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08 Holz hat Zukunft 12 Die Bäderbauer auf der Rigi

WWW.BAUKADER.CH

FACH- UND VERBANDSZEITSCHRIFT

06 Beton Baustoff par excellence

16 Herz und Kopf Spatenstich für den Ausbau des Bahnhofs Oerlikon Schwerpunkt: Baumaterial und Bauzulieferer

Die Baukader Verbandskonferenz findet dieses Jahr am Samstag, 16. Juni 2012 im Gasthof Rössli in Rothrist statt.

En français dès la page 35


Edito rial

Liebe Baukader In unserer vorliegenden Ausgabe haben wir das Schwerpunktthema Baumaterial und Bauzulieferer gewählt. Eigentlich ein unspektakuläres Thema. Eigentlich. wenn man aber genauer hinschaut, so sind die Baumaterialien ein Thema, was sich lohnt genauer zu betrachten. Nehmen wir Beton: schon vor 14’000 Jahren, in Europa herrschte noch die Eiszeit, wurde in der Südtürkei eine Art Mörtel verwendet. Vor 3’000 Jahren mischten die Phönizier diesem Mörtel vulkanisches Gestein bei und konnten damit erreichen, dass dieser Mörtel selbst unter Wassereinfluss härtete. Und was passierte in den 3’000 Jahren bis heute? Haben wir seit dem Innovationsstillstand? Mit Nichten: in den 50iger Jahren erlebte der Transportbeton seinen Siegeszug; in den 80iger Jahren wurde Stahlfaserbeton entwickelt und aktuell ist das ILEK (Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren) der Universität Stuttgart gerade dabei, einen «luftigen» Beton zu testen. Dieser funktioniert wie ein Knochen. Er ist leicht und doch fest. Eine geniale Konstruktion der Natur. Mit diesem Beton sollen bis zu 20% weniger Material notwendig sein. Wir beschäftigen uns in dieser Ausgabe aber nicht nur mit Beton als nachhaltigem Baumaterial. Auch das für uns wichtige Baumaterial Holz wird unter die Lupe genommen, insbesondere unter dem ökologischen Aspekt. Ein weiterer aus meiner Sicht sehr spannender Beitrag ist derjenige über das lebende Baumaterial. Spannend sich vorzustellen, dass es möglich sein könnte in Oberflächen Pilze zu integrieren, die bei Bedarf ein Antibiotikum produzieren, welches Mikroorganismen und Bakterien tötet. Gelänge dies, so könnte man Spitäler und öffentliche Gebäude keimfrei halten, und so würden weniger Krankheiten durch Bakterien übertragen. Spannend. Natürlich haben wir auch diesen Monat eine Baustelle für euch besucht. Wir, besser gesagt unser Redaktor David Kunz, sind dazu in luftige Höhen gegangen, nach Kaltbad. Dort wird ein Mineralbad & Spa gebaut. Der Architekt ist kein geringerer als Mario Botta. Wir wünschen euch eine spannende Lektüre und freuen uns wie immer über eure Rückmeldungen.

Eure Barbara Schiesser Geschäftsführerin Baukader Schweiz

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Inhalt sverzeich ni s

Inhalt 06

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kt: pun l und r e Schwmateriarer Bau zuliefe Schwerpunkt Bau 06 Beton: Baustoff par excellence 08 Holz hat Zukunft 11 Vom Camembert zum lebenden Baumaterial

Baustellen 12 Die Bäderbauer auf der Rigi

Events 16 Herz und Kopf – Spatenstich für den Ausbau des Bahnhofs Oerlikon

Produkte 17 Beratung vor Ort im Flying Shop von BauBedarf

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Bildung 19 Attraktive Kurse

Verband 20 Rechtsecke: Was ist beim Lohnvorschuss zu beachten? 21 Netto plus 5 – Informationen für Werber und Interessierte 23 Baukader des Monats 25 47. GV der Sektion Unterwalden 27 Taschenbuch für Bauführer und Poliere: 6. Auflage, Französisch, erweitert mit App 31 Infoflash 02/12 32 Kalender 33 Rätsel

Jobs 28 Bau-Stellen


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Baumaterial und Bauzulieferer

Text: Dr. Heiner Widmer, Leiter Umwelt, Technik, Wissenschaft, cemsuisse Fotos: Dominique Marc Wehrli, Brigitte Batt & Clemens Huber

Beton: Baustoff par excellence Nachhaltiges Bauen und Beton: zwei Schlüsselbegriffe für eine zukunftsgerichtete Architektur. Nachhaltigkeit umfasst richtigerweise die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte. Daher ist bei einem Bauprodukt immer der ganze Stoffkreislauf und Lebenszyklus zu berücksichtigen: Dies beginnt bei der lokalen Gewinnung der Rohmaterialien in den sechs Zementwerken und den über 300 Kiesabbaustandorten der Schweiz, die Betonherstellung in den Transportbetonwerken, die kurzen Transportwege zur Baustelle, die ausserordentliche Langlebigkeit des Materials, die Flexibilität bei zukünftigen Umnutzungen und endet beim Rückbau und dem Recycling des Betons. Beton beflügelt den Entwurf. Wer sich für Beton entscheidet, wählt die Freiheit. Seine Festigkeit erlaubt grosse Spannweiten, seine Formbarkeit kennt fast keine Grenzen, seine Oberfläche lässt sich auf vielfältige Weise bearbeiten. Er passt zu jedem Massstab, vom kleinen Anbau an das Einfamilienhaus bis zum Hochhaus in der Stadt. Der eine mag scharfe Kanten, ein anderer sucht die geschmeidige Kurve, ein dritter schätzt das Monolithische. Bei allen ist jedoch der Beton schon auf den ersten

Skizzen erkennbar. Das Gespür für Beton ist in den Schweizer Architekturbüros zuhause.

nung und Ausführung. Die Eigenschaften des Betons lassen sich präzise steuern, so dass Funktionalität und architektonischer Anspruch optimal zueinander finden. Sicherheit Beton brennt nicht, schützt dagegen vor Lärm und Strahlung. Er wirkt schallisolierend und erlaubt ein erdbebensicheres Bauen. Flexibilität Beton ist solide und verlängert die Nutzungsdauer von Gebäuden. Häuser aus Beton lassen sich leicht umnutzen, dies trägt zur Ressourcenschonung bei.

Die Stärken eines universellen Baustoffs

Wohnklima Beton führt zu mehr Wohnkomfort. Seine thermische Speichermasse ermöglicht einen höheren Fensteranteil, der mehr natürliches Licht zulässt.

Beton ist weltweit das beliebteste Baumaterial. Diese Spitzenposition hat ihre Gründe: universelle Einsatzmöglichkeiten im Hoch- und Tiefbau, praktisch unbeschränkte konstruktive Möglichkeiten und damit verbunden eine hohe Effizienz in Pla-

Effizienz Beton kann überall eingesetzt werden, ob vor Ort gegossen oder als industriell produziertes Bauteil. Für rationelles Bauen ist Beton ideal geeignet.

Wohnüberbauung Paul-Clairmont-Strasse, Gmür & Steib Architekten Aufnahme aus dem Buch zum architekturpreis beton 09, herausgegeben von Betonsuisse, Foto Dominique Marc Wehrli

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Funktionalität Beton kann durchlässig bis dicht sein. Sickerfähige Beläge verhindern eine Versiegelung des Bodens und halten den natürlichen Wasserkreislauf in Gang. Dank wasserdichtem Beton kann andererseits Grundwasser nirgends eindringen – so bleiben beispielsweise Keller trocken. Architektur und nachhaltiges Bauen mit Beton Eine an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR durchgeführte Studie zeigt auf, dass bei der Diskussion um nachhaltiges Bauen die Baustoffe fälschlicherweise vorwiegend nach ökologischen Kriterien beurteilt werden Diese Sichtweise greift viel zu kurz und wird dem umfassenden Ziel eines nachhaltigen Bauens, welches alle drei Säulen der Nachhaltigkeit – Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit – gleichwertig berücksichtigt, nicht gerecht. In der Schweiz wurden mit den Empfehlungen der SIA 112/1 zum Thema «nachhaltiges Bauen» bereits wichtige Vorarbeiten zu einer ganzheitlicheren Beurteilung geleistet. Diese Empfehlungen enthalten nämlich neben Definitionen für ökologische Kriterien auch solche für ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit. Auf Grundlage dieser Kriterien hat das Forschungsprojekt der HSR vergleichbare Gebäudetypen in unterschiedlicher Bauweise miteinander verglichen und kommt in seiner Bewertung zum Ergebnis, dass der Einsatz verschiedener Baumaterialien aus rein ökologischer Sicht durchaus zu verschiedenen Bewertungen führt. Werden jedoch bei einer ganzheitlichen Bewertung eines Bauwerkes ebenfalls die Lebensdauer und wirtschaftliche und soziale Aspekte mitberücksichtigt, so zeigt sich, dass nicht die materialbezogenen Aspekte im Vordergrund stehen, sondern primär die Gebäudegestaltung ausschlaggebend ist. Längerfristige Wirtschaftlichkeit (Lebenszykluskosten), flexible Nutzbarkeit, das Wohlbefinden der Bewohner in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit, räumlicher

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Schulhaus Bünzmatt, Morscher Architekten Aufnahme aus «cemsuisse 2008», herausgegeben von cemsuisse, Foto Brigitte Batt & Clemens Huber

Identität und individueller Gestaltungsmöglichkeit sind von wesentlich grösserer Bedeutung. Unter dieser ganzheitlichen Betrachtung schneidet daher Beton als universeller Baustoff besser ab als andere Baumaterialien. Nachhaltiges Bauen fordert eine Architektur, welche sich nicht auf die Frage der Wahl eines Baumaterials beschränkt, sondern welche aus Sicht der Nutzung und Gestaltung die Kriterien einer zukunftsorientierten innovativen Bauweise berücksichtigt. Beton erfüllt diese Anforderungen umfassend. Eine zeitgemässe Architektur setzt die Kriterien in Bezug auf Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit ganzheitlich und kreativ um. Kritisch zu hinterfragen sind daher vermeintliche Zertifikate, welche sich einzig auf ökologische Kriterien und Footprints von Baumaterialen abstützen. Diese lassen die für eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbewertung wichtigen Aspekte – und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes hinweg betrachtet – völlig ausser Acht. Fazit: Beton schafft Nachhaltigkeit! Dank Beton lassen sich Bauwerke errichten, welche die Bedürfnisse von heute und morgen umfassend abdecken.

cemsuisse, der Verband der Schweizerischen Cementindustrie vertritt die in der Schweiz produzierenden Zementunternehmen Holcim (Schweiz) AG, Jura Cement und Vigier Cement AG. cemsuisse informiert als Partnerin des Parlaments, der eidgenössischen und kantonalen Behörden und Verwaltungen sowie der Wirtschaft und Wissenschaft über das Engagement der Industrie zugunsten einer nachhaltigen Zementproduktion und setzt sich ein für die Erhaltung des Produktionsstandortes Schweiz. www.cemsuisse.ch


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Baumaterial und Bauzulieferer

Text: Michael Meuter, Verantwortlicher Information Holzwirtschaft Schweiz, Lignum Fotos: Michael Meuter, Zürich/LIGNUM und «ETH D-ARCH - holz 21»/LIGNUM

Holz hat Zukunft Die Herausforderungen der Klima- und Energiepolitik setzen Leitplanken für die weitere Entwicklung des Schweizer Gebäudeparks. Der nachwachsende, einheimische Rohstoff Holz bietet sich als zukunftsfähige Lösung an. Jeder Baum hat die Fähigkeit, über den Vorgang der Photosynthese Kohlendioxid aufzunehmen und Kohlenstoff zu binden. Doch nicht nur in den Bäumen im Wald, sondern auch in verbautem Holz wird CO2 gespeichert und bleibt der Atmosphäre für Jahrzehnte, manchmal sogar für Jahrhunderte entzogen. Holz, das in langlebige Produkte wie Balken, Bretter oder Holzwerkstoffe verwandelt wird, fixiert Kohlenstoff auf Dauer. Das hat auch der Bund erkannt: Unter ihrem revidierten CO2-Gesetz will die Schweiz dafür sorgen, dass verbautes Holz in der CO2-Rechnung der Schweiz bilanzwirksam wird. Ein entspre-

chender Artikel 14 verankert dies im neuen CO2-Gesetz, das die Schlussabstimmung in den eidgenössischen Räten am 23. Dezember 2011 passiert hat.

