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WOHNUNGSBAU Wohnquartiere

Autor: Dipl.-Ing. Bernd Niebuhr, Hannover

Am Riedberg, der neuen Großsiedlung im Norden Frankfurts, baut das Hanauer Wohnungsbauunternehmen Bien-Ries auf Flächen von insgesamt rund 50 000 m2 mehrere Wohnquartiere mit hochwertigen Eigentumswohnungen. Sie tragen Namen wie Take 5, Skyline 1, Skyline 2, Sunbase und So What. Jede Anlage hat ihren besonderen Charakter und ihr eigenes Flair mit einem einzigartigen, imposanten und individuellen Erscheinungsbild.

Urbane Wohnkonzepte

Fotos: HeidelbergCement

Innenhof Take 5

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Der neue Frankfurter Stadtteil Kalbach-Riedberg ist mit einer Fläche von 266 ha eines der größten städtebaulichen Vorhaben Deutschlands. Bis 2017 sollen hier für ca. 15 000 Menschen aller Altersgruppen rund 6 000 Wohneinheiten entstehen – inklusive kompletter Infrastruktur, von Parks und Kindergärten bis zu Supermärkten, Ladenpassagen und Restaurants. Ferner sind Universitäts- und Forschungsinstitute sowie Technologieunternehmen geplant mit rund 3 000 Arbeits- und 8 000 Studienplätzen. Keine Frage, der junge Stadtteil im Nordwesten Frankfurts entwikkelt sich zu einer der ersten Wohnadressen im Rhein-Main-Gebiet. Wie bei allen Bauvorhaben hat Bien-Ries auch in Riedberg vorab eine interne Grundstücksbewertung und Marktuntersuchung vorgenommen. „Wir investieren nur, wenn die Lage, die Infrastruktur und die bauliche Ausnutzung des Grundstücks stimmen“, erklärt Vorstand Wolfgang Ries. „Bei den Umfragen zum Baugebiet Riedberg stellte sich heraus, dass kaum jemand diesen Stadtteil kannte. Allerdings hat uns der Standort überzeugt. Die städtebaulichen Perspektiven waren optimal und die Lage ist einzigartig. Vom Riedberg aus reicht der Blick auf die grünen Hügel des nahen Taunus und auf die faszinierende Frankfurter Skyline. Und unser Konzept ging auf. Die Akzeptanz des Stadtteils ist heute entschieden größer.“ Die Architektur und das Wohnkonzept der Quartiere Skyline 1 und Skyline 2 sind im Hause Bien-Ries entwickelt und realisiert worden. Für Take 5, „So What“ und einem dritten Bauvorhaben wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Als Sieger ging www.bundesbaublatt.de


WOHNUNGSBAU ??????????????? Lichtdurchflutet die Räume inklusive faszinierendem Blick auf die Frankfurter Skyline

das renommierte Schweizer Architekturbüro Atelier 5, Bern, hervor. Bien-Ries fängt mit dem Bau erst an, wenn rund 30 % der Wohnungen eines Quartiers verkauft sind. In der eigens für Verkaufsgespräche vor Ort errichteten Bien-Ries-SkylineLounge können sich Interessenten in einem

exklusiven Rahmen ausführlich und fachkompetent über die Objekte, Technik, Ausstattung, Preise etc. informieren. Eine 3D-Animation in Echtzeit und Projektausstellungen gehören ebenso zu dem Präsentationsprogramm wie Finanzierungsberatung und Architekturforen.

Ansicht Take 5

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WOHNUNGSBAU Wohnquartiere

Als gelungene Marketingstrategie haben sich auch die außergewöhnlichen Namen der Projekte herausgestellt. Der Impuls zu Take 5 kam von dem bekannten Dave Brubeck Jazztitel. So What fand seine Inspiration in dem gleichnamigen Miles Davis Klassiker und bei Skyline war man angeregt von dem herrlichen Blick

Als gelungene Marketingstrategie haben sich auch die außergewöhnlichen Namen der Projekte herausgestellt. Der Impuls zu Take 5 kam z. B. von dem bekannten Dave Brubeck Jazztitel.

auf die beeindruckende Frankfurter Skyline. Die Projektnamen haben sich schnell als eigenständige Marken innerhalb der Bien-Ries Philosophie etabliert. Sie verdeutlichen, dass hier mehr entsteht als nur Eigentumswohnungen. Musik, Kultur, Lifestyle, Lebensgefühl und Architektur gehen eine atmosphärisch wohnbehagliche Symbiose ein. Beispiel: Das Quartier Take 5

Die auf dem ca. 4 900 m2 großen Grundstück gebaute Anlage Take 5 besteht aus vier Ein38

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zelgebäuden mit insgesamt 5 760 m2 Wohnfläche, inklusive Balkone und Terrassen. Die Häuser gruppieren sich um einen zentralen Innenhof, der als Quartiersplatz ein Ort der Gemeinschaft für die Bewohner ist. Von hier aus werden alle Gebäude erschlossen. Die privaten Außenbereiche sind vom Innenhof durch Bastionen getrennt und bieten Rückzugsmöglichkeiten. Jede Wohnung verfügt über einen oder mehrere Freiräume wie zum Beispiel Terrassen, Patios, Innenhöfe oder Balkone. Sie schaffen zusammen mit den großen, raumhohen Fenstern die gewünschte Leichtigkeit und Transparenz innerhalb der Bebauung. Haus 1 mit 19 Wohnungen ist im Südosten des Grundstücks der längste Riegel des Quartiers. Die Häuser 2 (18 Wohneinheiten) und 3 (14 Wohneinheiten) grenzen die Anlage nach Süd- und Nordwesten ab. Das Haus 4 fällt mit seiner besonderen Formensprache aus dem architektonischen Gesamtrahmen des Quartiers. Das ursprüngliche Konzept der Architekten sah eine gemeinschaftliche Nutzung vor, die aber zugunsten eines exklusiven Doppelhauses umkonzipiert worden ist. Besondewww.bundesbaublatt.de


