Langlebigkeit 2025
Editorial

Langlebigkeit, neudeutsch «Longevity» – das ist der Fokus in diesem Magazin. Was geht Ihnen bei diesem Thema durch den Kopf? Mir kommen spontan die sogenannten Blauen Zonen in den Sinn, Regionen auf der Welt, in denen die Menschen überdurchschnittlich lange und gesund leben. «Langlebigkeit» beschäftigt uns als Pensionskasse natürlich auch im beruflichen Kontext: Die Menschen in der Schweiz werden nach wie vor immer älter. Also müssen wir die lebenslang garantierten Altersrenten immer länger ausbezahlen. Für eine Pensionskasse ist das eine Herausforderung.
Warum aber werden wir immer älter? Und wie können wir gesund älter werden? Lesen Sie zu diesen Fragen unser Interview mit einer der renommiertesten Altersforscherinnen, Prof. Dr. Heike A. Bischoff-Ferrari. Bei der Lektüre werden Sie feststellen: Jeder von uns kann viel dafür tun, um gesund oder zumindest gesünder älter zu werden.
Langlebigkeit spielt auch in der Arbeitswelt eine Rolle. In der Schweiz werden wir im Schnitt zwar immer älter, eine Mehrheit will aber trotzdem nicht länger arbeiten. Wie sollte man als Arbeitgeber oder Vorgesetzter damit umgehen? Unser VR-Co-Präsident Laurent Métraux machte sich in der «Kolumne» dazu Gedanken.
Irgendwann fragt sich jeder: Wie und wo möchte ich leben, wenn ich alt bin? Ein Zufluchtsort im Alter ist die Adullam-Stiftung in Basel. Diese bietet Spital- und Pflegeleistungen für betagte Menschen an. Das Interview mit drei Vertreterinnen von Adullam erlaubt einen offenen Einblick in die Institution.
In einem Immobilienprojekt der blpk in Freiburg treffen Bewohner von Alterswohnungen auf junge Mieterinnen. Wie gut funktioniert der Austausch zwischen Generationen? Der Bericht über die Passage du Cardinal gibt Antworten.
In anderen Beiträgen geht es betont sportlich zu, mal beim Mountainbike-Marathon, mal beim Fussball. Mitarbeitende der blpk berichten, was sie mit viel Herzblut in der Freizeit tun. Und Sie erfahren, wie ein Arbeitstag im Bereich Kundenbetreuung aussehen kann.
Die 2. Säule einfach zu erklären – dieser Aufgabe widmen wir uns in dieser Ausgabe erneut. In der Rubrik «Was heisst eigentlich» gehen wir der Frage nach, was die Unterschiede zwischen Obligatorium und Überobligatorium sind. Und in der Rubrik «Klar und verständlich» beantworten wir die Frage: «Was bedeutet technischer Zins?».
Am Ende des Heftes dürfen Sie wie immer Ihre Hirnzellen aktivieren. So tun Sie nebenbei gleich etwas für Ihre Langlebigkeit.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre. Und dann besinnliche und ruhige Festtage, gefolgt von einem guten Rutsch ins neue Jahr.
Herzlich,

Stephan Wetterwald, CEO
blpk-News



Fokusthema
Gesund altern – aber wie?
Meine zweite Säule
Klar und verständlich
Gut zu wissen
Kolumne
Blick ins Unternehmen
Die Zahl
Kundenporträt
Kurz und hilfreich
Informationen für Versicherte
Nachhaltigkeit
Was heisst eigentlich ...?
Region im Blick
Wettbewerb



Impressum
Herausgeberin
Basellandschaftliche Pensionskasse
Mühlemattstrasse 1B
Postfach, 4410 Liestal T 061 927 93 33
www.blpk.ch
Redaktion
Natalie Nonaka
Design
Ballhaus West, Agentur für Kampagnen GmbH
Umsetzung
Suan Conceptual Design GmbH
Druck
Werner Druck & Medien AG
Papier
Lessebo smooth bright: Cradle to Cradle Certified Gold, CO₂-neutrale Produktion
Illustrationen
Patrizia Stalder im gesamten Magazin Fotografien
Andreas Zimmermann: Seiten 1, 2, 3, 6, 9, 10, 17, 19, 20, 22, 24, 25
KEYSTONE/Maxime Schmid: Seiten 2 (o. li.), 12
Pro Senectute Freiburg: Seiten 2 (u.), 32 my blue planet: Seiten 3 (u.), 34, 35
Implenia: Seite 4
Samuel Schlaefli: Seite 31
Redaktionsschluss 31.10.2025
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kundenmagazin.
Haben Sie Anregungen, Vorschläge, Lob oder Kritik? Wir nehmen Ihr Feedback gerne entgegen.
Schreiben Sie uns an: magazin@blpk.ch Feedback
Einfacher Zugang zu myblpk
Von vielen Versicherten kam eine Rückmeldung: Das Login in myblpk über Swiss ID ist zu kompliziert. Wir haben das Feedback ernst genommen und eine Lösung gefunden.
Ab sofort haben Sie die Wahl:
◆ Login mit Benutzername und Passwort – gesichert durch 2-Faktor-Authentifizierung
◆ Login über Swiss ID – wie bisher, ohne Neuregistrierung
Mit dem zusätzlichen Login-Verfahren vereinfachen wir den Zugang zu unserer Online-Plattform. So wird myblpk für alle Versicherten leicht nutzbar – ein Portal, das im Alltag echten Mehrwert bietet. Loggen Sie sich gleich ein, mit wenigen Klicks. Profitieren Sie von den Vorteilen auf myblpk.

blpk baut
für die Gesundheit –neues Logistikzentrum für das Universitätsspital Basel
In Birsfelden ist ein besonderes Bauprojekt entstanden: Das Universitätsspital Basel (USB) hat sein neues Service- und Logistikcenter offiziell übernommen. Realisiert wurde das moderne Gebäude von der Implenia Schweiz AG, unter Führung der Adimmo AG. Finanziert hat es die Basellandschaftliche Pensionskasse (blpk).
Das Center vereint Logistik, Gesundheitswesen und Nachhaltigkeit zu einem zukunftsweisenden Gesamtkonzept. Auf 15 200 Quadratmetern wird künftig das Zentrallager betrieben und medizinische Produkte aufbereitet. Das Gebäude ist nach Minergie-P-Standard zertifiziert.
Ein langfristiger Mietvertrag sorgt für stabile und verlässliche Erträge. Die blpk investierte weitsichtig, im Interesse ihrer Versicherten. So vereinen sich in Birsfelden die sichere Vorsorge von heute und die medizinische Versorgung von morgen.
Happy Birthday
Wir gratulieren unserer Tochtergesellschaft Adimmo AG zum 25-jährigen Jubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert ist sie erfolgreich in der Immobilienbranche tätig – mit exzellenten Dienstleistungen und
herausragenden Projekten. Ihr Erfolg basiert auf Kontinuität, Teamgeist und Innovationskraft – Werte, die sie auch in den kommenden Jahren zu einer zuverlässigen Partnerin machen werden. Auf die nächsten 25 Jahre!
VERANSTALTUNGSHINWEIS
Verwaltungsrat
Unser Verwaltungsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Vom Regierungsrat gewählt
◆ Laurent Métraux (Co-Präsident), federführend vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2027
◆ Stephan Schindler
◆ Thomas Kübler
◆ Michèle Perregaux
◆ Thomas Sauter
◆ Peter Schärli (seit 1. März 2025 im Amt)
Von der Delegiertenversammlung gewählt
◆ Anina Ineichen (Co-Präsidentin)
◆ Christoph Raphael Felix
◆ Fabienne Fritschi
◆ Matthias Härri
◆ Isabella Oser
◆ Tobias Schindelholz
Die Amtsperiode des Verwaltungsrats begann am 1. Juli 2023 und endet am 30. Juni 2027.
DIE PENSIONIERUNG FINANZIELL PLANEN
Wer das finanzielle Optimum aus seiner Pensionierung herausholen möchte, sollte rechtzeitig mit der Planung beginnen. Um Versicherte bei diesem Schritt zu unterstützen, führt die Basellandschaftliche Kantonalbank zusammen mit der blpk ein Abendseminar durch.
Inhalte
Das Seminar widmet sich folgenden Themen:
◆ Neuigkeiten und Grundlagen zu AHV (1. Säule) und Pensionskasse (2. Säule)
◆ Vorzeitige/ordentliche Pensionierung
◆ Kapital oder Rente
◆ Möglichkeiten einer professionellen Finanzplanung
Nach dem Abendseminar kennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung der drei Säulen der schweizerischen Altersvorsorge. Sie wissen zudem, wo bei ihrer eigenen Pensionierung noch Handlungsbedarf besteht.
Für wen?
Das Seminar richtet sich an alle Versicherten (inkl. Partnerin und Partner) der blpk, welche noch im Berufsleben stehen.
Weitere Angaben
Kursort:
Elefantehuus in Liestal
Mühlemattstrasse 4, 4410 Liestal (www.elefantehuus.ch)
Abendseminar, Donnerstag, 11. Juni 2026
Uhrzeit: von 17 bis ca. 21 Uhr
Referenten: Björn Cueni (BLKB) und Patrick Güngerich (blpk)
Anmeldung (Kursnummer 517)
Anmeldung möglich bis 31. Mai 2026 auf blkb.eyevip.ch/events/pensionierung
Hier anmelden:

