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In dieser Woche Planung Der Pförtner vor der Ausfahrt Knielingen, Bauten am Tivoliplatz und mehrere Bebauungspläne waren Themen im Planungsauschuss. Seite II

Perspektiven

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Turmbergbad

AS IT

Obwohl sich manche Sanierungsarbeiten verzögern – daher gibt es während der Bauphase ermäßigte Preise – öffnet das Turmbergbad planmäßig am Samstag, 7. Mai. Seite V

Stadt Zeitung D FI

Eine hochkarätig besetzte Konferenz für Frauen und Männer soll vom 15. bis 17. April die Vergangenheit des Festivals „Frauenperspektiven“ reflektieren und Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Seite III

Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 65. Jahrgang · Nr. 14

8. April 2011

Jahresbauprogramm 2011:

IHK-Vollversammlung

Infrastruktur umfasst tausende Kilometer „Investitionen in den Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur einer Stadt sind zwingend notwendig, denn nur sie sichern deren Attraktivität als Wohn-, Einkaufsund Wirtschaftsstandort.“ Welche Herausforderungen sich hier verbergen, verdeutlichte OB Fenrich bei der Vorstellung des koordinierten Jahresbauprogramms 2011 anhand nüchterner Zahlen: Rund 1 400 Kilometer Straßen und Wege sowie zirka 300 Brücken fallen in den Zuständigkeitsbereich der Stadt. Hinzu kommen gut 1100 Kilometer Kanäle, 130 Kilometer Gleisanlagen und über 3 000 Kilometer Versorgungsleitungen. Das Telekommunikationsnetz umfasst weitere rund 2 500 Kilometer. nachher unter Umständen unverhältnismäßig teurer und bedeute für die Menschen „ein Vielfaches an Unannehmlichkeiten“. Bei der Aufstellung des Jahresbauprogramms sind die Stadtwerke ebenso beteiligt wie die Verkehrsbetriebe, die KASIG, die KABEL BW, die Telekom, das Gartenbauamt, das Ordnungs- und Bürgeramt sowie das Tiefbauamt. Neben der reinen bautechnischen Koordinierung seien in diesem Jahr auch die verkehrlichen Betrachtungen besonders vertieft worden, unterstrich der stellvertretende Leiter des Tiefbauamts, Gerhard Schönbeck. Sei mit der baulichen Koordinierung bereits in den vergangenen Jahren weitestgehend erfolgreich vermieden worden, dass eine Straße innerhalb kurzer Zeiträume mehrmals geöffnet und geschlossen werden musste, berücksichtige die vertiefte verkehrliche Betrachtung die Gesamtheit der einzelnen Maßnahmen im Hinblick auf eine verträgliche Verkehrsabwicklung. Schönbeck: „Dieser Vorgang erfordert sorgfältigste Disziplin bei allen Beteiligten.“ So müssten bereits in einem frühen Stadium die beabsichtigten Bauzeiten genannt und dann auch

Stadtbrief ist zurück Kultur als Identitätsstifterin städtischer Zukunft Jetzt ist er endgültig zurückgekommen: der Europäische Stadtbrief. Entstanden für die Bewerbung als Kulturhauptstadt, fand das Karlsruher Projekt Eingang in das Programm der Siegerin Ruhr 2010. Rund 60 Ruhrstädte hatten im letzten Jahr unter Führung Essens das europäische Kulturhauptstadtjahr ausgerichtet. Ruhr 2010-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Scheytt brachte die blaue Kassette zurück, in die jede der zwölf deutschen Bewerberstädte inzwischen auf Urkunden Konzepte für zwei Projekte eingelegt hatte. Sie folgten, so OB Heinz Fenrich, der Frage „was Kunst und Kultur für die Zukunft unserer Städte und ihrer Veränderung leisten können“. Der Europäische Stadtbrief habe zur Verständigung der Städte untereinander und ihrer Selbstvergewisserung beigetragen, bestätigte Prof. Dr. Scheytt und dankte ausdrücklich für

das „Karlsruher Geschenk“ an die Städte. Kunst und Kultur seien für ihre Identitätsbildung künftig unter den Schwerpunkten Kunst im öffentlichen Raum, Integration, Friedenskultur und öffentliche Bildung ein wichtiger Entwicklungsmotor. Karlsruhe wiederum schickt nun allen „National Heroes“ jeweils eine eigene Kassette, in der sämtliche Vorhaben dokumentiert sind. Die Fächerstadt, so der OB, beschäftigt sich mit der Zukunft des Stadtmuseums und der Stadtentwicklung. Für letztere soll die zum 300-jährigen Stadtjubiläum 2015 konzipierte Stadtausstellung „Die Stadt neu sehen“ Impulse liefern. Nachdem externe, unkonventionelle Fachleute Anregungen gaben, sind jetzt die Karlsruherinnen und Karlsruher am Zug, etwa bei zwei Workshops während des Festivals für Kinder und Jugendliche, „KiX“, vom 14. bis 17. Juni. -cal-

KUNST AUF REISEN: Samstagnacht wurde die blaue Metallskulptur am Ettlinger Tor abgebaut, damit dort mit den Arbeiten für das Kombibauwerk begonnen werden kann. Es verbindet die beiden Teilprojekte der Kombilösung. eingehalten werden. Neben den bereits erkennbaren Baustellen der KASIG wird es zwei Schwerpunktsbereiche in der Stadt geben. Vorwiegend im ersten Halbjahr derjenige, der bereits mit Baumaßnahmen in der Wolfartsweierer Straße begonnen hat und in enger Abstimmung mit Maßnahmen der Straßenbahn SüdOst und Anbindung des Schlachthofareals an die Kriegsstraße erfolgt. Der andere Schwerpunkt konzentriert sich mehr auf die zentrale Innenstadt mit Maßnahmen

der KASIG und der Stadtwerke in der Ettlinger Straße und Vorhaben der Verkehrsbetriebe in der Karlstraße. Ganz ohne Beeinträchtigungen werde es aber nicht gehen, waren sich OB Fenrich und Schönbeck einig. In einzelnen Fällen wird es sich nicht vermeiden lassen, dass die Umleitung von einer Baustelle an einer anderen Baustelle vorbeiführt. Alle Beteiligten werden allerdings durch sorgfältige Abstimmung bemüht sein, „die Beeinträchtigungen für die Ver-

Benz wohl in Wirtshaus geboren

Scheffel-Werk in einer Ausstellung

Das Geburtshaus von Carl Benz ist wahrscheinlich identifiziert. Dies haben neuere Forschungen ergeben, vor allem von Dr. Peter Pretsch, Leiter des Stadtmuseums. Er hatte bereits vor etwa einem halben Jahr Hinweise darauf veröffentlicht, dass Benz im heute nicht mehr existierenden Mühlburger Wirtshaus „Stadt Karlsruhe“ in der Rheinstraße 22 geboren worden sei. Das Gebäude ist Ende der 1950er Jahre der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Die Dienstmagd Josephine Vaillant brachte am 25. November 1844 ihren unehelichen Sohn Karl Friedrich Wilhelm Wailand zur Welt. Taufpate war der Wirt der „Stadt Karlsruhe“, Michael Kramer. Erst im Spätjahr 1845 heiratete sie den Kindsvater Johann Georg Benz. Kramer war auch Trauzeuge dieser Heirat, wie die Historiker jetzt in den Kirchenbüchern der katholischen Kirche Mühlburg herausgefunden haben. Dies bedeutet, dass eine enge Beziehung zu Kramer bestand. Das legt den Schluss nahe, dass Benz in Kramers Wirtshaus geboren wurde.

Der Karlsruher Erfolgsschriftsteller Joseph Victor von Scheffel ist 1886 im Alter von 60 Jahren gestorben. Diesen 125. Todestag nimmt die Badische Landesbibliothek (BLB) in der Erbprinzenstraße zum Anlass für eine Ausstellung. Scheffels Bücher waren zu seiner Zeit viel gelesen. Sie erreichten teilweise mehrere Hundert Auflagen. Heute sind sie längst nicht mehr so erfolgreich. Doch in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Scheffel als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Zudem war er nicht nur erfolgreicher Autor, sondern konnte auch als Maler, Jurist und Bibliothekar Erfolge verzeichnen. Die Ausstellung im Foyer der Badischen Landsbibliothek zeichnet die Stationen seines Lebens nach. Sie zeigt Ausschnitte aus seinem Werk, das viel mehr als den „Trompeter von Säckingen“ umfasst und präsentiert Beispiele dafür, warum Scheffel so populär war. Die Schau ist von heute, 17.30 Uhr, bis 28. Mai bei freiem Eintritt im Foyer der BLB zu sehen.

Bald Neureuter Markt für Kreative

DEN STADTBRIEF brachte der Geschäftsführer von Ruhr 2010, Prof. Dr. Oliver Scheytt (rechts), zurück und übergab ihn an OB Fenrich. Fotos (2): Fränkle

An die in Deutschland fast vergessene jüdische Revolutionskämpferin Olga Benario erinnert die VHS am Freitag, 8. April, 19.30 Uhr, in der Kaiserallee 12 e. In seinem Vortrag zeichnet Dr. Dieter Strauss, die Stationen ihres bewegten Lebens nach, ein Epos von Revolution, Liebe, Verrat und Tod. Die Tochter eines Münchner Anwalts engagiert sich früh für die Kommunistische Idee. Mit dem brasilianischen Revolutionär und Geliebten Carlos Prestes kämpft sie für die Rechte der Armen. Als die Revolte 1935 scheitert, wird Benario verhaftet und an Deutschland ausgeliefert, wo sie 1942 in der EuthanasieAnstalt Bernburg vergast wird. Der Eintritt kostet sechs Euro. Das Semesterprogramm der VHS gibt es unter www.vhs-karlsruhe.de. -nil-

Für Energie Modellregion

Koordination mit äußerster Disziplin

Zum Erhalt und Ausbau dieser Infrastruktur sind im koordinierten Jahresbauprogramm 2011 insgesamt 380 Maßnahmen eingeplant, für 2012 sind bereits 188 Einzelprojekte vorgemerkt. Damit die Erreichbarkeit der Innenstadt und der einzelnen Stadtteile auch während der Baumaßnahmen weitestgehend sichergestellt und die Beeinträchtigungen für Einwohner und Besucher auf ein erträgliches Maß begrenzt werden können, habe die Stadt Karlsruhe seit Jahren Koordinierungsgespräche zwischen allen öffentlichen Bauträgern eingerichtet, betonte das Stadtoberhaupt, in denen Projekte und Termine aufeinander abgestimmt würden. Fenrich: „Hinter dem Baugeschehen in unserer Stadt gibt es eine ‚ordnende Hand’, ein ausgeklügeltes System, das die Interessen und Notwendigkeiten der Beteiligten organisiert und koordiniert.“ Allein für Investitionen in Straßen, Wege, Plätze, Radwege und Brücken sind im Doppelhaushalt 2011/2012 rund zehn Millionen Euro eingeplant. „Diese Gelder setzen wir sinnvoll ein, ohne Vorhaben auf die ‚Lange Bank’ zu schieben“, sagte der OB, denn anderenfalls werde vieles

Epos von Liebe, Revolution und Tod

Beim 18. Neureuter Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt rund um die Badnerlandhalle präsentieren am Samstag, 16., und am Sonntag, 17. April, Töpfer, Künstler und Kunsthandwerker sorgfältig ausgewählte Arbeiten. Edles, zeitgenössisches Design in Keramik, Holz, in Leder und Metall sowie Schmuck und textile Arbeiten, Bilder und Accessoires sind an den Ständen zu finden. Kunstschaffende, die zum ersten Mal teilnehmen, zeigen überraschende Facetten. Liebhaber traditioneller Formen und Dekors kommen ebenso auf ihre Kosten. Alle angebotenen Arbeiten sind in den Werkstätten der Ausstellerinnen und Aussteller entstanden. Ramsch, Tand und Billigimporte gibt es auf dem Markt nicht. An einigen Ständen kann man den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen. Simona Stöwer leitet Kinder zu fantasievollen Tonarbeiten an. Sergio Vesely – Liedermacher aus Chile – untermalt das Geschehen mit Liedern für Groß und Klein auf Spanisch oder Deutsch. Darbietungen örtlicher Vereine bereichern das Programm. Der Markt dauert jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr.

