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INNENBESCHATTUNGEN VOM FACHGESCHÄFT MONTIERT

Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 23. April 2020, 59. Jahrgang, Nr. 17

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

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«Bürger muss eine Auswahl haben»

Kunden setzen auf Regionales

Am 17. Mai finden in Spreitenbach die Gemeindepräsidents- und Gemeinderatswahlen statt. Der SVP-Ortsparteipräsident Edgar Benz kandidiert als Gemeinderat, damit der Bürger eine Auswahl hat. (bär) S. 8/9

Der Coronavirus beschert lokalen Hofläden mehr Kundschaft. Die Landwirte freuen sich über den Nebeneffekt der Krise.

Politik findet statt – aber anders Die Verhaltensmassnahmen beeinflussen auch die Lokalpolitik: Der Wettinger Einwohnerrat tagt nicht, die Gemeinderatssitzungen in den Gemeinden finden statt. Aber anders als gewohnt. (rb) S. 12

SIBYLLE EGLOFF

Beinahe doppelt so viele Kundinnen und Kunden zählen die Hoflädeli in der Region derzeit. Vor allem Eier, Kartoffeln, Äpfel und Gemüse werden gut verkauft. Die Bauernfamilien hoffen nun, dass diese Entwicklung anhält und ihnen einige neue Kunden auch nach der Krise treu bleiben werden. S. 14 Einkaufen ab Hof: Bea Webers Lädeli in Spreitenbach ist gut besucht.

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Sibylle Egloff


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WETTINGEN

Konzerte im Reservoir

Im alten Wasserreservoir Scharten 2 hätte am Sonntag eine Konzertreihe starten sollen. Wegen des Coronavirus verschiebt sich der Start.

Eigentlich hätte an diesem Sonntag eine sechsteilige Konzertreihe mit dem Namen «Wo Wasser war, wird Klang» im ehemaligen, stillgelegten Wettinger Wasserreservoir Scharten 2 beginnen sollen. Ab April hätte immer am letzten Sonntag im Monat ein Konzert im ehemaligen Reservoir stattfinden sollen. Der Verein Klangwelt Lägern organisiert die Veranstaltungsreihe. «Das ist unser Beitrag zu Wettingens 975-Jahr-Jubiläum», sagt Vereinspräsidentin Marie Louise Reinert gegenüber dieser Zeitung. In diesem Projekt spielen 14 Musikschaffende im stillgelegten Re-

servoir. Eine Filmerin wird es begleiten. «Die Musikschaffenden werden den Raum in ihr Spielen miteinbeziehen», erklärt Reinert. Die Eventreihe «ermöglicht Musikern ein aussergewöhnliches Experiment: das Spiel in einem begrenzten Raum mit beinahe unbegrenztem Hall».

Die restlichen drei Konzerte vom 26. Juli, 30. August und 12. September sollen wie geplant stattfinden. Dies hofft zumindest der Verein: «Wir sind optimistisch und hoffen, dass sie wie geplant stattfinden werden», schreibt der Verein auf seiner Website. Man werde Mitte oder Ende Juni entscheiden und kommunizieren. Müssen auch diese verschoben werden, würden sie im 2021 stattfinden, so Reinert weiter. Auch diese Daten sind bereits bekannt: Am 25. Juli 2021 würden Michael und Walter Luginbühl spielen, am 29. August 2021 Sibylla Giger und Claudia Bach und am 12. September 2021 Robert Mark und Michael Voss. Die bereits gekauften Tickets sind auch für das entsprechende Verschiebedatum im 2021 gültig, schreibt der Verein auf seiner Website. (LiWe)

Bereits gekaufte Tickets bleiben für die Verschiebedaten gültig Der Coronavirus verschiebt auch dieses Vorhaben: Der Verein musste die ersten drei Konzerte verschieben. Sie hätten am 26. April, 24. Mai und 21. Juni stattfinden sollen. Nun werden sie ins 2021 verschoben: Am 25. April treten Mats Scheidegger (Gitarre) und Hanna Beutler (Gesang) auf. Am 23. Mai 2021 sind Noëmi Sohn Nad, Antonie Frey, Joël Morand und Daniel Pérez an der Reihe. Am 20. Juni 2021 tritt schliesslich Paul Giger an der Violi- Weitere Informationen unter: www.klangweltlaegern.ch. ne auf.

INSERATE

Diese Aufnahme stammt von einer Probe vom

«Lägere Pflanze» schliesst Das Wettinger Traditionsunternehmen «Lägere Blueme + Pflanzen AG» schliesst Ende Juni.

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN LAEGERE BLUEME + PFLANZE AG Lägere Blueme Montag – Freitag 7.30 – 12.15/13.15 – 18.30 Uhr Samstag 8.00 – 16.00 Uhr durchgehend Lägere Pflanze NEU: MONTAG geschlossen Dienstag – Freitag 9.00 – 12.00/13.30 – 18.00 Uhr Samstag 9.00 – 16.00 Uhr durchgehend Lägere Pflanze verkauft ab 28. 4. 2020 vorwiegend ihre eigene Sommerflor-Produktion. Stauden und Baumschulartikel werden nur noch die Restbestände verkauft. Wir bitten um ihr Verständnis und danken Ihnen. Lägere Pflanze Team

MELANIE BÄR

«Die Schliessung hat nichts mit der Coronakrise zu tun», schicken die Eigentümer Walter Germann und Paul Anderes gleich voraus und fügen an: «Aber sie vereinfacht uns den Abschied mental.» Der erste Grund für das Ende des Traditionsbetriebs sind die hohen Investitionen, die in die Liegenschaft mit den Gewächshäusern hätten getätigt werden müssen. Der zweite Grund ist das Alter der Eigentümer, die dieses Jahr 70 wurden. Die beiden Unternehmer haben die Gärtnerei und den Blumenladen vor 35 Jahren übernommen. «Wir sind stolz auf das Geleistete, aber jetzt ist es Zeit, loszulassen.» Die beiden freuen sich, mehr Zeit für den eigenen Garten und die Grosskinder zu haben.

Gärtnerei an der Schartenstrasse schliesst

Auch eine Verpachtung sei zur Diskussion gestanden. «In dieser Branche bei so hohem Investitionsbedarf Geld zu verdienen, ist aber fast aussichtslos», so Germann. Deshalb hat man Mitte März den Verkaufsprozess des in der Bauzone liegenden Areals mit Investoren in Gang gesetzt. Anfang Mai finden erste Gespräche mit Investoren statt. «Wir gehen davon aus, dass die bestehenden Räumlichkeiten abgerissen werden und auf dem Areal eine Wohnüberbauung entstehen wird.» Selber als Investor aufzutreten, sei Investor für den Standort gesucht, nicht zur Diskussion gestanden. voraussichtlich entsteht Überbauung Auch weil beim Kauf der damaligen Seit mehr als fünf Jahren haben sich Gärtnerei Meier-Angst seinerzeit verdie beiden Eigentümer über die einbart worden war, bei einer allfälNachfolge Gedanken gemacht. ligen Umnutzung der Gärtnerei die


WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

In drei Touren 441 Bücher ausgeliefert

«PERSÖNLICH»

Lieferung fand am 17. April statt. Dabei haben die Jugendlichen 300 Medien an 100 Adressen ausgeliefert. Die Meisten würden die Medien mit Velo und Anhänger ausliefern. Auch ein Auto sei dabei. Die Belieferten zeigten sich gemäss der Medienmitteilung erfreut über die Damit die Zeit während der Corona- Lieferungen: In neun Milchkästen krise verkürzt werden kann, hat die fanden die Jugendlichen DanksaGemeindebibliothek in Zusammen- gungen oder Schokolade vor. arbeit mit der Fachstelle Gesellschaft und der Wettinger Jugend- Neu liefern die Jugendlichen die arbeit vor drei Wochen einen Bü- Bücher in Jutetaschen aus cherlieferservice auf die Beine Diab zeigt sich erfreut über den gestellt. Bislang war die Jugend- Lieferdienst: «Es läuft super. Aber arbeit dreimal unterwegs, wie Kat- wir sind am Limit mit den Bestelrin Diab, stellvertretende Leiterin lungen.» Die Mitarbeitenden nehder Bibliothek, erklärt. Die erste men die Bestellungen, die online Lieferung fand am 3. April statt. An oder per Mail eingegangen sind, diesem Tag hat Andy Keller, der entgegen. Dann suchen sie die BüLeiter der Wettinger Jugendarbeit, cher zusammen und verpacken sie während neun Stunden 411 Bücher in Plastiksäcke. Retouren desinfian 124 Wohnadressen ausgeliefert. zieren sie und versorgen sie in den «Wir wussten damals noch nicht, Regalen. wie lange das Ausliefern dauert», Neu werden die Plastiksäcke sagt Diab. Bei der zweiten Lieferung durch Jutetaschen ersetzt. Sie traseien denn 15 Personen am Auslie- gen ausserdem das Logo der Bibliofern beteiligt gewesen. Am Grün- thek und der Jugendarbeit Wettindonnerstag belieferten sie 64 Adres- gen. Das sei eine kreative Lösung, sen mit 195 Medien. Diab: «Neben die sich lange bewähren könnte, der Jugendarbeit wurden wir auch sagt Diab: «Wir möchten eine posivon Freiwilligen bei der Ausliefe- tive Botschaft in schwierigen Zeiten rung unterstützt.» Die bisher letzte vermitteln.» (LiWe)

Seit drei Wochen liefert die Gemeindebibliothek zusammen mit der Jugendarbeit und der Fachstelle Gesellschaft Bücher aus. Und stösst damit an ihre Kapazitätsgrenze.

8. März.

Gaby Kost

den Betrieb

Ende Juni.

Melanie Bär

Erben in den Entscheid miteinzubeziehen. «Mit dem Verkauf haben wir eine für alle faire Lösung gefunden», sagen Anderes und Germann. Ende Juni schliesst die Gärtnerei mit der Verkaufsanlage und der Abteilung Lägere-Service. Der Blumenladen hingegen wird von drei Mitarbeitenden mit einer neu gegründeten GmbH weitergeführt. Bis voraussichtlich Ende Juni 2021 betreiben die drei Mitarbeitenden den Blumenladen am bisherigen Standort an der Schartenstrasse weiter. Drei der fünfzehn anderen Mitarbeitenden haben bereits eine Neuanstellung gefunden. Die restlichen bleiben bis zur Schliessung. «Wir unterstützen sie bei der Stellensuche aktiv.»

Noa Ringgenberg half am vergangenen Freitag beim Bücherausliefern.

zVg

PARTEINOTIZ CVP Die jetzige Covid-19-Krise beschäftigt jeden von uns auf seine eigene Art und Weise. Wettingen hat momentan seine eigene Krise zu bewältigen: die finanzielle Krise. Seit mehr als einem Monat hört man das Wort Solidarität auf allen Kanälen. Dies wünscht sich die CVP auch für einmal im Wettinger Politi-

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kum. Keine Machtspiele oder Starrköpfigkeit einzelner Parteien. Zusammen eine gemeinsame Lösung für alle finden und dem Gemeinderat Unterstützung anbieten. Also zeigt Solidarität, hört einander zu, geht gemeinsam den Weg für ein Wettingen, «das in Bewegig bliibt».

