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TRAIL RUNNING MAGazin

01 februar märz

2010

RYAN SANDES

VATER & SOHN DIE MASTERS!

DIE BESTEN TRAIL RENNEN

2010 IM ÜBERBLICK snowrunning SÜDAFRIKA

DER GROSSE

TRAILSCHUH

TEST

50 NEUE MODELLE IN DER PRAXIS


3 LÄNDER, 8 TAGE, 18 600 HÖHENMETER, 288 KILOMETER

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© 2009 W. L. Gore & Associates GmbH. GORE-TEX, GUARANTEED TO KEEP YOU DRY, GORE and designs are trademarks of W. L. Gore & Associates.

GORE-TEX TRANSALPINE-RUN 04.09. – 11.09.2010

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www.transalpine-run.com


VORWORT

von neuen schuhen, im alter gut aussehen und neuen zielen...

Erfolg. Das hat bei den meisten nur noch was mit Betriebswirtschaftslehre zu tun. Wer im richtigen Augenblick die richtige Fähigkeit hat, wer in der Ergebnisliste weit vorne steht, der hat Erfolg. Es geht um Gewinn, um ein Plus unterm Strich. Daran orientieren wir uns. Das haben wir von den Bankern und Managern gelernt. Wie ist es denn mit: sich gut fühlen, nach Glück und Freiheit streben, die Natur geniessen oder einfach nur mehr Zeit haben? Ist das auch Erfolg? Auch beim Trail-Running gibt es Sieger, und es gibt harte Zweikämpfe um die Platzierungen, aber in erster Linie geht es ums Finishen. Wer ankommt ist ein Gewinner. Fast wie im realen Leben. Unser grosser Trailschuhtest in dieser Ausgabe war für uns am Ende auch ein gelungenes Finish. Wir brachten nach 3 Tagen Testlauf am Gardasee, insgesamt 92 Paar nagelneue Trailschuhe ins Ziel. Sie mussten sich auf Schotter, Fels, Schlamm und Asphalt beweisen und anders als bei Ultra-Trail-Rennen war es untereinander ein echter Konkurrenzkampf - es gab keine Freundschaften im Starterfeld! Wer gut ankam und wer Probleme hatte ab S.34 Ryan Sandes ist einer derer, die sehr gerne und fast immer finishen. Für sein vollkommenes Glück, sollte allerdings eine 1 vor seinem Namen stehen. Stephan R. Gripmaster interviewte den Südafrikaner in seinem Heimatland und war während des gemeinsamen Laufes in den Bergen um Kapstadt immer hart an seinen Fersen - zumindest immer so nah, dass er aus den Antworten eine schöne Reportage verfassen konnte. Ab S. 64 Wie sich das anhört:„Laufsport im Alter”. Ich tat mir sehr, sehr schwer mit der Bezeichnung dessen, was ich über Trail-Runner über 40 so loswerden wollte. Mit 40 oder 50 ist man doch noch nicht alt und wenn der Autor so einer Geschichte, selbst die 37 im Blick hat, mag man vorsichtig werden. Wieso kann man Trail-Running bis ins hohe Alter betreiben und was kann man tun um möglichst lange dabei zu bleiben. Um der Sache auf den Grund zu gehen, taten wir das was auf der Hand lag: wir sprachen mit denen die es erfolgreich tun. Wenn man sich selbst zu den Älteren zählt, fällt so manches besonnener und wohl überlegter aus. Die Rennsaison zu planen ist eine Sache, die man im Winter machen kann. Mach es dir im Sessel bequem, dreh die Heizung auf und such dir deine Wettkämpfe aus unserem Rennkalender 2010 ab S.74. Wir zeigen die verschiedensten Rennen verteilt über den ganzen Globus. Etappenläufe durch Wüsten, Ultradistanzen über Berge oder einfach nur schöne Trailruns durch faszinierende Landschaften.

Guten Grip wünscht Denis Wischniewski Herausgeber, TRAIL Fanzine

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1.2010 INHALT Südafrika Der Gripmaster war in Kapstadt und wollte bleiben!

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TRAIL-NEWS Glückliche Sieger, neue Produkte, Deadlines

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TRAIL TYPEN Josef Ajram & Ingalena Heuck

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Der Grosse Trail-schuhtest 50 neue Modelle wurde nicht geschont

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Weg nach chamonix Teil 2 der UTMB Vorbereitung mit Hindernissen

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Sie nannten ihn Sandman Der Süd-Afrikaner Ryan Sandes liebt Wüstenläufe

64

die besten rennen 2010 Der erste Teil von Januar bis Juli

74

4 Tage nur für den trail Die Traildays im Mai finden in Garmisch statt

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vater und sohn Familie Biland hat ein gemeinsames Hobby

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8 neue Trail running Regeln Was man soll, kann oder muss

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SNOWRUNNING PART 1 Julia Böttger über laufen im Schnee

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die sache mit dem alt werden Warum man so lange, so schnell rennen kann

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besser als je zuvor Amy Palmiero-Winters verlor ihr Bein und ist stark

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SNOWRUNNING PART 2 Weltmeisterin Lizzy Hawker über laufen im Schnee

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KAPSTADT / SÜDAFRIKA Von Stephan Repke / www.gripmastertrails.com

gut gebrüllt, löwe! 7


Zwischen Himmel und Hölle – Der Devil’s Peak bietet sengende Hitze, gewaltigen Wind, eiskalte Nebelschwaden, völlige Orientierungslosigkeit und atemberaubende Ausblicke. Alles innerhalb einer halben Stunde!


Spirituelle Momente - die 12 Apostel im Blick, den Atlantik zu Füßen...Die Zeit am und auf dem Tafelberg gehört zu den erhabensten Erlebnissen, die ich in meinem Trailrunningleben gehabt habe!

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Schicksalsschlag - Unzählige Schiffe sind am Kap der Guten Hoffnung hoffnungslos zerschellt.... Für den Trailrunner, der das Kap unversehrt umrundet hat, ist es ein Schicksal anderer Natur: Das Erlebnis wird er nie vergessen können, und immer wieder hierher zurückkehren wollen...

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Wenn der Berg nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt sich auftürmt, dann geht das: Gripmaster aus Deutschland erwähnt beim Abendessen mit ein paar südafrikanischen Skyrun-Veteranen, dass er gerne mal abends mit der Stirnlampe am Tafelberg rumrennen möchte. 3 Tage später stürmen 9 Trailrunner derart den Hang des Devil’s Peak entlang, dass die Staubwolken des Ersten noch die Lichtstrahlen des Letzten schlucken... Wir hatten uns kurz vor Sonnenuntergang getroffen, so dass während der ersten Serpentinen die Dämmerung sich in Dunkelheit verwandelte. Während die Lichter der Stadt unter uns angehen, führt Roger die lustige Truppe durch ein Labyrinth von atemberaubenden Singletrails.


Der Löwe zeigt seine Zähne. Seine Gehilfin, die Sonne tut was sie am besten kann: sie brennt unerbittlich auf mich hinab. Die Muskeln brennen, die Haut glüht, das Gehirn schmilzt... Es kann keinen Zweifel geben – ich bin in Afrika! Wenn man in Deutschland das Wort Südafrika erwähnt, werden reflexartig in den Gehirnen der Zuhörer Verbindungen hergestellt, einjeder denkt – ah die Fußballweltmeisterschaft! Der weltweite Marketinghammer von FIFA, Adidas und Konsorten hat die Lufthoheit übernommen, auch in Kapstadt sind die Plakatwände voll von bunten Südafrikafahnen, die von mehr oder weniger talentierten Werbestrategen mit Fußballspielenden Kindern und markigen Sprüchen dekoriert und zu einem kollektiven Brainwash verarbeitet wurden. Eine sozialkritische Betrachtung des Konsumwahnsinns in Kapstadts Monster-Malls, nur wenige Kilometer entfernt von der Stacheldrahtbewehrten Realität in den Townships, welche Südafrikas billige Arbeitskräfte beherbergen, würde jedoch das Bild trüben, welches ich jedes Mal von dort zurückbringe, und welches ich auch hier vermitteln möchte. Eines ist sicher, Südafrika ist ein Land der Gegensätze. Habe ich im Aufstieg zum Lion’s Head noch unglaublich geschwitzt, so bereue ich es nun auf dem Gipfel, keine Handschuhe mitgenommen zu haben. Wie so oft sind innerhalb weniger Minuten Wolken aufgezogen, die sich hier oben als dichter Nebel niederlassen. Aus der Ferne sieht es putzig aus, wie sich die Raumschiffartige Watte auf dem Lion’s Head, dem gegenüberliegenden Devil’s Peak oder dem in der Mitte thronenden majestätischen Tafelberg zu parken scheint. Wenn man mittendrin ist, sieht es jedoch anders aus... Die Temperatur stürzt innerhalb Minuten, die Sicht ist auf Armeslänge reduziert. Nicht ohne Grund gehen jedes Jahr nichtsahnende Touristen im Labyrinth des Tafelberges verloren. Wenn In Europa Herbst und Winter zuschlagen, die Tage kürzer werden, und zumindest bei uns in den Alpen die Trails durch mehr und mehr Schnee zusehends unpassierbar...dann wird es auf der Südhalbkugel langsam Sommer! Für den Trailrunner, der einfach noch nicht genug hat, und der obendrein abenteuerlustig und geländegängig ist, für den ist Kapstadt ein Reiseziel wie es nur wenige auf der Welt gibt! Der Ausgangspunkt für die wortwörtlich unzähligen Trails auf der Kaphalbinsel, zwischen Atlantik und Indischem Ozean gelegen, und obendrein mit nur einer Stunde Zeitdifferenz zu Europa – das

Trailparadies ist näher als man denken würde!!! Ist Trailrunning in Deutschland noch in der Entwicklungsphase, sieht es in Südafrika ganz anders aus damit! Selbst dem frisch eingereisten Europäer gelingt es, am Wochenende mit einer Gruppe durch aufregende Trails zu rasen. Mit erstaunlich minimalistischer Ausrüstung ist so mancher Crack hier unterwegs, und in was für einem Tempo! Wer fast immer in ruppigem Geröll und durch dichtes Buschwerk rennt, den hält auf einem Wanderweg überhaupt nichts mehr auf! Weil es im Dezember hier tagsüber sehr heiss wird, starten die Einheimischen gerne zu früher Stunde, Verabredungen um 7 Uhr am Trailhead sind nicht ungewöhnlich. Der übermütige Europäer startet gerne wie zuhause gegen Mittag und wird dafür unbarmherzig mit Gluthitze gestraft... Hitze hin, Schlafmangel her... das Kap bietet eine unglaubliche Auswahl! Direkt am Stadtrand kann man eine kurze Stunde voller Ausblicke und leichter Trails am Lion’s Head absolvieren. Der gegenüberliegende Devil’s Peak ist nicht nur höher sondern auch der Weg nach oben ist ein ganzes Stück anspruchsvoller, der ganze Berg ist obendrein von Zick-Zack-Trails durchzogen, es ist gar nicht so einfach, den Weg zum Gipfel auf Anhieb zu finden! Der Ausblick ist wahrhaft atemberaubend, und der Downhill auf den sandigen Trails mit rauhem Fels (super-Grip!) eine Achterbahn für Fortgeschritene! Die Königsklasse ist der knapp 1000 Meter über Kapstadt thronende Tafelberg. Ausser der Gondel gibt es hier keinen leichten Weg nach oben... Der bekannteste ist zweifellos Platteklip Gorge – der Canyon klafft einen knappen halben Kilometer links von der Seilbahn im Berg und einer der aberwitzigsten Wanderwege die ich je gesehen habe, führt in immer enger werdenden Serpentinen durch den sich verjüngenden Tunnel. An heissen Tagen steht die Luft und die Hitze bringt den sich nach oben arbeitenden Läufer an den Rand des Aufgebens. Doch die Blöße gibt er sich vor den hunderten schwitzenden und sich ausruhenden Touristen nicht, die er überholt... An kalten Tagen, wenn die „Tischdecke“ den Tafelberg bedeckt (so heisst die grosse fluffige Wolke, die häufig auf dem flachen Fels herumlungert), kann es in Platteklip zugehen wie in einem Windkanal, dann weht dem Emporkömmling ein eiskalter, rasender Wind, nein Sturm entgegen - wer es trotzdem bis oben schafft, muss einen eisernen Willen haben! Einmal auf dem tafelberg beginnt der Spaß aber erst richtig! Wer genug Kraft in den Beinen und Essen und Trinken dabei hat, kann nun

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auf einen stundenlangen Slalom gehen, kreuz und quer, auf und ab... Beliebt ist auch die komplette Querung des Berges, mit Rückweg auf dem Contour Path, der am unteren Rand des Tafelberges durch dichte Laubwälder führt. Überhaupt – Contour Path... es soll ja Tage geben, da ist man gar nicht scharf auf supersteile Rampen und meterhohe Felsbrockenstufen,... dann empfiehlt sich ein schneller Lauf unterhalb des Tafelbergs.. Die Schattenseite: Contour Path beginnt auch bei der Seilbahn und schlängelt sich dann am Devil’s Peak vorbei zur Ostseite des Berges. Dort beginnt dichter Dschungelartiger Wald und der abwechslungsreiche Weg führt mit kleinen Wellen durch viel Schatten, eine Seltenheit in Kapstadts Trails! Besonders amüsant, die langen Holzplankenpassagen! Die Sonnenseite und ein absoluter Gripmasterfavorit: Pipe Track. Auf der Westseite des Berges, startet er unmittelbar an der Strasse, die von Kapstadt über den Sattel nach Camps Bay führt. Immer zwischen Ozean und den 12 Aposteln, in der vollen Sonne, bedeckt mit feinem Sand und groben Steinen...für mich ist der Pipe Track der Inbegriff von Südafrika! Wenn man das alles kennt, und die Schuhe noch Profil haben sollten, geht das Erkunden erst rich-

tig los – Im Nationalpark des Kap der Guten Hoffnung gibt es kaum begangene Wanderwege, auf denen selbst hartgesottene Trailrunner eine Gänsehaut bekommen. Eine 40 Kilometer lange Runde voller Emotionen führt einen über Gras und roten Fels am indischen Ozean entlang bis vor zum Kap, und durch weisse Sanddünen an verrosteten Schiffswracks vorbei, zurück zum Start. Unnötig zu sagen, fast jeder Hügel, Berg oder Höhenzug zwischen Kapstadt und dem Kap ist von einem tollen Wegenetz durchzogen. Die meisten sind obendrein in sagenhaft gutem Zustand, nicht zwingend leicht zu laufen aber definitiv gut zu finden und mitunter auch gut markiert... Die Wolken haben sich verzogen, der Lion’s Head ist wieder frei. Am Horizont verläuft blauer Himmel mit blauem Meer. Der Blick zurück vom Parkplatz am Signal Hill zum steil aufragenden Gipfel lässt nicht erahnen, was für abenteurliche Trails Kapstadts kleiner Fels bereithält.

Gut gebrüllt, Löwe!

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Die Touristen, die sich in Reisebussen an den Leuchtturm am Cape Point transportieren lassen, verpassen den fantastischen Trail, der sich durch den ganzen Nationalpark am oder 端ber dem Meer entlang schl辰ngelt...Ein Gl端ck, so haben die Trailrunner den Vasco da Gama Peak f端r sich!

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Timberland , If You’re Not Fast You’re Food, Mountain Athletics, Independent Suspension Network, und Take it All On sind eingetragene Marken von The Timberland Company. Green Rubber ist eine eingetragene Marke von Elastomer Technologies, Inc.


Die neuen All-Mountain Run-Off Teil der neuen Timberland ® Mountain Athletics® Kollektion. Designt für Schnelligkeit. Besonders atmungsaktiv, wasserabweisendes Mesh für Aktivitäten im und am Wasser. Die Independent Suspension Network™ Technologie passt sich wechselndem Gelände an. Green Rubber™ Außensohlen bestehen zu 42 % aus recycelten Altreifen, die furchtbar schmecken. Aber das wissen Pumas und Alligatoren nicht. mountainathletics.timberland.com www.timberland.de

TAKE IT ALL ON ™


NEWS01.10 UNBEMERKTER RÜCKTRANSPORT. Der neue Salomon XT Wings 5 Rucksack ist in seiner Fortführung, eine echte Innovation. Mit einem Gewicht von lediglich 387 Gramm und bereits mitgelieferten, anatomisch geformten Trinkflaschen (die wie von alleine in die Fächer gleiten), ist der Wings 5 der perfekte Begleiter für den Trail, für Rennen und lange Einheiten. In das 6 Liter Volumen passt zudem erstaunlich viel rein. Genug Raum für Jacke, Riegel, Lampe und Wechselwäsche. Dank einem neuen Rückensystem lässt sich der High-Tech Rucksack individuell an den Körper anpassen, so dass man nach kurzer Zeit vergisst, dass man überhaupt was auf dem Rücken trägt. Wasserdichte Reissverschlüsse, abweisendes Aussenmaterial machen ihn zum Allwetterprodukt. Die neuen Aussentaschen machen Sinn, der Vorgänger hatte das noch nicht. www.salomonrunning.com/de

Schutz-Socken! Die anatomischen Debrisocks von den Trailprofis Inov-8 mit integrierter Gamasche verhindern, dass Dreck und Steinchen beim Laufen in die Schuhe geraten. Die Socken atmen dank Coolmax, sind leicht und sehr einfach anzubringen. Eine gute Lösung, die für heute übers Equipment hirnende MDS Läufer in die enge Auswahl kommen sollte www.inov-8.de

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Film über den Wundermann! Ryan Sandes ist der Titelmann dieser Ausgabe und was im grossen Interview nicht steht, sind Infos über einen Film über ihn. In WANDERING FEVER geht es um Ryan, seine Leidenschaft und die unerwarteten Erfolge bei seinen Wüstenläufen. Einen kleinen Vorgeschmack kann man sich schon mal über den Teaser auf Youtube holen: www.wanderingfever.com http://www.youtube.com/watch?v=9eJH40r6KpE

Es kann ja auch mal lässig sein.

Ganz unbestritten - NIKE machen schöne und lässige Klamotten und der Trail-Runner, kann davon profitieren: er sieht gut darin aus! Mit nur 208 Gramm ist Frau Trail-Runner mit dem neuen VaporFly Jacket besonders leicht und schick unterwegs. Ergonomisch platzierte Nähte orientieren sich an der Kontur des Körpers und verhindern Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Das NikeVaporFly Jacket ist wasser-und windresistent. Diverse elastische Einsätze und Meshstoffe, machen das Oberteil mit Kapuze zum vielseitigen Sportartikel. Die vordere Brusttasche mit Reißverschluss kann von dem Läufer auch während des Laufens zur Aufbewahrung kleiner Gegenstände genutzt werden. Die kleine innenliegende Tasche bietet sicheren Schutz für kleinere Gegenstände wie einen Media Player. nikerunning.nike.com

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NEWS01.10 TRAILRUNNING - ein Abenteuersport in drei Akten Der Fotograf und Kameramann Stephan Repke, auch bekannt als der "Gripmaster" filmt Geländeläufer in atemberaubenden Landschaften auf der ganzen Welt. In drei Filmen zeigt er verschiedene Facetten dieses vielseitigen Sports: Rekordjagd: "Rund um den Königssee" - Stephan und Babsi Tassani aus Ainring umrunden den Königssee in Rekordzeit. Bob- und Rodelbahn, Almwiesen, versteckte Uferwege, der berüchtigte Rinnkendlsteig... faszinierende Landschaften und sportliche Höchstleistung mitten im Berchtesgadener Land. Etappenrennen: "Gore-Tex Transalpine-Run 2009" - 250 Zweierteams, acht Tage. Beim härtesten Etappenlauf Europas ging es 240 Kilometer und 15400 Höhenmeter über den Alpenhauptkamm. Expedition: "Teneriffa-Crossing" - In 40 Stunden non-stop zu Fuß über die grösste Kanareninsel, von Leuchtturm zu Leuchtturm. Mittendrin steht der 3700 Meter hohe Vulkan, den es zu überqueren gilt. Und das ausgerechnet im kältesten Winter seit 15 Jahren. Termin: 25.03.2010 um 18.15 Uhr Ort: Kur- und Kongresshaus Berchtesgaden kl. Saal www.berginale.de

FAUL SEIN LOHNT SICH WIEDER! Den neuesten Erkentnissen amerikanischer Studien zu Folge, könnte faul sein, für Leistungssportler wieder lohnenswert sein. Bisher wurde angenommen, dass die Regenerationsphase (Superkompensation) nach hartem Training, bis zum Wettkampftag, so um die 5-10 Tage ideal wäre. Noch besser: bis zu 30 Tage ohne Belastung macht den Körper für das Rennen am leistungsfähigsten - soll so sein. KLICK! Deine Meinung zählt hier!


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NEWS01.10

Weniger Farbe, mehr Luft! Die Exo Calves gehen in die zweite Runde. In schlichtem Schwarz mit silberfarbenen Waben, verleihen Sie dem Trail-Runner Schutz und längere Energie durch Kompression. Die Weiterentwicklung der Stulpen ist atmungsaktiver und besser im Komfort. www.salomonrunning.com/de

Jahreswechsel in Marokko Die Lauflegenden Ahansal. Lahcen, der 10fache Marathon des Sables Sieger und sein Bruder Mohamad, organisieren den Zagora Marathon. Jährlich zum Jahreswechsel, treffen sich dort Freunde und Einheimische zum letzten Kräftemessen. Bei der sechsten Austragung waren über 700 Läufer aus Marokko, Frankreich, Deutschland, Thailand, Schweiz und Luxemburg am Start. Der klassische Marathon führt dort über Steine, Felsen und Sanddünen. In diesem Jahr lag die Siegerzeit bei sagenhaften 2 Stunden und 40 Minuten. Es gewann der Marokkaner Mouloudi - wie viele andere, war er aber nicht als Tourist am Start. www.zagoramarathon.com KLICK! Deine Meinung zählt hier!


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New Balance, mit Hauptsitz in Boston, Massachusetts, ist einer der weltweit führenden Hersteller von Sportschuhen und Sportbekleidung. Das im Jahre 1906 gegründete Familienunternehmen ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. New Balance fertigt Sportschuhe in verschiedenen Weiten, stellt Funktion vor Mode und setzt auf heimische Produktion. Weitere Informationen über New Balance auf w w w .ne w ba la nc e .de . Herrenmodell MR749GY Damenmodell WR749GP

MODELL 749 - Trail Running Ein leicht gestütztes Multitalent, das dank seiner Profilierung und Dämpfung sowohl auf als auch neben der Straße eingesetzt werden kann. Aufgrund des geringen Gewichts wird dieses Modell gerne von ambitionierten Sportlern getragen. Strobelmachart wirkt wie ein Strumpf und gewährleistet somit optimale Passform. Das Medial Post - von der Ferse bis zum Mittelfußbereich härter aufgeschäumtem Material –dient als Überpronationskontrolle. Das ABZORB® Dämpfungssystem im Rück- und Vorfuß gewährleistet optimale Schockabsorption und Verteilung der Aufprallkräfte. Das ACTEVA LITE Zwischensohlenmaterial ist 24% leichter als herkömmliches EVA, ist aber wesentlich belastbarer. Obermaterial: Synthetik Mesh Leisten: PL-1 Weite Herren: D Weite Damen: B Größenlauf Herren: 7,5-13, 14, 15 Größenlauf Damen: 5-11, 12 Gewicht Herren: 296 g (US 9,5) Gewicht Damen: 269 g (US 7) VK: 100 Euro Made in UK Im New Balance Blog www.newbalanceblog.de gibt es Neuigkeiten rund um New Balance, neue oder besondere Schuhmodelle, News aus der laufaffinen (Web-)Welt, Trainingstipps sowie Hinweise auf aktuelle Aktionen und Events. Die Trail Running Modelle basieren auf den Technologien der bewährten Laufmodelle, die jedoch durch trail-spezifische Technologien ergänzt werden. Hier unsere Highlights für die Frühjahr/Sommer Saison 2010.

Modell 572 – Trail Running Das Einsteigermodell 572 ist vielseitig einsetzbar und gewährt einen hohen Tragekomfort. Das zweilagige Zwischensohlenmaterial besteht aus einer weicheren, dämpfenden und einer etwas härteren Struktur und kombiniert somit Dämpfung und Stabilisation. Ein technischer Schuh in aggressivem Design zu einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis. Leisten: S70 CX Weite Herren: D Weite Damen: B Größenlauf Herren: 7-12, 13, 14, 15 Größenlauf Damen: 5-11, 12 Gewicht Herren: 317 g (US 9,5) Gewicht Damen: 257 g (US 7) VK-Preis: 60 Euro Made in UK

Herrenmodell MT572BY Damenmodell WT572PK


NEWS01.10 ROCKEN soll es!

VIELE, VIELE SIEGER!

Unsere TOP6 für Trail-Runner. Eigentlich wollten wir hier nur Speedmetal aus den Jahren1982-1987 vorstellen, aber dann überkam uns dieses warme Gefühl von Soul, Punk und Rock...na ja:

Das TRAIL Magazin verloste in der letzten Ausgabe Startplätze in Paris, Kompressions Stulpen und feinste Merino-Wäsche. Nach Paris zum TRAIL DE PARIS fahren: 80 k: Michael Raab 50 k: Robert Boettcher Hans Hörmann Sergio Minder 18 k: Fernandez Wolter Georg Pagenstedt Joe Ceccon

HARD SUN - Eddie Vedder http://www.youtube.com/watch?v=jpkeJWXY4ZA WHY CANT THIS BE LOVE - Van Halen http://www.youtube.com/watch?v=_zuMu0r9XO0 DO THE EVOLUTION - Pearl Jam http://www.youtube.com/watch?v=SvqoF-uhQnQ LONG TRAIN RUNNING - The doobie brothers http://www.youtube.com/watch?v=CHdgyinhKhU THE IMPRESSION THAT I GET - Mighty mighty Bosstones http://www.youtube.com/watch?v=CHdgyinhKhU AN OPEN LETTER TO NYC - Beastie Boys http://www.youtube.com/watch?v=WFAj4R86Zm8

Dünne Wege gehen!

CRAFT zeigen mit Ihren neuen Fleece Zip Pullovern, dass es auch dünner geht. Ein technischer, leichter Fleece Stoff mit diversen Mesheinsätzen, macht aus diesem Oberteil ein 4-Jahreszeiten Produkt. Ist doch super, dann kann man es ja einfach anlassen...also auch mal länger. www.craft.se

Über je ein Paar Spykers von X-Technology freuen sich: Sarah Schwarzer Wim Reumkens Andreas Loeffler Hannes Wagenhofer Simon Gugger In hochentwickelte Schafswollevon ICEBREAKER können sich von nun an: Yvonne Luft & Werner Schröder hüllen. Das TRAIL Magazin gratuliert!

