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Sport
Freitag, 24. Juni 2016
Kein Turnfestwetter im Zürcher Oberland 96. Veteranentagung des Zürcher Turnverbandes in Wetzikon Die Sportanlage «Meierwiesen» war am 19. Juni die Arena für rund 1200 Turnveteranen und Gäste. Die Jahrestagung hat im Rahmen des Turnfestes der Region AZO stattgefunden. Regierungsratspräsident (und zugleich auch Sportminister) Mario Fehr fand nur lobende Worte für die Turnsache. 47 Alt-Veteranen konnten die Ehrung geniessen. Rikon ist der Festort 2017.
nen, seien es Politiker, Behördenvertreter, Verbandsdelegierte, ehemalige und heutige Funktionäre im Turnwesen, Veteranenkameraden aus Nachbarkantonen – alle sind und waren in ihren Chargen auch Artisten, Künstler, Dompteure oder sogar Clowns. Vizeobmann Felix Baer (Hausen) hiess sie alle im Veteranen-Zirkus freundlich willkommen.
Prominenz dabei
................................................... von hans jud Bei vielen Veteranen sind Erinnerungen an das 41. Kantonalturnfest im Jahr 1987 in Wetzikon hochgekommen – Hauptthema: der Regen. Aber wie schon damals konnte Petrus die Freude auch beim Zusammentreffen der «Oldies» nicht trüben. Die Oberländer Metropole mit gegen 25 000 Einwohnern (Bezirkshauptort ist jedoch Hinwil) ist bekannt für Sportanlässe. Regionalturnfeste gehören im Zürcher Turnverband (ZTV) zu den bedeutenden Anlässen. Es betrifft dies die drei Regionen AZO (Albis, Zürichsee und Oberland), GLZ (Glatt-, Limmattal und Stadt Zürich) und WTU (Winterthur und Umgebung). Mit wenig Ausnahmen sind die Veteranen mit öV nach Wetzikon gereist, das besondere Arrangement mit dem ZVV hat sich bestens bewährt.
Auftakt im Zirkuszelt Der Ort passte gut zum Empfang der Ehrengäste mit Apéro. Die Eingelade-
Die Mettmenstetter Turnveteranen vergnügen sich im Festzelt. (Bild Karl Suter)
Drei Medaillen
Die originellen «Bachtel Trychler» begleiteten dann den Tross ins grosse Festzelt, wo Obmann Heinz Zollinger (Weiningen, TV Höngg) das Zepter übernahm und die Tagung eröffnete. Unter anderen begrüsste er folgende Ehrengäste: Nationalrat Jürg Stahl, Regierungsrat Mario Fehr, vom Kantonsrat: Rolf Steiner (Präsident) und Esther Guyer (Geschäftsleitung), Ruedi Rüfenacht (Stadtpräsident Wetzikon), Germano Tezzele (Gemeindepräsident Hinwil), Reinhard Wagner (Präsident Zürch. Kant.Verband für Sport ZKS), vom ZTV: Frank Günthardt (Präsident) und René Bosshard (Abteilungsleiter Breitensport), Ursi Bieri (Veteraninnen des ZTV), Beat Luginbühl (OK-Präsident Turnfest AZO). In ihren Grussbotschaften unterstrichen Fehr, Rüfenacht und Günthardt den hohen Stellenwert des Turnsports und vor allem auch die soziale Bedeutung, insbesondere auch bei den Veteranen. Im Festzelt herrschte eine fröhliche Stimmung (Regenwetter hin oder her) mit der üblichen Kulisse: Fahnen (auch Ueli Ochsner, Hedingen, mit dem Banner der Veteranenvereinigung), Blumen, Ehrendamen, Musik, Turnerlied, Unterhaltung und Kulinarium.
