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Vermischtes
Dienstag, 5. Februar 2019
Der Wolf unter uns Naturschutzgruppe Mettmenstetten an der «Wolf»-Ausstellung in Luzern Die Sonderausstellung des Natur-Museums Luzern interessierte rund 35 Teilnehmende der Naturschutzgruppe Mettmenstetten. Die Museumspädagogin Anna Poncet erklärte ihnen alles Wissenswerte zum Wolf gestern und heute. Die Sonderausstellung im NaturMuseum zum Thema «Wolf» ist eigentlich eine Kombination von zwei Ausstellungen: «Der Wolf. Wieder unter uns» des Naturmuseums Freiburg, und «Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung» des Alpinen Museums in Bern. An Aktualität ist das Thema kaum zu überbieten: «Wolf läuft Blick-Leser über den Weg», titelte der «Blick» letzten Oktober, als in Aeugst am Albis ein Wolf gesichtet wurde. In der Zwischenzeit wird sogar von Sichtungen aus Mettmenstetten berichtet. Genau das war ein Schwerpunkt, den die Museumspädagogin Anna Poncet vom Natur-Museum der interessierten, bunt durchmischten Schar der Naturschutzgruppe Mettmenstetten und deren Natur-Detektiven näherbrachte. Sie zeigte anhand der Ausstellungsobjekte auch die Veränderung der Wahrnehmung des Wolfs in den letzten 200 Jahren. Eines der ältesten Präparate des Wolfes, das für die Ausstellung verwendet werden konnte, zeigt den Wolf «ausgestopft» mit bösartiger Miene, was zur Wahr-
Die Museumspädagogin erklärt anhand zweier präparierter Tiere die unterschiedliche Wahrnehmung des Wolfs in der Bevölkerung. (Bild zvg.) nehmung des Wolfes vor 200 Jahren passte. Das zweite, moderne Exemplar war nach neusten Erkenntnissen nicht mehr ausgestopft sondern «präpariert» worden, mit neutralem Gesichtsausdruck, so wie man in der Verhaltensforschung die Ausdrucksformen des Wolfs heute interpretiert. Zwar leben auch in der Schweiz Wölfe in Rudeln, wobei es sich hier
Zwischen-Ruf
Konfetti
Erinnerung an eine Schulstunde «Grüezi, schöne Tänzerin!» «Hello, Sheriff!» «Olala, Sie sind also Miss Schweiz?» Ich konnte noch drei Hexen begrüssen, ein Indianer-Paar, den Chinesischen Kaiser, Pippi Langstrumpf und eine WC-Rollen-Prinzessin. Auch ein Gepard reichte mir brav seine Pfote. Es war Fasnacht. Ich teilte in Gruppen ein: Hexen zusammen mit dem Vampir, dann Sheriffs, Indianer plus Gepard, die Bauchtänzerin mit der Flamencotänzerin usw. Die einzelnen Gruppen sollten sich eine Szene überlegen und vorspielen.
«Neeiin, Frau Ruf! Gleiches mit Gleichem, das ist doch langweilig!» Die Kinder wollten selber Gruppen bilden, und ja, das war natürlich tausendmal besser. Die Polizisten nahmen den Geparden an die Leine und verfolgten Pippi Langstrumpf, der Kaiser von China lehrte die Piratin Chinesisch und die WC-Rollen-Prinzessin tanzte mit Miss Schweiz. In der Pause mischten sich meine Zweitklässler mit den anderen Klassen auf dem Schulhof. Die grösste Bewunderung und am meisten Konfetti (sorry, liebe Hauswartin) erhielt Patrick mit blonder Perücke und Riesenbrüsten. Ute Ruf
Auch die ipw ist jetzt selbstständig Ein einheitliches Modell für alle vier kantonalen Spitäler. Seit diesem Jahr verfügen alle vier kantonalen Spitäler über dieselbe Rechtsform und sind mit denselben unternehmerischen Kompetenzen ausgestattet: Mit Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes per 1. Januar 2019 ist auch die Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland als öffentlich-rechtliche Anstalt verselbstständigt. Die Verantwortung für die Führung der Psychiatrieklinik ist von der Gesundheitsdirektion auf den neuen Spitalrat übergegangen. Der vom Regierungsrat angestossene Prozess, für alle vier kantonalen Spitäler die gleichen Grundlagen und Voraussetzungen zu schaffen, ist abgeschlossen: Mit Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes per 1. Januar 2019 ist auch die Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (ipw) eine kantonale öffentlich-rechtliche Anstalt. Die bisher als unselbstständiger Betrieb der Gesundheitsdirektion geführte Psychiatrieklinik
mit über 860 Mitarbeitenden verfügt damit über dieselbe Rechtsform und Autonomie wie die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK), das Universitätsspital Zürich (USZ) und das Kantonsspital Winterthur (KSW). Der Kantonsrat hatte das ipw-Gesetz an seiner Sitzung vom 29. Oktober 2018 mit grossem Mehr verabschiedet. Innerhalb der Rechtsform der selbstständigen Anstalt haben nun alle vier kantonalen Spitäler eine weitgehende Selbstverantwortung über die Betriebsführung erhalten. Sie verfügen damit über die unternehmerischen Kompetenzen zur Sicherung ihrer Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit. Dazu gehört auch die Verfügungsgewalt über die baulichen Investitionen: Mit der Übertragung der Immobilien im Baurecht können sie über bauliche Investitionsvorhaben, die sie selbst bezahlen müssen, selbst entscheiden. Mit dem einheitlichen Modell bleiben die vier Spitäler dauerhaft im Eigentum des Kantons, und für das Personal bleibt das kantonale Personalrecht wirksam. (pd.)
