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30. April 2020 | Nr. 18 | 81. Jahrgang

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Gregor Gubler, Lizenznehmer von McDonald’s in Grenchen (Mitte), mit zwei Mitarbeitenden in der Küche von McDonald’s in Grenchen.

NORMALITÄT ist angesagt – zumindest teilweise. Bau- und Gartencenter, Gärtnereien, Blumenläden, Autowaschanlagen, Solarien, Blumenfelder; Arztund Zahnarztpraxen, Physiotherapeuten sowie Masseure haben ihre Lokale und Praxen wieder geöffnet und können Kunden empfangen. Hinzu kommen Coiffeure, Kosmetik- und TattooStudios, die ihre Arbeit seit Montag wieder aufgenommen haben. Und auch bei McDonald’s brutzeln die Hamburger wieder auf der heissen Herdplatte – zumindest für Drive In-Gäste.

(Bild: Lara Näf)

JOSEPH WEIBEL

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Wir sehen in der Küche einen erleichterten Gregor Gubler, Lizenznehmer von McDonald’s in Grenchen. Die Tore sind wieder offen – zumindest für Drive-in-Gäste an der Leimenstrasse. Der Andrang am letzten Montag war erwartungsgemäss gross. Die Fastfood-Freunde haben sich diese Öffnung herbeigesehnt. Das Angebot sei reduzierter als gewöhnlich, sagt Gregor Gubler. Auch wird streng auf die Vorschriften geachtet: Masken, Handschuhe und der nötige Abstand in der Küche sind Pflicht. Und das Angebot? Die

«sicheren Werte» von McDonald’s auf der Menükarte sind gesetzt: Big Mac, Big Tasty Single oder double (Bacon), Cheeseburger Royal, McChicken, Double Cheese, Filet-O-Fish oder McNuggets. Mit auf der Karte sind auch leckere Dessert: Frappés; Donut oder Apfeltasche oder McFlurry M&M’s. McDonald’s Drive-in in Grenchen hat täglich geöffnet von 10 bis 22 Uhr. Die Normalität schreitet voran und inspiriert weiterhin auch die

Take-away-Anbieter, um diese Zeit einigermassen gut für die Kunden über die Runden zu bringen. Alle Hände und Scheren voll zu tun haben die Coiffeure; die Floristen vermitteln Freude mit Blumen und Gestecken – und die Gartencenter können endlich ihre Produkte verkaufen, die Haus und Garten verschönern. Wir haben uns ein Stück Normalität herbeigesehnt, nun ist sie da!

Das Wy-Huus ist offen: Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag,

14 – 17 Uhr 14 – 17 Uhr 14 – 17 Uhr 09 – 12 Uhr

Weitere Infos auf wy-huus.ch Die Adresse für erlesene Weine.


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Diverses

Donnerstag, 30. April 2020 | Nr. 18

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Amtliche / Kirchen / Diverses

Nr. 18 | Donnerstag, 30. April 2020

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

REFORMIERTE KIRCHE Gottesdienste und Anlässe sind bis auf Weiteres abgesagt. Pfarrteam und Verwaltung sind telefonisch und per Mail erreichbar. Besuchen Sie unser «Wort zur Zeit» auf www.grenchenref.ch und bleiben Sie gesund!

Stadt Grenchen

Baudirektion

Baupublikation Gesuchsteller Bauvorhaben Bauplatz Planverfasser Gesuchsteller Bauvorhaben Bauplatz Planverfasser Gesuchsteller Bauvorhaben Bauplatz Planverfasser

KIRCHEN GOTTESDIENSTE

Goda Verwaltung AG, Untermüli 9, 6302 Zug, p. A. Postfach 9330, 8036 Zürich Nutzungsänderung EG (alt: Laden, neu: Wohnen) Centralstrasse 93 / GB-Nr. 2525 Rüpp Architektur GmbH Tigelbergstrasse 1, 9442 Berneck Pepshi Avdulla, Bucheggstrasse 56, 2540 Grenchen Anbau Zimmer EG Bucheggstrasse 56 / GB-Nr. 1967 EKO Architektur GmbH Theaterstrasse 15, 6003 Luzern Stagnitto Vincenzo, Elisabeth-FreiStrasse 4, 2540 Grenchen Wärmepumpe im Freien Elisabeth-Frei-Strasse 4 / GB-Nr. 6941 G. Cali / Heizung-Sanitär AG Dählenstrasse 51, 2540 Grenchen

RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Bis und mit Sonntag, 10. Mai sind alle Gottesdienste und sonstigen Anlässe abgesagt. Die Kirche bleibt während dieser Zeit geschlossen. Fürs persönliche Gebet steht Ihnen dieTaufkapelle zur Verfügung. Sie ist wie folgt geöffnet: Montag – Freitag 8.00 Uhr – 18.30 Uhr Samstag und Sonntag 9.00 Uhr – 18.30 Uhr CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Christkatholische Kirche St. Peter und Paul Alle Gottesdienste und Anlässe sind bis voraussichtlich 8. Juni abgesagt. Für seelsorgerische Dienste, für Informationen und bei Bedarf an Unterstützung wenden Sie sich bitte an das Pfarramt, Tel. 032 652 63 33. Wir entbieten Ihnen unsere besten Wünsche für Gesundheit und Wohlergehen. EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen Gottesdienst und weitere Angebote auf www.emk-grenchen.ch

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Ärztlicher Notfalldienst Kt. Solothurn

0848 112 112 144 143 032 654 66 67 118 032 654 79 19 0848 00 45 00 117 032 654 75 75 1414 147 140 032 653 70 10 145 032 654 66 68

Ambulanz Dargebotene Hand Elektrizität/Stromversorgung SWG Feuerwehr Gemeinschaftsantennen GAG Notfallzahnarzt

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Baudirektion, Dammstrasse 14, Grenchen Einsprachefrist 15. Mai 2020 Einsprachen sind begründet und im Doppel bei der Baudirektion einzureichen.

