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24. Oktober 2019, 58. Jahrgang, Nr. 43

Einwohnerrat will neues Budget Der Gemeinderat hat dem Einwohnerrat an der Einwohnerratssitzung vom vergangenen Donnerstag die erste Version des Budgets vorgelegt. Die Fraktionen sind nicht begeistert: SVP, FDP, CVP und GLP weisen es zurück. (rb) S. 4

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

Feuerwehr meistert Probe-Einsatz Rauch aus einem Würenloser Keller, Brand im Schulhaus Spreitenbach: Die Feuerwehr rückte zur Übung aus. MELANIE BÄR

Weiterer SVP-Austritt

Der Killwangener Gemeinderat Jürg Lienberger ist enttäuscht von der SVP. Deshalb ist er per sofort aus der Partei ausgetreten. Er ist nicht der erste Gemeinderat, der während einer laufenden Legislaturperiode in Killwangen die SVP verlässt. Nun haben die Parteilosen die Mehrheit. (bär) S. 10/11

Sirenen, anbrausende Löschfahrzeuge und herumrennende Feuerwehrmänner und -frauen: Am Wochenende rückte die Feuerwehr einmal nicht für den Ernstfall, sondern zur Hauptübung aus. Mehrere hundert Schaulustige blickten ihnen dabei über die Schulter. Am 8. November findet auch in Wettingen die Haupt- Feuerwehr Würenlos (Bild) und Spreitenbach-Killwangen hatten vergangene übung statt. S. 12/13 und 16/17 Woche ihre Hauptübung, die Wettinger haben sie am 8. November. Melanie Bär

INSERATE

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Gemeinde Wettingen

Beschluss des Einwohnerrats; Rechtskraft Nach Ablauf der Referendumsfrist sind die vom Einwohnerrat am 5. September 2019 gefassten und in der Limmatwelle vom 12. September 2019 publizierten Beschlüsse in Rechtskraft erwachsen. Wettingen, 24. Oktober 2019

Der Gemeinderat

Gemeinde Wettingen

Altpapiersammlung Die nächste Altpapiersammlung wird von dem HC Rotweiss Wettingen / SV Lägern Handball durchgeführt und findet statt am Samstag, 26. Oktober 2019 Das der Sammlung mitzugebende Altpapier ist in gut verschnürten, handlichen ca. 5 kg schweren Bündeln bis spätestens 07.00 Uhr entlang den üblichen Kehrichtdeponiestellen bereitzustellen. Wir danken für Ihre Mithilfe. Werkhof und Entsorgung

Einwohnerrat, Beschlüsse vom 17. Oktober 2019 1. Das Protokoll der Sitzung vom 5. September 2019 wird genehmigt. 2. Inpflichtnahme von Gujer Mia Kicki, SP (anstelle der zurückgetretenen Schmidmeister Lea, SP) und Lütolf Peter, SVP (anstelle der zurückgetretenen Berz Silvia, SVP). 3. Als Mitglied der Finanzkommission für den Rest der Amtsperiode 2018/2021 wird Martin Fricker, SVP, gewählt. 4. Als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission für den Rest der Amtsperiode 2018/2021 wird Ruth Jo. Scheier, GLP, gewählt. 5. Das Konzept Entwicklung, Marketing und Kommunikation der Gemeinde Wettingen wird zur Kenntnis genommen. 6. Die Motion der Finanzkommission vom 19. Oktober 2017 betreffend Spitex-Leistungsverträge 2018–19 und 2020ff wird abgeschrieben. 7. Das Budget 2020 der Einwohnergemeinde wird zurückgewiesen. 8. Das Kreditbegehren von Fr. 300‘000.00 für ein Darlehen an den HC Rotweiss Wettingen für die Erneuerung des Kunstrasens und die Sanierung der Infrastruktur auf dem Sportplatz Bernau wird genehmigt. 9. Das Postulat Fraktionen CVP, FDP und SVP vom 16. Mai 2019 betreffend «Mission eine Generation» Start 2020 wird überwiesen. 10. Von der Beantwortung der Interpellation Fraktion SVP vom 14. März 2019 betreffend Stellenerhöhung in der Personalabteilung wird Kenntnis genommen. Der Beschluss unter Ziffer 8 unterliegt dem fakultativen Referendum und wird rechtskräftig, wenn innert 30 Tagen, von der Publikation in der Limmatwelle (24. Oktober 2019) an gerechnet, das Referendum dagegen nicht ergriffen wird. Die Unterlagen können während der Referendumsfrist zur ordentlichen Bürozeit auf der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Einwohnerrat

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AUS DEM GEMEINDERAT

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo.: 8.30–12/ 13.30–18.30 Uhr; Di.–Fr.: 8.30–12/ 13.30–16 Uhr. Die Sozialen Dienste Wettingen sind am Dienstagnachmittag und am Donnerstagnachmittag telefonisch nicht erreichbar. Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sind gerne bereit, telefonisch auch Termine ausserhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren. INSERAT

WETTINGEN

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 24. OKTOBER 2019

Besonderes Wiedersehen Vor exakt 50 Jahren stieg der FC Wettingen in die Nati A auf.

Sie haben sich schon ab und zu getroffen, die Wettinger Fussballer, die Ende Saison 1968/1969 von der Nationalliga B in die Nationalliga A aufgestiegen waren. Aber diesmal wars ein Jubiläum. Im Sommer waren es exakt 50 Jahre, als die damaligen Kicker mit dem FC Wettingen in die NLA aufgestiegen waren. Deshalb organisierten einige von ihnen ein Wiedersehen im Restaurant Sternen. Beim von Sepp Bürgler offerierten Apéro im Weinkeller kam bald Stimmung auf. Danach genossen sie gemeinsam mit ihren Partnerinnen das Essen im Restaurant. Auf dem Foto sind viele bekannte Gesichter dabei. Zum Beispiel Marcel Cornioley, mit damals 17 Jahren der Jüngste. Er ist es in die-

1969 stieg der FCW in die Nati A auf. 2019 gab es ein Wiedersehen.

sem Kreis noch heute. Oder Goalie cker sowie Janos Dikk. Oder WalFredy Madaschi, Peter Hürzeler, ter Hunkeler, der damals für die Walter Markwalder, Peter Kru- körperliche Fitness sorgte. (zVg)

Klosterhalbinsel gestalten und bewahren Die Bevölkerung kann sich am neuen Gestaltungsplan beteiligen.

Auf der Wettinger Klosterhalbinsel vereinen sich verschiedene Nutzungen und bilden eine Symbiose in einer geschichtsträchtigen Umgebung. Um allen Wachstumsansprüchen im denkmalgeschützten Kontext gerecht zu werden, initiierte der Gemeinderat Wettingen einen neuen Gestaltungsplan sowie eine Teiländerung der Nutzungsplanung für die Klosterhalbinsel. Im Mitwirkungsverfahren kann sich die Öffentlichkeit nun einbringen. «Die heutige Vielfalt der Nutzungen soll weiterhin im Gleichgewicht gehalten werden. Sie ist künftig nicht nur ein Garant für ein vitales Quartier und die regionale sowie überregionale AusINSERAT

zVg

strahlung, sondern auch Garant für die schweizweite Ausstrahlung eines lebendigen Begegnungsortes,» sagt Roland Kuster, Gemeindeammann Wettingen. Auf der Grundlage des Masterplans wurden der Gestaltungsplan sowie die Teiländerung Nutzungsplanung Klosterhalbinsel ausgearbeitet. Neben den verschiedenen Nutzungen auf der Halbinsel mit der Verkehrs- und Parkierungssituation wurden auch vermehrt die städtebaulichen Themen wie beispielsweise die Aufwertung von Freiräumen, Anliegen der Denkmalpflege und der Eigentümerschaft aufgenommen. Die beiden Pläne liegen nun bis zum Dienstag, 12. November, im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens öffentlich auf. Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, Wünsche und Anträge zu den Planentwürfen dem Gemeinderat einzureichen. (zVg)

PARTEINOTIZ SVP Die SVP portiert Sylvia Scherer für die Wettinger Schulpflege. Die SVP Wettingen ist, was den Wähleranteil betrifft, die zweitstärkste Ortspartei. Grund genug, am 24. November für die Ersatzwahl in die Schulpflege eine überzeugende Kandidatin zu portieren und damit der Wettinger Bevölkerung eine echte Auswahl zu ermöglichen. Sylvia Scherer ist seit 2012 Mitglied des Einwohnerrats, seit 2017 Präsidentin der katholischen Frauengemeinschaft St. Sebastian und seit 2009 Mitglied des Wahlbüros. Ebenfalls war Sylvia Scherer lange Zeit Mitglied der Gesundheitskommission sowie der Kulturkommission und hat sich als Mitglied der Arbeitsgruppe Fremdbetreuung von Beginn der Umsetzung der «Initiative für ein freiwilliges nutzbares und umfassendes Betreuungsangebot für Kinder» im Jahr 2012 bis heute für die vielfältigen Betreuungsformen in Wettingen engagiert. Seit über sieben Jahren betreut Sylvia Scherer in der Einwohnerratsfraktion der SVP Wettingen das Schuldossier mit viel Engagement und Überzeugung. Zudem steht die erfahrene Einwohnerrätin der vom Kanton Aargau geplanten Abschaffung der Volksschulpflegen sehr skeptisch gegenüber. Sylvia Scherer freut sich auf den Wahlkampf. Sie wird sich in der Schulpflege mit einer konsequenten, glaubwürdigen Sachpolitik dafür engagieren, dass die Wettinger Lehrkräfte und Schulleitenden sich wieder ihrer Hauptaufgabe widmen können: dem Schulegeben.


