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TREFFPUNKT GRENCHEN

6/7 Stiftung Rodania Seit über 30 Jahren begleitet und betreut die «Rodania – Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen» Erwachsene mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung.

14/15 Tschudin AG Die Schleifmaschinenherstellerin Tschudin AG bezieht ihren Neubau in Grenchen und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

31 Heidi Grolimund Schon als Kind hat Heidi Grolimund unter starkem Muskelzittern gelitten. Doch erst mit 50 Jahren erhält sie die Diagnose «juveniles Parkinson-Syndrom».


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EDITORIAL

François Scheidegger.

FOTO: HANSPETER BÄRTSCHI

Das Grenchner Fest im Zentrum der Uhrenstadt findet alle zwei Jahre statt.

FOTO: ARCHIV/SZ

Lebendige Treffpunkte in Grenchen Obwohl der Strukturwandel im Detailhandel auch in Grenchen sichtbare Spuren hinterlässt, hat die Uhrenstadt zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. Anlässe und Treffpunkte, die Grenchen zu dem machen, was es ist: eine lebendige und lebenswerte Stadt.

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ie Stadt Grenchen hat die ideale Grösse für ein lebendiges Stadtleben: Sie ist überschaubar, die Einwohnerinnen und Einwohner können sich aktiv einbringen und schätzen die Nähe zur Verwaltung. Eine wichtige Rolle spielen dabei die zahlreichen Treffpunkte, die das soziale, gesellschaftliche und kulturelle Leben fördern. Hier hat Grenchen einiges zu bieten, wie auch die aktuelle Ausgabe «Treffpunkt Grenchen» zeigt. Ein wichtiger Treffpunkt ist der «Märetplatz». «Tout Granges» trifft sich hier jeweils an Anlässen, sei es beispielsweise beim «Rock am Märetplatz», am Weihnachtsmarkt oder «Grenchner Fest». Neuerdings heisst hier das Motto «Nehmen Sie Platz»: Mobile, farbige Stuhlpaare laden Passantinnen und Passanten auf dem Marktplatz ein, zwischen dem Einkaufen zu verweilen und

sich auf einen Schwatz zu treffen. Trotz aller Anstrengungen zur Belebung des Stadtzentrums: Auch bei uns hinterlässt der Strukturwandel im Detailhandel sichtbare Spuren beziehungsweise leere Ladenfenster. Glücklicherweise engagiert sich der Detailhandel tagtäglich, um gegen die Konkurrenz aus dem Internet zu bestehen und auch in Zukunft ein attraktives Einkaufserlebnis sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Grenchen anbieten zu können. Die Bevölkerung kann dieses Engagement unterstützen, indem sie beim lokalen Detailhandel und Gewerbe einkauft. Sehen und gesehen werden an der mia Ende Mai öffnet die Gewerbeausstellung mia ihre Tore: Zahlreiche Aussteller werden auch dieses Jahr mit ihrer Teilnahme und ihrem Engagement an der mia zeigen, dass

sie den persönlichen Kundenkontakt suchen und so ihren Trumpf gegenüber dem anonymen Internet ausspielen. Ein Besuch an der «mia» steht bei grossen Teilen der Bevölkerung als klares Bekenntnis zu unserem Gewerbe und zu unserer Region auf der Agenda. Kinderland-Open-Air Gleichzeitig wie die mia findet das Heli-Weekend auf dem Flughafen Grenchen statt, das jeweils zahlreiche Fans und Zuschauer anlockt. Auch der Flughafen Grenchen ist gerade bei schönem Wetter ein beliebter Treffpunkt für Flugbegeisterte und für Familien, die den grossen Kinderspielplatz schätzen. Am 26. Mai verwandelt sich auch der Stadtpark zu einem riesigen Spielplatz und Treffpunkt für Familien, wenn zum zweiten Mal in Grenchen das Kinderland-Open-Air stattfindet.

Ein Treffpunkt zu allen Jahreszeiten bietet auch die Rodania, die Stiftung für Schwerbehinderte in Grenchen: sei es am Frühlingsmarkt, am Herbstfest, monatlich im öffentlichen Rodania-Kaffee oder im HeimArt-Laden am Stalden in Solothurn, den die Rodania seit fünf Jahren mit verschiedenen Partnerinstitutionen betreibt. Daneben gibt es erfreulicherweise noch zahlreiche Treffpunkte aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Sport, Gesellschaft und Politik, die ich hier aus Platzgründen gar nicht alle aufzählen kann. Belebte Treffpunkte, die Grenchen zu dem machen, was es ist: eine lebendige und lebenswerte Stadt! Ich freue mich, Sie an einem der Treffpunkte zu treffen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. François Scheidegger Stadtpräsident


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e Sortiment.

Marktplatz 16, 2540 Grenchen, Telefon 032 652 12 21


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INHALT

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Grosser Entwicklungsschritt Schon in wenigen Monaten soll das neue Gebäude des Flughafens Grenchen in Betrieb genommen werden.

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Tierheim Aarebrüggli Im Tierheim Aarebrüggli finden Hunde, Katzen, Nager, Igel & Co. liebevoll gepflegte Plätze.

mia 2019 Vom 29. Mai bis 2. Juni findet in und um die Tennishalle Grenchen die 30. mia statt.

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23 Kinderland-Open-Air in Grenchen Organisator Maik Ast weiss, was Besucher am kommenden Sonntag erwartet und wie man noch zu Tickets kommt.

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ERSCHEINT ALS BEILAGE ZU

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Ein Familienunternehmen wird 40-jährig Die Zukunft beginnt jetzt Das Reinigungsinstitut Grimbühler steht für gestandene Werte wie Qualität und Zuverlässigkeit.

RODANIA-STIFTUNG

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VOM KNASTI ZUM MODEDESIGNER

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BACK-CAFFEE AG

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GRUPPENPRAXIS GRENCHEN

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TELEKOMANBIETER GAG

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HÖRBERATUNG RASSER

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BSA HAUS- UND GARTENSERVICE

Mitte Februar konnte der Neubau der Garage Viatte-Straub AG offiziell eröffnet werden.

IMPRESSUM: Beilage des az Grenchner Tagblatts, der az Solothurner Zeitung und des Grenchner Stadt-Anzeigers Herausgeber: AZ Zeitungen AG Zuchwilerstrasse 21, 4501 Solothurn Layout: Reto Kyburz Texte/Bilder: Markus Kocher, Franz Schaible, Carolin Frei, Bilder: zVg Korrektorat: Florian Alt Anzeigenverkauf: az Grenchner Tagblatt & Grenchner Stadt-Anzeiger, Kapellstrasse 7 2540 Grenchen, Telefon 032 654 10 60 E-Mail: inserate@grenchnertagblatt.ch inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Verkaufsleitung und Themenauswahl: Lara Näf Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Aarau


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Im Haus der vorwitzigen Hühner Seit über 30 Jahren begleitet und betreut die «rodania – Stiftung für Schwerbehinderte Grenchen» Erwachsene mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung beim Wohnen, bei der Arbeit und in der Freizeit.

Markus Kocher

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reitagmorgen, kurz nach 9 Uhr. Aus dem Atelier Basale Stimulation im zweiten Stock des Wohnheims rodania an der Riedernstrasse 8 in Grenchen sind sanfte, beruhigende Klänge zu hören. Oliver (54) liegt auf dem Klangbett und lässt sich von einer Betreuerin die Hände massieren. «Auch die Klienten unserer Abteilung – meist Menschen mit veränderter Wahrnehmung – möchten wie wir alle reden und verstanden werden», erklärt Tanja Acanski, die seit vier Jahren in der rodania Stiftung arbeitet. «In unserem Atelier erhalten sie dazu

eine breite Auswahl an elementaren Kommunikations- und individuellen Sinnesangeboten, vorwiegend in 1:1-Begleitung.» Das agogische Konzept umfasst Angebote wie das Ertasten von Gegenständen, das Erfahren von verschiedenen Lagerungsmöglichkeiten sowie Anregungen wie das Klangbett oder das «Bällelibad». Die Aktivitäten in den Ateliers beginnen in der Regel zwischen 8.30 und 9 Uhr. «Doch selbstverständlich nehmen wir auf die individuellen Bedürfnisse unserer gut 60 Bewohnerinnen und Bewohner

sowie der 15 externen Klienten Rücksicht», sagt Patrick Marti, seit 2001 Gesamtleiter der Stiftung. «Bei uns gibt der Mensch den Takt vor und nicht der Wecker oder ein Fahrplan.» Mit diesem Grundgedanken wolle man für die begleiteten Menschen ein Wohn- und Arbeitsumfeld schaffen, in dem sie sich wohlfühlten und in dem eine individuelle Entwicklung möglich sei, so Marti weiter. Unsere zweite Station ist die Holzwerkstatt, wo unter anderem die allseits beliebten K-Lumet, praktische Anzündhilfen, entste-

hen. «Daneben schleifen wir aber auch alte Fensterläden ab, entwerfen Dekorationsartikel oder füllen für einen externen Auftraggeber Schrauben in kleine Säckchen ab», sagt Angelika Wyss, Verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Nicht minder kreativ und abwechslungsreich ist die Arbeit im Farbatelier, wo Sascha (40) gerade mit Ölfarbe an einem grossen, bunten Bild arbeitet. Höhepunkt für das Farbenatelier war dieses Jahr eine Kunstausstellung im Näijere Huus in Hersiwil, die vom 25. Januar bis zum 10. Februar gedauert


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Jeder Klient der rodania wird gemäss seinen Fähigkeiten und Ressourcen gefördert und gefordert. Rechts im Bild: einer der aktuellen Verkaufsschlager, die vorwitzigen Hühner aus dem Töpferatelier. FOTOS: ROSHAN ADHIHETTY/ZVG

hat. Während des Apéros konnte man den Gästen Rede und Antwort stehen und über die Bilder Auskunft geben. «Und nicht vergessen dürfen wir natürlich unsere Kunstkarten, die es bald in 200 Sujets gibt», ergänzt Wyss. «Sie werden in der Zwischenzeit von 42 Fachgeschäften angeboten und erfreuen sich grosser Nachfrage.» Weitere Verkaufsschlager finden sich im Töpferatelier, wo die Klienten der rodania seit Januar unter kundiger Anleitung vorwitzige Hühner – in allen Grössen und Formen – töpfern, bemalen und brennen, oder

im Kerzenatelier, wo neben biologischen Seifen und Badesalzen auch neue, fantasievolle Kerzenkreationen entstehen. Weiter führt uns der Rundgang ins Textilatelier, wo gefilzt, gewoben und genäht wird, was das Zeug hält, sowie in die Bäckerei, in der das Backatelier-Team täglich frische Köstlichkeiten aus Biozutaten rührt, knetet und backt – vom

