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12. Juli 2018, 57. Jahrgang, Nr. 28

Serie: Menschen ohne Sommerferien Die Limmatwelle besucht für die Sommerserie Menschen in der Region, die aus verschiedenen Gründen keine Sommerferien machen können. Diese Woche hat die Limmatwelle bei den beiden Badmeistern im Schwimmbad Wiemel in Würenlos vorbeigeschaut. Denn für den Badmeister bedeuten die Sommerferien Hochbetrieb. Wenn alle frei haben und gerne die Abkühlung in einem Freibad geniessen, beginnt die Arbeit für den Badmeister. Er sorgt dafür, dass nichts schiefläuft, das Wasser sauber ist und niemand ertrinkt. Wie es ist, im Sommer zu arbeiten, und was den Job des Badmeisters ausmacht auf S. 16/17. (bsc) INSERATE

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Lärm am Wettiger Fäscht überprüft Drei Tage lang wurde in Wettingen gefeiert. Der Lärmpegel wurde dabei stets überwacht.

Beiz an Beiz, Lunapark und eine grosse Open-Air-Bühne: Vergangenes Wochenende fand das Wettiger Fäscht statt. In Scharen strömten die Menschen aus der ganzen Region nach Wettingen, um zu feiern. Da gehört Lärm dazu. Damit die Anwohner nicht das ganze Wochenende schlaflos verbringen mussten, wurde zum ersten Mal eine Lärmobergrenze von 93 Dezibel eingeführt. Noch ist unklar, ob sie eingehalten wurde. (bsc) S.4/5 Das Karussell erfreut die kleinen Fäschtbesucher.

Melanie Bär


Wettingen, Kantonsstrasse K275; Knoten Halbarten

Sperrung und Umleitung für Belagsarbeiten Die Kantonsstrasse wird am Knoten Halbarten vom Freitag, 13. Juli 2018, 19.00 Uhr bis Montag, 16. Juli 2018 für jeglichen Motorfahrzeugverkehr und Zweiradverkehr gesperrt. Es besteht eine signalisierte Umleitung. Für Fussgängerinnen und Fussgänger ist der Gehweg abschnittsweise gesperrt. Die Fussgängerführung wird signalisiert. Die Sperrung der Kantonsstrasse K275 im Bereich des Knotens Halbarten bringt für alle Verkehrsteilnehmenden Vorteile: Einerseits kann das Departement Bau, Verkehr und Umwelt den Belag innert kurzer Zeit entfernen und mit einer hohen Qualität wieder einbauen lassen, andererseits profitieren die Strassenbenutzerinnen und -benutzer von einer minimalen Behinderungszeit. Die Belagsarbeiten erfordern trockenes und warmes Wetter. Bei schlechter Witterung verschiebt sich die Strassensperrung um eine Woche auf den 20. bis 23. Juli 2018. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt bittet die Verkehrsteilnehmenden um Nachsicht für die unvermeidlichen Behinderungen und dankt für das Verständnis. Aarau, 9. Juli 2018 Der Kantonsingenieur

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Die Gemeinde Wettingen ist für ihre über 20’000 Einwohner eine attraktive Wohngemeinde. In diesem Umfeld agiert die Gemeindeverwaltung als professionelle Dienstleisterin für Bevölkerung, Gewerbe und Industrie. Auf August 2019 suchen wir zwei motivierte und lernbereite junge Leute, die ihre berufliche Laufbahn mit einer

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WETTINGEN

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

AUS DEM GEMEINDERAT

Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende in Wettingen wohnhafte Personen haben bei der Gemeinde Wettingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: ‹Juan› Francisco Agramonte Paulino (m), geb. 1990, Jayden Agramonte De la Rosa (m), geb. 2017, beide dominikanische Staatsangehörige, Sonnrainweg 1; ‹Stéphane› René Schneider (m), geb. 1967, ‹Sylvie› Sophie Roselyne Erard (w), geb. 1967, ‹Félix› Marc Pierre Schneider (m), geb. 2002, ‹Salomé› Sophie Capucine Schneider (w), geb. 2002, alle französische Staatsangehörige, Etzelstrasse 15; Salvatore Caputi (m), geb. 1965, italienischer Staatsangehöriger, Hardstrasse 68d; ‹Miguel› Alejandro Gomez del Rio (m), geb. 1974, kubanischer Staatsangehöriger, Landstrasse 61; Philipp Meisel (m), geb. 1979, Bianca Meisel (w), geb. 1980, ‹Maximilian› Bo Meisel (m), geb. 2012, ‹Hannes› Men Meisel (m), geb. 2014, alle deutsche Staatsangehörige, Seminarstrasse 66; ‹Eva› Johanna Moser (w), geb. 1967, ‹Martin› Alois Moser (m), geb. 1964, Johanna Moser (w), geb. 2001, Gabriel Moser (m), geb. 2007, alle deutsche Staatsangehörige, Heimentalstrasse 30; Fatmir Musliu (m), geb. 1973, Sationa Musliu (w), geb. 2015, beide kosovarische Staatsangehörige, Hardstrasse 29; Patrick Rizzo (m), geb. 1981, italienischer Staatsangehöriger, Glärnischstrasse 14; Rahman Telek (m), geb. 1983, türkischer Staatsangehöriger, Gottesgrabenweg 2. Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zu den einzelnen Gesuchen einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie auch negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Einwohnerdienste Die Einwohnerdienste Wettingen bleiben bis zum 10. August jeweils am Dienstagnachmittag und Donnerstagnachmittag geschlossen.

Sie trotzen dem Nieselregen und laufen für den Wettiger Titel.

Barbara Scherer

Wettlauf um den Dorftitel Am «schnällschte Wettiger» liefen über 200 Kinder um die Wette. BARBARA SCHERER

Trotz Nieselregen und dicken Wolken: Zum Auftakt des Wettiger Fäschts rannten am Freitagabend über 200 Kinder hinter dem Bezirksschulgebäude für den Titel «die schnällschti Wettigeri oder de schnällscht Wettiger». Organisiert wurde der sportliche Anlass vom SV Lägern Wettingen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wettingen, dem WettigerFäscht-OK und Swiss Athletics Sprint. Die Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren starteten in mehreren Kategorien. «Angemeldet waren 250 Kinder. Aufgrund des Wetters gab es aber einige Abmeldungen», sagt Dario Caraci. Er leitet zusammen mit Jasmin Emmenegger das OK. Rund 30 Kinder sind nicht zum Lauf erschienen. «Ich dachte, dass sich noch mehr Kinder wegen des Wetters abmelden würden», so Caraci. Doch das schlechte Wetter hielt die anwesenden Kinder nicht davon ab, auf der Laufbahn ihr Bestes zu geben. Eltern, Geschwister und Freunde sorgten entlang der roten Bahn für Stimmung: Sie kreischten und jubelten für jeden tapferen Sprinter. Und schliesslich liess sich dann auch die Sonne blicken.

Die schnellsten Kinder qualifizierten sich für das Kantonsfinal. Die zwei schnellsten Kinder jeder Kategorie qualifizierten sich am Wettinger Lauf für das Kantonalfinal Mitte August in Windisch. Wer dort gewinnt, qualifiziert sich für den nationalen Lauf «De schnellscht Schwizer».

Die Eltern feuern die Läufer an.

INSERATE


WETTINGEN VERMISCHTES

Zum ersten Mal

Bauarbeiten Der Knoten Halbarten in Wettingen ist ab Freitag, 13. Juli, 19 Uhr gesperrt. Im Verlauf des Montags, 16. Juli, wird der Knoten wieder geöffnet. Grund dafür sind Belagsarbeiten. Eine Umleitung via Jurastrasse-Zentralstrasse ist eingerichtet.

2003 wurde die «Lägerebräu» gegründet und hat sich seither von der Hobby-Brauerei zur professionellen Aktiengesellschaft entwickelt. Diese besteht inzwischen aus über 1500 Aktionären und sieben Festangestellten und zahlreichen Aushilfen.

LÄGEREBRÄU Die Wettinger Bierbrauerei «Lägerebräu» feiert am 25. August ab 12 Uhr ihr 10-JahrJubiläum. Alle Bierbegeisterten dürfen sich an diesem Tag auf zahlreiche Überraschungen, Degustationen und eine Brauereiführung auf der Klosterhalbinsel in der alten Spinnerei freuen.

