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B Die Mittags-News für Finanzprofis. Sondernummer Roadshow.

Nr.1394a/30 10 07

bwin, Raiffeisen Intl., update und Wiener Städtische im Haus der Industrie

Roadshow #3 im Zeichen von Wachstum und Osteuropa

Die Vortragenden: Monika Fiala (update), Martin Grüll (RI), Nina Higatzberger (Wr. Städtische), Konrad Svecency (bwin)

Die Roadshow #3 von boerse-express.com und Aktienforum hat mehr als 200 interessierte Zuhörer angezogen. Das Privileg, vom Vorstand oder dem Investor Relations Manager eines Unternehmens im Rahmen einer Roadshow die Investmentstory präsentiert zu bekommen, ist nicht nur grossen, institutionellen Anlegern vorbehalten. Im Rahmen der von boerse-express.com und Aktienforum initiierten Roadshow für Private

haben Ende Oktober bereits zum dritten Mal vier börsegelistete Austro-Unternehmen vor privatem Publikum präsentiert. In kurz gefassten Vorträgen von jeweils rund 15 Minuten zeigten bwin, Raiffeisen International, update software und Wiener Städtische auf, wo und wie sie mit weiterem Wachstum punkten und sich von der Konkurrenz absetzen wollen. Die mehr als 200 Zuhörer, die zu dieser Veranstaltung ins Haus der Industrie gekommen sind, nutzten beim anschliessenden Buffet die Möglichkeit, den

Vorständen und IR-Managern auch persönlich Fragen zu stellen. Die Original-Präsentationen und Bilder zum Event sind unter http://www.boerse-express.com/roadkhow abruf- bzw. downloadbar. Eingeladen waren Leser des Börse Express sowie der Newsletterkreis des Aktienforum. Die Roadshow #4 ist in Vorbereitung. Æ auf den folgenden Seiten finden Sie die Zusammenfassungen der vier Präsentationen der börsenotierten Austro-Gesellschaften


Dienstag, 30. Oktober 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite 2

bwin IR-Manager Sveceny über das regulatorische Umfeld für den Wettanbieter

Gut aufgestellt für den grossen Markt

bwin-IR-Manager Konrad Sveceny: „bwin steht für Produkt-Innovationen und -Vielfalt“ Die bwin-Aktie ist im Jahr 2006 ordentlich geprügelt worden und stürzte nach Erreichen des Alltime-Highs im Frühjahr 2006 deutlich ab. Hintergund der schweren Kursverluste war die unsichere Rechtssituation am Glücksspielmarkt - in vielen Ländern Europas aber auch in den USA, wo letztendlich der Rückzug notwendig war. Derzeit wird seitens der EU an einer Klärung bzw. einer Reparatur der rechtlichen Situation gearbeitet. Markteilnehmer geben sich zuversichtlich, dass sich das regulatorische Umfeld für die Gamingindustrie verbessern wird. Wann das passiert, ist allerdings die Frage. bwin ist jedenfalls stark BWIN

dahinter und arbeitet gemeinsam mit den EU-Behörden und den verschiedenen Ländern an einer Lösung. Bis dahin wird nur in jene Länder expandiert, in denen es ein klares Regulativ für Gaming-Unternehmen gibt.

Ausbau der Plattform Neben der geografischen Expansion ist bwin aber auch der Ausbau des Angebots enorm wichtig. „bwin steht für Produkt-Innovationen und -Vielfalt“, so IR-Manager Konrad Sveceny auf der Roadshow#3. So wird das Angebot an Live-Wetten, Sportarten, etc. laufend erweitert. Darüber hinaus verfügt bwin über eine der grössten und liquidesten Poker-Plattformen weltweit. Die Gaming-Erträge im Bereich Poker konnten in den abgelaufenen Quartalen konsequent gesteigert werden. Lagen die Netto-Gaming-Erträge im zweiten Quartal 2006 noch bei 12,5 Mio. Euro, so konnte im zweiten Quartal 2007 bereits ein Wert von 19 Mio. Euro verzeichnet werden. Die Zeichen stehen aber nicht nur im Bereich Poker auf Wachstum. Laut jüngsten Zahlen der Global Betting and Ga-

ming Consultants wird das weltweite Wachstum des Online Gaming-Marktes von 2007 bis 2012 mit 9,2% per anno prognostiziert. In Milliarden Euro würde dies einen Volumsanstieg von heuer 15,8 Mrd. Dollar auf 24,4 Mrd. Dollar in 2012 bedeuten. Für bwin wird auch das Thema Allianzen in Zukunft von grosser Bedeutung sein. Obwohl das Unternehmen bei den Marketingausgaben stark einspart, werde auf Personalseite weiter expandiert, um für grosse Internetplattformen, etwa Google oder Amazon, attraktiv zu bleiben, lässt Sveceny in die Geschäftsstrategie einblicken. Hinsichtlich Kursperformance sei es zwar schwierig, Szenarien zu zeichnen. „Wir sind aber guter Dinge“, so Sveceny. Man glaube an das Potenzial und sei für einen grossen Markt gut aufgestellt. Bei Verbesserung des regulatorischen Umfelds - woran intensiv gearbeitet wird - ist der Markt sehr interessant. „Nicht nur für Nischenplayer, sondern auch für grosse internationale Unterhaltungs-, E-Commerce oder Medien-Plattformen“, wie Sveceny betont.


Dienstag, 30. Oktober 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite 3

Raiffeisen International CFO Grüll zum gigantischen Markt und zur Investmentstory

„Unsere Story ist organisches Wachstum“ Wenn sich eine günstige Gelegenheit für einen Zukauf ergibt, schlagen wir zu. Wenn der Preis nicht passt, dann allerdings nicht“, skizziert der CFO die Investmentstory für die Anleger. Bis Ende 2009 will RI noch rund 450 Filialen eröffnen - allfällige Zukäufe sind hier nicht inkludiert. Am persönlichen Kontakt mit dem Kunden führt nichts vorbei. „Filialen sind das Um und Auf. Der Kunde in den Emerging Markets braucht etwas zum Angreifen“, schildert Grüll.

Nichts zu verbergen

CFO Martin Grüll: „Filialen sind das Um und Auf in Emerging Markets“ „Mit 320 Millionen Menschen ist der Markt, in dem Raiffeisen International (RI) präsent ist, gigantisch. Das entspricht rund 40 mal der Bevölkerung Österreichs“, gibt Martin Grüll, CFO der Bankenholding, dem Roadshow-Publikum einen Einblick in den geografischen Radius, der bis Russland und Kasachstan reicht. Der Markt ist aber nicht nur gross, sondern wächst auch schnell das prognostizierte durchschnittliche BIPWachstum entspricht mit 11,2% dem Dreifachen der Eurozone. Wachsende Einkommen bedingen eine steigende Nachfrage für Finanzprodukte, wobei anfangs nach Konto und Kredit verlangt wird, je vermögender die Kundschaft wird, desto stärker rücken Veranlagungsprodukte in den Fokus. Raiffeisen International hat zuletzt pro Monat 100.000 Kunden gewonnen, vor RAIFFEISEN INTERNATIONAL

kurzem wurde die 3000. Filiale offiziell eröffnet. Diese befindet sich übrigens 2100 Kilometer östlich von Moskau in Tyumen im Ural. „Wir haben mehrere Zyklen und auch Krisen durchlebt und nicht erst gestern das Manual zur Expansion in Osteuropa aufgeschlagen“, unterstreicht Grüll das langjährige Wachstum und die Expertise in diesen Ländern, die in den vergangenen 20 Jahren angesammelt worden ist. RI ist mittlerweile in 18 Märkten präsent. „Unsere Story ist das organische Wachstum durch den laufenden Betrieb.

