter gesagt hat. „Ein Teilnehmer, er coacht selbst, meinte einmal: Diese Seminare sind für mich geistiger, körperlicher und intuitiver Muskel-Aufbau und deshalb unumgänglich.“ Carina Jielg

„Um frei bleiben zu können, ist es gut, dass wir beide da sind“ reisemagazin bregenzerwald · 29


Neben ihrem Bauernhof in Krumbach hat sich Martha Niederacher eine Textilwerkstatt bauen lassen. Was als verrückte Idee galt, bringt ihr heute Aufträge aus ganz Europa ein Die Sonne fällt durch die Bunt­ glasfenster der Lingenauer Kirche und zeichnet farbige Flecken auf dreizehn dunkle Seidentücher, die hintereinan­ der über dem Altar hängen. Darauf sind aus Bergschafwolle römische Zahlen gefilzt. Die Seidentücher hat Martha Niederacher gefertigt. In Krumbach führt sie eine Textil-Werkstatt und bietet Urlaub am Bauernhof an. Beides ergänzt sich. Aufgewachsen ist sie auf einem Hof in Sulzberg/Thal. Immer schon sitzt sie gern an Mamas Nähmaschine. Schneiderin will sie werden. Bäuerin auf keinen Fall. 1969 aber gibt es nur eine Schneiderin, die Lehrlinge ausbildet. Dieser Platz bleibt Martha verwehrt. Sie bekommt Arbeit in der Textilfabrik Benger. Zwei Vorarbeiterinnen erken­ nen ihr Talent und nehmen sie unter ihre Fittiche. Fünf Jahre später heiratet Martha einen Krumbacher. Und wird Bäuerin. Sie bekommt drei Kinder und macht die Meisterprüfung in ländlicher Hauswirtschaft. Zusätzlich arbeitet sie fünfundzwanzig Jahre lang als Service­ kraft in der Gastronomie. Sie engagiert sich an allen Ecken und Enden und wird zur Orts- und schließ­ lich zur Gebietsbäuerin gewählt. Der Krumbacher Bürgermeister holt sie in die Gemeindevertretung. Zwei Jahre lang ist sie Vize-Bürgermeisterin. Als Erstes sorgt sie dafür, dass Bäuerinnen den Computerführerschein im Bregen­ zerwald machen können. Dann organi­ siert sie einen Foto-Kurs. Bäuerinnen stellen sich auf ihren eigenen Fotos so dar, wie sie sich selber sehen, nicht in Kopftuch und Gummistiefeln, sondern auf großen Traktoren und am Com­ puter. Die Foto-Ausstellung „Bäuerin

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sein heute“ wird ins Frauenmuseum Hittisau geholt. Parallel dazu werden textile Handarbeiten ausgestellt, die auch verkauft werden sollen. Martha Niederacher beobachtet die Kunden. Obwohl die Stickereien technisch auf höchstem Niveau produ­ ziert sind, wird das Design nicht mehr angenommen. Die Zeiten sind vorbei, in denen Busladungen gehäkelter Vor­ hänge aus dem Bregenzerwald in jeden Winkel Österreichs gekarrt wurden. Die neue Architektur verlangt nach anderen textilen Wohnaccessoires. Sie erkennt, dass ein wichtiges Kulturgut im Begriff ist auszusterben. Das Thema lässt sie nicht mehr los.

Martha Niederacher bietet auch Textilkurse in ihrer Werkstatt an Gemeinsam mit anderen Frauen ruft Martha Niederacher ein LeaderProjekt ins Leben – ein Projekt für regi­ onale und ländliche Entwicklung, bei dem Frauenarbeitsplätze und Frauen­ selbstständigkeit wichtige Inhalte sind. Diesmal geht es um die Rettung einzigartigen Kulturgutes. Zur Umset­ zung wird ihnen ein öffentlicher Keller zur Verfügung gestellt. Sie ergreift die Chance, eine eigene Textil-Werkstatt zu bauen, angeschlossen an ihren Urlaubam-Bauernhof-Betrieb, den sie seit 1995

führt, Whirlpool und finnische Sauna inbegriffen. Fest entschlossen legt sie ihrer Familie einen Finanzierungsplan vor. Und weil ohnehin ein Hackschnit­ zelheizwerk für die Parzelle gebaut wird, plant der Architekt eine Werkstatt dazu. Der finanzielle Aufwand ist hoch und noch glaubt keiner in der Familie, dass ihre Rechnung aufgeht. Heute kann sie sich vor Aufträgen kaum retten. Sie schneidert nach Maß. Für ihre einzigartigen Kleider, Taschen, Hüte, Schals, Mäntel und Accessoires verwendet sie ausschließlich Seide und Wolle. Sie webt, klöppelt, gabelt, filzt, näht und spinnt, vermischt längst vergessene Techniken und interpretiert Altes neu. Die Pariser Stickerei lernte sie von Anna Reichetzeder, deren Vorhänge heute noch in der Hofburg in Wien hängen. Andererseits unterrichtet Martha Niederacher Weben an der HTL in Dorn­ birn und bietet Textilkurse über die VHS Bregenz und Rankweil in ihrer Werk­ statt an. Es erweist sich als Glücksfall, dass sie Zimmer vermietet. Urlaub und Handarbeit lassen sich gut verbinden. Gruppen melden sich für Kurse an und wohnen im Haus. Sie kommen aus Holland, Norwegen, der Schweiz und Deutschland. Augenblicklich wird der oberste Stock des Bauernhauses um zwei Einzelzimmer erweitert. Eines Tages steht der renommierte Architekt Ernst Beneder in ihrer Werkstatt. Im Aktenkoffer die Pläne für die Lingenauer Kirche. Tafeln von 260 mal 260 Zentimeter sollen mit Glas, Textilien oder anderem Material gefüllt werden. Martha Niederacher soll ihn mit einer Idee überzeugen. Sie reagiert gelassen, weil sie überzeugt davon ist, als Ein-Frau-Unternehmen keine Chance zu haben. Trotzdem liefert sie Vorschläge. Mit keinem ist der Architekt zufrieden. Er fordert sie so lange heraus, bis sie zu einem Punkt kommt, wo sie merkt, dass sie den Auftrag unbedingt haben will. Sie bekommt ihn. Und heute hängen ihre dreizehn dunklen Seiden­ tücher über dem Altar der Kirche in Lingenau. Irmgard Kramer


Sie webt, klöppelt, gabelt, filzt und vermischt längst vergessene Techniken. ­Natürlich lernte sie auch die Pariser Stickerei

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Schauen, wo der Bus stoppt Da staunt man wie ein Omnibus: Mit sieben Busstationen wurde die Gemeinde Krumbach weltberühmt Die Wartehäuschen in der Gemeinde Krumbach im vorderen Bre­ genzerwald sind noch nicht so bekannt wie der Hase von Albrecht Dürer. Doch ist der Andrang für das Dorf mit knapp 1.000 Menschen verhältnismäßig hoch. „Wo sind denn nun hier diese War­ tekabinen?“, fragt der Herr, der, extra aus München kommend, hier Halt gemacht hat, um sie zu sehen: die „Architekturpretiosen“, die „Gegen­ entwürfe zur grassierenden Groß­ mannssucht“, die „Revolution eines Bautypus“, um einige Stimmen aus der nationalen und internationalen Presse zu zitieren. Das Projekt BUS:STOP Krumbach hat nicht nur den Bautypus des Bus­ wartehauses nachhaltig verändert.

„Die Gemeinde hat sich g’hörig belebt“, sagt Maria, Wirtin der Gaststube Kress­ bad, unweit des zweigeschossigen Wartehochsitzes, von dem aus man sowohl auf den Bus warten als auch gegebenenfalls ein Tennisspiel beob­ achten kann. „Ich kenne viel auf der Welt“, meint Dietmar Steiner, Direktor des Archi­ tekturzentrums Wien und Kurator des Projekts, „aber eine derartige Freude und Mangel an Zwistigkeiten bei Durchführung eines Bauvorhabens habe ich noch nie erlebt.“ Auf Ersuchen des örtlichen Kultur­ vereins hatte Steiner sieben interna­ tionale Architekten eingeladen, völlig frei und abseits jeder vorgegebenen Norm Bushaltestellen zu gestalten. Sein Kriterium: keine Stararchitek­ ten, sondern Künstler mit Affinität zur Skulptur. Eigentlich handelt es sich in Krum­ bach nicht um sieben, sondern um acht einzigartige Wartehäuschen. Denn die Initialzündung, so berich­ tet Arnold Hirschbühl, Bürgermeister

„Es war ein Projekt vieler“, sagt Bürgermeister Arnold Hirschbühl über BUS:STOP

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von Krumbach, sei die von den hei­ mischen Architekten Hermann Kauf­ mann, Rene Bechter und Bernardo Bader gestaltete Busstation im Orts­ kern gewesen. Die 2011 fertiggestellte Bushaltestelle hatte neue Akzente im Bereich des öffentlichen Personenver­ kehrs gesetzt. „Es ist ein Signal“, meint der rührige Bürgermeister, „dass man Buswartehäuschen nicht als reine Zweckgebäude gestaltet.“ Etwas mehr als bloß die Errichtung von Haltestellen mit Unterstandsmög­ lichkeit war das Projekt von Anfang an. Grob geschätzt 300 Personen haben sich daran beteiligt: Die internatio­ nalen Architekten, die lokalen Part­ nerarchitekten, die Handwerker der


So stellt sich ein Japaner eine Bushaltestelle im Bregenzerwald vor: die Haltestelle ­„Bränden“ des japanischen Architekten Sou Fujimoto

Region, die zahlreichen Sponsoren und die Bürger und Bürgerinnen selbst. „Es war ein Projekt vieler“, resümiert Hirschbühl, „ein Gemeinschaftswerk, bei dem die Gemeinde nur eine mode­ rierende Rolle gespielt hat.“ Noch Monate nach Eröffnung der Wartehüsle im Mai 2014 wird im örtli­ chen Café angeregt darüber diskutiert. Nicht alle finden ungeteilten Beifall. Die von Sou Fujimoto gestaltete Skulp­ tur etwa, die aus einem Wald dünner Stahlstangen besteht, in dem sich eine Stiege in die Höhe windet, von der aus man die Natur betrachten kann. Man brauche einen Regenschirm zum Unterstellen, lautet die Kritik eines Dorfbewohners. Den brauche man

bei Schlechtwetter sowieso, meint ein anderer. Schon ranken sich erste Geschich­ ten um die Warteskulpturen. Eine Anrainerin soll das die Alpen symboli­ sierende Wartezelt in Unterkrumbach-­ Süd regelmäßig aufsuchen, um es sauber zu halten. Die Geschichten­ erzählerin Katharina Ritter erwandert von Zeit zu Zeit die Welt der BUS:STOP Hüsle und führt mit ihren Märchen in die Herkunftsländer der Architek­ ten. Über den „Hüng“, also den Hang, ist die Entfernung nach Russland und Japan gleich. Die Anrainer nehmen nun, so wird berichtet, den Weg über den Hang zu dem Hüsle, das ihnen besser gefällt. Gabriele Müller

