Revirement in Wettswil: Die Clientis Sparcassa schliesst ihre Filiale. die Bäckerei Pfyl zieht in den Laden der Bäckerei Kuhn. Seite 13
Florian HoFer
Als hätten die Einwohnerinnen und Einwohner des Knonauer Amts nicht schon genug zu entscheiden am 8. März, dem «SuperSunday», stehen auch noch die Erneuerungswahlen für die Verbandsschulpflege des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern auf den Wahlzetteln. Der Schulzweckverband betreibt für alle Bezirksgemeinden den Schulpsychologischen Dienst, der Abklärungen bei Schülerinnen und Schülern durchführt, die Heilpädagogische Schule Bezirk Affoltern, am Standort Stigeli in Affoltern, die Psychomotoriktherapiestelle, die bei Kindern Verhaltenssteuerung und persönliche Ressourcen fördert, und die Heilpädagogische und Logopädische Frühberatungsstelle für Eltern mit Kindern im Vorschulalter, die herausfordernde Verhaltensweisen zeigen. Der Schulzweckverband beschäftigt etwa 80 Mitarbeitende.
Grosse Bedeutung
Eine breite Palette an wichtigen Aufgaben, die aber meist unter Ausschluss der
«Mit seiner Breite an Aufgaben bietet der Schulzweckverband ein hoch spannendes Umfeld.»
Öffentlichkeit stattfinden und so einem breiten Publikum eher weniger bekannt sein dürften, erfüllt der Schulzweckverband. Dennoch sind die Tätigkeiten des SZV in ihrer Bedeutung nicht zu unter
Vier komplexe Vorlagen
Die Parteien im Bezirk, es sind neun, nehmen auf mehreren Seiten im «Anzeiger» Stellung zu den anstehenden eidgenössischen Vorlagen. Sie beschäftigen sich mit der Bargeldinitiative, der KlimafondsInitiative, der Halbierungsinitiative und der Vorlage zur Individualbesteuerung. Bei allen vier Vorlagen gehen die Meinungen der Parteien stark auseinander. Am meisten mediales Echo, vor allem auf den Leserbriefseiten, erreicht die Halbierungsinitiative, die die Einnahmen der SRG beschneiden will. Die anderen drei Vorlagen haben bislang noch kaum Einsendungen an den «Anzeiger» ausgelöst. (red)
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schätzen. Die Verbandsschulpflege wird von drei Mitgliedern strategisch geführt. Diese werden am 8. März neu gewählt beziehungsweise in ihrem Amt bestätigt. Die bisherige Präsidentin Francesca Brignoli Lutz sowie die Vizepräsidentin Gabriela Nüesch stellen sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Beide engagieren sich seit Jahren für die strategische Weiterentwicklung des SZV und wollen ihre Arbeit im Interesse einer stabilen und zukunftsorientierten Führung fortsetzen. SZVPräsidentin Francesca Brignoli Lutz: «Mit seiner Breite an Aufgaben bietet der Schulzweckverband ein hoch spannendes Umfeld, um strategisch zu gestalten und die Sonderpädagogik voranzutreiben, zum Wohl unserer Kinder, ihrer Eltern und des ganzen Säuliamts.»
Eine Vakanz nach Rücktritt
Während die Wettswilerin Francesca
Brignoli Lutz und die Obfelderin Gabriela Nüesch für eine neue Amtszeit antreten, hat sich die Mettmenstetterin Andrea Cavelti dagegen entschieden: «Der Schulzweckverband ist eine grossartige Organisation, und ich hätte sehr gerne weitergemacht. Dank einer haupt
Mitarbeitende beschäftigt der Schulzweckverband Bezirk Affoltern.
Junge Frau von nebenan
Comedienne Julia Steiner gibt ein Gastspiel im «Rössli» in Mettmenstetten. Dort erzählt sie schöne, schräge Geschichten. Seite 21
Auch beim Schulzweckverband wird am 8. März gewählt
Personen kamen, um SPNationalrätin
Jacqueline Badran in Hedingen zuzuhören. Seite 5
«Wir drehen heute den Spiess um.»
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Oliver Bär, Geschäftsführer der Gemeinde Mettmenstetten. (Bild Nico Ilic)
Präsidentin und Vizepräsidentin treten wieder an – vier Kandidierende für den dritten Posten
Francesca Brignoli Lutz (Präsidentin des Schulzweckverbands), flankiert von Gabriela Nüesch (Vizepräsidentin, links) und der abtretenden Andrea Cavelti, steht für eine moderne Sonderpädagogik im Säuliamt, in der die beschränkten Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden. (Bild zvg)
Traumhaus zu verkaufen
Eines der schönsten Gebäude Obfeldens steht zum Verkauf. Die Villa Stehli. Sie wurde 1875 von der gleichnamigen Obfelder Seidendynastie gebaut. Zum knapp 33000 Quadratmeter grossen Anwesen gehören der Park, die Villa, drei weitere Einfamilienhäuser und dazu Grün und Waldflächen, Bäume, Lindenbach und Teich – eine Bilderbuchumgebung, die auch Filmproduzenten beeindruckte. Weder die Besitzerfamilie noch die mit dem Verkauf beauftragte Wüst und Wüst AG wollen sich zum Verkaufspreis äussern – «aus Diskretionsgründen». Experten schätzen den Preis auf 15 bis 17 Millionen Franken. (red)
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ANZEIGEN
beruflichen Weiterentwicklung fehlen mir jedoch aktuell die Ressourcen, um mich in den kommenden Jahren so intensiv für den Schulzweckverband einzusetzen, wie ich mir dies wünsche. Ich habe mich deshalb schweren Herzens entschieden, einer anderen engagierten Person den Vortritt zu lassen. Ich werde jedoch bis zur Amtsübergabe im Juli 2026 mein Bestes geben», hatte sie bereits im November vergangenen Jahres gegenüber dem «Anzeiger» verlauten lassen.
Mit dem Rücktritt von Andrea Cavelti entsteht eine Vakanz in der Verbandsschulpflege, die bei den Gesamterneuerungswahlen besetzt werden muss. Im November war auch ein Aufruf publiziert worden, dass sich potenzielle Kandidaten melden möchten. Dieser Aufruf war erfolgreich. So ste
hen am 8. März gleich vier Personen für den frei werdenden Sitz zur Wahl an. Das sind der parteilose Adriano «Adri» Caruso aus Affoltern, die parteilose Claudia Frick, ebenfalls aus Affoltern, Cathrin Füglister (SP) aus Maschwanden und die parteilose Sandra Leuteritz aus Obfelden.
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Konfettilose Fasnacht in Stallikon
Das Organisationskomitee fand aber eine fantasievolle Alternative
Aufgrund von Beschwerden ist es verboten, während des Umzugs an der Kinderfasnacht Konfetti zu werfen, dies tat der Freude jedoch keinen Abbruch. Als Alternative setzt der Familienclub nämlich inzwischen auf eine Seifenblasenmaschine und ist überzeugt: «Die bunten Seifenblasen sind mindestens genauso toll!» Aber Heike Zetterström, Präsidentin des Familienclub Stallikon, gibt zu, dass das Konfettiverbot bei einigen ein emotionales Thema sei. Positive Emotionen vermochte dafür der «Uetlibär» zu wecken, der den Umzug begleitete. Das neue Maskottchen wurde nach einem Vorschlag des 10jährigen Romeo Frehner genäht. (red) Seite 7
Auch ohne Konfetti war die Kinderfasnacht in Stallikon bunt. (Bild Familienclub)
Ärztlicher Notfalldienst
InNotfällenwendemansich zuer stimmerüberdiePraxisnumm er andenHausarzt,beiAbwesen heit erhä lt manüberden Te lefonbea ntworterdieNummerdesAERZTEFON: 0800336655
BeiVerkehrsunfällenTelefo n1 17 oderTelefon 058 6484848 wähl en. Te lefon14 4f ürSanitäts-Notr uf NotfallzentrumSpitalAffolt ern T elefon0447143300 für ALLE Notfälle
Nacheinemsehrlangenund erfülltenLebenhastduuns verlassen. MitvielenschönenErinnerungennehmenwirAbschied von
Ida Held-Fankhauser 16.Januar1924 –08. Februar2026
Im Namen vonIdidankenwirallen vonHerzen,dieihrenLebensweg bereicherthaben. Aufihren WunschfindetderAbschiedimengsten Familienkreisstatt.
Die Trauerfamilie
Traueradresse: Cornelia Held Hiris, Breitenstrasse20,8914 Aeugst a. A.
Adesso balli anche tu con le stelle.
Tief erschüttert über ihren schnellenTod,aber unendlich dankbar für die schönen gemeinsamen Jahre, nehmen wir Abschied von unserer geliebten Mutter, Schwiegermutter, Nonna, Nonnina
Angela Molinari-Bortoluzzi
18.1.1937 – 7.2.2026
In unseren Herzen lebst Du weiter.
Einladung zur Gemeindeversammlung
Die Stimmberechtigten werden zu der am Mittwoch, 18. März 2026, stattfindenden
Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde Rifferswil eingeladen.
Ort: Turnhalle Primarschulhaus
Rifferswil
Zeit: 19.30 Uhr
Traktanden:
1. Revision der Ortsplanung Rifferswil
2. Ersatz Wasserzähler und Systemumstellung auf Funkauslesung
3. Allfällige Anfragen gemäss § 17
Gemeindegesetz
Beleuchtende Berichte und Akteneinsicht
Zu jedem Traktandum wird ein Beleuchtender Bericht bereitgestellt. Diese Berichte sind ab 20. Februar 2026 auf der Website www.rifferswil.ch abrufbar. Auf Wunsch werden sie kostenlos per Post zugestellt. Zusätzlich liegen die ergänzenden Akten zu den Traktanden ab 20. Februar 2026 im Gemeindehaus zur Einsicht auf.
AnfragenimSinnevon§17Abs.2Gemeindegesetz sind spätestens zehn Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung beim Gemeinderat einzureichen.
13. Februar 2026
Gemeinderat Rifferswil
Aeugst am Albis
Am 8. Februar 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Ida Held-Fankhauser
geboren am 16. Januar 1924, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH.
Bestattungsamt Aeugst am Albis
Aeugst am Albis
Am 8. Februar 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Ida Held-Fankhauser geboren am 16. Januar 1924, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH.
Bestattungsamt Aeugst am Albis
In Liebe und Dankbarkeit
Gemeinde Hausen am Albis Vertrag über die laufende Nachführung der amtlichen Vermessung
Mit Beschluss vom 28. Oktober 2025 genehmigte der Gemeinderat Hausen am Albis den Vertrag über die laufende Nachführung der amtlichen Vermessung mit Diego Willa und Roman Wolf, patentierter Ingenieur-Geometerin in der Gemeindeingenieurbüro Wälter Willa, Ingenieure für Geomatik Planung Werke KIG, Affoltern am Albis.
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden.Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und,soweit möglich, beizulegen.MaterielleundformelleUrteile des Bezirksrats sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.Der Nachführungsvertrag sowie der erwähnte Gemeinderatsbeschluss können während der vorstehend erwähnten Frist beim Bauamt Hausen am Albis, Ebertswilerstrasse 1, 8915 Hausen am Albis, eingesehen werden.
Aeugst am Albis
Am 5. Februar 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Marguerite Schneider geb. Glaus geboren am 4. Mai 1940, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis
Affoltern am Albis
Am 7. Februar 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Emina Kljajic geb. Kobinovic geboren am 18. April 1947, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. 13. Februar 2026
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Hausen am Albis
Bauherrschaft: Andreas Schläpfer,Giselstrasse 13, 8925 Ebertswil
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Pflegefachkräften des Spitals Affoltern am Albis für die liebevolle Begleitung und Unterstützung.
Die Beisetzung findet im engen Familienkreis statt.
Traueradresse: Familie Molinari, Mettmenstetterstrasse 13, 8912 Obfelden
«Unseulêtrevousmanque, et tout est dépeuplé » Alphonse de Lamartine
Wirtreffenunswieder am vereinbarten Ort.
In tiefer Trauer aber in Liebe und Dankbarkeit haben wirAbschied von meiner lieben Ehefrau, unserer lieben Mutterund Grossmuttergenommen
Marguerite Schneider-Glaus
4 Mai 1940 – 5.Februar2026
Nach langjähriger Krankheit wurdestDuvonDeinenLeidenerlöst. Deine Freude, Anteilnahme und Deine berührendenEmotionenwerden uns immer in Erinnerung bleiben
In stiller Trauer: Hans-JürgSchneider-Glaus
Ralph Schneider Samira und TatianaSchneider
Auf Wunsch der Verstorbenen wurdedieUrneimengstenFamilienkreis beigesetzt Wer durch eine Spendeder Verstorbenengedenken möchte, berücksichtige bitte die SchweizerBerghilfe,8134 Adliswil, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk:TrauerfallMarguerite Schneider-Glaus
Heute Freitag, 13. Februar, darf Ute Haueter in Obfelden ihren 80. Geburtstag feiern! Damals war der grosse Glückstag ihrer Eltern ein Mittwoch, der heutige Freitag wird sicher für sie ein schönes Fest. Wir gratulieren von Herzen, wünschen viel Freude und alles Gute im neuen Lebensjahrzehnt.
Gratulationen sind willkommen!
Gratulationshinweise für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» schicken Sie bitte an: redaktion@affolteranzeiger.ch. Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre). Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)
Villa Stehli zum Verkauf ausgeschrieben
Die Besitzerfamilie will sich von der historischen Stätte in Obfelden trennen
Werner Schneiter
Die Familie Baumgartner-Steiner, Bauund Bauherrenberater aus Jona SG, will das Anwesen der Villa Stehli in Obfelden verkaufen, wie sie gegenüber dem «Anzeiger» bestätigt. Sie hat die historische Stätte 1997 erworben und umfassend restauriert. Mit dem Verkauf ist Wüst und Wüst AG (Zug) beauftragt. Zum Verkaufspreis gibt es keine Informationen.
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright:
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
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Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
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Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr
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Die Villa Stehli wurde 1875 von der gleichnamigen Obfelder Seidendynastie gebaut. Zum knapp 33000 Quadratmeter grossen Anwesen gehören der Park, die Villa, drei weitere Einfamilienhäuser und dazu Grün- und Waldflächen, Bäume, Lindenbach und Teich – eine Bilderbuchumgebung, die auch Filmproduzenten beeindruckte. So wurde 1977 eine Sequenz des «Heidi»-Films gedreht. Und 1992 boten Villa und Umgebung die ideale Kulisse für Dreharbeiten des Kinofilms «Kinder der Landstrasse», bei dem der (inzwischen verstorbene) Schweizer Urs Egger Regie führte, bekannt auch aus «Tatort»-Produktionen. «Kinder der Landstrasse» kam 1994 in die Kinos. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Thema ist die Zwangsassimilierung von Jenischen in der Schweiz zwischen 1926 und 1973. Gegen ein «finanzpolitisches Abenteuer» 1994 bot die Villa Stehli AG der Gemeinde Obfelden die historische Stätte samt Umschwung zum Kauf an. Im Herbst 1996 legte der Gemeinderat der Gemeindeversammlung einen Kaufvertrag vor, nachdem er den Verkaufspreis von 2.8 Millionen auf 1.6 Millionen Franken «drücken» konnte. Der damalige Gemeindepräsident Rolf Grob legte sich leidenschaftlich ins Zeug und warb für den Kauf – unter anderem mit dem Argument, es sei die Aufgabe der öffentlichen Hand, ein solch bedeutendes Kulturgut zu übernehmen. Für 600000 Franken liesse sich das Gebäude mini-
mal sanieren, argumentierte er. Im Raum stand damals die Errichtung eines sozialpsychiatrischen Wohnheims. Aber die von 372 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung lehnte das Ansinnen im Verhältnis von 2:1 ab – offenkundig auch beeindruckt von Lichtbildern, bei denen der Zerfall der Villa dokumentiert wurde. Die Kosten für eine umfassende Renovation schätzten die Gegner eines Kaufs auf knapp 3 Millionen Franken. Das Argument, der Kauf stelle ein finanzpolitisches Abenteuer dar, überzeugte eine Mehrheit der Stimmberechtigten. Der Präsident der Rechnungsprüfungskommission sprach von einem «Fass ohne
Boden». Fragezeichen gab es auch zum Verwendungszweck.
520 Quadratmeter Wohnfläche
Am 7. Juli 1997 erwarb die Familie Baumgartner-Steiner die Villa, die drei Einfamilienhäuser sowie die Nebengebäude. In den Jahren 2003/04 wurden die Villa, die Einfamilienhäuser und deren Nebengebäude umfassend restauriert. In der historischen Villa sind heute vier luxuriöse Wohnungen mit insgesamt 520 Quadratmetern Wohnfläche vorhanden. Dazu kommen die drei Einfamilienhäuser («Atelier», «Riegelhaus» und «Glashaus») sowie drei Nebengebäude: Garage, Gerätehaus und eine überdachte Bowlingbahn. Gebäude und Park mit rund 32900 Quadratmetern Fläche haben den Status eines Denkmalschutzobjekts von regionaler Bedeutung. Zu den Verkaufsgründen wollen sich weder die Besitzerfamilie noch die mit dem Verkauf beauftragte Wüst und Wüst AG «aus Diskretionsgründen» äussern, ebenfalls nicht zum Verkaufspreis. Den schätzt ein Immobilienspezialist auf 15 bis 17 Millionen Franken. Der Besitzer hat auch mit der Gemeinde über den Verkauf gesprochen. Für den Gemeinderat ist das laut Stephan Hinners kein Thema. «Wir haben andere Prioritäten.»
Die Amphibien wandern wieder
Strasse zwischen Maschwanden und Obfelden nachts bis maximal 11. April gesperrt
Sobald in feuchten Nächten die Temperatur um wenige Grade über der NullGrad-Grenze liegt, verlassen Frösche, Kröten, Molche und Salamander ihre Winterquartiere und ziehen zu ihren angestammten Laichplätzen, wo sie einst selbst als Kaulquappen heranwuchsen. Dort paaren sie sich und laichen ab. Eine neue Generation wächst heran – der Kreis schliesst sich. Doch vielerorts zerschneiden heute
Strassen die Lebensräume der Amphibien und machen die «Hochzeitsreise» zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. Damit die Tiere gefahrlos ihr Ziel erreichen, werden die Tambrigstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden sowie die Wolserholzstrasse auch dieses Jahr wieder vorübergehend gesperrt. Die
Die nächtliche Strassensperrung in Maschwanden hilft alljährlich Tausenden von Amphibien, ihre Laichgewässer im Hinterfeld unbeschadet zu erreichen. Das Bild zeigt ein Erdkrötenpaar im Weiher Hinterfeld. (Bild H. Cigler)
Umfahrung erfolgt via Mettmenstetten und wird entsprechend signalisiert. Die Strassensperre dauert bis und mit spätestens 11. April und gilt jeweils von abends 18.30 bis morgens 5.30 Uhr. Amphibien spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Nahezu 80 Prozent aller Arten in der Schweiz sind vom Aussterben bedroht. Mit Ausnahme des nicht einheimischen Seefroschs sind sie alle gesamtschweizerisch geschützt. Indem Autofahrende die Sperrung beachten, tragen sie zum Erhalt einer der grössten Amphibienpopulationen im Kanton Zürich bei. Die Zugstelle wird kontrolliert. Wer gegen die Sperrung verstösst, macht sich strafbar. Baudirektion Kanton Zürich
Die Villa Stehli in Obfelden liegt in einem knapp 33000 Quadratmeter grossen Park und ist ein Denkmalschutzobjekt.
(Bild Werner Schneiter)
DIE ALPEN - vom Rosengarten zum Matterhorn Von Paul Roos
Mittwoch 4 März 2026 20 00 Uhr
Kasinosaal, 8910 Affoltern am Albis
Eintritt inkl Apero Fr 30 -
Benefizveranstaltung in Affoltern zugunsten
Nahtoderfahrungen
aus Interviews mit 250 Betroffenen Öffentliche Vorträge von Franz Dschulnigg
Cham, Lorzensaal
24. Februar 2026, 19.30 Uhr Zürich, Spirgarten
11. März 2026, 19.30 Uhr
«Gibt es ein Leben nach dem Tod?» YouTube: Empirische Jenseitsforschung
LOTTO
Beinwil/Freiamt
Samstag, 7. März 2026 im Mehrzweckgebäude Ab 18.00 Uhr Nachtessen Schnitzel, Pommes frites und Gemüse Ab 19.30 Uhr Lotto (jeder 3. Gang Superlotto) Gratisverlosung
Interaktive Wahlveranstaltung mit Kahoot und Ballwurf
Die zahlreichen Kandidierenden präsentierten sich dem Publikum in Mettmenstetten
Sandra ISabél ClauS
Anders als in anderen Gemeinden des Bezirks wurde die Wahlveranstaltung in Mettmenstetten am vergangenen Montag nicht von einer Partei oder einem Verein organisiert. Hier war es die Gemeindeverwaltung, die zum Kennenlernen der Kandidierenden lud. Nach einleitenden Begrüssungsworten der amtierenden Gemeindepräsidentin Vreni Spinner zog sie sich aus der Moderation zurück, da sie am 8. März neben fünf weiteren Kandidierenden für eine neue Amtszeit kandidiert. Insgesamt 20 Einwohnerinnen und Einwohner stellten sich für die Behörden des Gemeinderats, der Primarschulpflege, der Sozialbehörde sowie der Rechnungsprüfungskommission zur Wahl und nutzten die Chance, sich dem Publikum vorzustellen.
Durch den Abend führte Oliver Bär, Geschäftsführer der Gemeinde Mettmenstetten. Er wartete mit einer Überraschung auf: «Wir drehen heute den Spiess um: Die Bevölkerung darf zuerst auf verschiedene Fragen antworten, bevor die Kandidierenden Stellung nehmen.» Dabei half ihm Kahoot. Alle Anwesenden konnten mit ihrem Mobil
telefon einen QRCode scannen und hatten so die Möglichkeit, aus vier vorgegebenen Antworten zu wählen. Die Aktion stiess auf rege Resonanz. Die Kandidierenden wiederum konnten mit einem Wurf eines Balls in eine Box signalisieren, dass sie auf die gerade projizierte Frage eingehen möchten.
Zuerst traten die sechs Anwärterinnen und Anwärter für den Gemeinderat auf die Bühne. Den Auftakt der Vorstellungsrunde machte der 37jährige Josua Suter, der sich neu zur Wahl stellt und damit die Behörde komplettieren würde. Er wuchs in Mettmenstetten auf, absolvierte hier Schule und Lehre. Heute ist er Vater von drei Kindern und arbeitet als Polizist. Die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat stellten sich ebenfalls vor; sie sind der Bevölkerung aber bereits aus der laufenden Legislatur bekannt.
Nun wurde es Zeit für die erste Frage, welche die Schulden und den Steuerfuss betraf. Mettmenstetten hatte sich in den letzten vier Jahren stark verschuldet, um eine Schulraumentwicklung von rund 34 Millionen Franken finanzieren zu können. Nun stehen weitere 31 Millionen Franken an Inves
titionen in den Schulraum an. Die Anwesenden konnten aus vier Aussagen in folgender Reihenfolge wählen: «Die Schulden sollten vollständig durch Einsparungen reduziert werden», «Eine kleine Steuererhöhung bis maximal vier Prozent ist nun gerechtfertigt», «Keine Steuererhöhung» und «Eine Steuererhöhung von mehr als vier Prozent ist nun angebracht».
Die grosse Mehrheit des Publikums wählte die zweite Option und hielt somit eine kleine Steuererhöhung bis maximal vier Prozent für gerechtfertigt. «Dieses Resultat freut mich. An den letzten Gemeindeversammlungen mahnte ich, dass künftig eine mindestens vierprozentige Steuererhöhung nötig sei. Der Kanton hat seinen Steuerfuss um drei Prozent gesenkt, sodass die Erhöhung für die Steuerzahlenden von Mettmenstetten minim ausfiele», erläutert der amtierende Vorsteher Finanzen und Immobilien, Fabio Oetterli.
Die Gemeindepräsidentin Vreni Spinner ergänzt: «Ich bin klar der Meinung, dass unsere Schulden nicht der nächsten Generation übergeben werden dürfen. Niemand bezahlt gerne Steuern, doch die aktuellen grossen In
vestitionen rechtfertigen eine moderate Steuererhöhung.»
