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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

INHALT Vorwort

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UNSERE GRUNDSÄTZE

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PÄDAGOGISCHE GRUNDSÄTZE

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SCHULISCHE ZIELE

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Abteilung 1 - Wirtscha - Berufsschule

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Abteilung 2 - Informa k

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Abteilung 3 - Gesundheit

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Abteilung 4 - Wirtscha - Berufsfachschulen und Berufsvorbereitungsjahr

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Abteilung 5 - Berufliches Gymnasium Wirtscha (WGO)

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Übergreifender Bereich

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Foto - Kollegium und Mitarbeiter*innen

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THEMEN

ZU BESUCH IN ÖSTERREICH

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SCHÜLER*INNEN UND LEHRKRÄFTE BERICHTEN IMPRESSIONEN UND INTERVIEW 4

NEUE THEATER-AG

STRESS NICHT

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PRÄVENTIONSPROJEKT ZUM THEMA GESUNDHEIT

RETURN ON CHARACTER

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BERICHT EINER VERANSTALTUNG ZUM THEMA FÜHRUNG

UNTERWEGS IN EUROPA

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VORWORT ps, weg sind sie, die letzten zwei Jahre und ich schreibe gerade am Vorwort des fün en Schulprogramms seit 2012. Im Januar 2016 gab es die letzten Zielvereinbarungsgespräche mit dem Land. Für das Jahr 2020 steht das nächste Gespräch an, das Schulprogramm veröffentlichen wir aber immer bereits zum Ausbildersprechtag im Februar. Wir haben länger überlegt, wie wir damit umgehen wollen und uns dann entschieden, unsere Zielvorschläge für die kommenden vier Jahre zu formulieren und sie durch den Schulvorstand sowie die Gesamtkonferenz verabschieden zu lassen. Sie sind unser Verhandlungsgegenstand, wenn wir in Gespräche mit dem Land eintreten. Im nächsten Schulprogramm 2022 werden dann die Ergebnisse zu finden sein, dies versehen mit der Bewertung des Erreichungsgrades unserer Ziele aus 2016 gemäß KAM. Wir veröffentlichen hier die vier neu gesetzten Ziele, die alle unter dem Leitbild der Schule stehen. Selbstverständlich arbeiten wir an der Interna onalisierung der Europaschule BBS Haarentor weiter. Fokussieren den Nachhal gkeitsgedanken stark und wenn wir als Pilotschule für die Digitalisierung in Oldenburg fungieren, dann muss es ein Ziel sein, sich intensiv mit dem Medienkonzept und der Digitalität zu beschä igen, die es natürlich mit sich bringen, sich auch mit neuen Raumkonzepten für neue Unterrichtsformen zu befassen. Das sind „nur“ vier Zielsetzungen, die damit verbundenen Arbeitspakte sind aber so umfassend, dass sie uns alle reichlich auslasten. In vielen weiteren Zielvereinbarungen der Schule finden sich diese Oberziele natürlich wieder, weil Abteilungen, Fach- und Bildungsgangsgruppen sich daran orien eren. Das finden Sie auf den folgenden Seiten dieses Schulprogramms natürlich wieder. Verbunden wird es neuerlich

mit einer Beschreibung der Dinge, die in den letzten zwei Jahren gut gelungen sind, wich g und schön waren! Die dezidierte Auswertung der Zielerreichungen findet sich nach wie vor in der intern allen zugänglichen Moodle Datenbank der BBS Haarentor wieder, die unverändert die zentrale Rolle bei der Zielverwaltung spielt, in ihr sind in den letzten Jahren bereits fast 600 Ziele nebst Maßnahmen und Zielerreichungen dokumen ert worden und es gibt eine gelungene Suchfunkon, die das Handling sehr übersichtlich macht. Ich danke allen, die an der Erstellung des Schulprogramms mitgearbeitet haben und die Disziplin haben, alle zwei Jahre eine neue Runde der Zielvereinbarungen durchzuführen. Unser hier vorliegendes Schulprogramm ist ein Spiegel des hohen Aufwandes, den die Schulgemeinscha an dieser Stelle leistet. Wie immer freuen wir uns über Lob, Kri k, und Anregungen von Seiten der Leserscha . Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche und unterhaltsame Lektüre, sei es bei der analogen Fassung oder der PDF-Version auf der Homepage der Schule.

Diedrich Ahlfeld -Schulleiter-

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

BILDER VOM EDUDAY: KILIAN HERMES

Die BBS Haarentor erarbeiten als Pilotschule gemeinsam mit der Stadt Oldenburg ein Konzept, wie Digitalisierung in Schule gestaltet werden kann. Der EDUday wurde seit 08-2018 von einen vierköpfigen Planungsteam vorbereitet.

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Die Teilnehmer konnten sich in mehr als 30 unterschiedlichen Kursen und Workshops mit den technischen Möglichkeiten und den Chancen und Risiken von digitalen Medien im Unterricht befassen.


Personal Kanban, Design Thinking, Sketchnotes und Edubreakout sind Kursbezeichnungen, genau wie Persönliche Lernnetzwerke, Erklärvideos im Unterricht und Künstliche Intelligenz.

Keynotespeaker Axel Krommer vertri die These der pallia ven Didak k und versucht zu erklären, warum die digitale Bildung nicht mit alten Werkzeugen funk oniert.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Interview Der EDUday war eine Riesen-Veranstaltung mit zahlreichen Referenten und ganz unterschiedlichen Angeboten. Wann seid Ihr mit den Planungen gestartet? Kers n Wellsandt: Die Vorbereitungen haben bereits Ende 2017 begonnen. Ursprünglich war ein EDUday mit allen vier BBSen vorgesehen, aufgrund von Schulleitungswechseln haben wir den „Medientag“ ab 2018 nur für die BBS Haarentor geplant. Ein sichtbarer Startpunkt für alle Kolleg*innen war dann unsere Befragung im Spätsommer 2018 an Stellwänden im Lehrerzimmer: „Welche Techniken und Apps nutzt du schon“? Im Winter 2018 haben wir konkrete Fortbildungsinteressen abgefragt, damit um unsere Planungen mit den Kollegiumswünschen abzus mmen. Der Keynotespeaker Axel Krommer hat seine Sicht auf den Punkt gebracht. Was nehmen wir davon mit in unseren Schulalltag? Jana Huhn: "Make you and your work visible". Daniel Feldkamp: Der Paradigmenwechsel hin zu einer Kultur der Digitalität hat ganz grundlegende Auswirkungen auf unseren Unterricht und ist weder Fluch noch Segen. Er führt zu einer veränderten Rolle des Lehrenden und einer Erweiterung des Medienbegriffs: Medien (analog UND digital) sind mehr als ein bloßes Werkzeug im Unterricht. Wellsandt: Ja, rich g. Wir versuchen, neue Dimensionen zu erkennen und im Unterricht zu nutzen. Am 25.09.2019 war es dann soweit. Was habt ihr persönlich aus dem EDUday mitgenommen? Wellsandt: Ich bin überzeugt, es wird ein neues Miteinander im Kollegium geben. Häufiger: „Wie machst du das?“ „Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich für mich und meine Schüler*innen? „Ich habe etwas ausprobiert, soll ich dir das zeigen?“ Unterricht zu konzipieren und zu halten, wird auch für alte Hasen wieder spannend und neu. Huhn: Ich denke, der EDUday konnte neue Themen und Chancen eröffnen. Es lohnt sich, neue Dinge auszuprobieren, auch wenn man erst einmal das Gefühl hat, dass ein riesiger Berg an Arbeit vor einem steht. Die gemeinsame Arbeit im Vorbereitungsteam, die vielen Gespräche mit den Kolleg*innen, auch nach dem Tag, haben uns als Kollegium gestärkt Feldkamp: Die S mmung im Kollegium habe ich als sehr offen und mo viert wahrgenommen. Wir haben schon viele Schri e auf dem Weg zu einem zukun sfähigen Unterricht gemeinsam und erfolgreich gemacht. Ich denke dabei an unsere Lernpla orm oder Erfolge beim kompetenzorien erten und schüler*innenzentrierten Unterricht. Ich glaube, dass wir die anstehenden Herausforderungen, zum Beispiel die Entwicklung und den unterrichtlichen Einsatz von Medienkompetenzmodulen posi v angehen können. Über 140 Kolleg*innen verschiedener Schulen aus Oldenburg und umzu haben am EDUday teilgenommen. Welches Feedback haben sie Euch gegeben? Huhn: Mein Eindruck aus den Gesprächen war, dass viele Kolleg*innen es besonders zu schätzen wussten, dass es einmal ein Tag war, an denen SIE im Vordergrund standen. Sie dur en interessengeleitet agieren und es musste kein spezielles Arbeitsergebnis erstellt werden. Sie konnten Dinge einfach mal ausprobieren. Feldkamp: Ja, genau. Ich habe es so empfunden, dass der Mix der Workshops, neben dem inspirierenden und kontroversen Eröffnungsvortrag, im Kollegium gut angekommen ist. Persönliche Rückmeldungen zeigen mir, dass viele, ganz prak sche Ideen und Anregungen schon im Unterricht ausprobiert und umgesetzt werden. Es wird "wieder" mehr über Unterricht gesprochen. Und nun? Wie geht es weiter? Wellsandt : Jana hat es schon erwähnt. Unser Mo o lautet: „Make you and your work visible“. Wir möchten ein neues Miteinander fördern, beispielsweise durch Kurzfortbildungen aus dem Kollegium und für das Kollegium. Im Winter startete eine Arbeitsgruppe, um „Medienmodule“ zu entwickeln, die von den Fachgruppen und Bildungsgänge für ihre Unterrichtsarbeit genutzt werden können. Feldkamp: Eine Rückmeldung des Kollegiums kann als Au rag verstanden werden: wir möchten gemeinsam das Lernen in der Kultur der Digitalität weiterdenken. Im kommenden Herbst könnte ich mir ein Barcamp, eine Art „Unkonferenz“ mit dem gesamten Kollegium vorstellen. Huhn: Hoffentlich mit Neugierde, Offenheit und vielen Gesprächen!

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

UNSERE GRUNDSÄTZE Die Berufsbildenden Schulen Haarentor der Stadt Oldenburg (Oldb) sind ein Berufsbildungszentrum für Wirtscha , Informa k und Gesundheit. Die Schule versteht sich als verlässliche Bildungsins tu on für Schüler*innen und deren Eltern sowie als kompetenter Partner der ausbildenden Betriebe im dualen System der Berufsausbildung. Wir streben eine fruchtbare Koopera on mit allen uns nahe stehenden Ins tu onen, Verbänden und Organisa onen an, insbesondere mit anderen Schulen, den Studienseminaren, den Fachhochschulen und Universitäten im In- und Ausland sowie den Zusammenschlüssen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber.. Die Schule orien ert sich an den Werten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, der Niedersächsischen Landesverfassung und des Niedersächsischen Schulgesetzes. In unserer Schule sind alle gleichermaßen willkommen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkun , Bekenntnis und Weltanschauung. Wir wollen eine weltoffene Schule sein und streben daher Kontakte mit ausländischen Schulen, Unternehmen und Partnern an, die uns bei der Erfüllung unserer Zielsetzungen unterstützen können. Die Schule ist ein gemeinsamer Lebens- und Arbeitsraum für Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Mitarbeiter*innen, in dem alle ihren persönlichen Fähigkeiten entsprechend op mal gefördert werden und eine bestmögliche Arbeitsumgebung vorfinden sollen. Eine schonende Behandlung der Umwelt wird in diesem Lebensund Ar-beitsraum von allen Beteiligten beachtet. Das Schulleben ist von gegensei gem Respekt, von Leistungsbereitscha und Streben nach hoher Qualität der Arbeit sowie von Solidarität, Gewal reiheit und Konfliktfähigkeit geprägt. Konstruk ve Kri k ist erwünscht. Jeder ist für das Gelingen von Schulleben und Unterricht verantwortlich und daher auch bereit, Aufgaben für die Gemeinscha zu übernehmen. Dem Arbeits- und Gesundheitsschutz wird Rechnung getragen und er spielt eine wich ge Rolle im täglichen Schulleben, wobei präven ven Maßnahmen der Vorrang eingeräumt wird. Alle Schulangehörigen bemühen sich um Freundlichkeit,

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Höflichkeit und Hilfsbereitscha . Sie streben eine drogen- und gewal reie Schule an. Zur Realisierung des Leitbildes ist es besonders wich g, dass die Schule ein hohes Maß an Autonomie als regionales Kompetenzzentrum en alten kann. Den Handlungsspielraum für diese Autonomie gibt der Rahmen aus allgemein gül g vorgegebenen rechtlichen Bes mmungen und wissenscha lich gesicherten pädagogisch-didak schen Erkenntnissen vor. Die Wahrnehmung individueller Freiheiten sowie die Schaffung von Freiräumen zur persönlichen En altung in allen schulischen Arbeitsbereichen und die gleichzei ge Einhaltung notwendiger Regeln ist kein Widerspruch, sondern beschreibt den Spannungsbogen, in dem sich unsere Schule befindet. Vor diesem Hintergrund soll ein Schulklima gedeihen, das nachhal g zugleich human und leistungsbezogen ist. In diesem Zusammenhang kommt der Vorbildfunk on der Lehrer*innen eine besondere Bedeutung zu. Wo Menschen in einer sozialen Organisa on zusammen leben und arbeiten, gibt es Konflikte. Alle Beteiligten sehen es als ihre Verpflichtung an, auftretende Konflikte sachlich und gewal rei zu lösen. Als Moderatoren für Konfliktgespräche stehen grundsätzlich alle geeigneten Schulangehörigen zur Verfügung, insbesondere jedoch die Mitglieder des professionellen Beratungsteams unserer Schule (Beratungslehrkrä e, Sozialpädagogin). Alle Beteiligten arbeiten in dem Bewusstsein, dass sich die gesellscha liche Situa on ständig verändert und sich vor diesem Hintergrund auch unsere Schule in allen Bereichen permanent verändern muss. Notwendige Anpassungs- und Veränderungsprozesse sehen wir als selbstverständlichen Teil der gemeinsamen Arbeit im Rahmen eines konnuierlichen Verbesserungsprozesses an.