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Grün! Das Revival der Alternativen... Der kanadische Sportartikelhersteller SUGOI setzt auf grün und damit auf die einzig echte Alternative zu Schwarz. Die neuen 2010er Lauftrikots für Herren (Merlin) und Damen (RSR S/S) haben intelligente Reissverschlusstaschen am Rücken, flache Nähte, einen Rundhalsausschnitt und Reflektoren. www.sugoi.com

Mehr Leistung und Erholung laktosefrei! 2 neue Produkte aus dem Hause Ultra Sports. Die Schwaben kümmern sich um uns Ausdauersportler und möchten, dass wir uns schneller erholen (Ultra Refresher) und dank eines konstanteren Blutzuckers (Ultra Buffer) mehr Leistung auf den Trail bringen. Die Kombination dieser beiden Mittel, soll für eine stabile Leistungsentwicklung sorgen. www.ultra-sports.de.com

"Die Entdeckung der Langsamkeit" oder "Wie lange dauert es im Laufschritt von Bayern nach Chamonix über die Alpen zu gelangen?" Wenn die Anreise an sich schon zur Herausforderung wird - viel Energie und Durchhaltevermögen kostend - dann kann doch das eigentliche Zielevent nur noch Spaß machen oder? Es wird sich zeigen ob das Trailschnittchen nach den 3 Wochen auf der Via Alpina von Lengries nach Chamonix keinen zusätzlichen Meter mehr laufen mag oder aber total übertrainiert ist, so dass die zusätzlichen 160 km um den Mont Blanc beim UTMB den krönenden Abschluss der Reise darstellen. Eins ist sicher: es wird ein Abenteuer die Alpen von Ost nach West im Laufschritt zu queren ohne Begleitung und Support. Einfach die Beine als Fortbewegungsmittel zu nutzen um von Deutschland nach Frankreich zu gelangen. Die Anreise soll ca. 3 Wochen dauern, der UTMB dann hoffentlich weniger als 46 Stunden.... Alle Infos zur Strecke und aktuelle Informationen unter www.trailschnittchen.de

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NEWS01.10 GORE-TEX TRANSALPINE RUN

SCHNELL SEIN!

Wer 2010 im Team über die Alpen will, muss sich mit der Anmeldung beeilen. Ab sofort kann man sich online registrieren. Und es geht weiter: Anfang September stellen sich wieder etwa 500 Läufer aus über 25 Ländern der HerausforderungAlpenüberquerung, wenn in Ruhpolding der Startschuss für den 6. „GORE-TEX Transalpine-Run“ fällt. In acht Tagen müssen die Teilnehmer in Zweier-Teams 288 Kilometer und über 18.600 Höhenmeter zurücklegen, bevor sie sich im Ziel im italienischen Sexten in die Arme fallen dürfen. Der GORE-TEX® Transalpine-Run gilt seit seiner Premiere 2005 als eine der größten Herausforderungen für Berg- und Trailläufer und hat sich dabei den Ruf einer international besetzten, hoch professionellen und für alle Teilnehmer emotional intensiven Veranstaltung erworben. Die Strecke führt über bis zu 3000 Meter hohe Bergpässe und durch wunderschöne Täler quer über den Alpenhauptkamm und wird den Teilnehmern alles abverlangen. www.transalpine-run.com

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Salomons Minim Paclite Jacke, darf sich als echte Rüstung fühlen. Trotz des geringen Gewichts, ist diese Gore-Tex Jacke hochfunktionell,mit allen Features, die ein Trailsportler braucht: Kapuze, hoher Kragen, wasserdichte Reissverschlüsse und eine Brusttasche. www.salomonrunning.com/de

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Damit es weiter geht.

Das mit dem Käffchen beim laufen ist schwierig, wobei uns Dean Karnazes ja gezeigt hat, dass man während Ultradistanzen auch mal eine Familypizza und Latte Macciato zu sich nehmen kann. Die deutlich einfachere Koffein Zufuhr funktioniert über die neuen Xenofit Guarana Plus Kautabs. Die 40 Tabletten in Geschmackrichtung Orange-Schocko enthalten zusätzlich Magnesiumcitrat. Wach bleiben und was für die Muskeln tun - immer locker bleiben... www.xenofit.de


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OFF-TRAIL SPIRIT: CELERITAS = SPEED Ausgereifte Haftung, innovativer Leisten und superleichte wasserabweisende Materialien: Selbst wenn das Off-Trail- Programm von Icebug wie ein neuer Stil-Trend daherkommt, geht es hier ausschließlich um Funktion. Dies sind Modelle, mit denen man problemlos abseits der Pfade unterwegs sein kann, egal ob es darum geht, so schnell wie möglich eine Distanz zurückzulegen oder ohne Zeitdruck und Ziel die absolute Running-Freiheit zu genießen.

Ob Icebug Celeritas der schnellste Off-Trail-Laufschuh ist, den es gibt? Naja, dies hängt natürlich immer noch vom Fuß ab, der in ihm steckt.Aber das entsprechende Potential dazu hat er (und Sie werden sich wie der schnellste Läufer fühlen...)

Spirit OLX – Traction as Traction can be Ebenfalls neu ist Icebug SPIRIT olx. Dieses Modell ist auf demselben Leisten und mit dem ähnlichen Konzept wie Celeritas gebaut, aber eher für die traditionelle Version des schwedischen Trailrunnings gedacht. Die schwedische Schuhmarke Icebug wurde 2001 gegründet. Seitdem hat sich das Unternehmen als Marktführer in der Entwicklung rutschsicherer Sportschuhe erfolgreich etabliert. Weltweit wird Icebug in über 15 Ländern vertrieben.

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TR AIL JOSEF AJRAM / Spanien T Y PEN...

Josef Ajram fällt auf. In der Wüste, beim Marathon des Sables, Bei den Gore Trailrun Worldmasters in Dortmund. Tätowiert von Kopf bis Fuss, ist der Spanier der bunte Hund der Trail-Running Szene. Doch Josef macht viel mehr als nur Laufen... Josef, bist du ein Läufer, ein Biker oder Schwimmer?

Ich bin Biker. Ich liebe biken. Ich sage immer: „Ich habe zwei Arme, zwei Beine und ein Bike!“. Ich bewege mich täglich mit dem Bike, drinnen und draussen, jährlich kommen 25.000 Kilometer zusammen. Aber, ich liebe auch Ultra-Trail Läufe, also muss ich auch ab und an mal laufen. Ich hasse schwimmen. Absolut.

Kannst du unseren Lesern in ein paar Worten deine sportliche Karriere erläutern?

3-facher Ultraman (2 mal Platz 7 bei den Ultraman Weltmeisterschaften, einmal Platz 3 und 2 Etappensiege beim Ultraman in Kanada). Zweifacher Marathon des Sables Finisher (Platz 24). Zweifacher Finisher TITAN Desert Mountain Bike Marathon (Platz 2). 5-facher Ironman und Finisher beim Gore Transalpine Run.

Bist du denn ein Profisportler?

Nein!! Ich bin Amateur mit viel Liebe zum Ausdauersport. Ich bin Börsenmakler und der Sport ist das perfekte Gegenstück zu diesem Beruf.

Wie wichtig ist dir Design im Sport?

Ich denke man muss sich wohl fühlen. Das muss reichen.

Wann hast du dich für die Tattoos entschieden?

Ich bekam mein erstes Tattoo 2001. Von da an dachte ich bei jedem Tattoo, es wäre nun das letzte gewesen...

Ist es eigentlich nochmal eine besondere Entscheidung, sich die Finger und Hände tätowieren KLICK! Deine Meinung zählt hier!


Fotos: Till Gottbrath, Josef ajram

zu lassen?

Ja, das ist es! Wenn du tätowierte Finger hast, dann sieht das eben jeder und die Leute denken dummes Zeugs. Zumindest im ersten Augenblick.

Welches Rennen ist härter? Der Marathon des Sables oder der Gore Transalpine Run? Du liefst beides in einer Saison.

Diese Rennen sind sehr verschieden. Der Marathon des Sables ist super speziell. Du läufst mit wenig Essen, ohne Coke, ohne Massage und ohne Dusche. Das ist hart und die Wüste ist extrem. Der Transalpine ist schneller, und es geht hoch hinauf und steil bergab. Man kann nach jeder Etappe gut regenerieren. Ich denke der Marathon des Sables ist härter!

Ausdauersport ist dein Lifestyle, oder?

Was hast du 2010 alles vor?

Ja, ich liebe das so. Ich mag die Freundschaften, die es in jedem Rennen gibt. Tolle Leute weltweit und schön, dass jeder Finisher ein echter Sieger ist.

- Marathon des sables - Race across america (RAAM) - Transalpine Gore tex - Jungle Marathon - Ultraman Hawaii or Crocodile trophy

Du betreibst perfektes Marketing und hast viel Sponsoren. Ist das wichtig?

Wenn 2012, nach dem Maja Kalendarium, die Welt die Pforten schliesst...

Hahahaha! Das denken alle in Spanien. Das Problem vieler Sportprofis ist, dass sie denken sie müssten nur trainieren und an Rennen teilnehmen. Sie sollten trainieren, Rennen bestreiten und dabei nicht vergessen, den anderen zu sagen was sie da tun! Ich mach das jedenfalls. Momentan hat www.josefajram.com 55.000 Visits pro Monat und 100.000 Page Views. Das ist für Hersteller natürlich interessant und sie wollen dabei sein.

Lebe den Tag! www.josefajram.com

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TR AIL Ingalena heuck T Y PEN...

Ingalena Heuck ist als bahnläuferin deutsche spitze. Für die klassische marathondistanz prophezeien ihr Experten grosse erfolge, aber die 23 Jährige lässt sich lieber noch etwas zeit und bringt sich mit trail-running und crosslauf in form.

Fotos: skins

KLICK! Deine Meinung zählt hier!


Du warst mit Platz 40 bei der Cross-EM in Dublin ganz und gar nicht zufrieden?Cross ist eine

große Passion von mir. Meinen ersten Deutschen Titel holte ich in der A-Jugend 2005 bei der Deutschen Cross Meisterschaft in Darmstadt, was gleichzeitig der Beginn meines gezielteren Trainings war. Nach zwei Starts in der U23 war dies nun mein erster Start in der Aktivenklasse. Das war die Feuerprobe und als Zweite Deutsche sicherlich kein schlechtes Ergebnis. Ich kam aber einfach nicht rein in den Lauf und trotz harten Kämpfens landete ich auf Platz 40. Damit bin ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden, aber nehme es als Ansporn für nächstes Jahr. Manchmal läuft es einfach nicht…

Am 6 März stehen die Deutschen Meisterschaften im Crosslauf an. Was willst du dort erreichen?Im Vorjahr wurde

ich in einem stark besetzten Feld Vierte, für dieses Jahr habe ich mir wieder eine Platzierung unter den Top8 vorgenommen, aber im Cross weiß man nie, wie es kommt. Das ist ja auch das Schöne daran…

An die Halbmarathon Distanz hast du dich ja mit Erfolg herangewagt. Wann folgt nun der erste Marathon? Der Marathon als

Königsdisziplin ist natürlich langfristig mein Ziel. Allerdings bedarf dies auch einer langen Vorbereitung, um auch die nötige Robustheit und Stabilität zu haben. Der Umfang muss in der Marathonvorbereitung weiter gesteigert werden und darauf muss ich meinen Körper behutsam vorbereiten. Ich gebe mir daher schon noch 2-3 Jahre Zeit.

Wie gefallen dir Ultra - und Etappenbergläufe (Transalpi-

ne Run, Mont Blanc Lauf)? Alle

Ausdauerdisziplinen verlangen besonders einen extrem starken Willen und Charakter. Ultra-und Etappenläufe stehen dabei bestimmt an der Spitze und es ist daher bewundernswert, wie viele Läufer sich an diese Disziplin wagen. Solange die Gesundheit beachtet wird und die Läufer nicht zu fanatisch werden, finde ich es gut. Ein gesunder Ehrgeiz ist aber die wichtigste Basis, um das Grundziel des Sports nicht zu verfehlen.

Gibt es ein ganz spezielles und definiertes sportliches Ziel das du verfolgst?Der Sport ist gekenn-

zeichnet von Zeiten und Normen, Platzierungen und Qualifikationen. Dies ist zum einen notwendig, zum anderen aber teils auch lästig. Ich möchte durch den Sport etwas vermitteln, andere motivieren und gleichzeitig das Maximale aus mir herausholen. Wo das liegt weiß ich noch nicht, aber ich bin auf der Suche und kämpfe mit viel Training dafür.

Trainierst du viel im Gelände oder macht das nur für die Crosslauf Saison Sinn?Da ich auf

dem Land aufgewachsen bin, liegen die Ursprünge meines Laufens im Gelände. Früher bin ich auch ein paar Bergläufe gelaufen, inzwischen ist Cross ein wesentlicher Bestandteil des Winters und damit auch im Wintertraining. Im Sommer versuche ich auch so viel es geht im Gelände zu laufen, aber durch mein Studium in München bin ich örtlich natürlich eingeschränkt.

ich im Soll bin, dann motiviert mich das und es beflügelt gleichzeitig. Wenn dann der Kopf stimmt, kann am Ende auch ein besseres Ergebnis erreicht werden.

TOP 5: -Musik 1. James Blunt 2. Moby 3. The XX 4. Robbie Williams 5. I am Kloot

-Gemüse 1. Brokkoli 2. Tomate 3. Karotte 4. Ingwer 5. Mais -Comicfiguren Ohhhhh, da habe ich leider keine

-Länder 1. Ecuador 2. Australien 3. Schweden 4. Italien 5. Venezuela

Was machst du, wenn du merkst, dass nach den ersten Bahnrunden deine Zeiten im Sollbereich sind?Auch auf der Bahn

achte ich primär auf meinen Körper und orientiere mich nicht nur an der Uhr. Wenn

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Text: Denis Wischniewski, Julia Böttger, Stephan Repke fotos: stephan repke

280 km über schotter, fels & matsch

50 schuhe TRAIL

IM TEST


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n

Nach Runde 4 von insgesamt 30, war Julia Böttger mal wieder klar, dass Trail-Running sehr sehr abwechslungsreich sein kann. Diese 3 Kilometer lange Runde in den Bergen, am Gardasee war zwar immer die gleiche, aber jede Runde war für sich gesehen, komplett anders. Die erfolgreiche Trailläuferin wechselte jede Runde ihre Schuhe - für einen guten Zweck und neue Erkenntnisse. Das TRAIL Magazin machte sich mit insgesamt 92 Paar Schuhen auf nach Italien. Unsere Mission war ganz eindeutig - innerhalb von 3 Tagen sollte der größte und umfassentste Trailschuhtest stattfinden. Ein Praxistest, der zudem einer Marktübersicht nahe kommt. Am Ende waren es 280 Kilometer Schotter, Waldtrail, Asphalt und Felswege, die wir berghoch und bergab in die Bewertung der unterschiedlichsten Off-Road Schuhe investierten. Überraschungen gab es viele. Im Grunde war wirklich jeder einzelne Schuh, ein eigener Charakter mit individuellen Eigenschaften. Hersteller wie Salomon, La Sportiva und Inov-8, die sich seit vielen Jahren intensiv mit Trailschuhen beschäftigen, bestätigten eindrucksvoll die hohen Erwartungen. Doch auch Firmen, die sich erst seit kurzer Zeit dem sportlichen Trail-Running widmen, konnten punkten. Columbia machte mit der Premiere Ravenous eine gute Figur, Puma verbesserte den einzigen Trailschuh im Sortiment „Complete Trailfox 3“, derart konsequent, dass ein sehr fähiges Produkt dabei rauskam. Der englische Schuhhersteller Inov-8 geht den Weg des leichten Schuhs sehr konsequen. Mit 236 Gramm (Gr.43) wog der X-Talon am wenigsten aus der Testgruppe und überzeugte auf ganzer Linie als aufregender Rennschuh, der schnell gelaufen werden will. Salomon baut die Allroundfähigkeiten der ohnehin schon spitzenmässigen schuhe weiter aus. Der Nachfolger des XT Hawk, heisst 2010 XT Trail und kommt dem perfekten Trailschuh immer näher. Er ist leicht, hat in seiner Weiterentwicklung nun endlich mehr Vorfussdämpfung und schmiegt sich dem Fuss perfekt an. Einer der Volltreffer im Feld. So einen haben nun auch die Italiener La Sportiva gehen mit dem, rein optisch, agressiven Raptor, den Weg zu mehr Dämpfung und Komfort. Der Raptor kann fast alles und

vermutlich noch mehr. Der Raptor beschert den Bergsportspezialisten den ersten echten Trailrunning Schuh, sind die anderen Modelle doch sehr auf Berglauf fokusiert, wenngleich mit breitem Spektrum. In der Mehrzahl gab es viele gute Schuhe, die alle ganz spezielle Stärken haben und nur wenige Schuhe schafften mit Allroundfähigkeiten, allen Anforderungen gerecht zu werden. Zu entwickeln gibt es noch genügend. Die Sache mit dem Gewicht Der Gewichtsfetischismus beim Mountainbike- und Rennradbau muss auch bei den Trailschuhen stattfinden. Minimales Gewicht am Fuß, als bewegte Masse, ist ein großes Thema. Dies mit ausreichend Schutz und Komfort zu vereinen ist die größte Herausforderung. Neue Materialien erlauben in dieser Hinsicht zukünftig neue Möglichkeiten. Während des Tests blieben uns des öfteren die Münder offen stehen, als wir Schuhe aus der Schachtel hoben, die nach viel aussahen und in der Hand kaum aufwogen. Dämpfung. Wieviel, wo und weshalb Ein Trailschuh muss komfortabel sein. Dazu gehört eine homogene Dämpfung. Spätestens auf längeren Bergabpassagen, auf Schotter, wird man eine unzureichende Dämpfung verwünschen. Ein guter Trailschuh muss heute Dämpfung bieten ohne dabei dem Läufer den Kontakt zum Untergrund zu nehmen. Bei einigen minimalistischen Schuhen mit Berglauffokus könnte die Investition in eine gute Einlegesohle Wunder wirken und die Treter in einen Allrounder verzaubern. Design. Wieviel Mode muss auf den Trail? Design ist diskutierbar. zu wenig und oft ist zu wenig zu viel. Wir finden, ein Trailschuh darf seine eigene Identität bekommen, muss und darf ins grobe Gelände passen. Ein Trailschuh ist kein Straßenlaufschuh und verträgt neue Farben und Formen.

ein minimaler Aufwand - eine kleine Tasche an der Zunge. Fertig! Lüftung, Trockung, Wasserschutz... Schuhe mit Gore-Tex Membran sind toll. Keine Frage. Sie leisten einen grossen Beitrag zum Komfort und Schutz eines Geländeläufers. Im Herbst und Winter sind GTX Schuhe in Kombination mit warmen Socken ein Versprechen für warme und trockene Füsse. Im Sommer und während Wettkämpfen sieht das anders aus. Schuhe dürfen nass werden - das lässt sich bei einer Bachdurchquerung und während eines heftigen Gewitterregens auch kaum vermeiden - aber sie müssen schnell wieder trocken werden. Schuhe aus Mesh, ohne Nähte, sind perfekt in Ihren Trocknungseigenschaften und zudem oft sehr leicht am Fuß. Grip. Immer und überall Wir wollen ins grobe Gelände, aber abrutschen wollen wir nicht. Ein Trailschuh muss mit den unterschiedlichsten Untergründen klar kommen. Selbst Asphaltabschnitte sollte er mit Komfort meistern. Aber Achtung: geht der Schuh zu viele Kompromisse ein, verliert er seine Eigenschaften in wildem Terrain. Ein Trailschuh kann kein Straßenschuh sein - genauso wenig, wie ein Asphalttreter im Gelände punktet. Wer seine persönlichen Bedürfnisse gut kennt, kann entsprechend gezielt einen Trailschuh finden, der zu ihm passt. Wer noch gar nicht so richtig weiß, wie und wo er ins Grobe möchte, kann mit einem Allrounder, zumindest zu Beginn, glücklich werden. Wer viel, täglich und an verschiedenen Orten die Trails rockt, wird nicht drumrum kommen, in mehrere Schuhe zu investieren. Je spezieller der Nutzer, desto spezieller sein Werkzeug. Wer hat schon die Möglichkeit, so viele verschieden Schuhe zu testen? Als Redakteure des TRAIL Magazins konnten wir uns einen Überblick verschaffen. Das Angebot an Trailschuhen ist 2010 gross. Die Modelle sind alle verschieden und jeder Mensch ist anders. Unsere Ergebnisse sind der Querschnitt aus den Meinungen und Eindrücken von 3 sehr unterschiedlichen Lauftypen. Die Chance, dass ein Leser in unser Raster passt ist relativ gross, aber bei weitem nicht zwingend.

Schnürung und Schuheinstieg. Da fängt es an... Leistet der Schuh einen unkomplizierten Einstieg, ist die Schnürung intelligent und der erste Eindruck, nach dem man die Schuhe am Fuß hat positiv, sind die Chancen, dass die Leistung auf dem Trail gut ist, schon mal sehr groß. Das Schnürungssystem sollte den Schuh umfassend regulieren, die Schnürsenkel brauchen einen platz, der verhindert, dass sie an sträuchern oder hindernissen hängenbleiben. leider waren viele Schnürun- DW gen nicht zufriedenstellend und wir stellten uns die Frage, weshalb die Hersteller für KLICK! Deine Meinung die teils endlos langen Schnürsenkel keinen zählt hier! Stauraum entwickelten. Das wäre vermutlich


ADIDAS S U P E R N O V A R I O T

m/w

Die neueste Version des Klassikers SUPERNOVA ist ein ordentlicher Trailschuh mit gutem Fersenhalt und anständigem Profil für die meisten Bedingungen. Besonders auf nicht allzu technischen Waldwegen dürfte der durchschnittlich gedämpfte SUPERNOVA sein Zuhause finden. Uns fiel die gepolsterte Lasche auf, die den Fuss vor Schmerzen bei engem Schnüren schützt. Das Profil der Aussensohle ist für kein Gelände speziell ausgelegt, schwächelt aber auch nirgends. Der Adidas-Läufer, der auch mal gerne in moderates Gelände abbiegt, findet mit dem SUPERNOVA das ihm bekannte Laufgefühl vor, zuzüglich einiger Qualitäten, die abseits der Strasse für mehr Spass und Sicherheit sorgen: Grip, Stabilität und Protektion. Gewicht Farbe

355 gr. blau-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Ein typischer Adidas mit Trailcharakter für gemässigten Einsatz.

ADIDAS A D I Z E R O X T Und sie können es doch! Mit dem ADIZERO XT stellen die Herzogenauracher einen echten Geländeschuh auf den Trail! Assoziierten wir Adidas bislang nicht mit emotionsgeladenen Produkten, sondern mit bodenständiger Mainstreamware, hat uns der ADIZERO XT nicht nur überrascht, sondern regelrecht begeistert! Die Schwächen vorab: Wer wie der ADIZERO XT im Federgewichtsbereich mitspielt, muss zwangsläufig Kompromisse machen, in diesem Fall bei der Protektion gegen Fels und Geröll. Dann wäre noch die Schnürung zu bemängeln, die sich konstruktionsbedingt am Vorfuss nicht wirklich variieren lässt. Nicht gut für Läufer mit schmalen Füssen. Aber nun zu den Qualitäten, die den ADIZERO XT zu einem echtem Trailschuh machen: leicht, schnell, gut belüftet, sehr gute Traktion der groben Profilsohle,... Sogar unter dem Mittelfuss wo bei vielen Schuhen glatte Kunststoffplatten den Trailrunner beim Landen auf Baumstämmen in’s Schlingern bringen, hat man hier kleine Profilzähnchen eingebaut!

Gewicht Farbe

317 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Ein super Trailschuh, kurvenfreudig, leicht, schnell und ein Traktionsmonster

ADIDAS K A N A D I A Ausser beim Gewicht kann der KANADIA nicht recht überzeugen. Auf weichem Untergrund hat er ausreichend Grip, sobald es aber etwas technisch oder gar geröllig wird, ist er aufgrund seiner schmalen und wackeligen Bauweise überfordert. Auch die Profilsohle mit breiten, quer zur Laufrichtung angeordneten Blöcken scheint hier eher kontraproduktiv. Der Schuh ist obendrein recht kurz und eng geschnitten, und verglichen mit der angegeben Grösse eine gute halbe Nummer kleiner. Das langweilige, graue Design unterstützt den Eindruck eines etwas lieblos entworfenen Schuhs.

Gewicht Farbe

319 gr. grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Charakterloser Schuh mit Schwächen und ohne Stärken

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ASICS G E L T R A I L A T T A C K

m/w

Beim reinschlüpfen wird mir sofort klar - der Trail Attack will meinen Fuss, er packt ihn und lässt nicht los. Er animiert mich zum schnellen und zum aktiven laufen. Im schmalen Waldtrail der Testrunde fühlt er sich wohl und bohrt sich in den weichen Boden. Auf Fels und grobem Stein, kann er mit den Spezialisten nicht ganz mithalten, dafür ist er enorm dynamisch und geht die Laufbewegung gerne mit. Dieser Asics ist für mich der interessanteste des Schuhriesen. Hätte der Trail Attack noch etwas Zehenschutz, wäre er ein 100% Trailschuh.

Gewicht Farbe

324 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Ein Schuh der Geschwindigkeit liebt und seinen Vorwärtsdrang bestätigt.

ASICS T R A B U C O 1 2 G T X

m/w

Fehler erlaubt sich der Trabuco mit Gore-Tex Membran keine. Er ist wasserdicht, stabil und die Sohle kommt mit allen Untergründen gut klar. Aber was dem Trail Attack gelingt, geht dem Trabuco ab. Er ist bei weitem nicht so dynamisch und animiert auch nicht zum technisch laufen. Auf Wald -und Wiesentrails wird man mit ihm zufrieden sein. Ein typischer Trailschuh, der dank viel Dämpfung für Trail und Asphalt in Frage kommt und dabei etwas seine Kontur verliert.

Gewicht Farbe

338 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Wer mit den guten Asics Strassenschuhen unterwegs ist und erste Versuche im Gelände unternimmt, wird mit dem Trabuco 12 GTX keinen Fehlgriff tun.

BROOKS A D R E N A L I N E A S R 6

m/w

Optisch im Grunde ein echter Asphalt-Laufschuh, hat der Adrenaline seine Momente im gelände. Die Sohle weiss sich auf Matsch und Waldtrails gut zu helfen und auf Schotterwegen, ist die Dämpfung als Komfort nicht zu verachten. Für einen echten Trail-Schuh, in heftigem Geröll und auf Fels, fehlt dem Brooks jedoch Prorektion und Biss. Gefühl für den Untegrund lässt er zu, die Schnürung reguliert wunderbar und das wasserabweisende Mesh verhindert zumindest, dass die anfänglichen widrigen Bedingungen in die Socken dringen.

Gewicht Farbe

326 gr. blau-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Adrenaline hat viel von seinen Brüdern, den Strassenschuhen gelernt. Im Gelände kommt er im Wald und auf Schotter zurecht, auf Fels wackelt er.


