Season Brochure 2022/23

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PIERRE BOULEZ SAAL


Pierre Boulez Saal

Die Spielzeit 2022 /23 The 2022 – 23 Season


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Liebes Publikum,

Dear Music Lovers,

wir freuen uns, Ihnen die Saison 2022/23 des Pierre Boulez Saals vorzustellen. Es hat uns sehr glücklich gemacht, dass viele von Ihnen während der letzten Monate wieder den Weg in unsere Konzerte gefunden haben, und wir hoffen, dass sich die Menschen in Berlin und überall auf der Welt bald wieder sicher genug fühlen, um gemeinsam großartige Musik zu hören. Während der langen Monate ohne Sie waren wir nicht untätig: Es sind zahlreiche Audio- und Video­ produktionen entstanden, von exklusiven Aufnahmen aus dem Saal bis hin zu Meisterklassen und Online-Kursen. Unsere Welt ist heute gleichermaßen analog und digital. Die Chancen, die sich daraus ergeben, möchten wir als Institution z­ usammen mit Ihnen entdecken, im ­Konzertsaal ebenso wie auf unserer neuen Plattform ­Pierre ­Boulez Saal Online: Sie soll ein Ort sein, an dem wir ­gemeinsam Musik erleben und Ideen austauschen. Für diesen neuen digitalen Raum haben wir ein Mitgliedschaftsmodell zu fairen Konditionen entwickelt. Der Meinungsaustausch mit Ihnen war uns dabei besonders wichtig, und auch in Zukunft freuen wir uns über ­Kommentare und Kritik, um unser Angebot weiter zu verbessern. So spannend die neuen digitalen Möglichkeiten auch sein mögen – mit dem einmaligen musikalischen Live-Erlebnis in einem der schönsten Konzertsäle der Welt sind sie nicht zu vergleichen. Auf den folgenden Seiten finden Sie alle wichtigen Informationen zu etwa 150 Veranstaltungen. Wir freuen uns darauf, Sie bald im P ­ ierre Boulez Saal begrüßen zu dürfen, und wir hoffen, Ihre Neugier auf neue Perspektiven in der digitalen Welt geweckt zu haben.

We are delighted to invite you to explore the Pierre Boulez Saal’s 2022–23 season. We have been very happy to see many of you return to attend our concerts over the last few months, and we hope that audiences in ­Berlin and around the world will soon feel safe and confident enough to once again enjoy the magic of listening to great music together. During the long months when we were not allowed to welcome you, we kept busy producing a range of ­audiovisual content, from unique recordings and filmed performances from the hall to masterclasses and online courses. The reality we live in today is both analog and digital. As an institution, we want to embrace all these possibilities, and we would love for you to join us on this journey, both in the concert hall and on our new ­platform, Pierre Boulez Saal Online—a place to explore, enjoy, and share music and ideas. While creating this new digital space, we have been working to develop a model of an affordable paid ­membership. Your input has been essential throughout the process, and we welcome ­comments and criticism to continue to improve our ­offerings. As thrilling as the possibilities of our digital age are, nothing compares to experiencing great music performed live in one of the world’s most beautiful concert halls. On the following pages, you will find details of approximately 150 events. We look forward to welcoming you to the Pierre Boulez Saal soon—and we hope to stir your ­curiosity in discovering new perspectives in the digital world. Daniel Barenboim Präsident Ole Bækhøj Intendant


Musik für das denkende Ohr Was ist Musik? Gern sprechen wir davon, dass Musik eine allgemein verständliche, universelle Sprache sei. Doch der Topos von der Musik als „Tonsprache“ w ­ urde im 17. Jahrhundert in Europa erfunden, wie der Musik­ wissenschaftler Fritz Reckow erforscht hat. Damit ist diese Vorstellung nicht nur historisch, sondern auch geographisch eng begrenzt. Wenn wir die klassische, westeuropäische Musik aus der Zeit zwischen 1500 und 1900 als eine über linguistische und politische Grenzen hinweg verständliche Sprache bezeichnen, verleihen wir damit auch heute noch einer kosmopolitischen ­Idealvorstellung Ausdruck, schließen andererseits aber dadurch den größten Teil aller Musik, wie sie in den unterschiedlichsten Traditionen und Formen überall auf der Welt existiert, aus. Wie also weiter? Statt der gewohnten Suche nach dem was könnten wir mit dem amerikanischen Philosophen Nelson Goodman auch fragen: Wann ist Musik? Denn es geht nicht darum, Grenzen zu ziehen, seien sie imaginär oder real, sondern darum, Verbindungen zu erkennen. Musik geschieht dann, wenn sie gemacht wird, wenn Klang entsteht. Der Fokus verlagert sich so vom Gegen­ stand, dem Objekt, auf das Moment des Operativen und Ko-Operativen, bestimmt durch das Subjekt. Das „doing music“ (um einen Begriff aus der Soziologie ­abzuwandeln), das gemeinschaftliche Hervorbringen von Musik tritt in den Vordergrund. Eine weitere, ent­ scheidende Dimension eröffnet sich in dem Moment, wenn neben den Musizierenden auch Hörende ein ­aktiver und produktiver Teil dieses Entstehungsprozesses werden. Im Pierre Boulez Saal geschieht dies auf besondere Weise: Aufgrund seiner Form und Architektur stehen sich Publikum und Ausführende hier nicht als zwei Fraktionen gegenüber, sondern werden zur ­Gemeinschaft. „Doing music“ beschreibt so nicht nur das Kooperative der Musiker:innen untereinander, ­sondern auch die enge dialogische Beziehung, in die sie mit den Zuhörer:innen treten. Es ist eine besondere, 4

Music for the Thinking Ear

direkte Dimension des Erlebens, die so entsteht – und nur ein Grund dafür, dass wir im Pierre Boulez Saal gern von „Musik für das denkende Ohr“ sprechen. Wir freuen uns darauf, diesen musikalischen Dialog in der neuen Saison fortzusetzen!

What is music? We like to talk about music as a ­ niversal language that is commonly understood. The u ­notion of music as a “language of sound,” however, was invented in 17th-century Europe, as the musicologist Fritz Reckow has found. It is therefore extremely ­limited, not merely historically, but also geographically.

Regula Rapp Rektorin der Barenboim-Said Akademie 5

Characterizing Western classical music from the era ­between 1500 and 1900 as a language understood beyond linguistic and political boundaries means continuing to subscribe to a cosmopolitan ideal, yet at the same time excluding the majority of all music as it exists in widely diverse traditions and forms around the world. So what should we do? Instead of embarking upon the familiar inquiry into “what is music,” we might join the American philosopher Nelson Goodman in asking: “When is music?” The point, after all, is not to demarcate boundaries, whether imaginary or real, but to recognize connections. Music happens when it is made, when sound is generated. The focus thus shifts from the thing, the object, to the operative, co-operative moment determined by the subject. “Doing music” (to borrow a phrase from the field of sociology), the communal creation of music, becomes the focus of attention. Another, crucial ­dimension opens up when it is not just the musicians, but also the listeners who are made an active, productive part of this process of music-making. At the Pierre Boulez Saal, this happens in an unusual way: due to its shape and architecture, audiences and performers are not two opposing factions, but merge in a community. “Doing music” describes not only the cooperative element ­between the musicians, but also the unmediated dialogue they enter into with their listeners. It is a s­ pecial, ­immediate dimension of experience that arises—and only one of the reasons that, at the Pierre Boulez Saal, we like to talk about “music for the thinking ear.” We look forward to continuing this musical dialogue with you throughout the new season. —Regula Rapp Rector, Barenboim-Said Akademie


Um Musik zu machen, muss man zuhören, was das Gegenüber tut, aber auch, wie man selbst die anderen beeinflusst – Musik ist die beste Schule menschlicher Beziehungen.

Pierre Boulez Saal Online Gemeinsam Musik neu denken

Daniel Barenboim Mit Veröffentlichung der Spielzeit 2022/23 präsentieren wir Pierre Boulez Saal Online: einen neuen, digitalen Ort des Entdeckens und Lernens, der nicht nur für Sie, u ­ nser Konzertpublikum bestimmt ist, sondern in dessen Ge­ staltung auch Ihre Anregungen und Wünsche eingegangen sind. Hier lebt die Vision des Pierre Boulez Saals ­weiter, mit Neugier und Offenheit verschiedene Formen des ­Musikhörens auszuprobieren und Musik im digitalen Raum zu erleben. boulezsaal.de/online Online live dabei sein Sie können jetzt unserer Konzerte hören, wo immer Sie sind. In der Spielzeit 2022/23 werden rund 40 Veranstaltungen, darunter alle Konzerte der Reihe Improvisierte Musik und Jazz, per Audio-Livestream aus dem Pierre ­Boulez Saal übertragen, ergänzt durch zusätzliche Inhalte wie ­Interviews oder die Möglichkeit, sich im Live-Chat direkt auszutauschen. Abonnieren Sie unseren Newsletter für ­Informationen zu kommenden Livestreams.

Digitales Lernen Wir möchten Pierre Boulez Saal Online zu einem Ort für kontinuierliches Lernen entwickeln, an dem sich das ­Publikum aktiv mit unserer künstlerischen Arbeit auseinandersetzen kann. Zu unseren Online-Lernangeboten zählt eine Serie von Meisterklassen zu Beethovens 32 Klavier­ sonaten mit Daniel Barenboim und internationalen ­Klavierstudent:innen, die in den kommenden Monaten ­parallel zu seinen Aufnahmen der Werke veröffentlicht wird, außerdem Workshops mit Thomas Hampson und jungen Sänger:innen aus der Schubert-Woche sowie eine Reihe von Kurzdokumentationen mit Avi Avital und ­Musiker:innen aus Spanien, Italien und Georgien. In ­E-Learning-Kursen zu bestimmten Themen können Sie Ihre Kenntnisse und Ihr Verständnis für unsere Projekte vertiefen – ab Herbst 2022 etwa in einem Kurs über die arabische Maqam-Tradition und Improvisation.

Mitglied werden Unsere Online-Plattform ist eine Gemeinschaft von Mitgliedern. Um alle On-Demand- und Online-­ Lern­inhalte zu nutzen, beträgt der Jahresbeitrag € 50 (€ 15 für Nutzer:innen unter 35 Jahren). Livestreams sind kostenlos verfügbar.

Wiederhören Hören Sie sich vergangene Livestreams für eine begrenzte Zeit noch einmal an und entdecken Sie eine ständig ­wechselnde Auswahl von On-Demand-Inhalten, darunter Konzerte des Boulez Ensembles, eigens produzierte Aufnahmen mit Künstlern wie Zubin Mehta, Jörg Widmann, Naseer Shamma und Charles Lloyd, sämtliche BeethovenKlaviersonaten mit Daniel Barenboim, Sir András Schiffs Bach-Universum sowie Interviews und Dokumentationen.

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Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie auf Seite 190.

oben: In einer Reihe von Meisterklassen erarbeitete Daniel Barenboim die Klaviersonaten Beethovens mit jungen Pianist:innen, darunter Nathalia Milstein. Above: Daniel Barenboim led a series of masterclasses on Beethoven’s piano sonatas with young artists, including Nathalia Milstein. links: Die syrische Sängerin Waed Bouhassoun ist in dieser Saison zweimal im Pierre Boulez Saal zu hören. Mehr zur arabischen Maqam-­Tradition erfahren Sie in unserem Online-Kurs. Opposite: Syrian singer Waed Bouhassoun will be heard twice at the Pierre Boulez Saal during the 2022–23 season. Learn more about the Arabic maqam tradition in our online course.

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Pierre Boulez Saal Online

I see music as a kind of continuity, like a big tree. There are many branches and different directions. I think music is in constant evolution— there is nothing ­absolutely fixed and rigidly determined.

Rethinking Music Together

With the launch of the 2022–23 season, we invite you to visit Pierre Boulez Saal Online: a new digital discovery and learning space designed for and with direct input from our concertgoers. In the spirit of the Pierre Boulez Saal’s vision, it is a place for curious minds eager to explore ­multiple ways of experiencing music in a digital space. boulezsaal.de/online Join Us Live Online Listen to our concerts, wherever you are! Throughout the season, approximately 40 events—including the ­complete Improvised Music and Jazz series—will be audio live­ streamed from the Pierre Boulez Saal, complemented in many cases by additional content such as artist interviews or the option to engage in a live chat. Subscribe to our newsletter to find out about upcoming livestreams. Listen Again Revisit past livestreams for a limited time and explore an ever-changing selection of on-demand content, including performances of the Boulez Ensemble, unique recordings produced in the Pierre Boulez Saal with artists such as ­Zubin Mehta, Jörg Widmann, Naseer Shamma, and Charles Lloyd, the complete Beethoven piano sonatas with Daniel Barenboim, and Sir András Schiff’s Bach cosmos, as well as interviews and ­documentaries.

Digital Learning We would like Pierre Boulez Saal Online to be a space where our audience can continuously learn about and ­actively engage with what we are doing. Our online learning offerings include a series of masterclasses on Beethoven’s 32 piano sonatas led by Daniel Barenboim with international students, to be released over the coming months simultaneously with his own recordings of these works; public workshops with Thomas Hampson and young singers from the S­ chubert Week; and a series of short documentaries with Avi Avital meeting fellow musicians in Spain, Italy, and Georgia. Online courses dedicated to specific themes offer the opportunity to deepen your knowledge and ­understanding of our artistic projects, beginning with a course on the Arabic maqam tradition and improvisation, to be launched in the fall of 2022.

—Pierre Boulez

Become a Member Our platform is built as a community of members. To explore on-demand and online learning content, become a member for € 50 annually (€ 15 for users­ under 35). Livestreams are available for free. For details on membership, turn to page 191.

oben: Zubin Mehta, Mojca Erdmann, Daniel Barenboim und das Boulez Ensemble bei den Proben zur Videoproduktion von ­Schönbergs Pierrot lunaire im April 2021. Above: Zubin Mehta, Mojca Erdmann, Daniel Barenboim, and the Boulez Ensemble rehearsing for the video production of Schoenberg’s Pierrot lunaire in April 2021.

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In diesem Heft finden Sie alle Veranstaltungen der Spielzeit 2022/23 in chronologischer Reihenfolge. Einige der zentralen Konzertreihen haben wir hier noch einmal thematisch für Sie zusammengefasst. This program includes all events of the 2022–23 season in chronological order. On this page, we have created a thematic overview of some of the major concert series.

26. – 30. November Songs of Travel

2. November Ramal Ensemble, Sara Gouzy & Monia Rizkallah 10. November Ali Ghamsari & Ensemble

S. / p. 120

10. Februar Michiyo Yagi

S. / p. 51

S. / p. 105

S. / p. 172

S. / p. 131

S. / p. 169

12. Februar Schwarzes Meer 19. April Italien

S. / p. 91

12. – 15. Januar Click’n Drums

S. / p. 56

S. / p. 76

10./11. April Listen to My Story

S. / p. 122

S. / p. 94

11. März Benoît Delbecq

S. / p. 110

QUARTETT-SOMMER

13. April William Parker

S. / p. 124

11. Mai JACK Quartet

S. / p. 143

25. Mai John Scofield

S. / p. 154

16. / 20. / 21. Mai Kronos Quartet

3. Juni Myra Melford

S. / p. 162

19. Mai Chiaroscuro Quartet

S. / p. 148

S. / p. 151

23. Mai Danish String Quartet

SCHUBERT-WOCHE

S. / p. 95

16. – 22. Januar S. / p. 77 Thomas Hampson, Kieran Carrel, Susan Zarrabi, Gerold Huber, Graham Johnson, Malcolm Martineau, Wolfram Rieger

S. / p. 125

S. / p. 176

S. / p. 177

S. / p. 40

23. November S. / p. 54 Iberia

LIED UND LYRIK 7. Dezember Julia Kleiter & Julius Drake

S. / p. 64

9. März Konstantin Krimmel & Julius Drake 13. Mai Ian Bostridge & Julius Drake 10

3. Februar Vincent Courtois

S. / p. 49

21. Juni Waed Bouhassoun & Ensemble

S. / p. 22

30. Oktober Alexander Hawkins

S. / p. 46

AVI AVITAL – BETWEEN WORLDS

1. Juli François-Xavier Roth 7. Juli Jörg Widmann

18. September Amir ElSaffar

S. / p. 16

S. / p. 101

29. April Daniel Barenboim 15. Juni Daniel Cohen

7. – 10. September Arabic Music Days

S. / p. 72

25. Februar Thomas Guggeis 1. April Giedrė Šlekytė

KONZERTE FÜR KINDER & ERWACHSENE

2. März Gulzoda Khudoynazarova & Ensemble

S. / p. 48

18. Dezember Matthias Pintscher

IMPROVISIERTE MUSIK UND JAZZ

19. November Waed Bouhassoun & Orpheus XXI

BOULEZ ENSEMBL E 8. November Daniel Barenboim

ARABISCHE UND PERSISCHE MUSIK

S. / p. 109

S. / p. 144

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S. / p. 152

29. Mai Belcea Quartet

S. / p. 157

4. / 6. Juni Hagen Quartett

S. / p. 163

9. Juni Kinan Azmeh, Brooklyn Rider S. / p. 166 & Mathias Kunzli


SEPTEMBER


Mo

5. September 2022 19.30

DANIEL BARENBOIM & STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN Daniel Barenboim Klavier Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello

Traditionsgemäß eröffnet Daniel Barenboim die Spielzeit – diesmal nicht am Pult des Boulez Ensembles, sondern solistisch am Klavier und erstmals gemeinsam mit dem Streichquartett der Staatskapelle Berlin. Zwei Meilensteine des Kammermusikrepertoires stehen dabei auf dem Programm: Haydns originelles D-Dur-Streichquartett von 1772 und das 70 Jahre später entstandene Klavierquintett Robert Schumanns, das der Komponist ­ ören ist seiner Frau Clara widmete. Außerdem zu h eine Auswahl aus Pierre Boulez’ bahnbrechenden ­Notations. Die zwölf Klavierstudien, die er 1945 im Alter von 20 Jahren schrieb, markieren den Beginn seines o ­ ffiziellen Werkkatalogs.

To open the season, Daniel Barenboim is heard not only as a soloist—he also joins forces with the Staatskapelle Berlin String Quartet. The program is centered around two masterpieces of the chamber music repertoire: Joseph Haydn’s highly original D-major String Quartet of 1772 and Robert Schumann’s Piano Quintet, written 70 years later and dedicated to the composer’s wife, Clara. A selection of Pierre Boulez’s groundbreaking Notations provides an exciting contrast. With these 12 piano studies, composed in 1945, the 20-year-old Boulez launched his career. Mon

Pierre Boulez 12 Notations (Auswahl)

Joseph Haydn Streichquartett D-Dur Hob. III:34 op. 20 Nr. 4

Robert Schumann

September 5, 2022 7.30 pm

Klavierquintett Es-Dur op. 44

Preise: ¤ 65 –15 14

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7. – 10. September 2022 ARABIC MUSIC DAYS

Bis ins 8. Jahrhundert reichen die Ursprünge des arabischen „takht“ zurück. Wörtlich war damit das Holzpodium gemeint, das den Musiker:innen als Bühne diente – inzwischen bezeichnet der Begriff das klassische Ensemble der arabischen Musik aus Gesangssolist:in, Oud, Flöte, Kanun und verschiedenen Schlaginstrumenten, das im Laufe der Jahrhunderte in zahlreichen musikalischen Traditionen der Länder des Nahen ­Ostens und Nordafrikas aufgenommen und weiterentwickelt wurde. Diese Besetzung, die Musiker:innen bis heute zum kreativen Austausch inspiriert, steht im ­Mittelpunkt der diesjährigen Arabic Music Days. In vier Konzerten, kuratiert vom irakischen Oud-Virtuosen Naseer Shamma, präsentieren Künstler:innen aus Syrien, dem Libanon und Marokko traditionelle und zeit­ genössische Spielarten. Ein digitales Begleitprogramm bietet die neue ­Plattform Pierre Boulez Saal Online. Dort sind eine Ausstellung mit Werken des bildenden Künstlers Nja Mahdaoui (Tunesien), Lesungen mit den Dichtern ­Basem Al Ansar (Irak) und Gayath Al Madhoun ­(Palästina) sowie der Oscar-nominierte Film Der Mann, der seine Haut verkaufte der tunesischen Filmemacherin Kaouther Ben Hania zu erleben. Außerdem werden alle vier Konzerte per Livestream übertragen. Weitere Informationen zu Pierre Boulez Saal Online finden Sie auf Seite 6 und 190.

The origins of the Arabic takht reach back all the way to the 8th century. Originally designating the wooden platform that used to serve as the stage for the musicians, the term has come to refer to the classical ensemble of Arabic music—consisting of singer, oud, flute, qanun, and various percussion instruments—that has been adopted and developed over the centuries in multiple musical traditions across the Middle East and Northern Africa. This combination of musicians, which has inspired creative exchange to this day, is at the center of the 2022–23 season’s Arabic Music Days. In four concerts, artists from Syria, Lebanon, and ­Morocco present traditional and contemporary takes on the concept of the takht. The program also includes a range of digital content available on the new platform Pierre Boulez Saal ­Online, such as an exhibition of works by visual artist Nja Mahdaoui (Tunisia), readings by poets Basem Al Ansar (Iraq) and Gayath Al Madhoun (Palestine), and the Oscar-nominated film The Man Who Sold His Skin by Tunisian filmmaker Kaouther Ben Hania. All four concerts will also be available for live streaming. For more information on Pierre Boulez Saal Online, turn to pages 8 and 191.

Nja Mahdaoui, Asrar (2015) Mischtechnik auf Leinwand

September 7 – 10, 2022 Packages

Information S. 188 / p. 189

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Mi

7. September 19.30

LUBANA AL QUNTAR & OYOUN ENSEMBLE Lubana Al Quntar Gesang Saeid Kamal Violine Hany Elbadry Ney Saber Abdelsattar Kanun Mahmoud Bedir Violoncello Salah Ragab Kontrabass Hany Bedeir Schlaginstrumente

Preise: ¤ 45 –15

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Do

8. September 19.30

Fr

9. September 19.30

ALEPH & ENSEMBLE From Lebanon to the World

ORCHESTRE MAÎTRE MOHAMMED OTMANI DE LA MUSIQUE ANDALOUSE

Aleph (Fady Abi Saad) Klavier Raed Bou Kamel Ney, Schlaginstrumente Jihad Assaad Kanun Ruslan Plamadeala Posaune Ukpe Justine Udoeka Schlaginstrumente Philippe Dib Bass

Mohammed Otmani Violine Mohamed Fehd Ronda Oud Yassine Baghdadi Oud Abdeslam Chiki Rebab Younes Melyani Viola Mohamed Amine Ben Ahmed Viola Abderazzak Meliani Gesang Abdelfattah Amri Darbuka Mohamed Hamza Amri Tar Mohamed Hicham Amri Violoncello

Preise: ¤ 45 –15

Preise: ¤ 45 –15

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Sa

10. September 19.30

NASEER SHAMMA & OYOUN ENSEMBLE Naseer Shamma Oud Saeid Kamal Violine Hany Elbadry Ney Rania Omar Flöte Saber Abdelsattar Kanun Mahmoud Bedir Violoncello Salah Ragab Kontrabass Hany Bedeir Schlaginstrumente

Preise: ¤ 45 –15


Mi

14. September 2022 19.30 HILARY HAHN & LERA AUERBACH Hilary Hahn Violine Lera Auerbach Klavier

Lera Auerbach Lonely Suite für Violine solo Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 Fractured Dreams

Sergej Prokofjew Klaviersonate Nr. 2 d-moll op. 14 Fünf Melodien für Violine und Klavier op. 35b

Preise: ¤ 55 –15

Aus 18 kurzen musikalischen „Träumen“ besteht Fractured Dreams, die Vierte Violinsonate von Lera ­Auerbach, die Hilary Hahn im Sommer 2019 gemeinsam mit der Komponistin zur Uraufführung brachte. Kurz danach legte die amerikanische Violinistin ein einjähriges Sabbatical ein, das durch die Pandemie unfreiwillig verlängert wurde. Nun steht Fractured Dreams erneut auf dem Programm für Hahns Debüt im Pierre Boulez Saal, bei dem sie mit Auerbach am Klavier auch Werke von Sergej Prokofjew interpretiert – ein Komponist, der für beide Künstlerinnen ein wichtiger Einfluss war und bis heute ist. Fractured Dreams, Lera Auerbach’s Fourth Violin S­ onata, consists of 18 short musical “dreams.” The piece was premiered by Hilary Hahn together with the composer in the summer of 2019, shortly before the American violinist took a year-long sabbatical that was involuntarily extended by the pandemic. Now Fractured Dreams is back on the program for Hahn’s Pierre Boulez Saal ­debut, once again with Auerbach at the piano. The two artists also perform works by Sergei Prokofiev—whose music has played a significant role in both of their ­careers. Wed

Fr

16. September 2022 19.30 AKADEMIEKONZERT

September 14, 2022 7.30 pm

Auch in dieser Saison können Sie die Studierenden der Barenboim-Said Akademie im Pierre Boulez Saal erleben: In einstündigen Programmen, die kurzfristig bekanntgegeben werden, präsentieren die jungen ­Musiker:innen Einblicke in das Repertoire, das sie im laufenden Semester erarbeitet haben. Das erste Konzert der Reihe bildet gleichzeitig den Abschluss eines einwöchigen Kammermusikworkshops unter der Leitung von Michael Barenboim. Alle weiteren Termine finden Sie auf Seite 178.

The new season once again offers the opportunity to hear the students of the Barenboim-Said Akademie perform at the Pierre Boulez Saal: in one-hour programs, to be announced at short notice, the young musicians present excerpts from the repertoire they have been working on during the semester. The series’s first concert also serves as the conclusion of a weeklong chamber music workshop led by Michael Barenboim. For all further dates, turn to page 178. Fri

September 16, 2022 7.30 pm Preis: ¤ 15

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So

18. September 2022 18.00

Mi

21. September 2022 19.30

Georg Philipp Telemann Ausgewählte Fantasien für Flöte solo

AMIR ELSAFFAR

EMMANUEL PAHUD

Amir ElSaffar Trompete, Santur, Gesang

Emmanuel Pahud Flöte

Ole Mathisen Tenorsaxophon Tomas Fujiwara Schlagzeug Tania Giannouli Klavier

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Mit seinen 12 Fantaisies à Travers sans Basse schuf ­ eorg Philipp Telemann um 1730 ein Kompendium G barocken Flötenspiels, das dank seiner technischen ­Herausforderungen und stilistischen Vielfalt bis heute ein Standardwerk der Flötenliteratur geblieben ist. ­Emmanuel Pahud kombiniert in seinem Soloprogramm ausgewählte Fantasien mit Werken zeitgenössischer Komponisten, die allesamt für ihn entstanden sind – darunter Kompositionen von Philippe Manoury und Michael Jarrell, die Pahud im Rahmen des digitalen Festival of New Music im Juli 2020 im Pierre Boulez Saal uraufführte.

Lorenzo Bianchi Hoesch Elektronik

Als Multi-Instrumentalist, Komponist und Sänger kombiniert Amir ElSaffar in seiner Arbeit eine ­klassische Ausbildung als Jazztrompeter mit mikro­tonalen ­Techniken aus der arabischen Musik. Anlässlich seines Debüts im Pierre Boulez Saal ist er mit zwei Programmen zu hören, die hier ihre Uraufführungen ­erleben. Sein Trio – mit Saxophonist Ole Mathisen, Schlagzeuger Tomas Fujiwara und ElSaffar an der Trompete – wird im ersten Teil des Abends zum Quartett erweitert durch die ­griechische Pianistin Tania ­Giannouli, deren Instrument dabei auf mikrotonale Intervalle umgestimmt wird. Im zweiten Set verbinden sich ElSaffars Gesang und Santur­-Spiel mit der Arbeit des Klangkünstlers ­Lorenzo ­Bianchi Hoesch. An der Grenze zwischen Komposition und Improvisation verschmelzen die beiden elektro-­ akustische Klänge mit traditionellen irakischen Maqam­Modi. Preise: ¤ 45 –15 22

Multi-instrumentalist, composer, and vocalist Amir ElSaffar combines a background as a classically trained jazz trumpeter with microtonal techniques idiomatic to Arabic music. For his Pierre Boulez Saal debut, he ­presents two world-premiere programs: in the first set, ElSaffar’s trio, consisting of saxophonist Ole Mathisen and drummer Tomas Fujiwara with ElSaffar on trumpet, is joined by innovative Greek pianist Tania Giannouli, whose instrument will be re-tuned to create micro­tonal sounds. The evening’s second part, featuring sound ­artist Lorenzo Bianchi Hoesch and ElSaffar on santur and vocals, explores the boundary between i­mprovisation and composition with music that merges electro-acoustic ideas with traditional Iraqi maqam scales. Sun

Written around 1730, Georg Philipp Telemann’s 12 Fantaisies à Travers sans Basse represent a veritable compendium of Baroque flute music that, thanks to its technical challenges and stylistic variety, has remained at the core of the flute repertoire to this day. In this solo program, Emmanuel Pahud combines selected fantasies with works by a group of contemporary composers that were written for him—including pieces by Philippe Manoury and Michael Jarrell premiered by Pahud at the Pierre Boulez Saal as part of the digital Festival of New Music in July 2020. Wed

September 18, 2022 6 pm

Packages

Information S. 188 / p. 189

September 21, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15 23

Matthias Pintscher beyond (a system of passing)

Éric Montalbetti Memento Emmanuaile

Philippe Manoury Soubresauts

Alexandre Desplat Airlines

Michael Jarrell „Le point est la source de tout ...“ (épitome II)


Fr

30. September 2022 19.30 Sa 1. Oktober 2022 19.00 So 2. Oktober 2022 18.00

THE QUEEN COMMANDED HIM TO FORGET Uraufführung Ofira Henig Regie Khalifa Natour Arabische Übersetzung Kinan Azmeh Musik Ashraf Hanna Visuelles Konzept Annie Atedgy-Yellin Kostüme Ramy Al-Asheq Dichtung Henning Streck Lichtdesign Murad Abu Elheja Redaktion Übertitel Saleh Bakri Der Schriftsteller Khalifa Natour Um Hassan Carlos Gharzuzi Der Sohn Maya Omaya Keesh Die Tochter Anan Abu Jaber Der Soldat Basheer Asli Eine Kinderstimme Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Regisseurin Ofira Henig – zuletzt mit ihren Produktionen The Bees’ Road und KIND OF beim ­Festival Internationale Neue Dramatik der Schaubühne in Berlin zu Gast – hat gemeinsam mit dem Schauspieler und Dramaturgen Khalifa Natour eigens für den Pierre Boulez Saal ein neues Stück entwickelt, in dem die Grenzen zwischen Theater, Musik und Poesie, aber auch zwischen verschiedenen Kulturen verwischen. The Queen Commanded Him to Forget basiert auf einem ­Roman des libanesischen Schriftstellers Elias Khoury und ist außerdem inspiriert von Brechts Mutter Courage, Mahlers Kindertotenliedern und dem Märchen von ­Hänsel und Gretel. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Figur der Um Hassan, die alles tun würde, um in Zeiten des Krieges das Wohl ihrer Kinder sicher­zu­ stellen. Das Stück geht der Frage nach, welche Rolle Literatur für das Bewahren der Erinnerung und den Prozess spielen kann, der das Vergessen festschreibt. Die Premiere dieses Projekts war ursprünglich für April 2020 im Pierre Boulez Saal geplant. In den ­vergangenen zwei Jahren haben die Beteiligten in ihrer Heimatstadt Haifa weiter daran gearbeitet und das Stück u.a. im Rahmen einer öffentlichen Probe vor Publikum gezeigt. Mit diesen Vorstellungen erlebt das Projekt nun seine Uraufführung an dem Ort, an dem der schöpferische Prozess begann.