WETTINGEN VERMISCHTES enangebote und Freizeitaktivitäten zu finanzieren. 2018 durften rund 250 Personen dem Alltag entfliehen. NATIONALRATSWAHLEN Am ver-

Ab Mitte Oktober verkauft Insieme wieder Biberli. zVg INSIEME BADEN-WETTINGEN Mitte

Oktober startet der Biberli-Verkauf der Insieme Region BadenWettingen zugunsten von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Der Verkauf erfolgt in vielen Gemeinden mit Haus- und Strassenverkauf durch Vereine, Schulklassen, Jungwacht, Einzelpersonen. Ein Biberli kostet drei Franken. Der Erlös hilft, die Feri-

gangenen Sonntag, 20. Oktober, fanden die National- und Ständeratswahlen statt. Bei den Ständeratswahlen kommt es für beide Sitze zu einem zweiten Wahlgang. Im Nationalrat wurden die 16 Sitze belegt. Darunter auch mit zwei Wettingerinnen. Yvonne Feri (SP) schafft ihre Wiederwahl mit 46 241 Stimmen. Neu ist Liliane Studer von der EVP im Nationalrat vertreten. 13 740 Aargauer und Aargauerinnen stimmten für sie.

KINDERHAUS MONTESSORI LÄGERN

Am Samstag, 26. Oktober, findet ein Tag der offenen Tür in der Stiftung Kinderhaus Montessori Lägern statt. Der Anlass dauert von 10 bis 15 Uhr. Wie viel der geplanten Steuererhöhung soll in den Schuldenabbau fliessen? Darüber

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«7 Dinge, die Sie vor dem Todesfall vorbereiten sollten» Corina Soncini von der Firma «Dimovera» ist gelernte Fachfrau Gesundheit und studierte Betriebsökonomin. Sie hält mit Frau Tanja Meier vom Bestattungsamt Wettingen einen kostenlosen Vortrag zu folgenden wichtigen Vorsorgethemen:  Was sollten Sie in Bezug auf Unfall, Krankheit und Todesfall unbedingt für sich und Ihre Angehörigen vorbereiten?  Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, Bestattungswünsche, Testament, Willensvollstreckung etc. einfach erklärt  Aufgaben im Todesfall: Welche Aufgaben sind heutzutage im Todesfall durch die Angehörigen selbst zu erledigen? Und wie kann die Familie entlastet werden? Alleinstehende sollten frühzeitig vorsorgen, da viele Aufgaben im Todesfall von keiner Amtsstelle übernommen werden. Über 5000 Personen haben den kurzweiligen Vortrag bereits besucht. In Wettingen findet er statt am Freitag, 08.11.2019, um 14.30 Uhr im ref. Kirchgemeindehaus Wettingen, Etzelstrasse 22. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen steht Ihnen das Team von Dimovera gerne zur Verfügung unter: Tel. 052 243 00 00 / info@dimovera.ch / www.dimovera.ch

Einwohnerrat weist Der Gemeinderat muss nun das Budget nochmals überarbeiten und dem Parlament im Dezember vorlegen.

RAHEL BÜHLER

Wer die Fraktionsberichte im Vorfeld der Einwohnerratssitzung vom 17. Oktober gelesen hat, hatte eine Vorahnung: SVP, FDP, CVP und GLP lehnen das Budget 2020 ab. So kam es dann auch. Die Fraktionen wiesen den Voranschlag 2020 mit 32 zu 16 Stimmen zurück. Er beinhaltet eine Steuererhöhung von 5 Prozent auf total 100 Prozent. Im Ratssaal anwesend waren 48 Parlamentarier und Parlamentarierinnen. Als Erstes ergriff Finanzkommissionspräsident François Chapuis (CVP) das Wort. Der Gemeinderat habe transparent aufgezeigt, wie er beim Erstellen des Budgets vorgegangen sei. Dennoch gebe es generelle Entwicklungen, die zu denken gäben: «Die Aufwandsteigerungen sind in al-

len Ressorts auszumachen, die Stellenerhöhung ist massiv.» Trotz Steuererhöhung würden die Schulden nicht abgebaut, sondern nur gedämpft. Deshalb schlug die FiKo vor, das Budget 2020 abzulehnen mit der Ergänzung, dass 4 Prozent der 5-prozentigen Steuererhöhung für den Schuldenabbau gebraucht werden sollen. «MIT DER RÜCKWEISUNG wollen wir

verhindern, dass das Budget in Wildwest-Manier zerzaust wird», sagt Christian Wassmer von der CVP. Im Namen seiner Partei stellte er zudem den Gegenantrag, dass mindestens 4 Prozent der 5prozentigen Steuererhöhung für den Schuldenabbau gebraucht werden sollen. Der Unterschied zum Antrag der FiKo liegt im Wort «mindestens». Ruth Jo Scheier (GLP): «Wir möchten dem Gemeinderat die Möglichkeit geben, das Budget zu bereinigen und als Ganzes wieder vorzulegen.» Auch die FDP blies ins gleiche Horn: «Wir haben immer gesagt: Wir heissen eine Steuererhöhung gut, wenn sie dem Schuldenabbau dient. Dies ist mit


WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 24. OKTOBER 2019

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Der HC Rotweiss spielt sowohl drinnen als auch draussen. Nun kann er seinen Rasen in der Sportanlage Bernau ersetzen. Alexander Wagner/Archiv

Der HC Rotweiss erhält neuen Rasen Einwohnerrat genehmigt die 300 000 Franken einstimmig. Und nimmt weitere Traktanden zur Kenntnis.

sind sich Gemeinderat und Fraktionen uneinig.

Budget zurück

Rahel Bühler/Archiv

dem vorliegenden Budget nicht streichen? Sollen wir keine Strasso», monierte Judith Gähler. Mi- sen sanieren?» Als Letztes ergriff Vizeammann chaela Huser wies das Budget im Markus Maibach, der für die Finanzen zuständig ist, das Wort. Der Gemeinderat habe die Bot«Wir möchten dem schaft gehört. Die Finanzlage sei Gemeinderat die weiterhin kritisch. «Es muss unser Möglichkeit geben, das Wille sein, gemeinsam einen Budget zu bereinigen.» Kompromiss zu finden, der tragbar ist, sonst haben wir verloren.» RUTH JO SCHEIER, GLP Zuerst musste sich der Einwohnerrat zwischen dem Antrag der Namen der SVP zurück. Dies solle FiKo und dem der CVP entscheiden. 32 Räte stimmten für jenen als Chance angesehen werden. der CVP, 12 für jenen der FiKo. ANDERER MEINUNG war die EVP, die Schliesslich obsiegte der CVP-Andas Budget annehmen wollte: trag in der Schlussabstimmung «Schlimmer als die jetzige Erhö- auch gegen jenen des Gemeindehung auf 100 Prozent war die Sen- rats. Dieser wollte die Genehmikung auf 87 Prozent vor einigen gung des Budgets inklusive der Jahren», sagte Lutz Fischer-Lamp- Steuererhöhung um die besagten recht. Auch die neue Fraktions- 5 Prozent. Nun muss der Gemeinderat präsidentin von SP/WettiGrüen, Mia Gujer, wollte das Bud- nochmals über die Bücher. Mit der get überweisen: «Eine Steuerfuss- Rückweisung kommt es zu einer erhöhung ist dringend notwen- ausserordentlichen Einwohnerdig.» Auch ihr Fraktionskollege, ratssitzung am 9. Dezember. An Leo Scherer, sagte: «Man kann diesem Abend steht das Budget als nicht 3,5 Millionen Franken aus einziges Traktandum auf der Lidem Budget herausschmeissen, ste. Die ordentliche Dezember-Sitohne dass kein Leistungsabbau er- zung findet am 12. Dezember folgt. Wollt ihr die Musikschule statt.

RAHEL BÜHLER

Zwar dauerte die Diskussion um das Budget 2020 mit Abstand am längsten. Es gab aber auch andere Traktanden auf der Liste. So etwa den Antrag des HC Rotweiss Wettingen. Er möchte den Kunstrasen in der Sportanlage Bernau ersetzen. Deshalb will er ein unbefristetes, zinsloses Darlehen in der Höhe von 300 000 Franken. «Für die Finanzkommission ist es unumstritten. Der Einwohnerrat soll den derzeit erfolgreichsten Wettinger Verein unterstützen», sagte Adrian Knaupp (SP). Sämtliche Folgeredner stimmten ihm zu. Die Sache schien bereits in trockenen Tüchern, als Leo Scherer (WettiGrüen) ans Mikrofon trat. «Der HC soll ein Konzept erstellen, wie er die negative Klimawirkung des Kunstrasens kompensieren könnte», forderte er und wies auf den Klimanotstand hin. Wie sie das genau umsetzen sollen, wisse er aber auch nicht. Es gelte das Prinzip der Verhältnismässigkeit. Der Verein solle sich Gedanken darüber machen. Links kam der Antrag gut an, in der Mitte und rechts weniger. «Der Vereinmacht genug», sagte etwa Yvonne Vogel (FDP). So stimmten dem Antrag 9 Räte zu. 37 stimmten dagegen, 3 enthielten sich. Der HC erhält das zinslose Darlehen, ohne Massnahmen für die Klimakompensation unternehmen zu müssen.