„Bähnle” fährt wieder Die Karlsruher Schlossgartenbahn, das besonders bei Kindern beliebte „Bähnle”, fährt seit letztem Wochenende samstags von 13 bis 19 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 19 Uhr. Blickfang ist die 1939 gebaute Dampflok „Greif”, sie fährt an Sonn- und Feiertagen. Vom 3. Juni bis einschließlich 30. September verkehrt der Zug, mit der roten Diesellok bespannt, dann zusätzlich auch montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr. Bei schlechtem Wetter finden allerdings keine Fahrten statt. Erwachsene zahlen für eine Fahrt 2,40 Euro und Kinder 1,50 Euro, bei Dampfbetrieb wird ein Zuschlag von einem Euro erhoben. Die Strecke durch Karlsruhes grüne Lunge wurde 1967 anlässlich der Bundesgartenschau angelegt und wird seit 1988 durch die VBK betrieben. Sonderfahrten können täglich arrangiert werden. Informationen und Anmeldung gibt es unter Telefon 61 07-58 85. -mü-

kehrsteilnehmer insgesamt zu minimieren“, so der OB. Eine Aufgabe, die nicht immer leicht sei, weil über das Jahr noch nicht bekannte Maßnahmen privater Bauherren hinzukommen könnten. OB Fenrich unterstrich die Bereitschaft und die Notwendigkeit, die Maßnahmen rechtzeitig und offen zu kommunizieren – auch um bei den Verkehrsteilnehmern um Akzeptanz zu werben und das Verständnis für die Notwendigkeit der einzelnen Vorhaben zu fördern. -bw-

In der letzten Woche legte die Vollversammlung der Industrie- und Handwerkskammer (IHK) Karlsruhe als oberstes Gremium der regionalen Wirtschaft ihre zukünftigen Arbeitsschwerpunkte fest und verabschiedete einen Forderungskatalog an die Landespolitik. Ein Schwerpunkt ist dabei der Aufbau einer „Modellregion Energie“. „Mit dem KIT als europäisches Forschungszentrum für Energie, mit den vielen HightechUnternehmen, mit dem Praxiswissen und mit der EnBW als Karlsruher Unternehmen“ sieht Präsident Bernd Bechtold „seine IHK“ als federführend für alle zwölf Kammern im Land und damit „als ersten Ansprechpartner für die Landesregierung“. Zudem verstehe sich die IHK als Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Gemeinsam mit der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) findet im Herbst ein Energiekongress statt“, kündigte Bechtold an. Die Wissenschaft und ihre Energieforschung, Praxisbeispiele von Unternehmen über Energiemanagement, Strategien von Stadtwerken und Energieversorgern, Energieinitiativen von Kommunen, all das werde auf dem Kongress vorgestellt. Ein weiteres IHK-Thema bleibt die Infrastruktur. Schwerpunkte sind der Bau des Rastatter Tunnels, der Autobahnund Schienenanschluss des Flughafens, der Bau der zweiten Rheinbrücke sowie der Nordtangente. Daneben müsse „die IT-Region Nummer eins in Deutschland auch bei flächendeckenden schnellen Datennetzen die Nummer eins sein“. -fis-

BEGRÜSST DEN FRÜHLING: Die Durlacher Turmbergbahn ist wieder für Wanderer und Genießer der schönen Frühlingsaussicht startklar. Foto: VBK

Turmbergbahn fährt Tal- und Bergstation in neuer Optik gestaltet Die Turmbergbahn in Durlach fährt wieder. Mittlerweile registrierten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) den hunderttausendsten Fahrgast. Für steigende Fahrgastzahlen sorgen auch der im März 2010 am Turmberg eröffnete Waldseilpark sowie die gut besuchten Veranstaltungen „Klingender Turmberg“ und „Klassik am Turm“. Im vergangenen Jahr haben die VBK die Berg- und Talstation der Turmbergbahn aufwändig saniert, beide Gebäude erhielten einen frischen Anstrich in sattem Rot. Die Innenräume wurden mit großflächigen Vitrinen ausgestattet, Fahrgäste können dort die Historie der Standseilbahn nachvollziehen. Bequeme Sitzbänke erleichtern das Warten auf die Bahn, und neue Beschriftungen und Beleuchtungen im Außenbereich sorgen für noch mehr Sicherheit. Außerdem hat die Stadt die in die Jahre gekommenen Sanitärräume der Bergstation saniert. Die Turmbergbahn befördert seit 1888 Fahrgäste umweltfreundlich auf den Durlacher Hausberg. Sie ist damit die älteste

in Betrieb befindliche Standseilbahn Deutschlands. Ursprünglich mit Wasserballast betrieben, wurde die Bahn mit der Elektrifizierung in den 1960er Jahren grundlegend modernisiert. Die Fahrgäste erreichen mit ihr bequem den Turmberg, ein schönes Wander- und Erholungsgebiet zwischen Schwarzwald und Kraichgau und können von der Aussichtsplattform den wunderbaren Blick auf Karlsruhe und die Rheinebene genießen. Während der dreiminütigen Fahrt legt die Turmbergbahn einen Höhenunterschied von gut 100 Metern zurück. Die erste Bergfahrt startet täglich um 10 Uhr, die letzte Rückfahrt findet um 20 Uhr statt. Die Bahn fährt viertelstündlich, bei Bedarf werden weitere Fahrten durchgeführt. Von der Straßenbahnhaltestelle „Durlach Turmberg“ fährt sonn- und feiertags zwischen 10.15 und 20.15 Uhr im Stundentakt ein Bus zur Talstation, sodass auch mobilitätseingeschränkte Personen auf den beliebten Aussichtspunkt fahren können. Infos unter www.kvv.de. -mü-


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StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 14 · 8. April 2011

Südtangente: Mit Ummarkierung wäre es nicht getan

Kein Testlauf auf drei Spuren „Pförtner“ vor der Ausfahrt Knielingen soll den Verkehr dosieren Auf der Südtangente soll an der derzeitigen Spuraufteilung zwischen der Rheinbrücke und der Ausfahrt Knielingen momentan nichts geändert werden. Von einer Testphase mit Ummarkierung der derzeit zwei Fahrspuren in drei Fahrspuren unter Einbeziehung von Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen nahmen die Mitglieder des gemeinderätlichen PlaDer Vorschlag, den „Knielinger Pförtner“ provisorisch für ein halbes Jahr zu öffnen, geht auf einen Antrag der SPDFraktion im Gemeinderat zurück. Nach Information und Diskussion im Planungsausschuss erklärte die Fraktion ihren Antrag für erledigt. Als „Pförtner“ wird die Stelle vor der Ausfahrt Knielingen bezeichnet, an der die von der Rheinbrücke kommenden drei Fahrstreifen auf zwei zusammengeführt werden. Funktion dieser Verengung ist, in den Hauptverkehrszeiten den auf die Südtangente zulaufenden Verkehr zu dosieren und über die Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen einen verkehrssicheren Ablauf an den späteren Ausfahrten zu gewährleisten. Dabei sind die Auf- und Abfahrten am Ölkreuz an der Südtangente wegen des Schwerlast- und Gefahrgutverkehrs der Raffinerien bewusst sehr lange angelegt – zumal hier eine Steigung zu über-

nungsausschusses Abstand. Das Gremium hatte sich in der letzten Woche in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Baubürgermeister Michael Obert mit den Rahmenbedingungen und gutachterlichen Erkenntnissen im Zusammenhang mit einer durchgehenden Dreispurigkeit der Bundesstraße 10 bis zur Ausfahrt von Knielingen befasst.

winden ist. Dies ermöglicht dem langsamen Schwerverkehr, auf langer Strecke auf Geschwindigkeit zu kommen, um sich dann gefahrlos in den fließenden Verkehr auf der B 10 einzufädeln. Die Straßenbaulast der B 10 wird in diesem Streckenabschnitt für die Bundesrepublik Deutschland vom Regierungspräsidium Karlsruhe wahrgenommen, welches keine Änderungen an den Spuren in Aussicht gestellt hat. Im Ausschuss hatte die Verwaltung ausgeführt, dass die Dreispurigkeit kostenintensive bauliche Änderungen unter Einbeziehung der Verzögerungs- bzw. Beschleunigungsstreifen erforderlich machen würden. Bereits 2006 hatte ein Ingenieurbüro ein Gutachten zur Machbarkeit einer durchgängigen Dreistreifigkeit angefertigt. Darin hatten die Verkehrsexperten unter anderem festgestellt, dass es bei der Ausfahrt Maxau mit einer Ummarkierung alleine nicht ge-

tan wäre. Zwischen Ölkreuz und Knielingen wären die Eingriffe zwar weniger problematisch, sofern man Teile der Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen in Anspruch nehmen würde. Die Zu- und Abfahrten würden dann allerdings, als Stopp-Stelle, ein sehr hohes Gefahrenpotenzial darstellen. Aus Sicherheitsgründen rät der Gutachter daher, insbesondere am Ölkreuz, von einer durchgängigen Dreistreifigkeit ab. Einen besseren Verkehrsfluss in Hauptverkehrszeiten verspricht sich die Stadt von der Verkehrinformationsanlage. Für die Installation der dynamischen Verkehrsinformation sind 2012 im Haushalt der Stadt Karlsruhe Mittel eingestellt worden. Mit geeigneten und rechtzeitigen Informationen sollen Autofahrerinnen und Autofahrer, insbesondere Pendler, auf kritische Verkehrssituationen wie Staus, Unfälle oder auch Baustellen reagieren können.  -rie-

DEN TIVOLIPLATZ TANGIEREN ZWEI BEBAUUNGSPLÄNE: Zum einen soll am Bahndamm (im Bild hinten) ein Gebäude mit Studentenwohnungen entstehen. Zum anderen geht es um die Zukunft der benachbarten Kleingartenanlage.

Radstraße verlängert

Gute Gestaltung über Wettbewerbe

Pläne sollen das Wohnen stärken

Gärteln und Sporteln?

Vorrang für Radler entschärfte frühere Konflikte

Am Tivoliplatz ist ein Neubau mit Wohnungen für Studentinnen und Studenten, Supermarkt sowie eventuell Büros geplant. Das von Haug & Schmidtler entworfene Gebäude am Bahndamm ist das Ergebnis eines Planungswettbewerbs, den die Artekt GmbH & Co KG als Bauherr unter vier Büros durchgeführt hatte. Der Planungsausschuss hob die Bereitschaft des Bauherrn, einen Planungswettbewerb durchzuführen, hervor, und nahm die Empfehlung der Preisrichter positiv zur Kenntnis. Diese lobten die klare Gliederung der Ansicht zum Tivoliplatz. Mit dem Erd- und Zwischengeschoss sowie den für Studentenwohnen vorgesehenen oberen Geschossen – in U-Form mit offenem Innenhof – sei das Gebäude gut in den Stadtraum eingebunden. Auch die Schulstiftung der Evangelischen Landesstiftung hat für ihr Schulprojekt über eine Mehrfachbeauftragung eine gute gestalterische Lösung gefunden. Hier geht es um die evangelische Grundschule, die ab Herbst 2012 in der Sengestraße mit der Grundschule, einer Mensa mit „untergeschobener“ Sporthalle und später auch einer Realschule eine endgültige Bleibe bekommt. Die Wahl unter den sechs beauftragten Büros fiel auf die Stuttgarter Architekten Wulf & Partner.  -rie-

Die westliche Innenstadt soll eine gute Wohnadresse bleiben, ja sogar einen neuen Wohn-Charme entwickeln. Diesem Ziel dient ein Bebauungsplan, für den der Planungsausschuss vergangene Woche in öffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert den Aufstellungsbeschluss fasste. Im Areal zwischen Leopold-, Karl- und Douglasstraße sowie Akademie- und Stephanienstraße will die Stadt das bisher in den Rückgebäuden unzulässige Wohnen ermöglichen, um den Wohnstandort zu stärken. Verhindert werden sollen dagegen weitere Bordelle. Denn insbesondere in der westlichen Kaiserstraße siedeln sich zunehmend Bordelle oder bordellartige Betriebe an. Wo diese vermehrt anzutreffen sind, mindert dies die Wohnqualität, zudem besteht die Gefahr, dass weitere seriöse Nutzungen verdrängt werden. Auch ein weiterer Aufstellungsbeschluss, den der Ausschuss einstimmig fasste, thematisiert das Wohnen. Um die Innenbereiche von Karlsruhe und Durlach als attraktive Wohnstandorte mit verträglichem Nebeneinander von typischen Innenstadtfunktionen zu erhalten, geht es hier speziell darum, bei Vergnügungsstätten und insbesondere Spielhallen steuernd einzugreifen. Derzeit sind im Innenstadtbereich 31 und im übrigen Stadtgebiet weitere 31 Spielhallen genehmigt. Zusätzliche Anträge auf Umnutzung von Discotheken und einer Gaststätte in Spielhallen liegen vor. Die Erfahrung ist, dass die Häufung von Vergnügungsstätten dazu führt, dass gehobene Nutzungen des Handels sowie Dienstleistungen zurückgehen. Der Bebauungsplan soll über inhaltliche Festsetzungen dazu beitragen, dass wohnverträgliche Nutzungen nicht gefährdet sind. Der Verödung der Innenstadt soll entgegen gewirkt werden. Ohne Diskussion stimmte der Planungsausschuss zudem für einen Plan, der die Bereiche am östlichen Ostring zwischen Haid-und-Neu-Straße und Mannheimer Straße betrifft. Der Streifen diente ursprünglich der Erwerbsgärtnerei. Heute finden sich hier auch ein Wohngebäude, ein Landschaftsbetrieb, ein Steinmetzbetrieb oder auch ein Handel mit Terrakotta und Gartenzubehör. Die Intention ist, für das Areal künftig exakte Baubereiche und begrünte Flächen zu definieren. -rie-

Diskussion zum Plan Stuttgarter und Zimmerstraße

Gute Erfahrungen hat die Stadt mit der Fahrradstraße in der Sophienstraße zwischen Herder- und Scheffelstraße gemacht. In ihr genießen Radler Vorrang, der Autoverkehr darf „mitrollen“. Diese Woche wurde die Fahrradstraße verlängert. Sie geht nun im Westen bis zum Entenfang und im Osten bis zur NottinghamAnlage. Radfahrer, die riskant überholt werden, bedrängte Fußgänger und verunsicherte Autofahrer – früher war dies in der Sophienstraße an der Tagesordnung. Mit der Einführung der Fahrradstraße vor zwei Jahren haben sich die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern weitgehend entschärft. Dazu beigetragen hat, dass die Regeln nun klarer sind. Die Autofahrer wissen, dass sie auf der Straße mit Radverkehr rechnen müssen – und die Fußgänger haben ihren Gehweg für sich. Früher waren auch viele Radler unsicher, wo sie fahren sollen: In der Tempo 30-Zone oder auf dem Gehweg, der ihnen als so genannter „anderer Radweg“ auch erlaubt war. Die Sophienstraße ist Bestandteil des Haupt­ rad­routennetzes. Die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer hat sich in der Fahrradstraße stetig erhöht. -rie-

Freie Fahrt: In der Sophienstraße haben Radler Vorrang. Foto: Müller-Gmelin

Womit sich Teenager beschäftigen Dritte Jugendfilmtage thematisieren Sex und Liebe / 850 Schüler dabei Die Abkürzung „LOL” steht beim Chatten nicht nur für „Laughing Out Loud” (lautes Lachen), sondern sie ist auch der Spitzname der 15-jährigen Lola. Aber so richtig zum Lachen ist ihr nicht, denn sie hat Ärger mit ihrem Freund. Die französische Teenie-Romanze und der Film „Kebab-Connection“ um den Türken Ibrahim, der einen deutschen Kung-Fu-Film drehen will, waren die „Hingucker“ während der dritten Karlsruher Jugendfilmtage im Filmpalast am ZKM. Rund 1100 Mädchen und Jungen der siebten bis zehnten Klassen aller Schulen im Stadtund Landkreis beschäftigten sich zwei Tage lang mit Themen, die sie bewegen: Sexualität, Liebe, Freundschaft, Schwangerschaft sowie Aids. Vor und nach den