Director Ofira Henig—most recently seen in Berlin with her productions The Bees’ Road and KIND OF at the Schaubühne’s Internationale Neue Dramatik ­Festival—and actor-dramaturg Khalifa Natour have ­developed a new piece for the Pierre Boulez Saal that blurs the boundaries between theater, music, and ­poetry as well as between different cultures. The Queen Commanded Him to Forget is based on a novel by Lebanese writer Elias Khoury and also draws inspiration from Brecht’s Mother Courage and the tale of Hansel and Gretel. At the center of the story is the character of Um Hassan, who will do anything to protect her children in times of war. The piece explores the role of literature as a preserver of memory and as part of a process that e­ ternalizes forgetting. The project was originally scheduled to premiere at the Pierre Boulez Saal in April 2020. Over the past two years, the artists have continued to meet in Haifa, their hometown, to further develop the piece in a process that also included a rehearsal open to audiences. With these world-premiere performances, the project finally returns to the place where the creative process began. Fri

September 30, 2022 7.30 pm Sat October 1, 2022 7 pm Sun October 2, 2022 6 pm

In arabischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln / In Arabic with German and English surtitles

Preise: ¤ 45 –15

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Packages

Information S. 188 / p. 189


OKTOBER OCTOBER

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7. Oktober 2022 19.30 JACK QUARTET

Christopher Otto Violine Austin Wulliman Violine John Pickford Richards Viola Jay Campbell Violoncello

Erin Gee Neues Werk

Cenk Ergün Celare

Iannis Xenakis Ikhoor

Eric Wubbels phren

Wenige Ensembles haben die Finger so nah am Puls der Gegenwart wie das JACK Quartet – nicht ohne Grund bezeichnete die New York Times die Amerikaner als das „führende Neue-Musik-Vierer­gespann“ des Landes. In der Spielzeit 2022/23 ist das JACK Quartet erstmals im Pierre Boulez Saal zu Gast und präsentiert zu diesem Anlass eine Serie von drei Konzerten. Gleich ihr erstes Programm vereint einige der kreativsten ­kompositorischen Stimmen unserer Tage: Neben Iannis ­Xenakis Streichtrio Ikhoor von 1978 erklingen neue und neueste Quartette von Erin Gee, Eric Wubbels, Cenk Ergün und George E. Lewis, die allesamt speziell für das JACK Quartet entstanden sind.

Sa

YULIA DEYNEKA & DANIEL BARENBOIM Yulia Deyneka Viola Daniel Barenboim Klavier

There are few ensembles as closely attuned to the present as the American JACK Quartet—a group the New York Times has called the country’s “leading ­new-music foursome.” In their Pierre Boulez Saal ­debut season, the quartet presents a series of three concerts, bringing together some of today’s most creative musical voices. In addition to Iannis Xenakis’s 1978 string trio Ikhoor, the first program includes brand new works by Erin Gee, Eric Wubbels, Cenk Ergün, and George E. Lewis written specifically for the JACK Quartet. Fri

8. Oktober 2022 19.00

Michail Glinka Sonate für Viola und Klavier d-moll

Sergej Prokofjew Auszüge aus dem Ballett Romeo und Julia Bearbeitung für Viola und Klavier von Vadim Borisovsky

Igor Strawinsky

October 7, 2022 7.30  pm

Élégie für Viola solo

George E. Lewis

Dmitri Schostakowitsch

String Quartet 4.5

Sonate für Viola und Klavier op. 147

Preise: ¤ 45 –15 Preise: ¤ 65 –15

Weitere Konzerte Further concerts So 23. April 2023 18.00 Do 11. Mai 2023 19.30 28

Yulia Deyneka ist nicht nur Solo-Bratschistin der Staatskapelle Berlin und Professorin an der BarenboimSaid Akademie – sie steht auch regelmäßig als Kammermusikerin auf der Bühne, oft an der Seite von Daniel Barenboim. In ihrem Duoprogramm interpretieren die beiden Werke russischer Komponisten, darunter Glinkas selten zu hörende frühe Sonate und Schostakowitschs letztes Werk, vollendet im Juli 1975 nur wenige ­Wochen vor seinem Tod. Principal violist of the Staatskapelle Berlin and p­ rofessor at the Barenboim-Said Akademie, Yulia ­Deyneka is also a versatile chamber musician and regularly appears together with Daniel Barenboim. In their duo recital, the two artists perform works by Russian composers, including Glinka’s rarely heard early Sonata and Shostakovich’s final work, completed in July 1975 just weeks before his death. Sat

29

October 8, 2022 7 pm


Sa

15. Oktober 2022 19.00

LA FONTE MUSICA & MICHELE PASOTTI The Colors of Ars Nova Michele Pasotti Musikalische Leitung und Laute

Preise: ¤ 45 –15

Leonardo da Vinci wird der Ausspruch zugeschrieben, Musik sei die Schwester der Malerei. Das Ensemble La fonte musica und sein Gründer Michele Pasotti, die zu den führenden Interpreten der Musik des italienischen Trecento gehören und bereits mehrfach das Publikum im Pierre Boulez Saal begeisterten, nehmen diesen ­Gedanken zum Ausgangspunkt für eine faszinierende Erkundung der „realistischen Revolution“ in den Künsten der Frührenaissance. Nach ihrem Konzert im März 2022, das mit einer Auswahl weltlicher Werke der Ars nova überraschende Parallelen zwischen visuellem und musikalischem Denken dieser Epoche offenbarte, stehen in diesem zweiten Programm nun sakrale Kompositionen von Johannes Cicona, Marchetto da Padova und anderen im Mittelpunkt. The notion that “music may be called the sister of painting” has often been attributed to Leonardo da Vinci. Michele Pasotti and his ensemble La fonte musica, who are among the leading performers of Italian trecento music and have been heard at the Pierre Boulez Saal twice in the past, take this idea as the starting point for a ­fascinating exploration of the “realistic revolution” in early-Renaissance art. Following their concert in March 2022, which revealed surprising parallels between the visual and musical achievements of that era in secular works of ars nova, this second program focuses on sacred music by composers such as Johannes Cicona and ­Marchetto da Padova.

Packages

Information S. 188 / p. 189

Sat

Vokal- und Instrumentalwerke des 14. Jahrhunderts von

Marchetto da Padova Johannes Cicona Matteo da Perugia Antonio Zacara da Teramo

October 15, 2022 7  pm

und anderen

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Di

18. Oktober 2022 19.30 SIOBHAN STAGG & TIMOTHY YOUNG Siobhan Stagg Sopran Timothy Young Klavier

1936 schrieb der frisch verheiratete Olivier Messiaen neun Gedichte an seine erste Ehefrau Claire Delbos, genannt „Mi“ – Lieder von himmlischer Liebe und Dankbarkeit, aber auch von Zweifel und Ehrfurcht vor dem Sakrament der Ehe, das dem Katholiken Messiaen heilig war. Die australische Sopranistin Siobhan Stagg und der ­Pianist Timothy Young, beide erstmals im ­Pierre Boulez Saal zu Gast, stellen die Poèmes pour Mi ins Zentrum ­ihres Programms. Außerdem zu hören sind Lieder von Claude Debussy, einem der großen Vorbilder Messiaens, und Henri Duparc, der mit seinen Mélodies in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts maßgeblich zur Entstehung dieser spezifisch französischen Variante des Kunstlieds beitrug.

Tue

Preise: ¤ 55 –15

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Claude Debussy

Just after their wedding in 1936, Olivier Messiaen wrote a series of nine poems for his first wife, Claire Delbos, who went by the nickname “Mi”—they are songs of heavenly love and gratitude but also of doubt and awe of the i­nstitution of marriage, which was ­sacred to the devout Catholic Messiaen. Australian ­soprano Siobhan Stagg and pianist Timothy Young, both heard at the ­Pierre Boulez Saal for the first time, have chosen these Poèmes pour Mi as the centerpiece of their program, f­raming them with songs by Claude ­Debussy, one of Messiaen’s major inspirations, and ­Henri Duparc, whose mélodies had a significant influence on the development of this specifically French variation on the art song genre.

Ariettes oubliées

Olivier Messiaen Poèmes pour Mi

Henri Duparc Ausgewählte Lieder

October 18, 2022 7.30  pm

Packages

Information S. 188 / p. 189

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Mi

19. Oktober 2022 19.30

Das wohltemperierte Klavier Band I BWV 846–869

Musik für Menschen mit Babys Weitere Informationen auf Seite 178

SCHAGHAJEGH NOSRATI

Music for adults with babies For details, turn to page 178

Schaghajegh Nosrati Klavier

Innerhalb weniger Jahre hat sich Schaghajegh Nosrati als vielversprechende Bach-Interpretin einen Namen gemacht, u.a. mit hochgelobten Einspielungen der Kunst der Fuge und der Klavierpartiten. „Ich bin kein religiöser Mensch, aber in Bachs Musik spüre ich Zusammenhalt, einen größeren Sinn“, erklärt die junge Pianistin, die seit zwei Jahren als Assistentin ihres ehemaligen Lehrers Sir András Schiff an der Barenboim-Said Akademie ­unterrichtet. In ihrem Soloabend interpretiert sie den ersten Band des Wohltemperierten Klaviers.

Johann Sebastian Bach

ELTERNZEITKONZERT Do 20. Oktober 2022 10.30

With highly acclaimed recordings of The Art of Fugue and the Piano Partitas, Schaghajegh Nosrati has made a name for herself in recent years as one of the most ­promising performers of Bach’s keyboard music. “I am not a religious person at all, but in Bach’s music I feel coherence, some greater sense in all of this,” says the young pianist, who has been a faculty member at the Barenboim-Said Akademie since 2020 as assistant to her former teacher Sir András Schiff. In her solo recital, she performs the first volume of The Well-tempered Clavier. Wed

October 19, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

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Fr

21. Oktober 2022 19.30

Sa

AUSTRALIAN CHAMBER ORCHESTRA & RICHARD TOGNETTI

22. Oktober 2022 19.00

AUSTRALIAN CHAMBER ORCHESTRA, RICHARD TOGNETTI & WILLIAM BARTON

Richard Tognetti Violine und musikalische Leitung

Richard Tognetti Violine und musikalische Leitung William Barton Didgeridoo, Gitarre und Gesang

Béla Bartók Divertimento Sz 113

Carlo Gesualdo Asciugate i begli occhi Bearbeitung für Streichorchester

Brett Dean Carlo

Wojciech Kilar Orawa

Pjotr Tschaikowsky Serenade C-Dur op. 48

Preise: ¤ 55 –15

Das 1975 gegründete Australian Chamber Orchestra ist nicht nur für seine innovativen Programme bekannt, die vertraute und unerwartete Klangwelten miteinander verbinden, sondern auch für seinen Einsatz für die ­Musik Australiens und die regelmäßige Vergabe von Kompositionsaufträgen. Mit zwei Konzerten präsentiert sich das Ensemble nun im Pierre Boulez Saal. Neben Werken von Bartók und Tschaikowsky sowie Musik des polnischen Komponisten Wojciech Kilar bietet das Programm des ersten Abends eine spannende Gegenüberstellung: Der Australier Brett Dean erweist mit ­seinem musikalischen Epitaph Carlo dem RenaissanceMeister Gesualdo seine Reverenz, dessen Madrigal „Asciugate i begli occhi“ in einer Bearbeitung für Streicher zu hören ist. William Bartons Didge Fusion für Didgeridoo, Gitarre, Stimme und Streichorchester, bei dem der australische Komponist und Multiinstrumentalist selbst den Solopart übernimmt, eröffnet den zweiten Abend. Bearbeitungen von Werken Janáčeks und Beethovens sowie Musik von Thomas Adès, Ruth Crawford Seeger und George Walker, der 1996 als ­erster afroamerikanischer Komponist den Pulitzer-Preis für Musik erhielt, komplettieren das Programm. Fri

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Founded in 1975, the Australian Chamber Orchestra is renowned not only for its innovative programming, which combines familiar and unexpected soundscapes, but also for its dedication to music from Australia and the commissioning of new works. The ensemble makes its Pierre Boulez Saal debut presenting two different concerts on consecutive nights. In addition to works by Bartók and Tchaikovsky as well as music by Polish composer Wojciech Kilar, the first program offers a thrilling juxtaposition of Australian Brett Dean’s musical epitaph for Carlo Gesualdo with one of the Renaissance master’s own madrigals, heard in an adaptation for strings. William Barton’s Didge Fusion for didgeridoo, guitar, voice, and strings opens the second night, with the Australian composer taking on the solo part himself. This program also includes adaptations of works by Janáček and Beethoven, and music by Thomas Adès, Ruth Crawford Seeger, and George Walker, the first Afro-American composer to win the Pulitzer Prize for Music in 1996. Sat

October 22, 2022 7 pm

William Barton Didge Fusion

Thomas Adès Shanty – Over the Sea

Ruth Crawford Seeger Andante for Strings

Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 „Die Kreutzersonate“ Bearbeitung für Streichorchester von Richard Tognetti

George Walker Lyric for Strings

Ludwig van Beethoven Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ Bearbeitung für Streichorchester von Richard Tognetti

October 21, 2022 7.30  pm

Preise: ¤ 55 –15 37


Di

25. Oktober 2022 19.30

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

CAMPUS OSTEUROPA

Bearbeitet für Kammerensembles von Ferdinand Ries, Johann N. Hummel, Valerie Voronov und Carl Friedrich Ebers

Vitali Alekseenok Musikalische Leitung

Olga Podgayskaya

Concordia Chor / Volny Chor (Belarus) Kammerchor Sophia (Ukraine) GewandhausJugendchor (Deutschland)

The Sky of Mary für Flöte, Kammerensemble und Chor Auftragswerk der Deutschen Welle und weitere Chorwerke

Campus-Kammermusikensembles aus Belarus, der Ukraine und Deutschland

Seit seiner Gründung im Jahr 2001 schafft das Campus-­ Projekt von Beethovenfest Bonn und ­Deutscher Welle einen Raum für internationale ­Begegnungen, für ­Austausch und gemeinsames Musizieren. Die diesjährige Ausgabe, ursprünglich mit ­Beteiligung deutscher und emigrierter ­belarussischer Musiker:innen geplant, ­bezieht angesichts der aktuellen politischen Entwicklung auch Mitwirkende aus der Ukraine ein. Im Zentrum des Programms steht Beethovens Dritte Symphonie mit ihrem heroischen, revolutionären Gestus. Ihre vier ­Sätze, die in unterschiedlichen kammermusikalischen Bearbeitungen e­ rklingen, gruppieren sich um Lieder von Widerstand, Aufbruch und Hoffnung, interpretiert von Sänger:innen aus den beteiligten Ländern, sowie Filmsequenzen, die der belarussische Dirigent und ­Festivalleiter Vitali Alekseenok an den Fluchtorten der Vertriebenen e­ ingefangen hat. Außerdem ist ein neues Werk der belarussischen Komponistin Olga Podgayskaya zu hören.

Since it was first launched in 2001, the Campus ­Project initiated by Beethovenfest Bonn and Deutsche Welle has provided a space for international encounters, for exchange, and for sharing music. This year’s edition, originally scheduled to feature participants from ­Germany and émigré musicians from Belarus, responds to current political developments by also including performers from Ukraine, in a program centered around ­Beethoven’s Third ­Symphony with its heroic, revolutionary attitude. Its four movements, heard in adaptations for different chamber ensembles, are interspersed with songs of ­resistance, hope, and new beginnings, performed by singers from the three countries involved, as well as film sequences captured in some of the displaced ­people’s new homes by Belarusian ­conductor and­­festival director Vitali Alekseenok. A new work by ­Belarusian composer Olga Podgayskaya completes the program. Tue

October 25, 2022 7.30 pm

In Zusammenarbeit mit / In Cooperation with Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn

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Preise: ¤ 35 –15

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So

30. Oktober 2022 18.00

ALEXANDER HAWKINS Alexander Hawkins Klavier Sofia Jernberg Gesang Nicole Mitchell Flöte Tomeka Reid Violoncello Gerry Hemingway Schlagzeug Matthew Wright Plattenspieler, Live-Sampling, Sound Design

Preise: ¤ 45 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189

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Der britische Pianist und Komponist Alexander Hawkins stellt sich anlässlich seines Pierre Boulez Saal-­Debüts mit zwei komplementären Aspekten seiner ­musikalischen Sprache vor. Im Duo Musho mit der schwedischen Sängerin Sofia Jernberg werden tradi­ tionelle Lieder aus Äthiopien, Armenien, Schweden und anderen Ländern zum Ausgangspunkt für die ­Entstehung einer außergewöhnlichen und sehr persön­ lichen Klangwelt. Im zweiten Set des Abends erhalten ­Hawkins und Jernberg prominente Unterstützung von drei Musiker:innen, die allesamt selbst als Bandleader international erfolgreich sind. Gemeinsam präsentieren sie die Uraufführung neuer, vom Pierre Boulez Saal in Auftrag gegebener Kompositionen, in d­ enen sich der natürliche Klang und die Architektur des Saals mit der kunstvollen Arbeit von Sounddesigner Matthew Wright zu einem besonderen musikalischen Raumerlebnis verbinden. Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit dem am 3. November beginnenden Jazzfest Berlin statt. British pianist and composer Alexander Hawkins brings two very different, yet complementary aspects of his musical vision to Berlin for his Pierre Boulez Saal debut. His duo Musho, with Swedish vocalist S­ ofia Jernberg, takes diverse folk traditions as its starting point, reimagining songs from Ethiopia, Armenia, Sweden, and other countries to create an unusual and personal sound world. For the evening’s second set, Hawkins and Jernberg are joined by three acclaimed musicians— all bandleaders in their own right—to present the world premiere of newly composed music, commissioned by the Pierre Boulez Saal, in which the hall’s natural acoustics and unique ­architecture blend with subtle processing and spatial diffusion created by sound designer Matthew Wright. The concert is presented in cooperation with Jazzfest Berlin, which opens November 3. Sun

In Zusammenarbeit mit / In Cooperation with Berliner Festspiele / Jazzfest Berlin

October 30, 2022 6 pm

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NOVEMBER

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Di

1. November 2022 19.30

ENSEMBLE INTERCONTEMPORAIN & MATTHIAS PINTSCHER Matthias Pintscher Musikalische Leitung Valeria Kafelnikov Harfe Clément Saunier Trompete Jean-Christophe Vervoitte Horn

Alljährlich im Pierre Boulez Saal zu Gast, lassen Matthias Pintscher und das Ensemble intercontemporain mit ihrem jüngsten Programm verschiedene Formen musikalischer Bewegung kontrastreich aufeinandertreffen: In Pintschers sonic eclipse schieben sich die Klangsphären der Soloinstrumente und des Ensembles wie Himmelskörper langsam übereinander, um schließlich miteinander zu verschmelzen. Eine „Musik aus toten Bewegungen“ ist Lachenmanns Mouvement, das mit mechanischer „Pseudo-Aktivität“ und „quasi letzten Zuckungen“ die musikalischen Ausdrucksmittel bis in die Erstarrung führt. Eröffnet wird das Konzert mit Mark Andres wohin für Harfe und Ensemble, das im vergangenen Jahr vom Ensemble intercontemporain uraufgeführt wurde.

Matthias Pintscher and the Ensemble intercontemporain, regular guests at the Pierre Boulez Saal, perform a program that explores different aspects of musical ­motion in space: in Pintscher’s own sonic eclipse, the sound spheres of the solo instruments and the ensemble slowly converge before finally merging. Lachenmann’s ­Mouvement, “music made out of dead movements,” ­according to the composer, employs mechanical “pseudo­ activity” to bring the musical means of expression to a standstill. The program opens with Mark Andre’s ­searching wohin (“where to?”) for harp and ensemble, a piece premiered by the Ensemble intercontemporain last year. Tue

Mark Andre wohin für Harfe und Ensemble

Helmut Lachenmann Mouvement (– vor der Erstarrung) für Ensemble

Matthias Pintscher sonic eclipse für Horn, Trompete und Ensemble

November 1, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

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Mi

2. November 2022 19.30 RAMAL ENSEMBLE, SARA GOUZY & MONIA RIZKALLAH

Yazan Alzabbagh Klarinette Saleh Katbeh Oud Basilius Alawad Violoncello Elias Aboud Schlaginstrumente Sara Gouzy Sopran Monia Rizkallah Violine

Kurz nach Beginn des Arabischen Frühling riefen vier junge Musiker in Damaskus das Ramal Ensemble ins Leben. Heute leben sie nach der Flucht vor dem ­syrischen Bürgerkrieg in Berlin, wo sie u.a. an der ­Barenboim-Said Akademie ihr Studium abschlossen und wieder gemeinsam auftreten. Mit ihrem Konzert im Pierre Boulez Saal gehen sie der Frage nach, wie Revolution und Krieg die Entwicklung der arabischen Musik beeinflussen und wie die Erfahrung von Flucht und Exil eine zeitgenössische Musikästhetik bereichern können. Gemeinsam mit der Violinistin Monia ­Rizkallah und der Sopranistin Sara Gouzy knüpft das Ensemble Verbindungen zwischen zeitgenössischen Werken für Violine und Gesang, neu arrangierten Liedern von Franz Schubert und klassischer arabischer Musik.

Do

ALEXANDRA DOVGAN

Shortly after the beginning of the Arab Spring, four young musicians in Damascus founded the Ramal ­Ensemble. Having fled the Syrian civil war, they now live in Berlin, where they finished their studies, including at the Barenboim-Said Akademie, and started perform­ ing together again. Their Pierre Boulez Saal program focuses on the question of how revolution and war have influenced the development of Arabic music and how the experiences of flight and exile can enrich ­today’s musical aesthetics. Joined by violinist Monia Rizkallah and soprano Sara Gouzy, the ensemble traces connections between contemporary works for violin and voice, new arrangements of Schubert songs, and classical Arabic music. Wed

3. November 2022 19.30

Alexandra Dovgan Klavier

Franz Schubert Klaviersonate A-Dur D 664

Robert Schumann Faschingsschwank aus Wien op. 26

November 2, 2022 7.30 pm

Johannes Brahms Drei Intermezzi op. 117 Variationen und Fuge B-Dur über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 24

Preise: ¤ 35 –15 46

Preise: ¤ 45 –15 47

Um karnevalistische Vexier- und Maskenspiele geht es in Schumanns Faschingsschwank aus Wien: „Von allen Seiten fahren die Raketen des Witzes und lustigen ­Uebermuths in die Höhe“, wie sein KomponistenKollege und Zeitgenosse Carl Koßmaly befand. An­ lässlich ihres pandemiebedingt mehrfach verschobenen ­Pierre Boulez Saal-Debüts stellt die 2007 geborene ­Pianistin Alexandra Dovgan diesem humoristischen Werk Brahms’ späte Intermezzi op. 117 gegenüber, die der Komponist als „Wiegenlieder meiner Schmerzen“ bezeichnete. Eröffnet wird das Programm von Franz Schuberts berühmter A-Dur-Sonate. Schumann’s Faschingsschwank aus Wien—the title roughly translates as “Carnival Jest from Vienna”— resembles a musical masquerade. “From every side, ­fireworks of wit and mischief shoot into the air,” as Schumann’s contemporary and fellow composer Carl Koßmaly described it. For her Pierre Boulez Saal ­debut, postponed several times due to the pandemic, Alexandra Dovgan combines this humor-filled work with Brahms’s late Intermezzi Op. 117, described by the composer as the “lullabies of my sorrows.” The young Russian pianist, born in 2007, opens her ­program with Schubert’s famous A-major Sonata. Thu

November 3, 2022 7.30 pm


Di

8. November 2022 19.30

BOULEZ ENSEMBLE XLVII Daniel Barenboim Musikalische Leitung und Klavier Elliott Carters 2004 komponiertes Mosaic verdankt seine Entstehung der Erinnerung des Komponisten an den französischen Harfenisten Carlos Salzedo, der in den 1920er und 30er Jahren die spieltechnischen ­Möglichkeiten seines Instruments revolutionierte. Dem experimentellen Klangbild dieses Werks stellt das Boulez Ensemble unter der Leitung von Daniel ­Barenboim den romantischen Duktus der Harfe in ­Ravels ­Introduktion und Allegro aus dem Jahr 1905­ ­gegenüber. ­Neben ­Mozarts berühmtem Quintett für Klavier und Bläser steht außerdem die Uraufführung eines neuen Werks von Guillem Palomar auf dem ­Programm – der junge ­spanische Komponist schloss im Sommer 2021 sein Studium bei Jörg Widmann an der Barenboim-Said ­Akademie ab.

Maurice Ravel

Do

Introduktion und Allegro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett

ALI GHAMSARI & ENSEMBLE

Guillem Palomar

Ali Ghamsari Tar Homayoun Nasiri Schlaginstrumente Mohammad Jaberi Schlaginstrumente

Cantiga für Ensemble Uraufführung Auftragswerk der Daniel Barenboim Stiftung

Elliott Carter

Ein Jahr lang reiste Ali Ghamsari mit seinem Instrument, der persischen Langhalslaute Tar, durch sein ­Heimatland Iran. In den unterschiedlichen Regionen begegnete er zahlreichen Vertreter:innen der ver­ schiedensten musikalischen Traditionen, von deren ­unerschöpflichem Melodienreichtum er sich in seiner ­eigenen Musik inspirieren ließ. Im Pierre Boulez Saal präsentiert er gemeinsam mit den Perkussionisten ­Homayoun Nasiri und Mohammad Jaberi nun Ausschnitte aus diesem musikalischen Reisetagebuch.

Mosaic für Kammerensemble

Wolfgang Amadeus Mozart Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur KV 452

For one year, Ali Ghamsari traveled his native country Iran with his instrument, the Persian long-necked lute tar. Across the different regions, he met many ­musicians from a wide range of traditions, whose rich troves of melodies inspired his own music. Together with p­ ercussionists Homayoun Nasiri and Mohammad Jaberi, he now brings excerpts from this musical ­travelogue to the Pierre Boulez Saal.

Elliott Carter’s Mosaic, written in 2004, owes its g­ enesis to the composer’s memories of French harpist Carlos Salzedo, who revolutionized his instrument’s playing technique in the 1920s and 30s. Led by Daniel Barenboim, the Boulez Ensemble contrasts Carter’s contemporary score with the harp’s Romantic image in Ravel’s 1905 Introduction and Allegro. Mozart’s famous Quintet for Piano and Winds and a new work by the young Spanish composer Guillem Palomar—who finished his studies with Jörg Widmann at the Barenboim-­­Said Akademie in the summer of 2021—complete the p­ rogram. Tue

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November 8, 2022 7.30 pm

10. November 2022 19.30

Thu

Preise: ¤ 65 –15

Packages

November 10, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

Information S. 188 / p. 189

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Packages

Information S. 188 / p. 189


Fr

11. November 2022 19.30

ALEXANDER MELNIKOV

Sa

19. November 2022 19.00 WAED BOUHASSOUN & ORPHEUS XXI La Voix de la nature

Dmitri Schostakowitsch 24 Präludien und Fugen op. 87

Alexander Melnikov Klavier

Waed Bouhassoun Gesang, Oud und musikalische Leitung Bach gilt als „Anfang und Ende aller Musik“, und an seinem Werk führt für Komponist:innen kein Weg vorbei – auch nicht für Dmitri Schostakowitsch, der sich mit seinen Präludien und Fugen op. 87 vor dem großen Barockmeister verneigte. Zum Gedenken an Bachs 200. Todestag schrieb der russische Komponist in Anlehnung an das Wohltemperierte Klavier 24 Werkpaare in allen Dur- und Moll-Tonarten. Alexander Melnikov stellt sich der enormen Herausforderung, den gesamten Zyklus an einem Abend aufzuführen.

Hakan Güngör Kanun Sogol Mirzaei Laute, Tar und Setar Neşet Kutas Schlaginstrumente Mostafa Taleb Kamantsche Mojtaba Fasihi Gesang

Neben ihrer Solo-Karriere und musikwissenschaft­ lichen Laufbahn ist die syrische Oud-Spielerin und Sängerin Waed Bouhassoun, die bereits mehrfach im Pierre Boulez Saal zu Gast war, auch künstlerische ­Leiterin des Ensembles Orpheus XXI. Das von Jordi Savall in Reaktion auf die Migrationsbewegungen der 2010er Jahre ins Leben gerufene Ensemble vereint in flexibler Besetzung Musiker:innen aus verschiedensten Traditionen, die aufgrund von Krieg und Vertreibung ihre Heimat verlassen mussten und nun in Europa leben und arbeiten. Vor dem Hintergrund der Pandemie und ihrer Auswirkungen reflektiert ihr aktuelles ­Programm La Voix de la nature das Verhältnis von Mensch, Natur und Musik.

Johann Sebastian Bach has been considered “the ­­beginning and end of all music,” and in one way or ­another, his works have had an influence on almost every composer who came after him—including ­Dmitri Shostakovich, who paid homage to the great Baroque master with his Preludes and Fugues Op. 87. To commemorate the 200th anniversary of Bach’s ­death, Shostakovich took inspiration from the ­Well-­tempered Clavier and wrote 24 pairs of works in all major and minor keys. Alexander Melnikov takes on the ­unique challenge of performing the entire cycle in one evening. Fri

November 11, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15

In addition to her solo career and her work as a ­ usicologist, Syrian oud player and singer Waed m ­Bouhassoun is also the artistic director of Orpheus XXI. Founded by Jordi Savall in reaction to the new waves of migration in the 2010s, the ensemble consists of a ­variable group of musicians from many different traditions who were forced by war and displacement to leave their homelands and now live and work in Europe. Influenced by the pandemic and its effects on our lives, its current program La Voix de la nature reflects on the relationship between human beings, nature, and music. Sat

November 19, 2022 7 pm

Preise: ¤ 45 –15 50

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So

Johannes Brahms

20. November 2022 16.00

Vier ernste Gesänge op. 121

Claude Debussy

JULIANE BANSE & MARCELO AMARAL

Trois poèmes de Mallarmé und weitere Werke

Juliane Banse Sopran Marcelo Amaral Klavier

„Tief innen im Menschen spricht und treibt oft e­ twas, uns fast unbewusst, und das mag wohl bisweilen als Gedicht oder Musik ertönen“, schrieb Johannes Brahms im Juli 1896 an die Töchter seiner Freundin und Vertrauten Clara Schumann, die kurz zuvor im ­Alter von 76 Jahren gestorben war. Seine Vier ernsten Gesänge, wenige Wochen vor Claras Tod vollendet, wirkten nun wie eine düstere Vorahnung der Ereignisse. In ihrem Liederabend kombinieren Juliane Banse und Marcelo Amaral Brahms’ musikalische Reflexion über die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins mit Claude Debussys Vertonungen von ebenso flüchtigen Gedichten Stéphane Mallarmés und weiteren Werken.

