In Kappel wurde das 500-Jahre-Jubiläum des ersten reformierten Abendmahls mit einem ungewöhnlichen Gottesdienst gefeiert. Seite 5
Ist der neue Dorfplatz zu klein?
Grösse und Lage eines Dorfplatzes sowie eine neue Strasse polarisieren in Hedingen
Daniel Koch
Der Schachensaal in Hedingen war am vergangenen Samstagmorgen voll, als die Gemeinde eine erste von zwei Informationsveranstaltungen zum aktuellen Stand der Zentrumsplanung abhielt. Denn Hedingen steht vor einem bedeutenden Entwicklungsschritt: Mit der geplanten Neugestaltung des Zentrums will die Gemeinde das Dorf langfristig stärken und attraktiver machen. Herzstück des Projekts ist ein neuer, autofreier Dorfplatz mit Grünflächen, Bachzugang und Raum für Begegnung und Veranstaltungen. Gleichzeitig sind neue Wohnungen, Gewerbeflächen sowie ein zentral gelegenes Gemeindehaus vorgesehen, um das Zentrum wieder stärker zu beleben.
Ein zentrales Anliegen ist zudem die Verkehrsentlastung: Eine neue Erschliessungsstrasse soll den Durchgangsverkehr aus dem Dorfkern verlagern und so mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität schaffen. Die Zentrumsentwicklung basiert auf einem mehrjährigen Planungsprozess unter Einbezug der Bevölkerung und Grundeigentümer.
«Platz muss dort sein, wo Leute sind» Einwände aus der Bevölkerung betreffen momentan vor allem die neue Erschliessungsstrasse, die Grösse und Lage des Dorfplatzes sowie «identitätsstiftende» Häuser im sogenannten Magnolienquartier. Der geplante Dorfplatz habe die Grösse einer 2,5-Zimmer-Wohnung und wurde von einem Veranstaltungsteilnehmer kritisiert. Wie Gesamtprojektleiter Christian Schlatter ausführte, dürfte der Platz tatsächlich rund 1000 Quadratmeter Fläche aufweisen. «Das wären dann rund 15 grosse 2,5-Zimmer-Wohnungen», konterte er. Den Einwand, dass der Dorfplatz besser auf dem Juventus-Areal beim Kreisel realisiert würde, entkräftete Gemeindepräsident Ruedi Fornaro: «Ein Dorfplatz muss dort sein, wo die
In Hedingen soll entlang des Dorfbachs zwischen Kratzstrasse und Bahnhofplatz ein Dorfplatz entstehen. (Bild zvg)
«Beim Volg wird die Gefährlichkeit erheblich reduziert. Nach der Umsetzung fahren dort statt 1300 nur noch 400 Autos pro Tag.»
Christian Schlatter, Gesamtprojektleiter, Hanser Consulting AG
Leute sind.» Dies sei nun einmal auf dem Areal beim Volg der Fall – dort, wo eingekauft werde.
Dass die Gemeinde «wertvolles Bauland hergibt», um eine neue Erschliessungsstrasse zu bauen, lautete ein anderer Kritikpunkt. Stattdessen wird weiterhin eine Nordzufahrt aus der anderen Richtung vorgeschlagen. Wie von den Verantwortlichen bereits früher dargelegt, ist eine solche wegen Vorgaben des Kantons aber nicht möglich. «Sie ist planungsrechtlich nicht zulässig und aus heutiger Sicht nicht bewilligungsfähig», erklärte Gaby Horvath, Ortsplanerin bei der Suisseplan AG. Die Krux: Der Kanton schreibt vor, dass eine neue Erschliessungsstrasse über Bauland erfolgen muss. Der Einwand, die neue Strasse diene vor allem der Firma Ernst
Schweizer AG, liess Horvath ebenso nicht gelten. «Wenn die Erschliessungsstrasse nicht kommt, fahren die Lastwagen weiterhin durchs Dorf am Volg vorbei.» Genau dort orten die Planer aber ein Verkehrsproblem, das mit der Zentrumsplanung und einem Einbahn-Regime entschärft werden soll. «Danach hat man dort pro Tag noch 400 Fahrzeuge, nicht wie jetzt 1300», so Schlatter. Damit werde die Gefährlichkeit im Dorfzentrum «erheblich reduziert». Dass durch die Zentrumsplanung zwei markante Häuser im Magnolienquartier weichen werden, hat ebenso seine Gründe. Laut Ruedi Fornaro wollen die Grundeigentümer das so und sind mit im Boot bei der Zentrumsplanung. Man wolle als Gemeinde nicht vorschreiben, was die Besitzer tun oder lassen sollen. Zudem macht der Kanton auch hier Vorgaben, indem er sagt, dass eine Verdichtung in der Nähe des Bahnhofs erfolgen müsse. Also just dort, wo diese Häuser stehen. Und bauen könnten die Grundeigentümer auch bei Ablehnung der Zentrumsplanung. Einfach nach den bisher geltenden Zonenvorschriften. Mit dem Nachteil, dass die Gemeinde weniger Mitsprachemöglichkeit hätte als mit den geplanten Sonderbauvorschriften. Und was kostet das neugestaltete Dorfzentrum? Dazu präsentierte Finanzvorsteherin Nicole Doppler die Zahlen. Es ist somit von Kosten in der Höhe von rund 10 Millionen Franken auszugehen. Über den Kredit dazu wäre an der Urne zu befinden. Nicht dabei in dieser Rechnung sind die Kosten für die Entwicklung des Juventus-Areals und ein mögliches neues Gemeindehaus. Darüber wird separat entschieden. Zu Buche schlagen würde dieses Projekt mit rund 15 Millionen Franken. Da die Gemeinde laut Doppler finanziell gut aufgestellt ist und man aktuell null Franken Schulden hat, steht der Investition aus ihrer Sicht nichts im Weg. «Ich sehe auch keinen Anlass, die Steuern deswegen erhöhen zu müssen», so Doppler.
Diese bunten Hasen wünschen frohe Ostern!
Stimmberechtigte kamen zur Versammlung der TCS-Gruppe Knonauer Amt. Seite 8
«Was genau feiern wir an Ostern?»
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Irene Girardet Fischer, Pfarrerin aus Hausen. (Bild zvg)
Kaum mehr erschwinglich
Wohneigentum wird in der Schweiz zunehmend unerschwinglich: Laut UBS ist eine 100-m²-Eigentumswohnung nur noch in 17 Prozent der Gemeinden für Durchschnittshaushalte finanzierbar. Hohe Preise und strenge Hypothekarregeln zwingen viele zu kleineren Wohnungen. Besonders in der Region Zürich bleibt Eigentum schwer zugänglich, während es im Aargau etwas günstiger ist. Trotz hoher Hürden bleibt die Nachfrage stabil, auch weil Eigentum im Schnitt günstiger ist als Miete. Diese dürfte weiter steigen, da das Angebot knapp bleibt. Steigende Baukosten und weniger neue Projekte verschärfen die Lage zusätzlich, während Luxusmieten und Büroflächen unter Druck geraten. Gleichzeitig bleibt der Wohnungsmarkt insgesamt angespannt und eine rasche Entlastung ist nicht in Sicht. (red)
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Öffnungszeiten
Stadtverwaltung
Am Karfreitag, 3. April 2026 und am Ostermontag, 6. April 2026 bleibt die Stadtverwaltung geschlossen.
Schalterschluss:
Donnerstag, 2. April 2026, 11.30 Uhr
Bei Todesfällen wenden Sie sich bitte an unseren Bestatter, Bossardt Bestattungen AG, unter der Telefonnummer 044 710 99 70.
Ab Dienstag, 7. April 2026, sind wir gerne wieder für Sie da.
1. April 2026
Stadtverwaltung Affoltern am Albis
GP Osterhas 04.04.2026
Am Ostersamstag, 04.04.2026, findet der GP Osterhas auf der Dachlisser / und Lindenmoosstrasse in Affoltern am Albis statt.
Zufahrt ist nur bis zur Rennstrecke möglich.
Die Strassen sind während der Veranstaltung für den Verkehr gesperrt. Die Haltestelle Lindenmooss wird von der Postautolinie 223 nicht angefahren und die Entsorgungscentren sind am Renntag geschlossen.
OK GP Osterhas
Manchmal landen die Besten nicht mehr- Affoltern, 17. März 2026 sie steigen einfach höher.
In Liebe und grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem geliebten Partner, Vater, Grosspapi und Bruder
Rolf Eichenberger
23.12.1953 – 17.03.2026
Lieber Rolf
Du hast viele Spuren der Liebe und Fürsorge hinterlassen.
Völlig unerwartet, aber friedlich bist Du dem irdischen Leben entschlafen.
Die Erinnerung an all das Schöne mit Dir wird stets in uns lebendig sein. Wir vermissen dich sehr.
In s�ller Trauer:
Doris Balmer
Daniel Eichenberger mit Silvia
Anmeldung
Abschiedsfeier: Patrik Eichenberger mit Tina, Tino und Leon
Susi Böhm mit Karl-Heinz
Guido Ursprung
Andreas Ursprung mit Sabrina, Alina und Samuel
Stefan Ursprung
Anverwandte, Mitarbeitende und Freunde
Die Abschiedsfeier findet am Freitag, 1. Mai, um 16:00 Uhr auf dem Flugplatz Bu�wil sta�.
Anstelle von Blumen gedenke man der «Schweizer S��ung Pro Aero», (PK 80-11870-7) oder einer anderen wohltä�gen Organisa�on.
Traueradresse: Doris Balmer, Mühlrü�strasse 4, 8910 Affoltern am Albis
Edel aud “Trudi” W flisb g
La vie est belle le temps passe etsubitement une étoile après l autre s éteint Lemoment est venu d‘entreprendre son voyage àl‘inconnu. Avec profonde tristesse, je vous fais part du décès dema femme chérie
Edith Zita Frieda Fercher
12 février 1947 – 23 mars 2026 Née à Saignelégier
Öffnungszeiten
Ostern
Die Gemeindeverwaltung Kappel am Albis bleibt vom Freitag, 3. April 2026, bis und mit Montag, 6. April 2026, geschlossen.
Bei einem Todesfall wenden Sie sich bitte direkt an die Bossardt Bestattungen AG unter der Telefonnummer 044 710 99 70. Gerne sind wir ab Dienstag, 7. April 2026, ab 8.30 Uhr, wieder für Sie da.
Merci à mon mari bien-aimé comme à mes amis, connaissances, médecins pour l‘appréciable accompagnementtoutau long de ma vie Adieu
Walter Fercher Famille et Amis
Les cendres seront remis à la nature en proche intimité.
Adresse: Walter Fercher, Weidelacherstrasse 37b, 8143Stallikon
Mettmenstetten
Am 23. März 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Oskar Hirs geboren am 21. April 1937, von Winterthur ZH, wohnhaft gewesen in Mettmenstetten.
Die Abdankung findet am Freitag,10.April 2026, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt. Bestattungsamt Mettmenstetten
Ottenbach
Am 30. März 2026 ist in Affoltern am Albis
ZH gestorben:
Tanner-Lüthi Margrit
geboren am 3. September 1942, von Richterswil ZH und Affoltern am Albis ZH, wohnhaft gewesen in Ottenbach.
Die Friedhofvorsteherin
Stallikon
Am 24. März 2026 ist in Schlieren ZH gestorben:
Fercher Edith Zita Frieda geboren am 23.Februar 1947,von Schlieren ZH, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon. Bestattungsamt Stallikon
Traurig nehmen wirAbschied von unserem Ehrenmitglied
Trudi Wolflisberg
13.8.1941 – 21.3.2026
Über viele Jahre hinweg war sie eine engagierte, fleissige und leidenschaftliche Turnerin, die unserem Verein stets treu verbunden war. Wir werden Trudi in dankbarer und liebevoller Erinnerung behalten, sie sehr vermissen und sprechen ihrer Familie unser herzliches Beileid aus.
Frauenriege Obfelden
Fassungslos müssen wir viel zu früh Abschied nehmen von unserem langjährigen engagierten und sehr geschätzten Vorstands- und Ausschuss-Mitglied
Willy
Weiss, 11 4 1951 – 21 03 2026
Seine Liebe zur Natur hat ihn stets angetrieben, in unserem Verein sein Bestes zu geben und Projekte zum Schutz des Türlersees umzusetzen
Seine Ideen, sein Humor und sein unermüdliches Werken werden nun im Vorstand und im Ausschuss schmerzlich fehlen Wir sind aber auch glücklich, dass er uns so viele Jahre begleitet hat
Willy hat stets einen Platz in unseren Herzen – und am Türlersee
Der Trauerfamilie entbieten wir unser Beileid und hoffen, dass die schönen Erinnerungen bald die Schatten der Trauer überstrahlen
Vier Jahre war Dominik Stierli aus Obfelden als Redaktor eine unverzichtbare Stütze im redaktionellen Geschäft. Ihm verdanken wir neben
unzähligen
spannenden
Geschichten eine technologische Unterstützung, die ihresgleichen suchen konnte. Nun hat er sich entschlossen, den «Anzeiger» zum 31. März zu verlassen. Dies, um sich mehr seinem eigenen Geschäft widmen zu können. Wir wünschen ihm dafür viel Erfolg und danken ihm von ganzem Herzen für seinen grossen Einsatz für den «Anzeiger»! (red)
WIR GRATULIEREN
Zum 80. Geburtstag
Erika Hunziker in Obfelden darf am Ostersonntag, 5. April, ihren 80. Geburtstag feiern. Nebst den Gaben vom Osterhasen dürfte auch noch ein Kuchen mit ganz vielen Kerzen den Festtag von ihr schmücken. Viel gute Puste beim Ausblasen und herzliche Gratulation.
Zum 85. Geburtstag
Am Karfreitag, 3. April, darf Dölf Suter in Affoltern auf 85 Lebensjahre zurückblicken. Noch immer ist er aktiv bei der Männerriege mit von der Partie und die täglichen Spaziergänge mit dem Hund erhalten ihm seine Gesundheit und Fitness. Dem Jubilar wünschen wir viel Freude und alles Gute fürs neue Lebensjahr. Herzliche Gratulation!
Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre ein Ehepaar, das sind seit dem 2. April 1966 Eleonore und Roger WältiSchlumpf, heute in Wettswil daheim. Zwei Kinder und drei Enkel bereichern die Familie, sie sind gerne auf Reisen und lieben ihren Garten. Sie sind in diversen Vereinen aktiv, schätzen auch ihre gute Zweisamkeit. Wir wünschen dem Jubelpaar morgen Donnerstag ein fröhliches Fest und viel weitere gemeinsame, wertvolle Zeit.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre). Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Maschwandens Zukunft gestalten
Nach drei Workshops fast 90 Personen an der Grossgruppenkonferenz
Werner Schneiter
In Maschwanden besteht grosses Interesse an der Zukunft der Gemeinde. Gegen 90 Einwohnerinnen und Einwohner brachten an der samstäglichen Grossgruppenkonferenz und nach drei vorgängigen Workshops Ideen ein, die eine Frage beantworten sollen: Wie kann die kleinste Ämtler Gemeinde weiter bestehen? Externe Hilfe leisteten Esther Maurer und Andreas Hurter vom Zürcher Fachbüro Avventuris und Roman Dellsperger von der moderat GmbH. Die Projektleitung vonseiten der Gemeinde nehmen Chantal Nitschké und Sonja Rothert wahr. In der Projektsteuerung sind auch je zwei Mitglieder von Gemeinderat und Schulpflege involviert.
Nach dem Nein von Mettmenstetten ist das Thema «Fusion» einstweilen vom Tisch. Im Rahmen des Projekts «Maschwanden 2030» soll nun geklärt werden, mit welchen Massnahmen das 670-Seelen-Dorf möglichst eigenständig bleiben kann. Das Damoklesschwert bilden die Finanzen. Nachdem das gemeindeeigene Kieswerk während langer Zeit «den Goldesel» darstellte, ist Maschwanden seit Jahren von individuellem Sonderlastenausgleich (Isola) des Kantons abhängig. Auch stehen in den nächsten drei Jahren Investitionen von über 8 Mio. Franken in die Gemeinde-Infrastruktur an. Unabhängig davon werden kann Maschwanden nur, wenn jährlich 800 000 bis 1.2 Mio. Franken eingespart werden können. Um attraktiver für Allianzen zu werden, bedarf es Verzichtsplanung, Optimierung und neue Einnahmen – und eine deutliche Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung (heute 3950 Franken, bis 2029 rund 10 000 Franken). Neue und gute Steuerzahlende anlocken ist unter diesen Voraussetzungen schwierig – und auch deshalb nicht einfach, weil Maschwanden die Vorgaben von Isos (Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung) erfüllen muss. Damit ist ein Wachstum nur unter gewissen Voraussetzungen möglich. Zu-
Reger Austausch unter drei Generationen über Maschwandens Zukunft im Rahmen einer Grossgruppenkonferenz – mithilfe externer Fachberatung. Links Esther Maurer vom Büro Avventuris. (Bild Werner Schneiter)
dem hat sich die Bevölkerung in der Vergangenheit für moderates Wachstum ausgesprochen.
Umnutzung des Naturbades?
Bei Kosteneinsparungen steht das Thema «Naturbad» ganz oben. Laut einer Machbarkeitsstudie müssten 2.2 Mio. Franken für eine Sanierung aufgewendet werden; der Aufwand für den jährlichen Unterhalt beträgt etwa 250000 Franken. IsolaBeiträge hierfür wurden gestrichen –genauso wie für die Bibliothek der Gemeinde. Einen vollständigen Rückbau, den der Gemeinderat ins Spiel gebracht hat, will die Bevölkerung mehrheitlich nicht. Eine Umnutzung, die mehreren Zwecken dient, steht im Vordergrund, aber sie muss für die Gemeinde zwingend kostenneutral sein. Soll das Bad weitergeführt werden, bedarf es einer neuen Trägerschaft. Eine solche soll bis 30. November gebildet werden.
Da ist aber auch von einem Naturzentrum mit regionaler Wertschöpfung die Rede, die das ausgeprägte Naturerlebnis zusätzlich bereichern können. Andere Nutzungen sind ebenso denkbar. Eine solche für sportliche Zwecke wird verknüpft mit der Forderung, öffentliche Plätze und deren Angebote besser
zu koordinieren. Das gilt auch für die «Gerbi», wo auch andere Nutzungen zur Debatte stehen. Das sollte möglich sein, weil Maschwanden aktive Vereine hat und eine Bevölkerung, die sich engagiert. «Unser Tafelsilber», nannte das eine Teilnehmerin und meinte damit auch die naturnahe Umgebung. Hier wurde der Wunsch zur Bildung einer Koordinationsgruppe oder gar eines Dorf-Entwicklungsvereins geäussert. Mit Eigeninitiative, Freiwilligkeit und individuellem Engagement will man Bewährtes erhalten, aber auch Neues wagen. Es dürfe aber nicht alles der Freiwilligkeit unterworfen werden, nur um Geld zu sparen, warf jemand ein. Sodann wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe vorgeschlagen, die sich dem Thema «gemeindeeigene und private Liegenschaften» widmet und eine Liegenschaften-Strategie aufgleist. Das verspricht allerdings nur bei der Bildung einer Einheitsgemeinde Erfolg, die in Maschwanden erst noch beschlossen werden müsste.
«Schulbus ist ein Bedürfnis»
Auch Mobilität ist in Maschwanden Thema. «Wir kennen den Bedarf nicht», sagte Roman Dellsperger und schlug
eine Umfrage vor. Der ÖV-Busanschluss für die Schule ist nicht optimal; der Schulbus wurde nach dem Bau eines Radwegs nach Mettmenstetten liquidiert. «Ein kostenloser Schulbus – allenfalls nur im Winter – würde sich lohnen. Er ist klar ein Bedürfnis», sagte Esther Maurer. Der ÖV kann in Maschwanden aber nur verbessert werden, wenn die Nutzung höher und die Bereitschaft vorhanden ist, die Kosten (ohne Steuern) zu tragen. In Spiel gebracht wurden auch ein Pilotversuch für einen selbstfahrenden Bus und eine App.
Grosse Aufgaben stehen an Die Ideen im Rahmen von fünf Thesen fliessen nun in ein Arbeitspapier und hernach in eine Masterplanung ein. Gemeindeschreiberin Chantal Nitschké spricht von rollender Planung über mehrere Jahre, die von Gemeinde und Schule jeweils abgesegnet werden muss. Einzelne Themen lassen sich schneller umsetzen – und auch bei der Badi drängt die Zeit. «Wir haben grosse Aufgaben vor uns und müssen etwas wagen. Ich hoffe im Rahmen dieses Prozesses auf viele positive Überraschungen», sagte Gemeindepräsident Ernst Humbel in seinem Schlusswort.
Beschädigte Betonelemente verunsichern Eltern
Die Fassade eines Gebäudes der Primarschule Bonstetten muss saniert werden
daniel koch
Am Schulhaus Schachenmatten 4, einem vor zehn Jahren erstellten Bau, sorgen beschädigte Betonelemente an der Fassade für Verunsicherung unter Eltern. Konkret geht es um Betonplatten, die teilweise mit Klemmen gesichert wurden. Fabio Reiser erklärte gegenüber dem «Anzeiger», er habe Angst um seine Söhne und ziehe in Betracht, sie nicht mehr zur Schule zu schicken. Er befürchtet, dass sich Fassadenteile lösen und herunterfallen könnten.
Malis Many, Abteilungsleiter Bau der Gemeinde Bonstetten, relativiert die Situation in einer Stellungnahme. Im Zusammenhang mit einer geplanten Fassadensanierung und Anpassungen an der Beschattung seien bei einer Begehung an einzelnen Betonelementen Risse festgestellt worden. Abklärungen durch einen Sachverständigen hätten jedoch ergeben, dass aktuell keine akute Gefährdung für
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Daniel Koch (dko)
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Personen bestehe. Dennoch seien vorsorglich zusätzliche Sicherungsmassnahmen getroffen worden; diese bestehen seit Februar 2026. Wie Malis Many ver-
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
Gesamtauflage: 27 810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch
Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch
Die beschädigten Betonelemente dienen auch der Beschattung der Innenräume des Schulhauses Schachenmatten 4 in Bonstetten. (Bild Fabio Reiser)
sichert, wird die Situation regelmässig durch Fachleute überwacht und kontrolliert. Auf Basis des heutigen Kenntnisstands bestehe kein Sicherheitsrisiko.
Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.–½ Jahr Fr. 97.–1 Jahr Fr. 170.–
Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86
Parallel dazu laufe das Offertverfahren für die Sanierung der Gebäudefassade noch bis Ende April. Anschliessend soll ein fundierter Kreditantrag zuhanden der Stimmberechtigten ausgearbeitet werden. Die Bauarbeiten sind mit Rücksicht auf den Schulbetrieb während einer Ferienzeit geplant.
