Issuu on Google+

Zugestellt durch Post.at

spektrum #3.09

regio . tourismus . werkraum . k äsestrasse . offene jugendarbeit

essen & trinken – zwischen muss und genuss


REGIOnalentwicklung Bregenzerwald GmbH Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald T +43 5512 26000 . F +43 5512 26000 4 E regio@bregenzerwald.at . H www.regio.bregenzerwald.at

Geschäftsstelle werkraum bregenzerwald T +43 5512 26386 . F +43 5512 26387 E info@werkraum.at . H www.werkraum.at

Offene Jugendarbeit Bregenzerwald T +43 5512 26000 12 . T +43 5512 26000 4 E office@ojb.at . H www.ojb.at

KäseStrasse Bregenzerwald Verein zur Förderung der Bregenzerwälder Käsekultur T +43 5512 2365-23 . F +43 5512 2365-25 E info@kaesestrasse.at . H www.kaesestrasse.at

bregenzerwald

Bregenzerwald Tourismus GmbH T +43 5512 2365 . F +43 5512 3010 E info@bregenzerwald.at . H www.bregenzerwald.at Alle Institutionen haben den Sitz im Impulszentrum Bregenzerwald in Egg.

titelbild bereitgestellt von KäseStrasse Bregenzerwald


Inhalt

2

REGIO BREGENZERWALD Wirtschaftsfaktor Essen und Trinken

5 WERKRAUM BREGENZERWALD Brot und Wurst: Produkte des Handwerks 8 BREGENZERWALD TOURISMUS Touristen wollen genießen 11 KÄSESTRASSE BREGENZERWALD Genussregion mit kulinarischem Selbstvertrauen 15 OFFENE JUGENDARBEIT BREGENZERWALD Alkohol – ein gesellschaftliches Problem 18 z ur sache Suchttherapeut Haller über Alkoholkonsum 20 POLITISCHE PERS PEKTI V E Landesrat Schwärzler über weißes Gold 23 UMFRAGE So ernähre ich mich 24 aus der p raxis Regionale Produkte im Krumbacher ’s Schulhus 26 QUERGEDACHT Kulinarische Landkarte: Alles Käse, oder was? 28 projek t Untersuchung der Bezauer Wirtschaftsschulen 29 KOMMENTAR Büro für Zukunftsfragen 30 NACHGEDACHT Essen als Tor zur Philosophie 32 inter view Der Gasthäuser-Bund MundArt 34 TIPP S / VERANSTALTUNGEN 37 im pressum

gemeinsames Zeichen der regional tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über und aktuelle Projekte und Initiativen informiert gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal zu und regionalen Themen zu jährlich DasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädtPapier. zum Mitdenken zum Mitdiskutieren über des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, werkraum, Tourismus sowie die Regio ­aBregenzerwald rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der ­Ikreieren nformation? In der­Potenzial, Bevölkerung der Region liegt einund großes neue zu umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –Lebensraum mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet unsdie auchvorliegende das Thema Zusammenarbeit durch Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir vielGeschätzter Spaß der beimRegion. Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten Geschätzte Leser, Zeiten der neuen einregional neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen der tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an interessante Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal zu und regionalen Themen zu jährlich DasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädtPapier. zum Mitdenken zum Mitdiskutieren über die des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. ­arbeiten Offene Jugendarbeit, werkraum, Bregenzerwald Tourismus sowie die Regio seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der ­Ikreieren nformation? In der­Potenzial, Bevölkerung der Region liegt einund großes neue Ideen zu umzusetzen, initiativ zu werden –Lebensraum mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und Wirken können erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet unsdie auchwir dasunseren Thema Zusammenarbeit durch vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir vielGeschätzter Spaß der beimRegion. Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten Geschätzte Leser, in Zeiten der neuen einregional neues Magazin? Institutionen. Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen der tätigen Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an interessante Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen SichtweisenThemen vorerstzu zweimal jährlich zu und regionalen Papier. DasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken zum Mitdiskutieren über die des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. ­arbeiten Offene Jugendarbeit, werkraum, Bregenzerwald Tourismus sowie die Regio seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam urs schwarz, geschäftsführer und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu regionalentwicklung gmbh, umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –kreieren mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende regionalplanungs­ g emeinschaft Erstausgabe. Im Namen desSpaß gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir viel beimRegion. Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Geschätzte Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einregional neues Magazin? Institutionen. Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues bregenzerwald gemeinsames Zeichen der tätigen Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Bregenzerwald-Spektrum lädt über zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren Geschätzte Leserin, Entwicklung des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. ­aBregenzerwald Offene Jugendarbeit, werkraum, Tourismus sowie die Regio rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als Geschätzter Leser, positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu kreieren umzusetzen, initiativ zuIdeen werden – mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet unsdie auchvorliegende das Thema Zusammenarbeit durch Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen Um e s s e n & t r i n k e n geht es in der und Ausdauer beimMedien Mitgestalten derMagazin? Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen einregional neues in Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen tätigen dritten Ausgabe des ­Bder regenzerwald Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, spektrum. Ein Thema, das auf den Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionalezuThemen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich regionalen Themen zu Papier. ersten Blick ein kulinarisches dieDas Bregenzerwald-Spektrum lädt über zum Mitdenken undals zum Mitdiskutieren Entwicklung des Bregenzerwaldes ein. ­aBregenzerwald Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Tourismus sowie die Regio rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung ­gLebensraums esehen werden kann. Beim zweiten des Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region Hinsehen aber auch wirtschaftlich, liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu kreieren umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –Lebensraum mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet unsdie auchhand­ das Thema ­regionalpolitisch, touristisch, Zusammenarbeit durch vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten derMagazin? Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen ein neues werklich. Zudem geht es sozial in Das Bregenzerwald-Spektrum istviel ein neues gemeinsames Zeichen der regional tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die tiefer, als wir zu denken wagen. Bandbreite an interessante Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal zu und regionalen Themen zu jährlich DasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädtPapier. zum Mitdenken zum KäseStrasse, Mitdiskutieren über ein. die Offene werkraum, e s s e nJugendarbeit, & tvielen r iTourismus n kdes eJahren n –Bregenzerwaldes einan mehrfach sowie die Regio ­aBregenzerwald rbeiten seit der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald lebens­ n otwendiges Thema. teilweise kaum bekannt. Liegt es an der ­Ikreieren nformation? In der­Potenzial, Bevölkerung der Region liegt einund großes neue zu umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –Lebensraum mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren ­Bdiesem regenzerwald spektrum beleuchtet erhalten und weiterentwickeln. Aus Grund leitet unsdie auchvorliegende das Thema Zusammenarbeit durch Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir vielGeschätzter Spaß der beimRegion. Lesen das Thema aus verschiedensten und Ausdauer beimden Mitgestalten Geschätzte Leser, Zeiten der neuen Medien einregional neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen der tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen Blickrichtungen. im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an interessante Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal zu und regionalen Themen zu Papier. jährlich Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Wer hätte gedacht, dass Brot und Wurst Mitdenken zum Mitdiskutieren über die Entwicklung des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. ­arbeiten Offene Jugendarbeit, werkraum, Bregenzerwald Tourismus sowie die Regio seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam Produkte des Handwerks sind, oder und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der ­Ikreieren nformation? In der­Potenzial, Bevölkerung der Region liegt einund großes neue Ideen zu Genuss zum Muss werden kann? Warum umzusetzen, initiativ zu werden –Lebensraum mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und Wirken können unseren erhalten und weiterentwickeln. Auskostet diesem Grund leitet unsdie auchwir das Thema Zusammenarbeit durch vorliegende das Essen im Haubenlokal so Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir vielGeschätzter Spaß der beimRegion. Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten Geschätzte Leser, in Zeiten der neuen einregional neues Magazin? viel? Wer glaubt, dassder Jugendliche die Institutionen. Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen tätigen Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den einzigen sind, die ein Problem mitverschiebzw. densten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterohneBregenzerwald-Spektrum Alkohol haben? Sind Kässpätzle schiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu und regionalen Themen zu Papier. Das lädt zum Mitdenken zum Mitdiskutieren über die Entwicklung des Bregenzerwaldes ein. ­arbeiten Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, typisch fürvielen den Bregenzerwald? Bregenzerwald Tourismus sowie die Regio seit Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –kreieren mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren Der Bregenzerwald als kulinarische Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen desaus gesamten Teams wünsche ich Leserinnen, Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten Region. Hochburg, die Produkte derder Region Geschätzte Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einregional neues Magazin? Institutionen. Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen der tätigen Ein Medium, das die Menschen als geschätztes Gut, der wirtschaftliche im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt.und Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, Themen. VerNutzenAutoren undinteressante diekontroverse Herausforderungen für schiedene und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Bregenzerwald-Spektrum lädt dieüber zum die Gemeinden – das sind Themen, Mitdenken und zum Mitdiskutieren Entwicklung des Bregenzerwaldes ein. ­aBregenzerwald Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Tourismus sowie die Regio rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam im aktuellen spektrum aufgearbeitet und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu werden. Regionalplanungsgemeinkreieren umzusetzen, initiativ zuIdeen werden – mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesemwerkraum, Grund leitet unsdie auchvorliegende das Thema Zusammenarbeit durch schaft, Offene Jugendarbeit, Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten derMagazin? Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen einregional neues in Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues KäseStrasse und Bregenzerwald gemeinsames Zeichen der tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über und aktuelle Projekte und Initiativen informiert gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschieTourismus wünschen viel Freude beim densten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal Lesen. Genießen Sie’s! jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädt über zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. ­aBregenzerwald Offene Jugendarbeit, werkraum, Tourismus sowie die Regio rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und doch allein? Außerhalb der Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der ­Iteilweise nformation? In der Bevölkerung der Region liegt einund großes ­PNur otenzial, neue zu kreieren umzusetzen, initiativ zuIdeen werden –Lebensraum mitzumachen. durch gemeinsames Handeln und Wirken können wir unseren erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet unsdie auchvorliegende das Thema Zusammenarbeit durch Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beimMedien Mitgestalten derMagazin? Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen einregional neues in Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinsames Zeichen der tätigen Institutionen. Ein Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an interessante Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal zu und regionalen Themen zu jährlich DasEntwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädtPapier. zum Mitdenken zum Mitdiskutieren über des KäseStrasse, Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, werkraum, Tourismus sowie die Regio ­aBregenzerwald rbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung

Editorial


R e g i o B r e g e n z e r w a l d R

Wirtschaft für die Wirtschaft Essen und Trinken ist nicht nur lebensnotwendig, sondern  auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Egal, ob Lebensmittel selbst zubereitet oder im Gasthaus konsumiert werden – viele Menschen verdienen ihr tägliches Brot mit der Erzeugung, dem Verkauf oder der Zubereitung von Lebensmitteln, Getränken und Speisen. Allein der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) beschäftigt in ­Vorarlberg 3000 Menschen. Zusätzlich werden 350 Lehrlinge ausgebildet, was den Lebensmitteleinzelhandel zu einem der größten Lehrlingsausbildner macht. Ein spürbarer Trend ist das vermehrte Angebot von regional produzierten Lebensmitteln, was zusätzliche Arbeitsplätze bedeutet. Und dieser Trend scheint auch in Zukunft immer wichtiger zu werden. Die Vorarlberger Lebensmittel-, Genussmittel- und Getränkeproduzenten beschäftigten im Jahr 2008 weitere 3900 Personen. (Quelle: Wirtschaftkammer) Neben der wirtschaftlichen Bedeutung der Nahversorgung ist auch die soziale Funktion des LEH von sehr großer Bedeutung. Der Chef der Rewe-Gruppe Österreich, Frank Hensel, beschrieb die Ver­ änderung im Einzelhandel vorab über die Rolle der Supermärkte im Kräftefeld sich verändernder Dorf- und Stadtstrukturen. „Lebensmittelmärkte sollen verstärkt zu Orten der Begegnung werden“, meint Hensel im ,,Format“. So wird in Zukunft in die

In einem alten Sägewerk nahm die Geschichte eines wahren Pioniers im Lebensmittelhandel ihren Anfang: Ulrich Sutterlüty (Bild) hatte im Zuge der Warenbesorgung für die Großküche des familiären Sägewerkes seine Leidenschaft für den Lebensmittelhandel entdeckt. Im Jahr 1952 startete er mit dem ersten „Lädele“ in der alten Küche in Egg, Hub. Heute betreibt Sutterlüty in Vorarlberg 21 Filialen und beschäftigt 600 Mitarbeiter. Quelle: Gemeindearchiv Egg

2

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


R e g i o B r e g e n z e r w a l d

Lebensmittelhandel mit Vollsortiment (Stand 1. 1. 2009) im Bregenzerwald © 2009 Fachgruppe des Lebensmittelhandels

Seit dem Jahr 1970 ist die Zahl der Lebensmittelgeschäfte um mehr als 50 % gesunkenen – die Verkaufsfläche jedoch fast um das Doppelte angewachsen.