“But something often stirs and speaks deep within a person, almost unconsciously, and sometimes it ­manifests itself as poetry or music,” Johannes Brahms wrote in July 1896 to the daughters of his friend and confidante Clara Schumann, who had died the previous month at the age of 76. His Vier ernste Gesänge (Four Serious Songs), completed shortly before Clara’s death, now seemed like a dark foreboding of events. In their recital, Juliane Banse and Marcelo Amaral present Brahms’s musical reflection on the transience of human life together with Claude Debussy’s settings of equally ephemerous poems by Stéphane Mallarmé and other works. Sun

November 20, 2022 4 pm

Preise: ¤ 55 –15

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Mi

23. November 2022 19.30

AVI AVITAL Between Worlds: Iberia Avi Avital Mandoline und musikalische Leitung Marina Heredia Gesang José Quevedo „Bolita“ Gitarre Paquito Gonzalez Schlaginstrumente Between Worlds Ensemble

Werke von

Isaac Albéniz Manuel de Falla Enrique Granados und anderen sowie traditionelle Musik

Der Mandolinist Avi Avital zählt schon lange zu den musikalischen Grenzgängern. In dieser Saison kehrt er mit einer Reihe von drei Konzerten in den Pierre Boulez Saal zurück, die seine vielfältigen künstlerischen Interessen und Inspirationen widerspiegeln. Between Worlds verbindet verschiedene Genres, Kulturen und musika­ lische Welten: Im Zentrum des Projekts steht das 2014 von Avital ins Leben gerufene Between Worlds Ensemble, dessen zehn klassisch ausgebildete Mitglieder ebenso im nicht-klassischen Repertoire ­zuhause sind. Für jedes der drei Konzerte wird diese Kerngruppe von verschiedenen Musiker:innen und ­Ensembles unterstützt, die eine bestimmte kulturelle und geographische Region der Welt repräsentieren. Die Programme ­kombinieren dabei klassische Kom­positionen mit traditioneller Musik, die in speziell für diese Aufführungen entstandenen Arrangements zu ­hören ist. „Das Gefühl, an Orten zuhause zu sein, die einem fremd erscheinen, und dort womöglich neue Seiten der eigenen Persönlichkeit zu entdecken, finde ich sehr bewegend“, erklärt Avital. „Diese Philosophie steht im Mittelpunkt dieses Projekts.“ Eröffnet wird die Reihe durch Marina ­Heredia, eine der faszinierendsten Flamenco-Interpret:innen ­unserer Zeit. Zusammen mit José Quevedo „Bolita“, Paquito Gonzalez und dem Between Worlds Ensemble widmet sie sich Musik der iberischen H ­ albinsel.

Mandolinist Avi Avital has long enjoyed crossing musical borders. This season, he brings a series of three concerts to the Pierre Boulez Saal that reflect his wide-­ ranging inspiration and interests. Between Worlds is an exploration of different genres, cultures, and musical worlds: at the center of the project is the Between Worlds Ensemble, founded by Avital in 2014 and consisting of ten classically trained musicians who are equally at home in non-classical repertoire. For each of the three concerts, this core group will be joined by several artists or an ensemble representing a specific cultural and geo­ graphical region from around the world, in programs including classical pieces as well as traditional and folk music in newly created arrangements. “The sense of being at home in places that seem foreign and even ­discovering aspects of yourself there is an idea that I find very moving,” says Avital. “That philosophy is at the heart of this project.” To open the series, Marina Heredia, one of today’s most fascinating voices of flamenco, will become part of the Between Worlds Ensemble, joined by José Quevedo “Bolita” and Paquito Gonzalez for a ­program dedicated to music from the Iberian Peninsula. Wed

November 23, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15

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Sa / So Di /Mi

26. / 27. November 2022 15.30 29. / 30. November 2022 10.00

Mo

EMMANUEL PAHUD & YEFIM BRONFMAN

SONGS OF TRAVEL Konzert für Kinder und Erwachsene

Emmanuel Pahud Flöte Yefim Bronfman Klavier

Stefan Temmingh Musikalische Leitung und Blockflöte Bakr Khleifi Oud

Trotz der ausgeprägten Naturverbundenheit im Zeitalter der Romantik entstanden in dieser Epoche kaum bedeutende Werke für Flöte – ein Instrument, das früheren Generationen noch als musikalischer ­Inbegriff des Pastoralen galt. Carl Reineckes „Undine“­Sonate bildet in dieser Hinsicht eine bemerkenswerte Ausnahme. Emmanuel Pahud und Yefim Bronfman stellen dem 1882 entstandenen Werk, das auf Friedrich de la Motte-Fouqués gleichnamiger Märchenerzählung basiert, eine Bearbeitung der späten Klarinettensonate op. 120 Nr. 2 von Johannes Brahms sowie zum Auftakt Mozarts Violinsonate KV 378 in einer Fassung für Flöte und Klavier an die Seite.

Blockflötenklasse der Musikhochschule Freiburg Studierende der Barenboim-Said Akademie

Kaum etwas bringt die Traditionen und die Kultur eines Landes oder einer Region unverfälschter und ­unmittelbarer zum Ausdruck als ein Volkslied. In Songs of Travel begeben sich Blockflötenvirtuose Stefan ­Temmingh und Oud-Spieler Bakr Khleifi gemeinsam mit einem Instrumentalensemble aus Studierenden der Barenboim-Said Akademie und Temminghs Freiburger Blockflötenklasse auf eine musikalische Reise, die von Deutschland über die Türkei bis nach Venezuela führt. Dabei durchqueren sie die unterschiedlichsten Landschaften und erwecken Volkslieder aus verschiedenen Jahrhunderten in unerwarteten Klangkombinationen zu neuem Leben.

There are few things that express the culture and t­raditions of a country or region in a more direct and intuitive way than a folk song. In Songs of Travel, recorder virtuoso Stefan Temmingh, oud player Bakr Khleifi, and a group of instrumentalists including students of the Barenboim-Said Akademie and members of ­Temmingh’s own recorder class, embark on a musical journey from ­Germany to Turkey and all the way to Venezuela. They pass through many landscapes and bring folk songs from ­different centuries to life in unexpected combinations of sound.

Despite the adoration of nature that marked the ­Romantic era, it produced few compositions for flute— an instrument considered the epitome of the pastoral by earlier generations. Carl Reinecke’s “Undine” Sonata, composed in 1882 and inspired by Friedrich de la Motte-­ Fouqué’s eponymous fairy tale, is a notable exception. To complete their duo program, Emmanuel Pahud and Yefim Bronfman have chosen adaptations of Johannes Brahms’s late Clarinet Sonata Op. 120 No. 2 and ­Mozart’s ­Violin Sonata K. 378.

November 26 – 27, 2022 3.30 pm Tue–Wed November 29 – 30, 2022 10 am

Sat–Sun

Dauer: ca. 60 Minuten / ab 6 Jahre / In deutscher Sprache Running time: c. 60 minutes / Age 6 and older / In German

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28. November 2022 19.30

Preise: ¤ 15 Erwachsene / ¤ 5 Kinder (Sa & So) ¤ 10 Erwachsene / ¤ 5 Kinder und Schulklassen (Di & Mi)

Mon

Wolfgang Amadeus Mozart Sonate für Violine und Klavier B-Dur KV 378 (317d) Bearbeitung für Flöte und Klavier

Johannes Brahms Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2 Bearbeitung für Flöte und Klavier

Carl Reinecke Sonate für Flöte und Klavier e-moll op. 167 „Undine“

November 28, 2022 7.30 pm Preise: ¤ 65 –15

57


DEZEMBER DECEMBER


2. – 11. Dezember 2022 BAROCKTAGE der Staatsoper Unter den Linden Do

1. Dezember 2022 19.30

Nach einem Frankreich-Schwerpunkt im vergangenen Jahr steht bei den Barocktagen der Staatsoper Unter den Linden in dieser Saison Musik aus dem zweiten „Mutterland“ des Barock im Mittelpunkt: Italien. Im Pierre Boulez Saal präsentieren die Berliner Barock Solisten und das Ensemble Le Poème Harmonique neben ­Werken von Wolfgang Amadeus Mozart Kompositionen des Venezianers Antonio Vivaldi, darunter seine umfangreiche Psalmvertonung Nisi Dominus.

Joseph Haydn

SIR ANDRÁS SCHIFF

Ausgewählte Klavierwerke

Sir András Schiff Klavier

„Man tut Haydn großes Unrecht, wenn man ihn immer nur zum ‚Aufwärmen‘ zu Beginn eines Konzertes spielt,“ erklärt Sir András Schiff. „Er ist einer von drei oder vier Komponisten, mit denen man ohne Probleme ein ganzes Konzertprogramm füllen kann.“ Genau das hat sich der ungarisch-britische Pianist, der in den vergangenen Spielzeiten die großen Klavierwerke Johann Sebastian Bachs im Pierre Boulez Saal präsentierte, für sein neues Projekt vorgenommen. Die Stückauswahl gleicht dabei – wie Haydns umfangreiches Klavierwerk selbst – einer wahren Wundertüte: Sie wird erst am Konzertabend von Sir András Schiff bekannt gegeben.

“Performing Haydn only as a warm-up at the b­ eginning of a concert is doing him a great injustice,” says Sir András Schiff. “He’s one of three or four composers whose works can easily fill an entire program.” This is exactly what the British-Hungarian pianist, who in recent seasons performed the major keyboard works of Johann Sebastian Bach at the Pierre Boulez Saal, has chosen as his new project. The selection of works will be as surprising as Haydn’s diverse oeuvre itself: it will be announced by Schiff on the night of the concert. Thu

Following last year’s French theme, the Barocktage festival of the Staatsoper Unter den Linden this season focuses on music from the other “birthplace” of Baroque music—Italy. At the Pierre Boulez Saal, the Berlin ­Baroque Soloists and the ensemble Le Poème Harmonique perform works by Wolfgang Amadeus Mozart and ­Venetian Antonio Vivaldi, including his large-scale psalm setting Nisi Dominus.

December 2 – 11, 2022

December 1, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 65 –15 60

61

Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal / Presented by the Staatsoper Unter den Linden in cooperation with the Pierre Boulez Saal Kartenvorverkauf nur über die Staatsoper Unter den Linden. / Tickets are available from the Staatsoper Unter den Linden only. staatsoper-berlin.de


So

4. Dezember 15.00

BERLINER BAROCK SOLISTEN Kristof Polonek Musikalische Leitung und Violine Diana Tishchenko Violine

Sa

Werke von Antonio Vivaldi Wolfgang Amadeus Mozart

3. Dezember 15.00

LE POÈME HARMONIQUE Nisi Dominus Vincent Dumestre Musikalische Leitung

Antonio Vivaldi Nisi Dominus RV 608 und weitere Werke

Marie Théoleyre Sopran Eva Zaïcik Mezzosopran Benoît-Joseph Meier Tenor Francesco Manalich Tenor Virgile Ancely Bass

62

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Mi

7. Dezember 2022 19.30

Heinrich Heine Auszüge aus dem Lyrischen Intermezzo und andere Gedichte Lesung in deutscher Sprache / Reading in German

JULIA KLEITER & JULIUS DRAKE Lied und Lyrik

Vertonungen von

Franz Schubert Felix Mendelssohn Bartholdy Fanny Hensel Clara Schumann Johannes Brahms Franz Liszt Charles Ives

Julia Kleiter Sopran Julius Drake Klavier

Ohne Heinrich Heine sei die Geschichte des Kunstlieds undenkbar, erklärte Theodor W. Adorno. Mehr als 10.000 mal dienten Heines Gedichte bis heute als Liedvorlage – nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weltweit. Zu den ersten, die sich seinen Texten musikalisch widmeten, gehörten Fanny Hensel in­ ­Berlin und Franz Schubert in Wien, der sechs Gedichte aus Heines Reisebildern schon ein Jahr nach deren Veröffentlichung vertonte (sie bilden die zweite Hälfte des postum veröffentlichten Schwanengesang). Julia Kleiter und Julius Drake, Kurator der Reihe „Lied und Lyrik“, verfolgen Heines musikalische Wirkungsgeschichte über Clara Schumann, Johannes Brahms und Franz Liszt weiter bis zu Charles Ives. Ein:e Schauspieler:in liest dazu aus Heines Werken.

Preise: ¤ 55 –15

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The history of art song, Theodor W. Adorno declared, would be unthinkable without Heinrich Heine. His poems have inspired more than 10,000 ­settings—not only in German-speaking countries, but around the world. Among the first to musically explore his works were Fanny Hensel in Berlin and Franz Schubert in Vienna, who set six poems from Heine’s Reisebilder the year after their first publication (in what would ­become the second half of the collection known as Schwanengesang). Julia Kleiter and Julius Drake, ­curator of the Lied und Lyrik series, trace Heine’s musical ­influence further to Clara Schumann, Johannes Brahms, Franz Liszt, and Charles Ives. An actor will read from Heine’s works. Wed

December 7, 2022 7.30 pm

Packages

Information S. 188 / p. 189

65


Do

8. Dezember 2022 19.30

ELTERNZEITKONZERT Fr 9. Dezember 2022 10.30

CAROLIN WIDMANN

Musik für Menschen mit Babys Weitere Informationen auf Seite 178

Carolin Widmann Violine

Music for adults with babies For details, turn to page 178

Hildegard von Bingen Antiphon „Spiritus sanctus vivificans vita“

George Enescu Fantaisie concertante Im Mai 2022 spielte Carolin Widmann die Uraufführung von Violin for Carolin, das der dänische ­Komponist Hans Abrahamsen für sie geschrieben hat. Nun ist das Werk im Pierre Boulez Saal zu hören als Teil eines ­außergewöhnlichen Soloprogramms, das fast ein Jahrtausend Musikgeschichte umspannt, ausgehend von der mittelalterlichen Universalgelehrten und Komponistin Hildegard von Bingen. In einem faszinierenden Mitund Gegeneinander der Stile und Epochen interpretiert Widmann außerdem eine Sonate des spät­barocken ­Violinvirtuosen Francesco Geminiani, George Enescus selten zu hörende Fantaisie concertante sowie Salvatore Sciarrinos Sei Capricci aus dem Jahr 1976.

In May 2022, Carolin Widmann performed the world premiere of Violin for Carolin, written for her by Danish composer Hans Abrahamsen. She now brings the piece to the Pierre Boulez Saal as part of an extra­ ordinary solo recital spanning almost a millennium of music history, beginning with medieval composer and polymath Hildegard von Bingen. In a fascinating juxtaposition of styles and eras, the program also ­includes a sonata by late-Baroque violin virtuoso ­Francesco ­Geminiani, George Enescu’s rarely heard Fantaisie ­concertante, and Salvatore Sciarrino’s Sei Capricci, composed in 1976. Thu

Hans Abrahamsen Violin for Carolin

Francesco Geminiani Sonate g-moll

Salvatore Sciarrino Sei Capricci

December 8, 2022 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

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15.00 Uhr

20.00 Uhr

Mitglieder der Camerata Salzburg & Rolando Villazón

Lotería Mozartiana & Ein musikalischer Spaß

Wolfgang Amadeus Mozart

Mitglieder der Camerata Salzburg Rolando Villazón Moderation

Divertimento D-Dur KV 205 (176a) Divertimento F-Dur KV 247 Divertimento B-Dur 287 (271h) Ausgewählte Arien

„Liebster bester Freund“ Hugues Borsarello Violine Paul Montag Klavier Rolando Villazón Rezitation

Wolfgang Amadeus Mozart Briefe an seine Freunde Lesung in deutscher Sprache

Divertimento F-Dur KV 522 „Ein musikalischer Spaß“

Preise: ¤ 65 –15

Ausgewählte Violinsonaten gespielt auf der historischen Mozart-Violine von Pietro Antonio dalla Costa

Preis: ¤ 20

20.00 Uhr

Preise: ¤ 45 –15

Quatuor Hermès & Adrien La Marca

20.00 Uhr

Radek Baborák Ensemble

Omer Bouchez Violine Elise Liu Violine Lou Yung-Hsin Chang Viola Yan Levionnois Violoncello

Radek Baborák Horn Milan Al-Ashhab Violine Martina Bačová Violine Karel Untermüller Viola Hana Baborakova-Shabuova Violoncello David Pavelka Kontrabass

Adrien La Marca Viola

Wolfgang Amadeus Mozart

Rolando Villazón Rezitation

Streichquartett d-moll KV 421 (417b) Streichquintett D-Dur KV 593 Streichquintett g-moll KV 516 RT

ÓN

ND

AN

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Wolfgang Amadeus Mozart

1

Ausgewählte Werke für Horn und Streicher

23

INTE

December 9 – 11, 2022

WOCHE 20

9–

Preise: ¤ 45 –15

Dezember

15.00 Uhr

Wolfgang Amadeus Mozart

Rolando Villazón has led the Salzburg Mozart Week as artistic director since 2019. Now his festival pays a visit to Berlin and the Pierre Boulez Saal, presenting highlights from a program that celebrates the music of Wolfgang Amadeus Mozart every year around January 27, the ­composer’s birthday. In addition to concerts featuring members of Camerata Salzburg, the Quatuor Hermès, Adrien La Marca, and the Radek Baborák Ensemble, ­Villazón himself will read from Mozart’s letters, accompanied by music performed on Mozart’s own 1764 violin. An exhibition will illuminate the historical background, while Mozartian humor is provided by a Mozart lottery.

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So 11.

AZ

Seit 2019 zeichnet Rolando Villazón als Intendant für die Geschicke der Salzburger Mozartwoche verantwortlich. Nun kommt sein Festival zu einem Kurzbesuch nach Berlin und präsentiert im Pierre Boulez Saal einen Ausschnitt aus dem Programm, bei dem alljährlich rund um den Geburtstag des Komponisten am 27. Januar ganz die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts im Mittelpunkt steht. Zu hören sind neben verschiedenen Kammermusikwerken mit Mitgliedern der Camerata Salzburg, dem Quatuor Hermès, Adrien La Marca und dem Radek Baborák ­Ensemble auch Briefe Mozarts, gelesen von Villazón, und die eigene Violine des Komponisten aus dem Jahr 1764. Eine Ausstellung liefert dazu historische Hintergründe. Außerdem sorgt eine Mozart-Lotterie für den passenden Mozartschen Humor.

Dezember

LL

Die Mozartwoche zu Gast im Pierre Boulez Saal

Sa 10.

Dezember

ZA

VON DER SALZACH AN DIE SPREE

Fr 9.

MO

9. – 11. Dezember 2022

VI T R OL ANDO

Preise: ¤ 55 –15


Di

13. Dezember 2022 19.30

LES VENTS FRANÇAIS & ÉRIC LE SAGE Emmanuel Pahud Flöte François Leleux Oboe Paul Meyer Klarinette Radovan Vlatković Horn Gilbert Audin Fagott Éric Le Sage Klavier

Les Vents Français vereint fünf herausragende Holzbläservirtuosen zu einem Quintett der Spitzenklasse. Neben Elliott Carters Esprit Rude / Esprit Doux und Philippe Hersants Osterlied, welches das Ensemble ­gemeinsam mit dem Pianisten Éric Le Sage zur Uraufführung brachte, sind im Pierre Boulez Saal Mozarts Quintett für Bläser und Klavier sowie Werke aus dem frühen 20. Jahrhundert zu hören, als insbesondere ­französische Komponisten wie Jacques Ibert, Darius Milhaud und Francis Poulenc der Kammermusik für Blasinstrumente neues Leben einhauchten. The ensemble Les Vents Français brings together five of today’s most accomplished wind virtuosos. In addition to Elliott Carter’s Esprit Rude / Esprit Doux and Philippe Hersant’s Osterlied, which was premiered by the ensemble together with pianist Éric Le Sage, their Pierre Boulez Saal program includes Mozart’s Quintet for Winds and Piano as well as works by French composers from the early 20th century, a time when musicians such ­ as Jacques Ibert, Darius Milhaud, and Francis Poulenc reinvigorated the genre of chamber music for winds. Tue

Preise: ¤ 55 –15

Jacques Ibert

Darius Milhaud

Trois pièces brèves für Bläserquintett

Sonate für Flöte, Oboe, Klarinette und Klavier op. 47

Philippe Hersant Osterlied für Bläserquintett und Klavier

December 13, 2022 7.30 pm

Wolfgang Amadeus Mozart Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur KV 452

Elliott Carter Esprit Rude / Esprit Doux für Flöte und Klarinette

Francis Poulenc Sextett für Bläser und Klavier

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So

18. Dezember 2022 16.00

BOULEZ ENSEMBLE XLVIII

Johann Sebastian Bach

Di

„O holder Tag, erwünschte Zeit“ Kantate für Sopran, Flöte, Oboe d’amore, Streicher und Basso continuo BWV 210

LINDENBRASS

Harrison Birtwistle

Matthias Pintscher Musikalische Leitung Keren Motseri Sopran

20. Dezember 2022 19.30

Blechbläserensemble der Staatskapelle Berlin

Secret Theatre

Matthias Pintscher Bereshit

John Bull St. Thomas Wake The King’s Hunt

Vom Akt der Schöpfung handelt Matthias Pintschers 2012 vollendetes Ensemblewerk Bereshit, das seine ­musikalische Beschäftigung mit dem Alten Testament fortsetzt und dessen Titel das erste Wort der hebräischen Tora aufgreift. „Es ist ein Beginn des Beginns aus ­absoluter Dunkelheit und Unförmigkeit“, erklärt der Komponist und Dirigent. Gemeinsam mit dem Boulez Ensemble bringt er außerdem Harrison Birtwistles Secret Theatre aus dem Jahr 1984 zur Aufführung, das vom gleichnamigen Gedicht des englischen Lyrikers Robert Graves inspiriert wurde. Solistin in Bachs „Hochzeitskantate“ ist Keren Motseri.

Preise: ¤ 45 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189

The Severn Suite op. 87

Mark-Anthony Turnage

The brass ensemble of the Staatskapelle Berlin makes its Pierre Boulez Saal debut with a program spanning three centuries of music history. Sumptuous arrangements of harpsichord works by Renaissance composer John Bull are followed by Elgar’s colorful Severn Suite and Mark-Anthony Turnage’s Out of Black Dust, written in 2007. The concert’s second part is dedicated to Engelbert Humperdinck’s beloved fairy-tale opera Hänsel und ­Gretel, heard in an adaptation for brass and speaker, ­narrated in German.

Out of Black Dust

Engelbert Humperdinck

Tue

December 20, 2022 7.30 pm

Hänsel und Gretel Bearbeitung für Blechbläserensemble und Erzähler von Hans-Joachim Drechsler

In his ensemble work Bereshit, completed in 2012, Matthias Pintscher musically reflects on the act of creation, continuing his exploration of Old Testament themes— the work’s title is the first word of the Hebrew Torah. “It’s a beginning of the beginning, out of absolute ­darkness and shapelessness,” the composer-conductor says. He also leads the Boulez Ensemble in Harrison Birtwistle’s Secret Theatre, written in 1984 and inspired by the eponymous poem by Robert Graves. For Bach’s “Wedding Cantata,” the ensemble is joined by soprano Keren Motseri. Sun

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Edward Elgar

Das Blechbläserensemble der Staatskapelle Berlin ist mit festlicher Musik aus drei Jahrhunderten erstmals im Pierre Boulez Saal zu Gast. Auf prachtvolle Bearbeitungen von Cembalowerken des Renaissancekomponisten John Bull folgen Elgars stimmungsvolle Severn Suite und Mark-Anthony Turnages 2007 entstandenes Out of Black Dust. Der zweite Teil des Abends ist Engelbert ­Humperdincks berühmter Märchenoper Hänsel und ­Gretel in einer Version für Blechbläsersensemble und Erzähler gewidmet.

December 18, 2022 4 pm 73

Preise: ¤ 55 –15


JANUAR JANUARY

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Do / Fr Sa /So

12. / 13. Januar 2023 10.00 14. / 15. Januar 2023 15.30 16. – 22. Januar 2023

CLICK’N DRUMS Konzert für Kinder und Erwachsene

SCHUBERT-WOCHE / SCHUBERT WEEK Franz Schubert, so schrieb der englische Musikwissenschaftler George Grove im Jahr 1883 romantisch überschwänglich, brauchte ein Gedicht nur zu lesen, „und die passende Melodie, vermählt mit dem un­sterblichen Vers (eine Ehe, die in seinem Fall wahrlich im Himmel geschlossen wurde), stürzte in seinen Geist und in seine Feder.“ Mehr als 600 Lieder komponierte Schubert in nicht einmal 20 Jahren schöpferischen Lebens. Auch in der Saison 2022/23 ist diesem ­reichen musikalischen Schatz im Pierre Boulez Saal wieder eine ganze Woche gewidmet. Auf Einladung von Kurator Thomas Hampson interpretieren namhafte ebenso wie junge Künstler:innen in Konzerten und Workshops eine Auswahl dieser Werke sowie Kompositionen von Schuberts Zeitgenossen.

QUATUOR BEAT Gabriel Benlolo Laurent Fraiche Jérôme Guicherd Hervé Trovel Schlagzeug

Beim französischen Quatuor Beat dreht sich alles um den Rhythmus: Mit Schlaginstrumenten und anderen Gegenständen, die auf die unterschiedlichsten Arten zu klingendem Leben erweckt werden, bringen die vier Musiker ein ebenso mitreißendes wie humorvolles ­theatralisches Spektakel auf die Bühne. Die Geschichte, die in Click’n Drums erzählt wird, kommt dabei ganz ohne Worte aus. With the French Quatuor Beat, it’s all about rhythm: employing a range of percussion instruments and other objects brought to resounding life in different ways, the four musicians create a theatrical spectacle that is as exciting as it is funny. In Click’n Drums, they tell a story entirely without words.

January 12 – 13, 2023 10 am Sat–Sun  January 14 – 15, 2023 3.30 pm

Thu–Fri

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Franz Schubert, declared the English musicologist George Grove in 1883 in fervently Romantic tones, only had to “read the poem, and the appropriate tune, ­married to immortal verse (a marriage, in his case, truly made in heaven), rushed into his mind, and to the end of his pen.” In a creative life spanning less than 20 years, Schubert wrote over 600 songs—a musical treasure trove that is as diverse as it is inexhaustible. The Pierre Boulez Saal’s Schubert Week, curated by Thomas Hampson, once again unites a group of veteran and ­up-and-coming artists to explore a selection of these works, together with compositions by Schubert’s ­contemporaries.

January 16 – 22, 2023 In Zusammenarbeit mit / In Cooperation with Lied Akademie des Internationalen Liedzentrums Heidelberg & Hampsong Foundation Dauer: ca. 50 Minuten / ab 6 Jahre / ohne Sprache Running time: c. 50 minutes / Age 6 and older / Without words

Preise: ¤ 15 Erwachsene / ¤ 5 Kinder (Sa & So) ¤ 10 Erwachsene / ¤ 5 Kinder und Schulklassen (Do & Fr)

Packages

Information S. 188 / p. 189

77


Mo

16. Januar 20.00

Di

17. Januar 20.00

THOMAS HAMPSON & WOLFRAM RIEGER

SUSAN ZARRABI & GEROLD HUBER

Thomas Hampson Bariton Wolfram Rieger Klavier

Susan Zarrabi Mezzosopran Gerold Huber Klavier

So

22. Januar 20.00

KIERAN CARREL

Mi

18. Januar 20.00

YOUNG SINGERS I Malcolm Martineau Klavier

Kieran Carrel Tenor N.N. Klavier Do

19. Januar 20.00

YOUNG SINGERS II Graham Johnson Klavier Preise: ¤ 15 –12

Fr

20. Januar 15.00

ÖFFENTLICHER WORKSHOP

Sa

Ausgewählte Lieder von

Franz Schubert und seinen Zeitgenossen

21. Januar 10.30

ÖFFENTLICHER WORKSHOP

Informationen zu zwei weiteren Konzerten am Freitag, den 20. Januar und Samstag, den 21. Januar, ­jeweils um 20 Uhr, sowie Einzelheiten zu den Programmen für alle Veranstaltungen finden Sie ab O ­ ktober 2022 unter boulezsaal.de

For information on two additional concerts on Friday, January 20, and Saturday, January 21, at 8 pm, as well as full program details for all events, visit boulezsaal.de in October 2022.

Sa

21. Januar 16.00

WORKSHOP-ABSCHLUSSKONZERT

Preise: ¤ 75 –15 78

Preise: ¤ 35 –15

Preise: ¤ 35 –15 79

Preise: ¤ 10 –5


Do

26. Januar 2023 19.30

ELISABETH LEONSKAJA & STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN Elisabeth Leonskaja Klavier Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello

Das Streichquartett der Staatskapelle Berlin und die Pianistin Elisabeth Leonskaja – die im Mai auch mit ­einem Soloabend zu erleben ist – sind regelmäßige Gäste im Pierre Boulez Saal. Gemeinsam widmen sie sich zwei bedeutenden Werken des 19. und 20. Jahrhunderts: Neben Dvořáks 1888 entstandenem A-Dur-Quintett, das volkstümliche Einflüsse mit spätromantischer ­Emphase verbindet, erklingt Schostakowitschs an seinem großen Vorbild Bach orientiertes Klavierquintett von 1940. The Berlin Staatskapelle String Quartet and pianist Elisabeth Leonskaja—who will also be heard in a solo recital in May—have long been regular guests at the Pierre Boulez Saal. Together they take on two major works of the 19th and 20th centuries: Dvořák’s A-major Quintet of 1888, in which folk-music influences blend with rich late-Romantic sound, is juxtaposed with Shostakovich’s 1940 Piano Quintet, a piece inspired by the composer’s admiration of Bach.

Antonín Dvořák Klavierquintett A-Dur op. 81

Preise: ¤ 55 –15

Thu

January 26, 2023 7.30 pm

Dmitri Schostakowitsch Klavierquintett g-moll op. 57

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Maurice Ravel

Fr

Entre cloches aus Sites auriculaires für zwei Klaviere

27. Januar 2023 19.30

George Enescu

PIERRE-LAURENT AIMARD & TAMARA STEFANOVICH

Carillon nocturne aus der Suite für Klavier Nr. 3 op. 18

Pierre-Laurent Aimard Klavier Tamara Stefanovich Klavier

Prayer Bell Sketch für Klavier op. 29

Oliver Knussen Harrison Birtwistle Keyboard Engine für zwei Klaviere

Olivier Messiaen Visions de l’Amen für zwei Klaviere

„Natürlich existiert das Leiden auch für mich“, — bekannte Olivier Messiaen. „Aber ich habe nur sehr wenige schmerzliche Stücke geschrieben. Ich liebe die Herrlichkeit und die Freude im himmlischen Sinne.“ Selbst inmitten des Zweiten Weltkrieges, gerade aus dem Kriegsgefangenenlager entlassen, in dem kurz ­zuvor sein Quatuor pour la fin du temps entstanden war, bleibt seine Musik ein unerschütterliches Glaubens­ bekenntnis. Die Visions de l’Amen von 1943 läuten mit überwältigender Klangfarbenpracht das Ende der ­irdischen und den Anbruch der göttlichen Zeit ein. ­Pierre-Laurent Aimard, der als Zwölfjähriger Unterricht von Messiaens Frau Yvonne Loriod erhielt, und seine langjährige Klavierpartnerin Tamara Stefanovich präsentieren den monumentalen Zyklus sowie weitere pianistische „Glockenspiele“ aus dem 20. und 21. Jahrhundert. “Of course, suffering exists for me, too,” Olivier Messiaen once declared, “but I’ve written very few poignant pieces. I love Light, Joy, and Glory in the ­divine sense.” Even during World War II, having just been released from the prisoner-of-war camp where he had written his Quatuor pour la fin du temps, his music remained an unwavering affirmation of faith. The V ­ isions de l’Amen, composed in 1943, herald the end of earthly time and the dawn of the heavenly kingdom in sound colors of overwhelming richness. Pierre-Laurent Aimard, who began his piano studies with Messiaen’s wife Yvonne Loriod at the age of 12, and his longtime piano partner Tamara Stefanovich present the monumental cycle together with several other 20th- and 21st-century works that take inspiration from the image and symbolism of bells. Fri

January 27, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15 83


So

29. Januar 2023 16.00

Eugène Ysaÿe

Der 1997 in Nazareth geborene Geiger Yamen Saadi begann seine musikalische Ausbildung am BarenboimSaid Conservatory in seiner Heimatstadt, ist langjähriges Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra und schloss sein Studium 2019 an der Barenboim-Said Akademie ab. Im Juni 2022 wurde er zum Konzertmeister des Orchesters der Wiener Staatsoper berufen. Dem Publikum im ­Pierre Boulez Saal ist er durch zahlreiche Auftritte mit dem Boulez Ensemble bekannt – nun gibt er gemeinsam mit dem französischen Pianisten Julien Quentin sein Solodebüt. Auf dem Programm der beiden Künstler stehen Werke des späten 19. und des 20. Jahrhunderts von Richard Strauss bis Luciano Berio.

