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Offiz. Amtliches Publikationsorgan des Kreis 2 Limmattal für die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos Donnerstag, 26. März 2020, 59. Jahrgang, Nr. 13

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

Dorfstrasse 49 ∙ 5430 Wettingen 056 426 42 42 ∙ emil-schmid.ch

Den 90. Geburtstag alleine feiern

Helfen, damit viele zuhause bleiben

Alice Wiederkehr aus Neuenhof feierte am 17. März ihren runden Geburtstag. Allerdings nicht im gewohnten Rahmen: «Es war ein sehr einsamer Geburtstag», sagt die Jubilarin. So hat sie den Tag mit ihrem Ehemann Friedrich auf der Baldegg verbracht und ist im Wald spazieren gegangen. Die Neuenhoferin sagt, sie blicke der Zukunft trotzdem positiv entgegen. (LiWe) S. 4

Solidarität: Damit so viele wie möglich daheim bleiben können, entstehen überall Hilfsangebote.

Gemeindehaus bleibt ähnlich Anfang Mai startet in Würenlos der Umbau des Gemeindehauses. Die Bauverwaltung und die Einwohnerdienste erhalten dadurch mehr Platz. Veränderungen wird es vor allem im Inneren des Gebäudes geben. Möglich wird der Umbau, weil der Werkhof und das Bauamt Ende April in den neuen Werkhof im Tägerhard ziehen. (rb) S. 12

MELANIE BÄR UND RAHEL BÜHLER

In Wettingen bekommen Senioren in diesen Tagen Post von der Gemeinde. «Wir sind für Sie da», schreiben der Gemeindeammann und die Gemeindeschreiberin. Sie informieren über eine neu eingerichtete Anlaufstelle. Via Hotline können sich Einwohner melden, wenn für sie Lebensmittel oder Medikamente besorgt werden sollen, sie krank sind und Hilfe benötigen. Solche und ähnliche Angebote entstehen derzeit in allen Gemeinden. Über soziale Medien bilden sich zudem Gruppen von freiwilligen Privatpersonen, die ihre Unterstützung anbieten. Auch die Kirchgemeinden sind aktiv und schaffen neue Angebote. S. 3, 6/7, 13 Damit Senioren und Risikopersonen daheim bleiben, kaufen Freiwillige für sie ein. Archiv

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WETTINGEN

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

Baugesuche Bauherrschaft: Nadarajah und Puspawathy Prabagaran Landstrasse 105 a 5430 Wettingen Bauobjekt:

Balkonverglasung

Baustelle:

Landstrasse 105

Parzelle:

6482

Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Claudio Monteverde

Blumen als Zeichen der Solidarität Floristen haben am Freitag im Aargau 44 Ortstafeln mit Blumen dekoriert: zwei in Wettingen.

Habüelstrasse 165 Bauobjekt:

8704 Herrliberg

MELANIE BÄR

Wärmepumpe innen

«Blumen für schwierige Zeiten – zusammenstehen – zusammen vorwärtskommen», schreibt Urs Meier, Geschäftsleiter von «florist.ch». Er ist der Initiant dieser Aktion, an der sich am Freitag Floristen in der ganzen Schweiz beteiligt haben. «Mit dem Blumengruss wollen wir allen danke sagen, die für uns arbeiten, insbesondere dem Gesundheitspersonal», sagt Urs Iten, Mitinhaber vom Wettinger Blumengeschäft Toscanini. Seine Lernenden haben zwei Wettinger Ortstafeln dekoriert. Denn für Iten ist klar: «Die Leute brauchen jetzt Blumen fürs Gemüt.» Doch bis mindestens 19. April bleiben auch die Blumengeschäfte geschlossen. «Wir haben letztes Jahr viel in unseren Laden investiert und nun Angst, dass alles zusammenbricht.» Um trotzdem noch ein paar Blumen zu verkaufen, haben er und sein Team einen Selbstbedienungsladen vors Geschäft gestellt. Dieser ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. «Wir nehmen nun Bestellungen gerne per Telefon oder E-Mail entgegen, liefern sie aus und Zwei Lernende vom Wettinger Blumengeschäft Toscanini haben die Wettinger richten eine Abholstation ein.» Ortstafel vergangene Woche mit Blumen dekoriert. zVg

aufgestellt Baustelle:

Wiesenstrasse 16

Parzelle:

3089

Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Inter Grund AG Im Grund 15 5405 Dättwil Bauobjekt:

Zusätzlicher Abstellplatz

Baustelle:

Rebbergstrasse 53

Parzelle:

3412

Zusatzgesuche: keine Bauherrschaft: Miriam Willi-Giedemann Zurzacherstrasse 234 5200 Brugg Bauobjekt:

Sanierung und Umbau

Baustelle:

Schönaustrasse 27

Parzelle:

3601

Mehrfamilienhaus

Zusatzgesuche: keine Öffentliche Auflage der Pläne im Büro 305 der Bau- und Planungsabteilung, Rathaus Wettingen vom 28. März bis

INSERATE

Gesucht per April / Mai 2020 feste Teilzeitstelle von

27. April 2020. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist

20% oder Temporär-Einsatz von Mai – November 2020 von 20%. Bevorzugtes Aufgabengebiet Buchhaltung, allgemeine Sekretariatsarbeiten. Tel. 076 417 33 34

dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

Gesucht: Einkaufshelferinnen und -helfer Helfen Sie mit? Die ältere Bevölkerung wurde vom Bundesrat aufgefordert, ihr Zuhause bis auf weiteres nicht mehr zu verlassen, um einkaufen zu gehen. Dies kann nur befolgt werden, wenn freiwillige Helferinnen und Helfer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, welche nicht zur Risikogruppe gehören, diese Aufgabe übernehmen. Die regionale Zentrale koordiniert die Einkaufshilfe. Tragen Sie sich noch heute ein unter bit.ly/elsahilft. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Gemeinderat Wettingen


WETTINGEN

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

Hotline für die Senioren

IN EIGENER SACHE

Über 65-Jährige sollen zuhause bleiben, fordert der Bund. Die Gemeinde Wettingen möchte das möglich machen. Sie richtet eine Hotline ein und sucht freiwillige Helferinnen und Helfer.

Melanie Bär Redaktionsleiterin

MELANIE BORTER

Die Empfehlung vom Bund ist klar: Seit dem 16. März sollen alle Personen über 65 Jahre und Menschen mit Vorerkrankungen dringend unnötige Kontakte vermeiden und unbedingt zuhause bleiben. So einfach diese Botschaft auch klingen mag, so schwierig ist für den Einzelnen die Umsetzung vielleicht. Das weiss auch Bettina Bertschinger, die Leiterin der Fachstelle Gesellschaft der Gemeinde Wettingen. Bereits haben sich einige ältere Bürgerinnen und Bürger hilfesuchend an die Gemeinde gewandt, bestätigt sie und sagt: «Es ist wichtig, dass wir als Gemeinde Risikogruppen und Senioren ermöglichen, zuhause zu bleiben.» Angebot auch für Senioren, die nicht digital vernetzt sind Die zahlreichen privaten Hilfsangebote (eine nicht abschliessende Übersicht findet sich auf Seite 13 dieser Ausgabe, Anm. d. Red.), die es bereits jetzt gibt, sind für die betroffenen Personen und für die Gemeinde sehr erfreulich. «Wir wollen diese Angebote in keiner Weise konkurrenzieren», hält die Fachstellenleiterin fest, «unser Angebot ist als Ergänzung gedacht.» Sie gibt zu bedenken, dass nur die Gemeinde auch jene erreichen könne, die vielleicht nicht auf Facebook sind, kein Whatsapp haben und nicht digital vernetzt sind. 3200 Briefe an alle über 65-Jährigen verschickt So wurden am Dienstag rund 3200 Briefe an Haushaltungen mit Personen über 65 Jahren verschickt. «Elsa hilft» steht im blauen Logo, das den Flyer ziert. «Das Projekt wurde von der Elsa-Benz-von-Arx-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Baden injiziert», erklärt Bertschinger. Neben Wettingen machen auch die Gemeinden Ennetbaden und Turgi mit. Die Idee: Freiwillige Helfer kaufen für die Älteren ein, damit diese zuhause bleiben können. Konkret:

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Die Strassen sind auch in Wettingen leerer als üblich. Menschen der Risikogruppe können ihre individuelle Einkaufsliste von Montag bis Samstag jeweils zwischen 8 und 16 Uhr telefonisch unter Telefon 056 200 81 85 durchgeben und bekommen den Einkauf dann direkt vor die Haustüre geliefert. Die Koordination zwischen Einkaufenden und den Zuhausegebliebenen übernimmt die imaginäre Elsa, sodass kein Kontakt und auch

«Wir müssen jetzt schnell handeln.» BETTINA BERTSCHINGER, GEMEINDE

kein Datenaustausch stattfinden. Könnte es nicht sein, dass Elsa da etwas viele Telefonate bekommt? «Es werden bis zu sechs Personen in der Telefonzentrale sein, die die Bestellungen entgegennehmen und den Einkauf und die Übergabe koordinieren», sagt Bertschinger. Und wie sieht es mit dem Angebot und

Helfen oder Hilfe holen Gesucht werden freiwillige Helfer ab 18 Jahren, die in der Region wohnen. Sie können sich online registrieren unter bit.ly/ elsahilft. Hilfe holen können über 65-Jährige oder Risikogruppen unter 056 200 81 85 (Mo.–Sa., 8–16 Uhr). Weitere Infos zu «Elsa hilft»: www.baden.ch/elsahilft.

Melanie Borter

der Nachfrage aus? Werden sich genug Helfer melden? Auch da ist Bertschinger gelassen: «Wir nehmen jetzt erst einmal entgegen, was kommt.» Ihre Zuversicht ist nicht aus der Luft gegriffen: «Bereits ohne dass wir einen Aufruf gestartet haben, meldeten sich einige Bürger und boten ihre Hilfe an». Die Hilfsbereitschaft sei in der Bevölkerung sehr gross. «Und falls alle Stricke reissen, könnten wir immer noch die Quartiervereine, Personen aus unserem persönlichen Umfeld oder die Sportvereine anfragen», sagt sie. Mit Ausnahme der Plattform hilfjetzt.ch, die das Projekt der ElsaBenz-von-Arx-Stiftung auch unterstützt, fanden keine Gespräche mit bereits bestehenden Hilfsangeboten statt. «Das würde einige Zeit dauern, sich da einen Überblick zu verschaffen», erklärt Bertschinger, «wir müssen jetzt aber schnell handeln. Denn nur so können wir der Risikogruppe auch ermöglichen, wie vom Bund empfohlen zuhause zu bleiben».