Wie können wir gesund älter werden?
Prof. Heike A. Bischoff-Ferrari
«Bewegung ist eine Wunderpille»
Interview mit Prof. Dr. Dr. Heike Annette Bischoff-Ferrari
Seit Jahren forscht sie zum Thema «Gesunde Langlebigkeit»: Heike Bischoff-Ferrari, Professorin an der Uni Basel.
Frau Prof. Bischoff-Ferrari: Wie möchten Sie alt werden?
Wie die meisten Menschen will ich nicht um jeden Preis uralt werden, sondern die Zeit der gesunden und aktiven Lebensjahre verlängern. Das ist auch das zentrale Thema unserer Forschung.
Gibt es ein Vorbild, einen Menschen, der für Sie das gesunde Altern verkörpert?
Ein Vorbild ist die Schriftstellerin Donna Leon, sie ist jung geblieben. Und sie inspiriert mich. In öffentlichen Verkehrsmitteln darf ich keine Mail von ihr aufmachen, weil ihr Humor mich mitreisst – ich muss laut loslachen. Ein weiteres Vorbild ist Roger Glover, Komponist und Bassist von Deep Purple. Ein brillanter Musiker und sympathischer Rockstar, dessen «Smoke on the Water» mir zwischen Sitzungen neue Energie gibt.
Warum fasziniert Sie das Thema Langlebigkeit?
In einer schnell älter werdenden Welt ist die Verlängerung der gesunden Lebenserwartung das anspruchsvollste Thema der Medizin. Zum ersten Mal können wir unseren biologischen Alterungsprozess messen und beeinflussen. Das birgt eine enorme Chance für die Prävention. Denn unser Alterungsprozess ist die Wurzel aller chronischen Erkrankungen, wie HerzKreislauf-Erkrankungen, Demenz, Krebs, Diabetes und Osteoporose.
Immer mehr Menschen werden 100. Geht diese Entwicklung so weiter?
In der Schweiz wird jeder vierte Mensch, der heute zur Welt kommt, wohl mindestens 100 Jahre alt werden. Davon gehen wir aus. Die Schweiz hat in Europa nicht nur die längste totale, sondern auch die längste gesunde Lebenserwartung. In anderen Ländern gibt es hingegen eine Kehrtwende. In Deutschland und den USA nehmen die totale wie auch die gesunde Lebenserwartung ab. Ein Grund ist der Lebensstil – weniger Bewegung und ungesunde Ernährung.
«Die Schweiz hat in Europa nicht nur die längste totale, sondern auch die längste gesunde Lebenserwartung.»
Wie sieht bei uns in Westeuropa die Alterspyramide von übermorgen aus?
Seit 2020 haben wir erstmals in der Geschichte der Welt mehr Menschen im Alter von 65 und darüber als Kinder im Alter von fünf Jahren und darunter. Dieser Trend setzt sich fort. Im Jahr 2050 – das erwarten wir –
wird jeder dritte Mensch in Europa 65 Jahre oder älter sein, auch in der Schweiz. Die Zahl der Menschen mit Alter 80 und darüber wird sich bis dahin verdoppeln.
Welche Faktoren bestimmen, wie alt wir werden?
Der wichtigste gemeinsame Risikofaktor für die meisten chronischen Krankheiten ist unser biologischer Alterungsprozess. Mit zunehmendem Alter werden wir anfälliger, weil die Reparaturmechanismen unseres Erbguts, der Gene, nachlassen. Die gute Nachricht lautet: Wir können diese Reparaturmechanismen über einen gesunden Lebensstil stärken und Krankheiten, die im Erbgut verankert sind, unterdrücken oder hinauszögern.
Nur 10 bis 30 Prozent der Bandbreite der Lebenserwartung hängen von unseren Genen ab, das wissen wir heute. Der Rest wird beeinflusst von Umwelt und sozioökonomischen Faktoren, am stärksten aber von den Faktoren unseres Lebensstils. Und auf die kann jeder selbst einwirken. Sieben positive Faktoren sind bislang nachgewiesen:
1. Genug Schlaf. 7 bis 8 Stunden
2. Bewegung. 6000 bis 8000 Schritte am Tag; jeder Schritt zählt
3. Neue Dinge lernen – neugierig bleiben
4. Meditation, Achtsamkeit
5. Gesunde Ernährung. Am besten mediterran: viel Gemüse, gesunde Eiweissquellen wie Hülsenfrüchte. Wenig rotes Fleisch, dafür Poulet und Fisch. Gesunde Fette wie Olivenöl oder Rapsöl
6. Soziale Interaktion. Einsamkeit zu vermeiden, ist besonders wichtig
7. Nicht rauchen
Eine gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken – vor allem, wenn man sie kombiniert. So macht es Spass, und es lässt sich durchhalten.
Seit 2012 leiten Sie die grösste Interventionsstudie zur Verlängerung der gesunden Lebenserwartung in Europa. Teilnehmende waren mehr als 2000 Probanden über 70, die aus 5 Ländern stammen. Welche Ergebnisse hatte die Studie?
Die Studie, abgekürzt DO-HEALTH, untersuchte Folgendes: Inwieweit helfen drei einfache Massnahmen, drei Jahre lang angewandt, recht gesunden Menschen im Alter 70+, gesund und aktiv zu bleiben?
◆ Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel, 1 Gramm pro Tag
◆ Vitamin D, 2000 IE pro Tag
◆ 3-mal 30 Minuten einfaches Krafttraining pro Woche und zu Hause
Wir haben gelernt: Diese Massnahmen bringen bei gesunden Menschen zwar keinen Vorteil in Hinblick auf Knochenbrüche, Blutdruck, Gedächtnis und Beinfunktion. Bei Einnahme von Omega-3 verringerte sich aber die Zahl von Stürzen und Infekten. Bei Menschen, die alle drei Massnahmen in DO-HEALTH kombiniert erhielten, zeigten sich zudem eine Verminderung neuer Krebserkrankungen um 61 Prozent und eine Verminderung frühzeitiger Gebrechlichkeit um 39 Prozent.
«Das biologische Alter kann man auch bei Menschen verjüngen.»
Die Studie DO-HEALTH zeigte zudem erstmals, dass man das biologische Alter nicht nur bei Mäusen, sondern auch bei Menschen verjüngen kann. Und dies mit den erwähnten einfachen Massnahmen. So konnte die Omega-3-Supplementation in DO-HEALTH das biologische Alter um etwa drei Monate verjüngen.
In Basel errichten Sie mit Mitstreitern einen Schweizer Campus für gesunde Langlebigkeit. Was bringt er den Menschen?
Der Campus ist eine überregionale Initiative von bisher zwölf Universitäten und ihren führenden Altersforschenden und ist mit der Universität Basel und der Universitären Altersmedizin Felix Platter assoziiert. Mit dem Campus schaffen wir eine einmalige Forschungsplattform zur gesunden Langlebigkeit. Gleichzeitig machen wir belegte, sichere wissenschaftliche Erkenntnisse für die Bevölkerung direkt nutzbar. Die Umsetzung findet in vier Pfeilern statt.
Der erste Pfeiler ist eine Campus-Klinik. Dort können Menschen ihre Gesundheit und den Lebensstil umfassend untersuchen lassen. Danach erhalten sie personalisierte Empfehlungen.
Im zweiten Pfeiler wollen wir die Volksgesundheit verbessern. Gemeinsam mit Pro Senectute Kanton Zürich werden wir das WHO-Konzept ICOPE für Menschen in der Schweiz zugänglich machen. Zurzeit läuft die Pilotphase. Innerhalb von vier Tagen haben sich dafür 1000 Personen beworben – ein gutes Zeichen. Das ICOPE-Programm richtet sich an Menschen ab 70. Es befähigt Menschen, sechs Funktionen regelmässig zu monitorisieren und zu stärken: Mobilität, Kognition, mentale Gesundheit, Sehen, Hören und Vitalität/Ernährung. Dies sind die sechs Funktionen, die für uns Menschen am wichtigsten sind und kombiniert unsere Resilienz abbilden.
Im Pfeiler drei fördern wir die gesunde Langlebigkeit von Berufsgruppen, zuerst die der Pflegefachkräfte. Und im Pfeiler vier stärken wir die Widerstandskraft von Patientinnen und Patienten über 70, die sich einer Operation unterziehen müssen. Damit wollen wir verhindern, dass nach einer Operation bestimmte Funktionen dauerhaft schwächer werden; dies ist leider häufig der Fall.
Sie haben internationale Richtlinien mitentwickelt, die Bewegung als zentralen Hebel fürs gesunde Altern definieren. Warum ist Bewegung so mächtig?
Bewegung ist eine Wunderpille, das zeigt die Forschungsliteratur. Denn Bewegung senkt das Risiko für alle häufigen chronischen Erkrankungen. Sie verlangsamt den biologischen Alterungsprozess. Und sie bewahrt uns davor, wichtige Funktionen zu verlieren, etwa Mobilität, mentale Gesundheit, Hören oder Sehen.
In einer grossen Studie mit über 36 000 Personen zeigte sich: Menschen, die 8000 bis 10 000 Schritte am Tag gehen, können das Risiko frühzeitiger chronischer Erkrankungen um 40 Prozent vermindern. Beeindruckend!
Nennt Krimiautorin Donna Leon als Vorbild: Forscherin Bischoff-Ferrari

Dennoch: Viele Menschen schaffen es nicht, Bewegung in ihren Alltag einzubauen. Was raten Sie denen, die sagen: «Ich habe keine Zeit, keine Lust»?
Jeder Schritt hat eine grosse Wirkung auf unsere Gesundheit. Das zeigt die Forschung eindeutig, und dies motiviert. Bewegung macht natürlich mehr Freude in Begleitung oder mit Musik im Ohr. Gespräche im Gehen trainieren zudem unser Gehirn, weil wir zwei Dinge gleichzeitig tun, Gehen und Reden. Bewegung verbessert ausserdem die Verdauung, und man schläft besser. Überlegen Sie sich Strategien, die motivieren! Setzen Sie sich ein Ziel, für sich selbst, für die eigene Gesundheit. Und stellen Sie sich vor, wie gut Sie sich bei und nach einem Spaziergang fühlen!
Es reicht also, wenn ich jeden Tag ein paar Treppen steige und spazieren gehe?
Wie erwähnt: Im Kampf gegen chronische Erkrankungen zählt jeder Schritt. Wenn Sie Stürze und den Verlust von Funktionen verhindern wollen, sollten Sie zusätzlich Ihr Gleichgewicht trainieren sowie Beine, Arme und Rumpf kräftigen. Etwa mit Pilates und Yoga. Gerne auch beim Tanzen, beim Tennis oder beim Training im Fitnessstudio. Für die besten Resultate kombiniert man mehrere gesunde Faktoren des Lebensstils, und sei es nur ein wenig, weil sich damit additive Vorteile ergeben.
Damit Bewegung mehr Freude bereitet, haben wir GRUUVE entwickelt. Das Programm verbindet Achtsamkeit mit Koordination und leichtem Krafttraining. Schauen Sie doch einmal auf www.gruuve.ch – und machen Sie gleich mit!
«Gute Ernährung ist wie Bewegung eine Wunderpille, ein Multitalent.»