Modernisierung der Märkte investiert und auf Beratung, ­Atmos­phäre und Präsentation gesetzt. Somit wird auch wieder die ­soziale Komponente des Treffpunktes von den Betreibern als ­Wirtschaftfaktor gesehen. Auch die demografische ­Entwicklung der Gesellschaft wird sich in Zukunft positiv auf das Thema Lebens­mitteleinzelhandel, ja sogar auf den gesamten Bereich der ­Nahversorgung auswirken. Die Anzahl der älteren Menschen wird immer größer, deren Mobilität sinkt. Somit wird der Dorfladen zu einem überlebensnotwendigen Versorger. Die Frage wird nur sein, ob wir diese Durststrecke noch überstehen und durch das ­Einkaufen im Ort diese Strukturen noch bis zu diesem Zukunfts­ szenario erhalten können. Nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch in der ­Gastronomie bzw. Hotellerie wird einiges umgesetzt. Egal, ob die einfache Dorfwirtschaft oder das Haubenlokal: Alle decken die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Zielgruppen ab. Und auch hier beschränkt sich der Wirtschaftsfaktor nicht nur auf die Arbeitsplätze aus Service, Küche und Management. Allein die ­Investitionen in diesem Bereich sind wichtig für das ­Baugewerbe und das ­Handwerk. In der Sparte Gastronomie und ­Beherbergungsbetriebe fanden im Jahr 2008 durchschnittlich 9489 ­Menschen ihren Arbeitsplatz, dies geht aus dem Bericht 2009 der Landesstelle für Statistik hervor. Durch das gestiegene Bewusstsein von der Qualität regionaler Produkte hat sich das Angebot an gehobener Gastronomie in den letzten Jahren vergrößert. Und dies mit Erfolg. Denn genau dies sind die Bereiche mit den größten Zuwächsen und der höchsten regionalen Wertschöpfung. Leider hat dieser Qualitätssprung oft ohne die Bevölkerung des Bregenzerwaldes stattgefunden. Viele Menschen fühlen sich in den Bregenzer wald Spektrum

3


Regio Bregenzerwald

»Die traditionellen Einkehrgasthäuser mit dem Stammtisch dienen nicht nur dem Dorfgespräch, vielmehr werden dort wichtige Gespräche geführt und Entscheidungen getroffen.«

gehobenen Lokalitäten nicht willkommen oder deplatziert. Doch auch diese Schwäche scheint sich langsam in eine Stärke zu verwandeln. Neben aller Wirtschaftlichkeit hat miteinander zu essen und zu trinken noch wichtige soziale Funktionen, welche mit Geld gar nicht aufgewogen werden können. Die traditionellen ­Einkehr­gasthäuser mit dem Stammtisch dienen nicht nur dem ­Dorf­gespräch, vielmehr werden dort wichtige Gespräche geführt und Entscheidungen getroffen. Das Image des Stammtisches hat in der ­Vergangenheit jedoch leider etwas gelitten. Gepflegte Gespräche bei einem Kaffee oder einem guten Glas Wein wären auch in Zukunft sehr wichtig für das Dorf und die Menschen, die das Dorfleben mitgestalten. Ein persönliches Gespräch kann weit mehr hervorbringen als ein Telefonat bzw. E-Mail. Nicht nur traditionelle Gasthäuser haben solche sozialen Funktionen, sondern auch klassische Nachtlokale und Disko­theken sind hier sehr wichtig. Man muss sich nur kurz überlegen, wie viele Paare sich in der ehemaligen Tanz-Tenne in ­Mellau näher ­gekommen sind. Vielleicht haben Sie selbst die ­Erfahrung gemacht. ­Dieser Bereich der Gastronomie scheint im ­Bregenzerwald langsam auszusterben. Viele Jugendliche suchen schon jetzt den Weg ins Rheintaler Nachtleben. Die daraus ­entstehenden sozialen und ­wirtschaftlichen Auswirkungen sind uns bis dato noch wenig bewusst! Urs Schwarz, Geschäftsführer Regionalentwicklung GmbH, Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald

Gasthof und Metzgerei Taube in Egg Wo noch vor einigen Jahren „Tuba Marianne“ gewirtet hat, entsteht gerade eine Filiale der Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald. Ein weiteres Stück der Bregenzerwälder Wirtshauskultur ist somit nur noch Geschichte. Quelle: Gemeindearchiv Egg

4

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


werkr aum Bregenzerwald

Brot vom Bäcker und Wurst vom Metzger Vom Nützlichen und Schönen im elementaren Lebensmittel. Wir schlafen, sitzen oder tafeln weder im Wald noch auf rohen Baum­stämmen, sondern auf den zu Möbeln verarbeiteten Ressourcen – ganz nach unseren Idealen und Vorstellungen. Dass sich in diesen Vorstellungen das Nützliche und das Schöne verbinden, darum kümmern sich die Handwerksbetriebe im Werkraum Bregenzerwald. Doch bekanntlich fängt „Geschmack“ am Gaumen an und weitet sich von hier auf die Tisch- und Alltagskultur aus. Wurst und Brot gehören genauso zu den kulturell gestalteten Objekten wie Tisch und Stuhl. Dem Esser beschert die Wurst das Vergnügen, sich dem völlig sorglosen Genuss eines Tieres, frei von Fell, Knochen und Knorpeln hinzugeben. Die Mischungen, Verhältnisse und Formen sind oder waren dabei einmal so vielfältig wie die Eigenheiten der Metzger, Dörfer und Regionen. Wir stellen in diesem Beitrag die einfache Frage, wer sich in der elementaren Versorgung mit Lebensmitteln, dem täglichen Brot und der einfachen Wurst um diese ästhetischen Belange heute noch kümmert. Sind es nach wie vor die Bäcker und Metzger, die einst vermögendsten und einflussreichsten Berufsstände im Handwerk bzw. wie lange wird es diese noch geben? Jahr für Jahr werden die Metzgereien und Bäcker­ läden weniger. Aktuell sind im ­Bregenzerwald nur mehr 20 Bäcker und 19 Metzger, inklusive der Lohnmetzger aktiv. Das sollte einer dem Hand­werk und dem Genuss verpflichteten Region

eigentlich zu denken geben. Die im Zuge der Industrialisierung aufkommenden ­Rationalisierungen sowie die mit der Globalisierung einhergehenden Standardisierungen haben wohl in keinem anderen Gewerbe so tief­reichende Veränderungen mit sich gebracht. Die Metzger haben ihre Unentbehrlichkeit vor allem mit neuen Konservierungs- und Transport­methoden und ihr Ansehen mit dem Aufkommen der Massentierhaltungen und den damit ein­hergehenden Seuchen eingebüßt. Bei den Bäckern geht ein Qualitätsverlust mit den mehrfach behandelten, einförmigen Standardmischungen und den rund um die Uhr „ofen­ frischen Backwaren“ aus dem vollautomatischen Backmeister einher. Meist in den Eingangs­ bereichen der Supermärkte platziert, wird Brot zum duftstrategischen Lockmittel, um über eine Stimulierung der Sinne die Kaufkraft anzuregen. Was nach der Verflüchtigung dieses süßlichen Geruches bleibt, ist meist nicht viel mehr als der Nachklang eines ökonomischen Interesses. Bregenzer wald Spektrum

5


werkr aum Bregenzerwald

Brot vom Bäcker Bereits 1999 hat sich der Werkraum Bregenzerwald anlässlich der Vereinsgründung mit der Entwick­ lung der Bäcker und ihrer Arbeitsweisen in der Ausstellung „Brot vom Bäcker“ befasst. Der damals befürchtete Trend zum ­Industrieprodukt hat heute in Nischenbereichen wieder eine Trend­ umkehr erfahren. Die Nachfrage nach einem schmackhaften Brot ist dank einer bewussteren Ernährungsweise wieder gestiegen, der Dorfbäcker hat auf einem Nebengleis wieder eine Aufwertung erfahren. Wurst ist Vertrauenssache Weniger erfreulich haben sich das Ansehen und der Status des Metzgergewerbes entwickelt. Mit der Be- und Verarbeitung von Fleisch ­möchten die Konsumenten heute so gut wie nicht mehr in Berührung kommen. Tiere werden heute nicht mehr geschlachtet, vielmehr wird Fleisch ge­­ wonnen. Verwertung findet nicht mehr das ganze Tier, nur mehr die besten Stücke sind gefragt: zart, jung und frei von Fett. Auf der Strecke bleibt dabei jene Vielfalt, die sich allein aus dem guten Grundmaterial und einer sorgfältigen und kreativen Verarbeitung ergibt. Grob, fein, weich, hart, würzig, rauchig, hell, dunkel, dünn, dick – all das sind Eigenschaften einer Wurst, die das Idealbild eines Metzgers und die Eigenart einer Region ausdrücken und gutem Nachwuchs Gestaltungsraum bieten. Dass ein Dorf solche Prozesse in Gang halten oder auch wieder neu initiieren kann, zeigt die Einrichtung und Herstellung eines Wurstbetriebs in Vrin, der Heimatgemeinde von Gion Caminada in Graubünden. Mit großem Erfolg werden dort, im hintersten Lumneziatal, wieder traditionelle Wurstwaren hergestellt und weit über das Tal hinaus vertrieben: Salsiz, Trockenfleisch oder Kartoffelwurst – verfeinert mit den dort wachsenden Kräutern. 6

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


werkr aum Bregenzerwald

wettbewerb handwerk+form 1991, einreichung einer schinkenpresse mit belobigung der jury

Handwerk+Form Beim 1991 vom Handwerkerverein ­Andelsbuch erst­ mals durchgeführten Wettbewerb Handwerk+Form war unter den 87 Einreichungen auch eine Schinken­presse. Für die zweckentsprechende hand­ werkliche und sachliche Konstruktion hat die Jury eine Belobigung ausgesprochen. Eingereicht wurde die Presse von einem Metzger und einem Schlosser gemeinsam mit einem Entwerfer. 2009 findet Handwerk+Form zum fünften Mal statt. Ganz unter der Prämisse des täglichen Gebrauchs, der einfachen Herstellung und Handhabung sind heuer auch Ideen aus der Zunft der Bäcker und Metzger gefragt. Konkret steht die unabhängig vom regulären Wettbewerb laufende Einreichung eines Werkraum-Znünars auf dem Programm, einer Jause für zwischendurch, auf der Baustelle, in der Werkstatt oder für andere Erholungs­pausen. Der Begriff ist dabei nicht allzu wörtlich zu nehmen. Ob Sandwich oder Eingeklemmtes, Belegtes, Ge­fülltes oder mehrfach Geschichtetes, ob weiß, schwarz, süß, sauer, kalt, warm, alt, jung, hart, weich, groß oder klein – erwünscht sind gute und alltagstaugliche Ideen für den schnellen Genuss. Über die Kürung zum Werkraum-Znünar mit realem Verkauf in der Werkraum-Wirtschaft ent­­scheidet eine eigene, noch zu nominierende Handwerkerjury, unterstützt von einem hungrigen Publikum. Der Aufruf zur Teilnahme erfolgt im R ­ ahmen des Wettbewerbs, die detaillierten Formalitäten und Abgaben werden noch bekanntgegeben.

Handwerk+Form 2009 Der Werkraum Bregenzerwald und der Handwerkerverein Andelsbuch laden zur Teilnahme am Wettbewerb Handwerk+Form ein. Teilnahme­berechtigt sind alle Betriebsinhaber und Mitarbeiter eines Handwerks- oder Gewerbebetriebes im ­Bregenzerwald und alle in- und ausländischen Entwerfer, Designer, Produktgestalter und Architekten. Voraussetzung ist die Zusammenarbeit mit einem ­Bregenzerwälder Handwerksbetrieb. Einreichung der Entwürfe 26. Juni 2009, Geschäftsstelle Egg Einreichung der fertigen Arbeiten 11. September 2009, Rathaussaal Andelsbuch Preisverleihung und Festabend 9. Oktober 2009, Andelsbuch Ausstellung und Rundgang 10./11. und 16/17./18. Oktober 2009, Andelsbuch Ausschreibungsunterlagen Geschäftsstelle Werkraum Bregenzerwald info@werkraum.at www.werkraum.at

Renate Breuß, Geschäftsführerin Werkraum Bregenzerwald Bregenzer wald Spektrum

7


B r e g e n z e r w a l d t o u r i s m u s B

Regionale Genüsse liegen im Trend Essen und Trinken Wie sehr sich die Bedeutung von Essen und Trinken verändert hat, ­zeigen folgende Zahlen: Im Jahr 2000 spielte gutes Essen und Trinken für ein Drittel der Deutschen eine wichtige Rolle. 2006 setzte bereits über die Hälfte (52 Prozent) gute Kost ganz oben auf die Liste jener Dinge, für die sie bereit war, mehr Geld auszugeben. Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2007

8

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Die bewusste Beschäftigung mit Essen und Trinken hat sich zu einem wichtigen gesellschaftlichen Trend entwickelt. Immer mehr Menschen – vor allem in den hochentwickelten Ländern, aus denen ein Großteil unserer Gäste kommt – legen Wert auf qualitativ hochwertige Lebensmittel, die wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll hergestellt wurden. Aspekte wie kurze Transportwege und die Herkunft aus kleinen, überschaubaren Betrieben sind dabei wichtig. Regionale Genüsse geben Profil Wer zuhause Wert auf gute Ernährung legt, tut das auch im Urlaub. Wie viele aus eigener Erfahrung wissen, ist gutes, stimmiges Essen im Urlaub ein zentraler Wohlfühlfaktor und mitbestimmend für das Urlaubsglück. Dazu kommt die Tatsache, dass regionale Speisen und Getränke interessante Geschichten über die Lebenskultur erzählen. Es gibt wenige andere Faktoren, die Regionen so deutlich von einander unterscheiden wie die Küche und Getränke.