Auch die nächste Frage behandelte ein heisses Eisen: Die Miet und Wohnpreise sind in Mettmenstetten stark gestiegen, und in immer mehr Gemeinden werden Rufe nach staatlich subventioniertem Wohnraum laut. Die Antwortmöglichkeiten reichten von aktivem Wohnungsbau durch die Gemeinde und vergünstigtem Wohnraum für alle über bevorzugten Zugang für Ältere bis hin zu der Position, dass sich die Gemeinde aus dem Immobilienmarkt heraushalten solle. Interessanterweise stimmte eine deutliche Mehrheit für Letzteres.
Ressortvorsteher Hochbau Lukas Stucky zeigt sich erleichtert: «Es wäre der falsche Weg, als Gemeinde Einfluss auf den Immobilienmarkt zu nehmen und mit Steuergeldern Wohnungen zu verbilligen. Wohnraum fördern wir derzeit konkret auf dem ErspachAreal, wo wir den Eigentümern erlauben, einen hohen Wohnanteil zu realisieren.»
Der Gemeinderat widmete sich noch zwei weiteren Themen, bevor die Kandidierenden für die Primarschulpflege Rede und Antwort standen. Für diese Behörde wird es am 8. März spannend, da sechs Interessierte um fünf Sitze buhlen. Zu den vier Bisherigen gesellen sich zwei neue Willige. Melanie Vollenweider ist derzeit Primarschulpräsidentin und möchte dieses Amt in der nächsten Legislatur weiterführen. Im Falle der Wahl wird sie automatisch das siebte Gemeinderatsmitglied.
Auch die Kandidierenden der Sozialbehörde sowie der Rechnungsprüfungskommission wurden nacheinander auf die Bühne gebeten und bezogen aufgrund der vorgegebenen Fragen ihre Positionen. Diese deckten sich grösstenteils mit den Reaktionen der anwesenden Bevölkerung. So blieben bis zum Schluss keine Fragen offen, und die Wahlveranstaltung ging nach regem Engagement aller Beteiligten zu Ende.
Wohn- und Bodenpolitik und die Mietpreise
Jacqueline Badran referierte am 3. Februar in Hedingen
Von links: Eva Torp, Präsidentin der SP Hedingen, mit Debora Senn Mohanathas, Gemeinderatskandidatin der SP Hedingen, und Ehrengast Jacqueline Badran, SP-Nationalrätin. (Bild zvg)
Über 60 Personen sind am 3. Februar ins Werkgebäude gekommen. Als Einführung zum Referat von Jacqueline Badran präsentierte die Hedinger SPGemeinderatskandidatin Debora Senn Mohanathas die Resultate der SPWohnumfrage, die im Herbst in Hedingen von der SP durchgeführt worden ist.
Anfang November erhielten alle Haushalte in Hedingen einen Brief mit einer Umfrage zur Wohnsituation in Hedingen. Die über 100 Antworten wurden vom SPSekretariat des Kantons Zürich ausgewertet. 77,5 Prozent sind erfreulicherweise mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Und doch sind viele besorgt wegen der schwierigen Wohnungssuche und eine grosse Mehrheit wegen der hohen Woh
nungspreise. Breit befürwortet werden das Vorantreiben des Ausbaus gemeinnütziger Wohnbaugenossenschaften durch die Gemeinde sowie ein Vorkaufsrecht für die Gemeinde für mehr bezahlbare Wohnungen. Die von Debora Senn Mohanathas kompetent und verständlich vorgestellte Umfrage ergibt zwar nur ein Stimmungsbild, dafür aber ein eindrückliches. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass die Resultate in vielen Punkten mit den Resultaten der gleichen Umfrage in anderen Gemeinden und Städten im Kanton Zürich übereinstimmen.
In ihrem sehr lebendigen Referat ging Nationalrätin Jacqueline Badran mit viel Energie und Engagement auf
die rechtlichen, ökonomischen und politischen Hintergründe der Wohnund Bodenpolitik und der Mietpreise ein. Da der Immobilien und Bodenmarkt sich quasi auf einen Zwangskonsum stützt, vergleichbar mit Wasser und Luft, und der Boden limitiert ist, betrifft er uns alle elementar. Für viele Personen sind die Wohnkosten heute mit Abstand der grösste Posten im Haushaltsbudget. Auf der anderen Seite profitiert der Immobilien und Bodenmarkt massiv von steuerfinanzierter Infrastrukturleistung.
Überraschende Aussage von Badran Wohl ziemlich überraschend für alle Anwesenden war die Aussage von Badran, dass Verfassungsartikel 41 BV ein Recht aller auf eine zahlbare Wohnung vorsieht. Bei einem Mietzins von bis zu
60 Prozent des Einkommens ist die Miete jedoch in der Schweiz Armutsrisiko Nr. 1. Offenbar fehlt es am Willen zur Umsetzung der Verfassung. Die Bevölkerung sieht sich dem Wohnproblem oft hilflos ausgeliefert. Jacqueline Badran präsentierte jedoch durchaus realistische Forderungen, zum Beispiel Landkauf durch die Gemeinden und Abgabe an gemeinnützige Genossenschaften und engagierte Durchsetzung des Mietrechts. Der Abend endete mit grossem Applaus für den spannenden eineinhalbstündigen Auftritt von Jacqueline Badran und angeregten Gesprächen beim Apéro.
Eva Torp, SP Hedingen Link zur Auswertung der Umfrage: https://sp-bezirk-affoltern.ch/hedingen/#aktuell
Hörverlust ist ein weitverbreitetes Phänomen, das oft als unvermeidlicher Teil des Älterwerdens angesehen wird. Doch immer mehr Studien zeigen, dass unbehandelter Hörverlust nicht nur die Lebensqualität einschränkt, sondern auch ein bedeutender Risikofaktor für die Entwicklung von Demenz sein kann. Die Verbindung zwischen Hörverlust und Demenz ist komplex und vielschichtig. Einer der Hauptgründe liegt in der sozialen Isolation, die durch Hörprobleme entstehen kann. Menschen mit Hörverlust ziehen sich häufig aus Gesprächen und sozialen Aktivitäten zurück, da sie sich überfordert oder ausgeschlossen fühlen. Diese Isolation kann das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen erhöhen, da soziale Interaktion ein wichtiger Faktor für die Gehirngesundheit ist. Ein weiterer Aspekt betrifft die kognitive Belastung. Wenn das Gehirn ständig damit beschäftigt ist, unvollständige oder verzerrte Geräusche zu entschlüsseln, fehlen Ressourcen für andere wichtige Funktionen wie Gedächtnis und Problemlösung. Langfristig kann diese Überlastung die neuronale Gesundheit beeinträchtigen. Studien deuten ausserdem darauf hin, dass Hörverlust strukturelle Veränderungen im Gehirn fördern kann. Bestimmte Regionen, die für das Hören zuständig sind, werden bei mangelnder Stimulation weniger aktiv, was den Abbau von Nervenzellen beschleunigen kann.
Regelmässige Hörtests ab einem Alter von 50 Jahren
Die gute Nachricht: Hörverlust ist behandelbar, und rechtzeitige Massnahmen können das Risiko für Demenz verringern. Hörgeräte oder CochleaImplantate können nicht nur das Hören verbessern, sondern auch die soziale Teilhabe fördern und die kognitive Belastung reduzieren. Es ist wichtig, Hörprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln –nicht nur, um die Lebensqualität zu verbessern, sondern auch, um die Gehirngesundheit zu schützen. Regelmässige Hörtests, insbesondere ab einem Alter von 50 Jahren, sollten genauso selbstverständlich sein wie andere Vorsorgeuntersuchungen. Hörverlust mag oft unterschätzt werden, doch seine Auswirkungen auf die kognitive Gesundheit sind nicht zu ignorieren. Wer sein Gehör schützt, tut auch seinem Gehirn etwas Gutes – und legt einen wichtigen Grundstein für ein aktives, gesundes Leben im Alter.
Haben Sie Fragen? Sie erreichen uns unter gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch oder unter der Telefonnummer 044 714 26 68
Dies sind die sieben Anwärterinnen und Anwärter für den Gemeinderat Mettmenstetten (von links): Josua Suter, Jürg Meili, Fabio Oetterli, Lukas Stucky, Vreni Spinner, Melanie Vollenweider und Marcel Eicher. (Bild Sandra Isabél Claus)
Ein Kandidat und fünf Kandidatinnen für den Schulzweckverband
Grosse Herausforderungen im Bildungsbereich und viel Engagement bei der Lösung – Fortsetzung von Seite 1
Florian HoFer
Wie in den anderen Behörden, die am 8. März mit neuen Entscheidungsträgern ausgestattet werden, setzen sich auch beim Schulzweckverband engagierte Personen für das Wohl der Allgemeinheit ein.
Drei Fragen an die Kandidierenden
Der «Anzeiger» wollte von den Kandidierenden wissen, was sie zur Wahl sagen möchten, und hat ihnen drei Fragen geschickt. Die erste Frage lautete: Der Schulzweckverband kümmert sich um alle schulischen Belange, die nicht von der Regelschule abgedeckt werden. Weshalb sind Ihnen diese Belange wichtig?
Bei der zweiten Frage sollten die Kandidierenden erzählen, warum sie für dieses Behördenamt geeignet sind, angesichts der immer komplexer werdenden
Anforderungen an die Behörde. Die dritte Frage lautete: Behördenämter brauchen zeitliche Ressourcen. Wie viel Zeit können Sie in das Amt in der Verbandsschulpflege investieren?
Francesca Brignoli Lutz
Die Präsidentin Francesca Brignoli Lutz schreibt dazu, diese Aufgaben seien ihr wichtig: «Da professionelle Beratung, geeignete Abklärungen und Therapien die Belastung reduzieren und schulische Wege stabilisieren, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Eltern und Schulen. Als Mutter von vier erwachsenen Söhnen ist mir dieses Thema auch persönlich wichtig. Der Schulzweckverband entlastet die Schulen und gibt Familien Orientierung, getragen von Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.» Sie macht geltend, dass sie mehrjährige Behördenerfahrung als Schulpräsidentin mitbringe und seit vielen Jahren in der Schulleitung tätig ist: «Ich weiss, worauf es bei strategischen Entscheiden, guter Zusammenarbeit und solider Finanzierung im Bildungsbereich ankommt. Zudem ken
«Als Mutter von vier erwachsenen Söhnen ist mir dieses Thema auch persönlich wichtig.»
Francesca Brignoli Lutz, Wettswil
ne ich den Schulhausbau aus der Praxis und kann komplexe Vorhaben von der Planung bis zur Umsetzung verlässlich führen. Seit vier Jahren engagiere ich mich im Schulzweckverband, kenne die Dossiers aus erster Hand und arbeite lösungsorientiert, transparent und wertschätzend, damit Entscheide nachvollziehbar sind und tragfähige Lösungen konsequent umgesetzt werden.» Weiter schreibt sie: «Ich habe mir ab Februar 2026 bewusst zeitliche Ressourcen geschaffen, um die Aufgaben flexibel und zuverlässig wahrnehmen zu können. Je nach anstehenden Themen investiere ich die nötige Zeit für Sitzungen, Vorbereitung und Dossierarbeit, in intensiven Projektphasen entsprechend mehr. Mir ist wichtig, dass die Arbeit nicht bei den Sitzungen endet, sondern dazwischen sorgfältig vorbereitet und verlässlich weitergeführt wird.»
Adriano Caruso
«Jedes Kind verdient die Chance auf eine gute Zukunft. Dazu gehört es, dass es sich nach seinen Bedürfnissen entwickeln kann. Als Vater und durch meine Erfahrung als Lichtberater von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen weiss
ich, wie viel richtige Rahmenbedingungen bewirken können: Wenn ein Kind Mühe hat, sich zu orientieren, sich zu konzentrieren oder überhaupt Zugang zum Lernen zu finden, dann liegt das sehr oft nicht am Kind selbst, sondern an seinem Umfeld», schreibt Adriano
«Genau hinschauen, zuhören, und Lösungen ermöglichen, die funktionieren.»
Adriano Caruso, Affoltern
Caruso. Er sehe oft, wie stark scheinbar kleine Anpassungen – Licht, Struktur, Hilfsmittel – die Selbstwirksamkeit eines Menschen verändern könnten. Diese Perspektive prägt seine Motivation. «Genau dieses Denken möchte ich in den Schulzweckverband einbringen: genau hinschauen, zuhören, und Lösungen ermöglichen, die funktionieren. Damit für jedes Kind in unserer Region die passende Unterstützung bereitgestellt werden kann.» Caruso verbindet eine fundierte technische Ausbildung mit unternehmerischem Denken. In seinem Berufsalltag sei er es gewohnt, komplexe Herausforderungen logisch zu analysieren und funktionierende Lösungen umzusetzen. «Mein über 15jähriges Engagement bei der Feuerwehr, sowohl im aktiven Dienst als auch in der strategischen Vorstandsarbeit, hat mir zudem gezeigt, wie wichtig Teamarbeit ist und wie viel Freude der Einsatz für die Gesellschaft macht. Behördenarbeit bedeutet für mich dabei nicht Verwaltung um der Verwaltung willen, sondern gemeinsames Gestalten mit klaren Rollen und gegenseitigem Respekt.» Er verfüge über ein gutes Zeitmanagement und die nötige Flexibilität für dieses Behördenamt. Und: «Ich stehe zu meinem Wort und pflege eine verbindliche Arbeitsweise.»
Claudia Frick
«Seit Jahren engagiere ich mich in meinem Beruf, aber auch im Privaten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Als Berufsschullehrerin der Gastronomie bilde ich seit über zwölf Jahren Jugendliche und junge Erwachsene aus, vom praktischen bis zum allgemeinbildenden Unterricht. Gute Bildung für alle ist unabdingbar, geeignete Rahmenbedingungen sind dafür Voraussetzung, und die Frühdiagnostik ist ein ganz wichtiger Bestandteil», schreibt Claudia Frick. Weiter heisst es: «Ich bringe eine gute Mischung mit: Führung eines eigenen Unternehmens in der Gastronomie (Selbstständigkeit, Organisation, Planung, Weitsicht und Wirtschaftlichkeit) und langjährige Tätigkeit in der Bildung in verschiedenen Bereichen. Sie verfüge sowohl über wirtschaftliches Denken als auch über Fachwissen rund um Bildung und Förderbedarf. Und: Meine Arbeit erlaubt es mir, auch tagsüber Zeit und Energie für mir wichtige Projekte aufbringen zu können, somit habe ich die Ressourcen, diese Behördentätigkeit engagiert und professionell auszuführen. Ich würde mich freuen, meine Erfahrungen, Stärken und Kompetenzen in die
«Gute Bildung für alle ist unabdingbar.»
Claudia Frick, Affoltern
Behörde einzubringen, und damit die hervorragende Arbeit der Bisherigen Francesca Brignoli Lutz und Gabriela Nüesch unterstützen zu dürfen.»
Cathrin Füglister
«Jedes Kind soll die bestmögliche Unterstützung erhalten, die es je nach
«Jedes Kind soll die bestmögliche Unterstützung erhalten.»
Cathrin Füglister, Maschwanden
eigenen Ressourcen und Bedürfnissen benötigt. Die Regelschule ist dabei auf die Unterstützung durch sonderpädagogische Massnahmen angewiesen. Aus meinen Erfahrungen im Berufsalltag als Schulassistenz und auch durch meine Erfahrung als Mutter neurodivergenter Kinder weiss ich, wie wichtig und fördernd das Angebot des SZV ist, und setze mich für dessen Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau ein.» Das Zürcher Schulsystem kennt sie von allen Seiten, zum einen als Mutter von sechs Kindern, die sie seit 2010 durch ihre Schulzeit begleitet. «Des Weiteren war ich vier Jahre als Finanzvorsteherin in der Schulpflege der Sek Mättmi tätig. Die Behördenarbeit ist mir vertraut. Seit 2021 stehe ich als Schulassistenz im Klassenzimmer und erlebe den praktischen Schulalltag aus pädagogischer Sicht. Und zu guter Letzt engagiere ich mich seit letztem August im Elternrat der Sek Mättmi. Empathie, Organisationstalent und die Fähigkeit, vernetzt zu denken, sind, wie in meinem Alltag, in einem Behördenamt sicherlich ebenso von Vorteil.» Als Angestellte arbeitet sie etwa 25 bis 30 Stellenprozente: «Die restliche Zeit, inklusive der Schulferien, kann ich mir flexibel einteilen. Ich kann in diese Arbeit so viel Zeit investieren, wie es braucht, um dieses
Amt mit Engagement und Begeisterung zu erfüllen.»
Sandra Leuteritz
Sandra Leuteritz engagiert sich, weil «es hier um Kinder und Jugendliche geht, die mehr Unterstützung und Aufmerksamkeit brauchen». Gerade in sensiblen Lebensphasen entscheide eine gute Begleitung darüber, ob sie Stabilität und Vertrauen entwickeln können. «Mir ist wichtig, dass jedes Kind gesehen und keine
«Veränderungen sehe ich als Chance, Zukunft bewusst zu gestalten.»
Sandra Leuteritz, Obfelden
Familie mit ihren Herausforderungen allein gelassen wird und dass die Angebote des Schulzweckverbandes verlässlich und qualitativ hochstehend sind.» Sie schreibt, sie bringe Weitsicht, Organisationsverständnis und Freude an vernetzter Zusammenarbeit mit: «Mich motiviert es, gemeinsam mit Fachpersonen und Behörden neue Wege zu denken – etwa bei der Weiterentwicklung von Sonderschulangeboten im Bezirk. Veränderungen sehe ich als Chance, Zukunft bewusst zu gestalten. Ich arbeite strukturiert und lösungsorientiert mit Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung. Genau diese Kombination möchte ich in die Verbandsschulpflege einbringen.» Dafür sei sie bereit, sich den nötigen zeitlichen Raum zu schaffen, um dieses Amt verantwortungsvoll auszuüben. «Mir ist wichtig, zuverlässig präsent zu sein und meine Aufgaben gut vorbereitet und mit Begeisterung wahrzunehmen. In arbeitsintensiveren Phasen bin ich flexibel und bereit, zusätzliche Zeit zu investieren.»
Gabriela Nüesch
«Mir ist es wichtig, dass alle Kinder unabhängig von ihren persönlichen
oder familiären Voraussetzungen gleiche Chancen auf Bildung haben. Im Schulzweckverband trage ich seit acht Jahren dazu bei, diese Chancengleichheit zu fördern und die Qualität der Schulen langfristig zu sichern», schreibt Gabriela Nüesch. Weiter schreibt sie: «Ich arbeite strukturiert, lösungsorientiert und bin eine verant
«Mir ist bewusst, dass der Bildungsbereich immer komplexer wird.»
Gabriela Nüesch, Obfelden
wortungsbewusste Persönlichkeit. Mir ist bewusst, dass der Bildungsbereich immer komplexer wird und Entscheidungen gut durchdacht, transparent und rechtssicher getroffen werden müssen. Seit ich in der Verbandsschulpflege des Schulzweckverbands tätig bin, nehme ich an den Sitzungen teil und bereite mich sorgfältig auf diese vor. In meinen Ressorts – Psychomotorik und Heilpädagogische Schule – führe ich befähigend und bin in alle strategischen Entscheidungen involviert.»
Zum Schluss noch einmal Brignoli Von der Präsidentin wollte der «Anzeiger» schliesslich noch wissen, ob sie sich gut in ihr Amt eingefunden hat, was sie bejaht (im Juni 2025 hatte sie das Präsidium des Schulzweckverbands von Anand Weber übernommen): «Ich engagiere mich gerne als Präsidentin des SZV. Im Präsidium kann ich meine Stärken einbringen: gemeinsam Strategien entwickeln, Ziele klären und daraus breit abgestützte Entscheidungen ableiten, die konsequent umgesetzt werden. Ich arbeite gerne im Team und übernehme Verantwortung, mit klarem Blick für das Ganze und für das Machbare. Wenn mir das Vertrauen erneut ausgesprochen wird, freue ich mich, das Präsidium weiterzuführen.»
Am Samstag, 7. Februar, wurde es in Stallikon wieder bunt, lebendig und herrlich verspielt: Die Stalliker Kinderfasnacht zog mit vielen verkleideten Kindern – und mit immer mehr kreativ kostümierten Erwachsenen – durch die Rainstrasse zum Schulhaus Loomatt und machte den Nachmittag zu einem kleinen Dorffest für die ganze Familie.
Heike Zetterström, Präsidentin des Familienclub Stallikon, betont, wie lange diese Tradition bereits zum Dorfleben gehört. Die erste Stalliker Kinderfasnacht fand 2002 statt und der Umzug folgt bis heute derselben Route. «Schon damals führte der Strassenumzug durch die Rainstrasse zum Schulhaus Loomatt», sagt sie. Gewachsen ist über die Jahre vor allem die Atmosphäre: mehr Familien, mehr Verkleidungen, mehr Mitmachen.
Ein besonderes Merkmal des diesjährigen Umzugs war ein dekorierter
WAHLEMPFEHLUNGEN
kleiner Traktor mit Musikanlage, der die Kinder begleitete – ermöglicht durch die Unterstützung des lokalen Landwirts Dani Derrer und seiner Familie. Der Traktor wurde zugleich zur rollenden «SüssigkeitenStation» und verteilte unterwegs Leckereien an die mitlaufenden Kinder. Nach dem Umzug ging die Fasnacht in der Turnhalle Loomatt weiter. Dort war für viele kleine (und auch grosse) Besucherinnen und Besucher der Showact der Höhepunkt, der für Stimmung in der Halle sorgte. «Dieses Jahr konnten wir die grossen und kleinen Besucher mit dem Zauberkünstler Dan begeistern», sagt Zetterström. Die Rückmeldungen der Eltern spiegeln diese Begeisterung. Sara Zahner beschreibt es so: «Die Stimmung in der Halle war sehr gut. Meine Tochter fand den Zauberer besonders lustig, wegen seines Tieres und Lady Gaga!»
Ein weiterer Blickfang war eine Premiere: das neue Maskottchen des Vereins, der «Uetlibär». Nach dem 35jährigen Bestehen des Familienclubs im letzten Jahr lancierte der Verein einen MaskottchenWettbewerb: Die Stalliker Bevölkerung konnte Ideen einsenden, der Gewinner wurde per OnlineAbstimmung gewählt. Der SiegerVorschlag «Uetlibär» stammt von Romeo Frehner (10) aus Sellenbüren. Vereinsmitglieder nähten das Maskottchen anschliessend in Zusammenarbeit mit dem Vorstand –und der Uetlibär soll künftig auch an weiteren Anlässen auftauchen. Wiederbelebt wurde zudem eine Tradition aus früheren Jahren: Die Fasnacht wurde erneut gemeinsam mit Be
Gemeindearbeit ist Teamarbeit
Eine Gemeinde lebt nicht von Einzelauftritten, sondern von Menschen, die gemeinsam Verantwortung tragen. Man spürt den Unterschied sofort, ob ein Gremium nur aus Einzelinteressen besteht oder ob echte Zusammenarbeit gelebt wird. Dort, wo unterschiedliche Stärken zusammenkommen, entsteht Stabilität.
Wenn man sich ein funktionierendes Gemeinderatsteam vorstellt, dann sind es genau diese Eigenschaften, die zählen. Sachlichkeit, Verlässlichkeit, Dialogfähigkeit und gegenseitiger Respekt. Darum empfehlen wir für den Ge
meinderat das SiebnerTicket aus erfahrenen Kräften wie Simon BöhlenSchmid, Stephan Hinners, Jürg Dolder und Peter Weiss und neuen Persönlichkeiten wie Yves Dietre, Philipp Schwendimann und Antonio Ricciardi. Nicht durch Lautstärke, sondern durch Haltung. Jede und jeder bringt etwas Eigenes ein, ohne das Gemeinsame aus den Augen zu verlieren. Gerade in Zeiten, in denen politische Diskussionen schnell persönlich werden, ist solch eine Art der Zusammenarbeit wohltuend. Unterschiedliche Meinungen dürfen sein. Entscheidend
wohnerinnen und Bewohnern sowie Angehörigen und Betreuenden aus dem Wohnheim der Stiftung RgZ gefeiert. Für den Familienclub unterstreicht das den Gedanken, dass die Kinderfasnacht ein Anlass für die ganze Gemeinschaft sein soll.
