Bezirk Affoltern
Käthy Elsener übergibt den Schlüssel an Moritz Wandeler. (Bilder sas)
Dienstag, 17. Juni 2014
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Der Clown wusste die Kinder mit einfachen Zaubertricks zu begeistern und integrierte die Kinder in seine Show.
Mit Elan, Weitsicht und Konstanz Das Chinderhuus Hedingen wurde zehn Jahre alt und erhielt einen neuen Präsidenten Gute Betreuungsplätze für Kleinkinder gehören heute zu einer ganzheitlich orientierten Agglomerationsgemeinde. Das «Chinderhuus» Hedingen konnte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen feiern und bereits auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. ................................................... von salomon schneider Vor über zehn Jahren trugen Behördermitglieder die Idee einer Kinder-
krippe an Käthy Elsener heran. Sie war von der Idee begeistert und fand vier weitere Frauen für die Trägerschaft. Die Krippe wurde am Anfang für elf Kinder konzipiert. «Die Idee war natürlich, dass wir noch weiter wachsen können», erklärt Käthy Elsener.
Starkes Wachstum dank immer grösserer Nachfrage Die Krippe lief gut an und nach ein paar Jahren wurde der Platz bereits knapp. 2008 entschied sich die Schulpflege, die Tagesstrukturen in das
«Chinderhuus»Hedingen auszugliedern. Heute besuchen täglich 33 Kinder die Krippe, über Mittag sind es sogar 44. Sie ist gut organisiert und hat eingespielte Strukturen. «Der Anfang war durchaus schwierig. Ich weiss nicht, ob wir es damals oder beim Ausbau ohne die Anstossfinanzierungen des Bundes geschafft hätten. Jetzt ist die Aufbauarbeit abgeschlossen und ich kann als Präsidentin zurücktreten», erklärt Käthy Elsener. Nach zehn Jahren als Präsidentin wird Käthy Elsener von Moritz Wandeler abgelöst. Wandeler, selbst Vater von drei Kindern, die im Hort betreut
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Fragwürdige Geschwindigkeitsmessungen in Aeugst Es gibt wohl kaum einen Einwohner in Aeugst, der im Mai beim Verlassen des Dorfes, Richtung Affoltern, den Geschwindigkeits-Messungs-Kasten bemerkte. Da wurde angeblich das gefahrene Tempo gemessen. Vermutlich hatten neben mir auch andere Verkehrsteilnehmer den Eindruck, auf dem Display des Messgerätes werde zu viel angezeigt. Heutzutage kann man als Besitzer eines Navigationsgerätes, relativ genau erkennen, wie schnell man wirklich unterwegs ist. Als ich dann eines Tages noch mit dem Traktor den Kasten passierte, bestätigte sich meine Vermutung erneut. Beim letzten Vorführen hatte man nämlich das Fahrzeug genau auf 25 km/h eingestellt. Der Kasten zeigte aber über 30 km/h an. Als ich wieder zurück kam, waren die Gemeindeangestellten gerade daran, die Einrichtung abzubauen. Ich hielt bei ihnen an und machte sie darauf aufmerksam, dass das Gerät deutlich zu viel anzeige. Zu
meinem Erstaunen sagte man mir, das wisse man schon. Nun konnte man am Freitag, 13. Juni, im «Anzeiger» lesen, etwa die Hälfte der Verkehrsteilnehmer hätte die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nicht eingehalten. Ich finde es fragwürdig, wenn man für diese Aussage ein Gerät verwendet, das nach meiner Schätzung gegen 20 Prozent zu viel anzeigt. Vielen korrekt fahrenden Verkehrsteilnehmern wird so ungerechtfertigt ein Fehlverhalten unterstellt. Falls das Messgerät in Zukunft erneut an einer Strasse aufgestellt wird, sollte man erwarten dürfen, dass es vorher von einer unabhängigen Fachstelle einer Überprüfung unterzogen wird. Wenn man von uns Verkehrsteilnehmern korrektes Verhalten verlangt, dürfte man es auch von einem Messgerät erwarten, das von einer Gemeinde aufgestellt wird. Johannes Weiss, Aeugst
Diskriminierung von Homosexuellen Homosexuelle Jugendliche sind zweibis zehnmal stärker suizidgefährdet als gleichaltrige Heterosexuelle. Grund dafür sind nicht verkehrte Hirnlappen, sondern Menschen wie Toni Bortoluzzi. Menschen, die Homosexualität als abnormal bezeichnen. Menschen, die meinen, sie könnten über das Leben eines anderen urteilen. Herr Bortoluzzi wohnt im Knonauer Amt – und dafür schäme ich
mich. Die Einwohner eines Bezirkes, der auf dem besten Weg dazu ist, offen und tolerant zu werden, sollten sich klar von solchen Aussagen distanzieren. Nächstes Jahr sind wieder Nationalratswahlen. Bitte denken Sie dann daran, Herrn Bortoluzzi abzuwählen. Samuel Haitz, Ottenbach Hannah Pfalzgraf, Mettmenstetten
werden, zu seinem Engagement: «Als junge Familie war es uns wichtig, an einen Ort mit funktionierenden Tagesstrukturen zu ziehen. Das hat am Schluss den Ausschlag für Hedingen gegeben. Das gute Betreuungsangebot zu erhalten, ist mir wichtig.» Auch wenn das Chinderhuus Hedingen momentan sehr gut aufgestellt sei, kämen neue Herausforderungen auf die Verantwortlichen zu, gerade mit dem Wegfall der Anstossfinanzierungen. Das «Chinderhuus» ist gerade auch als Arbeitgeber wichtig für Hedingen. 695 Stellenprozente entfallen auf ausgebildete Arbeitskräfte, 840 auf nicht
ausgebildete. Im «Chinderhuus» werden auch acht Lernende ausgebildet. Das Jubiläum der Kinderkrippe wurde feierlich begangen. Für die Kleinen gab es eine Schminkwerkstatt, einen Postenlauf, eine Tanzshow und den Auftritt eines Clowns. Gerade beim Clown fieberten die Kinder eifrig mit, wollten ihm helfen, wenn er etwas falsch verstand, und hielten sich vor Lachen die Bäuche. Auch Eltern, Angestellte und Bekannte kamen am Jubiläumsfest auf ihre Kosten. Im Restaurant konnten sie sich mit Getränken versorgen und sich untereinander vernetzen.