B r e g e n z e r w a l d t o u r i s m u s

»Für 20 Prozent der Urlauber ist das kulinarische Angebot sogar mitentscheidend für die Wahl des Urlaubsziels.«

Mittlerweile gehört es für 64 Prozent der Österreich-Gäste zum Urlaub dazu, Regionaltypisches zu probieren. Für 20 Prozent der Urlauber ist das kulinarische Angebot sogar mitentscheidend für die Wahl des Urlaubsziels. (Quelle: T-MONA Sommer 2006) Die gesellschaftliche und touristische Bedeutung unterstreichen auch zahlreiche Initiativen, die in den letzten Jahren entstanden sind. Die „Slow Food“-Bewegung ist öffentlich sehr präsent. Gemeinsam mit dem Lebensministerium hat die AMA (Agrarmarkt Austria) sogenannte „Genussregionen“ ins Leben gerufen. Einerseits um die kulinarische Kompetenz Österreichs bekannt, andererseits um die Leistungen der Produzenten sichtbar zu machen. Österreichweit gibt es mittlerweile 113 Genussregionen. Auch dem Bregenzerwälder Alp- und Bergkäse widmet sich eine der Genussregionen. Erfahrung und Wissen Nun hat Genuss, wenn er sich auf Essen und Trinken bezieht, sehr viel mit Erfahrung und Wissen zu tun. Auf beiden Seiten: bei den Gästen und bei den Gastgebern. Gerade der Zugang zum Wissen ist heute leichter denn je. Fast jeder Fernsehsender hat seine eigene Kochsendung, Kochbücher und Essensratgeber boomen, Verkostungen finden vielerorts statt und sind gern besuchte ­Veranstaltungen. Als Gastgeber kann man also davon ausgehen, es mit immer mehr interessierten, informierten und dement­sprechend kritischen Gästen zu tun zu haben. Dafür auch mit Gästen, die Gutes überdurchschnittlich honorieren.

Urlaubstypologie der Sommerurlauber

Die Voraussetzungen im Bregenzerwald sind gut. Landwirtschaft und Gastronomie kooperieren schon seit vielen Jahren eng und mit Erfolg – auch über Grenzen hinweg, wenn es zum Beispiel um die Einbindung von österreichischen Weinen geht. Das hohe Niveau in der Gastronomie und Hotellerie, die intensive Be­schäftigung mit regionalen Spezialitäten fällt Gästen wie auch den Medien positiv auf. Die KäseStrasse Bregenzerwald weckt nach wie vor viel Aufmerksamkeit. Dennoch bedarf es immer wieder neuer Maßnahmen, um die kulinarische Kompetenz in den Mittelpunkt zu rücken. Die Genuss­ tage, die vom 2. bis 5. Juli 2009 zum ersten Mal im Bregenzerwald stattfinden, sind eine begrüßenswerte Veranstaltung, die regen Zuspruch erwarten lässt. Bregenzer wald Spektrum

9


Bregenzerwald tourismus

Verbesserungspotenziale Einen gewissen Aufholbedarf sehen wir in der Vernetzung der Anbieter, also von Landwirtschaft (= Produzenten), Gastronomie und Hotellerie, um buchbare Pakete rund um die kulinarischen Aushängeschilder der Region schnüren zu können. Solche Pakete können zum Beispiel nicht nur regionstypische Menüs inkludieren, sondern auch Besuche bei Produzenten, Gespräche mit Köchen oder begleitete Wanderungen zur Herkunft regionaler Produkte. Gewiss zählen auch Hintergrundinformationen und Einkaufstipps dazu, die Gastgeber ihren Gästen in persönlichen Gesprächen vermitteln. Denn diese Geschichten, verbunden mit kulinarischen Mitbringseln, können eine wichtige Multiplikatorfunktion haben und Menschen, die bisher noch nicht im Bregenzerwald waren, zu einem Besuch anregen. Einen Aufholbedarf sehen wir auch dort, wo zwar regionale ­Produkte verwendet, sie aber nicht entsprechend in Szene gesetzt werden. Das kann durch persönliche Information und ­Beratung geschehen oder durch Hinweise auf den Speisekarten. Ein Über­denken muss es auch dort geben, wo man meint, sich mit ­vor­wiegend internationalen Speisen ein internationales Flair geben zu wollen. Das ist etwas, was die erfahrenen und kritischen Gäste von heute eher als Provinzialität denn als Professionalität werten. Herlinde Moosbrugger, Geschäftsführerin B ­ regenzerwald Tourismus

Bedeutung hochwertiger und gleichzeitig lustvoller Ernährung für die Top 10* * Die 10% der Bevölkerung ausmachende Oberschicht. Basis: Bundesrepublik Deutschland, Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) 2007

10

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


k äses tr asse bregenzerwald

Vom wahren Wert der ­guten Dinge. Eine kleine Programmatik der ­Bregenzerwälder Genusstage.

Zwischen dem 2. und 5. Juli 2009 finden an verschiedenen Orten des Bregenzerwalds die gleichnamigen Genusstage statt. Mit­ begründer Christian ­Seiler klärt in seinem Essay die Grundlagen für die ­Notwendigkeit dieser Veranstaltung: Gespräche, Diskussionen und Geschmackserlebnisse, die jeden ­einzelnen Besucher dazu motivieren sollen, aufmerksamer zu essen, zu trinken, kompetent zu genießen. I. Selbstvertrauen. Das Schlüsselwort heißt: ­kulinarisches Selbstvertrauen. Das Selbstvertrauen, zu entscheiden, ob dieses Stück Käse schmeckt oder nicht. Ob das Fleisch zäh ist oder einfach noch ein bisschen zu roh. Ob die Wurst außer an Nitrate auch an das Tier erinnert, aus dessen Fleisch sie gemacht ist. Ob die Erdbeeren reif, überreif oder schon hinüber sind. Das Selbstvertrauen, einen günstigen, frischen Wein einer schweren, muskelbepackten Flasche mit 90 Parker Punkten vorzuziehen (oder umgekehrt). Die Verrenkungen eines ehrgeizigen Kochs als solche zu erkennen, die gelungene Suppe auf der Hütte aber so schätzen zu können wie ein Glas Wasser nach langer Wanderung. Selbstvertrauen – die Fähigkeit, sich nicht

vom Wesentlichen ablenken zu lassen – ist der Schlüssel zur Verbesserung der kulinarischen Welt. Um dieses Selbstvertrauen zu schärfen, werden die ­Bregenzerwälder Genuss­tage aus der Taufe gehoben. II. Wir leben in einem Dschungel von Lebens­ mittelindustrie, gastronomischen Klischees und ökologischem Verantwortungs­bewusstsein. Dazu verschafft sich die Krise Gehör und fragt mit gehässiger Stimme: „Geht das nicht alles billiger?“ Wir taumeln durch Supermarktregale und räumen Dinge in unseren Wagen, die uns weder schmecken noch gut tun. Wir kaufen Bioprodukte und haben das Gefühl, damit bereits unseren Anteil zur Rettung der Welt beigetragen zu haben. Über diesem Glücksgefühl vergessen wir darüber nachzudenken, ob uns das Biozeug im Einzelnen überhaupt schmeckt und ob wir wirklich so viel Biopudding essen sollten. Wir lassen uns im Restaurant „Spezialitäten“ ­aufschwätzen, die wir nur deshalb begeistert loben, weil sie uns als lobenswert verkauft wurden, sonst wären wir hier niemals gelandet. Nur das kulinarische Selbstbewusstsein ist die Machete, mit der wir uns aus diesem Dschungel befreien können. Bregenzer wald Spektrum

11


k äses tr asse bregenzerwald

III. Zum Beispiel machte ich unlängst einen Abstecher in Münchens auffälligstes Restaurant. Es ist ganz im Stil der siebziger Jahre eingerichtet, und der Küchenchef ist ein genialischer Könner. Während ich die Karte studierte, beugte sich der Oberkellner zu mir und flüsterte in mein Ohr: „Falls es Sie interessiert, ein Tipp vom Chef: es gibt auch Forelle.“ Tipp vom Chef? Natürlich nahm ich die Forelle. Sie stammte, wie ich später erfuhr, aus einem fließenden Gewässer innerhalb der Stadtgrenzen, und sie war auf ungeheuer präzise Weise zubereitet: langsam und schonend gedämpft, von ein paar Kräutern sachte aromatisiert, von nicht mehr als etwas fein gewürztem Gemüse begleitet. Es war ein poetisches Gericht, eine Ode an den Fisch, den Fisch von zuhause. Warum mir der Kellner ins Ohr geflüstert und nicht laut gesprochen hatte? Für Restaurants, deren Angebot in ein gewisses Bewertungsschema passen soll, existieren Regeln. Die Herausgeber und Chefredakteure der diversen Gastroführer gefallen sich darin, ihre hohen und höchsten Bewertungen an Bedingungen zu knüpfen, an den Einsatz von Waren, die als „edel“ gelten, Gänseleber, Hummer, Kaviar und dergleichen. Natürlich sind Gänseleber, Hummer und Kaviar nicht nur Lebensmittel, die bei sorgfältiger Zubereitung außergewöhnliche Geschmackserlebnisse bereiten können, sondern kulinarische Klischees. Nur wer sich deutlich sichtbar den Aufwand leistet, das Teuerste vom Teuersten aus der Küche zu schicken, verdient, so die Übereinkunft, auch die höchsten Bewertungen. Die Forelle im „Tantris“ strafte die Sterne-Doktrin Lügen, einmal mehr. Ich hätte die Forelle gegen keinen Hummer getauscht, keinen Steinbutt, keinen – was weiß denn ich, was der Fischhändler noch auf der Apothekerwaage als „besonders wertvoll“ abgemessen hatte. Nicht, dass ich etwas gegen großartige Seefische hätte: aber ihr „besonderer Wert“ besteht eben nicht allein darin, teurer zu sein als ein Saibling, ein Huchen, eine Felche. Und ein 12

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Gänseleberparfait ist a priori nicht wertvoller als ein Stück dunkles Roggenbrot mit frischer Butter, Meersalz und ein bisschen Schnittlauch. Wenn die Restaurantkritiker müde Gänseleberkreationen besser bewerten als einen perfekten Schmorbraten oder Kutteln in Weinsauce, dann muss mir doch irgendwann der Knopf aufgehen: die Bewertungen sind wertlos, nicht der Schmorbraten oder die Kutteln. Sobald ich das weiß, macht es auch wieder Spaß, zu einem Teller in Olivenöl geschmorter Pfifferlinge eine Flasche Batard-Montrachet zu öffnen. IV. Mein Grünzeug kaufe ich bei einem Obstund Gemüsehändler, der mir auf jede Frage die richtige Antwort gibt. Zum Beispiel frage ich gern: „Was ist heute gut?“ Die Antwort differiert, kein Wunder: Heute sind die Spargeln gut, morgen die Spinatblätter. Sobald ich appetitliche Schälchen mit Erdbeeren auf den Verkaufstischen sehe, reicht ein Blick, und der Obsthändler nickt oder schüttelt fast unmerklich den Kopf. Schmeckt nicht. Schmeckt noch nicht. Ist perfekt. Ein nächster Blick auf die Weintrauben, und er hebt die Schultern: „Sind überraschend gut, aber aus Übersee.“


k äses tr asse bregenzerwald

Das ist eine Sache, die wir miteinander geklärt haben: Produkte, die auch bei uns Saison haben, kaufe ich nicht aus Überseeproduktion. Eine Ananas, eine Mango, okay. Aber Zwiebeln aus Neuseeland, Knoblauch aus Chile, Weintrauben aus Südafrika, nein. Den Luxus, exotische Früchte zu essen, leiste ich mir gern und ohne große Gewissensbisse, ein paar Vorteile darf die Globalisierung ruhig haben. Den Luxus, darauf zu warten, dass die Erdbeeren aus dem Weinviertel reif sind, leiste ich mir allerdings auch. V. Bio. Natürlich ist es erfreulich, dass der Bio­ anteil an Österreichs Landwirtschaft so groß ist wie nirgendwo sonst in Europa. Natürlich ist es erfreulich, dass die großen Supermarktketten von einem erstaunlichen, kollektiven Bewusstsein ihrer Kunden dazu gezwungen werden, immer mehr Waren aus biologischer Produktion in ihre Regale zu schlichten. Bleibt der schüchterne Einwand, dass es noch besser wäre, wenn diese Produkte auch gut schmeckten. Die „Zurück zum Ursprung“-Serie der für ihre Preise und nicht unbedingt für die Qualität ihrer Artikel bekannten Supermarktkette „Hofer“ exerziert das vor: das Naturjoghurt aus