Einsamkeit beschleunigt das Altern –Heike Annette Bischoff-Ferrari
das Altern. Sie ist schlechter für unsere Gesundheit als Übergewicht, als Bewegungsmangel oder 16 Zigaretten am Tag. Wenn wir einsam sind, fehlen uns die Motivation, gesund zu essen oder uns zu bewegen, und Stimulation für unser Gehirn. Dazu bedeutet Einsamkeit Stress, weil uns Menschen fehlen, auf die wir uns in schwierigen Situationen verlassen können. Also soziale Netzwerke pflegen und regelmässig eine Party feiern!
Welche Rolle spielen Ernährung und soziale Kontakte beim Altern?
Eine riesige Rolle! Gute Ernährung ist wie Bewegung eine Wunderpille, ein Multitalent. Soziale Kontakte sind ebenfalls sehr wichtig. Einsamkeit beschleunigt
Als Professorin sind Sie Hochschullehrerin und Forscherin, und Sie sind in vielen Gremien aktiv. Ein normaler Arbeitstag – wie schaut der aus?
Einen normalen Tag gibt es selten. Jeder Tag ist eine Mischung aus meiner Arbeit mit Patienten, aus Führungsaufgaben, Sitzungen, nationalen und internationalen Aufgaben. Sehr spannend. Dazu kommen
spontane Dinge – alles, was ein grosses Team mit sich bringt. Und Forschungsprojekte. An der Universität darf ich mit Medizinstudierenden zusammenarbeiten.
Rund um Langlebigkeit, neudeutsch «Longevity», ist ein Milliardenmarkt entstanden. Es gibt Superfoods, spezielle Diäten und teure Kliniken. Was halten Sie von diesen Angeboten?
Das Thema Longevity ist in der Bevölkerung angekommen, die Menschen sind interessiert. Doch es herrscht Wilder Westen. Viele Messmethoden und Behandlungen werden ohne ausreichende wissenschaftliche Belege und Sicherheitsprüfungen angeboten. Genau diese Tatsache war entscheidender Anstoss für den Aufbau des Schweizer Campus für gesunde Langlebigkeit.
Wenn Sie auf die Schweiz blicken: Was muss sich in Staat und Gesellschaft ändern, damit wir länger gesund bleiben?
In der Gesundheitspolitik müssen wir über das jetzige Modell zur Finanzierung der Medizin sprechen. Die Medizin und ihr Vergütungssystem sind überwiegend auf die Behandlung von Krankheiten ausgerichtet. Wir wollen aber nicht nur behandeln, wir wollen auch vorbeugen, wollen die Gesundheit fördern. Diese Leistungen müssen im System ebenfalls berücksichtigt werden.
Viele unserer Leserinnen und Leser sind über 50. Was möchten Sie ihnen mit auf den Weg geben? Bitte ein Tipp, der sofort wirkt.
Sie haben einen mächtigen Hebel, wenn Sie das biologische Altern verlangsamen und Ihre gesunde Lebenserwartung erhöhen wollen: Ihre Lebensweise. Versuchen Sie, verschiedene Lebensstilfaktoren kombiniert zu verändern. Damit lassen sich grosse Effekte erreichen, die nachhaltig sind. Und das mit Spass und in Gesellschaft!
Interview: Uwe Stolzmann
Zur Person
Heike A. Bischoff-Ferrari stammt aus BadenWürttemberg. Studium in Basel, Zürich und Boston, Doktorate an der Universität Basel, der Universität Zürich und an der Harvard School of Public Health in Boston. Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin mit Schwerpunkt Geriatrie sowie Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation.
Seit 2012 leitet Prof. Bischoff-Ferrari die grösste europäische Studie zur gesunden Langlebigkeit: DO-HEALTH, DO-HEALTH-BioAge und die DOHEALTH KohorteSo.
2013 erhielt sie an der Universität Zürich den ersten Lehrstuhl für Geriatrie und Altersforschung. Bis 2023 baute sie mit ihrem Team am Universitätsspital Zürich und am Stadtspital Zürich-Waid die erste universitäre Klinik für Altersmedizin auf.
Seit 2020 ist sie Beirätin der WHO im Clinical Consortium Healthy Aging. Seit 2024 leitet sie das Global Health Extension Consortium mit zwölf universitären Partnern. Seit 2025 ist sie Mitglied der Academy for Health and Lifespan Research.
Seit Juli 2025 ist sie Professorin für Geriatrie an der Universität Basel. Sie leitet das Departement Akute Altersmedizin am Felix-PlatterSpital und ist Gründungsdirektorin des neuen Schweizer Campus für gesunde Langlebigkeit.
Als Richtlinien für ihr Leben nennt Prof. BischoffFerrari: neugierig bleiben. Einen Beitrag leisten in kleinen und grossen Dingen. Sich selbst mit Menschen umgeben, die inspirieren.
Links
◆ Die DO-HEALTH-Studie uzhfoundation.ch/news/detail/vitamind-omega-3-und-bewegung-zurpraevention-von-krebserkrankungen sowie do-health.eu/de
◆ Das Projekt ICOPE der WHO pszh.ch/icope
◆ Das Global Healthspan Extension Consortium healthspanextension.science
MEINE ZWEITE SÄULE
So sorge ich für inneren Ausgleich
Ich bin Anna Weinbeer aus Basel, Assistentin der Geschäftsleitung bei der blpk. Meine grosse Passion heisst Mountainbike-Marathon. Dazu gekommen bin ich durch meinen früheren Partner. Eines Sonntags sagte er: «Probier’s doch auch mal, das tut dir gut!» Etwas verunsichert, was auf mich zukommt, ging ich mit. Wir machten eine Tour durch den Schwarzwald, und die war richtig schlimm – kalt, mit Schnee. Aber sie hat das Feuer in mir entfacht. Seitdem bin ich Rad gefahren, auch Rennen, als Hobby. Dabei merkte ich: Ein gewisses Talent ist vorhanden.
Ende letzten Jahres bin ich 30 geworden. Ein neuer Lebensabschnitt begann, und ich fragte mich: Was will ich noch erreichen, vor allem im Sport? Ich suchte einen Trainer, und dann ging es los, mit viel Disziplin. Beim Marathon der Mountainbike-Weltmeisterschaften im September 2025 bin ich im Wallis Vizeweltmeisterin geworden. Die Strecke führte von Verbier nach Grimentz – 120 Kilometer und über 5000 Höhenmeter.
Bei der blpk arbeite ich 80 Prozent. Ich habe flexible Arbeitszeiten, fürs Training sind die Gold wert. Und alle im Haus haben Verständnis, wenn ein Wettkampf
Nach 120 Kilometern und 5000 Höhenmetern im Ziel: Mountainbikerin Anna Weinbeer
ansteht. Meine Kolleginnen und Kollegen fiebern dann mit und unterstützen mich. Im Büro bin ich ganz da. Doch wenn ich aufs Rad steige, vergesse ich die Arbeit. Da kann ich die andere Anna sein. Ich finde spannend, was mein Körper leisten kann. Und mich reizt die Frage: Hey, wie weit geht’s noch? Wo ist mein Limit?
Eines habe ich bei diesem Sport gelernt: Man muss an sich selbst glauben, dann kommt man weit. Wenn ich mir vor einem Rennen sage, du hast keine Chance, muss ich gar nicht erst antreten. Doch wenn ich mir etwas zutraue, klappt es ganz gut.

Was bedeutet «Technischer Zins»?
Wir sparen für die Pensionierung, damit wir im Alter Sicherheit haben. Noch mehr Sicherheit wünschen wir, wenn wir unsere Altersrente beziehen. Doch wie weiss eine Pensionskasse, ob unser Guthaben wirklich für die lebenslange Rente reicht? Hier kommt der technische Zins ins Spiel.
Der technische Zins ist eine Bewertungsgrösse. Mithilfe dieser Grösse bewerten Pensionskassen die Rentenzahlungen und ihre anderen Verpflichtungen in der Zukunft. Der technische Zins bestimmt, wie viel Geld eine Pensionskasse heute zurücklegen muss, um die Renten später auszahlen zu können. Was heisst das? Geld, das heute angelegt wird, wirft bis zur Auszahlung Erträge ab. Deshalb ist der heute benötigte Betrag kleiner als die Summe der künftigen Zahlungen.
Bei der Pensionierung wird das Sparguthaben samt Zins und Zinseszins ausbezahlt oder in eine lebenslange Rente umgewandelt. Im Fall einer Rente wird das verbleibende Kapital mit jeder gezahlten Rente mehr und mehr abgetragen. Den noch nicht ausbezahlten Teil legt die Kasse weiter an den Finanzmärkten an. Die erwartete Verzinsung dieses schwindenden Kapitals bezeichnet man als technischen Zins. Anders gesagt: Das Restkapital von Pensionierten müsste mit einem bestimmten Prozentsatz verzinst werden, damit sie auf die ihnen garantierten Renten kommen. Dieser Prozentsatz wird technischer Zins genannt.
Wenn der technische Zins zu hoch liegt, ist die Rechnung zu optimistisch – die Renten lassen sich nicht vollständig aus dem Guthaben bei Pensionierung und
den künftigen Anlageerträgen finanzieren. Sprich: Die Pensionskasse hatte offenbar damit gerechnet, dass sich die Sparguthaben durch die künftige Verzinsung weniger schnell abbauen, als dies in der Realität geschieht. Ist der technische Zins aber zu tief, heisst das: Die Kasse rechnet sehr vorsichtig. Der Nachteil daran: Der Umwandlungssatz wäre kleiner, die Rente fällt niedriger aus.
Bei der blpk beträgt der technische Zins derzeit 2,25 Prozent. Diesen Wert überprüfen wir regelmässig. Falls nötig, passen wir ihn an. So können wir sicherstellen: Die Leistungen, die wir versprechen, sind und bleiben auch langfristig finanzierbar.
Der technische Zins ist also mitentscheidend für die langfristige finanzielle Stabilität einer Pensionskasse.
Wir merken uns:
◆ Technischer Zins – das ist zum einen eine Bewertungsgrösse. Zum anderen ist er eine Annahme, eine Prognose, wie hoch die Kapitalien der Rentnerinnen und Rentner künftig verzinst werden.
◆ Ist der Zins richtig gewählt, sind die Renten dauerhaft sicher.
◆ Bei der blpk beträgt der technische Zins zurzeit 2,25 Prozent.
Was ist dran am Hype um Longevity?
Ein Zauberwort macht die Runde: Longevity, Langlebigkeit. Influencer und Vitalkliniken versprechen ein längeres Leben. Sie bieten Methoden an, die angeblich die biologische Uhr zurückdrehen. Was hilft wirklich, um gesund ein hohes Alter zu erreichen?
Es gibt sie, die Menschen, die sagen: Mit 85 Jahren ist mein Leben lang genug gewesen. Ich habe alles gesehen, was ich will, die Kraft schwindet. Noch länger leben? Das muss nicht sein.
Bryan Johnson gehört zweifelsohne nicht zu diesen Menschen. Der US-Amerikaner ist 48 Jahre alt und strebt nach der ewigen Jugend. Auch wenn seine Videos nicht verbergen können, dass Johnson inzwischen auf die 50 zugeht: Er ist einer der bekanntesten LongevityInfluencer. Nach eigenen Angaben nimmt er täglich 100 Nahrungsergänzungsmittel ein, überwacht seine physiologischen Daten rund um die Uhr und hofft, dass er sein Alter damit nicht nur aufhalten, sondern sogar zurückdrehen kann.
LÄSST SICH DER TOD HINAUSZÖGERN?
Was ist dran an diesem Versprechen, das neben Johnson viele weitere Fitness-Influencer, Anti-AgingPäpste und Longevity-Kliniken vermarkten? Inwieweit lässt sich das Altern wirklich aufhalten, der Tod hinauszögern und die Zahl der gesunden Lebensjahre vergrössern? Diese Fragen beschäftigen längst auch die seriöse Wissenschaft.
In der Schweiz kann man sich in dieser Hinsicht zu den glücklicheren Menschen zählen. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 82,4 Jahren für Männer und 85,9 Jahren für Frauen haben
die Schweizer so viele Jahre vor sich wie sonst kein Volk in Europa. Und sehr wahrscheinlich noch einige mehr.
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den vergangenen 150 Jahren in ganz Europa stetig gewachsen. Berichte von extrem Hochbetagten zeigen, dass Menschen grundsätzlich sehr viel älter werden könnten, als es bei den meisten der Fall ist. Man muss nur an Persönlichkeiten wie die Französin Jeanne Calment denken, die 1997 mit 122 Jahren verstarb und den weltweiten Langlebigkeitsrekord hält. Oder die vielen über 100-Jährigen, die auf Sardinien und auf der japanischen Insel Okinawa leben.
MANCHE BEHANDLUNG IST SOGAR GEFÄHRLICH
Nur: Was genau macht diese Menschen so zäh und für viele Jahre so gesund? Kann man ein langes Leben gezielt anstreben, wie Bryan Johnson das mit so viel Aufwand und Geld versucht? Und was müsste man dafür tun?
Jedenfalls nicht das, was die Longevity-Kliniken so anbieten. Denn die meisten dort verkauften Versprechen sind leer, teuer und mitunter sogar gefährlich, sagt der Ernährungsmediziner Hans Hauner von der TU München. Ob Plasma aus dem Human Regenerator, Kältetherapie, Mitochondrien-Infusionen oder hohe Dosierungen von Nahrungsergänzungsmitteln mit so interessanten Namen wie Taurin und Resveratrol: Dass diese Methoden wirken, wurde nie bewiesen. Mitunter kommt es sogar zu schwerwiegenden Zwischenfällen, wie bei dem Mann, der im Juli 2025 nach einer fragwürdigen Blutbehandlung in einer Wiener Verjüngungsklinik ein Hirnödem erlitt und ins Koma fiel. Nicht ohne Grund warnen internationale Gesundheitsbehörden vor Verfahren wie der Kältetherapie.
«Die meisten verkauften Versprechen sind leer, teuer und mitunter sogar gefährlich.»
HANS HAUNER
BRYAN JOHNSON HAT SICH ÄLTER GEMACHT
Kliniken und Influencer versuchen, den Erfolg ihrer Verfahren mit Studien zu belegen. Diese seien aber meist schlecht gemacht, meint Mediziner Hauner. Oder es handle sich um Studien mit Mäusen, sagt Hauner, «und die haben keine Aussagekraft in Bezug auf die Wirksamkeit». Wie wenig Mäusedaten über den Nutzen am Menschen verraten, musste Bryan Johnson am eigenen Leib erfahren: Jahrelang hatte er den Wirkstoff Rapamycin
als Wundermittel gepriesen. Vor 15 Jahren hatte eine Studie gezeigt, dass Mäuse länger leben, wenn sie diesen Wirkstoff frassen. Vor Kurzem lieferte eine Studie jedoch Hinweise, dass die Substanz das Altern womöglich sogar beschleunigt. «Ich habe aufgehört, Rapamycin zu nehmen», sagte Johnson daraufhin kleinlaut. «Ich habe mich damit aus Versehen älter gemacht.»
ZÜNDSCHNÜRE DES LEBENS
Aber wie trotzt man dem Altern nun wirklich? Um das zu verstehen, untersuchen seriöse Wissenschaftler möglichst detailliert Alterungsprozesse im Körper. Denn gewiss ist: Menschen können etwa mit 50 Jahren sehr unterschiedlich alt sein. Auch wenn der Geburtstag
unverrückbar im Pass steht – das biologische Alter von Menschen ist oft ein ganz anderes. Der Körper von manchen 50-Jährigen ist eher 40, von anderen hingegen eher 60 Jahre alt.
Wissenschaftler haben zahlreiche Methoden entwickelt, um das biologische Alter zu bestimmen. Sie betrachten zum Beispiel die Länge der Telomere – das sind Schutzkappen auf den Enden der Chromosomen in den Zellkernen. Mit dem Alter werden sie immer kürzer. Man nennt sie deshalb auch «Zündschnüre des Lebens». Zudem gibt es Veränderungen im Erbgut selbst: Es kommt dort nicht nur zu genetischen Mutationen, sondern auch zu chemischen Modifikationen, sogenannten epigenetischen Veränderungen. «Eine Häufung solcher
Modifikationen gehört zum Altern dazu. Sie erhöhen im Laufe der Zeit das Risiko für Krankheit und Tod», sagt Alexandra Schneider. Sie leitet am Institut für Epidemiologie des Helmholtz-Zentrums München die Arbeitsgruppe Environmental Risks. Die erwähnten Veränderungen sind auf alle Fälle ein guter Zeitmesser für das biologische Alter. Und womöglich lässt sich mit ihrer Hilfe das Altern eines Tages verlangsamen oder gar zurückdrehen.
«Gerade beim Essen gibt es grosses Potenzial zur Verlängerung der Lebensdauer.»
JONAS SCHREYÖGG
ES GIBT EIN VERLÄSSLICHES REZEPT FÜR GESUNDES ALTERN
Man weiss schon heute recht genau, welche Verhaltensweisen das Ticken der biologischen Uhr verlangsamen. Dazu gehören: eine gute Ernährung mit vielen natürlich bunten Lebensmitteln wie Beeren und Auberginen. Ausreichend Schlaf. Ein paar Stunden körperliche Bewegung pro Woche, Stress in Massen und weitgehender Verzicht auf Rauchen und Alkohol. «Gerade beim Essen gibt es grosses Potenzial zur Verlängerung der Lebensdauer», betont Jonas Schreyögg von der Universität Hamburg.
Dabei scheint auch ein leichtes Darben hilfreich zu sein. Man solle nicht andauernd kleine Snacks essen, sondern auch mal Hunger bekommen, sagt der Ernährungsmediziner Hans Hauner. Wenn der Körper ständig Nahrung erhält, ist viel Zucker im Blut. Dies wiederum kann die Körperzellen unempfindlich machen gegenüber
dem wichtigen Hormon Insulin, das nicht nur die Blutgefässe, sondern auch das Gehirn vor Demenz schützt. Ausserdem kann der Körper in der Zeit, in der er keine Nahrung verarbeiten muss, Schadstoffe besser entsorgen.
WARTEN AUF DIE WUNDERPILLE
Eine Kraft, die uns gesund altern lässt, wird oftmals unterschätzt –der soziale Faktor. Im Jahr 2023 zeigte eine Studie mit 5000 älteren US-Amerikanern, dass Menschen besonders lange leben, wenn sie ein dichtes Netzwerk aus Verwandten und Freunden haben.
Es gibt also längst ein LongevityRezept. «Wir müssen nicht erst warten, bis eine Wunderpille kommt, die uns das lange Leben schenkt», sagt die Altersmedizinerin Ursula Müller-Werdan von der Berliner Charité. Die seriösen Mittel und Empfehlungen haben zudem unschlagbare Vorteile: Sie kosten im Gegensatz zu den sündhaft teuren Lifestylekliniken wenig, machen das Leben angenehmer – und sie sind leicht zu bekommen.
Christina Berndt
KOLUMNE
Wir müssen Anreize schaffen
Langlebigkeit: Das Wort klingt verheissungsvoll, doch es weckt auch Unmut. Ja, wir werden wohl länger arbeiten müssen, wir wollen aber nicht. Wie lösen wir das Dilemma? Wie machen wir längere Arbeit zum Beispiel attraktiver? Diese Fragen beschäftigen mich.
In der Schweiz werden wir im Schnitt immer älter. Gleichzeitig sind wir hin und wieder mit Todesfällen im eigenen Umfeld konfrontiert, das scheint den Trend zu relativieren. Doch die Statistik spricht eine klare Sprache.
Die wachsende Lebenserwartung spielt für mich als Vorgesetzten im Berufsalltag eine Rolle. Wir wissen, dass wir länger arbeiten müssten, damit wir die Altersvorsorge langfristig finanzieren können. Das Rentenalter muss steigen. Dies entspricht jedoch nicht meinem Wunsch und auch nicht dem Wunsch der meisten Angestellten. Hier stecke ich in einem Dilemma.
Wenn der Reformstau anhält, werden wir in 20 Jahren vielleicht sagen: Wir hätten viel schneller einen Wandel einleiten müssen. Doch wie soll man Menschen überzeugen, die von «länger arbeiten» nichts hören wollen? Ich habe keine Antwort; ich suche nach Argumenten und Lösungsansätzen.
Wie stellen Arbeitgeber – in meinem Fall der Kanton Basel-Landschaft – sicher, dass wir auf unsere wichtigste Ressource, unsere Mitarbeitenden, möglichst lange zählen können? Wir setzen uns mit der Frage auseinander. Es gibt Ideen, aber noch wenig konkrete Massnahmen. Wir müssen Anreize schaffen, Modelle entwickeln, wie wir die Arbeit auch über 65 attraktiver gestalten können, etwa über Teilzeit oder Mitarbeit in Projekten anstelle von Verantwortlichkeiten in der Linie. Dabei sehe ich auch mich in der Pflicht.
Im persönlichen Leben spielt das Thema Lebenserwartung natürlich auch eine Rolle. Wie alle Menschen hoffe ich, lange gut zu leben – geistig und physisch fit, sozial interessiert und integriert. Dafür tue ich etwas. Ich treibe Sport, Jogging und Wandern; morgens früh
gehe ich regelmässig ins Gym. Und ich achte auf eine ausgeglichene Ernährung. Meine Frau und ich – das ist bei uns ein Ritual – bereiten am Abend das Mittagessen für den nächsten Tag vor. Frisch zubereitet und mit möglichst viel Gemüse.
Künftig will ich noch bewusster auf meine Work-LifeBalance achten. Beim Kanton sowie im Verwaltungsrat der blpk habe ich spannende, aber auch fordernde Aufgaben. Das heisst für mich: Ich muss Grenzen ziehen und noch deutlicher für Ausgleich sorgen. Würde ich den Prozess des Alterns für mich gern verlangsamen? Nein, nicht unbedingt. Ich finde, man sollte akzeptieren, dass man älter wird.
Laurent Métraux ist Co-Präsident des Verwaltungsrats der blpk und Leiter der Finanzverwaltung des Kantons Basel-Landschaft
Wie stellen wir sicher, dass wir auf unsere Mitarbeitenden möglichst lange zählen können? – Laurent Métraux