Die Bankenholding, die 2005 an die Börse gegangen ist, hat Anfang Oktober mit einer Kapitalerhöhung rund 1,2 Mrd. Euro in die Kassen gespült und war damit eines der ersten Unternehmen, das sich nach den turbulenten Sommermonaten mit einer grösseren Transaktion an den Markt gewagt haben. „Wir hatten nichts zu verbergen, keine Subprime Assets oder Ähnliches“, sagt Grüll zur Entscheidungsfindung. Der Erfolg gab den RI-Bankern recht, mit 104 Euro konnten die jungen Aktien sogar etwas höher gepreist werden, als ursprünglich erwartet worden war. Zum Aktienkurs, der nach der Kapitalerhöhung auf bis 116 Euro stieg und am Tag der Roadshow bei rund 109 Euro lag, meinte Grüll: „Seien Sie nicht traurig, dass der Kurs etwas nachgegeben hat, greifen Sie zu.“

Strategische Positionierung in Ost- und Südosteuropa


Dienstag, 30. Oktober 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite 4

update-Finanzchefin Fiala über die Expansionspläne des Software-Unternehmens

Management für die Kundenbeziehungen „update Software ist ausschliesslich im Business-to-Business Bereich tätig und daher vielleicht nicht so präsent, wie andere Unternehmen, die heute präsentieren“, streicht Monika Fiala, CFO der update Software AG, einen wichtigen Unterscheidungspunkt hervor. update ist einer der führenden europäischen Anbieter von Lösungen für Customer-Relationship-Management (CRM), also Kundenbeziehungsmanagement. update hat mehr als 1200 Kunden weltweit und ist ein „Ein-Produkt-Unternehmen“. Im Vordergrund steht, für die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden massgeschneiderte Lösungen zu schaffen. Letztendlich sollen die update-Kunden damit die Beziehungen zu ihren Kunden verbessern können. Ziel der Software ist die Effizienz- und Effektivitätssteigerung in international agierenden Unternehmen. Zu den Branchen, die auf update-Lösungen zurückgreifen, zählen etwa Bau, Dienstleistung, Elektrotechnik, Energie, Fertigung, Finanzdienstleistung, Handel, Investitionsgüter, IT, Maschinenbau, Medien, Konsumgüter, Pharma, Telekommunikation und Tourismus. Der Stammsitz des börsennotierten Unternehmens ist Wien, zudem betreibt update weitere acht europäische Niederlassungen. Der Fokus liegt auf den westlichen Industrienationen, diese sehen CRM als Wettbewerbsvorteil und strategische

Relevanz, während in Osteuropa CRM noch kaum ein Thema ist. Im vergangenen Jahr hat update die neue CRM Generation update.seven eingeführt. Diese Software unterstützt den Kunden beim kompletten Lifecycle-Management an allen Kundenberührungspunkten im Marketing, Vertrieb und Service. Erst seit kurzem nutzt beispielsweise Mediaprint diese CRM-Lösungen. update.seven wird dort im Abovertrieb zur Optimierung des Kundenservice sowie des Kampagnenund Aktions-Managements eingesetzt.

Nerven bewahren

„update ist kein Unternehmen für Anleger mit schwachen Nerven, da Umsatz und Ergebnis von Quartal zu Quartal deutlich variieren können“, so Fiala. Erfahrungsgemäss sind dabei das erste Quartal und das dritte Quartal am schwächsten. In den ersten drei Quartalen des lau- CFO Fiala: Nächste Akquisition ist 2008 geplant fenden Geschäftsjahres konnte update Umsatz und Gewinn deutlich stei- terte um 60% auf 2,16 Mio. Euro. Bis zum gern. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um Jahresende soll der Umsatz auf 31,4 Mio. 36% auf 22,07 Mio. Euro. Das EBIT klet- Euro wachsen, bis 2009 soll die Marke von 50 Mio. Euro erreicht werden. Die nächste Auszug aus der Kundenliste von update Software Akquisition ist für 2008 geplant. update verfügt laut der Finanzchefin zudem über Verlustvorträge von rund 68 Mio. Euro. „Das Steuerzahlen ist für uns daher nicht so schnell ein Thema.“ UPDATE


Dienstag, 30. Oktober 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite 5

Wiener Städtische IR-Managerin Higatzberger über die Position und Pläne in CEE

Mehrmarken-Strategie als Erfolgsfaktor Sechs Punkte sind es, auf der die Investmentstory der Wiener Städtische bzw. der Vienna Insurance Group basiert und die sie von der Konkurrenz unterscheiden: „Zum einen hat die Vienna Insurance Group (VIG) den höchsten CEE-Anteil aller notierter Versicherungsunternehmen“, führt Investor Relations Managerin Nina Higatzberger aus. Zum Halbjahr 2007 stammten bereits 40,3% der Konzernprämien aus den CEE-Staaten, der Anteil im Sachgeschäft betrug sogar rund 52%. Weiters verfügt die Versicherung dank ihres „Early Mover“-Status über eine führende Marktposition in fast allen Kernländern und deckt Versicherungsmärkte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien ab. Die Slowakei, die Tschechische Republik, Bulgarien und Rumänien zählen etwa zu jenen Staaten, in denen VIG Marktanteile zwischen 17 und knapp 30% vorweisen kann und die eine Versicherungsdichte (darunter versteht man die durchschnittliche Versicherungsprämie pro Kopf pro Jahr) von wenigen hundert Dollar oder sogar weniger aufweisen. Im Vergleich dazu: Der Schnitt der EU-15-Staaten liegt bei rund 3300 Dollar (siehe auch Grafik). Und damit ist die IR-Managerin auch gleich beim nächsten Punkt: „Das BIP und die Versicherungsdichte sind die Motoren für langfristiges Wachstum in CEE“. Die Mehrmarken-Strategie der Gruppe und der Vertrieb werden dabei als Schlüssel zum Erfolg gesehen. „Eine gut eingeführte lokale Marke sichert die Loyalität der Mitarbeiter und des Managements, der Kunden und des Vertriebs“. WIENER STÄDTISCHE

Nina Higatzberger verweist auf grosses Wachstumspotenzial Um die zentrale Bedeutung des CEE-Geschäfts zu unterstreichen, hat im Konzern jedes Vorstandsmitglied eine direkte länderspezifischeVerantwortung.

Strategie geht auf Die Strategie der Versicherungsgruppe gehe auf, so Higatzberger: „Im Zeitraum 2002 bis 2006 konnte die VIG die verrechneten Konzernprämien annähernd verdoppeln. Das bedeutet eine durchschnittliche Wachstumsrate von mehr als 17% pro Jahr“. Weiters wurde von 2004

bis heuer der Konzerngewinn vor Steuern von 156 Mio. auf 410 Mio. Euro oder mehr gesteigert. Die Versicherungsgruppe kündigte zuletzt an, das Ziel für den Vorsteuergewinn von bis zu 410 Mio. Euro voraussichtlich zu überschreiten. Im Zeitraum ab 2004 entspricht dies einer durchschnittlichenWachstumsrate von 38% pro Jahr. Für das Jahr 2007 wird das Management eine Dividende von über ein Euro pro Aktie vorschlagen – im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um 25%.

