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Ihre Wochenzeitung für Karlsruhe Stadt I 50.913 Exemplare I www.boulevard-baden.de

Nr. 11, 13. Jahrgang

NEUER TIERRATGEBER I Seite 2

SPORT I Seite 23

KARLSRUHES NEUES GESICHT I Seite 5

Ab heute neu in Boulevard Baden: Tier-Expertin Gerlinde Hoyem beantwortet Fragen rund um die Gesundheit Ihrer Lieblinge.

» KSC: starke Abwehr und Stindls Kopfball zum 1:0 gegen Augsburg » Bundesliga: Leverkusen im Titelkampf heute gegen HSV » Formel 1: Schumi“ startet von Platz sieben in Bahrain

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» Ausführliche Lokalberichterstattung finden Sie unter www.boulevard-baden.de: LOKALSPORT

Schon eine Vorentscheidung? Architekten aus Kaiserslautern und Berlin gewinnen Wettbewerb um Gestaltung der Kaiser- und der Karl-Friedrich-Straße

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Sonntag, 14. März 2010

Dass bereits dem badischen Kle- BOULEVARD BADEN VIDEO rus des 19. Jahrhunderts Unzucht mit Minderjährigen vorgeworfen wurde, macht die Sache nicht besser, gibt ihr aber eine Dimension, die zeigt, dass wir es hier nicht mit einer gesellschaftlichen Zeit- oder Randerscheinung zu tun haben. Vielmehr geht es um menschliche Schwächen, denen es präventiv maximal wirksam zu begegnen gilt. Wie immer, ist bei der Einordnung in der öffentlichen Diskussion zu berücksichtigen, wie die Entwicklung der Zahl der VIDEO ansehen unter www.boulevard-baden.de Fälle von Missbrauch insgesamt in Relation zu den nun öffentlich gewordenen Fällen steht. „Ich bin schockiert über das Ausmaß, das sichtbar wird, und das ein solches überhaupt mög- Enzkreis. Der Enzkreis gehört zu Karlsruhe (bb). Endlich gibt es lich ist“, sagt Dr. Werner Schnat- den acht Kreisen und kreisfreien Hoffnung auf den Frühling mit Karlsruhe (cn/dei/bla). Das Thema kommen. In Bayern steht derzeit Mittlerweile zahllose Fälle aus lerweile längst erwachsene Men- terbeck, Schulpräsident beim Städten aus Baden-Württemberg, Sonne und Wärme. Die MeteoMissbrauch beschäftigt die Öffent- gar der Trainer einer Jugendfuß- Internatschulen und Klöstern schen, ihr Leid öffentlich äu- Regierungspräsidium Karlsruhe. die nach einer Studie des Insti- rologen rechnen ab der Wochenlichkeit. Kein Tag vergeht, an dem ballmannschaft vor Gericht. Er soll erschrecken viele Menschen. ßern, legt den Verdacht nahe, tuts der Deutschen Wirtschaft mitte mit Temperaturen um die nicht neue Details oder gar neue Di- einen 13-jährigen Jungen seiner Dass jetzt nach den Veröffentli- dass da eine ungeheuere Dun- Wie Einrichtungen in der Re- (IW) am stärksten unter der Wirt- 15-Grad-Marke. Am Freitag solmension dieses grässlichen Verge- Mannschaft missbraucht und dabei chungen immer mehr, oft schon kelziffer noch nicht entdeckter gion mit dem Thema umgehen, schaftskrise leiden. len sogar 18 Grad möglich sein. hens an Schutzbefohlenen heraus fotografiert haben. vor Jahren missbrauchte, mitt- Taten schlummert. »www.boulevard-baden.de »www.boulevard-baden.de lesen Sie auf Seite 2. FOTO I DDP

Missbrauch an der Kindeswürde

Enzkreis trifft die Krise hart

Frühling scheint im Anmarsch


2 I AKTUELL

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

Bruddeln hilft nicht weiter Tokio Hotel elektrisieren Karlsruhe

Tierratgeber ab heute in BB

Badens Hitradio nach Karlsruhe: Marit Larsen war beim Online-Voting für den Hörerpreis mit 58,7 Prozent ganz vorne. Der Award „Best Show“ geht an die Produktion „A Tribute to the King of Pop – The Show“. Die Aufbauarbeiten in der Schwarzwaldhalle beginnen bereits heute Abend und dauern

Christina Müller ist Öffentlichkeitsreferentin der Evangelischen Kirche in Karlsruhe.

fünf Tage, bis der 70 Meter lange rote Teppich am Freitag ausgerollt wird. Mit Alfons Schubeck kocht wieder ein echter Meister für die 1.800 Gäste. Die Veranstaltung wird vor der Schwarzwaldhalle per Leinwand ab 20:30 und im Internet per Livestream unter www.regenbogen.de live übertragen.

Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz. Rheumatische und asthmatische Beschwerden nehmen zu, auch Kopfschmerzen werden häufiger.

I Fortsetzung von Seite 1

Missbrauch an der Würde

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Karlsruhe (cn). Ein glänzendes Fell, ein wacher Blick und ein geschmeidiger Gang – so wünschen sich Haustierbesitzer ihren Liebling. Allein unter deutschen Dächern gibt es rund acht Millionen Kätzchen oder Kater. Und doch geben das schnurrende Etwas oder der beste Freund des Menschen ihren Besitzern – gerade im Krankheitsfall – manchmal Rätsel auf: Wie geht man zum Beispiel vor, wenn sich der Hund verletzt hat, nicht fressen möchte oder eine Entzündung im Ohr hat? Was ist zu tun, um Krankheiten vorzubeugen? Wie pflegt man ein Tier am besten? Was muss ich bei der Ernährung beachten? Oder wie kann einem Tier nach einem Unfall oder im Alter das Leben erleichtert werden? Diese und weitere Fragen rund um die Gesundheit Ihrer Lieblinge beantwortet künftig die Karlsruher Tier-Expertin Gerlinde Hoyem. Schreiben Sie Ihre Fragen (gerne auch mit Foto Ihres Tieres) einfach an ydeichmann@roeser-presse.de und lesen Sie in Boulevard Baden die Antworten der examinierten Tierphysiotherapeutin und Tierhomöopathin, die auch in Tierverhaltensberatung erfahren ist.

Haben Sie schon einmal geforscht welche Bedeutung Ihr Vorname hat? Woher er stammt und wie seine Übersetzung lautet? Ich habe das vor Jahren auf eine charmante Art und Weise vermittelt bekommen. „Ich bitte alle, die Christus im Namen tragen einmal aufzustehen“, hatte der Pfarrer gebeten und Beispiele genannt: Christel, Christian, Christiane, Christa und so weiter. Er erklärte, dass die Übersetzung dieses Vornamens „Anhänger Christi“ ist, und auf den verweist, der im Mittelpunkt eines jeden Gottesdienstes steht: Jesus Christus. Mit mir hatten sich etwa fünf weitere Gottesdienstbesucher erhoben. Strahlend überreichte uns ein Kindergartenkind aus der Gemeinde eine gebastelte Glocke. „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“, lauten Worte aus dem Jesajabuch in der Bibel. Diese Worte werden auch häufig bei der Taufe dem Täufling, Eltern und Paten zugesprochen. Sie sollen deutlich machen, dass wir Gott so wichtig sind, dass er jeden von uns mit seinem Namen kennt. Die kleine Glocke habe ich übrigens immer noch, sie erinnert mich an diesen schönen Gottesdienst. FOTO I BB

Mit der Kombilösung ist es wie mit dem hartnäckigen Winter. Irgendwann ist es einmal gut. Jahrelang haben Befürworter und Gegner gestritten, haben Gutachter und Gerichte beschäftigt und zweimal sogar die Menschen an die Urnen gerufen, um über das Karlsruher Jahrhundertprojekt abzustimmen. OB und Ministerpräsident griffen bereits zur Schaufel und übten den symbolischen Spatenstich unter dem abweisenden Gejohle der Gegner. Nun haben die Bauarbeiten begonnen und spätestens jetzt sollten die Gegner und die allgegenwärtigen Bruddler beginnen, sich mit der Sache zu arrangieren. Ein Kommentator schrieb in dieser Woche gar von einer „düsteren Bauphase“, die den Karlsruhern nun bevorstehe. Hier gilt es doch, die Kirche im Dorf beziehungsweise in der Fächerstadt zu lassen. Die Kombilösung ist demokratisch

Karlsruhe (bla). Tokio Hotel elektrisieren schon eine Woche vor der Verleihung des Radio Regenbogen Awards in der Schwarzwaldhalle ihre meist jugendlichen Fans. Insgesamt werden am Freitag, 19. März, zwölf Preise vergeben. Regenbogen-Chef Klaus Schunk sagte: „Egal, ob es um den Ehrenaward Charity und Entertainment, den Olivia Newton-John aus den Händen von Dieter Wedel erhält, oder um Tokio Hotel, die als Band International von Sara Nuru ausgezeichnet werden: Alle Konstellationen verbindet eine gemeinsame Geschichte oder Beziehung.“ Die weiteren Namen der Laudatoren sind ein repräsentativer Querschnitt durch die deutsche TV-Landschaft: Peter Kloeppel (RTL Nachrichten), Maria von Welser (Mona Lisa), Schauspielerin Wolke Hegenbarth, Steffen Wink, Kim Fisher, Miriam Pielhau, Christian Berkel, Marie Bäumer und Markus Kavka (MTV). Als „Newcomer International 2009“ wird der schwedische Shootingstar Agnes ausgezeichnet. Und noch eine skandinavische Neuentdeckung holen die Hörer von

abgestimmt von einer Mehrheit gewollt, auch wenn Kritiker dies bestreiten. Festzuhalten ist weiter, dass hier, wenn auch in langer Bauzeit, etwas entsteht, und nicht irgend etwas kaputt geht. Diese Entstehungszeit mit einer Finsternis gleichzusetzen, spottet doch anderen Regionen Deutschlands, die froh wären, wenn wenigstens ihre Straßen instand gesetzt und von Schlaglöchern befreit würden. Die Karlsruher sollten einfach beginnen, sich auf dieses Projekt einzulassen und nicht angesichts der zweifellos anstehenden Belastungen in Depressionen zu verfallen. Dabei gilt es freilich, ein Augenmerk auf eventuell noch vorhandene Unebenheiten der Planungen zu haben. Damit das, was entsteht, am Ende den größtmöglichen Nutzen bringt. Aufzuhalten ist dieses Projekt wohl nur durch Umstände höherer Gewalt. Wenn solche einträten, würden wir düsteren Zeiten entgegen sehen.

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I Von Bert Langbehn

ANGEDACHT

In einer eigenen Online-Tierratgeber-Rubrik können Tierfreunde unter www.boulevard-baden.de die hilfreichen Ratschläge rund um den eigenen Vierbeiner nachlesen.

Die sensible Thematik beschäftigt auch das Karlsruher Oberschulamt, Ansprechpartner für über 28.000 Lehrerinnen und Lehrer, für 990 öffentliche Schulen mit 390.000 Schülern und deren Eltern. „Ich habe gedacht, dass solche Missbrauchs-Fälle früher zur Aufklärung kommen und dadurch weiteres Unheil verhindert werden könnte“, sagt Schnatterbeck im Gespräch mit Boulevard Baden. Umso mehr sei es jetzt wichtig, mit dem Thema offen umzugehen. In diesem Zusammenhang müsse öffentlich immer wieder auf die Vertrauenslehrer an den einzelnen Schulen hingewiesen werden. Bei verdächtigen Vorkommnissen werde vom jeweiligen Schulleiter sofort reagiert und bis zur Suspendierung konsequent vorgegangen, erläutert Schnatterbeck. Auf die Frage nach Präventionsmöglichkeiten an Schulen gibt Schnatterbeck den Berufsethos und die Ausbildung der Pädagogen zu beden-

ken: „Die Lehrer müssen wissen, wo ihre Grenzen sind, und sich der Würde des Kindes bewusst sein.“ Renate Fiedler von der Beratungsstelle AllerleiRauh in der Karlsruher Südweststadt sagt: „Trotz der aktuellen Präsenz des Themas Missbrauch in der katholischen Kirche und anderen Einrichtungen

verzeichnen wir keinen Anstieg an Beratungsfragen“. Im vergangenen Jahr waren es etwa 134 Fälle, in diesem Jahr hatte sie über 30 Anfragen. Vorstellbar sei für sie, dass die Menschen durch die Medienpräsenz aufmerksamer werden: „Viele Menschen hat erschreckt, dass die Vorwürfe anerkannte Schulen und die Kirche betrifft. AllerleiRauh arbeitet seit Jahren intensiv und präventiv mit

beiden Einrichtungen zusammen. Der Leiter des Augustinusheims in Ettlingen, Dr. phil. Andreas Schrenk und sein Team, haben täglich mit Missbrauch in Familien zu tun. 64 Buben wohnen derzeit vollstationär in der Einrichtung; etwa 60 weitere Jugendliche betreuen die Sozialpädagogen vor Ort teilstationär – sie wohnen in ihren Familien. „Das Thema Missbrauch ist bei uns tagtäglich sehr präsent, so Schrenk zu Boulevard Baden. „Allerdings haben die Jugendlichen genug an ihrer eigenen Geschichte zu tragen, da lesen sie zu den aktuellen Ereignissen eher nicht die Zeitungen“. So seien in der Einrichtung junge Menschen dabei, ihre eigenen Schicksale aufzuarbeiten – sie wurden in ihren Familien vernachlässigt oder misshandelt. Das Augustinusheim bietet ihnen eine Zukunft in Sachen Ausbildung und unterstützt sie auf ihrem weiteren Lebensweg.

