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Vermischtes
Freitag, 4. März 2016
Erst Revision, dann Renovation Arbeiten an der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg – Frischkur für die Bergstation Der Betrieb der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF) wird vom 7. bis 11. März eingestellt. Der Grund für den Betriebsunterbruch sind die jährlich notwendigen Kontroll-, Revisions- und Unterhaltsarbeiten. Unmittelbar anschliessend wird die Bergstation renoviert. Auch dieses Jahr fallen wieder umfangreiche Arbeiten an, sodass der Betrieb werktags während drei Wochen eingestellt wird. An den dazwischenliegenden Wochenenden fährt die LAF fahrplanmässig. Für die Sicherheit und den Komfort der Fahrgäste werden während der dreiwöchigen Revision nicht nur die Stütze, die Seile und die Kabinen kontrolliert sowie die Bremsen geprüft, sondern auch sämtliche anderen Bauteile inspiziert und gewartet. Zudem stehen umfassende Reinigungsarbeiten an. Die jährlich obligatorische Bergungsübung sowie der Instruktionstag stehen ebenfalls auf dem Programm.
Ab Karfreitag, 25. März, fährt die Luftseilbahn nach Sommerfahrplan, der bis zum 29. Oktober dauert. Die LAF verkehrt in dieser Periode von 8.05 bis 22.05 Uhr (sonntags bis 20.05 Uhr) im 15-Minuten-Takt.
Bergstation erhält Facelifting Unmittelbar nach Abschluss der Revision steht ein grösseres Projekt für die LAF an. Bis Ende Juni 2016 wird die Bergstation Felsenegg umgebaut. Im Zuge der Bauarbeiten werden beim Stationsgebäude der Beton saniert und ein neuer Anstrich gemacht. Die Wartehalle erhält neue Innen- und Aussenfassaden sowie ein neues Dach und ausserdem stehen die Erneuerung der kompletten Beleuchtung und eine Neugestaltung der Umgebung an. Die Luftseilbahn kann während der gesamten Renovationszeit normal benutzt werden. Infos zum Fahrplan unter www.laf.ch oder www.zvv.ch. Panorama-Restaurant Felsenegg jeden Tag offen, genaue Öffnungszeiten unter www.felsenegg.com
Bis Ende 2016 wird die Bergstation Felsenegg umgebaut. (Bild zvg.)
Pünktlichere Züge: ZVV richtet Bonus an Zürcher S-Bahn aus Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) bewertete 2015 zum zehnten Mal die Leistungen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Zürcher S-BahnNetz. Beurteilt wurden die Pünktlichkeit und die Sauberkeit. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Pünktlichkeit der S-Bahnen deutlich gesteigert werden und erreichte den höchsten Wert seit Einführung des Bonus-Malus-Systems von ZVV und SBB. Daraus resultiert ein Bonus von knapp 1.3 Millionen Franken. Im vergangenen Jahr erreichte die SBB mit der Zürcher SBahn im Bereich Pünktlichkeit 137 von 144 möglichen Punkten. Das ist eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (119 Punkte) und liegt 20 Punkte über dem vereinbarten Zielwert. Der daraus resultierende Bonus von 1 296 674 Franken ist der höchste seit der Einführung der Leistungsbeurteilung. Die Bewertung der Pünktlichkeit erfolgte analog zu den Vorjahren: Erreichen während eines Monats 95 Prozent der Züge einer Linie ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung, wird ein Punkt gutgeschrieben. Bewertet werden jeweils die zwölf SBahnen des Kernnetzes. (pd.)
74 000 KWh Solarstrom vom Dach
Ein Hundekotbaum
Garage Herzog: Einer von fast 37 000 auf der KEV-Warteliste
Grüsel entsorgt Exkremente in der Natur
Mitte 2014 liess sich Albin Herzog, Volvo-Garagist in Ottenbach, Fotovoltaik-Module aufs Dach montieren. Die Bilanz nach einem vollen Betriebsjahr präsentiert sich gut, auch wenn das Fördergeld des Bundes noch aussteht.
Rund 100 (!) rosarote, mit Hundekot gefüllte Plastiksäckchen hängen bei der Autobahnunterführung Schlifi im Gebüsch und liegen auf dem Boden. Ein Hundebesitzer oder eine Hundebesitzerin scheint sich einen Spass daraus zu machen, die Exkremente des Vierbeiners, inklusive der nicht natürlich abbaubaren Plastiksäcke, immer am selben Ort in der Natur zu
«Wenn sich die Möglichkeit, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, schon ergab, wollte ich dies auch machen», sagt Albin Herzog. Der Ottenbacher Volvo-Garagist nutzte in der Folge die Dachflächen über den Garagengebäuden, der Waschanlage und der Tankstelle und liess im Sommer 2014 dort 322 Fotovoltaik-Module montieren. Vor der Montage und Inbetriebnahme indessen mussten exakte Abklärungen beim eidgenössischen Starkstrominspektorat (esti) gemacht und die Anlage von diesem abgenommen werden; für die Montage, Ausführung und Instandhaltung von Fotovoltaik-Stromversorgungsystemen an Tankstellen stellt das esti nämlich besondere Forderungen. Diese Auflagen wurden erfüllt und deshalb liefert die 550 m² grosse Modulfläche Solarstrom. Nach dem ersten vollen Betriebsjahr 2015 wurde nun anlässlich einer Information für seine Mitarbeitenden erstmals Jahresbilanz gezogen; diese darf sich durchaus sehen lassen: Insgesamt hat die Anlage auf der Volvo-Ga-
rage im vergangenen Jahr 74 000 Kilowattstunden Solarstrom produziert. «Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 25 Haushalten», erklärt Lukas Zimmermann von der Solar-Werkstatt AG an der Alten Obfelderstrasse 68 in Affoltern. Der SolarMonteur, welcher die Anlage der Herzog-Garage montiert hatte, wies gleichzeitig auch aus, dass rund 60 Prozent dieses selbsterzeugten Stroms in Garage und Waschanlage sowie an der Tankstelle im Direktverbrauch genutzt wurden. Damit vermochte die Garage Albin Herzog 2015 Stromkosten von rund 10 000 Franken zu sparen.
