CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
COVER HITS ABEND PRÄSENTIERT
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 69 I 176. Jahrgang I Freitag, 9. September 2022
Corona-Testcenter
Der Spital Affoltern bietet weiter Antigen-Schnelltests und PCR-Tests an. Nun an anderem Ort. > Seite 3
Ausstellung in Aeugst
Clarina Bezzola ist in Aeugst aufgewachsen und feiert in New York als Künstlerin Erfolge. >Seite 6
Dorfchronik
In Rifferswil ist nun die zweite Dorfchronik erschienen, die Willi Zeller verfasst hat. > Seite 7
Hauptsponsoren
Geschichtsträchtig
Im neuen Stück der Aemtler Bühne steht das Restaurant zum weissen Rössli im Mittelpunkt. > Seite 8
Strompreis steigt um 26 Prozent Elektrizitätswerke des Kantons Zürich als Ämtler Hauptlieferant kaufen viel Strom am Markt Ein Haushalt mit zwei Personen, der nicht selber Strom produziert, zahlt im Säuliamt ab 2023 rund 130 Franken mehr an Strom im Jahr. Von Luc MüLLer Am 31. August mussten die Strombetreiber ihre Preise für 2023 bekannt geben. Die vierzehn Gemeinden im Knonauer Amt beliefern die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) mit Strom. Wie die anderen Anbieter in der Schweiz erhöht auch EKZ die Tarife: um rund 26 Prozent. Die Kilowattstunde (kWh) im Hochtarif, also in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 7 und 20 Uhr, steigt um rund 5 Rappen auf knapp 25 Rappen. Der Niedertarif in den restlichen Stunden steigt von bisher rund 14 auf jetzt auf 19,5 Rappen. Neu gilt auch während des ganzen Samstags Niedertarif, bisher galt samstags zwischen 7 und 13 Uhr noch der teure Hochtarif. Das bedeutet für einen typischen Zweipersonenhaushalt in einer 4-Zimmer-Wohnungen mit Elektroherd mit einem jährlichen Verbrauch von 2500 kWh: Zahlte man in diesem Jahr rund 370 Franken, wird die Stromrechnung 2023 um rund 130 Franken auf 500 Franken ansteigen. Bewohner
einer 4-Zimmer-Wohnung mit Elektroherd und Bolier, die durchschnittlich pro Jahr rund 4500 kWh verbraucht, zahlen im nächsten Jahr etwa 945 Franken statt wie bisher rund 765 Franken. Das zeigen Berechnungen der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom, basierend auf den neue Stromtarifen 2023. «Die nun für 2023 festgelegten Strompreise in der Grundversorgung bleiben für das ganze Jahr unverändert. Es wird keine Preisanpassungen geben», erklärt ein EKZ-Pressesprecher gegenüber dem «Anzeiger». EKZ kaufe den benötigten Strom gestaffelt bis zu zweieinhalb Jahre im Voraus am Markt bei verschiedenen Produzenten ein, so auch die Energie für 2023. Dieser wurde von Juni 2020 bis April 2022 eingekauft. «In diesem Einkaufszeitraum sind die Preise am Markt um 500 Prozent gestiegen», informiert EKZ.
EKZ vor allem mit Wasserkraft «EKZ besitzt nur wenige eigene Produktionskapazitäten im Kanton Zürich.» Die Firma produziert rund vier Prozent des Stroms selber, den Rest kauft sie auf dem Strommarkt ein. EKZ liefert den Kunden nur Strom aus erneuerbaren Ressourcen: vor allem Wasserkraft aus dem In- und Ausland – Strom aus Atom-
kraftwerken fliesst keiner, wie EKZ auf Nachfrage versichert. Der Strompreis setzt sich aus fünf Komponenten zusammen: Energiepreis, Netznutzung, Systemdienstleistung, Förderung Energieeffizienz und Abgaben an das Gemeinwesen. Am stärksten sind die Marktpreise für Energie und die Preise für die Netznutzung gestiegen, weshalb die Stromtarife 2023 nun für die Kunden ansteigen. Grund sind der grosse Bedarf bei knappen Angeboten, zudem liefern die Atomkraftwerke in Frankreich zurzeit auch wegen Wartungsarbeiten weniger Strom. Weiter wird beispielsweise in Deutschland teures Erdgas zur Stromproduktion genutzt, was den Strompreis in die Höhe treibt.