Höhen-Interview als Balance-Akt

Karlsruhe (bla). Filmstuntman und Motivationstrainer Marko König macht's nicht ohne Nervenkitzel. Dafür ganz ohne Risiko. Zum Interview lud König, der künftig weniger Filmstunts absolvieren und daKarlsruhe (cn). Wenn am morgi- nette Röser, Vorstands-Mitglied für Manager in Motivation und gen Montag, 15. März, im Rah- Röser AG, lässt die Zuschauer die Konzentration coachen will, aufs men der Lesung „Rabenschwar- „Duftnote Mord“ von Sabine Dach der Durlacher Karlsburg. zer Boulevard“ im Röser-Haus Kampermann schnuppern. Von Christina Plitz, die ein Video-Interum 19 Uhr das Krimi-Fieber um- verbrecherischen „Essstörun- view für die Internetseite yabla.com geht, dürfen sich Fans des gleich- gen“, der Story von Ulrike Vogel, (Sprachen online vertiefen) führte, namigen Röser Presse-Sammel- berichtet Stadtmarketing-Chef zitterten die Knie vor dem Aufstieg bands über spannende Auftritte Norbert Käthler. Die Durlacher auf die Brüstung 40 Meter über der bekannter Promis aus der Region Autorin Claudia Mummert entfreuen. führt mit Georg Wittmanns KurzIm Rahmen der Karlsruher Kri- Krimi „Ene mene miste“ in unmitage werden bei der Lesung in durchsichtige Tiefen des Badider Fritz-Erler-Straße 25 (Einlass schen Staatstheaters. Ralf Petab 18.30 Uhr) Auszüge ausge- schiks „Sein schwärzester Tag“ wählter badischer Krimis zu Ge- beschreibt Gerhard Meier-Röhn, Pfinztalstraße nicht nur vor Kälte. hör kommen. Leiter des SWR-Studios in Karls- Marko König verwies auf die Kraft Den Anfang macht Bürgermeis- ruhe. Die Abgründe der „Ehren- der Konzentration, um Ängste und ter Michael Obert. Der Pate der sache“ von Beate Meiswinkel hat Unsicherheiten zu überwinden, Story „Fleisch“ von Hans-Chris- Bernd Gnann, Intendant des führte die Reporterin zum gar nicht tian Arzt begibt sich gemeinsam Kammertheaters, in petto. mehr so waghalsigen Balance-Akt. mit dem Publikum in eine mör- Zu guter Letzt sorgt Claudia König engagiert sich auch für Gederische Szene in der Region. Mummert an diesem Abend noch waltprävention bei Jugendlichen. Pascal Drotschmann, jüngstes für eine Buchpremiere: Die Mut- „Politiker sprechen über JugendliMitglied des Ettlinger Gemein- ter zweier Töchter stellt erstmals che. Ich spreche mit ihnen über ihderates, erklärt „Das Missge- öffentlich ihren neuesten Thriller re Probleme“, betont der erfahrene schick“ von Frauke Bahle. An- „Der Irrglaube“ vor. Stunt-Koordinator am Jahrestag

Im Röser-Haus morgen die Duftnote Mord schnuppern

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Durlachs: die Reporterinnen wollten nach anfänglichem Zittern gar nicht mehr von der Brüstung herunter klettern, waren allerdings im Gegensatz zu König durch Seile und ein Klettergeschirr jederzeit gesichert.

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des Amoklaufs von Winnenden. Motto: König macht das scheinbar Unmögliche möglich, fängt da an, wo andere aufhören. Auf der Karlsburg funktionierte es über den schneebedeckten Dächern

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AKTUELL I 3

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

VERANSTALTUNGSKALENDER

I Badisches Staatstheater

Brandauer liest „Ein Sommernachtstraum“

Das Gastgewerbe trotzt der Krise Karlsruhe (mm). Trotz Wirtschaftskrise hat das Hotel- und Gastgewerbe in der Region im vergangenen Jahr mehr Ausbildungsplätze geschaffen als im Vorjahr. Das berichtete der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Karlsruhe (Dehoga) beim 20. Berufsinformationstag. Derzeit sind im Bereich der IHK Karlsruhe 788 junge Menschen im Gastgewerbe ausgebildet – 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei neuen Ausbildungsverträgen liegt die Steigerung sogar bei 14,4 Prozent. Vor allem bei den Berufen Koch (+ 23 Prozent) und Restaurantfachkraft (+ 15 Prozent) sind die Steigerungen deutlich. Während sich die Krise im ländlichen Bereich bislang kaum auswirkt, klagen die städtischen Unternehmen, die von Kongressen und Tagungen abhängig sind, über Umsatzrück-

gänge von 8 bis 15 Prozent, so Karl Brüggemann, Direktor des Schlosshotels Karlsruhe und Vorsitzender der Fachgruppe Berufsbildung bei der Dehoga Karlsruhe. Auf die Ausbildung wirkt sich dies aber nicht aus: „Das Gastgewerbe ist von Grund auf optimistisch.“ Außerdem sei für 2010 schon eine Besserung zu erkennen. So wirke sich die Mehrwertsteuersenkung positiv aus. Andererseits werde es immer schwieriger, qualifizierte Auszubildende zu finden, klagt auch Brüggemann über die fehlende Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. Dabei achtet Brüggemann in erster Linie nicht auf Schulnoten. Vielmehr komme es darauf an, wie sich die Jugendlichen einbringen. Deshalb empfiehlt er, unbedingt ein Praktikum zu machen. Doch auch seinen Kollegen legt er ans Herz, Geduld

Musical im Agneshaus Durmersheim/Karlsruhe (bb). Die JKG Durmersheim führt heute (18 Uhr) das Musical „Jakob und Esau – Brüder auf Umwegen!“ auf der Bühne des Agneshauses in der Hirschstraße in Karlsruhe auf. 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden live von der sieben Musiker starken Band begleitet, eine 11köpfige Tanzgruppe komplettiert das Programm. „König David – Mensch, Musiker, Gotteskind“ war von 2000 bis 2004 mit über 30 bundesweiten Vorstellungen (allesamt ausverkauft) das erste komplett in Eigenregie produzierte Musical der JKG-Musicalgruppe. Diesem Pro-

jekt folgt nun das neue Musical „Jakob und Esau – Brüder auf Umwegen!“, das wieder eine bekannte biblische Geschichte erzählt. In 19 Szenen durchwoben von 15 Songs unterschiedlichster Stilrichtung feierte das Musical in zwei Akten im Januar in Durmersheim Premiere. Fast 1000 Zuschauer waren restlos begeistert und spendeten minutenlang stehend Beifall. Veranstalter der Aufführung ist die Fachschule für Sozialpädagogik und der Arbeitskreis der „christlich-jüdischen Gesellschaft“ im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

mit den Auszubildenden aufzubringen. Schließlich wird es in den kommenden Jahren aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge weniger Auszubildende geben: „Wir müssen dran bleiben.“ Dass die Dehoga dran bleibt, zeigt sich an der Anzahl der Schüler, die zum Berufsinformationstag kommen. In diesem Jahr haben rund 360 Schüler von Haupt-, Real- und Sonderschulen das Angebot im „Kühlen Krug“ genutzt. Hier haben sie einen ersten Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsfelder bekommen, vom Tischdecken über das Dekantieren von Wein und Anrichten von Speisen bis hin zum Servieren. Dieser Zuspruch lässt die Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft blicken. So wird es 2011 wieder einen entsprechenden Berufsinformationstag geben.

Chefwechsel am Staatstheater Karlsruhe (bb). Dem Badischen Staatstheater steht in Schauspiel und Oper 2011 ein Führungswechsel ins Haus. Jan Linders wird neuer Schauspieldirektor, Joscha Schaback neuer Operndirektor. Linders ist derzeit in Heidelberg tätig und hat in der freien Szene gearbeitet, auch mit bedeutenden Theatermachern wie Robert Wilson, George Tabori und Heiner Müller. Schaback will die Junge Oper fördern. Unter dem Motto „Junges Staatstheater“ sollen unter seiner Leitung Projekte im Kinder- und Jugendbereich zur Verjüngung des Opernpublikums beitragen.

der Klavierfassung Mendelssohn-Bartholdys Sommernachtstraum. Bei der pianistischen Finesse des Duos und der Sprachkraft Brandauers werden Shakespeares spektakuläre mythische Welten lebendig. Brandauer gehört zu den wenigen deutschsprachigen Schauspielern, die weltweite Anerkennung gefunden haben. Mitte der 60-er Jahre war er einer der gefragtesten Schauspieler auf deutschsprachigen Bühnen. Mit Shakespeares Romeo bis Schillers Fiesco, mit Büchners Leonce bis zum Lessingschen Prinzen in der legendären Fritz Kortner Inszenierung begeisterte er. Seit 1972 ist er Mitglied am Wiener Burgtheater auf Lebenszeit. Dort war er Don Carlos, Ferdinand, Tartuffe, Cyrano de Bergerac und mehr als 100 Mal In der Fassung von Klaus Maria Hamlet. Lessings „Nathan der Brandauer und dem Grau Schu- Weise“, mit dem er 2004 Premacher Piano Duo begegnet die miere hatte, steht immer noch Tieck/Schlegelsche Übersetzung auf dem Spielplan. FOTO I BADISCHES STAATSTHEATER

Karlsruhe (bb). Klaus Maria Brandauer, einer der bedeutendsten Theater- und Filmschauspieler seiner Generation, liest bei seinem Gastspiel im Opernhaus des Badischen Staatstheaters am Sonntag, 21. März, um 20 Uhr „Ein Sommernachtstraum“ nach William Shakespeare. Die Vorstellung ist eine Benefiz-Vorstellung zugunsten der Hospizstiftung Landkreis und Stadt Karlsruhe. Ein Hofnarr, possentreibende Handwerker, ein Heerführer und eine Amazone sowie ganze Scharen von Luftgeistern, Kobolden und Elfen taumeln in Shakespeares zauberhafter Märchenwelt durch allerlei Verwirrungen hindurch einer Hochzeit entgegen. Das Stück mit seiner Fülle an meisterhaft verwobe- Klaus Maria Brandauer gastiert nächsten Sonntag in Karlsruhe. nen, teils traumhaften, teils derben Lebenswelten ist eine der beliebtesten Komödien Shake- lix Mendelssohn-Bartholdy des zungen von Schlegel und Tieck, speares. Stoffes an. Die allgemein herr- veranlasste ihn zur Komposition Mehr als 200 Jahre nach dem schende Shakespeare-Begeiste- der wohl bekanntesten Musik Tod des Dichters nahm sich Fe- rung, ausgelöst durch Überset- zum Sommernachtstraum.

„Our father in heaven“, 18 Uhr Stadtkirche, KA-Durlach Symphonische Rhapsodie Ensemble Chorioso, 19 Uhr Herz-Jesu-Kirche, Ettlingen Musik-Konzert am Sonntag BUMMELN SEHEN Ostermarkt, 10.45 Uhr Ev. Gemeindezentrum, KA-Knielingen Mit Familiengottesdienst Viva Color, 11 Uhr Naturkundemuseum, Karlsruhe Führung am Sonntag Verk.offener Sonntag, 13 Uhr Innenstadt, Ettlingen Bummeln und Flanieren Kinder-Flohmarkt, 14 Uhr Ringwald-Halle, KA-Wolfartsweier M.O.S.A.I.K. Familienzentrum HÖREN Saitenwellen, 16 Uhr Orgelfabrik, KA-Durlach Improvisation auf der E-Geige

Stummfilmtage, 15 Uhr Studentenhaus, Karlsruhe Originalfassung mit Zwischentiteln „Über den Klee“..., 19.30 Uhr marotte, Karlsruhe Figurentheater-Festival TANZEN Oos Brothers, 11 Uhr Vogelbräu, Ettlingen Mischung aus Blues, Rock und Soul Jazz am Hof, 19 Uhr Birkenhof, Karlsruhe Musik mit Sandie Wollasch Erika Stucky, 20 Uhr Tollhaus, Karlsruhe, Jazz, Folklore, Rock


4 I GESCHÄFTSWELT

BOULEVARD BADEN I Anzeigensonderveröffentlichung I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

Ettlingen (bb). Den ganzen Monat März nimmt Curves Ettlingen an der jährlichen Curves Spenden-Aktion teil, um die Tafeln vor Ort zu unterstützen. Mit der weltweit von Curves organisierten LebensmittelSpenden-Aktion wurden im letzten Jahr knapp 3,5 Millionen Kilogramm Lebensmittel an Hilfseinrichtungen in Gemeinden auf der ganzen Welt geschenkt. Curves Ettlingen gibt neuen Kunden die Möglichkeit bis zum 27. März bei Curves Mitglied zu werden, ohne eine Aufnahmepauschale zu bezahlen, wenn sie eine Tasche haltbarer Lebensmittel mitbringen. Diese Aktion ermöglicht Frauen in Ettlingen eine kostenlose Mitgliedschaft zu erwerben, etwas für ihre Gesundheit zu tun, und gleichzeitig notdürftigen Menschen in ihrer Gemeinde zu helfen.

