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Bezirk Affoltern

Freitag, 13. Januar 2012

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Die «Mormonen» ziehen im März ein Zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich wird das Kirchgemeindehaus in Bonstetten vollendet Es macht etwas her, das neue Kirchgemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (HLT) an der Heumattstrasse 2 in Bonstetten. Bereits in gut zwei Monaten wird sich das Gebäude mit Leben füllen. ................................................... von thomas stöckli Durch die Hintertür kommt man ins künftige Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (HLT), ein Massivbau mit Holzdach und Aussenisolation. Noch fehlt nämlich die Treppe zum Haupteingang. Im Erdgeschoss finden sich Büroräume für den Bischof (ehrenamtlicher Gemeindeleiter) und die Sekretäre sowie Gruppenräume, öffentliche Arbeitsplätze, um Ahnenforschung zu betreiben, und sanitäre Anlagen. Eine zentrale Rolle kommt dem Taufbecken zu. Soeben wurde es frisch gefliest. Kinder werden hier frühestens ab 8 Jahren getauft. Gängig ist bei den HLT auch die Erwachsenentaufe. Durch ein vollständiges Untertauchen soll das alte Leben abgelegt und ein neues begonnen werden.

Garage im Grundwasser Wasserundurchlässiger Beton kam in der Tiefgarage zum Zug. Der kritische Punkt dabei sei der Durchbruch zur bestehenden Garage auf dem Nachbargrundstück, erklärt Architektin Melanie Hirt. Durch zwei Lecks seien dort innert drei Tagen rund drei Kubikmeter Wasser eingedrungen. Nun ist es allerdings gelungen, den heiklen

Altkleidersammlung auch im Säuliamt Gebrauchte Kleider und Schuhe helfen Kindern in Not. Das Kinderhilfswerk Terre des hommes – Kinderhilfe (Tdh) sammelt diese in Zusammenarbeit mit Contex im Kanton Zürich. In diesen Tagen werden in den Gemeinden des Kantons Zürich die Sammelsäcke verteilt. Ein weiss-schwarzer für Kleider und Haushaltstextilien sowie ein gelb-roter für Schuhe. Mit dem Erlös der Sammlung kann Terre des hommes Kindern in Notsituationen beistehen. Es ist zu beachten, dass die Kleidersäcke wegen Diebstahlgefahr erst am aufgedruckten Sammeltag, möglichst vor 8.30 Uhr, gut sichtbar an die Strasse gestellt werden. Die Stiftung Terre des hommes – Kinderhilfe (Tdh) kümmert sich seit 50 Jahren weltweit um Kinder in Not. In Ernährungszentren behandelt sie unterernährte Kinder. Tdh sorgt dafür, dass Strassenkinder wieder zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können, und Tdh kämpft gegen das Verbrechen des Kinderhandels. Terre des hommes ist das führende international tätige Kinderhilfswerk der Schweiz. Für jährlich mehr als eine Million Kinder und Angehörige in über 30 Ländern dieser Welt bedeutet Terre des hommes Hoffnung: Hoffnung auf ein besseres, würdiges und kindgerechtes Leben. Contex sorgt für die professionelle Durchführung der Textil-Sammlung. Das Unternehmen, das langjährige Erfahrung auf dem Gebiet des Textilund Schuhrecyclings hat, setzt sich dafür ein, dass soziale Organisationen den gemeinnützigen Erlösanteil aus den Kleider- und Schuhsammlungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten. Am 13. Februar wird im Bezirk Affoltern in nachstehenden Gemeinde gesammelt: Zwillikon, Affoltern, Ottenbach, Hausen, Ebertswil, Kappel und Hauptikon.