COLUMBIA R A V E N O U S Es war schon etwas überraschend - die Trailschuh Premiere des Outdoor Riesen Columbia ist eine positive Überraschung. Man könnte sagen, das Design sieht billig aus. Man könnte dem entgegensetzen, dass so etwas eine sehr persönliche Sache ist. Tatsache ist, der Ravenous dämpft homogen und viel, hat jede Menge Protektion und an Grip mangelt es auf keinem Untergrund. Was uns ganz besonders freut, ist das geringe Gewicht. Trail-Running Einsteiger, können mit diesem Schuh nicht viel falsch machen. Man merkt, dass Columbia bei ihrem Einstieg in dieses neue Segment nichts falsch machen wollten. Lediglich die Schnürung schafft es nicht ganz den Schuh 100% zugehörig an den Fuss zu binden - wozu gibt es kommende Generationen.  Gewicht Farbe

310 gr. silber-gelb

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Klasse Premiere des Outdoor Riesen, ein Allrounder der auf Anhieb gefällt und auf allen Untergründen zupackt. Viel Dämpfung macht den Ravenous zudem zum Grenzgänger zwischen Trail und Asphalt.

ICEBUG S I S O o l x

m/w

Die Schweden sind lange Winter gewohnt und haben spezielle Anforderungen an ihre Laufschuhe. Wenn man nicht ein Dreivierteljahr untätig zuhause sitzen oder fragwürdige Hallensportarten ausüben möchte, muss man einfach auf Schnee und Eis laufen! Damit das nicht zur gefährlichen Rutschpartie wird, hat Icebug kurzerhand Schuhe mit Spikes entwickelt. Die 17 feststehenden Spikes in der ohnehin sehr griffigen Sohle des SISU halten sogar auf blankem Eis. Der Orientierungsschuhen nachempfundene, minimalistische Trailschuh läuft sich wie auf Schienen, je glatter der Untergrund, desto mehr kann er seine Stärken ausspielen. Icebug Spikes halten erfahrungsgemäß länger als nur einen Winter, sodaß die Investition in einen solchen Spezialschuh sich lohnt. Mit einer etwas unterstützenden Einlegesohle wird der SISU noch komfortabler und macht schnelle Winterläufe vom Pflicht- zum Spaßprogramm. Gewicht Farbe

350 gr. grün-silber

Dämpfung Grip Schnee Grip Eis Grip Waldboden Grip Geröll Stabilität Protektion Schnürung

Leichtes, schnelles Traktionswunder auf Eis und Schnee

ICEBUG A T T L A

m/w

Der ATTLA soll das ganze Jahr einsetzbar sein, und deshalb werden die Spikes mit dem Netzartigen „Bugweb“ an der dafür speziell geformten Sohle fixiert. Wenn die normale, sehr griffife Sohle ausreicht, läuft man ohne Spikes. Bei Schnee und Eis ist das Bugweb in wenigen Handgriffen angebracht, und auf einmal läuft man da, wo andere kaum gehen können. Der ATTLA ist dank „Bugdry“ Membran komplett wasserdicht, und als regelrechter offroad-Panzer konstruiert. Gerade im Winter kommt es weniger auf Gewicht an, da man ja ohnehin mit viel wärmender Kleidung unterwegs ist. Jedoch sieht man im Schnee nicht wo man hintritt, und der rundum geschützte ATTLA kann überall durch geschreddert werden, ohne daß den Füßen etwas passiert. Gewicht Farbe

466 gr. silber-schwarz

Dämpfung Grip Schnee Grip Eis Grip Waldboden Grip Geröll Stabilität Protektion Schnürung

Wasserdicht, Grip, Panzerung – ein Allround-Offroader für Abenteuerliches Winterlaufen abseits der gewalzten Wege

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Keine Schonung: Wir testeten auf schwerem Terrain und unter realen Bedingungen


INOV-8 T A L O N 2 1 2

m/w

Bei Inov-8 steht die Zahl hinter dem Schuhnamen für das Gewicht in einer mittleren Schuhgrösse. Beim XTALON 212 ist man also vorgewarnt. Wenn man den X_TALON dann in der Hand hat, kann man trotzdem nicht glauben, wie leicht er ist! Was kann so ein leichtes Teil schon? Nun, er schliesst sich geradezu organisch um den Fuss. Dann steht man quasi direkt auf dem Boden, so niedrig ist die Sohle. Die Reduktion der Dämpfung zugunsten von Trailgefühl und natürlichen Abrollens wird hier in’s Extrem betrieben. Auf Asphalt sind die weit auseinander liegenden Stollen unangenehm. Doch dann, im Trail zeigt der X_TALON Zähne: ein gutes Drittel Gewichtsersparnis gegenüber den meisten Trailschuhen, eine brutale Sohle, die sich in den Boden krallt, superhaftende Gummimischung, direkter Bodenkontakt... Der X-TALON 212 scheint von alleine zu laufen! Für lange Läufe über mehrere Stunden ist er eher nicht geeignet, aber für eine Stunde am Rande der Fliehkraft genau das Richtige!

Gewicht Farbe

236 gr. gelb-schwarz-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Aufregend! Ein Vollgasschuh mit Suchtfaktor, der nach Kurvenlage schreit!

INOV-8 R O C L I T E 3 2 0

m/w roclite 282

Die Schuhe von Innov-8 folgen der Philosophie, dass der menschliche Fuss ein Wunderwerk der Natur ist und dass ein Schuh diesen am besten nachahmen sollte, anstatt ihm künstliche Hilfestellung zu geben. In diesem Sinne ist der ROCLITE 320 mit vergleichsweise (zu den Schuhen anderer Marken) wenig Dämpfung ausgestattet. Im Vergleich mit den anderen Innov-8 Schuhen im Test allerdings am meisten. Der schmale und niedrige Sohlenaufbau ermöglicht einen direkten Bodenkontakt. Die sehr groben Profilstollen sorgen für starken Grip auf jedem Untergrund. Auf weichem Untergrund, wie ihn die Fellrunner in England gewohnt sind, wo der Schuh ja herkommt, ist die Sohle in ihrem Element. Auf hartem Boden ist der ROCLITE nicht so komfortabel, jedenfalls nicht wenn man gedämpftere Schuhe gewohnt ist. Passen tut der ROCLITE wie angegossen, und ist vorne recht lang, so dass der Fuss auch bei steilen, langen Downhills nicht Gefahr läuft, anzustoßen.

Gewicht Farbe

358 gr. blau-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Schmal und direkt. Auf den Roclite muss man sich einlassen und dann hat man viel Freude mit maximalem Trailgenuss. Passt wie angegossen.

INOV-8 R O C L I T E 3 1 5

m/w roclite 260

Alles was der ROCLITE 320 kann, kann der 315 noch besser...dieser sehr leichte Schuh animiert zum schnellen Kurvenlaufen. Der niedrige und nicht übermässig gedämpfte Sohlenaufbau sorgt für direkten Bodenkontakt und ein gutes Trailgefühl. Die groben Stollen beissen sich in weichen Waldboden oder mittelgroben Schotter und sorgen für sensationellen Grip. Die weiche Gummimischung hat uns auf glattem Fels mit Superglue-Qualitäten beeindruckt. Am Fuss sitzt der ROCLITE 315 wie eine zweite Haut. Erstaunlich: trotz des geringen Gewichts hat Innov-8 es geschafft, noch eine Art rundum laufenden Mudguard einzubauen, der die Feuchtigkeit von den Füssen weghält. Diese dürfte im Lieblingsgelände dieses Schuhs nämlich reichlich vorhanden sein: Gras, Matsch, Querfeldein,.... In richtig grobem Gelände dürften technisch versierte Trailrunner mit dem ROCLITE 315 eine Menge Spass haben. Gewicht Farbe

304 gr. grau-rost

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Leichter, sehr geländegängiger Schuh mit einer der besten Sohlen auf dem Markt

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JACK WOLFSKIN E N D U R A N C E

m/w

Nein, ein Trailrunning Schuh ist das nicht. Der Endurance kann seine Herkunft nicht verbergen. Seine Eltern sind Bergwanderer. Er sträubt sich gegen die Laufbewegung, macht nicht richtig mit, wobei seine Sohle auf allen Untergründen ordentlich zupackt und sein Äusseres schön verarbeitet wie robust daherkommt. Schon beim Einstieg in den Schuh fehlt das Wohlgefühl und auf dem Trail macht sich der fehlende Support sofort bemerkbar.

Gewicht Farbe

358 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Bergwanderer ist zwar robust und bissig, aber ohne Support und Dynamik, darf es sich nicht Trail-Running Schuh nennen.

LA SPORTIVA C R O S S L I T E Rot-gelb-grau, der Markenname über die gesamte Schuhlänge draufgemalt...Der La Sportiva CROSSLITE hat Selbstbewusstsein! Wenn man den CROSSLITE anhat, hat man zunächst das Gefühl, gar keinen Schuh anzuhaben, man scheint immer noch direkt auf dem Boden zu stehen! Als „minimalistisch“ bezeichnet La Sportiva den CROSSLITE und seinen Bruder, den CROSSLEATHER. Nach wenigen Metern ist klar – der CROSSLITE will nicht auf die Strasse - wenig Dämpfung, Riesenstollen – der will in den Wald! Auf weichem, aber auch leicht gerölligem und am liebsten wechselhaften Boden zeigt der CROSSLITE den anderen wo es lang geht. Der Schuh hat einfach immer Grip! Er schreit danach, um rechtwinklige Ecken zu laufen! Wem die Philosophie „niedriger Schwerpunkt, direkter Bodenkontakt, maximale Traktion, leichter Schuh“ zusagt, der hat mit dem CROSSLITE eine echte Rennmaschine an den Füssen, die einfach Spass macht! Gebaut nicht für die ruhige Langstrecke sondern für den schnellen Actiontrip auf winkligen Trails!

Gewicht Farbe

320 gr. rot-gelb

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Minimalistisch. Leicht. Spektakulär. Schnell. Der Kurvenkönig!

KLICK! Deine Meinung zählt hier!


LA SPORTIVA W I L D C A T

m/w

Dieser Schuh mag es tatsächlich wild und ruppig! Wenn man seinen Fuß erst mal in den Schuh bekommen hat, dann sitzt er und zwar satt! Der feste Schaft und der starke Fersenhalt sind zwar gewöhnungs- bzw. Geschmackssache, dafür gibt der Wildcat ein Gefühl von absoluter Stabilität und Sicherheit abseits der Wege, obwohl auf zusätzliche Protektion bis auf die Zehenkappe verzichtet wurde. Von Vorteil ist die schützende, in der Schnürung integrierte Gamasche, die vor Eindringen von Steinen und Schlamm schützt. Und wer gern Katzenartig durch die Gegend springt, den wird auch die Außensohle nicht enttäuschen – ob Geröll, Fels oder schnöder Waldboden – hier werden die Krallen ausgefahren! Gewicht Farbe

345 gr. weiss-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Schreit nach wildem Gelände ohne Zivilisationskontakt!

LA SPORTIVA C R O S S L E A T H E R Die Lederversion des CROSSLITE hat eigentlich alle seine Qualitäten, verbirgt diese aber in einem schwarzen Understatement-Design, und ist eigentlich mehr ein schneller Wanderschuh. Für unseren Geschmack ist die Optik etwas zu bieder, wer aber die Diskretion schätzt, bekommt für 30 Gramm mehr einen Hikingschuh der in Wirklichkeit eine Trailrakete ist, und wie sein bunter Kollege um die Kurven fetzen kann. Das Profil ist von der ganz groben Sorte und haftet überall senstionell. Schnelle technische Passagen kann der schmale CROSSLEATHER erstaunlich gut bewerkstelligen, sofern er von einem erfahrenen Piloten gesteuert wird. Die Abdeckung der Schnürung verhindert, dass Schmutz eindringt und ist obendrein ein sicher Aufbewahrungsort für die Schlaufen. Auf hartem Boden, also langen Asphalt- oder feinen Schotterstrecken, ist das grobe Profil nicht von Vorteil, sondern eher unkomfortabel, auf weichem Untergrund jedoch hervorragend!

Gewicht Farbe

355 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Wolf im Schafspelz! Trailrakete, die daherkommt wie ein Büroarbeiter

LA SPORTIVA R A P T O R Wer bei diesem Namen an Jurassic Park denkt, hat einen rasenden, fleischfressenden Saurier vor Augen. Der RAPTOR überzeugt vom erste Moment an. Ist die etwas schwergängige Schnürung erst einmal zugezogen, bietet er der dem Fuss sicheren Halt, Schutz vor grobem Gelände und genug Dämpfung für lange Läufe in Stein und Geröllhaltigem Gelände. Obendrein hat die Sohle bestechenden Grip auf blankem Fels, sie schreit geradezu nach Spiderman-artiger Fortbewegung. Die Aussensohle sieht nicht so aus, hat aber dank weicher Gummimischung immer Traktion gehabt und versagte auch bei rücksichtslosen Downhills auf ruppigem Untergrund nicht. Der RAPTOR lässt sich sorglos durch alle widerspenstigen Geländeformen durchdreschen und ist ein richtiges Spassmobil für Trailrunner, die es gerne mal krachen lassen. Gewicht Farbe

361 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Komfortabler Schuh für’s Grobe mit ausgezeichnetem Grip

43


MEINDL 3 4 2 6

m/w

Rein äusserlich vermutete ich einen racigen Trailrunning Schuh, aber nach den ersten Meterb war mir klar, dass der Meindl seine Herkunft so leicht nicht verbegen kann. Muss er auch nicht, aber es ist eben zu spüren, dass der Schuh die Laufbewegung, nicht so recht mitmachen möchte. Er ist auch bei weitem nicht so gemütlich, wie die meisten anderen im Testfeld. Ohne Dämpfung und mit nur minimalem Support fällt schnelles laufen eher schwer. Wer gerne wandert, mal rennt und einen Schuh für vielfältige Aktionen in den Bergen sucht, liegt bestimmt nicht falsch. Für Trail-Running ist dieser Schuh leider nichts.

Gewicht Farbe

416 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Solider Multisportler, der als Trail Running Schuh nicht in Frage kommt - zu wenig Support und undynamisch.

MIZUNO W A V E H A R R I E R 2

m/w

Volltreffer! Mizuno überzeugt mich mit dem Wave Harrier 2 am deutlichsten. Vermutlich, weil er am meisten Trailschuh von allen Mizunos ist. Der gut verarbeitete Schuh ist flexibel, recht tief gebaut und lässt viel Gefühl für das Gelände zu. Auf feinem Schotter und losen Steinen entfaltet sich die grobe Sohle am besten - 100% Grip! Die Dämpfung ist für so wenig Schuh, erstaunlich ausgeprägt und macht aus ihm einen komfortablen Schuh. Positiv auch die Zehenfreiheit und die effektive Schnürung, sowie das geringe Gewicht . Schlecht: der Wave Harrier 2 könnte sich etwas mehr um die Ferse seines Trägers kümmern. Gewicht Farbe

295 gr. orange-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Leichter, dynamischer Schuh mit Traktion auf losem Untergrund. Für schnelle, knackig-verwinkelte Trails, eine Spassmaschine.

MIZUNO W A V E A S C E N D 4

m/w

Dieser Schuh ist ideal für Läufer, die sich ab und zu ins Gelände wagen und für die Forst- und Schotterwege schon ein Abenteuer sind. Die guten Dämpfeigenschaften und das angenehme Abrollverhalten des Wave Ascend verlangen auch eher nach festen Waldstrecken oder sogar Asphalt. Für eine stabile Seitenlage ist dieser Schuh überfordert. Dennoch hat der Schuh eine angenehme Passform, die Ferse sitzt und auch das Fußgewölbe kann sich mal über eine gelungene Unterstützung freuen. Die Beschreibung: „ein Läuferschuh für Schlechtwetterperioden“ vom Hersteller trifft die Sache auf den Punkt. Gewicht Farbe

353 gr. gelb

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Läuft lieber Onroad als Offroad!

KLICK! Deine Meinung zählt hier!


Viel Arbeit: Laufen, notieren, diskutieren. Wir wollten einen authentischen Schuhtest! 45


MIZUNO W A V E C A B R A K A N m / w Ganz so aggressiv wie das Design ist dieser Trailrunning Schuh nicht, aber er gibt sich auch mit der Bezeichnung „gut gedämpfter Waldwegschuh“ zufrieden. Gradeaus bietet der Cabrakan eine gute Stabilisation, torsionsfreudig ist er jedoch nicht und in die stabile Seitenlage bekommt man diesen Schuh auch nicht. Also nix für harte Geländeeinsätze. Dafür punktet er mit guter Laufdynamik und Anti-Rutsch-Schnürsenkeln. Und für die Technikfreaks: das Obermaterial besteht aus Nano-Technologie und ist somit wasser- und schmutzabweisend.

Gewicht Farbe

380 gr. rot

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Wave, die Welle = Laufdynamik auf welligem Gelände ohne Fremdkontakt

NEW BALANCE 7 4 9 G P

m/w

Der 749 ist ein Mix aus Straßen- und Geländeschuh und geht dafür ein paar Kompromisse ein. Die Dämpfung könnte für den Strassen- oder Forstwegeeinsatz etwas stärker sein. Zu Gunsten der Leichtigkeit wurde an der Stabilität und Protektion gespart, so dass einfache BergaufTrails oder Waldboden sein Laufterritorium sind. Das mag er! Auch das Außenprofil der Sohle deutet daraufhin, dass dieser New Balance lieber Schotter und Wald bevorzugt als Fels oder matschige Passagen.

Gewicht Farbe

408 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

ein Trailschuh auf der Suche nach seiner wahren Identität für Waldweg und Schotterpisten Einsatz.

NEW BALANCE M T / W T 8 1 3 G T

m/w

Zu den wirklichen Trailrunning Experte gehört dieser Schuh leider nicht. Der 813 vermittelt dem Trailrunner ein etwas schwammiges Laufgefühl, da der Fuß etwas zu locker im Schuh sitzt und die Protektion auf ein Minimum reduziert wurde. Dieses Modell ist ein Mittelding zwischen Straßen- und Geländeschuh und sicherlich gut geeignet für die Schlechtwettertage mit Matschcharakter. Nur all zu sehr sollte man das Sohlenprofil nicht rannehmen, da der Grip nicht immer garantiert ist. Positiv sind die Anti-Rutsch-Schnürsenkel, die einmal zugezogen, sich beim Laufen nicht lösen.

Gewicht Farbe

357 gr. gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der 813 ist ein gemässigter Geländeschuh für Schlechtwettertage, der auch Asphalt-Teilstücke in Angriff nimmt.

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NIKE Z O O M S T R U C T U R E T R I A X + 1 3

m/w

Stundenlanges Landschaftslaufen im welligen Gelände ohne viel Fremdkörperkontakt mit Fels, Geröll und Hindernissen ist wohl das, was sich dieser Schuh wünscht, wenn du ihn am Fuß trägst. Dieses Gefühl vermittelt zumindest die sehr gute Dämpfung, das fluffige Tragegefühl und die sehr geringe Seitenstabilität umgeben vom weichen Obermaterial. Die Vorgänger Modelle haben Bestnoten für den Straßeneinsatz bekommen – und da zieht es diesen Schuh auch eher hin, dennoch verweigert er nicht den einen oder anderen Abstecher ins Gelände.

Gewicht Farbe

320 gr. silber

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Traileinsatz generell nicht ausgeschlossen, aber lieber nicht zu ruppig.  

NIKE A I R P E G A S U S + 2 6 T R A I L W R

m/w

Wieder ein Laufschuh, der gern mal Trailluft schnuppern möchte, aber nicht wirklich kann. Sicherlich ist die Außensohle im Vergleich zu den gängigen Nike Laufschuhen um einiges stabiler, aber der Waffelaufbau verhindert eigentlich das gute Gefühl für den Untergrund. Zu dem konnte die Sohle auf keinem Untergrund wirklich punkten und auch die Seitenlage nimmt der Schuh nicht mit Vergnügen. Aber für einen Wald- und Wiesen-Schuh ist uns die Dämpfung doch etwas zu hart geworden.

Gewicht Farbe

351 gr. schwarz-rot

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Vor lauter Nike+ und iPod Technologie wurde die Technik des Trailschuhs vergessen

THE NORTH FACE A L K A L I N E Multisportler darf sich der Alkaline wohl nennen. Als ausschliesslicher Trail-Runner, ist er zu schwer und zu unflexibel. Das kann sein Kollege, der SINGLE TRACK, viel besser. Trotzdem fühlt man sich mit dem Alkaline durchaus sicher auf dem Trail. Geröll und grobe Waldpassagen, nimmt er souverän. Also kein Schuh für Rennen oder fetzige Läufe in krassem Gelände - mehr ein Hybrid für Bergmenschen, die aus der Laune auch mal das rumrennen anfangen.

Gewicht Farbe

450 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Für einen Trail-Running Schuh zu schwer, aber als Hiking -und Bergausrüstung ein stabiler Freund.

47


THE NORTH FACE S I N G L E T R A C K Der unscheinbar aussehende, brandneue Single Track aus dem Hause The North Face, schafft es schnell seinen Läufer für sich zu gewinnen. Ist er am Fuss, entsteht ein gutes Gefühl. Der Mittelfuss wir eng geführt, nach vorne ist Platz in der Breite. Die ausgeprägte Dämpfung macht ihn zum Allrounder, der für ganz schweres Terrain zu wenig Schutz bietet. Als aktiver und bissiger Trailschuh auf Waldwegen und Schotterstrassen, ist er ideal. Die Ferse könnte etwas mehr umschlossen werden.

Gewicht Farbe

320 gr. grau-blau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Single Track wird neue Freunde finden. Ein Schuh mit dem man fast überall schnell zurecht kommt und komfortabel die Trails abrockt.

PEARL IZUMI P E A K X C Die mangelnde Dämpfung, vor allem am Vorfuss, fiel mir sofort auf - selbst auf Trails, berghoch. Der Schuh als solches ist jedoch eine feine Sache. Er ist dynamisch, macht viel mit, ist direkt und das Mesh macht aus ihm ein Schuh für heisse Sommertage. Der Peak XC packt auf Fels gut zu, auf geröll schwächelte sie etwas. Wer einen luftigen und niedrigen Trailschuh sucht, der könnte mit dem Peak XC glücklich werden. Die spärliche Protektion muss man in kauf nehmen, denn man läuft mit lediglich 282 Gramm am Fuss.

Gewicht Farbe

282 gr. silber-gelb-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Schneller, leichter Trail-Runner für mittlere Distanzen.

PEARL IZUMI S Y N C R O S E E K 3 W R X

m/w

In diesem Schuh stecken schon jede Menge Ideen, wie zum Beispiel das nahtlose Obermaterial, aber dennoch wird man mit diesem Schuh nicht so richtig glücklich im Gelände. Die Dämpfung – vor allem im Vorfußbereich – lässt die Füße schmerzen und der tiefe Schaft gibt ein Gefühl von Unsicherheit. So richtig will dieser Schuh nicht laufen, nimmt undynamisch die Trails in Angriff und würde mit seinem netten Design eigentlich lieber zur Eisdiele gehen als im Schlamm zu spielen. Obwohl die Füße auf Grund der hohen Wasserfestigkeit ja trocken bleiben würden.

Gewicht Farbe

387 gr. silber-grün-schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Nicht ganz schlecht aber auch nicht recht.

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PEARL IZUMI P E A K X C W

w

Weniger Schuh als der Syncro Seek aber mehr Spass! Manchmal ist weniger mehr. Zwar hat auch dieses Modell das Problem der Dämpfung – man fühlt sich wie auf Parkettboden – aber dafür möchte der Peak XC laufen. Zwar auch nicht im ruppigen Gelände, aber die lustigen Waldwege, Wiesen und Pfade nimmt er recht dynamisch in Angriff. Auf die Füße sollte man dennoch achten, da auf Schutzkappen und Protektion weitest gehend verzichtet wurde. Der Peak XC vermittelt durch den flachen Sohlenaufbau ein angenehmes Gefühl für den Untergrund, ohne dass man all zu viele Steine durch spürt. Das Problem der Vorfuß-Dämpfung lässt sich mit einer guten Einlegesohle etwas beheben. Gewicht Farbe

282 gr. Magenta-braun-silber

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

leichter Sommer-Wiesen-Trailschuh mit Parkettfeeling

PUMA C O M P L E T E T R A I L F O X 3

m/w

Mit diesem Schuh kommt Puma dem Charakter des gleichnamigen Raubtiers sehr nahe. Die dritte Generation des Trailfox ist beweglich, packt zu und weiss mit einem eigenständigen Design etwas Extravaganz auf den Trail zu bringen. Der Fuchs macht im Grunde alles richtig. Der Testfuss fühlte sich auf Anhieb wohl, auf grobem Fels gab er gönnerhaft Sicherheit und auf hartem Schotterdownhill aureichend Dämpfung. Für ein Laufschuh der eigentlich alles fürs rauhe Gelände hat, ist der Aussenschutz etwas zu gering. Matsch und Schlamm mag der Puma, aber seine Leidenschaft ist es leider nicht. Die Sohle macht   dicht  und verliert ihre fähige Funktion. Gut hat uns der Schaft gefallen, der sich “Gaitor-mässig” an den Knöchel heranwagt und Schmutz abhält.  Gewicht Farbe

357 gr. weiss-silber

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Guter Schuh, mit dem Trailherz am richtigen Fleck. Für Designfreunde die einen Allrounder suchen, der mehr ist als ein durchschnittlicher Wald-und Wiesen Schuh.

SCOTT A Z T E C P R O Wenn der Mountainbiker mal laufen gehen möchte, muss er nicht auf sein SCOTT verzichten! Der Aztec Pro passt wie angegossen und ist bequem vom ersten Meter. Der Schuh ist mit grosszügiger Dämpfung ausgestattet, was vor allem dem Gelegenheitsläufer entgegen kommen dürfte, sowie dem Mountainbiker, der nur zum Ausgleich die Disziplin wechselt. Ob die Aussensohle wirklich einem MTB-Reifen nachempfunden ist, wissen wir nicht, aber sie kann mit guter Traktion auf jedem Untergrund überzeugen. Die mit sichtbarem Carbon verstärkte Fersenkappe bietet guten Halt. Einziger Designfehler: die in der Mitte der Sohle eingelassene Plastikplatte mit dem SCOTT-Logo ist ein Traktionskiller auf Baumstämmen und Felsen und gehört da nicht hin... Ansonsten ein gelungener Allrounder mit extravagantem Design. Gewicht Farbe

345 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Komfortabler, überdurchschnittlich gedämpfter Allrounder

49


Wir testeten auf allen Naturuntergr端nden.


Harte Fakten: Trailschuhe brauchen GRIP! Haben sie das keinen, sind sie nicht viel wert.

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SCOTT A Z T E C

w

Man(n) oder besser gesagt Frau muss schon mit viel Feingefühl laufen um den wirklichen Unterschied zwischen dem Aztec Pro und der kleinen „Schwester“ Aztec festzustellen. Der Aztec ist zwar ohne wasserdichte Membran und ohne Karbon im Fersenbereich ausgestattet -was den Schuh etwas weicher und instabiler macht - aber dennoch fühlt sich dieser Trailschuh im Gelände recht wohl, dämpft dort wo er soll und die Aussensohle im MTB-Reifen Design hält was sie verspricht. Der Fuß fühlt sich wie „gut eingepackt“ ohne zu klammern, für ruppiges Gelände wünscht man sich jedoch mehr Protektion.