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Unterstützung für die Tafeln

Bis Ende März erhält man bei Curves in Ettlingen eine kostenlose Mitgliedschaft, wenn man eine Tasche haltbarer Lebensmittel mitbringt.

„Die Curves Tafel-Spenden-Aktion ist immer sehr spannend“, berichtet Gabi Knebel, Inhaberin des Studios in Ettlingen. „Letztes Jahr hatten wir es geschafft, über 1,1 Tonnen haltbarer Lebensmittel zu sam-

meln und an Frau Thoma vom Tafelladen Ettlingen zu übergeben. Dieses Jahr ist unser Ziel mindestens 1,2 Tonnen haltbarer Lebensmittel zu sammeln bis jetzt haben wir schon über eine halbe Tonne.“

Karlsruhe (bb). Am heutigen Sonntag findet im Festspielhaus Baden-Baden ein Kindertanzfest unter dem Motto „Let's dance!“ statt. Bei dieser Veranstaltung lernen die Teilnehmer in Workshops die coolsten „Moves“ von modernem Tanz bis HipHop. Die Workshops werden von Profis von „Junger-Tanz-Iwanson“ aus München geleitet, eine der namhaftesten europäischen Ausbildungsstätten für zeitgenössischen Tanz. Später zeigen die Meisterschüler und Absolventen der Iwanson-Schule in einer öffentlichen Aufführung Tanz in Vollendung. Dabei führen auch die Kinder ihr gerade Einstudiertes vor. Die beiden Vorausbildungsklassen der in der Erzbergerstraße ansässigen Tanzschule X-TRA DANCE nehmen an dieser Veranstaltung teil. Die Aufführung beginnt um 16.30 Uhr. Tickets gibt es direkt beim Festspielhaus. Infos: www.x-tra-dance.de.

I Werling informiert bei Reisser

Infotag rund ums Thema „Wasser“ Karlsruhe (bb). Die Firma Werling lädt am Montag, 29. März, um 18.30 Uhr zu einem Infotag bei Reisser in der Ziegelstraße 4 in Karlsruhe. Dabei geht es um Wasser. Die Wasserversorger liefern ein Trinkwasser, das chemisch, biologisch und hygienisch einwandfrei ist und der deutschen Trinkwasserverordnung sowie der DIN 2000 entspricht. Die Trinkwasserqualität wird laufend und intensiv überwacht, damit ein Höchstmaß an Sicherheit für den Verbraucher gewährleistet ist. Trotzdem kommt es je nach Wasserqualität im Haushalt zu Problemen mit Wassersteinbildung und Korrosion. Auch die technischen Anforderungen an das Wasser sowie unser Komfortbedürfnis lassen sich mit der Wasserqualität nicht immer in Einklang bringen. Der tägliche Wasserbedarf im Haushalt beträgt rund 140 Liter.

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KURZ & BÜNDIG

I Spenden-Aktion bei Curves

Werling ist Spezialist in Sachen Gebäude- und Energietechnik, Klima, Wärme und Wasser.“

Nur drei Liter werden zum Kochen und Trinken verwendet. Der Rest wird für die Körperpflege, zur Reinigung von Geschirr, Wäsche benutzt. Für diese Aufgaben ist das Trink-

wasser in aller Regel nicht vorbereitet. Es kann im eigenen Haus durch gezielte Trinkwasserbehandlung diesen Anforderungen jedoch angepasst werden. Infos: www.werling.de

I Seit 20 Jahren bei Jacob Elektronik

I Unternehmen präsentieren sich bei www.durlacher.de

Hervorragende Beratung – günstige Preise

Durlachs schönste Seiten

Ort abholen. Wer aber unschlüssig ist, welches Gerät für den jeweiligen Bedarf das richtige ist, für den nehmen sich die Kundenberater des Unternehmens gerne Zeit, um das passende Gerät zu finden. Eine auch von vielen Kunden gerne genutzte Dienstleistung ist der Reparatur- und Vor-Ort-Installations-Service des Unternehmens. Von einem Team aus ausgebildeten IT-Fachleuten können die meisten Reparaturen und Überprüfungen an defekten Geräten direkt und zeitnahe in Karlsruhe durchgeführt werden. Darüber kann man sich auch bei Problemen mit der Installation von Programmen oder Hardware von den Experten des Jacob Elektronik-Teams helfen lassen.

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Karlsruhe-Durlach (bb). Einen Computer-Händler, der sich ausführlich Zeit für die Beratung seiner Kunden nimmt und seine Produkte auch noch zu herausragend günstigen Preisen anbietet, gibt es in Durlach in der Ottostraße 18. Die Jacob Elektronik GmbH, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, hat sich auf den Vertrieb von PCs, PC-Zubehör und Multimediaprodukten im Allgemeinen spezialisiert. Unter www.jacob-elektronik.de findet man ein Produktsortiment, das zurzeit mehr als 160.000 lieferbare Artikel von rund 300 namhaften Herstellern umfasst. Wer seinen Bedarf bereits kennt, kann dort schnell und einfach die gewünschten Produkte online bestellen und dann vor

Karlsruhe-Durlach (bb). Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein und nutzen Portale und Verzeichnisse, um sich über die Einkaufsmöglichkeiten an ihrem Wohnort zu informieren. Interessant sind hierbei neben dem eigentlichen Angebot auch die Öffnungszeiten und Kontaktdaten der Händler, Handwerker und Dienstleister. Auf dem Bürger-Portal präsentieren sich seit einiger Zeit Unternehmen aus Durlach und der Region mit einer eigenen Karlsruhe (bb). Das Reiseland Reisebüro am Kro- liche Produktauswahl zu einem optimalen Preis- Seite und Newsbeiträgen in der nenplatz bietet als neutrales Vollreisebüro Pauschal- Leistungsverhältnis. Büroleiter Christian Gerwig sogenannten „Ladentheke“. und Bausteinreisen, Kreuzfahrten, Flüge, Hotels, und sein Team wurden zudem als Kreuzfahrten- Der Bereich Wirtschaft, wie Mietwagen, Eintrittskarten zu Musicals und Events, und Städtereisen Experten ausgezeichnet und gar- auch das ganze Portal selbst, Bahntickets und vieles mehr an. Grundsätzlich antiert seinen Kunden dank zahlreicher Schulun- wird ständig erweitert und mit werden Reiseangebote aller Veranstalter verkauft, gen und Weiterbildungen eine hervorragende Be- neuen Funktionen ausgestattet, die auf dem Markt von Bedeutung sind, darunter ratung mit Herz, wie Gerwig ausdrücklich betont. so dass sich ein Besuch immer lohnt. Ein weiterer Aspekt des beispielsweise AIDA, TUI, Thomas Cook, ITS, DerPortals ist die Präsentation der tour oder Alltours. Dies garantiert eine größtmög- Infos: www.reiseland-karlsruhe.de

Reiseberatung am Kronenplatz

Vereine, Organisationen und Einrichtungen in Durlach, Aue und Bergwald, sowie der Veröffentlichung deren Termine und Neuigkeiten. Die Aktualität und das ruhige Auftreten des Internetportals sorgen neben den vielen Bildern und dem Veranstaltungskalender für einen wachsenden Zuspruch von derzeit durchschnittlich 12.000 Besuchern im Monat. Diese lokale Stärke mit dem regionalen Angebot von Boulevard Baden zu verknüpfen, ist derzeit Thema von Gesprächen beider Medien. Erste Ergebnisse und konkrete Umsetzungen sind noch für das erste Halbjahr 2010 geplant. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.durlacher.de

Unterstützen Sie mit uns ein AIDS-Waisenhaus in Niger (Afrika). Weitere Infos unter www.roeser-presse.de

Blickfang! Werbung auf dem Video-Board. Bei Interesse: Tel. (07 21) 37 19-0 Fax (07 21) 37 19-3 00 www.roeser-media.de


AUS DER REGION I 5

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

ÜBER 50.000 EURO 52.791 Euro hat die UNICEF-Kinderstadt Karlsruhe 2010 bis dato gesammelt. Bis Ende April fließen diese Gelder in die Soforthilfe für Haiti. Danach werden die Hilfsprojekte Niger und Burundi unterstützt. Beim Radio Regenbogen Award in der Schwarzwaldhalle am 19. März gehen 40 Euro pro Eintrittskarte an die Kinderstadt. » www.boulevard-baden.de: Die TOTAL LOKAL Suchmaschine

Karlsruhe (bla). War das Urteil der Jury im Wettbewerb um die Gestaltung der Kaiser- und der Karl-Friedrich-Straße nach der Untertunnelung im Rahmen der Kombilösung schon eine Vorentscheidung? Der Beitrag des Büros Mettler Landschaftsarchitektur (Berlin) und AV 1 Architekten aus Kaiserslautern machte mit 15:0 Stimmen jedenfalls eindeutig das Rennen. „Das Preisgericht würdigt das prägnante Konzept, mit dem es gelingt, ein unverwechselbares und hochwertiges Stadtbild für die Kaiserstraße und die Via Triumphalis zwischen Fußgängerzone und Ettlinger Tor zu formulieren“, schreibt die Jury in ihrer Bewertung. Die Architekten erhalten für ihren Beitrag 38.000 Euro. Der Entwurf sieht zwischen Mühlburger, Durlacher und Ettlinger Tor einheitliche Beläge in Granit und ornamentale Bänder aus farbigem Natursteinpflaster vor. „Die für die Möblierung eingesetzten Materialien (Messing und Thermoholz) erfüllen den Anspruch, den öffentlichen Raum optisch und atmosphärisch aufzuwerten“, so die Jury. Der östliche und westliche Abschluss der Kaiserstraße soll ausge-

FOTO I STADT KARLSRUHE

Entwurf mit Natursteinpflaster Favorit

So sehen die Architekten Mettler (Berlin) und AV 1 (Kaiserslautern) die Gestaltung des Europaplatzes.

sprochen grün betont werden. Auch der Zugang zum KIT-Campus soll offen und transparent gestaltet, der Berliner Platz mit einer Baumreihe begrünt werden. Die östliche Kaiserstraße wollen die Planer durch eine Baumreihe aufwerten. Der Entwurf der Planer aus Berlin und Kaiserslautern dürfte mit dem Votum der Jury unter Vorsitz des Stuttgarter Architekten Dr. Franz

Pesch zwar für die endgültige Entscheidung favorisiert sein, doch werden auch die Beiträge auf Platz zwei (eine Arbeitsgemeinschaft aus München, 11:4 Stimmen, 30.000 Euro) und drei (Terra nova aus München, gestaltete auch den Bahnhofsvorplatz und erhielt nun 9:6 Stimmen und 24.000 Euro) noch Beachtung finden. Bürgermeister Michael Obert sagte im Planungs-

ausschuss: „Es wird nicht billig, aber muten Sie der Stadt keine billige Lösung zu“. Die Entwürfe liegen bis zum 26. März im ehemaligen Postchekkamt, Kriegsstraße 100 (I. OG, Raum 1.88) öffentlich aus. Zuerst wird der Europaplatz ab Ende 2011 umgestaltet, nachdem die dortige Station fertig ist, 2012 soll der Marktplatz folgen.

