CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 24 I 178. Jahrgang I Freitag, 22. März 2024
Sicherere Strassen
Schneller als die Konkurrenz
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2023 leicht zurückgegangen, wie die Jahresstatistik der Kantonspolizei Zürich zeigt. Seite 3
Die Schiller AG in Baar wurde vor 50 Jahren in Affoltern in einer Wohnung gegründet. Patron Alfred E. Schiller blickt zurück. Seite 17
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Jahre amtete Martin Kehrer als Präsident von Kultur Hedingen. Seite 8
«Wir lassen es so richtig krachen!» Stallikon erwartet zur Jubiläum-Sause Marc Sway, Charles Nguela und Regierungsrat Mario Fehr Livia HäberLing
«Ich war schon als kleines Kind sportlich.» Seite 24 Laelia Huwyler, Eishockey-Spielerin (Bild Henry Muchenberger)
Der Juni wird in Stallikon so richtig fett. Das Dorf feiert sein 900-Jähriges, es warten drei Tage Party, und für einen Gemeindepräsidenten dürfte es mühseligere Amtspflichten geben, als ein Festprogramm zu verkünden. «Wir lassen es so richtig krachen!», sagt ein gut gelaunter Reto Bernhard beim Treffen. Die Augen glänzen, man glaubt ihm aufs Wort. Mit Fanfarenklängen wird Bernhard die Sause am frühen Freitagabend des 21. Juni eröffnen. Zum Auftakt wird Historiker und Autor Bernhard Schneider der Gemeinde symbolisch das erste Exemplar der neuen Dorfchronik überreichen. Danach hält Regierungspräsident Mario Fehr die Festansprache und thematisiert dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Dorfs. Ebenfalls für eine Grussbotschaft anwesend ist Christian Meier. Er ist Abt im Kloster Engelberg, mit dem Stallikon aufgrund seiner Gründungsgeschichte eng verbunden ist. Lachen erlaubt! – ja mehr noch: unbedingt erwünscht, heisst es ab 19 Uhr. Stand-up-Comedian Charles Nguela erobert die Bühne. Nach seiner Show-Einlage wird bis um 2 Uhr früh munter weitergefeiert. Zunächst mit der Funkund Soul-Band Funtronic – von der zwei Bandmitglieder in Stallikon wohnen. Später übernimmt DJ Bowgly, der 70er-, 80er- und 90er-Sound in petto hat.
Komik, Pop und Heimatklänge Am Samstag kommen ab 10 Uhr morgens bis zum frühen Abend auch die Kinder und Familien nicht zu kurz. Neben den Klassikern (Hüpfburg, Kinderschminken, Clown-Show) geben «Mättu & Schnuder Buebe» ein Rock’n’Roll-Konzert, das mit «lustigen und frechen Texten» nicht nur für Kinder sei, wie das Festprogramm verspricht. Auch die Stalliker Vereine werden während des Tages auf dem Festplatz präsent sein. Am frühen Abend gehts wiederum Schlag auf
Attraktives Säuliamt In den letzten Wochen bot der «Anzeiger» in der Serie «Das Säuliamt baut» einen Überblick der verschiedenen Bauvorhaben in den Gemeinden. Der letzte Teil der Serie widmet sich nun den Zahlen rund ums Bauen und Wohnen. So wuchs der Wohnungsbestand im Säuliamt in den letzten 32 Jahren um 89 Prozent. Bei den Wohnformen sind 4-Zimmer-Wohnungen am beliebtesten. Da zeichnen sich aber durch neue Trends Veränderungen ab. Bei den Preisen fürs Bauen und das Bauland geht es nur in eine Richtung, nämlich nach oben. Ein Experte ordnet die Zahlen für den «Anzeiger» ein. (dst)
Comedian Charles Nguela und Soul- und Pop-Sänger Marc Sway werden in Stallikon für Stimmung sorgen. (Bilder zvg/Valentin Hehli) Schlag: Mit der Musikgesellschaft Stallikon, die kecke Musik zum Besten gibt und mit der fünf köpfigen Formation «diamonds and pearls», die mit Partysound aufwartet. Ab 21 Uhr folgt mit dem Gala-Auftritt von Marc Sway und Band einer der Fest-Höhepunkte. Danach, klar, geht die Party weiter. Es legt DJ JP@man auf. Der Sonntag steht etwas mehr im Zeichen der Tradition. Gestartet wird mit einem Familiengottesdienst, danach zeigen die Musikgesellschaft Stallikon und die Schülerinnen und Schüler der Primarschule ihr Können, bevor das Fest mit dem «Echo vom Locherguet» und mit den Alphornbläsern der Felseneggmusik von Walti Ess und Friends langsam ausklingt. Natürlich veranstaltet Stallikon die Sause nicht ausschliesslich für die eige-
ne Bevölkerung: «Alle sind willkommen!», bekräftigt Reto Bernhard. Die Qual der Veranstaltungs-Wahl hat das OK seinen potenziellen Besucherinnen und Besuchern übrigens gleich selber abgenommen. Bereits vor Monaten hat es den Vereinen und Kulturveranstaltern in der Umgebung das Festdatum mitgeteilt, um Überschneidungen möglichst zu vermeiden.
Helferinnen und Helfer gesucht Der Eintritt für die Festbesucherinnen und -besucher ist während allen drei Tagen frei. Möglich sei das dank der grosszügigen Unterstützung mehrerer Partner, Sponsoren und Gönnerinnen, betont OK-Mitglied Marianne Egli. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Fest auf ungefähr eine Viertelmillion
Franken. Damit das Jubiläum mit diesem Budget bestritten werden kann, sei man jedoch auf zahlreiche anpackende Hände angewiesen, betont OK-Präsident Deviprasad Rao. Insgesamt werden zwischen 150 und 200 Helferinnen und Helfer benötigt, «davon haben wir aktuell ungefähr 60 gefunden», sagt er. Servieren, grillieren, abräumen, abwaschen, nachfüllen, aufstellen, putzen: «Wir finden für alle Freiwilligen das passende Betätigungsgebiet», sagt Reto Bernhard. Das OK hofft, dass das steigende Festfieber auch der Helferinnenund Helfersuche zusätzlichen Schwung verleiht. «Wer bereit ist, mit anzupacken, darf sich gerne über unser OnlineFormular melden», sagt Deviprasad Rao. Weitere Festinfos und das Formular sind auf der
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Nicht alle seine «Kunden» hatten Freude an einer Begegnung mit ihm: Richard Kälin, Sachbearbeiter auf dem Posten der Kantonspolizei in Affoltern war für viele der erste Ansprechpartner, oft TroubleShooter, ab und zu auch eine Art «Seelsorger». Nun geht der Feldweibel nach über 40 Jahren Polizeidienst in Pension. Dem «Anzeiger» hat er einige seiner schönsten Anekdoten verraten. Zum Beispiel die Geschichte eines Velofahrers, der auf der Autobahn auf dem Weg in ein Bordell in Bern war. Und das auch noch in der Gegenrichtung. Jetzt steht Kälins letzter Arbeitstag unmittelbar bevor. Angst, in ein Loch zu fallen, kennt er nicht: Familie, Haus, Garten, Töff, Oldtimer und die Musik verhindern das. (fh)
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50012 Manchmal war er auch «Seelsorger»: Richard Kälin vor dem Polizeiposten in Affoltern. (Bild Werner Schneiter)
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