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Eine Sonderausgabe von

Ausgabe 2018

strom.aufwärts ElEktromobilität in ÖStErrEich

Das Ende der reichweiten-Angst? Immer mehr modelle schaffen praxistaugliche reichweiten, für die nächsten monate haben die Hersteller einige spannende Neuheiten im Köcher.

Großer marktüberblick: Alle Daten und Preise der wichtigsten E-Autos und Plug-in-hybride

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15

Mercedes-Benz EQC Start in eine neue Elektro-Ära

Renault Zoe R110 Sympathischer Franzose

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Hyundai Kona Elektro Starke Reichweiten-Ansage


Renault ZOE

300 km Reichweite | 100 % elektrisch 1

schon ab

€ 18.440,–

(inkl. Finanzierungs- und Versicherungsbonus)2 inkl. E-Mobilitätsbonus3 und 0 % Sachbezug4

Laut Test der Autorevue 06/2018 reichweitenstärkstes Modell seiner Klasse

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6

1) Reale Reichweite 300 km – ab ZOE Life R90 Versionen – abhängig von Fahrverhalten, Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen. 2) Aktionspreis inkl. USt, NoVA, Bonus und Händlerbeteiligung, gültig für Verbraucher bei Kaufvertragsabschluss von 01.09.2018 bis 30.09.2018. Freibleibendes Angebot von Renault Finance (RCI Banque SA Niederlassung Österreich). Finanzierungsbonus (Mindestlaufzeit 24 Monate, Mindest-Finanzierungsbetrag 50% vom Kaufpreis) & Versicherungsbonus (gültig bei Finanzierung über Renault Finance und bei Abschluss von Vollkasko- und Haftpflichtversicherung bei carplus (Wr. Städtische) – mit Mindestlaufzeit 36 Monate. Es gelten die Annahmerichtlinien der Versicherung.), gültig für Verbraucher bei Kaufvertragsabschluss von 01.09. bis 30.09.2018 gemäß Bedingungen unter www.renault.at. 3) E-Mobilitätsbonus bestehend aus Importeursanteil € 1.500,– netto und Bundesförderung € 2.500,–, genaue Informationen unter www.umweltfoerderung.at, zzgl. Auslieferungspauschale von € 240,– brutto und exkl. Batteriemiete. 4) Mit der Steuerreform 2016 sind rein elektrisch betriebene PKW vorsteuerabzugsfähig und der Sachbezug für Dienstwagenfahrer entfällt. 5) Garantieerweiterung auf insgesamt 4 Jahre und max. 100.000 km Laufleistung, je nachdem, was zuerst eintritt. Nähere Informationen auf www.renault.at. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto. 6) Autorevue 06/2018

Stromverbrauch NEFZ: 5,8–15,2 kWh/100 km, Stromverbrauch WLTP: 16,9–19,2 kWh/100 km Renault empfiehlt


Editorial D

ie E-Mobilität gewinnt weiter an Fahrt, wenngleich noch immer genügend Luft nach oben vorhanden ist, wie ein Blick in die Zulassungsstatistik zeigt. 3.088 rein elektrisch betriebene Pkw wurden im ersten Halbjahr 2018 in Österreich zugelassen. Das entspricht zwar einem Plus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in absoluten Zahlen betrachtet bleiben die E-Autos aber auf relativ niedrigem Niveau. Bei den leichten Nutzfahrzeugen sind die Verkäufe von 100 auf 148 angestiegen. Die Zahlen sind vermutlich Wasser auf den Mühlen des ein oder anderen E-Mobilitäts-Kritikers, zeigen aber nicht die ganze Wahrheit.

Die Verkaufszahlen sind kein Indiz für die Nachfrage, sondern vielmehr für die Verfügbarkeit der E-Autos. Denn vielfach sind die Verkäufe kein Indiz für die tatsächliche Nachfrage, sondern vielmehr für die Verfügbarkeit der E-Autos. Durch den neuen Testzyklus WLTP hat sich die Situation noch einmal verschärft,

vor allem auch bei den Plug-in-Hybriden, die einige Hersteller aktuell sogar aus dem Programm genommen haben. Die Reichweiten-Thematik wird jedenfalls immer weniger zum echten Argument, schaffen doch die demnächst startenden Modelle Hyundai Kona Elektro und Kia Niro EV über 400 Kilometer, auch der Renault Zoe ist mit maximal 300 Real-Kilometern für sehr viele Bedürfnisse ausreichend. 2018 wurden auch mehrere neue Nutzfahrzeuge vorgestellt, die 2019 in den Handel kommen, wenngleich in noch geringen Stückzahlen. Renault Master Z.E., VW e-Crafter sowie Mercedes eVito und eSprinter bieten sich vor allem für den innerstädtischen Einsatz an, zudem wartet eine Förderung in der Höhe bis zu 20.000 Euro. Einen Zuschuss gibt es auch bei den reinen E-Autos und Plug-in-Hybriden (3.000 Euro für Firmen/4.000 Euro für Private für Elektro-Autos, 1.500 Euro für Plug-in-Hybride). Der Fördertopf ist ausreichend gefüllt, alle Infos dazu auf www.umweltfoerderung.at. Jetzt sind Sie dran. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Probefahrt und Sie werden begeistert sein!

Mag. Severin Karl, Chefredakteur AUTO BILD Österreich (l.), und Stefan Schmudermaier, Chefredakteur FLOTTE

Inhalt

04 Zitate, Mythen & die Zukunft 06 E-Mobilität in Österreich 08 Interview Renault 09 Renault Zoe R110 10 Smatrics auf der Überholspur 12 VW e-Crafter 13 Der große Marktüberblick I E-Mobilität kompakt Faktencheck

Zoe-Fans, Batterie-Recycling & mehr 300 Praxiskilometer ohne Probleme

Erfolgsstory REWE, Netzausbau

Erste Testfahrt mit dem E-Transporter Elektroautos in Österreich

14 15 16 17

Der große Marktüberblick II

Plug-in-Hybride in Österreich

Mercedes-Benz EQC

Neuer Tesla-Fighter am Start

Mitsubishi Outlander PHEV

Update des Teilzeit-Stromers

BMW i8 Roadster

Die Zukunft ist offen

18 Fahrrad-Umrüstung 18 Effizienterer Güterverkehr 19 Nissan Leaf 20 Cartoon Upgrade aufs E-Bike

Bosch setzt auf Rekuperation 2. Generation des E-Pioniers Impressum


Starke Sager, fantastische fakten & zentrale Zahlen welches Job-Potenzial hat die E-mobilität in Österreich? wie werden sich die Batteriekosten und reichweiten verändern? und wie stark würde der stromverbrauch steigen, wenn hierzulande 500.000 E-autos fahren würden? Von mag. Pascal sperger

r Pkw Prozent alle Wenn zehn fahren ch is tr h elek in Österreic liche hr jä ürde der würden, w gesamt it ze er (d rf Strombeda nur um chnerisch 70 tWh) re t steigen. en oz Pr 8 1, w. 1,3 tWh bz

„Klimaschutz muss auf der Straße stattfinden, nicht im Werbeprospekt.“ Tobias Austrup, Greenpeace Verkehrsexperte

94 nt

Proze

777.000 E-fahrzeuge wurden 2017 allein in China verkauft. In den usa, dem zweitgrößten E-auto-markt der welt, waren es gerade mal 195.000 Exemplare. Im größten europäischen markt, in Norwegen, wurden vergangenes Jahr 62.390 E-fahrzeuge verkauft.

Die fünf beliebtesten gebrauchten E-autos inkl. Durchschnittspreis* Bmw i3 renault twizy Kia soul EV smart fortwo ED Peugeot ion

35.013 Euro 6.748 Euro 28.550 Euro 14.310 Euro 12.189 Euro

*Quelle: Autoscout24.at. Ranking ergibt sich aus dem Verhältnis von Seitenaufrufen/Kontaktaufnahmen.

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terreich rten in Ös h fa to u A ter. aller 50 kilome ls a r e z r sind kü schaffen e E-Autos ll a u z e h fünfna zwei- bis e k c e tr S diese laden. e nachzu mal – ohn

Die Verschleiß- und reparaturkosten bei E-autos sind im Vergleich mit konventionell angetriebenen Pkw um 50 Prozent billiger. 100.000 Euro hätte die Wiener Free-Floating-E-AutoCarsharing-Plattform Caroo über Crowdinvestment sammeln wollen. Geworden sind es bis Ende August über

330.000 Euro.

„Der Elektroantrieb im Auto ist seit über 100 Jahren erprobt.“ Dr. Franz Alt, Energie- und Mobilitätsexperte

In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Kosten für einen Lithium-Ionenakku gedrittelt.

Ab Juli 2019 müssen in der EU alle neuen E-Fahrzeuge einen künstlichen Ton bis 20 km/h abspielen, um Fußgänger zu warnen.

an der world rallycross Championship (wrX) sollen ab 2021 nur mehr rein elektrisch angetriebene rennwagen teilnehmen. Jaguar bringt 2019 einen elektrischen E-type auf den markt. Unter der klassikerkarosse werkt der E-Antrieb des E-Pace.

fakt:

18.059 Elektrofahrzeuge waren mit Ende Juli in Österreich zum Verkehr zugelassen. Sie sparen in fünf Jahren rund 11.557.760 Liter Sprit – bei angenommen sieben Liter Durchschnittsverbrauch.

-Rennwagen Der 680 PS starke Elektro eunigt chl bes k VW I.D. R Pikes Pea it schneller dam und – en und Sek 5 in 2,2 l nul von – o Aut l-1als ein Forme auf Tempo 100.