BUS:STOP Krumbach: Zwing Smiljan Radic, Chile Unterkrumbach Nord Ensamble Studio, Antón García-Abril | Débora Mesa, Spanien Unterkrumbach Süd Architecten De Vylder Vinck Taillieu, Belgien Glatzegg Amateur Architecture Studio, Wang Shu | Lu Wenyu, China Kressbad Rintala Eggertsson Architects, Norwegen Oberkrumbach Alexander Brodsky, Russland Bränden Sou Fujimoto, Japan

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Neue Blicke auf die Dörfer Auf dem „Umgang Bregenzerwald“ durch 13 Dörfer entdeckt man die Gestaltungskraft der Menschen in dieser Region Da stehen sie also. Schlank, hart und rostig. Natürlich ist es Edelrost – man gönnt sich ja sonst nichts, wenn man eine Stahlsäule am Rand der Wege des „Umgang Bregenzerwald“ ist. Und wozu stehen die Säulen da? Um Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wollen den Gästen auf den Wegen ein b ­ isschen zusätzliche Unterhaltung bieten, vor­ zugsweise unaufdringlich, dafür aber mit Tiefgang – und dazu verweisen sie auf die prächtigen Schauobjekte am Weg, meistenteils ­Bregenzerwälder Häuser einer beeindruckenden Holzbautradition. Oder auf die neuen Architekturjuwelen, bei denen manche Besucher mit Erstaunen fragen, wer die denn hier errichtet hat. Eigentlich sollten die Säulen solche Fragen beantworten. Aber dann wären sie keine Bregenzerwälder Säulen, die wie alle hier auf eine Frage mit einer Gegenfrage antworten. Das wird einem spätestens klar, wenn einem ein Licht aufgeht.

Dazu muss man die Säule drücken. Nicht die ganze, nur einen kleinen Knopf an ihrer Seite. Blickt man dabei in ein kleines Glasguckloch an ihrer Spitze, geht plötzlich ein Licht an und es erscheinen eine Zeichnung sowie ein kurzer Text in Deutsch wie Englisch. Und dieser Text stellt zum Objekt vor der Säule eine Frage. Das ist kein Problem, wenn man seinen passenden „Umgang Bregenzerwald“-Folder dabei hat. Darin liest man nämlich die ­Antwort auf die Frage in der Säule sowie ­weitere interessante ­Einzelheiten zum Haus oder was immer man gerade vor sich hat. Die Säule dient als eine Art Bohrstange in die Tradition der Gestaltung in dieser Region. Was Menschen hier geschaffen haben, von der Landschaft durch die Dreistufen­ landwirtschaft über die Bauernhöfe, Häuser, Möbel und Werkzeuge bis zu den Trachten und Liedern, wird an den Wegen durch die Säulen und in

Sieht bescheiden aus, hat es aber in sich: Infosäule des „Umgang Bregenzerwald“

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Die Musikerinnen der Musikkapelle Bezau beim Blick in eine Säule des „Umgang Bregenzerwald“

den Foldern durch die Texte ins rechte Licht gerückt. Durch einen Finger­ druck des Betrachters. Die Säulen hat der Bregenzer­ wälder Architekt Georg Bechter entworfen. Eine eigene Arbeitsge­ meinschaft wickelte im Verbund mit fördernden Mitgliedern das Projekt „Umgang Bregenzerwald“ ab. Und so können sich nun alle hier auf den Umgang machen, um vom Umgang der ­Menschen mit der Natur, mit Holz oder Stahl, mit Stein oder Tuch, mit Talent oder Käse, mit Fisch oder

Fleisch zu erfahren. Zwölf Wege durch dreizehn Dörfer sind es bisher. Die Gäste sollen aber auch von der sprachlichen Gestaltungs­ kraft der ­Wälderinnen und Wälder ­erfahren. Daher gibt es auch ein eigenes Buch zum Umgang, in dem man von ­vielerlei Umgang liest: mit der e ­ igenen Kindheit, der Musik, den Haustieren, der Natur, der ­Architektur, dem Handwerk, den Frauen, den Wirtsstuben, ­Gasthäusern und Hotels, den Hoffnungen, ­Wünschen und ­Träumen.

Umgang Bregenzerwald Daten und Fakten:

Die Orte: Schoppernau, Au, Mellau, Bezau, Bizau, Reuthe, Egg, Schwarzenberg, ­Andelsbuch, Lingenau, Langenegg, Krumbach, Hittisau 108 Infosäulen 12 Wege durch 13 Orte Informationsmedien: Folder, Begleitbuch Eröffnung: Frühjahr 2015 Information: www.bregenzerwald.at

Die Zeichnungen in den Säulen und Foldern stammen von Ligia González aus Andelsbuch reisemagazin bregenzerwald · 35


Wer hat Felders Frau vergiftet? Das fragt sich unser Autor anlässlich eines Vortrags von Ulrike Längle in Au, Spezialistin für den Schriftsteller Franz Michael Felder Das Studio Vorarlberg hatte zu einer Debatte über Patriotismus in seiner Vorarlberger Variante eingela­ den. Anlass war der Nationalfeiertag, meine Gesprächspartnerin war die Schriftstellerin und Historikerin Ulrike Längle. Schnell einigten wir uns in unserer Wertschätzung einer räumlich und zeitlich fernen Wiener Moderne. Aber wir teilten auch Anekdoten, wie man einst unsere junge Identität auf sportliche Vorarlberger Art zu prägen versuchte. Längle erzählte, wie unten in der Stadt eine Mitschülerin die weiße Flagge in Form eines Leintuchs hisste, sodass die Schülerinnen im Gymnasium Gallusstift, die samstags in der Klasse dunsteten, sehen konn­ ten, wenn bei der Abfahrt ein Österrei­ cher vorne lag. Ich wiederum erinnerte mich jenes Feiertags, als Egon Zimmermann 1964 die Patscherkofelstrecke hinunter­ raste und Abfahrtsgold gewann. Man hatte sämtliche Schüler in den Festsaal geholt, auch alle Lehrer, der Schulwart und der Direktor waren da, die ganze Schule, und vorne, ganz weit, stand ein Schwarz-Weiß-Fernseher in Zimmer­ größe und erfüllte seine patriotische Pflicht. Mehr als ein beweglicher Punkt war ab der dritten Reihe darauf nicht auszunehmen. Aber man hörte es, als der Jubel aufbrauste: Bestzeit und Gold für unseren Lecher! Mit einer solchen gemeinsamen Vergangenheit betrachtet man die Aktivitäten des anderen vielleicht mit freundlicheren Augen, jedenfalls aber nimmt man sie etwas aufmerksamer zur Kenntnis. So ging es mir mit der Felder-Forscherin Ulrike Längle, schon lange, ehe sie die fulminante FelderAusstellung im Landesmuseum mit­ konzipierte. Sie führte mich durch diese Ausstellung, ich berichtete in der Wiener Wochenzeitung Falter dar­ über, aber natürlich ist es mir nicht gelungen, auch nur einen Teil jenes

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Enthusiasmus und jenes Kenntnis­ reichtums weiterzugeben, den sie vor jedem Bild, vor jedem Objekt, vor jeder Präsentation mitteilte. Große Tote brauchen ihre leben­ den Fürsprecher, sonst nehmen sie ihre mögliche Größe nicht an; ihre wahre Größe bleibt uns sowieso verborgen. Wer las zu seiner Zeit schon Robert Musil? Franz Schubert hörte keine ein­ zige seiner Symphonien, weil sie nicht aufgeführt wurden, und sogar freund­ lich gesinnte Kritiker legten William Turners späte Bilder als Beweise eines kranken Gehirns aus. Felder, der genialische Wälder Schriftsteller, der große Liebende, Bauer, Enthusiast und mutiger Poli­ tiker, ringt außerhalb von Vorarlberg noch immer um die Anerkennung sei­ nes Formats. Ulrike Längle ist natürlich längst nicht Felders einzige Fürspreche­ rin. Im Ländle hat man ja umfassend versucht, den Dichter zu vereinnah­ men; auch davon erzählte die Ausstel­ lung beeindruckend. Um Verteidiger braucht Felder sich heutzutage nicht zu sorgen. Als wohlmeinende Schop­ pernauer Bauern einen Bergkäse nach ihm benannten, wurde das nicht als Degradierung empfunden, sondern als Akt des Respekts. Ein guter Bergkäse ist ein adäqua­ tes kulinarisches Monument, vor allem aber hat es im Fall Felder seine Berech­ tigung, denn Felder kämpfte für die armen Bauern gegen die reichen Käs­ grafen und gründete tatsächlich die erste Molkereigenossenschaft. Heute würde der Dichter gegen Monopole auf­ treten, egal ob sie sich auf Daten oder auf Patentierung von Saatgut ­stützen, sagen seine Anhänger. Längle ist also nicht die einzige, gewiss aber die gewitzteste Fürspre­ cherin Felders. Die Leiterin des FelderArchivs und Mitherausgeberin einiger seiner Werke ist selbst eine beachtliche Schriftstellerin, und vielleicht ist es

