DROPA Balance März 2026

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Zwischen Kind und Frau sein

Wachsen und reifen in der Pubertät

Unser Lebenssaft

Das Blut: Transport- und Immunsystem in einem Wenn Stress unter die Haut geht Pflegetipps, die beruhigen

In der Schweiz auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.

EMPFEHLUNG DES MONATS

KRATZEN

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Unser Lebenssaft

Die komplexen Aufgaben und Funktionen unseres Bluts

Stressiges Erwachsenwerden

Welche Entwicklungsstufen junge Frauen in der Pubertät durchlaufen

Rendez-vous mit Anja Derungs

Die Geschäftsführerin der Stiftung Frauenhaus Zürich weiss, was gewaltbetroffene Frauen und Kinder durchmachen

6 Gesunde Wissenshäppchen

14 Magenbrennen

Wenn der Verschlussmuskel zwischen Magen und Speiseröhre aus dem Gleichgewicht gerät

18 Ambiente

Schöne Extras aus Ihrer DROPA

19 Naturporträt: Bärlauch

Seine wohltuende Wirkung auf den Körper

20 Tipps & Trends

Empfehlungen aus Ihrer DROPA

23 Rund um Fettsäuren

Gesunde Fette sollten jeden Tag auf dem Speiseplan stehen

26 Wie sich das Immunsystem bei Babys entwickelt

Die körpereigene Abwehr baut sich schrittweise auf

34 Gestresste Haut

Hektik, Schlafmangel und einseitige Ernährung haben einen negativen Einfluss auf die Hautbarriere

38 Schritt für Schritt zum Kussmund

Tipps und Tricks, damit die Lippenfarbe besonders lange hält

46 DROPA Persönlich

Zwei DROPA Mitarbeitende geben Einblick in ihren Alltag

48 DROPA Wettbewerb

49 Rätselspass mit DROPALINO

51 Preisrätsel

Wissenshäppchen

Wenn Liebeskummer körperlich schmerzt

Liebeskummer kann tief verletzen und körperlich wie seelisch belasten. Nach einer Trennung nehmen die Glückshormone ab, dafür steigen die Stresshormone –Symptome wie Traurigkeit, Schlafprobleme oder Appetitlosigkeit sind normal. Der Heilungsprozess verläuft oft in fünf Phasen: Schock, Verdrängung, Wut und Trauer, Rückkehrgedanken und schliesslich Akzeptanz. Wichtig sind Zeit, Unterstützung, Ablenkung und Selbstfürsorge. Sport, Gespräche, Distanz und professionelle Hilfe tragen dazu bei, die Trennung zu verarbeiten und neue Stärke zu finden.

Wer hat eigentlich den Nuggi erfunden?

Vorläufermodelle des Schnullers wurden vor rund 4500 Jahren in Ägypten gefunden. In der Antike nutzte man Saugtierchen aus Ton, gefüllt mit Honig. Später gab es Lutschbeutel aus Stoff, teils mit riskanten Zusätzen wie Alkohol oder Mohn. Um 1840 entstand der «Wonnesauger» aus Kautschuk. Erst 100 Jahre später kamen moderne, gaumengerechte Nuggis auf den Markt.

Aronstab

(Arum maculatum)

Jetzt zeigen sie sich wieder auf dem Waldboden – die dunkelgrünen, teils pfeilförmigen Blätter des Aronstabes. Sobald sie sich entfaltet haben, erhebt sich aus ihrer Mitte ein Stängel mit einer aussergewöhnlichen Blüte. Diese wird von einem hellen Hochblatt umschlossen, das den markanten Kolben birgt – eine raffinierte Insektenfalle. Die gefangenen Besucher werden dabei nur zur Bestäubung herangezogen und anschliessend wieder in die Freiheit entlassen. Aufgrund seiner starken Giftigkeit wird der Aronstab heute nur noch in homöopathischer Form verwendet – etwa bei Reizungen der Haut und Schleimhäute, die mit stechenden oder brennenden Schmerzen einhergehen.

Warum Seufzen so wichtig ist

Seufzen ist lebenswichtig – das konnten Wissenschaftler mittels Studien beweisen. Sie haben nicht nur herausgefunden, dass wir etwa alle fünf Minuten seufzen, sondern auch warum: Zwei Gruppen von Neuronen im Hirnstamm lösen diese tiefen Atemzüge aus, um die zusammengefallenen Lungenbläschen wieder zu öffnen und die Sauerstoffversorgung bis in die hinteren Winkel der Lunge zu sichern. Psychologen sehen Seufzen zudem als emotionale Reset-Taste, die Spannungen löst. Bei Anspannung und Aufregung kann es hilfreich sein, einmal tief Luft zu holen und durchzuatmen, um wieder ins Lot zu kommen.

Bei Babys stabilisiert das tiefe Luftholen den Atemrhythmus und unterstützt die lebenswichtige Atmungsregulation.

Die Erfindung der Pasteurisierung

Der französische Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur entwickelte die Pasteurisierung in den 1860erJahren. Er untersuchte, warum Lebensmittel wie beispielsweise Milch, Wein oder Bier verderben, und entdeckte, dass Mikroorganismen dafür verantwortlich sind. Es gelang ihm, durch kurzzeitiges Erhitzen auf 60 bis 90 Grad Celsius die meisten Lebensmittelverderber wie Milchsäurebakterien und Hefen sowie viele krankheitserregende Bakterien wie Salmonellen zuverlässig abzutöten, ohne dabei den Geschmack und die Konsistenz des Lebensmittels stark zu verändern. Die Pasteurisierung ist in der Schweiz mittlerweile ein Standardverfahren, um Krankheitserreger in Milchprodukten zu reduzieren und ihre Haltbarkeit zu verlängern.

VERSCHLAFEN?

NICHT SCHON WIEDER!

Menschen verschlafen – meist wegen Schlafmangel, ungünstiger Aufstehzeiten oder fehlenden Tageslichts. Auch der Chronotyp spielt eine Rolle. Um dem Verschlafen vorzubeugen, empfehlen Schlafexperten eine gute Schlafhygiene: regelmässig und ausreichend schlafen, abends auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke verzichten, möglichst viel Morgenlicht tanken.

Wenn Katzen lebende Mäuse nach Hause bringen ... ... dann wollen sie ihren Menschen kein Geschenk machen, sondern sie das Jagen lehren. Laut Verhaltensbiologen stammt dieses Verhalten aus der Natur. Katzen versorgen ihren Nachwuchs mit lebender Beute, damit die Kleinen lernen, sich eines Tages selbst zu versorgen. Auf diese Weise sollen sie üben, die Beute zu jagen und zu fangen – eine lebenswichtige Fertigkeit für sie. Für die Katze gelten wir Menschen instinktiv als jagdunfähig: Wenn sie Ihnen also ein lebendes Beutetier vor die Füsse legt, dient das Ihrer Weiterbildung – denken Sie daran!

Texte: Christina Bösiger

PORTRÄT ZUM BLUT

Der Strom des Lebens

Was durch unsere Adern fliesst, versorgt uns nicht nur mit Sauerstoff. Blut transportiert auch die Nähr-, Boten- und Abwehrstoffe, die für unsere Gesundheit und unser gesamtes Wohlbefinden sorgen.

Wird eine Blutprobe zentrifugiert, so trennen sich deren Bestandteile in zwei Phasen auf. Die festen Bestandteile machen rund 42 Prozent des Blutes aus. Der flüssige Rest, das Plasma, besteht grösstenteils aus Wasser und zu rund einem Zehntel aus Proteinen, Hormonen, Enzymen sowie Harn- und weiteren Stoffen. Zu den festen Bestandteilen im Blut zählen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weissen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Im Körper eines erwachsenen, 70 kg schweren Menschen fliessen rund 5 bis 6 Liter Blut. Über die Blutgefässe erreicht das Blut jeden noch so kleinen Winkel des Körpers.

Die To-do-Liste des Blutes

Der rote Lebensstrom übernimmt komplexe Aufgaben: Blut transportiert einerseits Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen und andererseits

Lebens

Kohlendioxid und Stoffwechselabfallprodukte wieder von den Zellen ab. Zudem «schwimmen» auch Hormone (Botenstoffe) im Blut und tragen Informationen an die Zellen und Organe weiter. Ebenso transportiert es Zellen des Immunsystems, die etwa bei Infekten zum Einsatz kommen. Der Blutkreislauf sorgt zudem dafür, dass die in Leber und Muskeln gebildete Wärme im ganzen Körper verteilt wird und dass die Körpertemperatur von rund 37 Grad aufrechterhalten wird. Schliesslich ist das Blut auch beim Ausgleich von Schwankungen des inneren pH-Werts beteiligt und stellt sicher, dass der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen ist.

Die roten Blutkörperchen bilden mit 99 Prozent den grössten Volumenanteil der festen Bestandteile. Sie haben die Form von in der Mitte eingedellten Scheibchen und sind unvorstellbar klein:

Blut spenden, Leben retten!

Ein schwerer Unfall, eine lange OP – und schon ist man auf Blutkonserven angewiesen. In der Schweiz werden täglich ca. 700 Blutspenden benötigt. Da die Lagerungszeit von Blut begrenzt ist, braucht es regelmässig Spenden. Der Blutbarometer auf der Website von Blutspende SRK Schweiz zeigt den aktuellen Stand der Vorräte nach Blutgruppen. Dort stehen auch Infos rund ums Blutspenden sowie die Adressen der regionalen Blutspendezentren. Alle Blutspenden werden auf Infektionen getestet. Nach der ersten Spende wird einige Wochen später ein Spenderausweis mit Blutgruppe und Rhesusfaktor zugeschickt, sofern alle Infektionstests –auch HIV, Hepatitis und Syphilis – negativ waren. Bei positiven Resultaten nimmt eine Ärztin oder ein Arzt Kontakt mit den Betroffenen auf.

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Der Durchmesser misst etwa 7,5 Tausendstelmillimeter und der Rand ist nur etwa 2 Tausendstelmillimeter dick. Da sie stark verformbar sind, können rote Blutkörperchen selbst die feinsten Haargefässe passieren. Rot gefärbt sind die Erythrozyten, weil sie das eisenhaltige Eiweiss Hämoglobin enthalten. Dieses ist für den Sauerstoff- und Kohlendioxid-Transport zuständig. Nur 10 Prozent der im Körper vorhandenen weissen Blutkörperchen zirkulieren im Blut, da sie dieses nur als «Autobahn» zwischen ihren Produktionsstätten und dem Gewebe nutzen. Dort kämpfen sie gegen Fremdstoffe, Krankheitserreger und Entzündungen.

Wie die roten und weissen Blutkörperchen reifen auch die Blutplättchen im Knochenmark heran. Zwar sind sie dreimal kleiner als die roten Blutkörperchen, dennoch enorm wichtig. Selbst kleinste Gefässverletzungen im Körper dichten die Blutplättchen von innen ab und verhindern so – bis zu einem gewissen Grad – äussere und innere Blutungen.

Das Blutgruppen-AB0

Erst im Jahr 1900 entdeckte der österreichische Wissenschaftler Karl Landsteiner die Ursache tödlicher Folgen bei Bluttransfusionen: Jeder Mensch gehört genetisch einer der vier Blutgruppen an: A, B, AB oder 0. Die Buchstaben und die Null bezeichnen bestimmte Merkmale auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Dort befinden sich je nachdem Antigene, also Oberflächenproteine (Eiweissstoffe). Die roten Blutkörperchen der Blutgruppe A haben A-Antigene auf ihrer Oberfläche. Menschen mit B haben Antigene der Gruppe B, wieder andere haben Antigene von beiden Blutgruppen (AB) und die vierte Gruppe (0) hat gar keine Antigene. Diese Merkmale führen bei einer Bluttransfusion mit falscher Blutgruppe zu einer starken Immunreaktion. Im Blut der Gruppe A zum Beispiel befinden sich im Plasma Antikörper der Gruppe B. Würde ein Mensch der Blutgruppe A eine Blutspende der Gruppe B erhalten, würden sich die Antikörper B mit den Antigenen B verbinden. Das Blut würde verklumpen, was tödlich enden kann. Menschen mit Blutgruppe AB hingegen haben keine Antikörper im Plasma. Deshalb kann bei einer Transfusion mit fremdem Blut nichts verklumpen. Das

macht sie zu idealen Blutempfängern, da ihr Blut mit allen Blutgruppen kompatibel ist. Umgekehrt kann das Blut der Gruppe 0 allen Menschen gespendet werden, da auf deren Blutkörperchen keine Antigene sitzen.