Bregenzerwälder Genusstage Gutes Essen. Gute Weine. Gute Gespräche. Zum ersten Mal in einem Kulinarium auf Bregenzerwälderisch vereint. Experten in Sachen Genusskultur treffen sich im „Wald“, um über aktuelle Entwicklungen und Aspekte laut nachzudenken. Sie tun es mit Leib und Seele. In Theorie und Praxis. Und gemeinsam mit allen Gästen. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Heumilch, die Heumilch selbst und manche Hartkäsesorten sind von einer Qualität, über die man als Besucher eines Marktstandes laut zu jubeln beginnen würde. Umso erstaunlicher, weil im selben Supermarkt, nur eine Regalreihe weiter, die traurige Ballade vom billigen Fleisch, von der billigen Wurst gespielt wird. Produkte, die es einfach machen, Rückschlüsse auf ihre Qualität zu ziehen: ein Blick aufs Preisschild reicht, und jeder Mensch muss wissen, dass die Viecher unter prekären Bedingungen gezüchtet und verwertet worden sind. Ganz abgesehen davon, dass es in den Tiefkühltruhen so aussieht, als würden moderne Schweine nur aus Koteletts bestehen. Wo sind die durchzogenen Stücke, die Schwarten, die Innereien? Bregenzer wald Spektrum

13


k äses tr asse bregenzerwald

Aber von der Filetschwemme sollen wir uns nicht täuschen lassen. Der Rest ist in der Wurst, inkl. Sehnen und Flachsen, Klauen und Ohren. VI. Das kulinarische Selbstbewusstsein reift schnell. Es gedeiht durch das Sammeln von Wissen und durch die permanente Überprüfung: schmeckt mir das...? schmeckt es mir nicht...? Kenntnis von den Tricks der Lebensmittelindustrie neutralisiert deren Erfolge vielleicht nicht völlig, aber sie stimmen uns skeptischer. Einblicke in die Umstände, wie Tiere gehalten und verwertet werden, erlauben uns nicht nur Rückschlüsse darauf, wie eine Speise am Teller schmecken, von

christian seiler, freier journalist und autor in wien

14

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

welchem Wert sie für unseren Metabolismus sein wird, sondern auch auf die Ethik derer, die sie produziert haben. Für Tierfabriken zum Beispiel, für Landschaften vernichtende Monokulturen gibt es keine Entschuldigung. Die daraus resultierenden Produkte müssen mindestens durch Ignorieren bekämpft werden.

VII. Diese Freude. Wenn ein Wein reif ist und zum richtigen Zeitpunkt geöffnet wird. Wenn das Brot frisch und dunkel ist und nach Hefe riecht. Wenn ein Käse mit dem Altern seine Struktur verändert und mit jedem kleinen Brocken eine Geschichte seiner Herkunft erzählen kann: seiner Kultur. Das kulinarische Selbstvertrauen ist eine kulturelle Errungenschaft. Wir wollen diese Kultur pflegen und verfeinern. Wir wollen von einem Landstrich lernen, der sich selbst so viel kulturelle Qualität gönnt wie der Bregenzerwald mit seinem außerordentlichen Handwerk, seiner sorgfältigen Landwirtschaft, seiner ­eigenwilligen Sprache. Wir wollen weitergeben, was die interessantesten Menschen, die mit gutem Grund über genanntes Selbstvertrauen verfügen, wissen und zu sagen haben. Wir wollen nämlich endlich verstehen, was „Reos hea“ heißt.


offene jugendarbeit bregenzerwald

Alkohol – ein gesellschaftliches Problem! Mein Name ist Tim. Ich bin 39 Jahre alt und bin ein Rettungssanitäter. Als ich noch ein Kind war, wollte ich immer den Bauernhof meines Vaters übernehmen. Die Entscheidung, Sanitäter zu werden, führt auf meinen 15. Geburtstag zurück, an dem sich mein Leben komplett änderte. Ich hatte meine besten Freunde eingeladen und wir hatten zur Feier des Tages einige Flaschen Alkohol von Älteren bekommen. Je leerer die Flaschen wurden, desto ausgelassener wurde die Stimmung. Mein Freund Paul zeigte mir stolz die eine leere Flasche, die er getrunken hatte. Doch schon nach kurzer Zeit ging es ihm immer schlechter und er musste sich hinlegen. Wir waren der Meinung, dass ihm ein Schläfchen gut tun würde, doch nach einer Weile sahen wir, wie sein Körper anfing zu zucken. Wir bekamen es mit der Angst zu tun, doch wir konnten die Rettung nicht alarmieren, schließlich durften unsere Eltern nichts vom Alkohol mitbekommen. Ich setzte mich zu Paul, und sein Gesicht verlor allmählich die Farbe und aus seinem Mund tropfte Erbrochenes. Die anderen gerieten in Panik und riefen schlussendlich die Rettung, die uns nur noch seinen Tod bestätigen konnte. Mein Freund Paul ist vor meinen Augen und in meinen Armen an seinem eigenen Erbrochenen erstickt und dies nur, weil die Angst vor unseren Eltern den Anruf beim Notruf verhinderte. Jedes Jahr an meinem Geburtstag kommt die Geschichte hoch, und ich sehe meinen Freund in meinen Armen liegen. Bregenzer wald Spektrum

15


offene jugendarbeit bregenzerwald

Dieses Erlebnis ließ mich dem Alkohol für immer fern bleiben, und ich beschloss, mich mit dem Thema mehr auseinander zu setzen. Es ist nicht gerade leicht, in unserer Gesellschaft ohne Alkohol auszukommen. Als „Abstinenter“ steht man größtenteils ähnlich im Abseits wie ein Alkoholiker. Wenn mich ausnahmsweise ein Kollege zum Weggehen mitnimmt, muss ich mich andauernd rechtfertigen, wieso ich nichts trinke. Sofort werde ich mit Fragen gelöchert wie, bist du krank, wieso trinkst du denn nichts, bist du am Fahren, komm, eins geht schon, usw. Sofern ich tatsächlich selbst fahre, ist es größtenteils kein Problem und es wird meistens toleriert. Jedoch, wenn ich antworte, ich trinke keinen Alkohol, reagieren die meisten mit Spott, Hohn, Unverständnis und in weiterer Folge mit Ignoranz. Aus diesem Grund gehe ich sehr selten aus. Zumal ich mich auch unter betrunkenen Personen sehr unwohl fühle und ich sie aufgrund meiner Nüchternheit auch oft nicht verstehe. Es ist wirklich tragisch, dass jemand, der keinen Alkohol trinkt, von der Norm abweicht. Dies zeigt, wie die Droge Alkohol bereits als Selbstverständlichkeit angesehen wird! Ich habe mich auch schon gefragt, weshalb es keine alkoholfreien Ausgehmöglichkeiten gibt. Für jeden Nichtraucher gibt es mittlerweile Nichtraucherbereiche, aber wie sieht es mit alkoholfreien Bars, Bereichen oder Zonen aus? Dieses Thema steht nicht einmal zur Diskussion! In meiner Berufslaufbahn habe ich schon hunderte, mehr oder minder Betrunkene ins Krankenhaus gefahren. Die er­schreckende Bilanz dabei ist aber, dass 95 Prozent dieser Menschen ­zwischen 20 und 55 Jahre alt sind. Hingegen, welches Alter wird im Zusammen­hang mit Alkohol fast jeden Tag in der Zeitung ­thematisiert? Nur ca. fünf Prozent davon sind Jugendliche, und diese werden andauernd zum großen Problem unserer Gesellschaft gemacht! Die restlichen 95 Prozent werden nicht beachtet, was mir sehr traurig erscheint, aber leider die Wahrheit ist.

»Insgesamt geben die Österreicher rund 4,5 Milliarden Euro pro Jahr für alkoholische Getränke aus, dadurch gibt es pro Jahr etwa 1,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen« Quelle: Handbuch Alkohol – Österreich, Zahlen-Fakten-Trends 16

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


offene jugendarbeit bregenzerwald

Im Zusammenhang mit Zeitungen ist auch besonders interessant, dass fast jeden Tag über Verkehrsunfälle berichtet wird. Durchschnittlich sterben jährlich 691 Personen in Österreich an den Folgen von Verkehrsunfällen. An den Folgen von Alkohol und Nikotin sterben jedoch über 20.000 Österreicher im Jahr! Äußerst merkwürdig finde ich auch die ganzen Anti-Alkohol-­ Kampagnen. Alle mir bekannten Kampagnen zielen auf Jugendliche ab. Jedoch, wer sind die Vorbilder, von wem lernen die Jugendlichen die meisten Verhaltensmuster? Zum größten Teil von Erwachsenen. Sogar Politiker zelebrieren medienwirksam Starkbieranstiche und lassen sich oft mit Alkohol ablichten. Man muss sich einmal Familienfeste vor Augen führen. Kaum ein Fest kommt ohne Alkohol aus, und in diesem Rahmen wird es noch oft geduldet, wenn Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol trinken.

»Das ist die Zeit im Jahr, in welcher die Konservativen, auch und vor allem die ganz besonders Gestrengen, sich gehen lassen und in alle Richtungen ejakulieren dürfen. Keiner nimmt es dem ansonsten hart arbeitenden, nach strengen moralischen Prinzipien lebenden Christlichsozialen übel, wenn er zu dieser Zeit von Vollrausch zu Vollrausch torkelt. Schließlich versteht ein aufrechter Christ auch Spaß.« Oder Fasching,

Quelle: asinus auf www.landjaeger.at/?p=935 Alkohol ist ein Problem der gesamten Gesellschaft, nicht nur der Jugendlichen. Vorbildfunktion heißt auch, dass man Dinge, die man von anderen verlangt, auch selbst einhalten sollte. Vielleicht sollte man bei der Entscheidung, ob ein viertes Glas Wein nötig ist, doch zweimal nachdenken und bei sich selbst anfangen. Anstatt immer einen schwächeren, ja nahezu wehrlosen ­Sündenbock zu suchen! Nach einer Idee von Lisa Schmidinger (17) aus Großdorf und Günter Meusburger, Jugendkoordinator, Offene Jugendarbeit Bregenzerwald Bregenzer wald Spektrum

17


zur sache

»Letztes Schlachtfeld des Mannes« Prof. Dr. Reinhard Haller, aus Mellau ­stammender Psychiater und SuchttherapieArzt, über Alkoholkonsum: 1.) Der Anteil der Alkoholiker unter den ­Erwachsenen: In der mitteleuropäischen Erwachsenenbe­ völkerung leiden etwa drei Prozent (Verhältnis Männer zu Frauen 4:1) an einer Alkoholsucht, also an einer Abhängigkeitserkrankung im eigentlichen Sinne. Dabei sind die Feierabend-, Wochenend- und Rauschtrinker gegenüber den reinen Problem- und Spiegeltrinkern (welche vor allem in Weinbaugebieten anzutreffen sind) überrepräsentiert. Weitere zehn Prozent haben zumindest einmal im Leben ernsthafte Probleme mit Alkohol, ohne bereits süchtig zu sein. Dazu gehören das Lenken eines Kraftfahrzeugs im alkoholisierten Zustand, Alkohol am Arbeitsplatz oder Alkoholeinfluss bei diversen Auseinandersetzungen. Insgesamt gehören Störungen durch Alkohol somit zu den häufigsten gesundheitsgefährdenden Faktoren und stehen bei den Todesursachen junger Menschen sogar an erster Stelle. Besonders gefährlich sind Komatrinken und Discounfälle. 2.) Die verschiedenen Stufen des Alkoholmissbrauchs: Man unterscheidet zwischen Alkoholgebrauch, Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht. Der sinnvolle Gebrauch stellt kein Problem dar, etwa 80 Prozent der Bevölkerung können mit Alkohol Zeit ihres Lebens großteils kontrolliert und kultiviert umgehen. Unter Missbrauch versteht man den zu häufigen und zu hohen Konsum, der aber jederzeit eingestellt werden kann. Bei der Alkoholsucht unterscheiden wir zwischen

18

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Menschen, welche Alkohol zur Bekämpfung psychischer Probleme (etwa Depressionen oder Minderwertigkeitsgefühle) einsetzen und jenen, die aus Vergnügen trinken, dann aber die Kontrolle verlieren. 3.) Gibt es im Bregenzerwald spezifische Faktoren für Alkoholmissbrauch? Ich glaube nicht, dass die Bregenzerwälder süchtiger sind als andere Volksgruppen und dass das Alkoholproblem im Wald höher ist als in den übrigen Vorarlberger Talschaften. Eine gewisse Rolle spielt sicher das anlassbezogene Trinken, etwa am Feierabend oder am Wochenende, das manchmal zu exzessiven Berauschungen führt. Mir scheint, dass der Rausch sehr verherrlicht wird und im Betrinken oft „das letzte Schlachtfeld des Mannes“ gesehen wird. Auch die Bedeutung des „Alkohols als Medizin“ ist überdurchschnittlich hoch. Vielleicht spielt der Alkohol in einer Gesellschaft, in der Rauschmittel noch weniger verbreitet sind, als Jugenddroge Nr. 1 eine größere Rolle.

