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LACK & Wirtschaft 04/2026

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WILLKOMMEN IN DER PPG-FAMILIE

Starke Marken schließen sich der Power von PPG an. Gemeinsam schaffen wir fortschrittliche Lösungen für die Autoreparaturlackierung.

KTI-ANALYSE

Wie es um die Reparaturfähigkeit von E-Fahrzeugen bestellt ist

BRANCHENUMFRAGE

Die in Österreich aktiven Lackhersteller bleiben optimistisch

WÜRZBURG

Deutscher Branchen-Treffpunkt verzeichnete starken Zulauf

Beschleunigen Sie die Farbmischung mit

Materialkosten reduzieren

Nachhaltigkeit fördern

Vollautomatisiertes Mischen

ColorMatchic ist das vollautomatische Mischsystem von AkzoNobel. Sie hilft dem Lackierer, Mischfehler zu vermeiden, spart Zeit beim Mischen und dosiert den Lack mit höchster Präzision. Der Lackierbetrieb profitiert von ColorMatchic durch Zeitersparnis bei der Arbeit, Reduzierung der Materialkosten und des Lackabfalls für einen effizienteren und nachhaltigeren Lackierprozess.

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Zeitersparnis Produktivität erhöhen

Der österreichische Weg

In der Vorbereitung dieses LACK & Wirtschaft führten mich meine Reisen quer durch die Republik, aber auch ins benachbarte Deutschland. Dort traf einander die Branche bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, verbunden mit viel Zulauf. Bei der Einleitung zum Vortragsprogramm wurde aber bereits relativ rasch spürbar, dass bei unseren Lieblings-Nachbarn das Verhältnis zwischen Reparaturgewerbe und Versicherungswirtschaft kein einfaches ist. ZKF-CEO Aukamm thematisierte Schadensteuerung und die Vergütung der Unfallschadenreparatur durch die Versicherungen. Dies läuft in Deutschland nicht gerade friktionsfrei, allein die Rechtsanwälte von der Kanzlei Voigt beschäftigen sich eingehend mit rund 70.000 diesbezüglichen Streitfällen pro Jahr.

Ganz anders die Situation in Österreich. Hier betonen die Vertretungen auf Werkstattseite, konkret der Lack- und Karosseriebeirat in der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik und auf Versicherungsseite der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO), den partnerschaftlichen Umgang miteinander. Es gibt Eigenheiten des österreichischen Marktes, die sonst in Europa so nicht vorzufinden sind, etwa dass Werkstätten Schäden mit Versicherungen direkt abrechnen oder mit Sachverständigen strittige Situationen bereits vor dem Start der Reparaturarbeiten geklärt werden. Diese Zusammenarbeit im Zeichen der Harmonie hat aber ihren Preis, vorrangig für den Endkunden, der im europaweiten Vergleich nicht gerade wenig für Versicherungsprämien aufwenden muss.

Streit und gerichtliche Auseinandersetzungen sind in Deutschland Alltag. Diese Situation will in Österreich eigentlich niemand.

Aktuell sind von den starken Kostensteigerungen sowohl die Kfz-Betriebe (Energie, Personal, Ausstattung etc.) als auch die Versicherungen betroffen. Ausschlaggebend dafür ist die steigende Komplexität der Fahrzeuge, wo Komponenten wie Stoßstangen (dank verbauter Sensorik) oder Scheinwerfer (LED-Matrix etc.) die Reparaturkosten sprunghaft in die Höhe schnellen lassen. Auswege aus diesem Dilemma suchen beide Seiten: Die Werkstätten, in denen Reparatur statt Austausch in den Mittelpunkt gerückt wird, und die Versicherungen, die nach Kfz-Betrieben mit günstigeren Stundensätzen Ausschau halten. Gerade bei den Diskussionen um Stundensätze ist das Thema Schadensteuerung nicht fern, das von Werkstattseite mit einiger Vorsicht behandelt werden muss: Wählt man diesen Weg, so erhöht sich im Normalfall die Abhängigkeit von einem oder wenigen Vertragspartnern. Und bereits in der Gegenwart berichten Betriebsinhaber von schwankender Auftragslage durch die vermehrte Steuerung von Unfallschäden in von Versicherungen bevorzugte Kfz-Betriebe.