PÄDAGOGISCHE GRUNDSÄTZE Die Lehrkrä e orien eren sich bei der Unterrichtskonzepon und methodischen Gestaltung des Unterrichts an den gemeinsam erarbeiteten didak schen Jahresplanungen. Dabei stehen die Schüler*innen mit ihren eigenen Unterrichtsak vitäten im Mi elpunkt des Lernprozesses („handlungsorien erter Unterricht“). Inhaltlich wird eine möglichst enge Praxisorien erung (Geschä sprozessorien erung, Fallstudien, Praxissimula on usw.) unter Einbeziehung zeitgemäßer Informa ons- und Telekommunika onstechniken angestrebt. Neben einer bestmöglichen fachlichen Qualifizierung vermi eln die Lehrkrä e gleichrangig Methoden- und Sozialkompetenz sowie eine Ver efung allgemein bildender Inhalte kultureller, gesellscha spoli scher und ethischer Art. Sie bereiten ihre Schüler*innen auf lebenslanges Lernen vor. Förderung der Persönlichkeitsentwicklung Die Lehrkrä e der Schule sehen es als rich g an, dass der pädagogische Au rag zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung aller Schüler*innen eine grundlegende Verpflichtung für alle ist. Sie gehen davon aus, dass persönlichkeitsbildende Ziele auch durch ihr Vorbildverhalten zu verwirklichen sind. Dem Bildungsziel unserer Schule und der Persönlichkeitsentwicklung unserer Schüler*innen dienende Ak vitäten, die über den planmäßigen Unterricht hinausgehen, werden im Rahmen der schulischen Möglichkeiten bestmöglich gefördert. Alle Schüler*innen werden mit ihrem beim Schuleintri vorhandenen Leistungsvermögen angenommen und im Rahmen der gegebenen Ressourcen

individuell gefördert. Sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Schüler*innen sollen durch schulische oder außerschulische Maßnahmen besonders gefördert werden, z. B. durch Förderunterricht "Schüler*innen helfen Schüler*innen", Ausbildungsbegleitende und Umschulungsbegleitende Hilfen (AbH und UbH), Vermi lung von Zusatzqualifika onen usw. In allen Unterrichtsbereichen strebt die Schule eine volle Unterrichtsversorgung mit sowohl wissenscha lich wie fachprak sch gut ausgebildeten, beruflich engagierten und menschlich in das Kollegium passenden Lehrkrä en an. Alle Schulformen werden möglichst gleichmäßig mit Unterricht versorgt. Die Lehrer*innen sowie die Mitarbeiter*innen der Schule sehen es als ihre Verpflichtung an, sich im Rahmen des schulischen Fortbildungskonzeptes permanent fortzubilden, um den Erfolg der gemeinsamen Arbeit zu sichern.

In allen Bereichen der Schule wird effek ve Teamarbeit umgesetzt bzw. soll die vorhandene Teamarbeit verbessert werden. Gedankenaustausch und Koopera on zwischen allen Kolleg*innen sollen helfen, gemeinsam die gesetzten Ziele zu erreichen.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

SCHULISCHE ZIELE Die nachfolgenden Ziele der BBS Haarentor sind bei der Sitzung des Schulvorstandes am 12.11.2019 verabschiedet worden. Die Gesamtkonferenz der Schule hat sie am 12.12.2019 ohne Gegens mmen bestä gt. Eine Abs mmung mit der Landesschulbehörde im Rahmen eines Zielvereinbarungsgespräches steht noch aus. Ziel 1 Raumkonzepte für alterna ve Unterrichtsformen Um alterna ve Unterrichtsformen zu ermöglichen, prüfen Schulleitung, Bildungsgänge und Fachgruppen gemeinsam neue Raumkonzepte (z. B. Lerninseln, Schülerarbeitsbereiche, etc.). (F1, F5, F6, S2, S5, B3, R4) Ziel 2 Nachhal g handeln Die Schulgemeinscha erhöht durch konkrete Maßnahmen die Bereitscha aller am Schulleben Beteiligten zu nachhalgem Handeln. Die Schüler*innen setzen sich unterrichtlich im Rahmen einer schulweiten Ak onswoche mit dem Thema auseinander. Hierbei werden besonders die Handlungsfelder nachhal ger Konsum, nachhal ges Wirtscha en und Fair Trade berücksich gt. Darüber hinaus werden auf allen Ebenen Maßnahmen für eine umweltgerechte Schule ermi elt, ini iert, geplant, umgesetzt und evaluiert. (F1, R2, K1, B2, B3, B4, B8, B11, B12) Ziel 3 Interna onalisierung und Europaschule Die BBS Haarentor erstellen ein Konzept für schulweite Europaak onen in Form eines Europatages/einer Europawoche und setzen dieses um. Die in den vergangenen Jahren neu geknüp en Auslandsbeziehungen werden ver e und intensiviert. Die einzelnen Bildungsgänge und Fachgruppen prüfen die Möglichkeit, Europakompetenzen in ihren Unterrichtsplänen zu verwirklichen. (K2, B1, B2, B3, B4, B11) Ziel 4 Medienkonzept und Digitalität Die Schulgemeinscha entwickelt und erprobt ein Medienkonzept, das sich an der Strategie der KMK „Bildung in der digitalen Welt“ und am IT Entwicklungskonzept der Stadt Oldenburg orien ert. (F1, F5, F6, P5, S2, S5, R4) 10


Unser Schulmo o wird 10

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ABTEILUNG 1

WIRTSCHAFT- BERUFSSCHULE A. WER SIND WIR? Die Abteilung Wirtscha - Berufsschule besuchen 750 Schüler*innen im dualen Ausbildungssystem, die sich für die Ausbildungsberufe • • • • • • •

Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement Kauffrau/Kaufmann für Dialogmarke ng Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce Industriekauffrau/Industriekaufmann Medienkauffrau/Medienkaufmann für Digital und Print Personaldienstleistungskauffrau/ Personaldienstleistungskaufmann Servicefachkra für Dialogmarke ng

entschieden haben. Sie werden in 37 Klassen von 40 Lehrkrä en unterrichtet.

B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Integra on von Auslandserfahrungen Es wird ein Konzept erstellt und umgesetzt, wie die im Rahmen von Auslandsaufenthalten und Auslandsprak ka gesammelten Erfahrungen im Unterricht, im Schulleben sowie in den Ausbildungsbetrieben systema sch sichtbar gemacht und sinnvoll integriert werden können. (B1, B4, B8, B11, K3) Interna onale berufliche Handlungskompetenz Um die beruflichen Perspek ven der Auszubildenden auf dem europäischen Arbeitsmarkt durch eine interna onale berufliche Handlungskompetenz zu verbessern, wird die interna onale Ausrichtung der Berufsausbildung durch die Zusatzqualifika on Europakauffrau/-mann sowie Prak ka und Austausche im europäischen Ausland für Auszubildende aller Ausbildungsberufe bzw. Lehrkrä e (Best Prac ce) im Rahmen von Erasmus+ beibehalten bzw. intensiviert. (B8, B10, B11, K2, K3) Interna onaler Schulaustausch Die interna onale Ausrichtung der Berufsausbildung in Beziehung zu Polen und Österreich wird intensiviert, verste gt und evaluiert. (B8, B10, B11, K2, K3)

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Kaufleute für Dialogmarke ng, Herr Kook • Zur besseren inhaltlichen Verzahnung der Lernfelder wird ein Konzept zum periodischen Wechsel der unterrichtenden Lehrkrä e entwickelt und exemplarisch umgesetzt. (B3, B17) • Der Bildungsgang Dialogmarke ng integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B4) • Einbindung eines schülergerechten themenspezifischen Exkursionskonzeptes in die didak schen Jahrespläne der Grund- und Fachstufe. (B1, B3, B4, K3) Medienkaufleute für Digital und Print, Herr Lüßmann • Die Neukonzep on des Arbeitskreises im Fachbereich Digital und Print "Schule-Betrieb" soll verste gt und mit den Interessengruppen weiterentwickelt werden, unter anderem in Bezug auf Digitalität. (S1, K3) • Durch Exkursionen, Klassenfahrten etc. werden Einbli-


cke in die Prozessorganisa on unterschiedlicher Bereiche der Medienproduk on (Kartographie, Zeitungen, Zeitschri en, Bücher, Rundfunk, Fernsehen, Online, Cross-Media etc.) gewonnen und über die Schulwebsite veröffentlicht. (B1, B2, B3, B4, B5) Der Bildungsgang Medienkaufleute für Digital und Print integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B3, B4, B5, B8, K2)

Industriekaufleute, Herr Lüßmann • Die Neukonzep on des Arbeitskreises im Fachbereich Industrie "Schule-Betrieb" soll verste gt und mit den Interessengruppen weiterentwickelt werden, unter anderem in Bezug auf Digitalität und Interna onalisierung. (F6, S1, K3) • Die Fachgruppe IK hat das Ziel, die Ausbildung gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben stärker interna onal auszurichten und die Koopera on mit den ausländischen Partnern (z. B. Olsztyn, Izhevsk) zu intensivieren, um die beruflichen Perspek ven unserer Schüler*innen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu verbessern. (B8, B10, B11, S1, K2, K3) • Die Fachgruppe IK nimmt an fachspezifischen, umfangreichen Fortbildungen (Industrie 4.0, Digitalität) teil, um nachhal g Zukun sfähigkeit zu entwickeln. (B1, B2, B3, B4, B5, S1, K3) • Der Bildungsgang Industriekaufleute integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B3, B4, B5, B8, K2) Personaldienstleistungskaufleute, Herr Schlich ng • Der Bildungsgang Personaldienstleistungskaufleute integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B4)

Es wird ein verbindlicher Katalog von möglichen Zielen für berufsbezogene Exkursionen festgelegt. Die Ziele werden den Lernfeldern zugeordnet und in die didak schen Jahresplanungen der Grundstufe und der Fachstufen integriert. (B3, B4)

Kaufleute für E-Commerce, Herr Siemer • Erstellung, Umsetzung und Evalua on der didak schen Jahresplanungen im neu eingeführten Bildungsgang E-Commerce. (B1, B3, B4, B5) • Der Bildungsgang E-Commerce integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B4) • Die Detailseite des Bildungsgangs Kaufleute im ECommerce auf der neuen Schulhomepage wird angepasst. (R3) Kaufleute für Büromanagement, Herr Siemer • Die Detailseite des Bildungsgangs Büromanagement auf der neuen Schulhomepage wird angepasst. (R3) • Der Bildungsgang Büromanagement integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B4) • Zur Vorbereitung des ersten Teils der Abschlussprüfung wird ein zentraler Prüfungsvorbereitungstag für alle 2. Ausbildungsjahre konzipiert, durchgeführt und evaluiert. (B2, B3, B4, B5, B9, B10)

Kurz no ert Die Medienkaufleute Digital und Print des zweiten Lehrjahres starten mit der Konzep on und Produkon eines Azubi-Kalenders eine neue Tradi on. Zur Finanzierung des Projektes kalkulieren sie die anfallenden Kosten, kümmern sich eigenständig um den Verkauf von Anzeigen, berücksich gen und gestalten individuelle Kundenwünsche und strukturieren und überwachen den Produk onsverlauf. Zum Sommer soll der Kalender für die Auszubildenden der BBS Haarentor fer ggestellt werden. Wir freuen uns darauf!

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Österreich - ein Besuch bei den Landesberufsschulen Dornbirn und Feldkirch Österreich, das Gute liegt so nah? Kook: Ja, das kann man so sagen. In meinen Klassen waren immer wieder Auszubildende, die gerne über Erasmus+ ins Ausland wollten. Sie trauten sich aber nicht, da sie Angst vor der Fremdsprache ha en. Wir suchten also nach einem deutschsprachigen Austauschland. Sieger: Über Nero sind wir eng mit dem BZTG verbunden, die bereits ein Austauschprogramm für gewerbliche Auszubildende in Österreich umsetzen. Diese Berufsschule hat auch einen kaufmännischen Zweig und wir haben mit der Schulleitung Kontakt aufgenommen. Im September 2018 haben wir uns in Oldenburg getroffen und beschlossen, es einfach zu probieren. 2019 haben unsere ersten Auszubildenden - zwei angehende Kauffrauen für Büromanagement - Österreich besucht. Das ging ja zügig. Wie hat man Euch in Vorarlberg empfangen? Sieger: Ausgesprochen herzlich wäre noch untertrieben. Die österreichischen Kolleg*innen waren tolle Gastgeber und haben sich sehr intensiv um uns gekümmert. Kook: Und nicht nur um uns. Auch die Auszubildenden wurden toll umsorgt. Das begann schon vor der Anreise: die österreichischen Kolleg*innen ha en schon eine gute und güns ge Unterkun und Monats ckets für den öffentlichen Nahverkehr organisiert. Auf diese Weise konnten sie sich frei in der ganzen Region bewegen. Darüber hinaus gab es immer wieder Angebote für Ausflüge in der Freizeit. Was habt ihr von Lehre, Land und Leuten gesehen? Sieger: Wir haben zwei Berufsschulen besucht und intensive Gespräche mit den Schulleitungen und Kolleg*innen führen können. Wir haben aber auch einem Unterricht beigewohnt und uns dann mit den Azubis über ihre Ausbildung unterhalten. Kook: Wir haben zudem einen Ausbildungsbetrieb besich gt und uns dort über die Abläufe informiert. Wir haben unsere Auszubildenden in den Prak kumsunternehmen besucht und erhielten einen Einblick in diese Unternehmen. Sieger: Land und Leute waren toll. Wir haben Ausflüge ins Hoch-

gebirge und zum Bodensee unternommen. Außerdem dur en wir bei einem Kollegiumsausflug dabei sein und konnten uns mit vielen unterschiedlichen Lehrkrä en austauschen. Mit welchen Eindrücken seid ihr nach Oldenburg zurückgekehrt? Kook: Im Austausch mit Kolleg*innen und Betrieben zeigte sich, dass die schulische und betriebliche Ausbildung sehr ähnlich ist und viele Gemeinsamkeiten bestehen. Spannend fand ich die Auswahl neuer Azubis in einem Unternehmen. Der gesamte Auswahlprozess wurde in die Hände der aktuellen Auszubildenden gelegt. Sieger: Aus organisatorischer Sicht am auffäl-

ligsten ist, dass die Unterrichtsstunden und der durchschni liche Berufsschultag in Österreich deutlich länger sind: eine Unterrichtsstunde umfasst 50 Minuten und ein Schultag hat 10 Stunden - grob gesagt von morgens kurz vor acht bis abends 17:00 Uhr. Außerdem werden in Österreich sämtliche Stunden der Stundentafel unterrichtet und es besteht eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent, davon kann eine deutsche Berufsschule nur träumen. Kook: Beeindruckend fand ich auch, dass es an den Berufsschulen in Österreich für jede Lehrkra einen eigenen Arbeitsplatz gibt. Jeweils 8 bis 10 Lehrkrä e haben sich ein Büro geteilt.