Zusätzlich zum AB0-System gibt es auch das Rhesus-System. Dabei wird untersucht, ob die roten Blutkörperchen noch ein weiteres wichtiges Eiweiss, das Oberflächenprotein D, aufweisen. Wenn ja, ist man Rhesus-positiv – das sind in Mitteleuropa 85% der Bevölkerung. Wenn nicht, gehört man der Rhesus-negativ-Gruppe an (z.B. A+ oder A-). Der Rhesus-Faktor ist für

Blutgesundheit erhalten

Bewegung ist für jeden Aspekt unserer Gesundheit zentral – auch für die Blutgesundheit. Wer sich bewegt, hält seinen Blutkreislauf in Schuss, damit der Körper effizient mit Vitalstoffen versorgt wird. Vitamine und Mineralstoffe sind zentral für die Produktion von Erythrozyten. Bei der Ernährung ist deshalb auf viel Obst und Gemüse zu achten. Wer zu viele tierische Fette zu sich nimmt, riskiert saure pH-Werte im Blut – mit negativen Folgen für die Gesundheit. Dasselbe gilt für übermässigen Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln. Unter dropa.ch/ checks erfahren Sie, welche Gesundheitschecks in Ihrer DROPA angeboten werden, darunter etwa die Blutdruck- und die Blutzuckermessung.

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Rhesus-negative Schwangere von besonderer Bedeutung. Hat das ungeborene Kind einen positiven Rhesus-Faktor, kann die Mutter Antikörper gegen das Blut des Ungeborenen bilden, was bei einer nächsten Schwangerschaft zu einer Unverträglichkeit führen kann. Mittels prophylaktischer Behandlung kann man dies heutzutage verhindern.

Bin ich gesund? Was Bluttests verraten

Für die Blutabnahme einen Nadelstich in den Finger oder in die Armbeuge – das haben wir alle schon bei einem Arztbesuch erlebt. Tatsächlich kann eine Blutprobe einiges über den Gesundheitszustand aussagen. Zum Beispiel, dass nichts Auffälliges entdeckt wurde oder dass gewisse Werte eine Änderung der Lebens- und Ernährungsweise nahelegen. Das sogenannte Blutbild gibt Auskunft über die Zusammensetzung der Blutzellen. Ebenso können viele weitere Parameter wie Blutfettwerte (darunter Cholesterin), Glucose (Blutzucker), HbA1c (Langzeitblutzucker) oder CRP (Entzündungswert) über eine Blutanalyse bestimmt werden. Auch über den Eisen-, Vitamin- und Hormonhaushalt oder die Nieren- und Lebergesundheit geben Bluttests Aufschluss. Je nachdem, welche Beschwerden und Symptome vorhanden sind, wird die Ärztin oder der Arzt einen Bluttest mit dem entsprechenden Fokus veranlassen.

Text & Interview: Antonio Russo

DROPA EXPERTIN

INTERVIEW MIT

EVA-MARIA FRANZ

Apothekerin und Inhaberin der DROPA Gurten Apotheke Drogerie in Wabern

Was fördert die Blutqualität?

Eisen ist ein zentraler Baustein für die Bildung von Hämoglobin. Eisenmangel kann zu Anämie (Blutarmut) führen. Rotes Fleisch und Innereien sowie frischer Spinat, Linsen, Kürbiskerne und Sesamsamen sind reich an Eisen, um nur eine Auswahl zu nennen. Vitamin C unterstützt die Eisenaufnahme und hilft, Eisen aus pflanzlicher Nahrung besser aufzunehmen. Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lachs, Makrele, Walnüssen oder Leinsamen vorkommen, sind nicht nur gut für das Herz, sondern auch für die Fliesseigenschaften des Blutes. Sie wirken entzündungshemmend und schützen die Gefässe vor Ablagerungen.

Warum soll man genügend trinken?

Blut besteht zu etwa 50 Prozent aus Wasser. Ein Flüssigkeitsmangel kann das Blut dickflüssiger machen, was die Durchblutung erschwert und das Risiko für Thrombosen erhöht. Besonders gefährlich wird dies, wenn ohnehin Risikofaktoren wie Bewegungsmangel oder langes Sitzen hinzukommen. Täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser als Getränk helfen, das Blut flüssig zu halten. Wasser und ungesüsster Tee ist Süssgetränken und Kaffee vorzuziehen. Grüner Tee schützt die Gefässe durch seine Antioxidantien.

Welche Beratung bietet die DROPA Apotheke zum Thema Blutgesundheit an?

Neben der Blutdruck- und Blutzuckermessung (Glucose) bieten viele DROPA Apotheken auch die Bestimmung des Langzeitblutzuckers HbA1c und der Blutfettwerte an, und dies unkompliziert mittels wenig Kapillarblut aus der Fingerbeere. Der Cardio-Check umfasst diese Analysen und gibt unter Einbezug weiterer Faktoren wie Alter und Nikotinkonsum Auskunft über das persönliche Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Je früher allfällige Risikofaktoren erkannt werden, desto besser.

MAGENBRENNEN

Feuer im Bauch

Ein feines Essen, ein Espresso zum Abschluss – und kurz darauf brennt es unangenehm im Magen oder hinter dem Brustbein. Fast jeder hat dieses Gefühl schon einmal erlebt. Doch was passiert da eigentlich im Körper, wenn die Magensäure den falschen Weg nimmt?

Im Idealfall läuft bei der Verdauung alles nach Plan. Im Mund wird die Nahrung zerkleinert, mit Speichel vermischt und über die Speiseröhre in den Magen transportiert. Dort zersetzen sie Magensäure und Enzyme zu einem weichen Brei. Dieser wandert weiter in den Dünndarm, wo die Nährstoffe ins Blut aufgenommen werden. Im Dickdarm wird der Nahrungsbrei stark eingedickt und anschliessend ausgeschieden.

Damit der saure Magensaft dort bleibt, wo er soll, verschliesst ein kräftiger Muskel – der sogenannte untere Ösophagussphinkter – den Übergang zwischen Magen und Speiseröhre. «Ist dieser Muskel geschwächt, kann er nicht richtig schliessen und seine Aufgabe nicht mehr zuverlässig erfüllen. Dann steigt der mit Säure versetzte Speisebrei zurück in die Speiseröhre», erklärt Noë Heimgartner, dipl. Drogist HF und Co-Betriebsleiter in der DROPA Drogerie Apotheke Schönthal in Füllinsdorf. Da diese im Gegensatz zum Magen keine schützende Schleimhaut besitzt, reagiert sie empfindlich: Es brennt, reizt und kann auf Dauer sogar Entzündungen verursachen.

Wie Magenbrennen sich bemerkbar macht Magenbrennen ist ein eher allgemeiner Begriff, der im Alltag häufig verwendet wird. «Im Beratungsgespräch fragen wir genauer nach den Symptomen», so der DROPA Experte.

Typisch sei «ein brennendes Gefühl im Oberbauch hinter dem Brustbein mit saurem Aufstossen – man nennt das Sodbrennen». Manchmal zeigt sich der Reflux, also der Rückfluss, aber auch weniger deutlich – etwa durch morgendliche Heiserkeit, ständiges Räuspern oder trockenen Husten.

Ernährung und Stress als Auslöser Viele Faktoren können den empfindlichen Verschlussmuskel zwischen Magen und Speiseröhre aus dem Gleichgewicht bringen: Übergewicht etwa drückt auf den Magen und begünstigt den Rückfluss. Grosse oder sehr üppige Mahlzeiten wirken ähnlich. Bestimmte Speisen und Getränke, etwa zu viel Fettes, zu viel Süsses –zum Beispiel auch durch Süssgetränke, stark verarbeitete Lebensmittel und dazu wenige Ballaststoffe sowie Nikotin- oder Alkoholgenuss können das Problem verstärken. «Alkohol kann mit der Zeit den Sphinkter verlangsamen und so das Aufstossen in den Rachen erleichtern», ergänzt Noë Heimgartner. Neben der Ernährung kann auch Stress die Verdauung beeinflussen. «Hinzu kommt, dass man bei Stress oft schneller isst. Der Magen braucht dann mehr Säure, um den Nahrungsbrei zu zersetzen.» Nicht ohne Grund existiert das Sprichwort «Es schloht mir uf de Mage».

GESUNDE VERDAUUNG – NATÜRLICH ANREGEN

Besonders bewährt haben sich Bitterstoffe, etwa in Form von Tropfen, spagyrischen Mischungen oder als Verdauungstee. Sie regen die Bildung von Magensaft an, sodass die Nahrung besser verdaut wird und nicht belastet. Zu den bitteren Pflanzen zählen etwa Enzian, Tausendgüldenkraut und Löwenzahn. Sie entlasten den Magen auch, wenn Stress auf den Bauch schlägt. Lassen Sie sich dazu von den Fachpersonen in Ihrer DROPA beraten.

Bitte umblättern

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Muskel- und Gelenkbeschwerden

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Dies sind zugelassene Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Schwabe Pharma AG

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Kleine Veränderungen können helfen, das unangenehme Brennen zu vermeiden:

• Abends lieber früher und leicht essen – damit die Nahrung vor dem Schlafengehen den Magen grösstenteils schon passiert hat.

• Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind bekömmlicher als wenige grosse. Und: gut kauen.

• Bei der Ernährung sind Vollkornprodukte sowie fett- und säurearme Speisen zu bevorzugen.

• Schwerkraft: Wer das Kopfende des Betts leicht erhöht, verhindert, dass die Säure im Liegen nach oben steigt.

Unterstützung aus der DROPA Gelegentliches Sodbrennen lässt sich meist mit rezeptfreien Präparaten lindern – etwa mit Gels, welche die Magensäure gezielt neutralisieren.

«Diese Mittel wirken im Akutfall sofort. Sie können den pH-Wert der Magensäure so regulieren, dass sie bis zum richtigen Grad neutralisiert wird», erklärt der DROPA Experte. «Gerade bei Reflux ist das angenehm, denn beim Schlucken legt sich der Gel wie ein schützender Film über die Speiseröhre und bildet über dem Mageninhalt eine Art Deckel.»

Natürliche Unterstützung

Iberogast Magen Tropfen* enthält sechs Heilpflanzenextrakte und lindert Oberbauchbeschwerden wie zum Beispiel Magenbeschwerden, Völlegefühl, Sodbrennen oder leichte Krämpfe.

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Für die längerfristige Behandlung gibt es Präparate, welche die Säureproduktion drosseln. «Diese hemmen die Zellen, welche die Magensäure produzieren. Sie brauchen aber ein bis zwei Tage, bis sie ihre volle Wirkung entfalten.»

Wann ärztliche Hilfe nötig ist Wer über mehrere Tage hinweg starkes Sodbrennen hat, sollte ärztlichen Rat einholen. «Vor allem, wenn Warnzeichen wie wiederholtes Erbrechen, unerklärlicher Gewichtsverlust, hohes Fieber oder Schluckbeschwerden hinzukommen», warnt der dipl. Drogist HF. Denn auf Dauer kann die Säure die Schleimhaut der Speiseröhre oder des Magens entzünden. In seltenen Fällen kann eine solche chronische Reizung sogar zu bösartigen Veränderungen führen. Der Magen ist ein erstaunlich widerstandsfähiges Organ – solange sein Gleichgewicht stimmt. Gerät dieses durcheinander, macht er mit brennender Deutlichkeit auf sich aufmerksam. Wer auf seinen Körper hört, achtsam isst und ihm ab und zu eine Pause gönnt, tut viel für sein Wohlbefinden – und löscht das Brennen im Bauch, bevor es aufflammt.

