Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 97 I 166. Jahrgang I Dienstag, 17. Dezember 2013
Mehr Schulraum
Steuerfuss bleibt
Gemeindeversammlung: Hedingen investiert in bestehende und neue Schulbauten. > Seite 3
Wegen des Neins zur Spital-AG kann Ottenbach die Steuern nicht senken. > Seite 5
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Glöckner vom Oberamt «Rückenschwumm» -
Peter R. Schneider über einem besonderen Brauch im Bezirk Affoltern. > Seite 7
Der Aemtler-BühnenNachwuchs bekam für sein Stück viel Applaus. > Seite 7
Spital soll möglichst rasch eigenen Haushalt führen können Mit einer Änderung der Zweckverbandsstatuten soll nun doch nicht zugewartet werden Entgegen anderslautender Aussagen unmittelbar nach dem Nein zur AG sollen nun die Statuten des Zweckverbandes so schnell als möglich überarbeitet werden – fokussiert auf das Ziel, dass das Spital Affoltern ab 1. Januar 2014 einen eigenen Haushalt führen kann. ................................................... von werner schneiter Am 24. November 2013 sagte auf Bezirksebene zwar eine Mehrheit Ja zur Bildung einer Gemeinnützigen Spital AG, aber die hohe Hürde einer Einstimmigkeit der Gemeinden wurde verfehlt. In Affoltern, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach resultierte mehrheitlich Nein zur AG. Vier Tage nach der Abstimmung gab Thomas Jucker, Präsident der Spital-Betriebskommission, anlässlich der Delegiertenversammlung die Absicht bekannt, die Diskussion über eine neue Rechtsform erst nach den Behördenwahlen von Ende März 2014 anzustossen, womit sie wohl nicht vor 2016 wirksam geworden wäre. Nun sollen die Zweckverbandsstatuten doch raschmöglichst angepasst werden, weil es nach den Worten von Thomas Jucker aufwendig und wenig
zukunftstauglich ist, das Spital ohne eigenen Haushalt zu führen. Dies hat eine detaillierte Analyse der Werteflüsse zwischen Zweckverband und Gemeinden gezeigt. Betriebskommission und Gemeindedelegierte sehen das offenbar auch so. Sie haben sich zu einer informellen Aussprache getroffen, die laut Jucker «in konstruktiver und vertrauensvoller Atmosphäre» stattgefunden hat. «Nach einem kritischen Rückblick auf Projekt und Abstimmung wurde der Blick nach vorne gerichtet, und die anstehenden Herausforderungen wurden besprochen», so der Spitalpräsident.
Mehr Transparenz So sprachen sich die Anwesenden dafür aus, dass der bestehende Zweckverband rasch mit einem eigenen Haushalt ausgestattet werden soll, und zwar rückwirkend auf 1. Januar 2014. Ohne diesen kann die Wirtschaftlichkeit des Spitals nur mittels Zwischenrechnungen belegt werden. Mit eigenem Haushalt dagegen wird sie in der Jahresrechnung transparent gemacht. Ausserdem gehen alle von den Gemeinden finanzierten Anlagen in die Buchhaltung des Spitals über. Die Investitionsbeiträge der Gemeinden wären künftig als ihre Beteiligungen zu
nennen. Und letztlich wird auch das Darlehen des Kantons in der SpitalBuchhaltung integriert. Eine Reihe von Vereinfachungen, die ebenso der Transparenz wie der Effizienz dienen. Die vorgesehene, auf den eigenen Haushalt fokussierte Statutenänderung macht bei einer Handvoll Artikeln Anpassungen nötig; einige kommen neu dazu.
Statutenänderung: Entscheid in den Juni-Gemeindeversammlungen Als erster Schritt folgt nun ein Entwurf der neuen Statuten, die mit den Gemeindedelegierten diskutiert werden. Über die Statutenänderung wird danach breit informiert werden, ohne dass eine eigentliche Vernehmlassung durchgeführt wird. «Eine breite Diskussion über die neuen Statuten ist gleichwohl nötig, denn letztlich sollen sie von den Stimmberechtigten der Zweckverbandsgemeinden angenommen werden. Die Statutenänderung muss zudem dem kantonalen Gemeindeamt vorgelegt und vom Regierungsrat genehmigt werden», fügt Thomas Jucker an. Ziel ist es, dass die 14 Gemeinden in den Juni-Gemeindeversammlungen 2014 (und, wo nötig, an der Urne) über die neuen Statuten abstimmen können. Laut Jucker ist noch nicht klar,
ob dazu abermals eine Einstimmigkeit der Gemeinden notwendig sein wird oder ob die Mehrheit der Gemeinden entscheidet.
Abstimmung über Planungskredit für neues Bettenhaus? Nach den Worten des Spitalpräsidenten bleibt das neue Bettenhaus auf der Traktandenliste. Vor dem Hintergrund längerer Entscheidungswege im Zweckverband soll diese Planung ebenfalls jetzt aufgenommen werden – mit einer überarbeiteten Kostenschätzung für den Planungskredit. Weil sich dieser unter 4 Mio. Franken bewegt, könnte die Delegiertenversammlung darüber befinden. «Es wäre aber politisch klüger, diesen Kredit auch den Stimmberechtigten vorzulegen», findet Thomas Jucker. Als Grundlage dienen die in früheren Jahren erarbeiteten Ergebnisse. Allerdings muss geprüft werden, ob der damals zugrundegelegte Bedarf noch der revidierten Strategie entspricht. Der Kanton sagte seinerzeit Nein zu einem neuen Bettenhaus – aus finanziellen Überlegungen und wohl auch deshalb, weil es damals vor dem Hintergrund der Bereinigung der Spitallandschaft nicht opportun gewesen wäre, mit einem Neubauprojekt aufzuwarten.
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Wilde Schnabelgeissen «Spräggele» – Ottenbach pflegt am 2. Dezember-Freitag einen uralten Brauch. > Seite 9
Auch Aeugst spendet Geld für Hilfswerk Anders als in anderen Gemeinden erhält Aeugst keine Geldmittel, sondern wird von der Steuerkraftabschöpfung befreit. Im Zusammenhang mit den Glencore-Millionen spendet die Gemeinde nun 10 Prozent dieser Steuerkraftabschöpfung – 10 000 Franken – an Médecins sans Frontières. Darüber wurde an der Gemeindeversammlung lebhaft diskutiert. Aeugst hat schon oft ausserhalb der Gemeinde liegende Projekte unterstützt, die nicht zu ihren Kernaufgaben gehören. ................................................... > Bericht auf Seite 3
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Fairster Fussballverein im Zürcher Verband Der 1.-Ligist FC Wettswil-Bonstetten auf dem obersten Podestplatz Mit der traditionellen Gala des Breitenfussballs fand das Fussballjahr 2013 am Freitag im Zürcher Kongresshaus seinen Abschluss. Der FCWB gewann als Verein die Fairplay-Wertung. 960 Personen fanden sich am Freitagabend zu einem Jahr-2013-Adieu ein. Anwesend waren illustre Gäste aus Sport (Peter Hofstetter, Mitglied Zentralvorstand SFV; Peter Knäbel; Technischer Direktor SFV und Weitere), aus Politik (Brigitta Johner; erste Vizepräsidentin des Zürcher Kantonsrats), Wirtschaft und Verbänden sowie je zwei Vereinsvertreter der rund 130 Clubs des Fvrz. Erstmals führte Journalistin Daniela Milanese durch den mit Unterhaltung, Verpflegung und Ehrungen gemixten Abend. Dem FC Horgen wurde der von allen Wettbewerben wohl attraktivste Titel vergeben: Er geht als «Verein des Jahres 2013» in die Annalen ein. Beim «Vereins-Fairplay» stand der FC Wettswil-Bonstetten auf dem obersten Podestplatz. 43 Clubs – darunter auch wieder der FCWB – durften die Aus-
sächliche Vereinsqualität. Die so wichtige, sport-soziale Knochenarbeit an der Basis produziert so gut wie nie irgendwelche Schlagzeilen. Insgesamt schüttete der Verband erneut rund 40 000 Franken in Form von Gutscheinen, Bällen und Bargeld aus; zwar eine enorme Summe, und doch nur ein Bruchteil dessen, was die Vereine beziehungsweise deren Funktionäre und Trainer während des Jahres an ehrenamtlichem Patrik Schönbächler, Leiter Junioren beim FCWB, darf die Auszeichnung von Moderatorin Daniela Einsatz leisten. Milanese entgegennehmen. (Bild Bruno Füchslin) Würde man Letztezeichnung «Vorbildlicher Verein» ent- initiativ und nachhaltig nachkommt. res «kapitalisieren», brächen alle figegennehmen. In dieser Sparte wird Ligazugehörigkeiten oder Spitzenklas- nanziellen Dämme und fände niemanausgewertet, wer seiner Aufgabe als sierungen einer ersten Mannschaft er- den, der dies auch nur einigermassen Sportverein sowohl intern wie extern geben vielfach Zerrbilder über die tat- entgelten könnte. (fvrz.)
200 51 9 771661 391004
Gemeinde Bonstetten Beschlüsse der Budgetgemeindeversammlung vom Dienstag, 10. Dezember 2013 A. Politische Gemeinde 1a.) das Budget 2014 der politischen Gemeinde Bonstetten wie folgt genehmigt: • Laufende Rechnung:
• Investitionsrechnung:
Aufwand Ertrag Ertragsüberschuss Ausgaben Einnahmen Nettoinvestition
Fr. 17 302 150.– Fr. 17 230 050.– Fr. 72 100.– Fr. Fr. Fr.
2 362 000.– 977 300.– 1 384 700.–
• einfacher (100%iger) Gemeindesteuerertrag:
Fr. 12 013 947.–
• Eigenkapitaleinlage:
Fr.
72 100.–
1b.) Der Steuerfuss der politischen Gemeinde wird auf 38 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festgesetzt. 2a.) Die Projektvereinbarung zur Einführung von HRM2 per 1. Januar 2015 mit der Direktion der Justiz und des Innern, vertreten vom Gemeindeamt des Kantons Zürich, wird genehmigt. 2b.) Der Gemeinderat wird ermächtigt, das Projekt umzusetzen. 3.
Die Bauabrechnung im Betrag von Fr. 244 351.70 (inkl. MwSt.) über die Erneuerung der Rütistrasse, Isenbachstrasse bis Im Späten (Kredit gemäss Gemeindeversammlungsbeschluss vom 13. September 2005 Fr. 244 000.–) wird genehmigt.
B. Primarschulgemeinde 1. Das Budget 2014 der Primarschulgemeinde Bonstetten wie folgt genehmigt: • Laufende Rechnung:
• Investitionsrechnung:
Aufwand Ertrag Aufwandüberschuss Ausgaben Einnahmen Nettoinvestition
Fr. 10 845 800.– Fr. 10 637 700.– Fr. 208 100.– Fr. Fr. Fr.
5 048 100.– 0.– 5 048 100.–
• einfacher (100%iger) Gemeindesteuerertrag:
Fr. 12 014 000.–
• Eigenkapitalentnahme:
Fr.
208 100.–
• Der Steuerfuss der Primarschulgemeinde wird auf 55 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festgesetzt. 2a.) Die Projektvereinbarung zur Einführung von HRM2 per 1. Januar 2015 mit der Direktion der Justiz und des Innern, vertreten vom Gemeindeamt des Kantons Zürich, wird genehmigt. 2b.) Die Primarschulpflege wird ermächtigt, das Projekt umzusetzen. 3a.) Den revidierten Zweckverbandsstatuten des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern (Fassung gemäss Beschluss der Delegiertenversammlung vom 20. Juni 2013) wird zugestimmt. 3b.) Die Statuten treten nach Annahme durch die Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden und nach Genehmigung durch den Regierungsrat, voraussichtlich auf den 1. August 2014, in Kraft.
Gemeindeammannamt Hausen am Albis
3c.) Die Verbandsschulpflege und die Primarschulpflege werden mit dem Vollzug des Beschlusses beauftragt.
Gerichtliches Verbot Der Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Affoltern hat am 19. September 2013 nach Einsicht in das Gesuch der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Mettmenstetten, Albisstrasse 10, 8932 Mettmenstetten, in Anwendung von Art. 258 bis 260 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) verfügt:
C. Ref. Kirchgemeinde 1.
Das Budget 2014 der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten wie folgt genehmigt: • Laufende Rechnung:
Aufwand Ertrag Aufwandüberschuss
Fr. Fr. Fr.
837 650.– 781 050.– 56 600.–
Ausgaben Einnahmen Nettoinvestition
Fr. Fr. Fr.
0.– 0.– 0.–
• einfacher (100%iger) Gemeindesteuerertrag:
Fr.
4 526 154.–
• Eigenkapitalentnahme:
Fr.
56 600.–
• Investitionsrechnung:
• Der Steuerfuss der Kirchgemeinde wird auf 13 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festgesetzt. Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden. Im Übrigen kann gegen diese Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- und Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Ein Rekurs gegen die Richtigkeit des Protokolls muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis eingereicht werden (gemäss § 54 des Gemeindegesetzes). Das Protokoll liegt für die Stimmberechtigten auf der Gemeindekanzlei ab sofort zur Einsichtnahme auf.
Öffnungszeiten der Bezirksverwaltung über den Jahreswechsel 2013/2014 Die Büros der folgenden Amtsstellen der Bezirksverwaltung Affoltern, die sich im Bezirksgebäude, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, befinden, bleiben über den Jahreswechsel ab Montag, 23. Dezember 2013, bis und mit Freitag, 3. Januar 2014, geschlossen: Statthalteramt Bezirksratskanzlei Bezirksgericht Mietgericht Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen
Bonstetten, 17. Dezember 2013
Am 23./24/27./30. und 31. Dezember 2013 sowie am 3. Januar 2014 ist das Bezirksgericht für dringende Notfälle jeweils zwischen 09.00 bis 10.00 Uhr unter Telefon 044 763 17 00 erreichbar.
Namens der Gemeindevorsteherschaften Gemeinderat Bonstetten
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr. Die Bezirksverwaltung
Unberechtigten ist das Abstellen und Führen von Fahrzeugen aller Art auf dem Parkplatz der Liegenschaft Rossauerstrasse, 8932 Mettmenstetten, Kat.-Nr. 2008, Pfruendmatt, untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit einer Busse bis maximal Fr. 500.– bestraft. Als Berechtigte gelten ausschliesslich Mieter sowie Besucher auf den ihnen zugewiesenen Parkplätzen. Wer dieses Verbot nicht anerkennen will, hat innert 30 Tagen seit dessen Bekanntmachung und Anbringung auf dem Grundstück beim Gericht Einsprache zu erheben. Die Einsprache bedarf keiner Begründung. Die Einsprache macht das Verbot gegenüber der einsprechenden Person unwirksam. Zur Durchsetzung des Verbots ist beim Gericht Klage einzureichen (Art. 260 ZPO) Hausen am Albis, 13. Dezember 2013 Gemeindeammannamt Hausen am Albis V. Moroff, Gemeindeammann
Feiertage und Jahreswechsel 2013/2014, Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben ab Montag, 23. Dezember 2013, bis und mit Freitag, 3. Januar 2014, geschlossen. Für Todesfälle steht folgende Telefonnummer täglich von 13.00 bis 15.00 Uhr zur Verfügung: 078 656 11 31. Gemeindewerke Die Gemeindewerke sind bis Dienstag, 24. Dezember 2013, bis 12.00 Uhr und am Dienstag, 31. Dezember 2013, bis 15.00 Uhr erreichbar. Am Freitag, 27. Dezember, und Montag, 30. Dezember 2013, gelten die normalen Arbeitszeiten. Über die Festtage können die Gemeindewerke in dringenden Fällen über Telefon 044 761 15 21 erreicht werden. Sammelstelle Brunnmatt Die Sammelstelle Brunnmatt ist am Samstagvormittag, 28. Dezember 2013, von 09.00 bis 11.30 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 26. Dezember 2013 (Stephanstag), und Donnerstag, 2. Januar 2014 (Berchtoldstag), bleibt die Sammelstelle geschlossen. Der Gemeinderat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewerke wünschen frohe Festtage und alles Gute im neuen Jahr!