Rückbau möglichst vermeiden
Die betroffenen Betonelemente könnten theoretisch entfernt werden. Dies hätte jedoch zur Folge, dass die Beschattung der Schulräume wegfallen würde. Die Gemeinde strebt deshalb an, einen Rückbau möglichst zu vermeiden, solange keine geeignete Ersatzlösung installiert werden kann. Gleichzeitig betont Many, dass die Sicherheitslage laufend überprüft wird. Sollten die Überwachungen ergeben, dass einzelne Betonelemente doch eine Gefahr darstellen, würden diese umgehend entfernt.
Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau
Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch
Die Stimmberechtigten der Gemeinde Mettmenstetten haben an der Gemeindeversammlung vom 20. Oktober 2025 die kommunale Nutzungsplanung Mettmenstetten, bestehend aus der Bau- und Zonenordnung (Synopse), dem Zonenplan 1:5000, dem Kernzonenplan Rossau 1:1000, dem Kernzonenplan Unterdorf/ Oberdorf 1:1000 und dem erläuternden Bericht gemäss Art. 47 RPV festgesetzt. Der Bericht zu den Einwendungen wurde zur Kenntnis genommen.
Mit Verfügung vom 23. März 2026 hat die Baudirektion des Kantons Zürich die Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung genehmigt.
Beschluss/Verfügungsnummer: 0345/25
Beschluss/Verfügungsdatum: 2026-03-23
Rechtliche Hinweise und Fristen
Die Verfügung und die zugehörigen Unterlagen liegen während der Rekursfrist zu den ordentlichen Öffnungszeiten bei der Gemeindeverwaltung,Albisstrasse 2, 8932 Mettmenstetten, zur Einsicht auf. Gegen den Festsetzungsbeschluss der Gemeindeversammlung sowie gegen den Genehmigungsentscheid der Baudirektion kann innert 30 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach 8090 Zürich,schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.Die angefochtene Verfügung ist beizulegen oder genau zu bezeichnen.Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen.Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.
Rechtsmittelfrist
Frist: 30 Tage
Ablauf der Frist: 01. Mai 2026
Kontaktstelle
Gemeinde Mettmenstetten
Albisstrasse 2
8932 Mettmenstetten
• Leiter/in Bibliothek (30 – 50%)
Nutzungsplanung:
Teilrevision – Umzonung
Kernzone, Hedingen
Im Auftrag von 8908 Hedingen
Öffentliche Auflage
Angaben zur Auflage:
Die öffentliche Auflage erfolgt aufgrund einer Wiedererwägung der Teilrevision der Nutzungsplanung zur Zentrumsplanung (Umzonung Kernzone), um einen formellen Mangel in der ursprünglichen Auflage zu beheben.
Die Auflage umfasst folgende Unterlagen:
– Kernzonenplan: Erweiterung Zentrum Mst. 1: 1000 vom 11. November 2025
– Teilrevision Nutzungsplanung: Kernzone Zentrum Mst. 1: 1000 vom 11. November 2025
– Planungsbericht nach Art. 47 RPV Teilrevision Zentrumsplanung, Umzonung Kernzone vom 11. November 2025
Diese Wiederauflage ersetzt die ursprüngliche Auflage vom 18. November 2025. Alle bei der ursprünglichen Auflage erhobenen Einwendungen behalten ihre volle Gültigkeit.
Die Unterlagen liegen während der Auflagefrist vom 31.März 2026 bis 30.Mai 2026 bei der Gemeindeverwaltung Hedingen auf und stehen auf der Homepage hedingen.ch elektronisch zur Verfügung.
Rechtliche Hinweise Während der Auflagedauer kann sich jedermann zur Vorlage äussern. Einwendungen sind bis spätestens am 30. Mai 2026 (Poststempel) schriftlich an den Gemeinderat Hedingen, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, zu richten. Die Einwendungen haben einen Antrag und dessen
Begründung zu enthalten.
Rechtsmittelfrist
Frist: 60 Tage
Ablauf der Frist: 30. Mai 2026
Kontaktstelle
Gemeinderat Hedingen
Zürcherstrasse 27 8908 Hedingen
Hausen am Albis ist eine attraktive ländliche Gemeinde mit knapp 4000 Einwohnern; naturnah direkt am Türlersee gelegen und doch nahe an Zürich und Zug. Wir suchen per 1. November 2026 (oder nach Vereinbarung) eine/n
Zu Ihren Hauptaufgaben gehören die Organisation und Leitung der Bibliothek, die Personalführung, sowie das Auf- und Ausbauen des Medienangebots. Unter anderem sind Sie verantwortlich für die Budgetplanung und die Organisation von Veranstaltungen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Nähere Details zu den ausgeschriebenen Stellen entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter www.hausen.ch.
Nutzungsplanung:
Privater Gestaltungsplan
Ernst Schweizer AG, Anpassung Hedingen
Im Auftrag von 8908 Hedingen
Öffentliche Auflage
Angaben zur Auflage:
Die öffentliche Auflage erfolgt aufgrund einer Wiedererwägung des privaten Gestaltungsplans der Ernst Schweizer AG, um einen formellen Mangel in der ursprünglichen Auflage zu beheben.
Die Auflage umfasst folgende Unterlagen:
– Änderungsplan Privater Gestaltungsplan «Areal Ernst Schweizer AG» Mst. 1:1000
– Privater Gestaltungsplan «Areal Ernst Schweizer AG» Mst. 1:1000 – Planungsbericht nach Art. 47 RPV, Änderungen Privater Gestaltungsplan
Areal Ernst Schweizer AG
– GeänderteGestaltungsplanvorschriften
Diese Wiederauflage ersetzt die ursprüngliche Auflage vom 19.Dezember 2025.Alle bei der ursprünglichen Auflage erhobenen Einwendungen behalten ihre volle Gültigkeit.
Die Unterlagen liegen während der Auflagefrist vom 31. März 2026 bis 30. Mai 2026 bei der Gemeindeverwaltung Hedingen auf und stehen auf der Homepage hedingen.ch elektronisch zur Verfügung.
Rechtliche Hinweise
Während der Auflagedauer kann sich jedermann zur Vorlage äussern. Einwendungen sind bis spätestens am 30. Mai 2026 (Poststempel) schriftlich an den Gemeinderat Hedingen, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, zu richten. Die Einwendungen haben einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten.
Rechtsmittelfrist Frist: 60 Tage Ablauf der Frist: 30. Mai 2026
Bauprojekte
Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Bonstetten
Bauherrschaft: Lara und Dardan Rahimi, Steindlerstrasse 15, 5610 Wohlen Vertretung der Bauherrschaft: LOCHER & PARTNER innenarchitektur architektur
GmbH, Bergstrasse 58, 8706 Meilen
Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage, https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage/ wettswilamalbis, während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise:
Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen,so gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungsund Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage
Ablauf der Frist: 21.4.2026 20 Tage öffentliche Auflage (§ 314 PBG)
Projekt: Neubau Mehrfamilienhaus, Strumbergweg, 8907 Wettswil am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1593, Zone: Wohnzone W1 Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage, https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage/ wettswilamalbis, während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise: Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Aushilfsjob im Stundenlohn
Juni/Juli 2026
Ablesen von Wärmemessgeräten Region ZH/AG/LU/SZ/ZG mobil/vital/deutschsprechend 3 – 5 Tage/Woche – ca. 8 Std./Tag https://jobs.rapp.ch/stellenangebote.html Alle Infos unter: www.rapp.ch
Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Erstellung eines Spielturmes mit Schaukel und Rutsche, Hölibachstrasse 34, 8912 Obfelden, Bickwil
Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB).
Rechtsmittelfrist:
Frist: 20 Tage
Ablauf der Frist: 21.4.2026 20 Tage öffentliche Auflage (§ 314 PBG)
Gartenrestaurants
Lehrstellen
Treuhand
Geschenk-Ideen
Wild und andere Spezialitäten Spezialseiten des Anzeigers
«Lasst uns die Kutten ablegen»
Vor 500 Jahren wurde in Kappel das erste reformierte Abendmahl gefeiert
Marianne Voss
Eine grosse Aufregung gab es vor mehr als 2000 Jahren, als Jesus auf einem Fohlen in Jerusalem einzog. Aufregung gab es auch am 29. März 1526 im Kloster Kappel, als die Mönche ihre Kutten ablegten und das erste Abendmahl in reformierter Weise feierten.
Und am vergangenen Palmsonntag herrschte in Kappel auch einige Aufregung bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes, an dem vieles anders war als gewohnt. An dem 500-Jahr-Jubiläum des reformierten Abendmahls in Kappel feierten auch die letzten Zisterziensermönche des Klosters mit und liessen die Besuchenden an ihrem mutigen Entscheid teilhaben. Sie waren in ihren Kutten da: der Heinrich, der Jürg, der Konrad, der Rudolf, der Felix oder auch der Eulogius. Ebenso anwesend waren Abt Joner, Prior Simmler und der Scolarus Heinrich Bullinger. Gespielt wurden diese Personen von Kursteilnehmenden und Männern aus dem Oberamt. Singend zogen sie mit Stechpalmenzweigen in die Kirche ein, hinter ihnen die Gemeindemitglieder. Begleitet wurden sie von Dominic Wunderli an der Trompete und Hiromi Ikei an der Orgel. Die Mönche nahmen im altehrwürdigen Chorgestühl Platz, die
«Brüder, es ist an der Zeit, dass wir werden, wie alle Menschen.»
Gemeinde an Festtischen. Ob es das schon einmal gegeben habe, dass man an einem Gottesdienst in der Klosterkirche an langen Tischen sitzt? Niemand konnte sich daran erinnern.
Der Beginn der Feier gehörte den Mönchen, die zusammen über den Sinn und Unsinn ihres Daseins im Kloster diskutierten. Einige redeten sich dabei richtig ins Feuer. So sagte einer: «Brüder, es ist an der Zeit, dass wir werden, wie alle Menschen.» Und nach einem weiteren Hin und Her gab schliesslich ein anderer den entscheidenden Impuls: «Lasst uns die Kutten ablegen!» Gesagt, getan. Gleich darauf hingen die Kutten an einem Kleiderständer und standen während der Feier als Symbol für den Wandel. Die ehemaligen Mönche verteilten Blumen und Kerzen auf den Tischen und setzten sich zu den Gemeindemitgliedern.
Ausgiebiges Agapemahl
In der Dialogpredigt von Pfarrerin AnneCarolin Hopmann und Pfarrer Andreas Nufer ging es um den erstaunlichen und radikalen Schritt dieser Mönche und um die innere Verwandlung, die nach aussen sichtbar gemacht wurde. Die Mönche von Kappel hatten damals einen Lehrmeister, Heinrich Bullinger, der sehr jung und voller Feuer für die Reformation war. Er war eine treibende Kraft für die neue, nach dem Testament ausgerichtete Theologie.
Dem Ablegen der Kutten folgte das Abendmahl auf reformierte Weise. Am vergangenen Sonntag feierte es die Ge-
meinde jedoch nochmals anders als in gängigen reformierten Gottesdiensten. Zur Zeit Jesu sei das Abendmahl eine Agapefeier gewesen, ein gemeinsames Essen, erklärten die Pfarrpersonen. «Da wurde richtig aufgetischt und zusammen gegessen.» Auch das wurde um-
gesetzt. Es folgte also eine geschäftige Phase, in der alle halfen, Platten mit Brot, Früchten, Kuchen und vielem mehr auf den Tischen zu verteilen. Zu Beginn dieses Essens setzten die Pfarrpersonen das Abendmahl ein, das mit grossen, vom Laib abgebrochenen
Brotstücken, und Traubensaft gefeiert wurde. Darauf folgte ein ausgiebiges gemütliches Zusammensein. In der Kirche herrschten zwar eisige Temperaturen, doch bei einer warmen Suppe und guten Gesprächen war das kaum zu spüren.
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Marc Bochsler, SVP, Wettswil
Die linke Ratshälfte erschwert Entlastungen – statt die Ausgaben endlich in den Griff zu bekommen. Mit 60 Stimmen hat der Kantonsrat eine Vorlage überwiesen, die harmlos klingt – tatsächlich aber eine klare politische Botschaft sendet. Steuerentlastungen sollen künftig erschwert werden. Die sogenannte «Mindereinnahmenbremse» trägt ihren Zweck bereits im Namen. Denn «Mindereinnahmen» suggerieren, dass jede Entlastung in erster Linie ein Problem ist – ein Risiko für den Staat. Doch genau diese Sichtweise greift zu kurz.
Der Kanton Zürich erzielt heute Steuereinnahmen in Rekordhöhe. Über 10 Milliarden Franken fliessen in die
Staatskasse – Jahr für Jahr mehr. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines funktionierenden Standorts: leistungsfähige Unternehmen, engagierte Arbeitnehmende und eine starke wirtschaftliche Dynamik.
Vor diesem Hintergrund wirkt es befremdlich, wenn ausgerechnet jetzt von «Mindereinnahmen» gesprochen wird. Denn damit wird der Fokus verschoben. Nicht mehr die Frage, wie effizient der Staat mit seinen Mitteln umgeht, steht im Zentrum – sondern wie sich seine Einnahmen möglichst absichern lassen. Genau hier setzt die links-grüne Ratshälfte an. Entlastungen sollen nicht mehr als legitimes Instrument gelten, sondern als
potenzielles Risiko, das politisch erschwert werden muss. Künftig sollen Beschlüsse, die zu geringeren Einnahmen führen, nur noch mit absoluter Mehrheit möglich sein. Steuerentlastungen werden damit zur Ausnahme – während die Ausgaben weiter steigen. Und genau hier liegt das eigentliche Problem.
Der Kanton Zürich hat kein Einnahmeproblem. Er hat ein Ausgabenproblem. Die öffentlichen Ausgaben wachsen kontinuierlich. Neue Aufgaben werden übernommen, bestehende Programme ausgebaut, zusätzliche Mittel gesprochen. Die entscheidende Frage – was wirklich notwendig ist und wo bewusst verzichtet werden kann – wird dabei
immer seltener gestellt. Stattdessen wird der bequemere Weg gewählt: Man sichert sich die Einnahmen.
Auch beim Thema Bevölkerungsentwicklung zeigt sich eine ähnliche Verkürzung. Häufig wird argumentiert, mehr Einwohner führten automatisch zu mehr Einnahmen. Diese Rechnung greift zu kurz. Denn mehr Menschen bedeuten auch mehr Belastung – für Infrastruktur, Wohnraum und staatliche Leistungen. Wachstum allein löst kein Problem, wenn gleichzeitig die Ausgaben mitwachsen oder sogar stärker steigen.
Eine nachhaltige Finanzpolitik verlangt deshalb mehr als steigende Einnah-
men. Sie verlangt Prioritäten. Vor diesem Hintergrund ist es problematisch, wenn Entlastungen erschwert werden, ohne gleichzeitig die Ausgabenentwicklung konsequent zu hinterfragen. Die anstehende Beratung in der Kommission wird zeigen, ob diese Differenzierung gelingt. Denn am Ende geht es nicht um technische Regeln.
Es geht um eine Grundsatzfrage: Wie viel Staat wollen wir – und ist dieser Staat bereit, sich auch selbst zu begrenzen?
Oder zugespitzt: Nicht die Einnahmen sind das Problem – sondern ein Staat, der seine Ausgaben nicht im Griff hat.
Die Mönche nahmen im altehrwürdigen Chorgestühl Platz. (Bilder Marianne Voss)
Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann und Pfarrer Andreas Nufer hielten eine Dialogpredigt.
In der Klosterkirche sass man an Tischen. Das Abendmahl ging in eine gemütliche Agapefeier über.
OSTERHASE ZUBESUCH
SAMSTAG,4.APRIL,10-18UHR
InIhremCoopMegastore Affolternamalbis
Der osterhase bringt geschenke für unsere kleinen Gäste (solange vorrat)
Büelstrasse 15 8910 Affoltern am Albis
Coop und Coop Restaurant AffolternamAlbis
Coop:Mo–Sa8.00–20.00Uhr
Restaurant:Mo–Fr8.00–20.00Uhr Sa7.30–20.00Uhr
Theorie und Praxis regionalen Denkens
Kulinarischer Frühlingstreff der Standortförderung in Kappel
Bernhard Schneider
Beim 20. Frühlingstreff verknüpfte der Standortförderer Johannes Bartels Kulinarik mit regionaler Wertschöpfung. Dazu präsentierte er zwei Referentinnen: eine Köchin und eine Professorin, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit regionalem Denken auseinandersetzen. Der Frühlingstreff verbindet Denkanstösse im offiziellen Teil mit der Gelegenheit zum Netzwerken beim anschliessenden Apéro riche, der die Gelegenheit bot, das Thema Kulinarik auch in mundgerechten Stücken und Schlücken regionaler Herkunft zu kosten.
Eine Frage von Beziehungen
Rebecca Clopath habe nach ihrer Ausbildung zur Köchin in Bern zwei Goldmedaillen an Koch-Weltmeisterschaften gewonnen und kenne Sternenküchen von innen, stellte Johannes Bartels die Referentin vor. Als Zweitausbildung bestand sie den Fachausweis als Bäuerin. Einem breiteren Publikum wurde sie bekannt als Moderatorin der Glanzund-Gloria-Serie «Vom Feld auf den Teller». Um ihre kulinarischen Ideen umsetzen zu können, kehrte sie als 26-Jährige auf den Hof Taratsch im 50-Seelen-Dorf Lohn zurück, wo sie aufgewachsen war. Der Vater arbeitet in ihrem Team mit, das den Bio-Hof führt und Gäste in verschiedenen Formaten bekocht.
«Es muss fein sein, was wir essen», stellt sie einleitend fest, bevor sie die Prinzipien ihrer Küche erklärt. Sie denke lokal, daher ersetze sie Importgüter wie Kaffee oder Pfeffer nicht, sondern suche von Grund auf lokale Produkte, zu denen sie einen Bezug habe, um neue Esswahrnehmungen – wie eines ihrer Labels lautet – zu kreieren. Zentral seien für sie Ehrlichkeit bezüglich der Her-
kunft aller Zutaten, Achtsamkeit gegenüber Menschen, Tieren, der Natur insgesamt, Verbundenheit mit ihrer Umgebung im Wandel der Jahreszeiten. «Der Wald ist der grösste Garten, den wir in unmittelbarer Nähe finden», fuhr sie fort. Getrocknete Lärchen- oder Rottannenrinde schmecke «wunderbar». Kaffee verbiete sie bei gemeinsamen Anlässen mit anderen Betrieben nicht, bei ihr auf dem Hof Taratsch gebe es keinen davon, wohl aber beispielsweise einen Aufguss mit gerösteten Lupinen. Lupinen und Rinderblut eigneten sich übrigens auch für hervorragende Brownies. Paprika zum Würzen wachse
«Unser Fokus ist die regionale Wertschöpfung.»
Johannes Bartels, Standortförderer
in ihrem eigenen Garten. Selbst mit Holz und Stein lasse sich kulinarisch experimentieren. Besonders freut sie, dass alle Bauernbetriebe des Dorfes Lohn 1989 auf Bio-Landwirtschaft umgestellt hätten und dabeigeblieben seien, denn: «Wir bringen Landwirtschaft und Gastronomie so nahe wie möglich zueinander.» Regionalität sei für sie keine Frage von Kilometern, sondern der Beziehung zum Produkt und den Menschen, die dahinterstehen. Dazu gehöre auch, dass ihr Besteck von einem Schmied aus der Region eigens für sie gestaltet worden sei, der es nach ausgiebigen Tests ex-
«Schultergeschichten» – ein persönliches Buch
Eveline Walser las in der Bibliothek Hausen
regula Zellweger
Manchmal bedeutet ein Buchtitel eine Erweiterung des Wortschatzes. Dies erlebten die rund 40 Besucherinnen und Besucher am vergangenen Freitag in der Bibliothek Hausen anlässlich der Lesung von Eveline Walser. «Schultergeschichten» sind Selbstwertschätzungsgeschichten – Geschichten, die schulterklopfend sagen: «He, das hast Du gut gemacht!» Manchmal machen Buchcover tief betroffen. So die schlichte Gestaltung
des Erstlingswerkes «Schultergeschichten»: Grundfarbe ein sanftes Altrosa, darauf der Autorenname, der Titel – ein einziges Wort – sowie das in Grautönen gehaltene Aquarell einer Frau mit langen Haaren, die ihr Gesicht in einer schützenden Haltung verbirgt. Gemalt hat es die bekannte Obfelder Künstlerin
Katharina Proch nach einem Foto. Es zeigt Eveline Walser beim Spielen einer Rolle im Improvisationstheater. Im Original hielt sie einen schweren Stein in den Armen – dieser wurde bewusst weg-
gelassen, eine symbolische Handlung. Eveline Walser hat sich von vielen Steinen befreit – und davon handeln ihre «Schultergeschichten», die auch Mutmachgeschichten sind. «Schultergeschichten» ist auch ein Selbstfindungsbuch: «Um mein Schicksal gutzuheissen, musste ich es zuerst begreifen.»
Autobiografische Spurensuche
Die Autorin, geboren 1949, wuchs in der Nähe von Zürich zusammen mit ihrer
«Um mein Schicksal gutzuheissen, musste ich es zuerst begreifen.»
Eveline Walser, Buchautorin
um ein Jahr älteren Schwester auf. Die Eltern trennten sich früh. Ein Stiefvater, den sie liebevoll Stievi nennt, trat in ihr Leben und hinterliess prägende Spuren. Sie widmete ihm zu seinem Tod ein bewegendes Gedicht. Das Buch beginnt mit je einem Brief an die Mutter und an Stievi.
«Schultergeschichten» ist auch ein Spurenbuch. Seit 2013 ging Eveline Walser ihren Lebensspuren nach, sie setzte sich mit ihrem Leben schreibend auseinander. Spurensuche ist auch ein «Mutterbuch». Nicht die Beziehung zu den eigenen beiden Kindern wird thematisiert, es geht um das Verarbeiten der eigenen Mutterbeziehung und ums
klusiv für sie herstelle: «Lokal ist mein Ernährungssystem.»