Nussgipfel bis zum legendären Freitagszopf. Auch das rodaniaBistro haben die Bäckerinnen und Bäcker unter ihren Fittichen. Hier verkaufen sie die süssen und salzigen Versuchungen an Mitarbeitende und Gäste von ausserhalb. Weiter gehts in die Metallwerkstatt, wo aus Elektroschrott überraschende Eigenkreationen entstehen, sowie ins rodania-Schulzimmer, in dem

lebenspraktische Fähigkeiten erlernt werden – vom Arbeiten am Computer bis zum Lesen eines Fahrplans. Zu guter Letzt machen wir einen Abstecher ins Natur- und Gartenatelier, das am 1. Januar dieses Jahres seine offizielle Eröffnung feiern durfte. «Vom Insektenhotel aus gesammelten Naturmaterialien über das Pflanzen von kleinen Setzlingen bis zum Holundersirup aus eigenem Anbau entstehen hier das ganze Jahr hindurch naturnahe und feine Produkte», erklärt Wyss. «Individuelle Beschäftigung, spontane Aktivitäten und eine vielseitige Freizeitgestaltung mit Festen, Feiern und gemeinsamen Lagern ergänzen die Tätigkeiten in den verschiedenen Ateliers.» Dabei stehe immer im Vordergrund, dass die begleiteten Menschen in jeder Lebensphase ein sinnerfülltes und möglichst eigenständiges Leben führen könnten – bis hin zum wohlverdienten Ruhestand.


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Ein Familienunternehmen wird 40-jährig 1979 von Rolf und Michele Grimbühler gegründet, steht das Reinigungsgeschäft Grimbühler auch zu seinem 40-Jahr-Jubiläum für gestandene Werte wie Qualität und Zuverlässigkeit. Damit das auch in Zukunft so bleibt, bringt bereits die nächste Generation, Cindy und Daniel Lack-Grimbühler, ihre innovativen Ideen ins Geschäft mit ein. Markus Kocher

«E

igentlich hatte ich nie den Anspruch, dass eine meiner beiden Töchter einmal das Geschäft übernimmt», sagt Rolf Grimbühler (71), Mitbegründer des gleichnamigen Reinigungsgeschäfts an der Bielstrasse 9 in Grenchen. «Doch selbstverständlich war es eine riesengrosse Erleichterung, als unsere jüngere Tochter Cindy im Januar 2013 als Mitarbeiterin für den Verkauf des Kärcher-Stützpunktes und die Administration des gesamten Unternehmens ins Geschäft eingetreten ist.» Vor allem die Lohnbuchhaltung und die administrativen Arbeiten

hätten extrem viel Zeit in Anspruch genommen und seien immer komplizierter geworden, ergänzt der langjährige Sportchef des FC Grenchen, der zurzeit beim FC Biel als Teamverantwortlicher amtet und in seiner raren Freizeit auf seinem kleinen Boot auf der Aare den Fischen das Fürchten lehrt. Szenenwechsel. Gut sechs Jahre nach ihrem Eintritt steht für Cindy Lack, die in der Zwischenzeit einen Grossteil der koordinativen Arbeiten im Familienunternehmen übernommen hat, der nächste Meilenstein in ihrer beruflichen Karriere bevor. «Wenn alles klappt, findet im Laufe des Jahres die Übergabe des Geschäftes meiner Eltern an mich

und meinen Ehemann statt», sagt sie mit spürbarer Vorfreude in der Stimme. Einen Schritt, den sich die Eltern zweier Töchter im Alter von 2 und 7 Jahren gut überlegt haben. «Unser familiäres und überschaubares Unternehmen hat einen so treuen Kundenstamm, dass wir sicher sind, auch in Zukunft erfolgreich am Markt operieren zu können», sagt Cindy Lack. Ein Erfolg, hinter dem viel Arbeit und noch mehr Menschen stehen. Neben ihren Eltern und ihrem Ehemann, der im April 2014 ins Familienunternehmen eingetreten ist und die Malerabteilung aufgebaut hat, denkt Lack dabei insbesondere an die 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die derzeit im Unternehmen angestellt sind und die sich täglich für das Wohl der Kunden einsetzen. «Ohne ihre grossen Fachkenntnisse, ihre Flexibilität und ihren überdurchschnittlichen Einsatz hätte man in einer Branche, in der praktisch täglich neue Mitbewerber auftauchen – und wieder verschwinden –, unmöglich 40 Jahre überleben können.»

AUF EINEN BLICK Grimbühler GmbH Bielstrasse 9, 2540 Grenchen Tel. 032 652 79 64, Fax 032 652 75 01 info@grimbuehler-gmbh.ch www.grimbühler.ch www.grimbühler-discount.ch

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MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 9

Grosser Entwicklungsschritt für den Flughafen Grenchen Schon in wenigen Monaten soll das neue Gebäude des Flughafens Grenchen mit Werkhof, Schulungsräumen für Lufthansa Aviation Training (LAT), einem Helikopterhangar der Rega und einem neuen Tower in Betrieb genommen werden. Markus Kocher

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as neue Multifunktionsgebäude am Grenchner Airport ist für mich eine Herzensangelegenheit.» Ivo Erard, der «Grenchner Bueb» (Zitat Erard), der mit seinem gleichnamigen Architekturbüro den rund 5,5 Millionen Franken teuren Bau realisiert, lässt keine Zweifel daran aufkommen, wie stark sein Herz für den Regionalflughafen am südöstlichen Rand von Grenchen schlägt. «Schon als Bueb haben mich meine Eltern re-

Das neue Multifunktionsgebäude des Flughafens Grenchen wird mit seinem Tower und der grau gestrichenen Holzfassade zu einem Wahrzeichen der Uhrenstadt. ILLUSTRATION: IVO ERARD ARCHITEKTEN

Ivo Erard.

FOTO: ZVG

gelmässig auf den Kinderspielplatz des Flughafens mitgenommen. Und später habe ich selbstverständlich auch mit meinen eigenen Kindern auf dem Spielplatz herumgetobt.» Noch heute sei das Geräusch von Fallschirmen, die sich in der Luft öffnen, Musik in seinen Ohren, so Erard weiter. Die Idee zum Neubau schwirrte Erard, der mit seinem Büro seit 33 Jahren das architektonische Erscheinungsbild der Uhrenstadt mitprägt, schon lange im Kopf herum: «Mindestens seit fünf Jahren habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie man die alten, kleinen und unpraktischen Werkhof- und Feuerwehrgebäude wieder auf ei-

nen zeitgemässen Stand bringen kann.» Bis vor zwei Jahren habe er allerdings an ein Gebäude ohne Tower gedacht, so Erard. «Erst als wir die Rega auf ihrer Suche nach einem schweizerischen Schulungsund Trainingsstützpunkt vor rund zwei Jahren in Grenchen akquirieren konnten, hat das Projekt konkrete Formen angenommen.» Von da an ist es Schlag auf Schlag gegangen. Ende Mai des vergangenen Jahres wurde das Baugesuch ans Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) übergeben, Anfang November wurde die Bauverfügung erteilt und Anfang April dieses Jahres fand der Spatenstich statt. Alles unter einem Dach Wo sich noch vor ein paar Monaten die alten Gebäude für die Flughafenfeuerwehr und die Werkstätten befanden, entsteht in den nächsten Wochen und Monaten ein moderner, zweigeschossiger Neubau mit Tower, dem Werkhof des Airports, dem Stützpunkt der Flughafenfeu-

erwehr, einer Trainings- und Ausbildungsbasis der Rega und mit neuen Schulungsräumlichkeiten für die European Flight Academy. Zu stehen kommt der knapp 33 Meter lange, 29 Meter breite und zwischen 8,2 und 13 Meter hohe HolzBeton-Bau auf einer Betonplatte, die auf 73 Mikropfählen ruht. «Dies wurde nötig, weil wir uns hier im Verlandungsgebiet des ehemaligen Solothurner Sees befinden und der Untergrund entsprechend instabil ist», sagt Erard. Für die Platte werden 275 m3 Beton und 27 Tonnen Stahl verwendet, für die Wände des Gebäudes nochmals 70 m3 Beton und 6 Tonnen Stahl. Der grau gestrichene Holzbau wird aus regionalem Holz – Fichte, Tanne und Buche – in einem regionalen Verarbeitungszentrum vorgefertigt und Anfang bis Mitte Juni aufgerichtet. «Und wenn keine grössere Naturkatastrophe passiert, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir bereits Ende August die offizielle Einweihung des Neubaus feiern können», sagt

Erard. «Damit wird der Flughafen Grenchen endlich wieder zu dem, was er historisch gesehen schon ist: einem Wahrzeichen Grenchens, das den Mythos Flughafen neu aufleben lässt.»

HELIWEEKEND Am Wochenende des 1. und 2. Juni wird in Grenchen erneut das «Heliweekend» über die Bühne gehen. Wie in den vergangenen Jahren wird der Flugplatz am Jurasüdfuss zum Treffpunkt für Heli-Profis und -Fans. Neben einem Helikopter-Fly-in und diversen Vorträgen wird vor allem die Möglichkeit zum gemütlichen Fachsimpeln unter Gleichgesinnten geboten. Darüber hinaus wird ein spektakuläres Flugprogramm am Himmel zu bestaunen sein. So wird die Schweizer Luftwaffe am Samstag mit dem Super-Puma Display, dem PC-7-Team und dem F/A-18 Hornet Solo Display präsent sein. Am Sonntag wird das Breitling-Jet-Team mit seinen Aero L-39 Albatros Jet-Kunstflug in Perfektion zeigen. www.heliweekend.ch


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FÜNF FRAGEN AN: Nathalie Schindler aus Grenchen Zivilstand: in einer Beziehung, keine Kinder Beruf: Immobilienverwalterin, Mitinhaberin JSP Treuhand GmbH WAS MÖGEN SIE AM MEISTEN AN GRENCHEN? Da gibt es ganz vieles! Vor allem aber schätze ich die besondere Lage zwischen Aare und Jura/Grenchenberg.