Aufführungen gab es im Kino-Foyer Präsentationen der beteiligten Organisationen wie etwa der Aids-Hilfe, Allerleirauh, Caritas, Diakonie, Pro Familia oder städtischem Kinderbüro. Spaß machten den Jugendlichen vor allem die Mitmachaktionen – und das, obwohl so mancher Scheu und Schüchternheit überwinden musste. Schnell wollten vor allem Jungs die Station Baby-Simulator hinter sich bringen, bei dem es galt, eine Puppe zu wickeln und anschließend einen Parcours mit Kinderwagen zu absolvieren. Aber auch das „Sex-in-the-city“-Quiz und der KondomFührerschein forderten die Schülerinnen und Schüler in Theorie und Praxis heraus. Trotz aller Freizügigkeit seien Geschlechtskrankheiten, HIV-Infektion oder

ungewollte Schwangerschaften noch immer Tabu-Themen, ging es Dr. Ulrich Wagner vom Karlsruher Landratsamt darum, mit den Jugendfilmtagen Impulse zur Aufklärung zu geben und die Lehrkräfte anzuregen, „diese Themen im Unterricht aufzugreifen und zu vertiefen.“ Auch die Stadt unterstütze „diese Art der Starthilfe für Jugendliche gerne“, versicherte Bürgermeister Klaus Stapf, der sich am Dienstagvormittag ebenfalls Zeit genommen hatte. „In den großen Kontext Prävention“ ordnete der Erste Landesbeamte am Landratsamt, Knut Bühler, derlei Veranstaltungen ein. Sie stellten Weichen, damit sich Jugendliche auf allen Ebenen, psychisch wie physisch gesund entwickeln könnten.  -maf-

Jubiläumsjahr der Führungsakademie

ERSTE BÜRGERMEISTERIN Mergen (Mitte) begrüßte die Teilnehmenden des 19. Lehrgangs der Führungsakademie des Landes im Bürgersaal. Fotos (3): Fränkle

Vor 25 Jahren nahm die Führungsakademie des Landes in Räumlichkeiten der Stadt, im Haus Solms, ihre Tätigkeit auf. Die Gründung der Akademie geht zurück auf Vorschläge der Kommission „Neue Führungsstruktur Baden-Württemberg“, die Ministerpräsident Lothar Späth 1984 einberufen hatte und die einen Bedarf für eine ressort- und fachübergreifende Qualifizierung von Führungskräften feststellte. Die Zulassung zur Führungsakademie blieb aber nicht nur auf die Beschäftigten des Landes beschränkt. Bislang haben­ 465 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lehrgang absolviert oder befinden sich gerade im Programm, darunter 120 Personen von den Kommunen, der Wirtschaft, aus Kirchen, anderen Verwaltungen und aus dem Ausland. Von der Stadt nahmen bislang zehn Führungskräfte teil, darunter EB Margret Mergen, heute Mitglied im Kuratorium der Führungsakademie. Sie begrüßte am Montag den 19. Führungslehrgang bei einem Besuch im Rathaus. Zur Jubiläumsveranstaltung am 15. Juli im Karlsruher Schloss wird auch der neue baden-württembergische Ministerpräsident erwartet. -fis-

Es war zwar „nur“ der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Und dieser war auch für das Areal an der Zimmerstraße unstrittig, soll der Plan doch das Ergebnis des Wettbewerbs „Neubau Hauptfeuerwache und Leitstelle“ abbilden. Eine größere Diskussion löste letzte Woche im Planungsausschuss allerdings der zweite Aspekt des Planes aus, die Fläche südlich der Stuttgarter Straße. Hier geht es um die Kleingartenanlage und deren Zukunft sowie Überlegungen, für den Sportverein ESG Frankonia, bisherige Kleingartenflächen in Anspruch zu nehmen. Mehrheitlich stimmte der Ausschuss in öffentlicher Sitzung dafür, mit dem Aufstellungsbeschluss den Weg für den Plan „Stuttgarter und Zimmerstraße“ zu ebnen. SPD-Stadtrat Michael Zeh kritisierte das erneute Verfahren zum Kleingarten-Areal, schließlich gebe es bereits einen älteren Aufstellungsbeschluss, der auch das Ziel hatte, die Kleingartenanlage zu ordnen und zu sichern. Zeh: „Die Kleingärtner wollen endlich eine Dauerlösung.“ „Bei der Feuerwache haben wir Zeitdruck“, so Bürgermeister Michael Obert, das sei Garant dafür, dass es für die Kleingärten über den gemeinsamen

Plan vorwärts geht. Auch die Grünen stimmten – bei Enthaltung von Stadträtin Anne Segor – gegen die Einbeziehung der Kleingärten. Denn noch vor einem Planverfahren müsse ein breit angelegter Bürgerbeteiligungsprozess laufen, betonte Stadträtin Bettina Lisbach, „sonst gibt es in der Südstadt einen großen Aufschrei“. Die zudem von FW-Stadtrat Jürgen Wenzel und KAL-Stadtrat Lüppo Cramer angemahnte Bürgerbeteiligung sicherte Obert im Planverfahren zu. Seit 30 Jahren hätten die Schrebergärtner keinen Anspruch auf ihre Fläche, von Jahr zu Jahr werde neu genehmigt, sah Cramer für die unansehnliche Anlage dringenden Handlungsbedarf. Hinzu komme die Altlastenproblematik. Als künftigen Heimatverein der alten und neuen Südstadt sah FDP-Stadträtin Rita Fromm die ESG Frankonia. CDUStadtrat Tilmann Pfannkuch sprach sich für den Plan aus, wobei er sicher sein wollte, dass der Verein ausreichend Platz hat. Denn die ESG, die sich noch nicht endgültig entschieden hat, solle neben der Tennisanlage, die südlich der Stuttgarter Straße weichen muss, weitere Vereinsanlagen verlagern können.  -rie-

Fürstengattinnen und Günther Klotz

Lebensgrundlagen

Gleich zwei Führungen bieten die historischen Museen der Stadt Karlsruhe am Sonntag, 10. April, um 15 Uhr an. „Die Frauen an der Seite der badischen Kurfürsten“ ist der Rundgang durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum überschrieben, zu der Anne Zerban-Stihler Gäste im Prinz-Max-Palais, Karlstraße 10, erwartet. Der Eintritt ist frei. Die Leiterin des Durlacher Pfinzgaumuseums in der Karlsburg, Pfinztalstraße 9, Dr. Anke Mührenberg, erwartet zur gleichen Zeit Besucherinnen und Besucher, die sich die alte Markgrafenstadt in Bildern ansehen möchten. Bei der Ausstellung „Guck mal 5“, sind erstmals neben Schwarz-Weiß-Fotos auch Bilder aus einer jüngst ins Eigentum des Stadtarchivs übergegangenen Postkartensammlung zu sehen. Der Eintritt ins Museum beträgt einen Euro, ermäßigt 50 Cent. Die Fotoausstellung über das Wirken des großen Nachkriegsoberbürgermeisters Günther Klotz hat das Rathausfoyer verlassen und ist jetzt in der Erinnerungsstätte Ständehaus in der Stadtbibliothek, Ständehausstraße 2, zu sehen. Schlaglichtartig zeigen die Bilder wichtige Stationen seines Wirkens für die Stadt Karlsruhe. Ausstellungskuratorin ist Lisa Hauser. Sie führt am Dienstag, 12. April, um 18 Uhr durch die Schau. Eintritt frei.

Zwei Austellungen im Naturschutzzentrum Der Gartenrotschwanz hat vom Naturschutzbund (Nabu) den Titel „Vogel des Jahres 2011“ bekommen. Jedes Jahr benennt der Nabu einen Vogel und verbindet damit einen politischen Gedanken. So geht es beim Gartenrotschwanz darum, dass er dem Menschen in die Gärten der Städte gefolgt ist. Dort aber nimmt, wie auch an vielen anderen Stellen, die Vielfalt ab. So leben innerstädtisch immer weniger Insekten, welche eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Gartenrotschwanz und viele andere Vögel oder Tiere sind. Auch in seinem Überwinterungsgebiet, der Sahel-Zone, hat der Vogel des Jahres zunehmend Schwierigkeiten, an Futter zu kommen. Die Art droht aus Hungergründen zu verschwinden. In diesen Tagen aber kommen die Gartenrotschwänze aus ihren Winterquartieren nach Mitteleuropa zurück. Da passt es genau, dass das Naturschutzzentrum Rappenwört seit letzter Woche eine Doppel-Ausstellung veranstaltet. Einerseits zeigt es eine Schau des Nabu über den Vogel. Andererseits aber hat es eine Präsentation der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Würt-

temberg übernommen und zusammen mit dem Gartenbauamt, dem Liegenschaftsamt, dem Amt für Abfallwirtschaft und dem Bezirksverband der Gartenfreunde auf Karlsruher Verhältnisse „aufgepeppt“, wie der Chef des Naturschutzzentrums, Harald Dannenmayer, bei der Eröffnung sagte. Auf einem Rundweg vor dem Zentrum können Interessierte sehen, wie vielfältig gestaltete Gärten aussehen und damit Lebensgrundlage für zahlreiche auch gefährdete Tiere sein können, etwa mit einem Kräuterbeet oder einem schützenden Laubhaufen, in dem sich Igel vor Neugierigen verstecken können. Im Inneren des Zentrums präsentiert sich unter anderem der Hinterhofwettbewerb des Gartenbauamts. Bürgermeister Klaus Stapf hat mit seiner ehemaligen Hausgemeinschaft in der Innen­stadt auch schon einmal eine Auszeichnung erhalten. Das Abfall­w irt­ schaftsamt bietet seinen Kompost und seine Gartenerde an. Besucher können Fragen beantworten und unter hochgeklappter Tafel sehen, ob sie auch richtig liegen. Die Schau ist bei freiem Eintritt bis 11. September zu sehen.  -erg-


StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 14 · 8. April 2011 

III

25 Jahre Tschernobyl:

Die Katastrophe und ihre Folgen Zahlreiche Veranstaltungen

VOR 100 JAHREN ERÖFFNET: Das erste deutsche Mädchengymnasium bezog 1911 diesen Jugendstilbau in der Sophienstraße am Gutenbergplatz. Seither heißt es nach dem Dichter der Aufklärung Lessinggymnasium. Foto: Fränkle

Haus für erstes Mädchengymnasium Mit Festakt 100-jähriges Eröffnungsjubiläum des neuen Domizils gefeiert

Die Erinnerung an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren wachhalten möchte das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) mit der interaktiven Wanderausstellung „Menschen – Orte – Solidarität“. Sie ist von Sonntag, 10. April, bis Freitag, 15. April, im Ständehaus in der Ständehausstraße 2 zu sehen. Schirmherren sind der katholische Stadtdekan Hubert Streckert, und sein evangelischer Kollege Otto Vogel. Die Schau macht die Reaktorexplosion, deren Folgen und das heutige Leben in den betroffenen Regionen nachvollziehbar. Dabei zeigt sie auch Aspekte der Solidaritätsbewegung, die infolge von Tschernobyl europaweit entstanden sind. Gleichzeitig regt die Präsentation die Besucher dazu an, über den künftigen Umgang mit Umwelt- und Energieressourcen nachzudenken. Geöffnet hat die Schau am Sonntag von 11 bis 16 Uhr, an den anderen Tagen jeweils von 10 bis 19 Uhr. Bei der offiziellen Eröffnung am Montag, 11. April, um 19.30 Uhr stellt der IBBVorsitzende Matthias Tümpel auch die Zeitzeugen Nikolaj Bondar und Peter Djukow vor. Beide berichten während der Ausstellungswoche von ihren persönlichen Erfahrungen nach dem Gau. Bondar half als Mitglied eines Sonderbataillons, das Gebiet um den Reaktor zu evakuieren. Djukow begleitete die Hilfsprogramme für Tschernobylopfer. Schulklassen und andere Gruppen können die Zeitzeugen während der Ausstellungswoche treffen (Anfragen unter Telefon 56 22 69 oder per E-Mail an thomas@muellerschoen. info). Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen statt. So spielt das Kammerorchester des Karlsruher In­ stituts für Technologie in Gedenken an die Opfer der Reaktorkatastrophe am 10. April um 17 Uhr in der Stadtkirche am Marktplatz Sinfonien von Mozart und Schubert. Der Eintritt ist frei. Ein Vortrag im Ständehaus befasst sich am Dienstag, 12. April, um 19.30 mit der „Sackgasse Atomenergie“, am Mittwoch, 13. April, ist um 19 Uhr im Studio 3 im Passagenhof der Film „Tschernobyl – der atomare Schrecken“ zu sehen. Solidaritäts-Aktionen zur Reaktorkatastrophe präsentiert ein Diavortrag am Donnerstag, 14. April, um 19.30 Uhr im Ständehaus. Um die Frage „Atommüll – wohin“ geht es dort bei einer Diskussionsrunde einen Tag später um 19.30 Uhr. Weitere Infos im Internet unter www.ibb-d.de/tschernobyl.  -nil-

Vorverkauf für Zeltival beginnt

Früher als in den Vorjahren startet das Kulturzentrum Tollhaus in den Vor­verkauf für sein gut vierwöchiges Sommerspektakel Zeltival. Und obwohl erst knapp die Hälfte der Konzerte bisher feststehen, kann sich die „Ausbeute“ sehen und hören lassen. Sind doch große Namen wie Al Jarreau, Suzanne Vega oder die verbliebenen Stars des Buena Vista Social Clubs mit der großen kubanischen Diva Omara Portuondo (unser Foto), gute alte Bekannte wie Gerhard Polt und die Biermösl Blosn oder Helge Schneider, Hannes Wader und Kon­ stantin Wecker mit im Boot. Dazu erfüllt sich mit dem ersten Karlsruhe-Gastspiel der amerikanischen Punk- und Rockmusikerin Patti Smith am 4. Juli ein lang gehegter Traum, nicht nur der Zeltival-Macher. Zum Dauerbrenner entwickelte sich in den vergangenen Zeltival-Jahren der Balkan-Disco-Großmeister Shantel mit seinem Bucovina Club Orkestar. Das

erstmalige Aufeinandertreffen der Königsformationen der Romakapellen Fanfare Ciocarlia und des Boban & Marko Markovic Orchestras zum Balkan Brass Battle bildet damit einen weiteren konsequenten Schritt in guter Zeltival-Tradition. Auch neue Bands wie die kongolesische Straßenformation Staff Benda Bilili, das norwegische Damenquartett Katzenjammer sowie Sam Beams Songwriterprojekt Iron & Wine, das nach hohen Chartplatzierungen und ausverkaufter Frühjahrstour durch Europa laut Tollhaus-Pressetext „zu Recht als amerikanische Band der Stunde gefeiert wird“, finden sich im Programm, das für die kommenden Wochen noch zahlreiche Neuentdeckungen und Überraschungen verspricht. Wer Anfang Juli das Zeltival 2011 eröffnen wird, ist noch in der Planung, dass Staff Benda Bilili es am 9. August beendet, steht hingegen fest. Tickets und nähere Infos gibt es im Internet unter www.zeltival.de.  -red-