Forschungsprojekt mit Ausstellung Isabel Jaisli, Leiterin Forschungsbereich Nachhaltigkeitstransformation und Ernährungssysteme der ZHAW, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, stellte anschliessend das Projekt «Region zu Tisch – gestern, heute, morgen» und die dazugehörige Ausstellung vor, die im Gemeindesaal Kappel anlässlich des Frühlingstreffs aufgestellt worden war. Das zusammen mit Partnerorganisationen durchgeführte Projekt erstreckt sich über drei Jahre und untersucht die Ernährungssysteme der Regionen Yverdon, Oberbaselbiet und Knonauer Amt – hier mit Beteiligung der Standortförderung. Ein Ernährungssystem umfasst den Weg von der Nahrungsmittelproduktion über Verarbeitung, Verpackung und Entsorgung, Lagerung, Handel, Vermarktung und Verkauf bis zur Küche und dem fertigen Gericht auf dem Tisch. Die dazugehörige Wanderausstellung beginnt mit Einblicken in den bäuerlichen Alltag des 19. Jahrhunderts und führt bis zur Gegenwart im Säuliamt. Ein zentrales Anliegen sei dabei die aktive Beteiligung der Bevölkerung, denn: «Wie wir uns morgen ernähren, entscheidet sich heute.» Die Ausstellung reist nun durch die Ämtler Gemeinden, beginnend beim Ortsmuseum Affoltern, wo sie an zwei Wochenenden ab dem 11. April zu sehen ist (Details: museum-affoltern.ch). «Ich bin beeindruckt von der Umsetzung lokalen Denkens», kommentierte der Präsident der Standortförderung Marcel Strebel die beiden Referate, und wand Johannes Bartels ein Kränzchen, wie er die vielfältigen Tätigkeiten der Standortförderung auf eine Art auf die Region fokussiere, «wie ich es mir nie hätte vorstellen können».
bewusste Ablösen mittels Sprache, mittels Aus- und Weiterbildungen im therapeutischen Bereich, mittels Gesprächen mit Vertrauenspersonen und mittels Improvisationstheater.
Schultergeschichten ist kein Abrechnungsbuch, es ist ein Buch des respektvollen, möglichst versöhnlichen Loslassens. Mit der ehrlichen Erkenntnis, dass dies ein langer Weg sein kann, der kaum Abkürzungen toleriert.
Ein Buch mit vielen Facetten
Ein Nabelschaubuch ist es aber nicht. Denn viele «Schultergeschichten» sind Erinnerungen an berufliche Erfahrungen. Eveline Walser begann ihre Berufslaufbahn als Krankenschwester – unter anderem auch im Spital Affoltern – und arbeitete später mit Kindern mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen. Über zehn Jahre war sie Ergotherapeutin in einer psychiatrischen Klinik.
Wenn sie von diesen Erfahrungen erzählt, wird ihre feinfühlige Art sichtbar, die sie bisweilen hinter einer schützenden Haltung verbirgt. Vor dem inneren Auge erscheint erneut das Aquarell der Titelseite. Selbstschutz und Humor – zwei prägende Persönlichkeitsmerkmale – ziehen sich durch ihre Erzählungen und erweisen sich als Überlebensstrategien.
Das Herauslösen aus dieser Schutzhaltung ist ein Lebensthema, das Eveline Walser insbesondere mit dem Improvisationstheater anging. Auch eine Lesung ist ein Sich-Zeigen, ehrlich, offen und zugleich verletzlich. Die Autorin hatte sich gut darauf vorbereitet, mit Bedacht die Stellen aus ihrem Buch zum Vorle-
sen ausgewählt. Sie suchte den direkten Blickkontakt mit dem Publikum –etwas, das für sie seit ihrer Kindheit lange Zeit eine grosse Herausforderung darstellte.
Kreativer Weg zu sich selbst Auch kreatives Schaffen kann helfen, sich selbst besser kennenzulernen und zu verwirklichen. Eine Ausbildung zur Psychodrama-Assistentin löste eigene «Seelenverkrampfungen» und brachte Kompetenzen im professionellen Umgang mit den Menschen, mit denen sie täglich arbeitete. «Ich war eine unkonventionelle Ergotherapeutin.»
Eveline Walser widmete sich auch längere Zeit dem gestalterischen Schaffen. «Das Handwerken lehrte mich das Hinschauen», bringt sie es auch auf den Punkt. «Einmal modellierte ich meinen Kopf. Dieses Ergebnis war spannend. Mein persönlicher Gesichtsausdruck änderte ja täglich, und es begann sich beim Ausbessern eine Endlosschleife abzuzeichnen.» Dieses Zitat zeigt exemplarisch die treffende und berührende Sprache von Eveline Walser: schnörkellos, präzise, kreativ und mit leisem Humor.
Zum Schluss las Eveline Walser das Gedicht «Das Leben gibt mir die Hand». Die Autorin scheint angekommen zu sein – bei sich selbst, im Vertrauen ins Leben.
Das Bibliothek Hausen schuf einen stimmigen, herzlich-gastfreundlichen Rahmen. Beim anschliessenden Apéro vertieften viele Besucherinnen und Besucher die Eindrücke in persönlichen Gesprächen. Denn Eveline Walsers Buch bewegt und wirkt nach.
Sie prägten den Frühlingstreff 2026: Marcel Strebel, Präsident der Standortförderung Knonauer Amt und Unternehmer, Rebecca Clopath, Spitzenköchin und Biobäuerin, Isabel Jaisli, Projektleiterin «Region zu Tisch» und Professorin, und Johannes Bartels, Standortförderer und Nachhaltigkeitsspezialist. (Bilder Bernhard Schneider)
Eveline Walser las in der Bibliothek Hausen mit leisem Humor aus ihrem biografischen Buch «Schultergeschichten». (Bild Regula Zellweger)
Erneutes Wachstum der Mitgliederzahlen
Positive Botschaften an der 66. Mitgliederversammlung der TCS-Gruppe Knonauer Amt
Marianne Voss
72 Stimmberechtigte kamen am vergangenen Freitag nach Bonstetten zur Mitgliederversammlung der TCS-Grup-
«Es geht jetzt um die Mitglieder, welche seit 50 Jahren die gelbe TCS-Karte bei sich haben.»
Andreas Renggli, Präsident TCS-Gruppe Knonauer Amt
pe Knonauer Amt. Es war die 66. Versammlung, an der auch Ehren- und Gründungsmitglied Erich Rüfenacht teilnahm. Er könne sich gut an die Gründungsversammlung im Jahr 1960 erinnern. Sie habe im damaligen Kino «Löwen» beim Bahnhof Affoltern stattgefunden, berichtet er. Die TCS-Gruppe Knonauer Amt ist zwar die kleinste der Zürcher Ortsgruppen, sie weist jedoch das grösste Wachstum aus. Im letzten Jahr wuchs sie um 3,6 Prozent auf 10742 Mitglieder.
Zu den Traktanden der kurzen offiziellen Versammlung gab es keine Wortmeldungen oder Diskussionen. Präsident Andreas Renggli berichtete rückblickend von zahlreichen spannenden Anlässen und informierte über die neue Veloreparaturstation, die sich beim Primarschulhaus Bonstetten befindet. Beim Ausblick auf das Jahresprogramm 2026 machte er auf ein buntes, breites Angebot aufmerksam, beispielsweise mit Besuchen des
Staatsanwalt hat Berufung angemeldet
«Schnellfahrer und Unfallverursacher kommt glimpflich davon», titelte der «Anzeiger» in der Ausgabe vom 24. März. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Af-
«Wir warten nun das schriftlich begründete Urteil ab.»
Michael Huwiler, Staatsanwalt
foltern hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Berufung beim Obergericht angemeldet, wie Staatsanwalt Michael Huwiler bestätigt.
Strafe zu milde ausgefallen
3,6
Prozent wuchs die TCS-Gruppe Knonauer Amt im letzten Jahr.
Schwingfests, des Super10Kampfs oder der Ämtlerbühne sowie der Teilnahme an der Lichtkontrolle oder am TCS-Jassquali. Er wies auch auf die vier TCS-Mobilitätszentren im Kanton Zürich hin, wo die Motorfahrzeugkontrolle MFK und andere Fahrzeugprüfungen angeboten werden. Im Jahr 2025 wurden in den Zentren über 50000 Fahrzeuge ge-
prüft. Ein neues Angebot des TCS ist der Cyber-Schutzbrief. Er hilft bei Online-Betrug, Phishing-Attacke oder Schadsoftware.
Schönster Teil und Gemütlichkeit
Ein wichtiges Traktandum waren die Wahlen und Nominationen. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden zuhanden der Delegiertenversammlung nominiert. Dies sind Präsident Andreas Renggli, Claudia Hurter, Edith Rieser, Alexia Hungerbühler und Toni Jäggi. Zudem wurden Barbara Hurter, Roland Brändli sowie der gesamte Vorstand als
Delegierte in der TCS-Sektion Zürich bestätigt. «Und nun kommt der schönste Teil», führte der Präsident gegen Ende der Versammlung das Traktandum Ehrungen ein. «Es geht jetzt um die Mitglieder, welche seit 50 Jahren die gelbe TCS-Karte bei sich haben.» Von den 60 Betroffenen waren neun an der Versammlung anwesend. Diesen sogenannten Superveteraninnen und -veteranen wurde unter Applaus ein Präsent überreicht. Danach folgte ein weiterer schöner Teil, nämlich das gemütliche Beisammensein und der Austausch bei einem feinen Apéro riche.
«Startklar Hedingen»: Frühe Kindheit im Fokus
Ein Vormittag voller Austausch, Spiel und praxisnaher Ideen für Kinder und Eltern sandra isabél Claus
Anders als üblich stand vor der Turnhalle Schachen in Hedingen am vergangenen Dienstag ein Fuhrpark mit Kinderwagen. In der Halle selbst fand ausnahmsweise kein Turnunterricht statt. Auch keine Gemeindeversammlung; das war sofort klar. Denn es herrschte emsiges Treiben von Klein und Gross. Statt mit Stuhlreihen war die Turnhalle einladend bestückt mit bunten Marktständen, einem Tipi, Stühlen und Tischen in Kleinformat, allerlei Spielen, dicken Matten, Rutschen und Schaukeln.
Chancen von Anfang an
Dies war die lebendige Kulisse für den in Hedingen erstmals durchgeführten Anlass «Startklar Hedingen», der sich dem wichtigen Thema «Frühe Kindheit» widmet. Die Lebensphase bis zum Schuleintritt legt die Bausteine für die körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Menschen. Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen wis-
«Mich freut es riesig zu sehen, dass auch Familien mit Migrationshintergrund den Weg hierher gefunden haben.»
Fabian Kraxner, Gemeinderat Hedingen
senschaftlichen Disziplinen bekräftigen inzwischen die zentrale Bedeutung der frühkindlichen Förderung. Die Gemein-
de Hedingen möchte ein unterstützendes Umfeld schaffen, den Eltern hilfreiche Informationen zur Verfügung stellen und den Kindern den bestmöglichen Start in ihr Leben ermöglichen. Unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft. Als erster Schritt wurde im Frühling 2025 eine Sprachstandserhebung mittels Elternumfrage durchgeführt, um vor dem Kindergartenstart zu erkennen, welche Kinder Unterstützung in Deutsch benötigen. Die sprachliche Entwicklung ist schliesslich entschei-
dend für den späteren Schulerfolg und die Integration.
Dorf im Dialog Als nächster Schritt wurde nun der Anlass «Startklar Hedingen» organisiert. Bereits in den Vorbereitungen zeigte sich schnell, dass die Veranstaltung nicht in Form eines abendlichen Fachreferates stattfinden sollte, sondern dass unbedingt die Kompetenzen, das Fachwissen und der Erfahrungsschatz der lokalen Institutionen aktiv eingebracht werden sollten. Wie geplant, so geschehen. Bereits um 7 Uhr morgens erschienen die Verantwortlichen der Krippe Chinderhuus, der Spielgruppen Lärnmützli und Spatzenäscht sowie des Kindergartens. Mit tatkräftiger Unterstützung des Hauswarts wurde in kurzer Zeit eine Informationsbörse mit viel Raum für Spiel und Spass aufgebaut. «Ich finde es schön, dass Hedingen den Mut hat, dieses so wichtige Thema in einem informellen, ungezwungenen und niederschwelligen Rahmen an die Elternschaft zu vermitteln», freut sich
Der einschlägig vorbestrafte Autohändler, ein in der Schweiz aufgewachsener Kosovare, wurde zu 20 Monaten Gefängnis mit vierjähriger Bewährungsfrist verurteilt. Von einer Landesverweisung wurde abgesehen. In vier Fällen fuhr er massiv zu schnell und verursachte zwei Selbstunfälle, einen davon in einer Ämtler Gemeinde. Die Staatsanwaltschaft forderte eine unbedingte Gefängnisstrafe von 40 Monaten und sieben Jahre Landesverweisung, die Anwältin des Be-
20
Monate Gefängnis mit vierjähriger Bewährungsfrist lautete das Urteil.
schuldigten lediglich zehn Monate bedingt, dazu eine bedingte Geldstrafe und den Verzicht auf Landesverweisung. Offenkundig ist die Strafe des Bezirksgerichts für den Staatsanwalt zu mild ausgefallen. «Wir warten nun das schriftlich begründete Urteil ab», so Michael Huwiler. (-ter.)
David Exer, Stufenleiter Kindergarten und mitunter treibende Kraft hinter dem gestalterischen Konzept. Das Engagement der Beteiligten ist spürbar. Besonders die Eltern schätzen es, dass die Veranstaltung an einem Vormittag und gemeinsam mit den Kindern stattfindet. Während sich die zahlreich erschienenen Erwachsenen mit den Fachpersonen austauschen, sammeln die Kinder auf ihrer persönlichen Karte mit aufgemalter Rakete je einen Stempel pro Marktstand und erhalten damit am Ende ein «Zopfhäsli». So sind alle beschäftigt.
Neue Kontakte knüpfen
Fabian Kraxner, Gemeinderat und Vorsteher Soziales und Integration, meint: «Mich freut es riesig zu sehen, dass so viele Mütter und Väter mit ihren Kleinen und auch Familien mit Migrationshintergrund den Weg hierher gefunden haben.» Während zweier Stunden wurde die Turnhalle Schachen zum Begegnungsort: um neue Kontakte zu knüpfen, Bekannte wiederzusehen und vor allem die engagierten Fachpersonen der pädagogischen Einrichtungen des Dorfes kennenzulernen und praktische Ideen zu erhalten. «Diese lebhafte Stimmung und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen örtlichen Träger sind für mich der Inbegriff von Einheitsgemeinde», betont Esther Nievergelt, Schulpräsidentin Hedingens. Das Ziel dieses Anlasses war es, Eltern zu sensibilisieren, ihnen konkrete Ideen und praktische Informationen sowie bei Bedarf Beratungs- oder Förderangebote näherzubringen. Die angeregte Atmosphäre zeigt, dass die Vorgaben erreicht wurden. Und man merkt: Da hat jemand an alles und alle gedacht.
Der frisch nominierte Vorstand an der Mitgliederversammlung. Von links: Alexia Hungerbühler, Präsident Andreas Renggli, Claudia Hurter, Toni Jäggi und Edith Rieser. (Bilder Marianne Voss)
Das Organisationskomitee des Anlasses (hintere Reihe, von links): Isabelle Baur, Roberta Käslin, Michael Grimmer, David Exer, Esther Nievergelt sowie (vorne, von links): Fabian Kraxner, Sarah Hofmann und Monika Künzi. (Bild sic)
Visualisierung der Überbauung «Am Schliffibach» zwischen Dorfstrasse und Schliffiweg. (Visulalisierung entreé Generalunternehmung)
So präsentiert sich die neue Überbauung an der Dorf- und Mettmenstetterstrasse der Immocal AG. (Visualisierung Immocal)
Ein Dorfteil, der sich stark verändert
Grosse Bauvorhaben im Obfelder Dorfteil Toussen
Werner Schneiter
An der Dorf- und Mettmenstetterstrasse in Obfelden entstehen gesamthaft 81Wohnungen. Die rechtskräftigen Baubewilligungen sind vorhanden, und bald fahren die Baumaschinen auf. Auf dem Postareal nebenan gibt es eine Machbarkeitsstudie für 44 Wohnungen und ein Restaurant.
Eine Geduldsprobe
Für Bauwillige ist das Realisieren von Projekten auch in Obfelden eine Geduldsprobe. Das erste Baugesuch der Immocal AG, die an der Dorf- und Mettmenstetterstrasse 40 Wohnungen errichtet, datiert vom September 2022. «Wir mussten unsere Pläne viermal ändern», sagt Baucal-Inhaber Martin Fröhli. Es ging um Farben- und Material-
kräftige Baubewilligung liegt vor. Ein Entwässerungskonzept ist vorhanden. Weitere Auflagen müssen aber noch «abgearbeitet werden». Der Abbruch von vier Gebäuden erfolgt voraussichtlich im Frühjahr/Sommer dieses Jahres. Allerdings wird hier beim Aushub noch eine aufwendige Altlastensanierung notwendig. Der Aushub soll Ende dieses Jahres erfolgen, der Rohbau 2027 und der Ausbau 2028. In vier neuen und gleichen Einheiten entstehen 40 Mietwohnungen, dazu zwei Untergeschosse für Parkierung. Die Erschliessung erfolgt über die Mettmenstetterstrasse. Auf dem rund 2600 Quadratmeter grossen Grundstück gilt verdichtete Bauweise; es wird also sehr gut ausgenützt und mit Photovoltaik ausgerüstet. «Der Wunsch nach Schrägdächern wurde der Gemeinde erfüllt», ergänzt Martin Fröhli.
«Am Schliffibach»
Martin Fröhli, Baucal-Inhaber
Die Gebäude in Vordergrund müssen der neuen Überbauung der Immocal AG weichen. Die Liegenschaft links im Bild muss auch weg. Dort entsteht die Überbauung «Am Schliffiweg». (Bild Werner Schneiter) «Wir mussten unsere Pläne viermal ändern.»
konzept, dazu um Photovoltaik und schliesslich um ein von der Gemeinde verlangtes Gutachten zum Thema «Eingliederung der Gebäude in den Ortskern». Dazu hat die Gemeinde nach den Worten von Gemeindepräsident Stephan Hinners ein unabhängiges Fachgutachten eingeholt. «Das nun vorliegende Projekt stimmt für uns», ergänzt er. Martin Fröhli ist froh, dass das Projekt nun realisiert werden kann. Die rechts-
«Baubewilligungsverfahren sind mühsam», so der gleichlautende Befund von Peter Gautschi von entreé Generalunternehmung AG (Steinhausen). Auf der gegenüberliegenden Seite, im Dreieck Dorf- und Mettmenstetterstrasse sowie Schliffiweg, entstehen in vier neuen Gebäudeeinheiten 41 grosszügig konzipierte Mietwohnungen in der Grösse von zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auch Eigentumswohnungen realisieren – alles in hoher Qualität», so Peter Gautschi. Ergänzt wird die Überbauung «Am Schliffibach» mit einem kleinen Laden und wenig Bürofläche bei der Kreuzung.
«Wir erwarten nun die Baufreigabe», sagt Gautschi. Der Abbruch der
Zweite Bauetappe an der Betpurstrasse startet
Ab 13. April werden Werkleitungen erneuert
Im Zusammenhang mit der Entwicklung des ehemaligen AVA-Areals müssen in der Betpurstrasse die Werkleitungen ausgebaut und erneuert werden. Gleichzeitig wird die Betpurstrasse saniert und die Längsvernetzung für Zufussgehende mit einem neuen durchgängigen Gehweg verbessert. Im Jahr 2025 erfolgte bereits die erste Ausbauetappe im Abschnitt zwischen der Betpurhöhe und dem Breitenweg, ab dem 13. April starten nun die Bauarbeiten der zweiten Ausbauetappe im Abschnitt Breitenweg bis Centralweg. Gemäss Bauprogramm dauern die Arbeiten bis zirka Ende Juli. Um die Bauzeit möglichst kurz zu hal-
ten und die Sicherheit im Bereich der Baustelle gewährleisten zu können, müssen einzelne Fussverbindungen umgeleitet werden. Es wird um Beachtung und Einhaltung der jeweiligen örtlichen Umleitungs-Signalisationen gebeten. Die Zufahrten zu den angrenzenden Liegenschaften werden, unter Berücksichtigung kurzzeitiger punktueller Einschränkungen, grundsätzlich gewährleistet bleiben. Die Verantwortlichen der Stadt bitten um Verständnis bei allfälligen Unannehmlichkeiten.
Stadt Affoltern am Albis
Liegenschaften wird nach Ostern erfolgen. Auch in diesem Fall wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet, sodass ein Bezug im Laufe des Jahres 2028 möglich ist.
Wichtige offene Fragen
Auch auf dem Postareal auf der gegenüberliegenden Seite sind 44 Wohnun-
gen sowie ein Restaurant geplant. Laut Gemeindepräsident Stephan Hinners
44
weitere Wohnungen und ein Restaurant sind auf dem Postareal geplant.
liegt inzwischen eine Machbarkeitsstudie vor, aber noch sind wichtige Fragen offen, etwa jene der Finanzierung: Soll diese durch die Gemeinde erfolgen oder soll sie das Land im Baurecht abgeben? Ist die öffentliche Hand aktiv, so dauert das länger als bei privaten Investoren. «Wir müssten da wohl dreimal an die Gemeindeversammlung und/oder an die Urne gelangen», hält Obfeldens Gemeindepräsident Stephan Hinners fest.
Illegale Goldankaufveranstaltung in Affoltern gestoppt
Polizei stellt Gold und Bargeld sicher
Bei einer Kontrolle einer Goldankaufveranstaltung in Affoltern am Donnerstag, 26. März, überprüften Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich zusammen mit Mitarbeitenden des kantonalen Eichamts den Händler und stellten Gesetzesverstösse fest. Der anwesende Goldankäufer, ein 29-jähriger deutscher Staatsangehöriger, verfügte weder über die notwendige Bewilligung der Edelmetallkontrolle noch erfüllte er die gesetzlichen Dokumentationspflichten gemäss Edelmetallkontrollgesetz (EMKG), insbesondere im Zusammenhang mit der Ausstellung von Quittungen. Zudem besass er keine gül-
tige Arbeitsbewilligung und führte keine ordnungsgemässe Buchhaltung über seine Geschäftstätigkeit. Vor Ort stellte die Polizei rund 80 Gramm Gold sowie mehrere tausend Franken Bargeld sicher. Die Kantonspolizei Zürich beendete die Veranstaltung vor Ort. Der Goldankäufer wird bei den zuständigen Behörden zur Anzeige gebracht. Am Mittwoch, 25. März, und am Freitag, 27. März, kontrollierten Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich zudem Goldankaufveranstaltung in Dübendorf. Dabei stellten sie diverse Widerhandlungen fest und nahmen zwei Personen fest. Bei anschlies-
senden Hausdurchsuchungen stellten die Funktionäre mehrere tausend Euro und Schweizer Franken sowie Schmuck und Münzen sicher.
