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Ausgabe 15 • März 2016

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+++ ADELVERPFLICHTET +++ BASTIAN ERKLÄRT +++ AKTUELLES+++ BJT 2015 +++ NÄCHSTENLIEBE +++ WALLFAHRT 2015 +++ REZEPTE +++ NEUE GESICHTER +++ HAUSGEMACHTES +++ BILDER +++ BERICHTE +++ UND VIELES MEHR...


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 2

Inhalt

Impressum Herausgeber: Bund der Sankt Sebastianus Schützenjugend Diözesanverband Köln e.V. (BdSJ Köln) Kontakt: BdSJ Köln Steinfelder Gasse 20-22 50670 Köln Telefon: 0221 16426562 Fax: 0221 16426565 Mail: dasheft@bdsj-koeln.de

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http://www.bdsj-koeln.de Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sebastian Backhausen, Andreas Diering, Michael Doppelfeld, Sonja Kübler, Lukas Schmitz Gestaltung/Design: Christian Klein (Layout) Mail: design@vektorpixel.de Vito Spalluto (Satz) Mail: vito.spalluto@bdsj-koeln.de

Seite Thema

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Impressum/Inhalt

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Profil AG

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Editorial

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Termine

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Adel verpflichtet

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AFS 3/2015

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Impuls

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Wallfahrt 2015

Bilder: siehe Seite 7

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Bastian erklärt

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Vorgestellt!

Druck: www.flyeralarm.com

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Film Hancock

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BDKJ DV 2015

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JLS 3/2015

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DJT 2016

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BJT 2016

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Vorgestellt!

23 Romwallfahrt

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EH+AFS 1/2016

24 Rezepte

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BJT 2015

25 Hausgemachtes

Auflage: 2.500 Stück Erscheinungszyklus: halbjährlich Redaktionsschluss Ausgabe 16: 31.08.2016

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Seite Thema


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 3

Grußwort

Sozialkompetenz Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe Kompetent sein – klar, aber soziale Kompetenz? Oder am besten noch soziale Intelligenz? Kann man etwa auch sozial-schlau sein? Menschen sind keine Einzelgänger. Um sich zu verwirklichen, brauchen sie andere Menschen. Also befinden sie sich auch in den meisten Fällen in Gruppen oder Systemen, in denen alle aufeinander angewiesen sind. Kleine wie Familien, größere wie Schulklassen oder richtig große wie Betriebe. Manchmal gehört man automatisch in eine von diesen Gruppen, aber oft kann man sich die Gruppen, in die man gehören will, bewusst aussuchen. Denn damit diese Gruppen funktionieren, ist es wichtig, dass alle möglichst gut und mit dem gleichen Ziel zusammenarbeiten. Dafür braucht es zwei Dinge: Erstens: Ich muss wissen, was ich gut kann und was meine eigenen Ziele sind, damit ich die richtige Gruppe und die richtige Rolle in dieser Gruppe finden kann. Und zweitens: Ich muss auf die anderen in der Gruppe achten und erkennen, was diese zum Gruppenziel beitragen. Ich brauche also Fähigkeiten und Kenntnisse über mich selbst, aber auch über den Umgang mit anderen, z.B. in Bezug auf die Zusammenarbeit oder die Führung von Gruppen. Und diese Fähigkeiten und Kennt-

nisse nennt man „Soziale Kompetenz“. Ein paar Beispiele für Soziale Kompetenzen: Eigenverantwortung, Menschenkenntnis, Toleranz, Teamfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Wertschätzung. Soziale Kompetenz kann man nicht wie Mathe lernen. Es gibt keine festen Regeln oder Gesetzmäßigkeiten dafür. Soziale Fähigkeiten muss man entweder vorgelebt bekommen (z.B. Toleranz oder Konsequenz). Oder muss durch eigenes Erleben lernen, was Gruppen erfolgreich macht (Teamarbeit, Kooperation etc.). Da solche Prozesse länger dauern, ist es wichtig, möglichst früh mit sozialen Kompetenzen in Berührung zu kommen. Die Grundsteine bekommen die meisten schon in der eigenen Familie vorgelebt. Auch im Schulunterricht werden durch Gruppenarbeit und offenes Lernen die sozialen Fähigkeiten gefördert. Kinder und Jugendliche, die sich außerschulisch in Gruppen tummeln – also vom Chor über Sportvereine bis zu Jugendverbänden wie dem BdSJ, haben noch mehr Chancen. Unsere Bruderschaften leisten durch ihre Kinder- und Jugendarbeit etwas sehr wertvolles: Sie bieten die Chance soziale Kompetenzen zu erwerben und fürs Leben zu lernen. Das geschieht beispielsweise durch

das Erleben von Mitbestimmung (Wahlen, gemeinsame Jahresplanung), Fairness (Gruppenregeln), Gerechtigkeit (soziale Projekte), Verantwortungsübernahme (Jugendleiter), Vertrauen (Gemeinschaft erleben), … Was bringt mir das? Abgesehen davon, dass es für jeden Mensch von Vorteil ist, sich gut und sicher in Gruppen bewegen zu können, und diese vielleicht sogar führen zu können, sind soziale Kompetenzen auch auf dem Arbeitsmarkt als Schlüsselqualifikationen gerne gesehen. Denn wer sich und andere motivieren und für ein gutes Gruppenklima sorgen kann, wirkt damit auch positiv auf die Arbeitsleistung aller ein. Fazit: Menschen können nur dann gut zusammenleben, wenn sie auch wissen wie das geht. Sie brauchen also soziale Fähigkeiten und Kenntnisse. Diese lernen sie durch vorleben und erleben. Jugendverbände wie der BdSJ leisten einen wichtigen Beitrag dafür, in dem sie Räume bieten, soziale Kompetenzen zu erleben. Menschen, die viele soziale Kompetenzen haben, haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sind enorm wichtig für unsere Gesellschaft. Soziale Kompetenz bringt uns also viel weiter als Vorurteile und Intoleranz.

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Interview

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 4

Adel verpflichtet Was ist ein guter Mensch? Interview mit unserem Hochmeister Das HEFT: Sind adlige Menschen besser oder anders erzogen? Gehen sie höflicher mit anderen um? Und wenn ja, warum ist das so? Hochmeister: Viele der sog. adligen Familien geben ihren Kindern aus der Tradition heraus auch heute ab einem gewissen Alter die Möglichkeit, auf ein Internat oder spezielle Schulen zu gehen, wo Wert auf Umgangsmanieren, Charakterbildung, Disziplinen und Ordnung gelegt wird und auf denen sie Freunde für Leben finden können, die aus einem gleichen Background kommen wie sie selbst. Diese Schulen tragen dazu bei, dass Adlige durchaus einen höflichen Umgangston mit ihren Mitmenschen pflegen, zumal sie diesen auch in ihren Familien vorgelebt bekommen haben. Gute Manieren und Höflichkeit sind Ausdruck des Respekts vor jedem einzelnen Menschen, egal woher er kommt oder wie seine Erziehung war. Das HEFT: Was macht einen guten Menschen aus? Wie kann man ein möglichst guter Mensch sein? Hochmeister: Mögliche Antworten auf diese Frage haben schon viele Philosophen, Gelehrte und auch Religionsstifter beschäftigt. Ich denke, es gibt Regel für die gesamte Menschheit die uns helfen, ein sogenannter guter Mensch zu werden der anderen hilft, sie achtet und ihnen nicht schadet. Zu diesen Regeln und Gesetzen zählen zweifelsohne die

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Menschenrechte. Wenn wir sie befolgen, haben wir schon einmal viel erreicht. Dann gibt es in jeder Religion Gebote und Regeln, also Verhaltenscodizes, die uns im höchstpersönlichen Bereich helfen, ein „guter Mensch“ zu werden. Die Frage, was einen guten Menschen ausmacht ist von anderen Menschen nicht abschließend zu beantworten. Das weiß wirklich und allein nur unser Schöpfer. Was „gut“ ist, unterliegt dem gesellschaftlichen Wandel und den damit verbundenen Normen. Andere Menschen können zwar die Ergebnisse unseres Handelns beurteilen, nicht aber unser „Warum“, unser Motiv wieso wir etwas tun

oder lassen. Ein Beispiel: Ich kann jemandem aus einer sichtbaren Schwierigkeit helfen. Dies kann ich tun, weil es mir ein Bedürfnis ist. Ich kann dies aber auch tun, um vor allen anderen als Held , als „guter Mensch“ dazustehen. Geholfen habe ich, das steht fest. Nur das „Warum“ ich es getan habe definitiv nicht. Bedenken wir auch: viele tun in ihrer Nähe, in Gruppen oder ganzen Gesellschaften Gutes - aber im Stillen - ohne dass es bekannt wird und ohne dafür gelobt zu werden. Letztendlich handle ich anhand meines Glaubens und meines Gewissens und entscheide und handle auch danach. Das HEFT: Warum lohnt es sich, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen? Sollte sich jede/r sozial engagieren? Hochmeister: Zu allererst müssen wir lernen, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Erst wenn wir gelernt haben mit den Konsequenzen unserer Entscheidungen, unseres Handelns fertig zu werden, können wir dies später auch für andere tun und damit auch Verantwortung für andere übernehmen. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist ein erster Weg der Persönlichkeitsbildung und Festigung des Charakters. Ohne eigene Erfahrungen wäre es unverantwortlich für andere Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir soweit sind, dass wir uns für andere einsetzen können, sollten wir uns auch sozial engagieren.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 5

Soziales Engagement bedeutet, sich für eine Sache oder für andere Menschen einzusetzen. Dabei sind die Motive aber sehr unterschiedlich. Oft ist es den Betreffenden ein inneres Bedürfnis, zu helfen. Christen motiviert das Gebot der Nächstenliebe. Sich für andere Menschen einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen bedeutet dann, etwas zu geben oder etwas zurückzugeben, ohne Vorbehalt.