um Familienverbände mit den Eltern und ihrem Nachwuchs des aktuellen und vorangehenden Jahres handelt. Grosse Wolfsrudel wie im arktischen Norden gibt es hingegen nicht, und entsprechend klein ist die Gefahr, in der Schweiz von einem mitgliedstarken und somit gefährlichen Rudel umzingelt zu werden. Der Wolf in der Schweiz trifft eher als scheuer Einzel-
gänger auf Menschen. Anna Poncet stellte auch fest, dass der Wolf heute ähnlich den Stadtfüchsen eine Anpassung an den Menschen und seine Umgebung entwickelt hat, die ein einvernehmliches Zusammenleben ermöglichen würden. Allerdings sind sich viele Leute der Gefahren und Probleme nicht bewusst, wenn sie junge Wölfe anfüttern oder mit liegengelassenen
Gegen übertragbare Krankheiten schützen
Zeckenimpfung in der Waldegg Apotheke Für 20 Franken können sich Kundinnen und Kunden in der Waldegg Apotheke in Uitikon Waldegg gegen FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) impfen lassen. Zecken (Holzbock) können verschiedene Erreger übertragen, so auch die unheilbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Viruserkrankung kann zu schweren Gehirnschäden und bis zum Tod führen. Mit einer Impfung kann diese schwere Erkrankung verhindert werden. Die Waldegg Apotheke bietet die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlene Impfung an. Die Schutzimpfung gegen FSME ist die einzige praktikable Lösung für Personen, die sich wirksam gegen FSME schützen möchten. Jährlich erkranken in der Schweiz zwischen 100 und 250 Personen an FSME. Die Infektion verläuft zwar meist unbemerkt. Wer aber Symptome entwickelt, muss mit schweren Folgeschäden rechnen. Vor allem die Regionen Nordostschweiz, Bern, Teile von Graubünden, Aargau, des Jurasüdfusses und des Rhonetals sind Risikogebiete. Wer sich viel im Wald aufhält, sei es beruflich, zur Ausübung von Sport
oder bei regelmässigen Spaziergängen, sollte sich impfen lassen. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Impfung für alle erwachsenen Personen und Kinder ab 6 Jahren.
«Die Impfung ist der einzige Schutz» Impfen lassen kann man sich auch in der Apotheke: Die Waldegg Apotheke in Uitikon Waldegg bietet die Zeckenimpfung als Serviceleistung an. «Wir klären mit jedem Einzelnen ab, ob die FSME-Impfung sinnvoll ist», erklärt Apotheker Simon Trösch. «Erkrankungen durch FSME sind zwar selten, aber sie sind nicht therapierbar und können gravierende Folgen haben. Die Impfung ist der einzige Schutz», so Simon Trösch. «Bei einem Besuch in der Waldegg Apotheke empfehle sich auch, die restlichen Impfungen wieder einmal zu überprüfen», rät Apotheker Simon Trösch. (pd.) Angebot und Preis: «Impfservice Zeckenimpfung» 20 Franken (exklusiv Kosten für Impfstoff). Zeitaufwand: 10 Minuten. Weitere Auskünfte: Waldegg Apotheke, Simon Trösch, Zürcherstrasse 4a, 8142 Uitikon Waldegg. Telefon 044 211 77 22, E-Mail info@waldegg-apotheke.ch, Website www.waldegg-apotheke.ch.
Essensresten Wölfe in die Siedlungen locken. Mit drei Rudeln in der Schweiz dürfte der Wolf in der Schweiz nun in die exponentielle Wachstumsphase gekommen sein, so dass in den kommenden Jahren mit häufigeren Sichtungen und mehr – hoffentlich problemlosen – Interaktionen mit Menschen und deren Nutztieren zu rechnen ist. Werner Eugster
Einstieg in die Berufsbildung Die neu geschaffene Integrationsvorlehre soll motivierte Flüchtlinge auf eine Berufsbildung vorbereiten. Am Donnerstag, 7. Februar, können sich Lehrbetriebe informieren lassen. Viele Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene bringen zwar berufliche Erfahrungen mit, verfügen aber noch nicht über die Voraussetzungen für eine Berufslehre in der Schweiz. Da setzt die neu geschaffene Integrationsvorlehre an. Sie ist eine einjährige, praxisorientierte Vorbereitung auf eine Berufsbildung für motivierte Flüchtlinge. Neben der Arbeit im Betrieb besuchen die Teilnehmenden die Berufsfachschule. Welche Voraussetzungen müssen die Interessenten mitbringen? Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab? Wie werden die persönlichen Voraussetzungen abgeklärt und die Eignung im Vorlehrbetrieb überprüft? Und wie sind die bisherigen Erfahrungen mit diesem neuen Angebot? Zu diesen und vielen weiteren Fragen vermittelt die Veranstaltung des Ämtler Lehrstellenforums, des biz Urdorf und des kantonalen Amts für Mittelschul- und Berufsbildung (MBA) umfassende Informationen aus erster Hand. Unter der Moderation von Xavier Nietlisbach, Präsident des Lehrstellenforums und Leiter Berufsbildung der Ernst Schweizer AG, kommen Melanie Aardalsbakke, Projektleiterin Integrationsvorlehre MBA, Massimo Romano, Verantwortlicher schulische Bildung EB Zürich, Hansruedi Sommer, Geschäftsleiter Stiftung zur Weid, und Stefan Schumacher, Berufs-, Studienund Laufbahnberater biz Urdorf, zu Wort. Beim anschliessenden Apéro bietet sich Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen. (pd./tst.) Informationsveranstaltung für Lehrbetriebe und
Jetzt vorsorgen und sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen. (Symbolbild zvg.)
soziale Institutionen zur Integrationsvorlehre am Donnerstag, 7. Februar, 17 Uhr, bei der Ernst Schweizer AG, Hedingen.