auch ihr Blick als Frau, der ihr beson­ ders originelle historische Zugänge zu Felder ermöglicht. Jedenfalls stand just um die Zeit, als wir uns im Studio zu unserem Nationalfeiertags-Gespräch trafen, ein Vortrag Längles im Bre­ genzerwald auf dem Programm. Kurz entschlossen fuhr ich mit meinen Ver­ wandten in den Dorfsaal von Au, wo sich an einem dunklen Freitagabend (dazu noch einem Freitag, dem Drei­ zehnten) eine ansehnliche Gemeinde von Interessierten versammelt hatte, um Längles Vortrag zu hören. Es ging darum, dass Felders völlig gesunde Frau Nanni für alle überra­ schend im Alter von 30 Jahren gestor­ ben war. Der nicht viel ältere Dichter und Bauer wurde durch dieses Ereig­ nis so sehr getroffen, dass er ihr ein Jahr später folgte. Äußerlich starb er an Tuberkulose, innerlich an gebro­ chenem Herzen. Nannis Tod aber sei kein tragisches, unvermeidliches Schicksal, sagte Ulrike Längle. Allge­ mein werde das so gesehen, mehrere ihrer Beobachtungen würden jedoch in eine andere Richtung weisen. Es hatte nämlich schon Morddrohungen gegen die Felders gegeben, Felders Gegner schraken vor Gewaltanwendung nicht zurück. Außerdem wurde bei Felders „Wible“ Bauchtyphus diagnostiziert, der einzige Fall weit und breit. Die Köchin des stockreaktionären Pfarrers Johann Georg Rüscher war kurz vor dem Todesfall im Haus der Felders zu fin­ den. Durchaus möglich, dass sie (oder jemand anderer mit ihrer Hilfe) Felders Frau vergiftete, auch wenn sich das mit unseren forensischen Mitteln nie mehr beweisen lässt. Ihren Pfarrer hätte die Köchin dadurch aus einer unangeneh­ men Lage befreit. Er wurde mit dem politischen Gegner Felder nicht fertig. Das wies Längle mit Rüschers Eintra­ gungen aus der Pfarrchronik nach, die in der Tat mehr als verdächtig klingen.


Alphabet des Waldes Der Bregenzerwälder Reinhard Johler lehrt am Ludwig-Uhland-­Institut für Empirische ­Kulturwissenschaft der ­Universität Tübingen

Man konnte hören, wie die ­Felder-Orthodoxen im Saal mit den Zähnen knirschten. Man konnte aber auch ­merken, wie hier die Fantasie im Umgang mit der Vergangenheit in Gang gesetzt wurde. Alles hätte ja immer anders sein können. Das gefiel mir gut,

weil hier eine wagte, die Literatin in sich mit der Historikerin mindestens gleichzustellen. Für die Wahrheit brauchen wir sowieso ­Philosophinnen, das heißt am Ende, unser eigenes Urteil. Dazu muss man aber auch angeregt werden! Armin Thurnher

Käse Neben dem Holz ist der Bergkäse das Leitprodukt des Bregenzerwaldes. In der KäseStrasse vorbildhaft zusammengefasst, kann dieser Käse in den Dorfsennereien gekauft und in vielen Gasthäusern gegessen werden. Ohne den „Käs“ wäre das Leben im Bregenzerwald nicht zu denken. Aber schon ein Besuch in den Heimatmuseen des Tales zeigt, dass dies nicht immer so war: Der typische Bergkäse wird im Bregenzerwald erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts hergestellt. Lange Zeit ist nur Weichkäse (der sogenannte „Limburger“) für den Eigenverbrauch hergestellt worden. Erst schrittweise ist das „Fettkäsen“ und mit ihm der Hartkäse im Tal bekannt geworden. Es war dies ein Import aus der Schweiz. Um 1805 war der Anteil von erzeugtem Mager- und Fettkäse noch gleich groß, doch danach hat der Bergkäse in wenigen Jahren seinen wirklichen Siegeszug in die Welt angetreten. Er sollte zu dem Exportgut des Bregenzerwaldes werden. Wir wissen von diesem Umschwung aus den Berichten des Kreishauptmannes Ebner. Der dem Emmentaler nachgemachte Hartkäse war transportierbar und ein Handelsgut, das schnell seinen Weg in die gesamte Monarchie, vor allem aber in die Lombardei fand. Damit aber wurde die „Käsefabrikation“ zu einer „wahren Goldgrube“. Und der Käse hat auch die Wälder bis heute verändert. Denn die „Käsefabrikanten“ wurden „vortreffliche Spekulanten“, die sich um eine „größere Vervollkommnung der Käsebereitung“ bemühten. Es hat viele bedeutende „Käsefabrikanten“ gegeben, denn schon 1869 existierten 130 größere Sennereien im Tal. Aber der wohl berühmteste Käsehändler war der im Schnepfauer „Adler“ ansässige Gallus Moosbrugger. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte er ein Export-Import-Monopol. Sein Käse kam sogar nach Mailand. Der „Käsgraf“ besaß dort ein großes Stadtpalais. Die Geschichte des Bregenzerwälder Käses geht freilich bis in die Gegenwart weiter. Sie kann – was eine Empfehlung sein soll – im Alpensennereimuseum Hittisau eingehend studiert werden. Der Käse hat viel Geld im Bregenzerwald in Umlauf gebracht. Davon das nächste Mal mehr.

Eine Grafik des im Bregenzerwald geborenen Künstlers Tone Fink reisemagazin bregenzerwald · 37


MundArt Acht Wirtinnen und Wirte im Bregenzerwald haben sich zu einer Vereinigung namens MundArt zusammengeschlossen. Ihr Konzept: Schön essen im Bregenzerwald MundArt – das sind acht Wirtinnen und Wirte im Bregenzerwald. Mit acht Geschichten, acht Häusern und acht Konzepten, acht Küchen und acht Res­ taurants. Es sind acht Möglichkeiten in einer Region, Essen als Kunst zu erle­ ben und teilhaben zu können an der Essenz des Bregenzerwaldes. Das geht in einer ehemaligen Schule ebenso wie in einem jahrhundertealten Gast­ hof, im fashionablen Genießerhotel, in einem Musterbeispiel zeitgemäßer Handwerkskunst oder in uralten und urgemütlichen holzgetäfelten Bauern­ stuben. Worauf es ankommt, liegt auf der Hand bzw. auf dem Teller.

MundArt 1 Gasthof Adler Schwarzenberg T +43 (0)5512 2966 www.adler-schwarzenberg.at 2 Hotel Gams Bezau T +43 (0)5514 2220 www.hotel-gams.at 3 Hotel Gasthof Hirschen Schwarzenberg T +43 (0)5512 2944-0 www.hirschenschwarzenberg.at 4 Gasthof Krone Hittisau T +43 (0)5513 6201 www.krone-hittisau.at 5 Hotel Krone Au T +43 (0)5515 2201 www.krone-au.at 6 Hotel Post Bezau T +43 (0)5514 2207-0 www.hotelpostbezau.com 7 Hotel Das Schiff Hittisau T +43 (0)5513 6220 www.schiff-hittisau.com 8 Restaurant ­­Schulhus Krumbach T +43 (0)5513 8389 www.schulhus.com

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MundArt entstand aus einem Mit­ einander im Tun und Lassen, im Kön­ nen und Streben. Schön essen im Bre­ genzerwald lautet der gemeinsame Nenner. Ob es nun um die längste Tafel der Welt geht oder um das intimste Tête-à-tête, um eine kleine Jause für Weitwanderer oder um ein großes Abendessen, die MundArt-Restau­ rants zwischen Krumbach und Au sind gerüstet. Kulinarischer Höhenflug und regionale Bodenständigkeit: das ist ihr Programm. Die Häuser zeigen ein brei­ tes Spektrum Bregenzerwälder Archi­ tektur und Tradition. Die in jedem der acht Betriebe gebotene Gastlichkeit spricht für sich und das Ganze.

MundArt funktioniert im direk­ ten, unverfälschten Kontakt, herzlich, bregenzerwälderisch selbstbewusst, stimmig. Durchwegs sind es Famili­ enbetriebe in überschaubarer Größe. Die Eigentümerinnen und Eigentü­ mer kümmern sich persönlich um ihre Gäste: in Küche und Weinkeller sowie Restaurant ebenso wie auf Ausflügen zu den hauseigenen Alpen, in die Senne­ reien und Werkstätten der Umgebung, zu den kulturellen Highlights und regi­ onalen Hotspots. Sie begleiten ihre Gäste in Ausstellungen und Museen, sie laden zu Konzerten und Lesungen. MundArt, das sind auch sechs Hotel-Restaurants im Bregenzerwald,


Felder und Wälder Birgit Feierl-Giedenbacher schreibt über den ­berühmtesten Autor aus dem Bregenzerwald, Franz Michael Felder.

Felder Museum & Bücherei

Die MundArt-Wirtinnen und -Wirte auf der Alpe Rothenbach in Schwarzenberg

die sich heimischer Kunst, höchster handwerklicher Ausstattung, roman­ tischer und kuscheliger Zweisamkeit, familiärer Atmosphäre, Heimatfeeling und architektonischer Avantgarde mit authentischen Materialien verschrie­ ben haben. Naturnaher Luxus, der nicht abhebt und nie den Ursprung aus den Augen verliert. Fest ruht er auf dem Fundament, das Väter und Mütter vor zwei oder drei Generatio­ nen gelegt haben. Gastgeberschaft, die so autonom ist wie treu, so gediegen wie kosmopolitisch, so weltoffen wie traditionsbewusst, und das in jedem noch so einfachen Handgriff, in jeder Geste. MundArt heißt auch Kräuter

und Gemüse aus dem eigenen Garten und regionale Lieferanten für Lebens­ mittel. Lokale Lösungen für internati­ onale Ansprüche sind das Programm. Kochen, was das Zeug hält. Nicht ein­ fach alles für alle, sondern sehr per­ sönliche, aber im Miteinander verbun­ dene Strategien der Gastlichkeit. MundArt: „Als Mahl begann’s und ist ein Fest geworden“, schreibt der Dichter Rilke. Die acht Bregenzerwäl­ der MundArt-Restaurants lassen’s gerne gleich als Fest beginnen. Nur weil man hinter dem Berg zu Hause ist, gibt es keinen Grund, mit dem, was man hat und kann, hinter dem Berg zu halten. Peter Natter