Hochmeister: Ich denke, dass meine Familie und meine drei Geschwister mich maßgeblich geprägt haben. Wenn man das Glück wie ich hatte, in einer Familie mit Geschwistern und vielen Cousins und Cousinen aufzuwachsen wird die eigene

Das HEFT: Haben Sie ein Vorbild? Hochmeister: Ja, den Heiligen Vinzenz Pallotti, meine Eltern und meine Großeltern. Das HEFT: Was sind für Sie wichtige soziale Fertigkeiten? Wann braucht man diese? Hochmeister: Wichtig erachte ich Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Umgangsformen, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Sorgfalt und Durchhaltevermögen wozu für mich auch gehört, dass man gegebenenfalls gegen den Strom schwimmen muss. Für all dies benötigen wir eine gewisse Art der sozialen Intelligenz, das bedeutet für mich, andere zu verstehen sowie sich ihnen gegenüber situationsbedingt und klug zu verhalten. Durch unsere sozialen Fähigkeiten können wir andere (Gruppen oder Mitarbeiter) positiv beeinflussen. Das HEFT: Wo haben Sie ihre sozialen Kompetenzen erworben? Was hat Sie geprägt?

Persönlichkeit schon früh gefordert und von den Eltern gefördert. Die Familie ist somit für mich auch heute noch der Hort, das Nest in dem wir unsere Prägung erhalten. Später waren es die Messdiener und die Messdienergruppenleitungen, wo ich soziale Kompetenz erworben habe. Danach bzw. dadurch habe ich in meiner Schule eine führende Position erhalten. Dies wurde begleitet durch den Sport, der hier nicht unerwähnt bleiben darf. Einzeldisziplinen und Mannschaftssport haben mich hier viel gelehrt. Während des Studiums habe ich viele Veranstaltungen organi-

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siert. Auch das hat mir später sehr geholfen. Aber auch meine Zeit in einer Kölner Studentenverbindung war prägend. Das HEFT: Was geht für Sie gar nicht? Wann ärgern Sie sich über andere? Hochmeister: Eine Antwort für beide Teilfragen: Lügen! Das HEFT: Kann der BdSJ etwas besonders gut? Hochmeister: Ich weiß nach meiner nunmehr 6-jährigen Amtszeit, dass der BdSJ die besondere Fähigkeit hat, junge Menschen zu motivieren und ihnen in auf eine gewisse Art und Weise ein sportliches und auch geistliches zuhause zu geben. Dies geschieht in einer Art und Weise die beispielhaft ist, denn im BdSJ werden alle dort abgeholt wo sie stehen. Niemand wird zu etwas gezwungen, niemand wir verbogen. Der BdSJ fördert die Charakterbildung und die sozialen Fähigkeiten junger Menschen durch Sport, Musik, Veranstaltungen und Lehrgänge. Als Jugendorganisation zeigt er Jugendlichen die Chancen die in ihnen stecken, fördert sie ausdrücklich und hilft ihnen verantwortungsbewusste Menschen zu werden. Das HEFT: Was möchten Sie uns noch mit auf den Weg geben? Hochmeister: Christ sein ist Gnade, Gnade ist Adel und Adel verpflichtet!

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 6

Lohnt es sich? Ein Impuls unseres Bundesjungschützenpräses Wolfgang Pütz „Der Lohn einer guten Handlung liegt darin, dass man sie vollbracht hat.“ (Seneca). In den vergangenen dreißig Jahren ging der Trend in Deutschland in Richtung Egokult und Selbstverwirklichung, verbunden mit einer nachlassenden Bereitschaft, sich um andere Menschen zu kümmern. Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich das verändert. Besonderes im Jugendbereich sehnen sich immer mehr junge Menschen danach, anderen Menschen zu helfen und etwas „Sinnvolles“ zu tun. Tatsächlich scheint ein „erfülltes Leben“ ohne die Bereitschaft, sich sozial zu engagieren, nicht möglich zu sein. Wenn wir einmal in die vergangenen Wochen und Monate schauen und dabei die große Bereitschaft der Deutschen in Hinblick auf die tatkräftige Unterstützung der Menschen, die aus gefährdeten Ländern wie Syrien oder dem Irak zu uns gekommen sind, sehen, dann lässt sich die eingangs erwähnte Beobachtung bestätigen. Was aber ist es genau, was Menschen letztendlich zu allen Zeiten und an allen Orten bewegt hat, sich für das Wohl anderer Menschen einzusetzen? Aus christlicher Sicht heraus gibt es das sogenannte Doppel (ich ergänze: Dreifach-) Gebot: „Du sollst Gott lieben (ehren) und Du sollst Deinen Nächsten lieben und Du

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sollst Dich selbst lieben (achten). Die Liebe zu Gott kann nichts Abstraktes, Abgehobenes bleiben, sonst dreht sie sich um sich selbst. Gottesliebe ist messbar an der Art und Weise, wie ich meinem konkreten Gegenüber begegne. Jesus macht dies an vielen Beispielen in seinen Gleichnissen deutlich. Der barmherzige Mann aus Samarien lässt den fast zu Tode geprügelten Menschen am Wegesrand nicht liegen, sondern zeigt Zivilcourage und kümmert sich um ihn. Dieser Mann steht für die unzähligen Menschen, die auch heute noch Zivilcourage zeigen und sich nicht scheuen, auch auf die Gefahr hin, selber gefährdet zu werden, anderen Menschen zu helfen. (Beispiele in der U-Bahn, auf der Straße, im Verkehr). Das zweite, was damit unmittelbar zusammenhängt, ist die Liebe zu sich selbst. Wie kann und soll ich andere Menschen lieben (sie schätzen, sie achten), wenn ich mich selbst nicht lieben (nicht wertschätzen, nicht achten) kann? Dieses Teilgebot ist wohl das Anspruchsvollste und wurde lange Zeit in der Kirchengeschichte als „Christenpflicht“ im Sinne, das Wohl des Nächsten über das eigene Wohl zu stellen, missverstanden. Wie soll Nächstenliebe funktionieren, wenn sie als Pflicht verstanden wird und nicht als Herzens-

angelegenheit? Wie kann Erbarmen geschehen, wenn es nicht aus dem eigenen Herzen kommt? Und genau genommen sind Pflichterfüllung und Moral hierfür auch gar nicht erforderlich, denn „wer Erbarmen übt, tut sich selbst wohl“, wie es den Sprüchen Salomos steht. Mit anderen Worten: Wer anderen hilft, tut sich und seiner Seele selber gut. Das um sich selbst Kreisen wird in der Theologie als Sünde bezeichnet. Sünde heißt nicht in erster Linie ein verwerfliches Handeln im moralischem Sinne, sondern vielmehr das in sich selbst gekehrt sein


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 7

und die Abgeschiedenheit von Gott. Menschen, die sich ausschließlich mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen beschäftigen, isolieren sich immer mehr von ihrer Umwelt und werden mehr und mehr von sich selbst gefangen. Der Einsatz für andere Menschen (z.B. für Flüchtlinge), die meist unter viel schwierigeren Umständen leben, löst einen aus dem Gefangensein in der eigenen Lebenssituation und macht einem in der Regel wieder bewusst, wie gut es einem eigentlich geht. Menschen, die sich helfend für andere einsetzen, fördern in sich die Fähigkeit zu Mitgefühl, Verständnis und eigener Zufriedenheit. Von dieser Warte aus betrachtet stoßen wir auf den Begriff „Sinn – Sinnhaftigkeit.“ Was macht mein Leben sinnvoll? Was ist Sinn- stifend in meinem Leben? Sinn ist ein Hauptfaktor für Erfüllung und Zufriedenheit im Leben. Das, wovon ich zutiefst überzeugt bin, weil es für mich in diesem Falle einen tieferen Sinn ergibt, kann motivierend auf mein derzeitiges Handeln haben. Selbst die niedrigste Arbeit kann einen tieferen Sinn ergeben, wenn ich davon erfüllt bin, dass es sinnvoll ist und nicht nur mir selbst dient, sondern auch jemand Anderem hilft. Nehmen wir die vielen Beispiele aus der

Jugendverbandswelt. Junge Menschen engagieren sich in diversen Mitgliedsverbänden wie die KjG, die DPSG, Kolpingjugend, der BdSJ etc. Die Sinnhaftigkeit von ehrenamtlichen jungen Menschen besteht ja darin, dass sie in ihrer Freizeit einen Teil ihrer Zeit einer Aufgabe schenken, worin sie für sich und ihr Leben einen tieferen Sinn sehen. Sie geben anderen, in diesem Falle, jungen Menschen etwas, was diesen zu Gute kommt und gleichzeitig die Ehrenamtler in ihrem eigenen Tun bereichern. Das typisch Christliche ist eigentlich nichts Zusätzliches, Aufgepfropftes, kaum zu Erreichendes, sondern ganz im Gegenteil eine Selbstverständlichkeit aus dem Bewusstsein heraus, dass ich mich besser und wohler fühle, wenn ich etwas Gutes für Andere getan habe. „Wir werden nicht später für unsere guten Taten belohnt, sondern durch unsere guten Taten – in dem Augenblick, da wir sie tun!“ In den Sprüchen Salomos heißt es: „Eine segnende Seele wird gesättigt, und wer andere tränkt, wird selbst erquickt.“ (Sprüche 11,25). Dies ist gewissermaßen ein gesunder „altruistischer Egoismus“, der auch unabhängig machen kann von der Anerkennung der Öffentlichkeit. Um damit die Eingangsfrage zu beant-

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worten: es lohnt in jedem Falle, ein guter Mensch zu sein in dem Sinne, über den Tellerrand des eigenen Egos zu schauen und die Menschen im Blick zu behalten, die meine Hilfe in diesem Augenblick benötigen. Und sich dabei gut zu fühlen widerspricht eben nicht dem Liebesgebot dem Nächsten gegenüber, sondern involviert das dritte Standbein des göttlichen Gebotes, gut bei sich selbst zu sein und zu bleiben und intuitiv darauf zu achten, was in dem jeweiligen Moment angebracht ist.