Grenchen, 30. April 2020

BAUDIREKTION GRENCHEN

Bürgergemeinde Grenchen

Polizei Stadt Grenchen Rettungsflugwacht REGA Sorgentelefon für Kinder (Pro Juventute Telefonhilfe) Strassenhilfe TCS Suchtberatung

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Bürgergemeinde Grenchen Kirchstrasse 43, 2540 Grenchen Tel. 032 652 11 76 r.mueller@bg-grenchen.ch

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«Mit Cleverness und wenig Ressourcen viel auf die Beine gestellt» Der Sonderstab Corona koordiniert die Aufgaben, die der Kanton Solothurn während der Pandemie zu leisten hat. Stabschef Urs Schmid über Sicherheit, Disziplin und Zusammenarbeit in der Krise.

Wie steht es um Corona-bedingte Kriminalität? Hier steht z. B. Cyber-Betrug im Fokus. So ist jetzt umso mehr «Denken vor Klicken» angesagt. Was mir als Polizist auch auffällt: Es gibt viel weniger Einbrüche. Durch einen Mausklick kommt ein Krimineller derzeit schneller zu Geld als durch einen Einbruch. Die Frage ist: Kehren die Einbrecher, denen jetzt das «Einkommen» fehlt, bald zurück? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit im Sonderstab? Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie über die Departemente hinweg und auch mit den Partnern auf Stufe Gemeinden, Kanton, Nachbarkantonen und Bund zielorientiert zusammengearbeitet wird. Wir haben lange Arbeitstage – und doch ist die Motivation seit über acht Wochen noch immer top. Mit Cleverness und wenigen Ressourcen haben wir meines Erachtens viel auf die Beine gestellt.

Wie steht es um die Disziplin der Solothurner? Grundsätzlich halten sich die Leute an die Anweisungen. Aber an schönen Wochenenden zeigt sich: Viele wollen raus – dann wird es eng in der Hägendorfer Teufelsschlucht, auf dem Balsthaler Holzweg, auf dem Vita-Parcours und an der Aare. Unter diesen Bedingungen lassen sich die Vorgaben kaum einhalten. …womit die Polizei zum Zuge kommt. Zunächst versuchen wir es mit dem Dialog. Erst, wenn die Bemühungen ins Leere laufen, greifen wir zu Ordnungsbussen oder Anzeigen. Es gibt Uneinsichtige, die sich nicht um Anweisungen scheren. Dann gibt es jene, die auch verbal ausfällig werden. Zum Glück sind es verhältnismässig wenige – oft solche, die sich nur in der Gruppe stark fühlen. Doch die gab es schon vor Corona. Wie geht die Polizei mit selbsternannten «Sittenwächtern von nebenan» um? Den Meldungen dieser «Hauspolizisten» gehen wir nach. Oft treffen wir dann vor Ort aber auf eine zulässige Anzahl an Personen, die auch die Abstände einhalten.

Wie gut kann man auf eine Pandemie vorbereitet sein? Als sich das Virus in China auszubreiten begann, sagte man hier noch, das sei weit weg. Dabei war das Szenario einer Pandemie Thema an der Sicherheitsverbundsübung 2014. Weiter hätte diesen Sommer die Armee mit Partnern eine Verbandsübung zum Thema Tierseuchen durchführen wollen. Und als Polizist mache ich mich ebenso auf alles gefasst: Nichts ist unmöglich. Gleichzeitig habe ich viel aus dieser Krise gelernt – über neue technische Möglichkeiten, aber auch über die Menschen. Welche Herausforderungen kommen auf Sie zu? Das ist für mich Kaffeesatzlesen. Es gibt viel Expertenwissen, wie man es besser machen könnte. Weiterhin gilt, die Vorgaben von Bund und Kanton professionell umzusetzen. Covid-19 wird uns noch lange beschäftigten – mindestens, bis ein Impfstoff vorliegt. Dennoch teile ich die Hoffnung jener, die müde sind angesichts der Massnahmen, die nicht zuletzt die Wirtschaft tangieren. Insbesondere die Frage der Versorgungs- und Infrastruktursicherheit wird sich vermehrt stellen. Weiter beschäftigen uns auch die zunehmende Trockenheit und die daraus resultierende Waldbrandthematik. Welche Tipps helfen uns weiter durch die Krise? Es gilt weiterhin, die Vorgaben einzuhalten, die soziale Distanz zu wahren, Hygienemassnahmen zu beachten und Individualinteressen zurückzustellen. Wichtig ist auch Solidarität mit Betroffenen – und die Eigenverantwortung. Es ist noch nicht fertig: Covid-19 wird uns weiter begleiten, auch in den Sommer hinein.