Lesesommer Die Gemeindebibliothek Wettingen geht baden: Während der Umbauzeit des Schwimmbads Tägi stellt die Bibliothek eine kleine Auswahl an Büchern zum Lesen und Mitnehmen gratis im Gartenbad zur Ver- MELANIE BÄR fügung. Nur solange der Vorrat Auf den sozialen Medien war man reicht. sich nicht einig, ob es noch immer zu laut ist am Wettiger Fäscht oder nicht. Auch OK-Präsident Hanspeter Odermatt will nicht beurteilen, ob es durch die Begrenzung der Lärmobergrenze von 93 Dezibel leiser geworden ist am Wettiger Fäscht. Und noch ist auch nicht klar, ob die Lärmobergrenze überall eingehalten wurde. «Aber alle Vereine mit lauter Musik und LiveBands haben sich an die Spielzeiten gehalten und ein Messgerät installiert», so Odermatt. Die aufgezeichneten Daten werden inner- Der Lunapark auf dem Rathausplatz. halb der nächsten zwei Monate vom OK ausgewertet und allfällige Konsequenzen gezogen. Gemäss Reglement kann das OK fehlbaren Vereinen Bussen verteilen. Was im Vorfeld auch immer wieder zu Diskussionen führe, sei der Festschluss. Insbesondere von Vereinsmitgliedern werde immer wieder gewünscht, dass bis um vier Uhr gefestet werden darf. Bisher blieb das OK aber dabei: Ab zwei Uhr muss die Musik abgestellt werden, um drei Uhr ist Festschluss. «Wir konnten dem bisher nicht zustimmen, in einem anderen Jahr sieht es vielleicht anders aus», sagt Odermatt, der nach dem 46. Wetti- Zum Glück die Ausnahme: Schwarze Pizger Fäscht ein positives Fazit zieht. za beim Punto d’Incontro.

INSERAT

Erstmals wurde am Wettiger Fäscht eine Lärmobergrenze von 93 Dezibel eingeführt. Noch ist nicht klar, ob der Wert eingehalten wurde oder nicht.

Trotz Regen: Unsere erfolgreiche Absolventin und unsere erfolgreichen Absolventen strahlen um die Wette . . . In diesen Tagen geht für vier Lernende die Berufslehre bei der Gemeinde Wettingen zu Ende. Unsere KV-Lernenden Rebecca Brouwer, Matthias Hofstetter und Christopher Paice durften das Eidg. Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen. Speziell zu erwähnen ist der Abschluss von unserem Lernenden Forstwart Elias Wiedmer. Mit der kantonal besten Noten von 5,6 schloss Elias seine Lehre auf dem Forstamt ab. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden gratulieren den jungen Berufsleuten herzlich zum erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen viel Glück und Erfolg für den weiteren Lebensweg.

Helen Suter giesst Vanillesauce über die Öpfelchüechli der Landfrauen.


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wurde der Lärm in Grenzen gehalten

Melanie Bär

Open Air im Brühlpark.

Partystimmung in den Festzelten am Abend.

Süsse Verführung: Crêpes.

Würste mit Bier sind beliebt.

Die Wiese vor der Open-Air-Bühne ist sehr beliebt.

bsc

Anwohner Daniela und Werner Senn (r.).

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Kurt Müller in Festlaune.

bsc


WETTINGEN Bauherrschaft: Daniel Füglister-Strotz Dorfstrasse 87b 5430 Wettingen Bauobjekt: Sitzplatzverglasung Baustelle: Dorfstrasse 87b Parzelle: 3216 Zusatzgesuche: keines Bauherrschaft: René Gasser Aeschstrasse 81 5430 Wettingen Bauobjekt: Sichtschutzwand Baustelle: Aeschstrasse 81 Parzelle: 2073 Zusatzgesuche: keines Bauherrschaft: Stiftung Kinderheim Klösterli Empertstrasse 35 5430 Wettingen Bauobjekt: Gartenpavillon Baustelle: Empertstrasse 35 Parzelle: 2139 Zusatzgesuche: keines Bauherrschaft: Kt. Aargau, Depart. Finanzen und Ressourcen; Immobilien Aargau Tellistrasse 67 5001 Aarau Bauobjekt: Parkierung Klosterhalbinsel Baustelle: Kanzlerrainstrasse Parzelle: 3550 Zusatzgesuche: Kantonales Baugesuch Bauherrschaft: Michael Scherer Im Bungert 21 5430 Wettingen Bauobjekt: Umbau Wohnhaus Baustelle: Im Bungert 21 Parzelle: 3246 Zusatzgesuche: keines Öffentliche Auflage der Pläne im Büro 305 der Bau- und Planungsabteilung, Rathaus Wettingen, vom 14. Juli bis 13. August 2018. Allfällige Einwendungen sind im Doppel während der Auflagefrist dem Gemeinderat einzureichen. Sie haben eine Begründung und einen Antrag zu enthalten.

Bau- und Planungsabteilung

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

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Der Sonnenblick soll weg Die Klinik Sonnenblick ist Teil des Regionalen Pflegezentrums Baden. Doch die ehemalige Wettinger Klinik ist überflüssig geworden. DIETER MINDER

2010 ging die Klinik Sonnenblick Konkurs und musste geschlossen werden. Nur zwei Jahre später eröffnete der Sonnenblick wieder, als Pflegestation des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB). Doch nun scheint es, dass diese Ära zu Ende geht: Erneut steht eine Schliessung bevor. Das RPB wird sich in spätestens fünf Jahren vom Lägernhang zurückziehen. Wie die Zukunft des Sonnenblicks aussieht, ist noch offen. Die Klinik Sonnenblick war einst das Geburtshaus, nicht nur für Wettingen, sondern weit darüber hinaus. Tausende von Kindern haben am sonnigen Lägernhang das Licht der Welt erblickt und wurden hier von ihren Eltern liebevoll in die Arme genommen. Doch die letzten Jahre waren vom kontinuierlichen Niedergang geprägt. Trotz mehreren Versuchen gelang es dem Trägerverein nicht, genügend gut zahlende Patienten zu finden. Als letzter Rettungsversuch wurde eine Aktiengesellschaft gegründet. Fachleute im Verwaltungsrat und als Direktor ein Unternehmensberater aus Zug sollten dem Sonnenblick neuen Glanz bringen. Es wurde aber nichts daraus: Am 28. Mai 2010 wurde die Klinik geschlossen. Anreisende Patienten und das Personal wurden von diesem Entscheid überrascht. Der Direktor fand keine Zeit, sich vom Personal zu verabschieden. Es kam zum Konkurs. AUF INITIATIVE der beiden FDP-Ein-

wohnerräte Peter Heer (Baden) und Martin Egloff (Wettingen) wurde beschlossen, die Klinik als Aussenstelle des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB) zu betreiben. Sie sollte ein Gemeinschaftswerk der beiden sich damals annähernden Gemeinden werden. Aus dem Konkurs kaufte Wettingen das Land, Baden übernahm das Gebäude. Die Gemeinden schlossen einen Baurechtsvertrag. Nach einigen Umbauten wurde am 1. Februar 2012 die Pflegeabteilung eröffnet.

Die Klinik Sonnenblick ist seit sechs Jahren eine Pflegestation des Regionalen Pflegezentrums Baden. Dieter Minder «Heute wird dort Langzeitpflege für Menschen mit mittlerer bis höchster Pflegebedürftigkeit angeboten. Ebenso werden Menschen in der letzten, palliativen Phase ihres Lebens gepflegt», sagt RPB-Direktor Hans Schwendeler. Darunter sind viele, die nicht mehr sehr mobil sind. Rund um den Sonnenblick gibt es wenig Möglichkeiten für Spaziergänge oder Rollstuhlfahrten, das Areal ist zu steil, deshalb werden sie regelmässig ins Pflegezentrum in Baden geholt. Von den 50 Betten im Sonnenblick sind 34 in Betrieb. «Ein Stockwerk haben wir stillgelegt», sagt Schwendeler. BIS 2015 war das Regionale Pflegezentrum Baden eine unselbstständige Anstalt der Stadt Baden. An deren Spitze stand eine Kommission, in der auch Wettingen vertreten war. Per 2016 wurde das RPB in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft mit der Stadt Baden als Alleinaktionärin überführt. Das Haus Sonnenblick blieb bei der Rechtsformänderung im Eigentum des RPB. Mit der Verselbstständigung begann auch die 2014 von den RPB-Gremien erarbeitete Strategie zu greifen. «Wir haben entschieden, unser Kerngeschäft im Pflegezentrum zu zentralisieren», sagt Vizeammann Regula Dell’Anno-Doppler, die zugleich Verwaltungsratspräsidentin ist. Konsequenterweise sollen auf dem Areal zwischen Wettinger-

und Schartenstrasse ein modernes Pflegezentrum und altersgerechte Wohnungen entstehen. «Die Resultate des laufenden Studienauftrages und das Siegerprojekt werden wir Ende Jahr der Öffentlichkeit vorstellen», ergänzt Dell’Anno. 2022/2023 wird das RPB den Pflege-

betrieb im Sonnenblick schliessen. «Der Sonnenblick eignet sich nicht für Langzeitpflege, deshalb suchen wir für das Gebäude eine Lösung», sagt Schwendeler. Dabei ist die Nutzung des Sonnenblicks durch den Baurechtsvertrag eingeschränkt, er steht in der Zone für öffentliche Bauten und muss als medizinische Einrichtung genutzt werden. «Ein Ambulatorium oder ein Geburtshaus könnte ein gutes Konzept sein», sagt Schwendeler. In den vergangenen Monaten wurden Gespräche geführt, bisher aber kein valabler Interessent gefunden. «Im schlimmsten Fall müssten wir noch für rund 80 Jahre den Baurechtszins bezahlen.» Dies sei in der Kalkulation berücksichtigt. Der jährliche Baurechtszins liegt bei 17 500 Franken. Wie in seiner Strategie festgelegt, wird das RPB die Aussenstationen Laufenburg, Oeschgen und Zurzach verkaufen. «Wie es mit der Pflegewohngruppe Cherne in Gebenstorf weitergeht, muss die Gemeinde entscheiden», sagt Schwendeler. Diese gehört der Gemeinde und wird in deren Auftrag vom RPB betrieben.


