BODYMEDIA Physio-Ausgabe 3-2022

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Das Fachmagazin für Physiotherapie und Gesundheit Ausgabe 3-2022

WIE DIGITAL SOLLTE PHYSIOTHERAPIE SEIN? ab Seite 14

Praxisreport Therapiezentrum Rottweil ab Seite 10

Patientenzentrierte Physiotherapie ab Seite 36

Mitarbeiterfluktuation verhindern ab Seite 66

Marktübersicht Therapiebedarf ab Seite 48


milon

free MEHR THERAPIEQUALITÄT IM TRAINING

Modernes Gesundheitstraining erkennt Symptome und beseitigt Ursachen. Unsere Lösung: Die Trainingsart Isokinetik Therapie.

ISOKINETIK THERAPIE Automatische Anpassung des Widerstandes bei konstanter Geschwindigkeit Keine aggressiven Umkehrpunkte und Belastungsspitzen Angepasste Winkelgeschwindigkeit pro Gerät

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INTRO EDITORIAL

EDITORIAL 03 2022

Liebe Leserin, Lieber Leser, Während in vielen Branchen die Möglichkeiten digitaler Technologie zuvor scheinbar unmögliche Handlungsweisen erlauben, gibt es andere Geschäftszweige, die diesem Treiben mit etwas Argwohn begegnen. Dazu zählt auch die Physiotherapie. Es gibt viele Gründe, warum sich die Branche etwas schwer mit den neuen Möglichkeiten tut, die uns der aktuelle technische Standard ermöglicht. Aber es gäbe meiner Einschätzung nach noch mehr Gründe, sich den Markt genauer anzuschauen und Gebrauch von den digitalen Möglichkeiten zu machen. Und wir sind nicht mehr in der Anfangszeit, in der man neuen Möglichkeiten etwas skeptischer begegnen sollte. Viele der Systeme, die der Branche zur Verfügung stehen, sind für den flächendeckenden Einsatz ausgereift. Man muss nur schauen, wo und wie man sie einsetzen kann. Bei den drängenden Fragen Personal und Vergütung bzw. Wirtschaftlichkeit wird häufig auf veraltete Methoden gesetzt, die erwartbarerweise durch die Veränderungen unserer Gesellschaft nicht mehr so gut funktionieren. Digitale Möglichkeiten können hier allerdings zeitgemäße Lösungen bieten und erleichtern allen Beteiligten das tägliche Arbeiten. Natürlich muss man sich darauf einlassen und sich einarbeiten. Das ist anstrengend und zeitintensiv. Aber wer seine Praxis weiterhin zeitgemäß führen möchte, muss hier up to date bleiben. Die Welt dreht sich heute schneller und wer sich nicht mitdreht, wird abgeworfen. Das ist leider eine sehr bittere Wahrheit. Daher möchte ich an dieser Stelle dazu motivieren, offen für digitale Veränderungen zu sein. Einen Anfang können Sie schon machen, wenn Sie einen Blick in unseren Themenschwerpunkt werfen. Da haben wir einiges an Informationen zusammengetragen.

Ein Cyborg als Physiotherapeut? Aktuell undenkbar, oder? Die Kombination aus Menschenkörper und Cyborgkopf zeigt den Zwiespalt zwischen menschlicher Behandlung und digitalen Methoden. Titelgestaltung: Katharina Jaschinski

Und nun viel Spaß beim Lesen! Ihr

Jonathan Schneidemesser Chefredakteur Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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WER SIND WIR? Heal11 GmbH wurde im Jahr 2021 von Heiko Kandler, Dominik Fogt und Tobias Hofstetter gegründet, mit dem Ziel therapeutische Einrichtungen zukunftsträchtig digitalisiert aufzustellen und alltägliche Arbeitsprozesse mithilfe von intelligent aufeinander abgestimmter, nutzerfreundlicher Soft- und Hardware zu vereinfachen. Simple, transparent und digital Die All-In-One-Software, Proleos, deckt alle wichtigen Bausteine ab. Darunter fallen Terminvergabe, Zugriffskontrollen, Rechtevergabe, Arbeitspläne, Terminbuchungen, Mitglieder-Management, Mitgliedschaft-Management, sowie Analysen & Berichte, anstatt viele Softwares parallel bedienen zu müssen. Gleichzeitig ist sie intuitiv aufgebaut, um allen Mitarbeitenden den Zugang und den Umgang zu erleichtern. Zuletzt vereint Heal11 in seiner Software-Lösung Proleos, die gemeinsam mit der HMM Deutschland GmbH entwickelt wurde. eine möglichst transparente Preisstruktur. Patienten sinnvoll leiten – Arbeit einsparen Perfekt harmonierend mit der Proleos Software, aber auch allein uneingeschränkt funktional: das Patientenleitsystem. Dieses ermöglicht digitale, automatisierte Kundenprozesse, indem es den/die Patient:in intuitiv durch die Einrichtung und Behandlung führt. Bestehend aus einem Check-In, einem Therapiedesk, verschiedenen Bildschirmen und Roomterminals, sowie optional einer Stele vereinfacht das Leitsystem den Alltag und kann Effizienz und Umsatz erhöhen bei gleichzeitiger Arbeitsersparnis.

SCAN MICH

Am Check-In können sich Patient:innen, die zu einem Termin erscheinen, selbstständig einchecken, das System meldet das Eintreffen des/der Patienten:in und zeigt alle dazugehörigen Daten an. Am Therapiedesk können Patient:innen ihre Rezepte einscannen, personen- und behandlungsspezifische Daten bearbeiten, den digitalen Anamnesebogen ausfüllen, Patienten-Behandlungsverträge und Zusatzvereinbarungen bearbeiten und ausfüllen sowie selbst alle weiteren Termine ausmachen. Über die Bildschirme und Roomterminals werden die Patient:innen durch die Praxis, in den Wartebereich und zu den Behandlungsräumen mithilfe von individuell vergebenen Zahlenkombinationen gelotst, um Anonymität zu gewährleisten. Gleichzeitig ist alles über PC oder Tablet steuerbar. Mithilfe des optionalen Pakets „Entertainment & Sales“ können den Patient:innen über die Bildschirme wissenswerte Informationen, Aktionen und Zusatzleistungen vermittelt werden. Zudem besteht über die Stele die Möglichkeit Zusatzleistungen auch direkt zu buchen und zu bezahlen. Über das optionale Softwaretool „Evidenzbasierte Anamnese“ können die Fortschritte der Patient:innen genaustens dokumentiert werden und die Erfolge des Therapieverlaufs anschaulich aufgezeigt und bewiesen werden. Neben Soft-und Hardware zeichnet sich die Heal11 GmbH außerdem durch ganzheitliches Denken und bietet somit auch die Integration von Physiotherapie in Gesundheitsstudios an. Das Unternehmen steht hier bei von der Planung, über die Zulassung, bis hin zur Eröffnung als Partner an der Seite.


WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE TOLLE MTT PHYSIO 2022

HEAL11  MORE DIGITAL, MORE INDIVIDUAL


INTRO INHALT

INHALT INTRO

MAGAZIN

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Editorial

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Marktübersicht Therapiebedarf

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News

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Praxisreport Therapiezentrum Rottweil

Hochqualifizierte, selbstbewusste Mitarbeiter führen

58

Positives Arbeitsklima schaffen

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Der Sektorale Heilpraktiker in der Physiotherapie

THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

66

Wie Führungskräfte Mitarbeiterfluktuation vermeiden

70

MEET THE TOP Physio 2022

14

Sind Robotics, KI und Automation die (nahe) Zukunft der Physiotherapie?

78

Erster Neuro Innovation Day in Frankfurt am Main

18

Digitalisierung und Therapie gehen Hand in Hand

79

Premiere der therapie Düsseldorf

22

„Wir haben im Schnitt eine Initiativbewerbung pro Woche“

28

Einsatz von Apps in der Physiotherapie

32

Wie Patienten und Therapeuten von der Digitalisierung profitieren

INDUSTRIE 82

Die Trainingswissenschaft in die Physiotherapie bringen

86

Mindful Leadership: Achtsame (Selbst-)Führung

THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

06

36

Kommunikation in der patientenzentrierten Therapie

40

Evidenzbasiertes Modell für patientenzentrierte Therapie

44

Patientenzentrierte Therapie im ATHLETICO Bühl

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OUTRO 89

Inserenten/Impressum

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Vorschau


INTRO INHALT

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62 Fotos: © Ralf Graner; © Heal11 GmbH; © AYAimages © Microgen © vectorfusionart - www.adobe-stock.com

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NEWS AUS DER BRANCHE

DIE DEUTSCHEN MÜSSEN SICH MEHR BEWEGEN

PHYSIOMEETSSCIENCE MIT EINEM NEUEN AUFTRITT PhysioMeetsScience hat seinen Internetauftritt geändert und macht den Zugang zum Wissen auf der Plattform noch einfacher. Unter www.physiomeetsscience.net wurde eine neue Infrastruktur geschaffen, die den Zugang zu evidenzbasiertem Wissen in der Physiotherapie deutlich erleichtert.

WHO-Bewegungsempfehlungen werden nicht erreicht Die Bewegungsempfehlungen der WHO erreichen die wenigsten: Erwachsene sollten sich mindestens 150 Minuten pro Woche bewegen. Dazu zählen zwar auch Fahrrad fahren oder Spazierengehen, aber körperliches Training ist deutlich wirksamer. Und selbst wenn leichte Bewegung dazu gezählt wird, schaffen es die wenigsten Erwachsenen diese Vorgaben einzuhalten. Es zeigt sich, dass Bewegungsmangel auch eine Zivilisationskrankheit ist, denn in ärmeren Ländern sind es nur etwa 16 %, die sich zu wenig bewegen. Bewegungsmangel in Deutschland besonders stark Um Deutschland steht es im internationalen Vergleich recht schlecht: 44 % der Frauen und 40 % der Männer müssten sich mehr bewegen. Noch schlimmer aber ist es bei den Jugendlichen. Hier bewegen sich 88 % der Mädchen und 80 % der Jungen zu wenig. Auch der CoronaPandemie wird attestiert, ihren Beitrag zur Verschärfung des Bewegungsmangels beigetragen zu haben.

Neben aktuellsten E- Learning im Videoformat und einem ausladenden kostenlosen Angebot können Unterstützer auf den kostenpflichtigen PREMIUM- Teil des Angebots zugreifen. Abgerundet wird die Plattform durch einen Netzwerkbereich in welchem die User in direkten Kontakt mit dem Team treten und sich mit der PMS- Community über relevante Fragen austauschen können. Eine wichtige, kundenorientierte Änderung ist zudem, dass nun nur noch monatlich kündbare Mitgliedschaften abgeschlossen werden können. An den Preisen hingegen ändert sich nichts. KONTAKT +49 (0) 6224 / 17997190 info@physiomeetsscience.com www.physiomeetsscience.com

NEOFECT UNTERZEICHNET „CHARTA DER VIELFALT“ Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt setzt Neofect ein klares Zeichen für Toleranz in der Arbeitswelt und signalisiert die Wertschätzung aller Mitarbeitenden - unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. KONTAKT +49 (0) 89 / 59081302 | info@neofect.de | www.neofect.de 08

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Foto: © Space_Cat - stock.adobe.com, © Physio Meets Science, © NEOFECT Germany

Der neueste Bericht der WHO zeigt die verheerenden Folgen von Bewegungsmangel. Es wird erwartet, das bis 2030 mehr als 500 Mio. Menschen erkranken, weil sie sich nicht genug bewegen. Ausgerechnet in Deutschland ist die Lage besonders brenzlig. Zu den Krankheiten, die durch Bewegungsmangel verursacht werden, zählen Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, aber auch Depressionen und Demenz. Bis 2030 erwartet die WHO, dass fast 500 Mio. Menschen daran erkranken weil sie sich zu wenig bewegen. Diese Zahlen wurden im Global Status Report on Physical Activity 2022 publiziert.

Die Plattform PhysioMeetsScience erleichtert Physiotherapeuten, aber auch Medizinern, Trainern und anderen Heilmittelerbringern, den Zugang zu evidenzbasiertem Wissen, in dem aktuelle und relevante Studienergebnisse übersichtlich und verständlich für den Praxisalltag aufgearbeitet werden. Dabei steht die praktische Umsetzung am Patienten im Vordergrund. Mit über 2.200 Beiträgen gehört PhysioMeetsScience mittlerweile zu den größten Wissensdatenbanken für Physiotherapeuten im deutschsprachigen Raum.


NEWS AUS DER BRANCHE

PODIUMSDISKUSSION ZUR AKADEMISIERUNG DER GESUNDHEITSBERUFE

VERGÜTUNGSVERHANDLUNGEN MIT GKV-SPITZENVERBAND SCHEITERN ERNEUT

Bei der Online-Podiumsdiskussion „Vollakademisierung vs. Teilakademisierung – Für die optimale Patientenversorgung durch Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie“ am 07. Oktober 2022 befürworteten die Gesundheitspolitikerinnen Bettina Müller (SPD) und Saskia Weishaupt (Bündnis 90/Die Grünen) vor 450 Teilnehmenden die Vollakademisierung der Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Einigkeit herrschte zwischen den Politikerinnen und eingeladenen Experten auch bei den Zielen, die mit der Akademisierung erreicht werden sollen. Im Fokus steht hierbei die Sicherung der zukünftigen therapeutischen Patientenversorgung.

Die maßgeblichen Physiotherapieverbände erklärten bereits Mitte September die Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zum Thema Vergütung als gescheitert. Nun wurde das Schiedsverfahren formal eingeleitet.

Prof. Uta Gaidys, Mitglied des Wissenschaftsrats, die als Expertin an der Diskussion teilnahm, machte deutlich, dass sich die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Anforderungen und Bedarfe sowie die therapeutischen Möglichkeiten weiter entwickeln. Dieser zunehmenden Komplexität der Therapie werden die Kompetenzen hochschulisch ausgebildeter Therapeuten zukünftig am besten gerecht. Auch André Laqua, Vorsitzender des Aphasie Landesverbands Berlin e.V., unterstrich in seiner Videobotschaft die Bedeutung therapeutischer Fachkompetenz für den Therapieerfolg in komplexen Behandlungsgebieten.

Bei den Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband geht es den Physiotherapieverbänden vor allem um zwei Punkte. Auf der einen Seite geht es um dringend notwendige Korrekturen an den von der Schiedsstelle festgesetzten Kriterien für die Ermittlung der Höhe der angemessenen Vergütung. Zum anderen um den Ausgleich der seit dem 01. April 2021 gestiegenen Personal-, Sach- und Raumkosten. Das liegt daran, dass diese retrospektiv geführt werden. Der Gesetzgeber hat im Terminservice- und Versorgungsgesetz eine wirtschaftliche und leistungsgerechte Vergütung für die Physiotherapie gefordert. Denn, nur Physiotherapiepraxen, die kostendeckend arbeiten und ein attrkatives Gehalt bezahlen können, sind überhaupt in der Lage die therapeutische Versorgung der Versicherten sicherzustellen. Das aktuelle Angebot von 2,5 % Erhöhung entspricht nicht den Vorstellungen der Physiotherapieverbände und dürfte im Hinblick auf steigende Energiepreise nicht ausreichend sein.

Foto: © Wavebreak Media – stock.adobe.com , © sebra – stock.adobe.com, © EGYM

Für den Transformationsprozess hin zur Vollakademisierung ist von einer Übergangszeit von 10 bis 15 Jahren auszugehen. Für die Umsetzung bedarf es einer „Roadmap“, erklärte Prof. Dr. Stefan Herzig von der Hochschulrektorenkonferenz. Damit könnten sich Hochschulen, Berufsfachschulen, Bildungsinteressierte und derzeitige Therapeuten auf eine verlässliche Entwicklung einstellen. KONTAKT +49 (0) 221 / 9810270 info@physio-deutschland.de www.physio-deutschland.de

KONTAKT +49 (0) 221 / 9810270 info@physio-deutschland.de www.physio-deutschland.de

NEUES KONZEPT: “SMART THERAPIEREN” MIT EGYM „Smart Therapieren“ ist das neue Konzept von EGYM für physiotherapeutische Einrichtungen aller Art. Dabei handelt es sich um einen neuen Ansatz, Patienten beim nachhaltigen Erreichen ihrer Gesundheitsziele zu unterstützen und so eine erfolgreiche und unabhängige Trainingstherapie zu betreiben. Smarte Muskelfunktionsdiagnostik am EGYM Fitness Hub und das BioAge in der Branded Member App zeigen selbst kleinste Verbesserungen auf und motivieren Patienten dazu, ihre eigenen Gesundheitsziele zu erreichen – ganz gleich, ob Reha oder dauerhafte Rekonvaleszenz. KONTAKT support@egym.de | www.egym.de Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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PRAXISREPORT THERAPIEZENTRUM ROTTWEIL

PHYSIOTHERAPIE UND FITNESSSTUDIO UNTER EINEM DACH

Physiotherapie und Fitnessstudio im gleichen Gebäude war für viele lange undenkbar, aber von der Kombination aus Physiotherapie und Fitnesstraining profitieren vor allem die Patienten – die dadurch langfristig etwas für ihre Gesundheit tun können. Im Therapiezentrum Rottweil wird diese Philosophie täglich gelebt. 10

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Foto: © Ralf Graner

Text Jonathan Schneidemesser


PRAXISREPORT THERAPIEZENTRUM ROTTWEIL

Das Team des Therapiezentrums Rottweil

Albstadt ihre erste gemeinsame Anlage eröffneten.

Foto: © Fitness Rottweil

Dann folgte der nächste Schritt und Michael Maute betrieb zudem von 2013 bis 2021 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Thomas Böhler das Therapiezentrums eines Albstädter Konzerns. Das Unternehmerduo konnte hier Erfahrung im Bereich der Physiotherapie sammeln und verstärkte zusätzlich das Engagement im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Firmenfitness. So konnte im Lauf der Zeit eine große Expertise im Bereich Gesundheit aufgebaut werden

Um die Geschichte des Therapiezentrums Rottweil erzählen zu können, muss man die Geschichte des Fitness Rottweil erzählen, die alleine schon durch die räumliche Nähe untrennbar miteinander verbunden sind. Inhaber beider Betriebe sind Michael Maute und Thomas Böhler, die bereits 2007 mit dem bestform fitness in

Um ihre Gesundheitsausrichtung zu stärken, eröffnete Michael Maute im Jahr 2017 zusammen mit seinem damaligen Geschäftspartner und leitenden Physiotherapeuten Stefan Orth seine zweite Physiopraxis im selben Gebäude, in dem sich das Fitnessund Gesundheitszentrum „bestform“ bereits befand. Auch wenn Michael Maute seine Anteile an der Praxis Ende 2018 verkaufte, so wird diese auch heute noch unter dem Namen bestphysis von Stefan Orth betrieben, der sich unter seinem Instagram-Namen stefan_the_physio in der evidenzbasierten Physiotherapieszene einen Namen gemacht hat.

Von Fitness zu Physio Dieses Know-how kam dann direkt bei der Planung des nächsten Projekts zum Einsatz. Ursprünglich sollte ein Standort in Konstanz errichtet werden, diese Pläne änderten sich aber schnell, als Reinhold Stärk, der Geschäftsführer der Firma Famoso, mit dem Michael Maute bereits seit einigen Jahren eng zusammenarbeitet, ihn auf den ehemaligen Audi Hangar in Rottweil aufmerksam machte. Mit einem Kraftakt auf finanzieller und baulicher Seite entstand innerhalb von ca. 4 Monaten ein 2.500 m² großes Fitnessstudio, das designtechnisch, aber auch vom Konzept auf einem sehr hohen Niveau spielt. Mit seiner speziellen Gebäudeform, den großen Glasfronten und der offenen Bauweise schafft das Fitness Rottweil ein ganz eigenes, sehr angenehmes Flair, das durch große Rundlampen, die in zeitlosem Gold erstrahlen, unterstützt wird. Bereits am Tag, insbesondere aber in der Nacht erstrahlt das Fitness Rottweil in hellem Glanz. Die Geräteausstattung ist sehr vielfältig und bietet für alle Bedürfnisse der Trainierenden etwas. Über eine Treppe auf der Trainingsfläche gelangt man zur Galerie, auf der die Ausdauergeräte platziert wurden. Hier findet sich dann auch einer der beiden Zugänge zum Therapiezentrum Rottweil. Der „offizielle“ Eingang befindet sich Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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PRAXISREPORT THERAPIEZENTRUM ROTTWEIL

Das Therapiezentrum Rottweil befindet sich gemeinsam mit dem Fitness Rottweil unter einem Dach

Zwei Hauptgründe waren es, die Michael Maute und Thomas Böhler zur Einrichtung der Physiopraxis motivierten. Der wichtigere war sicherlich, dass Michael Maute bereits viel Erfahrung durch die bisherigen beiden Praxen sammeln konnte und wusste, dass diese ihre Positionierung im Bereich Gesundheit stärken würde. Durch die Integration in ein Fitnessstudio mit einer umfangreichen Trainingsfläche können sie Patienten umfassend in der aktiven Trainingstherapie behandeln,

was diesen nachhaltig hilft, gesund zu werden. Ein weiterer Grund für die Integration waren sicherlich die coronabedingten Betriebsschließungen. Der allergrößte Teil der Fitnessstudios wurde in der Coronazeit geschlossen, so auch das Fitness Rottweil. Physiopraxen hingegen konnten ihre Türen aufgrund ihrer Systemrelevanz weiter offen halten, im zweiten Lockdown galt das sogar für angeschlossene Trainingsbereiche. Warme Atmosphäre Wohlfühlen ist ein wichtiges Thema im Fitness Rottweil und das Gleiche gilt

auch für das Therapiezentrum. Betritt man sie, fühlt man sich direkt wohl. Ursprünglich war es eine ungenutzte Wohnung gewesen, die zur Nutzung als Physiotherapie umgebaut wurde. In Zusammenarbeit mit Reinhold Stärk wurden die Wände des Eingangsbereichs komplett mit Holz verkleidet und auch die Lampen vom Fitnessbereich finden sich hier wieder. In den Behandlungsräumen wurde jeweils in einem Raum eine Wand mit einer speziellen Pinseltechnik gestrichen, dabei hat jeder Raum seine individuelle Farbe bekommen. Jeder Behandlungsraum ist direkt vom Wartezimmer aus

Für die aktive Trainingstherapie steht eine umfangreiche Geräteauswahl zur Verfügung 12

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Foto: © Fitness Rottweil

separat an der Rückseite des Gebäudes mit separaten Parkplätzen.