Schützendes Gel

Gaviscon Liquid Mint* wird bei Magenbrennen und saurem Aufstossen angewendet. Das enthaltene Natriumalginat bildet ein dickflüssiges Gel, das schnell und wirksam auf dem Mageninhalt liegt und eine Schranke gegen saures Aufstossen bildet.

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Bei Magenbrennen Refluctan Kautabletten sorgen durch mineralische Säurepuffer für eine schnelle und anhaltende Linderung von säurebedingten Magenbeschwerden. Mit dem enthaltenen Feigenkaktusextrakt bieten sie zudem natürlichen Schutz für die angegriffene Schleimhaut der Speiseröhre.

Text: Petra Koci

SCHÖNE EXTRAS

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2 Gartenwerkzeug aus Eisen, pulverbeschichtet mit Blumendruck; 3-teilig: Schaufel, Gartenschere und Unkrautjäter. CHF 29.90

3 Handpflege «Garden Dreams» Erhältlich in drei verschiedenen Sorten: Nagelcreme, Handseife und 2-in-1-Peeling und Seife, je 20 ml. Je CHF 6.90

4 Kuscheltier «Goosie» aus Polyester, Höhe: 34 cm. CHF 24.90

5 Gartensteller «Hello Spring» aus Eisen, Masse: 16 cm x 61 cm x 26 cm. CHF 39.90

6 Topfstecker Tulpe aus Eisen, in vier verschiedenen Farben, Masse: 7 cm x 30 cm. Je CHF 7.90

7 Duftkerze klein in vier verschiedenen Sorten: Peony Blush, Lime Basil Crush, Mango Bali Coconut und Home Retreat, Masse: 7,8 cm x 4,5 cm. Je CHF 5.90

8 Duftkerze gross in vier verschiedenen Sorten: Peony Blush, Lime Basil Crush, Mango Bali Coconut und Home Retreat, Masse: 9 cm x 11,5 cm. Je CHF 14.90

9 Aufsteller Hase aus Porzellan, in zwei Farben, Masse: 6 cm x 5,5 cm x 16 cm. Je CHF 6.90

10 Blumentöpfchen «Für Dich» Margerite, Glück und Lächeln, Inhalt: Terracottatopf, Kokosquellpad (torffrei) und Saatgut, erhältlich in zwei Sorten. Je CHF 3.90

11 Schild «Lieblingsplatz» aus Eisen, Masse: 20 cm x 8 cm. CHF 5.90

12 Giesskanne aus Zink, erhältlich in drei Farben, Füllmenge: 1,7 l. CHF 11.90

13 Krug mit Deckel und vier Gläsern aus Plastik, Farbverlauf pink-gelb. CHF 19.90

14 Tasse aus Porzellan, in zwei verschiedenen Farben, 380 ml. Je CHF 7.90

15 Bleistift «Für Dich» in vier verschiedenen Motiven (Lama, Katze, Faultier und Einhorn). Je CHF 2.90

16 Naturkosmetik Handpflegeset Inhalt: Handcreme mit Bio-Sheabutter, 30 ml, flexible Nagelfeile, 12 cm. CHF 8.50

17 Naturkosmetik Duschgel mit Wohlfühlduft, in zwei Sorten. Je CHF 10.90

18 Schafmilchseife in drei Sorten, 100 g. Je CHF 8.90

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BÄRLAUCH Vom Wald auf den Teller

Bärlauch enthält ähnliche Substanzen wie Knoblauch. Er hat eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel und die Verdauung – und peppt mit seiner würzigen Note Salate, Saucen und auch Pasta-Gerichte auf.

Wenn man einen Waldweg entlangspaziert und kurvenreich in eine Schlucht hinuntersteigt, bemerkt man oft schon von Weitem, dass hinter der nächsten Biegung eine besondere Pflanze zu Hause ist – der Bärlauch. Er ist eine sehr dominante Pflanze, nicht wegen seines Aussehens, sondern aufgrund der schieren Menge, in der er auftritt. Hinzu kommt sein unverwechselbarer Duft.

Kulinarischer Begleiter

Das Timing des Bärlauchs ist perfekt: Er wächst zu Beginn des Frühlings, einer Zeit, in der einige ihre Ernährung wieder umstellen: Nach den Wintermonaten mit eher schwerer Kost kommen im Frühling wieder frische Salate und Gemüse auf den Teller. Der Bärlauch ist ein starker Begleiter, um den Stoffwechsel wieder auf Touren zu bringen. Er unterstützt die gesamten Verdauungsorgane in ihrer Tätigkeit und fördert die Entgiftung des Körpers.

So üppig, wie er im Wald vorkommt, so stark wirkt er auch auf den Stoffwechsel. Aufgrund seines hohen Schwefelgehalts kann der Bärlauch den Körper (die Leber) bei der Entgiftung (oder Ausleitung belastender Stoffe) unterstützen.

Historischer Rückblick

Schon im Mittelalter zogen Bewohner kleiner Dörfer in die Wälder, um Bärlauch (damals unter dem Namen «Ramschel» bekannt) zu sammeln. Mit Körben voller Blättern kehrten sie heim, um

ihrer eher einfachen Nahrung eine würzige Note zu verleihen. Noch heute verweisen Ortsnamen (z.B. Bad Ramsach, Ramsen) auf die alte Bezeichnung des Bärlauchs hin.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab wachsen an ähnlichen Standorten wie der Bärlauch. Diese drei Pflanzen sind giftig, deshalb ist Vorsicht geboten! Für Laien sehen auch ihre Blätter ganz ähnlich aus wie diejenigen des Bärlauchs, sie riechen aber nicht nach Knoblauch. Tipp: Beim Verreiben der Blätter ist der knoblauchartige Duft des Bärlauchs unverwechselbar.

Text: Kurt Altermatt Illustration: Jasmin Huber-Baumann

TIPPS & Trends

Dreifachwirkung bei Halsschmerzen

Bucco Tantum wirkt dreifach bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund und Rachen: Es wirkt gleichzeitig entzündungshemmend, schmerzlindernd und antibakteriell. Die Lösung können Jugendliche ab 12 Jahren zum Gurgeln, Spülen und zur lokalen Behandlung anwenden.

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Hilfe bei Nägelkauen

Beim Nägelkauen handelt es sich um eine häufig auftretende Gewohnheit, die Menschen jeden Alters betrifft. Der Bitener Stift hilft, sich innerhalb von 21 Tagen die Gewohnheit des Nägelkauens abzugewöhnen.

Bitener Stift gegen Nägelkauen mit Bitrex 3 ml

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DROPA EMPFEHLUNGEN

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Kleine Zecke, grosse Gefahr

Zecken sind klein, aber nicht harmlos. Sie übertragen Erkrankungen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Mit dem richtigen Schutz und der notwendigen Vorsicht lässt sich die Natur unbeschwert geniessen.

Zecken sind unscheinbare Spinnentiere, aber der Kontakt mit ihnen kann schwere Folgen haben. Besonders wohl fühlen sie sich auf Wiesen, im Wald, in Büschen und in hohem Gras. Dort lauern die Krankheitsträger auf ihre Wirte, zu denen auch wir Menschen gehören. Anders, als der weitverbreitete Glaube besagt, fallen Zecken nicht von Bäumen. Sie sitzen auf Gräsern oder Sträuchern, meist auf Kniehöhe, und warten auf vorbeistreifende Lebewesen.

Mit ihren feinen Sinnesorganen spürt die Zecke Körperwärme und nimmt Gerüche wie auch Bewegungen wahr. Streift jemand an ihr vorbei, klammert sie sich fest und sucht eine geschützte Hautstelle, wo sie mit dem Blutsaugen beginnt. Die Zecke zählt zu den sogenannten äusseren, temporären Parasiten, denn nach ihrer Blutmahlzeit verlässt sie ihren Wirt wieder.

In der Schweiz werden Zecken vor allem zwischen März und Oktober aktiv, sobald die Temperaturen über acht Grad steigen. In besonders milden Wintern sind sie teilweise das ganze Jahr über anzutreffen. Die häufigste Art ist der Gemeine Holzbock. Er nutzt verschiedene Tiere wie Rehe, Mäuse oder Vögel als Hauptwirte. Aber auch Menschen können befallen werden, sie zählen jedoch zu den sogenannten Nebenwirten. Eine Zecke saugt sich über mehrere Tage voll und fällt danach vom Körper ab. Das geschieht meist unbemerkt, weil ihr Stich kaum spürbar ist.

So lästig und gefährlich Zecken auch sein mögen, sie nehmen in unserem Ökosystem eine sinnvolle Rolle ein. Sie sind Teil der Nahrungskette und werden vor allem von Vögeln und Kleinsäugern verspeist. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen. Fachleute schätzen, dass rund fünf bis dreissig Prozent der Zecken mit Borrelienbakterien infiziert sind.

Borreliose: Eine heimtückische bakterielle Infektionskrankheit

Lyme-Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Anders als bei FSME dauert es hier meist mehrere Stunden, bis die Erreger beim Saugen übertragen werden. Wird die Zecke frühzeitig entfernt, sinkt das Risiko deutlich. In der Schweiz gelten alle Regionen als Risikogebiete für Borreliose.

Die Erkrankung verläuft in mehreren Stadien. Ein typisches frühes Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte, eine runde, sich langsam ausbreitende Rötung um die Stichstelle. Sie kann Tage oder

Zecken richtig entfernen

Wochen nach dem Stich auftreten. Hinzu kommen oft Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen. Unbehandelt kann die Infektion Gelenke, Nerven oder das Herz betreffen und chronische Beschwerden verursachen.

Die Diagnose basiert auf den Symptomen und, falls nötig, auf einem Bluttest. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich in der Regel gut mit Antibiotika behandeln. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es bisher nicht. Umso wichtiger ist die Vorsorge: Nach jedem Aufenthalt im Grünen sollte der Körper gründlich abgesucht werden, besonders Kniekehlen, Achseln und der Halsbereich. Zecken lassen sich mit einer Zecken-Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte entfernen. Je schneller das geschieht, umso geringer ist das Risiko einer Infektion.

FSME: Eine Viruserkrankung mit grippeähnlichen Symptomen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Virusinfektion, die durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen wird. Mit Ausnahme des Kantons Tessin gilt mittlerweile die ganze Schweiz als Risikogebiet. Das Virus gelangt schon kurz nach dem Stich in den Blutkreislauf. Typischerweise beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeiner Müdigkeit. Nach einigen Tagen klingen die Beschwerden ab. Doch bei etwa einem Drittel der Betroffenen folgt eine zweite Krankheitsphase. Dann kann sich das Virus auf das zentrale Nervensystem ausbreiten und eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung verursachen. Starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Schwindel

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Am besten eignet sich dafür eine Zecken-Pinzette oder eine spezielle Zeckenkarte. Die Zecke möglichst nah an der Haut fassen und langsam, gerade herausziehen, ohne sie zu drehen oder zu quetschen. So verhindert man, dass Krankheitserreger in die Wunde gelangen. Danach die Hautstelle desinfizieren und in den nächsten Wochen gut beobachten. Bildet sich eine Rötung, die sich ausbreitet (Wanderröte), oder treten grippeähnliche Symptome auf, sollte man ärztlichen Rat einholen. Wer unsicher ist, kann die Zecke auch in der DROPA Apotheke professionell entfernen lassen. Entsorgt wird sie am besten in einem verschlossenen Behälter über den Hauskehricht, nie über Toilette oder Lavabo, weil Zecken dort überleben könnten.

oder Lähmungserscheinungen sind Warnzeichen, die ernst genommen werden müssen.

Die Diagnose erfolgt durch Bluttests, bei denen Antikörper gegen das FSME-Virus nachgewiesen werden. Eine gezielte Therapie gibt es nicht, die Behandlung ist unterstützend. Bettruhe, Fiebersenkung und Schmerzlinderung stehen im Vordergrund, bei schweren Verläufen ist ein Spitalaufenthalt nötig.

Am wirksamsten gegen FSME schützt prophylaktisch die Impfung. Sie wird für alle Personen ab drei Jahren empfohlen, die sich regelmässig in Risikogebieten aufhalten.

