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Freitag, 4. März 2016
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ämtler kantonsräte meinen
Martin Haab (SVP, Mettmenstetten)
Ernährung geht uns alle etwas an Auch nach dem Abstimmungswochenende sind die Medien immer noch gefüllt mit Analysen über das Resultat zur Durchsetzungsinitiative. Man könnte glauben, dies sei das einzige Thema gewesen, über welches das Schweizer Volk abgestimmt hat. Dem ist ja bekanntlich nicht so. Auch die Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» der Juso gelangte zur Abstimmung und wurde vom Souverän mit 59,9 Prozent abgelehnt. Um das an und für sich gut gemeinte Anliegen, den Welthunger zu mindern oder gar zu eliminieren, wäre diese Spekulationsstopp-Initiative wohl das falsche Mittel gewesen. Eine sichere, faire und weltweit flächendeckende Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln wäre kaum auf diesem Weg zu erreichen, denn zu undemokratisch und korrupt sind viele der politischen Systeme in der dritten Welt. Ein Missbrauch der Macht und des Geldes sind in vielen Ländern Hauptgrund für
Hunger und Armut. Hunger muss mit lokaler Produktion und Ernährungssouveränität auch für diese Länder vor Ort bekämpft werden. Den Gedanken jedoch, dass in der Produktion und dem Handel von Nahrungsmittel auch in unserem Land einiges im Argen liegt, teile ich mit einer sehr grossen Anzahl von Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Weitere drei Initiativen, die in nächster Zeit dem Volk vorgelegt werden, sind Ausdruck eines Unbehagens der Bevölkerung zum heutigen «Geiz-ist-geilTrend», wenn es um das Essen geht. Innert kürzester Zeit haben rund eine halbe Million Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für vier Initiativen ihre Skepsis gegenüber der heutigen Situation mit ihrem Namen auf einem Unterschriftenbogen bezeugt. Voraussichtlich im nächsten Frühjahr wird dem Volk die Ernährungssicher-
heitsinitiative des Schweizerischen Bauernverbandes vorgelegt. In rekordverdächtigen drei Monaten wurden im Jahr 2014 über 140 000 Unterschriften gesammelt und eingereicht. Der Zürcher Bauernverband war an vorderster Front dabei und hat über 30 000 gültige Unterschriften beigesteuert. Die Initiative verlangt vom Bund die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion zu stärken. Dazu ist eine Korrektur der heutigen, so stark in der Kritik stehenden Agrarpolitik 14/17 unabdingbar. Die Grüne Partei hat im letzten Herbst die Fair-Food-Initiative eingereicht, die vor allem die importierten Lebensmittel im Visier hat und diese an den gestrengen Anforderungen der hiesigen Produktion messen will. Sie fordert aber auch vom Bundesrat, Massnahmen zu ergreifen gegen die Lebensmittelverschwendung.
Ganz aktuell hat die Bauerngewerkschaft Uniterre in diesen Tagen bekannt gegeben, dass ihre Initiative «Für Ernährungssouveränität – Die Landwirtschaft betrifft uns alle» auf der Zielgeraden ist und im Frühjahr bei der Bundeskanzlei eingereicht wird. Auch diese Initiative will eine Ergänzung des Verfassungsartikels 104 bewirken. Das Ziel soll sein, dass die einheimische Nahrungsmittelproduktion ebenfalls gestärkt und gesichert wird. Der Konsument soll auch in Zukunft Gewähr haben, dass die hohe Schweizer Qualität nicht unnötig torpediert wird von Billigimporten, hinter welchen vielmals Öko- und Sozialdumping steckt. Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt die bevorstehenden Initiativen bewusst nicht gegeneinander ausspielen. Jede hat eine etwas andere Stossrichtung, aber alle wollen eigentlich das Gleiche: unserer Bevölkerung garan-
tieren, dass auch in Zukunft in unserem Land nachhaltig gesunde Lebensmittel produziert werden –und dies vor allem für den heimischen Markt. Dies soll durch bäuerliche Familienbetriebe geschehen, die mit ihrer Produktion ein Einkommen erwirtschaften können, welches vergleichbar ist mit der übrigen Wirtschaft in der Schweiz.. Bekanntlich sind wir Bauern uns nicht immer einig. Aber: Die Abhängigkeit vom Staat durch die sogenannten Direktzahlungen und die damit einhergehende Bürokratie und die behördliche Bevormundung hat ein unerträgliches Mass angenommen. In dieser Wahrnehmung besteht Einigkeit bei Gross und Klein sowie in Berg und Tal. Eine neue Agrarpolitik, welche die Bedürfnisse der Konsumenten und der Bauernfamilien für die Zukunft absichert, muss das Ziel all dieser Initiativen sein.
