Bezirk Affoltern
Dienstag, 1. Oktober 2013
3
Austritt aus dem Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Affoltern am Albis Ab 2016, nach Ablauf der zweijährigen Kündigungsfrist, soll Affoltern am Albis die Bereiche Sozialdienst und Asyl nicht mehr beim Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern einkaufen müssen. Der Gemeinderat spricht sich für den Austritt aus dem Zweckverband aus und legt ein entsprechendes Geschäft am 9. Dezember 2013 der Gemeindeversammlung vor. Vor allem finanzielle Überlegungen führten zu diesem Entscheid. Die Gemeinde Affoltern am Albis ist mit 50 Mio. Franken verschuldet und muss beim Kanton jeweils ein Gesuch um Übergangsausgleich stellen. Dieser Übergangsausgleich beträgt im Jahr 2013 für die Politische Gemeinde 4 057 508 Franken, was mehr als 20 Steuerprozenten entspricht. Der Übergangsausgleich wird dazu verwendet, die laufenden Ausgaben der Gemeinde zu decken. Allerdings läuft die Möglichkeit, Übergangsausgleich zu beziehen, im Jahre 2016 aus. Ab diesem Zeitpunkt muss die Gemeinde den Fehlbetrag durch Ausgabenkürzungen und Einnahmen- bzw. Steuererhöhungen selber finanzieren. Im Wissen darum hat der Gemeinderat bereits 2012 das Projekt «Res-
sourcenoptimierung» gestartet. Dieses hat zum Ziel, sämtliche Aufgaben kritisch zu hinterfragen, Abläufe zu optimieren und wo möglich langfristig Kosten zu senken. Innerhalb der Verwaltung kann der Personalbestand vorerst, trotz Bevölkerungs- und Aufgabenwachstum, konstant gehalten werden. Dies ist der neuen Gemeindeordnung und einer internen Reorganisation zu verdanken, welche sämtliche Abläufe optimiert und effizienter gestaltet. Zudem wurden beispielsweise die Sitzungsgelder des Gemeinderates bereits per Anfang 2013 gekürzt bzw. in die vorhanden Pauschalen integriert. Als nächste Schritte wurden bzw. werden sämtliche Bereiche überprüft und schrittweise bearbeitet. Dabei wird insbesondere ein Augenmerk auf Doppelspurigkeiten, freiwillige Beiträge und Mitgliedschaften in Verbänden gelegt. Dazu gehören auch Aufgaben, welche zur Beschlussfassung der Gemeindeversammlung vorzulegen sind. Diese wird deshalb in Zukunft vermehrt über entsprechende Anträge befinden müssen.
Massive Einsparungen möglich Rund zwei Drittel der Kosten fallen in den Bereichen Gesundheit und Soziales an. Als Erstes wurde deshalb die
Notwendigkeit einer Mitgliedschaft beim Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern geprüft. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Gemeinde Affoltern am Albis die Dienstleistungen im Bereich Sozialdienst (persönliche und wirtschaftliche Hilfe) sowie Asyl deutlich kostengünstiger ausführen kann als der Zweckverband. Die Einsparungen dürften insgesamt rund 350 000 Franken pro Jahr betragen, was fast zwei Steuerprozenten entspricht. Die einmaligen Kosten für die Einrichtung eines eigenen Sozialdienstes sind schon nach dem ersten Jahr amortisiert. In diesen Beträgen bereits berücksichtigt ist die Einführung einer Arbeitsintegrationsstelle. Ziel dieser Stelle ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in einen Arbeitsmarkt integrieren zu können. Von den Einsparungen nicht betroffen ist die Höhe der notwendigen Ausgaben an die anspruchsberechtig-
ten Personen (Sozialhilfeempfänger). Die auszuzahlenden Beträge sind aufgrund kantonaler Gesetze zu berechnen.
