Jeden Tag, so wie ich's mag, geht es mir in jeder Hinsicht immer besser!

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Über dieses Buch

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ieses Buch handelt von der praktischen Anwendung der Autosuggestion (heute meist „Affirmationen“ genannt) nach Emile Coué (welcher ein Vorwort verfasste).

„Wenn sich Vorstellungs- und Willenskraft widersprechen, setzt sich ausnahmslos immer die Vorstellungskraft durch!“ Emile Coué

C. Harry Brooks, ein englischer Literaturagent, suchte Coué (1857 - 1926) in den Sommermonaten 1922 in Nancy (Normandie) auf, und beobachte den Ablauf der Heilungssitzungen vor Ort. Die Sprache des Buches ist sehr einfach gehalten. Wissenschaftliche Fachbegriffe wurden weitgehend vermieden. Sie erfahren unter anderem ... »

wieso die „Allgemeinformel“ (ein einziger Satz, der auch Titel des Buches ist) trotz der Unterschiedlichkeit der persönlichen Situation fast immer die richtige Formel für die Ansprache des Unterbewusstseins ist,

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wie Sie Schmerzen beseitigen,

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wie die Autosuggestion bei Kindern angewandt werden kann,

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einige Beispiele für Coués Heilerfolge (wobei er immer darauf verwiesen hatte, kein „Heiler“ zu sein),

Emile Coué war zu Lebzeiten weit über sein Heimatland Frankreich bekannt. Hunderttausende von Menschen kamen teils von weit her - auch aus dem Ausland - und verdankten ihm die Genesung. Der Bonusteil (PDF) enthält Zeitungsberichte über die Besuche Coués in den USA. Jeden Tag, so wie ich‘s mag, geht es mir in jeder Hinsicht immer besser - 2


Inhaltsübersicht Geleitwort von Emile Coué Vorwort von C. Harry Brooks

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I IN DER PRAXIS VON COUE IN NANCY Kapitel 1: Zu Besuch in der Klinik von Emile Coué Kapitel 2: Einige Heilerfolge Coués Kapitel 3: Die Kinderklinik

2 17 24

II ÜBER DAS WESEN DER AUTOSUGGESTION Kapitel 4: Die Macht der Gedanken Kapitel 5: Gedanken und Willenskraft

35 46

III DIE AUTOSUGGESTION IN DER PRAXIS Kapitel 6: Allgemeine Regeln Kapitel 7: Die Allgemeinformel Kapitel 8: Spezielle Suggestionen Kapitel 9: Umgang mit Schmerzen Kapitel 10: Die Autosuggestion bei Kindern Kapitel 11: Schlussbetrachtungen

59 66 77 88 95 103

Über Emile Coué

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Bonus: Amerikanische Presseberichte über den Besuch Emile Coués in den USA im Jahre 1923 (PDF)

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Blick ins Buch

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Blick ins Buch

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ir haben bereits gesehen, wie bei einem unerfahrenen Golfer der Ball in einem Bunker landet, weil er unbewusst genau die Bewegungen ausführt, die diese Vorstellung in Realität verwandeln. Bei der Umsetzung dieser Vorstellung zeigt das Unbewusste eine große Findigkeit und Raffinesse, die sehr wohl Bewunderung verdient, auch wenn sie den Wunsch des Golfers vereitelt. Aus diesem und aus anderen Beispielen haben wir die Schlussfolgerung gezogen, dass das Unbewusste einen Endzustand herbeiführen wird, sofern das Bewusstsein die Vorstellung von einem bereits eingetroffenen Ergebnis vorwegnimmt. Dies gilt gleichermaßen für unsere spontanen Autosuggestionen, wie für die von uns selbst bewirkten. Daraus ergibt sich, dass wir glücklich werden, wenn wir ganz selbstverständlich von Glück ausgehen. Wenn unsere Gedanken um Gesundheit kreisen, werden wir gesund. Wenn wir an Fröhlichkeit denken, werden wir fröhlich. Alles, was ständig in unseren Gedanken ist, tendiert dazu – immer unter der Voraussetzung, dass es sinnhaltig und angemessen ist – sich in unserem Leben zu verwirklichen. In unserer Gesellschaft legen wir zu viel Gewicht auf das Tagesbewusstsein. Wenn jemand unter Kopfschmerzen leidet, sucht er mithilfe seines Arztes nach der Ursache. Er versucht herauszufinden, ob die Augen dafür verantwortlich sind, oder vielleicht die Verdauung oder die Nerven, und besorgt sich dann entsprechende Medikamente. Wenn er Abhilfe für seine Gedächtnislücken sucht, versucht er es mit diversen Methoden der Gedächtnisschulung. Wenn er das Opfer einer schädlichen Angewohnheit ist, versucht er, diese mit Willenskraft zu überwinden, was häufig dazu führt, dass er sich verausgabt, seine Selbstachtung untergräbt und letztendlich noch tiefer im Sumpf versinkt. Jeden Tag, so wie ich‘s mag, geht es mir in jeder Hinsicht immer besser - 5