Kulturtag am Sonntag

„Über Grenzen laufen“

Karlsruhe (bb). Im Nachgang zum Internationalen Frauentag in dieser Woche veranstaltet der Kinder- und Jugendtreff Südstadt, Augartenstraße 21, am heutigen Sonntag einen Kulturtag. Besucherinnen und Besucher können sich an diesem 14. März zwischen 14 und 20 Uhr auf ein Bühnenprogramm mit Gedichten, Folkloretänzen, Liedern, Theater und Zauberei freuen. Höhepunkt ist dabei die Aufführung eines Theaterstücks der Mädchen-

Rheinstetten-Forchheim (bb). Am Dienstag, 16. März (20 Uhr), stellt der 31-jährige Extremsportler Norman Bücher seine Laufabenteuer in einem Multivisionsvortrag im Clubhaus der Sportfreunde Forchheim vor. In diesem Vortrag erzählt der gebürtige Rheinstettener, wie er um das majestätische Mont-Blanc Massiv läuft und dabei 166 Kilometer, 9.400 Höhenmeter sowie drei Länder passiert. Im zweiten

gruppe des Treffs. Für Kinder gibt es Angebote auf dem Kinderdach, außerdem werden Waffeln gebakken, ergänzt mit Mal- und Kreativangeboten. Für alle anderen gibt es nach dem Rahmenprogramm außerdem Musik und Tanz. Der Eintritt kostet inklusive einem kaltwarmen Buffet 5 Euro (Jugendliche ab 14 Jahre: 3 Euro, Kinder: 1 Euro). Der Erlös der Veranstaltung geht an das Projekt „Unicef Kinderstadt 2010“.

I Ihr Medienberater (IHK/BVDA)

Matthias Brieger für das Gebiet: KA-Innenstadt Schwerpunkt: BB-Magazine Telefon 07 21 / 93 38 02 - 25, Fax - 99 25 Mobil 01 51 / 16 23 31 10 E-Mail mbrieger@roeser-presse.de

Teil berichtet Bücher von seinem 100-Meilen-Etappenlauf im indischen Himalaya. Norman Bücher geht es nicht nur um das Erforschen der eigenen Grenzen. Seine Botschaft ist, dass jeder in seinem Bereich seine individuelle Grenze überwinden kann. Eine Voranmeldung unter Sportfreunde.Leichtathletik@web.de ist erwünscht. Info: www.sportfreunde-forchheim.de

Karlsruhe (dei). „Wir konnten ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der Jahresbilanz 2009 erreichen“, erläuterte Dr. Wolfgang Müller, Vorstandsvorsitzender der BBBank bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. Erfreulich sei auch der Zuwachs an Mitgliedern, der gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. 18.585 Neumitglieder (insgesamt 359.412 Kunden bundesweit) umfasst die BBBank, deren Zentrale sich im neu umgestalteten Gebäude in der Herrenstraße befindet. Ziel sei es für die Zukunft, so Müller, weitere Neukunden zu gewinnen. Auch bei den Mitarbeitern investierte das Unternehmen: Zum Jahresende beschäftigte die Genossenschaftsbank insgesamt 1.615 Mitarbeitern; eine Erhöhung um 88 Personen. „2009 war für uns ein Jahr der Investitionen“, merkte Müller an. Zehn neue Auszubildende stellte die BBBank zusätzlich ein, 144 unterhält das Unternehmen insgesamt. Zudem wurden bundesweit seit 2007 insgesamt 14 neue Filialen eröffnet. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009 um 8,4

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„Ein zufriedenstellendes Ergebnis“

I Wettbewerb zur Gestaltung der Kaiser- und Karl-Friedrich-Straße

Ein Dreigestirn auf Vorstandsebene (v.l.): Dr.Wolfgang Müller, Gabriele Kellermann und Andreas Haag.

Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen betrug12,7 Milliarden Euro. Im Kundenkreditgeschäft konnten die Ausleihungen um ein Viertel gesteigert werden. Der Hauptwachstumstreiber war erneut die Baufinanzierung. Auch im Bereich Baudarlehen steht die Bank mit 9.309 bearbeiteten Baudarlehen bei 2,5 Mal so vielen Abschlüssen wie im Vorjahr. Eine Auszeichnung mit dem FMH-Award gab es als „Bester

Baufinanzierer 2009“. Die Einlagen der Kunden legten um 400 Millionen Euro – ein Plus von 7,5 Prozent – auf 5,7 Milliarden Euro zu. Rückläufig hingegen waren die Kundenfestgelder. Ihr Bestand verringerte sich um 926 Millionen Euro (-79,2 Prozent) auf 243 Millionen Euro. Das Risikoergebnis der Bank hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (drei Millionen Euro). Gleichzeitig konnte die Kreditvergabe ausgeweitet werden.


6 I AUS DER REGION

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

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I Durlacher Projekt veranstaltet „Madricks 1. Eurorallye“

Lafit-Fitness für die ganze Familie

Wer ist die sozialste Stadt im Land?

Im Lafit in Blankenloch gibt es die verschiedensten Sport- und Kursarten.

über Skifreizeiten bis hin zu RadAusflügen ist dabei alles geboten. In ihrem Fitnessstudio sorgen die Wagners immer für Highlights für die ganze Familie: „Im Sommer grillen wir beispielsweise gemeinsam auf unserer Terrasse mit Quellgarten, veranstalten Themenabende oder richten Kindergeburtstage aus“, verrät Rudi Wagner das Geheimnis des Lafit-Wohlfühl-Ambientes. „2006 haben wir ReAktiv Stutensee, einen Reha-Verein, gegründet“, freut sich Rudi Wagner über ein weiteres außergewöhnliches Angebot, dank dessen ambulante Therapien nach Reha-Aufenthalten in dem Fitness-Studio möglich sind. Neben

dem Angebot einer LungensportGruppe deckt ReAktiv mit Fachübungsleitern unter anderem Kurse für Schlaganfall-, Demenzund Epilepsie-Betroffene ab. An Krebs oder Parkinson-Erkrankte oder Menschen mit geistiger oder einer Lern-Behinderung sowie einem Aufmerksamkeits-DefizitsSydrom werden ebenso behandelt. Bei Lafit profitieren Gäste neuerdings auch von einer Vibrationsplatte, die auch wippen kann. „Die Platte kann aber auch von Gesunden, Sportlern und für den Präventionsbereich genutzt werden“, erläutert Wagner. Weitere Infos unter www.lafit.de

Karlsruhe-Durlach (bb). Das Ziel, das sich die Durlacher CSR-Agentur (CSR = Corporate Social Responsibility) Madricks gesteckt hat, besteht darin, 1000 sozial benachteiligte Kinder in ein pädagogischkonzipiertes Sommercamp zu bringen. Dafür suchen die Initiatoren Matthias Diedrich und Angela Wipper von Durlach aus deutschlandweit Städte, Firmen, Institutionen, Verbände oder Vereine, die Teams in das Rennen um die sozial-aktivste Stadt Deutschlands schicken. Los geht es am 10. Oktober in ganz Deutschland mit der Opening Tour für die „Madricks 1. Eurorallye“. Mehr als ein Jahr lang können die teilnehmenden Teams an ihren Heimatorten ihre soziale Ader unter Beweis stellen. In den Bereichen Kinderarmut verringern, Bildung fördern und Völkerverständigung optimieren haben die Teams 13 Monate lang Zeit, ihrer Kreativität für den guten Zweck freien Lauf zu lassen. Mit bundesweit gleichzeitig stattfindenden Aktionen wie

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Das in Durlach ins Leben gerufene Projekt „Madricks 1. Eurorallye“ sucht in einem bundesweiten Wettbewerb die sozialste Stadt Deutschlands. In Zeiten knapper Kassen und Hartz IV lockt mit Madricks ein soziales Abenteuer, in das jeder Bürger, jede Stadt und jede Firma in ganz Deutschland eintauchen kann.

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Die Macher der Madricks 1. Eurorallye, Angela Wipper und Matthias Diedrich, suchen für ihr Ziel 100 Teams.

beispielsweise Kettcar-Rennen auf den Marktplätzen können Mitstreiter gewonnen und Spenden gesammelt werden. Wettkampffieber wird sich hier von ganz allein breit machen, denn die Bewertung der Aktionen ist relevant für den Startplatz bei der im Mai 2012 stattfindenden 12 Tage-Tour durch

Einkaufen in der Nordweststadt Karlsruhe-Nordweststadt (cn). Erste Früchte trägt der Einsatz der Bürgergemeinschaft in der Nordweststadt, die Nahversorgungssituation in dem Karlsruher Stadtteil zu verbessern. So soll bis Sommer/Herbst 2011 ein Nahversorgungszentrum entstehen, das einen Discounter und einen Vollsortimenter integriert. Die Bürgergemeinschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und Betreibern intensiv um eine Lösung für eine optimale Versorgungslage bemüht. Die Ergebnisse dieser Bemühungen stellten in dieser Woche Andreas Erlecke, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, Andreas Mangold und Gerd Handl von der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe vor. Vor 100 interessierten Bewohnern des Stadtteils beschrieb Erlecke zunächst die problematische Lage: „Die Nordweststadt verfügt im Lebensmittelbereich lediglich über einen kleinen Discounter mit zirka 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für über 11.800 Menschen. Ergänzt wird dieser durch zwei Metzgereien, vier

Europa – von Hamburg über Stockholm zum Bottnischen Meeresbusen mit dem Ziel Warschau. Die Route umfasst in drei Etappen knapp 6000 Kilometer Land- und Küstenstraßen mit Sonderprüfungen in Skandinavien. Die 16 deutschen Bundesländer sind mit ihren Städten ab

sofort aufgerufen, in den sozialen Wettstreit zu treten. Von München über Karlsruhe bis Berlin: Welche Stadt stellt die meisten Teams für das MadricksProjekt? Die Anmeldung der Teams ist ab sofort möglich. Die Startplätze sind auf 100 limitiert. Infos: http://rallye.madricks.eu

Zwischenspiel für die Seele Karlsruhe (bb). Wolfgang Abendschön & Akzente gastieren am heutigen Sonntag, 14. März, um 19 Uhr mit Rock & Gospel in einem Zwischenspiel für die Seele in der Kleinen Kirche beim Marktplatz Karlsruhe. Als Gäste sind der

Meister des Ober- und Untertongesangs Epi und die Tänzerin Oyuntuya aus der Mongolei mit dabei. Gastgeber ist Stadtkirchenpfarrer Dr. Splinter. Der Eintritt ist frei. Es gibt ein Info-Telefon unter: 0721/88 54 66.

Freies Leben für Frauen FOTO I BB

Stutensee-Blankenloch (cn). Seit 22 Jahren bietet das Sport- und Freizeitzentrum Lafit im Blankenlocher Industriegebiet Nord mit seiner familiären Atmosphäre eine ganz besondere Sport-, Freizeitund Erholungsstätte. „Unsere Stammkunden kommen seit Jahrzehnten zu uns“, freuen sich die Inhaber Rudi und Jutta Wagner. 1989 siedelte sich das Ehepaar mit seinem Sportcenter. Mit einem Team von zwölf Mitarbeitern haben sich die Wagners heute ein mittelständisches Unternehmen geschaffen, das durch seine individuellen Angebote alle Altersgruppen anspricht. Neben drei Auszubildenden zum Sportund Fitnesskaufmann sind auch Berufsakademie-Studenten im Lafit beschäftigt. An sieben Tagen in der Woche haben Bewegungs- und Entspannungsfreudige im Lafit Gelegenheit, Sport- und Kursarten nachzugehen, an modernsten Geräten Kraft und Ausdauer zu trainieren, die Schwimmschule zu besuchen oder einfach nur den über 200 Quadratmeter großen Sauna- und Wellness-Bereich zu genießen. Im InForm-Treff bekommen Interessierte die besten Tipps und Tricks, um durch richtiges Essen abzunehmen und durch sportliche Übungen fit zu werden. Als erfahrener Sport-Lehrer, der auch selbst Kurse wie Rücken-Zirkel-Training oder Präventionskurse gibt, organisiert Rudi Wagner mit seiner Frau und mit dem Reisebüro von Ulrike Joshani in Friedrichstal regelmäßig Aktivitäten wie Wochenend-Trips für Jung und Alt. Von Wander- und Städtetouren

In der Nordweststadt soll bis Sommer 2011 ein Nahversorgungszentrum entstehen.

Bäckereien und zwei Getränkemärkte in Streulage.“ Die Bewohner des Stadtteils müssten zum Einkaufen in andere Stadteile ausweichen. Dies sei gerade für ältere Mitbürger und Familien mit Kindern schwierig. Auf dem 7808 Quadratmeter großen Gelände entlang der Josef-Schofer-Straße sollen deshalb ein Vollsortimenter und ein Discountmarkt errichtet werden. „Diese Kombination wird eine optimale Versorgung der Nordweststadt sicherstellen“, kündigte Wirtschaftsförderer Mangold an. So soll im Bereich des Geländes entlang

der Josef-Schofer-Straße, auf dem sich heute ein kleinerer Penny-Markt befindet, ein ca. 1.400 m² großer Discounter mit 800 m² Verkaufsfläche entstehen. Während der Bauphase soll der derzeitige Markt weiterhin betrieben werden. Nach der Fertigstellung des Neubaus erfolgt der Abriss des bisherigen Marktes. An seiner Stelle wird der Vollversorger errichtet. „So können die Nordweststädter in Zukunft die Dinge des täglichen Bedarfs in ihrem Stadtteil einkaufen und sind nicht mehr gezwungen in andere Stadteile auszuweichen.“

I Zum Thema Das Highlight des neuen Einkaufzentrums in der Karlsruher Nordweststadt wird die „Arena Nordwest“. Auf dem Gelände des künftigen Einkaufzentrums befindet sich derzeit ein Bolzplatz für Kinder und Jugendliche. Diesen wollten die Bürger mit der neuen Nutzung in Einklang bringen. Investoren und Stadtverwaltung erarbeiteten daraufhin einen Vorschlag, der einen Fußballplatz auf dem Dach des Discounters vorsieht.