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Die Kolleg*innen nutzten die Möglichkeit, sich zu unterstützen und auszutauschen sowie gemeinsam etwas im Team zu planen und abzusprechen. Sieger: Es gab aber auch weitere Gemeinsamkeiten: Die Berufsschulen in Vorarlberg nutzen wie wir Moodle. Die Berufsschule in Dornbirn plant auch gerade den Ums eg auf Ac vPanels. Österreich - ein gutes Ziel für unsere Schüler*innen? Kook: Ein sehr gutes Ziel, und ein echter Gewinn für unser Austauschprogramm. Die Auszubildenden konnten, wegen der gemeinsamen Sprache, die betrieblichen Abläufe besser durchdringen und mit ihren Ausbildungsunternehmen verglei-

Kaufleute für E-Commerce IHK und BBS Haarentor präsen eren neuen Beruf

chen. Ein echter Wissenstransfer wurde möglich. Sieger: Unsere österreichischen Partner haben es zudem gescha , für unsere Auszubildenden Betriebe der gleichen Art oder Branche zu finden. Das hat man bei Austauschen in andere Länder eher sehr selten. Auf diese Weise profi ert auch das Ausbildungsunternehmen in Deutschland von den Erfahrungen der Auszubildenden in Österreich. Kook: Wir hoffen, dass dieser erste Besuch der Au akt zu einer dauerha en Partnerscha war. Wir freuen uns bald österreichische Auszubildende in Oldenburg begrüßen zu können.

Der neue Beruf verbindet informa onstechnische und kaufmännische Inhalte und wird von vielen Unternehmen mit großem Interesse aufgenommen. Schulleiter Diedrich Ahlfeld begrüßte am 28.02.2018 gemeinsam mit Ludger Wester (IHK) zahlreiche Unternehmensvertreter in den Räumen der BBS Haarentor zu einer Informa onsveranstaltung. Ludger Wester erklärte den Au au der betrieblichen Ausbildung und informierte über den Ablauf der Abschlussprüfung. Neue Ausbildungsverträge können, so Wester, nach Rücksprache mit der IHK jetzt abgeschlossen werden. Abteilungsleiterin Vera Mühlbradt und Andreas Zug stellten den schulischen Teil der Ausbildung vor. Hier wurde deutlich, dass es sich um einen kaufmännischen Beruf mit anspruchsvollen IT-Inhalten handelt. Der neue Ausbildungsberuf startete am 01.08.2018, die Einschulung an den BBS Haarentor erfolgte eine Woche später am 08.08.2018. Die Ausbildungsbetriebe und die Berufsbildenden Schulen Haarentor vereinbarten bereits für Juni ein neues Treffen, um gemeinsam vor Ausbildungsstart wich ge Details zu klären. Schulleiter Diedrich Ahlfeld wünschte den Beteiligten der Dualen Ausbildung und dem neuen Beruf einen guten Start.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ABTEILUNG 2

INFORMATIK A. WER SIND WIR? Die Abteilung Informa k besteht aus den zwei Schulformen, der Berufsschule mit den IT-Berufen • Fachinforma ker/-in – Anwendungsentwicklung • Fachinforma ker/-in – Systemintegra on, • Informa kkauffrau/-mann und • IT-Systemkauffrau/-mann bzw. ab dem 01.08.2020: • Fachinforma ker/ -in Anwendungsentwicklung, • Fachinforma ker/ -in Systemintegra on, • Fachinforma ker/ -in Daten- und Prozessanalyse sowie • Kauffrau/Kaufmann für IT-Systemmanagement • Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement Fachoberschule Wirtscha und Verwaltung - Schwerpunkt Informa k • Klasse 11 und • Klasse 12. In zurzeit 23 Klassen betreuen 30 Lehrkrä e mehr als 500 Schüler*innen. In der Berufsschule können die Auszubildenden neben dem Berufsabschluss auch den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss oder den erweiterten Sekundarabschluss I - Realschulabschluss erwerben. Die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Informa k Klasse 12 - bereitet Auszubildende aus dem Bereich Informa k auf ein Studium vor und vergibt die Allgemeine Fachhochschulreife. Die Absolventen haben die Möglichkeit, im Anschluss daran ein Fachhochschulstudium oder unter bes mmten Voraussetzungen - direkt ein Hochschulstudium aufzunehmen. Die Klasse 11 ermöglicht es auch Schüler*innen ohne Ausbildung eine Fachoberschule zu besuchen. In der Klasse 11 wird parallel zu den 2 Schultagen ein Prak kum in einem Betrieb der IT-Branche durchgeführt.

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B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Abteilungsziele, Herr Morische • Kolleg*innen arbeiten an der pädagogischen Umsetzung des IT-Projekts der Stadt Oldenburg mit. Sie gestalten posi ve Lernumgebungen für die Schüler*innen der BBS Haarentor und anderer Schulen der Stadt Oldenburg. (B2, F6, K1) • Mitarbeit bei der technischen Einführung einer neuen Schulungsnetzumgebung an den BBS Haarentor mit den Komponenten: IDS, LMS, Mail- und Groupware, Cloud, Klassenraummanagement, So wareverteilung und MDM. (B2, B3, R3, R4) Webseite „Haarentor.de“, Herr Harms Es soll ein Redak onstool entwickelt werden, dass der Kommunika on zwischen Schulleitung und Lehrkrä en dient. Vordergründlich sollen die Informa onen im Intranet geschützt abgelegt werden. Zur Sicherstellung der Informa onspflicht werden Nachrichten auf das dienstliche Mailkonto zusätzlich weitergeleitet. (R3) Fachoberschule Informa k, Herr Harms • Es wird ein Medienkompetenz-Modul entwickelt und evaluiert. In Abhängigkeit des Evalua onsergebnisses der Schulgemeinscha zur Verfügung gestellt. (B2, B8) • Schüler*innen werden in Bezug auf ein situa onsangemessenes Au reten in wirtscha lichen und sozialen Netzwerken gefördert. (B8) IT-Berufe, Herr Sterzenbach • Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsfürsorge, die speziell auf die Bedürfnisse der Schüler*innen in den IT-Berufen abges mmt sind (B12, B13) • Die Schüler*innen werden im Rahmen ihrer Ausbildung einheitlich und umfassend über ihren Ausbildungsberuf, mögliche Zusatzqualifika onen, das Beratungsangebot der Schule, die Mitwirkungsmöglichkeiten sowie den Ablauf und die Organisa on der Ausbildung und der Abschlussprüfungen informiert. (B3, B14, B15) • Die Unterrichtspläne der Lernfelder sowie die didak schen Jahresplanungen der einzelnen IT-Berufe werden an die durch die Neuordnung 2020 veränderten Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. Dies


geschieht insbesondere unter Berücksich gung der neuen schulweiten Vorgaben zum Medienkonzept und zur Digitalität. (B1, B2, B3, B5) Schulungsnetzwerk, Herr Mull • In Zusammenarbeit mit den Bildungsgangs- und Fachgruppen erfolgt eine Op mierung der Klassenraumeinrichtung durch spezielle Hardware. Die Nutzung von pädagogischer So ware zur Realisierung zu-

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kun sfähiger Unterrichtskonzepte wird umgesetzt. (B2, R3, R4) Die Nutzung von iPads in der Schule wird ausgedehnt. Das Berufliche Gymnasium wird bei der Einführung unterstützt. (B2, R3, R4) Die Funk on des IT-Beau ragten als Kontaktperson für die Stadt Oldenburg wird installiert. (R4, K1, K2)

Informa kunterricht mit Lego Mindstorms Lego ist mehr als ein Kinderspielzeug. Seit langem bietet Lego Schulen ein eigens für den Unterricht und das Studium entwickelte Robo k-Konstruk onssets an. Diese spielerische Art der Unterrichtsgestaltung wird in der Fachoberschule Informa k - Klasse 12 - genutzt, um algorithmische Problemlösungen zu entwickeln. Dabei sind die Schüler*innen beispielsweise herausgefordert, einen Roboter zu entwickeln, der einen Gegenstand durch systema sches Absuchen eines begrenzten Areals findet und aus diesem Gebiet herausbringt. Diese Aufgabe haben die mit Sensoren und Motoren ausgesta eten Lego-Konstrukte selbstständig auszuführen. Die dazu notwendigen Anweisungen werden über PC an den Roboter gegeben. Die komplexe Lösung eines Problems über die konstruierte und programmierte Maschine im We bewerbsbetrieb ist das Lernziel der Unterrichtseinheit.

Projekte Fachoberschule Ein Projekt wird als schwierige Aufgabenstellungen mit den Merkmalen neuar g, zeitlich abgegrenzt und komplex definiert. Diesem anspruchsvollen Unterrichtsinhalt wird in der 12. Klasse der Fachoberschule mit Schwerpunkt Informa k 100 Unterrichtsstunden eingeräumt. Auf dem Lehrplan steht dabei ausschließlich das Projektmanagement, was bedeutet, dass Fachkenntnisse selbstständig erworben werden. Bereits in der Klasse 11 werden Schüler*innen über ein Mini-Projekt auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet. Die in Teams von 2 bis 5 Personen zu bearbeiten-den Projekten haben stets einen Ernstcharakter, d. h. es handelt sich immer um echte Projekte, im Regelfall für externe Au raggeber. Diese rekru eren sich aus dem karita ven Umfeld. Somit wird vermieden, dass um Au räge mit Partnern aus dem dualen Ausbildungsumfeld konkurriert wird. Referenzen: Über die Jahre wurden zahlreiche Projekte für zufriedene Au aggeber realisiert: - h p://www.geocache-oldenburg.de - h p://www.bbs-haarentor.de - h p://casino-gesellscha -oldenburg.de/ - h p://jobpaten-oldenburg.de/ - h p://www.walk-n-art.de

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

BBS Haarentor ist erste Pilotschule Die Schulen insgesamt und die Berufsbildenden Schulen insbesondere befinden sich im Wandel. Es gilt, die Schule und vor allem die Schüler*innen auf die veränderten Medien und Arbeitswelt vorzubereiten. Die Stadt Oldenburg unterstützt uns bei dem technologischen Wandel stark. Alle Schulen sollen technisch und medial neu aufgestellt werden. Geplant ist ein gemeinsames Rechenzentrum, von dem alle IT-Services, ein leistungsstarkes WLAN und Internet an die Schulen verteilt werden. Die BBS Haarentor ist dabei die erste Pilotschule im IT-Projekt der Stadt Oldenburg. Mehrere Kollegen der Schule und die DV-Administra on arbeiten intensiv an diesem Projekt mit. Zusätzlich zu diesem Projekt wird im Jahr 2020 die komple e Computer- und Präsenta onstechnik modernisiert, um alle Unterrichtsformen (vom lehrerzentrierten bis zum kollabora ven Unterricht) zu unterstützen. Modernisierung der Medienaussta ung Ein zentrales Element dabei sind die Ac ve Boards, die in allen Unterrichtsräumen der gesamten Schule eingesetzt werden und sowohl klassische Tafelarbeit als auch die Integra on von Schülergeräten ermöglichen.

Neuordnung/Modernisierung der IT-Berufe Die IT-Berufe wurden 1997 eingeführt und haben sich seither sehr erfolgreich entwickelt. Aus ursprünglich einer Klasse haben sich alleine an den BBS Haarentor inzwischen 7 Klassen pro Jahrgang entwickelt. Ab August 2020 werden die Berufsbilder der ITBerufe neu geordnet, um die Berufe auch weiter an die aktuellen Anforderungen der Technik anzupassen. Aus 5 werden 7 Aus den insgesamt 5 IT-Berufen werden 7. Für die konkrete Ausgestaltung der Berufe werden wir Ausbilderarbeitskreise gründen, in denen wir mit den Ausbildern aus den Partnerbetrieben eng zusammenarbeiten. Darüber hinaus s mmen wir uns in der Neuordnung mit den Partnern der gewerblich-technischen Schulen (Bildungszentrum für Technik und Gestaltung - BZTG) eng ab, um der Wirtscha der Region Oldenburg ein gutes und abges mmtes Bildungsangebot anbieten zu können.

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Fachoberschule

IT-Berufe

Wie jedes Jahr war die Fachoberschule - Informak - Klasse 12 auf Exkursion. Neben einer Stad ührung und eines gemeinsamen Abendessens beim Inder standen fachliche Themen im Vordergrund der Studienfahrt. Zu Gast bei Oracle Hier erfuhren die angehenden Studen nnen und Studenten viel Wissenswertes zum brandaktuellen Thema "in-memory Datenbanktechnologie". Einen Tag darauf stand das Thema BPMN im Focus der Firma Signavio. Das Ende der Klassenfahrt leitete das Bundesliga Eishockeyspiel (Berliner Eisbären) in der O2 Arena ein.

Auch die Klassen der IT-Berufe waren auf Klassenfahrt. In Berlin wurde neben dem Bundestag auch ein großes Industrieunternehmen besich gt. Auch die Poli k kam nicht zu kurz, in Berlin wurde natürlich der Bundestag besich gt. Netzpoli k Sowohl in Hamburg als auch in Berlin nutzten Auszubildende des 3. Ausbildungsjahres bei zwei Klassenfahrten die Gelegenheit, sich mit Vertretern des Chaos Computer Club Hamburg und des CCC Berlin zu treffen. In Hamburg stand der Datenschutz im Vordergrund und wurde intensiv mit viel Engagement hinsichtlich technischer, gesellscha licher und unternehmerischer Gesichtspunkte disku ert - mit einigen Schüler*innen sogar über die geplante Zeit hinaus. Bei dem Treffen mit dem CCC Berlin ha en Schüler*innen Gelegenheit, sich über die Problema k biometrischer Daten, wie sie in Pässen und Ausweisen gespeichert werden und für die Zugangskontrolle moderner Geräte und Gebäude genutzt werden, auszutauschen. Die Mitglieder des CCC waren außergewöhnlich gut informiert und zeigten mit vielfäl gen eigenen Erfahrungen immer wieder überraschende Chancen und Risiken. Diese Vielfalt erweiterte den Blick der Azubis auf den Bereich der Biometrie und deren Nutzung, sowohl in privatem als auch beruflichem Bereich.

Gesundheit Die Fachinforma ker Anwendungsentwicklung nahmen erstmalig an einem Projekt zur Gesundheitsförderung in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. teil. Dabei hat die Klasse zunächst ihren individuellen Förderungsbedarf ermittelt. Daraus entstanden viele Ideen für den privaten und schulischen Bereich. So werden die Schüler*innen u. a. an einem Kochkurs "Mealprep: Snacks für die Arbeit, Büro und Zuhause" teilnehmen um etwas über die Zubereitung von gesunden Snacks für die Arbeit und Zuhause zu erfahren. Auch etwas zum Thema "gesunder Rücken" ist in Planung.

Klassenfahrten

Sprachen Es wird eine neue Fremdsprache (Niederländisch) angeboten. Neben Berlin und Hamburg sollen neuerdings auch niederländische Städte im Rahmen von Klassenfahrten besucht werden. Partnerscha en sind im Au au.

