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Text und Grafik: Ueli Büchi, Leiter Berufsbildungspolitik, Schweizerischer Baumeisterverband SBV
Klarsicht im Weiterbildungsdschungel Wer sich für eine Weiterbildung entschieden, hat steht oft vor den Fragen: Welche Weiterbildung ist für mich die richtige? Welche Schule passt zu mir? Welchen Aufwand muss ich mit dem gewählten Kurs betreiben? Das klar strukturierte Karrieremodell des Schweizerischen Baumeisterverbandes kann bei einer ersten Standortbestimmung weiterhelfen. Das abgebildete Modell zeigt auf, welche Karriereschritte möglich und sinnvoll sind und unterstützt die Interessenten, eine Weiterbildung auf der richtigen Stufe anzugehen. In der Schweiz bieten mehrere Ausbildungsstätten ihre Kurse mit unterschiedlichen Ausrichtungen an. Hier heisst es: Vergleichen, sich informieren, Referenzen einholen.
Höhere Fachprüfung dipl. Baumeister gehören in diese Kategorie.
Information ist wichtig Vor einer Unterschrift für den Besuch einer Weiterbildung ist die Informationsbeschaffung absolut zentral. Viele Schulen bieten dazu Informationsveranstaltungen an. Zu-
dem sind die Schulinformationen über das Internet frei verfügbar. Für eine erste Übersicht können die Informationen auf der Homepage des Schweizerischen Baumeisterverbandes www.baumeister.ch oder auch auf der offiziellen Homepage der Kantone www.berufsberatung.ch eingeholt werden. Der Entscheid für eine Weiterbildung muss sorgfältig überlegt sein. Speziell bei länger dauernden Weiterbildungen ist das Engagement mit Kursgeldern, aber auch mit der eingesetzten Zeit sehr hoch. Informieren Sie sich deshalb detailliert über Ihre Wunsch-Weiterbildung und lassen Sie sich beraten. Damit haben Sie Erfolg bei Ihrer Karriere und bei Ihrer Weiterbildung.
Anerkannte Abschlüsse Damit die Weiterbildung schlussendlich auch die gewünschte Wirkung auch die Karriere erhält, sind eidgenössisch anerkannte Abschlüsse wichtig. Es fehlt eine Transparenz im dichten Weiterbildungsdschungel. Zudem ist häufig nicht so klar, ob eine Ausbildung direkt zu einem anerkannten Abschluss führt oder nicht. Das Berufsbildungsgesetz regelt auf der Stufe Bau-Polier und dipl. Baumeister lediglich die Prüfungen. Auf der Stufe Bauführer wird der gesamte Lehrgang mit der Schlussprüfung durch den neuen, vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie anerkannten Rahmenlehrplan Technik vorgegeben. Es gibt jedoch Schulen, die ausserhalb des Rahmenlehrplanes Technik ihre Weiterbildungen für Bauführer anbieten. Lediglich die genaue Titelbezeichnung zeigt auf, ob es sich um eine Ausbildung auf der Basis des neuen Rahmenlehrplans handelt.
Nachdiplomstudien und Kaderkurse
Baumeister/-in (Eidg. Diplom)
Architekt/-in oder Bauingenieur/in
Bauführer/-in (Eidg. anerkanntes Schuldiplom)
Fachhochschule (FH)
Bau-Polier/-in (Eidg. Fachausweis)
Bau-Vorarbeiter/in (Schuldiplom/Verbandsausweis
Berufspraxis
Allgemeine Weiterbildung Neben den durch das Berufsbildungsgesetz geregelten Prüfungen und Ausbildungen gibt es eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten, die keinen gesetzlichen Regelungen unterstellt sind. Sowohl die Vorbereitungskurse für die eidgenössische Polierprüfung als auch diejenigen für die
4/2012 Baukader
Berufsmaturität Maurer/-in (Eidg. Fähigkeitszeugnis)
Baupraktiker/-in (Eidg. Berufsattest)
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