Melanie Bär, Redaktionsleiterin

Liebe Leserinnen und Leser Was werden Sie nach dem Lockdown beibehalten? Bei mir ist es hoffentlich der Gang in einen der nahegelegenen Hofläden. Nicht, dass ich vorher nie beim Bauer eingekauft hätte. Aber ich tat dies nie so bewusst wie jetzt. Seit dem Lockdown ist der Einkauf beim Bauer auch ein Rauskommen, ein Erleben der Natur. Es geht nicht (mehr) nur darum, schnell das Nötigste einzukaufen. Gestern verband ich das Eierkaufen nach dem Abendessen mit einem Spaziergang mit meiner Tochter. Unser Weg zum Bauernhof führt am Bach entlang, wir werden von Vogelgezwitscher und Blumenduft begleitet. Die untergehende Sonne verfärbt den blauen Himmel in Pastelltöne. Beim Geissengehege zieht das Gebimmel der Glocken an den Hälsen der Vierbeiner unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir machen einen Halt und bewundern die langhaarigen Tiere. Nach ein paar Minuten erreichen wir den Selbstbedienungshofladen. Die Türe steht offen. Seit der Coronakrise weisen Plakate an, den Laden nur einzeln zu betreten. Beim Gehen gibts noch einen kurzen Schwatz mit der Bäuerin. Wie die Hofladenbesitzer im Bericht auf Seite 14 verzeichnet auch sie seit einigen Wochen eine Besucherzunahme. «Hoffentlich bleiben ein paar der neuen Kunden», sagt sie. Mittlerweile hat das Abendrot unser Dorf in eine mystische Stimmung versetzt. Auf einer Anhöhe bleiben wir einen Moment stehen. Wir geniessen den Augenblick. Ich hoffe, dass ich mir auch nach dem Lockdown noch Zeit für solche kleine Auszeiten nehme. Auch wenn mich dann auch abends wieder Termine erwarten. Was möchten Sie beibehalten? Schreiben Sie es mir. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch


Publireportagen stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung; Informationen erhalten Sie beim Verlag der Limmatwelle, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Tel. 079 798 17 86.

Publireportage

HGV WETTINGEN

Jetzt ist Solidarität gefragt Der Lockdown macht dem Wettinger Gewerbe je länger, je mehr zu schaffen. Rund 100 Geschäfte mussten am 16. März sogar ihre Türen schliessen. Die einen konnten trotzdem etwas anbieten, die anderen jedoch nicht. Auch wer weiterarbeiten durfte, wurde vor nicht alltägliche Probleme gestellt. Allen gemeinsam bleibt die Existenzangst. Die rund 300 HGV-Betriebe sind grösstenteils KMU und jetzt mehr denn je auf Sie angewiesen – auf Sie, die Wettinger Bevölkerung als Kundschaft. Jeder noch so kleine Beitrag hilft … also bestellen Sie mal Ihr Znacht nach Hause beim Restaurant Die rund 300 HGV-Betriebe sind jetzt im Quartier, renovieren Sie Ihr Bad auf die Wettinger Bevölkerung als Kund- jetzt, warten Sie nicht mit der Erneuerung der Haustüre, lassen Sie die schaft angewiesen.

«lockdown Wettingen». Die Liste wird laufend aktualisiert und lässt sich auf den Webseiten des HGV, der Gemeinde und der betroffenen Geschäfte downloaden. Wer ergänzende Infos dazu hat, meldet sich bitte beim Präsidium des HGV Wettingen: praesidium@hgvw.ch. Wir hoffen, dass «Wettige hät alAm kommenden Montag dürfen les» auch nach Corona noch gilt und einige Geschäfte wieder öffnen Am 27. April dürfen die Wettinger das vielfältige Angebot in Gewerbe Coiffeursalons, Kosmetik-, Massage- und Handel erhalten bleibt. und Nagelstudios ihre Türen wieder öffnen, vereinbaren Sie schon jetzt einen Termin. Ebenfalls öffnen werden die medizinischen und die Zahnarztpraxen. Geschäfte, die geschlossen bleiben müssen, bieten trotzdem ihre Dienste an, eine Zusammenstellung finden Sie demnächst hier: www.wettingen-lokal.ch oder bereits aktuell auf Facebook unter längst fälligen Malerarbeiten durchführen, bestellen Sie Blumen oder ein Geschenk für Ihre Nachbarin, kaufen Sie Gutscheine bei den noch immer geschlossenen Geschäften – jeder getätigte Auftrag hilft dem Wettinger Handel und Gewerbe ein Stück weiter.

INSERATE

Würenlos, April 2020

TODESANZEIGE

Gemeinde Wettingen

Öffentliche Ausschreibung

Eduard Nussbaumer-Gabriel

Die nachstehenden Bauleistungen werden gemäss SubmD vom 26. November 1996 öffentlich ausgeschrieben:

25. Dezember 1927 – 14. April 2020

Renovation Historische Holzbrücke Wettingen / Neuenhof; Stahlbauarbeiten

Er ist nach einem langen und erfüllten Leben für immer eingeschlafen. Wir sind zutiefst traurig, aber von Herzen dankbar für seine liebevolle Fürsorge und die vielen gemeinsam erlebten Jahre.

Die Ausschreibung wird ab dem 24. April 2020 im SIMAP (www.simap.ch) publiziert. Der Bezug der Ausschreibungsunterlagen erfolgt elektronisch im SIMAP unter dem Titel «Historische Holzbrücke Wettingen / Neuenhof».

Rosmarie Nussbaumer-Gabriel Erika und Carel Jansen-Nussbaumer David und Barbara Philip und Chantal Carmen und Andy Guido und Bernadette Nussbaumer-Seiler Simon und Melanie Tanja und Mike Diana Nussbaumer und Marcel Peier Aufgrund der besonderen Umstände hat die Beisetzung ins Gemeinschaftsgrab Würenlos im engsten Familienkreis stattgefunden. Traueradresse: Erika Jansen, Kohlgrubenweg 1, 5436 Würenlos Leidzirkulare werden keine versendet.

Gemeinderat Wettingen

Suche Menschen zwischen 40 – 60 Jahren Für ein ernsthaftes, gesundes Gewichts- und Wohlfühl – Programm. Erstgespräch mit Body-Scan Messung ist unverbindlich und kostenlos. Katharina Keller Praxis Wohlfühl- & Lebens-Energie Tel. 056 496 09 50 www.nubolife.ch


WETTINGEN/NEUENHOF

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

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INSERATE

Gemäss § 10 SonderV 20-1 erfolgt die öffentliche Auflage der Pläne per sofort und bis auf weiteres online über www.wettingen.ch. Eine Einsichtnahme vor Ort kann nur in begründeten Fällen und nach vorheriger Absprache zugestanden werden. Aufgrund des Fristenstillstands gemäss § 3 der Sonderverordnung 1 zur Begegnung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie sozialen Notständen infolge des Coronavirus vom 1. April 2020 [SonderV 20-1] verlängern sich die Auflagefristen der bisher publizierten Gesuche wie folgt: KW11 KW12 KW13 KW14 KW15

14.3.2020 – 13.4.2020 neu bis 30.4.2020 21.3.2020 – 20.4.2020 neu bis 7.5.2020 28.3.2020 – 27.4.2020 neu bis 14.5.2020 4.4.2020 – 4.5.2020 neu bis 19.5.2020 11.4.2020 – 11.5.2020 neu bis 19.5.2020

Bauherrschaft: Stiftung Wendepunkt Martin Neuenschwander Schlüsselring 10 5037 Muhen Bauobjekt: Umbau bestehender Betriebsräume Baustelle: Klosterstrasse 40 Parzelle: 322 Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Judith und Christian Pfister Neustrasse 35 5430 Wettingen Bauobjekt: Aufstockung Einfamilienhaus Baustelle: Neustrasse 35 Parzelle: 112 Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Swisscom (Schweiz) AG Marek Nowicki Binzring 17 8045 Zürich Bauobjekt: Umbau bestehende Mobilfunkanlage Swisscom Baustelle: Jurastrasse 42 Parzelle: 3030 Zusatzgesuche: Kantonales Baugesuch Bauherrschaft: Andrea und Claudio Grünenfelder Zelgstrasse 5 5430 Wettingen Bauobjekt: Umgebungsgestaltung Baustelle: Zelgstrasse 5 Parzelle: 3671 Zusatzgesuche: keine Öffentliche Auflage der Pläne vom 25. April bis 25. Mai 2020. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Bleiben wir zu Hause! Support per Fernwartung möglich. Für Private: Wir unterstützen sie bei sämtlichen Problemen mit ihrem PC oder Mac bei ihnen vor Ort. Ad-hoc-Support und massgeschneiderte Für KMU: Wartungsverträge. Gerne erstellen wir ihnen ein unverbindliches Angebot. Christof Mazenauer Bankstrasse 9 5432 Neuenhof

079 688 21 53 support@computerdienst.ch www.computerdienst.ch

Schalterbesuche bei den Sozialen Diensten sind derzeit nur begrenzt möglich. Dafür gibt es mehr Telefonate.

CH Media/Archiv

Soziale Dienste verzeichnen nicht viele neue Fälle wegen Covid-19 Die Arbeitslosenzahlen im Kanton Aargau steigen. Dies hat (vorerst) nur geringe Auswirkungen auf die kommunalen Sozialdienste. RAHEL BÜHLER

Im März betrugt die Arbeitslosenquote des Kantons Aargau 3 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) hervor. Im Februar betrug sie noch 2,7 Prozent. Dieser Anstieg scheint vorerst keine starken Auswirkungen auf die kommunalen Sozialen Dienste zu haben. Dies zeigt eine Umfrage in den Gemeinden Neuenhof, Wettingen und Spreitenbach: «Wir haben zwei bis drei coronabedingte Neuanmeldungen», berichtet Jelena Lolic, Leiterin der materiellen Hilfe des Sozialdiensts Neuenhof. Auch aus Spreitenbach heisst es: «Wir spüren im Moment noch nicht allzu grosse Auswirkungen.» Dies schreibt Marcel Lang, Gemeinderat und verantwortlich für das Ressort Sozialwesen. Die Sozialen Dienste Wettingen verzeichnen hingegen seit Jahresbeginn 14,5 Prozent mehr Gesuche. Laut Rudolf Hochuli, Leiter der Sozialen Dienste Wettingen, gibt es dafür mehr als eine Erklärung: «Nebst schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen können auch familiäre Veränderungen und persönliche Schwächen dazu führen, dass jemand nicht mehr in der Lage ist, für sich zu sorgen oder

seine Angelegenheiten selber zu erledigen.» Eine Erklärung für den ausbleibenden Anstieg in Neuenhof liefert Lolic: «Der Märzlohn wurde normal ausbezahlt.» Viele Arbeitnehmende würden mit dem Aprillohn erste Einbussen erhalten. Etwa, weil ihr Betrieb Kurzarbeit hat oder sie ihre Stelle verloren haben. «Wenn sich eine Person ihre Existenz dann nicht mehr sichern kann, wird es unter Umständen zu einem Fallanstieg in der Sozialhilfe kommen.» Verliere man seinen Job, sei die erste Anlaufstelle immer jedoch die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) beziehungsweise die Arbeitslosenkassen, erklärt Lolic. Lang bestätigt: «Die Sozialen Dienste kommen als letzte Anlaufstelle zum Zug.» Geht ein Sozialhilfegesuch ein, muss der Sozialdienst zuerst überprüfen, ob er zuständig ist. Oder ob allenfalls die Arbeitslosenversicherung oder sonstige Erwerbsergänzungsleistungen zum Zug kommen. Der Betrieb in Wettingen sei ruhiger, aber die Abklärungen schwieriger Jene Neuanmeldungen, die die Sozialen Dienste Neuenhof erhalten haben, sind laut Lolic vor allem von Selbstständigen und Menschen, die im Stundenlohn angestellt sind und ihre Stelle nun verloren haben. Als die Coronamassnahmen Mitte April in Kraft traten, hätten die Sozialen Dienste Neuenhof auch einige Beratungsanfragen gehabt. «Das waren zum Beispiel Leute aus der Hotelbranche im Stundenlohn,