»Unkontrolliertes Trinken und Berauschungen dürfen nicht bagatellisiert werden, vielmehr ist ein kultivierter Umgang anzustreben, sodass der Alkohol den jungen Menschen Freude, aber möglichst wenig Nachteile bringt.«


zur sache

4.) Wie lassen sich Alkoholexzesse von Jugendlichen, die im Bregenzerwald etwa zur Einstellung eines Wochenend-Nachtbusses geführt haben, erklären? Das Problem des Jugendalkoholismus ist in den letzten Jahren auch im Bregenzerwald gewachsen. Es ist klar an der Zeit, Schritte gegen die sich entwickelnde „Ballermann-Kultur“ zu setzen und bei jungen Menschen auf eine „Alkoholmündigkeit“ hinzuarbeiten. Unkontrolliertes Trinken und Berauschungen dürfen nicht bagatellisiert werden, vielmehr ist ein kultivierter Umgang anzustreben, sodass der Alkohol den jungen Menschen Freude, aber möglichst wenig Nachteile bringt. Berauschungen sind, so lustig sie auch sein mögen, immer gefährlich und haben schon in sehr vielen Fällen zu schicksalhaften Veränderungen des Lebens geführt. 5.) Sollte die Volksdroge Alkohol auch gesetzlich als Droge eingestuft werden? Jede Kultur hat ihre Droge. In Südamerika ist dies Kokain, in fernen asiatischen Ländern das Opium, im Mittelmeerraum das Cannabis, bei uns eben der Alkohol. Es ist nicht möglich, eine drogenfreie Gesellschaft zu schaffen. Alkohol

unterscheidet sich von den anderen Drogen dadurch, dass er nicht nur als Rauschsubstanz eingesetzt wird, sondern zahlreiche andere Bedeutungen – etwa als Durstlöscher, als Genussund Geselligkeitsmittel oder als Medizin – hat. Man kann deswegen diese alte Kultur- und Volksdroge, welche auch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung hat, nicht mit illegalen Drogen, welche ausschließlich der Berauschung dienen und bei uns keine Tradition haben, gleich setzen. 6.) Wie geht man als Alkoholtherapeut selbst mit Alkohol um? Da ich nicht alkoholkrank bin, kann ich mit Alkohol normal umgehen. Allerdings vertrage ich Alkohol nicht sonderlich gut, sodass mich meine Veranlagung vor Missbrauch und Sucht schützt. 7.) Welchen Stellenwert soll Alkohol haben? Wir werden den Alkohol weder verbannen noch eine suchtmittelfreie Gesellschaft erreichen können. Es ist aber wichtig, dass der Alkoholkonsum in einer Form geschieht, die niemandem Schaden bringt. Alkohol soll in seiner Bedeutung immer nebensächlich bleiben und darf nie das Leben eines Menschen dominieren.

prof. dr. reinhard haller, aus mellau stammender psychiater und suchttherapie-arzt

Bregenzer wald Spektrum

19


p o l i t i s c h e p e r s p e k t i v e p

20

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


p o l i t i s c h e p e r s p e k t i v e

Das weiße Gold ­ regenzerwälder S B ­ pezialitäten zwischen ­Tradition und Innovation. Gastlichkeit und gutes Essen haben im Bregenzerwald eine jahrhundertelange Tradition, dabei gehören Gastwirt und Landwirt eng zusammen. Landschaft, Klima, Landbewirtschaftung, aber auch die traditionellen Handelsbeziehungen und nicht zuletzt der Zeitgeist spiegeln sich im Angebot wider. Schmackhafte und abwechslungsreiche Rezepturen, die der Region ­Bregenzerwald, der Jahreszeit und der jeweiligen bäuerlichen Tradition entsprechen, haben zu einer reich­ haltigen Produktpalette geführt. So entwickelten sich die regionstypischen Alpund Bergkäse aus der viehhaltenden Land- und Alpwirtschaft sowie den gewachsenen kleinen bzw. genossenschaftlichen Strukturen der Milchwirtschaft zum „weißen Gold“ des ­Bregenzerwaldes. Sie prägen die Kulturlandschaft, haben Einfluss auf das Zusammenleben und sind die Wurzeln für die kulinarische Heimat der regionalen Spezialitäten wie Schupfnudeln und Käsknöpfle. Ein gelungenes Vorzeigebeispiel für eine zukunfts­weisende Kooperation zwischen Landwirtschaft-Gastronomie-Tourismus, welche auf Regionalität und Identität setzt, ist die vor zehn Jahren gegründete „KäseStrasse Bregenzerwald“.

»Durch den bewussten Griff zu frischen, ­heimischen Produkten und regionalen Spezialitäten tragen wir nicht nur zum Erhalt des Arbeitsplatzes Bauernhof und zur Wertschöpfung in unseren Dörfern bei, ...«

Dieser Verein mit über 200 branchenüber­ greifen­den Mitgliedsbetrieben ist mehr als eine ­Routengemeinschaft. Sie ist Marke für unsere Heimat Bregenzerwald, ein Netzwerk von Erzeugern-Vermarktern-Handel-GastronomieTourismus, eine Philosophie der Harmonie von bäuerlichem Qualitätsprodukt und modernem Marketing. Durch ein ökologisch durchdachtes, ökonomisch interessantes Erlebnisreich für Einheimische und Gäste wird die Förderung der Bregenzerwälder Käse- und Genusskultur forciert. Das Sortiment der KäseStrasse umfasst mittlerweile 22 unterschiedliche Sorten aus zu hundert Prozent silofreier Bregenzerwälder Kuhmilch. Neben den traditionellen Rohmilchhartkäsen wie den ursprungsgeschützten Alp- und Bergkäse sowie dem Rohmilch-Emmentaler, bietet die Region ein reichhaltiges silofreies Schnittkäsesortiment von mild bis würzig und von mager bis vollrahmig. Weichkäse wie Camembert und Bachensteiner sowie Frischkäse in ­verschiedenen Geschmacksvarianten und die begehrten Käse­ mischungen wie Käsefondue und Knöpflekäs runden die Palette ab. Im Mittelpunkt des Netzwerkes stehen die bäuer­lichen Erzeuger wie Bauernhöfe mit Hofläden, Dorfsennereien, Alpsennereien und

ing. erich schwärzler, landesrat aus lingenau

Bregenzer wald Spektrum

21


politische perspek tive

gastliche Träger der Käsephilosophie wie Hotels, Restaurants, Gasthöfe, Ausflugs- und Jausenstationen. Hinzu kommen interessante ­Gewerbebetriebe mit traditionellen und zeitgemäßen Erzeugnissen, Ländle-­Metzgereien und zahlreiche Handelsbetriebe, die h ­ eimische Produkte führen, sowie Freizeiteinrichtungen wie Bergbahnen und ihre Bergrestaurants oder sportliche Outdoor-Anbieter. Die KäseStrasse Bregenzerwald als Botschafterin einer natürlich gewachsenen regionalen Bäuerlichkeit, eingebettet in die Entwicklung des Bregenzerwaldes, leistet damit eine kulinarische Brückenfunktion vom Produzent zum Konsument. Die breite Palette des Angebotes spiegelt die Vielfalt des aus der Kraft der Natur entspringenden und mit Arbeitsfleiß ver­ edelten „Bregenzerwälder Alp- und Bergkäses“ wider, welcher seit dem Jahr 2005 auch das Leitprodukt der vom Lebensministerium ausgezeichneten Genuss Region Österreich ist und sich auf den Speisekarten vieler GenussWirte in der Region wiederfindet. Durch den bewussten Griff zu frischen, heim­ischen Produkten und regionalen ­Spezialitäten tragen wir nicht nur zum Erhalt des Arbeitsplatzes Bauernhof und zur Wertschöpfung in unseren Dörfern bei, sondern erteilen wir den europäischen Agrarfabriken eine klare Absage und sichern wir auch Arbeitsplätze  in anderen ­Branchen bzw. ermöglichen wir eine zukunfts­fähige ­Entwicklung des ­Bregenzerwaldes mit seiner faszinierenden Kultur- und ­Erholungslandschaft.

22

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


umfr age

Mein Ernährungsverhalten – was mache ich beim Essen und Trinken gut, was könnte ich noch besser machen?

Ingrid Stadelmann, Gesundheitsberaterin, Alberschwende

Verena Dünser, Kindergärtnerin, Andelsbuch Mein Ernährungsverhalten (ich übertreibe jetzt ein wenig, das macht mehr Spaß): Ich frühstücke regelmäßig – Tee, Brot oder Obst. Wenn möglich immer ein warmes Mittagessen. Abends leicht und wenig. Zwischendurch beste Schokolade, weil’s so glücklich macht und es so gut schmeckt. Ich trinke viel Wasser und dünnen Kräutertee. Das mache ich sehr gut! Ich esse, wenn ich Hunger habe, es gibt auch Tage, wo das lange dauert. Wir essen alle manchmal viel mehr, als wir brauchen würden. Was kann ich noch besser machen? Noch mehr Biologisches und Frisches!

Alwin Denz, Landeskoordinator Genussregionen Österreich, Bezau Mit dem bewussten Griff zu frischen regionalen Lebensmitteln genieße ich täglich ein echtes Stück Heimat. Dank der großen Vielfalt an genussvollen Spezialitäten muss kein Tag wie der andere sein, und ich erlebe Lebensqualität.

Elisabeth Willi, Journalistin, Schoppernau Tone Rupprechter, Versicherungsmakler, Schwarzenberg Meine Frau legt beim Kochen Wert auf originale Produkte, wenn möglich biologische. Das kommt mir natürlich sehr zu Gute. Die Nahrungsmittel sollten den Jahreszeiten entsprechen. Woran ich arbeiten muss: Ich esse oft am Abend zu spät mit zusätzlichen Naschereien. Leider trinke ich auch zu wenig.

Ich esse meist nur soviel, bis ich meinen Sättigungspunkt erreicht habe. Selten überesse ich mich. Ich trinke täglich viel Wasser. Allerdings auch viel Kaffee, das ist schon wieder schlecht. Ich achte darauf, genügend Obst und Gemüse zu essen. Wobei ich beim Obst sicher zu einseitig bin. Ich nehme fast nur Äpfel, Nektarinen oder Clementinen zu mir. Generell könnte mein Ernährungsverhalten ausgewogener sein. Aber an sich passt es, und ich fühle mich wohl.

Paracelsus sagte: „ Der Mensch ist, was er isst.“ Als ausgebildete Gesundheitsberaterin ist mir für meine Familie eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Ich bevorzuge biologische regionale Lebensmittel, soweit dies möglich ist. Jedoch ist Bio nicht gleich Bio. Brot und Gebäck/Kuchen sind bei mir aus frisch gemahlenem Vollkorn. Käse und Milchprodukte aus dem Bregenzerwald sind ein Genuss. Weißmehlprodukte und Zucker meide ich so gut wie möglich. Im Winter bringe ich durch Sprossen und Keimlinge Frische und Vitalität in unser Essen. Als Heilpflanzenfachfrau habe ich mich auf den Frühling gefreut, auf die ersten Heilpflanzen aus der Natur und Kräuter aus meinem Garten, um meine Mahlzeiten mit verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen aufzuwerten. Meine Trinkgewohnheiten sind Leitungswasser, noch besser Quellwasser, Kräutertees, selbst gesammelt, und der gute Kaffee. In Gesellschaft ein gutes Glas österreichischer Wein, da sage ich nicht Nein! Im Großen und Ganzen bin ich mit meinen Ess- und Trinkgewohnheiten zufrieden, da ich das ganze Jahr über bewusst lebe, kann ich auch ruhig ab und zu ohne schlechtes Gewissen etwas sündigen. Meine Devise lautet : „Essen, worauf ich im Moment Lust habe.“ Bregenzer wald Spektrum

23


aus der pr a xis

Das Kraut gegen die ­Wirtschaftskrise Gabi und Herbert Strahammer, Gastwirte der ehemaligen ­Krumbacher Volksschule ,,‘s Schulhus“, im Interview über Kräuter für die Küche und solche gegen die Wirtschaftskrise. Sie als Kräuterspezialistin: Ist gegen die ­Wirtschaftskrise ein Kraut gewachsen? gabi: Bislang lobt man immer noch den ­Tourismus und die ­Gastronomie. Aber wir arbeiten in einer Branche, die nicht so dringend gebraucht wird. herbert: Krisen sind im Tourismus immer ­zeitversetzt gekommen. gabi: Ich habe noch nicht diese Angst, weil wir in einem speziellen Segment schaffen. Welches Segment?

gabi: Die gehobene Gastronomie. herbert: Wir sind ein kleiner Betrieb, der keine hohen Fixkosten hat. Was hat es bei Ihnen mit dem Kräutersammeln auf sich?

gabi: Ich finde in der Natur vor allem Wildkräuter, die man in der Küche verarbeiten kann. Bärlauch und Brunnenkresse sind sehr gesund. Sauerklee, Waldmeister, Sauerampfer, ­Löwenzahn, ­Spitzwegerich und Giersch sind auch Kräuter, die ich gerne verwende. Bietet die Natur viel mehr, als man normalerweise verwendet?

gabi: Ja, wir sind aber daran gewöhnt, dass wir alles verpackt kaufen. Man geht normalerweise nicht selbst auf den Weg.