Schutz im Alltag Wer sich viel draussen aufhält, kann das Risiko durch einfache Gewohnheiten stark verringern. Lange Kleidung und festes Schuhwerk erschweren Zecken den Zugang zur Haut. Helle Kleidung hilft, Zecken früh zu entdecken. Nach Spaziergängen oder Gartenarbeiten lohnt sich ein kurzer Check: Finden Sie eine Zecke, entfernen Sie sie sofort, desinfizieren Sie die Stelle und beobachten Sie die Haut in den folgenden Wochen.

Hausmittel wie Öl oder Klebstoff sind nicht geeignet, da sie die Zecke reizen und die Erreger dadurch schneller abgegeben werden können. Auch Tiere sollten regelmässig kontrolliert werden, denn Hunde und Katzen bringen oft Zecken mit ins Haus. Wenn nach einem Stich grippeähnliche Beschwerden, Hautveränderungen oder Gelenkschmerzen auftreten, sollte rasch eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Zeckenstiche sind zwar meist harmlos, doch Aufmerksamkeit und Vorsicht können ernsthafte Erkrankungen verhindern. Die Fachpersonen in Ihrer DROPA Apotheke beraten Sie gerne zur FSME-Impfung, zu Zeckenschutzmitteln und zur richtigen Entfernung von Zecken.

Text & Interview: Marc Schwitter

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INTERVIEW MIT CEREN SEMI

Apothekerin und Betriebsleiterin in der DROPA Apotheke Parfumerie Meilen

Welche Mythen rund um Zecken begegnen Ihnen häufig?

Oft hört man, dass eine Zecke beim Entfernen unbedingt gedreht werden müsse. Das stimmt nicht. Sie sollte immer gerade herausgezogen werden. Ein weiterer verbreiteter Irrtum ist, dass keine Krankheiten übertragen werden, wenn die Zecke sofort entfernt wird. Das Risiko ist zwar kleiner, aber nicht ausgeschlossen.

Spielt der Zeitpunkt der FSME-Impfung eine Rolle?

Idealerweise beginnt man mit der Grundimmunisierung im Winter. Sie besteht aus drei Impfungen, wobei die dritte etwa sechs Monate nach der ersten erfolgt. Der vollständige Schutz entsteht erst nach Abschluss dieser Serie. Je früher man sich also in der kalten Jahreszeit impfen lässt, desto eher ist man rechtzeitig für die Zeckensaison geschützt.

Was ist in Bezug auf Nebenwirkungen zu beachten?

Schmerzen an der Einstichstelle und leichtes Fieber gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen. Diese Beschwerden sind in der Regel mild und klingen innerhalb der ersten drei Tage wieder ab.

Wie sinnvoll ist der Einsatz von Insektenschutzmitteln?

Sehr sinnvoll. Die FSME-Impfung schützt nur vor der durch Zecken übertragenen Virusinfektion FSME. Gegen Borreliose gibt es hingegen keine Impfung. Deshalb ist die Verwendung von Insektenschutzmitteln ein wichtiger zusätzlicher Schutz, um Zeckenstiche und die Übertragung anderer Erkrankungen möglichst zu verhindern.

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GESUNDE FETTE

Gesunder Körper

Ob in Butter, Öl oder Nüssen – Fett steckt in vielem, was wir täglich essen. Entscheidend ist die Qualität: Wer gute Fette wählt, bleibt gesund und geniesst trotzdem.

Fett ist für den Körper weit wichtiger, als viele denken. Es liefert Energie, schützt Organe und hilft, Vitamine aufzunehmen. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Mahlzeiten länger satt machen und besser schmecken. Trotzdem verbinden viele Menschen Fett mit etwas Negativem und sehen es in erster Linie als «Dickmacher». Zu Unrecht.

Um zu verstehen, wie wir gesünder mit Fett umgehen, lohnt es sich, diesen wichtigen Nährstoff genauer unter die Lupe zu nehmen: Chemisch betrachtet bestehen Fette aus sogenannten Fettsäuren. Der Aufbau dieser Fettsäuren bestimmt, wie sie im Körper wirken. Manche Fettsäuren kann unser Körper selbst herstellen, andere nehmen wir über die Nahrung auf. Grundsätzlich unterscheidet man drei Hauptgruppen von Fettsäuren:

1.

Einfach ungesättigte Fettsäuren: Schonprogramm für Herz und Kreislauf Einfach ungesättigte Fettsäuren gelten als besonders wertvoll für Herz und Kreislauf. Sie halten den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht und unterstützen die Blutgefässe. Zudem liefern sie Energie, ohne den Stoffwechsel zu belasten. Enthalten sind sie vor allem in Rapsöl, Olivenöl, Avocados und Nüssen. Diese Fette sind recht widerstandsfähig und können auch sanft erhitzt werden – etwa für Gemüse oder Saucen.

2. Lebenswichtige Alleskönner

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren:

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden auch «essenzielle Fette» genannt. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Sie sind wichtig für Gehirn, Zellen und die Regulation von Entzündungen. Besonders bekannt sind die Omega-3- und Omega6-Fettsäuren. Omega-3 steckt vor allem in fettreichen Fischen wie Lachs, Makrele oder Forelle, aber auch in Leinsamen, Baumnüssen und Rapsöl. Omega-6 findet man in Sonnenblumen-, Disteloder Maiskeimöl.

PFLANZLICHE ÖLE IN KAPSELN

3.

Gesättigte Fettsäuren:

Energie mit Grenzen

Gesättigte Fettsäuren liefern schnelle Energie und geben Speisen ihren vollen Geschmack. Sie lassen sich gut erhitzen und kommen in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Käse, Fleisch, Wurst oder Rahm vor – aber auch in Kokos- und Palmfett. In kleinen Mengen sind sie nützlich: Der Körper verwendet sie als Energiespeicher und für den Aufbau von Zellwänden. In grösseren Mengen erhöhen sie den Cholesterinspiegel. Lagert sich Cholesterin an den Gefässwänden ab, wird die Durchblutung schlechter – das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen steigt.

Viele wertvolle Öle gibt es auch in Kapselform, zum Beispiel Leinsamen-, Nachtkerzen-, Fisch- oder Krillöl. Sie enthalten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die Herz, Gehirn und Zellen unterstützen. In Kapseln sind diese Fette gut geschützt und lassen sich einfach dosieren – besonders praktisch für Menschen, die wenig Fisch essen oder unregelmässig kochen. Es gibt sie häufig in Kombinationen mit Vitamin D oder E, was die Aufnahme verbessert und zusätzlich das Immunsystem und den Zellschutz unterstützt. Wichtig ist die Qualität: Hochwertige Produkte enthalten kaltgepresste Öle und sind frei von Zusatzstoffen. Kapseln können eine ausgewogene Ernährung ergänzen, sie aber nicht ersetzen. Weitere Informationen finden Sie auf naturage.ch/nahrungsergaenzungsmittel.

Wie viel Fett ist gut?

Fett gehört zu einer ausgewogenen Ernährung, doch auf die Menge kommt es an. Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sollte etwa ein Viertel bis ein Drittel der täglichen Energie aus Fett stammen. Das entspricht etwa 45 bis 80 Gramm pro Tag, also ungefähr zwei bis drei Esslöffeln Öl, einer Handvoll Nüssen und dem Fett, das in den regulären Mahlzeiten ohnehin enthalten ist.

Ein Esslöffel Öl liefert rund zehn Gramm Fett, ein Stück Käse etwa neun und eine Handvoll Nüsse rund zwölf Gramm. Wer diese Mengen über den Tag verteilt, liegt gut im Rahmen. Viele Menschen nehmen jedoch mehr Fett auf, als sie denken –nicht wegen des Öls im Salat, sondern wegen versteckter Fette in Käse, Wurst, Backwaren oder Fertigprodukten. Fett bewusst einzusetzen heisst jedoch nicht, auf Geschmack verzichten zu müssen. Beim Braten reicht oft ein Teelöffel Öl, beim Brotbelag lieber dünn streichen statt dick auftragen.

Wie erkennt man gute Fette?

Grundsätzlich gilt: Je flüssiger ein Fett bei Raumtemperatur ist, desto besser ist es für den Körper. Pflanzliche Öle wie Rapsöl, Olivenöl oder Baumnussöl enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und gelten als «gute Fette». Tierische Fette wie Butter, Rahm oder Wurst sind meist fest und enthalten viele gesättigte Fettsäuren. Sie sollten nur sparsam verwendet werden.

Beim Kauf von pflanzlichen Ölen lohnt sich der Blick aufs Etikett: Begriffe wie «kaltgepresst» oder «nativ» stehen für eine schonende Herstellung, bei der wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Wichtig ist auch die richtige Lagerung: dunkel, kühl und gut verschlossen, damit die Fettsäuren stabil und frisch bleiben.

Fazit: Wer Fette bewusst auswählt und sparsam verwendet, tut dem Körper viel Gutes. Pflanzliche Öle, Nüsse und Samen liefern Energie und Geschmack, ohne zu belasten. So wird Fett nicht zum Feind, sondern zum wichtigen Teil einer ausgewogenen Ernährung.

Text & Interview: Ismail Osman

DROPA EXPERTE

INTERVIEW MIT PHILIPP DIETSCHI

Eidg. dipl. Drogist und Inhaber der DROPA Drogerie Dietschi in Muttenz

Wo sehen Sie die grössten Missverständnisse rund ums Thema Fett?

Viele glauben noch immer, Fett mache automatisch dick oder sei grundsätzlich ungesund. Das stimmt so nicht. Der Gedanke, ganz auf Fett zu verzichten, ist falsch und kann dem Körper schaden. Entscheidend ist hingegen die Qualität. Häufig werden zu viele stark verarbeitete Fette konsumiert, während gute pflanzliche Öle zu kurz kommen.

Was passiert, wenn man zu wenig Fett zu sich nimmt?

Fett ist für den Körper unverzichtbar, weil es Energie liefert und Zellen sowie Schleimhäute aufbaut. Fehlt Fett, können Organe wie Lunge und Darm nicht mehr optimal funktionieren. Oft zeigt sich das durch Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme. Ganz ohne Fett gerät der Körper aus dem Gleichgewicht.

Was raten Sie für eine fettbewusste Ernährung?

Ich rate, Fett nicht zu verteufeln, sondern bewusst auszuwählen. Pflanzliche Öle, Nüsse und Samen liefern gute Fettsäuren und dürfen täglich auf dem Speiseplan stehen. Wer frisch kocht und sparsam dosiert, ernährt sich automatisch ausgewogener und tut seinem Körper etwas Gutes.

Lohnt sich eine Ergänzung mit Pflanzenoder Fischöl-Kapseln?

Theoretisch lässt sich der Bedarf an Fettsäuren über die Ernährung decken. In der Realität gelingt das jedoch selten, weil viele zu einseitig essen. Eine Ergänzung kann deshalb sinnvoll sein – am besten nach einer persönlichen Beratung bei uns in der DROPA. Wichtig ist die regelmässige Einnahme, ähnlich wie bei einer Pflegeroutine in der Kosmetik, damit der Körper langfristig profitiert.

IMMUNSYSTEM BEI BABYS

Vom Nestschutz zum Selbstschutz

Das Immunsystem ist bei der Geburt zwar bereits angelegt, aber noch unerfahren. Regelmässiges «Training» hilft jedoch: Denn mit jedem Kontakt mit Viren oder Bakterien wird es robuster und widerstandsfähiger.

«Der Körper verfügt bereits bei der Geburt über sämtliche Werkzeuge für die Immunabwehr. Den richtigen Einsatz muss er aber erst lernen», erklärt Jana Schumacher, dipl. Drogistin HF und Inhaberin der DROPA Drogerie Triengen. Man unterscheidet zwischen dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem. Das angeborene Immunsystem arbeitet von Anfang an, erkennt fremde Eindringlinge und reagiert schnell. Das erworbene Immunsystem hingegen baut sich im Laufe des Lebens auf und erweitert seine Fähigkeiten mit jeder neuen Begegnung.