AUS DEM GEMEINDERAT Gratulationen Am 28. März feiern folgende Personen ihren 90. Geburtstag: Anna Klasen-Moser, Neustrasse 11, Wettingen, und Karl Heinz Metzger, Lindenhof 8, Wettingen. Der Gemeinderat gratuliert der Jubilarin und dem Jubilar recht herzlich und wünscht ihnen alles Gute.

Der Coronanotstand hat auch auf die Limmatwelle Einfluss: Ein grosser Teil der üblichen Inhalte fällt weg. Es gibt in dieser Ausgabe keine Berichterstattung über Anlässe, keine Vorschauen und kaum Eingesandte. Geplante Publireportagen und Inserate fehlen aufgrund der Einschränkungen für Wirtschaftstreibende ebenso. Das fordert auch uns Blattmacherinnen heraus. Wir wollen Ihnen trotzdem eine lesenswerte Ausgabe präsentieren. Entstanden ist ein Mix zwischen gewohnten Berichten und solchen zur besonderen Lage. Bereits letzte Woche haben wir die kurz vor Redaktionsschluss weggefallene Agenda mit einer Rätselseite ersetzt. Diese werden wir vorläufig beibehalten. Weil es als Wochenzeitung weiterhin nicht möglich sein wird, (tages-)aktuell zu berichten, schreiben wir vermehrt persönliche Beiträge aus der Region zum Thema. Als amtliches Publikationsorgan publizieren wir weiterhin Nachrichten aus den Gemeinden. Viele leisten im Moment Sondereinsätze. Auch die Postmitarbeitenden. Haben Sie deshalb Nachsicht, wenn die Limmatwelle in den nächsten Wochen nicht immer pünktlich im Briefkasten liegt. Bei allem Herausfordernden und Schweren, das diese Zeit mit sich bringt, fallen mir immer wieder die Worte eines Arztes ein, der mir letzte Woche sagte: «Angst schwächt das Immunsystem.» Ich wünsche Ihnen deshalb, dass in Ihnen trotz allem nicht die Angst überhandnimmt, sondern die Liebe. Ein bisschen kam diese Liebe bereits als Nächstenliebe zum Vorschein. Auch in unserer Region sind schon viele Gruppen von Freiwilligen entstanden, die Hilfe anbieten. Auf Seite 13 haben wir eine Zusammenstellung aufgelistet. Melden Sie sich bei der Redaktion, wenn Sie selber Solidarität erlebt haben, Hilfe anbieten oder jemandem danken möchten. Damit Sie weiterhin auch Positives lesen können und nicht von der Angst übermannt werden. Feedback an: melanie.baer@chmedia.ch


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WETTINGEN/NEUENHOF

Auch mit 90 Jahren bewahrt sie ihre Fröhlichkeit

LESERBRIEF Sportkoordinator Die SVP hat sich im Fraktionsbericht nur für die Einführung der Stelle ausgesprochen, wenn sie kostenneutral ist. Thomas Benz suggeriert in seinem Leserbrief von letzter Woche, dass die SVP unter allen Umständen für die Stelle ist, was falsch ist. Das Postulat wurde von der FDP eingereicht, die von Thomas Benz mit keinem Wort erwähnt wurde. Es sieht so aus, dass die Pfründe der CVP und FDP im Gemeinderat geschützt werden sollen. Wieso nun die beiden Parteien SVP und GLP zu den Verursachern von höheren Kosten gehören sollen, entzieht sich meinem Verständnis, da sie nur dafür waren, wenn die Stelle kostenneutral ist. Die SVP hat in der letzten Zeit bei jedem Kreditantrag einen Kürzungsantrag gestellt. Der wurde in allen Fällen von der CVP und FDP abgelehnt. Wie soll denn Sparen funktionieren, wenn man alles durchwinkt? Es liegt nun an den Gemeinderatsparteien, ein Budget 2021 zu präsentieren, das von Verzicht gekennzeichnet ist. Das heisst, der Gürtel ist enger zu schnallen. Die Ablehnung des Budgets 2020 hat gezeigt, dass die Einwohner von Wettingen genug von der Ausgabenpolitik des Gemeinderates haben. Dies wird sich beim nächsten Budget wiederholen, sollte der Sparwille nicht ersichtlich sein.

Alice Wiederkehr konnte ihren runden Geburtstag wegen der Coronakrise nicht mit der Familie feiern. Für die Neuenhoferin aber kein Grund, nicht positiv in die Zukunft zu schauen. SIBYLLE EGLOFF

Der 17. März war in zweifacher Hinsicht ein spezieller Tag für Alice Wiederkehr: Die Neuenhoferin wurde 90 Jahre alt, durfte ihren runden Geburtstag aufgrund des Coronanotstands aber nicht im Kreise der Familie feiern. «Es war ein sehr einsamer Geburtstag», sagt Wiederkehr am Telefon zur Limmatwelle. Doch sie und ihr Mann Friedrich hätten das beste aus der Situation gemacht. «Wir sind mit unseren Elektrowägeli in die Baldegg gefahren und im Wald spazieren gegangen, das war wunderschön.» Man müsse halt nun befolgen, was der Bundesrat sage. Sie hätten schon andere schwierige Situationen überstanden. So etwa die Mobilmachung und die Rationierung der Lebensmittel während des Zweiten Weltkriegs. «Mein Vater musste in die Armee einrücken. Meine Mutter blieb mit meiner Schwester und mir alleine zurück», erinnert sich Wiederkehr. Man habe Rüebli, Kartoffeln und Kohl angepflanzt. «Wir hatten das Geld nicht, um im Laden einkaufen

Jürg Baumann, Einwohnerrat, Präsident SVP Wettingen

HINWEIS Die Musikschule Wettingen hat entschieden, den An-, Ab- und Ummeldetermin vom 1. April auf den 1. Mai zu verlegen. Dies aufgrund des Coronavirus. Bei Fragen zu Fächern und Instrumenten kann man sich per E-Mail oder Telefon von der Fachlehrperson beraten lassen. Bei Fragen zum Angebot geben Sekretariat und Schulleitung Auskunft. Kontaktdaten finden sich auf der Website der Musikschule: https:// musikschule.schule-wettingen.ch.

Alice Wiederkehr feierte ihren 90. Geburtstag mit ihrem Ehemann Friedrich. zVg zu gehen.» Man habe sich damals einschränken müssen, doch es sei nicht tragisch gewesen. «Vielleicht hilft unsere Erfahrung den Jungen, damit sie in dieser Krise zuversichtlich bleiben.» Manchmal könne so ein Ereignis auch eine Chance zum Innehalten sein, einem eine Pause von der schnelllebigen Welt verschaffen. «Man kann lesen, backen, etwas Schönes zuhause machen.» Wiederkehr hat bereits das nächste Jubiläum im Auge Wiederkehr ist zufrieden mit ihrem Leben und würde rückblickend nichts anders machen. Sie wohnt mit ihrem 97-jährigen Ehemann immer noch im eigenen Haus in Neuenhof. Gemeinsam bewältigen sie den Haushalt, kochen jeden Tag

selbst. «Auch im hohen Alter habe ich mir meine Fröhlichkeit bewahrt. Meinen Mann singe ich jeden Morgen wach, damit er aufsteht», sagt die gelernte Schneiderin und lacht. Seit 72 Jahren ist sie mit ihm verheiratet. Sie lernte ihn 1946 an einem Fasnachtsfest in Wettingen kennen. Die beiden haben drei Töchter und einen Sohn, der aber bereits vor 20 Jahren verstarb. Die Seniorin ist fünffache Grossmutter und dreifache Urgrossmutter. Den runden Geburtstag will Wiederkehr nach der Coronakrise nicht mehr nachfeiern. Sie hat bereits das nächste Jubiläum ins Auge gefasst. «In drei Jahren sind mein Mann und ich 75 Jahre verheiratet, wenn wir das noch erleben, gibt es ein grosses Fest.»

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WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

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AUS DEM GEMEINDERAT Auswirkungen des Coronavirus auf die Gemeindeverwaltung Der Bundesrat hat an seiner Medienkonferenz vom 16. März die «ausserordentliche Lage» für die Schweiz ausgerufen. Daraufhin hat der Regierungsrat gestützt auf das Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzgesetz Aargau die kantonale Notlage ausgerufen. In Anbetracht der besonderen Lage hat der Führungsstab der Gemeinde Neuenhof wichtige Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheit der Mitarbeitenden und unserer Bevölkerung zu schützen. Deshalb sind die Schalter der Gemeindeverwaltung seit Montag, 23. März, bis auf weiteres geschlossen. Die Dienstleistungen der Gemeinde sollen der Bevölkerung auch in der aktuellen Situation zur Verfügung stehen. Die Bevölkerung wird gebeten, den persönlichen Kontakt mit der Gemeindeverwaltung möglichst zu vermeiden und die Anliegen hauptsächlich via Telefon, E-Mail oder per Post abzuwickeln. Zwingend notwendige oder nicht aufschiebbare Besuche bei der Verwaltung sind weiterhin möglich, jedoch nur nach Vereinbarung eines Termins. Bitte melden Sie sich während der ordentlichen Öffnungszeiten per E-Mail oder Telefon bei der zuständigen Abteilung: Bau und Planung (056 416 21 20; bauverwaltung@neuenhof.ch), Betreibungsamt (056 416 21 30; betreibungsamt@neuenhof.ch), Gemeindebüro (056 416 21 40; gemeindebuero@ neuenhof.ch), Finanzverwaltung (056 416 21 50; finanzverwaltung@ neuenhof.ch), Gemeindekanzlei (056 416 21 70; gemeindekanzlei@ neuenhof.ch), Soziale Dienste / Ge-

meindezweigstelle SVA (056 416 21 80; sozialdienst@neuenhof.ch), Gemeindesteueramt (056 416 21 90; steueramt@neuenhof.ch). Sämtliche Verwaltungsabteilungen sind während der ordentlichen Öffnungszeiten per E-Mail oder über die jeweiligen Hauptnummern der Abteilungen erreichbar. Laufend aktualisierte Informationen findet man auf www.neuenhof.ch. Der Gemeinderat bittet um Verständnis für diese sehr einschneidenden Massnahmen. Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung, sich an die Weisungen des Bundesrates zu halten und diese, zum Schutze aller, strikte zu befolgen. Der Gemeinderat wünscht allen gute Gesundheit. Kommunale Wahlen vom 29. März finden statt Der Bundesrat hat kürzlich beschlossen, auf die Durchführung der angeordneten eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Mai zu verzichten. Nach Rückmeldung des Kantons können die kommunalen Wahlen vom Sonntag, 29. März, Stand heute – unter Einhaltung der entsprechenden Empfehlungen des Bundes vor allem für das Wahlbüro – durchgeführt werden. Aufgrund der aktuellen Situation rund um den Coronavirus wird die Bevölkerung gebeten, das Wahlcouvert wenn möglich per Post zurückzusenden oder in den Gemeindebrief kasten beim Haupteingang einzuwerfen, um den persönlichen Kontakt am Wahlsonntag (an der Urne) möglichst zu vermeiden. Die Urne ist am Sonntag trotzdem normal geöffnet. Die Sicherheits- und Hygienevorschriften werden selbstverständlich strengstens beachtet.