Gewicht Farbe

330 gr. blau-braun-weiss

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Schneller schmaler Allrounder ohne Aggressionen, dafür im absoluten Schnittchendesign

SAUCONY P R O G R I D R A Z O R

m/w

Wenn die Elemente erbarmungslos zuschlagen, ist die Stunde des Pro Grid Razor. Der Trailschuh mit integriertem Gaitor-Schutz ist wasserdicht, warm und damit verbunden nur bedingt atmungsaktiv. Die Sohlenkonstruktion erlaubt einen schönen Abrollvorgang, bei gutem Grip auf Matsch. Der Razor ist erstaunlich angenehm am Fuss, er dürfte etwas weniger hoch sein - etwas mehr Bodengefühl würde Sicherheit und Laufspass steigern.

Gewicht Farbe

386 gr. schwarz

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Pro Grid Razor ist ein gut durchdachter Schlechtwetterschuh, der nach widrigen Umständen verlangt. Für das was er soll, ist er zu grosszügig gedämpft.

SALOMON X T T R A I L Salomons XT TRAIL ist schlicht und ergreifend das Nachfolgemodell des XT Hawk. Mit dessen Genen schafft es das Leichtgewicht, einer der vielseitigsten Trailschuhe zu sein. In dieser Generation ist der XT TRAIL nun besser gedämpft. Vorallem am Vorfuss ist der Schuh nun komfortabler und schon beim ersten Eindruck herrscht Hausschuhgefühl. Dank seiner grosszügigen Unterstützung, ist der Schuh für Einsteiger genau das richtige. Für Profis kann dieses Modell aber auch interessant sein - das geringe Gewicht leistet Überzeugungsarbeit.  Die Contragrip Sohle, rein äusserlich eine schlichte Angelegenheit, überrascht mit Grip auf allen Untergründen. Dank dem bewährten Quick Lace System  sitzt der XT TRAIL wie angegossen. Das Design hält sich hier nicht zurück. Der Colorway ist kontrastreich und die Formen sehen nach Speed aus. Gewicht Farbe

324 gr. schwarz-weiss-grün

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der XT TRAIL ist ein Alleskönner, der die Spezialisten in ihren jeweiligen Fachgebieten ordentlich herausfordert.

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SALOMON X A P R O 5

m/w

Das neue Gesicht in der Salomon Trailrunning Familie kommt mit ausgewogener Dämpfung überdurchschnittlich komfortabel und leichtfüßig daher. Deswegen wird dieser Schuh vor allem bei langen Geländeläufen, die auch immer mal wieder auf „feindlichen“ Asphalt treffen, ein guter Freund des Trailrunners werden. Die niedrige Sohlenkonstruktion und die schmale Ferse garantieren ein hervorragendes Abrollverhalten und die gut profilierte Sohle legt sich siegessicher mit jeder Art von Untergrund an. Das Obermaterial wurde sehr luftig gestaltet und auf starke Protektion verzichtet, so dass der XA Pro 5 vor allem im Vorfußbereich recht weit und weich ist. Gewicht Farbe

358 gr.. weiss-schwarz-grün

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der gemütliche Schuh für die Trails, die kein Ende nehmen wollen.

SALOMON X T W I N G S 2

m/w

Salomons Alleskönner geht in die zweite Generation und wird tatsächlich noch besser. Dünneres MeshObermaterial, etwas dünnere Protektionselemente sorgen für einen flexibleren, dynamischeren, luftigeren Schuh. Der XT WINGS 2 läuft sich „leichter“ und passt sich noch besser dem Fuß an als der Vorgänger. Im Vorfußbereich ist er nun etwas weiter und komfortabler. Die hervorragende Profilsohle bietet unverändert perfekten Grip auf jeder Oberfläche. Der hintere Teil der Sohle ist ein paar Millimeter schmaler als beim alten WINGS, was in super-ruppigem Gelände vielleicht etwas mehr Steuerkunst seitens des Piloten erfordert, im Allgemeinen aber das Abrollverhalten verbessert. Überhaupt ist der XT WINGS 2 angenehm ausgewogen gedämpft und kann deshalb auch ohne Zähneknirschen auf Asphalt- oder Schotterwegen bewegt werden. Sein Element aber ist der Trail, je technischer desto besser! Salomons Kevlar-Schnürsystem ist jetzt nicht mehr asymetrisch, funktioniert perfekt und bleibt auch im wildesten Gestrüpp nicht hängen.

Gewicht Farbe

370 gr. schwarz-weiss-rot

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Vielseitiger Trailschuh mit Supergrip und -Dämpfung, der auch auf langen Strecken komfortabel ist.

SALOMON X T S - L A B 2

m/w

Die „Light-Version“ des XT Wings sieht schon im Karton schnell aus. Auf dem Trail bewahrheitet es sich. Der S-LAB 2 ist für Speed gebaut. 50 Gramm weniger pro Fuß machen sich bei jedem Schritt bemerkbar. Das spacig aussehende Obermaterial kommt ohne schwere Applikationen aus und hält den Fuß dennoch fest auf Kurs, ganz ohne unbequeme Nähte. Ein Hausschuh für eilige Trailrunner. Bei der Sohle wurde um Gewicht zu sparen ein eher minimalistisches Profil verwendet, welches in grobem Matsch und nassem Gras an seine Grenzen kommt, jedoch auf Fels sehr gut haftet und auch auf Waldboden und Schotter sich keine Blöße gibt.

Gewicht Farbe

323 gr. rot

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Spektakulärer Highspeedschuh, der wie ein zweiter Socken an den Fuß passt.

53


SALOMON X T W I N G S G T X

m/w

Dies ist die wasserdichte Gore-Tex Version von Salomons universell einsetzbarem XT WINGS für die wirklich ungemütlichen Tage im Trail. Grip und Dämpfung sind wie gewohnt erstklassig. Dank Gore-Tex-Membran kommt keine Feuchtigkeit in den Schuh, und auch eisiger Wind kann den Füssen nichts anhaben. Bedingt durch die zusätzlichen Materialien ist der GTX etwas schwerer als der original WINGS, dafür kann man damit aber auch in nasskaltem Gelände querfeldein pflügen, wie ein Panzer schützt der Schuh den Fuß vor allen äusseren Einflüssen und steht dank breiter Sohle und super-Profil immer sicher auf jedem Untergrund. Trotz der wasserdichten Membran ist die Passgenauigkeit des WINGS GTX fast auf Anhieb genauso komfortabel wie beim luftigen Bruder. Gewicht Farbe

408 gr. schwarz-rot

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Gut gedämpfter offroad-Panzer, der nass-kaltem Wetter den Schrecken nimmt.

SALOMON X A C O M P 4 G T X

m/w

Für einen wasserdichten Schuh ist der XA COMP 4 GTX erstaunlich leicht! Daß die Gore-Tex Membran für warme und trockene Füße im schlimmsten Regen und tiefsten Matsch sorgt, kann man heutzutage voraussetzen, und auch der XA COMP 4 GTX erfüllt diesbezüglich die Erwartungen. In besagtem Matsch sorgt die extrem grobstollige Sohle für Traktion, ebenso wie sie gröbstes Geröll locker wegsteckt. Recht großzügige Protektion schützt den Fuß zusätzlich vor Verletzungen im rauhen Gelände. Im Einsatz auf härterem Untergrund wird auch klar, wo die Gewichtsersparnis herkommt – deutlich weniger gedämpft als die anderen Salomonschuhe im Test, spricht der XA COMP 4 eher jene Läufer an, die den niedrigen Sohlenaufbau mit direkterem Bodenkontakt bevorzugen. Wie gewohnt passt auch der XA COMP 4 GTX auf Anhieb, die Ferse wird stabil aber nicht zu eng umschlossen, der Vorfuß wird von der Schnürung gut umschlossen, hat aber goßzügig Platz.

Gewicht Farbe

347 gr. rot-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Wasserdichter, leichter Schuh für’s Grobe mit superPassform


SALOMON S P E E D C R O S S 2

m/w

Ein Speedy Gonzales unter den Trailschuhen! Extrem griffiger und leichter Schuh für Läufe abseits befestigter Wege, der auf schmalen Trails den absoluten Spaßfaktor erreicht. Und dabei hat der Fuß das Gefühl, er stecke in einem “Hausschuh” so bequem und anschmiegsam ist das Innenleben, was aber nicht bedeutet, dass der Speed Cross 2 ohne Stabilität oder Support wäre. Dieser Salomon Schuh ist zwar mit seinen tiefen Profilstollen nicht ganz so direkt wie einige andere Stollenschuhe, dafür dämpft er etwas besser mit perfektem Fersenhalt. Gierig beisst sich das Außenprofil in jede Art von Untergrund, so dass der Trailrunner Mühe hat, dem dynamischen Vorwärtsdrang des Speed Cross gerecht zu werden. Gewicht Farbe

296 gr. gelb-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Ein Profilstollen - “Speedy Gonzales” unter den Trailrunning Schuhen

SALOMON X T W H I S P E R 2

w

Auf leisen Sohlen kommt er daher gelaufen - der Whisper. Dieser spezielle MädelsTrailschuh wurde etwas überarbeitet und erfreut nun die weiblichen Füße mit verbesserter Dämpfung - vor allem im Vorfußbereich - und flexiblerer Sohle. Und das macht Sinn. Schließlich wurde dieser Schuh ja hauptsächlich für die weniger ruppigen Trails konzipiert, was auch die fehlende Protektion (bis auf den Zehenbereich) und weichere Machart erklären würde. Aber das Außenprofil würde auch härtere Herausforderungen spielend schaffen und der Trailrunnerin den nötigen Grip liefern. Durch die typisch tiefe und breite Salomon-Sohle hat man jederzeit ein gutes Gespür für die Bodengegebenheiten mit minimaler UmknickGefahr. Ein leichter und luftiger Schuh, der in tollen Farben daherkommt! Gewicht Farbe

268 gr. grau-blau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Mag es lieber fein als grob, aber es geht auch mittendurch.

TIMBERLAND A L L M O U N T A I N L O W

m/w

Timberland = Wanderschuhe dachten wir, als wir die Schachtel in die Hand nahmen. Der Mountain Low sieht in der Tat nicht auf Anhieb wie ein Laufschuh aus, so ganz schwarz mit ein bisschen gelb... Umso angenehmer war die Überraschung als wir ihn in die Hand nahmen. Leicht ist er nämlich! Dank leichtgängiger Schnürung passt sich gut an den Fuß an, die Ferse wird gut umschlossen. Im Trail bewegt sich der Neuling zielgerichtet und dynamisch, die Dämpfung ist eher hart, somit ist der ALL MOUNTAIN LOW vor allem für weicheren Waldboden geeignet, da kann seine grobe Sohle auch mit gutem Grip punkten.

Gewicht Farbe

331 gr. schwarz-gelb

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Ein guter Einsteigerschuh von Timberland, der die wandernde Klientel zur schnelleren Fortbewegung animieren dürfte

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TIMBERLAND R O U T E R A C E R G T X

m/w

In der Tat gehen Timberland ihre eigenen Wege beim Neueinstieg in den Trail-Running Sport. Ihre Schuhe der TMA serie, haben eine sehr unverwechselbare Optik. Der Route Racer mit Gore-Tex als Wind -und Wetterschutz, ist ein Wirbelwind auf Waldwegen und bahnt sich sehr ordentlich seinen Pfad durch matschige Passagen. Wer einen vollkommenden Trailschuh sucht, wird mit dem Route Racer GTX nicht fündig - ihm fehlt es an Dämpfung und etwas Protektion. Für Einsteiger bietet der Timberland,auf gemässigtem Terrain, die Chance einen neuen Sport in einer Traditionsmarke zu erleben.

Gewicht Farbe

352 gr. grau-orange

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Der Route Racer GTX macht Spass auf weichen Waldtrails und für Freunde der Marke steht ein Kauf sowieso an.

UNDER ARMOUR M I R A G E Man muss es dem Mirage lassen - er darf sich Geländeschuh nennen. Er sorgt für viel Protektion, hat bissiges Sohlenprofil und reichlich Raum für dicke Zehen. Dank der grosszügigen Dämpfung schlägt er die Brücke zum Strassenlauf und verliert dabei etwas das Konzept aus den Augen. Wenn es technisch wird, ist mit ihm nicht mehr viel los. Er ist dann zu schwerfällig und wenig dynamisch. Für breite, lange Schottertrails und Alpenwege eine gute Lösung.

Gewicht Farbe

357 gr. schwarz-rot-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Protektionsmonster, das Felsen und lange Steintrails mag. Aber breit müssen die schon sein.

VASQUE B L U R S L

w

Der Vasque Blur kommt Undercover als „Graue Maus“ daher und überzeugt schnörkellos als Allround-Trailrunning Schuh. Der Blur SL hat eine sehr komfortable Passform mit angenehmer Gewölbeunterstützung und zickt weder im ruppigen Gelände noch auf fluffigen Trails rum. Die Außensohle hält, auch wenn man es ihr nicht unbedingt ansieht und verleiht dem Trailrunner ein angenehmes Gefühl für den Untergrund. Insgesamt schmal geschnitten - die Sohle im Fersenbereich ist dafür etwas zu hoch geraten – bleibt der Schuh dennoch stabil. Das größte Problem wird sein, diesen Schuh im deutschen Handel zu finden.

Gewicht Farbe

357 gr. grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Kümmert sich ohne Star-Allüren um die wichtigen Dinge: Trails!


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Markt체bersicht: Beim TRAIL Magazin Trailschuhtest 2010 sind alle relevanten Hersteller dabei!

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VASQUE V E L O C I T Y

m/w

Ich mag die Schuhe von Vasque. Sie haben ihren eigenen Charakter. Mit verbundenen Augen, würde ich die Schuhe der Nord-Amerikaner erkennen. Der Velocity, mit seinem niedrigen Profil, ermöglicht Bodenkontakt bei einer schönen Dämpfung, die sich gleichmässig von der Ferse zum Vorfuss verteilt. Die Aussensohle packt überall gut zu und weiss den Läufer sicher über grobe Felsbrocken zu führen. Seine guter Zehenschutz macht ihn zum konsequenten Off-Roader. Die Schnürung schwächelt etwas, denn sie reguliert nur schwer über den ganzen Schuh.

Gewicht Farbe

280 gr. silber-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Klasse, reinrassiger Geländeschuh mit tollem Fersenhalt und direktem Kontakt zum Boden, bei viel Sicherheit und Traktion.

VASQUE A E T H E R T E C H

m/w

Das auffälligste am AETHER TECH ist sicherlich die Schnürung – man dreht am kleinen Rad oben auf dem Schuh, und das dünne Kabel zieht sich fest. Das funktioniert tatsächlich gut, und in wenigen Sekunden ist der Schuh gebunden und bereit zum loslaufen. Über die Haltbarkeit des Systems kann nur ein Langzeittest Auskunft geben, und man möchte auch nicht, dass eine Kollision mit einem Felsen das Verschlußsystem beschädigt, denn eine Reparatur im Gelände dürfte schwierig sein. Es fehlt ein gutes Fussbett innen, mit einer Einlegesohle ist das aber behoben. Auf dem Trail kann der AETHER TECH dann tatsächlich punkten, die sehr einfach profilierte Sohle meistert jeden Untergrund hervorragend und der Schuh läuft sich recht schnell obwohl er eigentlich kein Leichtgewicht ist. Der Fersenhalt ist bombig, der Vorfuss eher etwas für breitere Füsse. Gewicht Farbe

364 gr. orange-grau

Dämpfung Grip Geröll Grip Matsch Grip Waldboden Grip Fels Stabilität Protektion Schnürung

Universeller Schuh für Technikfreaks mit breiten Füssen

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Der Weg nach Chamonix 2 Dieses Klima ist eine miese Sau! Wenn wenigstens Schnee läge. Also richtig Schnee. Die Situation Mitte Januar ist hier einfach nur bitter: Kalt, eisig, viel Ostwind und irgendwie immer bedeckt. Es fehlt etwas an Freundlichkeit. Mein schlechtes Verhältnis zum Wintersport, macht aus mir einen Ganzjahres-Läufer, der mit allen Konsequenzen klarkommen muss oder es zumindest sollte. Die Stirnlampe wächst dieser Tage zu meinem echten, persönlichen Ausrüstungsgegenstand heran. Ich trete mich oft spät Nachts zur Tür hinaus. Schlecht: Minusgrade. Gut: es ist herrlich still. Bei der Kälte laufe ich kaum länger als 2 Stunden am Stück. Ich habe mir eingeredet, dass länger als 120 Minuten, nicht gesund sein kann. Schlechtes Wetter macht aus langweiligen Ausdauersportlern kreative Spassmacher. Als bekennender S-Bahn Fan laufe ich oft querfeldein in eine Richtung, pflanze mich in einen 4er Sitz, und finde neue Strecken, die aus Routine ein kleines Abenteuer machen. Immer dabei: Rucksack, Wechselwäsche und eine Primaloft-Daunenjacke mit phantastisch kleinem Packmass. Am liebsten Samstag Nachts. Da trifft man lustige Menschen in der Bahn. Kids auf dem Weg in Clubs, bepackt mit Getränken aus Lemon, Wodka und Colabier, Leute die da irgendwie immer sitzen und welche die auf dem besten Weg sind das zu tun. Weihnachten war wie immer. Aber erstaunlich bewegend. In diesem Jahr fresse ich aus Tradition, verzichte konsequent auf Alkohol und nutze Eltern und Schwiegereltern Besuche als Mini-Trainigslager. Ich entdecke zwischen dem 23.12 und 25.12 die schwäbische Alb und der Schurwald als geniales Trail-Running Revier, neu. Die schweren Kalorien in diesen Tagen, verpuffen in meiner Stoffwechsel-Maschine


wie Wasser auf einem heissen Zerankochfeld. Der Januar, geht 2010 nicht zu Ende. Die 20 Tage des ersten Monats, fühlen sich wie eine halbe Ewigkeit an. Noch beschissener kann es im Grunde ja nur den Skifahrern gehen - die haben sich das 3/4 Jahr auf diese Zeit gefreut und nun haben sie zwar Kälte, aber im Grunde so gut wie keinen Schnee. Die armseelige Konstante aus Frost und Grau wird am 21. Januar endlich gebrochen. Der grosse Schuhtest fürs Magazin verschlägt mich mit den Testläufern TS und GM an den Gardasee und bevor wir mit den 92 Schuhschachteln über den Brenner donnern, beginnen wilde Spekulationen über die Temperaturen im Norden des Stiefels. Es gab Januare, in denen der Lago mit 15 Grad glänzte - die gab es aber auch in München. Während der 3 Testtage ist es bitter kalt, schneefrei und gefühlsmässig etwas heller und freundlicher als 450 km weiter nördlich. Am Ende der Schuhuntersucherei bin ich dann 70 km gelaufen, habe mal wieder etwas für die Form getan, fühle mich besser, wenn ich an Chamonix denke...ich denke ja sehr oft an Chamonix. Völlig grotesk. Ich werde Ende August versuchen 166 km am Stück durch und über die Alpen zu rennen, momentan zwicken 30 pro Tag. Eine positive Entwicklung muss her! Noch 5 Wochen. Positiv zu denken ist eine echte Lernübung. Wer es kann, ist im Vorteil und ich arbeite daran. In bereits 5 Wochen könnte der Winter, oder zumindest das kernigste davon, vorüber sein. Vielleicht könnte ich dann mal wieder in 3/4 Tights laufen und ohne Mütze. Ich bin kein Kiffer und war nie einer, aber ich würde so gerne mal wieder Gras riechen. Meine Position als Alternativsport-Verweigerer macht also den Winter nicht einfacher. Hätte ich doch bloss eine Freude an Skitouren, Schneeschuhwanderungen, Langlauf oder Eiskunstlauf. Mit Langläufern bin ich neuerdings auf Kriegsfuss und die mit mir auf Kriegski. Die harte Loipe im Tannheimer Tal war für mich perfekt , aber ganz klar fremdes Territorium. Den Angriff der Stöcke konnte ich abwehren, flüchtete zurück in den Wald und träumte vom Sommer in Chamonix... Am 23. Januar viel dann übrigens der grosse Schnee und damit konnte ich auch nichts anfangen.

Schlecht: Minusgrade! Gut: Es ist still!

KLICK! Deine Meinung zählt hier! www.beckercoaching.de www.ultratrailmb.com

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“the perFeCtly balanCed Combination oF two opposing ConCepts – Cushioning and agility – is the most diFFiCult problem to solve in trail running shoe design. the Xt wings gtX is our most Climate versatile, well-balanCed aChievement thus Far.” - Christophe aubonnet produCt manager – salomon trail running Footwear

Fresh. Copyright© salomon sa. all rights reserved. produCt photography: semaphore


SALOMONrunning.Com

Xt wings gtX


Der Sandman in ungewöhnlichem Terrain, beim „Jungle Marathon“ – er hatte sich trotz Reptilienpho bie angemeldet, und musste dann an Rattenartigen Echsen in Hun deformat vorbei... Wahrscheinlich lief er deshalb so schnell...und gewann!


In terview: Steph an Re p k e / w w w . g r i p ma st e r t r a i l s. com Fo to s: Steph an R e p k e , r a ci n g t he p l a n e t

ryan s andes

sie nennen ihn den sandman Südafrikas erfolgreichster Wüstenläufer ist ein Senkrechtstarter. Ryan Sandes aus Kapstadt kam aus dem Nirgendwo als er 2008 als schnellster den „4 Deserts“ Lauf durch die Wüste Gobi gewann... Gripmaster schwitzte ein paar Stunden neben ihm auf seinen heimischen Trails und hatte Gelegenheit, ihm auf den Zahn zu fühlen. 65


ryan s andes Südafrikas schneller Wüstenfuchs Ryan „Sandman“ Sandes aus Hout Bay hat sich bereit erklärt, mit mir an seinem Ruhetag eine Runde zu drehen. Klar, sage ich, wie schlimm kann es schon sein...es ist sein Ruhetag....dennoch - ich hätte gestern noch ein Monstersteak essen sollen! Weil - der Typ ist in Form! Ryan kennt sich aus, also darf er die Route auswählen. Wir starten im märchenhaften Tokai Forest, und die ersten 20 Minuten geht es mir gut, solange wir noch im Pinienwald unterwegs sind: die Sonne sticht schon wieder auf uns hinab, als wollte sie den Kern der Erde zum schmelzen bringen! Wann immer wir in offenes Gelände kommen, beginnen meine mitteleuropäischen Gehirnwellen zu Mikrowellen zu werden, während Mister Sandes noch nicht einmal schwitzt. Nicht dass man das sehen würde, dieser wahnsinnige hat lange Ärmel und eine 3/4 Exotight an! Es ist offensichtlich, er hat die Hitze unterschätzt und wird jeden Moment neben mir auf dem Trail zusammenbrechen! (Letzteres war eine krasse Fehleinschätzung des Autors) TRAIL Magazin: Ryan, du warst nicht gerade eine Berühmtheit in der Wüstenlaufszene, als du im März 2008 beim „Gobi March“ (ein 7-Tagesrennen über 250km in China) aufgetaucht bist. Dann hast du alle überrascht, als du das Rennen und sogar alle Etappen gewonnen hast. Hast du dich selbst auch überrascht? Sandman:Ja, das kann man wohl sagen! Als ich mich beim Rennen durch die Wüste Gobi angemeldet habe, war ich nie ein Trailrennen über 35km gelaufen, ich wusste wirklich nicht was mich erwartete... Ich bin aber recht ehrgeizig und habe hart trainiert dafür, denn ich wollte gerne unter die ersten zehn kommen. Ich werde nie vergessen, wie ich dann die erste Etappe gewann! Eine Riesenüberraschung! Am zweiten Tag bin ich so gerädert aufgewacht, dass ich dachte, ich komme an dem Tag als letzter an. Dann habe ich aber tatsächlich alle Etappen gewonnen.

TRAIL Magazin: Als nächstes hast du das „Sahara Desert Race“ gewonnen, und dabei Superstars wie Dean Karnazes hinter dir gelassen. Es sieht so aus, als kommst du gut mit Sand und Hitze zurecht?

Sandman: Die Sahara war echt hart! An manchen Tagen hatten wir Temperaturen weit über 40 Grad, und ich hatte das Gefühl an der Hitze zu ersticken. Der Sand war so weich, dass ich das Gefühl hatte, alle 2 Schritte wieder einen zurückzusinken. Aber ich hatte dennoch viel Spaß! Ja, ich denke, man kann sagen, ich komme mit Sand und Hitze gut zurecht...

TRAIL Magazin: Du läufst nun die komplette „4 Deserts“-Serie. Hattest du das schon vor, als du dich zum „Gobi March“ angemeldet hast? Und wie kam es überhaupt dazu, daß du dich zu so einem langen Rennen angemeldet hast?

Sandman: Ich habe die „4 Deserts“ im Internet gefunden und mich einfach angemeldet, ohne groß drüber nachzudenken. Ich fand es eine tolle Herausforderung, etwas zu machen, von dem ich nicht wusste ob ich es überhaupt schaffe. Dann wurde mir aber klar, dass ich ernsthaft trainieren müssen würde, und habe erstmal das Biertrinken gelassen. Eigentlich wollte ich nur das Gobi Rennen beenden, und dann mit dem Laufen aufhören und wieder ein soziales Leben aufnehmen. Aber nach dem „Gobi March“ war ich süchtig....

TRAIL Magazin: Dein nächstes Rennen ist das „Atacama Crossing“ in Chile in ein paar Wochen. Bist du bereit?

Sandman: Ich denke schon, das Training geht wie geplant. Ich fahre nächste Woche in die Drakensberge, Südafrikas höchstes Gebirge, um in der Höhe zu trainieren. Die Atacama Wüste liegt 3000 Meter hoch, und hier in Kapstadt lebe ich auf Seehöhe! Ich glaube die grösste Schwierigkeit beim Atacama Crossing wird die Höhe sein.

TRAIL Magazin: Warst du schon einmal in Chile? Was erwartest du vom Atacama Crossing?

Sandman: Ich war noch nie in Chile oder im Atacama, aber ich habe die Bilder von der Dakar-Rallye gesehen, es sieht toll aus! Die Atacama soll die schönste aber auch die härteste Wüstendurchquerung sein. Es wird also schwer, aber ich freue mich riesig darauf!

TRAIL Magazin: Um die „4 Deserts“ zu komplettieren und womöglich sogar zu gewinnen, wirst du im November durch die Antarktis laufen. Das ist eine etwas andere Art von Wüste... Als Südafrikaner, hast du eigentlich Erfahrung mit Laufen im Schnee?

Sandman: Ich bin noch nie auf Schnee gelaufen...ich schätze die Antarktis wird sehr interessant.....Ich bin noch nie in so grosser Kälte gelaufen, ich habe keine Ahnung wie mein Körper damit zurechtkommen wird.

TRAIL Magazin: Wie wirst du dich für die Antarktis vorbereiten?

Sandman: In Südafrika gibt es eine Kette von Outdoorläden, der Cape Union Mart. Dort darf ich in der Kältekammer auf dem Laufband trainieren. Ich hoffe nur, das Laufband friert nicht ein! Ich habe gehört, daß man den Körper mit der richtigen Kleidung so gut vor der Kälte schützen kann, daß das Laufen möglich ist. Zum Glück hat mein Sponsor Salomon Winterkleidung!