Über 6000 Veteranen figurieren im Etat Per 23. April 2016 waren in 139 Ortsgruppen 6288 Mitglieder eingeschrieben, davon 142 weibliche. 142 Veteranen sind verstorben, Abnahme total 80. In der Region «Albis» figurieren 8 Gruppen mit 453 «älteren» Turnern. Ab dem 40. Altersjahr ist der Beitritt möglich. Eine besondere Freude ist jeweils die Ehrung der 90-jährigen und noch betagteren Kameraden. Insgesamt 47 mit den Jahrgängen 1918 bis 1926 erlebten ihre Sternstunde. 98 Jahre «jung» wurden Hans Graber (Zürich-Wiedikon) und Otti Laimer (Zürich-Oerlikon) ausgerufen. Auch unter den Jubilaren weilte aus dem Säuliamt Werner Schneiter, Obfelden (Jg. 1925). Wie Pfarrer Kilchör aus Wetzikon eindrücklich zelebrierte, gehört zum Leben unausweichlich der Tod. Das wissen und erleben auch die Turner. In einer schlichten Feier wurde nochmals den seit der letztjährigen Tagung verstorbenen 170 Veteranen ehrend gedacht, auch den Ämtlern: Affoltern (Fritz Eichenberger, Urs Gnädinger, Felix Schenk); Bonstetten (Paul Augsburger, Ernst Pollo, Siegmund Weber); Knonau (Hansruedi Huber); Mettmenstetten (Karl Funk, Walter Hürlimann, Peter Sidler, Max Steinmann); Obfelden (Emil Häberling). Die Zukunftsplanung steht. Hinweise für die Agenda: Obmännerversammlung 22.04.2017 in Wetzikon; Veteranentagungen: 18.06.2017 in Rikon (Kantonalturnfest), 2018 in Dinhard (Datum noch offen). Mit etwas nassen, aber schönen Erinnerungen reisten die Gruppen von Wetzikon wieder in ihre Gefilde zurück.
Affoltemer Faustballer vorne dabei
Erfolg für Budo-Sportclub Affoltern in Uster Eine 1.-Liga-Heimrunde auf dem «Moos» Am Sonntag, 19. Juni, fand in Uster das alljährliche Judo-Schülerturnier statt. Über 400 Kinder fanden sich zum Kämpfen in den verschiedenen Alter- und Gewichtsklassen in der Buchholzturnhalle in Uster ein. Darunter auch drei Kinder des Budosportclubs Affoltern. Als Erster stellte sich der Achtährige Aaron Müller in der Kategorie U11 seinen Gegnern. Aaron ist das jüngste Mitglied des Regionalkaders des zürcherischen Judo-Verbandes. Wieder einmal zeigte sich, dass sich seine vielen Trainingsbesuche auszahlen. Alle Kämpfe gewann er souverän und konnte somit auf dem Podest die Goldmedaille in Empfang nehmen. In der Kategorie U13 stellten sich der erfahrene Judoka Noah Hermle
und der Judofrischling Iwo Roszak der Herausforderung. Noah startete etwas nervös in seinen ersten Kampf und verlor diesen gegen den späteren Goldmedaillengewinner. Im zweiten Kampf fand er aber wieder seinen Rhythmus, konnte alle weiteren Kämpfe gewinnen und durfte somit die Silbermedaille in Empfang nehmen. Iwo war für Trainer Patrick Schmidli die Überraschung des Turniers. Noch nie an einem Turnier war er zu Beginn so nervös gewesen. Seinen ersten Kampf verlor er knapp gegen den späteren Sieger. Aber schon im zweiten Kampf konnte er seinen Lieblingswurf, den Tai-Otoshi, umsetzen und gewann die restlichen Kämpfe. Am Ende durfte sich auch Iwo die Silbermedaille umhängen lassen.
Erfolge in Uster, von links: Noah Hermle, Aaron Müller, Iwo Roszak. (Bild zvg.)