Obwohl die Schadensteuerung in Österreich noch ein zartes Pflänzchen – Insider sprechen hier von einem Volumen im einstelligen Prozentbereich – ist, darf sie auf keinen Fall unterschätzt werden. Immer mehr Versicherungen suchen nach günstigeren Partnern, zumeist auf Netzwerkebene, zur Beseitigung von Unfallschäden. Selbstbehalts- und Prämienreduktion für Endkunden inklusive. Auf der anderen Seite stehen viele kleinstrukturierte Betriebe, die regional stark verankert sind und sich als kompetenter Partner in der Unfallreparatur bewährt haben. Der Blick nach Deutschland, einem Markt mit 60 Prozent Schadensteuerung und höher, macht deutlich: Dort stehen Streit und gerichtliche Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Diese Situation will in Österreich eigentlich niemand.

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Wie das Verhältnis zwischen Reparaturgewerbe und Versicherungswirtschaft aussieht und welche Themen beide Seiten bewegen.

Was repariert werden kann

E-Fahrzeuge stellen in puncto Reparaturfähigkeit neue Anforderungen an die Kfz-Betriebe. Die Herausforderungen sind groß und werden es bleiben.

Das KTI – Kraftfahrzeugtechnisches Institut befasst sich eingehend mit dieser Thematik: „Bei den etablierten OEMs hat sich die Reparaturfähigkeit von E-Fahrzeugen etwas verbessert“, erklärt KTI-Projektingenieur Philipp Fuchs. Vor allem im Hinblick auf die bereitgestellten Dokumente. Zudem wurden von vielen Herstellern Reparaturmöglichkeiten geschaffen, das betrifft allerdings im Regelfall nur die Hochvolt-Batterie. Alle anderen Komponenten des Hochvolt-Systems werden getauscht, beispielsweise diverse Kabel oder der Hochvolt-Klimakompressor.

Ohne Reparaturfreigabe erlischt die Garantie Darüber hinaus sind spezialisierte Anbieter auf den Plan getreten und bieten Reparaturen der Traktionsbatterie an. „Wo es keine Reparaturfreigabe (durch den OEM) gibt, erlischt automatisch die Garantie“, gibt Fuchs zu bedenken. Der Blick in die Zukunft zeigt, dass Reparaturen schwieriger werden könnten: Denn die Hersteller arbeiten an neuen Batteriedesigns, beispielsweise Cell-to-Pack, bei dem Batteriezellen direkt in das Gehäuse (Pack) integriert werden wird. Auch zeige sich, dass neue Marken aus Asien, die nach Europa drängen, in einigen Punkten Aufholbedarf hätten, konkret bei Dokumentationen oder dem Zugang zu Herstellerportalen und Reparaturanleitungen. Allerdings könnten asiatische bzw. chinesische Hersteller dank ihrer Strukturen auch auf etablierte Händlernetze zurückgreifen. Diese hätten deutlich weniger Probleme mit Reparaturen und der Ersatzteilversorgung.

Wo es keine Reparaturfreigabe gibt, erlischt automatisch die Garantie.

