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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 58 I 174. Jahrgang I Dienstag, 28. Juli 2020

Zugang zu Kultur

Seit vier Jahren ist die Stadt Affoltern Partnergemeinde der KulturLegi. > Seite 3

Chilbi abgesagt

Hedingen verzichtet dieses Jahr mit Bedauern auf sein beliebtes Dorffest. > Seite 3

«Last Avenue»

«Bandleben»: Martin Gaisser gehört in der Oberämtler Musikszene zu den Urgesteinen. > Seite 7

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Hochmittelalter

Sommerserie: Bernhard Schneider nimmt mit zu den einstigen Burgplätzen. > Seite 8

Schneebeli triumphiert erneut Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli holt den Schweizer Meistertitel der Kategorie U23 Sechs Monate nach ihrem ersten Sieg als U23-Fahrerin an der Schweizer Radquer-Meisterschaft in Baden hat die Hauptikerin Jacqueline Schneebeli letzten Sonntag in Gränichen im Crosscountry nachgedoppelt. von martin Platter Der Triumph im aargauischen Gränichen kam nicht ganz so selbstverständlich. Am Wochenende zuvor hatte die Hauptikerin am coronabedingt verspäteten Saisonauftakt am Proffix Swiss Cup in Leukerbad einen schlechten Tag erwischt und war weit unter Wert geschlagen worden. Umso bemerkenswerter war, wie die 19-Jährige den Rückschlag wegsteckte. Wie bereits im Vorjahr, als sie gleichenorts noch als Juniorin ihren ersten bedeutenden Titel gewonnen hatte, zeigte sie am Sonntag in Gränichen unter meteorologisch ähnlich heissen Bedingungen ein taktisch klug eingeteiltes Rennen. Sie ging es sachte an und steigerte ihren Rhythmus erst, als sie sich wohlfühlte. Mit sicherem Zeitabstand von 25 bzw. 38 Sekunden verwies sie ihre ersten Verfolgerinnen Noëlle Buri und Ramona Kupferschmied auf die verbleibenden beiden Medaillenränge.

Neue Ziele – auch ausserhalb des Sports «Rennen wie in Leukerbad, an denen es nicht optimal gelaufen ist, gehören dazu. Das muss man als Sportlerin verkraften können. Dennoch war ich in Gränichen schon nervöser als sonst», erklärte Schneebeli im Ziel. Deshalb

Ziel. Er blicke nun nach vorne und freue sich auf zehn Tage Höhentrainingslager im Engadin in guter Begleitung.

habe sie zu Beginn auch nicht forciert, sondern sei nur mitgefahren. «In der vierten von fünf Runden habe ich dann gespürt, dass noch mehr geht und das Tempo erhöht.» Der erneute Titelgewinn sei eine grosse Genugtuung nach dem langen Corona-Lockdown und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den weiteren Saisonhöhepunkten. Wie andere Spitzensportler auch, kämpfte Schneebeli während der fast halbjährigen wettkampflosen Zeit im Training mit Motivationsproblemen und der Ungewissheit, wo sie leistungsmässig steht. «Dieser Titelgewinn ist für mich wie ein Zahltag für die Leiden und Entbehrungen der letzten Monate», fasst die Oberämtlerin zusammen. Eine Zeit auch, in der sie ihre Lehre als Elektroinstallateurin erfolgreich abgeschlossen und sich neue Ziele abseits des Sports vorgenommen hat. «Nach den Sommerferien werde ich die Berufsmatura beginnen, die ich während zwei Jahren sportbegleitend absolvieren werde.» Sportlich gehts Mitte August mit dem Swiss Epic weiter, ehe im Spätsommer und Herbst das Swiss Cup Finale sowie die Europa- und Weltmeisterschaften kommen – immer vorausgesetzt, die Wettkämpfe werden stattfinden.

Etwas mehr erhofft Etwas mehr als den zehnten SM-Platz erhofft hatte sich in Gränichen Timo Müller. Der Mettmenstetter hatte in der Vorwoche auf dem anspruchsvollen Rundkurs in Leukerbad inmitten der internationalen Junioren-Elite den guten siebten Platz erreicht. Entsprechend enthusiastisch startete der 18-Jährige in den Titelkampf. Bald musste er jedoch einsehen, dass die Beine nicht mehr so

Lieber bei Olympia gestartet

Jacqueline Schneebeli holt sich den zweiten SM-Titel bei den U23-Fahrerinnen. (Bild Martin Platter) leicht drehten wie in der Vorwoche, er das Rennen vielleicht auch etwas zu schnell angegangen war. Nach einem guten Start verlor er Position um Position und kämpfte schliesslich um Platz zehn. «So sehr ich mich auch bemühte und quälte, mein Motor kam einfach nicht auf Touren», bilanzierte Müller im

Bei der Elite gab es ein Déjà-vu: Wie im Vorjahr lieferte sich Titelhalter und Weltmeister Nino Schurter einen harten Kampf mit dem SM- und WM-Zweiten Mathias Flückiger, nachdem sich das Duo nach einem Drittel der Distanz vom Rest gelöst hatte und alleine an der Spitze seine Runden zog. Erneut behielt Schurter das bessere Ende für sich. In der letzten Runde vermochte der Bündner den Oberaargauer um sechs Sekunden zu distanzieren und konnte sich bereits das neunte Trikot mit dem weissen Kreuz über sein Regenbogentrikot streifen lassen. Dritter wurde Lars Forster von Lukas Flückiger und U23-Aufsteiger Filippo Colombo. Bei den Frauen holte sich Europameisterin Jolanda Neff den sechsten Landesmeistertitel – und das mit einer Dominanz, die nach ihrem schweren Unfall im Winter verblüffte. Noch vor einer Woche am ersten Proffix-Lauf in Leukerbad war Sina Frei unangefochten geblieben. Diesmal musste Frei, die im Vorjahr noch als U23-Fahrerin mit Neff gefightet hatte, um Platz zwei mit Linda Indergand kämpfen. Doch Frei konnte sich in der letzten Runde leicht von Indergand lösen und sicherte sich Silber. Bronze holte Indergand vor Alessandra Keller und Andrea Waldis. Einen bitteren Nachgeschmack hatten die Titelkämpfe: Noch lieber wären die Spitzenfahrer das olympische Bikerennen gefahren, das gestern Montag in Izu etwas ausserhalb von Tokyo hätte stattfinden sollen.

Quereinsteiger

Daniel Haas ist Pflegefachmann in der Palliative Care der Villa Sonnenberg. > Seite 9

Gemeindepräsident in stiller Wahl Gemeinderat und Primarschulpflege in Obfelden: Entscheide an der Urne. Derweil Stephan Hinners nach dem Stephan Hinners Rücktritt von Tho- wird Gemeindemas Ammann der präsident. (Bild lhä.) einzige Kandidat fürs Obfelder Gemeindepräsidium geblieben ist, kommt es bei der GemeinderatsErsatzwahl am 27. September zu einer Ausmarchung: Ralph Kleiner, 52-jährig und an der Maschwanderstrasse 8 wohnhaft, ist SVP-Vertreter. Der Underwriting Manager wird von den IPK-Parteien unterstützt – mit Ausnahme der SP. Diese setzt auf den Grünliberalen Peter Weiss. Der 60-Jährige ist Betriebsökonom HWV und wohnt an der Rebhaldenstrasse 92. Nach dem Rücktritt von Marcel Tillmann wird auch bei der Primarschule der vakante Sitz am 27. September vergeben. Es kandidieren: David Rittmeyer, Sozialarbeiter und SP-Vertreter. Von der FDP wird Benno Steinmann portiert. Er ist Personalfachmann. Bei der Sek Obfelden-Ottenbach sind die zurücktretenden Bernhard Borner sowie Stefan Bommeli durch Christa Heggelin (CVP) und Jure Batur (portiert von der FDP) in stiller Wahl ersetzt worden. (-ter.)

> Bericht auf Seite 3 ANZEIGEN

Kontrollen und weniger Parkplätze Hausen ergreift Massnahmen gegen erwarteten Besucheransturm am Türlersee Der Türlersee ist als Ausflugsziel beliebt – dieses Jahr erst recht. Damit das Besucheraufkommen auch für die Anwohner der umliegenden Weiler erträglich bleibt, setzt der Gemeinderat Hausen auf vermehrte Kontrolle. von martin mullis Die spezielle Situation veranlasst grosse Teile der Bevölkerung, die Sommerferien in der Schweiz oder sogar in einem der nahegelegenen Erholungsgebiete zu verbringen. Aufgrund dieser speziellen Lage erwartet der Gemeinderat Hausen an den kommenden heissen Wochenenden einen Grossandrang am Türlersee. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Weiler Türlen, Riedmatt und Vollenweid litten bereits in den letzten Sommermonaten öfters wegen Wildcampierern, Parken auf privaten Wegen und Wiesengrundstücken, Littering sowie an übermässigem Lärm. In

Freude am einzigartigen Naherholungsgebiet: Gemeinderat Peter Reichmuth am Türlersee. (Bild Martin Mullis) einer Umfrage wurden diese Anwohner eingeladen, sich über ihre Probleme rund um den Türlersee zu äussern. Mit verschiedenen Lenkungsmassnahmen versucht die Gemeindebehörde, die Immissionen weitgehend zu vermindern. Mit zusätzlichen Schildern und Absperrmaterial soll an Tagen mit hohem Besucherauf kommen kurzfristig reagiert werden. Radarkontrollen und vermehrte Polizeikontrollgänge sollen

Tempo- und Lärmexzesse verhindern helfen. Zudem soll das allgemeine Fahrverbot auf den Wegen rund um den See besser überwacht werden. Um dem limitierten Platzangebot des Strandbades Rechnung zu tragen, werden während der diesjährigen Saison auch keine zusätzlichen Parkplätze auf privaten Wiesen angeboten. Meistens seien es einzelne Personen, die Ärger verursachten, während sich die aller-

meisten Besucher an die Vorschriften hielten, heisst es vom Gemeinderat, der hofft, mit diesen Massnahmen den Problembereichen etwas entgegenzuwirken. Er betont jedoch, dass das wunderschöne Naturschutzgebiet Türlersee allen Besuchern offen und zugänglich bleiben müsse. Die zusätzlichen Anordnungen stiessen bei den Erholungssuchenden normalerweise auf Verständnis. Andy Glättli, Chef des Campingplatzes Türlersee, ist grundsätzlich zufrieden mit den zusätzlichen Massnahmen, muss er sich doch ohnehin an die Vorschriften des BAG halten. Dieses fordert, die Höchstzahl von 1800 Besucherinnen und Besuchern im Strandbad nicht zu überschreiten. Der Campingplatz ist voll ausgelastet, immer wieder sieht sich Glättli gezwungen, Wohnmobile abzuweisen oder in Notfällen die Übernachtung lediglich für eine Nacht auf einem provisorischen Parkplatz zu bewilligen.