Prämienvolumen pro Kopf 2006 weist auf grosses Potenzial hin


Dienstag, 30. Oktober 2007

BÖRSE EXPRESS SPECIAL

Seite 6

Meeting Point www.boerse-express.com/roadshow Die jüngsten Turbulenzen an den Märkten konnten dem Interesse an der Anlage in österreichischen Aktien nichts anhaben. „Wir freuen uns über Ihr zahlreiches Kommen. Nicht zuletzt signalisiert das ja auch Interesse an unserer Arbeit“, übernahm Bettina Schragl, Chefredakteurin des Börse Express, bei der Roadshow #3 die Begrüssung der rund 220 Zuhörer im Haus der Industrie. Markus Fichtinger, Geschäftsführer des Aktienforum, nutzte aktuelle Statistiken, um zu zeigen, dass die österreichischen Retailanleger eine nicht zu unterschätzende Rolle im Aktionärskreis österreichischer Unternehmen spielen. Nicht zuletzt das grosse Interesse beim Börsegang der Strabag unterstreicht dies. Fichtinger bedankte sich auch bei Christian Drastil, Geschäftsführer der Styria Börse Express GmbH, für die Initiierung der Roadshow-Veranstaltungen für Private. Das Aktienforum plant, diese Idee nun auch

in die österreichischen Landeshauptstädte zu „exportieren“. Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte, sei getröstet: Die Roadshow #4 ist bereits in Planung, die Präsentationen kön-

nen Sie - wie auch jene der Roadshows #1 und #2 - unter http://www.boerse-express.com/roadshow abrufen. Auf moneytv.at finden Sie zudem ein Kurzvideo zur Veranstaltung.

Markus Fichtinger vom Aktienforum übernahm die Moderation

Vertiefender Talk am Buffet mit den Präsentatoren rundete den Event ab

Bettina Schragl vom BE bedankte sich für das zahlreiche Kommen

Reges Anlegerinteresse an den Präsentationen der Roadshow #3

IMPRESSUM BÖRSE EXPRESS Medieneigentümer: Styria Börse Express GmbH Geiselbergstrasse 15, 1110 Wien

Bezug: Diverse Aboformen unter www.boerse-express.com/abo Alle Abos laufen automatisch aus. Gerichtsstand ist Wien.

Herausgeber: Christian Drastil (dra) christian.drastil@boerse-express.com Tel: ++43 1 60117 260

Hinweis: Für die Richtigkeit der Inhalte kann keine Haftung übernommen werden. Die gemachten Angaben dienen zu Informationszwecken und sind keine Aufforderung zum

Kauf/Verkauf von Aktien. Das gilt vor allem für das Trading-Depot. Der Börse Express ist ausschliesslich für den persönlichen Gebrauch bestimmt, jede Weiterleitung verstösst gegen das Copyright. Nachdruck: Nur nach schriftlicher Genehmigung. Vollständiges Impressum: www.boerse-express.com/impressum


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B Die Mittags-News für Finanzprofis. Sondernummer Roadshow.

Nr.1291b/06 06 07

conwert, Flughafen, JoWooD und Teak Holz Intl. im Reitersaal der OeKB

Starke Präsentationen bei der Roadshow #2 für Privatanleger

Speaker v.li.: Johannes Hofer (Teak), Albert Seidl (JoWooD), Christian Domany (Flughafen), Johann Kowar (conwert)

Auch bei der 2. Roadshow von boerse-express.com und dem Aktienforum gab es wieder zahlreiche Infos aus erster Hand. Die vier vortragenden Unternehmen überzeugten. Kurz noch einmal zum Hintergrund der Roadshow-Reihe für Privatanleger: Der Börse Express hatte im Jahr 2006 die Idee, Privatanleger ein wenig Roadshow-Luft, wie sie sonst nur Institutionelle geniessen können, schnuppern zu lassen. Der Start war ursprünglich für den Herbst 2007 ge-

plant. Da im Frühjahr aber eine Kapitalmarktkonferenz des Aktienforum quasi in letzter Minute abgesagt werden musste, ist der BE kurzerhand mit der RoadshowIdee eingesprungen. Und nachdem der „Roadshow-Auftaktevent“ mit Immofinanz, Intercell, Palfinger und Polytec zum vollen Erfolg wurde, kam es zum Entschluss von Aktienforum und boerse-express.com, daraus künftig eine gemeinsame Eventreihe zu machen.

Vier mal 15 Minuten Das Konzept ist einfach: Pro Roadshow präsentieren vier Unternehmen je 15 Mi-

nuten vor Privatanlegern. Bei der am 4. Juni im Reitersaal der OeKB ausgetragenen Roadshow #2 waren dies conwert, Flughafen Wien, JoWooD und Teak Holz Intl. - alle durch Vorstände vertreten. Die Original-Präsentationen und Bilder zum Event sind unter http://www.boerseexpress.com/roadshow aufruf- bzw. downloadbar. Eingeladen waren Leser des Börse Express sowie der Newsletterkreis des Aktienforum. Eintritt frei. Details zur Roadshow #3 folgen in Kürze. (dra) ➤ auf den folgenden Seiten: Die Zusammenfassung der vier Präsentationen


Mittwoch, 6. Juni 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite S2

Weiteres Wachstum vor allem im erweiterten Heimatmarkt Deutschland erwartet

conwert als zentraleuropäischer Player Anfang März wurde Johann Kowar vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstandes und Generaldirektor der conwert Immobilien Invest AG bestellt. Bei der Roadshow #2 präsentierte er conwert als zentraleuropäisches WohnimmobilienUnternehmen und als führendes AltbauDevelopment-Unternehmen in Wien.

Geschäftsfelder Der Fokus von conwert liegt auf folgenden vier Geschäftsfelden. Vermietung & Development von Wohn-Altbauten als das Core-Segment des Unternehmens; Verkauf von Wohnungen und ganzen Objekten; Die Vermietung von Wohn-Neubauten begann in Wien, mittlerweilen zählt beispielsweise auch ein Areal in Potsdam zum Portfolio. Das vierte Segment, Gewerbliches Wohnen - Temporary Housing, ist erst kürzlich dazugekommen. In diesen Bereich fallen beispielsweise servicierte Apartments wie Boarding Häuser oder Seniorenresidenzen.

Regionalstrategie Das Unternehmen ist neben Österreich auch in Deutschland, Tschechien und Ungarn vertreten. In Österreich sollen die Aktivitäten in den Bundesländern ausgeweitet und die Marktführerschaft im innerstädtischen Altbau-Development ausgebaut werden. Zudem gilt es, die Alt-Mietverträge durch neue zu ersetzen, da durch die Revitalisierung die Mieterlöse steigen.

Vorstand Kowar plant Investitionen in der Höhe von 800 bis 1.000 Mio. Euro würden Neben dem Heimatmarkt soll aber auch der deutsche Markt erobert werden. Für weiteres Wachstum am deutschen Wohnimmobilienmarkt hat conwert ein Joint-Venture mit Alt & Kelber geschlossen. Die beiden Unternehmen werden in Zukunft Wohnimmobilien-Portfolios gemeinsam erwerben und bewirtschaften. Im Osten gibt es noch keine etablierten Mietmärkte, hier will conwert aktiv hineingehen. In Tschechien stehen Erwerb und Development von Wohnbauten im Mittelpunkt, in Ungarn sollen Wohnbauten errichtet und verkauft werden.