Bilder dieser Ausgabe: Seite 4: Seite 6: Seite 9: Seite 10/12: Seite 18/19: Seite 26: Seite 27:

© BHDS © BdSJ Bund © movieposter.com © BDKJ DV Köln © Hans-Josef Merzenich © Gertrud Strahl © Sebastian Backhausen

Alle weiteren Fotos kommen aus dem Archiv des BdSJ Köln oder wurden ohne Angabe des Fotografen zur Verfügung gestellt.

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 8

Bastian Erklärt... ...Vorbild sein Hmm, das ist gar nicht so einfach zu erklären, aber mir fällt da gerade etwas ein, ich fange mal bei mir an ;-) Als ich klein war (jaja ich war noch kleiner als heute) waren meine Vorbilder meine Eltern, Geschwister und Verwandte. In dieser Zeit habe ich viel von ihnen über Werte, sowie Denk und Verhaltensweisen gelernt bzw. übernommen. Sie waren meine ersten Vorbilder, zu denen ich aufgeschaut habe, ich hab sie bewundert und wollte so sein wie sie.

Vorbilder für andere, meist jüngere Mitmenschen, dem muss man sich Bewusst sein. Doch wie gehen wir damit um? Diese Frage werdet Ihr euch jetzt stellen und vielleicht findet Ihr in den nächsten Zeilen eine Antwort darauf.

Puhh, bin ganz schön froh, dass sich das noch geändert hat... aber zurück zum Thema. Als ich dann älter wurde, waren andere (fremde) Menschen auf einmal meine Vorbilder. Es waren Sportler, Stars und Sternchen und auch mein Jugendleiter im Verein. Damals hab ich versucht mein Aussehen, mein Verhalten und Ansichten von diesen Promi´s zu kopieren. Oje, das war eine schreckliche Zeit. Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder, sie sind heute wieder voll im Trend, dabei ist es nur wichtig bei allem sich selbst nicht zu verlieren. Was heißt das eigentlich für uns?!?! Auch wir Kinder, Jugendliche und Jugendleiter sind

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euch einmal kritisch, ob euer Verhalten euren Zöglingen gegenüber gerecht und fair ist und welche Auswirkungen dieses haben könnte. Ich bin mir sicher, ihr wollt alle nur das Beste für eure Kinder und Jugendlichen und das fängt mit kleinen Sachen an. „Danke“ und „Bitte“ sind zwei Wörter, die beim Aussprechen nicht weh tun. Zuspruch, Ehrlichkeit, Offenheit, Ruhe, Zuverlässigkeit, Toleranz, Teamfähigkeit, Regeln, Grenzen, Gerechtigkeit, Bestätigung, Fairness, Weitsicht, Ordnung, Umsicht, Gemeinschaft, sowie Glaube, Sitte und Heimat sind Werte die Kinder und Jugendliche brauchen, um heranzuwachsen. Also…. seid ein Vorbild, es tut nicht weh. ;-) Euer Bastian Besserwisser

Ich finde es wichtig, dass ihr euch darüber im Klaren seid, dass ihr eine Vorbildfunktion habt. Dass euer Verhalten, eure Werte und euer Handeln auf das Sozialverhalten und damit den Charakter eines Kindes oder Jugendlichen Einfluss hat. Fragt


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 9

Aktuell

Niemand ist perfekt am Beispiel des Film „HANCOCK“ Viele von euch werden den Film HANCOCK mit Will Smith kennen. Der Film ist eine mitunter komische, dennoch tiefgehende Beschreibung der Wandlung vom Saulus zu Paulus oder vom Terrorist zum Friedensstifter [Gutmensch]. Die Geschichte aus der Bibel werden weniger von euch kennen. Saulus, ein Pharisäer, ein gläubiger Jude, mit römischen Privilegien ausgestattet, verachtet den etwas älteren Jesus und nach seiner Kreuzigung dessen Anhänger. Nach der Kreuzigung Jesu verfolgt Saulus die Christen und ist dabei ein erfolgreicher Jäger. Er wird nach Damaskus in Syrien geschickt. Die Stadt ist zu der Zeit eine große Metropole und Zentrum mehrerer Handelsrouten. Auf seinem Weg nach Syrien begegnet Saulus dem Wiederauferstandenen Jesus, der ihn anspricht. Jesus ist gar nicht böse auf Saulus, obwohl er den Christen grausame Dinge angetan hat. Jesus begegnet ihm freundlich und fragt Saulus, warum er denn Christen verfolgt. Saulus beginnt über sich, Gott und sein Verhalten nachzudenken und wird sich seiner grausamen Taten bewusst. In der

Folge gibt Saulus die Jagd auf und wird zum Christen, lässt sich auf den Namen Paulus taufen und beginnt friedlich zu missionieren. Bei Hancock ist das ähnlich, er ist jedoch mit Superkräften ausgestattet, macht Jagd auf Bösewichte, zieht eine Schneise der Verwüstung hinter sich her und pöbelt Kinder an. Um drei Bankräuber zu schnappen, richtet er einen Millionenschaden an, den die Allgemeinheit zu stemmen hat. Der PR-Berater Ray nimmt sich vor, dem mittlerweile gehassten Helden ein neues, freundliches Image zu verpassen. Hancock ist erst gar nicht davon angetan, lässt sich aber auf den Rat von Ray ein. Hancock geht in den Knast, obwohl er mit Leichtigkeit entwischen könnte, bleibt er dort und begegnet zwangsläufig denen, die er eingebuchtet hat. Hancock hält es in Gefangenschaft aus, weil er Ray hat, der ihn stützt und ihm Mut zu spricht. Die Unterwelt, die nach der Inhaftierung Chancen wittert beginnt mit Raubzügen. Es dauert nicht lange und der Ruf nach dem Helden wird lauter. Nachdem man Hancock um Hilfe bittet, schreitet er zur

Tat und hält sich an den Rat von Ray, sich vernünftig zu verhalten. Und siehe da, alle sind dankbar und freuen sich über seine Hilfe. Viele Jungschützen in unseren Reihen scheinen manchmal Saulus-Gene in sich zu tragen… Sie sind selbstzerstörerisch, beschädigen fremdes Eigentum oder pöbeln rum. Schön zu wissen ist: wenn man ihnen freundlich in einer ruhigen Situation gegenübertritt, kann man mit ihnen reden – genauso wie es Jesus und Saulus gemacht haben. Manchen fällt es schwer zu glauben, dass man von anderen wahrgenommen wird, auch wenn man sich nicht daneben benimmt. Sie stechen nicht so sehr aus der Masse heraus. Aber sie sind Teil der großen Gemeinschaft der Schützen, im Besonderen der Jungschützen. Wir als Schützen und gläubige Christen leben das Wort Gottes auch im Alltag! Hier ist die Geschichte des Paulus ein schönes Beispiel wie man Menschen in einer schwierigen Situation begegnen kann. Ich wünsche allen „Sauls“ unter den Jungschützen, dass sie eine Begegnung mit jemandem haben, über sich nachdenken und gerne einen friedlichen Weg für ihre Zukunft gehen. Sebastian Backhausen

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 10

Männertausch Bericht über die BDKJ-Diözesanversammlung 2015

Traditionell treffen sich am ersten Advent alle Vertreter/-innen der Verbände und Regionen des BDKJ DV Köln zur jährlichen Diözesanversammlung. Auch in diesem Jahr war natürlich der BdSJ vollzählig anwesend. Ein Team aus 4 Delegierten (Sarah & Dominik Garnies, Heike Wissmann, Jörg Wiebusch) sowie dem Diözesanjungschützenmeister Andreas Diering und meiner Wenigkeit, reisten also voller Tatendrang an und hegten die kleine Hoffnung, die Weltherrschaft an uns zu reißen. Okay, so groß waren unsere Ziele dann doch nicht, aber ein schönes und interessantes Wochenende wollten wir dann doch haben. Also bezogen wir am Freitagabend unser Quartier im Haus Venusberg in Bonn. Nachdem alle Formalien geklärt waren, endete der Abend schon mit einem ersten Highlight. Der Diözesanausschuss des BDKJ veranstaltete eine Tausch Party.