Damit ein Umzug reibungslos funktioniert, braucht es auch Sicherheit. Beim Strassenumzug begleitete die Feuerwehr Unteramt den Zug und sorgte dafür, dass die Route für alle gut funktionierte – ein Beitrag, der oft im Hintergrund bleibt, aber entscheidend ist. Ein
Elternkommentar bringt die sichtbare Entwicklung des Umzugs in diesem Jahr auf den Punkt. Michi Eugster sagt: «Es war cool! Der Umzug hat sich seit letztem Jahr bemerkenswert verbessert: vom Bollerwagen zu zwei Wagen, die mitfahren.» Zum Schluss kommt ein Thema zur Sprache, das immer wieder diskutiert wird, den Anlass aber nicht trübte: das Konfettiverbot. «Ein emotionales Thema ist bei einigen das Konfettiverbot an unserer Fasnacht», sagt Zetterström. Aufgrund von Beschwerden ist es nicht
mehr erlaubt, während des Umzugs Konfetti zu werfen. Der Vorstand prüfte mögliche Lösungen, und als Alternative setzt der Familienclub inzwischen auf eine Seifenblasenmaschine: «Die bunten Seifenblasen sind mindestens genauso toll!» Und vielleicht ist das die leise Stalliker Pointe dieser Fasnacht: Auch ohne Konfetti funkelte der sonnige Nachmittag – ein bisschen leichter, ein bisschen sauberer und mit umso mehr Fantasie auf der Strasse und in der Halle. Deviprasad Rao, Leiter Kultur Stallikon
Gute Lösungen für die Zukunft von Obfelden
ist, wie man damit umgeht. Wer fähig ist, zuzuhören, abzuwägen und gemeinsam Lösungen zu tragen, stärkt nicht nur das Gremium, sondern die ganze Gemeinde.
Am Ende ist es nicht entscheidend, wer im Rampenlicht steht. Entscheidend ist, ob das Zusammenspiel funktioniert. Denn gute Gemeindepolitik entsteht nicht auf der Bühne, sondern am Tisch. Wer dieses Zusammenspiel will, füllt deshalb auf dem Wahlzettel alle sieben Plätze aus.
Die Mitte Ortsgruppe Obfelden
Nach unschönen Turbulenzen im Obfelder Wahlkampf tut es gut, einen Kandidaten für den Gemeinderat und eine Kandidatin für die Primarschulpflege wählen zu dürfen, die beide, ausgerüstet mit viel Erfahrung in verschiedenen Berufs und Lebensbereichen, eine Bereicherung für Obfelden sind. Philipp Schwendimann, Lokführer SBB, Sozialarbeiter HF mit MAS Sozialrecht, und Sarah Birolini, die FührungsErfahrung aus Spitex und Militär mitbringt, sind beide Persönlichkeiten, die
Eine Macherin mit Herz und Verstand – Claudia Frick in den Schulzweckverband
Wer Claudia Frick kennt, weiss: Wenn sie etwas anpackt, dann richtig. Ich durfte sie als eine Frau erleben, die nicht nur redet, sondern handelt.
Besonders beeindruckt mich ihr Engagement als Berufsschullehrerin für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Aus eigener Erfahrung mit einem Kind, das auf Frühförderung angewiesen war, weiss ich, wie wichtig eine starke Stimme für dieses Anliegen ist.
Claudia Frick setzt sich hier mit echtem Herzblut ein. Sie hört genau zu, interessiert sich für die Lebensgeschichten
ihrer Mitmenschen und bringt das nötige Fingerspitzengefühl mit.
Claudia Frick kann «zupacken» Dass sie zupacken kann, beweist sie auch im Alltag: Sei es bei der effizienten Ver
waltung unserer eigenen Liegenschaft oder, wenn es darum geht, die Hausgemeinschaft zusammenzubringen. Wer schon einmal ein von ihr organisiertes Fest erlebt hat, weiss, dass sie Organisationstalent mit einer grossen Portion Humor verbindet. Wir brauchen Persön
Claude Wuillemin – Kandidatur für Präsidium Sekundarschulpflege Bonstetten
Nach der Berichterstattung vom letzten Sommer im «Anzeiger» habe ich meine Kandidatur im Herbst bekannt gegeben. Ich bin kein Pädagoge, sehe aber genau darin einen Vorteil. Als Quereinsteiger kann ich die Aufgabe unvoreingenommen und sachlich angehen.
Motivation und Schwerpunkte
Die Sekundarschule Bonstetten verdient es, ihren guten Ruf und die hohe Unterrichtsqualität weiterzuführen und zu festigen.
Dafür braucht es eine motivierte Schulleitung, eine engagierte Schulverwaltung und Lehrpersonen, die mit
Freude und Überzeugung unterrichten. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass alle Stufen miteinander reden, einander zuhören und am gleichen Strick ziehen. Das Amt als Präsident der Schulpflege erfordert Führungserfahrung, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit; ebenso die Fähigkeit, sich unabhängig und sachlich mit verschiedensten Themen auseinanderzusetzen – und vor allem Zeit. Diese Voraussetzungen bringe ich mit.
Neben der Aufarbeitung stehen zwei grosse Themen im Vordergrund:
• Die Firma MitPlan GmbH wurde beauftragt, eine Organisationsanalyse und Prozessentwicklungen durchzuführen,
um die Aufgaben klar zu definieren. Die Empfehlungen müssen ab Sommer 2026 umgesetzt werden.
• Die Primarschulpflege hat ihre Vision 2033 – Lernen neu denken! lanciert. Diese Neuausrichtung wird auch die Sekundarschule Bonstetten in Zukunft betreffen.
Ich möchte die Verantwortung übernehmen, um das Vertrauen zwischen den Gremien (Schüler – Eltern – GeschäftsleitungSchulpflege) wiederherzustellen, zum Wohl unserer Schule, unserer Kinder und unserer Gemeinde.
Ich danke Ihnen für Ihre Stimme. Claude Wuillemin
es schaffen, eine pointierte eigene Meinung zu vertreten und dennoch sehr genau zuzuhören und hinzuschauen, bevor sie handeln, immer mit dem Ziel, zu einer gemeinsamen Lösung beizutragen. Darum, aus Erfahrung und mit viel Herzblut: Philipp Schwendimann in den Gemeinderat und Sarah Birolini in die Schulpflege. Und ausserdem: GianAndri Tannò in die Rechnungsprüfungskommission.
Helena Heuberger, Obfelden
lichkeiten, die bodenständig sind, die Behördentätigkeit verstehen und gleichzeitig das Herz am rechten Fleck haben. Deshalb empfehle ich Claudia Frick aus voller Überzeugung zur Wahl.
Olivia Hügli, Affoltern
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Claude Wuillemin kandidiert für das Amt des Präsidenten der Sekundarschulpflege Bonstetten. (Bild zvg)
Die erste Stalliker Kinderfasnacht fand 2002 statt und der Umzug folgt bis heute derselben Route. (Bilder Familien Club)
Der «Uetlibär», das neue Maskottchen.
WAHLEMPFEHLUNGEN
Mit Erfahrung und Verantwortung für Kontinuität und Qualität in der Sekundarschule
Als bisherige Mitglieder der Sekundarschulpflege haben wir in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Oberstufe Affoltern und Aeugst gemeinsam aktiv mitgestaltet und wichtige Projekte begleitet. Als Team verbinden wir Erfahrung aus Organisation, Pädagogik, Coaching, Führung, Kommunikation und Finanzwesen. Diese Vielfalt ermöglicht es uns, Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beurteilen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Ein zentrales Anliegen ist für uns die verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Schulverwaltung. Diese Kontinuität schafft stabile Strukturen, klare Ent-
scheidungswege und bildet die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Schule. Gemeinsam setzen wir uns für gute Rahmenbedingungen für Lehrpersonen, für Transparenz gegenüber Eltern und für eine Schule ein, die sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert.
Karin Schaub
Karin Schaub bringt ihre Erfahrung aus verschiedenen Ressorts sowie ihre organisatorische, gesundheits- und sicherheitsbezogene Berufserfahrung in die Arbeit der Schulpflege ein.
Aktuell wirkt sie beim Aufbau des Ressorts ICT mit und leistet damit einen
wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Schule im Bereich Digitalisierung und Organisation.
Christian Steiner
Christian Steiner steht als Vorsteher des Ressorts Finanzen für Stabilität, transparente Entscheide und eine verantwortungsvolle Mittelverwendung. Mit Erfahrung, Sachlichkeit und einem klaren Blick auf das Machbare setzt er sich für eine nachhaltige und tragfähige Weiterentwicklung der Schule ein. Schulpflege ist kein Wahlversprechen, Schulpflege ist Arbeit.
Christoph Waldmeier
Christoph Waldmeier bringt langjährige Erfahrung aus dem Bildungsbereich, aus seiner Tätigkeit als pädagogischer Mitarbeiter in einem Schulinternat für Kinder mit erhöhten Bedürfnissen sowie aus seiner Coaching-Arbeit ein.
In der Schulpflege verantwortet er das Ressort Infrastruktur und engagiert sich für eine vorausschauende Schulraum- und Standortplanung.
Er stellt sich zudem für das Präsidium der Sekundarschulpflege zur Verfügung und möchte Verantwortung für die weitere Entwicklung der Schule übernehmen.
Gemeinsam gestalten wir die Weiterentwicklung unserer Sekundarschule – verantwortungsvoll, realistisch und zukunftsorientiert.
Christoph Waldmeier, Affoltern
Mein Hintergrund: Pädagogische Erfahrung und unternehmerisches Denken
In meiner täglichen Arbeit als Berufsschullehrerin für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen stehe ich am Ende der Bildungskette. Hier wird deutlich: Frühdiagnose und gezielte Frühförderung sind die entscheidenden Hebel für einen erfolgreichen Lebensweg. Investitionen in qualifizierte Stellen und professionelle Strukturen sind kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für eine massgeschneiderte Bildung, die unserer gesamten Gesellschaft zugutekommt.
Ergänzt wird mein pädagogisches Profil durch mein zweites Standbein, die Gastronomie. Als diplomierte Restauratrice/Hoteliere sind mir operatives Handeln und wirtschaftliches Denken bestens vertraut. Wertvolle Erfahrungen in der Bewältigung komplexer Herausfor-
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derungen konnte ich sowohl in der Führung meines eigenen Restaurants in Zürich als auch als Mitgestalterin des Pionier-Projekts «Zum bunten Tisch» sammeln. Dieses Projekt ermöglichte es Menschen mit besonderen Bedürfnissen, aktiv im Service mitzuarbeiten – eine wertvolle Schnittstelle zwischen Inklusion und Wirtschaftlichkeit.
Ziele für die Schulpflege des Schulzweckverbands
Die Aufgabe einer Schulpflege umfasst strategische Führung, wirtschaftliche Verantwortung und zukunftsorientierte Stabilität. Mein Ziel ist es, meine Kompetenzen einzubringen und das Team rund um F. Brignoli Lutz und G. Nüesch tatkräftig zu ergänzen. Ich verfüge über
die notwendigen zeitlichen Ressourcen, um dieses Amt professionell und mit vollem Engagement auszuführen. Mein Fokus liegt dabei auf:
• strategischer Führung: Zusammenarbeit und Kommunikation über alle Stellen hinweg,
• wirtschaftlicher Verantwortung: effizienter Einsatz von Ressourcen für beste Rahmenbedingungen,
• aktiver Mitgestaltung: die Schnittstelle zwischen pädagogischem Bedarf und behördlicher Planung verantwortungsbewusst besetzen.
Am 8. März geht es um die Weichenstellung für unsere Kinder. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.
Claudia Frick, Affoltern
Patricia Jacotin – Fachkompetenz und Präzision
Eine verantwortungsvolle und transparente Finanzpolitik ist entscheidend für das Vertrauen der Bevölkerung. Als bisheriges Mitglied der Rechnungsprüfungskommission setze ich mich dafür ein, dass die Steuergelder korrekt, effizient und zielgerichtet eingesetzt werden.
Ein besonderes Anliegen ist mir, den attraktiven Steuerfuss von Wettswil zu erhalten. Dazu gehört die sorgfältige Prüfung von Budgets und Investitionskosten ebenso wie eine kritische, unabhängige Kontrolle der finanziellen Entscheide der Gemeinde. Beruflich arbeite ich als diplomierte Buchhalterin mit Fachausweis bei einer Treuhandgesellschaft und verfüge über langjährige Erfahrung im Rechnungswesen. Ergänzt wird dieses Fachwissen durch meine Ausbildung als Pflegefachfrau HF, die mir einen ganzheitlichen Blick auf Verantwortung, Organisation und effizienten Mitteleinsatz vermittelt. Durch meine Tätigkeit in verschiedenen Rechnungsprüfungskommissionen – in der Gemeinde Wettswil, bei der ARA Birmensdorf sowie als Präsidentin
(Bild zvg)
der RPK der katholischen Kirche Bonstetten – kann ich meine Erfahrung gezielt einbringen und weitergeben. Ich stehe für Sachlichkeit, Genauigkeit und Augenmass und möchte mich auch künftig für eine solide, verlässliche und nachhaltige Finanzführung unserer Gemeinde einsetzen.
Besten Dank für Ihre Stimme, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.
Patricia Jacotin, FDP
Maurice Lutz – nächste Generation einbringen
Ich bin in Wettswil aufgewachsen und hier fest verwurzelt. Unsere Gemeinde ist meine Heimat – und das soll sie auch in Zukunft bleiben. Deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, mich aktiv für eine solide, verantwortungsvolle und transparente Finanzpolitik in Wettswil einzusetzen.
Beruflich bin ich im Bereich Immobilien und Projektentwicklung tätig und studiere parallel Wirtschaftsrecht an der ZHAW. Dabei befasse ich mich täglich mit wirtschaftlichen und recht-
lichen Fragestellungen, analysiere komplexe Sachverhalte und beurteile Projekte hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Risiken und Nachhaltigkeit. Diese strukturierte, sorgfältige Arbeitsweise möchte ich gezielt in die Arbeit der Rechnungsprüfungskommission einbringen.
Mir ist wichtig, dass die finanziellen Mittel unserer Gemeinde effizient, nachvollziehbar und verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Eine unabhängige und sachliche Kontrolle schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für eine gesunde Weiterentwicklung von Wettswil – heute und für kommende Generationen.
Die Werte der FDP – Freiheit, Eigenverantwortung und finanzielle Solidität – entsprechen auch meinen persönlichen Überzeugungen. Mit Engagement und Augenmass möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass Wettswil weiterhin attraktiv, gut geführt und lebenswert bleibt.
Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Stimme, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.
Maurice Lutz, FDP
Für eine nachhaltige Stadt Affoltern
Fürdie Trendwendeim
Trendwende
Auch als Präsident Primarschule
DerStadtratmussdieVerwaltung klarund -mit klarenStrukturenund einer massvollenPersonalpolitik.
Für die Stadtratswahlen in Affoltern haben die Grünen mit Stefan Kessler einen für dieses Amt sehr geeigneten Kandidaten aufgestellt. Gemeindepolitik erfordert die Fähigkeit, sich mit einem breiten Spektrum an Themen auseinanderzusetzen und diese mitzugestalten. Stefan Kessler bringt viele Erfahrungen mit, die er dafür einbringen kann. Als Immobilienberater setzt er sich für eine ganzheitliche Sicht ein und nicht für das schnelle Geschäft. Als Vorstandsmitglied einer Wohnbaugenossenschaft setzt sich Stefan Kessler für bezahlbaren Wohnraum und eine gute soziale Durchmischung ein. Gleichzeitig engagiert er sich seit vielen Jahren in der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Affoltern. Diese Aufgabe erfordert die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, den Ausgleich zu suchen und tragfähige Lösungen auszuhandeln. Ein wichtiges Standbein seiner politischen Arbeit ist die Nachhaltigkeit. Mit Fassaden- und Dachbegrünungen oder mit der Entsiegelung von Böden bei-
spielsweise kann im ökologischen Bereich viel erreicht werden. Nachhaltige politische Entscheide erfordern für Stefan Kessler aber auch die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in politische Entscheidungsprozesse. Als Präsident der Grünen Partei Affoltern ist Stefan Kessler gut vernetzt –auch über die Stadtgrenzen hinaus. So waren am Neujahrsapéro, zu dem er kürzlich eingeladen hat, nicht nur viele Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik präsent. Auch die beiden Nationalrätinnen Marionna Schlatter und Meret Schneider liessen es sich nicht nehmen, Stefan Kessler im Ulmensaal mit persönlichen und wertschätzenden Worten viel Erfolg für seine Kandidatur zu wünschen. Die beiden Vertreterinnen des Kantons Zürich im Bundeshaus unterstrichen dabei, wie gross der Gestaltungsspielraum für nachhaltige Lösungen gerade auf Gemeindeebene ist. Stefan Kessler kann diesbezüglich für Affoltern einen wichtigen Beitrag leisten.
Stefan Gribi, Affoltern
Sie kandidieren erneut für die Sekundarschulpflege (von links): Christoph Waldmeier, Karin Schaub und Christian Steiner. (Bild Janis Waldmeier)
Patricia Jacotin, bisheriges Mitglied der RPK der Gemeinde Wettswil, kandidiert erneut.
Maurice Lutz kandidiert neu für die RPK Wettswil. (Bild zvg)
WAHLEMPFEHLUNGEN
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
Pascal Santi
für eine bürgerlichverantwortungsvolle Finanzpolitik
In den kommenden Jahren steht Affoltern vor entscheidenden finanzpolitischen Weichenstellungen. Hohe Investitionen in Infrastruktur, Schulen und Abwasseranlagen treffen auf eine unsichere Ertragslage. Unter diesen Voraussetzungen braucht die Stadt eine Finanzpolitik, die realistisch, verantwortungsvoll und langfristig tragfähig ist.
Pascal Santi bringt genau diese finanzpolitische Klarheit mit. Er analysiert die Stadtfinanzen nüchtern, benennt Risiken offen und unterscheidet sauber zwischen einmaligen Sondereffekten und struktureller Leistungsfähigkeit.
Gerade in Zeiten, in denen Überschüsse teilweise auf Buchgewinnen
und temporären Einnahmen beruhen, ist diese Ehrlichkeit entscheidend. Affoltern kann sich keine Politik leisten, die Probleme aufschiebt oder Stabilität aus der Substanz erkauft. Es braucht klare Prioritäten bei Investitionen sowie eine realistische Einschätzung der Verschuldung. Pascal Santi steht für genau diesen Ansatz. Wer eine verlässliche, bürgerlichverantwortungsvolle Finanzpolitik will, die auch kommenden Generationen Handlungsspielraum lässt, ist mit Pascal Santi gut beraten. Ich empfehle ihn überzeugt zur Wahl in den Stadtrat von Affoltern.
Andri Silberschmidt
Direkte Demokratie leben – Stadtratswahlen am 8. März
Liebe Stimmberechtigte, vermutlich haben Sie jetzt das Stimmcouvert in der Hand und können Ihre Entscheidung treffen. Mitmachen oder Ignorieren! Die bevorstehenden Stadtratswahlen sind mehr als eine Routineabstimmung. In der direkten Demokratie, auf die wir alle stolz sind, dürfen wir häufiger als andere Demokratien über Sach- und Personengeschäfte entscheiden. Doch immer wieder zeigen sich tiefe Wahl- und Abstimmungsbeteiligungen: Oft unter 40 Prozent; bei der letzten Stadtratswahl 2022 unter 28 Prozent Stimmbeteiligung. Das unterläuft nicht nur das demokratische Grundverständnis, es schmälert auch die legitime Vertretung unserer Stadt
Affoltern. Es geht um mehr als formale Teilnahme. Es geht darum, wer unsere Stadt künftig regiert, wie mit Haushaltsmitteln umgegangen wird und welche langfristigen Ziele verfolgt werden. Wer will, dass Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, Finanzen etc. nachhaltig priorisiert werden? Wer übernimmt Verantwortung, wenn Fehler passieren, und wer erklärt offen, welche Kompromisse notwendig sind? Wer informiert die Bürgerinnen und Bürger auf Augenhöhe im wertschätzenden Dialog und rechtzeitig über anstehende Vorhaben?
Ich rufe deshalb alle Stimmberechtigten von Affoltern und Zwillikon auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen – und
Nadine Schor in die Schulpflege
Die Wahlvorschläge für die Stimmbürger zeigen es aktuell auch in der Gemeinde Ottenbach; die Namen der kandidierenden Personen sind längst nicht allen Einwohnerinnen und Einwohnern persönlich bekannt. Für eine funktionierende Demokratie ist vor allem aber auch die politische Ansicht der Kandi-
daten von Bedeutung. Nadine Schor lebt seit einigen Jahren in unserer Gemeinde als alleinerziehende Mutter eines 12-jährigen Mädchens. Ich kenne sie als hilfsbereite, geradlinige, fleissige und vorurteilsfreie Nachbarin. Ihr erfrischendes Lachen dürfte in der Funktion der Schulpflegerin zwar nur eine marginale Rolle
zwar zu mehr als 50 Prozent. Eine höhere Wahlbeteiligung stärkt die Legitimation der gewählten Führung, erhöht die Transparenz und fördert eine konstruktive Debatte über Prioritäten und Ressourcen. Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung für Affoltern und Zwillikon übernehmen.
Nehmen Sie am 8. März aktiv an der Wahl teil, informieren Sie sich über Programme und Ziele der Kandidaten und Kandidatinnen, hinterfragen Sie Entscheidungen der Vergangenheit, und gestalten Sie die Zukunft unserer Stadt aktiv mit.
Die Mitte Affoltern, Clemens Grötsch, alt Stadtpräsident Affoltern
spielen. Eine positive, aufgeräumte und fortschrittliche Politikerin wird aber auch in einem Gremium stets geschätzt. Nadine Schor darf als absolut geeignete Person für die Funktion einer Schulpflegerin bezeichnet werden.
Martin Mullis, Ottenbach
Bruno Rüegsegger in die Sekundarschulpflege
Bonstetten-Stallikon-Wettswil
Bruno Rüegsegger wohnt mit seiner Familie seit 2009 in Wettswil und arbeitet bei der Zuger Kantonalbank. In seiner Freizeit macht er gerne Sport, ist aktives Mitglied im Tennisclub Wettswil und unterstützt den Fussballclub WettswilBonstetten als Schiedsrichter. Ihm ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Schülerinnen und Schüler zu Bewegung und Sport motiviert werden, auch zur Gesundheitsprävention. Mit Bruno Rüegsegger steht ein Kandidat zur Wahl, der fachliche Kompetenz, Erfahrung und Engagement überzeugend vereint. Ich
habe ihn schätzen gelernt, weil es ihm wichtig ist, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen. Gerade in einer Zeit, in der die Schule vor grossen Herausforderungen steht –sei es durch steigende Anforderungen, knappe Ressourcen oder gesellschaftliche Veränderungen –, braucht es Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen und lösungsorientiert handeln. Er setzt sich für eine starke, gut geführte Schule ein, in der Lehrpersonen gute Rahmenbedingungen vorfinden und Schülerinnen und Schüler bestmöglich
gefördert werden. Dabei ist ihm der konstruktive Dialog zwischen Schule, Eltern und Behörden ein zentrales Anliegen. Ich bin überzeugt, dass Bruno Rüegsegger mit seiner ruhigen, verlässlichen Art und seinem Engagement einen wertvollen Beitrag zur Arbeit der Sekundarschulpflege leisten wird. Ich empfehle ihn darum gerne den Stimmberechtigten von Bonstetten, Stallikon und Wettswil zur Wahl und danke für die Unterstützung.
Ronald Alder, Kantonsrat GLP
Die FDP Ottenbach empfiehlt, neben den bisherigen Gaby Noser Fanger, Ronald Alder und Franz Zeder, neu Serge Bonvin und Marcel Niederer für den Gemeinderat
Anlässlich der von der FDP Ottenbach lancierten und zusammen mit der GLP und SVP durchgeführten Podiumsdiskussion vom 20. Januar konnten sich alle bisherigen und neuen Kandidaten für den Gemeinderat und die Schulpflege präsentieren. Die FDP dankt dem Moderator Roland Brüniger, allen Kandidierenden und dem zahlreich erschienenen Publikum für die guten Beiträge und angeregten Diskussionen.