Wegen des Verdachts auf Betrug beziehungsweise Wucher wurden zwei Männer, die sich als Goldhändler betätigten, verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt. Es handelt sich um zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 25 und 26 Jahren. Zudem verfügten sie weder über die erforderliche Bewilligung der Edelmetallkontrolle noch hielten sie sich an die Sorgfalts- und Dokumentationspflicht gemäss Edelmetallkontrollgesetz (EMKG). (red)
Ihre Spezialisten
«Rettet, was noch schmeckt»
Vereine, Freiwillige und Händler reduzieren mit viel Engagement Food Waste
Im Bezirk Affoltern wird nicht nur über Food Waste gesprochen, sondern auch gehandelt. Vereine, Freiwillige und lokale Betriebe sorgen dafür, dass einwandfreie Lebensmittel nicht im Abfall landen, sondern direkt dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Lebensmittel herzustellen, verbraucht enorme Ressourcen – Wasser, Energie, Land und Arbeitskraft. Kein Wunder, dass unser Essen einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt hat: In der Schweiz verursacht die Ernährung rund 30 Prozent des individuellen ökologischen Fussabdrucks und etwa 20Prozent der konsumbedingten Treibhausgasemissionen. Umso gravierender ist, dass etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel nie gegessen wird. Dieser sogenannte Food Waste ist für etwa ein Viertel der Umweltbelastung unserer Ernährung verantwortlich. Die grössten
Verluste entstehen ganz am Ende der Kette: Haushalte tragen mit 38 Prozent den Löwenanteil, gefolgt von der Gastronomie mit 14 Prozent. Der Detail- und Grosshandel machen jeweils rund vier Prozent aus.
Lebensmittel retten im Kleinen Im Bezirk zeigt sich: Das Problem ist gross – doch die Lösungen sind greifbar. Der Verein GsE (Gemeinsam statt einsam) zeigt, wie übrig gebliebene Lebensmittel sinnvoll genutzt werden können. «Woche für Woche geben wir rund 100 prall gefüllte Einkaufstaschen ab», berichtet Ueli Basler vom Verein. Hochgerechnet werden so jährlich mehrere Tonnen Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Der Grossteil der gespendeten Produkte stammt von der Schweizer Tafel, die den Verein regelmässig mit gekühlten Lieferungen versorgt. Die Schweizer
Vom Albis an die Aare
Tafel ist eine gemeinnützige Organisation, die überschüssige Lebensmittel sammelt und kostenlos an soziale Einrichtungen für Bedürftige verteilt. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Geschäfte, die nicht verkaufte Produkte spenden. «Besonders häufig handelt es sich um frische Produkte wie Brot, Gemüse oder Früchte – oft, weil die Optik nicht perfekt ist oder das Mindesthaltbarkeitsdatum näher rückt», erklärt Basler. Auch saisonale Produkte, etwa nach Feiertagen, landen immer wieder in den Abgabestellen.
Viel Arbeit hinter den Kulissen
Bevor die Lebensmittel bei den Bedürftigen ankommen, steckt viel Organisation dahinter. «Jeden Montag stellen sieben bis neun Freiwillige die Taschen zusammen – ausgewogen und möglichst gesund», ergänzt Basler. Besonders wichtig ist die Einhaltung der Kühlkette: Tief-
Mitglieder des Gesellschaftsguts Hausen besuchen das Bundeshaus
Martin Platter
Es war ein geschichtsträchtiger Moment am letzten Samstagmorgen: Das Gesellschaftsgut Hausen begab sich auf seine erste offizielle Reise, die in die Hauptstadt führte. Kein Zufall war das Ziel im Bundeshaus. Bereits 281 Jahre vor der
Gründung des modernen schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848 übte sich das Hausemer Gesellengut in demokratischer Konsensfindung. Adam Näf und Lorenz Hägi kauften 1567 ein Wirtshaus in Heisch, weil den beiden Gesellen der Weinpreis des lokalen Wirtes zu teuer war. Es war die Gründung einer
Handwerks-, Handels- und Wehrgemeinschaft, der bald alle wichtigen und alteingesessenen Familien im Oberamt angehörten. Viele tun es noch heute. Die Idee für diese besondere Exkursion entstand am runden Tisch und durch den direkten Draht nach Bern, den Säckelmeister René Baumann zum
gekühlte Produkte müssen bis zur Abgabe durchgehend gefroren bleiben. Gleichzeitig wird die Qualität sorgfältig geprüft. «Was nicht mehr abgegeben werden kann, landet – wenn möglich –im Grüngut», so Basler. Rund 90 bis 100 Familien profitieren regelmässig von diesem Angebot. Genutzt wird die Leistung von Menschen, die ihr Haushaltsbudget entlasten möchten, ebenso wie von solchen, die bewusst dazu beitragen wollen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Mehr Bewusstsein – auch im Handel
Auch der Detailhandel nimmt das Thema Food Waste zunehmend ernst. Produkte kurz vor dem Ablaufdatum oder mit kleinen Schönheitsfehlern werden vermehrt vergünstigt angeboten. Seit 2021 ist zudem der Verkauf bestimmter Produkte über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus erlaubt. Anders als das Verbrauchsdatum ist dieses kein Sicherheitsdatum. Projekte wie «MHD+ im Detailhandel» unterstützen kleinere Läden bei der Umsetzung. Schätzungen zufolge könnten so jährlich 20 000 bis 30 000 Tonnen Lebensmittel eingespart werden.
Neben dem Verein GsE gibt es im Bezirk weitere Initiativen: Food-SharingKühlschränke wie das Projekt Madame Frigo, Organisationen wie Tischlein deck dich, die überschüssige Lebensmittel weitergeben, und digitale Plattformen, auf denen Restaurants übrig gebliebene Speisen vergünstigt anbieten. Gemeinsam tragen diese Massnahmen dazu bei, Ressourcen effizienter zu nutzen und Lebensmittel vor dem Abfall zu bewahren.
Was jede und jeder tun kann
Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer wäre vieles nicht möglich. Sie halten die Verteilungen am Laufen und tragen das Bewusstsein für Food Waste in den Alltag.
Reste kreativ verwerten
Doch auch im Kleinen lässt sich viel erreichen: gezielt einkaufen, Vorräte clever lagern, Haltbarkeitsdaten richtig
einordnen, Reste kreativ verwerten oder einfrieren (siehe Box). Oft sind es einfach gelebte Gewohnheiten, die den Unterschied machen. Organisationen
«Jeden Montag stellen sieben bis neun Freiwillige die Taschen zusammen.»
Ueli Basler, Verein GsE (Gemeinsam statt einsam)
wie der Verein GsE zeigen: Lebensmittelverschwendung ist ein grosses Problem – aber eines, bei dem lokales Engagement tatsächlich Wirkung zeigt.
Food Waste im Haushalt vermeiden
Informieren: Tipps und Hintergrundwissen bietet die Foodwaste.ch.
Clever einkaufen: Nur so viel kaufen, wie tatsächlich gebraucht und zeitnah verbraucht wird.
Richtig lagern: Lebensmittel passend aufbewahren, den Kühlschrank sinnvoll nutzen und den Überblick über Vorräte behalten.
Haltbarkeitsdaten verstehen: Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum bedeuten nicht dasselbe. Viele Produkte sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch geniessbar – Aussehen, Geruch und Geschmack geben zusätzliche Hinweise.
Reste verwerten: Kreativ kochen und übrig gebliebene Lebensmittel möglichst vollständig nutzen.
Gemeinsam essen: Kochen und Mahlzeiten teilen – so bleiben weniger Reste übrig, und das Essen wird bewusster genossen. (net)
Zuger Ständerat Peter Hegglin pflegt. Dieser öffnete der 20-köpfigen Delegation aus Hausen die Türen zum Bundeshaus und führte durch die geschichtsträchtigen Hallen, wo die Schweizer Gesetze debattiert und erlassen werden. Es sollte eine Reise werden, die über ein klassisches Sightseeing hinausging.
Baumann brachte es auf den Punkt: «Unsere Vorfahren, die sich im Gesellengut engagierten, waren die Vorreiter.»
Das Prinzip, so Baumann, sei damals wie heute das Gleiche gewesen: «Was heute im Bundeshaus debattiert wird, pflegten die Mitglieder des Gesellschaftsguts schon Jahrhunderte zuvor im Kleinen –das Ringen um Lösungen, die von der Gemeinschaft getragen werden.»
Blick hinter die Fassaden der Macht Unter der kundigen Führung von Peter Hegglin tauchten die angereisten Mitglieder tief in die Architektur und Symbolik des Parlamentsgebäudes ein. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Besonders beeindruckte der Aufbau des Bundeshauses, der als Abbild der Schweiz dient. Die Repräsentanz der verschiedenen Stände, Gemeinden und Berufe in den Baumaterialien, Stuckaturen, Schnitzereien und Gemälden spiegelt sich in jedem Detail. Ein besonderes Augenmerk galt der materiellen Beschaffenheit des Gebäudes. Dass die Baustoffe aus der gesamten
Schweiz stammen, verdeutlichte den Teilnehmern den Zusammenhalt der vier Sprachregionen und Kulturen. Auch die politische Geografie des Hauses – die Trennung von Rechts und Links mit jeweils eigenen Eingängen – sorgte für angeregte Diskussionen über die Struktur unserer Demokratie.
Trotz der positiven Resonanz der Teilnehmer gab es auch leisere Töne.
«Das Ringen um Lösungen, die von der Gesellschaft getragen werden.»
René Baumann, Säckelmeister Gesellschaftsgut Hausen
Baumann machte keinen Hehl daraus, dass er sich eine höhere Beteiligung gewünscht hätte. «Ich habe mehr Teilnehmer erwartet», gestand er. Zu denken gegeben hat ihm, dass sich einige nicht einmal abgemeldet hatten. Ob und in welcher Form solche Ausflüge fortgesetzt werden, wird sich nach der Auswertung der Rückmeldungen entscheiden. Baumann hofft, dass sich die gelungene «Initialzündung» unter den Gesellen herumspricht und mehr Resonanz für künftige Aktivitäten auslösen wird.
Die Gesellen des Hausemer Gesellschaftsguts mit ihrem Säckelmeister René Baumann in blauer Robe und Ständerat Peter Hegglin, 5. von rechts. (Bild Martin Platter)
angela Bernetta
Frische Lebensmittel wie Gemüse und Früchte werden besonders häufig weggeworfen – oft, obwohl sie noch geniessbar wären. (Bild Angela Bernetta)
Nächste Erscheinung dieser Spezialseite am 5 Mai 2026
V
Interesse, zu werben?
Jetzt kann der Osterhase gerne kommen!
Herzlichen Dank für die zahlreichen Einsendungen mit Kinderzeichnungen – wir präsentieren hier eine kleine Auswahl – die Gewinnerinnen und Gewinner der neun Osterhasen wurden bereits benachrichtigt
Baylee Schnyder ist sechs Jahre alt und lebt in Obfelden. Sie hat das Bild sogar noch extra verziert. Chapeau!
Luana Kofler kommt aus Wettswil, ist sieben Jahre alt und geht in die 1. Klasse.
Robin Gledhill ist fünf Jahre alt. Er lebt in Affoltern und hat sich seinen Osterhasen redlich verdient.
Ved Kumar (5) aus Bonstetten hat sich mit diesem schön ausgemalten Bild einen echten Osterhasen verdient.
Leoni Walder, sie ist dreieinhalb Jahre alt und aus Bonstetten, wünscht mit diesem Bild eine bunte Frühlings- und Osterzeit.
Die siebenjährige Elena Kebede lebt in Affoltern und hat sich grosse Mühe beim Ausmalen gegeben.
Zu zweit haben sich Nahuel und Miro Camenisch (6 und 4) aus Hausen an die Arbeit gemacht. Dafür teilen sie sich den Osterhasen.
«Ich freue mich auf den Osterhasen von Pfyl», hat uns der siebenjährige Oliver Koneth aus Hedingen geschrieben.
Schon das Ausmalen hat dem siebenjährigen Jonas Ryffel aus Obfelden einen grossen Spass gemacht.
Machtpolitik – welche Antworten hat die Schweiz?
Besuch des alt Bundesrats Ueli Maurer beim Lions Club Knonaueramt
Für ein weiteres Highlight sorgte der Lions Club (LC) Knonaueramt beim jährlichen InterclubTreffen, bei welchem sich die ServiceClubs der Lions, Rotarier und Kiwaner aus dem Knonauer Amt für eine gemeinsame Veranstaltung zusammenfinden.
Am Donnerstagabend, 26. März, trat alt Bundesrat Ueli Maurer für ein Referat über «die Rückkehr zur Machtpolitik und den möglichen Antworten der Schweiz» in Bezug auf die geopolitischen und wirtschaftlichen Bedrohungslagen gegenüber der Schweiz auf. Der aktuelle Präsident des LC Knonaueramtes, Thomas Naef, stellte das Thema «Sicherheit» während seines Präsidialjahres in den Mittelpunkt. Dies gab den Anlass dazu, die Sicht eines ehemaligen Bundesrats im Referat ins Säuliamt zu bringen.
65 Interessierte fanden sich am Donnerstagabend im Restaurant Löwen in Hausen, dem ClubLokal des LC Knonaueramtes, ein, um vorab ein gemein
FORUM
Ehering gefunden
Auf der Gemeindeverwaltung von Knonau ist ein goldener Ehering abgegeben worden. Gefunden wurde der Ring am vergangenen Sonntag auf einem Kiesweg beim Friedhof Knonau. Wer einen solchen Ring vermisst, oder Hinweise geben kann, soll sich beim Fundbüro der Gemeinde Knonau melden (red)
sames Nachtessen mit dem alt Bundesrat Ueli Maurer zu geniessen. Im Anschluss erörterte Ueli Maurer den Anwesenden seine Sicht in Bezug auf die Rückkehr zur Machtpolitik und skizzierte auch mögliche Szenarien, wie man als souveräner Staat in Zukunft solchen geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken entgegentreten kann. Die sicherheitspolitische Lage der Schweiz hat sich infolge globaler Machtkonflikte, insbesondere des Ukraine und aktuell des IranKriegs sowie der Zunahme hybrider Bedrohungen, verschärft. Grossmächte setzen ihre Interessen zunehmend kompromissloser durch, Machtpolitik ersetzt die vorab allgemeingültige Ordnung. Besonders die Schweiz spürt den Wandel: Frieden und Stabilität galten lange als gegeben, doch nun ist klar, dass mehr Unabhängigkeit nötig ist – wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch. Ueli Maurer sieht dabei insbesondere China in einem wirtschaftlichen und technischen Vorteil. Mit seiner Strategie, in
Drittweltländern Infrastrukturinvestitionen zu fördern, konnte sich das Reich der Mitte Vorteile betreffend Rohstoffen und seltenen Erden gegenüber anderen Machtblöcken sichern.
Angespannte Lage
Die Auswirkungen des Konfliktes in Nahost verschärfen die ohnehin angespannte Lage der Weltwirtschaft. Immer deutlicher zeigt sich, dass die Störung der Öl und Gasversorgung durch die Blockade der Strasse von Hormuz die Inflation vielerorts antreibt und zugleich das Wachstum bremst. Ungünstig wirkt sich das insbesondere auf Europa aus, welches einerseits mit hoher Überschuldung und einem wirtschaftlichen Rückgang kämpft. Europäische Unternehmen verzeichnen den grössten Kostenanstieg seit Jahren, ausgelöst durch höhere Energiepreise und gestörte Lieferketten.
Ueli Maurer sieht daher die Neutralität der Schweiz weiterhin als Standort
Klare Volksentscheide ignoriert
Replik auf den Beitrag von Tamara Fakhreddine mit dem Titel «Steuerinitiative» im «Anzeiger» vom 24. März.
Wenn man den Artikel von Frau Fakhreddine zu Ende liest, dann sticht mir folgende Passage ins Auge: «Im Bezirk ist mir aufgefallen, wie viele Parteilose gewählt wurden. Es ist schade, dass Parteizugehörigkeit nicht mehr hipp ist.»
Wenn sich Frau Fakhreddine mehr im gemeinen Volk bewegen und auch Kommentare lesen würde, beispielsweise nach Raserdelikten (siehe auch den Artikel «Unfallverursacher und Schnellfahrer kommen glimpflich davon» im «Anzeiger» vom 24. März), könnte sie sich diese Feststellung gleich selbst beantworten.
Nicht viel geworden aus Diskussion
Am letzten Samstag fand in Hedingen eine weitere Informationsveranstaltung zur Zentrumsplanung statt. Leider wurde aus der angekündigten Diskussion nicht viel. Die Vertreter der Gemeinde scheinen nicht zu verstehen, dass es um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Geplanten gehen würde. Stattdessen wird sehr viel «erklärt».
Jede Frage wird zur Vorlage, um das fertige Projekt weiter anzupreisen. Dabei geht es nicht um Unklarheiten, sondern um Missfallen mit dem vorliegenden Vorschlag.
DieseZentrumsplanungwurdebereits 2018 begonnen. Man hat aber während der ganzen Planungszeit fast immer nur mit den betroffenen Eigentümern gesprochen. Der Dorfbevölkerung wurde dann
vor einem Jahr ein fixfertiges «Syntheseprojekt» vorgelegt, worüber sich viele Leute entsetzt haben. Jetzt wird immer klarer, dass es nicht vorgesehen ist, daran noch irgendwelche Änderungen vorzunehmen.
Trotz «Diskussion» besteht heute kein
Zweifel, dass der Gemeinderat dieses Projekt genau so und nicht anders zur Abstimmung bringen will. Es kann nicht verwundern, dass das vielen Hedigern gar nicht gefällt, zumal man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass vor allem vorrangig die Interessen der Eigentümer bedient werden. Das Dorf soll einen Dorfplatz bekommen, das stimmt. Am Dorfbach, wo man sowieso nicht bauen kann.
Balint Berg, Hedingen
Zunehmend kommt es vor, dass nach klaren Volksentscheiden an der Urne –beispielsweise beim Tabakwerbeverbot mit einem JaAnteil von 57 Prozent und Ständemehr – bei der Umsetzung dank gezieltem Lobbying Diverses verwässert wurde. So gibt es Ausnahmen für OpenAirVeranstaltungen, für IQOSZigaretten, Sponsoring etc. Laut Rechtsexperten widerspricht dies der Verfassung und dem Volkswillen. Auch bei den Beschlüssen des Bundesrates zu Raserdelikten (Via sicura, Einführung schrittweise ab 2013), welche breit in der Bevölkerung abgestützt waren, wurden die verschärften Gesetze im Nachhinein durch gezielte Lobbyarbeit wieder abgeschwächt, sodass der Ermessensspielraum so gross ist, dass
vorteil und stellt zudem eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung in den Vordergrund. Dem System Schweiz sollte Sorge getragen und eine unnötige Ausdehnung der Institutionen vermieden werden. Dabei stehen auch der Schutz der Umwelt und der dauerhafte Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen im Vordergrund. Umstritten sieht er auch die engere Kooperation mit der NATO, beispielsweise im Bereich der Interoperabilität der Armee, Luftverteidigung (Sky Shield) und im Cyberspace. Diese Annäherung, einschliesslich der Teilnahme an Krisenmanagementübungen, ergibt zwar Synergien, führt aber zu unnötiger Abhängigkeit, welche in einer eskalierenden Bedrohungslage Risiken birgt. Thomas Naef bedankte sich herzlich und schenkte Ueli Maurer gesunde Honigprodukte aus der Gemeinde Knonau.
Lions Club Knonaueramt, Markus Ehrismann, Sekretär
gerade solche milde Urteile, wie im besagten Artikel zum Raserurteil, zustande kommen. Eine unheilige Allianz aus FDP, SVP und MitteStänderätinnen und Ständeräten hat 2022 der Via sicura und somit der Verschärfung der Strafen für Raserdelikte den Zahn gezogen ... Nicht umsonst hört man bei Alt und Jung zunehmend den Spruch: «Die machen doch so oder so, was sie wollen – spätestens bei der Umsetzung eines Wahlentscheids.» Eine traurige und ernst zu nehmende Entwicklung –aber man kann ja auch wegschauen oder die Zeichen falsch deuten. Ich vermute, dass Ehrlichkeit eher «hipp» ist.
Urs Preisig, Mettmenstetten
«Zum Weinen! Zum Schreien!»
Es ist wieder Osterzeit. Für die einen zusätzliche Frei oder Ferientage, für andere Zeit der Besinnung. Für die meisten hierzulande wohl bunte Eier, gutes Essen, Fröhlichkeit und Frieden. Wer mehr als nur den eigenen Nabel betrachtet und über seine Nasenspitze hinausschaut, weiss, dass es auf allen Kontinenten Länder und Völker gibt, für die Frieden nur ein inniges Wunschziel sein kann. Ukrainer, Iraner, Palästinenser, Israeli (und innen) sind uns die nächsten, aber nicht die einzigen. Sudan, Kongo und viele weitere leiden unvorstellbar wegen Stammes und anderer Kämpfe. Allen ist gemein die Leiden und Ängste, die sie ertragen müssen; keine Zukunft für sich und die Kinder planen können. Unvorstellbar, welche Summen
Ein seltener Anblick
Erica Spanke aus Hausen bekam in Mühlau im Gebiet Schoren/Schachen diese Rehgruppe vor die Linse. Zur Paarungszeit wird sich die Gruppe wieder trennen, schreibt sie zu ihrem Foto. (red)
an Geld verschossen, verlocht werden, Geld, das viele der Leiden lindern könnte.
Die Kriege in Europas Nähe verschlingen nicht nur Unsummen; damit wir gerüstet wären, sollten sich die Kriege an der östlichen Peripherie nähern. Auch wir Schweizer sind gut beraten, uns selbst verteidigungsfähig aufzustellen und gute Verbindungen mit unsern Nachbarn zu pflegen, wenn es auch unsere Portemonnaies angreift. Bei diesen Gedanken ums Materielle lässt mich die Frage nicht los, wie es dazu kommen konnte, dass die Grossmächte dieser Welt von so armseligen Führern geleitet werden. Dazu noch einige, die sich von Gott berufen fühlen. Zum Weinen! Zum Schreien!
Dölf Bühler, Bonstetten
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Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht.