Karlsruhe (bb). „Anlässlich des Weltfrauentages am vergangenen Montag haben die Liberalen Frauen noch einmal die Forderung an die Gesellschaft erneuert, die Bedingungen zu schaffen, dass alle Frauen ihr Leben frei und selbstverantwortlich gestalten können“, betont Rita Fromm, die Vorsitzende der Liberalen Frauen Mittelbaden und Stadträtin in Karlsruhe ist. Obwohl Frauen und Männer nach dem Gesetz gleichberechtigt sind, sehe die Realität anders aus. Dies zeige sich unter anderem daran, dass es nach wie vor sehr wenig Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft und Wissenschaft gebe und dass Frauen auch heute noch weniger verdienen für die gleiche Arbeit als Männer. Die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern setzt einen gesellschaftlichen

Wandel im weiblichen und im männlichen Rollenverständnis voraus. Die Liberalen Frauen fordern deshalb vor allem Aktivitäten in der Bildungspolitik (Beeinflussung des Berufswahlverhaltens, Abbau von Rollenklischees), in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik (frauen- und familienfreundliche Personalpolitik, Flexibilisierung der Arbeit, Entgeltgerechtigkeit und die Abschaffung der Steuerklasse V). Um eine echte Chancengleichheit zu erreichen, muss das Kinderbetreuungsangebot weiter ausgebaut werden und allein Erziehende müssen besser unterstützt werden. „Frauen sind besser qualifiziert als jemals zuvor und bringen besondere Perspektiven, Wissen und Erfahrungen mit, auf die die Gesellschaft nicht verzichten sollte“, gibt Rita Fromm zu bedenken.


MODE I 7

BOULEVARD BADEN I Anzeigensonderveröffentlichung I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

Leopoldshafen (bb). Das besondere Modell für den schönsten Tag im Leben: Welche Frau wünscht sich dieses nicht für ihren Hochzeitstag? Schon bei der ersten Anprobe ist es das Anliegen von La Mariée, Braut- und Abendmode in gefühlvollem Ambiente, in Leopoldshafen, dass man die zukünftigen Bräute ein wenig auf dem Weg zur Hochzeit begleitet.

Ein gefühlvolles Ambiente ist dabei notwendig. Auch für das Drumherum ist bei „La Mariée“ gesorgt. Hier gibt es die passenden Schuhe zum Traumkleid, welche ohne viel Aufwand nach der Hochzeit in jeder beliebigen Farbe eingefärbt werden können. Die passenden Dessous, welche für den perfekten Sitz des Kleides sorgen, sowie eine Auswahl an verschie-

denen Schleiern, Handschuhe, Schmuck und viele weitere Accessoires sind ebenfalls im Sortiment enthalten. Um den persönlichen und individuellen Geschmack zu treffen, können Damen vor Ort ihre Kleider in unterschiedlichen Stilrichtungen ausprobieren. Hier unterstützt das Team gerne und berät kompetent und professionell.

Im Marinelook gen Frühling Accessoires für Region (bb). Blau-Weiß gestreift kommt er daher: Der Marinelook, der in diesem Frühjahr wieder für zahlreiche Damen ein „Must Have“ ist. War der Ringellook einst oft nur in der Kindermode präsent, entwickelt er sich bei T-Shirts, Schals, Hosen, Taschen und dergleichen zu einem wahren Hingucker. Navyblau und Weiß, das passt du Ballerinas ebenso wie zu einer knallengen Jeans und High Heels. Mit modischen Gürteln in Gold oder Rot, lockt der Marinestil mit Motiven wie Muscheln, An-

kern oder Krebsen nicht nur zum Kauf für den Osterurlaub, auch im Büroalltag kann man sich den Tag mit derartigen Kleindungsstücken versüßen. Warum nicht einmal einen weißen oder roten Blazer mit Sandalen und blauweiß Kombinationen verknüpfen? Bei der Mode sollte schließlich nach dem langen Winter alles erlaubt sein. Und, wem es gefällt, der kann auch schon mal seine Frühlingskleider aus dem Kleiderschrank holen. Oder seine leichten Westen, die in den buntesten Farben ob rot, blau oder gelb daher kommen.

den Frühling

Region (bb). Wer kennt das nicht, die Haare strähnig, der Pulli langweilig, man mag sich am Morgen so gar nicht im Spiegel ansehen. Bei diesem unguten Gefühl schaffen modische Accessoires Abhilfe. Eine schicke Mütze oder einen ausgefallenen Hut aufgesetzt, an den Pulli eine Blüten-Brosche in gelb oder grün angesteckt oder eine modische Kette um den Hals gelegt. Die Modelle sind vielfältig, wie die Mode selbst. Ob im Marine-Look oder in angesagten Fliedertönen – der lange Winter muss mit Farbe endlich weichen.

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Lässige Accessoires für die Augen

Ob für den Strandurlaub oder beim Cabrio fahren – Sonnenbrillen sind in diesem Sommer ein Muss.

Region (djd/pt). Nicht nur Sonnenschutz, seit Jahren sind sie schon moderne Accessoires nicht nur im Sommer, sondern auch zwischen den Zeiten: Schicke Sonnenbrillen. Ob auf der Nase, im Haar oder locker ins Hemd eingehängt, sie unterstreichen den lässigen Sommerlook. Doch die coolen Gläser sollen nicht nur gut aussehen, sondern auch die schädlichen UV-Strahlen abschirmen. Fachhändler empfehlen qualitativ hochwertige Marken wie Sonnenbrillen, die mit patentierter Polarized Plus 2Glastechnologie ausgestattet sind. Sie schützen die Augen vor Blendungen und extremen Lichtverhältnissen besonders effektiv. Gleichzeitig filtern die Gläser die einfallenden Strahlen so, dass die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau stärker hervortreten und sich Kontrast und Farbqualität erhöhen. Ein Vorteil für diejenigen, die nach einem leistungsfähigen Blendschutz für den Urlaub im Schnee oder am Meer suchen, ist die mehrfache Entspiegelung auf den Innen- und Außenflächen der Gläser. Dadurch wird sowohl das von oben einfallende als auch das von unten zurückgeworfene Licht abgeblockt. Ob klassische oder Sportbrillen – fragen Sie am besten ihren Augenoptiker nach einem individuellen Modell.

Region (dtd). Raus aus den dikken Pullovern und rein in die neue Frühlingsmode. Das wünschen sich wohl die meisten Frauen (und Männer) am Ende des Winters. Regale und Kleiderständer in Kaufhäusern und Boutiquen sind prall gefüllt und zeigen die neue Mode. Drei Trends sind in diesem Jahr überall zu finden: Jersey, Jeans und Military-Cargolook. Die Modeexpertin Thekla Tillmann, die seit Jahren Frauen und Männer neu einkleidet, gibt Tipps, wie man die aktuelle Fashion am besten trägt. Teile aus Jersey sind bequem zu tragen und umspielen in weich fließenden Formen den Körper. Kleider und Shirts erhalten dekorative Drapé-Partien. Neu ist, dass sogar Blazer und Hosen aus dem Wohlfühlmaterial gearbeitet sind. „Bei weichem Material wie Jersey ist es wichtig, auf eine gute Qualität und Passform zu achten“. Eine Hose aus Jerseystoff sollte eher klassisch geschnitten sein. Sie darf nicht wie eine Jogginghose herumschlabbern“, erklärt Tillmann. Kombinieren kann man die neue Jerseyhose mit einem gut sitzenden kurzen Blazer. Leinen und Baumwolle dürfen in diesem Jahr knittern. Ruhig und soft sind auch eher die Farben dieses Trends: Helle Töne in feinen Abstufungen, ohne große Kontraste. Akzente werden übrigens bei jedem Look durch Accessoires gesetzt. „Lange Ketten bis zum Bauchnabel, die auch doppelt geschlungen werden können oder Schals und verschiedene Armbänder sind vielfältig kombinierbar und sollten bei keiner Frau fehlen“, weiß die Modeexpertin. Comeback der Jeans: Wohlfühlen können sich die Frauen auch in der neuen Jeansmode. Die Röhrenjeans bleibt up to date, die Boyfriend-Jeans ist die bequeme Alternative dazu. Sie sitzt lässig auf den Hüften und die Hosenbeine werden auf Wadenhöhe gekrempelt. Aktuell blei-

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Ein Traum von einem (Braut-)Kleid Trends: Ob rot, blau oder schwarz

Römer- und Gladiatorensandalen sind das absolute Muss in der kommenden Frühlingssaison.

ben Römer- und Gladiatorensandalen ebenso wie Mokassins aus weichem Leder und lässige Bootsschuhe. Ungefütterte Sommerstiefel mit weiteren Schäften

und Perforationen passen vor allem zu Shorts und Hemdblusenkleidern. Clogs und Sabots wird man in diesem Sommer verstärkt finden.

High-Heels sind immer noch angesagt, viele aber mit „alltagstauglichem“ Keilabsatz. Neu ist der Sandal Boot, eine Kombination von Sandale und Stiefel.

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8 I PORTRAIT KLAUPRECHTSTRASSE

BOULEVARD BADEN I Anzeigensonderveröffentlichung I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

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Idyllisch gelegen, lädt die Klauprechtstraße zum Bummeln und Einkaufen ein.

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Karlsruhe. Alles übersichtlich in einer Straße aufzufinden, das ist der große Vorteil der Klauprechtstraße. Hier werden die Kunden freundlich bedient, ob im Dienstleistungsfachgeschäft oder beim Bäcker. Als erster Servicepunkt begegnen dem Passanten eine große Vielfalt an Raumausstattungen, Polstermöbelauffrischungen, Gardinenservice; eine große Hilfe für Kunden, die mit guter Beratung ein schöneres Ambiente für zu Hause schaffen möchten. Zur Erholung und zum Verweilen lädt beispielsweise das älteste Cafe der Stadt ein. Der tägliche Bedarf an Brötchen, Brot und feinen Backwaren kann gleich mit gedeckt werden. Ist der Stromkreis mal unterbrochen oder liegen Schäden im elektrischen Bereich vor, fachgerechte Hilfe sorgt dafür, dass keiner im Dunkeln steht. Feine Fleisch- und Wurstwaren, Wild und Geflügel aus deutschen Landen oder ein Partyservice mit frisch zubereiteten Spezialitäten gibt es ganz in der Nähe. Im Herzen der Klauprechtstraße ist eine Begegnungsstätte für Menschen entstanden, die den Alltag hinter sich lassen wollen. Jeden Donnerstag treffen sich ältere und jung gebliebene Menschen. Ein Ort, in der die Freude am Leben groß geschrieben wird.

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Guter Service und Einkaufen hat in der Klauprechtstraße lange Tradition. Im Jahre 1887 nach dem Lehrer, Politiker und Ehrenbürger der Stadt Karlsruhe Johann Ludwig Josef Klauprecht benannt, ist sie in der heutigen Zeit zu einem Kleinod für Einzelhändler und Kunden geworden und war im Jahre 2006 sogar „Hauptdarstellerin“ der Fersehserie „Unsere Straße“. So führt sie Passanten beginnend an der Jollystraße in Richtung Westen über die Hirschstraße, Lenzstraße, Bürklinstraße, Boeckhstraße bis hin zur Brauerstraße.

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Im Herzen der Klauprechtstraße


AUS DER REGION I 9

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ist, dass an diesem Abend zum Mittanzen eingeladen wird. In bunten Gewändern oder in Tüchern umfangen, dürfen alle die Lust verspüren spontan mittanzen. Wer dieses Angebot neben dem Saunieren, also als Badegast annehmen möchte, zahlt den regulären Eintritt. Wer ausschließlich zum Konzert und Tanzen kommen möchte, zahlt lediglich den Kurzzeittarif. Im Vierordtbad Bistro gibt es an diesem Abend orientalische Köstlichkeiten.