Lithium-Ionen-Batterien halten laut den Herstellern mindestens zehn Jahre bzw. rund 4.000 Ladezyklen. als second-Life-Produkt, etwa als stromspeicher im Haushalt, können sie nochmals so lang eingesetzt werden.

Zwischen 200 und 1.000 Euro

spart sich ein E-AutoFahrer im Schnitt jährlich allein durch den Entfall der motorbezogenen Versicherungssteuer.

fakt: Smatrics und Wien Energie errichteten am „Verteilerkreis“ in Wien-Favoriten vor wenigen Wochen die erste Ultra-Schnellladesäule mit maximal 350 Kilowatt Ladeleistung.

Damit kann in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer in den Akkus gespeichert werden.


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Stromfluss in rot-weiß-rot Elektromobilität in Österreich – eine eigentlich uralte Geschichte mit gelegentlichen stolpersteinen, die nun aber so richtig ins rollen kommt. Von der ersten modellregion in Vorarlberg bis zum ausbau der Lade-Infrastruktur in der Bundeshauptstadt. text: mag. severin Karl, foto: EVEX fahrzeugbau GmbH

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ereits 2008 hatte Österreich seine erste Modellregion für E-Mobilität: Das VLOTTE-Projekt in Vorarlberg ebnete den Weg für ein neues Selbstverständnis im Mobilitätsalltag. Es gab nicht nur gut geschnürte Mobilitätspakete, die eine Jahreskarte für das öffentliche Netz beinhalteten, sondern auch eine flüsterleise PolizeiPatrouille. Im Sommer 2018 konnte die VKW VLOTTE in München einen „Energiewende Award“ übernehmen. Im Ländle ist das Konzept sichtlich voll aufgegangen.

Größter Ladepark Mitteleuropas Der Rest von Österreich brauchte ein wenig länger, um auf den Zug aufzuspringen. In Niederösterreich beispielsweise hat man die Zeichen der Zeit früh erkannt, was man nicht zuletzt an der öffentlichen Beschaffung sieht. Zuletzt gab es eine Ausschreibung über 100 E-Pkw. Im ländlichen Raum entwickelt sich auch das E-Carsharing gut: Über 470 batterieelektrische Autos, die kurzfristig von verschiedenen Nutzern angemietet werden können, stehen österreichweit bereit. Grundsätzlich klingen 3.088 neu zugelassene E-Pkw im 1. Halbjahr 2018 bei einem Gesamt-Halbjahr von knapp über 190.000 Pkw in Österreich nicht viel. Doch die Steigerung zum Vorjahr (15,3 Prozent) zeigt, dass die Richtung stimmt. Auch die 33.002 Hybrid-Pkw, die hierzulande momentan zum Verkehr zugelassen sind, verdeutlichen, dass die Österreicher 6 n STROM.AUFWÄRTS

15,3 %

beträgt die Steigerung der im 1. Halbjahr 2018 neu zum Verkehr zugelassenen Elektro-Pkw in Österreich. ihre Angst vor Elektrifizierung ablegen. Zusätzlich sind 20 mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge unterwegs – obwohl hier die Infrastruktur erst aufgebaut werden muss. 230 neue Ladestationen wurden in Wien bereits errichtet. 1.000 Stationen bis

sonstige 5% tesla 271 stk. 8,8 % Hyundai 274 stk. 8,9 %

Vw 954 stk. 30,9 %

Nissan 346 stk. 11,2 %

Bmw 455 stk. 14,7 %

renault 632 stk. 20,5 %

2020 gelten als Ziel. Ein weiterer Blick nach Vorarlberg muss sein: Heute ist die „VLOTTE Lounge“ in Bregenz mit 20 Tesla-Superchargern und zwei weiteren Schnellladestationen der größte Ladepark in Mitteleuropa.

Von Lohner bis Kreisel Vergessen werden darf auch nicht die in Österreich ansässige Forschung und Industrie: Kreisel Electric ist mit seinem F&E-Zentrum in der oberösterreichischen Heimat geblieben und macht sowohl mit elektrifizierten Transportern als auch mit wahnwitzigen E-Geländewagen und akkustarken Retro-Sportwagen (Bild oben) von sich reden. Der chinesische Hersteller Great Wall Motors hat sich in Niederösterreich eingerichtet und stolz darf man natürlich auf „echte Österreicher“ am Automarkt sein: Der BMW 5er als Plug-in-Hybrid – eine über 250 PS starke Limousine – und der Jaguar I-Pace – ein modernes SUV mit 400 PS – werden bei Magna in Graz produziert. Und wenn wir dem Stromfluss in rot-weiß-rot nachspüren, ist ein Blick zurück Pflicht. Für die Weltausstellung im Jahr 1900 rüstete Ferdinand Porsche den sogenannten Lohner-Porsche, eigentlich „Semper Vivus“, mit lenkbaren Radnabenmotoren aus. Das Österreichische Patentamt führt das Fahrzeug als Patent Nr. 19645. n

E-Auto-Neuzulassungen und Marktanteil im ersten Halbjahr 2018. Quelle: Statistik Austria


Gleich doppelt im Trend Der Hyundai Kona gehört als kompaktes suV zu einer der beliebtesten fahrzeuggattungen in Österreich. Dazu gibt es ihn ab Herbst auch elektroangetrieben mit ziemlich großer reichweite, was ihn noch einmal so begehrenswert macht. text: mag. severin Karl, Bilder: werk

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yundai macht ernst, wenn es um fortschrittliche Antriebe geht. Das Thema Wasserstoff etwa wird schon seit 2013 mit Marktreife betrieben. Der ix35 Fuel Cell hat mit dem Nexo gerade einen Nachfolger bekommen. Dann gibt es noch den Ioniq, den es in unterschiedlichster Art der Elektrifizierung zu kaufen gibt. Je nach Fahrprofil und Möglichkeiten des Kunden steht ein Hybrid, ein Plug-in-Hybrid oder ein BEV bereit. Nun folgt der Kona Elektro, der am österreichischen Markt eine besondere Stellung einnimmt. Als erstes rein elektrisch betriebenes B-SUV trifft er den Nerv der Kunden gleich zweimal. Voraussetzungen, die nach Erfolgsgarantie klingen.

Stoßfänger und eigene Aero-Felgen sollen für weniger Luftwiderstand sorgen. Der Innenraum präsentiert sich auf der Höhe der Zeit, was von digitalen Instrumenten zur Versorgung mit wichtigen Infos (Energiefluss, Fahrmodus, etc.) bis zu den Tasten für das „Shift-by-Wire“-Getriebe reicht. Ein lichtstarkes Head-up-Display zeigt nicht zuletzt Hinweise der zahlreichen Assistenzsysteme an. Immerhin sind unter dem Namen „Hyundai Smart Sense“ ein adaptiver Ab-

Die Frage nach der Reichweite lässt sich mit „komplett alltagstauglich“ beantworten.

Bestens ausgestattet Ab Herbst wird man sehen, wie die Österreicher auf das verlockende Angebot anspringen. Immerhin versprechen die 204 PS Motorleistung jede Menge Fahrspaß, wenn einmal nicht versucht wird, die maximale Reichweite aus der 64-kWh-Batterie herauszuquetschen. 7,6 Sekunden auf 100 km/h – der Kona Elektro muss sich nicht als Ökosandalen-Mobil verunglimpfen lassen. Im Alltag ist die Frage nach den Kilometern, die mit voll geladenen Lithium-Polymer-Akkumulatoren zu absolvieren sind, natürlich berechtigt. 482 Kilometer

Auf die im Unterboden verbaute Batterie gibt Hyundai acht Jahre Garantie; 332 bis 1.114 Liter Kofferraum bleiben über – nur knapp 30 Liter weniger als sonst; dank Ausstattung „Level 5“ finden sich zahlreiche Extras im Kona Elektro nach WLTP, antwortet Hyundai. Komplett alltagstauglich, sagen wir. Im Vergleich zum Verbrenner-Kona fällt die geschlossene Front, in der sich auf Fahrerseite die Klappe für den Stromanschluss versteckt, auf. Neue

standsregeltempomat, ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurhalteassistent und einiges mehr zusammengefasst. Dass bei einem der modernsten Pferde im Hyundai-Stall nicht extra nach der Smartphone-Anbindung gefragt werden muss, sollte spätestens jetzt klar sein. Der Blick in die Optionenliste ist ein kurzer: Nur das Leder-Paket und das elektrische Schiebedach müssen extra bezahlt werden, zudem gibts ein attraktives Full-Service-Leasing ohne Restwertrisiko für Unternehmen. n Alle Daten und Preise finden Sie auf Seite 13.