Philipp Fuchs, Projektingenieur am KTI

Die Reparaturmöglichkeiten an der HochvoltBatterie werden aktuell größer

Lange Quarantänezeiten manchmal „unnötig“

Muss ein E-Fahrzeug nach einem Unfall in Quarantäne, so ist die Branche in manchen Fällen noch immer mit langen Quarantänezeiten konfrontiert. Fuchs verweist in diesem Zusammenhang auf den

jüngsten VDA-Leitfaden, der Quarantänezeiten von maximal drei bis fünf Tagen vorsieht: „Wir beobachten am Markt, dass es Abschleppunternehmen gibt, die das als Geschäftsmodell sehen und Fahrzeuge unnötig lange in Quarantäne halten.“ Als weiteren Punkt nennt Fuchs das Thema Batterierücknahme. Zwar seien die Hersteller verpflichtet, beschädigte Batterien zurückzunehmen, allerdings seien die Prozesse hier noch nicht ganz ausgereift.

Fahrzeuge werden geröntgt Gegenwärtig führt das KTI viele Projekte in Zusammenarbeit mit dem renommierten Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) durch. Untersucht werden Fahrzeuge aus Crashtests, aber auch reale Unfallfahrzeuge, um herauszufinden, ob es durch einen Unfall zu Beeinträchtigungen in den Batteriezellen gekommen ist. Dies erfolgt allgemein via Röntgen oder auf einzelner Zellebene mittels Hightech-CTs. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: KTI, Adobe Stock/Iryna

Starkes Umsatzplus

Die vertragsfreie Kfz-Werkstattkette Lucky Car konnte im Vorjahr ihren Gesamtumsatz um rund 15 Prozent auf etwa 80 Millionen steigern. „Unser mittelfristiges Ziel ist klar definiert: Wir wollen bis 2027 die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro erreichen“, gibt Geschäftsführer Mitar Kos die Richtung vor. Nach der Übernahme der österreichischen ATU-Standorte hat Lucky Car in den beiden vergangenen Jahren den Fokus auf operative Konsolidierung, Effizienzsteigerung und nachhaltige Weiterentwicklung des Standortnetzwerkes gelegt. „Für die kommenden Jahre bleibt die konsequente Weiterentwicklung der Standorte ein zentraler Wachstumsfaktor“, erklärt Lucky-Car-Gründer und -Inhaber Ostoja „Ossi“ Matic (Bild). • (GRA)

Jubiläum

Das Karosserie- und Lackierbetriebenetzwerk Acoat Selected des Lackherstellers AkzoNobel feiert 2026 das 50-jährige Bestehen und stellt zugleich sein Partnerprogramm für dieses Jahr vor. Der Fokus liegt hier auf praxisorientierten Formaten mit Beratung, gezielten Trainings, technischen Schulungen und neuen Netzwerklösungen. Akzente setzt Acoat Selected darüber hinaus mit neuen Themen wie moderner Führung, Arbeitgeberattraktivität, Digitalisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. „Mit dem weiterentwickelten Programm unterstreichen wir den Anspruch, unsere Partnerbetriebe langfristig zu begleiten und gemeinsam mit ihnen die Transformation in der Branche aktiv zu gestalten“, betont Daniel Kapeller, Country Sales Manager Vehicle Refinishes (VR) Österreich bei AkzoNobel. • (GRA)

Führungswechsel nach Closing angekündigt

Sobald die Transaktion zwischen BASF und Carlyle abgeschlossen ist, wird Jens Lühring (Bild) zum CEO des neu entstehenden, eigenständigen Coatings-Unternehmens ernannt. Dr. Uta Holzenkamp wird BASF Coatings bis zum Abschluss der Transaktion weiterführen und in weiterer Folge Lühring unterstützen, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen. Die am 10. Oktober 2025 angekündigte Transaktion zwischen BASF und Carlyle muss noch behördlich genehmigt werden und wird aller Voraussicht nach im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen. Lühring weist über zwei Jahrzehnte Erfahrung in Unternehmenstransformation, Carve-outs, Mergers & Acquisitions sowie im Finanzbereich auf. Über ein Jahrzehnt war er in CEO- und CFO-Funktionen tätig. • (GRA)

Die Kosten zeigen stetig nach oben

Die zunehmende Komplexität in modernen Fahrzeugen stellen das Kfz-Reparaturgewerbe und die Versicherungswirtschaft vor große Herausforderungen.