Wir sind erfreut, dass durch die Anzahl von Kandidatinnen und Kandidaten den Stimmbürgern eine Auswahl ermög-
licht wird. Die kommende Legislatur 2026–2030 steht ganz im Zeichen der Realisierung zahlreicher bedeutender Bauprojekte wie des Dorfzentrums, der Sanierung wichtiger Werkleitungen von Gemeinde- und Kantonsstrassen, der Sanierung des Hallenbades sowie der Erneuerung der Sportanlagen für Schule und Vereine. Die FDP steht voll zur Absicht des Gemeinderats, diese Projekte in der neuen Legislaturperiode im Rahmen der bewilligten Kredite abzuschliessen. Vor allem auch im Bestreben, so den Steuer-
Sebastian Blümel: Sachverstand statt
Parteipolitik
Die jüngsten Artikel im «Anzeiger» verdeutlichen, wie wichtig Kontinuität und Fachwissen für unsere Primarschulpflege sind. Als parteiloser Neukandidat bin ich überzeugt: Eine zukunftsorientierte Behörde profitiert entscheidend davon, wenn bewährte Erfahrung durch aktuelle Expertise aus der Schulführung ergänzt wird. In Zürich geboren und aufgewachsen, lebe ich seit 2016 mit meiner Frau und unseren zwei Kindern in Affoltern. Als Vater ist es mir ein persönliches Anliegen, dass unsere Gemeinde auch in Zukunft über eine starke und moderne Schule verfügt. In meiner täglichen Arbeit als Sekundarschulleiter stehe ich an der Schnittstelle zwischen pädagogischem Anspruch, personeller Führung und administrativen Vorgaben. Dabei bringe ich eine wertvolle Perspektive mit: Ich kenne das Bildungssystem in- und auswendig, wahre aber aufgrund meiner Tätigkeit auf der Sekundarstufe die nötige Unabhängigkeit und professionelle Distanz zum operativen Alltag der Primarschule. Wer mich am 8. März wählt, bekommt keine Katze im Sack, sondern entscheidet sich für ein klares Rollenverständnis:
• Die Schulpflege führt strategisch: Sie gibt die Richtung vor und sichert die langfristige Qualität sowie die Verankerung der Schule in der Gemeinde.
• Die Schulleitungen tragen die operative Verantwortung: Sie sind die Profis vor
Sebastian Blümel kandidiert für die Primarschulpflege in Affoltern. (Bild zvg)
Ort und brauchen den nötigen Handlungsspielraum, um ihre Schulen erfolgreich zu führen. Mein Ziel ist es, bisherige Mitglieder mit aktuellem Fachwissen zu ergänzen und die Zusammenarbeit zwischen Behörde und Schulleitungen konstruktiv zu unterstützen. Eine moderne Schule braucht eine Behörde, welche die heutige Bildungslandschaft versteht. Dafür bringe ich meine Erfahrung und mein volles Engagement ein.
Sebastian Blümel, Affoltern
Christian Gräub als Präsident der Schulpflege
In den kommenden Wochen entscheiden wir Stimmberechtigten von Wettswil über das Präsidium der Schulgemeinde. Diese Wahl ist von grosser Bedeutung, denn sie betrifft direkt die Zukunft unserer Kinder und die Qualität unserer Schule. Aus diesem Grund empfehle ich mit Überzeugung Christian Gräub als Schulgemeindepräsident von Wettswil.
Ein Blick auf den Steckbrief von Christian Gräub zeigt rasch, dass er für dieses anspruchsvolle Amt bestens geeignet ist. Besonders hervorheben möchte ich seine langjährige Tätigkeit in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) unserer Gemeinde. Wer über Jahre hinweg Verantwortung in der RPK übernimmt, beweist nicht nur ein hohes Mass an Sachkompetenz, sondern auch Unabhängigkeit, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gerade im Schulbereich, wo es um den sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Mitteln geht, ist diese Erfahrung von unschätzbarem Wert. Christian Gräub hat zudem bereits eindrücklich gezeigt, dass er ein gewähltes Gremium erfolgreich führen kann.
Als Präsident hat er bewiesen, dass er Sitzungen strukturiert leitet, unterschiedliche Meinungen zusammenführt und Entscheidungen transparent und nachvollziehbar vorbereitet. Diese Führungsqualitäten sind für das Amt des Schulgemeindepräsidenten zentral, denn Schule funktioniert nur im Zusammenspiel von Behörden, Lehrpersonen, Eltern und Verwaltung. Besonders wertvoll für dieses Amt sind auch seine Verdienste als Präsident des Familienclubs. Der enge Kontakt zu Familien, Kindern und Jugendlichen sowie das Verständnis für deren Anliegen befähigen ihn in besonderem Masse für die Führung der Schulgemeinde. Er weiss aus eigener Erfahrung, wo der Schuh drückt, und kann zwischen den Bedürfnissen der Familien und den Anforderungen der Schule vermitteln. Christian Gräub steht für Erfahrung, Engagement und eine konstruktive Zusammenarbeit. Deshalb empfehle ich ihn mit voller Überzeugung zur Wahl als Schulgemeindepräsident von Wettswil.
Peter Ambühl, Wettswil
Reto Hitz in den Gemeinderat Wettswil
haushalt im Lot zu halten. Dazu ist ein starker, geeinter und konsensfähiger Gemeinderat erforderlich. Die FDP Ottenbach empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die bisherigen Gaby Noser Fanger als Gemeindepräsidentin, Ronald Alder und Franz Zeder sowie neu Serge Bonvin und Marcel Niederer in den Gemeinderat zu wählen. Bei den Wahlen in die Schulpflege sind für die FDP Ottenbach alle bisherigen und neuen Kandidaten wählbar.
FDP Ortspartei Ottenbach
Es ist erfreulich, dass die Mitarbeit in den Ämtler Lokalbehörden nach wie vor populär ist und der Bürger eine Wahl hat. Und: Bei Reto Hitz ist das keine Qual; denn er bringt als Selbstständiger mit eigenem KMU eine langjährige Erfahrung im Kontakt mit seinem vielfältigen Kundenkreis mit. Als Kleinbetrieb zählt die Qualität im harten Konkurrenzkampf doppelt, wenn es darum geht, zu beraten, zu planen und umzusetzen. Als überzeugter Liberaler sucht er zunächst Lösungen aus eigener Kraft, pflegt den offenen Austausch mit Betroffenen und wird dann aktiv. Kein Wunder gilt er als Macher, sei es als Gründer eines Lions Clubs, als Mitglied im Gewerbeverband oder als Motor in der Ortspartei. Draussen in der Natur erlebt man ihn auf der Skipiste oder auf dem Golfplatz. Reto Hitz ist seit 20 Jahren aktiv in Wettswil. Kein «Newcomer», sondern ein Mitbürger, der als Gemeinderat einen fundierten Beitrag an die Lebensqualität in Wettswil erbringen möchte. Seine optimistische und zupackende Art öffnet ihm viele Türen. Er hat immer wieder unter Beweis gestellt, dass seine Bürgernähe in Verbindung mit unternehmerischer Tatkraft tragfähige und akzeptable Lösungen ermöglicht. Ich empfehle Ihnen Reto Hitz mit Überzeugung zur Wahl.
Jean-Jacques Bertschi, Wettswil
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Besser die «Katze im Sack», die nicht einseitig nach Parteiparolen politisiert
Duplik auf die Replik von Toni Bortoluzzi im «Affolter Anzeiger» vom 6. Februar und auf den Leserbrief von René Berner mit dem Titel «Wie erkenne ich für mich wählbare Kandidaten?» im «Anzeiger» vom 30. Januar.
Lieber Herr Bortoluzzi, möglicherweise ist es besser, die «Katze im Sack» zu wählen, die nicht einseitig nach Parteiparolen politisiert, sondern sich den alltäglichen Sorgen, Problemen und vielfältigen Herausforderungen annimmt, die sich Tag für Tag in Gemeinden stellen. Meiner Meinung nach soll-
ten sich Bewerberinnen und Bewerber für ein Amt im Gemeinderat für die nachhaltige Weiterentwicklung einer Gemeinde einsetzen und sich den vielen unterschiedlichen Herausforderungen stellen, zu denen beispielsweise die Weiterentwicklung des Ortsbildes unter Einbezug der Land- und Agrarwirtschaft, die Wirtschafts- und Gewerbeförderung sowie das Kultur-, Bildungsund Sozialwesen gehören. Gerade ihre Partei ist ein Beispiel dafür, dass von ihren Mitgliedern erwartet wird, dass sie entsprechend den Parteivorgaben,
also der «Rennleitung», politisieren und die Parteidoktrin nicht aus den Augen verlieren. Ob das zwingend richtig ist, sollen die Wählerinnen und Wähler entsprechend dem jeweiligen Profil eines Kandidaten oder einer Kandidatin und unabhängig von einer Parteizugehörigkeit entscheiden. Je nach Gemeinde bieten Vorstellungsveranstaltungen oder die Porträts im «Affolter Anzeiger» Gelegenheit, sich ein Bild von den Bewerbenden zu machen.
Urs Preisig, Mettmenstetten
Träum weiter, lieber Markus Gasser, aber bitte nicht im Stadtrat!
Die Kandidatenporträts der Stadtratskandidaten dienen der Selbstdarstellung. Das ist manchmal gut, denn aus der Selbsteinschätzung erkennt man oft auch, ob ein Kandidat grundsätzlich geeignet ist für das Mandat eines Stadtrates.
Markus Gasser, EVP-Vertreter und ausgabenfreudiger Vorstand «Bau und Infrastruktur», hat sich mit seinen Aussagen selbst disqualifiziert. Er schreibt in seinem Statement: «Die Stadtfinanzen mit der laufenden Rechnung standen noch nie so gut da. Es werden laufend solide Überschüsse erzielt; die werden benötigt, um die Investitionen selber zu finanzieren». Vielleicht will
Gasser eine fatale Entwicklung einfach schönreden, vielleicht aber entspringt diese Aussage auch fataler Ignoranz und einem schönen Traum, wonach einfach immer genug Geld (der andern) vorhanden ist. Der Finanzplan der Stadt zeigt jedenfalls, dass die «soliden» Ertragsüberschüsse bis zum Planjahr 2029 zwischen 4 Millionen Franken (Budget 2025) und 700000 Franken (Planjahr 2027) schwanken. Die Nettoinvestitionen der nächsten Jahre von durchschnittlich rund 20 Millionen Franken können mit solchen Überschüssen nicht massgeblich finanziert werden. Die Schulden steigen enorm und wir haben bis zum Jahr 2029 einen Schuldenberg
von rund 100 Millionen Franken, der in der Zukunft nicht nur abzuzahlen, sondern jährlich auch mit Zinsen zu finanzieren ist. Da kann man nur sagen: «Träum weiter, Markus, und überlass das Regieren jenen Leuten, die die finanzielle Entwicklung verstehen!» Die Kandidierenden vom bürgerlichen 4er-Ticket (Claudia Spörri, Pascal Santi, Ernst Beeler und Franz Wipfli) verheissen hier mehr Realitätssinn. Sie wollen die Stadt nicht «totsparen», aber sie wollen durch klare Priorisierung der Aufgaben und der Projekte das Ganze finanziell tragbar machen.
Orlando Rabaglio, Affoltern
«Klares Statement gegen entgleiste Parteipolitik»
In mehreren Leserbriefen wird die Parteilosigkeit der Kandidaten moniert. Dazu ein paar Gedanken von mir, als parteilosem Kandidaten in den Gemeinderat Ottenbach. Ich verstehe, dass es schwierig ist, die Kandidaten aufgrund weniger salbungsvoller Sätze zu beurteilen. Trotzdem herzlichen Dank dem «Anzeiger» für dieses wichtige Forum. In Ottenbach haben die Ortsparteien eine Infoveranstaltung organisiert, welche auch rege besucht wurde. Auch dafür meinen herzlichen Dank. Als Bürger hat man also hier die Möglichkeit und
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse undTelefonnummerdesVerfassers oder derVerfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Einreichen unter: www.affolteranzeiger.ch/mitmachen/leserbrief-einreichen. (red)
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz, pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
auch die Pflicht, sich zu informieren und die Kandidaten kennenzulernen. Ist es nicht etwas einfach, einen Kandidaten aufgrund der Parteizugehörigkeit zu beurteilen? Ich persönlich kann mich keiner Partei zuordnen und stehe vielmehr für sachliche Entscheidungen, was gerade auf Ebene Gemeinde eine zentrale Rolle spielt. Ideologie ist hier absolut fehl am Platz. Parteilos hat nichts mit fehlender Courage zu tun, es ist vielmehr das fehlende Vertrauen in die aktuelle Parteienlandschaft, insbesondere auf Bundes-
WAHLEMPFEHLUNGEN
ebene. Sind es nicht diese völlig aus dem Ruder gelaufenen Parteien, welche mit ihrer Politik eine sichere Energieversorgung gefährden, die gute Sozialpartnerschaft immer wieder aufs Neue torpedieren, die Migrationspolitik ad absurdum führen, unser Steuergeld oft sinnlos verschleudern und nicht in der Lage sind, eine vertretbare Aussenpolitik zu etablieren? Parteilos ist auch ein klares Statement gegen diese entgleiste Parteipolitik, hin zur Bürgernähe.
Armin Töngi, Ottenbach
Hedingen: «Demokraten» am Werk
Die SVP Orts-Sektion Hedingen schlägt Dr. Jürg Werner als neuen Gemeinderat vor. Er ist ehemaliger Chef der Metalli Zug und Präsident von V-Zug, einem der grössten Arbeitgeber unserer Region. Unsere Gemeinde kann sich glücklich schätzen, dass sich ein Mann von solchem Kaliber zur Verfügung, aber auch mit seiner solid bürgerlichen Gesinnung der demokratischen Auseinandersetzung stellt. Bereits zum dritten Mal sind am Wochenende die Plakate von Jürg Wer-
Durch Mitglied des Wahlbüros eingereicht
Replik auf den Leserbrief von Myrta Zgraggen mit dem Titel «Vertrauensverlust in Obfelden» im «Anzeiger» vom 10. Februar.
Sehr geehrte Frau Zgraggen
Vielen Dank für Ihre offenen Worte in Ihrem Leserbrief. Der Stimmrechtsrekurs bei den Wahlen Blum/Böhlen wurde durch ein Mitglied des Wahlbüros eingereicht – siehe «Anzeiger» vom 30. Januar 2024. Im Wahlbüro sind keine Gemeinderäte vertreten – ausser dem Präsidenten, der die Aufsicht darüber hat.
Vielen Dank für die Kenntnisnahme.
Diana Caruso, Obfelden
Ein Dankeschön und Bisherige wieder in den Gemeinderat!
Der Gemeinderat Bonstetten hat in den vergangenen beiden Legislaturen sehr gute Arbeit geleistet. Als Teilnehmer des Visionsworkshops «Bonstetten 2019» haben wir stets mitverfolgt, was der Gemeinderat aus den am Workshop geäusserten Bevölkerungsanliegen gemacht hat.
Sieben Jahre später sind wir beeindruckt, mit welcher Konsequenz diese Anliegen umgesetzt wurden oder (bei grösseren Projekten) der Stimmbevölkerung Lösungsvorschläge unterbreitet wurden.
Der Gemeinderat hat bewiesen, dass er die Bevölkerung anhört und ernst nimmt. Gemeinsam hat er für das Dorf wertvolle Projekte vorbereitet oder bereits ins Ziel gebracht. Als Beispiele sei-
en hier nur auszugsweise Tempo 30, das Mehrzweckgebäude Heumoos, Energiestadt-Label usw. erwähnt. Nicht zuletzt konnte auch der Steuerfuss durch das gute Augenmass um 5 Prozent gesenkt werden. Herzlichen Dank dafür!
Deshalb wählen wir die amtierenden Kandidierenden Bernhard Blümel, Roger Schuhmacher, Guido Wild und Arianne Moser gerne wieder. Arianne Moser wählen wir zudem wieder als Präsidentin. Das für unser Dorf wichtige Alterswohnprojekt «Am Bodenfeldbach» hat sie mit grossem persönlichem Engagement vorangetrieben und es wurde vom Souverän mit grosser Mehrheit gutgeheissen.
Alle diese Kandidierenden überzeugen uns mit ihrem Engagement, ihrer
Umsichtigkeit und ihrer Geradlinigkeit. Wir sind sehr froh, dass wir in Bonstetten so fachlich und menschlich kompetente Gemeinderäte haben. Zusätzlich zu diesem Team wählen und empfehlen wir aus voller Überzeugung Joel Zürcher. Er ist – nach Anhörung beider Gemeinderatskandidaten –die ideale Ergänzung in das bestehende Team. Wir durften Joel Zürcher privat seit seinem Zuzug mit all seinen menschlichen und fachlichen Vorzügen, welche ihn für ein solches Amt auszeichnen, kennenlernen. Nehmen Sie die Chance wahr, gehen auch Sie wählen für die Zukunft von Bonstetten.
Trix und Peter Ehrler, Bonstetten
Hedingen wählt Zukunft mit Kraxner-Senn
ner vernichtet worden. Wir haben bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet und werden die Plakate wieder aufstellen. Leute, die solches tun, sind eine Schande für unsere Gemeinde. Jetzt erst recht: Jürg Werner auf jeden Wahlzettel für den Gemeinderat.
Aufruf anstatt feiges Zerstören von fremdem Eigentum stellt euch doch der Diskussion, das ist dann wahre Demokratie.
SVP Orts-Sektion Hedingen
«Erfolgreiche Angstmacherei»
Replik auf den Leserbrief von Marie-Louise Brütsch mit dem Titel «Faktenbasierte Berichterstattung» im «Anzeiger» vom 6. Januar. Laut eigener Webseite beschäftigt die SRG/SRF über 7000 Mitarbeitende. Etwas über 3000 der Mitarbeiter haben die Aufgabe, das vielfältige Angebot und das Image von SRG/SRF zu prägen. Mir ist allerdings nicht klar, wie man das interpretieren soll. Allerdings sind einige der vielen Marketing-/Werbeagenturen, die am Trog der SRG hängen, ihr Geld wert. Die Behauptungen der Gegner, dass bei der Annahme der Initiative die Demokratie, der friedliche Zusammenhalt des Volkes und eine unabhängige, faktenbasierte Berichterstattung in Gefahr sind, sind eine falsche, aber leider erfolgreiche Angstmacherei. Das bestätigt der Leserbrief von Frau Marie-Louise Brütsch im «Anzeiger» vom 6. Februar. Warum soll ich 335 Franken bezahlen, wenn ich das gleiche Produkt/Service – leicht verbessert – für 200 Franken erhalten kann? Ja am 8. März 2026! Brigitte Caldwell, Obfelden
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Jüngere Mitglieder mit Familien bringen neue Sichtweisen ein und sorgen dafür, dass wir unsere Gemeinde
Am 8. März entscheidet Hedingen über seine Zukunft. Aus meiner Sicht braucht unser Gemeinderat Stimmen, die nah am Alltag von Familien sind und Verantwortung für die kommenden Generationen tragen. Fabian Kraxner und Debora Senn stehen genau dafür. Ich kenne beide aus meiner Arbeit als Leiterin des Chinderhuus Hedingen. Ich habe sie als engagierte, verlässliche und zugängliche Menschen erlebt –nicht nur im Gespräch, sondern im konkreten Handeln. Sie wissen, was Kinder, Eltern und das Dorf bewegt, weil sie selbst mitten im Leben stehen. Hedingen braucht frische Kräfte im Gemeinderat.
vorausschauend gestalten. Kraxner und Senn verbinden Bodenständigkeit mit Offenheit für Neues – eine Kombination, die Hedingen guttut. Wer die Zukunft unseres Dorfes aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten will, sollte diesem Team am 8. März das Vertrauen aussprechen.
Susanne Winistörfer, Hedingen
Das Zerstören von Wahlplakaten wird zum regelrechten Sport. (Bild zvg)
WAHLEMPFEHLUNGEN
Reto Hitz in den Gemeinderat
Bei den kommenden Gemeinderatswahlen in Wettswil geht es um mehr als Parteizugehörigkeit. Es geht um Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und um die Fähigkeit, unsere Gemeinde vorausschauend zu führen. Aus diesen Gründen empfehle ich Reto Hitz zur Wahl in den Gemeinderat.
Wettswil steht vor komplexen Herausforderungen. Die Gemeinde wächst. Die Anforderungen an Infrastruktur, Finanzen, Energie und Verwaltung nehmen zu. In solchen Phasen braucht es keine lauten Versprechen, sondern Sachverstand und Umsetzungsstärke. Genau hier liegen die Stärken von Reto Hitz. Als Unternehmer und Kadermitglied bringt er langjährige Erfahrung in der Führung von Organisationen, in der Strategiearbeit sowie im Umgang mit begrenzten Ressourcen mit. Wer unternehmerisch Verantwortung trägt, lernt, langfristig zu denken, Risiken sauber abzuwägen und Entscheide nicht ideologisch, sondern faktenbasiert zu treffen. Diese Denkweise ist auch in der Gemeindepolitik zentral. Reto Hitz steht für eine liberale, aber bodenständige Politik. Er verbindet wirtschaftliche Vernunft mit gesellschaftlicher Verantwortung. Er hört zu, analysiert und entscheidet. Das ist kein spektakulärer Stil, aber ein wirksamer. Gerade auf Gemeindeebene ist dies entscheidend, denn dort zählen pragmatische Lösungen mehr als politische Schlagworte. Eine Gemeinde ist wie ein Unternehmen ohne Konkursmöglichkeit. Fehler zahlen am Ende die Steuerzahlenden. Deshalb braucht es im Gemeinderat Menschen, die wissen, wie man Projekte steuert, Budgets einhält und Kompromisse findet. Reto Hitz erfüllt diese Anforderungen in besonderem Masse. Ich bin überzeugt, dass Wettswil mit Reto Hitz im Gemeinderat eine starke, sachliche und zukunftsorientierte Stimme gewinnt. Darum empfehle ich ihn zur Wahl.
Alain Schwald, Unternehmer, Wettswil
Kandidaten und Kandidatinnen für die weiteren Behörden wie Primar- und Sekundarschulpflegen, Rechnungsprüfungs- oder weiteren Kommissionen sowie Kirchenpflege haben bis zum 27. Februar die Möglichkeit zur einmaligen Selbstdarstellung auf dieser Forumseite mit einer Einsendung von maximal 2000 Zeichen und einem Bild. Auch Wahlempfehlungen finden auf dieser Forumseite Platz. Pro Leserin oder Leser kann die Redaktion eine Wahlempfehlung für einen Kandidaten oder eine Kandidatin berücksichtigen. (red)
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Pascal Santi für eine nachhaltige Stadtentwicklung
Die Diskussion um die Gemeindefinanzen wird derzeit emotional geführt. Entscheidend sind jedoch die Fakten. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen klar, dass wir vor finanziellen Herausforderungen stehen. Steigende Investitionen, sinkende Reserven und wachsende Zinskosten verlangen Prioritäten und langfristige Verantwortung.
Für diese Haltung steht Pascal Santi. Er verbindet finanzielle Vernunft mit einem realistischen Blick auf notwendige Investitionen. Was mich darüber hinaus überzeugt, ist seine Art, Politik zu gestalten. Pascal Santi sucht aktiv das
Gespräch mit der Bevölkerung und hört zu. Er nimmt unterschiedliche Perspektiven ernst und will die Stadtentwicklung gemeinsam mit den Menschen vorantreiben. Gerade für uns Junge ist es wichtig, dass unsere Anliegen nicht nur gehört, sondern auch in Entscheidungen einbezogen werden.
Eine nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn alle Generationen mitreden können. Dafür steht Pascal Santi. Aus diesen Gründen empfehle ich ihn zur Wahl.
Joel Sidler, Affoltern
Bruder, Kaiser und Kessler wählen
Sehr geehrte Leserinnen und Leser Für die kommenden Kommunalwahlen in der Stadt Affoltern würde ich gerne die Kandidatinnen und Kandidaten aus der eigenen Partei sowie den zur Wahl stehenden Stadtratskandidaten der Grünen zur Wahl empfehlen. Galina Bruders Ambition ist eine Schule, in der sich die Kinder wohlfühlen, ihre Bedürfnisse und ihr Können gefördert werden. Und sie soll ein Arbeitsplatz sein, an dem die Lehrer ihre Arbeit gerne machen. Durch ihre überzeugende und herzliche Art wird sie ein Gewinn für die Primarschulpflege sein. Sie lebt seit 30 Jahren in unserer Stadt als Familienmensch mit einer Tochter und ist bestens in unserer Gesellschaft verankert.