Poème élégiaque für Violine und Klavier d-moll op. 12

YAMEN SAADI & JULIEN QUENTIN

Thème et variations für Violine und Klavier

Yamen Saadi Violine Julien Quentin Klavier

Sequenza VIII für Violine solo

Olivier Messiaen Luciano Berio Richard Strauss Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 18

Born in Nazareth in 1997, violinist Yamen Saadi ­began his musical education at the Barenboim-Said Conservatory in his hometown. He is a longtime member of the West-Eastern Divan Orchestra and completed his studies in 2019 at the Barenboim-Said Akademie. In June 2022, he was named concertmaster of the Orchestra of the ­Vienna State Opera. Following numerous Pierre Boulez Saal appearances as a member of the Boulez Ensemble, he now makes his solo debut, for which he is joined by French pianist Julien Quentin. Their program includes works of the late 19th and 20th centuries from Richard Strauss to Luciano Berio.

ELTERNZEITKONZERT Mo 30. Januar 2023 10.30 Musik für Menschen mit Babys Weitere Informationen auf Seite 178 Music for adults with babies For details, turn to page 178

Sun

January 29, 2023 4 pm Preise: ¤ 45 –15

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Di

31. Januar 2023 19.30

STAATSKAPELLE BERLIN, FINNEGAN DOWNIE DEAR & SARAH ARISTIDOU Finnegan Downie Dear Musikalische Leitung Sarah Aristidou Sopran

Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal / Presented by the Staatsoper Unter den Linden in cooperation with the Pierre Boulez Saal Kartenvorverkauf nur über die Staatsoper Unter den Linden. / Tickets are available from the Staatsoper Unter den Linden only. staatsoper-berlin.de

Die Staatskapelle Berlin und der junge britische ­ irigent Finnegan Downie Dear – Gewinner des D ­renommierten Mahler-Wettbewerbs der Bamberger Symphoniker 2020 – erwecken in Werken von Maurice Ravel, Hans Abrahamsen und George Benjamin fantastische musikalische Welten zum Leben. Den Solopart in Benjamins Vertonung eines Gedichts von Wallace ­Stevens übernimmt dabei Sarah Aristidou. Außerdem erklingen Abrahamsens Bearbeitungen von Schönbergs Klavierstücken op. 19 sowie Anton Weberns letztes ­Orchesterwerk aus dem Jahr 1940. Led by the young British conductor Finnegan Downie Dear, winner of the Bamberg Symphony’s renowned Mahler Competition in 2020, the Staatskapelle Berlin brings fantastic musical worlds to life in imaginative works by Maurice Ravel, Hans Abrahamsen, and George Benjamin, with soprano Sarah Aristidou taking on the solo part in Benjamin’s setting of a poem by Wallace Stevens. These musical fairy tales are complemented by Abrahamsen’s arrangements of Schoenberg’s Op. 19 ­Piano Pieces and Anton Webern’s final orchestral work, written in 1940. Tue

Anton Webern

George Benjamin

Variationen für Orchester op. 30

A Mind of Winter für Sopran und Orchester

Arnold Schönberg

Maurice Ravel

Vier kleine Klavierstücke aus op. 19

Ma mère l’oye

Bearbeitung für Orchester von Hans Abrahamsen

January 31, 2023 7.30 pm

Hans Abrahamsen Märchenbilder

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FEBRUAR FEBRUARY


Fr

3. Februar 2023 19.30

VINCENT COURTOIS

Mi

1. Februar 2023 19.30 KIRILL GERSTEIN Kirill Gerstein Klavier

Igor Strawinsky Sonate für Klavier

Franz Schubert Klaviersonate c-moll D 958

György Ligeti Étude Nr. 5 Arc-en-ciel Étude Nr. 13 L’Escalier du diable

Franz Liszt Bénédiction de Dieu dans la solitude aus Harmonies poétiques et religieuses S 173 Klaviersonate h-moll S 178

Vincent Courtois Violoncello Daniel Erdmann Saxophon Robin Fincker Saxophon, Klarinette Colin Vallon Klavier Éric-Maria Couturier Violoncello

Kirill Gerstein, der zuletzt in einer beeindruckenden Tour de Force Franz Liszts sämtliche Études d’exécution transcendante im Pierre Boulez Saal interpretierte, kehrt nun mit der nicht weniger anspruchsvollen h-moll-­ Sonate des Komponisten zurück, die mit ihrem innovativen einsätzigen Aufbau das klassische Formmodell hinter sich lässt. Franz Schuberts nur 25 Jahre älteres ­c-moll-Werk aus der Trias seiner letzten Sonaten ist dagegen noch deutlich am Vorbild Beethovens orientiert. Diesen beiden Schwergewichten der Klavierliteratur stellt Gerstein Werke von Igor Strawinsky und György Ligeti an die Seite.

Twelve years ago, Vincent Courtois created an ­unusual trio in which the French musician’s cello is ­joined by the tenor saxophones of Robin Fincker and Daniel Erdmann. The group has since performed countless concerts and explored both familiar and ­unexpected musical paths. For his Pierre Boulez Saal debut, Courtois has also invited pianist Colin Vallon and cellist Éric-Maria Couturier. In different combinations from duo to ­quintet, the five musicians will present several world premieres as well as fully improvised music and newly arranged pieces from two of Courtois’s albums.

Having completed the tour de force of performing all of Franz Liszt’s Études d’exécution transcendante at the Pierre Boulez Saal two seasons ago, Kirill Gerstein returns to present the composer’s equally challenging B-minor Sonata. With its innovative single-movement structure, the score abandons the traditional sonata form, whereas Schubert’s C-minor work, written only 25 years earlier as one of his last three sonatas, is still ­audibly indebted to Beethoven. Gerstein combines these two pianistic heavyweights with works by Igor Stravinsky and György Ligeti. Wed

Fri

February 3, 2023 7.30 pm

February 1, 2023 7.30 pm Preise: ¤ 65 –15

90

Vor zwölf Jahren rief Vincent Courtois sein Trio ins Leben, das in ungewöhnlicher Besetzung das Cello des Franzosen mit zwei Tenorsaxophonen kontrastiert. Zusammen mit Daniel Erdmann und Robin Fincker gab er seither unzählige Konzerte und beschritt dabei vertraute ebenso wie unerwartete musikalische Wege. Für sein Konzert im Pierre Boulez Saal hat Courtois außerdem den Pianisten ­Colin Vallon and den Cellisten Éric-Maria Couturier eingeladen. In unterschiedlichen instrumentalen Kombinationen vom Duo bis zum Quintett präsentieren die fünf Künstler mehrere Uraufführungen sowie freie Improvisation und neu arrangierte Stücke aus Courtois’ Diskographie.

Preise: ¤ 45 –15 91


So

5. Februar 2023 18.00

NACHT DES SCHLAGZEUGS Dominic Oelze Schlagzeug und musikalische Leitung Elias Aboud Schlagzeug Martin Barth Schlagzeug

Werke von

Mi

George Crumb Gene Koshinski Andy Akiho Alejandro Viñao Evan Chapman

WEST-EASTERN DIVAN ENSEMBLE Michael Barenboim Violine, Viola und musikalische Leitung

und anderen

Yamen Saadi, David Strongin, Samir Obaido Violine Miriam Manasherov, Sindy Mohamed Viola Assif Binness, Astrig Siranossian Violoncello

Verschiedene Blas- und Streichinstrumente standen in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt der ­Themen­nächte im Pierre Boulez Saal. Nun präsentiert Dominic Oelze, Solo-Schlagzeuger der Staatskapelle Berlin und regelmäßiges Mitglied des Boulez ­Ensembles, zusammen mit zwei Kollegen ein farbenreiches ­Panorama aus ­Musik für Vibraphon, Xylophon, Marimba, Pauken, Trommeln und eine Reihe von anderen Instrumenten.

Jörg Widmann

Over the past few seasons, the Pierre Boulez Saal has hosted special concerts dedicated to a number of wind and string instruments. Now Dominic Oelze, principal percussionist of the Staatskapelle Berlin and a regular member of the Boulez Ensemble, has invited two ­colleagues to present a colorful panorama of music for vibraphone, xylophone, marimba, timpani, drums, and a plethora of other instruments. Sun

8. Februar 2023 19.30

24 Duos für Violine und Violoncello (Auswahl)

Antonín Dvořák Terzetto für zwei Violinen und Viola C-Dur op. 74

Paul Hindemith Trauermusik für Viola und Streicher

February 5, 2023 6 pm

George Enescu Oktett für Streicher C-Dur op. 7

Preise: ¤ 35 –15

Preise: ¤ 55 –15

Das West-Eastern Divan Ensemble, das in der vergangenen Saison mit Felix Mendelssohns Streichoktett seinen gefeierten Einstand im Pierre Boulez Saal gab, kehrt jetzt mit einem der bedeutendsten Nachfolgerwerke in dieser Gattung aus der Feder George Enescus zurück. Außerdem interpretieren die Musiker:innen in wechselnden Besetzungen Duos von Jörg Widmann, Dvořáks Terzetto op. 74 sowie Paul Hindemiths ­Trauermusik auf den Tod des englischen Königs George V., bei der Michael Barenboim den Solopart übernimmt. Last season, the West-Eastern Divan Ensemble made its ­acclaimed Pierre Boulez Saal debut performing Felix Mendelssohn’s String Octet. Now the musicians return to present one of the genre’s most significant later works composed by George Enescu. The program also features different combinations of instruments in duos by Jörg Widmann, Dvořák’s Op. 74 Terzetto, and ­Hindemith’s Trauermusik commemorating the death of King George V of ­England, with Michael Barenboim taking on the solo viola part. Wed

92

93

February 8, 2023 7.30 pm


Fr

10. Februar 2023 19.30 MICHIYO YAGI

Michiyo Yagi Koto, Elektronik, Gesang Dai Fujikura Synthesizer Eivind Aarset E-Gitarre und Elektronik Jan Bang Sampling und Elektronik So

Die Musik von Michiyo Yagi, Virtuosin auf der ­traditionellen japanischen Zither Koto, ist gleichermaßen archaisch wie futuristisch: neue Spieltechniken und Elektronik verbinden sich mit dem einzigartig klangvollen Charakter ihres Instruments in seiner ursprünglichsten Form. Zusammen mit drei außergewöhnlichen Musikerkollegen präsentiert sie bei ihrem Debüt im ­Pierre Boulez Saal komponierte und improvisierte ­Musik. Im ersten Teil des Abends spielt Yagi mit dem japanischen Komponisten Dai Fujikura am Synthesizer Musik von ihrem Duoalbum Bibi aus dem Jahr 2022; anschließend ist sie gemeinsam mit ihren langjährigen künstlerischen Partnern Eivind Aarset und Jan Bang zu erleben, die zu Yagis Koto elektrische Gitarrenklänge und Live-Sampling beisteuern.

Preise: ¤ 45 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189

AVI AVITAL Between Worlds: Schwarzes Meer

A virtuoso of the traditional Japanese zither known as koto, Michiyo Yagi has devoted much of her career to making music that sounds s­imultaneously ancient and futuristic—developing extended techniques and ­incorporating electronics, but also preserving the ­uniquely resonant character of the instrument in its most primal form. For her Pierre Boulez Saal debut, she is joined by three extraordinary musicians in a ­program of compositions and improvisations. The first set will feature Yagi in a duo with Japanese composer Dai Fujikura on synthesizer, ­performing music based on their 2022 album Bibi. Norwegians Eivind Aarset and Jan Bang, both longtime collaborators of Yagi, will be heard in the program’s second half, which blends Yagi’s koto with Aarset’s electric guitar and Bang’s live sampling and remixing. Fri

12. Februar 2023 16.00

Avi Avital Mandoline und musikalische Leitung Männerchor des Ensembles Rustavi Between Worlds Ensemble

Werke von

Giya Kancheli Sulkhan Tsintsadze Fazıl Say

February 10, 2023 7.30 pm

Das 1968 gegründete Ensemble Rustavi pflegt die reiche Tradition der Volksmusik und Volkstänze ­Georgiens und hat in den vergangenen Jahrzehnten weltweit fast 5000 Konzerte gegeben. Für das zweite Programm der Reihe Between Worlds, das der Region des Schwarzen Meeres gewidmet ist, hat Mandolinist Avi Avital den Männerchor des Ensembles eingeladen. Außerdem zu hören sind neue Arrangements und ­Bearbeitungen von Werken georgischer und türkischer Komponisten. Founded in 1968, the ensemble Rustavi is dedicated to preserving the rich tradition of Georgian folk music and dance, which it has presented in almost 5,000 ­concerts around the world over the past decades. For the second part of his Between Worlds series, focused on the Black Sea region, mandolinist Avi Avital has invited the ­ensemble’s male choir. The program also includes new arrangements of works by Georgian and Turkish c­ omposers. Sun

February 12, 2023 4 pm

und anderen sowie traditionelle Musik Preise: ¤ 55 –15

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16. Februar 2023 19.30 Fr 17. Februar 2023 19.30

Do

KAMMERAKADEMIE POTSDAM, ANTONELLO MANACORDA & ANNA PROHASKA Antonello Manacorda Musikalische Leitung Anna Prohaska Sopran

Toshio Hosokawa Blossoming II

Benjamin Britten Les Illuminations Liederzyklus nach Gedichten von Arthur Rimbaud op. 18

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Preise: ¤ 55 –15

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„Genug gehabt. Lärm der Städte, abends, und in der Sonne, und immer … Aufbruch in neuer Liebe und neuem Geräusch!“

“Enough had. City rumblings, evenings, and ­under the sun, and always … Taking off into fresh affections and the latest buzz!”

Arthur Rimbaud, Illuminations

—Arthur Rimbaud, Illuminations

Die Kammerakademie Potsdam und ihr musikalischer Leiter Antonello Manacorda folgen mit ihrem Programm dem Appell Arthur Rimbauds, jenseits von urbanem Treiben und zivilisatorischer Geräuschmaschinerie in der Natur neuen Klanglandschaften nachzuhorchen: Benjamin Brittens Vertonungen von ausgewählten ­Gedichten aus Rimbauds Illuminations, die die Sopranistin Anna Prohaska gemeinsam mit dem Ensemble interpretiert, werden umrahmt von Toshio Hosokawas Blossoming II, das vom Lebenszyklus der Lotusblume ­inspiriert ist, und Beethovens „Pastorale“.

The Kammerakademie Potsdam and its musical d­ irector, Antonello Manacorda, heed Arthur Rimbaud’s appeal to leave behind the noisy machinery of urban life and civilization to listen for new soundscapes in ­nature: Benjamin Britten’s settings of selected poems from Rimbaud’s Illuminations, performed by soprano Anna Prohaska, are framed by Toshio Hosokawa’s ­Blossoming II, which was inspired by the life cycle of the lotus flower, and Beethoven’s “Pastoral” Symphony.

February 16, 2023 7.30 pm Fri February 17, 2023 7.30 pm

Thu


So

19. Februar 2023 16.00

STREICHQUARTETT DER STAATSKAPELLE BERLIN & UDO SAMEL Intime Briefe Wolfram Brandl Violine Krzysztof Specjal Violine Yulia Deyneka Viola Claudius Popp Violoncello

Leoš Janáček Streichquartett Nr. 1 „Die Kreutzersonate“ Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“ Lesung aus der Erzählung Die Kreutzersonate von Leo Tolstoi und Briefen zwischen Leoš Janáček und Kamila Stösslová In deutscher Sprache / Reading in German

Udo Samel Rezitation

Im Sommer 1917 begegnete Leoš Janáček der fast 40 Jahre jüngeren Kamila Stösslová. Seine leidenschaftliche Liebe zu ihr blieb platonisch, doch inspirierte sie etliche in den folgenden Jahren entstandene Kompositionen, insbesondere das Zweite Streichquartett von 1928. Das Streichquartett der Staatskapelle Berlin interpretiert diese musikalische Liebeserklärung zusammen mit dem fünf Jahre früher entstandenen Ersten Quartett, das von Tolstois Kreutzersonate angeregt wurde. Schauspieler Udo Samel liest dazu aus der Erzählung sowie Auszüge aus den zahlreichen „intimen Briefen“ zwischen ­Stösslová und Janáček. Preise: ¤ 45 –15

98

In the summer of 1917, Leoš Janáček met Kamila Stösslová, a woman almost 40 years his junior. His ­passionate love for her remained platonic, but it provided the impetus for the creation of a number of works, most notably the Second String Quartet of 1928. The Berlin Staatskapelle String Quartet performs this musical declaration of love together with the composer’s First Quartet, written five years earlier and inspired by Tolstoi’s The Kreutzer Sonata. Actor Udo Samel reads from the novella as well as Stösslová and Janáček’s ­numerous “intimate letters.” Sun

99

February 19, 2023 4 pm


Di

21. Februar 2023 19.30

Sa

RADEK BABORÁK ENSEMBLE

25. Februar 2023 19.00

BOULEZ ENSEMBLE XLIX Thomas Guggeis Musikalische Leitung und Klavier

Radek Baborák Musikalische Leitung und Horn

Johannes Brahms Klavierquintett f-moll op. 34

Schon lange ist Radek Baborák dem Pierre Boulez Saal und der Barenboim-Said Akademie eng verbunden – als regelmäßiges Mitglied des Boulez Ensembles, als Gastprofessor und nicht zuletzt als Kurator der erfolgreichen „Nacht der Hörner“ im Jahr 2019. Nun kehrt der tschechische Hornist und Dirigent mit seinem ­eigenen Ensemble zurück. Auf dem Programm stehen Originalwerke und Bearbeitungen aus unterschied­ lichen Epochen in gemischter Bläser- und Streicher­ besetzung. Radek Baborák has been closely associated with the Pierre Boulez Saal and the Barenboim-Said Akademie for several years—as a regular member of the Boulez Ensemble, visiting professor, and curator of the “Night of the Horns” in 2019. Now the Czech horn virtuoso and conductor returns leading his own ensemble to perform a program of original works and arrangements for winds and strings covering a wide range of styles and eras. Tue

February 21, 2023 7.30 pm

Arnold Schönberg Kammersymphonie op. 9

John Adams Chamber Symphony

Während er die Partitur von Schönbergs Kammersymphonie studierte und sein siebenjähriger Sohn im Nebenzimmer alte Zeichentrickfilme schaute, kam John Adams die Idee zu seiner Chamber Symphony: „Die hyperaktive, aufdringlich aggressive und akrobatische Musik der Zeichentrickfilme vermischte sich in meinem Kopf mit der Musik Schönbergs – ebenfalls hyperaktiv, akrobatisch und nicht wenig aggressiv –, und mir wurde plötzlich klar, wieviel diese beiden Traditionen gemeinsam haben.“ Unter der Leitung von Thomas Guggeis musiziert das Boulez Ensemble die beiden Werke in ­direkter Gegenüberstellung. Den Auftakt des Programms bildet Brahms’ romantisch-opulentes Klavierquintett.

Johannes Brahms Streichquintett G-Dur op. 111 Bearbeitung für Horn und Streicher

Zdeněk Liška Suite aus der Musik zum Film Marketa Lazarová

Jean Sibelius Käyrätorvi Bearbeitung des Streichtrios g-moll für Waldhorn und Streichquartett von Radek Baborák

Sat

Astor Piazzolla Preise: ¤ 45 –15

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John Adams was studying the score of Schoenberg’s Kammersymphonie while his seven-year-old son was watching old cartoons in the next room when he had the idea for his own Chamber Symphony: “The hyperactive, insistently aggressive and acrobatic scores for the cartoons mixed in my head with the Schoenberg music, itself hyperactive, acrobatic and not a little aggressive, and I realized suddenly how much these two traditions had in common.” Conducted by Thomas Guggeis, the Boulez Ensemble performs the two works side by side. Brahms’s sumptuously Romantic Piano Quintet opens the program.

Ausgewählte Tangos

Preise: ¤ 45 –15

101

Packages

Information S. 188 / p. 189

February 25, 2023 7 pm


MÄRZ MARCH


Mi

1. März 2023 19.30

Do

2. März 2023 19.30

ISABELLE FAUST & ANTOINE TAMESTIT

GULZODA KHUDOYNAZAROVA & ENSEMBLE

Isabelle Faust Violine Antoine Tamestit Viola

Gulzoda Khudoynazarova Gesang Bekzod Safarov Dotar, Tanbur Farruh Vohidov Ghichak

Zwei der herausragenden Vertreter:innen ihres Fachs präsentieren musikalische Zwiegespräche für Violine und Viola aus vier Jahrhunderten: Isabelle Faust und Antoine Tamestit interpretieren Konzerte des Gambisten Monsieur de Sainte-Colombe aus dem französischen Barock, die beiden Streichduos Wolfgang Amadeus Mozarts, Auszüge aus György Kurtágs Jelek, játékok és üzenetek („Zeichen, Spiele und Botschaften“) sowie Bohuslav Martinůs Drei Madrigale von 1947, in denen die beiden Instrumente im motivischen Schlagabtausch beinahe die Klangfülle eines Streichquartetts erreichen. Two outstanding soloists present musical dialogues for violin and viola spanning four centuries: Isabelle Faust and Antoine Tamestit perform French Baroque concertos by viol player and composer Monsieur de Sainte-­ Colombe, Wolfgang Amadeus Mozart’s pair of string duos, excerpts from György Kurtág’s Jelek, játékok és üzenetek (“Signs, Games, and Messages”), and Bohuslav Martinů’s Three Madrigals of 1947, in which the two instruments’ virtuosic interplay creates a sonic tapestry almost resembling a string quartet. Wed

March 1, 2023 7.30 pm

Gulzoda Khudoynazarova, die bereits im Februar 2022 das Publikum im Pierre Boulez Saal begeisterte, zählt zu den bedeutendsten Interpretinnen des klassischen ­usbekischen Shashmaqam. Wie die Sängerin selbst stammt dieses Genre aus Buchara, einer an der antiken Seidenstraße gelegenen Handelsmetropole, die zusammen mit Samarkand eine der kulturhistorisch bedeutendsten ­Regionen Zentralasiens bildet. Shashmaqam entstand aus dem Zusammenspiel usbekischer, tadschikischer und ­jüdischer musikalischer Einflüsse und nimmt dort bis heute eine zentrale Stellung im kulturellen Leben ein. Khudoynazarova ist erneut gemeinsam mit den beiden Instrumentalisten Bekzod Safarov und Farruh Vohidov zu erleben. Gulzoda Khudoynazarova, who received an enthusiastic welcome from Pierre Boulez Saal audiences with her concert in February 2022, is among the leading performers of classical Uzbek shashmaqam. The genre originated in the city of Bukhara (also the singer’s birthplace), a trading center situated on the ancient Silk Road and, together with Samarkand, one of the most culturally and historically significant places in Central Asia. Shashmaqam ­developed from a combination of Uzbek, Tajik, and Jewish musical influences and in its different variants occupies a central role in the region’s cultural life to this day. For this p­ erformance, Khudoynazarova is once again joined by her longtime collaborators, instrumentalists Bekzod ­Safarov and Farruh Vohidov.

Monsieur de Sainte-Colombe Concert à deux violes esgales Nr. 3 „Le Tendre“ Concert à deux violes esgales Nr. 41 „Le Retour“ Concert à deux violes esgales Nr. 44 „Tombeau Les Regrets“

Wolfgang Amadeus Mozart Duo für Violine und Viola G-Dur KV 423 Duo für Violine und Viola B-Dur KV 424

Bohuslav Martinů Drei Madrigale für Violine und Viola H 313

Thu

György Kurtág

March 2, 2023 7.30 pm

Szigoruan magánlevél a 80 évesnek Ligatura y Vie silencieuse – Frank emlékére Eine Blume für Tabea ... aus Jelek, játékok és üzenetek Preise: ¤ 45 –15

Preise: ¤ 55 –15 104

105

Packages

Information S. 188 / p. 189


50 Jahre

ERNST VON SIEMENS MUSIKSTIFTUNG Vor 50 Jahren erhielt Benjamin Britten den ersten Ernst von Siemens Musikpreis. Seither hat die Ernst von Siemens Musikstiftung jedes Jahr eine herausragende Persönlichkeit des internationalen Musik­lebens ausgezeichnet – die Liste der Geehrten liest sich wie eine Geschichte der Musik des 20. und des 2­ 1. Jahrhunderts. Die Stiftung und der Pierre Boulez Saal feiern dieses ­Jubiläum gemeinsam mit zwei Konzerten, in denen Werke von Preisträger:innen aus fünf Jahr­zehnten zu ­ rditti Quartet ein mit dem hören sind und mit dem A Musikpreis ausgezeichnetes Ensemble auf der Bühne steht. Fifty years ago, Benjamin Britten was awarded the first Ernst von Siemens Music Prize. Since then, the Ernst von Siemens Music Foundation has annually honored an extraordinary personality from the international world of music—the list of laureates reads like a history of music of the 20th and 21st centuries. Now the Foundation and the Pierre Boulez Saal join forces to celebrate this anniversary with two concerts featuring music by prizewinners from the past five decades. One ­ rditti Quartet, of the programs is performed by the A itself a winner of the Music Prize.

Sa

4. März 2023 19.00

So

5. März 2023 16.00

KLANGFORUM WIEN

ARDITTI QUARTET

Emilio Pomàrico Musikalische Leitung

Irvine Arditti Violine Ashot Sarkissjan Violine Ralf Ehlers Viola Lucas Fels Violoncello

Werke von Luciano Berio Friedrich Cerha Beat Furrer Olga Neuwirth Sat

Werke von Benjamin Britten Pierre Boulez Per Nørgård Helmut Lachenmann

March 4, 2023 7 pm

Sun

March 5, 2023 4 pm

In Zusammenarbeit mit / In Cooperation with Ernst von Siemens Musikstiftung

Preise: ¤ 45 –15 106

Preise: ¤ 45 –15 107


Mi

8. März 2023 19.30

YOAV LEVANON Yoav Levanon Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart

Do

KONSTANTIN KRIMMEL & JULIUS DRAKE Lied und Lyrik

Franz Liszt Klaviersonate h-moll S 178

Mark Andre

Konstantin Krimmel Bariton Julius Drake Klavier

Neues Werk Seit seinem vierten Lebensjahr steht Yoav Levanon auf der Bühne und kann mit inzwischen 18 Jahren ­bereits auf eine eindrucksvolle Laufbahn mit zahlreichen Wettbewerbserfolgen zurückblicken. Nach Debüts u.a. beim Verbier Festival ist der junge israelische Pianist, der derzeit seine Ausbildung bei Sir András Schiff an der Barenboim-Said Akademie vervollständigt, nun mit einem Solo-Recital im Pierre Boulez Saal zu ­erleben und präsentiert Musik von Mozart, Liszt und Rachmaninow sowie ein neues Werk des deutsch-­ französischen Komponisten Mark Andre.

Sergej Rachmaninow Études-Tableaux op. 39

Joseph von Eichendorff Ausgewählte Gedichte Lesung in deutscher Sprache / Reading in German Vertonungen von

Felix Mendelssohn Bartholdy Robert Schumann Johannes Brahms Hugo Wolf Richard Strauss Hans Pfitzner Alexander Zemlinsky Othmar Schoeck Aribert Reimann

Yoav Levanon has been performing on stage since the age of four and, now 18 years old, has already ­built an impressive career, winning prizes at several ­inter­national competitions. Following debuts at the Verbier Festival and other major venues, the young Israeli ­pianist, who is currently completing his education with Sir András Schiff at the Barenboim-­Said Akademie, performs a solo program at the Pierre Boulez Saal ­including music by Mozart, Liszt, and Rachmaninoff as well as a new work by German-French composer Mark Andre. Wed

March 8, 2023 7.30 pm Preise: ¤ 35 –15

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9. März 2023 19.30

Klaviersonate D-Dur KV 576

Preise: ¤ 55 –15 109

Packages

Information S. 188 / p. 189

„Ich will nicht mein Leben beschreiben, sondern die Zeit u. ihre Wechsel, in der ich gelebt, mit einem Wort: Erlebtes im weitesten Sinne“, erklärt Joseph von Eichendorff in seinen Memoiren. Die poetischen Sehnsuchtsräume des romantischen Dichters stehen im ­Mittelpunkt dieses Konzerts der von Julius Drake ­kuratierten Reihe „Lied und Lyrik“. Gemeinsam mit dem Pianisten widmet sich Bariton Konstantin Krimmel nicht nur berühmten Eichendorff-Vertonungen von Mendelssohn, Brahms und Schumann, sondern auch Werken des späten 19. und des 20. Jahrhunderts. Dazu liest ein:e Schauspieler:in ausgewählte Gedichte. “I do not intend to describe my life, but the time and its changes that I have lived through, in other words: experiences in the broadest sense,” wrote ­Joseph von Eichendorff in his memoirs. The Romantic poet and the many facets of his imagination are at the center of this Lied und Lyrik program, as part of the series curated by Julius Drake. Baritone Konstantin Krimmel joins the pianist to perform some of the most celebrated Eichendorff settings by Mendelssohn, Brahms, and Schumann as well as lesser-known works of the late 19th and 20th centuries, with an actor reading selected poems. Thu

March 9, 2023 7.30 pm


Sa

11. März 2023 19.00

Französisches Repertoire vom 19. bis 21. Jahrhundert steht im Zentrum des Duoabends mit Renaud Capuçon und Guillaume Bellom. Mehr als 140 Jahre liegen zwischen Gabriel Faurés kühner Violinsonate A-Dur und Pascal Dusapins Forma fluens, das den beiden Interpreten gewidmet ist. Komplettiert wird das Programm durch zwei echte Raritäten: Das 1921 ursprünglich für Violine und Orchester komponierte Thème varié von Charlotte Sohy, einer Freundin Nadia Boulangers und Schülerin von Vincent d’Indy, und Marguerite Canals eine Jahr später entstandene spät­ romantische Violinsonate.