Technologie Aber auch im technischen Bereich bleiben wir nicht stehen: Wir setzen uns im Bereich der IT-Sicherheit (Cyber-Security) mit der aktuellen Technik auseinander und zerlegen no alls sogar USB-Keylogger um in Zusammenarbeit mit externen IT-Forensikern Speicherchips von Spionagetechnikgeräten herunterzulöten und auszulesen.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ABTEILUNG 3

GESUNDHEIT A. WER SIND WIR? Die Abteilung Gesundheit unterrichtet Schüler*innen im dualen Berufsausbildungssystem, die sich für einen der vier aufgeführten Assistenzberufe entschieden haben. • • • •

Medizinische/r Fachangestellte/-r (3-zügig) Pharmazeu sch-kaufmännische/-r Angestellte/-r (1zügig) Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r (3 -zügig) Zahnmedizinische/r Fachangestellte/-r (3-zügig)

In Vollzei orm ist eingerichtet die • Fachoberschule Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Gesundheit und Pflege (Klasse 11 und Klasse 12). In Klasse 11 wird begleitend an drei Tagen ein berufsbezogenes Prak kum durchgeführt, die Klasse 12 wird zusätzlich von Schüler*innen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung besucht. Ziel ist die Fachhochschulreife. Damit werden in 31 Klassen ca. 650 Schüler*innen von 25 Lehrkrä en unterrichtet.

B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Unterstützung leistungsschwächerer Schüler*innen Die Abteilung entwickelt ihre Konzepte weiter, um Auszubildende mit geringer Beherrschung der deutschen Sprache zu fördern und damit einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu ermöglichen. (B2, B3, B4, B5, B8, B9) Digitalität und Unterichtsentwicklung Die Abteilung erprobt "Medienkompetenzmodule" zur Erweiterung der digitalen Kompetenz der Schüler*innen bildungsgangsübergreifend. Geeignete Module werden in die schulischen Curricula aufgenommen. (B1, B2, B4, B5, P5, R3) Interkulturelle Kompetenzen der Schüler*innen Ziel ist, Lernsitua onen zur Förderung der interkulturellen Kompetenz der Schüler*innen und Auszubildenden bildungsgangsübergreifend zu erproben und für das schulische Curriculum zu evaluieren. (B1, B8, P5, R3) Fachoberschule Gesundheit, Frau Wellsandt Das Bildungsgangsteam FOG entwickelt das Konzept des koopera ven offenen Lernens weiter. Ziel ist, die Schüler*innen gezielter zu fördern und zu fordern und die Kompetenzen, die zur Studierfähigkeit führen, zu verbessern. Die Maßnahmen werden evaluiert, die schulischen Curricula angepasst. (B1, B2, B3, B4, B5, B8, B9, B10, B11, B14)

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Medizinische/r Fachangestellte/r, Frau Saßmannshausen • Erweiterung des lernfeld- und fächerübergreifenden Tages zum Thema "Tod und Trauer" im 2. Ausbildungsjahr, Schwerpunkt "Umgang mit den Angehörigen“. (B4, B8, F5) • Ziel ist, "Medienmodule" zu erproben, um den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und um das Lernen und die Kompetenzerweiterung bei den Auszubildenden zu unterstützen. (B2, B3, B4, B8, B9, B10) • Fördern und Fordern von Auszubildenden mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. (B3, B4, B5, B6, B8, B9, B10, B14)


Pharmazeu sch-kaufmännische/r Angestellte/r, Frau Möhlmann Förderung der erforderlichen Sprachkompetenzen bei zugewanderten Auszubildenden. (B2) Tiermedizinische/r Fachangestellte/r, Frau Möhlmann • Prak sche Laborarbeit wird fester Bestandteil der schulischen Ausbildung. (B3, B4, F5) • Der Bildungsgang erprobt digitale "Medienmodule", um die Kompetenzen der Auszubildenden zu erweitern und um den Unterricht methodisch zu bereichern. (B2, B3, B8, F5)

Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Frau Saßmannshausen • Wir wollen den Einsatz digitaler Medien im Unterricht der ZFA erproben. Zum einen soll dadurch der Unterricht abwechslungsreicher gestaltet werden. Zum anderen wollen wir gezielt digitale Methoden suchen, um den persönlichen und beruflichen Kompetenzerwerb zu unterstützen. (B2, B3, B4, B8, B9, B10) • Der Bildungsgang ZFA entwickelt in Koopera on mit den Ausbildungspraxen und der Zahnärztekammer ein Konzept, um Auszubildende mit geringen Sprachkompetenzen stärker zu unterstützen und ihnen damit einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu ermöglichen. (B, B2, B3, B4, B5, B6, B8, B9, B11) • Unser Ziel ist es, die Unterrichtsorganisa on weiter dem veränderten Schüler*innenklientel anzupassen (z. B. Einführung einer Coachingstunde, Teamteaching ...). (B3, B4, B5, B6, B8, B9, B10, B11, B14)

Neuer Fachraum Der Gesundheitsbereich blickt stolz auf die Fer gstellung seines neuen TFA-Fachraums zurück, der eine praxisnahe und zeitgemäße Ausbildung unserer Schüler*innen verspricht. Für die vielfäl ge Nutzung in allen Lernfeldern wurde der Raum 702 unter anderem mit flexibel verschiebbarem Mobiliar und Trennelementen versehen. Viele Lernsitua onen möglich Hiermit lassen sich ganz leicht verschiedene Lernbereiche errichten, in denen Alltagssitua onen aus der Berufspraxis handlungsorien ert nachempfunden werden können. An der „Anmeldung“ oder im „Behandlungsraum“ können unsere Schüler*innen z. B. in Rollenspielen erlernen, worauf es bei der Kommunika on mit Tierbesitzern wirklich ankommt. Praxisbezogene Materialien und Gerätscha en (z. B. Fachbücher, Instrumente, anatomische Modelle) finden in neuen Vitrinen ihren Platz und moderne Informa ons- und Kommunika onstechniken (interak ves White-Board sowie ein Klassensatz neuer Tablets) ermöglichen unseren Schüler*innen individuelles Lernen und die Erweiterung der eigenen Kompetenzen.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Stress nicht Das erfolgreiche Präven onsprojekt zum Thema „Gesundheit in Schule und Beruf“ ging im Schuljahr 2019-20 in die zweite Runde. Schule und Beruf können ganz schön stressig sein. Studien belegen, dass sich fast die Häl e der Schüler*innen überfordert fühlen. Die Kursangebote, die wir mit Hilfe unseres Projektpartners, der Handelskrankenkasse HKK, realisieren, sollen dabei Hilfe zur Selbsthilfe geben. Unsere Schüler*innen wappnen sich gegen Prüfungsstress, stärken ihr Selbstvertrauen, kochen gemeinsam, verbessern ihre Fitness und begegnen so gestärkt den besonderen Herausforderungen ihres beruflichen und privaten Alltags. „Ein wesentlicher Punkt ist, dass unsere Schüler*innen die Kursangebote eines Schuljahres selbst beeinflussen können. Die Kurse können ein wesentlicher Baustein sein, damit sich viele unserer 2487 Schüler*innen willkommen und wohl an den BBS Haarentor fühlen“, verspricht Kers n Wellsandt, Abteilungsleiterin für Gesundheit. Finanziert werden die Angebote aus Mi eln des Präven onsgesetzes.

Ausbilderarbeitskreis Medizinische Fachangestellte BBS Haarentor richten neuen Arbeitskreis ein Unter dem Mo o "Unsere Auszubildenden - unsere Zukun " startete die erste Sitzung des neu etablierten Ausbilderarbeitskreises für Medizinische Fachangestellte. Ziel ist der Austausch zwischen Ausbildern und Ausbildungsbeau ragten aus den Arztpraxen und den Lehrkrä en der BBS Haarentor, um gemeinsam an der Qualität der Ausbildung zu arbeiten. Der Einladung waren zahlreiche Arztpraxen gefolgt. Eröffnet wurde der Nachmi ag mit dem Vortrag "Auszubildende MFA gewinnen und halten" der Vorsitzenden des Verbandes Medizinischer Fachberufe e.V., Hannelore König.

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Mealprep Kochen in Profiküche macht Lust auf gesundes Essen Am 17.01.2020 nahm unsere Klasse an einem, von der HKK gesponserten Kochkurs teil, der sich mit der Kombina on von leckeren und gesunden Rezepten befasste. Der Kurs wurde von der Ernährungsexper n Irmtraud Retzlaff durchgeführt und fand im Famila-Center in Wechloy sta . Nach einer kurzen Einführung in das Thema Gesundheit und Ernährung im Allgemeinen und der Vorstellung der einzelnen Rezepte, teilten wir uns in Gruppen auf. Dabei war jede Gruppe für eins der 13 Rezepte zuständig. Unter anderem gab es eine Wok-Pfanne, Burritos und vegane Burger. Gemeinsames Kochen macht Laune Das gemeinsame Kochen hat uns viel Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass gesund sehr wohl lecker sein kann und Fleisch nicht immer notwendig ist. Nach dem Kochen wurden alle Gerichte zu einem Buffet zusammengetragen und

wir konnten endlich das tun, worauf wir uns schon lange gefreut ha en: Essen! Wir legen allen diesen Kurs nahe, die neue Ideen zum Thema Ernährung und Gesundheit sammeln möchten. Wir wünschen einen guten Appe t! Die G12E der BBS Haarentor

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ABTEILUNG 4

WIRTSCHAFT- BERUFSFACHSCHULEN UND BERUFSVORBEREITUNGSJAHR A. WER SIND WIR? Die Abteilung 4 zeichnet aus, dass sie sich mit ihrem Bildungsangebot an Schüler*innen mit sehr unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen richtet. In fünf verschiedenen Schulformen werden sowohl Schüler*innen ohne schulischen Abschluss als auch Absolven nnen und Absolventen der Haupt- und Realschulen sowie der Einjährigen Berufsfachschule unterrichtet. Die Abteilung umfasst fünf Schulformen: Einjährige Berufsfachschule - Wirtscha für Realschulabsolven nnen/-absolventen - Höhere Handelsschule (BFR) In der Einjährigen Berufsfachschule werden die Kenntnisse und Fähigkeiten der Grundstufe (1. Ausbildungsjahr) in den Ausbildungsberufen des jeweiligen Schwerpunktes vermi elt. Diese Schulform kann in den folgenden Schwerpunkten angeboten werden: • Bürodienstleistungen • Handel • Industrie-Dienstleistungen • IT-Dienstleistungen Der erfolgreiche Besuch der Einjährigen Berufsfachschule kann auf die nachfolgende Ausbildungszeit im gleichen Berufsfeld entsprechend des gewählten Schwerpunktes angerechnet werden. Bei entsprechenden Leistungen können die Schüler*innen den Erweiterten Sekundarabschluss I erwerben. Einjährige Berufsfachschule Wirtscha für Hauptschulabsolventen/-absolven nnen (BFW)

zu werden.

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Zweijährige Berufsfachschule Wirtscha (BFW2) In der Klasse 2 steht der Erwerb des (erweiterten) Sekundarabschlusses I - Realschulabschluss im Vordergrund. Ein weiteres wesentliches Ziel ist die Vorbereitung auf den Besuch einer Fachoberschule. Da diese Schulform nicht an allen Schulstandorten angeboten wird, werden auch Schüler*innen von anderen Berufsbildenden Schulen aufgenommen. Berufsvorbereitungsjahr Wirtscha (BVJ) In dem Berufsvorbereitungsjahr werden die Schüler*innen von Lehrkrä en und einer Sozialpädagogin unterrichtet und betreut. Den Schüler*innen werden grundlegende Kenntnisse und Fer gkeiten vermi elt, die ihnen eine berufliche Orien erung ermöglichen, ihre Berufswahlreife erhöhen und ihr Arbeits- und Sozialverhalten posi v beeinflussen. Besonders leistungsstarke und lernbereite Schüler*innen erhalten die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben. Ab dem Schuljahr 2020/2021 wird diese Schulform in der neuen Berufseins egsschule BES fortgeführt. Berufsvorbereitungsjahr Sprachförderklasse In der Sprachförderklasse wird neu zugewanderten Jugendlichen im Alter von 15 - 18 Jahren ermöglicht, innerhalb eines Schuljahres Deutschkenntnisse auf dem Niveau A1 bis A2 oder B1 des europäischen Referenzrahmens zu erwerben. Darüber hinaus werden den Schüler*innen schulische und berufliche Perspek ven aufgezeigt. Zur Förderung ihrer fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen nehmen die Jugendlichen an verschiedenen schulischen und außerschulischen Projekten teil.


B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Raumkonzept für Raum 706 Es wird für den Fachraum 706 ein flexibles, zukun sfähiges Raumkonzept entwickelt, welches vielfäl ge Nutzungsmöglichkeiten und alterna ve Unterrichtsformen berücksich gt. (B2, B3, S5, R4) Reak on auf Cybermobbing Es wird ein Lei aden für den Umgang mit Cybermobbing erstellt, der sowohl die betroffenen Schüler*innen als auch die Lehrkrä e und die Täter und Täterinnen berücksich gt. Ein Schwerpunkt liegt im abges mmten Verhalten der Lehrkrä e unter Berücksich gung aller rechtlichen Möglichkeiten. Die Präven onsangebote externer Organisa onen sind zu ermi eln und zu erproben. (B13, B14, B15, K3) Einführung der Berufseins egsschule Es wird ein Unterrichtskonzept für die Berufseins egsschule entwickelt, erprobt und evaluiert. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird überprü , ob eine Koopera on mit anderen Berufsbildenden Schulen realisierbar ist. (B1, B2, B3, B4, B5, B9, B14, B15, B17, K2) Bürodienstleistungen, Frau Klaas • Die im Lernbüro verwendeten Materialien und Unterlagen werden geprü und aktualisiert. (B2, B3) • Die ini ierte Koopera on der BFR mit den Klassen des Ausbildungsberufs “Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement" wird fortgeführt und evaluiert. (B11, B15) Handel, Frau Görken • Als Reak on auf die weiterhin zu erwartenden sinkenden Schülerzahlen wird zum Schuljahr 2020/2021 eine weitere BFR-Klasse geschlossen. Die verbliebenenen Großhandels- und Bürodienstleistungsklassen werden zusammengefasst. Diese Umgestaltung ermöglicht eine angemessene Au eilung der Schülerzahlen auf die verbliebenen 3 Klassen. Die unterrichtliche Umsetzung dieser Maßnahme erfordert eine umfassende Abs mmung im berufsbezogenen Lernbereich hinsichtlich der Ausgestaltung von Inhalten, Lehrwerken und Unterrichtsformen. Abschließend werden die durchgeführten Maßnahmen hinsichtlich Effizienz evaluiert. (B1, B2, B3, B4, B5, B6) • Es werden verstärkte Anstrengungen unternommen, den Schüler*innen abgebender Schulen durch Werbemaßnahmen die Vorteile dieser Schulform näherzubringen. Der Erfolg der Werbemaßnahme wird anhand der Bewerberzahlen evaluiert. (B17, K2, K3) • Ziel ist es für den berufsbezogenen Lernbereich geeig-