Unsere Öffnungszeiten über die Festtage 22. 12. 2013: 10.00 bis 14.00 (Sonntagsverkauf) 23. 12. 2013: 09.00 bis 11.30/14.00 bis 18.00 24. 12. 2013: 09.00 bis 14.00 30. 12. 2013: 14.00 bis 18.00 31. 12. 2013: 09.00 bis 14.00 Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Obere Bahnhofstrasse 6, 8910 Affoltern am Albis www.hermathin.ch/wir sind auch auf Facebook
Bezirk Affoltern
Über 20 Millionen für Jugend- und Breitensport 20,7 Millionen Franken stellt der Kanton Zürich dem Jugend- und Breitensport für das Jahr 2014 aus dem kantonalen Sportfonds zur Verfügung. Der Sportfonds wird durch den kantonalen Gewinnanteil aus Lotterien, Losverkäufen und Sportwetten der interkantonalen Landeslotterie (Swisslos) alimentiert. Der Regierungsrat möchte, dass die Zürcherinnen und Zürcher sich möglichst häufig sportlich betätigen können. Dabei spielen die Sportinfrastrukturen der Städte und Gemeinden eine entscheidende Rolle. Für 2014 bewilligte der Regierungsrat entsprechende Beiträge an Bau- und Sanierungsprojekte der Gemeinden über einen Gesamtbetrag von etwas mehr als neun Millionen Franken. Von grösster Bedeutung für das Erreichen der sportpolitischen Ziele des Kantons sind die Aktivitäten der Sportverbände und weiterer Institutionen. Gemäss dem aktuellen Beschluss des Regierungsrates wird dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) als Dachverband der Zürcher Sportverbände für 2014 ein Betrag von rund 4,2 Millionen Franken überwiesen. Damit kann dieser unter anderem die Anschaffung von Sportmaterial, den Bau und die Erneuerung von Sportanlagen sowie die Ausbildung, Kurse und Jugendlager von Sportverbänden und -vereinen mitfinanzieren. Als Betriebsbeitrag an die Kostenunterdeckung des Sportzentrums Kerenzerberg erhält der ZKS zusätzlich einen Betrag von rund 940 000 Franken. Zusammen mit Beiträgen, über die die Sicherheitsdirektion in eigener Kompetenz entscheiden kann, stellt der Kanton Zürich für das Jahr 2014 insgesamt 20,7 Millionen Franken aus dem Sportfonds zugunsten des Jugend- und Breitensports zur Verfügung. (ki.)
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch
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Dienstag, 17. Dezember 2013
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Zusätzlicher Schulraum und Strom vom Turnhallendach Gemeindeversammlung: Hedingen investiert in bestehende und neue Schulbauten Ein Pavillon bietet ab Schuljahr 2014/15 Raum für eine zusätzliche Sek.-Klasse, und im Güpf liefern die Dachflächen künftig Sonnenstrom. Das und mehr hat die Gemeindeversammlung Hedingen am Donnerstagabend beschlossen. ................................................... von thomas stöckli Fast 30 Jahre sind sie alt, die Flachdächer auf dem Schulhaus Schachen 1 und der Turnhalle Schachen. Immer wieder drang in letzter Zeit Wasser ein. Genauso undicht sind die Fenster. Das Resultat: Wärme geht verloren. Dass die Fenster ersetzt und die Flachdächer saniert werden müssen, bezweifelt niemand. Weshalb also nicht aus der Not eine Tugend machen? So wurden nicht nur die Varianten mit Kies (günstig aber wenig dauerhaft) und mit Begrünung (aufwändig im Unterhalt) geprüft, sondern auch mit einer Fotovoltaik-Anlage. Und diese vermochte schliesslich am meisten zu überzeugen. Rund 84 000 kWh sauberen Strom soll die Anlage jährlich produzieren – und damit den Strombedarf von gut 20 durchschnittlichen Haushalten abdecken, so Liegenschaften-Vorstand Bertram Thurnherr vor. «Wir haben bereits sechs Angebote von ‹Dach-Mietern› verriet er weiter. Diese wären sel-
ber für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der Anlage zuständig. Die Zustimmung zu diesem Projekt fiel ebenso eindeutig aus wie auch zum Sek.-Anbau im Güpf. Die bestehenden vier Klassenzimmer reichen für die aktuell 90 Schüler in alters- und niveaudurchmischten Klassen bereits heute kaum aus, in drei Jahren dürfte die Schülerzahl von heute rund 90 auf über 100 steigen. Ein Pavillon – angebaut an den Sek.-Spezialraumtrakt – soll das Raumproblem nun lösen. Gebaut wird voraussichtlich von den Frühlings- bis in die Sommerferien.
rung möglich werden. «Wir stiessen beim Kanton auf offene Ohren», erinnert sich Fornaro. Mit Wetterglück gab es auch in der Umsetzungsphase keine Verzögerungen. Weit weniger prächtig als die aufgewertete Ortsdurchfahrt präsentiert sich die Hintere Bahnhofstrasse – immerhin Verbindungsweg zwischen den Schulanlagen Güpf und Schachen, zwischen Ober- und Unterdorf. Vor einigen Jahren hatte die Gemeindeversammlung die Sanierung noch abgelehnt, diesmal war sie unumstritten. 289 000 Franken lässt sich die Gemeinde die Sanierung kosten. Enthalten ist darin auch die neue LED-Beleuchtung.
Flama: «Ziel erreicht» Schon beim ersten Geschäft der politischen (Einheits-)Gemeinde waren die Hände der 76 Stimmberechtigten hochgeschnellt. Tiefbau-Chef Ruedi Fornaro legte die Bauabrechnung für die Umsetzung der flankierenden Massnahmen (Flama) vor. «Es war ein grosses Projekt», bemerkt er zurückblickend, «und wir haben das Ziel voll erreicht.» Auch finanziell: 460 000 Franken waren budgetiert, gekostet hat es schliesslich nur Fr. 422 118.70. Bereits 2005 hatte eine Interessengruppe begonnen, Ideen zu sammeln. Im Jahr darauf brachte eine Arbeitsgruppe die Vorschläge zu Papier. Im Fokus standen die schwächsten Verkehrsteilnehmer und weiter sollte auch die eine oder andere Verschöne-
Geld für die Jugend Sozial-Vorsteherin Margareta Wildhaber durfte der Gemeindeversammlung einen jährlich wiederkehrenden Kredit für die Jugendarbeit schmackhaft machen. Vom Versuchsbetrieb Jugendtreff 1997 über den Umzug ins ehemalige Restaurant Sternen bis hin zur Übernahme durch die Gemeinde hat sich einiges getan. «Der Jugendtreff in seiner jetzigen Form hat seinen Platz im Dorf gefunden», bilanziert Margareta Wildhaber. Und das Abstimmungsergebnis sollte ihr Recht geben: Ohne Gegenstimme wurden die jährlich 60 000 Franken für Treffleitung, Materialien und Projekte bewilligt. Auch Bildungsvorstand Hermann Bättig hatte einen unspektakulären Auf-
tritt. Wie in den anderen Ämtler Gemeinden wurde in Hedingen die Teilrevision der Schulzweckverbands-Statuten genehmigt. Die wichtigsten Änderungen: Die Anzahl Schulpfleger wird von offiziell fünf auf drei reduziert, die Finanzkompetenz des Gremiums gleichzeitig erhöht.
Steuerfuss um drei Prozent gesenkt Das Budget der politischen Gemeinde präsentierte wieder Bertram Thurnherr. Es sieht bei einem Aufwand von rund 19 Mio. Franken ein Minus von einer halben Million Franken vor – bei einem um drei Prozentpunkte reduzierten Steuerfuss. Je nachdem, wie es mit dem Spital weitergeht, könnte das Resultat um eine Mio. Franken schlechter ausfallen. «Die Ausgaben sind in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen», bemerkte die RPK in ihrem Bericht und riet, die Kosten strikte zu überwachen. Rund ein Viertel der Mehrkosten seien durch Abschreibungen bedingt, so Thurnherrs Entwarnung. Weiter hob er hervor, dass die Konsumausgaben immer gedeckt seien und sich die Steuerkraft erfreulich entwickle. In der vorgängig durchgeführten Versammlung der ref. Kirchgemeinde rief Kirchenpflege-Präsident Peter Ott noch einmal das Kirchen-Jubiläum in Erinnerung. Weiter soll das Chilehuus sanft renoviert werden. Das Vorprojekt ist mit 45 000 Franken budgetiert.
Auch Aeugst gibt sich solidarisch Gemeindeversammlung ist dank Glencore für eine Hilfsaktion Die Gemeindeversammlung vom Donnerstag stimmte allen Behörden-Anträgen zu. Die Voranschläge wurden genehmigt, auch wenn sich damit für die Reformierten der Steuerfuss um vier und für die Katholiken um zwei Prozent erhöht. Ferner wurde einer Spende zugunsten einer Hilfsaktion zugestimmt. ................................................... von karl straub Die Voranschläge der reformierten Kirchgemeinde und der Primarschule bewegen sich ungefähr im Rahmen des Vorjahres. Um nicht in eine Schieflage zu geraten und um Eigenkapital aufzubauen, muss die Kirchgemeinde den Steuerfuss von zehn auf zwölf Prozent erhöhen. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 38 Prozent und einer Entnahme von 19 000 Franken aus dem Eigenkapital rechnet der Voranschlag der Primarschule mit einer ausgeglichenen Rechnung. Die Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes fand ebenfalls ohne Gegenstimmen Zustimmung. Die Schulbehörde gab bekannt, dass der Pavillon neben dem ehemaligen Schulhaus im Aeugstertal, der früher vom Kindergarten genutzt wurde und in den letzten Jahren als Lagerraum vermietet war, wegen seines desolaten Zustandes abgebrochen wird. Der Voranschlag der Politischen Gemeinde hätte an sich, mit einer einzigen Ausnahme, keinen Anlass zu grossen Diskussionen gegeben.
Glencore-Millionen Im Abschnitt Soziale Wohlfahrt hatte der Gemeinderat in Zusammenhang mit den Glencore-Millionen 10 000
Franken zugunsten eines Hilfwerkes in den Voranschlag eingestellt. Diese Massnahme löste eine engagierte Diskussion aus. Bekanntlich profitieren die Zürcher Gemeinden vom Börsengang des Rohstoffkonzerns. In Aeugst präsentiert sich die Sachlage nicht gleich wie in meisten anderen Gemeinden. Aeugst erhält keine Geldmittel, sondern wird von der Steuerkraftabschöpfung zugunsten des Finanzausgleichs befreit. Zehn Prozent der erlassenen Steuerkraftabschöpfung machen aufgerundet 10 000 Franken aus. Der Gemeinderat beschloss, diesen Betrag zugunsten von Médecins Sans Frontières zu spenden. Diese Non-Profit-Organisation ist ideologisch unverdächtig, wirkt unter den Hilfswerken am effizientesten und ist Trägerin des Friedensnobelpreises. Der Gemeinderat begründet seinen Antrag damit, dass in der Vergangenheit schon oft ausserhalb der Gemeinde liegende Projekte, die nicht Kernaufgabe der Gemeinde waren, unterstützt wurden.
Ablehnungsantrag der RPK Die RPK beantragte der Gemeindeversammlung, auf die Spende von 10 000 Franken zu verzichten und diesen Betrag im Budget zu streichen. Die Präsidentin der RPK führte folgende Gründe für die Ablehnung ins Feld: Entwicklungshilfe sei keine Aufgabe der Gemeinde. Die Gemeinde sei gesetzlich angehalten, mit ihren Geldmitteln auf dem eigenen Gebiet sorgfältig umzugehen. Durch die Spende würden Geldmittel zweckentfremdet. Für die Ausgabe gebe es keine rechtliche Grundlage und zudem sei Entwicklungshilfe Sache des Bundes. Unterstützung zugunsten Benachteiligter würde von Privaten freiwillig geleistet. Die Argumente der RPK ver-
mochten die Stimmberechtigten jedoch nicht zu überzeugen. Der Antrag der RPK wurde grossmehrheitlich abgelehnt. Der bereinigte Voranschlag, der mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 37 Prozent auskommt, wurde mit einzelnen Gegenstimmen angenommen. Nach dem offiziellen Teil der Gemeindeversammlung informierten der Gemeindepräsident und der Planungsvorstand über zurzeit hängige Geschäfte. Das Bauprojekt Dorfstrasse 37 (ehemalige Liegenschaft Moser) bleibt wegen rechtlicher Schritte der Nachbarn immer noch blockiert. Die Ausanzeige
einandersetzungen verschlingen viel Geld und verzögern die Realisation des Bauvorhabens. Die geplanten Krippenplätze können nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden und die Vermietung von preisgünstigen Wohnungen lässt auf sich warten. Die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) ist gut unterwegs. Die bestehenden Gestaltungspläne sind von der Revision nicht betroffen. Die im Vernehmlassungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen werden zurzeit bearbeitet. Als nächster Schritt erfolgt die Orientierung derjenigen, die sich zur BZO geäussert haben.
Bestattungen Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom Donnerstag, 12. Dezember 2013
Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 12. Dezember 2013
A. Reformierte Kirchgemeinde
An den Gemeindeversammlungen vom 12. Dezember 2013 wurde aufgrund der Erläuterungen durch den Gemeinderat, die Primarschulpflege und die reformierte Kirchenpflege folgendes beschlossen:
Der Voranschlag 2014 mit einem Ertragsüberschuss von 53 600 Franken wurde genehmigt und der Steuerfuss auf 12 % festgesetzt. B. Politische Gemeinde 1) Die Abrechnung über die Kostenbeteiligung der Gemeinde Hedingen an flankierenden Massnahmen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Nationalstrasse A4 sowie für weitere Massnahmen im Betrag von 442 118.70 Franken wurde genehmigt. 2) Für die Sanierung der Flachdächer des Schulhauses Schachen 1 und der Turnhalle Schachen mit der Möglichkeit, darauf Fotovoltaik-Anlagen installieren zu können, sowie für den Ersatz von Fenstern wurde ein Kredit in der Höhe von 835 000 Franken (inkl. 8% MwSt.) bewilligt. 3) Für einen Anbau am Sek-Spezialraumtrakt im Schulhaus Güpf zur Schaffung des Schulraumes für eine fünfte Oberstufenklasse wurde ein Kredit in der Höhe von Fr. 710 000 (inkl. 8 % MwSt.) bewilligt. 4) Für die Sanierung der Hinteren Bahnhofstrasse wurde ein Kredit in der Höhe von 289 000 Franken (inkl. 8 % MwSt.) bewilligt. 5) Für die Führung des Jugendtreffs im Rahmen der ausserschulischen Jugendarbeit in der Gemeinde Hedingen wurde ein jährlich wiederkehrender Kredit in der Höhe von 60 000 Franken bewilligt 6) Die Teilrevision der Vereinbarung zwischen den Schulgemeinden des Bezirks Affoltern wurde genehmigt. 7) Der Voranschlag 2014 mit einem Aufwandüberschuss von 503 500 Franken wurde genehmigt und der Steuerfuss um 3 % auf 98 % gesenkt. Protokollauflage und Rechtsmittel Die Protokolle können während 30 Tagen von dieser Publikation an gerechnet in der Gemeinderatskanzlei, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, eingesehen werden. Gegen die von den Versammlungen gefassten Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Im Übrigen kann gegen die Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Hedingen, 17. Dezember 2013 Reformierte Kirchenpflege und Gemeinderat Hedingen
MARK KÜNG QUARTETT mit Christoph & Nik Rechsteiner «Zigeuner-Swing» Mittwoch, 18. Dezember, 20.30 Uhr
Pöschtli Aeugstertal 044 761 61 38
Affoltern am Albis Am 12. Dezember 2013 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben
Jakob Brandenberger geb. 29. Juni 1918, verwitwet, von Buch am Irchel ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 12. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis am Mittwoch, 18. Dezember 2013, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.
Politische Gemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (38 %) des politischen Gemeindegutes Primarschulgemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (45 %) des Primarschulgutes 2. Bewilligung eines Kredites von Fr. 100 000.– für eine neue EDV-Anlage (inkl. Wireless/Server) 3. Genehmigung einer Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Knonau Röthlisberger, Rudolf von Langnau im Emmental BE, geboren am 4. November 1921, mit Aufenthalt im Wohn-/Pflegezentrum Sonnegg, Langnau am Albis, gestorben am 12. Dezember 2013 in Langnau am Albis.
Reformierte Kirchengemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (14 %) des reformierten Kirchengutes 2. Genehmigung der Bauabrechnung für die Renovation der Wohnung im Chilehuus, Jonenstrasse 6
Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 18. Dezember 2013, um 10.00 Uhr auf dem Friedhof in Knonau statt.
Mettmenstetten
Die Protokolle liegen ab Mittwoch, 18. Dezember 2013, in der Gemeindekanzlei zur öffentlichen Einsicht auf.