Wer Schoppernau besucht, kann sich auf die Spuren Franz Michael Felders begeben. Etwa Felders Geburtshaus besichtigen und den Felder-Weg bis zum Vorsäß erwandern, oder seine Lebensgeschichte im Felder Museum erkunden. Die Räumlichkeiten des Museums beheimaten auch die Bücherei. Hier kann man sich mit Felders Romanen in die Leseecke zurückziehen, Felder-Bücher erwerben oder ausleihen. Bücher spielten im Leben Felders eine ganz zentrale Rolle. Schon als Kind will er von Beruf „Bibliothekari“ werden. Er lebt begeistert in jener Fantasiewelt, die vor seinen Augen entsteht, wenn ihm Geschichten erzählt werden: „Ich vergaß, daß ich mich in der niedrigen, rauchgeschwärzten Stube meines Nachbarn befand. Wie der zu erzählen begann, waren nicht nur die verklebten Fenster, sondern auch die alten, mit wunderlichen Heiligenbildern bedeckten Wände weg und es wurde frei und weit“, schreibt er in seiner Autobiographie. Später liest der Bub alles, was es im Bergdorf zu lesen gibt: alte Zeitungen, Kalender, die Bibel, Heiligenlegenden sowie Bücher, die ihm der Pfarrer oder der Lehrer borgten. Seine Lesewut wird damals nicht gern gesehen. Von Felders Mutter ist der Ausspruch überliefert, dass man „den Jungen die Bücher auf den Händen verbrennen“ müsse, „damit sie ein für allemal ihrer verführerischen Wirkung entzogen und der Gnade teilhaftig würden.“ Gegen alle Widerstände wird Felder zunächst Abonnent der Zeitschrift „Die Gartenlaube“, dann bezieht er die klassischen und romantischen Werke der preiswerten Cotta-Reihe in regelmäßigen Lieferungen. Im Winter 1866 gründet er einen Handwerker­ verein, auf dessen Basis er selbst eine Leihbibliothek – es ist eine der ersten im Westen der Donaumonarchie – errichtet. Mit dem Schreiben und Publizieren eigener Bücher erfüllt sich Felder seinen Traum, auch wenn seine Zeitgenossen wenig Verständnis dafür zeigen und viel lieber die Mistgabel als die Schreibfeder in ­seinen Händen sehen. Ein ­Felder Museum in einer Bücherei zu präsentieren, ist nicht nur eine feine Idee, sondern wird dem Werk und Wirken des Schriftstellers performativ gerecht.

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Den Fisch in der Hand Fischen kann man auch mit der Hand – wenn man es kann. Und dann wird die ­Bachforelle aus der Subersach auf ­spezielle Weise zubereitet, nämlich confiert An meinem 21. Geburtstag im letzten Sommer nahm mich mein ­Bruder Konrad mit zum Wasser. Nach­ dem er in der Morgendämmerung zwei große Forellen aus der Bregenzerach gelockt hatte, setzte er, vom Jagdtrieb ganz übermütig, noch einen drauf. Wir zogen ohne Angel und ohne die übliche, protzige Profiausrüstung los, mit unseren bloßen Händen als Werk­ zeug. Vor Jagdbeginn gingen wir eine halbe Stunde am Bachrand entlang und schauten ins Wasser. Ich fühlte mich geehrt, weil Konrad gewöhnlich am liebsten allein durch die Gewässer zieht, und glücklich wegen der Sonne, die auf dem Wasser blitzte. Er zeigte auf einen großen freistehenden Stein in der Strömung. „Ich bin mir sicher, da steht einer drin.“ So schnell konnte ich den Stein gar nicht wahrnehmen, wie Konrad sich auf den Bauch geworfen hatte, die Hand bis zum Schulterblatt im Wasser. Er lachte mir zu, seine Augen leuchteten hell, wie immer, wenn er seine „Krallen“ ausfährt. „Ich hab ihn berührt, komm schnell, hilf mir, den schnappen wir!“ Ich versuchte, von der anderen Seite mit meinen Händen eine Mauer zu bil­ den, erschrak aber bei der ersten Berüh­ rung mit der Forelle – glitschig und unheimlich flink. Konrad belächelte meinen Anfängerfehler und fasste wieder hinein. Ich half ihm ­wieder, doch der Fisch war weg, ­schneller als unsere Hände je sein könnten. Wobei die gefühlte 25 cm lange Forelle nicht wusste, wer da hinter ihr her war. ­Konrad griff unter einen anderen Stein und fasste sie kurz. Der Fisch sprang erschrocken aus dem Wasser und

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tauchte wieder unter. Wir jagten ihn durch die Nachbarsteine, bis er müde war. „Der Arme, ich will ihm ­eigentlich keinen Schrecken einjagen; jetzt ­müssen wir ihn fangen, sonst quälen wir ihn“, sagte Konrad und hob ihn aus dem Wasser. Eine schöne, kleine Bach­ forelle lag in seiner Hand. Wir hatten beide Mitleid, weil uns ihr freches Ver­ halten gefallen hatte. Doch dann schlug Konrad sie an einen kleinen Stein, um sie zu betäuben. Er gab mir das reg­ lose Tier in die Hand und holte sein Taschenmesser aus dem Rucksack. „Ein Stich hinter den Kiemen, direkt ins Herz, ist die schonendste und sicherste Methode.“ Sie litt keine Minute und wir freu­ ten uns über unseren gemeinsamen Fang mit bloßen Händen. Es ist kein Schaden für den Bestand, kleinere Fische mitzunehmen, im Gegenteil. Eine große, ältere Forelle ist nicht so leicht entbehrlich, da sie sich ­vermehren kann und die schwachen, kränklichen Tiere frisst. Ich habe die Angel mit 15 wieder an den Nagel gehängt, als Konrad mich überholt und einen Fisch nach dem anderen aus Bregenzer- und Subersach gezogen hat. Vielleicht liegt es in der Natur der Dinge. Ich schaffte es nur ein einziges Mal, einen selbst gefangenen Fisch in den Händen zu halten, an der Mündung der Subersach in Schönen­ bach. Danach beschloss ich, das Fischen den anderen – Konrad, meinem Vater, Toni Innauer und anderen Könnern – zu überlassen. Manchmal bereue ich diesen Entschluss. Jetzt bin ich in der Küche immer auf treue Lieferanten und gute Fischer angewiesen. Oft wäre es schön, die Sache selbst in die Hand ­nehmen zu können, wie am 17. August letzten Jahres. Konrad schnitzte nun einen kleinen Ast zurecht, wir hängten die Bachforelle ausgenommen und sauber gewaschen über unsere Schulter und stolzierten


zurück. An einem Hügel fand ich den hier weit verbreiteten wilden Thymian. Ein paar Blättchen davon heben den feinen Wassergeschmack einer kleinen Forelle dezent heraus. Zuhause beschlossen wir den Fang zu kühlen und rasten zu lassen. Sehr frische Fische lassen sich nur schwer filetieren und reißen in der Hitze der Pfanne. Erst nach einigen Stunden entspannen sich die Muskeln – dann ist der perfekte Zeitpunkt, um sie zuzubereiten. Wir beschlossen, ihn zu confieren. Confieren bedeutet im eigenen Fett garen. Hierzu legt man die Filets mit der Hautseite auf ein Blech und würzt nur ganz leicht zur Unterstützung des Geschmacks. Etwas Salz und 3 Flöck­ chen Butter, ein Zweig wilder Thymian auf jedes Filet und nur wenige Tropfen mildes Olivenöl. Das Blech mit Klar­ sichtfolie abdecken und den Fisch bei 80 Grad Umluft etwa 15 Minuten im Backrohr confieren. Wir behaupten, den Unterschied zwischen einer Subersachforelle und einer Bregenzerachforelle genau zu kennen. Die Subersach ist noch kälter, die Fische sind kleiner, dünner und der Geschmack etwas feiner, was beim confierten Filet ganz deutlich wird. Nur schade, dass Konrads Lieblings­ stücke, die knusprig gebratene Flosse und die Bäckchen, dabei verloren gehen. Milena Broger

Tipp: Produkte aus der Region Frische Forellen

Wer nicht mit der Angel durch den Bregenzerwald reist, kann in der Dorfmetzge S­ trohmaier in Bezau von Donnerstag bis Samstag frische Forellen kaufen. Ich empfehle allerdings, die Fische wegen reger Nachfrage vorzubestellen. Dorfmetzge Strohmaier Platz 399 6870 Bezau T +43 (0)5514 2316 www.dorfmetzgestrohmaier.at

Bevor man die Forelle confiert, also im eigenen Fett gart, sollte man sie einige ­Stunden ruhen lassen, damit sich ihre Muskulatur entspannt reisemagazin bregenzerwald · 41


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Architektur im Bregenzerwald Berühmt ist die Region nicht nur für ihre traditionellen ­Bauernhöfe aus Holz, sondern vor allem auch für die Kom­ bination aus alten und neuen Gebäuden. Die Polsterei Mohr, Mitglied des „Werkraum Bregenzerwald“ und eine gefragte Möbelmanufaktur, bietet dafür ein Beispiel. Neben dem alten Haus steht ein ganz modernes, das sich selbstbewusst behauptet und doch mit dem alten Bauernhaus auf elegante Weise harmoniert.

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Form im Wald

Isabella Natter-Spets vom designforum Vorarlberg schreibt über altes und neues Design im Bregenzerwald Dass Helmut Fink gut in sich hineinhören kann, spürt man, sobald er über seine Vollholzböden redet. Holzböden, die jene ganz besondere Optik, Haptik und Qualität haben, die sich aus materialgerechtem Ein­ satz, der Liebe zum Material, einer gekonnten Verlegung und Sparsamkeit ergeben. Als Bub ist Helmut Fink viel in Bäumen geklettert und hat sich deren Wuchs und Eigenheiten genau ange­ schaut – er mochte „das Holz“. Nach der Schule folgt eine Schreinerlehre, in der aber die Erkenntnis „Ich gehöre nicht in die Werkstatt“ reift. Helmut Fink wird Hirte und ist 13 Sommer lang mit 110 Stück Vieh auf einer Jungviehalpe. „Eine Zeit, die mich geprägt hat. Ich habe gelernt, was wichtig ist, wie man mit einfachen Mitteln lebt und ich habe viel gelesen. Im Winter habe ich mit Holz gearbeitet.“