die sich erkundigt haben, wie sie jetzt vorgehen müssen», so Lolic. Mittlerweile habe sich dies aber gelegt. Die Sozialdienste kümmern sich nach wie vor um ihre bisherigen Klienten. Sie können dies allerdings nicht mehr so oft persönlich tun. «Wir führen die Gespräche per Telefon durch», sagt der Spreitenbacher Gemeinderat Lang. Wer einen Termin will, muss sich vorher telefonisch anmelden. Auch Neuenhof und Wettingen machen die Beratungen telefonisch. In beiden Gemeinden gibt es allerdings die Möglichkeit eines Schalterbesuchs im Ausnahmefall. «So können wir die Klienten trotzdem persönlich beruhigen», erklärt Lolic. Der Schalter ist mit einem Plexiglas geschützt. Gerade bei Klienten mit psychischen Beeinträchtigungen sei es teilweise schwierig, bei einem Telefongespräch zu spüren, wie es ihnen gehe. Manchmal sei es auch nicht ganz einfach, jemandem, der schlecht Deutsch spricht, etwas per Telefon zu erklären. In Wettingen ist die Zeit am Schalter auf 15 Minuten begrenzt. Rudolf Hochuli vom Wettinger Sozialdienst sagt, durch die wegfallenden Schalterkontakte sei der Betrieb ruhiger, die Abklärungen aber schwieriger geworden: «Es werden häufiger Anmeldungen per Post eingereicht. Dadurch fehlen häufig Unterlagen, die zur Klärung des Anspruchs notwendig sind. Diese müssen nachträglich eingefordert werden.»


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NEUENHOF

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

AUS DEM GEMEINDERAT

Coronavirus, Auswirkungen auf die Gemeinde und deren Dienstleistungen Gemeindeverwaltung bleibt geschlossen / Erreichbarkeit gewährleistet Das prioritäre und oberste Ziel bleibt die Gesundheit der Bevölkerung sowie der Mitarbeiter. Die Schalter der Gemeindeverwaltung Neuenhof bleiben demnach bis zum 11. Mai geschlossen. Die Erreichbarkeit der jeweiligen Abteilungen ist während der ordentlichen Öffnungszeiten per E-Mail sowie per Telefon weiterhin gewährleistet. Für zwingend notwendige Schalterbesuche bitten wir Sie, vorgängig einen Termin zu vereinbaren. Bei einer voraussichtlichen Schalteröffnung ab 11. Mai wird auf die nach wie vor geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln geachtet. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung danken für Ihr Verständnis. Anpassungen bezüglich der kommunalen Kehrichtentsorgung Die kommunale Sammlung von Kehricht und Grüngut aus Privathaushalten soll weiterhin gewährleistet werden. Es sind dabei jedoch folgende wichtige Punkte zu beachten: 1.) Im privaten Haushalt sollen Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken gesammelt werden. Diese Plastiksäcke werden ohne Zusammenpressen verknotet und in Abfalleimern mit Deckel gesammelt. Die Abfalleimer sind mit dem Abfallsack der Gemeinde ausgestattet. Die zugebundenen Abfallsäcke der Gemeinde werden wie üblich als Hauskehricht entsorgt. Die Abfalltrennung in Privathaushalten soll wie bis anhin normal weitergeführt werden. 2.) In Haushalten, in denen erkrankte und/oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll die Abfalltrennung ebenfalls weitergeführt werden. Die separat gesammelten Abfälle dürfen aber nicht von unter Quarantäne stehenden Personen in die Sammelstellen gebracht, sondern sollen zuhause gelagert werden, sofern es die Platzverhältnisse erlauben. Wo dies nicht möglich ist, kann auf die Ab-

PERSÖNLICH falltrennung verzichtet und alle Haushaltsabfälle (auch Grüngut) mit dem Kehricht entsorgt werden. Die Regelungen bezüglich der kommunalen Sammelstellen bleiben unverändert. Die öffentlichen betreuten sowie nicht betreuten Sammelstellen sollen weiterhin betrieben werden. Es wird ein «Tropfensystem» für den Zugang eingerichtet. Selbstverständlich gelten die allgemeinen Verhaltensregeln. Die Bevölkerung wird gebeten, die Sammelstellen nur aufzusuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst zu Hause gelagert werden. Die Abfallverbrennung im Garten oder in Cheminées ist auch in der aktuellen Situation verboten. Absage – Papiersammlung April Die nächste Papiersammlung vom Samstag, 25. April, findet aufgrund der aktuellen Situation nicht statt. Die Bevölkerung wird gebeten, das Papier nicht an den Strassenrand zu stellen. Bei dringendem Bedarf können die grösseren Entsorgungsstellen in den umliegenden Gemeinden (zum Beispiel das Recycling-Paradies Spreitenbach) aufgesucht werden. Besten Dank für Ihre Mithilfe. Gemeindeverwaltung am 1. Mai geschlossen Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben am Freitag, 1. Mai (Tag der Arbeit), den ganzen Tag geschlossen. Die Pikettdienstnummern können wie gewohnt im Internet auf der Gemeindewebseite www.neuenhof.ch entnommen werden. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Mario Gazibaric, 1990, kroatischer Staatsangehöriger, Schiblerstrasse 22, Neuenhof; Fabiana Chiana, 2004, italienische Staatsangehörige, Chrüzlibergweg 2, Neuenhof; Rahavan Ravindran, 2002, sri-lankischer Staatsangehöriger, Bifangstrasse 18, Neuenhof. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.

«Die Verwaltung ist richtig leer im Moment» Unter der Rubrik «persönlich» geben verschiedene Personen Einblick in ihren Alltag in Zeiten der Coronapandemie. Im nachfolgenden Beitrag die Sicht von Jelena Lolic* von den Sozialen Diensten in Neuenhof. Als Leiterin des Fachbereichs materielle Hilfe arbeite ich nicht von zuhause aus. Mein Team kümmert sich um die Unterstützung von Personen, die zu wenig Geld haben. In dringenden Notfällen, wenn die Notlage glaubhaft gemacht wird, geben wir beispielsweise auch Einkaufsgutscheine ab. Da ich in Dättwil wohne, bin ich aber mit dem Auto in zehn Minuten an meinem Arbeitsplatz in Neuenhof. Viele Verwaltungsangestellte sind jedoch im Home Office. Auch wir von den Sozialen Diensten haben unsere Mitarbeitenden, die zur Risikogruppe gehören, ins Home Office geschickt. Die Verwaltung ist richtig leer im Moment. Ich gehe also nach wie vor jeden Tag wie gewohnt zur Arbeit. Dann schaue ich durch die Mails, nehme Kontakt mit Klienten auf, die an diesem Tag meine Unterstützung brauchen. Ich tausche mich auch jeden Tag mit meinen Teammitgliedern aus. Dies entweder in einem Gespräch mit genügend Abstand, per Telefon oder per Mail. Manchmal machen wir auch Videokonferenzen. Die persönlichen Gespräche und die Kontakte fehlen mir. Viel-

Jelena Lolic, Leiterin des Fachbereichs materielle Hilfe bei den Sozialen Diensten Neuenhof. zVg leicht komme ich dadurch aber bei meiner Arbeit schneller vorwärts. Ein Telefongespräch dauert nur 15 Minuten, ein persönliches Gespräch vielleicht 30. Freude machen mir die vielen Hilfsangebote und die grosse Solidarität, die sich in der Gesellschaft zeigt. Sozialhilfeempfänger werden in der Gesellschaft nicht immer positiv beurteilt. Ich habe aber mit grosser Freude festgestellt, dass die Bevölkerung in einer solchen Notlage zusammenhält. * Jelena Lolic (36) hat Jura studiert und arbeitet bei den Sozialen Diensten in Neuenhof. Sie leitet die Fachabteilung materielle Unterstützung.

FRÜHLINGSFOTO Unsere Fotografin Gaby Kost hat sich auf die Suche nach Frühlingssujets gemacht. Haben auch Sie ein tolles Sujet in der Region mit Ihrer Kamera oder Ihrem Handy aufgenommen? Dann schicken Sie uns doch das Foto (im JPGFormat und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.


KILLWANGEN

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

AUS DEM GEMEINDERAT Baubewilligung wurde erteilt: Christian und Tamara Thomann, Rebäckerstrasse 3, Killwangen, für den Anbau an ein Einfamilienhaus, Parz. Nr. 1008, Rebäckerstrasse 3.

Budget an der Urne Der Gemeinderat hat entschieden: Er lässt nochmals an der Urne übers Budget abstimmen. Die Sommergmeind findet nicht statt.

Gemeindeverwaltung am 1. Mai (Tag der Arbeit) geschlossen Bei Todesfällen ist das Bestattungsamt während der ordentlichen Bürozeiten via Pikettdienst unter 079 559 73 00 erreichbar. MELANIE BÄR Voraussichtlich am 7. Juni stimmen Ersatzlose Absage Papiersammlung die Killwangener zum dritten Mal vom 9. Mai, da gemäss kantonaler übers Budget 2020 ab. Und zwar Vorgaben Vereine zurzeit keine erneut an der Urne. Dies hat der Gemeinderat an seiner letzten SitSammlungen durchführen dürfen. zung vergangene Woche entschieAbsage Seniorenausflug Aufgrund der den. Er macht damit von der am 1. aktuellen Situation muss auch der April vom Kanton erlassenen Sondiesjährige Seniorenausflug vom 22. derregelung Gebrauch. Gemäss dieJuni abgesagt werden. ser darf an der Urne über Geschäfte abgestimmt werden, «welche für Gemeinderat bedankt sich bei der Be- die Behandlung in der Gemeindevölkerung für das Einhalten der Re- versammlung oder im Einwohnergeln auf dem Spiel- und Sportplatz. rat bis Ende Juni vorgesehen waDie Vorgaben werden grösstenteils ren», so der Wortlaut der Sonderbeachtet, was den Gemeinderat freut. verordnung. Der Gemeinderat hat die Abstimmung auf den 7. Juni vorgesehen. INSERATE Das Budget ist noch nicht genehmigt, weil die Killwangener an der Referendumsabstimmung am 9. Februar an der Urne Nein dazu sagten. Dies, nachdem das Budget zuvor an der Wintergmeind noch eine Mehrheit fand.