Barbara Kaiser hat ein Rechtswissenschaftsstudium und danach berufsbegleitend eine Ausbildung als Sozialpädagogin an der Fachhochschule
absolviert. Als zweifache Mutter und mit der eingehenden Erfahrung, welche sie in der Arbeit in Kriseninterventionsheimen und im Massnahmenvollzug für straffällige Jugendliche mitbringt, finde ich, dass sie die passende Schulpflegerin für die Sekundarschule Affoltern ist. Ihr ist es wichtig, dass die Jugendlichen auf ihre Zukunft gut vorbereitet werden.
Auch möchte ich Stefan Kessler für die Wahl in den Stadtrat empfehlen. Ich kenne ihn persönlich als gefassten und gutmütigen Mann, welcher sich als Immobilienfachkundiger und kulturell engagierte Person für ein vielfältiges und solidarisches Zusammenleben in unserer Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger und nicht nur die Wohlhabenden als Stadtrat einsetzen wird.
Herzliche Grüsse!
Felix Ineichen, SP Affoltern am Albis
Erfreulicher Leistungsausweis des Gemeinderates Bonstetten
Der Gemeinderat hat in den letzten Jahren einen eindrücklichen Gestaltungswillen gezeigt. Es sollen hier nur die drei wichtigsten Projekte erwähnt werden. Die seit Langem bestehenden Raumprobleme von Verwaltung, Feuerwehr, Polizei, Kita etc. sind mit dem 2025 in Betrieb gegangenen Mehrzweckgebäude Heumoos behoben worden. Die 20 Millionen Franken, die es gekostet hat, haben keine Steuererhöhung zur Folge. Dank vorausschauender Steuerpolitik konnte der Steuerfuss der Gemeinde in dieser Legislatur sogar um 5 Steuerprozente reduziert werden. Für die in Bonstetten immer dringender werdende Frage des Wohnens im Alter hat der Gemeinderat eine Lösung aufgegleist, die nicht nur sehr gut ist, sondern die Gemeinde fast nichts kostet. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde wird die Gewobag im Jahr 2027 eine Überbauung mit 55 altersgerechten
Wohnungen und einer Pflegeabteilung mit 20 Einzelzimmern verwirklichen.
Weniger weit fortgeschritten ist das dritte Grossprojekt: die seit 2024 laufende Bonstetter Zentrumsplanung, zu welcher sich die Bevölkerung bereits im Herbst 2024 ein erstes Mal äusseren konnte. Dieses Projekt wird den Gemeinderat in der nächsten Legislatur substanziell fordern. Es ist deshalb wichtig, dass die vier Wiederkandidierenden, die ein gut harmonierendes und leistungsfähiges Team sind, ein passendes neues Gemeinderatsmitglied erhalten. Wir empfehlen deshalb, zusätzlich zu den Bisherigen Arianne Moser, Bernhard Blümel, Roger Schuhmacher und Guido Wild, den Neukandidaten Joel Zürcher in den Gemeinderat zu wählen und als Gemeindepräsidentin Arianne Moser.
Beat
Pfister, SP Bonstetten
Reto Hitz in den Wettswiler Gemeinderat
Viele Jahre ist Reto Hitz unser Nachbar. So habe ich Reto Hitz als offenen, ehrlichen Menschen mit überzeugender Ausstrahlung kennengelernt. Reto Hitz ist ein «menschlicher Politiker». Er ist ein Anpacker, Zuhörer und er «will verstehen» – halt sehr kommunikativ. Reto Hitz packt Themen, die anstehen, vorausschauend, gradlinig und zielorientiert an. Zu seinem engagierten Schaffen gehört auch ein feiner Humor. Darum bin ich überzeugt: Reto Hitz ist der ideale, richtige «Mensch», um sich im Wettswiler Gemeinderat einzubringen! «Es isch kein Witz, mini Empfehlig isch Reto Hitz.»
Fredy Heiniger, Wettswil
Mehrheit im Stadtrat
Die Abstimmungsunterlagen für den 8. März werden demnächst eintreffen und viele werden brieflich abstimmen. Eine einmalige Gelegenheit, einen neuen Stadtrat zu wählen und Weichen für die Zukunft zu stellen. Nachfolgend ein paar Inputs zum Nachdenken: Mit einer bürgerlichen Mehrheit (4er-Ticket) bekommen wir einen Stadtrat, der den heute tonangebenden Stadtschreiber an die Zügel nimmt, den zu grossen Verwaltungsapparat von einer externen Stelle überprüfen lässt, die Finanzen und die Seewadel-Defizite in den Griff bekommt, auf die Anliegen der Bevölkerung eingeht, seine Entscheide mit einem gesunden Menschenverstand fällt und der auch Sparmassnahmen durchsetzen wird. Die Chancen sind gross, dass das nach Adliswil ausgelagerte Zivilstands- und Bestattungswesen sowie die Einbürgerungen bald wieder am Bezirkshauptort ausgeübt werden. Mit einer weiterhin linken Mehrheit – wozu auch die EVP gehört – wird sich nichts ändern, und es werden bei gleichem Personalbestand weitere Arbeiten ausgelagert. Der Stadtrat wird
Roger
Marti erneut
weiterhin nichts unternehmen, um den tonangebenden Stadtschreiber und die Finanzen in den Griff zu bekommen. Er wird weiterhin Ferrari-Projekte (21 m hohe Schulhäuser auf Vorrat) aufgleisen, gleich was es kostet. Es wird weiterhin alles überbaut werden, damit die Stadt Grundstückgewinnsteuern kassieren kann. Wenn später kein Bauland mehr vorhanden ist, fehlen diese Einnahmen und der Schuldenberg steigt weiter an. Der Stadtrat aber hofft, mit gut betuchten Neuzuzügern die Kasse wieder füllen zu können, damit sich Sparmassnahmen erübrigen.
Junge Familien mit Kindern aber werden wegziehen, weil es an zahlbaren Wohnungen fehlt und der Steuerfuss zu hoch ist. Für Vereine werden die Raummieten weiter erhöht und sie werden in die Nachbargemeinden ausweichen müssen.
Es liegt nun an Ihnen zu entscheiden, wie sich der künftige Stadtrat zusammensetzen und sich unsere Stadt weiterentwickeln soll.
Peter Ackermann, Affoltern
in die Schulpflege der Primarschule Affoltern
Roger Marti kandidiert erneut für die Primarschulpflege Affoltern. Seit 2015 ist er Mitglied der Schulpflege und hat in dieser Zeit die Entwicklung der Schule aktiv mitbegleitet.
Die Schule steht heute vor vielfältigen Herausforderungen. Umso wichtiger sind Erfahrung, Kontinuität und sorgfältige Entscheidungen. Seine langjährige Tätigkeit in der Schulpflege zeigt, wie entscheidend gute Rahmenbedingungen für Kinder, Lehrpersonen und Schulleitung sind. Auch in den kommenden vier Jahren will sich Roger Marti mit Engagement und Augenmass für eine starke und zukunftsfähige Schule einsetzen. Er kandidiert parteilos und stellt das Wohl der Schule über parteipolitische Interessen.
Das Beste für die Kinder und das Beste für die Schule stehen dabei im Mittelpunkt seines Engagements.
Roger Marti, Affoltern
Roger Marti kandidiert erneut für die Schulpflege Affoltern. (Bild zvg)
Andi Burri – für eine transparente und zukunftsstarke Finanzpolitik in Wettswil
Ich wähle Pascal Santi in den Stadtrat, weil er für finanzielle Verantwortung und Weitsicht einsteht – Andri Silberschmidt, Nationalrat
Liebe Mitwettswilerinnen und Mitwettswiler, mein Name ist Andi Burri. Mit 47 Jahren bin ich seit 19 Jahren in unserer schönen Gemeinde zu Hause, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Ob als aktives Mitglied im Ski-Club Bonstetten, als Delegierter im Elternrat oder als Helfer am Vierzgerfäscht – Wettswil ist mein Zuhause, und ich engagiere mich mit Herzblut für Wettswil und unsere Zukunft. Als Unternehmer und Finanzexperte habe ich in den letzten zehn Jahren zahlreiche Schweizer Gemeinden bei ihrer Finanzierungs- und Anlagestrategie unterstützt und Millionen Steuerfranken eingespart – effizient, nachhaltig und immer im Sinne der Bürger. Seit 2022 bringe ich unter anderem diese
Expertise als Aktuar in unsere Rechnungsprüfungskommission (RPK) ein. Nun kandidiere ich für die Wiederwahl in die RPK – und neu als Präsident. In der vergangenen Legislatur habe ich als Aktuar zusammen mit meinen RPK-Kolleginnen und -Kollegen wertvolle Beiträge geleistet: Wir konnten die Transparenz und Genauigkeit der Budgetvorhersagen spürbar steigern. Zudem haben wir eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Gremien etabliert, die uns hilft, fundierte Prüfungen zu tätigen. Als Präsident der RPK setze ich mich für folgende Ziele ein: datengetriebene Budgets und Entscheidungsvorlagen, die Accountability fördern und finanzielle
Ungereimtheiten früh erkennen. Zudem für eine nachhaltige Finanzierung unserer Infrastruktur – von Schulen bis Strassen – und effiziente Prozesse, damit Wettswil weiterhin ein attraktiver Ort zum Leben bleibt. Alles mit gesundem Menschenverstand, parteilos und unabhängig.
Beruflich bin ich Mitgründer und Geschäftsführer des FinTech-Scale-ups Loanboox, sitze im Verwaltungsrat eines KMU mit 240 Mitarbeitern und doziere als Gastdozent an der ZHAW zu öffentlichen Finanzen. Vielen Dank für Ihre Stimme!
Andi Burri, Kandidat zur Wahl als RPK-Präsident für die Gemeinde Wettswil
Andi Burri kandidiert für das Amt des Präsidenten der RPK Wettswil. (Bild zvg)
komplette
LIQUIDATION (komplette Einrichtung) Besichtigung + Verkauf nach Vereinbarung oder 13./14./16./18./19. Februar vormittags
Volles «Curling-Haus»?
Anlässlich Olympia organisiert der CC Limmattal Public Viewing mit Curling-Schnuppern. Seite 15
Pipe, Drum und Apéro
Schottische Musik der The Zurich Caledonian Pipe Band in der Kirche in Stallikon. Seite 23
ICT hats in sich «Surprise»-Verkäufer Urs Habegger findet den Treffpunkt «Digital» einfach nur «genial». Seite 24
Clientis Sparcassa 1816 schliesst Geschäftsstelle Wettswil per Ende November
Regelmässige Überprüfung der Standorte – Filialen in Affoltern und Mettmenstetten bleiben weiter bestehen
Clientis Sparcassa 1816 schliesst ihre Geschäftsstelle in Wettswil am Albis per Ende November 2026. Die Kundinnen und Kunden werden weiterhin persönlich betreut – in den Geschäftsstellen Affoltern am Albis und Mettmenstetten sowie auf Wunsch auch direkt bei ihnen zu Hause.
Die Clientis Sparcassa 1816 überprüft ihre Standorte regelmässig, um ihr Geschäftsstellennetz langfristig und nachhaltig an die Bedürfnisse ihrer Kundschaft anzupassen. In Wettswil wurde diese Überprüfung durch den auslaufenden, befristeten Mietvertrag zusätzlich angestossen.
Verändertes Kundenverhalten und Fokus auf persönliche Beratung
Das Kundenverhalten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
«Nähe ist für uns keine Frage der Örtlichkeit, sondern der persönlichen Beziehung.»
Marcel Melliger, Direktor Clientis Sparcassa 1816
Die Anzahl der Schaltertransaktionen ist in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen; dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Gleichzeitig bezahlen immer mehr Kundinnen und Kunden digital und nutzen Bargeld deutlich weniger als früher. Bankdienstleistungen werden zudem vermehrt über digitale Kanäle abgewickelt.
Heute stehen weniger fixe Schalteröffnungszeiten im Vordergrund, sondern flexible und bedarfsgerechte Beratungslösungen, die sich am Alltag der
Kundschaft orientieren. «Diesem Bedürfnis wollen wir künftig noch intensiver Rechnung tragen», sagt Marcel Melliger, Direktor der Clientis Sparcassa 1816. Die Kundinnen und Kunden aus Wettswil werden auch weiterhin umfassend betreut. Die Geschäftsstelle Affoltern am Albis, welche mit moderner Technik und grosszügigen Beratungsund Sitzungszimmern ausgestattet ist, liegt nur rund zehn Autominuten entfernt, ist mit dem öffentlichen Verkehr innert einer Viertelstunde erreichbar und bleibt vormittags und nachmittags geöffnet. In der Geschäftsstelle Mettmenstetten stehen die Mitarbeitenden weiterhin halbtags am Nachmittag zur Verfügung. Persönliche Beratungen sind sowohl in den Geschäftsstellen als auch auf Wunsch direkt bei den Kundinnen und Kunden zu Hause möglich. «Nähe ist für uns keine Frage der Örtlichkeit, sondern der persönlichen Beziehung», betont Marcel Melliger. Die Clientis Sparcassa 1816 bleibt der Region auch künftig eng verbunden. Mit der Anpassung ihres Geschäftsstellennetzes stellt die Bank sicher, dass sie auch in Zukunft moderne, persönliche und nachhaltige Bankdienstleistungen anbieten kann.
Mit der Schliessung der Geschäftsstelle Wettswil ist kein Personalabbau verbunden. Die Mitarbeitenden werden innerhalb der Clientis Sparcassa 1816 weiterbeschäftigt und unterstützen zusätzlich das Serviceteam in der Geschäftsstelle in Affoltern am Albis. Der letzte Öffnungstag der Geschäftsstelle Wettswil ist am Montag, 30. November.
Bancomat kann nicht weitergeführt werden
Auch der Weiterbetrieb des Bancomaten in Wettswil wurde geprüft. Die
Clientis Sparcassa 1816 wäre grundsätzlich bereit gewesen, den Bancomaten am bisherigen Standort weiterhin zu betreiben. Aufgrund der geplanten Umbauten sowie der Neugestaltung der Räumlichkeiten lässt sich dieser jedoch nicht in das Nutzungskonzept des neu-
Bäcker Pfyl expandiert nach Wettswil
Das Unternehmen zieht in die Räume der ehemaligen Bäckerei Kuhn
Zeitgleich mit der Bekanntmachung der Clientis Sparcassa, ihre Filiale in Wettswil zu schliessen und den Bancomaten abzubauen, hat die Bäckerei-ConditoreiConfiserie Pfyl bekanntgegeben, dass sie in Wettswil in ebendiesem Haus ein Verkaufsgeschäft und ein kleines Café eröffnen möchte.
Dort, also rechts neben der Sparcassa-Filiale, war bis zum Herbst 2025 die beliebte Bäckerei Kuhn. Nach ihrer überraschenden Schliessung stand der Laden
Standorte hat die Bäckerei-ConditoreiConfiserie Pfyl inzwischen.
leer. Nun kehrt dort wieder Leben ein. Regula und Andreas Pfyl erzählen: «Wir wurden von vielen unserer Kunden angefragt, ob wir das Geschäft dort nicht weiterbetreiben wollen. Auch die Gemeinde hat uns gebeten, etwas zu unternehmen.» Also hat man sich entschlos-
sen, das Ladenlokal umzubauen und gleichzeitig ein kleines Café einzurichten. Eröffnet wird, sobald der Umbau abgeschlossen ist. Dafür hat Regula Pfyl eine ganz spezielle Vorstellung: «Im Inneren wird diese Filiale in Wettswil im Alpen-Chic eingerichtet.» Das Café solle sich als Wohlfühloase präsentieren und viel Gemütlichkeit ausstrahlen. «Das wollen die Leute heutzutage, und das ist sehr beliebt.» Die beiden Unternehmer sprechen aus Erfahrung: «Schon die Filiale in Hausen ist im Alpen-Chic eingerichtet worden.»
Hauptsitz in Hedingen
Die Filiale in Wettswil ist dann bereits die achte der gar nicht mehr so kleinen Bäckerei-Kette, die ihren Hauptsitz in Hedingen hat. Weitere Filialen gibt es in Affoltern (zwei), in Obfelden (ebenfalls zwei), in Hedingen, Hausen und auch eine in Zürich. In Hedingen wird ein Grossteil der Backwaren hergestellt. In
Wettswil soll aber auch gebacken werden, versichert Andreas Pfyl: «Feingebäck, Gipfeli und auch Sandwiches werden vor Ort zubereitet.»
Die Bäckerei-Conditorei-Confiserie Pfyl wird bereits in der dritten Generation betrieben. Gegründet hat sie Andreas Vater Alfred mit seiner Frau Anna 1964 in Hedingen. Als Regula und Andreas Pfyl das Geschäft 1990 übernahmen, machten sich die beiden an den Ausbau der Backstube. Das war von 1992 bis 1994. 1992 wurde dann auch die erste Filiale in Obfelden eröffnet. Inzwischen arbeitet auch Tochter Seraina Stähli-Pfyl im elterlichen Geschäft mit. «Und das schon seit 13 Jahren», erzählt sie: «Es macht mir immer noch grossen Spass.»
Die Filiale der Clientis Sparcassa wird Ende November geschlossen. Dann könnte es auch sein, dass das Café entsprechend erweitert wird. Die Pläne dafür werden derzeit jedenfalls erstellt, sagt die Unternehmerin. Und fügt hinzu: «Dieses Unternehmen ist unser Lebenswerk.» (fh)
en Mieters integrieren. Die Clientis Sparcassa 1816 kann sich dem veränderten Kundenverhalten nicht entziehen und berücksichtigt diese Entwicklung in ihrer Standortstrategie. Der Entscheid erfolgte nach sorgfältiger Prüfung. Die Clientis Sparcassa 1816
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bedankt sich für das bisherige Vertrauen und steht ihren Kundinnen und Kunden auch weiterhin gerne beratend und mit ihren Dienstleistungen zur Verfügung.
Wiederindie Rechnungsprüfungskommission und als Präsident Gmür ent–
svp-affoltern-albis.ch
svp-affoltern-albis.ch
In diesem Gebäude in Wettswil ist die Clientis Sparcassa noch bis Ende November untergebracht. (Bild zvg)
Ref. Kirchgemeinde
Knonauer Amt
Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal
Freitag, 13. Februar
19.00 Kirche Bonstetten
Kino in der Kirche
«Ihre Entscheidung – Gott»
Freigegeben ab 10 Jahren
Eintritt frei, Kollekte
20.00 Kirche Affoltern
Taizé-Gottesdienst
Sonntag, 15. Februar
10.00 Kirche Bonstetten
Gottesdienst
Pfrn. Susanne Sauder
Musik: MichikoTsuda
Anschliessend Kirchenkaffee
Fahrdienst Affoltern: 9.25 Uhr vor dem Seewadel, dem Senevita und dem Roots, 9.35 Uhr beim alten Gemeindehaus
18.00 Aeugst Chilestube Kinoabend mit Suppenznacht in der Chilestube
Start zur Fastenkampagne, Film «The last Seed»
Dienstag, 17. Februar
19.30 Mettmenstetten Pfarrhauskeller Neumondsingen mit Elsbeth Durrer
Donnerstag, 19. Februar
14.00 Affoltern Kasino
Senioren-Treff «Gfiiret wird im Sääli»
Theateraufführung der Seniorenbühne Zürich
Ref. Kirche Kappel
Sonntag, 15. Februar
10.00 Gottesdienst im Zwinglisaal mit Pfrn. Anne-Carolin Hopmann und Sawako Miura (Orgel), anschliessend Chilekafi www.kirchekappel.ch
Kloster Kappel am Albis
Tagzeitengebet
Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr im Kapitelsaal
Freitag, 13. Februar
19.30 –
20.30 Offenes HAGIOS-Singen
Leitung: Christine Boeck Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei, Kollekte Bitte warm anziehen, die Kirche ist ungeheizt.
Donnerstag, 19. Februar
13.30 –
14.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt: Amtshausplatz
Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch
Ref. Kirche Obfelden
Sonntag, 15. Februar
10.00 Gottesdienst mit Bewerberin für die Pfarrstelle Musik: Angela Bozzola www.kircheobfelden.ch
Ref. Kirche Stallikon Wettswil
Sonntag, 15. Februar
10.00 Kirche Wettswil, Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Musik: Viktoryia Haveinovich, Orgel
16.00 Kirche Stallikon, Konzert Pipes and Drums Zurich Caledonian Pipe Band Alice Elena Meier, Sopran Viktoryia Haveinovich, Orgel anschl. Apéro Eintritt frei, Kollekte
Donnerstag, 19. Februar 2026 14.30 Kafi-Träff in Wettswil
Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch
Kath. Kirche Affoltern am Albis
Samstag, 14. Februar
17.30 Gottesdienst
Sonntag, 15. Februar
9.00 Gottesdienst
18.30 SantaMessa www.kath-affoltern.ch
Kath. Kirche Bonstetten
Sonntag, 15. Februar
10.30 Eucharistiefeier www.kath-bonstetten.ch
Kath. Kirche Hausen am Albis
Wir freuen uns, mit Euch folgenden Gottesdienst zu feiern:
Samstag, 14. Februar 17.00 Eucharistiefeier mit Pater Ben, Musik: José www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Mettmenstetten
Sonntag, 15. Februar
9.30 Wortgottesdienst mit Diakon Franz-Xaver Herger, anschl. Chilekafi
www.kath-hausen-mettmenstetten.ch
Kath. Kirche Obfelden
Sonntag, 15. Februar
10.30 Gottesdienst www.kath-affoltern.ch
Viva Kirche Affoltern am Albis
Sonntag, 15. Februar 10.00 Gottesdienst mit Livestream Kinder-/Teensprogramm www.sunntig.ch
Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten
Sonntag, 15. Februar
10.30 Gottesdienst Parallel Kinder-/Jugendprogramm Mittwoch, 18. Februar
19.30 Frauenabend
Mehr Infos: etg-mettmenstetten.ch
Region Mettmenstetten – Hausen am Albis
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Public Viewing und Curling-Schnuppern anlässlich der Olympischen Spiele in Urdorf
Olympia live erleben – und gleich selbst aufs Eis
Der Curling Club Limmattal lädt am Samstag, 14. Februar, während der Olympischen Winterspiele, zu einem besonderen Erlebnis ein: Public Viewing der Curling-Wettkämpfe kombiniert mit einem offenen Curling-Schnuppern für alle Generationen.
Sportbegeisterte, Familien, Neugierige und spontane Gäste sind herzlich willkommen, die Faszination dieses Sports hautnah zu entdecken. Während die besten Teams der Welt um olympisches Edelmetall kämpfen, öffnen die Limmattaler Curler ihre Halle in Urdorf an der Weihermattstrasse 66 und schaffen eine Atmosphäre, die Emotionen, Gemeinschaft und Bewegung verbindet. Vor Ort werden die Topspiele zwischen Kanada und der Schweiz übertragen –und wer Lust bekommt, kann gleich selbst den Besen in die Hand nehmen und die ersten Steine unter fachkundiger Leitung spielen.
Curling ist ein Sport, der Präzision, Strategie und Teamwork vereint. Viele kennen ihn aus dem Fernsehen – aber
Das Curling-Schnuppern am Samstag, 14. Februar, ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig. (Bild zvg)
Musikwerke und Dichtungen im Einklang
Wochenvorschau des Kulturkellers
Bekannte und unbekanntere Standards aus der Schweizer Jazzszene sowie musikalisch umrahmte Gedichte bereichern das Programm des Kulturkellers lamarotte in den nächsten Tagen.
Blaser-Baumann Quartett featuring Bruno Spoerri
Bruno Spoerri ist eine Institution in der Schweizer Jazzszene, seit siebzig Jahren neugierig und auf musikalische Aben-
und Stefan Reimann (Fagott). (Bild zvg) «Radlosigkeit»
teuer aus. Das Zusammenspiel mit den vier Aargauer Musikern ergab sich, weil Beat Blaser, der während zwanzig Jahren als Musikredaktor bei SRF 2 Kultur Dutzende von Sendungen, Beiträgen und Texten zu Bruno Spoerri verantwortet hatte, endlich mit ihm spielen wollte. Dass da sein Freund seit Jahrzehnten, der Pianist Christoph Baumann, dabei sein musste, war sofort klar. Ergänzt wird das Trio mit zwei Musikern, die im Aargauer Jazz tiefe Spuren hinterlassen
haben: Peter Hunziker und Hannes Hänggli. Bekannte und unbekanntere Standards mit vier erfahrenen Aargauer Jazzern und der Zürcher Legende am Sax. Bruno Spoerri, Tenor- und Altsaxofon; Beat Blaser, Basssaxofon, Flöte; Christoph Baumann, Piano; Peter Hunziker, Bass; Hannes Hänggli, Schlagzeug.