Das Lessinggymnasium am Gutenbergplatz feiert in diesem Jahr das 100. Eröffnungsjubiläum und 50 Jahre Erweiterungsbau. Außerdem hat es im vergangenen Jahr einen Neubau in Betrieb genommen. Dies alles war Anlass für die Schule, am Mittwochnachmittag einen Festakt mit vielen Gästen zu veranstalten, allen voran Erste Bürgermeisterin Margret Mergen in Vertretung des erkrankten OB Heinz Fenrich und Schulbürgermeister Dr. Martin Lenz. Auch über den Besuch von Schulpräsident Dr. Werner Schnatterbeck freute sich Schulleiterin Sabine Schatte. „Lessing for ever“ freute sich der eigens für das Jubiläum aus Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrkräften gebildete Chor. Und wollte der Schule damit nicht nur eine gute Zukunft wünschen, sondern erinnerte auch an deren spezielle Geschichte. Denn der Bau des Jugendstilhauses war im Jahr 1911 notwendig ge-

worden, weil der Platz für das erste deutsche Mädchengymnasium zu klein geworden war. Schon 1825 hatten sich Karlsruhes Honoratioren mit dem Antrag auf die Einrichtung einer „Schule für Töchter gebildeter Stände in der Residenzstadt Karlsruhe“ zu befassen. Sie wurde schließlich 1827 in der Ritterstraße eröffnet und ging bereits 1839 in die Obhut der städtischen Verwaltung über. Knapp 50 Jahre später wurde die Schule geteilt in eine „Töchterschule“ und eine „Höhere Mädchenschule“, die das Haus nahe des Karlstors bezog, in dem noch heute das Fichtegymnasium untergebracht ist. 1893 beantragte der Verein für Frauenbildungs-Reform beim Stadtrat die Gründung eines Mädchengymnasiums. Der Verein um Hedwig Johanna Kettler erhielt von der Stadt dafür Unterrichtsräume in der Waldstraße 83. Das erste deutsche Mädchengymnasium konnte mit 22

Schülerinnen seine Arbeit aufnehmen. Bei der Eröffnungsrede postulierte Hedwig Johanna Kettler die Forderung, dass Frauen ihre geistigen Fähigkeiten so entwickeln können müssten wie Männer. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe spielten beim Festakt Szenen, wie sie sich das Familienleben zu drei Zeitpunkten in der Geschichte des Lessinggymnasiums vorstellen. So fand es der Vater des Jahres 1911 als unpassend, dass seine Tochter aufs Gymnasium gehen sollte, erlaubte es ihr aber schließlich doch. Der Sohn des Jahres 1970 war Hippie und hatte im Gegensatz zu seiner Schwester „keinen Bock auf Schule“, obwohl kurz bevor stand, dass auch Jungen diese Schule besuchen konnten – ab 1973. Das Mädchen von 2011 wird von seinem Bruder und von Mutter und Großmutter, beide erfolgreiche Anwältinnen, davon überzeugt, auf der Schule zu bleiben. -erg-

OB zum Tod von Frithjof Kessel (SPD)

Cordula Kehrer ist Kulturstipendiatin

Geldspritze für die Tagung

...und in Zukunft?

Der ehemalige SPD-Stadtrat Frithjof Kessel ist gestorben. In einem Kondolenzschreiben an die Witwe des Verstorbenen nennt OB Heinz Fenrich den Kommunalpolitiker und Pädagogen einen „profilierten Mann der Tat“, der mit hohem persönlichem Einsatz die Stadtpolitik maßgeblich mitgestaltet habe. Frithjof Kessel gehörte 28 Jahre dem Gemeinderat Karlsruhes an, zwei Jahre war er Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Außerdem war er Geschäftsführer der von ihm initiierten Händelgesellschaft Karlsruhe sowie Vorsitzender der Geschichtswerkstatt der Bürgergemeinschaft Rüppurr. Ganz besonders habe sich Kessel dem kulturellen Leben und dem Schulwesen verschrieben, dem er viele Impulse gab, heißt es weiter in dem OB-Brief. Fenrich: „Seine Leidenschaft für kulturpolitische Anliegen wurden besonders im Ringen um das ZKM spürbar.“ Ausdauer, Zähigkeit und Festigkeit seien wesentliche Charaktermerkmale von Kessel gewesen, die sich hier außerordentlich bewährt hätten.

Die Nachwuchsdesignerin Cordula Kehrer ist städtische Kulturstipendiatin 2010. 1981 in Ulm geboren, studierte sie von 2001 bis 2008 Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung (HfG). Die Künstlerin lebt und arbeitet in der Fächerstadt und belegte mit ihren „Bow Bin“-Papierkörben aus gebrauchten Eimern und Flechtwerk den dritten Platz des Recycling-Design-Wettbewerbs, der sich mit Ressourcenschonung und CO²Reduzierung im Design auseinandersetzt. Karlsruhe lobt den mit 20 000 Euro dotierten Förderpreis seit 2008 aus. Mit der Auszeichnung, die in wechselndem Turnus an Absolventinnen und Absolventen der Musikhochschule, der Kunstakademie und der Hochschule für Gestaltung geht, will sie junge Kreative nach ihrer Ausbildung in Karlsruhe halten und ihnen eine finanzielle Perspektive geben. Kulturbürgermeister Wolfram Jäger übergibt den Scheck am Mittwoch, 13. April, um 11 Uhr im Rahmen der HfG-Semester­ eröffnung an Cordula Kehrer.

Einen Scheck über 5 300 Euro für die „Frauenperspektiven“ überreichte Gabriele Kellermann, Vorstandsmitglied der BBBank, am Dienstag Bürgermeister Wolf­ ram Jäger und Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Mit dem Geld aus Erträgen des Gewinnsparvereins Südwest wurden der Druck der Kommunikationsmedien sowie Unterbringungskosten für die aus mehreren europäischen Ländern anreisenden Referentinnen der hochkarätigen Konferenz finanziert. „Das Kulturamt hatte die Bank um Unterstützung gebeten und sich über die schnelle Anwort gefreut“, dankte Dr. Asche. „Als Frau im Vorstand hat mich das Thema einer kritischen Standortbestimmung der heutigen Situation der Frauen sofort angesprungen“, bekannt Kellermann. Auch volkswirtschaftlich sei es wichtig. Europaweit sei mittlerweile jede dritte Führungsposition durch eine Frau besetzt. So gebe es in der BBBank auf der zweiten Führungsebene bereits rund 30 Frauen und leiteten etwa 45 Prozent Filialdirektionen.  -cal-

Hochkarätige Konferenz „Frauenperspektiven“

EINEN SCHECK übergab Gabriele Keller­ mann, BBBank.  Foto: Müller-Gmelin

Im „Ich-kann-was“-Land Projekt der „Mobis“ beteiligt Kinder am Schulalltag

ZUM ABSCHLUSS DER PROJEKTWOCHE schmetterten die Mädchen und Jungen der Weinbrennerschule in der Kriegsstraße gemeinsam ihr neues Schullied.  Foto: StJA

Schulalltag ist für Kinder gemeinhin kein Abenteuer – diesen Begriff verbinden sie eher mit Spiel und Freizeit. Aber Schule kann zum Abenteuer werden – und zwar dann, wenn die Mobile Spielaktion des Stadtjugendausschusses kommt und zeigt wie es geht. Eine Woche lang drehte sich bei den 200 Schülerinnen und Schülern der Weinbrennerschule während des Projekts „Abenteuer Schule“ alles um Beteiligung und Mitsprache. Statt normalen Unterrichts in Klassenverbänden gab es spannende Expeditionen in fremde Länder, statt eines straffen Stundenplans ein individuelles Abenteuer-Tagebuch. Die Mädchen und Jungen erforschten mittels Phantasie-Landkarte die „Insel der Zukunft“, definierten im „Land der Schriften“ gemeinsam Regeln für das Zusammenleben in der Schule, texteten im „Land der Töne“ weitere Strophen für das Schullied, tankten Selbstbewusstsein im „Ich-kann-was“-Land, erholten sich in der „Oase der Ruhe“ oder entwarfen und gestalteten im „Hier-bin-ich“-Land bunte Schul-T-Shirts. Und weil forsche Forscher auch mal hungrig sind, bereiteten sie im „Land des guten Geschmacks“ mit tatkräftiger Unterstützung einiger Eltern das Essen selbst zu. Als „absoluten Gewinn“ bezeichnete Schulrektorin Angela Schulz

die Erfahrungen und Ideen der „Mobis“, mit deren Hilfe sie zum vierten Mal erfolgreich daran arbeitete, „das Leben in der Schule noch lebendiger zu machen“. Derlei Projekte seien prädestiniert, Kindern die Freude am Lernen zu erhalten, betonte Schulz bei der Präsentation der Ergebnisse am vergangenen Freitag. Und sie trügen dazu bei, dass sich ihre Schützlinge „an der Schule zuhause fühlen“. Die intensive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist nicht nur der Politik ein Anliegen – immerhin hat der Gemeinderat im November einstimmig ein entsprechendes Konzept verabschiedet – sie gehöre wie selbstverständlich auch zum Grundverständnis pädagogischer Arbeit beim Stadtjugendausschuss, betonte dessen Geschäftsführer Klaus Pistorius. Faktoren wie Mitsprache und der Glaube daran, etwas aus eigener Kraft bewirken zu können, seien „Kapital“ für die Entwicklung der Persönlichkeit. Dabei ist Partizipation für den Leiter der Mobilen Spielaktion, Ralf Birkner, und sein Team eine ernste Angelegenheit. Wenn ein solcher Prozess angestoßen werde, „muss man am Ende mit den Konsequenzen auch umgehen können“, die Ergebnisse aufgreifen und in den Schulalltag integrieren, forderte Birkner.  -maf-

Seit 20 Jahren richtet die Stadt Karlsruhe die „Frauenperspektiven“ aus. Anlass nach zwei Jahrzehnten nicht nur ein Resümee zu ziehen, sondern auch kritisch zu fragen, wie es weitergehen soll. Das passiert nun von Freitag, 15., bis Sonntag, 17. April, mit einer hochkarätigen Konferenz für Frauen und Männer im ZKM. Hatte der Schwerpunkt des Festivals in den letzten Jahren auf der Situation der Frauen in außereuropäischen Kulturen gelegen, zuletzt sehr erfolgreich auf der im Iran, so soll nun der Blick auf Westeuropa zurück gelenkt werden. Dabei treffen drei Generationen aufeinander und spielt die Meinung junger Frauen eine wichtige Rolle. Eröffnet wird die Konferenz am Freitag um 17 Uhr mit Klaviermusik von Prof. Sontraud Speidel und Lisa Wang, elektronischen Klängen von Ute Reisner, einem Kabarett zur Geschichte der Frauenbewegung sowie Vorträgen, Grußworten und einer Podiums-

diskussion. Es sprechen Prof. Dr. Ute Gerhard über 100 Jahre Frauenbewegung und Dr. Margarete Maurer über Feminismus als Werkzeug der Naturwissenschaft. Anschließend diskutieren Halina Bendkowski, Junior-Prof. Dr. Ulrike Lembke, Prof. Bascha Mika und Hilal Sezgin über Feminismus in Kultur, Recht und Politik. Am Samstag, 14 Uhr, entwickeln bei einem weiteren Podium Veronika Dreier, Camille Morineau, Marianne Pitzen und Behnaz Vassighi Visionen für die Zukunft. Um 17.30 Uhr werden mit Sonja Eismann, Müjde Karaca-Tog˘ mus, Solveig Klaßen und Stephanie Müller Positionen der jungen Generation deutlich. Das Fazit der Tagung ziehen am Sonntag, 11 Uhr, Anja Casser, Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Petra von Olschowski, Christiane Riedel, Sabine Schirra und Dr. Susanne Asche. Das umfangreiche Gesamtprogramm findet sich im Internet unter der Adresse www. karlsruhe.de/frauenperspektiven. -cal-

KulturKompakt · KulturKompakt „Blickwinkel“ heißt eine Ausstellung in der Orgelfabrik Durlach. Als eine „Selbstortung zur Naturwahrnehmung“ stellen Gabriele Goerke, Barbara Jäger, OMI Risterer und Sandro Vadim bis 10. April Malerei und Skulpturen aus. Götz Alsmanns Herrenband kommt als eine Lesung mit Musik und gewagten Bildern am 10. April ins Tollhaus. Ab 19.30

WIRTSCHAFTSKRIMI als Karlsruher Musi­cal: „Big Money“ am 8. und 15. April (20 Uhr) im Staatstheater.  Foto: BST

Uhr präsentiert der Münsteraner Entertainer Höhepunkte bundesdeutscher Herrenmagazin-Kultur mit sündig exotischen Rhythmen. Auch für Damen. Benny Goodman war der Superstar der Swing-Ära. Die Musik des brillanten Klarinettisten ist am 11. April ab 20.30 Uhr in den Classic-Reihe des Jazzclubs in der Durlacher Allee 64 zu hören. Die Literarische Gesellschaft feiert am Sonntag, 17. April, ab 19 Uhr im Tollhaus den 60. Geburtstag des Kölner BAP-Sängers Wolfgang Niedecken. Das ZKM zeigt im Medienmuseum bis zum 15. Mai Arbeiten des deutschen Video-Pioniers Edmund Kuppel. Seine Werke der letzten 40 Jahre greifen die mediale Entwicklung des 20. Jahrhunderts auf. „Robert Curjel & Karl Moser. Ein Karlsruher Architekturbüro auf dem Weg in die Moderne“ heißt eine neue Ausstellung, die vom 9. April bis 3. Juli in der Städtischen Galerie zu sehen ist. Die Architekten realisierten um 1900 in Deutschland und der Schweiz Gebäude, die das Lebensgefühl der Epoche zwischen Gründerzeit, Lebensreform und einer neuen Sachlichkeit ausdrückten. Am 10. April um 15 Uhr gibt es erstmals eine Führung durch die Schau. Weitere Führungen am 13. April um 18 Uhr, am 14. April um 12.15 Uhr sowie am 15. April um 15 Uhr mit Kurator Dr. Gerhard Kabierske. -Lä-