«Wir
sind rundum für Sie da»
Jeder Kunde soll sich ernst genommen fühlen, sagt Patrick Güngerich. Und dafür tut er fast alles. Patrick ist bei uns Leiter des Bereichs «Kundenberatung Versicherte». Warum begeistert er sich ausgerechnet für die berufliche Vorsorge? Und wofür brennt er nach Feierabend so sehr, dass es ihn ins Freie treibt?
Pensionskassen haben mich schon immer fasziniert. Denn Altersvorsorge ist so ein wichtiges Thema, es betrifft jeden. Als ich noch jünger war, wusste kaum einer meiner Freunde und Bekannten, worum es geht. Das war für mich schwer nachvollziehbar.
Ich bin 1984 geboren, in Münchenstein BL. Zurzeit wohne ich mit meiner Frau und unseren zwei Söhnen in Sissach. Fundament für meinen Beruf war eine Ausbildung in der Versicherungsbranche. Danach habe ich mich im Bereich der Sozialversicherungen weitergebildet, mit Fokus auf die berufliche Vorsorge. Und ich machte einen Exkurs in Richtung Betriebswirtschaft –um das grosse Ganze besser zu verstehen.
Die Themen einer Pensionskasse sind sehr komplex. Aber genau das motiviert mich. Ich will, dass die Versicherten – auch Freunde und Bekannte – ihre Situation mit Blick auf die Vorsorge besser verstehen. Und ich möchte das Vertrauen in die Pensionskassen stärken. Das hat in letzter Zeit etwas gelitten.
WAS MACHT EIN LEITER KUNDENBERATUNG VERSICHERTE?
Ich bin seit knapp zwei Jahren bei der blpk, habe aber den Eindruck, ich sei bereits seit Ewigkeiten dabei. Ein schönes Gefühl.
Ich führe ein Team von sieben Mitarbeitenden. In dieser Rolle – und auch sonst – stehen Werte wie Respekt und Ehrlichkeit für mich im Vordergrund. Diese Werte haben mir meine Eltern vorgelebt. Parallel zur Führungsrolle arbeite ich in strategischen Projekten mit. In der ganzen Branche bewegt sich aktuell sehr
viel. Zum Beispiel stecken wir viel Zeit und Arbeit in die Digitalisierung der Prozesse, und wir bauen das sogenannte Kundenerlebnis aus. Ja, ich packe gerne mit an. Ich möchte auch meine Mitarbeitenden motivieren, will sie weiterbringen – sie und die blpk als Ganzes.
«Ich möchte auch meine Mitarbeitenden motivieren, will sie weiterbringen.»
In der Kundenberatung sind wir Dienstleister für unsere Versicherten. Die Kundin soll sich ernst genommen fühlen. Sie soll spüren: Wenn sie sich bei uns meldet, hat sie keine Service-Hotline am Apparat. Sie wird persönlich betreut, hat eine Ansprechperson, am Telefon, per Mail oder am Schalter.
BETREUT VON A BIS Z
Das Kundenerlebnis, die Customer Journey, ist in meinen Augen sehr wichtig. Customer Journey heisst: Wir wollen die Versicherten von A bis Z betreuen, über eine lange Zeit. Nach der Ausbildung kommen sie vielleicht zum ersten Mal mit einer Pensionskasse in Berührung. Früher mussten Interessenten eine Risikoprüfung machen. Ist er oder sie gesund? Das war sehr aufwendig. Diesen Aufnahmeprozess gestalten wir nun kürzer und transparenter.