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Informationen zur Abfallentsorgung in der Gemeinde Neuenhof Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) des Kantons Aargau empfiehlt in seiner Empfehlung vom 19. März folgende Verhaltensregeln bei der kommunalen Abfallentsorgung: Kommunale Kehrichtentsorgung: Die kommunale Sammlung von Kehricht und Grüngut aus Privathaushalten soll weiterhin gewährleistet werden. Es sind dabei jedoch folgende wichtige Punkte zu beachten: 1.) Im privaten Haushalt sollen Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken gesammelt werden. Diese Plastiksäcke werden ohne Zusammenpressen verknotet und in Abfalleimern mit Deckel gesammelt. Die Abfalleimer sind mit dem Abfallsack der Gemeinde ausgestattet. Die zugebundenen Abfallsäcke der Gemeinde werden wie üblich als Hauskehricht entsorgt. 2.) In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll zudem auf die Abfalltrennung verzichtet werden, d. h., auch die ansonsten separat gesammelten Abfälle wie PET-Getränkeflaschen, Aludosen, Altpapier etc. sollen mit dem normalen Kehricht entsorgt werden (Ausschliessen von Infektionsgefahr). Ebenfalls sollen keine Abfälle in die Grüngutsammlung oder in den Kompost gegeben werden, diese sind ebenfalls mit dem Kehricht zu entsorgen. Kommunale Sammelstellen: Die öffentlichen betreuten sowie nicht betreuten Sammelstellen sollen weiterhin betrieben werden. Es wird ein «Tropfensystem» für den Zugang

eingerichtet. Selbstverständlich gelten die allgemeinen Verhaltensregeln. Die Bevölkerung wird gebeten, die Sammelstellen nur aufzusuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst zuhause gelagert werden. Die Abfallverbrennung im Garten oder in Cheminées ist auch in der aktuellen Situation verboten. Kommunale Papiersammlung: Die kommunale Papiersammlung vom 25. April findet nicht statt. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Artinesa Kurtishi, 2001, serbische Staatsangehörige, Zürcherstrasse 106; Alen Rustemoski, 1986, nordmazedonischer Staatsangehöriger, Zürcherstrasse 124, mit den Kindern Alejna (2015) und Adem (2017); Sanjiv Mishra, 1975, indischer Staatsangehöriger, Webermühle 12, mit Ehefrau, Sweta Mishra, 1976, und den Kindern Shivansh (2007) und Shrivika (2016); Andreas Simon, 1969, deutscher Staatsangehöriger, Zürcherstrasse 73; Ines Rudolf, 1974, deutsche Staatsangehörige, Chrüzlibergweg 13, mit den Töchtern Johanna (2004) und Julina (2006). Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen.


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NEUENHOF/KILLWANGEN

Der Sozialdienst geht auch einkaufen

Der Neuenhofer Gemeinderat rief die Bevölkerung vergangene Woche zur Nachbarschaftshilfe auf. Auch die Gemeinde selbst hilft mit. RAHEL BÜHLER

Am 13. März hat der Bundesrat entschieden, dass Menschen, die über 65 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen haben, ihre Wohnungen wegen des Coronavirus nicht mehr verlassen sollten. Damit stellt sich für viele Menschen die Frage, wie sie einkaufen, Medikamente besorgen oder mit dem Hund spazieren gehen sollen. In den sozialen Medien bilden sich seither laufend Gruppen, die ihre Unterstützung dabei anbieten. Auch die Gemeinde Neuenhof macht mit. Der Gemeinderat hat sich in den Gemeinderatsnachrichten von vergangener Woche mit einem Aufruf an die Bevölkerung gewandt: Wer Hilfe benötige oder anbieten könne, soll sich auf der Gemeindekanzlei melden. Die Gemeinde würde sie dann unterstützen oder vermitteln. Bislang habe es die Hilfe der Gemeindekanzlei noch nicht gebraucht, sagt die stellvertretende Gemeindeschreiberin Simone Bürgler auf Anfrage. Bisher kümmere sich der Sozialdienst Neuenhof um die Anfragen. Konkret kümmert sich Cornelia Spadanuda um die Nachbarschaftshilfe. Sie ist die Leiterin des Fachbereichs Kindes- und Erwachsenenschutz des Sozialdiensts Neuenhof. «Wir hatten bis jetzt fünf Anfragen von Menschen, die Hilfe benötigten», sagt sie. Von diesen fünf hätten sich drei wieder abgemeldet, da sie sich anders organisiert hätten. Zweimal ist der Sozialdienst allerdings aktiv geworden: Für zwei Senioren ist er einkaufen gegangen. INSERATE

Wegbegleiter für Über Umwege haben Jacqueline und Benjamin Meier zum Beruf des Seelsorgers gefunden. Bereut haben sie den Jobwechsel nie. Auch jetzt nicht, wo Covid-19 ihre Arbeit auf den Kopf stellt. Im Interview sagen sie, wie sie trotz Krise mit der Bevölkerung von Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach in Kontakt bleiben.

«Die Senioren haben uns ihre Einkaufslisten per Telefon oder Mail mitgeteilt», so Spadanuda. Dann seien Mitarbeitende im Dorf einkaufen gegangen, hätten die Artikel bei den Senioren deponiert. Bislang habe der Sozialdienst nur Aufträge zum Einkaufen erhalten. Möglich ist laut Spadanuda auch das Besorgen von Medikamenten. Ausserdem sind die Kinderkrippen nach wie vor geöffnet. Der Sozialdienst steht auch mit dem Alterszentrum Sonnmatt in Kontakt: «Sie sind selbst sehr gut organisiert. Bisher mussten wir ihnen im Sinne der Nachbarschaftshilfe nicht helfen. Die Verbindun- MELANIE BÄR gen sind jedoch hergestellt», sagt Seit Oktober sind Jacqueline und Benjamin Meier als Pfarreiseelsorger in der Spadanuda. Seelsorgeeinheit Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach tätig. Das Ehepaar lebt Das Angebot der Gemeinde in Neuenhof und wird künftig das Team schliesst eine Marktlücke An Wochenenden steht das Angebot der Kirchenkolumnisten der Limmatwelder Gemeinde, Nachbarschaftshilfe le ergänzen. Um Jacqueline und Benjamin Meier in Anspruch zu nehmen, nicht. Für solche Fälle verweist Spadanuda auf vorzustellen, war geplant, sie vergangene andere Angebote: «Etwa die App vom Woche für ein Interview in ihrem Büro Schweizerischen Roten Kreuz bietet in der Pfarrei in Neuenhof zu treffen. AufHilfe.» Trotzdem: Mit ihrem Angebot grund der aktuellen Lage wurde das schliesse die Gemeinde Neuenhof Interview telefonisch durchgeführt und eine Marktlücke, findet Spadanuda: auch das Thema Coronavirus angeschnit«Nicht alle Menschen sind in den ten. sozialen Medien tätig oder wissen, wie Apps funktionieren.» Zum Hörer Sie sind das neue Pfarreiseelsorwürden aber viele Menschen greifen. ger-Ehepaar. Wie geht es Ihnen? «Wir sind für alle telefonisch er- Jacqueline Meier: Wir haben ausserreichbar», versichert sie. Zudem kön- gewöhnliche Zeiten, ansonsten geht ne man auch die Pikett-Nummer es uns sehr gut. Wir haben uns gut (056 416 21 76) brauchen. eingelebt. Für mich ist die Region Zu den täglichen Arbeiten des nicht unbekannt, ich bin in SpreiNeuenhofer Sozialdiensts gehören tenbach aufgewachsen. auch Beistandschaften. So kümmert er sich um junge Menschen mit ko- Benjamin Meier: Wir wurden herzgnitiven oder psychischen Schwie- lich aufgenommen und freuen uns, rigkeiten oder um ältere Menschen, die Leute auf ihrem Lebens- und die ihre Einkommens- und Vermö- Glaubensweg zu begleiten. gensverwaltung nicht mehr selbstständig organisieren können. Auch Wie begleiten Sie die Menschen als mit diesen Menschen seien sie in Seelsorger in dieser Zeit, wo mögKontakt, so Spadanuda: «Wir haben lichst viele daheim bleiben sollen? viele informiert und beruhigt.» Jacqueline Meier: Wir sind für die Menschen da und erreichbar, jetzt halt eher per Telefon oder Mail.

Benjamin Meier (35) ist für liturgische Feiern, arbeit und das Musikalische zuständig. Was tun Ihre Pfarrei und Sie als Seelsorger zusätzlich zu den Gesprächen? Jacqueline Meier: Die Herausforderung ist, mit den Leuten in Kontakt zu bleiben, da wir sie nicht mehr persönlich treffen können. Unsere Pfarreien Killwangen, Neuenhof und Spreitenbach haben eine Home-

«Die Herausforderung ist, mit den Leuten in Kontakt zu bleiben.» JACQUELINE MEIER, SEELSORGERIN

page gestaltet, die Impulse, Ideen und Anregungen für diese ausserordentliche Zeit bietet. Zu finden ist diese neue Homepage über den Link der Pfarrei-Homepages oder direkt unter gemeinsamstark.parishnet. ch. So wollen wir als Pfarreifamilie auch in dieser Zeit verbunden bleiben. Gerade in den anstehenden Ostertagen. Denn es wird seltsam Was sind momentan die Anliegen der sein und auch schmerzen, dass wir Bevölkerung? Benjamin Meier: Es Ostern nicht gemeinsam in der Kirgibt Menschen, die Ängste und Sor- che feiern können. gen haben in dieser Situation, die alleine sind und sich einsam füh- Ihr Alltag als Seelsorger hat sich len, weil sie nicht unter die Leute ziemlich verändert ... Benjamin dürfen. Wir sind keine Psychiater, Meier: Ja, letzte Woche waren wir bieten ihnen aber gerne Gespräche auch organisatorisch gefordert. Wir mussten klären, welche Anlässe an.


WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

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Menschen in allen Lebenslagen

Administration, Kommunikation, Ministranten- Jacqueline Meier (42) ist für liturgische Feiern, Diakonie, Passantenhilfe und für die gemeinschaftlichen Angebote zVg zuständig. zVg und Feiern verschoben oder abgesagt werden müssen, wer darüber informiert werden muss und über welche Kanäle wir dies publizieren. Das braucht eine gute Koordination und Organisation, damit nichts vergessen geht. Was nicht verschoben werden kann, sind Beerdigungen. Benjamin Meier: Diese dürfen weiterhin stattfinden, halt unter den gegebenen Umständen, im engsten Familienkreis, direkt am Grab. Das ist für Angehörige, die sich in einer Zeit der Trauer befinden und von einem Menschen Abschied nehmen müssen, unglaublich schwierig. Ich versuche, sie zu unterstützen, aber auch uns als Seelsorger sind die Hände gebunden. Würden Sie gerne mehr machen? Jacqueline Meier: Ja, unser Beruf lebt davon, dass wir zusammen unterwegs sind, man sich trifft, gemeinsam feiert. Uns geht es wie den Schulen: Wir sind dran, neue Wege zu finden, um trotzdem in Kontakt zu sein, die Menschen zu unterstützen und das Pfarreileben lebendig zu halten, so gut es geht.

Meier: Ich bin gelernter Konstrukteur und war zwei Jahre lang im Bereich Kundendienste und Projektplanung tätig. Der Druck war sehr hoch und ich hatte keine Zeit, daneben ein normales Privatleben zu führen oder den Glauben zu leben, mit dem ich aufgewachsen bin. Ich kam an einen Tiefpunkt, heute würde ich sagen, es war ein Burnout. Das war so einschneidend, dass ich entschied, das zu machen, was mir wichtig ist, was mich geprägt und begleitet hat. Ich kündigte meinen Job und studierte an der Hochschule in Chur Theologie. Das war der richtige Entscheid. Ich könnte mir

«Ich entschied, das zu machen, was mir wichtig ist.» BENJAMIN MEIER, SEELSORGER

mehr, dass ich dort auch beruflich tätig werden möchte. So habe ich mich in Luzern zur Religionspädagogin ausbilden lassen und anschliessend in Chur und Luzern das Theologiestudium gemacht. Als Seelsorgerin muss ich den Leuten nichts verkaufen, sondern darf einfach aus Freude am Glauben etwas mit ihnen zusammen gestalten und das Gemeinschaftliche pflegen. Darin sind wir nicht alleine. Gott ist da. Soll das eine Ermutigung für all jene Leute sein, die wegen der Isolation jetzt alleine sind? Jacqueline Meier: Ja, durchaus, denn Gott begleitet uns auch in der Stille und im Alleinsein. Es braucht aber auch Nächstenliebe, für sich selbst und andere sorgen und die Solidarität mit den Schwachen und Kranken. Das sind zwar wesentliche christliche Grundwerte, die aber jeder Mensch leben kann.

heute nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu sein als Wegbegleiter für Benjamin Meier: Im Moment ist FasMenschen in allen Lebenslagen. tenzeit. Es ist die Zeit, wo sich Menschen ein bisschen zurückziehen, Jacqueline Meier: Ich habe eine Leh- zurücknehmen. Nicht ganz freiwilre im Detailhandel gemacht und lig ist uns allen dies nun aufgetraarbeitete sieben Jahre lang als Uh- gen. Warum liegen Ihnen die Menschen am ren- und Schmuckverkäuferin. In Herzen, warum haben Sie den Beruf meiner Freizeit habe ich mich in der Jacqueline Meier: Dadurch, dass die des Seelsorgers gewählt? Benjamin Pfarrei engagiert und spürte immer meisten Freizeitangebote wegfallen,

gibt es eine verordnete Verschnaufpause. Mich beschäftigt die Frage, ob das auch langfristig Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat. Auch im Seelsorgebereich: Es wird sich zeigen, welche kirchlichen Angebote wirklich wichtig sind und den Leuten gefehlt haben, welche nicht und was noch fehlt. Benjamin Meier: Ich behaupte, man wird danach nicht einfach wieder in den normalen Alltag übergehen können. Wir müssen als Kirche die Fühler ausgestreckt haben, wach sein und schauen, welchen Einfluss die neu geschaffenen Angebote für das gemeinsame Unterwegssein haben. Was gibt Ihnen der Glaube? Benjamin Meier: Gelassenheit. Gelassenheit weil ich weiss, ich muss nicht alles selber machen. Jacqueline Meier: Mir gibt der Glaube Heimat. Wir waren im Sommer länger in den USA und durften an verschiedenen Orten katholische Gottesdienste mitfeiern. Obwohl vieles anders war, fühlten wir uns trotzdem daheim. Diese Beheimatung wünschen wir uns auch für die Menschen unserer Pfarreien. www.gemeinsamstark.parishnet.ch


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Bauausschreibung BG Nr: Bauherr:

3016-001 Presicce Damiano, Vorstadtstrasse 15, 8953 Dietikon Bauobjekt: Einbau Autoreparaturwerkstatt Baustelle: Aspstrasse 8 Parzelle: 3636 Zusatzbew.: Aargauische Gebäudeversicherung

Das Baugesuch liegt vom 26. März 2020 bis 27. April 2020 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

Die öffentliche Auflage erfolgt vom 30. März 2020 bis 28. April 2020 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach eingereicht werden. Zustelladresse: Bauverwaltung, Poststrasse 13, 8957 Spreitenbach. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten.

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuch Bauherrschaft:

Grundeigent.: Bauobjekt:

– Wasserenthärtung – Reparaturen Cristofero Callerame Hürdlistrasse 7 5436 Würenlos

– Boilerentkalkung – Badumbauten Telefon 056 610 16 13 Mobile 076 365 46 56 cris.sanitaer@gmail.com

Bauvorhaben:

Chantal Falk Enz und Bruno Enz, Rütihaldenstrasse 28c, 8956 Killwangen do. Rütihaldenstrasse 28c, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 475) Anbau Sitzplatz mit Lamellendach

Gemeinde Spreitenbach

Suche Menschen zwischen 40 – 60 Jahren

Das Baugesuch liegt vom 26. März 2020 bis 27. April 2020 während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

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KILLWANGEN/SPREITENBACH

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

LESERZEICHNUNG

Die achtjährige Amy Zurkinden aus Killwangen liest gerade das Buch «Luna-Lila» und hat das Titelbild abgezeichnet. Die Redaktion dankt herzlich! Gerne publizieren wir Kinderzeichnungen oder Fotos. Schicken Sie Ihre Beiträge an: redaktion@limmatwelle.ch.

GLÜCKWÜNSCHE KILLWANGEN Folgende Personen, welche in Killwangen wohnhaft sind, wurden oder werden im April 70 Jahre und mehr (1. Teil). Der Gemeinderat gratuliert herzlich. Walter Schranz, 4. / 88 Jahre Salvatore Rizzo-Trono, 1. / 81 Jahre Femi Mehmeti, 6. / 79 Jahre Rita Kramer-Laube, 5. / 76 Jahre Rosina Cerullo-Clemente, 1. / 73 Jahre Dagmar Hauck-Lorch, 9. / 72 Jahre

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AUS DEM GEMEINDERAT Rechnungsabschluss Einwohnergemeinde 2019 Die Verwaltungsrechnung der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 6,42 Mio. Franken ab. Dieser wird als Zugang im Eigenkapital gebucht. Dazu beigetragen haben vor allem die höheren Steuererträge resp. der Eingang von bereits als Verlust abgeschriebener Steuern (2,8 Mio. Franken) und Minderkosten bei der Sozialhilfe (2,3 Mio. Franken). Grössere Budgetüberschreitungen blieben dagegen aus. Der gute Jahresabschluss der Einwohnergemeinde darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den nächsten Jahren sehr hohe Investitionen anstehen, welche es zu finanzieren gilt. Dadurch relativiert sich das sehr positive Ergebnis 2019 wieder. Die Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Verlust von 0,63 Mio. Franken ab. Dieser ist durch extrem hohe Unterhaltsarbeiten bei der Abwasserreinigungsanlage Killwangen-Spreitenbach-Würenlos entstanden. Die Abfallwirtschaft, die Elektrizitätsversorgung, die Wasserversorgung und das Kommunikationsnetz schliessen allesamt mit Gewinn ab. Sämtliche Abrechnungen werden der Einwohnergemeindeversammlung vom 23. Juni zur Genehmigung unterbreitet. Strafanzeigen Wer materielle Hilfe beansprucht, hat der zuständigen Sozialbehörde wahrheitsgetreu und vollständig Auskunft über die Lebenssituation zu erteilen. Im März des laufenden Jahres hat der Gemeinderat der Staatsanwaltschaft

zwei Personen zur Anzeige gebracht, weil sie diese Pflicht nicht korrekt wahrgenommen und damit nicht gerechtfertigte Sozialhilfegelder bezogen haben. Zudem muss der entstandene Schaden zurückgezahlt werden. Personelles Nach fast 34-jährigem bzw. 31-jährigem Wirken werden Daniel und Brigitte Lienberger, Hauswarte der Schulanlage Boostock, infolge vorzeitiger Pensionierung per 30. November in den Ruhestand treten. Der Gemeinderat dankt Daniel und Brigitte Lienberger für den unermüdlichen Einsatz sowie die guten und langjährigen Dienste für die Gemeinde Spreitenbach und wünscht ihnen bereits heute im neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Sammlung von PET-Getränkeflaschen, Aludosen, Altpapier. Diese Abfälle sind aufgrund der Coronapandemie in den nächsten Wochen mit dem normalen Kehricht zu entsorgen, damit eine Infektionsgefahr ausgeschlossen werden kann. Dies gilt auch für die Grüngutsammlung. Des Weiteren ist zu beachten: • Sammelstellen nur aufsuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. • Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst zu Hause gelagert werden. Coronavirus Es sind weiterhin die wichtigsten Verhaltensempfehlungen gemäss Weisung des Bundesamtes für Gesundheit zu beachten: 1. Bleiben Sie zu Hause, insbesondere, a) wenn Sie 65 Jahre alt oder älter sind oder an einer Vorerkrankung leiden – es sei denn, b) sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten, oder c) sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen, oder d) sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen. 2. Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder einem Desinfektionsmittel; 3. Hände schütteln vermeiden. 4. Husten und Niesen in Wegwerf-Papiertaschentücher oder in die Armbeuge; 5. Kontakt zu Personen meiden mit Husten- und Schnupfensymptomen; 6. Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation; 7. Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen halten.

