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TR A I L R U NNI NG MAGazin

5 FEBRUAR MÄRZ 2009

»VIEL STUFF »RIEGEL »BANDERA 100k

TRAIL STUFF

LUIS ESCOBAR

SCHIESSL

ELINOR FISH

LA PALMA


VORWORT

von speziellen und professionellen...

Endlich wieder im Molloch! Was war ich froh wieder Beton um mich rum zu haben. Am besten, möglichst wenig Tageslicht, ein Minimum an Grünfläche und gerne viel Menschen. Bumm, Zack - man kommt in die Jahre, ein Kind, Reihenhaus, zweites Kind, VW Touran. Raus aus der Stadt und am liebsten auch nicht mehr rein müssen. Das ganze Glück des heutigen Sportlers liegt in der Natur, in den Bergen. Wer weiss, wie es ist ,einfach nichts zu hören - ausser dem eigenen Atem - der wird den Stadtlärm nicht vermissen. Trail-Running ist ein Sport der einem die Natur wieder näher bringt ,und vielleicht für vermeintlich unscheinbare Dinge (wieder) sensibel macht. Unseren Sport zu kultivieren hat sich die Kanadierin Elinor Fish seit Jahren zur professionellen Aufgabe gemacht. Die Redakteurin des bekannten US Magazins TRAIL RUNNER läuft seit Jahren und kennt fast alle Events die mit Laufen im Gelände zu tun haben. Wir haben uns einfach mal nett mit Ihr unterhalten. Als Bernd Heinrich 1981 die 100 Kilometer in nur 6 Stunden und 38 Minuten lief war das schon der Hammer. 28 Jahre später ist seine damalige Zeit, die Ihn zum US Meister machte, immer noch internationale Spitze. 2008 war die Bestleistung in dieser Disziplin gerade mal 1 Minute schneller. Grund genug für uns den Biologieprofessor mit deutschen „roots“ unter die Lupe zu nehmen. Genauer hingeschaut haben wir auch in Richtung Texas. Klar, ein böser Mann hat dort in der Gegend seine Farm wieder bezogen, aber bei all den ehrenwerten Laufversuchen des ehemaligen Präsidenten wird er am Bandera Trail Run nicht teilgenommen haben. Ab Seite 60 berichtet der drittplatzierte John Reynolds, wie ein typisch amerikanischer Trailmarathon aussieht...friedlich, in netter Umgebung und ganz ohne den anderen das Öl zu klauen. So eigen wie die texanische Trailrunning Szene, so speziell ist auch Helmut Schiessl. Der Allgäuer Bergläufer wurde 2005 Weltmeister in seiner Disziplin und ist das was man allgemein “begnadetes Talent” nennt. Zwischen Zimmermanns Arbeit und Bambini-Langlauf Training haben wir ihn in Buchenberg besucht. Übrigens – das TRAIL ist ein Fanzine! Wir lieben diesen Sport! Guten Grip wünscht Denis Wischniewski Herausgeber, TRAIL Fanzine


INHALT LA PALMA Ein Fotograf und zwei Läufer die sich auf der Insel auskennen. NEWS 2&3 / 09 Trailtextil für den Lenz und die neuesten Trailschuh Modelle plus viele nette tools. DER LÄUFER-FOTOGRAF Luis Escobar läuft für das Montrail Team und weiss wie man fotografiert. ELINOR FISH Eine schöne Frau, das geschriebene Wort und Trail-Running als Kultur. HELMUT SCHIESSL Die Geschichte eines der größten Lauftalente Deutschlands. TEXAS Beim Bandera 100 Kilometer Traillauf herrscht jährlich beste Laune. Unser Autor John Reynolds weiss warum. UNSER 2009! Joey Kelly, Sabrina Mockenhaupt, Karl Meltzer und andere Profis erzählen von Ihren Zielen 2009. ROBERT POLLHAMMER Es muss auch Leute im Hintergrund geben. Robert gehört dazu – aber wie! LAUF STUFF IM VERHÖR Wir haben Schuhe, Stirnlampen und GPS Uhren in den Schwitzkasten genommen. RIEGEL 3 Athleten bekamen von 7 Kohlenhydrat Riegeln je 10 Stück zum testen. Das Ergebnis sind ungefilterte Meinungen.


FOTOS UND TEXT Daniel Simon

LAUFEN WO DIE LAVA BRUTZELT - LA PALMA

individuell

aktiv


La Palma ist ein Spielplatz für Trail-Läufer. Die Pulsobergrenze lernt man bergauf schnell kennen - mit dem in Deutschland noch unbekannten „Flow“ kann man bergab Bekanntschaft machen.


Sportfotografen müssen fit sein, keine Frage. Aber im Moment leide ich trotz guter Kondition gewaltig. Leichtfüßig verschwindet Philipp in einer Kurve hinter einem Felsen, während ich mich mit meinem schweren Equipment auf dem Rücken hinterherschleppe. »Stop! Wahnsinns-Blick, tolles Motiv!« schreie ich, froh wieder eine kurze Pause einlegen zu können. Ich bin ja selbst schuld. Vor zwei Tagen war ich mit Philipp schon einmal hier, allerdings auf Mountainbikes. Der ehemalige Radprofi kennt auf La Palma jeden Pfad. Seine Firma Atlantic-Cycling organisiert Bike-Reisen und guidet sportbegeisterte Gäste über die spektakulärsten Trails der Insel. Während eines Stopps dachte ich laut nach: »Die Insel ist doch auch ein perfektes Revier zum Laufen, wir sollten einen Spotguide für Trailrunner verfassen.« Philipp war von der Idee sofort begeistert. Privat tauscht er oft das Bike gegen Laufschuhe. Begleitet wird er dann von seiner Freundin Riah, der als exzellenter Leichtathletin das Trailrunning mehr liegt als mit Stollenreifen über scharfkantiges Lavagestein zu schreddern. Nun laufen wir schon seit mehr als drei Stunden auf über 2000 Metern Höhe den Grat der Caldera de Taburiente entlang, einem der größten Vulkankrater der Welt. Hinter jeder Biegung ein neuer, atemberaubender Blick in diesen riesigen 1800 Meter tiefen Senkkrater.

Heute früh beim Start am Roque de los Muchachos – mit 2426 Meter der höchste Punkt der Insel – wehte noch ein eiskalter Wind. Aber der Blick unter dem stahlblauen Himmel schien bis ins Unendliche zu reichen. Scharf zeichneten sich die Silhouetten der Nachbarinseln El Hierro, La Gomera und Teneriffa am Horizont ab. Im Lauf des Vormittags verdichten sich aus Norden kommend langsam die Passatwolken. Gegen Mittag ist die Wolkendecke bereits geschlossen. Trotz der Höhe ist die Temperatur auf über 25 Grad gestiegen und die Sonne brennt unbarmherzig, denn die Wolken sind mehrere hundert Meter unter uns. Nur der Gipfel des Teide auf Teneriffa – Spaniens höchster Berg – ragt mit seiner schneebedeckten Spitze in der Ferne noch aus dem Wolkenmeer. Der Passat und die hohen Vulkane, die sich wie an einer Perlenschnur aufgereiht von Norden nach Süden über die Insel ziehen, verleihen der Isla Bonita ihre landschaftliche Vielfalt und Schönheit. Die Passatwolken bleiben meist an den mächtigen Bergflanken hängen. Die Gebirgskette wirkt daher wie eine Wetterscheide. Die grüne Hölle des Nordens und Ostens speist sich aus den regelmäßig heranziehenden Wasserspendern, während der Westen karger und sonnenreicher ist. Nach Süden hin wird La Palma geologisch immer jünger. Der letzte Vulkanausbruch an der Südspitze war erst 1971. Die dabei entstandene Landschaft wirkt fast jungfräulich. Nur wenige niedrige Pflanzen haben es bisher geschafft, sich im schwarzen Lavagestein zu veran-


kern. Kaum habe ich mir den Rucksack über die Schulter geworfen, sehe ich schon wieder ein grandioses Motiv. Diesmal hört Philipp mein Rufen nicht, er ist bereits weit vor mir. Schnell hinterher, wir haben noch viele Kilometer Trails vor uns. Die angelegten Pfade werden von der Nationalparkverwaltung perfekt gepflegt und präpariert. Die zwischenzeitlich steilen Anstiege haben wir hinter uns gelassen. In leichtem Auf und Ab

kurven wir um Felsvorsprünge. Mal ein Blick nach rechts auf die zackigen Bergrücken der Caldera, dann wieder nach links auf die riesigen Waldflächen im Osten. Die Schritte werden leichter, langsam spüre ich den Flow. Fast übersehe ich Philipp, der auf mich wartet: »Jetzt geht´s bergab, volle Konzentration!« – und schon ist er wieder weg. Teilweise fällt der Weg auf dem breiten Bergrücken geradeaus ab, an sehr steilen Passagen windet er sich in vielen Spitzkehren dem wa-

bernden Wolkenteppich entgegen. Auf einmal geht alles ganz schnell. Ein erster kühler Luftzug, ein paar Dunstfetzen, schon verschluckt uns die feucht-kalte Masse. Der Himmel ändert seine Farbe von tiefblau über cyan in ein strahlendes Weiß, das schließlich von einem schmutzigen Grau verdrängt wird. Mitten in den Wolken beträgt die Sicht kaum 50 Meter. Aber wir verlieren so schnell an Höhe, dass wir uns schon bald darunter befinden. Am Passo Reventón biegen wir


nach Westen auf den wunderschönen Camino real ein. Dieser kunstvoll mit Natursteinen belegte Eselspfad wurde lange vor dem Bau der ersten Straßen genutzt, um den Westen mit dem Ostteil der Insel zu verbinden. Der extrem steile Trail geht richtig in die Knochen, macht aber einen Heidenspaß. Auch die ersten Sonnenstrahlen finden ihren Weg durch die auflockernde Bewölkung. Noch ein paar Meter durch dichten Pinienwald und wir erreichen die kleine Kirche Ermita

de la Virgen del Pino. Die letzten Kilometer bis El Paso legen wir auf Asphalt zurück, gerade recht um locker auszulaufen. Hier genießen wir die wärmende Nachmittagssonne und bei ein paar leckeren Tapas sichten wir bereits die Fotos auf dem Display. Sonne satt auch am nächsten Tag. Die genießen wir erst mal am Strand von Puerto Naos. Aber mittags geht´s schon wieder los. Riah und Philipp zeigen mir ein paar tolle Trails auf der Westflanke der Cumbre Vieja. Ein ganz anderes Laufgefühl als gestern. Der knirschende Lavasand rutscht an steilen Passagen leicht unter den Sohlen weg oder ist so tief, dass man Mühe hat voranzukommen. Gerade als wir einen Startplatz für Paraglider passieren, sausen uns ein paar Freerider auf Ihren Bikes entgegen. La Palma ist wirklich ein Spielplatz für Outdoor-Sport-

ler. Am späten Nachmittag fahren wir nach Tazacorte de Puerto. Ein Highlight soll ich mir noch ansehen. »Ich will laufen und nicht klettern« stelle ich verdutzt fest, als Riah auf den riesigen Fels zeigt, der fast senkrecht aus dem Meer aufragt. Unscheinbar startet der in den Stein gehauene Weg hinter ein paar Häusern und windet sich in atemberaubenden Serpentinen nach oben. Gleißendes Abendlicht über dem Atlantic – die Kamera im Anschlag bin ich jetzt in meinem Element. Und endlich kommt auch Philipp mal ins Schwitzen. Immer wieder müssen die beiden umdrehen, um noch mal für mich durchs Bild zu laufen. Erholen können sie sich wenn später die Sonne im Meer verschwunden ist.


Direkt neben dem Kiosko Teneguia in Puerto de Tazacorte starten wir bergauf über den GR131 (rot/weiß), der uns mit einem phantastischen Ausblick über Puerto de Tazacorte und den Atlantik hinauf zum Ausflugslokal Mirador del Time leitet. Vom Mirador laufen wir kurz auf der Strasse abwärts zum Traileinstieg in den Barranco de las Angustias. Auf unserem Weg in den Barranco kreuzen wir dreimal die Hauptstrasse, auf der wir dann auch den letzten Kilometer zurück zu unserem Startpunkt laufen.

auf 1450 Metern Höhe startet die Vulkanroute in Richtung Süden. Der Trail ist als GR 131 (rot/ weiß) in Richtung Fuencaliente gut ausgeschildert. Im ersten Teil der Strecke (4 km) geht es bis auf 1900 Meter hinauf, dann folgen 8 km auf dem Bergkamm entlang zahlreicher Vulkanausbruchstellen, bevor die letzten 7 km hinab nach Fuencaliente über einen sehr abwechslungsreichen, sandigen Trail führen. Anfahrt mit eigenem Auto oder mit dem Taxi ins Refugio Pilar. Rückfahrt mit Taxi oder Bus.     Route 3 Im Vulkankrater der Caldera de Taburiente  Naturerlebnis im Nationalpark  25 km;  950 hm;  950 hm

Route 2 Vulkanroute vom Refugio Pilar nach Fuencaliente Anspruchsvolle Tour zwischen den Vulkanen der Cumbre Vieja 19 km;  500 hm;  1200 hm Am Refugio Pilar, einem Camping- und Grillplatz

Wir starten am Wanderparkplatz im Barranco de las Angustias (200m) und laufen den Wanderweg RP LP 13 bergauf, der die Pistenauffahrt zum Aussichtspunkt Los Brecitos (1000m) abkürzt. Ab Los Brecitos geht es auf der Hauptwanderroute (weiterhin RP LP 13) tief in den Kessel der Caldera de Taburiente hinein

Route 1 Von Puerto de Tazacorte zum Mirador del Time In der steilen Felswand des Barranco de las Angustias 8 km;  500 hm;  500 hm


bis zum Zeltplatz (700m), bei dem sich auch eine Wasserstelle befindet. Aus der Caldera hinaus folgen wir weiter dem Hauptwanderweg, der nun parallel zu einem Flussbett des Barranco de las Angustias entlang Richtung Meer zu unserem Ausgangspunkt verläuft. Anfahrt von Los Llanos, am Busbahnhof der Beschilderung Caldera de Taburiente folgen oder ein Taxi nehmen.   Route 4 Vom Mirador del Time zum Torre del Time Anspruchsvoller Trail mit Traumblick in die Caldera de Taburiente 14 km;  700 hm;  700 hm Startpunkt ist das Ausflugslokal Mirador del Time (500m), von dem aus wir nur 100 Meter Richtung Tijarafe laufen und dann bergauf in den GR 13 einbiegen, der anfangs noch betoniert ist. Der gut markierte Trail führt uns durch felsiges Gelände bis zum Aussichtspunkt Torre del Time, einem Feuerturm auf 1200 Metern Höhe. Zurück zum Ausgangspunkt über dieselbe Strecke. Eine Verlängerung auf dem GR 131 weiter bis zum Roque de los Muchachos (2426 m) ist von hier gut möglich. Dafür 500 Meter auf der Piste Richtung Norden bleiben und dann wieder der rot/weißen Beschilderung des GR 131 folgen. Der nächste lohnende Aussichtspunkt kommt nach weiteren 350 Höhenmetern, von hier kann man auch über den SL TJ 71 (grün/ weiß) in Richtung der Piste zum Torre del Time zurückkommen, um die Runde um 350 Höhenmeter und 7 Kilometer zu verlängern. Anfahrt mit Auto oder Bus zum Mirador del Time. (Kombinationsmöglichkeit mit Route 1) Die Ultra-Route Von Puerto de Tazacorte über den Roque de los Muchachos, Refugio Pilar und Fuencaliente zur Südspitze Wenn Dich alles andere gelangweilt hat … 68 Km;  4030 Hm;  4030 Hm … einfach nur dem GR 131 folgen


Interview mit Philipp Foltz Philipp, was fasziniert Dich an La Palma? Ein 2426 Meter hoher Berg mitten im Atlantik, der steil ins Meer abfällt und durch seine Form und Lage die unterschiedlichsten Klimaund Vegetationszonen beheimatet. Das ist La Palma. Warum ist die Insel so ideal für Trailrunner geeignet? Das umfangreiche, gut ausgeschilderte Wegenetz und das ganzjährig milde Klima machen La Palma zum perfekten Ziel. Man kann das abwechslungsreiche Naturerlebnis sehr gut mit sportlicher Aktivität verbinden und ist weit weg vom Massentourismus der Nachbarinseln. Die Infrastruktur mit Taxis und öffentlichen Bussen, die man für längere Streckenläufe nutzen kann, ist ebenfalls sehr gut. Eignet sich La Palma für Topläufer und Hobbyläufer gleichermaßen? Die schweren Hochgebirgsrouten sind sicher nur für erfahrene Läufer zu empfehlen, es gibt aber auch sehr viele schöne und vom Untergrund leichter zu laufende Trailvarianten. Sie eignen sich auch für normale Läufer und Trailrunning-Einsteiger.  Dein Lieblingstrail? Die Vulkanroute ist an sich ein Wanderklassiker, aber auch zum Laufen bestens geeignet. Man läuft überwiegend auf feinem Lavasand und bewegt sich ständig auf 1700 bis 2000 Metern Höhe. Durch das Laufen auf dem Bergkamm zwischen unzähligen Vulkankratern hat man ständig wechselnde Ausblicke. Die ca. 20 km lange Strecke vom Refugio Pilar bis nach Fuencaliente ist extrem kurzweilig.


Charakteristik: Mit 47 km Länge und 28 km Breite ist La Palma bei maximal 2426 Meter Höhe weltweit die höchste Insel im Verhältnis zur ihrer Fläche. Über die ganze Insel ziehen sich viele perfekt ausgeschilderte Trails. Organisiertes Laufen: Im Dezember 2009 bietet Atlantic-Cycling eine Trailrunning-Woche an. www.atlantic-cycling.de Anreise:

Gute Flugverbindungen von vielen deutschen Eure Firma Atlantic-Cycling ist bekannt für erstklassig organisierte Bikewochen auf La Palma. Bietet Ihr auch etwas für Läufer? Im Dezember 2009 bieten wir erstmals eine Trailrunning-Woche an. Zusammen mit erfahrenen Bergläufern wird die Woche so gestaltet, dass ein sinnvoller Trainingsaufbau gewährleistet ist und genug Zeit zur Regeneration bleibt. Wir planen Touren, die alleine so nicht zu verwirklichen sind. Für alle Touren steht ein Shuttle-Service zur Verfügung. Das Lauftempo kann durch die Wahl der Strecken individuell gewählt werden. Und was machst Du nach dem Laufen? Am liebsten entspanne ich beim Sonnenuntergang am Palmenstrand von Puerto Naos.

