Bezirk Affoltern
Dienstag, 1. März 2016
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So stimmten die Ämtler Gemeinden
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Jetzt Versprechen einlösen und Lohndumping wirksam bekämpfen Das Arbeitgeber-Komitee «Stopp Lohndumping» nimmt zum Abstimmungsresultat vom Sonntag wie folgt Stellung. Das Arbeitgeber-Komitee nimmt enttäuscht zur Kenntnis, dass eine Mehrheit der Stimmberechtigten die Lohndumping-Initiative ablehnte. Offenbar ist es uns zu wenig gelungen, der Bevölkerung aufzuzeigen, wie sehr die Gewerbetreibenden im Kanton Zürich seit Jahren unter der Dumping-Konkurrenz leiden. Wir, die fast wöchentlich gegen Konkurrenz-Offerten betrügerischer Firmen antreten müssen, bedauern es ausserordentlich, dass mit
dem negativen Entscheid ein grosses Problem ungelöst bleibt. Für uns als Marktteilnehmer und Mitglieder der paritätischen Kommissionen, die dem «Bschiss» ohnmächtig gegenüberstehen stehen, ist die bestehende Situation somit weiterhin inakzeptabel.
Vergleichweise hoher Ja-Anteil im Bezirk Affoltern Ein ermutigendes Zeichen ist immerhin, dass von allen Landbezirken im Kanton Zürich der Bezirk Affoltern hinter den beiden Städten Zürich und Winterthur den höchsten Ja-Anteil aufweist. Der Bezirkshauptort Affol-
tern hat mit 39,13 % Zustimmung sogar den kantonalen Durchschnitt und alle übrigen Bezirks-Gemeinden teilweise deutlich übertroffen.
Wild-West-Zuständen auf Zürcher Baustellen ein Ende bereiten In ersten Stellungnahmen bestätigen auch die Initiativgegner, dass das Problem des Lohndumpings besteht und energischer dagegen vorgegangen werden muss. Um die Zürcher Wirtschaft zu schützen, erwarten wir nun vom Departement der zuständigen Regierungsrätin Carmen Walker-Späh und dem kantonalen Amt für Wirt-
schaft und Arbeit (AWA), dass sie den Wild-West-Zuständen auf Zürcher Baustellen mit anderen Lösungen ein Ende setzen. Auch darum haben sich die 14 Unternehmen aus dem Knonauer Amt, darunter auch die namhafte Ernst Schweizer AG, für eine wirksame Bekämpfung des Lohndumpings stark gemacht. Die Kerngruppe des Arbeitgeber-Komitees «Stopp Lohndumping» hat jedenfalls heute beschlossen, sich weiterhin für die konsequente Einhaltung von sozialpartnerschaftlich vereinbarten Mindestlöhnen stark zu machen. Daniel Sommer, Kantonsrat EVP, Affoltern
Schmerzhafte Erfahrungen Ein geteiltes ist mehr als ein halbes Haustier, «Anzeiger» vom 23. Februar. Ich beglückwünsche Sonja zu ihrer Initiative. Eine vorgängige Vereinbarung empfehle ich dringend – persönlich habe ich äusserst schmerzhafte Erfahrungen beim Betreuen eines fremden Hundes gemacht. Hilfsbereit und naiv wie ich war, habe ich die Betreuung übernommen und musste feststellen, dass die Hundehalter-Familie eine artgerechte Haltung in keinster Weise abdeckt. Eine nachträgliche Vereinbarung «zum Wohle des Hundes» wurde von der Hundehalterfamilie abgelehnt. Das Ergebnis geht zulasten des Hundes, weil ich das Handtuch warf. Elisabeth Hirzel, Mettmenstetten