Am Freitag, 20. Dezember 2013, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche die Abdankung für
Rechtsmittelbelehrung
Martin Halbeis-Moser
Gegen die gefassten Beschlüsse kann – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihrer Ausübung innert 5 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs erhoben werden. – gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde erhoben werden.
Zürichstrasse 14, statt (Beisetzung im engsten Familienkreis). Der Friedhofvorsteher
TODESANZEIGE Traurig und betroffen nehmen wir Abschied von unserem Mitarbeiter und Arbeitskollegen
Albin Räber 27. Mai 1950 – 11. Dezember 2013
Verkehrsanordnung Auf Antrag des Gemeinderates Obfelden hat die Kantonspolizei folgende Verkehrsanordnung verfügt:
Das Begehren um Berichtigung des Protokolls ist in der Form des Rekurses innert 30 Tagen vom Beginn der öffentlichen Auflage an gerechnet, einzureichen.
Bächlerstrasse Abschnitt Dorfstrasse bis Schützenhausstrasse Das Parkieren von Fahrzeugen ist an beiden Fahrbahnrändern verboten.
Rekurse und Beschwerden sind an den Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., zu richten. Die Eingaben haben einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten. Die Kosten von Rekurs- und Beschwerdeverfahren hat die unterliegende Partei zu tragen.
Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich, Rekurs eingereicht werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Verfügung ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich, beizulegen.
Gemeinderat Ottenbach, 13. Dezember 2013
Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen.
Er ist nach kurzer Krankheit unerwartet verstorben. Wir verlieren mit Albin Räber einen sehr geschätzten Mitarbeiter, der sich während über dreissig Jahren als Chauffeur und Betriebsmitarbeiter zuverlässig und mit hohem Engagement für unser Unternehmen eingesetzt hat. Wir vermissen Albin aber auch als liebenswerten Freund und Arbeitskollegen und werden ihn in guter Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid und Mitgefühl aus.
Agir-Gruppe, Affoltern am Albis Geschäftsleitung und Mitarbeitende Die Abdankung findet am Donnerstag, 19. Dezember 2013, um 15.00 Uhr auf seinem Hof, Winterschwilerstrasse 3, Benzenschwil, statt.
TODESANZEIGE Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von
Obfelden, 17. Dezember 2013
Martin Halbeis
Der Gemeinderat
25. November 1936 – 13. Dezember 2013
Er ist für uns alle völlig unerwartet für immer eingeschlafen. Wir werden ihn nie vergessen.
TODESANZEIGE Wir trauern um unseren geschätzten Gründer und Präsidenten des Verwaltungsrates
Martin Halbeis 25. November 1936 – 13. Dezember 2013
Der Verstorbene hat während Jahrzehnten unsere Firma durch Hilfsbereitschaft, Kollegialität und Pflichttreue geprägt. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren. Hedingen, 13. Dezember 2013
Halbeis AG Andri Oertli und das Halbeis-Team Abschiedsgottesdienst am Freitag, 20. Dezember 2013, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Im Sinne des Verstorbenen gedenke man der Stiftung Solvita (Götschihof), 8902 Urdorf, Postkonto 80-507-0.
Ruth Halbeis-Moser Nelly Halbeis Schönbächler und Bruno Schönbächler mit Denia Esther und Fritz Almer-Halbeis mit Jérôme und Joël Felix und Emilie Moser Ruth Halbeis-Meili Christa Rohr Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Abschiedsgottesdienst am Freitag, 20. Dezember 2013, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Anstelle von Blumen freuen wir uns über Spenden an: Stiftung Solvita (Götschihof), 8902 Urdorf, Postkonto 80-507-0. Gilt im Bezirk Affoltern als Leidzirkular. Traueradresse: Ruth Halbeis-Moser, Zürichstrasse 14, 8932 Mettmenstetten
Bezirk Affoltern
Dienstag, 17. Dezember 2013
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Spital-Nein kostet Ottenbach drei Steuerprozente Die Gemeindeversammlungen in Ottenbach stimmen allen Geschäften zu Die Stimmberechtigten der Politischen Gemeinde, der Primarschule und der reformierten Kirchengemeinde Ottenbach genehmigten die Budgets 2014 der drei Güter. Die politische Gemeinde kann ihren Steuerfuss nicht wie vorgesehen um drei Prozent senken. ................................................... von urs e. kneubühl Eigentlich wollte die politische Gemeinde ihren Steuerfuss von 38 auf 35 Prozent senken. So stand es denn auch noch gedruckt in der offiziellen Weisung, wogegen in einer amtlichen Publikation im «Anzeiger» mittlerweile eine Korrektur erschienen war. Das Nein von fünf Gemeinden gegen eine Spital AG – darunter auch Ottenbach – drei Wochen zuvor hatte den gemeinderätlichen Antrag auf eine weitere dreiprozentige Senkung des Steuerfusses in der gedruckten Weisung zur
Makulatur gemacht. Zähneknirschend musste die vorgesehene Reduktion rückgängig gemacht werden.
Steuerfuss auf Vorjahresniveau Gemeindepräsident und Finanzvorstand Kurt Weber eröffnete den 36 am vergangenen Donnerstagabend im Gemeindesaal anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, dass sich infolge des wegen des Spital-Neins ausfallenden Buchungsgewinns von 232 000 Franken und zusätzlicher Abschreibungen von 184 000 Franken neu ein Aufwandüberschuss 2014 von 374 400 Franken ergebe; ursprünglich waren lediglich 133 400 Franken veranschlagt worden. Die Konsequenz: Statt einer Reduktion des Steuerfusses von drei Prozent auf 35% bleibt dieser nun auf Vorjahresniveau. Der Voranschlag 2014 des politischen Gemeindegutes weist 9,2 Mio. Franken Aufwand (Vorjahr 9,5 Mio.) und einen Ertrag von 8,9 Mio. Franken (Vorjahr 9,4 Mio.) aus und wurde von den Stimm-
berechtigten grossmehrheitlich angenommen. Mit dem gleichbleibenden Steueransatz von 45% der Primarschule und dem um drei Prozent steigenden, am 10. Dezember bereits gutgeheissenen Steuerfuss von 25% der Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach beläuft sich Ottenbachs Gesamtsteuerfuss neu auf 108% (Vorjahr 105%).
Primarschule: Budget, EDV-Kredit und Statuten-Teilrevision Der Voranschlag 2014 der Primarschulgemeinde, der bei Ausgaben von 4,7 Mio. Franken und einem Ertrag von 4,3 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von 389 700 Franken schliesst, wurde von der Gemeindeversammlung einstimmig gutgeheissen. Ebenso ohne Abstriche wurde ein Kredit von 100 000 Franken für eine neue EDV-Anlage (inkl. Wireless/Server) gesprochen, mit welchem das mittlerweile zehnjährige Netzwerk der Schule mit leistungsfähigeren und flexible-
ren Netzwerkkomponenten ersetzt wird. Damit wird dieses den heutigen Anforderungen gerecht gemacht und gleichzeitig die Abdeckung in sämtlichen Schulräumlichkeiten sichergestellt. Auch die beantragte Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern verabschiedete die Gemeindeversammlung einstimmig. Sie enthalten notwendige Anpassungen, da sich im Bereich «Sonderschulung» Veränderungen ergeben haben, welche die Arbeit und auch den Arbeitsaufwand der Verbandsschulpflege stark beeinflussen. Zentraler Punkt dieser Teilrevision ist die Reduktion der Mitgliederzahl der Verbandsschulpflege auf drei Personen. Weitere Anpassungen betreffen Korrekturen, die sich aufgrund von neuen Rechtsgrundlagen des Kantons ergeben oder des veränderten Angebotes des Schulzweckverbandes. Im Weitern enthält die Teilrevision eine Erweiterung der Finanzkompetenzen der Verbandsschulpflege für nicht budgetierte, einmalige Ausgaben.
Kirchengemeinde: Voranschlag 2014 und Bauabrechnung Die reformierte Kirchenpflege schliesslich legte einen Voranschlag 2014 vor, der bei einem Aufwand von 548 250 Franken und einem Ertrag von 538 500 Franken mit 9750 Franken Aufwandüberschuss schliesst und von den Stimmberechtigten einstimmig verabschiedet wurde. Der Steueransatz 2014 des reformierten Kirchengutes wird bei 14% belassen.
«Punktlandung» Beim zweiten zu behandelnden Geschäft, der Bauabrechnung für die Renovation der Wohnung im Chilehuus an der Jonenstrasse 6, konnte Präsident Felix Weiss eine «Punktlandung» vorweisen: Die Renovation konnte im vorgesehenen Budgetrahmen durchgeführt werden. Der am 12. Juni 2013 gesprochene Kredit von 85 000 Franken wurde mit Baukosten von 84 820 Franken knapp unterschritten.
nachruf
Anton Bertl zum Gedenken – Lehrer mit Leib und Seele Unter den Klängen des Strausswalzers «An der schönen blauen Donau» ging am 6. Dezember die Abschiedsfeier für Toni Bertl in Affoltern zu Ende. Sie entlockte allen Trauergästen ein leises Lächeln; die kraftvoll beschwingte Melodie charakterisierte den unversiegbaren Lebensfluss, an dem der Verstorbene in der Zeit seines langen bewegten Lebens teil hatte – und sie führte gleichzeitig zu seinen Wurzeln zurück. Anton Bertl wurde als jüngstes von vier Kindern in eine Familie von Donauschwaben in der Nähe von Belgrad geboren. Seine Eltern gehörten zu jenen Deutschen, die in den Ostgebieten angesiedelt waren und die durch die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges besonders getroffen werden sollten. Toni wuchs auf dem elterlichen Bauernhof im kulturell deutschsprachigen Umfeld auf; gleichwohl musste er die serbokroatische Sprache erlernen. Als er zwölf Jahre alt war, brach der Zweite Weltkrieg aus; vor Ende des Krieges wurde er zusammen mit seinen Mitschülern ausgehoben und in einen ersten militärischen Einsatz geschickt, von dem vierzehn seiner Klassenkameraden nicht zurückkehren sollten. Die folgenden Jahre waren geprägt durch den Verlust der Heimat, die Flucht und bittere Not, in der es einfach nur zu überleben galt. Zurück in der alten Heimat (zuerst in Österreich, später in Deutschland) musste er wie so viele Ostflüchtlinge mit seiner Familie die demütigende Erfahrung machen, nicht willkommen zu sein. Toni hat aber angepackt, wo immer es etwas zu arbeiten gab; und was er machte (z. B. auf dem Feld oder im Wald), versuchte er immer so gut wie nur möglich zu tun – eine Maxime, die er viel später auch seinen wenig privilegierten Schülern weitergeben sollte. Nie hat er dabei sein Ziel aus den Augen verloren, Lehrer zu werden – ein Berufswunsch, zu dem ihn vielfältige geistige und musische Talente befähigten. Und Lehrer wurde er schliesslich auch. Schon früh zeigte sich dabei seine besondere Begabung, auch mit schwächeren oder sehr schwierigen Schülerinnen und Schülern umgehen zu können; entsprechend vervollstän-
digte er seine Ausbildung als Sonderschullehrer. Im oberschwäbischen Biberach a. d. Riss wirkte er darauf als Konrektor in der Leitung einer Sonderklassenschule mit. Einmal richtig angekommen im Beruf, betätigte sich Toni Bertl auch politisch; er trat der CDU bei und war da bald ein aktives Mitglied. Gleichzeitig beteiligte er sich in der Vereinigung der Donauschwaben – die Treue zur Herkunft half ihm wohl in seinem Leben, trotz aller von aussen aufgezwungenen Brüche eine gewisse Kontinuität zu wahren.
Lehrer in Affoltern von 1974-1992 Als Toni Bertl 1974 nach Affoltern am Albis kam, lag bereits eine erfolgreiche Lehrerkarriere hinter ihm. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Sabine wollte er sich einer neuen Herausforderung stellen: Die beiden übernahmen auf der Oberstufe die zwei BKlassen im Schulzweckverband des Bezirks Affoltern, vorgesehen war ein Einsatz von fünf Jahren. Beide blieben aber bis zu ihrer Pensionierung; Toni achtzehn, Sabine sogar dreissig Jahre. Mit ihnen war auch ihr zweijähriger kleiner Sohn gekommen – für Tonis vier Kinder aus erster Ehe ergaben sich im Umfeld der damaligen Überfremdungsinitiative Schwarzenbachs so grosse Schwierigkeiten für eine Übersiedlung in die Schweiz, dass sie in Deutschland zurückblieben. Und wieder musste zuerst einmal die Erfahrung gemacht werden, nicht oder wenigstens nur bedingt willkommen zu sein. Eine wiederholte Kränkung, die gelegentlich durchschimmerte, etwa wenn es wieder darum ging, die Aufenthaltsbewilligung verlängern zu lassen. In solchen Momenten war spürbar, dass sich hinter der überzeugend starken Ausstrahlung von Toni Bertl auch eine sehr verletzliche Seite verbarg. Im Schulzweckverband aber wurden die beiden Bertls bald zu einer tragenden Institution. Sie ergänzten sich für ihre Schüler geradezu ideal: Wo Toni die väterliche Autorität verkörperte, brachte Sabine ein weiblichmütterliches Element ein; beides brauchten ihre Schüler und Schülerinnen, die oft aus schwierigen Verhält-
nissen stammten, dringend. Und es ist auch jetzt, wo es um die Erinnerung an Toni Bertl geht, schwer, die beiden Partner getrennt voneinander zu sehen. Sie führten ihre Klassen gemeinsam und dies auf bewundernswerte Weise. Sie scheuten dabei keinen Aufwand. Nicht nur versuchten sie ausdauernd, ihre Schüler in allen Kulturtechniken zu schulen – umfangreiche Ordner gaben jeweils beredte Kunde vom enormen Einsatz aller Beteiligten – die Schüler wurden auch handwerklich unterrichtet und verfertigten sorgfältig zahlreiche Arbeiten, die am Ende des Schuljahres in einer beeindruckenden Ausstellung viel Anerkennung fanden. Es war für Toni Bertl stets klar, dass seine Schülerinnen und Schüler, intellektuell nicht so leistungsfähig, erst recht darauf angewiesen waren, gewissenhaft und sauber zu arbeiten. Und er ruhte nicht, bis er für alle seine Schützlinge am Ende der Schulzeit eine Lehrstelle oder Anlehre gefunden hatte. Er vermochte sie so gut gerüstet ins Leben zu entlassen – und was könnte man von einem Lehrer Besseres sagen?
Lebensfreude und Heiterkeit Toni Bertl war keine genderneutrale «Lehrperson»; er war Lehrer mit Leib und Seele, seinen Schülerinnen und Schülern ebenso leidenschaftlich väterlicher Erzieher wie kundiger Wissensvermittler. Er strahlte dabei eine natürliche Autorität aus, die gelegentlich sogar für Schulpfleger respekteinflössend wirkte! Toni konnte tatsächlich hin und wieder auch recht ungnädig werden, wenn er das Gefühl hatte, mit seinen Anliegen für eine gute Schulung auf Unverständnis zu stossen. Er war aber politisch erfahren genug, um zu wissen, dass die Möglichkeiten auch für die Schulpflege begrenzt waren, und reichte darum nach leisem Poltern stets die Hand zum Kompromiss. In allem aber spürte man immer wieder Toni Bertls Liebe zu seinen Schülern, seine aufrechte und wahrhaftige Haltung in allen Schwierigkeiten. Unbeirrt ist Toni Bertl seinen Weg gegangen, auf dem er doch gerade in seinen Anfängen so viel Leid und Zer-
Anton Bertl (1927-2013). (Bild zvg.) störung hat erfahren müssen: eine gestohlene Jugend, ein verheerender Krieg und der Verlust der ursprünglichen Heimat – dies alles hat ihn weder gebrochen noch verbittert. Im Gegenteil, er strahlte Lebensfreude und Heiterkeit aus, er war herrlich humorvoll und konnte lustvoll feiern. Die Pflege der Gemeinschaft war ihm wichtig, sei dies mit seinen Klassen oder mit seinen Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber mit seiner grossen Familie, die er immer wieder liebevoll um sich scharte und die auch über die Landesgrenzen hinaus den Zusammenhalt nie verlor.