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Keine Angst vor der E-Mobilität! renault zählt mit Zoe, Kangoo Z.E., dem spaßauto twizy sowie dem in Kürze startenden, großen Nutzfahrzeug master Z.E. zu den Vorreitern der Elektromobilität. wir haben oliver schieritz, Country operations manager renault Österreich, zum Gespräch gebeten. text: stefan schmudermaier, fotos: werk

Herr Schieritz, nicht zuletzt aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses zählt der Renault Zoe zu den beliebtesten E-Fahrzeugen in Österreich. Was macht den typischen privaten Zoe-Käufer aus? Zunächst gibt es einen Zoe-Club mit mittlerweile über 300 Mitgliedern. Was die privaten Zoe-Fahrer eint, sind drei Dinge: die Liebe zum Fahrzeug, eine extreme Affinität zu modernen Technologien und einen großen Kommunikationswillen. Viele der Zoe-Kunden sind vom Produkt so überzeugt, dass sie es aktiv im Verwandten- und Bekanntenkreis anpreisen. E-Mobilitäts-Skeptiker wählen als KontraArgument oft die Entsorgung der Batterie am Lebensende. Was passiert wirklich mit den Akkus aus diesen Fahrzeugen? Während es bei anderen Marken aktuell noch rein ums Verkaufen von E-Autos geht, ist Renault seit neun Jahren im Thema. Wir haben daher auch schon zahlreiche Projekte zum Thema Recycling initiiert und auch weitere am Laufen. Als Beispiel gibt es etwa in Großbritannien ein Start-up „2nd life for EV“, bei dem inner-

Stromspeicherlösungen genutzt werden, es gibt ebenfalls die Möglichkeit, diese bei Schnellladestationen als Pufferspeicher einzusetzen. Der Akku eines E-Autos lässt sich künftig nicht nur zum Fahren verwenden, er dient auch als Stromspeicher und kann sogar Strom ins Netz zurückspeisen, um Spitzen auszugleichen.

Ab welchem Status gilt denn eine solche Batterie als defekt? Wenn die Kapazität unter 75 Prozent fällt und das innerhalb des Garantiezeitraums, dann wird sie getauscht beziehungsweise wieder aufgefrischt. Es gibt in Österreich einen auf solche Renault hat zahlArbeiten spezialisierten reiche Projekte zum Händler, Renault Sonnleitner Thema Batteriein Oberösterreich, der Batterien reparieren kann. Recycling am Nach dieser „Auffrischung“ Laufen, die Anwendungsmöglichkeiten verfügt der Akku über nahezu die gleiche Kapazität einer sind vielfältig. neuen Batterie.

städtisch genutzte Dieselfahrzeuge auf Batterien umgerüstet werden. Zudem können Akkus aus E-Autos auch für stationäre

Wie ist generell Ihre Erwartung an das Marktpotenzial der E-Autos? Der Boost kam durch staatliche Förderungen.

Nachhaltiges Wachstum kann kein Strohfeuer sein, das muss sich entwickeln. Es ist schwer zu sagen, wie viele Einheiten das sein könnten. Wir peilen einen stabilen Wachstumskurs an, eine deutliche Steigerung wäre möglich, ohne dass ich mich auf Zahlen festlegen möchte. Fakt ist, dass Renault absolut an die E-Mobilität glaubt, das unterstreicht nicht zuletzt das Investment von einer Milliarde Euro in vier auf E-Autos spezialisierte Werke. Ist die Förderung notwendig oder nicht und wenn ja, ist sie ausreichend? Die Förderung ist – im positiven Sinne – der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und den Kunden bestärkt, ein solches Fahrzeug zu kaufen. Wir haben gesehen, dass die Verkäufe sprunghaft angestiegen sind bei Einführung der Förderung. In der Aufbauphase sind Subventionen sicher notwendig, auch um ein politisches Statement zu setzen. Wir wollen oder müssen Klimaziele erreichen und dafür ist das Elektrofahrzeug ein essenzieller Faktor. Die Förderung wir ja zwischen Hersteller und Regierung zu gleichen Teilen aufgeteilt. Wie wichtig ist die öffentliche Lade­ infrastruktur? 80 bis 85 Prozent unserer Kunden laden zu Hause oder in der Firma. Die Infrastruktur ist vermutlich für die letzten Zweifler noch ein wichtiges Argument. Unterwegs Laden wird an Bedeutung verlieren, je größer die Reichweite der Autos steigt. Nicht jedes Dorf braucht eine Ladeinfrastruktur, aber für Zentren wie natürlich auch Wien ist es sicherlich notwendig, in die Infrastruktur zu investieren. n

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Elektro-Marathon Der renault Zoe zählt zu den E-autos mit der größten reichweite und punktet mit viel ausstattung sowie kompakten abmessungen. text: stefan schmudermaier, fotos: werk

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enault hat in Relation zu anderen Herstellern bereits sehr früh und mit Nachdruck auf die E-Mobilität gesetzt, entsprechend groß ist die Modellpalette, die sich vom Spaßmobil Twizy über den Zoe bis hin zu großen Nutzfahrzeugen wie dem Master Z.E. erstreckt. Dass der Zoe zu den beliebtesten E-Autos des Landes zählt, ist auch kein Zufall. Mit Preisen ab 20.825 Euro (netto plus Batteriemiete) hat das Modell bei Privaten wie Unternehmen gleichermaßen Interesse geweckt. So gibt es einen umtriebigen Zoe-Club und auch viele Carsharing-Anbieter und Kommunen setzen auf den smarten Franzosen.

Zwischen 200 und 300 km Reichweite Erst recht, da mit dem letzten Update die Reichweite deutlich gestiegen ist. Der von uns getestete und bereits nach dem neuen

W LT P - Z y k l u s zertifizierte Zoe R110 bringt es auf 300 Kilometer, die man je nach Witterung und Fahrprofil in der Praxis sogar noch übertreffen kann. Im Winter – dem eigentlichen Schreckensszenario für Elektroautos – verspricht Renault immer noch 200 Kilometer, bis der Zoe wieder an die Steckdose muss, ein sehr ordentlicher Wert. Wer eine 22-kW-Wallbox zur Verfügung hat, lädt die Akkus in 2:40 Stunden wieder voll, bei elf Kilowatt dauert der Ladevorgang 4:30 Stunden. Der nun 108 PS starke E-Motor beschleunigt den Zoe in flotten 11,4 Sekunden auf 100 km/h. Das von uns getestete Modell in „Limited“Ausstattung ist mit Batteriemiete (ab 69 Euro/Monat) für 22.825 Euro (netto) und bei Batteriekauf für 29.075 Euro (netto)

zu haben. Die umfangreiche Ausstattung umfasst unter anderem Navi, Einparkhilfe und Keyless-Entry. n alle Daten und Preise finden sie auf seite 13.

Das Cockpit des Renault Zoe ist einfach, aber funktionell und mit serienmäßigem Navi ausgestattet


Wie REWE erfolgreich elektromobil wurde

Tochter von Verbund und Siemens, die Betreuung der Ladestationen. „Seither haben wir zusammen mit Smatrics bei unseren Filialen 142 Ladepunkte an 49 Standorten von Billa, Merkur und Penny errichtet.“

Aus voller Überzeugung Ein unternehmen, das sich schon frühzeitig mit E-autos und Ladeinfrastruktur beschäftigt hat, ist rEwE International aG. Evelyn ozinger, zuständig bei rEwE für Elektromobilität und Nachhaltigkeit, verrät im Gespräch, welche Hürden rEwE nehmen musste und warum weiter an der strategie festgehalten wird. text: martin syllaba, fotos: werk

D

as Unternehmen REWE, unter dessen Dach Marken wie Billa, Merkur, Adeg und Penny firmieren, begann bereits im Jahr 2009 Ladestationen für Elektroautos seiner Kunden zu errichten. Die ersten Geschäfte, die mit Ladeinfrastruktur ausgerüstet wurden, waren Merkur-Märkte in Kärnten, Wien und Graz sowie Billa-Filialen in Deutsch-Wagram und Perchtoldsdorf. „Das passte gut zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Um auch unsere Kundinnen und Kunden zu motivieren, konnte man an unseren Ladesäulen kostenlos Strom tanken und zwar 100 Prozent Grünstrom“, erzählt Evelyn Ozinger, zuständig bei REWE für E-Mobilität und Nachhaltigkeit.

10 n STROM.AUFWÄRTS

Erste eigene E-Autos Ein Jahr später schaffte REWE die ersten eigenen E-Autos an, genauer gesagt drei Think City. Sie waren als Stadtflitzer mit Platz für zwei Passagiere konzipiert und besaßen eine (theoretische) Reichweite von 160 Kilometern. Einen dieser Think City stellte REWE den Kunden von Merkur für Probefahrten zur Verfügung. Das Ziel war schon damals: der Elektromobilität auf die Beine zu helfen. Schon bald war klar, dass die Akzeptanz der Kunden noch sehr zurückhaltend war. Das änderte sich erst im Jahr 2012. Um die Weiterentwicklung zu unterstützen, nahm REWE an EMPORA teil. REWE stellte dabei die Filialparkplätze zur Verfügung. Der Energieversorger Verbund errichtete die Ladestationen. Nach Abschluss des Demonstrationsprojektes übernahm die neugegründete Smatrics, damals eine

Im Zuge der Professionalisierung des Angebotes zahlen die Kunden jetzt den üblichen Smatrics-Tarif. „Das führt schon gelegentlich zu Unmut. Und natürlich landen die unzufriedenen Kunden alle bei mir“, lacht Ozinger. Dann erklärt sie diesen, dass Service halt auch etwas kostet. Gibt es doch eine Hotline, die sieben Tage die Woche rund um die Uhr erreichbar ist. Und dank digitaler Fernwartung sind die Ladestationen zudem stets einsatzbereit. Mittlerweile hat REWE bereits 33 E-Autos