WAS WÜRDEN SIE IN GRENCHEN ÄNDERN, WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HÄTTEN? Den Bauboom zulasten unserer Grünflächen und unserer Natur in den letzten Jahren finde ich völlig übertrieben, zumal kein derartiger Bedarf besteht – und am liebsten würde ich die EPA wieder hinzaubern. WO SIND SIE IN IHRER FREIZEIT ANZUTREFFEN? Als Hobbyfotografin halte ich mich gerne in unserer wunderschönen Natur auf. Unsere schönen Brücken

und die Aare haben es mir angetan und im eigenen Garten lässt es sich wunderbar leben. WELCHER PERSON WÜRDEN SIE GERNE MAL DANKE SAGEN? Danke sagen sollte man grundsätzlich viel mehr. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verdienen ein riesiges Dankeschön für ihre Arbeit, ihr Engagement für die Stadt, die Vereine, Nachbarschaftshilfe etc. Mein ganz besonderer Dank geht an den Macher und Visionär Ernst Thomke, der Grenchen immer treu geblieben ist.

Vom Knasti zum Modedesigner Nach einem Leben, geprägt von Drogen, Jugendheim, Knast und Kriminalität, schaffte Marco Lavada vor sechs Jahren mit dem Verkauf der ersten selbst entworfenen T-Shirts die Wende. Heute betreibt der talentierte Jungdesigner erfolgreich eine eigene T-Shirt-Druckerei und bringt alle 52 Tage unter der Marke Lavada52 eine neue Kleiderkollektion auf den Markt. Markus Kocher

M

arco Lavada (28) steht in seinem neuen Store an der Bettlachstrasse 3 in Grenchen und schraubt an einem Billardtisch herum. Zufrieden begutachtet er die neuste Kollektion seines Labels, die frisch drapiert an Kleiderständern und -bügeln hängt. «Bis ich dies alles erreicht habe, musste ich allerdings einen steinigen Weg gehen», sagt der gelernte Koch, der seit einigen Jahren nur noch für sein Geschäft lebt und pro Woche selten weniger als 70 Stunden arbeitet. Ein Blick zurück. Bereits als 13-Jähriger beging Lavada mehrfachen Ladendiebstahl. Mit 16 knackte er Autos. Es folgten Aufenthalte in Heimen, bei Pflegefamilien oder im Gefängnis. «Ich hatte keine Zukunft, keine Motivation, nichts zu verlieren. Also habe ich immer weiter Seich gemacht.» Er begeht Raubüberfälle, dealt in Clubs mit harten Drogen, fälscht Geld und steigt in Hotels ab, ohne zu bezahlen. Mehrfach steht er vor Gericht. Letztmals 2012. Das Urteil: acht Monate bedingt wegen Drogenbesitzes. Im März 2013 die Wende: «Ich hatte von einem Tag auf den anderen genug von meinem kriminel-

«Ich lebe heute ohne Angst vor der Polizei», sagt Marco Lavada.

len Leben und wollte zurück in die ‹Normalität›. Ohne Angst vor der Polizei.» Einen Job suchte er allerdings vergebens. Dann half ihm der Zufall: «Ich war mit einem selbst entworfenen T-Shirt im Ausgang. Alle fanden es toll und wollten auch eines.» Mit dem letzten Geld kaufte er sich 30 T-Shirts, bedruckte sie und verkaufte sie in einem Oltner Einkaufszentrum. Lavada gründete eine Firma, mietete einen Laden. «Was so einfach tönt, hat sich für mich allerdings als ziemlich schwieriges Unterfangen herausgestellt», erinnert sich

FOTO: MKO

der ehemalige Knasti, der sich heute pro Jahr an mindestens fünf bis sechs sozialen Projekten beteiligt. «Mit meiner Vorgeschichte hat man mir natürlich nirgends vertraut, und es war eine ‹Heidenbüez›, meine Geschäftspartner von meinen guten Absichten zu überzeugen.» Gut sechs Jahre später besteht das Team des Jungunternehmers aus sieben Leuten (davon fünf Praktikanten) und ist dabei, stetig weiter zu expandieren. «Mittlerweile haben wir gegen 1000 Motive entworfen und auf den Markt

gebracht», sagt Lavada mit sichtlichem Stolz. Neben T-Shirts sind dies beispielsweise Kopfhörer, Parfüms oder Schmuckstücke. «Und Ende Mai kommt die erste Babykleiderkollektion auf den Markt», ergänzt Lavada, der von seiner Partnerin Melanie Cardenas tatkräftig unterstützt wird. Grosse Hoffnung setzen die beiden auch auf die neue Luxus-Kleidermarke, die gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Lavada: «Da präsentieren wir dann so ausgeflippte Sachen wie Prepaid-Karten, die direkt im Ärmel eingenäht sind, oder flexible Bildschirme, die sich auf der Brust befinden und per App steuern lassen.» Und was bringt die Zukunft im privaten Bereich? Lavada lacht und sagt: «Private Dinge wie Heiraten oder Kinderkriegen müssen die nächsten Jahre noch etwas zurückstehen. Zuerst einmal möchte ich im Januar 2020 an die Fashionweek in Berlin und dort allen zeigen, was Lavada52 draufhat. Dann möchte ich die Flugzeugprüfung machen, und was dann kommt, steht noch in den Sternen geschrieben …» www.dresscode52.com


14 | TREFFPUNKT GRENCHEN | MAI 2019

«Mit dem Firmenneubau haben wir das Fundament gelegt» Die vor über 70 Jahren gegründete Schleifmaschinenherstellerin Tschudin AG bezieht ihren Neubau in Grenchen und blickt sehr zuversichtlich in die Zukunft.

Sie freuen sich über den Neubau in Grenchen: (v. l.) Iwan von Rotz (CEO der Tschudin AG), Urs Tschudin (Verwaltungsratspräsident und Inhaber der Tschudin AG) sowie Thomas Siegrist (Geschäftsleiter der Wenk AG). FOTOS: HANSPETER BÄRTSCHI

Franz Schaible

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ines ist beim Besuch der Grenchner Firma Tschudin AG augenfällig: Der traditionsreiche Schleifmaschinenbauer braucht Platz. Die beiden alten Produktionshallen sind mehr als voll. Auch die Büroräume sind überfüllt, die Arbeitsplätze sind eng, der Sitzungstisch findet nur knapp Platz. «Das liegt aber nicht daran, dass wir ein zu grosses Backoffice führen», sagt Urs Tschudin lachend. «Im Gegenteil, wir sind sehr schlank strukturiert mit flachen Hierarchien.» Er führt das 1947 gegründete Familienunternehmen in zweiter Generation seit 1985. Mit Neubau gegen Platznot Bald ist die Platznot behoben. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am Dienstag, 21. Mai 2019, statt. «Dort haben wir im Vergleich zu heute

40 Prozent mehr Platz», erklärt der Unternehmer. Der markante Neubau in den Farben Hellgrau, Anthrazit und Rot weist eine Bruttogeschossfläche von 4200 Quadratmetern auf. Die grosse Halle, an die ein fünfstöckiger, 20 Meter hoher Büroturm angebaut ist, hat eine Länge von 53 Metern, ist 40 Meter breit und 15,6 Meter hoch. Bauherrin ist die Grenchner Nimati Immobilien AG, die Tschudin AG und die Wenk AG sind die Mieter der Liegenschaft. Die Wenk AG ist Vertriebspartnerin für Maschinen der Hersteller Mazak und Kunzmann mit eigenständigem Kundendienst. Neben diesen Bearbeitungszentren und Drehmaschinen vertreibt die Wenk AG auch die Tschudin-Schleifmaschinen in der Schweiz. Bei der zuvor in Biel angesiedelten Firma ist Tschudin

Verwaltungsratspräsident und Mitaktionär (siehe Kasten). Das Unternehmen wurde von Hans-Rudolf Tschudin gegründet. Vor 72 Jahren hat er in seiner kleinen Werkstatt die erste Rundschleifmaschine gebaut, 1955 erfolgte der Bezug der neuen Fabrik an der Maienstrasse, dem heutigen Standort. Nach einer stetigen Aufwärtsentwicklung kam es 1991 zum Bruch. Im Gefolge der Weltwirtschafts- und Bankenkrise schlitterte die Schweizer Wirtschaft in eine Rezession. Davon war auch die Grenchner Firma betroffen, wie sich Urs Tschudin erinnert. Der massive Nachfrageeinbruch nach Investitionsgütern führte zum Teilverkauf des Unternehmens an eine deutsche Firma. «1993 kam es quasi zu einem Neustart», sagt Tschudin. Mit noch lediglich vier Mitarbeiten-

den habe man den Neubeginn gewagt und sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Spitzenlos-Rundschleifmaschinen (für eine spezielle Schleifmethode) konzentriert. Zweistelliges Wachstum Mit Erfolg. In den vergangenen Jahren hätten sich die Geschäfte sehr positiv entwickelt. «Derzeit sind die Kapazitäten voll ausgelastet, der Auftragsbestand liegt bei über einem Jahr», so Tschudin. Der Umsatz wachse zweistellig, im vergangenen Jahr um 30 Prozent, und im laufenden Jahr werde sich das Plus ähnlich entwickeln. Inzwischen beschäftigt die Tschudin AG 35 Mitarbeitende, Tendenz steigend. Die produzierten Anlagen – rund 25 bis 30 Maschinen pro Jahr – dienen der Herstellung von zylinderför-