Flughäfen. Alles aus einer Hand bietet Cycletravel. Der Spezialist für Sportreisen auf die Kanarischen Inseln berät kompetent und erfüllt auch individuelle Wünsche. www.cycletravel.de Übernachtung:

Tipp: Apartamentos Playa Delphin in Puerto Naos, schöne Apparte­ments mit Balkon und Meerblick. 42–55 Euro/Tag. www.playa-delphin.com Reisezeit und Klima: La Palma ist die Insel des ewigen Frühlings (durchschnittlich 20 bis 22 Grad). Im Juli/August ist es meist 4-5 Grad wärmer als im Januar/Februar. Vorsicht: Der Temperatur-Unterschied von Meereshöhe zu Gebirge kann extrem sein. Gestartet bei 25 Grad am Meer kann man später bei nur 5 Grad auf dem Roque de Los Muchachos ste­hen. Also immer warme, winddichte Kleidung mitnehmen! Literatur/Karten: „La Palma“, Michael Müller Verlag, 15,90 Euro; Wanderkarte La Palma von Freytag & Berndt 1:30.000, 6,80 Euro; Digitale Kompasskarte La Palma zur GPS-Routenplanung am PC, 14,90 Euro.


Salomon XT WS Jacket / Salomon EXO 2 Tight / Salomon S-Lab 2 XT Wings

Man kann es schaffen. Man kann es wirklich erreichen. Es ist möglich, gut auf dem Trail auszusehen. Das mit dem flott und kraftvoll laufen klappt natürlich schon lange. Hier nun das Outfit – rot regiert und im Wald geht man so nicht verloren. Die neue Salomon Running Jacke XT WS bietet Platz für Armarbeit (wichtig!), die 3/4 Pant EXO2 Tight im Spiderman Style ist eine Erleuchtung im Laufhosen Bereich, denn sie passt und hat durch die Kompression positive Eigenschaften in Richtung Regeneration und Leistungssteigerung durch Durchblutungsförderung. Und der weckt Begehrlichkeiten: der S-Lab geht in Runde 2. Der Teamschuh der Salomon Profis ist eine optimierte Version des neuen XT Wings. Das Ziel war auch diesmal eine maximale Einsparung des Gewichts. Was beim ersten S-Lab noch nicht so ganz funktionierte ist diesmal geglückt: der S-Lab 2 ist noch schöner als das Serienmodell. www.salomonsports.com

Der neue S-lab 2 wird in TRAIL #6 im April im Praxistest vorgestellt.


Marco Olmo als Hauptdarsteller Der sonst bescheidene und zurückhaltende italienische UTMB Sieger Marco Olmo wird Filmstar. In der Dokumentation ONE STEP BEYOND geht es nur um ihn. www.unpassodopolaltro.it/the_movie.html

New Balance 1520

Der neue New Balance 1520 sucht sich seine Freunde überall. Er ist kein Szenegänger, braucht keine Extraeinladung - eben einer für immer und überall. So ein richtig guter Kumpel. Unkompliziert und robust. Robust durch sein Gewicht (423 gr.) und durch seine hochwertige Verarbeitung. In der Fachsprache ist der 1520 kein ausschliesslicher Trail-Running Schuh und noch weniger ein Schuh für Trailrennen sondern ein Multisportler. Das heisst er ist vielfältig im Einsatz. Durch die flache, harte Gummisohle mag er Mountainbike Pedale, Klettersteige und knackige Trails. Das Gore Tex Membran macht ihn wasserfest und zu einem waschechten Outdoor Werkzeug. Diverse, bewährte New Balance-Dämpfungs Systeme machen ihn komfortabel und stabil. www.newbalance.de

Patagonia Capilene LIVE SIMPLY Weniger ist mehr! Patagonias Funktionsshirt, aus der zu 100% recyclebaren Capilene 2 Faser, trocknet schnell und will uns mit dem Leitspruch LIVE SIMPLY folgendes sagen: Macht die Flimmerkisten aus, schliesst die Bürotüre ab, verkauft endlich euer stinkiges Auto und geht raus in den Wald! www.patagonia.com

COOPER CANYON ULTRA Ein Traum! Aber es wäre vermessen nur deswegen da rüber zu fliegen: in großen Schleifen über die Trails von Urique/Mexiko fetzen – zusammen mit den einheimischen Tarahumara begibt man sich auf 75 spannende Kilometer! Start am 1 März um genau 7 Uhr. www.caballoblanco.com


NEWS2/309 NEW BALANCE 909

New Balance Entwickler Max Eggen kennt den neuen NB 909. Ist der 909 der Nachfolger des 908? ja, dies ist der direkte Nachfolger. Der 909 wird als leichter Trailrun-Trainingsschuh beschrieben. Schliesst das Renneinsätze aus? Nein, würde ich auch dazu mitnehmen, da er ja nur über die Zwischensohle dämpft (keine zusätzlichen Elemente oder Stütze), so dass ich schön flach am Boden stehe und direkt wieder weg komme

Salomon Exo SS Zip tech tee Bei einem Lauf - oder Trailrun Trikot, den Begriff „Technik“ zu verwenden, ist mir fast unverständlich. Ich denk da immer an Schaltkreise und Hydraulik. Daß sich die Herren Entwickler bei Salomon mit dem neuen Exo SS Shirt was gedacht haben ist trotzdem unbestritten: Mit diesem hochwertig wirkenden Oberteil kann man vom 30 Minuten Run bis zum Etappen-Ultralauf alles unter die Füße nehmen. Das Körperklima bleibt im Gleichgewicht und der schwere Rucksack reibt weniger stark an den Schultern. www.salomonsports.com

Für wen ist der 909 erste Wahl? Verstehe ich nicht ganz die Frage? Wenn es die Zielgruppe betrifft, dann sind dies Läufer, die auf unbefestigten Wegen unterwegs sind Ist der 909 also für moderates Gelände und der 874 die Variante für Extremeres? ja, der 874 ist wesentlich grober vom Profil. www.newbalance.de

SUGOI 2009 & SALOMON XA PRO 3D ULTRA Herrlich leichte Sugoi Weste HELIUM mit einem Sugoi Trikot (Merlin) in signalgelb. Dazu die lässige Sugoi Mobil Trail Shirt und der XA Pro 3D Ultra von Salomon mit leichter Pronationsstütze und guter Traktionskontrolle. Ein ausfürhrlicher Test dieser Schuhe folgt in TRAIL 6 im April. www.sugoi.com, www.salomonsports.com


NEWS2/309 RONO Springtime Microstyle Jacket

Wind - und wasserabweisende Microstyle Jacke von Rono. Das als Sommerjacke beworbene , atmungsaktive sehr schicke Oberteil sollte lieber für Frühjahr und Herbst herhalten. Die Damenshort ist ebenfalls von Rono und klassisch schlicht. www.rono-innovations.de

Salomon XT HAWK Viel Schuh für wenig Gramm könnte man sagen. 280 sinds! Mit einer straffen, aber durchaus ausgeprägten Dämpfung und breiter Fersensohle ist der Hawk ein Schuh für lange Läufe und abwechslungsreiches Gelände. Mit dem Salomon bewährten Quickfit Schnürungssystem passt der Schuh mit einem lässigen Ziehen in Rekordzeit. Das Design ist gelungen – 2009 der schönste Schuh der Salomon Tarilrunning Kollektion. www.salomonsports.com

CRAFT . Pro Cool Zipped Wristband Das WRISTBAND ist keine Metalband! Lars Ullrich von Metallica trägt auch Schweissbänder – die haben aber kein Zipper für Schlüssel und co. www.craft.se


Das heutzutage verteufelte Gluten (Klebereiweiß) taucht in praktisch fast allen Lebensmitteln auf und kann für Allergien und Magenunverträglichkeit sorgen. In Dr. Soldans Bärengarten haben Glutene nichts verloren. Die natürlichen Gummibärchen sind nach dem Wettkampf Kopfnahrung ,und dank reduziertem Zuckeranteil, natürlichen Aromen, bioaktiven Pflanzenstoffen ein futter mit „gutem Gewissen Effekt.“ Joghurt Bären, Waldfruchtbäre, Fruchtsaft Gummibären – in Docs Bärengarten wachsen unterschiedlichste Typen um schnellstens vernichtet zu werden. www.em-eukal.de

DIE GÖTTER SPINNEN! 44 Kilometer nach oben! Durch die Wolken bis zu den Göttern. Der auf nur 550 Teilnehmer limitierte Bergmarathon startet in den antiken Ruinen des Dion, findet seinen Höhepunkt auf 2800 Meter, und endet schliesslich in Lithochoro. Grpßes Kino! www.olympus-marathon.com

INOV-8 ROCLITE Leicht und flexibel zu sein sind auch für Menschen bestrebenswerte Eigenschaften. Der neue nur 282 Gramm wiegende ROCLITE von INOV-8 ist zu dem schön verarbeitet und besticht durch eine schöne Farbkombi. Der Schnitt ist breit, die Sohle bewusst weich und der Grip für Bergenthusiastinen genau richtig. www.inov-8.com

PATAGONIA Nine Trails jacket Ein Hauch von Jacke! Die kann eigentlich nur schneller machen... Der Kragen ist innen leicht gefleecet und Achseln sowie die Front der Ärmel wurden mit elastischem Stoff gepimpt. Da ist rein garnichts falsch an dem Teil! www.patagonia.com


NEWS2/309 ThermiCare Sanitizer

„Nettes Tool“ wäre meine Umschreibung für dieses futuristisch wirkende Gerät. Es redet nicht, es kocht keine Kaffee, brennt keine DVDs und bezahlt keine Nachzahlungen ans NIKE - blacksbeautiful! Finanzamt. Es trocknet LaufschuKörperbetont rules, sagt sich Nike he per UV-Licht. Leise, und schnell. und erfreut die Männerwelt mit dem Bakterien verschwinden, Gerüche werden schlichten, schwarzen Dri-Fit Longsgedämmt. Das ist doch auch was! leeve für Frauen. www.thermic.com www.nikerunning.com

ARCTERYX... ODLO was Odlo

jede Saison aufs Neue schafft: die Klamotten passen! Ein Prost auf den Schnittmeister! Die Quantum Jacke für Herren hat gute Features für ein geregeltes Klima am Oberkörper. Die kurze Hose Davis ist die logische Kombination! www.odlo.com

...schickt ihr Klientel erstmals rennend auf den Trail. Das angesagte Multisport Label entdeckt das Milieu! Hoher Qualitätsanspruch ist die Devise und das merkt man, wenn man das Frauen Tanktop Escala Strap, in die Hände nimmt, sofort. Über das hohe Gewicht lässt sich streiten! Die 3/4 Tight Cito darf ins Freie, wenn der März ein Einsehen hat. www.arcteryx.com


Puma Complete Trailfox Die Optik dominiert! Das Füchschen hat viel Profil und ist was für Leute die auf schmalem Fuß unterwegs sind. Die Dämpfung ist recht straff. Probieren? Wieso nicht. www.puma.de

haglöfs kaza q pullover dank des Mini Ripstop Gewebes Performac1001 wird diese Jacke zum winddichten und kleinvolumigen Kleidungsstück für Läufer und Outdoorler. 130 Gramm entspricht zwei Energygels. www.haglofs.se

ANKE MOLKENTHIN ist die deutsche

Repräsentantin des Marathon des Sables, und DIE deutsche Wüstenläuferin schlechthin (TRAIL#4). Anke ermahnte uns bei der Wahrheit zu bleiben: Sie nahm am MDS 13mal teil und keine 14mal. Sorry!

Salomon Speedcross 2 Wie sagt man so schön – es braucht nicht viel um cool zu sein. Oder – die schönsten Dinge, sind die einfachsten. Der Speedcross ist ein Schuh für Bergläufer, für Trailrunner die maximalen Spass und Flexibilität wollen. Letzte Woche bin ich mit den Dingern eine 5 Kilometer Skipiste runtergedonnert und der Grip war sagenhaft! Über die minimalistische Dämpfung kann man streiten – Kilian Jornet gewann in diesen Schuhen den 166 Kilometer langen Ultra Trail Mont Blanc!

www.salomonsports.com


ICEBUG

Im Winter, bei Schnee und Eis gibt es keine bessere Wahl als ein Schuh von Icebug. Aber auch für braun-graues Gelände könnte ein Modell der Schweden eine gute Wahl sein. Der PYHTO BUGrip packt sich den Untergrund mit einer groben Gummi-Sohle und 16 Karbid-Spikes. Sein niedriges Profil vermittelt zwischen Boden und Läufer. Patentierte Einsätze dämpfen und entlasten Ferse und Vorfuß – Icebug nennen das Energiemanagement! Der Aufbau trocknet dank Mesh-Material schnell. Gripmaster? Kenn ich. Verrückter Kerl! Was kann man da vom Schuh erwarten? Dämpfung. Ja, ordentlich vorhanden. Stützfunktion und Grip – viel Grip, der bei Bedarf mit sechs Spikes ein Update bekommen kann. Wo er sich wohlfühlt? Extremstes Gelände, lange Touren und auf Schnee. www.icebug.com

MIZUNO Wave Ascend 4 Im Mega-Spektrum der Mizuno Laufschuhe versteckt sich mit dem Modell Wave Ascend 4 ein Allrounder. Der 325 Gramm leichte AllTerrain Schuh gefällt durch ein sanftes und sehr dynamisches Abrollen und einen sicheren Sitz. www.mizuno.com


Rono Mesh Cap Nicht bei Jedem sieht das toll aus! Bei Hitze wird jedoch allen klar: die sitzt gut und dank Meshstoff und Frotee läuft die Soße nicht in die Glupscher. www.rono-innovations.de

NUTRAXX Energybar Auf Grundlage von Haferflocken und einem hohen Anteil an Mineralstoffen, Aminosäuren und Vitaminen ist der Energybar in 4 Geschmacksrichtungen ein Lieferant für lange Läufe. www.nutraxx.com

Nike Fit . Jacke und Tight Fit Dry und Fit Clima sind beides maßgebliche Microfaser Technologien die in Nikes Running Klamotten der Serie NIKE FIT verwendet werden. Fit Dry kommt bei Textilien zum Einsatz die direkt mit der Haut Kontakt haben (Hose), Fit Clima gilt als wasser - und windabweisend und wird, wie hier, bei der Jacke verarbeitet. www.nike.com

Columbia Hightail 2 Full Zip Seinen Frieden mit

fast jedem Wetter kann man mit der neuen Hightail Jacke von Columbia Jacke machen. Wasserfest aussen, ein lauschigflauschiges Plätzchen innen. So solls sein. www.columbia.com


ASICS Gel Moriko GT-X Der wetterfeste Trailschuh Gel Moriko mit Gore Tex Schutz ist ein robuster Vielseiter mit leichter Pronationsstütze und solider Dämpfung für Vor- und Rückfuß. www.asics.de

SILVER SURFER! Es sind ja nur Socken. In der Evolutionskette der Laufkleidung eben ganz unten. Aber – sehr, sehr wichtig. X-ACTION bieten in ihrer Serie S.E.P. auch einen interessanten Running Socken. Der angenehme Stoff aus Baumwolle und Polyester ist weich und die nahtfreie, ergonomische Verarbeitung lässt kein Zwicken und Reiben zu. Durch die Verwendung von Silberionen wird lästiger Schweissgeruch gebunden. Gut für alle Beteiligten. www.x-action.at

SPONSER ACTIVATOR Geschmacklich

eine Mischung aus Red Bull und Hustensaft soll der Activator von Sponser den Sportler mit Hilfe von Koffein und Taurin für seinen Wettkampf wecken – der Espresso unter der Ausdauersport-Nahrung. www.sponser-europe.com


VER LOS UNG

TRAIL MAG verlost im ZUGE des FISHERMaN´s STRONgMaN run (29.3.2009 in WEEZE) EINEn BROOKS CASADIA KENNWORT IST „FISCHERSCHUH“. BIS zum 12 März an: info@trail-magazin.de

ARCTERYX CELERIS JACKET/ PATAGONIA Nine Trail´s Shorts Wir mixen hier die „In-Marken“ Arcteryx und Patagonia“ ohne mit der Wimper zu zucken. Die Arcteryx Jacke Celeris wiegt 113,8 Gramm und trägt sich wie der Atem Petrus. Patagonias Short im Farbton Cranberry ist locker geschnitten und multisportlich zu tragen. www.arcteryx.com, www.patagonia.com

VITARGO + Electrolyte

Wer seine Leistung bei sehr langen Belastungen stabilisieren möchte braucht eine regelmäßige und anhaltende Versorgung. Vitargos patentierte Kohlenhydrate sind seeeehhhhr langkettig und in diesem Pulver mit Mineralien angereichert. Für während und nach dem Sport einfachen Zuckergetränken vorzuziehen. www.myvitargo.de


Asics Dionysus 1/2 ZIP TOP Wie krieg ich jetzt den Bogen bitte? Der Gott der Trauben und der Ekstase als Lauftrikot. Schlussfolgernd sollte man sich dieses schicke Trikot mit langem Frontreissverschluss einfach überziehen und bis zum persönlichen Höhepunkt laufen, laufen, laufen. www.asics.de

Squeezy Mineral Stick Irgendwie haben die von Squeezy 20 Mineralien und Spurenelemente in den Stick reingepackt. Da wurde offensichtlich platzsparend gepackt! Wenn Wasser und Isogetränk nicht mehr so recht ausreichen, ist so ein Stick eine wahre Hilfe. Bei Etappenläufen hatte ich jedenfalls immer 2-3 davon in der Tasche. Krämpfe blieben mir erspart! Die Grundlage des Gemischs sind übrigens rein natürlichen Ursprungs. www.squeezy.de

TAO

Stil wahren, Knie bedecken. Die Zentourion Knicker Tights von TAO lassen Staub und Schlamm an die Waden (fein!) und schützen die Knie. Die Basic Jacke der gleichen Designserie nennt sich Protectorlayer in der TAO Sprache. www.tao.info


CEP

Kompression! Kompression und Sportbekleidung, das war in den beiden vergangenen Jahren vielleicht das Thema schlechthin. Es fing mit kniehohen Socken an und endet wo? Die Firma CEP entwickeln mit dem fundiertesten Background in Sachen Kompression – eine fast 50 jährige medizinische Erfahrung soll nun allen Sportlern zu mehr Leistung verhelfen. Durch einen gleichmäßigen, arteriellen Gegendruck auf aktive Muskulatur wird die Sauerstoffversorgung verbessert, die Regeneration gefördert und schnellere Ermüdung verhindert. www.cep-sports.com

Vaude Men´s Phase Jacket

Windproof 80 solls richten. Soll für ein angenehmes Körperklima, für schnelle Trocknung und Tragekomfort sorgen. Der Schnitt ist schlicht und schwarz ist sowieso das neue bunt. Eine auffällig unauffällige Laufjacke vom Outdoor Spezialist Vaude der eine nette Kollektion für Wald und Wiesen Renner anbietet. www.vaude.de

Nike Air Pegasus 25 GTX Jubiläum. Vor 25 Jahren kam der erste Air Pegasus auf den Markt. Der Schuh wurde Kult und die erste moderate Dämpfung machte amerikanischen Läuferinnen und Läufern das Betontreten angenehmer. Diesmal war es der Designerjob der beeindruckt – die aktuelle Off-Road Version der Legende sieht dem Original verdammt ähnlich. Retro mit neuer Technik eben. Das Gore Tex Gewebe macht das Schmuckstück wasserfest. www.nikeplus.de


Akos Konya k채mpft sich einsam durchs Death Valley.