REWE hat bereits 33 E-Autos in Betrieb – acht weitere sind bestellt. Nach anfänglicher Skepsis steigt das Interesse der Mitarbeiter an der umweltfreundlichen E-Mobilität. im Betrieb, davon 23 Dienstwagen und zehn Pool-Autos, letztere bewegen sich im Wesentlichen auf dem großen Gelände der Zentrale. „Diese Fahrzeuge werden in Bereichen wie der Sicherheit, IT und dem Qualitätsmanagement genutzt. Früher waren das Dieselfahrzeuge. Diese für ein paar 100 Meter Fahrt zu starten, ist sehr umweltschädlich, da diese Autos gerade auf den ersten Metern sehr viel CO2 und Stickoxide ausstoßen. Die Elektrofahrzeuge stellen hier hingegen eine ökologisch hervorragende Lösung dar.“ Das hat auch den Fuhrparkmanager überzeugt, der den Elektrofahrzeugen zunächst wegen ihrer geringen Reichweite eher kritisch gegenüberstand. „Aber das hat sich um 180 Grad gedreht“, weiß Ozinger zu berichten. Wie in der Bevölkerung muss auch bei den Mitarbeitern noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Noch überwiegt die Skepsis bei vielen Kollegen. Diese begegnen den E-Autos oft anfänglich mit gemischten Gefühlen. REWE setzt deshalb finanzielle Anreize, um die Mitarbeiter


16 Vorteile der E-mobilität

zum Umstieg zu animieren. „Wir haben die E-Autos seit einigen Jahren in unserer Dienstwagen-Richtlinie. Und da steht auch drin, dass Mitarbeiter mit Dienstwagen eine monatliche Pauschale für die Abgeltung allfälliger Kosten wie Wallbox oder privates Laden bekommen – und das sogar 14 Mal im Jahr. Das ist dann zusätzlich mit dem vom Gesetzgeber auf null gesetzten Sachbezug ein wirklich starkes Argument für den Umstieg.“

mythen der E-mobilität E-Autos sind teuer? Der benötigte Strombedarf kann in der Zukunft nicht gedeckt werden und Elektromobilität wird tausenden Menschen den Job kosten? Für alle, die (noch) nicht an die elektromobile Zukunft glauben, hat Smatrics die häufigsten Mythen der Elektromobilität unter die Lupe genommen und spricht Klartext. Einfach QR-Code fotografieren, Link folgen und Wichtiges dazulernen:

Foto: Verbund

Evelyn Ozinger, bei REWE zuständig für E-Mobilität und Nachhaltigkeit, weiß um die Wichtigkeit der Kommunikation bei der Umstellung auf E-Autos

„Ja, aber …“, lautet das liebste Argument von E-Mobilitätsskeptikern. Als überzeugter E-Mobilist oder Fuhrparkmanager gerät man dabei leicht zwischen die Fronten. Dabei sprechen nicht nur das emissionsfreie Fahren, die Vorsteuerabzugsfähigkeit, fehlender Sachbezug oder die geringeren Wartungskosten für die E-Mobilität. Eine Argumentationsübersicht, mit der man Skeptiker zu Umsteigern machen kann, finden Sie auf www.smatrics.com. Oder Sie lesen mit Ihrem Smartphone einfach den QR-Code aus!

Mitarbeiter ins Boot holen Trotzdem rät Ozinger: „Bevor ein Unternehmen Elektromobilität ausrollt, ist die Ersatzmobilität zu überlegen – etwa für längere Dienstfahrten oder den Urlaub der Mitarbeiter.“ Wichtig sei außerdem, dass man als Unternehmen „vor der Entscheidung mit dem Mitarbeiter alle Details bespricht“, weiß Ozinger. Dazu gehört auch, dass man abklärt, ob der Mitarbeiter überhaupt die Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu Hause zu laden. Denn es kann nicht immer garantiert werden, dass er das E-Auto in der Firma „auftanken“ kann, etwa wenn alle Ladestationen besetzt sind. Bei der Bestellung der Fahrzeuge gibt es zudem die eine oder andere Klippe zu umschiffen. „Bei manchen Herstellern muss man die CCS-Ladebuchse extra bestellen. Es ist auch sinnvoll, eine zusätzliche Wärmepumpe für die Wagenheizung mitzubestellen, damit die Heizung sich weniger negativ auf die Reichweite auswirkt. Das haben wir auch erstmal lernen müssen.“ Ökologische wie wirtschaftliche Gründe motivieren REWE, den Weg der Elektromobilität weiterzugehen: „Wir haben schon acht weitere Fahrzeuge bestellt und passen unsere Infrastruktur weiter an. Wir bemerken auch, dass das Interesse steigt und evaluieren gerade den weiteren Bedarf. E-Mobilität bringt allen etwas, wir bleiben jedenfalls dran“, ist Ozinger überzeugt. n

60 neue stromtankstellen Im Auftrag der ÖBB wird Smatrics als umfassender Dienstleister Ladelösungen an P&R-Anlagen in ganz Österreich errichten, betreiben, servicieren und warten. Konkret werden 60 neue Stromtankstellen entstehen, unter anderem im Hohenems (V), Gleisdorf (ST), Steyr (OÖ) und Mödling (NÖ).

so läuft der E-auto-umstieg Der Umstieg auf Elektromobilität im Unternehmen gelingt nicht von Heute auf Morgen und muss sorgfältig geplant werden. Dabei spielt die Auswahl der richtigen Ladeinfrastruktur eine bedeutende Rolle und sollte auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens und dessen Fuhrpark angepasst werden. In einem vier Kapitel starken Leitfaden zeigt Smatrics, worauf es bei der richtigen Ladeinfrastruktur ankommt und welche Voraussetzungen für den erfolgreichen Umstieg auf einen E-Fuhrpark beachtet werden sollten. Das How-to-do kann unter dem Link (https://hubs.ly/H0dHc-10, siehe auch QRCode) heruntergeladen werden.

STROM.AUFWÄRTS n 11


Im Herzen ein e-Golf Langsam, aber sicher kommt auch Bewegung in den markt der elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeuge in der Klasse bis 3,5 bzw. 4,25 tonnen. Neben renault master Z.E. und mercedes e-sprinter folgt 2019 auch der Vw e-Crafter. text: stefan schmudermaier, fotos: werk

D

as Segment der großen Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, im Vorjahr wurden 11.506 Neuzulassungen gezählt. Ab sofort ist die Crafter-Familie um ein Mitglied reicher, der e-Crafter wird rein elektrisch angetrieben und ist ab Jahresende bestellbar. In Anbetracht des Gesamtmarktes bleiben die Stückzahlen vorerst allerdings in eher homöopathischen Dosen, mehr als vierstellig wird die Gesamtproduktion 2019 laut Volkswagen Nutzfahrzeuge nicht ausfallen.

Genügend Reichweite in der Stadt Was auch nicht weiter verwunderlich ist, schließlich müssen sich Hersteller und Kunden erst an die neue Antriebsform herantasten. Die zwei größten Hemmschuhe sind ohne Frage die Reichweite sowie der Preis. Klar ist, dass so ein Elektrotransporter nur in bestimmten Branchen oder für bestimmte Anwendungen Sinn macht. Wer deutlich über 100 Kilometer pro Tag

Je nach Branche ist die Reichweite kein Thema, der hohe Grundpreis wird da schon eher zum Hemmschuh für den E-Einstieg. zurücklegen muss, der kommt am Verbrennungsmotor nach wie vor nicht vorbei. Interessant wird die E-Mobilität für jene Unternehmen, die sich vorwiegend innerstädtisch bewegen, Kernzielgruppe sind daher wenig überraschend die Logistiker und Paketdienste auf der sogenannten „letzten Meile“ zum Kunden. VW verspricht für diesen Anwendungsfall eine Reichweite von rund 130 Kilometern, der „Worst Case“ bei Minusgraden im Winter wird mit 80 bis 100 Kilometern angegeben. Und dieser Wert ist für den Kunden am Ende des Tages auch ausschlaggebend, will er seinem Geschäft das ganze Jahr hindurch nachkommen. Geladen wer-

Geladen wird mittels Typ2-Stecker, CCS-Schnelladen ist Serie; Das Cockpit unterscheidet sich nur bei den Armaturen vom Diesel-Crafter; Unter der Haube kommt die bewährte Technik des e-Golf zum Einsatz 12 n STROM.AUFWÄRTS

den kann an der Steckdose in 17 Stunden, an der Wallbox mit 7,2 kW in 5:20 Stunden sowie mittels CCS-Schnellladung mit 40 kW in 45 Minuten auf 80 Prozent.

70.000 Euro als Umstiegshürde Der VW e-Crafter kommt zum Start ausschließlich in der Variante L3H3, weitere Längen oder Höhen könnten durchaus nachgereicht werden. Technisch bedient man sich beim e-Golf, von dem sowohl die Akkus als auch der Motor übernommen wurden. Bei ersten Testkilometern erwies sich das Package als sehr gut mit dem großen Nutzfahrzeug harmonierend. Die Beschleunigung überzeugt auch in beladenem Zustand, das Maximalvolumen liegt bei 10,7 Kubikmetern. In Sachen Zuladung gibt es zwei Varianten, der 3,5-Tonner schafft 970 Kilogramm Nutzlast, die 4,25-Tonnen-Version – die aufgrund einer Ausnahmeregelung ebenfalls noch mit dem B-Führerschein gefahren werden darf – bringt es auf stolze 1.720 Kilogramm. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 90 km/h gedrosselt, was für den vorgesehenen, urbanen Einsatzzweck aber kein Problem darstellt. Bleibt noch das Thema mit dem Preis: Der ist noch nicht ganz finalisiert, wird sich aber bei netto 70.000 Euro bewegen. Trotz der derzeitigen Förderungen von satten 20.000 Euro und vieler Pro-Argumente bleibt es aber noch schwer, die Wirtschaftlichkeit darzustellen. n Daten und Preise finden sie auf seite 13.


