WOCHE NR. 26 DONNERSTAG, 28. JUNI 2012
SPREITENBACH VERMISCHTES LANDFRAUENVEREIN SPREITENBACH
Am 12. Juli macht der Landfrauenverein einen Sommerausflug hoch über den Vierwaldstättersee. 12.30 Uhr Abfahrt ab Sternenplatz. Carfahrt inkl. Nachtessen (ohne Getränke) 50 Franken. Anmeldung bis 5. Juli bei Ulla Hähnchen, Tel. Mo–Mi 044 786 42 16 Do–So 056 401 20 46. SOMMERNACHTSFEST DER PFADI RIKO SPREITENBACH Die Bevölke-
rung ist herzlich zum diesjährigen Sommernachtsfest eingeladen am Samstag, 30. Juni, ab 17 Uhr, im Pfadiheim Spreitenbach (hinter Schulhaus Hasel). Hüpfburg; Barbetrieb ab 19 Uhr. Mehr Informationen zur Pfadi unter www.pfadiriko.ch FUNDGEGENSTÄNDE Verlorene oder
vergessene Sachen können vor den Sommerferien, am Mittwoch, 4. Juli, 10–11 Uhr, vor dem Schulhaus Rebenägertli im Zentrum und vor dem Schulhaus Seefeld abgeholt werden. Im Schulhaus Hasel können die Gegenstände jederzeit an der Garderobe Fundgegenstände abgeholt werden.
PENSIONIERUNG LEHRKRÄFTE - Dorothee Hafner, 35 Jahre, Musikgrundschule, Seefeld - Urs Bilgerig, 34 Jahre, Bezirksschule, Zentrum - Liba Spring, 20 Jahre, Primar, Seefeld - Eva Sundin, 7 Jahre, Primar, Hasel Die Schulpflege dankt den in Pension tretenden Lehrpersonen herzlich für ihre langjährigen Dienste an der Schule Spreitenbach und wünscht zum wohlverdienten Ruhestand alles Gute und für die Zukunft Glück und Gesundheit. (sg)
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Fotos statt Mathematik 34 Jahre lang unterrichtete der Wettinger Urs Bilgerig an der Spreitenbacher Bezirksschule Mathematik und Physik. «Lehrer ist ein super Beruf», sagt er kurz vor seiner Pensionierung. MELANIE BÄR
Als sich Urs Bilgerig 1978 für die Stelle als Mathematiklehrer in Spreitenbach bewarb, besuchten die Schulpfleger ihn in seiner Klasse in Wettingen, um zu schauen, wie er unterrichtet und mit den Schülern umgeht. Beim Bewerbungsgespräch bekam er dann den Zuschlag. «Ich erinnere mich noch ganz genau an den Spruch einer Schulpflegerin: Sie merkte an, ich solle nicht damit rechnen, hier pensioniert zu werden», sagt Urs Bilgerig und lacht. Sie hatte nicht recht. Seit 34 Jahren unterrichtet er an der Spreitenbacher Bezirksschule Mathematik und Physik, seit 23 Jahren im gleichen Schulzimmer mit Blick auf den Säntis. Nun lässt sich der 63-Jährige auf Ende Schuljahr pensionieren. Er nehme vor allem schöne Erinnerungen mit. «Lehrer ist ein super Beruf. Man ist selbstständig und um Junge herum, die einen auf Trab halten», resümiert er. Nie habe er sich zur Arbeit zwingen müssen und auch jetzt, ein paar Tage vor dem letzten Schultag, sei er noch mit Elan dabei. Trotzdem fällt ihm der Abschied nicht schwer: «Es ist schön, wenn man in Pension gehen kann, wenn man körperlich noch fit ist und etwas unternehmen kann.» Lehrer Urs Bilgerig will sich künftig weniger der Mathematik und mehr der Foto: bär Fotografie widmen. ZU DEN HIGHLIGHTS gehören für Bilgerig Klassenlager und Projekte wie das Bez-Jubiläum. «Sensatio- dass das vor 34 Jahren genauso Während eines Urlaubssemesters nell war auch der Schulhausaus- vorgekommen sei wie heute. hat er eine Datenbank mit über flug, den wir 1999 ins Elsass Zwar seien die Jugendlichen mitt- 1000 Wanderrouten in der machten und die Sonnenfinster- lerweile anders, nicht aber Schweiz erstellt. «Einige davon nis miterlebten.» Auch sein Enga- schwieriger. «Es gab schon früher möchte ich nun ablaufen und mir gement als Sänger in der Lehrer- Schüler, die in Sachen Erziehung dabei für mein zweites Hobby, das band hat ihm Spass gemacht. im Elternhaus zu wenig mitbe- Fotografieren, Zeit nehmen.» Wahrscheinlich wird auch der «Manchmal habe ich mit den kommen haben. Und die gibt es Säntis, den er bisher beim UnterSchülern in der Klassenstunde ge- auch heute noch.» richten nur aus der Ferne sah, Ziel sungen und sie waren von meiner Stimme überrascht.» KÜNFTIG wird ihn das aber nicht einer Wanderung sein. «Und endUnd was waren die Schattensei- mehr kümmern. Zusammen mit lich können wir die Insel Elba auch ten? «Manchmal frage ich mich, seiner Frau, die als Logopädin in mal ausserhalb der Schulferien im wie oft ich von Schülern schon an- Wettingen arbeitet und sich eben- Mai besuchen und sehen, wie die gelogen wurde», sagt Urs Bilgerig falls pensionieren lässt, will er Macchia blüht», freut sich der Vaund fügt schmunzelnd hinzu, vermehrt Wanderungen machen. ter von zwei erwachsenen Söhnen.