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Veranstaltungen
Dienstag, 20. September 2016
Mit Musik verwebte Texte Texte und klassische Klaviermusik im Kleintheater Oberdorf Max Helfenstein (rechts) und die Apple’s Paradise Big Band. (Bild zvg.)
Die Big Band spielt auf Ein swingender Film und Tanzabend Am Samstag, 24. September, präsentiert das Kinofoyer Lux in der renovierten Aula Ennetgraben, Affoltern den Film «Swing Kids», der von der einheimischen Apple’s Paradise Big Band musikalisch umrahmt wird. Im Säuliamt braucht man die Apple’s Paradise Big Band aus Affoltern unter der Leitung von Max Helfenstein kaum mehr vorzustellen. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat die Band in und ausserhalb der Region immer wieder begeistert. Nach dem erfolgreichen Auftritt am Züri Fäscht Anfang Juli kündigt die Band einen nächsten Höhepunkt in erstmaliger Zusammenarbeit mit dem Kinofoyer Lux an. In klassischer Big-Band-Besetzung mit Trompeten, Posaunen, Saxofone und Rhythmusgruppe werden die Ämtler Musikerinnen und Musiker mit mehreren Swing Standards in den nachfolgenden Film «Swing Kids» einstimmen. Nach dem Film lädt die Band – wie immer begleitet von der ausdrucksstarken Sängerin Caroline Spörri – zum Tanz ein.
Die Erfolgswelle des Swing Am Anfang der Dreissiger Jahre begann sich im Jazz der Swing als neuer Stilbereich zu entfalten. Ausgehend von den USA und sich mit entsprechender Verzögerung auch im alten Kontinent ausbreitend entwickelte sich die neue Musik in ihrer Blütezeit, der Swing Aera, weit über die Jazzszene hinaus zum Inbegriff amerikanischer Tanzmusik. Das Repertoire war auch geprägt durch die Schlagerproduktion der damaligen Zeit. Die aufkommenden Big Bands gewannen die Gunst eines breiten Publikums. Herausragende schwarze Musiker und
Bandleader wie Count Basie und Duke Ellington, aber auch weisse wie Glenn Miller und Benny Goodman («King of Swing») schrieben Jazzgeschichte. Der Swing als wohl populärste Stilrichtung des Jazz, als eigentliches Massenphänomen, nicht zuletzt wegen seiner Tanzbarkeit und dem vollen Sound, erzielte in der Blütezeit der Jahre 1935 bis 1940 riesige kommerzielle Erfolge.
Swing galt als entartete Kunst Das seit 1933 mächtige deutsche Naziregime erklärte die «Negermusik» nichtarischen Ursprungs zur entarteten Kunst. Der Jazz als Produkt amerikanischer Denk- und Lebensart, der in seiner individuellen Spielweise (Solo im Kollektiv) letztlich demokratisches Gedankengut spiegelt, stand der nationalsozialistischen Philosophie und Praxis diametral gegenüber. Nichtsdestotrotz bildete sich in den deutschen Grossstädten eine oppositionelle Jugendkultur, die sogenannte SwingJugend. Sie suchte im amerikanischen Lebensstil, vor allem in der SwingMusik und dem Swing-Tanz, eine autonome Ausdrucksmöglichkeit und grenzte sich zur nationalsozialistischen Gesellschaft, hauptsächlich zur Hitler-Jugend ab. Der Film «Swing Kids» mit dem swing-lastigen Soundtrack ist jenen jungen Deutschen gewidmet, die während der Nazizeit dem Sieg-Heil das Swing-Heil entgegensetzten und wegen ihrer mutigen Überzeugung verfolgt, verhaftet und streng bestraft wurden. Ein tief berührendes Filmdokument. (Hanspeter Merz) Samstag, 24. September 2016, 19 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern am Albis, Bar und Kasse geöffnet ab 18 Uhr. Eintrittspreis 28 Franken (unter 20 Jahren 20 Franken), nicht im Jahrespass LUX inbegriffen. Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern. Telefon 044 762 42 42 www.bigbandsound.ch.