IV

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

65. Jahrgang · Nr. 14 · 8. April 2011

StadtZeitung

Stadt Karlsruhe

Stadt Karlsruhe · Öffentliche Ausschreibungen

Liegenschaftsamt

Vergabe von Bauplätzen

Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen

Tiefbauamt Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6622 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Bereich Straßenwesen: ID: 11 14 66 01 Deckenerneuerung Ettlinger Straße und Neubau einer Zufahrt zur Tiefgarage Hinterm Hauptbahnhof Asphalt fräsen 2 800 m² Asphaltbinder AC 16 BS einbauen 3 650 m² Asphaltdeckschicht AC 11 DS einbauen 3 650 m² Entwässerungsrohrleitung DN 400 verlegen 100 m Bordsteine versetzen 160 m Rinnenplatten ausbauen und neu verlegen 1 225 m Ausführungszeit: 16. Mai bis 17. Juni 2011 Submission: 2. Mai 2011, 10 Uhr Unkostenbeitrag: 15 Euro ID: 11 14 66 02 Deckenerneuerung und neue Radwegführung in der Hertzstraße Asphalt herstellen 1 900 m² Pflasterflächen herstellen 200 m² Bordsteine setzen 130 m Rinnenplatten austauschen 500 m Entwässerungsleitung herstellen 50 m Schachtoberteile austauschen 5 Stück Straßenabläufe herstellen 10 Stück Ausführungszeit: 23. Mai bis 29. Juli 2011 Submission: 3. Mai 2011, 10 Uhr Unkostenbeitrag: 10 Euro Die Unterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks ab Montag, 11. April 2011, 10 bis 12 Uhr, beim Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 305, Telefon 0721/1336617, abgegeben oder übersandt. Ein Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgt nur gegen Vorauszahlung eines Portozuschlags von fünf Euro zu dem Abgabepreis der Ausschreibungsunterlagen. Der Unkostenbeitrag wird nicht erstattet. Den Ausschreibungsunterlagen liegt – je Baumaßnahme – eine CD-R bei, auf der die Leistungsverzeichnisse in vier verschiedenen digitalen Formaten enthalten sind. Nähere Informationen zu diesem Thema können unserem Infoblatt „CD-R statt DISKETTE“ entnommen werden, welches auf jeder CD-R enthalten ist. Die Datenträger werden kostenlos abgegeben. Bei Maßnahmen, für die keine Standardleistungstexte verfügbar sind, werden auch weiterhin keine Datenträger bereitgestellt. Zuständige

Planfeststellung beantragt Planfeststellungsverfahren nach den §§ 17 ff. Fernstraßengesetz (FStrG) in Verbingung mit den §§ 72 ff. Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG) Auf Veranlassung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde wird Folgendes bekannt gegeben: 1. Das Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständige Straßenbaubehörde hat die Feststellung des Planes für folgendes Bauvorhaben beantragt: Neubau der Bundesstraße B 10neu auf Gemarkung der Stadt Karlsruhe von der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bis zum bestehenden Anschluss der Raffineriestraße an die B 10 (Südtangente) und Neubau eines Anschlusses an die Dea-ScholvenStraße und die Esso-Straße einschließlich: – Verlegung von Dea-Scholven-Straße, Esso-Straße, Raffineriestraße, Zufahrt zum Pionierhafen und Zufahrt zu einem Industriebetrieb, – Neubau einer Rheinbrücke, – Neubau einer Brücke über die Zufahrt zum Pionierhafen, – Neubau einer Brücke über zwei Anschlussstellenrampen, – Neubau einer Brücke über die Alb, einen Gehund Radweg und ein Industriegleis, – Neubau einer Brücke über einen Wirtschaftsweg, – Anpassen der bestehenden Anschlussstelle Raffineriestraße (Ölkreuz), – Neubau und Verlegung von Wirtschaftswegen und Geh- und Radwegen, – Rekultivierung vorhandener Geh- und Radwege, – Herstellung von Versickerungsflächen zum Versickern von gesammeltem Straßenoberflächenwasser, – Breitflächige Ableitung und Versickerung von Straßenoberflächenwasser über das Bankett, – Anlage von landschaftspflegerischen Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen auf den Gemarkungen der Stadt Karlsruhe, der Gemeinde EggensteinLeopoldshafen und der Stadt Philippsburg-Huttenheim, – Einbau von Amphibienabweisern, – Errichtung einer Irritationsschutzwand, – Anlage von Stützmauern zur Sicherung von Hochspannungsmasten, – Sicherung und Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen, – Abbruch von Gebäuden. Es wird darauf hingewiesen, dass sich das Gesamtprojekt sowohl auf das Gebiet des Landes BadenWürttemberg als auch auf das Landesgebiet von Rheinland-Pfalz erstreckt. 2. Die Planunterlagen, die sowohl den baden-württembergischen Teilbereich und nachrichtlich auch den rheinland-pfälzischen Teilabschnitt umfassen, liegen in der Zeit vom 26. April 2011 bis einschließlich 25. Mai 2011 während der gesamten Dienststunden – im Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe, Lammstraße 7, 1. OG, Zimmer D 114, 76133 Karlsruhe, und auch im Rathaus der Ortsverwaltung Neureut, Neureuter Hauptstraße 256 bis 258, Bauamt, Zimmer 22, 76149 Karlsruhe, – im Rathaus der Stadt Philippsburg, Rote-Tor-Straße 6 bis 10, Bauamt, 1. OG im Flurbereich vor Zimmer 114, 76661 Philippsburg, – im Bürgermeisteramt Eggenstein-Leopoldshafen, Friedrichstraße 32, im Foyer des Bau- und Liegenschaftsamts, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, zur Einsicht aus. In Rheinland-Pfalz wird der Plan zeitgleich bei der Stadt Wörth und den Verbandsgemeinden Jockgrim und Rülzheim offen gelegt. Dort ist der baden-württembergische Teilbereich nachrichtlich beigefügt. Die Auslegung dient gleichzeitig der Unterrichtung und Beteiligung der Öffentlichkeit zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens, dessen Umweltverträglichkeit im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu prüfen ist. 3. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis einschließlich 8. Juni 2011 – beim Regierungspräsidium Karlsruhe (Referat 24), Dienstgebäude Markgrafenstraße 46, 76133 Karlsruhe, – beim Zentralen Juristischen Dienst der Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, 2. OG, Zimmer A 223, 76124 Karlsruhe, – beim Rathaus der Stadt Philippsburg, Rote-TorStraße 6 – 10, Bauamt, 1. OG, Zimmer 114, 76661 Philippsburg, – beim Bürgermeisteramt Eggenstein-Leopoldshafen, Friedrichstraße 32, OG 01/02, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, Einwendungen gegen den Plan erheben oder sich zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens äußern (Einwendungsfrist). Das Vorbringen muss so konkret sein, dass die Planfeststellungsbehörde erkennen kann, in welcher Hinsicht sie bestimmte Belange einer näheren Betrachtung unterziehen soll. Dazu muss zumindest in groben Zügen dargelegt werden, welche Beeinträchtigungen befürchtet werden, ohne dass dies allerdings näher begründet werden muss. Nach Ablauf der Frist eingegangene Einwendungen oder Äußerungen sind ausgeschlossen. Materielle Rechtspositionen gehen danach, auch für ein eventuelles gerichtliches Verfahren, verloren. Es wird gebeten, auf Einwendungsschreiben das Aktenzeichen „24-0513.2 (B 10/18)“ und die volle Anschrift des Einwenders/ der Einwenderin sowie Flurstücknummer(n) und Eigentümer der betroffenen Grundstücke anzugeben. Wollen mehrere Personen (zum Beispiel Inter-

Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Amt für Abfallwirtschaft Ottostraße 21, 76227 Karlsruhe Telefon 0721/133-7095 Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A Lieferung von Abrollbehältern Typ S Hakenlift nach DIN 30722 Das Amt für Abfallwirtschaft schreibt nachfolgende Lieferung gemäß VOL/A öffentlich aus: Los 1: 2 Stück Abrollbehälter Typ S Hakenlift nach DIN 30722, Deckel ca. 35 m³ Los 2: 3 Stück Abrollbehälter Typ S Hakenlift nach DIN 30722 ca. 10 m³ (Angebote können auch nur für ein Los abgegeben werden.) Ablauf der Angebotsfrist: 9. Mai 2011, 14 Uhr Zuschlagsfrist: 31. Mai 2011 Lieferung: schnellstmöglich Unkostenbeitrag: 5 Euro Die Ausschreibungsunterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks ab Montag, 11. April 2011, Ottostraße 21, Zimmer 007, Telefon 133-7095, abgegeben oder versandt.

Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe im Auftrag der KASIG mbH Öffentliche Ausschreibungen nach VOL/A ID: K 11 14 53 17 Ausschreibung-Nr. K17 – 11 Kombilösung Karlsruhe Umfahrungsgleise Lammstraße BA II und Gottesauer Platz BA I – Lieferung Oberbaustoffe Los 1: Lieferung Gleisbögen aus Rillenschienen ungebohrt ca. 526 m Lieferung Rillenschienen gebohrt mit Spurstangen ca. 536 m Los 2: Spannbetonschwellen Lis27W ca. 450 Stück Spannbetonschwellen Lis27 ca. 440 Stück Eine losweise Vergabe ist möglich. Ausführungszeitraum: ab Mitte Juli 2011 Unkostenbeitrag: 10 Euro Submission: 5. Mai 2011, 14 Uhr Die Zuschlagsfrist endet am 6. Juni 2011. Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bei der Bauabteilung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe

– ausdrücklich freibleibend – Die Stadt beabsichtigt, in den folgenden Stadtteilen zu vergeben: GmbH, Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe, Telefon 0721/6107-5305, Telefax 0721/6107-5399, anzufordern. Auskünfte werden erteilt durch unsere Bauleitung, Herrn Walter, Telefon 0721/6107-5307. Der angegebene Unkostenbeitrag ist nur per Verrechnungsscheck einzureichen. Die Verdingungsunterlagen werden dem Bewerber zugesandt. Die Unterlagen werden ab 11. April 2011 verschickt. Die Eröffnungstermine sind der Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zu entnehmen. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen vorzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 18 VOL/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte als das annehmbarste erscheint.

Gartenbauamt Lammstraße 7 a, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6714 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ID: 11 14 67 01 Durlach, Schloss-Schule – Schulhofsanierung (Landschaftsbauarbeiten DIN 18 320) Betonpflaster 47 m² Rasenflächen 330 m² Heckenpflanzung 80 m Zaun 102 m Tore 3 Stück Sitzelemente 11 Stück Spielgeräte 3 Stück Fertigstellungs- und Entwicklungspflege 2011 bis 2014 Ausführungszeit: 25. Juli bis 24. August 2011 Submission: 5. Mai 2011, 11 Uhr Ende Zuschlagsfrist: 4. Juni 2011 Unkostenbeitrag: 10 Euro bei Selbstabholung + 5 Euro Portozuschlag bei Postversand Jede Ausschreibung (Projekt) ist mit einem (1) separaten Verrechungsscheck anzufordern. Die Verdingungsunterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks (keine Barzahlung möglich) in der Zeit vom 8. April bis 15. April 2011 beim Gartenbauamt, Lammstraße 7 a, 1. OG, Zimmer E 125, abgegeben oder übersandt. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen nachzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 25 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte als das annehmbarste erscheint. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 bis 3, 76247 Karlsruhe.

Personal- und Organisationsamt Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-1732 oder -1730 Telefax 0721/133-1709 EU-weite Ausschreibung/ offenes Verfahren nach VOL/A Beschaffung (Kauf) von PC und TFT-Monitoren inklusive Garantieerweiterung und Services über einen Rahmenvertrag Der Rahmenvertrag ist die Grundlage für Teillieferungen und Einzelbestellungen während der gesamten Vertragslaufzeit. Die Lieferung erfolgt an verschiedene Dienststellen und Schulen der Stadt Karlsruhe. Mindestabnahmemenge von 2500 PC und 2250 TFT-Monitore. Maximale Abnahmemenge 2880 PC und 2590 TFT-Monitore gemäß Verdingungsunterlagen. Der Auftragnehmer hat Anspruch auf Abnahme der Mindestabnahmemenge. Die Rahmenvereinbarung soll mit einem Anbieter geschlossen werden (eine Aufteilung in Lose erfolgt nicht). Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung: Beginn: 1. September 2011 Ende: 28. Februar 2013 Unkostenbeitrag: 25 Euro – nur per Verrechnungsscheck – Ende der Bewerbungsfrist: 2. Mai 2011, 14 Uhr Einreichungstermin: 23. Mai 2011, 10 Uhr Zuschlags- und Bindefrist: 26. August 2011 Absendung der europaweiten Bekanntmachung an das Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften erfolgte am 7. April 2011. Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist beim Personal- und Organisationsamt, Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe, anzufordern (auch Zuschlag erteilende Stelle). Der Anforderung ist der angegebene Unkostenbeitrag für die Verdingungsunterlagen per Verrechnungsscheck beizufügen. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Die Verdingungsunterlagen werden dem Bewerber zugesandt. Für die Auftragsausführung sind Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Fachkunde sowie eine prozessorientierte kaufmännische Abwicklung mit Störungsmanagement gemäß vorgegebener Standards erforderlich. Dies wird in den Verdingungsunterlagen abgefragt und entsprechend bewertet. Zahlungsbedingungen: innerhalb 30 Tage netto Mit der Abgabe des Angebots unterliegt der Bieter den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote nach § 22 VOL/A-EG.