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Seine Brüder bauen, er arbeitet mit und verlegt 2001 erstmals einen Riemenbo­ den aus Eschenholz mit verschiedenen Breiten. Weil wenig Material ­vorhanden ist, verlegt er – so wie früher – unter dem Sofa jene Bretter, die als weniger gut gelten: die mit der holzarttypischen Zeichnung, die lebendigen – und ist beeindruckt, wie schön es wird. Er beginnt die Hölzer in Szene zu setzen, nimmt jedes Brett, bis es verlegt ist, 5 bis 6 Mal in die Hände. So entsteht ein Bild im Kopf und dann im Raum. Auch ein Bild davon, was ein „schöner“ Holzboden ist. „Ich will nicht, dass der Boden dieselbe Glattheit hat wie ein Möbel – gerade den Boden soll man auch wieder spüren.“ Verarbeitet wird daher sägerau, gehobelt oder gebürstet, aber nicht geschliffen und ohne Lack. Verlegt wird ohne Kleber, so kann das Holz sich noch bewegen, im Jahreszei­ tenwechsel und je nach Luftfeuchtigkeit. Und es klingt anders, weicher. Früher wurde Holz „gebändigt, aber nicht getötet“ und es wurde so viel wie möglich vom Stamm verwendet – was zu schmaleren und breiteren Brettern führte. Helmut Fink hat sich darauf

zurückbesonnen und verwendet unter­ schiedliche Breiten. Mit dem Ergeb­ nis, dass der Boden im Raum nicht so „ausgerechnet und abgehackt“ wirkt, sondern gestaltet. Als logische Fort­ führung beginnt er, so wie früher auch wieder konische Breitdielen zu ferti­ gen und ohne Klebemittel zu verlegen und hat sich damit weitum einen Ruf verschafft. Helmut Fink ist dabei nach wie vor Einzelunternehmer, ganz bewusst. „Aber inzwischen habe ich Arbeiter von anderen Holzbaubetrieben in mein ‚Holzdenken‘ eingeführt und kann so auch größere Aufträge ausfüh­ ren. Die Herstellung der Böden erfolgt in Betrieben mit passenden Maschinen mit meinen extra angefertigten Werk­ zeugen. Ich bezahle die Maschinen­ stunden, die ich benötige. So kann ich meine klare Linie konsequent beibehal­ ten“, erklärt Fink sein Geschäftsmodell. Und er fügt schmunzelnd hinzu: „Außerdem kann ich immer noch jeden Sommer mit meiner ­Familie und 1.000 Schafen hinauf auf die ­Schadona-Alpe. Dort bekomme ich Ideen.“


Silke sucht die besten Shops! Unsere Redakteurin Silke Ritter schaut sich in den ­Geschäften des Bregenzerwaldes um und erklärt hier, was sie da an Bemerkenswertem findet

Es ist Sommer. Sommer in den Bergen. Das ist ein kleiner Unter­ schied zum Sommer am Meer. Es ist bei weitem nicht so heiß, sondern viel angenehmer, allerdings kann die Temperatur einhergehend mit einer Schlechtwetterfront ganz schnell in die Tiefe sacken – und das nicht nur gefühlt. Die Schlechtwetterfront bringt Regen. Wer dann schuhtechnisch gut gerüstet sein will, greift zu Gummi­ stiefeln und jammert nicht über den Regen, sondern nimmt jede Pfütze mit Anlauf. Im Bregenzerwald gibt es aber noch eine Variante zu den Gummistie­ feln – die „Hölzler“. Eigentlich sind die ganz aus Holz gefertigten Schuhe ja allwettertauglich. Ich erinnere mich da an eine Werbung aus den Achtzigern: „Krumbach, 8.30 Uhr, wieder mal Regen und Gatsch am BUS:STOP. Perfekter Stand. Hölzler. Zwischenstopp Andelsbuch, Werkraum Haus, leichter Aufwind vor der Niedere. Perfekter Halt. Hölzler. Weiterreise nach Warth, die Sonne brennt. Perfek­ ter Schutz. Hölzler.“ Der Einzige, der solche Holzschuhe noch herstellt, die mittlerweile schon Kult geworden sind, ist Anton Devich in Bezau. Er bietet eine umfangreiche Palette an verschiedenen Exemplaren in seinem Geschäft im Ortsteil Ellenbo­ gen an. Im Laden herrscht reges Treiben. Stimmengewirr, das „Klack-Klack“ der Anprobierenden, Schweizerdeutsch dringt vom hinteren Verkaufsraum mit den Holzstiefeln nach vorne. Dut­ zende Hölzler stehen zur Anprobe auf Regalen bereit, klassisch mit braunem Ziegenleder, ganz in Weiß (vielleicht für die Hochzeit), gefleckt, neonfarben und mein persönlicher Favorit: Hölzler mit gelocktem schwarzem Ziegenfell und mit Schaffell gefüttert. Im Winter halten sie schön warm und im Sommer angenehm kühl.

Außerdem wird das Tragen von Hölz­ lern aus physiologischen Gesichtspunk­ ten als gesund angesehen. So habe ich mir zumindest sagen lassen, weil sie den Fuß und die Wade zu ständigen zusätzli­ chen Muskelbewegungen anregen. Ver­ ursacht wird das durch die greifartigen Aktivitäten der Füße beim Laufen inner­ halb des starren Schuhs. Zu Beginn wird das als anstrengend empfunden, aber man gewöhnt sich recht schnell daran .

Mit meinen „Schwarzgelockten“ werde ich aber keine Berge erklimmen. Für den regnerischen Tag hätte ich eher an ein paar entspannte Stunden mit einem guten Buch gedacht. Die einzige wirkliche Buchhand­ lung des Bregenzerwaldes befindet sich in Egg. Das Kaufhaus, in dem die Buchhandlung Brunner situiert ist, kann man gar nicht verfehlen. Es liegt direkt an der Hauptstraße in Egg und ist riesig. Der Name „KDW“ lässt aber keine Rückschlüsse auf das n ­ amensgleiche Haus in Berlin zu – die Abkürzung bedeutet „Kaufhaus der Wälder“. Neben Lebensmittel-, Blumen-, Beklei­ dungs- und Schuhgeschäften und einem Drogeriemarkt liegt straßen­ seitig der Buchladen als „geistiger Nahversorger“. Darin stapeln sich in Bildbände, Berg- und Wanderführer, Kinderbücher und Publikationen und CDs von lokalen Autoren und Musi­ kern. Die Kochbücher lasse ich heute links liegen und entscheide mich für einen Krimi. Die Auswahl ist groß,

aber nach kurzer Beratung habe ich das richtige Buch in der Hand: Eine Tote in einem Cellokasten und das in Schwar­ zenberg während der Schubertiade. Das passt. Eine kleine Sache gibt es noch zu erledigen. Ich brauche eine Karte für meine Freundin in Wien. Einfach so, damit sie wieder einmal etwas von mir hört, nicht per Facebook, per Handy oder Internet, sondern von Hand geschrieben und mit der Post geschickt. Im Postlädele in Langenegg gibt es wunderbare Karten aus besonderer Hand. Natürlich nicht nur Karten, son­ dern auch Schönes für Haus und Gar­ ten, Kunsthandwerk, farbenfrohe Bil­ der und Holzerzeugnisse. Menschen mit Behinderungen fertigen sie in den Werkstätten und ARTeliers der Lebens­ hilfe Vorarlberg an. Sehr gemütlich kann man hier auch einen Kaffee trinken, die Karten schrei­ ben und gleich im Postlädele aufgeben. Mit besonderem Charme wird das unter einen Hut gebracht. Ich ziehe mein Buch aus der Tasche und die Füße aus den Hölzlern und lasse den regnerischen Tag ausklingen. Silke Ritter

Devich Holzschuherzeugung Ellgenbogen 186, 6870 Bezau www.holzschuhe.at Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr Buchhandlung Brunner Kaufhaus der Wälder, 6863 Egg www.brunnerbuch.at Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 16 Uhr Postlädele Langenegg Lebens.ART – Schönes aus besonderer Hand Bach 117, 6941 Langenegg Montag bis Freitag von 8.15 bis 11.30 Uhr Freitag von 14 bis 16 Uhr Samstag von 8 bis 11 Uhr

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Bregenzerwald Tourismus: Buchbare Angebote

Buchung, Info: T +43 (0)5512 2365 http://sommer.bregenzerwald.at

Weitwandern Bregenzerwald Nur mit dem Rucksack bestückt, wandern Sie durch den Bregenzerwald. Ihr Gepäck reist währenddessen komfortabel von Hotel zu Hotel. Drei Alternativen stehen zur Wahl: • Der Käseweg führt an drei Tagen von der sanften Voralpenlandschaft bei Sulzberg über die Vorsäß-Siedlung Schönenbach nach Au. • Auf dem Wasserweg lernen Sie an zwei Wander­tagen die unterschiedlichen Gesichter der Bregenzerach kennen. • Der Architekturweg führt in vier Tagen durch schmucke Bregenzerwälder Dörfer. Inkludierte Leistungen: • 3, 4 oder 5 Übernachtungen mit Halbpension in ausgewählten 3- und 4-Sterne-Hotels • Gepäcktransport von Hotel zu Hotel

• Bei Anreise mit PKW: Parkplatz beim ersten Hotel und Transfer zum Auto nach Ende der Tour • Bei Anreise mit Bus/Bahn/Flug: Transfer vom Bahnhof* zum ersten Hotel und zum Bahnhof* nach Ende der Tour (*Dornbirn oder Bregenz) • Wanderkarten, Streckenbeschreibungen, Busfahrplan und Ortspläne • Bregenzerwald Gäste-Card Termine: 1.5. – 31.10.15 Preis pro Person: ab € 393 im Doppelzimmer mit Halbpension ab € 446 im Einzelzimmer mit Halbpension Gesamte Tour geführt von einem Wanderführer auf Anfrage!