PRAXISREPORT THERAPIEZENTRUM ROTTWEIL

Die goldenen Akzente finden sich sowohl im Physio- als auch Trainingsbereich wieder

zugänglich, was den Patienten kurze Wege bietet. Schwerer Start So schön eine Praxis auch ist, so sehr ist sie doch von ihren Mitarbeitern abhängig. Und wenn man keine findet, können auch keine Patienten behandelt werden. So ging es Michael Maute kurz vor der Eröffnung Anfang 2021. Zu Beginn bestand das Therapeuten-„Team“ lediglich aus dem hochqualifizierten,

sich regelmäßig neue – da die Zahl der Therapeuten aber parallel zum Patientenstamm wachsen soll, plant Michael Maute kurzfristig keine weiteren Therapeuten einzustellen. Zudem ist für Michael Maute eine gute Stimmung im Team enorm wichtig, genauso wie ein organisches Wachstum. Wenn es daher zu Neueinstellungen kommt, müssen diese gut ins aktuelle Teamgefüge passen. Ein Faktor für das Interesse der Bewerber sieht er in der Kombination

Foto: © Fitness Rottweil

Die Wege zur Trainingsfläche sind kurz und dort finden die Patienten alles, was sie für ihre Rehabilitation brauchen leitenden Physiotherapeuten Annuar Hailfinger, der bereits in einer der anderen Praxen von Michael Maute arbeitete und zudem auch im Ausland seine Expertise erweitert hat. Zur Eröffnung lagen jedoch noch keine weiteren Bewerbungen für die Praxis vor und das obwohl in Stellenanzeigen bereits hohe Gehälter und weitere Benefits kommuniziert wurden. Nach der Eröffnung der schönen Praxisräume kam der Stein dann ins Rollen und heute arbeiten drei Therapeuten im Therapiezentrum Rottweil. Zudem bewerben

aus klassischer Physiotherapiepraxis mit Zugang zu einer umfangreichen Trainingsfläche und die Therapeuten nutzen diese Möglichkeit auch aus. Die aktive Trainingstherapie ist das Mittel der Wahl im Therapiezentrum Rottweil. Die Wege zur Trainingsfläche sind kurz und dort finden die Patienten alles, was sie für ihre Rehabilitation brauchen. Auch das Thema Reha-Sport spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wie geht es weiter? Nachdem sich das Therapiezentrum

Rottweil nun etabliert hat, stehen die nächsten Schritte an. Derzeit steht noch kein Raum für KGG zur Verfügung. Das soll sich nun ändern. Im Untergeschoss des Fitness Rottweil befindet sich ein Kursraum, in dem zukünftig KGG mit zertifizierten, mobilen Geräten stattfinden wird. Eine entsprechende Atmosphäre schaffen hier die meterlangen Echtholzbalken an den Wänden. Natürlich soll das Therapiezentrum Rottweil weiter wachsen, um die möglichen Patientenkapazitäten auszuschöpfen, das Wachstum soll aber organisch sein, damit es nachhaltig bleibt. Fazit Für Fitnessstudiobetreiber ist der Zugang zur Physiotherapiebranche zwar sehr interessant, um ihre Gesundheitspositionierung zu stärken, aber nicht immer ganz einfach, da sie in den wenigsten Fällen selbst Physiotherapeuten sind. Für Vollblut-Fitnessökonom Michael Maute ist das aufgrund seiner Erfahrung von insgesamt drei Physiotherapiepraxen kein Neuland mehr. Daher konnte er sich, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterfindung, darauf konzentrieren, seinen Patienten einen möglichst großen Mehrwert für ihre Gesundheit durch die vielfältigen Trainingsmöglichkeiten im Fitness Rottweil zu bieten. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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THEMENSCHWERPUNKT DIGITALE TRENDS

SIND ROBOTICS, KI UND AUTOMATION DIE (NAHE) ZUKUNFT DER PHYSIOTHERAPIE?

Text Dominik Fogt

Hinsichtlich des hohen administrativen Aufwands ist es eigentlich erstaunlich, wie wenig digitalisiert das Arbeiten in der Physiotherapie ist. Der Rückstand sollte aber nicht auf einmal aufgeholt werden – das könnte zu einer „Überdigitalisierung“ führen. „Wir dürfen nicht um jeden Preis alles digitalisieren“, sagt Tobias Hofstetter, Mitgründer und Vertriebsleiter von Heal11. Das junge Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Physiotherapie-Einrichtungen sinnhaft zu digitalisieren. Dabei setzen sie auf die eigens entwickelte Software Proleos und ein Patienten-Leitsystem. Viele der im Markt verfügbaren digitalen Lösungen werden aus der Notwendigkeit heraus entwickelt, etwas digitalisieren zu wollen oder sogar zu müssen. Tobias Hofstetter sieht dieses Vorgehen kritisch: „Man hört immer wieder, dass unbedingt digitalisiert 14

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werden muss. Das ist aber der falsche Ansatz! Digitalisierung sollte als Tool genutzt werden für Prozesse, welche irgendwann für den Menschen monoton werden, weil er sie ständig ausführen muss, und nicht einfach bei jedem Prozess.“ Um das zu schaffen, wählte das junge Unternehmen einen anderen Weg. Durch Befragungen im Markt und durch die Gespräche mit Therapeuten, Empfangskräften, Inhabern und Trainern gewannen sie ein detailliertes Bild von den Anforderungen, die den Markt derzeit beschäftigen. Diese Erkenntnisse wurden mit der eigenen Recherche gekoppelt und so ergaben sich drei Hauptthemen hinsichtlich der Digitalisierung: Softwaredschungel, Einfachheit, Kosten. Der Durchblick fehlt Einrichtungen beschwerten sich da-

rüber, dass sie aktuell viel zu viele Softwarelösungen parallel bedienen müssen und sich dadurch Arbeit staut. Nehmen wir zum Beispiel die Patientin Ursula, welche von ihrem Therapeuten Manu überzeugt wurde, dass sie auch selbst etwas für ihre Gesundheit tun muss. Sie entscheidet sich also, im Selbstzahlerbereich ein Abo abzuschließen. Also muss Ursula in der Selbstzahler-Software neu angelegt werden. Sie wird von ihrer Trainerin Kirsten empfangen und berichtet ihr von ihren Problemen mit dem Bein, kann aber nicht genau sagen, was bereits behandelt wurde und welche Diagnose genau vorliegt. Jetzt muss Kirsten zu Manu, um sich die Informationen zu holen, oder hoffen, dass sie alle benötigten Informationen in der Patientenakte findet. Und diese Beispiele gibt es zuhauf, sodass eine

Foto: © Aliaksandr Marko - stock.adobe.com, © Heal11 GmbH

Die Physiotherapie hat digitalen Nachholbedarf, aber deswegen sollte man nicht einfach alles digitalisieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dieser Prozess muss mit Ziel und Verstand angegangen werden. Wir werfen einen Blick in die Kristallkugel und zeigen, wie die digitale Zukunft der Physiotherapie aussehen kann und was jetzt schon Realität ist.


Softwarelösung mit vielen Bausteinen erforderlich ist. Diese sollte Patientenverwaltung, Mitgliederverwaltung, Reha-Sport, Abrechnung/Factoring, Outsourcing des Mitgliedermanagements, Zeiterfassung und noch einiges mehr umfassen. Keep it simple Gerade neue wie auch etwas ältere Mitarbeitende tun sich häufig schwer damit, in einer Software zurechtzukommen. Das Problem potenziert sich, wenn die Einrichtung einen kompletten Softwarewechsel durchläuft. Ein intuitives Arbeiten mit der Software ist also essenziell, um allen Mitarbeitenden den Zugang und den Umgang zu erleichtern. Der dritte Punkt sind unübersichtliche Kosten. Viel zu häufig berichteten Inhaber, dass sie nicht genau einschätzen können, welche Kosten in den nächsten Monaten auf sie zukommen, da Spalten, Mitarbeiter, Tools, etc. extra bepreist werden und somit die Übersicht verloren geht. Die Preisstruktur sollte also möglichst transparent sein. All das vereint Heal11 in seiner Softwarelösung Proleos, die gemeinsam mit der HMM Deutschland GmbH entwickelt wurde. Historisch werden Softwarelösungen im Physiotherapiebereich nicht unbedingt kompatibel miteinander entwickelt. Das soll sich ändern: „Proleos soll ein Ökosystem werden, an das sie alle weiteren Anwendungen einfach andocken können, sodass Proleos als solches konstant weiterentwickelt

wird, aber sich auch das Netzwerk rund um Proleos stetig erweitert“, erklärt Heal11-Mitgründer und Geschäftsführer Heiko Kandler. Software ist allerdings nicht das einzige Thema, das Physiotherapiepraxen zukünftig bewegen wird. Anforderungen an zukünftige digitale Lösungen sind, den Alltag zu vereinfachen, die Effizienz bei der Arbeit mit den Patienten zu erhöhen und sich wiederWillkommen bei der TheraPro 2023

„Wir werden in den nächsten Jahren viel Bewegung in Richtung der Digitalisierung sehen.“

Wir freuen uns auf Sie.

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holende Aufgaben zu automatisieren. °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° So wird die Praxis wirtschaftlicher. °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Wie eine praxistaugliche Lösung aus- °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° sehen kann, zeigt Heal11 mit ihrem °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °° °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Patientenleitsystem. °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Patienten sinnvoll leiten – Arbeit einsparen Betritt ein Patient zum ersten Mal die Praxis, wird er oder sie direkt am Check-in gebeten, die Krankenkassenkarte einzugeben, und wird danach direkt visuell zum Therapiedesk oder zum Empfang geleitet. Die Empfangskraft bekommt in ihrem Interface angezeigt, dass sich jemand am Check-in eingecheckt hat, und kann bei einem Ersttermin den Patienten zum Therapiedesk begleiten und mit diesem die

Übersicht über das Patientenleitsystem, das die Abläufe in der Praxis einfacher machen kann

Foto: © Heal11 GmbH

Lassen Sie sich inspirieren und nutzen Sie das Ausstellungsangebot! Holen Sie sich in Vorträgen, Seminaren und Workshops neue Anregungen für Ihre Praxis und für Ihre Profession!

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Machine Learning und im Überbegriff künstliche Intelligenz diese Informationen auswerten, Muster erkennen und uns auf ein Abweichen vom Standard hinweisen. In Kombination mit der gewonnenen Zeit am Patienten wird daraus eine Symbiose entstehen, die die Therapie einen großen Schritt weiterbringt. Therapeuten sind nicht ersetzbar Anders als in anderen Bereichen gehe ich davon aus, dass Digitalisierung noch lange eine Hilfe für uns als Therapeuten darstellen wird und nicht Menschen durch Maschinen ersetzt

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Therapieergebnisse werden sich im Großen und Ganzen verbessern, indem Kommunikation intern und vor allem mit unseren Patienten auf einem ganz neuen Level ablaufen wird. Mehr Informationen und – insbesondere – der organisierte Zugriff des Teams auf diese Informationen wird Therapie zielgerichteter, holistischer und dadurch effektiver werden lassen. Dabei spielt IOT – Internet of Things – eine wichtige Rolle, da Geräte in Verbindung mit Software Anamnesen erfassen, Behandlungen dokumentieren und Meilensteine der Therapie festhalten. In Zukunft werden Deep Learning,


THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

einfach und variabel an unsere Patienten kommuniziert werden. Die Bereitschaft der Patienten, an der Therapie aktiv selbst mitzuarbeiten, hängt stark von deren Wissen über die Beschwerden und die notwendige Therapie/ das notwendige Training ab. Krankenkassen unterstützen mittlerweile Online-Kursangebote zu Themen wie Kraft, Viko­motorikTM, Beweglichkeit und Ernährung. Ärzte führen ihre Sprechstunden via Telemedizin durch. Terminvergaben, Kommunikation mit Patienten via WhatsApp und Online-Kursbuchungen sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Online-Kursangebote, Online-Sprechstunden, Terminvergaben bzw. Kommunikation mit Patienten via WhatsApp und Online-Kursbuchungen gehören mittlerweile zum Standard digital ausgerichteter Praxen

Foto: © Prins Productions - stock.adobe.com

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diese Daten auf und visualisieren diese komfortabel für den Therapeuten. Auf diese Weise hat sich die Physiotherapie in den letzten 2–3 Jahren deutlich weiterentwickelt und es den Therapeuten leichter gemacht, sehr gute Ergebnisse mit und für den Patienten zu erzielen. An diesem Punkt ist Digitalisierung – aus meiner Sicht – eine Art Verpflichtung gegenüber unseren Patienten,

„Digitalisierung ist eine Verpflichtung gegenüber unseren Patienten.“ denn diese Schritte manuell durchzuführen ist zeitaufwendig und kostspielig und somit unwirtschaftlich für die Praxis als Wirtschaftsunternehmen. Auf diese Schritte und Möglichkeiten zu verzichten ist allerdings keine Option, da wir die Verantwortung haben, für das bestmögliche Therapieangebot zu sorgen und es unseren Patienten anzubieten. Kommunikation wird bereits über digitale Medien und Patientenleitsysteme in den Praxen durchgeführt. Dadurch können zielgerichtete Inhalte, die unsere Patienten informieren und aufklären,

Digital wird Standard Alles in allem wird aus dem, was wir heute als Trend bezeichnen ein Standard werden. Viele Praxen sind in den letzten 2–3 Jahren große Schritte gegangen. Allerdings vermehrt bei organisatorischen, administrativen und kommunikativen Themen. In den nächsten Jahren wird Digitalisierung stark in den Bereichen Daten, Messgenauigkeit, Informationsbereitstellung, Analyse und Kollaboration fortschreiten. Diese Entwicklung wird einen positiven Einfluss auf Patienten, Therapeuten und Praxis haben. Die Zukunft wird aber noch weitere Themen, wie das Metaverse, Robotik und Augmentierung in unser Leben und in unseren Praxisalltag bringen, was unsere Arbeit fundamental verändern wird. Für meinen Teil bin ich dafür, im Hier und Jetzt zu leben und mit Menschen für Menschen zu arbeiten.

Als Geschäftsführer der movement concepts GmbH und Diplom-Sportwissenschaftler in den Bereichen Reha und Prävention ist Christian Hasler Experte für moderne Trainingskonzepte und vertreibt u. a. das Trainingssystem für kognitive Fitness SKILLCOURT®.

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DIE RVP-BUSINESS-KONZEPTE FÜR DIE REHA- UND GESUNDHEITSBRANCHE Welche Eigenschaften macht ein gutes Businesskonzept in der Reha- und Gesundheitssportbranche aus? Was muss ein professionelles Konzept auslösen? Welche Ziele gibt es und wie sollte man diese verfolgen und vor allen Dingen erreichen? Unsere Konzepte sind zielorientiert Ziele werden präzise herausgearbeitet und bilden die Grundlage der konzeptionellen Arbeit. Alle Beteiligten haben dann direkt zu Beginn der Arbeit ein gemeinsames Zielverständnis. Eine wichtige Hürde zum Erfolg ist dadurch genommen.Controlling–Kosten-NutzenVergleich etc. – ist nicht nur für die Endergebnisse entscheidend, sondern auch ein wichtiger Aspekt für die Zwischenzeile und Meilensteine. Denn nur ganz selten führen die Wege gerade und schnurstracks zum Ziel. Unsere Konzepte sind empfängerorientiert Wir setzen viel auf regelmäßige Kommunikation mit Ihnen. Denn das umzusetzende Konzept sollte für Sie verständlich sein. Unsere Businesskonzepte liefern einen garantierten Theorie-Praxis-Transfer. 20

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Unsere Konzepte sind auf den Punkt gebracht Ohne große Umwege erfahren Sie von uns nach einem Erstgespräch mit unseren Gesundheitssport-Spezialisten, worum es geht. Unsere Konzepte sind realistisch geplant Das erstellte Konzept für Sie ist gepaart mit Lösungen, Aktivitäten und Arbeitsprozessen, die in einem realistischen und anschaulichen Zeitplan dargestellt werden. So sind Sie immer Herr der Dinge und wissen, mit welchem Aufwand die Lösungsvorschläge umgesetzt werden können. Unsere Konzepte lösen Aktivitäten aus Unsere Businesskonzepte für die Reha- und Gesundheitsbranche bieten intelligente, wirtschaftliche und pragmatische Ideen für Ihre Heraus-

forderungen und die von Ihnen gesteckten Ziele. Ihr nächster Schritt: Nehmen Sie mit unseren Spezialisten Kontakt auf, um Ihr Unternehmen in die nächste Entwicklungsstufe zu heben und durch die richtigen Impulse den Stein ins Rollen zu bringen.

Kontakt RehaVitalisPlus e. V. Prof. Oehler Straße 7 40589 Düsseldorf Friedo Hannemann Tel. +49 (0) 160 / 99149834 E-Mail: f.hannemann@schranz-control.de Web: www.rehavitalisplus.de


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THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

„WIR HABEN IM SCHNITT EINE INITIATIVBEWERBUNG PRO WOCHE“

Interview Jonathan Schneidemesser

Keine Probleme, Mitarbeiter zu finden – das ist für viele Inhaber von Physiopraxen eine Wunschvorstellung, für Elisa und Kristian Kroth von der Physio Family Koblenz allerdings Realität. Sie erhalten pro Woche mindestens eine Initiativbewerbung und müssen viele Bewerber sogar ablehnen. Wie sie das schaffen, berichten Sie bei uns im Interview.

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der großen Social-Media-Kanäle. Dabei sind Facebook und Instagram für mich der untere Standard, Spotify und YouTube das digitale Sahnehäubchen. So schaffen wir es, dass sich viele junge Therapeuten bei uns bewerben. Aktuell erhalten wir mindestens eine Initiativbewerbung pro Woche. Meiner Ansicht nach ist der Fachkräftemangel in 90 % der Fälle hausgemacht. BODYMEDIA: Solche professionellen Onlineauftritte sieht man in der Praxis selten. Hat die Physiobranche ein Problem, „mit der Zeit zu gehen“? Elisa Kroth: Viele Praxen, die wir in unserer noch jungen Karriere als Inhaber kennenlernen durften, leben noch

in absolut veralteten Strukturen. Ganz oft hört man die Aussage: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ In diesem Kontext aber ist das der Anfang vom Ende. Da geht vieles über das Telefon, so erreicht man aber keine Nachwuchskräfte für die Praxis. Da sind Maßnahmen über das Internet deutlich effizienter. Kristian Kroth: Trotzdem sollte man sich bei der Mitarbeiterfindung nicht alleine auf die Online-Kanäle verlassen. Wir sind große Verfechter des Crossmedia-Marketingmix. Daher bespielen wir permanent diverse Kanäle, sei es eine Platzierung in der örtlichen Kirmeszeitung, unser Praxis-Magazin

Fotos: © Physio Family Koblenz

BODYMEDIA: Fachkräftemangel ist für euch ein Fremdwort. Wie schafft ihr das, woran viele andere Praxen schwer zu knabbern haben? Kristian Kroth: DIE eine erfolgsversprechende Methode gibt es meiner Ansicht nach nicht. Aber ohne das Internet geht heute einfach nichts mehr. Wir wollen junge Menschen ansprechen, die in unserer Praxis arbeiten, und man muss dort präsent sein, wo sie es sind – und das ist nun mal das Internet. Das fängt für mich bei einer ansprechenden Website an, geht über eine mindestens 3-stellige Anzahl an positiven Bewertungen bei Google und Co., ausführliche Bewertungen auf Arbeitgeberportalen bis hin zum Befüllen


THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

Mehr über die Arbeit der Physio Family Koblenz hört ihr im Praxisgeflüster-Podcast

oder ein schön gestalteter Flyer. Ein Zuviel gibt es dabei in meinen Augen nicht wirklich, aber Authentizität und Professionalität sollten Hand in Hand gehen. Denn wenn ein Therapeut sich überlegt, den Arbeitgeber zu wechseln, sollte man vorher viele Berührungspunkte gehabt haben. Andere Maßnahmen, die wir umsetzen, sind, dass jeder Patient bei uns eine Stofftasche beim ersten Termin bekommt und wir bei Ärzten Goodiebags hinterlegen. Ein Faktor, der komplett unterschätzt wurde, sind Bewertungen in Onlineportalen. Man muss nicht jeden Kanal bespielen, auch nicht in der Breite, wie wir das machen. Aber man sollte es nicht vernachlässigen, sonst hat man keine Chance mehr, heute jemanden zu finden. Für den Inhaber ist es in meinen Augen noch wichtiger, die passenden weichen Faktoren zu liefern. Die Anmeldung sollte durchgehend besetzt sein, die Dokumentation sollte digital

durchgeführt werden, das Raumklima angenehm sein. Es sollten kostenlose Getränke für die Mitarbeiter und für Hausbesuche ein Firmen-Kfz zur Verfügung gestellt werden. Kostenlose Trainingsmöglichkeiten sollten angeboten werden und Teamevents sollten durchgeführt werden. Eine ordentliche Bezahlung sowie das mittlerweile zum Standard gewordene Repertoire aus genug Urlaub, bezahlten Fortbildungen, Prämien, bezahlten Überstunden, VWL, BAV etc. ergänzen das Ganze. Aber selbst das nützt alles nichts, wenn man als Chef nicht versteht, dass man verständnisvoll, freundlich, humorvoll und immer für sein Team da sein muss. Man geht als positives Beispiel voran und sollte seinen Mitarbeitern immer mit Rat und Tat zur Seite stehen – beruflich wie privat. BODYMEDIA: Brauchen wir eine Veränderung im Mindset von Praxisinhabern?

Kristian Kroth: Davon bin ich überzeugt. Aber nicht nur bei den Inhabern von Physiopraxen, sondern generell bei Geschäftsführern der „alten Garde“. Unser Weltbild wurde vor etwa drei Jahren durcheinandergebracht, als eine unserer dualen Studentinnen nach drei Wochen kündigte, um ihre Work-Life-Balance leben zu können. Daran hatten meine Frau und ich als Workaholics ein halbes Jahr zu knabbern. Unsere Erkenntnis war, dass wir uns nicht mit einer ganzen Generation anlegen können. Also mussten wir uns ändern. Letztlich leben wir in einem Arbeitnehmermarkt – die Zeiten, in denen Geld gegen Zeit getauscht wird, sind vorbei. Arbeitgeber im Allgemeinen und Praxisinhaber im Speziellen sollten sich darüber bewusst werden, dass „Chef-sein“ weniger eine Machtposition als vielmehr die tägliche Aufgabe ist, die Unternehmensphilosophie aktiv und positiv vorzuleben. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

genommen zu werden, und das geht nur, wenn es den Therapeuten gut geht und sie voll bei der Sache sind. So haben unsere Therapeuten jeden Tag eine halbe Stunde Dokumentationszeit. Der Leitsatz hier ist Qualität vor Quantität. Vor Kurzem hatten wir ein sehr schönes Erlebnis: Wir wurden von einer Arztpraxis angerufen, die mehr Visitenkarten von uns wollten, weil eine Patientin so von der Behandlung geschwärmt hat. Wenn man das hört, weiß man, dass man etwas richtig gemacht hat.

Regelmäßige Team-Events sorgen für eine familiäre Atmosphäre im Team. Diese wird dann über Social-Media nach außen getragen

BODYMEDIA: Welche Rolle spielt dabei das Schlagwort „New Work“? Elisa Kroth: New Work ist für mich die Bezeichnung für ein neues Verständnis von Arbeit in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung. Die zentralen Werte von New Work sind Freiheit, Selbstständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft. Aber anders, als viele denken, reichen ein Kickertisch und das regelmäßige Auffüllen des Obstkorbs dabei definitiv nicht mehr aus. Jedes Unternehmen muss für sich individuell herausfinden, wie New Work umgesetzt und gelebt werden soll. Das hängt natürlich auch ganz stark von den Mitarbeitern ab. Wir beharren zum Beispiel nicht stoisch auf 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche bei einer Vollzeitstelle. Im Gegenteil: Wir stellen inzwischen sogar fast lieber 2 Mitarbeiter mit 25– 30 Stunden ein als eine mit 40 Stunden. Aber auch individuelle Arbeitszeitmodelle sind nur ein kleines Puzzleteil im Gesamtkonzept.