BENOÎT DELBECQ Benoît Delbecq Klavier Taylor Ho Bynum Kornett Sarah Murcia Bass Otis Sandsjö Saxophon Petter Eldh Bass Samuel Ber Schlagzeug

Um den Fluss musikalischer Zeit in seinen Werken zu beschreiben, sprach Pierre Boulez von „gekerbter“ und „glatter Zeit“ – temps strié und temps lisse. Diesen Gedanken greift der französische Pianist Benoît ­Delbecq in seiner künstlerischen Arbeit auf. An der Spitze ­zweier neu formierter Ensembles, die inter­ nationale Musiker:innen aus drei Generationen vereinen, präsentiert er im Pierre Boulez Saal die Uraufführung neuer Werke, die von der spezifischen Akustik des Saals (in dem Delbecq bereits 2019 zu Gast war) inspiriert sind. Den ersten Programmteil bestreitet er gemeinsam mit dem amerikanischen Kornettisten Taylor Ho Bynum und der französischen Bassistin Sarah Murcia. Im ­zweiten Set ist er im Quartett mit dem Saxophonisten Otis Sandsjö und dem Bassisten Petter Eldh (beide aus Schweden stammend und in Berlin lebend) sowie dem belgischen Schlagzeuger Samuel Ber zu hören.

“Striated time” and “smooth time”—temps strié and temps lisse—are expressions Pierre Boulez used to describe the flow of musical time in his compositions. French pianist Benoît Delbecq has long adopted this idea in his own artistic thinking. Leading two newly ­assembled international bands consisting of three ­generations of musicians, he now presents the world premiere of new works inspired by the special acoustics of the Pierre Boulez Saal (where Delbecq previously performed in 2019). For the first set, he is joined by American ­cornetist Taylor Ho Bynum and French bassist Sarah Murcia. The concert’s second half is dedicated to a quartet featuring Delbecq with saxophonist Otis Sandsjö and bassist Petter Eldh (both Swedes based in Berlin) as well as Belgian drummer Samuel Ber. Sat

March 11, 2023 7 pm Preise: ¤ 45 –15

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In a duo program spanning more than 140 years, Renaud Capuçon and Guillaume Bellom present French repertoire from the 19th to the 21st centuries, bookended by Gabriel Fauré’s bold A-major Sonata and Pascal Dusapin’s Forma fluens, which is dedicated to the two artists. A pair of true rarities rounds out the program: Thème varié, originally scored for violin and orchestra, was written in 1921 by Charlotte Sohy, a student of Vincent d’Indy and friend of Nadia ­Boulanger; Marguerite Canal’s late-Romantic Violin Sonata originated the ­following year. Mon

March 13, 2023 7.30 pm

Mo

13. März 2023 19.30

RENAUD CAPUÇON & GUILLAUME BELLOM Renaud Capuçon Violine Guillaume Bellom Klavier

Marguerite Canal Sonate für Klavier und Violine

Pascal Dusapin Forma fluens

Charlotte Sohy Thème varié op. 15 Fassung für Violine und Klavier

Gabriel Fauré Preise: ¤ 45 –15

Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 A-Dur op. 13


Mi

15. März 2023 19.30

Werke von

Nicholas Ludford Robert Fayrfax Jean Mouton Antoine de Févin Pierre de la Rue

ORLANDO CONSORT I Remember Catherine Matthew Venner Countertenor Mark Dobell Tenor Angus Smith Tenor Donald Greig Bariton

So

STAATSKAPELLE BERLIN & PETR POPELKA

Arnold Schönberg Verklärte Nacht op. 4 Fassung für Streichorchester

Texte in englischer Sprache / Readings in English

Unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Petr Popelka macht die Staatskapelle Berlin die ­Zeitenwende von der Spätromantik zur musikalischen Moderne hörbar: Von Dvořáks mitreißender Serenade op. 44 führt der Weg zur expressiven Klangfülle von Schönbergs Verklärter Nacht und ­Strawinskys ätherischer Ballettmusik Apollon musagète aus dem Jahr 1928. Led by Czech conductor Petr Popelka, the ­Staats­kapelle Berlin traces the transition from late ­Romanticism to musical modernism through three landmark scores: from Dvořák’s thrilling Serenade to the uniquely expressive soundscape of Schoenberg’s Verklärte Nacht, to Stravinsky’s ethereal 1928 ballet Apollon musagète.

Wed

Sun

March 15, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 35 –15

March 19, 2023 11 am

Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal / Presented by the Staatsoper Unter den Linden in cooperation with the Pierre Boulez Saal

Musik für Menschen mit Babys Weitere Weitere Informationen Informationen auf auf Seite Seite 178 TK

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Antonín Dvořák Serenade für Bläser, Violoncello und Kontrabass d-moll op. 44

Petr Popelka Musikalische Leitung

und anderen

The biography of Catherine of Aragon (1485–1536) serves as the starting point of the Orlando Consort’s fascinating journey into the world of the Renaissance: in music and words, the British vocal quartet explores Catherine’s eventful and ultimately tragic life. The daughter of the King of Spain and wife of Henry VIII of England, she also made history as an influential player on the diplomatic stage of Europe’s rival monarchies.

Music for adults with babies For details, turn to page 178

Igor Strawinsky Apollon musagète

Die Biographie Katharina von Aragons (1485–1536) wird zum Ausgangspunkt einer faszinierenden Zeit­reise in die Welt der Renaissance mit dem Orlando Consort: In Musik und Wort zeichnet das britische Vokal­ensemble Stationen im bewegten Leben Katharinas nach, die nicht nur als spanische Königstochter und Ehefrau König Heinrichs VIII. von England, sondern auch als einflussreiche Akteurin auf dem diplomatischen Parkett der europäischen Monarchien Geschichte schrieb.

ELTERNZEITKONZERT Do 16. März 2023 10.30

19. März 2023 11.00

Kartenvorverkauf nur über die Staatsoper Unter den Linden. / Tickets are available from the Staatsoper Unter den Linden only. staatsoper-berlin.de

Packages

Information S. 188 / p. 189

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23. März 2023 19.30 Fr 24. März 2023 19.30 Sa 25. März 2023 19.00

Do

THE ART OF BEING HUMAN Uraufführung Laurence Dreyfus Musikalische Leitung und Diskantgambe Alexander Polzin Visuelles Konzept Sommer Ulrickson Choreographie Andrea Schmidt-Futterer, Ulrike Plehn Kostüme PHANTASM Emilia Benjamin Diskantgambe Jonathan Manson Altgambe Heidi Gröger Altgambe Markku Luolajan-Mikkola Bassgambe Der Pierre Boulez Saal wird zum Experimentalraum für die Kunst des Menschseins: In The Art of Being ­ uman verbinden sich Musik des 16. und 17. Jahrhunderts, H Tanz und bildende Kunst zu einer interdisziplinären Performance. Laurence Dreyfus und sein Ensemble Phantasm, die Choreographin Sommer Ulrickson und der bildende Künstler Alexander Polzin loten in dieser eigens für den Pierre Boulez Saal konzipierten Produktion das heilsame Potential aus, das Kunst – eine genuin menschliche Ausdrucksform – für unser eigenes Leben und unser Miteinander bereithält.

Phoenix Chase-Meares, Yamila Khodr, Saeed Hani Moeller, Camille Jackson, Alessandro Marzotto-Levy Tanz

Musik von

William Byrd John Dowland William Lawes Henry Purcell

Thu Fri Sat

und anderen Preise: ¤ 45 –15

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The Pierre Boulez Saal is transformed into a laboratory for the “art of being human”: music of the 16th and 17th centuries, dance, and visual art come together in this interdisciplinary performance created specifically for this unique space. Laurence Dreyfus and his ensemble Phantasm, choreographer Sommer Ulrickson, and visual artist Alexander Polzin explore the healing potential that art––a genuinely human form of expression––holds for our own lives and for our interaction with others.

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Packages

Information S. 188 / p. 189

March 23, 2023 March 24, 2023 March 25, 2023

7.30 pm 7.30 pm 7 pm


Mi

29. März 2023 19.30

RATTLE, RATTLE, BRAUNSTEIN & PLESSNER Sir Simon Rattle Klavier Sacha Rattle Klarinette Guy Braunstein Violine Zvi Plessner Violoncello

Hans Gál Serenade für Klarinette, Violine und Violoncello op. 93

Zoltán Kodály Duo für Violine und Violoncello op. 7

Olivier Messiaen

Mit der unbeschwert-melodiösen Serenade des aus dem habsburgischen Österreich-Ungarn stammenden Hans Gál eröffnen Guy Braunstein, Sacha Rattle und Zvi Plessner ein farbenreiches Kammermusikprogramm. Bevor sich die drei Musiker zusammen mit Sir Simon Rattle am Klavier zum Abschluss des Abends mit ­Messiaens berühmtem Quartett dem Ende der Zeit ­nähern, erklingt Zoltán Kodálys 1914 komponiertes, von seinen Feldforschungen zur ungarischen Volksmusik inspiriertes Duo für Violine und Violoncello. Opening a colorful evening of chamber music, Guy Braunstein, Sacha Rattle, and Zvi Plessner perform the richly melodic Serenade by Austrian-Hungarian composer Hans Gál. For Olivier Messiaen’s celebrated musical exploration of the “end of times,” the three musicians are joined by Sir Simon Rattle at the piano. Zoltán Kodály’s Duo for Violin and Cello, written in 1914 and inspired by the composer’s research of Hungarian folk music, completes the program. Wed

March 29, 2023 7.30 pm

Quatuor pour la fin du temps

Preise: ¤ 55 –15

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APRIL


Sa

1. April 2023 19.00

BOULEZ ENSEMBLE L Giedrė Šlekytė Musikalische Leitung

Die litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė gibt mit drei höchst unterschiedlichen Kammerorchesterwerken des 20. Jahrhunderts ihren Einstand beim Boulez ­Ensemble, das mit diesem Konzert sein 50. Projekt seit Eröffnung des Pierre Boulez Saals im März 2017 bestreitet. Chronologisch führt der Weg vom irisierenden Klangfarbenspiel in Franz Schrekers spätromantischer ­Kammersymphonie über das an Bachs Brandenburgische ­Konzerte angelehnte Concerto in Es von Igor Strawinsky bis zu Osvaldas Balakauskas’ Meridionale, das der litauische Komponist 1994 im Gedenken an den im gleichen Jahr verstorbenen Witold Lutosławski schrieb.

Igor Strawinsky Concerto in Es für Kammerorchester „Dumbarton Oaks“

Osvaldas Balakauskas Meridionale

Franz Schreker Kammersymphonie für 23 Instrumente

Lithuanian conductor Giedrė Šlekytė makes her Boulez Ensemble debut leading three 20th-century works for chamber orchestra. The program, which marks the ensemble’s 50th project since the opening of the Pierre Boulez Saal in March 2017, includes Franz Schreker’s late-Romantic Chamber Symphony, ­Stravinsky’s ­Concerto in Es, which was inspired by Bach’s ­“Brandenburg” Concertos, and Lithuanian composer Osvaldas Balakauskas’s Meridionale, written in 1994 in memory of Witold Lutosławski. Sat

April 1, 2023 7 pm

Preise: ¤ 45 –15

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Packages

Information S. 188 / p. 189

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10. April 2023 15.30 & 18.00 Di 11. April 2023 15.30 & 18.00

Mo

LISTEN TO MY STORY Ein Konzert in einem Theater Ofira Henig Konzept und Regie Matan Amsalem Visuelles Konzept und Regie Carlos Gharzuzi, Maya Omaya Keesh, Atallah Tannous Schauspiel Studierende der Barenboim-Said Akademie

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

“The limits of my language mean the limits of my world.”

Ludwig Wittgenstein

—Ludwig Wittgenstein

Wieder erleben wir eine Zeit großer Migrations­ wellen – Migration von Ort zu Ort, von Kultur zu Kultur, von einer Sprache zur anderen, die oft nicht verstanden wird. In diesem Theater-Konzert-Projekt für Kinder und ihre Eltern steht eine utopische R ­ ealität im Mittelpunkt: die Erfindung von Sprache. Wie J.R.R. Tolkien, der in Der Herr der Ringe e­ r­fundene Sprachen verwendete, oder Dr. Doolittle, dem es in Hugh Loftings berühmtem Buch gar gelang, mit den Tieren zu ­sprechen, begibt sich eine Gruppe von Schauspieler:innen und Musiker:innen, darunter Studierende der ­Barenboim-Said Akademie, auf die Suche nach einer Fantasiesprache – und schafft so einen Raum der ­Kommunikation, des Dialogs und des gegenseitigen Verstehens aller Kinder und Eltern auf der Welt. Wenn Worte verschwinden, verloren gehen oder sich verstecken, werden wir auf­nahme­fähiger für andere Beobachtungen und unser Gehör schärft sich, so dass wir die Stimmen und Klänge ­unserer Welt besser wahrnehmen – Stimmen und ­Klänge, die die Musik der menschlichen Seele ­widerspiegeln. Die Aufführung, die von einer bekannten Kindergeschichte inspiriert wurde, ist ein Dialog ­zwischen der menschlichen Stimme, Klängen und Livemusik.

Once again, we are witnessing a period of waves of migration—from place to place, from culture to culture, from one language to another that is often not understood. In this theatrical concert project for children and their parents, a group of actors and musicians, including students of the Barenboim-Said Akademie, explore the utopian reality of the invention of language. Like J.R.R. Tolkien, who used invented languages in The Lord of the Rings, or Dr. Doolittle, who even found a way to talk to animals in Hugh Lofting’s ­famous book, they will search for an imaginary language—creating a space of communication, dialogue, and understanding with all the children and parents in the world. As words disappear, as they are lost and hidden, we become more sensitive to observation and to our sense of hearing that allows us to perceive the voices and sounds in our world—voices and sounds that ­reflect the music of the human soul. Inspired by a well­-known children’s story, the performance will be a ­dialogue between the human voice, sounds, and live music.

Dauer: ca. 60 Minuten / ab 6 Jahre Running time: approx. 60 minutes / Age 6 and older

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April 10, 2023 3.30 pm & 6 pm Tue April 11, 2023 3.30 pm & 6 pm

Mon

Preise: ¤ 10 Erwachsene / ¤ 5 Kinder


Do

13. April 2023 19.30

WILLIAM PARKER William Parker Kontrabass, Obertonflöte, Gimbri, Shakuhachi, Panflöte Ernie Odom Gesang Biliana Voutchkova Violine Judith Hamann Violoncello Klaas Hekman Basssaxophon, Shakuhachi Wu Wei Erhu, Sheng Jim Hi Kim Geomungo Leo Chang Gongs, Percussion Ariel Bart Mundharmonika

„Musik ist für mich alles, das in mir klingt und das ich als schön empfinde“, erklärt der Bassist William Parker. „Meine musikalische Welt wird bestimmt vom intuitiven Jetzt – als Komponist ist es meine Aufgabe, allen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit zu geben, abzuheben und sich spontan auf den Moment einzulassen.“ An der Spitze zweier außergewöhnlicher Ensembles präsentiert Parker eine doppelte Uraufführung. Der erste Teil des Abends, Before I Went to Sleep, Mother Would Put a Clothes Pin on My Nose, reflektiert Parkers eigene Geschichte und die bis heute nach­ wirkenden Folgen von mehr als 300 Jahren Sklaverei in den USA. Nach der Pause steht unter dem Titel ­Flexible Showers of Sound ein ungewöhnlich besetztes Sextett im Mittelpunkt, das Instrumente asiatischer, ­afrikanischer und amerikanischer Traditionen vereint.

Mi

AVI AVITAL Between Worlds: Italien Avi Avital Mandoline und musikalische Leitung Alessia Tondo Gesang Between Worlds Ensemble

Im dritten und letzten Programm der von Avi Avital initiierten und kuratierten Reihe Between Worlds steht Italien im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der aus Apulien stammenden Sängerin Alessia Tondo bringen die Mitglieder des Between Worlds Ensemble traditionelle Musik sowie Werke italienischer Komponisten vom Barock bis zur Gegenwart in Originalversionen und eigens für dieses Projekt entstandenen Bearbeitungen zur Aufführung.

“Music is anything I perceive as beautiful that ­resounds inside of me,” says bass virtuoso William ­Parker. “My musical world relies on the intuitive now —my job as the composer is to give all the musicians permission to soar and engage in the spontaneous ­moment.” In a pair of world-premiere programs, ­Parker is joined by two ensembles comprised of an extraordinary group of artists. The evening’s first set, Before I Went to Sleep, Mother Would Put a Clothes Pin on My Nose, ­reflects on Parker’s own story and the ­lingering effects passed down from more than 300 years of slavery in North America. Following an intermission, ­Parker leads a ­unique sextet featuring instruments from Asian, African, and American traditions in a program entitled Flexible Showers of Sound. Thu

19. April 2023 19.30

The third and final program of the Between Worlds concert series puts a spotlight on Italy: joined by Apulian-born singer Alessia Tondo, curator Avi Avital and the ­Between Worlds Ensemble perform traditional music and works by Italian composers from the Baroque to the present day, with original pieces heard alongside new arrangements created especially for this performanc.

April 13, 2023 7.30 pm

. Wed

April 19, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15 Preise: ¤ 55 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189

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Werke von

Antonio Vivaldi Emanuele Barbella Giovanni Sollima und anderen sowie traditionelle Musik


Do

20. April 2023 19.30

BELCEA QUARTET & BERTRAND CHAMAYOU Corina Belcea Violine Axel Schacher Violine Krzysztof Chorzelski Viola Antoine Lederlin Violoncello Bertrand Chamayou Klavier

Fast 40 Jahre lang hatte César Franck keine größeren Kammermusikwerke mehr veröffentlicht, als er 1880 das Pariser Publikum mit seinem leidenschaftlichen Klavierquintett in helle Begeisterung versetzte – der Auftakt zu einem äußerst produktiven letzten Jahrzehnt im Schaffen des 58-jährigen Komponisten, in dem u.a. auch die berühmte Violinsonate und die d-mollSymphonie entstanden. Das Belcea Quartet interpretiert Francks spätes Bravourstück gemeinsam mit Bertrand Chamayou. Zuvor erklingen nicht weniger meisterhafte Streichquartette von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven.

César Franck had not published any major chamber music works for almost 40 years when he wowed Paris audiences with his passionate Piano Quintet in 1880. It proved the beginning of an extremely productive last decade in the composer’s life, which also saw the creation of his famous Violin Sonata and D-minor Symphony. The Belcea Quartet is joined by Bertrand Chamayou for Franck’s late bravura masterpiece. The program opens with a pair of equally masterful quartets by Joseph Haydn and Ludwig van Beethoven. Thu

Joseph Haydn Streichquartett C-Dur Hob. III:32 op. 20 Nr. 2

Ludwig van Beethoven Streichquartett F-Dur op. 59 Nr. 1

César Franck Klavierquintett f-moll

April 20, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 55 –15

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Fr

21. April 2023 19.30

KATHARINA KONRADI & TRIO GASPARD

Dmitri Schostakowitsch Sieben Romanzen für Sopran und Klaviertrio op. 127 Klaviertrio c-moll op. 8

Katharina Konradi Sopran

Igor Strawinsky Pastorale für Sopran und Klavier

Jonian Ilias Kadesha Violine Vashti Hunter Violoncello Nicholas Rimmer Klavier

Sofia Gubaidulina Brief an die Dichterin Rimma Dalos für Sopran und Violoncello

Ein Wiener Klassiker, der seine avanciertesten Werke für russische Auftraggeber schrieb. Ein polnischer Jude, der vor den Nationalsozialisten nach Minsk und später weiter nach Taschkent flüchtete. Ein sowjetischer Vorzeigekomponist im Konflikt zwischen Anpassung und Widerstand. Dazu vier weitere Komponist:innen verschiedener Generationen, die auf unterschiedlichsten Wegen neue Heimaten fanden: Mit einem ungewöhnlich besetzten Liederabend spüren die Sopranistin Katharina Konradi und das Trio Gaspard dem „thème russe“ nach, dessen Spuren sich in Künstler:innenbiographien von Ludwig von Beethoven bis Lera Auerbach findet.

Lera Auerbach

A composer of the First Viennese School who ­ rote his most advanced works for Russian noblemen. w A Polish Jew who fled from the Nazis to Minsk and then on to Tashkent. A Soviet composer hailed by the authorities and caught between assimilation and ­resistance. These and four other composers of different ­generations, all of whom found new homelands after enduring different kinds of odysseys, are featured in this unusual song recital—soprano Katharina Konradi and the Trio Gaspard explore the thème russe that can be traced in artist biographies from Ludwig van Beethoven to Lera Auerbach. Fri

Postscriptum für Mezzosopran, Violoncello und Klavier

Sergej Rachmaninow Vocalise op. 34 Nr. 14

Mieczysław Weinberg Jüdische Lieder op. 13

Ludwig van Beethoven Vier russische Volkslieder WoO 158a Nr. 13–16

April 21, 2023 7.30 pm

Bearbeitung für Sopran und Klaviertrio

Preise: ¤ 55 –15

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So

23. April 2023 18.00 JACK QUARTET

Sa

29. April 2023 19.00

BOULEZ ENSEMBLE LI

Catherine Lamb divisio spiralis

Christopher Otto Violine Austin Wulliman Violine John Pickford Richards Viola Jay Campbell Violoncello

Daniel Barenboim Musikalische Leitung

The second appearance of the JACK Quartet this season is dedicated to one single work: over the course of her 90-minute piece divisio spiralis, the American composer Catherine Lamb, resident in Berlin since 2013, creates a multi-dimensional harmonic space of extreme fragility. Effortlessly shimmering and defying the laws of gravity, Lamb’s spiral-shaped sonic architecture ­g ­radually shifts the parameters of musical perception. Sun

His contemporaries knew Pierre Boulez as a man of strong convictions with a sharp tongue. As a young composer, he once told the musicologist Heinrich Strobel that the only thing he had in common with Mozart were the letters O and Z in his last name—yet in his later years, he included a number of Mozart’s works in his repertoire as a conductor, among them the B-major Wind Serenade known as “Gran Partita.” Daniel Barenboim and the Boulez Ensemble juxtapose this landmark score with Boulez’s own sur Incises, an ­intensely emotional large-scale work for three pianos, three harps, and three percussionists.

April 23, 2023 6 pm

Fr 7. Oktober 2022 19.30 Do 11. Mai 2023 19.30

sur Incises für drei Klaviere, drei Harfen und drei Schlagzeuger

Preise: ¤ 65 –15

Packages

Preise: ¤ 45 –15 Sat 130

Pierre Boulez

Seine Zeitgenoss:innen kannten Pierre Boulez als e­ inen Mann klarer Worte. Dem Musikwissenschaftler ­Heinrich Strobel gegenüber äußerte er als junger Mann scharfzüngig, dass ihn mit Mozart nichts als die Buchstaben O und Z im Nachnamen verbinde – und doch sollte Boulez in späteren Jahren zahlreiche Werke ­Mozarts in sein Repertoire als Dirigent aufnehmen, ­darunter die als „Gran Partita“ bekannte Bläserserenade B-Dur. Dieser umfangreichen Partitur stellt das Boulez Ensemble unter der Leitung von Daniel Barenboim Boulez’ nicht weniger gewichtiges, hochemotionales sur Incises für drei Klaviere, drei Harfen und drei Schlagzeuger gegenüber.

Das zweite Konzert des JACK Quartet in dieser Spielzeit ist einem einzigen Werk gewidmet: In divisio spiralis entfaltet die amerikanische Komponistin Catherine Lamb, die seit 2013 in Berlin lebt, über eine Spieldauer von 90 Minuten einen multidimensionalen harmonischen Raum von äußerster Fragilität. In ­irisierender Schwerelosigkeit und scheinbarer Statik verschiebt Lambs spiralförmige Klangarchitektur nach und nach die Parameter unserer musikalischen Wahrnehmung.

Weitere Konzerte Further concerts

Wolfgang Amadeus Mozart Serenade für Bläser B-Dur KV 361 (370a) „Gran Partita“

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April 29, 2023 7 pm

Information S. 188 / p. 189


So

30. April 2023 16.00

DANIEL BARENBOIM, JÖRG WIDMANN & MICHAEL BARENBOIM Daniel Barenboim Klavier Jörg Widmann Klarinette Michael Barenboim Violine Gilbert Nouno, Michael Acker Live-Elektronik

Pierre Boulez Dialogue de l’ombre double für Klarinette und Tonband Anthèmes 2 für Violine und Live-Elektronik

Philippe Manoury Das wohlpräparierte Klavier für Klavier und Live-Elektronik

In den vergangenen 50 Jahren haben Komponist:innen im Dialog zwischen Soloinstrument und LiveElektronik bzw. Tonband immer wieder neue musikalische Welten erschlossen. Drei ganz unterschiedliche Werke stehen im Mittelpunkt dieses Konzerts, das eine Trias herausragender Interpreten im Pierre Boulez Saal versammelt. Michael Barenboim interpretiert Boulez’ Anthèmes 2, während Jörg Widmann in Dialogue de l’ombre double in ein musikalisches Zwie­gespräch mit sich selbst tritt. Daniel Barenboim ist mit Philippe Manoury’s Das wohlpräparierte Klavier zu erleben, das er im September 2021 im Pierre Boulez Saal uraufgeführt hat. Over the last 50 years, composers time and again have opened up new musical worlds by creating d­ ialogues between a solo instrument and live electronics or tape. Three widely different works are heard in this program, which brings together a trio of extraordinary musicians at the Pierre Boulez Saal. Michael Barenboim performs Boulez’s Anthèmes 2, while Jörg Widmann ­engages in a musical dialogue with himself in Dialogue de l’ombre ­double. Daniel Barenboim revisits Philippe Manoury’s Das wohlpräparierte Klavier, which he ­premiered at the Pierre Boulez Saal in September 2021. Sun

April 30, 2023 4 pm

Preise: ¤ 55 –15

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MAI MAY


ALEXANDRE KANTOROW

Mo

1. Mai 2023 19.30

Di

Alexandre Kantorow Klavier

2. Mai 2023 19.30

Alexandre Kantorow Klavier QUATUOR MODIGLIANI Amaury Coeytaux Violine Loïc Rio Violine Laurent Marfaing Viola François Kieffer Violoncello

Johannes Brahms Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1

Franz Schubert / Franz Liszt

Mi

3. Mai 2023 19.30

Alexandre Kantorow Klavier Svetlin Roussev Violine Liya Petrova Violine Lise Berthaud Viola Victor Julien-Lafferière Violoncello Aurélien Pascal Violoncello

Gustav Mahler

Ausgewählte Liedbearbeitungen für Klavier

Klavierquartett a-moll

Franz Schubert

Dmitri Schostakowitsch

Fantasie C-Dur D 760 „Wandererfantasie“

Klaviertrio e-moll op. 67

Franz Schubert Adagio für Klaviertrio Es-Dur D 897 „Notturno“

Béla Bartók Tschaikowsky-Preisträger Alexandre Kantorow, der bereits zweimal solistisch im Pierre Boulez Saal zu erleben war, präsentiert zusammen mit hochkarätigen musikalischen Gästen an drei Abenden Kammermusik für und mit Klavier aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Werke von Schubert und Brahms stehen sowohl auf dem ­Programm seines Solorecitals als auch des zweiten ­Konzerts mit dem Quatuor Modigliani, in dem außerdem Anton Weberns Langsamer Satz und Erich ­Wolfgang Korngolds Klavierquintett zu hören sind. Zum Abschluss interpretiert Kantorow mit einem Ensemble junger ­internationaler Spitzenkünstler:innen neben Schuberts spätem Notturno auch Trio-, Quartett- und Quintettkompositionen des frühen 20. Jahrhunderts von ­Schostakowitsch, Mahler und Bartók.

Klavierquintett B-Dur BB 33

Tchaikovsky Prize winner Alexandre Kantorow, ­recently heard at the Pierre Boulez Saal in a pair of solo recitals, returns together with a group of guest artists to present three evenings of 19th- and 20th-century chamber music. Works by Schubert and Brahms ­feature prominently both in his solo program and the concert shared with the Quatuor Modigliani, which will also perform Anton Webern’s Langsamer Satz and Erich Wolfgang Korngold’s Piano Quintet. For the third night, Kantorow is joined by an ensemble of ­r ising inter­ national musicians for Schubert’s Notturno as well as early–20th century works for trio, quartet, and quintet by Shostakovich, Mahler, and Bartók.

Anton Webern Langsamer Satz für Streichquartett

Franz Schubert Streichquartett C-Dur D 46

Johannes Brahms Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 100

Erich Wolfgang Korngold Klavierquintett E-Dur op. 15 Preise: ¤ 45 –15

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Sergej Prokofjew

Do

Klaviersonate Nr. 3 a-moll op. 28 Klaviersonate Nr. 4 c-moll op. 29 Klaviersonate Nr. 6 A-Dur op. 82 Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83

4. Mai 2023 19.30

LAHAV SHANI Lahav Shani Klavier

Sergej Prokofjew zählt nicht nur zu den wichtigsten Klavierkomponisten des 20. Jahrhunderts, er war auch einer der brillantesten Pianisten seiner Zeit. Klavier­ musik schrieb er in erster Linie für seine eigenen entdeckungsfreudigen Finger, woraus eine besonders ­expressive Musiksprache resultierte. Vier seiner insgesamt neun Klaviersonaten stehen auf dem Soloprogramm des israelischen Pianisten Lahav Shani, der den Blick auf die schöpferische Entwicklung Prokofjews über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren richtet.

Sergei Prokofiev was not only among the most i­mportant 20th-century composers of piano music, but also one of the most brilliant pianists of his time. Most of his piano pieces were written for his own nimble fingers, resulting in a particularly expressive musical ­idiom. Four of his nine piano sonatas are included in Israeli pianist Lahav Shani’s solo program, in which he surveys Prokofiev’s creative development over a ­period of more than 25 years. Thu

May 4, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

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ELTERNZEITKONZERT Mi 10. Mai 2023 10.30 Musik für Menschen mit Babys Weitere Informationen auf Seite 178 Music for adults with babies For details, turn to page 178

Di

9. Mai 2023 19.30

TRIO CON BRIO COPENHAGEN Soo-Jin Hong Violine Soo-Kyung Hong Violoncello Jens Elvekjær Klavier

„Ein komplett neues Stück zu lernen und vom e­ rsten bis zum letzten Ton selbst zu gestalten, ist immer ein bisschen wie Hirngymnastik – es gibt keine Einspielungen, keine Interpretationen, an die man sich halten kann“, erklärt Soo-Kyung Hong, Cellistin des Trio con Brio Copenhagen. Mit der deutschen Erst­ aufführung des Klaviertrios von Poul Ruders, das der ­dänische Komponist 2020 für das Ensemble schrieb, ­eröffnen die drei Musiker:innen, inzwischen regelmäßige Gäste im Pierre Boulez Saal, ihr diesjähriges Konzert. Außerdem auf dem Programm stehen Beethovens ­berühmtes „Geistertrio“ und das dem verehrten Vorbild Brahms verpflichtete Klaviertrio des 25-jährigen Alexander Zemlinsky. “Learning a completely new piece, shaping it yourself from the first to the last note, always reminds me of mental gymnastics—there are no recordings, no interpretations to guide you,” says Soo-Kyung Hong, the cellist of Trio con Brio Copenhagen. The German ­premiere of Poul Ruders’s Piano Trio, which the Danish composer wrote for the ensemble in 2020, opens the three musicians’ concert, who have become regular guests at the Pierre Boulez Saal. The program also includes Beethoven’s famous “Ghost Trio” and Alexander ­Zemlinsky’s Piano Trio, which gives evidence of the 25-year-old composer’s admiration for Brahms.