Eine Sonderausgabe von

Marktüberblick der wichtigsten Elektro-Fahrzeuge – BMW i3

Citroën C-Zero

Hyundai Ioniq Elektro

Hyundai Kona Elektro

Iveco Daily Electric

Jaguar I-Pace

Leistung

ab 170 PS (125 kW)

67 PS (49 kW)

120 PS (88 kW)

204 PS (150 kW)

82 PS (60 kW)

400 PS (294 kW)

Drehmoment

250 Nm

196 Nm

295 Nm

395 Nm

200 Nm

696 Nm

7,6 s | 167 km/h

k. A. | 80 km/h

Beschleunigung | Vmax 6,9–7,3 s | 160 km/h

15,9 s | 130 km/h

9,9 s | 165 km/h

Getriebe | Antrieb

1-Gang aut. | Hinterrad

1-Gang aut. | Hinterrad

1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | k. A.

Reichweite (max.)

190–300 km4) (NEFZ)

100 km (WLTP)

280 km (NEFZ)

300–482 km (WLTP)

250 km (NEFZ)

470 km (WLTP)

Verbrauch/100 km

13,1–13,6 kWh (NEFZ)

17,0 kWh (WLTP)

11,5 kWh (NEFZ)

14,3 kWh (WLTP)

35 kWh (NEFZ)

21,4–24,2 kWh (WLTP)

Kofferraum | Zuladung 260 l | 425 kg

166 l | 310 kg

350–1.410 l | 405 kg

332–1.114 l | 485 kg

7,3–18 m3 | 2.853 kg

638–1.453 l | 462 kg

Basispreis | NoVA

32.375 € (exkl.) | 0 %

18.325 € (exkl.) | 0 %

29.575 € (exkl.) | 0 %

38.158 € (exkl.) | 0 %

ca. 80.000 € (exkl.) | -

65.317 € (exkl.) | 0 %

Fazit

Starker Antritt, eigenwilliger Auftritt

Baugleich mit Peugeot Viel Platz, Reichweite iON und Mitsubishi i-MiEV und Garantieleistung

Unschlagbare ReichFür die richtig großen weite in der Preisklasse Lieferaufgaben

Jaguars erstes E-Auto wird in Graz gebaut

Kia Niro EV

Kia Soul EV

Mercedes-Benz eSprinter

Nissan e-NV200 Evalia

1)

MAN eTGE

Mercedes-Benz eVito

4,8 s | 200 km/h 1-Gang aut. | Allrad

Leistung

204 PS (150 kW)

111 PS (81 kW)

136 PS (100 kW)

115 PS (84 kW)

115 PS (84 kW)

109 PS (80 kW)

Drehmoment

395 Nm

285 Nm

290 Nm

300 Nm

300 Nm

254 Nm

11,4 s | 145 km/h

k. A. | 90 km/h

Beschleunigung | Vmax 7,8 s | k. A. Getriebe | Antrieb

1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | k. A.

k. A. | 120 km/h

k. A. | 120 km/h

14,0 s | 123 km/h

1-Gang aut. | k. A.

1-Gang aut. | k. A.

1-Gang aut. | Vorderrad

Reichweite (max.)

300–450 km (WLTP)

250 km (NEFZ)

160 km (NEFZ)

115 km (WLTP)

150 km (WLTP)

200 km (WLTP)

Verbrauch/100 km

k. A.

14,3 kWh (NEFZ)

20 kWh (NEFZ)

k. A.

k. A.

25,9 kWh (WLTP)

Kofferraum | Zuladung k. A. | 451 kg

281–891 l | 426 kg

k. A. | 1.700 kg

10,5 m3 | 1.040 kg

6,6 m3 | 1.073 kg

443–2.110 l | 583 kg

Basispreis1) | NoVA

noch offen | 0 %

27.742 € (exkl.) | 0 %

ca. 70.000 € (exkl.) | -

noch offen | -

noch offen | -

36.833 € (exkl.) | 0 %

Fazit

Technischer Bruder des Genauso kultig wie der Hyundai Kona Elektro Verbrenner-Soul

Zwillingsbruder des VW e-Crafter

Der große Mercedes E-Lieferwagen

Der kleine ElektroBruder des eSprinter

E-Transporter für Mensch und Maschinen

Nissan Leaf

Renault Kangoo Z.E. Maxi Pkw

Renault Master Z.E.

Renault Twizy 80

Renault Zoe

Peugeot Partner Electric L1

Leistung

150 PS (110 kW)

48 PS (35 kW)

60 PS (44 kW)

76 PS (57 kW)

11 PS (8 kW)

ab 92 PS (68 kW)

Drehmoment

320 Nm

200 Nm

225 Nm

225 Nm

57 Nm

220–250 Nm

18,7 s | 110 km/h

22,3 s | 130 km/h

k. A. | 100 km/h

k. A. | 80 km/h

11,4–13,2 s | 135 km/h

Getriebe | Antrieb

Beschleunigung | Vmax 7,9 s | 144 km/h

1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad k. A.

1-Gang aut. | Hinterrad

1-Gang aut. | Vorderrad

Reichweite (max.)

270 km (WLTP)

170 km (WLTP)

270 km (NEFZ)

200 km (NEFZ)

100 km (NEFZ)

300 km4) (WLTP)

Verbrauch/100 km

20,6 kWh (WLTP)

k. A.

15,2 kWh (NEFZ)

k. A.

6,1 kWh (NEFZ)

16,8 kWh (WLTP)

Kofferraum | Zuladung 385–435 l | 415 kg

3.300 l | 495 kg

1.300–4.600 l | 632 kg

8–13 m3 | 1.128 kg

156 l | 216 kg

338–1.225 l | 411 kg

Basispreis1) | NoVA

29.666 € (exkl.) | 0 %

28.900 €2) (exkl.) | -

21.450 €2) (exkl.) | 0 %

62.000 € (exkl.) | -

6.566 €2) (exkl.) | 0 %

20.825 €2) (exkl.) | 0 %

Fazit

Neuauflage des E-Auto-Vorreiters

Ökologischer Stadtlieferwagen

Geräumiger Fünfsitzer, Renault setzt den großen Das ungewöhnlichste auch als Kastenwagen Master unter Strom E-Auto auf dem Markt

Knackt über 300 Real-Kilometer

smart fortwo electric drive

Tesla Model 3

Tesla Model S

VW e-Golf

Tesla Model X

VW e-Crafter

Leistung

82 PS (60 kW)

k. A.

ab 333 PS (245 kW)

ab 333 PS (245 kW)

136 PS (100 kW)

136 PS (100 kW)

Drehmoment

160 Nm

k. A.

max. 967 Nm

max. 967 Nm

290 Nm

290 Nm

ab 2,7 s | k. A.

9,6 s | 150 km/h

Beschleunigung | Vmax 11,5 s | 130 km/h

ab 3,5 s | k. A.

ab 3,1 s | k. A.

k. A. | 90 km/h

Getriebe | Antrieb

1-Gang aut. | Hinterrad

1-Gang aut. | 2WD/4WD 1-Gang aut. | Allrad

1-Gang aut. | Allrad

1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad

Reichweite (max.)

160 km (NEFZ)

350–500 km4) (lt. EPA)

490-632 km4) (NEFZ)

417-565 km4) (NEFZ)

140 km (WLTP)

300 km (NEFZ)

Verbrauch/100 km

12,9–13,5 kWh (NEFZ)

k. A.

18,6 kWh/100 km

20,8 kWh/100 km

20,6 kWh (WLTP)

12,7 kWh (NEFZ)

Kofferraum | Zuladung 260–350 l | 225 kg

ab 425 l | k. A.

894–1.645 l | k. A.

544–2.680 l | k. A.

10,7 m3 | 1.720 kg

341–1.231 l | 450 kg

Basispreis1) | NoVA

18.883 €(exkl.) | 0 %

k. A. | 0 %

88.780 €3) (exkl.) | 0 %

96.730 €3) (exkl.) | 0 %

ca. 70.000 (exkl.) | -

Fazit

Der City-Flitzer ist auch Das Warten auf den Wenn Geld keine Rolle als forfour zu haben dritten Tesla geht weiter spielt, die erste Wahl

Erregt nicht nur wegen Der e-Crafter ist ab der Türen Aufsehen Ende 2018 bestellbar

Werksangaben; Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr; Stand Daten: August 2018 1) Preisangaben beziehen sich auf das günstigste Modell mit der kleinsten Batterie; 2) Preis exklusive Batterie(-miete) (Leasingmodell); 3) nur vorsteuerabzugsfähig, wenn tatsächlicher Brutto-Kaufpreis inklusive Rabatten und Förderungen unter 80.000 Euro; Brutto-Höchstgrenze 48.000 Euro, ergibt Vorsteuerabzug von maximal 8.000 Euro; 4) unterschiedliche Batteriegrößen verfügbar; 5) vorläufige Daten

32.825 (exkl.) € | 0 % Solide, unprätentiös, unauffällig – VW

Wichtige Hinweise auf Seite 14! STROM.AUFWÄRTS n 13


Eine Sonderausgabe von

Marktüberblick der wichtigsten Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge

BMW 225xe Active Tourer

BMW 740e

BMW i8

Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid

Kia Niro Plug-in-Hybrid

Leistung1)

136 PS + 88 PS

184 PS + 113 PS

258 PS + 113 PS

231 PS + 131 PS

105 PS + 61 PS

105 PS + 61 PS

Drehmoment2)