Donnerstag, 19. Februar, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19 Uhr, 20 Franken
Trio Poetico
Musikalisch umrahmte Gedichte von Wassily Kandinsky, Hans Arp, Paul Klee, Pablo Picasso und Harald Naegeli. Das Trio Poetico, 2007 von Musikern des Tonhalle-Orchesters Zürich gegründet, tritt seither in der Schweiz, Deutschland, Italien und in Grossbritannien auf. Es ist bekannt für sein breites Repertoire aus mehreren Jahrhunderten, mit einer Uraufführung sowie mehreren Erstaufführungen. Die Bezeichnung Poetico verrät: Alle Programme sind Musikwerken und Dichtungen gewidmet, die stets wechselwirkend zueinander in Bezug stehen. Für den Abend im lamarotte stehen Musikwerke auf dem Programm, die sich weitgehend auf die Malerdichter, ihre Gedichte und Wortmeldungen beziehen. Hans Martin Ulbrich, Oboe
und Sprechstimme; Heinz Hofer, Klarinette; Stefan Reimann, Fagott.
Freitag, 20. Februar, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 45, Mitglieder 35, Kulturlegi 20 Franken
Jam-Session
Bei entspannter Atmosphäre musizieren, Bühnenerfahrung sammeln, andere Musikerinnen und Musiker kennenlernen oder einfach ein Bier trinken und zuhören. Gespielt werden die bekannten Standards aus dem Real Book. Der monatliche Treffpunkt für Jazzfans. Die Rhythm Section freut sich auf regen Besuch.
Thomas Plüss, Saxofon; Florian Bissig, Gitarre; Daniel Ringger, Schlagzeug; Björn Baumgartner, Bass. Eine Setliste mit einer provisorischen Auswahl von Jazzstandards wird am Abend aufliegen und kann per EMail (mail@florianbissig.ch) bezogen werden.
Samstag, 21. Februar, Bar ab 19.15 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen Hotdog Fleisch/ Vegi 10 Franken
Hans-Ruedi Widmer, lamarotte
Reservation: www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62
Wundervoller Abend mit Monika Romer
geschriebenen
Songs zum Lachen und Nachdenken zu bringen. Ihr Auftritt war geprägt von ihrer grossartigen Stimme und ihrer Präsenz auf der Bühne. In ihrem Programm beschreibt sie Beobachtungen aus dem Alltag, scheinbar unwichtige Details aus dem Leben, präzise formuliert, mit viel Wortwitz und Augenzwinkern, manchmal frech und ungeschminkt. In allen Texten ist jedoch immer eine grosse Menschenliebe und ein herzliches Verständnis für die Unzulänglichkeiten der Mitmenschen spürbar. Als Beispiel sei ihr Nachbar Hanf erwähnt, der nicht spricht, sondern nur nonverbal kommuniziert, was selbstverständlich zu kurligen Missverständnissen führt. Das Highlight des Abends war die Persiflage auf deutsche Schlager, unterlegt mit eigenen Texten, die, zu
eingängigen Melodien vorgetragen, durchaus zum Nachdenken anregen. Am Schluss kam Fernweh auf, als Monika Romer im Song «Ventil» die Sehnsucht nach «Uf und Dervo» beschrieb. Sie nannte auch gleich Mittel dazu: ihr Velo, das überhaupt eine wichtige Rolle in ihrem Programm spielt. Es begleitet sie auf ihrer Reise durch den Abend und für uns Zuschauende ist es das Symbol für Reiseabenteuer, Missgeschicke, neue Bekanntschaften und – nicht zuletzt – für die Lösung eines alltäglichen Problems: Wo kriege ich einen Kaffee? Nach knapp zwei Stunden verklingt das finale «Ventil» unter grossem Applaus des begeisterten Publikums.
Köbi Moser, Vorstand «Bi Eus»
selbst auf dem Eis zu stehen, ist ein Erlebnis, das überrascht und begeistert. Das Schnuppern ist einfach, sicher und für alle geeignet, die etwas Neues ausprobieren möchten. Der CCL freut sich auf spontane, interessierte Teilnehmer und spannende Gespräche. Der Eintritt ist frei und es ist keine Anmeldung nötig.
Was die Besucher erwartet am Samstag, 14. Februar:
• 14 Uhr: Live-Übertragung des olympischen Curling-Matches zwischen der Schweiz und Kanada (Männer) • 17 Uhr: Kostenloses Curling-Schnuppern für alle unter Anleitung erfahrener Clubmitglieder mit Einblick in Technik, Taktik und Teamgeist dieses coolen Sports mit Stein und Besen • 19 Uhr: Live-Übertragung des olympischen Curling-Matches zwischen der Schweiz und Kanada (Frauen)
CC Limmattal
Das Museum Kloster Muri entdecken
Die nächste öffentliche Führung im Museum Kloster Muri findet am Sonntag, 15. Februar, um 14 Uhr statt. Anhand einzigartiger Exponate erlebt der Besucher die Geschichte des im Jahr 1027 von den Habsburgern gestifteten Klosters Muri. Eine beeindruckende und wechselvolle Zeitgeschichte von der Reformation, dem Barock mit seiner Pracht- und Machtentfaltung bis hin zur Vertreibung des Ordens und der Auflösung des Klosters 1841.
Das Team des Museums Kloster Muri freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Dieses Angebot richtet sich an Einzelbesucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sandra Meier, Leiterin Muri Info/Besucherzentrum
Öffentliche Führung, Sonntag, 15. Februar, 14 Uhr, Treffpunkt: Muri Info – Besucherzentrum Führung gratis; Museumseintritt: 15 Franken (freier Eintritt mit Raiffeisenkarte und Schweizer Museumspass)
Musikalisch umrahmte Gedichte mit dem Trio Poetico bestehend aus Hans Martin Ulbricht (Oboe/Sprechstimme), Heinz Hofer (Klarinette)
Das Velo spielt eine wichtige Rolle in Monika Romers Programm. (Bild zvg)
Im Museum Kloster Muri gibt es vieles zu sehen. (Bild zvg)
8. März: Vier zum Teil happige Vorlagen
Bargeld, Klimafonds, Individualbesteuerung und SRG – diese Themen werden unterschiedlich diskutiert
Florian HoFer
Die Wahl- und Abstimmungsunterlagen, die dem Säuliämtler Stimmvolk in diesen Tagen ins Haus flattern, haben es in sich: Die Gesamterneuerungswahlen für die kommunalen Behörden stehen an und auch vier zum Teil sehr happige eidgenössische Vorlagen gilt es abzuwägen, anzunehmen oder auch abzulehnen. Gut, dass diesmal nicht auch noch über kantonale Vorlagen sinniert werden muss. Dies, weil derzeit keine abstimmungsreife Vorlage ansteht.
Gutes Programm mit weniger Geld? Geht es nach den Leserbriefen im «Anzeiger» wäre bei den eidgenössischen Vorlagen die sogenannte Halbierungsinitiative diejenige, die das Stimmvolk am meisten bewegt. Zum Thema: Privathaushalte bezahlen heute eine Radiound Fernsehabgabe von 335 Franken pro Jahr. Auch mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen berappen die Abgabe, wenn sie einen Umsatz von 500 000 Franken oder mehr erwirtschaften; die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem Umsatz. Mit der Abgabe wird hauptsächlich der Service-public-Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) finanziert. Die Initianten der Halbierungsinitiative «200 Franken sind genug» möchten Haushalte und KMU entlasten. Auch müsse sich die SRG wieder
SVP
auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Dabei schwingt auch ein Stück weit Kritik mit an der angeblichen linken politischen Ausrichtung der Berichterstattung, die vor allem der SVP ein Dorn im Auge ist. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab. Der Bundesrat hat aber ein Gegenprojekt erarbeitet. Er hat beschlossen, die Abgabe für Privathaushalte bis 2029 schrittweise auf 300 Franken zu senken. Auch die Unternehmen werden entlastet: Ab 2027 bezahlen nur noch rund 20 Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen eine Abgabe. Somit muss die SRG sowieso sparen und ein reduziertes, aber trotzdem gutes Angebot bereitstellen. Dies soll privaten Medien mehr Spielraum geben, hofft der Bundesrat.
Ist individuell auch gerecht? Nicht weniger einschneidend ist die Abstimmung zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung (indirekter Gegenvorschlag zur SteuergerechtigkeitsInitiative). Interessanterweise hat den «Anzeiger» dazu noch kein einziger Leserbrief erreicht. Heute werden Ehepaare gemeinsam besteuert und unverheiratete Paare individuell. Zudem gelten unterschiedliche Steuertarife. Das führt dazu, dass Ehepaare und unverheiratete Paare unterschiedlich hohe Steuern bezahlen. Diese Ungleichbehandlung soll abgeschafft werden. Deshalb hat das Par-
Mit Rot-Grün im Lotterbett
Die SVP stellt sich klar gegen die Klimafonds-Initiative und die Individualbesteuerung. Ja sagt sie bei der Bargeld- und der SRG-Initiative.
Die SVP steht für Familien und ihre Unternehmungen. Sie lehnt die Individualbesteuerung ab. Die Freisinnigen haben sich mit Rot-Grün ins Lotterbett gelegt, um diesen Unsinn durchzudrücken. Eigentlich geht es darum, die traditionelle Familie und die kleinen Betriebe inklusive Landwirtschaft zu schwächen, in denen die Frau oft mitarbeitet, ohne einen Lohn zu beziehen. Das Problem der Heiratsstrafe haben viele Kantone mit Splitting der Einkommen
« Die SRG ist nicht, ‹was die Schweiz zusammenhält›, wie es Wanderprediger landauf, landab gegenwärtig gegen alle Vernunft behaupten. »
oder Zürich mit einem günstigeren Tarif und Abzügen für Paare längst gelöst. Individualbesteuerung heisst 1,7 Millionen mehr Steuererklärungen und Tausende von teuren zusätzlichen Beamten, um diese zu kontrollieren. Ein Bürokratiemonster! Profitieren würden ausschliesslich Paare mit beiderseits hohen Einkommen. Alle Paare, bei denen der grösste Teil oder alle Einkünfte von einem Partner kommen, verlieren massiv und müssten erst noch mühsam eine zweite Steuererklärung bearbeiten. Gemeinsames Eigentum würde künstlich geteilt wie bei einer Scheidung. Dem Bund drohen hohe Steuerausfälle, welche die Finanzlage weiter verschlechtern. Zusammen mit den Kantonen, die selber das Referendum ergriffen haben, der Mitte, der EVP, der EDU, Aufrecht, dem Gewerbeverband und dem Bauernverband wollen wir dafür sorgen, dass dieser ungerechte Pfusch bachab geschickt wird.
Die SRG ist nicht, «was die Schweiz zusammenhält», wie es Wanderprediger landauf, landab gegenwärtig gegen alle Vernunft be-
lament das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung verabschiedet. Weil gegen diese Vorlage das Referendum ergriffen wurde, wird das Volk befragt. Die Gegner, unter anderem 10 Kantone, warnen vor neuen Ungleichheiten. Ehepaare mit nur einem Einkommen würden stärker belastet, gut verdienende Doppelverdienerpaare profitierten. Zudem müsste die Verwaltung rund 1,7 Millionen Steuererklärungen mehr verarbeiten. Dadurch stiegen der administrative Aufwand und die Kosten stark.
Bargeld ja, aber zahlen mit Karte Abgestimmt wird auch über die Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» und den direkten Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung). Obwohl vermehrt bargeldlos, zum Beispiel mit Debit- und Kreditkarten oder Bezahl-Apps bezahlt wird, möchten die meisten Menschen, dass Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleibt. Die Initiative will die Verfügbarkeit des Bargelds und den Franken als schweizerische Währung neu in der Verfassung verankern. Hierfür will sie den Bund dazu verpflichten, sicherzustellen, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Auch Bundesrat und Parlament wollen die
Aufrecht
haupten. Mit 7 Fernsehsendern, 17 Radiostationen und vor allem auch Tausenden von viel zu gut bezahlten Angestellten ist sie zu einem bürokratischen Wasserkopf verkommen. Viele Leute verzichten längst auf die linken Belehrungen, welche diese Staatssender penetrant jeden Tag verbreiten. Fernsehen interessiert junge Leute ohnehin nicht mehr und ist zu einem Medium für Senioren geworden. Niemand will es eliminieren, aber das Milliardenbudget der SRG, das wegen der Masseneinwanderung zudem Jahr für Jahr massiv wächst, endlich etwas stutzen. 200 Franken statt 335 Franken Zwangsabgabe erlauben immer noch problemlos sachgerechte Information sowie kulturelle und unterhaltende Sendungen in allen vier Landessprachen. Für das Radio hat die SRG mit der Abschaltung der UKW-Sender vor einem Jahr und der teuren Rücknahme dieses Fehlentscheids selber einen gewaltigen Bock geschossen. Zusammen mit den Jungfreisinnigen wollen wir diesem arroganten und unfähigen Management jetzt endlich die rote Karte zeigen, damit es lernt, mit unserer Zwangsabgabe sorgfältig und haushälterisch umzugehen. 200 Franken sind genug!
Bargeld ist Freiheit jenseits von jeder staatlichen und ausländischen Kontrolle. Und der Schweizer Franken als unsere solide Währung seit 175 Jahren gehört in die Verfassung, damit nicht dereinst der taumelnde Euro am Souverän vorbeigeschmuggelt werden kann! Wir unterstützen deshalb die von anderer Seite lancierte Bargeldinitiative und auch den Gegenvorschlag des Parlaments. Bei der Stichfrage gilt es, für die Initiative zu stimmen. Der rot-grüne Klimafonds gehört massiv bachab geschickt. Die künstlich geschürte Klima- und Antinuklearhysterie hat uns, weiss Gott, schon genug gekostet und unsere noch vor wenigen Jahren solide Versorgung mit günstiger Elektrizität massiv geschädigt, wie jeder aus seiner EKZ-Rechnung ersehen kann. Zudem stehen die Bundesfinanzen in den kommenden Jahren vor enormen Herausforderungen. Die verlotterte Armee muss möglichst rasch wieder aufgebaut werden, die Altersversorgung ist mittelfristig überhaupt nicht gesichert, eine vom Souverän beschlossene 13. AHV-Rente wird bereits ab diesem Jahr jährlich Milliarden kosten und vieles andere mehr. Für rot-grüne Träume ist da kein Platz.
SVP Bezirk Affoltern
Bestimmungen zur Bargeldversorgung und zum Franken neu in der Verfassung verankern. Sie sind mit der Formulierung der Initiative aber nicht einverstanden und stellen ihr deshalb einen Gegenentwurf gegenüber, der auf den Formulierungen der bestehenden Gesetze beruht. Allerdings: Weder die Volksinitiative noch der Gegenentwurf haben praktische Auswirkungen. Es entstehen keine neuen Aufgaben und keine zusätzlichen Kosten. Mit der Verankerung in der Verfassung stellen beide Vorlagen sicher, dass die Bestimmungen über die Bargeldversorgung und die schweizerische Währung nur durch eine Volksabstimmung mit Volks- und Ständemehr geändert werden können.
Mehr Geld fürs Klima?
Und dann gibt es noch die Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)». Die Schweiz hat mit dem Klimaund Innovationsgesetz entschieden, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null zu senken. Dem Bund stehen jedes Jahr rund 2 Milliarden Franken für den Klimaschutz und den Umbau des Energiesystems zur Verfügung. Die Klimafonds-Initiative verlangt, dass der Bund für die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen deutlich mehr Mittel einsetzt. Er soll dazu einen
Fonds einrichten und jährlich einen Betrag in der Höhe von 0,5 bis 1 Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung einzahlen. Dies entspricht ungefähr 4 bis 8 Milliarden Franken. Bundesrat und Parlament empfehlen, die Initiative abzulehnen. 2 Milliarden Franken seien genug. Für das Komitee ist aber klar: Die Schweiz muss jetzt handeln, zumal sie besonders stark vom Klimawandel betroffen ist. Die Initiative ermögliche gezielte Investitionen in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und klimafreundliche Technologien. Und sie mache die Schweiz mit dem Ersatz von Öl und Gas unabhängiger.
Was die Parteien meinen
Die neun im Bezirk aktiven Parteien haben im «Anzeiger» die Gelegenheit, bei eidgenössischen Abstimmungen einmal Stellung im Vorfeld zu nehmen. In einem einleitenden Text erklärt die Redaktion, was genau zur Abstimmung steht. Zu den anstehenden Vorlagen nutzen diesmal alle neun Parteien die Gelegenheit, sich zu äussern. Sie möchten es lieber kurz und knackig? Auf Seite 21 findet sich ein Parolenspiegel.(red)
Linke Abzockerei-Versuche
Geht es nach der Partei Aufrecht, soll die SRG mit geringeren Gebühren auskommen, viele Sendungen seien unnötig. Die Klimafonds-Initiative wird abgelehnt. Das Bargeld solle nicht verschwinden.
Serafe-Gebühren in Höhe von 200 Franken sind genug. Aufrecht unterstützt diese Initiative und empfiehlt den Stimmbürgern, ein Ja in die Urne zu legen. Heute reichen die Tätigkeiten der SRG weit über den «Service public»-Auftrag hinaus. Die SRG betreibt Radiosender, die eine direkte Konkurrenz zu bestehenden privaten Angeboten darstellen, zum Beispiel Swiss Pop, Virus oder SRF3, und man produziert TV-Sendungen, welche nicht zum «Service public»-Auftrag gehören, wie zum Beispiel Shaolin. Ebenfalls wird das Onlineangebot immer mehr, obwohl dies nicht zu ihrem Kernauftrag gehört. Im Übrigen betrug der Anteil von «Aktualität und Information» in den Radioprogrammen der SRG lediglich 14 Prozent, beim TV des SRF betrug dieser Anteil 39 Prozent der Programmstunden (2024). «Service public» soll ein Grundangebot im In-
« Es ist wichtig, dass Bargeld erhalten bleibt. »
formationsbereich sicherstellen. Die restlichen Programme und Themen sind dem freien Markt zu überlassen. Nicht zu übersehen ist auch die politische Ausrichtung der SRG – nämlich links. Laut einer Studie der ZHAW (2014–16) gaben 70 Prozent der Journalisten an, sich links einzuordnen – dies sieht man auch bei den ausgestrahlten Sendungen. Es gehen auch deshalb mehr Beschwerden gegen die SRG bei der UBI ein. Es ist auch absolut unverständlich, dass Betriebe auch Serafe-Abgaben bezahlen. Jeder hat dies ja schon privat zu berappen, und daher ist dies eine doppelte «Abzockerei». Junge Personen schauen fast nie SRG-Produkte und streamen heute schon alles von anderen Plattformen. Die SRG jammert über die Reduktion, obwohl man dank der beinahe unbegrenzten Zuwanderung ein Vielfaches mehr an Gebühren einnimmt, als einmal «budgetiert» wurde. Auch mit den 200 Franken sind die Einnahmen immer noch enorm. Immer mehr finanzielle
Belastungen kommen auf die Bürger zu, hier besteht die Möglichkeit, eine kleine Entlastung zu erhalten. Bei der Klimafonds-Initiative würde die Belastung für den Bürger ebenfalls enorm steigen – hier will man Milliarden für den Klimaschutz ausgeben, welcher absolut nichts bringt. Nach Ozonloch, Waldsterben und weiteren linken Abzockerei-Versuchen ist nun der Klimawandel das Thema – wir sind überzeugt, in ein paar Jahren ist auch dies widerlegt wie die vorangegangenen Themen, welche dem Bürger das Geld aus der Tasche ziehen. Es bringt absolut nichts, wenn die Schweiz dem Bürger das Geld aus der Tasche zieht; ja sogar wenn ganz Europa das Klimaziel null CO2 hat, bringt es nichts, die Welt ist viel grösser. Wie soll die Klima-Schuldenfonds-Initiative finanziert werden? Wahrscheinlich durch Erhöhung der Abgaben auf fossile Brennstoffe, alles, was CO2 generiert. Das genügt aber bei Weitem nicht, man geht davon aus, dass die Mehrwertsteuer nebst den geplanten anderen Erhöhungen (Militär, AHV etc.) noch um 2,5 Prozent angehoben werden soll, somit wären wir dann rasch auf EU-Niveau (12–13 Prozent). Dem Bürger wird, statt ihn zu entlasten, also nochmals eine weitere finanzielle Last aufgebürdet. Viele können sich heute schon nur knapp über Wasser halten; seit der Einführung des KVG stiegen die Prämien um über 500 Prozent an, auch hier hatte man uns anderes versprochen. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen, stimmen Sie hier Nein. Bargeld darf nicht verschwinden. Jedem ist schon aufgefallen, dass es vermehrt technische Ausfälle gibt – da kann man dann nichts kaufen. Deshalb ist es wichtig, dass Bargeld erhalten bleibt. Viele ältere Personen können Smartphones etc. nicht bedienen und sind zunehmend ausgeschlossen (keine ÖV-Tickets mehr, Parkieren nur noch mit App). Es ist auch enorm wichtig, dass man überall Bargeld annehmen muss, vor allem in Bereichen, wo man keine Alternative hat, zum Beispiel beim Einkauf von Lebensmitteln oder beim Ticketkauf. Bargeld ist Freiheit. Wenn alles nur noch digital bezahlt werden kann, ist es leicht, das Ganze zu sperren, sodass man dann nicht einkaufen kann, was man will. Darum stimmen auch Sie Ja zur Bargeldinitiative. Unsere weiteren Parolen sehen Sie im Parolenspiegel.
Aufrecht Affoltern
Die Mitte
Ökologische Verantwortung und solide Finanzpolitik
Die Partei Die Mitte sagt Nein zur Bargeldinitiative und unterstützt stattdessen den direkten Gegenvorschlag. Ein Nein gibt es auch für die KlimafondsInitiative. Die SRGGebühren sind der Partei zu hoch, mit der Individualbesteuerung wäre die Partei
Die Mitte Bezirk Affoltern einverstanden – im Gegensatz zur Mutterpartei, die eine NeinParole herausgegeben hat.
Am Sonntag, 8. März, stehen wichtige nationale Vorlagen zur Abstimmung, die zentrale Fragen von Fairness, staatlicher Ver
« Die heutige Medienabgabe belastet viele Haushalte spürbar. »
antwortung und finanzieller Vernunft betreffen. Die Mitte Bezirk Affoltern hat sich intensiv mit den Vorlagen auseinandergesetzt und klare Positionen gefasst: Bei der Volksinitiative «Bargeld ist
Freiheit» sagen wir Nein zur Initiative und unterstützen den direkten Gegenvorschlag. Beide wollen die Bargeldversorgung und den Schweizer Franken neu in der Verfassung verankern. Der Gegenvorschlag übernimmt jedoch bewährte und klar formulierte Grundsätze, insbesondere die Verantwortung der Schweizerischen Nationalbank für die Bargeldversorgung sowie die Rolle des Frankens als Landeswährung. Die Initiative geht darüber hinaus und bleibt in wichtigen Punkten unpräzise, was rechtliche Unsicherheiten schaffen würde.
Ein Ja empfiehlt Die Mitte Bezirk Affoltern zur Initiative «200 Franken sind genug». Die heutige Medienabgabe belastet viele Haushalte spürbar. Eine Senkung auf 200 Franken pro Jahr schafft Entlastung und bleibt mit einem funktionierenden Service public vereinbar.
Gleichzeitig fördert sie einen effizienteren Umgang mit Gebührengeldern bei der SRG SSR. Ein moderner öffentlicher Rundfunk soll qualitativ stark sein, aber auch verhältnismässig finanziert werden.