> Bericht auf Seite 6

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Entsorgung 1. August 2020 Stille Ersatzwahl von zwei Für das Entsorgungszentrum ÖKI- Mitgliedern der SekunHOF gelten folgende Annahmezeiten: darschulpflege für den Samstag, 1. August 2020: ganzer Tag geRest der Amtsdauer 2018 schlossen Für das ÖKI-MOBIL gilt folgender Fahr- bis 2022 plan: Samstag, 1. August 2020: entfällt

28. Juli 2020 Stadt Affoltern am Albis, Bereich Hochbau und Umwelt

Sperrung Zwillikerstrasse / Schulrain Vom 3. August 2020, 7.00 Uhr, bis 10. August 2020, 18.00 Uhr, wird aufgrund Sanierungsarbeiten die Zwillikerstrasse / Schulrain vom Ortsausgang Obfelden bis Schulhaus Zwillikon gesperrt. Die Zufahrt zum Schützenhaus seitens Zwillikon sowie zum Kynologischen Verein seitens Obfelden ist gestattet. Obfelden, 28. Juli 2020 Tiefbauamt Obfelden

Wahlerklärung Auf die Wahlanordnung vom 29. Mai 2020 sind der Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach Jure Batur und Christa Hegglin Etter als gültige Kandidaturen vorgeschlagen worden. Nach Ablauf der Nachfrist von 7 Tagen liegen nur diese zwei Wahlvorschläge vor. In Anwendung von Art. 9 der Gemeindeordnung und § 54 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind damit die Voraussetzungen für eine stille Wahl erfüllt. Die Schulpflege beschliesst: 1. Als Mitglieder der Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach werden für den Rest der Amtsdauer 2018–2022 als gewählt erklärt:

Affoltern am Albis

Con gioia ho vissuto, mi piaceva ridere. Dio mi ha chiamato e io mi sono incamminato verso il Signore.

Am 22. Juli 2020 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Zweiacker, Ernst Rolf

Ich hab gern gelebt, ich hab gern gelacht. Gott hat mich gerufen und ich hab mich auf den Weg gemacht.

geboren am 7. September 1937, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 25. Juli 2020 ist in Zürich ZH gestorben:

Antonio Musio geboren am 19. September 1934, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Freitag, 31. Juli 2020, um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend um 14.30 Uhr Abdankung in der katholischen Kirche Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Con profondo dolore abbiamo dovuto salutare il mio amato marito, il nostro carissimo Papi, nonno, bisnonno, suocero, fratello, cognato, zio e padrino Tieftraurig müssen wir Abschied nehmen von meinem geliebten Ehemann, unserem liebevollen Papi, Nonno, Urgrosspapi, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Götti

Antonio Musio-Köll 19. September 1934 – 25. Juli 2020

Ti ringraziamo per il tuo amore e i meravigliosi anni trascorsi insieme. Resterai per sempre nei nostri cuori. Wir danken dir für deine Liebe und die vielen wunderbaren gemeinsamen Jahre. Wir werden dich immer in unseren Herzen tragen. Con amore e gratitudine: In Liebe und Dankbarkeit:

Batur Jure, Jg. 1981, COO/CFO, Alte Schulhausstrasse 22, 8912 Obfelden, port. FDP

Anna Musio-Köll Luigi und Lotti Musio Sandra Mele-Musio Carla Musio Sarah und Melanie Musio mit Mael Lorena und Giuseppe Stellato Fabio Musio Dino Musio und Roselyn Bachmann Teresa Mele und Kay Hertach Anna Mele und Davide De Cicco Verwandte und Freunde

Hegglin Etter Christa, Jg. 1974, kaufm. Angestellte, Lötschenmattstrasse 48, 8912 Obfelden, CVP 2. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. c VRG). Der Rekurs hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten.

Il funerale si svolgerà venerdi 31 luglio 2020 alle ore 14.00 nel cimitero di Affoltern am Albis. Seguito dalla funzione commemorativa nella chiesa cattolica di Affoltern am Albis. Die Beisetzung erfolgt am Freitag, 31. Juli 2020 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Affoltern am Albis. Anschliessend findet die Trauerfeier in der katholischen Kirche in Affoltern am Albis statt.

28. Juli 2020 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Indirizzo/Traueradresse: Anna Musio-Köll, Brunnenstrasse 6, 8910 Affoltern am Albis

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Bezirk Affoltern

Hedinger Chilbi abgesagt Leider muss aufgrund der nach wie vor besonderen Lage wegen des Coronavirus das beliebte Dorffest, die Hedinger «Chilbi», abgesagt werden. Der Gemeinderat bedauert dies sehr. Das traditionelle und allseits beliebte Dorffest soll aber im nächsten Jahr wieder die Herzen erfreuen. Dasselbe gilt für die jeweils am gleichen Wochenende stattfindende Plausch-Stafette «de schnällst Hediger» und den Brunch am Sonntagmorgen. Reto Rudolf, Gemeindeschreiber

WIR GRATULIEREN

Stephan Hinners ist neuer Obfelder Gemeindepräsident Nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine weitere Kandidatur eingegangen ist, heisst der neue Obfelder Gemeindepräsident Stephan Hinners. In stiller Wahl tritt der 44-jährige, parteilose Hochbauvorstand die Nachfolge von Thomas Ammann (FDP) an. von werner schneiter

In Affoltern wird morgen Mittwoch, 29. Juli, Mathilde RöthlisbergerRohrbach gefeiert. Sie rundet neun Jahrzehnte ab. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihr alles Gute.

Nach der Wahl von Thomas Ammann zum Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri (bwz) im Frühjahr stellte sich natürlich sofort die Frage: Wer übernimmt das Gemeindepräsidium in Obfelden? Fünf der sechs Gemeinderatsmitglieder schlossen eine Kandidatur aus. Nach kurzer Bedenkzeit kündigte Hochbauvorstand Stephan Hinners sein Interesse am Präsidium an. Nun kann er das Amt gewissermassen «kampflos» antreten, weil er innerhalb der gesetzlichen Fristen der einzige Kandidat geblieben ist. Auf ihn und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Gemeinderat warten einige Aufgaben. «Mit Respekt» blickt Stephan Hinners auf eine künftige Grossbaustelle, die Obfelden und Ottenbach die nächsten drei Jahre beschäftigen wird: der Bau des Autobahnzubringers. Das wird grosse Umstellungen und Rücksichtnahmen erfordern. So steht beispielsweise die Muristrasse im Dorfteil Bickwil vor einer eineinhalbjährigen Sperrung. «Nach der langen Wartezeit und Unsicherheit, ob der Zubringer zustande kommt, werden wir die drei Jahre sicher auch noch bewältigen können», hält Stephan Hinners dazu fest.

65 Jahre sind heute Dienstag, 28. Juli, in Affoltern Dora Hilda und Hansuli Peer-Zimmermann miteinander verheiratet. Zur eisernen Hochzeit gratulieren wir dem Paar von Herzen.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Postareal: Letzte Chance für gemeinsames Vorgehen Eine weitere Baustelle wird nicht so schnell eröffnet: Noch nicht klar ist, wie dereinst das Postareal überbaut wird. Voraussetzung dafür ist der Entscheid der Gemeindeversammlung am 16. September 2020 über den privaten Gestaltungsplan. «Dieser ist die letzte Chance für ein gemeinsames Vorgehen der Landbesitzer», sagt Stephan Hinners, der bei einem Ja des Souveräns ein zügiges Vorgehen der Gemeinde als notwendig erachtet, um im Vergleich zur privaten Bauherrschaft nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Migros plant einen Ortsversorgungsladen, wahrscheinlich nach dem sogenannten Voi-Konzept. Für die

Will aktiv kommunizieren und die Bevölkerung auch über Zwischenschritte des Gemeinderates orientieren: Stephan Hinners, der neue Obfelder Gemeindepräsident, in der Gemeindeverwaltung. (Bild Werner Schneiter) Gemeinde gilt es laut Hinners, erst mal ein Pflichtenheft zu erarbeiten, das der Frage nachgeht, was und in welchem Umfang realisiert werden kann: Betreutes Wohnen, Wohnen im Alter, Restaurant, Begegnungsplatz? Dem sollen Vorprojekt, Projekt, Kreditvorlage und Urnenentscheid folgen. An der September-Gemeindeversammlung steht ja auch der Entscheid an, ob die Gemeinde das Land der Landi Obfelden kaufen soll. «Das hat dann zwar höhere Investitionskosten der Gemeinde zur Folge, bringt dann aber auch einen wesentlichen Mehrwert mit sich», fügt Stephan Hinners bei.

Nicht mehr als 7000 Einwohner Mittelfristig steht in Obfelden auch die Frage nach neuem Schulraumbedarf zur Debatte und welche baulichen Massnahmen damit verbunden sind. Nachdem Obfelden zur Einheitsgemeinde geworden ist, stellt die gesamte Infrastruktur ein grosses Portfolio dar. «Diese müssen wir im Schuss behalten und modernisieren», hält der neue Gemeindepräsident fest. Klar ist, dass beträchtliche Investitionen anstehen. «Finanziell steht die Gemeinde gut da», fügt er bei. Auch an anderen Aufgaben fehlt es nicht. So ist

der Start zur Anpassung der Bau- und Zonenordnung (BZO) erfolgt. Dabei geht es nicht nur um die Harmonisierung der Baubegriffe, sondern auch um die künftige Grösse von Obfelden. Als erstes Instrument dient die Ausarbeitung eines räumlichen Entwicklungskonzeptes. Hierzu wird gerade ein Entwurf vorbereitet; eine erste Fassung sollen der Bevölkerung noch in diesem Jahr präsentiert und Stimmen aus der Gemeinde abgeholt werden. Hier stehen neben Fragen zum Wachstum der Gemeinde auch Themen wie Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung, Ausbau der öffentlichen Einrichtungen und Mobilitätsfragen zur Debatte. «Da können wir dem Kanton ein gutes Papier vorlegen», ist Stephan Hinners überzeugt. Ja, wie stark soll Obfelden noch wachsen? Noch ist unbebautes Bauland vorhanden, aber Potenzial ist auch durch generationenbedingte bauliche Veränderungen (Abriss und Neubau) vorhanden. «Einfamilienhausquartiere werden sich verändern, ja das gesamte Bild von Obfelden», ist Hinners überzeugt und macht auch klar, wo die überarbeitete BZO eine Grenze zieht: «Wir wollen von heute 5700 auf maximal 7000 Einwohner bis ins Jahr 2040 wachsen».