«Die ersten Antikörper erhält der Fötus bereits über die Plazenta der Mutter», fährt Schumacher fort. Jeder Kontakt mit Bakterien oder Viren wird vom Immunsystem als Information abgespeichert. Dadurch entsteht Schritt für Schritt

ein immer grösserer Erfahrungsschatz, bis das Immunsystem schliesslich ähnlich trainiert ist wie das eines Erwachsenen (siehe Infobox auf nächster Seite).

Die Geburt selbst ist ein wichtiger Startschuss für die Abwehrkräfte. Bei einer vaginalen Entbindung kommt das Baby erstmals mit Bakterien aus dem vaginalen Mikrobiom der Mutter in Kontakt. Diese Bakterien sind die ersten, die sich in seinem Darm ansiedeln. Ein gesunder Darm fördert ein starkes Immunsystem: Ist das Mikrobiom der Mutter im Gleichgewicht, profitiert auch das Kind davon.

Nicht jede Frau kann auf natürlichem Wege gebären. Bei einem Kaiserschnitt verläuft der Aufbau des kindlichen Mikrobioms etwas anders: Das

Neugeborene kommt zuerst mit Hautbakterien und Umgebungsluft in Kontakt. Jana Schumacher beruhigt: «Mütter sollten sich nicht unter Druck setzen lassen. Heute gibt es hochwertige Präparate mit nützlichen Bakterienstämmen, die Babys beim Start ins Leben unterstützen.»

Gesunde Ernährung und Körperkontakt

Die Gesundheit eines Babys kann auch anderweitig gefördert werden. Dabei spielt eine ausgewogene Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit eine entscheidende Rolle. «Geht es der Mutter gut, geht es auch dem Baby gut. Mit dem Stillen versorgt der mütterliche Körper den Nachwuchs mit wichtigen Nährstoffen wie etwa Fettsäuren, Vitaminen oder Mineralstoffen», erklärt die DROPA Expertin.

Bitte umblättern

Auch nicht oder nur teilweise gestillte Babys können ein starkes Immunsystem entwickeln. Ein angenehmes Raumklima mit regelmässigem Lüften und ausreichender Luftfeuchtigkeit entlastet die Schleimhäute und macht sie weniger anfällig für Erreger. Zudem fördert Bewegung an der frischen Luft die Gesundheit der Kleinen. Auch in der kalten Jahreszeit. «Nicht die Kälte macht krank, sondern falsches Anziehen oder Frieren, was das Immunsystem mehr beansprucht.» Viele Präparate aus der Naturheilkunde können die kindlichen Abwehrkräfte auf sanfte Art und Weise unterstützen. Die Fachpersonen in Ihrer DROPA beraten Sie dazu gerne.

Wenn ein Baby krank ist, sind Ruhe, Nähe und ausreichend Schlaf wichtig für die Regeneration. «Babys schlafen meist genug, bei den Eltern ist das schwieriger», meint die Drogistin schmunzelnd. Zwar stärkt Körperkontakt nicht direkt die Immunabwehr, aber Geborgenheit und liebevolle

Zuwendung helfen beim Gesundwerden und geben Sicherheit – gerade bei kranken Babys.

Dreck gehört dazu

Beim Thema Hygiene rät Jana Schumacher zu einem gesunden Mittelweg: «Wir leben in einer sehr hygienebewussten Zeit. Kommen Kinder aber kaum mit Keimen in Kontakt, kann sich ihr Immunsystem nicht ausreichend entwickeln. Natürlich sollte man sich die Hände waschen, wenn jemand krank ist, aber Kinder dürfen ruhig mal im Dreck spielen. Das gehört einfach dazu.»

Trainieren wie ein Muskel «Jeder Infekt, den ein Baby durchmacht, ist ein kleines Training. Nach jedem Schnupfen oder Fieber reagiert der Körper gezielter», betont die DROPA Expertin und rät zur Aufmerksamkeit: «Bei sehr kleinen, zart gebauten Babys sollte man lieber einmal mehr eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Vor allem bei hohem oder

schlecht senkbarem Fieber.» Frühgeborene und sehr junge Babys sind besonders anfällig, weil ihre Lungen und Schleimhäute oft noch nicht vollständig ausgereift sind. Impfungen sind zusätzlich ein wichtiger Baustein. Sie schützen vor gefährlichen Krankheiten und helfen dem Immunsystem, gezielt Abwehrkräfte aufzubauen.

Je älter das Kind wird, desto besser kann es Infekte bewältigen. «Zudem sind Winterbabys Krankheiten vermehrt ausgesetzt, weil sie sofort mit vielen Viren in Kontakt kommen.» Frühlingskinder hingegen haben etwas mehr Zeit und bauen ihr Immunsystem langsam über den Sommer auf.

Mit dem Eintritt in die Kita wird das Immunsystem besonders gefordert. Der ständige Kontakt mit anderen Kindern bringt zahlreiche neue Viren und Bakterien mit sich und entsprechend viele Krankheiten. «Das ist anstrengend, aber völlig normal», erklärt Jana Schumacher. Kinder, die früh viele Infekte durchmachen, sind später meist robuster. Eltern sollten sich bewusst

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Mamas Abwehrkräfte für den Lebensstart Bereits im Mutterleib erhält das Baby über die Plazenta wertvolle Antikörper. Diese mütterlichen Abwehrstoffe bilden den sogenannten Nestschutz. Sie wirken wie ein temporärer Schutzschirm gegen viele Krankheitserreger. Nach der Geburt wird dieser Schutz durch die Muttermilch weitergegeben, die das Kind nährt und sein Abwehrsystem zusätzlich stärkt. Dieser Effekt hält in der Regel vier bis sechs Monate an. Anschliessend bauen sich die mütterlichen Antikörper langsam ab und das Immunsystem des Babys muss selbst aktiv werden. Frühimpfungen, wie jene gegen Keuchhusten (bereits vorbeugend in der Schwangerschaft empfohlen), sind deshalb besonders wichtig, wenn der Nestschutz nachlässt.

machen: Man kann es nicht verhindern, sondern nur begleiten – mit Geduld, Zuwendung und einem guten Plan, wer wann zu Hause bleibt.

Text: Tanja Frei

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FÜR

EMPFINDLICHE HAUT

Die Kraft des Hafers

Empfindliche Haut ist oftmals Folge einer gestörten Hautbarriere. Studien zeigen: Hafer ist ein einzigartiger Inhaltsstoff, der Anzeichen beanspruchter und kompromittierter Haut wirksam lindern kann.

Aveeno erforscht seit über 80 Jahren die Effekte von Hafer in der Dermatologie und ist – gestützt auf mehr als 30 klinische Studien zur Wirksamkeit mit über 3'000 Patient*innen – in diesem Bereich weltweit führend. Durch die klinische Kompetenz und herausragende Haferexpertise verbindet Aveeno das Beste aus Wissenschaft und Natur für empfindliche und trockene Haut.

Empfindliche Haut ist kein Hauttyp, sondern ein Hautzustand, der mehr als 71 Prozent der Erwachsenen betrifft. Sie ist oftmals eine Folge einer gestörten Hautbarriere und eines Ungleichgewichts im Mikrobiom der Haut und geht fast immer auch mit Hauttrockenheit einher.

Der dreifache Haferkomplex

Die verschiedenen Inhaltsstoffe von Hafer bieten eine Vielzahl von Vorteilen für die Haut: Kolloidales Hafermehl fördert das Wachstum natürlicher, auf der Haut vorkommender Mikroorganismen und trägt so zu einem ausgeglichenen Hautmikrobiom bei. Haferöl regt die körpereigene Ceramid-Produktion an und kann so den Feuchtigkeitsgehalt in der Haut erhöhen. Haferextrakt wirkt antioxidativ, juckreizmildernd und entzündungshemmend. Zusammen bilden diese drei Komponenten den dreifachen Haferkomplex.

Ihre Wirkung ist nicht nur additiv, sondern synergistisch – die Kombination der Haferkomponenten erzielt somit mehr als die Summe der Einzelwirkungen. Der Komplex ist in ausgewählten Aveeno Körperpflegeprodukten enthalten und wird vor allem bei sehr trockener und zu Ekzemen neigender Haut empfohlen.

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen empfindlicher Haut gerecht zu werden, variiert die Kombination der Haferbestandteile je nach Pflegelinie. So ist die Daily Moisturising Linie ideal für normale bis trockene Haut, die Skin Relief Linie lindert sehr trockene Haut, und die Dermexa Linie wurde speziell für juckende, zu Ekzemen neigende Haut entwickelt.

AUF

DEM

WEG vom Mädchen zur Frau

Der Weg vom Mädchen zur jungen, selbstbewussten Frau ist kein leichter: Körperliche Veränderungen sorgen für Verunsicherung und die Gefühlswelt gerät durcheinander. Wie Eltern unterstützen können. bar. Viele Mädchen spüren dabei ein Ziehen in der Brustregion – ein Zeichen, dass das Drüsengewebe aktiv wird. Es ist möglich, dass die Brüste unterschiedlich schnell wachsen und eine Brust vorübergehend grösser ist als die andere. Das ist aber kein Grund zur Sorge. Meistens gleicht sich das im Laufe der Zeit wieder aus. Auch die Körperbehaarung beginnt langsam zu wachsen, zuerst im Schambereich, dann unter den Achseln.

Wenn die Lieblingsjeans nicht mehr so sitzt wie gewohnt, die Brust spannt und die Stimmung schwankt, dann kann es sein, dass sich bei Mädchen die Pubertät ankündigt. Das geschieht meistens zwischen dem 8. und dem 13. Lebensjahr – im Durchschnitt mit elf Jahren und somit zwei Jahre früher als bei den Jungen. Der natürliche, aber intensive Umbruch verändert sowohl den Körper als auch die Gefühlswelt stark. Initiiert wird der Prozess im Gehirn, wenn die Hirnanhangdrüse den Eierstöcken das Signal gibt, die Hormonproduktion anzukurbeln.

Wenn die Weiblichkeit sich entfaltet

Bei den Mädchen macht sich die beginnende Pubertät mit dem Wachstum der Brüste bemerk-

Mit Beginn der Pubertät setzt typischerweise ein grosser Wachstumsschub ein und die Figur der Mädchen verändert sich. Hüften und Oberschenkel werden runder, das Becken breiter. Der Körper wird insgesamt weicher und weiblicher. Diese Veränderungen sind Ausdruck des steigen-

den Östrogenspiegels – er sorgt dafür, dass sich Fettgewebe anlagert und der Körper für eine spätere Schwangerschaft vorbereitet wird. Die vermehrte Hormonproduktion hat auch zur Folge, dass die Haut fettiger wird und zu Akne neigt.

Der Beginn der Fruchtbarkeit

Ein einschneidender Moment für die heranwachsenden Frauen ist der sogenannte Weissfluss, ein milchig-weisser Ausfluss. Er ist das Zeichen dafür, dass die Geschlechtsorgane aktiv geworden sind und in den Eierstöcken erste Follikel heranwachsen. Die erste Regelblutung, die sogenannte Menarche, setzt bei den meisten Mädchen etwa zwei Jahre nach Beginn des Brustwachstums ein – im Durchschnitt mit 13 Jahren. Zu Beginn sind die Blutungen noch unregelmässig und es dauert zwei bis fünf Jahre, bis sich alles eingependelt hat und die Zyklen regelmässig werden.

Das Eintreten der Menstruation ist für junge Mädchen manchmal mit negativen Gefühlen oder gar Scham verbunden. Offene, sachliche Gespräche über den weiblichen Zyklus, die passenden Hygieneprodukte und allfällige körperliche und seelische Beschwerden können ihnen den Umgang mit der Regelblutung erleichtern. Eltern sollten spätestens jetzt mit ihren Töchtern über das Thema Verhütung sprechen. Denn mit dem ersten Eisprung sind diese auch geschlechtsreif.

Mit 15 Jahren ist das Hauptwachstum bei den meisten Mädchen abgeschlossen. Doch jedes Mädchen entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Manche bekommen ihre erste Periode bereits mit elf Jahren, während andere erst mit 13 Jahren langsam in die Pubertät kommen.