Was das konkret für die Branche bedeutet, erklären Mst. Reinhart Clark, seit diesem Jahr Vorsitzender des Lack- und Karosseriebeirates, und Mst. Alexander Bayer, Kfz-Chef-Sachverständiger im Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO). „Neue Systeme halten Einzug in die Fahrzeuge, da muss man technisch am Ball bleiben. Das betrifft Marken- ebenso wie freie Betriebe“, hält Clark fest. Nicht nur die Systeme, die erhöhtes Know-how und entsprechendes technisches Equip-

In bestimmten Fällen sinken die OEMVorgabezeiten für Reparaturen, die in der Praxis schlichtweg nicht einzuhalten sind.

Mst. Reinhart Clark, Vorsitzender Lack- und Karosseriebeirat

ment bedingen, auch die Ersatzteilpreise sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. „Die Situation der Reparaturkostenentwicklung betrifft uns massiv. So sind den vergangenen fünf Jahren etwa die Preise für Lack und Lackmaterial um rund 50 Prozent angestiegen. Aber auch die Entwicklung bei den Stundensätzen beschäftigt die Versicherungswirtschaft stark“, ergänzt Bayer. Als Beispiel nennen die beiden Branchenteilnehmer hier das Thema Windschutzscheibe. Dort sorgen technische Innovationen für aufwendige Zusatzarbeiten sowie notwendige Investitionen in Kalibrierungsarbeitsplätze und somit folgend für eine Erhöhung der Stundensätze. „Auch die Versicherung muss leistbar bleiben. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Risiken, die von Versicherungsseite übernommen werden, neu zu bewerten“, so der VVO-Kfz-Chefsachverständige.

Welcher Stundensatz ist vertretbar?

Clark sieht als große Herausforderung die Konnektivität der Fahrzeuge und die damit im Zusammenhang stehenden Datenschutzaktivitäten der Fahrzeughersteller, die den Zugang zum Fahrzeug für Dritte entsprechend einschränken. Auch hier sind

News aus dem Lack- und Karosseriebeirat

➜ Anpassung der Nebenkostenpauschale (Leitfaden Nr. 24) von 42,80 auf 44,30 Euro per 1. Mai 2026

➜ Anpassung der doppelten Nebenkostenpauschale (Leitfaden Nr. 25) von 85,60 auf 88,60 Euro per 1. Mai 2026

➜ Erhöhung der maximalen Kleinmaterialpauschale (Leitfaden Nr. 11) von derzeit max. 73,00 auf max. 100,00 Euro per 1. Mai 2026

hohe Investitionen in Hardware und Mitarbeiterschulungen notwendig, „parallel dazu sinken in bestimmten Fällen die OEM-Vorgabezeiten für Reparaturen, die in der Praxis schlichtweg nicht einzuhalten sind“. Das alles habe Auswirkungen auf die Stundensätze, erklärt Clark. Bayer gibt seinerseits zu bedenken, dass diese Mehrkosten die Tarifsituation belasten würden. In puncto Stundensätze hat man eine klare Haltung: „Die Versicherungswirtschaft reguliert vertragsgemäß und beobachtet hier die Angemessenheit der verrechneten Stundensätze.“ So gebe es in einigen Betrieben eigene HV-Stundensätze, welche für Arbeiten verrechnet werden, die nicht am HV-System durchgeführt werden und sich damit nicht von jenen an einem Verbrenner unterscheiden.