Mountainbike Bregenzerwald Noch gilt der Bregenzerwald als Geheimtipp für Mountainbiker: Einige Routen wurden erst ganz neu angelegt. Viele der Wege führen auf die Spuren der Lebenskultur: zu Vorsäßen und Hochalpen, wo der köstliche Bregenzerwälder Bergkäse entsteht. Sie machen sich mit fachund ortskundiger Begleitung auf den Weg. Verwöhnendes für Körper und Gaumen bieten spezialisierte Mountainbike-Gastgeber. Inkludierte Leistungen: • 3 bzw. 7 Übernachtungen mit Halbpension in einer Unterkunft nach Wahl • 1 bzw. 3 Gutscheine für eine geführte Mountainbiketour mit geprüftem MountainbikeGuide der Bike-Schule Bregenzerwald • Mountainbike-Karte inkl. 15 Top-Routen

• Bregenzerwald Gäste-Card für beliebig viele Entdeckungsfahrten mit den Bergbahnen und öffentlichen Bussen und für erfrischendentspannende Stunden in den Freibädern Termine: 1.5. – 31.10.15 Preis pro Person: ab € 221 im Doppelzimmer mit Halbpension (3 Nächte) ab € 571 für 2 Personen in einer Ferien­ wohnung ohne Verpflegung (3 Nächte) ab € 480 im Doppelzimmer mit Halbpension (7 Nächte) ab € 690 für 2 Personen in einer Ferien­ wohnung ohne Verpflegung (7 Nächte)

Familien Hüttenwanderungen Bregenzerwald Auf einer Hütte fernab vom Dorf zu übernachten, hat einen besonderen Reiz. Die einfache, gemütliche Atmosphäre verzaubert. Ringsum Wiesen und Wälder, Brunnen plätschern, die Kuhweiden liegen ganz nah. Ein besonderes Erlebnis für große und auch für kleine Wanderer! Drei Tage lang erkunden Sie auf leicht zu begehenden Höhenwegen die schöne Bregenzerwälder Berg­natur – zweimal übernachten Sie auf einer Hütte. Die Tagesetappen sind kurz, zwischen 2 bis fast 4 Stunden. So bleibt genügend Zeit für Spiele in der Natur oder den einen oder anderen Abstecher.

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Inkludierte Leistungen: • 2 Übernachtungen auf Hütten mit Frühstück oder Halbpension • Wanderkarte und Streckenbeschreibung Termine: Schwarzenberg: 1.5. – 31.10.15 (1.5. – 30.6. nur an Wochenenden buchbar) Hittisau: 1.6. – 31.10.15 Preis pro Person: ab € 69 im Matratzenlager (jeweils 6–8 Betten) mit Frühstück ab € 87 im Matratzenlager (jeweils 6–8 Betten) mit Halbpension Kinderermäßigung auf Anfrage!


Bregenzerwald Tourismus: Buchbare Angebote

Buchung, Info: T +43 (0)5512 2365 http://sommer.bregenzerwald.at

Alpine Hüttenwanderungen Bregenzerwald Sie wandern von Hütte zu Hütte durchs Hochgebirge, genießen prachtvolle Ausblicke auf die Bergwelt des Bregenzerwaldes und weit über die Alpen. Die Tagesetappen sind durchaus anspruchsvoll – die Gehzeiten liegen zwischen 4 bis 6 Stunden pro Tag. Außerdem gilt es einige Höhenmeter zu überwinden. Sie können die Touren ganz gemächlich angehen, denn Ihr Bett in einer gemütlichen Hütte ist bereits für Sie gebucht.

Termine: Tour Schadonagebiet: 18.6. – 4.10.15 Tour Widdersteingebiet: 1.6. – 4.10.15 Preis pro Person: ab € 55 im Matratzenlager mit Frühstück ab € 89 im Matratzenlager mit Halbpension Ermäßigung für Alpenvereinsmitglieder und Übernachtung im Zimmer auf Anfrage!

Inkludierte Leistungen: • 2 Übernachtungen auf einer Hütte mit Frühstück oder Halbpension • Wanderkarte und Streckenbeschreibung

Schubertiade Bregenzerwald Die Schubertiade im malerischen Dorf Schwarzenberg widmet sich der Musik Schuberts und seiner Zeitgenossen. International bekannte Interpreten und Ensembles gestalten rund 40 Liederabende und Konzerte und damit das weltweit bedeutendste Schubert-Festival. Mit diesem Arrangement möchten wir Ihnen die Organisation erleichtern. Informationen über das Programm finden Sie auf www.schubertiade.at. Inkludierte Leistungen: • Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension in einem ausgewählten ***Hotel oder ****Hotel • mindestens 3 Schubertiade-Konzertkarten pro Person der besten Kategorie • Tickets für den Schubertiade Shuttle-Bus,

der Sie vom Hotel zum Konzert und wieder retour bringt • Bregenzerwald-Informationsmappe mit Tipps für interessante Ausflüge und Unternehmungen und Tickethinterlegung im Hotel • Bregenzerwald Gäste-Card für beliebig viele Fahrten mit den Bergbahnen und Bussen (z. B. auch in die Städte Dornbirn und Bregenz am Bodensee) sowie für freien Eintritt in die Schwimmbäder der Region Wir stimmen das Arrangement auf Ihre individuellen Wünsche ab (Aufenthaltsdauer, Konzert­karten). Termine: 20. – 28.6.15 | 22. – 30.8.15

Bregenzer Festspiele Sie wohnen in einem ausgewählten Hotel in herrlich grüner Umgebung im Bregenzerwald und besuchen an einem Abend die Bregenzer Festspiele: Auf der größten Seebühne der Welt ist in diesem Jahr „Turandot“ von Giacomo ­Puccini zu hören und zu sehen.

• Ab 3 Übernachtungen erhalten Sie die ­Bregenzerwald Gäste-Card für beliebig viele Fahrten mit den Bergbahnen und ­Bussen (z. B. auch in die Städte Dornbirn und ­Bregenz am Bodensee) sowie für freien Eintritt in die Schwimmbäder der Region

Inkludierte Leistungen: • 1, 2 oder 3 Übernachtungen mit Halb­ pension in einem Hotel Ihrer Wahl • 1 Ticket für „Turandot“ (Kat. 2/So – Fr oder Kat. 3/Sa) • Transfer zur Aufführung der Bregenzer Festspiele und retour (Festspiel-Transfer teilweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln) • 1 Mitternachtsimbiss im Hotel nach der Festspielaufführung

Termine: 22.7. – 23.8.15 Preis pro Person: ab € 169 im Doppelzimmer mit Halbpension (1 Nacht) ab € 241 im Doppelzimmer mit Halbpension (2 Nächte) ab € 313 im Doppelzimmer mit Halbpension (3 Nächte)

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Bregenzerwald Tourismus: Buchbare Angebote

Buchung, Info: T +43 (0)5512 2365 http://sommer.bregenzerwald.at

Kennenlerntage Bregenzerwald Das genussvoll-praktische Bregenzerwald-Angebot zum Kennenlernen mit Preisvorteil. Wenn Sie von Sonntag bis Donnerstag buchen, übernachten Sie viermal und zahlen nur für drei Nächte! Inkludiert ist eine kulinarische Ganztageswanderung, bei der Sie Bergfrühstück, Mittagessen und Dessert an verschiedenen Orten genießen (siehe S. 49). Sie erhalten die Bregenzerwald Gäste-Card für beliebig viele Entdeckungsfahrten mit den Bergbahnen und öffentlichen Bussen und für erfrischend-entspannende Stunden in den Freibädern. Inkludierte Leistungen: • 3 Übernachtungen von Donnerstag bis Sonntag oder 4 Übernachtungen von Sonntag bis Donnerstag in der Unterkunft nach Wahl mit Frühstück oder Halbpension

• Gutschein für eine kulinarische Ganztageswanderung im Bregenzerwald • Bregenzerwald Gäste-Card • Bei Buchung von Sonntag bis Donnerstag übernachten Sie viermal und zahlen für drei Nächte. Termine: 1.5. – 31.10.15 (buchbar von Sonntag – ­Donnerstag oder Donnerstag – Sonntag) Preis pro Person: ab € 230 im Doppelzimmer mit Halbpension ab € 188 im Doppelzimmer mit Frühstück ab € 460 für 2 Personen in der Ferienwohnung ohne Verpflegung

Kinderabenteuer Bregenzerwald Sie wohnen 7 Nächte in einem BregenzerwaldPartnerhotel und stellen sich Ihren Bregenzerwald-Familienurlaub ganz nach Belieben zusammen. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Programme: Von Abenteuerlichem bis zu Spielerischem spannt sich der Bogen. Für beliebig viele Fahrten mit den Bergbahnen und den öffentlichen Bussen erhalten Sie außerdem die Bregenzerwald Gäste-Card.

- Kinderklettern & Schluchtenquerung in Mellau - Erlebnisbauernhof Ingo Metzler - Ponyreiten in Sulzberg - Pferde-Spiel-Stunde in Schwarzenberg - Erlebnisvormittag im Frauenmuseum Hittisau - etc.

Inkludierte Leistungen: • 7 Übernachtungen in einer Unterkunft nach Wahl • Bregenzerwald Gäste-Card • Diverse Programmbausteine: - Waldseilgarten Damüls - Flying Fox Warth

Termine: 1.7. – 31.8.15 Preis pro Person: Auf Anfrage

Fliegenfischen Bregenzerwald

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Ausgesucht schöne Flusslandschaften und Gastgeber, die sich ganz nach Ihrem Rhythmus richten: Verbringen Sie 3 oder 7 Nächte im Bregenzerwald und erkunden Sie im Umkreis von rund 40 Kilometern die besten, selbstverständlich nachhaltig bewirtschafteten, FliegenfischerReviere. Passend zu den Fischzeiten stimmen die Gastgeber Ihre Mahlzeiten im Rahmen der Halbpension mit Ihnen ab. Auf Wunsch bereitet die Küche außerdem Ihre Fische zu.

• Bregenzerwald Gäste-Card für beliebig viele Entdeckungsfahrten mit den Bergbahnen und öffentlichen Bussen und für erfrischendentspannende Stunden in den Freibädern • Optional: Fliegenfischer-Kurs (min. 4 Personen; max. 6 Personen); Fischerkarten für weitere Reviere

Inkludierte Leistungen: • 3 oder 7 Übernachtungen in einem ****Hotel im Bregenzerwald mit Halbpension • ½ Tag Guiding (Einführung), Termin wird ­individuell abgestimmt • Fischerkarte für 3 oder 6 Tage (plus Anreisetag)

Preis pro Person: 3 Nächte: ab € 561 im Doppelzimmer mit Halbpension 7 Nächte: ab € 1.048 im Doppelzimmer mit Halbpension

Termin: 1.5. – 30.9.15

Weitere Unterkunftskategorien auf Anfrage!