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Redimensioniertes Projekt Eigentlich hatte der Chef der Tschudin AG Grösseres geplant. Da man sich mit den Stadtbehörden nicht über einen Kauf eines benachbarten Grundstückes am Standort des Neubaus an der Neckarsulmstrasse einigen konnte, spricht Urs Tschudin von «einem redimensionierten Projekt». Das führe dazu, dass die anlaufende Produktion für eine neu entwickelte Schleifmaschine (siehe Haupttext) teilweise in Taiwan aufgebaut werde. «Wir lassen die entsprechenden Stahlgestelle und die Elektroschränke in Asien fertigen.» In Grenchen würden dann die Prozessteile eingebaut. Bei einer vollständigen Fertigung am Standort Grenchen hätte dies zur Schaffung von zehn zusätzlichen Stellen geführt. Ebenfalls sei ursprünglich geplant gewesen, neben der Wenk AG mit 20 Angestellten die Bieler Isoma AG (eine Herstellerin von Mikroskopen für die industrielle Messtechnik) mit 12 Angestellten in den Neubau in Grenchen zu integrieren. Das sei nun aus Platzgründen nicht möglich. Tschudin ist bei der Isoma AG Verwaltungsratspräsident, und Eigentümerin ist dieselbe Aktionärsgruppe, die auch die Wenk AG besitzt. (FS)

migen Teilen aus Hartmetall und Keramik in sehr grossen Stückzahlen. Beispiele sind etwa Kolben für Pumpen in Benzin- und Dieseleinspritzmotoren, Türschliesser für Möbelbauer oder Kugellager und Wellen. Branchen sind der Automobil- und Motorenbau, die Luftund Raumfahrtindustrie, die Lagerindustrie oder Haushaltgerätebauer. Aber auch die Medtechindustrie setze die Tschudin-Anlagen für die Herstellung insbesondere von Spezialteilen ein. Den Exportanteil beziffert Tschudin auf über 90 Prozent. Hauptmarkt sei Europa. Derzeit versuche die Firma den chinesischen Markt aufzubauen. «Dazu haben wir dort kürzlich eine eigene Niederlassung gegründet und die Marke Tschudin registieren lassen.» Die Währungskrise mit der Aufhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro im Januar 2015 sei ein Schock gewesen, aber inzwischen habe man sich mit den Währungsturbulenzen «arrangiert», meint Tschudin. Auf zwei Ebenen habe man darauf reagiert: die Entwicklung so zu verstärken, um technologisch weiterhin an der Spitze zu sein. Das Unternehmen liefere nicht einfach eine Maschine, sondern Prozesse, um die Herstellung der Teile bei den Kunden in deren

hochautomatisierte Fertigungsabläufe einzubauen. «Es gilt, die Bedürfnisse der Produktion abzudecken.» Gleichzeitig habe man die Kosten reduziert – ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen –. um die Effizienz zu verbessern. So sei es gelungen, die Verkaufspreise den neuen Gegebenheiten anzupassen und bei den Kunden durchzusetzen. Die Währungskrise habe auch zu keinem Abbau des Personalbestandes geführt. Ein Resultat der Neuorientierung sei die komplette Entwicklung einer kleineren Spitzenlos-Schleifmaschine. Das Echo auf den Fachmessen wie der EMO in Hannover oder der GrindTec in Augsburg sei sehr gut ausgefallen. «Wir versprechen uns zahlreiche Aufträge.» Nachfolge aufgegleist «Das traditionsreiche Unternehmen soll auch künftig in Familienbesitz bleiben», blickt Urs Tschudin nach vorne. Der gelernte Mechaniker mit Weiterbildung zum Techniker und einer Managementausbildung ist bald 65-jährig. Es sei geplant, mit den Kindern, die im Betrieb schon eine aktive Rolle spielen, eine Nachfolgeregelung aufzugleisen. «Das Fundament für eine erfolgreiche Firmenzukunft haben wir mit dem Neubau gelegt.»

Künftig produziert die Tschudin AG ihre Schleifmaschinen im modernen Neubau an der Neckarsulmstrasse in Grenchen.


16 | TREFFPUNKT GRENCHEN | MAI 2019

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MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 17

Zum Jubiläum eine Flugshow Vom 29. Mai bis am 2. Juni findet in und um die Tennishalle die 30. mia statt. Christian Riesen, Organisator der Messe, zum Stand der Arbeiten, dem Fazit der letzten Messe und den Highlights der diesjährigen mia. Markus Kocher

HERR RIESEN, GUT EIN JAHR IST ES HER, SEIT DIE TORE DER 29. MIA DEFINITIV GESCHLOSSEN WURDEN. WIE FÄLLT IHR FAZIT ZU IHRER ERSTEN MITTELLÄNDER AUSSTELLUNG AUS? Christian Riesen: Absolut positiv! Ausser einem viertelstündigen Stromausfall und einem Defekt beim WCWagen hat alles wie am Schnürchen geklappt. KEINE UNANGENEHMEN VORKOMMNISSE? Zum Glück nicht. Einzig in der Nacht von Freitag auf Samstag musste eine Polizeistreife bei einem Streit unter Alkoholisierten kurz eingreifen. Sonst blieb alles ruhig. WIE WAREN DIE RÜCKMELDUNGEN DER MESSEBESUCHER UND DER AUSSTELLER? Ebenfalls durchs Band positiv. Wir schätzen, dass rund 25 000 Besucherinnen und Besucher die Messe besucht haben und mit den 70 Ausstellern ins Gespräch gekommen sind. Apropos Aussteller: Gegen 90 Prozent der letztjährigen Aussteller sind auch dieses Jahr wieder vor Ort. IHR PERSÖNLICHES HIGHLIGHT? Der Vortrag von Claude Nicollier sowie das Referat von Dr. Bruno Stanek. Die beiden WeltraumKoryphäen haben ihre Sprechzeit zwar massiv überzogen, doch ihre Vorträge waren derart spannend, da wollte niemand früher das Festzelt verlassen. WAS DÜRFEN DIE BESUCHER AN DER DIESJÄHRIGEN MIA ERWARTEN? Weit über 100 interessante, meist regionale Aussteller, ein unglaublich breites kulinarisches Angebot, einen grossen Rummelplatz, diverse Sonderausstellungen und ein attraktives Rahmenprogramm – und dies wiederum bei freiem Eintritt. UNTERSCHIEDE ZU 2018? Jede Menge! Vorab die Wichtigste:

Christian Riesen präsentiert stolz eines der Werbeplakate der mia 2019.

Wir sind vom Velodrome in die Tennishalle gezügelt. Der Grund: Am traditionellen mia-Datum ist das Velodrome nicht verfügbar. Weiter haben wir die Unterhaltung einmal massiv ausgebaut. Ich denke dabei etwa an das musikalische Programm, das unter der Regie von Kurt Gilomen zusammengestellt worden ist. Und last, but not least arbeiten wir dieses Jahr eng mit den Veranstaltern des Heliweekends sowie mit dem Ride & Drive Day Grenchen zusammen, die ebenfalls über das Auffahrtswochenende stattfinden. WAS VERSPRECHEN SIE SICH VON DIESER ZUSAMMENARBEIT? Mit einem Wort: Synergien. Wir rechnen damit, dass Besucherinnen und Besucher des Heliweekends sowie des Ride & Drive Days

auch bei uns in der Tennishalle vorbeischauen – und umgekehrt. WIE SIEHT DIE PARKPLATZSITUATION AUS? Im Gegensatz zu letztem Jahr, als wir keine Parkplätze anbieten konnten, stehen uns dieses Jahr 700 Parkplätze in einer Gehdistanz von 4 Minuten zur Verfügung. AUF WAS FREUEN SIE SICH WÄHREND DER FÜNF TAGE BESONDERS? Als grosser Aviatik-Fan freue ich mich natürlich riesig auf die Flugshows, die am 1. und 2. Juni stattfinden. Am Samstag wird unter anderem die Schweizer Luftwaffe mit einem PC-7-Team, den Fallschirmspringern der Armee, dem Super-Puma mit einem Display und einem F/A-18 Hornet Solo Dis-

FOTO: OLIVER MENGE

play auftreten. Gespannt bin ich aber auch auf die Vorführungen der Stadtfeuerwehr Grenchen, der Kinder-Tanzgruppe «Move! Danceschool» oder die kommentierten Spiele des Bocciaclubs in der Bocciahalle. Und ganz besonders freue ich mich auch auf die Erdbeertorte, die es dieses Jahr im Restaurant Tennis Chugele und bei den Bauern endlich wieder gibt (lacht). www.mia-grenchen.ch facebook.com/miagrenchen

Vorführung Im Anschluss an die offizielle Eröffnung um 14 Uhr wird die Schweizer Flugwaffe am Mittwoch, 29. Mai, über der Tennishalle kurz vor und nach 15 Uhr zwei viertelstündige Trainingseinheiten durchführen.


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Zum Jubiläum ein rosafarbenes Champagner-Truffe Selbst gemachte Gipfeli, Birchermüesli und Salate, drei Dutzend Sorten Brote, ein Berg hausgemachter Sandwiches und jede Menge süsse Versuchungen: Das Team der Back-Caffee AG sorgt Tag für Tag weit über die Stadtgrenzen hinaus für kulinarische Höhenflüge.

Freuen sich auf neue Herausforderungen: Kadermitarbeiterinnen und –mitarbeiter der Back-Caffee AG.

FOTO: MKO

Markus Kocher

«E

in Unternehmen muss sich permanent weiterentwickeln und innovativ bleiben.» Jürg Jaeggi, Gründer und Mitinhaber der Back-Caffee AG, weiss, wovon er spricht. Vor 10 Jahren als «kleines Kaffee» mit Backstube aus der Taufe gehoben, hat sich das Familienunternehmen in den 10 Jahren seines Bestehens zu einem KMU entwickelt, das an nicht weniger als sechs Standorten präsent ist und 55 Mitarbeitende (davon 8 Lernende) beschäftigt. «Allerdings hat es zwei, drei Jahre gedauert, bis die Leute gewusst haben, was Back-Caffee eigentlich bedeutet und was sie bei uns erwartet», erinnert sich der diplomierte Konditor-Confiseur-Meister. Tempi passati. Heute schenkt die Back-Caffee AG jährlich gegen 200 000 Tassen Kaffee aus, die am Morgen gerne mit einem Buttergipfeli und zum Zmittag mit einer hausgemachten Suppe (im Winter)

oder einem frischen Salat (im Sommer) genossen werden. Auch sehr beliebt: das «Frühstück für Geniesser» am Wochenende oder das «Frühstück für Pressierte» unter der Woche. «Und manche wollen auch einfach nur schnell eine ‹Züpfe›, eine Cremeschnitte oder ein belegtes Brötli kaufen», sagt Jaeggi, dessen Team an einem guten Sonntag gut und gerne 1000 Gipfeli bäckt. «Besonderen Wert legen wir dabei auf die Frische und die Qualität der Produkte sowie der verwendeten Rohstoffe», ergänzt der Vater dreier Töchter, der zusammen mit seiner Gattin Denise auch als Prüfungsexperte tätig ist. «Aus diesem Grund bestellen wir sämtliche Rohstoffe gemäss den strengen IP-Suisse- und Naturel-Anforderungen bei Schweizer Händlern und kontrollieren sie vor der Verarbeitung noch einmal genau.» Selbst ein Ökostrom-Zertifikat hat sich die Back-Caffee verdient. Und was nicht verkauft wird,

landet selbstverständlich nicht im Abfall, sondern wird an die «ÄssBar» in Biel weitergegeben, wo Patisserien und Backwaren vom Vortag zu einem stark vergünstigten Preis verkauft werden. Jaeggi: «Dank all diesen Bemühungen produzieren wir immer noch gleich viel – oder wenig – Abfall wie bei unserer Gründung anno 2009.» Und mit welchen kulinarischen Leckerbissen will das Back-CaffeeTeam seine Kunden diesen Frühling verwöhnen? Jaeggi lacht und sagt: «Ganz neu im Angebot haben wir unsere ‹Wandfluerli› – kleine Süssigkeiten, gefüllt mit köstlicher Haselnusscreme und umhüllt mit bester Schweizer Schokolade –, an denen wir drei Jahre getüftelt haben. Und eine Exklusivität sind sicher auch unsere ‹Truffes Rosé Champagne›, die auf einer speziellen Kakaobohne namens Ruby basieren, die von Natur aus rosafarben ist.»