Hervorragende Energiebilanz Holz ist bereits aufgrund seiner Materialeigenschaften für die Umsetzung energieeffizienter Bauten gut geeignet. Denn es ist von Natur aus ein schlechter Wärmeleiter, und deshalb kann man bereits mit erstaunlich dünnen Wänden, die sich in der weitverbreiteten Rahmenbauweise vollständig mit Dämmungen ausfachen lassen, sehr gute Energiewerte für Häuser errei-

chen. Weitgehende Vorfabrikation erlaubt eine hohe Präzision am Bau; die unabdingbare Dichtigkeit der Gebäudehülle zur Vermeidung von Bauschäden und unkontrollierten Energieverlusten lässt sich dadurch besser erzielen. Die Verwendung von Holz reduziert aber auch den Anteil grauer Energie (= indirekter Energiebedarf) in einem Bau, denn die Produktion des Rohstoffs Holz wird von der Natur übernommen. Wenig graue Energie steckt aber auch deshalb in einem Holzbau, weil die Transportwege kurz bleiben, wenn der Rohstoff lokal gewonnen, verarbeitet und verbaut wird.

Mehrgeschossiger Holzbau im Aufwind Bis Ende 2004 galt in der Schweiz für die Anwendung von Holz eine Beschränkung auf zwei Vollgeschosse plus Dachausbau. Dies hat natürlich stark dazu beigetragen,

2000-Watt-Wohnüberbauung, Badenerstrasse 380, Zürich, 2010 Michael Meuter, Zürich/LIGNUM

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das Baumaterial Holz auf den Einfamilien- Redaktion). In den neunziger Jahren lag hausbereich festzunageln, wo es sich an- der Holzbau im Segment Mehrfamiliennähernd 20% Marktanteil erobert hat. haus praktisch bei null. Noch 2005 erDie Verortung von Holz im Baumarkt reichte er vielleicht knapp 3%. ändert sich nun aber nach und nach grundlegend. Unter den seit 2005 gelten- Steigende Beliebtheit für Umbauten den Brandschutzvorschriften der Vereini- Auch der wachsende Bereich Um- und Angung Kantonaler Feuerversicherungen bau zeigt eine hohe Dynamik zugunsten (VKF) kann Holz neu bei bis zu sechs Ge- von Holz: Bei den Tragkonstruktionen für schossen, bei Holzfassaden gar bei bis zu Mehrfamilienhäuser weist das Material dort bereits einen acht Geschossen zum Zug kom«Die Verortung von fast so hohen Anmen. In der Schweiz sind seit teil wie Backstein 2005 bereits ungefähr 1500 Holz im Baumarkt Mehrgeschosser in Holzbauweise ändert sich nach und auf. Zudem hat der Holz-Markterstellt worden. nach grundlegend.» anteil in diesem Beim Neubau von MehrfamiSegment seit lienhäusern lag der Holzbau 2009 hinsichtlich der Tragkonstruktionen 2005 einen eigentlichen Sprung von bei 4,9% Marktanteil. Diese Zahl ist abso- 13,9% auf 23% im Jahr 2009 gemacht. lut gesehen sicher noch bescheiden. Aus Noch mehr sticht das Wachstum beim Ander Optik des Holzbaus ist sie jedoch ein und Umbau von Einfamilienhäusern ins Fanal (= Signal, Zeichen. Anmerkung der Auge: Der Holzbau erreicht hier mit 26%

nicht nur 3,4% mehr als 2005, sondern erstmals auch einen höheren Marktanteil als Backstein. Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass Holz nicht nur bei privaten, sondern auch bei professionellen Bauherrschaften seit einigen Jahren klar punkten kann. Offenbar verleiht das geschärfte Bewusstsein für Aspekte der Nachhaltigkeit – Ökologie, Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz – dem Baustoff Holz in Form eines Nachfragesogs entscheidende Impulse.

Lignum, Holzwirtschaft Schweiz ist die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Sie vereinigt sämtliche wichtigen Verbände und Organisationen der Holzkette, Institutionen aus Forschung und Lehre, öffentliche Körperschaften sowie eine grosse Zahl von Architekten und Ingenieuren. Dazu kommen rund 30 regionale Arbeitsgemeinschaften. Lignum vertritt mit Dienstleistungen in Technik und Kommunikation in allen Landesteilen der Schweiz eine Branche mit über 80’000 Arbeitsplätzen von der Waldwirtschaft über Sägerei, Handel, Holzwerkstoffproduktion, Verpackungs- und Palettenindustrie, Zimmerei, Schreinerei und Möbelproduktion bis zum Endverbraucher von Holz. In der Lignum zusammengeschlossene Verbände und Organisationen: WVS Waldwirtschaft Schweiz/HIS Holzindustrie Schweiz/Holzbau Schweiz/VSSM Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten/HWS Holzwerkstoffe Schweiz/FRM Fédération suisse romande des entreprises de menuiserie, ébénisterie et charpenterie/Forstunternehmer Schweiz/IG Blockbau/ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie/SFV Schweizerischer Furnier-Verband/ste – Swiss Timber Engineers/VGQ Schweizerischer Verband für geprüfte Qualitätshäuser/VHPI Verband der Schweizerischen Holzverpackungs- und Palettenindustrie/VSH Verband Schweizerischer Hobelwerke Die technische Beratung der Lignum (Tel. 044 267 47 83) gibt Mo – Fr von 8 –12 kostenlos Antwort auf alle Fragen rund um Holz und seine Anwendung. www.lignum.ch 5/2012 Baukader


Baumaterial und Bauzulieferer

Text: Dietmar Knopf Foto und Illustration: Lukas Gerber/ETH Zürich

Vom Camembert zum lebenden Baumaterial Ein Camembert-Käse brachte Forscher der ETH Zürich auf die Idee. Zwischen zwei Kunststofffolien klemmten sie eine Schicht aus Edelschimmelpilzen. Die lebenden Pilze ernähren sich von Essensrückständen und reinigen dadurch Oberflächen. Darum sprechen die Forscher auch vom «living material».

Schon immer haben sich Wissenschaftler von der Natur inspirieren lassen. Die Lotuspflanze diente als Vorbild für wasserabweisende Oberflächen, die uns vom Glas aus Duschkabinen oder von Fassadenanstrichen bekannt sind. Jetzt schufen Forscher der ETH Zürich um Wendelin Stark und Lukas Gerber ein Material, das nicht aus der Biologie entlehnt ist, sondern selbst einen lebenden Organismus bildet. Es besteht aus den Edelschimmelpilzen eines gewöhnlichen Camemberts. Darum nennen die Biochemiker ihre neue Kreation aus Kunststoffen und Pilzen auch «living material». Sobald Zuckersirup oder andere Essensrückstände auf das lebende Material treffen, verspeist der Pilz seine Nahrung und reinigt dadurch die Oberfläche. «Der Reinigungsprozess dauert allerdings einige Tage», sagt ETH-Doktorand Lukas Gerber.

Edelschimmelkäse im Sandwich Der Verbundstoff ist wie ein Sandwich aufgebaut und besteht aus drei Schichten. Die untere Ebene bildet eine Folie aus Kunststoff. «Sie könnte aber auch aus einem Baumaterial wie Holz oder Beton bestehen», sagt Lukas Gerber. Dann folgt die Schicht aus Edelschimmelpilzen, die etwa so dick wie ein Fingernagel ist. Darauf liegt eine durchlässige Kunststoffmembran. Ihre winzigen Poren sind so gross, dass Nährstoffe und Gase zum Pilz hin und von ihm

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weg gelangen können, doch auch klein genug, damit der Pilz im Sandwich eingeschlossen bleibt. «Die Grösse der Poren kann je nach Pilzart variieren», erklärt Lukas Gerber. Sobald die oberste Membran mit Essbarem in Berührung kommt, transportiert sie die Nährstoffe ins Innere des Pilzes, wo er sie verdaut. Pilze sind bekannt dafür, dass sie Sporen bilden und so ohne Nährstoffe mehrere Jahre überleben können. Sie fallen dann in eine Art Winterschlaf und erwachen wieder, wenn sie neue Nahrung bekommen. Zudem ist das lebende Material abwischfest und langlebig, wie die Forscher in der Dezemberausgabe des Fachmagazins «PNAS» geschrieben haben.

Ökologische Fassaden durch Fotosynthese «Eine weitere Möglichkeit wäre, Algen statt Pilze zwischen die beiden Schichten zu klemmen», sagt Lukas Gerber. Denn Algen funktionieren nach dem Prinzip der Fotosynthese, was bedeutet, dass sie das Treibhausgas CO2 abbauen und daraus Sauerstoff produzieren. Man könnte sich mit Algenfolie begrünte Fassaden vorstellen, die den Treibhauseffekt bekämpfen, für bessere Luftqualität sorgen und nebenbei unsere Städte schmücken. Heute ist das ein Blick in die Zukunft. Laut Lukas Gerber brauchen die Wissenschaftler wohl noch zehn Jahre, bis das «living material» soweit ausgereift ist, dass es als Baumaterial eingesetzt werden kann.

weitere Informationen: ETH Zürich Institute for Chemical and Bioengineering Wolfgang-Pauli-Strasse 10, 8093 Zürich Herr Lukas Gerber, HCI E 114 Telefon +41 44 633 41 47 lukas.gerber@chem.ethz.ch

Oberflächen mit Bakterienschutz Das Prinzip der lebenden Oberfläche haben die ETH-Forscher von der Haut eines Camemberts abgeschaut. Den Käse umhüllt ein Belag aus Weisschimmel, der nicht nur die Käsereifung beeinflusst, sondern auch sein Inneres vor Mikroorganismen und Bakterien schützt. Die Wissenschaftler wollen das lebende Material weiterentwickeln. «Wir könnten zwischen die beiden Kunststoffschichten auch einen Pilz einschliessen, der ein Antibiotikum genau dann produziert, wenn es gebraucht wird», so Lukas Gerber. Für die Baubranche wären antibakterielle Oberflächen in allen öffentlichen Gebäuden denkbar, vor allem natürlich in Spitälern und Arztpraxen, wo Hygiene besonders wichtig ist. Gelänge es den Forschern alle Beläge und Oberflächen, die Menschen berühren, keimfrei zu halten, würden weniger Krankheiten durch Bakterien übertragen.

Illustration des «lebenden Materials» nach dem Sandwich-Prinzip. Untere Schicht: Trägerfolie aus Kunststoff; mittlere Schicht: Schimmelpilz; obere Schicht: poröse Schutzfolie aus Kunststoff; darauf: Essensfleck/Nahrung für den Schimmelpilz.