VOR ZWEI JAHREN hat die Finanz-

kommission (FiKo) eine Motion eingereicht, die verlangt, dass der Gemeinderat die Spitex-Leistungsverträge 2018 bis 2019 überprüfen soll. Ausgeführt hat diesen Auftrag eine externe Fachstelle. Sie kommt nun zum Schluss, dass die Kennzahlen zur Produktivität, zur Kostendeckung und zu den Vollkosten pro Stunde der Spitex Wettingen-Neuenhof über den kantonalen Durchschnittswerten liegen. Die Spitex Wettingen-Neuenhof sei also produktiver als andere. Ein gewisses Optimierungspotenzial bestehe indes. Öffentlich ausschreiben will die Gemeinde den Leistungsauftrag der Spitex nicht: «Es gibt einfachere und risikoärmere Wege, diese Potenziale zu realisieren», schreibt der Gemeinderat in seinem Bericht. Er will die Motion abschreiben. Die FiKo nimmt den Bericht zur Kenntnis, beantragt aber die Aufrechterhaltung, bis die Einsparpotenziale verhandelt und dem Einwohnerrat dargelegt worden sind. Die Mehrheit im Rat sah dies anders: Sie schreibt die Motion mit 27 zu 21 Stimmen ab. EIN WEITERES TRAKTANDUM stellte

das neue Marketing-Konzept der Gemeinde dar. Alle Fraktionen hiessen es gut. «Das Ziel des Konzepts ist es, Wettingen ein Gesicht zu geben», sagte Andreas Benz von der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Es gab kritische Stimmen: «Wir nehmen das Konzept zur Kenntnis, finden aber, die Massnahmen müssen mit den bisherigen Ressourcen umgesetzt werden», sagte Angela Eckert von der FDP. Das Konzept schlägt eine zusätzliche 50-Prozent-Stelle vor.


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Grosses Interesse am grossen Fest In 294 Tagen startet das zehntägige Jubiläumsfest. 200 Mitwirkende liessen sich vom OK vergangene Woche darüber informieren.

«Der Saal platzt fast aus allen Nähten, sogar die Bühne ist gefüllt. Danke, dass ihr alle gekommen seid», begrüsste der sichtlich erfreute Paul Koller die knapp 200 Personen im Rathaussaal. Sie alle wollen am Jubiläumsfest mitwirken und liessen sich vergangene Woche – 302 Tage vor Festbeginn – vom Präsidenten und von den OK-Mitgliedern informieren. Über 130 Anmeldungen für Festbeizen, Kulturangebote, Marktund Essensstände gingen beim OK ein. 84 davon haben eine Zusage erhalten und werden am Fest präsent sein. «Fast alle Vereine konnten berücksichtigt werden», so Jürg Baumann, der zusammen mit Claudio Depentor für den Festperimeter und die Bauten zuständig ist. «Wir sind absolut überwältigt vom Echo und von den Anmeldungen», sagt Depentor.

Knapp 200 Personen informierten sich im Rathaussaal und auf der Tribüne übers Fest.

ander verbunden sind: die Zirkuswiese mit Dorfcharakter, die Hardmatt mit Kultur und das Tägi mit Partyzone, Lunapark und Open Air. «Wir sind dran, national und international bekannte Künstler für Konzerte zu gewinnen», informierte OK-Mitglied Silvan Möhl. Das Festgelände wird verkehrsfrei und die Verbindungsstrassen werden mit kleinen DAS FESTGELÄNDE ist in drei grosse Festbeizen von Vereinen und EsFestplätze eingeteilt, die mitein- sensständen gesäumt sein.

BESUCHER ab 16 Jahren brauchen

Andres (l.) und Claude Häusler, Claudio Dalla Zuanna (M.), Wettingen; Gate 54/Bassrhythmus

Alexander Hollenstein, Julia Meier, Elias Grüter, Wettingen, Jungwacht und Blauring Wettingen

Denise Zumsteg (l.) (Physioflex), Simona Sacripanti (Vini Sacripanti AG), Wettingen, Verein «dolce vita»

Dano Dreyer (Nachtbrise Baden), Wettingen

«Wir werden eine Bar mit elektronischer Unterhaltung mit national und international bekannten DJs anbieten. Wir haben Erfahrungen mit Festivals, sind jeweils auch am Wettiger Fäscht. Diesmal wird unsere Bar aber viel grösser und wir freuen uns, dass viele Freunde kommen. Es ist für uns speziell, dass ein solches Fest in Wettingen stattfindet, und wir Wettinger wollen uns von der besten Seite zeigen.»

«Wir werden ein grosses Angebot für Kinder und Jugendliche haben mit Ständen und Events. Beispielsweise Harassenstapeln, Hüpfburg, Geländespiele usw. Es werden über 300 Helfer im Einsatz sein, auch umliegende Scharen werden uns unterstützen. Wir freuen uns, wenn es losgeht und wir zeigen können, was unser Verein macht. Dann sehen wir, dass sich die lange Planung gelohnt hat und die Kinder Freude haben.»

«Zusammen mit Denise Riederer vom Restaurant Schartenfels haben wir zu dritt den Verein «dolce vita» gegründet, um am Jubiläumsfest zusammen eine Festbeiz zu machen. Bei uns erlebt man das dolce vita. Besucher können bei einem feinen Glas Wein, einem kalten Plättli oder Pasta ein bisschen chillen. Wir freuen uns auf gute Stimmung und gute Besucher, die Freude haben und ein bisschen mit uns chillen wollen.»

«In unserem zweistöckigen Bau gibt es Take-away-Essen auf hohem Niveau und täglich fünf Stunden Live-Musik. Unser Team ist festerprobt, wir waren an der Badenfahrt, am Stadtfest Brugg und in Ennetbaden. Ich freue mich aufs Ganze. Am liebsten hätte ich, wenn es zwanzig Tage dauern würde. Denn solche Feste sind unvergessliche Tage. Man sieht Leute, die man sonst nicht sieht, und ist in einer anderen Welt.»

ein Festbändeli, um aufs Gelände zu gelangen. Ab sofort können die 10-Tages-Pässe zum Vorzugspreis von 35 statt 40 Franken bei den Festbeiz-Betreibern, 12 umliegenden Gemeinden, auf Poststellen und online bezogen werden. Die Tagesbändeli können erst am Festtag bezogen werden. Sie sollen ebenfalls von den mitwirkenden Organisationen verkauft werden, ein Zehntel des Geldes fliesst in ihre Kasse zurück.

wettingen975.ch


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NEUENHOF

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 24. OKTOBER 2019

AUS DEM GEMEINDERAT Betreibungsamt Am Mittwochnachmittag, 30. Oktober, bleibt der Schalter des Betreibungsamtes infolge der Teilnahme der Mitarbeitenden an der Fachtagung des Verbands der Betreibungsbeamten des Kantons Aargau geschlossen. Die restlichen Abteilungen der Gemeindeverwaltung In der Turnhalle kann frau Kleider haben normal geöffnet. Die Ge- tauschen. zVg meinde Neuenhof bittet um Verständnis. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Infolge eines internen Anlasses schliessen die Türen der Gemeindeverwaltung am Donnerstag, 24. Oktober, bereits um 16 Uhr. Die Gemeinde bittet um Verständnis. Die sonstigen Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalterdienst) der Gemeindeverwaltung sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag, 8–11.30 und 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr. Tel. 056 416 21 11, E-Mail: gemeindekanzlei@neuenhof.ch.

Kinderartikelbörse und Kleidertausch

Der Elternverein Neuenhof organisiert am Samstag, 2. November, in der Turnhalle Zürcherstrasse Franz Fedier, Yvonne Stanik und Männerchor-Präsident Hannes Huffer (v.l.) in zwei Anlässe: Ab 9 Uhr werden der Küche der Turnhalle. Rahel Bühler Kleider für den Kleidertausch für Frauen angenommen. Er findet im Anschluss von 9.30 bis 11.30 Uhr statt. Von 14.30 bis 16.30 Uhr findet die Kinderartikelbörse statt. Tischreservationen bis 28. Oktober bei Barbara Lang unter 079 415 59 82 oder via E-Mail: kleider2h@gmx.ch. zVg

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Metzgete gibt es seit 25 Jahren Das Jubiläum gefeiert hat der Männerchor im gewohnten Rahmen.

beim Metzger gemacht: 100 kleine Blut- und Leberwürste im Duo, 50 Blutwürste, 40 Leberwürste, 40 Rippli, 50 Wädli, 130 Bratwürste.

RAHEL BÜHLER

DAS SCHWIERIGSTE sei jedoch das Organisieren der Helfer, sagt Roth. Geklappt hat es auch dieses Jahr. Pro Schicht sind 20 Personen im Einsatz. Zwei Drittel davon gehören zum Chor. Der Rest sind Freunde und Familienangehörige. Sie helfen im Service oder in der Küche. Dort waschen sie ab, sieden Würste, richten Teller an oder kochen Sauerkraut.

Am vergangenen Samstag fand in der Neuenhofer Turnhalle an der Zürcherstrasse die Metzgete des Männerchors statt. Zum 25. Mal. Sie entstand als Nachfolge-Anlass des Saukegelns. Die Turnhalle ist herbstlich dekoriert, es hängen Drachen an den Stellwänden, Gestecke mit Äpfeln schmücken die Tische. Der Mittagsansturm ist vorbei, erst am späten Nachmittag erwarten die Mitglieder des Männerchors wieder mehr Gäste. «Die Metzgete des Männerchors ist ein fester Bestandteil des Jahresprogramms von Neuenhof», sagt Armin Poznicek. Er ist Aktuar des Vereins und hilft an der Metzgete im Service mit. Ist die Turnhalle voll besetzt, so finden etwa 200 Personen darin Platz. Unter den Gästen sind jeweils Leute aus Neuenhof und Umgebung sowie Vertreter der lokalen Politik. MIT DER PLANUNG angefangen hat

der Männerchor nach dem Dorffest, also Mitte September. Viel zu machen habe es allerdings nicht gegeben: «Wir nehmen jeweils die Unterlagen vom Vorjahr hervor», sagt Konni Roth. Er ist der Vizepräsident und der «Beizer» im Ver- Sie bereiten Rösti und Leberwurst ein. Er hat auch die Bestellungen zu: Edi Meier und Ruedi Mohr (v.l.).