Aktienperformance Seit November 2002 notiert die conwertAktie an der Wiener Börse, am 19. Juni 2006 erfolgte der Wechsel in den Prime Market. Seit dem IPO hat die Aktie 7,89% p.a. zugelegt. Die Analysten von JP Morgan haben conwert in ihrer Erstanalyse unlängst mit „Overweight" eingestuft. Das Kursziel für die 12-Monats-Periode liegt bei 17,40 Euro je Aktie. Bis Mai 2008 sehen die Analysten damit ein Aufwärtspotenzial von rund 14 %. Wesentliche Wachstums- und Wertsteigerungsfaktoren sind laut Analysteneinschätzung die Fokussierung auf hochwertige Wohnimmobilien in Zentraleuro-

pa, die Wertsteigerungsstrategie des Unternehmens im Rahmen des Altbau-Developments, die internationale Expansion sowie eine stabil positive Entwicklung der Kernmärkte, insbesondere in Österreich/Wien.

Investitionen 2007 Das Immobilienvermögen beläuft sich derzeit auf 1,7 Mrd. Euro. In den nächsten 12 bis 18 Monaten sollen 800 Mio. bis 1 Mrd. Euro in den Ausbau des Immobilienvermögens investiert werden. 400 Mio. Euro seien bereits vertraglich fixiert. Kürzlich hat conwert die bisher grösste Kapitalerhöhung ihrer Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen und 413 Mio. Euro für den Ausbau des Portfolios eingenommen. (kaba) CONWERT


Mittwoch, 6. Juni 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite S3

Flughafen Wien-Vorstand Domany präsentierte die Segmentstrategien und Aussichten

Wachstum über dem europäischen Schnitt „Nahezu jeder von Ihnen ist Nutzer des Flughafens Wien, aber nicht jeder ist auch unser Aktionär. Deshalb nütze ich die Gelegenheit, Ihnen die Unternehmensstrategie der Flughafen Wien AG, die auf drei Geschäftssegmenten basiert, näherzubringen.“ So eröffnete VIE-Vorstandsdirektor Christian Domany bei der Roadshow #2.

Immer voraus sein Im Business-Segment Airport ist das Ziel des Flughafens Wien, mit seinem Wachstum immer um mindestens ein Prozent über dem Durchschnitt der europäischen Konkurrenzunternehmen zu rangieren. Weiters will man mit der Fokussierung auf Osteuropa und als Transferhub für das dortige Einzugsgebiet interessanter werden und für alle Airlines, auch Low Cost Carrier, Dienste anbieten. Zur Umsetzung dieser Segmentstrategie Airport dienen die verstärkten Marketingaktivitäten bei Fluggesellschaften in Osteuropa sowie im Mittleren und Fernen Osten. Auf VIE’s Liste der Akquisitionen von neuen Airlines 2007 stehen neun ausländische Fluggesellschaften - aus den USA über Saudi Arabien bis Korea. Bei den Kapazitätssteigerungsmassnahmen im Geschäftssegment Airport streicht Domany die Inbetriebnahme des Skylink Terminal Anfang 2009 hervor.

Auch am Boden tut sich viel Im Business-Segment Non-Aviation hat der Flughafen Wien eine signifikante Steigerung in den Umsatzbereichen Shops FLUGHAFEN WIEN

Flughafen Wien-Vorstand C. Domany: „Erwarten weitere Steigerungen“ und Gastronomie zum Ziel. Dazu kommt weiters die Real Estate Entwicklung (u.a. die Office Park II Eröffnung im Juni 2007, Zukauf World Trade Center) sowie die Steigerung der Parkierungserlöse durch massive Stellplatzerweiterungen. Mit dem Skylink Terminal beginne ab 2009 „eine substanzielle Erhöhung der Gastro- und Shopflächen“. Im dritten Geschäftssegment Handling, so Domany weiter, hat der Flughafen Wien die Sicherung des Marktanteiles und der hohen Qualitätsstandards zum Ziel. Der Abschluss der neuen Langzeitverträge mit acht Airlines stelle mittelfristig einen 75%-igen Marktanteil sicher.

Erfolg auch abroad Unter den internationalen Beteiligungen des Flughafens Wien weist der Airport Kosice allein im ersten Quartal 2007 ein Passagierwachstum von 22 % auf. Die neue Kapitalbeteiligung am Flughafen Friedrichshafen setzt auf die Wachstumspotenziale des Industriestandortes und des internationalen Fremdenverkehrs im Dreiländereck Deutschland, Österrerich, Schweiz, was am Flughafen Friedrichshafen allein 2006 ein Passagierwachstum von 10% erbrachte.

Die wichtigsten Kennzahlen „Bei der zentralen Branchenkennzahl Passagierentwicklung liegt der Flughafen Wien seit Jahren nachhaltig über dem europäischen Durchschnitt,“ so Domany. Allein im ersten Quartal 2007 betrug das Passagierwachstum am VIE 9,4 %, die Zahl der Transferpassagiere stieg gar um 13,1%. „In den Forecasts erwarten wir heuer eine weitere Steigerung der Verkehrszahlen Passagiere, Flugbewegungen und Frachtaufkommen,“ ergänzt der Vorstand. Und in der Langzeitprognose geht der Flughafen Wien von einer durchschnittlichen Passagierwachstumsrate von jährlich 5,3% bis 2015 aus. Das würde für heuer eine weitere Steigerung auf 17,7 Millionen Passagiere bedeuten - nach dem Rekordergebnis von 16,8 Millionen im Vorjahr.

Hohe Dividendenrendite Als „Highlights“ der aktuellen Finanzkennzahlen nennt Domany somit die Steigerungen bei Gesamtumsatz, EBITDA, Konzernergebnis und die hohe Dividende(nrendite). Das Investitionsvolumen für die Geschäftssegmente Airport und NonAviation beträgt 474 Millionen Euro bis 2011. (kama)


Mittwoch, 6. Juni 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

Seite S4

Starkes 3. und 4. Quartal erwartet - Markt für Videospiele soll weiterhin wachsen

JoWooD mit Fokus auf Konsolen & USA Als Albert Seidl 2005 als CEO zur JoWooD Productions Software AG kam, war das Unternehmen noch in einer schwierigen, geradezu existenzbedrohenden Situation. Mit einem effizienten Restrukturierungsplan konnte man den Konkurs des Unternehmens aber abwenden. Seither hat sich bei JoWooD vieles verändert; gestützt von Kostenreduktionen und einer deutlichen Margen-Verbesserung konnte JoWooD im ersten Quartal 2007 ein neues Rekordergebnis vorlegen. Darüber hinaus will man mit Konsolen-Spielen und Mobile Games im Jahr 2008 weiter wachsen.

IR-Arbeit deutlich verstärkt Als einen wichtigen Baustein für künftige Erfolge des Unternehmens und eine Belebung des Aktienkurses sieht CEO Seidl besonders die Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit und der Investor Relations-Kommunikation. JoWooD will sich in Hinkunft damit verstärkt der Finanzöffentlichkeit als attraktives Unternehmen präsentieren, das es nach dem erfolgreichen Turnaround verdient, wieder deutlicher von Anlegern fokussiert zu werden. Die Teilnahme an der Roadshow #2 von Aktienforum/ Börse Express war hierzu der gelungene Anfang.