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Baus te llen

Text: David Kunz Fotos: David Kunz & MLG GU AG

LLE E T S BAU ONATS DES M

Die Bäderbauer auf der Rigi Die Rigi ist bis heute vor allem ein SchönwetterBerg. Damit soll ab Juli 2012 Schluss sein. Dann öffnet das Mineralbad & Spa auf Kaltbad seine Türen. Geplant von Stararchitekt Mario Botta soll es auch bei Nebel Besucher nach oben locken. Daniel Peter

Mit der Zahnradbahn zur Arbeit

Mit 18 km/h ruckelt die Zahnradbahn Wenn Daniel Peter seinen Arbeitsweg un- zu Berge. Das schattige Vitznau im Rücken, ter die Zahnräder nimmt, knackts in seinen zwei dunkelhäutige Touristen an Bord und Ohren, kurz vor der Station Rigi Kaltbad. eine grosse Gruppe Rentner. Irgendwo da1453 Meter über Meer, 23 Minuten über zwischen sitzt Daniel Peter, schwarze dem Vierwaldstättersee, liegt Peters Bau- Windjacke, eckige Brille mit dunklem Rand, stelle. Der Projektleiter bei der Berner MLG einen Stapel Pläne in der Mappe und den Generalunternehmung AG Kopf voller Gedanken. wacht zusammen mit BauDer 45-Jährige ist seit «Die Tourismusleiter Andreas Keller über 25 Jahren im GU/TU destination Rigi Kalt- Business tätig und geder Entstehung des Minebad ist autofrei.» ralbades in Rigi Kaltbad. Ein wohnt, grössere ProArbeitsplatz zum Ferien majekte zu realisieren. Er chen, an diesem malerischen Morgen im hat unter anderem den Bahnhofbau in März. Wäre da nicht noch einiges zu tun. Visp realisiert und das Bürogebäude Perron Wir schreiben das Jahr 2012. Es bleiben 1 in Solothurn. «Aber das Mineralbad ist nur vier Monate bis zur Eröffnung. etwas ganz Besonderes», sagt er.

Besondere Geschichte und besondere Lage Etwas Besonderes wegen seiner Geschichte, wegen dem Architekten und besonders auch wegen der Lage. Denn die Tourismusdestination Rigi Kaltbad ist autofrei. Peter ist auf die Bergbahn angewiesen. Zweimal pro Woche. Auch Arbeiter und Baumaterial kommen auf diesem Weg, es führt kein anderer nach oben. 24‘000 Tonnen werden am Ende von Vitznau aus mit dem Zahnradbahn-Tieflader auf die Baustelle transportiert worden sein. Die einzelnen Unternehmer müssen ihre Ware und Wünsche anmelden und erhalten dann von den Rigi Bahnen eine Transportzeit zugeteilt. Für schwere Transporte wie Kies und Zement sind fünf Fahrten pro Tag möglich, 12 Tonnen fasst ein Zug. Die Logistik und Transporte mit den Rigi Bahnen verläuft problemlos, die Unternehmer haben sich an die ungewöhnliche Transportsituation gewöhnt. Der feuerrote Zug hält an. Rigi Kaltbad. Hinter dem wackeligen Stationshäuschen

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wartet die Baustelle. Was entsteht, ist von hier aus noch nicht ersichtlich. Denn das Bad ist unter dem Dorfplatz versteckt, geht zwei Stockwerke in den Berg hinein. Blickfang ist ein runder Turm an der äussersten Ecke. Sechs Meter ragt er über den 3000 Quadratmeter grossen Platz, bildet zugleich Eingang zum Bad und zur Bergstation der Seilbahn. Inmitten von Sandhaufen, Schaltafeln und Baggern weist er darauf hin, dass hier etwas Grosses am Entstehen ist: Der «Giardino Minerale», der Mineral-Garten – so hat Architekt Mario Botta den neuen Dorfplatz auf der Rigi getauft – hat auch dem Bad seinen Namen gegeben. Und die Minerale wiederum haben nicht etwa mit dem Wasser zu tun, sondern beziehen sich auf die acht Glasoblichter auf dem Platz, durch die tagsüber Licht in das Bad fällt. Des Nachts zündet künstliches Licht vom Bad aus nach Oben in den Himmel über der Rigi. «Aber das sehen wir dann im Bad drin», sagt Daniel Peter und steuert auf dem Bretterweg an zwei Arbeitern vorbei dem Turm entgegen. Rund 50 Mann sind hier am Werk, das Mineralbad gleicht einem Ameisenhaufen, nur weniger sauber aufgeräumt. Gipser, Haustechniker, Heizungs- und Sanitärinstallateure arbeiten in der Höhe auf Hochtouren. Mit Baden haben sich hier oben schon vor sechs Jahrhunderten Touristen und Kurgäste Zeit und Gebrechen vertrieben. Mark Twain, Tolstoj und Goethe bestiegen die «Königin der Berge» seinerzeit. Das Bad bei der Kapelle stand im Ruf, Wunder zu wirken. Doch die güldenen Jahre der Rigi fanden spätestens in den 1960er Jahren jäh ein Ende, als das Grandhotel niederbrannte. Zu tief gelegen für ein Skigebiet

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erster Güte, zu oft im tiefen Nebel, soll mit der neuen Wellness-Anlage und ihrem 35 Grad warmen Wasser auf Kaltbad eine neue Ära eingeläutet werden.

Berühmter Schweizer Architekt Seit 1998 schon lag die Idee in der Bergluft, auf Kaltbad baulich etwas zu verändern. Mit der grossen Maurerkelle sollte angerichtet werden. Doch auf Baugesuche folgen Einsprachen, auf Planungswettbewerbe ein Konkurs mit einer Bauruine. 2005 verfasst der berühmte Schweizer Architekt Mario Botta ein Gesamtkonzept. Doch auch das sollte noch nicht der Rigi neues Schicksal sein. Denn erst als die AQUA-SPA-RESSORTS AG 2008 mit neuen Investoren einspringt, nimmt das Schiff Fahrt auf. Die Bauherrschaft ist eine Anlagestiftung der Credit Suisse und den Betrieb übernimmt die AQUA-SPA-RESORTS AG, welche bereits mehrere Bäder betreibt, wie das Thermalbad im Hürlimann Areal in Zürich, das Thermalbad in Samedan, das Solbad & SPA in Schönbühl bei Bern und das Hammam & SPA Bern am Fusse des Bundeshauses. «Allein dieses Geländer...», sagt Daniel Peter. Mehr sagt er nicht, zeigt auf ein schwarzes breitmaschiges Gitter beim Turmeingang. Mario Bottas Handschrift. «Mit Mario Botta baut man nur einmal im Leben», sagt er. Der Tessiner sei ein angenehmer Typ. «Der Star ist das Projekt, lautet sein Motto», sagt Peter. Alle zwei Monate schaut der Maestro persönlich auf der Rigi vorbei, prüft, entscheidet und ändert seine Pläne, wenn es denn sein muss. Etwa die Glasfassade und die davor aufgehängten Steinlamellen, eine nicht alltägliche Konstruktion. Gemäss Plan hätte

diese aus grösseren Scheiben bestehen sollen. Wäre eine Glasscheibe einmal defekt, könnte man sie kaum auswechseln. Botta kam den Konstrukteuren entgegen, konzipierte eine neue Variante. «Er ist kompromissfähig. Das zeichnet ihn aus», sagt Peter und steigt die Wendeltreppe im Turm hinab, 10 Meter Durchmesser hat die rund mit Natursteinen gemauerte Konstruktion. Bauen nach Botta-Plänen fordert alle Unternehmer und deren handwerkliches Geschick. «Bei ihm ist vieles etwas komplizierter.» Die Fugen im Treppenhaus etwa verlaufen passgenau in die Ecke der Stufen. Das ergibt ein regelmässiges Muster. «Hier ist nichts Zufall», sagt Peter. Auf die Details kommt es an. Die Stufen selber sind aus einem einzigen Stück Naturstein. «Duke White» heisst der Granit, stammt von der italienischen Seite des Simplons, bearbeitet in Verona, verlegt von der Naturstein Wüst AG aus Wallisellen, ist der säure- und hitzebeständige hellgraue Stein allgegenwärtig. Auf dem Dorfplatz, im Turm, oder als lamellenartige Fassade des


Baustell en

Bades und in geschliffener Form auch im Bad drinnen. 500 Tonnen davon werden verbaut. «Dieser Naturstein ist genial», schwärmt der sonst so sachliche Projektleiter.

Meilensteine Es ist Samstag, der 29. August im Jahre 2009, kein Prachtswetter zwar, aber die zwei Regierungsräte sind trotzdem gekommen. Der eine aus Luzern, der andere aus Schwyz. Spatenstich ist angesagt, die Zukunft der Rigi kann beginnen. Auch die Bagger sind hier, pünklich gebracht per Bergbahn. Denn 10‘000 Kubikmeter Aushub müssen weg. Das Material kann wei- ker zu unterstützen», sagt Peter und zeigt ter oben auf der Gratalp deponiert wer- einem Sanitär-Installateur ein Detail auf eiden. Die Umweltauflagen waren streng. nem seiner Pläne. Die Zuversicht ist gross, die Arbeiten kommen voran. Ein Eröffnungsdatum fürs Bad Attraktives Angebot ist schnell gefunden. Doch dann kommt für die Besucher der Winter. Und mit ihm der Schnee, viel Rund 50 Firmen sind am Grossprojekt bezu früh, im Oktober 2010. Und viel zu lang teiligt. 16‘500 Kubikmeter Volumen haben für die Planer. Es will und will nicht tauen, die Räume. Im Eingangsbereich gibt‘s ein ans Bauen ist nicht zu denken. Die Eröff- Bild des Luzerner Malers Hans Erni und ein Botta Café zum Verweilen. Platz für Dunung wird verschoben. Zum Winteranfang 2011 ist der Rohbau schen, WCs und 314 Garderobenschränke schliesslich fertig. «Dank dem milden Herbst entsteht gleich dahinter. 100‘000 Besucher sind wir im Zeitplan», sagt Daniel Peter. Es pro Jahr sollen kommen, zu Spitzenzeiten ist sein erstes Bad, das er realisiert. Durch bis zu 1000 an einem einzigen Tag. Für Fachgespräche und die Erfahrung des Bau- die gibts eine Sauna mit Aussicht, ein langgezogenes Dampfbad, leiters Andreas Keller hat er ein Kristallbad und das sich das nötige Know-How an«Der 1. Juli 2012 Hauptbadebecken mit Ingeeignet. Nicht nur die Haussoll für die Rigi nen- und Aussenbereich technik ist hier aufwendiger, ein denkwürdiges und die Möglichkeit, sich das Bad muss wasserdicht sein, mit Massagen verwöhDampf und Feuchtigkeit gilt es Datum werden.» nen zu lassen. Rechnung zu tragen und demIm Bad ist heute Sandstrahlen angesagt. entsprechend grösser ist die Korrosionsgefahr. An die Wände im Bad kommt daher Ein grauer Staubnebel liegt im Raum, wähnicht etwa Gips, sondern ein Kalk-Putz mit rend draussen die Sonne scheint. 480 Kudem klingenden Namen «Stucco Lucido». bikmeter warmes Wasser fliessen hier derDer ist feuchtigkeitsbeständig, ebenso wie einst im Bad, mit 60 Litern pro Gast die Ahorn-Kunstharz-Platten der Sorte Top- rechnen die Betreiber. Wenn sich der Staub Akkustik an der Decke, speziell geeignet verzogen hat, kommt hier ein Dichtungsfür den Schwimmbadbau, weiss Peter. Auf belag auf den nackten Beton, und dann der Baustelle muss er und Andreas Keller werden erstmals die Wasserhahnen aufvon allem eine Ahnung haben. «Wir versu- gedreht. «Wir füllen das Bad und lassen chen an alles zu denken und die Handwer- das Wasser einige Tage drin, um zu sehen,

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ob das Becken dicht ist», erklärt Peter. Das Rohwasser stammt von der Rigi und wird vor Ort aufbereitet. Eine Stückholzheizung erwärmt es auf die gewünschten 35 Grad Celsius. Sie schluckt 360 Ster Holz pro Jahr, und das wächst in den Wäldern auf der Rigi. Eine Lüftung wälzt die Luft um, 20‘000 Kubikmeter pro Stunde schafft sie und sorgt dafür, dass im Bad der typische Chlorgeruch nicht zu spüren ist.