Informationen: corona.so.ch und Hotline 0800 112 117

Zäme uf Distanz corona.so.ch


Grenchen

Nr. 18 | Donnerstag, 30. April 2020

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Kunst aus anderem Blick(-Winkel): Wir suchen gute Foto-«Schüsse»

GRENCHEN Kunst gibt es im Museum, in einer Galerie und: im öffentlichen Raum. In Grenchen haben lokale, nationale und internationale Kunstschaffende sichtbare Spuren hinterlassen – sagenhafte 118 Mal. Wer hat die «Drei Figuren» im Garten des Kunsthauses beim Bahnhof Süd nicht schon gesehen. Oder das Graffiti von Lukas Wullimann und Philipp Kummli an der Südfassade der UBS Grenchen. Besonders Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, uns eine fotografische Spur zu hinterlassen – eine mit dem besonderen Blick. JOSEPH WEIBEL (TEXT UND BILDER)

D

ie öffentlich sichtbare «Kunstgalerie» in Grenchen ist allgegenwärtig. Ein Innenstadt-Rundgang zu Fuss führt an 62 Kunstwerken vorbei. Schon beim Start beim Kunsthaus werden elf Skulpturen aus Stein, Holz oder Metall gegenwärtig und sichtbar. Etwa der «Torso» von Heinz Schwarz oder die «Drei Figuren» von Peter Travaglini. Eindrücklich ist «Tag und Nacht» von Marc Reist an der Absyte Kreuzung. Auch nicht «von schlechten Eltern» das Graffiti «Smer, Kobs & Stur» am Treppenaufgang zum Lindenpark.

Der Blick von der Flughafenstrasse auf den Kreisel mit dem «Breitling»Flugzeug.

Zu Fuss oder mit dem Velo

Zu «Kunst im öffentlichen Raum» hat die Stadt eine Broschüre geschaffen. Alle 118 Kunstwerke im öffentlichen Raum werden darin kurz beschrieben und vor allem steht, wo man diese und jene Skulptur auf dem Rundgang in der Innenstadt oder auf einer VeloRundfahrt findet. Es sind keine versteckten Orte. Die Kunstwerke stehen überall da oder sind sichtbar, wo viele sich täglich mehrmals daran vorbeibewegen.

Aus dem besonderen Blickwinkel

Kunstschaffende beschreiben aus welchen Ansätzen und Gedanken ihr Werk entstanden ist. Eine Skulptur lässt sich auf verschiedenste Weise interpretieren. Das macht die Kunst so einzigartig. Aber nicht nur: Sie lässt sich mit der Digitalkamera oder mit dem Smartphone ebenso vielseitig und immer mit anderen Augen oder von einer anderen Seite fotografieren. Aus welchem Blickwinkel erhasche ich einen Blick auf ein besonderes Stadtgebäude, auf die Jurakette oder in die Witi-Landschaft. Machen Sie den Test. Stehend, kniend oder gar liegend das Monument einen Moment lang zu betrachten und den optimalen Blickwinkel zu finden. Oder steht dahinter ein «Hilfsmittel», das eine Verbindung schafft zum Bild? Vielleicht gibt dem Bild mit einer Hand oder einem Fuss eines Mitmenschen eine besondere Note. Oder man baut ein Element ein, das die gegenwärtige Corona-Krise widerspiegelt.

«Shots» aus Digitalkamera oder Handy

Wer mit der Kamera oder dem Smartphone vor diesen Kunstwerken steht, wird schnell einmal se-

Unscheinbar, aber er steht schon lange da: Ein kleiner Zierbrunnen, aus einer speziellen Optik gesehen, findet man im Park des Parktheaters. «Tag und Nacht» von Marc Reist von ganz unten betrachtet mit Blick auf den hoch wirkenden Turm der Eusebiuskirche.

Ein Blick durch die «Schattenbilder» von Marc Reist öffnet eine neue Sicht auf den Grenchner Marktplatz.

Die Kreiselskulptur beim Kreisel an der Kapellstrasse eröffnet mit diesem Blick eine ganz andere Optik mit freier Sicht auf die Wandfluh.

Die «Drei Figuren» im Garten des Kunsthauses: Ein Schrei in die Natur als Interpretationsmöglichkeit.

hen: Es gibt unzählige Fotosujets vom gleichen Werk. Es braucht ein bisschen Zeit, Fantasie und Interpretationsspielraum. Vielleicht lässt sich im Homeschooling in den nächsten Tagen noch eine solche «Aussenbetrachtung» einbauen. Wir freuen uns jedenfalls auf viele gute «Shots» aus der Digitalkamera oder dem Smartphone. Wir haben für Sie einige Beispiele «geschossen».

Ganz wichtig: Mit der Einsendung der Bilder geben Sie uns das Copyright der Aufnahme, das sich auf eine mögliche Publikation im «Grenchner Stadt-Anzeiger» bezieht. Falls wir Ihr Bild veröffentlichen, erhalten Sie vorher eine Anfrage-Mail, die Sie uns entsprechend bestätigen müssen. Eine unabhängige Jury wird eine Auswahl der für sie besten Bilder treffen. Als Anreiz verlosen wir zehn Preise von der Stadt Grenchen:

• 1. Preis: ein Schlafsack • 2. Preis: ein Rucksack • 3. Preis: eine Sporttasche • 4. bis 8. Platz: je ein Saison-Abonne-

Wie muss man sich die Rückkehr von Schülern und Lehrpersonen vorstellen? Das ist eine gute Frage. Wir haben mit einer solch weitreichenden Situation, wie wir sie jetzt erleben, keine Erfahrung. Wahrscheinlich wird es in der ersten Zeitspanne auf verschiedenen Ebenen ein gegenseitiges Herantasten sein. Nebst den speziellen Vorsichtsmassnahmen, kennen wir ja den aktuellen Wissensstand der Kinder kaum. Deshalb wird es eine gewisse Anlaufphase brauchen.

serhalb der gewohnten Schulstruktur dem Unterricht weitgehend virtuell zu folgen. Mit der Zeit wurde dann offenkundig, dass nebst auftretenden Problemstellungen das gewisse Etwas fehlt. Damit ist vor allem die soziale Nähe, der Kontaktunterricht gemeint. Dieser lässt sich digital nicht ersetzen. Die zunehmenden Defizite führen allseitig zu einer Art «Heimweh». Die andere ebenso nicht zu unterschätzende Komponente war die teilweise fehlende Infrastruktur zu Hause. Gehen wir von zwei Kindern aus, die mit dem Computer arbeiten, währenddessen die Eltern Homeoffice betreiben. Da braucht es vier Geräte und ein starkes WLAN. Über diese Einrichtungen verfügen längst nicht alle; über einen Drucker, wie das deutlich wurde, noch weniger.