Spätestens, wenn man nach mehrmonatiger erfolgloser Mitarbeitersuche oder dem Versuch, einen Praxisnachfolger zu finden, keinen Erfolg hat, sollte man kritisch hinterfragen, woran das möglicherweise liegen könnte. Elisa Kroth: Was mich immer wieder überrascht, ist, wie lange manche angestellten Therapeuten in Praxen mit nicht optimalen Bedingungen arbeiten. Manche machen Hausbesuche mit dem eigenen Auto und bekommen dafür nicht mal Spritgeld. Von vielen hören wir, dass sie regelmäßig Überstunden 24

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machen müssen. Man muss es mit dem Wohlfühlfaktor nicht übertreiben, aber solche Sachen sollten eigentlich nicht vorkommen, wenn man sich als moderne Praxis versteht. Ich verstehe mich auch nicht als Chefin im klassischen Sinne, sondern fühle mich eher in das Team integriert und arbeite mit. Zwar stehe ich weniger an der Bank, habe aber mehr Zeit, mit Mitarbeitern zu sprechen und mir zu überlegen, was wir tun können, damit es unseren Therapeuten gut geht. Bei uns soll jeder Patient das Gefühl haben, wahr-

Das sieht man auch beim Thema Mitarbeitergewinnung. Auch wenn aktuell alle Stellen bei uns besetzt sind, laden wir alle Bewerber ein, zeigen ihnen die Praxis und nehmen uns ausreichend Zeit, uns gegenseitig kennenzulernen. Anschließend bieten wir ihnen an, unser Fitnessstudio kostenfrei zu nutzen, bis sich gegebenenfalls eine neue offene Stelle ergibt. Kristian Kroth: Die drei Faktoren gelebte Unternehmensphilosophie, Branding und innovatives Recruiting sind in meinen Augen der Schlüssel und funktionieren nur im Dreiklang. Bemerkt ein rekrutierter Mitarbeiter, dass die im Branding kommunizierte Philosophie nicht im Unternehmen ge-

Fotos: © Physio Family Koblenz

Junge Mitarbeiter haben andere Bedürfnisse als noch vor einigen Jahren. Auf diese sollten Praxisinhaber eingehen, um sie für sich gewinnen zu können


THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

Mit kreativen Ideen in den sozialen Medien erhält das Physio Family regelmäßig Initiativbewerbungen

lebt wird, verliert man ihn schnell wieder. Passt sie hingegen, kann dieser als Markenbotschafter auftreten und die Praxis attraktiv für andere Mitarbeiter machen. Allerdings kenne ich wenige Praxen mit einer wirklich ausformulierten Philosophie. Man sollte als Inhaber die Alleinstellungsmerkmale der eigenen Praxis identifizieren

engagieren, der einem hilft, das zu tun. Wir haben das große Glück, dass wir ein großes Netzwerk haben, auf das wir zugreifen können. BODYMEDIA: Kommt ihr mit der jungen besseren Generation klar, weil ihr etwas jünger seid und damit vom Alter her näher dran?

Fotos: © Physio Family Koblenz

„Das beste Marketing funktioniert nur, wenn das Innenleben des Unternehmens auch stabil ist!“ und diese nach außen kommunizieren. Ein guter Leitsatz ist, dass gute, nette, entscheidungsfreudige und authentische Mitarbeiter gerne für gute, nette, entscheidungsfreudige und authentische Unternehmen arbeiten. Wem es schwerfällt, sein Alleinstellungsmerkmal zu identifizieren, sollte jemanden

Elisa Kroth: Ja, wir sind schon sehr nah dran, manchmal muss man sogar schauen, dass es nicht zu nahe wird. Aber ich habe im Angestelltenverhältnis vieles erfahren, was ich nun gerne bei meinen Mitarbeitern besser machen möchte. Ich bin auf jeden Fall immer ansprechbar, begegne allen

mit Respekt und sehe jeden hier als Mitglied der Praxisfamilie. Hinzu kommen immer wieder neue Ideen, wie unser eigenes T-Shirt bei Amazon, ein Bitcoin-Automat im Foyer oder ein eigener Rap-Song. Wir versuchen aber auch, Potenzial zu fördern und nicht stur Aufgaben an Mitarbeiter zu verteilen, auf die sie vielleicht gar keine Lust haben oder die ihnen nicht liegen. BODYMEDIA: Wie wichtig ist eine Corporate Identity (CI) für Physiopraxen? Kristian Kroth: Zunächst einmal sollte jeder Praxisinhaber für sich, aber auch mit seinem Team klären, was die eigene Identität überhaupt ist. Meiner Ansicht nach machen sich hier zu wenige Inhaber wirklich viele Gedanken. Fragen, die man sich stellen könnte, wären z. B.: Wer sind wir, wie wollen wir uns nach außen darstellen und worin sind wir besonders gut? Dann weiß man auch, welche Mitarbeiter man für sich gewinnen möchte. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

Corporate Identity spiegelt sich in gelebter Unternehmenskultur und das wiederum u. a. im Aussehen der Räumlichkeiten oder dem Raumduft

Elisa Kroth: Für mich bedeutet CI ein Gefühl der Einigkeit untereinander und mit den Werten des Unternehmens. Das muss sich nach unserem Verständnis nicht unbedingt in uniformer Kleidung oder immer gleichem Auftreten widerspiegeln, sondern vielmehr in gelebter Unternehmenskultur – unsere inneren Strukturen. Das beginnt beim Aussehen der Räumlichkeiten, dem Raumduft und dem Design der Bänke bis hin zu unserem Verhalten als Führungspersonen, was auf den Wohlfühlfaktor der Mitarbeiter einzahlt. Bei uns spiegelt sich das auch in kontinuierlichen Teamaktivitäten und -ausflügen sowie offenen Ohren für alle Belange der Mitarbeiter. So entsteht ein überwältigender Teamspirit. Dieses Feeling über die sozialen Medien in Wort, Bild und Video nach außen zu transportieren ist dann kein großes Problem mehr. Unser Team freut sich geradezu, wenn wir mal wieder einen Termin für Podcast, Video oder Fotoshooting ansetzen, und arbeitet als Markenbotschafter für unsere Praxis. BODYMEDIA: Habt ihr zum Abschluss unseres Gesprächs noch praktische Tipps für die Umsetzung? Kristian Kroth: Heutzutage sollte man diese Werbung nicht im Sinne von Kundengewinnung und Verkauf der eigenen Dienstleistung verstehen, sondern vielmehr als Eigenwerbung, 26

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um die eigene Marke in den Köpfen künftiger Arbeitnehmer positiv zu verankern. Um junge Menschen zu erreichen, sollten die Social-Media-Kanäle mit hochwertigem Content gefüllt sein. Um das zu schaffen, sollte man einfach loslegen. Man kann schauen, was andere machen, um daraus eigene Ideen zu entwickeln. Das kann man mit einer Stunde in der Woche schaffen oder auch einer Stunde am Tag – Hauptsache man fängt an. Gerade wenn man ein junges Team hat, kann man diese Aufgabe einem Mitarbeiter übertragen, der sich darin sieht und Lust darauf hat. Das hat wieder was mit Wertschätzung zu tun, da er tiefer eingebunden wird. Man kann sich ja überlegen, ob es einem als Inhaber wert ist, dass diese Person mal eine halbe Stunde lang nicht an der Bank steht. Elisa Kroth: Bei allen Aktionen geht es darum, ins Gespräch zu kommen und mit kreativen Ideen aufzufallen. Ganz wichtig ist die Mitarbeiterwertschätzung, das muss nicht unbedingt mit Events sein. Wir wollen Sachen machen, die in diesem Bereich bisher noch keiner gemacht hat. Die funktionieren aber nur, wenn das Innenleben des Unternehmens auch stabil ist. Dann kommen Mitarbeiter durch diese Innovationen zu uns, merken, dass es ihnen hier gut geht, und tragen das wieder nach außen.

Elisa und Kristian Kroth sind das schlagkräftige Team im Physio Family Koblenz

Elisa Kroth ist seit 10 Jahren Physiotherapeutin und arbeitete in einer Reha-Klinik in Koblenz. 2020 eröffnete sie gemeinsam mit ihrem Mann die Physio Family Koblenz, erst als reine Privatpraxis, seit einem Jahr nun auch mit Kassenzulassung. Dort beschäftigen sie aktuell 11 Therapeuten und 3 Team-Assistenten. Für Oktober 2022 und Januar 2023 haben sie aktuell schon zwei weitere Therapeuten zur Verstärkung eingestellt.

Kristian Kroth begann seine Karriere in der Fitnessbranche 2007 als leitender Angestellter in einer Fitnessstudiokette. 2009 machte er sich mit dem Family Fitness Koblenz selbstständig, das er mit dem Reha-Sport früh in Richtung Gesundheitsanbieter entwickelte.


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SCHNITTSTELLE ZWISCHEN PRAXIS UND TRAININGSFLÄCHE

PRAXIS

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EINSATZ VON APPS IN DER PHYSIOTHERAPIE Text Jonathan Schneidemesser

Der App-Markt für Therapeuten in den letzten Jahren ist deutlich gewachsen – vor allem im Bereich der Trainingsübungen. Hier wird die Auswahl für Therapeuten immer vielfältiger. Ein Bereich, der bisher eher unterrepräsentiert ist, sind eigene Praxis-Apps, die es den Patienten ermöglichen, mit ihrer Praxis und den behandelnden Therapeuten in Kontakt zu bleiben.

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überfordern. Und diese Aussage lässt sich auch auf andere Branchen übertragen. Wie im Gesundheitswesen auch scheut man sich zu digitalisieren. Dabei kann die Umstellung, so aufwendig und teuer sie auch sein mag, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels einen wichtigen Beitrag leisten. Was Apps derzeit leisten können, schauen wir uns anhand zweier Bereiche an: einmal die Trainingsapps und einmal Apps, die Inhalte einer Therapieeinrichtung nach außen tragen. Worauf wir hier nicht eingehen, sind Apps von Verwaltungssoftwareanbietern, die mittlerweile ebenfalls in die Branche Einzug gehal-

ten haben, von den Patienten größtenteils aber nicht direkt wahrgenommen werden. Therapie in der Hosentasche An erster Stelle steht bei Trainingsapps die Gesundheit des Patienten. Daher finden sich in vielen sehr umfangreiche Übungskataloge, die anhand von Bildern und Videos detailliert erklären, worauf der Patient zu achten hat. Während der Therapeut den Patienten nur beim persönlichen Treffen an die Übungen erinnert, können Apps diesen regelmäßig daran erinnern, etwas für sich zu tun. Insbesondere im Hinblick dar-

Foto: © PHYSIO App

Nahezu jeder Dienstleister bietet seinen Kunden heutzutage eine App, seien es Banken, Restaurants und sogar Handwerker. Die Physiotherapie wie der Gesundheitsbereich insgesamt hängen der App-Thematik noch etwas hinterher. Im BODYMEDIA-Interview mit Finn Schütt und Emil Rech von INTELLIATHLETICS in der BODYMEDIA-PhysioAusgabe 3-2021 wurde angedeutet, woran das liegen könnte. Ihren Erfahrungen nach liegt es häufig am Praxisinhaber bzw. den Führungsebenen, die einerseits Angst vor einer Umstellung auf digitale Werkzeuge haben und andererseits befürchten, ihre Patienten zu


Aufholbedarf bei Praxis-Apps Eine sicherlich eher unterrepräsentierte Form der App-Nutzung ist die der eigenen Praxis-App. Was aber kann solch eine App nun bieten? Nico Gumlich ist Mitentwickler der PHYSIO App und weiß, worauf es ankommt: „Patienten öffnen lieber eine App, als die Website zu besuchen, daher ist eine App, die zudem umfangreiche Funktionen in der Interaktion und Information bietet, für moderne Praxen absolut empfehlenswert. Für die Praxis hat das den Vorteil, dass sie ihre Patienten auch über die Rezeptdauer an sich binden kann und wichtige Funktionen an einem Ort vereint werden. Das Herzstück einer Praxis ist die Bindung zu den Patienten. Hier sollte eine App ansetzen.“ Damit das funktionieren kann, wird via QR-Code-Scan ein Patientenprofil angelegt, das nicht nur den Zugang zur App ermöglicht, sondern auch erlaubt, Dokumente, bspw. Rezepte oder Befunde, hochzuladen, damit diese von den Therapeuten verwaltet werden können. So erhält jeder Patient einen eigenen Bereich in seiner App, die er einsehen kann. Hier können dann auch Trainingsübungen für zu Hause gespeichert werden, die der Therapeut dem Patienten zuordnet. Im Rahmen des Newsfeeds können sich alle Patienten z. B. über die Öffnungszeiten oder sonstige News wie neue Mitarbeiter informieren. Eine weitere Möglichkeit wäre es hier, Wissensinhalte über u. a. Behandlungsmetho-

den oder Krankheitsbilder zu teilen. Optimalerweise lassen sich diese Inhalte dann über einen „Teilen“-Button auch an Personen außerhalb teilen. Bei sehr relevanten Nachrichten für alle Patienten bietet es sich an, eine „Push“Nachricht über die App zu schicken, um sicherzugehen, dass alle Bescheid wissen. Die Interaktion mit den Patienten ist ein gutes Stichwort, denn dafür bietet sich eine Praxis-App ebenfalls an. Via Messengerfunktion können die Patienten Kontakt mit der Praxis und dem Therapeutenteam aufnehmen. Für anonymes Feedback gibt es eine digitale Feedbackbox. Im Kalender sind alle wichtigen Termine einsehbar. Produkte digital verkaufen Eine Besonderheit der PHYSIO App ist die Einbindung eines hauseigenen Shops, über den die von Patienten kaufbaren Produkte wie z. B. Gutscheine oder Trainingsbänder auch digital verkauft werden können. Hierfür lassen sich unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten hinterlegen, je nachdem, was man den Kunden ermöglichen möchte. Das nimmt den Therapeuten und Servicekräften die Arbeit des Verkaufens ab. Um die Nähe zur Praxis zu stärken, sollte eine Praxis-App auf das CI der Praxis gebrandet sein. Neben kompletten Eigenentwicklungen, die aber sehr teuer sind, kann man als Praxisinhaber auf eine White-Label-App wie z. B. die PHYSIO App zugreifen. Das bedeutet, sie kann mit dem eigenen Branding wie Logo und den Unternehmensfarben versehen werden. Sie basiert auf einem Baukastensystem, das schon in anderen Branchen, u. a. der Fitness- und der Kampfsportbranche, zum Einsatz kommt, und ist eine praktische, kostengünstige und schnell umsetzbare Alternative. Fazit Die Physiotherapie-Branche ist noch etwas verhalten, was den Einsatz von Apps angeht. Dabei haben sie sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Während Trainingsapps sich schon etwas größerer Beliebtheit erfreuen, herrscht noch etwas Zurückhaltung bei Praxis-Apps. White-LabelLösungen sind hier ein möglicher einfacher Einstieg für alle, die sich dem Thema nähern wollen.

Foto: Ralf Graner

auf, dass die Genesung des Patienten besser voranschreitet, wenn er Übungen zu Hause durchführt, ist das durchaus sinnvoll. Häufig können Patienten die App auch im Anschluss an die Therapie nutzen, um weitere Fortschritte zu machen oder zumindest um ihr Level zu halten. Die Therapeuten wiederum bekommen Feedback über das Nutzerverhalten des Patienten und können, sollte es nötig sein, eingreifen oder individuelle Anpassungen vornehmen. Mithilfe der Dokumentationsfunktion können alle Fortschritte aufgezeichnet werden und stehen bei weiteren Behandlungen zur Verfügung. Das, gemeinsam mit den großen Übungskatalogen, entlastet die Therapeuten bei der täglichen Arbeit, da die Autonomie des Patienten erhöht wird.

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MEDIZINISCHE ELEKTROMYOSTIMULATION (EMS) IM KONTEXT INNOVATIVER PHYSIOTHERAPIE Elektromyostimulation wird bereits seit einigen Jahren im Trainingsbereich und Leistungssport sowie lokal in der rehabilitativen und physikalischen Therapie eingesetzt. Im Gegensatz zu der lokalen Anwendung, bei der der koordinative Reiz fehlt und die trainierte Kraft im Alltag nur schwer umgesetzt werden kann, kombiniert die Medizinische EMS die extern getriggerte Muskelkontraktion mit willkürlichen Muskelkontraktionen. Die zusätzlichen Übungen können isometrisch oder dynamisch ausgeführt werden und verstärken den Wirkungsgrad der Methode. 1 Damit macht sich die Medizinische EMS vorteilhafte Elemente aus der konventionellen Elektromyostimulation zunutze und verbindet diese als Ganzkörpermaßnahme zu einem innovativen EMS-TherapieKonzept: Durch simultanes Aktivieren von Agonisten, Antagonisten und tiefer gelegenen Muskelgruppen kann die Muskulatur intensiver und ausdauernder trainiert werden. Die Aktivierung aller großen Muskelgruppen verhindert einseitige Belastungen und muskuläre Dysbalancen und bietet eine effektive und zeitsparende Möglichkeit des muskulären Aufbaus sowie der muskuloskelettalen Stabilisation in Prävention und Therapie. So konnten beispielsweise bei der Therapie des chronischen Rückenschmerzes in einigen wissenschaftlichen Studien ein positiver Effekt und eine im Vergleich zu den gängigen Therapiestrategien gleichwertige Wirksamkeit von Me30

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dizinischer EMS gezeigt werden. 2, 3 Neben chronischen Rückenschmerzen gibt es zahlreiche weitere Anwendungsfelder, auf die sich Medizinische EMS positiv auswirken kann. Zentrale Stellung: Der Physiotherapeut Körperliche Aktivität ist im täglichen Leben wichtig und kann diverse Erkrankungen positiv beeinflussen. Erkrankungen oder auch Motivationsprobleme können jedoch einer ausreichenden körperlichen Aktivität entgegenstehen. Hier kommt der Medizinischen EMS mit ihrer gelenkschonenden, zeitsparenden und effektiven Anwendung sowie dem Physiotherapeuten, der aufgrund seiner medizinischen Expertise eine je nach zugrunde liegendem Beschwerdebild individuelle, medizinisch abgestimmte und persönliche Betreuung gewährleisten kann, ein besonderer Stellenwert zu. Mehr Informationen und Einsatzmöglichkeiten unter: www.medizinische-ems.de

Quellen: 1 Egeler A et al. Effekte eines EMS-Trainings auf den Rückenschmerz und das subjektive Belastungsempfinden. Präv Gesundheitsf 2019; 14: 146–153 2 Konrad KL et al. The effects of whole-body electromyostimulation (WB-EMS) in comparison to a multimodal treatment concept in patients with non-specific chronic back pain – a prospective clinical intervention study. PLoS ONE 2020; 15(8): e0236780 3 Weissenfels A et al. Comparison of Whole-body electromyostimulation versus recognized back-strengthening exercise training on chronic nonspecific low back pain: a randomized controlled study. Biomed Res Int 2019; 2019: 5745409 (eCollection 2019).

Kontakt miha bodytec GmbH Siemensstraße 1 86368 Gersthofen Tel. +49 (0) 821 / 4554920 E-Mail: info@miha-bodytec.de Web: www.miha-bodytec.com


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WIE PATIENTEN UND THERAPEUTEN VON DER DIGITALISIERUNG PROFITIEREN Text Jonathan Schneidemesser

Bisher gibt es wenig richtig gute Beispiele für digitalisierte Physiopraxen. Eine, die zeigt, dass Physiotherapie und Digitalisierung sehr gut zusammenpassen, ist die LANDphysioPraxis in Lauchdorf. Mit ihrer umfangreichen Digitalisierung schafft sie einen Mehrwert für Patienten und ermöglicht ihren Mitarbeitern, sich auf die therapeutische Arbeit zu konzentrieren.

Digitaler Physio-Hotspot mitten auf dem Land Noch einmal ganz kurz zur Einordnung: Die LANDphysio-Praxis befindet sich, wie der Name bereits sagt, in einer ländlichen Region, genauer gesagt im 390-Einwohner-Örtchen Lauchdorf. Neben der Physiotherapie liegt der Fokus stark auf dem großen Trainingsbereich, in dem aktuell etwas über 640 Mitglieder trainieren. Neben der Digitalisierung liegt das Hauptaugenmerk von Praxisinhaber Andreas Bucher und seiner Frau Judith auf einer wertschätzenden Patientenkommunikation, die u. a. die Eigenverantwortung der Patienten betont. Auch wenn die LANDphysio-Praxis bereits viele Prozesse digitalisiert hatte, wurde das durch den Anbau weiter 32

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Foto: © LANDphysio

In BODYMEDIA-Physio-Ausgabe 2-2021 berichteten wir bereits über das professionelle Konzept der LANDphysioPraxis. Ein Fokus unseres Praxisberichts lag auf der umfangreichen Einbindung digitaler Tools und Konzepte. Im Artikel kündigten wir bereits an, dass die Praxis aufgrund von Kapazitätsengpässen von knapp 270 m² auf 1.000 m² erweitert wird. Der Anbau wurde fertiggestellt und mit ihm wurden die digitalen Möglichkeiten weiter ausgebaut. Welche digitalen Möglichkeiten eine moderne Physiopraxis bieten kann, schauen wir uns an ihrem Beispiel jetzt genauer an. In einem weiteren Schritt betrachten wir dann, welche Gründe es geben könnte, warum die Digitalisierung in vielen Praxen noch nicht flächendeckend Einzug gefunden hat.


THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

Patienten, die zum ersten Mal in die Praxis kommen, führen mit dem zuständigen Therapeuten ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem je nach Bedarf Foto- oder Videoaufnahmen gemacht werden. Diese werden gemeinsam mit dem Patienten gesichtet, was den Therapeuten hilft, evtl. Haltungsdefizite besser veranschaulichen zu können. Noch vor Kurzem wurde die Dokumentation komplett mithilfe von Tablets durchgeführt. In der Praxis hat sich das für Andreas Bucher eher nachteilig herausgestellt, daher befindet sich

Die Trainingsfläche im LANDphysio ist komplett digitalisiert

nun in jedem Behandlungsraum ein großer Touchbildschirm, auf dem die Behandlung dokumentiert wird. Das passiert gemeinsam mit dem Patienten, um diesen in die Anamnese und Therapie einzubeziehen. Deshalb wird in Umgangssprache dokumentiert, so

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wird es für den Patienten besser verständlich und er fühlt sich in die Behandlung integriert. Nach Abschluss der Dokumentation steht diese in der Patientenakte im kompletten System zur Verfügung, z. B. auch den Mitarbeitenden an der Rezeption.