Die Stadt Karlsruhe stellt ein Das Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe sucht zum 1. Januar 2012 eine Führungskraft als

Bereichsleiterin/ Bereichsleiter für den Bereich Verkehr. Das Aufgabengebiet des Fachbereiches (zehn Personen) umfasst: Konzeptentwicklung, Entwurfsplanungen für alle Verkehrsarten einschließlich der Planungen für den ruhenden Verkehr, Verfassen von Fachbeiträgen zum Verkehrsmanagement, Verkehrserhebungen einschließlich Analyse des Verkehrsgeschehens, Beratung der anderen Bereiche des Stadtplanungsamtes bei Baugesuchen sowie die Mitarbeit bei Stadtteilrahmenplanungen und Stadterneuerungsprojekten. Im Vordergrund steht die Führung des Fachbereichs durch: – eine effiziente Aufgabenbearbeitung und -verteilung – Coaching/Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fachlicher Hinsicht und zur arbeitsökonomisch sinnvollen Bearbeitung der Aufgaben – Eigeninitiative zur Entwicklung von planerischen Konzepten und Projekten – Vermittlung der Arbeitsergebnisse innerhalb der Verwaltung und in der Öffentlichkeit – Förderung der fachübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb des Stadtplanungsamtes und der Stadtverwaltung Die Bewerberin/der Bewerber sollte sich auszeichnen durch: – Führungskompetenz und Führungserfahrung im Coaching von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Durchsetzungsfähigkeit bei Zielvereinbarungen essengemeinschaften) gleichförmige Einwendungen erheben, ist es zweckmäßig, wenn eine oder mehrere Personen als Vertreter benannt und dessen/deren Anschrift mitgeteilt wird. 4. Zugleich werden hiermit die vom Land anerkannten Naturschutzvereine sowie sonstige Vereinigungen, soweit diese sich für den Umweltschutz einsetzen und nach in anderen gesetzlichen Vorschriften zur Einlegung von Rechtsbehelfen in Umweltangelegenheiten vorgesehenen Verfahren anerkannt sind (Vereinigungen), von der Auslegung des Plans benachrichtigt und es wird ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Die in Nummer 3 bestimmte Äußerungsfrist gilt auch für die Vereinigungen. Nach Ablauf der Frist sind sie mit Einwendungen und Stellungnahmen ausgeschlossen. 5. Für das Anhörungsverfahren und die Entscheidung über den Antrag auf Planfeststellung ist das Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig. Als mögliche Entscheidungen kommen die Zulassung des Vorhabens – gegebenenfalls verbunden mit Schutzanordnungen und sonstigen Nebenbestimmungen – oder die Ablehnung des Antrags auf Planfeststellung in Betracht. 6. Neben dem Erläuterungsbericht und den üblichen Plänen zur Beschreibung des Straßenbauvorhabens wurden folgende Unterlagen über die Umweltauswirkungen des Vorhabens vom Antragsteller vorgelegt: Allgemeinverständliche Zusammenfassung gemäß § 6 UVPG (AVZ), Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), eine Umweltverträglichkeitsstudie, Ergebnisse schalltechnischer Untersuchungen und ein Luftschadstoffgutachten. 7. Die rechtzeitig erhobenen Einwendungen, Äußerungen und Stellungnahmen werden gegebenenfalls mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Vereinigungen, den Betroffenen sowie den Personen, die Einwendungen erhoben haben, in einem Termin mündlich erörtert, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird. Die Behörden, der Träger des Vorhabens, die Vereinigungen und diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, oder – bei

– umfangreiche Fachkompetenz und langjährige Berufserfahrung in der Verkehrsplanung mit Universitätsabschluss der Studienrichtungen Verkehrsplanung oder Raumplanung – überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft (Abendveranstaltungen etc.) – die Fähigkeit zum vorausschauenden Mitdenken bei allen Aufgaben des Stadtplanungsamtes – Erfahrungen in der verantwortlichen Projektleitung wären von Vorteil Die Stelle ist nach Entgeltgruppe E 15 TVöD bewertet. Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen unter Angabe der Kennziffer 610.0211 bis spätestens 13. Mai 2011 an: Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt 76124 Karlsruhe Für Fragen steht Ihnen Herr Fringes, Stadtplanungsamt, Telefon 0721/1336112, gerne zur Verfügung. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Das Schul- und Sportamt sucht zum 1. September 2011 eine

Medizinische Betreuungskraft für die Albschule – Teilzeit (68 Prozent) – Die Albschule ist eine Sonderschule an der zurzeit rund 180 geistig behinderte Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Gesucht wird eine medizinisch-pflegerische Fachkraft mit einer Ausbildung in der Krankenpflege, die auch über pädagogische Kompetenz verfügt. Sie erhalten eine Bezahlung auf der Basis von 26,75 Stunden/Woche. Da in den Ferien keine Arbeitsleistung zu erbringen ist, beträgt die tatsächliche Wochenarbeitsgleichförmigen Einwendungen – deren Vertreter, werden von diesem Termin gesondert benachrichtigt. Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können diese durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Teilnahme am Termin ist freigestellt. Bei Ausbleiben eines Beteiligten kann auch ohne ihn verhandelt werden. 8. Über die Einwendungen entscheidet die Planfeststellungsbehörde nach Abschluss des Anhörungsverfahrens. Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind. 9. Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt. 10. Durch die Beteiligung am Planfeststellungsverfahren entstehende Kosten (zum Beispiel Einsichtnahme in die Planunterlagen, Teilnahme am Erörterungstermin, Kosten der Beauftragung eines Bevollmächtigten) werden nicht erstattet. 11. Vom Beginn der Auslegung des Planes an treten Anbaubeschränkungen und eine Veränderungssperre entsprechend den straßenrechtlichen Bestimmungen in Kraft. Stadt Karlsruhe Zentraler Juristischer Dienst

Erlass einer Allgemeinverfügung Feuerbrandbekämpfung mit streptomycinhaltigen Mitteln wieder möglich Die Bekämpfung der gefährlichen Feuerbrandkrankheit des Kernobstes ist zusätzlich zu den bekannten Schnitt- und Rodemaßnahmen in 2011 wieder mit den streptomycinhaltigen Mitteln Strepto oder Firewall 17 WP möglich. Die Regierungspräsidien haben eine Allgemeinverfügung erlassen, in der unter anderem

zeit außerhalb der Ferien 32 Stunden. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website www.karlsruhe.de/ fb5/stellen/ Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Die Heimstiftung Karlsruhe ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit Einrichtungen in der Alten-, Jugendund Wohnungslosenhilfe. Das Seniorenzentrum Parkschlössle sucht ab sofort zur fachlich kompetenten und werteorientierten Pflege und Betreuung unserer pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren

Grünwettersbach und Palmbach – Ausschreibung 2/2011 – zwei Bauplätze für freistehende Einzelhäuser (364 m², 433 m²) und ein Bauplatz für Doppelhaushälfte (298 m²).

Neureut – Ausschreibung 3/2011– ein Bauplatz für Reihenendhaus (495 m²). Sowohl Kauf als auch Erbbaurecht ist möglich. Die Bebauung erfolgt nach Maßgabe der jeweiligen Bebauungspläne. Kaufpreis: 310 bis 350 Euro/m² zuzüglich Erschließungskosten und Kostenerstattungsbetrag für Ausgleichsmaßnahmen. Ansprechpartner: Palmbach: Frau Weber, Telefon 0721/133-2341; Grünwettersbach: Frau Hofmann, Telefon 0721/133-2360; Neureut: Herr Hofheinz, Telefon 0721/133-2323. Die Vergabe erfolgt gemäß städtischer Vergabekriterien. Bewerbungsfrist bis: 28. Mai 2011 Bewerbungsunterlagen mit detaillierten Informationen erhältlich: Rathaus am Marktplatz/Pforte; Ortsverwaltung Wettersbach; Ortsverwaltung Neureut; Liegenschaftsamt, Lammstraße 7 a, Zimmer E 309, 76133 Karlsruhe, oder auf unserer Internetseite: http://www.karlsruhe.de/bauen/wohnen/grundstuecke; E-Mail: liegenschaften@la.karlsruhe.de

Stadt Karlsruhe Liegenschaftsamt Die Stadt Karlsruhe verpachtet

Gärten – ausdrücklich freibleibend – 1. Stadtteil Durlach Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 63343, Los 9, mit ca. 115 m², Gewann „Säuterich“, Gemarkung Durlach. Teilweise eingezäunter, nicht angelegter Garten mit Brunnen. Keine Ablöse, es sind jedoch Ablagerungen zu entfernen. Es darf nur ein Geräteschuppen bis maximal 8 m³ errichtet werden. Jährlicher Pachtzins: ca. 14,38 Euro (ab 2013: 17,25 Euro). Lagebeschreibung: Der Garten befindet sich am Gartenweg zwischen Karpatenstraße 12 und 14 nach ca. 40 m auf der linken Seite und ist mit der Vergabenummer 1 gekennzeichnet. 2. Stadtteil Durlach Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 52202, Los 4, mit ca. 494 m², Gewann „Am vorderen weißen Rainle“, Gemarkung Durlach. Teilweise eingezäunter, nicht angelegter Garten mit renovierungsbedürftiger Gartenhütte. Ablösesumme: 80 Euro. Jährlicher Pachtzins: ca. 61,75 Euro (ab 2013: 74,10 Euro). Lagebeschreibung: Die Rittnertstraße in Richtung Stupferich fahren. Ab der Einmündung Jean-RitzertStraße dem Asphaltweg neben der Rittnertstraße folgen und nach ca. 200 m rechts den Waldweg zum Parkplatz hoch. Vom Parkplatz aus nach rechts gehen. Der Garten befindet sich nach ca. 100 m auf der linken Seite und ist mit der Vergabenummer 2 gekennzeichnet. 3. Stadtteil Hagsfeld Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 66177/1 mit ca. 84 m², Gewann „Geroldsäcker“, Gemarkung Karlsruhe. Eingezäunter Garten mit Blechhütte und Brunnen. Ablösesumme: 368 Euro. Jährlicher Pachtzins: ca. 10,50 Euro (ab 2013: 12,60 Euro). Lagebeschreibung: Der Garten befindet sich in Hagsfeld nördlich der Fußgängerbrücke über die Beuthener Straße nach ca. 50 m auf der linken Seite und ist mit der Vergabenummer 3 gekennzeichnet. 4. Stadtteil Hagsfeld Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 65862/1 Los mit ca. 189 m², Gewann „Dürrwolfenangewann“, Gemarkung Karlsruhe. Teilweise eingezäunter Garten mit Gartenlaube. Ablösesumme: 1 349 Euro. Jährlicher Pachtzins: ca. 23,63 Euro (ab 2013: 28,35 Euro). Lagebeschreibung: Der Garten befindet sich in Hagsfeld nördlich der Fußgängerbrücke über die Beuthener Straße nach ca. 500 m auf der linken Seite und ist mit der Vergabenummer 4 gekennzeichnet. 5. Stadtteil Daxlanden Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 17563, Los 1, mit ca. 460 m², Gewann „Fritschlach“, Gemarkung Karlsruhe. Eingezäunter Garten mit renovierungsbedürftiger Gartenhütte. Ablösesumme: 350 Euro. Jährlicher Pachtzins: ca. 57,50 Euro (ab 2013: 69 Euro). Lagebeschreibung: Der Garten befindet sich im Gewann Fritschlach am Weg Nr. 1 nach ca. 1 200 m auf der linken Seite und ist mit der Vergabenummer 5 gekennzeichnet. 6. Stadtteil Beiertheim-Bulach Verpachtung des Gartengrundstücks Nr. 3930, Los 66, mit ca. 346 m², Eisenlohrstraße, Gemarkung Karlsruhe. Teilweise eingezäunter nicht angelegter Garten. Keine Ablösesumme, es sind jedoch Rückschnittarbeiten durchzuführen. Jährlicher Pachtzins: ca. 43,25 Euro (ab 2013: 51,90 Euro). Lagebeschreibung: Der Garten befindet sich am Gartenweg, der südlich der Eisenlohrstraße vom Parkplatz zur Weinbrennerstraße führt und ist mit der Vergabenummer 6 gekennzeichnet. Die Vergabe erfolgt gemäß städtischer Vergabekriterien. Bewerbungsfrist: 6. Mai 2011 Bewerbungsunterlagen und Merkblatt erhältlich: An den Pforten der Rathäuser und in den Bürgerbüros oder auf unserer Internetseite. Sofern Sie uns einen adressierten und frankierten Rückumschlag zukommen lassen, sind wir gerne bereit, Ihnen die Unterlagen zu übersenden. Ansprechpartner sind Frau Hofmann, Herr Maier, Telefon 0721/133-2382, und Frau Berger-Rihm, Telefon 0721/133-2384, Liegenschaftsamt, Lammstraße 7 a, 76133 Karlsruhe, Telefax 0721/133-2399. http://www.karlsruhe.de/bauen/wohnen/grundstuecke

Die Stadt Karlsruhe trauert um

Frithjof Kessel

Pflegefachkräfte (m/w) in Teilzeitbeschäftigung Der Teilzeitumfang und die Lage der Arbeitszeit erfolgt jeweils nach Absprache. Darüber hinaus suchen wir ab sofort

Pflegehelfer (m/w) in Teilzeitbeschäftigung mit 19,5 Wochenstunden Wir bieten Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) sowie alle im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Pflegedienstleitung, Herr Bruchmann, Telefon 0721/40902-905, oder Frau Mühl, Telefon 0721/40902-906, gerne zur Verfügung. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis spätestens 25. April 2011 an: Heimstiftung Karlsruhe Seniorenzentrum Parkschlössle Badener Straße 33, 76227 Karlsruhe geregelt ist, dass die Anwendung von Strepto bzw. Firewall 17 WP nur im Erwerbsanbau und in Vermehrungsbeständen von Kernobst erlaubt ist, nicht aber im Streuobst oder im Haus- und Kleingarten. Obstbauern benötigen einen Berechtigungsschein von der unteren Landwirtschaftsbehörde bei den Landratsämtern, mit dem die Mittel eingekauft und angewandt werden dürfen. Im Erwerbsobstbau sind maximal zwei Anwendungen nur während der Blütezeit möglich. In Baumschulen sind höchstens drei Behandlungen auch nach Hagel bis zum 26. Juli 2011 erlaubt. Die Wartezeit ist durch die zugelassenen Anwendungsbedingungen abgedeckt (F). Zu Gewässern muss bei allen Mitteln je nach Ausbringungsgerät ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden. Mäh- und Erntegut aus Unterkulturen behandelter Flächen darf im Behandlungsjahr nicht verfüttert werden. Die Mittel sind nicht bienengefährlich. Die Obstbauern sind jedoch verpflichtet, die Imker vor einer beabsichtigten Strepto- oder Firewall 17 WP-Anwendung zu informieren. Zu dem Kreis gehören diejenigen Imker, deren Bienenstöcke bis 3 km von der zu behandelnden Fläche entfernt sind. Die aktuellen Anwendungstermine werden während der Blüte mit Hilfe von Prognosemodellen berechnet und über die telefonischen Auskunftgeber durch die Landratsämter bekannt gegeben. Die Obstbauern haben die Anwendung von Strepto und Firewall 17 WP im Berechtigungsschein zu dokumentieren. Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten. Der Besitz von Berechtigungsscheinen und die Anwendung von Strepto bzw. Firewall 17 WP werden kontrolliert. Gleichfalls wird wieder ein Honigmonitoring durchgeführt, das heißt Honige von Bienenvölkern, die behandelte Anlagen beflogen haben, können vor dem Inverkehrbringen auf Rückstände von Streptomycin kostenfrei vom LTZ Augustenberg untersucht werden. Nähere Informationen sind unter www.ltz-augustenberg.de zu finden. LTZ-Augustenberg, Außenstelle Stuttgart Reinsburgstraße 107, 70197 Stuttgart