Redaktionsschluss beachten
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
Rastende Sonne bei Ottenbach
Sylvia Limacher aus Affoltern fotografierte kürzlich eine Abendstimmung an der Reuss bei Ottenbach. «Die Sonne ruht sich aus, bevor sie ganz untergeht», schreibt sie zum Bild. (red)
Thomas Naef (links) und Ueli Maurer zu Besuch in Hausen. (Bild zvg)
L’Etranger
Sinn, Schuldund Sinnlichkeit
Do,02. April- 18.00Uhr Einfastperfekter Antrag Fast perfektverliebt
Gold für U12-Girls
Stollen wieder offen Am 4. April kann das Bergwerk Riedhof im Aeugstertal endlich wieder besichtigt werden. Seite 23
Die U12-Mädchen der Leichtathletik-Vereinigung Albis schreiben Vereinsgeschichte. Seite 25
Gruppensieg für U16
U16-Junioren von Floorball Albis sind Gruppenerste und qualifiziert fürs Aufstiegsturnier. Seite 26
Felder, Kühe und Überzeugung
Der Berufsalltag von Michaela Baumann, Landwirtin im Knonauer Amt
DeviprasaD rao
Während viele im Knonauer Amt noch zur ersten Tasse Kaffee greifen, steht Michaela Baumann bereits im Stall. Die 27-Jährige führt gemeinsam mit ihrem Vater einen Milchviehbetrieb und steht damit für eine jüngere Generation von Landwirten, die Tradition mit moderner Ausbildung und neuen Perspektiven verbindet. An einem klaren Morgen in den Feldern von Hausen oder im nahegelegenen Stallikon beginnt ihr Arbeitstag um sechs Uhr. Zusammen mit ihrem Vater René Baumann bewirtschaftet sie den Familienbetrieb im Rahmen einer sogenannten Generationengemeinschaft. Der Betrieb umfasst zwei Standorte: Auf dem Hof in Hausen werden 65 Milchkühe gehalten, die über ein automatisches Melkrobotersystem gemolken werden. Ein zweiter Standort in Stallikon dient der Aufzucht von Jungvieh sowie der Haltung von Zuchtkühen. «Wir arbeiten auf Augenhöhe», sagt Michaela über die Zusammenarbeit mit ihrem Vater. «Beide tragen die Verantwortung dafür, dass der Betrieb funktioniert.»
Vom Apothekenberuf zur Landwirtschaft
Der Weg in die Landwirtschaft verlief für Michaela nicht geradlinig. Obwohl sie auf dem Hof aufgewachsen ist, interessierte sie sich zunächst für medizinische Themen. Nach der Schule absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur
Pharma-Assistentin in einer Apotheke in Affoltern. Gleichzeitig blieb die Verbindung zur Landwirtschaft bestehen. Da der Beruf Landwirt auch als Zweitausbildung möglich ist, entschied sie sich für diesen Weg. Praktische Lehrjahre absolvierte sie auf Milchviehbetrieben in Hallau sowie im Zürcher Oberland, bevor sie 2020 ihre landwirtschaftliche Ausbildung vollendete. Anschliessend folgte eine Weiterbildung im Bereich Betriebsleitung, die sie mit der Meisterprüfung abschloss. Während einer Übergangsphase arbeitete sie noch zwei Tage pro Woche in der Apotheke. Mit zunehmender Verantwortung auf dem Hof entschied sie sich jedoch, sich vollständig der Landwirtschaft zu widmen.
Arbeit zwischen Wetter und Tierhaltung
Der Alltag auf einem Landwirtschaftsbetrieb lässt sich nur begrenzt planen. Der Tag beginnt früh im Stall und endet meist erst mit einer weiteren Kontrollrunde am Abend. Dazwischen bestimmen Jahreszeit, Wetter und Tierhaltung den Ablauf. Besonders herausfordernd sind kurze Wetterfenster während der Vegetationsperiode. Wenn sich mehrere Arbeiten gleichzeitig anbieten – etwa Heuernte oder Feldarbeiten –, müssen Prioritäten gesetzt werden. «Man muss entscheiden, was im Moment am wichtigsten ist», sagt Michaela. Zudem bleiben Tiere und Technik nicht immer planbar. Krankheiten
oder technische Probleme können jederzeit auftreten. Deshalb lässt sie bewusst einen Teil ihres Tages offen für Unvorhergesehenes.
Eine Frau in einer traditionell männlich geprägten Branche
Die Landwirtschaft gilt noch immer als männerdominierter Beruf. Michaela beschreibt diese Realität jedoch ohne Klage, vielmehr mit einer nüchternen Haltung. Viele körperlich schwere Arbeiten werden heute von Maschinen übernommen. Gleichzeitig bleiben technisches Verständnis und Interesse an Maschinen weiterhin wichtig. «Wenn das Interesse da ist, kann man letztlich alles lernen», sagt sie.
Wenn sie selbst grosse landwirtschaftliche Maschinen fährt, erntet sie gelegentlich überraschte Reaktionen –meist jedoch positive. Gleichzeitig beobachtet sie, dass immer mehr Frauen eine landwirtschaftliche Ausbildung beginnen.
Die nächste Generation: Einblick in die Ausbildung
Ein wichtiger Bestandteil des Betriebs ist die Ausbildung von Lehrlingen. Für Michaela bedeutet dies, jedes Jahr neue Abläufe zu erklären und Wissen weiterzugeben. Dabei gehe es darum, die Lehrlinge zu fördern, ohne sie zu überfordern. Gleichzeitig betont sie, dass die Landwirtschaft auch für junge Menschen ohne eigenen Hof ein zugänglicher Berufsweg sei. «Es ist eine sehr
Do,02. April- 20.30Uhr Sa,04. April– 17.00Uhr
DerletzteWalsänger Held derOzeane Sa,04. April– 14.00Uhr T
entschied sich bewusst für diesen Grossbetrieb, um die Vielseitigkeit und die komplexen Abläufe einer modernen Milchwirtschaft kennenzulernen. «Die Grösse und die Abwechslung auf diesem Hof finde ich sehr spannend, ich lerne hier nochmals viel dazu», so Urfer. Ursprünglich hatte er mit einer Lehre als Forstwart geliebäugelt, ist heute jedoch überzeugt von seiner Wahl: «Ich bin glücklich, mich direkt für den Beruf als Landwirt entschieden zu haben.» Nach seinem Abschluss steht für ihn zunächst der Militärdienst an, doch sein langfristiger Weg ist vorgezeichnet: Er möchte definitiv in der Landwirtschaft bleiben. Beide Lehrlinge teilen die Vision ihrer Ausbildnerin Michaela, was die gesellschaftliche Relevanz ihres Berufs betrifft. Reto Uhr bringt es auf den Punkt: «Ich wünsche mir, dass die Landwirtschaft anerkannt bleibt und wir zu fairen Preisen gute Produkte produzieren können.»
vielseitige Grundausbildung», sagt sie. So werden auf dem Hof regelmässig zwei landwirtschaftliche Lehrlinge betreut: Reto Uhr (24) aus Wädenswil befindet sich bereits im dritten Lehrjahr seiner landwirtschaftlichen Ausbildung. Er bringt ein wertvolles technisches Fundament mit, da er zuvor eine Lehre als Landmaschinenmechaniker abgeschlossen hat – eine Kombination, die auf modernen, hoch technisierten Betrieben besonders gefragt ist. Für Uhr ist die Zweitausbildung ein strategischer Schritt: «Mein Ziel ist es, später einmal den elterlichen Betrieb in Wädenswil zu übernehmen», erklärt er. Da der heimische Hof primär auf Milchviehhaltung ausgerichtet ist und kaum Ackerflächen besitzt, nutzt er die Zeit bei den Bau-
«Wenn das Interesse da ist, kann man letztlich alles lernen.»
Michaela Baumann, Landwirtin
manns gezielt zur Wissenserweiterung. «Hier sieht man verschiedene Bereiche der Landwirtschaft und lernt Aspekte kennen, die wir zu Hause so nicht haben», sagt der Lehrling. Ebenfalls im dritten Lehrjahr ist der 18-jährige Jona Urfer aus Kollbrunn. Er
Blick in die Zukunft und ein persönlicher Wunsch Mit Blick in die Zukunft beschäftigt Michaela nicht nur die Entwicklung ihres eigenen Betriebs. Sie sieht auch eine zunehmende Distanz zwischen Landwirtschaft und städtischer Bevölkerung sowie einen wachsenden administrativen Aufwand für Betriebe. Gleichzeitig prägen technologische Entwicklungen den Berufsalltag. Der Einsatz von Melkrobotern zeigt bereits heute, wie stark sich die Landwirtschaft verändert hat. Ein persönlicher Wunsch ist es, eines Tages auf einem Milchviehbetrieb in Kanada zu arbeiten, um dort andere Produktionsformen kennenzulernen und zusätzliche Einblicke zu gewinnen.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Michaela Baumann bewirtschaftet den Familienbetrieb gemeinsam mit ihrem Vater René in einer sogenannten Generationengemeinschaft. (Bilder Deviprasad Rao)
Michaela Baumann mit Reto Uhr.
www .a ff ol te ra nz ei ge r. ch Be
Ref. Kirche Kappel
Donnerstag, 2. April
18.00 Abendgottesdienst mit Abendmahl im Zwinglisaal mit Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann und Pfarrer Andreas Nufer
Freitag, 3. April
10.00 Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche, Pfarrerin Anne-Carolin Hopmann, Sawako Miura (Orgel) und Shoko Miyake (Oboe)
Sonntag, 5. April
5.30 Ostermorgenfeier am Feuer vor dem Amtshaus und in der Kirche mit Pfr. Andreas Nufer
10.00 Ostergottesdienst in der Kirche mit Abendmahl, Pfrn. Anne-Carolin Hopmann, Sawako Miura (Orgel) und Kumiko Jöhl (Horn), anschliessend Zopf und Eiertütschen www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis
Tagzeitengebet
Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal
Sonntag, 5. April
17.15 –18.00 Musik & Wort
Kirchenorchester Oberwinterthur:
Stabat Mater von Giovanni Pergolesi
Klosterkirche
Eintritt: frei, Kollekte
Dienstag, 7. April (jeden Dienstag)
9.00 –
11.00 Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann
Eintritt frei, keine Anmeldung nötig, keine Grundkenntnisse nötig
Donnerstag, 9. April
13.30 –
14.30 Führung durch die Klosteranlage
Treffpunkt: Amtshausplatz
Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Knonau
Karfreitag, 3. April
10.00 Gottesdienst mit Abendmahl mit Pfarrerin Claudia Mehl
Ostersonntag, 5. April
6.00 Osterfeuer mit Andacht vor der Kirche mit Pfarrerin Claudia Mehl
Anschliessend «Zmorge» im Pfarrhaus
Ref. Kirche Obfelden
Freitag, 3. April
10.00 Gottesdienst mit Pfarrer Ulrich Bona Musik: Erich Eder
Sonntag, 5. April
Mit Pfarrer Ulrich Bona Musik: Angela Bozzla und Chor www.kircheobfelden.ch
Ref. Kirche Stallikon Wettswil
Freitag, 3. April, Karfreitag
10.00 Kirche Stallikon, KarfreitagsGottesdienst mit Abendmahl, Pfr. Matthias Ruff Musik: Orgel und Gesang
Samstag, 4. April, Osternacht
21.30 Kirche Stallikon, Osternachtfeier mit Abendmahl, Pfr. Otto Kuttler, Konfirmanden und Team Musik: Felicitas Brunke, Gesang, Eliska Holechkova, Saxofon, Viktoryia Haveinovich, Orgel und Keyboard anschl. Osterfeuer & Punsch
Sonntag, 5. April, Ostersonntag
10.00 Kirche Wettswil, Oster-Gottesdienst mit Abendmahl, Pfr. Matthias Ruff Musik: Viktoryia Haveinovich, Orgel anschl. Eiertütsche, Apéro und gemütliches Beisammensein
Mittwoch, 8. April
16.00 Jugendhüsli Stallikon, JuKi: Body & Balance/Duschroulade herstellen
(Anmeldung via Pfefferstern)
Donnerstag, 9. April
14.30 Kafi-Träff in Wettswil
Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Gründonnerstag, 2. April
17.00 Abendmahlfeier für die Kinder
20.00 Eucharistiefeier mit einer Stunde Anbetung
Karfreitag, 3. April
15.00 Karfreitagsliturgie
17.30 Commemorazione della Passione e morte die Nostro Gesú Cristo
Karsamstag, 4. April
21.00 Osternachtsfeier mit Osterfeuersegnung, anschl. Apéro mit Eiertütschen
Ostersonntag, 5. April
10.30 Osterfestgottesdienst mit Generalvikar Luis Varandas. Musikalisch begleitet durch Frauen-Gospelchor «adhocVoices.ch – Praying Women», anschl. Apéro mit Eiertütschen
17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten
18.30 Santa Messa www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten
Gründonnerstag, 2. April
19.30 Eucharistiefeier zum Gründonnerstag anschl. Beichtgelegenheit bis 21.30 Uhr Anbetung bis 23.00 Uhr
Karfreitag, 3. April
15.00 Feier vom Leiden und Sterben Christi, mit musikalischer Begleitung. anschl. Beichtgelegenheit
Ostersamstag, 4. April
21.00 Feier der Osternacht mit Mauritius-Chor, anschl. Apéro mit Eiertütschete
Ref.Kirchgemeinde
Knonauer Amt
Alle DetailszudenKarfreitagsund Ostergottesdiensten aufref-knonaueramt.ch/ gottesdienste
Kath. Kirche Hausen am Albis Wir freuen uns, mit Euch folgende Gottesdienste zu feiern:
Freitag, 3. April
10.00 Karfreitagswanderung nach Rifferswil. Besammlung 10.00 Uhr bei der kath. Kirche Hausen. Ca. 11.30 Uhr Andacht, anschliessend Karfreitagsverpflegung in der Engelscheune. Rückweg individuell.
15.00 Karfreitagsliturgie mit Matthias und der Liturgiegruppe, Musik: José
Samstag, 4. April
21.00 Ökum. Osternachtsgottesdienst mit Irene, Matthias und der Liturgiegruppe, Musik: Anette und der Sing mit!-Chor, im Anschluss Apéro und Eiertütschen
Sonntag, 5. April
11.00 Ostergottesdienst mit Matthias und Musik von José, im Anschluss an den Gottesdienst Apéro und das alljährliche Eiertütschen
Donnerstag, 9. April
8.15 Wortgottesfeier mit Matthias
Kath. Kirche Obfelden
Karfreitag, 3. April
10.00 Familienkreuzweg
Sonntag, 5. April
10.30 Osterfestgottesdienst, anschl. Apéro mit Eiertütschen www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis
Karfreitag, 3. April
10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinderferienprogramm
Ostersonntag, 5. April
10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinderferienprogramm www.sunntig.ch
KAUFE AUTOS & WOHNMOBILE
Tel. 079 777 97 79 (Mo–So) auch Busse, Lieferwagen, Jeeps, Geländewagen und LKW. Seriös Schnell CH-Unternehmen
Damit zusammen bleibt, was zusammen gehört.
Sei MuTiG: www.mensch-und-tier-im-glueck.ch
Ich taste, also schaue ich.
Ostersonntag, 5. April
10.30 Eucharistiefeier mit musikalischer Begleitung
5.30 Kirche Mettmenstetten Osterwarten Wirerwartensingendund schweigenddasLichtdesOstertages.
Freitag, 10. April
19.30 Versöhnungsfeier Erstkommunion mit Matthias, Musik: Anette www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten
Samstag, 4. April
19.00 Familien-Osternachtfeier, anschliessend Eiertütsche Musik: Anette Bodenhöfer und Sing-mit-Chor Sonntag, 5. April
9.30 Eucharistie zum Ostersonntag Musik: José Sifontes mit Solist:in Anschliessend Eiertütsche
Mittwoch, 8. April
9.30 Fiire mit de Chliine, ref. Kirche Knonau www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Wohneigentum immer weniger finanzierbar
Dennoch bleibt Nachfrage laut UBS weiter hoch
Daniel Vaia
Nur noch in 17 Prozent aller Gemeinden ist für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Einkommen eine 100 Quadratmeter grosse Eigentumswohnung erschwinglich. Zu diesem Ergebnis kommt die Grossbank UBS in ihrer aktuellen Immobilienstudie «Real Estate Focus 2026».
Als Folge des inzwischen sehr hohen Preisniveaus würden immer weniger Haushalte die Tragbarkeitskriterien für Hypotheken erfüllen, erklärten UBS-Vertreter am Donnerstag in Zürich an einer Medienkonferenz. Um die hohen Finanzierungshürden zu überwinden, müssten in vielen Fällen Einschränkungen in Kauf genommen werden. Das lasse sich etwa an den durchschnittlichen Wohnflächen bei neu gebauten Eigentumswohnungen ablesen: Seit der Jahrtausendwende ist diese von 125 auf 100 Quadratmeter gesunken.
Mit einem durchschnittlichen lokalen Einkommen (Median) wäre derzeit im Säuliamt, gemäss der UBS-Studie, in keiner Gemeinde eine qualitativ hochwertige 100 Quadratmeter grosse Eigentumswohnung finanzierbar. Statistisch gesehen und unter Annahme einer 80-Prozent-Belehnung würde das Geld etwa in Affoltern, Hedingen und Hausen nur für eine Wohnung bis 60 Quadratmeter reichen. In Obfelden, Mettmenstetten und Aeugst lägen bis 70 Quadratmeter drin, in den anderen Gemeinden
bis 80 Quadratmeter. Laut UBS-Ökonom Thomas Rieder wird die Tragbarkeit auch «weiter eine Herausforderung bleiben und die Nachfrage bremsen». Wie im Bezirk Affoltern sieht es fast überall rund um Zürich, Zug und Luzern aus. Günstiger aus Säuliämter Sicht wird es erst ennet der Kantonsgrenze, im Aargau. Gemäss dieser Berechnungsweise gibt es in Jonen, Rottenschwil, Aristau, Merenschwand und Mühlau mehr Wohneigentum fürs Geld, nämlich 80 bis 100 Quadratmeter. Im Raum Baden/ Mutschellen liegen Preise allerdings bereits wieder auf Zürcher Niveau.
Mieten dürften weiter steigen
Dennoch sei das Interesse an Wohneigentum ungebrochen, so die UBS. Dank tiefer Hypothekarzinsen lägen die tatsächlich laufenden Kosten für Wohneigentum im Durchschnitt 24 Prozent unter der Miete einer vergleichbaren Wohnung. Das schwache Wirtschaftswachstum und die steigende Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt dürften sich im laufenden Jahr allerdings bremsend auf die Nachfrage auswirken. So dürften die Preise weniger stark zulegen als im Vorjahr; bei Eigentumswohnungen um 3,5 Prozent, bei Einfamilienhäusern um 2,5 Prozent. Keine Entspannung ist bei den Mieten in Sicht, die Angebotsmieten dürften auch dieses Jahr steigen, um 2,0 Prozent. Zwar rechnen die UBS-Ökonomen im
Wohngebäude in Hausen: Hier sowie in Affoltern und Hedingen kann man sich laut der UBS mit einem durchschnittlichen Einkommen nur eine qualitativ hochwertige Eigentumswohnung bis 60 Quadratmeter leisten. (Bild Daniel Vaia)
Mit einem durchschnittlichen lokalen Einkommen kann man sich nur noch in 17 Prozent der Schweizer Gemeinden eine qualitativ hochwertige Eigentumswohnung von 100 Quadratmetern leisten. Im Säuliamt reicht es – statistisch - nur für Flächen bis maximal 80 Quadratmeter, je nach Gemeinde sogar nur für 60 oder 70 Quadratmeter, so die UBS. Quellen: ESTV, Wüest Partner, UBS. (Bild Grafik: UBS, dv)
laufenden Jahr mit einer leicht beschleunigten Wohnbautätigkeit. So dürfte die Zahl fertiggestellter Mietwohnungen landesweit um rund 2000 Einheiten steigen. Das bleibe jedoch «nur ein Tropfen auf den heissen Stein», welcher nur in wenigen Regionen zu einer spürbaren Entspannung führen dürfte. Zudem sei die Zahl neu eingereichter Bauprojekte zuletzt infolge wirtschaftlicher Unsicherheiten und strengerer Finanzierungsvorschriften wieder gesunken.
Gemäss der Bank dürften die Leerstände im laufenden Jahr nochmals leicht sinken. Insbesondere bei günstigen Mietwohnungen sei das Angebot in den letzten Jahren eingebrochen und werde knapp bleiben.
Spitzenmieten unter Druck
Anders sehe es bei luxuriösen Mietwohnungen aus. Im Rahmen des Umbau-
und Renovationsbooms der letzten Jahre seien in Ballungszentren viele Objekte im Hochpreissegment positioniert worden. Dies habe zu einem Überschuss an teuren Wohnungen geführt und die Spitzenmieten in den Grossstädten unter Druck gesetzt.
Gestiegene Baukosten
Zu den Ursachen für die hohen Mieten zählt die UBS unter anderem die gestiegenen Baukosten. Betrugen die Neubaukosten für eine 100 Quadratmeter grosse Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus 2019 noch durchschnittlich 420000 Franken, waren es 2025 bereits 490000 Franken. Das liege zum Teil auch an den stetig strengeren Bauvorschriften.
Anders die Situation bei den Geschäfts- und Büroflächen. Aufgrund des schwachen Beschäftigungswachstums
dürfte die Nachfrage nach Büroflächen im laufenden Jahr zurückgehen. Eine Ausnahme bildeten moderne, zentral gelegene Büros.
Auch der Schweizer Detailhandel stehe vor anhaltenden Herausforderungen. Während Top-Lagen stabil blieben, sei der breite Markt von Stagnation, strukturellem Überangebot und Margendruck geprägt. Ein wichtiger Faktor ist dabei der Online-Handel, der in den letzten zehn Jahren massiv zugenommen hat. Nach Schätzungen der UBS stieg die Anzahl der Pakete pro Einwohner zwischen 2015 und 2025 von 20 auf 37. Im selben Zeitraum stieg der Online-Konsum pro Einwohner von 860 Franken auf 1730. Parallel dazu verkauften reale Läden (vor allem im Non-Food-Bereich) immer weniger und mussten geschlossen werden. In Zahlen: Gab es 2015 pro 1000 Einwohner noch 4,7 Verkaufsfilialen, waren es letztes Jahr noch 3,9.
Gewerbe MKM: Urs Engelberger und Raphael Willi neu im Vorstand
Sie sind die Nachfolger der langjährigen Robi Graf und Beat Villiger
Urs KneUbühl
Die ordentliche Generalversammlung des Gewerbevereins Mettmenstetten Knonau Maschwanden (kurz: Gewerbe MKM) im Gasthaus zum Weissen Rössli in Mettmenstetten verlief am Freitagabend vergangener Woche ohne Diskussionen und Mitgliederanträge. Die statutarischen Traktanden waren entsprechend rasch erledigt – so blieb viel Zeit für das freundschaftliche Zusammensein.