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WETTINGEN

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

LESERSOMMER Die Limmatwelleleser Kevin Meier und Janine Essig aus Wettingen haben den karibischen Strand in der Stadt Varadero, Kuba, genossen (l.). Auch die Wettinger CVPPräsidentin Ursi Depentor war in den Ferien und hat die idyllische Aussicht am See in Tämta, Schweden, festgehalten (r.). Schicken auch Sie uns Ihr schönstes Urlaubsfoto – ob von zu Hause oder weit weg. Fotos (mind. 1 MB) an: redaktion@limmatwelle.ch.

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Jetzt hat das Dorf ein Flussbad

Die Flussbadi bei der Webermühle ist fertig. Die ersten Badefreudigen haben sich bereits in die Limmat gewagt. BARBARA SCHERER

Es ist so weit: Der Badestrand an der Limmat ist fertig. Im Rahmen des Projekts «Neuenhof am See» wurde das Flussufer der Limmathalbinsel «Webermühle» aufgewertet. Dabei wurde der Zugang zum Wasser oberhalb des Limmatstegs verbessert. Es ist die erste Flussbadi in Neuenhof entstanden. «Jetzt fehlen nur noch einige Sträucher», sagt Gemeindeammann Susanne Voser. Diese konnten aufgrund der hohen Temperaturen noch nicht gesetzt werden. «Diese werden mit dem Quartierverein der Webermühle im No-

So haben einige Leute den Weg bereits an den neuen Flusseinstieg gefunden. Der alte Picknickplatz ist weiterhin vor Ort. Zusätzlich wurde ein Holzzaun aufgestellt, der den Platz von der Limmat abschirmen soll. So können Kinder nicht direkt an die Limmat gelangen. Wobei der Zaun so konzipiert wurde, dass er zugleich Insekten, Nagern und anderen Kleintieren Lebensraum bietet. Denn von dem neuen Flussbad profitieren nicht nur Menschen, sondern auch die Tierwelt. Finanziert wurde das Projekt an der Limmat vom «naturemade star-Fonds EWZ», dem Fonds Landschaft Schweiz, der RegionaParat für die Badegäste: Der neue Flusseinstieg bei der Webermühle. bsc le 2025, der Ortsbürgergemeinde vember gepflanzt. Das wird eine halb noch mit einem Band abge- Neuenhof und der Neuenhoferin ein- bis zweistündige Aktion», so sperrt. Ansonsten ist das neue Gertraud Bögli. Die Gesamtkosten Voser. Der Bereich, wo die Pflan- Flussufer parat für die ersten Ba- für das neue Flussbad belaufen sich auf rund 80 000 Franken. zen hinkommen sollen, ist des- defreudigen.

AUS DEM GEMEINDERAT

BILDNACHRICHT

Baugesuch Die Baubewilligung wur- Der Gemeinderat wird die Eingade erteilt an: Paul Evans und Andrea ben prüfen und in seine BeurteiWulff, Dorfstrasse 12, Neuenhof, lung einfliessen lassen. für die Sanierung und Umnutzung des bestehenden Holzschopfes, Dorfstrasse 12, Neuenhof. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Nora Mimini, 1995, mazedonische Staatsangehörige, Glärnischstrasse 7, Neuenhof. Dalibor Miloševic, 1984, serbischer Staatsangehöriger, Birkenstrasse 8, Neuenhof, mit den Kindern, Mia (2016) und Maksim (2018). Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. INSERATE

Die Feier war ein voller Erfolg.

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Abschlussparty der 6.-Klässler und der Oberstufenschüler Kurz vor den Sommerferien hat die Abschlussparty der 6.-Klässler und der Oberstufenschüler in der Turnhalle in Neuenhof stattgefunden. Das Fest wurde von der Jugendarbeit Neuenhof, zusammen mit einem «Party-Team» von 15 Ju-

gendlichen, geplant, vorbereitet und durchgeführt. Die Feier war ein voller Erfolg und bot den Jugendlichen die Möglichkeit, sich gebührend von der Primarschule und den alten Klassenkameraden zu verabschieden sowie den neuen Lebensabschnitt in der Oberstufe willkommen zu heissen. Die Jugendarbeit bedankt sich bei den freiwilligen jugendlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und wünscht allen Kindern und Jugendlichen angenehme und erholsame Sommerferien. Öffnungszeiten der Gemeindever- Gemeindeverwaltung fieberte. zVg waltung Die Öffnungszeiten und die Erreichbarkeit (Schalter- Die Gemeindeverwaltung Neudienst) sind wie folgt: Montag, enhof war letzte Woche im WM8–11.30 und 14–18 Uhr, Diens- Fieber und drückte der Schweitag–Donnerstag, 8–11.30 und zer Nati die Daumen. Leider hat 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 alles nichts genützt: Die Schweiz Uhr. Tel. 056 416 21 11, E-Mail: ge- unterlag Schweden am 3. Juli im meindekanzlei@neuenhof.ch. Achtelfinal mit 1:0.


WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

11 AUS DEM GEMEINDERAT

Baubewilligung Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligung erteilt: Walter Mäder AG, Industriestr. 1, 8956 Killwangen, für den Neubau eines Reaktors mit Kühlund Heizsystem, Parz. Nr. 98, Industriestr. 1.

Elf Parteimitglieder der SVP Killwangen geniessen die Grillade.

zVg

Grillieren in der Nachbargemeinde

Die SVP Killwangen hat einen Grillplausch im Rebberg Würenlos organisiert. Vergangenen Samstag hat das Killwangener SVP-Parteimitglied Gusti Scherrer zum Grillplausch in seinem Räbhüsli im Rebberg Wü-

renlos eingeladen. Elf Mitglieder folgten der Einladung. Darunter auch Grossrat und Gemeindeammann Werner Scherer, Gemeinderat Jürg Lienberger sowie SVPPräsident Jules Rutishauser. Der Grillmeister Felix Schaufelberger war seiner Aufgabe in jeder Hinsicht gewachsen. Die Bratwürste und Cervelats waren sehr

INSERATE GEMEINDE NEUENHOF

GEMEINDE KILLWANGEN

Baugesuchspublikation

Baugesuche

Baugesuch Bauherrschaft:

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Nr. 2018–0027 Geschäftshaus City AG Dübendorf c/o EBV Immobilien AG, Birmensdorferstrasse 24, 8902 Urdorf Parzelle 2301 Industriestrasse 9, Neuenhof Sanierung Büro- und Gewerbehaus

Gestützt auf §60 Abs.2 BauG und §54 Abs.3 BauV liegen die Pläne während der Zeit vom 13. Juli bis 14. August 2018 im Gemeindehaus, Abteilung Bau, 2. Stock, öffentlich auf. Einwendungen können während der gesetzlichen Auflagefrist (30 Tage) beim Gemeinderat erhoben werden. Sie haben einen Antrag, eine Begründung sowie ein Begehren zu enthalten. Allfällige Beweismittel sind beizuziehen und soweit möglich beizulegen. Abteilung Bau, Neuenhof GEMEINDE NEUENHOF

Baugesuchspublikation Baugesuch

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Bauherrschaft: Kastriot Jahija, Bahnhofstrasse 8, 8956 Killwangen Grundeigent.: do. Bauobjekt: Bahnhofstrasse 8, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 50) Bauvorhaben: Terrainaufschüttung und Stützmauer Bauherrschaft: Christina und Francesco Carella, Rütihaldenstrasse 36, 8956 Killwangen Grundeigent.: do. Bauobjekt: Rütihaldenstrasse 36, 8956 Killwangen (Parz. Nr. 484) Bauvorhaben: Projektänderung (Balkongeländer) Die Baugesuche liegen vom 12. Juli bis 13. August 2018 während der ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf. Einsprachen sind innert der Auflagefrist an den Gemeinderat Killwangen zu richten. Eine Einsprache hat schriftlich zu erfolgen und muss einen Antrag sowie eine Begründung enthalten.

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beliebt. Dazu bot Gastgeber Gusti Scherrer seinen eigenen Wein an: einen Pinot noir. Bei den vielen kulinarischen Genüssen erreichte die Stimmung bald ihren Höhepunkt. Am Schluss waren sich alle einig, dass dieser besondere Anlass nächstes Jahr wieder in das Parteiprogramm aufgenommen werden sollte. (zVg)

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Killwangen Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@killwangen.ch.


SPREITENBACH

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

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Im Wald verbergen s

AUS DEM GEMEINDERAT

Der Spreitenbacher Wald ist mehr als nur Bäume und Büsche: Eine Entdeckungsreise am Heitersberg.

