Bezirk Affoltern
Rechtssicherheit bei der Nutzung des Untergrunds Angesichts des gestiegenen Interesses an der Nutzung der Geothermie hat der Regierungsrat ein Gesetz entworfen, das günstige Rahmenbedingungen für diese nachhaltige Energiegewinnung schafft. Das Gesetz bringt Rechtssicherheit, stellt den Umweltschutz sicher und gewährleistet die Sicherheit der Bevölkerung. Gleichzeitig regelt es auch andere Formen der Nutzung des Untergrunds präziser. (ki.)
wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Stephanie Maria Bertha HürlimannLandtwing, wohnhaft in Affoltern, feiert am Sonntag, 4. Dezember, den 85. Geburtstag. Wir gratulieren der Jubilarin herzlich und wünschen ihr weiterhin alles Gute. In Zwillikon dürfen wir Alfons Limbeck zum 85. Geburtstag gratulieren. Er feiert am kommenden Montag, 5. Dezember. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein schönes Fest.
Zum 80. Geburtstag In Affoltern darf Esther Leuthold-Gut heute Freitag, 2. Dezember, den 80. Geburtstag feiern. Die herzlichsten Glückwünsche begleiten die Jubilarin ins neue Lebensjahrzehnt. Ernst Berli aus Zwillikon feiert am Montag, 5. Dezember, seinen 80. Geburtstag. Aktiv erfreut er sich am Bergwandern, Schwimmen und Tanzen. Seine Lebenspartnerin wünscht ihm alles Gute und viel Glück. Am Montag, 5. Dezember, feiert in Affoltern Elvira Dalla Valle ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen weiterhin alles Gute.
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Budgets und alle Geschäfte an den Gemeindeversammlungen gutgeheissen Die Vorlagen der reformierten Kirche und der Politischen Gemeinde Hausens endeten im Sinne der Antragsteller. Eine längere Diskussion ergab sich wegen des Austritts aus dem Sozialzweckverband. Unmut und Enttäuschung über die wachsende Entsolidarisierung unter den Ämtler Gemeinden wurden laut. ................................................... von martin platter «Es ist eine eigenartige Entwicklung. Einerseits werden die Körperschaften immer grösser, wie die Zusammenschlüsse von Spitex und Kirche zeigen. Andererseits driftet die Gesellschaft auseinander, wie am Beispiel des Sozialwesens sichtbar wird», stellte am Ende der Hausemer Gemeindeversammlung eine Votantin fest. Sozialvorsteher Peter Reichmuth entgegnete, dass es immer mehr um die Finanzen gehe. Die Solidarität nehme ab. Eine Frau bezeichnete die Entwicklung als «Trauerspiel» und eine andere Frau konnte sich schlicht «keinen Reim auf die Überlegungen machen, die diesen Alleingängen zugrunde liegen.» Dennoch wurde am Ende der Austritt aus dem Zweckverband Sozialdienst des Bezirks Affoltern per 31. Dezember 2017 mit deutlichem Mehr beschlossen.