Toni Bertl hat schliesslich doch wieder eine Heimat gefunden: Er wurde Bürger von Affoltern und damit Schweizer. In Affoltern ist er nun auch begraben, in Blickweite zu seiner einstigen Wirkungsstätte, dem Schulhaus Ennetgraben. Er starb im hohen Alter von 86 Jahren, müde und geschwächt von schwerer Krankheit, aber klar bis zuletzt. Uns bleibt die Erinnerung an einen wachen Geist, einen warmherzigen, sehr lebendigen Lehrer und Menschen. Brigitte Spillmann, Ottenbach (ehem. Präsidentin Schulzweckverband)
Liegenschaften TODESANZEIGE
Kappel am Albis
Mit Bedauern teilen wir mit, dass unser Vater, Grossvater, Bruder und Onkel
Rudolf Röthlisberger 4. November 1921 – 12. Dezember 2013
in der Nacht auf den 12. Dezember seine letzte Reise angetreten hat. Trauerfamilien: Andreas Röthlisberger Bernhard Röthlisberger Christine und Giuseppe Pennella-Röthlisberger Urs und Ursula Röthlisberger-Gurtner Grosskinder, Geschwister, Nichten und Neffen Urnenbeisetzung und Abdankungsgottesdienst, zu dem wir Sie herzlich einladen, finden am Mittwoch, 18. Dezember, statt. Urnenbeisetzung: 10.00 Uhr Friedhof Knonau Abdankungsgottesdienst: 15.00 Uhr Pflegezentrum Sonnegg, Langnau am Albis.
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Bezirk Affoltern
Dienstag, 17. Dezember 2013
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Die Glöckner vom Oberamt Hintergrundbericht zu einem besonderen Brauchtum im Bezirk Affoltern Es ist von aussen nicht erkennbar, dass drinnen noch solide Handarbeit geleistet wird. Man hörts, schmunzelt und geht seinen Geschäften weiter nach: Die grosse Glocke hat wieder einmal die eigenen Gedanken unterbrochen. Warum läutet es aber zu gewissen Zeiten, und wie geht das vor sich?
Kappel gegründet. Ein wahrhaft historischer Boden! Jedes Kind im Raum Zürich hört im Geschichtsunterricht mit Staunen die Geschichte der «Kappeler Milchsuppe», die im Jahre 1529 stattgefunden hat. Zwei Jahre später verliefen die Ereignisse aber schon dramatischer: Am 11. Oktober 1531 verloren bei der Schlacht von Kappel der Reformator Huldrych Zwingli und der letzte Abt Wolfgang Joner, ihr Leben. Der Gedenkstein der Kappeler Milchsuppe und das Zwinglidenkmal erinnern noch heute an diese bewegte Vergangenheit.
................................................... von peter r. schneider Pfarrer Markus Sahli (rechts) und Sigrist Hans-Jörg Maag. Die Besucher der Kirche von Kappel am Albis, die von einer herrlichen Rundsicht umgeben ist, staunen fast ungläubig, wenn sie die Glöcknerin oder den Glöckner sehen, die um 11 Uhr vormittags, um 3 Uhr nachmittags und abends – je nach Einbruch der Dunkelheit – die grosse Glocke läuten. Das Läuten um 11 Uhr geht auf frühere Zeiten zurück, als man weder Handy noch Armbanduhr besass und die Bäuerinnen um diese Zeit von der Flur nach Hause gingen, um das Mittagsmahl für das Gesinde vorzubereiten. Das Läuten um 3 Uhr nachmittags hat eine Paralleltradition. In der Regel läuten die Glocken im Raum Zürich um 16 Uhr. In Kappel folgte man aber dem Rhythmus des Stundengebetes der Mönche, die alle drei Stunden stattfanden; also um 9 Uhr, 12, 15 und 18 Uhr. Die Dorftradition hat es so belassen, dass die Glocke um 15 Uhr geläutet wird. Derzeit stehen sechs Personen im Einsatz, die nach einem genau festgesetzten Monatsplan um 11 Uhr und 15 Uhr läuten. Sie warten jeweils den letzten Tonschlag der elektronisch gesteuerten Stundenglocke ab und lassen dann die schwere Glocke rund 300 Sekunden lang kräftig erklingen. Kappels Sigristen läuten auch noch am Abend. Jürgen Schultz, ehemaliger
Kloster Kappel – bewegte Geschichte
Vorbild für die Comicfigur Globi? Die zahlreichen blauen Köpfe zieren die Kirche Kappel. Pfarrer von Hausen – und jetzt auch einer der Glöckner – weiss: Einer der vielen sogenannten Amtsleute in Kappel hat sie 1604 gespendet und mit dem Spruchband versehen lassen: «Ich ermahne die Gemeinde zur Christenpflicht und ermahne, wenn Gefahr ausbricht». Die Glocke wiegt 650 kg und ist auf den Ton «h» gestimmt. Der Strick, mit dem die Personen die Glocke läuten, misst fast 24 Meter. Gerade für die zarteren Frauen eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Aber warum wird eigentlich noch per Hand geläutet, wo doch ansonsten die ganze Welt elektronisch gesteuert
Die Glöckner von links: Jürgen Schultz, Marion Müller, Ursula Rey, Peter R. Schneider, Patricia Ertl. (Bilder zvg.)
wird? Pfarrer Markus Sahli und Sigrist Hans-Jörg Maag meinen: «Die Einwohner von Kappel wünschen keine Änderung und wollen dieser Tradition, mit der Hand zu läuten, weiterhin Raum geben. Bautechnische Bedenken oder Probleme gibt es nicht.»
Zur Geschichte des Klosters Die Kirche in Kappel wurde im Jahr 1210 der Mutter Gottes Maria geweiht. Markus Sahli zeigt auf das ChristusChorfenster im Hauptschiff von Max Hunziker, der 1964 die Maria in einem Sternenmantel darstellte. Ungewöhn-
lich scheinen dem Besucher die zahlreichen Globiköpfe im Gewölbe der Stephanskapelle. Die bekannte Globifigur ist von Robert Lips (gest. 1975), der auch in Hausen gewohnt hat, geschaffen worden. Er verneinte aber zeitlebens, dass ihn die Figur aus der Kirche in Kappel inspiriert hätte. Die scheinbaren Globiköpfe im Seitenschiff stellen aber in Wahrheit nur das Wappen mit Helmschmuck der Gessler von Brunegg dar, die Vasallen der Habsburger waren. Das der Kirche eng angebaute Kloster wurde im Hohen Mittelalter um ca. 1185 als Zisterzienserkloster
In der Reformationszeit wurde das Kloster aufgehoben. Sogenannte Amtsleute verwalteten nun die ehemaligen Klostergüter und kümmerten sich um die Armenfürsorge. Später stand das ehemalige Kloster als «Armenanstalt, Korrektionsanstalt und Waisenhaus» zur Verfügung. 1870 beherbergte die Anstalt 197 Insassen. 1980 verliessen die letzten das Heim. In einer Volksabstimmung 1979 wurde die Renovation des Klosters von den reformierten Bewohnern des Kantons Zürich gutgeheissen. 1983 entstand aus dem ehemaligen Anstaltsgebäude das «Haus der Stille und Besinnung» der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Ein florierender Hotelbetrieb hat sich daraus entwickelt, in dem viele Gruppen aus Wirtschaft und Verwaltung aber auch Non-Profit-Organisationen das Haus das ganze Jahr über benützen. Auch für Feste und Bankette wird das «Kloster Kappel» immer häufiger gewählt. Das Klostercafé, die wunderbaren Gärten und Parkanlagen laden ein zum Verweilen und zur Meditation. In der Tat: Das Kloster Kappel ist zu einem Kleinod geworden, und die meditativen Glockenschläge werden hoffentlich auch noch weitere Jahre erklingen – und alles mit Handbetrieb.
«Rückenschwumm» auf der Welle des Erfolgs Der Aemtler-Bühne-Nachwuchs zeigte sein Stück zweimal im vollen «Rössli»-Saal, Mettmenstetten Insgesamt 250 Personen besuchten eine der zwei Vorführungen des Kindertheaters der Aemtler Bühne. Sie sahen ein KrimiStück, bei dem es auch um Freundschaft und Ausgrenzung geht. ................................................... von thomas stöckli Man nehme eine abenteuerlustige Mädchengruppe, ein geheimnisvolles Fischsterben und das organisierte Verbrechen. Das sind die Zutaten, die der Nachwuchs der Aemtler Bühne unter Anleitung von Iris Hochschorner und Raffaele Cavallaro (Theaterpädagogik und Regie) zu seinem spannenden Krimi-Stück «Rückenschwumm» verarbeitet hat. Insgesamt 250 Zuschauer kamen am 29. und 30. November zu den beiden Vorführungen ins Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten.
Grundlagen, experimentieren, einstudieren Schon seit zwei Jahren engagiert sich die Aemtler Bühne für den TheaterNachwuchs. Für die jüngste Produktion begann die Arbeit mit den 21 Darstellern im Mai. Geprobt wurde jeweils am Mittwochnachmittag während rund zweieinhalb Stunden. Im ersten Drittel der Probephase ging es um Grundlagen, dann um spieleri-
sches Experimentieren und Improvisieren, um die Herbstferien entstand schliesslich das Stück, welches in der Folge einstudiert wurde. Im Stück trifft sich die erwähnte Mädchengruppe jeweils in einer kleinen Zoohandlung. Diese wird von einer alten Frau geführt – noch, denn deren Nichte soll schon bald übernehmen. Ist der Treffpunkt der Mädchen in Gefahr? Wie behauptet sich die Neuzuzügerin, der es so schwer fällt, Kontakte zu knüpfen? Nebst der Aufklärung ihres Falles sind die Mädchen immer wieder mit Themen wie Freundschaft und Ausgrenzung konfrontiert. Das Publikum würdigte die vielschichtige Darbietung mit herzlichem Applaus.
Traumszene mit magischen Gestalten. (Bilder zvg.)
Kindertheater im Frühling, Jugendproduktion im Herbst Das Engagement der Kinder beschränkte sich nicht nur aufs Spielen. Sie haben eigene Vorschläge für ihre Kostüme eingebracht, selber Requisiten gemalt und gebastelt. Weiter hielten sie ihre Erfahrungen in einem Tagebuch fest. Und wann geht es weiter? Das nächste Kindertheater-Projekt solle im Frühling starten und bis Sommer dauern, verrät Raffaele Cavallaro. Im zweiten Semester ist dann eine Produktion für Jugendliche geplant. Infos zur Aemtler Bühne unter www.aemtlerbuehne.ch.
In den Proben ging es nicht immer «nur» ums Stück.
publireportage
Bezirk Affoltern
Dienstag, 17. Dezember 2013
Von links: Margrit Iseli, Referentin; Michiko Tsuda, Pianistin; Erika Müller, Team Frauenzmorge. (Bilder Hansruedi Huber)
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Das reichhaltige Frühstücksbuffet trug zur guten Stimmung bei.
Sternstundenmorgen mit Michiko Tsuda Der Wettswiler «Frauezmorge» im Advent war ein verdienter Erfolg Unter dem Motto «Sternstunden» bescherten die Bonstetter Pianistin Michiko Tsuda und die Stallikerin Margrit Iseli als Gestalterin der Tonbildschau den äusserst zahlreich erschienenen Frauen aller Altersgruppen ein im wahrsten Sinne des Wortes strahlendes Erlebnis. ................................................... von annemarie stüssi «Qualität» mag ein Stichwort sein, unter dem die vierteljährlichen «Frauezmorge»-Anlässe stehen und gleichzeitig der Schlüssel zu deren Erfolg. Beginnen wir ganz prosaisch beim Zmorge-Buffet, welches diesmal eher einem vorweihnächtlichen Brunch glich und
nicht zuletzt durch die ansprechende Präsentation begeisterte. Doch man war nicht nur zum «Zmörgele» gekommen, sondern besonders auch des verheissungsvollen Programms wegen, bei welchem der weitherum bekannte Name der japanischen Bonstetter Pianistin Michiko Tsuda dem Anlass unter dem Begriff «Sternstunden» zu besonderem Glanz verhalf. Es gehört zu den besonderen Fähigkeiten der Musikerin, in ihrer Programmgestaltung die verschiedensten Musikstile zu einem harmonischen Ganzen zu fügen.
Margrit Iseli liess sich vom Begriff «Sternstunden» inspirieren Ausgehend vom Zauber des Sternenhimmels präsentierte die Moderatorin
eine sehr persönliche Dia-Schau, die sie mit grossem Einfühlungsvermögen und mit fundiertem Wissen präsentierte. Es war nicht zuletzt Stefan Zweigs Literatur-Klassiker «Sternstunden der Menschheit», welcher Margrit Iseli und somit ihren Hörerinnen Einblicke und Einsichten eröffnete. Eine solche Sternstunde der Weltgeschichte ist beispielsweise das Rad, ohne welches die Entwicklung der Menschheit auf tiefem Niveau stehen geblieben wäre. Das 1847 gelegte Kabel zwischen Alaska und Grossbritannien verband dank der Telegrafie die Alte mit der Neuen Welt. Und war nicht der Fall der Berliner Mauer ohne Kampf und Krieg eine echte Sternstunde? Es sind nach Einschätzung der Referentin aber auch einzelne Men-
schen, die dank innerer Grösse und klugem Weitblick beispielsweise das 20. Jahrhundert geprägt haben, wie Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder auch der kürzlich verstorbene Nelson Mandela.
sphäre zwischenmenschlicher Harmonie. Und gerade dieser Effekt wurde durch die bezaubernden und originellen, winterlich geprägten Tischdekorationen von Carla Stoermann vertieft und bereichert.
Musik und Wort zur Einheit geformt
News
Mit grossem Einfühlungsvermögen griff Michiko Tsuda dabei auf so unterschiedliche Komponisten wie Schostakovitsch, Grieg, Mozart oder Schubert zurück und bot so dem aufmerksam lauschenden Publikum sowohl Überraschungen als auch Wiedererkennungsmomente. Die Empathie zwischen Referentin und Musikerin strahlte auf die Anwesenden aus und schuf eine Atmo-
Erika Müller, die engagierte Leiterin der Gruppe, dankte unter starkem Applaus allen Mitwirkenden. Nach verdienstvollem Wirken seit der Wiedereinführung des «Frauezmorgens» tritt Hanni Francescutto aus der Kerngruppe zurück. Ihr folgt Dorothee Brunner, die sich auf die neue Aufgabe freut. Der nächste Frauezmorge ist auf den 14. März 2014 festgesetzt und steht unter dem geheimnisvollen Titel «Ich baute eine Lodge in Peru».
Die Schnabelgeissen trieben einmal mehr ihr Unwesen Uralter Brauch und traditioneller Spräggelemärt in Ottenbach Wie immer am zweiten Freitag im Dezember verwandelte sich der sonst so beschauliche Dorfplatz in Ottenbach in einen Hexensabbat. Punkt acht Uhr wurde das idyllische Markttreiben am 13. Dezember durch den Spräggele-Donner unterbrochen. Die klappernden Schnabelgeissen, welche die bösen Geister vertreiben und Fruchtbarkeit wecken sollten, konzentrieren sich heute vorwiegend auf das Stibitzen von Hüten und Kappen und das Schnappen nach Mädchenbeinen. Mit ihrem Radau verursachen sie vor allem bei den Kindern viel Gekreische und Gelächter. Die weissen Gestalten mit den kunstvoll gestalteten Kuhhörnern und schnatternden Schnäbeln treiben allerlei Allotria und mit ihren zum Teil blinkenden LED-Lämpchen beweisen die jungen Ottenbacher, dass sie den uralten Brauch problemlos in die moderne Zeit überführt haben. Nach dem übermütigen Schabernack der Spräggeler können dann die Marktbesucher wieder an den zahlreichen Marktständen kleine Weihnachtsgeschenke erstehen oder aber sich mit einer Bratwurst oder einem Raclette von dem turbulenten Geschehen erholen. Der Brauchtum «Spräggele» veranlasst nicht nur viele Heimweh-Ottenbacher, sondern auch Besucher von weit her, den Weg ins Reussdorf finden. Der Spräggelemärt in Ottenbach kann sich zwar nicht mit den grossen Weihnachtsmärkten messen, mit dem uralten Brauch der «Spräggele» gehört er jedoch, mindestens im Säuliamt, zu den meist beachteten Anlässen in der Vorweihnachtszeit. (mm)
Gruselig schöne Gestalten mit Kuhhörnern und Klappermäulern: Spräggelen in Ottenbach. (Archivbilder Martin Mullis)
Die klappernden Schnabelgeissen, welche in früheren Zeiten die bösen Geister vertreiben sollten, schnappen heute mit Vorliebe nach Kopfbedeckungen.