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Bevölkerung möglichst früh einbeziehen Über Veränderungen wird aber nicht allein im Gemeinderatszimmer entschieden. Stephan Hinners ist bestrebt, aktiv zu kommunizieren und auch über sogenannte Zwischenschritte zu orientieren. «In einem möglichst frühen Stadium die Bevölkerung einbeziehen», lautet sein Credo, wozu natürlich auch der kürzlich installierte «digitale Dorfplatz» dient. In diesem Zusammenhang überlegt er sich auch, wie künftig «Sprechstunden» des Gemeinderates gestaltet werden sollen. «Die Hemmschwelle ist immer noch gross, ins Gemeindehaus zum Gemeinderat oder zum Gemeindepräsidenten zu kommen», gibt er zu bedenken. «Wir haben gewisse Ideen, wie man auch die Beteiligung an Gemeindeversammlungen erhöhen könnte», fügt er bei, will das aber noch nicht konkretisieren. Vor dem Abschluss liegt auch ein neues Erscheinungsbild der Gemeinde bzw. deren Verwaltung: neu gestaltete Homepage, neues Logo, neue Beschriftungen von Gebäude und Fahrzeugen. «Da werden wir an einer der Gemeindeversammlungen in diesem Jahr etwas präsentieren», verrät Stephan Hinners.

Teilhabe, auch mit wenig Einkommen Vergünstigte Eintritte und Mitgliedschaften mit der KulturLegi

Seit 2016 ist die Stadt Affoltern am Albis Partnergemeinde der KulturLegi. Personen mit einem schmalen Budget bietet die KulturLegi vergünstigten Zugang zu Kultur, Sport und Bildung. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur sozialen Integration geleistet.

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Dienstag, 28. Juli 2020

Als Partnergemeinde unterstützt die Stadt Affoltern das Projekt KulturLegi finanziell wie auch ideell. Die KulturLegi ist ein persönlicher Ausweis für Erwachsene und Kinder. Mit diesem Ausweis erhalten die Inhaber Rabatte zwischen 30 und 70 Prozent auf schweizweit über 3000 Angebote aus Kultur, Bildung, Sport und Gesundheit. Die KulturLegi kann bei der Stadt Affoltern, Abteilung Soziales und Gesellschaft, beantragt werden. Sie ist im ersten Jahr kostenlos und kann danach für einen

Auch die Aufführungen des Ohoo! Kinder- und Jugendtheaters Bezirk Affoltern können mit der KulturLegi vergünstigt besucht werden. (Archivbild Andy Schwager) kleinen Betrag verlängert werden. Eine KulturLegi erhalten Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben. Dies können Menschen sein, welche Ergänzungsleistungen, Sozialhilfe oder Stipendien erhalten, deren Lohn gepfändet ist oder die generell über ein geringes Gesamteinkommen verfügen.

Die Stadt Affoltern gewährt beispielsweise 50 Prozent Rabatt auf die Jahreskarte der Regionalbibliothek. Ebenfalls 50 Prozent gibt es auf den Eintritt beim Kinofoyer Lux und im Kellertheater La Marotte. Die Volkshochschule im Knonauer Amt gewährt gar 100 Prozent Rabatt auf Exkursionen und Vor-

träge. Auch viele weitere Vereine und Institutionen im Bezirk machen bereits mit. Auf der Homepage kulturlegi.ch sind immer die aktuellen Angebote zu finden. Auch weitere Vergünstigungen werden dort publiziert. Passend für den Schulanfang gibt es das Schulthek-Set für Kindergarten, Primarschule und Oberstufe. Kinder, welche noch keinen Schulthek haben, erhalten mit der KulturLegi ein Schulthek-Set für Kindergarten, Primarschule oder Oberstufe im Wert von 39/49 Franken (Selbstbehalt 10 Franken) oder 99 Franken (Selbstbehalt 20 Franken). Nach erfolgter Anmeldung bei der Winterhilfe des Kantons Zürich und der Einzahlung des Beitrages auf das Postkonto der Winterhilfe, wird der gewählte Schulthek nach Hause geliefert. Die Aktion in Kooperation mit der Winterhilfe Kanton Zürich läuft solange der Vorrat reicht. Stefan Trottmann, Stadtschreiber


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 28. Juli 2020

Ein «Paradies» schützt sich vor Massenandrang Lenkungsmassnahmen am Türlersee gegen den Besuchersturm in den Sommermonaten Die Gemeinde Hausen will mit Massnahmen den erwarteten Grossandrang an heissen Sommertagen so gut wie möglich bändigen. Mit einem Fragebogen wurden die Einwohner der Weiler Türlen, Riedmatt und Vollenweid eingeladen, sich über die Probleme zu äussern. von martin mullis Beim Rundgang rund um den Türlersee am schwülheissen, frühen Dienstagabend herrscht eine beschauliche Stimmung am Seeufer. Auf dem rund 4,3 Kilometer langen Weg, am fast mystisch erscheinenden Ufer, spazieren Hündeler, auf einem schmalen Steg sitzt unbeweglich ein junger Fischer, in der linken Hand die Rute, in der rechten sein Handy und daneben turteln zwei Verliebte mit glucksendem Lachen. An einer Feuerstelle bereiten sich ein halbes Dutzend Jugendliche auf ein Grillfest vor, es duftet bereits verführerisch nach Grillfleisch. Auch auf der nördlichen Seite des Sees wehen unverkennbare Duftwolken vom Holzsteg her, deren Herkunft allerdings nicht von Bratwürsten, sondern eher von Gras zu deuten sind. Die Nummernschilder der Wohnwagen und die Sprachen und Dialekte der Camper zeigen: Der Türlersee ist nicht nur

Naherholung im wahrsten Sinn des Wortes: Eine Gruppe Badende aus Stallikon. (Bild Martin Mullis)

ein vielfältiges Naturschutzgebiet, sondern auch ein Hotspot und Anziehungspunkt für Ruhesuchende, Abenteurer und Menschen, welche ihr Hotelzimmer auf der Ferienreise stets mit sich führen. Um den damit entstehenden Problemen, die sich in den jetzigen Zeiten aus verschiedenen Gründen akzentuieren dürften, zu entgegnen und in vernünftige Bahnen zu lenken, hat die Standortgemeinde verschiedene Massnahmen getroffen. Mit einem Fragebogen wurden 48 Haushalte der betroffe-

nen Weiler Türlen, Riedmatt und Vollenweid angeschrieben. Die Antworten betrafen hauptsächlich das Wildparkieren auf Privatgrundstücken, Weilerwegen, Wiesen und Radwegen. Auch die Velofahrer, die verbotenerweise den Rundweg um den See benützen, sind ein oft genannter Störfaktor. Moniert wurden auch der durch den Durchgangsverkehr erzeugte Lärm und die als Partylocation benützten Buswartehäuschen. Als Pluspunkte wurden das Regime während der Coronazeit, die Absperr-

gitter Türlen bei der Brücke zum Campingplatz, die Polizeipatrouillen und die Einsätze der Verkehrskadetten genannt. Ein oft genannter Minuspunkt der Umfrage betraf das Littering sowie das Wildcampieren auf Privatgrundstücken. Der Gemeinderat Hausen, speziell der Sicherheitsvorstand Gregor Blattmann, unterstützt von Gemeinderat und Vizepräsident Peter Reichmuth, hat nun umfassende vorsorgliche Massnahmen für den zu erwartenden Grossandrang der kommenden Sommertage, insbesondere an den Wochenenden getroffen. So sollen in dieser Saison keine zusätzlichen Parkplätze auf privaten Wiesen angeboten werden. Damit kann dem durch die Corona-Vorschriften limitierten Platzangebot des Strandbades Rechnung getragen werden. Mit Hinweistafeln und Aufrufen in den lokalen Medien werden diese Massnahmen bekannt gemacht. Zusätzlich stellt die Gemeinde Absperrmaterial wie Scherengitter, Absperrbänder und Tafeln zur Verfügung. Damit sollen an Tagen mit besonders hohem Besucherauf kommen die privaten Grundstücke geschützt werden.

Der Türlersee muss für alle zugänglich sein Campingwart und Restaurantbetreiber Andy Glättli sieht dem zu erwartenden Ansturm ziemlich gelassen entgegen. Die Corona-Vorschriften des BAG (maximal 1800 Personen), sowie das Park-

platzangebot entsprechen ohnehin der an heissen Tagen auf kommenden Besuchermenge. «Da ändert sich nicht viel für mich», hält der Campingchef fest. Er bedauert lediglich, dass die Pandemie ihm den Verdienst im einzigartig schönen und warmen Monat April vermiest hat. Doch er darf freudig in die Zukunft blicken, immerhin beginnen im Herbst die Abbrucharbeiten des Campingebäudes und der Neubau, mit dem er in eine hoffnungsvolle neue Saison 2021 starten darf. Gemeinderat Peter Reichmuth unterstreicht bei einem Treffen mit dem «Anzeiger», dass der Türlersee für die ganze Bevölkerung zugänglich sein soll. Auch die langjährige Solidarität mit der Stadtbevölkerung soll in schwierigen Zeiten aufrechterhalten bleiben. Mit den geplanten Aktivitäten wird versucht, den Problembereichen entgegenzuwirken. Der Gemeinderat Hausen ist sich bewusst, dass die bereits bestehenden Lenkungsmassnahmen weitgehend genügen würden, da sich die allermeisten Besucher daran halten. Allerdings würden einige Einzelpersonen die vorübergehenden Anordnungen sowie eine vermehrte Polizeipräsenz unumgänglich machen, heisst es weiter. Gemeinderat Reichmuth hofft, dass das einzigartige Naturparadies Türlersee in den kommenden Sommertagen für alle Erholung und Ruhe suchenden Gäste entsprechend gewürdigt wird.

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Bezirk Affoltern

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«Früher hat die Musik noch etwas bewegt in der Gesellschaft» Serie «Bandleben»: Martin Gaisser und Christian Schönbächler von «Last Avenue» Martin Gaisser, der Leadsänger von «Last Avenue» und deren Vorläufer «Mild’n», gehört in der Oberämtler Musikszene zu den Urgesteinen. Dennoch denkt der Hausemer noch lange nicht ans Aufhören. Was treibt ihn und seinen Gitarristen Christian Schönbächler um? Von Martin Platter Keine Rock’n’Roll-Allüren beim Treffen mit Martin Gaisser, dem Bandleader von «Mild’n» und «Last Avenue», und seinem temporären Gitarristen Christian Schönbächler. Pünktlich, nüchtern und ohne Groupies sitzen die beiden im Gartenrestaurant des Hausemer «Löwen» und harren freundlich der Fragen, die da kommen. Es entwickelt sich dann aber nicht das übliche Frage-Antwort-Ping-Pong, sondern ein Gespräch übers Musikerdasein, das Oberamt als gutes Pflaster für regionale Bands, wie die Entwicklungen in der Musik das gesellschaftliche Leben spiegeln, weshalb alte Bands wie die Rolling Stones heute noch so gern gesehen werden, ob es das von Polo Hofer beschworene Rock’n’Roll-Lebensgefühl tatsächlich gibt und wann das Leben nach Covid-19 wieder normal werden wird.