Preisanstieg bis zu 260 Prozent In der Schweiz steigen die Strompreise 2023 je nach Anbieter unterschiedlich stark an: zwischen 13 und 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders zur Kasse gebeten werden beispielsweise Kunden in der Stadt Zofingen (+ 42 Prozent) oder in Oberlunkhofen AG (+ 260 Prozent), wo der Strompreis 2023 schweizweit am stärksten in die Höhe schnellt. Mit dem Preisanstieg um 26 Prozent liegt EKZ im schweizweiten Durchschnitt. Das hat auch damit zu tun, dass Anbieter, die erst kurzfristig
Strom am Markt eingekauft haben, viel mehr dafür zahlen müssen.
Post und Mobiliar schalten ab Die Preisunterschiede entstehen aber auch aufgrund von topografischen Gegebenheiten im Versorgungsgebiet, unterschiedlichem Konsumverhalten oder Effizienzunterschieden der Netzbetreiber. «Eine wesentliche Rolle spielen bei letzteren die Steuern und die Abgaben an die Gemeinwesen, die schweizweit stark variieren», schreibt die Eidgenössische Elektrizitätskommission Elcom. Der Bund hat nun eine Sparkampagne im Hinblick auf einen befürchteten Energiemangel im Winter gestartet. Zudem solle man zu Hause die Räume nur maximal auf 19 Grad heizen. Seit dem 1. September schaltet die Post 60 grosse Leuchtreklamen zwei Stunden früher aus und morgens gar nicht mehr an – um gegen Lichtverschmutzung vorzugehen, aber auch um Strom zu sparen. Auch die Mobiliar-Versicherungen wollen auf Leuchtreklamen und die Schaufensterbeleuchtung verzichten. So auch die Filiale Affoltern, die damit pro Jahr rund 1920 Kilowatt Strom einsparen könne, wie Thomas Naef, Generalagent in Affoltern, vorrechnet.
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Vogelfans
Am Bird Race gilt es möglichst viele Vögel zu beobachten – Leute aus der Region waren dabei. > Seite 10
Den öffentlichen Verkehr stärken Die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt hat ihren letzten Workshop zum Thema Verkehr absolviert. Die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) hat den letzten Workshop zur Gesamtverkehrskonzeption abgeschlossen. Nun wird in einem nächsten Schritt die Delegiertenversammlung über die Genehmigung abstimmen. Die Siedlungsentwicklung im Säuliamt soll nach Vorgaben des Kantons der S-Bahn entlang verlaufen. Das Knonauer Amt wächst vor allem im südlichen Teil und in Wettswil und nicht wie angedacht nur in Hedingen und in Affoltern. Die Verkehrsströme wachsen nicht nur in Richtung Zürich, sondern auch in Richtung Zug. Besonders Maschwanden rechnet mit einem starken Wachstum. Aber über das Wochenende gibt es hier keine Postautoverbindung. Der im Richtplan vorgesehene Umstieg auf den öffentlichen Verkehr ist nicht gegeben. Nun soll der öffentliche Verkehr in den südlichen Teil des Säuliamts gefördert werden. (red.)
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Ihr Profi-Team für Sicht- und Sonnenschutz. Ganz nah.
Kanton bremst Töfffahrer aus Lang haben die vom Motorenlärm geplagten Anwohner der Passstrecken Buchenegg und Albis für Temporeduktionen auf den Kantonsstrassen gekämpft. Lange lief seitens des Kantons Zürich nichts. Doch nun hat der Regierungsrat entschieden, dass ab dem 1. Dezember auf den bei Töfffahrern beliebten Raserstrecken zwischen Stallikon und Hausen in Richtung Langnau am Albis Tempo 60 statt 80 gelten soll. Zwischen Hausen und Langnau auf der Albisstrasse soll das Tempo zunächst probeweise nur für ein Jahr reduziert werden. (uc)
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Ein wahrlich witziges Fäscht Das Vierzgerfäscht in Wettswil sorgte am vergangenen Wochenende bei den Besucherinnen und Besuchern für so manchen Lacher. Komiker wie Rob Spence oder Komikerin Helga Schneider standen auf der Bühne des Festes, das nach zweijähriger Pause wieder stattfand. Nach Angaben der Organisatoren haben mehrere tausend Besucher dem Anlass beigewohnt, den rund 250 freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützt haben. Besonders kam ein alter Klassiker an: die Schiffschaukel, mit der sich die Festbesucher durch eigenen Schwung in die Höhe wuchten konnten. (red.)
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IHRE SPITEX-NUMMER, WENN SIE AM LIEBSTEN ZUHAUSE GEPFLEGT WERDEN MÖCHTEN. Bild: Raini Egli
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Tanzen in Perfektion Davide Corrodi/Maja Kucharczyk vom TSCZ Hausen haben an der ZehntanzWeltmeisterschaft in Bratislava brilliert und den Halbfinal erreicht. > Seite 25
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