nete Module zur Förderung der Medienkompetenz zu erproben und zu evaluieren, z. B. Ausbau der e-Twinning-Projekte in der BFR mit Partnerschulen im europäischen Ausland. Bei Eignung werden diese ins schulische Curriculum integriert. (B1, B2, B3, B4, B5) Einzelhandel, Frau Kaiser • Ziel ist es, für den berufsbezogenen Lernbereich geeignete digitale Module zur Förderung der Medienkompetenz zu erproben und zu evaluieren. Bei Eignung werden diese ins schulische Curriculum integriert. (B1, B2, B3, B4, B5, B8) • In dieser Periode soll die Küchenaussta ung gemäß den Anforderungen der Fachgruppe erneuert werden. Wich g dabei ist die Einhaltung von Hygienestandards, z. B. Edelstahlarbeitsflächen, Trennung von Nass- und Trockenbereichen sowie von Reinigungsund Zubereitungsbereichen, und die Anschaffung von Geräten, die für eine intensive Nutzung geeignet sind. (B2, B3, B4, B5) • Um die Steuerung und Dokumenta on der Arbeitsprozesse in den verschiedenen Projektgruppen der Schülerfirmen zu digitalisieren, damit diese überschaubarer und besser kontrollierbar sind, werden Elemente des Projektmanagements ausgewählt, erprobt und ins schulische Curriculum integriert. (B1, B2, B3, B4, B5) • Ziel ist es Unternehmen zu finden, die regelmäßig Betriebsbesich gungen für unsere Schüler*innen durchführen. Bis Dezember 2021 soll eine Auswahl an geeigneten Unternehmen zusammengestellt und genutzt werden. (B3, B4, K3) Sprachförderklassen, Frau Drees • Es wird der Einsatz digitaler Medien im Unterricht der Sprachförderklassen ini iert, erprobt und evaluiert und in das schulische Curriculum integriert. (B2, B3, B4, B5) • Es werden Patenscha en für Sprachförderschüler*innen mit Schüler*innen anderer Schulformen der BBS Haarentor, die möglichst denselben kulturellen Hintergrund haben, ini iert, erprobt und evaluiert. (B11, B12) • Für die Einschulung der Sprachförderschüler*innen wird ein Konzept entwickelt, das die Sprach- und Lernvoraussetzungen systema sch ermi elt. Hierfür werden geeignete Screeningverfahren ausgewählt und angepasst, die die Zuweisung zu den Lerngruppen unterstützen. Ergänzend werden team- und klassenbildende Maßnahmen integriert. (B3, B8, B9, B10)

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Welchen Weg hat eine Jeans zurückgelegt, bis sie in unserem Schrank landet? Und unter welchen Arbeitsbedingungen haben Näherinnen diese Jeans in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, hergestellt? Und wie viele Jeans wandern eigentlich ungetragen in den Müll? Die Projektwoche „Fairdays“ an den BBS Haarentor sollte diese und viele andere Fragenstellungen zum Thema „Nachhal gkeit“ beleuchten. Wie gelingt also ein Leben, das auf fairen Handel setzt und auch den nachfolgenden Genera onen genug Ressourcen lässt? ABSCHLUSSTAG Am Abschlusstag in der Pausenhalle, unserem Friday for Future, wurde deutlich, dass Nachhal gkeit ein angesagtes Thema ist. Viele Klassen ha en während der Projektwoche Informa onen gesammelt und gemeinsam überlegt, wie sie mit dem Thema „Nachhal gkeit“ umgehen wollen und ihre Ergebnisse in der Pausenhalle ausgestellt. Die Besucherinnen und Besucher konnten No zblöcken aus Altpapier, Garderoben aus alten Aktenordnern, Zweite-Hand-Kleidung und Bewerbungsmappen, Blumen in alten Kaffeekannen, eine regionale Bio-Wurst erwerben oder einfach an vielen Informa onsständen zum Thema Nachhal gkeit vorbeischlendern. Da ging es um die Wege von Jeans und Joghurt aber auch um die riesigen Mengen Plas kmüll, die unseren Planeten inzwischen überziehen. Das Organisa onsteam um Anne e Schraad, Thorsten Borgmann und Abteilungsleiterin Birgit Möller ha e auch externe Partner eingeladen: So stellte das Modelabel Maas ihre Kleidung und verschiedene nachhal ge Gütesiegel vor. Das Familienunternehmen La Molienda aus Oldenburg stellte sein Konzept für fair produzierten und impor erten kolumbianischen Kaffee vor. Ehrenamtliche Mitglieder des Repair-Cafés halfen bei der Instandsetzung von Föhn und Co., während das Ökumenische Zentrum Oldenburg e. V. einen Stand und einen Workshop zum Thema Fairtrade anbot. Einige Klassen nutzten den Work-

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shop, um sich intensiver mit der Frage zu beschä igen, was unsere Kleidung mit der Lebenssitua on von Näherinnen in Bangladesch zu tun hat. „Ich fand es sehr beeindruckend, wie sich die Arbeiterin in einem kurzen Film mit den Worten „Fashion kills“ direkt an uns gewandt hat. Wir alle können mit unserem Einkaufsverhalten etwas für faire Arbeitsbedingungen in den Fabriken tun“, sagte eine Teilnehmerin in der Abschlussrunde des Workshops. Andere Klassen erhielten die Möglichkeit, sich Dokumentarfilme zum Thema Nachhal gkeit im Programmkino Casablanca anzusehen und die Eindrücke gemeinsam zu disku eren. Schulleiter Diedrich Ahlfeld prämierte am Freitag die nachhal gsten Projekte. Den ersten Platz teilten sich die MF2a und die IN1 für ihre Idee mit Hilfe einer App Fahrgemeinscha en zur Schule zu bilden. Der zweite Platz ging an die BFRB2, die das Konzept zur Mülltrennung weiterentwickelte. ERKENNTNISSE Was nehmen wir an Erkenntnissen mit? Eine Menge! Eine Jeans legt zum Beispiel häufig mehr als 50000 km zurück, bis sie in unserem Schrank landet. Mit diesem Wissen wird es dann noch unverständlicher, dass schätzungsweise jedes fün e Kleidungsstück ungetragen im Müll landet. Und die Arbeitsbedingungen von Näherinnen in Bangladesch lassen sich posiv beeinflussen, wenn wir bei Produzenten mit Fair-Trade-Siegeln kaufen. Eine (nicht-repräsenta ve) Schüler*innen-Umfrage brachte folgende Ergebnisse: „Mir wurde klarer, was die Umwelt mit mir zu tun hat. Ich fahre jetzt mehr Rad.“ „Ich habe Bambus-Zahnbürsten ausprobiert. Das war aber nicht so toll.“ „Ich versuche, weniger Fleisch zu essen.“ Jeder und jede kann etwas tun, die Verantwortung liegt nicht nur bei den großen Unternehmen.“


eTwinning Projekt ausgezeichnet In der Berufsfachschule wird seit November 2018 im Schwerpunkt Industriedienstleistungen das eTwinning Projekt mit dem Titel „Explore Spain, Poland and Germany with Spolger4Uth, an unforge able experience. Learn about local people, food and sights. Make a virtual trip on a low budget considering different currencies“ durchgeführt. Das Projekt bietet die Möglichkeit, das Verständnis zwischen den Schüler*innen aus den Partnerstädten zu fördern und unterschiedliche Kulturen kennenzulernen. Auch die in der digitalen und globalen Arbeitswelt erforderliche interkulturelle Kompetenz unserer Schüler*innen wird hierdurch erweitert. Das Projekt ist in den Wirtscha spraxisunterricht eingebunden. Krea v und eigenverantwortlich arbeiten die Schüler*innen gemeinsam in der Arbeitssprache Englisch an dem Projektergebnis. Die Projek nhalte beziehen sich auf die reale Lebenswelt der Jugendlichen und enthalten wirtscha liche sowie kaufmännische Aspekte. Das Projekt Spolger4Uth wird im Schuljahr 2019/2020 fortgeführt. Im Oktober 2019 wurde das Projekt durch das eTwinning-Team Deutschland mit dem Qualitätszer fikat ausgezeichnet.

Radioprojekt mit Oeins Der Lokalsender oeins bietet mit „Radio Globale“ eine Radiosendung für Geflüchtete von Geflüchteten. Die Schüler*innen der Einjährigen Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Einzelhandel und die Schüler*innen der Sprachlernklasse bekamen im Schuljahr 2018/2019 die Möglichkeit gemeinsam eine Radiosendung zu produzieren. In einem Zeitraum von 3 Monaten entstand eine Sendung zum Thema „Ausbildung und Beruf“. Aufgabe unserer Schüler*innen war es, die Inhalte festzulegen, Interviews durchzuführen und passende Musik auszuwählen. Die Jugendlichen setzten sich auf eine ganz neue Weise damit auseinander, welche beruflichen Möglichkeiten es für sie gibt und nahmen Kontakt mit Betrieben, wie z. B. BTC oder dem Friseursalon Elegancia auf. Sie bekamen aber auch einen guten Einblick darin, wie Radio funk oniert. Am Ende war das Ergebnis eine sehr gelungene und kurzweilige Radiosendung.

Projekt mit dem Staatstheater Im Schuljahr 2018/2019 erhielten die Schüler*innen einer Sprachlernklasse die Möglichkeit, an dem Projekt Schule.Spiel.Theater des Oldenburger Staatstheater teilzunehmen. Über ein Halbjahr probten die Jugendlichen zusammen mit der Theaterpädagogin und der Sozialarbeiterin an einem Vormi ag in der Woche in den Räumen des Theaters. Die Jugendlichen lernten eine „neue Welt“ kennen. In der einstündigen Produk on spielten Schüler*innen von drei Schulen das Stück „2081“. Im Januar fand die Premiere in der Exerzierhalle sta . Insgesamt eine beeindruckende Leistung unserer Schüler*innen, die erst seit Beginn des Schuljahres die deutsche Sprache erlernten. Das Ergebnis war nur mit einem hohen Engagement und einer großen Lernbereitscha möglich.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ABTEILUNG 5

BERUFLICHES GYMNASIUM WIRTSCHAFT (WGO) A. WER SIND WIR? Das Berufliche Gymnasium - Wirtscha , auch Wirtscha sgymnasium genannt, will den Schüler*innen mit praxisorien erten Lerninhalten und modernen Unterrichtsmethoden u. a. einen Einblick in die Arbeit unserer Wirtscha vermi eln. Zur Vermi lung der ökonomischen Inhalte wird die betriebliche Wirklichkeit einbezogen und an realis schen Beispielunternehmen erarbeitet. Die Studierfähigkeit der Lernenden soll durch eine sinnvolle Verbindung von Theorie und Praxis weiter entwickelt und verbessert werden. Der Unterricht in den allgemein bildenden Fächern hat dabei eine große Bedeutung. Die Schüler*innen können bei uns die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Schüler*innen von Realschulen, allgemeinbildenden Gymnasien und Gesamtschulen bewerben sich in der 10. Klasse und besuchen bei uns ihr 11. bis 13. Schuljahr. Die Oberstufe am WGO gliedert sich in die einjährige Einführungsphase sowie die zweijährige Qualifika onsphase. Zu Beginn richten wir derzeit vier Klassen mit je ca. 25 Schüler*innen ein, die in allen drei Schuljahren bis zum Abitur in einem festen Klassenverband unterrichtet werden. Die Stundenpläne unserer Klassen sind sehr kompakt, die Schüler*innen haben daher bei uns keine Freistunden. Der Hauptunterricht ist montags bis freitags von der 1. bis zur 6. Stunde.

Zusatzqualifika onen Wir bieten unseren Schüler*innen Zusatzqualifika onen im Bereich Business English (BEC) an. Dies ist ein internaonal anerkanntes Fremdsprachenzer fikat, das weltweit von der Universität Cambridge abgenommen wird. Weitere Zusatzqualifika onen bieten wir auch in Französisch (DELF) und Informa k (ECDL) an. Doppelqualifika on - Allgemeine Hochschulreife und Industriekauffrau/-mann Das Wirtscha sgymnasium bietet mo vierten und leistungsstarken Schüler*innen an, die Allgemeine Hochschulreife mit der Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann zu verbinden. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen der regionalen Wirtscha und Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien aus der Region haben wir intensiviert. Regelmäßig führen wir Unternehmens- und Hochschulinforma onstage durch. Die Schüler*innen werden über den Au au der Ausbildungs- und Studiengänge, Lerninhalte, Anforderungsprofile und auch über mögliche Auslandssemester und Prak ka informiert.

B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Tablet-Einsatz im WGO als Bestandteil unseres Medienkonzepts Im Schuljahr 2020-2021 sollen unsere 11ten Klassen mit Tablets im Unterricht arbeiten und dabei ihre Medienkompetenz erweitern. (B2, B3, P5, R4) Volkswirtscha , Herr Kergel • Erarbeitung und Erprobung von neuen Unterrichtsmodulen im Rahmen der Digitalität und unter Berücksich gung des Medienkonzeptes der BBS Haarentor. (Keine Kernaufgaben angegeben) • Jährliche Vorstellung, inhaltlich-organisatorische Begleitung sowie Evalua on des Planspiels Börse (B2, B8, B11, S1, S5, K3) • Planung, Durchführung und Evalua on von einer Informa onsveranstaltung pro Schuljahr in ausgewählten Klassen des WGO mit externen Referen nnen

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und Referenten zu einem volkswirtscha lichen Thema. (B2, B3, B4, B5, B8, B9, B10, B11) Für das schri liche Zentralabitur im Fach VW werden die notwendigen Handlungsprodukte in die didak sche Jahresplanung sowie in die Unterrichtspläne implemen ert. (B2, B3, B4, B5, B6)

Fremdsprachen, Frau Klaas und Frau Klimaschewski • Die Abteilung entwickelt ein Konzept für ein internaonales Prak kum im WGO, Klasse 11, und versucht, Kontakte in Großbritannien, Irland oder Malta aufzubauen, um mit einer Zielschülergruppe im englischsprachigen Raum ein dreiwöchiges Prak kum durchzuführen. (B8, B11, B15) • Au au eines e-Twinning-Projekts in Klasse G11 in Niederländisch und/oder Spanisch mit einer Partnerschule im mu ersprachlichen europäischen Ausland. (B3, B4, B8)