BARBARA SCHERER

Baubewilligung ist erteilt worden an Pavo Martinovic, Spreitenbach, für Balkonverglasung, Brüelstrasse 49; Dragan Vukadinovic, Spreitenbach, für Balkonverglasung, Brüelstrasse 49. Gratulationen Deborah Habrik, Zufikon, Gülsüm Düdükcü, Birr, und Korhan Pamukcu, Rombach, haben ihre Lehre als Fachfrau und Fachmann Betreuung, Fachrichtung Kinderbetreuung, erfolgreich abgeschlossen. Chiara Romano, Wettingen, hat die Lehre als Kauffrau, erweiterte Grundbildung mit Berufsmatur, und Davide Busslinger, Killwangen, die Lehre als Kaufmann erfolgreich bestanden. Nebst den beiden kaufmännischen Lernenden haben auch die beiden kaufmännischen Praktikanten Gianluca Costa und Mahir Atwe, beide aus Spreitenbach, ihre Abschlussprüfungen mit Erfolg bestanden. Gemeinderat und Verwaltung gratulieren dazu ganz herzlich und wünschen den jungen Fachkräften für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Dietikon, und Esra Muharemi, Spreitenbach, ihre dreijährige Lehre als Kauffrau auf der Gemeindeverwaltung Spreitenbach. Das einjährige kaufmännische Praktikum (Langzeitpraktikum HMS Modell 3 + 1) werden Selina Scalise, Neuenhof, und Aline Picariello, Zufikon, auf der Gemeindeverwaltung Spreitenbach absolvieren. Gemeinderat und Personal heissen die neuen Lernenden und Praktikanten bereits heute herzlich willkommen und wünschen ihnen einen guten Start sowie viel Freude und Erfolg bei der Ausbildung. Termine 9. Juli bis 12. August: Schulsommerferien; 6. August, 17 Uhr: unentgeltliche Rechtsauskunft, Gemeindehaus, Poststrasse 13.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und der Regionalpolizei Posten Spreitenbach Die Schalter sind jeweils wie folgt geöffnet: Montag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 Uhr, Dienstag–Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Freitag, 8.30–15 Uhr. Telefon 056 418 85 11, Fax Neue Lernende und Praktikanten Am 056 402 02 82, info@spreiten13. August beginnen Rita Beqiri, bach.ch, www.spreitenbach.ch. INSERATE

Wenn das Thermometer in die Höhe steigt und es überall zu warm wird, bietet der hiesige Wald Schutz vor der Sonne. Ob zu Fuss oder mit dem Fahrrad: Unter dichten Baumkronen kann hier die Natur genossen werden. Doch der Wald hat mehr als Bäume und Vogelgezwitscher zu bieten. Der Spreitenbacher Forstwart Marcel Wegmann hat die Limmatwelle zusammen mit dem Forstpraktikanten Roman Gisin auf eine Entdeckungsreise in den Wald am Heitersberg genommen. NICHT UNWEIT vom alten Dorfkern ist bereits die erste Attraktion des Spreitenbacher Walds anzutreffen: Wer den Weg Richtung Franzosenweiher einschlägt, trifft schon bald auf den Waldlehrpfad. Eine grosse Holzkonstruktion mit einem Schild kündigt den Beginn an. «Der Lehrpfad wurde 2002 erstellt», erklärt Wegmann. Finanziert wurde das Projekt von der Ortsbürgergemeinde, wie so manches im Spreitenbacher Wald.

«Es ist schön, Waldbesuchern ein so vielfältiges Angebot zur Verfügung stellen zu dürfen.» PETER MUNTWYLER, REVIER-FÖRSTER

Vor verschiedenen Bäumen und Büschen stehen Infotafeln mit allerlei Wissenswertem. Damit klar wird, zu welchem Baum die Tafel gehört, sind die Pflanzen stets mit einem roten Strich markiert. Rund zwei Kilometer führt der Waldlehrpfad vorbei am Schnitzelschopf bis zum Franzosenweiher. «Als ich ein Kind war, konnte man hier noch baden, heute ist das alles Naturschutzgebiet», so Wegmann. Mit den vielen Seerosen, Fischen und Algen lädt der kleine See heute auch kaum mehr zum Schwimmen ein. Dafür lässt es sich hier gut auf einer Bank oder bei einer der nahegelegenen Feuerstellen verweilen.

Der Aussichtsturm mitten im Wald ist nicht DAS NÄCHSTE GEWÄSSER befindet sich ganz in der Nähe: das alte Bad. Weil das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) 1933 das Kraftwerk Wettingen baute, versank das Flussbad. Als Ersatz wurde das Bad im Wald gebaut. Doch als in den 60er-Jahren Freibäder eröffnet wurden, geriet das Waldbad in Vergessenheit. Seither hat die Natur das Bad zurückerobert und bietet Amphibien Lebensraum. «Hier lebt auch ein seltener Schmetterling, der Schillerfalter. Für ihn haben wir in der Nähe des Weihers Zitterpappeln angepflanzt», erklärt Wegmann. Wer sich vom Weiher weiter in den Wald traut, findet seinen Weg zum holzigen Aussichtsturm. Dieser entstand aus dem vom Shoppi-Tivoli gespendeten Kulturpreis 2003. «Leider ist der Turm in schlechtem Zustand», so Wegmann. Überall mussten bereits morsche Bretter und Stufen ersetzt werden. Auch reicht der fünf Meter hohe Aussichtsturm nicht mehr über die Baumkronen hinweg. «Als er gebaut wurde, waren die Bäume noch nicht ausgewachsen.» Was mit dem Turm in Zukunft passieren soll, ist bisher noch unklar. NEBEN DEM TURM befindet sich eine schöne Grillstelle mit vielen Bänken. Doch eigentlich finden sich überall im Wald Grillstellen. Der wohl meistbesuchte und grösste Rastplatz befindet sich ganz in der Nähe der geteerten Waldstrasse: Eine offene Hütte mit Toi-toi-Anlage lädt hier zum Verweilen ein. Auf den Tischen liegen ein paar alte Zeitungen. «Hier könnten wir


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sich viele Attraktionen: Ein Rundgang

mehr in bestem Zustand.

Der Wald hat viele Attraktionen zu bieten. Marcel Wegmann und Roman Gisin (l.) kümmern sich gerne um die Raststätten im Wald.

Barbara Scherer

Forstwart macht es vor: So funktioniert der Vitaparcours.

Den Waldlehrpfad hat die Ortsbürgergemeinde finanziert.

immer aufräumen», sagt Wegmann. Es komme immer zu Littering an den Feuerstellen, doch diese sei die schlimmste. Unweit entfernt befindet sich die offizielle Waldhütte. Diese bietet Platz für rund 35 Personen und muss gemietet werden. «Allerdings ist die Hütte seit einem Hangrutsch schräg», erklärt Marcel Wegmann.

durch den Wald. An verschiedensten Stationen können Fitnessübungen absolviert werden. Für den Unterhalt des Parcours sowie aller Feuerstellen im Wald sorgt das Forstrevier Heitersberg. Finanziert wird das Ganze aber von der Ortsbürgergemeinde. Ihr gehört der grösste Teil des Waldes. «Es ist schön und macht Freude, dank dieser Unterstützung wertvolle Standorte pflegen zu können und Waldbesuchern ein so vielfältiges Angebot zur Verfügung stellen zu dürfen», sagt Peter Muntwyler, Revier-Förster. Im Franzosenweiher leben viele Fische.

WER BIS AN DIE GEMEINDEGRENZE

wandert, findet dort den Egelsee: den grössten Natursee im Kanton Aargau. Ein kleiner Zipfel des Gewässers liegt noch auf Spreitenba-

cher Boden. «Der See liegt zwar im Naturschutzgebiet, man kann aber in ihm baden», sagt Wegmann. Ein Kletterturm lädt zum Sprung in das Naturgewässer ein. Die Strasse weg vom kleinen See Richtung Spreitenbach ist geschichtsträchtig: Polnische Soldaten bauten während des Zweiten Weltkrieges den Weg zum Egelsee. Eine unscheinbare Steinplatte am Wegrand erinnert daran. Ein letztes Highlight verbirgt sich im Waldabschnitt hinter dem Schulhaus Hasel: Dort führt ein Vitaparcours alle Bewegungslustigen


SPREITENBACH

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Wenn die Frucht zu leben beginnt

LESERSOMMER

Frisch gekauft und innen voller Keime: Wieso Samen anfangen zu keimen und was Kunden tun können. BARBARA SCHERER

Leserin Blerta Biljali aus Spreitenbach verbringt ihre Ferien in Bali. Die tropische Insel gehört zu Indonesien und liegt im Indischen Ozean. Auf der Insel herrscht rund ums Jahr warmes Durchschnittsklima. Schicken auch Sie uns Ihr schönstes Urlaubsfoto – ob von zu Hause oder weit weg. Fotos (mind. 1 MB) an: redaktion@limmatwelle.ch.