Trail-Running Fotokunst LUIS ESCOBAR Luis ist ein Gl체cksfall. Wenn ein aktiver und erfolgreicher Trail-Runner und Ultral채ufer zugleich professioneller Fotograf ist entstehen zwangsl채ufig atemberaubend-authentische Lichtbilder. Wir zeigen seine Highlights und sprachen mit dem Liebhaber der 100 Meilen Distanz.

luis GETS THE BLUES


Krissy Moehl im Dschungel von Hawai.


Luis fetzt über den Trail. 2000 gewann er so den HURT 100 Ultra.

Hallo Luis, wo lebst du und wie sieht dein Leben aus? Ich lebe zusammen mit meiner Frau Beverly in Santa Maria. Das ist an der California Central Coast zwischen San Fransisco und Los Angeles. Wir sind umgeben von viel freiem Raum, kleinen Bergen, Farmen, Weinbaugebieten und Eichenbäumen. Unser Leben ist einfach und gut. Wir haben ein kleines Fotostudio von dem wir leben. Wir lieben beide gleichermaßen Trailrunnig, Hiking, Outdoor Sport und das Abenteuer. Wir haben drei Kinder, zwei sind bereits erwachsen und unsere Tochter ist 16 und auf der High School. Was ist denn der Unterschied zwischen einem Trailrunner der Fotograf ist und einem Trailrun-Fotografen?

Ich bin mein ganzes Leben lang schon professioneller Fotograf. Das ist das einzige was ich kann. Unser Studio ist so ein typisches Kleinstadtstudio für Hochzeiten, Schulaufführungen und so was. Aber mein Hobby war immer das Laufen und vor allem Trailrunning. Vor fünf Jahren hab ich dann begonnen beides zu verbinden. Gibt es einen Athleten den du mehr liebst zu fotografieren als andere? Scott Jurek. Scott gibt sich seinem Sport voll und ganz hin. Er läuft immer hart, ist immer vorne und er liebt es fotografiert zu werden. Er weiss um die Wirkung eines guten Fotos und ist bereit dafür zu teilen. Sein ganzes Leben dreht sich um Fitness, Training, Wettkampf und Lehre. Um ihn herum ist eine Spannung und ich


bin gerne ein Teil dieser Stimmung. Was war dein größter Lauferfolg? Ich bin nun 46 Jahre alt und stets verletzungsfrei. Ich laufe und nehme seit 20 Jahren an Wettkämpfen teil. Durch den Laufsport war ich im ganzen Land unterwegs - Colorado Rockies, Western Sierras, Northern Washington, der Jungel von Hawai, Death Valley und Mexiko. Meine Top 10 Platzierungen beim HURT 100 in Honolulu und beim Badwater 135 Meilen Lauf durchs Death Valley, bleiben mir unvergessen. In unter 24 Stunden finishte ich den Western States 100 Meiler - da bin stolz drauf! Hilft Laufen im normalen Leben? Ja, klar. Es hat mir gezeigt, dass alles möglich ist. Es hat mich in allen Lebensbereichen bereichert. Was erwartest du von Obama? Bei jedem Machtwechsel in Amerika herrscht große Euphorie. Das war hier schon immer so. Mal sehen. Er ist jung und motiviert. Welche Distanz liebst du am meisten? Die 100 Meilen sind mein Favorit. Die Vorbereitung alleine ist eine Herausforderung. 25 Hundertmeiler hab ich hinter mir. Jeder davon war eigenwillig und ganz speziell. Ich weiss, dass ich bei all meiner Erfahrung immer noch dazu lernen muss. Wie kamst du denn ins legendäre Montrail-Team? Montrail und ihre Schwesterfirma Mountain Hardwear haben mir sehr geholfen. Sie sind an der Wurzel des Themas Trail - und Ultralauf und förderten schon viel interessante Individuen. Montrail weiss wie wichtig die Unterstützung ei-

ner Szene ist. Nach meinem Sieg beim HURT 100 im Jahr 2000 haben sie mich gefragt, ob ich ins Team möchte. Ich war sehr stolz. Gibt´s einen Ultralauf - Boom in den USA? Ja unbedingt. Das Ding ist unheimlich gross geworden in den letzten paar Jahren. Manche sagen es wächst zu schnell! Viele Events sind nur Minuten nach Eröffnung der Online-Registration ausgebucht. Viele "Neue" kommen aus der Strassenmarathon Szene, sind tolle Athleten, haben aber den Spirit nicht so ganz verinnerlicht. Das ist manchmal schade. Der Sport ist gesund, und der Boom kann nur gut sein. Dein grosser Traum? Für immer und ewig laufen. Du hast den einzigartigen Cooper Canyon Ultra fotografiert und die Tarahumara Läufer kennengelernt. Erzähl uns doch davon. Im Cooper Canyon mit den Tarahumaras zu laufen war eines der besten Erfahrungen in meinem Leben. Fotografisch und sportlich. Ich habe am Lauf teilgenommen und zusätzlich fotografiert! Ich hatte die Fotoausrüstung im Rucksack und bin damit durch die Berge. Es wird demnächst ein Buch darüber geben. Die Autoren sind Scott Jurek, Christopher McDougall, Jenn Shelton und Barefoot McDonald. Insgesamt waren wir 11 Tage in Cooper Canyon um zu rennen und mit den Tarahumara Läufern zusammen zu sein. Sie sind sehr schüchtern und unsicher gegenüber Besuchern. Nach einigen Tagen haben wir aber ihr Zutrauen und Respekt gewonnen. Wirklich unwirklich. Alles über LUIS unter: www.allwedoisrun.com


Dieser Tarahumara L채ufer gewann den Cooper Canyon Ultra. - vor Scott Jurek!


Suzanna Bon und die Leiden w채hrend einer Pause.


Scott Jurek am hรถchsten Punkt des Western States 100.


Hรถhenmeter-Machen beim Hardrock.


Brian Morrison im Ziel des Western States. Scott Jurek hilft.


Scott Jurek sch端tzt sich beim Badwater.

Das hier ist nicht in Monis Nagelstudio.


Perlenkette beim Western States.


MRS. FOTOS VON TR AIL RUNNER Magazin

FISH Sie ist hübsch, intelligent und wichtig für die Trail-Running Szene in Amerika. Elinor Fish arbeitet als Redakteurin beim US-Magazin TRAIL RUNNER und kultiviert dort den Sport auf Ihre eigene Art und Weise mit schönen Geschichten.


Elinor weiss genau was Trail Running ist. Dar체ber macht sie sich hauptberuflich t채glich viele Gedanken.


„Trail Running hat sich zu einer professionell organisierten Sportart entwickelt.“

Hallo Elinor, hast du heute schon deinen Traillauf gehabt? Ich war heute schon draussen zum laufen, aber auf der Strasse anstatt auf Trails. Zu dieser Jahreszeit sind die Trails in Colorado mit Schnee bedeckt. Man kann nur mit Schnee-Schuhen ins Gelände. Du bist "Managing Editor" des amerikanischen TRAIL RUNNER Magazins. Was bedeutet das denn genau? In erster Linie helfe ich bei der Auswahl der Geschichten die ins Heft reinkommen. Ich verfasse und schreibe Artikel - alles von Reisen, Abenteuer Reportagen über Rennberichte. Ich lese und korrigiere jedes Wort das veröffentlicht wird und arbeite eng mit den Fotografen zusammen um die besten und inspirierensten Fotos zu finden. Sind also alle Redaktionsmitglieder voll im Thema Outdoor und Trail Running drin? Unsere Redaktion ist klein. Drei Leute insgesamt. Aber alle sind Läufer. Statt einem Meeting im Büro, schnüren wir oft einfach unsere Schuhe und diskutieren beim laufen über neue Ideen, Artikel und Storys. Eine gute Art kreativ zu sein.


Wie sieht dein perfekter Traillauf aus? Ich selbst bin in der glücklichen Situation in den Rocky Mountains zu leben - eine Berggegend mit schier endlosen Trails. Meine Lieblingstour beginnt unten in Lush Valleys auf einem sehr weichen, erdigen Trail der sich durch Aspen windet und sich bis in die alpine Zone zieht. Das bedeutet hier 3.000 Meter hoch. In dieser Höhe wird der Weg steinig und herausfordernder.Dünne Luft, schwierige Trails. Die tolle Aussicht da oben macht dann alles wieder wett. Bergrunter ist dann der Spass schlechthin. Schnell und geschmeidig und ich denke und fühle ich könnte für ewig so rennen. Diese Aussicht, funkelnde Seen und wilde Blumen. Herrlich. Wann hast du mit dem laufen begonnen und was war das schönste Abenteuer? Ich bin Wettkampfläuferin seit meinem 15ten Lebensjahr. Auf der High-School lief ich Cross-Country und Bahn. Nach meinem Abschluss entdeckte ich die längeren Distanzen. Ein Highlight war der Sieg meines ersten Ultramarathons. Es war der Lost Souls Ultra 50k in Lethbridge, Alberta in Kanada. Ich rannte zuvor noch nie 50 Kilometer und war mir gar nicht sicher diese Strecke überhaupt zu packen. Als ich dann die Ziellinie als Erste überquerte wurde ich sehr selbstbewusst und entdeckte auch das Trail Running für mich. Was glaubst du. Wie könnte sich Trail Running zukünftig als Sportart entwickeln? So weit ich das bisher sehen konnte, hat sich Trail Running von einem kleinen Ab-

leger des Strassenlaufs zu einem professionell organisierten Sport entwickelt. Die Anzahl der Trail Wettkämpfe in den USA und in Kanada vermehren sich jährlich sehr stark und die Teilnehmer der Stadtmarathons suchen eine intimere und persönlichere Atmosphäre bei Trailrennen. Gibt es Unterschiede zwischen den Rennen in den Staaten und Europa? Ein Unterschied ist wohl, dass die Europäer schweres Gelände aggressiver und schneller laufen. Sie nehmen Stöcke zur Hilfe was bei uns nicht üblich ist. Im allgemeinen sind die Läufe in Europa einfach schwieriger. Du warst also schonmal in Europa zum laufen? Ja. 2006 lief ich den Transalpine Run. Eine tolle Erfahrung war das. Gerne würde ich das wiederholen. Welches ist denn der schwierigste Lauf den du kennst? Vor einigen Jahren machte ich mal eine Story für TRAIL RUNNER in Chile. Ich rannte dort mit einer kleinen Gruppe um den Torres del paine National Park in den südlichen Anden. Die 10 Tages Tour, organisiert von Andes Adventures, brachte uns in echt spektakuleres Gebirge und über heftige Gletscher. Wir mussten unsere persönlichen Dinge selbst tragen und am Abend gab es bereits fertiges Essen und Rotwein. Sich so fortzubewegen ist ganz nach meinem Geschmack. Mein schönstes Laufabenteuer bis heute! Gibt es denn ein ganz bestimmtes Utensil


welches du beim laufen nicht mehr missen möchtest? Ich habe neulich begonnen mit LycraGamaschen zu laufen. Diese bringt man am und über den Knöcheln an und es wird verhindert, dass Schmutz und Sand in die Schuhe kommt. Bei langen Läufen ist das super. Da sie sehr leicht sind überhitzen meine Füsse nicht und ich bin geschützt. Ist Trail Running Teil eines ausgeglichenen und spirituellen Lebens? Laufen bringt mir sehr viel Balance und Spiritualität. Spirituell deshalb, weil mich das Laufen oft alleine in die Natur bringt. Auf dem Trail hab ich viel Zeit zum nachdenken, kann mich mit meinen Problemen beschäftigen. Mein Körper kann dort meinen Geist und das Universum finden wie sonst nirgendwo. Wer ist dein liebster Trailrunner / Trailrunnerin? Ich denke dass Krissy Moehl aus Seattle, Washington eine Aktivistin unseres Sports ist. Sie ist nicht nur eine erfolgreiche Läuferin die regelmässig Rennen gewinnt, sondern dazu noch eine Rennveranstalterin und Botschafterin für den Sport. Ich bin froh sie letztes Jahr während einer TRAIL RUNNER Reportage kennengelernt zu haben. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Vor einigen Jahren habe ich eine Person verloren die mir sehr nahe war. Seine Nähe spüre ich noch immer täglich. Obwohl er nicht mehr lebt, treiben mich die Erinnerungen an ihn ständig an und geben mir Kraft und Mut. Er verschrieb

sein ganzes Leben seinen Passionen und gab mir Zuspruch meine Leidenschaften Laufen und Schreiben anzutreiben. Er lebt dadurch weiter. Was war die verrückteste Geschichte die du für TRAIL RUNNER rescherschiert hast? An eine verrückte Story kann ich mich eigentlich nicht erinnern. Es gibt zwar eigenartige Typen beim Trail Running, aber im Grunde ist das keine kontroverse Szene hier. Welches sind deine Träume für 2009? Ich bin momentan im achten Monat schwanger. Das ist mein erstes Baby und zweifellos wird sich mein Leben ab März komplett ändern. Ich versuche eine gute Mutter zu sein und mein Kind in meinen aktiven Lebensstil einzubinden. Ich darf mich schon jetzt über den Babyjogger und einen tollen Ehemann freuen. Ich werde mit Sicherheit einen grossen Artikel über die Balance zwischen Mutterrolle und Sport schreiben. Was erwartest du selbst von Obama? Ich hoffe er inspiriert das amerikanische Volk mit Vertrauen. Momentan scheinen die Dinge düster und man mag kaum daran glauben, dass sich etwas verbessert. Wie jede Sportart braucht es einen Champion und dieses Land braucht einen Helden. Wenn es überhaupt einen gibt dann Obama. Elinor Fish ist 34 Jahre alt, hat einen Hund der Nanug heisst und lebt mit Ihrem Ehemann in der Nähe des Skiortes Aspen in Colorado.


Es hört sich so natürlich an. Wenn man Dawa Sherpa nach dem Grund weshalb er denn läuft fragt, geht es ihm um Natur, Dinge teilen und andere Länder sehen und verstehen. Der beliebteste Trail-Runner Frankreichs und der Schweiz wurde 1969 in der nepalesischen Region Solu Khumbu geboren. Die Gegend der Sherpa. Dawa wurde Hilfskoch, arbeitete später als Guide für Trekkingtouren, half vielen Leuten auf Höhen bis 6.500 Meter. 1994 begann seine Karriere als Läufer. Bei einem internationalen Etappenrennen, dem Ultramarathon de l´Himalaya gewann sein Bruder, schon damals ein sehr guter Bergläufer, Dawa selbst kam im Ziel nicht an. Er wurde krank und dennoch war dieses erste Rennen ein echter Erfolg. Unter den Teilnehmern war Annie. Sie lernten sich kennen, verliebten sich und heirateten.

Im darauffolgenden Jahr wurde Dawa Sherpa dritter dieses Laufs. Die Beziehung zu Annie war sein Weg nach Europa. Es folgten Jahre die ihn zwischen Frankreich und Nepal pendeln liessen. 1998 dann sein erster grosser Erfolg. Nach fast vier einhalb Stunden gewinnt Dawa den Grand Raid Interlac auf Korsika. Nach 28 Kilometer im Herzen der Insel auf schwerstem Terrain geht ein langer Wunsch in Erfüllung. Im Jahr 2003 erreicht er seinen vorzeitigen Höhepunkt. Dawa ist längst in Europa angekommen. Er lebt mit seiner Frau Annie in Genf, arbeitet für eine Baufirma und entwickelt für eine Outdoor Firma Trailschuhe und Funktionskleidung. Sein Pensum ist enorm. In dieser Saison läuft er fast 20 Ultras und gewinnt die Königin, den Ultra Trail Mont Blanc. Für die damals 153 Kilometer benötigt er 20 Stunden und 5 Minu-

ten. Nur 2 Wochen danach siegt er beim Euskal Endurance Run über 67 Kilometer in Rekordzeit. Er ist im Flow. In der darauffolgenden Woche belegt er Platz eins beim Le Ferion Ultra. Als Skilangläufer waren ihm grosse Siege nicht vergönnt. Für Nepal stand er bei Olympischen Winterspielen am Start. „Wenn man die Geschichte der Olympischen Spiele verfolgt ist das schon sehr faszinierend und emotional, aber heute haben sie Ihren Glanz verloren. Ein Ultratrail Lauf hat mindestens die gleichen grossen Emotionen für mich.“ www.dachhiridawasherpa.com

Vertrieb Schweiz Mountain Focus GmbH mountainfocus@mac.com +41 (0)81 828 92 83 Vertrieb Deutschland TrentVenture GmbH info@trentventure.de +49 (0)7551 831185


FOTOS VON DANIEL SIMON / TEXT DENIS WISCHNIEWSKI


moralische VERPFLICHTUNGEN Er mag die schmalen Wege und manchmal auch die unbequemen. Helmut Schiessl wurde Berglauf Weltmeister und blieb mit beiden Füßen auf dem Boden.


Helmut schiessl bereitet sich auf eine spannende saison 2009 vor. er wird f端r seinen neuen sponsor salomon die sk yrun serie laufen.


Das ganze Dorf war auf den Beinen. Der Helmut ist Weltmeister. Buchenberg bei Kempten hatte ein Gesicht bekommen. Als Helmut Schiessl von den Welttitelkämpfen im Berglauf der Langstrecke, aus den französischen Pyränen in seinen Heimatort zurückkam, wartete der Bürgermeister mit Traktor und Anhänger vor dem Elternhaus um dem Champ die Ehre zu erweisen. Er wurde bejubelt und es wurde gefeiert. Ein Weltmeister! Wir haben einen Weltmeister.

„Was läuft der denn immer durch die Gegend? Das soll mal einer verstehen...der könnte doch seinen Brüdern oder der Mutter helfen, der muss doch auch mal ein Geld verdienen, der Helmut.“ 2005 war das. Da lief es fast schon magisch für den Allgäuer, den Weltenbummler der Südamerika liebt und sagt, man muss die Welt sehen um sie zu verstehen. Er wurde überraschend Vize-Europameister am Großglockner. Der Bann war dann gebrochen, das Selbstvertrauen voll da! Auf einer Strecke von knapp 50 km mit bergauf und bergab Passagen versetzte er einen Slowenen und einen Australier souverän auf die Plätze und der deutsche Leichthletik Verband hatte seinen Weltmeister in eher perspektivlosen Zeiten für den deutschen Laufsport. Die Freude aneinander wollte jedoch nicht so richtig funktionieren. Schiessl war sauer! Als Profisportler muss Geld in die Kasse, zumindest die Unkosten sollten gedeckt sein. Der Verband zwang ihm das Pflichtprogramm auf - keine Antrittsgelder, Beteiligung an den Flugkosten und dann noch die Sache mit dem Handy. Alle 72 Stunden sollte der Allgäuer seinen momentanen Standort per SMS an den Verband

Er wurde bejubelt und es wurde gefeiert. Ein Weltmeister! Wir haben einen Weltmeister.


