Veranstaltungen
Freitag, 4. März 2016
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Jazzgrössen von morgen Nächste Woche im Kellertheater LaMarotte, Affoltern Jazz Extra «Grassroot-Ensemble 6»
Josy und Gody Blättler aus Knonau in einer früheren Aufführung. (Bild zvg.)
«Voll im Stress» Die Seniorenbühne Luzern spielt in Knonau Die Seniorenbühne Luzern wird in der Stampfi in Knonau gastieren. Es wird der Schwank «Voll im Stress» von Hanna Frey aufgeführt. Eingeladen sind die Senioren aus Knonau und den Nachbargemeinden. Seit 14 Jahren spielt das Ehepaar Gody und Josy Blättler aus Knonau in diesem Ensemble mit. Gody Blättler war während 19 Jahren Pächter auf dem Buchhof. Er stand schon als Mitglied des Gesangvereins Knonau auf der Theaterbühne und seit 14 Jahren ist er Schauspieler bei der Seniorenbühne Luzern. Josy Blättler, in Knonau aufgewachsen, war die ersten 5 Jahre als Souffleuse tätig, weil sie sich eine Rolle auf der Bühne nicht zutraute. Bei ihrem ersten Versuch als Schauspielerin erkannte man ihr Naturtalent und seither belegt sie immer eine Rolle. Aber immer mit Perücke, sagt sie, denn auf der Bühne sei sie nicht mehr die Josy, sondern die Person, die sie spiele. Die Seniorenbühne Luzern tritt pro Saison an 60 verschiedenen Orten
Faszination der Rhythmen Die Drummer Factory Affoltern lädt am Mittwoch, 9. März, zur offenen Probe. Wenn das Kind von Musik begeistert, von Rhythmus und Perkussion fasziniert ist und mit Vorliebe auf verschiedensten Gegenständen herumtrommelt, dann käme mit Sicherheit das Lernen von Schlagzeug oder Trommel infrage. Interessierte dürfen der Drummer Factory bei deren offener Probe Gesellschaft leisten. Sie erhalten Einblick in eine übliche Probe und Kinder können auch gleich mitspielen. Die Drummer Factory freut sich auf Besucher. Spass, Kameradschaft und kompetenter Unterricht sind garantiert. Mittwoch, 9. März, 20 Uhr, Probelokal der Jumba, Giessenstrasse 23, Affoltern am Albis. Kontakt: Etienne Destraz, Dirigent der Drummer Factory , Tel. 079 690 68 82, etienne.destraz@gmail.com.
auf. Hinzu kommen das Lernen der Rollen und zahlreiche Proben vor der Premiere. Gibt es ein besseres Fitnessprogramm für den Geist und das Gehirn? Jede Rolle ist grundsätzlich doppelt besetzt. Die Aufführungen finden daher in wechselnder Besetzung statt. Dies ist auch eine zusätzliche Herausforderung für die Schauspieler, die mit wechselnden Dialogpartnern arbeiten. Josy und Gody Blättler werden selbstverständlich in Knonau die Rollen besetzen. Der Wunsch, dieses Ensemble in Knonau auftreten zu lassen, ist breit abgestützt. Pro Senectute Knonau, die reformierte und die katholische Kirchgemeinde Knonau und die Wandergruppe unterstützen den Anlass. Nach der Aufführung kann man bei Kaffee und Kuchen mit den Schauspielern zusammensitzen. Ein Anlass für das Gemüt! Bruno Grob Aufführung am 10. März, 14 Uhr im Stampfisaal Knonau, Eintritt frei, Kollekte. Weitere Aufführung am 16. März, 14 Uhr, im Singsaal Obfelden.