KILLWANGEN / SPREITENBACH AUS DEM GEMEINDERAT Beförderungen Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen Mit Wirkung ab 19. Oktober (Hauptübung) wurden auf Antrag der Feuerwehrkommission Spreitenbach-Killwangen folgende Angehörige der Feuerwehr befördert: Soldat David Wurzer zum Gefreiten; Soldat Alessandro De Marinis zum Korporal; Soldat Timon Inderbitzin zum Korporal; Soldat Jlona Schmid zum Korporal; Korporal Remo Fiumefreddo zum Leutnant. Der Gemeinderat gratuliert den beförderten Angehörigen des Feuerwehrkorps und dankt ihnen für ihren Einsatz zu Gunsten der Öffentlichkeit. Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30– 11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60.

Meldung der Kantonspolizei Tötungsdelikt Killwangen: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft In der Nacht auf den 5. Mai war ein 57-jähriger Montenegriner vor seinem Wohnhaus in Killwangen mit mehreren Messerstichen so schwer verletzt worden, dass er später im Spital an den Folgen dieser Verletzungen verstarb. Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Kantonspolizei vergangene Woche einen 41-jährigen Mann aus dem weiteren familiären Umfeld des Opfers verhaftet. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Staatsanwaltschaft keine Auskunft über die Erkenntnisse und die Umstände, die zur Verhaftung des Tatverdächtigen geführt haben. Die Staatsanwaltschaft Baden hat beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt. Das Zwangsmassnahmengericht ist inzwischen dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt, hat den dringenden Tatverdacht bejaht und wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr Untersuchungshaft für die vorläufige Dauer von drei Monaten angeordnet. Der Beschuldigte bestreitet den Tatvorwurf. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Drei Gemeinderäte wollen kein Gemeinderat Jürg Lienberger ist aus der SVP ausgetreten. Nun dominieren im Gemeinderat die Parteilosen. MELANIE BÄR

jahr von seiner Partei enttäuscht gewesen. «Ich hätte erwartet, dass man ihr Hilfe anbietet, schliesslich hat die SVP sie zur Wahl vorgeschlagen», so Lienberger.

DIE SVP KILLWANGEN verliert somit ihren ersten Gemeinderatsvertreter. Jürg Lienberger war bereits bei der Gründung der Ortspartei am 12. September 2007 dabei, war im erweiterten Vorstand und wurde noch im Gründungsjahr als erster SVP-Vertreter in den Gemeinderat gewählt. Nach seinem Rücktritt ist die SVP nun nicht mehr wie zu Spitzenzeiten mit drei, sondern nur noch mit einem Mann vertreten, mit Gemeindeammann Werner Scherer. Dieser hatte allerdings öffentlich angekündigt, sich für die neue Legislatur nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Angesichts der heutigen neuen Situation will er sich nochmals Gedanken darüber machen.

In Killwangen gibt es zwei Ortsparteien: die SVP und die CVP. Anfang der letzten Legislaturperiode war die SVP mit drei Gemeinderäten die am stärksten vertretene Partei. Dann trat vor rund sechs Jahren Gemeinderat Hanspeter Schmid aus der Partei aus. Aus persönlichen Gründen, wegen interner Unstimmigkeiten, wie Schmid sagt. Nun folgt auch der Rücktritt von Jürg Lienberger. Als Grund gibt er die Wiederwahl von Bundesanwalt Michael Lauber an. «Ich bin schwer enttäuscht, dass die SVP die Wiederwahl von Michael Lauber unterstützt hat, obwohl sie vorgängig «ICH BEDAUERE DEN AUSTRITT von sagte, ihn nicht zu unterstützen. Jürg Lienberger sehr», sagt Jules Rutishauser, Präsident der SVPOrtspartei. Er weilte zum Zeitpunkt der Anfrage der Limmat«Das sind nicht die welle in den Ferien und war erst SVP-Werte, für die ich danach, mehrere Tage später, für mich einmal eingesetzt eine Stellungnahme zu erreichen. habe.» Dass dies mit den am Wochenende durchgeführten Wahlen zu tun JÜRG LIENBERGER, GEMEINDERAT haben könnte und er keine Negativwerbung für seine Partei wollDas sind nicht die SVP-Werte, für te, dementiert er. «So etwas wäre die ich mich einmal eingesetzt ha- mir beim besten Willen nicht in be», sagt Lienberger. Mit dem Par- den Sinn gekommen. Das mache teiaustritt ziehe er deshalb seine ich generell nicht», sagt er und Konsequenzen. Ebenso wie Hans- fügt an: «Meiner Ansicht nach hat peter Schmid amtet Lienberger per so etwas auch keinen Einfluss auf sofort als Parteiloser. Denn schon die Wahlen.» Trotz Bedauern hat Rusishauser beim Knatsch um alt Regierungsrätin Franziska Roth sei er im Früh- Verständnis für die Argumentati-

Jürg Lienberger, parteilos, seit 2007 Gemeinderat, bis Oktober 2019 SVP. Archiv on von Lienberger. «Wenn mich etwas sehr stark stören würde, hätte ich auch Mühe, es zu unterstützen.» Die verschiedenen Austritte wertet er nicht als grundsätzliches Problem der SVP Killwangen. Um trotz Abgängen auch künftig im Gemeinderat vertreten zu sein, kläre man nun ab, wer Interesse an einem solchen Amt hätte. «Es geht aber nicht darum, dass die SVP einen Gemeinderat mehr hat. Es muss jemand sein, der der Gemeinde etwas bieten kann.» Rutishauser würde es sehr begrüssen, wenn der amtierende Ge-

«Als Parteiloser kann ich die Meinung vertreten, die aus meiner Sicht für Killwangen am besten ist.» WALTER HUBMANN, GEMEINDERAT

meindeammann Werner Scherer trotz einstiger Rücktrittserklärung noch eine Amtsperiode anhängen würde. «Zum Wohle der

GEMEINDERATSKANDIDATUREN LEGISLATUR 2022–2025 In zwei Jahren finden Neuwahlen für den Gemeinderat und den Ammann, Amtsperiode 2022–2025, statt. Die Limmatwelle wollte von den jetzigen Gemeinderäten wissen, ob sie schon jetzt entschieden haben, wieder zu kandidieren. Walter Hubmann, parteilos, Vizeammann: «Ich werde mich zu gegebener Zeit entscheiden, ob und für welches Amt ich mich nochmals bewerben werde.» Jürg Lienberger, parteilos: «Ich werde dieses Jahr 72 Jahre alt. Aufgrund dieses Alters werde ich die-

se Amtsperiode gerne noch beenden, danach aber nicht mehr kandidieren.» Werner Scherer, SVP, Gemeindeammann: «Angesichts der heutigen neuen Situation werde ich den Entscheid, nicht mehr anzutreten, nochmals überdenken, intern besprechen und zu einem späteren Zeitpunkt gerne genau darüber informieren.» Hanspeter Schmid, parteilos: «Ich gehe Ende 2020 in Pension und könnte mir im Moment vorstellen, nochmals als Gemeinderat zu

kandidieren. Das Amt als Gemeindeammann schliesse ich aus jetziger Sicht aus.» Markus Schmid, CVP: «Da ich mein Engagement im Gemeinderat nicht als kurzfristig ansehe, ist es schon meine Absicht, auch für die nächste Legislaturperiode zur Verfügung zu stehen. Zum Zeitpunkt des Entscheides muss dieser Schritt dann aber auch mit Familie und Beruf im Einklang stehen. Ob das Ammann-Amt infrage kommen wird, kann ich heute nicht beantworten.» (bär)


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ne Partei im Rücken

AUS DEM GEMEINDERAT Traktandenliste der Einwohnergemeindeversammlung Der Einwohnergemeindeversammlung vom 26. November werden folgende Traktanden zur Behandlung unterbreitet: 1. Jungbürgeraufnahme; 2. Protokollgenehmigung; 3. Kreditantrag über CHF 13,65 Millionen Franken für den Neubau Gemeindehaus; 4. Wasserversorgung, Auslagerung Unterhalt; 5. Teilrevision Bau- und Nutzungsordnung Neumatt; 6. Stellenplan, Steuerfuss und Budget 2020.

Beförderungen Feuerwehr AnlässHanspeter Schmid, parteilos, seit 2011 Walter Hubmann, parteilos, seit lich der Hauptübung der FeuerGemeinderat, bis vor rund sechs Jah- 2008 Gemeinderat, seit 2014 Vizewehr Spreitenbach-Killwangen ren SVP. ammann. sind folgende Beförderungen ausgesprochen worden: David Wurzer zum Gefreiten, Alessandro De Marinis zum Korporal, Timon Inderbitzin zum Korporal, Jlona Schmid, zum Korporal, Remo Fiumefreddo zum Leutnant. Der Gemeinderat und das Feuerwehrkommando gratulieren herzlich.