10
Serie
Dienstag, 17. Dezember 2013
Ein verträumtes Bauerndorf Ein Rundgang durch Unterrifferswil mit Pfarrer Hans Rudolf Engelhart anno 1678 ................................................... von kurt graf Im winterlichen Rifferswil geniessen wir bei der Kirche die herrliche Rundsicht über Moore, Wiesen und Wälder bis in die Alpen und nehmen dann den Unterdörfler Kirchweg unter die Füsse. In eigener Sache bemerkt Pfr. Engelhart im Vorbeiweg, dass man gelegentlich die Kirche erweitern und einen Chor anbauen sollte. Schliesslich zähle Rifferswil nun doch schon gegen 400 Seelen, wogegen es vor 150 Jahren erst halb so viele gewesen seien. Neben dem Bauernhaus der Familie Santmann (Salzmann, heute Thöni) führt der uralte Weg über die Anhöhe (die «Egg») zur grossen Kiesgrube. Hier schalten wir einen Halt ein und verschaffen uns einen Überblick auf das zwischen zwei Moränenhügeln eingebettete Unterdorf. Direkt vor uns breitet sich das Mühle-Areal aus mit seinem Weiher und dem vor drei Jahren neu errichteten Wohn- und Werkgebäude. Rechts schliessen bereits die Häuser der Engelgasse an, und in ihrer Fortsetzung liegt unten am Huebweg der Hof des Küfers Heini Bär. Dahinter fällt eine riesige Baustelle auf, wo der Müller Hans Frick ein Bohlenständerhaus im traditionellen Stil errichten will (das heute der Familie Fenner gehört). Hoffentlich werden die Fundamente mit Natursteinen und Mörtel genug massiv angelegt, denn sonst wird das Doppelwohnhaus bald einmal im feuchten Hang abkippen. Sicher wird es sich aber gut in die Umgebung einfügen, denn hier scharen sich bereits mehrere stattliche Wohnhäuser rund um den Gasthof «Bären» der Familie Wäber. Unser Blick schweift bis zum untersten Gebäude, der Schmiede der Familie WägmannWeiss (heute Röllin). Insgesamt zählt Unterrifferswil bloss etwa 25 Haushalte, die sich auf 12 Wohnhäuser verteilen, also nur halb so viele wie in Oberrifferswil.
Die untere Mühle als grösster Gewerbebetrieb im Dorf Hauptinitiant für den Neubau der Mühle und Sägerei ist der 45-jährige Hans Frick, der die Witwe Barbara Bär-Eichholzer geheiratet hat und nun einer 13-köpfigen Familie vorsteht. Ebenso hat sein jüngerer Bruder in der unteren Mühle eingeheiratet, d. h. es wohnen Heini und Barbara Frick-Bär, der dritte, ledige Bruder Jacob Frick sowie der 61-jährige Grossvater auch noch hier. Vorläufig beteiligen sich noch Angehörige der ursprünglichen Müllerfamilie Bär am Betrieb und geniessen Wohnrecht. Doch bereits pla-
nen Felix und Anna Bär-Vollenweider ihrerseits einen Neubau am gegenüberliegenden Ufer des Jonenbachs, der aber vielleicht erst in einigen Jahren in Angriff genommen werden wird und sie von der prekären Platznot befreit. Das Wohnhaus soll in modernster Technik als Riegelbau erstellt werden (und gehört heute der Familie Burghold). Auch wird darin ein Vorratslager für Salz eingerichtet, weil das «Salzhaus» als einzige offizielle Ausgabestelle im Dorf vorgesehen ist.
Verschiedenstes Kleingewerbe bei der Engelbrücke Wir wenden uns nun einem nahe gelegenen etwa 50-jährigen Haus zu, einem Bohlenständerbau mit einer im Erdgeschoss eingebauten Zimmerei und Schreinerei. Das imposante Doppelhaus gehört den Familien Wägmann (links) und Bär (der bergwärtige Wohnteil). Hans und Catharina BärGraf haben neun Kinder, was Pfr. Engelhart in doppelter Hinsicht speziell findet. Zum einen stehen Elseli, der einzigen Tochter, acht Söhne gegenüber, und zum anderen tragen fünf von ihnen den gleichen Vornamen: Hans Heinrich, Heini, Heireli, Heineli und Heinrich. Als ältester wohnt der 22-jährige Hans Heinrich mit Susanna Bär-Steinmann und dem Baby Barbara im gleichen Haushalt. Nun begeben wir uns zur Engelbrücke, einer schmucken gedeckten Holzbrücke, überqueren den Jonenbach und stehen vor Küfer Bärs Haus. Neben seiner Werkstatt stehen einige grosse Fässer, ebenso zwei grosse Stapel Eichenholz und einige Geräte. Heini und Barbara BärÄberli besitzen einen kleinen Bauernhof, aber eine grosse Familie, nämlich sieben Kinder und versorgen auch noch den ledigen 42-jährigen Bruder Hans Bär mit Arbeit, Kost und Logis. Das massive Holzhaus mit angebauter Scheune und Küferei sind glücklicherweise noch in gutem Zustand. Denn auch die Küferfamilie ist nicht sonderlich auf Rosen gebettet, hat bei einem auswärtigen Gläubiger Geld aufnehmen müssen, und am Familientisch sind 10 Mäuler zu stopfen. Die Lebensumstände sind allgemein in Rifferswil nicht einfach.
Dem früheren Wirtshaus «Bären» gegenüber stand bereits vor über 300 Jahren dieses Riegelhaus, dessen Scheune heute die Spenglerei Wyss beherbergt.
Die Schmiede der Familie Wägmann befand sich damals im untersten Haus von Rifferswil: Das 1917 aufgenommene Bild zeigt drei Generationen der späteren Schmiedefamilie Hug.
Das «Dienstleistungszentrum» Doch nun gehts weiter zum Brunnen im unteren Dorfteil, wo reichlich Quellwasser plätschert und täglich die Kühe zur Tränke geführt werden. Daneben steht ein langgezogenes Bauernhaus, mit dem Stall zum Brunnen hin gewendet, zwei anschliessenden Scheunen und sonnseitig den beiden
Harmonisches und unbürokratisches Dorfgeschehen Die beiden Dorfrundgänge stellen gewissermassen eine Zusammenfassung über die Rifferswiler Familiengeschichten dar. Darin sind möglichst alle während längerer Zeit im Dorf sesshaften Familien erwähnt worden. Ebenso ist geschildert worden, wie viele verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe im Dorf vertreten gewesen sind, vom Arzt, Bäcker («Pfister»), Drechsler («Dreher»), Hafner (Ofenbauer und Töpfer), Holzer, Kessler, Küfer, Metzger, Müller, Sager, Sattler, Schlosser, Schmied, Schnapsbrenner («Bräuer»), Schneider, Schreiner, Schuhmacher («Sutor» oder «Suter»), Sennen bis zum Weber, Wagner und Zimmermann. Unser besonderes Augenmerk galt hingegen nicht den Haus- und Nutztieren, obschon auch sie in vielfältiger Art jeden Bauernhof beleb-
Das Bohlenständerhaus der Familie Fenner, 1924 mit der Metzgerfamilie Schärer fotografiert. (Bilder zvg./Kurt Graf)
ten: Hunde, Katzen, Hühner, Tauben, Enten, Ziegen, Schafe und Schweine. Viele Familien lebten auf ihrem Hof geradezu in einer abgeschiedenen Welt und waren weitgehend auf Selbstversorgung eingestellt. Jedenfalls waren es im Dorfleben oftmals nur einzelne Familien, welche leitende Funktionen übernahmen, etwa als «Dorfmeier» (Gemeinderat) oder «Untervogt» (Steuersekretär) amtierten. Die Mehrzahl der Leute aber widmete sich dem Haushalt, den zwei bis drei Kühen im Stall und nebenamtlich vielleicht noch einem Handwerk. Weisungen der Vogtei Knonau verlas der Pfarrer, der als Autoritätsperson neben der Seelsorge auch noch das Schulwesen überwachte. In dieser festen Form funktionierte das Dorfgeschehen eigentlich harmonisch und unbürokratisch. (kg.)
Stimmungsvoll präsentiert sich der Winter in Rifferswil. Wohnteilen, alles unter einem Dach vereinigt. Hier wohnen zwei Familien Urner und eine Familie Bär. Wir schlendern dem Bach entlang zur unteren Brücke, die von vier Doppelwohnhäusern eingerahmt wird. Eines der neuen Riegelhäuser gehört der Familie Eichholzer-Frick, ein anderes mit der Käserei der Familie UrnerFunck (der «Sennhof», heute Rolf Kehrli). Ein weiteres Bauernhaus hat es der Exkursionsgruppe besonders angetan, denn darin wird auch noch der Gasthof «Bären» samt Metzgerei betrieben, und die Wirtefamilie Wäber lädt im Anschluss an die Dorfführung zu einem gemütlichen Trunk und Zusammensein ein. Barbara Wägmann-Weiss fügt schelmisch bei, es sei ihr durchaus recht, dass der Dorfrundgang nicht bis zu ihrer Schmiede hinunter geführt habe, weil sonst hätte ihr Mann die Werkstatt schon etwas besser aufräumen müssen.
Mit Hundegespann auf dem Weg zur Sennhütte.
Forum
Ziviler Ungehorsam auch in Affoltern? Am 12. Dezember 2013 hat das Parlament in Dietikon unter Protest den Steuerfuss auf 124 Prozente angehoben, damit die Stadt in den Genuss des kantonalen Übergangsausgleichs kommt. Das Problem sah das Parlament generell im kantonal geregelten Finanzausgleich, welcher der Zusammensetzung der Bevölkerung zu wenig Rechnung trage. Dietikon wird mit der sozialen Wohlfahrt viel stärker belastet als alle anderen im Bezirk. Die übrigen Ausgaben hat Dietikon aber im Griff. Dietikon (RPK) fordert vom Kanton mit Vehemenz diese Ungerechtigkeit zu korrigieren, ansonsten es sich «Massnahmen des zivilen Ungehorsams» überlege. Affoltern ist in einer ähnlichen Situation wie Dietikon. Die Soziallasten sind extrem hoch, und bei den übrigen Ausgaben wird gespart, soweit dies irgendwie möglich ist. Die Gemeindeversammlung von Affoltern hat am 9. Dezember 2013 ebenfalls den Steuerfuss auf gesamthaft 124 Prozente (Maximum) angehoben, sodass sichergestellt ist, dass die Ge-
meinde den kantonalen Übergangsausgleich erhält. Dieser ist für Affoltern zwingend nötig, entspricht dieser doch ca. 29 Steuerprozenten. Ohne diesen Übergangsausgleich müsste – auch bei vernünftigen Ausgaben der Gemeinde – der Steuerfuss recht stark erhöht werden, was eine grosse Belastung für die Steuerzahler von Affoltern darstellen würde. Leider ist dies genauso geplant. Der kantonale Übergangsausgleich soll nämlich bis 2018 schrittweise wegfallen. In den Jahren 2014/15 wird der Steuerfuss daher noch 124 Prozent betragen, in den Jahren 2016/17 wird der Steuerfuss vermutlich auf 130 Prozent ansteigen (neues Maximum), und ab dem Jahr 2018 ist noch offen, wie hoch der maximale Steuerfuss sein wird. Mit Nachdruck sollte daher bereits ab dem Jahr 2016 mit dem Kanton eine verträgliche Steuerbelastungslösung für die spezielle Situation von Affoltern gesucht werden. Hans Ulrich Meuter, Co-Präsident, FDP Affoltern
Umfahrung: Präzisierungen 4 bis 5 Hektaren Ausgleichsfläche für die Umfahrung Ottenbach, im «Anzeiger» vom 10. Dezember 2013. Die kantonale Baudirektion legt Wert auf einige Präzisierungen im Artikel über die Verzögerung der Planauflage für den Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach. Im Artikel steht, dass der Grund für die Verzögerung der Planauflage der Einbezug der eidgenössischen Fachstellen sei. Dies stimmt so nicht. Die Planauflage ist verzögert, weil im Interesse eines effizienteren Verfahrens auch die Beurteilung des Umweltverträglichkeitsberichts durch die kantonalen Fachstellen und durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit dem Projekt aufgelegt wird. Diese neue Praxis war bei der Ausarbeitung der Abstimmungsvorlage noch nicht bekannt. Weiter steht im Artikel, dass ein weiterer Grund für die Verzögerung die Tatsache sei, dass kantonale Fachämter neue Naturschutz-Ausgleichsflächen forderten. Auch dies ist falsch. Es war schon immer bekannt, dass für das Projekt Naturschutz-Ausgleichsflächen erstellt werden müssen. Der Einbezug des Bundesamts für Umwelt und der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission erfolgt nicht – wie im Artikel geschildert – «vorsichtshalber». Vielmehr ist eine Begutachtung durch die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission in national bedeutenden Landschaften im Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz vorgeschrieben, wenn der Bund – wie hier –
Beiträge an das Projekt zahlt. Dies hat das Bundesgericht im Zusammenhang mit der Oberland-Autobahn festgestellt. Baudirektion Kanton Zürich: Thomas Maag, stv. Leiter Kommunikation * Zur Stellungnahme der Baudirektion ein paar Anmerkungen: – Nach verschiedenen Projekt-Anpassungen beansprucht die neue Strasse keine Flächen, die heute im Naturschutz- oder im Moorgebiet liegen. Das für die Umfahrung beanspruchte Gebiet wurde schon vor rund 30 Jahren im Rahmen von Landumlegungen ausgeschieden. Woher wird also der Anspruch nach Ausgleichsflächen abgeleitet? Von solchen Ausgleichsmassnahmen war vor der Abstimmung übrigens nie die Rede. Baudirekter Markus Kägi sprach von einem «ausgereiften Projekt». In den umfangreichen Berichten der Fachstellen und auch im Umweltverträglichkeitsbericht (UVP) zum Vorprojekt ist nicht ersichtlich, dass zusätzliche Naturschutzgebiete in der Grössenordnung von vier bis 5 Hektaren ausgeschieden werden müssen. – Im Anhang 9 zur UVP vom Dezember 2008 schreibt die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (Enhk) unter anderem wörtlich: «Das Flachmoorbiotop von nationaler Bedeutung Bibelaas wird durch das Projekt gemäss optimierter Linienführung 2008 nicht tangiert». Die Enhk geht also ein weiteres Mal über die Bücher. Kein Wunder, dass sich die Realisierung des Projekts weiter verzögert. (-ter.)
Dienstag, 17. Dezember 2013
Beim Chlausmärt am EVP-Fotoquiz den Hauptpreis gewonnen Margrit Stuckert aus Affoltern gewinnt Spezialitätenkorb Natürlich war es nicht unendlich schwierig, die acht Sehenswürdigkeiten aus dem Bezirk Affoltern am Fotoquiz der EVP richtig zu benennen. Margrit Stuckert aus Affoltern hat diese Aufgabe dennoch souverän gelöst und zudem mit etwas Losglück den Hauptpreis gewonnen: eine feine Zusammenstellung von regionalen Spezialitäten aus dem Hofladen Müller aus Bonstetten. Der vor allem bei jüngeren Gästen beliebte Schusstisch wurde rege benützt und mit einem Spitzenresultat von 25 Punkten hat dort am Ende Matteo Ganz aus Affoltern den herausragenden Rekord erzielt. Gewonnen haben aber auch alle anderen Besucherinnen und Besucher des EVP-Standes am Chlausmärt in Affoltern. Nebst interessanten Gesprächen haben nämlich der legendäre Gewürztrunk und die selbst gebackenen Guezli wiederum grossen Anklang gefunden. Zudem hat ein am Stand installierter Kanonenofen herrlich wohltuende Wärme verströmt. So muss Politik sein: Feuriges Engagement nah beim Menschen! Daniel Sommer Sidler, EVP Bezirks- und Ortspartei Affoltern
Daniel Sommer übergibt Margrit Stuckert den Hauptpreis. (Bild zvg.)