Während dreier Monate intensiver Proben erarbeiten die Studierenden unter der Leitung der Dozenten Wolfgang Zwiauer und Pius Baschnagel eine gemeinsame musikalische Bandsprache. Neue improvisatorische Kontexte werden im Spannungsfeld mit der Komposition ausgelotet und anhand von stilistisch breit ausgelegten Stücken ein neues Repertoire erarbeitet. Die am Nachmittag entstandenen Konzerte werden jeweils am selben Abend im LaMarotte uraufgeführt. Die Dozierenden kommentieren die Werkschaukonzerte und eröffnen so dem Publikum einen spannenden Einblick in die fortschreitende Arbeitsweise. Eine gute Gelegenheit, die Jazzgrössen von morgen kennen zu lernen! «Work-In-Progress»-Anlass der Musikhochschulen Luzern HSLU und Zürich ZHdK unter der Leitung von Wolfgang Zwiauer, Bassgitarre (HSLU), und Pius Baschnagel, Schlagzeug (ZHdK), mit Studierenden am Mittwoch, 9. März, Bar ab 18.30 Uhr, 19 Uhr gemeinsames Nachtessen mit der Grassroot-Crew, Chili con carne (Reservierung erwünscht), Konzert 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen 15 Franken.
Jazz am Donnerstag mit dem Quintett «Olivieri Jazz» Diese Band spielt modernen, rhythmischen Jazz. Das Repertoire reicht von Jazz-Standards des Mainstream-Bereiches bis zu Latin-inspirierten Themen des Bossa Nova und Salsa, angereichert mit Funk- und Soulelementen. Es spielen Rudolf Olivieri (flh, tp),
Felix Straumann (as), Thomas Schaller (p), Rainer Stadler (b) und Felix Zindel (d). Donnerstag, 10. März, Bar ab 18.30, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.
«Hin ist hin» – Puppen-MenschenTheater «Hin ist hin» gewann den ersten Preis an den Heidelberger Theatertagen 2015! Aus der Laudatio der Jury: «In dieser bemerkenswerten Aufführung gelingt den Schauspielerinnen und Schauspielern ein Zusammenspiel von Menschen und Puppen in grosser Dichte. Es ist die Zeit der Weltwirtschaftskrise im vorigen Jahrhundert mit Armut und Verzweiflung, mit Betrug und Prostitution aber auch mit Hoffnung und Träumen. Das Leben der kleinen Leute wird auf die Bretter des Variétés geholt in all seiner Schäbigkeit, mit schwarzem Humor und Wiener Schmäh. Das Leben ist hässlich, das vermitteln die übergrossen Köpfe der Puppen mit eigentümlicher Eindringlichkeit. Die Puppen werden von den Schauspielern mit Leichtigkeit zum Leben erweckt, ja sie sind Teil der Puppen, in die sie hinein- und aus denen sie herausschlüpfen. Mal Puppe, mal Mensch, mal beides: der Wechsel von einer Rolle in die andere geschieht in rasantem Tempo. Geschickt wird die Aufführung von Variété-Elementen umrahmt. Ein schriller Herr lädt ins Kabarett «Zum ewigen Spiesser». Da werden alte
«Hin ist hin»: Was ist Puppe, was ist Mensch? (Bild zvg.) Schellack-Platten aufgelegt, da wird gesungen, getanzt und gezaubert, auf der Säge gespielt und die Frau ohne Unterleib vorgeführt. Das Leben ist eine grosse Zauberkiste und am Ende zerplatzen alle Träume. Am Schluss wundert sich manch einer, dass sich nur zwei Frauen und ein Mann verbeugen. Gefühlt waren es viel mehr.» Nicht verpassen! (pz) Puppen-Menschen-Theater mit Anna Karger, Delia Dahinden, Lukas Roth frei nach dem Roman «Der ewige Spiesser» von Ödön von Horváth am Freitag, 11. März, Bar und Abendkasse ab 19.15, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken. Platzreservierung für alle Anlässe dringend empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62.