Werner Scherer, SVP, seit 2010 Gemeinderat/Vizeammann,seit2014Ammann. Gemeinde», wie Rutishauser anfügt. AUCH DIE CVP hat die Austritte der

SVP mitbekommen. «Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, schätze ich Jürg und Hanspeter», sagt Parteipräsident Urs Alt. Bei den Abgängern aktiv für die eigene Partei zu werben, will er zwar nicht und kann sich auch nicht vorstellen, dass sie unmittelbar bei der CVP anklopfen werden. Alt fügt jedoch an: «Für ein Gespräch wären wir aber immer offen.» Einer Partei beizutreten, ist aber für alle drei parteilosen Gemeinderäte kein Thema. «Ich schätze den Austausch mit den Parteipräsidenten, den wir als Gemeinderat regelmässig pflegen», sagt Hanspeter Schmid. Als Parteiloser könne er nun aber sachlich entscheiden. «Und ich fühle mich freier.» Für Walter Hubmann, der nie einer Partei angehörte, hat es nur Vorteile, in der Lokalpolitik parteilos zu sein. Er habe oft Diskussionen unter Kollegen mitbekommen, die sich über parteiinterne Strategien und Weisungen gestritten haben. «Es wurden Meinungen vertreten, weil es die Partei so

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Betreibungsamt Gemäss Inspektionsbericht der Gerichte des Kantons Aargau wird das Betreibungsamt Spreitenbach-Killwangen Markus Schmid, CVP, seit 2018 Gesehr gut geführt und gibt zu keimeinderat. nen Beanstandungen Anlass. Der wollte. Als Parteiloser kann ich Gemeinderat dankt dem Personal hingegen die Meinung vertreten, die aus meiner Sicht für Killwangen am besten ist», so Hubmann. VERMISCHTES SPREITENBACH Nachteile sehen die drei parteilosen Gemeinderäte keine.

des Betreibungsamtes für die gute Arbeit. Jugendtreff Die Gemeinde Killwangen beteiligte sich in der Vergangenheit mit einem Kostenbeitrag von jährlich 10 000 Franken am Betrieb des Spreitenbacher Jugendtreffs. Ab dem kommenden Jahr wird dieser Beitrag von Killwangen eingestellt, da kaum Jugendliche aus Killwangen den Jugendtreff Peli besucht hätten. Termine 25. Oktober, 19.30 Uhr: Politapéro, Zentrumsschopf; 4. November, 17 Uhr: Unentgeltliche Rechtsauskunft, Gemeindehaus. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Schalter sind wie folgt geöffnet: Mo., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Di.–Do., 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Fr., 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax 056 402 02 82. www.spreitenbach.ch. Schalteröffnungszeiten der Regionalpolizei an der Poststrasse 13 in Spreitenbach Montag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11 Uhr; Mittwoch, Posten geschlossen; Donnerstag, 8.30–11 Uhr; Freitag, 8.30–15 Uhr.

«FÜR POLITISCHE ÄMTER auf Ge-

meindeebene ist eine Parteizugehörigkeit tatsächlich weniger relevant als auf kantonaler oder nationaler Ebene», bekennt auch Urs Alt. «Zudem will gerade die junge Generation frei und unabhängig sein, was die Tendenz von immer mehr parteilosen Personen begünstigt.» Und dennoch sieht er viele Vorteile, einer Partei anzugehören. Insbesondere beim Amt als Gemeinderat. «Die Partei steht mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt die Kandidierenden im Wahlkampf.» Die CVP bemühe sich permanent um neue Mitglieder. «In allen Gemeinden hat man Nachwuchsprobleme. In Killwangen als kleine Gemeinde besonders.» Wie die CVP letzte Woche bekannt gab, war sie diesbezüglich kürzlich erfolgreich: Sibylle Müller, Präsidentin des Elternvereins, ist der Partei beigetreten (die Limmatwelle berichtete).

Die Tanzschule Aria Latina führte eine Wer hilft mit, ein Fenster zu gestalShow am vergangenen Samstag auf. zVg ten? zVg TANZSHOW MIT 120 ZUSCHAUERN ADVENTSFENSTER Auch in diesem

Am Samstag, 19. Oktober, stellten die Inhaber der Tanzschule Aria Latina, Antonio Aurecchia und Larissa Caggiano, ihre zweite Show im reformierten Kirchgemeindehaus in Spreitenbach auf die Beine. Die Show trug den Namen «Chaos» und lockte ungefähr 120 Spreitenbacher Zuschauer an. Dieses Jahr wurde sie vom Sänger Danilo Melillo begleitet, der unter anderem auf Hochzeiten singt. Die Show hat den Kindern und Eltern viel Spass bereitet und die Inhaber mit Stolz erfüllt.

Jahr soll die Tradition der HolzAdventsfenster fortgesetzt werden. Damit dies gelingt, ist die Gruppe Adventsfenster Spreitenbach auf der Suche nach Bastlerinnen und Bastlern, Schulklassen, Kindergärten oder Vereinen, die gerne ein Adventsfenster gestalten möchten. Die Kästen werden nach Hause geliefert und nach dem Dekorieren wieder abgeholt. Masse B 80 x H 80 x T 22. Interessierte melden sich bitte bei Gaby Kalt-Muntwyler, Tel. 079 560 08 75 oder unter g.kalt@hotmail.com.


SPREITENBACH

Natur- und Vogelschutzverein erhält 10 000 Franken Am Freitag, 18. Oktober, fand im Zentrumsschopf in Spreitenbach die 35. Kulturpreisverleihung statt.

Zu Beginn begrüsste Gemeinderätin Doris Schmid-Hofer, in Vertretung der Kulturkommission, mit einer erfrischenden Rede die Anwesenden. Den Preis von 10 000 Franken konnte der Natur- und Vogelschutzverein SpreitenbachKillwangen (NVSK) in Empfang nehmen. Jedes Jahr spendet das Management vom Shoppi/Tivoli den grosszügigen Preis, welcher von der Kulturkommission vergeben wird. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgte Jörg Frei mit einem wunderschönen Spiel auf seinen selbst gebauten Panflöten, begleitet auf dem Klavier von Georg Masanz. In seiner ausführlichen Laudation erzählte Rudolf Kalt, ehemaliger Gemeindeammann, über die Gründung und die vergangenen Aktivitäten und Projekte des Vereins. Im Jahre 1934 wurde der

An der Hauptübung inszenierte die Feuerwehr einen Brand im Schulhaus Hasel.

RAHEL BÜHLER

Die Kulturkommission vergab den Preis im Wert von 10 000 Franken an den Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen. zVg heutige Verein als Ornithologischer Verein Spreitenbach gegründet. In den letzten Jahren hat der NVSK in Eigenregie die Trockenmauer oberhalb der Rebberge Sandbühl sowie das Wildbienenhotel am Schopf realisiert. Des Weiteren kümmern sich Mitglieder um die vielen Nistkästen an beträchtlichen Stellen und um die Pflege der Orchideenwiesen. Dank dem grossen Engagement des Vereinspräsidenten Koni Wiederkehr brüten im Turm der ka-

tholischen Kirche jedes Jahr Turmfalken. Selbst das Management Shoppi/Tivoli rief Koni Wiederkehr zu Hilfe, als ein Turmfalkenpaar mit seinen Jungen in der Leuchtreklame vom Einkaufscenter nistete. Seit diesem Jahr befindet sich dort nun für die zukünftigen Turmfalken ein entsprechender Nistplatz. Nach dem offiziellen Teil durften die Gäste noch das reichhaltige Buffet, organisiert durch die Migros, geniessen. (zVg)

Aufgabenhelferinnen auf erlebnisreicher Reise Wie schon im letzten Jahr haben die Aufgabenhelferinnen im Oktober zusammen eine Reise unternommen. Das Ziel war wie gewohnt unbekannt. Um acht Uhr morgens gings los. Mit Bus, SBB und Appenzeller Bahn führte die Fahrt über Dietikon, Zürich, St. Gallen nach Teufen. Hier nahmen die einen den Marsch unter die Füsse , die anderen wurden per Bus abgeholt. Auf der Waldegg im Schnuggebock angekommen, genossen alle den herrlichen Ausblick auf den Alpstein. Beim Rundgang durch die Anlage konnten unter anderem auch Tiere wie Geissen und Schafe beobachtet werden. Anschliessend wurde das Nostalgie-Schulzimmer «Tintelompe» aus dem Jahre 1930 bezogen. Alle bekamen einen eigenen Tornister mit einer hölzernen Farbschachtel und einem Tintenlumpen, dazu einen Federhalter. Lehrer Fritz Habersack teilte jedem einen neu-

Feuerwehr

Die Schülerinnen unterwegs mit ihrem Lehrer Fritz Habersack. zVg en Namen zu. So hängten die Schüeler-Goofe der 4. Klasse ein Täfeli um und hiessen nun Heidi, Rösli, Hermine, Gülsha, MarieLuis, Babette, Ruthli, Klärli, SonLi, Karin, Berteli, Brigittli und Zischgeli. Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Schlauen und die Superschlauen (jene mit Fens-

terplatz). Klassenhefte wurden verteilt, die in verschiedenen Etappen ausgefüllt werden mussten. Es wurde fleissig gearbeitet in Rechnen, Sprache, Heimatkunde, Zeichnen und Singen. Für all die richtig gelösten Aufgaben gab es Striche für die eine oder andere Gruppe. Schlussendlich gewinnt die Gruppe mit den meisten Strichen. Ganz knapp gelingt dies den Schlauen. Auch die hauseigene HolzofenBäckerei Ziträdli wurde besucht, wo Brot, Biber, Birewegge und andere feine Backwaren verkauft werden. Und im Tante-Emma-Laden sind Appenzeller Schnaps, Vollmond-Biershampoo, Munggelisalbe, Nidelzältli und vieles mehr erhältlich. Zum Abschluss wurde noch ein Klassenfoto geknipst, mit lauter frohen Schülerinnen. Auf der Heimreise, wieder mit den verschiedenen Verkehrsmitteln, wurde viel gelacht, Fotos ausgetauscht und über die lustigen Erlebnisse geplaudert. (zVg)

16.10 UHR: Es herrscht Hochbetrieb beim Schulhaus Hasel in Spreitenbach. Die Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen führt an diesem Nachmittag ihre Hauptübung durch. Gerade ist Zvieri-Pause angesagt. Vorher konnten die Besucher den Feuerwehrleuten an verschiedenen Posten beim Arbeiten zusehen. Bald steht die grosse Einsatzübung an. «Um was es geht, wissen unsere Leute aber nicht», verrät Sven Imboden, der Kommandant. 16.25 UHR: Auf einmal ertönen sämtliche Handys und Pager der Feuerwehrleute. Ein Alarm. Im Schulhaus Hasel brennt es. Trotz Übung: Sofort springen die Feuerwehrmänner und -frauen los. «Es ist das erste Mal, dass wir die Übung mit einem scharfen Alarm machen», sagt Imboden. Er schmunzelt. Jetzt geht es schnell. Die Sirenen ertönen, Fahrzeuge rollen an. Zur Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen gehören 89 Mitglieder. 10 Frauen sind darunter. An der Übung im Einsatz sind 79. Bisher musste die Feuerwehr im laufenden Jahr 85-mal im Ernstfall ausrücken. 16.35 UHR: Nun ist das Szenario bekannt: Ein Schüler hat im Keller mehrere Abfalleimer angezündet und ist geflüchtet. Der Rauch verbreitet sich im Schulhaus. Auf den Balkonen stehen Schüler und eine Lehrperson. Die ersten Feuerwehrleute steigen zu ihnen hinauf, um sie zu retten. Andere Mitglieder der Feuerwehr legen Wasserschläuche aus und verschaffen sich Zugang zum Keller. Der Einsatzleiter Remo Fiumefreddo ist per Funk mit ihnen verbunden. 16.50 UHR: Nach und nach werden alle Figuranten gerettet. Der inszenierte Brand gelöscht. 17.15 UHR: Gemäss Ablauf sollte die Übung bereits seit 15 Minuten fertig sein. Ist alles in Ordnung? «Ja», sagt Imboden. «Nur bringen wir den Rauch nicht aus dem Schulhaus heraus. Das braucht noch etwas Zeit.» Ansonsten sei die Übung gut abgelaufen. Die motivierte Mannschaft hätte den Auftrag erfüllt.