Auf der Achterbahn der Gefühle

Die pubertäre Entwicklung beschränkt sich nicht auf den Körper. Im Gehirn finden ebenfalls viele Veränderungen statt. Diese haben Einfluss auf die Stimmung und den Antrieb der jungen Frauen. Sie reagieren in dieser Phase oft emotionaler, impulsiver und empfindlicher. Stimmungsschwankungen sind relativ häufig. Während manche Pubertierende sich zurückziehen, suchen andere verstärkt Nähe. Manchmal geschieht auch beides im Wechsel. Neben der

Identitätsentwicklung sorgen bei den heranwachsenden Frauen auch die körperlichen Veränderungen wie das Brustwachstum und die Fettumverteilung zu Unsicherheit und Unwohlsein mit dem eigenen Körper. Die Pubertätsentwicklung wird von den Jungs, die durch das Testosteron vor allem Muskeln aufbauen, oft positiver wahrgenommen als von den Mädchen. Diese Erkenntnis hilft, die Mädchen besser zu verstehen und zu unterstützen.

Töchter durch die Pubertät begleiten Wenn die Jugendlichen in die Pubertät kommen, ändert sich auch die Familiendynamik. Eltern müssen akzeptieren, dass ihre Töchter nicht mehr alles mit ihnen teilen wollen und dass

INTERVIEW MIT

DR. MED. CLAUDIA KATSCHNIG

Pädiatrische Endokrinologin, Pädiatrisch-Endokrinologisches Zentrum Zürich

Warum sind junge Frauen besonders anfällig für Körperunzufriedenheit und Essstörungen? Die Ursachen liegen in einer Kombination von biologischen, psychologischen und kulturellen Faktoren. Hauptgründe sind die nicht immer positiv wahrgenommenen Körperveränderungen in

ihnen manchmal auch die Worte fehlen, um sich auszudrücken. Freunde rücken immer mehr in den Fokus und werden zu wichtigen Meinungsbildnern. Der Wunsch nach Akzeptanz bei Gleichaltrigen ist gerade bei Mädchen enorm. Sie vergleichen sich viel stärker mit anderen, als Jungs es tun. Diese Ablösung von den Eltern führt häufig zu Konflikten, die aufgrund der hormonellen Schwankungen auch mal hitzig sein können.

In dieser Phase ist es wichtig, dass Eltern sich der körperlichen und emotionalen Veränderungen, die mit der Pubertät einhergehen, bewusst sind und die Stimmungsschwankungen ihrer Teenager nicht persönlich nehmen. Sie können Mitgefühl zeigen und den Töchtern signalisieren, dass sie ein offenes Ohr für ihre Probleme haben. Gleichzeitig sorgt eine klare, wertschätzende Haltung in dieser turbulenten Zeit für Orientierung. Eltern bleiben wichtige Pfeiler im Leben ihrer Töchter. Geduld, Humor und Offenheit sind jetzt wertvoller als Perfektion und Zuhören wichtiger als das Erteilen von Ratschlägen.

Text & Interview: Andrea Klemenz

der Pubertät und die gesellschaftlichen Schönheitsideale, die auch heute noch stärker auf Frauen als auf Männern lasten.

Welche Rolle spielen Social Media dabei?

Es ist mittlerweile gut erforscht, dass soziale Medien eine grosse Rolle bei der Entstehung von Essstörungen spielen. Die Nutzung sozialer Medien verstärkt bei Mädchen, die sich ohnehin in einer sehr vulnerablen Phase befinden, häufig die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körperbild. Zudem erhöht sie das Risiko, ein problematisches Essverhalten zu entwickeln.

Wie können Eltern bei diesem schwierigen Thema unterstützen?

Wenn die Tochter mit dem eigenen Körper hadert, ist es zuerst wichtig, eine Umgebung zu schaffen, in der das Selbstwertgefühl unabhängig vom Aussehen gestärkt wird. Eltern sollten ausserdem ein positives Körperbild vorleben und nicht in Anwesenheit der Kinder ihr eigenes Selbst oder andere kritisieren. Im Umgang mit Medien gilt es, Medienkompetenz zu fördern und über unrealistische Schönheitsideale in sozialen Medien zu sprechen. Wenn sich die Probleme mit dem Körperbild verschlimmern oder gar Anzeichen einer Essstörung bestehen, sollte man professionelle Hilfe anbieten.

STÄRKUNG VON INNEN

Eine ausgewogene Ernährung mit frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, hochwertigen Fettsäuren und wenig Zucker wirkt entzündlichen Prozessen entgegen und stabilisiert die Hautbarriere. Wer auf übermässigen Konsum von Kaffee oder Energydrinks verzichtet, entlastet zusätzlich das Nervensystem, denn beides kann Stressreaktionen und Hautirritationen verstärken. Auch ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend: Wasser und Kräutertees unterstützen den Stoffwechsel und sorgen dafür, dass die Haut praller und widerstandsfähiger bleibt. Ergänzend helfen regelmässige Bewegung, Yoga oder Meditation, den Stresspegel zu senken und die Durchblutung zu fördern. Damit verfolgt man einen ganzheitlichen Ansatz, der die Haut beruhigt, von innen nährt und ihr hilft, langfristig im Gleichgewicht zu bleiben.

Hand aufs Herz: Wer kennt sie nicht, diese Tage, an denen alles etwas viel ist? Wenn innere Unruhe, ein hektischer Alltag oder Schlafmangel überhandnehmen, kann der Körper mit einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen reagieren. Das beeinflusst die Hautgesundheit direkt. Der natürliche Barriereschutz sowie der Feuchtigkeitshaushalt geraten aus dem Lot, sodass Entzündungen leichtes Spiel haben. Die Folgen sind ein fahler Teint, Rötungen, Unreinheiten oder Trockenheit. Jede Haut reagiert anders. Dass Stress der Auslöser ist, merkt man vor allem daran, dass die Beschwerden immer wieder in belastenden Situationen auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig mit einer Pflege gegenzusteuern, die beruhigt, stärkt und der Haut hilft, sich zu regenerieren.

Jetzt darf die Haut aufatmen

Gestresste Haut braucht vor allem eines: Ruhe. Und zwar nicht nur seelisch, sondern auch im Pflegealltag. Eine übersichtliche, milde Routine ist deshalb zielführender als ein überladenes Pflegeprogramm. Um überempfindliche, trockene, unruhige oder fleckige Haut wieder zu stabilisieren, braucht es milde Formulierungen und Wirkstoffe, die Reizungen nicht nur kaschieren, sondern gezielt an der Stärkung der Hautbarriere ansetzen. Panthenol unterstützt die Zellerneuerung, mindert Irritationen und fördert die Regeneration geschwächter Haut. Hautähnliche Lipide wie Cer-Omega tragen zur Regeneration der Hautbarriere bei. Auch Produkte mit Thermalwasser reparieren, gleichen aus und spenden intensive Feuchtigkeit. Wer intensive und kühlen-

unter

de Feuchtigkeit bei heisser oder geschwollener Haut braucht, macht mit Aloe Vera alles richtig. Ringelblume wiederum wirkt entzündungshemmend und beschleunigt die Abheilung kleiner Irritationen. Zusammen helfen diese Wirkstoffe, die gestresste Haut zu beruhigen, ihre Widerstandskraft aufzubauen und ihr ein gesundes, entspanntes Hautgefühl zurückzugeben. Bei gereizter Haut sollte man ein mildes Enzympeeling verwenden, da es abgestorbene Hautzellen schonend löst – ganz ohne grobe Schleifpartikel. Auch Masken können gestresste Haut beruhigen, vorausgesetzt, sie sind sanft formuliert und frei von reizenden Duft- oder Alkoholanteilen. Gut verträglich sind auch gelartige Masken mit kühlendem Effekt, die Schwellungen reduzieren.

die Haut geht

Wenn das Leben an Fahrt aufnimmt, gerät die Haut leicht aus dem Takt. Ein sanftes Pflegeprogramm, bewusste Momente der Ruhe und eine ausgewogene Ernährung bringen sie wieder ins Gleichgewicht.

Wohltuend und feuchtigkeitsspendend

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Entdecken Sie die hochwertigen Tages- und Nachtpflege Produkte und lassen Sie sich während den Hautpflegewochen in Ihrer Apotheke oder Drogerie kompetent beraten. Sichern Sie sich zudem ein attraktives Pflegeset ab einem Einkaufswert von CHF 50.-

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Dermatologische Kompetenz. Kosmetische Exzellenz. Seit 1960

Beruhigende Rituale für Körper und Geist

Doch Pflege ist mehr als eine Creme. Gerade wenn die Haut unter Stress steht, lohnt es sich, Routinen zu schaffen, die nicht nur die Haut, sondern auch das Nervensystem beruhigen. Eine Atemtechnik, die sofort für Entspannung sorgt, ist die 4–4–6-Methode: vier Sekunden durch die Nase einatmen, den Atem vier Sekunden halten und sechs Sekunden langsam durch den Mund ausatmen. Diese verlängerte Ausatmung senkt den Stresspegel und löst Spannungen im Gesicht. Für eine feine Gesichtsmassage eignet sich ein leichtes, beruhigendes Massageöl, das die Haut nicht beschwert. Besonders gut verträglich sind Öle auf Basis von Jojoba-, Mandel- oder Traubenkernöl: Sie ziehen rasch ein, wirken ausgleichend und enthalten natürliche Fettsäuren sowie Antioxidantien, die gereizte Haut beruhigen.

Formulierungen mit zusätzlichen Pflanzenextrakten wie Kamille (Camomilla) oder Ringelblume (Calendula) lindern Rötungen, mindern Entzündungen und fördern die Regeneration. Mit den Händen oder einem kühl gelagerten Jade-Roller sanft einmassiert, fördert das Öl die Mikrozirkulation und löst verspannte Gesichtspartien. Kühle Kompressen sorgen dafür, dass Schwellungen zurückgehen und die Haut sich frisch anfühlt. Wichtig ist, diese Momente der Ruhe bewusst zu gestalten, kurz innezuhalten und die innere Unruhe loszulassen.

Der ganzheitliche Ansatz zählt

Ausreichend Schlaf ist zentral für die Gesundheit, so auch für die Haut, denn die Zellregeneration läuft in der Nacht auf Hochtouren. Wer in stressigen Phasen vermehrt zu Kaffee, Alkohol oder Nikotin greift, sollte sich Alternativen schaffen, da diese Genussmittel Entzündungen fördern, die Erholung der Haut verzögern und die Hautalterung beschleunigen. Viel Wasser, Kräutertees, frische Snacks und kleine bewusste Pausen im Alltag sind ein guter Plan, um bald Besserung zu erfahren. Diese Rituale wirken nicht nur entspannend, sondern zeigen sich auch sichtbar im Teint.

Text & Interview: Andrea Decker

DROPA EXPERTIN

INTERVIEW MIT EVA SUMMA

Dipl. Drogistin HF und Co-Betriebsleiterin in der DROPA Drogerie Apotheke Rosenberg in Winterthur

Wie kann man die Haut in stressigen Phasen unterstützen?

Mit spagyrischen Mischungen, die wir individuell auf Hautbild und Gemütszustand abstimmen. Bewährte Pflanzen sind etwa Viola tricoloris, die Entzündungen lindert, Cardiospermum gegen allergische Hautreaktionen oder Sarsaparilla bei trockenen Ekzemen. Sie unterstützen den Hautstoffwechsel und wirken beruhigend. Auch Mikronährstoffe helfen, die Haut widerstandsfähiger zu machen. Vitamin D kann das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken, Zink reguliert die Talgproduktion und hemmt Bakterien. Omega3-Fettsäuren und Nachtkerzenöl beruhigen, reduzieren Rötungen und unterstützen die Hautbarriere. Bewährt hat sich auch Selen in Kombination mit Vitamin C oder E für eine gute antioxidative Wirkung.

Ist der Darm ein entscheidender Faktor für gesunde Haut?