Die Architektur und das Wohnkonzept der Quartiere Skyline 1 und Skyline 2 sind im Hause Bien-Ries entwickelt und realisiert worden

res Highlight ist hier der Dachgarten auf dem Haus, der über einen teilweise verglasten Gebäudeaufsatz zu erreichen ist. Die Grundrisse aller Wohnungen sind klar gegliedert und dem Schweizer Baustil von Atelier 5 angepasst. Facts, die bei einer Teamsitzung Atelier 5 aufgeschnappt worden sind, geben einen anschaulichen Einblick in die Planungsweise der Architekten: „…Erstens: Essen und Kochen – Küche mit Esszimmer und naher Bezug zum Außenraum. Kochen und Essen heißt Kommunikation… Zweitens: Wohnen mit Bezug zur Außenfläche…Drittens: Schlafen mit Bad und Ankleide direkt beieinander… Je kürzer die Wege, desto eher wird der Raum genutzt… Panoramablick, Gärten nach Süden oder Westen.“

„Wir wissen, was wir unseren Kunden schuldig sind. Deshalb sind wir bei der Materialwahl sehr konservativ und machen keine Experimente. Zum Beispiel verwenden wir für alle unsere Objekte grundsätzlich den Wandbaustoff Kalksandstein. Die Außenwände des Quartiers Take 5 bestehen aus 20 bzw. 15 cm Kalksandstein, System KS-Quadro und einem 12 cm starken Wärmedämmverbundsystem. Die fertiggestellten Häuser haben den

Wolfgang Ries „Die

Zusammenarbeit mit Atelier 5 ist anders als bei den meisten Architekturbüros. Bedächtiger manchmal, aber immer besonnen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Alles wird diskutiert, debattiert, erneuert. Es ist eine Architektur, einmalig, durchdacht und begründbar, wie ich sie bisher kaum erlebt habe.“

Das Wohnungsangebot reicht von Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen über Triplex- und Duplexwohnungen bis zu Atelier-, Penthouseund Loftwohnungen. Wolfgang Ries: „Die Ansprüche an die Wohnungsgrößen nehmen stetig zu. Die klassische Zwei-Personenwohnung mit 60 m2 Wohnfläche gibt es praktisch nicht mehr. Die Wohnungsgrößen liegen bei uns deshalb kundenorientiert bei rund 100 – 150 m2.“ Die Brandbreite unterschiedlicher Wohnungstypen sprach eine Klientel an, die sich insbesondere aus Kreativberufen zusammensetzt - Architekten, Designer, freie Künste etc. Wolfgang Ries: „Wir erfahren immer wieder, dass die Menschen ein Heimatgefühl in ihrer Wohnung suchen. Je rauer die Umwelt wird, je mehr Stress die Menschen haben, desto mehr besinnt man sich auf seine eigenen vier Wände. Motto: Die eigene Wohnung ist der Ort der Erholung, der Ruhe, der Besinnung. Und das bieten wir unseren Kunden.“ Insgesamt garantieren die werthaltige Bausubstanz und die qualitativ hochwertigen Materialien den Käufern auf lange Sicht einen angenehmen Wohnkomfort und hohe Wertsteigerung der Immobilie.

Standard eines KfW-60-Hauses (EnEV 2007). Die im Bau befindlichen Häuser entsprechen dem seit Oktober 2009 geltenden KfW-Energieeffizienzhaus-70 bzw. -55-Standard.“ Lieferwerk der Kalksandsteine für sämtliche Bien-Ries Quartiere am Riedberg ist das KSWerk Babenhausen der Heidelberger Kalksandstein GmbH. Um dem Anspruch des erhöhten Schallschutzes gerecht zu werden, stellt der Hersteller das System extra für BienRies in der besonders schweren Bauart mit einer Rohdichte von 2,2 kg/dm3 her. Ein Konzept, das aufgeht

Im Vordergrund der Wohnungsausstattung steht die Liebe zum Detail. Sämtliche Wohnungen werden schlüsselfertig übergeben, inklusive Malerarbeiten und Echtholzparkett. Fußbodenheizung ist obligatorisch. Raumhohe Verglasung für mehr Licht, Sonnenschutzverglasung mit getönten Scheiben, geschosshohe Zimmertüren, extensiv begrünte Dächer für mehr Naturerhalt, Müllsammelräume an der Tiefgarage sind nur einige Details, die das Konzept erfolgreich machen. 9 2010

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"Urbane Wohnkonzepte". Presseartikel Skyline und Take5.Bundesbaublatt, Ausgabe 09/2010.  

Take5, teilnehmendes Projekt beim Tag der Architektur und Skyline, nominiert zu einem von zwei Wohnungsbauleitprojekten der Stadt Frankfurt,...