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Nach einer halbwegs kurzen Nacht startete der Samstag mit einem gemeinsamen Frühstück und die Versammlung nahm anschließend richtig Fahrt auf. Gegen Mittag wurde die Versammlung für einen Studienteil unterbrochen. In diesem stellte der Entwicklungspolitische Ausschuss (EpA) des BDKJ seine Arbeit im vergangenen Jahr vor. Die Delegierten waren von der Arbeit des EpA sehr angetan, welche im Jahr 2016 fortgeführt werden soll. Alle Anträge, die auf der DV eingereicht werden, werden sehr genau, und manchmal auch etwas langatmig, besprochen, geändert und anschließend zur Abstimmung gestellt. Doch in diesem Jahr war die Stimmung sehr friedlich, was die „alten Hasen“ der Delegation schon etwas verwunderte. Es wurde eine Positionierung der J u g e n d ve r b ä n d e zum kommenden „geistlichen Prozess im Erzbistum Köln“ beschlossen und die Schönstattmannesjungend wurde als Jugendorganisation mit beratender

Stimme in den BDKJ DV Köln aufgenommen. Der Antrag „ Alle sind Willkommen! – Sexuelle Vielfalt und BDKJ“ von der KjG wurde deutlich stärker diskutiert. In diesem Antrag beschrieben die Jugendverbände den Wunsch, dass alle Menschen, egal welcher sexuellen Richtung sie angehören, in der katholischen Kirche einen Platz finden. Alle Anträge findet ihr auch nochmal unter: http://www.bdkj-dv-koeln.de/dioezesanverband/beschluesse.html Am Samstagabend musste dann aber Abschied genommen werden. Tobias Agreiter und Dirk Bingener schieden aus dem BDKJ Vorstand aus. Bei einer großen Feier mit vielen kleinen Spielen und Auftritten


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 11

Aktuell

DJT 2016 Ein Blick hinter die Kulissen sagten alle Verbände und Regionen Danke. Ich möchte hier nochmals im Namen des BdSJ den beiden für ihr Engagement danken. Sie haben sich um den BDKJ sehr verdient gemacht. Wir wünschen beiden von Herzen alles Gute für die Zukunft. Doch wenn 2 gehen, rücken meistens 2 neue Personen nach. So war es natürlich auch. Als neuer Vorsitzender des BDKJ wurde Tom Frings und als neuer BDKJ Diözesanpräses Björn Schacknies ins Amt gewählt. Wir wünschen den beiden Neuen alles Gute und sind der Hoffnung, dass die Zusammenarbeit mit ihnen gut gelingen wird. Aus Sicht des BdSJ ist dann nur noch zu erwähnen das Michael Doppelfeld in das Trägerwerk des BDKJ gewählt wurde. So endete die DV in diesem Jahr. Ich möchte mich hier besonders bei meinen Delegierten bedanken. Sie haben den BdSJ sehr gut und stark vertreten. Ich hoffe, dass einige nächstes Jahr wieder mitkommen wollen und ich bin der Hoffnung, dass im nächsten Jahr dann vielleicht doch die Weltherrschaft auf uns wartet, oder zumindest ein schönes Wochenende. Lukas Schmitz

Unter dem Slogan „Mehr als nur ein DJT“ findet am 21.08.2016 der diesjährige Diözesanjungschützentag in Weilerswist statt. Als der Slogan entstand, hätte niemand geahnt, was auf die Weilerswister-Schützen zukommen würde. Zum Ende des Jahres 2015 entstand eine der größten Völkerwanderungen, die Europa je gesehen hatte. Hauptsächlich Menschen aus Syrien, Irak und Nordafrika suchen Zuflucht und Schutz vor Krieg und Mord in ihren Heimatländern. Als die Entscheidung für den DJT seitens der Mitglieder der Schützenbruderschaft fiel, waren sich alle sicher, dass die Veranstaltung in einer 3-Fach-Turnhalle stattfinden könne. Bei einem „Runden Tisch“ mit Bürgermeisterin und Gemeindeorganen wurde uns offenbart, dass der Strom der Flüchtlinge nicht abreißt und die Gefahr bestünde, dass auch die 3-Fach-Turnhalle mit Flüchtlingen belegt werden würde. Die Gemeinde signalisierte weitere Bereitschaft, den DJT unter anderen Gegebenheiten stattfinden zu lassen. Somit wurden alle Pläne erstmal in Frage gestellt. In einer extra einberufenen Mitgliederversammlung, wurde den Mitgliedern der aktuelle Sachstand erläutert. Dort war man sich schnell einig. Der Verein hatte der Diözese die Zusage gegeben, also wird diese auch gehalten. Es ist

nun mal ein außergewöhnliches Ereignis, was niemand voraussehen konnte. Also wird das Beste daraus gemacht und tatkräftig angepackt. Die Komplette Veranstaltung sollte auf dem hiesigen Schützenplatz abgehalten werden. Ein 8 Bahnen großes Zelt und weiter Zelte würden uns ein Dach über den Kopf bieten. Nun kam die Kehrtwende. Am 29.01.16 erhielten wir die Nachricht seitens der Gemeinde, dass der Rat beschlossen hatte, keine weiteren Hallen mehr als Flüchtlingsunterkünfte nutzen zu wollen. Für uns der positive Nebeneffekt, die Veranstaltung, wie geplant in der ursprünglichen Location abzuhalten. Weitere Einzelheiten zur Unterhaltung, Verpflegung und den jeweiligen Wettbewerben werden hier und heute noch nicht verraten. Wer mehr wissen will, klickt entweder bei Facebook: DJT2016Weilerswist oder auf unsere Homepage: www.djt2016-weilerswist.de. Wir werden den DJT 2016 zusammen mit EUCH, der Bevölkerung von Weilerswist und den Flüchtlingen feiern. Somit schließt sich wieder der Kreis. DJT in Weilerswist 2016 „Mehr als nur ein DJT“ Wir freuen uns auf EUCH ALLE!

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 12

„wir sind füreinander da“ Der neue BDKJ-Diözesanvorsitzende stellt sich vor

Hallo liebe BdSJ-lerinnen und BdSj-ler, seit der BDKJ-Diözesanversammlung Ende November 2015 hat sich in meinem Leben vieles verändert. Dort wurde ich zum BDKJ Diözesanvorsitzenden im Erzbistum Köln gewählt. Nun ist es nicht mehr nur mein persönliches Anliegen, mich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Ab Januar 2016 ist es mein Beruf. Und das freut mich sehr. In diesen ersten Wochen im Amt kommt viel Neues auf mich zu. Nicht auf allen Gebieten konnte ich vorher Erfahrungen sammeln. Aber es macht großen Spaß mit so vielen motivierten Leuten im Vorstand und in der Dienststelle neue Themen und Aufgaben zu erarbeiten und zu

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verstehen. Hier erlebe ich genau das, was ich auch vorher an vielen Orten erleben durfte: Es ist unendlich wertvoll, wenn sich JugendverbandlerInnen gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.

politische Interessensvertretung zuständig. Ich freue mich auf die vielen Begegnungen mit Euch und den Jugendverbänden.

Im Jugendverband gilt: Wir sind füreinander da und bekommen gegenseitig und über die unterschiedlichen Ebenen der katholischen Jugendverbände die Unterstützung, die wir brauchen. Was wir den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf ihrem Lebensweg mitgeben wollen ist: • Ein guter Umgang miteinander und eine konstruktive Auseinandersetzung mit Positionen und Meinungen. Dazu gehört auch, sich streiten zu können. • Die Fähigkeit, sich in Gruppen einzubringen und miteinander die Gruppe, das Leben und die Gesellschaft zu gestalten. • Spaß am Leben und an den Menschen im persönlichen Umfeld zu haben. • Ein Gespür dafür, worauf es ankommt, sein Leben gut und sinnvoll zu gestalten.

Ganz herzliche Grüße Tom

Unter anderem bin ich für die Themen Asyl-& Flüchtlingspolitik, Umgang mit Extremismus, Integration und die jugend-

Infos zu mir: Name: Tom Frings Alter: 28 Jahre Wohnort: Königswinter Heimatverband: Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Beruflicher Werdegang: Ausbildung zum Elektroniker für Energieund Gebäudetechnik, Magisterstudium der katholischen Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule, Koordinator beim Flüchtlingsprojekts des BDKJ Königswinter und der KJA Bonn, seit 01.01.2016 Diözesanvorsitzender des BDKJ DV Köln.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 13