Helmut schiessl zu hause - da wo er sich wohl fühlt. religiös sei er, gläubig. der buddismus wäre eine schöne religion, aber er fühle sich als christ

durchgeben. Das Antidopingprogramm hatte die Sparte Naturlauf erreicht. „Das wäre an sich kein Ding gewesen den Aufenthaltsort durchzugeben, aber ich hatte damals schlicht und ergreifend kein Handy und extra eines dafür kaufen das sah ich nun nicht ein. Ich war damals Vollprofi und mein Ziel war vom Sport zu leben - es kamen aber mehr Kosten auf mich zu als mir lieb war.“ Das war das Ende der Ehe Schiessl und DLV. Keine Scheidung auf Raten, ein klarer Schnitt. Helmut lief weiter. Bei offenen Rennen, bei Skyraces und Volksläufen. Januar 2009 „Klar. Mensch. Der Helmut der soll doch jetzt nochmal richtig Gas geben. Ist doch okay, ich weiss wie das ist. Der will seine Freiheiten und muss flexibel sein.“ Dieter Limberger hat Verständnis für den Leistungssportler und seine Bedürfnisse. Er ist Helmuts Chef und Besitzer der Schreinerei Limberger. Klein, privat und übersichtlich. Schöne Holzmöbel von Hand gemacht - individuell. Das

passt zu Schiessl. Nur 30 Meter von zu Hause ist sein Arbeitsplatz. Eine Trainingseinheit vor der Arbeit, eine in der Mittagspause und Freitags ist auch mal früher Schluss. „Freitags da muss der los. In die Berge, in die Dolomiten oder bis ins Baskenland runter. Mit 34 hat er ja auch nicht mehr ewig Zeit. Er soll das machen solange es noch so gut geht.“ weiss Dieter Limberger der selbst das Abenteuer liebt und dessen Schwager, Helmuts freien Platz im Saukel-Haglöfs Team antreten wird. Buchenberg ist klein. Helmut ist ein Talent. Zum Laufsport kam er wie die Jungfrau zum Kinde. Von wollen kann erst mal gar nicht die Rede sein. Er musste. Viel zu tief ins Glas geschaut. Zu hoch die Promille. Zu uneinsichtig die Polizei. Der Lappen war weg und das Auto vorübergehend in der Garage. Zur damaligen Arbeitsstätte waren es aber gute 8 Kilometer. Die Ge-


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schichte nahm ihren Lauf.

der kellerraum im hause schiessl: viel sportgerät braucht helmut nicht zum grossen glück - laufschuhe, langlaufskier, ein bike und eine pamoramak arte der alpen...

Es entwickelte sich eine echte Leidenschaft und der erste Wettkampf war die logische Konsequenz. Nur ein Jahr später lief Schiessl seinen ersten Marathon und blieb sensationell unter der drei Stunden Marke. Ungewöhnlich auch Schiessls Erfolge bei Überdistanzrennen. Der ausgewiesene Spezialist für richtig steile Rampen gewann insgesamt dreimal den über 70 Kilometer langen Rennsteig Lauf, den schwäbische Alb Marathon und die Gesamtwertung des Europacups für Ultraläufe. Einzig die heute so beliebten Etappenläufe sind dem Naturliebhaber noch fremd. „So was wie der Transalpine hätte mich schon immer mal gereizt. Aber irgendwie lag es dann am Partner. Das muss ja schon alles zusammenpassen. Bei so einem Lauf über sieben Tage ist das Thema Regeneration sehr wichtig. Das ist interessant.“ Helmuts Versuche bei klassischen Marathons auf der Strasse waren stets sehr erfolgreich. Seine Bestzeit von 2 Stunden und 26 Minuten hätten vermutlich auf eine sehr, sehr gute Strassenkarriere hoffen lassen, aber weniger die Rennen selbst als viel mehr das damit verbundene Training treffen beim Zimmermann auf Abneigung. „Bahntraining, Tempoläufe und der ständige Blick auf die Uhr das wäre nichts für mich! Das Training soll abwechslungsreich sein. Ich bin in der Natur und orientiere mich daran. Ich gehe im Training auch an die Grenzen, kann um als Bergläufer erfolgreich zu sein, aber auch mal mit dem Bike trainieren. Mit dem Radl Bergintervalle zu fahren ist super effektiv und gibt Kraft fürs laufen.“ Helmut Schiessl gehts auch um die Moral. Es geht ihm um die Art und Weise wie man


etwas macht. Letztlich will er nicht alles dafür tun um vom Berglauf zu leben. Da hätte es mal das Angebot gegeben mit dem er sich nicht anfreunden konnte. Ein grosser Autotuner der deutsche Boliden, die eh schon viel zu schnell sind noch schneller macht, hätte ihn unterstützt. Schiessl wollte die drei Buchstaben nicht auf der Brust seines ärmellosen Trikots. So nah am Herz muss was stehen womit man sich identifizieren kann schnelle Autos gehören dazu nicht. Der Bergläufer mit internationalem Ansehen liebt vor allem die sogenannten Sky-Races. Das sind Läufe mit über 2.000 Höhenmeter bis zu 50 Kilometer lang. Nach einem langen und meist sehr steilen Aufstieg geht es genauso knackig bergab. Schiessl muss zu Anfang der starken Konkurrenz Meter abnehmen. Bergab ist er zwar schnell, und schneller als früher, aber es gibt welche die auf diesem Terrain noch schneller sind. „Man muss bergab kleine Schritte machen, muss darauf achten, dass man sein Gewicht möglichst ökonomisch nach unten bekommt.“ Es sind die Italiener, Franzosen und Spanier die den Downhill regelrecht runterfliegen. Helmut ist beeindruckt von den Laufkünsten eines Kilian Jornets, dem er bergab nur hinterher gucken kann. Schiessl ist ein Teil dieses internationalen

Von Montag bis Freitag bin ich gerne langsam. Sonntags muss man schnell sein.


Sein Schlüssel zum Erfolg liegt wohl in seiner Begabung auf seinen Körper zu hören und zu erkennen wenn der mal genug hat.

Skyrun Zirkus, der vor allem in Spanien sehr beliebt ist. „Im Baskenland stehen einige tausend Leute an der Strecke. Die sind total euphorisch dort, klemmen sich in den Fels rein und bejubeln die Läufer wie bei einer Alpenetappe der Tour de France. Da gibt es Gegenden da werde ich auf der Strasse tatsächlich erkannt.“

Nach über zehn Jahren Berglauf könnte für den 34 jährigen nochmals eine neue Ära beginnen. Für drei Jahre hat er sich mit Salomon geeinigt. Berglauf und Trail Running sind für den französischen Sportausrüster und Laufschuhhersteller ein Kernmarkt. Was im Mutterland der Firma schon als erwachsene Sportart gelten darf muss in Deutschland noch etwas angeschoben werden. „Ich freu mich. Ich kann von dieser Zusammenarbeit nur profitieren. Salomon ist ja weltweit ein Ding. Wer weiss wo mich das überall hinbringt. Es ist schon spannend was sich über das Thema Trail-Running alles bewegt.“ Bei Salomon trifft er auf starke Kollegen. Bonaudot , Augusti Roc oder Mont Blanc Sieger Jornet teilen dort zukünftig mit dem Deutschen ihre Erfahrung.

Des Zimmermanns Ehre müsste angegriffen sein. Schön hat er sich das Dachgeschoss im Elterhaus ausgebaut. Und dann da diese Leitertreppe hoch in den Dachstock. OBI, 119 Euro. „Herr je, für das Geld lohnt sich das doch nicht selbst zu machen. Wenn ich Zeit habe mach ich da mal eine eigene hin.“ Helmut ist ein offener und geselliger Mensch. Seine Türe steht immer für andere Bergläufer offen. Jonathan Wyatt, die Lauflegende aus Neuseeland, oder der Mexikaner Ricardo Meija waren schon zu Gast im Allgäu. Sein Schlüssel zum Erfolg liegt wohl in seiner Begabung auf seinen Körper zu hören und zu erkennen wenn der mal genug hat. „Mit meinem körperlich Job kann ich nicht immer hart trainieren. Ich muss mir Ruhe gönnen. Die Zeit zum erholen fehlt einfach.“ Fans hat Schiessl viele. Im Allgäu lieben sie seine ehrliche Art. Einen Trainer hat er übrigens keinen. Er kam damit bis zum Weltmeister Titel. Wer kann das schon von sich behaupten?


BANDERA 100 K . TEXAS IM JANUAR FOTOS RICK KENT . TEXT JOHN REYNOLDS

BACK TO TEXAS! Bush ist zur端ck in Texas. Kennt der alte Patriot eigentlich das St端ck Land auf dem er lebt? Die Finisher des 100 k Traillaufs haben die Umgebung jedenfalls in guter Erinnerung. Der drittplatzierte John Reynolds berichtet von einem typisch amerikanischen Trail Sonntag.


Für uns alle völlig okay. Zumindest im Hinblick auf den morgigen Tag. 100 Kilometer durch Texas!

Bandera, Texas. 100 Kilometer am 10 Januar 2009. Als wir am Freitag Nachmittag unser Zelt aufschlugen war mir schon klar, dass dieser Bandera Traillauf anders ist als die Jahre zuvor. Mehr Camper bevölkerten den Parkplatz bei Start und Ziel und es war ungewöhnlich kalt. Die meisten hatten wohl vergessen wie kalt der Januar hier sein kann - über all kurze Shorts und kurze Shirts. Dieser Abend vor dem Rennen war schön und klar, die Stimmung gut. Man merkte genau, dass das jeder aufsaugte und genoß. Alles war perfekt und die ganze Truppe im Zelt vereinigt: Meine Frau Crystal, unsere Freunde Laurie und Matt, meine Mannschaft mit Brad Quinn, Josue Stephens ,Daltons Wilson. Kameradschaft ist bei diesem Lauf ein großes Wort und Rennchef Joe schafft es jedes Jahr aufs neue das so richtig zu zelebrieren. Joe Prusaitis und sein Assistent Henry Hobbs erklärten routiniert den Streckenplan. „Es wird geringfügige Abweichungen im Kurs geben. Nichts besonderes!“ mit diesen Worten begrüßte uns Joe auf der Pastaparty. In Wirklichkeit hatte sich ein Pferd auf dem Kurs beide Beine gebrochen, wurde eingeschläfert und musste schnell abtransportiert werden um in der Nacht keine Berglöwen und Coyoten anzulocken. Diese unschönen Details wollte uns Joe vermutlich einfach ersparen und entschied sich für die trockene und direkte Ansage „es wird halt umgeleitet!“ Das Essen war gewöhnlich, aber mit dem gewünschten Effekt. Spaghetti mit Fleischsoße und Salat.

Bandera ist ein 25, 50 und 100 Kilometer Trailrennen in Hill Country SNA. Die Basis aller Distanzen ist eine 50 Kilometer Runde, wobei die 25 Kilometer eine etwas modifizierte, kürzere Alternative für Einsteiger darstellt. Bandera macht mir Spass! Es ist eine echter Wettkampf. Technisch, kurze und steile Aufstiege, Felsen über Felsen. Die Leute haben ihre Gründe hier her zukommen: supernette Leute und fiese Texas Hügeltrails. Um neun Uhr schlief ich ein. Um zwei in der früh rüttelte mich der Wind wach und es war vorbei mit der Ruhe. Egal, mit dem Schlaf komm ich aus. Ich las ein wenig und merkte wie langsam, aber stetig steigend die Vorfreude auf das Rennen in mir aufkam. Und dann wars 5.30 Uhr. Und wie kalt es draußen war. Ich denke es waren Temperaturen um den Gefrierpunkt. Rennklamotten an, warm einpacken, den Körper warmhalten. Konkurrenzbeobachtung. Die Ruhe vor dem Sturm. Ein ganz starkes Feld in diesem Jahr. Josue Stephens, Steven Moore, Glenn Mackie, Jamie Cleveland, Peter Vrolijk, Scott Eppelmann. Bei den Frauen sah es nicht anders aus. Melanie Fryar, Melissa Heggen, Bridget DeLarosa waren alle heiss auf den Sieg. Es würde ein interessanter Tag. Der Kurs bestand im Grunde aus sechs verschiedenen Abschnitten. Anstiege, Downhills, breite Trails die durch loses Geröll ihren Schwierigkeitsgrad nach oben addieren, und Teile die man eigentlich kaum laufend zurücklegen kann.

Josue katapultierte sich vom Startschuss weg an die Spitze - wie eine Kanone und einige von uns in Einerreihe im Nacken. Ich liess ihn mit bestem Gewissen ziehen. Seine Tak-

tik ist bekannt - möglichst viel Zeit gewinnen, so früh wie nur möglich. Ich lief mein Tempo und würdigte meinen Garmin keines Blickes. Nach gut 10 Meilen war mir kalt! Ich fühlte mich schlecht und irgendwie waren alle Knochen und Muskeln steif. Meine Gedanken drehten sich plötzlich ums „irgendwie und überhaupt in Ziel kommen“. Ich versuchte mir etwas die Last von den Schultern zu nehmen und schaffte mir ein neues Motto - Spaß haben. Einfach nur Spaß haben. Stephen, Glenn, Scott, Peter und ich wechselten uns in der Führung per Bocksprünge ab. Wir waren immer dicht beisammen. Nach der ersten Verpflegungsstation lief ich aber wieder alleine. Ich war es aber nicht. Wildschweine. ich hörte sie sehr deutlich. Sie ignorierten mich. Gefährlich ist das ja nur, wenn die Kleinen dabei sind. Jamie überholte mich und ich konnte Josue Stephens überholen, denn er hatte Probleme mit seinem Knöchel. es war so um Meile 26 und ich fühlte mich guuut. Es lief wieder! Ich erklimm einen der drei Berge des Bandera Trails, den Lucky Peak. Einmal steil rauf und genauso wieder runter. Ich freute mich die erste Runde hinter mir zu haben. Am Start/ Ziel Häuschen wartete bereits mein Tempomacher, Pete Mehok und wir nahmen Runde Nummer zwei in Angriff. Pete ist ein schneller und erfahrener Läufer und ich war mir sicher zusammen ein konstantes Tempo zu laufen. Ich schnappte mir noch Erdnussbutter Brote und guten Rat und weg waren wir.

Pete erzählte mir, dass er und ein paar andere vorher das tote Pferd vom Kurs schleifen mussten. Die 15 Meter bis zur Klippe wären anstrengender gewesen als für mich das Tempo zu laufen. Langsam begann sich alles für mich zu lockern. Ich kam in mein-


â&#x20AC;&#x17E;Here I go!â&#x20AC;&#x153; - in Texas scheint die Hemmschwelle tief zu liegen. Man meldet sich an und macht da mit. Das Ergebnis sind unterschiedlichste Teilnehmer und eine gute Stimmung.


en Flow, die Beine waren gut und mein Kopf begriff - das ist ein guter Tag und ein gutes Rennen für mich. Pete war da, alles super! Er redete, er erzählte und lenkte mich damit so geschickt von meinen Schmerzen ab. Immer genau so, dass ich trotzdem konzentriert bleiben konnte. Auf der anderen Seite von Sky Island tritt man in eine andere Welt ein! Es eröffnet sich eine wunderschöne Sandlandschaft, ähnlich einer Wüste. Es wachsen Kakteen und der Trail ist nicht zu übersehen. Der Wind dort war kalt und schneidend.

zurück. An einem Anstieg konnte ich wieder Peter sehen, den ich vormals überholte und dann wieder zurückfiel. Ihn wieder zu sehen gab mir Kraft. Auf dem Downhill könnte ich Zeit gut machen. Nochmal Red Bull, nochmal ein Sandwich. Laut Crystal muss Steven lediglich eine Minute vor mir gewesen sein. Peter und Scott lagen wieder hinter mir. Pete war nun angestachelt. Diese Situation motivierte auch ihn. Wir wollten Steven jetzt kriegen.

Nochmal drei flachen Meilen. Mit hohem Tempo sollten wir es schaffen. Denn

Oben am Gipfel wechselte ich ins gehen, nahm Elektrolyte zu mir und verschlang den letzten Teil eines Energieriegels. Mein Plan war auf dem letzten Teilstück nur noch Gel zu mir zu nehmen und die Verpflegung weitest gehenst auszulassen um keine Zeit mehr zu verlieren. Um die Höhenmeter des Lucky Peak wegzustecken und sich zu erholen dauerte es nun viel länger als noch in der ersten Runde. Ich gab alles.

Es war am Aufstieg zum Ice Cream Hill und ich war immer knapp am Rande eines Bauchkrampfes. Ich musste enorm viel Salz verloren haben. Bei der Kälte realisiert man das leider nicht so sehr. Ich versuchte nun pro Stunde vier Salztabletten zu nehmen.

danach ging es nochmals zum Lucky Peak hoch. Ich lief am Limit und immer knapp an der Grenze zum Wadenkrampf. Ins Ziel war

Statt Country Sound hämmerte Heavy Metal aus den Boxen der letzten Stationshütte. Ich verlor

Country Musik - ein gutes Zeichen! Es musste die Verpflegungsstation Nachos sein. Gott sei Dank! Pete zwang mich eine Banane zu essen. Wir waren schnell wieder auf der Strecke. Dieser niemanls endend wollende, flache Abschnitt zog sich bis in die Ewigkeit. Aber wir waren schnell. Wir überholten Peter Vroljik und später Scott Epelmann. Pete meinte ich sollte mich am besten an Peters Fersen hängen. Sein Tempo wäre hoch genug und gleichmäßig. Wir kamen an die nächste Station. Dort hatte ich meine Tasche deponiert, dort wartete meine Frau, weil sie dort mithalf, und für mich was das was ganz besonderes. Ein Red Bull, ein Truthahn Sandwich und weg war ich. Als ich mit dem Hahn im Mund so aus der Hütte lief rief mir Crystal hinterher „hey John, übrigens - Steven ist gerade mal drei Minuten vor dir!“ Das war eine Motivationsspritze. Steven ist ein guter Freund. Ich wollte ihn unbedingt einfangen. Three Sisters, die nächste Sektion bringt die Läufer in einem Bogen raus in einen Canyon und wieder

es nicht mehr so weit. Eine Station noch. Es war nun eine rein psychische Angelegenheit. Eine moralische Verpflichtung.


keine Sekunde, redete mit meiner Frau und bekam die Information, dass Steven 2-3 Minuten vor mir lag. Ich konnte mein Vorhaben also nicht in die Tat umsetzen. Ich kämpfte, ich war stark und wollte nur noch schnell sein. Mein Verstand sprach zu mir „nicht überziehen, sonst ist der Tank zwei Meilen vor dem Zielstrich vielleicht ganz leer!“ Petes Schluck Tequila beim letzten Stopp zeigte Wirkung. Er war auf dem letzten ebenen Stück ständig 30 Meter vor mir. Das war gut so. Ich wurde von ihm mitgezogen. Meine Finishs sind immer hart und diesmal sollte es keine Ausnahme sein.Doch ich hatte viel Energie verloren. Ich konnte das Ziel sehen! Pete feuerte mich an „Gib Gas, spür die Geschwindigkeit, komm schon Mann!“ Ich lief in 10 Stunden und 36 Minuten übers Ziel. Ich war damit dritter in der Gesamtwertung und nur 2 Minuten hinter meinem Kumpel Steven. Das war mein bestes Rennen bislang.