An jedem Tag spannende Anfragen von Versicherten – Patrick Güngerich, Leiter Kundenberatung Versicherte
EIN TYPISCHER TAG
«In allen Dingen machen wir es unseren Versicherten so einfach wie möglich, auch im schriftlichen Austausch.»
Eine Heirat oder eine Scheidung kann ebenfalls ein Kontaktpunkt mit der Pensionskasse sein. Auch hier nehmen wir die Kundinnen und Kunden an die Hand. Vielleicht hat jemand den Wunsch nach Wohneigentum. Kann er wirklich sein gesamtes Altersguthaben von uns beziehen? Was braucht er dazu? Wir geben Antworten. In allen Dingen machen wir es unseren Versicherten so einfach wie möglich, auch im schriftlichen Austausch. Dazu gehört: So gut es geht, vermeiden wir Fachbegriffe. Alle Unterlagen sollen klar und verständlich sein.
Ich bin meist bereits sehr früh im Büro. Das ist für mich ein Ritual. Denn ich schätze die Ruhe, ohne Meetings, aber natürlich mit einer grossen Tasse Kaffee. Später kommen die Meetings, folgt die Arbeit an Projekten. Dazwischen verbringe ich möglichst viel Zeit mit meinen Mitarbeitenden. Ich bin für sie da, für Fragen, Anliegen, Probleme oder auch mal für private Geschichten.
Was mir am Tag am besten gefällt? Der Austausch mit Menschen, geschäftlich und privat. Die blpk ist sehr familiär. Ich kam aus einer grossen Sammelstiftung, hatte mit internationalen Firmen zu tun. Hier in Liestal schätze ich gerade den familiären Umgang.
Jeder Tag ist anders. Von unseren Versicherten erhalten wir täglich spannende Anfragen. Manchmal lässt das Gesetz keinen Spielraum für unsere Antwort. Manchmal braucht es aber auch eine individuelle Lösung. Das fesselt mich an der beruflichen Vorsorge: Es geht bei uns nicht nur nach Schema F!
WAS BERÜHRT DICH EMOTIONAL?
In einer Pensionskasse geht es immer um Menschen, wir versichern Risiken wie Invalidität und Tod. Deshalb werden wir Zeugen von Schicksalsschlägen. Wenn etwa jemand anruft und sagt: Gestern ist unerwartet mein Vater verstorben. Oder wenn Kindern etwas passiert, das geht mir besonders nahe.
Klar, gegen solche Schicksalsschläge können wir nichts ausrichten, aber vielleicht können wir ein klein wenig helfen. Wir sind da, ansprechbar. Wir kennen die Menschen nicht. Und dennoch ist es nach solchen Tagen nicht einfach, am Abend nach Hause zu gehen und das Geschehene wirklich im Büro zu lassen. Es gibt andererseits auch besonders schöne Momente – wenn sich Versicherte zum Beispiel für den aus ihrer Sicht grossartigen Service bedanken.
WANN IST DEIN ARBEITSTAG RUND? UND WANN EHER SCHWER?
Rund und gelungen ist er, wenn ich meine Mitarbeitenden so unterstützen kann, wie sie es brauchen. Und wenn unsere Versicherten die Beratung erhalten, die sie wünschen. Auf diesem Weg spiegle ich mich selbst: Was hast du heute gemacht? Konntest du jemanden unterstützen? Eine Lösung für ein Problem finden?
Schwierig wird es, wenn ich eine schlechte Nachricht überbringen muss. Ein Kunde hatte ein Anliegen, ich konnte seinen Wunsch aber nicht erfüllen.
«Meine Freunde und ich, wir waren ständig auf dem Platz.»
Juniorentrainer mit Leidenschaft: Patrick Güngerich

WAS MACHST DU AUF DEM FUSSBALLPLATZ?
Neben der Arbeit spielt der Sport eine grosse Rolle in meinem Leben. Mindestens zweimal pro Woche gehe ich über Mittag ins Gym. Und später zum Fussball. Mit acht Jahren habe ich mit Fussballspielen angefangen; meine Freunde und ich, wir waren ständig auf dem Platz. Heute bin ich leidenschaftlicher Juniorentrainer, auch wegen meiner Söhne. Viele Kinder würden gerne Fussball spielen, doch es gibt zu wenig Angebote. Alle Vereine in der Gegend haben Wartelisten. Als Vater blieb mir nur zu sagen: Ich habe immer gespielt, jetzt gebe ich mein Wissen an die Kinder und Jugendlichen weiter.
Dreimal pro Woche gebe ich abends Fussballtraining. Am Samstag oder am Sonntag ist ein Spiel oder ein Turnier. Die Belastung ist tatsächlich hoch. Aber ich bekomme von den Kindern auch viel zurück. Meine Söhne sind elf und acht. Ich hatte das grosse Glück, dass ich sie beide nacheinander trainieren durfte. Das fanden sie cool. Selbst nach einem intensiven Spiel am Wochenende kommt bestimmt einer von ihnen und sagt: Komm, Papa, wir spielen noch eine Runde! Ich bin nun seit vier Jahren Trainer. Ich geniesse jeden Moment, um den Kindern und Jugendlichen die Freude am Sport zu vermitteln.
Patrick Güngerich, mit Uwe Stolzmann
40-StundenWoche
Die Forderung nach der 40-Stunden-Woche wurde im 20. Jahrhundert zum Symbol der Arbeiterbewegung. In der Schweiz hat man die 40-StundenWoche seit den 80er-Jahren schrittweise in Gesamtarbeitsverträge eingeführt.
Die Quarantäne (40 Tage)
Das Wort Quarantäne leitet sich vom italienischen Ausdruck quaranta giorni ab, was 40 Tage bedeutet. Im Mittelalter mussten Schiffe so lange vor Venedig ankern, bevor sie anlegen durften. Damit versuchte die Stadt, die Ausbreitung der Pest zu verhindern.
Top 40
Die Zahl 40 ist eng mit Popmusik verbunden. Seit den 1950er-Jahren gibt es das Radioformat «Top 40», erfunden vom Radiomacher Todd Storz aus Nebraska. Dabei werden die 40 beliebtesten Songs in einer bestimmten Region in kurzer Zeit mehrfach gespielt.
40 Tage Regen
In der Bibel taucht die Zahl 40 oft auf. Während der Sintflut regnete es 40 Tage und Nächte lang, Mose verbrachte 40 Tage auf dem Berg Sinai, um die Zehn Gebote zu empfangen, und Jesus fastete als Prüfung 40 Tage in der Wüste.
40 Jahre BVG (1985–2025)
Das BVG ist 40. Das Bundesgesetz gibt es seit dem 1. Januar 1985. Seit 40 Jahren bildet es das Fundament der beruflichen Vorsorge in der Schweiz. Es steht für Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Es trägt entscheidend zur finanziellen Absicherung im Alter bei – eine unverzichtbare Säule im Vorsorgesystem.
Samuel Schlaefli

Eine Oase an der Mittleren Strasse – die Adullam-Stiftung in Basel
KUNDENPORTRÄT
Wie möchte ich leben, wenn ich alt bin?
Adullam – in der Bibel ist dies eine Höhle, Zuflucht für David auf der Flucht vor Saul. Die Adullam-Stiftung Basel ist ein Ort der Geborgenheit für betagte Menschen, mit Heim und Spital. Das Haus überrascht: Es hat einen Schatz.
Eine Frage beschäftigt uns alle früher oder später: «Wie möchte ich leben, wenn ich alt bin? Irgendwann schwinden die Kräfte. Wo will ich dann sein – in einem Heim?» Oh nein! Für viele ist der Gedanke unerträglich. Denn Pflegeheim, das klingt nach einem öden, lieblosen Lebensabend.
Ein Haus in Basel soll anders sein als viele seiner Art. Adullam. Merkwürdiger Name. «Bei uns ist immer etwas los», das werden wir hören. «Sechs, acht Angebote jeden Tag. Und die Bewohner sind mit Eifer dabei.»
TREFFPUNKT MITTLERE STRASSE
Ortstermin in Basel, Mittlere Strasse. Zur Stadt hin wirkt der Bau der Stiftung abwehrend – ein Riegel, weiss, sechs Stockwerke, knapp 100 Meter lang. Gleich an der Tür kippt das Bild. Warmer Empfang, helle Farben und auch sonst gibt’s viel fürs Auge: Bilder, robuste Pflanzen, Drachenbaum, Yucca-Palme, Wunderstrauch und hier und da ein frecher Spruch wie der von Nietzsche: «Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst.»
Durch die Hintertür schaut dichtes Grün herein, es ruft, es lockt.
Die Stiftung, gut 100 Jahre alt, hat zwei Standorte, Basel und Riehen. Jeder Standort umfasst Pflegezentrum und Spital für ältere Menschen. An beiden Orten arbeiten sie Hand in Hand: Pflegende und Ärzte, Sozialberatung und Seelsorge, Physio-, Ergo-, Ernährungstherapie, Psychologen. Der Service im Restaurant ist wichtig, die Reinigungskräfte sind wichtig. Und die Leute vom technischen Dienst, die kommen, wenn ein Fernseher nicht funktioniert oder eine Lampe.
Die Gebäude in Riehen sind modern, wirken wie ein Hotel. In Basel ist Adullam ein Komplex zwischen Mittlerer Strasse und Missionsstrasse, ein Nebeneinander aus eher betagten Bauten und viel Natur.
«Die Menschen bei uns sollen sich beschützt fühlen, aufgehoben.»
ESTHER RICHARD
DREI FRAUEN, DREI BLICKWINKEL
Wir sind mit drei Frauen verabredet. CEO Sabine Eglin Buser; Esther Richard, Leiterin Aktivierung, und Claudia Wasmer, zuständig für Kommunikation und Marketing. Wir wollen wissen: Was ist besonders an Adullam, dieser privaten Stiftung, die offen ist für alle Menschen der Region? Zwei Dinge, mindestens.
«Adullam – der Name hat ja eine Geschichte», sagt Esther Richard. «In der Bibel ist das eine Höhle, ein Ort der Zuflucht. Die Menschen bei uns sollen sich beschützt fühlen, aufgehoben.»
Aussergewöhnlich am Adullam ist zum einen: Hier befindet sich alles unter einem Dach, Spital und Pflege. Aussergewöhnlich ist auch die «Aktivierung». Spröder Begriff, abweisend wie ein Schloss vor einer Schatztruhe. Doch schaut man in die Truhe, stösst man auf vollen Einsatz, kreatives Tun, auf das pralle, bunte Leben. Esther Richard und ihr Team aus 13 Mitarbeitenden bieten den Menschen an den zwei Standorten Anregung, geistig, körperlich, sozial und emotional.
Die Gesprächspartnerinnen
Sabine Eglin Buser – CEO Seit Anfang 2025 Leiterin der Adullam-Stiftung. Zuvor über 20 Jahre im Kantonsspital Baselland, unter anderem als Leiterin Pflege. Führte zuletzt das Parkresort Rheinfelden. Aufgewachsen in Basel, lebt mit Familie in Liestal.
Esther Richard – Leiterin Aktivierung
Seit 38 Jahren im Adullam, startete einst in der Pflege. Wohnt mit Familie im Elsass. Motto: «Wir können dem Leben keine Stunden geben, aber den Stunden Leben.» Sie wagt Neues – und weiss, wann Bewohnende Ruhe brauchen.
Claudia Wasmer – Chefin Kommunikation und Marketing Die Süddeutsche hat Erfahrung aus Grossunternehmen und eine Passion für Projekte, die Bewohnende und Mitarbeitende verbinden. Leitet auch das spannende OnlineMagazin «Silberfuchs». www.adullam.ch/magazin
WAS HÄTTE ICH GERN, WENN ICH HIER WÄRE?
Sabine Eglin Buser, die CEO: «Wenn ich sehe, wie die Bewohnenden mitmachen, diese Freude –das ist Lebensqualität! Wir erleben Menschen, die hier aufblühen, weil sie zu Hause allein waren.»
Esther Richard: «Wir holen sie dort ab, wo sie stehen. Ich frage mich: Was hätte ich gern, wenn ich hier leben würde? Wir fördern, unterstützen, begleiten.»
Claudia Wasmer: «So eine Aktivierung wie hier habe ich noch nie erlebt. Die Kolleginnen und
Kollegen stellen täglich ein riesiges Angebot mit viel Herzblut auf die Beine. Und die Menschen gehen mit!»
Die Aktivierung arbeitet individuell. Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als sehr alte. In den Heimen in Basel und Riehen leben auch zwei 100-Jährige, fünf sind 101, einer ist 103.
Richard: «Einige sind in der Aktivierung noch voll dabei. Eine tanzt gern, sie macht alles, mit 101! Wir können dem Leben keine weiteren Stunden geben, aber den Stunden können wir Leben geben.»
Wasmer: «Wenn ich mit einer Idee komme, überlegen wir gemeinsam: Hey, wie sorgen wir dafür, dass alle mit anpacken?»
Richard: «Wir probieren Sachen, die Mut brauchen.»
Eglin: «Ich finde toll, wie kreativ die beiden sind. Es macht Freude, mit ihnen zu arbeiten.»
KAMPAGNEN MIT MUTIGEN THEMEN
Ein Highlight von Kommunikation und Aktivierung sind die Kampagnen. Die Themen dieser Kampagnen berühren. Spannend sind sie, in der Gesellschaft aber oft noch Tabus. Das heisst: Sie fordern Mut. Themen wie «Sexualität im Alter». «Bei manchen ist viel aus der Kindheit hochgekommen», hören wir. Eine weitere Kampagne hiess «Schönheit im Alter». Dazu gab es eine Modenschau – Mitarbeitende und Bewohnende auf dem Laufsteg, einige im Rollstuhl. «Eine Bewohnerin hat mich zu Tränen gerührt», erinnert sich Wasmer. «Sie sagte: ‹Mein ganzes Leben hat mir noch nie jemand gesagt, dass ich schön bin. Bis heute.›»
CEO Sabine Eglin ist sichtlich froh über ihre Kolleginnen. «Mich begeistern die Ideen», sagt sie. «Etwa der