herbert: Sie macht zum Beispiel Sauerampfer-Eis, und da kommen bei vielen Kunden ­Kindheitserinnerungen hoch. Worum geht es beim Moorprojekt in Krumbach? herbert: Vier Wirte, darunter auch wir, haben sich zu Moorwirten ausbilden lassen. So soll das Bewusstein für Moore gefördert werden: Moore sind Kräuter-Produzenten, Teil der ­natürlichen Kulturlandschaft, dort binden Pflanzen Stickstoff und tragen damit zum Umweltschutz bei, und Moore sind bis zu tausend Jahre alt und damit Zeitzeugen. 24

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Bärlauch ... ist eine Art aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. ­Bärlauch ist eine alte Heilpflanze und war schon den Germanen und Kelten bekannt. In jungstein­zeitlichen Siedlungen des Alpenvorlandes fand man erstaunlich häufig Überreste vom Bärlauch. Bärlauch verliert durch Erhitzen wertvolle Geschmackstoffe und büßt seinen hohen Vitamin-C-Gehalt ein. Die Bärlauchblätter sollten vor dem Erblühen geerntet werden, da sie sonst einen bitteren Geschmack annehmen und somit kaum noch genießbar sind. (Quelle: Wikipedia)


aus der pr a xis

Bei Ihnen gibt es einen Trend hin zum Regionalen aus der Umgebung? gabi: Ja, unsere Lieferanten sind Metzger und Landwirte aus der Region. Ich sammle Steinpilze, bei denen ist der Qualitätsunterschied sehr groß, da kaufe ich keine mehr. Wir warten auf die Saison für das jeweilige Produkt aus der Umgebung. Spargel kommt bei uns erst Mitte April, Kunden wollen ihn aber oft schon früher – Spargel aus Übersee kommt mir aber nicht ins Haus. Ich sehe einfach nicht ein, dass man mit Spargel um die Welt fliegen muss. herbert: Mittlerweile begreifen Konsumenten ­solche Zusammenhänge auch und bringen Ver­ ständnis auf, wenn wir es anders machen. Und sie merken die Qualitätsunterschiede durch die Frische. Ist die Angebotspalette der regionalen Lieferanten ausreichend? herbert: Es ist schon viel besser geworden im Lauf der letzten 15 Jahre. gabi: Beim Fleisch gibt es noch ein Manko, vor allem beim Geflügel. herbert: Fisch, auch das ist ein Problem. gabi: Wir im Bregenzerwald hätten ja dafür ­Wasser genug. Aber vielleicht rentiert es sich nicht. Oder es geht uns noch zu gut. Vielleicht ist die Krise auch für etwas gut. Dann wird man wieder bereit dazu, selbst im Garten und im Dreck zu stehen. Was wäre sonst noch anzumerken?

herbert: Auffallend ist der Unterschied zwischen ostösterreichischen Weinbauern und unseren Milchbauern. Der österreichische Wein hat in Europa einen Stellenwert, den er vor einigen Jahren noch nicht hatte. Das würde man sich auch für den Käse aus dem Bregenzerwald wünschen. gabi: Mir wäre wichtig, dass die Slow-FoodBewegung in den Bregenzerwald kommt. Das ist eine Gegenbewegung zu Fast-Food. Dabei werden regionale Produkte verarbeitet und verkauft. Es geht dabei um Bewusstsein: vom Produkte-Einkauf bis zum langsameren Essen. Das würde als Ausgleich gut in unsere hektische Zeit passen. Interview: Seff Dünser Bregenzer wald Spektrum

25


q u e r g e d a c h t q

Kulinarische Landkarte Bregenzerwald: Alles Käse, oder was? Mit der Aufwertung von Region, wie sie die sogenannte Globalisierung weiter Lebensbereiche begleitet, verbindet sich eine neue Aufmerksam­ keit für kulinarische Über­lieferungen. Das ist gut so und kann viel zur Entwicklung von Lebensqualität und ­nach­haltiger Wert­ schöpfung beitragen. Doch allzu schnell werden Nahrungs­traditionen mit dem Label regionaler Identitäten versehen – nicht immer bedenkend, dass solche Identitäts­konstruktionen auch etwas Ausschließendes haben. Der kulinarische Regionalismus, dem wir heute all überall begegnen, ist vergleichsweise h ­ armlos. Vorbei die Zeiten, da man in Vorarlberg die angeblich alemannischen Knöpfle (viele!) zum Symbol des Föderalismus stilisieren und gegen den baju­warischen Knödel (einer und daher Ausdruck von Zentralismus!) mobilisieren wollte. Heute geschehen diese Grenzziehungen viel subtiler, indem der Mehrwert lokaler Produkte und traditioneller Zubereitungsarten betont und das Prinzip des „Terroirs“ zur authentisch-unverwechselbaren Note erhoben wird – als ob Lebensmittel und Rezepte quasi aus den natürlichen Gegebenheiten erwachsen würden. Nach diesem Prinzip arbeiten Initiativen wie die „Genussregionen“ und nach solchen Kriterien wird auch der spezifische Schutz

26

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

von Herkunftsangaben in der Europäschen Union argumentiert. Sie transportieren die Vorstellung, dass kulinarische Traditionen räumliche Spezifika sind und unterscheidbare Landschaften repräsent­ ieren, und sie suggerieren, dass sich dahinter unverrückbare kulinarische Identitäten verbergen. Kein Wunder also, dass der ­Bregenzerwald auf den Käse gekommen ist. Vielleicht ist es kein Zufall, dass unter den von der EU mit dem Status „garantiert ­traditionelle Spezialität“ ausgezeichneten Produkten Käsesorten ganz vorne rangieren. Kein anderes Agrarprodukt scheint so schlüssig, die enge Ver­­bindung zur jeweiligen Region verkörpern zu können wie dieses. Und kein anderes signalisiert auch s­ emantisch so deutlich Natürlichkeit und Traditionalität: So heißt es etwa in der aktuellen Kampagne für Parmiggiano Reggiano „er wird nicht produziert, er entsteht“. Problematisch ­werden solche – übrigens alten – Vorstellungen dort, wo aus kulturellen Besonderheiten rechtliche Ansprüche abgeleitet werden und gemeinsame Traditionen zu reguliertem Eigentum werden.


q u e r g e d a c h t

Programme für das regionale kulinarische Erbe wirken sowohl nach innen als nach außen. Sie wollen den Identifizierungsgrad der Bevölkerung mit Produkten der Region stärken und gleichzeitig die Region als Marke positionieren. Einheimische und Besucher sollen die Zusammengehörigkeit von Geschmackskulturen und Kulturräumen ver­ innerlichen und durch bewussten Konsum die Wett­bewerbsfähigkeit regionaler Produkte im globalen Wettbewerb stärken. Doch drohen dabei zwei Gefahren, die aktuell als mystische ­Regionalität und als Käseglockeneffekt („freezing“) diskutiert werden. Zum einen suggeriert die Suche nach starken kulinarischen Symbolen (Bergkäse) eine Einmaligkeit und uralte historische ­Legitimität, die jeder historischen Grundlage entbehrt – denn die Durchsetzung der Käsewirtschaft erfolgte in vielen europäischen Gebirgsregionen aufgrund moderner nationalstaatlicher ­Interessen und auf Kosten älterer Traditionen. Zum anderen verhindert die

Unterschutzstellung oft not­wendige Entwicklungen, indem sie – es klingt hier besonders paradox – die Produkte unter eine Käseglocke stellt und quasi still stellt. Anders gesagt: die Chancen von Regionalität in den sich globalisierenden Märkten der Gegenwart sind umso größer, je reflektierter und aufrichtiger man an die Sache herangeht. Von einer mystischen Regionalität ­bekommen die aufgeklärten Kunden der Gegenwart stets rasch genug, von einer gut vermittelten ­Auseinandersetzung mit ihren Voraussetzungen und Interpretationen nehmen sie dagegen gerne auch etwas mehr.

prof. dr. bernhard tschofen lehrt empirische kulturwissenschaft am ludwig-uhland-institut der universität tübingen und stammt aus vorarlberg.

Bregenzer wald Spektrum

27


projek t

Zua – Ihr Dorfladen macht dicht! Nahversorg Nahversorger Nah Nahver

2009

Was, wenn Ihr

Nach vier Jahren intensivem Lernen in den Bezauer Wirtschaftsschulen zwang es auch uns drei, im fünften Jahr ein Maturaprojekt zu machen. Wir wollten von Anfang an ein sinnvolles Projekt, das nach der Notengebung nicht einfach irgendwo in einer staubigen Schublade auf Nie mehr Wiedersehen verschwindet. Ein Projekt für unsere Region. Doch was sollten wir machen? Wie können wir als einfache Schüler einen Beitrag für die Zukunft unseres Tales leisten?

Nahversorger

Nahversorger Nahve dicht

Nahversorger

macht ???

Eine Initiative der Nahversorger-Maturaprojekt-Gruppe der Bezauer Wirtschaftsschulen in Kooperation mit dem Verein für Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung sowie der WKO zur Hebung des regionalen Einkaufsbewusstseins bei uns im Bregenzerwald.

Für einen Bregenzerwald mit Lebensqualität und Zukunft!

Dank einem spontanen Einfall um sprichwörtlich 5 vor 12, ­nämlich am Tag des Abgabetermins des Projektantrages, stießen wir, und zwar selber, auf das top-aktuelle Thema Nahversorgung.

Strukturen und Abwanderung betroffen. Aber auch im Süd­burgenland oder im Wald- und Mostviertel in Niederösterreich ist man mit dieser Problematik bereits heftig konfrontiert. Junge Menschen ­wandern in die Ballungszentren ab – Dörfer sterben oder verkommen zu reinen „Schlafgemeinden“.

Nahversorgung, wie wir sie aus unserer Talschaft kennen, ist bei weitem nicht selbstverständlich. Vergleichbare Regionen in den Alpen wie bei­spiels­weise in Südfrankreich oder in den Alpen Italiens sind von schwindenden

Auch für uns als junge Menschen war es bisher nur schwer nachzuvollziehen, wie wichtig ­Nahversorgung für den ländlichen Raum ist. Auch wir konnten Einkaufszentren und Onlineshops nur Positives abgewinnen. Klar: Solange

Das Projektteam Jakob Herburger (19, Lingenau), Werner Greber (19, Schoppernau), Michael Zwischenbrugger (18, Bizau)