Alternativen gesucht Bevor sich der Gemeinderat für den Austritt aus dem Zweckverband aussprach, wurden Alternativen geprüft. Insbesondere forderte er die Modularisierung des Verbandes, damit alle Ge-
meinden nur noch jene Sachgebiete einkaufen müssen, welche auch wirklich benötigt werden. Es ist offensichtlich, dass die Anforderungen von kleinen und grossen Gemeinden unterschiedlich sind. Der Zweckverband konnte aber nicht zusichern, dass die Aktualisierung der Zweckverbandsstatuten in die gewünschte Richtung und innerhalb der notwendigen Zeit vorangetrieben wird.
«Ein Bezirksgebäude mit Gefängnis kann als seltene Aufgabe bezeichnet werden» Vor exakt 40 Jahren wurde in Affoltern das Bezirksgebäude bezogen Vor 40 Jahren wurde das Bezirksgebäude in Affoltern eingeweiht. Vertreterinnen und Vertreter von Bezirksgericht, Statthalteramt, Bezirksrat Kantonspolizei und Gefängnis feierten das Jubiläum am Freitag mit einem Apéro. «Mit einer gewissen Wehmut verlässt das Gericht die ländlich-idyllische Gerichtsstube und all die verschiedenen Räume, die zudem dem Statthalteramt, dem Bezirksrat, der Bezirksanwaltschaft, der Polizei und der Gefängnisverwaltung Unterschlupf boten.» Das schrieb der damalige Gerichtspräsident Dr. Max Dennler im Vorwort einer «Anzeiger»-Sonderbeilage, die dem neuen Bezirksgebäude gewidmet war – einem für damalige Verhältnisse sehr modernen Bau, der für den Architekten Rudolf Küenzi eine Herausforderung darstellte. Statthalter Claude Schmidt zitierte ihn: «Das Bezirksgebäude mit Gefängnis kann als seltene Aufgabe bezeichnet werden.» Das nach innen gerichtete Projekt verzichte bewusst auf eine direkte Beziehung zur näheren Umgebung, hielt der Architekt damals fest. Ein weiteres Zitat wurde mit Gelächter quittiert: «Das
Platzgründen notwendig. Max Dennler sagte das so: «Die Bevölkerungszunahme veränderte auch in unserem Bezirk das althergebrachte Bild der landwirtschaftlichen Region, was in der Folge unter anderem verhältnismässig rasch ein wesentliches Anwachsen der Geschäftslast bei den Bezirksbehörden zeitigte.» (-ter.)
wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Morgen Mittwoch, 2. Oktober, feiert in Stallikon Erik Sörensen seinen 80. Geburtstag. Am Donnerstag, 3. Oktober, kann auch Erwin Gasser in Stallikon seinen 80. Geburtstag feiern. Wir gratulieren den Jubilaren und wünschen Glück, Gesundheit und ein schönes Fest.
Die «Hausherren» des Bezirksgebäudes anlässlich der kleinen Jubiläumsfeier, von links: Hans-Peter Marti, Gefängnisleiter; Claude Schmidt, Statthalter und Bezirksratspräsident; Peter Frey, Präsident des Bezirksgerichts; Markus Huber, Bezirkschef der Kantonspolizei. (Bild Werner Schneiter) Wechselspiel von Eingangsplatz, überdeckten Hallen, offenen Terrassen und Treppen ist reizvoll und bildet vielgestaltige Raumbereiche, die zum Ver-
Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 532 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch
weilen einladen. Für diesen Aufenthaltsbereich strebte man eine Atmosphäre an, in der sich Menschengruppen zwangslos bewegen können.»
Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701
Nun, der Umzug vom alt-ehrwürdigen Gerichtshaus am Kronenplatz ins moderne Bezirksgebäude Im Grund in Affoltern war damals aus
Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch
Zum 80. Geburtstag Am kommenden Donnerstag, 3. Oktober, feiert René Weiersmüller-Schüpbach in Obfelden den 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich, wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.
Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG