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26. Oktober 2017, 56. Jahrgang, Nr. 43

PP 5432 Neuenhof Post CH AG

Zwei Kulturen, zwei Ansichten Amir stammt aus Syrien. Eineinhalb Jahre lebte er bei Anna B. und ihrer Familie in Würenlos.

Fahrt in luftige Höhe.

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Hauptübungen In Würenlos und Spreitenbach fanden am Wochenende die Feuerwehr-Hauptübungen statt. Die Besucher konnten eine Personenrettung verfolgen und in Spreitenbach gar auf der Drehleiter 32 Meter in die Höhe fahren. (cfr) S. 13/16

2015 zog Flüchtling Amir in die Einliegerwohnung von Anna B. Mit der Auflage der Gemeinde, dass sie ihn ins Familienleben integriere, mit ihm Schulstoff büffle. Zu Beginn lief alles nach Plan. Doch je mehr Zeit verstrich, umso mehr zog sich Amir zurück. Anna B. bekam die kulturellen Unterschiede zu spüren und sie beschloss, dem ein Ende zu bereiten. Amir zog deshalb in die Asylunterkunft. (cfr) S. 17 Die Schlafplätze in der Asylunterkunft Wiemel.

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AZ-Archiv/Sabina Galbiati


Gemeinden Baden und Wohlen

Ordentliches Plangenehmigungsverfahren nach Rohrleitungsgesetz (RLG) Bau einer HD5bar-Gasleitung DN 250, Baden Sportplatz Aue / Wettingen Schwimmbadstrasse Betroffene Gemeinden

Baden und Wettingen

Gesuchstellerin

Erdgas Zürich Transport AG, Aargauerstrasse 182, 8048 Zürich

Gegenstand

Erneuerung der bestehenden HD5bar-Gasleitung. Für Detailinformationen wird auf die öffentlich zur Einsichtnahme aufgelegten Planunterlagen verwiesen.

Verfahren

Für das Bewilligungs- und Enteignungsverfahren gelten die Bestimmungen der Baugesetzgebung. Bewilligungsbehörde ist die Abteilung für Baubewilligungen des Departements für Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau (§ 22 Energiegesetz des Kantons Aargau, SAR.773.200, i.V.m. § 32 Energieverordnung, SAR 773.211).

Öffentliche Auflage

Die Gesuchsunterlagen können vom 30. Oktober 2017 bis 28. November 2017 zu den ordentlichen Schalteröffnungszeiten bei folgenden Stellen eingesehen werden: • Abteilung Planung und Bau, Rathausgasse 5, Roter Turm (2. Stock), 5400 Baden • Bauverwaltung und Planung, AlberichZwyssig-Strasse 76, 5430 Wettingen

Einsprachen

Bewilligungsverfügung

Während der Auflagefrist können in ihren Interessen betroffene Personen mit eingeschriebenem Brief beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligungen, Einsprache erheben. Die Gemeinde wahrt ihre Interessen ebenfalls mittels Einsprache. Innerhalb der Auflagefrist sind auch sämtliche enteignungsrechtlichen Einwände sowie Begehren um Entschädigung oder Sachleistungen beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligungen, geltend zu machen. Wer keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Mit der rechtskräftigen Verfügung des Ausführungsprojektes wird über alle Planelemente entschieden. Soweit eine gütliche Einigung über Entschädigungsbegehren mit der Gesuchstellerin nicht möglich ist, wird das Enteignungsverfahren nach Baugesetz durchgeführt. Gegen die Verfügungen der Abteilung für Baubewilligungen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt kann beim Regierungsrat des Kantons Aargau Beschwerde geführt werden.

Enteignungsbann

Weitere Bestimmungen

Vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung an dürfen ohne Zustimmung der Gesuchstellerin keine die Enteignung erschwerenden tatsächlichen oder rechtlichen Verfügungen mehr getroffen werden. Wird durch das aufgelegte Projekt in Mietund Pachtverhältnisse eingegriffen, die nicht im Grundbuch eingetragen sind, so haben die Vermieter und Verpächter davon ihre Mieter und Pächter in Kenntnis zu setzen.

Aarau, 23. Oktober 2017 Kanton Aargau, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Baubewilligungen

Einwohnerrat – Beschlüsse vom 19. Oktober 2017

1. Der Voranschlag 2018 der Einwohnergemeinde wird mit einem Steuerfuss von 95% genehmigt. 2. Das Kreditbegehren von Fr. 3 149 000.– (inkl. MwSt.) für die Erstellung eines talquerenden Weges und die Renaturierung des Lugibachs, Teilstück Obere Geisswies/Gchütt bis Tägerhard/Limmat wird genehmigt. 3. Erdgasversorgung: Die Einführung einer Konzessionsabgabe wird genehmigt. 4. Die Motion der Fraktion SVP vom 22. Juni 2017 betreffend Revision der Verordnung über Versicherung und Ruhegehalt des Gemeindeammanns vom 15. Juni 1989 wird überwiesen. 5. Von der Beantwortung der Interpellation Merkli Michael, FWW, vom 19. Mai 2016 betreffend indirekte Steuererhöhung wird Kenntnis genommen. 5. Von der Beantwortung der Interpellation Lamprecht Kristin, SP, FischerLamprecht Lutz, EVP, Haas Markus, FDP, Schmidmeister Lea, SP, Notter Daniel, SVP, Michel Roland, CVP, vom 7. September 2017 betreffend Schliessung und Wiedereröffnung des Hallenbades Tägi wird Kenntnis genommen. Der Beschluss unter Ziffer 1 unterliegt dem obligatorischen Referendum. Die Volksabstimmung findet am 26. November 2017 statt. Die Beschlüsse unter den Ziffern 2 und 3 unterliegen dem fakultativen Referendum und werden rechtskräftig, wenn innert 30 Tagen, von der Publikation in der «Limmatwelle» (26. Oktober 2017) an gerechnet, das Referendum dagegen nicht ergriffen wird. Die Unterlagen können während der Referendumsfrist zur ordentlichen Bürozeit auf der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Einwohnerrat

Gemeinde Wettingen

Altmetallsammlung (Bringsystem) Mittwoch, 1. November 2017 Es stehen folgende Sammelplätze zur Verfügung: 7.15– 8.15 Parkplatz Tennisplatz Winkelriedstrasse 8.20– 8.50 Parkplatz Rosengarten 9.20– 9.50 Wertstoffsammelstelle Jurastrasse/Tödistrasse 9.55–11.00 Parkplatz Rathaus 11.05–11.45 Wertstoffsammelstelle Stiegelenstrasse 13.30–14.15 Werkhof Kirchzelg Wichtige Hinweise Es darf nur Metall abgegeben werden, Fremdstoffe sind zu entfernen. Öle und Treibstoffe sind aus Motoren und Geräten zu entfernen. Es werden keine Elektro- und Elektronikgeräte entgegengenommen.

WERKHOF UND ENTSORGUNG

Öffentliche Auflage der «Erschliessungsplanung Staffelstrasse/Mattenstrasse» (Koordinatenschwerpunkt gem. Landeskarte 2666628/1257761) Nach Abschluss des Mitwirkungsverfahrens und der kantonalen Vorprüfung werden die Entwürfe gem. § 24 Abs. 1 BauG öffentlich aufgelegt. Die Entwürfe mit Erläuterungen und der Vorprüfungsbericht liegen vom Montag, 30. Oktober bis Dienstag, 28. November 2017, im Rathaus Wettingen (Büro 305, Sekretariat Bau und Planung) auf und können während der Bürozeiten eingesehen werden. Wer ein schutzwürdiges eigenes Interesse hat, kann innerhalb der Auflagefrist Einwendung erheben. Organisationen gem. § 4 Abs. 3 und 4 BauG sind ebenfalls berechtigt, Einwendung zu erheben. Einwendungen sind schriftlich an den Gemeinderat Wettingen, «Erschliessungsplanung Staffelstrasse/Mattenstrasse», Alb. Zwyssigstrasse 76, 5430 Wettingen, einzureichen und haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Mit der Genehmigung der «Erschliessungsplanung Staffelstrasse/Mattenstrasse» wird für die im Plan festgelegten, im öffentlichen Interesse liegenden Werke das Enteignungsrecht erteilt (§ 132 Abs. 1 BauG). Wettingen, 26. Oktober 2017 Der Gemeinderat


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WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

WETTINGEN

AUS DEM GEMEINDERAT Gemeindebibliothek Die Gemeindebibliothek Wettingen bleibt am Montag, 30., und Dienstag, 31. Oktober, wegen eines Systemwechsels ganztags geschlossen. Für die Lesung mit Lukas Bärfuss am 31. Oktober werden die Türen um 19.30 Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Es gelten für alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung folgende Öffnungszeiten (Schalter und Telefon): Mo: 8.30–12 / 13.30–18.30 Uhr; Di–Fr: 8.30–12 / 13.30–16 Uhr. Die Sozialen Dienste Wettingen sind am Dienstagnachmittag und am Donnerstagnachmittag telefonisch nicht erreichbar.

Barbara Scherer

So bunt kann Natur sein André Lambert und Stefan Muntwyler haben Aquarellfarben aus Gestein entwickelt. BARBARA SCHERER

HINWEIS

Biberli für einen guten Zweck.

Der Aargauer Aquarellkasten ist aus Farben von Gestein und Pflanzen hergestellt.

zVg

INSIEME-BIBERLI-AKTION ZUGUNSTEN VON MENSCHEN MIT BEEINTRÄCHTIGUNG Die Verkaufsaktion

der feinen und beliebten Appenzeller Biberli startet am Samstag, 28. Oktober. Seit 30 Jahren führt die insiemeVereinigung Region Baden-Wettingen jeweils im Herbst den Biberli-Verkauf durch. Der Verkauf erfolgt in vielen Gemeinden mit Haus- und Strassenverkauf durch Vereine, Schulklassen, Jungwacht, Einzelpersonen usw. Mit dem Slogan «insieme bringt Sonne in die Herzen» werden die Biberli für 3 Franken angeboten. Der Erlös hilft mit, die Durchführung von betreuten Ferien- und Freizeitangeboten für Menschen mit Beeinträchtigung in der Region zu sichern.

Von Wettinger Sanddorngelb über Würenloser Grün bis zu knalligem Aargauer Wappenblau: alles Farben aus der Aargauer Natur. Der Geologe André Lambert und der Künstler Stefan Muntwyler haben zusammen einen Aargauer Aquarellkasten entwickelt. Aus Erde, Steinen und Pflanzen des Kantons haben die beiden 16 Farben hergestellt. Am vergangenen Mittwoch stellten Lambert und Muntwyler in der Löwenscheune der Kantonsschule ihr Stefan Muntwyler ist fasziniert von der natürlichen Farbenpracht. Projekt vor. «Das ist bereits die zweite Auflage des Malkastens», sagt Muntwyler. Die ersten 300 Stück waren in kürzester Zeit vergriffen. Tatsächlich ist das Interesse gross: Fast hundert Personen besuchten den Anlass. Inspiriert wurde Muntwyler vor vielen Jahren während einer Reise durch Italien. In einer Grube nahm er zum ersten Mal die Intensität der Naturfarben wahr. Doch erst 2014 machte er sich zusammen mit Lambert auf die Suche nach der regionalen Farbenpracht. So spiegelt der Aquarellkasten die geologische Vielfalt des Kantons. Lambert: «Ich habe durch das Projekt gelernt, dass Gestein auch etwas Sinnliches und Ästhetisches besitzt.» André Lambert ist Geologe und Experte für die Farben des Gesteins.

bsc

bsc


WETTINGEN

Sirup-Kreationen erobern Wer denkt, Sirup sei nur was für Kinder, der irrt. Sirup ist Kult, wird gerne zur Verfeinerung von Speisen, Tee, Kaffee und Drinks verwendet. Zwei, die sich damit auskennen, sind Karin Zoro und Martina Bosshard.