Abfallentsorgung Auch in der Abfallentsorgung gilt es aktuell aufgrund der Verbreitung des Coronavirus folgende spezielle Verhaltensregeln zu beachten: • Im privaten Haushalt sind Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken zu sammeln. • Diese Plastiksäcke sind ohne Zusammenpressen zu verknoten und in Abfalleimern mit Deckel zu sammeln. Die Abfalleimer sind mit dem Abfallsack der Gemeinde ausgestattet. • Die zugebundenen Abfallsäcke der Gemeinde werden wie üblich als Hauskehricht entsorgt. • In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, ist zudem in dieser Situation auf die Abfalltrennung zu verzichten. Also Termine 4. bis 19. April: Frühlingsausnahmsweise keine separate schulferien.

INSERATE

Pikettdienst während Ostern Freitag, 10. April 2020 (Karfreitag) sowie am Montag, 13. April 2020 (Ostermontag) bleiben sämtliche Büros der Gemeindeverwaltung und des Werkhofes geschlossen. In dringenden Fällen können erreicht werden: Regionalpolizei: Tel. 117 Bestattungsamt: Tel. 079 369 39 92 Störungsdienst: – Elektrizitätsversorgung – Wasserversorgung – Kommunikationsnetz Wir danken für Ihr Verständnis.

Tel. 056 402 00 55 Tel. 056 402 01 77 Tel. 056 410 21 20 Gemeinderat und Personal


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SPREITENBACH

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

«Wir setzen uns für Lösungen ein» Pro Spreitenbach wird im April zehn Jahre alt. Der Verein hat mittlerweile gegen 100 Mitglieder. RAHEL BÜHLER

«Beklag dich nicht, wenn du an der Gemeindeversammlung nicht abgestimmt hast.» Mit diesem Inserat, das auch diese Zeitung abgedruckt hat, hat der Verein Pro Spreitenbach vor der Wintergmeind in Spreitenbach auf sich aufmerksam gemacht. Der Verein bezog keine Stellung. Er forderte das Spreitenbacher Stimmvolk dazu auf, sich an der Abstimmung zu beteiligen. «Wir sind ein Verein, keine Partei. Wir vertreten keine Meinung. Bei uns kann jeder bei seiner eigenen Ansicht bleiben», sagt Peter Wurzer beim Interview im Restaurant Sternen im Spreitenbacher Dorf kern. Diese Sätze wird er im Verlauf des Gesprächs mehrmals wiederholen. Der Vorstand von Pro Spreitenbach setzt sich aus Peter Muntwyler, Heidi Sami, Susanne Muntwyler, Silvia Bodenmann und Wurzer ist Präsident von Pro Sprei- Peter Wurzer (v.l.) zusammen. zVg tenbach. An seiner Seite sitzt Vizegerade ansteht. Egal ob das Anlie- Mitglieder stimmt das ab, was es Auf die Neumatt-Inserate angepräsidentin Susanne Muntwyler. gen gross oder klein ist», sagt Munt- will», stellt Wurzer klar. Später hat sprochen, meint er: «Wir haben Der Verein positioniert sich manch- wyler. Federführend sei aber der ein Spreitenbacher Einsprache bewusst keine Statements zur Neumal doch Präsident: «Ich ergreife jeweils das gegen die Tempo-30-Zone erhoben matt-Abstimmung abgegeben. Wir Im September 2009 standen Ge- Wort, informiere über Dinge, die und vor dem kantonalen Verwal- wollten die Leute zum Wählen animieren.» Die Vizepräsidentin ermeinderatswahlen an. Im ersten wir abgeklärt haben. Dann steht die tungsgericht Recht erhalten. gänzt: «Wir haben bei unseren TrefWahlgang wurden vier von fünf Diskussion offen.» Es kämen auch Die Generalversammlung zum fen oft heftige Diskussionen.» Aber: Mitgliedern gewählt. Für den zweiJubiläum findet nicht statt ten Wahlgang liess sich Spreiten- «Wir sind das Sprachrohr «Wenn wir ein Problem aufgreifen, bachs Förster Peter Muntwyler aufIn den vergangenen zehn Jahren setzen wir uns auch immer für die stellen. Bereits im ersten hatte er der schweigenden gab es 13 Kommissionsmitglieder Lösung ein.» 385 Stimmen erhalten. In einer Mehrheit.» und vier Gemeinderäte, die aus den Mittlerweile zählt der Verein 90 Nacht-und-Nebel-Aktion hat sich Reihen von Pro Spreitenbach stam- Mitglieder. An die Treffen kommen PETER WURZER, PRÄSIDENT eine Unterstützungsgruppe für Pemen. Für Wurzer sind das die Meiter Muntwyler gebildet. Sie haben lensteine des Vereins. «Wir haben bei unseren Der Vorstand engagiert sich seit Flyer verteilt und Plakate gedruckt. viele Nichtmitglieder an diese TrefAuch Peter Wurzer und Susanne fen. «Einmal waren die Spitex-Frau- zehn Jahren im Verein. «Es braucht Treffen oft heftige Muntwyler waren dabei. Schliess- en dabei. Sie haben uns gefragt, ob Menschen mit Heimatgefühl und Diskussionen.» lich wählte der Spreitenbacher Sou- wir etwas dafür tun können, dass Herzblut», sagt Letzterer. Sonst sei SUSANNE MUNTWYLER, VIZEPRÄSIDENTIN verän den Förster mit 771 Stimmen. die Spitex nach wie vor ein Verein Spreitenbach nur ein Ortsschild vor Aus dieser Gruppe entstand 2010 bleibt und keine AG wird. Weil uns einem Gemeindeeingang. Sie beide der Verein Pro Spreitenbach. «Wir das sinnvoll erschien, haben wir seien solche Menschen: Die 53-jäh- um die 20. Muntwyler: «Nach jemerkten, dass man in einer Gruppe uns dafür starkgemacht», sagt der rige Muntwyler ist Ortsbürgerin. dem Treffen versenden wir ein viel mehr bewirken kann als allei- Vereinspräsident. Ein anderes Bei- Sie arbeitet an der Blumenbörse Memo mit den Infos. Man muss ne», erinnert sich Wurzer. «Wir spiel, für das sich der Verein ein- Zürich. Wurzer ist 57 Jahre alt, im nicht dabei sein, um informiert zu hatten alles schnell zusammen: gesetzt hat, ist die Dorfstrasse: 2011 gleichen Haus wie Muntwyler auf- sein.» Statuten, einen Vorstand, Mitglie- haben Vereinsmitglieder eine Peti- gewachsen und in der EntsorgungsAn der Generalversammlung der», sagt er. «Nur über den Namen tion für eine 30er-Zone auf der branche tätig. Nostalgisch seien sie vom 1. April hätte der Verein sein haben wir lange diskutiert», er- Dorfstrasse lanciert. «Nach der Sa- jedoch nicht: «Wir sind modern, zehnjähriges Bestehen feiern wolgänzt die Vizepräsidentin. Gestartet nierung hatte der stark benutzte vergessen aber die Geschichte des len. Daraus wird nichts: Der Verein ist der Verein mit acht Personen. Schulweg weder ein Trottoir noch Dorfes nicht», so Wurzer. In Sprei- hat die GV wegen des Coronavirus Seither treffen sich die Vereins- einen Zebrastreifen», erklärt tenbach gebe es viele Einwohner, abgesagt. Am 6. April hätte der Vermitglieder am ersten Mittwoch im Wurzer. Die Petition kam zu Stan- die sich nicht mit dem Dorf ver- ein einen runden Tisch mit den Monat im Saal des «Sternen». Eine de, wurde an der Gemeindever- bunden fühlen. Aber auch die Gemeindepräsidentskandidaten im Traktandenliste für diese Treffen, sammlung 2014 angenommen. Also braucht es laut dem 57-Jährigen: Vorfeld der Wahlen geplant. Auch der Verein nennt sie Pro-Treffen, positioniert sich der Verein doch? «Sonst wäre Spreitenbach niemals dieser findet wegen des Versammgibt es nicht. «Wir besprechen, was «Ja, das tun wir. Aber jedes unserer so gross geworden.» lungsverbots nicht statt.


WÜRENLOS

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

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AUS DEM GEMEINDERAT Coronavirus – Verkehr mit Gemeindeverwaltung Aufgrund der aktuellen Lage hat die Geschäftsleitung zur Eindämmung des Coronavirus Massnahmen beschlossen: Der Schalterbetrieb der Gemeindeverwaltung sowie der Pikettdienst werden aufrechterhalten, jedoch beschränkt auf die wichtigsten Dienstleistungen. Die Einwohner werden aufgefordert, nur dringend notwendige Angelegenheiten im Gemeindehaus zu erledigen. Alle anderen Anliegen sind telefonisch, per E-Mail oder per Brief zu regeln. Der persönliche Kundenkontakt wird auf das Notwendigste eingeschränkt. Sitzungen und Besprechungen werden aufs Minimum beschränkt. Wer das Gemeindehaus betritt, ist aufgefordert, seine Hände zu desinfizieren. Besonderes Einwohnerdienste: 056 436 87 00 oder einwohnerdienste@wuerenlos.ch. Wer sich an-, ab- oder (innerhalb von Würenlos) ummelden möchte, soll dies, wenn möglich, online über www.eumzug.swiss tun. Ausländerausweise werden nur per Post zugestellt. Der alte Ausweis ist den Einwohnerdiensten per Post zuzusenden. Verfallsanzeigen für die Verlängerung von Ausländerausweisen können vollständig ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit einer gut leserlichen Kopie des hei-

matlichen Reisepasses per Post eingereicht werden. Abzuholende Ausländerausweise werden nach Erhalt des alten Ausländerausweises (per Post oder durch Einwurf in den Gemeindebrief kasten) mit Rechnung nach Hause versandt. Steueramt: 056 436 87 40 oder steueramt@wuerenlos.ch. Für die Abgabe der Steuererklärungen steht der Briefkasten beim Gemeindehaus zur Verfügung. Eine Abgabe am Schalter ist nicht möglich. Jugend- und Familienberatung: 056 436 87 80 oder jfb@wuerenlos.ch. Beratungsgespräche werden nur telefonisch durchgeführt. Sozialdienst: 056 436 87 25 oder sozialdienst@wuerenlos.ch. Die Auszahlung von Sozialhilfe wird, wenn immer möglich, nur per Bank- oder Postüberweisung vorgenommen. Für dringende Auszahlungen am Schalter ist vorgängig der Sozialdienst anzufragen. Schulverwaltung/-leitung: 056 436 87 70 oder schule@schulewuerenlos.ch. Telefonisch und per E-Mail von Montag bis Freitag, 8–11.30 Uhr erreichbar. Schulsozialarbeit: Telefonisch oder per E-Mail erreichbar: Montag bis Freitag, 9 –11.30 Uhr unter 056 436 87 83, karin.hitz@wuerenlos.ch oder nina.forte@wuerenlos.ch; Mittwoch und Freitag, 14–16 Uhr unter 079 327 76 37. Elternnotruf: 0848 35 45 55.