TRAIL Magazin: Du wirst also spezielle Ausrüstung benötigen?

Sandman: Ja, die Renndirektion hat uns eine neunseitige Ausrüstungsliste geschickt. Schneebrille, Spikes oder Ketten für die Schuhe um Grip auf Eis zu haben, Baselayers,... Ich muss das alles noch studieren, aber jetzt will ich erstmal heil durch Atacama kommen.

TRAIL Magazin: Macht dir die Kälte Sorgen?

Sandman: Nein, ich sehe das als eine neue Herausforderung. Aber ich schätze, wenn meine Hände und Füsse zu Eisblöcken gefroren sind, würde ich anfangen, mir Sorgen zu machen.

TRAIL Magazin: Wie ist es, nehmen dich alle diese langen Rennen körperlich mit?

Sandman: Ich finde, daß Trailrunning den Körper viel weniger verschleisst als das Laufen auf der Strasse. Ich halte mich ganz gut. Aber

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sie nannten ihn den sandman

Sandman zeigte dem Gripmaster beim TRAIL-Interview die lokale Attraktion – „Elephant’s Eye“. Die Höhle war der einzige Platz unter 30 Grad an diesem Morgen.

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950 Meter über dem Meer – Hoch über den Supermodels am Strand von Camps Bay läuft der Sandman auf Messer’s Schneide

sie nannten ihn den sandman ich gehe auch einmal wöchentlich zum Physiotherapeuten, und regelmässig zu Massagen, um meinen Körper beieinander zu halten. Nach einem langen Etappenrennen mache ich immer gut 10-14 Tage Pause, um mich zu erholen. Ich bin dann auch mental müde, und es tut gut, dann mal nicht zu tun und sich wieder aufzuladen.

TRAIL Magazin: Wie bist du eigentlich zum Trailrunning gekommen? Hast du vorher andere Sportarten betrieben?

Sandman: Als ich noch studierte, wollte ich einen Halbmarathon laufen, weil ein paar Frunde von mir da mitliefen. Aber es gab keine Plätze mehr, so musst ich mich beim Marathon anmelden. Also habe ich das gemacht, und angefangen zu trainieren, und nach ein paar Monaten war ich verrückt nach Trailrunning. In der Schule und Universität habe ich die meiste Zeit mit Surfen und Rugby verbracht. Vielleicht haben mich all die Tage mit stundemlangen Strandfußball spielen gelehrt, wie man auf Sand läuft!

TRAIL Magazin: Was machst du jetzt noch für andere Sportarten?

Sandman: Ich habe ein bißchen mit Mountainbiken angefangen, aber ich stürze häufig! Ich versuche noch immer, etwas Zeit am Strand zu verbringen, aber ich komme nicht mehr so viel zum Surfen.

TRAIL Magazin: Verrät uns der Sandman ein paar Trainingsgeheimnisse? KLICK! Deine Meinung zählt hier!


ryan s andes

Sandman beim 250km-Rennen in Namibia. Neuling Ryan Sandes wundert sich wer da hinter ihm den Canyon runterscheppert... Es war der spätere Sieger Calvo Redondo aus Spa nien, mit dem sich der zweitplatzierte Ryan die ganze Woche ein Duell liefern sollte...

Wie sieht dein Training aus?

Sandman: Wenn ich für ein grosses Rennen trainiere, laufe ich zwischen 120 und 200 Kilometer in der Woche. Ich mache ein paar kürzere, schnellere Läufe, so um die 25km. An den Wochenenden bin ich dann zwischen 3 und 8 Stunden unterwegs. Ich verbringe ausserdem noch allerhand Zeit im Fitness-Studio für Oberkörperkrafttraining und ein bisschen Schwimmen zur Erholung.

TRAIL Magazin: Das klingt als hast du nicht noch viel Zeit zum Arbeiten?

Sandman: Im Moment bin ich quasi professioneller Trailrunner. Aber neben dem reinen Laufen wird viel Zeit in Anspruch genommen von Interviews und Mediensachen, vom Organisieren der Rennen und Sponsorenverpflichtungen.

TRAIL Magazin: Du bist Rennen in der ganzen Welt gelaufen, aber bist du dann auch mal hier in Südafrika am Start? Sandman: Ja, ich starte schon ebi lokalen Rennen, aber nicht sehr oft. Es gibt hier in Kapstadt so viele Trailrennen, aber ich starte lieber bei wenigen und bin erfolgreich, statt überall zu laufen ohne zu gewinnen... Ich bin ja noch jung und habe noch viel Zeit vor mir!

TRAIL Magazin: Hast du Trainingspartner oder läufst du alleine?

Sandman: Unterschiedlich, ich würde sagen, ich laufe 60% der Zeit alleine und 40% mit anderen Leuten. Ich trainiere sehr viel um die Mittagszeit, und da ist es schwer, jemende zu finden der freiwillig mitkommt, wegen der Hitze!

TRAIL Magazin: Hast du ein paar „Lieblings“- Ausrüstungsgegenstände? Schuhe oder Kleidung die du besonders gern benutzt?

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ryan s andes

sie nannten ihn den sandman


„SANDMAN“ in seinem Element beim „Sahara Desert Race“

ich erstmal zum nächsten Checkpoint komme, das ist immer überschaubar. Bevor man sich versieht, ist das Rennen geschafft. Naja so in der Art...

TRAIL Magazin: Hast du irgenwelche speziellen Ziele? Wo möchtest du laufen, wenn du die „4 Deserts“–Serie beendet hast? Sandman: Ich würde gerne ein paar 100-Meilen laufen, überall auf der Welt. Zum Beispiel den Western States, Mont Blanc,... Ich freue mich auch sehr auf den Transalpine Run, wo ich dieses Jahr mit Linda Doke als Mixed Team starten werde! Sandman: Mein Lieblingsschuh ist der Salomon XT S-Lab 2. Für kurze Waldläufe nehme ich gerne den Speedcross 2, die maechen sehr viel Spaß, man fliegt regelrecht damit! Mein neuestes Spielzeug ist die Suunto X10, man kann nach einem Lauf auf dem Computer die Strecken ansehen, sehr kurzweilig!

TRAIL Magazin: Was ist mit Ernährung? Isst der Sandman gesunde Sachen?

Sandman: Ich versuche jedenfalls, mich gesund zu ernähren aber ich bin da kein Fanatiker – man muss das Leben geniessen! Ich liebe Pizza und noch mehr Steak!

TRAIL Magazin: Du warst auch beim Dschungelmarathon 2009 am Start (und siegreich!) Nicht direkt ein Wüstenlauf.... wie war das?

Sandman: Die Luftfeuchtigkeit war extrem – 98%! Ich habe mich die ganze Zeit wie in Zeitlupe gefühlt. Es war sehr hügeliges Gelände. Es ging durch Zeckenverseuchte Sümpfe und durch Flüsse voller Krokodile. Auf den Trails fiel ich ständig über Wurzeln, wurde von Wespen gestochen und begegnete Schlangen und riesigen Reptilien die wie Ratten aussahen. Eine grosse Herausforderung für mich, der ich eine regelrechte Reptilienphobie habe!! Aber ich muss sagen, es hat Spass gemacht, und hat allerdings den Dschungel von meiner To-do-Liste gestrichen...

TRAIL Magazin: Ist es wichtig für dich, in einem Rennen zu starten, oder kannst du dir auch vorstellen, eine Wüste oder eine andere tolle Landschaft einfach nur aus Spass laufend zu durchqueren? Sandman: Nein, es geht mir nicht nur um die Wettkämpfe. Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, in der Zukunft auch mir fremde Landschaften laufend zu erkunden, ichhabe da so ein paar Ideen... Ich bin Trailrunner weil ich gerne draussen bin, neues entdecke und mir selbst neue Herausforderungen suche.

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TRAIL Magazin: Du warst recht erfolgreich in den letzten Jahren. Hift das beim Finden von Sponsoren? Sandman: Auf alle Fälle. Dank Velocity Sports Lab, Salomon, Oakley, Hammer Nutrition und Suunto kann ich meine Träume ausleben.

TRAIL Magazin: Was sind die grössten Schwierigkeiten bei einem Wüstenlauf?

Sandman: Die grösste Herausforderung ist mental, man muss seine Beine zwingen sich weiter zu bewegen, auch wenn sie vor Schmerzen nach einer Pause schreien. Der Geist kämpft mit dem Körper, und ich bin immer selber überrascht, wie weit ich meine vermeintlichen Grenzen noch verschieben kann. Sowohl physisch als auch psychisch. Sehr wichtig ist ausserdem die Flüssigkeitszufuhr! Wenn man da nachlässig ist und zu wenig trinkt, ist das Rennen vorbei! Dank Gaitors habe ich das Sandproblem auch in den Griff bekommen. Laufen im Sand ist eine eigene Disziplin, man muss sich damit anfreunden, sonst hat man in der Wüste keinen Spass.

TRAIL Magazin: Wenn du die langen Etappenläufe machst, wie hälst du durch?

Sandman: Jeder Tag ist ein neuer Tag. Innerhalb der Etappen fokussiere ich mich immer auf den nächsten Checkpoint. Die sind bei den Wüstenläufen meist alle zehn Kilometer. Das Rennen in kleine Portionen aufzuteilen, hilft bei den langen Strecken mental enorm. Wenn es mir mal schlecht geht, sehe ich zu, dass

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Ryan „ Sandman“ Sandes S üda frika Alter : 27 Beruf : Trailrunner Erfolge: Gobi March 2008 1. Platz Sahara Desert Race 2008 1. Platz Namibia Desert Race 2009 2. Platz Jungle Marathon 2009 1. Platz


sie nannten ihn den sandman


TEIL 1.

Januar - Juli

DIE BESTEN TRAIL-RENNEN

2010 FOTO: TIll GOT TBR ATH


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Über die Alpen rennen, eine Wüste durchqueren, einmal 50 oder gar 100 Kilometer am Stück laufen. Das kann man ganz alleine, oder aber organisiert mit anderen erleben. Wer sich dafür entscheidet, mit einer Startnummer , die schönsten Trails dieser Erde unsicher zu machen, findet auf den kommenden Seiten, die besten Rennen 2010. Anmelden, vorbereiten und mal was neues versuchen...

Januar HURT 100, USA

http://www.hurt100trailrace.com/ Dort wo sich das sportive Leben sonst nur am Strand abspielt, wird am 16. Januar richtig gelaufen! Beim HURT100 auf Hawai, muss man sich über 100 Meilen quer über die Insel beweisen. Für amerikanische Läufer ist dieser schöne Lauf eine gute Möglichkeit UTMB Qualipunkte zu sammeln.

Trail Blanch, FRA

http://www.trailblanch.org/TRAIL_BLANCH_WEB/ Am 23. Januar verwandelt sich das bekannte französische Ski Ressort Plateau del Beile zum Mekka der schneeverrückten Trai-Runners. Man kann zwischen den Distanzen 13 km, 23 km, und 50 km wählen. Stöcke und Spikes sind quasi Pflicht um durch teils hüfthohen Schnee zu pflügen!

Der Yukon Arctic Ultra ist ein Extrem-Abenteuer bei Temperaturen bis Minus 40 Grad.

Brazil135

http://www.brazil135.com.br 23. - 25. Januar Der Badwater Ultracup besteht zu einem Drittel aus eben diesem heftigen 135 Meilen Lauf in Brasilien. Die 217 km müssen innerhalb von 3 Tagen zurückgelegt sein. Der Gründer des Laufs ist Dr. Mario Lacerda, der als Badwater Finisher, eine Strecke in den Bergen mit über 9000 Höhenmetern strickte, ist für den brutalsten Lauf Brasiliens verantwortlich.

Country to Capital

gobeyondultra.co.uk Der Januar kann in London ja durchaus mal mild sein. Billigflug, Pension und 40 Pfund Startgeld und man ist beim COUNTRY TO CAPITAL dabei. Auf schmalen Kanalpfaden geht es immer Richtung London. 16. Januar, Zeitlimit 12 Stunden, Distanz 72 Kilometer, Kursrekord 6 Stunden und 5 Minuten.


Februar Brocken Challenge

http://www.brocken-challenge.de/ 81 km, 2200 Höhenmeter Die Idee, den Brocken von Göttingen aus laufend an einem Tag zu erreichen, entstand im Jahr 2001, als Markus Ohlef und sein Begleiter auf dem Fahrrad, Thomas Sivander, sich im Februar auf den Weg machten und den Gipfel des höchsten Berges Norddeutschlands (1142m) nach 10,5 Stunden kaputt, aber glücklich erreichten. Dieser Lauf sollte zum «Event» werden und so wurde er im Februar 2004 zum ersten Mal offiziell durchgeführt. Die Teilnahme sollte nicht nur eine Verwirklichung im sportlichen Sinne sein, sondern gleichzeitig einem guten Zweck zugute kommen. Sämtliche Start- und Spendengelder flossen damals in voller Höhe in ein Projekt in Nepal. In den darauf folgenden Jahren hat sich dieser Spenden- und Erlebnislauf zu einem ausgewachsenen Ultramarathon entwickelt, der sich Dank des Engangements vieler ehrenamtlich tätiger Menschen und der Mitglieder des ASFM (Ausdauersport für Menschlichkeit) e.V. immer größerer Beliebtheit in der internationalen Laufszene erfreut. Der Lauf lebt sowohl von dem Flair und der Idee, mit Sport anderen Menschen helfen zu können als auch der dabei entstehenden Freude der Teilnehmenden und Mitwirkenden. Die Spende 2010 erhalten das Hospiz an der Lutter und die Bahnhofsmission Göttingen.

Patagonia Antarctic Race

http://www.raidsahara.com/patagonie/patagonie.htm 21. Februar bis 8. März 3000 Euro kostet dieses Abenteuer in 9 Etappen über 350 km. Die Schönheit Patagoniens zu Fuss in Trail-Schuhen gehört zu den Einzigartigsten Dingen die ein Adventure Racer mache kann. In der Mitte des Nichts wird in Bivaks geschlafen und gemeinsam gegessen.

Namib Desert Challenge

http://kineticevents.net/ndc/pages/home/deutsch.php Vom 21. bis 25. Februar gehört der Wüste Namib die Aufmerksamkeit einiger Etappenläufer. Es gilt 220 km in 5 Tagen zu meistern. Die Namib Desert Challenge ist eine Laufveranstaltung von 220 km in 5 Tagen durch die Sossusvlei, die Namibische Wueste.  Die Teilnehmer muessen ihre Ausruestung und Verpflegung waehrend des Rennens selber tragen.  Um eine Tagesetappe zu schaffen, muessen die Laeufer bis zum Abend das Uebernachtungscamp erreichen. Die Tagesrouten sind zwischen 28 bis 60 Kilometer lang.  Jede Etappe enthaelt Checkpoints, die die Teilnehmer passieren muessen und wo sie Wasser und medizinische Versorgung erhalten koennen. 

Libyan Challenge

http://www.libyanchallenge.com/ Die neue Wüstenlauf Herausforderung schlechthin. Statt in mehreren Etappen wird hier lediglich ein Zeitfenster von 75 Stunden eröffnet. Wer will, wer kann darf also durchlaufen oder seine Etappen selbst einteilen.Vom 21. bis 28. Februar kann man sich mit GPS Gerät und in kompletter Selbstversorgung in die Region Akasus nach Süd-West Lybien aufmachen und sich mit US-Ultrastart Scott Jurek messen.

La Magnetoise

http://www.nutripauquet.be/la_magnetoise_12.html 65 trailige Kilometer durch belgische Hügellandschaft, gesalzen mit 1900 Höhenmetern. Der La Magnetoise kann kalt sein, er kann nass sein. Belgien.

Yukon Arctic Ultra

http://wwww.arcticultra.de 6.-19. Februar 2010. Es muss ein Wahnsinn sein! Ein Lauf der anders ist als alle anderen. Der kälteste und härteste (Ultra-) Marathon der Welt! Marathon, 100, 300 und 430 Meilen, als Mountainbiker, Skilangläufer oder Läufer.

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März Transgrancanaria

http://www.transgrancanaria.net Der Transgrancanaria ist die perfekte Möglichkeit die Ultratrail-Saison zusammen mit einem Urlaub zu eröffnen. 123 km lang ist die längste Distanz und es sei gesagt, dass man Anfang März nicht unbedingt mit gutem Wetter rechnen sollte. Wem die 123 km so früh im Jahr zu mächtig sind, kann aus 18, 45 oder 91 km wählen und trotzdem die Berge Gran Canarias unter den Sohlen spüren. Das Non-Stop Trailrennen findet vom 5. - 7. März statt.

Atacama Crossing

http://www.4deserts.com/atacamacrossing Das Atacama Crossing ist der heftigste Teil der mittlerweile legendären 4-desert-Serie von Racingtheplanet.com. Die Salzwüste in Chile fasziniert die Läufer durch extreme Temperaturschwankungen und brutale Höhenunterschiede. Vom 7. - 10. März gehört die 15 Millionen Jahre alte Wüste den Ultra-läufern!

Pro:Sport Ultra

Israel, http://www.pro-sport.co.il/articles_info.php?item=57 Interessant! Ein Trailrun in Israel. Wie gefährlich so etwas ist, können wir hier nicht einschätzen. Vermutlich weniger als man denkt. Solange es den Beirut Marathon gibt... 80 km durch die Region Ramot Menashe. Termin ist der 27. März.

Cooper Canyon Ultra

http://www.caballoblanco.com/ Zusammen mit den Einheimischen Tarahumara laufen! Viele Infos über die neue Facebook Seite des Veranstalters: http://www.facebook.com/pages/Copper-Canyon-Ultramarathon/109517674149 Insgesamt 70 ausländische Startet sind zugelassen! Datum: Irgendwann im März. Der Trail de Paris ist schnell und endet auf dem Eifelturm.

Beim MOAB 1oo läuft man auf einer 6 Meilen Runde.


Vor dem Start des Transgrancanaria 2009.

Trail de Paris

http://www.traildeparis.com/pages/public/index.php Feinster Trailsport rund um Paris. Romantik und Wochenendurlaub meets Ausdauersport. In welchem Verhältnis kann man wählen: 18, 50 oder 80 km. Ziel ist der erste Stock des Eifelturms.

Mississippi Trailrun

http://www.ms50.com/ Zum bereits 14mal geht es 50 Meilen über den Longleaf Horse Trail, der durch den De Soto National Wald führt. Zur groben Orientierung: Das ganze liegt in der Nähe des Orts Laurel, der wiederum westlich von Atlanta liegt. Termin ist 6. März und das Startfeld auf 200 begrenzt.

Oman Desert Challenge

http://www.kineticevents.net/odc/ 21. - 25. März. 250 km in 5 Tagen, Essen, Trinken, Kleidung und alles Zubehör muss der Läufer mitschleppen. Das Sultanat im Osten der arabischen Halbinsel zeigt den Teilnehmern viel Geschichte und eine atemberaubende Landschaft zwischen Schluchten, Bergen und Wüste. Oman ist ein aufstrebendes und relativ sicheres Land.

Moab 100

http://geminiadventures.com/moab100.html Der Moab100 in Utah ist einer der schönsten Trailläufe der USA. Als ein Teil der Triple Crown Serie, müssen die Teilnehmer eine attraktive 6 Meilen Runde durch Steinwüste und Canyons laufen - das ist freilich nicht jedermanns Sache. Zum 2009er Video geht es hier: http://geminiadventures.com/24Uslideshow_0001.wmv

Ursvik Ultra

http://www.ursvikultra.se/default.aspx Wie wäre es mit Stockholms härtester 15 Kilometer Cross-Country Runde? Im Dunkeln? Und 5mal am Stück?? Das hier steht zur Wahl: 75 km (female/male) 45 km: (female/male) 15km x 5 (2 to 5 persons) Date: March 28:th 2010 (start at midnight March 27:th) Location: Ursvik Motionsgård, Sundbyberg (Stockholm, Sweden) To contact us please email at info@ursvikultra.se

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April MIAU2010

http://miau2010.de/ Wenn am 9. April der Startschuss zum MIAU am Münchner Siegestor gegeben wird, steht den Läufern eine Distanz von knapp 158 km bevor. Das Ziel in Innsbruck können 27 Tapfere erreichen - mehr leider nicht, denn die Liste ist bereits voll.

Tiroler Wasserkraftlauf,

http://www.laufwerkstatt.at/abenteuerlauf/ Auf den schönsten Panoramawegen um Innsbruck findet der 7. Tiroler Wasserkraft Abenteuer Lauf statt. Die Ultradistanzvon 60 km bringt es auf moderate 1500 Höhenmetern. Die grosse Schleife rund um Innsbruck ist ein perfekter Einstieg in die Welt der Überdistanz im Gelände.

Iron Horse Run

http://www.ironhorserun.ca/0000pg.asp/ID/18480/SID/3180 Alberta in West Kanada ist der zentrale Ort des Iron Horse Ultra 100. Wem die 100 km zu realistisch erscheinen , kann sich zwischen Farmland, Flussufern und feinen Trails an der königlichen 100 Meilen Distanz versuchen. Ein familiäres Rennen in schöner Umgebung.

Elbatrail

http://www.atleticaisoladelba.com/ Der exotische Saisonauftakt für deutsche Läufer, könnte zukünftig auf Elba stattfinden. Es gibt nur ein Problem: Fliegen kann man erst ab dem 24. April und der 35 km lange Elbratrail findet bereits am 11. April statt. Wer unbedingt die 1900 Höhenmeter platt machen will, muss mit dem Auto über den Brenner, die Fähre schnappen und hoffen rechtzeitig da zu sein....

Ger man Si x pack

http://www.german-sixpack.de/?Bewerbung_Sixpack_-_Grand_Slam Wer diese 6 Monster bekämpft hat wird auf eine gelungene Saison zurückblicken. Der GERMAN SIXPACK ist eine Serie aus 100 Meilen Läufen die von sehr engagierten Ultraleuten organisiert werden. Übrigens: Besser bei einem davon am Start stehen, als bei keinem!

23-25.April 2010 Rothaarsteig 100 01-02. Mai 2010 Eseltreiber 100

07-09. Mai 2010 run2KiLL 15-16. MAI 2010 Hexenstieg 100 23-24. Mai 2010

TorTourde Ruhr 160 (Teil des 230 km-Laufes, ueberwiegend auf Radwegen) 28-30. Mai 2010 GERMAN 100

Der 35 km Elba Trail ist wirklich ein schönes Format. Leider gehen die Flieger erst ab dem 24. April. Um am 11. April am Start zu stehen, bleibt nur die Fähre.


Atacama Crossing ist ein Lauf der 4-deserts Serie. Gobi, Atacama, Sahara und Antarktis.

Racing T he Planet & 4 - De s e r t s S e r i e http://www.racingtheplanet.com

Atacama Crossing Racing The Planet Australia Gobi March Racing The Planet 100 Taklamakan Sahara Race

Chile Australia China China Ă„gypten

7 März 25 April 27 Juni 20 August 3 Oktober


April Marathon des Sables

http://www.darbaroud.com/ Die Mutter alles Wüstenläufe wird 25! Mit 900 anderen Verrückten durch die Sahara in Marokko, selber kochen, im offenen Zelt schlafen und alles Geraffel selbst tragen. Ein Abenteuer für Seele und Körper. Wer nach 6 Tagen finisht ist verändert! Datum: 2. - 12. April. Der Lauf 2010 ist bereits ausgebucht.


»Die Einstellung zur Wüste muss stimmen!“ Interview mit Anke Molkentin. Marathon des Sables Repräsentantin. 25 mal MDS. Was sind denn die Gründe diesmal ganz besonders dringend am Start zu stehen? Der Marathon des Sables ist sozusagen das Original unter den Etappenläufen in Eigenversorgung. Die Veranstaltung ist sowohl was die Art der Durchführung, den Sicherheitsstandart und das Organisationsniveau, als auch den Anspruch an die Teilnehmer betrifft seit nunmehr einem Vierteljahrhundert Vorreiter und “der Maßstab” auf diesem Gebiet. Wird es diesmal wieder regnen? Das ist sehr unwahrscheinlich, aber man soll nie “nie” sagen. Der viele Regen 2009 war sowohl für den Marathon des Sables als auch für das Klima in Marokko allgemein sehr untypisch und kam in den 23 vorausgehenden Durchführungen nicht vor. Beim UTMB braucht man Qualipunkte um starten zu dürfen? Weshalb braucht das der MDS nicht? Der Marathon des Sables ist für Läufer und Marschierer ausgeschrieben und dementsprechend reichlich sind auch die Sollzeiten festgelegt. Der Organisator Patrick Bauer, wollte vor gut 25 Jahren als ihm die Idee zum Marathon des Sables kam, jedem die Möglichkeit bieten die Wüste mit ihren Schönheiten und ihren Ansprüchen zu erleben. So ist es bis heute geblieben. Jeder vom Spitzenläufer bis zum Hobbywanderer ist

gleich gern gesehen und es gibt keine Qualifikationsnormen. Bei den Anmeldungen gilt: First come, first serve. Vor dem Start müssen aber von jedem ein medizinisches Attest und ein EKG vorgelegt werden. Wie beantwortet man sich die Frage, ob man fit genug für den MDS ist? Ein guter Läufer in unseren Breitengraden ist nicht zwangsweise auch ein guter Läufer in der Wüste. Eine gute Grundlagenausdauer ist natürlich nie verkehrt, aber es spielen andere Kriterien eine Rolle über Erfolg oder Scheitern in der Wüste. Die Einstellung zur Wüste muß stimmen, man muß in der Lage sein auf die kleinsten Zeichen seines Körpers zu hören und zu reagieren, man muß sich frei machen von Dingen Durchschnittsgeschwindigkeiten und gleichmäßigem Laufschritt . Selbst die Topläufer laufen nicht die gesamte Strecke sondern haben Passagen dabei in denen sie mit schnellem Marschieren besser vorankommen als im Laufschritt. Das Ziel ist das Finishen der letzten Etappe, alles andere ist sekundär und im vorderen Spitzenfeld können eh nur die Wenigsten mithalten. Beim Marathon des Sables spielen Werte wie Kameradschaft und Solidarität, Miteinander und nicht Gegeneinander, Erleben und Erfahren weit größere Rollen als die effektive sportliche Leistung des Einzelnen  (die alleine durch das Zurücklegen der Gesamtstrecke eh außer Frage steht......)

Mai Der Abbots Way Lauf verschlägt die Läufer in schönstes Nord Italien.

Lycianwaymarathon,

http://www.likyayoluultramaratonu.com/ Der Lycian Wanderweg zwischen Fethiye und Antalya ist 509 Kilometer lang. 250 davon, dürfen die Starter des Lycianwaymarathon innerhalb von 6 Etappen ablaufen. Die Schönheit der Türkei wird dabei ständiger Begleiter sein. Das Handicap: Die Sportler müssen nach MDS Prinzip alles bei sich tragen. Wir haben es nicht geschafft mit dem Veranstalter Kontakt aufzunehmen. Wir hoffen es gelingt anderen besser!