Poli k/Geschichte/Werte und Normen, Frau Dr. Brümmer • Die didak schen Jahresplanungen und Unterrichtsmaterialien im Fach Geschichte werden an veränderte Anforderungen des neuen Kerncurriculums angepasst und regelmäßig evaluiert. (B2, B3, B8) • Die Jahrespläne der Bildungsgänge in den Fächern Poli k, Religion und Werte und Normen werden an veränderte Anforderungen angepasst und regelmäßig evaluiert. (B1) Mathema k, Frau Kleber • Ein entdeckender und individueller Zugang zur Mathema k durch digitale Lösungen und digital umgesetzte Methoden des forschenden Lernens sollen die Entwicklung von Kompetenzen zur Bewäl gung der sich wandelnden Anforderungen fördern. Die Kolleg*innen der Fachgruppe setzen sich im laufenden Unterrichtsprozess mit unterschiedlichen Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Mathema kwerkzeugen auseinander, erproben und integrieren sie. (B5) • Zur Gestaltung eines kompetenzorien erten Unterrichts und nachhal ger Lernprozesse werden von der Fachgruppe erarbeitete Handlungssitua onen und entsprechende Materialien entwickelt und über die Austauschpla orm Moodle in den schulischen Unterrichtsprozess laufend implemen ert (B1, B2, B3, B4, B5, B6, B8, B11) • Die Unterrichtspläne für die Einführungsphase und für die Qualifika onsphase werden in regelmäßigen Abständen evaluiert und dem neuen Kerncurriculum Mathema k angepasst. (B1) • Um die Durchlässigkeit der Schulformen zu verbessern und somit bei individuellen Schullau ahnentscheidungen zu unterstützen, finden zunächst Unterrichtshospita onen und Beratungen für Oberschülerinnen und Oberschüler der OBS Osternburg sta . (B2, B15, S5, K2) Sport, Herr Sabrowski • Fortsetzung der Entwicklung von Lernsitua onen für den Sportunterricht auf der Basis des Kerncurriculums Sport 2018 für das WGO und der Rahmenrichtlinien Sport 2018 für die Berufsschule, Berufsfachschule und Fachoberschule. (B1, B2, B3, B5, B8, B9, B10, B11, B12, B13, B14) • Weiterentwicklung des Einsatzes der digitalen Medien im Sportunterricht. (B2, B3, B4, B5, B6, B7, B8, B9, B10, B11, B12, B13, B14) • Das Angebot zur Einführung der neuen Schüler*innen ins WGO soll durch weitere teambildende Maßnahmen erweitert werden. (B1, B2, B3, B8, B9, B10, B11, B12, B13)

Deutsch, Herr Pollmann Ausgewählte Unterrichtsinhalte der 11. Klasse im Beruflichen Gymnasium werden in Lernsitua onen zeitlich und inhaltlich arrangiert. Beim unterrichtlichen Einsatz der Lernsitua onen ist für die Schüler*innen die Förderung von Handlungskompetenz das grundlegende Ziel eines handlungsorien erten Unterrichts. Der Einsatz digitaler Medien ist bei der Verwendung von Lernsitua onen obligatorisch. (B1, B2, B3, B4, B5) Naturwissenscha en, Herr Sehrt • In den Klassen des 11. Jahrgangs, in denen Tablet‘s eingeführt wurden, werden naturwissenscha liche Apps für Physik und Chemie ausprobiert und auf ihre Zweckmäßigkeit im Unterricht geprü . (B2, B3, B4) • Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird pro Schüler*innengruppe mindestens ein weiterer Schüler*innenversuch durch digitale Medien (computergesteuert) durchgeführt. (B2, B4) Informa onsverarbeitung, Herr Kruse • Die Fachgruppe setzt das Konzept der Mikrotests (Innova onsvorhaben 2019/20) für die Fachgruppe um. Dafür werden bis zum 01.10.2020 min. 10 Mikrotests erstellt. Vorzugsweise wählt ein Mikrotest per Zufallsgenerator aus einem Pool von 6 Fragen pro Schüler*innen 4 Fragen aus. Die Mikrotests werden von allen Mitgliedern der Fachgruppe gemeinsam erstellt, vorzugsweise im Rahmen einer SchiLF, und im Unterricht erprobt. Auf der Fachkonferenz im Schuljahr 2020/21 wird eine gemeinsame Evalua on der Mikrotests vorgenommen. (B2, B4, B7, B8) • Die Fachgruppe schult die Schüler*innen der Klasse 11 im Anlegen, Kopieren, Verschieben, Umbenennen und Löschen von Ordnern und Dateien auf dem Ipad und in der schuleigenen Nextcloud-Instanz. (B2, B4, B16) • Die Fachgruppe Informa onsverarbeitung integriert pro Ausbildungsjahr zwei bis drei Module zur digitalen Bildung in die didak schen Jahresplanungen. Diese können selbst erstellt werden oder man bedient sich derer, die von der Arbeitsgruppe der Schule erstellt bzw. zur Verfügung gestellt werden. Die Module sollen regelmäßig auf Dienstbesprechungen des Bildungsgangs durch die Kolleg*innen vorgestellt und evaluiert werden. (B1, B2, B4)

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Europaabgeordneter Dr. Stefan Gehrold beantwortet Fragen in der Aula Rund 150 Schüler*innen ha en sich im März 2018 in der Aula der BBS Haarentor versammelt, um mit dem Europaabgeordneten Dr. Stefan Gehrold über drängende Fragen der Europapoli k zu sprechen. Die 12. und 13. Klassen des Wirtscha sgymnasiums ha en das Thema im Rahmen des Volkswirtscha sunterrichts intensiv vorbereitet und fundierte Fragen entwickelt. Die Themen waren breit gefächert und handelten von den europäischen Ins tu onen, Finanzen und Umwel hemen bis zu den Auswirkungen des Brexit und des au eimenden Na onalismus. Dr. Gehrold stellte sich auch schwierigen Fragen und beantwortete diese fachkundig am Beispiel eigener Erfahrungen. Einblick in Poli k Dabei wurde ein pragma scher Blick auf die poli schen Gegebenheiten deutlich und die Schüler*innen erhielten auf diese Weise einen ehrlichen Einblick in die Arbeit eines weitgereisten und engagierten Parlamentariers. Organisatorin Dr. Elke Brümmer verspricht sich wich ge Impulse für die Teilnahme an der Europawahl: „Für viele Schüler*innen ist es die erste Wahl, da war es uns wich g, ihnen Informa onen aus erster Hand mitzugeben“. Schulleiter Diedrich Ahlfeld dankte Dr. Gehrold für seinen Besuch an der zer fizierten Europaschule und ermunterte die Schüler*innen, sich, auch durch Auslandsaufenthalte, einen eigenen Blick auf Europa zu verschaffen.

Zur Siegerehrung nach Berlin Seit dem Schuljahr 2018/2019 organisieren wir die Teilnahme des Wirtscha sgymnasiums am Planspiel Börse zentral. Seitdem haben über 250 Schüler*innen in über 80 Teams teilgenommen. Ziel: die höchste Rendite für Ihre Depots im Bereich Gesamtentwicklung oder Nachhal gkeit. Die Teams des Wirtscha sgymnasiums der BBS Haarentor stellen dabei jedes Jahr ca. 15 % der teilnehmenden Teams im Gebiet der Landessparkasse zu Oldenburg (LZO). Bereits im ersten Jahr konnten drei Wochensiege erzielt werden. Im Schuljahr 2019/2020 stellt die BBS Haarentor den 2. Platz in der Rangliste Nachhal gkeit im Gebiet der LZO und den 3. Platz im bundesweiten We bewerb, der mit einer Einladung zur Abschlussgala nach Berlin verbunden ist.

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„Return on Character“Bericht einer Veranstaltung zum Thema Führung von Simon Murra Über Frau Trippler ha e ich am 26.9.19 die Möglichkeit, an einem Forum für Führungskrä e in der alten Fleiwa teilzunehmen. Viele Geschä sführer aus der Region, aber auch Führungspersonen aus ganz Deutschland, wie zum Beispiel von Audi aus Ingolstadt, nahmen an der Veranstaltung teil. Der Tag begann um 9:00 Uhr mit einem interessanten Vortrag über neue Führungsmethoden von Prof. Dr. Wolfgang Jenewein. Es ging auch darum, dass man seinen Mitarbeitern mehr Impulse und Möglichkeiten zur Mitbes mmung geben soll, damit eine Art Schwarmintelligenz entsteht, da viele Mitarbeiter an Entscheidungen beteiligt sind. Darüber hinaus hat er erklärt, dass es bei Veränderungsprozessen wich g sei, immer die zu unterstützen, die posi v denken. Die große Mehrheit der vorerst Unentschlossenen schließt sich dann den posi v ges mmten Mitarbeitern an. Diese Theorie fand ich persönlich besonders interessant, da sie sich meiner Meinung nach auf viele andere Bereiche, wie zum Beispiel den Sport, übertragen lässt. Anschließend folgten Vorträge von Marco Bode, Aufsichtsratsvorsitzender von Werder Bremen und Bernhard Helbing, Geschä sführer der „TMP Fenster und Türen GmbH“ aus Bad Langensalza über Teamsport und neue Führungsansätze. Der 4. Vortrag von Bodo Janssen, der Geschä sführer der „Upstalsboom Hotel+ Freizeit GmbH & Co. KG“ hat mich am meisten beeindruckt, da er viele interessante Einblicke in sein Privatleben gewährt hat. Er wurde als Kind en ührt und hat mehrere Scheinhinrichtungen miterlebt. Dann musste er das Unternehmen im Jahr 2004 als 30-Jähriger plötzlich von seinem Vater übernehmen, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist, obwohl er, wie er selber erzählt hat, eigentlich keine Ahnung davon ha e, wie man ein Unternehmen rich g führt. Trotzdem kam er in den nächsten Jahren gut zurecht, das Unternehmen erzielte hohe Gewinne und er „fuhr das geilste Auto und ha e die teuerste Uhr“ im Unternehmen. Im Jahr 2010 führte er in seinem Unternehmen dann eine Mitarbeiterbefragung durch, die alles verändert hat. Die Mitarbeiter waren sehr unzufrieden und wünschten sich einen anderen Chef als Bodo Janssen. Dieser war durch die Umfrage sehr schockiert, da er es in der Führungsposi on gar nicht rich g mitbekommen hat, wie es seinen Mitarbeitern ging und sich von den posi ven Zahlen blenden lassen hat. Darau in beschloss Bodo Janssen, für eineinhalb Jahre ins Kloster zu gehen, um sich neu zu finden und strukturierte sein Unternehmen danach komple um. Er bezog seine Mitarbeiter fortan mit ein und unternahm mit ihnen Expedi onen nach Afrika oder in die Ark s. Die Krankheitsquote viel durch die komple e Umstrukturierung von 8% auf 3%, die Mitarbeiterzufriedenheit s eg auf 80% und ganz nebenbei verdoppelte sich der Umsatz innerhalb von 3 Jahren. Von diesem Beispiel kann man sich meiner Meinung nach eine Menge abgucken, da es zeigt, dass man nicht nur irgendwelche Bilanzkennzahlen als Beurteilungskriterium für den Erfolg eines Unternehmens heranziehen soll, sondern viel mehr soziale Aspekte wie zum Beispiel die Mitarbeiterzufriedenheit, denn das spiegelt sich dann meistens auch in den Zahlen wieder. Am Nachmi ag folgten verschiedene Workshops der Referenten. Ich habe an dem Vortrag von Marco Bode teilgenommen, der sich mit dem Thema „Sind Mannscha ssportler die besseren Führungskrä e?“ beschä igt hat. Nach den Workshops trafen sich alle im Plenum und jeder Referent nannte seine Kernbotscha . Um 18 Uhr ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

ÜBERGREIFENDER BEREICH Niederländisch ist neu an den BBS Haarentor und wird an verschiedenen Schulformen unterrichtet. Unsere Schüler*innen können nun das KMK-Fremdsprachenzer fikat erwerben oder Niederländisch als mündliche Abiturprüfung (P5) wählen. Neben den bewährten Englischprüfungen (Cambridgezer fikat und KMK-Zer fikat) können wir unseren Schüler*innen so ein weiteres Sprachangebot unterbreiten. Wir freuen uns über unsere neue Theater AG. Die Schüler*innen trainieren hier im Bereich Improvisa onstheater ihre Schlagfer gkeit, ihr Improvisa onstalent und ihre gedankliche Flexibilität. Die AG bietet kulturelle Beiträge zu Veranstaltungen an und trägt damit zu einer lebendigen Schulkultur bei. Unsere neue Bühnenbeleuchtung wird die Veranstaltungen dabei in das rich ge Licht setzen. Auch die Kunst hat weiterhin einen festen Platz in der Cafeteria unserer Schule. In regelmäßigen Abständen werden dort neue Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern aber auch Werke von Schüler*innen der BBS Haarentor eröffnet. Darüber hinaus finden Lesungen in der Aula sta und auch die Pausenhalle bietet Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen.

B. WAS WOLLEN WIR ERREICHEN? Deutsch (BS, BFS), Herr Steenken-Singel • Der Bereich kulturelle Bildung ist in unserem Schulprogramm fest verankert. Ziel ist, im Rahmen des Unterrichts im Bereich Deutsch/Kommunika on durch Angebote des krea ven Schreibens, z. B. im Kontext von Kunstausstellungen in unserer Cafeteria, die Schreibkompetenz der Schüler*innen zu erhöhen. Überdies wird eine AG zum Improvisa onstheater angeboten, die von allen interessierten Schüler*innen wahrgenommen werden kann. (B2, B3, B4, B8, B10) • Damit wir auch weiterhin den Anforderungen eines kompetenzorien erten Unterrichts im Fach Deutsch/Kommunika on (im Kontext des jeweiligen beruflichen Schwerpunkts bzw. Bildungsgangs) erfüllen können, werden Unterrichtspläne und didak sche Jahresplanungen den curricularen Vorgaben konnuierlich angepasst und im laufenden Schulbetrieb

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umgesetzt. Darüber hinaus erfordert der neu eingerichtete Ausbildungsgang "Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce" die Gestaltung der Unterrichtsinhalte im Fach Deutsch/Kommunika on in Anlehnung an die Lernfelder bzw. den beruflichen Inhalten des Bildungsganges im Sinne eines kompetenzorien erten Lehrplans. (B1, B2, B3, B4, B5) Der Bereich kulturelle Bildung ist seit 2012 in unserem Schulprogramm fest verankert. Ziel ist, den Bereich Deutsch/Kommunika on weiterhin durch Angebote des krea ven Schreibens, z. B. im Kontext von Ausstellungen in unserer Cafeteria, zu ergänzen. Weiterhin wird die Möglichkeit für Schüler*innen bestehen, an themenorien erten Lesungen in der SchulAula teilzunehmen. Seit dem Schuljahr 2019/20 wird eine AG zum Improvisa onstheater angeboten, die von allen interessierten Schüler*innen besucht werden kann. Die Seite "Kulturarbeit" auf unserer Homepage (unter "Schule lebt!") informiert über alle Angebote und Ak vitäten. (B2, B3, B8)