Info

Rüstzeug für Jugendleiter Erste Hilfe Kurs und AFS 1/2016

Der Kreidesegen der Sternsinger war noch nicht getrocknet, da fanden am dritten Januarwochenende in Köln der Erste-Hilfe Kurs und das erste Auffrischungsseminar des Jahres statt. Die Steinfelder Gasse war wie leergefegt. Im Verbändehaus herrschte Stille, wo sonst geschäftiges Treiben den Alltag bestimmt. Kein Wunder, war der Beginn des Lehrganges am Samstag doch mit 9:00 Uhr terminiert. Trotzdem konnte die Leiterin Julia Fehling vom Malteser Hilfsdienst Aachen (die Kölner Kollegen waren alle ausgebucht) eine hoch motivierte Gruppe von 14 Teilnehmenden begrüßen. Neun Unterrichtseinheiten später hielten alle ihre Bescheinigung in den Händen. Einiges hat man neu gelernt, vieles Bekannte wiederholt und so manches Vergessene wieder neu hervorgeholt. Am Sonntag ging es dann eine Stunde später los. Das Auffrischungsseminar

unter dem Thema „Wo die wilden Kerle wohnen – vom Umgang mit schwierigen Kindern und Situationen“ wurde geleitet von Eva, Nadine und Sonja... da sage noch einer wir hätten im Verband keine Frauenpower! Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde und dem Sammeln von Erwartungen der Teilnehmenden, ging es dann inhaltlich zur Sache. Zunächst stellten wir uns der Frage „Wie ticken Jugendliche?“. Dazu betrachteten wir einen Filmausschnitt, der den Durchschnitts-Jugendlichen Thomas Müller portraitierte, und erörterten die Ergebnisse der Shell Jugendstudie. Zusammenfassend kann gesagt werden: Jugendliche in Deutschland blicken mehrheitlich optimistisch in die Zukunft. Für sie ist Heimat wichtig, sie suchen ein stabiles Wertesystem. Ein steigendes politisches Interesse ist zudem zu beobachten. Die daraus abgeleiteten Bedürfnisse wie Halt und Orientierung müssen daher in der Jugendarbeit berücksichtigt werden. Konkret wurde dann aufgezeigt, wie man durch sein Auftreten deeskalierend wirken kann. Dabei ist insbesondere wichtig, dass man auch die der Konfrontation vorgelagerten Stufen der Deeskalation berücksichtigt. Ein weiteres wichtiges Thema war der

Umgang mit Mobbing. Mobbing findet heute verstärkt über die sozialen Medien statt. Aber auch in der Schule oder in Gruppenstunden können Kinder oder Jugendliche Opfer von Mobbing werden. Einen universelle Handlungsempfehlung, die für alle Situationen passt, gibt es nicht. Wichtig ist, dass Jugendleiter für das Thema sensibilisiert sind und aktiv Handeln, wenn sie Mobbing feststellen. Außerdem wurden kooperationsfördernde Spiele vorgestellt, Bausteine zur Gewaltprävention besprochen und den Teilnehmenden Handwerkszeug für die weiteren Herausforderungen im Gruppenalltag an die Hand gegeben. Ein Auffrischungsseminar was sich in jedem Fall gelohnt hat. Ein Dank von Seiten der teilnehmenden Jugendleiter geht an das Schulungsteam für die Vorbereitung und Durchführung. Marcel Weifels

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 14

Wir sind bundesprinzessin Bericht über den BJT aus der erfolgreichen Voreifel

Wie in jedem Jahr haben wir uns auch 2015 wieder zum BJT aufgemacht. Doch dieses Jahr war etwas anders. Seit langem hatten wir wieder eine Teilnehmerin für das Bundesprinzenschießen unter uns, unsere Diözesanprinzessin Kathi Rosenthal. Am Freitagmittag brachen wir ins 350 km entfernte Bösel auf. Nach fast 5 Stunden Fahrt waren wir endlich da. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Zelt bezogen wir unsere 8 km entfernte Unterkunft. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir uns fertig für die Party im Festzelt. Nach ca. 30 Min. Wartezeit kam endlich ein Shuttelbus, der uns direkt am

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Festgelände absetzte. Im Festzelt herrschte eine super Stimmung und wir hatten bei guter Musik der Band viel Spaß. Um 12 Uhr kamen unsere jüngeren Teilnehmer in den Genuss des „VIP-Shuttels“. Ein sehr netter Fahrer fuhr unsere Kleinen kurzer Hand zur Schule, da leider kein Shuttelbus in Sicht war. Nach einer etwas unruhigen Nacht machten wir uns am Samstagmorgen mit unseren eigenen Bussen auf zum Frühstück. Gut gestärkt verabschiedeten wir dann unsere Diözesanprinzessin zum Schießen und drückten ihr ganz fest die Daumen. Der Rest der Gruppe verbrachte die Zeit auf der Spielstraße. An der Kletterwand, beim Gruppenskilaufen und dem Fotoshooting mit dem Nikolaus hatten alle viel Spaß. Nach dem Schießen und Mittagessen fuhren wir gemeinsam nach Oldenburg zum Kramermarkt. Ein kleiner Teil der Gruppe verabschiedete sich etwas früher mit Kathi zum Empfang beim Bürgermeister in Bösel. Gemeinsam trafen wir uns zur Bekanntgabe der neuen Bundesmajestäten im Park wieder. Die Aufregung stieg, als uns klar wurde, dass die Teilnehmerin die Stefan Steinert beschrieb, eigentlich nur unsere Kathi sein konnte. Als dann der Bezirksverband Voreifel genannt wurde,

gab es kein Halten mehr und alle wollten Kathi gratulieren. Im Festzelt wurde anschließend laut jubelnd gefeiert. Nach einer diesmal ruhigen Nacht ging es am Sonntagmorgen früh in die Kälte zum Frühstück und von dort in ein paar Decken gehüllt zur Kirche, wo wir nach der Band die ersten waren. In einem schönen Gottesdienst wurde Kathi dann zur neuen Bundesprinzessin gekrönt und wir hatten die Ehre die Bundesprinzenstandarte entgegen zu nehmen. Zum Abschluss eines tollen Wochenendes durften wir unsere neue Bundesprinzessin zusammen mit der Standarte an der Spitze des Festzugs begleiten. Es war ein gelungenes Wochenende von dem wir am Nachmittag mit vielen schönen Erinnerungen zurück Richtung Heimat fuhren, wo wir in Rheinbach vom Bezirksverband empfangen wurden. Hendrik Beer


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 15

Info

Wer Sind wir und wer wollen wir sein? Profil AG des BdSJ hat ihre Arbeit aufgenommen Nach der Wahl des neuen Diözesanjungschützenvorstandes war es dem neuen Diözesanjungschützenmeister Andreas Diering ein Anliegen, sich mit dem Profil des BdSJ auseinander zu setzen. Mitte Juli fand dann das erste Treffen der neugeründeten AG „Profil“ statt. Der AG „Profil“ gehören Andreas Diering, Sebastian Backhausen, Guiseppe Scolaro, Tobias Kötting, Volker Schöneberg, Sarah und Dominik Garnies, Tobias Fischer, Sonja Kübler und Michael Winters an. Nachdem alle ihre Erwartungen und Hoffnungen äußerten, war uns klar, dass viel Arbeit auf uns zukommen wird. Beim Gedankenaustausch stellten sich schnell die Themenbereiche Image, Öffnung, Gesamtverband, Identität, Qualifikation und Struktur heraus, diese wollen

wir in Zukunft auf den Prüfstand stellen. Uns wurde schnell bewusst, dass wir uns und unsere Mitglieder erst einmal fragen müssen, wer wir sind und wer wir sein wollen. Nur wenn wir unsere Identität definieren, können wir mögliche Änderungen an dieser vornehmen. Um möglichst viele unserer Jungschützen, Jugendleiter und Bruderschaftsvorstände erreichen zu können, haben wir im Folgenden einen Fragebogen entwickelt, den hoffentlich viele unserer Mitglieder gewissenhaft bearbeiten. Natürlich soll der Fragebogen nur eine Ergänzung sein und kann viele persönliche Gespräche direkt an der Basis nicht ersetzen. So hoffen wir, dass die Mitglieder der AG „Profil“ euch auf euren Bezirksjungschützenräten oder direkt in euren Bruderschaften be-

suchen dürfen. In einigen Fällen ist das schon passiert und wir danken jedem, der uns bei unserer Arbeit unterstützt. Wenn ihr wissen möchtet, wer der Ansprechpartner für euren Bezirksverband ist, meldet euch einfach bei Sonja oder dem für euren Bezirksverband zuständigen Paten. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit den Fragebogen über ein Onlineformular zu bearbeiten. Dieses findet ihr auf der Homepage des Diözesanverbandes auf www.bdsj-koeln.de unter dem Reiter Profil. Nur wenn viele mitmachen, erzielen wir ein repräsentatives Ergebnis. Habt eine Meinung und äußert diese! Helft mit unseren Verband zukunftssicher und attraktiv zu gestalten. Michael Winters

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Termine

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 16

Termine 2016 schnell notiert... BdSJ Köln: 08.-10.04.2016 16.04.2016 22-24.04.2016 21.05.2016 24.-26.06.2016 21.08.2016 27.08.2016 28.08.2016 17./18.09.2016 22.-25.09.2016 21.10.2016 28.-30.10.2016 04.-06.11.2016 18.-20.11.2016

BdSJ Bund: 25.-29.05.2016 20.-31.07.2016 14.-16.10.2016

Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) Bastian on Tour Teil 2 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) Diözesanjungschützenwallfahrt (Bödingen) Hucke-Pack Kurs (Walberberg) Diözesanjungschützentag (Weilerswist) Auffrischungsseminar 2 (Köln/Verbändehaus) Erste Hilfe Kurs (Köln/Verbändehaus) Auffrischungsseminar 3+4 (Köln/Verbändehaus) Romwallfahrt Diözesanjungschützenrat Übernach(t)treffen (Odenthal) Jugendleiterschulung Teil 1(Walberberg) Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg)

Katholikentag in Leipzig Weltjugendtag in Krakau (PL) Bundesjungschützentage in Wissen