The Abbots Way

Rennsteiglauf

http://www.rennsteiglauf.de/ Die grosse Dame Rennsteiglauf wird 38! Der GutsMuths-Rennsteiglauf (Crosslauf auf dem Rennsteig in Gedenken an GutsMuths) ist der grösste Landschaftslauf Mitteleuropas und gewiss einer der schönsten. Er führt über den Rennsteig genannten Höhenweg des Thüringer Waldes, eines romantischen deutschen Mittelgebirges. Jedes Jahr nehmen ca. 15.000 Läufer, Nordic Walker und Wanderer daran teil. Für Ostdeutschland hat die Veranstaltung zudem Kultstatus: Der seit den 70er Jahren stattfindende Lauf war die grösste Breitensportveranstaltung der DDR, an der erfolgreich teilgenommen zu haben grosse Anerkennung in Sportlerkreisen verschaffte. Aber auch heute ist es ein Markenzeichen, GutsMuths-Läufer zu sein. Welche Strecken werden gelaufen?‚Die Königsstrecke ist der Supermarathon. Startort ist Eisenach. Streckenlänge: 72,7 Kilometer.

http://www.theabbotsway.com Der Abbots way ist ein 125 km Traillauf in Nord-Italien mit insgesamt 5.500 Höhenmetern. Man läuft auf historischen Pfaden, die seit Jahrhunderten von Pilgern auf Ihrem Weg nach Rom bewandert wurden. Es gibt 3 Möglichkeiten: Classic: 2 Etappen als 2 Tagesevent mit Stopp in Bardi. Twinteam: Ein 2 Tagesevent zu Zweit und Wechsel in Bardi. One stage: An einem Stück durchlaufen. Das Rennen startet am 1. Mai um 6 Uhr früh in Pontermoli. 95% Trailgarantie.

Ultra Keltenrun

http://www.raids-aventure.com/gr/ultraceltique/ ultraceltique.htm Der Ultra Celtique Run ist ein Etappenlauf, der vom 20.5 - 24.5 in Irland stattfindet. 160 Kilometer durch grüne Landschaft. Das Highlight ist ein 80 Kilometer Non-Stop Teilstück. Also Stirnlampe einpacken!

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Mai

Kentavros Ultra Trail

http://www.kutp.gr/Index.asp?C=3 Netter und schwerer Ultralauf auf der griechischen Halbinsel. Hier sind die heimischen Eliteläufer am Start. Am 9. Mai geht es von Meereshöhe auf 1500 Meter rauf und wieder runter, rauf, runter...70 km lang. La Trans Aq - 230 km an der Atlantikküste.

La Trans Aq

http://www.transaq.fr/de/ Ultra Trail Trans Aquitain 230 km der Antlantikküste entlang in Aquitaines Waldwege (85 %) und Strand (15 %) 6 Etappen von ungefähr 25 bis 60 km Eine Nachtetappe, Selbstversorgung (2 mal 3 Tage) Übernachtung im Zelt. Das Rennen ist offen für Einzelläufer und Teams Teamklassierung basierend auf der Zeit des 3. Teammitglieds Teams bis 5 Läufer Teilnahmegebühr: 650 oder 700 Euro abhängig vom Anmeldedatum, (3 Mahlzeiten, Schiffstransfers, Autobus, Rückkehr nach Bordeaux inbegriffen) Preise: keine Geldpreise! Medaille, T-Shirt und Produkt aus der Region als Andenken für jede/jeden. Teilnahmerzahl auf 200 beschränkt, um eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmer zu erreichen.

Keufelskopf Ultra

http://www.tuerlings.de/kut/ Heftiger 85 km langer Trailrun im Saarland. Der 15. Mai steht voll und ganz im Zeichen der 2800 Höhenmeter. Finisher werden mit UTMB Qualipunkten belohnt. Die 22 km Minitrail Varinate soll auch erwähnt werden.

Royal Raid Mauritius

http://www.royalraid.com/FR/accueil.php Urlaub in Verbindung mit einem Abenteuer. Der Royal Raid auf Mauritius ist genau das! Der 80 km Trail quer über die Insel gehört in die Klasse der exotischsten Läufe die man machen kann. Am 8. Mai ist Startschuss und drumherum nur der indische Ozean.


KLICK! Deine Meinung zählt hier!

West Highland Way Race

http://www.westhighlandwayrace.org/ Die Geschichte des schottischen Westhighlandwayrace geht zurück bis ins Jahr 1985. Enstanden aus einer Wette findet das Rennen seit 1991 statt. Wenn um 1 Uhr Nachts der Startschuss fällt, müssen die Tapferen von Milngavie bis Fort William laufen. Das sind stolze 153 Kilometer. Jezz Brag lief die Strecke in unglaublichen 15 Stunden und 44 Minuten. Termin ist der 19. Juni 2010.

JUNi

Big Horn Trail Run

http://www.bighorntrailrun.com/ In den Flow der Cowboys, mit viel Distanzwahl (30 km, 50 km, 100 km oder 100 Meilen), kann man in Wyoming kommen. Dort findet der Big Horn Trail vom 17. 20. Juni statt. US Trail Spirit as it´s best - oder so.

Oetschermarathon

http://www.oetschermarathon.at/ Der 14. ESPA-ÖTSCHER-ULTRA-MARATHON findet von 12.-13.6.2010 in Lackenhof statt! Mit dabei die österreichische Staatsmeisterschaft im Berglauf! Folgende Bewerbe werden angeboten: 12.6.: ÖMS im Berglauf über 50km|1850hm 12-13.6:Ultramarathon über 70km| 3000hm 12.6.: Bärenlauf für Kinder und Erwachsene! 13.6.: Mountain Run über 20km | 1150hm

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S a l o m o n Tr a i l r u n n i n g C u p 2 0 10

http://www.salomonrunning.com/de Die Laufserie für Gipfelstürmer, geht in die nächste Runde. Auch in diesem Jahr wir der beständigste Bergläufer & Trailrunner gesucht.

10.04.2010 Kyffhäuser Berglauf 25.04.2010 Oberelbe Marathon 25.04.2010 Hermannslauf 08.05.2010 Rennsteiglauf 03.07.2010 Schneekopflauf 25.01.2010 Karwendelberglauf 08.08.2010 Tegelberglauf 05.09.2010 Hochgratberglauf 26.09.2010 Hochfellnberglauf 02.10.2010 Fichtelberglauf 09.10.2010 Harzgebirgslauf 16.10.2010 Kernberglauf 16.10.2010 Rothaarsteigmarathon

Oetschermarathon

www.kyffhaeuser-berglauf.de www.oberelbe-marathon.de www.hermannslauf.de www.rennsteiglauf.de www.rennsteiglauf.de www.laufclub-mittenwald.de www.tegelberglauf.tsv-schwangau.de www.hochgratlauf.de www.hochfellnberglauf.de www.fichtelberglauf.de www.harzgebirgslauf.de www.kernberglauf.de www.rothaarsteig-marathon.de

http://www.oetschermarathon.at/ Der 14. ESPA-ÖTSCHER-ULTRA-MARATHON findet von 12.-13.6.2010 in Lackenhof statt! Mit dabei die österreichische Staatsmeisterschaft im Berglauf! Folgende Bewerbe werden angeboten: 12.6.: ÖMS im Berglauf über 50km|1850hm 12-13.6:Ultramarathon über 70km| 3000hm 12.6.: Bärenlauf für Kinder und Erwachsene! 13.6.: Mountain Run über 20km | 1150hm

14 km 42,195 km 33,10 km 21,10 km 12,70 km 10,60 km 8 km 8,04 km 8,90 km 9,10 km 22 km 27 km 42,195 km


Aubrac Ultratrail

http://www.vo2.fr/aubrac/ Der mächtige, 83 km lange, L‘Aubrac Ultra Trail gehört zu den schönsten Trailläufen Frankreichs. Aubrac ist eine Landschaft im südwestlichen Zentralmassiv in Frankreich. Die Aubrac ist ein Hochplateau mit einer Durchschnittshöhe von 1.000 Metern.

Cro Magnon Extreme-Race

http://www.cromagnon-extremerace.net Diese 112 km mit 5.700 Höhenmetern, von Italien nach Frankreich, sind ein grosses Abenteuer. Wer ankommt, wird vom Mittelmeer Starnd in Empfang genommen, wer stark ist kann an Olmos Fersen laufen. Start ist in Limone, das Ziel in Cap d´Ail. Ausgebucht ist der Lauf immer. Also schnell anmelden!

Western States 100

http://www.ws100.com/home.html Western States 100 ist der Amis härteste Prüfung. Der 100 Meilen Hammer, der die Trail-Runner durch schönste kalifornische Nationalparks führt, ist eine Legende in den Staaten. Einen Startplatz zu bekommen ist sehr schwer.

Lavaredo Ultra Trail

http://www.ultratrail.it/news.php Spirito Trail organisiert in Zusammenarbeit mit dem Club Alpino Italiano (C.A.I.), Sektion Auronzo, und der Bergwacht Auronzo am Samstag 26.06.10 die vierte Ausgabe des Lavaredo Ultra Trail (LUT), einen Berglauf in alpinem Gelände und in teilweiser Autonomie. Die Streckenlänge beträgt ca. 90 km bei einem positiven Höhenunterschied von ca. 5.000 m. Die Teilnahme erfordert ausgeprägte Bergerfahrung, Schwindelfreiheit, ein gutes körperliche Vorbereitungstraining sowie eine angepasste Ausrüstung für einen Temperaturbereich zwischen 0° und 30° C. Eine vorhergehende Teilnahme an anderen langen Berglaufe ist zu empfehlen. Termin ist der 26. und 27. Juni

Serra da Freita Ultra Trail

http://www.confraria-trotamontes.com/utsf/ Ultra Trails haben in Portugal eine echte Kultur. Bei diesem Lauf, durch wildes Gelände, sammelt sich der portugiesische Ultramann seine UTMB Punkte. Nach 70 km und 4.200 Höhenmetern kann er diese dann verbuchen. Termin ist der 27. Juni.

Juli Trail Verbier Sant Bernard

http://www.trailvsb.com/de_index.php?cnt=DE Die 110 km von Verbier nach Verbier, über den grossen St Bernard wird eines der Ultra Trail Highlights des Sommers 2010. Wem das ein bissl zuviel ist, kann auf die 61 km wechseln und ebenfalls in den Genuss von grossem Sport und Natur kommen. (interview auf der nächten Seite)

Thüringen Ultra

http://www.thueringenultra.de/startseite/index.php Wer braucht die Alpen, wenn man in Thüringen 100 km im Hezen der Republik laufen kann und dafür noch UTMB Punkt einheimst. Der ThüringenULTRA ist ein Ultralauf auf einem anspruchsvollen 100 km Rundkurs mit über 2150 Höhenmeter. Er überquert 2 mal den Rennsteig und verläuft auf landschaftlich reizvollen Feld-, Wald- und Wiesenwegen. Eine Radbegleitung ist möglich. 16 Verpflegungspunkte sorgen für den notwendigen Energienachschub.

Hardrock 100

http://www.hardrock100.com/ Der Hardrock 100, streitet sich mit dem WS100 um die Krone der amerikanischen Ultra-Trail Superlative. Vom 10.-12. Juli stehen die besten Trail-Runner der USA am Start in Silverton / Colorado. 100 Meilen die es in sich haben!

Badwater

http://www.badwater.com/ Irrsinn. Mehr als 200 km durchs Death Valley. Der Hitzemarsch hat mit Trail-Running nicht viel zu tun, aber Badwater muss man hier schon erwähnen. Wer hier zu weich ist, schmilzt dahin.

Andalus Ultra Trail

http://www.alandalus-ut.com Ein Etappenlauf in Andalusien, im Süden Spaniens. 230 km in nur 5 Tagen bei Temperaturen bis zu 45 Grad! 90% Off Road Trails, Wüstenabschnitte und Berglandschaft.

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Juli Chiemgauer100

http://www.chiemgauer100.de/ Es war lange Zeit unklar, aber am 30. Juli, wird der Chiemgauer 100, wieder stattfinden und damit findet der h채rteste Berglauf Deutschlands seine Fortsetzung. Das freut uns sehr!


»positive Auswirkung für den UTMB!“ Interview mit Nadja Schmid, Organisation Trail Verbier Sant Bernard Wieso sollte man sich 2010 unbedingt beim Trail VSB anmelden? - Der Läufer kann auf seine Laufliste den ersten Trail-Berglauf über 100km komplett in der Schweiz und ganz auf Schweizer Wanderwegen dazuzählen. Dazu in einer der schönsten und wildesten Gegend im Herzen der Alpen zu rennen, was gibt es da noch dazuzufügen? -Die erste Ausführung wurde viel gelobt für ihre professionelle und gut organisierte, typische Schweizer Qualität. Bei der Umfrage haben 99 % der Läufer diesen Punkt genannt, und zwei von drei Läufern gaben an, sich fürs nächste Jahr wieder einschreiben zu wollen. -Die Voranmeldungen mit Spezialpreisen sind gültig bis zum 31 Januar 2010, und dann noch bis zum 30 April 2010, es haben sich schon über 250 Läufer angemeldet. -Alle Finisher vom grossen Parcours (Boucle) bekommen die 4 benötigten Punkte für die Teilnahme vom UTMB 2011. Gibt es Veränderungen zum Vorjahr? -Ein leicht veränderter Parcours mit dem Passübergang Col de Fenêtre (2‘698m), am mythischen Grossen Sankt-Bernard vorbei und nach Bourg St-Pierre, was für die Boucle (VerbierVerbier) ein total vom 110 km und 6‘900 positive Höhenmeter gibt, die Traversée 61km und 4‘100 positive Höhenmeter. -Die Läuferumfrage 2009 hat ergeben, dass es kleine Fehler in der Organisation vom Hauptposten in Verbier gab, welche wir in diesem Jahr verbessern werden, so wird ein Speaker vom ersten bis zum letzten Läufer vor Ort sein, es wird verschiedene Konzerte und Unterhaltung für Kinder und Familien geben, das ganze Startgelände wird neu organisiert mit einem kleinen Dorf mit Ständen für alles was das Läuferherz begehrt, von bekannten Kleidermarken über technisches Material wird alles vorhanden sein. Sie sagten, es gab eine enge Zusammenarbeit mit der Organisation des UTMB. Wie sah das genau aus? -Bevor der Trail Verbier St-Bernard überhaupt geboren war (erste Pressemeldung war Mitte Januar), hatten wir schon etliche Kontakte zu Michel und Catherine Poletti, da wir sie als erste um Rat gefragt haben, wie sie zu einem Trail Schweiz

stehen. Ihre Begeisterung über unsere Idee hat uns dann in unserem Glauben verstärkt, dass wir etwas Gutes zustande bringen können. SIe waren es auch, welche sagten dass ein Trail in der Schweiz für den UTMB nur positive Auswirkungen haben kann, und keinesfalls als Konkurrenz angesehen wird, eher als kleiner Bruder. Michel Poletti war dann auch als Läufer am Start vom Trail Verbier St-Bernard, und war begeistert von der schweizerischen Organisation. So konnten wir bei der knappen Vorbereitung zur ersten Ausführung viel vom grossen Bruder lernen und abschauen, und die ganze Ausrüstung vom technischen Material UTMB ist dann auch von uns übernommen worden, mit viel Hilfe und Austausch aus Chamonix. Was tun sie für die Sicherheit der Teilnehmer? -Wir verfügen mit der Zeitmessung von Live Trail Net über ein gutes und bewährtes Zeitmessungssystem mit grosser Sicherheit (das gleiche System wird auch schon seit Jahren beim UTMB eingesetzt) -Unser ganzer Lauf wird in zwölf verschiedene Laufstücke eingeteilt, der letzte Läufer geht an einem Kontrollposten vorbei und der Schlussläufer schliesst das Teilstück ab. Während des ganzen Laufes können wir dank eines Chips welcher der Läufer auf sich trägt die genaue Ortung eines Jeden sofort feststellen, und schnell und gezielt eingreifen wenn ein Problem auftaucht. Wir haben auf dem ganzen Parcours verschiedene Sicherheitsposten eingerichtet, an jedem Kontrollposten ist Erste Hilfe Personal vorhanden und auch mehrere Ärzteposten sind gezielt auf der Rennstrecke eingeteilt. -Zudem wird der ganze Parcours während des Rennens optimal markiert mit reflektierendem Material, welches am Vortag eingerichtet wird. -Auch verlangen wir von den Läufern ein Minimum an warmer Kleidung und notwendiger Ausrüstung. -Unser Sicherheitschef, welcher auch im Komitee tätig ist, ist ebenfalls Bergführer und auch Trailer, er kennt unsere Berge bestens und hat um sich eine Gruppe professioneller Leute geschart, damit das Rennen alle Voraussetzungen eines gelungenen Sportfestes auf seiner Seite hat!

Tahoe Rim Trail

http://tahoemtnmilers.org/trt50/ Den 18. und 19. Juli könnt Ihr mit einem Urlaub am Lake Tahoe verplanen. Wenn Ihr dann noch Lust auf Trails habt, nehmt Ihr am traditionellen Lake Tahoe Rim Trail teil. 50 km, 50 oder gar 100 Meilen stehen zur Wahl. Start ist in Spooner Lake.

Laugavegur Ultra Marathon

http://www.marathon.is/ultramarathon 55 km durch Island und eine Landschaft, wie für die neue Playstation entwickelt. Es gibt Menschen, die diesen Lauf für den schönsten überhaupt halten.

Swiss Alpine

http://www.swissalpine.ch/cms/index.php?aid=2 Seit 25 Jahren gibt es den Swiss Alpine mit Start und Ziel im schönen Davos. 78.5 km +/-2260 m Der grösste Berg-Ultramarathon der Welt, die ultimative Herausforderung. Eine Teilstrecke von 21 km geht durch hochalpines Gelände mit dem Panoramatrail als Schlüsselstelle auf 2600 m. ü. M. (schmaler, teilweise exponierter Bergweg). F O R T S E T Z U N G A U G U S T - D E Z E M B E R IM N Ä C H S T E N T R A IL M A G S A Z IN

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Erlebnissbericht - Jungle Marathon

Vortrag - Yukon Arctic Ultra.

VOM 20. - 23. MAI 2010 FINDEN DIE ERSTEN TRAILDAYS STATT.

PIONIER TAGE.

Vom 20.-23. Mai 2010 ist Garmisch das Mekka der TrailRunner. Racelite Chef Robert Pollhammer lädt zu den ersten TRAILDAYS ein und bietet Einsteigern und Profis ein Programm aus Action, Film, Vortrag und Test.

Das klingt doch vielversprechend: Der Organisator des Yukon Arctic Ultra und Teilnehmer des Dschungelmarathon veranstaltet mit Unterstützung von Petzl, Inov-8, Salomon,GoLite, Aarn, RaidLight und vielen weiteren Industriepartnern, ein viertägiges Event unter dem höchsten Gipfel der Bundesrepublik. Wie vielseitig Trail-Running sein kann wird einem beim Blick auf das vorzeitige Programm sehr schnell klar. Am Donnerstag Abend, den 20. Mai um 19 Uhr begrüßt Robert seine Gäste und erzählt vom Abenteuer Jungle Marathon in Brasilien. 2003 war er dort, bei der Erstausgabe dabei. Ein Pionier. In seinem Vortrag wird Pollhammer den gefährlichsten Lauf, den es gibt, für uns alle erlebbar machen. Wer nun genug vom sitzen hat und heiss auf Eigeninitiative ist, kann sich die Trailschuhe anziehen. Es ist 21.30 Uhr und stockfinster. Das Alpenpanorama um Garmisch ist, wenn überhaupt, nur noch schemen-

haft auszumachen. Die Stirnlampen gehen nun an. Petzl lädt zum Produkttest ein. Nach einer technischen Einweisung, beginnt ein Nachtrailrun in der Gruppe. Tag 2. Es ist Freitag und das bayrische Frühstück ist ratzeputz vom Teller. Das Thema ist „Trail Running in den Bergen“ und die Spezialisten Julia Böttger und Stephan Repke vom Salomon Team, nehmen die Teilnehmer mit auf Ihre Strecke. Während dem Lauf , kann man sich Tipps holen, plaudern und das Panorama geniessen. Noch besser: man kann sich vor dem Laufausflug mit neuem Testmaterial ausstatten, neue Schuhmodelle und Rucksäcke zur Probe umschnallen und auf Herz und Niere durchs Gelände schleifen. Um die Mittagszeit , der Puls wieder zweistellig, ist Florian Schöpf an der Reihe. Der Inov-8 Mann redet über Natural Off-Road Running und Sinnhaftigkeit eines natürlichen Bewegungsablaufs. Dabei geht es um effektives Laufen, die richtige Schuhwahl, Trittsicherheit und im Anschluss kann diskutiert und Beratung eingeholt werden.

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Nachtlauf - Petzl Stirnlampen ausprobieren.

Interview mit dem Veranstalter Robert Pollhammer

Vom Einsteiger bis zum bereits erfahrenen Athleten.

Robert, wie entstand die Idee zu den ersten TRAILDAYS eigentlich? Ausgangspunkt war die Überlegung, Workshops zu organisieren. Dann kamen die Themen Ausrüstungstests und Vorträge dazu. Die Trail Days waren geboren.

Wie werden die Teilnehmer die TRAILDAYS nach 3 Tagen wieder verlassen? Inspiriert und mit viel wertvollem Input in Sachen Ausrüstung, Training, Ernährung und Lauftechnik.   

Wer kann daran teilnehmen? Es ist für jeden Trail Runner etwas geboten.

Erfolg. Etwas Vergleichbares gibt es, glaube ich, noch nicht. Wer sich auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen macht, bekommt bei den Trail Days viel geboten. Es ist keine Messe und auch keine Aneinanderreihung von Vorträgen. Ich freue mich auf die Interaktion, dass wir viel draußen sind und eine tolle Mischung an Inhalten haben.

Was ist dein Highlight des Programms? Es gibt nicht nur ein Highlight. Für mich ist das ganze Programm ein echter

Nachdem Florian einen Mittagssnack zu sich genommen hat, weiss er um die Wichtigkeit des Alternativsports. Wer nur läuft, vernachlässigt zwangsläufig andere wichtige Teile des Körpers, die sinnvoll gestärkt, auf dem Trail helfen können. In dieser Stunde geht es um das richtige Warm-Up, Klettlebell oder auch Muskelkettentraining, Slackline und Fighter Fitness. Fremdes Land für viele Läufer und endlich an der Zeit dies zu ändern. Die Schweizerin Anna Hughes lief erfolgreich den Marathon des Sables, wurde Gesamtzweite beim Swiss Jura Etappenlauf und finishte etliche Ultraläufe. Ihre Ernährung ist ein grosser Baustein für Ihren Erfolg. Anna berichtet ab 18 Uhr über die richtigen Mengen Eiweiss, Fett und Kohlenhdrate und welche Nahrungsmittel wirklich effektiv für Ausdauersportler sind. Was Tags zuvor beim Petzl-Stirnlampen Test im Ansatz erlebt wurde ist ab 21 Uhr voll Programm. Julia und Stephan sind Nachtläufer aus tiefer Überzeugung. An Ihren Fersen rocken die Traildays-Teilnehmer über Wurzeln, Felsen und schmale Pfade. Lichtlos muss hier aber niemand los: Petzl sorgt für freie Sicht und stattet, testweise, gerne aus. Nacht vorüber. Es ist Samstag früh und Garmisch lacht mit viel Sonne. Florian Schöpf nimmt die ganze Bande zum Natural Off-Road Running mit auf die Trails. Wer diese neue Erfahrung unter Anleitung eines Profis erleben möchte, muss um 8 Uhr bereit sein. Eine Stunde später, sind Julia und Stephan, sehr rücksichtsvoll. Der Traillauf mit einigen Höhenmetern ist den Einsteigern gewidmet. Um 10.30 Uhr berichtet Anna Hughes vom Marathon des Sables. Der berühmteste und älteste Wüstenmarathon als Chance und wie ein kurzzeitiger Ausstieg aus dem Alltag, langfristig verändert. Der Samstag Mittag ist wiederum ein Spielplatz für diverse Produkttests und wer noch immer nicht

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Movienight - Vier spannende Trail Running Filme

Vorbereitung - Wie pack ich den UTMB?

genug hat, geht mit den Salomon-Team Läufern ins grobe Gelände. Das Motto „Totally Off-Road!“ Frisch geduscht, darf man nun Platz nehmen und sich passiv oder aktiv am UTMB Workshop beteiligen. TRAIL Magazin Chef Denis Wischniewski will das Abenteuer Ultra Trail du Mont Blanc wagen. Er unterhält sich mit einem der bereits bei diesem 166 km langen Lauf gefinisht hat, und holt sich weitere Infos bei Frank Klingler, einem Sportwissenschaftler aus Tübingen. Nach 1,5 Stunden werden die wichtigsten Fragen zum härtesten Berglauf hoffentlich beantwortet sein. Der Abend klingt mit Chips und Bier aus. Bei der Trail Running Movie Night werden 4 Filme gezeigt: Regordjagd „Rund um den Königsse“, Etappenrennen „Gore-Tex Transalpine Run“, Expedition „Teneriffa Crossing“und Wildnislauf „Skyrun Südafrika. Die Traildays gehen am Sonntag zu Ende. Das TRAIL Magazin lädt zu einem abschliessenden Lauf ein. Zusammen wird über feine Trails auf eine Berghütte gelaufen, dort gibt es einen Frühschoppen und eine Lesung, die mit netten Gesprächen endet. Robert Pollhammer entlässt die Teilnehmer mit kalten Grüßen. Von 14 Uhr, mit offenem Ende , erzählt er von extremer Kälte, harten Bedingungen und familärer Atmosphäre. Wenn Robert über den Yukon Arctic Ultra redet, wird jeder mit dem Gedanken spielen dort einmal dabei zu sein....

INFOS

w w w.traildays.de Forum - Facebook (klick hier) ORT: Garmisch-Partenkirchen (Bayern) Termin: 20. -23. Mai Preis: Do und So EUR 9,-/Person und für Fr und Sa EUR 29,-/Person


Auf den Traildays kann man jede Menge neue Produkte testen.

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VATER & SOHN.