Eine böse Überraschung hat Limmatwelleleserin Anni Wenk aus Spreitenbach erlebt: In den frisch gekauften Rispentomaten wucherten Keimlinge mit Wurzeln. Gekauft habe sie die aus der Region stammenden Tomaten in der Spreitenbacher Migros. «Das kommt nur äusserst selten vor. Bisher ist das der erste Fall in diesem Jahr», schreibt Andrea Bauer, Mediensprecherin der Genossenschaft Migros Aare. Doch wie kommt es überhaupt dazu? In der Folge von zu warmen Bedingungen nach der Ernte können die Samen der Frucht zu keimen beginnen. «Von vielen Nachtschattengewächsen, zu denen die Tomate gehört, ist das Phänomen des Keimens der Samen in vollreifen Früchten bekannt», so Bauer.

Bereits nach wenigen Tagen bei höheren Temperaturen, im Anschluss an eine kühle Lagerung, könne es zum Auskeimen der Samen kommen. Dabei entstehen in der Frucht klei- Keimlinge zVg ne Tomatenpflänzchen mit Wurzelanlage. Diese wachsen zu typischen Pflanzen mit rötlich-violett gefärbten Sprossachsen und grünen Keimblättern heran. Sobald die Keimlinge die Fruchtschale erreichen, heben sie diese an: Es entstehen längliche Beulen. Kunden, die solche Früchte in der Migros gekauft haben, können sich an den Kundenservice der MInfoline wenden. Bauer: «Auch kann problemlos das Produkt am Kundendienst der Filiale gegen Barauszahlung zurückgegeben werden.»

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Auf historischen Pfaden unterwegs Die Wandergruppe Spreitenbach hat historische Pfade im Kanton Zug erforscht. Kurz vor acht Uhr traf sich die Wanderschar am Bahnhof Killwangen: Ende Juni führte die Monatswanderung die Wandergruppe Spreitenbach über Zug nach Unterägeri. Die Spreitenbacher folgten dort historischen Pfaden durch Unterägeri über Wiesen und im Wald dem See entlang Richtung Morgarten. Nach gut einer Stunde führte der Weg, zur Überraschung aller Teilnehmer, zum See hinunter. Dort liegt das Ferienhaus der ehemaligen Spreitenbacher Kindergärtnerin Brigitte Meier. Nach einer kurzen Pause marschierte die Wanderschar weiter zum Restaurant Morgarten, wo das Mittagessen bereits bestellt war. Etwas später wies Ruedi Kalt von der Wanderleitung auf die gegenüberliegende Anhöhe oberhalb von Morgarten hin. Denn dort hat eine Schlacht stattgefunden. Angeblich haben die Eidgenossen die Truppen von Leopold II. mit Steinen und Baumstämmen beworfen und in den See gedrängt. Beim Restaurant Morgarten angekommen, besuchte eine

Die Wanderschar unterwegs.

zVg

Auf Besuch im Ferienhaus. Gruppe das Denkmal und die andere Gruppe liess sich in der Gartenwirtschaft einen Apéro servieren. Nach dem Mittagessen stand der Besuch im Morgarten-Infozentrum auf dem Programm. Anschliessend wanderten die Spreitenbacher zum Bahnhof Sattel, von wo es über Biberbrugg, Wädenswil, Zürich zurück nach Spreitenbach ging. (zVg)


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SPREITENBACH

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3076 Ismaili Idzed, Poststrasse 130, 8957 Spreitenbach Bauobjekt: Balkon vor Restaurant GOOD Life Baustelle: Fegistrasse 20 Parzelle: 3591R Zusatzbew.: Keine Die öffentliche Auflage erfolgt vom 16. Juli 2018 bis 14. August 2018 auf der Bauverwaltung, Gemeindehaus, Spreitenbach. Allfällige Einwendungen können während der nicht erstreckbaren Auflagefrist beim Gemeinderat, 8957 Spreitenbach, erhoben werden. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Gemeinde Spreitenbach

Die Planung des 200Millionen-Projekts «Neumatt» schreitet voran. Ende August wird die Bevölkerung über den aktuellen Stand informiert. Gleichzeitig wollen Eigentümer, Investoren und die Gemeinde die Bedürfnisse der Spreitenbacher abholen.

MELANIE BÄR

«Wir wollen wissen, was die Bevölkerung will», sagt Gemeindepräsident Valentin Schmid. Zwar hat die Gemeinde nur beschränkt Einfluss auf das Projekt mit den geplanten zwei Hochhäusern und den rund 500 Wohnungen, die an die westliche und südliche Flanke des Shoppingcenters angebaut werden. Bauherr dieses 200-Millionen-Projekts ist der «Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss», ein Immobilienfonds der Credit Suisse. Dennoch ist auch die Gemeinde stark ins Projekt involviert. Einerseits wegen des Stadtparks, der später auf dem benachbarten Areal entstehen soll, das im Besitz der Gemeinde ist. «Aus finanziellen Gründen ist jedoch geplant, den Park erst später zu entwickeln», so Schmid. Dennoch will die Gemeinde die Wünsche der Bevölkerung zur Entwicklung «Neumatt» bereits jetzt abholen. «Wenn das Volk beispielsweise das Wegnetz bereits jetzt realisieren will, werden wir die Pläne da-

für erstellen und versuchen, sie umzusetzen.» Auch wegen der Rahmenbedingungen ist die Gemeinde ins Projekt involviert: Die Gemeinde legt den Entwicklungsrichtplan fest. «Um einen rechtsgültigen Entscheid fällen zu können, brauchen wir zudem eine gültige Bau- und Nutzungsordnung», so Schmid. Bis Ende 2019 soll die revidierte BNO vorliegen, danach kann der Gestaltungsplan festgelegt werden.

IN DER ZWISCHENZEIT wird im Hin-

tergrund intensiv geplant. Zurzeit sind sieben Planungsteams in einem vom Unternehmen Losinger Marazzi als Entwickler organisierten Studienauftrag dran, die Architektur und die Landschaftsgestaltung des Projekts «Neumatt» auszuarbeiten. Eine Fachjury, in der auch der Spreitenbacher Bauverwalter Oliver Hager Einsitz hat, wird aus den sieben Vorschlägen ein Siegerprojekt oder eine Kombination von Siegerprojekten für die weitere Ausarbeitung auswählen. Vom Dienstag, 28. August, bis am Freitag, 31. August, werden der Bevölkerung im Zentrumsschopf sämtliche Vorschläge präsentiert. Zudem führt die Gemeinde zusammen mit der Totalunternehmerin und Entwicklerin Losinger Marazzi am Samstag, 1. September, von 10 bis 15 Uhr einen Workshop für alle Interessierten durch. Die Spreitenbacher haben die Möglichkeit, Fragen zum Projekt zu stellen, Ideen einzubringen und mit Fachleuten zu diskutieren. «Sowohl für Losinger Marazzi und Credit Suisse als auch

für die Gemeinde ist es wichtig, die Bevölkerung in geeigneter Weise einzubeziehen», sagt Schmid. UNTER WWW.ZENTRUM-NEUMATT.CH

findet man zudem viele Informationen zum Projekt. Gut verständlich werden Fragen zum Projekt beantwortet. Etwa die Frage, was das Ziel des Zentrums «Neumatt» ist: «Es verbindet Spreitenbachs bestehende Ortsteile und schafft eine Mitte mit viel Grün und neuen Begegnungsorten.» Für Gemeindepräsident Valentin Schmid ist wichtig, dass diese Begegnungsorte den Bedürfnissen der Spreitenbacher entsprechen. Deshalb wurde eine Begleitgruppe ins Leben gerufen, die Anliegen aus der Bevölkerung vertritt. «Wir wollen hören, was die Bedürfnisse sind. Ist es ein Ballspielplatz oder ein Wegnetz? Wird bei der Erdgeschossnutzung ein Coiffuresalon, eine Kindertagesstätte oder etwas anderes gewünscht?», so Schmid. Er hofft auf grosse Beteiligung an der Ausstellung im Zentrumsschopf und am Workshop. Bei der Gemeinde sind in der Mitwirkungsphase zum Entwicklungsrichtplan bereits 56 Vorschläge eingegangen. Diese flossen teilweise bereits in die Planungen ein. Zentrumsschopf: Präsentation der Resultate des Studienauftrags, Dienstag, 28. August, bis Freitag, 31. August, 17 bis 19 Uhr; Workshop am Samstag, 1. September, 10 bis 15 Uhr. Weitere Informationen zum Projekt: www.zentrum-neumatt.ch.


WÜRENLOS AUS DEM GEMEINDERAT Wechsel auf der Jugend- und Familienberatung Gegen Ende Juli wird Christoph Hammer, Sozialarbeiter bei der Jugend- und Familienberatung (JFB), in den verdienten Ruhestand treten. Während rund 18 Jahren war er für die JFB der Gemeinde Würenlos tätig. Er hat die JFB-Stelle in ihrer heutigen Form und ihrem Dienstleistungsangebot massgeblich mitgeprägt und er war u. a. bei Projekten zur Einführung der Schulsozialarbeit, der Jugendarbeit und der Tagesstrukturen beteiligt. Daneben profitierte die Gemeinde mehrfach von seinem fotografischen Können, so z. B. bei Dokumentationen über die Ehrenbürgerin Silja Walter, die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr, die Grossratspräsidentenfeier von Walter Markwalder oder das Schulprojekt zur Gewaltprävention. Der Gemeinderat und das Gemeindepersonal danken Christoph Hammer für seinen langjährigen grossen und wertvollen Einsatz sowie für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihm alles Gute.