Schritt für Schritt von Gang zu Gang

Kulinarisch wandern im Bregenzerwald Wandern und in ausgewählten Berggasthäusern und Restaurants Köstliches genießen: mit Bergfrühstück, Mittagessen und süßem Ausklang. Inkludiert sind außerdem Tickets für Fahrten mit den Bergbahnen und Bussen. Kulinarisch wandern in Bezau, Schwarzenberg, Hittisau oder Schröcken Preis pro Person: € 34 – € 53* (je nach Wanderung) Bregenzerwald Tourismus GmbH, Impulszentrum 1135, 6863 Egg T +43 (0)5512 2365 www.bregenzerwald.at, info@bregenzerwald.at * Ermäßigung für Inhaber der Bregenzerwald Saison-Card und Bregenzerwald Gäste-Card

reisemagazin bregenzerwald · 49


„Tafeln im Bregenzerwald“

Unter dem Motto „Tafeln im Bregenzer­wald“ laden von Mai bis Juli verschiedene Köche und Köchinnen aus dem Bregenzerwald zu 5-gängi­ gen Menüs in einer exklusiven Runde. Gespeist wird an einer festlich gedeckten Tafel an einem besonderen Platz im Bregenzerwald: Entweder im Freien oder in einem außergewöhnlichen Gebäude. Plätze zum „Tafeln im Bregenzerwald“ können bei Bregenzerwald Tourismus gebucht oder in Form von Geschenkgutscheinen erworben werden. Bregenzerwald Tourismus Impulszentrum 1135, 6863 Egg T +43 (0)5512 2365 www.bregenzerwald.at info@bregenzerwald.at

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Lamm & Kräuter 29. Mai 2015, 18.30 Uhr Ort: Villa Maund in Hopfreben Kirschblüte & Bergheu 12. Juni 2015, 18.30 Uhr Ort: Frauenmuseum Hittisau Kräuter & Essenzen 18. Juni 2015, 19 Uhr Ort: Bauernhof Metzler in Egg Milchkalb & Heumilch 26. Juni 2015, 19 Uhr Ort: Werkraum Haus Andelsbuch Eichelmehl & Bodenseefisch 3./4./5. Juli 2015, 18.30 Uhr Ort: Krumbacher Moor Wild & Bier 10. Juli 2015, 18.30 Uhr Ort: „z en Hüttn“ in Bizau


Tipps der Redaktion: Familienerlebnisse und Kinderprogramm Ein Vielzahl an Angeboten gibt es für Kinder und Familien im ganzen B ­ regenzerwald zu entdecken. Ob Abenteuer und spielerisches Vergnügen im Umgang mit Tieren oder beim Erleben der bäuerlichen Kulturlandschaft, ­Nervenkitzel und Spannung bei Outdoor-Aktivitäten oder betreute Kinderprogramme. Genauere Informationen geben die Tourismusbüros vor Ort in den Gemeinden.

Lindau ens

4 Nagelfluhstein schleifen Hittisau T +43 (0)5513 6209 50 www.hittisau.at

ee

6

Sulzberg

Doren

Krumbach

Langenegg

4 9

Alberschwende 12 7 Dornbirn

5 Filzen mit Kindern Egg, Bauernhof Natter T +43 (0)664 782 1379 Marianne Flatz

Riefensberg

Bregenz

CH

2 Hüttenzauber & Zauberkräuter Au-Schoppernau T +43 (0)5515 2288 www.au-schoppernau.at 3 Walderlebnis Au-Schoppernau T +43 (0)5515 2288 www.au-schoppernau.at

D

Bod

1 Erlebnis Viehweide Au-Schoppernau T +43 (0)5515 2288 www.au-schoppernau.at

Schwarzenberg

Reuthe Mellau

Lingenau Egg

5

8

7 Pferdespielstunde Schwarzenberg, Berchtold Farm T +43 (0)664 438 8422 www.farm-berchtold.at

Sibratsgfäll

Andelsbuch Bezau 10 Bizau

9

8 Erlebnis auf der Alpe Egg, Alpe Brongen Fam. Meusburger T +43 (0)664 630 4073

Schnepfau Au 1 Br

Damüls 11

6 Ponyreiten Sulzberg, Barbara Baldauf T +43 (0)664 632 7820

Hittisau

eg

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2 3 Schoppernau ze

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9 Kinderworkshop Frauenmuseum Hittisau T +43 (0)5513 6209 50 www.hittisau.at

Warth Schröcken

10 „Wälderbähnle“ fahren Bezau – Bersbuch T +43 (0)664 466 2330 www.waelderbaehnle.at 11 Entdeckungsreise in die Natur Damüls T +43 (0)5510 620 www.damüls.at 12 Bauernhof be-greifen Egg, Fam. Metzler Ziegen-Tollhaus, Kuhlaufstall mit ­Besuchergalerie, Kuschel-Kleintier-Zone T +43 (0)5512 3044 www.naturhautnah.at

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Tipps der Redaktion: Die Sennereiläden des B ­ regenzerwaldes Die silofreie Milch aus dem Bregenzerwald wird fast zu 100 Prozent in der Region selbst weiterverarbeitet. In Alp- und Talsennereien wird nach alter Tradition ­würziger Berg- und Alpkäse und eine Vielzahl an Milchprodukten hergestellt. Der Verkauf direkt an der Produktionsstätte lässt die Ursprünglichkeit bereits erahnen. So wird der Einkauf in den größeren und kleineren Läden zum Erlebnis.

Sennerei Andelsbuch Hof 366, 6866 Andelsbuch T +43 (0)5512 2507 www.sennerei-andelsbuch.at Di u. Sa: 8 bis 12 Uhr, Fr: 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr

Dorfsennerei Langenegg Berkmann 116, 6941 Langenegg T +43 (0)5513 6190 www.kaeserei.com Mo bis Fr: 8.30 bis 11.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr Sa: 7.30 bis 11.30 Uhr und 15 bis 17 Uhr

Sennereiladen Au Argenau 354, 6883 Au T +43 (0)5515 2310 www.alpenkaese.at Mo bis Do: 8.30 bis 11.30 Uhr Fr und Sa: 8 bis 12 Uhr Mi und Fr: 15 bis 18 Uhr

Sennerei Lingenau Hof 28, 6951 Lingenau T +43 (0)5513 6420 www.sennerei-lingenau.at Mo bis Fr: 8 bis 12 Uhr und 17 bis 18 Uhr Sa: 8 bis 12 Uhr

Sennerei Rehmen, Au Rehmen 88, 6883 Au T +43 (0)5515 2959 Mo bis Sa: 7 bis 11 Uhr, Fr u. Sa: 16 bis 18 Uhr Alpenkäse Bregenzerwald Sennerei Bezau Ach 586, 6870 Bezau T +43 (0)5514 30020 www.alpenkaese.at Mo bis Fr: 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr Sa: 8 bis 12 Uhr Sennerei Kriechere, Bezau Kriechere 136, 6870 Bezau T +43 (0)664 5055188 Di, Mi, Fr, Sa: 9 bis 11 Uhr

Hofkäserei Engel Krumbach Dorf 12, 6942 Krumbach T +43 (0)664 4309 537 www.hofkaeserei-engel.at Di: 8.30 bis 11.30 Uhr Mi und Fr: 8.30 bis 11.30 und 16 bis 18 Uhr Sa: 8.30 bis 11.30 Uhr Bergsennerei Schnepfau Kirchdorf 123, 6882 Schnepfau T +43 (0)5518 2820 Mo bis So von 8.30 bis 11 und 18 bis 19.30 Uhr Bergkäserei Schoppernau Unterdorf 248, 6886 Schoppernau T +43 (0)5515 30151 www.bergkaeserei.at Mo bis Fr: 8.30 bis 11.30 Uhr, 15 bis 18 Uhr Sa: 8.30 bis 11.30 Uhr, 15 bis 17 Uhr

Sennhaus Bezau Oberdorf Mittlere 119, 6870 Bezau T +43 (0)5514 2632 www.sennhaus-bezau.at Di, Fr, Sa: 9 bis 11 Uhr Freitagnachmittag: 16 bis 18 Uhr

Dorfsennerei Sibratsgfäll Dorf 132, 6952 Sibratsgfäll T +43 (0)5513 2442 www.sennerei-sibra.at Mo bis Fr: 9 bis 11 und 18 bis 19.30 Uhr

Sennerei Huban, Doren Huban 139, 6933 Doren T +43 (0)5516 2001 www.sennerei-huban.at Mo bis Do: 8 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr Fr: 8 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr Sa: 8 bis 12 Uhr

Sulzberger Käserebellen Dorfstr. 8, 6934 Sulzberg T +43 (0)5516 21351 www.kaeserebellen.com Mo bis Fr: 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr So: 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr So und Feiertag: 13 bis 18 Uhr

Sennerei Hittisau Platz 190, 6952 Hittisau T +43 (0)5513 2786 Mo bis Sa: 8 bis 12 Uhr, Do u. Fr: 14.30 bis 18 Uhr

„Birglar“ Sennerei Warth Hausnummer 73, 6767 Warth, www.waeldarmetzge.at T +43 (0)5583 3598 Täglich: 9 bis 18 Uhr, auch Sonn- und Feiertage

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Käsehaus Andelsbuch Das Bregenzerwälder Käsehaus in Andelsbuch bietet bis zu 60 verschiedene Hart-, Schnitt-, Frisch- und Weichkäsesorten aus Kuh-, Ziegenoder Schafmilch an. Angeschlossen ist ein Restaurant und jeden Sonntag um 16 Uhr wird vor Ort gekäst. Hof 144, 6866 Andelsbuch T +43 (0)5512 26346 www.kaesehaus.com Mo bis Sa: 9 bis 18 Uhr Sonn- u. Feiertage: 10 bis 18 Uhr KäseStrasse Bregenzerwald Die KäseStrasse ist ein Zusammenschluss von Bregenzerwälder Bauern, Sennern, Wirten, Handwerkern und Handelsbetrieben und somit keine Straße im herkömmlichen Sinn. Mitglieder und Partner der KäseStrasse tragen dazu bei, die Bregenzerwälder Landschaft, die kleinen Strukturen und die heimischen Produkte zu bewahren und zu fördern. Besichtigung des Bregenzerwälder Käse­kellers in Lingenau mit Verköstigung, Verkauf von Käse und regionalen Produkten: Mo bis Fr: 10 bis 18 Uhr Sa: 9 bis 17 Uhr Zeihenbühl 423, 6951 Lingenau T +43 (0)5513 42870 www.kaesestrasse.at Käslädele Schwarzenberg Wie in alte Zeiten versetzt fühlt man sich im Kellergewölbe, wo der Käse noch nach Bedarf vom Rad geschnitten wird und natürlich auch vorher probiert werden darf. Milch- und Käseprodukte aus der Region sowie Lebensmittel des täglichen Bedarfs weisen den Weg von der Eingangstür bis zum Verkaufsraum. Hedi Berchtold Hof 18, 6867 Schwarzenberg T +43 (0)5512 2960


Tipp der Redaktion: Mit der Bregenzerwald Gäste-Card durchs Tal Die Bregenzerwald Gäste-Card gibt es bereits ab 3 Übernachtungen in den Partnergemeinden im Bregenzerwald vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015. Sie ist die „Eintrittskarte“ zu allen bewegten und genussvollen Bergerlebnissen und bringt Besucher beliebig oft per Bergbahn nach oben. Sie gilt für umwelt­ freundliche Fahrten mit den öffentlichen Bussen und sorgt zudem für erfri­ schend-entspannende Stunden in den Freibädern.