Der Abstimmung vorangegangen waren ausführliche Erklärungen Reichmuths. Einerseits zwingt das gesetzgeberische Korsett der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) die 14 Gemeinden des Bezirks weiterhin zur Zusammenarbeit. Die fünf Sparten des Sozialdienstes (Asylwesen, Suchtberatung, Wirtschaftshilfe, persönliche Beratung, aufsuchende Hilfe) können dagegen auch individuell organisiert werden. Davon machen jetzt viele Gemeinden Gebrauch. Gemäss Reichmuth strebt die Gemeinde Hausen zusammen mit den sieben Säuliämtler Gemeinden Aeugst, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach die Bildung einer interkommunalen Anstalt Sozialdienst (IKA SD) an. Eine Rechtsform, die schneller und flexibler sei als der bisherige Zweckverband. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die Kesb in eine IKA Kesb überführt werden. Diejenigen Gemeinden, die den gesamten Leistungskatalog der IKA SD beziehen, erhalten ein Mitspracherecht. Alle anderen sind reine Leistungsbezüger. Als Richtwert für die Gründung der IKA SD nannte Reich-
Abschied und Begrüssung der Gemeindeschreiber mit Applaus zum Abschluss der Hausemer Gemeindeversammlung. Links die beiden scheidenden Gemeindeschreiber Moritz Koller und Daniela Bommer, Gemeindepräsident Stefan Gyseler und der neue Gemeindeschreiber Andreas Kapp, rechts. (Bild Martin Platter) muth ein Einzugsgebiet von mindestens 18 000 Einwohnern, wobei die genannten Gemeinden rund 23 000 Einwohner zählten. Abgerechnet wird nicht mehr wie bis anhin zu je einem Drittel anhand von Fallzahlen, Einwohnerzahl und Steuerkraft der jeweiligen Gemeinde, sondern neu nur noch nach Fallzahlen. Diese würden unterteilt in leicht, mittel und schwer. Weniger zu reden gab die Bauabrechnung für die Strassen- und Wasserleitungssanierung in der Vollenweid, die letztlich 587 000 Franken kostete. Bewilligt wurde ein Kredit in Höhe von 700 000 Franken. Auf Begehren der Anwohner wurde das Projekt redimensioniert und von einem Landkauf abgesehen. Das brachte nicht nur eine Kostenersparnis von 16 Prozent, sondern auch noch ein Lob für die gute Zusammenarbeit mit der Baubehörde, das Tiefbauvorsteher Christoph Tandler mit Freude entgegennahm. Die Abnahme der Bauabrechnung wurde damit zur reinen Formsache. Zuvor hatten die 95 Stimmberechtigten bereits die Neugestaltung des Postplatzes nahezu einstimmig gutgeheissen (Bericht auf Seite 1).
Gemeindevermögen ohne Neubeurteilung Leichtes Spiel hatte auch Finanzvorsteherin Beatrice Sommerauer, die nach einer Einführung von Gemeindepräsident Stefan Gyseler das Budget 2017 vorstellte. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 90 Prozent (inklusive Primarschule) sieht es Ausgaben von 20,25 Millionen Franken vor und rechnet mit einem voraussichtlichen Auf-
wandüberschuss von 163 000 Franken. Es wurde kommentarlos gutgeheissen. Ebenso das Vorhaben der Gemeinde, vor dem Stichtag zur Einführung des neuen harmonisierten Rechnungswesens HRM2 am 1. Januar 2019 auf eine Neubeurteilung des Verwaltungsvermögens zu verzichten. HRM2 bewirkt, dass alle Liegenschaften und Anlagen im Eigenkapital (z. B. Schulhäuser, Altersheime) von Gemeinden, Zweckverbänden und anderen Körperschaften der öffentlichen Hand nicht mehr degressiv (jedes Jahr 10 bis 20 Prozent des Restbuchwertes) abgeschrieben werden, sondern gemäss der tatsächlichen Lebenserwartung linear innerhalb von 33 Jahren. Eine Neubeurteilung des Verwaltungsvermögens macht jedoch «stille Reserven» sichtbar – die Differenz zwischen dem durch die aggressive Abschreibungsmethode (zu) tiefen Buchwert zum effektiven Zeitwert. Gemäss Sommerauer würde das in Hausen zu einer Aufwertung des Eigenkapitals um 8,9 Millionen Franken führen. Geld, das bereits abgeschrieben ist, müsste nochmals abgeschrieben werden, was die laufende Rechnung mit 1,3 Millionen Franken schwer belasten würde. Ohne Neubewertung beliefen sich die Abschreibungen auf 0,7 Millionen Franken. Die Erklärungen verfingen beim Stimmvolk.