Lukas Bärfuss arbeitet als freier Schriftsteller, Dramatiker und Essayist und lebt in Zürich. Sein neuster Roman «Hagard» war für den Preis der Leipziger CAROLIN FREI Buchmesse 2017 nominiert. Frederic Meyer «Meine Tochter wollte einfach nicht richtig trinken, als sie klein war», sagt die Wettingerin Karin Zoro, die zusammen mit Martina Bosshard die Siroperia ins Leben gerufen hat. Und so kams, dass sie In seinem neuen Roman «Hagard» das Wasser für ihre kleine Tochter beschreibt Lukas Bärfuss, wie ein mit wenig Sirup süsste. «Als ich jeMann aus einer Laune heraus ei- doch las, was es alles an Farb- und ner Frau folgt. Er kennt sie nicht, Zusatzstoffen in diesem Sirup hatsieht sie auch nur von hinten, te, beschloss ich, lieber selber welaber wie in einem Spiel sagt er chen zu machen», erinnert sich sich: Geht sie dort entlang, folge Zoro. Gesagt, getan. Und so kaich ihr nicht weiter; geht sie in die men zu dem einen Sirup für ihre andere Richtung, spiele ich das Tochter immer mehr dazu. Karin Spiel noch eine Weile weiter. Zoro tüftelte an Rezepten herum, Plötzlich liegt aber etwas Bedroh- mischte Kräuter und Blüten. liches in der Luft … Die Platzzahl ist beschränkt. TESTPERSONEN SIND vor allem ihre Eintrittskarten werden bis Sams- beiden 12- und 10-jährigen Kinder. tag, 28. Oktober, während den Es könne durchaus sein, dass sie Öffnungszeiten in der Bibliothek bei einem Sirup die Nase rümpfen. verkauft. Reservationen sind Dann entscheidet das Siroperianicht möglich. Eintritt 5 Franken. Team, ob er ins Sortiment kommt Gemeindebibliothek, Mattenstrasse 26, oder nicht. Allein vom Pfefferminz Dienstag, 31. Oktober, 20.15 Uhr. wachsen über 20 Sorten in den

«Hagard» – Lesung mit Lukas Bärfuss

Martina Bosshard und Karin Zoro: Ihr «Sunne»-Sirup wurde von einer Fachjury Hochbeeten im Garten von Karin Zoro in Wettingen. Daraus entstehen sechs verschiedene Sorten. Etwa der «1001 Nacht Sirup», der vor allem mit Marokkanischer Minze hergestellt wird. «Für diesen Sirup pflücke ich erst die Minzenblätter, wasche sie, koche sie mit Bio-Zucker auf und fülle den fertigen Sirup in sterilisierte Flaschen ab», erklärt Zoro. Bedeutend aufwendiger ist die Zubereitung der Kaffee-Linie, deren Sor-

ten man zum Süssen von Desserts oder Müesli verwenden kann. Auch ein Fruchtsalat bekommt mit wenig Kokosnuss-Sirup einen exotischen Geschmack. Sehr gefragt ist zudem die Gesundheitslinie mit dem ThymianSalbei-Sirup, der bei Erkältung und Husten als lindernd empfunden wird. Karin Zoros Küche ist vom Gesundheitsamt abgenommen. «Es kann auch sein, dass jemand vom Amt unangemeldet

INSERAT

Gemeinde Wettingen

Beschluss des Einwohnerrats; Rechtskraft Nach Ablauf der Referendumsfrist sind die vom Einwohnerrat am 7. September 2017 gefassten und in der Limmatwelle vom 14. September 2017 publizierten Beschlüsse in Rechtskraft erwachsen. Wettingen, 26. Oktober 2017 Der Gemeinderat

Öffentliche Mitwirkung zur «Teiländerung Nutzungsplanung Schutzobjekte (Ortsbild 1+2)» Gestützt auf § 3 BauG liegen die Entwürfe zur öffentlichen Mitwirkung auf. Die Entwürfe mit Erläuterungen und der Vorprüfungsbericht können von Montag, 30. Oktober bis Dienstag, 28. November 2017 während der Bürozeiten im Rathaus Wettingen (Büro 305, Sekretariat Bau und Planung) eingesehen werden. Direktbetroffene wie auch alle interessierten Kreise haben die Gelegenheit, sich während der Mitwirkungsfrist zum Entwurf zu äussern. Mitwirkungseingaben sind schriftlich an den Gemeinderat Wettingen, «Teiländerung NP Schutzobjekte», Alb. Zwyssigstrasse 76, 5430 Wettingen, einzureichen. Eingaben haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Wettingen, 26. Oktober 2017 Der Gemeinderat


WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

die moderne Küche

stellerin auf, die spontan 50 Flaschen sponserte», sagt Bosshard, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Watt wohnt. Vor zwei Jahren gründeten die beiden Frauen die Siroperia. Sie legen Wert darauf, möglichst alles selber zu machen. Der Flaschenhals

«Wer denkt, Sirup sei nur was für Kinder, der irrt.» und die Geschenkverpackungen werden mit viel Liebe dekoriert. Die Etiketten werden in Kleinserien gedruckt, damit Spielraum für Personalisierungen bleibt. Ihre Produkte stehen inzwischen in 16 Fachgeschäften und Boutiquen sowie im Online-Shop.

mit Gold ausgezeichnet.

Carolin Frei

vorbeischaut», sagt Geschäftspartnerin Martina Bosshard, die für die Homepage, das Akquirieren der Wiederverkäufer und fürs Marketing verantwortlich ist. Wie kam es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit? «In einer Spielhalle für Kinder stiess ich 2014 auf der Suche nach einem kleinen Dankeschön für die Fotografen von herzensbilder.ch auf den Sirup. Ein perfektes Präsent, und so nahm ich Kontakt mit der Her-

AUCH GROSSAUFTRÄGE von Firmen für Kundengeschenke laufen inzwischen ein. Kein Wunder, hat doch die Siroperia mit ihrem «Sunne»-Sirup gerade eben eine Goldmedaille am Wettbewerb der Regionalprodukte geholt. Immerhin waren 1200 andere Artikel im Rennen, wenn auch in verschiedenen Kategorien. «Wir sind mega stolz auf diese Goldmedaille und hoffen, dass unser Geschäft dadurch noch mehr Aufwind bekommt.» Denn Sirup ist längst nicht mehr nur Sirup. Am 27. Oktober ist die «Siroperia» ab 17 Uhr an der Ausstellung «Art&Flavours» im Strohdachhaus, Oetwilerstrasse 12 in Hüttikon dabei. Infos unter www.siroperia.ch

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HINWEIS SULPERG-2: TAG DER OFFENEN WOHNUNGEN Am Samstag, 28. Okto-

ber, 10–15 Uhr, öffnen die Gemeinnützige Gesellschaft Wettingen und die Baugenossenschaft Pro Familia Baden ihre neue Wohnsiedlung Sulperg-2 (zwischen Bifangstrasse und Langäckerstrasse neben dem Feuerwehrmagazin) zur Besichtigung. An diesem Tag der offenen Wohnungen haben Interessierte Gelegenheit, Wohnungen und den Gemeinschaftsraum zu besichtigen. Zwei der Wohnungen befinden sich im Haus C und sind 3½- und 4½-Zimmer-Mietwohnungen, eine davon ist möbliert, die andere fertig erstellt. Im Haus D kann zudem eine der 2½-Zimmer-Alters-Mietwohnungen besichtigt werden. Diese ist nicht möbliert, jedoch fertig erstellt. Ebenfalls geöffnet ist der Gemeinschaftsraum im Parterre von Haus C, den alle Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Sulperg-2 für verschiedene Aktivitäten wie Kafikränzli, Jassnachmittage, Fa-

Gesamtaufnahme Haus C mit Familienwohnungen. zVg milien- oder Geburtstagsfeiern benutzen können. Interessierte erhalten nicht nur einen Einblick in die neuen Wohnungen, sondern darüber hinaus alle Unterlagen für Miete oder Kauf (Alters-Eigentumswohnungen). Der aktuelle Stand von Miete und Kauf der Wohnungen ist auf www.sulperg-2.ch ersichtlich. Die Wohnungen sind hindernisfrei bzw. alters- und familiengerecht gebaut. Sie sind mit Bodenheizung ausgerüstet, die mit Holzschnitzeln gespeist wird. Der Bezug der Wohnungen ist von April bis Juni 2018 vorgesehen.

WAHL VIZEAMMANN WETTINGEN Wettingen ist dynamisch Mit 2 SP-, 2 FDP- und 2 CVPVertretungen plus einem Partei-Unabhängigen wird der Gemeinderat von Wettingen die nächsten vier JahPhilippe Rey. re arbeiten. Das ist eine dynamische Konstellation, zumal weder SVP noch EVP, GLP, GP oder andere Parteien in der Exekutive vertreten sind. Für das Amt des Vizeammanns kandidieren ein Sozialist, ein Freisinniger und Philippe Rey. Sicherlich werden die Parteien sich überlegen, wer wen unterstützt, ob und welche Wahlempfehlung abgegeben wird. Maibach und Egloff sind valable Kandidaten, ohne Zweifel, und sie sind auch schon lange Jahre Politiker. Aber eben das Prädikat «Politiker» kann auch die Gefahr beinhalten, dass alles nach bewährtem Schema weiterläuft, dass Parteien für sich schauen, dass Ämter verteidigt werden. Doch ist dies der richtige Weg, um für Wettingen die beste Person als Vizeammann auszuwählen? Ich bin mir bewusst, dass meine Kandidatur nicht allen Parteien passt. Ich gehöre nicht zur klassischen Classe Politique, bin ein Quereinsteiger, ein Macher, der sein eigenes Unternehmen aufgebaut hat, ein Realisierer, der eine Krippe und einen Hort (beides wird immer noch betrieben), einen Sportverein, ein Quartierkino, eine Wohngenossenschaft, einen Kulturverein gründete, weil Bedarf

herrschte. Ich bin ein Politiker aus Überzeugung und aus Idealismus, ich will die Zukunft mitgestalten. Ich bin der Meinung, ein Parteiloser als Vizeammann würde frischen Wind bringen. Und dann: Auch David hatte gegen Goliath eine komplexe Ausgangslage. Immerhin: Bei den Gemeinderatswahlen holte ich mehr Stimmen (3296) als die bisherigen Egloff (3156) und Maibach (3226). Die Attraktivität eines Wohn- und Lebensorts wird nicht nur durch Gemeinde-Finanzen, nicht nur über Strassen, durch das EWW und die Kanalisation definiert. Den Faktor Lebensqualität bestimmen auch Angebote in den Bereichen Vereinswesen, Sport, Bildungslandschaft, Kultur, Kunst, Handel und Gewerbe, Kloster, Limmattal, Altersfragen, Erwachsenenbildung. Ich setze mich für diese Belange seit mehr als 40 Jahren ein und werde dies als Gemeinderat und auch als Vizeammann tun. Ich habe in den letzten vier Jahren umstrukturiert, mich engagiert, Veränderungen bewirkt und gute Resultate erzielt. Den Gemeinderat als Kollegium habe ich als konstruktives Team und die Mitarbeitenden im und ums Rathaus als engagierte und vertrauenswürdige Menschen erlebt. Ich bin dabei jedoch, so hoffe ich, eine eigenständige und authentische Person mit eigenem Charakter geblieben und konnte viel Vertrauen gewinnen – was sich letztlich, wie schon erwähnt, auch im guten Wahlresultat widerspiegelte. Mit diesem Vertrauen steige ich zuversichtlich in den Wahlkampf um das Amt als Vizeammann. Philippe Rey


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WETTINGEN

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

Wettiger zahlen weiterhin gleich viel Der Einwohnerrat erhöht den Steuerfuss und genehmigt das Bauprojekt Lugibach.