Ebenfalls Ja sagen wir zur SteuergerechtigkeitsInitiative, beziehungsweise zur Einführung der Individualbesteuerung. Sie beendet die seit Jahren bestehende Benachteiligung verheirateter Paare und sorgt dafür, dass jede Person unabhängig vom Zivilstand nach der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert
Zweimal Ja und zweimal Nein
Bei den anstehenden Volksabstimmungen spricht sich die EidgenössischDemokratische Union (EDU) für ein Ja zur SRGInitiative sowie für ein Ja zur Bargeldinitiative aus. Gleichzeitig empfiehlt sie ein klares Nein zur Individualbesteuerung und zur KlimafondsInitiative.
Die SRG ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Mit einem Betriebsaufwand von rund 1.54 Milliarden Franken und über 7200 Mitarbeitenden erreicht sie historische Höchstwerte. Gleichzeitig zahlen Schweizer Haushalte mit 335 Franken jährlich die höchsten Radio und Fernsehgebühren Europas – unabhängig davon, ob sie das Angebot nutzen oder nicht. Für die EDU ist diese Entwicklung nicht mehr verhältnismässig.
Die Initiative «200 Franken sind genug!» zwingt die SRG zu echter Prioritätensetzung und führt sie zurück zu ihrem Kernauftrag. Statt mit einem Milliardenbudget private Medien auf Social Media zu konkurrenzieren oder immer neue Kanäle zu betreiben, soll der Service public schlanker, effizienter und glaubwürdiger werden.
Ja zur Bargeldinitiative
Auch die BargeldInitiative unterstützt die EDU klar. Der Rückzug von Münzen und Banknoten erfolgt schleichend – nicht durch
Verbote, sondern durch Gewöhnung. International wird Bargeld zunehmend als unpraktisch dargestellt, obwohl es ein zentrales Element persönlicher Freiheit ist. Bargeld funktioniert anonym, unabhängig von Technik, Strom oder digitalen Plattformen. Es stellt keine Bedingungen und schliesst niemanden aus.
Gerade in Krisen zeigt sich sein Wert: bei Stromausfällen, technischen Störungen oder Cyberangriffen. Selbst hochdigitalisierte Länder setzen deshalb wieder bewusst auf Bargeld als staatliche Rückversicherung. Die Initiative schafft Klarheit, indem sie Münzen und Banknoten ausdrücklich schützt. Der Gegenvorschlag des Bundesrates greift aus Sicht der EDU zu kurz, da er Bargeld zwar anerkennt, aber seine tatsächliche Verwendbarkeit nicht sichert.
Nein zur Individualbesteuerung
Die EDU lehnt die Individualbesteuerung entschieden ab, weil sie einen direkten Angriff auf Familie und eigenverantwortliche Betreuung darstellt. Mit der Individualbesteuerung wird die Ehe als Lebens und Wirtschaftsgemeinschaft faktisch aufgelöst. Ehepartner werden steuerlich wie zwei unabhängige Einzelpersonen behandelt, obwohl sie gemeinsam Verantwortung tragen – für Kinder, Haushalt und Angehörige. Besonders benachteiligt werden Familien, die Betreuung und Erziehungsarbeit selbst übernehmen. Wer sich bewusst dafür entscheidet, die Erwerbsarbeit zu reduzieren, um Kinder zu be
wird. Damit wird das Steuersystem fairer, transparenter und besser an die heutigen Lebensrealitäten angepasst.
Zur KlimafondsInitiative empfiehlt Die Mitte Bezirk Affoltern ein Nein. Klimaschutz und Versorgungssicherheit sind wichtige Ziele, für die sich die Schweiz bereits heute mit erheblichen Mitteln engagiert. Der vorgeschlagene Fonds würde jedoch jährliche Ausgaben in Milliardenhöhe verursachen und den Bundeshaushalt
« Der vorgeschlagene Fonds würde jährliche Ausgaben in Milliardenhöhe verursachen. »
stark belasten. Wir setzen stattdessen auf gezielte, wirksame Massnahmen, die ökologische Verantwortung mit einer soliden Finanzpolitik verbinden.
Die Mitte Bezirk Affoltern steht für Lösungen mit Augenmass: sozial gerecht, verantwortungsvoll und finanziell tragfähig. Wir laden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein, sich eine eigene Meinung zu bilden und am 8. März an der Urne teilzunehmen.
Die Mitte Bezirk Affoltern
treuen oder Angehörige zu pflegen, wird steuerlich schlechter gestellt. Damit wertet der Staat unbezahlte Betreuungsarbeit ab, obwohl sie für die Gesellschaft unverzichtbar und unbezahlbar ist und den Staat massiv entlastet. Die Individualbesteuerung fördert einseitig Modelle mit hoher Erwerbstätigkeit beider Elternteile und setzt Familien unter Druck, ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen.
Zudem führt die Individualbesteuerung zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand. 1.7 Millionen Steuerdossiers müssten neu erstellt, kantonale Systeme umgestellt und Verwaltungen ausgebaut werden. Diese Kosten tragen letztlich die Steuerzahlenden. Die sogenannte Heiratsstrafe dient als Vorwand für einen radikalen Systemwechsel. Sie liesse sich gezielt korrigieren, ohne Ehe und Familie steuerlich zu schwächen. Viele Kantone haben solche Lösungen bereits umgesetzt. Die Individualbesteuerung schafft neue Ungerechtigkeiten und greift tief in die Lebensgestaltung von Familien ein. EDU Bezirk Affoltern
« Zudem führt die Individualbesteuerung zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand. »
Abschaffung der Heiratsstrafe – ja, aber nicht so
Die EVP hat kein Interesse an der Vorlage zur Individualbesteuerung, auch nicht an der Halbierungsinitiative oder zur Bargeldinitiative. Die KlimafondsInitiative findet sie dagegen unterstützenswert, sie sei als Investition in die Zukunft, in Stabilität und Unabhängigkeit zu verstehen.
Das Anliegen ist dringend, doch diese Umsetzung ist kontraproduktiv. Die EhepaarBenachteiligung bleibt bei dieser Vorlage bestehen. Die Individualbesteuerung bestraft Familien, die sich besonders stark in der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen engagieren. Statt einer Entlastung bringt es eine Mehrbelastung für den Mittelstand und insbesondere für Alleinstehende und Einelternfamilien. Laut einer Studie sind die Nutzniessenden dieser Reform vor allem vermögende Rentnerinnen und Rentner. Eine bessere Alternative ist in Sicht: Vor zwei Jahren haben die Mitteparteien die Initiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!» eingereicht, die schon bald vors Parlament kommt. Sie berücksichtigt Erwerbs und auch die Betreuungsarbeit, stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und entlastet den Mittelstand. Mit der gemeinsamen Steuererklärung durch Paare kann zudem eine massive Verkomplizierung der Steuerveranlagung wie auch Kosten in Milliardenhöhe vermieden werden, wie sie ein Expertengutachten aufgezeigt hat. Die EVP empfiehlt Nein zur heutigen Vorlage.
Nein zur SRGHalbierungsinitiative
Eine funktionierende Demokratie braucht starke und unabhängige Medien. Sie haben einen Informationsauftrag und
sind unerlässlich für die unabhängige Meinungsbildung. Die SRG mit ihrer Medienvielfalt bietet verlässliche Informationen und trägt den verschiedenen Landesteilen, den vier Landessprachen und den regionalen Eigenheiten Rechnung. Das sind wichtige Pfeiler unserer lebendigen Demokratie. Mit der Halbierung der Gebühren entziehen wir der SRG die nötigen Mittel und öffnen Tür und Tor für Propaganda und Desinfor
« Den Klimafonds müssen wir nicht einfach als Kostenfaktor sehen, sondern als Investition in die Zukunft. »
mation. Eine kurzsichtige Sparübung, die Medienvielfalt und Qualität der Berichterstattung schwächt, ist zu verhindern und auch, dass sich ganze Regionen auf ausländische Sender abzustützen haben. Die EVP bittet die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus diesen Gründen, die Halbierungsinitiative abzulehnen.
KlimaschutzInitiative
Verantwortungsvolle Klimapolitik ist eine Pflicht gegenüber kommenden Generationen. Die nötigen Technologien und Massnahmen sind bekannt. Was fehlt, sind ausreichende finanzielle Mittel für Investitionen. Diese Lücke will der Klimafonds schliessen und sicherstellen, dass das erforderliche Geld gezielt in den Um
bau unseres Energie und Wirtschaftssystems fliesst – planbar, langfristig und wirksam. Und dass es eine breite Wirkung entfalten und allen zugutekommen kann, mit stabilen Preisen und neuen Arbeitsplätzen. Ein solidarisch finanzierter Klimafonds aus dem Bundeshaushalt verhindert, dass einzelne Gruppen überproportional belastet werden. Klimaschutz und soziale Verantwortung gehören zusammen.
Den Klimafonds müssen wir nicht einfach als Kostenfaktor sehen, sondern als Investition in die Zukunft, in Stabilität und Unabhängigkeit. Er stärkt den Werkplatz Schweiz, fördert Innovation, schafft Planungssicherheit, treibt Forschung und Entwicklung voran, und die neue Wertschöpfung bleibt im Land. Er fördert Innovation im Inland und reduziert die Abhängigkeit vom Ausland. Das ist geopolitisch, wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll! Die EVP empfiehlt Ja.
Nein zur Bargeldinitiative, Ja zum direkten Gegenentwurf Der Initiativtext ist unpräzise formuliert und wird in der Umsetzung zu Problemen führen. Zudem wird die heutige zuverlässige Bargeldversorgung der Schweiz von Fachleuten als sehr stabil eingeschätzt.
Der Gegenentwurf des Bundesrats nimmt die berechtigten Anliegen der Initiative präziser und rechtlich klarer auf, ohne die Risiken der Initiative zu übernehmen und ohne neue Risiken zu schaffen oder die Nationalbank in ihrer Flexibilität unnötig einzuschränken. Die EVP unterstützt den Gegenentwurf, der die langfristige Sicherung des Bargelds garantiert.
EVP lehnt die Bargeldinitiative ab und empfiehlt die Annahme des Gegenvorschlags.
Mehr als eine Steuerreduktion – kein SRG-Kahlschlag
Die FDP sieht in der Einführung der Individualbesteuerung die Möglichkeit, einen Fehler im Steuersystem zu beheben, und der SRG möchte sie den Geldhahn nicht zudrehen.
Endlich bietet sich der Schweiz am 8. März die Möglichkeit, einen längst erkannten und wiederholt diskutierten Fehler im Steuerrecht zu beheben: Mit der Individualbesteuerung wird aber nicht nur die «Heiratsstrafe» – Verheiratete geraten in eine höhere Progression – abgeschafft, sondern es werden auch neue Anreize geschaffen. Mit dieser Steuerrevision wird die Verantwortung für die eigene finanzielle Situation jeder und jedes Einzelnen gefördert, nicht nur im Jetzt, sondern auch hinsichtlich der Vorsorge. Selbstredend bringt jede Veränderung positive wie auch negative Effekte mit sich. Über alle betrachtet kann aber festgehalten werden, dass weitaus mehr Personen von der Individualbesteuerung finanziell profitieren, als solche, die mehr Steuern werden bezahlen müssen. Vor allem aber profitiert die Gesellschaft davon, weil das inländische Arbeitskräftepotenzial besser ausgeschöpft wird. Es lohnt sich für mehr Menschen, insbesondere Frauen, ausser Haus zu arbeiten oder das Pensum zu erhöhen. Dies trägt nicht zuletzt auch zu einer Reduktion der Arbeitsmigration bei. Die von den Gegnern ins Feld geführte «massive» Mehrbelastung der Steuerbehörden ist ein Scheinargument. Natürlich wird die Umstellung einen einmaligen Mehraufwand mit sich bringen. Danach ist der Aufwand nicht höher, da nicht mehr Datenpunk-
te zu verarbeiten sind – auch in der Steuererklärung eines Ehepaares werden viele Werte je Person erfasst. Das ganze System wird vereinfacht, da keine Mutationen wegen Heirat oder Scheidung mehr notwendig sind. Bestraft werden allenfalls Kantone, welche ihre Hausaufgaben bezüglich Digitalisierung der Steuererhebung noch nicht gemacht haben. Diese Digitalisierung trägt auch jetzt schon an vielen Orten zu einer sehr effizienten und
lichkeiten zu eröffnen. Beides könnte, so es denn notwendig ist, auch auf anderem, besserem Weg erreicht werden.
Der SRG den Geldhahn zuzudrehen, ist eine plakative Forderung, die den Fokus einseitig auf die Finanzen richtet. Viel wichtiger wäre eine Diskussion, was denn der Auftrag der SRG in der heutigen Zeit ist. Diese Auseinandersetzung wäre wichtig und würde viel mehr dazu beitragen, Klarheit zu schaffen, wie sich das öffentliche Medium positionieren soll.
konsistenten Steuerveranlagung bei. Die Individualbesteuerung beendet eine Ungerechtigkeit: Einkommen entsteht individuell und soll auch individuell besteuert werden. Damit wird die steuerliche Gleichbehandlung von Mann und Frau konsequent umgesetzt und ein seit Jahrzehnten bestehendes gleichstellungspolitisches Anliegen der FDP verwirklicht.
SRG-Halbierungsinitiative
Die Initiative will über eine massive Kürzung der Gebühren ein «Gesundschrumpfen» des öffentlichen Medienhauses erreichen, in der Hoffnung, damit eine «ausgewogenere» Berichterstattung zu erreichen sowie den privaten Medienunternehmen mehr Mög-
Die angesprochenen privaten Medienunternehmen profitieren jetzt schon von den erhobenen Gebühren, wenn sie im Radio- und Fernsehmarkt tätig sind. Auch sie werden, notabene, von einer Reduktion der Gebühren betroffen sein. Die Printmedien ihrerseits nutzen die Gunst der Stunde, um im Schatten der Diskussion um die Halbierungsinitiative vermeintliche Vorteile für sich zu ergattern – anstatt sich endlich etwas einfallen zu lassen, wie sie qualitativ guten Journalismus wieder gewinnbringend an die Konsumenten bringen könnten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass der Bundesrat bereits entschieden hat, die Gebühren zu senken und vor allem auch einen Grossteil der Unternehmen von der Gebühr ganz zu befreien, ein Schritt, den die FDP begrüsst. Mit der Annahme der Initiative könnten zentrale Teile des aktuellen Service-public-Auftrags – ein vielfältiges, unabhängiges Informations-, Kultur- und Unterhaltungsangebot in allen vier Landessprachen – so nicht mehr erfüllt werden. FDP Bezirk Affoltern
Ja zur Individualbesteuerung: Zeit für ein faires Steuersystem
Die Grünliberalen stellen sich klar auf die Seite der Befürworter der Individualbesteuerung, die Klimafonds-Initiative ist der Partei zu teuer.
Am 8. März geht es um eine einfache Frage: Soll unser Steuersystem weiterhin am Zivilstand festhalten – oder endlich die einzelne Person ins Zentrum stellen?
Heute werden verheiratete Paare gemeinsam besteuert, Konkubinatspaare hingegen individuell. Das führt zu Ungleichbehandlungen: Rund 610 000 Ehepaare zahlen mehr Steuern als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen, andere erhalten einen Bonus. Diese sogenannte Heiratsstrafe ist seit 1984 vom Bundesgericht als verfassungswidrig beurteilt. Trotzdem besteht sie bis heute fort.
Problematisch ist die gemeinsame Besteuerung für Zweitverdienende – meist Frauen. Durch die gemeinsame Progression lohnt sich zusätzliche Erwerbsarbeit oft kaum. Das ist weder zeitgemäss noch gerecht und widerspricht dem heutigen Familien- und Rollenverständnis. Unser Steuersystem stammt aus einer Zeit, in der Frauen nach der Heirat oft nicht mehr arbeiteten. Diese Realität ist längst überholt – das Recht sollte es auch sein. Mit der Individualbesteuerung wird jede erwachsene Person unabhängig vom Zivilstand besteuert. Jede und jeder reicht eine eigene Steuererklärung ein, Sondertarife und zivilstands-
« Der SRG den Geldhahn zuzudrehen, ist eine plakative Forderung. » Grüne
abhängige Abzüge fallen weg. Gleichzeitig werden Kinder- und Unterstützungsabzüge deutlich erhöht und fair auf beide Elternteile aufgeteilt. Das macht das System transparenter, einfacher und nachvollziehbarer. Die befürchteten Mehraufwände für Kantone und Gemeinden sind zeitlich begrenzt auf die Umstellungszeit. Mittelfristig wird das System sogar einfacher.
Zwar rechnet der Bund anfänglich mit Mindereinnahmen von rund 600 Millionen Franken. Dem stehen jedoch erhebliche positive Effekte gegenüber: bessere Erwerbsanreize, mehr Gleichstellung und laut Bundesrat bis zu 44000 zusätzliche Vollzeitstellen. In Zeiten von Fachkräftemangel ist das ein starkes Argument.
Die Individualbesteuerung schafft Fairness, stärkt die Eigenverantwortung und bringt unser Steuersystem ins 21. Jahrhundert. Deshalb lohnt sich am 8. März ein klares Ja.
Nein zur Klimafonds-Initiative Klimaschutz braucht Wirkung – nicht einen neuen Milliardenfonds. Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Auch die Schweiz trägt Verantwortung und muss ihren Beitrag leisten. Entscheidend ist jedoch nicht die Höhe der Ausgaben, sondern deren Wirkung. Genau hier überzeugt die Klimafonds-Initiative nicht. Die Ziele der Initiative sind un-
bestritten: Klimaschutz, erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz. Doch diese Ziele sind bereits gesetzlich verankert. Mit dem Klima- und Innovationsgesetz, dem CO2-Gesetz und verschiedenen energiepolitischen Vorlagen verfügt die Schweiz
« Mit der Individualbesteuerung wird jede erwachsene Person unabhängig vom Zivilstand besteuert. »
heute über ein wirksames, mehrheitsfähiges Instrumentarium. Bereits fliessen jährlich rund zwei Milliarden Franken in Klimaschutz und Energiewende – ergänzt durch klare Regeln und marktwirtschaftliche Anreize. Die Initiative will zusätzlich jedes Jahr 4 bis 8 Milliarden Franken in einen zentralen Fonds lenken. Das ist nicht nur sehr viel Geld, sondern auch finanzpolitisch problematisch. Die Ausgaben wären nicht der Schuldenbremse unterstellt, was den Handlungsspielraum des Bundes einschränkt und Steuererhöhungen oder neue Schulden wahrscheinlicher macht. Zudem droht ein Abgehen vom Verursacherprinzip hin zu einer reinen Finanzierung über Steuermittel. Sektion Grünliberale Knonaueramt
Klimafonds-Initiative: Heute investieren, morgen profitieren
Die Grünen im Bezirk Affoltern möchten der SRG ihre Gebühren auf dem heutigen Niveau belassen. Bei der Klimapolitik setzen sie auf den neuen Fonds.
Die Klimakrise ist längst Realität. Hitzesommer, schmelzende Gletscher und immer häufigere Extremwetterereignisse zeigen deutlich, dass Nichtstun keine Option mehr ist. Die Schweiz hat sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Doch dieses Ziel erreichen wir nicht mit Appellen allein, sondern nur mit klaren politischen Entscheidungen und den nötigen finanziellen Mitteln. Genau hier setzt die Klimafonds-Initiative an. Der vorgeschlagene Klimafonds ermöglicht es dem Bund, gezielt und langfristig in den Klimaschutz zu investieren. Mit jährlichen Investitionen in der Grössenordnung von rund 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts können erneuerbare Energien ausgebaut, Gebäude saniert, innovative Technologien gefördert und die Schweiz unabhängiger von fossilen Energieimporten gemacht werden. Diese Ausgaben sind Investitionen in unsere Zukunft, in sichere Arbeitsplätze und stabile Lebensgrundlagen. Ein
« Hitzesommer, schmelzende Gletscher und immer häufigere Extremwetterereignisse zeigen deutlich, dass Nichtstun keine Option mehr ist. »
Blick in die Geschichte zeigt, wie wichtig mutige Investitionen waren. Der Ausbau der Eisenbahn, die Elektrifizierung des Landes oder die grossen Wasserkraftwerke haben Wohlstand geschaffen und die Schweiz nachhaltig geprägt. Damals wie heute ging es darum, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Niemand käme heute auf die Idee, diese Investitionen infrage zu stellen. Sie waren teuer, aber sie haben sich um ein Vielfaches ausbezahlt.
Auch beim Klimaschutz gilt: Wer heute investiert, spart morgen enorme Kosten. Die Schäden durch Hitzewellen, Überschwemmungen und Naturkatastrophen werden ohne wirksamen Klimaschutz massiv zunehmen und die öffentliche Hand wie auch die Bevölkerung teuer zu stehen kommen. Vorsorge ist günstiger als Reparatur. Darum sagen die Grünen überzeugt Ja zur KlimafondsInitiative. Für eine Schweiz, die Verantwortung übernimmt und in ihre Zukunft investiert.
Nein zur Halbierungsinitiative: Unsere Demokratie braucht starke Medien
Die Halbierungsinitiative mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen. Weniger Gebühren, mehr Geld im eigenen Portemonnaie. Doch was als Sparmassnahme verkauft wird, hat einen hohen Preis für unsere direkte Demokratie. Denn eine funktionierende Demokratie ist auf verlässliche, unabhängige und für alle zugängliche Informationen angewiesen. Öffentlich finanzierte Medien leisten einen zentralen Beitrag zur politischen Meinungsbildung. Sie informieren sachlich über Abstimmungen, erklären komplexe Vorlagen und machen politische Prozesse verständlich. Gerade
in einem Land mit direkter Demokratie ist das entscheidend. Wer mitbestimmen soll, muss sich auch fundiert informieren können. Das gilt für alle Landesteile, alle Sprachregionen und alle Bevölkerungsgruppen. Die Halbierungsinitiative würde die finanziellen Mittel massiv kürzen und damit genau diese Leistungen gefährden. Weniger Ressourcen bedeuten weniger Hintergrundberichte, weniger regionale Berichterstattung und weniger Vielfalt. Besonders kleinere Sprachregionen und Randthemen würden unter
« In Zeiten von Fake News, gezielter Desinformation und zunehmender Polarisierung sind unabhängige Medien wichtiger denn je. »
Druck geraten. Der Markt allein kann diese Lücke nicht füllen, weil kommerzielle Medien vor allem dort investieren, wo Reichweite und Profit locken, nicht dort, wo demokratische Verantwortung gefragt ist. In Zeiten von Fake News, gezielter Desinformation und zunehmender Polarisierung sind unabhängige Medien wichtiger denn je. Sie schaffen Vertrauen, ordnen ein und bieten Orientierung. Wer sie schwächt, öffnet Tür und Tor für einseitige oder manipulierte Informationen und überlässt die öffentliche Debatte internationalen Plattformen ohne demokratische Kontrolle. Deshalb braucht es ein klares Nein. Für eine starke Medienlandschaft und für eine lebendige, wehrhafte Demokratie. Grüne Bezirk Affoltern
Die SP wehrt sich gegen eine Zerstörung der SRG und stellt sich gegen die Bargeldinitiative, wobei sie Ja sagt zum Gegenvorschlag. Sie sagt auch Ja zum Klimafonds und auch zur Individualbesteuerung.
Am 8. März manifestiert sich auf eindrückliche Weise die Verknüpfung der Politik auf weltweiter und nationaler Ebene. Es ist der Internationale Frauentaug, rund um den Globus fordern Frauen gleiche Rechte. Auf Bundesebene machen wir mit der Individualbesteuerung einen wichtigen Schritt zur Gleichstellung. Der Klimawandel ist eine weltweite Bedrohung. Die KlimafondsInitiative schafft die Voraussetzung für eine Umsetzung der Klimaziele, eine politische Forderung, die weit über unser Land hinaus Signalwirkung hat. Mit der Abstimmung über die AntiSRG-Initiative steht in der Schweiz die demokratische Meinungsvielfalt auf dem Spiel, ein Grundpfeiler der Demokratie, der weltweit zerbröckelt.