Rund um die HV-Batterie wird es teuer Gerade bei E-Fahrzeugen können einzelne Schadensbilder hohe Reparaturkosten nach sich ziehen. „Auch wenn die Quote an Schäden an der Antriebsbatterie selbst, welche zumeist durch Aufsitzschäden verursacht werden, noch eher überschaubar ist, stellen diese Reparaturen nach aktuellem Stand der meisten Herstellervorgaben ein deutlich erhöhtes Risiko in der Schadenbewertung dar“, gibt Bayer zu bedenken. Gerade die unterschiedlichen Zugänge der OEM hinsichtlich möglicher Reparaturen an der HV-Batterie erschweren die Arbeiten in den Kfz-Werkstätten. „Wenn es aus technischer Sicht möglich ist, einzelne Komponenten der HV-Batterie, bis hin zur Zelle, zu reparieren oder zu ersetzen, ist das natürlich der Inbegriff der Nachhaltigkeit. Wenn es dafür aber keine Herstellerfreigabe gibt, wird die Haftungsfrage eine große Herausforderung“, meint Clark.

Vorsicht überwiegt bei Gebrauchtteilen

Durch die enorm gestiegenen OEM-Ersatzteilpreise werden Gebrauchtteile wirtschaftlich immer interessanter. Bei deren Verwendung in der Unfallreparatur spielen laut Innungsvertreter Clark „Qualität und Herkunft“ eine entscheidende Rolle. Auch auf die-

se Teile müsste Gewährleistung und gegebenenfalls Garantie gegeben werden.

Aus diesem Grund kann sich Clark in bestimmten Fällen den Einsatz von Gebrauchtteilen vorrangig für Karosseriebauteile vorstellen, die sich im Originalzustand befinden.

Generell zeigt dieses Thema die Diskrepanz zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auf. Nachhaltigkeit folgt dem Leitsatz „Instandsetzen statt Ersetzen“: „Es gibt heute viele gute Systeme auf dem Markt. Die Reparatur kann in bestimmten Fällen für Kfz-Betriebe wirtschaftlicher sein, als Teile zu ersetzen“, gibt Bayer zu bedenken. Clark sieht rund um Gebrauchtteile eine neue Branche im Entstehen. Für potenzielle Teileanbieter sei es nun zentral, das Angebot entsprechend zu katalogisieren und dem Markt professionell anbieten zu können. Auch weil es eine gute Alternative zu OEM-Neuteilen mit manchmal ungewöhnlich langen Lieferzeiten sei, so Clark.

Die Reparatur kann in bestimmten Fällen für Kfz-Betriebe wirtschaftlicher sein, als Teile zu ersetzen.

Mst. Alexander Bayer, Leitung Technisches Büro VVO

Harte Diskussionen, gegenseitige Wertschätzung

Die gute Zusammenarbeit im Lack- und Karosseriebeirat unterstreichen sowohl Clark als auch Bayer. „Jeder ist interessiert daran, Lösungen zu finden. Das hat sich im Fall der jüngst beschlossenen und zuvor lange diskutierten Anhebung der Höchstgrenze Kleinmaterial einmal mehr gezeigt“, sagt Clark. „Der Lack- und Karosseriebeirat trägt wesentlich dazu bei, dass in Österreich die Schadenabwicklung im Sinne aller Beteiligten – der Kfz-Betriebe, der Versicherungswirtschaft und auch der Endkunden –stattfindet. Diskussionen werden mitunter sehr hart geführt, allerdings immer mit gegenseitiger Wertschätzung“, ergänzt Bayer. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Adobe Stock/industrieblick, VVO, Clark

Loidolt, Hans

Key-AccountManager Richard Peternuss, Geschäftsführer Christian Loidolt (PPG), Gert Puck vor der Farbmischanlage Moonwalk

Puck-Werkstättenleiter Dietmar Gindl mit Hans Niederegger von PPG mit dem Lackier-Roboter

Die Zukunft der Autolackierung

Bei PPG-Partner Puck in St. Veit/Glan ist nahezu alles im Einsatz, was Qualität und Effizienz im Lack- und Karosserie-Betrieb verbessert, Erfolg inklusive.

DEntscheidend ist, dass man sich gemeinsam weiterentwickelt.

