Vermischtes
Dienstag, 10. November 2015
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Auf Energiethemen sensibilisiert EKZ-Berater haben die Mitarbeiter im Kinderspital-Rehabilitationszentrum Affoltern informiert Mit Energie effizient umgehen können – diese Kompetenz möchten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) in ihren Energiewochen vermitteln. Das Kinderspital-Rehabilitationszentrum in Affoltern kam bereits zum zweiten Mal in den Genuss. ................................................... von thomas stöckli Ein Elektro-Auto vor dem Portal, Schautafeln in der Eingangshalle und ein Quiz-Computer im öffentlichen Restaurant – das Thema Energie hat in den letzten beiden Wochen das KispiRehazentrum geprägt. Rund ein Drittel der Belegschaft, wollte sich den Vortrag Energieeffizienz nicht entgehen lassen. «Wer mit dem eigenen Energieverbrauch konfrontiert wird, erschrickt erst mal», weiss EKZ-Energieberater André Montani. Energie ist etwas Wertvolles. Das ist die zentrale Botschaft, die in den Energiewochen vermittelt wird. Mit dieser Grundlage lässt sich das eigene Nutzungsverhalten hinterfragen. Im Privathaushalt sei für den Energieverbrauch in erster Linie die Raumtemperatur massgebend, so Stromdetektiv Hardy Schröder, weiter die Effizienz der Haushaltsgeräte sowie das Nutzerverhalten. «Lösche ich das Licht? Stelle ich Geräte ganz ab? Koche ich mit dem Deckel auf der Pfanne?», verdeutlicht Schröder.
Geräte über die Nacht und übers Wochenende abstellen Im Firmenbereich lässt sich oft mit der richtigen Beleuchtung und Raum-
Energie zum Anfassen: Am Mittwochnachmittag durften die Kinder experimentieren. (Bilder EKZ-Energiewoche) temperatur Strom sparen, ansonsten seien die Optimierungsmöglichkeiten sehr individuell. So lassen sich vielleicht die Kühlung des Serverraums und der Boiler mit einer Warmwasserpumpe koppeln, erklärt der Stromdetektiv. Gar ohne Investitionskosten führt eine «bedarfsgerechte Verwendung des Bestehenden» zu einem Minderverbrauch an Energie. Dazu gehört etwa, dass Geräte über die Nacht und übers Wochenende abgestellt werden. Im Kispi-Rehazentrum ist der Stromverbrauch seit 2010 rückläufig – und dies trotz der Aufstockung und Erweiterung. Wer die grössten Stromfresser bei den computerunterstützten Bewegungsrobotern sucht, der irrt: «Den grössten Verbrauch haben wir in der Küche und der Wäscherei», verrät Ökonomie-Leiterin Ruth Meierhofer. Mit den neuen Induktionsherden
Luk De Crom, Leiter Pflegedienst, wagt eine Probefahrt im Elektroauto. Ökonomie-Leiterin Ruth Meierhofer schaut (noch) zu. (Bild Thomas Stöckli)
konnte in der Küche etwas reduziert werden. Weiter wurde die Beleuchtung teilweise auf LED umgestellt.
«Überraschend sportlich» unterwegs Das Thema Energie sei ihr sehr wichtig, verrät Ruth Meierhofer, die selber zuweilen den Arbeitsweg aus dem Unteramt mit dem Elektrovelo in Angriff nimmt. Die Energiewochen versteht sie allerdings auch als Gewinn für ihre Mitarbeiter: «Wann hat man schon die Möglichkeit, mit einem Elektroauto zu fahren?» Und diese Testfahrten machen denn auch tatsächlich Eindruck: «Überraschend sportlich», «ruhig» und «angenehm zu fahren», so die Bewertungen der Kispi-Mitarbeitenden. Weitere Infos unter www.ekz.ch
Die Thermografie des Körpers offenbart Wärme an Kopf, Händen und Rumpf. Zahlreiche Mitarbeiter und auch Kinder lassen sich das Erlebnis nicht entgehen.