Christian Gräub in der Bonstetter «Mormonen»-Kapelle. Hier werden bis zu 290 Personen Platz finden. (Bild Thomas Stöckli) Übergang von der bestehenden auf die neue Garage von unten her mit Gel abzudichten. Im ersten Stock ist dann nebst weiteren Gruppenräumen und einer kleinen Mediothek das Kernstück, die Kapelle. Bis zu 290 Personen finden hier Platz. Bewusst wurde auf feste Bänke verzichtet, damit sich der Raum vielseitig nutzen lässt. Angehängt an die Kapelle ist auch eine Küche. Ein Blick zurück: vor bald zwei Jahren – am 6. März 2010 – hatten sich auf dem Areal an der Heumattstrasse zahlreiche Gemeindemitglieder versammelt, um den ersten Spatenstich

zu zelebrieren – bei gefrorenem Boden kein leichtes Unterfangen. Doch auch Schneegestöber und eisiger Wind kamen gegen die feierliche Stimmung nicht an. In der Folge ging es darum, das Grundstück zu entwässern, damit überhaupt erst die Arbeiten am Fundament beginnen konnten. «Das Terrain steht im Grundwasser, und zwar bis Bodenhöhe», erklärt Architektin Melanie Hirt. So galt es erst, das Grundwasser abzusenken, dann konnten die 30 Pfähle in den Boden gerammt werden, die dem Gebäude heute Stabilität verleihen. So ging es al-

lein schon fünf Monate, bis das Fundament stand. «Es steckt eine beachtliche Ingenieursleistung dahinter auf so einem schwierigen Grund zu bauen», so Christian Gräub. Der Wettswiler ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Kirchgemeinde zuständig.

260 eingeschriebene Mitglieder Zwei Jahre waren ursprünglich als Bauzeit vorgesehen. Dieser Fahrplan wird nun also ziemlich genau eingehalten. Vorübergehend sei man sogar etwas im Vorsprung gewesen, doch Liefer-Engpässe hätten das Projekt

wieder ausgebremst, berichtet Gräub, der die Bauetappen fotografisch dokumentiert hat. Was nun noch fehlt, sind hauptsächlich Bodenbeläge, Treppengeländer sowie die Umgebungsarbeiten. Architektonisch soll das Gebäude Ende Februar fertig sein. «Im Laufe des März werden wir einziehen», sagt Bischof Walter Huwiler. Im Mai oder Juni dürfte es dann einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung sowie einen feierlichen Weihungsgottesdienst geben. Rund 260 eingeschriebene Mitglieder zählt die Gemeinde aktuell. Die Hälfte davon nimmt auch regelmässig am Gemeindeleben teil. So seien am sonntäglichen Gottesdienst jeweils bis zu 120 Personen anwesend. Dieser dauert insgesamt drei Stunden. Die ersten 70 Minuten sind alle gemeinsam in der Kapelle, dann folgen Diskussionen in verschiedenen Altersgruppen und schliesslich wird noch Organisatorisches geklärt. Wie reagiert die Bonstetter Bevölkerung auf ihre neue Nachbarn? «Am Anfang etwas verhalten», räumt Christian Gräub ein. Mit der Zeit seien die Reaktionen allerdings immer positiver geworden und zur Rohbau-Besichtigung kamen im Mai 2011 überraschend viele Interessierte. «Heute ist eine grosse Akzeptanz da», meint Gräub. Das Kirchgemeindehaus in Bonstetten ist kein Tempel, zu dem nur Mitglieder Zutritt haben. Sogar die Kapelle kann für nicht-kirchliche Anlässe genutzt werden, «sofern diese mit unseren Richtlinien übereinstimmen», schränkt Gräub ein. Rauchen und Alkohol seien auf jeden Fall tabu, ebenso wie kommerzielle oder politische Veranstaltungen..