Auf einen Blick Back-Caffee AG Hauptgeschäft und Backstube Archstrasse 42, 2540 Grenchen Tel. 032 652 15 15, 364 Tage geöffnet Montag bis Freitag, 5.00–18.30 Uhr Samstag, 5.00–17.00 Uhr Sonn- und Feiertage, 7.00–18.00 Uhr Back-Caffee AG, Café Stadthus Bahnhofstrasse 16, 2540 Grenchen Tel. 032 653 30 21, 364 Tage geöffnet Montag bis Freitag, 6.00–18.30 Uhr Samstag, 7.00–17.00 Uhr Sonn- und Feiertage, 7.00–17.00 Uhr Back-Caffee AG Back-Caffee’s Däderiz Däderizstrasse 6, 2540 Grenchen Tel. 032 653 19 65 Montag bis Freitag, 6.00–18.30 Uhr Samstag, 6.30–13.00 Uhr Sonn- und Feiertage geschlossen

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Bei Küchen Création AG erfüllen sich Küchenträume

Im geschichtsträchtigen Touringhaus an der Bielstrasse 109 in Solothurn präsentiert Küchen Création AG in ihrer Ausstellung eine Vielfalt an Küchen. Moderne Ästhetik und Funktionalität, kreiert von renommierten Küchenherstellern aus der Schweiz. Während der Geschäftsöffnungszeiten sind Interessierte zum Reinschauen und Schnuppern willkommen. «Wir haben uns nicht alleine auf Neu-Küchen spezialisiert, sondern bieten bei Neubauten und Renovationen einen professionellen Rundumservice mit unseren Partnerfirmen an. Eine Ansprechperson organisiert von A bis Z alle Abläufe», erklärt Peter Tabone, Geschäftsführer der Küchen Création AG. Die Palette umfasst Schweizer Label wie Forster mit den bekannten Metallküchen, die Marke Stöcklin Möbel AG mit den Schweizer Norm-Küchen sowie andere Hersteller. Die Ausstellung ist übersichtlich und punktet neben den Präsentationsküchen mit einem grossen Sortiment an verschiedensten Materialien, Farben und Formen. Diese lassen sich beliebig kombinieren, sodass Fronten und Arbeitsflächen einen individuellen Charakter erhalten. «Auch bei Küchen Création AG gilt der Wahlspruch: Schweizer Perfektion für Ihr Zuhause…!», doppelt Peter Tabone nach.

spürt er die Trends der Branche. Sein Erfahrungsschatz schliesst die Entwicklung der letzten Jahrzehnte in Technik und Optik mit ein. Zudem kocht er gerne, weiss auch privat gute Küchengeräte zu schätzen. «Ein gutes Essen fängt in der Küche an. Wir von der Küchen Création AG sind dafür besorgt, dass die Küche bestens ausgerüstet ist, es sich mit Passion darin garen, schmoren und brutzeln lässt, sodass Gäste und Familie das Gekochte geniessen können», ist er überzeugt. Als erfahrener Küchenspezialist weiss er, dass die Bedürfnisse, die an eine gut funktionierende und ästhetisch ansprechende Küche gestellt werden, stark variieren. Um die Vorstellung einer Traumküche mit den praktischen Anforderungen der Benutzer und dem entsprechenden Budget abzustimmen, ist Fachkompetenz gefragt.

25 Jahre Erfahrung im Küchenbau In seinem Erstberuf lernte Peter Tabone Schreiner, bevor sich der Küchenspezialist zum diplomierten Unternehmer SIU weiterbildete. Seit 25 Jahren

«Persönliche Beratung mit Hausbesuchen ist eine unserer grossen Stärken. Dieser Aspekt kommt in grossen Messen und Ausstellungen zu kurz. Wer jedoch bei uns über die Schwelle tritt, kann in ei-

Kontakt: Küchen Création AG Peter Tabone Bielstrasse 109 4500 Solothurn Telefon 032 621 20 70 www.kuechen-creation.ch

Küchen Création AG Bielstrasse 109, 4500 Solothurn Tel. 032 621 20 70, Fax 032 621 20 71 info@kuechen-creation.ch www.kuechen-creation.ch

Schreinerei Schwarz AG Witmattstrasse 16, 2540 Grenchen Tel. 032 654 24 24, Fax 032 654 24 25 info@gruetter-schwarz.ch www.gruetter-schwarz.ch

Grütter + Willi AG, Umbau und Renovationen Witmattstrasse 16, 2540 Grenchen Tel. 032 654 24 24, Fax 032 654 24 25 info@gruetter-schwarz.ch www.gruetter-schwarz.ch

Mit Fachkompetenz zur Traumküche

ner überschaubaren Präsentation seine Vorstellungen mit den realen Möglichkeiten und Gegebenheiten zu einer individuellen Küche vereinen», hält Peter Tabone fest. Werden bei einem Umbau, einer Renovation oder dem einfachen Einbau zusätzliche Handwerker benötigt, zieht Peter Tabone neben den Küchenplanern die Partnerfirmen Grütter + Willi AG, Umbauten und Renovationen, sowie die Schreinerei Schwarz AG hinzu. Das Ziel aller Beteiligten ist, dass die Kundin und der Kunde in einer edlen Küche mit durchdachter Funktionalität, kurzen Arbeitswegen, innovativen Details in modernem Design und Ausstattung wie Sterneköche wirken und kochen können. Den Grundstein dafür legt ein Besuch bei der Küchen Création AG im Touringhaus in Solothurn.


MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 23

FÜNF FRAGEN AN: Andrea Rasch, wohnhaft in Selzach Zivilstand: in einer langjährigen Beziehung, eine Tochter, zwei Enkelkinder Beruf: Hotelfachfrau WAS MÖGEN SIE AM MEISTEN AN GRENCHEN? Die Lebensqualität einer Kleinstadt und die ideale geografische Lage.

WAS WÜRDEN SIE IN GRENCHEN ÄNDERN, WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HÄTTEN? Die leer stehenden Lokalitäten mit Leben füllen (zusätzliche attraktive Geschäfte, Restaurants, Treffpunkte für Jung und Alt). WO SIND SIE IN IHRER FREIZEIT ANZUTREFFEN?

Als glückliche Grossmutter bei meinen Enkeln in Bern oder in der Witi und in der Stadt. WELCHER PERSON WÜRDEN SIE GERNE MAL DANKE SAGEN? Allen, die mich gefördert und unterstützt haben, seit ich vor 23 Jahren nach Grenchen gekommen bin.

Klein-Woodstock für Familien Restlos ausverkauft war das Kinderland-Open-Air in Grenchen, das am 27. Mai des vergangenen Jahres im Stadtpark seine Premiere feiern durfte. Grund genug, den Anlass ein weiteres Mal durchzuführen. Organisator Maik Ast weiss, was die Besucher am kommenden Sonntag erwartet und wie man noch zu Tickets kommt. Markus Kocher

gramm von 13.30 bis 18 Uhr mit Spiel, Spass, Speis und Trank – sowie zwei Music Acts.

MAIK AST, BALD IST ES EIN JAHR HER, SEIT IN GRENCHEN DAS ERSTE KINDERLAND-OPEN-AIR STATTGEFUNDEN HAT. WAS IST IHNEN AM MEISTEN IN ERINNERUNG GEBLIEBEN? Maik Ast: Das schöne, heisse Wetter und die unglaublich gute Stimmung. Und natürlich das Unicef-Label, das Grenchen im Rahmen des Open Airs erhalten hat und das die Uhrenstadt jetzt offiziell als «kinderfreundliche Gemeinde» auszeichnet.

WER TRITT DIESES JAHR AUF DER GROSSEN BÜHNE IM STADTPARK AUF? Um 14.15 Uhr Marius & die Jagdkapelle und um 16.30 Uhr Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli. UND WAS MACHEN DIE KLEINEN UND DIE GROSSEN BESUCHER IN DER RESTLICHEN ZEIT? Mannigfaltige Spiele erleben, Flubi, Conci und den Jamadu begrüssen, sich auf der Hüpfburg austoben, auf dem Trampolin einen Salto wagen, die eigene Geschicklichkeit testen, basteln oder sich beim Schminken in eine Prinzessin oder einen Piraten verwandeln und, und, und …

UND MUSIKALISCH? Ganz klar Christian Schenker, der seinen Kopf zum Gaudi der Kinder zur Abkühlung in einen Wasserbottich gesteckt hat (lacht). WIE IST DIE IDEE ZUM OPEN AIR EIGENTLICH ENTSTANDEN? In meinem Kopf schwirrte schon lange die Idee herum, ein «Woodstock» für Familien auf die Beine zu stellen, und vor 15 Jahren habe ich die Idee in Münsingen ein erstes Mal umgesetzt. WIE IST ES WEITERGEGANGEN? Da das Open Air von Anfang an auf grosse Resonanz gestossen ist, haben wir es bereits im ersten Jahr an zehn verschiedenen Standorten durchgeführt – allerdings ausschliesslich im Raum Bern. In den folgenden Jahren sind weitere Locations in der Deutschschweiz dazugekommen, nach sechs Jahren haben wir die Westschweiz erobert

Auch dieses Jahr kommen Gross und Klein beim Kinderland-Open-Air garantiert auf ihre Kosten. FOTOS: ARCHIV/SZ

und seit 2011 sind wir auch im Tessin vertreten. Alles in allem treten wir mit unserem Event mittlerweile an 13 verschiedenen Orten auf.

ten gegen 40 Personen am Projekt mit und wir kutschieren das Material mit drei 40-Tönnern durch die Gegend.