Eigentlich hätte der Gemeinderat innerhalb von 60 Tagen nach der Referendumsabstimmung im Februar nochmals darüber abstimmen lassen sollen. Weil zurzeit aber keine Gemeindeversammlungen durchgeführt werden können, hiess der Kanton das Gesuch um Verschiebung bis zur Sommergmeind am 16. Juni gut. Weil mittlerweile nicht sicher ist, ob dann tatsächlich wieder Gemeindeversammlungen stattfinden dürfen, hat er diese Sonderverordnung erlassen, sodass ausnahmsweise an der Urne abgestimmt werden darf. Abstimmung über aufschiebbare Geschäfte an der Wintergmeind Ob am 7. Juni auch noch über andere nicht aufschiebbare Geschäfte abgestimmt wird, ist gemäss Gemeindeammann Werner Scherer noch offen. Klar ist indessen, dass die Sommergmeind im Juni nicht stattfinden wird und alle aufschiebbaren Geschäfte auf die Wintergmeind im November verschoben werden. Die Sommergmeind im September nachzuholen, mache keinen Sinn, sagt er: «Weil ja zwei Monate später die ordentliche Versammlung stattfindet.» Allenfalls werde man jedoch die Wintergmeind von Ende November auf Anfang November schieben.

LESERFOTO Leser Fredy Nüesch hat vergangene Woche bei der Badi Spreitenbach dieses Bild von der 11-jährigen Lavinia gemacht. Die Spreitenbacherin hat dort Abfall eingesammelt und sagt dazu: «Ihr zerstört die Zukunft von euren Kindern. Nehmt den Abfall von euch oder von Fremden mit. Wenn ihr so weitermacht, haben wir keine schöne Natur mehr.» Haben auch Sie ein Sujet in der Region aufgenommen, das Sie mit den Lesern teilen möchten? Dann schicken Sie uns doch das Foto (im JPG-Format und in der Grösse von mind. 1 MB) an redaktion@limmatwelle.ch.

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«PERSÖNLICH»

Sibylle Egloff Freie Mitarbeiterin Limmatwelle und Redaktorin «Limmattaler Zeitung».

Der 16. März 2020 markiert einen Einschnitt im Leben vieler. Der Bundesrat erklärte an diesem Tag die ausserordentliche Lage im Zusammenhang mit der Coronapandemie. Ich sitze seitdem zuhause im Home Office, tippe und interviewe in den eigenen vier Wänden. Zu Beginn fiel mir die Umstellung schwer, schätze ich doch den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf der Redaktion. Doch nach mehr als einem Monat gehört auch das langsam zum Alltag. Zu einem Tageshighlight zählt neuerdings die Videokonferenz, welche die physische Tagesplanungssitzung am Morgen ersetzt. Dabei erhasche ich Einblicke in das Home Office der anderen. Zu sehen sind glänzende Küchen, Bücherregale, offene Kleiderschränke, Balkonmöbel, Wandgemälde oder Bettwäsche. Eigentlich noch amüsant, aus der Ferne etwas in die Privatsphäre der Kollegen einzutauchen. Gerade als ich mich mit meinem Home-Office-Dasein abgefunden hatte und mich mit mittäglichen Joggingrunden anfreundete, folgt die nächste Hiobsbotschaft: Kurzarbeit. Eine paradoxe Situation für uns Journalisten. Der Informationsbedarf der Leserschaft ist derzeit gross, unsere Arbeit wird geschätzt, die Leserzahlen steigen. Aufgrund der wegfallenden Werbeeinnahmen sind wir nun aber gezwungen, kürzerzutreten, gewisse Themen wegzulassen. Das tut weh. Noch mehr schmerzt mich jedoch die Trennung von meinem Partner. Er lebt in London. Die Grenzen sind zu, fast kein Passagierflugzeug hebt mehr ab. Die gemeinsamen Ferien über Ostern fielen bereits ins Wasser. Wann wir uns wiedersehen können, wissen wir nicht. Unser grösstes Glück wäre es, seinen Geburtstag am 16. Juni gemeinsam zu feiern. Die Hoffnung geben wir noch nicht auf. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT

Stimm- und Wahlrecht, Hinweise zur brieflichen Stimmabgabe Am 17. Mai finden Ersatzwahlen auf Gemeindestufe statt. Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund der aktuellen Situation 99,9 Prozent der Stimmabgaben auf dem Schriftweg erfolgen werden. Bei der brieflichen Stimmabgabe sind folgende Punkte zu beachten: 1. Der Stimmrechtsausweis muss persönlich unterzeichnet sein. 2. Die Wahlzettel gehören in das kleine Extrakuvert, damit das Wahlgeheimnis gewahrt bleibt. 3. Die Wahlzettel bitte nicht speziell klein falten und auch bei vorhandener Perforierung nicht trennen. 4. Leere Wahlzettel entfallen bei der Ermittlung der gültigen Stimmen. Es macht daher keinen Sinn, leere Zettel einzulegen. 5. Stimmen als Gemeindepräsident kann nur erhalten, wer bereits im Gemeinderat ist oder wer gleichzeitig auf dem gleichen Stimmzettel neu als Gemeinderat gewählt wird. 6. Das Rücksendungskuvert sollte spätestens am Dienstagvormittag vor INSERATE

dem Wahlwochenende der Post übergeben werden, damit die Zustellung fristgerecht erfolgt. Variante: Kuvert bis am Wahlsonntag um 9.30 Uhr beim Briefkasten des Gemeindehauses einwerfen. Personelles Nach fast 10-jährigem Wirken wird Nelly Hirzel, Hauswartstellvertreterin in der Schulanlage Seefeld, per 31. Juli pensioniert. Der Gemeinderat dankt Nelly Hirzel für den unermüdlichen Einsatz sowie die guten und langjährigen Dienste für die Gemeinde Spreitenbach und wünscht ihr im neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Waldhütten sowie an Picknick- und Spielplätzen in Wäldern und an Waldrändern. Dieser Erlass gilt für den ganzen Kanton Aargau. Die Bevölkerung wird auch ausserhalb der Wälder angewiesen, folgende Vorsichtsmassnahmen einzuhalten: • Keine brennenden Raucherwaren und Zündhölzer wegwerfen; • bei starkem Wind im Freien nicht feuern (gefährlicher Funkenflug); • Feuer nie unbeaufsichtigt lassen; • Feuer vor Verlassen der Feuerstelle löschen und sich vergewissern, dass sowohl Feuer als auch Glut tatsächlich erloschen sind.

Feuerverbot im Wald und am Waldrand Aufgrund der anhaltenden Trockenheit besteht eine grosse Waldbrandgefahr. Die kantonal zuständigen Stellen haben daher ein Feuerverbot im Wald und am Waldrand (bis zu einem Abstand von 50 Metern) ausgesprochen. Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für die bestehenden, eingerichteten Feuerstellen und bei

Dienstleistungen Gemeindeverwaltung und Werke Die Schalter sind aufgrund der Coronapandemie noch bis zum 10. Mai geschlossen. Wichtige Sachgeschäfte sind wenn immer möglich per E-Mail, Briefpost oder Telefon zu klären. Personen ohne Internetanschluss können sich an folgende zentrale Telefonnummer der Gemeindeverwaltung wenden: 056 418 85 11.

LESERBRIEFE ZUR GEMEINDEPRÄSIDENTSWAHL Markus Mötteli Für mich ist eines der wichtigsten Kriterien für seine Wahl seine langjährige Erfahrung im Gemeinderat und als Vizegemeindepräsident. Sein Wissen über Spreitenbach ist sehr gross, ist er doch hier aufgewachsen und hat sich schon früher in politischen Ämtern wie Schulpflege und Finanzkommission engagiert. Ein weiterer guter Grund ist sein beruflicher Background. Als Tiefbauingenieur hat Mötteli vertiefte Kenntnisse der Baubranche. Ich denke, das ist in der momentanen Entwicklungsphase von Spreitenbach unverzichtbar. Ich habe Markus Mötteli als Vorstandsmitglied des Quartiervereins Schleipfe sehr schätzen gelernt. Seine ruhige, zielorientierte Art hat manche hitzige Diskussion zu einem guten Ende gebracht. Wir bedauerten sehr, dass er aus dem Vorstand ausgetreten ist, konnten aber sehr gut verstehen, dass die Vorstandsarbeit nicht mit seinem Amt als Gemeinderat vereinbar war, dem er sich mit viel Herzblut annimmt. Bei Fragen, vor allem im EDV-Bereich, stand er immer helfend zur Seite. Auch an der Schleipfe-Chilbi ist sein Einsatz immer von unschätzbarem Wert. Fragen können ihm direkt auf der Homepage www.markusmoetteli.ch gestellt werden. Heidi Lustenberger Marcel Lang Spreitenbach ist in der glücklichen Lage, dass sich mit Marcel Lang (45) und Markus Mötteli (61) zwei aktuelle Gemeinderäte, welche das notwendige Rüstzeug in Sachen Ausbildung und beruflichem Werdegang mitbringen, für das Amt des Gemeindepräsidenten zur Verfügung stellen. Eine solche Auswahl ist sehr gut für eine funktionierende Demokratie. Ich bedanke mich herzlich bei

beiden, dass sie diese Herausforderung annehmen. Mit Marcel Lang kandidiert mein Kollege vom Turnverein STV Spreitenbach. Durch die Trainings, die anschliessenden geselligen Stunden sowie bei Vereinseinsätzen habe ich ihn bestens kennen und schätzen gelernt. Marcel ist aufgestellt, offen, teamfähig und hat eine positive Lebenseinstellung. Er kann anpacken, zuhören und motivieren. Mit 45 Jahren hat er schon genügend Berufs- und Lebenserfahrung gesammelt, ist aber noch jung und hungrig genug, die Geschicke unserer Gemeinde leiten zu wollen und zu können. Er kann unverkrampft auf unterschiedlichste Leute zugehen, verschiedene Meinungen abholen, diese gewichten und dann die bestmögliche Entscheidung treffen. Deblockieren statt Blockieren ist eine seiner Stärken, die für dieses Amt eine sehr wichtige Eigenschaft darstellen. Daniel Gfeller Marcel Lang wäre für unsere Gemeinde der grosse Gewinn. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und schätze ihn als aufrichtigen Kollegen. Seine vertrauensvolle und kompetente Art beeindruckt. Sein jederzeit offenes Ohr und sein freundliches Auftreten überzeugen. Durch seine Aufrichtigkeit und Kompromissbereitschaft, aber auch mit seinem Durchsetzungsvermögen hat er die besten Voraussetzungen für dieses wichtige Amt. Aus seinen beruflichen Tätigkeiten bringt er Führungserfahrung mit und deshalb erstaunt es auch nicht, dass sein Leistungsausweis als Gemeinderat beachtlich ist. Endlich ist z. B. der Sozialdienst bestens organisiert und wirkt sich nun auch finanziell aus. Peter Hautle, ehem. Vizeammann

Nur für Edgar Benz ist Präsident der SVP-Ortspartei. Er kandidiert für das frei werdende Amt als Gemeinderat, damit die Bevölkerung eine Auswahl hat. MELANIE BÄR