Unternehmen und Produkte Die JoWooD Gruppe besteht aus der JoWooD AG, die zwei Beteligungen hält:

Das 100% Tochterunternehmen DreamCatcher, einen unlängst übernommenen kanadischen Spielepublisher, sowie eine Mehrheit von 95% an Quantic Lab, einem Post Production-Studio. Die Produktpolitik von JoWooD basiert auf den beiden Säulen Casual Line und den JoWooD Core Brands. Im Rahmen der Casual Line werden Spiele vertrieben, die den Gelegenheitsspieler CEO Seidl konnte mit guten Q1-Zahlen aufwarten ansprechen sollen. Diese werden relativ rasch auf den Markt wachsen. Ein grosser Anteil entfällt auch gebracht und weisen geringe Entwikauf den US-Markt, auf dem JoWooD mit klungskosten sowie einen hohen Return- DreamCatcher-Titeln präsent ist. on-Investment auf. Im Q4 2006 bzw Q1 Q1 2007 und Ausblick 2007 wies die Causal Line bereits einen deutlichen Anteil am Ergebnis auf. Für das 1. Quartal 2007 konnte JoWooD Die zweite Produktsäule besteht aus den deutliche Steigerungen im zweistelligen ProCore Brands, die echte „Hardcore-Gamer“ zentbereich vorweisen. Demnach stiegen ansprechen. Diese - in der Entwicklung die Umsätze um mehr als 21% auf 6,2 Mio. aufgrund der Komplexität und der Qua- Euro sowie das Ebit vor Restrukturierung lität vergleichsweise teuren - Spiele kön- um 69% auf 1,4 Mio. Euro. Für das Genen zu höheren Preisen verkauft werden samtjahr erwartet CEO Seidl ebenfalls und werden künftig nicht nur für den PC, nach einem saisonal bedingt schwächeren sondern verstärkt auch für Next-Genera- 2. Quartal - deutliche Umsatz- und Ergebtion Spielekonsolen wie die Nintendo Wii, niszuwächse, vor allem durch das starke die Microsoft X-Box 360 entwickelt. US-Weihnachtsgeschäft. Titel wie Sam & Max Season I (PC), Agatha Christie (NinDer Videospielemarkt tendo Wii und PC) und die Painkiller-Fort(mos) Der Markt für Video Games ist einer der setzung sollen dazu beitragen. am stärksten wachsenden Märkte der UnterJOWOOD haltungsindustrie mit jährlichen Zuwachsraten von über 11%. Mit einem Volumen von an die 14 Mrd. US-Dollar (siehe Grafik links) stellen Videospiele umsatzmässig selbst die Filmindustrie und die Musikindustrie deutlich in den Schatten. Die „installierte Basis“ von derzeit 250 bis 300 Mio. Geräten - die Anzahl der Endgeräte, die für Video Games geeignet sind - soll laut Prognosen weiter jährlich zweistellig


Mittwoch, 6. Juni 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

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Teak Holz International-CEO Hofer zum Geschäftsmodell und der Assetklasse

THI: Ein wahrhaftig nachhaltiges Investment Etwa 15 Prozent des globalen Holzaufkommens entfällt auf Edelhölzer. Einer der Player in diesem 25 Mrd. EuroMarkt ist die in Linz ansässige Teak Holz International AG (THI). Teak Holz ist ein nachwachsender Luxus-Rohstoff, der sich vor allem durch hohe Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüssen und Pilzbefall und seine konservierenden Eigenschaften auszeichnet. Deshalb wird der Rohstoff gerne im Outdoor-Bereich, u.a. bei Terassenbeplankungen, im Schiffsbau, bei Schwimmbadumrandungen oder Gartenmöbel eingesetzt. THI verfügt derzeit über eine Anbaufläche von knapp 2000 ha, bis zum Jahr 2014 sollen es 4500 ha werden. Sämtliche Anbauflächen befinden sich in Costa Rica. „Um die grösstmöglichen Erträge aus den Plantagen zu generieren ist eine aktive Forstwirtschaft, wie wir sie betreiben, wichtig“, so Johannes Hofer, CEO der THI, auf der Roadshow #2. Diese aktive Forstwirtschaft sieht u.a. die richtige Auswahl der Flächen, die laufende Pflege und Erziehung der Pflanzen sowie eine Durchforstung vor. Zusätzlich werden bei THI grossflächig Mykorrhizakulturen bei den Teakpflanzen eingebracht. „Bei dieser Pflanztechnologie gehen die Bäume eine Symbiose mit einem speziellen Wurzelpilz ein, der sie bei der Nährstoffaufnahme unterstützt“, erklärt Hofer. Dadurch sollen das Wachstum und die Qualität des Holzes weiter verbessert werden. Das Ergebnis dieser Hightech-Forstwirtschaft sollen gerade und gleichmässige Stämme sein. Derzeit befinden sich die einzelnen TEAK HOLZ

THI-CEO Johannes Hofer will bis 2014 Anbaufläche mehr als verdoppeln

THI-Plantagen in unterschiedlichen Wachstumsstadien. „Im kommenden Jahr werden erste Erträge aus der Durchforstung erwirtschaftet werden, ab 2013 erwarten wir eine weitgehend kontinuierliche Ernte“, so Hofer. Je nach Qualität werden laut Hofer pro Festmeter Teak Holz zwischen 500 und 1000 Dollar bezahlt. Die Hauptabsatzmärkte für Teak Holz sind Asien, Amerika und Europa, wobei vor allem in Nordamerika und Europa hohe Qualitätsanforderungen bestehen. In Europa will THI tiefer in die Wertschöpfung beim Vertrieb einsteigen und plant eine selektive Marktbearbeitung bis hin zum Einzelhändler.

Mix aus Ökologie & Ökonomie Bei THI nimmt nachhaltiges Handeln einen grossen Stelllenwert ein. Erst kürzlich hat sich das Unternehmen dem „Global Compact“ der Vereinten Nationen angeschlossen. Ziel des Global Compact ist es, das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu fördern, um den Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen. Zudem arbeitet THI gemeinsam

mit dem WWF an der FSC-Zertifizierung, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden soll und zum Ziel hat, ökologische und sozial verträgliche Waldbewirtschaftung durch Einhaltung von Umweltund Sozialstandards zu fördern. „Modern geführte Teakplantagen leisten aber auch einen Beitrag zum Klimaschutz“, hält Hofer fest. „Bäume binden Kohlenstoff aus CO2 und geben Sauerstoff an die Atmosphäre ab. Diese positive Auswirkung kann THI ökonomisch umsetzen, wenn die ökologischen Beiträge verbrieft und als CO2 Emissionszertifikate veräussert werden“, erklärt der CEO. Die THI-Aktie gehört zur Asset Klasse „Pure Play Forestry“ und stellt eine Kombination aus Immobilie und erneuerbarem Rohstoff dar. Die Korrelation zu anderen Investmentformen wie Aktien oder Anleihen ist gering, sodass sich eine hohe Diversifikationseffizienz ergibt. „Ein Investment in Teakplantagen ermöglicht es ökologische, soziale und ökonomische Aspekte optimal zu kombinieren“, fasst Hofer zusammen.


Mittwoch, 6. Juni 2007

BÖRSE EXPRESS SPECIAL

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Meeting Point www.boerse-express.com/roadshow „Wir freuen sehr über den hohen Zuspruch der börsenotierten Unternehmen“, sagte BE-Geschäftsführer Christian Drastil auf der Roadshow #2. Zwei weitere Veranstaltungen im Herbst seien de facto ausgebucht, auch ein zusätzlicher Ausflug nach Linz ist im Kalender eingeplant. Markus Fichtinger, Geschäftsführer des Aktienforum, schliesst an: „Die Roadshows zeigen, dass auch die Privatanleger für die österreichischen Emittenten zunehmend zu einer wichtigen Investorengruppe geworden sind“.