«Last Avenue» rockten das Publikum am «West Fest». (Archivbild map.) Spezielle Band-Namen Zuerst aber stolpern wir in der Geschichte über beinahe unaussprechliche Bandnamen wie «Mild’n», die Bezeichnung der ersten Combo von Gaisser. Dieser muss bei der Erklärung der Geschichte lachen, denn der Name leitet sich ab von der Reglerbezeichnung auf Instrumentenverstärkern. Anstatt den eingängigeren «Bass», «Treble» oder «Loudness» entschied man sich für eine Abwandlung von «Middle». «Mild’n» erwies sich

Martin Gaisser und Christian Schönbächler gut gelaunt beim Gesprächstermin im Hausemer Restaurant Löwen. (Bild Martin Platter)

dann aber für viele als zu abstrakt und unaussprechlich. «Deshalb haben wir uns in neuer Formation ab 2006 für den Namen ‹Last Avenue› entschieden.» Übersetzt: Die letzte Strasse bzw. der letzte Ausweg. Musik als letzter Ausweg? «Ich sehe die Musik eher als Lebensgefühl», wiegelt Gaisser ab. Er wolle das Rock’n’Roll-Feeling leben. Damit gehöre er in der Musikszene allerdings je länger je mehr zu einer aussterbenden Rasse. Er lebe die Antithese des Typen, den Züri West in ihrem Song «Glücklech» besingt. Also jener Musiker, der mit einem weiblichen Fan eine Familie gründet, dafür sein Musikerleben aufgibt und im arbeitsreichen Beruf als Werbetexter eine neue Bestimmung findet. Seine Frau angelt sich eines Nachts hinter der Bühne jedoch einen neuen Musiker. Wobei: Auch Gaisser verdient seinen Lebensunterhalt hauptsächlich «seriös» als Primarlehrer. Der 39-Jährige unterrichtet in Langnau am Albis. «Ich bin nicht untypisch. Die halbe Musikerszene besteht in der Schweiz aus Lehrern», betont Gaisser. Auch Schönbächler ist in der Schule wieder am Gasgeben. «Ich habe die eidgenössische Maturität nachgeholt und werde demnächst ein Psychologiestudium mit Nebenfach Soziologie beginnen», erzählt der 24-Jährige. Dazu besteht «Last Avenue» aus den beiden Musiklehrern Jérémie Bochet (38, Bass) und Sam Jäggi (35, Schlagzeug), die beide liiert respektive verheiratet sind, Kinder haben, ihr Geld aber doch mit Musik verdienen. Schönbächler und Gaisser sind überzeugt, dass es einen Unterschied macht, ob man als Musiker beruflich oder hobbymässig unterwegs

ist. Beide ärgern sich jeweils über die Rückfrage nach dem Beruf, wenn sie jemandem sagen, dass sie Musiker sind.

22 Jahre mit der Band auf der Bühne Über 22 Jahre lang steht Gaisser schon auf der Bühne und kann es selbst kaum fassen. Er sagt: «Das Oberamt war und ist stets ein gutes Pflaster für meine musikalische Entwicklung.» Infiziert worden sei er von der Band Sphynx und deren charismatischem Leadsänger Benno Betschart, die Anfang der 1990er-Jahre in Hausen gespielt haben. «Da hats bei mir Klick gemacht. Das wollte ich auch.» Eine Fülle von Anlässen schufen die Bühne, um vor Publikum zu spielen: Rock Nights in Ebertswil, Hausen und Uerzlikon (Grütsch Rock), Open Airs auf dem Albis, auf dem Karli-Hof (Woodstock-Revival, Summer of Love) und der Rampe auf dem Weisbrod-Areal, dazu das alljährlich im Oktober stattfindende Has Club Festival, Konzerte in der Hausemer Müli-Bar und an Waldfesten. «Auch der Verein ‹Lokalkult› ist sehr aktiv», lobt Gaisser. Wie hält man es so lange mit der Band aus? «Die Besetzung hat immer mal wieder gewechselt. Auch das ist nicht untypisch in der Musikszene», erklärt der 39-Jährige. Wann ist eigentlich das richtige Alter für einen echten Rock’n’Roller? «Das beste Alter ist in der heutigen Zeit immer älter. Früher war das nicht so, da sind viele Stars mit 27 gestorben», erklärt Gaisser und denkt an seine Vorbilder Jim Morrison, Janis Joplin und Jimi Hendrix. Er führt es auf die Beliebigkeit der heutigen Populärmusik zurück, dass die alten Bands wie

die Stones, Pink Floyd, AC/DC und andere nichts von ihrer Faszination eingebüsst haben und noch immer die grössten Stadien der Welt füllen. «Die Jungs haben mit ihrer Musik noch etwas in der Gesellschaft bewegt. Das ist heute nur noch selten der Fall. Deshalb gehen auch die Jungen in Stones-Konzerte, obwohl diese bald ihre Urgrossväter sein könnten.» Schönbächler relativiert: «Es gibt schon noch Bands, die auch heute noch tiefgründig politische und gesellschaftliche Probleme thematisieren und auch etwas zu sagen haben, wie beispielsweise ‹Linkin Park›, ‹Rammstein› oder ‹System Of A Down›. Echte junge Rockstars gibt es heute zwar nicht mehr wie Sand am Meer, aber es gibt schon noch einige sehr erfolgreiche Interpreten, die diesen Spirit leben, wie etwa Ed Sheeran, Miley Cyrus, Rival Sons oder Greta Van Fleet.» Er höre bevorzugt aber eher die Musik der 1960er bis 1990er, so Gaisser.

Kein Mangel an brisanten Songthemen Der Hausemer kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die heutige Jugend eher wieder konservativer eingestellt sei als noch seine Generation. Man heirate wieder früher, sei nicht mehr so aufmüpfig, dafür obrigkeitsgläubiger als noch vor 20 Jahren. Umgekehrt gebe es aber gerade bei der aktuellen Jugend viele, die sehr progressiv denken und sich für eine bessere Welt einsetzen wollen. Nur spiele dabei die Musik keine derart prägende Rolle mehr wie früher. «Ich würde mich mit der Musik gerne noch mehr exponieren. Aktuell gibt es einige brisante Themen für Songtexte, die sich anbieten: Polizeigewalt, Rassismus, Diskriminierung», zählt Schönbächler auf. Und natürlich Covid-19, das auch Last Avenue zum Pausieren gezwungen hat. «Wir proben im Moment sehr unregelmässig zusammen, denn wir haben natürlich weniger Gigs als sonst», sagt Gaisser nachdenklich. Er hofft, dass sich die Lage im Herbst endlich wieder normalisiert und es zu keinen weiteren Restriktionen kommt.

Serie «Bandleben» Das Knonauer Amt ist seit jeher reich an Musikkultur. In der Serie «Bandleben» stellt der «Anzeiger» in loser Folge kleine Formationen aus der Region vor. (red.)

Hügel, Wiesen, Wälder, Seen und Berge Wettswiler Senioren wanderten im Schweizer Mittelland Die Höhenwanderung führte von Boniswil über Homberg bis zum Hafen in Beinwil am See, mit schönen Aussichten über die Seenlandschaft und auf die sanften Hügel und Berge. Zwischen dem hügeligen Luzerner Hinterland und der Albiskette am linken Zürichseeufer erstreckt sich eine ausgedehnte Landschaft von langen Hügelzügen mit dem Erlosen und Lindenberg. Dazwischen liegen ebenso lange Talsenken wie das Suhrental, Wynetal, Seetal und Reusstal. Diese Hügelzüge haben beachtliche Dimensionen. Der Lindenberg erhebt sich mehr als 400 Meter über das Seetal zu seiner Linken und 500 Meter über die Niederungen an der Reuss.

Steinzeitwerkstatt und Aussichtsturm In Boniswil steht die einzige Steinzeitwerkstatt und -sammlung der Schweiz. Bei einem Besuch erfährt man zum Beispiel, wie früher Werkzeuge aus Knochen hergestellt wurden oder mit Funkenschlag und Zunderschwamm ein Feuer entstand. Vom Bahnhof führt der Weg ziemlich steil zum hübschen Dorf Leutwil. Dann spazierte man über saftige Wiesen und durch üppige Wälder und mehrere Weiler bis auf den Homberg. Mit seinen 787 Metern ist es nicht der höchste Berg im Kanton Aargau, aber wohl einer der bekanntesten. Auf diesem Abschnitt gab es immer wieder eine wunderbare Aussicht über die Seenlandschaft mit Hallwilersee und Baldeggersee, die umliegenden sanften Hügel und die Zentralschweizer Berge.

Nun wurde bald die Hochwacht mit Aussichtsturm und einen gut eingerichteten Picknickplatz erreicht, wo sich die Gruppe aus dem Rucksack verpflegen konnte. Vom Aussichtsturm hatte man eine grossartige 360°-Panorama-Rundsicht über das ganze Schweizer Mittelland. Nach dem Mittagessen ging es mit schönen Ausblicken weiter nach Beinwil am See und vorbei am Bahnhof bis zum Hafen am Hallwilersee, wo man mit dem Schiff nach Meisterschwanden Delphin fuhr. Zum Abschluss gab es im Restaurant noch eine kühle Erfrischung, bevor es mit dem Postauto und der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos unter senioren-wandergruppe.ch.

Vom Homberg führt der Weg mit schönen Ausblicken nach Beinwil am See. (Bild zvg.)


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Serie

Dienstag, 28. Juli 2020

Von Festungen aus Holz und Stein: Auf den Spuren des Hochadels Serie «Sommerferien-Tipp» (5): Wanderung zu den hochmittelalterlichen Burgen Je weniger Spuren vorhanden sind, desto wichtiger ist die Vorstellungskraft. Seit dem 15. Jahrhundert wird das Hochmittelalter immer wieder neu gedeutet. Die Wanderung zu fünf hochmittelalterlichen Burgen im Knonauer Amt ist ebenso anstrengend wie inspirierend.