Die Affoltemer Faustballer führten im «Moos» wieder einmal eine Heimrunde durch. Die 1.-Liga-Teams begannen am vergangenen Samstag die Meisterschaftsspiele. Das Terrain war noch feucht, aber zumindest regnete es für einmal nicht. Das einheimische Team begann gegen Beringen, und es kam zum erwartet hart umkämpften Spiel wie in der Vorrunde. Affoltern gewann den 1. Satz 15:13. Im zweiten konterte Beringen und gewann ebenfalls knapp 13:11. Der dritte Satz ging wieder mit 11:7 an das Heimteam und der vierte wieder mit 11:7 an Beringen. Der fünfte Satz musste entscheiden, und Affoltern II setzte sich auch wieder knapp mit 11:9 durch. Im zweiten Spiel trat Beringen gegen das junge Team aus Rüti an. Rüti gewann den 1. Satz klar mit 11:6. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich aber die Routine durch und Beringen gewann die Partie 4:1. Danach kam Affoltern, nach einem Spiel Pause, wieder zum Zug und traf auf Rüti, gegen das man in der Vorrunde verloren hatte. Das Heimteam spielte seine ganze Erfahrung aus und liess nie Zweifel aufkommen, wer die Partie gewinnen würde. 11:9, 11:7, 11:6 waren die Satzresultate. Affoltern II holte sich erstmals an einem Spieltag vier Punkte. Auf dem anderen Platz setzte sich der Leader aus Schlieren gegen Mönchaltorf und Embrach je mit 3:0 durch, und Embrach gewann die Partie gegen Mönchaltorf 4:1. Da Schaffhausen in Ohringen nur zwei Punkte holte, stiess Affoltern auf den 3. Platz vor. Rangliste: 1. Schlieren 24 Punkte, 2. Jona 22, 3. Affoltern II 14, 4. Schaffhausen, 14. 5. Beringen 12, 6. Rüti 6, 7. Embrach 6, 8. Mönchaltorf 4, 9. Ohringen 0. (Rüti, Embrach und Ohringen mit 2 Partien weniger).
Am Samstag, 25. Juni, spielen alle neun 1.-Liga-Teams ab 10 Uhr auf der Sportanlage Unterrohr in Schlieren die zweitletzte Runde. Die Nationalliga B begann ihre Spiele um 15 Uhr, wo es wieder leicht zu regnen begann. Das Fanionteam begann gegen das junge Team aus Schlieren, das aus zehn Spielen lediglich zwei Punkte holte und somit um den Abstieg kämpft. Das erfahrene Heimteam setzte sich zwar mit 3:0 durch, doch die Satzresultate sprechen eine andere Sprache (11:8, 11:8, 12:10). Bei Schlieren kam noch Verletzungspech dazu und so mussten sie leicht geschwächt die zweite Partie gegen Wigoltingen II in Angriff nehmen. Die Thurgauer setzten sich erwartungsgemäss durch und gewannen die Partie ebenfalls 3:0 (11:7, 11:8, 11:4). In der dritten Partie kam es zur Begegnung zwischen den beiden Aufsteigern, welches Affoltern in der Vorrunde für sich entscheiden konnte. Auch dieses Mal startete Affoltern aus einer stabilen Defensive und einem variantenreichen Angriff gut und gewann die ersten beiden Sätze knapp mit 14:12 und 13:11. Der dritte Satz ging nach einem Durchhänger mit 11:5 an Wigoltingen. Affoltern steigerte sich aber wieder und gewann den vierten Satz knapp mit 11:9 und das Spiel mit 4:1. Auch sie holten sich wieder vier Punkte gegen die gleichen Gegner wie schon in der Vorrunde und belegen momentan mit acht Punkten den fünften Platz. Auch hier ist die Rangliste auf swissfaustball.ch unübersichtlich, da die Teams nicht gleich viele Spiele haben. Die nächste Runde findet am 25. Juni in Elgg statt, wo man auf den Leader Elgg-Ettenhausen II und den zweitplatzierten aus Affeltrangen trifft. Die
Im Faustball ist auch Schlagkraft gefragt. (Bild zvg.) verschobene Runde in Diepoldsau wird am Sonntag, 26. Juni, nachgeholt. John Schoch