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übt den Ernstfall im Schulhaus

Mit zwei Leitern retten die Feuerwehrleute die Figuranten von den Balkonen des Schulhauses Hasel.

Rahel Bühler

Hier steigen die Figuranten aus.

Das Szenario: Ein Schüler hat im Keller Abfalleimer angezündet. Der Rauch Die Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen umfasst 89 Mitglieder und 7 Fahrzeuge. Im laufenden Jahr musste sie 85-mal ausrücken. verbreitet sich. Hier ersichtlich beim Schulhauseingang.


Einstellplätze in Spreitenbach

Einladung zum Politapéro Freitag, 25. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Zentrumsschopf Themen: 1. Neubau Gemeindehaus 2. Neumatt (Stadtplatz und Studie Wüest & Partner) 3. Verschiedenes 4. Frage- und Diskussionsrunde mit der Bevölkerung Die Bevölkerung ist zu diesem Anlass herzlich eingeladen. Gemeinderat Spreitenbach

Das beim Shoppi geplante Quartier Neumatt ist eine Chance für die ganze Gemeinde Spreitenbach. Fragen Sie sich, wieso das so ist? Möchten Sie Informationen aus erster Hand? Oder sind sie skeptisch und wollen mit den zuständigen Leuten diskutieren? Dann kommen Sie an den Neumatt-Morgen im Dorf! Die Vertreterinnen und Vertreter der Entwicklerin Losinger Marazzi und des Eigentümers CS REF Interswiss geben Ihnen gerne Auskunft und diskutieren mit Ihnen bei einem Kaffee und Gipfeli im Restaurant Sternen.

Samstag, 2. November 2019, von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Sternen, Dorfstrasse 72, 8957 Spreitenbach Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren. Vor Ort zeigen wir Ihnen mit einem computeranimierten Modell auch, wie die Neumatt künftig aus allen Himmelsrichtungen aussehen könnte.

Bei Fragen gibt Sabina Erny gerne Auskunft: Losinger Marazzi AG Sabina Erny, neumatt@losinger-marazzi.ch, Tel: +41 058 456 78 26 www.neumatt-spreitenbach.ch

An der Langäcker- und Bahnhofstrasse Frau Vanessa Ruff, Tel. 044 456 57 47

B e t e t, ja fleht für die Kurden um Zurückhaltung der Angreifer, um Weisheit für deren Präsidenten und für Präsident Trump.


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LIMMATTAL

Der Betrieb am Flughafen Zürich soll mit dem neuen Konzept sicherer und pünktlicher werden. Mehrere Gemeinden befürchten zusätzlichen Lärm.

Chris Iseli/Archiv

Flughafen will flexiblere Startzeiten 42 Einsprachen sind gegen das neue Betriebskonzept des Flughafens Zürich eingegangen. Acht Antworten dazu.

RAHEL BÜHLER

UM WAS GEHT ES? Der Flughafen

Zürich aktualisiert sein Betriebskonzept. Deshalb hat er es dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) vorgelegt. Das Konzept beinhaltet zwei wesentliche Punkte: Erstens sollen die Abflugrouten ab der Piste 28 Richtung Westen, Süden und Osten früher getrennt werden. Die Ost-Route dreht wie bisher bei Regensdorf nach Süden ab. Die Routen Richtung Westen und Süden werden weiter geradeaus übers Furttal geführt. Zweitens sollen Starts in Richtung Süden bei Bise geradeaus erfolgen. «Das ist das sicherste Verfahren», erklärt Urs Holderegger, Mediensprecher des BAZL, auf Anfrage. Weiter sollen Flugzeuge zwischen 6 und 7 Uhr sowie 21 und 22 Uhr flexibler starten können. Dies sagt Philipp Bircher, Mediensprecher des Flughafens, auf Anfrage. Die flexiblere Nutzung käme aber nicht einer ausgedehnteren Nutzung gleich. Sie diene dem Abbau von Verspätungen.

Auch solle die Piste 28 neu für der Nacht», heisst es in einem Be- tin Schmid. Er weiss aber: «Mit dem neuen Konzept wird SpreitenStarts ab 22 Uhr genutzt werden richt des BAZL. bach entlastet.» Killwangens Gekönnen. WIE VIELE EINSPRACHEN HAT ES DIE- meindeammann Werner Scherer WAS HEISST DAS KONKRET FÜR DAS SES MAL GEGEBEN? 42. 22 stam- befürchtet «negative AuswirkunAARGAUER LIMMATTAL? «Flugzeuge men von Gemeinden, 11 von An- gen». Würenlos verzichtet aufmit Destinationen im Osten oder wälten, 5 von Privaten, 4 von Flug- grund der Einsprache von Baden Süden fliegen nicht mehr über lärmorganisationen. «Die Einspra- Regio auf eine eigene: «Wir sehen den Aargau, sondern drehen frü- chen von 2018 haben allerdings dies als effizientesten Weg, um das her ab», erläutert Bircher. So gäbe ihre Gültigkeit beibehalten», Thema zu vertreten», erklärt Geschreibt Holderegger. Die Einspra- meinderat Lukas Wopmann. Neues weniger Verspätungen. chen konzentrieren sich vor al- enhof hat ebenfalls 2018 eine Einsprache eingereicht. «Die EinspraWAS IST BISHER GESCHEHEN? 2018 lem auf den Lärmschutz. che von Baden Regio hat mehr Gehat der Flughafen das bisherige Konzept überarbeitet und das WELCHE LIMMATTALER GEMEINDEN wicht. Deshalb unterlassen wir neue vorgestellt. Von Ende August ODER INSTITUTIONEN HABEN EIN- das dieses Jahr», sagt Gemeindebis Ende September 2018 lag es SPRACHE ERHOBEN? Die Gemeinde ammann Susanne Voser. bereits öffentlich auf. Damals gin- Wettingen verzichtete in der zweigen mehrere Tausend Einspra- ten Auflage auf eine Einsprache, da WIE GEHT ES NUN WEITER? Die Einchen ein. Auch Wettingen erhob jene von 2018 noch gilt. Heuer sprachefrist lief vor zwei Wochen Einspruch: «Die Optimierungs- wehren sich der Planungsverband ab. Nun sichtet das BAZL die Einmassnahmen stellen eine Ver- Baden Regio sowie die Gemeinden wände. «Im Anschluss werden schlechterung für die Bevölke- Killwangen und Spreitenbach ge- wir offene Fragen mit dem Flugrung dar», schrieb der Gemeinde- gen die befürchtete stärkere Lärm- hafen klären», erklärt Holderegrat. Damals gab es mehrere Gesu- belastung: «Eine Doppelbelastung ger. Es kann aber noch Jahre dauche, die parallel liefen. Nun wur- des Ostaargaus durch Flugbewe- ern, bis die Änderungen in Kraft den sie zusammengelegt. Deshalb gungen frühmorgens und spät- treten. lag das Gesuch vom 9. September abends lehnen wir ab, ebenso eine bis 8. Oktober ein zweites Mal öf- Ausdehnung der Flugbewegungen WAS KANN EINE GEMEINDE NOCH in der Nacht», gab Baden Regio in TUN, ALS EINSPRACHE ERHEBEN? fentlich auf. einer Medienmitteilung Ende Sep- Wenn das BAZL das Reglement geWELCHE UNTERSCHIEDE GIBT ES ZWI- tember bekannt. Spreitenbach nehmigt hat, können es die bisheSCHEN DEN BEIDEN KONZEPTEN? Je- bläst ins selbe Horn: «Uns ist be- rigen Einsprecher einklagen. Das nes von 2019 ist die aktualisierte wusst, der Flughafen muss Verspä- Bundesverwaltungsgericht muss Version: «Die Regelungsinhalte tungen abbauen. Die Startzeiten darüber entscheiden. Sind eine des BR 2017 bleiben die gleichen sollen aber nur morgens oder oder mehrere involvierte Parteien wie bei der Auflage 2018. Neu wer- abends verlängert werden, nicht nicht einverstanden mit dem Entden alle Grenzwerte ausgewiesen, zu beiden Zeiten», erklärt Spreiten- scheid, kann er bis vor Bundesgeinklusive der Lärmbelastung in bachs Gemeindepräsident Valen- richt weitergezogen werden.


WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT Haselplatzfest Ende 2018 wurde der Haselplatz an der Kreuzung Dorfstrasse/Haselstrasse eröffnet, dessen Gestaltung grösstenteils von der Ortsbürgergemeinde finanziert worden ist. Passend zu seinem Namen wächst in der Mitte des Platzes ein Haselbaum. Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung zum jährlichen Haselplatzfest ein. Dieses findet statt am Samstag, 2. November, 10 Uhr. Die Ortsbürgergemeinde offeriert einen kleinen Imbiss.

ihr Land auch gemeinsam vertreten können. Die Beiträge können im Rahmen des Jugendfest-Budgets auch finanziell unterstützt werden. Gesucht werden zudem Personen, die an den zwei vorausgehenden Projekttagen und am Jugendfest mitarbeiten. Über folgende Mailadresse kann man sich anmelden: jugendfest@schulewuerenlos.ch. Die Organisatoren sind dankbar um Zusagen bis spätestens am 5. November.

Mitgestaltung und Mitarbeit am Jugendfest 2020 Für die Organisation des Jugendfestes vom 19. Juni 2020, das im Rahmen des Dorffestes 1150 Jahre Würenlos stattfindet, hat die Schule Würenlos eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Schulführung und Lehrpersonen, gebildet. Das Motto lautet «Kulturelle Vielfalt» und soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich mit anderen Ländern, Nationen, Sprachen und Kulturen auseinanderzusetzen. Die Gemeinde sucht Leute aus allen Ländern, die gerne am Jugendfest etwas Kulinarisches aus ihrem Ursprungsland kochen oder backen. Wer den «Sirtaki» oder den russischen Volkstanz «Kalinka» beherrscht, ein besonderes Instrument, wie zum Beispiel Dudelsack, Alphorn oder Didgeridoo, oder ein aussergewöhnliches Handwerk beherrscht, der ist eingeladen, dies den Schülern näherzubringen oder sie am 20. Juni 2020 in den «Midsommar» mitzunehmen. Dies sind nur einige Beispiele, wie sich die Bevölkerung am Jugendfest einbringen kann. Den Ideen sind fast keine Grenzen gesetzt. Es können sich auch mehrere Personen aus demselben Land melden, die

Einladung zur 5. Generalversammlung der Bodenverbesserungsgenossenschaft am Dienstag, 19. November, 19.30 Uhr, im Gmeindschäller, Schulstrasse 36. Die Traktanden: 1. Begrüssung, Präsenz, Stimmenzähler, 2. Protokoll GV 20.11.2018, 3. Jahresbericht des Präsidenten, 4. Jahresrechnung Mit der Leiter holen die Feuerwehrmänner die eingeschlossenen Bewohner 2018, 5. Informationen der Technischen Leitung, 6. Verschiedenes: Diskussion und Fragerunde. Die Jahresrechnung 2018 liegt vom 8. bis 18. November auf der Bauverwaltung Würenlos während der Bürozeiten auf. Im Anschluss an die Versammlung wird ein kleiner Ein Kellerbrand und che Besucher auf den Schauplatz. Imbiss offeriert. Die BVG Würenlos «Es geht gleich los, ich bitte Sie, eingeschlossene Be- die Durchgänge freizuhalten», bitfreut sich auf rege Teilnahme. tet Sprecher Andy Moser um Vierwohner: Die FeuerPersonelles Der Gemeinderat hat tel nach sieben die Bevölkerung. Petra Wirz, Jahrgang 1988, Suhr, wehr probte den Und tatsächlich: Kurz darauf fährt als neue Sachbearbeiterin der Ju- Ernstfall. ein Tanklöschfahrzeug vor das gend- und Familienberatung (JFB) Haus. «Es umfasst 2400 Liter Wasgewählt. Sie tritt die Stelle am 1. MELANIE BÄR ser», informiert Moser. Januar 2020 an. «Ich bin schon ein bisschen nerÜbungsleiter Roland Egloff Dank eines vös», sagt Roland Egloff am Frei- steht daneben und beobachtet, Springereinsat- tagabend kurz nach sieben Uhr. Er wie die Feuerwehrmänner einzes von Miriam hat die heutige Übung vorberei- treffen, das Feuer unter Kontrolle Díe kann der tet. Mit Feuerwehrkollege Andy bringen und die zwölf Personen personelle Eng- Moser steht er nun vor dem Fünf- aus dem Haus retten. Die Übung pass bei der JFB familienhaus an der Dorfstrasse 1, soll möglichst ähnlich wie ein überbrückt wo sich bereits Rauch bildet. Mit Ernstfall sein. «Alles, was wir wähjeder Minute kommen zusätzli- rend des Jahres geübt haben, soll Petra Wirz. zVg werden.

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Rauch, Feuer und


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aus dem Mehrfamilienhaus an der Dorfstrasse 1.

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Melanie Bär

Bewusstlose jetzt angewendet werden kön- wenn Bäume eingestürzt oder nen», so Egloff. Keller mit Wasser gefüllt sind.

«Alles, was wir während des Jahres geübt haben, soll jetzt angewendet werden können.» ROLAND EGLOFF, ÜBUNGSLEITER

RUND 20 MAL rücken die Würenloser Feuerwehrmänner und -frauen pro Jahr durchschnittlich aus. «Meistens aber nicht wegen Bränden, sondern wegen technischer Hilfeleistungen», sagt Moser. Etwa

DIE HEUTIGE ÜBUNG spielt sich zwar

teilweise auch im Keller ab. Die Feuerwehrmänner kämpfen aber nicht gegen Wasser, sondern Feuer. Und sie retten zwei bewusstlose Bewohner, die den Brand selber löschen wollten. Auch die restlichen Bewohner sind im Haus eingeschlossen und müssen über die Leiter herausgeholt werden. Eine halbe Stunde später ist der Spuk vorbei. Der inzwischen wieder entspannte Übungsleiter bedankt sich bei der Mannschaft, die Bevölkerung applaudiert. Die Feuerwehrmänner trugen einen Figuranten aus dem Haus.

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Alena und Daniel sind stolz auf Vater Sprecher Andy Moser gab während Thomas Vicha. des Einsatzes viele Informationen.


WÜRENLOS

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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

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Füglister; 18 Uhr, Santa Messa. Mittwoch, 30. Oktober, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion; 15 Uhr, Rosario. Senevita Lindenbaum, Türliackerstrasse 9 Freitag, 25. Oktober, 10 Uhr, Gottesdienst zum Erntedank (Abbé Zacharie). Musikalische Mitwirkung: Boyan Kolarov, Klavier.

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12, Neuenhof, Sonntag, 27. Oktober, 10 Uhr, Erntedank und Begrüssung der neuen Seelsorger Benjamin und Jacqueline Meier. Mitwirkung: Kinder der 5. Klasse. Gemüse und Früchte können zum Segnen mitgebracht werden. Anschliessenden Apéro.

WETTINGEN

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 26. Oktober, 17.30 Uhr, Eucharistiefeier (Thomas Odalil). Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Thomas Odalil) mit Chor St. Sebastian; 12 Uhr, Beichtgelegenheit in polnischer Sprache; 12.15 Uhr, Eucharistiefeier in polnischer Sprache. Mittwoch, 30. Oktober, 9 Uhr, Eucharistiefeier; 19 Uhr, Rosenkranzgebet in polnischer Sprache. Donnerstag, 31. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 25. Oktober, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Samstag, 26. Oktober, 18 Uhr, Familien-Wortgottesdienst mit Kommunionfeier zum Erntedank (Mario Stöckli). Anschliessend Teilete auf dem Kirchenplatz. Sonntag, 27. Oktober, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 30. Oktober, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Donnerstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, Rosenkranzgebet in kroatischer Sprache in der Kapelle. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki); 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier mit Taufe (Thomas Odalil). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate BolligerKönig).

NEUENHOF

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 26. Oktober, 11 Uhr, Tau-

fe von Alessio Bertolino; 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, die Messe entfällt (siehe Killwangen). Montag, 28. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 30. Oktober, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 31. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet.

Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 25. Oktober, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Dienstag, 29. Oktober, 10.15 Uhr, Gottesdienst (Stefan Siegrist). Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Renate Bilinski). Anschliessend Kirchenkaffee.

KILLWANGEN

Ev.-ref. Kirchgemeindehaus Lindenstrasse 11 Sonntag, 27. Oktober, 10.30 Uhr, Gottesdienst (Renate BolligerKönig). Anschliessend Kirchenkaffee.

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Samstag, 26. Oktober, 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Jacqueline Meier). Sonntag, 27. Oktober, 11 Uhr, die Messe entfällt (siehe Neuenhof).

SPREITENBACH

WÜRENLOS

Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 25. Oktober, 18 Uhr, Feierabendmusik; 19 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Anbetungsstunde. Samstag, 26. Oktober, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie), Dreissigster für Giuseppe Di Leo, Jahrzeit für Camilla und Hans Frick-Notter, Pia Fux, Theresia Heiniger-Lüchinger, Emmi Lengen, Robert Lengen, Bruno Weber, Anna Wiederkehr-Stutz. Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst entfällt, stattdessen um 10 Uhr in Neuenhof: Eucharistiefeier zum Erntedank (Abbé Zacharie und Petre Karmazichev) und Begrüssung der neuen Seelsorger Jacqueline und Benjamin Meier-

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 27. Oktober, 10 Uhr, Wortgottesfeier (Christina Fuhrmann); 18 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 30. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier mit anschliessendem Mittwochskaffee. Ev.-ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Timothy Cooke). Klosterkirche Fahr Samstag, 26. Oktober, 8 Uhr, keine Eucharistiefeier. Sonntag, 27. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Donnerstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, Gebet am Donnerstag.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Fiire mit de Chliine, ev.-ref. Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 25. Oktober, 15.30 Uhr.

English Reading, Kirchgemeindehaus, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 31. Oktober, 8.50/10 Uhr.

Chorprobe der Bridge Singers, ev.-ref. Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr.

Kreativ-Atelier Steiacherhof, um gemeinsam Handarbeiten zu machen und zu plaudern, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr. 17, Spreitenbach, Donnerstag, 31. Oktober, 9–11 Uhr.