Ist das Darmmikrobiom im Gleichgewicht, reagiert auch die Haut widerstandsfähiger auf Stress. Pround Präbiotika können hier unterstützen, weil sie das Immunsystem modulieren, Entzündungen regulieren und Hautsymptome lindern.

Welche Wirkstoffe in Pflegeprodukten würden Sie empfehlen?

Seidenproteine wirken wie ein Schutzfilm, der die Haut vor dem Austrocknen bewahrt und Feuchtigkeit bindet. Sie glätten die Oberfläche, sorgen für Elastizität und unterstützen die Regeneration geschädigter Zellen. Und dank Apfelstammzellen reagiert die Haut weniger empfindlich auf Reizungen, denn sie schützen vor Umwelteinflüssen.

SCHRITT FÜR SCHRITT

Zum Kussmund

«Mettez du rouge et attaquez!» Schon Coco Chanel wusste:

Rote Lippen sind kein Accessoire, sie sind eine Ansage. Wir zeigen, wie in wenigen Schritten ein perfekter Kussmund gelingt – und das in jeder Farbe.

«Eine gute Pflege ist wichtig, nicht nur bei trockenen Lippen», betont Michèle Achermann, Drogistin und Visagistin in der DROPA Drogerie Apotheke Unterentfelden. Sie empfiehlt, die Lippen regelmässig vor dem Schlafengehen mit einem reichhaltigen Balsam zu pflegen, der über Nacht einwirken kann. «Er eignet sich ideal für die tägliche Pflege – besonders für alle, die häufig Lippenstift tragen.»

Gute Pflege als Basis

Für ein rundum gepflegtes Ergebnis sorgt zusätzlich ein sanftes Lippenpeeling, das idealerweise

ein- bis zweimal pro Woche angewendet wird. Es entfernt trockene Hautschüppchen und macht die Lippen zart und geschmeidig. Ein solches Peeling lässt sich übrigens ganz einfach mit Zutaten aus dem Küchenschrank herstellen: «Zu gleichen Teilen Zucker, Honig und Olivenöl vermischen und sanft in kreisenden Bewegungen einmassieren», verrät die DROPA Expertin. Die süsse Mischung kurz einwirken lassen und anschliessend mit einem feuchten Tuch abwischen oder abspülen. So werden die Lippen nicht nur gereinigt, sondern auch mit Feuchtigkeit versorgt und bilden damit die ideale Basis für den Lippenstift.

Sind die Lippen vorbereitet, kann das eigentliche Make-up beginnen. «Kleine Unregelmässigkeiten lassen sich einfach mit einem herkömmlichen Concealer korrigieren, indem man die Hautpartien rund um den Mund leicht abdeckt», erklärt Michèle Achermann. Im nächsten Schritt ist eine ruhige Hand gefragt. «Mit einem Konturenstift die Lippenform, beginnend in der Mitte, nach aussen nachziehen und die Lippenfläche an-

Farbe mit dem Lippenstift einfach auffrischen, ohne das gesamte Make-up zu erneuern.

Und welche Farben passen zu welchem Typ?

«Tagsüber rate ich eher zu helleren und natürlichen Nude- oder Pastelltönen. Abends darf es ruhig etwas kräftiger sein und intensivere Töne kommen dann besser zur Geltung», ergänzt die DROPA Expertin.

schliessend ausmalen.» Der Lippenkonturenstift verhindert, dass der Lippenstift verläuft, und erhöht zusätzlich die Haltbarkeit des Lippenstifts. «Ich empfehle, die Kontur in der gleichen Farbe wie der Lippenstift zu wählen – je nach Trend spielt man aber auch gerne mit den Farbnuancen», weiss die Drogistin. Und sie hat einen Tipp, falls beim Auftragen einmal etwas schiefgeht: «Ein Wattestäbchen in Make-up-Entferner tauchen, kleine Stellen ausbessern und die Linie neu nachziehen.» Danach wird der Lippenstift mit einem Pinsel aufgetragen, damit lässt es sich besonders sauber und genau arbeiten.

Für ein lang anhaltendes Ergebnis

Damit die Farbe möglichst lange hält, hilft ein kleiner Trick: die Lippen leicht mit losem Puder abtupfen und danach eine zweite Schicht Lippenstift auftragen. Wer mag, rundet den Look mit etwas Gloss ab – das sorgt für Glanz und mehr Volumen. Im Laufe des Tages lässt sich die

Am Ende des Tages ist eines unverzichtbar: das Make-up gründlich zu entfernen. Dafür eignet sich am besten ein Zwei-Phasen-Entferner für wasserfestes Make-up. Anschliessend wie schon am Vorabend einen Balsam auftragen, damit die Lippen am nächsten Tag wieder geschmeidig sind.

Zum Schluss hat Michèle Achermann noch einen Hinweis: «Lagern Sie Lippenstifte nicht zu lange, denn die Produkte enthalten Öle, die mit der Zeit verderben können.» Und was ist nun mit Coco Chanels berühmtem Spruch: Geht roter Lippenstift wirklich immer? «Ich finde, ja. Man sollte ein Rot wählen, das zum eigenen Hautton passt, denn Rot ist nicht gleich Rot. Es gibt unzählige Nuancen.» Die Beauty-Expertinnen in Ihrer DROPA beraten Sie dazu gerne.

Text: Julia Holleis

RENDEZVOUS

Steckbrief

Alter: 50 Jahre

So schalte ich nach einem langen Tag ab: Mit 10’000 Schritten unter den Füssen, «Hey Little Sister» im Ohr und einer guten Portion Schlaf. Das gibt mir Kraft: Lieblingsmenschen begegnen, Freundschaften pflegen, Bündnisse schmieden.

Mein Lebensmotto: Eine gewaltfreie Gesellschaft setzt eine gleichgestellte und demokratische Gesellschaft voraus.

FRAUENHAUS

Ein Ort der Zuflucht

Als Geschäftsführerin der Stiftung Frauenhaus Zürich erlebt Anja Derungs täglich, was häusliche Gewalt bedeutet – und wie wichtig Schutzräume, Aufklärung und Gleichstellung für eine gewaltfreie Gesellschaft sind.

Frau Derungs, wieso braucht unsere Gesellschaft auch heute noch Schutzräume für Frauen?

Häusliche Gewalt ist nach wie vor Realität. Sie geschieht in den eigenen vier Wänden, also an einem Ort, der für Geborgenheit und Sicherheit stehen sollte. Das ist das Paradoxe daran. Und obwohl sie im Privaten passiert, ist häusliche Gewalt politisch: Sie ist strafbar und eine Menschenrechtsverletzung.

Hat die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt in den letzten Jahren zugenommen?

Wir sehen einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2024 verzeichnete die Polizei 21'127 Straftaten häuslicher Gewalt – ein Anstieg von sechs Prozent gegenüber 2023. Rund 21-mal rückt die Polizei im Kanton Zürich täglich wegen häuslicher Gewalt aus. Zweimal pro Monat endet häusliche Gewalt im Durchschnitt mit einem Femizid. Diese Gewalt geschieht nicht durch Fremde, sondern durch Menschen aus dem nahen Umfeld: Partner, Ex-Partner oder Familienangehörige. Für viele Frauen ist das eigene Zuhause der gefährlichste Ort. Frauenhäuser retten in solchen Situationen Leben.

Weiss man, weshalb die Zahlen steigen?

Die Zahlen zeigen nur die gemeldeten Fälle. Es ist die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist hoch. Jedoch zeigt die Zunahme der registrierten Fälle, dass das Unrechtsbewusstsein wächst. Immer mehr Menschen erkennen, dass Schläge nicht «dazugehören», und suchen Unterstützung. Häusliche Gewalt ist kein privates Einzelproblem, es ist ein gesellschaftliches Problem. Gewalt in Partnerschaften ist Ausdruck

fortbestehender struktureller Ungleichheit zwischen Frauen und Männern.

An wen richtet sich das Angebot des Frauenhauses Zürich Violetta?

Das Frauenhaus ist ein Zufluchtsort für Frauen mit und ohne Kinder, die akut und massiv von häuslicher Gewalt betroffen sind. Wir verstehen uns als Kriseninterventionsbetrieb und unterstützen rund um die Uhr. Die Voraussetzung ist, dass die gewaltbetroffene Frau die Opferhilfe-Kriterien erfüllt und gefährdet ist.

Gibt es Frauen, die besonders schwer Zugang zu Hilfe finden?

Aus Studien wissen wir, dass viele ältere Frauen häusliche Gewalt erleben. Da das Thema stark mit Schuld und Scham behaftet ist, suchen sie aber nur selten Hilfe. Hier braucht es mehr Aufklärung: Häusliche Gewalt hat nichts mit Beziehungsdramen zu tun, sondern mit Kontrolle und Machtausübung. Überproportional von Gewalt betroffen sind auch Frauen mit Behinderung. Deshalb zügeln wir 2026 und werden dann vollständig barrierefrei sein.

Wie finden betroffene Frauen zu Ihnen?

Sie erreichen uns über unsere 24-Stunden-Hotline per Telefon, über die Polizei oder Opferberatungsstellen. Wichtig ist, dass wir vor einer Aufnahme immer direkt mit der betroffenen Frau sprechen. So können wir die Situation und den Schutzbedarf sorgfältig einschätzen. Sind wir der richtige Ort, dann erhalten Frauen und ihre Kinder bei uns Unterkunft, Essen, Beratung und rechtliche Unterstützung.

Bitte umblättern

Wie läuft ein Aufenthalt ab?

Nach der Ankunft ist es wichtig, dass die Frau zur Ruhe kommt. Danach klären wir ab, welche Unterstützung sie braucht. Es folgt eine Gefährdungseinschätzung, eine Situationsanalyse und die Planung der nächsten Schritte. Jede Frau hat eine persönliche Beraterin, die ihr zur Seite steht. Später helfen wir, Anschlusslösungen zu finden, zum Beispiel in der Wohngemeinschaft Vista Nova. Neu besuchen wir im Rahmen eines Pilotprojekts Frauen nach dem Austritt auch zu Hause. Zudem unterstützen wir sie bei externen Anschlusslösungen wie Mutter-Kind-Institutionen, einer eigenen Wohnung oder vorübergehend bei einer Schwester oder Freundin.

Kommen viele Frauen mit Kindern zu Ihnen?

Die Hälfte unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind Kinder, die meisten im Vorschulalter. Frauenhäuser sind auch Kinderhäuser. Bei uns erhalten Kinder eine eigene Beraterin und werden altersgerecht und nach traumapädagogischen Ansätzen begleitet. Es ist wichtig, dass sie verstehen, dass sie keine Schuld tragen.

Wie stellen Sie den Schutz der Frauen und Kinder sicher – gerade in akuten Gefährdungslagen?

Bei uns hat Sicherheit oberste Priorität. Die Adresse des Frauenhauses ist nicht öffentlich zugänglich, der Kontakt erfolgt telefonisch. Wir arbeiten mit klaren Sicherheitskonzepten und führen bei jeder Aufnahme eine sorgfältige Gefährdungseinschätzung durch. Schutz und Sicherheit sind das A und O unserer Arbeit.

Die Stiftung Frauenhaus Zürich engagiert sich seit 45 Jahren für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Neben dem Betrieb des Frauenhauses Zürich Violetta und des Nachbetreuungsangebots Vista Nova ist die Stiftung im Bereich Nachbetreuung, Prävention und Bildung tätig. Sie berät Behörden, Institutionen und Interessierte, bietet Informationsanlässe an und ist im politischen und sozialen Umfeld aktiv, um die Situation gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder zu verbessern. Weitere Infos auf frauenhaus-zhv.ch.

Wie setzt sich das Team des Frauenhauses zusammen?