Wer hat noch alte Fotos? FOTO I BB

Kundenzufriedenheit zeugt die große Anzahl an Stammkunden: „Viele kommen schon seit 30, 40 Jahren“, weiß SeniorChef Reinhard Ehrbrecht. Regelmäßige Weiterbildung sorgen für eine gleichbleibende Qualität, um im umkämpften Markt bestehen zu können. Zum Jubiläum gab es in der vergangenen Woche Aktionstage, an denen sich Firmen mit ihren Pflegeprodukten, wie Alcina“, „ArtDeco“ oder „Maria Galland“ (Foto: Beauty-Expertin Daniela Meyer) präsentierten. Doch auch über die Aktionstage hinaus bietet Ehrbrecht ständig wechselnde Angebote, Dienstleistungen und Aktionen an. Infos: www.ehrbrecht.eu

Karlsruhe (bb). Passend zum Thema „Tanz in den Frühling“ findet in der Rotunde des Vierordtbades am Freitag, 19. März, um 19.15 Uhr und um 20.15 Uhr eine musikalische Darbietung statt. Durch die rhythmischen und kraftvollen Lieder werden die Lebensgeister neu erwachen und die Lust auf Bewegung wird geweckt. Unter dem Thema „Baladi“ spielt Kathrin Beddig orientalische Lieder über die Sehnsucht für Querflöten und Darabukka. Das Besondere

Öffentliche Hausführungen gibt es erstmals im Hardtwaldzentrum.

Karlsruhe-Nordstadt (bb). Das Hardtwaldzentrum bietet erstmals öffentliche Hausführungen an. Die Führungen finden am Mittwoch, 31. März, Donnerstag, Schwimmbad auszubauen. Wer 29. April, Dienstag, 25. Mai und noch alte Fotos oder Ansichten des Dienstag, 29. Juni, statt. TreffFreibads hat, den bittet der Frei- punkt ist jeweils um 16 Uhr im badförderverein diese zur Verfü- Foyer im Erdgeschoss des Haugung zu stellen. Infos: Telefon (07 ses in der Karlsruher Nordstadt. 21) 49 16 71. Die Eigentümern er- Das Hardtwaldzentrum ist behalten ihre Bilder später wieder un- quem mit Bus Linie 73, Halteversehrt zurück. stelle Am Kanalweg und StraFOTO I BB

FOTO I MÜLLER

Karlsruhe-Hagsfeld (mm). Der Friseursalon Ehrbrecht ist seit 60 Jahren in Hagsfeld ansässig und ist damit eines der ältesten Unternehmen im Stadtteil. Entstanden aus einer kleinen Stube als Herrensalon in der Schwetzinger Straße im Jahre 1949 über den Umzug in die Karlsruher Straße und die Erweiterung um einen Damensalon 1957 präsentiert sich der Salon heute wieder in der Schwetzinger Straße als Friseur-, Kosmetik- und Beautysalon. Seit 2003 leitet Tanja Ehrbrecht (re.) den Salon in dritter Generation. Die Friseurmeisterin hat zusätzlich eine Ausbildung in Kosmetik und Aromatherapie absolviert. Von einer hohen

Hardtwaldzentrum im Blick

Frühlingsanfang im Karlsruher Vierordtbad

Pflege von Kopf bis Fuß

Karlsruhe-Wolfartsweier (bb). Das Freibad „Wölfle“ (hier im Winterkleid) wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Es wurde 1935 als „Schwimm-, Luft- und Sonnenbad Wolfartsweier“ eingeweiht, nachdem man beim Bau eines Brandweihers die Gelegenheit genutzt hatte, es zum

ßenbahnlinie 3, Haltestelle Heidehof erreichbar, aber es stehen auch ausreichend Parkplätze vor dem Haus zur Verfügung. Die Führungen sind kostenlos. Anmeldung erbeten unter Telefon 0721/91 23 00. Das Hardtwaldzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist ein für Baden-Württemberg einzigartiges Gesundheits- und Sozialzentrum. Das Haus bietet unter anderem eine Zahnarzt-

praxis, ein Kinderhaus, Mobile Pflege, Essen auf Rädern, mobile Rehabilitation, Krankengymnastik und den Club Orange eine Tagespflege für Senioren. Das Beratungsangebot umfasst Seniorenfachberatung, Selbsthilfebüro, Wohnberatung und Freiwilligendienst. Auch kann man hier Wohnpartnerschaften eingehen oder einen Raum für eine Veranstaltung buchen.


10 I DEIN HEIM

BOULEVARD BADEN I Anzeigensonderveröffentlichung I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

Region (djd/pt). Ist die dunkle Jahreszeit vorbei, locken erste Sonnenstrahlen Jung und Alt wieder in den Garten. Jetzt heißt es, Sandkästen, Gartenmöbel, Pergolen und hölzerne Terrassenböden für die bevorstehende Gartensaison fit zu machen. Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der regelmäßigen Schutz vor Witterungseinflüssen und Schädlingen wie Pilzen und Insekten braucht, um möglichst lange seine natürliche Schönheit zu bewahren. Doch Fachleute raten zur Vorsicht: Neben Lösemitteln, die in nahezu allen Farb- und Lackprodukten enthalten sind, finden sich in vielen Holzschutzmitteln biozide Inhaltsstoffe, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Deshalb sollten insbesondere Spielgeräte für Kleinkinder keinesfalls mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Schon durch den intelligenten Einsatz von Holz kann auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet werden. So lassen sich viele Holzteile bereits durch konstruktive Maßnahmen vor dau-

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erhafter Feuchtigkeit schützen. Durch Aufständern werden beispielsweise Pfosten zuverlässig vom feuchten Erdreich getrennt. Abgeschrägte Kanten sorgen für schnellen Regenabfluss, oder man schützt die Stirnflächen mit dekorativen Schutzkappen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Rahmenhöl-

zer sollten so verbaut werden, dass die Nut über der Feder sitzt, damit auch hier das Wasser ungehindert ablaufen kann. Mit lösemittel- und biozidfreien Holzschutzölen lassen sich Zäune, Carports, Gartenmöbel und Spielgeräte zudem mit einem flexiblen Anstrichfilm dauerhaft und umweltfreundlich vor Son-

ne, Wind und Wetter schützen. Ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit imprägnieren hochwertige Spezialöle neues Holz und frischen altes wieder auf. Mineralische Pigmente sorgen darüber hinaus für eine schöne Optik und schützen zuverlässig vor Vergrauung.

Region (djd/pt). Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling bringen es ans Licht: Von saftigem Grün und dichtem Wuchs ist nach den Strapazen des Winters auf den meisten Rasenflächen nicht viel übrig. Jetzt braucht der Rasen dringend Pflege. Wenn der Boden Ende März bis Anfang April vom Winterschnee getrocknet und auf etwa 10 Grad erwärmt ist, ist es Zeit für den ersten Rasenschnitt. Normaler Rasen sollte dabei auf 3,5 bis 5 Zentimeter gekürzt werden. Wer Zeit sparen will und den Rasen selten, dafür aber besonders kurz mäht, bewirkt das Gegenteil eines gesunden Rasens: Er dünnt die Grasnarbe aus. Als zeitsparende Alternative zum herkömmlichen Rasenmäher bieten sich neue Hightech-Gartengeräte, die den Rasen vollautomatisch mähen. Der Hobbygärtner muss nur Wochenprogramm und Schnitthöhe festlegen, dann verlässt der Mäher zum gewünschten Zeitpunkt seine Ladestation und arbeitet bei vollem Akku etwa zweieinhalb Stunden lang. Der Grünschnitt wird so zerkleinert, dass er als Mulch auf dem Rasen verbleibt und dem Boden dadurch wichtige Nährstoffe wieder zuführt.

Exakter Rasenschnitt ohne Anstrengung – der iMow MI 333 C von VIKING macht es möglich. Der Gartenbesitzer legt das Wochenprogramm fest und der Robotermäher erledigt die Mäh-Arbeit.

Die Nährstoffversorgung wird unterstützt, wenn Gartenbesitzer im Frühjahr mit einem Vertikutierer den Rasenfilz entfernen und gleichzeitig den verdichteten Boden aufbrechen. Für kleinere Flächen eignen sich Elektro-Rasenlüfter, auf größeren Arealen Benzinmodelle. Gute Düngung bereitet den Rasen nach der Durchlüftung auf die intensive Wachstumsphase von Anfang Mai bis Ende Juni vor. Eine dichte Grasnarbe erhält, wer den Rasen in dieser Phase zweimal wöchentlich mäht. Danach genügt

ein Grünschnitt pro Woche. Beim Bewässern heißt es im Sommer klotzen statt kleckern: 15 Liter Wasser pro Quadratmeter dürfen es sein. Der Spätsommer bietet sich an, um Unkraut auszustechen und schadhafte Stellen nachzusäen. Zum Abschluss des Rasenjahrs sollte der Gartenfreund den Boden im Oktober mit einer Düngung für den Winter stärken und so spät wie möglich einen letzten Schnitt auf drei bis fünf Zentimeter vornehmen. Dabei wird auch das Laub auf der Grünfläche entfernt.

Pflege für den Gartenteich

Grüne Attraktion im Garten

Region (djd/pt). Für viele Menschen gehört Wasser zum eigenen Garten einfach dazu. Teichanlagen und Schwimmteiche schmücken immer mehr Grünanlagen. Doch wie jedes Blumenbeet benötigt auch das heimische Feuchtbiotop eine regelmäßige Pflege. Eine kostenlose Infobroschüre gibt Teichbesitzern zahlreiche Tipps (www.swimming-teich.com). Die Themen reichen von Pflegetipps bis zu Buchemp-

Region (djd/pt). Als Kugel, Spirale oder originelle Tierfigur verschönern in Form geschnittene Sträucher viele Gärten und Balkone. Der Trend zur grünen Kunst mit der Schere hat eine lange Geschichte: Schon die alten Römer schmückten ihre Innenhöfe mit gestutzten Zypressen und Buchsbäumen. In den Gärten der Renaissance und des Barock erlebte der Formschnitt seine Blüte. Pfauen, Torbögen und ganze Labyrinthe können noch

fehlungen. Ein TeichpflanzenKalender veranschaulicht den Lesern, in welchem Monat die Sumpfpflanzen zu blühen beginnen, wie sie heißen und aussehen. Empfehlungen zu Pflegeutensilien und Hinweise auf die neuesten Trends runden die Infos ab und machen die 24 Seiten der Online-Broschüre zu einer Pflichtlektüre für Gartenbesitzer, die ihrem Teich etwas Gutes tun wollen.

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Gut gepflegt durchs Rasenjahr

I Chemischen Holzschutz durch natürliche Werkstoffe ersetzen

Baden

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heute in den historischen Gartenanlagen bewundert werden. Heute sind die kunstvollen Strauchformen wieder voll im Trend und verleihen zum Beispiel Terrassenaufgängen das gewisse Etwas. Praktisch jede Gärtnerei hat die immergrünen Pyramiden, Kugeln, Kegel oder Tierfiguren in ihrem Angebot – ebenso wie das passende Werkzeug, um die Pflanzen in Form zu halten. „Neben einer scharfen Strauchschere braucht der Gartenfreund

eine Portion Kreativität und Augenmaß oder das richtige Hilfsmittel“, erklärt Buchsbaumexperte Wilhelm Hönow. „Anfänger erleichtern sich mit Schablonen aus Karton oder Drahtgeflecht sowie Schneidebrettern für Hecken die Arbeit.“ Anfang Mai bis Ende Juni ist der beste Zeitpunkt für den Formschnitt, denn in dieser Phase des Gartenjahrs haben die Pflanzen noch genügend Kraft, um wieder neu auszutreiben.


SPORT I 23

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

LOKALSPORT TELEGRAMM » Interview mit KSC II-Teammanager Burkhard Reich » Der Verein SG Sulzbach/Oberweier im Porträt » www.boulevard-baden.de: LOKALSPORT

KSC SPLITTER

I 2. Fußball-Bundesliga: 1:0 gegen FC Augsburg

Porcello läuft wieder. Gute Nachricht aus dem Lazarett: Massimilian Porcello hat in dieser Woche nach fast einjähriger Verletzungspause wieder mit leichtem Lauftraining begonnen.

KSC siegt dank Abwehrbollwerk

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

VfB Stuttgart VfL Wolfsburg Bor. Dortmund 1. FC Köln Eintr. Frankfurt 1. FC Nürnberg SC Freiburg Werder Bremen Hamburger SV

2. BUNDESLIGA 2:1 0:4 1:4 1:0 2:1 1:2 2:1 So. So.

Aachen RW Ahlen Fürth Karlsruher SC Frankfurt Kaiserslautern St. Pauli Paderborn MSV Duisburg

SPIELE TORE PKTE.

PLATZ VEREIN

Bayern München Schalke 04 Leverkusen Bor. Dortmund Hamburger SV Werder Bremen FSV Mainz 05 VfL Wolfsburg VfB Stuttgart Eintracht Frankfurt 1899 Hoffenheim Bor. M’Gladbach 1. FC Köln VfL Bochum 1. FC Nürnberg Hannover 96 SC Freiburg Hertha BSC Berlin

26 26 25 26 25 25 26 26 26 26 25 26 26 26 26 26 26 26

53 : 22 42 : 20 52 : 23 43 : 33 44 : 26 50 : 31 29 : 32 49 : 46 37 : 35 33 : 38 34 : 30 34 : 46 22 : 33 27 : 46 24 : 43 29 : 48 24 : 49 22 : 47

56 54 50 45 43 39 38 37 35 35 32 30 27 27 24 23 20 15

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18.