ment für das Gartenschwimmbad in Grenchen (vorbehalten bleibt die Öffnung des Schwimmbads) • 9. und 10. Preis: je ein Trostpreis

Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

> JETZT GEHT ES ANS FOTOGRAFIEREN Was braucht es alles für den guten «Schuss» von einer der 118 Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt Grenchen? Eine Digitalkamera oder ein Smartphone mit Kamera. Und dann holt man sich am besten auf der Einwohnergemeinde im Hôtel-de-Ville die Broschüre «Kunst im öffentlichen Raum». Darin sind sämtliche Kunstwerke enthalten – mit Stadtplan, wo die Skulpturen zu Fuss oder auf einer Velo-Rundfahrt zu finden sind. Die Broschüre kann als PDF, aber auch heruntergeladen werden: www.grenchen.ch (lässt sich mit dem Suchbegriff: «Kunstführer» einfach finden). Maximal fünf Fotos pro Fotografin oder Fotograf können in genügend hoher Auflösung (300 dpi) an uns geschickt werden. Entweder per Mail an nachfolgende Adresse (redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch), oder noch besser: www.wetransfer.com an dieselbe Mail-Adresse. Ganz wichtig: Schreiben Sie uns Ihren Vor- und Nachnamen, Alter, Adresse. Bei Fragen: 032 652 66 65 (Joseph Weibel). Der Grenchner Stadt-Anzeiger wird mit einer Jury eine Auswahl der besten Bilder treffen und prämieren. Ausserdem werden wir einige Bilder davon auch im Grenchner Stadt-Anzeiger in Form einer kleinen Serie veröffentlichen.

4-Fragen an Hubert Bläsi, Gesamtschulleiter Grenchen

Gegenseitiges Herantasten GRENCHEN Ab 11. Mai 2020 darf in den Unter- oder Oberstufenschulen wieder physisch Unterricht gegeben werden. Eltern, Kinder und Lehrer warten schon länger auf diesen Moment. Ausschliesslich Homeschooling, das wurde deutlich, taugt als vorübergehende Lösung. Viel mehr nicht. Wie geht es weiter? Wir haben beim Grenchner Gesamtschulleiter Hubert Bläsi nachgefragt.

Hubert Bläsi. (Bild: Archiv)

Herr Bläsi, haben die Schulen von Grenchen mit knapp 1640 Kindern und rund 200 Lehrpersonen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, um in fast zwei Wochen auf die ersten Schulstunden gerüstet zu sein? Hubert Bläsi: Nach meinem heutigen Wissensstand (das Gespräch fand am

Dienstag statt) soll schweizweit die möglichst gleiche Lösung angestrebt werden. Wie diese aussieht, erfahren wir offenbar am Freitag, wenn entsprechend informiert wird. Erst dann können wir, was z. B. die Sicherheit und Hygienevorschriften anbetrifft, entsprechend agieren.

Auf eine Rückkehr in die Schulstube sehnen sich alle. Ist das so? Nach der Schulschliessung war es für Eltern, Lehrpersonen, wie auch die Kinder sicher schwierig. Vielleicht war es am Anfang aber auch eine interessante und spannende Erfahrung, aus-

Dafür haben wir Verständnis und jeweils das Machbare eingefordert. Im Kanton Bern, so entschied schon länger die Erziehungsdirektion, werden Ende Sommer die Notenstände vor Corona ins Zeugnis eingetragen. Wie ist das im Kanton Solothurn? Fakt ist, dass es während der Zeit des Homeschooling keine zeugnisrelevanten Prüfungen gegeben hat bzw. noch geben wird. Das Jahreszeugnis am Ende der Primarstufe wird sich auf die beurteilten Leistungen während des Präsenzunterrichtes stützen. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe werden ein Semesterzeugnis ohne Noten erhalten. In allen Zeugnissen erfolgt eine Bemerkung zum Zeitraum des ausgesetzten Kontaktunterrichtes. Joseph Weibel


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Region

Donnerstag, 30. April 2020 | Nr. 18

AUF EIN WORT MIT ... RUEDI SPIELMANN Die Grenchner-Stadt-Anzeiger-Serie

Manchmal kommt es anders – aber meistens gut JOSEPH WEIBEL

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> STECKBRIEF

ie soll man die Person und Charaktere von Ruedi Spielmann am besten umschreiben? Das ist nicht ganz einfach. Nehmen wir ihn als überzeugender Redner mit seiner ruhigen, aber klaren und unmissverständlicher Stimme. Oder als Berufsmann? Man kennt ihn als Unternehmer, der bis vor zehn Jahren zwei bedeutende Verbände präsidierte und mit der Mittelländer Berufsmesse (MIBE) ein erstes regionales Ausrufezeichen hinter die Berufsfindung setzte. Und man kennt ihn als zugänglichen, empathischen Menschen, der aber, wenn es sein muss, auch ganz direkt sein kann. Diesen Februar wurde er 64 Jahre alt. Die Nachfolgeregelung ist eingeleitet. Zur Seite stehen ihm die nötigen Fachleute, die den Ablösungsprozess begleiten. Vor 20 Jahren genau haben er, seine Frau Margrit und die beiden Söhne die SOL AG gegründet. Nächstes Jahr nehmen die Junioren Martin und Adrian, « so Gott will», das Steuer in die Hand. Eine Aufzeichnung einer nicht ganz gewöhnlichen Karriere, in der der Begriff «Dezennium» für Zehn-Jahresschritte eine besondere Bedeutung hat.