Multimedial Dabei ist der Event selbst nur ein Teil der Roadshow-Dramaturgie, ist es doch den boerse-express.com-Lesern, die entweder bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnten oder nach der Veranstaltung ihre Eindrücke vertiefen wollen, auch möglich, unter http://www.boerse-express.com/roadshow sämtliche Slides der präsentierenden Vorstände im Original abzurufen. So werden beispielsweise noch

V.li.: Manfred Kainz und Christian Drastil (BE) beim Begrüssungstalk mit Flughafen-Vorstand Christian Domany. Bild unten: Moderator Markus Fichtinger heute die Präsentationen der Roadshow #1 (Termin war im März) mehr als 100 Mal pro Tag angewählt. Neben Event und Web gibt es auch bewegte Bilder und damit kommt der dritte Partner ins Spiel: Mike Lielachers

MoneyTV-Team hat bei der Veranstaltung natürlich wieder mitgefilmt und wird die Beiträge nach und nach auf www.be24.at online stellen (Menüpunkt MoneyTV). Die nächsten Roadshows gibts im Herbst.

Aktienforum/boerse-express.com

ROADSHOW #2 Kapitalmarkt-Gespräch 4. Juni, Reitersaal OeKB, ab 18 Uhr:

conwert Flughafen Wien Johann Kowar, Vorstand

JoWooD Albert Seidl, Vorstand

Christian Domany, Vorstand

Teak Holz Intl. Johannes Hofer, Vorstand

4 Vorstände, 4 x 15 Minuten. Die Roadshow-Reihe für Privatanleger. Teilnahme für BE-Leser gratis: 200 Plätze, first come, first serve (Rückbestätigung durch uns) Anmeldung unter: http://www.boerse-express.com/roadshow

IMPRESSUM BÖRSE EXPRESS Medieneigentümer: Styria Börse Express GmbH Geiselbergstrasse 15, 1110 Wien

Bezug: Diverse Aboformen unter www.boerse-express.com/abo Alle Abos laufen automatisch aus. Gerichtsstand ist Wien.

Herausgeber: Christian Drastil (dra) christian.drastil@boerse-express.com Tel: ++43 1 60117 260

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Kauf/Verkauf von Aktien. Das gilt vor allem für das Trading-Depot. Der Börse Express ist ausschliesslich für den persönlichen Gebrauch bestimmt, jede Weiterleitung verstösst gegen das Copyright. Nachdruck: Nur nach schriftlicher Genehmigung. Vollständiges Impressum: www.boerse-express.com/impressum


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B Die Mittags-News für Finanzprofis. Sondernummer Roadshow.

Nr.1236b/14 03 07

Aktienforum/boerse-express.com Roadshow #1 vor 300 Privatanlegern

Vorhang auf für Immofinanz, Intercell, Palfinger und Polytec

Der Grosse Festsaal im Haus der Industrie war am 12. März reserviert für die 1. Roadshow für Privatanleger

Der BE erzielte mit seinem 1. Privatanleger-Event so hohen Zuspruch, dass sogar ein grösserer Saal her musste. Die Roadshow-Hintergründe von Christian Drastil. Die Idee gab es schon länger, die Umsetzung erfolgte quasi über Nacht: An der Börse gibt es oft höhere Gewalt, und so rief Markus Fichtinger, Geschäftsführer des Aktienforum, Ende Februar beim BE an, ob wir eine „Ersatzidee“ für eine kurzfristig ausgefallene Veranstaltung hätten.

Hatten wir. Und nachdem unser „Roadshow-Auftaktevent“ mit Immofinanz, Intercell, Palfinger und Polytec zum vollen Erfolg wurde und wir sogar aufgrund der Anmeldungsituation in einen doppelt so grossen Galasaal wechseln mussten, steht fest, dass aus einer spontanen Idee nun eine regelmässige Eventserie wird.

Vier mal 15 Minuten Das Konzept ist einfach: Vier Unternehmen präsentieren je 15 Minuten vor Privatanlegern. Immofinanz, Intercell, Palfinger und Polytec hatten innerhalb von 24 Stunden zugesagt und bestritten im

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Wiener Haus der Industrie am 12. März die „Aktienforum/boerse-express.com Roadshow #1“ . Dabei präsentierten die Vorstände Norbert Gertner (Immofinanz), Werner Lanthaler (Intercell) sowie die IR-Chefs Hannes Roither (Palfinger) und Manuel Taverne (Polytec) vor 300 Privatanlegern ihre Unternehmen. Die Original-Präsentationen und Bilder zum Event sind unter http://www.boerse-express.com/roadshow downloadbar. Eingeladen waren Leser des Börse Express sowie der Newsletterkreis des Aktienforum. Eintritt frei. Details zur Roadshow #2 folgen in Kürze. Kauf/Verkauf von Aktien. Das gilt vor allem für das Trading-Depot. Der Börse Express ist ausschliesslich für den persönlichen Gebrauch bestimmt, jede Weiterleitung verstösst gegen das Copyright. Nachdruck: Nur nach schriftlicher Genehmigung. Vollständiges Impressum: www.boerse-express.com/impressum


Mittwoch, 14. März 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

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Die Immofinanz setzt auf ein breit gestreutes Portfolio und auf langjährige Erfahrung

Stabilität im Westen - Chancen im Osten Mit Norbert Gertner präsentierte ein langjähriges Mitglied des Vorstandes die bereits 1990 gegründete heimische Immofinanz. Die Immofinanz zählt derzeit zu den grössten Immobilienaktiengesellschaften Europas und notiert im Prime Market an der Wiener Börse.

Das Unternehmensprofil Die Immofinanz ist das einzige grosse börsennotierte Immobilienunternehmen mit einer starken Position in Ost- und Westeuropa, so Gertner. Dadurch profitiere die Gesellschaft einerseits von stabilen Erträgen in Westeuropa und könne andererseits zahlreiche Chancen im Osten wahrnehmen. Durch das breitgestreute Portfolio mit allen Nutzungsarten, wie Wohnen, Büro, Einzelhandel, Logistik, Garagen und Hotels, und durch die langjährige Erfahrung seien in den vergangenen Jahren in guten und auch in schwierigen Wirtschaftszeiten erfolgreich stabile Erträge erwirtschaftet worden.

Kennzahlen des Portfolios Die Investitionen der Immofinanz erstrecken sich derzeit auf 2331 Immobilien mit einer Gesamtnutzfläche von rund 9,5 Mio. Quadratmetern. Der Wert des Immobilienportfolios der Immofinanz beträgt einschliesslich vertraglich fixierter Investitionen rund 11,8 Mrd. Euro. Die regionale Nutzfläche verteilt sich auf vier Kernmärkte: 29,9% entfallen auf die in Österreich erworbenen Objekte der Buwog/ESG (ehemalige Bundeswohnimmobilien), 18,7% auf weitere Immobilienflächen in Österreich. Mit 37,3% Nutzfläche IMMOFINANZ

Vorstand Gertner betonte die starke Stellung der Immofinanz in Europa stellt Osteuropa des weiteren einen wesentlich grösseren Anteil an der Gesamtnutzfläche, als Westeuropa mit 14,1%. Sektoral verteilt sich die Nutzfläche des Immobilienportfolios vorwiegend auf die Flächen der Buwog/ESG (29,9%), Büroflächen (22,5%), Geschäftsflächen (16%) und Logistikflächen (11,2%). Die Anteile an der Gesamtnutzfläche von Wohnungen (10%), PKW-Stellplätzen (6,6%) und WIPARK-Garagenflächen (1,9%) fallen deutlich geringer aus.