Poul Ruders Klaviertrio

Ludwig van Beethoven Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“

Alexander Zemlinsky

Tue

Klaviertrio op. 3

May 9, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

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Do

11. Mai 2023 19.30

JACK QUARTET

Caleb Burhans Contritus

Christopher Otto Violine Austin Wulliman Violine John Pickford Richards Viola Jay Campbell Violoncello

John Zorn The Alchemist

Rodericus Hymnus „Angelorum psalat“

Mi

10. Mai 2023 19.30

JEAN-YVES THIBAUDET & THE COLBURN ENSEMBLE Jean-Yves Thibaudet Klavier und musikalische Leitung

Claude Debussy Sonate für Violoncello und Klavier

Gideon Klein Streichtrio

Béla Bartók

Seit fast 70 Jahren zählt die Colburn School zu den renommiertesten Ausbildungsstätten für junge ­Musiker:innen und Tänzer:innen in den USA. Derzeit entsteht auf dem Campus der Hochschule in Los Angeles nach Plänen von Frank Gehry ein neuer Konzertsaal mit Unterrichtsräumen. Nun präsentiert Jean-Yves Thibaudet, Artist in Residence der Colburn School, ­gemeinsam mit Fakultätsmitgliedern und jungen Künstler:innen ein facettenreiches Kammer­musik­ programm in Pierre Boulez Saal, für dessen ­Architektur ebenfalls Gehry verantwortlich zeichnet. For almost 70 years, the Colburn School has been among the leading educational institutions for young musicians and dancers in the United States. On the school’s campus in Los Angeles, a new concert hall and educational facility designed by Frank Gehry is currently under development. Now Jean-Yves Thibaudet, artist in residence of the Colburn School, and a group of ­faculty members and young artists present a diverse program of chamber music at the Pierre Boulez Saal, whose a­ rchitecture was also created by Gehry.

Contrasts für Violine, Klarinette und Klavier

Robert Schumann

„Einmal nannten sie mich ihren ‚Vater‘. Aber wenn ich mit ihnen arbeite, fühle ich mich 50 Jahre jünger und bewundere sie wie Brüder“, bemerkte Helmut ­Lachenmann über das JACK Quartet, das 2014 mit ­seiner Gesamteinspielung der Streichquartette des Komponisten neue Maßstäbe setzte und nun mit L ­ achenmanns Reigen seliger Geister seine dreiteilige Konzertserie während der Spielzeit 2022/23 beschließt. Zuvor beschreiten die vier Musiker mit Werken von John Zorn und Caleb Burhans sowie ihrer eigenen ­Bearbeitung eines Ars-Nova-Hymnus aus dem 14. Jahrhundert weitere musikalische Wege ins Außerweltliche.

Wed

“They once called me their ‘father.’ But when I work with them, I feel 50 years younger and admire them like brothers,” Helmut Lachenmann said about the JACK Quartet, which released a landmark recording of the composer’s complete string quartets in 2014. The ensemble concludes its three-part concert series this season with Lachenmann’s Reigen seliger Geister. The otherworldly is also explored by the four musicians in works by John Zorn and Caleb Burhans as well as their own arrangement of a 14th-century ars nova hymn.

May 10, 2023 7.30 pm

Thu

Klavierquartett Es-Dur op. 44 Preise: ¤ 55 –15 142

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May 11, 2023 7.30 pm

Bearbeitung für Streichquartett von Christopher Otto

Helmut Lachenmann Streichquartett Nr. 2 Reigen seliger Geister

Weitere Konzerte Further concerts Fr 7. Oktober 2022 19.30 So 23. April 2023 18.00

Preise: ¤ 45 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189


Sa

13. Mai 2023 19.00

IAN BOSTRIDGE & JULIUS DRAKE Lied und Lyrik

Mit mehr als 40 verschiedenen Sprachen beschäftigte sich der 1788 geborene „gelehrte Dichter und dichtende Gelehrte“ Friedrich Rückert aus dem fränkischen Schweinfurt. Er übertrug hunderte Texte etwa aus dem Arabischen und Persischen ins Deutsche und gilt heute als vielleicht größtes europäisches Sprachgenie des 19. Jahrhunderts. Franz Schubert war 1823 der erste, der eines seiner ­Gedichte in Musik setzte – auf Sei mir gegrüßt folgten bis heute zahllose weitere Vertonungen. In der Reihe Lied und Lyrik präsentiert Ian Bostridge zusammen mit Kurator und Pianist ­Julius Drake eine Auswahl von Rückert­-Liedern von ­Schubert bis Henze. Ein:e Schauspieler:in liest dazu aus Rückerts Texten.

Ian Bostridge Tenor Julius Drake Klavier

Friedrich Rückert, poet and scholar born in Schwein­furt, Bavaria, in 1788, spoke or studied more than 40 languages. Considered possibly Europe’s greatest ­linguistic genius of the 19th century, he translated ­hundreds of texts from Arabic and Persian to German. Franz Schubert was the first to set one of his poems to music in 1823—his Sei mir gegrüsst has been followed by countless other compositions right up to the present day. In the season’s final Lied und Lyrik program, pianist and ­curator Julius Drake joins forces with tenor Ian ­Bostridge to present a selection of Rückert songs from Schubert to Henze, with an actor reading from his poetry.

Friedrich Rückert Ausgewählte Gedichte Lesung in deutscher Sprache / Reading in German Vertonungen von

Franz Schubert Robert Schumann Clara Schumann Gustav Mahler Hans Werner Henze

Sat

May 13, 2023 7 pm Preise: ¤ 55 –15

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Information S. 188 / p. 189


So

14. Mai 2023 18.00

STEFAN TEMMINGH & CAPRICORNUS CONSORT BASEL Stefan Temmingh Blockflöte Péter Barczi, Éva Borhi Violine Sonoko Asabuki, Martina Bischof Viola Daniel Rosin Violoncello Silvia Tecardi Viola da Gamba Michael Bürgin Violone Julian Behr Zupfinstrumente David Blunden Tasteninstrumente

Antonio Vivaldi Ausgewählte Konzerte für Flöte, Streicher und Basso continuo und Werke von

Johann Sebastian Bach Markus Zahnhausen Fausto Romitelli

Die Konzerte Antonio Vivaldis bilden für alle ­ lötist:innen eine wichtige Säule des Repertoires. F ­Stefan Temmingh, der seit vielen Jahren zur Weltspitze seiner Zunft gehört, interpretiert sie als „MiniaturOpern“, die mit ihrem Abwechslungsreichtum und oft programmatischen Titeln – etwa „La tempesta di mare“ oder „La notte“ – eine ganz eigene Bilderwelt heraufbeschwören. Zusammen mit dem Capricornus ­Consort Basel bringt er ausgewählte Konzerte in einen faszinierenden Dialog mit Musik von Bach und zeit­ genössischen Werken von Markus Zahnhausen und Fausto Romitelli.

Preise: ¤ 45 –15

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The concertos of Antonio Vivaldi form a cornerstone of the flute repertoire. Stefan Temmingh, one of the world’s leading recorder virtuosos, performs them as “miniature operas”—taking these works’ diverse character and often programmatic titles such as “La tempesta di mare” or “La notte” as the starting point for his lively and colorful interpretations. Together with the Capricornus Consort Basel he explores musical connections between Vivaldi and Bach, as well as contemporary compositions by Markus Zahnhausen and Fausto ­Romitelli. Sun

Packages

May 14, 2023 6 pm

Information S. 188 / p. 189


Di

16. Mai 2023 19.30

Sa

KRONOS QUARTET & SAM GREEN

20. Mai 2023 19.00

KRONOS QUARTET David Harrington Violine John Sherba Violine Hank Dutt Viola Sunny Yang Violoncello

David Harrington Violine John Sherba Violine Hank Dutt Viola Sunny Yang Violoncello Sam Green Sprecher

A Thousand Thoughts Eine Live-Dokumentation mit dem Kronos Quartet Buch und Regie: Sam Green und Joe Bini In englischer Sprache / In English

Tue

May 16, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189

Mit George Crumbs Black Angels fing alles an: Als der Geiger David Harrington das Stück 1973 im Radio hörte, fasste er sofort den Entschluss, ein eigenes Ensemble zu gründen, um diese Musik zu spielen – das Kronos Quartet war geboren. Mit mehr als tausend Kompositionsaufträgen, wegweisenden Kooperationen mit Künstler:innen verschiedenster Disziplinen und Engagement für die kommenden Musiker:innengenerationen hat es die Rolle des Streichquartetts im späten 20. und im 21. Jahrhundert neu definiert. Zu seinem 50. Geburtstag ist das Ensemble mit drei ganz besonderen Veranstaltungen erstmals im Pierre Boulez Saal zu Gast. Die Dokumentation A Thousand Thoughts vereint Klang, Bild und Wort, um in den musikalischen Kosmos des Kronos Quartet einzutauchen: Interviews, Fotos und Archivmaterial liefern den visuellen Hintergrund für die bewegte Geschichte des Quartetts, die Regisseur Sam Green auf der Bühne erzählt. Die vier Musiker:innen steuern dazu den Live-Soundtrack bei – zu hören sind Ausschnitte aus zahlreichen Werken, die ihren künstlerischen Weg begleitet haben. Crumbs Black Angels ­beschließt dann das zweite Programm, das eine kleine Auswahl aus der langen Reihe von Kompositionen ­präsentiert, die dem Kronos Quartet in den vergangenen fünf Jahrzehnten auf den Leib geschrieben wurden.

It all started with George Crumb’s Black Angels: when violinist David Harrington heard the piece played on the radio in 1973, he immediately decided to create an ensemble to perform this music—thus the Kronos Quartet was born. With performances of more than a thousand newly commissioned works, groundbreaking collaborations with artists from many other disciplines, and a strong commitment to nurturing new generations of musicians, the Kronos Quartet has redefined the role of the string quartet for the late 20th and 21st centuries. In celebration of its 50th anniversary, the ensemble now comes to the Pierre Boulez Saal for three very special events. The documentary A Thousand Thoughts employs sound, images, and words to immerse viewers and ­listeners in the Kronos Quartet’s musical cosmos: interviews, photos, and archival footage provide the visual background to the history of the ensemble, narrated on stage by director Sam Green. The four musicians ­themselves deliver the live soundtrack—performing ­excerpts from a variety of works that have helped shape its path. Crumb’s Black ­Angels concludes the second ­program, which presents a small sampling of the many compositions written for the Kronos Quartet over the past five decades.

Frangis Ali-Sade Mugam Sayagi für Streichquartett mit Schlaginstrumenten und Synthesizer / Tonband

Sofia Gubaidulina Streichquartett Nr. 4

Michael Gordon Clouded Yellow für Streichquartett

Terry Riley One Earth, One People, One Love aus Sun Rings für Streichquartett und Tonband

George Crumb Black Angels für elektrisches Streichquartett

Sat

May 20, 2023 7 pm

Preise: ¤ 65 –15 148

149

Packages

Information S. 188 / p. 189


Fr

19. Mai 2023 19.30

CHIAROSCURO QUARTET Alina Ibragimova Violine Pablo Hernán Benedí Violine Emilie Hörnlund Viola Claire Thirion Violoncello

So

In der Zeit zwischen 1818 und 1823, seinen sogenannten „Jahren der Krise“, wagte Franz Schubert sich nur ein einziges Mal an die anspruchsvollste aller ­kammermusikalischen Gattungen heran. Vollendet hat er dabei allein das 1820 niedergeschriebene rastlose Quartett-Allegro in c-moll – mit dem er sich möglicherweise auf Beethovens vier Jahre zuvor entstandenes „Quartetto serioso“ op. 95 bezieht. Das Chiaroscuro Quartet kombiniert diese beiden Werke mit Felix Mendelssohns Streichquartett a-moll, in dem der 18-jährige Komponist im Todesjahr Beethovens dessen Genie mit einer Reihe von musikalischen Bezügen ein ehrendes Gedenken bewahrte.

21. Mai 2023 11.00 – 17.00

Tag der offenen Tür Open House FIFTY FOR THE FUTURE Erstmals seit 2019 gibt es wieder einen Tag der offenen Tür! Dabei laden Pierre Boulez Saal und BarenboimSaid Akademie nicht nur zu einem Blick hinter die ­Kulissen ein – gemeinsam mit dem Kronos Quartet geht es auch um einen Ausblick auf die Zukunft des Streichquartett-Genres: Einen ganzen Tag lang präsentieren Studierende der Barenboim-Said Akademie, der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und der Berliner ­Universität der Künste einige der 50 neuen Werke für Streichquartett, die das Kronos Quartet im Rahmen seiner Initiative „Fifty for the ­Future“ zu seinem 50. Geburtstag in Auftrag gegeben hat. Die Mitglieder des Quartetts werden diese ­Kompositionen während ihres Aufenthalts in Berlin im Rahmen eines Workshops mit den jungen Ensembles erarbeiten.

For their first Open House since 2019, the Pierre Boulez Saal and the Barenboim-Said Akademie invite audiences to take a look behind the scenes—and to join the Kronos Quartet for a look ahead to the future of the string quartet. Over the course of the day, students of the Barenboim-Said Akademie, the “Hanns Eisler” School of Music, and the Berlin University of the Arts will perform a selection of the 50 new compositions for string quartet commissioned by the Kronos Quartet as part of its “Fifty for the Future” initiative, which was launched for its 50th anniversary. The members of the quartet will work on these pieces with the young ensembles during their weeklong residency in Berlin. Sun

Between 1818 and 1823, his “years of crisis,” Schubert avoided what many consider the most challenging genre of chamber music—with one exception. In 1820, he completed a single, restless quartet movement in C minor, for which Beethoven’s “Quartetto serioso” Op. 95, written four years earlier, might have served as the model. The Chiaroscuro Quartet combines these two works with Felix Mendelssohn’s A-minor Quartet from 1827, the year of Beethoven’s death. By incorporating a number of musical references, the 18-year-old composer pays homage to the late master with this score.

May 21, 2023 11 am – 5 pm

Fri

Eintritt frei 150

151

May 19, 2023 7.30 pm

Franz Schubert Streichquartett c-moll D 703 „Quartettsatz“

Ludwig van Beethoven Streichquartett f-moll op. 95

Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett a-moll op. 13

Preise: ¤ 55 –15

Packages

Information S. 188 / p. 189


„Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer“ – erst 17 Jahre alt war Franz Schubert, als er diese Verse Goethes in Musik setzte und damit das Liedgenre revolutionierte. Das Danish String Quartet präsentiert seine eigene ­Bearbeitung des berühmten Werks zusammen mit Schuberts nicht weniger bedeutendem „Rosamunde“Quartett, entstanden gegen Ende seines kurzen Lebens. Außerdem zu hören ist ein neues Werk der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir. “My peace is gone, my heart is heavy”—Franz Schubert was only 17 when he set these lines by Goethe to music and revolutionized the lied genre. The Danish String Quartet pairs its own arrangement of this famous work with Schubert’s equally seminal “Rosamunde” Quartet, written at the end of his short life. A new work by ­Icelandic composer Anna Thorvaldsdottir completes the program. Tue Di

Franz Schubert Streichquartett a-moll D 804 „Rosamunde“

Anna Thorvaldsdottir Neues Werk

Franz Schubert Gretchen am Spinnrade D 118 Bearbeitung für Streichquartett

May 23, 2023 7.30 pm

23. Mai 2023 19.30

DANISH STRING QUARTET Frederik Øland Violine Rune Tonsgaard Sørensen Violine Asbjørn Nørgaard Viola Fredrik Schøyen Sjölin Violoncello

152

Preise: ¤ 55 –15

153

Packages

Information S. 188 / p. 189


Fr Do

25. Mai 2023 19.30

JEAN-GUIHEN QUEYRAS Jean-Guihen Queyras Violoncello

Benjamin Britten Suite für Violoncello solo Nr. 1 op. 72

Zoltán Kodály

John Scofield Gitarre Gerald Clayton Klavier

Sonate für Violoncello solo h-moll op. 8

Eine veritable musikalische Zeitreise durch die ­Celloliteratur des 20. Jahrhunderts unternimmt JeanGuihen Queyras in seinem Soloabend: Von den enormen technischen Herausforderungen der Sonate des Ungarn Zoltán Kodály aus dem Jahr 1915 führt sie über die 1955 „zum Andenken an Friedrich Schiller“ komponierte Partita des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun bis hin zu Benjamin Brittens Cellosuite Nr. 1, entstanden 1964 für Mstislaw Rostropowitsch.

“It’s a pleasure to write new music with a specific musician in mind to play it,” says John Scofield. For his first appearance at the Pierre Boulez Saal, the American guitarist, who began his career performing with ­legendary artists such as Chet Baker, Gerry ­Mulligan, and Miles Davis, is joined by pianist Gerald Clayton, with whom he shares a special bond: “I’ve known Gerald since he was a boy because his dad, ­bassist John Clayton, is a long-time friend. Gerald and I have toured on and off over the last four years and ­developed a true rapport—he is without question one of the best piano players I’ve ever worked with.” Prior to their duo set, Scofield will perform solo in the ­concert’s first half. Thu

In his solo recital, Jean-Guihen Queyras offers a v­ eritable survey of 20th-century cello literature: his program ranges from the formidable technical challenges of Zoltán Kodály’s 1915 Sonata to the Partita by Turkish composer Ahmed Adnan Saygun, dedicated “to the memory of Friedrich Schiller,” and Benjamin Britten’s Cello Suite No. 1, written in 1964 for Mstislav ­Rostropovich.

May 25, 2023 7.30 pm

Fri

Preise: ¤ 65 –15 154

Ahmed Adnan Saygun Partita für Violoncello solo op. 31

JOHN SCOFIELD

“Es ist eine Freude, neue Musik zu schreiben, wenn man dabei einen bestimmten Musiker im Kopf hat, der sie spielen wird“, sagt John Scofield. Der amerikanische Gitarrist, der schon in jungen Jahren mit legendären Künstlern wie Chet Baker, Gerry Mulligan und Miles Davis zusammenarbeitete, hat für seinem ersten Auftritt im Pierre Boulez Saal den Pianisten Gerald Clayton als Partner gewählt, mit dem er auch außermusikalisch besonders verbunden ist: „Ich kenne Gerald seit seiner Kindheit, denn ich bin schon lange mit seinem Vater, dem Bassisten John Clayton, befreundet. Gerald und ich waren in den letzten vier Jahren mehrfach gemeinsam auf Tournee und haben ein sehr harmonisches Verhältnis entwickelt – er ist ohne Frage einer der besten Pianisten, mit denen ich je zusammengearbeitet habe.“ Vor ihrem Duo-Set ist Scofield im ersten Teil des Abends solistisch zu erleben.

26. Mai 2023 19.30

May 26, 2023 7.30 pm

Preise: ¤ 45 –15 155


So

28. Mai 2023 18.00

Mo

29. Mai 2023 18.00

Franz Schubert Streichquartett Es-Dur D 87

EMMANUEL PAHUD & STUDIERENDE DER BARENBOIM-SAID AKADEMIE

BELCEA QUARTET Corina Belcea Violine Axel Schacher Violine Krzysztof Chorzelski Viola Antoine Lederlin Violoncello

Emmanuel Pahud Musikalische Leitung und Flöte

Als jungem Mann flossen Franz Schubert die Streichquartette nur so aus der Feder. Die meisten dieser Werke führte er gemeinsam mit seinem Vater und seinen ­Brüdern selbst auf – so vermutlich auch das 1813 entstandene Quartett in Es-Dur, mit dem das Belcea Quartet sein Programm eröffnet. Ihm folgen Sergej Prokofjews Quartett in h-moll – eine Tonart, wie der Komponist bemerkte, „in der man gewöhnlich keine Quartette schreibt“ – und Claude Debussys einziges Streichquartett aus dem Jahr 1892.

Nach einem erfolgreichen ersten Konzert in der ­vergangenen Saison präsentieren Emmanuel Pahud, ­Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker und Visiting Professor an der Barenboim-Said Akademie, und seine Studierenden erneut ein gemeinsames Projekt mit Kammermusik für verschiedene Bläserbesetzungen. Das detaillierte Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Following last season’s successful inaugural concert, Emmanuel Pahud, principal flutist of the Berliner ­Philharmoniker and Visiting Professor at the Barenboim-­ Said Akademie, is once again joined by his students to present a program of chamber music for various kinds of wind ensembles. Details of works and composers will be announced at a later date. Sun

Claude Debussy Streichquartett g-moll op. 10

As a young man, Franz Schubert was a prolific ­composer of string quartets. He performed most of these early works himself with his father and brothers— presumably also including his 1813 Quartet in E-flat major, which opens the Belcea Quartet’s program. It is followed by Sergei Prokofiev’s Quartet in B minor—a key “not commonly used for quartets,” as the composer remarked—and Claude Debussy’s String Quartet, written in 1892. Mon

Preise: ¤ 55 –15

May 28, 2023 6 pm

Preise: ¤ 35 –15 156

Sergej Prokofjew Streichquartett h-moll op. 50

157

Packages

Information S. 188 / p. 189

May 29, 2023 6 pm


Mi

31. Mai 2023 19.30

ELISABETH LEONSKAJA Elisabeth Leonskaja Klavier

Mit der Komposition von Symphonien und Streichquartetten tat sich Johannes Brahms bekanntlich lange schwer. Seine drei Klaviersonaten gingen ihm unterdessen deutlich leichter von der Hand: Schon zu Beginn seiner Laufbahn Anfang der 1850er Jahre setzte der junge Meister mit ihnen ein musikalisches Ausrufezeichen, das noch die Komponisten der Zweiten Wiener Schule beeindruckte. Den beiden ersten Sonaten, die Brahms’ offiziellen Werkkatalog eröffnen, stellt Elisabeth ­Leonskaja in ihrem Soloabend das Opus 1 Alban Bergs und Anton Weberns Klaviervariationen gegenüber.

Alban Berg Klaviersonate op. 1

Johannes Brahms

For a long time, Johannes Brahms shied away from tackling the genres of symphony and string quartet. His three piano sonatas, on the other hand, posed fewer challenges: in the early 1850s, the young composer ­offered them to the world as a musical ­statement that still impressed the radical composers of the Second ­Viennese School half a century later. In her solo recital, Elisabeth Leonskaja juxtaposes the two first sonatas, which open Brahms’s official catalogue of works, with Alban Berg’s Opus 1 and Anton Webern’s Piano ­Variations.

Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1 Wed

Anton Webern

May 31, 2023 7.30 pm

Variationen für Klavier op. 27

Johannes Brahms Klaviersonate Nr. 2 fis-moll op. 2

158

Preise: ¤ 65 –15

159


JUNI JUNE


HAGEN QUARTETT Lukas Hagen Violine Rainer Schmidt Violine Veronika Hagen Viola Clemens Hagen Violoncello

Sa

3. Juni 2023 19.00

MYRA MELFORD Myra Melford Klavier und Elektronik Zeena Parkins Harfe und Elektronik Miya Masaoka Koto und Elektronik Michael Formanek Kontrabass Ches Smith Schlagzeug

Preise: ¤ 45 –15

Erstmals als Bandleaderin im Pierre Boulez Saal zu Gast, präsentiert Myra Melford die Uraufführungen zweier neuer musikalischer Kapitel ihres Zyklus An ­Extravagant Joy (for Cy Twombly), die von den Werken des amerikanischen Künstlers in der Sammlung Marx des Hamburger Bahnhofs inspiriert sind. Den ersten Teil bestreitet Melford dabei in ihrem elektronisch erweiterten Trio mit Miya Masaoka und Zeena Parkins. In der rein akustischen zweiten Hälfte ist sie zusammen mit dem Bassisten Michael Formanek und dem Schlagzeuger Ches Smith zu hören – beide Kompositionen eröffnen vielfältige Perspektiven auf die Schönheit, Komplexität und überschwängliche Energie der Kunst Twomblys.

“Your son is the greatest composer known to me by person and repute; he has taste and what is more the greatest skill in composition,” Joseph Haydn told Leopold Mozart early in 1785 after hearing Wolfgang’s latest string quartets in a privat performance. Mozart dedicated these works, known today as the “Haydn” Quartets, to the “father” of the string quartet genre. The Hagen Quartett presents the entire set of six spread over two evenings.

Myra Melford returns to the Pierre Boulez Saal in her first concert as a leader, presenting the premieres of two newly composed installments of her larger work An Extravagant Joy (for Cy Twombly). The music is a ­response to works by American artist Cy Twombly held in the Marx Collection at Berlin’s Hamburger Bahnhof. Melford’s electronic trio with Miya Masaoka and Zeena Parkins performs the first set, while the program’s second part features an acoustic group including bassist Michael Formanek and percussionist Ches Smith. Melford’s compositions explore multiple perspectives on the beauty, complexity, and exuberance of Twombly’s artistry. Sat

162

„Ihr Sohn ist der größte Componist, den ich von Person und den Nahmen nach kenne; er hat Geschmack und über das die größte Compositionswissenschaft“, erklärte Joseph Haydn Anfang des Jahres 1785 gegenüber Leopold Mozart, nachdem er die jüngsten Streich­ quartette Wolfgangs bei einem Hauskonzert gehört hatte. Dem „Vater“ der Gattung sind diese sogenannten „Haydn-Quartette“ auch gewidmet. Das Hagen Quartett musiziert die sechs Werke an zwei Abenden.

June 3, 2023 7 pm 163

So

4. Juni 2023 18.00

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett G-Dur KV 387 Streichquartett d-moll KV 421 (417b) Streichquartett Es-Dur KV 428

Di

6. Juni 2023 19.30

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett B-Dur KV 458 „Jagd-Quartett“ Streichquartett A-Dur KV 464 Streichquartett C-Dur KV 465 „Dissonanzen-Quartett“

Preise: ¤ 55 –15

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Information S. 188 / p. 189


Mo

5. Juni 2023 19.30

BLÄSERENSEMBLE DER STAATSKAPELLE BERLIN Gregor Witt Musikalische Leitung

Richard Strauss Serenade für 13 Bläser Es-Dur op. 7 Sonatine Nr. 1 für 16 Bläser F-Dur Aus der Werkstatt eines Invaliden Suite für 13 Bläser B-Dur op. 4 Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 Bearbeitung für Bläserensemble von Matthias Pflaum

Preise: ¤ 35 –15

Der 17-jährige Richard Strauss stand kurz vor dem Abitur, als er im November 1881 seine Bläserserenade op. 7 vollendete. Nach ersten Aufführungen durch Hans von Bülow gab der Dirigent wenig später ein weiteres Werk für Bläserensemble bei dem jungen Komponisten in Auftrag: die Suite in B-Dur. Erst ganz am Ende seiner langen Laufbahn Mitte der 1940er Jahre wandte sich Strauss mit den beiden Bläsersonatinen noch einmal dieser Besetzung zu. Unter der Leitung von Gregor Witt, Solo-Oboist der Staatskapelle Berlin, spielen Mitglieder des Orchesters diese selten zu hörenden Werke und stellen ihnen eine Bearbeitung der berühmten Tondichtung Till Eulenspiegel gegenüber. Richard Strauss was 17 years old and about to finish his schooling when he completed his Wind Serenade Op. 7 in November 1881. Conductor Hans von ­Bülow promptly included the work in his concert programs and shortly afterward commissioned the young composer to write another piece for wind ensemble, the Suite in B-flat major. It was not until the 1940s, near the end of his long life, that Strauss once again turned to this type of ensemble with his two Wind Sonatinas. Led by Gregor Witt, the orchestra’s principal oboist, members of the Staatskapelle Berlin perform these rarely heard pieces, together with an arrangement of the ever-popular tone poem Till Eulenspiegel. Mon

164

June 5, 2023 7.30 pm

165


Fr

9. Juni 2023 19.30

KINAN AZMEH, BROOKLYN RIDER & MATHIAS KUNZLI Kinan Azmeh Klarinette Johnny Gandelsman Violine Colin Jacobsen Violine Nicholas Cords Viola Michael Nicolas Violoncello Mathias Kunzli Schlagzeug

Mit ihren eklektischen Programmen zwischen klassischem Kanon und Musik der Gegenwart in all ihren Spielarten, Formen und Traditionen machen die vier Musiker von Brooklyn Rider das Streichquartett wahrhaft zu einer Gattung des 21. Jahrhunderts. Sein Debüt im Pierre Boulez Saal bestreitet das Ensemble gemeinsam mit Kinan Azmeh, der nicht nur als Klarinettist zu hören, sondern auch als Komponist mit drei Werken im Programm vertreten ist. Aktuelle Kompositionen von Colin Jacobsen, einem der Violinisten des Quartetts, sowie Lev Zhurbins von einem Gedicht des persischen Mystikers Rūmi inspiriertes Everywhere Is Falling Everywhere vervollständigen das Programm.

Fri

Preise: ¤ 55 –15 166

Kinan Azmeh

With their eclectic programs, combining the classical canon with contemporary music in all its forms, genres, and traditions, the four musicians of Brooklyn Rider have truly transformed the string quartet into a genre of the 21st century. For their Pierre Boulez Saal debut, they are joined by Kinan Azmeh, who will not only perform as clarinetist but also be in the spotlight as the composer of three pieces. Recent works by the quartet’s violinist Colin Jacobsen as well as Lev Zhurbin’s Everywhere Is Falling Everywhere, which was inspired by poetry of the Persian mystic Rūmi, complete the program.

Dabke on Martense Street für Streichquartett In the Element für Klarinette und Streichquartett The Fence, the Rooftop and the Distant Sea für Klarinette und Violoncello

Colin Jacobsen A Mirror for a Prince für Streichquartett Starlighter für Klarinette und Streichquartett

Lev „Ljova“ Zhurbin Everywhere Is Falling Everywhere für Klarinette, Streichquartett und Schlagzeug

June 9, 2023 7.30 pm

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167


11. Juni 2023 18.00

So

Do

15. Juni 2023 19.30

JAVIER PERIANES

BOULEZ ENSEMBLE LII

Javier Perianes Klavier

Daniel Cohen Musikalische Leitung

Nach seinem gefeierten Debüt in der vergangenen Spielzeit kehrt Javier Perianes in den Pierre Boulez Saal zurück – mit Werken aus seinem Heimatland Spanien und solchen, die von dessen Musik und Kultur inspiriert sind. Neben Kompositionen von Manuel de Falla, Isaac Albéniz und Claude Debussy steht Enrique Granados’ virtuose Klaviersuite Goyescas auf dem Programm, die 1910 in Reaktion auf das Schaffen des spanischen Malers Francisco Goya entstand.

Am Abend des 1. Oktober 1969 startete der Satellit ESRO-1B seine Reise ins Weltall, koordiniert vom ­Europäischen Raumfahrtzentrum in Darmstadt. Nur wenige Kilometer entfernt dirigierte Bruno Maderna zeitgleich die Uraufführung seiner Serenata per un satellite, die mit ihrer offenen, quasi-aleatorischen Anlage das Ungewisse und Unbekannte musikalisch sondiert. Unter der Leitung des Darmstädter Generalmusikdirektors Daniel Cohen stellt das Boulez Ensemble diesem Werk weitere Abend- und Nachtmusiken von Antonín Dvořák, Arnold Schönberg und Luigi Dallapiccola an die Seite. Edgard Varèses visionäres Octandre von 1923 eröffnet das Programm.