220 Nm + 165 Nm

290 Nm + 250 Nm

400 Nm + 250 Nm

320 Nm + 250 Nm

147 Nm + 170 Nm

147 Nm + 170 Nm 10,8 s | 172 km/h

Beschleunigung | Vmax 6,7 s | 202 km/h

6,2 s | 235 km/h

5,4 s | 250 km/h

4,4 s | 250 km/h

10,6 s | 178 km/h

Getriebe | Antrieb

8-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Hinterrad

8-Gang aut. | Hinterrad

2-Gang aut. | Allrad

6-Gang aut. | Vorderrad 6-Gang aut. | Vorderrad

Reichweite elektrisch

41 km (NEFZ)

50 km (NEFZ)

48 km (NEFZ)

55 km (NEFZ)

63 km (NEFZ)

Verbrauch | CO2

2,3 l S | 52 g/km (NEFZ) 1,9 l S | 44 g/km (NEFZ) 2,0 l S | 45 g/km (NEFZ) 1,9 l S+ | 42 g/km (NEFZ) 1,1 l S | 26 g/km (NEFZ) 1,3 l S | 29 g/km (NEFZ)

58 km (NEFZ)

Kofferraum | Zuladung 400–1.350 l | 515 kg

410 l | 650 kg

420 l | 685 kg

154 l | 385 kg

341–1.401 l | 420 kg

324–1.322 l | 452 kg

Basispreis | NoVA

38.300 € (inkl.) | 0 %

57.600 € (inkl.) | 0 %

99.150 € (inkl.) | 0 %

146.200 € (inkl.) | 0 %

29.490 € (inkl.) | 0 %

34.090 € (inkl.) | 0 %

Fazit

Sportlicher kompakter Familien-Van mit Pfiff

Der neue BMW 5er als Teilzeit-Stromer

Hier kann man auch mit Krasse Flunder mit Chauffeur stromern grünem Gewissen

Macht das BestsellerTrio komplett

Technik-Bruder des Ioniq im SUV-Styling

Kia Optima3) Plug-in-Hybrid

Range Rover P400e

Mini Countryman Cooper S E All4

Porsche Cayenne S E-Hybrid

Porsche3) Panamera E-Hybrid

Mitsubishi Outlander PHEV

Leistung1)

156 PS + 68 PS

300 PS + 116 PS

136 PS + 88 PS

135 PS + 177 PS

340 PS + 136 PS

330 PS + 136 PS

Drehmoment2)

189 Nm + 205 Nm

400 Nm + 240 Nm

220 Nm + 165 Nm

211 Nm + 332 Nm

450 Nm + 310 Nm

450 Nm + 400 Nm

Beschleunigung | Vmax 9,4 s | 192 km/h

6,8 s | 198 km/h

10,5 s | 170 km/h

5,0 s | 253 km/h

4,6 s | 278 km/h

Getriebe | Antrieb

6-Gang aut. | Vorderrad 8-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Allrad

1-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Allrad

Reichweite elektrisch

54 km (NEFZ)

40 km (NEFZ)

45 km (WLTP)

44 km (NEFZ)

51 km (NEFZ)

Verbrauch | CO2

1,6 l S | 37 g/km (NEFZ) 3,2 l S | 73 g/km (NEFZ) 2,4 l S | 55 g/km (NEFZ) 2,0 l S | 46 g/km (WLTP) 3,2 l S | 78 g/km (NEFZ) 2,5 l S | 56 g/km (NEFZ)

6,8 s | 220 km/h 51 km (NEFZ)

Kofferraum | Zuladung 307 l | 460 kg

639–2.142 l | 647 kg

405–1.275 l | 610 kg

463–1.590 l | 435 kg

580–1.690 l | 700 kg

405–1.245 l | 525 kg

Basispreis | NoVA

43.090 € (inkl.) | 0 %

126.700 € (inkl.) | 0 %

36.250 € (inkl.) | 0 %

45.450 € (inkl.) | 0 %

92.458 € (inkl.) | 0 %

111.754 € (inkl.) | 0 %

Fazit

Preislich interessante Alternative aus Korea

SUV-König jetzt auch auf leisen Sohlen

Der erste Plug-in-Hybrid Erster geländegängiger Die billigste Möglichkeit, Langstrecken-Kaiser aus dem Hause Mini Plug-in-Hybrid am Markt Cayenne zu fahren mit mächtig E-Power

Toyota Prius Plug-in-Hybrid

Volvo XC 60 T8 Twin Engine

Volvo3) S90 T8 Twin Engine

Volvo XC90 T8 Twin Engine

Leistung1)

98 PS + 72 PS

303 PS + 87 PS

303 PS + 87 PS

303 PS + 87 PS

Drehmoment2)

142 Nm + 163 Nm

400 Nm + 240 Nm

400 Nm + 240 Nm

400 Nm + 240 Nm

5,3 s | 230 km/h

4,8 s | 250 km/h

5,6 s | 230 km/h

Beschleunigung | Vmax k. A. | 162 km/h

Autos mit Brennstoffzelle

BMW 530e

Getriebe | Antrieb

CVT-Autom. | Vorderrad 6-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Allrad

8-Gang aut. | Allrad

Reichweite elektrisch

62 km (NEFZ)

50 km (WLTP)

43 km (WLTP)

Verbrauch | CO2

1,0 l S | 22 g/km (NEFZ) 2,2 l S | 50 g/km (WLTP) 2,0 l S | 46 g/km (WLTP) 2,6 l S | 59 g/km (WLTP)

50 km (WLTP)

Kofferraum | Zuladung k. A. | 350 kg

468–1.395 l | 437 kg

560–1.526 l | 519 kg

314–1.816 l | 667 kg

Basispreis | NoVA

38.890 € (inkl.) | 0 %

67.950 € (inkl.) | 0 %

70.700 € (inkl.) | 0 %

78.150 € (inkl.) | 0 %

Fazit

Unterscheidet sich auch Jetzt stromert auch das Schicker Schwede mit optisch vom Hybrid-Prius kleinere Schweden-SUV feiner Plug-in-Technik

Premium-SUV mit echten Öko-Qualitäten

Wichtige Hinweise! Förderungen/Sachbezug Elektro-Autos sind seit dem 1. Jänner 2016 vorsteuerabzugsberechtigt. Zusätzlich sind die Fahrzeuge für Mitarbeiter vom Sachbezug befreit. Aktuell gibt es eine Bundesförderung in der Höhe von 3.000 Euro, einige Bundesländer bieten zusätzlich eine Landesförderung an.

Änderungen durch WLTP Honda FCV4)

Hyundai Nexo

Leistung

177 PS (130 kW)

163 PS (120 kW)

154 PS (113 kW)

Drehmoment

300 Nm

395 Nm

335 Nm

9,2 s | 179 km/h

9,6 s | 175 km/h

Beschleunigung | Vmax k. A. | k. A.

Toyota Mirai

Getriebe | Antrieb

1-Gang aut. | Hinterrad 1-Gang aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad

Reichweite (max.)

700 km

666 km

550 km

Verbrauch

k. A.

0,85 kg/100 km

0,76 kg/100 km

Kofferraum | Zuladung k. A. | k. A.

461–1.466 l | k. A. kg

361 l | 330 kg

Basispreis | NoVA

k. A. | 0 %

65.000 € 3) (exkl.) | 0 %

k. A. | 0 %

Fazit

Noch nicht in Europa erhältlich

Das sauberste SUV der Noch keine MarkteinWelt – null Emissionen führung in Österreich

Werksangaben; Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; alle Angaben ohne Gewähr; Stand Daten: August 2018 1) Leistung Verbrennungsmotor + Leistung E-Motor; 2) Drehmoment Verbrennungsmotor + Drehmoment E-Motor 3) Auch als Kombi erhältlich 4) vorläufige Daten

14 n STROM.AUFWÄRTS

Aufgrund des neuen WLTP-Abgastestzyklus sind vor allem bei den Plug-in-Hybriden einige Fahrzeuge aktuell nicht verfügbar. Weiters besteht die Möglichkeit, dass sich die Daten bei Preis und Reichweite noch ändern. Achtung: Die meisten Hersteller geben auf NEFZ rückgerechnete Werte an, vereinzelt jene nach WLTP. Aktuelle Infos finden Sie auf der Website des Herstellers beziehungsweise beim Händler.


Ein Stern steht unter Strom mit dem EQC läutet mercedes-Benz eine neue ära ein. Das erste vollelektrische Kompakt-suV der marke feierte gerade in stockholm weltpremiere. Doch was kann das neue Elektro-suV? text: Isabelle riederer, fotos: werk

D

er EQC gilt als erstes Modell der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ von Mercedes-Benz. EQ steht für die Werte „Emotionen“ und „Intelligenz“. Doch wie emotional und intelligent ist das neue Elektro-SUV der Schwaben?

450 Kilometer Reichweite Optisch ist er schon mal ganz klar als Mercedes-Benz-Vertreter zu erkennen. Die Verwandtschaft zum GLC ist offensichtlich, basiert er doch auf der gleichen Plattform. Doch dann sind da diese üppigen Rundungen, die gestreckte Dachlinie, die coupéhaften Züge und der auffällige Grill, das sogenannte „Black Panel“ mit dem großen Stern. Die prägnante Lichtsignatur vorn und hinten vermittelt einen Hauch von Captain Future. Doch ganz so futuristisch gibt sich der 2,4 Tonnen schwere Stromer dann doch nicht. Diese Zurückhaltung beim Exterieur-Design ist sicher keine schlechte Strategie, denn die Musik des Autos spielt sich im Inneren und unter dem Blech ab. Das

Das erste Elektro-SUV von Mercedes verfügt an der Vorder- und Hinterachse über je einen eigenen Antriebsstrang. Zusammen bringen es die Elektromotoren auf eine Systemleistung von 408 PS und ein Drehmoment von 765 Newtonmetern. erste Elektro-SUV der Schwaben verfügt an der Vorder- und der Hinterachse über je einen eigenen elektrischen Antriebsstrang. Zusammen bringen es die Elektromotoren auf eine Systemleistung von 408 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 765 Newtonmeter. Die für das Fahren benötigte Energie speichert der EQC in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 80 Kilowattstunden im Wagenboden. Die Reichweite beträgt 450 Kilometer.