Und plötzlich kam alles anders

Eigentlich wollte Ruedi Spielmann vor fünf Jahrzehnten einen ganz anderen Weg einschlagen. Er ist ein gebürtiger Grenchner, der hier zur Schule ging und schon früh jede freie Minute dazu nutzte, auf einem Bauernhof zu arbeiten. Seine ersten Erfahrungen in der Landwirtschaft machte er auf dem Aebi-Hof. Später arbeitete er bei Kleinbauern. Einmal habe er für zwei Wochen Arbeit auf einem kleinen Gut als Belohnung einen Zwei-Kilo-Laib Brot erhalten. Das sagt er nicht abschätzig, sondern mit Stolz. Auf einem Landwirtschaftsbetrieb im neuenburgischen Cernier fand er endgültig zu seiner Passion und lernte im gleichen Betrieb die dort ebenfalls tätige Margrit, seine heutige Gattin, kennen. Später besuchten sie die Landwirtschaftsschule und hatten die Absicht, zusätzliche Erfahrungen in ausländischen Landwirtschaftsbetrieben zu sammeln. Es kam anders. Das junge Ehepaar Ruedi und Margrit Spielmann, 24 bzw. 23 Jahre alt, erhielt die Möglichkeit, die Verwalterstelle auf dem Landwirtschaftsgut «Riedhof» in Grenchen zu übernehmen. Sie packten die Chance und führten während zehn Jahre erfolgreich den Hof. Sie betrieben sowohl Vieh- als auch Landwirtschaft in einer Industriestadt mit wenig Affinität zur Arbeit von Bauern. Da kam ihnen die Idee, Grenchnerinnen und Grenchnern an einem Tag der offenen Tür zu zeigen, wie es auf einem Bauernhof zu und her geht. Diese Aktion – heute würde man sie als gelungene Marketingidee bezeichnen – sei überaus gut angekommen, erinnert sich Ruedi Spielmann gerne zurück. Und die beiden wären wohl heute noch in der Landwirtschaft tätig, wäre nicht eine neue Situation vor der Tür gestanden. Sein Vater führte das traditionsreiche Unternehmen Vollenweider

Vorname/Name: Ruedi Spielmann Wohnort: 2544 Bettlach Geburtsdatum: 2. Februar 1956

> FÜNF FRAGEN Meine Lieblingsdestination: Schweiz und Frankreich. Lieblingsspeise: Alles, in einer gemütlichen Ambiance genossen, ausser Meergetier. Aufsteller der Woche: 27. April 2020 = endlich dürfen wir bei SOL AG wieder Privatkundschaft bedienen.

Reisen und Transporte AG, und wollte für die 100-jährige Traditionsfirma die Nachfolge regeln. Da der zweite Sohn einen anderen Berufsweg einschlug als die Firmenübernahme, entschied sich Ruedi Spielmann für die Nachfolge. Mit etwas schwerem Herzen, da es gleichzeitig der Abschied vor der Landwirtschaft bedeutete – aber guten Mutes und voller Tatendrang, wie das üblich war bei ihm. Neben den Kernkompetenzen der Unternehmung im Transport- und Reisebereich sowie im Betrieb eines Steinbruchs suchte Ruedi Spielmann neue, erfolgversprechende Tätigkeitsbereiche. So war er Auslöser für den Bau der ersten Kompostieranlage in Grenchen – eine Pionierleistung, die schnell einmal Nachahmer fand. Seine Erfahrungen aus der Landwirtschaft halfen ihm bei der Weiterentwicklung von innovativen Entsorgungsmodellen. Das führte zu Beratungsmandaten von bedeutenden und einflussreichen Unternehmen. Das alles geschah in der Zeit zwischen 1990 und 2000.

Über Ostern eine neue Firma gegründet

Die erfolgreiche Strategie des Jungunternehmers widerspiegelte sich in der steigenden Zahl der Mitarbeitenden im Grenchner Unternehmen. 85 Angestellte standen auf der Lohnliste – rund ein Viertel mehr als noch vor zehn Jahren. Und wieder kam es anders. Die Unternehmung, beschied der Vater seinem Sohn an Gründonnerstag im Jahr 2000, solle einer grossen Firmengruppe zugeführt werden und bot ihm gleichzeitig die Möglichkeit an, in der neuen Konstellation eine führende Funktion ausüben zu können. Für Ruedi Spielmann war das keine Option. Und so brüteten er und seine Gattin über die Gründung einer eigenen

Unternehmung. Binnen kurzer Zeit erarbeiteten sie einen Businessplan und gründeten am 28. Juni 2000 die SOL Solutions AG, die in einer ersten Phase Transporte für Gewerbe und Industrie anbot. Ruedi Spielmann kannte die Branche aus dem Effeff und wollte damit den Start der jungen Firma sichern und festigen. Die eigentliche Idee war aber, seiner Passion folgend, die Schaffung eines Angebots für den zunehmenden Trend, Gärten in privaten und öffentlichen Bereichen in erweiterte Wohnzimmer und «grüne Inseln» zu verwandeln. Dazu brauchte es gute Ideen und vor allem die nötigen Rohstoffe. Die fand er bei einschlägigen Anbietern von Natur- und Betonstein, später Festkiesbeläge und Keramik. Später erweitert die SOL AG ihr Dienstleistungsangebot mit der Planung und Baubegleitung von Gartenumgestaltungen sowie Neuanlagen. Die Firma wirkte fortan, auch dank Teilnahmen an bedeutenden Gartenmessen, schnell einmal über die ganze Schweiz hinaus mit ihrem Wirken. Seit zehn Jahren befindet sich die Firma an der Wydenstrasse 12, wo ebenfalls verschiedene Ausstellungsgärten zu finden sind. Nicht geplant war zudem, dass er ausgerechnet in den Gründerjahren noch zwei Verbände führte – zum einen die ASTAG Solothurn (Nutzfahrzeugverband), zum andern den Gewerbeverband Grenchen (GVG). Diese Aufgaben meisterte er ebenso wie alle anderen bisherigen auch – und in der von ihm zufällig oder bewusst gesetzten Zeitspanne von zehn Jahren.