Digital mit THEORG Dokumentation mit THEORG 2GO Ihre Praxis soll digitaler werden? Die Software THEORG unterstützt Sie mit grundlegenden Funktionen für die Praxisverwaltung: Von der Patienten- und Rezepteverwaltung, der Terminplanung und Abrechnung bis hin zur Verwaltung von Selbstzahlerleistungen und vieles mehr – THEORG hat die Lösung! Natürlich können Sie auch eine ausführliche, regelkonforme Behandlungsdokumentation durchführen. Mit dem Dokumentations-Assistenten von THEORG 2GO geht das auch einfach mobil am Smartphone oder Tablet! Arbeiten Sie mit THEORG wie und wo Sie wollen: am PC, per App am Tablet oder unterwegs am Smartphone!

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Foto: © LANDphysio

verstärkt. Wer zum Training kommt, kann den Bereich mit der Trainingsfläche nur mithilfe eines RFID-Chips betreten – sonst bleiben die Türen geschlossen. Für die Mitarbeiter gibt es einen eigenen Zugang, der ebenfalls via Chip geöffnet werden kann. Ein paar Meter weiter befindet sich an der Wand ein weiteres Chiplesegerät, an dem sich die Mitarbeiter „einstempeln“ können. Die Arbeitszeiterfassung funktioniert ebenfalls komplett digital.


THEMENSCHWERPUNKT DIGITALISIERUNG

um in der EGYM-App ihr biologisches Alter und die muskulären Dysbalancen einsehen zu können.

Kaum noch Papier im Einsatz Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Leitfäden. Selbst wenn eine Person einen Ablauf seit mehreren Monaten durchführt, kann es sich immer wieder lohnen, sich den Ablauf anzuschauen, um nicht zu stark von ihm abzuweichen. So gibt es, um nur zwei Beispiele zu nennen, einen Leitfaden für die Servicemitarbeiter, die Neupatienten eine spezielle Abfolge von Fragen stellen. Des Weiteren finden Leitfäden bei Beratungsgesprächen zur Trainingstherapie Anwendung. In diesem Fall wird der Leitfaden auf

Hier gibt es ausführlichere Infos über die LANDphysio-Praxis auf unserer Website

einem großen Bildschirm dargestellt und Therapeut und Interessent gehen ihn gemeinsam durch. Bei einem Abschluss wird digital unterschrieben und gleichzeitig eine Mail mit der frohen Kunde an Andreas Buchers Handy geschickt. Dieser sieht dabei mehr als nur einen Vorteil: „Der digitale Beratungsprozess reduziert nicht nur den 34

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Papieraufwand, sondern macht den Beratungsprozess für den Therapeuten deutlich einfacher.“ So konnte der Papieraufwand in der Praxis auf ein Minimum reduziert werden. Neben dem Rezept ist das ein Willkommensschreiben für die Patienten. Die Trainingsfläche wurde ebenfalls umfassend digitalisiert. An den eGymund fle-xx-Geräten loggt man sich mit dem RFID-Armband ein, die Spinde lassen sich damit öffnen, genauso wie der Zugang zum Kaffee digital beschränkt wird. Wer warm duschen möchte, hält sein Armband an ein Lesegerät und kann dann 5 Minuten warm duschen. Die dafür fälligen 99 Cent werden gemeinsam mit dem Monatsbeitrag abgebucht. Digitalisierung regelt viel im Hintergrund Hinter den Kulissen hielt die Digitalisierung genauso Einzug wie davor. So wurde die Buchhaltung weitestgehend digitalisiert. Fehlende Rechnungen von Dienstleistern bspw. werden automatisiert über eine Software angefordert. Licht, Lüftung und Heizung lassen sich komplett digital steuern, genauso wie die Musik auf der Trainingsfläche, die Jalousien und die Staubsauger sowie Mähroboter. Abschließend lässt sich sagen, dass die Digitalisierung in der LANDphysioPraxis kein Selbstzweck ist, sondern Therapeuten sowie Patienten eine möglichst hohe Flexibilität bei gleichzeitig niedriger Einstiegshürde ermöglichen soll. Viele der Mitglieder sind über 60, einige über 80. Manche von ihnen kauften sich ein Smarthphone,

Der Vorteil, den die LANDphysio-Praxis hatte, ist sicherlich, dass sie komplett neu und nach eigenen Wünschen und Vorgaben gebaut hat. So lassen sich manche Digitalisierungsprozesse, insbesondere für das Gebäude, leichter umsetzen. Die Entscheidung, die Behandlungen und Abläufe in der Praxis zu digitalisieren, ist davon unabhängig. Letztlich braucht es eine digitale Offenheit, aus der sich mögliche Wege ergeben. Fazit Die Gründe zu digitalisieren waren für Andreas und Judith Bucher, den Aufenthalt in der Praxis für die Patienten und Mitarbeiter so angenehm und reibungslos wie möglich zu gestalten. Dazu gehört die Einfachheit der Bedienung genauso wie die Automatisierung von Routineaufgaben, damit sich die Therapeuten auf ihre Kernaufgaben fokussieren können. Die nachkommende jüngere Generation wird digitaleres Arbeiten aber mit Sicherheit mehr und mehr einfordern. Praxen, die diesen Bedürfnissen nicht nachkommen, werden es zukünftig noch schwerer haben, Mitarbeiter zu finden. Dass Digitalisierung auch in der Physiotherapie funktioniert, zeigt die LANDphysio-Praxis.

Foto: © EGYM

Auch die älteren Patienten kommen gut in der digitalisierten Praxis klar

Bleibt die Physiotherapie digitales Ödland? Stellt sich nun die Frage, warum nicht mehr Praxen digital unterwegs sind, um sich professionell aufzustellen. Judith und Andreas Bucher haben keinen spezifischen digitalen Hintergrund, sondern sich vieles selbst erarbeitet. Den Startpunkt für diese Entwicklung setzten sie bei einem Treffen mit EGYM. Dort wurden ihnen erste Möglichkeiten vorgestellt, die dann später in der Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung KWS verfeinert wurden. Viele Ideen entstanden als logische Konsequenz aus dem Arbeitsalltag der Therapeuten heraus und erleichtern den Therapeuten die Arbeit. Daher sollten Praxisinhaber mit einem „digitalen Auge“ auf die eigene Praxis blicken. So wird es immer wieder Gelegenheiten geben, Digitalisierungsprozesse umzusetzen.


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THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

KOMMUNIKATION IN DER PATIENTENZENTRIERTEN THERAPIE

Text Jonathan Schneidemesser

Eine gute Kommunikation ist nicht nur der Schlüssel zu den Herzen der Patienten, sondern auch der Kernpunkt einer patientenzentrierten Physiotherapie. Wie sich diese im Praxisalltag gut umsetzen lässt und welche Vorteile sie bietet, schauen wir uns auf den folgenden Seiten an.

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Patienten als eigenständige Person wahrnehmen Ein wichtiges Element der Patientenzentriertheit ist, dass der Patient als eigenständige Person wahrgenommen wird und nicht auf seine Beschwerden oder gar eine Diagnose reduziert wird. Ein herausfordernder Punkt für die Therapeuten ist, dass auch die Werte des Patienten in die Behandlung einbezogen werden. Das erfordert eine hohe Vertrautheit zwischen Patient und Therapeut, was in der Physiotherapie aber sicherlich leichter zu verwirklichen ist als im Arzt-Patienten-Verhältnis. Da Physiotherapeuten

für einen erfolgreichen Abschluss der Behandlung auf das Mitwirken der Patienten angewiesen sind, macht es durchaus Sinn, sie aktiv einzubinden und teilhaben zu lassen. Der Nutzen von patientenzentrierter Kommunikation zeigt sich insbesondere in drei Feldern: dem Vertrauensaufbau, der Patientenzufriedenheit und dem Behandlungserfolg. Vertrauen ist die Grundlage für eine gute Beziehung, mit Freunden, dem Partner, aber auch zwischen Therapeut und Patient. Fasst der Patient Vertrauen zu seinem Therapeuten, kann das Ängste

Foto: © AYAimages - stock.adobe.com

In den letzten Jahren hat sich ein Wandel im Umgang mit Patienten in der Medizin vollzogen. Ähnlich wie ein Unternehmen, das einen Kunden in den Mittelpunkt stellt, wird die Versorgung von Patienten stärker an deren Bedürfnissen ausgerichtet. Das zeigt sich in der patientenzentrierten Therapie, der die patientenzentrierte Kommunikation als Werkzeug voransteht. Auch hier steht der Patient im Mittelpunkt, weshalb sich die Kommunikation an seinen Bedürfnissen ausrichten soll. Das kann nicht nur den Behandlungserfolg steigern, sondern auch die Bindung zum Patienten stärken.


und Stress bei der Behandlung reduzieren. Zudem wird er eher bereit sein, aktiv mitzuarbeiten. Besteht ein gutes Vertrauensverhältnis, beeinflusst das sowohl die Patientenzufriedenheit als auch den Behandlungserfolg positiv. Beim Aufbau von Vertrauen spielt die Kommunikation ebenfalls eine wichtige Rolle – nonverbal als auch verbal. Wer offen ist, sein Gegenüber aussprechen lässt, den Augenkontakt sucht und konkret kommuniziert, hat schon eine gute Vertrauensgrundlage geschaffen. Diese wirkt sich positiv auf die Patientenzufriedenheit aus, genauso wie ein respektvoller und freundlicher Umgang mit den Patienten, da sie zu positiven Erwartungen führen. Dazu kommt es insbesondere dann, wenn der Behandlungserfolg eintritt. Wir alle wissen, wie wichtig das Mitwirken von Patienten während der Therapie für eine erfolgreiche Behandlung ist. Ein gutes Vertrauensverhältnis kann dafür sorgen, dass dieses Mitwirken gegeben ist. Wird der Patient dann noch in seiner Sprache aufgeklärt und bei Entscheidungen mitgenommen, kann dieses „Commitment“ weiter verstärkt werden, da der Patient einen Teil der Verantwortung übertragen bekommt.

strukturieren, dass er die für ihn wichtigen Informationen erhält, gleichzeitig der Patient aber das Gefühl hat, dass ihm zugehört wird. Und das ist einer der größten Bedürfnisse von Patienten. Für den Therapeuten ist das keine leichte Aufgabe, insbesondere in einer 20-Minuten-Taktung, da er sich immer wieder auf neue Charaktere einlassen muss. Abgeschwächt wird das dadurch, dass man nicht nur neue Patienten hat, sondern auch manche, die man über mehrere Monate und Jahre begleitet. So weit so gut ‒ zumindest in der Theorie. Nun läuft ja in einer Therapie nicht immer alles glatt. Nach wie vor gibt es Patienten, die zwar im Mittelpunkt der Behandlung stehen wollen, aber nicht bereit sind, selbst aktiv zu werden. Das kostet nicht nur Zeit und Geduld, sondern wirkt sich zusätzlich negativ auf den Behandlungserfolg aus. Ein richtiges Verhalten kann man nicht pauschal empfehlen, vielmehr geht es darum, freundlich zu bleiben und die Wünsche des Patienten im Blick zu behalten, aber nicht nach seiner Pfeife zu tanzen. Optimalerweise findet man eine gemeinsame Lösung und beendet das Gespräch mit einer positiven Note.

Kommunikation beginnt vor dem ersten Treffen Nun stellt sich die Frage, wie die patientenzentrierte Therapie umgesetzt werden kann. Beginnen wir am Anfang ‒ und das ist nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, beim Kennenlernen von Patient und Therapeut, sondern die erste Kontaktaufnahme mit der Praxis. Kommt man telefonisch direkt durch, wird man freundlich begrüßt oder vertröstet, bekommt man alle relevanten Informationen? Das sind nur ein paar der Punkte, die schon vor der ersten Begegnung eine Patientenzentrierung zeigen können. Kommt es dann zum Treffen zwischen Therapeut und Patient, sind individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse, Aufklärung in einer geeigneten Sprache, eine gemeinsame Entscheidungsfindung und Empathie die Wirkmechanismen, die eine patientenzentrierte Therapie und Kommunikation ausmachen. Eine sehr wichtige Rolle nimmt dabei das aktive Zuhören auf Therapeutenseite ein. Das versetzt den Therapeuten aber nicht in die Lage, ein stiller Zuhörer zu sein, sondern vielmehr das Gespräch so zu

Einsatz im Physiotherapie-Alltag Wie wichtig die Kommunikation in einer patientenzentrierten Therapie ist, haben wir nun gesehen. Stellt sich aber noch die Frage, wie man sie umsetzen kann. Dafür gibt es umfangreiche Techniken, die sich in der Praxis bewährt haben. Manche davon klingen etwas gewöhnungsbedürftig – trotzdem könnte es sich lohnen, diese einmal auszuprobieren. Warten: Viele Therapeuten geben ihren Patienten zum Beginn eines Gesprächs erst einmal Raum zu erzählen, sei es nun bei der Anamnese oder einem Folgetermin. Das ist ein sinnvolles Vorgehen, bei dem der Patient von sich und seiner Situation berichten kann, wodurch der Therapeut relevante Informationen erhält. Nun ist es nicht immer ganz klar, wann der Patient alles gesagt hat, was er sagen wollte. Dafür kann es sich für den Therapeuten lohnen, kurz zu warten, um dem Patienten den Raum zu geben, den dieser für sich braucht. Warten bedeutet allerdings nicht, nichts zu tun – eine fehlende Reaktion kann das Gegenüber

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THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

durchaus verwirren, daher sollte man zumindest Augenkontakt herstellen, nicken oder durch „mmh“-Laute zustimmen. Häufig brauchen Patienten eine kurze Pause, um alles Relevante zu berichten. Daher stellt sich die Frage, wie lange die Pause sein darf. Ein guter Richtwert sind drei Sekunden ‒ hier kann man nichts falsch machen. Bei manchen Patienten, insbesondere Älteren, darf es auch etwas länger sein. Richtet der Patient seinen Blick zurück auf den Therapeuten, erwartet er eine Reaktion bzw. ist bereit, ihn zu Wort kommen zu lassen.

Spiegeln: Mit dieser mittlerweile sehr bekannten Technik wird versucht, mit den Informationen, die der Patient bereits geäußert hat, noch mehr zu erfahren. Dabei werden insbesondere Emotionen gespiegelt bzw. benannt. Das kann so aussehen: „Sie machen sich Sorgen, dass …“, „Könnte es sein, dass …“, „Ich habe den Eindruck, dass …“. So erhält der Patient einen Vorschlag, dem er zustimmen oder den er ablehnen kann. Die offenen Formulierungen geben ihm einen recht weiten Spielraum zur Kommunikation. Der Therapeut kann auch den Inhalt einer Aussage des Patienten spiegeln, dabei fehlt allerdings die Möglichkeit, ihn emotional abzuholen, was in den meisten Fällen sehr sinnvoll ist. Zusammenfassen: Manchmal kann es sinnvoll sein, dem Patienten eine Zusammenfassung von dem zu geben, was man verstanden hat, insbesondere dann, wenn viele Informationen vermischt präsentiert wurden. Das sollte angekündigt werden, denn dabei übernimmt der Therapeut aktiv die Leitung des Gesprächs an sich. Am Ende kann der Patient wieder korrigierend eingreifen oder zustimmen. NURSE-Modell Ein Modell, das für den besonderen Umgang mit Emotionen entwickelt wurde, ist das NURSE-Modell (Na38

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Therapeuten können aus vielen unterschiedlichen Gesprächstechniken wählen, um ihre Kommunikation patientenzentriert zu gestalten

ming, Respecting, Supporting, Exploring – Benennen, Respektieren, Unterstützen, Erkunden). Es kommt vor allem in der Arzt-Patienten-Kommunikation zum Einsatz, eignet sich aber auch für die Arbeit in der Physiotherapie. Gerade jungen Therapeuten fällt es durchaus schwer, adäquat mit den Emotionen eines Patienten umzugehen. Genau dafür wurde dieses Modell entwickelt, das Anknüpfungspunkte für den Umgang beim Auftreten von Emotionen gibt. Daher durchläuft man das Modell nicht immer stur von oben nach unten, sondern knüpft an den Standpunkt des Patienten an. Emotionen benennen: Tritt eine Emotion auf, darf der Therapeut sie benennen. Diese dienen wie beim Spiegeln auf Emotionen nur als Vorschlag, der korrigiert werden kann. Im nächsten Schritt kann der Therapeut zu erkennen geben, dass er die Emotion versteht, z. B. so: „Das kann ich sehr gut verstehen.“ Respektieren: Nach dem Benennen der Emotion kann der Therapeut seinen Respekt ausdrücken. Das macht insbesondere bei negativen Emotionen Sinn, wenn der Patient versucht,

sich aufzurappeln, obwohl er z. B. von einer Krankheit niedergedrückt wird. Unterstützen: Als Mensch möchten wir Menschen, die es gerade schwer haben, unsere Unterstützung anbieten. Im Therapeuten-Patienten-Verhältnis ist das ebenso. Dazu kann es sinnvoll sein, dem Patienten spezielle Unterstützung anzubieten. Das könnte ein Angebot für eine weiterführende Therapie sein, die bereits bei anderen Patienten gut funktioniert hat, oder der Hinweis auf einen Arzt, der sich damit sehr gut auskennt. Erkunden: Sollten dem Therapeuten die Emotionen noch nicht ganz eindeutig sein, sollte er durch Nachfragen herausfinden, was den Patienten bewegt. Erst dann kann er die Emotion benennen. Fazit Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil für die patientenzentrierte Therapie. Wer diese beherrscht, kann mit den Patienten gute Fortschritte erzielen. Die hier vorgestellten unterschiedlichen Techniken können Therapeuten helfen, das umzusetzen und so den Behandlungserfolg zu steigern.

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Wiederholen: Mit dem Wiederholen eines Teils einer Aussage des Patienten kann der Therapeut das Gespräch stärker in eine gewisse Richtung leiten. So wird das Warten vermieden, aber das Gegenüber bleibt im Redefluss und kann die Informationen, die der Therapeut benötigt, weitergeben.


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THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

EVIDENZBASIERTES MODELL FÜR PATIENTENZENTRIERTE THERAPIE Text Jonathan Schneidemesser

Ein aktuelles wissenschaftliches Paper Als Grundlage für die patientenzentrierte Therapie entwickelten die Wissenschaftler ein Modell, das sich aus drei Prinzipien zusammensetzt. Das sind das biopsychosoziale Verständnis für die Schmerzerfahrung des Patienten, die patientenzentrierte Kommunikation und Hilfe zur Selbsthilfe. Zusätzlich wird das Modell in drei Phasen unterteilt: Identifikation und Zielsetzung, Unterstützung bei der Selbsthilfe und die Evaluation. Dargestellt wird das in Abb. 1. 40

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Muskuloskelettale Behandlung alleine reicht nicht Die Ausbildung eines Physiotherapeuten fokussiert sich stark auf die körperliche und biomechanische Behandlung des Patienten. Was häufig vernachlässigt wird, ist der psychosoziale Aspekt der Behandlung. Für eine ganzheitliche Patientenzentrierung sollten aber alle Aspekte betrachtet werden. Konkret kann das bedeuten, neben den körperlichen Symptomen auch zu betrachten, welche biopsychosozialen Konsequenzen der aktuelle Gesundheitszustand für den Pati-

enten haben kann oder auch welche Unterstützung er zur Bewältigung alltäglicher Herausforderungen benötigt. Das setzt voraus, dass Physiotherapeuten sich mit diesem Modell auskennen und nicht nur die körperlichen Symptome betrachten. Im vorhergehenden Artikel warfen wir einen intensiven Blick auf die patientenzentrierte Kommunikation. Diese ist ein wichtiges Standbein in der patientenzentrierten Therapie, um eine gute Bindung zum Patienten aufzubauen, die sich wiederum positiv auf den Be-

Foto: © andreaobzerova - stock.adobe.com

Zur patientenzentrierten Therapie wurde in den letzten Jahren viel geforscht, dementsprechend viel Evidenz hat sich angesammelt. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Daher stellen wir in diesem Artikel ein aktuelles Modell, das 2022 publiziert wurde, vor, das viele Erkenntnisse zusammenfasst und zu einem großen in der Praxis anwendbaren Modell verschmelzen lässt.


THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

handlungserfolg auswirkt. Da dieses Thema bereits ausführlich betrachtet wurde, soll an dieser Stelle nur noch ergänzt werden, dass die Kommunikation auch das Setzen von Zielen beinhalten sollte und vor allem bewertende und verurteilende Aussagen vermieden werden.