Eröffnung im Juli 2012 Der 1. Juli 2012 soll für die Rigi ein denkwürdiges Datum werden. An diesem Sonntag geht das Bad auf. Noch bleiben hundert Tage und einige Arbeiten. Denn nach Baden sieht es hier noch nicht aus. Aber Daniel Peter lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, lächelt und sagt: «Wir haben schliesslich einen Bauplan.» offizielle Homepage: www.mineralbad-rigikaltbad.ch

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Event s

Text: Flurina Schenk Foto: SBB

Herz und Kopf Spatenstich für den Ausbau des Bahnhofs Oerlikon «Wenn der Bahnhof Löwenstrasse das Herz der Durchmesserlinie ist, dann ist der Bahnhof Oerlikon – geographisch gesehen – ihr Kopf» erklärt Philippe Gauderon, Leiter SBB-Infrastruktur anlässlich des Spatenstichs für den Ausbau des Bahnhofs Oerlikon am 3. April 2012. Der siebtgrösste Bahnhof der Schweiz

sage ausgestaltet. Diese ganzen Arbeiten Mit dem Ausbau des Bahnhofs Oerlikon werden bei vollständiger Aufrechterhalim Rahmen des Projektes Durchmesserlinie tung des SBB-Zugangebotes ausgeführt – von SBB, Kanton und Stadt Zürich erhält mit rund 800 Zügen pro Tag ein beachtlider Bahnhof Oerlikon – immerhin der ches Verkehrsvolumen. siebtgrösste Bahnhof der Schweiz – endlich Kosten und Zeitder ihm zustehende Rahmen. «Das Ganze Projekt horizont Er soll dem wachsenden PendDurchmesserlinie Die Kosten für die lerverkehr und der EntwickBauarbeiten der SBB lung im Raum Zürich-Nord gewird im Jahr 2015 für das Projekt Bahnrecht werden und die beiden vollständig eröffnet.» hof Oerlikon belauStadtteile Alt- und Neu-Oerlifen sich auf 465 Milkon verbinden. «Der neue Bahnhof verbindet nicht nur Oerlikon mit lionen Franken. Die Stadt Zürich investiert dem Bahnhof, sondern auch die Men- zusätzlich rund 160 Millionen Franken. Das schen», so Stadträtin Ruth Genner. Neben Ganze Projekt Durchmesserlinie wird im Jahr der Erweiterung um zwei Geleise und der 2015 vollständig eröffnet. Personenunterführung wird der neue Bahnhof mit einer attraktiven Ladenpas- www.durchmesserlinie.ch Bauplatz Oerlikon, Zugang Ost

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Text und Foto: BauBedarf

Beratung vor Ort im Flying Shop von BauBedarf Wer kennt die Situation im Alltag nicht? Es wäre höchste Zeit für die Neuanschaffung einer bestimmten Maschine. Doch wer hat schon die Gelegenheit, sich ständig mit den Neuerungen des Marktes zu beschäftigen? Die Technik verändert sich so schnell, dass man kaum nachkommt, sich neben dem täglichen Geschäft auch noch darum zu kümmern. Doch die Neuanschaffung drängt, denn über kurz oder lang, macht die alte Maschine nicht mehr mit. Hier hilft der Flying Shop von BauBedarf. in der gewünschten Filiale abgeholt werDieser bietet Ihnen professionelle fachliche den, denn von allen 15‘000 Artikeln ist Beratung vor Ort; auf der Baustelle, im der aktuelle Lagerbestand in den verschieMagazin oder bei Ihnen zu Hause. Ob Elek- denen Filialen ersichtlich. trowerkzeug mit dem entsprechenden Zubehör oder Laserprodukte, Albin Motzer mit seinem Flying Shop stellt Ihnen unverbindlich branchenbezogene Neuheiten vor und zeigt Ihnen eine breite Auswahl von Profi-Produkten diverser Marken. Um festzustellen, ob Ihnen die Maschine effektiv zusagt oder nicht, können Sie diese auch gleich ausprobieren. Manchmal reicht auch schon ein persönliches Telefongespräch, in welchem Albin Motzer Ihre Bedürfnisse eruiert und Ihnen so schon etwas ganz konkretes vorschlagen kann, zum besten Preis-/Leistungsverhältnis. Vielleicht haben Sie auch schon ein bestimmtes Produkt vor Augen? Albin Motzer vom Flying Shop von BauBedarf stellt Ihnen eine massge«Professionelle schneiderte Offerte zusammen. fachliche Beratung Zudem bietet er auf der Baustelle, einen Reparatur-Serim Magazin oder bei vice an, unabhängig der Marke, mit kosIhnen zu Hause.» tenloser Abwicklung mit dem Hersteller und besorgt Ihnen eine Leihmaschine, sollten alle Stricke reissen. Bestellen können Sie direkt bei Albin Motzer, der Ihnen die Artikel direkt bringt oder bei Ihrer Filiale abgeholt werden kann. Über www.shop.baubedarf.ch, dem Webshop von BauBedarf können Sie ebenfalls bestellen. Diese Artikel können umgehend

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Kontaktieren Sie Albin Motzer mit dem Flying Shop unter 079 340 63 38, albin.motzer@baubedarf.ch oder informieren Sie sich bei Ihrem Aussendienst von BauBedarf.

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Taschenbuch für NEU sem Bauführer und Poliere mitsckhoestnbeunchlo -App! Ta

Buch und App in einem: Profitieren Sie vom Kombi-Angebot! n Praxisnah und kompakt. Ideal für den Baustelleneinsatz! n Konform zu Normen und Gesetzen, inkl. Arbeitssicherheit! n 816 reich illustrierte Seiten n ISBN 3-85554-127-2 Direkt bestellen bei Herausgeber und Verlag: Baukader Schweiz Mühlegasse 10, 4603 Olten

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27. Auflage 2011 überarbeitet, aktualisiert und erweitert Top Angebot (Buch+App ) Mitglieder* CHF 79.– Nicht-Mitglieder CHF 119.–

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Hoch-, Tief- und Verkehrswegebau


Bil dung

Attraktive Kurse von Baukader Schweiz n

Workshop Baumesstechnik neu mit Robotiktechnologie

n

18.10.2012 Gossau 26.10.2012 Effretikon 09.11.2012 Dagmersellen 1 Kurstag Theorie der Geräte, Einführung in die elektronische Vermessung, Einsatz auf dem Feld

n

Workshop Korrekte Signalisation von Baustellen

n

21.09.2012 Effretikon ZH 28.09.2012 Dagmersellen 1 Kurstag Anwendung von VSS/SN 640 886, Gesetzen und Normen, Signalarten, Praxisbeispiele

n

Werkvertrag und Bauhandwerkerpfandrecht

Das Bauhandwerkerpfandrecht und die Bedeutung des Strafrechts im Bauen

05.09.2012 Effretikon ZH 12.09.2012 Dagmersellen 1 Kurstag

14.11.2012 Burdorf BE 28.11.2012 Gossau SG 1 Kurstag Kentnisse des Bauhandwerk-

Vergleich von OR und SIA-Norm 118, Kenntnisse und Anwendung des Bauhandwerkerpfandrechts

erpfandrechts und deren Anwendung, Voraussetzungen für die Geltendmachung, Strafrecht im Bauen

Werkvertrags- und Bauverischerungsrecht Januar/Februar 2013 Vergleich von OR und SIA-Norm 118, Deckung der baurelevanten Versicherungen

n

Lehrgang Persönlichkeitsentwicklung und psychosoziales Führungsmanagement auf Anfrage

n

Firmeninterner Kurs «Korrekte Signalisation von Baustellen» auf Anfrage Anwendung von VSS/SN 640 886, Gesetze und Normen Signalarten, Praxisbeispiele

BAUSCHULTAGUNG 2012 Die Weiterbildungsveranstaltung für Bauplaner & Bauführer

PROGRAMM Mittwoch, 6. Juni 2012, 15.30 bis ca. 18.30 Uhr, anschliessend Apéro 15.30 – 15.40 Begrüssung Infos aus der Bauschule Erina Guzzi, Direktorin Schweizerische Bauschule Aarau 15.40 – 16.20 Energiestrategie öffentlicher Bauten Energetische Aspekte bei Sanierung und Instandstellung kantonseigener Liegenschaften Kuno Schumacher, dipl. Arch. ETH/SIA, Immobilien Aargau, Kanton Aargau 16.20 – 17.00 Der Energiewandel findet im Kopf statt Energieeffizientes Bauen und Modernisieren Werner Setz, eidg. dipl. Zimmermeister und Architekt, Setz Architektur, Rupperswil 17.00 – 17.10 Kurze Pause 17.10 – 17.50 Sanierungen und Umbauten nach ökologischen Gesichtspunkten Wertsteigerung und –erhaltung von bestehenden Liegenschaften Karl Viridén, dipl. Architekt FH, Viridén + Partner AG, Zürich

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17.50 – 18.30 Minergie-P-Sanierung eines Mehrfamilienhauses Nachhaltiger Komfort mit Sonne, Licht und Grips Reto Miloni, dipl. Architekt ETH, Hausen 18.30

Apéro offeriert vom Verein ehemaliger Bauschüler Aarau VEBA BAUKADER SCHWEIZ CADRES DE LA CONSTRUCTION SUISSE QUADRI DELL’ EDILIZIA SVIZZERA CADERS DA CONSTRUCZIUN SVIZRA

Anmeldung und Auskünfte: Baukader Schweiz, 4603 Olten 062/205 55 00, info@baukader.ch www.baukader.ch

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Verband

Text: Martin Basler Rechtsdienst Baukader Schweiz

Was ist beim Lohnvorschuss zu beachten? Es kommt vor, dass Arbeitnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bisweilen kommt es sogar zu einer Lohnpfändung durch das Betreibungsamt. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, was Arbeitgeberinnen beachten müssen, wenn Arbeitnehmer mit finanziellen Problemen um einen Vorschuss bitten. 1. Was ist ein Vorschuss?

wagens oder der Leistung einer MietzinsDer Anspruch des Arbeitnehmers auf Lohn kaution). Im Zweifel soll aber ein Vorschuss entsteht Tag für Tag anteilsmässig. Vom und nicht etwa ein Darlehen vorliegen und Zeitpunkt, in dem der Anspruch auf Lohn es empfiehlt sich, in beiden Fällen, eine entsteht, ist aber der Zeitpunkt zu unter- kurze schriftliche Vereinbarung zu treffen, scheiden, in dem der Lohn zur Zahlung um Missverständnisse zu vermeiden. fällig wird: Der Lohn ist dem Arbeitnehmer Wenn Sie als Arbeitnehmer einen Vorin der Regel erst jeweils am Ende des Mo- schuss beanspruchen möchten, tun sie also nats zu zahlen (Art. 323 Abs. 1 Obligatio- gut daran, die Leistung bei der Auszahnenrecht [OR]). Ein allenfalls geschuldeter lung – beispielsweise auf der Quittung – 13. Monatslohn ist entsprechend in der ausdrücklich als Vorschuss zu bezeichnen. Regel erst jeweils am Ende des Jahres zu In Einzelarbeitsverträgen findet man zahlen. Der Arbeitnehmer ist also vorleis- auch sinngemässe Formulierungen wie: tungspflichtig. «Zahlungen vor Fälligkeit des Lohns sind Die Arbeitgeberin trifft aber unter Um- Vorschüsse, sofern die Zahlungen nicht ständen die gesetzliche Pflicht, dem Ar- ausdrücklich anders – beispielsweise als beitnehmer Lohn (inklusive 13. Monats- Darlehen – bezeichnet worden sind.» lohn) vorzuschiessen. Ein Vorschuss ist eine vorweggenommene Zahlung von Lohn, 2. Besteht eine Vorschusspflicht der Arbeitgeberin? der noch nicht zur Zahlung fällig ist, jedoch demnächst fällig wird. Der Lohn kann vollständig oder teilweise vorge- 2.1 Voraussetzungen Tatsächlich sieht Art. 323 Abs. 4 OR eine schossen werden. Kein Vorschuss, sondern ein Darlehen gesetzliche Vorschusspflicht vor. Folgende liegt vor, wenn eine Zahlung in der Mei- zwei Bedingungen sind allerdings vorausnung erfolgt, dass der betreffende Betrag gesetzt: wieder zurückgezahlt wird. Ein Darlehen n eine – durch Leistung eines Vorschusses abwendbare – Notlage des Arbeitnehan den Arbeitnehmer hat mit dem Anmers und spruch des Arbeitnehmers auf Lohn an und für sich nichts zu tun. Ein Indiz für n die Zumutbarkeit für die Arbeitgeberin, den Vorschuss zu leisten. das Vorliegen eines Darlehens besteht darin, dass die Höhe des gezahlten Betrags den «Das Obligationen- Von einer Notlage eines Arbeitnehmers kann beispielsLohn des Arbeitnehmers recht sieht eine weise dann ausgegangen für einen Monat erhebgesetzliche Vorwerden, wenn dem Arbeitlich übersteigt. Ein anderes Indiz liegt darin, dass schusspflicht vor.» nehmer, der den Mietzins für seine Wohnung nicht bezahder gezahlte Betrag der Verfolgung eines bestimmten Zwecks dient len kann, die Ausweisung aus seiner Woh(beispielsweise dem Kauf eines Personen- nung droht. Die Zumutbarkeit für die Ar-