Wissen, wie man lebt

Höchste Zeit, dass wir uns wieder in die Gegenwart begeben. Die Firma feiert ihr 20-Jahr-Jubiläum – überschattet

Auf was kann ich nicht verzichten: Ein feines Glas Wein mit den besten Nachbarsleuten, die es gibt. Ich würde nie: ... zu viel Sport treiben :-)

von der Corona-Krise. Einen Moment wird Ruedi Spielmann nachdenklich. Er hätte sich das auch anders gewünscht. Aber er und die Firma werden das überstehen und meistern, wie alles andere bisher. Wir reden lieber über den Privatmann Ruedi Spielmann. Er schmunzelt. «Die meisten Menschen sehen mich nur bei der Arbeit». Wer würde dabei denken, dass dieser umtriebige Mann ganz gerne in seinem Garten werkelt, Gemüse und Kräuter aufzieht. Oder ganz einfach im Liegestuhl in Krimis stöbert, die vorwiegend authentische Schauplätze in der Normandie und der Bretagne beschreiben. Dann fühlt er sich in diese Welt versetzt und erkennt Orte, die er mit seiner Familie schon besucht hat. Am liebsten verbringt er in diesen Regionen Urlaub auf dem Hausboot. Ebenfalls eine grosse Passion von ihm. In knapp einem Jahr geht er also in Pension, zusammen mit seiner Gattin Margrit. So richtig vorstellen kann man sich das eigentlich nicht, dass Ruedi Spielmann sich von dieser intensiv geführten beruflichen Laufbahn einfach verabschiedet. Er wird es versuchen. Wie alles andere, was er bisher angepackt hat, wird es ihm gelingen. «Schliesslich», sagt er, «bin ich seit neun Jahren stolzer Grossvater von mittlerweile vier Enkeln. Das fünfte Enkelkind ist unterwegs.» Für ihn gibt es durchaus ein Leben «danach». Langweilig wird es ihm bestimmt nicht. Denn die Natur mit all ihren Schätzen hat er längst kennengelernt. Und es mit der Kunst des «Savoir vivre» halten, auf gut Deutsch: Wissen, wie man lebt.

blingsplatz seinem Lie ng – meistens n a n n a lm itu Ruedi Spie manchmal mit Ze ild: Familienarchiv) – (B n . e ch rt u a B G im enden n n a p s m mit eine

Gesucht: Snapshot Wir meinen natürlich ein Schnappschuss, den wir suchen. Aber weil Dinge in Corona-Zeiten offenbar nur mit englischen Ausdrücken erklärt werden können, wollen wir nicht hinten anstehen. Wir sind seit Montag dem Alltag wieder einen Schritt näher. Coiffuregeschäfte, Physiotherapeuten, Arzt- und Zahnarztpraxen, Nail- und Tattoo-Studios, Gartencenter, Baumärkte sowie Blumengeschäfte dürfen wieder geöffnet haben – immer mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen. Bei Coiffure Création Marc in Grenchen mussten wir gleich zwei Mal hin-

gucken: Wer da? Alles Maskierte. Kein Thema. Damit der Alltag wieder in seine Gänge kommt, stülpt man sich auch die Schutzmaske über Mund und Nase. Welche Vorkehrungen haben Sie treffen müssen vor der Wiedereröffnung, lieber Gewerbetreibende und Partner des Grenchner Stadt-Anzeigers? Schicken Sie uns doch einen gelungenen Snapshot, pardon: Schnappschuss! Wir veröffentlichen die besten Fotos. Bitte beachten Sie, dass Sie uns mit dem geschickten Bild automatisch das Copyright für eine allfällige Publikation im Grenchner Stadt-Anzeiger übertragen.

Das Team von Coiffure Création Marc in Grenchen ist für den ersten Tag nach der Wiedereröffnung auch optisch gerüstet. (Bild: Kerstin Schlup)

Auch die Mitarbeitenden des Restaurant Feldschlösschen in Grenchen, das in diesen Tagen einen Take-away- und Heimlieferservice anbietet, tragen Schutzmasken. (Bild: zvg)


Seeland

Nr. 18 | Donnerstag, 30. April 2020

Die Archbrücke gilt als Wahrzeichen der Gemeinde.

Die heimelige Waldhütte wird von der Burgergemeinde Arch verwaltet.

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Die Anzahl Spaziergänger im Archer Wald hat extrem zugenommen. (Bilder: zvg)

Der Archer Wald als ideales Erholungsgebiet

ARCH Die Gemeinde Arch ist ein vielseitiges Dorf im Berner Seeland. Als gefragter Freizeit-Treffpunkt für Erholungssuchende gilt sicher die reizvolle Aarelandschaft. Aktuell wird jedoch vorab der Archer Wald zur Erholung genutzt. Verantwortlich für dessen Bewirtschaftung ist die Burgergemeinde. DANIEL MARTINY

Die Gemeinde Arch befindet sich auf dem sanft ansteigenden Nordhang des Bucheggberges. Das Dorf liegt am rechten Aareufer auf einer Höhe von gut 450 m.ü.M. Wer in Arch wohnt oder dort Rast macht, kann einen prächtigen Ausblick auf die Aare, die Jurakette, den Bielersee oder sogar auf Solothurn geniessen. Nebst der eindrücklichen Vielfalt, welche die Archer Natur für Sportler, Familien oder Erholungssuchende bietet, sind in Arch die wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten ebenso vorhanden wie alle Schulstufen. Der direkte Anschluss an die Autobahn A5, Solothurn - Biel und die unmittelbare Nähe zum regionalen Zentrum Grenchen sind ideal. Mit dem Bus ist Arch sowohl aus Richtung Solothurn, Grenchen oder

Büren erreichbar. Nebst der Landwirtschaft haben sich diverse hochtechnisierte Betriebe in der Gemeinde etablieren können und bieten der Bevölkerung Arbeit und Auskommen.