MKM-Präsident Thomas Strebel konnte Vertreterinnen und Vertreter von 44 Mitgliedsfirmen willkommen heissen sowie Werner Scherrer vom kantonalen Gewerbeverband als Gast.
Abschied zweier Langjähriger aus dem Vorstand
Das wichtigste Geschäft der diesjährigen GV waren die Vorstandswahlen. Mit Robi Graf (Vizepräsident) und Beat Villiger (Kassier) sind zwei langjährige Vorstandsmitglieder zurückgetreten: Robi Graf nach 16 Jahren im Vorstand, Beat Villiger nach neun Jahren. Der Präsident lobte das aktive Mitwirken der beiden, ihre Zuverlässigkeit und die vielen guten Dienste, die sie geleistet haben. Als Nachfolger wurden Urs Engelberger und Raphael Willi vorgeschlagen. Dieweil Engelberger sich persönlich vor-
Der Gewerbe-MKM-Vorstand mit (von links) den Zurückgetretenen Robi Graf und Beat Villiger, dem Neugewählten Urs Engelberger, Präsident Thomas Strebel sowie den bestätigten Mitgliedern Corinne Huss, Alexandra Schenk und Joris Reusink vor dem Videobild des zweiten Neugewählten, Raphael Willi. (Bild Urs Kneubühl)
stellte, machte dies Willi mit einer Videobotschaft – aus gutem Grund, denn er begleitete seine Ehefrau bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Die Versammlung folgte den Vorschlägen einstimmig und bedachte die Zurückgetretenen wie die neu Gewählten mit grossem Applaus.
Genauso wurden die weiteren Vorstandsmitglieder Joris Reusink, Alexandra Schenk und Corinne Huss mit Beifall
bestätigt und gleichsam die Revisoren Markus Tschan und Beat Graf.
Jahresrechnung 2025, Jahresbericht und Mutationen
Kassier Beat Villiger präsentierte die Erfolgsrechnung 2025, die bei Erträgen von 21281 Franken und einem Aufwand von 20927 Franken mit einem kleinen Gewinn von 354.10 Franken abschliesst.
Budgetiert für das Jahr 2025 war ein Aufwandüberschuss von 4000 Franken. Die Versammlung quittierte die Arbeit Villigers und die Jahresrechnung 2025 mit einstimmig positivem Beschluss, und auch das Budget 2026 – es wird mit einem Gewinn von 3250 Franken gerechnet – passierte geräuschlos und ohne Gegenstimme. Des Weiteren konnte Präsident Thomas Strebel auf ein aktives Vereinsjahr
2025 zurückblicken mit einer Vielzahl von Aktivitäten wie der Seniorenreise an den Bodensee, dem sehr gut besuchten Gewerbeausflug zum Flughafen Kloten, der Degustation bei RSteiner Weine in Maschwanden, den Gewerbe-Lunches und After-Work-Apéros. Besonderes Gewicht legte Strebel auf die Bewerbungsgespräche mit zukünftigen Schulabgängern der Sek Mettmenstetten, die hinsichtlich Lehrlingssuche für das Gewerbe MKM überaus interessant sind. Durften an der GV 2025 noch rekordverdächtige 16 Neumitglieder in den Verein aufgenommen werden, präsentierten sich die aktuellen Mutationen etwas zurückhaltender: Mit Simon Brunner (Brister AG), Remo Hess (Werbetechnik pur GmbH), Franziska Gysel (HR & Mentoring GmbH), alle in Mettmenstetten, sowie dem in Mettmenstetten wohnhaften Markus Ehrismann (S & K Partners AG) waren es aber wiederum vier Neue, dieweil lediglich zwei Austritte zu vermelden waren. Schliesslich präsentierte Joris Reusink noch einige Anlass-Termine für das laufende Jahr: Der nächste GewerbeLunch ist am 2. April im «Rössli», Mettmenstetten, der nächste AfterworkApéro am Freitag, 10. April, im «Depot Knonau».
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Nachhaltig stöbern und ein beliebtes Format ein letztes Mal erleben
Am Donnerstag, 9. April, von 17 bis 20 Uhr öffnet der beliebte SecondhandEvent für Frauenkleider in Knonau ein letztes Mal seine Türen. Der Anlass bietet erneut eine wunderbare Gelegenheit, gut erhaltene, gebrauchte Kleidungsstücke zu entdecken und dabei bewusst einzukaufen. Das Angebot reicht von Kleidern für den Alltag und besondere Anlässe über Schuhe und Taschen bis hin zu Accessoires – für Frauen jeden Alters, in vielen Grössen und Stilrichtungen. Alle Artikel sind übersichtlich nach Grössen sortiert, was das Stöbern angenehm und unkompliziert macht. In einer Umkleideecke können die Lieblingsstücke anprobiert werden.
Der Secondhand-Event steht seit Jahren für nachhaltigen Konsum, Regionalität und ein faires Miteinander. In Zeiten, in denen Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung immer wichtiger werden, bietet die Nutzung gebrauchter Kleidung eine sinnvolle Alternative zum konventionellen Shopping. Dank des grossen Engagements der Teilnehmerinnen finden jeweils mehrere hundert Kleidungsstücke eine neue Besitzerin – und verlängern so ihren Lebenszyklus.
Nach vielen erfolgreichen Durchführungen wird der Secondhand-Event in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden. Umso mehr freut sich die Organisatorin über zahlreiche Besucherinnen, die diesen besonderen Anlass nochmals geniessen möchten. Gleichzeitig gilt: Wer Freude daran hätte, diesen beliebten Anlass in Zukunft weiterzuführen oder neu zu organisieren, darf sich ganz unverbindlich via secondhand.knonau@gmail.com melden. Die bisher gesammelten Erfahrungen werden gerne an ein neues Organisationskomitee weitergegeben. Alle Frauen sind herzlich eingeladen, am Second-
hand-Event in Knonau preiswerte Mode zu entdecken, bewusst einzukaufen und gemeinsam ein Zeichen für einen nachhaltigen Konsum zu setzen.
Vroni Wildhaber
Secondhand-Event für Frauenkleider im StampfiMehrzwecksaal in Knonau am Donnerstag, 9. April, von 17 bis 20 Uhr
«Greina» - Kunst schützt Landschaft
Freitag, 10. April, im Kinofoyer Lux
«Greina» ist eine filmische Spurensuche und ein Zeitdokument von Patrick Thurston über das Kunstschaffen und das Engagement seines Vaters zum Schutz der hochalpinen Landschaft in den 1970er-Jahren. «Nur die Poesie kann die Greina retten.» Mit dieser Aussage setzte sich der Architekt und Künstler Bryan Cyril Thurston mit seinem künstlerischen Schaffen ab 1967 bis 1986 gegen den Bau eines Stausees in der Greina ein, einer damals weitgehend unbekannten, hochalpinen Landschaft zwischen der Bündner Surselva und dem Tessiner Bleniotal. Der Film zeichnet die Leidenschaft eines Menschen nach, der sich mit seinen Kunstwerken voll und ganz einer bedrohten Landschaft seiner Sehnsucht hingab. Der geplante Bau des Stausees wurde nicht zuletzt auch dank seinem unermüdlichen Einsatz verhindert. Der Film «Greina» ist aber nicht nur eine Hommage an die Greina-Ebene, sondern auch eine Meditation über Kunst und ein Vater-Sohn-Porträt sowie eine beeindruckende Kunst-Aktion für die Gesellschaft. Die Kraft der Poesie wird heute dringender gebraucht als je zuvor, eine Kraft, die etwas aus einer Notwendigkeit heraus an die Hand nimmt. Der Film «Greina» erzählt eine authentische Geschichte über eine eigenwillige Person, die ganz auf die Kraft des eigenen künstlerischen Werkes setzt. Patrick Thurston porträtiert seinen Vater als einen Menschen, der zu seiner Haltung und seiner ausschweifenden Art steht, auch wenn diese nicht dem
Urs Habegger stellt neues Buch in Affoltern vor
Der Film zeichnet die Leidenschaft von Bryan Cyril Thurston nach, der sich mit seinen Kunstwerken voll und ganz einer bedrohten Landschaft seiner Sehnsucht hingab. (Bild zvg)
Mainstream entspricht. Er zeigt, dass Kreativität in uns Menschen eine starke Ressource ist, die auch unverhoffte Wirkungen haben kann. Im Mittelpunkt des Films «Greina» stehen aber die Kunst von Bryan Cyril Thurston und die Landschaft der Greina selbst, begleitet von der beeindruckenden Musik von Fred Frith. Sie zeigen, wie die Schönheit einer Landschaft und die Ausstrahlung von Kunstwerken uns berühren können. Der Regisseur Patrick Thurston ist am Filmabend zum Gespräch anwesend.
Kathrin Mühlemann, Kinofoyer Lux
«Greina» im Kinofoyer Lux am Freitag, 10. April, 19.30 Uhr, in der Aula Ennetgraben, Affoltern. Film von Patrick Thurston, CH 2024, 72 Min, OV/d, ab 6 Jahren. Kasse und Bar ab 19 Uhr, Infos und Trailer: www.kinolux.ch
Vom «Surprise»-Verkäufer zum Bestsellerautor: Ein bewegender Abend mit Lesung und Musik
Am Freitag, 10. April, um 19.30 Uhr ist Urs Habegger mit seinem neuen Buch «So lang die Beine tragen» zu Gast in der Buchhandlung Scheidegger. Als «Surprise»-Verkäufer begegnet er täglich den unterschiedlichsten Menschen – ob Stammkundin, Tourist oder Zufallsbekanntschaft. Er spricht mit allen und verfügt über ein feines Gespür für sein Gegenüber. Diese Begegnungen inspirierten ihn zum Schreiben und führten zu seinem ersten Buch «Am Rande mittendrin», das direkt zum Bestseller wurde. Nun stellt Habegger, der auch regelmässig für den «Anzeiger» schreibt, sein neues Werk vor. Seit 20 Jahren arbeitet Urs Habegger als «Surprise»-Verkäufer
in der Bahnhofsunterführung in Rapperswil. Nach einer missglückten Augenoperation verlor er seine Stelle als Grafiker. In der Folge musste er seine Wohnung aufgeben und zog zu seiner Schwester nach Affoltern. Seine Unabhängigkeit wollte er jedoch nicht verlieren und keinesfalls von IV oder Sozialhilfe abhängig werden – stattdessen entschied er sich für die Arbeit als «Surprise»-Verkäufer. Einige Jahre später entdeckte er das Schreiben und damit eine neue Leidenschaft. Durch das Schreiben konnte er seine Beobachtungen und Erlebnisse aus der Bahnhofsunterführung einem breiteren Publikum zugänglich machen. Für viele
ist Habegger weit mehr als ein Zeitschriftenverkäufer: Er ist «Zuhörer, Gesprächspartner, Motivator, Psychologe, Informationsbüro, Gepäckaufbewahrung», wie er selbst sagt. Sein erstes Buch erzählt von den kleinen Dingen im Grossen und berührte zahlreiche Leserinnen und Leser. Es folgten Einladungen zu Lesungen, bei denen Habegger nicht nur aus seinen Texten vorliest, sondern auch eigene Lieder singt und sich dabei auf der Gitarre begleitet. Mit einem solchen Erfolg hatte er nie gerechnet. Wie sich diese unerwartete Wendung in seinem Leben anfühlt, schildert er nun in seinem neuen Buch
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058
«So lang die Beine tragen». Die Buchhandlung Scheidegger freut sich, Urs Habegger – mit Gitarre – erneut begrüssen zu dürfen. Er wird erzählen, singen und seine feinen Beobachtungen und Erlebnisse mit dem Publikum teilen. Ein inspirierender Abend ist garantiert.
Urs Habegger: «So lang die Beine tragen. Vom ‹Surprise›-Verkäufer zum Bestsellerautor». Lesung mit anschliessendem Apéro, Scheidegger Bücher, Bahnhofplatz 5, Affoltern. Freitag, 10. April, Türöffnung 19.15, Beginn der Veranstaltung 19.30 Uhr Eintritt frei – Kollekte. Begrenzte Platzzahl; Anmeldung unter: info@scheidegger-buecher.ch oder 044 762 42 42
Schweizer Briefkasten M40e erhält iF Design Award 2026
Nachfolgeprodukt der Ikone des Schweizer Industriedesigns aus der Hedinger Firma
Mit der Verleihung des iF Design Awards 2026 wird der Briefkasten M40e für seine gestalterische Qualität und sein konsequent nachhaltiges Produktkonzept ausgezeichnet. Eine Jury aus 129 international führenden Design- und Nachhaltigkeitsexperten würdigte das Modell in der Kategorie Product «Design/Building Technology» als beispielhafte, gesellschaftlich relevante Produktentwicklung. Der 1953 gegründete Wettbewerb zählt weltweit zu den renommiertesten Auszeichnungen für herausragende Gestaltung.
Der M40e steht in einer langen Designtradition: Seit 1974 gilt der Briefkasten B74 als Ikone des Schweizer Industriedesigns. Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Designer Andreas Christen, war er seiner Zeit voraus. Ein integriertes Baukastensystem ermöglichte flexible Konfigurationen, einfache Reparaturen und eine ressourcenschonende Produktion. Unaufgeregt
und funktional, zugleich identitätsstiftend, wurde der B74 über Jahrzehnte von Architekten und Planern als prägendes Gestaltungselement eingesetzt.
Konsequentes Eco-Design für morgen
Das Nachfolgemodell M40e und das baugleiche quadratische Modell M30e sind eine konsequente Weiterentwicklung des Klassikers. Mit ihrer reduzierten, klaren Formensprache fügen sie sich gleichermassen selbstverständlich in unterschiedlichste architektonische Kontexte ein.
Konzeptionell folgt die neue Modellreihe dem Eco-Design-Prinzip: Ein neu entwickelter Innenkasten aus 100Prozent rezykliertem Kunststoff reduziert in Kombination mit der designstarken Aussenhülle aus hochwertigem Aluminium den CO2-Ausstoss über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 40 Prozent gegenüber einer rei-
nen Aluminiumkonstruktion. Beide Materialien sind vollständig rezyklierbar. Optimierte Funktionen wie das integrierte Drehschild «Bitte keine Werbung», flächenbündige Namensschilder, Sicherheitsschliesszylinder sowie die Kompatibilität mit intelligenten Paketboxlösungen tragen den Anforderungen der Digitalisierung und Urbanisierung Rechnung.
«Unsere neuen Eco-Modelle M40e und M30e zeigen, dass sich ikonisches Design, technologische Innovation und ökologische Verantwortung nicht ausschliessen, sondern gegenseitig stärken», betont Christoph Moser, Leiter des Geschäftsbereichs Briefkästen und Paketboxen von Schweizer. «Die Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, Produkte zu entwickeln, die architektonisch überzeugen und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.»
Ernst Schweizer AG
Briefkastenanlage von Schweizer im Eco-Design. (Bild zvg)
Letzte Möglichkeit, gebrauchte Kleider zu entdecken. (Bild zvg)
Urs Habegger liest in Affoltern aus seinem Buch und singt Lieder. (Bild zvg)
Sie gastiert nach Ostern in der Galerie Märtplatz in Affoltern
Mit Liedern und Texten, wie frisch aus dem Bett gestiegen, schlafwandelt Uta Köbernick sicher zwischen Privat- und Bühnenperson.
Von den Auszeichnungen und Preisen der letzten Jahre lässt sie sich nicht aufhalten. Mit einem fröhlichen «Ich bin ausgeträumt» schaltet sie den Wecker im Kopf ab. Anarchie im Schlafanzug. Uta nimmt die Bühne so ernst, dass es verdammt viel Spass macht. Manchmal muss man lachen und weiss gar nicht genau, worüber, und im nächsten Moment stehen einem unvermittelt die Tränen zuvorderst.
Sie geht seit über 20 Jahren unbeirrt ihren Weg und hat sich so über die Jahre einen unverwechselbaren Ruf geschaffen. Kultur, die nur unterhält, ist nicht ihr Ding. Es sind Themen mit einem grossen gesellschaftspolitischen Interesse. Dabei lotet sie stets die Grenzen zwischen Irritation und Unterhaltung aus. Oft steckt der Witz noch in der Gehirnwindung, wenn Uta Köbernick schon beim nächsten Gedanken ist. Auf die Frage, ob Uta Köbernick Protestsongs singe, antwortet sie grinsend: «Nein, Widerständchen!»
Felix Küng, KulturAffoltern
Freitag, 10. April, 20.15 Uhr, Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern; Bar und Abendkasse ab 19.30 Uhr; Reservationen: www.kulturaffoltern.ch Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger (nur Barbezahlung), Obere Bahnhofstrasse 10A, 0447624242; Eintritt 30.–/15.– Kulturlegi willkommen Sie geht seit über 20 Jahren
Wohnungsinitiative: Mehr günstige und gemeinnützige Wohnungen
Polit-Stamm am Mittwoch, 8. April, in Affoltern
Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt hat sich 2025 weiter verschärft.
Die Leerwohnungsziffer liegt aktuell bei lediglich 0,48 Prozent, in der Stadt Affoltern am Albis bei 0,68 Prozent. Von Entspannung kann keine Rede sein – im Gegenteil: Eine rasche Verbesserung ist nicht in Sicht. Besonders betroffen sind Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen.
Die hohen Mieten im Raum Zürich führen dazu, dass die Nachfrage in angrenzenden Regionen – etwa im Kanton Aargau – stark zunimmt. Der Druck auf den Wohnungsmarkt verlagert sich, das Problem bleibt bestehen.
Hier setzt die Wohnungsinitiative der Grünen an, über die am 14. Juni 2026 abgestimmt wird. Sie fordert, dass Kanton und Gemeinden aktiv für ein ausreichendes Angebot an bezahlbaren und ökologischen Wohnungen sorgen. Im Zentrum steht eine stärkere Förde-
rung des gemeinnützigen Wohnungsbaus: durch die Vergabe von Baurechten, durch Darlehen und Staatsbeiträge. Zudem soll der Kanton eine öffentlichrechtliche Wohnbaugesellschaft gründen, die selbst günstigen Wohnraum erstellt und anbietet. Denn der heute stark von privaten Immobiliengesellschaften dominierte Wohnungsmarkt orientiert sich primär an Renditen und deckt die Bedürfnisse der breiten Bevölkerung ungenügend ab. Umso wichtiger ist der gezielte Ausbau gemeinnütziger Wohnungen mit Kostenmiete im ganzen Kanton.
Die geplante kantonale Wohnbaugesellschaft soll zu einer starken Akteurin werden. Mit einem Startkapital von 500 Millionen Franken sowie geeigneten Grundstücken und bestehenden Liegenschaften des Kantons erhält sie eine solide Grundlage, um spürbare Verbesserungen zu erreichen. Gerade in Agglo-
merationsgemeinden besteht ein grosses Potenzial für zusätzlichen gemeinnützigen Wohnraum.
Ein weiterer zentraler Punkt: Neubauten und Sanierungen im gemeinnützigen Bereich sollen konsequent nach den Prinzipien des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden. Die geltenden ökologischen und energetischen Standards sind vollständig einzuhalten.
Über die Wohnungsinitiative wird am kommenden Polit-Stamm mit Selma L’Orange Seigo, Kantonsrätin und Präsidentin der Grünen Kanton Zürich, diskutiert.
Stefan Kessler, Grüne Bezirk Affoltern
Öffentlicher Anlass – vorbeikommen, zuhören, Fragen stellen und diskutieren: Polit-Stamm der Grünen und SP, Mittwoch, 8. April, 19.30 Uhr Hotel Prize by Radisson, Obstgartenstrasse 7, Affoltern
Wackeleier von H. U. Steger im Dorfmuseum
Am Ostermontag zeigt das Dorfmuseum Maschwanden erstmals eine kleine Sammlung von Wackeleiern von Hans Ulrich Steger. Steger war Mitbegründer des Dorfmuseums Maschwanden und bis zu seinem Tod im Jahr 2016 aktiv in
der Museumskommission tätig. Er war Grafiker, Karikaturist für die «Weltwoche», den «Nebelspalter» und den «Tages-Anzeiger», Maler und erfolgreicher Kinderbuchautor. Über zwanzig Jahre war H. U. Steger Werk- und Zeichen-
Reparieren statt Wegwerfen
Repair Café Säuliamt am Samstag, 11. April
Der Frühling kommt und bringt mit sich die Einladung ins erste Repair Café in diesem Jahr. Was sich im Winter so allerlei angesammelt hat an reparaturbedürftigen Dingen aus Haushalt, Garten und Werkstatt, darf mitgenommen werden am Samstag, 25. Oktober, zwischen 9 und 16 Uhr zum Bauspielplatz Affoltern. Mit tatkräftiger Unterstützung von ausgewiesenen Reparaturfachleuten wird gemeinsam repariert, was repariert werden kann. Werkstatt und Werkzeuge stehen kostenlos zur Verfügung, Ersatzteile müssen bezahlt werden. Alle Arbeiten im Repair Café werden ehrenamtlich geleistet, eine Reparaturgarantie gibt es nicht. Passend zur Jahreszeit findet am Morgen von 9 bis 12 eine Pflanzentauschbörse statt. Wer zu Hause Pflanzen übrig hat, kann sie mitnehmen und im Gegenzug neue Pflanzen mitnehmen – nach dem Motto: Tauschen statt Kaufen. Wie immer ist auch das besondere Bistro Frosch geöffnet und lädt mit salzigen und süssen Köstlichkeiten zum Geniessen und Verweilen ein. Viele Dinge lassen sich leichter reparieren, als man denkt. Das lohnt sich doppelt: Wer repariert statt wegwirft oder neu kauft, spart Geld, verlängert die Lebensdauer von Alltagsgegenständen, spart damit kostbare UmweltRessourcen und unterstützt aktiv die Kreislaufwirtschaft. Das heisst: Jede
Alle Arbeiten im Repair Café werden ehrenamtlich geleistet.
Reparatur zählt, und sei sie noch so einfach, und ist ein Schritt in die richtige Richtung zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Umweltressourcen-Verbrauch.