beitgeberin ist etwa dann nicht gegeben, wenn fast die gesamte Belegschaft um einen Vorschuss bittet oder sie generell Liquiditätsprobleme hat. 2.2 Umfang Auch der Umfang der Vorschusspflicht der Arbeitgeberin bestimmt sich nach Art. 323 Abs. 4 OR in zwei Schritten: n Zunächst ist die Obergrenze der Vorschusspflicht zu bestimmen. Den maximalen Umfang der Vorschusspflicht bildet das, was die Notlage des Arbeitnehmers erfordert und für die Arbeitgeberin zumutbar ist. n Innerhalb dieser Grenze hat sodann die Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer den Lohn «nach Massgabe der geleisteten Arbeit» vorzuschiessen. Die Arbeitgeberin hat dem Arbeitnehmer den Lohn mit anderen Worten bloss insoweit vorzuschiessen, als der Anspruch auf Lohn bereits entstanden ist, d.h. entsprechende Arbeit geleistet wurde. Ein Arbeitnehmer, der jeweils von Montag bis Freitag arbeitet und CHF 6‘000 pro Monat verdient, hatte demnach am Ende des 14. Januar 2011 allenfalls einen Vorschuss in Höhe von ca. CHF 2‘850 (Sozialversicherungsabzüge sind zu beachten) zugute. Sofern der Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen 13. Monatslohn hat, erhöhte sich der Vorschuss auf gerundet CHF 3‘090.

3. Freiwillige Lohnvorschüsse Die Arbeitgeberin darf selbstverständlich, dem Arbeitnehmer den Lohn auch insoweit vorschiessen, als der Anspruch auf Lohn noch nicht entstanden ist. Wenn der Anspruch auf Lohn in der Folge wider erwar-

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ten nicht entsteht – beispielsweise weil der Arbeitnehmer unmittelbar nach der Leistung des Vorschusses seine Arbeitsstelle fristlos verlässt –, muss der Arbeitnehmer den Vorschuss zurückzahlen. Das Inkassorisiko verbleibt bei der Arbeitgeberin.

4. Anrechnung des Vorschusses an den Lohn Im Zeitpunkt, in dem der Lohn zur Zahlung fällig wird, kann die Arbeitgeberin den Vorschuss vom arbeitsvertraglich vereinbarten Lohn ohne weiteres anrechnen, d.h. direkt in Abzug bringen.

Sie schuldet dem Arbeitnehmer nur noch den Restlohn. Die Arbeitgeberin muss keine Verrechnung erklären. Sie muss daher auch nicht die gesetzlichen Schranken des Art. 323b Abs. 2 OR beachten, die beispielsweise für die Verrechnung seiner Forderung auf Rückzahlung eines Darlehens mit der Lohnforderung des Arbeitnehmers bestehen. Auf Vorschüssen müssten an sich keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Es würde genügen, wenn die Sozialversicherungsbeiträge bei der Auszahlung des Restlohns berechnet werden.

5. Rechtslage bei einer Lohnpfändung Soweit der Lohn – inklusive Vorschuss – das betreibungsrechtliche Existenzminimum des Arbeitnehmers und dessen Familie übersteigt, kann der Lohn für maximal ein Jahr von einem Betreibungsamt gepfändet werden (Art. 93 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG]). Im Falle einer Lohnpfändung muss die Arbeitgeberin ab dem Zeitpunkt der Lohnpfändung den gepfändeten Lohn an das Betreibungsamt zahlen, sobald der Lohn zur Zahlung fällig geworden ist (Art. 99 SchKG).

Netto plus 5 – Informationen für Werber und Interessierte

Eine Mitgliedschaft bei Baukader Schweiz hat folgende Vorteile: n Netzwerk – Erfahrungsaustausch mit Berufskollegen in den Sektionen

n n

Rechtsberatung und Rechtsschutz – beruflich abgesichert Aus- und Weiterbildung – zu Vorzugskonditionen

n n

Sozialpartnerschaft – optimale Vertretung für Verträge und Löhne Fachverlag und BAUKADER-Fachmagazin – immer gut informiert

Bitte untenstehenden Talon ausschneiden und weitergeben oder ausgefüllt an uns zurücksenden. Danke für die Unterstützung!

Welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft bei Baukader Schweiz? Baukader Schweiz vereint als einzige Berufsorganisation alle Kader im Bauhauptgewerbe und im Holzbau.

BAUKADER SCHWEIZ CADRES DE LA CONSTRUCTION SUISSE QUADRI DELL’ EDILIZIA SVIZZERA CADERS DA CONSTRUCZIUN SVIZRA

BAUKADER SCHWEIZ – EIN STARKER BERUFSVERBAND. WERDE MITGLIED BEI BAUKADER SCHWEIZ!


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BAUKADER SCHWEIZ CADRES DE LA CONSTRUCTION SUISSE QUADRI DELL’ EDILIZIA SVIZZERA CADERS DA CONSTRUCZIUN SVIZRA

Ja. Ich bin an einer Mitgliedschaft bei Baukader interessiert. Bitte sendet mir unverbindlich die entsprechenden Unterlagen zu. Name ________________________________________________________________ Vorname Funktion

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Strasse, Nr. _______________________________________________________________________________________________________________________________________________ PLZ/Ort

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E-Mail

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Wichtig: Gilt noch nicht als Anmeldung. Diese Karte wurde übergeben vom Baukader-Mitglied: Name ________________________________________________________________ Vorname

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Strasse, Nr. _______________________________________________________________________________________________________________________________________________ PLZ/Ort ____________________________________________________________________________________________________________________________________________________

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Verband

Fragen: Etelka Müller und Flurina Schenk

ER D A K BAU ONATS DES M

12 Fragen an Adrian Hürlimann

Adrian Hürlimann ist 1985 geboren. Nach seiner Lehre als Maurer, die er 2004 abgeschlossen hat, liess er sich zum Dipl. Bautenschutz-Fachmann ausbilden. Mit verschiedenen Kursen und Weiterbildungen, zurzeit in der Unternehmerschule Wetzikon, erweiterte er sein Grundwissen. Seit 2007 arbeitet er im väterlichen Betrieb, der Hürlimann Bautenschutz AG in Illnau. Im 2010 übernahm Adrian die Verantwortung für die Ausführung der Arbeiten. Per 1. Juli dieses Jahres kauft er den Betrieb und übernimmt die Verantwortung der Firma, welche zur Zeit zehn Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2009 ist Adrian Mitglied von Baukader. Im Jahr 2011 übernahm er das Präsidium der Sektion Zürcher Oberland. In seiner Freizeit schraubt er an seinem Auto oder spielt Billiard und Squash. Anzutreffen ist Adrian im Sommer auch auf dem Wakeboard oder mit dem Motorrad, sofern die Zeit es zulässt.

Wann läutet bei dir der Wecker? 05.30 Uhr

Würdest du dich gerne weiterbilden? Wenn ja, in welchem Bereich? Ich bin zur Zeit in der Unternehmerschule und möchte mich nach dem Abschluss Mitte 2012, in Bauphysik weiterbilden.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit? n Jeden Tag an einem neuen Ort etwas Neues zu sehen und neue Leute kennen zu lernen. n Die Lösung komplexer Problemstellungen, die Suche nach bauphysikalischen sowie bautechnischen Mängeln ist sehr anspruchsvoll und daher für mich sehr interessant.

Wie steht die Schweiz deiner Meinung nach im in Bezug auf Neubauten im Vergleich mit anderen Ländern? Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Da die meisten «anderen» Länder ein völlig anderes Bauvolumen haben. Was die Schweiz sicher unterscheidet im Vergleich zum benachbarten Ausland, ist die Qualität und vor allem die Menge an teuren Baustoffen welche verwendet werden. Wo wir uns in der Art des Bauens unterscheiden, ist wahrscheinlich am ehesten im Ingenieurtiefbau (Tunnelbau). Ich denke, da sind wir nicht so schlecht.

Auf welches Bauwerk, an dem du mitgearbeitet hast, bist du stolz? Die Westumfahrung Zürich, insbesondere der Uetlibergtunnel.

Welches Gebäude dieser Welt beeindruckt dich? Da gibt es viele, Brücken sowie Tunnelbauten faszinieren mich sehr…

Wie viel Zeit verbringst du täglich auf der Baustelle und/oder im Büro? 9 – 12h

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Was ist dir neben deiner Arbeit wichtig? Familie und meine Hobbys. Wie verbringst du deine Ferien dieses Jahr? Meine Ferien sind jeweils drei Wochen Militär im Jahr ☺. Welche 5 Dinge kommen neben deinen Liebsten mit auf die Insel? Wenn ich schon mal da bin, wäre ein Liegestuhl, etwas zu essen und zu trinken nicht schlecht. Musik und ein Bett oder eine d.h. entsprechendeHängematte wären auch cool. Wen möchtest du bei einem gemeinsamen Nachtessen schon lange einmal ausfragen? Entweder ein Rennfahrer oder eine hübsche Schauspielerin. Hast du einen Wunsch an Baukader? Setzt euch mit aller Kraft für die Förderung junger Fachleute ein, welche den Namen «Maurer» wirklich verdienen.

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Haus «Maurerpoliere» 8897 Flumserberg–Tannenheim/SG

Zu verkaufen Haus «Maurerpoliere» Mätzwise, Mätzwisenstrasse 8897 Flumserberg–Tannenheim/SG

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mit Anbau (Baujahr 1962) 2 x 3 Zimmerwohnungen mit Sitzplatz

Grundstückfläche: 3`000 m2 Alles laufend renoviert, sehr gut belebt und in sehr gutem Zustand. Kann auch unter www. groups.ch genauer angeschaut werden.