TÖNT NACH EINEM GANZ SCHÖNEN LOGISTISCHEN AUFWAND … So ist es! In der Zwischenzeit arbei-

WAS DÜRFEN DIE BESUCHER AM 26. MAI IN GRENCHEN ERWARTEN? Ein durchgehendes Rahmenpro-

GEEIGNET FÜR KINDER JEDEN ALTERS? Idealerweise von zwei bis maximal zehn, elf Jahren. Dann wird es uncool. WIE SIEHT ES MIT TICKETS AUS? IST DAS FESTIVAL BEREITS AUSVERKAUFT? In der Tat gehen die rund 1500 Tickets weg wie warme Weggli. Ein kleines Kontingent behalten wir aber für die Tageskasse zurück.

www.coopkinderland.ch/de/tournee/ grenchen, www.beatevents.ch


24 | TREFFPUNKT GRENCHEN | MAI 2019

FÜNF FRAGEN AN: Jean-Claude Cattin, aus Solothurn Zivilstand: verheiratet, keine Kinder Beruf: Rechtsanwalt und Notar WAS MÖGEN SIE AM MEISTEN AN GRENCHEN? Wirtschaftliche Möglichkeiten, Internationalität, Sportstätten, Naherholungsgebiet, Unvoreingenommenheit und Offenheit.

WAS WÜRDEN SIE IN GRENCHEN ÄNDERN, WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HÄTTEN? Besseres Bewusstsein unserer Stärken, stärkere Meinungsführerschaft der Leistungsträger und der Wirtschaft, weniger Einfluss von Schlechtrednern, Nörglern und Einflüsterern.

WO SIND SIE IN IHRER FREIZEIT ANZUTREFFEN? Badi Grenchen, Grenchenberg. WELCHER PERSON WÜRDEN SIE GERNE MAL DANKE SAGEN? All jenen Personen, die Grenchen als Botschafter weltweit vertreten und der Stadt ein positives, erfolgreiches Image verleihen.

Ein Hausarzt ist mehr als nur der Onkel Doktor Die Gruppenpraxis Grenchen hat etwas Pionierhaftes an sich, denn sie wurde bereits 1981 gegründet. Der 74-jährige Mitgründer Marcel Tièche ist heute noch als Hausarzt aktiv, seit 2013 leitet sein Sohn Raphaël Tièche die Gruppenpraxis. Franz Schaible

«W

enn die Tür zum Praxiszimmer aufgeht, lerne ich jeweils ganze Lebensgeschichten kennen.» Das sagt Marcel Tièche. Der 74-jährige Allgemeinarzt hat bereits 1981 zusammen mit einem Berufskollegen die Gruppenpraxis Grenchen gegründet. Damals, vor 38 Jahren, hatte das fast so etwas wie Pioniercharakter, gab es doch schweizweit nur eine Handvoll von Arztpraxen in dieser Form. «Für mich war von Beginn an wichtig, dass ich in meiner täglichen Arbeit als Hausarzt einen Partner – sozusagen als Gegenpart – für Diskussionen und den fachlichen Austausch auf Augenhöhe hatte», erinnert er sich, warum er keine Einzelpraxis führen wollte. Der Beruf als Hausarzt habe ihn immer fasziniert, insbesondere eben wegen der sehr persönlichen Kontakte mit Patientinnen und Patienten; so sehr, dass er heute trotz Pensionierung immer noch einen Tag pro Woche in der Praxis am Marktplatz in Grenchen anzutreffen ist. «Ich arbeite gerne», hält er lachend fest. Im September 2013 hat sein Sohn, Raphaël Tièche, die Leitung der Gruppenpraxis übernommen. Wie sein Vater zuvor hat auch er sich gegen eine berufliche Karriere in der Spitalmedizin entschieden und dafür den Weg des Hausarztes

lassen und wusste die Zukunft der Gruppenpraxis in guten Händen.»

Raphaël Tièche (rechts) leitet seit 2013 die von seinem Vater Marcel Tièche gegründete Gruppenpraxis Grenchen. FOTO: HANSPETER BÄRTSCHI

gewählt. Zuvor sei er als Oberarzt am Berner Inselspital zwar auf dem Karrierepfad gewesen und eigentlich wollte er nie als Hausarzt arbeiten, blickt der 38-jährige Mediziner zurück. Doch die Nachfolgeprobleme – «es war sehr schwierig, motivierte Hausärzte für die Praxis zu finden» – warfen die ursprünglichen Pläne von Tièche über den Haufen. Entweder gibt es eine Nachfolgelösung, oder die Praxis muss geschlossen werden. Nach einer kurzen Phase als «Aushilfe» ist er dann in die Gruppenpraxis eingestiegen und hat von seinem Vater die Leitung übernommen. «Im Nachhin-

ein war das mein bester Entscheid. Ich möchte nie mehr zurück in die Spitalmedizin.» Er erfahre in seiner täglichen Arbeit «sehr viel Dankbarkeit seitens der Patienten». Das könne man nicht genug hoch schätzen. «Als Hausarzt erhalte ich Einblicke in die Familien und deren soziale Verhältnisse und muss mich auch mit sehr persönlichen Fragen auseinandersetzen», umschreibt Raphaël Tièche seine Tätigkeit. Diese engen Beziehungen zwischen Arzt und Patient gebe es in einem Spital nicht so ausgeprägt. Und für Vater Marcel Tièche war «die Ablösung wie eine Erlösung. Ich konnte endlich los-

«Ein familiär geführter Betrieb» Einen Grund für den Hausärztemangel sieht Raphaël Tièche auch im teils negativen Image wie starke zeitliche Belastung, wenig Lohn, Einzelkämpfer usw. Das sei Jammern auf hohem Niveau, und in einer Gruppenpraxis geniesse der Hausarzt viele Freiheiten, hält er fest. In der Gruppenpraxis Grenchen etwa würden alle Ärzte – neben den Tièches zwei Ärztinnen und eine Praxisassistenz – in Teilzeit arbeiten. Dies ermögliche nicht nur für alle eine gute Work-Life-Balance, sondern auch, dass die Praxis von Montag bis Freitag jeweils den ganzen Tag geöffnet sei. «Das setzt zwar ein gutes Mass an Planung, Rücksichtnahme und Flexibilität voraus. Das ist aber in unserem familiär geführten Betrieb gegeben», so der Praxisleiter. Er, der auch einen Master of Health Administration (MHA) hält, sieht die Praxis als kleines KMU. Insgesamt beschäftigt die Gruppenpraxis 15 Angestellte. Pro Jahr kommen rund 2200 Patienten in die Praxis, die zu rund 9600 Konsultationen führen. Die Gruppenpraxis ist auch ein Ausbildungsbetrieb für Medizinische Praxisassistentinnen (MPA) und für Ärzte in Ausbildung (Praxisassistenz).


MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 25

Telekomanbieterin GAG: Glasfasernetz und Mobil-5G ergänzen sich bestens Die regionale Telekomanbieterin GAG bietet ihren Kundinnen und Kunden ein umfassendes Produktportfolio mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis an. Schon bald auch Smartphones und Mobil-Abos auf Basis von 5G.

«D

amit Kundinnen und Kunden einen schnellen und jederzeit verfügbaren Internetzugang haben, investiert die GAG grosse finanzielle Summen in den Ausbau des Übertragungsnetzes in den 15 Gemeinden des Versorgungsgebiets. Nebst hochkomplexen technischen Gerätschaften zur Steuerung der immensen Datenströme bei den TV/ Radio-, Internet-, Telefonie- und weiteren Telekommunikationsdiensten sind es vor allem die modernsten Glasfaser- und Koaxialkabelleitungen, welche die Signale zwischen GAG und Kunden transportieren. Doch braucht es beim

viel diskutierten neuen und revolutionären Mobilfunkstandard 5G die Glasfaserleitungen überhaupt noch? Mobil-5G zeichnet sich durch überaus imposante Bandbreiten von bis zu 10 Gbit/s und Tausende neuer, untereinander kommunizierender Anwendungen aus und wird die kommenden Jahre prägen. Wir bei der GAG und auch der Verband der Kabelnetzunternehmen Suissedigital sind jedoch überzeugt, dass weiterhin ein Grossteil der Daten über leistungsfähige Glasfasernetze geschickt werden. Bei den Glasfaserleitungen und den Internetabos der GAG steht immer die abonnierte Bandbreite am Internetmodem

zur Verfügung. Zwar kann eine nachgeschaltete WiFi-Technologie diese systembedingt reduzieren, doch ist eine «feste» Internetverbindung auch zukünftig die erste Wahl. Die Einführung von Mobil-5G wird relativ schnell den heutigen 4G/LTE-Standard ablösen, was private Kundinnen und Kunden zwar merken werden, jedoch das Nutzererlebnis (noch) kaum markant verändern wird. Die GAG wird alsbald ebenfalls Mobil-5G-Smartphones und Quickline-Mobil-Abos den Endkunden anbieten können. Unter dem Aspekt der zunehmenden Diskussion über die Belastung mit 5G-Elektrosmog werden wir

unsere Internetbandbreiten konsequent weiterentwickeln und schon bald 1 Gbit/s pro Kunde anbieten können. Die dabei eingesetzte neue Übertragungstechnologie (Docsis 3.1) lässt zukünftig sogar bis zu 10 Gbit/s zu! Die Mitarbeitenden der GAG stehen Ihnen im Showroom am Geschäftssitz oder per Telefon oder E-Mail gerne mit Rat und Tat zur Seite, damit auch Sie die beste Telekomlösung für Ihre Bedürfnisse erhalten. Informationen finden Sie jederzeit auch online unter www. gagnet.ch oder www.quickline.ch. Kurt M. Hohler, CEO Inserat


MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 27

FÜNF FRAGEN AN: Ivan Schmid aus Arch Zivilstand: verheiratet, zwei Kinder Beruf: Metallbauschlosser, Tierpfleger

WAS WÜRDEN SIE IN GRENCHEN ÄNDERN, WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HÄTTEN? Würde einen Stellplatz für Campertouristen anbieten.

WAS MÖGEN SIE AM MEISTEN AN GRENCHEN? Seine Vielseitigkeit und Nähe.

WO SIND SIE IN IHRER FREIZEIT ANZUTREFFEN? Mit meinem Camper unterwegs. WELCHER PERSON WÜRDEN SIE GERNE MAL DANKE SAGEN? Meinen Eltern.