Erholung, aber auch Littering

Seit der Corona-Krise wird vorab der Archer Wald als Erholungsgebiet genutzt. «Es ist extrem, wie viele Leute plötzlich in unseren Wald kommen. Ich habe noch nie so viele Spaziergänger und Wanderer angetroffen und die Arbeit geht uns darum sicher nicht so schnell aus», sagt Revierförster ad interim, Andreas Wyss. «Scheinbar ist unser Wald gerade in der aktuellen Situation das ideale Erholungsgebiet. Dies bringt jedoch auch Negativpunkte mit sich. Das Littering hat sehr stark zugenommen und ich kann

nicht verstehen, wieso es Leute gibt, die zum Beispiel ihre Gartenabfälle im Naherholungsgebiet entsorgen.» Die rund 167 Hektaren Wald der Burgergemeinde Arch werden durch den Forstbetrieb «Unteres Bürenamt» bewirtschaftet. Die Burgergemeinde Arch ist eine durch die Verfassung des Kantons Bern garantierte öffentlichrechtliche Körperschaft und untersteht der kantonalen Gesetzgebung. Die Burgergemeinde Arch ist steuerpflichtig und damit auf die Erträge ihres Vermögens und auf ihre unternehmerische Tätigkeit angewiesen. Verantwortlich ist die Burgergemeinde auch für rund 88 Hektaren Kulturland. Dieses Land wird gemäss Pachtreglement an die Landwirte in Arch verpachtet, und zwar unabhängig davon, ob diese Burger oder Nichtburger

sind. Weiter stellt die Burgergemeinde der Kieswerk Arch AG Land für den Kiesabbau und zum Beispiel der Hornussergesellschaft Land für ihre Spiele und das Clubhaus zur Verfügung. Auch im sozialen und kulturellen Bereich, sei es durch finanzielle Unterstützung von Vereinen oder durch Gratislieferung von Holz, engagiert man sich tatkräftig.

Das heimelige Waldhaus

Mitten im Archer Waldgebiet steht das heimelige Waldhaus der Burgergemeinde. Dieses kann für private Zwecke gemietet werden und bietet Platz für bis zu 50 Personen. Allerdings ist das Haus wegen der aktuellen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus vorläufig noch gesperrt. Bald schon darf man jedoch

hoffentlich das im Jahr 2019 im Innern komplett sanierte Waldhaus wieder mieten dürfen. Die neue Küche verfügt über ein Kochfeld, Geschirrspüler und Kühlschrank und kann bei kühlerer Witterung mit einem Pelletofen geheizt werden. Vor dem Waldhaus steht eine gemütliche, überdachte Feuerstelle sowie ein ebenfalls neu errichteter grosser Holztisch. Die Archer Waldwege, die auch zum Waldaus führen, haben Namen, wie normale Strassen auch. Sie sind mit Holztafeln jeweils am Anfang des Weges angeschrieben. Zu beachten gilt, dass auf allen Waldwegen ein Fahrverbot besteht, auch wenn keine Signalisation vorhanden ist. «Wir wünschen allen einen erholsamen Aufenthalt im Archer Wald und danken, dass Sie zur Umgebung Sorge tragen», so Andreas Wyss.

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Coronavirus: Ausserordentliche Lage

Donnerstag, 30. April 2020 | Nr. 18

WEITERE TIPPS Freiwilligenhilfe in der Stadt Grenchen In Folge der aktuellen COVID-19 Pandemie ist eine grosse Solidaritätswelle im Gang. Viele Private und Organisationen bieten Freiwilligenhilfe oder erweiterte Dienstleistungen an. Zur Koordination und Information ihrer Einwohnerinnen und Einwohnern hat die Stadt Grenchen unter www.grenchen.ch/freiwilligenhilfe diese Übersicht publiziert. Möchten Sie Ihre Organisation hier auch eintragen lassen, wenden Sie sich bitte an standortfoerderung@grenchen.ch Spitex – 032 652 45 25 Pflege und Betreuung, Mahlzeitendienst

Forum Grenchen – 032 520 50 05 Beratung, Vermittlung von Helferinnen und Helfern

Les Bricoleurs – 076 831 04 38 Beratung, Vermittlung von Helferinnen und Helfern

Pro Senectute – 032 626 59 59 Beratung, Liste von Helferinnen und Helfern, Heimlieferservice AMIGOS, Übungsprogramm für zu Hause.