Morgengebet, ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18, Spreitenbach, Donnerstag, 31. Oktober, 7 Uhr.

«MEIN GOTT»

Johanna Machguth, Chor Bridge Singers, reformierte Kirchgemeinde Würenlos. Frische Luft! Wie oft entfährt uns dieser Ausdruck. Wir treten in einen Raum mit abgestandener Luft oder sehnen uns nach einer Versammlung mit heftigen Diskussionen, an die frische Luft zu gelangen. Auch meine Freundin, die schon längere Zeit in der Demenzabteilung lebt, erwähnt die frische Luft und atmet draussen im Park ein paarmal tief aus. Dabei huscht ein Lächeln über ihr Gesicht. Es war ein schöner, warmer Spätsommertag. Der Park war belebt von Bewohnern des Pflegeheims, mit und ohne Begleitung. Man begrüsst sich, wechselt ein paar Worte, und jedermann scheint zufrieden zu sein. Auf einer der zahlreichen Bänke liessen wir uns nieder, direkt an einer Gebäudeecke. Bald sausten Kinder auf dem Heimweg von der Schule auf Trottinetten um diese Ecke herum, dann wieder auf Velos, und selten kam eines zu Fuss. Aus einer anderen Richtung kam eine junge, elegant gekleidete Frau auf uns zu. Sie führte ihren Hund an der Leine, der so stark zog, dass sie im Laufschritt folgen musste. «Die junge Frau sollte sich Rollschuhe zulegen», sagte meine Freundin. Über diese Äusserung staunte ich. Zuvor war mir schon aufgefallen, wie bewusst sie an diesem Nachmittag die Welt um sich herum wahrnahm. Sie zeigte auf den roten Baukran am Lägernhang und verfolgte dessen Bewegungen, dann auf die Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel. Was aber jetzt folgte, machte uns beide glücklich. «Schau mal nach links», forderte sie mich auf. Zwei Meter von uns entfernt sass ein Eichhörnchen vor einem Haselnussstrauch. Wann hat meine Freundin zuletzt ein Eichhörnchen gesehen? Freude bei ihr und Freude bei mir über diesen Besuch. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


AGENDA

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 24. OKTOBER 2019

20

KILLWANGEN Tag der offenen Tür Ausstellung: «Blumen und Wald», Malerei von Magdolna Keel und extravagante Schmuck-Kreationen(Perlenstickerei) von Carla Bellini. Galerie Magdolna Keel, Dorfzentrum, Rütihaldenstr. 4, Sonntag, 27. Oktober, 11–16 Uhr.

24300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos HERAUSGEBERIN: AZ Anzeiger AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg

NEUENHOF

GESCHÄFTSFÜHRER: Stefan Biedermann, stefan.biedermann@chmedia.ch, Telefon 058 200 58 10

Pro Senectute Aargau: Handharmonika- und Akkordeon-Gruppe Für alle ab 60. Auch für Wiedereinsteiger. Auskunft erteilt Ueli Jundt, Tel. 056 222 88 50, junba@gmx.ch. Ref. Kirche, Montag, 28. Oktober, 14.30 Uhr. Samariterverein: Öffentlicher Vortrag von Mauro Santin zum Thema Medikamente. Indikation, Wirkungsweise, Inhaltsstoffe, Verabreichung und Haltbarkeit von Medikamenten werden erörtert, ebenso alternative Heilmittel. Schulhaus Zentrum 7, Mehrzweckraum, Montag, 28. Oktober, 20 Uhr. Zugang vom Parkplatz Gemeindehaus und von der Hardstrasse her markiert. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos.

SPREITENBACH «Buchstart 2019 mit Sibylle Müller» Gemeindebibliothek, Freitag, 25. Oktober, 9.30–10.30 Uhr. «Neue Malerei» – Kunst im Gemeindehaus Gemeindehaus, Freitag, 25. Oktober, 8.30–15 Uhr, Montag, 28. Oktober, 8.30–11.30 Uhr und 13.30– 18.30 Uhr, Dienstag, 29., Mittwoch, 30., und Donnerstag, 31. Oktober, 8.30– 11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr. «Umwelt-Arena fördert Artenvielfalt» Die Stiftung Umwelt-Arena Schweiz hat zusammen mit Partnern die Grünanlagen rund um das Gebäude naturnah gestaltet und mit beschrifteten Naturmodulen ergänzt. So soll das Erleben, Beobachten und Verstehen der Biodiversität gefördert werden. Umwelt-Arena, Freitag, 25., Samstag, 26., Sonntag, 27., Mittwoch, 30., und Donnerstag, 31. Oktober, jeweils 10–17 Uhr.

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch Telefon 058 200 58 20

Violine-Solo Ilja Gringolts, Violine, präsentiert einen Soloabend mit Werken von Johann Sebastian Bach und Brice Pauset. Gartensaal der Villa Boveri, Ländliweg 5, Baden, Sonntag, 27. Oktober, 17 Uhr. Billettreservation unter www.korendfeld.ch/alle-konzerte oder Tel. 044 491 62 41 (Beantworter). steht. Öffnungszeiten: Mi. bis So. 10–17 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 24. November. Umwelt-Arena, Freitag, 25., Samstag, 26., Sonntag, 27., Mittwoch, 30., und Donnerstag, 31. Oktober, jeweils 10–17 Uhr.

WETTINGEN Pro Senectute Aargau: Seniorenchor Wettingen Volkslieder aus nah und fern. Neue Sängerinnen und Sänger ab 60 Jahren sind willkommen. Auskunft: Christine Neuhaus, Tel. 056 493 47 85. Rathaus, Freitag, 25. Oktober, 14.30–15.45 Uhr. Atelier Walter Huser geöffnet Die einzigartige Atelierausstellung durch die Arbeitsstätte des Künstlers. Atelier Walter Huser, Samstag, 26. Oktober, 15–18 Uhr, Sonntag, 27. Oktober, 11–17 Uhr. Ausstellung «Im Fluss» Museum Eduard Spörri. Eintritt frei. Museum Eduard Spörri, Samstag, 26. Oktober, und Sonntag, 27. Oktober, 14–17 Uhr.

Politapéro Zentrumsschopf, Freitag, 25. Oktober, 19.30 Uhr.

Tag der offenen Tür Die Stiftung Kinderhaus Montessori Lägern lädt herzlich ein. Den ganzen Tag steht das qualifizierte Fachpersonal für Fragen zur Verfügung. Kinderhaus Montessori Lägern, Bahnhofstrasse 88, Samstag, 26. Oktober, 10–15 Uhr.

Neue Wechselausstellung «Klimaschutz & Katastrophenvorsorge – Weltreise Rotes Kreuz» Die Reise führt nach Äthiopien, Haiti und auf die Philippinen. Sie gibt Einblicke zu Land und Leuten und zeigt, was hinter den Schlagzeilen

Rabenführung Beim Stausee Wettingen beobachtet man, wie die Rabenkrähen, Saatkrähen und Dohlen heranfliegen, und erfährt Spannendes über das Leben dieser Vögel. Werkhof, Samstag, 26. Oktober, 17.45–19.30 Uhr.

«Open Sunday» Offene Turnhalle für Primarschulkinder. Bezirksschule (Turnhalle), Sonntag, 27. Oktober, 13.30–16.30 Uhr. «Kafi treff.punkt» Menschen aus aller Welt treffen. Villa Fluck, Montag, 28. Oktober, 17–20 Uhr. Pro Senectute Aargau: Jassen Für alle ab 60. In geselliger Runde mit deutschen Karten jassen. Auskunft: Beratungsstelle Baden, Tel. 056 203 40 80. Ref. Kirche, Montag, 28. Oktober, 13.45–17 Uhr. «Genusswerkstatt live»: Morgan Davis Blues vom Feinsten. Fabian Rimann Chocolatier, Dienstag, 29. Oktober, 18.30–22 Uhr. «Vorlesezeit» Geschichten für Erwachsene. Dominik Beer liest Geschichten vor. Die Zuhörer lassen sich eine halbe Stunde lang von seiner Stimme in die Welt der Buchstaben und Geschichten tragen. Gemeindebibliothek, Dienstag, 29. Oktober, 18.30–19 Uhr. Pro Senectute Aargau: Schach Für alle ab 60. Auskunft: Jürg Greber, Tel. 079 565 66 75. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 29. Oktober, 14–17 Uhr. «BurnOut» Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage Psychische Gesundheit. Kino Orient, Donnerstag, 31. Oktober, 20 Uhr. Blockflöten-Ensemble Salteba der Pro Senectute Aargau Für alle ab 60. Auch für Wiedereinsteiger. Auskunft: Christine Neuhaus, Tel. 056 493 47 85. Ref. Kirche, Donnerstag, 31. Oktober, 14 Uhr.

REDAKTIONSLEITUNG: Melanie Bär, melanie.baer@chmedia.ch REDAKTIONSTEAM: Rahel Bühler, rahel.buehler@chmedia.ch Manuela Page, manuela.page@chmedia.ch REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material INSERATE: Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@chmedia.ch Telefon 058 200 53 73 DRUCK: Mittelland Zeitung AG, 5001 Aarau ZUSTELLUNG: Die Post ABO SERVICE: E-Mail: abo@chmedia.ch / Stichwort Liwe, Telefon: 058 200 55 55, Telefax: 058 200 55 56 EIN PRODUKT DER

VERLEGER: Peter Wanner www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

WÜRENLOS «Stricken gegen das Vergessen» Stricktreff zur Unterstützung der Kampagne von Pro Senectute und Alzheimer Schweiz. Weitere Informationen: www.memo-info.ch. Bitte Wollreste und passende Stricknadeln mitbringen. Organisation: Bea Graber und Veronika Huber. Alte Kirche Würenlos, Dienstag, 29. Oktober, 19–22 Uhr.

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Limmatwelle Woche 43

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