Repair Café Säuliamt
Repair Café Säuliamt, Samstag, 11. April, von 9 bis 16 Uhr, Bauspielplatz, Alte Jonentalstrasse 3, Affoltern, Website: www.repair-cafe-saeuliamt.ch, Kontakt: repair-cafe@gmx.ch
Mit Reparaturfachleuten gemeinsam Reparieren. (Bilder Kati Kovats)
Cyrano de Zapzarap
Tragisch-komische Adaption eines Klassikers
Cyrano de Bergerac ist der Held und die Hauptfigur im gleichnamigen Stück. Verfasst wurde es 1897 vom französischen Autor Edmond Rostand. Es ist eines der meistgespielten Stücke der Theatergeschichte Frankreichs. Er, der virtuose Degenkämpfer mit der grossen Nase, ist auch ein gewandter Poet. Mit seinen Worten trifft er ebenso sicher, wie mit dem Degen. Doch in der Liebe ist der Haudegen unsicher. Wegen seiner grossen Nase meint er, nicht liebenswert zu sein, und getraut sich deshalb nicht, Roxanne seine Liebe zu gestehen. Stattdessen schreibt er ihr Liebesbriefe im Auftrag des schönen Christian, der ebenfalls in Roxanne verliebt ist. Cyrano, Christian und Roxanne, eine fatale Ménage-à-trois, die von den Hauptfiguren und ihren Unsicherheiten angetrieben wird: Schönheit, Klugheit und Eitelkeit. Diese drei Eigenschaften bestimmen ihr Handeln bis zuletzt. Die beiden Männer machen sich vor, dass das falsche Spiel nur vorübergehend sei, ein Mittel zum Zweck. Die Gelegenheit zur Wahrheit lassen sie aber ungenutzt verstreichen. So wird Roxanne nichtsahnend zum Spielball eines Lügenkonstrukts. Erst viele Jahre, nach dem Tod der beiden
Männer, erfährt sie, dass sie betrogen wurde, dass sie dem falschen Mann ewige Liebestreue gehalten hatte. Sie beweint jedoch nicht ihr eigenes Schicksal, sondern das der beiden Männer. Das bekannte schweizerische Acappella-Ensemble Zapzarap spielt den Klassiker mit ursprünglich 40 Rollen nur zu viert, dafür mit viel Musik. Es performen Amélie Lisa Rüegsegger, Marion Mühlebach, Jan Hubacher und Giuseppe Spina. Regie führte Markus Keller.
Eva Imhoof, Kultur im Dorf
Samstag, 11. April, 20.15, Gemeindesaal Weid, Hausen, Öffnung der Bar & Abendkasse um 19.30 Uhr, Reservationen unter «kulturimdorf.ch»
lehrer an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Im Rahmen dieser Tätigkeit entstand 1974 eine Serie von Wackeleiern oder Wackelfiguren. Diese haben alle einen eiförmigen Kopf, der entweder aus einem ausgeblasenen Hühner- oder Styropor-Ei besteht. Die Figuren sind farbig bemalt. Im Bereich der Ohren sind Stecknadeln angebracht, die auf einem Gefäss, dem Körper der Figur, aufliegen. Bereits bei geringer Bewegung beginnen sich die Köpfe zu bewegen, beziehungsweise zu nicken. Die Wackelfiguren –wie der Herr Doktor mit Stethoskop oder der chinesische Akupunkteur –sind in die aktuelle Wechselausstellung «Essen und Trinken» integriert.
Museumskommission Maschwanden
Dorfmuseum Maschwanden, Ostermontag, 6. April, 14 bis 17 Uhr geöffnet, Dauerausstellung und Wechselausstellung «Essen und Trinken»
Café Palaver – ein Ort zum Ankommen und Austauschen
Einfach unter Menschen sein, einen Kaffee trinken, ins Gespräch kommen oder auch nur zuhören: Das Café Palaver der Spitex Knonaueramt bietet Raum dafür. In offener und wertschätzender Atmosphäre sind alle willkommen, ganz ohne Verpflichtung. Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich unkomplizierte Begegnungen wünschen. Neben Kaffee und kleinen Verpflegungen gibt es regelmässig thematische Impulse, die zum Nachdenken anregen und neue Perspektiven eröffnen. Zudem sind neben freiwilligen Helferinnen und Helfern auch Fachpersonen der psychosozialen Spitex vor Ort, die bei Bedarf Unterstützung bieten können. Ob regelmässig oder spontan, das Café Palaver lädt dazu ein, vorbeizukommen, Platz zu nehmen und Teil einer unkomplizierten Gemeinschaft zu sein. Am kommenden Palaver steht schlicht die Begegnung im Zentrum. Im Mai gibt Regula Gantenbein einen Input zu «Achtsamkeit mit Feldenkrais», im Juni ist Alinka Rüdin von der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen der ProSenectute zu Gast.
Spitex Knonaueramt
Café Palaver, jeden ersten Montag im Monat in der Zwinglistube, Schulhausstrasse 1, Hausen, nächste Termine: 13. April, 4. Mai, 1. Juni. Mehr Infos auf www.spitexka.ch
Bereits bei geringer Bewegung beginnen die Eier-Köpfe zu nicken. (Bild zvg)
Spielen den Klassiker mit 40 Rollen nur zu viert: Zapzarap. (Bild zvg)
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131. Jahresversammlung
Donnerstag, 16. April 2026, 19.30 Uhr Rest. Rössli, Mettmenstetten Traktanden gemäss Statuten. Der Vorstand begrüsst Sie herzlich.
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Stollen wieder offen
Offene Türen im Bergwerk Riedhof im Aeugstertal am 4. April
Einst wurde im Säuliamt Kohle abgebaut, letztmals im Zweiten Weltkrieg von 1942 bis 1947. Energie war damals knapp und sehr gefragt und so konnten auch verschiedene Kohlenbergwerke nochmals produzieren. Insgesamt 1,2 Millionen Tonnen Kohle wurden gesamtschweizerisch abgebaut, davon ein bescheidener Beitrag aus dem Säuliamt von 30000 Tonnen. Wenn man heute die Nachrichten von den gestiegenen Energiepreisen infolge der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten liest, kommen unweigerlich Gedanken an Öl, Gas und Kohle auf. Nicht in der Schweiz, dafür sind unsere Vorräte definitiv zu klein, geradezu unbedeutend. Und doch, wo könnte man sich besser über Kohle informieren, als im beschaulichen, ehemaligen Bergwerk Riedhof im Aeugstertal. Mit grossem Arbeitsauf-
AGENDA
Mittwoch, 1. April
Affoltern
◴ 18:30–19:50: Führung Öffentliche Führung durch das Sammlungszentrum.
● Sammlungszentrum des Schweizerischen Nationalmuseums, Lindenmoosstrasse 1
● Sammlungszentrum des Schweizerischen Nationalmuseums, Lindenmoosstrasse 1
Veranstalter: Sammlungszentrum SNM. Anmeldung via Website oder per Telefon. www.sammlungszentrum.ch/fuehrungen
Bonstetten
◴ 19:00–21:00: Stammtisch Interessierte tauschen sich mit Fachleuten und Teilnehmenden aus, die bereits Erfahrungen mit PV-Anlagen, Batterien und Anwendung haben. Thema sind auch lokal erzeugter Strom im Quartier (LEG) und dynamische Tarife.
● Restaurant «Löwen», Dorfstrasse 41
Veranstalter: solarbonstetten. Kein Eintritt. Keine Anmeldung nötig. Gratis. Website: www.solarbonstetten.ch
wand wurden über die Wintermonate die Stollen saniert, sodass sie im Februar vom zürcherischen Amt für Wasser, Energie und Luft AWEL begutachtet und abgenommen werden konnten.
So ist das Bergwerk also wieder für alle offen an den ersten Samstagen in den Monaten April, Mai, September und Oktober. Warum also die Ostertage nicht für einen Besuch nutzen, erfahrene Führerinnen und Führer zeigen die Kohle direkt im Berg und im informativen Museum beim Götschihof. Viele interessante Geschichten zu einem spannenden Kapitel der Industriegeschichte im Säuliamt sind selbstverständlich und führen gerade beim jüngeren Publikum zum Staunen, was da einst alles ging in unserer unmittelbaren Umgebung.
Treffpunkt am Samstag, 4. April, für Interessierte ist ab 12 Uhr das Bergwerk-
Museum beim Blumenladen Götschihof (Stiftung Solvita, Aeugstertal). Dort werden Gruppen eingeteilt und zum Gottertstollen geführt (letzte Tour um 15.30). Im Bergwerk herrscht das ganze Jahr eine Temperatur von 11 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Es werden daher warme Kleidung und gutes Schuhwerk empfohlen. Als Kopfschutz werden Helme zur Verfügung gestellt und für Licht im Stollen ist auch gesorgt.
Jeweils am ersten Samstag in den Monaten Mai, September und Oktober wird das Bergwerk ebenfalls offen sein. Rainer Kündig
Samstag, 4. April, von 12 bis 16 Uhr, BergwerkMuseum beim Blumenladen Götschihof, Aeugstertal. Letzte Tour um 15.30 Uhr
Acoustic Folk Blues Biber Herrmann im Pöschtli Aeugstertal
«Biber Herrmann ist einer der authentischsten und wichtigsten Folk-BluesKünstler in unserem Lande und darüber hinaus. Den traditionellen Blues spielt er mit einer Lebendigkeit, die Herz und Seele berührt. Seine eigenen Songs greifen den Blues auf und führen ihn weiter zu einer Musik, die ihre eigene Sprache, Färbung und Tiefgang gefunden hat. Ich schätze unsere Zusammenarbeit sehr. He’s a real soul brother, und glauben Sie mir, ich weiss, von was ich rede.» Kein Geringerer als der legendäre Konzertveranstalter Fritz Rau, der ab den Fünfzigerjahren Künstler wie die Rolling Stones, Jimi Hendrix und Eric Clapton betreute, adelt den Songwriter und Gitarristen mit diesen Worten. Biber Herrmann wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf. Der Grossvater war Trompeter in der Militärkapelle, seine Mutter spielt Klavier, Geige und Cello, sein Vater Akkordeon und Mundharmonika. Im Alter von sechs Jahren bringt ihm seine Mutter das Klavierspielen bei. Der ältere Bruder gründet Mitte der Sechziger eine Beat-Band, die in der ausgedienten Bäckerei seines Grossvaters ihren Proberaum bezieht. Biber ist derart eingenommen, dass er beschliesst, Gitarrist zu werden. Auf der alten Gitarre seines Grossvaters bringt er sich die ersten Akkorde bei. Erste Plattenaufnahmen entstehen, als er 17 Jahre alt ist. In einem alten Pkw, nur mit Gitarre und Mundharmonika im Gepäck, unternimmt er ausgedehnte Fahrten durch Europa und spielt auf den Strassen der Metropolen. Daneben beginnt er im Weinbau zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
«Bei Regen, Hitze und Kälte an den Steilhängen entlang des Rheins stehend, begann ich zu verstehen, wie der Blues entstanden ist», kommentiert er augenzwinkernd diesen Lebensabschnitt. Anfang der Neunziger kündigt er seinen Job, um sich ganz seiner musikalischen Karriere zu widmen. Von 2009 bis 2013 begleitete Biber Herrmann mit seiner Musik dann Fritz Rau auf seinen Touren und Vorträgen zu dessen Autobiografie «50 Jahre Backstage». Mit über 100 Konzerten pro Jahr gehört der aus dem Rhein-Main-Delta stammende Biber Herrmann mittlerweile zum festen Kern der europäischen Gitarren-Szene. Er vereinigt Singer-Songwriter-Poesie, virtuose Fingerpicking-Gitarre und stampfenden Akustik-Blues zu einer exquisiten Mischung und intoniert fernab jeglicher Klischees einen intensiven und glaubwürdigen Blues, bei dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben seinen eigenen Songs besteht sein Repertoire zum grössten Teil aus leidenschaftlichen Interpretationen von Klassikern alter Bluesmeister wie Muddy Waters, Robert Johnson, Skip James, Mississippi John Hurt, Louisiana Red, Little Willie Littlefield u.a. Auf der Bühne erlebt man Biber Hermann als charismatischen Geschichtenerzähler, der ebenso humorvoll wie sensibel eine Atmosphäre schafft, die einnimmt und berührt. Sein filigraner und erdiger Stil begeistert, wo immer er auftritt.
Franz Lehner, Pöschtli Aeugstertal
Restaurant Alte Post, Pöstliweg 1, Aeugstertal, Samstag, 18. April, Konzertbeginn: 20 Uhr
Montag, 6. April
Maschwanden
◴ 14:00–17:00: Ausstellung Wackeleier von H. U. Steger. Wechselausstellung «Essen und Trinken».
◴ 09:00–11:00: Freizeit-Treff «Sticken und Stricken» ist ein Angebot für alle, die gerne stricken, sticken, häkeln, nähen oder allgemein mit Faden und Textilien arbeiten.
● Kappelerhof 5 Veranstalter: Kloster Kappel. Mit oder ohne Material. Auch Anfängerinnen willkommen. www.klosterkappel.ch
Donnerstag, 9. April
Knonau
◴ 17:00–20:00: Secondhand Am jährlichen «Secondhand-Event für Frauenkleider» erwartet Sie eine grosse Auswahl an Kleidungsstücken, übersichtlich nach Grössen sortiert.
◴ 11:00–17:00 Uhr: Verlängerung und Start Sonderausstellung «Star Wars» – verlängert bis 31. Januar 2027. Zu sehen ist ein kleiner Querschnitt der Spielzeugproduktion seit Anfang der 80erJahre. Ebenso ein Zusammenschnitt der ersten Trailer, sowie eine Dokumentation über die Sammlerwelt in den USA und neu: «Feuerwehrautos». Reise in die fantastische Welt des Kinderzimmers.
● Spielzeug Museum, Habersaat 3 beim Türlersee
Veranstalter: Pegasus Small World. Eintritt: Erwachsene 7 Franken, Kinder 4 Franken. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr oder nach Voranmeldung. Ostersonntag, 5. April, und Ostermontag, 6. April, geschlossen. Website: www.spielzeug-museum.ch
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
Das «Publikum» ist der Chor
Mitreissend: Chorleiterin Tanya Birri. (Bild
Der Chor-Event «Knonaueramt singt» zum Mitsingen ist wieder unterwegs durchs Säuliamt. An diesem Abend gibt es kein Publikum, weil: Das «Publikum» ist der Chor.
Unter der mitreissenden Leitung von Chorleiterin Tanya Birri tourt der
Chor-Event «Knonaueramt singt» auch 2026 durch das Säuliamt und macht in verschiedenen Dörfern halt – Affoltern ist die nächste Station dieser Tournee. Das Ziel ist es, Singbegeisterte aus den umliegenden Dörfern durch Soul-, Popund Gospelmusik zusammenzubringen – weil Singen verbindet.
In der besonderen Atmosphäre der reformierten Kirche Affoltern wird am Dienstag, 7. April, ein herzberührendes Lied einstudiert. Der Songtext kann bequem von der grossen Leinwand abgelesen werden, der Pianist begleitet am Flügel. Willkommen sind alle, die Freude am Singen haben. Einfach vorbeikommen, mitsingen und geniessen. Tanya Birri, Knonaueramt singt
Dienstag, 7. April, 19.30 Uhr, reformierte Kirche Affoltern, keine Vorkenntnisse nötig, Leitung: Tanya Birri, Flügel: Samuel Bucher, Eintritt frei (Kollekte)
Mit grossem Arbeitsaufwand wurden die Stollen über die Wintermonate saniert. (Bild zvg)
Biber Herrmann (Guitar, Vocals und Blues Harp). (Bild zvg)
zvg)
Ottenbach
www.vima-zweirad.ch
Sport & Fun
Abenteuer und Naturerlebnisse
• Erkundung der Albiskette und des Sihlwalds
• Übernachtung in der Natur
• Wissenswertes über den Wald
• Orientierung mit Karte und Kompass Outdoor-Skills erlernen
U12-Girls-Team der LV Albis schreibt Vereinsgeschichte
Das U12-Girls-Team der LeichtathletikVereinigung Albis gewinnt als erstes Team des Vereins den UBS Kids Cup Team Final – zum zweiten Mal.
Alicja Beksa, Mia Bieri, Chiara Gianotti, Elena und Vanessa Jäggi kennen den Weg ganz nach oben bereits: Vor zwei Jahren siegten sie mit Emma Berger in der U10. Am Samstag, 28. März 2026, bestätigten sie in Amriswil ihr Talent, diesmal in der Kategorie U12 mit Newcomerin Selina Wiesli an ihrer Seite.
Unter den zwölf besten Teams der Schweiz dominierten die LV-Albis-Athletinnen drei von vier Disziplinen. Sie er-
reichten den ersten Rang im Zonenweitsprung und Ringlisprint und belegten den zweiten Platz im Biathlon, einem Wettkampf aus Laufen und Werfen auf Hütchen. Ein vierter Platz im Teamcross, einem Staffelhindernislauf, reichte am Ende zum Gesamtsieg. Der Vorsprung gegenüber dem Zweitplatzierten, dem Leichtathletik-Club Zürich (LCZ), war sehr knapp. Lange war unklar, wie das Team im Gesamtklassement stand. Die genauen Ergebnisse von Biathlon und Teamcross wurden erst nach der offiziellen Rangverkündung ausgehangen. Anders als
sonst üblich wussten die Athletinnen und ihre langjährigen Nachwuchstrainer Mario und Gaby Grond bis zur Verkündung nicht, auf welchem Rang sie standen. Als der erste Platz ausgerufen wurde, war die Freude und der Stolz riesig und es floss die eine oder andere Freudenträne.
Das Siegerinnen-Team darf im August an der Weltklasse Zürich teilnehmen. Im Vorprogramm treten sie in einer Staffel-Show an und sind anschliessend auch zum Hauptanlass eingeladen. Enrico Bieri
Die U12-Athletinnen beim Ringlisprint.
Keine Punkte zum Rückrundenauftakt
3. Liga, Gruppe 1: SC Siebnen – FCA 2:1 (0:1)
Am Samstag startete das Fanionteam des FC Affoltern mit einer fulminanten Affiche in die Rückrunde: Es wartete der Dominator der bisherigen Saison, der SC Siebnen. Mit einer intensiven Vorbereitung und einem tollen Trainingslager in Benidorm wurde die Basis für die Rückrunde gelegt. Diese soll zufriedenstellender gestaltet werden als die erste Saisonhälfte, die den Ansprüchen des Säuliämtler Vereins nicht entsprach. Keine bessere Gelegenheit also, um die Weichen für eine erfolgreiche Rückrunde zu stellen, als im ersten Spiel auswärts dem Leader ein gutes Resultat abzuluchsen.
Der Anpfiff ertönte um 17 Uhr bei garstigen Wetterbedingungen. Die erste halbe Stunde des Spiels war sehr umkämpft und keine der beiden Mannschaften konnte sich wirkliche Torchancen herausspielen. Die Gäste aus Affol-
tern überliessen dem Heimteam das Spieldiktat und versuchten mit schnellem Umschalten und direktem Konterspiel, Nadelstiche setzen zu können. Genau einer dieser Momente war es auch, als Dreifuss mit einem langen Ball Cuinjinca in Szene setzte, welcher von Materazzi nur noch mit einer Notbremse gestoppt werden konnte. Die logische Konsequenz war der Platzverweis und ein Freistoss aus vielversprechender Position, welchen Goalgetter Stähli direkt zum 0:1 verwandeln konnte. Mit diesem Resultat und einem guten Gefühl für die Gäste ging das Spiel in die Pause.
Leider konnte der Schwung nicht ganz in die zweite Hälfte mitgenommen werden und in der ersten Viertelstunde kassierte unser «Eis» gleich zwei Tore nach Freistössen. Beim ersten konnte der Ball nicht richtig geklärt werden
Ämtler Reiterinnen vom KV Limmattal glänzten
Saisonauftakt in Birmensdorf
Die Dressurtage in Birmensdorf markieren jeweils den Saisonauftakt für viele Reiterinnen und Reiter. Neu bot der KV Limmattal dabei AChoix-Prüfungen an, bei denen die Teilnehmenden zwischen zwei Programmen wählen konnten, wobei von GA01 bis GA09 alle ungeraden Programme angeboten wurden. Die gezeigten harmonischen Ritte konnten dank der grosszügigen regionalen Sponsoren mit attraktiven Preisen belohnt werden.
Erste Platzierungen bei starker Konkurrenz am Samstag
Den Auftakt machte der Preis der Hänni AG, Geroldswil, mit den Programmen GA01/03. Ein grosses Teilnehmerfeld von 39 Paaren zeigte die Beliebtheit dieser Einstiegsklassen. Bei der starken Konkurrenz konnte sich einzig Bettigna Musterle aus Obfelden im Sattel ihrer Stute Carola III auf dem tollen 5. Rang (65,92 %) klassieren. Die weiteren angetretenen Ämtlerinnen – Nicole Brügger aus Wettswil mit Dior XIV und Ursula Hegglin aus Mettmenstetten mit dem erst 5-jährigen Fürst Zonik’s Callisto CH – verpassten eine Klassierung um nur knapp 1,2 Prozentpunkte und landeten mit soliden Ritten im Mittelfeld. Doch dabei sollte es nicht lange bleiben.
Ämtler Siegerin und weitere Klassierungen in den GA05/07 Am Sonntag stieg der Schwierigkeitsgrad, was sich an etwas kleineren Teilnehmerfeldern bei den Programmen GA05/07 zeigte. Am Samstag noch knapp geschlagen, zeigte Ursula Hegglin im Preis der La Belle Sattel AG, Herisau, einen wunderbar harmonischen Ritt mit der erst 7-jährigen Fürsten Look’s Magnolia CH. Mit 69,39 Prozent holte sich das Paar sensationell den Sieg – ein schönes Lob für die Familie von Ursula und Thomas Hegglin, sind doch beide vorgestellten Pferde aus der eigenen Zucht. Damit blieb sie nicht die einzige erfolgreiche Ämtler Amazonin: Simone Suter aus Merenschwand mit ihrer Stute One in a Million sowie Sabrina Obschlager mit Tip Top AZ belegten die tollen Ränge 3 und 5. Alle drei waren für den Kavallerieverein Affoltern angetreten und
durften sich über Preise von Horse & Rider, ebenfalls aus Affoltern, freuen. Im abschliessenden GA07/09, dem Preis der Hypothekarbank Lenzburg, trat nur Simone Suter erneut an – sie verpasste mit Rang 7 und weniger als einem Prozentpunkt eine weitere Klassierung nur knapp. Der Kavallerieverein Limmattal bedankt sich herzlich bei allen Helfenden und den regionalen Sponsoren. Ohne die Unterstützung des lokalen Gewerbes wären solche Vereinsanlässe und Amateurturniere nicht durchführbar. Somit freut sich der KV Limmattal darauf, auch in Zukunft attraktive und faire Pferdesportanlässe in Birmensdorf durchzuführen – zum Beispiel mit der Springkonkurrenz vom 15. bis 16. August.