28

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m


sames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein Medium, dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zuihrer den verschiedensten Themen zulässt. Information in Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über die Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes ­Potenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch Handeln und können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald überMedium, aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über die Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes ­Potenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur unseren durch Handeln und können wir Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald überMedium, aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes ­Potenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur unseren durch Handeln und können wir Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein Medium, das Menschen im informiert Bregenzerwald dr. manfred hellrigl, über aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und leiter büro für zukunftsfragen bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald diedes Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und allein? AußerLebensqualität durch – doch halb der­Information? Region oft alsNähe positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In der Bevölkerung der Region liegtdurch ein großes ­Potenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur Handeln und können Nahversorgung Bregenzerwald wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein Medium, dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald über aktuelle Projekte Initiativen und Drei Maturanten derund Wirtschaftsschulen in in gleichzeitig die an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst Bezau haben sich mit der Bedeutung der jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des Lebensqualität Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Nahversorgung fürder die und Bregenzerwald sowie Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region Wettbewerbsfähigkeit im Bregenzerwald liegtdurch ein großes ­Potenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur Handeln und können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema beschäftigt. Und mit möglichen Folgen, wenn Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsie verschwindet. Ihre Erkenntnisse haben sames Zeichen derdie regional tätigen Institutionen. Ein Medium, dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer sieFotografen in einer spannenden und informativen Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst jährlich zu regionalen Themen zu Papier. zweimal Das Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Broschüre festgehalten, die unter dem Titel Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. die Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald die Regio ­arbeiten seit vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums wenn Ihr Nahversorger macht?“ Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam unddicht doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im„Was, Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativHandeln zu werden –soll. mitzumachen. noch vor dem Sommer erscheinen Nur durch und Wirken können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen Ausdauer beim Mitgestalten Ich freue mich sehrund über die Initiative dieser der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? in Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Ein Medium, das Menschen im braucht Bregenzerwald Maturanten. Denn Nahversorgung über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und dringend eine entsprechende Bewusstseinsbringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Entwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über des sowie Bregenzerwaldes ein. bildung in derTourismus Bevölkerung. Aus derRegio Nähe seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald ­arbeiten vielen Jahren an der Gestaltung desallein? Lebensraums Bregenzerwald – gemeinsam und die doch Außerhalb der­Information? Region oft als positive Beispiele erwähnt, imversorgt Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es zu sein,­P istIn weit mehr als „nur“zu das an der der Bevölkerung der Region liegt ein großes otenzial, neue Ideen kreieren und umzusetzen, initiativHandeln zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch und können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwiEinkaufen ums Eck. Die Situation ist aber ckeln. Aus gemeinsames diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir vielZeiten Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, in der neuen Medien einein neues Magazin? paradox – nicht im Bregenzerwald: Obwohl Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen dernur tätigen Institutionen. Medium, dasBandbreite dieregional Menschen im informiert Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zu den sich die Bevölkerung immer klar zur Nahververschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. sorgungBregenzerwald-Spektrum bekennt, kaufen trotzdem immer dieDas lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald die Regio ­arbeiten vielen Jahren an Ort der Gestaltung des Lebensraums weniger Leute im ein. Die der Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam undAngebote doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren Diskonter sind initiativ für die Handeln meisten zu verlockend. und umzusetzen, zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch gemeinsames und können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir der Folge stagnieren die Umsätze, Geschäfte vielIn Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen dermüssen regional tätigen Institutionen. und Gasthäuser zusperren, Kaufkraft Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den verschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren fließt ab, Arbeitsplätze und Kommunikationsund Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über treffpunkte gehen verloren. Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald Tourismus die Regio ­arbeiten vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald gemeinsam und dazu doch allein? Außerhalb der Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, Man kann die– Menschen nicht zwingen, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der I ­ nformation? In Bevölkerung der Region liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und können beim Nahversorger einzukaufen. Wie können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, wir aberbeim trotzdem sicherstellen, dass auch in Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Medium, das Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zu den kleine Orte eine funktionierende Nahversorverschiedensten Themen zulässt. Information in ihrer Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst gung haben? Wie können wir Kaufkraft und zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Entwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über des Bregenzerwaldes ein. seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald sowie die Regio ­arbeiten Arbeitsplätze ingemeinsam der Region erhalten? Wie vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus und doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region können wir die Dörfer lebendig erhalten und liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativHandeln zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch gemeinsames und können wir unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. das Miteinander stärken? Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einmöglichst neues Magazin? Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist ein neues gemeinMit diesen Fragen sich viele sames Zeichen derdiemüssen regional tätigen Institutionen. Medium, das Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zuihrer den verschiedensten Themen zulässt. Information in Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, ServiceMenschen auseinandersetzen. In einem ersten angebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten regionale Themen und bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Schritt werden nun – begleitet vom Büro für Mitdenken und zum Mitdiskutieren über Entwicklung des sowie Bregenzerwaldes ein. seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, Bregenzerwald Regio ­arbeiten vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? AußerZukunftsfragen –teilweise zwei BürgerInnen-Räte im halb der­Information? Region oft alsder positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald kaum bekannt. Liegt es an der In Bevölkerung der Region liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativ zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch gemeinsames Handeln und können durchgeführt. Die Ergebnisse wirBregenzerwald unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten werden dann öffentlich präsentiert und der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen der regional tätigen Institutionen. Medium, das die Menschen im Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen informiert und diskutiert und sind die Grundlage für konkrete gleichzeitig die Bandbreite an Auffassungen zuihrer den verschiedensten Themen zulässt. Information in Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Serviceangebote, kontroverse Themen. Verschiedene Autoren und Fotografen beleuchten Themen und Maßnahmen. Ich bin schonregionale sehr gespannt bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen vorerst zweimal jährlich zu regionalen Themen zu Papier. dieDas Entwicklung Bregenzerwald-Spektrum lädt zum Mitdenken und zum Mitdiskutieren über des Bregenzerwaldes ein. seit Offene Jugendarbeit, KäseStrasse, werkraum, darauf, welche Ideen die Wälderinnen und Bregenzerwald sowie Regio ­arbeiten vielen Jahren an der Gestaltung des Lebensraums Bregenzerwald –Tourismus gemeinsam und die doch allein? Außerhalb der­Information? Region oft als positive Beispiele erwähnt, im Bregenzerwald teilweise kaum bekannt. Liegt es Wälder entwickeln, um Nahversorgung und an der In der Bevölkerung der Region liegt ein großes P ­ otenzial, neue Ideen zu kreieren und umzusetzen, initiativHandeln zu werden –Wirken mitzumachen. Nur durch gemeinsames und können wirLebensqualität unseren Lebensraum erhalten und weiterentwickeln. Aus diesem Grund leitet uns auch das Thema zu sichern. Zusammenarbeit durch die vorliegende Erstausgabe. Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen/dir viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Mitgestalten der Region. Geschätzte Leserinnen, Geschätzter Leser, in Zeiten der neuen Medien einein neues Magazin? Ein Das Bregenzerwald-Spektrum ist neues gemeinsames Zeichen derdieregional tätigen Institutionen. Medium, dasBandbreite Menschen im informiert Bregenzerwald über aktuelle Projekte und Initiativen und gleichzeitig die an Auffassungen zuihrer den verschiedensten Themen zulässt. Information in Vielfältigkeit; interessante Projekte, Termine, Service-

kommentar

Das Projekt Das Projekt: Neben der inhaltlichen Aufarbeitung des Themas Nahversorgung im Bregenzerwald hat das Projektteam eine Broschüre mit dem Titel „Zua! Was, wenn Ihr Nahversorger dicht macht???“ erarbeitet. Gedruckte Exemplare werden in Kürze in den Gemeindeämtern zur freien Entnahme aufgelegt. Die Broschüre finden sie auch online unter www.regiobregenzerwald.at.

man jung, dynamisch und mobil ist, ist man nicht auf Strukturen in der Region angewiesen, wenn man aber älter wird schon. Es ist deshalb ein Akt der Solidarität und der Wertschätzung, im Tal einzukaufen. Sich mit Lebensmitteln aus der Region einzudecken, ist außerdem ein Ausdruck von Lebensqualität und örtlichem Kulturverständnis. Zudem konnten wir im Laufe unseres Projektes immer mehr entdecken, dass Regionalisierung und somit auch Nahversorgung eine durchaus umsetzbare Antwort auf das ansatzweise scheiternde Globalisierungsphänomen ist. Wer kennt denn Filme wie „We feed the world“ oder „Let’s make money“ nicht? Wir drei sind durch die Tätigkeiten während dieses Projektes zur festen Überzeugung gekommen, dass wir es vielleicht schon bald wieder schätzen werden, in einer solch schönen und in vielen Bereichen auch autarken Region, dem Bregenzerwald, zu leben. Doch wir alle, jeder von uns, können und sollen unseren Beitrag für eine Region Bregenzerwald mit Zukunft leisten. Jede und jeder von uns kann einen Beitrag zur positiven Zukunftsgestaltung leisten. Eine gute Zukunft wird nicht vom ­Himmel fallen, höchstens uns auf den Kopf.


nachgedacht

„Eassod Käs und nüd das tüür Brod!“ Das Tor zur Philosophie. Das war in den 1960er Jahren die für ein Stadtkind eigen­artig klingende Aufforderung eines ­Bregenzerwälder Alpsenns an seinen Pfister. Sie sagt viel über das Essen im Bregenzerwald, über die essenden Wälder. Was Essen und Trinken im Bregenzerwald be­deuten, ist mir während mehrwöchiger Ferienaufenthalte bei einer Wälder Bauernfamilie klar geworden. Da war ich (Jahrgang 1958) als acht- oder neun- oder zehnjähriger Bub zu Gast und in den Arbeits- und Familienalltag eingebunden. Die Erkenntnisse, die ich damals gewonnen habe, sind in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Einmal ihrer unmittelbaren Eindrücklichkeit wegen. Da war etwas, das dich ganz und gar einge­nommen hat: eine Unmenge prägender sinnlicher Er­fahrungen, vom Duft frisch gemähten Grases über das Barfuß-Gehen, nein: Barfuß-Sein von früh bis spät, bis eben zum Essen. ­Andererseits die Haltbarkeit dieser Erkenntnisse: Sie sind bis heute präsent und wirksam. (Aufgefrischt, be­stätigt und erweitert in den früher 1980er Jahren durch meine 100 Alpknechttage: das wahre Tor zur Philosophie!) Welche Erkenntnisse? Dass das Essen eine Zeitfrage ist; dass es also 1. sein muss und 2. schnell sein muss. Niemand isst seine Suppe so heiß wie die Wälder Bauern (auch nachdem sie längst in andere Berufe abgewandert sind). Dennoch (deshalb?) essen sie mit großer Ehrfurcht und Sorgfalt; mit derselben Ehrfurcht und Sorgfalt, mit der sie das Vieh füttern. Das ist nicht wenig! 30

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Wahrscheinlich weil das, was gegessen (und verfüttert) wird, das Werk eigener Hände harter Arbeit ist. Das Wichtigste am Essen aber, so schien mir, ist das Beten. Vor dem Essen und nach dem Essen. Das Familienoberhaupt betet vor. Vater unser und Gegrüßt seist du Maria. Das Beten dauert länger als das Essen. Das Essen ist eine Notwendigkeit. Genau das wiederum sichert ihm eine unbedingte Aufmerksamkeit und gewährleistet seine ausgezeichnete Qualität. Den ältesten Käse aßen meine Gastgeber immer selbst, das junge Zeug verscherbelte die Alma, am besten nach Amerika – alter Käse war damals noch unverkäuflich, und das nicht nur der ge­wissen Beweglichkeit wegen, die ihm ­manchmal innewohnte … Erstaunt war ich auch über die Selbstverständ­ lichkeit, mit der an Wochentagen Kuchen gebacken und gegessen wurde; einfache Kuchen zwar, keine überkandidelten Torten, aber frisch und reichlich. Natürlich (Ja natürlich!) kamen alle Zutaten aus dem eigenen Gemüse- und Obstgarten. Die berühmte, hymnisch gepriesene „regionale und saisonale Küche“ war noch lange


nachgedacht

die Essenszeiten bis auf wenige Ausnahmen auf die Minute eingehalten, auch dort, wo sie der Tageslauf nicht streng vorgibt. Mittagessen um zwölf, Abendessen um halb fünf nachmittags. Beim Nachtessen konnte es dann in Zeiten der Heuernte auch einmal später werden.

nicht der großmäulige Tourismus-Slogan, als der er heute daherhinkt. Was waren das für Gemüsesuppen! Und nie schmeckt ein Kirschkuchen so gut wie zur Kirschenzeit. Das haben die damals vielleicht nicht gewusst, aber gehabt haben sie´s! (Sie haben´s auch gewusst!) Wer arbeitet, will auch essen. In den Mahlzeiten war eine Ordnung spürbar, die in sich selber ruht. (Davon gibt es ganz wenige!) So wurden

Essen, um zu leben? Leben, um zu essen? Auf den ersten Blick scheint klar ersteres der Fall zu sein. Etwas sorgfältiger, von innen, oder noch besser: nach dem Tischgebet, dem letzten Ave Maria und Bitt´ für uns Sünder, betrachtet, stellt sich das Essen der Wälder etwas subtiler dar. Denn die höhere Ehre Gottes konnte und kann sehr wohl auch einmal in einem besonders schmackhaften Stück Speck stecken; oder eben im Käse, ganz zu schweigen vom ­Selbstgebrannten. So verdankt sich der leicht exaltierte, mühsam um Bodenständigkeit ­ringende Hedonismus, der heute in den zum Glück recht zahlreichen Bregenzerwälder Gourmet- und Haubenrestaurants eher teuer erkauft wird, einem Erbe, das wir allzu leicht geringschätzen. Von der Art, mit der Essen und Trinken (in einer Wälder Bauerküche bin ich zum Kaffeefreak geworden, nirgendwo anders!) im bäuerlichen Bregenzerwald bis vor wenigen Jahrzehnten alltäglich zelebriert wurden, zehrt die Region noch heute.

dr. peter natter, dornbirn praxis für philosophie

Bregenzer wald Spektrum

31


interview

Kein Ausverkauf der Heimat Der Hittisauer ,,Krone“-Wirt Dietmar ­Nußbaumer über die ­Bregenzerwälder ,,MundArt“-Restaurants, deren Sprecher er ist:

Brauchst du einen neuen ­Slogan zur Vermarktung der „MundArt“-Restaurants? Nein. Aber hättest du einen? „Wenig Wein aus der Flasche, viel Geld aus der Tasche.“ Ist nicht nachhaltig, passt nicht zur Mundart. Was passt besser? Schwer zu sagen so ad hoc. Der Slogan drückt die Kritik aus, die es am Zusammenschluss dieser Lokale gibt: Dass man wenig auf dem Teller hat und dafür viel bezahlen muss. Dieser Meinung bin ich nicht. Es geht um die regionale Wert­ schöpfung, die dadurch gegeben ist. Wir sind keine Kette, sondern nur ein loser Zusammenschluss von acht Betrieben. Die Portionen sind hausspezifisch, ebenso die Preise. Im Großraumvergleich Schweiz, Deutschland, Italien sind wir nicht im obersten Preis­sgement für die Qualität, die wir bieten. Es geht uns um ­Gedankenaustausch: Wie können wir den Tourismus im ­Bregenzerwald voranbringen? Die Vielfalt unserer Mitglieder macht heiße Diskussionen möglich. Wichtig ist, dass die Meinungen anderer respektiert und akzeptiert werden. Das ist nicht typisch für Konkurrenten, dass sie miteinander an einem Tisch sitzen und gemeinsam diskutieren und nachdenken. Aber es geht schon um die gemeinsame ­Vermarktung von sich zur ­gastronomischen Elite zählenden Lokalen? Wenn es nur darum gehen würde, wären wir sehr schlechte Unternehmer. Dann müssten wir das viel professioneller machen. Es geht nicht nur um Vermarktung, sondern um Gedankenaustausch: Wo liegen Chancen für den Tourismus im Bregenzerwald?