C hristian Biland und sein sohn J onas

KEINE HALBEN SACHEN... Wer von Euch Zweien ist der fleissigere Trainierer? Jonas: Das müsste wohl ich sein. Schliesslich hab ich ja auch noch einige Kilometer nachzuholen. Christian: Jonas  trainiert härter. ...und wer ist momentan in der Ergebnissliste weiter vorne zu finden? Jonas: 2009 waren wir immer etwa gleich schnell. Ob sich das in diesem Jahr ändern wird ist ganz davon abhängig, wie hart jemand auf die Zähne beissen kann.  Christian: Jonas  - aber wer weiss schon was jenseits der 24 h ist.   Frage an den Sohn: was bewunderts du an dem Papa? Jonas: Ich bewundere wie er es fertig bringt neben der Arbeit noch die Zeit und vor allem die Motivation zum trainieren zu finden. Ausserdem schätze ich, dass ihn nie der Ehrgeiz verlässt, wenn ich in zu einem Training "einlade", egal wie kaputt er ist. In so einer Situation leidet er lieber fürchterliche Qualen unterwegs, anstatt daheim sitzen zu bleiben.  Auch sonst macht er keine halben Sachen. Frage an den Vater: wofür bewunderst du deinen Sohenmann?  Christian: mit 21 Jahren am UTMB Dritter  (Hommes espoirs)  und zwei Monate später auch gleich noch den Grand Raid gepackt  - grenzenlose Bewunderung.  Dann seine Unbekümmertheit und Lockerheit : lauf einfach mal los .      Gab es bereits den Punkt an dem klar wurde, dass der Nachwuchs nun stärker ist? Jonas: Nein. aber spätestens in 10 Jahren sollte es gegessen sein.  Christian: Stärker ist er schon viele Jahre,  aber  im Jahr 2010 ist wohl endgültig auch auf allen Distanzen schneller. Musste der Vater mal zum Sohn sagen "bitte tu das nicht, du überforderst dich damit!" ?  Christian: Es muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

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Jonas mit trailstar Dawa Sherpa

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Und andersrum: gab es mal die Situation in der der Sohn zum Papa sagen musste „da bist du doch zu alt für!" ? Jonas: Nein.  Was wird euer nächster gemeinsamer Wettkampf sein? Jonas: Der UTMB hoffentlich. Die ersten Meter werden wir sicher gemeinsam absolvieren... Christian: Wohl der UTMB  (falls ich einen Startplatz zugelost erhalte). Den Rest der Saison haben wir noch nicht geplant.     Frage an den Sohn: War es schon immer so, dass du es cool fandest, dass der Vater läuft? Jonas: Ich habe das nie so angeschaut. Aber natürlich fand ich es immer schon "cool" einen Vater zu haben der einem auch mal das Haus überliess, wenn er an einen Wettkampf ging. Und natürlich ging ich auch gerne mit. Jetzt im Nachhinein muss ich natürlich sagen, dass es für die persönliche Fitness schon von Vorteil war und ist, wenn der Vater nicht gerade den Inbegriff der Häuslichkeit darstellt.

Was ist deine grösste Leidenschaft? Jonas: Ich träume sehr gerne. Und mag es natürlich

auch wenn der eine oder andere Traum mal wahr wird. Christian: Eigentlich der Orientierungslauf (über 1000 Wettkämpfe) aber in den letzten Jahren wurde das wegen der nachlassenden Sehschärfe immer schwieriger.   Was hast du immer dabei, wenn du aus dem Haus gehst? Jonas: Keine Ahnung. Ohne Hosen bin ich bislang noch nie raus. Nimmt mich Wunder was mein Vater hier wohl antworten wird. Christian: Die Erinnerung an den Grand Raid 2009 mein eindrucklichstes und zusammen mit Jonas das schönste sportliche Erlebniss meines Lebens.    In welchen Situationen verstehst du keinen Spass mehr? Jonas: Ab 100 Kilometer wird es meist kritisch, aber ich arbeite daran. Christian: So nach 30 Stunden ist es manchmal schwierig. 


n l e g e R 8 neue -runner. l i a r t r fü w i schn i ewsk von den i s

i

1 Du musst

essen, essen, essen...

Ernährung ist eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung jedes Lebewesens. Und der Trail-Runner zählt eindeutig zu den Lebewesen. Will der Trail-Runner seine körperlichen, geistigen, physiologischen und sozialen Fähigkeiten aufrechterhalten muss er unbedingt Nahrung und Flüssigkeit zuführen. Egal ob gekocht oder roh - wer stundenlang durch Wald, Berge und Täler rennt, sollte danach und auch währenddessen den Tank auffüllen. Sich während hartem Training und Wettkämpfen Gedanken um eine Gewichtsreduzierung zu machen ist falsch. Wenn überhaupt, kann man die Qualität der Ernährung in Frage stellen. Spärlich damit umgehen, wäre nicht gut.


2

Immer schöen sauber bleiben...

Bitte behalte deinen Schrott bei dir! Niemand zwingt dich, eckelige Kohlenhydratriegel auf den Trail mit zu nehmen und die, auf 10.000 Jahre nicht abbaubare, Verpackung in die Büsche zu werfen. Ein echter Trail-Runner, also ein Profi, ist unsichtbar. Er war dann einfach da und wieder weg und es fällt nicht auf...Also, die Regel ist demnach sehr einfach: Das was man bei Laufbeginn einpackt, muss am Ende wieder herauskommen - abzüglich dem was sich im Magen befindet.

Sei

3 freundlich

auf dem Tr a i l !

Wieso eigentlich nicht lächelnd durch die Natur rennen? Hey, es gibt schliesslich genügend Gründe die dafür sprechen: Du bist auf dem Trail, du läufst und musst nicht arbeiten, andere Menschen nerven dich momentan nicht, dein Gehirn leert sich, du kommst dir unheimlich gut vor, du musst nur wenig überlegen, du atmest ein und wieder aus, eine hübsche Trailläuferin kommt dir gerade entgegen, du drehst dich nach ihr um und sie hat eine schmale Hüfte, du erreichst in wenigen Metern den Gipfel und hast dann einen unfassbar geilen Downhill vor dir,.... 99


Gib zurück, was der Trail dir gibt...

4

es wird philosophisch und dieser fabelhafte Tipp, lehnt sich eng  an Tipp 2 an. Was tut dir der Trail nicht all Gutes? Er gibt dir Freiheit, Freude und gute Laune. Er schenkt dir diese einnehmende positive Wirkung, Gesundheit und natürliche Bräune. Als TrailRunner musst du versuchen diese Eigenschaften an deine Mitmenschen weiter zu vermitteln. Werbe für diesen schönen Sport, denn er darf nicht nur dir gehören.

Renne über Hindernisse... In der Mitte des Weges läuft man nur in speziellen Situationen: Es liegt Schnee oder der Weg ist voll tiefem Matsch. Ansonsten gilt: laufe durch Pfützen, suche Baumstämme, Hügel und Krater. Alles was Abwechslung in deinen Trailrun bringt ist Gold wert. Doch bei allem Spass, den der Querfeldein-Lauf mit sich bringt, gilt es die Natur und seine Bewohner zu respektieren. Auf Biotope in Heideflächen, Moorlandschaften und Gebirgslandschaften haben grobe Sohlen nichts verloren. Wo Tiere Ihre Ruhe brauchen, seltene und empflindliche Pflänzchen wachsen haben wir Verbot! KLICK! Deine Meinung zählt hier!

5

8


6Sicherheit

geht vor.

Risiko ist gut. Risiko macht sexy...im Kasino, an der Börse. Auf dem Trail ist das anders. Wer sich falsch einschätzt, kann schnell den Spass an der launigsten Sache der Welt verlieren. Wer sich zu einem Rennen anmeldet, sollte sich Gedanken über die Distanz, die Strecke und die klimatischen Bedingungen machen. Ein 100 Meilen Ultra-Trail anzugehen, ohne vorher länger als 4 Stunden am Stück gelaufen zu sein ist dämlich. Bei kalten Temperaturen, Trailrambo spielen und in kurzen Shorts , rauszugehen ist für den Moment lustig, aber die Knie haben ein gutes Gedächtnis und zahlen es dir auch Jahre später zurück. Trails in den Alpen abzurocken ist ein echtes Abenteuer, aber die Berge haben Ihre Gesetze und der Läufer ist ein Nichts inmitten dieser Gewalt. In den Alpen gelten andere Regeln als im Mittelgebirge. Das Wetter ist unberechenbarer, die Gegend geringer besiedelt. Notdecke, Signalpfeife, Wechselwäsche und ein Handy können hier dein Leben retten. Wer lange Spass am Trail-Running haben möchte, sollte sich hin -und wieder kurze, intensive Gedanken darüber machen.

Tr a i l - R u n n i n g a l s W e t t kampf-Sport: Immer fair

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bleiben.

Trail-Running muss die Chance beim Schopfe packen und aus den Fehlern der anderen lernen. Tatsächlich darf sich unser Sport zu einer reinen Sache mit weisser, unbefleckter Weste zählen. Noch! Dem Radsport erging es anders. Skandale, Dopingbetrug und durch viel Geld herbeigeführte Korruptionen. Wir müssen aus diesen Fehlern lernen. Auch wenn, bei uns nur selten auf verbotene Substanzen getestet wird, darf das kein Freibrief für falschen Ehrgeiz sein. Alte Werte wie Training, gesunde Ernährung und Kampfgeist  passen besser zu Trail-Running wie Epo, Kokain oder Blutwäsche. Fair bleiben. Und realistisch sein, denn alles steht und fällt mit dem Geld und der TV-Präsenz.

S u p p o r t y o u r l o c a l Tr a i l . . .

Trail-Running ist ein weltweites Phänomen und man kann fast überall rumrennen - es gibt, im Verhältnis weniger Strassen als Naturwege, also mehr Möglichkeiten für Trail-Runner als für Strassenläufer! An Etappenläufen in exotischen Ländern teilzunehmen ist toll, faszinierend und eine elegant-ökonomische Lösung um andere Kulturen kennenzulernen. Bei allem Fernweh, sind die Trails um das eigene Heim, aber immer noch die ehrlichsten. Man muss ihnen eine Chance geben und sich eng mit ihnen verbünden. Es ist wie Familie: die Heimtrails sind immer da, wenn du sie brauchst!


Text: Julia Böt tger Fotos: Stephan Repke

LEICHTERES LEBEN schwerere bedingungen. Snowr unning und andere Disziplinen...

Snow Running oder auch auf gut Deutsch „Laufen im Schnee“ genannt, ist weder eine neue Trendsportart, auch kein Super-Hype oder gar ein Geheimtipp. Es ist ganz einfach das, was wir immer machen - Laufen. Und das bei veränderten - oder besser gesagt -erschwerten Bodenverhältnissen. Also mit Schnee, Schneematsch, Eis, Bruchharsch, Pulverschnee und allen weiteren erdenklichen Zwischenformen.


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U

Und da die Sportart „Laufen“ ja bekanntlich so toll ist, weil man es immer und überall machen kann, zählt das Winterlaufen doch logischerweise auch zu „immer“. Dem eingefleischten Offroadund Trailrunner wird das Leben im Winter eigentlich sogar erleichtert, da der üppige Schnee die Landschaft in ein einziges Offroad-Trail-Territorium taucht und das direkt vor der Haustür. Da wo Wege waren sind keine mehr, der breite Forstweg wird zur schmalen Trampelspur, bekanntes Gelände sieht plötzlich ganz anders aus, die Laufwege müssen mühsam erkämpft werden – langweilig wird` s da nicht! Wenn man es genau betrachtet, eröffnet der Winter dem Trailund Bergläufer sowieso ganz neue wunderbare Möglichkeiten: 1. die Verfechter des „Nur-Bergauf-Laufens“ sind im Winter nicht mehr auf Berge mit Seilbahn angewiesen, sondern können viel besser auf Berge mit Rodelbahn ausweichen. Das hat einige Vorteile: man läuft auf gut geräumten Bergstrassen in die Höhe (mit Stollen- oder Spikesprofil noch einfacher), schnallt sich den Schlitten um den Bauch (zusätzliches Krafttraining) und fährt dann rasant per Rodel wieder ins Tal hinab. Nur Wechselkleidung sollte man im Laufrucksack dabei haben, sonst wird die Abfahrt zur Eisfahrt! 2. die Tiefschnee-Liebhaber müssen nicht mit anderen Skifahrern um unverspurte Powderhänge und erste Spuren im Schnee kämpfen, sondern können ganz entspannt ihre eigene Laufrunde im tiefen Schnee spuren, da es noch nicht viele andere Laufspinner gibt, die dieser Tätigkeit nachgehen. Sicher knietiefer Schnee ist anstrengend, aber im fluffigen Neuschnee durch den WinterWunderland-Wald zu rasen oder Tiefschneehänge runter zu blaKLICK! Deine Meinung zählt hier!

Völlig egal in welche Richtung. Beim Schneelauf entdeckt man die alten Strecken plötzlich ganz neu. Ein einziger weisser Mega-Trail.


keine Eisplatte erwischen. Das nennt man Vorsprung durch Technik oder auch Laufen mit Motivationsschub, denn mit der richtigen Bereifung bist du einfach schneller als alle anderen. Gut wenn nicht der Bodenbelag bestimmt, wo du laufen kannst, sondern du bestimmst wo du heute die Spikes in Kurvenlage bringst. Oder fährst du im Winter dein Auto mit Sommerreifen? Man sollte den Winter einfach mit Humor nehmen, man kann ihn sowieso nicht ändern! Oder ist das Laufband im Warmen eine wirkliche Alternative? Wohl kaum. Apropos warm: Kälte, Nässe, Ungemütlich sind schon lange keine Wörter mehr für eine gute Ausrede nicht hinaus zu gehen. Wir befinden uns schließlich im Zeitalter des Goretex-Allwetter-Atmungsaktivitäts-Funktionsbekleidungs-Wahnsinns und auch wenn die Schneeflocken waagrecht fliegen oder die Füße Knietief im Schnee versinken, die Sportindustrie hat längst sinnvolle Abhilfe geschaffen. Also: Just go outside and play! Trailschnittchen www.trailschnittchen.de

sten ohne Rücksicht nehmen zu müssen auf den Untergrund kann schon sehr berauschend sein. Außerdem sollen in unseren Breitengraden ja die Schneeläufe eine wunderbare Vorbereitungsalternative für geplante Sand-Wüstenläufe sein. 3. für den ambitionierten Wettkampfläufer bieten sich zahlreiche Möglichkeiten das langweilige Lauf-ABC oder Koordinationsübungen durch neue Disziplinen wie Skischanzen springen, Baumstammbalancieren oder Schneehaufen hüpfen aufzulockern. Die butterweiche Landung im Schnee dämpft wunderbar den Aufprall und nimmt die Hemmungen. Und das fördert sogar die Kreativität. Man muss nur die Augen auf machen und schon liegt der geniale „Fitness- Spielplatz“ direkt vor einem. 4. der Grip-Fetischist lernt entweder mit Gripverlust zu laufen oder er schnallt sich wunderbare Laufschuhe mit Spikes (z.B. Icebug) unter die Füße. Ein ganz neues Winterlauf-Feeling. Die Dinger halten bei Schnee und Eis und sind auch nach dem Winter im Matsch und Schlamm nicht zu verachten. Somit geht es Vollgas an all den anderen herumtänzelnden und schlitternden Trailrunnern vorbei, die völlig verkrampft auf den Weg starren, damit sie ja

Ein neues WinterlaufFeeling: Icebug Schuhe mit Bugwebs sorgen für Grip auf Schnee und Eis.

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Fotos: Till Got tbrath

Die +40 generationen machen den jungen wilden, dampf unterm hintern...

WIR HAben NOCH LANGE NICHT GENUG! War es nicht Boris Becker, der mit Anfang 30 in die Sportrente ging? Beckenbauer kickte bis 40 immerhin. Trail-Running ist da fairer zu seinen Aktiven und erlaubt Bestleistungen bis ins hohe Alter. Doch was sollte man tun, um mรถglichst lange vorne mit zu mischen? Wir sprachen mit Top-Senioren und einem Sportwissenschaftler.


Dr. Thomas Miksch und Anton Phillip, aus Kempten & Memmingen Der Formalität wegen. Wie alt/jung seid ihr, wo wohnt ihr und was sind eure grössten sportliche Erfolge?

Anton:(1969 in Lenggries geboren)40 Jahre, wohnhaft in 87480 Weitnau-Rechtis in den Allgäuer Voralpen nähe Kempten 2006: deutscher Meister (Mannschaft) Cross&Landschaftslauf 2007: Gewinner Winterlaufserie München 2008: Sieger Alpinmarathon Oberstaufen, Platz 7 Swiss Alpine(K78), Platz 2 Voralpenmarathon Kempten 2009: Platz 3 Rennsteig (Supermarathon), Sieger Masters Transalpine Run Thomas:(1962 in Memmingen geboren) 47 Jahre, wohnhaft in 87435 Kempten Mitglied Nationalmannschaft (100km) von 2003-2006 2003: Platz 3 Weltcup (Mannschaft) in Taiwan (100km) 2004: EM Platz 10 in Italien (100km) 2005: EM Platz 11 in Winschoten (100km) 1999-2002: Sieger Rennsteig 2x Swiss Jura gewonnen

Wie alt fühlt Ihr euch denn so?

Anton: Ja, eigentlich jünger. Mit zwei Kindern (8+9Jahre) bleibt man jung. Außerdem versuche ich mit meiner Frau dem Alltag keine Chance zu lassen.(So haben wir z.B. dieses Jahr an Weihnachten im kalten Allgäuer Winter mit dem Zelt im Garten übernachtet) Thomas: Jünger – gute Frage, ich bin immer noch in meinem Alter ohne Auto unterwegs, der Routinealltag wird zu Fuß erledigt. Ich bin weniger festgesessen wie Altersgenossen.

Gab es den Punkt, wo ihr das Gefühl hattet es geht bergab mit der Leistungsfähigkeit?

Anton: Nein- bisher Gott sei dank noch nicht Thomas: Objektiv gesehen war bei 44 Jahren ein Break. Man hat keine Chance mehr die absoluten Zeiten zu erreichen.

Was Training und Wettkampf angeht: wird man gelassener, dadurch routinierter und auch erfolgreicher?

Anton: Durch weniger Zeit versuche ich im Training effektiver zu sein, und gehe nicht immer „nur“ zum Laufen. Im Wettkampf kennt man sich ja und seine Stärken, dadurch kann man etwas gelassener einen Lauf angehen – und dann ist man vielleicht auch erfolgreicher. Ein bisschen mit Köpfchen laufen hilft. Thomas: Routinierter und gelassener – ja. Nach so vielen Jahren muss man nix mehr beweisen. Der maximale Ehrgeiz ist nicht mehr so da, ob ich dann erfolgreicher bin ? Ich bin aber „Zufrieden“.

dehne mich mehr, lass mich auch mal von meinem Physiotherapeuten Markus Pfeifer massieren und behandeln. Des weiteren treibe ich mehr alternative Sportarten. Thomas: Ich muss mehr auf meine Gesundheit achten als früher, die Muskeln verkürzen sich langsam … das Rostige muss man langsam einlaufen und so langsam kommen die Zipperlein. Ich beginne meist mit langsamen warmlaufen von 2-3km.

- Trainiert Ihr härter, mehr oder anders als früher?

Anton: Manchmal härter und mehr, ich gehe aber auch gerne mit Jüngeren aus unserem Berglaufteam LaufsportSaukel-Haglöfs zum laufen – da kann man schon noch profitieren. Da ich auch nur 3km von Helmut Schiessl entfernt wohne, ergibt sich mit ihm hin und wieder ein Läufchen – da wird’s dann härter mit dem Training. Ansonsten glaube ich dass ich anspruchsvoller geworden bin und dadurch härter trainiere, wobei nicht jeder Lauf ein Training ist. Es gibt auch Genussläufe in den Bergen mit meiner Frau. Thomas: Eher weniger und lockerer aber sehr regelmäßig. Man hat so seinen Jahresrhythmus. Für den Transalpine Run trainieren wir natürlich hart und zielgerichtet.

Wie gefällt euch das Motto „Langsam beginnen und nach hinten raus schneller werden!“ ?

Anton:Eigentlich ein gutes Motto, nur leider gelingt das nicht immer, dann kommt die gewissen Eigendynamik im Rennverlauf dazwischen und – man ist dann doch wieder zu schnell angegangen. Thomas: Ja klar, taktisch richtig

Gibt es bei euch Leistungsdruck, oder ist alles Sportliche nur Spass?

Anton: Ja einen gewissen Leistungsdruck verspüre ich schon. Als Mitglied des Berglaufteams will ich mich natürlich für mich und das Team gut verkaufen. Leistung wird ja auch erwartet, wenn man in der Szene einen Namen hat. Thomas: Ein bisschen natürlichen Ehrgeiz braucht man schon. Die Dynamik des Sports macht aber den Spass. Leistungsdruck verspüre ich nicht mehr so – aber ohne Ehrgeiz geht’s natürlich auch nicht.

Man sagt ja gerne: „Wenn ich mit dem Wissen von heute, früher...“ Denkt Ihr sowas beim Sport?

Anton: Dann hätte ich früher zum Laufen angefangen, wer weiß ob ich aber dann jetzt schon körperlich verbraucht wäre. Thomas: Ich hätte es so wieder gemacht. Bis heute bereue ich nichts – habe nichts verpasst. Das passt schon so, ich könnte ja schon vorher platt sein.

Es gibt bei den Rennen eine Gesamtwertung und die AK-Wertungen. Was zählt für Euch?

Wie habt ihr beiden euch eigentlich kennengelernt?

Muss man als Masters-Läufer auf Dinge achten, die man früher eher vernachlässigen konnte?

Was habt Ihr durch oder beim Laufen über Euch selbst erfahren?

Anton: Beides – wobei für mich noch die Gesamtwertung Priorität hat, vor allem bei Langstrecken. Bei kurzen bis 10/15 km sieht’s langsam anders aus. Thomas: Ich freue mich, wenn ich in der Gesamtwertung vorne dabei bin – aber es zählt beides. In Davos oder dem Rennsteig zählt die Gesamtplatzierung weniger die AK.

Anton: Ja, man hört mehr auf seinen Körper, denn der Raubbau am Körper in der Jugend macht sich immer schneller bemerkbar. Ich

Anton: Als meine Frau Simone 2006 auf ein 100km-Rennen nach Hanau gefahren ist, habe ich sie begleitet. An einer Raststätte kam dann aus dem Allgäuer Autokonvoi Thomas ausgestiegen. Damals war ich noch Radfahrer und war mächtig stolz einen Thomas Miksch kennenzulernen. Auf diesem Rennen habe ich dann Simone und Thomas betreut. Also eigentlich auf einer Autobahnraststätte bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Anton: Dass noch vielmehr möglich ist als man denkt. .. dass ich ein


anton phillip und Dr. Thomas Miksch gewannen den Transalpine run in der masters kategorie

objektiv gesehen war mit 44 ein bre ak dr . thomas miksch

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absoluter Naturliebhaber bin und mich richtig motiviert fühle, wenn man nach einem anstrengenden Lauf auf einem schönen Gipfel steht, und dass man trotz totaler Erschöpfung glücklich sein kann. Thomas: Ich bin erstaunt was man alles schaffen kann. Motivation und Willenskraft.

Ich suche nach einer Erklärung! - wieso kann man mit 50, 60 Jahren noch Ultra-Trails gewinnen? Anton: Beantworte ich in 10 Jahren. Thomas: Wenn einem Gesundheit geschenkt wird, ist die Frage ob gewinnen noch sein muss – ist aber ein Ziel.

Wird man vorsichtiger mit den Jahren? Lauft ihr langsamer bergab als früher?

Anton: Eindeutiges nein – das rührt natürlich von den vielen Bergtrainingsläufen her. Thomas: Nicht zwingend – eigentlich nur wenn ich Probleme habe, aber nicht im Wettkampf.

Was sagen, denn Eure Familien zu dem zeitraubenden Sport?

Anton: Meine liebe Frau unterstützt mich hier voll, wobei wir uns ergänzen, da sie auch aktive Läuferin ist (z.B. 100km und TransalpineRun 2008+2009). Manchmal und immer öfter gehen wir auch gemeinsam zum trainieren auf längere Bergläufe. Hier helfen uns dann unsere Eltern, die dann auf unsere Kids aufpassen. Ein Dankeschön an die Omas und den Opa an dieser Stelle Thomas: Tja, meine Frau kennt mich so wie ich bin. Wir managen das Reiseziel mit den Sportzielen gemeinsam – und es wird so auch akzeptiert. Es gibt natürlich gemeinsame Ansatzpunkte von Naturzielen.

Habt Ihr euch auf dem Klassentreffen erschrocken, wie unfit die Kollegen so beieinander sind?

Anton: Ja, nicht nur beim Klassentreffen sondern auch im Hallenbad. Thomas: Trifft zu – im Prinzip fällt es auf, dass Altersgenossen

andere Biographien haben.

Motiviert es euch besonders, die Jungen abzuhängen?

Anton: Nicht zwingend und „besonders“ aber es motiviert natürlich, dass die Alten auch noch was auf dem Kasten haben. Thomas: Kann ich nicht so sagen, jeder soll seine Möglichkeiten ausschöpfen. Es ist kein dringender Motivationsgrund obwohl man sich natürlich vergleicht.

Gab es bei euch schon Gedanken, dass einem die Zeit für Siege und vordere Plätze „davonläuft“?

Anton: Nur auf den Strecken bis Halbmarathon Thomas: Mit 47 Jahren nimmt die Anzahl der vorderen Plätze ab, aber das relativiert sich mit dem, dass man überhaupt noch laufen darf.

Was ist euer Ausgleich zum Laufsport?

Anton: Die eigene Familie, Freunde und der eigene große Garten Sportlich: Langlaufen, Skigymnastik, MTB radeln, Jahreszeiten gerechter Sport. Thomas: Arbeiten und Familienpflege, Radeln, Lesen, Kinder, Freizeit und Natur.

Das schönste Rennen und der schönste Ort der Erde?

Anton: Swiss Alpine und die Strecke des Transalp 2009 Das Allgäu im Speziellen unser Garten und der Gipfel der Lailachspitze im Tannheimer Tal. Thomas: Aufgrund des Flairs – Davos, da habe ich 14 mal teilgenommen und das Allgäu – meine Heimat

Was habt ihr 2010 alles vor?

Anton: Eine glückliche Familie bleiben Kemptener HM, Swiss Alpine, Rennsteig, evtl. Alpinmarathon, Transalpine mit Thomas und den Ski-Voralpenmarathon Thomas: Fröhlich laufen, die neue Herausforderung, des schwereren Transalpines gemeinsam zu schaffen. Naturmarathons, Rennsteig und evtl die 100km in Ulm

Dr. thomas miksch

im Prinzip fällt es auf, dass Altersgenossen andere Biographien haben.


GARMISCH-PARTENKIRCHEN

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Alles rund ums Trail Running Auf den Trail Days gibt es spannende Vorträge, z. B. zum UTMB, Yukon Arctic Ultra und Jungle Marathon. In Workshops kannst Du Deine Lauftechnik verbessern, etwas über alternative Trainingsmethoden erfahren und Vieles mehr. Du kannst jede Menge Ausrüstung testen: Stirnlampen von Petzl, Laufschuhe von inov-8 und Salomon, Laufrucksäcke von inov-8, Salomon, GoLite, Aarn und RaidLight. Lass Dich von den Filmen unserer Trail Running Movie Night inspirieren und trainiere auf den wunderschönen Trails in Garmisch-Partenkirchen.

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Hans hĂśrmann aus mĂźnchen entdeckte 2009 Trail-running auf ein neues fĂźr sich.

tempotraining spielt fast keine rolle mehr!


Hans Hörmann, aus München gewann die Gore Trailrun Worldmasters 2009. Ich bitte kurz um die Eckdaten, Hans.

Ich hab Laufen schon früher sehr bewusst wahr genommen. Es war von Anfang an ein faszinierender Sport für mich. Natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich jedes Mal nach dem Startschuss ganz schnell die Meisten hinter mir lassen konnte. Dieses Talent hilft mir wohl auch heute noch, das selbe Gefühl zu erleben.