BARBARA SCHERER

Eigentlich hätten die Wettinger ab dem nächsten Jahr weniger Steuern zahlen müssen. Mit dem neuen kantonalen Finanzausgleich ist ein Steuerfussabtausch von drei Prozent vorgesehen. Somit wäre der Wettinger Steuerfuss von 95 auf 92 Prozent gesunken. Doch der Gemeinderat forderte eine Steuerfusserhöhung von drei Prozentpunkten: Diese sei notwendig, um eine schwarze Null bei der Jahresrechnung zu erreichen und den steigenden Schulden entgegenzuwirken. Am vergangenen Donnerstag stimmte der Einwohnerrat dieser Steuerfusserhöhung auf 95 Prozent zu. Die Fraktion SP/ WettiGrüen for-

derte gar eine Erhöhung des Steuerfusses auf 100 Prozent. Der Antrag wurde abgelehnt. Vonseiten der SVP wurde ein Rückweisungsantrag gestellt. «Es wird nur bei den Einnahmen angesetzt. Wir wollen diese Steuerentlastung aber den Bürgern weitergeben», sagte Michaela Huser. Weil der Rückweisungsantrag abgelehnt wurde, enthielt sich die SVP-Fraktion bei den Abstimmungen. Christian Wassmer (CVP), Präsident der Finanzkommission, zeigte sich zwar über den Voranschlag 2018 erfreut, hielt jedoch fest, dass der Beitrag der Leistungsorientierten Verwaltungsanalyse (Lova) mit 0,5 Millionen äusserst bescheiden ausgefallen sei. Deshalb stellte die FiKo verschiedene Sparanträge. Eine intensive Diskussion entfachte über den Beitrag an die Standortförderung: Diese sollte 50000 Franken weniger erhalten. Zu viel, befand Jürg Rüfenacht (CVP). «Die Standort-

förderung braucht mehr Geld für Kommunikation und Werbung.» Der Rat beschloss schliesslich, den Betrag nur um 15000 Franken zu kürzen. In der Schlussabstimmung genehmigte der Einwohnerrat das Budget 2018, mit den angebrachten Kürzungen in Höhe von 172900 Franken, mit 27 Ja zu 2 Nein.

AUCH DEN KREDIT für die Renaturie-

rung des Lugibachs und die Erstellung eines talquerenden Wegs genehmigte der Einwohnerrat. Mit dem Projekt soll der Hochwasserschutz in Zukunft gewährleistet und die Anbindung an das Naherholungsgebiet Sulpberg-Rüsler verbessert werden. «Das ist grundsätzlich ein tolles Projekt. Mein einziger Wermutstropfen als aktiver Bauer ist der Verlust des Kulturlandes», sagte Andreas Benz (CVP). Zusammen mit Michaela Huser stellte er den Antrag, zu prüfen, inwiefern der Gewässerraum unter der

Berücksichtigung des Kulturlandschutzes reduziert werden kann. Zudem sei zu prüfen, ob der talquerende Weg im Gewässerraum platziert werden könne. Dieser Antrag fand im Parlament Zustimmung. «Das Projekt durchquert Felder von Bauern, das ist dem Gemeinderat bewusst», sagte Kristin Ernst (SP), Ressortvorsteherin Tiefbau und Umwelt. Landerwerbsgespräche würden erst angegangen, wenn der Kredit gesprochen sei. Für alle Betroffenen werde ein Infoabend veranstaltet. Die Fiko verlangte zudem, dass anstelle eines Teerbelags ein Märgelbelag verwendet wird und damit 58 000 Franken gespart werden. Auch dieser Antrag wurde gutgeheissen. Die Einführung einer Konzessionsabgabe für Erdgas genehmigte der Einwohnerrat mit 29 zu 9 Stimmen. Das letzte Wort hat aber wie immer das Volk an der Urne.


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NEUENHOF

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

AUS DEM GEMEINDERAT Baugesuche Die Baubewilligung wurde erteilt an: AXA Leben AG, Winterthur, p.A. AXA Investments Managers Schweiz AG, Zürich, für das Erstellen einer temporären Baureklametafel, auf der Parzelle 2204, Hardstrasse 51, in Neuenhof; ERA Kuhlmann Immobilien AG, Brugg, für das Anbringen einer Reklameanlage, auf der Parzelle 1846, Zürcherstrasse 92, in Neuenhof; ALENA Hotel AG, c/o Alwin Kecht, Wilen bei Wollerau, für die Montage von Reklameanlagen, auf der Parzelle 1811, Alte Zürcherstrasse 53, in Neuenhof; Elinag Elektroinstallationen, Neuenhof, für die Montage eines Reklamepylons, auf der Parzelle 2368, Industriestrasse 19, in Neuenhof. Publikation von Gesuchen um ordentliche Einbürgerung Folgende Personen haben bei der Gemeinde Neuenhof ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung gestellt: Uthayakumar, Braveen, 2001, srilankischer Staatsangehöriger, Bifangstrasse 28, Neuenhof; Dervishi, Faton, 1982, mazedonischer Staatsangehöriger, Glärnischstrasse 17, Neuenhof, mit Ehefrau Dervishi, Xhezmije (1986), und den Kindern Erijon (2006) und Elsa (2010). Jede Person kann innert 30 Tagen seit der amtlichen Publikation dem Gemeinderat eine schriftliche Eingabe zum Gesuch einreichen. Diese Eingaben können sowohl positive wie negative Aspekte enthalten. Der Gemeinderat wird die Eingaben prüfen und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Die Öffnungszeiten und Erreichbarkeit (Schalterdienst) sind wie folgt: Montag, 8–11.30 und 14–18 Uhr, Dienstag–Donnerstag, 8–11.30 und 14–17 Uhr, Freitag, 7.30–14.30 Uhr. Telefon 056 416 21 11, E-Mail: gemeindekanzlei@neuenhof.ch INSERAT

Hobbyraum

in Neuenhof zu verkaufen, ca. 25 m² Preis auf Anfrage Tel. 076 365 47 72

Das Wunderkind der Violine Mucksmäuschenstill wars in der Aula der Schule, als in weissem Kleidchen die zehnjährige Ilva zum 1. Aufstrich den Bogen ansetzte.

Und sofort wurde das Talent offensichtlich. Natürlich und souverän interpretierte die junge Musikerin, auswendig und ohne Fehler, begleitet von der Pianistin Mariya Anikina, das Allegro, Adagio und Presto aus dem Violinkonzert Nr. 1 von Wolfgang Amadeus Mozart. Marina Korendfeld, Musiklehrerin und Leiterin der bekannten Musikreihe Marina Korendfeld, ermöglichte diesen Besuch an der Schule Neuenhof. Zusammen mit Musiklehrerin Barbara Zimmerli und weiteren Lehrpersonen der Primarschule kamen rund 150 Kinder in den Genuss eines klassischen Konzertes. Für die allermeisten das erste in dieser Art. Gut gebrieft und betreut liessen sie sich für eine halbe Stunde von Ilva, ihrer Violine, ihrer Leiden-

Ilva Vera Eigus gab an der Neuenhofer Schule ein Konzert. schaft und Virtuosität verzaubern. Das junge Publikum spendete begeistert Applaus. Zum Schluss beantwortete Ilva Fragen einiger Kinder: Mit sechs Jahren gab sie zum ersten Mal ein Konzert. Und bei einem Wettbewerb für beste Violinisten unter dreissig Jahren in Florenz gewann sie mit sieben Jahren den ersten Preis.

MARKTNOTIZEN

zVg

MIT GESCHENKEN UND BLUMEN in

den Armen stieg Ilva von der Bühne in die Obhut ihrer Mutter Tatjana Eigus. Neuenhof kann sich glücklich schätzen, eine Aula mit so grosser Ausstrahlungskraft zu besitzen. Darbietungen wie ebendiese erhalten ihren würdigsten Rahmen und bescheren unvergessliche Momente. (ha)

VERMISCHTES

Zahnprothesen sind Vertrauenssache Heute gibt es viele verschiedene Möglichkeiten für modernen Zahnersatz. So individuell die Bedürfnisse der Patienten sind, so verschieden sind auch die auf sie zugeschnittenen Lösungen, um mit einem Zahnersatz langfristig glücklich zu sein. Immer mehr aggressive Werbung bringt eine Fülle von Angeboten für schnellen, günstigen Zahnersatz zu uns. Dazu kommen lockende Billiglösungen aus dem Ausland. Oft glauben Patienten, dass sie sich keinen prothetischen Zahnersatz aus der Schweiz leisten können, da ihnen bis jetzt nur sehr kostenintensive Möglichkeiten empfohlen wurden. Gute Beratung ist hier unerlässlich. In der Praxis für Zahnprothetik nehmen wir uns Zeit für Sie, um mit Ihnen über die verschiedenen Möglichkeiten und Kosten für einen auf Sie zugeschnittenen Zahnersatz zu sprechen. Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich. Wir sind für Sie da, auch nach dem Einsetzen der Prothese. Alle Neuanfertigungen, Reparaturen und Unterfütterungen wer-

Treffen am Dienstagmorgen. Zahnprothesen. den in unserem internen Labor gefertigt. Als Denturist/Zahnprothetiker machen wir vom Abdruck bis zur Druckstellenentfernung alles in unserer Praxis. Wir widmen uns allen Problemen von Zahnprothesen, auch von solchen, die nicht bei uns gefertigt worden sind. Praxis für Zahnprothetik Urban Christen DD Oberdorfstrasse 11 8114 Dänikon Tel. 043 931 05 15 zahnprothetik-christen.ch Die unter der Rubrik «MARKTNOTIZEN» publizierten Texte stehen ausserhalb der redaktionellen Verantwortung. Meldungen von KMU sind buchbar unter brigitte.gaehwiler@azmedien.ch, Tel. 079 798 17 86.

zVg

Chrabbelgruppe Mami mit Babys bis drei Jahre können sich mit anderen Mami am Dienstagmorgen von 9 bis 11 Uhr im katholischen Pfarreiheim treffen. So können sie die ersten Gspändli finden und gemeinsam spielen, während sich die Mütter austauschen. Schnupperbesuche sind jederzeit möglich. Auch Papi, Grosseltern oder andere Bezugspersonen sind mit Kleinkindern herzlich willkommen. www.elternverein-neuenhof.ch Nistkastenreinigung Am Samstag führt der Natur- und Vogelschutzverein Neuenhof die Reinigung der Nistkästen durch. Auch Nichtmitglieder und Kinder sind eingeladen. Besammlung Samstag, 28. Oktober, 13.30 Uhr beim Parkplatz Friedhof Papprich, Infos bei Peter Spring, Tel. 056 406 13 76


NEUENHOF

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

Apéro: Regierungsrat Markus Dieth stösst nach seinem Referat mit Frau Gemeindeammann Susanne Voser an.

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Carolin Frei

Staatshaushalt sanieren, aber wie? Bereits zum 20. Mal fand der Industrieapéro in Neuenhof statt. Am Jubiläumsanlass in der Aula der Schulanlage referierte Regierungsrat Markus Dieth vor rund 80 Gästen.

CAROLIN FREI

«Unternehmen mit der Gemeinde zu vernetzen, das war vor 20 Jahren das Ziel und ist es heute noch», eröffnet Frau Gemeindeammann Susanne Voser den Industrieapéro. Sie freue sich, diesen Anlass erstmals in der neuen Aula durchführen zu können. Man sei stolz, mit der Erweiterung der Schulanlage einen wegweisenden Schritt für die Zukunft gemacht zu haben. Stolz ist man auch auf den ersten eigenen Neuenhofer Wein. «DER AARGAU SIEHT sich mit einem Haushaltsdefizit von bis zu 250 Millionen Franken pro Jahr konfrontiert», hält Markus Dieth in seinem Referat zum Thema «Ansprüche und Realitäten im kantonalen Finanzhaushalt» fest. Man setze deshalb in erster Linie auf

Austausch: Nach dem Referat war der Staatshaushalt noch immer Thema. Einsparungen, Reformen und allenfalls auf eine Steuererhöhung, um den Finanzhaushalt wieder ins Lot zu bringen. «Die Sanierung findet in einem dynamischen Umfeld statt. Volle Transparenz und der Einbezug aller politischen Kräfte sind gefragt. Nur so kann Vertrauen aufgebaut werden», ist Dieth überzeugt. Gespart werden könnte etwa mit einer Verkürzung der Schuldauer bis zur gymnasialen Matur, mit einer Reduktion des öV-Angebots bei einzelnen Buslinien oder aber der Förderung von Massnahmen zur Verminderung von Aufenthalten in Heimen und Tagesstrukturen («ambulant vor stationär»). Dies sind drei Module aus ei-

nem umfassenden Reformprogramm, mit dem der Regierungsrat 80 bis 120 Mio. Franken jährlich einsparen will. «Das Reformmodul Steuerbezug zum Beispiel prüft, wie durch Zentralisierung des Steuerbezugs beim Kanton oder bei regionalen Bezugsstellen in grösseren Gemeinden Synergien generiert werden können», sagt Dieth. Dieses Reformvorhaben ist bei den Gemeinden umstritten. Es steht noch in Prüfung. Bis die geplanten Reformvorhaben greifen, müsste als unerlässliche Überbrückungsmassnahme für vier Jahre die Schuldentilgung ausgesetzt werden. Der Aargau steht in Sachen Bruttoinlandprodukt pro Kopf an

letzter Stelle. Dies, obwohl namhafte Unternehmen im Kanton ansässig seien. Diese leiden teilweise stark unter dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und dem starken Franken, was zu tieferen Steuereinnahmen führe. Das Branchenprofil sei jedoch gut aufgestellt und breit abgestützt. «Eine konsequente Umsetzung des erarbeiteten Sanierungskonzepts ist entscheidend für eine nachhaltige und dauerhafte Sanierung des kantonalen Staatshaushalts sowie für die Modernisierung des Kantons», zieht er am Schluss seines Referats Bilanz. BILANZ ZIEHT AUCH Susanne Voser:

«Ich bin mit den Vorschlägen weitgehend einverstanden, nur nicht damit, die Steuerbezüge über den Kanton zu regeln. Ich möchte nicht auf die Dienste von Herrn Frischknecht und seinem Team verzichten müssen. Zudem sind sie näher bei der Bevölkerung. Deshalb sollte der Steuerbezug auf der Gemeindeebene verbleiben.» Beim anschliessenden Apéro tauschten sich die Gäste noch rege aus. «Es war spannend, dieses komplexe Thema erläutert zu bekommen», sagt Besucher Peter Voser. Und Astrid Hutzli vom Verein für Alterssiedlungen betont: «Es war informativ, für einmal die kantonale Optik zu hören.»