VERKAUF an den Meistbietenden. Besichtigungstermin oder nähere Angaben unter BAUKADER SCHWEIZ Sektion Zürich, Markus Rösli, Handy: 079 638 87 21 (während den Bürozeiten)

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Zu verkaufen


Verband

Text: Florian Spichtig Fotos: Lilian Murer 47. Generalversammlung der Sektion Unterwalden des Baukader Schweiz

Massive Mitgliederzunahme Wahlen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der 47. Generalversammlung Insgesamt 51 Mitglieder und zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Partnerverbänden konnte Präsident Franco Murer um 16.30 Uhr im neu sanierten Hotel Paxmontana, Flüeli Ranft zur Generalversammlung begrüssen. Das Baukader-Jahr 2011 wartete wieder mit vielen Aktivitäten auf. Unter anderem konnte die Sondermülldeponie Kölliken und der Neubau der Stanserhornbahn besichtigt werden. Zudem bereicherten die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des 100jährigen Bestehens von Baukader Schweiz sowie der Dreitagesausflug ins Piemont das Vereinsleben. Das abwechslungsreiche Jahresprogramm, die Kameradschaft und natürlich auch die vielen Leistungen von Baukader Schweiz waren im vergangenen Jahr für neun Unterwaldner Baukader ausschlaggebend, um Mitglied unserer Sektion zu wer-

den. Dank den neu gewonnen Baukader Für ihre 25jährige Mitgliedschaft werden zählt unsere Sektion nun 142 Mitglieder. Toni Mathis und Christoph Risi das goldene Aufgrund der Demission von Martin Verbandsabzeichen erhalten. Die Herren Gasser stellten sich Vreny Godi Amstutz, Walter Murer, Wallimann als Kassier Karl Senn und Roland Vogler ha«Zahlreiche und Martin Gasser als Veranstaltungen ben Baukader Schweiz gar 40 Rechnungsrevisor zur Jahre die Treue gehalten. bereicherten das Verfügung. Die folgenIm Anschluss an die GeVereinsleben.» den Vorstandsmitglieder schäfte der GV empfingen die wurden auf weitere zwei Baukader ihre PartnerInnen im Jahre in ihrem Amt bestätigt: Vizepräsident Raum der Stille zum Apéro. Das Diner Andreas Schleiss, 2. Beisitzer Sepp Oder- wurde uns im historischen Saal serviert. matt und 3. Beisitzer Florian Spichtig. Zu- Und eben dort lernte der Nidwaldner Kodem wurden als Delegierte Franco Murer miker und Bauer Jost Käslin die Obwaldner und Andreas Schleiss gewählt. auch über «Obwaldner» Witze zu lachen.

Bauer mit Schalk

... und grossem Unterhaltungswert!

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Verband

Text und Fotos: Rut Verdegaal

Taschenbuch für Bauführer und Poliere: 6. Auflage, Französisch, erweitert mit App Buch mit App! Das neue Taschenbuch für Bauführer und Poliere, 6. Auflage April 2012, ist seit 23.4.2012 lieferbar! Anpassungen wurden im Bereich Arbeitssicherheit, Vermessung und im Rapportwesen sowie den Ausmassvorschriften vorgenommen. Unter den Neuerungen finden Sie das Wärmedämm-Verbundsystem und den Schallschutz im Hochbau. Taschenbuch Jubiläumsausgabe «100 Jahre Baukader Schweiz» Nun gibt es das bewährte und praxisorientierte Standardwerk in der 6. Auflage 2012 in französischer Sprache. Es entspricht inhaltlich der deutschen 27. Auflage von November 2011. Dieses Werk trägt zur rationellen, fachgerechten und sicheren Realisierung der Bauwerke bei. Daraus resultierende Kosteneinsparungen sind nicht zu unterschätzen. Das Buch veranschaulicht, wie anspruchsvoll und umfangreich der Berufsalltag der Kaderleute auf den Baustellen ist. Es widerspiegelt den berechtigten Berufsstolz der Baukader, die den Kulturraum Schweiz mit bedeutenden Bauwerken und Verkehrswegen prägen.

Zielgruppen und Nutzen Das Taschenbuch hat sich nicht nur auf Baustellen bewährt. Es hat auch den Weg in die Büros der Planer und Architekten

gefunden. Bei den führenden Baukaderschulen und weiteren Aus- und Weiterbildungsinstitutionen gehört das Taschenbuch seit Jahrzehnten zur Standardliteratur für Lehrende und Lernende. Es wird von Gerichten bei Rechtsprechungen angewendet und ist für Statiker, Bau- und Projektleiter und Sicherheitsverantwortliche grundlegend für die rationelle Realisierung von Bauwerken. Auch Baulieferanten, Verantwortliche von Werkhöfen und Gartenund Landschaftsbauer orientieren sich immer mehr an diesem Basiswerk.

Taschenbuch, digital oder analog? Sie haben die Wahl! Hat ein Baukader Klärungsbedarf, orientiert er sich im entsprechenden Kapitel des Taschenbuches. Das betreffende Kapitel stellt das Thema so umfassend dar, dass er seine Arbeit auf der Baustelle fortsetzen kann. Eine vertiefte Abhandlung ist zu die-

NEU

sem Zeitpunkt nicht nötig. Das Taschenbuch wird auf den Baustellen hauptsächlich als Nachschlagewerk verwendet. Da viele Baukader mit Smartphones arbeiten, bieten wir neu das Taschenbuch auch als APP an, damit die entsprechende Thematik schnell und effektiv gefunden werden kann. Der Aktivierungscode inkl. Beschrieb befindet sich auf Seite 3 jedes Exemplars. Beim Kauf eines Buches gibt es das APP kostenlos dazu!

Datenübersicht Titel: Taschenbuch für Bauführer und Poliere, Hoch- Tief- und Verkehrswegebau Autor: Franz Büchel ISBN 3-85554-136-1 Veröffentlichungsdatum: April 2012 Verlag: Baukader Schweiz, Olten Auflage: 6. Auflage, überarbeitet, aktualisiert und erweitert Sprache: Französisch Einband: gebunden, 4farbig Gewicht: 400 gr. Seiten: 800 Seiten Text und Grafik Buch + APP: CHF 119.-, Mitglied: CHF 79.Nur APP: CHF 119.-, ausschliesslich online zahlbar Bestellung: www.baukader.ch/shop

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Jobs

Bau-Stellen Stelleninserate hier Als Passivmitglied sind Stelleninserate sowohl im Internet als auch im BAUKADER-Fachmagazin gratis. Für Weitere Aukünfte: E-Mail: info@baukader.ch Tel. 062/205 55 06 Fax 062/205 55 01

Wir sind ein mittelgrosses Bauunternehmen in Schaffhausen mit Schwerpunkt Hochbau. Mit Qualitätsarbeit gewinnen und halten wir unsere Kunden. Zur Ergänzung unseres Kaders suchen wir einen

BAUFÜHRER (Hochbau) Aufgabenbereich: - Selbständiges Führen von Baustellen - Verhandlungen mit Planern und Bauherren - Offerieren von Aufträgen - Ausmass und Abrechnung der Baustellen - Qualitäts- und Kostenbewusstsein Wir erwarten - Führungs- und Verhandlungsgeschick - Freude am Bauen und am geschäftlichen Erfolg - Effiziente, selbständige Arbeitsweise - Gute PC-Kenntnisse (Sorba, MS-Office) Wir bieten - Eine Interessante und vielseitige Tätigkeit - Fortschrittliche Arbeits- und Anstellungsbedingungen mit leistungsgerechter Entlöhnung Bewerbung Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung. Bei Fragen nehmen sie bitte Kontakt auf, tel. 052 643 53 23 Schlatter Bau AG Schweizersbildstr. 51 8200 Schaffhausen www.schlatterbauag.ch

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Suchen Sie für Ihr Unternehmen einen qualifizierten Baukader? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Für Stelleninserate gelten die offiziellen Tarife gemäss Mediadaten. Bei der Buchung im BAUKADER Fachmagazin stellen wir Ihnen 2011 das Inserat einen Monat kostenlos ins Internet. Wollen Sie das Stelleninserat nur im Internet publizieren, so verrechnen wir Ihnen CHF 150.– pro Monat.


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BAUGEWERBLICHE BERUFSSCHULE ZÜRICH SUCHT:

LEHRPERSON FACHKUNDLICHER UNTERRICHT FÜR MAURER UND BAUPRAKTIKER Wir suchen für eine Lehrtätigkeit im Bereich Maurer und Baupraktiker eine starke Persönlichkeit mit Freude am Umgang mit jungen Menschen und einem gefüllten Rucksack an Fachwissen.

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Als Lehrperson unterrichten Sie Maurer- oder Baupraktiker-Klassen mit einem Pensum von fünf bis zehn Lektionen pro Woche. Es besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt ein grösseres Unterrichtspensum zu übernehmen oder in der Weiterbildung Bauvorarbeiter oder Baupoliere zu unterrichten. Mit Ihrem Berufsabschluss als Baumeister, Bauingenieur oder Architekt (FH oder ETH), praktischer Berufserfahrung und pädagogisch-didaktischem Flair erfüllen Sie unsere Anstellungsbedingungen. Wenn es Ihnen darüber hinaus ein Anliegen ist, die Lernenden für all die faszinierenden Seiten Ihres Berufs zu begeistern, erwartet Sie eine beglückende Aufgabe. Der Stellenantritt ist auf Beginn des Schuljahres 2012/13 (20. August 2012) vorgesehen. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie an Peter Stocker, Leiter der Abteilung Planung und Rohbau, Baugewerbliche Berufsschule Zürich, Lagerstrasse 55, Postfach, 8090 Zürich. Für weitere Auskünfte steht er Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung (Telefon 044 297 24 01 oder EMail peter.stocker@bbzpr.ch).


Mike Rufinatscha, Sektion Prättigau-Davos

BAUKADER SCHWEIZ CADRES DE LA CONSTRUCTION SUISSE QUADRI DELL’ EDILIZIA SVIZZERA CADERS DA CONSTRUCZIUN SVIZRA

Ich bin bei Baukader Schweiz …weil ich während meiner Karriere auf einen starken, attraktiven Bildungspartner angewiesen bin.

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Verband

Text: Barbara Schiesser

DER A K U A B LASH INFOF

Infoflash 02/12 Hier die wichtigsten Informationen aus der ZVSitzung vom 20. April 2012. Weiter wird ausführlich an den kommenden Regionalkonferenzen über diese und weitere Themen informiert. Baukadervertrag Nachdem der LMV seit 1. April wieder gültig ist, können nun auch die Gespräche bezüglich Baukadervertrag wieder aufgenommen werden. Ein erstes Vorgespräch mit den Gewerkschaften wird im Mai stattfinden. Anerkennungsprämie Vorarbeiter Ab sofort erhalten alle Baukader-Mitglieder, die erfolgreich eine Weiterbildung zum Vorarbeiter abschliessen, eine Anerkennungsprämie in Höhe von 150 CHF. Diese wird in Form von RekaSchecks ausbezahlt.

NACHFOLGE/ERGÄNZUNG ZV Wie bereits mehrfach informiert, ist der Zentralvorstand daran, die Nachfolge und die Besetzung des Zentralvorstandes neu zu regeln. Es werden nach wie vor Kandidaten für den Zentralvorstand gesucht.

GESCHÄFTSSTELLE Projekt Infrastruktur/Verbandssoftware Inzwischen wurde analysiert, ob Outsourcing oder eine InhouseLösung sinnvoller ist. Die Auswertung der von 5 Outsourcing Partnern eingeholten Offerten hat ergeben, dass ein Outsourcing für eine Organisation unserer Grösse nicht rentabel ist. Allein die Initialkosten sind für uns so hoch, dass wir die Infrastruktur kaufen könnten. Auch war keine Offerte dabei, die den angestrebten Kostenrahmen von jährlich 30 000 CHF einhalten konnte. Wir werden deshalb die IT-Infrastruktur auch in Zukunft inhouse belassen. Weiter hat inzwischen ein Workshop mit allen beteiligten ITPartnern stattgefunden. In diesem wurde das Lösungskonzept vorgestellt und die Projektorganisation sowie ein möglicher Zeitplan diskutiert. Als Konsequenz daraus konnten erstmals die Gesamtkosten definiert werden. Das Projekt wird an den kommenden Regionalkonferenzen vorgestellt.