Following his celebrated debut last season, Javier Perianes returns to the Pierre Boulez Saal with a ­program of works from his native Spain and other pieces inspired by the country’s music and culture. In addition to compositions by Manuel de Falla, Isaac Albéniz, and Claude Debussy, he performs Enrique Granados's virtuoso piano suite Goyescas, written in 1910 as an homage to the Spanish painter Francisco Goya. Sun

June 11, 2023 6 pm

Manuel de Falla Homenaje pour „Le Tombeau de Claude Debussy“

Claude Debussy

On the evening of October 1, 1969, the ESRO-1B satellite began its journey into space, coordinated by the European Space Operations Center in Darmstadt. Only a few kilometers away, Bruno Maderna simulta­ neously conducted the world premiere of his Serenata per un satellite, a composition that seems to probe the uncertain and the unfamiliar with its quasi-aleatoric structure. Led by Darmstadt’s general music director Daniel Cohen, the Boulez Ensemble combines this work with several other pieces of nocturnal music by Dvořák, Schoenberg, and Dallapiccola. Edgard Varèse’s visionary Octandre of 1923 opens the program.

Soirée dans Grenade (aus Estampes) La puerta del vino (aus Préludes Buch II) La sérénade interrompue (aus Préludes Buch I)

Isaac Albéniz El Albaicín

Manuel de Falla Fantasía baética

Enrique Granados Preise: ¤ 45 –15

Thu

Goyescas

Edgard Varèse Octandre

Arnold Schönberg Serenade op. 24

Luigi Dallapiccola Piccola musica notturna

Bruno Maderna Serenata per un satellite

Antonín Dvořák Serenade für Bläser, Violoncello und Kontrabass d-moll op. 44

June 15, 2023 7.30 pm Preise: ¤ 45 –15

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Information S. 188 / p. 189


KIAN SOLTANI Kian Soltani Violoncello

Sa

17. Juni 2023 19.00

So

18. Juni 2023 18.00

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

Suite für Violoncello Nr. 1 G-Dur BWV 1007 Suite für Violoncello Nr. 2 d-moll BWV 1008 Suite für Violoncello Nr. 3 C-Dur BWV 1009

Suite für Violoncello Nr. 4 Es-Dur BWV 1010 Suite für Violoncello Nr. 5 c-moll BWV 1011 Suite für Violoncello Nr. 6 D-Dur BWV 1012

„Sie sind die Quintessenz von Bachs Schaffen, und Bach selbst ist die Quintessenz aller Musik“, sagte Pablo Casals über die Cellosuiten des großen Barockmeisters. Um 1720 komponiert, setzten die sechs Werke neue spieltechnische wie kompositorische Maßstäbe, die bis heute für jede:n Cellist:in einen immer wieder herausfordernden Prüfstein bilden. Kian Soltani, regelmäßig im Pierre Boulez Saal zu Gast, führt an zwei aufeinanderfolgenden Abenden durch dieses faszinierende m ­ usikalische Labyrinth.

“They are the quintessence of Bach’s work as a c­ omposer, and Bach is the quintessence of all music,” Pablo Casals said about the Baroque master’s Cello Suites. Written around 1720, the six works set new standards, both technically and musically, and remain a touchstone for any cellist to this day. Kian Soltani, ­frequently heard at the Pierre Boulez Saal in past seasons, leads audiences through this fascinating musical ­labyrinth on two consecutive nights.

June 17, 2023 7 pm Sun June 18, 2023 6 pm Sat

Preise: ¤ 45 –15

170


Mi

21. Juni 2023 19.30

WAED BOUHASSOUN & ENSEMBLE Les Âmes retrouvées Waed Bouhassoun Oud, Gesang und musikalische Leitung Hakan Güngör Kanun Ruşan Filiztek Gesang, Oud, Divan-Saz, Daf Neșet Kutas Schlaginstrumente

Preise: ¤ 45 –15

In ihrem zweiten Programm in dieser Spielzeit ist die syrische Künstlerin Waed Bouhassoun im Ensemble mit dem türkischen Kanun-Virtuosen Hakan Güngör, dem kurdischen Sänger und Multiinstrumentalisten Ruşan Filiztek und dem ebenfalls aus einer kurdischen Familie stammenden Perkussionisten Neșet Kutas zu erleben. Unter dem Titel „Die wiedergefundenen ­Seelen“ interpretieren die vier Musiker:innen Lieder und Gesänge über die höfische Liebe aus arabischer, türkischer und beduinischer Überlieferung. For her second appearance this season, Syrian artist Waed Bouhassoun leads an intimate ensemble featuring Turkish qanun player Hakan Güngör, Kurdish singer and multi-instrumentalist Ruşan Filiztek, and Kurdish percussionist Neșet Kutas. In a program entitled “The Rediscovered Souls,” the four musicians perform Arabic, Turkish, and Bedouin songs about courtly love. Wed

Di

27. Juni 2023 19.30

FILASTEEN (PALESTINE) YOUNG MUSICIANS ORCHESTRA

June 21, 2023 7.30 pm

Milan Al-Ashhab Violine Nabil Shehata Musikalische Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento F-Dur KV 138 Konzert für Violine und Orchester A-Dur KV 219

Franz Schubert Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485

Preise: ¤ 45 –15

172

173

Am Barenboim-Said Center for Music in Ramallah e­ rhalten derzeit 160 junge Menschen eine umfassende musikalische Ausbildung. Internationale Visitenkarte der Institution ist das 2015 ins Leben ­gerufene Filasteen Young Musicians Orchestra, das ­regelmäßig in Palästina und anderen Ländern des Nahen Ostens auftritt. Nun ist das Ensemble – gemeinsam mit dem jungen Geiger Milan Al-Ashhab und unter der Leitung von Nabil Shehata – erstmals zu Gast im Pierre Boulez Saal und in der Barenboim-Said Akademie, wo viele seiner ehemaligen Mitglieder heute studieren. The Barenboim-Said Center for Music in Ramallah currently provides a comprehensive musical education for 160 young people. Internationally, the ­institution is represented by the Filasteen Young ­Musicians Orchestra, which was founded in 2015 and performs regularly in Palestine and other countries of the Middle East. ­Together with young violinist Milan Al-Ashhab and led by Nabil Shehata, the ensemble for the first time visits the Pierre Boulez Saal and the Barenboim-Said Akademie, where many of its former members are students today. Tue

June 27, 2023 7.30 pm


JULI JULY

175


Sa

1. Juli 2023 19.00

BOULEZ ENSEMBLE LIII François-Xavier Roth Musikalische Leitung Michael Barenboim Violine Ben Goldscheider Horn Giuseppe Mentuccia Klavier

Fr

György Ligeti

BOULEZ ENSEMBLE LIV

Trio für Violine, Horn und Klavier Kammerkonzert für 13 Instrumente

Jörg Widmann Musikalische Leitung und Klarinette

Konzert für Violine und Orchester

Zum Abschluss der Saison feiert das Boulez Ensemble Jörg Widmann anlässlich seines 50. Geburtstags mit ­einem Portraitkonzert. Der Komponist, Klarinettist und Dirigent, der dem Pierre Boulez Saal seit der ­Eröffnung eng verbunden ist und als Edward W. Said Professor für Komposition an der Barenboim-Said Akademie lehrt, wird mit einer Auswahl eigener Werke sowohl als musikalischer Leiter wie als Solist zu erleben sein.

„Ich bin wie ein Blinder im Labyrinth, der sich ­herumtastet und immer neue Eingänge findet und in Zimmer kommt, von denen er gar nicht wusste, dass sie existieren.“ So beschrieb György Ligeti einmal sich und sein unvergleichlich undogmatisches Komponieren. Unter der Leitung von François-Xavier Roth widmet sich das Boulez Ensemble drei faszinierenden Werken aus unterschiedlichen Schaffensphasen des Komponisten. Den Solopart im aberwitzigen Violinkonzert von 1993 übernimmt dabei Michael Barenboim.

To close the season, the Boulez Ensemble celebrates Jörg Widmann with a special concert on the occasion of his 50th birthday. The composer, clarinetist, and conductor, who has been closely associated with the Pierre Boulez Saal since its opening and holds the ­Edward W. Said Chair for Composition at the Barenboim-­Said Akademie, will lead the ensemble and appear as ­soloist in a ­selection of his own works.

“I am like a blind man in a labyrinth, feeling his way around and constantly finding new doorways and ­entering rooms that he did not even know existed.” With these words György Ligeti once described himself and his extraordinarily undogmatic way of composing. Led by François-Xavier Roth, the Boulez Ensemble explores three of Ligeti’s fascinating scores, written over the course of two decades. Michael Barenboim takes on the solo part in the spectacular 1993 Violin Concerto. Sat

Fri

July 7, 2023 7.30 pm

July 1, 2023 7 pm

Preise: ¤ 45 –15

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7. Juli 2023 19.30

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Preise: ¤ 45 –15

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Packages

Information S. 188 / p. 189

Jörg Widmann Liebeslied für acht Instrumente Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier Freie Stücke für Ensemble und Werke für Klarinette solo


ELTERNZEITKONZERTE

AKADEMIEKONZERTE

Die Elternzeit-Konzerte richten sich an alle neu-­ gewordenen Mütter und Väter (und Onkel, Tanten, Groß­ eltern …), die mit ihren Babys in entspannter Atmosphäre Musik erleben möchten. Die Platzzahl ist begrenzt und im Foyer ist für alles gesorgt, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Diese etwa 45-minütigen ­Konzerte sind ausschließlich für Besucher:innen mit Babys im Alter bis 12 Monate gedacht.

In der Reihe der Akademiekonzerte stellen sich die Studierenden der Barenboim-Said Akademie als Teil ihrer Ausbildung dem Publikum vor. Die etwa ­ein­stündigen Programme, die jeweils kurzfristig angekündigt werden, geben direkten Einblick in das ­Repertoire, mit dem sich die jungen Künstler:innen auf ihren Abschluss und auf den Eintritt in das inter­ nationale Musikleben vorbereiten.

“Parental Leave” concerts are aimed at all new mothers and fathers (as well as uncles, aunts, grandparents…) who would like to experience music together with their babies in a relaxed setting. The number of seats is limited, and all amenities to make your visit as pleasant as possible are provided in the lobby. These concerts are approximately 45 minutes long and intended exclusively for visitors with babies aged 12 months and younger.

In the series of Academy Concerts, the students of the Barenboim-Said Akademie introduce themselves to their audiences as part of their curriculum. These ­one-hour programs, announced at short notice, feature repertoire that the young artists have been working on ­during their studies in preparation for entering the i­nternational music scene.

Do 20. Oktober 2022

Fr 16. September 2022 19.30

S. / p. 34

Schaghajegh Nosrati

Fr 9. Dezember 2022

Carolin Widmann

S. / p. 66

Mo 30. Januar 2023 Yamen Saadi & Julien Quentin

S. / p. 84

Do 16. März 2023

Orlando Consort

S. / p. 112

Mi 10. Mai 2023

Trio con Brio Copenhagen

S. / p. 140

AKADEMIE-FORUM Das Akademie-Forum der Barenboim-Said Akademie bietet Raum für den Austausch über drängende Fragen unserer Gegenwart. Dazu finden jedes Semester Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen statt – mit Gästen aus Wissenschaft, Literatur, Politik und Öffentlichkeit, musikalisch begleitet von Studierenden der BarenboimSaid Akademie. Das Forum lädt dazu ein, das intellektuelle Leben an der Akademie kennenzulernen und d­ aran teilzunehmen. The Akademie-Forum is the Barenboim-Said ­ kademie’s place for debate and conversations addressing A topics of contemporary significance. Every semester, a series of talks, readings, and discussions features guests from the humanities, literature, politics, and public life, ­together with a musical performance by students of the Barenboim-­Said Akademie. The Forum is an invitation to get to know and participate in the academy’s intellectual life.

Di 25. Oktober 2022 Joseph Pearson

Fr 18. November 2022 16.00 Di 6. Dezember 2022 16.00 Di 24. Januar 2023 16.00 Mo 6. Februar 2023 16.00

Alle Veranstaltungen beginnen um 18.00 Uhr und finden im Mozart Auditorium der Barenboim-Said Akademie statt. / All events start at 6pm and take place in the Mozart Auditorium of the Barenboim-Said Akademie.

Di 25. April 2023 16.00 Mo 22. Mai 2023 16.00 Mo 19. Juni 2023 16.00

Weitere Informationen und Karten unter / For more information and tickets, visit barenboimsaid.de/akademieforum

Do 22. Juni 2023 16.00

Di 20. Juni 2023 Studierende der Barenboim-Said Akademie

Preis: ¤ 10

Alle Konzerte beginnen um 10.30 Uhr. / All concerts start at 10.30 am.

Eintritt frei / Anmeldung erforderlich

Preis: ¤ 10 (Erwachsene) 178

Gäste im Wintersemester 2022/23 Guests in the 2022–23 Winter Semester

179

Mi 7. Dezember 2022 Rainer Forst Di 31. Januar 2023 Natan Sznaider Weitere Termine mit der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, dem Journalisten Nabih Bulos und der Philosophin Susan Neiman werden später bekanntgegeben. Further dates to be announced with cultural anthropologist Aleida Assmann, journalist Nabih Bulos, and philosopher Susan Neiman.


Die Daniel Barenboim Stiftung Bildung durch Musik Die Daniel Barenboim Stiftung fördert den trans­ kulturellen Dialog durch musikalische (Aus-)Bildung und Aufführungspraxis. Sie ist die Dachorganisation für das West-Eastern Divan Orchestra, die Barenboim-Said ­Akademie mit dem Pierre Boulez Saal und für eine Reihe von musikalischen Ausbildungsprojekten im Nahen ­Osten – darunter das Barenboim-Said Center for Music in Ramallah – und anderen Ländern. Das von Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward W. Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Dialog zwischen den verschie­ rfahrung denen Kulturen des Nahen Ostens durch die E gemeinsamen Musizierens ein. Das Orchester hat sich als fester Bestandteil des internationalen Musiklebens ­etabliert und tritt in den bedeutendsten Konzertsälen und bei Festivals in aller Welt auf. 2016 wurde es zum UN Global Advocate for Cultural Understanding ernannt. Das West-Eastern Divan Ensemble, das von Michael Barenboim, dem Konzertmeister des Orchesters, geleitet wird, überträgt dieses hochkarätige musikalische Niveau im gleichen Geist auf ein intimes Kammermusikformat. Die Arbeit des West-Eastern Divan Orchestra führte schließlich zur Gründung der Barenboim-Said Akademie in Berlin, die seit 2015 ein Ausbildungsprogramm in ­Musik und Geisteswissenschaften für bis zu 90 Studierende aus dem Nahen Osten, Nordafrika und anderen Ländern anbietet. Zusammen mit dem im gleichen Gebäude ­beheimateten Pierre Boulez Saal ist die Akademie dem pädagogischen Geist Edward W. Saids und Daniel ­Barenboims und ihrer gemeinsamen Initiative zur Überwindung ideologischer Gegensätze verpflichtet. Das Barenboim-Said Center for Music im palästinensischen Ramallah bildet junge Palästinenser:innen durch eine Vielzahl musikalischer Angebote aus, darunter ein achtjähriges Konservatoriumsprogramm, das die 180

The Daniel Barenboim Foundation Education through Music

S­ tudierenden auf eine spätere professionelle Musikaus­ bildung vorbereitet, eine Schule mit Kindergarten sowie die Möglichkeit zu praktischer Erfahrung im Orchesterspiel durch das Filasteen Young Musicians Orchestra. In der Musikalischen Schule im Berliner Stadtteil Pankow erhalten Schüler:innen zusätzlich zur üblichen Fächerauswahl eine umfassende musikalische Ausbildung, einschließlich Einzelunterricht auf einem Musikinstrument, Ensemblespiel sowie fächerübergreifender Auseinandersetzung mit Musik als zentralem Bestandteil gesellschaftlicher Bildung. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerinstitutionen ist die Schulgemeinschaft mit dem kulturellen Leben der Stadt verbunden. Der Musikkindergarten in Berlin-Mitte bietet Kindern im Vorschulalter durch fachlich geschulte Erzieher:innen und regelmäßige Besuche von Mitgliedern der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin die Möglichkeit, ihre erwachenden Sinne zu entdecken.

The Daniel Barenboim Foundation promotes t­ranscultural dialogue through musical education and performance practice. It is the umbrella organization for the West-Eastern Divan Orchestra, the Barenboim-Said Akademie with the Pierre Boulez Saal, and various ­music and education projects in the Middle East—such as the Barenboim-Said Center for Music in Ramallah— and other countries. Founded by Daniel Barenboim and Palestinian literary scholar Edward W. Said, the West-Eastern Divan O ­ rchestra has been promoting dialogue between the ­different cultures of the Middle East through music-­ making and co-existence for more than two decades. It has developed into an internationally renowned ensemble 181

that is at home at the most prestigious concert halls and festivals around the world and was designated a UN Global Advocate for Cultural Understanding in 2016. Led by the orchestra’s concertmaster Michael Barenboim, the West-Eastern Divan Ensemble brings the same musical excellence and spirit to an intimate chamber music format. The work of the West-Eastern Divan Orchestra ­ultimately led to the founding of the Barenboim-Said Akademie in Berlin, which since 2015 has been offering a curriculum of music and the Humanities for up to 90 young musicians from the Middle East, North Africa, and other countries. Together with the Pierre Boulez Saal, which is housed in the same building, the Akademie is committed to the educational spirit of Edward W. Said and Daniel Barenboim and their joint initiative to overcome ideological divides. The Barenboim-Said Center for Music in Ramallah, Palestine, encourages and educates young Palestinians through a variety of musical offerings, including an eight-year conservatory program intended to train and prepare its students to continue professional studies in music, a school/kindergarten program, and orchestral training through the Filasteen Young Musicians Orchestra. In the Musical School in the Berlin district of Pankow, students receive a comprehensive musical education in addition to the regular curriculum, including individual lessons on a musical instrument, ensemble playing, and the interdisciplinary study of music as a central component of ­social education. Working with a network of associated partners, the school community is connected to the ­cultural life of the city. With specially trained caregivers and regular visits from members of the orchestra academy of the Staatskapelle Berlin, the Musical Kindergarten in Berlin-Mitte provides preschool children with an ­environment to experience their awakening senses. Mehr erfahren / Learn more daniel-barenboim-stiftung.org • barenboimsaid.de west-eastern-divan.org • boulezsaal.de barenboim-said.ps


BARENBOIM-SAID AKADEMIE & PIERRE BOULEZ SAAL Daniel Barenboim Präsident

BARENBOIM-SAID AKADEMIE HOCHSCHULLEITUNG Prof. Dr. Regula Rapp Rektorin Dr. Carsten Siebert Kanzler und Geschäftsführer Prof. Michael Barenboim Dekan und Professor für Violine und Kammermusik PROFESSOR:INNEN Radek Baborák Distinguished Visiting Professor for French Horn Prof. Yulia Deyneka Viola und Ensemblespiel Prof. Dr. Jacob Eder Geschichte Prof. Reinhold Friedrich Distinguished Visiting Professor for Trumpet and Chamber Music Prof. Dr. Dr. James S. Helgeson Musikwissenschaft und Komposition Prof. Frans Helmerson Violoncello Prof. Dr. Roni Mann Prodekanin und Professorin für Politikwissenschaften Prof. Mihaela Martin Violine Emmanuel Pahud Distinguished Visiting Professor for Woodwinds and Chamber Music András Schiff KBE Distinguished Visiting Professor for Piano Prof. Nabil Shehata Kontrabass und Ensemblespiel Mitsuko Uchida DBE Distinguished Visiting Professor for Piano Prof. Zinaida Weissmann Klavier im Nebenfach und Korrepetition Prof. Michael Wendeberg Klavier und Aufführungspraxis Prof. Jörg Widmann Edward-Said-Professor für Komposition Prof. Dr. Kai Wiegandt Literatur Prof. Axel Wilczok ✝ In Memoriam Prof. Stephan Winkler Musiktheorie und Komposition

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AKADEMISCHE LEHRKRÄFTE Constantin Stimmer Musiktheorie Matthieu Stepec Musiktheorie Alkistis Milioni Korrepetition Jonathan Ware Korrepetition

STUDIERENDENBÜRO

DRAMATURGIE

Eszter Sarkozi Leiterin des Prüfungsamtes Covadonga González Pujol Zulassungsamt Emma van Rossum Koordinatorin für Studierendenservices Omar Hernandez Studierendenbüro und Zulassungsamt Magdalena Zabanoff Musikpsychologie

Philipp Brieler Leitung Christoph Schaller Dramaturg Ivana Rajic Digital Content Editor

HAUSDIENSTE Silke Aschendorf Technische Leitung Monika Kullmann Büroleitung Hausdienste Guido Richter Haustechniker Hartmut Feuerhack Mitarbeiter Haustechnik Barbara Fröhbrodt Tageskraft Hauswirtschaft Eva Ballestrem, Kasia Borek, Lisa Hofmann, Christian Quandt, Petra Souckova Empfang

AUFSICHTSRAT Staatsministerin Claudia Roth Vorsitzende Irmgard Maria Fellner Stellvertretende Vorsitzende Tabaré Perlas Gesellschafter Mariam C. Said, Pamela Rosenberg, Igor Levit, Staatssekretärin Armaghan Naghipour

MARKETING UND VERTRIEB Kurt Danner Leitung Marketing Hannah Alfons Leitung Ticketing und Vertrieb Johanna Giebel Digital Content Manager PRESSE UND MEDIEN Emily Checo Rodriguez Managerin Maya Chami Assistentin VERANSTALTUNGSTECHNIK

Mariam C. Said, Prof. Dr. Joachim Sartorius, Prof. Dr. Wolf Lepenies

PIERRE BOULEZ SAAL

Oliver Klühs Leitung Christian Klühs Mitarbeiter Marius Adam Mitarbeiter

PRÄSIDIALBÜRO UND AKADEMISCHES KONZERTBÜRO

INTENDANZ

KONZERTPRODUKTION UND INSPIZIENZ

Ole Bækhøj Intendant Clara Marie Stangier Persönliche Referentin des Intendanten und Leitung Sonderveranstaltungen Corinna Volke Digital Development Manager

backlight! GmbH – Konzert- & Tourneemanagement

AKADEMISCHER BEIRAT

Tyme Khleifi Persönliche Referentin des Präsidenten und Ensemble-Managerin, Boulez Ensemble Ekin Kılıç Assistentin des Konzertbüros AKADEMISCHE VERWALTUNG

KÜNSTLERISCHE PLANUNG UND PRODUKTION

Robert Jahrisch Büroleitung Rektorat Laura Schergaut Referentin des Kanzlers Sedef Işkin Assistentin des Dekans Netta Shahar Bibliothekarin Ines Wiedera Personal Sylvester Orji IT- und Netzwerkmanager Constanca Rappich Buchhaltung Jessica Rieß Akademische Hilfskraft

Kirsten Dawes Leitung Silja Gwinner Leitende Projektmanagerin Gosia Cnota Projektmanagerin Arianna de la Cruz Lara Projektmanagerin Anne-Cécile Rouiller Projektassistentin Joan Soley Head of Digital Content Anna Bechtle Digital Project Manager Piotr Turkiewicz Externer Kurator für improvisierte Musik und Jazz

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PUBLIKUMSSERVICE ARTIS – Personal für Kunst und Kultur GmbH TAGESKASSE & CALLCENTER papagena Kartenvertriebs GmbH CATERING Casalot Catering GmbH & Co. KG REINIGUNG Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG


Impressum Herausgeber Pierre Boulez Saal Barenboim-Said Akademie gGmbH Geschäftsführer Carsten Siebert Französische Straße 33d, 10117 Berlin Redaktion Philipp Brieler Hannah Alfons, Lucie Blot, Gabriel Crome León, Kirsten Dawes, Alexa Nieschlag, Ivana Rajic, Christoph Schaller, Rebecca U. Schettler

411 7 9 9 7 4 +49 30 al.de boulezsa

Grafikdesign Annette Sonnewend

Abbildungsnachweise Volker Kreidler (S. 4/5, 192/193) • Peter Adamik (S. 6, 21, 93, 133, 156, 198, 200) • Pierre Boulez Saal (S. 7, 115) • Monika Rittershaus (S. 9, 48, 131, 179, 180, 181 rechts unten) • Sheila Rock (S. 14) • Simon Pauly (S. 15, 33: Stagg, 81: Streichquartett der Staatskapelle, 99: Streichquartett der Staatskapelle, 100, 129: Konradi) • Nja Mahdaoui (S. 17) • Ohne Urheberangabe (S. 18, 19, 25, 36/37, 41, 46, 49, 57: Bronfman, 63, 71, 73, 117: Plessner, 124: Parker, 125: Tondo, 154, 173) • Friedrun Reinhold (S. 20: Auerbach) • O. J. Slaughter (S. 20: Hahn) • Ed Berger (S. 22) • Josef Fischnaller (S. 23) • Shervin Lainez (S. 28, 167) • Mauro Turatti (S. 29: Deyneka,) • Silvia Lelli (S. 29: Barenboim) • Alberto Molina (S. 31) • Greg Barrett (S. 33: Young) • Michael Reinicke (S. 35) • Elza Zhrerebchuk (S. 38) • Maksim Kruhly (S. 39) • Luc Hossepied/Ensemble ­intercontemporain (S. 44) • Franck Ferville (S. 45, 72: Pintscher) • Oscar Tursunov (S. 47) • Julien Mignot (S. 50) • Hervé Pouyfourcat (S. 51) • Susie Knoll (S. 53: Banse) • R. Pfisterer (S. 53: Amaral) • Christoph Köstlin/Deutsche Grammophon (S. 55: Avital, 95: Avital, 125: Avital) • ­Alberto Collantes (S. 55: Heredia) • Vanessa Sonnewend (S. 56, 76, 122) • Fabien Monthubert (S. 57: Pahud) • Lukas Beck (S. 60) • Florian ­Legrand (S. 62) • Marco Borggreve (S. 64, 81: Leonskaja, 82, 83, 90, 97: Prohaska, 126, 127, 139, 145, 157, 158, 177) • Frank Schemmann (S. 65) • Lennard Rühle (S. 67) • Mozartwoche Salzburg (S. 68) • Anda Yoel (S. 72: Motseri) • Jiyang Chen (S. 78: Hampson) • Wolfram Rieger (S. 78: Rieger) • Adrienne Meister (S. 78: Zarrabi) • Marion Köll (S. 78: Huber) • Jessylee Photographie (S. 79) • Clara Evens (S. 85: Saadi) • Julien Mignot (S. 85: Quentin, 104: Tamestit) • Frank Bloedhorn (S. 87: Downie Dear) • Andrej Grilc (S. 87: Aristidou, 129: Trio Gaspard) • Christophe Charpenel (S. 91) • Tom Schwerrs (S. 92) • Mirei Sakaki (S. 94) • Ensemble Rustavi (S. 95) • Nikolaj Lund (S. 97: Manacorda, 140) • Florian Rossmanith (S. 99: Samel) • Lucie Čermáková (S. 100) • Felix Broede (S. 104) • ATO (S. 105) • Astrid Karger (S. 107) • Nir Slakman (S. 108) • Daniela Reske (S. 109) • Lukasz Rajchert (S. 110) • Natacha Colmez (S. 111: Bellom) • Warner Music (S. 111: Capuçon) • Eric Richmond (S. 112) • Khalil Baalbaki (S. 113) • Oliver Helbig (S. 117: Simon Rattle) • Kaupo Kikkas (S. 117: Sacha Rattle, 169) • Boaz Arad (S. 117: Braunstein) • ­Nikola Milakovic (S. 121) • Beowulf Sheehan (S. 130) • Sasha Gusov (S. 136) • Luc Braquet (S. 137) • Decca/Kasskara (S. 142) • Kalpesh Lathigra (S. 144) • Harald Hoffmann (S. 146, 147, 163) • Jay Blakesberg (S. 131) • Lenny Gonzales (S. 149) • Joao Fazendo (S. 150) • Eva Vermandel (S. 151) • Caroline Bittencourt (S. 152) • Arturs Kondrats (S. 155) • Bryan Murray (S. 162) • Sebastian Rosenberg (S. 165) • Liudmila Jeremies (S. 166) • Igor Studio (S. 168) • Holger Hage/Deutsche Grammophon (S. 170) • François Guenet (S. 172) • Holger Talinski (S. 176) • Peter Dammann (S. 181 links) • Manuel Vaca (S. 181 rechts oben) Im Fall bestehender und nicht berücksichtigter Urheberrechte bitten wir den oder die Rechteinhaber um Nachricht.

Herstellung Druckhaus Sportflieger, Berlin Redaktionsschluss: 4. Juli 2022 Programmänderungen vorbehalten


Tickets & Service Online

Rund um die Uhr

boulezsaal.de

Telefonisch

Ticket-Hotline (Papagena-Callcenter) 030 / 4799 7411

Online

Available 24/7

boulezsaal.de

By Phone Ticket Hotline (Papagena Call Center)

Montag bis Samstag 9.00 bis 20.00 Uhr Sonn- und Feiertag 14.00 bis 20.00 Uhr

+49 30 4799 7411 Monday to Saturday 9 am to 8 pm Sundays and holidays 2 pm to 8 pm

Tageskasse im Pierre Boulez Saal

Pierre Boulez Saal Box Office

Montag bis Samstag 14.00 bis 18.00 Uhr Geschlossen an Feiertagen

Monday to Saturday 2 pm to 6 pm Closed on holidays

An Veranstaltungstagen ist die Abendkasse ab eine Stunde vor Beginn des Konzerts geöffnet. Während dieser Zeit findet kein Vorverkauf für andere Veranstaltungen statt. In der Sommerpause sowie zwischen ­Weihnachten und Neujahr bleibt die Tageskasse geschlossen. Die genauen Daten und Zeiten finden Sie unter boulezsaal.de

On performance days, the box office opens one hour prior to the event. There are no advance sales for other performances during this time. The box office will be closed during the summer and between Christmas and New Year. For exact dates and times, please visit boulezsaal.de

Beachten Sie bitte, dass wir Sie nur dann direkt über Programmänderungen, Terminverschiebungen oder Absagen informieren können, wenn Sie Ihre Karten über Ihr Pierre Boulez Saal-Kund:innenkonto gekauft haben. Der Pierre Boulez Saal kooperiert mit Ticketing­Partnern und Besucher:innenorganisationen. Dabei kann es zu abweichenden Kartenpreisen kommen.

Der Vorverkauf für die Saison 2022/23 beginnt am Dienstag, den 23. August.

Please be aware that we can notify you of any program and date changes or cancellations only if you purchased your tickets using your Pierre Boulez Saal customer account. The Pierre Boulez Saal works with external ticketing partners and audience organizations. Ticket prices may vary in these cases.

Tickets for the 2022–23 season go on sale Tuesday, August 23.


Angebote Stammgäste

Familien

Regular Customers

Families

Als Stammgast des Pierre Boulez Saals genießen Sie exklusive Vorteile wie Kartenumtausch oder Kartenrückgabe bis 72 Stunden vor Konzertbeginn. Außerdem erhalten Sie ein kostenloses Programmheft. Mit dem Kauf von Karten für drei und mehr Konzerte pro Saison – online oder telefonisch – werden Sie automatisch als Stammgast registriert. (Dies gilt nur für Eigenveranstaltungen des Pierre Boulez Saals, nicht für Gastveranstaltungen.)

Kinder und Jugendliche im Alter bis einschließlich 18 Jahre erhalten für alle regulären Konzerte Karten zum Preis von € 10. Dieses Angebot gilt für Eigenveranstaltungen des Pierre Boulez Saals (nicht für Gastspiele) in allen ­Preis­kategorien nach Verfügbarkeit und für maximal drei junge Besucher:innen in Begleitung eines ­Erwachsenen.*

Regular customers at the Pierre Boulez Saal enjoy special benefits, including exchange and return of tickets up to three days prior to a concert and a free program book. Customers purchasing tickets for three or more concerts per season online or on the phone will automatically be registered as regular customers. (Applies only to concerts of the Pierre Boulez Saal, not guest performances.)