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KILLWANGEN

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

AUS DEM GEMEINDERAT Beförderungen Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen Mit Wirkung ab 21. Oktober (Hauptübung) wurden auf Antrag der Feuerwehrkommission Spreitenbach-Killwangen folgende Angehörige der Feuerwehr befördert: Sdt Fuhrer Thomas zum Gefreiten; Sdt Huggenberger Simon zum Gefreiten; Sdt Grass Alesch zum Korporal; Kpl Amsler Beat zum Wachtmeister; Kpl Wiederkehr Urs zum Leutnant. Der Gemeinderat gratuliert den beförderten Angehörigen des Feuerwehrkorps und dankt ihnen für ihren Einsatz zugunsten der Öffentlichkeit. Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern Die Grundeigentümer und Gartenbesitzer werden gebeten, ihre Hecken, Bäume und Sträucher gemäss den Vorschriften der Strassenabstandsverordnung zurückzuschneiden. Die öffentlichen Strassen und deren Einrichtungen (Strassenbeleuchtung, Hydranten, Wegweiser usw.) dürfen vom anstossenden Grundeigentum durch Bäume und Sträucher nicht beeinträchtigt werden. - In das Strassengebiet hineinreichende Bäume sind auf eine Höhe von 4,50 m, ab Fahrbahnrand gemessen, aufzuasten. Im Gehwegbereich muss eine freie Höhe von 2,50 m eingehalten werden.

- Hecken und Sträucher sind auf 0,6 m Abstand, gemessen vom Strassenmark, zurückzuschneiden. - Bei Gehwegen hat der Rückhau auf Hinterkante Trottoir zu erfolgen. - In Sichtzonen muss ein sichtfreier Raum zwischen einer Höhe von 0,8 m und 3 m gewährleistet sein (§ 45 BauV). - Grundeigentümer, deren Bäume an öffentliche Strassen und Gehwege angrenzen, haften für Schäden und Verletzungen, welche durch ihre Bäume bzw. Äste entstehen. Das Zurückschneiden muss bis 30. November erfolgen. Ersatzvornahme: Sollten die Arbeiten bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeführt sein, wird auf Kosten des betreffenden Grundeigentümers das Bauamt mit den Ausführungen beauftragt. Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag, 8.30–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr; Dienstag, 8.30– 11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Mittwoch, 8.30–11.30 Uhr, nachmittags geschlossen; Donnerstag, 8.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr; Freitag, 7.30–14 Uhr (durchgehend). Tel. 056 418 10 60, E-Mail: gemeindekanzlei@killwangen.ch und Website der Gemeinde www.killwangen.ch

Sporttag Hip-Hop als Abschluss des Morgens.

Foto: zVg

Einen Tag lang Sport und Plausch Nachdem der Sporttag das letzte Jahr wegen des Killwangener Fäschts ausfiel, fand er dieses Jahr am Dienstag vor den Ferien statt.

als Zuschauer die Athleten zu Höchstleistungen an. Dabei waren Fähigkeiten in Geschicklichkeit, Ausdauer, Tempo und Kraft gefragt.

Seit dem Start des neuen Schuljahres wurde in den Turnstunden auf die verschiedenen Disziplinen hin trainiert. Luka freute sich schon lange, dass er als 6.-Klässler dieses Mal Gruppenchef sein wird. Alice empfand diese Aufgabe sogar als Ehre. Und die 6.-Klässler machten ihren Job sehr gut. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen führten sie ihre Gruppen, die aus Kindern vom Kindergarten bis zur 6. Klasse bestanden, von einem Posten zum andern. Die Gruppen selber und die vielen Verwandten der Kinder spornten

AM NACHMITTAG fand für die 2.- bis

6.-Klässler das Brennball-Turnier statt. Viele Zuschauer konnten den Eifer und die Energie bewundern, mit der geworfen, gerannt, gefangen und gebrannt wurde. Es gab einige Königsläufe zu bejubeln. Der Regen wartete schön bis nach dem Turnier. Und so fand das Rangverlesen in der Turnhalle statt. Alle Kinder freuten sich riesig: die einen über die selber erkämpfte Medaille, die anderen über das Präsent, welches alle Kinder als Erinnerung an diesen Sporttag mit nach Hause nehmen durften. (am)

Geschick und Beweglichkeit.

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der können auf einer mitgebrachten Decke in der Turnhalle ihre Spielsachen ausbreiten, tauschen und verkaufen. Organisator ist der Elternverein, der auch eine kleine Beiz organisiert: Samstag, 28. Oktober, 10 bis 12 Uhr.

AUSSTELLUNG BRUDER KLAUS In der

Kirche steht ein Nachbau der Klause von Niklaus aus dem Ranft. Zudem hängen an der Empore grosse Fahnen mit Texten. Auf dem Boden liegen Textbanner aus. An den Seiten der Bänke stehen Tafeln und eine Hörstation. In den Kirchenbänken liegen Lese-

Ausstellung in der Kirche. pulte auf. Die Ausstellung ist tagsüber zugänglich. Der Eintritt ist kostenlos. Informationen/Führungen: Peter Zürn, 056 416 00 90, zuern@pfarrei-neuenhof.ch, www.pastoralraum-aargauer-limmattal.ch/killwangen/angebote/erwachsene/bruder-klaus-jubilaeum/


Gesamterneuerungswahlen Amtsperiode 2018 bis 2021

Einladung zum Politapéro

2. Wahlgang, stille Wahl

Freitag, 27. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Turnhalle Boostock

Nachdem auch innert der 5-tägigen Nachmeldefrist für die nachstehende Funktion nicht mehr Personen angemeldet worden sind, als offene Funktionssitze bestehen, sind vom Wahlbüro gemäss § 33 Abs. 2 GPR in stiller Wahl gewählt worden:

Themen:

Stimmenzähler, Ersatzmitglieder (2 Personen für 2 Sitze) – Bütler Céline, 1996, von Auw AG, Grütstrasse 49, parteilos, neu – Gehringer Petra, 1975, von Arth SZ und Gurtnellen UR Fluestrasse 25, parteilos, neu

1. Neubau Gemeindehaus, Vorstellung Projekt 2. Verschiedenes 3. Frage- und Diskussionsrunde mit der Bevölkerung Die Bevölkerung ist zu diesem Anlass herzlich eingeladen. Gemeinderat Spreitenbach

Gesetzliche Bestimmungen Gesetz über die Politischen Rechte (GPR): § 33 Wahl ohne Urnengang Sind im zweiten Wahlgang weniger oder gleich viele wählbare Kandidatinnen oder Kandidaten vorgeschlagen, als zu wählen sind, ist mit der Publikation der Namen eine Nachmeldefrist von 5 Tagen anzusetzen, innert der neue Vorschläge eingereicht werden können. 2 Übertrifft die Anzahl der Anmeldungen nach dieser Frist die Anzahl der zu vergebenden Sitze nicht, werden die Vorgeschlagenen von der anordnenden Behörde beziehungsweise vom Wahlbüro als in stiller Wahl gewählt erklärt. 1

Gegen diese Wahl kann gemäss § 66 ff. GPR bis spätestens am 3. Tag nach der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aarau beim Departement des Innern, Frey-Herosé-Str. 12, 5000 Aarau, Beschwerde erhoben werden. 18. Oktober 2017

Wahlbüro Spreitenbach

Herzlichen Dank für die grosse Anteilnahme und das Mitgefühl, welches wir beim Abschied von unserem lieben

Beat Hager erfahren durften. Die vielen Zeichen der Verbundenheit haben uns tief bewegt und Trost gegeben. Unser besonderer Dank gilt all denen, die dem Verstorbenen in seinem Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind. Ebenfalls ganz herzlich danken wir – für die zahlreichen Anrufe, tröstenden Briefe und Karten, warmherzigen Umarmungen, für die wunderschönen Blumenarrangements und die finanziellen Beiträge sowie die Spenden an den Verein Barmelweid – Herrn Pfarrer Stepahn Matthias für seine würdige Trauerfeier – der Aargauer Zeitung und der Limmatwelle für die sehr grosszügige Unterstützung – Frau Bär und Herrn Rupf für die netten Worte über Beat in den Printmedien – dem FC Baden für all die tollen Jahre, die Beat bei euch erleben durfte – allen, die ihn auf seinem letzten Weg begleitet haben.

Projektauflage Gemeinde: Strecke:

Spreitenbach IO; K274, Fussgängerschutzinsel Kreuzäcker

Die Projektpläne liegen gemäss § 95 Abs. 2 und 3 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz, BauG) während 30 Tagen, vom 30. Oktober 2017 bis 29. November 2017, in der Gemeindeverwaltung Spreitenbach öffentlich auf und sind während der Öffnungszeiten einsehbar. Einwendungen gegen das Bauprojekt sind während der Auflagefrist schriftlich an das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Kreisingenieur II, Brackrütistrasse , 5210 Windisch, einzureichen. Sie haben einen Antrag und eine Begründung zu enthalten. Im Einwendungsverfahren wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. Allfällige Verkehrsanordnungen werden separat nach Strassenverkehrsrecht verfügt. Der Entscheid über das Bauprojekt (§ 95 BauG) gilt als Enteignungstitel. Dieser berechtigt zur Enteignung für Massnahmen, die darin mit genügender Bestimmtheit festgelegt sind. Rechte, die in der Landerwerbstabelle nicht aufgeführt sind und durch das Bauprojekt betroffen werden, sind ebenfalls innert der Auflagefrist schriftlich anzumelden. Über den Erwerb der in der Landerwerbstabelle aufgeführten Rechte wird in einem späteren Verfahren entschieden (§ 151 BauG). Anträge, die bereits jetzt mit Einwendung gegen das Bauprojekt hätten gestellt werden können, sind dann unzulässig (§ 152 BauG).