Tierheim mit Behördenbox Seit über 20 Jahren finden Hunde, Katzen, Nager, Igel & Co. im Tierheim Aarebrüggli, direkt an der Aare zwischen Arch und Grenchen gelegen, artgerechte und liebevoll gepflegte Ferien-, Asyl- und Daueraufenthaltsplätze. Markus Kocher

W

ohlig wälzt sich Filos auf der Spielwiese vor seinem Feriendomizil und lässt sich von Ivan Schmid, Inhaber des Tierheims, den Bauch kraulen. Der 13-jährige Laekenois-Rüde war einer der ersten Kunden des Tierheims und verbringt durchschnittlich vier Tage in der Woche hier. «Sein Besitzer bringt ihn seit vielen Jahren jeweils morgens um 7 Uhr bei uns vorbei und holt ihn nach dem Feierabend wieder ab.» Die Tagesbetreuung ist das eine. Andere Tiere werden wegen sozialer oder finanzieller Schwierigkeiten, Allergien oder Überforderung der Besitzer, Veränderung der Lebensumstände wie eines Übertritts in ein Seniorenheim oder wegen Beschlagnahmung durch die Behörden bei Ivan Schmid abgegeben. «Und selbstverständlich nehmen wir auch ausgesetzte oder verletzte Tiere bei uns auf.» Nicht zuletzt aus diesem Grund gibt es beim Tierheim eine von aussen zugängliche «Behördenbox», in der die Polizei auch während der Nacht Tiere abgeben kann. Weit über 100 Fundtiere würden pro Jahr im Aarebrüggli landen, sagt Schmid. Nach der Aufnahme eines verletzten oder ausgesetzten Tiers müsse zuerst sichergestellt werden, dass das Tier nicht krank sei, erklärt der gelernte Metallbauschlosser, der eine Zweitausbildung zum Tierpfleger gemacht hat und heute als Chefexperte in der ganzen Deutschschweiz der Tierpflegeausbildung amtet. Nach der

Eines ist sicher: Die Arbeit geht dem Team des Tierheims Aarebrüggli so schnell nicht aus.

Eingangskontrolle, während welcher der Allgemeinzustand eines Tiers überprüft wird, geht es weiter in die entsprechende Abteilung des Tierheims oder – bei grösseren gesundheitlichen Problemen – direkt zum Tierarzt. Besonders praktisch: «Kleinere Behandlungen können wir direkt in unserem Behandlungsraum machen, den wir vor zwei Jahren erstellt haben und der als Satellitenstation von einem Tierarzt unterstützend betrieben wird», sagt Schmid, der den Behandlungstisch und die Operationsleuchte

von einem Humanmediziner übernommen hat. Stolz ist der zweifache Vater und Gemeinderat von Arch auch auf die Hundeanlage, die er in Zusammenarbeit mit einem Baumeister entwickelt hat. «Beim Bau wurde darauf geachtet, dass möglichst viel Licht in die einzelnen modular aufgebauten Boxen fällt. Zudem sorgt eine Bodenheizung für angenehme Temperaturen im Winter und eine Lüftungsanlage reguliert die Frischluftzufuhr.» Sehr nützlich sei die Wasserbestäubung, die

FOTO: ZVG

sie selber montiert hätten, ergänzt Schmid. «So können die Hunde auch bei grösster Hitze entspannt auf den Spielwiesen herumtollen.» Eine praktische Anfertigung ist auch die Igelstation, in der jeweils das ganze Jahr durchschnittlich 80 bis 100 stachelige Gäste temporär betreut und fachkundig gepflegt werden. Schmid: «Ab April werden die Igel wenn möglich am Fundort wieder ausgesetzt oder an Partner – beispielsweise Familien mit einem grossen Garten mit Unterschlupfmöglichkeiten – abgegeben.»


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MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 29

Wer gut hört, hat mehr Lebensqualität Seit 2015 ist die Hörberatung Rasser GmbH an der Kirchgasse 1 in Grenchen zu Hause. Die Firma ist die Adresse, wenn man kompetente, empathische Ansprechpartner für einen Hörtest, Hörgeräte oder ein Hörerlebnis sucht.

Ein kompetentes Team: v. l. Gebhard Pickel, Gabi Aeschlimann und Vera Rasser. Foto rechts: Vera Rasser, Inhaberin und Hörgeräte-Akustik-Meisterin, führt die Schmuckvariante am eigenen Ohr vor. FOTOS: CFR Carolin Frei

«W

enn man das Gefühl hat, die anderen nuscheln alle, oder wenn man immer wieder nachfragen muss, sollte man sich einem Hörtest unterziehen», sagt Inhaberin Vera Rasser. Denn dies seien eindeutige Zeichen, dass man nicht mehr so gut höre. Je eher man einen beginnenden Hörverlust erkennt, umso besser kann man ihn korrigieren. «Wir sind eine inhabergeführte, unabhängige Hörberatung und sind somit nicht nur auf ein Produkt, eine Marke, fixiert», sagt Rasser. Davon profitiert die Kundschaft, die aus einer Auswahl an Hörgeräten verschiedener Hersteller wählen kann. Soll es eher diskret und möglichst klein sein? Oder darf es peppig frech daherkommen? Das etwas verstaubte, biedere Image haben die Hörgeräte längst abgelegt. Inzwischen können sie, wenn man das möchte, sogar als Schmuckstück getragen werden. Etwa in Ohrringen, die eigens von einem Goldschmied in

Grenchen hergestellt werden. «Wir haben eine Auswahl im Hause, es ist jedoch auch möglich, Eigenkreationen anfertigen zu lassen», betont Rasser. Zudem gibt es Hörgeräte, die in der Ohrmuschel selber getragen werden und die mit Glitzersteinen und anderem mehr verziert sind. «Wir gehen auf alle Kundenwünsche individuell ein. Der Kunde soll sein Hörgerät mit Freude tragen», betont Rasser. Wer gut hört, hat mehr Lebensqualität. Diese Lebensqualität möchte das Team rund um Vera Rasser den Menschen mit Hörbeeinträchtigung gerne wieder ermöglichen. Wie kann es zu einer Hörbeeinträchtigung kommen? «Es gibt verschiedene Ursachen, die dafür verantwortlich sein können. Etwa Stress, erblich bedingte Faktoren, eine Dauerberieselung oder aber Medikamente», betont Rasser. Hörverlust ist für viele Betroffene nicht einfach zu akzeptieren. Je eher man sich jedoch diesem Thema stellt, umso besser kann einem

geholfen werden. Orientierung und Sicherheit im Alltag und im Strassenverkehr, Gespräche oder der Genuss von Musik – all das ermöglicht uns das Gehör. Unser Hörsinn schafft Verbindungen zwischen Menschen und ist somit «der Sinn des Lebens». Umso wichtiger ist es, das Gehör zu schützen und im Falle einer Hörminderung bestmöglich zu versorgen. Wie kann man sein Gehör schützen? Ob beim Musizieren, beim Sport oder bei Überempfindlichkeiten der Ohren – die Ohren sollten es einem wert sein, sie mit einem passenden Gehörschutz zu schützen. Immerhin ist das Ohr das einzige Organ, das bei Geburt schon vollständig ausgebildet ist und ab dem ersten Herzschlag auf dieser Welt für uns alles aufnimmt. Die Hörberatung Rasser bietet auch ein Hörtraining an. Der tägliche Zeitaufwand, um die acht Übungen auszuführen, ist minimal. Maximal ist aber das Ergebnis, das damit erzielt werden kann. Denn

dank dieser Übungen werden die Vernetzungen im Gehirn trainiert, was das Erkennen und Unterscheiden einzelner Worte vereinfacht. Zudem wird man beim Zuhören weniger schnell müde und man freut sich wieder auf Gespräche. Worauf also warten? Einfach einen Termin bei der Hörberatung Rasser GmbH vereinbaren und danach wieder mit mehr Lebensfreude durchs Leben gehen.

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MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 31

FÜNF FRAGEN AN: Hetzel Belgin, wohnhaft in Grenchen Zivilstand: verheiratet, keine Kinder Beruf: Administrative Leitung im Malergeschäft, Immobilienverwalterin WAS MÖGEN SIE AM MEISTEN AN GRENCHEN? Naherholungsangebot – Aare, Berge, Jura und die tollen Fachgeschäfte.

Und dass wir wöchentlich am Freitag einen Frischwarenmarkt haben. WAS WÜRDEN SIE IN GRENCHEN ÄNDERN, WENN SIE DIE MÖGLICHKEIT HÄTTEN? Ich würde nichts ändern, sondern fördern, dass all das Positive unserer Stadt besser nach aussen getragen wird.

WO SIND SIE IN IHRER FREIZEIT ANZUTREFFEN? In der Natur mit unserem Hund (Witi, Wald, Grenchenberg usw). WELCHER PERSON WÜRDEN SIE GERNE MAL DANKE SAGEN? All den Detailhändlern, welche täglich dafür besorgt sind, dass wir ein Einkaufsangebot haben.

Happy End trotz Parkinson Schon als Kind hat Heidi Grolimund unter starkem Muskelzittern gelitten. Doch erst im Alter von beinahe 50 Jahren erhielt die Basteltante der Kinderkirche Zytglöggli die Diagnose «juveniles Parkinson-Syndrom».