Die SVP Affoltern am Chlausmärt Traditionellerweise hat die SVP Affoltern den Chlausmärt Affoltern mit einem Stand bereichert, an welchem aktuelle politische Themen zur Diskussion standen. Die zahlreichen Besucher hatten dabei Gelegenheit, Mandatsträger wie Nationalrat Toni Bortoluzzi, Kantonsrat Jakob Schneebeli, vor allem aber auch die Kandidaten für den Gemeinderat Affoltern, nämlich Susanne Leuenberger und Hans Finsler, welcher auch das Amt des Gemeindepräsidenten anstrebt, anzutreffen. Im ungezwungenen Rahmen kamen dabei interessante Gespräche und Begegnungen, nicht nur mit Parteifreunden, zustande. Zudem konnten die Gäste am Stand wichtige SVP Volks-Initiativen wie «Ja zum Schutz der Privatsphäre», und «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» (Milchkuh-Initiative) oder auch das Referendum gegen das Fatca-Abkommen unterzeichnen. Von dieser Möglichkeit wurde erfreulich Gebrauch gemacht, so dass den Sammelstellen eine schöne Anzahl von neuen Unterschriften eingereicht werden konnte. Schliesslich wurde den Marktbesuchern auch die Möglichkeit geboten,
einen Weihnachtswunsch an den neuen Gemeinderat von Affoltern zu richten. Nachfolgend fassen wir die deponierten Wünsche, sowohl an den neuen Gemeinderat, wie auch an die SVP Affoltern, thematisch zusammen. Dabei nehmen wir bewusst keine Wertung vor und reichen die Wünsche unkommentiert an unsere Gemeinderatskandidaten und den Parteivorstand weiter. Es wurde gewünscht, dass – sparsamer mit dem Geld umgegangen werde, mit dem Hinweis, dass zum Beispiel die Kosten für die Tempo-30-Zone viel zu hoch ausgefallen seien; – mehr Natur im Dorf realisiert werde, bzw. das grüne und soziale Engagement besser gepflegt werde; – ein Hallenbad errichtet werde, in welchem den Bewohnern von Affoltern unentgeltlich Zutritt gewährt werde; – die Umfahrung von Ottenbach jetzt endlich realisiert werden soll; – die Sozialhilfe abgebaut werden soll, vor allem dürften «Sozialschmarotzer» nicht unterstützt werden; – Bauprojekte der Schulen grosszügig unterstützt werden;
Stinkefinger ...
– der Schulwegsicherung mehr Beachtung geschenkt werde, vor allem für die Kindergärtner, mit dem speziellen Hinweis, dass beim Strassenübergang auf der Fust-Seite und beim Übergang zum Kindergarten Breiten ein Fussgängerstreifen auf der Betpurstrasse fehle; – der «Samichlaus» bewirke, dass die SVP ein grösseres Herz für Ausländer bekomme; – die Bürger den gewählten Personen mehr Vertrauen entgegenbringen; – die Tempo-30-Zonen zurückgebaut werden; – die Gemeindepolizei wieder abgeschafft werden soll. Tolles Winterwetter, die vorwiegend guten Begegnungen mit der Bevölkerung, teilweise umrahmt vom schönen Drehorgelspiel von Kurt und Cécile Mohn, motivieren die SVP, auch nächstes Jahr wieder am Chlausmärt teilzunehmen. Vielleicht ringen sich die Organisatoren ja dazu durch, den SVP-Stand örtlich nicht erneut an den Rand zu drängen. Impressionen finden sich auch unter www.svp-affoltern-albis.ch. SVP Affoltern am Albis
Disziplinlose Hundehalter Im Herbst und Winter laufe ich normalerweise nicht diese Strecke, da sie mir zu feucht ist. Letztes Wochenende schlug ich auf dem Weg nach Hause doch den Weg über die Wiese hinter der Regionalbibliothek ein. Rechts des Weges zählte ich an die acht Hundehaufen und war ziemlich wütend über diese Sauerei. Was um Himmels willen sind das bloss für Menschen, die ihre Tiere diese Wiese vollsauen lassen! Daneben grenzen die schönen Gärten der Hausbesitzer vom Goldigen Berg und dieser Weg wird täglich von Kindergartenund Schulkindern als Abkürzung benutzt, ganz zu schweigen von den vielen Senioren, die im Seewadel leben. Es reicht schon, dass unsere Vorgärten entlang der Schwandenstrasse manchmal «Opfer» werden.
Unbegrenzt wachsen? Das Bundesamt für Raumentwicklung schätzt, dass die Bevölkerung bis 2027 auf 9 Millionen und bis 2050 auf 11 Millionen ansteigen wird. Auf die Hochpreisinsel Schweiz werden enorme Kosten zukommen. Werden die Löhne, Renten usw. entsprechend angepasst? Je höher die Löhne, desto grösser ist doch die Zuwanderung. Müssen bei einer schlechten Wirtschaftslage die Ausländer wieder in ihre Heimat zurück? Drei Bundesräte ziehen in den Kampf gegen die Initiative der Masseneinwanderung. Als ich das Bild in der Tagespresse sah, glaub-
te ich, die drei Weisen aus Bern zu sehen. Allerdings fand ich im Text keine Erleuchtung. Bei der Abstimmung für die Personenfreizügigkeit wurden uns die flankierenden Massnahmen und eine Ventilklausel als absolute Sicherheit versprochen. Es würde mich schon interessieren, wie die flankierenden Massnahmen funktionieren und vor allem was sie kosten. Wer zahlt? Unbegrenztes Wachstum ist keine Lösung. Wir sind stark genug, um es aus eigener Kraft zu schaffen.
«Stinkefinger» in der Kälte: Am Freitag in Zwillikon gesehen ... Josef Oehri, Wettswil
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(Leserbild Peter Güttinger, Zwillikon)
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Gewerbe/Dienstleistungen
Bruder Klaus
«Klanghotel»
Pfarrer Christoph Hürlimann schrieb ein Buch über den berühmten Eremiten. > Seite 16
Die vierten DOK-Filmtage in Mettmenstetten wecken reges Interesse. > Seite 17
Tanz schenken Tanzschule Moving Generations, Affoltern Tanzen ist gesund und macht glücklich. Tanzen regt Körper, Seele und Geist des Menschen an, es fördert und fordert ganzheitlich. Das regelmässige Tanztraining gibt Selbstsicherheit, Präsenz, Haltung und Klarheit im Alltag. Tanz ist auch Begegnung mit der eigenen Kreativität, mit Gestaltung und Kunst. Die Kurse der Tanzschule Moving Generations stehen allen bewegungsfreudigen und tanzbegeisterten Menschen offen. Die jüngste Tanzschülerin ist knapp fünf Jahre alt und der Älteste über achtzig. Für jedes Begegnung mit der eigenen Kreativität. (Bild zvg.) Alter und Niveau wird ein fundierter und aufbauender Rhythmusgefühl. Coole Moves, heisse Tanzunterricht geboten – entspre- Beats, Styling: alles für einmal exkluchend den individuellen Fähigkeiten siv für Jungs! und Möglichkeiten. Allen Klassen gemeinsam ist das Spielerisch und fantasievoll wer- über Jahre entwickelte und bewährte den die Tanzbasics Kindern (Kids) ver- Unterrichtskonzept: Tanztechnik, mittelt. Schwerpunkt in den Klassen Choreografie und Improvisation sind für Teens sind Modern/Contemporary-, gleich wichtig. Darüber hinaus wird und Streetdance-Moves. «Men & Wo- alle zwei Jahre ein Tanzstück erarbeimen»-Kurse basieren auf Modern tet – eine Gelegenheit, gemeinsam mit Dance. Im Tanzen ab 60 steht im Vor- professionellen Musikern und Tänzern dergrund, mittels tänzerischer Bewe- auf der Bühne zu stehen (siehe gung Stabilität, Kraft, Koordination www.quellwasser-tanz.ch). und Beweglichkeit in Körper und Hirn zu erhalten und zu fördern. Breakdan- Weihnachts-Schnupperabo (5 x 1 Std. à 75 Franken) ce/Bboying schliesslich ist ein Mix aus oder Halbjahresabo (360 Franken, Schnuppern Top Rocks, Footwork, Freezes und Po- gratis) und Infos: www.moira-tanztheater.ch, wermoves. Gefördert werden Koordi- Telefon 044 760 14 75, Marina Gantert nation, Kraft, Beweglichkeit und (Tanzpädagogin MAS ZHdK Dance Edu).
Dienstag, 17. Dezember 2013
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Spitzenplatz Freestyle-Aerials: Thomas Lambert gelingt der Weltcupauftakt in China. > Seite 21
«Das Engagement der Mitarbeitenden ist beeindruckend» Anja Vonderhagen ist neu Commercial Director bei Kolb, Hedingen Anja Vonderhagen, Sie sind «Commercial Director». Was genau heisst das? Anja Vonderhagen: Die Funktion des Commercial Director umfasst die Bereiche Marketing, Vertrieb, New Business Development sowie Forschung und Entwicklung. Diese Bereiche zu einer Einheit zu formen, ist neu für Kolb und ein leistungsstarkes Modell, das alle Funktionen bündelt, die die Bedürfnisse unserer Kunden bestmöglich erfüllen. So sind wir für die Zukunft gut gerüstet. Was ist Ihr beruflicher Hintergrund? Ich habe Chemie studiert. Nach meinem Berufsstart in Forschung und Entwicklung habe ich in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in Marketing, Vertrieb sowie in der Anwendungstechnik in industriellen Märkten sammeln können. Wann haben Sie das erste Mal von Kolb gehört? Im Jahr 2000 war ich bereits an einem gemeinsamen Projekt beteiligt. Dort habe ich die Firma auf eine sehr positive Art und Weise kennengelernt. Warum haben Sie sich für dieses Unternehmen entschieden? Kolb ist ein mittelständisches Unternehmen und somit bieten sich vielfältige Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Kolb hat einen sehr guten Ruf als kompetenter und schnell agierender Anbieter im Markt. Was sind die Stärken der Firma? Die kurzen Wege machen Kolb schnell. Das führte auch dazu, dass man als erste Firma Tenside aus Rspozertifiziertem Palmöl auf den Markt brachte. Kolb ist gut aufgestellt und stark
Anja Vonderhagen, Commercial Director bei Kolb, Hedingen. (Bild zvg.) auf das Kerngeschäft fokussiert. Das Unternehmen verfügt über ein grosses Know-how in den Bereichen Tenside, Papierchemikalien und Alkoxylierung. Das Engagement der Mitarbeitenden ist beeindruckend. Man ist bereit, die sprichwörtliche Extrameile zu gehen. Diese Verbundenheit mit der Firma ist ein Mehrwert und damit ein Wettbewerbsvorteil. Was sind die Schwächen? Durch das spezielle Know-how fokussieren wir uns stark auf die gewohnten Märkte. Unsere Technologie eröffnet aber vielfältige Möglichkeiten, dieses Wissen auch für weitere
Anwendungen zu entwickeln. Es geht um das Erkennen dieser Möglichkeiten, und darum, daraus Lösungen zu entwickeln und zu vermarkten. Wie sehen Sie die Zukunft von Kolb? Es ist wichtig, den Ausgleich zwischen Tagesgeschäft und langfristiger Strategie zu finden. «Your challenge, our commitment!» ist die richtige Einstellung für die Zukunft. Zusammen mit den Kunden können wir wachsen. Wenn Kolb sich breiter aufstellt und trotzdem seine Stärken und den speziellen Spirit behalten kann, werden wir weit kommen. (pd.)
Eine «Garage» für Schlagzeug und Perkussion Trommel-Garage neu an der Lindenmoosstrasse 19, Affoltern «Hinter» dem Affoltemer Entsorgungszentrum, in einem ehemaligen Werkgebäude, hat Christoph Anlauf neu ein Fachgeschäft für Schlagzeug und Perkussion eröffnet – die TrommelGarage. Jeweils Freitag und Samstag findet man dort alles, was es für ein Schlagwerk braucht. Trommeln, Tomtom, Hi-Hat, Becken und Kleinperkussion wie etwa Cowbell, Schellenkranz oder Holzblock und bis hin zum elektronischen Schlagzeug – wer an der Lindenmoosstrasse 19 in Affoltern die Räumlichkeiten im ersten Stock aufsucht, findet das Eldorado für Schlaginstrumente. Die Trommel-Garage von Christoph Anlauf bietet hier alles, was das Herz begehrt, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi. «Es ist mir ein grosses Anliegen ein sehr weites Sortiment zu bieten», sagt der gelernte Zimmermann, der selber seit etlichen
Jahren Schlagzeug spielt, «weil mich als Holz-Fan der Klang der akustischen Instrumente seit jeher interessiert». Die breite Auswahl, die Christoph Anlauf in seiner Trommel-Garage anbietet, basiert auf Schlagzeug und afrikanischer Perkussion, umfasst aber auch Notenmaterial, Pflegemittel sowie eine Menge verschiedenster Effektinstrumente bis hin zum Cajon und – eingangs schon erwähnt – zum E-Schlagzeug.
Verkauf, Vermietung und Reparaturen Beratung gehört selbstverständlich mit dazu, wie auch eine spezielle Ecke, in der kleinere Kinder verweilen können, während die Eltern sich beraten lassen. Die Katze kauft man in der Trommel-Garage Affoltern also garantiert nicht im Sack, wie Christoph Anlauf betont: «Mir ist es äusserst wichtig, dass die Kunden vor Ort jedes Detail genau prüfen können und auf ihre
Fragen die richtigen Antworten finden.» So erklärt er dann auch umgehend, dass ein Schlagzeug-Grund-Set für Anfänger – mit Stuhl und Becken – auf rund 1250 Franken zu stehen kommt. «Ein Jugendlicher kommt damit auch gut und gern fünf bis zehn Jahre aus.» Neben dem Instrumenten- und Zubehör-Verkauf bietet der SchlagzeugFan auch einen Reparaturservice an. «Egal, ob es sich um Kesselkürzungen, den Ersatz eines Spannböcklis oder um sonst eine Ausbesserung handelt, bei mir sind Schlaginstrumente in guten Händen.» Belegen kann er dies mit einer selbstgebauten Trommel, die sauber und gut tönt. Der Instrumenten-Eigenbau gehört denn auch zu Christoph Anlaufs Zukunftsvisionen, was allerdings «zuerst noch weiter reifen muss», wie er sagt. Vorerst wird er weiterhin hauptberuflich noch als Zimmermann arbeiten, seine neue Trommel-Garage ist daher jeweils am Freitag von 10 bis
Christoph Anlauf bietet mit seiner Trommel-Garage an der Lindenmoosstrasse 19 in Affoltern ein Eldorado für Schlaginstrumente. (Bild kb.) 18.30 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. «Selbstverständlich bin ich aber auch darüber hinaus stets erreichbar», präzisiert er. Auch mieten kann man akustische und geräuscharme elektronische Schlagzeuge in der Trommel-Garage – jeweils für ein halbes Jahr und länger. Die Kosten liegen dabei, je nach Ausstattung, bei 50 bis 150 Franken im Monat. Und schliesslich beabsichtigen
Christoph Anlauf und Schlagzeug-Lehrer Roli Elmer, der mit seiner Schlagzeugschule im selben Gebäude und auf demselben Stockwerk domiziliert ist, zukünftig verschiedenste Workshops für Drummerinnen und Drummer anzubieten. (kb.) Trommel-Garage Christoph Anlauf, Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, trommelwirbel@yahoo.com, Telefon 076 559 79 75, www.trommel-garage.ch.
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Vermischtes
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Dienstag, 17. Dezember 2013
«Aus der Einheit leben - Begegnung mit Bruder Klaus» Neues Buch von Pfarrer Christoph Hürlimann Christoph Hürlimann ist als Pfarrer seit Jahrzehnten eng mit Kappel verbunden, wo er von 1964 bis 1987 amtete. Bücher waren seit der frühesten Kindheit Teil seines Lebens. Er ist Verfasser einer ganzen Reihe von Werken zu spirituellen und meditativen Themen, eben ist sein neustes Buch erschienen. ................................................... von regula zellweger Bruder Klaus, wie Niklaus von Flüe hierzulande oft genannt wird, lebte im Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen – ein heute sehr aktuelles Thema. Er gestaltete viele Lebensjahre als Bauer, Familienvater, Politiker und Soldat, hatte aber schon als Jugendlicher die Vision, als Einsiedler
zu leben. Mit fünfzig verliess er sein Umfeld und liess sich schliesslich im Ranft als Eremit nieder. Seine Landsleute bauten ihm eine Kapelle und fanden bei ihm Rat und Trost.