Die Trauerfamilie

Aarau, 2. Oktober 2017

Spreitenbach, Oktober 2017

Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Tiefbau, Kreisingenieur II


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WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

SPREITENBACH

AUS DEM GEMEINDERAT Schulraumerweiterung Wie bereits in früheren Gemeinderatsnachrichten informiert wurde, ist Spreitenbach eine Wachstumsgemeinde. Ein Bevölkerungszuwachs von bis zu 4000 Einwohnern in den nächsten 15 Jahren ist absehbar. Aufgrund dessen wird in den nächsten Jahren mehr Schulraum benötigt. Die aktuelle Schulraumplanung sieht folgenden Raumbedarf: bis 2019 3 Schulzimmer, bis 2022 weitere 7 und bei einer Einwohnerzahl von 15 000 zusätzlich 8 Schulräume. Somit werden insgesamt 18 zusätzliche Schulräume notwendig. Die Schulräume ab 2022 können mit dem etappenweisen Umbau des Gemeindehauses in ein Primarschulhaus sichergestellt werden, Angehender Feuerwehrmann: Eine ernste Sache, das Wasserspritzen, denkt sich wohl der Kleine.. Sibylle Egloff dadurch entstehen 15 zusätzliche Klassenzimmer. Als Übergangslösung und als Vorbereitung auf einen später anstehenden zusätzlichen Raumbedarf der Oberstufe ab 2023 drängt sich als vorsorgliche Massnahme Am Samstag probte die stand unter dem Motto Team- man damit etwa, wo die Zündein Anbau des Schulhauses Boo- Feuerwehr Spreitenwork. «Nur gemeinsam können quelle ist», sagte Imboden. Draussen auf dem Pausenplatz stock auf. Der Einwohnergemeinwir Einsätze bewältigen. Im Ernstdeversammlung vom 28. Novem- bach-Killwangen den fall muss man auf seine Kollegen hatten die Besucher die Möglichkeit, im Korb auf der Drehleiter ber wird ein Projektierungskre- Ernstfall. Bei der Haupt- zählen können», sagt Imboden. dit für den erwähnten Anbau in übung galt es, Personen Bevor sich die zahlreich erschie- 32 Meter in die Höhe zu fahren der Höhe von 97 000 Franken zur nene Bevölkerung aus Killwangen und die Aussicht zu geniessen. aus dem Schibli-Block Genehmigung unterbreitet. und Spreitenbach vom Feuer- Schwindelfreie schossen sogar an der Poststrasse zu wehrmagazin in Spreitenbach zu Selfies zur Erinnerung. Bevor es Beförderungen Feuerwehr Anläss- retten und einen Brand den Postenarbeiten bei der Turn- dann zur Einsatzübung ging, lich der Hauptübung der Feuer- zu löschen. halle Boostock aufmachen konn- konnten sich die Anwesenden trawehr Spreitenbach-Killwangen te, erhielten fünf Mitglieder der ditionell mit einem Pärli Wienerli sind folgende Beförderungen SIBYLLE EGLOFF und Brot verpflegen. Die SitzbänFeuerwehr eine Beförderung. ke waren rappelvoll. Die meisten ausgesprochen worden: Tho- Ein kleiner Junge hält einen Feumas Fuhrer, zum Gefreiten; Si- erwehrschlauch in der Hand. Er BEI DER TURNHALLE GAB es nicht besetzt von Familienangehörigen mon Huggenberger, zum Ge- trägt einen Helm, der ihm viel zu nur für die kleinen Gäste viel zu der Feuerwehrleute. So war etwa freiten; Alesch Grass, zum Kor- gross ist. Wasser spritzt aus dem tun und zu sehen, auch die Er- Martin Ricklins Familie mit von poral; Beat Amsler, zum Wacht- Schlauch. Damit der Kleine auf- wachsenen konnten einen Ein- der Partie. Frau Daniela, die Eltern meister; Urs Wiederkehr, zum grund des Drucks nicht umfällt, blick in die Arbeit der 92 Feuer- und Sohn Pascal. «Für mich ist die Leutnant. Der Gemeinderat und stärkt ihm ein Feuerwehrmann wehrleute gewinnen. Bei einem Feuerwehr ein schönes Hobby. das Feuerwehrkommando gra- den Rücken und erklärt ihm, wie Hindernisparcours in der Turn- Die Kameradschaft ist bei uns das tulieren herzlich. er den Hahn auf- und zudrehen halle simulierte die Abteilung Wichtigste», sagte Martin Ricklin. kann. Ein paar Meter entfernt Atemschutz etwa einen Einsatz in Er ist Chef des Verkehrskorps und Termine 27. Oktober, 19.30 Uhr: pumpen Kinder Wasser aus einem einem brennenden Gebäude. Wer sichert Schadensplätze ab, damit Polit-Apéro, Turnhalle Boostock, Eimer und versuchen, damit ein den Parcours durchlief, musste ei- seine Kollegen ihre Arbeit maPoststrasse (gegenüber Gemeinde- Brett zu treffen. Sie kreischen und ne Augenbinde anziehen und chen können. haus); 30. Oktober, 17 Uhr: unent- lachen. Auf der anderen Seite des dem Feuerwehrmann blind folgeltliche Rechtsauskunft, Ge- Sportplatzes bei der Turnhalle gen. «Solche Einsätze sind sehr ge- ABZUSICHERN GALT ES im Anschluss meindehaus, Poststrasse 13. Boostock steigen Kinder über eine fährlich. Es ist heiss, Dinge liegen auch die Poststrasse 13, wo die EinLeiter aus dem Schulzimmerfens- auf dem Boden oder können auf satzübung durchgeführt wurde. einen stürzen und man sieht auf- Das Szenario: ein Brand im Keller Öffnungszeiten der Gemeindever- ter im zweiten Stock. grund des Rauches fast nichts. und in der Küche im ersten Stock waltung und der Regionalpolizei Posten Spreitenbach Die Schalter DIE AKTIVITÄTEN waren Teil der Man muss seinem Kollegen blind des «Schibli»-Blocks. Die Feuersind wie folgt geöffnet: Montag, Hauptübung der Feuerwehr Sprei- vertrauen», sagte Imboden. Für wehr fuhr mit ihren sieben Fahr8.30–11.30 Uhr und 13.30–18.30 tenbach-Killwangen. «Heute wol- ihn sei es wichtig, dass die Bevöl- zeugen auf. Mit der Drehleiter retUhr, Dienstag–Donnerstag, 8.30– len wir der Bevölkerung die Mög- kerung wisse, was die Feuerwehr tete sie die Personen im zweiten 11.30 Uhr und 13.30–16 Uhr, Frei- lichkeit geben, das Team der Feu- mache. «Wir müssen Transparenz Stock. Mit einer Handleiter die Betag, 8.30–15 Uhr. Tel. 056 418 85 11, erwehr zu unterstützen. Die Ar- schaffen.» Die Feuerwehrleute wohner in der ersten Etage. DaFax 056 402 02 82. Weitergehende beiten sehen zum Teil einfacher zeigten zudem, warum eine Wär- nach löschten sie den Brand. Dafür Informationen unter www.sprei- aus, als sie sind», sagte Komman- mebildkamera für ihre Arbeit hilf- erhielten sie von der Zuschauertenbach.ch. dant Sven Imboden. Die Übung reich ist. «Bei Innenbränden sieht menge viel Applaus.

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SPREITENBACH

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

«Wildfang»: Klavierkabarett mit Esther Hasler in Würenlos Treffsicheres Einfrau-Tastentheater steht als Nächstes beim Kulturkreis Würenlos auf dem Programm. Esther Hasler ist mit ihrem fünften Soloprogramm «Wildfang» zu Gast. Ilario Solazzo

Leo Steffen

Bronze für zwei Spreitenbacher Vom 11. bis 15. Oktober fand die Shukokai-Karate-Europameisterschaft in Tallinn, der Hauptstadt von Estland, statt. Die Kaderschüler von der Karateschule Limmattal durften an der diesjährigen Europameisterschaft in Tallinn ihr Können unter Beweis stellen und mit dem Schweizer Nationalkader ihr Heimatland vertreten. Bereits im Februar startete das Nationalkader mit den Vorbereitungen und den intensiven Kampftrainings jeweils am Samstagnachmittag. Mit der Unterstützung von Shihan Steve (höchstgradierter Sensei in der Schweiz) und Sensei Nina und Sensei Dani konnten sich die Karatekas verbessern – körperlich und mental. Auch abseits der Kadertrainings wurde intensiv trainiert. Bis zu viermal pro Woche trainierten die Kaderschüler im eigenen Dojo in Spreitenbach, auch nach einem

anstrengenden Schul- oder Arbeitstag. Das Karate bietet einen tollen Ausgleich zum normalen Alltag. Mit Auspowern und zusammen Lernen und Weitergeben entsteht eine tolle Atmosphäre und es macht Freude auf mehr. Am 10. Oktober flog das gesamte Schweizer Nationalkader mit einem eigenen Charterflug nach Tallinn, Estland. Am Donnerstag darauf später fand das traditionelle Gashuku statt. Die vier höchsten Senseis von allen Ländern gaben ihr Wissen und Können an die Karatekas weiter. Freitag und Samstag wurde die offizielle Europameisterschaft durchgeführt. Die Karateschule Limmattal darf sich über folgende Titel freuen: Ilario Solazzo, Kategorie Kata Junior, 3. Platz; Leo Steffen, Kategorie Kumite Boys Youth, 3. Platz. Das Schweizer Nationalteam holte sich 8 Goldmedaillen, 9 Silbermedaillen und 14 Bronzemedaillen. (zVg)

Esther Hasler ist mit ihrem fünften Soloprogramm «Wildfang» zu Gast in Würenlos. Christoph Hoigné streifen und sich an der Seite von Bären, Wölfen und Luchsen ins Unterholz zu schlagen und auf Beutezug durch die Faltengebirge und Abgründe der Condition humaine zu gehen. zVg Alte Kirche Würenlos, Freitag, 3. November, 20.15 Uhr, Abendkasse und Saalöffnung: 19.45 Uhr. Ticketreservation: www.kulturwuerenlos.ch Hinweis: Das im Kulturkreis-Jahresprogramm für den 19. November angekündigte Winterkino wird auf ein späteres Datum im Jahre 2018 verschoben.

Sängerbund Würenlos lud zum Spiessbratenfest ein «Einmal Spiessbraten!» Diese Bestellung durfte das Servierpersonal anlässlich des Spiessbratenfestes vom vergangenen 8. Oktober zigmal entgegennehmen.

VERMISCHTES AUFRUF ZUM CHRISTBAUMSCHMÜCKEN Die Kulturkommission ruft

in Zusammenarbeit mit der Bräusi-Vögel-Gugge dazu auf, den Weihnachtsbaum mit Päckli, Weihnachtskugeln und anderem zu schmücken. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass der Weihnachtsschmuck wetterfest und gross genug ist. Der Baum wird am Vorabend des Weihnachtsmarktes zu einem wunderschönen Weihnachtsbaum geschmückt. Man kann die Kunstwerke auf dem Sternenplatz vorbeibringen. Diese werden dann mit Unterstützung der Feuerwehr an den Baum gehängt. Nach der Arbeit kann man sich bei Wurst und Brot stärken. Sternenplatz Spreitenbach, Freitag, 24. November, 18–21.30 Uhr.

Mit einem Augenzwinkern und feinem Humor erzählt die Bernerin mit liechtensteinischen Wurzeln von Dingen, die sie bewegen. Esther Hasler ist äusserst vielseitig. Sowohl die Texte wie die Musik für ihre Programme schreibt sie selbst. Sie wechselt Dialekte und Sprachen «wie wenn nichts wär». Ihr Klavierspiel ist virtuos, ihr Schauspiel ebenso. Natur oder Kultur? Das ist in «Wildfang» eigentlich die Frage. Doch so einfach sind die Unterschiede zwischen Mensch und Tier, zwischen Zivilisation und freier Wildbahn nicht mehr festzumachen. Während die Staatengemeinschaft um Fangquoten feilscht, weiss im globalen Halali niemand mehr, wer die Jäger und wer die Gejagten sind. Spätestens wenn die Rechenleistung der Smartphones die menschlichen Hirnwindungen überflüssig macht, ist es Zeit, den Stecker zu ziehen, den Sender abzu-

Hundeparkplätze im Shoppi Tivoli. HUNDEPARKPLÄTZE Das Shoppi Ti-

voli verfügt seit neustem über exklusive «Hundeparkplätze», in denen die Vierbeiner während des Einkaufs Ruhe finden. Das Einkaufscenter bietet seiner Kundschaft Hundehütten in zwei Grössen an. Das Ziel dieser Anschaffung ist es, den Hunden sowie der Kundschaft einen rundum angenehmen Aufenthalt zu bieten.