Fremdsprachen (BS/BFS), Frau Stamer • Bei Erstellung des schulinternen Curriculums ist der Aspekt der Binnendifferenzierung berücksich gt. Materialien sind erstellt und den Lehrkrä en über Moodle zur Verfügung gestellt. (B2, B3) • Berufsübergreifende Handlungsmodule für den Einsatz digitaler Werkzeuge für den Fremdsprachenunterricht sind entwickelt und stehen den Lehrkrä en in digitaler Form auf Moodle zur Verfügung. (B2, B3) • Die Materialiensammlung für den Bereich Englisch TF ist unter Berücksich gung von Binnendifferenzierung und des schulinternen Curriculums ergänzt und aktualisiert und steht den, in diesem Bereich tä gen, Lehrkrä en in einem Moodle-Kurs zur Verfügung. (B2, B3) Fremdsprachen (BGW/FO), Frau Klaas • Überarbeitung der schri lichen Abschlussprüfung im Fach Englisch in den Fachoberschulen. (B6) • Die Schüler*innen der FOG erstellen eine Präsenta onsprüfung, die sie Kleingruppen der FOI vorstellen und umgekehrt. Diese Leistung ersetzt eine Klausur in Klasse 12 der Fachoberschule. (B1, B2, B3, B4, B5) • Erprobung und Integra on von Apps in den FS-Unterricht mit dem langfris gen Ziel, einen Aufgabenpool anzulegen, auf den alle unterrichtsbegleitend zugreifen können. (B2, B4, B8) Deutsch, Herr Pollmann • Für das Berufliche Gymnasium und für die Fachoberschulen finden Lesungen von externen Autorinnen und Autoren in der Aula sta . Der Livecharakter der Vorstellungen scha einen engen Kontakt zu den Vortragenden und zur vorgestellten Literatur. Angestrebt wird, die Schüler*innen intensiver für die Literatur zu begeistern. Die Veranstaltungen können einen Bezug zum unterrichtlichen Geschehen haben, beispielsweise Gedichtrezita onen im Hinblick auf den themaschen Schwerpunkt „Vielfalt des lyrischen Sprechens“ im Beruflichen Gymnasium. (B2, B3, B8) • Eine Koopera on zwischen den BBS Haarentor und der Oberschule Osternburg soll den Schüler*innen der Oberschule durch Hospita onen im Beruflichen Gymnasium oder in den Fachoberschulen eine Schullau ahn- und Berufsorien erung ermöglichen. Diesbezüglich kooperieren die Kolleg*innen beider Schulen z. B. hinsichtlich von Unterrichtsmaterialien, Standards, Stellenwert von Sprachrich gkeit, curricularer Vorgaben und möglicher Förderungskonzepte. Gegensei ge Unterrichtsbesuche sind obligatorisch. (B2, B15, S5, K2)

Naturwissenscha en, Herr Sehrt • Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird ein Verfahren organisiert, das sicherstellt, dass einmal pro Schuljahr die Verbrauchsmaterialien auf Vollständigkeit und Funk onsfähigkeit der technischen Geräte geprü (Materialien op mieren) wird. (B3, B4) Redak onstool „Rundschreiben“, Herr Harms • Es soll ein Redak onstool entwickelt werden, dass der Kommunika on zwischen Schulleitung und Lehrkräften dient. Vordergründlich sollen die Informa onen im Intranet geschützt abgelegt werden. Zur Sicherstellung der Informa onspflicht werden Nachrichten auf das dienstliche Mailkonto zusätzlich weitergeleitet. (R3) Zeugnisorganisa on, Frau Brandt • Die Zeugnisformulare sämtlicher Bildungsgänge müssen dem neuen Schuldesign angepasst werden. (F4, S5, R4) • Es wird ein Jahresterminplan der Zeugniserstellung über alle Bildungsgänge erarbeitet und öffentlich gemacht. (F4, R3) Schulnetz, Herr Mull • Es erfolgt eine Op mierung der Klassenraumeinrichtung durch spezielle Hardware (Gesundheit, Naturwissenscha ). Die Nutzung von pädagogischer So ware zur Realisierung zukun sfähiger Unterrichtskonzepte wird umgesetzt. Es sollen Anregungen für weitergehende Nutzungsmöglichkeiten des Unterrichts gegeben werden. (B2, R4) • Die Nutzung von iPads in der Schule wird ausgedehnt. Das Berufliche Gymnasium wird bei der Einführung unterstützt. (S5, R4) • Es wird regelmäßig (mindestens 2x im Jahr) abgefragt, welche Anforderungen die Bildungsgangs- und Fachgruppenleitungen an eine DV-Aussta ung der BBS Haarentor haben. Diese Anforderungen werden im Bedarfsfall mit den Fachgruppen kommuniziert, anschließend priorisiert und in einen Maßnahmenkatalog überführt. Dieser Maßnahmenkatalog wird gegenüber der Stadt als Bedarf angemeldet. Informaonen der Stadt werden über den IT-Beau ragten an die Schule weitergetragen. Maßnahmen werden in Absprache mit der Schulgemeinscha terminiert und durchgeführt. (K1)

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

NIEDERLÄNDISCH Neue Fremdsprache an den BBS Haarentor Es ist soweit: Wir haben die Fremdsprache Niederländisch erfolgreich in den Schulalltag der Schüler*innen eingeführt. Die BBS Haarentor bieten aktuell Niederländisch in der 11. Klasse des WGO, für die 12. Jahrgangsstufe der Fachoberschule Informa k und Gesundheit sowie im Teilzeitbereich für die Fachinforma ker/-in Anwendungsentwicklung und Systemintegra on an. Die Schüler*innen können zukün ig Niederländisch als mündliche Abiturprüfung (P5) absolvieren oder auch das KMK-Fremdsprachenzer fikat erwerben. Im Niederländischunterricht arbeiten wir kompetenzorien ert mit integrierten Projekten. Koopera on Es besteht eine Koopera on mit einer Partnerschule in Opwijk (Belgien). Die Schüler*innen nehmen an einem eTwinning-Projekt teil. Gemeinsam mit Schüler*innen des Partners aus Belgien tauschen sie sich über die Pla orm TwinSpace, eine Art digitaler Klassenraum, aus. Das Projekt hat zum Ziel, den interna onalen Kontakt und die Zusammenarbeit sowie die praxisnahe Verwendung der niederländischen Sprache zu fördern. Niederländisch ist die Standardsprache von rund 25 Millionen Menschen in den Niederlanden, Belgien und Suriname. Unmi elbar an den niederländischen Sprachraum grenzt das Bundesland Niedersachsen. Zwischen Niedersachsen und den Niederlanden bestehen vielfäl ge historische, poli sche, wirtscha liche und soziale Beziehungen. Durch den Erwerb der Fremdsprache Niederländisch erhöhen sich somit die Berufschancen der Schüler*innen, gerade in der Grenzregion Niedersachsen, das Studieren in den Niederlanden wird zudem vereinfacht.

Was für eine tolle Inszenierung! Fremdheit als Krisenerfahrung Sprache, ein Schlüssel für den interkulturellen Austausch Zu Gast bei uns in der Aula war der deutsch-syrische Schri steller Suleman Taufiq. Er las aus seinen aktuellen Veröffentlichungen und bot im Anschluss ein Gespräch an. Die Lesung fand im Rahmen des Deutschunterrichts für den gesamten 12. Jahrgang des WGO sta und war vom Präven onsrat Oldenburg vermi elt worden. Seit 1981 lebt er als freier Schri steller in Aachen. Neben Romanen, Erzählungen und Essays veröffentlichte er vorwiegend Gedichte sowie Kinderbücher. Außerdem arbeitet er als Autor für Fernsehen und Radio. 1983 erhielt er den Walter-Hasenclever-Preis der Stadt Aachen, 1990 und 2014 je ein Arbeitss pendium für Schri steller des Kultusministeriums in NRW. 2015 war er für den Europäischen CIVIS-Radiopreis nominiert, außerdem erhielt er den Medienpreis des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in der Kategorie Hörfunk. „Ich lebe nicht in zwei Welten, ich bin zwei Welten“, sagt Taufiq und verdeutlicht mit diesem Zitat, dass Iden tät an mehreren Orten gleichzei g gelebt werden kann. In den dargebotenen Texten aus seinem neuen Roman „Café Dunya – ein Tag in Damaskus“ und in Gedichten aus seinem letzten Lyrikband „Ich zähme die Hoffnung“ wurde dies besonders deutlich. Antworten auf interessierte Fragen einiger Schülerinnen und Schüler rundeten die Veranstaltungen ab.

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Deutschkurse des 13. Jahrgangs des WGO besuchen am Nikolaustag die Landesbühne in Wilhelmshaven Zwei Deutschkurse des 13. Jahrgangs des WGO besuchten das Stück „Fabian“ nach dem Roman von Erich Kästner. Das abiturrelevante Prosastück aus der Zeit der Weimarer Republik hat das Ensemble der Landesbühne Wilhelmshaven ausgesprochen textnah, auf Wesentliches reduziert und dennoch modern auf die Bühne gebracht. Die Kernhandlung und die Figurendarstellungen konnten so von allen noch mal nachvollzogen und verinnerlicht werden. Dazu trug auch das schlichte Bühnenbild bei, das die Handlung hervorhob ansta von ihr abzulenken. „Wie gut, dass ich dabei war“, sagten einige Schüler*innen nach der Aufführung, die sie auf freiwilliger Basis besucht hatten.


Über die Ziellinie Mitmachen dur e beim 38. Lop dwasch dörn Wildenloh natürlich jeder. Doch für acht Schüler*innen der BBS Haarentor war die 3200 m lange Strecke durch den Wald am Stadtrand Oldenburgs etwas ganz Besonderes. Bei fros gfrischen Temperaturen gingen die Schüler*innen der Sprachförderklasse hoch mo viert an den Start. Finanziert wurde die Teilnahme an dem Event durch das Projekt "Integra on läu " vom Stadtsportbund Oldenburg. Nach sehr guten und sogar fantas schen Ergebnissen wollen die Schüler*innen an einem weiteren Volkslauf teilnehmen.

Ein ganz besonderer Sportunterricht Die EWE Baskets Oldenburg Legende Rickey Paulding sowie sein Mannscha skollege Marcel Keßen besuchten den Sportunterricht und führten mit den Schüler*innen eine Reihe unterschiedlicher Übungen zum Basketball durch. Dribbling, Werfen und Passen standen auch im We kampfmodus auf dem Plan. Anschließend konnten sich die Schüler*innen in lockerer Atmosphäre über das Leben als Profisportler sowie deren Erfolgsgeschichte informieren. Eine kleine Autogrammstunde rundete diesen tollen Nachmi ag ab.

Neu auf den Bre ern, die die Welt bedeuten - improviAG Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 bieten wir eine Arbeitsgemeinscha im Bereich Improvisa onstheater an, in der Schüler*innen Schlagfer gkeit, Improvisa onstalent und gedankliche Flexibilität trainieren. Kompetenzen, die zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und auch an Hochschulen und auf dem Arbeitsmarkt geschätzt werden. Neben einer gehörigen Por on Spaß und Koopera on über Alters- und Bildungsgangsgrenzen hinweg, kann die AG zukün ig auch kulturelle Beiträge zu inner- und außerschulischen Veranstaltungen anbieten und so zur Weiterentwicklung einer lebendigen Schulkultur beitragen. Pünktlich zum Jahr 2020 haben wir uns auf den Namen „improviAG“ geeinigt und starten zum zweiten Schulhalbjahr mit der Entwicklung eines Logos, eines neuen Werbeplakats und laden zu offenen Proben und Trainings ein. Zukün ig sollen Elemente des Improvisa onstheaters auch verstärkt im Bereich der Begrüssungs- und Kennenlernphasen zu Beginn eines Schuljahres implemen ert werden. Einerseits um mit spielerischen, theatralischen Mi eln der Improvisa on das Kennenlernen innerhalb neuer Lerngruppen zu begüns gen, andererseits um das Angebot der AG bekannter zu machen und mögliche Hemmschwellen gegenüber Improvisa onstheater abzubauen.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

UNTERWEGS IN EUROPA Austausch mit Olsztyn Die BBS Haarentor waren vom 24. bis zum 31. März in Koopera on mit dem Oldenburger Verein für Jugendkulturarbeit e. V., erstmalig Gastgeber für eine Gruppe polnischer Schüler*innen aus Olsztyn (dt. Allenstein) aus der Zespół Szkół Ekonomicznych im Mikołaja Kopernika. Die insgesamt zwölf Gäste setzten sich, gemeinsam mit angehenden Industriekaufleuten, im Rahmen eines mul medialen Projektes mit dem Thema „In Europa leben und arbeiten - Berufliche Perspek ven in Europa“ auseinander. Neben einem zweitägigen Prak kum in Partnerbetrieben umfasste das Programm einen Geocache in Oldenburg, der von der FOI12 entwickelt wurde, sowie eine Exkursion nach Hamburg, die unter der Perspek ve einer vernetzen Wirtscha swelt betrachtet wurde. Parallel entwickelten die Schüler*innen in gemischten Gruppen ein Video zu Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Vorurteilen im Hinblick auf die berufliche Bildung in Polen und Deutschland. Die Präsenta on der Projektergebnisse fand in einem feierlichen Rahmen im großen Saal des Vereins für Jugendkulturarbeit e. V. sta und wurde mit einem gemeinsamen Abendessen und einer Feier beendet. Gegenbesuch Der Besuch in Olsztyn wurde vom 24. April bis zum 1. Mai realisiert und führte über den Flughafen Hamburg nach Danzig, an dem sich eine 2-stündige Busfahrt durch die Woiwodscha Masuren anschloss. Bekannt ist die Woiwodscha für die Seen- und Waldlandscha , die bereits auf der Anfahrt bewundert wurde. Der erste Tag wurde genutzt, um die Altstadt sowie die wirtscha liche Berufsschule Olsztyns zu erkunden. Am zweiten Tag stand das Kennenlernen der Abläufe in polnischen Unternehmen auf der Agenda. Jeweils zwei deutsche und zwei polnische Schüler*innen bekamen in kleinen Gruppen Einblicke in den polnischen Berufs- und Ausbildungsalltag. Highlight der Exkursion war der gemeinscha liche Tagesausflug nach Danzig und der naheliegenden Ostsee. Mit einer deutschsprachigen Reiseführerin wurden die historischen Orte Danzigs erkundet. Nach einem klassisch polnischen Mi agessen in der Fußgängerzone ging es mit dem Bus Richtung Ostsee ins nahe Sopot. Ebenfalls prägend war die gemeinsame 3-stündige Kanutour, die von Spaß, guter Laune und der schönen unberührten Wildnis der masurischen Landscha geprägt war. Insgesamt ist festzuhalten, dass dieser gelungene Austausch nicht nur neue freundscha liche Verbindungen zwischen Schüler*innen verschiedener Länder entwickelt hat, sondern auch das Kennenlernen Polens eine Erfahrung war, die alle Beteiligten noch lange in Erinnerung behalten werden. Danken möchten wir vor allem den beteiligten Betrieben, die diesen Austausch möglich gemacht haben sowie der Förderung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW).