Jahrringe als Helfer und Spielverderber Der Vulkanausbruch von Santorini – Thema an der Ämtler Volkshochschule Der Waldökologe und Jahrringforscher der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL Paolo Cherubini und der Holzanatom Werner Schoch, Inhaber einer privaten Firma, dem «Labor für Quartäre Hölzer», berichten über ihre Arbeit mit Jahrringen.
datieren. Eine Voraussetzung ist allerdings, dass die Bäume überhaupt Jahrringe bilden, was nur in höheren Breitengraden die Regel ist. Die beiden Referenten erzählen, wie sie in Theorie und Praxis mit Jahrringen arbeiten und welche Erfolge, aber auch Probleme insbesondere im Mittelmeerraum auftreten. Die Ermittlung des genauen Zeitpunktes der Katastrophe auf Santorini bedarf kriminalistischer Methoden und es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sich emotional geführte Diskussionen zwischen Historikern und Jahrringanalytikern entwickelt haben.
................................................... von otto wildi Es war vor etwa 3500 Jahren, als das heutige Ferienparadies Santorini, eine kleine Insel in Griechenland, von einem Vulkanausbruch mit einer Heftigkeit heimgesucht wurde, wie man sie seither in Europa nie mehr gesehen hat. Doch wann war das wirklich und wo auf der Erde findet man heute
Mittwoch, 9. März, 19.30 bis ca. 21 Uhr, Mehr-
Die Referenten: Paolo Cherubini ...
... und Werner Schoch. (Bilder zvg.)
noch Spuren der Auswirkungen? Mit etwas Glück helfen die Jahrringe alter
Hölzer, Jahrtausende zurückliegende Ereignisse auf das Jahr genau zu
zweckraum des Spitals Affoltern, Haus Rigi, 1. Stock, Melchior-Hirzel-Weg 40 (Wegweiser: Langzeitpflege Sonnenberg), Affoltern. Eintritt: 25 (U30: 15) Franken, Abendkasse. Infos: www.orientiert.ch.
Monique Schwitter und die Liebe Die Schweizer Buchpreisträgerin Monique Schwitter ist zu Gast in der Buchhandlung Scheidegger. In ihrem preisgekrönten Werk «Eins im Andern» geht sie der Liebe nach: ihrem Wesen und ihren Gesichtern.
Jungtambouren im Einsatz. (Bild zvg.)
Eines Abends erfährt die Protagonistin in Monique Schwitters neuem Roman, dass sich ihre erste Liebe aus dem achten Stock gestürzt hat. Vor fast fünf Jahren schon. Sie ist schockiert, ebenso sehr über seinen Selbstmord wie über die Tatsache, dass sie ihn gar nicht vermisst hat. Nun hat sie ihn am Hals, stärker als zu Lebzeiten. Und sie beginnt eine Liebesrecherche: Sie han-
delt ihre Liebesbiografie an zwölf Männern ab, die weit mehr als die Namen gemein haben mit den Aposteln, den Gesandten des Glaubens und der Liebe. Es sind beinahe mythische Umrisse von Männern, die sie schreibend mit Liebe, Leben und Geschichte füllt. Und je länger sie schreibt, desto stärker schiebt sich die Rahmengeschichte, ihre aktuelle Liebessituation, ins Zentrum, bis sie die Handlung übernimmt.
Kräftig, humorvoll und nachdenklich Die Autorin ist 1972 in Zürich geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Hamburg. Sie hat Schauspiel und Regie studiert und war in renommierten
Schauspielhäusern engagiert. Für ihr aktuelles Buch hat sie 2015 den Schweizer Buchpreis gewonnen, die Jury würdigte das Buch als «facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie – kräftig, humorvoll und nachdenklich.» «Eins im Andern» ist ein aussergewöhnliches Buch: wie das Leben heiter und traurig, tiefgründig und banal, bodenständig und verspielt. Scheinbar leicht kommt es daher und ist doch voller Tiefe und Raffinesse. Das Leben und die Liebe, ein ewiger Kreislauf von Kommen und Gehen, «Eins im Andern» eben. (pd.) Freitag, 11. März, 19.30 Uhr, Buchhandlung Scheidegger. Eintritt 25 Franken, mit Apéro.
Monique Schwitter. (Bild zvg.)