Die schlagkräftige kleine Truppe des Sängerbunds Würenlos lud einmal mehr zum sonntäglichen Bratenessen ein und zahlreiche Gäste machten sich trotz des schlechten Wetters auf zum «Gmeindschäller». Schon von Weitem verführte der charakteristische Bratengeruch die Nasen der ankommenden Besucher. Vor dem Eingang drehte sich das braun gebrannte, saftige Fleisch auf den vier Spiessen. Jetzt gab es kein Zurückhalten mehr. Im prachtvoll dekorierten Keller waren bald fast alle Plätze besetzt. Die 7 Sängerkameraden des Vereins sorgten zusammen mit einer Handvoll Helferinnen und

Das sonntägliche Bratenessen lockte zahlreiche Gäste an. zVg Helfer für einen gelungenen Mittagsanlass. Gemütliches Beisammensein, Knüpfen von neuen Bekanntschaften und Festigung der bestehenden standen im Vordergrund. Das zog nicht nur Gäste aus Würenlos, sondern auch von anderen umliegenden Gemeinden bis hin zu Nussbaumen an. zVg


WÜRENLOS

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WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

AUS DEM GEMEINDERAT Einladung zur 3. Generalversammlung der Bodenverbesserungsgenossenschaft Die 3. Generalversammlung der Bodenverbesserungsgenossenschaft (BVG) findet statt am Mittwoch, 15. November, 20 Uhr, im Singsaal im Schulhaus «Ländli» 2, Schulstrasse 30, 5436 Würenlos. Traktanden: 1. Begrüssung, Präsenz, Stimmenzähler; 2. Protokoll der Generalversammlung vom 15. November 2016; 3. Jahresbericht des Präsidenten; 4. Jahresrechnung 2016; 5. Info durch Technischen Leiter: Ausblick, Terminplan; 6. Verschiedenes: Diskussion und Fragerunde. Die Rechnung 2016 der BVG Würenlos liegt vom 3. bis 14. November 2017 auf der Bauverwaltung Würenlos während den ordentlichen Bürozeiten öffentlich auf. Im Anschluss an die Versammlung wird ein kleiner Imbiss offe- Die Feuerwehr probt für den Ernstfall. riert. Senioren-Mittagstisch Würenlos; nächster Termin Der beliebte Senioren-Mittagstisch findet jeweils am ersten Donnerstag im Monat statt. Für den nächsten Treff wurde reserviert: Donnerstag, 2. November, 12.30 Uhr, Restaurant Alpenrösli, Würenlos. Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Der Schalter der Gemeindeverwaltung ist wie folgt geöffnet: Montag, 8–11.30 Uhr und 14–18.30 Uhr, Dienstag–Freitag, 8–11.30 Uhr und 14–16 Uhr. Telefon 056 436 87 87 oder 056 436 87 88, Fax 056 436 87 78. www.wuerenlos.ch INSERAT

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Viel Rauch und stolze Angehörige an der Übung

Die Feuerwehr Würenlos rettete an der Hauptübung Personen aus der ehemaligen Chilemetzg. SIBYLLE EGLOFF

«Ganz ruhig. Keine Aufregung», sagte ein Feuerwehrmann in knallgelbem Leuchtgewand zu einer Autolenkerin, die nicht verstand, warum sie nicht weiterfahren durfte. Auf der Schulstrasse auf der Höhe der ehemaligen Chilemetzg standen Verkehrspylonen und ein Unfallwarndreieck. Nach einer Weile leitete der Feuerwehrmann den Verkehr über die andere Strassenseite um. Immer mehr Leute versammelten sich vor dem Gebäude der Katholischen Kirchgemeinde. Aus dem ersten Stock auf der rechten Seite des Hauses drang Rauch. Plötzlich ertönte eine Feuerwehrsirene. Am vergangenen Freitagabend fand bei der Schulstrasse 15/17 die alljährliche Hauptübung der Feuerwehr Würenlos statt. Die Bevölkerung hatte die Möglichkeit, eine kombinierte Rettungs- und Löschübung mitzuerleben. Viele Würenloser und Würenloserin-

nen erschienen. «Ich bin zufrieden. Das Interesse der Bevölkerung ist da», sagte Feuerwehrkommandant Stefan Moser, der bereits seit 23 Jahren Mitglied der Feuerwehr Würenlos ist. Im Sommer habe man sich auf die Suche nach einem geeigneten Gebäude für die Übung gemacht. Die Wohnung, in der das Rauchgerät stehe, sei unbewohnt. «Wir arbeiten nicht gerne in einer möblierten Wohnung», sagt Moser. Sein Bruder, Vize-Kommandant Andy Moser, kommentiert den Einsatz der 83 Feuerwehrleute. AUS DEM ERSTEN STOCK unter dem Geschäft wird ein Junge gerettet, er steigt selbst die Rettungsleiter hinunter, während auf der anderen Seite ein Junge auf einer Trage aus dem brennenden Haus geholt wird. Die Feuerwehrleute stehen mit Löschschläuchen bereit. Unter den Zuschauern sind viele Angehörige, Ehefrauen, Ehemänner, Kinder oder Eltern, die mit den Feuerwehrleuten mitfiebern. Kinder zeigen auf die Drehleiter. Erwachsene machen Fotos und Videos. Auch Tanja Saxer aus Würenlos kam mit ihren Schwiegereltern und Tochter Sarina, um ih-

rem Mann Oliver beim Einsatz zuzusehen. «Es gehört sich als Partner, mit dabei zu sein», sagte sie. Ihr Mann sei Korporal und heute fürs Elektrische zuständig. Sonst sei er aber auch Maschinist und beim Atemschutz. «Ein Allrounder halt», sagte seine Mutter Edith Saxer stolz. Die Feuerwehr sei eine gute Sache. «Wir sind alle dankbar, dass wir eine gute Feuerwehr haben», sagte Vater Viktor Saxer.

«Wir sind alle dankbar, dass wir eine gute Feuerwehr haben.» VIKTOR SAXER, ANGEHÖRIGER

Nach einer halben Stunde wurde die Übung abgebrochen. Einsatzleiter René Markwalder stellte den Feuerwehrleuten, dem Kader und den Spezialgruppen wie Sanität oder Atemschutz ein gutes Zeugnis aus: «Ihr habt das Feuerwehrhandwerk auf eigene Sicherheit angewendet und die Befehle richtig ausgeführt, euch sofort einen Überblick verschafft und fachmännisch verarztet. Die Übung ist erfüllt.»


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WÜRENLOS

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

«Er versteht unsere Welt nicht» Bei Anna B. hat für über ein Jahr ein Flüchtling gewohnt: ein Erfahrungsbericht.

BARBARA SCHERER

Heller Parkettboden, grosse Fensterfront. In der Mitte des Raumes steht eine Kochinsel. An der Wand hängt ein langes Bild; bis vor einem halben Jahr war dort ein Fernseher installiert. Da, wo das grüne Sofa steht, war ein Bett. Zwei Zimmer, durch einen Vorhang getrennt. Ein kleines Bad mit Dusche. Das ist die Einliegerwohnung im Haus von Anna B.: Hier hat Amir* gewohnt. «Ich lebe in relativem Luxus, das wollte ich teilen.» Deshalb nahm die Würenloserin im Herbst 2015 Amir bei sich auf. Amir, Anfang zwanzig, aus Damaskus – damals noch kein direkt umkämpftes Gebiet: Amir reiste per Flugzeug an. In der Schweiz hatte er bereits Verwand-

«Ihm blieb unsere Kultur fremd. Wenn ihm etwas nicht gefiel, hat er sofort abgeblockt.» ANNA B. AUS WÜRENLOS

te, also konnte er bleiben. Eineinhalb Jahre lebte der junge Mann Wand an Wand mit Anna B. Sie hätte gerne jemanden aus dem direkten Kriegsgebiet aufgenommen. «Aber wer bin ich schon, als dass ich über den Grad von Elend entscheiden könnte.» Eine Einzelperson, keine Familie, das war ihre einzige Bedingung. Denn von mehreren Personen haben Bekannte ihr abgeraten: zu laut. Anna B. meldete sich bei der Gemeinde. Kurze Zeit später begutachtete der Sozialdienst die Wohnsituation. Sehr schön. Wer hier landet, könne sich glücklich schätzen, so das Urteil. Dann brachte ein Auto den jungen Syrer vorbei. Ein ganz Braver sei er; anständig, der perfekte Schwiegersohn. Auf die Frage, ob es ihm gefalle, sagte Amir nichts. Amir hat nie viel gesagt. Mit der Auflage, dass Anna B. den jungen Mann ins Familienleben integriert und mit ihm lernt,

Das Thema Flüchtlinge löst viele Emotionen aus, deshalb möchte Anna B. anonym bleiben. zog Amir schliesslich ein. Seine Miete beglich die Gemeinde. «Obwohl ich den Raum gerne gratis gegeben hätte.» Davon riet die Gemeinde aber ab: Die Asylgelder wären sonst niemandem zugutegekommen. ANNA B. FREUTE SICH über ihre neue Aufgabe. Amir besuchte die Integrationsklasse in Baden. Danach lernte er mit ihr. Am Abend sass er mit Anna B. und ihren drei erwachsenen Söhnen am Tisch. «Es war ein guter Start.» Doch schnell wurde alles anders: Amir ass fast nichts. Selber kochen, das gelang nur mithilfe von Anna B. «Er konnte schlichtweg nicht kochen.» Bald nahm Amir nicht mehr am gemeinsamen Abendessen teil. Stattdessen verschwand er immer öfter in seinem Zimmer. Zusammen lernen, das klappte weiterhin. «Er hatte es auch dringend nötig. In Syrien hatte er nur die Primarschule besucht.» So sprach Amir weder Deutsch noch Englisch. «Die Kommunikation war schwierig.» Zwei bis drei Stunden lernten die beiden zusammen. Schnell zeigte sich aber, dass Amir das Grundverständnis dafür fehlte. «Er konnte nicht nachvollziehen, wieso man überhaupt liest.» Von Geografie und Geschichte verstand er nicht viel. Sein Referenzpunkt: der Koran. Jede offene Frage beantwortete er mit der Heiligen Schrift des Islam. Ob er religiös war, das bezweifelt Anna B. je-

Barbara Scherer

doch: «Er hat geraucht, getrunken mehr.» Also kündete Anna B. dem jungen Mann den Mietvertrag. und ging ins Puff.» Nach einer neuen Wohnung suchGEFIEL AMIR ETWAS NICHT, so habe te er aber nicht. «Er glaubte, jeer nur gesagt: «Das geht nicht.» Da- mand anders würde sich darum bei blieb er stets höflich. «Amir er- kümmern.» Schliesslich musste klärte mir einmal, dass Frauen, die Amir in die Zivilschutzanlage zu kurzärmlige Shirts tragen, ‹Huren› den anderen Asylsuchenden zieseien.» Immer öfter bekam Anna B. hen. «Ich sehe ihn jetzt noch vor die kulturellen Unterschiede zu mir, wie er mich mit grossen brauspüren. Amir hatte ein völlig ande- nen Augen anschaut und hofft, res Verständnis der Welt als sie dass ich ihn wieder mitnehme.» selbst. «Ihm blieb unsere Kultur Fast hätte Anna B. das auch gefremd. Wenn ihm etwas nicht ge- macht. Doch die negativen Erfahfiel, hat er sofort abgeblockt.» Amir rungen überwogen schliesslich. zu integrieren, wurde zunehmend Amir musste dortbleiben. In der Wohnung von Anna B. schwierig. Trotzdem konnte Amir ein hatte er Schäden von 3000 FranPraktikum als Reifenmechaniker ken angerichtet: Eine verbrannte machen. Sein Traum: Automecha- Küchenablage, kaputter Parkett, niker werden. Schliesslich wurde schwarze Matratze und Schimmel. ihm eine Lehre als Reifenmecha- «Meine Herangehensweise an das niker angeboten. Anna B. war kri- Ganze war zu naiv. Ich dachte, tisch. Denn das zweite Jahr an der man kann sich auf einer rein Integrationsschule wollte Amir menschlichen Ebene begegnen ohnicht mehr machen. Entgegen ih- ne den kulturellen Überbau.» Zu rer Sorge unterzeichnete Amir gross sei der Graben zwischen dem den Lehrvertrag. Im Sommer be- Leben hier und Amirs Vorstellungann seine Lehre. Ohne ausrei- gen. Böse ist Anna B. dem jungen chende Deutschkenntnisse trat Mann aber nicht. «Er tut mir leid. Er versteht unsere Welt nicht, ist Amir diese an. «Am Anfang haben wir noch ein aber hier.» Trotz der ernüchternden Bilanz paar Fachbegriffe zusammen geübt. Dann wollte er gar nicht sei die Erfahrung bereichernd gemehr.» Zusammen lernen, interes- wesen. Anna B. würde auch wiesierte Amir nicht mehr. Stattdes- der jemanden bei sich aufnehsen verbrachte er die meiste Zeit men. «Aber dieses Mal würde ich mit Bekannten aus der Integrati- härter auftreten, eine Probezeit onsschule. Für Anna B. ein Ver- verlangen und auf klare Regeln tragsbruch. «Ich sollte mit ihm bestehen.» lernen und ihn ins Familienleben *Alle Namen von der Redaktion geintegrieren: Beides klappte nicht ändert.