Du läufst schon seit Deiner Jugend und das sehr erfolgreich. Ist dir Erfolg im Laufsport wichtig?

Deine Grundlagen-Ausdauer baust du dir heute in der Hauptsache übers Mountainbiken auf...welche Vorteile hat das?

Ich werde dieses Jahr 52 Jahre alt, wohne seit fast 10 Jahren in München. Geboren bin ich allerdings in einem kleinen Dorf im Allgäu, Kreuzthal, an der württembergischen Grenze ca 15 Kilometer westlich von Kempten gelegen

Erfolg im Sport war immer Antrieb und Motivation. Das ist wohl heute noch. Auch wenn ich das inzwischen gelassen sehe und viel mehr das Erlebnis Laufen genieße.

Kann man sagen, du hast Trail-Running erst vor kurzem für dich entdeckt?

Im Grunde bin ich schon immer gerne in der Natur gelaufen. Allerdings mehr klassisch, Crosslauf oder Berglauf. Trailrunning über mehrere Stunden wurde für mich erst im Sommer/Herbst 2009 interessant. Da ich als Mountainbiker über viele Jahre immer Touren oder Marathons über längere Distanzen gefahren bin. Dazu muss ich sagen, dass ich letzten Sommer die Entscheidung traf wieder zum Läufer zu werden. Da ich aber das Training über mehrere Stunden gewöhnt war, wollte ich es auch im Laufen probieren. Und so machte ich mich auf den Weg. Ganz langsam, denn meine Beine waren das Laufen nicht mehr gewöhnt. Und da ging mir auf, dass es gerade das langsame lange Laufen in den Bergen war, was es mir angetan hat... und von da an war ich Trailrunner.

Was macht Trail-Running für dich so attraktiv?

Trail-Running ist für mich ideal. Das Landschaftserlebnis ist gerade durch das langsame Lauftempo viel intensiver. Ich kann das Training von der Haustüre weg machen. Bei Skitouren würde das z.Bsp nicht gehen. Und im Gegensatz zum Mountainbike, muss ich nicht mehr so viele Stunden trainieren, da Laufen einfach effektiver ist. Trailrunning ist allerdings auch viel abwechslungsreicher, als ein normaler Marathonlauf.

Du bist bei der ersten Austragung des Swiss Alpine Marathon gestartet. Wie war das damals im Gegensatz zu heute?

Ja der Swiss Alpine Marathon war damals 1986, ( dieses Jahr ist schon die 25. Ausgabe ) schon eine verrückte Geschichte. Damals war ich ja Marathonläufer mit einer Bestzeit von 2:25 h. Und genauso ging ich das Rennen an. Das lief natürlich furchtbar schief. Und schon vor dem Anstieg zum Sertigpass war ich kaum mehr in der Lage meine Beine zu bewegen. Allein für den Anstieg von Km 40 – 50 brauchte ich zwei Stunden. Erst als ich oben eine 10 minütige Pause einlegte, lief es wieder besser und ich konnte den Lauf immerhin noch unter 7 Stunden beenden. Die Lust auf solche Distanzen sind mir damit aber vergangen und ich hab mich wieder dem normalen Marathonlauf zugewandt. Heute würde ich das ganz anders angehen, die Kräfte besser einteilen. Wie sich der Swiss Alpine Marathon heute anfühlt, kann ich aber nicht sagen, da ich ihn ja nie mehr gelaufen bin und wohl auch nicht mehr laufen werde.

Nimmst du heutzutage die Umgebung beim Laufen bewusster wahr als früher und schätzt du die Tatsache, dass du noch immer auf so hohem Niveau Sport treiben kannst?

Wie gesagt, ich habe viel Jahre Mountainbike intensive trainiert. Doch seit meinem Entschluß wieder zu laufen, ist das Bike nur noch gelegentlich im Einsatz. Sollte jedoch mein Bewegungsapparat irgendwann streiken, dann werde ich sicher wieder mehr aufs Bike steigen. Denn eins ist klar, Radtraining ist in jedem Fall viel schonender für die Bänder, Gelenke und das Kreuz. Beim Laufen bist du immer gefordert. Dagegen rollst du mit dem Bike oft nur dahin.

Du sagtest mir, du würdest in keinem Fall mehr einen klassischen Strassenmarathon laufen. Fühlst du dich vorgeführt, wenn du Endzeiten aus früheren Jahren nicht mehr erreichst? Nein, vorgeführt sicher nicht. Es ist nur so, dass ich mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt fühlen würde. Nicht die Zeiten von früher sind es, die mich da stören, sondern dass ich mich an bestimmte Durchgangszeiten halten müsste. Beim Marathonlauf zielst du auf eine bestimmte Zeit hin und dazu musst du dann auch jeden Kilometer entsprechend laufen. Und wenn du an einem Marathonlauf teilnimmst will man ja das Beste geben. Und das will ich nicht mehr. Beim Trailrunning spielen Zeiten nur eine untergeordnete Rolle. Und je länger die Strecke ist umso langsamer darf man laufen. Wobei ich mich auch hier in einem Grenzbereich bewege, der aber mehr von der Länge der Distanz abhängig ist. Die Beine schmerzen ganz gleich ob ich einen klassischen Marathon laufe oder einen Ultratrail mache. Der Vorteil beim Trail ist eben, dass ich nicht so hetzen muss.

Wie hat sich das Training im Laufe der Zeit geändert? Muss man als Senior-Masters anders trainieren und mehr auf den Körper eingehen? In jedem Fall spielt das Tempotraining fast keine Rolle mehr... schon früher galt: Tempo tötet. Und je älter man wird umso größere Erholungszeiten sind nötig. Man verträgt einfach nicht mehr so viel.

Würdest du sagen, dass Pausen und reduzierte Intensität bei Masters Läufern unabdingbar sind? Ja auf jeden Fall... mein Glück ist aber, dass ich trotz relativ geringem Umfang immer noch gute Leistungen bringen kann.

Wie alt fühlst du dich derzeit?

Wenn ich in der Früh aufstehe, komme ich mir manchmal ziemlich alt vor. So steif und unbeweglich... allerdings hab ich fast die Vermutung, dass das so schlimm nicht sein kann und eher subjektives Empfinden ist.

Im November hast du die Masterklasse bei den Windstopper Worldmasters of Trail-Running gewonnen. Wie kam es dazu? War es überraschend? Zu den Worldmasters bin ich eher zufällig gekommen. Nachdem ich


Distanzen ohne Einbruch werde bewältigen können. Überraschend war der Erfolg für mich schon, da ich einfach nur mitlaufen wollte und vor allem mit viel mehr Konkurrenz gerechnet hatte.

Hast du noch bestimmte Läufe im Visier?

Dieses Jahr möchte ich zwei Utraltrails laufen. Den Keufelskopf-UltraTrail über 85 Km/2800 Hm und den Sonthofener Utratrail über 69 Km/3000 Hm. Falls ich beide Läufe schaffe, wäre das die Qualifikation für mein nächstes großes Ziel 2011 oder 2012 den Ultratrail um den Mont Blanc.

Dein Programm funktioniert offensichtlich ganz gut. Hast du persönlich Tipps wie man mit 50+ so schnell sein kann? Auf jeden Fall lieber langsamer trainieren, als das Risiko einzugehen sich mit Tempolauf zu verletzen. Ansonsten hilft ganz sicher heiß zu sein, auf den Spaß trainieren zu dürfen. Ziele anzuvisieren. Ich zum Beispiel möchte mich auf den Weg machen und mal den Münchner Jakobsweg von München an den Bodensee laufend zurückzulegen, oder auch eine Lauftour über die Alpen zu machen. Motivation ist das A und O, und solche Dinge motivieren unheimlich. Über Schnelligkeit musst du dir dann keine Sorgen machen, das kommt dann von ganz alleine.

Wieso funktioneren denn die langen Distanzen so gut mit zunehmendem Alter?

Für lange Distanzen muss man geduldig sein und letztlich wird man mit zunehmendem Alter kurzweiliger. Das Zeitempfinden ist nicht mehr wie in jungen Jahren. Die Zeit vergeht von ganz allein viel schneller als noch vor einigen Jahren. Vielleicht ist das der Schlüssel weshalb gerade ältere LäuferInnen die längeren Distanzen lieben.

Wieviel Zeit wendest du fürs Laufen pro Woche auf? Zur Zeit eher weniger ( 5 – 8 Stunden ) da ich meist am Wochenende beim Skifahren bin. In der Wettkampfvorbereitung werden es aber sicher bis zu 15 Stunden in der Woche. Im Vergleich zum Radfahren wirklich sehr wenig Zeit.

Ein Leben ohne Ausdauersport...wäre das überhaupt vorstellbar? Auf keinen Fall, da würde mir die entscheidende Essenz im Leben fehlen. Es gibt nur noch einen Sport bei dem ich mich so im Grenzbereich bewegen kann und das ist das Skifahren im Tiefschnee. Doch das ist zu sehr begrenzt von den Verhältnissen, wie Wetter und Jahreszeit. Laufen kann ich zu jeder Zeit an jedem Ort.

David Horton wird 60 und ist Amerikas Ultra-Trail Legende. Älter werden ist NICHT besser. Man weiss vielleicht mehr, aber man wir auch unbeweglicher.

Bei jedem Rennen, denke ich aufs Neue, dass es noch nie so hart war.

Was ich am meisten gelernt habe: Ruhe bewahren und daran denken, dass es garnicht so schlecht kommt, wie man glaubt.

Ich muss es respektieren: Um in Form zu kommen und zu regenerieren dauert viel länger als früher.

Es gibt natürlich die Motivation jüngere Läufer abzuhängen - ich will ja wissen, ob ich schon über dem Berg bin oder nicht.

Ich würde rein Garnichts anders machen. Ich bin sehr stolz. Ich rannte durch ganz Amerika, gewann die ersten Hardrock 100 und halte den Streckenrekord des Pacific Crest Trails!

Klar, von mir kann man noch einiges erwarten. Ich möchte noch viele Speed-Rekorde auf langen Trails aufstellen.

Ich würde sagen, ich fühle mich wie 40.

David Horton / USA

Der Italiener Marco Olmo gewann im Alter von 60 den Ultra Trail du Mont Blanc und ist Weltklasse.

KLICK! Deine Meinung zählt hier!


Sportwissenschaftler Frank Klingler beantwortet Fragen zur Leistungsfähigkeit bei älteren Ausdauersportlern.

»Bei solch extremen Veranstaltungen, läuft wahrscheinlich irgendwann nur noch der Wille und schleppt den Körper hinter sich her« Ab wann gilt man im Sport als alt? Da „der Sport“ in allen seinen Arten und Organisationeinheiten sehr vielfältig ist, gibt es hierfür eigentlich keine Antwort. Beim Geräteturnen der Frauen wird man als 20-Jährige schon als Oma gehandelt, beim Eisstockschießen ist man wahrscheinlich mit 40 noch einer der Junioren der Truppe.

Sport übrig bleibt. Neuere Studien versuchen diesen sozialen Faktor herauszurechnen und weisen einen viel geringeren Rückgang der physischen Leistungsfaktoren mit dem Alter nach. Viel entscheidender ist, wieviel und wie gut man trainiert. Viele Rekorde wie zum Beispiel im klassischen Marathon, werden aber von Sportlern unter 40 erbracht.

Auch die Benennung der Altersklassen in den verschiedenen Sportarten hilft hier nicht weiter. In vielen Ballsportarten wird man schon zum Senior, wenn man mit 19 Jahren die Juniorenklassen verlässt. In der Leichtathletik und im Radsport wird man ab 30 Jahren als Senior gelistet, darf aber zumindest bis 50 in den Hauptklassen starten.

Man sagt schlechthin, dass ältere Sportler auch die besseren Sportler bei langen Distanzen sind. Stimmt das zwangsläufig? Das stimmt zwangsläufig nicht. Trainierte 80 Jährige laufen zwar schneller Marathon als untrainierte 20 Jährige, dennoch wird bei gleicher genetischer Ausstattung, gleichem Trainingsaufwand und gleichen psychischen Fähigkeiten der jüngere Läufer Vorteile gegenüber dem älteren Läufer haben. Viele Läufer berichten, dass es Ihnen mit zunehmendem Alter leichter fällt, größere Trainingsvolumina abzuleisten. Aus eigener Erfahrung im Radsport kann auch ich nur berichten, dass es mir mit über 30 Jahren deutlich leichter viel lange Distanzen zu trainieren, als mit 18 Jahren. Die Ausdauerleistungsfähigkeit ist stark abhängig vom Umfang des Trainings, das man bereit ist, abzuleisten. Man kann auch spekulieren, dass ein Läufer mit mehr Lebenserfahrung, sein Tun und Handel und eben auch das Laufen mit einer anderen Sinnhaftigkeit belegt. Das könnte die Vorteile für ältere Läufer ausmachen. Verkürzt könnte man sagen: „Alles Kopfsache“. Nicht vergessen darf man, dass viele Läufer Ihre Karriere im Überdistanzlauf erst ab 30 Jahren beginnen. Dass es dann viele gute Läufer im höheren Alter gibt, ist dann zwangsläufig.

Im Hochleistungsbereich der meisten in Deutschland populären Sportarten, wie Fuß- und Handball, Leichtathletik, Schwimmen und den verschiedenen Wintersportarten findet man nur noch sehr wenige Athleten über 40 Jahre. Zumindest die Medien erwähnen ab dieser „Schallgrenze“ gerne auch das Alter der Sportler. Man darf also gespannt sein, was ein Michael Schuhmacher bei seiner Rückkehr in die Formel 1 zu leisten im Stande ist. Spätestens wenn bei einer Sportveranstaltung die anderen Teilnehmer nach den Enkeln fragen, die man ja wohl betreuen wolle, kann man sich Gedanken machen, ob man sich alt fühlen will.

Kann man den Punkt x festmachen, an dem die Leistungsfähigkeit nachlässt? Prinzipiell erleidet man schon ab dem 20. Lebensjahr Verluste auf verschiedenen physiologischen Ebenen. So nimmt zum Beispiel das Hormon Testosteron, das gewebe- und damit muskelaufbauend (anabol) wirkt, schleichend ab. Ab 40 beschleunigt sich der Abfall des Testosteronspiegels. Bildhaft gesprochen kann man sagen, dass man ab 20 Jahren den schleichenden Zelltod stirbt. Es degenerieren mehr Zellen als sich Zellen neu bilden. Verschiedene Studien weisen einen Rückgang der Kraftleistung ab dem 30 Lebensjahr zwischen 5 und 15 % pro Lebensjahrzehnt nach. Ähnliche Aussagen liefern die Daten über die Ausdauerleistungsfähigkeit. Allerdings wurde bei den meisten Studien nicht der „soziale Faktor“ herausgerechnet. Ab 30 Jahren investieren viele Sportler, wenn Sie nicht Hochleistungssport betreiben, mehr Zeit in Beruf und Familie, so dass zwangsläufig weniger Engagement für den

Marco Olmo gewann mit 60 Jahren den UTMB über 166 km. Zufall, unmöglich oder doch nachvollziebar? Ich schätze, dass Marco Olmo ein ganz harter und zäher Knochen ist. Bei solch extremen Veranstaltungen, läuft wahrscheinlich irgendwann nur noch der Wille und schleppt den Körper hinter sich her. Marco ist damit ein gutes Beispiel, dass die Abnutzungshypothese, dass man also mit zunehmender Alter nicht mehr leistungsfähig sein kann, so nicht zu halten ist. Älteren Menschen hat man ja auch noch vor 30 Jahren abgesprochen lernfähig zu sein. Ich bin gespannt, wie lange Marco diese herausragenden Leistungen noch zu vollbringen im Stande ist.

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Fotos von Amy Palmiero-Winters


AMY PALMIERO-WINTERS

wenn ich 130 meilen rennen kann... Amy Palmiero-Winters ist stark. 1994 hatte Sie einen schweren Verkehrsunfall unter dessen Folgen, sie ihr Bein, unterhalb des Knies verlor. Ein Jahr zuvor gewann sie den Boston Marathon - ein 20 Jahre junges Energiebündel. 11 Jahre sollte es dauern bis Amy wieder rennen konnte. Dank einer Hight-tech Prothese und unbändigem Willen, ist die zweifache Mutter heute so gut wie noch nie. Selbst auf Trails sorgt Amy für Aufsehen. Sie selbst sagt „ Es gibt nichts, was ich nicht tun könnte!“ Amy, wo bist du gerade und was tust du? Ich lebe mit meinen beiden Kindern Carson und Madilynn in Long Island, New York, arbeite als Trainer und bei A Step Ahead Prosthetics. Zu dem investiere ich viel Zeit für die Organisation ASPIRE. Dort bringe ich Kindern die ein Körperteil verloren haben, Sportarten wie Triathlon, Running oder Skifahren nahe. Den Kindern hilft das sehr, denn sie lernen sich so kennenzulernen, wie sie sind und entwickeln Selbstbewusstsein. Es geht am Ende um Ihr Können und ihre tollen Fähigkeiten und nicht mehr um das fehlende Bein.

Du bist eine 100 Meilen Läuferin, eine 24 Stunden Läuferin und ein Trail Runner. Kannst du mit den Schmerzen die dabei aufkommen, durch die Amputation, anders umgehen als andere Leute? Meine Erfahrungen im Leben, haben mich gestärkt und aus mir eine gute Sportlerin gemacht. Bei langen Wettkämpfen tut mir vor allem die Stelle an der die Prothese anschliesst weh. Ich denke dann daran, dass andere auch Schmerzen haben und, dass was ich gerade tue einen Sinn und Zweck erfüllt. Ich helfe damit.

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Du hast also einen ganz speziellen Schmerz an der amputierten Stelle, oder ist der generelle Schmerzzustand so stark, dass du das nicht merkst? Ich habe auf den Ultra-Distanzen einen heftigen Phantom Schmerz. Während des Laufs und danach sind für die Prothese zwei unterschiedliche Situationen.

Wenn du Trails im Gelände läufst, musst du dem Untegrund viel Aufmerksamkeit schenken. Ist das technisch gesehen, sehr schwierig für dich? Ja, absolut. Trail-Running, in unebenem Terrain, ist sehr schwer für mich. Die Prothese ist ja kein echtes Bein und kann mir im Gelände nicht helfen, ich habe keine beweglichen Knöchel, kein Vorfuss oder eine Ferse zum navigieren. Felsen, Wurzeln und Erdhügel drücken die Prothese gegen mein restliches Gliedmaß und das ist unangenehm. Ich kann beim Traillauf eigentlich nie nach oben schauen - wenn doch, dann haut es mich ziemlich sicher, sofort hin.

Du hattest den Unfall im Jahr 1994. Hast du zuvor schon Ausdauersport gemacht, oder erst später mit der Prothesse für dich entdeckt? Ich bin bereits mit 8 gelaufen und meinen ersten Marathon lief ich vor dem Unfall. Nach dem Unfall kam ich zum Triathlon und auch zum Laufsport. Ultradistanzen laufe ich erst seit einem guten Jahr.

Ich nehme an, die Prothese die du verwendest, ist ein Wunder der Technik. Seit wann ist es überhaupt möglich, damit Laufsport zu treiben? Ich denke ich habe den besten Platz für die Prothese - ich laufe mehr als 130 Meilen am Stück damit. Das sagt eigentlich alles und viel über die Leute, die mein neues Bein gemacht haben. Ich hoffe ich kann noch lange laufen. Neben meinen Kindern ist laufen alles was ich habe. Ich bin das!

Mein Training sieht leider nicht so aus, wie ich es gerne hätte. Als alleinerziehende Mutter, kümmere ich mich viel um die Kinder. Im Mai starte ich für das USA Team bei einem 24 Stunden Rennen in Frankreich. Bis dahin möchte ich unbedingt regelmässig trainiert haben. Freunde haben mir dafür Ihre Hilfe angeboten, so dass ich zwei Einheiten pro Tag trainieren kann.

Du hattest ja schon tolle Erfolge im Strassenlauf und Triathlon. Könnten Ultra-Trails eine neue Herausforderung werden? Ultra Trails sind eine echte Herausforderung und für mich auch ein guter Weg um anderen zu zeigen was alles möglich ist. Es geht dort nicht so sehr um die Siege und Zeiten. Es geht um weitermachen oder aufgeben.

Erzähl uns etwas über dein Team Step Ahead. In diesem Team findet man die weltbesten Sportler mit Amputationen. So 25-30 Weltrekorde werden von uns gehalten. Wir reisen durch die Welt, von Rennen zu Rennen und das Junior Team von 2-18 Jahren ist oft dabei.

Was bedeutet für dich zu helfen und Hilfe zu zulassen? Wenn ich alles ändern könnte, mein Bein wieder zurück bekommen könnte - ich würde es nicht wollen. Ich habe nun endlich die Chance, so viel zu helfen...

Top 5 Musik

eminem, pink floyd, led zepplin, ny state of mind

Top 5 Getränke

Kaffee, Ginger Ale, Heisse Schockolade blaues Gatorade und Wasser.

Top 5 Tiere

Pferde, Hunde, Katzen, Fische, Bären.

Berühmte letzte Worte...

everyday is a new day to define who we are....be great!

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Wie sieht deine typische Woche aus?

Amy mit ihren Kindern in Longs Island, New York. Sie ist alleinerziehende Mutter, Top-Läuferin und sozial sehr engagiert.


VORSCHAU trail Nummer 2.2010 -Trail-Running Profis und warum die saison gut wird -Der Zweite Teil unsere Renn Kalenders (August-Dezember) -Kompression am bein: neue Produkte für trail-runner -die besten tools für Etappenläufer und abenteuer-racer

AB APRIL 2010

TRAIL Magazin www.trail-magazin.de Schwaige 17 D-82319 Starnberg mobile 0171.5229248 phone +49 (0)8151.368240 mail denis@sabrestyle.de Herausgeber & Art Direction / Layout Denis Wischniewski Redaktion Stephan Repke Julia Böttger Sylvia Sadler Mitarbeiter dieser Ausgabe Lizzy Hawker Fotos Daniel Simon Stephan Repke Till Gottbrath Sylvain Bazin Skins Salomon Racing The Planet New Balance Royal Raid

Coverfoto: Stephan Repke, www.gripmastertrails.com

Alle Links in dieser Ausgabe www.danielsimon.de www.salomonrunning.com/de www.asics.de www.scott-sports.com/de_de/category/7483/running www.racelite.de www.inov-8.com/Home.asp?L=5 www.gripmastertrails.com www.gore-tex.com www.racingtheplanet.com www.underarmour.com www.trailschnittchen.de www.nikerunning.com www.sugoi.de www.libyanchallenge.com www.traildeparis.com www.ultramarathon.com www.icebug.se www.transalpine-run.com www.beckercoaching.de www.ultratrailmb.com www.sealskinz.com www.royalraid.com www.seeamyrunning.com www.mizuno.com www.traildays.de www.timberland.com www.zagoramarathon.com www.craft.se www.josefajram.com www.lasportiva.com www.brooksrunning.com www.meindl.de www.jackwolfskin.com www.puma.com


FRÄULEIN HAWKERS GESPÜR FÜR SCHNEE.

winter blues? V on L i z z y H aw ker

Kurze, kalte Tage. Kaltes nasses Wetter, grauer Himmel und schwere Herzen. In den tiefen des Winters, kann es manchmal schon schwer sein, die Motivation für das Laufen zu finden. Man findet die Leichtigkeit nicht und den Spass an der Bewegung. Alles ist im Winter ein bisschen härter. Man braucht länger um zur Arbeit zu kommen - die Strassen sind eisig und glatt. Um kein Sport zu treiben, fallen einem auch sehr schnell gute Ausreden ein. Eigentlich ist das natürlich, denn wir brauchen diese Ruhezeit - für Kopf und Körper. Wir tanken Energie auf. Wir müssen trotzdem einen Weg finden diese Jahreszeit zu geniessen, den Kontrast zum Sommer. Der Winter ist perfekt um unsere Grundausdauer stabil zu halten.

Es ist die Zeit der Vorbereitung und mach dir keine Gedanken, wenn dir das Training hart vor kommt und die Intensität mit der du sonst läufst schwerer fällt. Nutze also den Winter und du bist im Frühjahr kräftig und spürst das Ergebnis. Bereit zum fliegen. Wie tricksen wir nun unsere Trägheit und Müdigkeit aus? Wie kommen wir aus den Puschen? Es gibt einen Weg den Winter zu umarmen und sich mit ihm gut zu stellen. Liebst du die Berge? Auch im Winter, bei Schnee, kann man dort laufen. Mit etwas mehr Vorsicht, hat man dort genau so viel Spass wie in der warmen Zeit des Jahres.


Wer dem Himmel nah sein will, muss am Abgrund wandeln.

Es gibt im Schnee viel zu entdecken. Ein Turbo für Herz und Kopf. Kalt? Dann laufe dort wo es richtig kalt ist. In den Bergen ist es schnell unter Minus 10 Grad, aber es fühlt sich dort anders an. Es fühlt sich gut an. Es ist erfrischend und rein. In den Bergen geht einem die Kälte weit aus weniger in die Beine, als im Flachland. Dunkel? Schonmal daran gedacht in die Abenddämmerung zu laufen? Man findet viel Schönes, wenn es dunkel wird. Die Farben des immer dunkler werdenden Himmels sind toll, dein Nach Hause Weg wird vom Mond beleuchtet und die Sterne sind so hell, dass du keine Lampe brauchst. Manchmal spüre ich dadurch eine ganz besondere Energie. Eine Kraft die mir der Tag schenkt, weil er sie selbst nicht verbraucht hat. Statt dem Lauf am frühen Vormittag, solltest du schon rausgehen, wenn der Tag noch gar nicht begonnen hat - bei Nacht. Du entdeckst Tiere, neue Farben und neue Energie.

Vielleicht entdeckst du dabei die Stille und etwas Frieden in der Landschaft aus Schnee. In den Bergen kann man Kontraste erleben. Man ist mit sich alleine und alles fühlt sich sehr intensiv an, die Welt öffnet sich und alles scheint möglich zu sein.

Lizzy Hawker und Franzi Gissler laden Euch zum Schneelauf nach Scuol ein. Die 100 Kilometer Weltmeisterin und UTMB Siegerin arbeitet dort für die Laufschule Scuol. Schneelauf Kurse finden dort noch bis zum 21.3. 2010 statt und es scheint Schnee genug zu haben. Mehr Infos unter info@outdoor-engadin.ch und

www.laufschule-scuol.ch

Es mangelt dir an Ansporn? Mach dir selbst welchen! Eine Veränderung ist so gut wie eine Ruhepause. Schneelauf ist Abwechslung. Du trainierst Kraft, Koordination und Ausdauer auf Hiking-Trails und Downhill über Tiefschnee Felder. Der Weg ist immer unterschiedlich: du findest kleine, weiche Pfade im Pulverschnee, wechselst auf eisige und harte Trails im Wald. Sonne, blauer Himmel.

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OUTRO

Dean Karnazes beim last desert antarctica


TRAIL Magazin 1/2010