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Stornierung von Raumreservationen/ Rückgabe SBB-Tageskarten Raumreservationen, die entweder durch die Mieter abgesagt oder durch die Gemeinde untersagt werden müssen, werden ohne Kostenfolge für die Mieter storniert. Dasselbe gilt für bereits verkaufte SBB-Tageskarten, die nicht mehr eingelöst werden. Tageskarten sind nach Möglichkeit vor Ablauf des Datums den Einwohnerdiensten per Post zuzustellen mit Angabe einer Kontoverbindung. Es wird um Geduld gebeten bezüglich der Rückerstattung. Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständige Mitteilung der Sozialversicherung Aargau (SVA): Am 20. März hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket zur Unterstützung der Schweizer Wirtschaft vorgestellt. Unter anderem hat er entschieden, dass Selbstständigerwerbende, die durch die Pandemie Erwerbseinbussen erleiden, mit einem Taggeld entschädigt werden. Diese neue Leistung wird durch die AHV-Ausgleichskassen abgewickelt. Es handelt sich bei dieser Entschädigung um eine neue Leistung der Schweizer Sozialversicherungen. Das Antragsformular ist unter www.ahv-iv.ch verfügbar. Zur Ausgestaltung der neuen Erwerbsausfallentschädigung ist Folgendes bekannt: Die Anmeldung und die Auszahlung erfolgen über jene Ausgleichskasse, bei denen die Selbstständigerwerbenden ihre AHV-Beiträge abrechnen. Die Entschädigung wird ausbezahlt, sofern nicht bereits eine andere Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Der Anspruch besteht während 30 Tagen. Die Wartefrist beträgt 3 Tage. Die Entschädigung ist in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und wird als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10 resp. 30 Tage befristet. Die ausbezahlte Entschädigung unterliegt der

Beitragspflicht. Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen. Selbstständigerwerbende: Einkommensanpassung online melden Die SVA macht darauf aufmerksam, dass Selbstständigerwerbende ihr Einkommen anpassen können, wenn sie feststellen, dass ihre Einkommensgrundlagen für die AHV-Akontorechnungen nicht mehr zutreffen. Mit dieser Meldung helfen sie bei einer Einkommensveränderung mit, dass die AHV-Beiträge der effektiven Einkommenssituation entsprechend berechnet werden. Die provisorische Einkommensgrundlage können Selbstständigerwerbende anpassen lassen, solange die definitive Beitragsberechnung aufgrund der Meldung der Steuerverwaltung noch nicht erfolgt ist. Die SVA Aargau berechnet anhand der Einkommensmeldung die Differenz zwischen den bisherigen und den neu geschuldeten Akontobeiträgen. Waren die bisherigen Beiträge zu tief, wird die Differenz nach der Meldung in Rechnung gestellt. Die Differenzrechnungen müssen innert 30 Tagen beglichen werden. Verspätete Zahlungen lösen einen Verzugszins aus. Wer sich in einer finanziellen Notlage befindet und der Sozialversicherung AHV/IV/EO-Beiträge schuldet, kann sich an die SVA Aargau wenden, um eine Möglichkeit zu finden, damit Inkassomassnahmen verhindert werden können: inkasso@sva-ag.ch / 062 836 82 92. Bauarbeiten an Buechzelglistrasse eingestellt Aufgrund der aktuellen Lage hat die Bauverwaltung zusammen mit der Bauunternehmung beschlossen, die Bauarbeiten an der Buechzelglistrasse einzustellen. Senioren-Mittagstisch entfällt Der Senioren-Mittagstisch vom 2. April entfällt.

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WÜRENLOS

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

Einsicht nur nach telefonischer Vereinbarung möglich! Bauverwaltung Würenlos 056 436 87 50. Baugesuch Nr.: 202015 Bauherrschaft: Wyrsch-Schriber René, Bifigweg 6, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Energetische Flachdachsanierung Lage: Parzelle 3905 (Plan 55), Bifigweg 6 Zone: Wohnzone E2 Baugesuch Nr.: 202016 Bauherrschaft: Zürcher Marcel, Dorfstrasse 5, 5432 Neuenhof und Zürcher Simon, Hinterhagweg 9, 5432 Neuenhof Bauvorhaben: Energetische Flachdachsanierung Lage: Parzelle 353 (Plan 63), Büntenstrasse 2 Zone: Wohnzone W3 Baugesuch Nr.: 202017 Bauherrschaft: Müller Heiko und Müller-Pfau Monika, Juchstrasse 27, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Energetische Dachsanierung Lage: Parzelle 877 (Plan 67), Juchstrasse 27 Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202019 Bauherrschaft: Strohmeier Martin und Oepke Maren, Zelglistrasse 12c, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Sitzplatzüberdachung Lage: Parzelle 4706 (Plan 65), Zelglistrasse 12c Zone: Wohnzone W2 Baugesuch Nr.: 202021 Bauherrschaft: Rudin-Gardoni Anita, Tägerhardweg 2, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät für LuftWasser-Wärmepumpe Lage: Parzelle 4445 (Plan 56), Tägerhardweg 2 Zone: Wohnzone W2 Gesuchsauflage vom 27. März bis 27. April 2020 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

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So soll das Gemeindehaus einst aussehen. Neu sind etwa die Fenster anstelle der Garagentore.

Visualisierung: zVg

Gemeindehaus wird neu Im Dezember hat der Souverän dem neuen Gemeindehaus zugestimmt. Im Mai sollen die Bauarbeiten beginnen. RAHEL BÜHLER

Im Tägerhard in Würenlos entsteht derzeit der neue Werkhof der Gemeinde (die Limmatwelle berichtete). Voraussichtlich Ende April werden das Bauamt und die Technischen Betriebe Würenlos (TBW) ihre angestammten Plätze im Gemeindehaus verlassen und in den neuen Werkhof umziehen. Damit wird im Gemeindehaus viel Platz frei. Was tun mit so viel ungenutzter Fläche? Umbauen und umnutzen lautet Würenlos’ Lösung dafür. Im vergangenen Jahr hat die Bauverwaltung, zusammen mit einem Architekten, die Umbaupläne entwickelt. 2017 hat der Architekt eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. «Wir haben uns mit den Abteilungsleitern zusammengesetzt und sie gefragt: Wo ist Platzbedarf ? Welche Ideen sind realisierbar?», sagt der Würenloser Bauverwalter, Markus Roth. Im Juli 2018 lag die Studie vor. Das Ergebnis war klar: Die Bauverwaltung und die Gemeindekanzlei, mit ihren Abteilungen Einwohnerdienste und Jugend- und Familienberatung, brauchen mehr Platz. Im Dezember hat das Würenloser Stimmvolk sein Okay gegeben: Von den 210 Anwesenden lehnen nur 21 den Verpflichtungskredit über 1,9 Millionen Franken ab. In diesem Kredit ist auch der Betrag für die Dachsanierung enthalten. «Das Schieferdach stammt aus dem Jahr

1957 und ist stellenweise undicht», erklärt die stellvertretende Bauverwalterin, Andrea Hofbauer. «Wir müssen es mittlerweile jedes Jahr flicken.» Das Gemeindehaus gehört zum schützenswerten Inventar Der Schweizer Architekt Ernst Gisel hat das Gemeindehaus 1957 erbaut. Deshalb gehört es heute zu den schützenswerten Bausubstanzen von Würenlos. Aus diesem Grund müsse auch der markante Charakter der Baute möglichst bewahrt werden, heisst es im Traktandenbericht der Wintergmeind 2019. Seit den 50er-Jahren wurde das Gemeindehaus nur einmal aus- und umgebaut: 1989 und 1990. Das Gemeindehaus besteht seit jeher aus einem Nord- und einem Südtrakt. Es wird daher in zwei Schritten umgebaut. Der erste Teil erfolgt heuer, der zweite 2021. Derzeit arbeitet der Architekt das Baugesuch aus. Voraussichtlich soll es von Ende März bis Ende April öffentlich aufliegen. Gehen Einwendungen ein, müssen diese zuerst abgehandelt werden. Gehen keine ein, beginnen die Bauarbeiten für den ersten Teil Anfang Mai. Zuerst zieht die Finanz- und Steuerverwaltung um. Derzeit befindet sie sich im ersten Stock des Südteils. Während zwei bis drei Wochen wird sie in den ehemaligen Büros der TBW untergebracht. In dieser Zeit werden die Dachfenster in der Finanzund Steuerverwaltung ausgetauscht. Wenn sie wieder in ihre ursprünglichen Räume wechselt, bezieht die Bauverwaltung die ehemaligen Büros der TBW. Dann wird das Erdgeschoss umgebaut: Die Ga-

rage, die derzeit noch das Bauamt nutzt, wird bürotauglich gemacht: «Die Böden werden ausgetauscht und isoliert. Auch die Wände und die Decke werden gedämmt», sagt Hofbauer. Auf der Fläche der ehemaligen Garage entstehen die Büros für Roth und Hofbauer, ein Büro für einen weiteren Mitarbeiter und mehr Archivfläche. Auf der bestehenden Fläche der Bauverwaltung gibt es neben dem bisherigen Sitzungszimmer ein zusätzliches. «Bis jetzt hatten wir im ganzen Gemeindehaus nur ein einziges Sitzungszimmer», erklärt Roth. Zudem erhält das Bausekretariat einen neuen Arbeitsplatz. Äusserlich werden Passanten vor allem diese Änderung wahrnehmen: Dort, wo jetzt drei Tore den Eingang zur Garage darstellen, entstehen neu drei Fenster. In der Grösse bleiben sie gleich. Damit es aber trotzdem einen Sichtschutz für die zukünftigen Büros gibt, werden horizontale Holzlamellen angebracht. Gleichzeitig wird das Dach saniert. «Es wird an die neuen Energiegesetze angepasst», so Hofbauer. Zudem werden die Dachfenster ersetzt und die Flachdachlukarnen saniert. Mit einem Unterdach wird laut Traktandenbericht die Wärmedämmung verbessert und garantiert, dass kein Wasser ins Gebäude eintreten kann. Sind die Büros für die Bauverwaltung erweitert, zieht sie wieder zurück. Dann folgt 2021 der Umbau der Ex-TBW-Räume. Diese werden die Jugend- und Familienberatung und die Einwohnerdienste beziehen. Zudem gibt es ein neues Büro für die Finanzverwaltung und ein zusätzliches Sitzungszimmer.