Ich wa r so glück lich . w w w.te ja str a i l s .com


UNSER JAHR!

2009 Sie kÜnnten unterschiedlicher nicht sein. Ihre Ziele sind aber irgendwie ähnlich - die Saison 2009 soll der Knaller werden! Wir haben 6 illustren Laufsportlern die gleichen Fragen gestellt ...


jonathan wyatt Was ist die beste Erinnerung, die du aus 2008 mitnimmst? Die letzten beiden Kilometer der World Trophy in Crans Montana - ich musste richtig tief graben und fest an mich glauben um zu siegen. Ich war da an vierter Stelle.

Was wird 2009 anders? Ein Jahr älter und hoffentlich gescheiter. Ich versuche jedes Jahr, durch neue Rennen, anders zu gestalten. 2009 würde ich gerne längere Wettkämpfe bestreiten. Der Fokus liegt daher auf Bergmarathons. Was wirst du dabei verändern? Ich werde bei weniger Rennen am Start sein um bei diesen perfekt vorbereitet zu sein. Gibt es Rekorde die du brechen möchtest? Nein. Ich will einfach gut sein, Wenn dabei ein Rekord rausspringt freu ich mich natürlich.

Was ist das nächste aus läuferischer Sicht? ich möchte einfach die Berge genießen und Trails laufen. Da werdet ihr mich finden. Dein grösster Traum? Dass mein Mädel mich heiraten will.


sabrina mockenhaupt

Was wird 2009 anders sein? 

 Nicht viel.. Ich werde mich weiterhin darauf konzentrieren  meine Leistungen zu verbessern und eine tolle WM zu laufen. Was nimmst du Dir vor für 2009? 
  Viele persönliche Bestzeiten und den Deutschen Rekord über 10.000m.

 Welche beste Erinnerung aus 2008 nimmst du mit ins neue Jahr? 

 Der Sieg beim Frankfurt Marathon war schon ein einmaliges Erlebnis. Aber auch die Olympischen Spiele haben mich sehr beeindruckt und ich bin froh, dass ich dabei sein konnte.
 Was wird Dein nächstes Highlight? Ich freue mich nun auf die ersten Wettkämpfe, denn ich habe seit dem Frankfurt Marathon keinen mehr gemacht. Das erste Highlight wird sicherlich der Berliner Halbmarathon sein. Hier möchte

ich meine Bestzeit von 1:08:51 angehen.
 Dein grösster Traum? 
 Mit Mama und Papa einen Marathon laufen. 
----Könntest du dir mal vorstellen Trailrennen zu bestreiten, wie der Transalpine Run oder ein Lauf durch die Wüste? Nein das ist nichts für mich. Mir reicht es ein Cross Rennen zu bestreiten. Was ist Dein Geheimtipp zur Regeneration zwischen harten Trainigseinheiten? Viel schlafen und eine ausgewogene Ernährung. Wie siehst du als Crossläuferin die Zukunft dieses Sports? National ist es sicherlich schwierig. Aber International hat der Cross Lauf ja einen hohen Stellenwert. Ich persönlich laufe Cross sehr gerne denn es gibt mir die nötige Kraft für die kommenden Saison. Daher werde ich auch in diesem Jahr die Deutschen Cross Laufmeisterschaften bestreiten.


karl meltzer

Was wird 2009 anders? Dieses Jahr werde ich zu den geplanten 100 Meilen Rennen auch einige kürzere Distanzen in Angriff nehmen. Ich werde an meiner Stärke festhalten und schwere Bergrennen bestreiten auf schwierigen Terrain.Es unterscheidet sich nicht so sehr von den Vorjahren. Ich muss etwas weniger reisen um meine Dollars zusammenzuhalten. In diesem Jahr wird man mich allerdings wieder bei Wasatch 100 und Hardrock 100 sehen. Die letzten Jahre war ich dort leider nicht am Start. Heimatboden ist gut! Was wirst du 2009 ändern? Am Training nichts. Ich laufe, weil ich es mehr liebe als alles andere. Also ist es keine gute Idee etwas zu ändern. Musst du einen neuen Rekord aufstellen? Ich fühle nicht, dass ich Rekorde aufstellen MUSS. Das passiert an speziellen Tagen. In diesem Sport Rekorde zu brechen bedeutet nicht viel, ausser dass man von den Kollegen die Hand geschüttelt bekommt und eine Trophäe für die Wand erhält auf die ich glotzen kann wenn ich mal 80 bin. Was ist denn die beste Erinnerung aus dem letzten Jahr? Den AT (Appalachian Trail, 2147 Meilen in 54 Tagen) ohne Karotte vor der Nase zu finishen. Es war schon hart diese Mission zu beenden, nachdem klar war, dass es nur noch um Ehre geht und der Rekord nicht zu brechen war. Was ist das nächste „Ding“ läuferisch? Ich versuch meine Siegesliste von mittlerweile 23 Siegen auf der 100 Meilen Distanz zu erweitern. Dein grosser Traum? Danach such ich noch. Bisher hat mich noch kein Rennen derart überwältigt um es ein Traumrennen zu nennen. Ich bin gespannt wie ich am 14 März beim Cool 50k Run abschneide. Das Rennen ist sehr schnell und eigentlich nicht wirklich meine Sache.


joey kelly Was wir 2009 anders sein? Neue Ziele , neue Herausforderungen, keine Verletzungen

aus 2008 mit nimmst? Der 250 km Ultra- Marathon in der Atacama Wüste in Chile

was nimmst du Dir ganz besonders vor?  Die Teilnahme an der Libyan Challenge (190 km Wüstenlauf) wird eines meiner nächsten Ziele sein

Was steht lauftechnisch als Nächstes bei Dir an? Wie schon erwähnt Libyan ( 190 Km Wüstenlauf ), 100 km Wettkampf Mensch gegen Pferd,100 km Deutsche Meisterschaft

Gibt es Rekorde die du brechen möchtest? Ich würde gerne meine Bestzeit auf 100km verbessern Welches ist die beste Erinnerung die du

Ein grosser Traum? Race Across America, als Einzelwettkämpfer


armin hohenadler Was wird 2009 anders sein? Leider kein Start beim MdS, da auf Grund der wirtschaftlichen Situation kaum Sponsoren bereit waren, mich bei diesen Rennen zu unterstützen. Was nimmst du Dir vor für 2009? Hauptwettkampf wird für mich dieses Jahr der UTMB sein, ich hoffe, das ich hier auch einen Startplatz erhalte. Als Vorbereitung werde ich wieder beim Chiemgauer 100 teilnehmen, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich auf den schnellen 100 km, oder auf den doch sehr langen 160 km starte. Im letzten Jahr, bei meinen Sieg über die 100 Meilen, bin ich das erste mal wirklich an meine Leistungsgrenze gekommen. Gibt es Rekorde die du gerne brechen möchtest? Ja da gäbe es schon Einige, wie z.B. die Bestzeit auf den 100 km beim Chiemgauer 100 zu unterbieten, oder eine persönliche Bestzeit beim Marathon unter 2:40 erreichen! Welche beste Erinnerung aus 2008 nimmst du mit ins neue Jahr? Natürlich war für mich der Zieleinlauf beim MdS eines der bewegendsten Augenblicke im Jahr 2008, aber der Sieg bei meiner Primärie auf den 160 km beim Chiemgauer 100 war schon der absolute Hammer für mich. Denn immerhin hatte ich ja erst eine Woche vorher, beim Ironman Klagenfurt meine persönliche IM Bestzeit geknackt. Was wird Dein nächstes Laufabenteuer sein? Eventuell starte ich beim Ironman-Afrika im April, ansonsten wird mein nächster längerer Traillauf Wettkampf der Chiemgauer 100 sein. Dein grösster Traum? Teilnahme bei extremen Wettkämpfen, wie Badwater, Yukon Arctic Ultra usw. und Besteigung einiger der großen Berge.


DEAN KARNAZES

Wenn es passiert, bitte schön. Wie auch immer, das ist nicht mein Ziel. Ich will versuchen mein bestes zu geben und nicht Rekorde zu brechen. Welche beste Erinnerung nimmst du aus dem Jahr 2008 mit ins neue Jahr? Ich habe die 4Deserts Race Serie gewonnen. Es erforderte enorme Disziplin und Konzentration um jede Etappe und jedes Rennen der Serie zu meistern. Ich bin der erste der alle vier Rennen innerhalb eines Jahres beendete. Was wird dein nächstes „Ding“ lauftechnisch? Ich möchte unbedingt mehr Zeit in Europa verbringen und dort die Rennen laufen. In Europa wird der Outdoor Sport mehr geschätzt und das mag ich natürlich sehr.

Was wird 2009 anders werden? Den Ausdauersport in ein höheres Level bringen, Grenzen überschreiten - körperlich und auch mental. Was wirst du 2009 ändern? Ich will bereit sein im Bereich der Psyche und mental dazuzulernen. Das ist der entscheidende Punkt im Ausdauersport. Der menschliche Körper geht bis zu einem bestimmten Punkt. Um das wahre Potential zu entdecken muss man tief in die Seele eindringen. Gibt es neue Rekorde die du brechen musst?

Dein grosser Traum? Eine gesunde und glückliche Familie. Ich bin ein Familienmensch. Jeder Tag mit ihnen ist ein Geschenk und ein Traum der wahr geworden ist.


FOTOS UND TEXT BjĂśrn Scheele

Der Mann im Hintergrund. In den Schlagzeilen der Ultraläufe stehen andere. Doch Robert Pollhammer ist Schatzmeister der Extreme im Laufsport.

Eine Karte bestimmt sein Leben: Robert Pollhammer organisiert den Yukon Arctic Ultra in Alaska.


Die Zentrale des Abenteuers hat er zwischen Pferdekutschen und Tortenstücken eingerichtet – in einem dunklen Sportladen. „Komme gleich,“ sagt Robert Pollhammer (35) und taucht kurz über dem LCD-Bildschirm auf. In seinem 30 Quadratmeter großen Laden, in Garmisch Partenkirchen, zerknittert sich seine Stirn, während er auf den flimmernden Bildschirm starrt. Vor dem Schaufenster klappert gerade eine überschmückte Pferdekutsche vorbei, um den bayerischen Bräuchen zu frönen. Dann folgen zwei dauergewellte Ü-70 Damen, die mit ihrem Rollator der Konditorei entgegenzuckeln. Pollhammer merkt davon nichts, er steht gerade mit Alaska in Korrespondenz um eine der härtesten Laufveranstaltungen der Erde zu organisieren – den Yukon Arctic Ultra. Es klingt skurril, fast absurd, dass Pollhammer mitten in Garmisch Partenkirchen, diesem überalterten Flecken Deutschlands, den Yukon Arctic Ultra plant. Ein Rennen, das 23 Flugstunden entfernt an einem der frostigsten Punkte der Welt stattfindet. Wo Minustemperaturen vorherrschen, die weit über dem Begriffshorizont eines Mitteleuropäers liegen – wenn nicht gar weit über dem der meisten Erdenbürger. Pollhammer selbst sieht das pragmatischer: „Ich brauche nur einen Laptop, Internet und gute Nerven,“ erklärt er. Dann schlendert Pollhammer durch seinen Laden und sagt, dass vor der Kälte fast alle Läufer Angst hätten. Das sei was anderes, als durch die Wüste zu rennen. In Alaska zu laufen sei reiner Kopfkrieg. Während er das erzählt, lächelt er wie der nette Staubsaugervertreter, der gerade sein Produkt anpreist. Kopfkrieg und Kälte klingt bei Pollhammer nicht nach Strapaze, vielmehr nach den Zebrastreifen überqueren oder die Hand über eine Kerze halten – ein kleines gut kalkulierbares Risiko. Vor dem Ladenfenster schlendert gerade ein älteres Ehepaar vorbei und erstaunt sich über die Preise für die Laufschuhe. „Ich höre alles, was die Leute vor dem Laden sagen. Meist schauen sie verdutzt und wundern sich über das Geschäft. Aber ich lebe vom Internet. Laufkundschaft kommt kaum hier rein,“ sagt er, kurz bevor der UPS-Mann hineinkommt. Pollhammer nimmt ein Paket an und reißt es, wie ein Kind zu Weihnachten, auf. Zwei matt schimmernde Steigeisen zieht er aus der Verpackung. „Das sind de leichtesten der Welt.... extra aus den USA,“ grinst der 35-Jährige. Pollhammer hat sich nach kurzer Zeit entschieden, zweigleisig zu fahren, nachdem er merkte,

„Ich brauche nur einen Laptop, Internet und gute Nerven.“

dass die Organisation von Rennen zwar nett aber wenig lukrativ ist. Er eröffnete einenTrailrun-Versandhandel. Dabei wirkt der Laden wie eine Mischung aus Globetrotter und Laufshop. In jahrelanger Kleinstarbeit suchte Pollhammer seitdem die Utensilien für Extrem-Rennen zusammen. Bis unter die schimmernden Neonleuchten stapeln sich Rücksacke, Jacken, Messer und all die Dinge, die einem das Leben, besser das Überleben in der Wildnis sichern sollen. Dabei leistete er Pionierarbeit indem er sich im Internet, die Sachen für seinen Shop zusammensuchte. „Ich weiche da vom deutschen Markt ab und forsche nach günstigen aber qualitativ hochwertigen Produkten.“ Wer sich in dem Laden umsieht, weiß was er meint. Kaum ein Hersteller ziert die Regale mit zwei Produkten. Pollhammer filtert die Essenz der Extreme in seinem Laden. Eines dieser Extreme legt er gerade zusammen – einen Schlafsack für zweistellige Minustemperaturen. Behutsam, methodisch faltet er den Kälteschutz in einen Karton. Es wirkt elegant, wie er den Schlafsack verpackt. Man möchte fast geneigt sein zu sagen, dass man ihm das auf den ersten Blick nicht zutrauen würde. Wer in Pollhammer den sehnigen Ausdauerathleten erwartet, wird erstaunt sein: Anstatt eingefallener Wangen, heraustretenden Adern und klapprigen Körperbau spannt der Bauch ein wenig. „Komm kaum zu trainieren,“ winkt er ab.


Eingerahmtes Oval Office: Pollhammers Laden ist bis unter die Decke vollgestopft.


Schatzkiste für Trailrunner: Kein anderer Shop bietet so viel für diesen Sport.

Vor seinem Leben als Läufer und Rennorganisator folgte Pollhammer dem klassischen Karriere Weg: Studium für internationales Marketing, später ein Managerjob beim Reiseveranstalter TUI. Doch eine kleine Verpflichtung sollte ihn aus der Bahn werfen. „Ich hatte mich zu einem Marathon überreden lassen,“ sagt er. Konditionell hatte er sich beim Rugbyspielen fit gehalten. „Das war zumindest eine kleine Grundlage,“ erzählt er schmunzelnd. Nach zehn Wochen lief er die 42 Kilometer in 4:45. „Ich merkte, dass ich zwar langsam, aber ausdauernd war,“ fährt er fort. Nach dem Marathon begann er länger zu laufen, sich extremeren Dingen zu stellen. Sein Wochenpensum schnellte auf über 100 Kilometer hoch. „Ich entdeckte, dass Trailrunning viel schöner ist, als das ewige Pflastertreten. Jeder Lauf im Wald wurde zum kleinen Abenteuer“, erklärt er. Kurze Zeit später entschloss er sich, durch Alaska zu rennen, damals noch beim Idita-Lauf. „Da wusste ich auf einmal, was ich wollte. Ich wollte in die Wildnis. Ich merkte, dass mein Leben davor trist war,“ sagt er. Kurz nach dem Idita Lauf fing Pollhammer an, neben seinem Managerjob das Rennen in Alaska mit zu organisieren. „Das lag nahe, Ich komme ja vom Fach,“ bestärkt er den Entschluss. Dann folgte der Ausstieg, der fast alles änderte: 2003 verließ Pollhammer die Karriereleiter bei TUI um in einer Ein-Zimmerwohnung in München die ersten Gehversuchen in der Rennorganisation zu unternehmen. Als ziemliche Umstellung umschmeichelt er sein neues


Leben, das anstatt eines satten Managergehaltes mit monatlichen Kleckerbeträgen aufwartete. Pollhammer dreht den Schlüssel um und schließt den Laden. Er geht die gepflasterten Straßen entlang, in der sich die Nippesläden, Gaststätten und Hotels aneinanderreihen. Einige hundert Meter lang läuft er Richtung Stadtkern. Vor einem Haus mit verschnörkelter Fassade bleibt er stehen. „Hier können wir essen,“ sagt er und stößt die Tür auf. Im Inneren der Gastwirtschaft lehnen sich Hirschgeweihe über die Gäste. Ein Stammtisch, der die halbe Gaststätte einnimmt, bestellt gerade eine weitere Runde Gezapftes. Die Herren in Krachleder schrauben die Dezibel mit den vollen Biergläsern in die Höhe. Laura, die Bedienung, lehnt sich zu Pollhammer über den Tisch. „Was willst du haben?“ fragt sie, während das Dirndl Dekollte den Blick von der Speisekarte saugt. „Äh, Schinkennudeln,“ sagt er. „Was?“, fragt Laura unfreundlich nach. „Schinkennudeln“ grinst er. Eigentlich geht er ja nicht Essen, aber heute macht er mal eine Ausnahme. Sonst sitzt er um acht in seinem Laden und kümmert sich um das Rennen und den Internetversand. Das er weniger Arbeit als bei TUI hat, kann er nicht behaupten. Nur das Geld ist weniger. „Eigentlich, lief es erst 2008 richtig gut,“ erklärt er. Aber an große Sprünge ist nicht zu denken. Seit 2003 wohnt er in Einzimmerwohnungen. Auch hier in Garmisch, mit seiner Frau, die er beim Dschungel-Marathon in Brasilien kennen lernte. Den Dschungel-Marathon hat er selber bestritten und einige Zeit mit im Organisationsteam gearbeitet – als Rennleiter. „Das war richtig hart, besonders die Verantwortung gegenüber den Läufern zermürbt einen,“ erzählt er. „Das ging soweit, dass ich anfing zu weinen, nachdem