«Ich habe eine harte Schale mit einem weichen Kern», beschreibt sich Edgar Benz selber. Einer, der mit beiden Füssen auf dem Boden stehe, menschliche Fairness besitze, aber auch das Maul aufmache und nicht immer so diplomatisch gewesen sei. «Ein Kämpfer, auch auf politischer Ebene», so der 58-Jährige. Es passt deshalb, dass sein politischer Werdegang bei der Schweizer Autopartei begann. Für die rechtsbürgerliche Partei politisierte er von 1989 bis 1993 im Grossrat. Damals führte er gleichzeitig eine von seinen Eltern aufgebaute Autogarage mit 16 Angestellten. Die politisch bedingten Absenzen hätten sich nicht mit der Arbeit vereinbaren lassen, weshalb er das Amt nach nur einer Amtsperiode aufgab und danach politisch nicht mehr aktiv war. Vor etwa 15 Jahren trat er dann der SVP Spreitenbach bei und ist seither in der Gemeinde politisch aktiv. Seit 2009 Jahren als Präsident der Ortspartei, seit 12 Jahren in der Sozial- und seit knapp drei Jahren in der Finanzkommission. «Auf Kommunalebene kann man mehr verändern und die Autopartei hatte in Spreitenbach keine Sektion», begründet er den Wechsel der Partei und des Wirkungsgebiets. Im 2009 kandidierte er schon einmal als Gemeinderat und unterlag im zweiten Wahlgang. Kandidatur, damit die Bevölkerung wählen kann Dass er sich noch einmal zur Wahl stellt, hat einen einfachen Grund: «Ich bin der Meinung, dass der Bürger eine Auswahl haben muss.» Weil sich nur ein anderer Kandidat zur Verfügung stelle, habe er kurz vor Eingabefrist seine Kandidatur eingereicht. Dies, nachdem er vergebens parteiintern Kandidaten gesucht habe. «Eigentlich habe ich gehofft, dass sich ein Jüngerer aus dem Dorf meldet, dann müsste ich nicht nochmals in die Hosen steigen.» Er sei ein Patron, kein Manager, beschreibt Benz seinen Führungsstil. Mittlerweile hat er das Fami-


WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

Notwendiges Geld ausgeben

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PARTEI- UND KOMITEENOTIZEN Zur Wahl des Gemeindepräsidenten, die am Sonntag, 17. Mai, stattfindet. Marcel Lang Gemeindepräsidentskandidat Marcel Lang hatte verschiedene Aktionen für die interessierte Wählerschaft während seines Wahlkampfes geplant. Unter anderem wäre am 18., 25. April und 2. Mai je ein «Spaziergang mit Marcel Lang» vorgesehen gewesen, welche aufgrund der aktuellen Situation nicht durchgeführt werden können. Die Bevölkerung kann Marcel Lang jedoch Fragen über die Sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter stellen. Wer telefonisch mit ihm sprechen möchte, kann ihm eine E-Mail auf marcel.lang@spreitenbach.ch senden; er wird sich danach melden. Monika Zeindler, Unterstützungskomitee

Edgar Benz (SVP) vor seinem Wohnhaus: «Ich bin der Meinung, dass der Bürger eine Auswahl haben muss.» lienunternehmen verpachtet und verwaltet nun die Familienimmobilien. Deshalb habe er jetzt auch Zeit für dieses Nebenamt. Als Gemeinderat würde er den Themenschwerpunkt auf die Finanzen legen wollen: «Der gebeutelte Bürger soll nicht mit noch mehr Steuern belastet werden. Deshalb soll nur für wirklich Notwendiges Geld ausgegeben werden.» Kein Geld ausgeben solle die Gemeinde für alles, was in die Kategorie Luxus falle. Entscheidend bei der Auftragserteilung sei nachhaltige Qualität

«Der gebeutelte Bürger soll nicht mit noch mehr Steuern belastet werden.» EDGAR BENZ, GEMEINDERATSKANDIDAT

und die Berücksichtigung von regionalen Betrieben: «Damit wir nicht alle fünf Jahre die gleiche Strasse wieder sanieren müssen.» Auch will er die Ressourcen unter eigener Kontrolle haben. Das sei auch der Grund, weshalb er an der letzten Gemeindeversammlung den Vorstoss eingereicht habe, die Was-

serversorgung nicht an die Regionalwerke auszulagern. Was wäre sein Wunsch für Spreitenbach? «Ein besseres Image gegen aussen.» Zwar habe er auch keine Patentlösung, um das zu erreichen, aber zumindest eine Idee: «Noch mehr Leute in Spreitenbach müssen sich mit dem Ort identifizieren, man könnte schon in der Schule damit beginnen.»

Alexander Wagner

An Spreitenbach schätze er den ländlichen Charakter und dass man sich trotz der Grösse noch kennt. Wichtig sind ihm auch die Naherholungsgebiete, die sportliche Freizeitinfrastruktur, die über 60 aktiven Vereine, die Arbeitsplätze und die zentrale Lage. Für dieses Spreitenbach wolle er sich denn auch einsetzen. «Wenn mich die Spreitenbacher denn wollen. Und wenn sie den anderen Kandidaten wählen, Benz schätzt, dass man sich trotz dann passt das für mich auch. Grösse in Spreitenbach noch kennt Als Sechsjähriger ist er von Zürich Hauptsache, sie hatten eine AusAltstetten nach Spreitenbach gezo- wahl.» gen und wohnt seither «am gleichen Fleck», an der früheren Dorfstrasse, der heutigen Unteren Dorf- Wahlen in Spreitenbach strasse. Seine Eltern wohnen seit In einer Serie stellt die Limmatwelle die mehr als 30 Jahren in Spanien. Auf Kandidaten für die Ersatzwahlen des die Frage, was denn sein Hobby sei, Gemeinderates und des Gemeindepräsagt der 58-Jährige: «Ein Haufen, so sidenten vom 17. Mai vor. Heute erviel, dass ich gar nicht alles aufzäh- scheint das zweite Porträt über Edgar len kann.» Schliesslich tut er es Benz (SVP). Er kandidiert als Gemeindedann doch: Tennis, Skifahren, Golf- rat. Der Sitz wird frei, weil Gemeindespielen, Reiten und die Natur. Kürz- präsident Valentin Schmid (FDP) im lich hat er mit einem Freund ein Januar seinen Rücktritt bekannt gab. Stück Land oberhalb von Spreiten- Die bisherigen Gemeinderäte Markus bach gekauft mit dem Ziel, den Mötteli (CVP) und Marcel Lang (parteiMühliweiher wieder zu neuem Le- los) kandidieren für das Amt des Präsiben zu erwecken. «Obwohl ich denten. Erhard Fricker (parteilos) und Automech bin, liebe ich die Natur Edgar Benz als Gemeinderäte. und das Draussensein.»

Markus Mötteli Der Vorstand der CVP Spreitenbach freut sich, mit Markus Mötteli einen Kandidaten für das Amt des Gemeindepräsidenten von Spreitenbach in den eigenen Reihen zu haben, der diese Aufgabe mit Erfahrung, Leistungsbereitschaft und der nötigen Sachlichkeit erfüllen kann. Markus Mötteli ist 61 Jahre alt und in Spreitenbach aufgewachsen. Er ist Bauingenieur ETH sowie Verkehrsplaner SVI und arbeitet in einem Ingenieurbüro in Zürich als Projektleiter in der Verkehrsplanung und EDV-Verantwortlicher. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Söhnen. Als amtierender Gemeindevizepräsident kennt er unser Gemeindeleben sehr gut und ist zielstrebig und kompetent. Er war von 1993 bis 2001 in der Schulpflege, von 2009 bis 2013 in der Finanzkommission und ist seit 2007 Mitglied der Baukommission. Dieses langjährige Engagement für die Gemeinde Spreitenbach ermöglichen es Markus Mötteli, die komplexen Fragestellungen der Kommunalpolitik, welchen sich Spreitenbach gegenübergestellt sieht, aus verschiedenen Aspekten, ganzheitlich und zum Wohle der Gemeinde zu beurteilen. Ohne Zweifel sind das Schulwesen sowie die Gemeindefinanzen Schwerpunkte, mit welchen sich der Gemeinderat Spreitenbachs zukünftig vermehrt auseinandersetzen wird müssen. Markus Mötteli hat aufgrund seines bisherigen politischen Engagements das nötige Rüstzeug dafür, Spreitenbach durch herausfordernde Zeiten zu manövrieren. Er steht für tragfähige Lösungen statt populistischer Schlagworte. Mit dieser Haltung wird er die sich bietenden Chancen der künftigen Entwicklung für ein lebenswertes Spreitenbach nutzen. Mit seinem überzeugenden, sachlichen und besonnenen Auftreten ist er der richtige Mann am richtigen Platz. Der Vorstand der CVP Spreitenbach ist überzeugt, dass Markus Mötteli dieses Amt mit viel Elan und Sachlichkeit ausführen wird. Mato Banovic, Präsident CVP Spreitenbach


Pikettdienst während Tag der Arbeit Freitag, 1. Mai 2020 (Tag der Arbeit) bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Regionalpolizei: Tel. 117 Bestattungsamt: Tel. 079 369 39 92 Störungsdienst: – Elektrizitätsversorgung – Wasserversorgung – Kommunikationsnetz

Tel. 056 402 00 55 Tel. 056 402 01 77 Tel. 056 410 21 20

Wir danken für Ihr Verständnis.

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Gemeinderat und Personal

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WÜRENLOS

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

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AUS DEM GEMEINDERAT

Absage Altpapier- und Kartonsammlung Die Altpapier- und Kartonsammlung vom 28. April entfällt. Die nächste Sammlung sollte voraussichtlich im Juni stattfinden. Nähere Angaben folgen.

Technische Betriebe Würenlos sind umgezogen Die Technischen Betriebe Würenlos (TBW) sind seit dem 20. April im neuen Werkhof «Tägerhard» erreichbar. Die Adresse lautet Tägerhardstrasse 1. Alle weiteren Kontaktdaten (Telefonnummern, E-Mail-Adressen) wie auch die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Alle Informationen unter www.tbwnet.ch. Nach rund einjähriger Bauzeit kann der Werkhof «Tägerhard» damit offiziell in Betrieb genommen werden. Auch das Bauamt wird im Laufe der nächsten eineinhalb Monate in den Werkhof umziehen. Die im Gemeindehaus frei

INSERATE

Baugesuchspublikationen Der Kanton hat mit der Sonderverordnung 1 (§ 3 SonderV 20-1 in Bausachen) aufgrund der aktuellen Lage einen Fristenstillstand vom 2. April bis 19. April 2020 angeordnet. Bei der ersten Publikation der nachfolgenden Baugesuche wurde auf den Fristenstillstand nicht hingewiesen. Zur Gewährleistung der Rechtsweggarantie sind wir deshalb verpflichtet, das Baugesuch ein zweites Mal zu publizieren Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung (056 436 87 50) möglich!