Grafik: Hutting et al. 2022

Gemeinsam hilfreiche Werkzeuge erarbeiten Bei den meisten muskuloskelettalen Problemen reichen die bei Kassenpatienten üblichen sechs Therapietermine in den meisten Fällen nicht aus, um effektive Fortschritte erzielen zu können. Daher sollte sich das Verständnis verändern, wie in diesen Terminen mit den Patienten gearbeitet wird. Der Therapeut sollte nicht versuchen, möglichst viel Behandlung in die eh knappe Zeit zu investieren, um einen möglichst großen, aber nur kurzfristigen Therapieerfolg zu erzielen, sondern sich die Zeit nehmen, mit dem Patienten eine Art Werkzeugkasten zu erarbeiten, auf den er zurückgreifen kann, um seine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Das können Übungen für zu Hause, eine aktive Trainingstherapie oder auch alltagsnahe Tipps zur Stressvermeidung sein. Die Therapeuten-PatientenBeziehung stärken Neben den drei Prinzipien des Modells werden zusätzlich drei Phasen identifiziert. Hier wirkt die Therapeuten-Patienten-Beziehung als Bindeglied zwischen den Prinzipien und den Phasen. Diese wird in diesem Kontext frei nach McCabe et al. 2021 definiert als ein sicherer Raum zwischen Patient und Therapeut, der sich auf professioneller, aber auch persönlicher Ebene entwickelt, wenn eine bedeutungsvolle Beziehung durch die gemeinsame Arbeit in der Physiotherapie aufgebaut wird. Hierbei ist insbesondere die Wichtigkeit der bedeutungsvollen Beziehung herauszustellen. Denn genau diese sind es, die dafür sorgen, dass Patienten bessere Behandlungserfolge erzielen, zufriedener mit der Behandlung sind und sich eher an ihre Behandlungspläne halten. Im Rahmen dieser Beziehungen fühlen sich Patienten eher gehört, gesehen und wertgeschätzt. Damit nicht jeder Therapeut für sich ein passendes System entwickeln muss, kann man auf spezi-

Anerkennen der Individualität Begegnung auf Augenhöhe Anerkennen der Patientenerfahrung Indviduell behandeln

Körper ist Drehund Angelpunkt Physische Probleme erkennen und benennen Verbindung zum Körper erleichtern Berührung als Brücke verwenden

Etwas von sich geben Während der Behandlung Außerhalb der Behandlung

Möglichkeiten zur Etablierung bedeutungsvoller Beziehungen nach Hutting et al. 2022

elle Modelle zurückgreifen, um im hektischen Alltag eine gute Patientenbindung zu schaffen. Eines davon wurde von Miciak et al. bereits 2019 publiziert. In diesem Modell wird die Bindung zum Patienten auf drei Wegen erreicht: Annerkennen des Gegenübers, den Körper als Dreh- und Angelpunkt verwenden und etwas von sich selbst mit in die Beziehung hineingeben. Das Anerkennen des Gegenübers sollte eigentlich selbstverständlich in der Patienten-Therapeuten-Beziehung sein, wird in der Praxis aber nicht immer zu 100 % gelebt. Die Voraussetzungen dafür sind, dass der Thrapeut seinem Patient als Ebenbürtiger gegenübertritt, dessen Erfahrungen z. B. im Bezug auf Schmerz anerkennt und seine Behandlung individuell an ihn und seine Bedürfnisse anpasst. Der Körper des Patienten sollte in der Therapie der Dreh- und Angelpunkt sein, schließlich geht es um diesen. Dazu sollten die physischen Probleme erkannt und benannt werden, genauso wie mögliche Lösungsvorschläge unterbreitet werden. Darüber hinaus sollte es der Therapeut dem Patienten leichter machen, eine Verbindung zum eigenen Körper herzustellen. Im Falle,

dass sich eine der beiden Seiten mit der Verbindung schwertut, kann der Therapeut Berührungen als Brücke verwenden. Selbst bei einer aktiven Therapie kann es hilfreich sein, erst mal manuell zu arbeiten, um die Patienten-Therapeuten-Verbindung zu stärken. Ein schwieriger Punkt ist sicherlich, wie viel der Therapeut von sich selbst in die Beziehung hineingeben möchte. Nicht nur, weil er selbst sich unsicher ist, sondern auch aufgrund von Regularien des Arbeitgebers. Zudem ist nicht klar, wie der Patient darauf reagiert, daher ist bei diesem Punkt eher ein langsames Vorgehen geboten. Klar ist aber, dass sich eine Öffnung von Therapeutenseite her in vielen Fällen positiv auswirken kann. Nach diesem kurzen Exkurs schauen wir uns die einzelnen Phasen etwas genauer an. Die drei Phasen des Modells Bei der Identifikation und Zielsetzung geht es darum herauszufinden, welche Gedanken und Glaubenssätze der Patient hinsichtlich seiner Schmerzerfahrung gemacht hat. Zusätzlich sollten Punkte wie Eigenwirksamkeit, soziale Einflussfaktoren und Einstellungen beWeitere Artikel und News auf bodymedia.de

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THEMENSCHWERPUNKT PATIENTENZENTRIERUNG

Biopsychosoziales Verständnis der Patienten(schmerz-)erfahrung

Patientenzentrierte Kommunikation

Hilfe zur Selbsthilfe

Therapeuten-Patienten-Beziehung

Identifikation und Zielsetzung

Coaching zur Selbsthilfe

Evaluation

Identifizieren Gemeinsame Entscheidungsfindung Ziel(e) setzen

Algemeine Fähigkeiten vermitteln Spezifisches Wissen, Fähigkeiten und Werkzeuge erarbeiten

Ziele festlegen Für die Zukunft planen Langfristige Maßnahmen planen

Abb. 1 zeigt das Modell zur patientenzentrierten Therapie von Hutting et al. 2022

Nach der Evaluation der Situation wird in Abhängigkeit von den entsprechenden Zielen und Symptomen des Patienten festgestellt, inwieweit ein Ansatz mit Hilfe zur Selbsthilfe umgesetzt werden kann. Je nach Voraussetzungen des Patienten kann das mehr oder weniger sein, versucht werden sollte es aber immer. Wichtige Ressourcen, auf die ein Patient dabei zurückgreifen kann, sind Problemlösung, Entscheidungsfindung, effiziente Verteilung der eigenen Ressourcen und die Fähigkeit, die Maßnahmen selbst zu überwachen. Für den Therapeuten sollte das oberste anzustrebende Ziel bei diesem Punkt sein, die Fähigkeiten des Patienten zu stärken und ihn zu motivieren, die notwendigen Fähigkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität zu erwerben. Laut aktueller Evidenz wird 42

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dieser Punkt von Therapeuten häufig vernachlässigt. Die Wissenschaftler schlagen zudem vor, welche weiteren Fähigkeiten Patienten bei der Selbsthilfe unterstützen können. Dazu zählen die Akzeptanz und der Umgang mit Schmerzen, Verbitterung, negativen Emotionen, Erschöpfung, Stress, mentalen Barrieren, Lifestylefaktoren wie Schlaf oder Ernährung, hemmenden Kognitionen und die Wiedereingliederung in das frühere Leben. Das hört sich jetzt nach einer unlösbaren Aufgabe für Therapeuten an, sie müssen aber nicht die ganze Arbeit machen. Natürlich sollen sie auch wertvollen Input geben, vielmehr aber wie eine Art Coach vertrauenswürdige Ressourcen im Sinne von Weiterbildung und Werkzeugen bereitstellen. Zudem können sie etwas leisten, das diese Ressourcen nicht so gut leisten. Sie können Patienten im sozialen Kontext positiv verstärken und auf Probleme eingehen. Wie bei jeder Behandlung sind eine Reflexion über die Behandlung und eine Evaluation der Ergebnisse ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit dem Patienten. Das ist insbesondere bei der Hilfe zur Selbsthilfe entscheidend, sodass der Patient sehen kann, ob er sich in eine positive Richtung entwickelt oder nicht. Prinzipiell können alle Themen, die in den Phasen

der Identifikation und der Zielsetzung besprochen werden, auch evaluiert werden. Im Praxisalltag ist das aufgrund des großen Umfangs eine beinahe unlösbare Aufgabe. Daher sollte man sich auf die aussagekräftigsten Parameter beschränken. Darüber hinaus kann es sein, etwas in die Zukunft des Patienten zu denken – also welche Herausforderungen werden ihm nach der Behandlung begegnen und wie kann er diesen begegnen? Sicherlich wird es auch Rückschläge geben. Darauf muss der Patient vorbereitet sein. Als Praxis könnte man dem Patienten sogar anbieten, regelmäßige Evaluationen via Telefon oder in persönlichen Terminen auf Basis von Selbstzahlerleistungen wahrzunehmen, um den Behandlungserfolg langfristig zu erhalten. Fazit Viele der im Modell dargestellten Punkte werden tagtäglich in der physiotherapeutischen Arbeit bewusst oder unbewusst eingesetzt. Eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten erfordert aber auch ganzheitliche Modelle und daher ist es sinnvoll, sich mit diesen auseinanderzusetzen, um die Therapie noch patientenzentrierter ausüben zu können. Quellen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/ S2468781222001631?via%3Dihub

Grafik: Hutting et al. 2022

trachtet werden. Zu den Faktoren, die dabei wichtig sind, gehören auch die Bereitschaft zu Veränderung des Alltags und die Erwartungen des Patienten an die Zukunft. Gemeinsam können der Therapeut und Patient dann, basierend auf den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten, gemeinsame Ziele setzen. Die gemeinsamen Entscheidungen geben den Patienten einen Anteil am Behandlungsprozess und involvieren ihn dadurch stärker. Das klingt nun alles etwa abstrakt – hierfür gibt es allerdings bereits Vorlagen wie z. B. die OPTION scale.


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PATIENTENZENTRIERTE THERAPIE IM ATHLETICO BÜHL

Text Jonathan Schneidemesser

In den letzten beiden Artikeln ging es viel um die Theorie hinter der patientenzentrierten Therapie. Wie diese dann aber im Praxisalltag umgesetzt wird, ist sehr individuell. Daher lohnt es sich, das anhand eines Best-Practice-Beispiels zu betrachten. Dazu waren wir vor Ort im ATHLETICO in Bühl, um den Einsatz der patientenzentrierten Therapie in der Praxis zu erleben.

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dem Trainingsbereich steht den Patienten in dem großen Physiotherapiezentrum viele große und lichtdurchfluteten Therapieräume zur Verfügung, inkl. eines KGG-Raumes. Was besonders heraussticht, ist das Design der Praxis, die 2021 eröffnet wurde. Es ist sehr aufgeräumt und clean mit Akzenten an den richtigen Stellen. Schon im ATHLETICO-Logo wird klar, dass in dieser Praxis Training und Therapie zusammengehören. Im „A“ findet sich ein medizinisches Kreuz, das für die Therapie steht und gleichzeitig mit den stilisierten Hantelscheiben außerhalb

des „A“ ein Symbol für das Training bildet. Die Behandlungsschwerpunkte liegen auf der PT-Orthopädie, PT-Chirurgie und der Sportphysiotherapie. So arbeitet das ATHLETICO-Team z. B. mit einer lokalen Turnermannschaft zusammen und bietet eine kostenlose Sportlersprechstunde. Der Weg zur patientenzentrierten Therapie Wie zum sprichwörtlichen Rom führen auch viele Wege zur patientenzentrierten Therapie. Der Weg von Andreas Macau führte über das praktische Ar-

Foto: © Athletico Bühl

Die patientenzentrierte Therapie hat viele Facetten und bietet viele Möglichkeiten in der Umsetzung. Wie sie gestaltet wird, muss jede Praxis für sich individuell und auf Grundlage der vorhandenen Möglichkeiten entscheiden. Im ATHLETICO sind die optimalen Voraussetzungen für eine patientenzentrierte Therapie gegeben, denn es bietet ihren Patienten einen umfangreich ausgestatteten Trainingsbereich. Das sieht der Inhaber des ATHLETICO, Andreas Macau, als essenziell an, um Patienten ihren Bedürfnissen entsprechend behandeln zu können. Neben


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Andreas Macau ist Gründer und Inhaber des Athletico in Bühl

Foto: © Athletico Bühl

Die Arbeit an der Bank gehört ebenfalls zur patientenzentrierten Therapie – die meiste Zeit verbringen Patienten jedoch auf der Trainingsfläche

beiten mit den Patienten. Seine erste Praxis eröffnete er bereits vor neun Jahren und im Laufe der Arbeit entwickelte sich der patientenzentrierte Umgang ganz organisch. Für ihn ist es „eine Kunst, sich auf die Eigenarten, die Herkunft und die individuellen Bedürfnisse eines jeden Patienten einzulassen und die Therapie darauf abzustimmen. Dabei darf das therapeutische Ziel jedoch nicht aus den Augen gelassen werden.“ Denn eines muss klar sein: Verliert ein Therapeut das therapeutische Ziel aus den Augen, kann keine patientenzentrierte Therapie mehr stattfinden. Dieses Leitbild wird bereits beim Erstkontakt eines Patienten mit der Praxis umgesetzt. Je nachdem, wo dieser stattfindet – am Telefon oder direkt in der Praxis –, erfahren die Patienten, was sie von den Therapeuten erwarten können, aber auch was von ihnen erwartet wird. Wer die Praxis betritt, blickt direkt auf den Trainingsbereich, noch bevor er das Wartezimmer betritt. So wird von Anfang an verdeutlicht, dass eine Therapie im ATHLETICO in den meisten Fällen mit Aktivität verbunden ist. Andreas Macau hat die Erfahrung gemacht, dass sich die Bereitschaft der Patienten, dabei mitzumachen, deutlich erhöht, wenn der Patient direkt zu Beginn einbezogen wird. Um das Therapeuten-Patienten-Verhältnis zu intensivieren, wird bereits bei der Terminvergabe darauf geachtet, welcher Therapeut hinsichtlich Kommunikation, Hobbys und Lifestyle gut zum Patienten passen könnte.

Um die Abläufe möglichst patientenzentriert durchführen zu können, kommen die Patienten 20 Minuten vor ihrem ersten Termin in die Praxis, um die organisatorischen Angelegenheiten wie Terminfindung, die Bezahlung des Eigenanteils oder das Digitalisieren der Arztberichte abzuhaken. Die Anamnese wird digital durchgeführt, bevor der Patient dann in einem 3-Stufen-System behandelt wird. Nach dem Erkennen des Ursprungs von Schmerzen werden diese behandelt, um dann in Stufe drei die Verbesserung in einer aktiven Therapie zu manifestieren. Dabei wird aber auch darauf geachtet, was der Patient gerade braucht, und nicht einfach stur nach Schema F trainiert. Dabei geht es Andreas Macau um Folgendes: „Der Patient versteht, dass es um ihn geht, wir ihn mit seinen Beschwerden wahrnehmen und er selbst in Zusammenarbeit einen Teil dazu beitragen kann, diese Beschwerden wieder loszuwerden. Denn eines ist sicher: Ein Patient, der so behandelt wird, fühlt sich wertgeschätzt, kommt bei anderen Problemen wieder, empfiehlt uns weiter und wird möglicherweise sogar Mitglied in unserem medizinischen Trainingsbereich.“ Mit seinen Ansätzen grenzt sich der Inhaber auch von Praxen ab, die nicht patientenzentriert behandeln. Denn auch wenn die patientenzentrierte Therapie, aus vielen Gründen, logisch erscheint, so ist diese Behandlungsform nach wie vor kein Standard.

Andreas Macau berichtet von Praxen, in denen Patienten nach wie vor der Ansicht sind, dass Entspannungsmassagen der Weg zum eigenen Wohl sind und diese von den Therapeuten auch so behandelt werden. Dieses Vorgehen kann die Schmerzen des Patienten kurzfristig lindern, ist einer aktiven Trainingstherapie auf lange Sicht jedoch deutlich unterlegen. Das zeigt auch, wie wichtig die Mitarbeiter für die Umsetzung der patientenzentrierten Therapie sind. Das Konzept kann noch so gut ausformuliert und dokumentiert sein – wenn es keiner umsetzt, verpufft die Wirkung einfach. Daher achtet Andreas Macau bereits beim Recruiting auf die Persönlichkeit des Bewerbers. Für ihn ist es vor allem wichtig, dass ein neuer Therapeut gut ins Team passt, Spaß an der aktiven Trainingstherapie hat, selbst sportlich engagiert ist und sich weiterentwickeln möchte. Dann, so seine Erfahrung, ergibt sich in der Zusammenarbeit mit dem bestehenden Team ein organischer Einsatz der patientenzentrierten Therapie. Fazit Das Beispiel des ATHLETICO zeigt, dass eine patientenzentrierte Therapie äußert vielschichtig ist und viele Faktoren außerhalb der reinen Behandlungszeit wie z. B. Praxisorganisation, Patienten-Compliance oder Auswahl der Mitarbeiter in die Betrachtung miteinschließt. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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Durch die vielfältigen Behandlungen werden in der Physiotherapie viele verschiedene Hilfsmittel eingesetzt. Dementsprechend groß sind der Bedarf von Therapeuten und das Portfolio der Anbieter. Die meisten Anbieter haben einen großen Grundstock an Standardmaterialien wie Hygieneprodukte, Textilien oder Bänder, spezialisieren sich dann aber in unterschiedliche Richtun48

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gen. So werden z. B. Messgeräte zur Körpermessung, Therapieliegen oder Faszientools angeboten. Damit unterscheiden sich die Anbieter hinsichtlich der Größe ihres Angebots, aber auch der Übersichtlichkeit ihrer Website und des Bestellprozesses. Waren es früher die dicken Kataloge, so sind es heute die prall gefüllten Internet-

seiten der Anbieter, auf denen die Produkte gekauft werden können, was den Bestellprozess deutlich einfacher macht. Trotzdem bieten einige noch an, Kataloge zu versenden, oder stellen sie zumindest online zur Verfügung. In unserer Marktübersicht stellen wir wichtige Anbieter aus dem Bereich Therapiebedarf vor.

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Tapes, Bänder und Liegen – ohne sie geht es in keiner Praxis. Die kleinen Helferlein sind für den Alltag eines Physiotherapeuten unerlässlich. Daher sind verlässliche Partner wichtig, die für das richtige Material in der richtigen Qualität sorgen. In unserer Marktübersicht stellen wir Anbieter für Therapiebedarf vor.


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MAGAZIN MITARBEITERFÜHRUNG

HOCHQUALIFIZIERTE, SELBSTBEWUSSTE MITARBEITER FÜHREN Text Joachim Simon

Die Arbeitsstrukturen und -beziehungen in den Unternehmen haben sich verändert – das gilt auch für Physiopraxen. Aber nicht nur das Arbeiten hat sich verändert, sondern auch die Menschen, die in Physiopraxen arbeiten. Eine der Grundanforderungen an die Mitarbeiter heutzutage lautet, dass sie ihre Aufgaben weitgehend eigeninitiativ und -verantwortlich wahrnehmen sollen. Das setzt voraus, dass die Mitarbeiter sich mit dem Unternehmen und ihren Aufgaben identifizieren – unter anderem, weil sie 54

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die gewünschte Wertschätzung erfahren, • wissen, was die Ziele des Unternehmens sind, und • ihr Tun als sinnvoll erfahren. Dies erfordert wiederum einen anderen Führungsstil und ein verändertes Führungsverhalten. Ein verändertes Führungsverhalten ist auch nötig, weil Praxisinhaber heute oft keinen fachlichen Wissens- und Erfahrungsvorsprung mehr vor ihren Mitarbeitern haben. Denn ihre Mitarbeiter sind nicht selten hochqualifizierte Spezialisten, die bezüglich gewisser

Fachaufgaben ein größeres Knowhow und Tiefenwissen haben. Entsprechend selbstbewusst sind diese Mitarbeiter – insbesondere wenn sie wissen, dass das Unternehmen auf ihre Expertise angewiesen ist. Und genauso selbstbewusst treten sie auch ihren Vorgesetzten entgegen und in der Alltagskommunikation mit ihnen wollen sie die Wertschätzung spüren, die ihnen und ihrer Arbeit nach ihrer Auffassung gebührt. Sonst sinkt ihre Arbeitsmotivation und im Extremfall wechseln sie den Arbeitgeber. Speziell in einer Arbeitsmarktsituation wie der aktuellen, in der hochqualifizier-

Foto: © Jacob Lund - stock.adobe.com

Je qualifizierter Mitarbeiter sind, umso selbstbewusster sind sie meist. Also hinterfragen sie auch häufiger die Meinungen und Entscheidungen ihrer Chefs und wünschen sich eine Auseinandersetzung mit ihnen hierüber. Solche Mitarbeiter zu führen fällt oft schwer, bringt das Unternehmen aber voran.


MAGAZIN MITARBEITERFÜHRUNG

te Spezialisten rar und gefragt sind, kann das den Unternehmenserfolg beeinträchtigen. Führungskräfte müssen mehr und anders kommunizieren Solche selbstbewussten Mitarbeiter zu führen fällt vielen Führungskräften schwer – auch weil manche noch insgeheim das Credo verinnerlicht haben: Mitarbeiter müssen blind die Anweisungen ihrer Vorgesetzten befolgen. Das tun besagte Mitarbeiter aber nicht. Das gilt insbesondere für viele Angehörige der sogenannten Generation Y oder Why, die nach 1980 geboren sind und heute bereits das Rückgrat zahlreicher Physiopraxen bilden. Sie hinterfragen oft mehr oder minder offen die Anweisungen und Entscheidungen ihrer Führungskräfte. Zumindest wollen sie von ihrer Führungskraft eine in ihren Augen plausible Begründung haben, warum aus deren Warte gewisse Dinge nötig sind. Für die Führungskräfte bedeutet dies: Sie müssen mehr und anders als früher mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. Statt Top-down-Anweisungen ist heute ein Einbeziehen der Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse gefragt. Und wenn dies nicht möglich ist? Dann müssen die Führungskräfte zumindest akzeptieren, dass ihre Mitarbeiter außer ihren Entscheidungen zuweilen auch ihr Verhalten hinterfragen.

Selbstbewusste Mitarbeiter wollen eine in ihren Augen plausible Begründung haben, warum aus der Warte des Inhabers gewisse Dinge nötig sind

Die Mitarbeiter „ticken“ sehr verschieden Im Betriebsalltag registriert man zudem bei Teams, die aus vielen selbstbewussten Mitarbeitern bestehen, immer wieder: Mit einigen Mitarbeitern haben die Führungskräfte eigentlich

Foto: © jackfrog - stock.adobe.com

Die divergierenden Wertesysteme und Erwartungen bezüglich des Verhaltens wären im Betriebsalltag kein Problem, wenn diese den Inhabern bewusst wären Wenigstens theoretisch ist dies den meisten Führungskräften heute bewusst. Das bedeutet aber nicht, dass sie im Führungsalltag stets das richtige Führungsverhalten zeigen. Im Praxisalltag registriert man oft, dass Führungskräfte gerade in Situationen, in denen sie selbst angespannt sind, ein Verhalten zeigen, das eher einem autoritären als partnerschaftlich-kooperativen Führungsstil entspricht. Dadurch verursachen sie nicht selten vermeidbare Konflikte in der Beziehung zu ihren Mitarbeitern.

nie Probleme; in der Beziehung zu anderen tauchen aber fortwährend Probleme auf, weshalb die betreffenden Mitarbeiter von ihren Führungskräften gedanklich mit dem Etikett „schwierig“ versehen werden. Analysiert man die Ursachen hierfür, stellt man oft fest: Stimmt die Beziehung Führungskraft – Mitarbeiter, dann haben die Führungskräfte meist • ein ähnliches Wertesystem wie die Mitarbeiter, mit denen sie gut harmonieren, und/oder

ihre Verhaltenspräferenzen korrespondieren mit den Erwartungen, die die Mitarbeiter aufgrund ihres Wertesystems an ihre Führungskraft haben. Anders ist dies bei den „schwierigen Mitarbeitern“. Sie haben entweder ein anderes Wertesystem als ihre Führungskraft, weshalb ihnen bei der Arbeit (und im Leben) auch andere Dinge wichtig sind. Oder sie haben aufgrund ihres Wertesystems Erwartungen an ihre Führungskraft, die diese aufgrund ihrer Präferenzen nicht erfüllt. Die unterschiedlichen Wertesysteme kennen Die divergierenden Wertesysteme und Erwartungen bezüglich des Verhaltens wären im Betriebsalltag kein Problem, wenn diese den Führungskräften bewusst wären. Denn dann könnten sie sich hierauf einstellen. Viele Führungskräfte kennen aber ihr eigenes Wertesystem und ihre eigenen Verhaltenspräferenzen nicht. Und noch weniger kennen sie die Wertesysteme und die hieraus resultierenden Verhaltensmuster und Erwartungen ihrer Mitarbeiter. Dabei wird dies für das erfolgreiche Führen von Mitarbeitern immer wichtiWeitere Artikel und News auf bodymedia.de

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MAGAZIN MITARBEITERFÜHRUNG

Mit selbstbewussten Mitarbeitern muss mehr und anders als früher kommuniziert werden

arbeiter mit ihrer Arbeit identifizieren können und die gewünschte Leistung bringen.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt. Darüber, ob die Menschen in den westlichen Industriestaaten heute individualistischer sind als vor 30, 40 Jahren, kann man streiten. Auf alle Fälle haben sich aber die Lebensstile in unserer Gesellschaft ausdifferenziert. Außerdem sind heute weniger Menschen bereit, fraglos irgendwelche nicht selbst gewählten Autoritäten zu akzeptieren. Zudem hat sich das Verhältnis der Berufstätigen zur Erwerbsarbeit verändert. Früher sahen die meisten Menschen in ihr ein notwendiges Übel, um den Lebensunterhalt zu sichern. Und die sogenannte „Selbstverwirklichung“? Sie erfolgte primär im privaten Bereich.