WÜRENLOS

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

GLÜCKWÜNSCHE ZUM GEBURTSTAG (1. TEIL)

MARKTNOTIZEN

Folgenden Einwohnern im Alter von 75 und mehr Jahren gratuliert der Gemeinderat zum Geburtstag, den sie im Monat November feiern können, recht herzlich und wünscht ihnen ein schönes Geburtstagsfest und weiterhin gute Gesundheit.

Hereinspaziert bei fischerwohnen

Helena Mattenberger-Hofer, Schliffenenweg 18 Moritz Caviezel, Narzissenweg 5 Adelheid Nufer-Brogli, Birkenweg 8 Kurt Bissegger, Ländliweg 18 Hermina Schmeddeshagen-Kutter, Büntenstrasse 29 Elsa Betschart-Rehmann, Lättenstrasse 4 Annelis Moser-Burger, Buechzelglistrasse 36 Max Schenk, Altwiesenstrasse 33 Franziska Bernhardsgrütter, Kloster Fahr Edgar Vogel, Altwiesenstrasse 62 Louise Meier-Marti, Gartenweg 11 Rosmarie Brunner-Caplazi, Bachwiesenstrasse 25 Christiane Haller-Schultheis, Birkenweg 3 Werner Kielmayer, Altwiesenstrasse 23 Manfred Denner, Altwiesenstrasse 17 Elsbeth Messmer-Graf, Ländliweg 3 Lonny Stöckli, Dollisesteig 11 Erich Reisenbauer, Chileweg 5 Marianne Ulber-Rohr, Haferweg 6 Heide Müller-Stroh, Altwiesenstrasse 74 Martha Schelch-Stocker, Florastrasse 4 Karin Indermaur-Scharsig, Birkenweg 7 Helena Berchtold-Sollberger, Juchstrasse 6 Jan Stenflo, Haldeweg 4 Ulrike Henkels-Krieger, Büntenstrasse 12

01./87 Jahre 11./86 Jahre 02./84 Jahre 08./84 Jahre 18./84 Jahre 07./82 Jahre 09./82 Jahre 08./81 Jahre 11./81 Jahre 01./79 Jahre 05./79 Jahre 07./79 Jahre 14./79 Jahre 16./79 Jahre 19./79 Jahre 03./78 Jahre 17./78 Jahre 19./78 Jahre 18./77 Jahre 19./77 Jahre 02./76 Jahre 19./76 Jahre 06./75 Jahre 10./75 Jahre 12./75 Jahre

Fischerwohnen lädt gern Gäste ein – das ist ja bekannt. Dieses Mal öffnet das Fachgeschäft am 5. November von 11 bis 17 Uhr zum «Genuss am Sonntag» seine Türen. Es gibt viel Neues zu entdecken. Seit Kurzem gehört die Schweizer Matratzen-Manufaktur Roviva zum Sortiment und sorgt derzeit mit den «Schmetterlingswochen» für besonders attraktive Preise. Beim Kauf eines Eastborn-Boxspringbettes bekommen die Kunden im November sogar den Topper dazu geschenkt. Brauchen Sie manchmal am Bett und dann wieder beim Sofa Licht? Die formschöne Akku-Leseleuchte von Nimbus macht mit. Pünktlich zur Saison des Schenkens dürfen Sie sich von den zeitlosen Geschenkartikeln der Firma raeder Design verzaubern lassen. Übrigens verstecken sich kleine Überraschungen in zehn goldenen Cüpligläsern. Während Sie durch die Ausstellung schlendern, sorgen die beiden Partner-Aussteller für GenussMomente: Vini Sacripanti aus Wettingen schenkt italienische Weine

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Bettwäsche zum Träumen – The Linen Company bei fischerwohnen. von ausgesuchten Produzenten aus, damit Sie Ihren persönlichen Favoriten finden. Und das Team vom Gartenrestaurant am Bach liefert kleine Köstlichkeiten dazu. Ein Sonntag zum Geniessen – Sie sind herzlich willkommen! fischerwohnen AG Landstrasse 78 5436 Würenlos Tel. 056 424 17 33 www.fischerwohnen.ch

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MÖCKEL BAUMSCHULEN/PFLANZENCENTER GMBH

Alles für den Garten und die Terrasse Seit Mai ist die Möckel Baumschulen/Pflanzencenter GmbH in Hüttikon domiziliert. Aus Platz- und Logistikgründen drängte sich ein Umzug auf. «Anfang Jahr haben wir begonnen, alles von unserem alten Standort in Würenlos nach Hüttikon zu zügeln», sagt Urs Muggli, Inhaber der Möckel Baumschulen/Pflanzencenter GmbH. Am 1. Mai konnte dann der Betrieb am neuen Standort aufgenommen werden. «Wir hören immer wieder von der Kundschaft, dass wir am neuen Ort nicht einfach zu finden seien», sagt Muggli. «Doch eigentlich ist es ganz einfach. Wenn man von Würenlos her kommt, biegt man nach der Ortstafel Hüttikon rechts ab und fährt geradeaus weiter bis zu den Treibhäusern.

Denn nun sollte alles, was im Frühling blühen und Freude verbreiten soll, in den Boden. «Wurzelnackte Pflanzen aus dem Freiland können jedoch bis Ende April gesetzt werden», sagt Muggli, der zusammen mit 5 Mitarbeitenden den Betrieb führt. Urs Muggli hat die Ausbildungen zum Baumschulist und Landschaftsgärtner absolviert. Seit 13 Jahren ist er für die Möckel Baumschulen AG tätig, die 2007 im Zuge von Umstrukturierungen den Namen auf Möckel Baumschulen/Pflanzencenter GmbH änderte. Seit 5 Jahren ist Urs Muggli der Inhaber dieInhaber Urs Muggli imTreibhaus, in dem etwa Stiefmütterchen gedeihen. cfr ses Unternehmens. «Gartenunterhaltsarbeiten, Bepflanzungen und Wer auf der Suche nach Winter- «Hauptsächlich wird bodenab- Gartenumänderungen erledigt die floor, Obstbäumen, Rosen, Bee- hängig produziert, für den Ver- Partnerfirma ‹bäumige Gärten› in rensträuchern, Ziergehölzen und kauf im Sommer werden die Dänikon (056 424 13 21).» Blütenstauden ist, der sollte in Pflanzen eingetopft», sagt er. Die Hüttikon vorbeischauen. Sowohl Pflanzen sind zudem in verschie- Möckel Baumschulen/Pflanzenvon heimischen als auch exoti- denen Grössen zu haben. Der center GmbH, Moosstrasse, 8115 schen Pflanzen und Bäumen ist ei- Winterfloor kann in zwei grossen Hüttikon, Telefon 056 424 20 21, ne grosse Auswahl vorhanden. Triebhäusern ausgewählt werden. www.pflanzenonline.ch


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KIRCHLICHE MITTEILUNGEN

WOCHE NR. 43 DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017

WETTINGEN Kath. Kirche St. Sebastian, Schartenstrasse 155 Donnerstag, 26. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Samstag, 28. Oktober, 17.30 Uhr, Eucharistiefeier – Familiengottesdienst – Vorstellung der Erstkommunionkinder. Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Dienstag, 31. Oktober, 8 Uhr, Eucharistiefeier. Mittwoch, 1. November (Allerheiligen), 8.30 Uhr, Laudes; 9 Uhr, Eucharistiefeier. 15 Uhr, Totengedenkfeier. Kath. Kirche St. Anton, Antoniusstrasse 12 Donnerstag, 26. Oktober, 18.30 Uhr, Einkehrtag mit Eucharistiefeier in kroatischer Sprache. Freitag, 27. Oktober, 18.30 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle. Samstag, 28. Oktober, 18 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier mit musikalischer Begleitung von Vocappella. Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Kinderliturgie in der Kapelle; 11 Uhr, Santa Messa in lingua italiana; 12.15 Uhr, KEIN Gottesdienst in kroatischer Sprache, «Tag der Mission» in Suhr. Mittwoch, 1. November, 9 Uhr, Eucharistiefeier in der Kapelle; 19.30 Uhr, Gedenkfeier zu Allerheiligen für die Verstorbenen mit musikalischer Begleitung von der Harmonie Wettingen-Kloster. Kloster Wettingen, Klosterstrasse 12 Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, christkatholische Eucharistiefeier; 11 Uhr, römisch-katholische Eucharistiefeier.

Ref. Kirche, Etzelstrasse 22 Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst, anschliessend Kirchenkaffee.

NEUENHOF Kath. Pfarrkirche St. Josef, Glärnischstrasse 12 Donnerstag, 26. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Samstag, 28. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet; 18.30 Uhr, Eucharistiefeier. Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 14 Uhr, Totengedenkfeier in der Friedhofskirche, musikalisch begleitet vom Kirchenchor Neuenhof; 18 Uhr, Santa Messa. Montag, 30. Oktober, 17 Uhr, Rosenkranzgebet. Mittwoch, 1. November, 19 Uhr, Eucharistiefeier.

SPREITENBACH Kath. Pfarrkirche St. Kosmas & Damian, Ratzengasse 3 Donnerstag, 26. Oktober, 18 Uhr, Rosenkranzgebet entfällt. Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr, Eucharistiefeier; 19.30 Uhr, Anbetungsstunde. Samstag, 28. Oktober, 15 Uhr, Taufe von Diego Talarico; 18 Uhr, Eucharistiefeier, Jahrzeit für Camilla und Hans Frick-Notter, Pia Fux, Emmi Lengen, Robert Lengen, Bruno Weber; 19.30 Uhr, Santa Messa. Sonntag, 22. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier (Jodlermesse). Musik. Mitwirkung: Jodlerklub «Bärggruess LimmattalWettingen», anschliessend Apéro im kath. Pfarreiheim; 12 Uhr, Taufe von Dario Huber. Mittwoch, 1. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier; 15 Uhr, Rosario.

Alters- und Pflegeheim Im Brühl, untere Dorfstrasse 10 Freitag, 27. Oktober, 10.15 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunion. Dienstag, 31. Oktober, 10.15 Uhr, Gottesdienst. Senevita Lindenbaum, Türliackerstrasse 9 Freitag, 27. Oktober, 10 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kreuzkirche Hasel, Poststrasse 219 Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst für GROSS&chlii.

KILLWANGEN Kath. Pfarrkirche Bruder Klaus, Kirchstrasse 9 Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier. Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, Eucharistiefeier; 14 Uhr, Totengedenkfeier.

WÜRENLOS Kath. Pfarrkirche St. Maria, Schulstrasse 21 Sonntag, 29. Oktober, 10 Uhr, Wortgottesfeier. 18 Uhr, Rosenkranz-Gebet. Mittwoch, 1. November, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier. Ev.-ref. Kirche Würenlos, Gipfstrasse 4 Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Gottesdienst. Klosterkirche Fahr Samstag, 28. Oktober, keine Eucharistiefeier. Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr, Eucharistiefeier.