Die demokratische Meinungsvielfalt stärken – Nein zur Zerstörung der SRG Fundierte Informationen sind die Grundlage jeder funktionierenden Demokratie. In Zeiten zunehmender Fake News, Polarisierung und Angriffen auf die Pressefreiheit, braucht es in der demokratischen Debatte verlässliche Informationen, denen wir vertrauen können. Die SRG bildet eine Klammer zwischen allen Landesteilen. Als einziges öffentliches Medienhaus informiert
sie in vier Sprachen. Die Halbierungsinitiative ist keine harmlose Sparmassnahme, sondern schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. Bei Annahme der Initiative bestimmt die Finanzkraft, nicht der Faktengehalt, was wir mit-
« Auf Bundesebene machen wir mit der Individualbesteuerung einen wichtigen Schritt zur Gleichstellung. »
bekommen. Wir überlassen die Demokratie nicht dem Meistbietenden.
Eine lebenswerte Zukunft für die kommenden
Generationen – Ja zur Klimafonds-Initiative Der Klimaschutz ist die grösste Aufgabe unserer Generation. Diese Herausforderung können wir nur mit einer gerechten und gemeinschaftlichen Lösung richtig anpacken. Dank der Klimafonds-Initiative stellen wir mit öffentlichen Investitionen unsere Gesellschaft auf erneuerbare Energien um und sichern uns genügend Strom für die Zukunft. So stärken wir unsere Infrastruktur und unser lokales Gewerbe. Das bringt gute Arbeitsplätze und schafft Versorgungssicherheit. Damit befreien wir uns aus der Abhängigkeit von Oligarchen und Autokraten. Die Schweiz ist als Alpenland besonders stark vom Klimawandel betroffen. Unsere Gletscher schmelzen, Hitzetage und extreme
Wetterereignisse nehmen zu. Abwarten ist keine Lösung, wir müssen handeln, jetzt!
Ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung – Ja zur Individualbesteuerung
Bei der Abstimmung über die Individualbesteuerung geht es um viel mehr als eine finanzpolitische Vorlage. Mit einem Ja machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung der Geschlechter. Alle Menschen werden gleich besteuert, unabhängig vom Zivilstand. Heute ist das nicht so: Verheiratete Paare, bei denen beide arbeiten, zahlen oft mehr Steuern als unverheiratete Paare. Das ist ungerecht. Mit der im Juni 2025 verabschiedeten Individualbesteuerung – einem Kompromiss von Bundesrat und Parlament – gibt es nun endlich eine zeitgemässe Lösung. Ein längst überfälliger Schritt für die Gleichstellung!
Die Parolen der SP in Kurzform
• Nein zur Anti-SRG-Initiative «200 Franken sind genug», weil Demokratie und Meinungsvielfalt geschützt werden müssen.
• Ja zur Klimafonds-Initiative, weil wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt weitergeben wollen.
• Ja zur Individualbesteuerung, weil dies ein wichtiger Schritt zu einem gerechteren Steuersystem und für die Gleichstellung ist.
• Nein zur Initiative «Bargeld ist Freiheit» und Ja zum Gegenentwurf. Stichfrage: Ja zum Gegenentwurf.
SP Bezirk Affoltern
1 Bargeldinitiative Ja Nein Nein Nein Nein Nein NeinJaJa
Die 26-jährige Comedienne tritt Ende Februar in Mettmenstetten auf
Es war im vergangenen Winter. Anlässlich des jährlichen Humorfestivals verbrachten wir einige Tage in Arosa. An der Hotelbar – meine Frau Regula und ich gemütlich beim Apéro – grüsste uns plötzlich eine junge Frau und setzte sich völlig selbstverständlich und mit einem freudigen «Hoi zäme» zu uns. Man hatte uns zwar gesagt, dass eine junge Comedienne für sich im gleichen Hotel ein Zimmer gebucht hat. Julia Steiner soll es sein. Ich kannte sie nur vom Namen her und wusste, dass sie innert kurzer Zeit in der Kleinkunst aufgefallen ist, insbesondere in der Sparte Poetry-Slam. Unter anderem auch durch den Gewinn des Swiss Comedy Awards in der Kategorie «Best Talent» 2024, die Auszeichnung als «Zürcher Poetry Slam Meisterin» 2023, und im selben Jahr gewann sie das Oltener Kabarett-Casting.
Ihre Spontanität irritierte einen kurzen Moment. Mit einem Lächeln, dem Schalk in den Augen und ihrer einnehmenden Art durchbrach sie den Bann. Es entwickelte sich ein amüsanter, gemütlicher und unterhaltsamer «ApéroNachmittag». Ich fühlte mich wie bei einem Schwatz mit einer Nachbarin, die wieder einmal vorbeischaut und erzählt, was sie gerade erlebt, bedrückt, erfreut hat – etwas Tratsch, erfreuliche und weniger erfreuliche Momente. Sie schenkte einem einfach ganz selbstverständlich das Gefühl, wir würden uns schon länger kennen.
Am nächsten Abend machten wir einen Abstecher in eines der Zelte vom Aroser Humorfestival. Zuvor sahen wir sie von einer anderen Seite noch kurz in der Hotelhalle. Nervös, geschminkt, herausgeputzt und gut gekleidet. «Ich will mich so zeigen, wenn ich der Öffentlichkeit ausgesetzt bin», liess sie uns wissen. Ihr Auftritt passte dann genau ins erste
Bild, das sie uns vermittelte. Aufgestellt, authentisch, offen, direkt und sprachlich ohne irgendwelche Hemmschwel-
len. Die junge Frau von nebenan, die über das Familienleben, Peinlichkeiten, persönliche Probleme und Selbstironie
sprach. Am Festival gibt es in Arosa eine schöne Tradition. Programmgemäss treten viele Künstler gleichzeitig auf verschiedenen Bühnen auf. Gegen Mitternacht treffen sich meist alle Künstler und Künstlerinnen in einer grossen Runde, immer in der gleichen Hotelhalle, zum Schlummertrunk. Julia Steiner, die Neue, in der Mitte, ohne jegliche Berührungsängste. Daneben erfolgreiche, erfahrene Profis aus dem Showbusiness. Ein Ausrufezeichen setzte sie, als sie die gesamte Runde fragte, wer sie auf der Bühne gesehen habe und was sie von ihrem Auftritt halten. In dieser Form, so direkt, habe ich es bis anhin in dieser etwas eigenen Kulturszene nicht erlebt. Es war auch deutlich kein «fishing for compliments». Es war eine Erwartung nach ehrlicher, sachlicher Kritik. «Ich will keine schönen Worte, ich will lernen, weiterkommen, und brauche dafür eure Hilfe.» Die Anwesenden, der eine oder die andere durchaus etwas selbstverliebt und mit Kritik äusserst zurückhaltend, waren offensichtlich überfordert. Nur zögerlich gab es Anmerkungen oder hilfreiche Worte. Julia Steiner war trotzdem dankbar. Zusammentreffen gab es von nun an öfters. Meist war ich dabei, wenn Regula sich als ihre Kollegin mit ihr über Auftritte, Bühnenpräsenz und kabarettistische Inhalte unterhielt. Dabei gab die gebürtige Luzernerin auch immer wieder private Dinge preis. Sprach über das Zusammenleben mit ihrem Lebenspartner Elias Grillo in Zürich. Den jahrelangen Kampf – trotz Sportbegeisterung – gegen ihr ständig schwankendes Gewicht, ihre diagnostizierten Panikstörungen, denen sie mit Medikamenten entgegenwirkt. Oder, wie sie mit sechs Jahren ihren Vater Urs verlor und zusammen mit Mutter Anna und der
knapp älteren Schwester Lena aufwuchs. Aber auch, wie ihr das Talent, ihre Bühnenkunst, in die Wiege gelegt wurde. Die Gene ihrer Mutter, einer Schauspielerin und heutigen Fernsehmoderatorin bei Tele M1, gemischt mit jenen vom Vater, der seine Berufung als Theaterregisseur fand. Wie sie Germanistik studierte, Lehrerin wurde und sich 2023 vom Schulzimmer verabschiedete. Deshalb, weil sie ausschliesslich auf ihr Ziel hinarbeiten und fokussieren wollte. Dem Ziel, ihrer Leidenschaft und dem Wunsch zu folgen, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern. Live auf der Bühne habe ich Julia Steiner seit dem besagten Dezember 2024 nie mehr gesehen. Ich freue mich daher auf ihr Gastspiel am 28. Februar im Gasthaus zum weissen Rössli in Mettmenstetten. Sie hat in den vergangenen Monaten bestimmt weitere Entwicklungsschritte gemacht. Erfahrungen gesammelt, nach weiteren Tipps und Anregungen gesucht. Herausgekommen ist dabei ihr erstes abendfüllendes Soloprogramm «Wenn du morgen noch leben könntest». Ein für mich typischer, passender Titel zur Frau von nebenan. Sie will mit Erzählen nicht warten, bis sie 80 Jahre alt wird. Die schönen, schrägen Geschichten des Lebens jetzt unter die Leute bringen, da sie davon überzeugt ist, mit 26 Jahren schon so viel mitgemacht zu haben, dass es für ein ganzes Leben reichen würde. Ob es tatsächlich so ist? Keine Ahnung, aber egal. Ich bin mir nur sicher, dass sie noch nicht alle Sprossen der Comedy-Karriere-Leiter erklommen hat und so lange weitergehen wird, bis sie auf dem Comedy-Gipfel steht.
Fredy Bickel
Gewinnerin des Swiss Comedy Awards in der Kategorie «Best Talent» 2024: Julia Steiner. (Bild zvg)
«Let’s pipe and drum and make people happy!» – Getreu diesem Motto lädt The Zurich Caledonian Pipe Band ein, mit in die Welt der schottischen Musik einzutauchen.
Die Zurich Caledonian Pipe Band wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der die Freude am gemeinsamen Musizieren an erster Stelle steht. Was mit einer kleinen Gruppe von 10 Enthusiasten begann, hat sich prächtig entwickelt: Heute ist die Band stolz darauf, über 20 aktive Musiker in ihren Reihen zu zählen. Im Jahr 2027 wird bereits das 20-Jahre-Jubiläum gefeiert, und die Musiker blicken voller
Spielfreude in die Zukunft. Auch optisch ist The Zurich Caledonian Pipe Band der Tradition treu: Sie tragen den Tartan des berühmten Clan Bruce aus Kincardine (Cinn Chàrdainn). Diese königliche Dynastie stellte im 14. Jahrhundert mit Robert the Bruce einen der bedeutendsten Anführer der schottischen Unabhän-
Von kleinen und ganz grossen Dramen
Das aktuelle Kino-Mansarde-Programm
In der aktuellen Murianer Kinowoche gibt es im Kino Mansarde die ganze Palette an Drama zu sehen. Im preisgekrönten und gross inszenierten «Hamnet» geht es um die aussergewöhnliche Familiengeschichte von William Shakespeare, in «Extrawurst» um Unstimmigkeiten im Tennisclub, während «Rental Family» einem kuriosen Geschäftsmodell sehr viel Herz verleiht.
Kurioses Geschäftsmodell
Phillip lebt ein einsames Leben in Tokio. Seine Schauspielkarriere ist ins Stocken geraten, bis er von einer japanischen «Mietfamilien-Agentur» angeheuert wird, um kurzzeitig in die verschiedensten Rollen im Leben wildfremder Menschen zu schlüpfen: als bester Freund, Bruder oder sogar Ehepartner. Zwischen
Veranstalter: Kloster Kappel. Bitte warm anziehen, die Klosterkirche ist ungeheizt. www.klosterkappel.ch
Samstag, 14. Februar
Affoltern
◴ 19:30-21:00: Kammermusik
Das Oliver Schnyder Trio spielt Mozart, Schubert und Brahms, drei Meister der Klassik und Romantik.
● Pianohaus Schoekle, Sagistrasse 8A
Veranstalter: Kulturkeller lamarotte. Bar und Kasse ab 18:30 Uhr. Eintritt 75 Franken, Mitglieder 65 Franken, Legi 20 Franken. www.lamarotte.ch
Dienstag, 17. Februar
Ottenbach
◴ 14:00-16:30: Senioren
Inszenierung und Realität erkennt Phillip, dass die Rolle seines Lebens darin besteht, sich selbst zu sein.
Das Konzept zu mietender Familie existiert in Japan seit den 1980er-Jahren. «Rental Family» ist eine berührende Tragikomödie und lebt von visuell ansprechenden Bildern und Brendan Frasers feinfühliger Performance.
Episch wie Shakespeares Werke Mit «Hamnet» kehrt die Oscar-prämierte Regisseurin Chloé Zhao (Nomadland) auf die grosse Leinwand zurück, zudem brillieren mit Jessie Buckley und Paul Mescal zwei der besten Darstellenden der Gegenwart in den Hauptrollen. In
Info-Veranstaltung mit Einblick in die Arbeit als Leiterin der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen der Pro Senectute für den Bezirk Affoltern.
● Gemeindesaal Ottenbach, Schulrain 12 Veranstalter: OTTENBACH60plus. Ohne Anmeldung. Eintritt frei. Mit offeriertem Kaffee, Mineral und Gebäck. www.ottenbach60plus.ch
Affoltern
◴ 19:30-21:30: Offene Proben Offene Proben im Jodlerklub Affoltern.
● Katholische Kirche, Saal Veranstalter: Jodlerklub Affoltern a.A. Weitere Proben am 3. März, 17. März und 17. April jeweils 19:30-21:30 Uhr. www.jkaffoltern.ch
Bonstetten
◴ 19:30-22:00: SVP bi de lüüt
Abstimmungspodium: 200 Franken sind genug, mit NR Meret Schneider (Grüne) und Gregor Rutz (SVP). Individualbesteuerung mit NR Bettina Balmer (FDP) und NR Benjamin Fischer (SVP).
der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in Will verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger
● Gemeindesaal, Am Rainli 4 Veranstalter: SVP Bonstetten. www.svp-bonstetten.ch
Donnerstag, 19. Februar Kappel
◴ 13:30-14:30: Klosterführung Öffentliche Führung durch die Klosteranlage. Treffpunkt: Amtshausplatz.
● Kloster Kappel, Kappelerhof 5, Sekretariat Theologie Veranstalter: Kloster Kappel. Ohne Anmeldung, kostenlos. www.klosterkappel.ch
Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch
gigkeitskriege. Das stolze Motto des Clans begleitet auch die Band: «Fuimus –wir sind gewesen». Am Sonntag, 15. Februar, spielt The Zurich Caledonian Pipe Band in der Kirche Stallikon. Die Lieder werden von ihrer Leadsängerin Alice Elena Meier gesungen, und Organistin Viktoryia Ha-
veinovitch unterstützt die Band. Der Eintritt ist frei (Kollekte). Im Anschluss wird ein Apéro offeriert.
Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre grosse Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, «Hamlet» zu schreiben, eines der grossen Dramen der Literaturgeschichte.
Die Mitglieder eines Tennisclubs irgendwo in der deutschen Provinz sollen über die Anschaffung eines neuen Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen –normalerweise kein Problem. Dann kommt der Vorschlag, einen zweiten Grill zu organisieren: aus Rücksicht auf
Erol, das einzige muslimische Mitglied des Clubs. Die gut gemeinte Idee löst unerwartete Unruhe aus und führt zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Satz für Satz Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Sozis und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Bald ist allen klar, hier geht es um viel mehr als nur die Wurst.
Das dieser Komödie zugrunde liegende Boulevardtheaterstück «Extrawurst» aus der Feder von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob zählt zu den publikumsstärksten Produktionen der vergangenen Jahre. Ein scharfsinnig witziger Schwank gerade richtig zum Wochenendbeginn.
Samstag, 21. Februar, 17 Uhr
Reto Holzgang, Kino Mansarde
Kennenlerntermin Wahlveranstaltung SVP Hedingen
Mit grosser Freude konnte die Orts-Sektion der SVP am 6. Februar einige Besucher im Restaurant da Ora begrüssen. Sie alle wollten den Kandidaten der SVP Orts-Sektion Hedingen für die Gemeinderatswahlen 2026, Dr. Jürg Werner, kennenlernen. Der Kandidat wurde mit vielen Fragen zur Gemeindepolitik, zur Ortsplanung, zu Umweltfragen und zu vielen weiteren Themen durchlöchert. Mit viel Kompetenz und natürlich aus Erfahrung von seinem erfolgreichen Berufsleben konnte er diese Fragen zur vollen Zufriedenheit der Fragesteller beantworten. Da die politische Angelegen-
heit zwar recht brisant, aktuell, aber auch etwas trocken war, wurden die Besucher/Fragesteller mit einem Getränk und einem kleinen Imbiss verwöhnt.
Die SVP Orts-Sektion Hedingen freut sich auf den nächsten Kennenlerntermin, dieser findet am Valentinstag, 14. Februar, zwischen 10 und 12 Uhr bei dem Volg und der Bäckerei Pfyl in Hedingen statt. Die Orts-Sektion Hedingen freut sich zusammen mit Dr. Jürg Werner auf viele Besucher und Fragesteller. SVP Orts-Sektion Hedingen
Acht Achtsamkeits- und Meditationsabende
Claudia Bruckner
Seewadelstrasse 13, Affoltern, Anmeldung bis 16. Februar per E-Mail: willkommen@simonemohri. ch oder Tel. 077 534 82 65
Nach Aschermittwoch bis Ostern finden in der katholischen Kirche Affoltern acht Achtsamkeits- und Meditationsabende statt. Die Treffen beginnen am 18. Februar und finden jeweils mittwochs von 18.30 bis 19.30 Uhr statt, (Ausnahme 31. März). Geleitet werden die Abende von Simone Mohri. Die Teilnahme ist kostenlos.
Pipes und Drums in der Kirche Stallikon mit Apéro im Anschluss. (Bild zvg)
Vor vielen Jahren lebte ich mit meinem damaligen Mann in Zürich. Über uns wohnte ein interessantes Ehepaar: Der Mann war Antiquitätenhändler auf dem Hirschenplatz, die Frau Meisterköchin. Als wir wieder mal bei ihnen zum Essen eingeladen waren, fragte Remo, ob wir ihm etwas abkaufen könnten. Er brauche Geld. Mir fiel Grandioses ein! «Euer Spiegel!» Und schon stand ich auf und stellte mich vor den antiken Spiegel im Gang, der vom Boden bis zur Decke reichte. Vergoldeter Rahmen und im oberen Bereich ein Gemälde aus alter Zeit. Wunderbar! Ich konnte den Preis auf 1200 Franken runterhandeln.
Mein Mann lachte aber, als Remo erzählte, der Spiegel stamme aus einem französischen Schloss...
Neulich läutete es
Draussen ein Mann in Arbeitskleidung mit Signet: Teamleiter einer Umzugsfirma. Ich stutzte, und er lachte: «Ich war zufällig in der Gegend. Will fragen, wie’s geht.» Inzwischen hatte ich gemerkt: Vater einer ehemaligen Schülerin. Er setzte sich und erzählte von seiner Tochter. Ich hatte diese in der Mittelstufe unterrichtet und in jenen drei Jahren die albanische Familie schätzen gelernt. Als damals ihr Asylgesuch abgelehnt wurde, schrieb ich einen offenen Brief an den zuständigen Regierungsrat und veröffentlichte ihn in der Schweizer Lehrerzeitung. Mit Erfolg. Beim Hinausgehen meinte der Mann, falls ich mal zügle, also, er sei Spezialist. Meinen Spiegel im Gang, den würde er besonders gut verpacken!
Ute Ruf
Die Autorin Ute Ruf lebt in Bonstetten. Sie betont, ihre Geschichten seien stets wahr und aus dem Leben gegriffen.
Treffpunkt «Digital»
Gedanken zum Umgang mit den neuen Technologien
Urs Habegger
Die neuen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten habens in sich. Smartphone, Laptop, Tablet, Apps, Internet, Social Media – die digitale Welt. Man kommt nicht mehr drumherum, auch nicht im gesetzten Alter. Und was man mit einem kleinen Kästchen wie zum Beispiel mit einem Smartphone alles machen kann; das ist für mich Zauberei. Wie genau das alles funktioniert, können wohl nur die wenigsten erklären. Wie man diese Geräte aber richtig anwendet und bedient, das wissen die Jungen. Sie wachsen damit auf. Wer von uns älteren Semestern an der digitalen Welt also teilhaben will, damit aber nicht zurechtkommt, der frage die jungen Leute; sie geben gerne und bereitwillig Auskunft.
Laptop gehört schon seit Jahren dazu Mit Laptop arbeite ich schon seit vielen Jahren. Kürzlich musste ich mir gezwungenermassen auch ein Smartphone zulegen. Bis anhin war ich mit einem alten Nokia von früher unterwegs; das war aber nur 3G-tauglich. Nun wurde
3G auf Anfang dieses Jahres abgeschaltet. Ich hatte also keine Wahl. Obwohl ich in keiner Weise ein technisches Genie bin, komme ich mit meinem Smartphone gut zurecht. Aber nicht nur aus eigenen Stücken. Ich kenne persönlich ein paar Jugendliche, die ich immer fragen kann und die mir, dem ratlosen Grufti, gerne auf die Sprünge helfen. Zudem stosse ich auch im «Surprise»-Büro immer auf offene Ohren und helfende Worte. Ich bin mit digitalem, fachkundigem Support also bestens versorgt. Was aber ist mit jenen, die keine jungen Leute persönlich kennen?
Da weiss ich Rat. Ich habe vom Treffpunkt «Digital» gelesen. Der findet noch bis Ende Juni jeden zweiten Dienstag, von 16.30 bis 18 Uhr, in der Regionalbibliothek in Affoltern statt. Treffpunkt «Digital». Ich füge bei: Treffpunkt «Genial». Es geht darum: Dieser Treffpunkt ist generationenübergreifend – ganz nebenbei auch eine Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Senioren und Seniorinnen, die Fragen zu ihren digitalen Geräten und zum ganzen Drum und Dran haben, nehmen ihr Gerät mit und begeben sich zu diesem Treff. In der Regionalbibliothek Affol-
tern werden sie von Jugendlichen erwartet und kompetent unterwiesen. Und das alles ohne Anmeldung und kostenlos. Wirklich genial und ich meine, andernorts zur Nachahmung empfohlen. Dank und Lob den Initianten und Machern von diesem Treffpunkt; das muss gesagt sein. Also liebe Seniorinnen und Senioren: Wer im Umgang mit seinen digitalen Geräten gerne dazu lernen will, der mache sich auf zum Treffpunkt «Digital», ohne Scheu und Wenn und Aber. Wir Alten lassen uns doch von ein bisschen Technologie nicht abhängen. Ganz bestimmt nicht wir Alten vom Säuliamt. Ich für meinen Teil lasse mich gerne von jungen Leuten unterrichten.
Urs Habegger wohnt in Affoltern. Er musste nach einer missglückten Augenoperation seine Arbeitsstelle aufgeben. Eine IV-Rente zu beziehen, kam für ihn nicht infrage. Mittlerweile verkauft er seit über 15 Jahren das Strassenmagazin «Surprise» in Rapperswil. Man nennt ihn auch den «‹Surprise›-Verkäufer von Rapperswil. In diesem März erscheint im elfundzehn Verlag sein neues Buch mit dem Titel «So lang die Beine tragen».
ZEIT-VERS
Es Chrüz mit em Chrüz
S’git bi jedem Inschtrumänt ab und zue emal Momänt, wo mers eifach nüm cha gseh, mal sind’s d’Chrüz und mal sind’s d’Be.
Dänn hilft au keis fliessigs Üebe, immer röter wird nur d’Rüebe und mer fragt sich, was das söll. D’Musiker gönd au dur d’Höll.
Mängisch hilft als Therapie en Spaziergang id Prärie. Doch det trifft mer au so Dinger. Ohni die wär s’Läbe ringer. Das hät sicher dää au gseit, wo siis Chrüz hät sälber treit.
Thomas Gilg
Auf Spaziergängen weckt vieles seine Neugier, was er als Bild festhält, um es dann mit einem Vers zu pointieren.
BILDERÄTSEL
Lichtspiel vor dem Stadthaus Vergangenen Freitag fragten wir, was die roten, grünen und gelben Streifen zu bedeuten haben, die aufmerksame Spaziergänger gelegentlich zu sehen bekommen. Einige «Anzeiger»-Leserinnen und -Leser haben sich bei uns gemeldet und auf die Lösung hingewiesen. «Unter dem Dach beim Vorplatz vom Kasinofoyer in Affoltern», hat unter anderen Thomas Haller geschrieben. Richtig! (red)
Der Umgang mit digitalen Geräten kann auch im Alter noch gelernt werden. (Bild pixabay)
Ein ganz besonderer Spiegel hat es Ute Ruf angetan. (Bild zvg)