Die Immofinanzaktie Die Aktie der Gesellschaft gehört zu den erfolgreichsten österreichischen Immobilienaktien. In den vergangenen 10 Jahren konnte jährlich eine Wertsteigerung von durchschnittlich 12,43% nach Steuern erzielt werden, im vergangenen Jahr sogar von 34,23%. In Kontinentaleuropa ist die Immofinanz nach Marktkapitalisierung das sechstgrösste gelistete Immobilienunternehmen, inklusive Immoeast als Immofinanz-

Gruppe sogar das grösste. In Österreich liegt die Immofinanz nach Marktkapitalisierung hinter Immoeast und MEL an dritter Stelle. Im Jahr 2006 war die Immofinanz-Aktie zudem an neunter Stelle der Unternehmen mit den höchsten Börsenumsätze in Wien vertreten. Die daraus resultierende Liquidität der Aktie spreche ebenso für ein Investment in den Titel wie die langjährige Erfahrung der Immofinanz und die breite Portfoliostreuung, so Vorstand Gertner abschliessend.


Mittwoch, 14. März 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

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Intercell-CFO Lanthaler erklärt kapitalintensive Entwicklung und Markteintrittspläne

Breite Produktpipeline und starke Partner

Intercell-CFO Werner Lanthaler: „Risiko wird mit grossen Pharma-Konzernen geteilt“ Von der Idee zum Produkt dauert es im Biotech- bzw. Pharma-Geschäft in der Regel 10 bis 15 Jahre, die F&E-Aufwendungen belaufen sich dabei auf 100 Mio. bis eine Milliarde Euro. Für Intercell-CFO Werner Lanthaler lautet die Devise in der kapitalintensiven Produktentwicklung deshalb „effizient vorgehen und Ressourcen gezielt managen und steuern“. Die Effizienz beginnt bei Intercell deshalb schon bei der Identifikation der Impfstoffkandidaten. „Wir arbeiten nur in Gebieten mit stark abgesichertem Patenschutz“, gewährt Lanthaler im Zuge seiner Präsentation Einblick in die Strategie. Und hinINTERCELL

sichtlich der Finanzierung gilt es, das Risiko nicht allein zu tragen, sondern aufzuteilen. „Wir holen uns namhafte Technologiepartner an Bord, die die Entwicklungen mitfinanzieren“, erklärt Lanthaler. Bei der Entwicklung des S.aureus Impfstoffs, welcher hospitalen Infektionen vorbeugen soll, und den Lanthaler im Zuge seiner Präsentation besonders hervorgestrichen hat, ist der Finanzpartner niemand geringerer als der US-Konzern Merck. Das Potenzial dieses Impfstoffes ist angesichts der Infektionszahlen hoch. Allein in Österreich gab es im Jahr 2003 in Summe 5000 Todesfälle, die auf hospitale Infektionskrankheiten zurückzuführen waren. Statistiken zufolge infiziert sich einer von zehn stationär behandelten Patienten. Laut Lanthaler ist Intercell bei der Entwicklung dieses prophylaktischen Impfstoffs zwar führend, bis zur Produkteinführung kann es allerdings noch einige Zeit dauern. Im laufenden Jahr bzw. im Jahr 2008 soll die Phase IIStudie starten. Beim Impfstoff gegen Japanische En-

zephalitis ist Intercell hingegen schon weiter. Anfang 2008 soll die Markteinführung erfolgen. Bis dahin hat Intercell noch die Einreichung bei der EMEA auf dem Plan. Zudem gilt es, klinische Studien in endemischen Gebieten zu starten und Marketing- und Vertriebsstrukturen, vor allem für das Militär, zu schaffen. Bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Hepatitis C - hier ist bisher noch kein anderer Impfstoff auf dem Markt - befindet sich Intercell in der Phase II-Studie, Daten werden Mitte 2007 erwartet. Weitere Meilensteine sind auch bei anderen Produktkandidaten im laufenden Jahr zu erwarten.

Break Even Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung strich Lanthaler den zuletzt zurückgegangenen Verlust und die stetig steigenden Einnahmen hervor und stellte in Aussicht, dass der Break Even auf Basis von ersten eigenen Produktverkäufen geplant ist. Und diese werden bekanntlich 2008 erwartet.


Mittwoch, 14. März 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

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Ergebnis soll auch im Jubiläumsjahr stärker als der Umsatz zulegen

Palfinger will 2007 zweistellig wachsen übernommen hatte, zum Anlass genommen, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens weiter zu erhöhen.

2006 neues Rekordjahr

IR-Sprecher Hannes Roither mit Rekordergebnis für 2006 im Rücken Als drittes Unternehmen im Rahmen der von Börse Express und dem Aktienforum veranstalteten Roadshow #1 war Palfinger, vertreten durch IR -Sprecher Hannes Roither, an der Reihe, sich einem interessierten Privatanlegerpublikum zu präsentieren. Beginnend mit der Unternehmensgeschichte erhielten Anleger Einblicke in die Unternehmensdivisionen, in die vergangene Geschäftstätigkeit und in die Planung für die kommenden Jahre

Wissenswertes zu Palfinger Bei Palfinger handelt es sich um einen der international führenden Hersteller im Sektor hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme. Diversifiziert tätig, ist die multinationale Unternehmensgruppe mit Sitz in Salzburg in 10 Produktdivisionen unterteilt. Im Bereich von LKW-montier-

ten Knickarmkränen ist man sowohl österreichweit (65% Marktanteil) als auch weltweit (35% Marktanteil) Marktführer. Ebenfalls Weltmarktführer ist Palfinger bei Holzkränen sowie bei Eisenbahn-Systemlösungen im High-Tech Bereich. Das globale Vertriebs- und Servicenetz ist in 4 Areas (Nord-/Südamerika, Europa, Asia&Pacific und Rest der Welt) untergliedert und umfasst ein Netz von 160 Generalimporteueren und 1500 Vertriebsund Servicestützpunkten. Neuerdings ist Palfinger auch in Hong Kong aktiv, im vierten Quartal kam dieser Standort neu hinzu.

Im Geschäftsjahr 2006 konnte Palfinger neue Rekordwerte beim Umsatz (+12,5%) und beim Ergebnis (EBIT + 18,2%) erzielen. Positiv wirkten sich besonders die hohen Auftragseingänge und die Vollauslastung der Kapazitäten aus. Trotz 4-Schichtbetrieb (24 Stunden, 7 Tage die Woche) konnten allerdings nicht alle Aufträge rasch wie gewohnt abgewickelt werden. Lagen die Lieferzeiten früher zwischen 6-10 Wochen, so stiegen sie 2006 auf 20 bis 25 Wochen. Ausschlaggebend waren die schwierige Beschaffung und die Preissteigerungen für Stahl, dessen Preis innerhalb von 18 Monaten um 60% anstieg. Dank Rationalisierungen und Preisteigerungen konnte dennoch ein Rekordergebnis erzielt werden. IR-Sprecher Roither betonte dabei besonders die EBIT-Marge von 13,2% sowie die niedrige Verschuldung des Unternehmens. PALFINGER

75-jähriges Jubiläum

Das 1932 als Schlosserei und Reparaturwerkstätte gegründete Salzburger Unternehmen besteht bereits seit nunmehr 75 Jahren. Im laufenden Jahr werden das Firmenjubiläum sowie der 65. Geburtstag von Hubert Palfinger, der das Unternehmen im Alter von 21 Jahren mit Palfinger glänzt mit hoher Eigenkapitalausstattung damals 15 Mitarbeitern

Ausblick für 2007 optimistisch 2007 will Palfinger weiter zweistellig wachsen, das Ergebniswachstum soll neuerlich über dem Umsatzwachstum liegen. Als Innovationsführer werde man weiter Trends vorgeben und investieren, um ein Preispremium gegenüber anderen Kranherstellern von 5-10% qualitativ auch zu rechtfertigen. Für schwächere Zyklusphasen sei man gut gerüstet, in diesem Fall werde trotz Rückgängen eine EBIT-Marge von 9 bis 10% angestrebt.


