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Veranstaltungen
Freitag, 13. Oktober 2017
«Veri» mit dem neuen Programm «UniVerität»
Älter werden – kreativ und aktiv bleiben
Eine kabarettistische Bildungsdefensive in Mettmenstetten
Senioren-Hobbyausstellung in Hausen
Bereits ein Tag nach seiner Premiere gastiert Veri am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr, im Gasthaus zum weissen Rössli, in Mettmenstetten.
Älter werden – kreativ und aktiv bleiben: Unter diesem Motto findet vom Samstag, 21. Oktober, bis Freitag, 27. Oktober, im Gemeindesaal Hausen die SeniorenHobbyausstellung mit 16 Ausstellerinnen und Ausstellern statt.
Mann, Ü50 und Englisch nur vom Hörensagen: Veri lebt in der jobmässigen Gefahrenzone. Er muss aufs Amt, zur Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit (EAF). Also abklären, ob er schon zum alten Eisen gehört oder den Sprung von Wählscheibe und Telefonkabine zu Industrie 4.0 und Virtual Reality noch schafft. Für die Jungen heute gibt es den Lehrplan 21. Und Streit. Ob im Rechnen Vreneli nun mit Hansli von A nach B oder mit Mustafa von Libyen nach Lampedusa fahren soll. Und ob Skifahren, das Singen der Nationalhymne oder Jassen ab der 3. Klasse obligatorisch wird. Veris kabarettistische Antwort auf Bildungslücken, Fachkräftemangel und Pisastudien sind nicht immer politisch korrekt. Aber witzig und träf.
Der Künstler Thomas Lötscher wird 1960 im Entlebuch geboren. Trotz Trauma aus dem Blockflötenunterricht erlangt er später einige Diplome im Handwerk und Handel, in der Wirtschaftsinformatik, der Organisation und im Kultur-
management. Als zuletzt selbstständiger Unternehmensberater kommt er zur Einsicht, dass der Übergang von einer bankinternen Projektsitzung zum Kabarett fliessend ist. 2004 tritt Thomas Lötscher mit der Figur «Veri» erstmals auf. Ausgespielt sind seine Programme «Ab- und Zufälle» (2008-2012) und «Typisch Verien!» (2013-2016). Seit 2007 spielt er jährlich den kabarettistischen «RückBlick». Seit 2009 Veri, «politisch.witzig.träf». (Bild zvg.) spielt Thomas Lötscher auch im deutschsprachigen dem Urnengang … eine brandaktuelle Ausland, vornehmlich in Deutschland. Pointe nach der anderen aufzutischen, Aktuell ist er dort mit einer länderspe- authentisch, frech und schlagfertig zifischen Version von «Typisch Ver- über Politiker und Politik zu lästern, ien!» unterwegs, ab Herbst 2018 mit ist ein Phänomen.» (pd.) einem neuen Programm. «Feinstes Sozialkabarett» titelte die Süddeutsche Freitag, 20. Oktober. Beginn 20 Uhr, Abendkasse Zeitung. Romano Cuonz in der Ob- und Türöffnung 19 Uhr. Tickets gibts auf der Post waldner Zeitung schrieb: «Dass ein Ka- oder online www.ticketino.ch. Weitere Infos: barettist imstande ist, ab Montag nach www.veri.ch.
Die vielfältige Ausstellung, die alle drei Jahre und dieses Jahr zum achten Mal durchgeführt wird, vermittelt einen eindrücklichen Einblick in das kreative Schaffen der über 60-jährigen Seniorinnen und Senioren des Oberamtes. Die Ausstellung verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll sie kreatives und handwerkliches Schaffen einem breiten Publikum zugänglich machen, zum anderen soll sie dazu animieren, bis ins hohe Alter mit einem Hobby eine sinnvolle Beschäftigung zu pflegen. Kreatives Schaffen im Alter weckt Zufriedenheit, Freude am Schönen und am Gelingen, und nicht zuletzt Genugtuung und Bestätigung für die Leistungsfähigkeit. Die Ausstellung umfasst eine breite Palette von Aktivitäten wie Malerei, Keramik, Fotografie und Metalldekorationen, textile Handarbeiten wie Stricken, Häkeln, Sticken, Quilten oder filigranes Klöppeln und versetzen so den Besucher in eine fast magische Welt. Geschliffene Schmucksteine und
Mineralien von Strahlertouren aus der ganzen Welt runden die Ausstellung ab. Einige Aussteller haben sich bereit erklärt, ihr Schaffen vor Ort zu zeigen, damit die Besucher direkt die Entstehung eines Werkes mitverfolgen können. Die meisten Aussteller bieten ihre Arbeiten auch zum Verkauf an. Die Ausstellung wird am Samstag, 21. Oktober, um 15 Uhr, unter der Mitwirkung der Volksmusikgruppe Puszta Tampa feierlich eröffnet. Am Dienstag, 24. Oktober, schildert Dieter Schwickert seine spannenden Erlebnisse anlässlich einer «Mineraliensuche über dem Polarkreis auf der russischen Halbinsel Kola» mit einem Diavortrag, und am Donnerstag, 26. Oktober, sorgt «Ruedis Frauenkapelle» für stimmungsvolle Unterhaltung. Das «Künstlerbeizli» ist während der ganzen Ausstellungzeit geöffnet und die Senioren Ruedi Holliger (Schwyzerörgeli) und Theo Wiget (Jazz am Piano) sorgen abwechselnd für einen stimmungsvollen Sound. (pd.) 21. bis 27. Oktober, Gemeindesaal Hausen. Vernissage, Samstag, 21. Oktober 15 Uhr. Öffnungszeiten: Samstag, 21. Oktober, 15 bis 20 Uhr, Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag 14 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 14 bis 20 Uhr. Detaillierte Öffnungszeiten und Infos unter www.hobby-oberamt.ch.