MundArt-Betriebe Gasthof Adler, Schwarzenberg Hotel Gams, Bezau Hotel Hirschen, Schwarzenberg Gasthof-Hotel Krone, Hittisau Hotel Krone, Au Hotel Post, Bezau, Hotel Das Schiff, Hittisau Restaurant ’s Schulhus, Krumbach

32

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

Wo liegen die Risiken, Probleme und Chancen für den Tourismus im Bregenzerwald? Die Chancen liegen darin, dass man nicht zwanghaft den ­Bregenzerwald konservieren will, aber sehr sensibel mit der Kulturlandschaft Bregenzerwald umgeht. Man darf nicht sagen, es darf sich nichts nach vorne ent­wickeln. Man muss für ­Neuerungen offen sein. Welche Neuerungen könnten das sein? Ein Beispiel: Wir in der Krone haben ein altes Haus, fast 170 Jahre alt, und haben das ausschließlich mit Bregenzerwälder


interview

­ andwerkern umgebaut. Das Ziel war, NeueH rungen zu machen, aber stimmig zum Haus. So sollte es im ­Bregenzerwald sein: Er­neuern, aber Rücksicht auf die Substanz und die Tradition nehmen. Ich kann nur daran appellieren, mit Gefühl, vorsichtig vorzugehen. Es soll nicht so sein, dass jeder nur sich und den kurzfristigen Gewinn sieht und irgendwo einen großen Kasten hinstellt und Tunnels baut. In den sechziger, siebziger Jahren hatte man zu wenig Geld. Jetzt ist die Gefahr, dass man zuviel ausgibt. Teilweise wird da finanziell brutal Gas gegeben. Momentan nimmt man viel Geld in die Hand im ­Bregenzerwald, nicht nur im Tourismus. Wobei nicht alles schlecht ist.

Was ist noch anzumerken? Es geht auch um Servicequalität. Gut ausgebildete Mitarbeiter, die Dienst leisten, sind wichtig. Und dabei nicht die Wurzeln vergessen: Gäste, die meinen, sich mit Geld alles leisten zu ­können, bekommen Grenzen gesetzt. Einen Ausverkauf der Heimat darf es nicht geben. Wenn man auf Qualität setzt, spricht man ­Gästeschichten an, die den Bregenzerwald schätzen, und für die es kein Erlebniscenter mit Zwangsbeglückung braucht. Die sollen sich in der gebotenen Kulturlandschaft wohl fühlen. Wir müssen nicht unbedingt der Piefke-Saga hinterherrennen. Interview: Seff Dünser

Was zum Beispiel ist nicht schlecht? Gut ist, dass wir viele Architekten im Wald haben, die darauf schauen, dass nicht zuviel Blödsinn gebaut wird. Zurück zur MundArt. Wir wollen hochstehende Qualität verarbeiten, verbunden mit handwerklichem Können, das dann auch weitergegeben wird. Ob ich von einem Wälder Schreiner ein Fenster machen oder ein industriell hergestelltes Fenster einbauen lasse, das macht auch einen Unterschied. Ich fördere mit dem Wälder Lieferanten Arbeitsplätze, sorge für Wertschöpfung und dafür, dass es zur Region passt.

dietmar nussbaumer, gastronom, hittisau

Bregenzer wald Spektrum

33


T i pp s

Literaturtipp

„BODENGUT“ – Vom Zauber Vorarlberger Gärten. Ein wundervolles Bilderbuch, aber auch eine ungewöhnliche Geschichte Vorarlbergs. Anhand von rund 400 Farbfotografien führt das Buch erstmalig durch die Vielfalt von Gärten in Vorarlberg. Es stellt bäuerliche Nutzgärten ebenso vor wie prachtvolle repräsentative Anlagen, intime Orte der Schönheit ebenso wie reiche öffentliche Naherholungsräume. Herausgeberin und Autorin: Rita Bertolini, ISBN 978-3-200-01282-0 www.bodengut.at

„Wanderbuch Bregenzerwald“

11. Juni bis 26. Oktober 2009

In diesem Führer werden 33 Themenwanderungen und fünf mehrtägige Weitwanderwege vorgestellt. Neben genauen Wegbeschreibungen mit Originalkarten gibt es auch detaillierte Routenverläufe mit Streckendiagrammen sowie Informationen zu Hütten, Berggasthöfen, Bergbahnen und Museen. Autor: Rudolf Berchtel, Tyrolia Verlag, Innsbruck ISBN 978-3-7022-2996-2

Angelika Kauffmann. Der Traum vom Glück. Heldinnen

Ausflugstipp

„Moore Krumbach“

Gültigkeit 1. Mai bis 31. Oktober 2009

Bregenzerwald Saison-Card Preise: Familienkarte (Eltern und Kinder Jg. 1993 und jünger): € 142,– Erwachsene: € 57,– Kinder (Jg. 1993 bis 2002): € 38,– Kleinkinder (Jg. 2003 und jünger): frei Paragleiter Saison-Card: € 170,– Ermäßigung für RaiffeisenClubmitglieder Inkludierte Leistungen: • Benutzung der Sommerbergbahnen • Eintritt in die Schwimmbäder • Zahlreiche Ermäßigungen bei Partnerbetrieben

Im Mai wurde das Projekt Moore Krumbach präsentiert. Ein Spaziergang durch die schöne Moorlandschaft und eine Einkehr bei den Moorwirten ist wärmstens zu empfehlen. Information: www.krumbach.at

Kurs der Volkshochschule Bregenz in Egg

Mein pflegeleichter Garten

Das junge Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg geht in seine dritte Sommersaison: Die ­Sommer-Sonderausstellung 2009 ­findet vom 11. Juni bis 26. ­Oktober 2009 statt. Die Sommerausstellung 2009 trägt den Titel „Angelika ­Kauffmann: Der Traum vom Glück. Heldinnen“ Das Titelthema „Der Traum vom Glück“ leitet sich aus der Biographie von Angelika Kauffmann ab – in ihrem Leben haben sich viele Träume erfüllt, wie Erfolg, Ruhm, Bildung, Unabhängigkeit, Freundschaften mit Geistesgrößen und gekrönten Häuptern; viele Träume blieben auch unerfüllt, so ihre Liebe und Begabung für die Musik, zu der sie sich ihr Leben lang aufgrund ihrer Doppelbegabung hingezogen fühlte, die Sehnsucht nach der Heimat Schwarzenberg, das sie als erwachsene Frau nur einmal in ihrem Leben besuchen konnte, unerfüllte Liebessehnsucht und die missglückte oder aus Vernunft eingegangene Ehe. Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 10 – 17 Uhr Öffentliche Führungen: Dienstag 16 Uhr Sonn- und Feiertag 10.30 Uhr Gruppen auf Anfragen im Tourismusbüro Schwarzenberg, Tel. 05512 3570

1. Juli, Mittwoch, 19 Uhr Wer möchte ihn nicht – den pflegeleichten Garten, der kaum Arbeit macht und trotzdem gut aussieht? „Margits Gartenschule“, Andelsbuch. Anmeldung unter Tel. 05574 525240 oder unter www.vhs-bregenz.at

angelika kauffmann

Heldinnen

11.06. bis 26.10. 2009 Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr (während der Schubertiade täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr) Öffentliche Führungen Dienstags 16.00 Uhr und Sonn- und Feiertags 10.30 Uhr

Sommerausstellung 0 9

Literaturtipp

Eine Veranstaltung des Fördervereins „Freunde Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg“ Brand 34 A-6867 Schwarzenberg Tel.: +43 (0)5512 26455 +43 (0)5512 3570 www.angelika-kauffmann.com

ins_AK_seniorenzeitung_09.indd 1

34

B re g e n z e r w a l d S p e k t r u m

24.04.2009 10:32:39


Ver ans talt ungen

2. bis 5. Juli 2009

Reos hea – das kulinarische Symposium. 13. Juni 2009

Alphornwandertage Umfangreiches Programm mit ­Gruppen aus Österreich, Deutschland und Schweiz. Wanderung der Gruppen ab 11.30 Uhr in Richtung Alpe Kanis und Wildgunten. 14 Uhr Gesamtchor auf der Alpe Roßstelle. ­Informationen: www.bergbahnenmellau.com

20. Juni 2009

Kunst Handwerk Markt SCHÖNES... BESONDERES...­ STILVOLLES. 9 – 17 Uhr im ­Ortszentrum Schwarzenberg.

Vom wahren Wert der guten Dinge. Im Bregenzerwald hat man sich seine Eigenarten bewahrt – auch die ganz besondere Mundart. Meint man zum Beispiel „miteinander reden“, sagt man kurz und knapp „reos hea“. Ein ideales Motto für das gleich­ namige Symposium, das am Samstag, 4. Juli 2009, von 10 bis 15 Uhr im Ritter von Bergmann Saal in Hittisau stattfindet. Prominente Referenten und Gäste widmen sich der Frage, wie Gutes im Sinne einer nachhaltigen Genusskultur gefördert und bewahrt werden kann. Die KäseStrasse Bregenzerwald als ein herausragendes Beispiel für die Bewältigung dieser Herausforderung ist somit der ideale Ort, um gute Gespräche genau darüber zu führen.

2.- 4. Juli 2009

Bizauer Gespräche 2009 Die Macht der Sprache – Gewalt durch die Sprache. Bereits im elften Jahr werden heuer die „Bizauer Gespräche“ vom Land Vorarlberg, der Gemeinde Bizau und dem ORF Vorarlberg durchgeführt. Heuer soll in Bizau „Die Macht der Sprache“ genauer hinterfragt werden. Informationen: www.bizau.at/ gemeinde/kultur

10.00 Uhr Christian Seiler – Wie wir im Dschungel von Lebensmittelindustrie, gastronomischen Klischees, ökonomischer Krise und ökologischem Verantwortungsbewusstsein die Freude am Genuss bewahren. 10.30 Uhr Wolfram Siebeck – Einführung in das kulinarische Selbstvertrauen. Wie der Einzelne lernt, sich auf den eigenen Geschmack zu verlassen.

11.00 Uhr Hanni Rützler – Future Food. Wie wir in der Zukunft essen werden und wie wir essen sollten. 11.30 Uhr Fergus Henderson – From Nose to Tail Eating – Philosophie eines respektvollen Koches. Pause für kurzen Imbiss 13.00 Uhr Werner Gruber – Das Märchen vom empfohlenen Ablaufdatum – aus dem Handbuch des kulinarischen Küchenphysikers. 13.30 Uhr Birgit Vanderbeke – Kochen ohne Tabus. Die Filetgesellschaft als Symbol zivilisatorischer Verwahrlosung. 14.00 Uhr Stuart Pigott – Warum ein guter Wein nicht teuer sein muss … und warum 50 Euro für eine Flasche Wein manchmal sehr günstig sind. 14.30 Uhr Willi Resetarits – Präsentation der Bregenzerwälder Deklaration Karten: 15,– Euro/Person inkl. ­kleiner Imbiss. Erhältlich bei ­Bregenzerwald Tourismus, unter www.genusstage. com oder an der Tageskasse

5. Juli – 26. Oktober

Sommerausstellung ­„Fragemente aus vielen Leben“ Die Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau präsentiert die Sammlung der Universität Wien und ergänzt sie um Exponate aus der Region. www.frauenmuseum.com

Bregenzer wald Spektrum

35


Wenn‘s um den Bregenzerwald geht, ist nur eine Bank meine Bank. Über gutes Essen und Trinken lässt sich bekanntlich streiten. Über das Engagement von Raiffeisen als Förderer der Region nicht. Raiffeisen leistet einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der Region. www.raiba.at


Das Bregenzerwald Spektrum erscheint zweimal jährlich und kann unter regio@bregenzerwald.at oder telefonisch unter +43 5512 26000 a­ ngefordert werden. Falls nicht alle InhaberInnen von Urheberrechten ausfindig gemacht werden konnten, ist der Herausgeber bei ­entsprechender Benachrichtung gerne bereit, die Ansprüche im üblichen Rahmen abzugelten. Wir haben uns bei der Formulierung der Texte um leichte Lesbarkeit bemüht. Soweit personenbezogene Begriffe ­verwendet werden, kommt ihnen keine geschlechtsspezifische Bedeutung zu.

Impressum Herausgeber und Medieninhaber: Regionalentwicklung Bregenzerwald GmbH, 6863 Egg Auflage: 13.000 Exemplare Für den Inhalt ­verantwortliche Projektleitung: Urs Schwarz; namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen Redaktionsbegleitung: Seff Dünser, freier Journalist, Bregenz ­redaktionsteam: Günter Meusburger, Michael Moosbrugger, Renate Breuß, Ulrike Marte, Urs Schwarz bildnachweis: Adolf Bereuter (Seite 5,6,7,8,31,33), Christoph Lingg (Seite 30), fotolia.de (Seite 15,16), Gemeindearchiv Egg (Seite 2,4), KäseStrasse Bregenzerwald (Seite 11,12,13), Ludwig Berchtold (Seite 20,22,25), Regio Bregenzerwald (Seite 28) ­Gestaltung: broger grafik, 6866 Andelsbuch, www.broger.at Druck: Druckhaus Gössler GmbH, 6870 Bezau

Die bei der Erzeugung dieses Druckwerkes entstandenen Emissionen werden im Rahmen des Climate­ Partner Prozesses für Druckerzeugnisse, durch den Ankauf und die Stilllegung von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungs­zertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten, ausgeglichen.



Bregenzerwald Spektrum III