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Anerkennung Freiwilligenarbeit Um die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder in unserem Verband besser würdigen zu können, stellen wir den Sektionen ab sofort eine Vorlage zur Verfügung. Diese Urkunde hält fest, in welcher Funktion ein Mitglied in unserem Verband tätig ist, welche Aufgaben diese Arbeit umfasst und wie sich das Mitglied verdient gemacht hat. Auch diese Dienstleistung wird an den kommenden Regionalkonferenzen vorgestellt. Änderung Erreichbarkeit der Geschäftsstelle Auf Wunsch der Sektionen wird die Geschäftsstelle Olten am Dienstag auch nach der offiziellen Arbeitszeit telefonisch erreichbar sein. Seit 1. März 2012 ist die Geschäftsstelle jeweils dienstags bis 18.30 Uhr telefonisch erreichbar.


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Verband

Kalender Veranstaltungen vom 1.5. – 15.6.2012 Bern Bern 1. – 2.6.12 Sektionsreise Thun und Umgebung 6.5.12 Maibummel 15.6.12 18.30 Uhr 3. Monatsversammlung, Beton-Manufaktur CREABETON, Einigen Emmental Oberaargau 4.05.12 15.30 Uhr Betriebsbesichtigung Drahtschweisswek RUWA AG, Sumiswald Deutschfreiburg 4.5.12 Maibummel in der Region Schwarzsee 1. – 2.6.12 Reise nach Weissenhorn, Besichtigung PERI-Werke Interlaken-Oberhasli 25.5.12 Präsentation Mägert Bautechnik

Zentralschweiz/Tessin Luzern 3.5.12 15.30 Uhr Baukadertreff, Firmenbesuch Alpha Beton Ruswil 24.5.12 Vorstandssitzung 8.6.12 Exkursion, Werkbesichtigung Dosteba, Bachenbülach Zug 5.5.12 Besichtigung NEAT Schwyz und Umgebung 31.5.12 Monatshöck Rest. Hofmatt Schwyz

2.6.12 Regionalanlass Nordwestschweiz Aarau-Freiamt 2.6.12 Regionalanlass Nordwestschweiz

Frauenfeld 5.5.12 Besichtigung Durchmesserlinie, Zürich

3.6.12 10.00 Uhr Brunch auf dem Bauernhof Zofingen und Umg. 13.6.12 Besichtigung Autobahn A1, Lenzburg-Birrfeld, Neubau Bünztalviadukt Olten 20.5.12 Maibummel

14.6.12 Pensionäranlass Region Ost

2.6.12 Regionalanlass Besichtigung, Holzbau Renggli, Schötz Fricktal 25.5.12 Abendführung Zolli Basel 2.6.12 Regionalanlass Nordwestschweiz

Zürich/Schaffhausen Zürich 10.5.12 14.00 Uhr Veteranenhock, Restaurant «Roter Stein» Winterthur 12.5.112 Regionalkonferenz, Zürich 13.5.12 Muttertagsbrunch, Tössegg Zürcher Oberland 11.5.12 Besuch Drechslerei-Museum und Käse-Degustation, Tösstal Schaffhausen 31.5.12 19.00 Uhr Besichtigung KBA Hard, «Abfall ist Wertstoff» Limmattal 18.5.12 Familientag mit Grillieren

6.6.–10.6.12 Sektionsreise Dublin

15.6.12 20.15 Uhr Monatsversammlung mit Vortrag Firma Mökah «Kanalwerterhalt», Restaurant Ochsen, Dietikon

Uri 24.5.12 Lakalgewerbebesuch

Ostschweiz

Unterwalden 10.5.12 20.00 Uhr Besichtigung Baustelle Bürgenstock Hotels 14.6.12 20.00 Uhr Vortrag «Tierwelt der Antarktis», Restaurant Schlüssel, Alpnach

Nordwestschweiz Basel-Bauführer und Poliere 2.6.12 Regionalanlass Nordwestschweiz Brugg-Baden 19.5.12 PSI Würenlingen, Strahlenschutz 2.6.12 Regionalanlass Nordwestschweiz Liestal und Umgebung 18.5.12 Hochleistungsstrasse Pratteln H2

St.Gallen-Appenzell 17.5.12 Familienausflug 14.6.12 Seniorenausflug, Besichtigung des Hagerbachstollens und der Firma Flumroc Weinfelden 5.5.12 Baustellenbesichtigung Durchmesserlinie Zürich Chur 1.6.12 Monatsversammlung mit Minigolfturnier, Bonaduz Toggenburg 12.5.12 Präsidenten Frühjahrstagung, Davos Wil 6.5.12 Maibummel 12.5.12 Präsidenten Frühjahrstagung, Davos 14.6.12 Pensionäranlass Region Ost

6.5.12 Mai-Tanz mit anschliessendem Grillieren

Jubiläen Mai 2012 50 Jahre Mitgliedschaft Neuchâtel et environs Michel Favre, 2072 St. Blaise

40 Jahre Mitgliedschaft Laufenthal-Thierstein Moritz Häner, 4226 Breitenbach Winterthur Markus Eggenberger, 8492 Wila Limmattal Andreas Lippuner, 8162 Steinmaur

Gratulationen zum 93. Geburtstag Friedrich Leuthold, 26.5.1919, 3150 Schwarzenburg | Bern zum 90. Geburtstag Josef Lindegger, 8.5.1922, 6020 Emmenbrücke | Luzern zum 87. Geburtstag Robert Stoller, 26.5.1925, 8442 Hettlingen | Winterthur zum 86. Geburtstag Hans Zesiger, 16.5.1926, 2575 Täuffelen | Seeland zum 84. Geburtstag Karl Stoll, 21.5.1928, 4102 Binningen | Basel Bauführer u. Poliere Willi Mettler, 5.5.1928, 8599 Salmsach | Rohrschach u. Oberthurgau zum 83. Geburtstag Gustav Gisler, 9.5.1929, 8625 Gossau | Zürcher Oberland zum 82. Geburtstag Arnold Gabriel, 30.5.1930, 6060 Sarnen | Unterwalden zum 81. Geburtstag Giovanni Binaghi, 26.5.1931, 6460 Altdorf | Uri zum 80. Geburtstag Georg Gysin, 10.5.1932, 4432 Lampenberg | Basel Bauführer u. Poliere

zum 79. Geburtstag Helmut Wenczel, 30.5.1933, 7013 Domat-Ems | Chur zum 78. Geburtstag Oswald Wegmüller, 6.5.1934, 4052 Basel | Basel Bauführer u. Poliere Hans Tettamanti, 14.5.1934, 8003 Zürich | Zürich zum 76. Geburtstag Ulrich Scheidegger, 20.5.1936, 3422 Kirchberg | Emmental-Oberaargau Paul Morgenthaler, 9.5.1936, 3422 Alchenflüh | Emmental-Oberaargau zum 75. Geburtstag Hans-Rudolf Amacher, 23.5.1937, 8048 Zürich | Limmattal Jürg Färber, 31.5.1937, 8408 Winterthur | Winterthur

Mutationen Eintritte Herzlich willkommen Thun und Umgebung David Rolli, 3703 Aeschi b. Spiez Deutschfreiburg René Frommelt, 1719 Brünisried Fricktal René Hüsler, 5272 Gansingen Schwyz und Umbebung Ilica Zeba, 6438 Ibach Olten Thomas Oschwald, 4852 Rothrist Zürich Marcel Beer, 8050 Zürich Beqir Arifi, 8152 Glattbrugg Limmattal Pietro Ferruccio, 8193 Eglisau Rheintal Andy Minder, 9479 Malans St. Gallen-Appenzell Roman Aschwanden, 9463 Oberriet Weinfelden Daniel Rutishauser, 8555 Müllheim Dorf Passivmitglied ABBF, Baustoff AG, 1762 Givisiez

Todesfälle St. Gallen-Appenzell 9.4.2012 Viktor Bartholet, 9100 Herisau (*04.04.1934)

Max Giopp, 28.5.1932, 6003 Luzern | Luzern Hans Frischknecht, 9.5.1932, 9100 Herisau | St. Gallen-Appenzell

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Vorschau

Schwerpunkt der nächsten Ausgabe: «Strassenbau». Erscheint am 5. Juni 2012.

Impressum Herausgeber Baukader Schweiz Mühlegasse 10 Postfach, 4603 Olten Tel. 062/205 55 00 Fax 062/205 55 01 www.baukader.ch Druck Druckerei Dietschi AG, Olten

Rätsel Der Preis: Reka-Checks im Wert von Fr. 100.– zur Verfügung gestellt von Reka (Reka-Checks, das ideale Zahlungsmittel für Freizeit und Ferien)

Auflage 5100 beglaubigte Ex. Grossauflagen gemäss Mediadaten Erscheint 11 x jährlich anfangs Monat Abonnement Für Mitglieder (Aktiv- und Passiv) im Jahresbeitrag inbegriffen. Für Nicht-Mitglieder Fr. 55.–/Jahr. Redaktion Flurina Schenk flurina.schenk@baukader.ch Tel. 062 205 55 00 Inserate Beratung und Verkauf Andreas Benz Print Promotion Route de la Rotte 5 1787 Mur VD Tel: 026 673 25 20 Fax: 026 673 25 19 andreas.benz@printpromotion.ch www.printpromotion.ch Redaktionsschluss 1 Monat vor Erscheinen Inserateschluss 10. des Vormonats Layout Grafikatelier René Meier, Olten www.grafikmeier.ch info@grafikmeier.ch Titelbild David Kunz

Lösungswort: Das Lösungswort bis jeweils am 14. des Monats einsenden an: Baukader Schweiz, Kennwort Kreuzworträtsel, Mühlegasse 10, 4600 Olten oder via E-mail: info@baukader.ch Wir bitten Sie, auch die Absenderadresse zu vermerken.

A U N D ME N S K B A P R

A R G S B U R AM I B I V S E E R E NG U S S U N K T L E I B E M L E I E S T I G

G A Z E E N D E

Auflösung: Rätsel aus «Baukader» Nr. 4/2012 Lösungswort: AKUSTIKPUTZ Der Gewinner Von Adrian Hässig ermittelt: Willi Spiess, 8856 Tuggen 1

Wir gratulieren dem glücklichen Gewinner!

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03 Convention de remboursement pour les coûts de formation continue 04 Livre de poche pour chefs de chantiers et contremaîtres 6ème édition

WWW.BAUKADER.CH

BULLETIN SPÉCIALISÉ DE LA FÉDÉRATION

CONSTRUCTION

CADRES DE LA

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06 Le bois plus vieux matériau d’avenir

Accent: Matériaux de construction et fournisseurs de produits de construction

Notre conférence de fédération aura lieu cette année le samedi 16 juin 2012 au restaurant Rössli à Rothrist.

Bitte wenden!


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Franç ais

NFO FLASH I ons importantes

Texte: Barbara Schiesser

Flash info 02/12

ti Informa central té du Comi

Voici les informations les plus importantes issues de la séance du CC du 20 avril 2012. De plus amples détails sur ces sujets et sur d’autres thèmes seront communiqués lors de la prochaine conférence régionale. Convention des cadres de la construction: La CN étant de nouveau valable dès le 1er avril, les discussions relatives à la convention des cadres de la construction peuvent désormais reprendre. Une première réunion préliminaire avec les syndicats aura lieu en mai. Prime de recognition pour les contremaîtres: Dès à présent, tous les membres de Cadres de la Construction ayant terminé avec succès une formation continue de contremaître reçoivent une prime de recognition d’un montant de 150 CHF. Cette prime est versée sous forme de chèques Reka.

SUCCESSION/RENFORT AU CC Comme nous vous l’avons déjà mentionné à plusieurs reprises, le CC s’applique à régler la succession et l’occupation du comité central. Nous cherchons toujours des candidats pour le comité central.