iPads an der Tagesschule Birke in Mettmenstetten Mit individuell eingerichteten Lernapps fördern und schulische Defizite aufarbeiten Alle Mittelstufenschüler und -schülerinnen der Tagesschule Birke in Mettmenstetten haben iPads für das schulische Arbeiten erhalten. Gross war die Freude im Schulzimmer, als jedes Kind sein persönliches iPad auspacken durfte. Schon sehr routiniert wurden die Geräte in Betrieb genommen. Die iPads werden den Buben und Mädchen als persönliche Lernbegleiter abgegeben. Die Schülerinnen und Schüler bemühen sich, mit individuell eingerichteten Lernapps ihre schulischen Defizite aufzuarbeiten beziehungsweise ihre Stärken gezielt zu fördern. Jeder Schüler und jede Schülerin hat so die Möglichkeit, dem eigenen Lernstand und dem eigenen Lerntempo entsprechend zu arbeiten. Da jedes Kind seinen eigenen elektronischen Lernbegleiter besitzt, steht er jederzeit zur Verfügung und muss nicht mit anderen Schülern oder gar Klassen geteilt werden. Das iPad befindet sich auf oder unter dem Pult und ist augenblicklich einsatzbereit. Somit eignet es sich hervorragend selbst für ein kurzes Nachschlagen. Im täglichen Unterricht werden die iPads in nahezu allen Schulfächern eingesetzt, vor allem natürlich als sehr schnell einsatzbereite Nachschlage- und Recherchiermöglichkeit. Auch im fächerübergreifenden Unterricht kommen die iPads zum Einsatz, so zum Beispiel bei projektorientierten Workflows (fotografieren, darstellen, Text verarbeiten, Musik erstel-

len, präsentieren usw.). Vorträge zu beliebigen Themen entstehen dabei selbstverständlich auch unter Zuhilfenahme der iPads. Natürlich sind an der Tagesschule Birke der Fülli und die bekannten Schulhefte, liniert und kariert, nach wie vor im täglichen Einsatz.

Nähe zur Natur und Technik – kein Widerspruch Schon seit einigen Jahren ist die Ta- Willkommenes Hilfsmittel: Schülerinnen und Schüler mit ihren iPads. (Bild zvg.) gesschule Birke mit Computern gut ausgerüstet. Die Mädchen sehr motivierend ist und einer sonderpädagogischen Schulung Lehrpersonen haben die Erfahrung ge- sich gerade bei hoch ablenkbaren Kin- mit Tagesbetreuung, geborgener Atmacht, dass sich die im Leitbild der In- dern äusserst konzentrationsfördernd mosphäre und individueller Fördestitution festgeschriebene Nähe zur auswirkt. Manch ein Zappelphilipp rung im Einzel-, Gruppen- und KleinNatur (die Kinder haben Gartenkun- vermag vor dem kleinen Bildschirm klassenunterricht bedürfen. Kinder mit Wahrnehmungsdeunterricht und gehen regelmässig auch über eine längere Zeit ruhig und schwierigkeiten, autistischen Zügen, auf den Bauernhof) und eine zeitge- konzentriert zu arbeiten. Was liegt näher, als diverse Arbei- Schwierigkeiten im Selbsterleben, Vermässe technische Ausrüstung der Schulzimmer in keiner Art beeinträch- ten als Schulaufgaben mit nach Hause haltensauffälligkeiten im sozialen Betigen. Im Gegenteil konnte beobachtet zu geben? Das ist mit dem iPad sehr reich oder im Lernbereich, mit Entwerden, dass gerade im naturkundli- gut möglich. Ein iPad entspricht in wicklungsverzögerungen, Lernschwiechen Unterricht die Ressourcen im Grösse und Gewicht einem Rechen- rigkeiten und Teilleistungsschwächen finden in der Tagesschule Birke ihren weltweiten Web und die technischen buch. Die Tagesschule Birke in Mett- Platz. Hilfsmittel wie Fotokameras eine bis Die Klassengrösse beträgt sechs bis anhin nicht bekannte Vertiefung er- menstetten widmet sich der Schulung und Betreuung von normal begabten acht Schülerinnen und Schüler. Die möglichen. Zudem können die Lehrpersonen Kindern, welche Schwierigkeiten im Lernangebote werden individuell auf feststellen, dass die Arbeit an den klei- Verhalten und im Lernen aufweisen. die einzelnen Schülerinnen und Schünen Computern für die Buben und Es werden Kinder aufgenommen, die ler abgestimmt.


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