Angemessen auf die individuellen Bedürfnisse reagieren Das setzt voraus, dass die Führungskräfte ihr eigenes Wertesystem kennen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie ihre Werte-Messlatte bei allen anderen Menschen anlegen. Zudem können sie nur dann ermitteln, wo ihre „blinden Flecken“ sind, weshalb sie zum Beispiel auf gewisse Verhaltensweisen ihrer Mitarbeiter allergisch reagieren.

Anders ist dies heute – zumindest bei vielen hochqualifizierten Mitarbeitern. Für sie hat die Arbeit eine identitätsstiftende Funktion. Das heißt, sie wollen sich in ihrer Arbeit verwirklichen können und diese als sinnvoll erfahren. Sie stellen also höhere Anforderungen an ihre Arbeit und somit ihre Führungskräfte. Und die Führungskräfte? Sie stehen vor der Herausforderung, diese zu erfüllen, damit sich ihre Mit56

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Führungskräfte sollten, wenn sie ihre Mitarbeiter individuell, also ihren Bedürfnissen entsprechend, führen möchten, zudem wissen: • Wie „tickt“ mein Mitarbeiter? • Wie sieht die Welt durch seine „Brille“ aus? • Was braucht er, um seine Leistungsfähigkeit zu entfalten? Denn nur dann können Führungskräfte ihr Führungsverhalten wirklich dem Gegenüber anpassen. Außerdem können sie nur dann mit jedem Mitarbeiter eine tragfähige Vereinbarung schließen, was dieser braucht, um seine Arbeit als befriedigend, weil sinnstiftend und mit seinem Wertesystem korrespondierend, zu erfahren.

In vielen Unternehmen besteht ein Bedarf, die Kompetenz der Führungskräfte in diesem Bereich zu schulen – speziell in solchen, die sich zu HighPerformance-Organisationen entwickeln möchten, die sehr agil auf Marktveränderungen und veränderte Kundenanforderungen reagieren. Denn dieses Ziel lässt sich nur mit hochqualifizierten, selbstbewussten Mitarbeitern erreichen, die sich voll mit ihrer Arbeit und den Zielen des Unternehmens identifizieren. Und diese Mitarbeiter erwarten eine individuelle, also eine sie als Person wahrnehmende und wertschätzende Führung.

Joachim Simon ist als Führungskräftetrainer und Vortragsredner auf das Thema (Self-)Leadership spezialisiert (www.joachimsimon.info). Er ist Autor des im Haufe-Verlag erschienenen Buchs „Selbstverantwortung im Unternehmen“ und Co-Founder der (Self-) Leadership-Coaching-App Mindshine (www.mindshine.app).

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ger – nicht nur aufgrund der veränderten Arbeitsstrukturen und -beziehungen in den Unternehmen.


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MAGAZIN ARBEITSKLIMA

POSITIVES ARBEITSKLIMA SCHAFFEN

Text Sarah-Lea Kuner

Nur weil die Stimmung in einem Unternehmen mal etwas schlechter ist, muss das noch nicht für ein vergiftetes Arbeitsklima sprechen. Bei bestimmten Anzeichen aber sollte man hellhörig werden. Was kann man ein schlechtes Arbeitklima erkennen und was kann man dagegen tun?

Ursprünglich bezeichnet Toxizität eine Stoffeigenschaft, die die Bedeutung der Giftigkeit auf einen Organismus beschreibt. Auch eine Physiopraxis kommt einem Organismus gleich, der durch Gifte verseucht werden kann. Um diese zu erkennen und behandeln zu können, braucht es Aufmerksamkeit und den Blick für die Anzeichen. Eines der Hauptmerkmale ist eine vergiftete Teamstimmung, doch wird in den seltensten Fällen die schleichend fortschreitende Toxizität als Problemkern entschlüsselt. Stattdessen wird 58

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aus Unwissenheit versucht, mit Druck, einem verschärften Umgangston und dem Drohen mit Konsequenzen für die Mitarbeiter die Arbeitsleistung wieder zu verbessern. Im schlimmsten Fall führt das jedoch zur Verschlimmerung statt zur Besserung. Daher sollte man früh auf die Anzeichen eines toxischen Arbeitsklimas achten. Doch, was sind diese? So wenig Interaktion wie möglich Die fehlende zwischenmenschliche Kommunikation im Team ist ein deutliches Warnzeichen für ein toxisches Arbeitsklima. Sei es die Kommunikation beim gemeinsamen Arbeiten oder Trainieren nach der Arbeit. Das kann natürlich an einer kurzzeitigen Überlas-

tung liegen, wenn es jedoch auf lange Sicht beobachtbar ist, weist es auf eine negative Teamstimmung hin. Vom Konkurrenzdenken geprägter Umgang Ständige Hektik und Stress, häufig nötige Meetings, um Absprachen zu treffen, und hitzige Diskussionen über die Priorisierung stehen für eine hohe Arbeitslast und ein schlechtes Zeitund Selbstmanagement. Ein weiteres Zeichen ist es, wenn einzelne Mitarbeiter den Kontakt zu der Führungskraft suchen, um sich immer wieder über andere Mitarbeiter zu beschweren und aufzuregen. Das ist Folge einer mangelnden Wertschätzungskultur und darauf zurückzuführen, dass (kleine) Erfol-

Foto: © deagreez - stock.adobe.com

Der Begriff Toxizität hat sich in den letzten Jahren immer stärker etabliert, sei es für Beziehungen, Menschen oder auch Verhaltensweisen.


MAGAZIN ARBEITSKLIMA

ge nicht anerkannt und gelobt werden. Dadurch wird das gemeinsame Ziel aus dem Blick verloren und das kann sich auch massiv auf die Arbeit mit den Mitgliedern auswirken, vor allem wenn die internen Konflikte nach außen getragen werden.

Foto: © deagreez - stock.adobe.com

Unzufriedene und verunsicherte Mitarbeiter Eines der ersten Anzeichen für eine toxische Teamstimmung zeigt sich direkt am Morgen, wenn der Mitarbeiter im Studio ankommt. Wenn kaum mehr zu übersehen ist, mit welcher Qual der Mitarbeiter sich morgens hereinschleppt, und die Begrüßung nur noch nebensächlich mit einem leisen „Hi“ oder gar nicht mehr erfolgt, zeigt sich eindeutig, dass dieser Mitarbeiter sich nicht wohlfühlt. Auch ein negativer Umgang mit Fehlern, zum Beispiel durch Ausflüchte, Schuldzuweisungen oder ein Rumrühren in der Vergangenheit, steht für ein toxisches Arbeitsklima und mangelnde Fehlertoleranz im Team. Ein letzter Hilferuf zeigt sich in Kommentaren, in denen die Person das Herz auf der Zunge trägt und die ohne offensichtlichen Adressaten in den Raum geworfen werden. Zum Beispiel: „Ich habe es so satt!“ Auf den ersten Blick scheint es, als hätte er nichts zu sagen, sonst würde er es schließlich gezielt adressieren. Aber wenn er nichts zu sagen hätte, dann hätte er doch gar nichts gesagt. Hier gilt es hinzuhören. Situationsanalyse statt panischer Aktionen aus dem Affekt Als Erstes ist es wichtig, nicht panisch einfach irgendwas zu machen. Zunächst einmal sollte man für die Mitarbeiter präsenter werden. Das bedeutet nicht, bei jeder Besprechung dabei zu sein oder die Mitarbeiter zu verfolgen. Stattdessen kann man, falls ein eigenes Büro vorhanden ist, die Tür offen stehen lassen, als Einladung an die Mitarbeiter, jederzeit mit Problemen, Fragen o. Ä. zu kommen.. Mindestens ebenso wichtig ist, dass die Führungskraft das negative Arbeitsklima nicht persönlich nimmt, sondern versucht, produktiv an der Auflösung der vorherrschenden Stimmung zu arbeiten. Denn für ein toxisches Arbeitsklima kann es unterschiedliche Auslöser geben. Beispielsweise äußere Faktoren wie aktuell die Corona-Pandemie und damit verbundene Verunsicherungen oder

Das Team sollte zu Offenheit ermutigt werden und es sollte Vertraulichkeit ermöglicht werden

eine negative Branchenstimmung. Also gilt es, zunächst einmal das Umfeld zu analysieren und mögliche Ursachen zu identifizieren. Karten auf den Tisch legen Wie auch beim Poker kommt hier irgendwann der Punkt, an dem es gilt, ehrlich mit den Mitarbeitern zu sein und die Karten offen auf den Tisch zu legen. Das Team sollte in einer vertraulichen und wertschätzenden Runde auf die Beobachtungen angesprochen werden. Hierbei ist es wichtig, es weder als Vorwurf noch abwertend zu formulieren. Stattdessen sollte das Team zu Offenheit ermutigt und Vertraulichkeit ermöglicht werden. Dies kann beispielsweise über anonyme Abfragen erfolgen, um die Ursache zu finden und zu sehen, was den Mitarbeitern fehlt bzw. was sie brauchen. Dabei kann es auch dazu kommen, dass unterschwellig Kritik an der Führungsperson geäußert wird. Schritt für Schritt zu einem positiven Arbeitsklima Sobald der oder die Stimmungskiller gemeinsam identifiziert wurden, geht es darum, Lösungen zu finden, um ein positives Arbeitsklima wiederherzustellen. Das ist eine Teamsache, denn nur wenn sich alle (wieder) wohlfühlen,

kann auch von einem positiven Arbeitsklima gesprochen werden. Gerade Führungspersonen sollten jetzt nicht übereifrig werden und Großartiges versprechen, das so nicht haltbar ist. Jetzt gilt es, zuzuhören und Schritt für Schritt einzeln die Probleme zu beseitigen. Aber alles braucht seinen Raum und seine Zeit. Fazit Liegen Anzeichen für ein toxisches Arbeitsklima vor, ist das kein Grund, in Panik zu geraten oder möglicherweise kontraproduktive Impulshandlungen durchzuführen. Am besten tritt man erst mal einen Schritt zurück und beobachtet, ermittelt Ursachen und spricht ehrlich miteinander. Dann kann gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. Um von einem toxischen zu einem positiven Arbeitsklima zu gelangen, braucht es einen wertschätzenden und vertraulichen Umgang und Zeit, genauso wie die Bereitschaft für Veränderung. Und es sollte nicht vergessen werden, dass es ein fortlaufender Prozess ist, an dem immer wieder gearbeitet werden muss. Investierte Zeit für ein positives und wertschätzendes Arbeitsklima spiegelt sich auch in besserer (Arbeits-)Leistung und letztendlich auch in der Kundenzufriedenheit wider. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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Mit der seca TRU erhalten Physiotherapeuten innerhalb weniger Sekunden eine Fülle medizinisch validierter Daten, unter anderem Muskel- und Fettmasse. Möglich macht das die Technik der Bioimpedanzanalyse. Frederik Bernstein ist Eigentümer zweier Physiostudios in Bochum und erzählt, wie er die seca TRU erfolgreich in sein Gesundheitskonzept integriert hat. Wie unterstützt die seca TRU Dein dein Gesundheitskonzept? Die seca TRU ist ein perfektes Analyseinstrument für das Thema Kraft und Muskelaufbau. Mit dem Ampelsystem (rote, gelbe und grüne Bereiche) werden schnell Defizite und Trainingspotentiale Trainingspotenziale aufgezeigt. Die Körperzusammensetzungsanalyse hilft uns, die Patienten einzubeziehen, sie ins Training zu holen und im Idealfall zu festen Mitgliedern zu machen. Was sind die konkreten Vorteile für Dich dich und Deine deine Patienten oder Mitglieder? Es motiviert Mitglieder und Patienten enorm, ihre Körperzusammensetzung zu sehen. Die Messung ist ein guter Ausgangspunkt für das Training und hilft bei der Trainingssteuerung. Wenn jemand beim Krafttraining überhaupt nicht vor60

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wärtskommt, sehen wir das sofort und können einschreiten. Auch muskuläre Ungleichgewichte werden sofort offensichtlich. Wenn jemand einen guten Fortschritt macht, liefert die seca TRU ebenfalls den Nachweis. Das räumt Zweifel aus, die manchmal darin bestehen, dass das Training gar nichts bringt. Sind die Messungen für Mitglieder frei? Als Eingangsscreening sind die Messungen für KGG-Patienten und Mitglieder frei. Weitere Messungen und Trainingsberatung mithilfe der seca TRU gibt es dann in der Premiummitgliedschaft. Das ist ein weiterer Anreiz, die Premiummitgliedschaft zu wählen. Frederik Bernstein ist Eigentümer zweier Physiostudios in Bochum, die ein Anlaufpunkt für alle sind, die in einer wun-

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MAGAZIN SEKTORALER HEILPRAKTIKER

DER SEKTORALE HEILPRAKTIKER IN DER PHYSIOTHERAPIE

Text Rainer Reusch

Auf die Arbeit von Physiotherapeuten wirken viele externe Kräfte ein: Ärzte, Krankenkassen und natürlich auch die Patienten. Diese Abhängigkeiten können durchaus frustrierend sein. Mittlerweile gibt es einige Möglichkeiten, wie man sich als Therapeut davon zumindest ein Stück weit befreien kann – eine davon ist der sektorale Heilpraktiker Physiotherapie.

Wo kann Umsatzsteuer gespart werden? Umsatzsteuerlich sind Behandlungen durch Physiotherapeuten dann steuerbefreit, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Diese medizinische Indikation kann jedoch nur ein Arzt oder Heilpraktiker (auch ein sektoraler 62

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Heilpraktiker) durch eine Verordnung feststellen. Dabei kann eine gerätegestützte Trainingstherapie allein ihren umsatzsteuerfreien Charakter dadurch erhalten, dass die Verordnung vorliegt, ohne dass die Leistung sich inhaltlich von einer umsatzsteuerpflichtigen Mitgliedschaft unterscheiden muss. Bei einer solchen Umstellung – verbunden mit der Umsatzsteuerbefreiung – ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn noch sind viele umsatzsteuerliche Detailfragen ungeklärt und es gibt zur Thematik weder Rechtsprechung noch Verwaltungsanweisungen. Es wäre daher leichtsinnig und unverantwortlich, die Befreiung nicht über eine verbindliche Auskunft mit der Finanz-

verwaltung zu klären. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Finanzverwaltung die Befreiungsthematik völlig uneinheitlich handhabt. Wer sein Konzept ohne Absicherung umstellt, hat schnell mit Zitronen gehandelt und kann durch hohe Nachzahlungen in eine massive wirtschaftliche Schieflage geraten. Abgrenzung zum ganzheitlichen Heilpraktiker Möglich macht das der sektorale Heilpraktiker Physiotherapie. Dieser beschränkt sich auf das Spektrum, das der Physiotherapie zur Verfügung steht. Leistungen wie Osteopathie, Chiropraktik oder die Phytotherapie sind dem ganzheitlichen Heilpraktiker

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Oft haben Physiotherapeuten eine recht gute Vorstellung davon, wie sie ihren Patienten helfen können, sind allerdings an die Verordnungen der Ärzte gebunden. Seit 2009 hat sich das durch den sektoralen Heilpraktiker Physiotherapie teilweise geändert. Damit einher geht eine mögliche Umsatzsteuerbefreiung für gewisse Leistungen. Welche genau, schauen wir uns im Detail an.


Der Schritt vom Physiotherapeuten zum sektoralen Heilpraktiker Physiotherapie ist recht klein, da Physiotherapeuten bereits wichtiges Wissen in ihrer Ausbildung gelernt haben

vorbehalten. Die Behandlungsvielfalt bleibt also gleich, es kommt aber der Vorteil hinzu, dass sektorale Heilpraktiker Physiotherapie ihre Patienten selbst diagnostizieren dürfen. Für diese Diagnosen dürfen dann auch Heilmittel verordnet werden. Und das nicht nur für den Therapeuten mit der Fortbildung, sondern für alle Therapeuten in der eigenen Praxis.

sich für die eigene Praxis erschließen. Die Höhe des Honorars bei einer Behandlung wird im Behandlungsvertrag vereinbart. Am Ende der Therapie bezahlt der Patient die Gesamtrechnung. Danach reicht er sie zur Erstattung ein und die Krankenkasse entscheidet, welchen Teil sie davon erstattet. Aus der Sicht des Patienten hoffentlich möglichst viel.

Bei dieser Verordnung handelt es sich um eine Heilbehandlung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, die damit von der Umsatzsteuer befreit ist. Die Weiterbildung zum sektoralen Heilpraktiker Physiotherapie ist also auch steuerlich interessant. Insgesamt aber wertet sie den Beruf des Physiotherapeuten deutlich auf, da er nun für Verordnungen zur Behandlung des Bewegungsapparats selbst ausstellen darf. Eine Einschränkung gibt es allerdings – für Kassenpatienten gelten diese Verordnungen leider nicht. Die Zielgruppe Privatpatienten, zu der z. B. Beamte gehören, und Selbstzahler lassen

Geringe Hürde für Fortbildung Aufgrund des Vorwissens der Physiotherapeuten, ist der Schritt zum sektoralen Heilpraktiker recht klein. Was noch fehlt, ist der Nachweis über die Differenzialdiagnostik und etwas Wissen zur Heilpraktiker-Berufskunde. Daher kann die Fortbildung an zwei Wochenenden absolviert werden, an deren Ende dann die Abschlussprüfung steht. Voraussetzungen für den sektoralen Heilpraktiker Als sektoraler Heilpraktiker in der Physiotherapie gilt es einige Grund-

voraussetzungen zu erfüllen. Am Tag der Beantragung muss der Therapeut mindestens 25 Jahre alt sein, ein polizeiliches Führungszeugnis zeigt seine persönliche Eignung, sowie sein Arzt die gesundheitliche Eignung feststellt. Neben dem Nachweis über den Abschluss Ausbildung sind mindestens vier Jahre Berufserfahrung Voraussetzung für die Zusatzqualifikation.

Rainer Reusch ist seit vielen Jahren in der Gesundheitsbranche tätig, u. a. in der medizinischen Trainingstherapie und als Inhaber von mywellfit. Zudem ist er als Berater für Physiopraxen deutschlandweit unterwegs.

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Das DYNOSTICS Stoffwechselanalysegerät mit seinen beiden Funktionen DYNOSTICS nutrition und DYNOSTICS performance stellt als mobiles, smartes und innovatives Tool eine perfekte Alternative zu den bekannten sportmedizinischen Analysemöglichkeiten dar. Für Physiopraxen und andere Gesundheitseinrichtungen bietet es eine ausgezeichnete Möglichkeit zu ganzheitlichen Therapieansätzen. Die Investitionskosten sind so gering, dass sich die Anschaffung gewöhnlich schon nach sechs Monaten rentiert. So funktioniert die DYNOSTICS Stoffwechselanalyse Die Funktionsweise des DYNOSTICS Atemgasanalysesystems ist schnell erklärt. Es weist zwei Funktionen auf, die mittels Stoffwechselanalyse in Ruhe und unter Belastung die wesentlichen Parameter, der individuelle Grundumsatz bzw. die Pulsbereiche, für die ganzheitliche und individuelle Therapie ermitteln. Vorteile einer Stoffwechselanalyse Die beschriebene Kombination aus professionell durchgeführter und korrekt interpretierter Stoffwechsel- und Leistungsanalyse zählt heute zu den Standards für die Basis einer erfolgreichen Therapie: • Analyse bringt den Patienten Selbstvertrauen 64

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Messbare Veränderung durch Therapie Selbstzahlerquote Individuelle Ernährungs- und Trainingspläne auf Knopfdruck Smarte und mobile Auswertungen in der App

Einfacher Umsatz, klarer Gewinn Bei der Entscheidung, mit einem smarten Stoffwechselanalysegerät zu arbeiten, spielen selbstverständlich auch die Kosten eine Rolle. Wirtschaftlichkeit ist ein wichtiges Grundprinzip unternehmerischen Handelns. Jede geplante Investition sollte daher im Hinblick auf ihre zu erwartende Rendite geprüft werden. Personal- und sonstige Nebenkosten entstehen keine, da die Prozesse „Aus-

wertung der Daten“ und „Generierung von Ernährungs- und Trainingsplänen“ vollständig automatisiert ablaufen. Die Kombination aus Hightech, Präzision und Geschwindigkeit in der Ermittlung der relevanten Daten schafft einen unverzichtbaren Mehrwert für die Praxis sowie auch für die Patienten.

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Bei chronischen, nicht-spezifischen Rückenschmerzen

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Medizinische EMS* zur Stärkung der Rückenmuskulatur Von Meinungsbildnern empfohlen##

Einfache Integration in den Praxisalltag

Erfahren Sie hier mehr zu Elektromyostimulation (EMS) unter www.medizinische-ems.de * EMS = Elektromyostimulation . # Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewertet die Studienergebnisse zur WB-EMS als klinisch relevant mit einer potenziellen Manifestation in zukünftigen nationalen Versorgungsleitlinien Kreuzschmerz (08/2020). ## „Medizinische Elektromyostimulation (EMS) ist eine sinnvolle Form der therapeutischen Bewegung für Patienten mit chronisch nicht-spezifischem Rückenschmerz und hat zudem auch einen herausragenden prophylaktischen Stellenwert in dieser Indikation inne,“ so PD Dr. Bernd Wegener, Orthopädische Klinik und Poliklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München. 1 Konrad KL et al. PLoS ONE 15(8):e0236780 2 Weissenfels A et al. Dtsch Z Sportmed. 2017; 68:295-300 3 Weissenfels A et al. BioMed Research international 2019; https://doi.org. /10.1155/5745409 4 Weissenfels A et al. Journal of Pain Research 2018; 11:1949-1957 5 Kemmler W et al. Evid Based Complement Alternat Med. 2017;2017:8480429.doi: 10.1155/2017/8480429 6 Neuwersch-Sommeregger S et al. Schmerz 34, 65–73 (2020). DOI:10.1007/s00482-019-00431-2 Weitere Artikel und News auf bodymedia.de 65

IMPULSE für Prävention und Therapie


MAGAZIN MITARBEITERFLUKTUATION

WIE FÜHRUNGSKRÄFTE MITARBEITERFLUKTUATION VERMEIDEN

Zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel für den Unternehmenserfolg. Unzufriedene Mitarbeiter jedoch kosten Nerven, Zeit und Geld. Hauptverantwortlich für das Glück der Mitarbeiter sind die Führungskräfte. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, liegt es in 70 % der Fälle an den Vorgesetzten. Aber wie lässt sich das vermeiden? Was können Führungskräfte ändern, um ihre Mitarbeiter zu halten? Nicht selten verlassen gute Mitarbeiter freiwillig ihr Unternehmen, Gründe für Kündigungen gibt es viele. Diese werden in vier verschiedene Treiber eingeteilt: Emotionale Treiber: Dazu gehören unter anderem die Unzufriedenheit mit den Arbeitsinhalten, mit der sozialen 66

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Einbindung in das Unternehmen sowie eine fehlende Identifikation mit dem Unternehmen. Rationale Treiber: Hierunter versteht man beispielsweise die Unzufriedenheit mit der Vergütung, mangelnde Entwicklungsperspektiven, eine schlechte Arbeitsplatzausstattung oder eine zu

hohe Arbeitsbelastung / Unterforderung im derzeitigen Arbeitsverhältnis. Persönliche Treiber: Darauf hat ein Geschäftsführer kaum bis keinen Einfluss, denn hier geht es meist um private Parameter, wie die Familienplanung oder einen Umzug aufgrund einer örtlichen Versetzung des Partners.