Orgelsanierung kann vorgenommen werden Auch die Geschäfte der reformierten Kirchgemeinde, die denen der Politischen Gemeinde vorangegangen waren, lösten ausser Zustimmung keine
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grossen Diskussionen bei den 35 Stimmberechtigten aus. Kirchenpräsident Jürg Billeter eröffnete die Versammlung mit dem Kreditantrag in Höhe von 72 000 Franken für die Revision und Instandstellung der Kirchenorgel. Gemäss Billeter ist das 48-jährige Instrument vor 18 Jahren letztmals revidiert worden, was eigentlich viel zu lange her ist. Entsprechend müssen nun weitere Schäden behoben werden, die über die normalen Revisionsarbeiten hinausgehen. Im Hinblick auf das Projekt KirchgemeindePlus würden zudem ergonomische Anpassungen vorgenommen, die das Bespielen durch verschiedene Organisten vereinfachen. Das Budget 2017 (rund 0,5 Mio. Franken) sieht bei gleichbleibendem Steuerfuss von 14 Prozent einen Gewinn von 9300 Franken vor. Zum Abschluss informierte Jürg Billeter über den Stand des Fusionsprojektes KirchgemeindenPlus. Denkbar sei eine bezirksweite Zentralverwaltung, die sich um alle Kirchen, Pfarrhäuser und die Personalverwaltung im Säuliamt kümmert, und von mehreren Kirchenkreisen ergänzt würde. Diese Kreise könnten unterschiedliche Profile aufweisen, um so den verschiedenen Ansichten und Bedürfnissen der Kirchgänger besser gerecht zu werden. Als Alternative angedacht sei ausserdem, den Bezirk in drei Regionen zu unterteilen. Im Oberamt würden sich dann Hausen, Kappel, Rifferswil, Maschwanden und Mettmenstetten zusammenschliessen. Am 10. Mai gebe es eine Informationsveranstaltung, im Juni erfolge der Antrag an die Kirchgemeindeversammlungen, schloss Billeter. anzeige
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In Hausen bleibt der Steuerfuss bei 90 Prozent
«Interkommunale Anstalt» als neue Rechtsform
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Freitag, 2. Dezember 2016
Schäden durch Vandalen in Ottenbach Vandalen haben vom 24. auf den 25. November im Ottenbacher Dorfzentrum mit Sprayereien beträchtlichen Schaden verursacht. Betroffen sind öffentliche und private Gebäude. Bei einem Restaurant und an zwei Mehrfamilienhäusern belaufen sich die Schäden auf mehrere hundert Franken, an der Fassade eines Einfamilienhauses auf rund 1000 Franken. Beim Versuch, einen Billettautomaten am Bahnhof Mettmenstetten zu knacken, entstand Schaden in der Höhe von gegen 2000 Franken. Die Tat ereignete sich am 29. November, zirka 13.30 Uhr.
Auch in Wettswil trieben Vandalen ihr Unwesen. Sie brachten am 29. November an öffentlichen Gebäuden widerrechtlich Kleber an. Die Kantonspolizei beziffert den Schaden auf rund 250 Franken. Am 27. November, zwischen 13.40 und 14.15 Uhr, wurde auf dem Parkplatz an der Reuss in Obfelden durch das Einschlagen eines Fensters ein Auto aufgebrochen. Die Diebe entwendeten eine Tasche mit Gegenständen im Wert von mehreren hundert Franken. Abklärungen sind im Gang. Der Schaden beläuft sich auf 1000 Franken.
Durch Bohrschlamm wurde am 28. November in Mettmenstetten der Dorfbach verschmutzt. Die Feuerwehr pumpte Frischwasser ins Gewässer. Ein Fischsterben konnte verhindert werden. Laut Kantonspolizei wird der Fehlbare zur Rechenschaft gezogen. In Affoltern verzeigte die Polizei um 10 Uhr einen Arbeiter, der am letzten Sonntag auf einer Baustelle tätig war. Und wegen Lärmimmissionen, die aus einem Lokal im Bezirkshauptort am 27. November um 2.45 Uhr nach aussen drangen, kassierte der Geschäftsführer eine Ermahnung. (-ter.)