Die einzelnen Teilstrecken Die sechsstündige Wanderung über 21 km stellt je nach Teilstück unterschiedliche Ansprüche. Es ist gut möglich, nur einzelne Abschnitte zu begehen.

von Bernhard Schneider Von den Burgen ist heute nur noch wenig bis nichts sichtbar. Die Burg Bonstetten wurde vor der Überbauung der Burgstelle 1989 nochmals gründlich archäologisch untersucht. Ob Mauer, Graben und Turm bereits anlässlich der Erstellung im frühen 12. Jahrhundert gebaut wurden, ist allerdings unbekannt. Ganz sicher weiss man von der Burg Sellenbüren im Ofengüpf, dass nur das Fundament des Herrenhauses und die Verbindungswege um den eigentlichen «Güpf» herum aus Stein waren, alles andere aus Holz. Sie verfügte mit dem nicht bebauten «Güpf» über einen natürlichen Turm. Die Üetliburg sollte bereits im 10. Jahrhundert aus Stein gebaut werden. Darauf weisen drei ausgegrabene Mörtelmischwerke aus dieser Zeit hin. Eine Münze schafft einen Zusammenhang zum 919 bei Winterthur entscheidend geschlagenen König Rudolf II. von Hochburgund. Nach dessen Tod

Zurück am Standort des Stifters des Klosters Engelberg: Der Stalliker Gemeindepräsident Werner Michel zeigt in Richtung Burg Bonstetten. (Bilder Bernhard Schneider) wurde der Bau offenbar erst um die Mitte des 12. Jahrhunderts fortgeführt, denn die dort geborgenen Kleinfunde stammen aus der Zeit zwischen 1150 und 1260. Nicht viel mehr als der Standort ist von der Burg Baldern bekannt. Am sichtbarsten sind die Überreste der Mauern der um 1185 von den Freiherren von Eschenbach erbauten Schnabelburg. Auf der Burgenwanderung muss man sich die Burgen und ihre Bewohner selbst ausmalen.

Hochadliger Clan mit drei Burgen

«Sommerferien-Tipp» Dieses Jahr dürften überdurchschnittlich viele Leute die Sommerferien in der Nähe verbringen. Deshalb stellen die «Anzeiger»-Journalisten in der Sommerserie 2020 ihren persönlichen «Sommerferien-Tipp» vor: Einen Ausflug oder einen besonderen Ort in der Region. (red.)

In den Stiftungsurkunden des Klosters Engelberg um 1120 werden neben Stifter Konrad von Sellenbüren auch Heinrich von Bonstetten und Eglof von Gamlikon als Zeugen erwähnt. Alle drei werden als «nobiles» bezeichnet, das heisst, es handelte sich um hochadlige Freiherren. Nur Hochadlige verfügten damals über Niederlassungsfreiheit, sie durften ihre Hörigen beispielsweise nach eigenem Gutdünken Burgen bauen lassen. Um einen Hochadelsclan samt ihren Rittern zu finanzieren, war ein wesentlich grösseres Gebiet als das heutige Unteramt nötig. Es ist daher nicht denkbar, dass die drei erwähnten «nobiles» unterschiedlichen Adelsclans angehört hätten. Vermutlich handelte es sich um Brüder oder Cousins. Dass sie unterschiedliche Namen trugen, widerspricht dieser Auffassung nicht. In der Zeit um 1100 verfügten selbst «nobiles» nicht über einen dynastischen Familiennamen, sondern jeder

trug seinen Taufnamen, ergänzt mit dem Namen seiner Burg, sofern er über eine solche verfügte. Zur Zeit der Gründung des Klosters Engelberg, um 1120, müssen somit Burgen in Bonstetten, Gamlikon und Sellenbüren bestanden haben. Die archäologischen Untersuchungen bestätigen dies. Die Standorte der Burgen Bonstetten und Sellenbüren sind bekannt. Als Burg Gamlikon kommt am ehesten die später Baldern genannte Befestigung in Frage. Diese verfügt aufgrund ihrer Lage über Sichtkontakt mit dem dazugehörigen Dorf, genauso, wie die Burgen Sellenbüren und Bonstetten. Die Zerstörung der weitgehend hölzernen Burg Sellenbüren erfolgte vermutlich durch ihre Eigentümer, nachdem diese die mit Steinmauern befestigte Üetliburg errichtet hatten. Gleichzeitig wurde vermutlich auch die hölzerne Burg Gamlikon geräumt. Etwas später bauten die aufstrebenden Freiherren von Eschenbach die gut befestigte Schnabelburg mit steinernen Mauern.

Ofengüpf regelmässig hochstieg, dabei ein Pferd und Waffen mitführte, oben weder über eine Heizung noch über frisches Wasser verfügte, hatte mit dem weltfremden Adel späterer Jahrhunderte nichts gemeinsam.

Bonstetten–Ofengüpf (6 km): Wanderwege. Die letzten 500 m durch den Wald verlaufen auf einem steilen Pfad, der bei feuchtem Boden glitschig sein kann. Ofengüpf–Üetliberg (3 km): Dieser teilweise sehr steile Abschnitt setzt Übung im Bergwandern und Schwindelfreiheit voraus. Schwierig sind insbesondere die Abstiege: Bei feuchtem Boden enthält der Weg einige rutschige Kletterpartien. Ein Kletterseil kann nützlich sein. Üetliberg–Burgstelle Baldern (5 km): Gut ausgebauter Wanderweg. Burgstelle Baldern–Schnabelburg (7 km): Gut ausgebauter Wanderweg. Die letzten zirka 200 m zur Burgruine erfolgen auf einem möglicherweise glitschigen Pfad. (bs)

«Ich stelle mir Konrad von Sellenbüren als kurligen Mann vor»

Konrad von Sellenbüren ist nach Engelberg in das von ihm gestiftete Kloster gezogen. Heute gehört Engelberg zum Kanton Obwalden. Der Stalliker Gemeindepräsident Werner Michel hat den umBereits erschienen: Martin Mullis: Verwunschene gekehrten Weg gewählt: Der «waschWeiher, 14. Juli; Martin Platter: Familienausflug echte» Obwaldner kannte Stallikon nur mit Teenager, 17. Juli; Regula Zellweger: Ämtler von der Durchfahrt, als er sich vor über Ortsmuseen, 21. Juli; Werner Schneiter: Reuss vierzig Jahren für die Übernahme der statt Ballermann, 24. Juli. Poststelle Stallikon bewarb. 2019 fragte der Abt von Engelberg die Gemeinde Stallikon an, ob der Klostergründung in einem gemeinsamen Gottesdienst und Fest gedacht werden könne: «Erst da wurde mir bewusst, dass ich den umgekehrten Weg Konrads von Sellenbüren gegangen bin.» Und so stellt er sich den Klostergründer vor: «Ich vermute, er war ein ‹kurliger›, bodenständiger Mann mit Bart.» Werner Michels Vorstellung Konrads dürfte durchaus realistisch sein: Wer den Blick von Stallikon zum Üetliberg: Auf dem Hügel links unter dem Kulm stand die Burg Sellenbüren. steilen Weg zum

Wanderroute zu den einstigen Ämtler Burgplätzen. © swisstopo (BA200 127)


Gewerbe

Säuliamt im Wandel

Erich Rüfenacht orakelt, was im Bezirk demnächst so alles passieren könnte. > Seite 11

Dienstag, 28. Juli 2020

Freilicht-Ausstellung Bildhauer Nicholas Micros lässt das Dorf Ottenbach zur Galerie werden. > Seite 13

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Bluesige Frauenpower «Mad Nad Bo» und «Black Cat’s Smoking» spielen in Bonstetten auf. > Seite 13

«Bei uns wird das Thema Sterben einfach verdrängt» Daniel Haas ist seit neun Jahren als Pflegefachmann in der Palliative Care der Villa Sonnenberg tätig Daniel Haas war bis 40 Elektriker, dann hat er als Quereinsteiger in den Pflegeberuf gewechselt. In der Palliative Care Villa Sonnenberg in Affoltern schätzt der Pflegemann die familiäre Atmosphäre, die Patienten und Angehörigen zugutekommt.

reich absolvieren. Klangmassage ist extrem beruhigend und die Patienten können einfach loslassen. Die Patienten erhalten etwas, ohne dass sie etwas dazu beitragen müssen. Sie können liegen und schlafen, diese Klänge und Vibrationen kommen genauso an. Das Angebot war auch im Spital sehr schnell ausgebucht. Jetzt während Corona biete ich es nur in der Villa Sonnenberg an. Ansonsten biete ich sie vor allem in der Altersmedizin und in der Psychiatrie an.

Was gefällt Ihnen am Beruf als Pflegefachmann besonders? Daniel Haas: Ich muss ganz klar sagen, ich bin ein Palliativpfleger. Ich könnte mir nicht vorstellen, auf einer anderen Station als Pflegefachmann zu arbeiten. Ich schätze das Allumfassende und den Miteinbezug der Familie am Lebensende. Man hat mehr Zeit für den Patienten und die Angehörigen, das ist mir sehr viel Wert. Haben Sie, nebst der Palliative Care, auch auf einer anderen Station als Pflegefachmann gearbeitet? Ja, nach der Ausbildung habe ich vier Jahre dort gearbeitet, wo ich meinen Abschluss gemacht habe. Das war in der Chirurgie im Stadtspital Waid. Habe aber schon dort eine Palliativ-Weiterbildung absolviert. War es für Sie von Anfang an klar, dass Sie in Richtung Palliative Care gehen möchten oder haben Sie diese Vorliebe erst in der Ausbildung entdeckt? Ich wusste das bereits, als ich mich für diese Ausbildung entschieden habe. Meine Abschlussarbeit handelte ebenfalls von der Palliative Care. Sie haben ursprünglich einen anderen Beruf erlernt? Der Pflegeberuf ist der zweite Bildungsweg? Ja, ich habe erst mit 40 Jahren die Ausbildung zum Pflegefachmann gemacht. Davor war ich Elektriker. Was hat Sie dazu bewegt? Der Beruf des Elektrikers hat mir an und für sich schon gefallen, aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mich ab 40 von diesem Beruf entfernen möchte. Danach wurde mein Vater schwer krank. Ich habe ihn gemeinsam mit meiner Mutter gepflegt, bis er von