Auf der sehr langen KEV-Warteliste «Gemessen an den Gesamtkosten von rund 200 000 Franken für die Errichtung der Anlage mögen die Einsparungen nicht spektakulär sein», verriet Anlagen-Monteur Zimmermann, ergänzte seine Ausführungen aber gleich mit hilfreichen und einleuchtenden Stromspartipps für die Zukunft. Diese, so hielt Zimmermann fest, werde dank der langen Lebensdauer von Modulen und Anlage viele Jahr anhalten, denn «schliesslich ist die Fotovoltaik die einzige Stromproduktion, die keine sich drehenden und daher verschleissgefährdeten Teile hat.» Angemeldet ist die Fotovoltaik-Anlage von Albin Herzog auch für Förder-
gelder des Bundes, die allerdings wohl noch lange auf sich warten lassen. Für die kostendeckende Einspeisevergütung KEV, dem Hauptpfeiler für das im Energiegesetz festgesetzte Ziel, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 um mindestens 5400 GWh zu erhöhen, besteht nämlich eine sehr lange Warteliste. Beinahe 37 000 Ökostromprojekte in der Schweiz stehen derzeit insgesamt darauf, rund 2900 davon im Kanton Zürich. Die im Mai 2008 eingeführte KEV garantiert zwar den Besitzern von Fotovoltaik-Anlagen, den Solarstrom während 25 Jahren zu einem kostendeckenden Preis ins Stromnetz einzuspeisen, wobei sich viele Fachleute, wie Lukas Zimmermann, die Frage stellen: Wie lange noch? Schliesslich hat sich die installierte Kapazität an Solarstrom seit 2006 weit mehr als verfünfzehnfacht und das durchschnittliche jährliche Wachstum an installierter Leistung ist weiter steigend. Nichtsdestotrotz trägt die Solarenergie auch heute noch lediglich rund zwei Prozent zur Schweizer Stromproduktion bei. KEV-Vergütung hin oder her: Die Aussichten, mit weiteren Sparbemühungen und möglichst vielen Sonnentagen den selbstproduzierten Solarstrom noch besser nutzen zu können, stehen für die Garage Albin Herzog gut. (kb.)
deponieren. «Die Busse für Littering beträgt 100 Franken und die Reinigung ist Sache des Verursachers. Alternativ ist eine Anzeige wegen Verstössen gegen das Umweltschutzgesetz möglich», erklärt Martin Ott von der Kommunalpolizei Affoltern. Zeugen seien gehalten, den Grüsel bei der Kommunalpolizei anzuzeigen. (sals)
Über 100 solche Kotsäckchen wurden in der Natur entsorgt. (Bild Salomon Schneider)
Reger Handel und buntes Treiben Kinderkleiderbörse in Bonstetten Kinderkleiderbörse und Kinderflohmarkt mit Kaffeebar im Gemeindesaal Bonstetten am Mittwoch, 16. März, von 14 bis 17 Uhr.
Anlässlich einer Informationsveranstaltung erfuhren die Mitarbeitenden der Ottenbacher Garage Albin Herzog viel Erfreuliches über die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach von Garage, Waschanlage und Tankstelle. (Bild Urs E. Kneubühl)
An der Kinderkleiderbörse im Gemeindesaal in Bonstetten lassen sich Babyund Kinderkleider bis Grösse 176 für Frühling und Sommer finden, aber auch Sportartikel wie Velos, Trottis, Rollschuhe, Helme und vieles mehr. Vor dem Gemeindehaus bieten Kinder ihre Spielsachen am grossen Kinderflohmarkt feil. Die Plätze sind begehrt und es herrscht immer ein reger Handel und ein buntes Treiben. Es ist die
Gelegenheit für die Kleinen ihr Kinderzimmer kritisch zu durchforsten und nicht mehr benötigtes Spielzeug zu verkaufen und andere Spielsachen einzukaufen. Wer von all diesem hektischen Treiben Hunger und Durst bekommen hat, lässt sich an der Kaffeebar mit selbst gebackenen Köstlichkeiten verwöhnen. Die Anmeldefrist für Verkäufer endet am Freitag, 11. März. Es können nur die ersten 150 Anmeldungen berücksichtigt werden. Hilfe an der Börse ist immer willkommen. (pd.) Infos: Christina Kienberger, Telefon 044 700 14 36 oder boerse@fam-club.ch.