Melodische Improvisation In der Konzertreihe «Jazz am Donnerstag» ist am 22. September Brodway und Filmmusik zu hören, im «LaMarotte». Wie klingt Broadway- und Filmmusik der 30er- bis 50er-Jahre, gespielt von einem herausragenden Jazz-Quartett? Adam Taubitz, Stimmführer der zweiten Geigen der Berliner Philharmoniker und Thomas Dobler, einer der vir-
tuosesten Vibraphonisten Europas, treffen auf die hervorragenden Begleiter Dani Solimine, einen der seltenen Gitarristen, der eine siebensaitige Gitarre spielt, und Thomas Dürst, einen vielgefragten Jazz-Bassisten. Sie lieben Swing und melodische Improvisation. Donnerstag, 22. September, Bar ab 18.30 Uhr. Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.
Für die kalte Jahreszeit ausrüsten Der Frauenverein Hausen-Ebertswil organisiert in Hausen den Kauf und Verkauf gebrauchter Kleider, Schuhe und Spielsachen, aber auch Wintersportartikel für Kinder. Angeboten werden Kinderkleider bis Grösse 176 sowie Schuhe für die Herbst- und Wintersaison, aber auch Sportartikel wie Skis, Skischuhe, Snowboards, Schlittschuhe, Schlitten, Autositze, Kinderstühle, Kinderwagen und Spiele. Ein Besuch der Kinderkleiderbörse ist die ideale Gelegenheit, Kinder, Enkel oder Patenkinder für die kältere Jahreszeit auszurüsten. Wer Artikel zum Verkauf abgeben möchte, kann sich bei Priska Rösch, Telefon 043 466 52 28 oder priska.roesch@datazug.ch melden. Die Anbieter erhal-
ten von ihr eine Nummer zugewiesen sowie spezielle Anhänge-Etiketten. Es werden nur Artikel mit einer bestätigten Nummer und vom Frauenverein erstellten Etiketten angenommen. Die Annahme ist von 9 bis 10 Uhr und auf 100 Artikel pro Person beschränkt. Die Rückgabe der nicht verkauften Waren erfolgt von 16.15 bis 16.30 Uhr. Zur Deckung der Unkosten gehen 20% des Verkaufspreises an den Frauenverein. Auch wer keine Kleider oder Spielzeug erwerben will, ist willkommen. Eine Kaffeestube mit einer grossen Auswahl an köstlichen Kuchen ist von 13 bis 16.30 Uhr einen Besuch wert. Andrea Reichenbach, Aktuarin Frauenverein Hausen-Ebertswil Kinderkleiderbörse am Samstag, 24. September, 13.30 bis 15 Uhr, Kaffeestube von 13 bis 16.30 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen.
Das Trio «Flyrik» zeigt im Kleintheater Oberdorf in Aeugst eine originelle Collage aus Lyrik, Kurzgeschichten und Musik aus verschiedenen Epochen. Die sonore und wandlungsfähige Stimme des Rezitators Marco Caduff kennt man unter anderem von Radio Swiss Classic und von verschiedenen Hörbüchern her. Im aktuellen Programm trägt Caduff Texte von Goethe, Heine, Rilke, Morgenstern, Ringelnatz und weiteren Autoren vor. Ingrid Naef, die schon in mehreren «Opernhausen»Produktionen zu sehen und zu hören war, begleitet dazu mit klassischen Klavierstücken und Eigenkompositionen. Diese verwebt sie mit den Texten
zu neuen Einheiten. Felix Naef, der in Vorstellungen: 24. September, 20 Uhr; 25. Septemallen «Opernhausen»-Veranstaltungen ber, 17 Uhr; 1. Oktober, 20 Uhr. Kleintheater für das Lichtkonzept verantwortlich Oberdorf, Oberdorfstrasse 12, Aeugst. Parkplätze zeichnete, lässt die dazu passenden vor dem Volg oder der Kirche. Eintritt frei, Kollekte. Stimmungen entstehen. Platzreservierung: Telefon 044 761 86 63 Das Programm enthält nachdenk- oder ingrid.naef@naefcom.ch. liche und dramatische wie auch romantische, vergnügliche, kurzweilige und heitere Passagen. Nach zwei Programmen für «Kultur pur» in Aeugst und drei weiteren Programmen ist dies die sechste Produktion Stimmungsvolle Klang-Text-Reise mit Marco Caduff, des Trios. (pd.) Ingrid Naef und Felix Naef. (Bild zvg.)