2,4 Tonnen schwer, 408 PS stark und rein theoretisch fit für 450 Kilometer Fahrt pro Akkuladung: Der neue Mercedes-Benz EQC soll Mitte 2019 auf den Markt kommen und preislich bei circa 70.000 Euro starten

Erfahrene Elektro-Fahrer wissen: In der Praxis dürften es kaum mehr als 350 Kilometer sein. Da haben andere mehr Reichweite. Innerhalb von rund 40 Minuten soll der Akku an einer Schnellladestation von zehn auf 80 Prozent geladen sein. In 5,1 Sekunden beschleunigt der EQC von null auf 100 km/h.

Neue „Elektro-Ästhetik“ In Sachen Infotainment und Konnektivität ist der EQC wegweisend, dank der Integration des Multimediasystems MBUX mit zahlreichen EQ-spezifischen Features. So können unter anderem Navigation, Fahrprogramm, das Laden und die Abfahrtszeit über MBUX bedient und eingestellt werden, wobei die spezifische Sprachsteuerung die Eingabe erleichtert. Das Armaturenbrett wird von einem großen freistehenden Bildschirm dominiert, der Kombiinstrumente und Mediadisplay hinter einer gemeinsamen durchgängigen Glasfläche dominiert. In der Mittelkonsole befindet sich als weitere Bedienmöglichkeit ein Touchpad. Das Interieur ist eine Mischung aus GLC und A-Klasse mit reichlich Kupferelementen, die für eine „Elektro-Ästhetik“ sorgen sollen, heißt es. Produktionsstart ist Anfang 2019, die ersten EQC sollen Mitte 2019 auf den Markt kommen. Preise sind noch nicht bekannt, es wird gemunkelt, dass das 4,8 Meter lange Elektro-SUV circa 70.000 Euro kosten soll. n STROM.AUFWÄRTS n 15


Aufladbarer Bestseller reloaded Die zweite Generation des mitsubishi outlander PHEV rollt im oktober zu den heimischen Händlern. technisch blieb bei der frischzellenkur dabei kaum etwas beim alten, sämtliche Elektroantriebsteile wurden verbessert. text: mag. Pascal sperger, fotos: werk

M

it der Markteinführung des Outlander PHEV hat Mitsubishi nachhaltigen Weitblick bewiesen. Und das in doppelter Hinsicht. Zum einen haben die Japaner früh erkannt, dass es in der Automobilbranche sprichwörtlich um jedes Gramm geht, gelten doch ab 2020 verschärfte Abgasvorschriften, die für jeden Hersteller im Flottenmittel 95 Gramm CO2 pro Kilometer vorschreiben.

Lust auf emissionsarmes Fahren Zum anderen haben auch die Kunden Lust auf emissionsarme und leise Mobilität bekommen, weshalb sich der schicke AllradPlug-in-Hybrid seit seinem Debüt im Jahr

Die elektrische Reichweite liegt bei 45 Kilometern, einmal Vollladen dauert an einer normalen Haushaltssteckdose vier Stunden. 2014 allein in Europa über 100.000 Mal verkauft hat. Und an diesen Erfolg will Mitsubishi nun anschließen. Die zweite Generation scharrt bereits in den Startlöchern und rollt ab Oktober mit vielen Modernisierungen an Optik und mit grundlegend neuer Antriebstechnik zu den Händlern. Vor allem hat Mitsubishi in die Optimierung der E-Technologie investiert:

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Während der Elektromotor an der Vorder­ achse wie bisher 82 PS leistet, sind es im Heck­Pendant nun 95 PS. Damit bietet das SUV einen elektrisch gesteuerten Allradantrieb, der je nach Fahrsituation die Traktionsverteilung vollautomatisch steuert und im Bedarfsfall bis zu 100 Prozent der Kraft über die Vorder­ oder Hinterachse leiten kann. Als Verbrenner kommt nun ein 2,4­Liter­„Atkinson“­ Benzinmotor (135 PS) mit variablem Ventiltrieb, der den bisherigen 2,0­Liter­ Ottomotor (121 PS) ablöst, zum Einsatz.

Mehr Drehmoment und Laufruhe Der neue Motor bringt ein höheres Dreh­ moment, mehr Laufruhe und eine bessere Gesamteffizienz sowie eine gesteigerte Generatorleistung (plus zehn Prozent) mit. Die im Wagenboden verbaute Lithium­ Ionen­Batterie bietet darüber hinaus nun eine Kapazität von 13,8 Kilowattstunden. Die maximale, rein elektrische Reichweite liegt bei 45 Kilometern, einmal Vollladen dauert an Haushaltssteckdosen rund vier Stunden, mit dem serienmäßigen Schnell­ ladesystem sind die Akkus bereits nach 25 Minuten zu 80 Prozent wieder voll. n Daten und Preise finden Sie auf Seite 14.

Der Kofferraum fasst zwischen 463 und 1.590 Liter; auch ein gebremster Anhänger bis zu 1.500 Kilogramm stellt den Japaner vor keine Probleme


Die Zukunft ist offen Einen Bmw i8 roadster kauft man vermutlich nicht wegen seines akkus, sondern wegen seiner optik. spaß macht das elektrische Gleiten aber trotzdem, dank allrad sogar im winter.

Optisch ist der BMW i8 Roadster hinten sogar noch spannender als von vorn; das Cockpit ist BMWtypisch fahrerorientiert; hinter den Sitzen und im Kofferraum gibt’s insgesamt 188 Liter Stauraum

text & fotos: stefan schmudermaier

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s gibt spannende und aufregende Studien von Autos, die auf den Messen für staunende Gesichter sorgen – und dann in einer Lagerhalle verstauben und nie in Serie gehen. Und dann gibt es den BMW i8, der aus einer Studie auf der IAA 2009 entsprungen und abgesehen von der zweiten Sitzreihe in vielen Details fast 1:1 auf die Straße gebracht wurde. Vor Kurzem haben die Bayern dem Teilzeit-Stromer noch einen Roadster zur Seite gestellt. Das technische Konzept klingt nicht nur spannend, es ist es auch im wahrsten Sinn des Wortes. Zunächst einmal handelt es sich hier um einen Plug-in-Hybriden, also ein Fahrzeug, das mit einer externen Stromquelle geladen wird, aber auch mit einem Verbrennungsmotor gefahren werden kann.

Elektrischer Allradantrieb Und diese Kombination bringt im i8 gleich noch einen Vorteil, nämlich Allradantrieb. Während der Verbrenner seine Kraft an die Hinterachse weiterleitet, versorgt der E-Motor die Vorderräder mit Schub. Und das sogar mit zwei Gängen, um auch bei höherem Tempo noch mitwirken zu können. Rein elektrisch fährt der StromBolide übrigens maximal 120 km/h schnell, dann ist die elektrische Reichweite von 53 Kilometern aber graue Theorie. Abseits der Autobahn schafft der i8 Roadster rund 40 Kilometer, ohne dass sich der Verbrenner zuschaltet. Im gemischten Betrieb kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von knapp fünf Litern, ist die Batterie leer (Ladedauer an der Wallbox zwei Stunden) und wird nur mit dem Dreizylinder – der

übrigens 231 PS leistet – gefahren, kommt man auf knapp acht Liter. Die Beschleunigung von 4,6 Sekunden auf 100 km/h kann sich sehen lassen, wenngleich man dem Zweisitzer rein optisch sogar noch flottere Zeiten zutrauen würde.

Ab 161.600 Euro geht’s los Das Verdeck wird übrigens in nur 15 Sekunden elektrisch nach hinten geklappt, dem Open-Air-Feeling steht dann nichts mehr im Wege. Interessant: Addiert man den Stauraum hinter den Sitzen und im Kofferraum, kommt man mit 188 Litern sogar auf 34 Liter mehr als beim i8 Coupé. Der BMW i8 Roadster ist ab 161.600 Euro zu haben und damit rund 15.000 Euro teurer als die geschlossene Version. n Daten und Preise finden sie auf seite 14.

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Unterstützung beim Strampeln mit der umrüstung von Zustellrädern auf E-antrieb gibt es rückenwind im Großstadtdschungel. Die firma Pendix verweist auf zufriedene firmenkunden in Deutschland. Von mag. severin Karl

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in voll beladenes Rad eines privaten Zustelldienstes wiegt etwa 60 Kilogramm und die Menschen an den Pedalen müssen oft anspruchsvolle Strecken meistern. Kein Wunder, dass jede Erleichterung des Arbeitsalltags eine willkommene ist. Pendix gehört zu den führenden Herstellern von Nachrüstantrieben in Deutschland und ist auch in Österreich aktiv. Zu den Kunden gehört seit 2016 die PIN Mail AG in Berlin, wo fünf Räder mit Pendix-Know-how im Einsatz sind.