Five up APP - Freiwilligen-App – 058 400 41 41 Einkaufshilfe, kurzfristige Unterstützung der Kinderbetreuung, Fahrdienst für Arztbesuch MUSTER-SCHUTZKONZEPT FÜR BETRIEBE UNTER COVID-19: ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN Das Schutzkonzept beschreibt, welche Vorgaben Betriebe erfüllen müssen, die gemäss COVID-19 Verordnung 2 ihre Tätigkeit wiederaufnehmen oder fortsetzen können. Die Vorgaben richten sich an die Betreiber von Einrichtungen und Organisatoren von Veranstaltungen und an die Arbeitgeber. Sie dienen der Festlegung von betriebsinternen Schutzmassnahmen, die unter Mitwirkung der Arbeitnehmenden umgesetzt werden müssen. Das Ziel der Massnahmen ist es, einerseits Mitarbeitende und im Betrieb Tätige und andererseits die allgemeine Bevölkerung als Dienstleistungsempfänger vor einer Ansteckung durch das neue Coronavirus zu schützen. Zudem gilt es, besonders gefährdete Personen bestmöglich zu schützen, sowohl als Arbeitnehmende wie auch als Kunden. Für Spitäler, niedergelassene Ärzte, (Gesundheits-) Fachpersonen sowie Pflegeheime und Spitex, die COVID-19 Patienten behandeln oder betreuen, gibt es spezifische Empfehlungen aus Fachkreisen (vgl. www.bag.admin.ch/coronavirus-gesundheitsfachpersonen). Gesetzliche Grundlagen COVID-19 Verordnung 2 (818.101.24), Arbeitsgesetz (SR 822.11) und dessen Verordnungen. Das Muster Schutzkonzept findet man auf www.grenchen.ch unter Infos zum Coronavirus. Weitere Angaben finden die Betroffenen unter: www.backtowork.easygov.swiss/musterschutzkonzept

WIE SIE HÄUSLICHE ISOLATION ALS FAMILIE GUT ÜBERSTEHEN Aufgrund der aktuellen Situation, wo die Kinder vermehrt Zeit zu Hause verbringen und schulische Unterstützung von den Eltern benötigen als auch auf mehr Betreuung angewiesen sind, kann es zu herausfordernden Situation kommen. Die Schulsozialarbeit steht jedoch weiterhin als eine mögliche Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen, den Eltern sowie den Lehrpersonen zur Verfügung. Sie hört gerne zu und schaut gemeinsam mit den Beteiligten, wo und/oder wie am besten geholfen werden kann. Bei Fragen oder Anliegen bitte mit der jeweiligen Schulsozialarbeitenden Kontakt aufnehmen. Schulsozialarbeitende: Lea Triller: 079 812 16 74 / lea.triller@grenchen.ch Zuständigkeit: Schulkreis Halden und Zentrum Raja Hollenstein: 079 418 97 34 / raja.hollenstein@grenchen.ch Zuständigkeit: Eichholz Cornelia Baumann: 079 944 98 61 / cornelia.baumann@grenchen.ch Zuständigkeit: Kastels Weitere mögliche Anlaufstellen bei Notfällen: Kinder- und Jugendnotruf: 147 – vertraulich, anonym und kostenlos Elternnotruf: 0848 35 45 55 – vertraulich, anonym und kostenlos Stadtpolizei Grenchen: 032 654 75 75 Jugendberatung Perspektive, Grenchen: 032 653 70 10 Soziale Dienste Oberer Leberberg, Grenchen: 032 654 21 21 Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, Grenchen: 032 627 18 00 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region Solothurn: 032 627 75 90 Opferhilfe Solothurn: 062 835 47 90 Tipps für Eltern: • Erklären Sie Ihrem Kind in altersgerechten Worten die aktuelle Situation • Machen Sie gemeinsam Aktivitäten (Spiele, Projekte zu Hause, Kochen usw.) • Setzen Sie klare Lern- und Freizeiten • Halten Sie die Tagesstruktur ein (Aufsteh- und Schlafenszeiten, Essenszeiten, Lernzeiten, Freizeiten) • Bleiben Sie in Kontakt mit Menschenund tauschen Sie sich über positive Inhalteaus • Definieren Sie klare Zeiten für den Konsum von digitalen Medien • Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit • Schaffen Sie Rückzugsmöglichkeiten • Führen Sie eine tägliche Familienkonferenz durch: Ideen für gemeinsame Aktivitäten sammeln; wer braucht was? • Holen Sie sich bei Bedarf Hilfe

SCHWEIZ.BEWEGT – GRENCHEN SAMMELT MINUTEN Die Grenchner sammeln fleissig Bewegungsminuten für das online Gemeindeduell von schweiz.bewegt. Mit 9’308 gesammelten Minuten sind wir knapp über dem schweizerischen Durchschnitt von 7’810 Minuten. Wollen wir aber Ende Juni ganz vorne mit dabei sein, müssen noch mehr Bewegungsminuten erfasst werden. Für Sportvereine gibt es gar die Möglichkeit eine Challenge zu starten um zu schauen, wie sich die Mitglieder Fit halten. Das geht ganz einfach: • Die App kann von der ganzen Schweizer Bevölkerung zur Überbrückung der schul-, sport- und vereinsfreien Zeit eingesetzt werden. Mit der App können «virtuelle Challenges» in Familien, Vereinen, Schulen etc. durchgeführt werden. Beispielsweise können sich so Vereinsmitglieder (welche momentan kein Training haben) oder Schulkinder (welche momentan kein Schul-Turnen haben) zu einer Challenge einladen und gegenseitig vergleichen, wer sich mehr individuell bewegt bzw. sich somit gegenseitig motivieren, sich zu bewegen. • Via App können Bewegungsminuten in individuellen Sport- und Bewegungsaktivitäten Zuhause oder im Freien (sofern erlaubt) gemessen werden (Joggen, Spazieren, Velofahren, Home-Fitness, Hometrainer etc.). • Wichtig: Gemeinden duellieren sich dieses Jahr nicht – Gemeinden sammeln gemeinsam Bewegungsminuten für eine gesunde Schweizer Bevölkerung. • Nutzt die App für mehr Bewegung in Grenchen Weitere Informationen unter: www.coopgemeindeduell.ch

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Grenchner Stadt-Anzeiger 18/2020

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