LIMMATTAL

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

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«Begegnet euch mit Liebe»

PERSÖNLICH

Melanie Borter, Redaktorin Limmatwelle

«Juhui, wir haben fünf Wochen Ferien!», so klang es am Freitag vor einer Woche, als der Zwölfjährige nach Hause kam. «Darf ich auch mit in die Ferien?», fragte darauf die bald Fünfjährige. Sie hatte in den vergangenen Wochen das Händewaschen im Kindergarten ganz neu gelernt «wegen diesem Coronar, oder wie der heisst.» Mit ernster Miene erklärt sie: «Zweimal musst du «Häppibörsdei» singen – aber nur im Kopf.» Und der 15-jährige Teenager? Der sagte erst mal gar nichts, was gefühlt eine ganze Woche so bleiben sollte. Wir Eltern richteten derweil ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen ein, theoretisch müssen ja beide gleichzeitig arbeiten. Theoretisch. In der Praxis sieht es bei vielen Familien wohl so aus: Ein Elternteil bespasst, massregelt oder schult gerade den Nachwuchs, während der andere versucht, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und die Arbeitskolleginnen oder immer mal wieder die IT-Abteilung seines Betriebes zu erreichen. Das ist für die ganze Familie nicht einfach. Hinzu kommt die Grossmutter oder der Grossvater, der genau jetzt gerne der Familie beistehen möchte und so gerne helfen würde, aber eben nicht darf. Das geht sehr vielen Familien so. Die schnelle und grosse Verbreitung eines Textes, den die Komikerin und Kabarettistin Patti Basler vergangene Woche in den sozialen Medien veröffentlichte, ist der beste Beweis dafür. Der Text wurde allein auf Facebook über 3000-mal geteilt. Viele verschickten ihn direkt via SMS als Aufmunterung an befreundete Familien. Sogar Schulleiter verbreiteten den Text an die Eltern. Sie schreibe für einmal nicht als Komikerin, sondern als Erziehungswissenschaftlerin, hält die Komikerin aus der Region Baden fest. Aufmunternd ist der Text aber trotzdem. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch

Die Komikerin Patti Basler* schreibt an Eltern und Lehrpersonen und spricht ihnen damit aus dem Herzen. Liebe Eltern und Lehrpersonen, ich schreibe für einmal nicht als Komikerin, sondern als Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Lehrperson: Die Kinder brauchen von euch jetzt Geborgenheit, Liebe, Zuversicht, Strukturen und Lesen, Schreiben, Rechnen. Alles andere ist Luxus. Klar habt ihr die Absicht oder den Auftrag, euren Kindern im Sommer einen reibungslosen Übertritt zu ermöglichen. Der Tag wird kommen, an dem das wichtig wird. Aber er ist nicht heute. Ihr wollt, dass sie über Wikinger oder die Weltwirtschaft, über Staatskunde, die Zusammensetzung der Luft, Schwerkraft oder Scherenschnitttechniken Bescheid wissen. Der Tag wird kommen, an dem das wichtig wird. Aber er ist nicht heute. Ihr versteht das komplizierte E-Learning-Tool nicht, ihr schafft es nicht, Home Office und Home Schooling unter einen Hut zu bringen, das Abfilmen des Instrumentalunterrichts erweist sich als zu kompliziert? Das ist alles nicht so tragisch. Bleibt ruhig. Nehmts mit Humor. Oder mit einem Gin Tonic. Eure Kinder, eure Schulklassen werden nicht zu Bildungsversagern, weil sie einige Wochen keinen Unterricht hatten. Statt die Nerven zu verlieren, weil das Aufschalten der Prüfung nicht gelingt, kann

Bühnenpoetin Patti Basler an einem Auftritt in Weinfelden TG. man das Aufschalten der Prüfung auch mal sein lassen. Der Tag der wichtigen Prüfung wird kommen. Aber er ist nicht heute. Es werden Lösungen gefunden werden, wie man die paar Monate wieder aufholen kann. Ihr könnt mit Nachsicht rechnen, wenn ihr nicht alles geschafft habt. Darum könnt ihr getrost auch nachsichtig sein. Mit Lehrpersonen und Schulleitungen, mit Eltern und Kindern. Und vor allem mit euch selbst. Lernziele und Schulstoff sind im Leben eines Kindes wichtig und der Tag, an dem sie die Kompetenzen beherrschen sollten, wird kommen. Aber er ist nicht heute. Es ist gut, wenn ihr euch und die Kinder sinnvoll beschäftigen könnt in diesen schwierigen Zeiten. Aber das muss nicht eine zielgerichtete und prüfbare Beschäftigung sein. Die Lernziele sind heute nicht wichtig. Wichtig ist heute die Gesundheit. Die Gesundheit aller. Auch die psychische. Wenn es irgendwie geht,

Andrea Stalder/Archiv

sollte das eigene Zuhause für die Kinder ein Hort der Zuversicht und Gelassenheit sein. Alles wird gut. Auch wenn die Bedingungen anders sind. Zuversicht und Geborgenheit werden auch vermittelt durch Strukturen. Gemeinsam kochen, essen, aufräumen, putzen. Gemeinsam eine bis drei Stunden Home Office, wenns geht, mit den Aufgaben der Schule. Wenns möglich ist, mit Online-Angeboten. Aber eigentlich reicht es schon, wenn die Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen nicht verlernen. Alles andere ist Luxus. Versprecht nicht zu viel, erwartet nicht zu viel. Es ist ziemlich scheissegal, wenn mal etwas nicht klappt. Begegnet einander mit Gelassenheit. Mit Humor. Und wenns geht: mit Liebe. * Patti Basler ist Komikerin, Autorin, Kabarettistin und Satirikerin. Mit ihrem Einverständnis veröffentlicht die Limmatwelle diesen Post, den sie am 19. März auf Facebook veröffentlichte.

DIESE HILFSANGEBOTE HABEN SICH IN DER REGION BEREITS FORMIERT Turgi. Freiwillige gehen einkaufen: Gemeinsam stark: Das Seelsorge056 200 81 85. team, die Katechetinnen und Katecheten aus Neuenhof, Killwangen Facebook-Gruppe «Gern gscheh – und Spreitenbach bieten unter geWettige hilft»: Mitglieder bieten meinsamstark.parishnet.ch verentweder ihre Unterstützung an schiedene Angebote, Impulse und hilf-jetzt.ch: Auf der Website kann oder suchen nach Hilfe. Gedanken für Jung und Alt an. man selbst eine Gruppe gründen oder einer beitreten. Gibt man den Die Pfadi Burghorn Wettingen geht Der Rugbyclub Würenlos bietet seine Ort im Suchfeld ein, findet man die einkaufen, bringt Pakete zur Post Unterstützung für alle an, die in Kontakte zu den Whatsapp-Gruppen oder besorgt Medikamente. Kon- Würenlos und Umgebung wohnen. «Support Wettingen», «Spreiti und takt: yuma@burghorn.ch oder 079 Kontakt: youarenotalone@gmx.ch. Co. hälfet» und «Würenlos hilft». 398 98 63. Diese Liste ist nicht abschliessend und Elsa hilft: Hotline der Gemeinden Die Gemeinde Neuenhof bietet unter wird jede Woche ergänzt. Hinweise an: Baden, Wettingen, Ennetbaden und Tel. 056 416 21 76 Hilfe an. redaktion@limmatwelle.ch. «FiveUp»: In der App vom Schweizerischen Roten Kreuz können Menschen Hilfe anbieten oder suchen. Erhältlich im Play Store und im Apple Store.


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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

Eingeschränktes Ge Migi Schatzmann* kann seinen Freunden in Afrika nur begrenzt helfen. Wie er in der Schweiz hilft, schreibt er in nachfolgendem Bericht.

Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung.

zVg

Ein Lichtermeer soll entzündet werden

Die evangelisch-reformierte Kirche und die römischkatholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Coronakrise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung.

Bis Gründonnerstag soll im ganzen Land jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr eine Kerze auf den Fenstersimsen entzündet werden. Die Menschen sind zum gemeinsamen

Gebet eingeladen, z. B. ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen. «Für sie alle bitten wir um Gottes Beistand und drücken so unsere Verbundenheit mit ihnen aus», so Bischof Gmür. Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. «Kirche ist mehr als ein Haus – sie ist ein Auftrag, füreinander zu sorgen, in der Bedrohung jetzt erst recht», sagt Gottfried Locher. Diese Aktion dauert bis Gründonnerstag. (zVg)

Vor fünf Wochen ist in SubsaharaAfrika zum ersten Mal ein Coronafall registriert worden, und damit tauchte auch in Nigeria der erste rote Punkt auf der Coronaweltkarte auf. Es sieht aus, als hätte die Welt Masern, denke ich. Ich war vor zehn Jahren selbst einmal krank im bevölkerungsreichsten Land Afrikas und habe so einen kleinen Einblick in dessen eingeschränktes Gesundheitssystem erhalten. In der Schweiz gibt es auf die Bevölkerung verteilt über zehnmal mehr Ärzte als in Nigeria, wo es etwa 25-mal mehr Menschen als in der Schweiz gibt. Rund die Hälfte davon lebt in den Ballungszentren. Lagos ist die grösste Stadt in Nigeria. Hier leben über 28 Millionen Menschen sehr eng zusammen. Berührungen sind hier viel stärker Teil der Kommunikation und des täglichen Lebens als bei uns. Das wünsche ich mir für uns auch, wenn gerade kein Virus wütet. Immer zwei Meter Abstand halten? Ich wüsste nicht, wie das in einer afrikanischen Stadt gehen soll. Nach jedem Kontakt die Hände gut waschen? Das kann ich mir nicht vorstellen, wenn es an vielen Orten nicht einmal fliessendes Wasser gibt. Deshalb beobachte ich die kleinen roten Punkte auf dem vergessenen Kontinent sehr genau. Ich