Baugesuch Nr.: 202012 Bauherrschaft: Bauvorhaben:

Lage: Zone:

Glaus Anton, Tägerhardweg 46, 5436 Würenlos Anbau Erker (Ostfassade) und Erstellung Sitzplatzüberdachung (Südfassade) mit 2-seitiger Verglasung Parzelle 4413 (Plan 56), Tägerhardweg 46 Wohnzone W2

Baugesuch Nr.: 202014 Bauherrschaft:

Bauvorhaben:

Lage: Zone:

Lütolf Daniel und Ruzzini Daniela, Zelglistrasse 7, 5436 Würenlos Energetische Dachsanierung mit Indach-PV-Anlage, Lukarnenerweiterung, Einbau von 2 Dachflächenfenstern und Erstellung Dachterrasse auf Anbau Parzelle 3378 (Plan 57), Zelglistrasse 7 Wohnzone W2

Baugesuch Nr.: 202024 Bauherrschaft:

Einwohnergemeinde Würenlos, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos

Bauvorhaben:

Dachsanierung Gemeindehaus, Einbau zusätzliches Dachflächenfenster. Umnutzung Lager in Büro, zwei neue Fenster und Vergrösserung bestehender Fenster Lage: Parzelle 527 (Plan 64), Schulstrasse 26 Zone: Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ÖB Zusatzgesuche: Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Baugesuch Nr.: 202025 Bauherrschaft: Bauvorhaben: Lage: Zone:

Markwalder-Mettauer Marcel, Gatterächerstrasse 15, 5436 Würenlos Ersatz Hecke durch Sichtschutz aus Holzelementen und Hecken Parzelle 431 (Plan 58), Gatterächerstrasse 15 Wohnzone E2

Baugesuch Nr.: 202022

Baugesuch Nr.: 202026

Bauherrschaft:

Bauherrschaft:

Bauvorhaben: Lage: Zone:

Kloter-Zimmermann Doris, Tägerhardweg 12, 5436 Würenlos Aussengerät für LuftWasser-Wärmepumpe Parzelle 4439 (Plan 56), Tägerhardweg 12 Wohnzone W2

Baugesuch Nr.: 202023 Bauherrschaft:

Bauvorhaben: Lage: Zone:

Moser Katrina und Müller Pasqual, Buechstrasse 15, 5436 Würenlos Abbruch EFH (AGV Nr. 540) und Neubau Einfamilienhaus Parzelle 3577 (Plan 72), Buechstrasse 15 Wohnzone E2

Bauvorhaben: Lage: Zone:

Goutziomitros Nikolaos und Irini, Ländliweg 16, 5436 Würenlos Erstellung Velo- und Gerätehaus, Sichtschutzwand und Lamellendach (Pergola) Parzelle 3820 (Plan 70), Ländliweg 16 Wohnzone W3

Baugesuch Nr.: 202027 Bauherrschaft:

Swisscom (Schweiz) AG, Binzring 17, 8045 Zürich Bauvorhaben: Umbau bestehende Mobilfunkanlage mit neuen Antennen Lage: Parzelle 835 (Plan 66), Grundstrasse 1 Zone: Gewerbezone GE Zusatzgesuche: Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Erneute Gesuchsauflage vom 24. April bis 25. Mai 2020 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

werdenden Räumlichkeiten wer- Würenlos; Bovida Real Estate AG, den umgenutzt. Bahnhofstrasse 4, 6340 Baar, Anpassung Parkplatzmarkierungen und Arbeitsjubiläum Urs Hediger Am Ersatz manuell bediente Schranke 1. April konnte Urs Hediger sein gegen elektronische Schranke (Lim30-Jahr-Arbeitsjubiläum im Dienst mat-seitig), Autobahnraststätte, der Gemeinde Würenlos feiern. Seit 5436 Würenlos. Die Baukommission hat die Bewilli1990 schaut er als Anlagen- und Materialwart mit ebenso grossem Enga- gungen für folgende Bauvorhaben erteilt: gement und Pflichtbewusstsein wie Markus Hugi, Tägerhardweg 18, handwerklichem Geschick bei der 5436 Würenlos, Aussengerät für Feuerwehr- und Zivilschutzanlage Luft-Wasser-Wärmepumpe, Täger«Wiemel» nach dem Rechten. Dort hardweg 18, 5436 Würenlos; Mauhält er insbesondere auch den ge- rizio Bortoluzzi und Alexandra Hobsamten Fahrzeug- und Materialpark ler, Zelglistrasse 11, 5436 Würenlos, der Feuerwehr vorbildlich in Schuss. Abbruch Schopf und Neubau GaraSein technisches Verständnis setzt ge mit Anbaubox, Zelglistrasse 11, der gelernte Autoelektriker aber 5436 Würenlos; Karin Schirauch bei anderen Anlagen, Fahrzeu- mer-Lichtweiss und Markus Sekingen und Gerätschaften erfolgreich ger, Erlenweg 10, 5436 Würenlos, ein. So ist er unter anderem dem Aussengerät für Luft-Wasser-WärmeBauamt und den Schulhauswarten pumpe, Erlenweg 10, 5436 Würenlos. oder dem Schwimmbad «Wiemel» Die Bauverwaltung hat die Bewillibehilflich und bringt Maschinen gungen für folgende Bauvorhaben erteilt: zum Laufen, die schon als abge- Per Skarby, Florastrasse 55, 5436 Würenlos, Erhöhung Stützmauer schrieben gegolten haben. Gemeinderat und Personal gratu- und Erstellung Sichtschutz, Florastlieren Urs Hediger zu diesem Jubi- rasse 55, 5436 Würenlos; Jantas Imläum, danken für den langjährigen mobilien AG, c/o JANAS Holding AG, Einsatz und die gute Zusammen- Claridenstrasse 34, 5436 Würenlos, arbeit und wünschen ihm für die Aufstellung Informationscontainer, kommenden Jahre noch viel Freude Huebacherstrasse, 5436 Würenlos; Daniel Hartmann, Landstrasse 95, in seiner Tätigkeit. 5436 Würenlos, Ersatz von TerrasBauwesen – Baubewilligungen Der Ge- sengeländer, Treppen, Sichtschutz meinderat hat die Bewilligungen für und energetische Flachdachsaniefolgende Bauvorhaben erteilt: Sandro rung, Landstrasse 95, 5436 Würenund Nadine Burki, Flühstrasse 40, los; Alfred und Hedwig Koller-Thöny, 5436 Würenlos, Neubau Pergola, Flühwiesenweg 12, 5436 Würenlos, Flühstrasse 40, 5436 Würenlos; Reit- Einbau von 2 Dachflächenfenstern, verein Würenlos und Umgebung, Flühwiesenweg 12, 5436 Würenlos; c/o Katja Hasani-Rosen, Haagwiesen- Roland Innauen-Wach, Erliacherweg strasse 4, 8155 Niederhasli, Neubau 12, 5436 Würenlos, Ersatz Hecke Reithalle mit Aussenreitplatz, Tä- durch Sichtschutz, Erliacherweg 12, gerhard, 5436 Würenlos; Immo Puls 5436 Würenlos; Marcel und Jolanda AG, Bahnhofstrasse 8, 5436 Würen- Burgherr, Lättenstrasse 47, 5436 Wülos, Neubau 8 Mehrfamilienhäuser renlos, Erstellung Gartenhaus, Lätmit Einstellhalle, Steinhof 1–8, 5436 tenstrasse 47, 5436 Würenlos.

GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG (4.TEIL) Folgenden Einwohnern im Alter von 75 und mehr Jahren gratuliert der Gemeinderat zum Geburtstag, den sie im Monat April feiern können, recht herzlich und wünscht weiterhin gute Gesundheit. M. Petra Müller, Priorat, Kloster Fahr Michaela Portmann, Priorat, Kloster Fahr Rexhep Abazi, Schliffenenweg 38 Rosa Willi-Marti, Erlenweg 18 Franz Müller, Furtbachweg 10 Silvia Manser-Jenni, Bachwiesenstrasse 39 Alberto Egli, Kohlgrubenweg 2

28./88 Jahre 26./86 Jahre 25./84 Jahre 29./78 Jahre 30./78 Jahre 29./77 Jahre 30./76 Jahre

Personen, welche keine Publikationen ihres Geburtsdatums und ihrer Adresse im Rahmen dieser Gratulationswünsche möchten, können dies frühzeitig der Gemeindekanzlei Würenlos mitteilen.


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WÜRENLOS/LIMMATTAL

Baugesuchspublikation

Baugesuchspublikation

Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung möglich! Bauverwaltung Würenlos 056 436 87 50.

Der Kanton hat mit der Sonderverordnung 1 (§ 3 SonderV 20-1 in Bausachen) aufgrund der aktuellen Lage einen Fristenstillstand angeordnet, der vom 2. April 2020 bis zum 19. April 2020 (18 Tage) dauert.

Momentan sind der

Der Fristenstillstand hat auch Auswirkungen auf die Publikation von Bauund Planungsprojekten. Für folgende Baugesuche in Würenlos verlängert sich die Gesuchsauflage.

Der Gemeinderat Würenlos führt nur die wichtigsten Sitzungen durch. Jener in Wettingen tagt via Telefonkonferenzen. Wie funktioniert die Lokalpolitik im Moment?

Baugesuch Nr.: 202028 Bauherrschaft: Neiger Martin und Silvia, Bachstrasse 36, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Erstellung Gartenhaus Lage: Parzelle 3621 (Plan 63), Bachstrasse 36 Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202030 Bauherrschaft: Guldener Hans, Chilesteig 1, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Ersatz Ochsenauge durch Schwingflügelfenster Lage: Parzelle 4171 (Plan 71), Chilesteig 1 Zone: Dorfzone D Baugesuch Nr.: 202032 Bauherrschaft: Venditti Susanne und Severino, Föhrenweg 4, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät für Luft-Wasser-Wärmepumpe Lage: Parzelle 3825 (Plan 75), Föhrenweg 4 Zone: Wohnzone E2 Gesuchsauflage vom 24. April bis 25. Mai 2020 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

Baugesuch Nr.: 201813 Alves Henriques Fernando und Costa da Cunha Maria Isabel, diverse Fassadenänderungen, Schliffenenweg 24; Auflage neu bis 14. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 201832-2 Deutsch Sacha und Bach Martina, Aussengerät für Luft-Wasser-Wärmepumpe, Buechstrasse 35; Auflage neu bis 7. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 202015 Wyrsch-Schriber René, Energetische Flachdachsanierung, Bifigweg 6; Auflage neu bis 15. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 202016 Zürcher Marcel und Zürcher Simon, Energetische Flachdachsanierung, Büntenstrasse 2; Auflage neu bis 15. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 202017 Müller Heiko und Monika, Energetische Dachsanierung, Juchstrasse 27; Auflage neu bis 15. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 202019 Strohmeier Martin und Oepke Maren, Sitzplatzüberdachung, Zelglistrasse 12c; Auflage neu bis 15. Mai 2020 Baugesuch Nr.: 202021 Rudin-Gardoni Anita, Aussengerät für LuftWasser-Wärmepumpe, Tägerhardweg 2; Auflage neu bis 15. Mai 2020 BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

Herzliche Gratulation für Agathe Szelemech zum 100. Geburtstag am 24. April 2020. Liebe Mutter, Oma und Uroma Wir gratulieren dir sehr herzlich zum 100. Geburtstag und wünschen dir Gesundheit, Glück und viel Erfreuliches für die Zukunft. Bleib weiterhin so gesund und fit und interessiert am Weltgeschehen rundum und freue dich an den bunten Frühlingsblumen im Park. Mögest du trotz Besuchsverbot im Regionalen Pflegeheim Baden einen schönen Tag feiern dürfen. Das Fest verschieben wir auf später. Wir denken an dich. Alles Gute und liebe Glückwunschgrüsse senden dir Alexandra, Sigi, Monika, Pascal, Karin, Nicolas und Gian

RAHEL BÜHLER

Durch die Verhaltensmassnahmen ist das Leben in der Schweiz fast zum Stillstand gekommen. Diesen Regeln muss sich auch die Politik unterordnen. Wie geht das? Komplett still steht der Betrieb derzeit im Einwohnerrat Wettingen: Er hat die nächste Sitzung vom 14. Mai auf den 22. Juni verschoben. Grund dafür ist die Vorlaufzeit, die die Finanz- und Geschäftsprüfungskommissionen für ihre Überprüfungen brauchen, wie Einwohnerratspräsident Christian Pauli schreibt: «Da wir zum Zeitpunkt der Verschiebung der Maisitzung noch nicht wussten, ob die Kommissionen sich normal treffen und ihre Arbeit gemäss den Vorgaben des Bundesrats umsetzen können, habe ich nach Rücksprache mit dem Ratsbüro die Sitzung vorsorglich in den Juni verschoben.» Eine Einwohnerratssitzung via Videokonferenz durchzuführen, sei nicht vorgesehen: Die Technik wäre zwar vorhan-