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Kaiserslautern Augsburg St. Pauli Düsseldorf Bielefeld Duisburg Paderborn Greuther Fürth 1860 München Union Berlin Karlsruher SC Aachen Cottbus Oberhausen FSV Frankfurt Rostock TuS Koblenz RW Ahlen

Bielefeld TuS Koblenz Union Berlin Augsburg Düsseldorf Cottbus Oberhausen Rostock 1860 München

2:1 0:2 0:0 1:0 2:0 So. So. So. Mo.

SPIELE TORE PKTE.

25 26 25 26 26 25 25 26 25 26 26 26 25 25 26 25 26 26

41 : 19 51 : 29 49 : 27 37 : 24 37 : 26 41 : 33 35 : 35 41 : 37 32 : 32 32 : 34 34 : 38 27 : 33 35 : 33 23 : 38 20 : 42 22 : 33 23 : 43 16 : 40

54 50 46 44 43 42 37 36 35 35 33 33 31 28 26 25 21 21

SC Freiburg verpasst knapp die Sensation bei Bayern München (bla). Der SC Freiburg hatte 76 Minuten lang im Abendspiel der Fußball-Bundesliga eine Sensation vor Augen, führte 0:1 bei Bayern München, doch dann schlug Superstar Arjen Robben zweimal kaltblütig zu, schoss die Münchner per Freistoß (76.) und per Foulelfmeter (83.) zurück an die Tabellenspitze, wo bis gestern Abend Schalke 04 nach dem 2:1 gegen Stuttgart stand. Am Nachmittag verabschiedete sich Hertha BSC wohl aus der Bundesliga, verlor in der Schlussminute 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg. Die Berliner hatten 1:0 geführt und zahlreiche weitere Chancen ungenutzt gelassen. Nach dem Spiel randalierten 100 Hooligans im Innenraum. Hannover 96 sendete ein Lebenszeichen im Abstiegskampf,

gewann zu Hause 2:1 gegen Eintracht Frankfurt. Frankfurts Maik Franz sah die gelb-rote Karte und muss im Spiel gegen Bayern München nächste Woche zuschauen. Froh können Bochum, Köln und Mönchengladbach sein, dass sie schon ein paar Punkte mehr gesammelt haben. Bochum ging im kleinen Revier-Derby gegen Dortmund mit 1:4 unter, Gladbach dilettierte gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg und Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner beim 0:4. Schwach zeigte sich auch der 1. FC Köln am Mainzer Bruchweg. Die Domstädter spielten eine Stunde in Überzahl, weil Bancé nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte. Doch die Punkte behielten die Pfälzer, für die Schürrle in der 57. Minute das siegbringende Tor erzielte.

Zimmermann vorne. Matthias Zimmermann war für die Leser von www.ksc.de beim 1:0-Auswärtserfolg in Bielefeld der „Spieler des Tages“. Der Youngster erhielt mit 47,2 Prozent fast die Hälfte aller Stimmen. Zweiter (33,2) wurde Siegtorschützen Gaétan Krebs.

I Von Michael Müller „Mit den Siegen gegen Bielefeld und Augsburg haben wir gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können“, sagte Kapitän Alexander Iashvili nach der Partie. Mit der Leistung scheint die Mannschaft nach 26 Spieltagen ihr wahres Potenzial abrufen zu können. Wie schon in Bielefeld spielten die Karlsruher aus einer meist sicher stehenden Abwehr, drängten gegen Augsburg aber mehr in die Offensive. „Wenn wir kompakt stehen, tut sich jeder Gegner schwer“, brachte es Markus Miller auf den Punkt, warnte aber vor unangebrachter Euphorie. „Wir sollten nicht alle zwei Wochen neue Ziele formulieren. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen.“

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PLATZ VEREIN

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Zweite Remis. Der KSC II hat in der Regionalliga Süd 0:0 bei Bayern Alzenau gespielt, rutscht um einen Platz auf Rang 12 ab.

Mit den drei Punkten gegen Augsburg hat der KSC einen großen Schritt in diese Richtung getan. Lars Stindl nutzte die erste Torchance des Spiels (28. Minute), köpfte eine schöne Flanke von Chrisantus gegen die Laufrichtung von FCA-Keeper

Jentzsch ins Tor. „Der KSC hat bellenzweiten erwartet. FCAes geschickt gemacht und auf Trainer Jos Luhukay sah den Konter gelauert“, lobte Jentzsch Grund dafür in erster Linie in der seinen ehemaligen Klub. Einstellung des KSC: „Wir haben Dass der KSC im zweiten Spiel kein Mittel gegen die kompakte in Folge ohne Gegentor blieb, lag Abwehr gefunden, konnten unauch daran, dass die Gäste nicht sere Offensivstärke nicht ausso auftraten, wie von einem Ta- spielen.“

BUNDESLIGA STENOGRAMME Schalke 04 – Stuttgart 2:1 (0:0) Tore: 1:0 Edu (46.), 1:1 Tasci (50.), 2:1 Kuranyi (55.). Zuschauer: 61.637

1:3 Barrios (74.), 1:4 Barrios (77.). Halil Altintop (45. + 2), 2:1 PinZuschauer: 30.748 (ausverkauft) to (57.). Zuschauer: 38.847 Mainz 05 – 1. FC Köln 1:0 (0:0) Tor: 1:0 Schürrle (57.). B. München – Freiburg 2:1 (0:1) Hertha – Nürnberg 1:2 (1:0) Zuschauer: 20.000 Tore: 0:1 Makiadi (31.), 1:1 RobTore: 1:0 Gekas (36.), 1:1 Bunja- Bochum – Dortmund 1:4 (0:2) ben (76.), 2:1 Robben (83./Fouku (61.), 1:2 Charisteas (90. +1). Tore: 0:1 Maltritz (18., Eigentor), Hannover – Frankfurt 2:1 (1:1) lelfmeter). Zuschauer: 57.761 0:2 Zidan (27.), 1:2 Holtby (53.), Tore: 1:0 Andreasen (14.), 1:1 Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)

Gladbach – Wolfsburg 0:4 (0:1) Tore: 0:1 Misimovic (41.), 0:2 Dzeko (49., Handelfmeter), 0:3 Gentner (59.), 0:4 Dzeko (80.). Zuschauer: 39.128

Formel 1: Vettel stellt „Schumi“ kalt Manama-Sakhir (bb). Michael Schumachers Comeback in der Formel 1 stellt an diesem Wochenende das restliche Sportgeschehen weitgehend in den Schatten. In der Qualifikation für den Großen Preis von Bahrain (heute ab 13 Uhr live bei RTL) war gestern allerdings der Heppenheimer Sebastian Vettel der große Held, holte sich die erste Pole Position der neuen Saison. Schumacher startet von Platz sieben.

Vettel war in Q3 der schnellste Fahrer im Red-Bull-Boliden. Hinter dem Vizeweltmeister stehen die beiden Ferrari mit Felipe Massa und Fernando Alonso. Michael Schumacher erreichte die siebtbeste Zeit, Nico Rosberg war etwas schneller und startet von Platz fünf. Sebastian Vettel war im Kampf Jugend gegen Erfahrung das Maß der Dinge mit seiner schnellsten Runde in 1:54,101 Minuten. Für den fünfmaligen Grand-Prix-Ge-

winner ist es die sechste Pole Position. Schumachers Fahrt nötigte den Beobachtern dennoch Respekt ab. In seiner ersten Qualifikation seit dem 21. Oktober 2006 in Brasilien landete er immerhin vor Weltmeister Jenson Button (McLaren-Mercedes, Platz acht). Die beiden anderen deutschen Fahrer scheiterten: Neuling Nico Hülkenberg kam im Williams auf Platz 13, Timo Glock (Virgin) schied als 19. aus.

BG gegen nur drei Freiburger

Christian Timm zur Eröffnung bei Wallitschek

Karlsruhe (bb). Am vergangenen Freitag eröffnete Marco Wallitschek in der Kaiserstraße 69 (zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz) sein erstes Ladengeschäft. Badische Artikel sowie eine eigene Kollektion mit Souvenirs und KSC-Artikel, mit der ei-

Auch Blum geht. Sportdirektor Arnold Trentl geht davon aus, dass Michael Blum wie Lars Stindl den Verein verlassen wird. Blum hatte ein Angebot des KSC in der vergangenen Woche abgelehnt.

Timo Staffeldt (hier gegen den Augsburger El Akchaoui) zeigte eine gute Partie.

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1. BUNDESLIGA Schalke 04 M’Gladbach VfL Bochum FSV Mainz 05 Hannover 96 Berlin Bay. München 1899 Hoffenheim Leverkusen

Karlsruhe. Nach dem überraschenden Sieg bei Arminia Bielefeld hat der KSC gestern mit dem FC Augsburg einen weiteren Aufstiegskandidaten mit 1:0 in die Schranken gewiesen. Der Bundesliga-Absteiger war vor 15.705 Zuschauern im Wildpark über weite Strecken die bessere Mannschaft.

genen Marke „1894“ hat Wallitschek in seinem Sortiment. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem KSC wurde es ihm möglich, Christian Timm für eine Autogrammstunde zu engagieren. Infos: www.baden-fanartikel.de

Karlsruhe (bla). Kuriosum gestern Abend in der Basketball Pro-A-Liga. Die BG Karlsruhe gewann im badischen Derby gegen nur drei Spieler des USC Freiburg haushoch mit 163:44. Philipp Lieser war mit 24 Punkten bester Karlsruher Werfer, vor Greg Baker und Stefan Fahrad mit je 23. Die Punkte verteilten sich in diesem Trainingsspielchen, das aber in die Wertung eingeht, insgesamt ausgeglichen, wie Pressesprecher Pascal Schütt berichtet. Die Gäste waren unter der Woche durch einen MagenDarm-Virus heimgesucht worden, eine Spielverlegung war aber abgelehnt worden. So lief der USC in der Europahalle regelkonform mit fünf Spielern auf, zwei davon verließen aber sofort wieder das Feld. Die 1100 Zuschauer feuerten beide Mannschaften an. Die Käufer einer Tageskarte erhalten nun zum Ausgleich freien Eintritt beim Heimspiel gegen Bayern München am 24. April.

Finanzierung steht. Die Finanzierung für die Montag einzureichenden Lizenzunterlagen für die 2. Liga steht, auch wenn noch kein Hauptsponsor bekannt ist. Ein Interessent sagte seine Vorstellung in dieser Woche ab. Die Frage der Vermarktung hängt eng mit dem Hauptsponsor zusammen, ist also auch weiterhin offen.

GESAGT „Mit den Siegen gegen Bielefeld und Augsburg haben wir gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können“. KSC-Kapitän Alexander Iashvili nach dem 1:0-Erfolg über den FC Augsburg. »www.boulevard-baden.de


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Die Politik muss nachbessern

Der Deutsche Anwaltverein begrüßt daher auch das Vorhaben der neuen EU-Justizkommissarin Viviane Reding. Diese hatte angekündigt, die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auf den Prüfstand zu stellen. Denn – ungeachtet aller Sicherheitsauflagen und Zugriffsbeschränkungen – die verdachtslose Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das strikte nationale Verbot der Sammlung personenbezogener Daten auf Vorrat, ohne dass ein konkreter Anlass vorliegt. Millionen von Menschen sind betroffen, die sich überhaupt nicht verdächtig gemacht haben. Die Daten, die von den Strafverfolgungsbehörden tatsächlich verwertet werden, machen auch nur einen Bruchteil der insgesamt gespeicherten Daten aus. Dieses Missverhältnis macht deutlich, dass die Maßnahme mehr als unverhältnismäßig ist. Auch das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant ist erheblichen Gefahren

ausgesetzt. Es muss grundsätzlich vorbehaltlos geschützt werden. Nach dem Gesetz werden seit 1. Januar 2008 Verbindungsdaten aus der Telefon-, Mail- und Internetnutzung sowie Handy-Standortdaten für sechs Monate ohne Verdacht oder konkreten Hinweis gespeichert. Diese Pflicht bezieht sich zwar nicht auf Telekommunikationsinhalte, aber auf nicht minder sensible Daten, nämlich die Verkehrsdaten aller Endnutzer (Verbraucher). Bei Kenntnis solcher Daten können beispielsweise lückenlose Bewegungsprofile der Nutzer und ihrer Kommunikationspartner erstellt werden. Die Vorratsdatenspeicherung erfolgt ohne Verdacht oder Anlass. In zwei Eilverfahren hatte das Bundesverfassungsgericht die Massenspeicherung der Daten vorerst gebilligt, aber deren Nutzung zur Strafverfolgung deutlich eingeschränkt. Infos: www.anwaltsverein.de