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Feierliche Europassübergabe der Oldenburger BBSen Die gemeinsame Übergabe der Europässe Mobilität durch die vier Oldenburger Berufsbildenden Schulen gehört zu den Highlights des Jahres. Den Europass Mobilität erhalten Schüler*innen, die an einem vom europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ geförderten Lernaufenthalt teilnehmen. Er dokumen ert die Tä gkeiten, Lerninhalte, erworbene Kompetenzen und weitere Lernergebnisse der drei bis acht Wochen andauernden Lernaufenthalte. Organisiert und durchgeführt werden diese Lernaufenthalte im "Netzwerk Erasmus+ Region Oldenburg (NERO)“. Dieses Netzwerk ist ein Zusammenschluss der vier Oldenburger Berufsbildenden Schulen mit dem Zweck, Schüler*innen die Teilnahme an EU-geförderten Auslandsprak ka zu ermöglichen. Sie sollen so für den europäischen Arbeitsmarkt qualifiziert „startklar für Europa“ - werden! Im Jahr kann mehr als 80 Auszubildenden der vier Schulen ein solcher Lernaufenthalt im Ausland ermöglicht werden. Viele Schüler*innen nehmen sich Zeit für die Feierstunde, um im Beisein von Familienangehörigen, betrieblichen Ausbildern und beteiligten Lehrkrä en ihre Europässe Mobilität in Empfang zu nehmen.

NERO-Workshop zur Interna onalisierungsstrategie der vier Oldenburger Berufsschulen Vom 9. bis 10. September 2019 haben 65 interna onal tä ge Kolleg*innen der vier Oldenburger Berufsbildenden Schulen einen gemeinsamen Workshop zur Interna onalisierungsstrategie an der Thülsfelder Talsperre durchgeführt. Als Koopera onspartner des Workshops beteiligte sich Herr Ippensen vom Europabüro des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Herr Ippensen machte deutlich, dass ihm die Förderung des Europagedanken in der beruflichen Bildung wich g sei und ihm daher eine Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Erasmus+ der Region Oldenburg (NERO) am Herzen läge. Durch den gemeinsamen Austausch in Thüle eröffneten sich dabei viele neue Möglichkeiten und Kontakte. „Jetzt haben wir einen Plan, wie wir Mechatroniker ins Ausland schicken können“, zeigte sich Gerrit Bethmann vom BZTG begeistert. Elisabeth Blömer von der BBS 3 meinte: „Ich habe Lust bekommen, Interna onales an der BBS 3 stärker zu implemen eren.“ Nach den zwei gemeinsamen Tagen meinte Silja Wengelnik: „Ich habe jetzt viel mehr Ansprechpartner, die ich bei Fragen rund um interna onale Ak vitäten ansprechen kann.“ Sontka Kranz von den BBS Wechloy fasste abschließend den Workshop passend zusammen: „Es war eine tolle Zusammenarbeit. Wir haben gemeinsam krea ve Ideen entwickelt, um NERO noch bekannter zu machen.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

UNTERWEGS IN EUROPA Luisa und Neele haben sich für den Ausbildungsberuf Kauffrau für Dialogmarke ng entschieden und besuchen bei uns an den BBS Haarentor die KD2. Mit Unterstützung von Erasmus+ und NERO haben sie sich auf den Weg nach Österreich gemacht. Welche Erfahrungen sie bei unserem europäischen Nachbarn gesammelt haben, schildern sie hier. Luisa: “Ich habe 3 Wochen in der BayWa in Lauterach gearbeitet. Die BayWa ist vergleichbar mit der Raiffeisen Genossenscha bei uns, nur ein bisschen größer. Dort habe ich als Fachverkäuferin im ARBEITEN Markt mitgearbeitet. Zu meinen Aufgaben zählten das Bearbeiten von Lieferscheinen, das Anlegen und Bearbeiten der Kundenau räge, wie natürlich auch die direkte Ansprechpartnerin für IN die Kunden im Markt zu sein. Bei dem direkten Kundenkontakt im Markt ist es wich g, immer ÖSTERREICH freundlich zu sein. Man sollte den Kunden stets zeigen, dass man ihnen helfen möchte. Das macht man zum Beispiel auch dadurch, dass man den Kunden begleitet wenn, er oder sie ein bes mmtes Produkt sucht und nicht nur zeigt, wo er oder sie lang gehen muss.” Neele: “Ich habe in Österreich bei dem Unternehmen VVV (Verkehrsverbund Vorarlberg) gearbeitet was meinem Betrieb zu Hause sehr ähnlich war. Ich wurde am ersten Tag sehr ne empfangen und habe gleich alle Kollegen kennengelernt, so wie das Bürogebäude. In den drei Wochen dur e ich in alle Abteilungen reinschauen und habe viel mitbekommen. Ich habe mal im Service-Büro (Mobilpunkt) geholfen oder war bei einem Stand in der Innenstadt dabei und habe Flyer verteilt. Ein Highlight war, als ich einen Tag die Mobilbegleiter (Kontrolleure) begleitet habe. Am Anfang ha e ich ein paar Schwierigkeiten mit dem Dialekt, besonders wenn meine Kollegen sehr schnell gesprochen haben. In der zweiten Woche konnte ich an einem internen Mee ng teilnehmen, wo alle Abteilungen auf denselben Stand gebracht werden sollten.” “In den drei Wochen mussten wir auch zur Berufsschule, der LBS 2 (Landesberufsschule Dornbirn 2). In der Schule angekommen, wurde uns ein bisschen über die Schule und das österreichische Schulsystem erzählt. Danach wurden wir in die Klasse B2b übergeben. Dort sind die Schüler*innen ebenSCHULE falls im zweiten Lehrjahr (Kaufleute für Büromanagement). Wir wurden gleich sehr ne IN empfangen, alle waren sehr hilfsbereit. Wir kamen dann auch gleich mit aufs Klassenfoto, da ein ÖSTERREICH Fototermin für die gesamte Schule anstand. Die Berufsschule in Österreich ist etwas anders, besonders da man dort keine Lernfelder, wie bei uns, sondern andere Fächer hat, die jedoch viel ähnlichen Stoff haben wie unsere Lernfelder.”

FREIZEIT IN ÖSTERREICH

“In unserer Freizeit wollten wir viel vom Land sehen, daher sind wir o wandern gegangen. Wir waren auf dem Pfänder (Bregenzer Hausberg), beim Silvre a Stausee in 2000m Höhe, in der Bürser Schlucht und haben eine Bootstour über den Bodensee gemacht. Am Wochenende waren wir viel unterwegs. So konnten wir es uns auch nicht entgehen lassen, das Oktoberfest in Bludenz zu besuchen. In Bregenz haben wir uns die Seebühne angeschaut. Hier wird in diesem Jahr Rigole o gespielt. An manchen Tagen ha en wir sehr schönes We er und konnten so auch am Bodensee auf dem Pier die Sonne genießen. Als der Oktober anfing wurde es immer regnerischer, davon haben wir uns aber nicht au alten lassen und sind noch nach Lindau und Liechtenstein gefahren. Oben auf den Bergspitzen lag auch schon der erste Schnee.”

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Ein fast unbemerktes Jubiläum Zehn Begegnungen mit Russland Ganz leise beging der Fachbereich Industrie im letzten Schuljahr zwei kleine Jubiläen. Denn zum fün en Mal seit dem Schuljahr 2013/2014 brach eine Gruppe von Auszubildenden zu einer einwöchigen Studienfahrt nach Sankt Petersburg in der Russischen Födera on auf. Und auch zum fün en Mal fand eine interna onale Begegnung von angehenden Industriekaufleuten mit Jugendlichen aus Russland sta . Insgesamt wird daraus also ein rundes Jubiläum, nämlich die zehnte Begegnung mit Russland, unserem nicht immer ganz einfachen „Nachbarn“. Die Studienfahrt nach Sankt Petersburg fand vom 27. Mai bis 2. Juni 2018 sta - unter für diese Stadt ganz ungewöhnlichen Bedingungen, nämlich bei durchgehendem Sonnenschein und großer Hitze. Besucht wurde unter anderem die Uhrenmanufaktur Raketa, eine zu Zeiten der Sowjetunion berühmte und große Uhren-Manufaktur, die mi lerweile in einem Nischenmarkt in kleiner Stückzahl hochpreisige, vor allem mechanische Uhren unter der Nostalgie-Marke „Raketa“ herstellt. Bei einem Besuch in der Petersburger Niederlassung der IHK Hamburg erfuhr die Gruppe einiges über russische Bräuche z. B. bei Geschä streffen. Als beeindruckend erlebt wurde auch der Besuch der deutschen evangelischen Petri-Kirche. Zu Sowjetzeiten baute man sie zu einem Schwimmbad um, heute dient sie aber wieder als deutsche Kirche - mi en auf dem Newskij-Prospekt, der Prachtstraße von Petersburg. Eine trina onale Begegnung organisierten Vera Mühlbradt und Fabian Komm mit den Auszubildenden der jetzigen IK2B. Zum zweiten Mal erprobte man die Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Verein für Jugendkulturarbeit. Vom 16. bis 24. April 2018 besuchte uns eine Gruppe von sechs Studen nnen und Studenten des Izhevsker Polytechnischen Colleges, mit dem die BBS Haarentor seit drei Jahren Begegnungen organisiert. Hinzu kamen 10 Schüler*innen aus Polen, genauer: von der Zespół Szkół Ekonomicznych Mikołaja Kopernika in Olsztyn (Masuren). Gemeinsam arbeitete man für fünf Tage an einem Theaterprojekt, dessen Ergebnisse schließlich an der IGS Flötenteich vor mehr als 100 Gästen vorgestellt wurden. Zu den „Highlights“ der trina onalen Ak vitäten zählten ein Ausflug nach Hamburg und der von den drei Gruppen gemeinsam gestaltete Abschlussabend. Finanziell gefördert wurde diese trina onale Begegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

DAS KOLLEGIUM UND D DER BERUFSBILDENDEN

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DIE MITARBEITER*INNEN N SCHULEN HAARENTOR

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SCHULPROGRAMM DER BBS HAARENTOR

Die Schülervertretung in Ak on Das Hauptziel der Schülervertretung besteht in der Interessenvertretung der Schüler*innen der BBS Haarentor. Im SV-Team können alle Schüler*innen der Schule - unabhängig vom Klassensprecheramt - mitwirken. Die Gruppe versteht sich als „ak ve Schülervertretung“, die in verschiedenen Kleingruppen u. a. an Projekten zur Belebung des Schulalltags oder zur Verbesserung des Schul- und Unterrichtsklimas arbeitet. Projekte Seit vielen Jahren wirkt die SV der BBS Haarentor an der Gestaltung des Schullebens mit. Dies soll auch weiterhin - z. B. mit der Durchführung der Nikolaus-Ak on und des Welt-Aids-Tages sowie durch die Unterstützung sozialer Projekte Gegenstand der SV-Arbeit sein. Besonderes Anliegen der SV ist ferner, in Absprache mit dem Schulträger, die Sauberkeit der Schüler- und Schülerinnentoile en sicherzustellen. Die weiteren Ziele und Projekte werden zu Beginn des Schuljahres durch das SV-Team im Rahmen eines KickOffs disku ert. Nach Auswahl und Entscheidung erfolgt eine Bearbeitung durch Arbeitsgruppen, die, unterstützt durch die SV-Beratungslehrkrä e, die Projekte planen und umsetzen. Koopera on Seit dem Schuljahr 2018/2019 besteht zudem eine erfolgreiche Koopera on mit der HKK, die sich mit Fragen der physischen und psychischen Gesundheit auseinandersetzt. Die thema schen Schwerpunkte werden dabei für jedes Schuljahr durch die Schülervertretung entwickelt.

OLMUN 2020 -YOUth can change the world Wir sind Keno und Joanna und wir sind Teil des diesjährigen OLMUN Secretariats. Somit haben wir die Ehre, die größte von Schüler*innen organisierte Simula on der Vereinten Na onen (UN) Europas gemeinsam zu planen und durchzuführen. Mit über 1000 Teilnehmer*innen, die jährlich aus der ganzen Welt nach Oldenburg reisen, bieten wir ein großes Maß an Interna onalität. Wir haben es uns seit nun 20 Jahren zum Ziel gesetzt, junge und interessierte Leute für interna onale Poli k zu begeistern und ihre Deba er- sowie Englischfähigkeiten zu stärken. Gerade dieses Jahr ist für uns sehr besonders, da wir im Juni das 20. Jubiläum der OLMUN feiern. Grundsätzlich könnt ihr euch bei der OLMUN in diverse Rollen hineinversetzen, z. B. in die eines Delegierten oder die eines Journalisten und so einen wertvollen Teil zur „OLMUN-Experience“ beitragen, wie die rund 50 Mitglieder des Organisa onsteams (Inner Circle). Ich, Keno, bin als President of the General Assembly dieses Jahr dafür zuständig, dass alle unsere Komitees, in denen letztendlich die Deba en sta inden, ordnungsgemäß geleitet werden. Als Treasurer (Schatzmeisterin) habe ich, Joanna, dieses Jahr die wich ge Aufgabe, mich um all die Finanzen der Oldenburg Model United Na ons zu kümmern. Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem kleinen Text die OLMUN ein großes Stück näher bringen und eventuelle Fragen klären. Falls ihr trotz allem noch Fragen habt, findet ihr weitere Informa onen auf unserer Website unter www.olmun.org (h p://www.olmun.org).

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DAS SIND WIR

Berufsbildende Schulen Haarentor der Stadt Oldenburg (Oldb) Berufsbildungszentrum für Wirtscha , Informa k und Gesundheit Ammerländer Heerstraße 33-39 26129 Oldenburg Telefon: 0441 77915-0 Telefax: 0441 77915-20 Email: mail@bbs-haarentor.de Internet: www.bbs-haarentor.de

Schulträger:

Stadt Oldenburg Der Oberbürgermeister Markt 1 26122 Oldenburg

Land Niedersachsen:

Niedersächsisches Kultusministerium, Hannover

vertreten durch:

Regionalabteilung Osnabrück Pos ach 3569 49025 Osnabrück

Die Berufsbildenden Schulen Haarentor der Stadt Oldenburg (Oldb) sind eine öffentliche Schule im Sinne des § 1 NSchG. Die Schule ist eine nichtrechtsfähige Anstalt ihres Trägers und den Landes Niedersachsen. Sie wird durch den jeweiligen Schulleiter bzw. die jeweilige Schulleiterin gesetzlich vertreten.

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Schulprogramm der BBS Haarentor 2020  

Aktuelles Schulprogramm der BBS Haarentor, Oldenburg

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