Weil die Gemeinderäte im Sitzungszimmer statt. den, eine Sitzung mit über 60 Personen durchzuführen, wäre «wahrscheinlich nicht ganz einfach». Diese Verschiebung hat Konsequenzen. Da die Sitzungen mit vielen Geschäften gefüllt sind, wird es laut Pauli «wohl oder übel einen Stau geben». In der Wettinger Exekutive sieht die Lage etwas anders aus: Der siebenköpfige Gemeinderat tagt wie normalerweise jede Woche. Derzeit hält er die Sitzungen über Video-

NACHRUF RICHARD BENZONI

Der Würenloser Kunstmaler Richard Benzoni ist am 3. April verstorben.

zVg

In den frühen Morgenstunden des 3. April ist der Kunstmaler Richard Benzoni in seinem Daheim am Meisenweg 6 in Würenlos friedlich entschlafen. Mitten in dieser verstörenden Zeit der Coronaviruspandemie, von der er jedoch nichts mitbekommen hat: Er litt seit längerer Zeit an einer Parkinsonerkrankung, von der er jetzt erlöst worden ist. Seit seiner Geburt am 23. November 1931 lebte Richard Benzoni in Würenlos. Nach einer Lehre als Graveur wurde er Emailmaler. Beim Kunstmaler Henry Wabel in Zürich schulte er Hand und Auge im figürlichen Zeichnen und Malen. Danach setzte er seine künstlerische Ausbildung autodidaktisch fort. 1963 begann er, als freischaffender Künstler mit eigenem Atelier in Würenlos zu wirken. Es folgten gut fünf Jahrzehnte des

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Politik etwas die Hände gebunden

konferenzen ab, wie Gemeindeammann Roland Kuster schreibt. «In einer Videokonferenz dauert die Sitzung etwas länger und braucht von den Teilnehmern mehr Disziplin als in einer Präsenzsitzung.» Die Ratsmitglieder halten sich via Telefonate und Mails auf dem Laufenden. Kuster sagt aber: «Ich vermisse den direkten Kontakt und die bilaterale Aussprache sehr.» Mehr Sorgen machen ihm die Auswirkungen auf die Wirtschaft: «Ich hoffe

Killwangen führt die Gemeinderatssitzungen im Pfarrsaal durch Die Gemeinderatssitzungen in Killwangen finden wie gewohnt im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. «Wir können die Hände nicht in den Schoss legen, bis die Krise vorbei

ist», sagt Gemeindeammann Werner Scherer. Allerdings finden sie nicht im Gemeindehaus, sondern im Pfarrsaal statt, damit sich die Mitglieder an die Abstandsregeln halten können. Nebst den Coronathemen würde der Rat nur die wichtigsten Geschäfte behandeln. «Auch Geburtstagsbesuche sind leider gestrichen», so Scherer. Er sieht in der Situation auch eine Chance: «Wir wissen nun, dass wir zu radikalen Anpassungen in kurzer Zeit und zu weitreichender Solidarität fähig sind. Dieses Wissen könnte in Zukunft zu nachhaltigen Veränderungen führen.» Auch in Würenlos finden derzeit nur die wichtigsten Sitzungen statt: «Gemeinderatssitzungen werden mit Telefonkonferenz abgehalten, sofern es genügend Geschäfte zur Beschlussfassung hat», schreibt Gemeindeammann Anton Möckel. Dabei sei die grösste Herausforderung, sich nicht zu sehen: «Unsere demokratische Meinungsbildung ist reduziert und daher fällen wir auch nur die allernötigsten Entscheide im Gemeinderat, ohne vorher die Kommissionen abzuholen.» Die Sitzungen fallen kürzer aus, schreibt er: «Die Meinung der Gesprächsteilnehmer ist klar und rascher erkennbar.» Möckel schreibt aber auch, ihm fehlen die Kontakte zu den Gemeindeammännern und das Vorantreiben der gemeinsamen Projekte.

Schaffens und verschiedene Ausstellungen. Wichtigster Mensch in Richard Benzonis Leben war Lydia Amacher, seine Lebenspartnerin, mit der er viele schöne Jahrzehnte teilen durfte. Sie war ihm treue, verständnisvolle Wegbegleiterin und eine wichtige Stütze bis zuletzt, war seine erste Kritikerin und sie war seine Muse, die er immer wieder gerne in Gemälden festhielt. Zwischen Richard Benzoni und Würenlos bestand eine Art glückliche Wechselwirkung: Er porträtierte die Gemeinde und sie stand ihm Modell, er hielt ihre Geschichte und Entwicklung fest und umgekehrt war sein künstlerisches Werk und Wirken überall in Würenlos sichtbar. Zahlreich sind die Gemälde und Zeichnungen, die er über seine Heimatgemeinde ge-

macht hat. Er fand dabei immer wieder neue Blickwinkel und er hatte die Gabe, selbst scheinbar alltäglichen Ansichten das Schöne zu entlocken und den Betrachter darauf aufmerksam zu machen. So entwickelte sich Richard Benzoni gewissermassen zum Bildchronisten von Würenlos und dessen Umgebung. Benzonis Bilder tauchen denn auch in vielen privaten Haushalten in Würenlos und in der Region auf. Heimweh-Würenloser haben nicht selten einen «Benzoni» bei sich zuhause hängen, oft als ein unverwechselbares Stück Würenlos, weil seine Bilder die Gemeinde schlechthin zu verkörpern scheinen. Unvergessen sind auch seine vielen lebendigen Illustrationen. So unter anderem für die Ortsgeschichte oder für die «Würenloser

Blätter». Wirkungsvoll sind die markanten Logos und Signete, die er schuf und die teilweise bis heute in Gebrauch sind. Wie beispielsweise das Signet zur 1100-Jahr-Feier von Würenlos, das den Mönch Notker als Verfasser der Urkunde von 870 n. Chr. zeigt, umgeben von der Alten Kirche Würenlos. Noch heute ziert dieses Signet den Poststempel von Würenlos. Einen bedeutenden Rang im Lebenswerk des Meisters nehmen die farbenfrohen und ideenreichen Illustrationen in den Gästebüchern des Kulturkreises Würenlos ein. Benzoni war schon bei der Geburtsstunde des Kulturkreises zugegen. Von der ersten Veranstaltung im Jahre 1968 an schuf er zu jedem Anlass eine Illustration. Rund 400 leuchtende Werke in vier Bänden sind es – ein kleiner Kunstschatz.

in Killwangen die Abstandsregel nicht einhalten können, finden die Sitzungen im Pfarrsaal Walter Schwager/Archiv

sehr, dass wir durch eine kontrollierte Lockerung der Massnahmen für Industrie, Gewerbe und Handel den Wirtschaftsmotor bald wieder zum Laufen kriegen.»

In Neuenhof tagt der Gemeinderat laut Gemeindeammann Martin Uebelhart wie bisher jeden zweiten Montag. «Durch das grosse Sitzungszimmer können wir die Hygieneregeln einhalten.» Bereits vor dem nationalen Lockdown hat der Gemeinderat in einer ausserordentlichen Sitzung Mitte März entschieden, einen Führungsstab einzusetzen. Dieser entscheidet, wie die bundesrätlichen Vorgaben in Neuenhof umzusetzen sind. In diesem Stab sind laut Uebelhart alle «wesentlichen Akteure der Gemeindeverwaltung und der Schule» mit dabei. Sowohl der Führungsstab als auch die Geschäftsleitung der Gemeinde tagen via Videokonferenzen. «Technisch gesehen laufen die Sitzungen problemlos ab. Abgesehen von unabsichtlichen Nebengeräuschen wie Tastaturschlägen oder wenn zu viele Leute gleichzeitig reden wollen», so der Gemeindeammann. Der Spreitenbacher Gemeinderat führt seine Sitzungen gemäss Gemeindepräsident Valentin Schmid normal durch. «Wir können die Vorschriften einhalten», sagt er. Die Sitzungen fänden auch wie gewohnt einmal pro Woche statt. Daher bräuchten sie derzeit auch keine Videokonferenzen. Schmid sagt aber: «Durch den Lockdown finden praktisch keine Sitzungen mit externen Stellen statt.»

Die letzte Eintragung datiert vom Oktober 2017 und sie zeigt, dass die Hand des Meisters unsicher geworden ist. Seine Staffelei musste Richard Benzoni schon vor einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Das war ein schwieriger Ablöseprozess. Nun ist die Farbe auf dem letzten Bild trocken, jenem seines eigenen Lebens. Er hinterlässt ein vielfältiges, farbiges Lebenswerk, das die Gemeinde Würenlos über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Richard Benzoni ist von uns gegangen. Er, der den Tod nie mochte, hat nun doch seine letzte grosse Reise angetreten. Seine Bilder und Illustrationen indes bleiben unsterblich. Die Gemeinde Würenlos wird ihn in ehrender und dankbarerer Erinnerung behalten. Daniel Huggler, Gemeindeschreiber


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LIMMATTAL

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

Corona treibt Kunden in Hofläden Regionale Lebensmittel sind derzeit sehr beliebt. Das spüren auch diverse lokale Kleinproduzenten. Sie hoffen, dass das Phänomen von Dauer ist. SIBYLLE EGLOFF

Immer wieder öffnet sich an diesem Samstagmorgen die Türe von Bea Webers Hofladen in Spreitenbach. Ausgerüstet mit Einkaufskörben und -taschen sowie teilweise mit Mundschutz und Handschuhen betreten die Kunden das Geschäft. Weber steht bereits seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen. Schliesslich hatte sie etliche ihrer berühmten Zöpfe und Zopfbrote zu backen. «140 Kilo Mehl verarbeite ich jede Woche», sagt Weber. Fast jede Kundin und jeder Kunde verlässt das Lädeli mit einem Zopf. Und wenn nicht, sorgt Weber dafür, dass wenigstens ein Gratis-Weggli in die Körbe kommt. «Wir haben seit Ausbruch des Coronavirus doppelt so viele Kunden wie sonst», sagt die 72-Jährige. Bei ihr sei aber auch vor der Krise viel losgewesen. «Ich musste noch nie ein Inserat aufgeben, die Leute kommen einfach, weil sie zufrieden mit den Produkten sind.» Dass es so gut laufe, habe sie aber auch ihren Helfern zu verdanken. «Ohne sie geht es nicht», sagt Weber. Die Spreitenbacherin betreibt das Geschäft seit gut 50 Jahren, fast so lange, wie sie schon mit ihrem Mann Otto verheiratet ist. Mittlerweile führt Sohn Peter den Hof. Doch wer ins Hoflädeli kommt, merkt schnell: Hier hat Bea Weber das Sagen. Energetisch und immer mit einem kessen Spruch auf den Lippen kümmert sie sich um die Kundschaft.

Bea Webers Hoflädeli läuft in Coronazeiten noch besser als sonst.