Erstes Wettspiel in der neuen Saison
Bei kalten, aber trockenen Bedingungen traf die Hornussergesellschaft Obfelden in Dachlissen auf Biel-Schwadernau B aus dem Seeland. Während Obfelden mit 14 Spielern antrat, war der Gegner mit 16 Mann und einem Junghornusser komplett.
und fiel dem Siebner Torgarant Hofer vor die Füsse, welcher sich nicht zweimal bitten liess. Eben dieser Hofer zirkelte in der 60. Minute den Ball in die Torwartecke und drehte somit im Alleingang das Spiel. Bei dieser Aktion verletzte sich auch noch Goalie Dreifuss am Kopf und musste ausgewechselt werden – gute Besserung! Der FCA setzte gegen Ende der Partie nochmals Druck auf und kam vor allem durch Cuinjinca dem 2:2 sehr nahe. Ein Tor gelingen wollte nicht mehr und deshalb endete das Spiel 2:1 für den Gastgeber. Das Fanionteam bedankt sich herzlich bei den mitgereisten Fans und hofft beim nächsten Spiel, am 12. April auswärts beim FC Thalwil, den ersten Dreier der Saison einfahren zu können.
Luca Angelillo
Die Partie entwickelte sich ausgeglichen und in guter Atmosphäre. Im ersten Umgang hatte Obfelden die Nase vorn und lag zur Halbzeit mit 4 Nummern gegenüber 5 sowie 22 Schlagpunkten Vorsprung in Führung. Im zweiten Umgang stabilisierte sich Biel im Ries und musste sich nur noch ein Nummero schreiben lassen. Obfelden steigerte sich zwar am Bock weiter, konnte die Riesleistung jedoch auch im zweiten Umgang nicht verbessern und kassierte drei zusätzliche Nummern. So musste sich Obfelden trotz mehr Schlagpunkten geschlagen geben. Das Schlussresultat lautete: Obfelden 7 Nummern mit 703 Punkten, Biel-Schwadernau B 6 Nummern mit 639 Punkten. Die besten Einzelschläger bei Obfelden waren René Küng mit 69 Punkten, Wädi Müller mit 65 Punkten sowie Yannick Binggeli mit 62 Punkten. Beide Mannschaften starten nach Ostern in die Meisterschaft der 5. Liga. Marc Kölliker, HG Obfelden
Die Schweizer Meisterinnen mit ihren Goldmedaillen (von links nach rechts): Selina Wiesli, Chiara Gianotti, Vanessa Jäggi, Alicja Beksa, Mia Bieri und Elena Jäggi. (Bilder Marion Jäggie)
Die Top drei (von links): Wädi Müller, René Küng und Yannick Binggeli. (Bild zvg)
Kim Steiner, KV Limmattal
Simone Suter mit One in a Million.
Sabrina Obschlager mit Tip Top AZ.
Ursula Hegglin mit Fürsten Look’s Magnolia CH. (Bilder zvg)
Floorball Albis U16 holt sich Gruppensieg
U16 sicherte sich erfolgreich den 1. Platz in der Gruppe 3 der Junioren U16C und nimmt am Aufstiegsturnier teil
Um den Gruppensieg zu holen, mussten 4 Punkte erreicht werden, und wie es der Spielplan zeigte, sollte das letzte Spiel der U16 am Sonntag, 22. März, im heimischen Schachen in Bonstetten darüber entscheiden, wer diesen 1. Platz holen würde. Dass es überhaupt zu dieser Finalissima kam, lag am überraschenden Punktverlust von Weggis gegen Hünenberg vor rund zwei Wochen. So konnten die Albiser Junioren mit einem Punkt Rückstand in den Spieltag gehen.
Aber nun erst einmal von vorne, musste doch erst einmal das erste Spiel des Tages ebenfalls gewonnen werden. Bereits kurz vor 10 Uhr machte sich die U16 bereit, um gegen Eschenbach die ersten Punkte zu holen. Die Albiser Junioren hatten noch eine Rechnung offen, verloren sie doch das Hinspiel ganz knapp. Top motiviert gingen alle Junioren ins Spiel und auch eine frühe Unterzahlsituation konnte die Albiser Spieler nicht aus dem Konzept bringen. Trotzdem waren es die Eschenbacher, welche nach 5 Minuten zum 0:1 treffen konnten. Albis konnte aber innerhalb von 3 Minuten reagieren und selber mit 2:1 in Führung gehen. Danach versuchten beide Teams weiter Druck zu machen, nur wollten lange keine Tore fallen. Erst in der 34. Minute gelang Eschenbach der Ausgleich zum 2:2. Aber auch dieses Mal konnten die U16-Spieler wieder schnell
Fur den 1. Platz sind die U16-Junioren zur Teilnahme am Aufstiegsturnier in der Stärkeklasse B berechtigt. (Bild zvg)
Obfelder Extremsportler muss Rennen abbrechen
reagieren und schossen knapp 2 Minuten später das 3:2. Auf diese Führung hatte Eschenbach keine Antwort mehr und die U16 konnte den ersten Sieg des Tages feiern.
Um 12.40 Uhr startete nun die Finalissima gegen Weggis. Und auch in diesem Spiel waren die Albiser Junioren auf den Punkt bereit und gaben Vollgas. Das eigene Tor wurde gut abgedeckt und vorne wurden viele Chancen erspielt. Bis zur 17. Spielminute konnte Albis 3:0 in Führung gehen und auch das erste Gegentor kurz vor der Pause brachte die Spieler nicht aus der Ruhe. Denn auch in der zweiten Hälfte gab Albis weiter den Ton an und konnte sogar auf 5:1 davonziehen. Nachdem jedes Team eine Strafe ausnutzen konnte, stand es kurz vor Schluss 6:2 und es ging jetzt nur noch darum, den Sieg über die Zeit zu bringen. Da Weggis nur noch ein weiteres Tor wenige Sekunden vor Schluss zum 6:3 schoss, konnten die Albiser U16 Junioren dieses Spiel ebenfalls gewinnen und erspielten sich den 1. Platz. Dieser 1. Platz berechtigt zur Teilnahme am Aufstiegsturnier in die Stärkeklasse B, welches am Wochenende vom 18./19. April stattfindet.
Philipp Hurter Weitere Infos und Resultate auf der Website: www.floorball-albis.ch
Extrembedingungen im Norden Kanadas: René Nüesch mit aussergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert
Der Obfelder Extremsportler René Nüesch nahm an einem Rennen im Norden Kanadas teil und wurde dabei mit aussergewöhnlichen technischen und klimatischen Herausforderungen konfrontiert. Unter extremen Bedingungen hatte Nüesch gleich mit mehreren Defekten zu kämpfen: Dreimal erlitt er einen Platten. Besonders der Wechsel eines Schlauchs bei Temperaturen von rund minus 30 Grad stellte eine enorme Belastung dar.
Nach dem dritten Defekt musste Nüesch das Rennen schliesslich aufgeben. Er schob sein Bike noch rund 15Kilometer weiter, bis er vom Veranstalter aufgenommen wurde.
Einige Teilnehmer erlitten schwere Erfrierungen
Wegen der zunehmend unwirtlichen Wetterverhältnisse wurde das Rennen später vollständig abgebrochen. Vier Teilnehmende mussten mit teilweise schweren Erfrierungen ins Spital eingeliefert werden. Die Temperaturen
wegs zu sein, wenn auch unter extremen Bedingungen. René Nüesch Zu eisig: Temperaturen
sanken zeitweise auf bis zu minus 50 Grad. Auch eine alternative sportliche Option konnte nicht realisiert werden: Aufgrund der gesperrten Ice-
Road fand der geplante Marathon nicht statt. Nüesch liess sich davon jedoch nicht entmutigen. Trotz der Sperrung absolvierte er bei minus 32
Grad einen eigenen Halbmarathon. Damit konnte er sich seinen Traum dennoch erfüllen – auf der Ice-Road zu laufen oder mit dem Fatbike unter-
Familienerlebnis im Frühlingswald – «OL für Alle»
Am Samstag, 11. April, ab 13 Uhr beim Hedinger Weiher
Jeweils im Frühling und im Herbst organisiert die Orientierungslaufgruppe Säuliamt den «OL für Alle» in familiärem Rahmen. Dieser Anlass eignet sich besonders, um den Sport Orientierungslauf kennenzulernen, dessen Reiz in der Kombination aus Laufvermögen, Kartenlesen, Routenwahl und der Sportarena Wald liegt. Mit verschiedenen Kategorien unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad ist für jede(n) etwas dabei, sei es für den Einsteiger, die Gelegenheitsläuferin oder auch den Könner. Wer noch nie einen OL gelaufen ist, kann sich vor Ort instruieren lassen, bevor er sich auf einer kurzen Bahn auf Postenjagd begibt. OL-Cracks beweisen ihr Können auf der langen, anspruchsvollen Bahn.
Da der Spass im Vordergrund steht, kann am «OL für Alle» sowohl einzeln wie auch in Gruppen gestartet werden. Nicht die gelaufene Zeit, son-
dern das Vergnügen zählt. Ausser passenden Schuhen und sportlicher Kleidung – mit Vorteil langer Hose – ist keine Spezialausrüstung erforderlich. Kompasse und SI-Badges für die Postenkontrolle können vor Ort ausgeliehen werden. Wer nicht rennen mag,
sondern es lieber gemütlicher nimmt, für den findet parallel der Walking-OL statt. Bei diesem erfolgt keine Zeitnahme; stattdessen müssen hier die OLPosten auf der Route gesucht und korrekt auf die Karte eingetragen werden. Die nächste Gelegenheit, einen Orien-
tierungslauf auszuprobieren, bietet sich am Samstag nach Ostern, 11.April, beim Hedinger Weiher. Gestartet werden kann zwischen 13 und 15 Uhr. Besammlungsort ist bei der Scheune Rütihof 2 oberhalb des Hedinger Weihers. Der Weg ist vom Bahnhof Hedingen her markiert. Parkplätze gibt es beim Hedinger Weiher. Ein kleines Kuchenbuffet sorgt für die Stärkung nach dem Lauf. Die Teilnahme am Lauf selbst ist kostenlos. Es steht ein Sparsäuli parat, das sich freut, gefüttert zu werden. Die Spenden ebenso wie der Erlös aus dem Verkauf der Kuchen kommen der Juniorenabteilung der OLG Säuliamt zugute.
Kaspar Oettli, OLG Säuliamt
FCWB siegt im Schneeregen
Am vergangenen Samstag war Mendrisio zu Gast auf dem Wettswiler Moos.
Das Wetter gefiel den Tessinern allerdings nicht, denn mit dem Anpfiff begann ein unangenehmer Schneeregen. Davon liessen sich die Ämtler nicht beirren und sie zeigten von Beginn an, wer auf dem Kunstrasen heimisch ist.
Starke WB-Startphase
Das Terrain war zwar rutschig, doch die Zuschauer merkten, dass die künstliche Unterlage ein entscheidender Vorteil für die Gastgeber sein kann. WB spielte dominant und liess den Ball in der Startphase gut zirkulieren. Mendrisio versuchte die Mirzai-Elf hoch anzulaufen, dies taten die Gäste meist nur halbherzig, oder die Zürcher lösten sich aus dem Druck und konnten mit dem gewonnenen Raum gefährliche Angriffe lancie-
ren. Die erste Chance im Spiel verzeichneten dann auch die Zürcher. Der wirblige Figueiredo preschte über die linke Flanke vor, sein Schuss konnte der Tessiner Keeper nur nach vorne abklatschen lassen. Doch Hager wurde vom Rebound überrascht und konnte den Abpraller nicht verwerten. Nach einer Serie von Eckbällen fand Loosli den aufgerückten Innenverteidiger Waser, welcher in der 15. Minute wuchtig zur Führung vollstreckte. Auch nach der Führung blieb WB mehrheitlich im Ballbesitz und kreierte mittels Standardsituationen Torgefahr. Nennenswert war eine schöne Eckballvariante, wobei Figueiredo für den heranrauschenden Hager im Rückraum durchliess. Jedoch konnte ein Tessiner Verteidiger mirakulös den zweiten Einschlag im Netz verhindern. Mendrisio
wehrte sich mit Händen und Füssen und blieb nach der dominanten WB-Startphase im Spiel. Selbst wollten die Tessiner durch Flanken aus dem Halbfeld gefährlich werden, doch die gut stehende WB-Defensive liess in der ersten Hälfte nichts anbrennen, sodass es mit einer knappen Führung für die Ämtler in die Pause ging.
Souveräne Ämtler nach der Pause Nach dem Pausentee präsentierte sich die Mirzai-Elf sehr fokussiert. Nach nur wenigen Zeigerumdrehungen in der zweiten Hälfte stieg Brunner zum Kopfball hoch und konnte den Ball vor dem heranrauschenden Tessiner Keeper Moussa zur 2:0-Führung ins Tor befördern. Spielerisch kreierten die Ämtler aus der eigenen Hälfte einige Angriffe,
doch an diesem Tag hatte man Mühe in der letzten Zone. So war man beim letzten Pass zu ungenau, im Abschluss zu überhastet oder glitt auf dem rutschigen Kunstrasen aus. Trotz der rutschigen Bedingungen hatten die Gastgeber die Partie im Griff und liessen defensiv kaum etwas anbrennen. Die Gäste aus dem Tessin versuchten mit fortschreitender Spieldauer, vermehrt mit hohen Bällen die Stürmer zu lancieren, folglich gab es hart geführte Zweikämpfe, wobei der Schiedsrichter vermehrt strittige Situationen beurteilen musste. In der Schlussphase suchte ein Tessiner geschickt den Kontakt im WB-Strafraum und der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Allerdings liess der sonst sichere Elfmeterschütze Becchio die Chance auf den Anschlusstreffer ungenutzt und sein Elfmeter landete über dem Tor. Die Ämtler konnten somit aufatmen, liessen danach den Ball geschickt in der gegnerischen Hälfte laufen und brachten somit den 2:0-Sieg sicher über die Zeit.
Am Mittwoch ins «Ländle»
Die Mirzai-Elf zeigte somit eine starke Reaktion auf die Niederlage beim Spitzenreiter YF. Bereits am Mittwochabend geht es für die Ämtler weiter. Um 20 Uhr beginnt die Partie gegen Eschen/Mauren im Sportpark Eschen. Die Liechtensteiner liegen im hinteren Mittelfeld und zeigen schwankende Ergebnisse. Für die 6:1-Klatsche aus der Vorrunde, will sich das Team aber zu Hause sicherlich revanchieren.
Die zweitältesten Albis-Junioren blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück
Die letzte Meisterschaftsrunde der U18 von Floorball Albis fand am Sonntag, 22. März, in der Dorfmatt-Halle in Rotkreuz statt. Im ersten Spiel traf der Tabellenzweite Albis auf die viertplatzierten Vipers Innerschwyz. Die Partie begann
verhalten aus Sicht der Zürcher, was die Schwyzer in der siebten Minute zur Führung nutzten. Albis fand jedoch zunehmend ins Spiel und drehte die Begegnung innerhalb weniger Minuten eindrücklich: Mit drei Toren in fünf Minuten erspielten sich die Grünschwarzen
eine 3:1-Führung und gingen mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte hielt Albis den Druck hoch. Dank geduldigen Spielaufbaus und präziser Pässe stand es drei Minuten vor Schluss 5:2. Nach einem Time-out setzten die Schwyzer
alles auf eine Karte und ersetzten den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Trotz des erhöhten Drucks liessen die Säuliämtler defensiv nichts mehr zu und sicherten sich einen verdienten 5:2-Erfolg. Im zweiten und zugleich letzten Spiel der Saison 2025/2026 traf Albis auf die UHC Zimmerberg Hawks – ein Duell zwischen dem Zweitplatzierten und dem Vorletzten. Von Beginn an liess Albis keinen Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen. Mit sehenswert herausgespielten Treffern begeisterte das Team die mitgereisten Fans und erzielte insgesamt zehn Tore. Das Spiel endete mit einem klaren 10:0-Erfolg, inklusive Shutout. Für die Spieler des Jahrgangs 2008 war dies zugleich der Abschluss ihrer Zeit im Team U18, da sie künftig in die U21 aufrücken. Ein besonderer Dank gilt Headcoach Paddy Eichmann, CoTrainer Yves Manglili sowie Simone und Pascal Zurich für ihre engagierte Unterstützung während der gesamten Saison. Ebenso gebührt den zahlreichen Fans Anerkennung für ihre regelmässige Unterstützung. Die Mannschaft kann stolz auf eine starke Saisonleistung zurückblicken, die sie verdient auf dem zweiten Tabellenplatz abschliesst.
Christa Hegglin
Weitere Infos und Resultate auf der Website: www.floorball-albis.ch
Trotz heftiger Gegenwehr setzt sich Yannick Waser durch und erzielt per Kopfball die WB-Führung. (Bild Kaspar Köchli)
Die U18-Mannschaft von Floorball Albis schliesst die Saison auf dem verdienten zweiten Tabellenplatz ab. (Bild zvg)
ZEIT-VERS
Alles ist relativ
Diese Aussicht ist nicht mies. Etwa wie im Paradies. Schau, der Nebel, wie er steigt und uns seine Kräfte zeigt.
Plötzlich ist er wieder tief. Raum und Zeit sind relativ. Das beflügelte vielleicht einen Geist, der sehr weit reicht. Einstein war’s, der hier logierte, auch mit Damen kokettierte. Machte er bei diesem Blick wohl den weltberühmten Klick?
Thomas Gilg
Auf Spaziergängen weckt vieles seine Neugier, was er als Bild festhält, um es dann mit einem Vers zu pointieren.
Ob sich Albert Einstein von diesem Blick in die Berge zu seinen Geistesblitzen animieren liess?
BILDERRÄTSEL
Wo ist dieses Mädchen zu Hause?
Dieser schöne Mädchenkopf blickt interessiert in die Welt. Doch wo im Amt könnte das sein? Wer es weiss, kann ein E-Mail an die Redaktion schreiben: redaktion@affolteranzeiger.ch. Die Lösung wird am Donnerstag, 9. April, an dieser Stelle publiziert. (red)
Der Osterhase
Pfarrerin Irene Girardet Fischer aus Hausen macht sich Gedanken zum baldigen Osterfest
Was genau feiern wir an Ostern? Die Flut an Schokolade und Zuckerwaren in allen Formen und Variationen, Osterhasen, Osterküken, Pralineneier, die schon Wochen vor dem Fest in den Läden die Verkaufsregale füllen – sie sagen nicht viel über den tieferen Sinn von Ostern aus. Aber auf der symbolischen Ebene lassen sich durchaus Bezüge herstellen.
So ist zum Beispiel der Hase aufgrund seiner enormen Reproduktionsfähigkeit ein Symbol für Fruchtbarkeit. In der Antike war er nicht nur als Geschenk unter Liebespaaren beliebt, er wurde bisweilen auch Toten mit ins Grab gegeben oder auf Sarkophagen abgebildet. Als Inbegriff der gejagten Kreatur, der das Überleben durch zahlreiche Nachkommenschaft aber trotzdem immer gelingt, symbolisierte er im Altertum das überschiessende Leben, das den destruktiven Kräften trotzt.
Die Osterbotschaft
Und das passt gut zur Osterbotschaft: Jesus, der gefangen genommen, gefoltert und gekreuzigt wurde, er ist vom Tode auferstanden. Nach der tiefen Nacht der Trauer und Verzweiflung, die an Karfreitag ihren Ausdruck findet, erwacht bei aufgehender Sonne, wenn die Frauen, die Jüngerinnen Jesu, am Ostermorgen das Grab aufsuchen und es leer vorfinden, neu Hoffnung, Lebensmut und Freude.
«Du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren», so heisst es im Psalm 30. «Am Abend ist Weinen, doch mit dem Morgen kommt Jubel.» Diese Worte, die einige Jahrhunderte vor Christus aufgeschrieben wurden, sind ein Zeugnis für die zutiefst menschliche Erfahrung, dass wir auch aus den schlimmsten Tiefen von Trauer und Hoffnungslosigkeit wieder zurück ins Leben finden können. Und dass dies eine überwältigende, von Dankbarkeit getragene Erfahrung sein kann.
Das aufgebrochene Grab
«Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?», fragen im Markusevangelium die Frauen, die am Ostermorgen den Leichnam Jesu mit wohlriechenden Ölen salben möchten. Und
«So wie ein junges Küken, das aus der harten Schale herausschlüpft, kann es auch uns im Leben widerfahren, dass wir wieder zurückfinden in die Verbundenheit und in die Lebensfreude», sagt Pfarrerin Irene Girardet Fischer. (Bild zvg)
sie sehen dann, dass der grosse, schwere Stein wie durch ein Wunder bereits weggewälzt ist. Das Grab ist gesprengt. Dass Gräber gesprengt werden, das kann uns auch mitten im Leben wider-
«Der Hase symbolisierte im Altertum das überschiessende Leben, das den destruktiven Kräften trotzt.»
Pfarrerin Irene Girardet Fischer, Hausen
fahren. Gräber aus Gewohnheiten, festgefahrenen Meinungen, schlimmen Vor-
ahnungen, chronischem Pessimismus, Vorurteilen, in die wir uns, ohne es zu merken, immer tiefer einspinnen. Paradoxerweise können es gerade Krisen sein, die uns helfen, aus solcher selbstgezimmerten Enge wieder auszubrechen. Ein Schicksalsschlag, eine Krankheit, ein Ereignis, das uns aus dem Lot bringt, kann uns plötzlich die Augen und das Herz wieder öffnen für die Tiefe und das Wunder des Lebens. Was verhärtet war, weicht auf, wir werden durchlässiger und empfänglicher für das, was an Gutem und Heilvollem rund um uns herum blüht.
Das Osterei
So wie ein junges Küken, das aus der harten Schale herausschlüpft, kann es auch uns im Leben widerfahren, dass wir nach einer Zeit, in der wir, wie in uns selber eingeschlossen und vom Leben abgetrennt waren, wieder zurückfinden in die Verbundenheit und in die Lebensfreude. Als Sinnbild für aufgebrochene Gräber und gesprengte Korsette ist das Tütschen von Eiern an Ostern ein schöner Brauch. Die harte
Schale geht in die Brüche. Das Leben als überschiessende Kraft findet aus jedem Gefängnis, aus jeder unterirdischen Tiefe den Weg ans Licht, auch wenn die Bedrohung noch so gross, der Horizont noch so düster, die Weltlage noch so hoffnungslos erscheinen mag. Das erfahren wir jedes Jahr wieder im Frühling, wenn überall die Knospen aufbrechen.
Widerstand gegen dunkle Mächte An Ostern malen wir die Eier bunt und lachen den Mächten, die uns die Lebensfreude nehmen, uns klein und mutlos machen, uns nach dem Leben trachten wollen, ins Gesicht. Der Ausruf «Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!» erklingt in unzähligen Kirchen weltweit als Ausdruck des Widerstands gegen die dunklen, despotischen Mächte des Todes und als Zeugnis für die unbesiegbare Macht des Lebens und der Liebe.