Unter Palmen: Robert Pollhammer als Renndirektor beim Dschungelmarathon.

das Rennen zu Ende war. Einfach so, vor allen Helfern, als ich ihnen eigentlich eine Dankesrede vortragen wollte,“ spricht er mit vollem Mund und drückt sich die letzte Nudel an die Backenseite. Laura, die Bedienung hat ohne Danke, ihr Trinkgeld abkassiert. „So sind sie, die Bayern,“ lächelt Pollhammer und steuert den Ausgang an. Auf der Pflasterstraße schrillt sein Handy, diesmal ist Australien dran. Es geht um die neue Website für ein weiteres Event, das Pollhammer plant. Die Farbe der Seite gefällt ihm nicht. „Das ist viel zu knallig und schlecht zu lesen,“ erklärt er. „Mir gefällt das Resultat nicht gut, das muss geändert werden,“ fährt er fort. Dabei läuft er angestrengt Richtung Laufladen. Farben werden diskutiert, Schriftarten und Bilderauswahl. Im Laden angekommnen, diskutiert er weiter, geht auf den wenigen freien Quadratmetern auf und ab. „Ja, gut“, beendet er schließlich das Gespräch. „Das musste sein,“ entschuldigt er sich und steuert seinen Laptop an. Er muss noch einiges vorbereiten, in wenigen Wochen findet der Yukon Arctic Ultra statt. Dabei verschanzt er sich hinter dem Bildschirm und starrt auf seinen Emailaccount. „Bald bin ich vier Wochen weg, mitten in der Wildnis – das ist mein Leben.“ Die Kutschenpferde klappern wieder vorbei und werfen verdauten Ballast auf die gepflasterte Straße. Drei ältere Herrschaften tasten sich gerade die Treppe der Konditorei hinunter. Pollhammer bekommt nichts davon mit. Sein Gesicht schimmert blau im LCD-Schein. Er organisiert das härteste Rennen der Welt – mitten in Garmisch Partenkirchen. www.racelite.de

„Das ging soweit, dass ich anfing zu weinen, nachdem das Rennen zu Ende war.“


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LUPINE BETTY

“Was ist denn DAS für ein Scheinwerfer?!?!” rufen alle, und machen ihre eigenen Stirnlampen aus. Um Strom zu sparen und weil die Lichtkegel ihrer Lampen sowieso völlig überblendet werden von dem Megalichtkegel, den meine Lupine auf den Boden wirft. Das ist zur Gewohnheit geworden, seit ich vor ein paar Jahren allen Wahnsinn und sagenhaft viel Geld zusammengekratzt habe, um mir meine erste Lupine zu kaufen... Egal wo, immer hatte ich die hellste Lampe. Dann kam Betty... Schon mit 40% ihrer Leistung ist sie heller als meine “alte” Lampe. Lupines aktuelles Flaggschiff hat anstelle der ehemals 16 kleinen LEDs jetzt 7 riesige in einem grossen metallischen Lampenkopf. Wie die meisten Dinge sind auch Lupines Stirnlampen teurer geworden. Der

Alternative für normale Leute: die Texa von Lupine macht ebenfalls ordentlich hell.

Preis ist zwar noch im 3-stelligen Bereich aber da vorne eine 8(!) steht, ist er nun endgültig völlig abgehoben. Wer sowas kauft, muss eine komplette Vollmeise haben, und sich ausserdem ausschliesslich in riesigen Höhlen fortbewegen!!! Oder aber – er ist Trailrunner. Für die Stadtparkrunde ist die Betty sicher überdimensioniert, zumal jeder der einem begegnet und in den Lichtstrahl schaut, sofort für einige Minuten nur noch Sterne sieht. Doch wer durch die afrikanische Wildnis zieht, die ganze Nacht, oder im Dunklen mit unvermindertem Tempo anspruchsvolle Alpensteige entlangfetzen will, dem eröffnet die Lupine Betty eine neue Dimension. Mit 100% hält sie immer noch gut über 3 Stunden durch, und erlaubt es in weglosem Gelände zu navigieren und mit


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mizuno wave harrier 2

Vollgas sehr technische Trails zu laufen. Wenn man bergauf auf halbe Kraft schaltet, kann man mit dem super starken neuen Lithium-Ionen Akku die ganze Nacht durchblasten. Völlig ausser Konkurrenz was den Preis angeht, ist es die Betty auch bei der Leuchtleistung, Verarbeitung, Langlebigkeit. Gewarnt werden muss allerdings vor den Nebenwirkungen der Lupine Betty: - der Trailrunner wartet zum Laufen immer öfter den Abend ab, egal wie schön das Wetter ist... - in Trailrennen gruppieren sich wildfremde Läufer um und vor (!) einem, um von der tollen Lichtquelle zu profitieren (sehr lästig) -wennerdenPreisnennt,dener für das Teil geblecht hat, wird der Trailrunner endgültig als komplett durchgedreht eingestuft - wer einmal mit der Betty gelaufen ist, will nie wieder mit weniger Licht in die Trails Wer damit leben kann, und obendrein einen Kredit bekommt, für die Anschaffung von “lebenswichtigem Trailrunningmaterial”, der sollte nicht zögern, die Nacht zum Tag zu machen. GM

www.lupine.de

Auf Grundlage von Mizunos Wave Technologie und der flachen AP-Zwischensohle gelang ein wirklich schöner Trail Schuh für Renneinsatz, Bergläufe und Training. Der flache “Gelbe” gibt vor allem am Mittelfuss viel Stabilität und lässt vorne Platz und Komfort. Mit 295 Gramm ist der Wave Harrier 2 kein Leichtgewicht, aber im Rahmen der Konkurrenz. Der Grip der Sohle, vor allem auf Stein und Fels, ist fantastisch. Das macht aus ihm für Bergläufer eine echte Alternative. Ein Schuh der viele Freunde finden wird! Lediglich die Fersensohle könnte etwas breiter sein. Bei längeren Läufen geht einem dort etwas Stabilität flöten. Für mich ist der Mizuno jedoch um so breiter in seinem Einsatzgebiet. Da die „stollige“ Sohle aus einem relativ harten Gummigemisch gefertigt wird, sind längere Abschnitte auf Asphalt und Kies völlig problemlos. Dämpfung ist genügend da um harte Untergründe zu schlucken. Die positiven Eigenschaften von Mizunos Wave Technologie in der Sohle würde ich bei einem Schuh mit ambitionierten Geländeabsichten allerdings nicht sonderlich berücksichtigen. Also, ein klasse Schuh. www.mizuno.com


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petzl myo xp belt

Ziemlicher Knaller! Nur 1 LED! Das dafür mächtig gross und voller Saft. Die Myo XP ist seit Jahren die Vorzeigelampe von Petzl. Das neue Modell wurde einer Leistungsprüfung unterzogen und siehe da, die 1-LED Lampe ist heller als zuvor und die von Petzl angegebenen 97 Meter Leuchtweite wurden im Praxistest fast auf den Meter genau erreicht. Echter Laufspass auf dem Trail für ungefähr 70 Euro. Für 70 Euro kann man auf dem Münchner Oktoberfest zehnmal Wilde Maus fahren, bei Starbucks zwölf Flavoured Latte Macchiato trinken oder ein Jahr lang Post aus Entenhausen abonieren. Das wären drei Alternativen zu einer sehr guten Stirnlampe, die im Modus „optimal“ ungefähr 80 Stun-

den Leuchtfreude bietet ,und aus einem diffusen oder gar nichtmehr vorhandenen Trail, einen fast taghellen zaubert. Die Myo XP macht, wie schon die alten Modelle, einen widerstandsfähigen Eindruck, ist angenehm am Kopf zu tragen und belastet den Kopf mit gerade mal 75 Gramm – manch böser Gedanke innerhalb des Kopfs wiegt da schon mehr. Der Akku ist ebenfalls sehr leicht und lässt sich bequem im Fach eines Kleidungsstück oder an einem Gürtel befestigen. Die Leuchtdauer von 180 Stunden im Economymodus und eine Batteriestatusanzeige mit Warnhinweis machen sie zum Herzstück eines Nachtsportlers. Setzt man den Preis von unter 80 Euro und die Leistung in Relation mit wesentlich teureren Profimodellen ist die neue Myo XP schlicht unschlagbar. www.petzl.com


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inov-8 x-talon 212

Sticky? Aber hallo. Und wie sticky der ist. Inov-8 vereinen im neuen X-TALON alles wo für sie bekannt sind. Der Schuh ist phantastisch leicht, wiegt 212 Gramm und sagt einem schon alleine seiner minimalistischen Optik wegen:" Ich bin schnell, was für Rennläufer und Individualisten." Beim laufen wird schnell klar - der X-TALON will Kontakt zum Boden. Die Aussensohle ist weich. Zu Anfang sehr ungewöhnlich, aber man kommt sehr schnell damit zurecht. Da ich einen recht schmalen Fuß habe, komme ich mit dem leichtesten Schuh den ich je lief, sehr gut klar. So flexibel die Sohle

auch ist, überrascht die steife und stabile Konstruktion des restlichen Schuhs. Es ist Programm: der Läufer soll den Trail spüren, soll die Steine und den Untergrund erkennen. Im groben Gelände ist das Leichtgewicht eine echte Offenbarung. Für mich sollte er neue Freunde im Berglauf, Cross Country und Trail-Running finden. Bei Distanzen jenseits der 40-50 Kilometer gibt es von Inov-8 und natürlich diversen anderen Herstellern geeignetere Modelle. DW www.inov-8.com


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inov-8 race elite 15

Mein erster Gedanke, nach dem ich das kleine schwarze aus dem Karton hole: brutal, das wiegt ja praktisch nichts. Die Waage bestätigt: 292 Gramm. Mit seinen 15 Liter Volumen,der ideale Rucksack für lange Trainingsläufe, Etappenrennen ohne Selbstverpflegung oder, wie von Inov-8 beworben, für Bergmarathons. Soweit die Theorie. Sonntag früh 5.15 Uhr. „Protect your family!“ Das ist das Motto. Also fällt mein langer Lauf um den Starnberger See in das Zeitfenster zwischen letzter Schlafphase und Frühstück. Die 53 Kilomter entlang dem Ufer mit fast ausnahmlosem Blick auf die bayrischen Alpen erfordern ein Minimum an Ausrüstung: Trinkflasche mit Tee (es hat -5 Grad), 3 Riegel, Handy, eine warme Jacke und ein frisches Unterhemd für den Notfall. Alles rein. 15 Liter sind viel. Der Race Elite ist nichtmal halb voll. Man traut ihm bei seinem geringen Gewicht zwangsläufig weniger Packvolumen zu - eine Täuschung. Es zwickt nicht, es wackelt nicht. Ein blinder Passagier den ich da auf dem Rücken durch Oberbayern trage. Die Energieversorgung in den beiden Hüfttaschen, die Musik aus dem i-Pod ebenfalls. Nach 15 Kilometern macht sich dann der einzig auffällige Störenfried bemerkbar. Der Reissverschluss zum Hauptfach ist für mich bei Morgengrauen und Schläfrigkeit nicht sofort zu greifen. Immer wieder bleiben meine Finger am Saum hängen - der gibt nicht nach. Gut und schlecht. Daumen hoch, trotzdem! Ein Designhighlight, superleicht und ergonomisch. DW www.inov-8.com


Über Wald und Wiesen, Stock und Stein. Trailrunning heißt, sich abseits der ausgetretenen Pfade,auf die Jagd nach sich selbst zu begeben. Sei dabei!

SPORT- UND AKTIVREISEN

Berg & Trail Running Wochenende:

„Transalpine“-Vorbereitungscamp!

TRAILRUNNING 1 TRAILRUNNING 2 21. bis 24. Mai 2009 Achensee in Tirol Der Start in eine neue Berglaufsaison... Der Schnee ist geschmolzen und der Berg ruft. Du möchtest mal einen Berglauf ausprobieren oder Dich in Berglaufform bringen? Dann bist Du hier richtig!

Alle Infos:

23. bis 26. Juli 2009 Karwendelgebirge

SPORT- UND AKTIVREISEN Aber auch für alle, die gerne in den Bergen laufen .... Auf vielfältigen und ausgewählten Berglaufstrecken erklimmen wir gemeinsam die Gipfel und unser Läuferherz schlägt nicht nur wegen des atemberaubenden Panoramas ein paar Schläge höher....

www.auszeit.me

Zeppelinstraße 73 D - 81669 München Tel.: +49 (0)89 / 45 83 54 18 E-Mail: info@auszeit.me

SPORT- UND AKTIVREISEN


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GARMIN OREGON 400 t

Ich bin nicht wirklich Technik affin. Dinge die sich nicht von selbst erklären haben auf mich keine große Anziehungskraft. Für viele andere hingegen soll genau das eine Herausforderung sein. Für mich ein Grund mich bis vor kurzem eben konsequent NICHT für das Thema GPS zu interessieren. Geländelauf, Trail-Running bedeutet auch sich abseits von breiten Wegen zu bewegen. Und wenn die Pfade schmal sind wird die Tour auch mal zum Orientierungslauf. Man verirrt sich kurzzeitig, dreht um, läuft Strecken doppelt oder dreifach - das nervt. Mir war der schwäbische Schurwald, das Mittelgebirge bei meinen Schwiegereltern, so langsam unsymphatisch geworden. Anders als in Bayern ist dort nichts beschildert. Der Schwabe denkt nämlich anders. „wenn wir niemand einladen dann kommt auch keiner zu uns und wir haben Ruhe im Wald!“ Na Toll! Jedenfalls hab ich mich dort schon unzählige male böse verlaufen. Das mit der Karte hab ich mir gespart. Der Mut zum Risiko kam mit dem OREGON 400t von Garmin zurück. Losrennen und mit dem Handygrossen Handheld immer wissen wo man sich befindet. Der erste erfreuliche Eindruck macht sich nach weniger als 10 Sekunden bemerkbar, dann ist der Oregon nach drücken der On-Taste nämlich voll da! Das ist schnell!Der Empfang war auf freiem Gelände herrvorragend und der 3“ Touchscreen sprach selbst durch dicke, nasse Handschuhe sehr gut an. Kommt die Sonne raus kommt das Display an seine Grenzen - man erkennt leider nicht mehr soviel. Ich war doch positiv überrascht wieviel kleine Wege und Pfade auf der voranstallierten Software integriert sind. Die Darstellung ist optisch ansprechend und man kann sich immer einen guten Überblick über seine Position verschaffen und gut abschätzen, ob man das gesetzte Ziel noch erreichen kann. Gerade für Läufer die mehrere Tage unterwegs sind ein tolles Tool - ich denke zum Beispiel an Transalpinler. Der Akku hält wie von Garmin versprochen lange und die Verarbeitung des Geräts scheint absolut outdoortauglich. Im Fazit muss ich sagen, dass der Oregon

400t ein vor allem bedienungsfreundliches GPS Gerät ist, das durch den Einsatz von lediglich zwei A A Batterien auf längeren Touren ein sinnvolles Hilfsmittel sein kann. Barometrischer Höhenmesser Elektronischer Kompass Autonavigation Papierloses Geocaching Drahtlose Datenübertragung Herz-/ Trittfrequenz Messung mit optionalem Zubehör microSD-Karten Slot >512 MB interner Speicher Hochauflösendes 3″-Display mit 240 x 400 Pixel Auflösung 3D-Ansicht Topographische Freizeit-Basiskarte 1 : 100.000 von Europa Weltweite Basiskarte mit Relief Der Preis ist mit 459 Euro etwas zu hoch, das Gerät macht einen sehr unempfindlichen Eindruck. DW www.garmin.com


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SUUNTO T4c

Unscheinbares Multitalent Wer die Suunto T4c das erste Mal in der Hand hat kann sich den Gedanken nicht aus dem Kopf schlagen, hier ein Werbegeschenk einer Fastfoodkette vor sich zu haben. Aber unter der schlichten Haube, die sehr gut verarbeitet ist, steckt technisches Knowhow in Gütequalität. Zwar muss die Fülle an technischen Errungenschaften erst mit dickem Handbuch und Tastengedrücke erlernt werden, danach offenbart die T4c aber ihre Vielfalt. Alle Herzfrequenzdaten werden aufgezeichnet. Eine grafische Funktion erlaubt einen schnellen Überblick vergangener Trainingseinheiten. Zudem kann die Coach-Funktion Ihre sportlichen Leistungen einschätzen und einen persönlichen Fünf-Tages-Trainingsplan erstellen. Der Herzfrequenz-Gurt fällt durch einen ausgeklügelten Verschluss auf und funkt zuverlässig die Daten zur Uhr. Der optionale GPS-Pod arbeitet erstaunlich gut – selbst Häuserschluchten störten das Signal nicht. BS www.suunto.com


100 Kilometer Legende Bernd Heinrich


Es waren eben die 80er Jahre. Alles war möglich in den USA. Rückblickend sind die Leistungen des deutschen Auswanderers BERND HEINRICH ziemlich atemberaubend. Eine Liebesgeschichte zwischen Sport und Natur.

LAUFEN

AUF PROBE


TEXT DENIS WISCHNIEWSKI FOTOS ARCHIV BERND HEINRICH

2001. Bernd Heinrich ist zurück! 20 Jahre nach seinem US Rekord über 100 Kilometer Strassenlauf in unglaublichen 6 Stunden 38 Minuten und 21 Sekunden läuft der mittlerweile 61 jährige einen neuen US amerikanischen Rekord über 50 Meilen in der Altersklasse 60-64. Der heute 69 Jahre alte Amerikaner mit deutschen Wurzeln gehört zu den Legenden der Ultradistanz. Bernd Heinrich ist Professor der Naturwissenschaften an der Universität in Vermont. Als Autor publizierte er für die New York Times und Runner´s World. Der Höhepunkt seiner sportlichen Karriere waren die frühen 80er Jahre. Er gewann den Golden Gate und San Fransisco Marathon. Und Bernd Heinrich war zu dieser Zeit keiner der den Erfolg irgendwelchen Zufällen überliess. Die Erforschung der menschlichen Fähigkeit möglichst weite Distanzen in kurzer Zeit zu laufen leitete er aus dem Verhalten der Tiere ab. Seine Selbstversuche innerhalb des Trainings brachten ihm neue Erkentnisse die aber nicht immer Leistungsfördernd waren.