KIRCHLICHE VERANSTALTUNGEN Morgengebet, evangelisch-reformierte Dorfkirche Spreitenbach, Chilegasse 18, Donnerstag, 26. Oktober, 7 Uhr. Frauenverein, Stubete, Chilestübli, Gipfstr. 4, Würenlos, Donnerstag, 26. Oktober, 14 Uhr. Kreativ-Atelier Steiacherhof, um Handarbeiten zu machen und zu plaudern, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Gemeinschaftsraum Steiacherhof, Steinackerstr.17, Spreitenbach, Donnerstag, 26. Oktober, 9–11 Uhr. Sternsingen Neuenhof und Killwangen Die Sternsinger wollen auch dieses Jahr den Segen in die Häuser bringen. Mädchen und Jungen, die gerne mitsingen

oder Flöte spielen wollen, sollen doch einfach am Freitag, 27. Oktober, vorbeikommen. Infos bei Patrizia Schärer, 079 269 80 46. Die Proben sind jeweils am Freitag von 19–20.15 Uhr im Pfarreiheim Neuenhof. Fiire mit de Chliine, Evang.-ref. Kirche, Gipfstr. 4, Würenlos, Freitag, 27. Oktober, 15.30 Uhr. Männer-Stamm, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Pfarrhaus bei der Dorfkirche, Chilegass 20, Spreitenbach, Freitag, 27. Oktober, ab 19 Uhr. Das Gebet der Stille – Kontemplationskurs mit Claudia Nothelfer In der christlichen Kontemplation wird das Gebet der Stille ohne

Worte und Bilder geübt. Pfarreiheim Neuenhof, Kirchenchorzimmer, Dienstag, 31. Oktober, 14–15.30 Uhr. Chorprobe der Bridge Singers, Evang.-ref. Kirche, Gipfstrasse 4, Würenlos, Samstag, 28. Oktober, 13 Uhr, Sonntag, 29. Oktober, 13 Uhr, Mittwoch, 1. November, 19.30 Uhr. Gemütlicher Spielenachmittag mit Jassen, ev.-ref. Kirche Spreitenbach-Killwangen, im Restaurant Bethanien in der Steiacher-Siedlung, Steinackerstrasse 19, Spreitenbach, am Mittwoch, 1. November, 14–16 Uhr. Es werden noch neue Jass-Partner gesucht. Die Gruppe freut sich über jeden neuen Mitspieler.

«MEIN GOTT»

Peter Zürn, Pastoralassistent Neuenhof, Theologe und Sozialpädagoge. Deutsch, Englisch, Italienisch und die Sprachen unserer Herzen – alles mit- und durcheinander. Wir haben uns getroffen, um den Internationalen Begegnungstag vorzubereiten, den wir am 19. November in der Kirche Neuenhof feiern. Vor allem die Sprache unserer Herzen war zu hören, denn unser Gespräch war persönlich und leidenschaftlich. Wir haben miteinander in der Bibel gelesen. Und zwar die Texte, die dann am Begegnungstag im Gottesdienst vorgelesen werden. Aus dem Buch der Weisheit zum Beispiel, wo es heisst: «Wer die Weisheit liebt, erblickt sie schnell. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, findet sie vor seiner Tür sitzen.» Wir haben den Blick auf Menschen gerichtet, die ihr Heimatland verlassen und in die Schweiz kommen, als Migrantinnen und Migranten oder als Flüchtlinge. Wir haben den Blick auf uns selbst gerichtet, denn wir alle haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Auch die Schweizerinnen und Schweizer unter uns, als sie in ihre Familiengeschichte schauten – spätestens bei den Grosseltern gibt es eine Migrationsgeschichte. Wir haben miteinander nach der Weisheit gesucht, die sichtbar wird, wo Menschen Grenzen überschreiten. Die Weisheit, die wir vor unserer Tür fanden, ist eine, die das Leben liebt. Sie macht Mut, nach dem guten Leben zu suchen. Und sie verändert sich – manchmal sagt sie: Geh! Und manchmal: Bleib hier. Je nachdem, was dem Leben dient. Die Weisheit liebt das Leben in Vielfalt. Sie ermutigt, in verschiedenen Sprachen «Danke» zu sagen. Danke, dass wir hier zusammengekommen sind und miteinander leben dürfen. Das werden wir am 19. November miteinander feiern. Feedback an: redaktion@limmatwelle.ch


AGENDA

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NEUENHOF Herbstfest Neuenhof Organisiert durch die CVP Neuenhof. Neue Aula, Samstag, 28. Oktober, 17 Uhr.

24300 Exemplare. Erscheint jeden Donnerstag. Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen, Spreitenbach und Würenlos

SPREITENBACH

HERAUSGEBERIN: AZ Anzeiger AG, Kronenplatz 12, 5600 Lenzburg 2

Männer-Stamm im Pfarrhaus Evang.-ref. Pfarrhaus bei der Dorfkirche, Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr.

GESCHÄFTSFÜHRER: Stefan Biedermann, stefan.biedermann@azmedien.ch, Telefon 058 200 58 10

Politapéro Turnhalle Boostock, Freitag, 27. Oktober, 19.30 Uhr. «Energyday17» Nationaler Stromspartag im Haushalt. Am «Energyday» bietet die Umwelt Arena Gratis-Führungen und GratisEnergie-Kurzberatungen sowie einen speziellen Energyday-Gewinnpfad an. Eintritt halber Preis. Umwelt Arena, Samstag, 28. Oktober, 10–17 Uhr. DTV-Metzgete & FTV-Kafistube Kath. Pfarreiheim, Samstag, 28. Oktober, 11.30–22 Uhr. Sportnacht Spreitenbach für Jugendliche der 6.–9. Klasse. Turnhalle Haufländli, Samstag, 28. Oktober, 19–22 Uhr. Tag der offenen Tür Galerie Magdolna Keel, Sonntag, 29. Oktober, von 11–17 Uhr Jodlermesse, anschliessend Apéro Evang.-ref. Kreuzkirche Hasel, Sonntag, 29. Oktober, 9.30 Uhr. Viva Donizetti Vokal- und Instrumentalstücke von Gaetano Donizetti. Eintritt frei. Schulhaus Aula, Zentraltrakt, Sonntag, 29. Oktober, 18 Uhr

WETTINGEN

REDAKTION redaktion@limmatwelle.ch Telefon 058 200 58 20

Nistkastenreinigung des Natur- und Vogelschutzvereins Neuenhof Am Samstag, 28. Oktober, führt der Natur- und Vogelschutzverein Neuenhof die alljährliche Reinigung der Nistkästen durch. Dazu sind auch Nichtmitglieder und Kinder eingeladen. Bei dieser Arbeit gibt es immer wieder Interessantes zu beobachten. Anhand der Nester kann man die Vögel bestimmen, die im Nistkasten ihre Jungen aufgezogen haben. Bei der Reinigung sieht man vielleicht auch Siebenschläfer oder Haselmäuse. Auf ein zahlreiches Erscheinen freut sich der Natur- und Vogelschutzverein Neuenhof. Auskunft: Peter Spring, Tel. 056 406 13 76. Besammlung beim Parkplatz Friedhof Papprich, Samstag, 28. Oktober, 13.30 Uhr. wie wenn der Künstler den Raum gerade erst verlassen hätte. Atelier Walter Huser, Samstag, 28. Oktober, 15–18 Uhr. Sonntag, 29. Oktober, 11–17 Uhr. Playland Spielwaren feiert Ü50 Vom 23. Oktober bis 11. November dreht sich das Glücksrad. Playland AG Spielwaren, Samstag, 28. Oktober, 10–16 Uhr. Sulperg-2: Tag der offenen Wohnungen Wettinger Wohnsiedlung Sulperg-2, Samstag, 28. Oktober, 10–15 Uhr. Kafi Treff.Punkt Geselligkeit für Geflüchtete und Einheimische. Im Kafi Treff.Punkt begegnen sich Männer und Frauen aus aller Welt. Hier kann die deutsche Sprache in ungezwungenem Rahmen geübt werden. Villa Fluck, Montag, 30. Oktober, 17–21 Uhr.

«Happiness» – die Esoterik- und Gesundheitsmesse Konferenzsaal Tägipark, Freitag, 27. Oktober, 13– 19 Uhr. Samstag, 28. Oktober, und Últimos días en La Habana» Filmvorpremiere und Gespräch mit Sonntag, 29. Oktober, 10–19 Uhr. Fernando Pérez. Der Kubaner ist hier kein Unbekannter. Mit dem Von Bach bis Beatles Werke von märchenhaften Spielfilm «La vida Bach, Lennon-McCartney, Chopin, Beethoven und Improvisati- es silbar» hat er 1999 im Kino einen Grosserfolg gelandet. Kino onen. Freitag, 27. Oktober, Aula Orient, Dienstag, 31. Oktober, 19 Uhr. Kloster Wettingen, 19.30 Uhr. Studer/van den Berg «Findings». Galerie im Gluri-Suter-Huus, Freitag, 27. Oktober, Samstag, 28. Oktober, Mittwoch, 1. November, und Donnerstag, 2. November, 15–18 Uhr. Sonntag, 29. Oktober, 11–17 Uhr.

Lesung mit Lukas Bärfuss: «Hagard» Eintritt 5 Franken. Gemeindebibliothek Wettingen, Mattenstrasse 26, Dienstag, 31. Oktober, 20.15 Uhr.

«Entdeckungen im Verborgenen» Atelier Walter Huser geöffnet Die Druckgrafische Werke aus der einzigartige Atelierausstellung – Wettinger Kunstsammlung. Ver-

nissage. Galerie im Gluri-SuterHuus, Freitag, 27. Oktober, Samstag, 28. Oktober, Mittwoch, 1. November, und Donnerstag, 2. November, 15–18 Uhr. Sonntag, 29. Oktober, 11–17 Uhr. 1. Lach-Treff in Wettingen Austausch und Übungen aus Lach-Yoga und anderen heiteren Interventionen. Unkostenbeitrag, kurze Anmeldung aus Platzgründen erwünscht. Telefon 079 821 89 42, Barbara Bucher Senn, Donnerstag, 2. November, 19–20.15 Uhr. Wissenschaftliche Revolutionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eine Veranstaltung der Volkshochschule Wettingen. Rathaus, Donnerstag, 2. November, 20.15–22 Uhr.

KILLWANGEN Tausch- und Verkaufsbörse des Elternvereins Killwangen. Kinder und Jugendliche können ihre mitgebrachten Sachen verkaufen oder tauschen. Bitte eine Decke dafür mitbringen. Kiosk mit Getränken, Hotdogs und Naschereien ist vorhanden. Turnhalle Zelgli, Samstag, 28. Oktober, 10–12 Uhr.

WÜRENLOS Live-Konzert mit B.B. & the Big Beats Die Cover-Band mit Würenloser Beteiligung. Die Bar ist offen ab 18 Uhr. Gasthof Steinhof, Freitag, 27. Oktober, 20.30 Uhr. Adonia-KidsParty Am 28. und 29. Oktober, findet je eine grosse

REDAKTIONSLEITUNG: Melanie Bär (bär), melanie.baer@azmedien.ch REDAKTIONSTEAM: Barbara Scherer (bsc), barbara.scherer@azmedien.ch Manuela Page, manuela.page@azmedien.ch REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 8 Uhr COPYRIGHT Herausgeberin Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für zur Verfügung gestelltes Material (zVg) INSERATE: Brigitte Gähwiler, brigitte.gaehwiler@azmedien.ch Telefon 058 200 53 73 VERTRIEB: AZ Vertriebs AG ABOSERVICE UND ZUSTELLUNG: ABO Contact Center, Telefon 058 200 55 86, abo@azmedien.ch DRUCK: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

VERLEGER: Peter Wanner www.azmedien.ch NAMHAFTE BETEILIGUNGEN nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Adonia-KidsParty unter dem Motto «Arche, fertig, los!» statt. Tolle Bühnenshow, Mitsing-Lieder, Live-Band, Special Guests, biblische Geschichten und Sketches sorgen für Unterhaltung. Umrahmt von Kinderschminken, Basteln, Hüpfburg, Sporthalle, Spielzelt und vielem mehr. Verpflegungsstände sind vorhanden. Ticketreservation unter: www.adonia.ch/kidsparty. Mehrzweckhalle, Gipfstrasse 1, Samstag, 28., und Sonntag, 29. Oktober, 14–16.30 Uhr. Eintritt frei – Kollekte. Geeignet für Familien mit Kindern von 4–11 Jahren. Mittagstisch Pro Senectute Aargau, Telefon 056 424 17 34. Restaurant Alpenrösli, Donnerstag, 2. November, 12.30 Uhr.

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Limmatwelle Woche 43

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