Leute, denen es bei den Grossisten zu hektisch ist», sagt Weber. Die Krise habe eben auch etwas Gutes. «Vielleicht bleiben uns danach neben unserer lieben Kundschaft noch ein paar zusätzliche Kunden treu.» Am meisten über die Ladentheke gehen derzeit Eier, Äpfel, Kartoffeln und allerhand Gemüse. «Vielen scheint bewusst zu werden, dass regionale Produkte besser und schmackhafter sind als die industriellen Waren der grossen Detailhändler», sagt Weber. Sie freue sich, wenn sich die Menschen gesund ernähren würden. Einen Anstieg der Kundenzahl seit der Coronakrise bemerkt auch Tobias Lüscher vom Lüscherhof in Wettingen. «Wir zählen beinahe doppelt so viele Kunden wie üblich», sagt er. «Die Leute scheinen mehr Zeit zum Kochen zu haben», erklärt sich Lüscher den Ansturm. Auch der Umstand, dass die Grenzen zu seien und man nicht mehr in Deutschland einkaufen könne, sorge für mehr Kundschaft. Obst, Gemüse, Eier und die selbst gemachte Salatsauce seien besonders gefragt. Eier, Äpfel, Kartoffeln und Gemüse Bis zur Erdbeersaison Mitte Mai verkaufen sich am besten «Momentan besuchen uns nicht nur ist der Hofladen der Lüschers imStammkunden, sondern auch viele mer am Samstagvormittag geöffnet.

Seit dem Coronanotstand bedient man im Geschäft nur zwei Parteien aufs Mal. «Die anderen müssen draussen warten. Bisher klappt das gut», sagt Lüscher. Er freut sich, dass die Leute aktuell regionale Lebensmittel wiederentdecken. «Gestern sind alle zu uns gerannt, weil es im Migros und Coop keine Eier mehr gab.» Er hofft, dass auch nach der Coronakrise ein paar Neukunden hängenbleiben. Auch Brigitte und Felix Markwalders Hoflädeli in Würenlos zieht viel mehr Kunden an als sonst. «Der Anstieg der Kundschaft war enorm. Da wir nur unsere eigenen Hofprodukte anbieten und nichts dazukaufen, gehen uns bereits einige Lebensmittel aus», sagt Brigitte Markwalder. Eier, Kartoffeln und Äpfel seien der Renner. Hauslieferungen für ältere Kunden und Risikopatienten Speziell ist, dass Markwalders den bedienten Teil des Hofladens geschlossen und die Selbstbedienung erweitert haben. «Wir haben uns aus Platzgründen dafür entschieden. Unser Hoflädeli ist zu klein, um die zwei Meter Abstand einhal-

Sibylle Egloff

ten zu können», erklärt Markwalder. Einzig mittels Tröpfchensystem würde der Betrieb funktionieren. Doch das sei zu aufwendig. «Zum Schutze unserer Kunden, Mitarbeiter und unserer Familie verzichten wir derzeit darauf.» Und auch nach dem 26. April setzen Markwalders auf die Selbstbedienung. «Solange die Einschränkungen wie Social Distancing gelten, werden wir nichts verändern», sagt Markwalder. Sie dachte, dass der Andrang der Kundschaft nach Ostern nachlassen würde. «Doch nach wie vor kommen sehr viele Leute vorbei, auch ältere Kundinnen und Kunden.» Dies vermutlich, weil der Hof etwas abgelegen ist. «Sie trauen sich wohl noch eher, bei uns einzukaufen als in den grossen Geschäften, wo viel mehr Leute unterwegs sind.» Für solche, die es derzeit aber nicht mehr wagen einzukaufen, und auch für Risikopatienten bieten die Markwalders Hauslieferungen an. «Einige unserer älteren Kunden nehmen das Angebot in Anspruch.» Finanziell zahle es sich nicht aus. Doch darum geht es den Markwalders auch nicht. «Wir machen das aus Solidarität.»

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Telefon 056 424 11 31 info@schwab-beck.ch schwab-beck.ch

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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

«Unsere Kirche hinkt» Christina Fuhrmann* ist Pfarreiseelsorgerin in Ausbildung. Sie hat sich mit der Leere der Kirchen auseinandergesetzt. Während der Frühling die Natur zum Leben erweckt, muss die Menschheit Winterschlaf halten und soll zu Hause bleiben – ein erzwungener Stillstand. Lockerungen sind zwar beschlossen, aber ein Befreiungsgefühl löst das in mir noch nicht aus. «Freiheit» bekommt in diesen Tagen einen ganz neuen Sinngehalt für mich. Ich werde mir meiner Privilegien und meines Wohlstands bewusst und trotzdem fühle ich mich in meiner Freiheit beschnitten. Auch Seelsorgerin zu sein, funktioniert nicht mehr so wie vorher. Diese Zeit führt mir nochmals deutlich vor Augen, dass Kirche auf Gemeinschaft basiert. Dort, wo die Grundvollzüge der Kirche Liturgie, Zeugnis und Diakonie zusammenkommen, entsteht der vierte Grundvollzug: die Gemeinschaft. Die diakonische Dimension wird zurzeit besonders wichtig – in Pfarreien aber vor allem darüber hinaus. Unsere Gesellschaft erlebt gerade jetzt, wie wichtig diakonisch tätige Menschen sind. Den Glauben bezeugen ebenfalls weiterhin viele Menschen in ihrem Leben. Was aber, wenn Gottesdienste nicht stattfinden, der Kirchchor nicht proben kann und alle Anlässe, die Gemeinschaft voraussetzen, ausfallen? Unsere Kirche hinkt. Auch, weil sie Gefahr läuft, sich nur noch um sich selbst zu drehen. Hinter verschlossenen Türen feiernde Seelsorger – mit oder ohne Kamera – können das hinkende Bein nicht besonders gut kaschieren, im Gegenteil. Als Seelsorgerin bin ich der Mei-

«MEIN GOTT»

Stefan Moll Pfarrer der evangelischmethodistischen Kirche Baden-Wettingen

Während die Natur zum Leben erweckt wird, muss sich die Menschheit weiterhin gedulden und zu Hause bleiben. Gaby Kost nung, die Leere, die entsteht, aushalten zu müssen und das Schmerzvolle zu ertragen, ohne die gegenwärtige Situation schönzureden. Es spricht nichts dagegen, etwas Hoffnung zu säen. Aber was, wenn die derzeitige Leere der Kirchen und die fehlende Gemeinschaft prophetische Vorboten unserer Zukunft sind? Der Theologe Tomáš Halík schreibt dazu: «Vielleicht zeigen diese Zeiten der leeren Kirchen der Kirche symbolisch ihre verborgene Leere und eine Zukunft auf, die eintreten könnte, wenn die Kirche nicht ernsthaft versucht, ihre Gestalt zu wandeln.» In diesem Jahr zumindest waren unsere Kirchen an Ostern genauso leer wie das Grab, von dem uns das Evangelium kündet. Doch am leeren Grab wird den Frauen vom Engel verkündet: «Er ist nicht hier. Er ist auferstanden. Er geht euch voraus.» Ist der auferstandene Christus vielleicht schon lange aus unseren leeren Kirchen ausgebrochen? Wer weiss. Jedenfalls hätten wir jetzt Zeit, ihn in der Welt zu suchen, wo doch die Kirchen ohnehin leer stehen.

Info-Box

* Christina Fuhrmann ist katholische Pfarreiseelsorgerin in Ausbildung der Pfarreien St. Anton und St. Sebastian Wettingen und St. Maria Würenlos. Sie ist 25 Jahre alt, ist bald verheiratet und wohnt in Wallbach AG . Da zurzeit keine Gottesdienste stattfinden, bietet die Limmatwelle den Kirchgemeinden an, dass verschiedene Kirchenvertreter hier ein persönliches Wort an ihre Gemeinde und die Leserinnen und Leser der Limmatwelle richten können. Den fünften Teil macht Christina Fuhrmann von den katholischen Kirchen in Wettingen und Würenlos.

KIRCHLICHE MITTEILUNG Jungwacht & Blauring Neuenhof hilft Die Jubla Neuenhof möchte weiterhin ihren Teil zur Gesellschaft beitragen und unterstützt daher kostenlos die Einwohnerinnen und Einwohner aus Neuenhof und Killwangen. Wer zur Risikogruppe gehört oder aus anderen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seine alltäglichen Besorgungen zu machen, kann sich von Montag bis

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Samstag, 8–12 Uhr, bei Larissa Her- schickt. Für die Kolibri-Kinder und ger unter Tel. 076 560 12 74 melden. alle Interessierten ist jede Woche eine neue Geschichte auf der Reformierte Kirche Würenlos Neu Homepage aufgeschaltet. Ebenso kann man unter www.ref-wueren- biblische Geschichten, erzählt von los.ch jede Woche in Form eines Tonia Egloff. Die Kirche ist weiterVideos das «Wort zur Woche» von hin offen. Das Sekretariat ist wie Timothy Cooke sehen und hören. gewohnt geöffnet und per Telefon Die Predigttexte werden auf der und Internet erreichbar unter 056 Homepage publiziert und an Inte- 424 36 76 und 056 424 11 33 und ressierte gerne auch per Post ge- www-ref-wuerenlos.ch.

Es ist still da draussen. Das ganze Leben ist in einer Art Frühlingsschlaf. Auf der Strasse gibt es nur wenig Autos. Treffen mit Freunden, Veranstaltungen oder auch der Besuch eines Restaurants sind nicht möglich. Das Alltagsleben wurde resettet – und muss langsam neu gestartet werden. So müssen wir auch die Grundeinstellungen überdenken. Das ist eigentlich eine gute Sache. Ruhezeiten führen uns zu grundsätzlichen Fragen: Ist Einkaufen wirklich so bedeutungsvoll? Brauchen wir Flugreisen? Oder Gottesdienste? Was gibt meinem Leben Sinn? Was bedeuten uns Freunde? Was fehlt im Moment – und worauf können wir verzichten? Es drängen sich jetzt Fragen auf, die sonst wenig Raum bekommen. Manche sind leicht zu beantworten. Andere lösen Zweifel aus, ob das bisherige Leben auch in Zukunft sinnvoll sei. Die Ruhe führt ins Nachdenken. Das ist manchmal bedrängend. Aber es führt in die Tiefe. Wir bringen die eingefahrenen Wege, Werte, unser Verhalten, Fühlen und Denken ein. Mit all dem gehen wir zurück zur Quelle. Das ist die andere, die positive Seite der Covid-19-Katastrophe: die Ruhe. Am letzten Schöpfungstag schuf Gott die Ruhe. Sie ist die Krone der Schöpfung. Wir atmen auf, wir orientieren uns vielleicht neu, wir gewinnen an Tiefe und vielleicht auch an etwas Glück. Brachzeiten sind wichtig. Ich wünsche uns allen, dass wir bald wieder mehr Freiheiten geniessen können. Aber wir sollten nicht vorschnell wieder dasselbe tun wie bisher – jedenfalls nicht alles. Manches kann getrost zurückbleiben. Anderes wird die Leerstellen füllen. Und das ist ein Glück. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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RÄTSEL

WOCHE NR. 17 DONNERSTAG, 23. APRIL 2020

KREUZWORTRÄTSEL 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch

BINOLOGIC

SUDOKU

REDAKTIONSTEAM Rahel Bühler, rahel.buehler@chmedia.ch Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73

In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.

Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in jeder Zeile oder Spalte vorkommen und in jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O. Alle Zeilen und alle Spalten sind einzigartig.

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