Christian Loidolt, Geschäftsführer PPG Austria

er Name Puck ist weit über Kärnten hinaus bekannt, für Qualität, Effizienz und Erfolg. Denn Ing. Gert Puck ist immer vorne dabei, wenn es um Neuheiten, Innovation oder Verbesserungen geht. Am liebsten ganz vorne, wie aktuell mit dem ersten Lackier-Roboter im deutschsprachigen Raum (mehr dazu im Roboter-Artikel). Mittlerweile beschäftigen Gert und seine Schwester Silke Puck-Wank 60 überwiegend langjährige Mitarbeiter, eine eindrucksvolle Zahl für einen österreichischen Karosseriebetrieb. Ebenso beeindruckend sind 63 Ersatzfahrzeuge, die Pucks Kunden mobil halten. Hier war Gerts Onkel Peter Pionier und hat die Bedeutung für Kunden und für den Ablauf erkannt.

Mit stetiger und konsequenter Erweiterung hat es die Familie Puck in nun drei Generationen zur heutigen Größe gebracht. Meilensteine sind etwa die Erweiterung 2010 mit Tiefgarage, Aufbereitung und Technik-Bereich für die ADAS-Kalibrierung, 2017 war Puck der erste Tesla Approved Body Shop in Kärnten und 2020 ist mit dem Neubau der größte Entwicklungsschritt erfolgt, „der die Prozesse deutlich verändert hat“, so Gert Puck. Im Vorjahr hat man im Gurktal eine Zweigstelle eröffnet. Heute hat das Unternehmen den Fahrzeugscanner

TwoTronics ebenso im Einsatz wie die Transport-Plattformen von Transmobil oder die Kunststoff-Bearbeitung von BigBoxBlower. Im Prozess war die Implementierung der PlanSo-Software ein entscheidender Schritt.

Gemeinsam mit PPG zu Innovationen

„Die Firma Puck nimmt sehr viele Ideen auf und hat immer unsere modernsten Lösungen im Einsatz“, berichtet Hans Niederegger, Business Development Manager bei PPG Austria, der seit vielen Jahren mit Gert Puck im konstruktiven Austausch ist. „Wir machen gemeinsam Studienreisen, um uns Lösungen in anderen Ländern anzuschauen“, ergänzt Puck. „PPG ist hauptverantwortlich, dass wir heute so dastehen. Wir haben gemeinsam alles umgesetzt, was möglich war.“

Die Qualität der PPG-Produkte steht für ihn ohnehin außer Zweifel, der gemeinsame Wille zur laufenden Prozess- und Qualitäts-Optimierung macht die Zusammenarbeit aus. „Entscheidend ist, dass man sich gemeinsam weiterentwickelt. Das ist hier in einer sehr intensiven Zusammenarbeit der Fall und macht den gemeinsamen Erfolg aus“, so PPG Austria Geschäftsführer Christian Loidolt.

So ist der Erfolg der Firma Puck ein Puzzle aus vielen Teilen: aus engagierten Menschen und Partnern, aus Organisation und Prozessen sowie modernen Technologien. •

Text und Fotos: Gerald Weiss

Christian
Niederegger, Richard Peternuss (PPG), Dietmar Gindl, Prokuristin Silke Puck-Wank, Peter und Gert Puck

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Firmenchef Mst. Werner Eibegger, Thomas Berndl (Kastner) und die beiden Eibegger-ADAS-Profis Mst. Lukas Schindelbacher und Jan Gruber

das ADAS-Kalibrierungs- und Fahrwerksvermessungssystem Autel IA900WA, geliefert und serviciert von Kastner, zum Einsatz.

Nachweis der sauberen Arbeitsdurchführung „Ich kann nicht jedes Fahrzeug für ADAS-Arbeiten in die Markenwerkstatt bringen“, nennt Eibegger den Hauptgrund für die damalige Anschaffung. Für ihn ist es wichtig, für die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, die durch seine Hände gehen, zu sorgen: „Wir tragen eine hohe Verantwortung. Aus diesem Grund ist der Nachweis, dass die Arbeiten sauber ausgeführt wurden, entscheidend.“ Das sieht Kastner-Diagnosespezialist Thomas Berndl ähnlich. „Dank der umfassenden Fotodokumentation, 10 Aufnahmen vor und 10 nach dem Kalibrierungsvorgang, können die Arbeiten komplett transparent dem Endkunden dargelegt werden.“ Generell werden Fahrerassistenzsysteme immer sensibler: „Damit

ADAS-Arbeiten selbst machen

Moderne Fahrzeuge erhöhen stetig die Anforderungen an Kfz-Werkstätten, zum Beispiel bei Fahrerassistenzsystemen (ADAS). Der Werkstättenausrüster Kastner steht mit Expertenwissen seinen Kunden bei diesen und vielen weiteren Aufgaben zur Seite.

Einer, der davon profitiert, ist Mst. Werner Eibegger mit seinem 1996 gegründeten Kfz-Betrieb in St. Peter ob Judenburg. Um ADAS-Arbeiten durchführen zu können und dabei auch noch genug Platz für das technische Equipment zu haben, hatte er sich 2022 für den Bau einer eigenen Halle auf dem Firmenareal entschieden. Seit Anfang 2023 kommt hier

Ich kann nicht jedes Fahrzeug für ADAS-Arbeiten in die Markenwerkstatt bringen.
Mst. Werner Eibegger

steigt auch die Komplexität. Um so entscheidender ist die Handhabung. Das Autel IA900WA stellt den Prüfablauf in der richtigen Reihenfolge dar, zudem werden nahezu alle Fahrzeuge auf dem Markt abgedeckt“, hält Berndl fest.

Eibegger hat in der bald 30-jährigen Firmengeschichte zunächst mit Karosserie- und Lackierarbeiten begonnen und bietet seit 2010 auch Kfz-Technik an. „Mit Kastner gibt es von Anfang an eine enge Kooperation, die überaus zufriedenstellend läuft.“

Jugend voran

Für Arbeiten an Fahrerassistenzsystemen lässt Eibegger heute „lieber die Jugend“ ran: Mst. Lukas Schindelbacher und Jan Gruber, der sich auf dem Weg zum Meister befindet, bilden bei Eibegger die Experten rund um ADAS und Fahrwerksvermessung. Kastner-Spezialist Berndl verweist auch auf den Umstand, dass es sich bei ADAS um ein „lebendes System“ handelt. Aus diesem Grund stattet er Kfz-Betrieben regelmäßig Besuche ab, um sicherzustellen, dass die Geräte auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Neben ADAS sind ihm auch die Themen Remote-Diagnostik und SERMI ein wichtiges Anliegen: „Betriebe müssen dafür noch stärker sensibilisiert werden.“ •

Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl

Autoreparaturlackierung.

Zwei Spezialisten vereint

Die Dynamik in der Lackbranche nimmt wei ter zu: Themen wie Rohstoffe, Kreislaufwirt schaft, Energiemanagement und regulatorische Anforderungen stellen die gesamte Wertschöp fungskette vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat PPG die Übernahme von EMM bekannt gegeben.

PPG übernimmt den Lackier-Zubehör- und -Ausstattungs-Profi EMM mit seinen Marken und bündelt damit die Stärken zweier Spezialisten.

Ziel ist es, Innovationen voranzutreiben und Werkstätten weiterhin hochwertige, nachhaltige Lösungen anzubieten. Zudem unterstreicht PPG seinen Anspruch, die gesamte Prozesskette in der Lackverarbeitung zu stärken und gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln.