...ich fragte mich, ob das gleiche Prinzip möglicherweise für menschliche Läufer gilt, die große oder kleine Schritte machen. Die meisten Ultraläufer, ich eingeschlossen, entscheiden sich für kurze Schritte. Lange Schritte sind raumgreifender, jedoch auch ermüdender. Noch ist es zu früh für endgültige Schlussfolgerungen, doch wenn ich eine Strategie entwürfe, um einen Rekord in einem Sechs-Tage-Rennen aufzustellen, in dem ich notwendigerweise zwischen Gehen und Laufen abwechseln müsste , würde ich meine Schrittlänge kürzen und mich für sehr kurze und nicht für lange Lauf -und Gehintervalle entscheiden. Allerdings hab ich keine Ahnung, was unter „langen“ und „kurzen“ Intervallen zu verstehen ist. Das ließe sich nur empirisch herausfinden weil wir keine Daten über Menschen haben, noch weniger über spezifische Individuen, um irgendwelche Schlüsse hieraus ziehen zu können. Allerdings hat mir der Ultraläufer Kevin Setnes berichtet, er habe einen sehr exakten Lauf-/GehRhythmus befolgt, als er 1993 bei der 24-Stunden-Meisterschaft in Olander Park seinen persönlichen Rekord um 56 Kilometer und den amerikanischen Straßenrekord auf 256,6 Kilometer steigerte. Als ich ihn nach seiner Strategie befragte, erwiderte er, die Festlegung des Wechsels zwischen Gehen und Laufen „sei der wichtigste Faktor für die Erreichung der Kilometerleistung gewesen“. Er gab zu, dass ihm die Idee kam, als er einen Artikel über die Ausdauerleistung von Fröschen las, den ich für die Zeitschrift Ultrarunning geschrieben hatte, nachdem ich von Taigens und Wells Forschungsergebnissen über Laubfrösche erfahren hatte. Vielleicht sollte ich mich auch daran halten... Bernd Heinrich ist nach wie vor ein fleissiger Läufer. 5-6 Meilen täglich müssen schon sein. Manchmal meldet sich das Knie, manchmal


die Muskeln. Ein Tag ohne Laufen bringt Heinrich Frust. Seit 2007 ist der deutsche Auswanderer Mitglied in der Hall Of Fame der American Ultrarunning Association. In der illustren Liste ist der Wissenschaftler derjenige mit der bewegtesten Lebensgeschichte. In den Trümmern des zweiten Weltkriegs wandert seine Familie aus dem heutigen Westpolen in die vereinigten Staaten aus. Seine Jugend im südwestlichen Maine ist geprägt von Flora und Fauna, und mit zunehmendem Alter von

Cross-Country Laufsport. Der Laufsport in den USA hat sich geändert. Es gibt Trail-Runs über lange Distanzen und Rennen über mehrere Tage. Heinrich hat dazu seine eigene Meinung. „100 Meilen sollten ausreichen um einen guten Langdistanzläufer zu bestätigen!“ Seinen letzten US Rekord über die 50 Meilen lief der Biologieprofessor mit Eiscreme. Moderne Sportnahrung hält er für überbewertet.

Peace Bruder – Bernd Heinrich gewinnt überraschend den Chicago Marathon.


Immer in Rekordnähe – Bernd Heinrich bei einem 100 k Lauf im Jahr 1981


„Ich habe noch keine Versuche mit dem Saft gemacht, den Hornissenlarven auswürgen, wohl aber mit Honig, einem Stoff, den Bienen auswürgen. Das Experiment mit der Wirkung von Honig beim Laufen führte ich durch, als ich in Walnut Creek, Kalifornien, lebte und für den San-Fransisco Marathon trainierte. Mein langer Trainingslauf führte mich hinauf in die Ausläufer des Mount Diablo und zurück, meist bei sengender Hitze. Ich mag Honig ausgesprochen gern, aber fast ein Liter auf einen Schwung war doch ein starkes Stück. Trotzdem würgte ich ihn hinunter und lief zur Tür hinaus, durch die wild wuchernde Vorstadt Richtung Gebirge. Schon bald überkamen mich gemischte Empfindungen, doch diejenigen im Bauch waren beherrschend. Ein fast unwiderstehlicher Drang. Nur mit größter Mühe schaffte ich es hinter ein paar Büsche am Fuße des Bergs. Nun, ich brachte den halben Weg hinter mich, fühlte mich aber ziemlich benommen und verlor zusammen mit dem Honig eine Menge Flüssigkeit... Bernd Heinrich ist eine Legende des Laufsports. Er lief nie viele Wettkämpfe, aber bei denen er antrat legte er viel Wert auf Qualität und die Vorbereitung. In Spitzenzeiten betrug sein Wochenumfang bis zu 300 Kilometer.

„In der Rückschau erscheint mir das Rennen als Metapher meines Lebens. Unser Leben unterliegt dem Einfluss der evolutionären Vergangenheit, der Erfahrung und des Bewusstseins. Es gibt Zeiten, da nehmen wir das Leben wie es kommt, und dann wieder gibt es Zeiten, da mobilisieren wir alle Kräfte, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.“ So wichtig wie die perfekte Ernährung, abgeleitet aus der Tierwelt, war für Heinrich die richtige Taktik im Rennen. Bei seinem Erfolg über die 100 km US Meisterschaft lag er lange an zweiter Position, mit einem Riesenrückstand auf den Führenden. Bis ca. 20 Kilometer vor Schluß war nicht daran zu denken den Sieg zu holen. Bernd gewann am Ende in Rekordzeit und kehrte den großen Rückstand in einen noch größeren Vorsprung um.

„Ich musste mich selbst täuschen, um mich wieder aufzubauen. Es kam die Logik mit ins Spiel. Logik ist weniger ein Instrument der Wahrheitsfindung als ein Werkzeug, das uns hilft zu rechtfertigen, was unsere niederen emotionalen Zentren von uns verlangen und durchsetzen. Ohne diese im Dienst der Selbsttäuschung stehende Logik wären wir keine solchen Meister der Rationalisierung und damit auch nicht ohne weiteres fähig, so absurden, sinnlosen, verrückten Dingen zu verfallen wie dem Versuch, 100 Kilometer ohne Pause zu laufen, und zu schauen, wie viel Zeit wir dafür brauchen.“ Bernd Heinrich war erst kürzlich mit seinen Studenten für elf Tage in der Wildniss um Maine. Vielleicht hat er ihnen am Abend beim Lagerfeuer davon erzählt, dass er einmal in 24 Stunden 156 Meilen lief. Vielleicht ist ihm das aber auch garnicht mehr so wichtig...


KECILE & CHRISTOPHE BERG ESSEN KEINE TIERE


TEXT VON Kecile Berg

tiere sind zum streicheln da! Das Ehepaar Berg hats aber verdammt eilig. Mit ihrer Liebe f체r Mehrtages Traill채ufe entwickelte sich auch eine sehr bewusste Einstellung zur Ern채hrung. Beim kochen der veganen Gerichte lassen sich die beiden jedoch auch mal l채nger Zeit und verzichten dabei auf jegliche tierische Produkte.


W

Wir sind Franzosen, beide 35 Jahre alt , und leben in Holland. Mit dem Laufen haben wir erst spät begonnen. Vor knapp 5 Jahren. In unserem Alter mit

dem Laufen anzufangen heisst für uns persönlich, wir machen das zu unserem Spass und haben keinerlei Leistungserwartung. Wir haben letztlich sogar mehr Freude am Training als an den Wettkämpfen. Als wir vor 4 Jahren nach Holland zogen liefen wir dort die ersten Wettkämpfe. Dadurch lernten wir sehr schnell die Gegend kennen. Wir spezialisierten uns zu Anfang auf 15 km und Halbmarathons. Ein etwas langsamerer Prozess war unsere Entwicklung zur veganen Lebensweise. Nach und nach strichen wir tierische Lebenmittel von unserer Liste. Als Christophe für eine Zeit in Singapore unterrichtete entdeckten wir dort schliesslich zwei Dinge für uns: die vegane Küche und das Trail-Running. In diesen Bedingungen zu laufen fühlte sich richtig gut an. Wir waren wie Kinder. Bei 30 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit über Felsen, durch Schlammlöcher im Regenwald - purer Spass. Nach diesem Aufenthalt änderten wir unsere Gewohnheiten. Wir ernährten und fortan frei von tierischen Produkten und starteten unsre Suche nach schönen Trails! Wir laufen fünfmal die Woche und kommen meist auf ungefähr 70 km. Trainiert wird das ganze Jahr mit einem Höhenpunkt im Frühjahr und Sommer. Wie kann man in Holland leben und Trail-Runner sein? Holland ist wohl der Himmel für internationale Strassenläufe. Jede der grösseren Städte hat ihren weltklasse Stadtmarathon. Aber man muss schon Realist

sein: das Land ist flach wie ein Kuchen, stark besiedelt - es gibt dort praktisch kein Trail-Running. Also müssen wir reisen um unser Hobby zu leben. Einzig Schoorl an der Nordsee ist hügelig und wild und zu einem geliebten Trainingsgebiet geworden. Reisen und Rennen Ein schöner Weg um andere Menschen kennenzulernen, neue Gegenden zu erkunden und unterschiedlichste Natur zu sehen ist das Reisen zu Rennen im Ausland. Das brachte uns in den letzten Jahren nach Malaysia, Singapor, Hong-Kong und Borneo. Meistens jedoch innerhalb Europas.Wir liefen in Berlin, Rom, Firenze, Stockholm, Genf, Nizza und Cannes. Zum Training waren wir für mehrere Tage in den Pyrenäen und liefen die Etappenrennen SwissJura Marathon und den Raid des Trolls in Norwegen. Unvergesslich war auch ein Training in Kenia wo wir im Lornah Kiplagat´s Trainings Center in grosser Höhe liefen. Etappen Trailrennen über mehrere Tage sind zu unserer echten Leidenschaft geworden. Wir nahmen zuletzt am Corsica Coast Race teil. Der Lauf entlang der korsischen Küste war 160 km lang und führte über sechs Etappen. 2009 wird spannend. Wir versuchen uns erneut am Swiss-Jura Marathon und gehen für eine Trainingswoche nach Aalands Island.

Ist eine vegane Ernährung geeignet für Trail Runner? Nun ja, wenn wir also von unseren persönlichen Erfahrungen ausgehen ist die Antwort JA! Als wir anfingen zu einer ausgewogenen Diät aus unbehandel-

ten Früchten und viel Gemüse zu wechseln änderte sich unser gesamtes Wohlbefinden zum Positiven - und das überraschend schnell. Christophes Hautallergien und Schmerzen in der Stirnhöhle waren sofort weg. Am effektivsten jedoch haben wir Verbesserung in der Ausdauer und in der Erholungsphase festgestellt. Vor allem natürlich nach richtig harten Rennen. Das schöne am veganen Kochen ist die einfache Zubereitung und der Spass es anzurichten. Die hohen Anteile an Vitaminen und Mineralien geben lange Energie und beschleunigen die Erholung. Wir versuchen im Alltag viel auszuprobieren, verschiedene Farben und Geschmacksrichtungen zu kombinieren. Man sollte also gar nicht zurückhaltend sein, denn das Ergebnis wird immer eine tolle Überraschung sein. Eine gebackene Aubergine mit einer gekochten Banane. Zusammen kann das wirklich spannend sein. Als Desert eine leckere Angelegenheit. Die Aubergine bietet eine schöne Mousse, die Banane liefert Geschmack und Süße. Bohnen sind ebenfalls für den Nachtisch geeignet. Ich backe leckere Schokoladen Brownies mit schwarzen Bohnen und in Limone eingelegte Mohnsamen. Unsere Früchte und das Gemüse besorgen wir im Laden um die Ecke. Wir kaufen so gut wie nie behandelte oder bereits gekochte Lebensmittel. Sojamilch und Haferflocken gibts aus dem Supermarkt. Beim Chinamann bekommen wir Roggen, Buchweizen, Reismelde und Dinkel. Ach ja, wir haben einen eigenen kleinen Garten in dem so manches nettes Aroma heran gezüchtet wird.


Tägliche Essgewohnheiten in einer ganz normalen Woche Für die Zubereitung der meisten unserer Gerichte benutzen wir einen Dampf-Backofen. Speziell für Gemüse und Früchte ist das ein geeigneter Weg Vitamine, Geschmack und Nährstoffe nicht zu verlieren. Mit Ausnahme einiger „Basics“ kaufen wir nur saisonale Lebensmittel. Man freut sich somit jedes Jahr auf bestimmte Gerichte die einem über Monate verwehrt waren. Der Tag startet mit einem starken, kraftvollen Frühstück! Ein Früchtemix, grob gestückelt mit Schalen und dazu Sojayoghurt und Sojamilch. Dazu gibt es Haferbrei mit Geschmack von Saisonfrüchten. Je nach Jahreszeit kann das Bananenmuß, Nüsse, Leinsamen, Buchweizen, Reisgrütze, Süßkartof-

feln, Tofu, Kastanie, Kürbis sein. Das Ergebnis ist lecker, klebrig und massig - ein toller und immer anderer Brei. An Arbeitstagen nehm ich eine „Lunchbox“ mit zur Arbeit. Meist ist darin Übriggebliebenes vom Vorabend - rohes und gekochtes Gemüse oft auch aus dem Wok. Dazu gibt es vegane Burger oder fritierten Tofu. Sehr gut sind auch die süßen oder salzigen Muffins mit angebratenen Nüssen. Joghurt und Früchte der Saison habe ich sowieso immer dabei! Als Abendessen, je nach Jahreszeit, essen wir Salat, Suppe oder kurz angebratenes Gemüse. So spät am Tag versuchen wir wirklich leichte Nahrung zu uns zu nehmen - ein guter und ruhiger Schlaf dankt es uns.

eröffnet oder beendet. Mit den vergangenen Erfahrungen aus Marathon oder Trailrennen haben wir erkannt, dass wir unmittelbar vor einem Wettkampf eigentlich garnicht so viel an unserer Ernährung ändern müssen. Die vegane Ernährung gewährleistet uns ausreichend und vor allem sehr lange Energie. Das ist wie jeden Tag Carbo-Loading. In der Richtung müssen wir also rein garnichts extra unternehmen. Magenfreundlich ist das Ganze auch noch. Man fühlt sich sehr leicht beim laufen. Vegane Ernährung bei Etappenläufen und Laufurlauben. Wir versuchen so oft wie nur möglich an Etappenläufen teilzunehmen oder schöne Laufurlaube zu buchen wo wir dann täglich laufen und die Umge-

UND IC H D A C H T E IC H BIN E IN B E R GME N S C H . . .

Jede Mahlzeit wird mit Früchten


bung erkunden. Bei diesen täglich sich wiederholenden Belastungen spielt die Ernährung, das Essen eine echte Schlüsselrolle. Wir bitten schon im Vorfeld den Veranstalter darum entsprechende Lebensmittel für uns zu haben. Wir fertigen eine Liste mit allem was wir gerne hätten. Wenn man jeden Tag schnell und am Limit läuft, geht es nicht nur ums laufen sondern um eine gute Regeneration um bei der nächsten Etappe wieder fit zu sein. Die Tage vergehen, der Körper wird müde und der Magen macht auch nicht mehr mit. Das normale verdauen und bei sich behalten funktioniert immer schlechter. Genau ins diesen Situationen hilft unsere Ernährung sehr. Die Flüssigkeitszufuhr wird gefördert. Tee, Wasser, Früchte und Gemüse sind die grundsätzlichen Lieferanten. Energie tanken wir, wie bereits erwähnt, aus der selben Ernährung, wie sonst auch mit dem Unterschied, dass wir mehr zu uns nehmen und auf komplexeren Zucker zurückgreifen. Für die schnelle und effektvolle Regeneration brauchen wir Proteine und Mineralstoffe. Wir schwören auf Haferflocken, Soja, Bohnen, Linsen und Nüsse. Enorm wichtig bei mehrtätigen Trailläufen ist ein klarer Kopf und die Konzentration. Man kann das Hirn nicht ausschalten und beim laufen auf Automatik stellen - zu gefährlich, zu anspruchsvoll das Gelände und die Streckenmarkierungen zu ungenau. Um die volle Aufmerksamkeit herzustellen helfen uns dunkle Schokolade, getrocknete Aprikosen und frische Orangen.

Vegane Rezepte von Kecile und Christophe Berg

Rezept 1 Schnellgemacht: Hafermilch. Zutaten: 50 Gramm Fertighafer für 1 Liter Wasser. Zubereitung: 50 Gramm Fertighafer in 1 Liter Wasser geben und gut mixen. Aufkochen und ca. 20-30 Minuten ziehen lassen auf kleiner Flamme. Ab und zu rühren. Zum Schluss gründlich durchmischen. Fertig ist die Hafermilch. Alternativen: Man kann die Kleie mit einem Käsetuch herausfiltern. Die Milch ist dann dünner, aber wir lassen die Kleie fast immer mitdrin. Man kann die Milch durchaus mit Wasser verdünnen um die Konsistenz zu ändern. Der Hafermilch etwas Geschmack zu geben ist natürlich auch möglich. Zimt, Vanille oder Schoko stehen hoch im Kurs. Eine salzige Version wäre mit Paprika, Pfeffer, Gelbwurz oder Senf möglich. Diese Hafermilch ist ein Ersatz für alles wozu man normale Kuhmilch benutzen würde! Für Cremes, Soßen oder Kuchen - einfach mal probieren. Von der Milch zum festen Brei. Erhöht die Anzahl des Hafers auf das doppelte, lasst die Milch bei Raumtemperatur über Nacht stehen und am nächsten Tag habt Ihr einen leckeren, festen Haferkuchen der sich in Stücke zerteilen lässt.

Rezept 2 Ein typisches Essen vor dem Wettkampf aus gegrilltem Gemüse und Knoblauch in Kokosmilch. Zutaten: Ein paar Wurzelgemüse wir Karotten, Kohlrabi, Sellerie, Süßkartoffeln und Rüben. Dazu etwas saftigeres Gemüse wie Tomaten, Auberginen oder Zucchini. Also was der Saisongarten halt hergibt. Versuch es zuerst mal mit einer mittelgrossen Süßkartoffel, 300 Gramm Kürbis, eine mittlere Kohlrabi, 2-3 Karotten, 2 roten Zwiebeln und einer kleinen Aubergine. -eine ganze Knoblauchzehe -eine Dose Kokonussmilch -Salz Zubereitung: Schneide alles Gemüse in gleich grosse Würfel, rein in eine tiefe Schüssel, würzen mit Salz, Pfeffer, Gelbwurz, Rosmarin und Lorbeer. Schütte etwas Kokosnussmilch über das Gemüse und mische alles gut durch. Das Ganze nun mit Plastikfolie abdecken. Eine Stunde kommt das in den Kühlschrank. Besser noch eine ganze Nacht. Den Backofen auf 170° C vorheizen. Bestreiche Knoblauchzehen mit Kokosnussmilch und wickel diese in Alufolie ein. Zusammen mit Blech Gemüse kommt nun alles in den Backofen. Nach 50 Minuten, wenn alles golden und gut gebacken aussieht kann man das Blech herausnehmen. Mit extra Kokonussmilch und Gemüsebrühe kann man nun eine leckere Suppe machen.