Jahrelange Faszination Christoph Hürlimann fühlte sich schon sehr früh von der Mystik angezogen, vielleicht war sie sogar für seine Berufswahl entscheidend. Als er 1969 dem Kirchenrat den Bericht über ein «Haus der Stille und Besinnung» im Kloster Kappel ablieferte, war dies auch eine «mystische Idee». Er erklärt: «Dabei war es immer der Gedanke, aus der Stille zu handeln, also nicht ein Rückzug von der Welt. Dem begegnete ich in Bruder Klaus. Ausschlaggebend war der Auftrag von Radio DRS im Jahr 1981, mit einem katholischen Kollegen eine Sendung zu gestalten. Dem folgte der Auftrag der Bruder Klausen Stiftung, ein Buch zu machen. Das Buch war bald vergriffen. Nun wurde die Idee wieder an mich herangetragen. Ich wollte das Buch ganz neu schreiben, da die Forschung mehr weiss. Sowohl die Mystik des Einsiedlers wie auch seine spezifische Arbeit der Mediation bei Konflikten sind neu bearbeitet worden. Dazu kommt die Auseinandersetzung mit dem Schicksal von Dorothee.»
Dorothee von Flüe
Aus der Einheit leben - Begegnung mit Bruder Klaus, Christoph Hürlimann, Daniel Reinhard, Paulus Verlag, 2013, 96 S., ISBN: 978-3-7228-0845-1, 25 Franken.
Über Dorothee weiss man wenig. Die Blicke sind meistens auf die Situation der verlassenen Frau gerichtet. Doch lebte Niklaus schon bei der Heirat in der Ambivalenz der beiden unterschiedlichen Lebenskonzepte. Christoph Hürlimann sieht es so: «Ich glaube, dass sie in ihrem Leben auch eine Berufung sah. Sie war eine starke
Stellen
Frau. Sie ergab sich nicht einfach. Die Trennung geschah in einer Begegnung auf Augenhöhe. Es war von beiden Seiten ein Ringen. Niklaus sagt, er habe ihre Zustimmung als eine Gnade, als ein Geschenk empfunden. Dies ist zum Nennwert zu nehmen. Ich glaube, dass Dorothee Niklaus ihn nicht aus Mitgefühl ziehen liess, sondern weil sie sich von einem gewissen Augenblick an mitberu- Pfarrer Christoph Hürlimann, noch immer sehr verbunden mit Kappel, liebt es, zum Denken anzurefen wusste.» gen: sprechend und schreibend. (Bild Regula Zellweger)
Entscheidung in der Lebensmitte Weiterleben in einer konventionellen Ehe oder Trennung? Auch dies eine für viele eine aktuelle Frage.» Es war eine kreative Lösung», sinniert Christoph Hürlimann, «dazu braucht es die Bereitschaft, die eigene Rolle und die Rolle der Partnerin nicht zu fixieren, sondern im Wandel zu sehen. Max Frisch sagt, es sei eine Lieblosigkeit, sich von anderen ein abgeschlossenes Bild zu machen. Das gilt besonders in der Ehe. Kurt Marti sagt in den Leichenreden von einer Ehe, die immer gleich blieb: Es war eine gute Ehe. Jetzt ist das Gefängnis gesprengt. Eine Ehe sollte in ihrer Entwicklung offen bleiben.» Christoph Hürlimanns Buch «Aus der Einheit leben» wurde vom Fotografen Daniel Reinhard illustriert. Autor und Fotograf waren sich einig: «Es
müssen neben Motiven aus der Zeit von Niklaus von Flüe auch Sujets aus unserer Zeit in das Buch.»
dern riet: Setzt euch noch einmal an den Tisch und redet miteinander. Ihr sollt aufeinander hören.
Erkenntnisse über echte Lösungen und aufeinander hören
Klug und tolerant
Christoph Hürlimann ist überzeugt: «Aus der Stille kann starkes Handeln werden. Es ist so, wie ich es bei der Benediktsregel empfinde und in Führungen in Kappel weiterzugeben versuche: Bruder Klaus war im Ranft wirksamer, als er vorher war. Ganz bei mir sein kann ein Weg sein, auch ganz beim anderen zu sein.» Der ehemalige Pfarrer von Kappel sieht in der Art, wie Bruder Klaus gewirkt hat, eine echte Lösung für Konflikte. Denn Bruder Klaus diktierte nicht eine einzige, richtige Lösung, sondern ermutigte, eine solche zu finden. Er gab keine Anweisungen, son-
Angesprochen auf die Thematik von Dorothee von Flüe, die den Entscheid ihres Mannes zu akzeptieren und die Folgen mitzutragen hatte, erklärt Christoph Hürlimann: «Eine gute Partnerschaft braucht die Offenheit dafür, eine neue Form zu finde. Dies ist heute noch wichtiger wie damals. Auch für die Ehe gilt das zweite Gebot: Du sollst dir kein Bildnis machen.» Im Zentrum des Buches steht eine Persönlichkeit aus dem 15. Jahrhundert – und gleichzeitig nimmt Christoph Hürlimann mit viel Fachwissen, aber auch mit Einfühlungsvermögen und milder Toleranz topaktuelle Themen unserer Zeit auf.
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Wer Lust hat auf ein spannendes, wahnwitzig komisches und unterhaltsames Buch, dem sei das Erstlingswerk des Zürcher Autors Thomas Meyer wärmstens empfohlen. Die ersten Seiten Susi Fischli Benz. sind etwas gewöh- (Bilder zvg.) nungsbedürftig, bis man sich eingelesen hat in den mit jiddischen Begriffen gespickten Roman, doch dann erhellt die sowohl heitere wie etwas wehmütige Geschichte schlagartig die Stimmung. Dieses Buch erregte auf Anhieb grosses Aufsehen auf dem literarischen Parkett und wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert.
Bruch mit Traditionen Der junge orthodoxe Mordechai (Motti) Wolkenbruch hat ein Problem: Die Frauen, die ihm seine resolute und wohlbeleibte Mame mit grosser Inbrunst als Heiratskandidatinnen vermitteln will, sehen alle aus wie sie. Nicht so Laura, die hübsche Kommilitonin von der Uni, die ihn ungemein anzieht. Sie trägt enge Jeans, hat einen hübschen Tuches (Po), trinkt Alkohol und äussert sich unbefangen und direkt. Doch leider ist sie eine Schickse (Nichtjüdin), was gar nicht in das
bisherig streng geregelte orthodoxe Leben des jungen Mannes passt. Doch Motti verliebt sich in Laura und lehnt sich erstmals gegen seine übermächtige Mutter und den religiös geprägten Alltag auf. Schritt für Schritt tastet er sich hin zur verlockenden Welt der Gojim (Nichtjuden). Motti trägt keinen Bart mehr, dafür eine modische Brille. Auf Partys lernt er Lauras Freundeskreis kennen und die angenehme Wirkung eines Gin Tonics. Auf den weisen Rat hin von Rabbi Wolf schicken die verzweifelten Eltern ihren ungehorsamen Sohn nach Israel zu seinen liberalen Verwandten. Dort, in Tel Aviv, soll er sich in eine Jüdin verlieben, so der Wunsch und die Hoffnung der Familie. Im lockeren Umfeld seiner Tante und seines Onkels eröffnet sich ihm eine ungewohnte, neue jüdische Welt. Er tauscht seine traditionelle Kleidung gegen T-Shirts und Jeans ein und lernt mit seinen 25 Jahren endlich die sexuelle Liebe kennen. Zurück in Zürich nehmen die Dinge ihren Lauf. Motti Wolkenbruch folgt seinem Herzen und muss gezwungenermassen nicht nur mit Traditionen brechen, sondern auch mit seiner Mame.
Liebenswerte und skurrile Figuren Ich habe dieses Buch gleich mehrmals gelesen und die vielen liebenswerten und skurrilen Figuren tief ins Herz geschlossen. Nicht alles ist ernst zu nehmen, dazu überzeichnet der Autor viel zu gerne und zu lustvoll. Doch gibt es wunderbare Szenen, beispielsweise jene mit dem weisen Rabbi Wolf oder
«Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» von Thomas Meyer. Salis Verlag 2012, ISBN 978-3-905801-59-0, ab Februar 2014 als Taschenbuch im Diogenes Verlag, 978-3-257-24280-5. der Auftritt des Todes bei der Grossmutter, die zu Herzen gehen und aufmerken lassen. Darüber hinaus wird das Wissen über die orthodoxe Lebensweise der jüdischen Bevölkerung erweitert; man wird angeregt, sich etwas genauer damit zu befassen. Als hilfreich erweist sich das Glossar am Ende des Buches, wo sich die ungewohnten Sprachausdrücke nachschlagen lassen.
Veranstaltungen
Dienstag, 17. Dezember 2013
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Film, Tanz, Jazz und Klassik vereint «Klanghotel Rössli»: 4. DOK-Filmtage in Mettmenstetten lipp Galizia in der Waschküche Notenblätter an die Wäscheleine? Elsbeth Schweizer mit ihrem Akkordeon habe ich noch nicht gesehen. Was passiert wenn Ray Fein vom einst so erfolgreichen Boogie-Woogie-Duo «Che & Ray» plötzlich ein Alternativkonzert im Keller lanciert?
Kulturhappening im grossen Saal
Mit Beat D. Hebeisen wird das «Rössli» zum «Klanghotel». (Bild zvg.) Die Vorbereitungsarbeiten für das Grossprojekt «Klanghotel Rössli» laufen auf Hochtouren. Vom 15. bis 18. Januar 2014 ist das Restaurant in Mettmenstetten der Treffpunkt von bekannten Kulturschaffenden wie Masha Dimitri, Philipp Galizia, Christine Lauterburg sowie dem Galatea Streichquartett. Vor dem Rössli installiert der Eisenplastiker Moritz Häberling aus Uerzlikon eine grosse Klang- und Feuerskulptur. Das Projekt «Klanghotel Rössli» ist ein wesentliches Element der DokFilmtage die in Mettmenstetten bereits zum vierten Mal durchgeführt werden. Trotz viel Musik kommt der Dok-Film an diesen Veranstaltungen nicht zu kurz. Im ersten Teil des Abends werden die beteiligten Künstler mit einem Video porträtiert. Das sind Kurzfilme, die der Filmer und Musiker Beat D. Hebeisen aus Mett-
menstetten für sein Langzeitprojekt «Menschen-Leidenschaft» realisiert hat. Gleich nach den Videoeinspielungen stellen sich die Künstler dem Publikum mit einem kurzen Live-Auftritt selbst vor.
Nicht immer im gleichen Raum Das grosse Experiment wird dann im zweiten Teil des Abends lanciert. Die Kulturschaffenden musizieren und spielen einzeln und zusammen über eine einfache Songstruktur. Für die Auftretenden kommt erschwerend dazu, dass sie nicht immer im gleichen Raum spielen. Maggie Gut tanzt im Keller zur Musik des jazzigen Kontrabass-Duos Freddy-Lukas; Christine Lauterburg möchte mit ihrer Geige Sarah Kilchemann und Yuka Tsuboi vom Galatea Quartett begleiten, doch wie spielen die beiden? Warum hängt Phi-
Das Publikum verfolgt das Geschehen in den Aussenräumen über grosse Videoscreens. Wesentliche Teile werden aber im grossen Saal «live» gespielt. Ursi Tschudi von A’pella Four hat die Partituren für das Streichquartett und den von ihr geleiteten Mini-Chor geschrieben. Doch den Musikern werden auch Freiheiten eingeräumt wie sie ihren Auftritt im «Klanghotel Rössli» gestalten wollen. Ist Hanna Scheuring jetzt «Vreni» aus «Fascht e Familie» oder spielt sie Marilyn Monroe wie in ihrem neusten Theaterstück? Welche auftretenden Künstler werden mit ihrer Präsenz den Abend, das Konzert beeinflussen? Das wird wohl eine der spannendsten Erfahrungen dieses Experimentes sein. Gegen Ende des Konzertes treffen sich alle Mitwirkenden zu einem gemeinsamen Kulturhappening im grossen Saal. (-sen.) Fast zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Sitzplätze sind bereits verkauft. Vorverkauf für die vier Abende vom 15. bis 18. Januar 2014 über Raiffeisen Mettmenstetten (mettmenstetten@raiffeisen.ch oder Telefon 044 768 58 58). Konzertbeginn jeweils um 20 Uhr. Reservierung für Essen vor der Vorstellung direkt im «Rössli», Telefon 044 767 02 01.
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Panflöte in der Kirche Jonas Gross konzertiert mit «Corona» Jonas Gross, 17-jähriger Panflötist und Gewinner des kleinen Prix Walo 2011, gibt seine ersten eigenen Kirchenkonzerte. Mit dabei: das Panflötenensemble Corona aus Affoltern. Am 11. Januar 2014 um 18.30 Uhr und am 12. Januar 2014 um 17 Uhr spielt Jonas Gross in der reformierten Kirche Muri AG. Am 1. Februar 2014 um
18.30 Uhr ist er auch in der reformierten Kirche Wald, ZH, zu hören. Da Gross das Programm nicht alleine gestalten möchte, hat er sich renommierte Verstärkung mit ins Boot geholt. Zum einen ist dies das Panflötenensemble Corona aus Affoltern, welches aus 16 Panflötenspielerinnen und einer Blockflötenspielerin besteht. Je nach Bedarf werden auch andere Instrumente wie Orgel, Klavier oder Perkussion zugezogen. Geleitet wird das Ensemble von der Panflötenlehrerin Monika Meier. Bekannt sind die alljährlichen Weihnachtskonzerte des Corona Ensembles, welche in verschiedenen Kirchen stattfinden und immer ein besonderer Genuss sind. Die zweite Formation ist die Panflötengruppe PanQ aus dem Zürcher Oberland. Diese umfasst acht Mitglieder und wird das Publikum nicht nur mit normalen Bambus-, sondern auch mit speziellen Glaspanflöten verzaubern. Mit einigen Überraschungen darf ebenfalls gerechnet werden. Die Konzerte sind gratis. Kollekte zur Deckung der
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Meditationen für Familie und Beruf Ein Kurs für Erwachsene in Affoltern Meditation harmonisiert Körper und Geist, baut Stress ab und gibt Kraft. Natalia Kuratli, Reiki-Meisterin und Meditationslehrerin, bringt an fünf Dienstagen von 14 bis 16 Uhr den Teilnehmern bei, wie man schnell und einfach, zu Hause oder in kurzen Arbeitspausen meditiert. Der Kurs beginnt am 14. Januar 2014. Mitzubringen sind Gymnastik-
matte, bequeme Kleidung und Socken. Eine kostenlose Kinderhüeti wird angeboten. Anmeldungen bis 3. Januar an Familienzentrum Bezirk Affoltern, Kurswesen, Zürichstrasse 136, 8910 Affoltern, Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter) oder kurse@mueze-affoltern-am-albis.ch. Weitere Infos unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.
Der Chor «Changing Times» am letztjährigen Kirchenjubiläum. (Bild zvg.)
Weihnachtslieder aus der ganzen Welt Konzerte mit dem Chor «Changing Times» Am Freitag, 20. Dezember, um 20 Uhr findet in der reformierten Kirche Stallikon ein grosses Weihnachtskonzert mit dem Chor «Changing Times» statt. Gesungen werden beliebte Weihnachtslieder aus der ganzen Welt in Deutsch, Latein und Englisch. Darunter finden sich Titel wie «Still, still, still», «Adeste Fidelis», «Gloria», «In the Bleak Midwinter», «Virgin Mary Had a Baby Boy» oder «Torches Torches». Dazu kommen neue Kompositionen des Chorleiters Casey Crosby. Schon mehrmals begeisterte der Chor «Changing Times» in den Heartbeat-Gottesdiensten, in der Osternacht in diesem Frühjahr oder am letztjährigen Kirchenjubiläum. So darf man ge-
spannt sein, mit welchen musikalischen Leckerbissen er diesmal aufwarten wird. Die Kirche Stallikon bietet dazu eine wundervolle Atmosphäre, welche die weihnachtliche Stimmung unterstreicht. Wer das Konzert am Freitagabend verpasst, hat Mittwoch, 25. Dezember, eine zweite Chance: Eine Auswahl der Lieder singt der Chor im Weihnachtsgottesdienst ab 10 Uhr in der Kirche Stallikon. Der Chor «Changing Times» probt jeweils am Mittwochabend in den Räumen der Kirche Wettswil. Für spätere Konzerte ab Januar 2014 sind neue Sängerinnen und Sänger herzlich willkommen, auch wenn sie nicht der reformierten Kirchgemeinde angehören. Eine Gesangsausbildung ist nicht erforderlich.