Mittwoch, 14. März 2007

BÖRSE EXPRESS NEWS

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Der Autozulieferer setzt auf Branchenkonsolidierung und Substitutionseffekt

Polytec setzt weiter auf Akquisitionen

Polytec-IR-Sprecher Manuel Taverne lädt Aktionäre vor der Hauptversammlung zur Werksführung ein „Wenn Sie Schi fahren, dann tun Sie das mit grosser Wahrscheinlichkeit, auf Pisten, die indirekt von Polytec präpariert worden sind“, überrascht Polytec-Sprecher Manuel Taverne den Grossteil der Zuhörer. Denn Polytec steht nicht nur für Motorraum- und Türverkleidung, Spoiler und Kabinendach oder Kühlergrill und Zylinderkopfhaube - also kurz gesagt für Autozubehör-Teile, die an viele bekannte Hersteller in der ganzen Welt geliefert werden. Neben den Geschäfsbereichen „Automotive System“ (über 70% des Gesamtumsatzes), „Car Styling“ und „Automotive Composites“ gibt es nämlich auch noch den kleinen Geschäftsbereich „Industrial Division“. Dieser liefert u.a. Kunststoffkomponenten, die etwa bei Schiraupen zum Einsatz kommen. Erster Kunde der vor rund 20 Jahren gegründeten Polytec POLYTEC

war denn auch Raupen-Hersteller Käsbohrer. Mittlerweile beliefert Polytec auch hier fast alle Anbieter.

Alle Pfeile nach oben Doch zurück zum Hauptgeschäft des oberösterreichischen Unternehmens: Als Autozulieferer zählt Polytec BMW, VW, General Motors und Ford zu den grössten Kunden. Das Jahresergebnis wird zwar erst Ende März präsentiert. Soviel lässt sich Taverne aber bereits zum Geschäftsjahr 2006 entlocken: Die EBITDA-Marge wird bei über 9% zu liegen kommen, als Dividende werden mehr als 20% des Nettogewinns ausgeschüttet. Und die Bereiche „Automotive Components“ und „Car Styling“, die in den ersten neun Monaten Rückgänge beim EBITDA verbucht haben, werden das auf Gesamtjahressicht wieder ausgebügelt haben. „Alle Pfeile werden in die richtige Richtung schauen, also nach oben“, sagt Taverne. Auf Sicht der nächsten Jahre will Polytec die EBITDA-Marge zwischen 8 und 10% halten. „Mehr wäre den Autoherstellern, also unseren Kunden, auch schwer zu erklären“. Polytec will natürlich auch bei der anhaltenden Branchenkonsolidierung mitwirken. So soll das Wachstum des Unternehmens - der Umsatz stieg in den vergangenen 13 Jahren um durchschnitt-

lich 38% im Jahr - durch ausgewählte Akquisitionen gesichert werden. Internationalen Studien zufolge dürfte die Zahl der Autozulieferer weltweit von aktuell 5000 bis zum Jahr 2015 auf 2800 sinken. Da sich günstige Zukauf-Gelegenheiten aber nun einmal nicht zeitlich steuern lassen, setzt Polytec zudem auf den Subsitutionseffekt. Hier geht es um den stärkeren Einsatz von Kunststoffkompenenten für die Innenausstattung und vermehrt auch für den Motorraum. Noch schnellere Modellwechsel machen die Nutzung flexiblerer Produkte wie z.B. dieser PU-Komponenten noch vorteilhafter, erklärt Taverne. Während im Jahr 1975 bei deutschen Autos noch rund 74% desGewichts auf Stahl und nur 19% auf Kunststoff entfallen ist, sehen die Daten 20 Jahre später bereits anders aus: Der Stahlanteil am Gewicht eines Autos hat sich auf 55% reduziert, auf Kunststoff entfallen hingegen 29%. „Alle unsere Bereiche werden von der steigenden Nachfrage für Fahrzeugkomponenten aus Plastik profitieren“, sagt der IR-Sprecher. Und damit die Aktionäre bei Polytec auch was zum Angreifen haben, gibt es am Tag der Hauptversammlung am 6. Juni auch eine Werksführung sowie eine Ausstellung von Fahrzeugen und PolytecProdukten.


Mittwoch, 14. März 2007

BÖRSE EXPRESS SPECIAL

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Bilder unter www.boerse-express.com/roadshow „Die Roadshow zeigt, dass auch die Privatanleger für die österreichischen Emittenten eine wichtige Investorengruppe sind“, gab sich Aktienforum-Geschäftsführer und „Hausherr“ Markus Fichtinger nach dem Roadshow-Auftaktevent, bei dem rund 300 Gäste, ein Grossteil davon Leser des Börse Express, gekommen waren, zufrieden. Die Börse Express-Geschäftsführer Christian Drastil und Josef Chladek freuten sich aber auch über den hohen Zuspruch aus der Banken- und Finanzszene. Um nur einige aufzuzählen: Erste Bank-Chefanalyst Günther Artner, Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, alter Springer, die Factbook-Macher Wa IR-Chefinnen Michaela Friepess (KTM) und Katharina Wieser (Intercell), EpiconGründer Michael Richter, New BusinessGF Oliver Olbrich, die Prime ConsultingChefs Sabine Duchaczek und Werner Albeseder, RI-Pressesprecher Lars Hofer, die Börse Express-Chefredakteurinnen

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ROADSHOW #1 Kapitalmarkt-Gespräch 12.3., Haus der Industrie, ab 18 Uhr:

Immofinanz Intercell Norbert Gertner, Vorstand

Werner Lanthaler, Vorstand

Palfinger

Polytec

Hannes Roither, IR-Chef

Manuel Taverne, IR-Chef

4 Vorstände/IR, 4 x 15 Minuten. Die erste Road Show für Privatanleger. Teilnahme für BE-Leser gratis: 300 Plätze, first come, first serve (Rückbestätigung durch uns) Mail to: roadshow@boerse-express.com

Bettina Schragl und Christine Petzwinkler sowie natürlich das MoneyTV-Team, angeführt von Mike Lielacher. MoneyTV wird noch eine DVD zum Event basteln.

Mehr dazu in Kürze. Alle Infos, Downloads, Bilder, etc. sind auf der RoadshowSeite www.boerse-express.com/roadshow abrufbar. Stay tuned.

v.li: Drastil (Börse Express), Taverne (Polytec), Roither (Palfinger), Lanthaler (Intercell), Gertner (Immofinanz), Fichtinger (Aktienforum)

Roadbook 2007  

Hier finden Sie die Roadshow-Ausgaben des Börse Express aus dem Jahr 2007