BHDS Bund: 07./08.05.2016 Bundesköniginnentag (Erkelenz) 09. -11.09 2016 Bundesfest (Werlte)

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Diözesanmeisterschaft 2016

Samstag 23.04.2016 Luftgewehr Schüler freistehend Luftgewehr Schüler aufgelegt Luftgewehr Senioren II aufgelegt Kleinkaliber Senioren II aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse III aufgelegt Luftgewehr Altersklasse freistehend Kleinkaliber Damenklasse III aufgelegt Kleinkaliber 3 Stlg. Altersklasse OM Jugend Ort: Kunib. Gymnich Sonntag, 24.04.2016 Luftgewehr Senoirenklasse I aufgelegt Kleinkaliber Seniorenklasse I aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Jugendklasse freistehend Luftgewehr Schützenklasse freistehend Kleinkaliber 3 Stlg. Jugendklasse Kleinkaliber 3 Stlg. Schützenklasse Ort: Kunib. Gymnich Samstag 30.04.2016 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Luftpistole alle Altersklassen Damenklasse I u. II freistehend OM Schützenklasse OM Altersklasse Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Schüler 3 Stlg. Luftgewehr Senioren I u. II angestrichen Kleinkaliber Senioren I u. II angestrichen Ort: Kunib. Gymnich Sonntag 01.05.2016 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Kleinkaliber Altersklasse aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse II aufgelegt Kleinkaliber Damenklasse II aufgelegt Ort: Kunb. Gymnich noch ohne Termin Zimmerstutzen freistehend / aufgelegt Ort: Köln-Ehrenfeld


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 17

Info

TRaining und dann? Jugendarbeit auf dem Schießstand - AFS 3/2015 Samstagmorgen machten wir uns zu einer für Samstags doch sehr unchristlichen Zeit auf den Weg nach Köln. Unsere Motivation war also nicht besonders hoch, denn das war für uns drei wiedermal ein Termin, den man nicht hätte haben müssen. Doch Gott sei Dank sind wir eines Besseren belehrt worden, denn dieser Tag wurde sehr konstruktiv und auch lustig! Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, die uns alle ja schon aus diversen Schulungen und Auffrischungsseminaren bekannt war, machten wir uns direkt ans Werk um so viele Informationen wie möglich aus dem Tag ziehen zu können. Beginnen sollte die Veranstaltung mit einer Information über die Gesetze des Waffenrechts, das die Jugend besonders betrifft. Auch wenn dieses Thema eher trocken ist, war es für den ein oder anderen doch auch was Neues und so konnte man es gut mit in die Jugendarbeit nehmen.

zu zuordnen, die besagen das der BdSJ mehr ist, als ein reiner Schießsportverein. Um den Tag locker ausklingen zu lassen, beendeten wir diesen mit einem Wettbewerb mit der Red-Dot Anlage, bei dem der Sieger eine Tüte Gummibärchen bekam.

Zukunft in unsere Arbeit mit einbringen werden. Auf diesem Weg möchten wir uns nochmal beim Schulungsteam Andreas, Sonja und Holger für diesen lehrreichen und kurzzeitigen Tag in Köln bedanken. Kordula Scheider und Britta Dannaks

Am Ende des Tages mussten wir erkennen, dass wir sehr froh waren, uns morgens auf den Weg gemacht zu haben, um den Auffrischungskurs zu besuchen. Denn auch wenn uns dieser Tag anfangs sehr lästig gewesen ist, haben wir viel aus diesem Tag mitnehmen können, was wir auch in

Als nächstes wurden Gruppenarbeiten verteilt, die nach der Mittagspause bearbeitet wurden, um anschließend vorgestellt zu werden. Hierbei ging es speziell um das Training mit Kindern und Jugendlichen. Unsere nächste Aufgabe war es, den Buchstaben des Alphabetes Begriffe

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Info

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 18

Lebst Du noch- oder glaubst Du schon Diözesanjungschützenwallfahrt in Adendorf

Unter dem Motto „Lebst du nochoder glaubst du schon?!“ startete am 31.10.2015 die 17. Diözesanjungschützenwallfahrt des BdSJ DV Köln. Gestärkt durch ein gemeinsames Frühstück in der Schützenhalle machten sich mehr als 160 Schüler- und Jungschützen, aber auch einige „ältere“ Schützenschwestern und Schützenbrüder auf den Weg der Wallfahrt. Nach der Begrüßung durch den Diözesanjungschützenmeister Andreas Diering und die Jungschützenmeisterin Kathrin Merzenich konnte es nun endlich losgehen.

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An der ersten Station am Schützenplatz stellte das Organisationsteam der Schützenjugend der St. Hubertus Schützenbruderschaft Adendorf erst einmal das Motto der diesjährigen Wallfahrt vor. Lebst du noch- oder glaubst du schon?! Woran denkst du, wenn du diese Frage hörst? Anschließend wurden erste Gedanken gesammelt und auf Postkarten festgehalten. An den Stationen am Roten Kreuz und am Forsthaus wurde immer wieder die Frage nach dem Glauben in den Vordergrund gestellt. Ein besonderer Höhepunkt der Wallfahrt war die Station an der Burg Adendorf. Hier wurde eindrucksvoll an das „Wunder von Adendorf“ erinnert. Im Burginnenhof

stürzte im 2.Weltkrieg ein Amerikanischer Bomber vom Typ B 17F ab. Bei dem Absturz entstand keinerlei Schaden an der gesamten Burganlage und es wurde niemand verletzt. Die letzte Station war der für das Töpferdorf bekannte Kasseler Langofen. An dieser Station segnete der Diözesanjunschützenpräses Stefan Ehrlich Tontaler die als Andenken an die Teilnehmer der Wallfahrt verteilt wurden. Ein weiterer Höhepunkt war der Jugendengottesdienst, zelebriert von dem Diözesanjungschützenpräses Stefan


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 19

Hausgemachtes

Ein neues Gesicht Vorstellung von Nadine Orgas Ehrlich und dem Präses der Bruderschaft Diakon Wolfang Kader, zum Abschluss der Wallfahrt. In einem Radiointerview im Radio „Adendorf ON AIR“ sendeten die Jungschützen eine Live Umfrage zum Thema Lebst du noch- oder glaubst du schon?!. Dabei wurden die unterschiedlichsten Meinungen zum Thema Glauben vom Fußballfan bis hin zum alten Ehepaar präsentiert. Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer noch zum gemeinsamen Mittagessen in der Schützenhalle und ließen den Tag gemeinsam ausklingen. Kathrin Merzenich

Vielleicht kennt ihr mich schon? Ich heiße Nadine Orgas und bin seit dem 01.01. die neue Verwaltungsmitarbeiterin für den BdSJ. Dazu gehört, dass ich z.B. Eure Emails oder Fragen am Telefon beantworte. Für das Jahr 2016 unterstütze ich den Diözesanvorstand und natürlich auch alle anderen Ehrenamtlichen, damit Christine sich voll und ganz auf ihren Nachwuchs konzentrieren kann. Gleichzeitig studiere ich an der Universität zu Köln Lehramt für Berufskollegs und hoffe, bald meinen Master-Abschluss in den Händen zu halten. Meine Fächer sind Wirtschaftswissenschaften und Englisch,

also habe ich immer viel zu lernen. Wenn ich dann noch freie Zeit finde, mache ich viel Sport, lese am liebsten dicke Bücher mit vielen Drachen, Elfen und Zauberern, wandere oder gehe ins Kino. Ich engagiere mich ehrenamtlich seit Anfang 2015 im Schulungsteam des BdSJ und bilde gemeinsam mit unserer Referentin und den anderen Mitgliedern des Schulungsteams JugendleiterInnen aus. Das Schützenbrauchtum erlebe ich seit meiner Kindheit über Familienmitglieder und Freunde, da es bei uns in Kaarst (BV Neuss) einen ganz besonderen Stellenwert hat. Eure Nadine

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 20

NACHLESE Flüchtlingshilfe Willkommen & Mehr - Angebote für junge Flüchtlinge entwickeln. Hallo, mein Name ist Silas Nix und seit Anfang Oktober bin ich beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln als Bundesfreiwilligendienstleistender für das Engagement mit Geflüchteten aktiv. Ich habe bisher schon viele tolle Erfahrungen gesammelt – sowohl praktisch mit jungen Geflüchteten als auch mit meinen KollegInnen im Büro. Zu meinen Aufgaben gehört die Unterstützung der Mitgliedsverbände und Regionen des BDKJ bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit jungen Geflüchteten. Im Moment hören wir häufig das Wort „Willkommenskultur“ im Zusammenhang mit Geflüchteten. Eine Willkommenskultur ist gut und wichtig, vor allem wenn sie – wie im Moment - von einem Großteil der Bevölkerung gelebt wird. Aber das Wort „Willkommen“ beschränkt sich auf die Begrüßung. Das finden wir vom BDKJ schade, denn wir sind der Meinung, dass wir den Kontakt zu Geflüchteten nicht auf das Ankommen reduzieren, sondern dauerhaft erhalten sollten.

