Checkliste für die Installation einer Photovoltaikanlage
Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, Ihr Haus oder Firmengebäude mit einer Photovoltaikanlage auszustatten, haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Ihnen bei der Planung und Installation einer Photovoltaikanlage helfen soll. Sie gibt einen Überblick über die Schritte, die Sie oder Ihr beauftragtes Photovoltaikunternehmen durchführen müssen:
1. Vorarbeiten
1.1. Bedarfsanalyse und Planung
o Energiebedarf analysieren: Ermitteln Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch, um die passende Anlagengröße zu bestimmen, gerne auch der letzten 3 Jahre, um zu prüfen, ob Ihr Verbrauch jährlich steigt oder konstant ist.
o Angebote einholen: Holen Sie mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern ein, um Preise und Leistungen zu vergleichen. Wir empfehlen hierzu Deutschlands unabhängigen Photovoltaik-Preisvergleich, der Angebote von regionalen und überregionalen Fachbetrieben vergleicht.
o Fördermöglichkeiten prüfen: Informieren Sie sich über staatliche Förderungen, Zuschüsse oder günstige Kredite für Photovoltaikanlagen. Auch hier informiert Sie das Tool von PVFirma.com kostenlos, alle bundesweiten und regionalen PV-Förderungen werden hier täglich aktualisiert.
1.2. Rechtliche und technische Voraussetzungen
o Baurechtliche Genehmigungen: Prüfen Sie, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden. Netzanmeldung: Melden Sie Ihre Photovoltaikanlage beim örtlichen Netzbetreiber an, dies übernimmt in der Regel allerdings das Photovoltaikunternehmen, das Ihre Anlage installiert.
o Statik Prüfung: Lassen Sie die Dachstatik von einem Fachmann prüfen, um sicherzustellen, dass das Dach die zusätzliche Last der Anlage tragen kann. Auch das Alter des Daches sollte überprüft werden, da sich die Traglast durch die Installation einer PV-Anlage erhöht. Seriöse Photovoltaikfirmen übernehmen auch diesen Schritt für Sie, bei modernen Dächern ist dieser Umstand nicht sonderlich zu beachten, bei alten Dächern, die 30 Jahre und älter sind, sollte ein Fachmann eine Überprüfung vornehmen. Je nach Größe der Anlage wird die Dachseite, auf der die Solarmodule montiert werden, mit 800 bis 1000 kg zusätzlich belastet werden.
1.3. Finanzierung und Wirtschaftlichkeit
o Finanzierung klären: Entscheiden Sie, ob Sie die Anlage kaufen, leasen oder über einen Kredit finanzieren wollen.
o Wirtschaftlichkeitsberechnung: Berechnen Sie die Amortisationszeit der Anlage und den möglichen Ertrag über die Laufzeit. Am wirtschaftlichsten ist eine PV-Anlage immer dann, wenn Sie den Strom selbst nutzen, speichern und erst dann ins Netz einspeisen. Für die Einspeisung erhalten Sie natürlich eine Einspeisevergütung. Eine Solarberatungsfirma hat hier verschiedene Programme, die die Sonnenscheindauer in Ihrer Region sowie alle Parameter Ihres Daches und Ihres Verbrauchsverhaltens berücksichtigen. So kann eine relativ genaue Ertragsprognose erstellt werden. Außerdem sollten Sie hier bereits einplanen, ob Sie sich z.B. ein Elektroauto anschaffen wollen, das zusätzlich über Ihre PV-Anlage geladen werden soll.
Prüfen Sie mit einem zweiten Angebot einer zweiten Firma, ob diese auch zur gleichen Wirtschaftlichkeitsberechnung kommt. Teilweise rechnen Photovoltaikhändler die Anlagen „schön“, um den Auftrag zu bekommen. Ein Vergleich von 2-3 Anbietern kann hier Abhilfe schaffen.
2. Wichtige Punkte bei der Installation der Anlage
2.1. Standortwahl und Ausrichtung
o Dachausrichtung und -neigung: Optimal sind Dächer mit Südausrichtung und einer Neigung von 30-35 Grad. Moderne und neue Komponenten sind jedoch so effizient, dass eine Südausrichtung nicht mehr unbedingt erforderlich ist.
o Vermeiden Sie Verschattung: Achten Sie darauf, dass keine Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse Schatten auf die Solarmodule werfen. Beobachten Sie dazu am besten mehrmals täglich, ob Schatten auf die Module fallen könnten. Die Fläche, auf die der Schatten fällt, ist dann für die PV-Anlage eher ungeeignet.
2.2. Anlagenkomponenten und Qualität
o Hochwertige Komponenten: Wählen Sie qualitativ hochwertige Module, Wechselrichter und Montagesysteme von namhaften Herstellern. Auf die Komponenten werden heute Garantien von 10 bis 20 Jahren gegeben.
o Montagesysteme: Achten Sie darauf, dass die Montagesysteme korrosionsbeständig und stabil sind.