Markus Kocher

B

ereits als Kind war Heidi Grolimund klar, dass mit ihr etwas nicht stimmt. «Schon als 14-jähriges Mädchen hatte ich starkes Muskelzittern, wenn ich aufgeregt war», erzählt die heute 65-jährige Rentnerin, die mit ihrem Mann seit 45 Jahren ein kleines Häuschen am Rand von Grenchen bewohnt. Richtig schlimm sei es nach einem Verkehrsunfall im Alter von 17 Jahren geworden. Ein Motorradfahrer hatte die junge Frau übersehen, es kam zur Kollision und Heidi Grolimund erlitt mittelschwere Kopfverletzungen. Bald nach dem Zusammenstoss seien unerklärliche Symptome aufgetreten, die keinen direkten Zusammenhang mit dem Unfall gehabt hätten, erinnert sich Grolimund. «Oft begann ich regelrecht von innen heraus zu zittern.» Eine Unruhe, die auf Hände und Füsse übergriff. Unzählige Abklärungen und Arztbesuche folgten, doch selbst der Besuch bei einem Psychiater brachte kein Licht ins Dunkle. Szenenwechsel. Wir sitzen in der kleinen Küche von Heidi und Bruno Grolimund. Auf dem Tisch liegt das i-Phone der Rentnerin, das mit einem Klingelton Bescheid gibt, wann sie die nächste Medikamentenration einnehmen muss. Die Füsse und Hände von Heidi Grolimund sind unablässig in Bewegung. Auf die Idee, dass die Muskelkrämpfe, das Zittern und

«Mir gehts gut.» Heidi Grolimund schaut – trotz langjähriger ParkinsonErkrankung – zuversichtlich in die Zukunft. FOTO: MKO

die übermässig aktiven Muskeln mit Parkinson zu tun haben könnte, sei sie nach einem Film über die neurodegenerative Krankheit gekommen. «Doch Parkinson wurde aufgrund meines jugendlichen Alters von den Ärzten lange Zeit ausgeschlossen.» Die endgültige Diagnose habe sie erst im Alter

von beinahe 50 Jahren erhalten, sagt Grolimund. Was auf den ersten Blick vielleicht überraschend erscheint: Seit der definitiven Diagnose geht es Heidi Grolimund besser als zuvor. Denn: «Erstens erhielten meine Beschwerden so endlich einen Namen, und zweitens konnte man

die Medikamente spezifisch auf mich abstimmen», sagt sie. Auch für ihren Mann Bruno, die beiden Töchter und die drei Grosskinder sei die Diagnose kein Problem gewesen. «Sie haben mich ja nie anders gekannt.» Heidi Grolimund lacht und fährt fort: «Mir gehts gut.» Damit das auch in Zukunft so bleibt, pflegt die Basteltante der Kinderkirche «Zytglöggli ihre vielen sozialen Kontakte, ernährt sich gesund und ausgewogen («ein Glas Smoothie zum Zmorgen ist Pflicht») und bewegt sich so viel wie möglich. Unter anderem fährt sie jeden Tag mindestens 10 bis 20 Minuten Velo, turnt einmal pro Woche in der Gymnastikgruppe Lengnau/Grenchen, wo sie gleichzeitig Vizepräsidentin ist, und geht regelmässig in die Physiotherapie. Darüber hinaus leitet Grolimund mit zwei Kollegen eine Selbsthilfegruppe für ParkinsonPatienten und Angehörige, gibt Bastelkurse bei pro Audito, ist Mitglied in einem Stenoclub und hilft ihrer Tochter spontan in der Küche ihres Sommerrestaurants. Und wenn es ihr ganz schlecht gehe, die Muskeln total verkrampft seien und sie sich kaum bewegen könne, höre sie via Handy ein Hörspiel oder schaue im Fernsehen einen Rosamunde-Pilcher-Film. «Das lenkt ab und tut gut, da es bei der legendären Filmreihe mit Garantie immer ein Happy End gibt.»


32 | TREFFPUNKT GRENCHEN | MAI 2019

Die Zukunft beginnt jetzt ! Es ist unübersehbar: An der Aesplistrasse 1 in Biberist ist Grosses entstanden. Nach einer Bauzeit von lediglich gut fünf Monaten konnte der Neubau der Garage Viatte-Straub AG Mitte Februar 2019 offiziell eröffnet werden.

Der leichte, luftige Stahlbau der Garage Viatte-Straub AG wurde nach den neusten Energiekonzepten entwickelt.

FOTO: ZVG

Markus Kocher

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er durchgestylte Neubau der weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannten VolvoVertretung umfasst nebst dem gut 240 m2 grossen Showroom – inkl. Kunden-Lounge und Kaffeetheke – einen mehr als 400 m2 grossen Bürotrakt. «Ein Neubau, dank dem wir ein komplett neues, modernes Erscheinungsbild erhalten haben und das unsere Kunden und unsere Mitarbeiter bereits in ihr Herz geschlossen haben», sagt Michael Corte, Geschäftsführer der Volvo-Vertretung. Besonders stolz sind der langjährige Geschäftsführer und sein Team auf das ausgeklügelte Energiekonzept des Neubaus: Der leichte, luftige Stahlbau mit grossen Milchglas- und Klarglasfronten wurde nach den neusten Energiekonzepten entwickelt und beinhaltet unter anderem eine mehr als 300 m2 grosse Fotovoltaik-

anlage, die umweltfreundliche Sonnenenergie in Strom umwandelt und mit der die Garage im Sommer bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfs selber produzieren kann. Nachhaltigkeit – ein Wort, das im Gespräch mit Michael Corte immer wieder fällt. Neben dem nachhaltigen Glauben an die Zukunft sowie dem nachhaltigen Umgang mit der Umwelt und den vorhandenen Ressourcen beinhalte dies auch die solide Aus- und Weiterbildung der Lernenden sowie der Mitarbeitenden. «Und nicht zuletzt gilt diese Nachhaltigkeit auch für die Fahrzeugpalette unserer Hausmarke», gibt Corte zu Protokoll. Der gebürtige Seeländer denkt dabei etwa an den neuen Volvo S60 oder den neuen Volvo V60 Crosscountry, die seit wenigen Tagen im neuen Showroom bewundert werden können. «Grosse Hoffnung setzen

wir aber auch auf den neuen Volvo XC40 Plug-in-Hybrid sowie auf die diversen neuen Mild-Hybride, die im Verlauf der nächsten Monate auf den Markt kommen», gibt sich Corte zuversichtlich. «Dank einer integrierten 48-Volt-Lithium-IonenBatterie und dem aus der Formel 1 bekannten Kinetic Energy Recovery System (KERS) kann der Kraftstoffverbrauch dieser Modelle um bis zu 0,7 Liter / 100 km gesenkt werden.» Volvo will den Verkehr jedoch nicht nur sauberer, sondern noch einmal deutlich sicherer machen. Die unlängst angekündigte Limitierung aller neuen Volvo-Modelle auf 180 km/h wird ab 2020 ein erster Schritt in diese Richtung sein. Und geht es nach den Plänen des schwedischen Autoherstellers, sollen in einigen Jahren alle Volvo-Cockpits mit einem Kamerasystem bestückt sein, das den Fahrzeuglenker und

seine Konzentration auf den Verkehr überwachen, ihn im Notfall mit Signalen warnen und in Extremsituationen sogar einen automatischen Notstopp des Fahrzeugs forcieren kann.

SONDERMODELL Volvo V60 Barth Sixty Edition Bis auf Widerruf offeriert Viatte-Straub AG das Sondermodell Volvo V60 Barth Sixty Edition (ab Fr. 43 900.–) mit einem Preisnachlass von bis zu sagenhaften Fr. 13 990.–. Viatte-Straub AG Aesplistrasse 1, 4562 Biberist Telefon 032 671 17 17 info@viatte.cH


MAI 2019 | TREFFPUNKT GRENCHEN | 35

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BSA Haus- und Gartenservice AG bieten ihren Kunden einen «all-in-one-Service» an, der exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. FOTO: ZVG

Zuverlässig, flexibel, schnell Vor 14 Jahren hat Gerhard Teuscher zusammen mit einigen Partnern die BSA Haus- und Gartenservice AG gegründet. Eine Zwischenbilanz. Markus Kocher

HERR TEUSCHER, DIESER TAGE STEHT IN VIELEN HAUSHALTEN DER GROSSE FRÜHJAHRSPUTZ AN. WIE SIEHT ES BEI IHNEN AUS: GREIFEN SIE NOCH SELBER ZU LAPPEN UND BESEN ODER BIETEN SIE GLEICH MITARBEITER IHRES UNTERNEHMENS AUF? Gerhard Teuscher (lacht): Ja, ich helfe gerne zu Hause mit. Aber sobald es zu viel meiner Freizeit in Beschlag nimmt oder ich etwas nicht sehr gut kann, greife ich lieber auf die professionelle Hilfe meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück. WIE IST EIGENTLICH DIE IDEE ENTSTANDEN, EIN HAUS- UND GARTENSERVICEUNTERNEHMEN ZU GRÜNDEN? Im Laufe meines Berufslebens habe ich gesehen, dass viele Hausbesitzer, aber auch Verwaltungen auf der Suche nach einer zufriedenstellenden Lösung für ihre Hauswartung scheitern. Für viele Hauseigentümer ist es schon schwierig genug, einen zuverlässigen Handwerker zu finden. Dazu kommt das Bedürfnis nach einem Ansprechpartner für die Betreuung einer Liegenschaft.

Netzwerk von vertrauenswürdigen Unternehmern, Handwerkern und Spezialisten zurückgreifen, die absolut zuverlässig und termingerecht arbeiten. Der Kunde kann so mit einem einzigen Ansprechpartner – der BSA – seine Liegenschaft komplett bewirtschaften, unterhalten und verwalten lassen, vom Reinigungsdienst bis hin zum kaufmännischen Gebäudemanagement.

Unsere Firma schliesst diese Marktlücke optimal. EINE IDEE, DIE SICH BEWÄHRT HAT? Auf jeden Fall! Da die Ansprüche an eine optimale professionelle Bewirtschaftung einer Immobilie immer höher werden, haben wir relativ schnell einen schönen Kundenstamm aufbauen können. Heute betreuen wir rund 250 Liegenschaften, davon sind 95 Prozent Wohnliegenschaften, der Rest Gewerbe- und Bürobauten. WAS ZEICHNET DIE BSA BESONDERS AUS? Aufgrund unserer Grösse – aktuell arbeiten rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Unternehmen – können wir unseren Kunden einen All-in-one-Service offerieren, der exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. DAS HEISST? Wir übernehmen, planen und koordinieren verschiedenste Dienstund Serviceleistungen – von der Reinigung über die Gartenpflege bis hin zur Umzugsvorbereitung, Über-

Gerhard Teuscher.

FOTO: ZVG

wachung der Gebäudetechnik oder zum Winterdienst. Dieser All-inone-Service wird immer beliebter, denn viele Leute haben schlichtweg nicht mehr die Zeit, sich um jedes Detail ihrer Liegenschaft zu kümmern. Dazu kommt, dass es immer schwieriger wird, einen guten Handwerker zu finden, der innert nützlicher Zeit vor Ort ist. UND HIER SPRINGEN SIE EIN? Genau. Dank unserer langjährigen Erfahrung können wir auf ein

WIE GEHT ES BEI DER BSA WEITER? Einerseits wollen wir unsere Dienstleistungen weiter professionalisieren und die Abläufe optimieren. Andererseits streben wir auch in Zukunft ein organisches Wachstum an, ohne gleich zu einem anonymen Grossbetrieb zu werden.

AUF EINEN BLICK BSA Haus- und Gartenservice AG Bahnhofstrasse 39, 2540 Grenchen Tel. 032 653 20 47 kontakt@bsaag.ch www.bsaag.ch


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