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Eure Jugendgruppe möchte etwas mit Geflüchteten unternehmen oder sie in die Gruppe einladen? Ihr wisst aber nicht wie, oder was auf euch zukommt? Wir möchten zusammen… { Erfahrungen austauschen { Über die Situation von Geflüchteten nachdenken {Ideen zur Integration entwickeln Sagt mir Bescheid und ich komme bei euch vorbei! Silas Nix { Bundesfreiwilligendienstleistender für das Engagement mit Geflüchteten Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Erzdiözese Köln Steinfelder Gasse 20-22 { 50670 Köln { Telefon: +49 221 1642 6424 { E-Mail: bfd@bdkj-dv-koeln.de

Aus dem Kontakt zu Geflüchteten habe ich gelernt, dass das, was den jungen Menschen am meisten fehlt, häufig der Kontakt zu anderen Gleichaltrigen ist. Verständlich. Was würden wir ohne unsere FreundInnen machen? Die Katholischen Jugendverbände haben die Möglichkeit, den Kindern und Jugendlichen diesen Wunsch zu erfüllen und - nicht zu vergessen - selbst viel davon mitzunehmen. „Wie können wir junge Geflüchtete in unsere Jugendgruppen integrieren?“ Mit genau dieser Frage beschäftige ich mich aktuell intensiv. Ich habe für Euch einen Workshop im Angebot, in dem ich mit euch gemeinsam Ideen entwickeln möchte und darüber nachdenken möchte, was die Verbände und Jugendgruppen konkret unternehmen könnten. Wenn ihr motiviert und interessiert seid, könnt ihr mich gerne kontaktieren. Ich komme bei euch vorbei. Silas Nix, Bundesfreiweilligendienstleistender beim BDKJ DV Köln Telefon 0221.1642 6424 bfd@bdkj-dv-koeln.de


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 21

Info

Der Düsseldorfer Blick auf die Jugendleiterschulung 3/2015

„Habt ihr nicht Lust ein Artikel über eure Jugendleiterschulung für unser Heft zu schreiben?“... genau mit diesen Worten öffneten wir vor ein paar Tagen eine E-Mail vom BdSJ Köln. Von Düsseldorfer Kompetenz ist die Rede ;) - also lassen wir uns das doch nicht entgehen und fangen einfach mal an von vorne zu erzählen, liebe Grüße an alle Freunde und Leser. Nachdem unser Regiment (in Düsseldorf nennt man es nicht Bruderschaft) uns gefragt hatte, ob wir nicht wieder Leute unserer Jugendabteilung zu einer Schulung schicken wollen, fanden sich schnell 4 Leute. Es ging uns und unserem Regiment nicht darum, unbedingt neue Leute in einer Führungsposition zu finden, sondern einfach darum, motivierten Leuten die Chance zu geben, zu erfahren, wie es denn so als Gruppenleiter ist bzw. was für Aufga-

ben man hat, oder wieso Entscheidungen manchmal halt anders geregelt werden, als man es sich persönlich vorstellt. Die Erfahrung aus so einer Schulung war für jeden von uns 4 unbeschreiblich, abgesehen von der Theorie angefangen von Führungsstilen über Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Mitgliedergewinnung gab es wirklich alles, das Themenrepertoire ist groß und für jeden ist etwas dabei. Doch im Nachhinein waren wir uns einig, was für uns das wichtigste war und was keiner von uns vorher gedacht hätte – die Bekanntschaften und Eindrücke anderer Bruderschaften sowie anderer Menschen und jetzt Freunden! Die Bekanntschaften durch diese 2 Wochenenden sind wundervoll, man spricht mit anderen Menschen über deren Ideen, über deren Vereinsleben, sowie auch even-

tuell über deren Probleme. Wir sind mit neuen Ideen und einer reflektierten Wahrnehmung nach diesen Wochenenden zurück nach Düsseldorf-Eller gekommen. Mitgenommen haben wir Einiges, doch die Umsetzung liegt in unseren Händen, und das schönste sind die neuen Bekanntschaften, mit denen man sich auch einfach mal austauschen kann, denn im Grunde wollen wir alle das Gleiche und zwar Spaß & Freude am und im Brauchtum. Jungschützen Düsseldorf Eller

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Info

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 22

WISSEN über WISSEN Ausblick auf die Bundesjungschützentage 2016 in Wissen/Sieg Veranstaltungen Freitag, 14.10.2016 • Anreise der Teilnehmer • Abendessen • Live-Musik im kulturWERK mit Sidewalk

Samstag, 15.10.2016

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Auf dem BJT 2016 erwartet euch ein hochkarätiges Rahmenprogramm! Tief nach unten geht es mit Helm ins 500m tiefe Besucherbergwerk „Grube Bindweide“ stolze 250 Jahre alt. Wer hoch nach oben will fährt in den Kletterwald „Bad Marienberg, angeschlossen ist der Wildpark für all die, die sich nicht auf die Bäume trauen. Wer ihn noch nicht kennt muss den „Affen- & Vogelpark Eckenhagen erleben, viele Tiere laufen frei umher, lassen sich Streicheln und Füttern. Für die ganz Faulen gibt es gleich am Schulzentrum das „Siegtalbad“ mit Sauna, beheiztem Außenbecken, Strömungskanal und 60m Wasserrutsche. Die Anmeldung zu den Ausflügen erfolgt auf dem Anmeldebogen zum DJT der bald auf der Internetseite www.bjt2016. de veröffentlicht wird – scannt den QRCode und gelangt direkt zur Seite!

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• Frühstück • Start der Wettkämpfe (Schießen und Fahnenschwenken) • Ausflüge • Mittagessen • Aktionsprogramm und Fun Games, Bühnenprogramm im kulturWERK • Abendessen • Empfang des Kreises Altenkirchen und der Stadt Wissen • feierliche Bekanntgabe der Bundesprinzen mit anschließendem Zapfenstreich • DJ Battle im kulturWERK mit lifeact Drumformers sowie den beiden DJ’s Jens Hennemann und Andre Wäschenbach • Ü30 Party im Pfarrheim mit »for example«

Sonntag, 16.10.2016

• Frühstück • Jugendgottesdienst • Start der Wettkämpfe (Schießen und Fahnenschwenken) • Mittagessen • Aktionsprogramm, Bühnenprogramm im kulturWERK, Fun-Games • Schauschwenken der Fahnenschwenker • Großer Festumzug • Siegerehrung • Abreise der Teilnehmer

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„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 23

Info

BdsJ-ROMWALLFAHRT zum Jubiläum der Barmherzigkeit vom 22.- 25.9.2016 Der Papst hat für die Zeit vom 8.12.2015 bis 20.11.2016 das Heilige Jahr ausgerufen. Aus diesem Anlass bietet der BdSJ Diöz e s a nve b a n d Köln allen Jungschützen ab 18 Jahren und allen, die in Verantwortung für den BdSJ stehen, eine Wallfahrt nach Rom an. Die Wallfahrt umfasst die An- und Abreise mit dem Flugzeug von Köln/Bonn nach Rom-Fiumicino, Flughafentransfer und 3 Übernachtungen mit Frühstück im Gästehaus „Casa Ravasco San Pietro“ in unmittelbarer Nähe zum Pe-

tersdom, freie Fahrt im ÖPNV und lokale Steuern. Die Unterbringung erfolgt in Einzel- bis Dreibettzimmer. Das detailierte Wallfahrtsprogramm steht noch nicht fest, da wir dieses mit allen Teilnehmern gemeinsam erstellen möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt, so dass wir um verbindliche Anmeldung bis zum 30.04.2016 bitten. Vielleicht auch eine tolle Geschenkidee!

Anmeldung und weitere Infos: BdSJ Diözesangeschäftsstelle Köln Steinfelder Gasse 20-22 50670 Köln Tel. 0221/1642-6563 verwaltung@bdsj-koeln.de

Reisepreis 349 Euro

für TN unter 24 Jahre

449 Euro für alle anderen TN

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Tipps

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 24

Suppenküche Rezpete für Gruppenveranstaltungen mit 20 Personen

Lauchsuppe Zutaten: 15 Stangen Lauch/Poree 10 Zwiebeln 1,5 EL gekörnte Brühe 150 g Butter 1 EL Zucker 100 g Mehl 4 Becher Sahne 12-15 Scheiben gekochter Schinken 800 g Schmelzkäse Sahne

Lauch waschen und in 2 cm dicke Stücke schneiden, Zwiebeln in feine Scheiben schneiden. Lauch und Zwiebeln in der Butter erhitzen und glasig werden lassen. 4 l Wasser hinzugeben und ca. 5 min. köcheln lassen. Gekörnte Brühe und Zucker zufügen und weiter kochen lassen. Mehl in kaltem Wasser anrühren und langsam in die kochende Suppe gießen, bis diese sich verdickt.

Käse einrühren, Schinkenstücke in kleine Streifen schneiden und mit der Sahne zum Schluss dazu geben. Evtl. noch ein mal mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dazu passt: Weißbrot oder Baguette Die Suppe kann langfristig vorbereitet werden. Sie schmeckt in der Regel aufgewärmt noch besser.

12-15 Scheiben gekochter Schinken (in Würfel geschnitten) Oregano, Salz, Pfeffer

leicht kochen lassen. Alle weiteren Zutaten hinzugeben, gut unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Hackfleisch würzen und anbraten. Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden und hinzugeben. Tomaten und die geschnittenen Champignons (mit Flüssigkeit) dazugeben. Das Ganze bei geringer Hitze

Guten Appetit!