SERVICE ADMINISTRATIF Projet infrastructure/logiciel de fédération Nous avons analysé entretemps si une solution in house s’avérait plus judicieuse qu’une solution outsourcing. L’appréciation des offres obtenues auprès de 5 partenaires outsourcing a montré qu’une solution outsourcing était n’était pas rentable pour une organisation de notre dimension. Rien que les coûts d’initiation permettraient déjà d’acheter l’infrastructure. Nous n’avons reçu aucune offre ne dépassant pas le budget annuel fixé de CHF 30‘000. A l’avenir, nous laisserons donc l’infrastructure informatique in house. Par ailleurs, un workshop s’est déroulé en présence de tous les partenaires informatiques concernés. Après la présentation du concept de solution, les discussions se sont portées sur l’organisation de projet et sur un calendrier possible. En conséquence, les coûts totaux ont pu être définis

pour la première fois. Le projet sera présenté lors de la prochaine conférence régionale. Reconnaissance du bénévolat Afin de mieux pouvoir valoriser le travail de nombreux membres bénévoles au sein de notre fédération, nous mettons désormais un modèle à disposition des sections. Ce document consigne sous quelle forme un membre est actif dans notre fédération, quels devoirs englobe ce travail et de quelle manière le membre nous a porté sa contribution. Cette prestation de services sera également présentée lors de la prochaine conférence régionale. Modification de l’accessibilité du service administratif Sur demande des sections, le service administratif à Olten est atteignable par téléphone le mardi également après les heures officielles de travail. Dès le 1er mars 2012, le service administratif est atteignable par téléphone tous les mardis jusqu’à 18.30 heures.

Texte et photos: Rut Verdegaal

Livre de poche pour chefs de chantiers et contremaîtres 6ème édition, enrichie de l’APP Livre de poche, édition du jubilé «100 ans Cadres de la Construction Suisse» Nous avons le plaisir de vous proposer en français l’ouvrage de référence pragmatique – toutefois dans sa 6ème édition 2012. Son contenu correspond exactement à la 27ème édition en allemand parue en novembre 2011. Cet ouvrage contribue fondamentalement à la réalisa-

tion rationnelle, professionnelle et sûre des constructions. Les économies en résultant sont loin d’être négligeables. Le livre illustre également les exigences et l’ampleur du quotidien des cadres sur les chantiers. Il reflète la fierté justifiée des cadres de la construction qui, par leurs ouvrages, enrichissent l’espace culturel suisse de bâtiments et voies de circulations remarquables. Et il en restera ainsi. Le livre de poche

reflète la construction actuelle d’une manière exemplaire.

Groupes ciblés et avantages Le livre de poche n’a pas fait ses preuves que sur les chantiers. Il est également devenu indispensable dans les bureaux de planificateurs et architectes. Dans les grandes écoles de cadres et autres institutions de formation et de formation conti-

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nue, ce livre de poche appartient depuis des décennies à la littérature standard pour enseignants et apprenants. Il est même utilisé par les tribunaux dans les juridictions. Pour tous les ingénieurs, responsables de travaux, de projets ou de la sécurité, cet ouvrage est fondamental à la réalisation rationnelle de constructions. Les fournisseurs en matériaux de construction, responsables de bâtiments de la voirie, jardiniers et paysagistes s’orientent de plus en plus sur cet ouvrage de base.

Livre de poche, numérique ou analogue? Vous pouvez choisir! Depuis 1965, nous avons publié près de 100’000 fois ce livre de poche en trois langues, toujours sous la devise «facile à utiliser, complet et pratique». Recherchant un sujet, le cadre de la construction regardera en premier dans le chapitre le plus étranger à sa formation et à son expérience. Les sujets sont présentés d’une manière suffisamment détaillée pour permettre au lecteur de poursuivre son travail sur le chantier. Une étude plus approfondie n’est pas nécessaire. Par conséquent, le livre sert principalement de référence sur le chantier. De nombreux cadres de la construction étant porteurs d’un Smartphone, nous proposons désormais le livre de poche également en version APP pour qu’à chaque instant, le thème approprié soit accessible rapidement et efficacement. Vous trouverez le code d’activation et les instructions de téléchargement à la page 3 de chaque exemplaire. L’APP est gratuite à l’achat du livre!

Qu’est ce qui a changé? Des adaptations ont été faites dans les domaines de la sécurité au travail, du métrage et de l’administration des rapports ainsi que dans les prescriptions de métré. Parmi les nouveautés, on trouvera le système d’isolation thermique composite et la protection acoustique dans le bâtiment. Les formations de base de maçon m/f avec certificat fédéral de capacité (CFC) et aidemaçon m/f avec attestation fédérale de

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formation professionnelle (AFP) sont soumises, dès le 1er janvier 2011, à une nouvelle ordonnance. L’ouvrage scolaire et de référence remarquable dans la vie professionnelle quotidienne. Un must absolu destiné aux pros de la construction désireux d’exécuter rationnellement et avantageusement les travaux confiés.

Cinq arguments convaincants pour le livre de poche Le même ouvrage de référence, en livre et en APP! Profitez de l’offre combinée. Pour chaque livre acheté, vous recevez en plus l’APP gratuite. Indépendante de la marque de l’appareil, cette Web APP est compatible avec chaque Smartphone. Top actuel et exclusif! Ce livre est une exclusivité de Cadres de la Construction Suisse. Il peut être commandé en ligne et réglé par facture. Les clients ne désirant que l’APP peuvent passer la commande directement par le Smartphone. Orienté vers la pratique et expérimenté sur les chantiers! Un must absolu destiné aux pros de la construction. Incomparable comme ouvrage de référence sur le chantier! Structuré d’une manière compacte, compréhensible et claire. Idéal pour emporter sur le chantier. Riche en notes d’application claires et détaillées ainsi qu’en descriptions exactes des processus de mise en œuvre.

Une contribution incontestée au résultat d’exploitation. Conforme aux lois Toutes les nouvelles éditions prennent en compte les modifications des normes et directives et offrent ainsi aux professionnels de la construction un outil de travail actuel et efficace. Le manuel traite également de la sécurité du travail. Le savoir compact réuni en un ouvrage! Les chefs de chantiers et contremaîtres trouvent dans cette collection complète tous les sujets importants dans un seul ouvrage, en format approprié au chantier.

Données Titre: Livre de poche pour chefs de chantiers et contremaîtres, bâtiment, génie civil et voies de communication Auteur: Franz Büchel ISBN 3-85554-136-1 Parution: avril 2012 Editeur: Cadres de la Construction Suisse, Olten Edition: 6ème remaniée, actualisée et complétée Langue: français Reliure: relié, quadricolore Poids: 400 gr. Pages: 800 pages, textes et illustrations Livre + APP: CHF 119.-, membre CHF 79.Uniquement APP : CHF 119.- , règlement uniquement en ligne Commande : www.baukader.ch/shop

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Editorial

Chers cadres de la construction Comme sujet principal de cette édition, nous avons choisi les matériaux de construction. A priori, un sujet plutôt banal. Mais si l’on regarde d’un peu plus près, les matériaux de construction sont dignes d’être considérés avec la plus grande attention. Prenons d’abord le béton: Il y a plus de 14’000 ans, alors que l’Europe était encore en ère glaciaire, on utilisait déjà au Sud de la Turquie une sorte de mortier comme liant pour maçonner les murs en briques. Il y a 3’000 ans, les Phéniciens mélangeaient à ce mortier de la roche volcanique et pouvaient ainsi obtenir le durcissement automatique du mortier sous l’influence de l’eau. Que s’est-il passé dans les années 3’000 jusqu’à aujourd’hui? Nous sommes-nous endormis sur nos lauriers? Bien au contraire: dans les années 50, le béton transport a entamé sa marche triomphale. Le béton armé de fibres d’acier a été développé dans les années 80 et actuellement, l’ILEK (Institut pour la construction légère projet et construction) de l’université de Stuttgart teste un béton "aéré". Ce béton fonctionne comme un os, soit léger, mais solide. Conception ingénieuse de la nature, ce béton permettrait une économie de jusqu’à 20% de matériau. Cette édition n’est pas uniquement consacrée au béton comme matériau de construction durable, mais également au bois, matériau de construction important pour nous, surtout si l’on considère l’aspect écologique. L’article sur le matériau de construction vivant va certainement vous tenir en haleine. Imaginez qu’il soit possible d’intégrer dans des surfaces des champignons qui, au besoin, produisent un antibiotique détruisant les microorganismes et les bactéries. Si ce défi pouvait être relevé, les hôpitaux et bâtiments publics pourraient bénéficier d’un climat exempt de germes et le développement de maladies bactériennes pourrait être freiné. Passionnant! Pour ne pas échapper aux bonnes habitudes, nous avons également visité un chantier. En fait, notre rédacteur David Kunz est allé respirer l’air ravigotant de la montagne à Kaltbad où des bains minéraux & Spa n’attendent plus que l’inauguration. L’architecte n’est autre que Mario Botta. Nous vous souhaitons une lecture passionnante et nous réjouissons toujours d’entendre vos réactions. Votre Barbara Schiesser Directrice de Cadres de la Construction Suisse

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Texte: Markus Bischoff, avocat

Convention de remboursement pour les coûts de formation continue Celui qui désire se perfectionner reçoit, outre le soutien du Parifonds, un appui financier de son employeur. En contrepartie, il doit s'engager à rester un certain temps dans l'entreprise après la fin de sa formation continue. Voici les points les plus importants de ce genre de convention. Formation continue en faveur de l'employé Une convention de remboursement est légale si la formation continue procure un avantage durable à l'employé. Par contre, une formation continue nécessitée par l'entreprise doit être prise en charge par l'employeur.

Les mentions d'une convention de remboursement De réglementations très simples jusqu'à détaillées, la pratique montre que ces conventions ne manquent souvent pas d'ambiguïtés, conduisent parfois à des litiges d'interprétation, mais finissent rarement devant le tribunal. Les points suivants doivent être réglés: l'écolage, les fournitures scolaires, les voyages, repas et nuitées, le salaire pour le temps de travail manqué, une éventuelle réduction du droit aux vacances ainsi que la tarification des prestations du Parifonds. Les modalités de remboursement de l'employé doivent également être définies. Ces modalités fixent le temps durant lequel l'employé s'oblige à travailler au sein de l'entreprise, après la fin de la formation, pour qu'il soit dispensé de redevance. Les mesures préventives en cas de rupture du contrat de travail doivent également être mentionnées. Afin d'éviter tout litige, il convient de régler si possible explicitement chaque point.

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Durée maximale trois ans La convention peut prévoir qu'en cas de cessation des rapports de travail dans un délai de trois ans à compter de la fin de la formation, l'employé doit rembourser les dépenses engagées par l'employeur. Un délai plus long n'est pas autorisé car il créerait une restriction excessive de la liberté de rupture du contrat. En règle générale, l'obligation de remboursement est dégressive. Plus longue sera la durée des rapports de travail après l'achèvement de la formation continue, moins l'employé devra rembourser. Le calcul se fait au prorata du temps écoulé, par paliers de six mois ou d'une année.

Cessation anticipée des rapports de travail L'obligation de remboursement s'éteint si l'employeur rompt le contrat de travail, sans que l'employé ne lui ait donné de justes motifs. Des restructurations, mauvaises performances de l'entreprise, etc. ne sont pas des raisons permettant à l'employeur d'exiger une redevance de l'employé. Si l'employeur rompt le contrat de travail avant la fin de la formation continue et sans raison suffisante, il doit continuer à assumer les coûts de la formation, y compris la perte de salaire. Par contre, si l'employé rompt le contrat de travail, l'obligation de remboursement s'éteint seulement

si la poursuite des rapports de travail n'était pour lui plus tolérable.

Echec à l'examen Une clause obligeant l'employé à prendre en charge la totalité des coûts en cas d'échec à l'examen est légale. Mais si aucune clause n'est stipulée, l'employeur ne peut l'invoquer.

Egalité de traitement des employés Il est illégal de financer une formation continue coûteuse à un employé et de refuser la même formation, sans raison valable, à un autre employé.


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