Stadtrat von 1971 bis 1999 Träger der Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Er verstarb am 3. April 2011 im Alter von 79 Jahren. Mit Herrn Frithjof Kessel ist ein herausragender Kommunalpolitiker von uns gegangen, der nahezu drei Jahrzehnte als prägendes Mitglied im Karlsruher Gemeinderat gewirkt, die Stadtpolitik maßgeblich mitgestaltet und sich in beispielhafter Weise für Karlsruhe eingesetzt hat. Zielstrebig und sachkundig nahm er Einfluss auf zahlreiche richtungweisende Entscheidungen und erwarb sich Anerkennung und Respekt bei allen Fraktionen. Im Gemeinderat, den Ausschüssen und in weiteren Gremien hatte sein Wort Gewicht. Sein besonderes Augenmerk galt der Kunst, der Kultur sowie dem Schulwesen. Frithjof Kessel hat sich um die Stadt Karlsruhe und ihre Bürgerinnen und Bürger in besonderer Weise verdient gemacht. Gemeinderat und Bürgermeisteramt danken ihm dafür. Heinz Fenrich Oberbürgermeister Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 12. April 2011, 14.30 Uhr in der Auferstehungskirche am Friedhof Rüppurr statt.

Sitzung in Neureut Der Neureuter Ortschaftsrat kommt zu nächster öffentlichen Sitzung am Dienstag, 12. April, im Sitzungssaal des Neureuter Rathauses zusammen. Unter Leitung von Ortsvorsteher Jürgen Stober berät das Gremium ab 19 Uhr folgende Tagesordnung: 1. Zweigbibliothek Neureut – Informations- und Tätigkeitsbericht 2. Sicherheitslage in Neureut – Bericht des Polizeireviers Karlsruhe-Waldstadt 3. Bericht über die aktuelle Jugendarbeit im Jugendtreff „Trafohäusle“ 4. Bekanntgaben der Ortsverwaltung 5. Anfragen und Anregungen aus dem Ortschaftsrat

Zwangsversteigerungen Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Mittwoch, 11. Mai 2011, 13.30 Uhr, unter dem Aktenzeichen 3 K 45/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von KarlsruheDurlach, Blatt 5299: 135/1 000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Flurstück Nr. 45672/1, Gebäude- und Freifläche, Basler-Tor-Straße 49 mit 1 051 m², verbunden mit dem Sondereigentum an der im Aufteilungsplan mit Nr. 3 bezeichneten Wohnung mit Keller sowie Sondernutzungsrecht am Stellplatz Nr. 3 (2 Zi.-Whg. im EG, Wfl. ca. 70,94 m², Keller, Stellplatz – ohne Gewähr –). Verkehrswert: 121 000 Euro Grundbuchauszug und Schätzungsgutachten können beim Amtsgericht Karlsruhe, Zimmer 413, von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 15 Uhr und Freitag vormittags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr eingesehen werden. Eine Besichtigung des Objekts ist nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer bzw. Mieter möglich. Das Gericht hat hierauf keinen Einfluss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versteigerungspool.de. Vollstreckungsgericht

StadtZeitung / Amtsblatt der Stadt Karlsruhe Herausgeber:

Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe Bernd Wnuck (-bw-) Helga Riedel (-rie-)

Leitung: Stellv. Leitung: Chef vom Dienst / Schlussredaktion: Mathias Tröndle (-trö-) Redaktion: Andrea C. Altenburg (-cal-) Rainer Fischer (-fis-) Manuela Fretz (-maf-) Rüdiger Homberg (-erg-) Manfred Lädtke (-Lä-) Regina Schneider (-res-) Volontariat: Nicolas Lutterbach (-nil-) Amtliche/Stellen: Ute De Clemente Nicole Völz

Redaktionssekretariat: Fotos: Anschrift: Telefon: Telefax: Druck: Auflage:

Hannelore Walda Jasmin Niedermayer Bildstelle Stadt Karlsruhe Stadt Karlsruhe 76124 Karlsruhe 07 21/1 33-13 01 und -13 02 07 21/1 33-13 09 Badendruck GmbH Karlsruhe 140 000 Exemplare

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StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 14 · 8. April 2011

V

Verzögerung bei Sanierung des Durlacher Turmbergbads:

Preise für diese Saison gesenkt Öffnung am 7. Mai zunächst mit provisorischem Eingangsbereich Auf Hochtouren laufen derzeit im Turmbergbad die Bauarbeiten. Für rund 3,2 Millionen Euro wird das Freibad modernisiert. Wesentliche Neuerungen sind das Eingangsgebäude, ein zeitgemäßer Umkleidebereich, ein attraktives Kinderplanschbecken und ein durch das ganze Gelände führender Barfuß„Das Turmbergbad öffnet auf jeden Fall am 7. Mai. Weil es Einschränkungen gibt, haben wir ein ‚Gutsel‘ parat“, versprach Bürgermeister Lenz den Nutzern des „in die Jahre gekommenen Bads“ wesentliche Verbesserungen. „Die neue Hauptattraktion, das 264 Quadratmeter große Planschbecken mit einem Piratenschiff als Mittelpunkt und einem Babybereich wird nicht fertig sein, dafür und für die übrigen Einschränkungen geht der Tarif für 2011 runter“, packte Oliver Sternagel auch gleich das angekündigte „Gutsel“ aus. Danach zahlen in dieser Saison Erwachsene 3 statt 3,80 Euro, Kinder 2 statt 2,50 Euro und Familien 8 statt 10 Euro. Dafür können das Schwimmerbecken,

pfad. Weil zu Saisonbeginn am 7. Mai noch nicht alles fertig ist, gibt es dieses Jahr günstigere Eintrittspreise. Über den Baufortschritt informierten letzte Woche BM Martin Lenz, die Amtsleiterin für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick und Oliver Sternagel, Geschäftsführer der Bädergesellschaft.

das Nichtschwimmerbecken mit allen Rutschen und Spaßeinrichtungen, die Beach-Volleyballfelder und auch der neu angelegte Barfußpfad voll genutzt werden. Einschränkungen gibt es beim Gebrauch der Liegewiesen. Provisorisch sind zu Saisoneröffnung auch noch der Eingangs- und der Umkleidebereich. „Der knappe Terminplan war nicht zu halten“, verwies Anne Sick auf einige Hemmnisse im Bauablauf. So werden das neue Eingangsgebäude und der neue Umkleidebereich voraussichtlich erst Mitte Juli fertig sein. Die Arbeiten am Planschbecken dauern voraussichtlich noch bis gegen Ende der Badesaison. „Es war nicht möglich, einfach abzureißen und darauf

das neue Becken zu stellen“, berichtete Sick von einigen unvorhersehbaren Überraschungen im Untergrund, die das Bodengutachten nicht berücksichtigt hatte. So stieß man auf Fundamente eines alten Beckens und kontaminierten Boden, der ausgetauscht werden musste. Überarbeitete Planungen und eine neue Statik mussten her. Künftig wird das Becken auf 31 Pfählen einen sicheren Stand haben. „Wir erreichen eine Stabilität, die Setzungen praktisch ausschließt, was aus hygienischen Gründen unabdingbar ist“, verwies Anne Sick auf strenge Hygienevorschriften, die letztlich auch das Aufstellen von Ersatzbecken für die Übergangszeit unmöglich machen. -fis-

KURZ NOTIERT

Blutspender ausgezeichnet

Verdiente Blutspenderinnen und Blutspender ehrte Bürgermeister Klaus Stapf letzten Donnerstag für ihren Einsatz mit der Blutspender-Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Bei der Feierstunde im Haus Solms wurden Wolfgang Förster und Claus Klingshirn für 50 Spenden geehrt, für 75-maliges Spenden erhielten die Auszeichnung Dr. Peter Hannig-

Mues und Hans-Peter Ortlof. „Sie sind Helden des Alltags“, stellte Stapf fest, diese Ehrung sei ihm „ein großes Anliegen“. DRK-Kreisverbandsvorsitzender Kurt Bickel dankte den Spendern für ihren „praktischen Ausdruck der Mitmenschlichkeit“. Mit „werben sie dafür, sonst wird es kritisch“ forderte er dazu auf, andere Menschen vom Blutspenden zu überzeugen. -mü-

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Öffentliche Bekanntmachung über die Übertragung von polizeilichen Vollzugsaufgaben auf den Gemeindlichen Vollzugsdienst Aufgrund § 80 Polizeigesetz Baden-Württemberg in Verbindung mit § 31 der Verordnung des Innenministeriums zur Durchführung des Polizeigesetzes (DVO PolG) vom 16. September 1994 (GBl. Seite 567), zuletzt geändert am 23. Juni 2009 (GBl. Seite 275), sind den Gemeindlichen Vollzugsbediensteten des Ordnungsund Bürgeramtes der Stadt Karlsruhe folgende Aufgaben übertragen: – Vollzug von Gemeindesatzungen und Polizeiverordnungen der Stadt Karlsruhe (§ 31 Absatz 1 Nr. 1) – Überwachung der Vorschriften über das Halten und Parken und über die Sorgfaltspflichten beim Einund Aussteigen (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 a) – Überwachung der Vorschriften über das Verbot, Verkehrshindernisse zu bereiten oder Fahrzeuge unbeleuchtet abzustellen (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 b) – Überwachung der Verkehrsverbote auf Feld- und Waldwegen, sonstigen beschränkt öffentlichen Wegen, Geh- und Sonderwegen sowie tatsächlich öffentlichen Straßen (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 c) – Überwachung der Durchfahrtsverbote in Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 d) – Unterstützung von Verkehrsregelungsmaßnahmen des Polizeivollzugsdienstes bei Umzügen, Prozessionen, Großveranstaltungen und ähnliche Anlässe (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 e) – Regelung des Straßenverkehrs durch Zeichen und Weisungen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung dringend geboten erscheint und ein Tätigwerden des Polizeivollzugsdienstes nicht abgewartet werden kann (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 f) – Überwachung der Termine für die Hauptuntersuchung im ruhenden Verkehr (§ 31 Absatz 1 Nr. 2 g) – Überwachung der Vorschriften über Sondernutzungen an öffentlichen Straßen (§ 31 Absatz 1 Nr. 3) – Vollzug der Vorschriften über das Meldewesen (§ 31 Absatz 1 Nr. 4) – Vollzug der Vorschriften über das Reisegewerbe und das Marktwesen (§ 31 Absatz 1 Nr. 5) – Umweltschutz: Vollzug der Vorschriften über unzulässigen Lärm und das unnötige Laufen lassen von Motoren (§ 31 Absatz 1 Nr. 6 a) – Veterinärwesen: – Vollzug von Vorschriften über die Tierseuchenbekämpfung und die Tierkörperbeseitigung (§ 31 Absatz 1 Nr. 8 a) – Vollzug der Vorschriften über den Tierschutz (§ 31 Absatz 1 Nr. 8 b) – Maßnahmen gegenüber herrenlosen Tieren (§ 31 Absatz 1 Nr. 8 c) – Sonstige Aufgaben – Schutz von öffentlichen Grünanlagen, Kinderspielplätzen und anderen dem öffentlichen Nutzen dienenden Anlagen gegen missbräuchliche Benutzung (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 a) – Überwachung der Vorschriften über Anschläge und unerlaubtes Plakatieren (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 b) – beim Vollzug der Vorschrift über die Belästigung der Allgemeinheit (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 c) – beim Vollzug der Vorschriften über den Schutz der Sonn- und Feiertage (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 d) – beim Vollzug der Vorschriften über die Sperrzeit und die Ladenöffnungszeiten (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 e) – beim Vollzug der Vorschriften zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit – auf dem Gebiet des Sammlungswesens (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 g) – beim Vollzug der Vorschriften über das Halten gefährlicher Tiere (§ 31 Absatz 1 Nr. 9 h) – auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes (§ 31 Ab-

satz 1 Nr. 9 i). Die örtliche Zuständigkeit ist auf den Gemarkungsbereich der Stadt Karlsruhe begrenzt. Stadt Karlsruhe Ordnungs- und Bürgeramt

Nachbarschaftsverband Karlsruhe NVK Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Einzeländerungen des Flächennutzungsplans 2010 des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe Die Verbandsversammlung des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe hat in ihrer Sitzung am 4. April 2011 die Aufnahme des Änderungsverfahrens des Flächennutzungsplans 2010 für folgende Bereiche beschlossen: PF-022

„Erweiterung Firma Edelstahl Rosswag“ in Pfinztal-Kleinsteinbach WG-013 „Winkelpfad – Erweiterung Firma Klocke“ in Weingarten Zur frühzeitigen Unterrichtung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung und ihrer voraussichtlichen Auswirkungen gemäß § 3 Absatz 1 des Baugesetzbuches (BauGB) können die Unterlagen in der Zeit vom 18. April 2011 bis einschließlich 20. Mai 2011 während der Dienststunden, 8.30 bis 15.30 Uhr, bei der Planungsstelle des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe, Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe, Zimmer D 114 (Offenlageraum), eingesehen und bei Bedarf erörtert werden. Darüber hinaus werden die Planunterlagen auch bei den Verwaltungsstellen in Pfinztal und Weingarten ausgelegt. Beiträge zu den beabsichtigten Einzeländerungen des Flächennutzungsplans können während der Auslegungszeit mündlich oder schriftlich bei den vorgenannten Stellen vorgebracht werden.