Bänz Friedli tritt mit «Gömmer Flüchtlingshilfe vor Ort Starbucks» und neuen Büchern auf Verein Ceriba: Sammeltage in Affoltern Highlight im Jubiläumsjahr der Bibliothek Bonstetten Die Bibliothek Bonstetten bietet am 13. November ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr. Bänz Friedli präsentiert Szenen aus seinem Programm «Gömmer Starbucks» und liest aus seinen neuen Büchern «Und er fährt nie weg» und «Es gibt Tage, da sind alle Menschen blau und sprechen Chinesisch». Der Kabarettist, Autor und Hausmann wurde durch die «Pendlerregeln» in «20 Minuten» bekannt. Seine wöchentlichen Hausmann-Kolumnen im «Migros Magazin» erreichten Kultstatus. Ebenso ist er am Radio SRF1 in der «Zytlupe» Gast. Er ist bekannt für seine Wortspiele, seinen Sprachwitz, seine Parodien und tritt in der Deutschschweiz mit kabarettistischem Programm auf. Ab 2007 trug er seine «Hausmann»-Kolumnen öffentlich vor, wobei die Lesungen, gespickt mit Improvisation und «Zytlupe»-Texte, sich zunehmend zu satirischen Auftritten entwickelten. Daraus entstand das kabarettistische Programm «Sy no Frage?», das Friedli zwischen 2011 und 2014 rund 250-mal zeigte. 2013 startete er mit «Gömmer Starbucks» als Comedian und wird am 9. Mai 2015 mit der Theaterauszeichnung «Salzburger Stier» geehrt. Die Bibliothek freut sich, den gefragten Gast am 13. November in der Aula des Oberstufenschulhauses, um 20 Uhr, zu begrüssen. Es sind noch wenige Tickets an der Abendkasse ab 19.30 Uhr erhältlich. Der Ticketpreis beträgt 20 Franken. (sa)
Die Flüchtlingskrise in Osteuropa überfordert Staaten wie auch die grossen Hilfswerke. Das menschliche Elend hat einige junge Schweizer veranlasst, eine eigene Initiative zu gründen. Seit Anfang Oktober 2015 sind sie ehrenamtlich vor Ort und zeigen, wie effektive Flüchtlingshilfe in Zukunft aussehen wird. Während in Europas Hauptstädten über Obergrenzen, Kontingente, Verantwortung, Auffanglager und Zäune debattiert wird, herrscht entlang der sogenannten Balkanroute, auf der Millionen von kriegstraumatisierten, schutzsuchenden Menschen in Richtung Deutschland unterwegs sind, bittere Not: Die Flüchtlinge sind praktisch vollständig unversorgt, haben nasse Kleider, leiden Hunger und Durst und müssen die Nächte im Freien verbringen, oft auf schlammigen Feldern.
Hunderte Freiwillige lindern die Not
Bekannt für seine Wortspiele, seinen Sprachwitz und seine Parodien: Bänz Friedli tritt am 13. November in der Bibliothek Bonstetten auf. (Bild zvg.)
Ohne die hunderten von Freiwilligen aus ganz Europa, die ihren Alltag unterbrochen haben, um vor Ort Soforthilfe zu leisten, wäre die Situation mit Sicherheit noch viel schlimmer, auch wenn das angesichts der Bilder, die in der Krisenregion entstehen, nur schwer vorstellbar ist. Zu ihnen zählt Sash Wegmüller, ein Grafiker aus Bern, der seinen Job vorübergehend aufgegeben und den Verein «Ceriba» gegründet hat, was Finnisch ist und «happiness that you can share» bedeutet. Seit Wochen sind Wegmüller und seine Freundin in Kroatien unterwegs, wo sie ihren Skoda
Octavia mit Wasserflaschen, Sandwiches, Babymilch, Snackriegeln und Obst füllen und diese dort an die Flüchtlinge verteilen, wo die Flüchtlinge an Grenzbahnhöfen umsteigen oder ganz gestrandet sind. Mit weiteren Freiwilligen, die alle ehrenamtlich hier sind und sogar für das Benzin und ihre Unterkunft selbst aufkommen, verteilen die beiden auch kistenweise warme Kleider.
Unterstützung aus dem Säuliamt Während Wegmüller und die Helfer vor Ort von Schauplatz zu Schauplatz eilen, wächst zuhause das ehrenamtliche «Ceriba»-Netzwerk und organisiert sich professionell. Bereits haben sich in den Kantonen Zürich, Aargau, St. Gallen, Graubünden und Zug Gruppen gebildet, die Kleidersammlungen organisieren, während die Aktivisten im Bekanntenkreis Spendengelder sammeln. Diese kommen sofort, direkt und ohne Abzug den Flüchtlingen zugute. Auch hier im Säuliamt haben sich Menschen zusammengefunden, die «Ceriba» unterstützen wollen. Sie organisieren die Kleidersammlung und -verpackung sowie den Transport in die Krisengebiete. Benötigt werden saubere Winterkleider in allen Grössen für Männer, Frauen, Kinder und Babys; Jacken, Pullis, Hosen, Schuhe, Socken, Strampler, Mützen, Handschuhe, Schals. Auch Regenponchos, Schlafsäcke und Plastikrollen sind willkommen. (pd.) Sammeltage am 14. und 28. November, von 10 bis 16 Uhr, Pfruendhofstrasse 64 (Zufahrt über Butzenstrasse) in Affoltern am Albis. www.ceriba.ch, www.facebook.com/ceriba1.