Daniel Haas mit seinen Klangschalen; diese werden für Klangmassagen gebraucht. (Bild zvg.) uns gegangen ist. Da habe ich gemerkt, dass es meinem Vater so viel Wert war, zu Hause sein zu dürfen. Das hat mich sehr beeindruckt, auch die Gespräche, die ich mit ihm geführt habe – es waren ganz andere als sonst oder was man sich gewöhnt war. Ich habe mir mehr und mehr Gedanken darüber gemacht, ob dieser Beruf etwas für mich wäre, und habe mich für ein zweimonatiges Praktikum in einem Altersheim angemeldet. Nach diesem Praktikum habe ich mich direkt entschieden, die Ausbildung zum Pflegefachmann zu machen. Wie ist es, als Pflegefachmann auf der Palliativ-Station zu arbeiten? Worin liegt der Unterschied zu einer anderen Station, zum Beispiel der Chirurgie? Zum einen ist es die Grösse des Teams und auch die Patientenanzahl. Es ist familiärer, auch innerhalb des Teams besteht ein sehr guter Kontakt, man unterstützt sich gegenseitig, man kann immer nachfragen oder wird gefragt. Das Kleingehaltene und die Distanz zum Spital finde ich sehr wertvoll. Wenn

man die Villa Sonnenberg betritt, herrscht eine andere Stimmung als im Spital. Man hat kein Spitalgefühl. Es ist mir auch wichtig, dass die Patienten und Angehörigen in dieser Lebenssituation nicht dieses Gefühl haben müssen. Es ist einfach etwas anderes als im Spital. In der Villa Sonnenberg ist alles sehr gemütlich und liebevoll eingerichtet. Wie gehen Sie mit dem Thema Sterben um? Als Elektriker war ich immer auf Reisen. Habe ein halbes Jahr gearbeitet, das andere halbe Jahr war ich auf Reisen, das während zehn Jahren. Meistens war ich in diesem halben Jahr in Indien. Dort habe ich gesehen, dass mit dem Tod, dem Sterben und Loslassen ganz anders umgegangen wird. Das hat mich sehr fasziniert. Bei diesen «Burning Ghats», welche am berühmten Gangesfluss in Indien liegen oder auch an anderen Flüssen und Seen, herrschte eine ganz andere Atmosphäre. Man ist zu sich gekommen und wurde ruhiger. Auch wenn nebenan enormes Leid zu sehen war, als gerade ein Angehöriger

verbrannt wurde, war die Stimmung eine ganz andere. Dort wird viel offener mit dem Tod und dem Thema Sterben umgegangen. Bei uns wird es vielfach einfach verdrängt. Für Sie ist es also kein Problem, über den Tod zu sprechen? Auch wenn jemand, den Sie gut kannten, nicht mehr hier ist, können Sie damit gut umgehen? Natürlich ist es immer schwieriger, wenn man selber betroffen ist. Alleine in meinem Beruf habe ich keine Probleme damit. Aber auch ich habe bei Freunden und Familie Mühe, loszulassen. Der Verlust eines Menschen, der einem sehr nahe war und einfach nicht mehr hier ist, das ist nicht sehr einfach. Sie haben auch diverse Weiterbildungen besucht und bieten in der Villa Sonnenberg die Klangmassage an. Ich habe die Klangmassage an einer Messe entdeckt und das hat mich sofort angesprochen. Ich bekam im Spital Affoltern grosse Unterstützung für diese Ausbildung und konnte diese erfolg-

Wie sehen Sie den Pflegeberuf in der Entwicklung bzw. in der Zukunft? Wo sind Knackpunkte und Entwicklungspotential? Ich denke, es ist schwierig, solange Spitäler ums Überleben kämpfen müssen. Das hat uns auch die Coronakrise gezeigt. Der Zeitfaktor spielt eine grosse Rolle, vor allem die Pflegezeit für Patienten. Früher hatte man viel mehr Zeit für Patienten, die Visiten mit den Ärzten und dem Pflegepersonal haben viel länger gedauert – dies war sehr lehrreich für das Team und wertvoll für die Patienten. Ich denke, auf einer «normalen Station» ist das noch viel extremer. Die Gefahr hierbei ist, dass die Pflegenden abgestumpft werden und keine Kräfte mehr haben, wenn es sozusagen nur noch eine Abfertigung der Patienten ist. Wenn diese Pflegenden unzufrieden nach Hause gehen, sehe ich ein grosses Problem, dass die guten Leute abwandern. Das ist ja bereits der Fall. Die Verweildauer im Pflegeberuf ist sehr kurz. Laut Statistiken steigen jährlich 46 % aus dem Beruf aus. In den kommenden zehn Jahren werden wir den sogenannten «Pflegenotstand» haben. Was denken Sie, wie könnte man diesen Beruf in der Zukunft attraktiver machen? Was für Lösungsansätze gibt es? Sicher ist der Zeitfaktor wichtig. Wenn man nicht von einem Patienten zum anderen hetzen und unbefriedigt weiter arbeiten muss. Denn auch die Patienten sind unzufrieden, wenn das Personal keine Zeit hat oder immer wieder wegrennt. Dann herrscht eine Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Mit mehr Zeit und zufriedenen Mitarbeitenden und Patienten hätten wir bereits einen grossen Teil des Problems gelöst. Spital Affoltern

Auf Schweizer Strassen fahren viele zu schnell

Migros ruft Mibébé-Produkte zurück

Wie schnell fahren Autos und Motorräder in der Schweiz? Oft schneller als erlaubt – das zeigt eine neue, umfassende Erhebung der BFU in allen Landesteilen. Innerorts und auf Autobahnen ist jedes dritte Fahrzeug zu schnell unterwegs.

Bei einer internen Kontrolle des Herstellers wurde eine mikrobiologische Belastung durch Cronobacter-Bakterien festgestellt. Ein Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.

Wie schnell Autos und Motorräder unterwegs sind, ist ein wichtiger Faktor dafür, wie sicher der Strassenverkehr ist. Doch ausgerechnet dazu fehlten in der Schweiz bisher verlässliche Daten. Die BFU hat deshalb in einer umfassenden Pilotstudie erhoben, wie schnell hierzulande tatsächlich gefahren wird. Ausgewertet wurden Daten von über 16 Millionen Fahrzeugen an 211 Strassenabschnitten. Die Resultate zeigen: Ausserorts hält eine klare Mehrheit die Geschwindigkeitslimits ein. Mehr

Tempoverstösse gibt es auf Autobahnen und innerorts.

Innerorts jeder Dritte, ausserorts jeder Sechste Die Messungen zeigen, dass innerorts bei Tempo 50 sowie auf Autobahnen bei Tempo 120 jedes dritte Fahrzeug zu schnell unterwegs ist. Bei Tempo 80 ist es jedes sechste Fahrzeug – das Ausserorts-Geschwindigkeitsregime wird insgesamt am besten respektiert. Bei Tempo 30 fahren 54 % aller ausgewerteten Motorfahrzeuge schneller als erlaubt. Nur eine Minderheit hält sich demnach in verkehrsberuhigten Dörfern und Quartieren an das Tempolimit. Autos sind auf Tempo-30-Strecken in den verschiedenen Landesteilen ähnlich schnell unterwegs. Regionale Unterschiede gibt es hingegen bei Motorradfahrern und -fahrerinnen:

Während auf Tempo-30-Strecken in der Westschweiz und im Tessin 55 % der Motorräder zu schnell fuhren, waren es in der Deutschschweiz besorgniserregende 72 %. Auch insgesamt, über alle Geschwindigkeitsregimes gesehen, sind Motorräder durchschnittlich etwas schneller unterwegs als Autos.

20 tödliche Unfälle vermeidbar Würden alle Lenkenden von Autos, Lieferwagen und Motorrädern die Geschwindigkeitslimits strikt einhalten, könnten jedes Jahr mehr als 20 tödliche und über 300 schwere Verletzungen verhindert werden. Zu diesem Schluss kommt die BFU auf Basis der verfügbaren Daten. Das grösste Präventionspotenzial bei tödlichen Unfällen besteht in Tempo-80-Regimes: Zehn vermeidbare Todesfälle gibt es dort jedes Jahr. BFU

Vom Rückruf betroffen sind vier Produkte: Mibébé Reisbrei, Mibébé Gute Nacht Milchbrei Früchte, Mibébé Weizengriessbrei, Mibébé 5-Kornbrei. Diese Artikel waren in sämtlichen Migros-Filialen sowie bei LeShop.ch erhältlich. Die betreffenden Produkte wurden bereits aus den Regalen der Migros entfernt.

Meningitis möglich Die Migros bittet ihre Kundinnen und Kunden, ihren Kindern die genannten Produkte nicht zum Verzehr zu geben.

Cronobacter-Bakterien können bei Neugebor enen, Säuglingen und Kleinkindern in seltenen Fällen zu schwerwiegenden Infektionen wie Meningitis (Hirnhautentzündung) führen. Eltern, die ihrem Kind vom Bakterien im betroffenen Pro- Baby-Reisbrei. dukt zum Essen gegeben haben, sollten einen Kinderarzt aufsuchen, wenn das Kind gesundheitliche Beschwerden zeigt. Kunden, die das betroffene Produkt zu Hause haben, können es in ihre Migros-Filiale zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet. Migros


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Vermischtes HINTER-GRÜNDE

Endlich Sommer Jetzt ist endlich Sommer, was nach der Corona-Krise zu einer weiteren Beruhigung geführt hat. Doch der Schein trügt. Deshalb nachstehend in unvollständigem Orakeln, was nach der Sommerflaute in unserem Bezirk so alles passieren könnte. Gerüttelt werden soll ja ganz grundsätzlich am Fundament unserer Region, indem laut einem auf dem Tisch liegenden Vorschlag das Knonauer Amt dem Limmattal zugeschlagen werden soll. Doch ob und wann dies einmal so weit sein könnte, steht noch in den Sternen. Aber liebäugelt etwa das Oberamt schon heute mit einem Beitritt zum steuergünstigen Kanton Zug? Ein erster Schritt dazu ist ja schon gemacht, indem man wegen des geplanten Anschlusses der Abwässer aus Hausen, Kappel, Mettmenstetten und Knonau an die Grossanlage in Cham mit den dortigen Behörden bereits enge Tuchfühlung hat. «L’appetit vient en mangeant». Zurzeit bildet man auch bei uns durch die Zusammenlegung von Politischen und Schul-Gemeinden Einheitskommunen, um die Kräfte bündeln zu können. Man spricht auch von vermehrter Zusammenarbeit der Verwaltungen in kleineren Gemeinden, wie dies kürzlich für Aeugst, Kappel, Rifferswil und Hausen publik gemacht wurde. Ausserdem könnten dem Beispiel von Mettmenstetten auch andere fortschrittliche Gemeinden folgen, indem

sie den Gemeindeschreiber-Job an den Nagel hängen und dafür auch einen Geschäftsführer mit Adlaten einstellen.