Karlsruhe. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind es nicht nur Unternehmen, die in finanzielle Schieflage geraten. So ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen, insbesondere zu Ende des Jahres 2009, deutlich angestiegen und wies im Vergleich die annähernd vierfache Anzahl an Insolvenzanmeldungen auf. Nach der bisherigen Rechtslage führt die Pfändung eines Bankkontos dazu, dass anfallende Zahlungsverpflichtungen, wie zum Beispiel Miete und Energiekosten, nicht mehr über das Konto abgewickelt werden können, weil das Konto auf Grund der Pfändung gesperrt ist. Erst wenn der Schuldner eine Gerichtsentscheidung über die Freigabe in Höhe des für Ihn geltenden Freibetrages erwirkt, wird die Pfändung aufgehoben. Das Pfändungsschutzkonto („PKonto“), dessen Vorschriften zum 1. Juli 2010 in Kraft treten sollen, ist ein Girokonto, das im Fall einer Pfändung dem Schuldner ein Kontoguthaben in Höhe des Pfändungsfreibetrages nach § 850 c Abs. 1 ZPO (gegenwärtig 989,99 Euro) belässt. Dabei handelt es sich um kein eigenständiges Bankkonto. Vielmehr ermöglicht es die Reform der Kontopfändung, dass in Zukunft ein bestehendes Girokonto mit dem Vermerk „P-Konto“ als Pfändungsschutzkonto geführt wird, sofern der Bankkunde dies wünscht. Der Basisbetrag von 989,99 Euro wird jeweils für einen Kalendermonat gewährt; so können Überweisungen, Lastschriften, Barabhebungen und Daueraufträge getätigt werden. Durch

entsprechende Bescheinigungen von Sozialleistungsträgern kann der pfändungsfreie Betrag erhöht werden. Auch wird das Guthaben Selbständiger künftig bei der Kontoführung geschützt. Zur Vermeidung von Missbräuchen kann jede natürliche Person nur ein „P-Konto“ führen. Nicht selten gewähren Banken und Sparkassen bei Personen, die keine oder nur unregelmäßige Einkünfte vorweisen kein Girokonto, obwohl bereits seit 1996 vom Zentralen Kreditausschuss der Banken und Sparkassen eine freiwillige Selbstverpflichtung für ein sogenanntes „Girokonto für Jedermann“ beschlossen wurde. In einigen Bundesländern (z. B. Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen) haben sich die Sparkassen nach dem Sparkassengesetz verpflichtet, dem Kunden ein Girokonto einzurichten. In Baden-Württemberg besteht kein gesetzlicher Kontrahierungszwang nach dem Sparkassengesetz. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin (vgl. LG Berlin, AZ.: 21 S 1/08) ergibt sich allerdings auch für private Banken eine Verpflichtung „unerwünschten“ Kunden ein Girokonto auf Guthabenbasis einzurichten. Als Gründe werden u.a. die Angewiesenheit auf die Leistung und das Fehlen zumutbarer Alternativen angeführt. Eine praktische Möglichkeit zur Teilnahme am Arbeitsund Wirtschaftsleben besteht nach heutigen Maßstäben ohne Girokonto nicht mehr, weshalb der Verbraucher auf eine Kontoführung angewiesen ist. Insbeson-

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Pfändungsfreies Girokonto macht auch Schuldner handlungsfähig

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Region (bb). Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass das Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung, das eine EU-Richtlinie zur Terrorabwehr umsetzt, den verfassungsrechtlichen Vorgaben widerspricht. Das Gericht fordert strengere Sicherheitsauflagen und Zugriffsbeschränkungen bei der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung. Mit seinem „Nein, aber...“ räumt das Gericht dem Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auf Schutz ihrer Privatsphäre den Raum ein, den dieser Anspruch nach Ansicht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) im Rechtsstaat auch angesichts der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus verdient. „Die Freiheitssphäre der Bürger muss vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates geschützt werden“, so Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Präsident des Deutschen Anwaltvereins. Es sei nicht nachvollziehbar, dass im Vorfeld der Strafverfolgung aus Vorsorge im Hinblick auf eventuell in der Zukunft zu erwartende Straftaten in die Bürgerrechte durch die Speicherung dieser Daten eingegriffen werden soll. Damit sei der Weg frei, jeden Bürger dem Verdacht einer Straftat auszusetzen. „Die Politik ist jetzt in der Pflicht – sie muss nachbessern“, so Ewer. Am sinnvollsten sei es jetzt, die EU-Richtlinie zu ändern. „Denn es ist fraglich, ob die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit Inkrafttreten der verbindlichen EU-Grundrechtecharta im Dezember 2009 überhaupt noch Bestand hat“, ergänzt Ewer. Die Achtung der Privatsphäre habe im demokratischen Rechtsstaat oberste Priorität.

BOULEVARD BADEN I Anzeigensonderveröffentlichung I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang

Michael Storz berät unter anderem in Sachen Pfändungsschutzkonto.

dere sind auch die anfallenden Kosten, die die Kontoführung hervorruft, kein sachlicher Grund zur Ablehnung. Bevor im Falle einer Ablehnung der Klageweg beschritten wird, empfiehlt es sich zunächst ein Beschwerdeschreiben an die Bank zu verfassen. Sollte dies nicht den gewünsch-

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AUTOMARKT I 25

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I Autotest der Woche

Hyundai ix35: modern und preiswert

Opel erinnert sich. 1990 lief der erste Opel in Eisenach unter der Wartburg vom Band. Dieses Jubiläum feiern die Rüsselsheimer nun mit einem neuen Sondermodell, dem Corsa „Edition Eisenach“. Es gibt den Wagen in den Lackierungen der drei Deutschland-Farben schwarz, rot oder goldgelb, außerdem mit einem Emblem der Wartburg – dem Wahrzeichen der Stadt Eisenach.

Karlsruhe (bla). Hyundai startet seit dieser Woche seine Preisoffensive auf dem Sektor des SUV (Sports Utility Vehicle oder einfach Geländewagen) mit dem neuen ix35. Zu haben ist der Wagen bei den Vertragshändlern Schreiber in der Automeile Husarenlager und Zondler in Graben-Neudorf. Den großen ix55 gibt es ja bereits seit Mitte 2009. Der kompaktere ix35 soll Nachfolger des Tucson werden, von dem die Koreaner seit Herbst 2004 in Europa jährlich über 60.000 Stück verkauft haben. Mit einem Einstiegspreis von 20.990 Euro für den 2.0-LiterBenziner mit Frontantrieb ist man gut, wenn auch nicht ausgesprochen preiswert bedient. Škoda verlangt für einen in etwa vergleichbaren frontgetriebenen Yeti 17.990 Euro. Der hat allerdings nur einen 1,2-Liter-Benzin-Motor mit 105 PS statt der 163 PS des Hyundai, ist mit 177 km/h Spitze aber nur wenig langsamer als der ix35 mit seinen 184 km/h. Vom Aussehen kommt der geräumige ix35 keineswegs billig daher. Vor allem nicht im Vergleich zu Vorgänger Tucson mit seinen runden Formen präsentiert sich der Nachfolger in moderner Optik. Die Front beherrscht ein sechseckiger Grill und zwei markante Powerdomes auf der Motorhaube. Die Fensterlinie ist coupéartig ge-

FOTO I MÜLLER

Ì Ì Ì Ì

Heute endet der Genfer Auto-Salon. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden viele umweltfreundliche Fahrzeuge vorgestellt – so sind diesmal auch die Deutschen mit einigen Hybridmodellen vertreten. Für jeden ist etwas dabei: Vom günstigen Kleinwagen über den praktischen Familienvan bis zum PS-starken Sportler und SUV.

Boulevard-Baden-Redakteur Bert Langbehn testete den Wagen.

schwungen, die schlanken Heckleuchten bilden den optischen Abschluss nach hinten. Von der Optik her wirkt auch innen das Cockpit durchdacht und -gestylt: Alles ist einfach zu bedienen und aus einem Guss. Die Wahl der Materialien (Hartplastik) lässt allerdings noch etwas Luft nach oben für die überarbeitete Version, wenn sie in ein paar Jahren auf den Markt kommt. Der Innenraum bietet mit einer Länge von 4,41 Meter,

1,82 Meter Breite und 1,67 Meter Höhe ein großzügiges Platzangebot. Die vielfach verstellbaren Sitze sind bequem und geben für einen SUV einen guten Seitenhalt – auch für längere Strecken geeignet. Platz genug für das Gepäck von vier Passagieren bietet der Kofferraum mit seinen 591 Litern – nur ein paar Liter kleiner als beim großen Bruder ix55 (598 Liter) und deutlich größer als beim Tucson (325 Liter). Die

meisten Mitbewerber im Segment bieten hier weniger (Yeti 405 Liter). Bei umgelegter Rükkbank schafft der ix35 sogar 1436 Liter. Der 136-PS-Diesel braucht laut Werksangaben in der AllradVersion 6,0 Liter auf 100 Kilometer, in der frontgetriebenen Version sind es laut Hyundai 5,8 Liter. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von rund 150 g/km und ist in etwa Normalmaß in dieser Klasse.

Wie von Hyundai gewohnt kommt der ix35 als Basispaket sehr ordentlich bestückt an. Zu den mehr oder wichtigen Extras gehören allenfalls Automatik (1450 Euro), Navi (1720 Euro) oder Panoramadach (1100 Euro). Attraktiv erscheint das Zusatz-Trendpaket mit Sitzheizung, Rückfahrwarnsystem und Lichtautomatik für 720 Euro ebenso wie die fünf Jahre Garantie inklusive kostenloser Inspektion.

Kennzeichen unzureichend. Ab 2012 gibt es eine EU- Kennzeichnungspflicht für Autoreifen, doch diese befanden die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und der Auto Club Europa (ACE) für unzureichend. Grund: das Zertifikat beschränkt sich auf Rollwiderstand, Nässehaftung und Abrollgeräusch. Wichtige Eigenschaften wie die AquaplaningSicherheit blieben dagegen unberücksichtigt, so die Tester. Elektro-Auto aus Kroatien. Die kroatische Firma Dok-Ing zeigt in der Umwelt-Sonderausstellung „Pavillon Vert“ beim Genfer Autosalon einen elektrisch angetriebenen Kleinstwagen namens XD. Der 2,80 Meter lange Flitzer mit Flügeltüren hat Platz für drei Erwachsene, wobei der Fahrer vorne in der Mitte sitzt. Zwei Elektromotoren mit je 65 PS treiben das Auto über die Vorderachse an. Die Batterie hat nach zwei Stunden Aufladezeit an der Steckdose eine Reichweite von 250 Kilometern. Stromkosten: 1 Euro auf 100 Kilometer.


26 I AUTOMARKT FORD

BOULEVARD BADEN I 14. März 2010 I Nr. 11, 13. Jahrgang I Anzeigenannahme: 0800 9 33 80 20 kostenfreie Rufnummer

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Baden Ford Focus 1.6 TDCI, Trend Turnier (DPF), EZ 11/05, 80 KW, 77700 Km, Klima, R/CD, 6 AIR, ESP, eFH, eASP, Servo, ZVFu, silber, € 9930.VW Zentrum Karlsruhe, Am Durlacher Tor, Tel. 0721/38400, www.grafhardenberg.de

SEAT

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MITSUBISHI

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VW Passat 2.0 TDI, Comfortline,Variant, EZ 10/06, 103 KW, 96.900 Km, Klimaaut., R/CD, Tempo, 6 AIR, ESP, eFH, eASP, Parkpilot, SH, schwarz, € 15.930.VW Zentrum Karlsruhe, Am Durlacher Tor, Tel. 0721/38400, www.grafhardenberg.de VW Fox 1.2, EZ 08/06, 40 KW, 23.100 Km, Klima, R/CD, ABS, 4 AIR, eFH, ZVFu, Servo, silber, € 8.430.VW Zentrum Karlsruhe, Am Durlacher Tor, Tel. 0721/38400, www.grafhardenberg.de VW Golf V 1.4, Trendline, 3-tür., EZ 02/06, 55 KW, 60600 Km, Klima, R/CD, 6 AIR, ESP, eFH, eASP, ZVFu, schwarz, € 10430.VW Zentrum Karlsruhe, Am Durlacher Tor, Tel. 0721/38400, www.grafhardenberg.de VW Caddy 1.9 TDI, EZ 06/05, 77 KW, 109.400 Km, Klima, Radio, 4 AIR, ABS, ESP, ZV, Servo, BC, eFH, NSW, silber, € 10.990.VW Zentrum Karlsruhe, Am Durlacher Tor, Tel. 0721/38400, www.grafhardenberg.de

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VW

VW

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Baden


KLEINANZEIGEN I 27

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