Migi Schatzmann lebte zwei Jahre in Afrika, auf mache mir Sorgen um die Menschen. Falschmeldungen verbreiten sich schneller als der Virus Am 17. März habe ich auf «Spiegel Online» gelesen, dass die WHO in Afrika zusätzlich zum Virus die «Infodemic» bearbeiten muss. Das bedeutet, dass sich Falschmeldungen zum Thema Corona schneller verbreiten als der Virus selbst. In Afrika haben Fake-News ein ganz anderes Gewicht als hier. «Menschen machen, was im Netz steht. Und sie sterben daran», lautet der Untertitel des besagten Artikels. Ich kann nachvollziehen, dass diese Menschen ihren Bekannten mehr Glau-

KIRCHLICHE MITTEILUNGEN Kath. Frauenverein Spreitenbach: Absage Abendwallfahrt mit Maiandacht Da es ungewiss ist, ob man im Mai wieder ohne Risiko verreisen kann, hat sich der Vorstand des katholischen Frauenvereins schweren Herzens dazu entschieden, die diesjährige Abendwallfahrt vom Dienstag, 12. Mai, zur Loretokapelle in Mägenwil abzusagen. Jahrzeiten in Neuenhof/Killwangen Da bis auf weiteres keine Gottesdienste gefeiert werden, können auch die Jahrzeiten nicht gelesen

werden. Diese werden verlesen, sobald ein normaler Gottesdienstablauf wieder möglich ist. Die verschobenen Jahrzeiten werden alle an einem Samstag respektive Freitag zusammen gefeiert. Dieser Termin wird im «Horizonte» frühzeitig veröffentlicht. Terminanpassungen sind möglich. Sunntigfiir-Rückblick Am 15. März trafen sich wieder einige Kinder im kath. Pfarrheim Neuenhof zur Sunntigfiir. Thema war «Jesus segnet die Kinder». Dabei wurde erst

geklärt, was denn Segen überhaupt ist. Segen heisst «wohlwollen» oder der Wunsch, «dass alles gut ist». So sind die Anwesenden mit einer Fantasiereise in die Zeit und in das Land Jesu gereist und haben ihn besucht. Bei ihm angekommen, wollten einen die Jünger erst wegschicken, aber Jesus hat sie geschimpft und alle zu sich gerufen und einen Segenswunsch gegeben. Wofür kann man den Segen brauchen? Für das Leben, aber auch für die Fähigkeiten und Talente. Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt: «Von Kindern kann man

viel lernen. Schaut auf sie.» Mit den Fähigkeiten und Talenten der anwesenden Kinder wurde ein Bild gemalt und sich anschliessend gegenseitig den Segen zugesprochen. Öffnungszeiten des Pfarreisekretariats Neuenhof/Killwangen Der direkte Kontakt unter Menschen sollte möglichst vermieden werden. Aus diesem Grund ist das Pfarreisekretariat nur noch telefonisch unter 056 416 00 90 oder per Mail (pfarramt@pfarrei-neuenhof) erreichbar. Angepasste Öffnungszei-


WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

esundheitssystem in Afrika Katastrophe kommt. Ich frage mich, was kann ich für Afrika tun? Und fühle mich ziemlich ohnmächtig. Immerhin: Ich werde meine Freunde in Afrika bitten, die Anweisungen der WHO zu befolgen und nicht auf dubiose Tipps zu vertrauen. Aber hier in der Schweiz kann ich etwas tun. Wie der Bundesrat sagte, darf ich gefährdete Menschen unterstützen. Als Mitarbeiter der Kirche habe ich Möglichkeiten, auch andere zu mobilisieren. Damit wir gemeinsam kranken, einsamen oder alten Menschen helfen können, bis der rote Punkt wieder von der Schweizer Karte verschwindet.

Info-Box dem Bild ist er bei einem Besuch in Nigeria. ben schenken als den Medien. Wirklich stabile politische Verhältnisse oder klare und zuverlässige Kommunikation kennt man dort nur begrenzt. Wenn man also von einem Freund eine Whatsapp-Nachricht erhält, die vermeintlich von Unicef stammt, dann stelle ich mir vor, dass sich die Menschen voneinander getragen fühlen. Dieses Gefühl möchten sie weitergeben und senden die Nachricht wiederum ihren Freunden weiter. Nur dass die Nachricht, der Coronavirus werde abgetötet, wenn er einer Temperatur von über 27 Grad ausgesetzt wird, nicht von Unicef stammt. Es hilft also nicht, wenn man heisses Wasser trinkt, den Körper der Sonne

zVg

aussetzt oder auf den Genuss von Eis verzichtet. Es schadet jedoch sehr wohl, wenn sich die Menschen aufgrund solcher Falschaussagen in Sicherheit denken und die Empfehlungen der WHO dafür in den Wind schlagen. Lebenserwartung unter der Schwelle der grössten Risikogruppe Im Fall von Corona scheint es mir ein Vorteil für die Menschen in Nigeria zu sein, dass zwei Drittel der Bevölkerung minderjährig sind. Die Lebenserwartung liegt dort mit rund 60 Jahren unter der Schwelle der grössten Risikogruppe in der westlichen Welt. Ich hoffe sehr, dass es in Afrika nicht zu einer weiteren

ten: Montag bis Freitag: 9–11.30 woche jede Woche in Form eines Uhr. Für die Abgabe von Unterlagen Videos das «Wort zur Woche» von Timothy Cooke sehen und hören. ist der Briefkasten zu benützen. Zudem ist man daran zu prüfen, Reformierte Kirche Würenlos – An- wie das Angebot in einer anderen gebote während der Coronazeit Ob- Form aufrechterhalten werden wohl die Gottesdienste und kirch- kann. Bereits klar ist, dass Predigtliche Veranstaltungen ausgefallen texte auf der Homepage publiziert sind, ist man per Telefon und per werden und an Interessierte gerne Internet erreichbar, und zwar wie auch per Post nach Hause geschickt folgt: 056 424 36 76 / 056 424 11 33 werden. Gerne kann man sich dafür und www-ref-wuerenlos.ch. Die Kir- im Sekretariat melden. che ist weiterhin offen (neu auch Die Mitarbeitenden sind weiteram Sonntag). Neu kann man unter hin an der Arbeit und auch das Sewww.ref-wuerenlos.ch/wort-zur- kretariat ist wie gewohnt geöffnet.

* Migi Schatzmann ist Sozialdiakon und Jugendarbeiter der reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof. Er lebt mit seiner Familie in Rüfenach. Da zurzeit keine Gottesdienste stattfinden, bietet die Limmatwelle den Kirchgemeinden an, dass verschiedene Kirchenvertreter hier ein persönliches Wort an ihre Gemeinde und die Leserinnen und Leser der Limmatwelle richten können. Den Anfang macht Michael (Migi) Schatzmann von der reformierten Kirche Wettingen-Neuenhof.

Ev.-ref. Kirchgemeinde Spreitenbach-Killwangen Es gibt Menschen die krank sind oder sich wegen des Corona-Virus eingeschlossen und isoliert fühlen. Sie brauchen Hilfe. Deshalb sucht die Kirchgemeinde junge, gesunde Menschen, die helfen wollen. Wer unterstützen möchte, kann sich bei Patricia Huggenberger, Tel. 078 761 46 56 oder bei Dominique und Stefan Siegrist, Tel. 056 401 36 60 oder Tel. 076 720 62 89 melden und bekommt Infos zum genauen Ablauf, zu Regeln und zur Anmeldung.

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«MEIN GOTT»

Verena Lang, pensionierte ref. Spitalpfarrerin und Lyrikerin, Wettingen

Vor einigen Tag habe ich ihn gesehen, den ersten Zitronenfalter. Fast schwerelos schwebte er über die Wiese, ein fröhlicher, gelber Farbfleck. Ein feines Glücksgefühl breitete sich in mir aus: Der Frühling ist da. Ich bleibe jetzt öfters als andere Jahre stehen, halte inne, schaue und versuche, den Blütenduft einzuatmen. Ja, es gibt es noch, das Leben ausserhalb der Angst vor dem Coronavirus und der Ansteckung. Mit der Natur muss ich nicht auf Distanz gehen. Ich lasse mich berühren von der Sonnenwärme, atme Blütenduft und frisches Grün ein und bin der heilsamen Lebenskraft nahe. Hildegard von Bingen, eine Mystikerin und Äbtissin aus dem 12. Jahrhundert, nennt diese Kraft «Grünkraft». Sie bezeichnet sie in ihren Werken als Grundkraft des Lebens, die uns durchströmt, stärkt und aufbaut. Die grüne Farbe wird ihr zum Symbol für Lebenskraft und Lebensfülle. Solche Bilder und Gedanken sind neben der Zeit in der Natur für mich kleine Oasen in der Öde der sozialen Abschottung, in denen ich mich entspannen kann. Sie weisen mich an, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Die innere Kamera beweglich zu halten und immer wieder auf etwas Kraftspendendes zu schwenken. Weg von den allgegenwärtigen Medienberichten und der Sorge hin zu Bildern des frühlingshaften Keimens, Blühens und Wachsens. Das heisst nicht verdrängen, wie ernst die Lage im Moment ist. Es bedeutet einfach wahrzunehmen, dass neben den angstbesetzten Situationen auch Schönes und Erfreuliches da ist. Viel sogar. Dazu gehört auch die Solidarität, die vermehrt spürbar ist. SMS, Mails, Anrufe, die zu mir hineinflattern wie Frühlingsfalter und mich wissen lassen, dass ich trotz allem verbunden bleibe. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


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RÄTSEL

WOCHE NR. 13 DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2020

Kreuzworträtsel 24 300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos. HERAUSGEBERIN CH Regionalmedien AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg GESCHÄFTSFÜHRER Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch, Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch

Binologic

Sudoku

REDAKTIONSTEAM Rahel Bühler, rahel.buehler@chmedia.ch Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material. INSERATE Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch, Telefon 058 200 53 73

In jeder Zeile oder Spalte, aber auch in jedem der neun Quadrate, müssen Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Zeile oder Spalte sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.

Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X oder O in jeder Zeile oder Spalte vorkommen und in jeder Zeile und jeder Spalte stehen gleich viele X und O. Alle Zeilen und alle Spalten sind einzigartig.

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