Zeigen jeden Tag vollen Einsatz: Esther Richard (Leiterin Aktivierung), Sabine Eglin Buser (CEO), Claudia Wasmer (Leiterin Kommunikation)
Weihnachtsfilm letztes Jahr. Die Leute waren so stolz, sie wurden gefilmt!» Das Thema war «Stromausfall im Adullam». Ein Jazzmusiker komponierte einen Song, drum herum bauten sie eine Geschichte. Die Aktivierung motivierte die Leute und hat den Song mit ihnen einstudiert. In der Abschlussszene, noch immer ohne Strom, buken sie gemeinsam Guetzli, draussen auf dem Grill. Wasmer: «Bewohnende sagten hinterher: Können wir das jetzt jedes Jahr machen?»
INNOVATIV: DAS HOSPITAL AT HOME
Im Adullam reden sie mit hörbarem Stolz über Neuerungen in Pflege und Betreuung. Eines der Häuser ist zum Beispiel auf Demenz spezialisiert und es gibt eine Spezialstation für Menschen, die nicht mehr selbstständig atmen können. CEO Eglin: «Eine Innovation, die mir besondere Freude macht: Wir haben eine mobile Heimarztpraxis. In vielen Heimen sind die Hausärzte nicht mehr präsent. Nun gehen unsere Ärzte in die Heime, sie machen dort auch Visite.»
«Eine Innovation, die mir besondere Freude macht: Wir haben eine mobile Heimarztpraxis.»
SABINE EGLIN
Eben im Aufbau ist das «Hospital at home», ein Service des Adullam zusammen mit der Spitex Basel. «Patienten wollen immer mehr zu Hause betreut werden. Sofern möglich bringen wir künftig das Spital also nach Hause. Die Spitex, die Pflege, ist ja schon vor Ort.»
WIE KANN ICH MIT WÜRDE VON DER WELT GEHEN?
Langlebigkeit – in einem Haus wie Adullam ist dies natürlich ein grosses Thema. «Verlängerte Lebenszeit ist für mich eine ambivalente
Sache», sagt Sabine Eglin. «Ich kann meine Erfahrungen länger einbringen. Doch die Qualität des Lebens muss stimmen. Es gibt ja die These, der Tod sei eine Krankheit, die man bekämpfen kann. Aber: Der Tod gehört zum Leben! Wir verdrängen ihn, und wir verdrängen das Alter. Ich behaupte, das Alter wird noch richtig trendy. Jetzt gehen die Babyboomer in Pension. Die sind selbstbestimmt. Die wollen auch mitreden, wie sie sterben.»
Kürzlich, im Oktober, lief eine Kampagne mit dem Namen «Lebenswert. Liebenswert? Abschied». Adullams Bewohnende und die Mitarbeitenden feierten mit der Öffentlichkeit das Leben. Am Abend gab es ein öffentliches Gespräch zum Thema Sterbebegleitung. Palliativmediziner waren dabei und Vertreterinnen vom Verein Exit. Eglin: «Wir begleiten die Menschen, die uns anvertraut sind, auch auf ihrem letzten Weg. Wie kann ich mit Würde von der Welt gehen? Das ist für uns eine wichtige Frage.»
KATZEN UND KOIS, LAMAS UND LURCHE
Sabine Eglin, die Geschäftsführerin, eilt zu einem nächsten Termin, und wir, wir treten ins Grüne. Von Haus zu Haus zwischen Mittlerer Strasse und Missionsstrasse ist Raum, viel Raum. Fern vom Verkehr liegt eine Anlage mit Blumen, Büschen, Bäumen, mit Wegen, Spielplatz und zwei Teichen. In einem leben Kois, im anderen Axolotl, Schwanzlurche. Ein Park ist diese Anlage, eine Oase, halb Wald, halb Garten. In der grossen Oase gibt es kleine Oasen, im Grün verborgene Plätze mit Tischen und Stühlen. In dem Park leben Katzen, Eichhörnchen, ein Reiher und natürlich die Fische und Lurche.
Weitere Tiere sind öfter mal zu Gast im Adullam. Ponys und Geissen zum Beispiel, dann wieder Hühner oder Papageien, im Januar kommen Lamas. Und es gibt Therapiehunde, meist Labradore. Esther Richard: «Eine Bewohnerin war
Sie arbeiten Hand in Hand: Pflegende und Ärzte, Therapeutinnen und Psychologen. Empfang der Adullam-Stiftung in Riehen