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Die Freibäder

Lindau Bod

ens

10 Freibad Au Solarbeheiztes Schwimmbad, Breitrutsche, Kinderspielplatz, direkt am Radwanderweg.

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Sulzberg

11 Schwimmbad Schoppernau Ideal für Familien mit Kinderplansch­ becken und Kinderbecken mit kleiner ­Rutsche, Tischtennis, Beachvolleyballplatz, Pit Pat-Kinderspielplatz in der Nähe.

Riefensberg

Bregenz Doren

Krumbach 16 Hittisau

Langenegg Alberschwende 13 Egg

15

CH Dornbirn

12 Schwimmbad Bezau Barrierefreies, beheiztes Freibad, Kinderbereich, Doppel-Kinderrutsche, Beachvolleyballplatz

Lingenau

1

Sibratsgfäll

Andelsbuch 2 3 12 Bezau

Schwarzenberg

Reuthe Mellau 14

Bizau

Schnepfau Au 10 B r

5 Damüls

Sonntag

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13 Schwimmbad Egg Sprungturm mit 1 und 3 Metern, 50-m-­Rutsche für Kinder und Erwachsene, vier Bahnen zu 33 m, separates beheiztes Kinderschwimmbecken mit Baby-Rutsche

Fontanella 8

eg

14 Freibad Mellau 3-m-Springturm, schattiges Kinderbecken mit Rutsche, Tischtennis und Tischfußball.

4 en

Schoppernau 11 ze

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Warth 6 Schröcken

Die Bergbahnen 1

7

Sessellift Brüggelekopf, Alberschwende www.alberschwende.at

Großwalsertaler Seilbahnen, Sonntag www.sonntagstein.at

2 Bergbahnen Andelsbuch www.bergbahnen-andelsbuch.at

8 Bergbahnen Faschina/Fontanella www.seilbahnen-faschina.at

3

Seilbahn Bezau www.seilbahn-bezau.at 4 Bergbahnen Diedamskopf, Au-Schoppernau www.diedamskopf.at 5

Uga Express, Damüls www.seilbahnendamuels.at 6 Steffisalp Express, Warth www.warth-schroecken.at

Bergbahnen Mellau wegen Neubau der ­Mellaubahn im Sommer 2015 geschlossen. Aktuelle Informationen unter www.damuels-mellau.at Die Bergbahnen sind ab Mitte Juni bis Anfang Oktober täglich geöffnet. Im Frühjahr und Herbst sind die Bergbahnen an den Wochen­ enden in Betrieb.

15 Schwimmbad Schwarzenberg Oberhalb von Schwarzenberg in ruhiger, sonniger Lage 16 Schwimmbad Hittisau Familienbad, grander Wasser, Breit­rutsche, 55-m-Erlebnisrutsche, großer Sandspielplatz.

Die Schwimmbäder sind je nach Witterung von Ende Mai bis Anfang September geöffnet.

Die Busse Freie Fahrt auf den Buslinien der Region ­Bregenzerwald: „Landbus Bregenzerwald“ bis Bregenz, Dornbirn (ausgenommen Stadtbusse), Lech (ausgenommen blaue Wanderbusse – Spullersee/Formarinsee), Buch/Alberschwende, Rickatschwende/Bödele, Schwarzach, Faschina, Fontanella/Sonntag, Raggal/Marul und Blons. Bitte beachten Sie: Laguzalpe – Mautstrecke € 3 Aufzahlung

reisemagazin bregenzerwald · 53


Tipps der Redaktion: Kulturelle Treffpunkte An kulturellen Höhepunkten mangelt es im Bregenzerwald nicht. Von der ­Schubertiade Schwarzenberg mit zwei Konzertzyklen bis zu den Bregenzer ­Festspielen mit dem Spiel auf dem See kann der Hochkultur gefrönt werden. Im von Architekt Peter Zumthor neu errichteten Werkraum Haus in Andelsbuch wird das Bregenzerwälder Handwerk und die Kultur des Bauens und Wohnens in augenfälliger Form präsentiert.

Lindau ens

6 Franz Michael Felder Museum Unterdorf 2b, 6886 Schoppernau T +43(0)5515 2495 www.au-schoppernau.at

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2

Sulzberg 12 Riefensberg

Bregenz Doren

Alberschwende 9 8 Dornbirn

1 5 Schwarzenberg

Reuthe

7 Kulisse Pfarrhof Damüls Kirchdorf 138, 6884 Damüls T +43 (0)5510 620-0 www.damuels.at

Krumbach Hittisau 4

Langenegg

CH

Lingenau Egg

8 Egg Museum Pfarrhof 5, 6863 Egg www.eggmuseum.at

Sibratsgfäll

3 13 14 Andelsbuch 10 15

Mellau

Bizau

9 Heimatmuseum Alberschwende Ausstellung im Arzthaus T +43 (0)664 5972437 www.alberschwende.at

Bezau

Schnepfau

10 Heimatmuseum Bezau Ellenbogen 181, 6870 Bezau T +43 (0)5514 2559 www.bezau.at

Au Br

Damüls 7

eg

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Schoppernau ze

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Warth 11

Handwerk+Form 2015 Im Oktober 2015 geht der vom Handwerkerverein Andelsbuch gemeinsam mit dem Werkraum Bregenzerwald initiierte Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, in die siebte Runde. Handwerker aus dem Bregenzerwald können gemeinsam mit Gestaltern aus dem In- und Ausland daran teilnehmen. Dabei entstehen inspirierende Objekte und Einrichtungsgegenstände genauso wie Detaillösungen zu Gebäuden und Häusern. Eine kompetent besetzte Fachjury bewertet und prämiert die Einreichungen nach den Grundsätzen von Material, Form und ­Funktion in einem alltagstauglichen Kontext. Ausstellungsrundgang in Andelsbuch 10./11. und 15./16./17./18. Oktober 2015

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4 Frauenmuseum Platz 501, 6952 Hittisau T +43 (0)5513 6209-30 www.frauenmuseum.at 5 Angelika Kauffmann Museum Brand 34, 6867 Schwarzenberg T +43 (0)5512 26455 www.angelika-kauffmann.com

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Bod

Einblicke in die Geschichte, Lebenskultur und das künstlerische Schaffen vor Ort geben lebendig gestaltete Museen und Ausstellungen.

Schröcken

1 Schubertiade Schwarzenberg 20. bis 28. Juni und 22. bis 30. August 2015 Informationen: Tourismusbüro Schwarzenberg T +43 (0)5512 3570 www.schubertiade.at 2 Bregenzer Festspiele „Turandot“ von Giacomo Puccini 22. Juli bis 23. August 2015 Information & Kartenverkauf T +43 (0)5574 407-6 www.bregenzerfestspiele.com 3 Werkraum Haus Hof 800, 6866 Andelsbuch T +43 (0)5512 26386 www.werkraum.at

11 Alpmuseum „uf m Tannberg“ Alpe Batzen, Schröcken T +43 (0)5519 2670 www.alpmuseum.at 12 Juppenwerkstatt Dorf, 52, 6943 Riefensberg T +43 (0)5513 8356 www.juppenwerkstatt.at

Kulturelle Treffpunkte 13 Hans Bach Kino im Jöslar Jeden 1. Sonntag im Monat T +43 (0)5512 2312 www.joeslar.at 14 Bahnhof Andelsbuch Kulturverein Bahnhof, T +43 (0)664 250 77 89 www.bahnhof.cc 15 Bezau Beatz – Musik aus allen Richtungen Open-Air Konzertwochenende: 6. – 8. August 2015 Bezau Remise www.bezau.at/bezaubeatz


NEU

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BERGGUT Gutes aus dem Bregenzerwald Ein richtig gutes Brot mit Bauernbutter und Bergkäse, ein flaumiger ­Kaiserschmarren mit Eiern von ­glücklichen ­Hühnern, ein saftiges Schnitzel vom Alpschwein: ­Regionale Köstlichkeiten stellen ausgewählte Bregenzerwälder ­Berggasthäuser ins Rampenlicht. Denn Frisches und ­naturnah Erzeugtes schmeckt einfach besser und kurze ­Lieferwege schonen die Umwelt.

BERGGUT will auch auf die umfassende Bedeutung von regionalen Produkten aufmerksam machen. Diese Produkte sichern die Existenz der Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern wiederum sichern die Erhaltung und Pflege der sensiblen Bergnatur. Wanderhütte „Hochalp“, Warth T +43 (0)5583 4250 www.jaegeralpe.at Almhotel Hochhäderich, Hittisau T +43 (0)5513 82540 www.alm-hotel.at Bergrestaurant Simma, Mellau T +43 (0)5518 2761 www.restaurant-simma.at Panoramarestaurant Diedamskopf, Au-Schoppernau T +43 (0)5515 4110 0 www.diedamskopf.at Berggasthof Elsenalpstube, Damüls T +43 (0)5510 297 www.elsenalpstube.at

Pflegelinie Bregenzerwald Hochwertig & verwöhnend Natürliches wirkt am besten. Belebende Molke und Heilpflanzen wie Arnika, ­Ringelblumen und Kamille sind die Zutaten. Vier exquisite Pflegeprodukte erfrischen die Mus­ keln, pflegen Hände, Füße und Lippen. Alle vier ­werden im Bregenzerwald von Ingo Metzler in Egg erzeugt. Etwas Besonderes zum Verschenken, auch an sich selbst! Erhältlich bei Bregenzerwald Tourismus. Info: www.bregenzerwald.at

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2015

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Reisemagazin Bregenzerwald - Sommer 2015  

Personen und das Leben im Bregenzerwald über interessante Geschichten kennenlernen.

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