Mit einer Fusion zur zweiten Stadt Einen Schritt weiter könnte man mit einer Fusion von Bezirksgemeinden gehen. Warum nicht Bonstetten und Wettswil endlich zusammenlegen, wo doch heute eigentlich bald niemand mehr weiss, wo sich die Grenze zwischen den beiden Orten befindet? Und der Bahnhof trägt ja diesen Doppelnamen ohnehin schon längst. Ein solch neues Gebilde bräuchte dann nur noch je eine Regierung und Verwaltung. Zudem liegt es wohl auf der Hand, dass sich eine solche Grossgemeinde mit über zehntausend Einwohnern wie unser Bezirkshauptort «Stadt» nennen würde. Affoltern bekäme dadurch endlich eine gesunde Konkurrenz. Unsere Gemeindebehörden, die in der laufenden Amtsdauer bereits Halbzeit feiern können, werden also auch in Zukunft auf Trab gehalten. Bleibt zu hoffen, dass sie weiterhin den Durchblick haben, obschon die Zeitung mit dem gleichnamigen Titel deren Arbeit längst nicht mehr kritisch unter die Lupe nimmt. Denn diese ist gemäss meiner «Buchhaltung» nur in den Jahren 2016 und 2017 erschienen, seither jedoch vom Erdboden verschwunden. Alle sieben Ausgaben habe ich als Erinnerung fein säuberlich aufbewahrt. Erich Rüfenacht

Dienstag, 28. Juli 2020

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Zu Fuss von Ottenbach auf die Rigi Drei Ämtler Wandervögel auf zweieinhalbtägiger Wanderung Voller Elan und bei bestem Wetter machten sich am Montag, 20. Juli, drei Wandervögel – ein Grossmami mit ihren sieben- und achtjährigen Enkeln – auf den Weg in Richtung Rigi. Das Grossmami hatte die Wanderung vorgängig akribisch geplant und einzelne Teilstücke besichtigt. Die Kinder haben als Vorbereitung einige Wanderungen, zum Beispiel den Hallwilersee-Rundlauf, absolviert. Das erste Etappenziel lag knapp 20 km entfernt in Rotkreuz. Die Route entlang der Reuss war genau das Richtige bei den heissen Temperaturen. So konnte man immer wieder kleine Zwischenstopps einlegen und sich im kalten Nass erfrischen. Natürlich durften auch «drecklen» im Schlamm und Pausen für die Zwischenverpflegung nicht fehlen. Am frühen Abend erreichten die Wandervögel das Ziel in Rotkreuz und genehmigten sich dort ein ausgiebiges Abendessen im Hotel. Am nächsten Morgen wurden sie mit Regen begrüsst. Dies war jedoch kein Grund zur Traurigkeit. Die drei trotzten dem Nass und machten sich samt Regenschutz auf den Weg zum 16 km entfernten Etappenziel, der Seebodenalp. Vermutlich hat ihre gute Laune Petrus erweicht, sodass bald die Sonne zum Vorschein kam.

Bad und Picknick gehören dazu Die Route führte über Breitfeld, dem Seeuferweg entlang der Halbinsel Chiemen, bis hin zur Seebodenalp. In einer

Drei Wandervögel: Grossmami mit ihren Enkeln. (Bild zvg.) Badebucht konnten sich die drei erneut dem kühlen Nass hingeben und gönnten sich ein feines Picknick. Das letzte Stück der Strecke ging steil bergauf und war sehr anstrengend. Doch auch das meisterten unsere drei Wandervögel ohne Probleme. Als Belohnung gab es am Abend im Hotel einen feinen Znacht. Für die letzte Etappe der Route ging es bereits in den frühen Morgenstunden – um 5.15 Uhr – los auf den Weg zur Spitze der Rigi. Die steilen Wege forder-

ten einiges an Geschick und Ausdauer. Doch mit regelmässigen kurzen Pausen und Zwischenstopps meisterten die drei auch diese Herausforderung und erreichten überglücklich um 9.30 Uhr den Aussichtsturm der Rigi. Für den Rückweg liessen sie sich eine gemütlichere Variante einfallen: So fuhren sie mit der Bahn bis Vitznau, von dort aus mit dem Schiff nach Luzern und den Rest mit Zug und Bus bis nach Ottenbach. Helene und Che Chresta

PUBLIREPORTAGE

Erste Wahl aus zweiter Hand nachhaltiger und erschwinglich ist, sondern dass sich aus den Schnäppchen mit etwas Kreativität individuelle Lieblingsstücke anfertigen lassen. Knöpfe austauschen, Schulterpolster entfernen, ein Kleid zu einem T-Shirt kürzen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, um gebrauchter Kleidung neues Leben einzuhauchen. Die Fangemeinde von Slow Fashion wächst stetig. Viele treffen sich an Tauschpartys oder bieten ihre Fundstücke in den sozialen Medien zum Tausch oder Kauf an.

Secondhand ist preiswert, nachhaltig und ein starkes Zeichen gegen die Verschwendung. In Brockis wird gut erhaltenen Textilien neues Leben eingehaucht. Diese Art einzukaufen findet zunehmend Anklang – nicht nur bei den Kleidern.

K

leiderberge so weit das Auge reicht, keine Übersicht und Klamotten, die man hinter dem Stapel schon längst vergessen hat: Der Blick ins Innere des Kleiderschranks ist oft unerfreulich. Stellt man sich vor, welchen Weg unsere T-Shirts, Hosen, Socken, Pullis, Blusen und Jacken zurückgelegt haben, steckt darin nicht

nur ganz viel textiler Überfluss, sondern auch massenhaft Wasser, CO2, Farbstoffe, Pestizide und menschliche Strapazen. Für die Produktion einer Jeans braucht es beispielsweise ganze 7'400 Liter Wasser. Durchschnittlich hat sie 19'000 Kilometer zurückgelegt. Unter schlechten Arbeitsbedingungen haben Menschen daran gearbeitet und dabei kaum etwas verdient. Zum Dank tragen wir die Jeans durchschnittlich nur sieben Mal, bevor sie in der Mülltonne landet. Goodbye und auf Nimmerwiedersehen. Klasse statt Masse Der Konsum solch schnelllebiger Massenware und die sinnlose Verschwendung hat einen Namen: Fast Fashion. Rund zwölf Kilo neue Kleidung besorgt sich Herr und Frau Schweizer jährlich im Store, um sie dann entweder zu vergessen oder bald wegzuwerfen. Dabei geht es auch anders – nachhaltiger! Um den Teufelskreis zu durchbrechen, lohnt es sich, den Kleiderschrank regelmässig auszusortieren und wenig benutzte Textilien zu spenden. Die Heilsarmee-Brockis sind der ideale Ort dazu. In

Sachen Secondhand-Mode haben Brockis in den letzten Jahren eine kleine Revolution erlebt. Viele Filialen haben sich in schmucke Boutiquen verwandelt. Sie ziehen zunehmend Modefans an, die den Massenkonsum ablehnen und Vintage zur Lebensart gemacht haben. Sie haben längst entdeckt, dass der Kauf von Secondhand-Kleidung nicht nur

Entschleunigt auf Entdeckungstour In den Brockis wuselt es nicht nur in den Kleiderabteilungen. Das liebevoll hergerichtete, saisonal wechselnde Angebot lockt viele Kundinnen und Kunden an, die ein Flair für Secondhand haben und gerne preiswert einkaufen. Viele von ihnen treibt der Entdeckergeist in die Gebrauchtwarentempel. Sie schätzen es, zwischen den Regalen entspannt nach frisch eingetroffenen Kuriositäten, Überraschungen und Schätzen zu stöbern. Wer sich einen anstrengenden Shoppingtrip sparen will, findet hier alles für den Alltag unter einem Dach: Zwischen Bücherregal, Möbelabteilung und Geschirr sind es nur wenige Meter – Elektronik, Spiele und Papeterie liegen so nah wie sonst in

keinem anderen Geschäft. Nicht zuletzt ist die Brocki auch ein beliebter Treffpunkt im Quartier für Gleichgesinnte auf der Suche nach Entschleunigung und Austausch. Zu wissen, dass der Ertrag sozial Benachteiligten zu Gute kommt, ist ein weiterer Grund, immer wieder zu kommen. Secondhand macht glücklich – auch die Umwelt! Mit der Br Die BrockiCard verschafft treuen Kundinnen und Kunden von brocki.ch attraktive Vorteile. Bei jedem Einkauf und jeder Warenspende werden ihnen BrockiPunkte gutgeschrieben, die in Rabattbons umgewandelt werden. BrockiCards können in allen Heilsarmee Brockis bezogen werden. Bis am 15.08.2020 gültig: Beziehen Sie Ihre BrockiCard in einer Heilsarmee Brocki und profitieren Sie von einem einmaligen Startgutghaben! Ihre nächste Brocki.ch Filiale: Heilsarmee brocki.ch /Affoltern Zwillikerstrasse 1 8910 Affoltern am Albis


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für die Wirtschaftsregion

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Veranstaltungen

Dienstag, 28. Juli 2020

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Ein Dorf wird zur Galerie Grosse Freilicht-Ausstellung in Ottenbach von Bildhauer Nicholas Micros Kunst im öffentlichen Raum sucht man in Dörfern oft vergebens. Nicht so in Ottenbach, der Wahlheimat von Bildhauer Nicholas Micros. In 22 Arbeiten zeigt er sein künstlerisches Schaffen in der Ausstellung «Da-Zwischen; Here, Between». von christine häusermann Steigt man in Ottenbach bei der Bushaltestelle «Zentrum» aus dem Postauto, wird man von «Purrer» begrüsst. Der bronzene, schnurrende Kater hockt hoch oben auf ein paar rohen Steinen und putzt sich ausgiebig. Das Putzritual

von Katzen fasziniert Nick Micros. Dieser Drang nach Sauberkeit, den der in New York geborene Künstler auch mit der Schweiz und ihren Landsleuten verbindet. Die Skulptur ist aber auch eine Hommage an den geliebten Kater Dexter, der als Zugelaufener ein paar Jahre lang Nick Micros und seine Familie und auch die Studenten seiner Bildhauerklassen charmant um den Finger wickelte. Der bronzene Dexter kam zuerst als Leihgabe an die Gemeinde, die ihn schliesslich erstand. Mit «Schnurrli» beginnt auch der Plan der Ausstellung, den man sich auf der Website von Nicholas Micros herunterladen kann. Alle Objekte sind unabhängig voneinander besuchbar.

Hohe künstlerische Qualität und Vielfalt «Purrer» legte den Grundstein für die jetzige Ausstellung. Auch Private anerboten sich, auf ihren Grundstücken eine Skulptur auszustellen. Langsam wuchs die Idee einer grossen Ausstellung. Anfängliche Baubewilligungshürden konnten schliesslich mithilfe der Gemeinde aus dem Weg geräumt werden, so dass nun insgesamt 22 Skulpturen auf die Besucherinnen und Besucher warten. 22 Kunstwerke von einem einzigen Künstler – ist das nicht langweilig? Nick Micros verwendet die verschiedensten Materialien, mal formt er von Grund auf neu, baut aber auch auf Vorhandenem auf, entwickelt weiter, verwandelt. Mal kommen seine Werke roh und einschüchternd daher, dann wieder überrascht die filigrane Umsetzung und die feinen, sinnigen Details. «Es ist wunderbar, wie ich von allen Seiten unterstützt wurde, sodass ich diese Ausstellung jetzt realisieren konnte, noch dazu zu meinem 60. Geburtstag», meint der sichtlich bewegte Bildhauer, der Ottenbach mit seiner Lage als das schönste Dorf bezeichnet.

Skulpturen im Kontext zum Ausstellungsort

«Isis Tempel» auf dem Isenberg wirkt – besonders im Winter – mystisch.