bettlägerig, ganz steif, auch die Hände. Als sie einen Labrador berührte, ist ihre Hand wieder aufgegangen. Und sie strahlte.»
«Man lernt zu entschleunigen.»
CLAUDIA WASMER
UND MANCHMAL KOMMT EIN LÄCHELN ZURÜCK
Was haben Sie im Adullam gelernt? Das fragten wir, als noch alle beisammensassen. «Man lernt zu entschleunigen», meint Claudia Wasmer. «Ich bin ein schneller Mensch. Wenn ich in Haus und Park unterwegs bin, setze ich mich zu den Leuten. Dann muss ich einen Gang runterschalten.» Sie habe gelernt, die kleinen Dinge zu schätzen, ergänzt Esther Richard. «Und ich lernte, dankbar zu sein, dass ich jeden Morgen aufstehen kann.»
Was gibt Ihnen die Arbeit im Adullam? «Als CEO habe ich meist die schweren Themen auf dem Tisch», sagt Sabine Eglin. «Da freut es mich, wenn ich ein Lächeln zurückbekomme.»
Frau Eglin, angenommen, Sie hätten einen Wunsch frei für den Umgang unserer Gesellschaft mit alten Menschen. Wie lautet er? «Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Altsein nicht als Defizit empfunden, sondern mit Schönheit, Würde und Erfahrung gleichgesetzt wird. Diese Menschen haben uns erst möglich gemacht. Und wir, wir können so viel von ihnen mitnehmen.»
Uwe Stolzmann
KURZ UND KNAPP
Die Stiftung früher Am Anfang stand «Crowdfunding»: Vor gut 100 Jahren sammelte ein evangelischer Prediger Geld für ein Projekt – ein Altersheim für bedürftige Singles. Der Mann hiess Jakob Vetter-Baumann; als er das Geld zusammenhatte, ist er gestorben. In Basel grassierte damals die Spanische Grippe. Seine Frau Maria führte die Mission fort: Sie gründete 1919 die Adullam-Stiftung und übernahm die Leitung. 1927 eröffnete die Stiftung an der Missionsstrasse in Basel ein Altersheim mit 16 Plätzen.
Der Name geht zurück auf eine biblische Erzählung: David und seine Leute waren auf der Flucht vor König Saul, sie fanden Schutz in der Höhle Adullam. Das hebräische Wort bedeutet «verschlossener, versperrter Ort».
Die Stiftung heute Adullam, gemeinnützig und privat, ist Anbieter von Spital- und Pflegeleistungen für betagte Menschen. Das Angebot der Stiftung, anfangs nur für Basel-Stadt bestimmt, richtet sich seit Langem an die gesamte Region. Keine besonderen Konditionen, keine Wartelisten.
Der Stiftungsrat hat sieben Mitglieder. Viele haben oder hatten hohe Funktionen im Gesundheitssektor. Das Führungsgremium legt Wert auf respektvollen Umgang mit älteren Menschen, auf eine niveauvolle Versorgung und motivierte Mitarbeitende.
Adullam in Zahlen: zwei Standorte, Basel und Riehen, jeweils mit Klinik und Heim. 800 Mitarbeitende, die Mehrheit in Basel. 150 Spitalbetten, über 200 Heimplätze.
Vom Bleiben und Bewahren
Alles altert, auch Dinge, Orte und Ideen. Manches wird mit den Jahren wertvoller, manches bleibt für immer schön. Weil wir es pflegen und neu beleben. Fünf Beispiele, wie uns etwas von Dauer gelingt.
REPARIEREN STATT
WEGWERFEN
Sie möchten das Leben von Dingen und Geräten verlängern? Sie basteln auch gerne? Dann sind Sie hier richtig – in einem Repair Café. Es gibt sie an verschiedenen Orten in Baselland. repair-cafe.ch
BIM BUUR IN D’SCHUEL Wie schneide ich Sträucher? Wie halte ich Bienen? Ich werde Selbstversorger – was braucht es im Garten? All das und viel mehr lernt man im Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung. Das Zentrum in Sissach, eine Dienststelle des Kantons, vermittelt altes Wissen in moderner Form. ebenrain.ch
ZWEI BURGEN, EIN KRÄUTERGARTEN
Diese Wanderung führt durch die Geschichte. In Zwingen lockt das Wasserschloss, in Nenzlingen der Kräutergarten von Ricola. Der Weg geht hinauf zum Zoll am Glögglifelsen und hinab ins Rebgebiet Chlini Weid. Schon grüsst die Burgruine Pfeffingen, erbaut im 11. Jahrhundert. Anno 2017 liess der Kanton sie sorgfältig sanieren. Auf die nächsten 100 Jahre! wanderwege-beider-basel.ch
GEDÄCHTNIS AUS PAPIER
Vergilbte Fotos, Verträge und Briefe von Generationen: Das Staatsarchiv Baselland mit Sitz in Liestal bewahrt sie, es macht Vergangenheit lebendig. Lust auf einen Besuch? Dann schauen Sie im Lesesaal vorbei. Das geht auch digital. memory.bl.ch/start
Uwe Stolzmann
DIE TRADITIONEN, LANG SOLLEN SIE LEBEN!
Sie hilft Vereinen, zu überleben, sie fördert die Volkskultur im Kanton – die Interessengemeinschaft Lebendige Traditionen Basel-Landschaft. Auf dem Programm: Beratungen, Workshops für Schüler sowie reichlich Tanz und Theater, Musik und Gesang. lebendigetraditionen-bl.ch
INFORMATIONEN FÜR VERSICHERTE
Der digitale Vorsorgeausweis – ein Schritt in Richtung Zukunft
Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren fast alle Lebensbereiche erfasst, auch die berufliche Vorsorge. Früher wurden Vorsorgeausweise nur in Papierform verschickt, heute geschieht dies immer mehr auf digitalem Wege. Der Wandel ist mehr als ein technischer Trend: Die berufliche Vorsorge wird damit moderner und nutzerfreundlicher. Digitalisierung bedeutet aber auch weniger Papier und Transport – ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Bei der blpk haben wir also gute Gründe, von Papier auf digital zu wechseln. Deshalb:
Ab 2027 gibt es die Vorsorgeausweise für alle aktiv Versicherten nur noch digital. Ihren Ausweis finden Sie dann auf dem Kundenportal myblpk.
Sie sind bereits ein registrierter Nutzer von myblpk? Dann erhalten Sie den Vorsorgeausweis bereits ab 2026 nur noch in digitaler Form.
So registrieren Sie sich ganz einfach für myblpk
Spätestens 2027 brauchen Sie einen Zugang zum Kundenportal. Kompliziert? Überhaupt nicht! Wir machen Ihnen den Einstieg in die digitale Welt der blpk so leicht wie möglich, mit einem einfachen Verfahren. Nach wenigen Klicks sind Sie schon eingeloggt –schnell, sicher und unkompliziert. Am besten, Sie melden sich gleich an unter my.blpk.ch/login
Neu: Login auch ohne SwissID.
Sie haben sich bisher mit SwissID anmeldet? Dann müssen Sie sich nicht noch einmal registrieren.
myblpk –papierlos erstklassig
Auf myblpk finden Sie nicht nur Ihren Vorsorgeausweis. Sie haben dort auch Zugriff auf sämtliche Daten und Papiere rund um Ihre Vorsorge – immer aktuell, zu Hause und unterwegs. Nutzen Sie die Vorteile. Sie sind bestechend:
Alles auf einen Blick
Behalten Sie die Übersicht! Ihre Beiträge, die mögliche Summe für einen Einkauf, Ihre künftige Rente und vieles mehr – all das sehen Sie auf myblpk. Auch das Vorsorgereglement und Ihren Vorsorgeplan finden Sie hier, rund um die Uhr.
Was wäre, wenn … Vielleicht möchten Sie Ihren Sparbeitrag ändern oder Sie planen einen Einkauf. Wie wirkt sich das auf die Leistungen aus? Oder Sie planen, sich pensionieren zu lassen. Wie hoch wird die Altersrente mit oder ohne Kapitalbezug? Auf myblpk können Sie eine Reihe von Szenarien regelrecht durchspielen. Die Plattform präsentiert Ihnen die Resultate nicht nur nüchtern in Zahlen, sondern auch grafisch. Probieren Sie’s!
Antrag per Klick
Sie wollen einen Einkauf machen? Oder uns die Lebenspartnerschaft mitteilen? Schicken Sie uns Ihre Anträge und Mitteilungen online, ganz bequem, mit ein paar Klicks.
Anpassungen im Vorsorgereglement
Das ändert sich am 1. Januar 2026 im Vorsorgereglement
Wir aktualisieren das Vorsorgereglement. Die Highlights wollen wir Ihnen bereits heute vorstellen. Über diese und alle weiteren Anpassungen informieren wir Sie mit unserem Reglement-Newsletter. Dieser wird
Anfang Januar 2026 über myblpk und unsere Website publiziert.
Mehr Sicherheit für Ihre Liebsten: zusätzliches Todesfallkapital Ihre Familie verdient Sicherheit, auch in schwierigen Zeiten. Die blpk hat deshalb ein neues Angebot eingeführt, das Ihre Vorsorge optimal ergänzt: ein zusätzliches Todesfallkapital. Ihre Hinterbliebenen sind damit finanziell besser abgesichert – genau dann, wenn sie es am meisten brauchen.
Dieses zusätzliche Kapital wird beim Tod einer aktiv versicherten Person ausbezahlt. Anspruchsberechtigt sind die Ehegattin bzw. der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner (sofern die Lebenspartnerschaft der blpk gemeldet wurde) oder die Kinder.
Das zusätzliche Todesfallkapital beträgt 100 Prozent des versicherten Jahreslohnes. Diese Leistung kostet die Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden nichts; die Beiträge werden nicht erhöht. Die Vorsorgekommission Ihres Vorsorgewerks kann zusammen mit Ihrem Arbeitgebenden ein höheres Todesfallkapital als die 100 Prozent festlegen. In diesem Fall steigen die Beiträge jedoch.
Die Höhe des zusätzlichen Todesfallkapitals sehen Sie in Ihrem Vorsorgeausweis 2026. Wir versenden die Ausweise im 1. Quartal 2026.
Kein Mindestalter für Ehegattenoder Partnerrente
Bisher galt: Nur wer beim Tod der Partnerin oder des Partners mindestens 40 Jahre alt war, hatte Anspruch auf eine Ehegatten- oder Lebenspartnerrente. Diese Altersgrenze entfällt. Künftig erhalten Hinterbliebene die Rente unabhängig vom Alter – sofern die anderen Bedingungen erfüllt sind. Dazu gehört etwa eine Dauer von Ehe oder Lebenspartnerschaft von mindestens fünf Jahren.
NACHHALTIGKEIT
Auf dem Weg zum gelebten Miteinander
Die Passage du Cardinal in Freiburg will Bewohnende von Alterswohnungen und jüngere Mieterinnen und Mieter zusammenbringen. Dafür gibt es Raum und Angebote in dieser Überbauung der blpk. Doch es zeigt sich: Ein Austausch zwischen Generationen braucht viel Engagement und Interesse.
In der Cafeteria im Erdgeschoss des vierstöckigen Gebäudes Diabolo Menthe bietet Emmanuel Michielan Meringue und Double crème an. Ein Freiburger Dessertklassiker – und ein Überbleibsel vom Vortag, als hier 35 Bewohnende über Mittag die Fête de la Bénichon feierten; ein traditionelles Freiburger Herbstfest. «Fast das gesamte Haus war dabei», freut sich Michielan, der Geschäftsleiter von Pro Senectute Freiburg.
ZWISCHEN HOCHBEET UND PÉTANQUE
Diabolo Menthe ist ein spezielles Haus: 95 Prozent der Mieter sind im Rentenalter, die meisten zwischen 70 und 80 Jahre alt, meist alleinstehend oder verwitwet, mehrheitlich Frauen. Aber auch drei Paare leben in den 42 Alterswohnungen, die verteilt über vier Stockwerke im sechseckigen Haus liegen.
Die Stiftung Pro Senectute, die sich um das Wohl von älteren Menschen kümmert, hat ihre Büros im Erdgeschoss, gleich neben der Cafeteria. «Wir nutzen denselben Pausenraum und dieselbe Kaffeemaschine –und an unserem Empfang ist tagsüber immer jemand», sagt Michielan. «Das schätzen die Bewohner im Haus sehr.» Weitere Begegnungsorte für die Mieterinnen und Mieter sind: ein gemeinsamer Wäscheraum im ersten Stock, eine Pétanque-Bahn vor der Cafeteria und ein Hochbeet zum Gärtnern beim Haupteingang.
VISITEN GEGEN DIE EINSAMKEIT
Was Diabolo Menthe zusätzlich auszeichnet, ist die Conciergerie sociale, ein sozialer Hausabwartsdienst. Eine Mitarbeiterin von Pro Senectute steht den Bewohnenden gemeinsam mit einer Praktikantin tagsüber zur Verfügung – sei es für einen Schwatz oder für technische Fragen. Sie organisieren auch gemeinsame Ausflüge und vereinbaren Arzttermine. «Die Hälfte der Bewohnenden erhält zwei- bis dreimal pro Woche eine Visite», sagt Michielan. «Sie brauchen etwas mehr Unterstützung und sozialen Austausch.» Alle bezahlen monatlich 250 Franken für diesen Dienst. Wer darauf angewiesen ist, kann sich zusätzlich das Mittagessen ins Haus liefern lassen. Ausserdem gibt es einen optionalen Reinigungsdienst, und Pro Senectute steht in engem Kontakt mit Spitex-Diensten für Mieterinnen und Mieter, die Pflege benötigen.
«Die Hälfte der Bewohnenden erhält zwei- bis dreimal pro Woche eine Visite.»
EMMANUEL MICHIELAN
Die Alterswohnungen sind Teil der Überbauung Passage du Cardinal. Die liegt rund zehn Minuten Fussweg vom Bahnhof Freiburg entfernt direkt an den

Alt und Jung wohnen Tür an Tür –Passage du Cardinal in Freiburg
Bahngleisen. Die Überbauung hat insgesamt 136 Wohnungen. Entwickelt und umgesetzt hat sie die Adimmo AG, im Auftrag der blpk. 2025 feierte die Passage du Cardinal ihr zehnjähriges Bestehen.
WIE ALLES BEGANN
Georg Meier, Leiter Portfolio Management bei Adimmo AG, erinnert sich an die Anfänge der «Passage»: «Ein Architekturbüro in Freiburg kam mit einer Idee auf uns zu. Wie wäre es mit einem Wohnangebot für ältere Menschen, die nicht mehr voll selbstständig sind, aber auch noch nicht pflegebedürftig?» Pro Senectute wurde bewusst ins Haus geholt. Für ihren Service erhält die Organisation von der blpk einen Kostenzuschuss in der Höhe von rund 100 000 Franken jährlich. Von Beginn weg sei klar gewesen, dass die Alterswohnungen im Diabolo Menthe baulich von den restlichen Wohnungen getrennt werden. «Die Wohnbedürfnisse sind je nach Alter unterschiedlich. Das kann zu Konflikten unter den Mietern führen», sagt Meier. Doch ein Austausch zwischen den Bewohnerinnen der Alterswohnungen und der restlichen Überbauung war von Anfang an ausdrücklich gewünscht.
«Ich habe hier die Freiheit, zu tun, was ich will.»
MARIE-THÉRÈSE KILCHÖR
FREIHEIT UND SICHERHEIT
In der Cafeteria sitzen die 74-jährige Yolande Wohlhauser und Marie-Thérèse Kilchör, 57, an einem Tisch. Die beiden haben sich im Diabolo Menthe kennengelernt und sind beste Freundinnen geworden. Sie treffen sich regelmässig zum Kaffee oder für einen Aperitif auf der Terrasse. Beide haben gesundheitliche Probleme, sind aber weitgehend selbstständig. «Ich habe hier die Freiheit, zu tun, was ich will», sagt Kilchör. «Gleichzeitig weiss ich, dass immer jemand da ist, der mir helfen kann.»
Die beiden Frauen schwärmen vom Fest am Vortag, von regionalen Leckereien und dem gemütlichen Zusammensein. Sie erzählen auch von der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Passage du Cardinal, die im Mai im Innenhof stattfand, mit Gesang, Musik und selbst gemachten Köstlichkeiten. «Solche Anlässe machen für mich die Freude am Leben aus», sagt Wohlhauser. Doch leider seien es meist dieselben, die am Programm im Diabolo Menthe teilnehmen. «Mit den Nachbarn der restlichen Überbauung haben wir selten Kontakt.»
Engagiert für den Austausch zwischen den Generationen: Emmanuel Michielan

DIE NACHBARN HÖRT MAN PRAKTISCH NIE
Diese Nachbarinnen und Nachbarn sind mehrheitlich jung und alleinstehend; hinzu kommen einige Familien mit Kleinkindern. Emie Schenevey ist vor einem Jahr in die Überbauung gezogen. Seither lebt sie gemeinsam mit ihren zwei Katzen in einer grosszügigen 21/₂-Zimmer-Wohnung. Sie ist sehr zufrieden, schätzt die zentrale Lage in Freiburg, die Einstellhalle für das Auto und den modernen Ausbaustandard. «Das Haus ist so gut isoliert, dass man seine Nachbarn praktisch nie hört. Aber ich sehe sie auch nur selten.» Schenevey hat am Jubiläumsfest im Innenhof teilgenommen. Manchmal sehe sie die Bewohnenden vom Diabolo Menthe beim Pétanque-Spiel, erzählt sie, aber direkten Kontakt pflege sie persönlich nicht.
«Der intergenerationelle Austausch funktioniert nicht automatisch.»
GEORG MEIER
GERINGE NACHFRAGE NACH ALTERSWOHNUNGEN
«Der intergenerationelle Austausch, wie er für die ‹Passage› ursprünglich angedacht war, funktioniert nicht automatisch. Das ist heute klar», sagt Georg Meier von
der Adimmo AG. «Wir sehen das auch bei anderen Wohnprojekten: Nur wenn sich jemand wirklich für diesen Austausch einsetzt, findet er auch statt.»
Die Nachfrage nach reinen Alterswohnungen fiel geringer aus als erwartet. «Es hat länger gedauert, bis wir sämtliche Wohnungen vermietet hatten. Viele Menschen wollen so lange wie möglich bei sich zu Hause bleiben und ziehen erst um, wenn sie pflegebedürftig werden.» Daher steigt die Nachfrage nach Wohnangeboten mit integrierter Pflege, ist Meier überzeugt.
JUGENDLICHE KOCHEN FÜR SENIOREN
Emmanuel Michielan hält am Ideal des Kontakts zwischen den Generationen fest: «Wir merken, dass Seniorinnen der Austausch mit Jüngeren guttut. Deshalb fördern wir diesen auch gezielt.» Im Alltag sei dies aber nicht immer einfach. Er hat zum Beispiel versucht, die Bewohnerinnen und Bewohner der Überbauung für ein Projekt zusammenzubringen, um gemeinsam die Baumtöpfe und Stühle im Innenhof zu bemalen. Doch die Initiative wurde schliesslich ohne die jüngeren Mieter umgesetzt. Besser funktioniert die Zusammenarbeit mit einer nahen Sekundarschule. Die Jugendlichen kochen in der Cafeteria für die Seniorinnen und unterstützen bei der Abfallentsorgung. Sie halfen damals auch beim Bemalen der Baumtöpfe. «Daraus sind vereinzelt Freundschaften geworden», erzählt Michielan. ««Doch damit diese entstehen können, muss man sich regelmässig begegnen. Und dafür braucht es gegenseitiges Interesse.»
Samuel Schlaefli
Gesang, Musik und Unterhaltung – Nachbarschaftsfest zum zehnjährigen Jubiläum der Passage du Cardinal