Falls Vegetarier unter euch sind, kann eine bestimmte Menge der Suppe abgefüllt und ohne Schinkenwürfel zubereitet werden.

Pizza-Suppe Zutaten: 1,5 kg Hackfleisch 4 Zwiebeln 3 Knoblauchzehen 4 Packungen passierte Tomaten 3 große Dosen geschnittene Champignons mit Flüssigkeit Ca. 600 g Schmelzkäse 4 Becher Crème Fraîche 4 Becher Sahne

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„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 25

Hausgemachtes

Standarten für ALLE Vom Beschluss zur Standarte Schon 1997 stellte unser heutiger Ehrendiözesanjungschützenmeister Thomas Köhler sein Diözesankönigsjahr unter das Motto „Der Jugend ein Freund“ und sammelte auf seiner Reise durch die Diözese Geld für die Anschaffung einer BdSJ-Diözesanstandarte. Mit Erfolg, denn seitdem begleitet diese immer unsere Diözesanprinzessin bzw. unseren Diözesanprinzen. Am 16.03.14 beschloss der Diözesanjungschützenrat, auch für die weiteren Majestäten des BdSJ DV Köln eine eigene Standarte anfertigen zu lassen und sich dabei an der bisherigen Standarte zu orientieren.

sein? Sollen die Titel der Majestäten drauf sein und in welcher Schreibweise? Welche Holzfarbe und welche Fahnenspitze soll es sein? Fragen über Fragen.

Diesem Auftrag folgend holte der Diözesanvorstand deutschlandweit Angebote hierfür ein. Nachdem der passende Anbieter gefunden war, ging es an die konkrete Ausgestaltung. Was soll dargestellt werden? Soll es eine identische Kopie der bisherigen Standarte sein? Soll das BdSJ-Logo enthalten

Nachdem diese geklärt waren, und der Vorstand den ersten konkreten Entwurf vor sich hatte, , kamen wieder neue Fragen zu Design und Optik auf. So wurden auch diese Entwürfe mehrfach verändert – vermutlich verzweifelten schon einige Mitarbeiter der Näherei. Doch es kam der Tag, an dem das Paket mit den finalen

Vorlagen in Originalgröße kam. Reinzeichnungen, Farbe und Material der Stoffe und des Stickgarns mussten ausgewählt und freigegeben werden. Dieses Stadium könnt ihr auf dem Foto sehen. Besonders hier fallen natürlich auch die filigranen Kleinigkeiten auf, die ggf. korrigiert werden müssen, auch wenn es nur die Platzierung eines Punktes oder Bindestrichs ist. Wenn aber auch hier alles geklärt und die Freigabe erfolgt ist, gibt es keinen Weg mehr zurück und die Fahne geht in die Produktion. Alles in allem haben wir bei unseren neuen Standarten für den Gesamtprozess fast ein Jahr benötigt, freuen uns aber auf dem Diözesanjungschützentag in Weilerswist endlich auch der/dem Diözesanbambiniprinz/-essin und der/dem Diözesanschülerprinz/-essin neue Standarten mit auf den Weg geben zu können. Vito Spalluto

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Hausgemachtes

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15• März 2016 • Seite 26

GLÜCK AUf! Bonner Bezirksjugend unter Tage Unter dem Motto „Glück auf!“ besuchten wir das Bergbaumuseum in Bochum. Unsere Reise ging schon morgens um 8.00 Uhr los. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch ziemlich müde. Doch das änderte sich schlagartig, als wir vor den imposanten und riesigen Türen des Bergbaumuseums standen. Zeitig begann unsere Führung. Tim, unser Museumspädagoge war SPITZE! Aus persönlicher Erfahrung, die überwiegend negativ geprägt ist, war diese Führung unvergleichbar spannend. Sie fesselte uns so sehr, dass wir fast vergaßen Fotos zu machen. Tim erzählte uns etwas über die Geschichte vom Metall. Er gestaltete dies sehr interaktiv und man musste feststellen, dass das Wissen der Kinder, das der Erwachsenen um Längen

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übertraf. (Aber wer hätte was anderes erwartet XD). Nach dem kurzen Einblick in die Vergangenheit erwartete uns eine Schale mit Ölsand, ein Löffel, eine Kreisform und vier verschiedene Formen (Skarabäus, Fisch, südamerikanische Katzengottheit und ein Indianerkopf ). In unserem Workshop durften wir selber aus Metall eine Form gießen. Nur durch vorhergehenden gutem Zuhören konnten wir herausfinden, dass am besten Zinn für dieses Vorgehen geeignet ist. Weil, wie wir gelernt hatten, die Schmelztemperatur von Zinn sehr niedrig ist (220°C). Wir legten eine von den Formen in die Kreisform und füllten diese mit dem Ölsand, den wir festklopften. Am Ende nahm man die eingeklopfte Form wieder aus der Kreisform hinaus und goss, das von uns geschmolzene Zinn in die (nun) Sandform hinein. Nach dem Abkühlen hatte darauf jeder seine eigene kleine Zinnfigur. Nach der anstrengenden Klopferei erholten wir uns in der Cafeteria. Dann ging es ab in das Bergwerk, 17m tief unter die Erde. Was uns wohl erwarten würde? Die Fahr-

stuhltür ging auf; ein Staunen ging durch die Gruppe. Vor uns lag ein langer Gang, der sich in weitere Gänge verzweigte. Bei ca. 12°C musste man streckenweise zudem gut auf seinen Kopf achten. Dabei kamen wir an vielen interessanten und manchmal beängstigend großen Maschinen vorbei. Während dem Rundgang enträtselten die Kleinen, die fast nicht lösbare Rallye. Doch mit gemeinsamen Kräften schafften wir es doch noch, das Lösungswort herauszufinden (hoffentlich gewinnt einer von uns). Eine weitere Attraktion war der „Seilbahn-Simulator“, der uns einen realen Einblick in die damaligen Verhältnisse lieferte. Dabei lernten wir den Gruß der Bergleute „Glück auf!“- der Wunsch an jemand anderen wieder an das Tageslicht zu gelangen. Wir hatten diesen Spruch ernst genommen und fuhren nicht nur wieder an die Oberfläche, sondern noch 75,5m höher. Und schon standen wir auf dem eigentlich aus Dortmund stammenden Förderturm. Man hatte einen atemberaubenden Blick über Bochum. Was einigen von unseren kleinen Fußballfans zudem noch wichtig war: man konnte sogar das Stadion sehen. Wenn man Höhenangst und die Winde überlebt hatte, ging die Eroberung des Museums in kleinen Gruppen weiter.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 15 • März 2016 • Seite 27

In sehr liebevoll gestalteten Modellen mit vielen Details und oft mechanisch bewegenden Effekten wurden wichtige Aspekte des Bergbaus dargestellt und erklärt. Ein interessanter Punkt, den unsere Bezirksjungschützenmeisterin Gertrud einbrachte, war: Dass es doch bemerkenswert sei, wie die früher solche komplexen Bauwerke geschaffen haben, ohne einen (in unserer technologisierten Welt nicht wegdenkbaren) Computer mit Animationen und Taschenrechner. Ein weiteres spannendes Exponat war der zu 92% aus Eisen bestehende Meteorit. Ein solch „reines“ Vorkommen eines Metalls gibt es auf der Erde nicht. In unserer Welt liegen nur Erze (Metallgemische) vor. Ein derartig reines oder auch gediegenes Erz ist auf natürliche Weise hier nicht möglich, was den Meteoriten so besonders macht. Nach diesem spannenden, aber auch lehrreichen Tag gab es zum Schluss noch ein Gruppenfoto, bevor es zufrieden mit dem Bus nach Hause ging. Wir freuen uns schon riesig auf den nächsten Bezirksausflug. Mit viel Spaß, Freude und der Möglichkeit, neue Freunde aus anderen Vereinen zu finden. Vielleicht sehen wir uns dann beim nächsten Mal.

Hausgemachtes

Herbstwettkampf des BdSJ Bezirksverband Porz Am 27.09.2015, einem schönen sonnigen Tag im Herbst, fand in Porz-Gremberghoven der Herbstwettkampf der Jungschützen statt. Erstmalig traten auch unsere Bambinis gegeneinander an und seit langem hatten wir erfreulicherweise wieder mehrere Kids aus der Schülerklasse mit dabei! Für die Bambinis war es sehr aufregend und keiner von ihnen konnte erwarten das Lasergewehr in die Hand gedrückt zu bekommen. Am liebsten hätten die Kinder sofort nach ihren Schüssen gewusst, wer gewonnen hat, doch leider mussten sie sich gedulden, bis alle fertig waren.

Während die Schüler schossen, kümmerten sich die „Großen“ um die Bambinis und beschäftigten sie mit Spielen, damit die Wartezeit auf das gemeinsame Grillen nicht allzu lang dauerte. Als dann alle ihre Schüsse abgegeben hatten, wurden auf dem Vorplatz des Schützenheims Tische und Stühle aufgestellt und bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages gegrillt. Es gab Würstchen und leckere selbstgemachte Salate mit Dips und zum Nachtisch Kuchen. Ein erfolgreicher, spaßiger und entspannter Nachmittag war zu Ende und alle freuen sich schon, auf den nächsten spannenden Wettkampf. Jasmin Bartl

Katharina Wilm

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Das HEFT 15  

Verbandszeitschrift des BdSJ Diözesanverband Köln

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