Akkus austausch- und aufrüstbar „Uns geht es dabei vor allem um die Gesundheit unserer Mitarbeiter“, meint Bernd Fricke, der COO des Zustelldienstes, „auch die älteren Kolleginnen und Kollegen in unserer Mannschaft sollen gerne zur Arbeit kommen und ihre Erfahrung dauerhaft einbringen können. Das Feedback unserer Mitarbeiter ist uns extrem wichtig.“ Gespannt ist er schon auf das Nachmessen bei Pendix, denn bald sollen die Akkus erstmals überprüft werden. Fünf bis sechs Jahre soll ein Akku halten. „Das Gute an dem Pendix-System ist, dass es sofort möglich ist, den Akku auszuwechseln, übrigens auch, wenn neue, noch effizientere Akku-Technologien auf den Markt kommen“, ergänzt Fricke. Für Firmen Die PIN Mail AG in Berlin hat bereits ein wichtiger Kostenfakfünf umgerüstete Räder im Dienst; tor, denn das Rad ist damit wenig auffällig: die Komponenten up to date, ohne dass der des E-Kits Motor angerührt werden muss. Verschiedene Leistungsstufen bieten Firmen schon jetzt eine Auswahl passend zu den üblichen Routen beziehungsweise der Eile der Fahrerinnen und Fahrer. Immerhin kann man auch auf einen Sportmodus schalten. Pendix-Gründer Thomas Herzog: „Rüsten Kurierdienste ihre Flotten nach, macht das das Leben für die Zusteller leichter.“ n

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Effizienterer Güterverkehr Vom Cargo-tricycle mit 48-Volt-antrieb bis zur elektrifizierten trailerachse von schwerem Gerät: Bosch beschreitet neue wege. auch assistenzsysteme und vernetzte services sind im Kommen. Von mag. severin Karl

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enn Bosch dieses Jahr auf der IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover auftritt, geht es um die Zukunft des Güterverkehrs. Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung sind – ganz wie im Pkw-Bereich – die großen Trends, an denen kein Vorbeikommen ist. Vom 20. bis zum 27. September können Fachbesucher auch selbst ans Steuer, um im Show-Truck XReal die künftigen Techniksegnungen per realitätsnaher Animation auszuprobieren.

Rekuperation im großen Maßstab Doch starten wir im Kleinen, denn auch Cargo-Dreiräder vereinfachen mit Elektrounterstützung den Arbeitsalltag. Im urbanen Umfeld, Stichwort „letzte Meile“, reicht ein 48-Volt-Antriebssystem, um Lieferdienste flexibler zu machen. Und die Performance Line von Bosch schupft Lastenräder mit 63 Newtonmetern auch die steilste Straße hinauf. Für 180 Kilometer Reichweite lässt sich ein zweites Batteriepack verbauen. Ein spezieller Bordcomputer findet den schnellsten Weg, gibt Schaltempfehlungen und informiert über Geschwindigkeit, Reichweite, Distanz und Akku-Ladezustand. Rekuperation kennt man von Elektro-Pkw. Nun geht auch bei Nutzfahrzeugen keine Energie mehr verloren, die elektrifizierte Trailerachse speichert sie in einer Hochvolt-Batterie für verschiedenste Anwendungen. Diese reichen vom Betrieb von Kühlkompressoren von Aufliegern bis zur Anfahrtshilfe bei Baufahrzeugen. Selbst ferngesteuertes elektrisches Fahren auf dem Speditionsgelände ist damit möglich. Jährlich bis zu 9.000 Liter Kraftstoffersparnis rechnet Bosch im Vergleich zu einem Dieselantrieb des Aufliegers vor. Spannend ist auch das Thema intelligentes Thermomanagement für Elektroantriebe: Wenn Wärme und Kälte sinnvoll im Fahrzeug verteilt werden, lässt sich die Reichweite um ein Viertel steigern, da alle Antriebskomponenten im optimalen Temperaturbereich laufen. Natürlich profitieren auch die Insassen von diesem System, das zum Beispiel im Sommer für einen kühlen Kopf sorgt. Ebenso auf der IAA zu sehen: vernetzte Services, um Fahrer und Logistiker zu entlasten, sowie neue Fahrerassistenzsysteme. n


Hat sich das Blatt gewendet? Der Nachfolger des meistverkauften Elektroautos der welt ist da. Der neue Nissan Leaf weiß in vielen Belangen zu überzeugen, beim Verbrauch ist er allerdings im oberen feld angesiedelt. Preis/Leistung und Platz machen ihn dennoch interessant. text & Bilder: stefan schmudermaier

W

issen Sie eigentlich, wofür Leaf steht? Blatt werden viele nun sagen, was grundsätzlich stimmt, allerdings hat Nissan noch eine weitere Bedeutung eingebaut, für die Leaf als Abkürzung steht: „Leading Environmentally-friendly Affordable Familycar“, also das führende, umweltfreundliche, leistbare Familienauto soll sich hinter dem Elektro-Nissan verstecken. Beim Fulf, äh Leaf, ist das tatsächlich mehr als nur ein Marketing-Gag, schließlich war die erste Generation des Japaners das weltweit meistverkaufte Elektrofahrzeug. Daran möchte der Leaf Nummer zwei natürlich anknüpfen, wenngleich das Rekordebrechen nicht mehr ganz so leicht wird. Schließlich war der Leaf bei seiner Markteinführung 2010 das erste Großserien-Elektroauto und damit relativ allein auf weiter Flur. Mittlerweile sind aber viele Hersteller auf den E-Zug aufgesprungen, der Markt wächst stetig.

Fescher und flotter Einen Vorteil hat der neue Leaf gegenüber seinem Vorgänger jedenfalls unbestritten, er ist einfach um Welten fescher und zwar egal, aus welchem Blickwinkel man ihn betrachtet. Doch das ist nicht der einzige Pluspunkt. Technisch hat das neue Modell auch ordentlich zugelegt, der E-Motor bringt es nun auf 150 PS, mit einer

Beschleunigung von 7,9 Sekunden auf 100 km/h ist er sogar dem agilen BMW i3 dicht auf den Fersen, von dort kennt man im Übrigen auch das beim Leaf „E-Pedal“ genannte, starke Rekuperieren bis zum Stillstand, sodass die Fußbremse selten bis gar nicht mehr zum Einsatz kommt. So lustig das Beschleunigen im Elektroauto auch ist, in der Praxis ist die Reichweite natürlich wesentlich wichtiger. Die 40 Kilowattstunden starke Batterie ermöglicht nach WLTP eine Reichweite von 270 Kilometern, was einem Durchschnittsverbrauch von 20,6 Kilowattstunden entspricht. Auf unserer Elektro-Testrunde wurde dieser Wert mit knapp 14 Kilowattstunden sogar noch unterboten, im Konkurrenzumfeld ist der Energieverbrauch dennoch unter den höchsten anzusiedeln. Auch das Cockpit wurde gegenüber dem Vorgänger gefälliger; was die Platzverhältnisse betrifft, so zählt der Leaf nach wie vor zu den geräumigsten E-Autos auf dem Markt; statt eines Schalthebels gibt’s einen Joystick-ähnlichen „Knubbel“

Die kombinierte Reichweite nach WLTP liegt bei 270 Kilometern, wir kamen im Test sogar noch weiter.

Ab 32.950 brutto inklusive Batterie Das gilt auch für das Platzangebot, wenngleich in diesem Fall natürlich positiv. Bis zu fünf Personen können transportiert werden, der Kofferraum ist mit je nach Ausstattung rund 400 Litern ebenfalls sehr ordentlich. Gilt es nun also noch, das „leistbar“ zu hinterfragen. Die Preisliste startet bei 27.458 Euro netto und beinhaltet die Batterie, das Topmodell Tekna kommt auf 33.208 Euro netto. n Die technischen Daten finden sie auf seite 13.

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Illustration: Thomas Kriebaum Österreichische

Auflagenkontrolle

Durchschnittliche Druckauflage pro Ausgabe 2017: 23.125

Impressum: MEDIENINHABER, VERLEGER UND ANZEIGENVERWALTUNG A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16, T: +43 2243 36840-0, E: redaktion@flotteundwirtschaft.at, I: www.flotteundwirtschaft.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Herausgeber: Gerhard Lustig, M: +43 664 8229485, E: lustig.gerhard@flotteundwirtschaft.at; Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA (Kfm. Verlagsleiter), T: +43 2243 36840-522, M: +43 664 5285661, E: binder.stefan@flotteundwirtschaft.at, Verlagsleiter B2C, Prokurist & Chefredakteur: Stefan Schmudermaier, M: +43 664 2359053, E: schmudermaier.stefan@flotteundwirtschaft.at; Chef vom Dienst: Mag. Pascal Sperger; Redaktionelle Mitarbeit: Mag. Severin Karl, Mag. Bernhard Katzinger, Petra Mühr, Isabelle Riederer, Gerald Weiss, Xaver Ziggerhofer; Fotos: Christian Houdek, Barbara & Stefan Schmudermaier, Hersteller, Archiv, Coverfoto: Fotolia; Anzeigenmarketing: Xaver Ziggerhofer, T: +43 2243 36840-0, M: +43 664 2359051, E: ziggerhofer.xaver@flotteundwirtschaft.at; Grafik: graphics – A. Jonas KG, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16, E: office@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (8 Ausgaben), Inland: 64,– inkl. Steuern und Porto; Gerichtsstand: LG Korneuburg; Verbreitete Auflage: 22.378 Stück; Erscheinungsweise: Februar/März, April, Mai, Juni, Juli/August, September, Oktober/November, Dezember/Jänner mit Supplements laut Mediadaten 2018; Grundlegende Richtung: Unabhängige Fachzeitschrift für österreichische Firmenwagenbetreiber; Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt.

STROM.AUFWÄRTS 2018  

STROM.AUFWÄRTS ist das E-Mobiliäts-Special der FLOTTE, DEM österreichischen Magazin rund um Firmenauto, Fuhrpark und Wirtschaft in Österreic...

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