2.3. Elektrische Installation
o Fachgerechte Verkabelung: Lassen Sie die Verkabelung von einem qualifizierten Elektriker durchführen. Doch keine Sorge, sofern Sie eine Photovoltaik Firma mit der Installation Ihrer Anlage beauftragen, wird die Installation ohnehin von erfahrenen Elektrikern durchgeführt, andernfalls kann der Netzbetreiber den Anschluss Ihrer Anlage blockieren.
o Standort des Wechselrichters: Stellen Sie den Wechselrichter an einem kühlen, gut belüfteten Ort auf, ideal sind hier Kellerräume in der Nähe der Stromverteilung.
2.4. Sicherheitsaspekte
o Blitzschutz: Prüfen Sie, ob ein zusätzlicher Blitzschutz erforderlich ist.
o Brandschutz: Stellen Sie sicher, dass die Installation den geltenden Brandschutzbestimmungen entspricht.
Auch diese beiden Punkte werden in der Regel von der Fachfirma übernommen, aber diese Checkliste zeigt alle Arbeitsschritte, die Sie ggf. auch bei der Installation überwachen sollten.
3. Die Inbetriebnahme der Anlage
3.1. Abnahme und Prüfung
o Endabnahme: Lassen Sie die Anlage nach der Installation von einem Fachmann abnehmen, eine seriöse Photovoltaikfirma nimmt Ihnen diesen Schritt ab, indem sie die Endabnahme durchführt.
o Überprüfung der Anlage: Überprüfen Sie die Anlage auf korrekte Installation und Funktion.
3.2. Netzanschluss und Anmeldung
o Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber: Der Netzbetreiber schließt die Anlage an das öffentliche Stromnetz an und installiert den Zähler. Sollte der Anschluss durch einen Elektriker erfolgen, benötigt dieser die Freigabe vom Netzbetreiber.
o Anmeldung bei der Bundesnetzagentur: Melden Sie die Anlage bei der Bundesnetzagentur an - auch hier ist in der Regel das ausführende Photovoltaik-Unternehmen behilflich, da es mit dem Thema täglich vertraut ist und für eine schnelle und sichere Abwicklung sorgt.
3.3.
Überwachung und Wartung
o Installieren Sie ein Überwachungssystem: Installieren Sie ein Überwachungssystem, um die Leistung Ihrer Anlage in Echtzeit zu überwachen. Diese Systeme sind heute Standard, vor allem wenn Sie sich für die Installation eines Stromspeichers entscheiden. Verschiedene Apps und Module zeigen Ihnen Ihr Verbrauchsverhalten und wo und wann welcher Strom genutzt wird.
o Wartungsvertrag abschließen: Schließen Sie einen Wartungsvertrag ab, damit die Anlage regelmäßig gereinigt und gewartet wird. Es kann sinnvoll sein, die Module von Zeit zu Zeit reinigen zu lassen, um den maximalen Ertrag zu erzielen. Achten Sie auf bestimmte Garantien: Manchmal verstecken sich in den Verträgen Klauseln, die einen Wartungsvertrag voraussetzen, um eine maximale Garantie zu erhalten. Ohne Wartungsvertrag verstecken sich manchmal kürzere Garantien in den Verträgen.
3.4. Ertragskontrolle
o Ertragskontrolle: Kontrollieren Sie regelmäßig den Ertrag Ihrer Anlage, um sicherzustellen, dass sie optimal arbeitet. Auch hierfür können Sie die mitgelieferten Überwachungsfunktionen nutzen, zusätzlich gibt es einen Posten auf Ihrer Stromrechnung, der wiederum Ihre Einspeisevergütung berücksichtigt.
o Störungsmeldung: Richten Sie ein System ein, das Sie im Falle einer Störung sofort informiert, auch das bieten moderne Anlagen heute automatisch. Wenn Sie z.B. einen regionalen Installateur für die Anlage gewählt haben, kann die Störung sogar direkt an diesen gemeldet werden, das Unternehmen in der Nähe kümmert sich dann um das Problem.
4. Fazit
Mit dieser Checkliste sind Sie gut gerüstet, um Ihr Einfamilienhaus erfolgreich mit einer Photovoltaikanlage auszustatten und langfristig von den Vorteilen der Solarenergie zu profitieren. Die Checkliste gibt Ihnen Anhaltspunkte, die Sie auch mit einem Fachbetrieb, der Sie gegebenenfalls zu einer Photovoltaikanlage berät, besprechen sollten.
Sollte Ihnen etwas unklar sein, oder Sie einen Photovoltaikbetrieb aus Ihrer Nähe suchen, besuchen Sie gerne unsere Internetseiten unter www.pvfirma.com
Wir wünschen Ihnen maximale Erträge mit Ihrer PV-Anlage!