Schweizer Filme im Fokus Da sich die Starts von neuen Filmen am globalen Markt orientieren und die Coronakrise weltweit immer noch andauert, werden viele Filmstarts verschoben. Das Sommerspecial 2020 in den Zuger Kinos versteht sich als Ergänzung zum herkömmlichen Kinoprogramm. Auf die Leinwand kommen diverse Filmperlen zum (Wieder-)Entdecken. Ausserdem können Kundinnen und Kunden die Kinosäle zu Spezialkonditionen in privatem Rahmen nutzen. In jeder Kinowoche wird jeweils am Freitag, Montag und Mittwoch eine Filmreihe gezeigt, bestehend aus mindestens drei Filmen mit thematischem Zusammenhang. Der Ticketpreis beträgt 13 Franken. Kinder, unter 25-Jährige und Zuger-Kinokarten-Besitzer bezahlen 10 Franken pro Eintritt. In der fünften Sommer-Special-Woche ab dem 30. Juli wird rund um den Nationalfeiertag das Schweizer Filmschaffen gefeiert. Zu den üblichen Abendvorstellungen gesellt sich in dieser Reihe ausserdem ein helvetisch geprägtes Nachmittagsprogramm – da ist für Jung und Alt etwas dabei. Ein Highlight dieser Woche ist die restaurierte Fassung von einem der besten und eindrücklichsten Schweizer Filme aller Zeiten: Leopold Lindtbergs «Die letzte Chance» (1945). Und natürlich dürfen auch die Gewinner unserer Publikumsabstimmung nicht fehlen. Auf den ersten Platz wurde Bettina Oberlis «Die Herbstzeitlosen» (2006) gewählt, gefolgt von «Sister – L’enfant en haut» (2012) von Ursula Meier. Zuger Kinos Die Spielzeiten und weitere Infos finden sich auf www.kinozug.ch/sommer-special.

Besonders reizvoll ist, wie die einzelnen Skulpturen mit der Umgebung interagieren. Dabei sind dem Künstler auch die Bezüge zur Umgebung wichtig, etwa zur stets gegenwärtigen Kirchenuhr, der Reuss oder auch der Ottenbacher Geschichte. Der geheimnisvolle «Isis Tempel» mitten im Wald, spielt mit der Göttin Isis auf dem Ottenbacher Isenberg. Die filigrane Flaschenpost, die eine spannende Biografie mit sich trägt, schwimmt statt im Wasser in einem Meer von Gras. «Seraph, Seraphim» – eine wuchtige, in Ketten gelegte Statue,

«Flaschenpost» – wurde in Ottenbach von den «Baubewilligungs-Wogen» hin und her geworfen. (Bilder Christine Häusermann) die so gar nicht an Engel erinnert, hält Wache vor der Zivilschutzanlage. Nicht nur in der Dämmerung hat sie etwas Furchteinflössendes, aber im alten Testament waren die Engel auch nicht nur luftige, verklärte Wesen, als die sie heute gerne dargestellt werden. Hübsch mutet dagegen die «Sphinx» an, die an der Zwillikerstrasse 8 steht. Fährt man an ihr vorüber, scheint es, als ob eine Blume einem zunicke oder ist es ein Grammophon wie bei «His Master’s Voice»? An der Stüdlerstrasse stehen zwei kleine heulende Wölfe auf dem Gartentor vor einem Abbruchobjekt. Der Grabgesang auf das ehemalige

«Italienerinnenhaus», das bald nicht mehr an die ersten Gastarbeiterinnen in Ottenbachs ehemaliger Weberei erinnern wird? Weiter gegen Jonen liegt der «Stapel». Mancher fragt sich vielleicht, ob dem Regiebetrieb ein Haufen Müll vom Wagen gefallen sei. Und was würde wohl Grossvater Heinrich Hauser selber sagen, wenn er seinen Grabstein zum Wildbienenhotel zweckentfremdet sähe? Nicholas Micros bietet ab Herbst Führungen an, auch auf Anfrage. Die Ausstellung ist bis Ende 2023 zu sehen. Ottenbach ist auch wegen Nick Micros einen Besuch wert.

Kiwo 2020 abgesagt

Smoothe Frauenpower

Die Kinderwoche der Chrischona Affoltern findet dieses Jahr nicht statt. Das Motto «Anno 2020 – Unruhe auf der Burg» wird 2021 nachgeholt.

Am Donnerstag, 30. Juli, treten Mad Nad Bo und Black Cat’s Smoking in Bonstetten auf.

Das Abenteuer auf der Burg muss warten

Ein Entscheid schweren Herzens: Nach dem Coronafall in einem Kinderlager im Bündnerland haben die Verantwortlichen der Kinderwoche (Kiwo) von der evangelischen Freikirche Chrischona in Affoltern die Situation neu analysiert. Der Schutz der Kinder und ihrer Familien steht für die Leitenden an oberster Stelle. Aus diesem Grund wurde schon früh ein entsprechendes Schutzkonzept anhand der Vorgaben vom BAG erstellt.

Aber wie sich im oben genannten Camp gezeigt hat, bestehen auch mit einem solchen Konzept und hohen Schutzmassnahmen immer noch grosse Risiken. Bei der Kiwo gehen die Kinder jeden Abend wieder nach Hause und bei einer allfälligen Erkrankung würde damit der Kreis der Betroffenen deutlich ausgeweitet. Zudem ist die Kiwo in der letzten Ferienwoche, womit bei einer allfällig angeordneten Quarantäne die Kinder den Schulbeginn, und damit einen wichtigen Einstieg, verpassen würden. So hat sich das OK schweren Herzens entschieden, die diesjährige Kiwo unter dem Motto «Anno 2020 – Unruhe auf der Burg» auf 2021 zu verschieben. Alle Vorbereitungen werden nun gestoppt, das eindrückliche Burgtor an der Obstgartenstrasse abgebaut und Plakate wieder entfernt. Aber nur vorübergehend! Denn in einem Jahr lädt das Kiwo-Team alle Kinder der Region neu zu einer Reise ins Mittelalter zu den eindrücklichen Rittern, den hübschen Burgfräuleins und feuerspeienden Drachen ein. Chrischona Affoltern

Blues Voices auf der Stiftung Rotenbirben

Über den Hof Rotenbirben weht am Donnerstag ein bluesiger Wind. In der Konzertreihe, welche immer am letzten Donnerstag des Monats stattfindet, treten diesen Donnerstag zwei Musikerinnen auf, welche sich den Blues einverleibt haben. Mad Nad Bo tritt mit ihrer smoothen, rauchigen Stimme auf und setzt somit das Motto für den Abend: «Blues Voices». Ihre Stücke, welche sie mit Begleitung performt, schweben zwischen Jazz, Blues und Soul. Nachdenkliche Texte und gefühlvolle Musik die zum Sonnenuntergang über die Felder der Stiftung Rotenbirben klingt. Zuvor tritt Black Cat’s Smoking auf. Das Duo macht Musik, für die man sonst in fern abgelegene amerikanische Provinzorte reist. Blues und Folk küssen sich dabei in schönster Kornfeldidylle. Stiftung Rotenbirben

Mad Nad Bo verwebt mit ihrem Stil Jazz, Blues und Soul. Blues Voices auf der Stiftung Rotenbirben, Rütistrasse 5, Bonstetten. Donnerstag, 30. Juli. Die Bar ist ab 18 Uhr offen. Livemusik ab 19.30 Uhr.

Evangelische Freikirche Chrischona Affoltern,

Es wäre alles bereit, doch nun wurde die Kiwo abgesagt. (Bild zvg.)

Alte Obfelderstrasse 24. www.kiwo-affoltern.ch. www.tschaegg-point.ch, www.sunntig.ch.

Führungen durch das Kloster Muri Die Klosteranlage Muri beherbergt neben der jüngsten auch die älteste Grablege des Hauses Habsburg. Die Führung am Sonntag, 2. August, zeigt den Besucherinnen und Besuchern nicht nur die Krypta, sondern auch andere sonst nicht zugängliche Orte wie das Chor-

gestühl, den Hochaltar oder die Benedikts- und die Marienkapelle. Kloster Muri Sonntag, 2. August, 14 Uhr, für Einzelbesucher. Anmeldung erforderlich unter Tel. 056 664 70 11 oder info@murikultur.ch, Treffpunkt: Haupteingang Klosterkirche Muri. Führung kostenlos, Kollekte.

Black Cat’s Smoking spielen Blues, Americana und Folk. (Bilder zvg.)


Aus Liebe zum Dorf und zum Portemonnaie.

EMMI CAFFÈ LATTE div. Sorten, z.B. Macchiato, 2,3 dl

Montag, 27.7. bis Samstag, 1.8.20

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Chnusper-Mischung, 2 x 290 g

CHICCO D’ORO KAFFEE div. Sorten, z.B. Bohnen, 2 x 500 g

Frankreich, per kg

statt 3.55

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statt 15.05

5.20

KAMBLY APÉRO

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Selection Tragtasche, 460 g

ZWEIFEL CHIPS

THOMY SQUEEZE SAUCEN

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div. Sorten, z.B. Knobli, 350 ml

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Paprika oder Nature, 280 g

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9.30

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16.90

TOPPITS FOLIEN UND BEUTEL

HEINEKEN BIER

6 x 1,5 l

div. Sorten, z.B. Alufolie, 3 x 20 m

Dose, 6 x 50 cl

div. Sorten, z.B. in Rollen, 120 g

– 33%

9.40

9.90

SINALCO

DR.-GUYOT-BIRNEN

2.80

11.90

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250 g

VOLG SIRUP

div. Sorten, z.B. Himbeer, 1 l

Schweiz, Stück

PERWOLL

div. Sorten, z.B. Wool & Delicates, flüssig, 2 x 1,5 l

–25%

8.60 statt 11.60

AGRI NATURA ST. GALLER BRATWURST 4 x 130 g

statt 4.65

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5.90

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Druck- und Satzfehler vorbehalten.

VOLG TUTTI FRUTTI & TROCKENFRÜCHTE

2.10 statt

THOMY SENF div. Sorten, z.B. mild, 2 x 200 g

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BIO PROSECCO DOC

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GOLDBEERE G CUVÉE DE BLANCS PRESTIGE

9.90 statt

SUN

3.40

statt 1.95

–21%

2.95 statt 3.50

GURKEN

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Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

M&M’S PEANUT

1.30

statt 4.30

–21%

–20%

– 32%

– 33%

2.90

statt 21.90

HUG BISCUITS

div. Sorten, z.B. Lemon, 6 x 1,5 l

– 32%

17.50

8.95

statt 13.50

LIPTON ICE TEA

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div. Sorten, z.B. Tutti Frutti, 200 g

2.55

Extra Dry, 75 cl

14.90

Schweiz, 75 cl, 2017

3.90

13.50

div. Sorten, z.B. Gurken, 430 g

div. Sorten, z.B. Pulver, Classic, 2 x 1 kg

3.90 statt 4.60

10.90 statt 13.90

Alle Standorte und Öffnungszeiten finden Sie unter volg.ch. Dort können Sie auch unseren wöchentlichen Aktions-Newsletter abonnieren. Versand jeden Sonntag per E-Mail.

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