Zwei aus Wettswil neu im Kantonalvorstand
Die Engel von der Villa Sonnenberg
An der Generalversammlung haben die Jungfreisinnigen Kanton Zürich einen Generationenwechsel vollzogen. Mit sieben neuen Vorstandsmitgliedern – darunter auch die Wettswiler Tabea Maier und Alain Schwald – sowie vier bisherigen um Präsident Andri Silberschmidt, welche erfolgreich wiedergewählt wurden, ist der Grundstein gelegt, um die Jungfreisinnigen des Kantons Zürich (Jfzh) kompetent und mit grossem Engagement weiterzuführen. Der Vorstand konstituiert sich an der nächsten Sitzung. Die Jfzh haben an der gestrigen Generalversammlung ein dichtes Programm traktandiert. Entsprechend konnte ein Besucherrrekord von 60 Personen verzeichnet werden. Zahlreiche neue Vorstandsmitglieder wurden erfolgreich gewählt und konnten den Generationenwechsel innerhalb der Jfzh vollziehen. Des Weiteren stellten sich im Rahmen des Hearings die Kandidaten für die Wahlen des nationalen Vorstandes des Jungfreisinns Schweiz vor. Für das kantonale Präsidium der FDP Zürich präsentierten sich HansJakob Boesch und Peter Werder. Im Rahmen der ordentlichen Generalver-
Am Beispiel meiner Mutter durfte ich erfahren, was das überregionale Kompetenzzentrum für Palliative Care in der Villa Sonnenberg in Affoltern am Albis leistet. Es ist zutiefst beeindruckend mit welchem Teamgeist, Leidenschaft und Einfühlsamkeit sich das ganze Pflegepersonal ihren unheilbar kranken Patienten und deren Angehörigen annimmt. In dieser traurigen und schweren Zeit ist es schön, wie man mit allen möglichen Mitteln, in den vielen Gesprächen mit den Ärzten, Psychologen und vor allem vom Pflegepersonal mit ihrem grossen Engagement getragen und begleitet wird. Nichts ist zu viel, alles Erdenkliche wird unternommen, um den Patienten die Schmerzen zu lindern und ihm seine Zeit im Zentrum so angenehm und schön wie möglich zu gestalten. Kein Aufwand ist zu gross und wenn nötig, wird auch die entsprechende Zeit beim Patienten verbracht, sei es um ihm mit einem Tupfer die Lippen mit homöopathischen Tropfen zur Schmerzlinderung zu befeuchten. Besuchszeiten gibt es nicht, und man fühlt sich bei jedem Besuch, egal ob am Tag oder nachts in diesem ehrwür-
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Hearings
Tabea Meier.
Alain Schwald.
sammlung der Jungfreisinnigen Kanton Zürich standen zukunftsweisende Geschäfte auf der Traktandenliste. Hauptthema waren das Wachstum in den eigenen Reihen sowie die neue Konstituierung des Vorstands. Mit sieben neuen Vorstandsmitgliedern sowie vier bisherigen (Übersicht am Ende der Medienmitteilung), welche erfolgreich wiedergewählt wurden, wurde der Grundstein gelegt, um die Jfzh kompetent und mit grossem Engagement weiterzuführen. Der Vorstand konstituiert sich an der nächsten Sitzung. Im Anschluss wurden die Jungfreisinnigen Kanton Zürich Frauen einstimmig aufgenommen und begrüsst.
Nach der Generalversammlung fand aufgrund der Aktualität, dass im März der nationale Vorstand der Jungfreisinnigen Schweiz neu besetzt wird, ein Hearing für die Kandidierenden statt. Durch die anschliessende InterviewRunde konnten offene Fragen zu den Positionierungen der Kandidaten geklärt werden. Ebenfalls wurde die Gelegenheit genutzt Hans-Jakob Boesch sowie Peter Werder, Kandidierende für das Präsidium der FDP Kanton Zürich, im Rahmen eines Hearings zu interviewen. Mit grosser Freude nehmen die Jfzh die heutige Kommunikation des Regierungsrats Kanton Zürich zum neuen Taxigesetz zur Kenntnis, insbesondere die darin vorhandene Sunset Legislation. Eine zeitliche Beschränkung auf 15 Jahre für ein Gesetz ist ein Novum und muss zwingend aktiv als neuer Standard genutzt werden. Diese ermöglicht, Gesetze, welche nicht mehr zeitgemäss anzuwenden sind, automatisch zu entfernen, was zu einer Entbürokratisierung und Verschlankung des Paragrafendschungels führt. (pd.)
digen und wohnlichen Haus mehr als willkommen. Auch wenn wir leider unser Ziel nicht erreichten und meine Mutter nicht wieder nach Hause gehen konnte, sind wir doch sehr glücklich und zufrieden, dass sie und wir ihre letzte Zeit an diesem schönen Ort mit all diesen grossartigen Menschen verbringen durften. Einen ganz herzlichen Dank den Ärzten und diesem ausserordentlichen Pflegeteam im Namen meiner Mutter und ihrer Angehörigen – schön, dass es euch gibt und wir euch kennenlernen durften! René Geiger, Mettmenstetten
Vielen Dank! Ich bedanke mich bei allen, die mich am 28. Februar in die Schulpflege des Schulzweckverbands gewählt haben, herzlich für die Unterstützung. Ich werde ab August (dann beginnt meine Amtszeit) alles dafür tun, Ihr Vertrauen zu rechtfertigen. Esther Naef, Affoltern