Daniela Schlögl-Stutz

zVg

Als Nachfolgerin und neue Sozialarbeiterin hat Daniela SchlöglStutz am 1. Juli ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie wird in den kommenden Wochen von Christoph Hammer in das Aufgabengebiet eingeführt. Gemeinderat und Personal heissen Daniela Schlögl herzlich willkommen und wünschen ihr viel Erfolg, Freude und Befriedigung in ihrer neuen Aufgabe. Baubewilligungen Der Gemeinderat hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Peter Wanner, Landstrasse 124, 5436 Würenlos; Umbau denkmalgeschütztes Wirtschaftsgebäude (AGV Nr. 132) «Alte Trotte» zu Wohnhaus «Bickgut», Landstrasse 124, 5436 Würenlos. Facal Juan

Rodriguez und Isabel de Oliveira Rodriguez Facal, Hürdlistrasse 1, 5436 Würenlos; Ersatzbau Hotel «Steinhof» mit Einfamilienhaus, Umbau Restaurant «Steinhof», Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, Landstrasse 46, 48 und 50, 5436 Würenlos. Maurizio Punturello, Hungerbüelstrasse 7, 5436 Würenlos; Sichtschutz aus Granitstelen und Hecken, Hungerbüelstrasse 7, 5436 Würenlos. Marouf und Mohammad Ahmadi, Altwiesenstrasse 42b, 5436 Würenlos; Ersatz Sichtschutz aus Beton und Hecken, Altwiesenstrasse 41 a, b, c. Die Baukommission hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Pro-Werk Immobilien AG, Baslerstrasse 102, 8002 Zürich; Erneuerung Sheddacheindeckung, Bahnhofstrasse 5, 5436 Würenlos. Thomas Zollinger, Haldeweg 6, 5463 Würenlos; Energetische Sanierung, neue Terrasse mit Treppenabgang, Vergrösserung Fenster und Dachflächenfenster, Haldeweg 6, 5436 Würenlos. Andreas Dittli, Landstrasse 100, 5436 Würenlos; Zimmeraufbau auf Zwischentrakt, Landstrasse 100, 5436 Würenlos. Die Bauverwaltung hat die Bewilligungen für folgende Bauvorhaben erteilt: Alfred Hotz, Flühacherstrasse 1, 5436 Würenlos; Anbau Veloraum mit Sitzplatz, Bachwiesenstrasse 41, 5436 Würenlos. Rolf und Beatrix Aellig, Richard und Susanne Weber, Doris Kloter, Tägerhardweg 8, 10 und 12, 5436 Würenlos; Erstellung Pergolen, Tägerhardweg 8, 10 und 12, 5436 Würenlos. Bruno und Sonja Schick, Haferweg 3, 5436 Würenlos; Ersatz Bahnschwellen durch Stützmauer aus Granitstein und Versetzung Treppe, Haferweg 3, 5436 Würenlos. Stefan und Andrea Keller-Baumgartner, Buechzelgliring 57, 5436 Würenlos; Sichtschutz aus Granitstelen und Hecken, Buechzelgliring 57, 5436 Würenlos. Silvana Furrer-Boselli und Christian Egloff, Gatterächerstrasse 22, 5436 Würenlos. Abbruch und Neubau Gartenhaus, Gatterächerstrasse 22, 5436 Würenlos. Thomas Widrig und Ramona Widrig-Michel, Grimmistalstrasse 2, 5436 Würenlos; Erstellung Stützmauer und Sichtschutz aus Granit, Grimmistalstrasse 2, 5436 Würenlos. Rosenpark Immobilien AG, Dorfstrasse 37, 5436 Würenlos; Montage Sichtschutz aus Lisenen, Buechzelglistrasse 4, 5436 Würenlos.

Der Badmeister: In In den Sommerferien herrscht Hochbetrieb im Schwimmbad Wiemel: Das bedeutet viel Arbeit für die beiden Badmeister.

BARBARA SCHERER

Der Geruch von Chlor erfüllt die Luft. Es ist warm. Das Wasser plätschert und Kinder lachen. Idyllisch wirkt das Schwimmbad Wiemel: Im Nichtschwimmerbecken planschen ein paar Kinder mit riesigen Gummiringen, auf der Wiese nebenan haben es sich die Eltern gemütlich gemacht. «Die meisten Leute kommen erst noch», sagt Roman Eberhard. Er ist der Badmeister Nummer eins im Freibad. Blaues Poloshirt, blaue Badehose und eine passende Schirmmütze: Zusammen mit Simon Studer sorgt Eberhard für Ordnung im Würenloser Schwimmbad. WÄHREND DIE MEISTEN Menschen nun entspannen können und in die Ferien fahren, beginnt für die beiden Badmeister die Arbeit erst. Ferienzeit bedeutet in der Badi Hochsaison. Roman Eberhard kramt einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und öffnet die Tür zum Kontrollraum. Er arbeite gerne im Sommer. «Ich bin draussen und habe immer schönes Wetter«, sagt Eberhard, der seit 15 Jahren

«Ich weiss, es könnte jederzeit ernst werden – ich mag diesen Kick.» ROMAN EBERHARD, BADMEISTER

Eberhard tippt auf den Bildschirm an der Wand: Temperatur, pHund Chlorwert sowie der Wasserstand können hier überprüft werden. «Wir testen das Wasser dreimal am Tag», erklärt Eberhard. Alles stimmt noch. IM NEBENRAUM stehen 45 Kilo-

gramm Chlor. «So viel brauchen wir an einem sonnigen Tag.» Denn bei schönem Wetter finden mehr Menschen ihren Weg ins Schwimmbecken und umso mehr Chemie wird benötigt, um das Wasser sauber zu halten. «Sonnencreme ist das Schlimmste im Wasser, die bringt man fast nicht mehr raus», sagt Eberhard, während er sich auf den Weg zum Sprungturm macht. Dort öffnet er eine Luke und holt ein Gitter heraus. Darin kleben unzählige Haare, Blätter und Plastikteilchen. «Es sammelt sich im Verlauf des Tages noch viel mehr an.» Eberhard schliesst das Gitter wieder. Auch Urin und Schweiss verunreinigen das Schwimmbecken. Chlor hilft dabei, Keime im Badewasser abzutöten. ALS BADMEISTER kümmern sich Ro-

man Eberhard und Simon Studer nicht nur um die Wasserqualität: Toiletten reinigen, Rasen mähen, Mülleimer leeren und Schwimmbadaufsicht gehören auch zum Job. Dabei tragen die beiden eine grosse Verantwortung. Denn jederzeit könnte es im Schwimmbad um Leben und Tod gehen. Belastet das nicht? «Ich weiss, es könnte jederzeit ernst werden, deshalb stehen wir immer unter einer gewissen Anspannung», sagt Eberhard. Simon Studer pflichtet ihm bei. «Zum Glück ist es im Schwimmbad Wiemel bisher noch nie so weit gekommen.» Das Schlimmste sei eine Kopfverletzung gewesen, die sich ein Gast am Sprungturm zugezogen hat, so Studer. Er packt die rotweisse Leine im Becken und schüttelt fest daran: Ein paar Jugendliche haben auf ihr herumgeturnt. Ein bisschen Polizist ist der Badmeister auch. «Mit den Teenagern muss man schon streng sein», sagt Studer und blickt ernst über das Schwimmbecken.

als Badmeister tätig ist, vier davon in Würenlos. Er betritt den kühlen Kellerraum. Ein lautes Surren ist zu hören: Die Motoren der Schwimmbadpumpen laufen auf Hochtouren. Dahinter wird in grossen blauen Behältern das Wasser gereinigt. Fast vier Monate im Sommer auch jedes Wochenende arbeiten, das sei besonders im Privatleben schwierig. Dafür haben die beiden «DAS WIEMEL IST ABER SEHR FAMILIBadmeister im Winter viel Zeit ÄR, wir pflegen mit vielen Kunden und können lange in die Ferien. ein gutes Verhältnis.» Der Kun-


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den Sommerferien schuftet er Sommerserie

Roman Eberhard ist Badmeister im Schwimmbad Wiemel: Er arbeitet gerne im Sommer.

Das sammelt sich im Wasser an.

Barbara Scherer

Abfalleimer leeren gehört dazu.

Simon Studer bei der Aufsicht am Beckenrand. denkontakt sei sowieso das Beste am Beruf: Alle kommen freiwillig und gerne in die Badi. «Die Stimmung an unserem Arbeitsplatz ist immer positiv.» Ein kleiner Junge stellt sich schüchtern neben Simon Studer: Ein Ball sei auf dem Garderobendach gelandet. Jetzt ist der Badmeister gefragt. Simon Studer lächelt: «Mir gefällt auch, dass hier kein Tag wie der andere ist.» Deshalb liess er sich vor zwölf Jahren

zum Badmeister ausbilden. Trotzdem, in der Badi arbeiten ist alles andere als das Wetter geniessen und ein bisschen planschen: «Wir müssen immer voll dabei sein, besonders bei der Aufsicht. Das ist schon sehr anstrengend», sagt Eberhard. Da wollen die Badmeister beide abends auch nach einem heissen Tag nicht mehr ins Wasser, sondern einfach direkt nach Hause. Video online unter: www.limmatwelle.ch. Dreimal am Tag wird die Wasserqualität überprüft.