Discounted tickets for € 10 are available for all regular concerts for children and young adults age 18 and younger. This offer is valid for events presented by the Pierre Boulez Saal (not for other presenters) in all price categories, subject to availability, and for a maximum of three young visitors accompanied by an adult. *

Unter 35 Youth Tickets: Für Gäste bis einschließlich 35 Jahre steht bei vielen Konzerten eine begrenzte Anzahl von Karten zum Preis von € 15 bereits im regulären Vorverkauf zur Verfügung.* Rush Tickets: Plätze aller Kategorien, die eine Stunde vor Konzertbeginn noch verfügbar sind, werden an der Abendkasse für junge Gäste bis einschließlich 35 Jahre zum ermäßigten Preis von € 12 angeboten.*

Schwerbehinderte Schwerbehinderte mit eingetragenem Anspruch auf eine Begleitperson erhalten für zwei Karten eine Ermäßigung von 50 % auf den regulären Preis.*

* Ermäßigte Karten sind nicht übertragbar. Ein gültiger Lichtbildausweis (bzw. Schwerbehindertenausweis oder Berlin Pass) ist beim Einlass unaufgefordert vorzuweisen.

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Special Offers

Karten & Service

Berlin Pass Inhaber:innen des Berlin Passes erhalten, nach Verfügbarkeit, Karten zu € 3 an der Abendkasse ab 30 Minuten vor Konzertbeginn.*

Gruppen Ob Sie einen besonderen Anlass feiern, ein gesellschaft­ liches Ereignis planen oder mit einer Schulklasse ein Konzert besuchen möchten – im Pierre Boulez Saal erwartet Ihre Gruppe ein unvergessliches Erlebnis. Sprechen Sie uns telefonisch an unter 030 / 4799 7411. Auf Wunsch erhalten Sie einen Gruppen-Login zu unserem Ticketshop und können selbständig Karten für Ihre Gruppe zu speziellen Tarifen buchen.

Under 35 Youth Tickets: For many concerts, a limited number of tickets is available in advance at the special price of € 15 for young visitors age 35 and younger.* Rush Tickets: One hour before a performance begins, visitors age 35 and under may purchase unsold seats in all categories at the box office for € 12, subject to availability.*

Visitors with Disabilities Visitors with disabilities entitled to bringing a companion will receive a 50 % discount on the regular price for two tickets.*

Berlin Pass

Berlin Pass holders may purchase tickets for € 3 at the box office 30 minutes before the start of a concert, subject to availability  *

Groups Whether you are celebrating a special occasion, planning a social event, or would like to attend a concert with students, the Pierre Boulez Saal offers your group an unforgettable experience. Please call us at +49 30 4799 7411. Upon request, we will send you a personalized group login to our online ticket shop, where you may book discounted group tickets yourself.

* Discounted tickets are non-transferable. Please present photo ID (or disability card, or Berlin Pass) at the door.

Tickets & Service

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Karten-Packages

Ticket Packages

Beim Kauf eines Karten-Package erhalten Sie ohne Aufpreis Plätze in der nächsthöheren Kategorie sowie ein kostenloses Programmheft für alle Veranstaltungen und weitere Vorteile.

Quartett-Sommer

Purchase a ticket package to receive a free upgrade to the next higher seat category and a free program book for all events as well as other benefits.

Quartet Summer

Eintritt zu vier Streichquartettkonzerten Ihrer Wahl im Mai und Juni

Boulez Ensemble

Curiosity Package I

Boulez Ensemble

Curiosity Package I

Eintritt zu vier, optional auch zu allen acht Konzerten des Boulez Ensembles nach Wahl

Eintritt zu • The Art of Being Human (S. 114) • einem Konzert des Boulez Ensembles • einem Konzert der Reihe „Lied und Lyrik“ • einem Konzert aus dem Bereich Improvisierte Musik und Jazz • Plus: ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft für Pierre Boulez Saal Online

Admission to four concerts of your choice with the Boulez Ensemble, with an option for all eight concerts

Admission to • The Art of Being Human (p. 114) • one concert of the Boulez Ensemble • one concert from the Lied und Lyrik series • one concert from the Improvised Music and Jazz series • Plus: one year of free membership to Pierre Boulez Saal Online

Arabic Music Days • Eintritt zu sämtlichen Konzerten während der Arabic Music Days • Plus: zwei Wochen kostenloser Zugang zu Pierre Boulez Saal Online

Arabic Music Days • Admission to all concerts during the Arabic Music Days • Plus: two weeks of free access to Pierre Boulez Saal Online

Curiosity Package II Schubert-Woche • Eintritt zu den drei Konzerten am Donnerstag, Freitag und Samstag sowie zu den öffentlichen Workshops mit Thomas Hampson inklusive Abschlusskonzert; optional Eintritt zum Konzert mit Thomas Hampson am Montag • Plus: zwei Wochen kostenloser Zugang zu Pierre Boulez Saal Online

Eintritt zu • The Queen Commanded Him to Forget (S. 24) • einem Konzert des Boulez Ensembles • einem Konzert aus dem Bereich Arabische und Persische Musik • einem Konzert mit Alter Musik • Plus: ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft für Pierre Boulez Saal Online

Kartenpreise sowie weitere Informationen zu den Konzerten der Curiosity Packages finden Sie unter boulezsaal.de

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Karten & Service

Admission to four string quartet concerts of your choice in May and June

Curiosity Package II Schubert Week • Admission to the three concerts on Thursday, Friday, and Saturday as well as to the public workshops with Thomas Hampson including the closing concert; optional admission to the concert with Thomas Hampson on Monday • Plus: two weeks of free access to Pierre Boulez Saal Online

Admission to • The Queen Commanded Him to Forget (p. 24) • one concert of the Boulez Ensemble • one concert from the Arabic and Persian Music series • one concert of Early Music • Plus: one year of free membership to Pierre Boulez Saal Online

For ticket prices as well as more information on concerts included in the Curiosity Packages, visit boulezsaal.de

Tickets & Service

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Pierre Boulez Saal Online Eine Gemeinschaft von Mitgliedern Auf unserer neuen digitalen Plattform möchten wir dem Erlebnis von Livemusik im Pierre Boulez Saal Formate an die Seite stellen, von denen wir über­zeugt sind, dass sie im digitalen Raum am besten funktionieren (mehr dazu, was Sie erwartet, finden Sie auf Seite 6). Pierre Boulez Saal Online ist auch für den ständig wachsenden Teil des Publikums gedacht, der unsere Arbeit von überall auf der Welt verfolgt und mit uns online in Kontakt treten möchte. So wie Musiker:innen lernen, sich selbst und anderen zuzuhören, ist es uns wichtig, unserem Publikum zuzu­hören, um mit vielen unterschiedlichen Stimmen in Dialog zu treten über das, was uns künstlerisch bewegt. Deshalb ist unsere Plattform als Gemeinschaft von Mitgliedern angelegt – und wir möchten Sie einladen, Mitglied zu werden, um selbst im Mittelpunkt unserer Aktivitäten zu stehen.

Werden Sie Mitglied Die Online-Mitgliedschaft kostet € 50 für ein Jahr (€ 15 für Nutzer:innen unter 35 Jahren). Wir haben uns nach Gesprächen mit vielen von Ihnen für diesen Betrag entschieden, denn wir möchten, dass die Beitragskosten für alle, die dabei sein möchten, fair sind.

Pierre Boulez Saal Online Viele Gründe für eine Mitgliedschaft • Unbegrenzter Zugang zu Online-Inhalten, einschließlich Live-Konzerten und Aufzeichnungen • Erleben Sie Workshops und Meisterklassen mit Musiker:innen von Weltrang und jungen Talenten • Zugang zu digitalen Lernmodulen und Online-Kursen • Werden Sie Teil unserer Online-Gemeinschaft von Musikliebhaber:innen und tauschen Sie Kommentare, Fragen und Meinungen aus.

Wie werde ich Mitglied? Wenn Sie bereits ein Online-Kund:innenkonto im Pierre Boulez Saal haben, können Sie Ihre Mitgliedschaft direkt unter member.boulezsaal.de mit Ihren bisherigen Zugangsdaten erwerben. Oder sprechen Sie mit unserem Callcenter unter 030 / 4799 7411. Sollten Sie noch nicht Kund:in des Pierre Boulez sein, besuchen Sie member.boulezsaal.de, um ein Konto zu erstellen und Ihre Mitgliedschaft zu erwerben. Brauchen Sie Unterstützung? Rufen Sie uns an unter 030 / 4799 7411 oder schreiben Sie an feedback@boulezsaal.de.

A Community of Members On our new digital platform, we aim to complement experiencing live music at the Pierre Boulez Saal with formats we believe work best in a digital context (find out more about what to expect on page 8). Pierre Boulez Saal Online is also designed to reach a growing number of listeners who follow what we do from any­where in the world and would like to connect with us online. In the same way that musicians learn to listen to themselves and to others, we want to listen to our audiences to bring a range of voices to the things we are passionate about. Therefore, our platform is built as a community of members—and we would like you to become a member to keep you at the heart of what we do.

Join Us! Online membership is € 50 for one year (€ 15 for users under 35). We arrived at this amount after consulting with many of you. It is important to us that the cost of membership remains a fair contribution for anyone who would like to join.

Many Reasons to Become a Member • Get unlimited access to online content including live and recorded concerts • Experience workshops and masterclasses with world-class musicians and up-and-coming artists • Access digital learning modules and online courses • Connect with us and our online community of music lovers: comment, ask questions, and share your thoughts

How to Become a Member If you already have a Pierre Boulez Saal online customer account, you may purchase your membership directly at member.boulezsaal.de using your existing credentials or by phone with our customer service at +49 30 4799 7411. If you are not yet a Pierre Boulez Saal customer, simply visit member.boulezsaal.de to create an account and purchase your membership. If you need assistance, call us at +49 30 4799 7411 or write to us at feedback@boulezsaal.de.

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Karten & Service

Tickets & Service

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Ihre Plätze

Your Seats

Die besondere Architektur und Akustik des Pierre Boulez Saals ermöglichen auf allen Plätzen ein unvergleichliches Hörerlebnis und gute Sicht auf das ­musikalische Geschehen. Die Raumkonfiguration wird dem musikalischen Programm und der Besetzung flexibel angepasst.

The Pierre Boulez Saal’s extraordinary architecture and acoustics provide an excellent aural experience and a clear view of the stage from all seats. The modular setup is adapted individually to the repertoire and number of musicians.

at the Pierre Boulez Saal

im Pierre Boulez Saal

On the parterre level, four different types of seating are available: upholstered seats, an upholstered bench with numbered seats, high chairs, and stage chairs in section A.

Im Parkett finden vier unterschiedliche Sitzmöglichkeiten Verwendung: großzügige, gepolsterte Sessel mit zwei Armlehnen, eine durchgehende, gepolsterte Bank mit nummerierten Plätzen, erhöhte Barstühle mit Rückenlehne sowie die Stühle auf der Bühne in Block A. Im Rang sind fast alle Plätze mit den gepolsterten Sesseln ausgestattet.

On the balcony level, almost all seating is on upholstered seats.

Gepolsterter Sessel / Upholstered seat

Barstuhl / High chair General Admission in Section A

Freie Platzwahl in Block A

Seating on the stage chairs in section A is by general admission. This also applies after the intermission as seats may be rearranged for the second part of any concert.

Auf den Bühnenstühlen in Block A besteht freie Platzwahl. Die freie Platzwahl gilt auch nach Ende der Pause, da es repertoirebedingt zu Umstellungen in der Sitzkonfiguration kommen kann.

Front Row

Reihe 1

Please note that for concerts that use seating on stage chairs in section A, these chairs are positioned directly in front of the first row of sections B, C, D, and E. The stage chairs are slightly lower than the front-row seats.

Bitte beachten Sie, dass bei Konzerten mit Verwendung der Bühnenstühle im Block A sich diese Stühle unmittelbar vor den Plätzen der Reihe 1 in den Blöcken B, C, D und E befinden. Die Bühnenstühle sind etwas niedriger als die Polstersessel der Reihe 1.

Bank / Bench seat 192

Karten & Service

Bühnenstuhl / Stage chair (Freie Platzwahl / General admission) Tickets & Service

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Gutschein

Barrierefreiheit & Service für Senior:innen

Accessibility & Services for Senior Citizens

Für die Bestellung von Rollstuhlplätzen oder Plätzen für Schwerbehinderte sowie von Begleitkarten sprechen Sie uns bitte direkt an. Oder brauchen Sie Unterstützung während Ihres Besuchs im Pierre Boulez Saal, um sicher zu und von ihrem Sitzplatz zu kommen? Unsere Mitarbeiter:innen helfen Ihnen gern weiter. Geben Sie uns einfach vorher bescheid.

To book wheelchair-accessible seating, other seats for visitors with disabilities, or companion seats, please contact us directly. Need help during your visit to the Pierre Boulez Saal to safely get to and from your seat? Our front-of-house staff will be happy to assist you if you let us know in advance.

030 / 4799 7411 | tickets@boulezsaal.de

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Geschenkgutscheine

Gift Certificates

Mit dem Pierre Boulez Saal-Geschenkgutschein verschenken Sie ein einmaliges Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.

With a Pierre Boulez Saal gift certificate, you will give a special experience to remember for years to come.

Gutscheine sind online, telefonisch oder an der Tageskasse zu einem beliebigen Wert ab € 5 erhältlich und 36 Monate lang gültig.

Gift certificates are available online, by phone, or at the box office at any value, starting at € 5, and valid for 36 months.

Gutscheine sind für alle Eigenveranstaltungen des Pierre Boulez Saals, nicht für Gastspiele, 36 Monate ab Kaufdatum gültig. Geschenkgutscheine werden nicht erstattet oder ausgezahlt, auf bereits getätigte Bestellungen angerechnet oder zum Kauf weiterer Geschenkgutscheine angenommen. Verlorene oder gestohlene Gutscheine werden nach Vorlage des Kaufnachweises mit dem verbliebenen Guthaben ersetzt.

Gift certificates are valid 36 months from the date of purchase for Pierre Boulez Saal performances only, not for guest performances. They are non-refundable and may not be ­exchanged for cash, applied against previous purchases, or used to purchase additional gift certificates. In the event of an unexpired gift certificate being lost, stolen, or destroyed, the remaining balance will be refunded if proof of purchase is presented.

Karten & Service

Alle Gäste betreten den Pierre Boulez Saal durch den Haupteingang, der auch der Rollstuhleingang ist. Die Kartenkontrolle findet direkt an den Eingangstüren zum Saal statt. Alle Rollstuhlplätze sind per Aufzug erreichbar. Trotzdem bitten wir Sie, bei der Bestellung auf Ihre individuellen Bedürfnisse hinzuweisen, damit wir einen problemlosen Zugang ermöglichen können. Rollstuhlgerechte Toiletten befinden sich im ­Untergeschoss und im Rang und sind per Aufzug erreichbar. Vier Behindertenparkplätze stehen in der Straße Hinter der Katholischen Kirche zur Verfügung. Die Q-Park Parkgarage Unter den Linden / Staatsoper ist rollstuhlgerecht und etwa 200 m vom Pierre Boulez Saal entfernt.

+49 30 4799 7411 | tickets@boulezsaal.de All visitors, including patrons using a wheelchair, will enter the Pierre Boulez Saal through the main entrance. Tickets will be checked at the hall doors. All wheelchair seats are accessible by elevator. In order to make access as easy as possible, we kindly ask that you inform us of your requirements when booking your tickets. Restrooms for visitors with disabilities are located in the basement and on the balcony level and are accessible by elevator. Four parking spaces for visitors with disabilities are available on the street Hinter der Katholischen Kirche. The Q-Park parking garage Unter den Linden / Staatsoper, located 200 m from the Pierre Boulez Saal, is wheelchair-accessible.

STAY TE A U P TO D

al.de/ boulezsa tter new sle Tickets & Service

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Verkaufsbedingungen

Ticketing Policies

Wichtige Hinweise Auszüge aus den AGB

Important Information

Eintrittskarten • Gekaufte Eintrittskarten können nicht zurückgenommen oder getauscht werden, mit Ausnahme von Fällen in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. • Registrierte Stammgäste können Karten innerhalb benannter Fristen umtauschen. • Nicht in Anspruch genommene Plätze verfallen ersatzlos. Bestellungen und Reservierungen von Karten • Karten reservieren wir gern bis zum bestätigten Datum, längstens bis drei Tage vor dem Konzert. Werden sie nicht rechtzeitig bezahlt, stornieren wir sie automatisch. • Bezahlte, noch nicht zugestellte Karten liegen ab einer Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse zur Abholung bereit. Programmänderungen – Abbruch oder Ausfall eines Konzerts • Verspäteter Beginn sowie unwesentliche bzw. zumutbare Programmoder Besetzungsänderungen berechtigen nicht zur Preisminderung oder Rückgabe der Karten. • Müssen wir das Konzert unverschuldet abbrechen, erstatten wir den Kartenpreis nur dann, wenn dies in der ersten Konzerthälfte erfolgt. • Für Fälle höherer Gewalt behalten wir uns eine Absage vor. Hausrecht – Plätze – Garderobe • Aufgrund der Coronavirus-Pandemie behalten wir uns jederzeit, auch kurzfristig, den Erlass geeigneter Hygienevorschriften vor. • Wir wünschen uns größtmögliche Konzentration und Aufmerksamkeit für unsere Konzerte und behalten uns alle geeigneten Maßnahmen vor, um dies umzusetzen. • Hat ein Konzert begonnen, lassen wir Sie zu einem geeigneten Zeitpunkt (wieder) ein und platzieren sie ggf. zunächst auf einem anderen als dem gekauften Platz. Sollte kein Nacheinlass möglich sein, verfällt der Anspruch auf den Platz ersatzlos. • Störende Personen können gegebenenfalls des Saales verwiesen werden. • Sie sind berechtigt, ausschließlich Plätze einzunehmen, für die Sie eine gültige Eintrittskarte besitzen. Dies gilt auch für den Fall, dass andere Plätze unbesetzt bleiben sollten. • Bild- und Tonaufnahmen sowie die Benutzung von Mobiltelefonen sind strikt untersagt. • Aus Sicherheitsgründen dürfen große Gepäckstücke nicht mit in den Konzertsaal genommen werden. Weitere Informationen unter boulezsaal.de/de/agb

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Karten & Service

Excerpts from the General Terms and Conditions Datenschutz Der Pierre Boulez Saal verarbeitet Ihre Kund:innendaten elektronisch zum Zweck der Stammdatenerfassung, der Verwaltung Ihrer Bestellungen, der Prüfung des Kund:innenstatus und der Verständigung per E-Mail bei Änderungen oder Absagen. Unser Newsletter kann unter boulezsaal.de abonniert und mittels Abmeldefunktion jederzeit wieder abbestellt werden. Um unsere Informationen und Services zu verbessern, werden die Zugriffe auf Website, Newsletter und Social Media registriert und mit Google Analytics und anderen anonymisierten Analyseinstrumenten ausgewertet. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Auskunft über Ihre Daten zu erhalten oder die Löschung Ihres Kund:innenkontos zu beantragen. Weitere Informationen unter boulezsaal.de/de/datenschutz

Tickets • In principle, purchased tickets may not be returned or exchanged, except in connection with the coronavirus pandemic. • Registered regular visitors may exchange tickets within the specified periods. • There is no compensation for unused tickets. Ordering and Reserving Tickets • Reserved tickets will be held until the confirmed date, no later than three days before the concert. Any unpaid tickets will be released automatically. • Pre-paid tickets that have not been delivered or collected may be picked up at the box office one hour before the start of the concert.

Privacy Policy The Pierre Boulez Saal processes your personal data to manage your account and your orders, to check your customer status, and to notify you of changes or cancellations by email. You may subscribe to our newsletter at boulezsaal.de and unsubscribe at any time using the unsubscribe function. In order to improve our information and services, we track and analyze the page visits and clicks on our website, newsletter, and social media platforms with Google Analytics and other anonymized tools. You have the right to receive full disclosure or deletion of your data upon request. For more information, visit boulezsaal.de/privacy-policy

Program Changes – Interruption or Cancellation of Concerts • A delayed beginning as well as changes in casting or program do not entitle customers to any refund or return unless the change is significant. • The interruption of an event for reasons that are not within the responsibility of the Pierre Boulez Saal only constitutes a claim for refunding of the ticket price if the interruption occurs in the first half of the concert. • We reserve the right to cancel any concert in case of force majeure. Domestic Authority – Seating – Coat Check • Due to the coronavirus pandemic, we reserve the right to issue appropriate hygiene regulations at any time, including at short notice, as a prerequisite for admission. • We aim to enable the greatest possible concentration and attention during concerts and reserve any appropriate measures to ensure this. • Once a concert has started, you will be (re-)admitted only at a suitable time and may be placed in a seat other than the one purchased. If no late seating is possible, there will be no compensation. • If necessary, anyone disturbing an event may be expelled from the hall. • You may only sit in a seat for which you hold a valid ticket. This also applies if other seats remain vacant. • Video or sound recordings and the use of cell phones are strictly prohibited. • For security reasons, you are not allowed to take large pieces of luggage into the concert hall. For more information, visit boulezsaal.de/terms-customer-information

Tickets & Service

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Essen & Trinken Das Konzertbuffet öffnet eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung und bleibt auch nach dem Konzert geöffnet. Casalot Catering begrüßt die Besucher:innen des Pierre Boulez Saals nicht nur vor und nach Konzerten mit Gerichten der arabischen Küche, sondern bietet in unserem Tagescafé, das voraussichtlich ab Oktober 2022 wieder für Sie geöffnet ist, auch einen Mittagstisch an. Tischreservierungen werden vor Ort gerne entgegengenommen.

Food & Drinks The concert buffet opens one hour before the start of an event and remains open after the performance. Casalot Catering welcomes Pierre Boulez Saal visitors not only before and after concerts, serving a variety of dishes of Arab cuisine, but also offers a lunch menu in our daytime café, which is scheduled to reopen in October 2022.

Reservations may be made in person.

Medienpartner

Media Partners

Apple Music Streaming und Herunterladen von Playlists und Videos, kuratiert vom Pierre Boulez Saal – entdecken Sie die weltweit größte Auswahl an klassischer Musik von Künstler:innen dieser Saison und vieles mehr unter applemusic.com/boulezsaal

Apple Music Stream and download Pierre Boulez Saal–curated playlists and videos, and discover the world’s largest selection of classical music from this season’s artists and more at applemusic.com/boulezsaal

ARTE Ausgewählte Konzerte des Pierre Boulez Saals, live und on demand verfügbar auf ARTE Concert unter concert.arte.tv

ARTE Watch select concerts from the Pierre Boulez Saal live and on demand on ARTE Concert at concert.arte.tv

Deutsche Welle Aktuelle Kulturberichte und Konzert­ übertragungen weltweit und in 30 Sprachen, via TV, Radio und Internet sowie in der Mediathek

Deutsche Welle Up-to-date news on the latest concerts and cultural events, broadcasts, and more, worldwide and in more than 30 languages, on TV, radio, online, and in the media center

EXBERLINER Seit 2002 das führende englischsprachige Magazin der internationalen Community für Kultur, Reportage und Politik in und aus Berlin rbbKultur Übertragung zahlreicher Konzerte aus dem Pierre Boulez Saal; aktuelle Kritiken, ­Interviews und Berichte live im Radio und in der rbb-Mediathek UNITEL Musikproduktionen aus dem Pierre Boulez Saal, gefilmt in UHD-Qualität, verfügbar über die weltweit führenden TV-Sender und Onlineportale sowie im Handel Wall GmbH Deutschlandweit tätiger Spezialist für Stadtmöblierung und Außenwerbung und Teil des Konzerns JCDecaux SA, der Nummer 1 der Außen­ werbung weltweit

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Karten & Service

EXBERLINER The go-to magazine for culture, ­reportage, and politics for Berlin’s international community since 2002 rbbKultur Radio broadcasts of many concerts from the Pierre Boulez Saal; reviews, interviews, and news, live on air and in the rbb media center UNITEL Pierre Boulez Saal productions, filmed in ultra-high definition, available on leading TV stations and online as well as in retail stores Wall GmbH Specialists for street furniture and outdoor advertising nationwide and a subsidiary of JCDecaux SA Group, leader in global outdoor advertising


Engagement

Commitment

Daniel Barenboim Stiftung

Daniel Barenboim Foundation

Die Gründung der Barenboim-Said Akademie und des Pierre Boulez Saals geht auf die Initiative der Daniel Barenboim Stiftung zurück. Sie wirbt Spenden ein und hat einen wichtigen Anteil an der Finanzierung der Projekte. Mit ihrer Hilfe werden auch zukünftige Vorhaben realisiert. Die Bundesregierung hat die Barenboim-Said Akademie mit einer Baukostenförderung unterstützt und übernimmt die laufenden Betriebskosten. Das Auswärtige Amt stellt die Stipendien für die Studierenden zur Verfügung. Das Land Berlin hat der Barenboim-Said Akademie das denkmal­geschützte Gebäude im Rahmen eines 99-jährigen Erbbaurechtsvertrages überlassen.

The Barenboim-Said Akademie and the Pierre Boulez Saal were established on the initiative of the Daniel Barenboim Foundation, which raises funds and plays a vital role in financing the projects. Future activities will also be realized through these donations. The Federal Government supported the Barenboim-­ Said Akademie by contributing to the construction costs and today covers its running expenses. The Foreign Office provides grants for its students. The State of Berlin has made the listed building available to the Barenboim-Said Akademie on a 99-year leasehold contract.

Die Daniel Barenboim Stiftung fördert den trans­­ kulturellen Dialog durch musikalische Bildung und Konzerte. Musik spielt eine Schlüsselrolle: Sie ist universelle Sprache, die dabei helfen kann, Grenzen zu überwinden, sie stellt aber auch ein intuitives Kommunikationsmittel dar, das bei der Vermeidung und Beilegung von Konflikten hilfreich sein kann. Die Stiftung wurde 2008 von Daniel Barenboim gegründet, um zunächst das West-Eastern Divan Orchestra und später auch die Barenboim-Said Akademie und den Pierre Boulez Saal zu unterstützen. Sie ist in der Barenboim-Said Akademie in Berlin untergebracht und dort als gemeinnützige Stiftung eingetragen.

The Daniel Barenboim Foundation promotes trans­ cultural dialogue through music education and concerts. Music plays a key role: both as a universal language that can help overcome boundaries and as an intuitive means of communication in avoiding and resolving conflicts. The foundation was established by Daniel Barenboim in 2008, initially to support the West-Eastern Divan Orchestra and subsequently also the Barenboim-Said Akademie and the Pierre Boulez Saal. It is housed at the Barenboim-­ Said Akademie in Berlin, where it is registered as a charitable foundation.

Ihre Unterstützung ist wertvoll

Your support is essential

Die Daniel Barenboim Stiftung ist auf die großzügige Unterstützung durch Einzelpersonen und Unter­ nehmen angewiesen, um weiterhin diese Aufgaben erfüllen zu können. Auch Sie können mit Ihrer Spende einen wichtigen Beitrag leisten.

Private Spender / Private Donors Ferdinand & Andrea von Baumbach Daniel Barenboim Stiftung • Yusuf & Farida Hamied Leonardo Gonzalez Dellan • Giorgio Napolitano Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

To continue fulfilling these tasks in the future, the Daniel Barenboim Foundation depends on generous support from individuals and corporations. With your donation, you can make a vital contribution yourself.

Spenden Sie online unter / Please donate online at daniel-barenboim-stiftung.org oder unter / or at IBAN DE08 1007 0000 0761 8929 00 / BIC DEUTDEBBXXX

Ingeborg Lichey • Jakob & Teena Stott Hubertus & Christina von Baumbach Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin Johannes Wasmuth Stiftung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! / Thank you for your support!

Sir George and Lady Iacobescu • Maria Bellmann Dame Theresa Sackler • Arend & Brigitte Oetker Robert Bosch Stiftung • Johann Scheerer Abu Dhabi Music & Arts Foundation Ernst von Siemens Musikstiftung

Für weitere Informationen / For further information, please contact Daniel Barenboim Stiftung • Lisa Hogrebe l.hogrebe@daniel-barenboim-stiftung.org +49 30 2096 717 16

ÖFFENTLICHE FÖRDERER

SPONSOREN UND PARTNER


Anfahrt / How to Get There

Pierre Boulez Saal Friedrichstraße

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln / By Public Transport

Einfahrt: Behrenstraße 37 / Bebelplatz 465 Stellplätze 200 m zum Pierre Boulez Saal

Mit dem Fahrrad

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Staatsoper den Unter den Lin Q-Park Bebelplatz

Humboldt Forum

Behrenstraße

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Auswärtiges Amt / Federal Foreign Office

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Konzerthaus Berlin

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Taubenstraße

Mohrenstraße

Kronenstraß

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Karten & Service

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Mendelssoh Remise

Bicycle racks are available on the street Hinter der Katholischen Kirche.

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By Bicycle

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Enter at Behrenstrasse 37 / Bebelplatz 465 parking spaces 200 m to the Pierre Boulez Saal

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100, 300, N5

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A special theater rate is available at the Q-Park parking garage Unter den Linden / Staatsoper between 5.30 pm and 11.30 pm.

Unter den Linden

Humboldt-Universität

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By Car

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Unter den Lind

Deutsches Historisches Museum

Oberwallstra

Fahrradständer befinden sich in der Straße Hinter der Katholischen Kirche.

Brandenburger Tor

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Hinter der Katholischen Kirche

Straßenbahn / Tram M1, 12 Mitte / Am Kupfergraben (600 m)

Dorotheen

Friedrichstraße

Bus 147 Werderscher Markt (50 m) 100, 300, N5 Staatsoper (300 m)

M1, 12

ße

U-Bahn U5 Museumsinsel (300 m) U2 Hausvogteiplatz (300 m) U6 Unter den Linden (600 m)

Nutzen Sie zwischen 17.30 Uhr und 23.30 Uhr den ermäßigten Theatertarif in der Q-Park Parkgarage Unter den Linden / Staatsoper.

Char lottenstra

S-/ U-Bahn Friedrichstraße (1.000 m)

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Mit dem Auto

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Arena F

Saalplan / Seating Chart

Schematische Darstellung / Simplified diagram

B Auf den Bühnenstühlen in Block A besteht freie Platzwahl. Die freie Platzwahl gilt auch nach Ende der Pause, da es ­repertoirebedingt zu Umstellungen in der Sitzkonfiguration kommen kann. Bitte beachten Sie, dass die Bühnenstühle etwas niedriger sind als die erste Reihe der Polstersitze in den Blöcken B, C, D und E. Saalplanänderungen vorbehalten. Die Abbildungen sind nicht verbindlich. Farben stellen keine Preis­ kategorien dar. Preiskategorien sind im Online-Shop ersichtlich.

Seating on the stage chairs in section A is by general admission. This also applies after the end of inter­ mission as seats may be rearranged for the second part of any concert. Please note that the stage chairs are slightly lower than the front-row upholstered seats in sections B, C, D, and E. Seating charts are subject to change. Illustrations are not binding. Colors do not represent price categories. Price categories can be found in the online shop.

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Karten & Service


Theater

Amphitheater

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Französische Straße 33d 10117 Berlin

boulezsaal.de T +49 30 4799 7411