Mit offenen Armen die Lust auf neuen Lesestoff? Zeit rückwärts erleben Neuheitenvorstellung in der Bibliothek Wettswil Zwei Filme im Kino Mansarde Muri In «A bras ouverts – Hereinspaziert» lehnt sich der Linksintellektuelle Jean-Etienne Fougerolle (Christian Clavier) bei einem Interview weit aus dem Fenster, als er beteuert, dass er auf jeden Fall Flüchtlinge bei sich aufnehmen würde – nur um nicht als Heuchler dazustehen. Am nächsten Morgen hat er das Geschenk: Eine neunköpfige Zigeunerfamilie bevölkert seinen Garten und bittet um Asyl. Doch deren unkonventionelles Verhalten passt so gar nicht in Fougerolles Leben ... Zum zweiten Mal hat sich Regisseur Philippe de Chauveron für ein Filmprojekt Christian Clavier mit ins Boot geholt. Drei Jahre nach dem phänomenalen Erfolg von «Monsieur Claude und seine Töchter» folgt mit «A bras ouverts – Hereinspaziert» ein witziger und gerissener Nachfolger. «Das Sterben und Leben des Otto Bloom» erzählt ein spezielles Schicksal: Otto Bloom (Xavier Samuel) erlebt die Zeit rückwärts. Die Vergangenheit ist für ihn die Zukunft und alles was
sich für uns in der Zukunft abspielt, hat er schon längst erlebt. Das zieht natürlich neben der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auch das Interesse der Forschung auf sich: Otto Bloom wird ein Fall für die Wissenschaft. Genauer gesagt ein Fall für die junge Psychiaterin Ada (Matilda Brown). Sie entdeckt Otto Bloom und verliebt sich in ihren Probanden. Dummerweise kann diese Romanze nicht lange gut gehen ... Aus der Retrospektive erzählt eine gealterte Version der grossen Liebe Ada vom Aufstieg und dem Fall des Mannes ohne Gedächtnis. Ein spannendes Gedankenexperiment, das vom Zuschauer einiges an Vorstellungsvermögen erfordert. (jn)
19. Oktober, 18 Uhr, und 20. Oktober, 20.30 Uhr (F/d, 92 Min., ab 12 J.). «Das Sterben und Leben des Otto Bloom» am 19. Oktober, 20.30 Uhr, und 20. Oktober um 18 Uhr (E/d/f, 84 Min., ab 14 J.). Reservierungen im Internet unter www.kinomansarde.ch oder telefonisch unter Telefon 056 6442121.