Bonstetter machen Musik Einige Bonstetterinnen und Bonstetter haben beschlossen, zusammen zu musizieren. «Musik machen ist halt einfach etwas vom Schönsten!», sagte sich kürzlich jemand. Das finden auch einige Bonstetter – und haben sich zu einem heiteren und schmissigen Konzert in der Kirche Bonstetten zusammengetan. Es
spielen Rägle Brawand (Flöte/Piccolo), Nino Wrede (Fagott), Janick Müller (Klarinette), Julia Hofer (Orgel), Aurelia Neidhart (Akkordeon) und Werner Brawand (Euphonium). In einem Septett treten Andy Brüesch, Richard Frech, Peter Steiner, Ruth Küng, Annelies Weiss und Marcel Dinkelmann und Werner Brawand auf. Sie spielen Stücke von Rudolf
Herzer, Kurt Noack, Louis-James-Alfred Lefébure-Wely, Carl Stamitz, Wolfgang Amadeus Mozart, Julius Fucik, Adam Hudec, Henry Kling. Das Konzert wird von Pfarrerin Susanne Sauder moderiert. (pd.) «Bonstetter mached Musig», Sonntag, 25. September, 17 Uhr, reformierte Kirche Bonstetten. Infos: www.ursulahauserorgel.ch.
Selber gemacht – Kurse für Kinder und Erwachsene Neue Kurse im Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz Das Angebot im Bauspielplatz beschränkt sich längst nicht mehr nur aufs Hüttenbauen. Kinder und natürlich auch Erwachsene, die eine Hütte bauen wollen, können sich seit 1979 auf dem Bauspielplatz ausleben. Das Areal bietet aber 2016 Vieles mehr und nennt sich deshalb auch Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz. Da gibt es mannshohe Kügelibahnen, von denen die Kinder kaum mehr wegzubringen sind. Da lockt das Bistro Frosch mit seinem Kaffee mit hauseigener Röstung. Da gibt es einen Partyraum zu günstigen Konditionen und eine Werkstatt. Im Gegensatz zu dem Teil des Geländes, auf dem Hütten gebaut werden können, kennt das Gemeinschaftszentrum keine Saisonpause. Das ganze Jahr hin-
durch und besonders auf den Herbst hin sind wieder Kurse ausgeschrieben, die mannigfaltiger nicht sein könnten. Die Liste reicht von handwerklichen Angeboten (Vogelhaus bauen, Beton giessen) über feinere Handarbeiten (Traumfänger, Strukturbilder malen) bis hin zu sportlichen Kursen wie Speedstacking, zu Deutsch: Schneller Becher stapeln als das Auge erlaubt. Die meisten Kurse dauern einen halben Tag, mit einer grossen Ausnahme. In der zweiten Herbstferienwoche findet ein Comicworkshop statt. Innerhalb von fünf Tagen entstehen gezeichnete Geschichten aus eigener Hand. Die Vernissage am Freitagabend ermöglicht allen einen Einblick in die entstandenen Werke. Da das schöne Fremdwort «Partizipation» im Leitbild des Gemeinschafts-
zentrums Bauspielplatz verankert ist, sollen die Angebote nicht nur in eine Richtung laufen; jede und jeder (auch Kinder), der oder die eine Idee für ein Kursangebot hat, ist eingeladen, diese Plattform zu nutzen und anderen sein Steckenpferd näherzubringen. Die Kurse richten sich an Kinder und Erwachsene ab dem jeweils angegebenen Alter. Viele Angebote dürfen aber auch von kleineren Kindern mit Begleitung besucht werden. (pd.) Kurse, Infos und Anmeldung auf www.bauspielplatz.ch oder auf Plakaten an der Litfasssäule auf dem Bauspielplatz-Areal. Telefon Dodo Weiss 076 583 34 77. 25. September Traumfänger knüpfen, 1. Oktober, Speedstacking; 8. Oktober, Beton giessen; 17. bis 21. Oktober, Comics zeichnen; 29. Oktober, Repair Café – kaputte Sachen unter Anleitung reparieren; 9. November, Vogelhaus bauen.