In der Reihe „Kunst in der Therme Vierordtbad“ stellt Christiane Klein bis zum 31. August 2011 in den Ruhebereichen des denkmalgeschützten Bades ihre Gemälde mit dem Thema „Unter WasserWerke“ aus. Zu sehen sind plastisch gestaltete bunte Fischimpressionen und überdimensionale Kraken. Die studierte Textil- und Modedesignerin fertigt nach den individuellen Wünschen der Badegäste auch 70 mal 100 Zentimeter große Ansichten mit Acrylfarbe auf Karton an. Wer vom 19. bis 21. August mit dem Freundeskreis Karlsruhe-Halle die Partnerstadt in Sachsen-Anhalt besuchen möchte, muss sich sputen. Es sind nur noch wenige Plätze frei. Anmeldung sind möglich bei Franz Josef Exner unter der Telefonnummer 072 44/916 99, Fax 072 44/ 94 66 51, Mobiltelefon 0170-244 80 44, oder per E-Mail exner@ka-hal.de. Der Freundeskreis findet sich im Internet unter der Adresse www.ka-hal.de. Im Edeltrud-Tunnel auf der Südtangente führt das städtische Tiefbauamt von Montag, 11., bis Freitag, 14. April, die jährlichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten durch. Hierfür muss in den Nachtstunden von 18.30 Uhr bis 5 Uhr jeweils eine Tunnelröhre voll gesperrt werden. Der Verkehr wird in dieser Zeit in die jeweils parallel verlaufende Tunnelröhre mit Gegenverkehr umgeleitet. Tagsüber können Verkehrsteilnehmer im Tunnel ungehindert in beiden Richtungen fahren. Die Arbeiten enden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Weitere Informationen unter vmz.karlsruhe.de. Wie man Psychofallen im Beruf erkennen, vermeiden oder sich aus ihnen befreien kann, erklärt der Autor und Psychologe Roland Kopp-Wichmann am Donnerstag, 14. April, 20 Uhr, im Lesecafé der Stadtbibliothek. Karten für den Vortrag „Ich kann auch anders“ gibt es bei der Buchhandlung Hoser & Mende, der Eintritt kostet sechs, ermäßigt vier Euro. Aus seinem Buch „Die Tarnkappe“ liest der Schriftsteller Markus Orths am kommenden Mittwoch, 13. April, 20 Uhr, im Literaturmuseum, Karlstraße 10. Yong ist nicht mehr da. Der einjährige China-Leopard hat am Mittwoch den Karlsruher zoologischen Garten verlassen. Er ist auf Empfehlung des Koordinators im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in die Tschechei gereist. Im Zoo in Liberec ist er für die Zucht vorgesehen. Seine Schwester Yue bleibt zunächst noch in Karlsruhe, für sie hat der EEP-Koordinator aus dem Tierpark Hagenbeck (Hamburg) noch keine Empfehlung ausgesprochen. Die Tierart ist in der Europäischen Zoogemeinschaft selten und wird von nur 20 Zoos und Tierparks gehalten. Die rund 40 Leoparden werden im EEP koordiniert gezüchtet.

Schatzsuche und Basteln

Klimawandel im Stadtbauforum

Veranstaltungen für Groß und Klein in Bibliotheken

„Stadt(-planung) im Klimawandel“ thematisiert das Stadtbauforum am Donnerstag, 14. April, ab 20 Uhr. Das Forum findet im Albert-Schweitzer-Saal, ReinholdFrank-Straße 48 a (Gemeindesaal der Christuskirche am Mühlburger Tor), statt. An diesem Abend wollen Bürgermeister Michael Obert sowie Harald Ringler, Leiter des Stadtplanungsamts, mit den Besucherinnen und Besuchern sowie geladenen Gästen die Frage erörtern, welchen Beitrag die Stadtplanung angesichts eines fortschreitenden Klimawandels leisten kann, um auch in Zukunft lebenswerte Quartiere für Menschen zu schaffen. Zur Diskussion stehen der „Stadtentwicklungsplan Klima Berlin“ und ein Karlsruher Modellprojekt im Forschungsfeld des Bundes „Urbane Strategie zum Klimawandel“. Anregungen liefern Heinz Brandl, der für die Senatsverwaltung Berlin den Bereich „Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption“ betreut, und Peter Trute, Geschäftsführer der GEO-NET Umweltconsulting GmbH (Hannover).

Alle Märchenfreunde ab fünf Jahren lädt die Stadtteilbibliothek Neureut für Dienstag, 19. April, um 15 Uhr zu Frühlingsmärchen und Basteln ein. Anmeldung unter Telefon 781 89 76. Mitzubringen sind Malkittel und 50 Cent für Bastelmaterial. Zur „Geo-Caching“, einer elektronischen Schnitzeljagd mit dem GPS-Gerät lädt die Stadtteilbibliothek Neureut Schulklassen ab Stufe sechs ein. Am Mittwoch, 20. April, um 10.30 Uhr beantwortet Hannah Wille von der Hochschule Karlsruhe Fragen zu den Studiengängen Vermessung und Geomatik, Geoinformationsmanagement, Kartografie und Geomatik. Anschließend gehen die Schülerinnen und Schüler auf Schatzsuche. Für Kinder ab zwölf Jahren findet die Veranstaltung in den Osterferien am Mittwoch, 27. April, um 10.30 Uhr statt. Anmeldung jeweils unter Telefon 781 89 76. Beim „Ferienkrimi für kühle Köpfe“ kommen Kinder in der Jugendbibliothek

am Mittwoch, 27. April, um 10.30 Uhr dem Verbrechen auf die Spur. Anmeldung für Kinder ab acht Jahren unter der Telefonnummer 133-42 62. Eine Märchenreise mit dem Buch „Der Maulwurf Grabowski“ mit Basteln startet in der Jugendbibliothek am Donnerstag, 28. April, um 10.30 Uhr. Kinder müssen Malkittel und 50 Cent für Bastelmaterial mitbringen. Anmeldung unter 133-42 62. „Ein Funkelstern für Mama“ heißt es ebenfalls am 28. April um 15 Uhr in der Stadtteilbibliothek Waldstadt. Der kleine Henri möchte seiner Mama ein ganz besonderes Geschenk machen. Anmeldung für Kinder ab vier Jahren zum Vorleseund Bastelnachmittag unter Telefon 676 73. Auf eine Büchercasting-Show können sich Bücherfans ab neun Jahren in der Jugendbibliothek freuen. Neu eingetroffene Bücher werden am Freitag, 29. April, ab 10.30 Uhr vorgestellt. Anmeldung unter der Nummer 133-42 62. -mü-

Messe:

NUFAM zeigt starke Alleskönner AEN mit eigenem Forum Vier Tage lang wird die Messe Karlsruhe zum Treffpunkt der Nutzfahrzeugbranche. Rund 280 Aussteller aus zehn Ländern präsentieren bei der NUFAM von Donnerstag, 14., bis Sonntag, 17. April, leichte Nutzfahrzeuge, schwere LKW sowie Zubehör und Dienstleistungen. Dabei bietet die Fach- und Besuchermesse eine ausgewogene Mischung aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Produktvorführungen. So können Besucherinnen und Besucher bei einem Unimog-Parcours, einer LKW-Probefahrt oder im Überschlagssimulator die Potenziale und Grenzen der PS-starken Nutzfahrzeuge oder die Bergung eines LKWs hautnah erleben. Für Messegänger, die es ein paar Nummern kleiner mögen, gibt es eine Truckmodellbaubörse. Hier präsentieren Händler, Hersteller und Bastler Miniaturausgaben der Nutzfahrzeuge, mit denen Alt und Jung auf einem speziellen Parcours ein paar Runden drehen können. Pure Muskelkraft gibt es am Wochenende zu bestaunen, wenn der Österreicher Franz Müllner für einen neuen Guinness-Buch-Weltrekord einen vollen Schulbus zieht. Auf der NUFAM vertreten ist auch das Automotive Engineering Net-

MESSE MIT MOBILEN MULTITALENTEN: Auf der NUFAM präsentieren die Aussteller ab Donnerstag leichte und schwere Nutzfahrzeuge. Foto: KMK work Südwest (AEN). Das von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe initiierte Netzwerk, unter dessen Dach sich bereits 70 regionale Akteure aus Forschung und Wirtschaft zusammengefunden haben, präsentiert an Stand 31 in Halle 2 seine Produkte und Lösungen für die Mobilität von morgen. Der Verbund unterstützt Unternehmen in der Region, damit diese sich im globalen Wettbewerb besser behaupten können. Am zweiten Messetag veranstaltet das AEN ein Forum mit Vorträgen zu den Themen Logistik in der Produkti-

on, Leichtbau und E-Mobilität. Gleichzeitig gibt es Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen und stellt bereits verfügbare Technologien vor. Dass bei der NUFAM alle drei Hallen ausgebucht sind, wertet Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH als „ein deutliches Zeichen sowohl für die Erholung der Branche als auch die große Akzeptanz unseres Messekonzepts.“ Weitere Informationen zur Messe inklusive Kinderbetreuungszeiten am Wochenende, gibt es unter www.nufam.de. -nil-

Zahlreiche Gäste aus Schulen

Genehmigung verschiedener Einzeländerungen des Flächennutzungsplans 2010 Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat am 17. Februar 2011 die in der Sitzung der Verbandsversammlung am 29. November 2010 beschlossenen, nachfolgend aufgeführten Einzeländerungen des Flächennutzungsplans 2010 für den Bereich des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe gemäß § 6 BauGB genehmigt:

Reger Austausch / Im März und April Empfänge im Karlsruher Rathaus

KB-024 „Linden-/Bürgerstraße“ in Karlsbad-Mutschelbach KB-305 „Bürgerstraße“ in Karlsbad-Mutschelbach WB-013 „Fleckenhöhe-Süd“ in Waldbronn-Reichenbach WB-014 „Fleckenhöhe-Nord“ in Waldbronn-Reichenbach Durch diese Bekanntmachung werden die Einzeländerungen des Flächennutzungsplans wirksam. Der Plan, die Begründung und die zusammenfassende Erklärung können während der Dienststunden, 8.30 bis 15.30 Uhr, bei der Planungsstelle des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe, Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe, Zimmer D 219, durch jedermann eingesehen werden. Hinweis Heilungsvorschriften: Unbeachtlich werden 1. eine etwaige Verletzung der in § 214 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 BauGB bezeichneten Verfahrensund Formvorschriften. 2. nach § 214 Absatz 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorganges, wenn sie nicht innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber dem Nachbarschaftsverband Karlsruhe geltend gemacht werden; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen. Karlsruhe, 4. April 2011 Gabriela Büssemaker Verbandsvorsitzende des Nachbarschaftsverbandes Oberbürgermeisterin der Stadt Ettlingen

TURMBERGBAD AB 7. MAI GEÖFFNET: Amtsleiterin Anne Sick informierte Bäderbetriebe-Geschäftsführer Oliver Sternagel, Bürgermeister Martin Lenz und Thomas Rößler (Stadtamt Durlach) (von links) über Details der Bauarbeiten. Fotos (3): Fränkle

EMPFANG: Stadträtin Karin Wiedemann begrüßte Schüler aus Marseille.

In den letzten Wochen bekamen einige Karlsruher Schulen Besuch von ihren Partnerinstituten. Diese und weitere Gäste wurden im Rathaus oder im Haus Solms bei Empfängen begrüßt. Nach einem ersten Austausch im Oktober 2010 in Krasnodar entschlossen sich die Europäische Schule und das Gymnasium No. 23 in Krasnodar, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen. Zum ersten Gegenbesuch kamen vom 28. Februar bis 6. März fünf Schüler aus der russischen Partnerstadt nach Karlsruhe. Bürgermeister Michael Obert hieß sie am 1. März willkommen. Die Karlsruher Drais-Realschule pflegt seit 1968 einen regelmäßigen Austausch mit dem Collége Perrot d‘Ablancourt in Châlons. Vom 13. bis 19. März waren 16 französische Schülerinnen und Schüler mit zwei Begleitpersonen in der Fächerstadt. Stadträtin Karin Wiedemann begrüßte Gäste und Gastgeber am 14. März. Ein knappes Dutzend KfZ-Schüler aus

Temeswar lernte für zwei Wochen in der Carl-Benz-Schule die Standards der deutschen Kraftfahrzeug-Mechatronik kennen. Stadtrat Dr. Albert Käuflein empfing die jungen Rumänen am 16. März. Die Walter-Eucken-Schule hatte vom 20. bis 29. März Besuch aus Poitiers. 16 Schüler aus der Partnerschule hieß Stadträtin Wiedemann am Mittwoch, 23. März, willkommen. Mit dabei waren auch französische Gäste der Realschule Rüppurr. Die 14 Jugendlichen aus dem Collége Jacques Prèvert in Noicy bei Paris blieben ebenfalls bis 29. März in der Fächerstadt. Das Max-Planck-Gymnasium beherbergte vom 23. bis 30. März 30 Personen seiner spanischen Partnerschule, IES Joan Fuster, Bellreguard. Bürgermeister Michael Obert empfing die spanische Gruppe sowie ihre Gastgeber am 24. März. Am Montag, 4. April, begrüßte Stadträtin Wiedemann 13 Schüler aus Marseille. Sie nehmen an einem Austausch mit dem

Markgrafengymnasium teil. Die Zehntklässler des Lycée Honoré Daumier bleiben noch bis zum 10. April in Karlsruhe. Vom 2. bis 10. Mai folgt der Gegenbesuch der Karlsruher. Die Realschule Neureut besuchte vom 4. bis 8. April 15 Schüler aus der Partnerschule, dem Lycée Georges de la Tour aus Nancy. Schulamtsleiter Joachim Frisch empfing sie am 5. April. In der Stadthalle fand vom 3. bis 6. April die Jahrestagung der VAAM, der Vereinigung für allgemeine und angewandte Mikrobiologie, statt, zu der über 1 200 Teilnehmer kamen. Die Tagung stellte die Mikrobiologie in ihrer ganzen Vielfalt vor. Die 25 Jahre alte VAAM vertritt rund 3 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Industrie. Bürgermeister Klaus Stapf empfing am Sonntag, 3. April, VAAM-Präsident Prof. Axel Brakhage und zahlreiche Tagungsgäste. -cal-

Stadtzeitung, Ausgabe 14, 2011  

Amtsblatt der Stadt Karlsruhe

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