Baugesuchspublikation

WÜRENLOS

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Baugesuch-Nr.: 201824

Bauherrschaft: Konsortium Huebacher, Weite Gasse 13, 5400 Baden Projektverfasser: Moser Architekt AG, Grundeigent:: Moser Domicilium AG, Weite Gasse 13, 5400 Baden Mind Vision GmbH, Jagdgasse 1, 4310 Rheinfelden Hepa GmbH, Römerstrasse 34, 5400 Baden Bauvorhaben: Neubau 3 Doppeleinfamilienhäuser mit 3 Doppelcarports Lage: Parzelle 575 (Plan 72), Huebacherstrasse Zone: Wohnzone E2

Baugesuch-Nr.: 201831 Bauherrschaft: Technische Betriebe Würenlos, Schulstrasse 24, 5436 Würenlos Projektverfasser: K. Lienhard AG, Bolimattstrasse 5, 5033 Buchs Grundeigent.: Einwohnergemeinde Würenlos, Schulstrasse 26, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Teilsanierung Grundwasserpumpwerk «Altwies» Lage: Parzellen 3352 und 3409 (Plan 29), Altwise Zone: Landwirtschaftszone Zusatzgesuch: Department BVU

Baugesuch Nr.: 201835 Bauherrschaft: Frey Reto, Buechzelgliring 29a, 5436 Würenlos Projektverfasser: Wetzel AG, Mellingerstrasse 13, 5413 Birmenstorf Grundeigent.: Frey Reto und Pan Jie, Buechzelgliring 29a, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Erstellung Velounterstand Lage: Parzelle 4816 (Plan 72), Buechzelgliring 29a Zone: Wohnzone W2

Baugesuch-Nr.: 201836 Bauherrschaft: Indermaur Andreas und Doris, Breitlenstrasse 13, 5436 Würenlos Projektverfasser: Schiebler Wärmetechnik GmbH, Buechzelglistrasse 6, 5436 Würenlos Grundeigent.: Indermaur Andreas und Doris, Breitlenstrasse 13, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät für Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 3663 (Plan 64), Breitlenstrasse 13 Zone: Wohnzone E2

Baugesuch-Nr.: 201837 Bauherrschaft: Di Maso Luca und Eufemia, Altwiesenstrasse 40, 5436 Würenlos Projektverfasser: Giovane Raffaele, Limmatfeld-Strasse 13, 8953 Dietikon Grundeigent.: Di Maso Luca und Eufemia, Altwiesenstrasse 40, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aufstockung Einfamilienhaus und Fassadenisolation Lage: Parzelle 3647 (Plan 76), Altwiesenstrasse 40 Zone: Wohnzone W2

Durch Strassenverbreiterung, separaten Radstreifen und Mittelinsel soll die Sicherheit für den Langsamverkehr auf der Landstrasse verbessert werden. Melanie Bär

Baustelle sorgt für Stau Wegen der Baustellen kam es Ende Juni in Würenlos immer wieder zu Staus. Nun hat der Kanton reagiert. MELANIE BÄR

aus Sicherheitsgründen schneller auf Rot geschaltet. Der Verkehrsdienst kann hingegen noch ein paar Autos mehr durchlassen, weil er die Anlage manuell bedient und die Verkehrssituation im Blickfeld hat. «Durch diese Umstellung hat sich die Situation mittlerweile wieder beruhigt», so Grieder. Das ist gut so, denn die Baustelle wird noch bis Ende 2018 bestehen bleiben. Bereits fertig ist der erste Abschnitt zwischen Kreisel Steinbruch bis Flühstrasse. Der Deckbelagseinbau erfolgt im Frühjahr/Sommer 2019.

«Wir haben das Lichtsignal mit der Barriere gekoppelt», sagt André Grieder vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Grundsätzlich sei das sinnvoll. In der Nähe vom Kreisel Steinbruch sei es jedoch nicht optimal gewesen, so Grieder. «Deshalb wird die Lichtsignalanlage in den Spitzenzeiten nun wieder ma- AN DER LANDSTRASSE zwischen nuell durch den Verkehrsdienst dem Kreisel Steinbruch und dem bedient.». Bei der Barriere wird SBB-Bahnübergang werden die

Baugesuch-Nr.: 201838 Bauherrschaft: Heubach Daniel und Ragni Heubach Daniela, Tägerhardweg 50, 5436 Würenlos Projektverfasser: Heubach Daniel, Tägerhardweg 50, 5436 Würenlos Grundeigent.: Heubach Daniel und Ragni Heubach Daniela, Tägerhardweg 50, 5436 Würenlos Bauvorhaben: Aussengerät für Luft-WasserWärmepumpe Lage: Parzelle 4409 (Plan 56), Tägerhardweg 50 Zone: Wohnzone W2

INSERAT

Vorübergehende Verkehrsbeschränkung Würenlos Für die Dauer der Baustelle «K275, Landstrasse, innerorts, Erneuerung Landstrasse» K275, Landstrasse in Allewindestrasse – Abbiegen nach rechts verboten, mit Zusatztafel «Ausgenommen Zubringerdienst» Einsprachen gegen diese Verkehrsbeschränkung(en) sind innert 30 Tagen seit Publikation im Amtsblatt, vom 14. Juli 2018 bis 13. August 2018, bei der verfügenden Behörde einzureichen. Die Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten.

Gesuchsauflage vom 13. Juli bis 13. August 2018 während der ordentlichen Schalterstunden im Büro der Bauverwaltung. Allfällige Einwendungen sind innerhalb der Auflagefrist im Doppel an den Gemeinderat zu richten und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. BAUVERWALTUNG WÜRENLOS

Fahrbahn erneuert und Werkleitungen saniert. Gleichzeitig wird die Strasse verbreitert, ein separater Radstreifen und eine Mittelinsel gebaut. Dadurch soll sich auch für den Langsamverkehr die Sicherheit verbessern.

Koppelung der Barriere mit der Lichtsignalanlage führte zu Staus.

Aarau, 2. Juli 2018 Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Unterabteilung Verkehrsmanagement, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau


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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

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WETTINGEN

Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Samstag, 14. Juli, 17.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Patrik Suter). Sonntag, 15. Juli, 9 Uhr, Eucharistiefeier. Mittwoch, 18. Juli, 9 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 19. Juli, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Freitag, 13. Juli, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Samstag, 14. Juli, 18 Uhr, Eucharistiefeier, (Hans Boog). Sonntag, 15. Juli, 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.15 Uhr, Gottesdienst in kroatischer Sprache. Mittwoch, 18. Juli, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Donnerstag, 19. Juli, 19.30 Uhr, KEIN Rosenkranzgebet in kroatischer Sprache (Ferien). Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier (Wolfgang Kunicki); 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier, (Hans Boog). Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Kornelia Baumberger).

NEUENHOF

Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Samstag, 14. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Petre Karmazichev). Sonntag, 15. Juli, 11 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Petre Karmazichev). Montag, 16. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 18. Juli, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Donnerstag, 19. Juli, 17 Uhr, Rosenkranzgebet.

SPREITENBACH

Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Freitag, 13. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr Anbetungsstunde. Samstag, 14. Juli, 18 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Abbé Zacharie). Mittwoch, 18. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 13. Juli, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Ev.-ref. Dorfkirche, Chilegass 18 Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Dominique Siegrist).

KILLWANGEN

Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 13. Juli, 19 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier (Petre Karmazichev).

WÜRENLOS

Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 15. Juli, 10 Uhr, Wortgottesfeier (Patrik Suter); 18 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 18. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Gottesdienst (Heiner Studer). Klosterkirche Fahr Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Kreativ-Atelier Steiacherhof, um Handarbeiten zu machen und zu plaudern, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr. 17, Spreitenbach, Donnerstag, 19. Juli, 9–11 Uhr.