Wir haben rund 50 Mitarbeiterinnen. Der grösste Teil kommt aus der Sozialen Arbeit oder Psychologie. Für Rechtsfragen, medizinische Themen sowie Psycho- und Körpertherapie arbeiten wir mit externen Fachstellen zusammen. Die Arbeit im Frauenhaus ist anspruchsvoll und verlangt viel Flexibilität und Teamgeist. Unsere Mitarbeiterinnen bringen viel Empathie, Fachwissen und Lebenserfahrung mit, aber auch die Fähigkeit, sich abzugrenzen. Trotz aller Belastung erleben wir im Frauenhaus viele berührende Momente, wenn Frauen den Weg in ein gewaltfreies Leben finden.

Wie lässt sich der Kreislauf von häuslicher Gewalt durchbrechen?

Oft hört man: Wieso geht die Frau nicht? Das ist nicht so einfach. Es gibt viele Hindernisse, die

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Viele gewaltbetroffene Kinder erfahren im Frauenhaus Schutz und Sicherheit - dies drücken sie oft mit Zeichnungen aus.

Ich habe nicht so gerne im Zimmer über alles gesprochen, was passiert war. Das war einfacher im Kinderbüro.

»

struktureller Natur sind: finanzielle Abhängigkeit, ein unsicherer Aufenthaltsstatus, Isolation oder Schuldund Schamgefühle, auch den eigenen Kindern gegenüber. Häusliche Gewalt folgt einem wiederkehrenden Muster: Nach einer Eskalation kommt die Honeymoon-Phase mit Entschuldigungen, Blumen und Versprechungen. Das macht es schwer, sich zu lösen. Hier setzen wir auf Aufklärung: Wir vermitteln den Frauen, wie Gewalt wirkt, welche Phasen sie durchläuft, und unterstützen sie, ihre Situation besser zu verstehen.

Wie könnte man häusliche Gewalt langfristig verhindern?

Bereits im Kindergarten und in der Schule müssten Kinder lernen, dass Gewalt in keiner Form toleriert wird. Ein zentraler Faktor ist die fehlende Gleichstellung der Geschlechter. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass häusliche Gewalt so verbreitet ist. Frauen übernehmen noch immer den grössten Teil der CareArbeit und leisten unbezahlte Sorge-Arbeit. Gewaltprävention und Gleichstellung gehören untrennbar zusammen: Beides schützt Menschenleben.

Was ist Ihre Meinung zum Umstand, dass Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht werden müssen, während die Täter oft ihrem Alltag in Freiheit nachgehen können? «Wer schlägt, der geht» ist die Handlungsmaxime, die sich die Frauenbewegung vor vielen Jahren zu Recht hart erkämpft hat. Ziel ist, dass der Täter die Wohnung verlassen muss und nicht das Opfer. Kontakt- und Rayonverbote für gewaltausübende Personen reichen oft nicht aus. Bei akuter Gefahr ist der

Hier kann ich spielen, hier können wir bleiben!

»

Gang ins Frauenhaus deshalb meist unausweichlich. Es braucht ineinandergreifende Massnahmen, um Frauen und ihre Kinder noch besser zu schützen, darunter auch ein elektronisches dynamisches Monitoring in Gefährdungssituationen.

Was raten Sie Personen, die häusliche Gewalt in ihrem näheren Umfeld vermuten oder beobachten?

Behutsam das Gespräch suchen und Vertrauen schaffen. Und nachfragen – zum Beispiel: «Wie geht es dir? Ich habe das Gefühl, es geht dir im Moment nicht so gut.» Gleichzeitig sollte man sich selbst informieren oder fachlich beraten lassen. So weiss man, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, und kann im richtigen Moment gezielt helfen.

Interview: Julia Kliewer Fotos: Severin Jakob

KENNZAHLEN

87 Frauen und 95 Kinder kamen ins Frauenhaus

5’464

Betreuungstage und -nächte

1’640

Beratungsstunden für Frauen und Kinder

1’074

Anrufe 24-Stunden-Hotline

Statistik von 2024

DROPA persönlich

Das Beste an meinem Beruf

Auch nach 40 Jahren Berufstätigkeit fasziniert mich der Drogistenberuf nach wie vor. Die Arbeit ist extrem abwechslungsreich und befriedigend, weil ich Menschen in verschiedenen Situationen unterstützen kann.

Markus Arnold

Dipl. Drogist HF und Inhaber der DROPA Drogerie Arnold in Grenchen

Ein glückliches Gesicht einer Kundin oder eines Kunden ist für Markus Arnold der schönste Moment im Berufsalltag. Seit 2002 führt er die DROPA Drogerie Arnold in Grenchen als Inhaber und Geschäftsführer. Energie schöpft der 57-Jährige aus der Stille der Natur.

Am Frühling mag ich …

… die Aufbruchstimmung der Natur mit ihrer Blütenpracht und den vielen Grünnuancen. Zu dieser Zeit bin ich am liebsten auf den Höhen des Juras unterwegs.

Ein Ort, der mich verändert hat

Das habe ich 2026 noch vor

Ich möchte mein Mountainbike aktivieren und mich an eine Downhill-Strecke wagen – zum Beispiel in La Berra.

Mein Restaurant-Tipp

Ich gehe gerne ins Restaurant Parktheater in Grenchen. An schönen Sommerabenden kann man das feine Essen auf der Terrasse geniessen.

Diese Sportarten mag ich

Ich gehe gerne wandern und schätze dabei die Vielseitigkeit der Natur. Zudem liebe ich Schneeschuhlaufen und Skifahren. Wenn es ums Zuschauen geht, bin ich grosser Eishockey-Fan.

An der Höheren Fachschule für Drogistinnen und Drogisten in Neuenburg lernte ich viele Berufskollegen kennen. Der Austausch mit ihnen hat meinen Horizont massiv erweitert. Davon profitiere ich bis heute.

Mein Lieblingsprodukt

Ich schätze die Körperpflegeprodukte der DROPA Eigenmarke sehr. Das Duschgel ist wie für mich gemacht.

DROPA EXPERTE PRIVAT

Zwei DROPA Mitarbeitende geben

Einblick in ihr Leben.

Was bewegt sie, was empfehlen sie?

Sylvie Wäsch

Apothekerin und Betriebsleiterin in der DROPA Apotheke Brunnen in Uster

Das liebe ich an meinem Beruf

Ich schätze den Kontakt mit Kundinnen, Kunden und meinem Team sehr. In einer Apotheke gleicht kein Tag dem anderen – genau das macht die Arbeit so spannend.

Ausserhalb der Arbeit bin ich … … begeisterte Grossmutter und aktive Pferdebesitzerin.

Text: Julia Kliewer DROPA EXPERTIN PRIVAT

Seit 20 Jahren leitet Sylvie Wäsch mit viel Leidenschaft die DROPA Apotheke Brunnen. In ihrer Freizeit ist die 62-Jährige am liebsten draussen unterwegs: beim Reiten, Geocaching oder wenn sie zusammen mit ihren Enkelinnen die Welt erkundet.

Meine liebsten drei Apps «Signal», um mit der Familie in Kontakt zu bleiben, «TimeTree», um den Überblick über alle Termine zu behalten, und «c:geo» für mein Geocaching-Hobby. Das ist eine Art moderne Schnitzeljagd.

Dieser Ratschlag hat mein Leben verändert

Mein erster Chef gab mir mit, persönliche Sorgen morgens mit der Jacke an der Garderobe abzugeben. Das befreit Kopf und Herz für mein Gegenüber, sei es die Kundschaft oder meine Mitarbeiterinnen.

Das habe ich immer in der Tasche Einen Kugelschreiber. Beim Geocaching brauche ich ihn immer wieder, um mich im Logbuch einzutragen.

In zehn Jahren möchte ich … … mehr Zeit in der Natur verbringen – zu Fuss, auf dem Velo oder hoch zu Ross.

Mein Lieblingsprodukt

Im Frühjahr freue ich mich, wieder eine fein duftende Sonnencreme wie Widmer Sun Protection Face SPF 50 prominent im Bad zu platzieren.

Südtiroler Wander-Eldorado trifft auf urbanen Lifestyle: Die traumhafte Lage des La Maiena Meran Resort, oberhalb von Meran, macht es möglich. Ein Trip in die Kurstadt wird zum Erlebnis, bevor man im neuen Wellnessbereich untertaucht. Wir verlosen einen Gutschein im Wert von CHF 3'000.–.

Wettbewerb DROPA

Der neue Sensa-Spa begeistert mit einer Vielzahl an Relax-, Fitness- und Badeattraktionen die Gäste: Inmitten von Olivenbäumen und Palmen lässt sich im Infinitypool das malerische Südtiroler Panorama geniessen oder im grosszügigen Indoorpool abtauchen. Den schönsten Ausblick gibts auf der Sky Terrasse der Meran Lodge –erfrischende Drinks und Whirlpool inklusive. Nur wenige Kilometer vom 5-Sterne-Resort entfernt liegt Meran zu Füssen, das bequem mit der Lokalbahn erreichbar ist. In der Altstadt zwischen Vinschgauer und Bozner Pforte schmiegen sich die Häuser eng aneinander, entlang der Passerpromenade oder durch die Laubengänge lässt es sich gut bummeln oder flanieren.

Kulinarik und Weinkultur nehmen im La Maiena Meran Resort einen besonderen Stellenwert ein. Executive Chef Matthias Wenin und Küchenchef Alessandro La Torraca prägen die alpin-mediterrane Küche. Weinliebhaber finden eine Auswahl erstklassiger Südtiroler, italienischer und internationaler Weine.

Das können Sie gewinnen

Wir verlosen einen Gutschein im Wert von rund CHF 3'000.–. Darin inbegriffen sind 5 Übernachtungen für 2 Personen inklusive Halbpension.

Weitere Informationen: lamaiena.it

So sind Sie dabei! Beantworten Sie folgende Frage und geben Sie Ihren Wettbewerbstalon bis am 7. März 2026 in Ihrer DROPA ab.

Was ist der medizinische Begriff für die erste Menstruationsblutung? Morphose Mykose Menarche

Name Vorname

Strasse, Nr. PLZ, Ort

Telefon E-Mail

Ich bin Kund*in der DROPA in (Ort)

Wettbewerbsbedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle, ausgenommen die Mitarbeitenden der DBD und die Lieferanten der DBD. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Der Preis kann nicht bar ausbezahlt werden. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

gratuliert

Wir gratulieren Maya Zenger, Kundin in der DROPA Drogerie Schumacher in Meiringen, ganz herzlich zum Gewinn des Gutscheins vom Wettbewerb aus der DROPA Balance 11/25. Wir wünschen eine entspannte Auszeit im Geniesserhotel Alpenstern in Vorarlberg.

Preisrätsel

Miträtseln lohnt sich!

Gewinnen Sie einen von drei DROPA Einkaufsgutscheinen im Wert von CHF 50.–. Geben Sie den ausgefüllten Talon in Ihrer DROPA ab. Viel Glück!

Zarte Hände

Mit wertvollen Pflanzenessenzen. DROPA Handcreme, 75 ml CHF 8.90

DROGERIEN APOTHEKEN

Die Auflösung des Preisrätsels aus der letzten Ausgabe finden Sie unter dropa.ch/kreuzwortraetsel

Impressum

DROPA Balance März 2026 Erscheint zehnmal im Jahr

Herausgeber: DR. BÄHLER DROPA AG Binzstrasse 38, 8045 Zürich

Tel. 044 284 80 80, Fax 044 284 80 89

E-Mail: redaktion@dropa.ch

Gesamtauflage: 784'320 (WEMFbeglaubigt, Basis 2025/26)

Gesamtleitung: Andrea Hofstetter

Mitwirkende: Walter Käch, Claudia Horsch, Carola Frei, Johnny Schuler

Bilder: Adobe Stock

Druck: AVD Goldach

Papier: In der Schweiz auf umweltschonendem FSC-Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt.

Produkte und Angebote sind je nach DROPA Standort verschieden.

Wettbewerbsbedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle, ausgenommen die Mitarbeitenden der DBD und die Lieferanten der DBD. Die Gewinnerin, der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt. Der Preis kann nicht bar ausbezahlt werden. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

PROFITIEREN SIE VON

AUF AVÈNE

Gültig bis 31.03.2026

Einlösbar in Ihrer DROPA, solange Vorrat. Keine Kumulation mit anderen Rabatten.

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