Wie einfach ist dagegen die Bewirkte Autosuggestion! Er braucht sich nur das angestrebte Endszenario vorzustellen, zum Beispiel einen klaren schmerzfreien Kopf, ein gutes Gedächtnis, oder eine Lebensweise, bei der schädliche Angewohnheiten keinen Platz haben, und diese Wunschzustände werden sich dann nach und nach herausbilden, ohne dass ihm die von seinem Unbewussten vollzogenen Abläufe bewusst sind. Wenn für jedes individuelle Problem eine separate Behandlung nötig wäre – also eine für die Kopfschmerzen, eine andere für das Gedächtnis und wieder eine andere für die Beseitigung einer unerwünschten Gewohnheit – würde der Zeitaufwand für die Durchführung einer Autosuggestion einen beträchtlichen Teil unserer wachen Zeit ausmachen. Glücklicherweise haben die Forschungen der Schule von Nancy eine einfachere Vorgehensweise ergeben. Dies geschieht über eine Allgemeinformel, die dem Bewusstsein die Vorstellung von einer täglichen Verbesserung in jeder Hinsicht – geistig, körperlich und moralischer Art – präsentieren. In der ursprünglichen französischen Version lautet diese Formel wie folgt: „Tous les jours, à tous points de vue, je vais de mieux en mieux”. Die englische Fassung, welche von Coué selbst als die passendste erachtet wurde, lautet: „Day by day, in every way, I’m getting better and better!“ Diese Formel ist leicht zu sprechen und zu begreifen. Sie hat einen gewissen Rhythmus, und prägt sich dem Bewusstsein und dem Unbewussten leicht ein. Jeden Tag, so wie ich‘s mag, geht es mir in jeder Hinsicht immer besser - 6


Sie ist jedoch nicht die einzig denkbare Übersetzung. So hat zum Beispiel Baudouin andere Übersetzungsvarianten vorgeschlagen, und wenn Sie daran bereits gewohnt sind, bleiben Sie besser bei der anderen Variante. Religiös eingestellte Menschen, die diese Formel mit der Obhut und Fürsorge Gottes verbinden wollen, könnten beispielsweise sagen: „Tag für Tag geht es mir mit Gottes Hilfe in jeder Beziehung immer besser!“ Möglicherweise wird die Aufmerksamkeit des Unbewussten bei einer solchen Formulierung eher auf moralische und spirituelle Verbesserungen gelenkt. Neben seiner Kürze und Zweckmäßigkeit hat die Allgemeinformel auch noch weitere Vorteile. Als Aufseher über unsere geistigen und körperlichen Abläufe weiß das Unbewusste wesentlich besser als das Tagesbewusstsein, welche Mängel und Schwächen abgestellt werden sollten. Über die Allgemeinformel wird es mit einem Fundus an heilender und aufbauender Kraft versorgt, und überlässt es ihm, diese Kraft dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Die Menschen haben sehr unterschiedliche Auffassungen von Männlichkeit oder Weiblichkeit. Für den materialistischen Perfektionisten zeigt sich Vollkommenheit nur in Reichtum, die Schmetterlingsfrau begnügt sich mit äußerlicher Schönheit, Charme und Anziehungskraft. Der feinfühlige Mann neigt vielleicht dazu, die ihm offenstehenden Möglichkeiten abzuwerten und die ihm fehlenden Möglichkeiten überzubewerten, während sein selbstzufriedener Nachbar nirgendwo Tugenden zu erkennen zu vermag, außer an sich selbst. Jeden Tag, so wie ich‘s mag, geht es mir in jeder Hinsicht immer besser - 7


Es ist durchaus denkbar, dass ein Mensch, der seine Autosuggestionen ausgehend von seinen bewussten Wünschen selbst formulieren will, Eigenschaften verbessern will, die an sich alles andere als lobenswert sind, oder die, aus einer höheren Warte betrachtet, sogar schädlich sind. Selbst wenn wir unterstellen, dass seine Wahl richtig war, bestünde die Gefahr einer zu starken Entwicklung einiger weniger Eigenschaften zum Nachteil anderer, was der Ausgeglichenheit seiner Persönlichkeit schaden würde. Davor schützt uns die Verwendung der Allgemeinformel. Sie schützt den Menschen trotz seiner selbst. Weil sie sich an eine kompetentere Stelle wendet, vermeidet sie Fallgruben, in die ihn sein Tagesbewusstsein locken könnte. Ebenso wie wir die Verteilung von Speis und Trank dem Unterbewussten überlassen, können wir unsere mentalen Speisen getrost unserer Bewirkten Autosuggestion anvertrauen. Die Befürchtung, dass die allgemeine Anwendung dieser Formel einen standardisierenden Effekt haben könnte und den Anwender auf ein Einheitsmuster zurechtstutzen würde, ist unbegründet. Ein starres System von speziellen Suggestionen könnte ein solches Ergebnis zwar erbringen, aber die Allgemeinformel lässt dem Bewusstsein seine freie Entfaltung und eine naturgemäße Entwicklung. Die unendliche Vielfalt der menschlichen Bewusstseine lässt sich nur durch den auf diese Weise frei verabreichten Impuls erhöhen. Wie wir bereits gesehen haben, steigt das unbewusste „Hochwasser“ kurz vor dem Einschlafen sowie gleich nach dem Aufwachen auf den höchsten Pegel an, der mit dem bewussten Denken vereinbar ist. Bei zu diesen Zeiten vorgegebenen Suggestionen ist die Akzeptanz so gut wie garantiert. Diese Augenblicke sind für die Wiederholung der Formel am besten geeignet....

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