«SOMMERGMEIND» DER EVANGELISCH-REFORMIERTEN KIRCHGEMEINDE WETTINGEN-NEUENHOF Neue Kirchenpflegerin wurde bei der Kirchgemeindeversammlung einstimmig gewählt Am Dienstag, 26. Juni, fand im reformierten Kirchgemeindehaus in Wettingen die «Sommergmeind» der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wettingen-Neuenhof statt. Neben der Genehmigung der Jahresrechnung wurde ein Vaterschaftsurlaub eingeführt und eine neue Kirchenpflegerin gewählt. Nach einem stimmungsvollen Einstieg durch Stefan Müller am Spinett führte der Präsident der Kirchenpflege, Roger Vogler, durch die traktandierten Geschäfte. Die Rechnung, die trotz geringerer Steuereinnahmen mit einem leichten Überschuss abschloss, wurde diskussionslos genehmigt. Peter Müri, der Finanzverantwortliche der Kirchenpflege, hatte zuvor die Abweichungen der Rechnung begründet und auf den sorgsamen Umgang mit den Finanzen hingewiesen. In allen Kontengruppen konnte unter Budget abgeschlossen werden. Auf Antrag von Heiner Studer schlug die Kirchenpflege die Einführung eines 5-tägigen Vaterschaftsurlaubs vor. Im Dienst- und Besoldungsreglement wurde bisher ein Urlaubstag für die «Niederkunft der Ehefrau» gewährt, neu wird ein «frischgebackener» Vater fünf freie Tage mit seiner Familie geniessen kön-

Präsident Roger Vogler hiess die neue Kirchenpflegerin Margrit WahrzVg stätter herzlich willkommen. nen. Auch diese Anpassung erfolgte diskussionslos. Nach dem Bericht aus der Synode und Informationen über die neu gebildete Gruppe «Fachplanung Bauten» wurde Fred Hofer als Kirchenpfleger verabschiedet. Er tritt nach 7 ½ Jahren ein halbes Jahr vor dem Ende der Amtsperiode als Kirchenpfleger zurück. Zu

«MEIN GOTT»

seiner Nachfolgerin wurde einstimmig Margrit Wahrstätter gewählt. Der Präsident hiess sie mit Blumen herzlich willkommen. Roger Vogler warf auch schon einen Blick voraus auf die Gesamterneuerungswahlen im Herbst. Am 23. September werden die Mitglieder der Kirchenpflege, die Synodalen, die Sozialdiakone und die Pfarrerinnen und Pfarrer für die Amtsperiode 2019–2022 gewählt. In der Kirchenpflege werden drei weitere Personen nicht mehr zur Wahl antreten: Stephan Wehrli, Ruth Lichtsteiner und Präsident Roger Vogler. Neben Margrit Wahrstätter, die neu als Präsidentin kandidieren wird, sind Jörg Laaser, Maja Padiyath und Nico Wegmüller zur Wahl vorgeschlagen. Für eine weitere Amtsperiode kandidieren für die Kirchenpflege Christian Forrer, Iris Baroncelli, Regula Gysel Oderbolz, Angela Mannarino und Peter Müri, für die Pfarrämter Stefan Burkhard, Kornelia Baumberger-Dängeli, Lutz Fischer-Lamprecht und Renate Bolliger, für die Sozialdiakonie Michael Schatzmann und Yvonne Keller und für die Synode Lutz Fischer-Lamprecht, Roger Vogler und Regula Gysel Oderbolz. Der bisherige Synodale Urs Quenzer tritt nicht mehr an, da die Kirchgemeinde einen Synodesitz verloren hat. (zVg)

Bettina Wissert Pastoralassistentin in Wettingen und Würenlos Mein Alltag ist geprägt von Blicken in meine Agenda und auf meine Armbanduhr, um keinen Termin zu vergessen. An manchen Tagen, wenn ein Termin auf den anderen folgt, habe ich das Gefühl, dass Agenda und Uhr mich bestimmen. Ganz anders die Erfahrung in den Ferien. Dann geniesse ich die Zeit für mich und spontane Entscheidungen und Unternehmungen – ohne den Gedanken: Ich muss noch dies oder das tun. Beim Nachdenken über meinen Umgang mit der Zeit fällt mir ein Abschnitt aus dem Buch Momo von Michael Ende ein. In Momos Stadt fallen Zeitdiebe ein und stehlen den Menschen ihre Zeit, sodass diese unglücklich werden. Momo sucht die Zeit und begegnet dabei dem Hüter der Zeit. Er gibt ihr ein Rätsel von drei Brüdern, die verschieden aussehen und in einem Haus wohnen, auf: «Der Erste ist nicht da, er kommt erst nach Haus. Der Zweite ist nicht da, er ging schon hinaus. Nur der Dritte ist da, der Kleinste der drei, denn ohne ihn gäb’s nicht die anderen zwei. Und doch gibt’s den Dritten, (…) nur weil sich der Erste in den Zweiten verwandelt. (…) Sie regieren gemeinsam ein grosses Reich.» Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart regieren gemeinsam die Zeit und wohnen in der Welt. Diese drei sind der Verlauf der Zeit und gehen nahtlos ineinander über – ohne, dass es uns bewusst ist. Momo erkennt, dass die Zeit in ihr ist. Es liegt also an mir, wozu ich meine Zeit verwende. Und es liegt an mir, die mir gegebene Zeit zu verteidigen – statt mich von ihr bestimmen zu lassen. Das Griechische nennt es «kairos», den richtigen Moment, die rechte Zeit. Für uns ist es oft schwer, ihn zu erfassen und zu gestalten: zum Wohl für uns und andere. Vielleicht gelingt es uns in den kommenden Ferienwochen etwas. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


AGENDA

WOCHE NR. 28 DONNERSTAG, 12. JULI 2018

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24300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos HERAUSGEBERIN: AZ Anzeiger AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg 2 GESCHÄFTSFÜHRER: Stefan Biedermann, stefan.biedermann@azmedien.ch, Telefon 058 200 58 10

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch Telefon 058 200 58 20 REDAKTIONSLEITUNG: Melanie Bär (bär), melanie.baer@azmedien.ch

Lesesommer im Tägi-Gartenbad Wettingen Auch diesen Sommer geht die Gemeindebibliothek Wettingen baden und stellt ab sofort während der Umbauzeit des Tägi eine kleine Auswahl an Büchern zum Lesen und Mitnehmen gratis zur Verfügung.

NEUENHOF

INSERATE: Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@azmedien.ch Telefon 058 200 53 73

SPREITENBACH

VERTRIEB: AZ Vertriebs AG

«Family Days» in der Umwelt Arena Schweiz Cooler Sommerplausch für die ganze Familie: Mitmachen, Erleben, Ausprobieren. Umwelt Arena, Freitag, 13., Samstag, 14., Sonntag, 15., Mittwoch, 18. und Donnerstag, 19. Juli, 10–17 Uhr.

ABOSERVICE UND ZUSTELLUNG: ABO Contact Center, Telefon 058 200 55 86, abo@azmedien.ch DRUCK: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

3. Morgenspaziergang Thema Klettertechniken der Pflanzen. Gäste sind willkommen. Organisiert vom Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen. Sprützehüsli Sternenplatz Spreitenbach, Freitag 13. Juli, Start um 9 Uhr.

Unterhaltungsmusik mit Hansruedi Vordermann Organisiert durch den Altersheimverein Spreitenbach. Alters- und Pflegeheim im Brühl, Mittwoch, 18. Juli, 14.30–15.30 Uhr.

WETTINGEN Dauerausstellung im Kunstatelier & Galerie jhago-art Kunstatelier und

REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für zur Verfügung gestelltes Material (zVg)

Nordic Walking Für Frauen und Männer ab 60 Jahren. Auskunft: Antonia Vlcek, Tel. 056 535 71 24. Treffpunkt Sportplatz, Freitag, 13. Juli, 9–10.15 Uhr.

Mittagstisch Pro Senectute Aargau Für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. An-/Abmeldung bis spätestens zwei Tage im Voraus an Priska Kretz, Tel. 056 401 50 08. Alters- und Pflegeheim im Brühl, Montag, 16. Juli, 12 Uhr.

REDAKTIONSTEAM: Barbara Scherer (bsc), barbara.scherer@azmedien.ch Manuela Page, manuela.page@azmedien.ch

VERLEGER: Peter Wanner www.azmedien.ch

«Windenergie, natürlich». Die Ausstellung zum Staunen und Erleben ist in der Umwelt Arena zu Gast. Die von EnergieSchweiz realisierte Ausstellung informiert über die Facetten der Windenergie und zeigt, wie und wo Windstrom produziert werden kann. Umwelt Arena, Freitag, 13., Samstag, 14., Sonntag, 15., Mittwoch, 18., und Donnerstag, 19. Juli, 10–17 Uhr. Galerie Jhago-Art, Freitag, 13., und Donnerstag, 19. Juli, 15–18.30 Uhr. Dienstag, 17. Juli, 11–18 Uhr. Flohmarkt Rathausplatz, Samstag, 14. Juli, 6–16 Uhr. «Kafi treff.punkt» Begegnungscafé für Asylsuchende und Einheimische. Villa Fluck, Montag, 16. Juli, 17–20 Uhr.

Mittagstisch Pro Senectute Aargau Für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. Auskunft: Hedy Fitsche, Tel. 056 426 24 61. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 17. Juli, 11.30 Uhr. Schach Pro Senectute Aargau Für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren. Auskunft: Jürg Greber, Tel. 056 426 49 60. Hotel Zwyssighof, Dienstag, 17. Juli, 14–17 Uhr.

NAMHAFTE BETEILIGUNGEN nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

EINSENDUNGEN Ihren Veranstaltungshinweis nimmt die Redaktion gerne auf redaktion@limmatwelle.ch jeweils bis am Montag, 8 Uhr, entgegen.

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Limmatwelle Woche 27

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