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23.12. 2013 bis 7.1. 2014 geschlossen In dringenden Fällen bitte telefonisch melden
veranstaltungen
Kontakt ermöglichen Einführungskurs Besuchsdienst Der Besuchsdienst Affoltern lädt ein zum Einführungskurs für neue Besucherinnen und Besucher der Besuchsdienste im Knonauer Amt. Jeder Mensch braucht Kontakt. Nicht jedem ist es möglich, von sich aus Kontakt aufzunehmen und zu pflegen, sei es, weil er krank, behindert oder aus andern Gründen ans Haus gebunden ist. Oft gibt es auch Situationen, in denen man dankbar um ein Paar «neutrale, verschwiegene Ohren» ist, um jemanden, der zuhören kann. Durch freiwilliges Engagement mithelfen, Abwechslung, Licht, Wärme und vielleicht auch etwas Fröhlichkeit in das Leben anderer Menschen zu bringen – darum geht es im Besuchsdienst.
Lebenserfahrung einzubringen und neue Kontakte knüpfen Insbesondere auch Männer sind im Besuchsdienst willkommen. Oft vermissen gerade männliche Besuchte ein Gespräch unter Männern. Senioren in einer Institution leben oft in einer Frauenwelt und freuen sich über Gespräche mit Männern. Die Arbeit im
Besuchsdienst beinhaltet regelmässigen Erfahrungsaustausch, kontinuierliche Weiterbildung (Spezialisierung im Bereich Demenz, Besuche zu Hause und in der Begleitgruppe Knonauer Amt, die schwerkranke und sterbende Menschen begleiten), die Möglichkeit, eigene Lebenserfahrung einzubringen und neue, interessante Kontakte zu knüpfen. Der Kurs ergänzt Kenntnisse und Lebenserfahrung in Kommunikation, Zuhören, Vertrauen schaffen und Auseinandersetzung mit Lebens-Prozessen/-Phasen. Er ist gratis für jene, die sich im Besuchsdienst engagieren, ansonsten wird eine Kursgebühr von 200 Franken erhoben. Der Kurs wird regional durchgeführt, für alle Besuchsdienste im Bezirk (Affoltern, Aeugst, Bonstetten/Wettswil/Stallikon, Hedingen, Kappel/Rifferswil/Hausen, Obfelden, Mettmenstetten). Einführungskurs Besuchsdienst am 8./15./22. und 29. Januar, 19 bis 21.30 Uhr, Evang.-ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Infos und Anmeldung (bis 6.Januar) bei den Kursleiterinnen: Ursula Jarvis, Sozialdiakonin, Leiterin Besuchsdienst Affoltern und Mettmenstetten, Telefon 043 466 83 23, ursula.jarvis@bluewin.ch und Beatrice Egli, Co-Leitung Besuchsdienst Affoltern, Tel. 044 760 28 38, Ilgeb41@bluewin.ch.
Eine lohnende Herausforderung Heilsarmee Affoltern lädt zum Ehe-Kurs Die Heilsarmee Affoltern führt von Januar bis März 2014 ein weiteres Mal den Ehekurs von FamilyLife durch. Sie ist der Überzeugung, dass die Ehe das Fundament einer stabilen Gesellschaft von grosser Bedeutung ist. Das Ziel des Ehekurses besteht darin, verheiratete Paare beim Aufbau und der Pflege einer starken und glücklichen Ehe zu unterstützen. Der Kurs umfasst sieben praktisch ausgerichtete Treffen, um über wichtige Themen der Partnerschaft miteinander zu sprechen. Diese Treffen ermöglichen über Dinge zu reden, die in der Hektik des Alltages unter den Tisch fallen. Jede Kurseinheit beginnt mit einem romantischen Candlelight-Dinner, gefolgt von verschiedenen Inputs.
Den Kursteilnehmern steht dazwischen viel Zeit zur Verfügung, um über das Gehörte unter vier Augen zu sprechen. Es gibt keine Gruppengespräche. Die Privatsphäre bleibt selbstverständlich gewährleistet. Der Ehekurs eignet sich für jedes Ehepaar, das gemeinsam an seiner Beziehung arbeiten will. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ehepaare weniger als zwei Jahre oder mehr als 30 Jahre verheiratet sind. Wer hat also Lust, gemeinsam auszugehen, sich beim Abendessen mit Kerzenlicht verwöhnen zu lassen, Privatsphäre und ungeteilte Aufmerksamkeit am Zweiertisch zu erleben und das Geheimnis kennenzulernen, wie man eine glückliche und gesunde Ehe führt? Kursthemen, Kursdaten und weitere Infos unter www.heilsarmee-affoltern.ch.
Angebot erweitert Kurse im Jala Yoga- und Pilates-Studio Ab Januar 2014 wird es neu zwei Yogakurse geben am Morgen. Für alle, die den Tag mit Yoga ausklingen lassen möchten, wird es am Mittwochabend neu eine Klasse geben. Yoga ist ein Jahrtausende alter Übungsweg. Durch Yoga erfährt der Körper eine Fülle an Energie und Ausgeglichenheit. Die Gedanken, die einem ständig im Kopf herumkreisen, können durch das Üben von Yoga zur Ruhe kommen. Gezielte Asanas (Körperstellungen) stärken den Körper und machen ihn beweglich.
Offen sein für neue Wege Um Yoga praktizieren zu können, muss man nicht den Lotussitz beherrschen, oder im Kopfstand meditieren. Willkommen sind alle, die offen sind für neue Wege, die sich und seinem Geist Gutes tun wollen. Die Klasse am Mittwochmorgen, von 9.30 bis 11 Uhr
ist speziell für Anfänger. Am Montag, von 9.30 bis 10.45 Uhr ist die Klasse für alle Levels offen. Wer den Tag mit wohltuenden Flows ausklingen lassen möchte, kann dies am Mittwochabend, von 20.30 bis 21.30 Uhr tun.
Maximal 12 Personen Chantal Steiger ist ausgebildete Bewegungspädagogin und Yogalehrerin. Ganz wichtig bei ihr im Unterricht ist die korrekte Körperausrichtung. Oftmals wird dem zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was wiederum Schmerzen verursachen kann. Um dies umsetzen zu können, ist die Klassengrösse auf maximal 12 Personen limitiert. So kann individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingegangen werden. Jala Yoga und Pilates, Chantal Steiger, Bewegungspädagogin BGB, Yogalehrerin, Zürichstrasse 135, 8910 Affoltern, Telefon 044 761 40 66. Alle Infos unter: www.jala-yoga.ch.
Sport
Dienstag, 17. Dezember 2013
21
Thomas Lambert springt in die Top Ten Weltcupauftakt der Freestyle-Aerials-Athleten in Beida Lake, China Der Weltcupauftakt brachte den Ämtler Skiakrobaten gute Resultate, aber noch keinen Podestplatz. Mit Rang sieben klassierte sich Thomas Lambert immerhin in den Top Ten. Andreas Isoz (Mettmenstetten) wurde 16. Der Chinese Liu gewann vor dem Weissrussen Kushnir. Nach der Qualifikation sah es nach einer ganz klaren Sache aus: Fünf Chinesen an der Spitze bei den Herren und zwei bei den Frauen. Doch die Europäer und Nordamerikaner sicherten sich letztlich noch die Ehrenplätze.
Männern mit gut gestandenen Sprüngen den Finaleinzug, wo sie dann allerdings im Final um die letzten vier Plätze hängen blieben. Nationaltrainer Michel Roth gibt sich zufrieden mit diesem Saisonstart: «Tanja Schärer und Thomas Lambert haben ihre Sprünge auch im Final sauber gestanden, da braucht es nicht mehr viel bis ganz nach vorne. Daran arbeiten wir intensiv.» Sehr erfreulich auch der Saisonauftakt für Renato Ulrich: «Wenn du eine Saison verletzungsbedingt pausieren musst und gleich bei der Rückkehr in den Final springst, dann ist das super», meint Michel Roth.
Nationaltrainer Michel Roth zufrieden
Richtlinie für Sotschi erreicht
Bei den Schweizern schafften Tanja Schärer (Urdorf) bei den Frauen sowie Thomas Lambert (Mettmenstetten) und Renato Ulrich (Luzern) bei den
Tanja Schärer aus Urdorf und der Mettmenstetter Thomas Lambert haben mit Rang sieben die Richtlinie für die Olympiaqualifikation erreicht,
Renato Ulrich (11.) hat die Hälfte geschafft. Unterschiedliche Reaktionen der anderen Schweizer: Andreas Isoz (16.) konnte seinen haltungsmässig schönen Sprung nicht stehen und sucht nach seiner Verletzung das erforderliche Selbstvertrauen. Christopher Lambert (Mettmenstetten) misslang der Qualifikationssprung (28.) völlig. Er weiss aber, dass er gut trainiert hat, und wird die nächste Chance packen.
Riesenschanze in Peking Im imposanten «Vogelnest», dem Olympia-Stadion in Peking, wird zurzeit eine riesige Freestyle-Aerials-Anlage gebaut. Am kommenden Wochenende wird dort der Weltcup-Tross vor einigen zehntausend begeisterten Chinesen seinen nächsten Wettkampf austragen. Mit dabei auch die drei Mettmenstetter Athleten.
Thomas Lambert. (Bild zvg.)
Starke Schweizer Fechter
Bereit für die ersten Skirennen Renngruppe Hausen startet in die neue Saison
Am U17-Europacup-Turnier in Kopenhagen brillierten die Schweizer Degenfechter. Neben Elia Dagani, Lugano, und Clément Métrailler, Sion, stand der Bonstetter Jori Villiger auf dem Podest.
Die alpine Renngruppe des Skiclubs Hausen hat ein erfolgreiches Herbsttraining absolviert. Die Kinder sind bestens auf die ersten Skirennen vorbereitet. Gespannt wartet man nun auf die ersten Ergebnisse und Rennberichte der jungen Athleten.
Aus ganz Europa reisten die Fechter am Wochenende vom 7. und 8. Dezember in das windige Kopenhagen. Im Feld der 130 Fechter auch der für den Zürcher Fechtclub startende Jori Villiger. Nach einer verhaltenen Platzierungsrunde und einem Zwischenrang im Mittelfeld konnte der Bonstetter die Kadenz erhöhen und in der K.o.-Runde Sieg um Sieg erkämpfen. Im Halbfinale schliesslich traf er auf den Tessiner Elia Dagani. Nach einer anfänglichen Führung musste Jori Villiger am Ende den Kampf mit 13:15 Treffern abgeben.
Bereits Anfang Dezember konnte das Training in unserem Trainingsgebiet «Brunni-Haggenegg» im Alpthal bei Einsiedeln aufgenommen werden. Dank der tollen Pistenpräparation wurden intensive Slalomund Riesenslalomläufe von den Kindern absolviert. Die Trainer, unter der Leitung von Ruedi Ravasio, sind zufrieden mit dem Trainingseinsatz.
Neue Fahrerinnen und Fahrer im regionalen Kader In diesem Jahr hat die Renngruppe auch wieder neue Fahrerinnen und Fahrer im regionalen Kader des Zürcher Skiverbandes (RLZ Hochybrig). Alexandra Walz konnte sich dank intensivem Konditionstraining im Sommer für das B-Kader qualifizieren. Reto Mächler und Andri Moser aus Bonstetten wurden in das Förderkader des regionalen Leistungszentrums aufgenommen. Fabian Gola und Cedric Ochsner gelten mittlerweile als sichere Werte im A-Kader. Zu hoffen ist, dass beide sich bei nationalen Rennen in
Titelkämpfe in Bonstetten
Kinder der RG-Hausen im Pitztal (A) beim Herbsttraining. (Bild zvg.) den vorderen Regionen zeigen werden.
Schnuppertraining Junge, interessierte Talente können sich jederzeit der Renngruppe an-
schliessen. Der Einstieg in den Skirennsport wird durch das regelmässige Training im Alpthal ermöglicht. Die RG Hausen hat seit diesem Herbst eine neue Internetseite. Sämtliche Daten über die Trainingstage und Renntermine sowie Kon-
taktpersonen finden sich unter www.rg-hausen.ch. Am 8. Januar 2014 findet bereits zum zweiten Mal ein Schnuppertraining in Zusammenarbeit mit Swiss Ski statt (Anmeldung und Infos unter www.gp-migros.ch). (amo)
Dieses gute Resultat brachte für die Qualifikationsrangliste wichtige Punkte ein und gibt Selbstvertrauen für die im Januar anstehenden Wettkämpfe in Bratislava und Göteborg. Noch vor Weihnachten stehen die U17 Schweizer Meisterschaften auf dem Programm. Kurzfristig werden diese am Wochenende vom 21./22. Dezember 2013 im Sportzentrum «Schachen» in Bonstetten durchgeführt. Schweizer Meisterschaften U17, 21. und 22. Dez. ab 9.30 Uhr, Sportzentrum Schachen, Bonstetten.
Ämtler Eishockeyaner überfahren ihren Gegner EHC Affoltern-Hedingen – Seetal II 6:1 (1:0, 2:0, 3:1) Affoltern bezwingt die Seetaler Reserven klar. Mit etwas grösserer Effizienz hätte der Sieg höher ausfallen müssen. Im Tor der Affoltemer erlebte einer eine Premiere. Nach dem Transfer von Torhüter Andrin Vock zu Lyss (mit B-Lizenz) und der Unpässlichkeit von Keeper Nabel El Nadeim musste gegen Seetal II ein Spieler das Tor hüten. Und Chris Bischofberger machte seine Sache sehr gut. Er liess nur gerade ein Tor zu und machte viele Chancen der Gäste zunichte.
Die Affoltemer beherrschten den Gegner klar, hätten bereits nach 20 Minuten fünf oder sechs Tore schiessen müssen, aber im Abschluss haperte es wieder einmal. Immerhin gelang es den Gastgebern, bis zur zweiten Pause einen 3:0-Vorsprung herauszuspielen. Im Schlussabschnitt kamen die Seetaler dann noch einmal auf 3:1 heran, aber mehr als ein Treffer gelang den Luzernern nicht mehr.
Beste Chancen versiebt Dafür schafften es die Affoltemer weiterhin, die besten Chancen zu versieben. So konnte Stürmer Marco Kälin
zwar drei Mal reüssieren, aber der Topskorer der Affoltemer hätte mehr Tore schiessen können, ja müssen. Er führte die Skoreliste der 4. Liga mit 32 Punkten (15 Tore/17 Assists) klar an. Der bullige Stürmer konnte alleine im letzten Spielabschnitt vier Mal (!) alleine auf den gegnerischen Torhüter losziehen – zweimal gar in einer 3:5-Unterzahlsituation – aber er fand die Lücke nicht. Dies obwohl er immer neue Varianten suchte, um den SeetalerGoalie zu bezwingen. Doch letztlich spielte dies keine Rolle mehr. Die Affoltemer gewannen in überzeugender Manier und hochverdient die drei Punkte.
In diesem Jahr müssen die Säuliämtler noch einmal spielen, und zwar am kommenden Samstag (17.45, Eisbahn Brand, Thalwil) gegen den EHC Thalwil. Gegen Thalwil haben die Affoltemer in diesem Jahr noch nicht gespielt.
EHC Affoltern-Hedingen: Bischofberger; Rüegsegger, Strebel; Kolm; Kälin, Sattlegger, Risi; Jud, Heller, Portmann. Strafen: 8-mal 2 Minuten gegen Affoltern; 3-mal 2 Minuten gegen Seetal II.
4. Liga, Gruppe 3: EHC Affoltern-Hedingen - Seetal II 6:1. Sursee - Lim-
Thomas Winter
mattal Wings II 10:1. Engelberg-Titlis II - Sursee II 3:7. Thalwil - Limmattal Wings II 6:3. Einsiedeln -
EHC Affoltern-Hedingen - Seetal II 6:1 (1:0, 2:0,
Eishockeyclub Uri 10:2. - Tabelle: 1. Sursee II 9/27
3:1). - Trainingshalle. - 15 Zuschauer. - Salzer, Kob-
(76:24). 2. Affoltern 11/24 (64:55). 3. Blau-Weiss
za. - Tore: 13. Kälin (Rüegsegger) 1:0. 27 Kolm (Aus-
Dübendorf 8/21 (41:20). 4. Zugerland 8/18. 5. See-
schluss Bachmann) 2:0. 40. Kälin (Kom, Sattlegger)
tal II 11/12 (40:66). 6. Thalwil 6/9 (40:26). 7. Ein-
3:0. 45. Amstutz (Spörri, Leu, Ausschluss Heller) 3:1.
siedeln 8/8 (36:42). 8. Eishockeyclub Uri 10/7
47. Kälin (Kolm) 4:1. 51. Portmann (Strebel, Kolm)
(22:49): 9. Engelberg-Titlis II 7/3 (29:72). 10. Lim-
5:1. 56. Strebel (Sattlegger) 6:1.
mattal Wing II 10/3 (26:60).