Fokus öffnen für neue Strategien SP-Veranstaltung zu Kooperation statt Konkurrenz bei Spitälern Wie kann das Spital Affoltern in Konkurrenz zu den umliegenden Spitälern bestehen? Die SP möchte diese Frage an einer Veranstaltung aufgreifen. Über das Spital Affoltern ist in letzter Zeit viel geschrieben und diskutiert worden. Dabei wurde oft die Frage nach der Zukunft gestellt: Wie kann das Spital in Konkurrenz zu den umliegenden Spitälern bestehen? Die SP möchte diese Frage an einer Veranstaltung aufgreifen. Dabei interessieren allfällige Verfehlungen in der Vergangenheit nicht. Vielmehr möchte die SP mit dieser Informationsveranstaltung den Fokus öffnen und nach politischen Strategien in einem grösseren Zusammenhang suchen. Heidi Hanselmann, Gesundheitsdirektorin des Kantons St. Gallen, informiert über das Modell des Spitalverbundes, wie es im Kanton St. Gallen erfolgreich praktiziert wird. Als Heidi Hanselmann vor zwölf Jahren ihr Amt antrat, sollten
gemäss den Plänen ihres Vorgängers zwei von neun Spitälern (Flawil und Altstätten) geschlossen werden. Mit ihrer Politik, die auf Kooperation statt auf Konkurrenz setzt, konnten diese Schliessungen bis heute vermieden werden. Ähnlich wie vor 12 Jahren in St. Gallen sieht es heute im Kanton Zürich aus. Die neue Spitalfinanzierung führt im Kanton Zürich zu einer gefährlichen und teuren Deregulierung in der Gesundheitsversorgung. Der Kanton gibt seine Steuerungsinstrumente in der Spitalplanung immer mehr aus der Hand. Mit einer sogenannten Spitalliste wird lediglich der Bedarf festgelegt und die diversen Spitäler im Kanton Zürich bewerben sich um die entsprechenden Leistungsaufträge. Welche Spitäler überleben, soll der vermeintliche «Markt» bestimmen. Das führt zu einem Wettrüsten der Spitäler bei der Infrastruktur. Um das zu erreichen, wird eine Erhöhung der Fallzahlen angestrebt. Dies führt zur
Gefahr einer Überversorgung in lukrativen und einer Unterversorgung in weniger lukrativen Bereichen. Andreas Daurù, Kantonsrat der SP aus Winterthur, erläutert die aktuelle Lage des Gesundheitswesens im Kanton Zürich. Und er informiert über Ziele hinter der eingereichten Motion, welche die Einführung eines solchen Spitalverbundes im Kanton Zürich fordert. Ein Spitalverbund, zum Beispiel analog zum Modell des ZVV, kann die nötige und sinnvolle Koordination in der Spitalplanung übernehmen. Das könnte die Zukunft des Bezirksspitals Affoltern langfristig sichern. Mit dieser Veranstaltung will die SP einen konstruktiven Diskussionsbeitrag leisten. Im Anschluss an die beiden kurzen Referate wird es genügend Zeit für Fragen aus dem Publikum geben. Die Veranstaltung ist öffentlich. (pd.) Infoveranstaltung am 22. September, 20 Uhr, Ulmensaal der reformierten Kirche, Zürichstrasse 94, Affoltern.