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Text Sarah-Lea Kuner


MAGAZIN MITARBEITERFLUKTUATION

Externe Treiber: Auch darauf ist es, schwer Einfluss zu nehmen. Hiermit ist die aktuelle Konjunktur gemeint: Ist die Arbeitslosigkeit hoch, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter wechseln, seltener als bei einer guten Konjunktur. Bei einer guten Konjunktur heißt es Mitarbeiterbindung, sonst sind sie beim nächstbesten Angebot weg. Wir setzen uns heute mit den emotionalen Treibern auseinander, denn einer der häufigsten Kündigungsgründe ist nicht das Gehalt oder die Konjunktur, sondern die Vorgesetzten. Das Verhalten und die gelebten Werte der Führungskräfte haben eine enorme Auswirkung auf die Mitarbeiterfluktuation. Im Folgenden schauen wir uns drei wichtige Fehler von Führungskräften an, und wie sie vermieden werden können.

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Umsatz statt Empathie Umsätze sind enorm wichtig für Unternehmen, da sie allen Mitarbeitenden Arbeitsplätze erhalten. Geht es aber nur um Umsatz und Zahlen, fehlt den Führungskräften möglicherweise der Blick für die Mitarbeiter und Empathie für diese. Dabei hat sich gezeigt, dass Führungskräfte mit hoher emotionaler Intelligenz zufriedenere Mitarbeiter haben. Das führt dazu, dass sie dem Unternehmen treu bleiben und es damit erfolgreicher machen. Vertrauen statt Mikromanagement Ein großer Fehler von Führungskräften ist es, aus Angst vor möglichen Fehlern von Mitarbeitern Verantwortung abzugeben. Das führt zu aufwendigem Mikromanagement für die Führungskraft. Wer die Mitarbeiter ihre Aufgaben und Entscheidungen in dem Rahmen, für die sie eingestellt wurden, nicht ausführen und treffen lässt, verringert die Effizienz und fördert Frustrationen und Unzufriedenheit im Team. Dadurch wird eine Kultur des Misstrauens geschaffen, was zur Folge hat, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Außerdem kann das dem Ruf des Unternehmens schaden, wenn klar wird, warum so viele Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Geschäftsführer müssen in die Experten, die sie einstellen, entsprechendes Vertrauen setzen. Anstatt jede Entscheidung als Geschäftsführer allein zu treffen, soll-

Wer in seine Mitarbeiter investiert, investiert indirekt ebenfalls in sein Unternehmen

ten sie lieber ausreichend Zeit in die Mitarbeiterauswahl investieren, um diese mit gutem Gewissen Entscheidungen treffen zu lassen. Das spart Zeit, erhöht die Effizienz und verringert die Fehlerquote. Feedback als Schlüssel zum Erfolg Oftmals wird Mitarbeiterfeedback vernachlässigt, sei es aus Stolz oder Zeitmangel. Dabei ist Feedback ein erfolgreiches Tool zur Weiterentwicklung des Unternehmens. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, mit allem, was die Führungskräfte sagen, übereinstimmen zu müssen, geben sie keine ehrlichen Rückmeldungen mehr. Dadurch schaden Führungskräfte dem Unternehmenswachstum und auch -erfolg, da neue und innovative Ideen weder wahrgenommen noch umgesetzt werden. Gleichzeitig wird dadurch eine unproduktive und hemmende Arbeitskultur gefördert. Noch schlimmer ist es, Feedback aktiv zu erfragen und es dann zu ignorieren. Das hat zur Folge,

dass Bedenken und Anregungen nicht mehr geäußert werden, da Angestellte verunsichert oder resigniert sind. Also gilt es, das Ego hintenanzustellen und konstruktives Feedback aktiv einzufordern und willkommen zu heißen und vor allem: es ernst zu nehmen. Dadurch wird die Mitarbeiterfluktuation verringert und die Möglichkeit geschaffen, Probleme in Chancen umzuwandeln und so das Unternehmen voranzubringen. Kosten mit Mitarbeiterzufriedenheit senken Eine hohe Mitarbeiterfluktuation geht ziemlich in den Geldbeutel. Denn damit sind viele Kosten verbunden. Indirekt und direkt. Die direkten Kosten sind messbare Kosten, von der Trennungsphase über die Übergangsphase bis hin zur Einarbeitung des neuen Mitarbeiters. Die indirekten Kosten bleiben oft unbeachtet, da sie schwer messbar sind. Sie entstehen primär durch den Produktivitätsverlust und Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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MAGAZIN MITARBEITERFLUKTUATION

Das Verhalten und die gelebten Werte der Führungskräfte haben eine enorme Auswirkung auf die Mitarbeiterfluktuation

und im Notfall rechtzeitig eingreifen zu können, bedarf es regelmäßiger Mitarbeitergespräche.

Mitarbeiterfluktuation entgegenwirken Zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Denn wer in seine Mitarbeiter investiert, investiert indirekt ebenfalls in sein Unternehmen. Es gilt die Mitarbeiterbindung zu stärken. Dazu gehört es, ein angeneh-

Ebenfalls wichtig ist es, den Mitarbeitern Wertschätzung für ihre Arbeit zu zeigen. Das kann einmal durch Bonuszahlungen, direktes Feedback oder Präsenz sein. Oder aber indem durch Weiterbildungsmaßnahmen in den Mitarbeiter investiert wird. Damit werden dem Angestellten Auf-

Unternehmensziele und -werte werden nicht durch Micromanagement und Fokus auf dem Umsatz erreicht, sondern mit einer starken Mitarbeiterbindung und einem zufriedenen Team mes Arbeitsklima zu schaffen, auf die Wünsche der Mitarbeiter einzugehen, flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen, um eine gesunde Work-Life-Balance zu schaffen, eine marktgerechte Entlohnung und dem Mitarbeiter seinen Fähigkeiten entsprechende Aufgaben zu stellen. Um die Stimmungslage der Mitarbeiter zu beobachten 68

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stiegschancen ermöglicht und das Unternehmen profitiert von den neu errungenen Fähigkeiten. Auch die soziale Zugehörigkeit im Team ist wichtig. Diese kann durch Netzwerkangebote und Teambuilding gefördert werden. Doch nicht nur während des bestehenden Arbeitsverhältnisses ist es wichtig zu kommunizieren, sondern

auch nach der Beendigung. Hier sollte ein Trennungsgespräch geführt werden, um die Ursachen für die Kündigung herauszufinden. Das ermöglicht es, dem Kündigungsgrund in Zukunft entgegenzuwirken. Außerdem hat ein positives oder negatives Kündigungsgespräch auch Auswirkungen darauf, wie der Mitarbeiter nach dem Wechsel über das Unternehmen spricht. So können im besten Fall negative Äußerungen z. B. in Personalnetzwerken vermieden werden. Fazit Mitarbeiterfluktuation ist nicht immer etwas Schlechtes, es kann auch neue Impulse und einen frischen Wind in Unternehmen bringen. Eine zu hohe Mitarbeiterfluktuation ist jedoch schädlich für das Unternehmen. Darum muss in die Mitarbeiter investiert werden, denn jede Investition in die Mitarbeiter ist eine indirekte Investition in das Unternehmen. Unternehmensziele und -werte werden nicht durch Mikromanagement und Fokus auf dem Umsatz erreicht, sondern mit einer starken Mitarbeiterbindung und einem zufriedenen Team.

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Ineffizienz, ausgelöst durch verringerte Motivation und fehlende Identifikation mit dem Unternehmen.


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HÖHERE LEBENSQUALITÄT DURCH FITTE BECKENBODENMUSKULATUR

So wirken Galileo Therapy und Physiotherapie zusammen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur

Etwa 10 Mio. Deutsche sind von Blasenschwäche betroffen. Die Ursache ist meist eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und/oder eine Schädigung des Bandhalteapparates. Die Folge ist unkontrollierter Harnverlust. Dadurch entsteht ein hoher Leidensdruck für die Betroffenen. Eine Kräftigung des Beckenbodens mithilfe der Galileo® Therapy kann der Blasenschwäche entgegenwirken. Ausgelöst werden diese Störungen z. B. durch die starke Dehnung der Beckenbodenmuskulatur bzw. des Bindegewebes während einer Schwangerschaft oder durch Östrogenmangel. Die Absenkung von Organen im Beckenbereich kann unkontrollierten Harnverlust auslösen und geht oft mit einer Beckenbodenschwäche einher. Weitere Faktoren können schwere körperliche Arbeit, Übergewicht, eine Prostata-OP oder neurologische Hintergründe darstellen.

Galileo® Therapy zur Stärkung des Beckenbodens Eine wesentliche nicht operative Behandlungsform stellt die Kräftigung des Beckenbodens dar. Durch gezielte Übungen können die Beckenbodenmuskeln auf dem Galileo aktiviert werden. Während durch Physiotherapie die willentliche Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur verbessert werden kann, wird durch Galileo eine reflektorische, also unwillkürliche Kontraktion erreicht. Die Vibration durch das Galileo-Gerät löst einen automatischen Reflex der Beckenbodenmuskulatur aus. Die Muskulatur wird ohne eigene aktive Anstrengung, nur durch den körpereigenen Reflex trainiert und ist somit für jeden möglich. So können auch Patientinnen oder Patienten, bei denen eine willentliche Aktivierung des Beckenbodens nur schwer möglich ist, erfolgreich behandelt werden.

Der Beckenboden bei Männern (l.) und Frauen (r.)

Dazu sind Frequenzen von über 15 Hz erforderlich. Beide Behandlungsformen ergänzen sich in idealer Weise. Ziele von Galileo® • Stärkung der Beckenbodenmuskulatur • Verbesserung der negativen Auswirkungen schwacher Muskulatur (z. B. Blasenschwäche) • Schmerzreduktion • Tonusregulation Vorteile von Galileo® • Unwillkürliche, reflektorische Muskelkontraktion • Einfache Umsetzung im Alltag • Ganzheitliches Training • Training von Muskelkraft, Muskelleistung • Kurze Trainingszeit Quellen: https://www.galileo-training.com/de-deutsch/ literatur.html

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MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

MEET THE TOP PHYSIO 2022 Text Jonathan Schneidemesser

Hochkarätige Gesprächspartner, eine angenehme Location und eine tolle Organisation sind das Erfolgsrezept des Netzwerkevents MEET THE TOP Physio. In diesem Jahr feierte die Veranstaltung ihr fünfjähriges Jubiläum. 270 Vertreter der Physio- und Gesundheitsbranche trafen sich zum effektiven Netzwerken im Melia Palma Marina direkt an der Hafenpromenade von Palma de Mallorca Nach einem kurzen Abstecher in Frankfurt letztes Jahr konnte die Veranstaltung MEET THE TOP Physio dem Motto „Netzwerken unter Palmen“ in diesem Jahr wieder gerecht werden. Nach drei Jahren kehrte das Premium-Event der Physiotherapieund Gesundheitsbranche wieder nach Mallorca zurück und lud im Herzen von Palma im exklusiven Hotel Melia Palma Marina zum effektiven Netzwerken ein. Neben dem Knüpfen neuer und dem Pflegen bestehender Kontakte sind die vorterminierten 20-minütigen Businessmeetings an zwei Tagen zwischen Inhabern von Physiopraxen, Kliniken, Reha- sowie Gesundheitszentren und der Industrie das Kernstück der MEET THE TOP. Bestimmt wurden die Termine bereits im Vorfeld der Veranstaltung via Onlinewahl. Dazu konnten 70

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die Vertreter der Industrie potenzielle Gesprächspartner auswählen. Um die Meetings noch effektiver zu machen, vergaben die Betreiber ebenfalls Wünsche und signalisierten damit den Industriefirmen, dass Interesse besteht und sie sich ein Gespräch wünschen. Das Ziel der Veranstaltung war es, den anwesenden Physiotherapeuten neue Konzepte und Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Anlagen und Einrichtungen vorzustellen, damit diese ihr Business effektiv weiterentwickeln können. Insgesamt fanden an beiden Meetingtagen über 1.260 Meetings statt. Exzellente Gespräche und tolle Atmosphäre Der Eindruck der letzten Jahre bestätigte sich erneut. Beide Gesprächssei-

ten waren sehr gut aufeinander vorbereitet, wodurch die Gespräche sehr effektiv waren. Ebenfalls herrschte eine Offenheit, die ein angenehmes Gesprächsklima und ein gutes Miteinander erlaubte. Dementsprechend war die Atmosphäre durchweg positiv und sehr produktiv. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete sicherlich die Location. So angenehm die Atmosphäre im letzten Jahr in Frankfurt auch war, so zeigte sich, dass Mallorca ein perfektes Ambiente bietet, um, weit weg vom Tagesgeschäft zu Hause, den Kopf freizubekommen. Viele Gespräche vom Morgen wurden dementsprechend am Nachmittag fortgeführt. Insbesondere die Möglichkeit, sich mit anderen Physiounternehmern auszutauschen, wurde intensiv von den Teilnehmern genutzt.


MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

Links: Dr. Dr. med. Homayun Gharavi eröffnet das DAASM Herbst-Symposium 2022 Rechts oben: Das Kernstück der MEET THE TOP Physio sind die vorterminierten 20-minütigen Business-Meetings Rechts unten: Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer eine Auszeichnung

Vorträge als wichtiger Programmpunkt Das Herbst-Symposium der Deutschen Akademie für angewandte Sportmedizin (DAASM) ist ein wichtiger Bestandteil der MEET THE TOP Physio und wurde trotz des Wetters stark frequentiert. In Zusammenarbeit mit dem Gründer der DAASM Dr. Dr. med Homayun Gharavi konnten die teilnehmenden Physiotherapeuten bis zu vier Fortbildungspunkte erhalten. In diesem Jahr war das Symposium thematisch in zwei Blöcke aufgeteilt. Am ersten Tag ging es um den Darm als Energieorgan des Menschen – am zweiten Tag standen unternehmerische Themen im Vordergrund. Den Auftakt machte Homayun Gharavi mit seinem Impulsvortrag „Über die Rolle des Darms im Gefüge der systemischen Gesundheit“. Mit Beispielen aus seiner eigenen Praxis stellte er die Wichtigkeit des Darms für die Gesundheit dar und gab darüber hinaus mit spannenden Anekdoten weitere wichtige Denkimpulse. Damit bereitete er die Bühne für den Hauptredner des Tages, Dr. Johannes Weingart. Dieser beschäftigt sich seit Jahrzenten mit der Rolle des Dünndarms im

Energiemanagement und gab den Teilnehmern wichtige Botschaften für ihre Patienten mit auf den Weg, u. a.: Der Mensch ist, was er verdaut. Am zweiten Tag sprachen die Betreiber der Physio Family in Koblenz, Elisa und Kristian Kroth, wie sie es mit dem richtigen Branding schaffen, regelmäßige Initiativbewerbungen zu bekommen. Ihr authentischer Vortrag war gespickt mit vielen Praxisbeispielen und zeigte auf, wie sich eine moderne Physiotherapiepraxis präsentieren kann. Darüber, was man in der heutigen Zeit braucht, um ein Therapiezentrum effizient zu führen, sprach Marco Kämmerling von der Unternehmensberatung KWS. Er stellte insbesondere Prozess und Strukturen in den Mittelpunkt, die den Beteibern den Arbeitsalltag erleichtern. Im Vorfeld des DAASM-Symposiums fanden weitere Vorträge statt. Dr. Marc Weitl referierte über die Wichtigkeit von Digitalisierung in der Physiotherapie und wie diese sogar zu mehr Menschlichkeit führen kann. Der Experte für vikomotorisches Training, Christian Hasler, zeigte auf, welche Erkenntnisse aus dem Spitzensport in den Praxen Einzug halten

sollten, um die Entwicklung von Patienten, Sportlern, aber auch Kindern zu fördern. Über den Milliardenmarkt Fitmenfitness sprach Ladislav Ceke von Synfit334. Er gab den Teilnehmern fünf sogenannte Hacks an die Hand, mit denen sie Firmenfitness effizient umsetzen können. TOP-Auszeichnung für die Teilnehmer Nominiert von der teilnehmenden Industrie, wurden alle Betreiber mit einer Auszeichnung zum TOP Physiotherapie- & Gesundheitsanbieter 2022 geehrt. Sie erhielten eine hochwertige Auszeichnung von MEET THE TOPGeschäftsführer Nicolas Hessel. Den Abschluss der Veranstaltung feierten die Teilnehmer dann vor der nächtlichen Kulisse des Jachthafens in Palma mit einem umfangreichen Barbecue. Die Teilnehmer waren sich wieder einig, dass das Event top organisiert war und viele neue und interessante Geschäftskontakte entstanden sind. Der MEET THE TOP PhysioTermin für 2023 steht bereits fest. Das Event findet vom 09.11. bis 12.11.2023 wieder auf Mallorca statt. Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

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MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

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MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

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MESSEN & EVENTS MEET THE TOP PHYSIO

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die abgeschlossenen Behandlungen einsehen, einen Überblick über freie Termine erhalten oder auch direkt mit deiner Praxis kommunizieren. Darüber hinaus besteht außerdem die Möglichkeit, den Bereich Rehasport als Zusatztool dazuzubuchen. Das Schöne: Die einzigartige Software besticht nicht nur mit ihren umfangreichen Möglichkeiten der Nutzung, sondern zusätzlich auch mit der nutzerfreundlichen Oberfläche und der unschlagbaren Preisstrategie. Dadurch sparst du also doppelt: Zeit und Geld. Egal ob Neugründung oder große Einrichtung – die individualisierbare Software von Proleos fügt sich perfekt in

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MESSEN & EVENTS NEURO INNOVATION DAY

ERSTER NEURO INNOVATION DAY IN FRANKFURT AM MAIN Quelle Ludwig Artzt

Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten neurozentrierter Übungen aufzuzeigen, fand in den Räumlichkeiten des Landessportbunds Hessen e. V. der erste Neuro Innovation Day statt. Veranstalter waren das Artzt Institut der Ludwig Artzt GmbH und die Deutsche Akademie für Neuro-Performance. Breites Themenspektrum in Theorie und Praxis Schon der Auftaktvortrag mit dem Titel „Neuro-Training, das Training der Zukunft“ machte deutlich, worum es bei der Tagung ging: „Gehirn und Nervensystem sind an allen lebensnotwendigen Prozessen beteiligt, wieso liegt dann unser Hauptfokus bei Training, Therapie und Diagnostik nicht auf neuronalen Prozessen?“, fragte Kevin Grafen, Sportwissenschaftler und NeuroCoach. Die praktische Anwendung der neurozentrierten Methode konnten die rund 150 Kongress-Besucher in den 12 angebotenen Workshops gleich selbst ausprobieren. Der Kongress sei, so Andreas Könings, Neuro78

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Experte und Leiter der Deutschen Akademie für Neuro-Performance, ein wichtiger Meilenstein in Deutschland, um den neurozentrierten Ansatz einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und neue Wege für Sport und Gesundheit zu bereiten. Die Bandbreite der Themen war entsprechend vielseitig. Sie reichte vom Einsatz neurobasierter Therapien bei Krebserkrankungen und Post-CovidFolgen über Immunkraftstärkung im Alltag und Sturzprävention bis hin zur Frage „Weiß dein Gehirn schon, dass du nicht mehr verletzt bist?“. Wie man Neurotraining im Teamsport oder im funktionellen Gruppentraining anwendet, verdeutlichten Dominik Suslik, Sportwissenschaftler und Leiter Medizin, Gesundheit, Athletik beim Zweitligisten Hannover 96, und Tina Nguyen, Neuroathletik-Trainerin und Erfinderin des Kraftletics-Konzepts. Dass auch Kinder bereits vom Neuroansatz profitieren können, zeigten Physiotherapeutin Angelika Rieß mit ihrem Fokus auf visuelles Training und Astrid Buscher mit ihrem Vortrag über den

Einfluss von Wahrnehmung auf kindliches Lernen und Verhalten. Game Changer für Wissenschaft und Sport All diese Beiträge sollten den Teilnehmern das Verständnis für die neuronalen Zusammenhänge zwischen Gehirn und Körper aufzeigen. In Sportarten wie Fußball und Leichtathletik spielen diese Erkenntnisse bereits eine relevante Rolle. Aber auch bei alltäglichen Beschwerden wie Rückenoder Kopfschmerzen kann Neurotraining ein Game Changer sein. „Hirnbasiertes Training stellt die Verbindung zwischen Trainingsmöglichkeiten und modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen dar. Es gibt eine Menge an Informationen, die wir nur nutzen müssen. So können wir Bewegungsund Schmerzproblematiken aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten und verbessern“„, sagt Arzt, Neurowissenschaftler und Neuro-Experte Hady Daboul. Neuauflage im nächsten Jahr Die Veranstalter sind guter Dinge, dass es auch im nächsten Jahr einen Neuro Innovation Day geben wird: „Wir haben schon sehr viele Anfragen für weitere Termine erhalten. Das stimmt uns positiv für die Zukunft“, so Felix Artzt, Geschäftsführer der Ludwig Artzt GmbH.

Foto: © Ludwig ARTZT GmbH

Beim ausgebuchten Neuro Innovation Day informierten sich über 150 Teilnehmer über die Potenziale von neurozentriertem Training. Den Kongress nutzten Trainer, Physiotherapeuten, Übungsleiter und Sportmediziner aus der D-A-CH-Region zur fachlichen Fortbildung.


MESSEN & EVENTS THERAPIE DÜSSELDORF

PREMIERE DER THERAPIE DÜSSELDORF Quelle Leipziger Messe

Nach einer rein digitalen Veranstaltung 2020 verzeichnete die therapie DÜSSELDORF am 16. und 17. September 2022 eine erfolgreiche Premiere in Präsenz. 83 Aussteller aus vier Ländern boten den 2.100 Fachbesuchern neueste Produkte und Trends aus den Bereichen Therapie, Rehabilitation, Fitness und Training.

Fotos: © Leipziger Messe | Martin Klindtworth

Das Ausstellerportfolio der Auftaktveranstaltung bot den Fachbesuchern eine branchenrelevante Vielfalt. Das Fortbildungsprogramm für Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten bot evidenzbasiertes Fachwissen und wurde von 200 Teilnehmern genutzt. Bereichert wurde die Messe zudem durch 30 Vorträge und Workshops der Aussteller. Auch das Zusatzangebot durch die parallel stattfindende REHACARE rund um die Bereiche Rehabilitation und Pflege wurde intensiv genutzt. Die Mehrheit der Aussteller zeigte sich sehr zufrieden mit der Teilnahme an der therapie DÜSSELDORF. Laut einer Befragung durch das unabhängige Marktforschungsunternehmen Gelszus Messe-Marktforschung (GMM) lobten 80 Prozent der Unternehmen die fachliche Qualifikation

der Besucher und verbuchten die auf der Messe geführten Gespräche als Erfolg. Unterstützung durch die Berufsverbände Der Deutsche Verband für Physiotherapie – PHYSIO DEUTSCHLAND, der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) e. V. und der Verband für Physiotherapie (VPT) e. V. unterstützten die therapie DÜSSELDORF und spiegelten in mehreren Vorträgen und Diskussionen, was die Branche aktuell bewegt. „Der Auftakt der therapie DÜSSELDORF war ein voller Erfolg. Wir konnten am Stand sehr intensive Gespräche führen und haben mit dem Format „next generation“ für den therapeutischen Nachwuchs als auch mit unseren berufspolitischen Veranstaltungen entscheidende Impulse gesetzt“, erklärt Karl-Werner Doepp,

Vorsitzender des Landesverbandes NRW des VPT. „Vor allem der akute Versorgungsmangel und die nicht ausreichende Bezahlung der physiotherapeutischen Leistungen werden die Branche weiterhin beschäftigen und zeigen: Jetzt ist die Zeit zu handeln. Für die Diskussion aktueller Herausforderungen und politischer Entscheidungen sind die therapie-Messen genau die richtigen Plattformen. Wir glauben, dass sich die therapie DÜSSELDORF deshalb zukünftig zu einem wichtigen Anlaufpunkt in Nordrhein-Westfalen entwickelt.“ Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, berichtet: „Wir sind sehr zufrieden mit diesem geglückten Erstaufschlag. Unser Ziel, eine neue Branchenplattform für Physio- und Ergotherapeuten im Westen Deutschlands zu schaffen, ist mit der therapie DÜSSELDORF 2022 aufgegangen.“ Die nächste therapie DÜSSELDORF ist am 15. und 16. September 2023 parallel zur REHACARE auf dem Düsseldorfer Messegelände geplant. Weitere Veranstaltungen der therapie-Reihe: therapie HAMBURG: 28. und 29. Oktober 2022, therapie MÜNCHEN: 28. bis 30. November 2022, therapie LEIPZIG: 4. bis 6. Mai 2023 Weitere Artikel und News auf bodymedia.de

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VON DER LIEGE ZUR TRAININGSFLÄCHE Sie wollen Ihre Patienten erfolgreicher in den Selbstzahlerbereich konvertieren? Mit dem InBody-Konzept zeigen Sie die inneren Werte Ihrer Patienten auf und ermöglichen Ihren Mitarbeitern eine befundbasierte Therapie. Dadurch überführen Sie Ihre Patienten bedarfsgerecht von der Liege zur Trainingsfläche und verschaffen damit mehr Menschen den Zugang in die nachhaltige Gesundheitsförderung, ermöglichen Ihren Mitarbeitern ein evidenzbasiertes Arbeiten und vergrößern Ihren Wirkungsgrad. In Kombination mit unseren medizinisch zertifizierten Körperanalysegeräten und digitalen Lösungen positionieren Sie sich als moderne Gesundheitseinrichtung der nächsten Generation. Schritt 1: Der Baseline Check-up dient als Eingangsanalyse. Hier wird der Status quo bestimmt. Sie bekommen wichtige Daten, unter anderem Wasserwerte wie das Gesamtkörperwasser (GKW) und das Verhältnis von intra- (IZW) und extrazellulärem (EZW) Wasser, die eine (segmentale) Ödem-Analyse ermöglichen. Hiermit können Dysbalancen aufgrund von Entzündungen oder postoperativen Ödemen erkannt werden. Der Körperfettanteil und die Muskelmasse in den einzelnen Körpersegmenten helfen bei 80

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der Aufdeckung der muskulären Dysbalancen, speziell in den Bereichen, die durch die Verletzungen oder Operationen geschwächt sind. Schritt 2: Basierend auf dem Baseline Check-up können Diagnosen erstellt und Behandlungsziele gesetzt werden. Schritt 4: Nach einer individuellen Therapiekonzeption und -durchführung kann die Wirksamkeit der gewählten Rehabilitationsmaßnahmen im Rahmen einer Erfolgskontrolle überprüft werden. Ist Ihnen aufgefallen, dass in unserer Erläuterung der Punkt drei fehlt? In dieser Phase wird der Patient mithilfe des InBody Check-ups in den Selbstzahlerbereich konvertiert. Zahlreiche

physiotherapeutische Einrichtungen in Deutschland haben es mit uns gemeinsam in der Praxis erfolgreich umgesetzt und ihre Konvertierungsrate deutlich optimiert. Wie das funktioniert, verraten wir Ihnen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch. Jetzt QR-Code scannen und Termin vereinbaren.

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INDUSTRIE DBA

DIE TRAININGSWISSENSCHAFT IN DIE PHYSIOTHERAPIE BRINGEN Interview Jonathan Schneidemesser

BODYMEDIA: Warum wurde der Studiengang ins Leben gerufen bzw. gibt es Bedarf an solch einem Studium? Claus Umbach: Die Deutsche Berufsakademie Sport und Gesundheit hat auf der Basis der Physiotherapieausbildung und des dualen Studiengangs Bewegungscoaching und Gesundheit ein Ergänzungs- und Aufbaustudium eigens für Physiotherapeuten 82

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entwickelt. Ziel dabei ist es, Physiotherapeuten weiterzuqualifizieren. Zum einen in ihrem Beruf mit der Richtung „Heilen durch Bewegung“, zum anderen für eine Karriere in anderen Berufsfeldern, da die Absolventen den akademischen Abschluss Bachelor of Arts erreichen. Der sportwissenschaftliche Bachelorabschluss katapultiert die Physiotherapeuten mehre-

re Gehaltsstufen nach oben. Ebenso ist das Studium eine hervorragende Grundlage, um sich selbstständig zu machen. Annika Gerber: Absolut! In der klassischen Physiotherapieausbildung kommen die Themen Trainingslehre, allgemeine Kenntnisse über Sport und BWL entweder gar nicht vor oder viel zu kurz. Die Physiotherapie befindet

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Mit dem Studiengang Bewegungscoaching und Gesundheit (B. A.) hat die Deutsche Berufsakademie Sport und Gesundheit einen sportwissenschaftlichen Bachelor-Studiengang auch für Physiotherapeuten geschaffen, die in vier Semestern unter Anrechnung der Vorausbildung in einem praxisorientierten Studiengang ihren Abschluss machen können. Wir sprachen mit Berufsakademiedirektor Claus Umbach und einigen Studierenden über die Inhalte.


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INDUSTRIE DBA

sich seit einiger Zeit in einem starken Wandel hin zur aktiven Trainingstherapie und insbesondere junge Therapeuten wollen nicht mehr nur an der Bank stehen und behandeln. Dafür braucht man ein entsprechendes Übungsrepertoire, auf das man zurückgreifen kann, und das Wissen, dieses auch einzusetzen. Die aktuelle Diskussion zur Vollakademisierung zeigt auch, dass evidenzabasiertes Arbeiten in der Physiotherapie immer wichtiger wird. Daher ist der Bedarf an solch einem an der Praxis ausgerichteten Studium durchaus vorhanden. Ein Aspekt, den man aber nicht vernachlässigen sollte, ist die Weiterbildung. Nach der Ausbildung ist es wichtig, sich immer weiterzubilden, und gerade, wer sich in Richtung Trainingstherapie entwickeln möchte, lernt an der dba viele wichtige Inhalte. BODYMEDIA: Welche Inhalte werden gelehrt und wie ist das Studium aufgebaut? Warum wurden Pädagogik und Wirtschaftsthemen integriert? Claus Umbach: Die Physiotherapeuten werden auf der Basis von Anrechnung der Vorausbildung zwei Jahre dual studieren. Dabei sind die Studierenden 18-mal zu ihrer Präsenzphase mit einer Dauer von 4 Tagen im Monat in Baunatal. Durch das optimal angepasste Studienkonzept erweitern Physiotherapeuten die eigenen Handlungskompetenzen wie: Trainingslehre in der Praxis, pädagogische und psychologische Umsetzung in Gruppen, Entwicklung von Bewegungskonzepten, Training mit medizinischer Problemstellung. Annika Gerber: Ein großer Teil der physiotherapeutischen Arbeit ist es, unsere Patienten zu motivieren. Daher ist das Modul Sportpädagogik/ Sportpsychologie sehr sinnvoll. Die Grundlagen in der BWL geben einem die Chance, sich mit gutem Gewissen selbstständig zu machen, da man weiß, worauf es ankommt. Aber auch bei allen anderen Inhalten findet man gute Wege, sie in den Arbeitsalltag zu integrieren. BODYMEDIA: An wen richtet es sich, insbesondere bezüglich des Mindsets und der Voraussetzungen der Studierenden? Claus Umbach: Das Studium richtet sich an sportaffine Physiotherapeuten, 84

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Claus Umbach ist der Geschäftsführende Direktor der Berufsakademie

die eine Leidenschaft für Sport und Bewegung mitbringen und zugleich Lust haben, mit Menschen zu arbeiten, um diese zur richtigen Bewegung anzuleiten. BODYMEDIA: Sind die alltägliche Arbeitsbelastung und das duale Studium gut miteinander vereinbar? Annika Gerber: Vermutlich ist, wie in jedem dualen Studium, der Aufwand, beides zu vereinen, sicherlich nicht zu vernachlässigen, aber es ist beherrschbar, insbesondere durch feste Termine, die eine gute Planung ermöglichen. Spannend wird es, wenn Wochenenden mit Fortbildungen hinzukommen, aber das Pensum ist in den meisten Fällen gut zu schaffen. BODYMEDIA: Ein Studium vermittelt Werkzeuge für die zukünftige Arbeit. Wie wird die Arbeit von Physiotherapeuten zukünftig aussehen? Annika Gerber: Letztlich wissen wir alle nicht, wie die Zukunft aussehen kann, ein paar Tendenzen lassen sich aber durchaus erkennen. Die Evidenz zeigt, wie wichtig Training und Bewegung für einen langfristigen Therapie-

erfolg sind. Daher wird der Weg weg von der passiven Therapie hin zur aktiven Trainingstherapie noch weiter ausgetreten werden. Zudem stehen Praxen unter einem immer stärkeren wirtschaftlichen Druck, der nicht mehr nur mit Einnahmen durch Kassenpatienten stemmbar ist. Daher könnte eine zukünftige Strömung sein, weniger auf Kassenpatienten und mehr auf Selbstzahler zu setzen. Das bedeutet aber auch, dass die Physiotherapie sich in diesem Bereich positionieren muss und nicht als Berufsgruppe mit (ausschließlich) heilenden Händen gesehen wird. BODYMEDIA: Vielen Dank für das spannende Interview! * Für die Antworten von Annika Gerber standen uns zur Beantwortung der Fragen zehn Studierende zur Verfügung. Damit können wir eine möglichst große Bandbreite an Antwortmöglichkeiten einweben, um ein möglichst breites Spektrum zu zeigen. Es handelt sich hierbei also um eine fiktive Person, die uns hier Rede und Antwort steht.


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MAGAZIN FÜHRUNG

MINDFUL LEADERSHIP: ACHTSAME (SELBST-)FÜHRUNG Text Barbara Liebermeister

In der von rascher Veränderung geprägten VUKA-Welt müssen Führungskräfte lernen, ihre gewohnten Reiz-Reaktions-Muster – im Denken und Handeln – bewusst zu durchbrechen. Mindful Leadership hilft dabei.

Die oben genannte Aussage bzw. Klage verweist auf drei Bereiche, in denen sich viele Führungskräfte zurzeit gefordert und teilweise überfordert fühlen. 1.

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Bereichsführung: Wie erreiche ich die mir vorgegebenen Ziele, wenn sich die Rahmenbedingungen immer schneller ändern und ich deshalb meine Handlungsstrate-

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3.

gien häufiger der veränderten Istsituation anpassen muss? Mitarbeiter- und Teamführung: Wie bewältige ich mit meinem Team die vielen, oft neuen Herausforderungen in einer Situation, in der sich auch die Zusammenarbeit verändert und die Kommunikation und Kooperation zunehmend digital bzw. virtuell erfolgen? Selbstführung: Wie sorge ich dafür, dass ich trotz meines stressigen Arbeitsalltags meinen inneren Kompass und meine (Arbeits-)Zufriedenheit bewahre, sodass ich weiterhin die Zuversicht und Energie habe und ausstrahle, die nicht nur meine Teammitglieder von mir als Führungskraft erwarten?

Die Veränderungen sensibel wahrnehmen Für das Lösen aller hieraus sich er-

gebenden Aufgaben benötigen Führungskräfte eine hohe Sensibilität – und zwar für die Veränderungen, •

die sich im Umfeld ihres Verantwortungsbereichs vollziehen – zum Beispiel aufgrund des Ukraine-Kriegs, des Klimawandels, der Covidpandemie, die sich bei ihren Mitarbeitern und in der Zusammenarbeit vollziehen – zum Beispiel aufgrund des verstärkten Arbeitens im Homeoffice, des Generationswechsels in der Belegschaft, des immer stärker spürbaren Fachkräftemangels, die sich bei ihnen selbst (im Denken und Handeln) vollziehen – zum Beispiel aufgrund der Entwicklung der (Welt-)Wirtschaft, der steigenden Unsicherheit und sinkenden Planbarkeit, des erhöhten Changebedarfs, des gestiegenen Handlungsdrucks.

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„Irgendwie wird mir alles zu viel. Ich muss in meinem Arbeitsalltag immer stärker darauf achten, dass ich nicht die Contenance und den roten Faden verliere.“ Solche Aussagen hört man im Gespräch mit Führungskräften immer häufiger, denn seit zwei, drei Jahren spüren sie verstärkt: Wir leben in einer von rascher Veränderung und sinkender Planbarkeit geprägten VUKA-Welt, in der ich mein Denken und Handeln regelmäßig überprüfen und nicht selten neu justieren muss.


MAGAZIN FÜHRUNG

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MAGAZIN FÜHRUNG

Ein Vordenker in diesem Bereich war Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn. Er entwickelte vor knapp 50 Jahren mit seinem Team an der University of Massachusetts Medical School in Worcester das Trainingsprogramm MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction). Es hat zum Ziel, nachhaltig besser mit Stress und den Herausforderungen im Leben umzugehen. Das Programm und Modifikationen von ihm werden seitdem weltweit erfolgreich angewendet. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positiven Wirkungen solcher Trainingsprogramme auf der psychologischen und neuronalen Ebene. Das heißt, im Programmverlauf verändern sich auch die Gehirnstrukturen der Teilnehmer positiv. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung erhöhen Im Zentrum der Programme steht die Entwicklung der Selbststeuerungsfähigkeit der Teilnehmer durch eine bewusstere Wahrnehmung der Prozesse, die sich in ihrem Umfeld und ihnen selbst vollziehen. Durch eine erhöhte Präsenz im Moment soll ermöglicht werden, sensibler wahrzunehmen, was im eigenen Bewusstsein geschieht, um so unbewusst wirkende Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster zu erkennen und diese bei Bedarf außer Kraft zu setzen. Durch diese Form des Bewusstseinsmanagements, so die begründete Annahme, entsteht der Raum für etwas Neues, also zum Beispiel ein der Situation angemesseneres Verhalten, da 88

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Durch eine erhöhte Präsenz im Moment soll ermöglicht werden, sensibler wahrzunehmen, was im eigenen Bewusstsein geschieht

zwischen dem Reiz und der Reaktion eine kleine Zeitspanne vergeht. In ihr haben nicht nur Führungskräfte die Möglichkeit, ihre Antwort bzw. Reaktion auf den Reiz bewusst zu wählen. Das kann im Bereich Bereichs- und Betriebsführung zum Beispiel bedeuten, dass einer Führungskraft bewusst wird, dass man als Manager, wenn sich das Umfeld permanent ändert, weitgehend „auf Sicht fahren“ muss – selbst wenn man gerne einen langfristigen Plan zum Abarbeiten hätte. Im Bereich Mitarbeiter- und Teamführung kann dies bedeuten, dass einer Führungskraft bewusst wird, wenn sie bei ihren Mitarbeitern Widerstände gegen Veränderungen spürt, dass auch diese verunsichert sind – weshalb es wenig zielführend ist, Druck auf sie auszuüben. Und im Bereich Selbstführung? Hier kann dies bedeuten, dass einer Führungskraft bewusst wird, dass es gerade in Stresssituationen oft wichtig ist, mal einen Gang runterzuschalten, um nicht in einen blinden Aktionismus zu verfallen. Mit anderen Worten formuliert: Eine erhöhte Achtsamkeit ermöglicht es uns, unsere gewohnten Denk- und Verhaltensroutinen sowie Reiz-Reaktions-Muster zu durchbrechen und ein zielführenderes Verhalten zu zeigen. Routinen der (Selbst-) Reflexion einüben Der Schlüssel zum Erfolg ist eine eigene vertiefte Achtsamkeitspraxis. Das heißt: Führungskräfte sollten sich zum Beispiel täglich 20 Minuten Zeit dafür nehmen,

ihre Wahrnehmung von sich selbst und ihrer Umwelt sowie • ihre Sensibilität auch für schwache Veränderungssignale zu trainieren – zum Beispiel durch eine gezielte Meditation. Ob dieses In-sichGehen und Sich-Besinnen bzw. Meditieren zu Hause im stillen Kämmerchen oder beim Spazierengehen im Wald geschieht, ist sekundär; wichtig ist, dass es zu einer täglichen Routine wird. Gute, das heißt wirksame Führung ist primär eine Frage der Qualität der dem Handeln zugrunde liegenden Bewusstseinsprozesse. Deshalb sollte ein Mindful-Leadership-Programm genau dort ansetzen: nämlich bei der Fähigkeit der Teilnehmer zu einer bewussten Selbststeuerung und -führung. Aus dem achtsamen Umgang mit sich selbst können dann Handlungsprinzipien für den Führungsalltag abgeleitet werden.

Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt (www.ifidz. de). Im August 2020 erschien das neuste Buch der Managementberaterin und Vortragsrednerin „Die Führungskraft als Influencer: In Zukunft führt, wer Follower gewinnt“.

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Die gewohnten Reiz-ReaktionsMuster durchbrechen Für dieses bewusste Wahrnehmen der vielfältigen Veränderungen, um darauf als Führungskraft angemessen zu reagieren, hat sich im angelsächsischen Raum der Begriff Mindful Leadership etabliert, der auf Deutsch „Achtsame Führung“ bedeutet. Der Kernbegriff bei diesem Leadership-Konzept lautet „Mindfulness“, also Achtsamkeit. Er bezeichnet eine besondere Form der Konzentration, bei der man bewusst wahrnimmt, was im Moment geschieht – und zwar ohne das Wahrgenommene zunächst zu bewerten, unter anderem um nicht automatisch in die gewohnten Reiz-Reaktions-Muster zu verfallen.


OUTRO INSERENTEN & IMPRESSUM

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Cool Tec Sales GmbH & Co. KG; www.life-cube.de; Seite 57 Deutsche Berufsakademie Sport und Gesundheit der HVU Bildungsakademie gGmbH; www.dba-baunatal.de; Seite 61 Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH; www.dhfpg.de; Seite 87 EGYM GmbH; www.egym.com; Seiten 17, 52 FAMOSO GmbH & Co. KG; www.famoso-group.de; Seite 29 GANTNER Electronic GmbH Deutschland; www.gantner.com/de; Seite 53 Heal 11; www.heal11.de; Seiten 4, 5, 76 InBody Europe B.V.; www.inbody.de; Seiten 27, 80 IST-Studieninstitut GmbH; www.ist.de; Beilage MEET THE TOP GmbH & Co. KG; www.meet-the-top.physio; Umschlagseite 3 miha bodytec GmbH; www.miha-bodytec.com; Seiten 30, 65 milon industries GmbH; www.milon.com; Umschlagseite 2 movement concepts GmbH; www.movement-concepts.com; Seite 21 MSH Medical Service Höber; www.msh-gmbh.info; Seiten 81, 85 NOVAFON – Elektromedizinische Geräte GmbH; www.novafon.de; Seite 37, Beilage Novotec Medical GmbH; www.xelerate-you.com; Seiten 47, 69 Richard Pflaum Verlag GmbH & Co. KG; www.pflaum.de; Seite 83 RehaVitalisPlus e.V.; www.rehavitalisplus.de; Seite 20, Beilage Reed Exhibitions Deutschland GmbH; www.fibo.com; Seite 51 SCANECA GmbH; www.scaneca.de; Seite 43 seca gmbh & co. kg.; www.seca.com; Seiten 31, 60 Sicada GmbH; www.dynostics.com; Seiten 39, 64 SOVDWAER Gesellschaft für EDV-Lösungen mbH; www.sovdwaer.de; Seite 33 Tanita Europe BV; www.tanita.de; Seiten 46, 77 Technogym Germany GmbH; www.technogym.com; Umschlagseite 4 Landesmesse Stuttgart GmbH; www.messe-stuttgart.de/therapro; Versanddeckblatt, Seite 15 XBody Training Germany GmbH; de.xbodyworld.com; Seite 35

Verlag BODYMEDIA GmbH & Co. KG Ewald-Renz-Str. 1 76669 Bad Schönborn Tel. +49 (0) 7253 / 9875-700 Fax: +49 (0) 7253 / 9875-799 E-Mail: redaktion@bodymedia.de Web: www.bodymedia.de Geschäftsführer Nicolas Hessel Herausgeber Hubert Horn Redaktion Jonathan Schneidemesser (Ch.-Red.) (v.i.S.d.P) Constantin Wilser (stellv. Ch.-Red.) Kira Kamrad Sarah-Lea Kuner Autoren Dominik Fogt Christian Hasler Barbara Liebermeister Rainer Reusch Joachim Simon Lektorat Paula Matos Design & Layout Jessica Urich Katharina Jaschinski Druck C. Maurer GmbH & Co. KG Schubartstr. 21 73312 Geislingen/Steige Kundenberatung Isabell Winkhardt Tel. +49 (0) 7253 / 9875-707 Bezugspreise Jahresabonnement 30,- Euro zzgl. 7% MwSt., incl. Lieferung frei Haus. BODYMEDIA erscheint 3 x jährlich. Das Abonnement verlängert sich jeweils um 1 Jahr, wenn es nicht einen Monat vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Gerichtsstand ist Mannheim. Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte liegen bei BODYMEDIA. Fremdbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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OUTRO VORSCHAU

AUSBLICK

Die Ausgabe

BODYMEDIA Physio 1-2023 erscheint am 15.03.2023*

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Geld verdienen ist für viele Physiotherapeuten eine Nebensache zu ihrer eigentlichen Berufung. Um Patienten langfristig helfen zu können, muss die Praxis allerdings wirtschaftlich arbeiten. Bestenfalls sogar so, dass sich der Inhaber nicht völlig aufgibt. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, zeigen wir in Ausgabe 1-2023.

RECRUITING

MARKTÜBERSICHT ABRECHNUNGSUNTERNEHMEN

Viele Praxen setzen auf externe Abrechnungsunternehmen, die diese Leistung übernehmen. In der kommenden Ausgabe stellen wir die wichtigsten Abrechnungsunternehmen vor.

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Kaum ein Thema beherrscht die Branche derzeit so sehr wie das Anwerben neuer Mitarbeiter. Da viele der altbekannten Maßnahmen nicht mehr wirken, greifen manche Praxen zu verzweifelten Maßnahmen. Warum das nur in den wenigsten Fällen wirkt und wie man es besser machen kann, lesen Sie in der kommenden Ausgabe.


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