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FOTOS VON RED BULL Photofiles


CHRISTIAN SCHIESTER DURCHQUERT DIE WÜSTE SINAI

BIBLISCHE

PFADE Er ist im TRAIL fast schon eine Rubrik. Christian Schiester bereitet sich auf extrem exotische Rennen noch extremer vor. Um siegreich durch die Atacama Wüste zu laufen nahm er sich die Sinai im Vorfeld zum Sparringspartner.


EIN HEISSER TANZ DURCH SINAI Es ist geschafft! Durch endlose Canyons und sandige Weiten, vorbei an Militärcheckpoints und scharfen Granaten hat Christian Schiesters Weg quer durch die Halbinsel Sinai geführt. Nach 73 Stunden, 16 Minuten und 24 Sekunden Laufzeit bzw. 501 zurückgelegten Kilometern und über 5.000 Höhenmetern hat der Steirer am elften Tag sein Ziel, den Golf von Suez, erreicht. Erster Kommentar nach Schlusssprint und „Köpfler“ ins Meer: „Das war in vielerlei Hinsicht der bisher heißeste Tanz meines Lebens!“ „Vor allem mental ist es ein harter Brocken: Der Zivilisation am Start den Rücken zu kehren und sich alleine in die Wüste aufzumachen. Ohne zu wissen wohin der Weg genau führt und was einen erwartet, außer der Hitze und der fast erschlagenden Weiten aus Geröll und Sand.“ Mit dieser Aussage versuchte Christian Schiester nach seiner Rückkehr aus Ägypten einen ersten Einblick in sein Abenteuer Sinai zu geben. Dennoch lässt sich seine Leistung mit Worten kaum beschreiben.

In Nuweiba, an der Ostküste Sinais, ging es am ersten Tag los in Richtung Norden zum Eingang des Coloured Canyons. Dort erwartete die Karawane neben einem beeindruckenden Farbenspiel der Natur auf den ziegelroten Felsen auch unwegsames Gelände und viele Auf- und Ab-Passagen. Durch Sand und Geröll führte der Weg danach in Richtung SüdWesten zum Katharinenberg. Jeder Schritt wurde durch die in Sand verborgenen Steine zur Herausforderung, zwei Mal musste der Extremläufer nach einem „Überknöchler“ mit schmerzverzerrtem Gesicht weiterhumpeln. Der Mosesberg (2.283m) und der Katharinenberg (2.637m) bildeten die an-


strengendsten und kältesten Etappen. Auf bis zu -5°C fielen die Temperaturen nach Sonnenuntergang auf den Gipfeln. Tagsüber ging es bei über 40°C bergab weiter zur Westküste, wo Schiester nach elf Tagen überglücklich den Zielort El Tor erreichte. Trotz der Strapazen fiel das Resümee des Steirers durchwegs positiv aus: „Ich hatte weder konditionelle noch muskuläre Schwierigkeiten. Ich konnte immer wieder ohne Probleme bis an die Grenzen gehen, sowohl körperlich als auch mental. Das Training in der Sauna hat sich definitiv ausgezahlt.“ Auch in Sachen Material war Sinai eine Reise wert: Drei Paar Schuhe, sechs Paar Socken, verschiedene Stirnlampen, drei Rucksäcke sowie Schlafsack und Isomatte wurden für den kommenden Desert Cup getestet. Die optimale Ausrüstung steht jetzt fest. Den Beduinen konnte Schiester wertvolle Tipps in Hinsicht Ernährung abschauen. So werden getrocknete Datteln und ein spezieller Hirsebrei bei seinen kommenden Wüstenabenteuern zum täglich Brot gehören. „Es war ein gelungener Test, abgerechnet wird jedoch erst bei den Rennen. Die Erfahrung und die spirituellen Momen-

Wenn das bei uns mal in Mode kommt – Camel mit Sponsorenaufdruck.

te in Sinai kann mir aber keiner mehr nehmen. Es war wirklich unglaublich zu sehen, mit wie wenig der Mensch auskommen und dennoch gute Leistungen erzielen kann“, erklärt der zweifache Familienvater. Angesprochen auf seine sonstigen Erlebnisse in der Wüste gibt sich Schiester bedeckt: „ Nur soviel sei verraten: Wir haben uns vor Militärpatrouillen versteckt, uns mit einem spröden Schlauch zehn Meter abgeseilt, die nette Bekanntschaft mit bewaffneten Opiumbauern gemacht und uns durch militärisches Sperrgebiet mit herumliegenden Granaten geschlichen. Also nicht nur sportlich hat Sinai des Öfteren für hohen Puls gesorgt!“ Für den Extremläufer dauert die Pause nach seiner Rückkehr in das winterliche Österreich nur kurz. „Sobald ich mich an Schnee und Kälte gewöhnt habe, geht es mit dem


Training weiter.“ In seiner Heimat Mautern warten dann wieder viele Langlauf-Kilometer, Ausflüge ins Gelände und Tiefschneeläufe auf Schiester, ehe er im März zum nächsten Wüstenabenteuer aufbricht: der erste Desert Cup (250km in sechs Tagen) in der Atacama (Chile). www.christian-schiester.com

GPS-DATEN Tag 1

34,6 km

679 hm

Tag 2 43,9 km

446 hm

Tag 3 51,2 km

322 hm

Tag 4 50,6 km

451 hm

Tag 5 46,9 km

96 hm

Tag 6 58,4 km

101 hm

Tag 7 30,8 km

1.070 hm

(Mosesberg)

Tag 8

55,9 km

1.281 hm

(Katharinenberg)

Tag 9

43,6 km

627 hm

Tag 10 54,4 km

236 hm

Tag 11 30,8 km

84 hm

Gesamt 501,10 km

5.393 hm

73 h 16 min 24 sec


Links: wo will er denn hin? Oben: Tier gegen Tiere.


BLOCK

PARTY Ganz schwierig. Unheimlich schwer. Wer ist denn nun der beste, der perfekte Kohlenhydratriegel? Gibts nicht! Ham wir nicht, kriegn wir auch nicht rein. Es entscheiden vielfältige Faktoren, wann und wieso ein bestimmter Riegel zu einem passt. Am wichtigsten scheint letztlich die Verträglichkeit und der persönliche Geschmack. Mit dem kalorienärmsten muss man bei jedem Energieklumpen großzügig nachhelfen - Wasser hilft beim Verzehr und der Verdauung sehr. So richtig wissenschaftlich wollen wir gar nicht an das Thema heran. Drei individuelle Eindrücke aus der Praxis dürfen hier Meinungen bilden – Es verzehrten eifrig: Julia, Frank und Denis.


powerbar peformance cola Der eignet sich am besten für: Ultraläufe, lange Etappen und wenn es warm ist, sonst wird der Riegel noch härter. Prinzipiell immer während körperlicher Aktivität, besonders geeignet natürlich bei längerer körperlicher Anstrengung (größer zwei Stunden wenn man davon ausgeht, dass mit gut aufgefüllten Kohlenhydratspeichern gestartet wird), wegen des hohen Anteils von Fructose-Glucosesirup 39%, also von Einfachzuckern. Der liefert nämlich schnell Energie, auch schon während des Kauens über die Mundschleimhaut. 10% Knusperreis, 9% Reismehl und 4% Haferflocken liefern langkettige Kohlenhydrate, die erst im Magen abgebaut werden und dann mittelfristig zur Verfügung stehen. 15% Haferkleie liefern dann noch zum Wohl der allgemeinen Verdauung Ballast- und Minaeralstoffe. Warm muss es sein. Bei Kälte ist das eine zähe Angelegenheit. Ich hab das Gefühl sehr schnell und sehr langanhaltende Energie zu bekommen. Universell bei fast allen Langdistanzen.



Wie süß ist der eigentlich? Nicht zu süss, eher neutral Wenig süss, ganz angenehm. Süß, aber nicht aufdringlich.



Der schmeckt irgendwie nach: Ja Cola kann man schon rausschmecken, aber eher auch künstlich. Schmeckt leicht nach Cola, bisschen wie Colafläschchen. Cola. Künstlich. Im Mix mit anderen Geschmacksrichtungen mal ganz interessant.



Wie ist die Konsistenz?

Zähes Leder, schlecht kaubar Bei Zimmertemperatur geht’s ganz gut, leicht bröselig. Zu zäh. 



Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen? Liegt eher schwer im Magen. Dafür hält Energieversorgung länger an; besser in kleinen Stücken essen, nicht gleich den ganzen Riegel Nicht während dem laufen essbar, eher bei Verpflegungsstellen mit viel Flüssigkeit. Ein ganzer Riegel wird während des Laufens schwer fallen – eher was für Radfahrer bei langsamerem Tempo. Sonst halt in kleineren Portionen essen und gut kauen – Vorteil dabei: Eine größere Menge der Einfachzucker (Fructose-Glucosesirup) geht über die Mundschleimhaut ins Blut. Allerdings erzeugt der Riegel Durstgefühl. Mein Tipp kleinere Stücke essen, wenn man sowieso zur Flasche greift. Wenn man im Mund damit mal fertig ist, dann geht er gut in den Magen und wirkt lange. Dritteln oder vierteln und in Etappen essen.


BLOCK

PARTY

VITARGO peformance BAR

Der eignet sich am besten für.... längere Einheiten, wenn man Hunger bekommt aber noch nicht was salziges braucht. Bei allem was etwas länger dauert. Gerne auch 1-2 Stunden vor dem Lauf. Patentiertes, langkettiges Kohlenhydrat.



Wie süß ist der eigentlich?

Viel zu süss, zu viel Schokolade . Der ist süß, aber ich mag das sehr. Find ich lecker.

Der schmeckt irgendwie nach...

Vanille und Schokolade. Vanillig und wie so ein Proteinriegel für Bodybuilder.

Wie ist die Konsistenz?

Weicher als Powerbar. Relativ weich. Man kann den ganzen Riegel während des laufens recht zügig runterbekommen.



Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen?

Könnte noch leichter sein, gab aber kein Völlegefühl, Flüssigkeit dazu schadet aber nicht. Mit Flüssigkeit spülen. Keinerlei Probleme.

Der eignet sich am besten für.... vor oder nach der Belastung; wenn man vor dem Sport noch einen kleinen Hunger hat Wie der Munzinger-Riegel – viel Fruchtzucker gibt schnell Energie, also während des Laufes essen. Brennwert allerdings deutlich geringer als die andern Riegel nur 1051Kj/100g. Dafür kaum Fett – nur 0,8g/100g, müsste also gut verdaubar sein. Wie der Herr Doktor eigentlich immer. 



Wie süß ist der eigentlich?

Nicht süss; fruchtig Schön fruchtig süss, wie Trockenfrüchte eben. Kaum süß. Fruchtiger als der Dr. Munzinger.

Der schmeckt irgendwie nach...

frucht; wie dicker obst brei; man hat die geschmacksrichtung sehr gut rausgeschmeckt Fast wie getrocknete Aprikosen pur, ganz angenehm. Trockenobst, klein geschnitten.



Wie ist die Konsistenz?

Breiig mit Oblate (aber weniger Oblaten Geschmack als beim Munzinger) Etwas gröber als der Dr. Munzinger

Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen? Sehr leicht leicht

SEEBERGER SPORT


ENERGY OATSACK Der eignet sich am besten für....

DR. MUNZINGER POWER PLUS

wenn man mal keine normalen Riegel mehr sehen kann, dann nimmt man den... subjektiv hat man das Gefühl den wenigsten Energiezugewinn bekommen zu haben als die vorherigen Riegel. Höchster Anteil an Haferflocken (44%). Das liefert langfristig Energie, bedarf aber auch einiger Verdauungsarbeit. Bei schnelleren, oder extrem heißen Läufen, wenn dem Magen wenig Blut zur Verdauungsarbeit zur Verfügung steht nicht zu empfehlen, für mich eher nach dem Lauf, um Energiespeicher wieder aufzufüllen, oder als Mittagsessenersatz. Der Oatsnäck liefert senastionelle 1561Kj/100g (372kcal/100g). Bei Etappenläufen kann der als Mittagessen gelten. Bei Pausen, an Verpflegungsstationen. Geschmacklich eine Alternative zum Herkömmlichen. Mein Tipp: Apfel-Zimt. Natürlicher Geschmack und saftig.



Wie süß ist der eigentlich?

Ziemlich süss; mal wieder zu viel Schoko drumrum. Rein geschmacklich sehr gut, ein bisschen, wie wenn man versucht einen Riegel selber zu machen. Süß. Kuchenartig.



Der schmeckt irgendwie nach...

Vanille hat man geschmeckt, Haferflocken, aber im nachhinein auch sehr künstlich. Sehr Haferflockig. Haferflocken, Schoko und die jeweilige Geschmacksrichtung.



Wie ist die Konsistenz?

Pulverisiert, vor allem im Nachgeschmack merkwürdig; flockig . Bröselig und flockig. Bröselt zu sehr. 



Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen? Wegen der Flockenkonsistenz leicht verdaulich ; dennoch hatte ich danach leichte magenprobleme... Wenn man Verpackung beim laufen aufmacht, schlecht und man verliert die Hälfte des Riegels. Während eines Laufs würde ich den nicht runterkriegen, möglicherweise in Pausen. Eher was für Pausen. Geht gut.

Der eignet sich am besten für.... Vor oder nach der Belastung; wenn man vor dem Sport noch einen kleinen Hunger hat. Eignet sich durch den sehr hohen Fruchtanteil besonders während eines Laufes. Der fruchtzucker steht schnell zur Verfügung und wird durch die körperliche Belastung ja auch wieder verbraucht. Auch sehr hohe Brennwertbilanz 1543kj/100g (366kcal/100g). Ein kleiner Nachteil ist der relativ hohe Fettanteil von 10,6g/100g. Immer.



Wie süß ist der eigentlich?

Eher fruchtig , nicht zu süss, fast neutral. Schön fruchtig süss Fruchtsüße also von daher nicht aufdringlich.



Der schmeckt irgendwie nach...

Oblatte und Fruchtschnitte Fast wie an Weihnachten, geschmacklich mein Favorit. Zurück zur Kindheit. Hat Mutter ab und an mal in die Butterbrotbox mit rein gepackt. Schmeckt nach Fruchtbrei und Oblate.



Wie ist die Konsistenz?

Frucht- Gummi -Masse aber zuviel Fett drin; nicht trocken. Gut kaubar, verlangt nicht nach so viel Flüssigkeit, wie die anderen Riegel. Saftig, fruchtig und nicht sehr fest. Gut zu essen.



Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen?

Leicht. Leicht und problemlos. Die kleine portionionierung ist nicht so gut; brechen weg beim laufen. Völlig ohne Probleme. Angenehme Sättigung.


BLOCK

PARTY Der eignet sich am besten für.... vor langen Einheiten, während des laufens. Leider keine Prozentangaben beim Glukosesirup. 24% Haferflocken und Reismehl (keine Prozentangabe) liefern mehr langkettige Kohlenhydrate als beim Powerbar. Mein Tipp: Während der Belastung bei langsameren und langen Läufen, aber auch ½ bis 1 Stunde vor dem Lauf, falls das Frühstück, oder Mittagessen zu kurz kam. Für mich ein guter Riegel vor allem vor dem Lauf und evtl. schon zum Frühstück mit einer Tasse Tee. Während des Wettkampfs ist der für mich zu klebrig und fest.



Wie süß ist der eigentlich?

Mir auch zu süss Recht süss, bei mir durch jahrelangen Verzehr auch schon Übersättigungserscheinungen. Süß. Lecker.



Der schmeckt irgendwie nach...

leicht Aprikose war da aber künstlich schmecken die alle  Wildbeere schmeckt sehr synthetisch, AnanasKarotte schmeckt neutraler, aber eben kaum nach Ananas und Karotte. Im Ansatz leicht nach den aufgedruckten Geschmackrichtungen.


Wie ist die Konsistenz?

Trotz den ganzen Haferflocken, die man erkennen kann, doch recht klebrig. Pappig, klebrig und fest.



Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen?

Gut verdaulich, braucht nicht viel Flüssigkeit, kann beim laufen gegessen werden. Bedarf auch einiger Kauarbeit, für einen festen Riegel aber in Ordnung. Geht ganz gut runter. Mit Flüssigkeit geht’s noch besser. Wie gesagt, vor der Belastung mit einem Heissgetränk geht der von alleine nach unten. Beim Rennen mit kleinen Schlückchen problemlos. Löst sich mit Flüssigkeit schnell auf.

Der eignet sich am besten für.... gar nicht. Riegel mit mittelkettigen Fettsäuren (MCT). Eigentlich sollte während eines Laufes der Anteil an Fetten wegen der sehr geringen Wasserlöslichkeit möglichst klein gehalten werden. MCTs sind aber wegen ihrer geringen Molekülgrösse bei

XENOFIT CARBOHYDRAT BAR Raumtemperatur flüssig und können gut über den Magen-Darmtrakt aufgenommen werden. Neue wissenschaftliche Studien bescheinigen den MCTs eine doppelt so hohe Ernergiebilanz pro Gramm, wie Glukose. Zusätzlicher Effekt – die Insulinantwort fällt geringer aus, als bei gleicher Energiezufuhr durch kurzkettige Kohlenhydrate. Alles in allem: in der Theorie durch den Mix aus Kurz- und langkettigen Kohlenhydraten und MCTs eigentliche der ideale Riegel für längere körperliche Belastung. Aber: schmeckt sehr bescheiden! Die Wirkung während des Laufs war nachhaltig und schnell nach dem Verzehr da. Bei langen Distanzen im Sommer.

Wie süß ist der eigentlich?

Es geht; den Aprikosengeschmack habe ich nicht geschmeckt. Schmeckt leicht vanillig, Aprikose habe ich nicht herausgeschmeckt (Geschmacksrichtung war Apricot-Vanilla). Nicht mein Geschmack. Im Verbund mit anderen aber evtl. ganz okay.



Der schmeckt irgendwie nach...

Der ist nur noch künstlich und irgendwie sehr aufdringlich. Leicht bitterer Nachgeschmack, sehr künstlich. Geht in Richtung Müsliriegel, aber viel zu künstlich.



Wie ist die Konsistenz?

Mit Wasser bekommt man den runter; bröckelt was schlecht beim laufen ist. Klebrig und bei Kälte hart.

Wie leicht war denn der Weg bis in den Magen?

Man hat ein bisschen das Gefühl, das Ding verpappt einem den Magen. Wie der Xenofit Problemlos. Wenn er mal zerkaut ist...


ite_logotypes.pdf

08-12-02

23.30.25

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Foto. Stephan Repke (Teneriffa)


VORSCHAU trail Nummer 6 DIE SAISON GEHT LOS! GRIPMASTER: der Trail-running fanatiker zeigt uns seine besten Fotos und nimmt uns zu seiner privaten transteneriffa mit.

Marathon des sables - ein tagebuch. von profis lernen wir durften mit dem besten trail-running team der welt trainieren. 5 tage mit der salomon equipe auf dem trail in Südfrankreich.

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TRAIL Ausgabe 5 . Magazin für Trailrunning