WAS HEISST EIGENTLICH ...?
Obligatorium und Überobligatorium
Das System der beruflichen Vorsorge besteht aus zwei Bausteinen: dem obligatorischen Teil und dem überobligatorischen Teil. Das Obligatorium ist im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt. Das Gesetz sorgt dafür, dass Arbeitnehmende in der Schweiz eine minimale Altersvorsorge erhalten. Es bestimmt:
◆ welcher Lohnanteil versichert ist,
◆ wie hoch die Beiträge sind
◆ und welche Mindestleistungen garantiert werden.
Wenn die Pensionskasse mehr als den obligatorischen Teil versichert, spricht man von Überobligatorium.
Das Obligatorium
Mit «BVG» bezeichnen wir umgangssprachlich das Obligatorium. Dieses BVG-Obligatorium ist der gesetzlich vorgeschriebene Teil der Altersvorsorge – eine Pflichtversicherung für Arbeitnehmende ab einem bestimmten Jahreseinkommen. Das Mindesteinkommen, die sogenannte Eintrittsschwelle, liegt zurzeit bei 22 681 Franken im Jahr. Maximal sind aktuell 90 720 Franken Jahreslohn versichert. Löhne unter der Eintrittsschwelle und über dem maximalen Lohn werden nicht versichert.
Die Leistungen und Beiträge sind schweizweit einheitlich geregelt. Versicherte bauen zusammen mit dem Arbeitgebenden ein Altersguthaben auf. Bei Pensionierung sowie bei Invalidität und Tod gibt es gesetzlich garantierte Leistungen.
Das Überobligatorium
Im Überobligatorium bewegen sich Pensionskassen, die eine bessere Versicherung anbieten als das BVG. Hier gelten flexiblere Regeln: Leistungen und Beiträge lassen sich individuell gestalten – ganz auf die Bedürfnisse der Unternehmen und der Mitarbeitenden abgestimmt. Solche attraktiven Konditionen sind zum Beispiel:
◆ höhere Sparbeiträge (Beiträge, die dem Sparguthaben gutgeschrieben werden),
◆ eine bessere Verzinsung der Sparguthaben oder
◆ höhere Leistungen bei Invalidität oder für Hinterlassene.
Die Finanzierung erfolgt wie im obligatorischen Teil der Vorsorge in der Regel durch Beiträge von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden.
Wie hoch sind die Leistungen bei der blpk? Die blpk gewährt überobligatorische Leistungen. Das heisst: Unsere Leistungen sind höher als per Gesetz vorgeschrieben. Wie wir das schaffen? In den Vorsorgeplänen der blpk wird zum Beispiel ein grösserer Lohnanteil versichert – der Koordinationsabzug1 ist bei uns meistens kleiner, und wir versichern auch Löhne über 90 720 Franken. Ausserdem gehen die Sparbeiträge über die Vorgaben des BVG hinaus.
Der Anteil der Altersguthaben gemäss BVG im Verhältnis zu den gesamten Altersguthaben bei der blpk liegt seit Jahren stabil bei rund 40 Prozent. Dies zeigt: Die Leistungen der blpk sind insgesamt deutlich besser als die, die das Gesetz bestimmt.
1 Koordinationsabzug: Das ist jener Teil des Lohnes, der bereits in der AHV versichert ist. Er wird in der Pensionskasse nicht versichert. Jahreslohn minus Koordinationsabzug = versicherter Lohn. Je kleiner der Koordinationsabzug, desto höher ist der versicherte Lohn und desto besser die Versicherung.
REGION IM BLICK
Klimaschutz auf dem Stundenplan
Wie können Jugendliche zum Klimaschutz beitragen? Das lernen Schülerinnen und Schüler an der Sekundarschule Gelterkinden seit vier Jahren während Aktionswochen und im Umweltunterricht. Im September wurde die Schule als erste Klimaschule der Region ausgezeichnet.
Als 2018 weltweit die «Fridays For Future»-Proteste begannen, blieben auch in der Sekundarschule Gelterkinden erste Schülerinnen und Schüler dem Unterricht fern. «Ich konnte das gut nachvollziehen», erinnert sich Gabriela Graf-Kocsis. Sie unterrichtete damals als Fachlehrerin für Natur und Technik und leitet das Projekt Klimaschule. «Gleichzeitig habe ich mich damals gefragt, wie wir dieses Interesse und diese Betroffenheit längerfristig im Unterricht aufnehmen können.»
«Die
Schülerinnen haben das gesamte Schulareal umgekrempelt und es dadurch klimaresilienter gemacht.»
GABRIELA GRAF-KOCSIS
Graf-Kocsis entwickelte ein Konzept mit Lehreinheiten zum Thema Klima und einem jährlichen Event, einem Gesamtschulanlass. Unterstützung erhielt sie von my blue planet, einem gemeinnützigen Verein, der Lehrerinnen und Lehrern dabei hilft, das Thema Klimawandel in den Schulalltag zu integrieren, und ein Zertifikat für Klimaschulen vergibt.
EIN TAG OHNE STROM
2021 startete die Schule in Gelterkinden mit einem Blackout Day: Der Hauswart kappte den Strom im Schulhaus, die Schüler
thematisierten die Herkunft und unsere Abhängigkeit von Strom. Ein Jahr darauf folgte eine Aktionswoche zum Thema Biodiversität. «Dafür schulten wir zuerst das Lehrpersonal mit Expertinnen von Pro Natura und Birdlife, dem zuständigen Revierförster und einem Experten für den Bau von Trockenmauern», erzählt Graf-Kocsis. Unterstützt von einem Unternehmen für Gartenbau pflanzten die Jugendlichen Bäume auf dem Schulareal, entsiegelten Betonflächen, legten Hochbeete für Gemüse an und bauten Nistkästen für Vögel.
«Die Schülerinnen haben das gesamte Schulareal umgekrempelt und es dadurch klimaresilienter
Applaus auf dem Pausenplatz: Die Schule Gelterkinden wird offiziell zur Klimaschule ernannt

gemacht.» In den folgenden Jahren hat die Schule die Schwerpunkte Ernährung, Energie und Mobilität thematisiert und praktisch umgesetzt. So entstand zum Beispiel eine Fotovoltaikanlage, und Schüler und Lehrerinnen erarbeiteten zudem ein Ernährungskonzept für sämtliche Kochanlässe an der Schule. «Uns war immer wichtig, dass die Schüler Verknüpfungen zwischen verschiedenen Themen herstellen», sagt Graf-Kocsis.
Organisiert wird das Projekt Klimaschule von einem achtköpfigen Kernteam, dem auch der Schulrektor Roger Leoni angehört. Ziel der Klimaschule sei es, den Lernenden Lebenskompetenzen zu vermitteln, die ihnen positive Zukunftsaussichten eröffnen, sagt er. «In der Klimaschule lernen sie, Dinge zu hinterfragen, zu diskutieren und eigene Lösungen zu entwerfen.» Dadurch könnten sich die Jugendlichen bewusst mit ihren Haltungen und Sichtweisen auseinandersetzen.
VEGANES ZNÜNI FÜR DIE GANZE SCHULE
Ein weiteres Angebot der Klimaschule ist der Klimarat, an dem sich interessierte Schüler beteiligen können. Während sechs Doppellektionen in der Unterrichtszeit arbeiten sie an einem eigenen Klimaprojekt. Zum Beispiel kochen sie ein veganes Znüni für die gesamte Schule, bauen eine sparsame Bewässerung für das Hochbeet oder drehen einen Werbefilm für eine umweltgerechte Abfallentsorgung. Der Rat startete mit drei Schülerinnen und Schülern, heute sind es um die 30. Anne Rickenbacher war drei Jahre lang im Klimarat aktiv, bevor sie dieses Jahr das Gymnasium in Liestal begann. «Ich habe im Rat vor allem gelernt, wie aus einer Idee ein Projekt wird – und wie man solch ein Projekt umsetzt», sagt die 15-Jährige.

Bereiten ein buntes Znüni vor: Schülerinnen und Schüler des Klimarats
«Ich habe im Rat vor allem gelernt, wie aus einer Idee ein Projekt wird – und wie man solch ein Projekt umsetzt.»
ANNE RICKENBACHER
Besonders gut haben ihr die Ausflüge mit dem Klimarat gefallen. Letztes Jahr war der Rat zu Besuch bei Planted in Kemptthal, wo pflanzliche Fleischersatzprodukte
hergestellt werden. Ebenfalls in guter Erinnerung geblieben ist ihr ein Besuch in dem Palais des Nations, dem UN-Standort in Genf. Dort durfte sie gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen von anderen Klimaschulen an einem Anlass zu den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung teilnehmen.
Was nimmt sie aus ihrer Zeit im Klimarat für die Zukunft mit? «Das Wissen, dass jeder etwas gegen den Klimawandel tun kann», sagt Anne Rickenbacher. Das verändere zwar nicht sofort die Welt. «Doch es kann andere inspirieren, sie mitziehen und zu etwas Grösserem werden.» Das hatte Greta Thunberg sich wohl auch gedacht, als sie 2018 erstmals mit einem Schild vor dem Gebäude des schwedischen Parlaments sass.
Samuel Schlaefli
Rätselspass WETTBEWERB
Lösungswort:
1. Vorweihnachtszeit 2. Kranz mit vier Kerzen 3. Zählhilfe bis Weihnachten 4. Himmlischer Bote 5. Gabe, die unter dem Baum liegt 6. Glänzender Weihnachtsbaumschmuck 7. Süssware aus Mandeln und Zucker 8. Glück bringender Zweig 9. Heisses Getränk mit Gewürzen 10. Strafinstrument des Schmutzlis 11. Fahrzeug des Weihnachtsmanns 12. Gefrorener Niederschlag 13. Eiskristall aus den Wolken 14. Figur aus Schnee 15. Himmelskörper über Bethlehem 16. Gesang zur Festzeit 17. Geschenkbringer mit rotem Mantel 18. Weihnachtsgewürz 19. Gabe der Weisen 20. Einer der Heiligen Drei Könige 21. Wachsstab mit Docht 22. Süsses Honiggebäck mit Gewürzen
Schreiben Sie uns das Lösungswort und Ihre Adresse an magazin@blpk.ch. Gewinnen Sie dreimal je eine Baselland-Card im Wert von 100 Franken. Einsendeschluss ist der 1.2.2026. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Viel Glück!
Die Lösung des Bilderrätsels aus dem Magazin 2024: Die Gutzis Nummer 7 und Nummer 65 sahen genau gleich aus. Die Katze Bela hatte sich auf dem Gutzi mit der Nummer 64 versteckt, und das Gutzi mit der Nummer 70 wurde schon angeknabbert.