Vorpremiere mit Gästen im Kino Zug
Für ihre 89 Lenze ist Gertrud Forster (Monica Gubser) beneidenswert vital und selstständig. Ihre grösste Angst ist es, dement im Altersheim zu enden. Umso schockierter ist sie, als ein eleganter Engländer (Michael Rutman)
Manchmal steht man in der Bibliothek vor den gut gefüllten Regalen und fragt sich, was man lesen soll. Die beliebte Buchhändlerin Daniela Binder stellt in der Bibliothek Wettswil die aktuellsten Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt vor. Die Leiterin der Buchhandlung «Obergass Bücher» in Winterthur präsentiert mit viel Herzblut und Leidenschaft eine Auswahl von Büchern, die sie in diesem Jahr begeistert haben. Krimis, Beziehungsgeschichten, Familientragödien, Frauengeschichten, Gesellschaftsromane, Historisches, Spezi-
Daniela Binder. (Bild zvg.) elles, Biografien und Bücher für Männer ... Daniela Binder wird auf einem literarischen Kurztrip durch die etwa 20 Neuerscheinungen führen. «Es ist sicher für jeden Geschmack etwas da-
bei», meint sie. Ihren persönlichen Favoriten nennt sie nicht; aber wer gerne liest, wird auf seine Kosten kommen und kann sich bereits Bücher für die langen Winterabende auslesen. Daniela Binder, in deren Lieblingsbücher es meist um historische oder zeitgeschichtliche Themen geht, ist fast 70 Mal im Jahr unterwegs mit ihren Büchervorstellungen! «Die Bücherauswahl zu treffen ist übrigens gar nicht so einfach bei dem riesigen Sortiment an Neuerscheinungen. Ich vertiefe mich vorab in die Leseexemplare der Verlage, verlasse mich auch auf meine Erfahrung und natürlich entscheidet das Bauchgefühl mit!», meint sie. Nach der Veranstaltung offeriert die Bibliothek Wettswil einen Apéro. Dabei hat man Gelegenheit, die präsentierten Bücher auszuleihen. Karin Auf der Maur
Termine: «A bras ouverts - Hereinspaziert» am
«Die letzte Pointe» «Die letzte Pointe» ist eine «ernste» Familienkomödie über den höflichen Abgang. Am 29. Oktober, um 11 Uhr findet im Kino Zug die Vorpremiere statt. Neben Regisseur Rolf Lyssy, werden auch die Darstellenden Monica Gubser, Michael Rutman und Produzentin Anne-Catherine Lang anwesend sein.
Am Donnerstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr stellt die beliebte Buchhändlerin Daniela Binder in der Bibliothek Wettswil die aktuellsten Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt vor.
bei ihr auftaucht, weil sie ihn auf einer Dating-Plattform für Senioren angeschrieben hat. Da Gertrud sich nicht daran erinnern kann, möchte sie nur noch eins: ihr möglichst selbstbestimmtes Ende, bevor sie auf der Demenzstation landet. Die Familie hat keine Ahnung von Gertruds finalem Vorhaben. Doch alle glauben besser zu wissen, was für Gertruds Zukunft richtig ist. Und als sich der Sterbehelfer Balz Sommer in Gertruds Lieblingsenkelin Meret (Delia Mayer, «Tatort») verliebt, muss Gertrud einmal mehr ganz eigene Wege gehen ...pd.) Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, Kino Seehof, Zug. Vorpremiere mit Gästen.
Inspiration Schottland Kammerorchester aus Fribourg spielt im Festsaal Muri Am Samstag, 21. Oktober, gastieren das Kammerorchester OCF aus Fribourg und der junge amerikanische Pianist Andrew Tyson im Festsaal Muri. Das hochromantische Programm präsentiert Robert Schumanns Klavierkonzert in a-Moll und musikalische Reiseeindrücke von Felix Mendelssohn. Dieser fand auf seiner Schottlandreise im Jahr 1829 die Töne, die später als Hebriden-Ouvertüre bekannt wurden. Gewidmet hatte er sie Staffas schönster Höhle: Fingals Cave. Mendelssohn besuchte die Insel bei tosender See, als Sturmböen durch die abgebrochenen Basaltsäulen wie durch Orgelpfeifen brausten. All dies ist in dieser «Ouvertüre» lautmalerisch abgebildet. Die auf der gleichen Reise begonnene «Schottische Sinfonie» ist ein facettenreiches Gemälde. Im 1. Satz fing Mendelssohn Regen, Wind, Gewitter
Das Kammerorchester OCF aus Fribourg spielt in Muri. (Bild zvg.) und den Nebel ein. Im 2. Satz hingegen wähnt man sich auf einem Volksfest: die Klarinette mimt den Dudelsack. Danach wendet sich der Komponist der schottischen Literatur zu. Kleinere Fehden, aber auch Kriege, Gemetzel und Schrecken verschmelzen im 3. und 4. Satz zu einem Trauerspiel.
part übernimmt Andrew Tyson, der vor zwei Jahren beim Concours Géza Anda in Zürich nicht nur den 1. Preis gewann, sondern neben dem MozartPreis auch den Publikumspreis. (pd.) Samstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr Festsaal Kloster Muri. Orchestre de chambre fribourgeois (OCF); Andrew Tyson, Klavier; Laurent Gendre, Leitung.
1. Preis als Wendepunkt Im Zentrum des Konzertabends steht Schumanns Klavierkonzert. Den Solo-
18.30 Uhr, Abendkasse und Konzertbar. Tickets: Kategorie A: 50/25 Franken; Kategorie B: 35/10 Franken im Vorverkauf bei Muri Info, Marktstrasse 4, Muri, Telefon 056 670 96 63, www.murikultur.ch.