30 MINUTEN

Durch die Bündelung von Know-how und Expertise sollen bestehende Stärken weiter ausgebaut werden. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen für Lackierbetriebe und deren Arbeitsprozesse. Dabei bleiben die etablier ten EMM-Marken Colad, Finixa und Hamach erhalten und sollen weiterhin für Qualität, Effizienz und nachhaltiges Arbeiten stehen. Für Kunden ändert sich zunächst nichts: Ansprechpartner, Services und Abläufe bleiben unverändert. In Österreich arbeitet PPG Austria weiterhin mit Autolackprofi.at zusammen, wo die EMM-Marken ohnehin in Sortiment geführt werden. •

Text: Redaktion, Fotos: EMM

PROZESSZEIT VON CROMAX® SYSTEM

Neuer Anbieter

Seit 1996 ist das polnische Unternehmen

Multichem mit der Lackmarke Profix aktiv.

Zunächst nur in Polen erhältlich, wurde Profix bald auch über die Landesgrenzen hinaus angeboten. 2004 wurde das erste Color Tool präsentiert, 2006 das erste wasserbasierte Lacksystem entwickelt. Seit 2019 gibt es mit dem Profix Automotive Art Global Centre in Tarnowo Podgórne ein modernes Trainingszentrum. Vor rund eineinhalb Jahren erfolgte die verstärkte Bearbeitung des deutsches Marktes, seit Mitte 2025 gibt es mit der Firma HTF Wassertransferdruck in Katzelsdorf bei Wiener Neustadt auch hierzulande einen Vertriebspartner. „Wir suchen in Österreich nach weiteren Handelspartnern“, sagt Thomas Schäumer, Business Development Manager D-A-CH bei Multichem. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Multichem

Schneller gehts nicht

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Positiver Ausblick

Die in Österreich tätigen Lackhersteller blicken zufrieden auf das Jahr 2025 zurück, das aber auch von Schwankungen auf dem Markt ge prägt gewesen ist. Mit (neuen) digitalen Tools sollen die Karosserie- und Lackierwerkstätten weiterhin auf dem Weg zu mehr Effizienz be gleitet werden.

Aankerten Unternehmens zu sein.

&W: Wie bewerten Sie Ihre Geschäfts- bzw. allgemeine Marktentwicklung im Jahr 2025 und in den ersten Monaten 2026?

Daniel Kapeller, AkzoNobel: Wir bewerten 2025 und den Start in das Jahr 2026 insgesamt positiv, auch wenn der Markt weiter anspruchsvoll bleibt. Kostendruck, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Effizienz und Nachhaltigkeit prägen die Branche klar. Gleichzeitig sehen wir, dass Betriebe, die starken Fokus auf ihre Prozesse legen und wirtschaftlich klar ausgerichtet sind, gute Chancen haben. Für uns in Österreich waren Veranstaltungen wie die Stellantis Convention in Schladming ein starkes Signal für Marktnähe und Kundennähe. Dazu kommen unser junges, dynamisches Team, unser starkes Händlernetz mit regionalen Distributionsstandorten in ganz Österreich und unsere exklusive Vereinbarung mit Toyota Austria. Gemeinsam mit Toyota Austria wollen wir im Aftersales- und Reparaturbereich höchste Qualität für die Toyota-Betriebe sicherstellen.

Das sorgt für verlässliche Verfügbarkeit und eine sichere Belieferung unserer Kunden. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung im Jahr 2024 sehr zufrieden. Mit unserer neu geschaffenen Struk tur konnten wir den Servicebereich effektiv ausbauen und vor allem das Sustainable Repair Network (SRN) voranbringen. Hierfür war die Nachfrage erfreulich hoch. Im Jahr 2024 hat unser Team Topleistungen er bracht. Dafür bedanke ich mich.

Marco Windbüchler, Axalta: Das Jahr 2025 war sehr erfolgreich, wir haben unsere gesetzten Ziele erreicht und konnten alle geplanten Projekte im Markt etab lieren und positiv abschließen. Der Jänner 2026 hat etwas verhalten begonnen, da einige Betriebe erst mit 7. Jänner oder teilweise sogar mit 12. Jänner gestartet sind. Der Februar konnte wie geplant abgeschlossen werden und der März sieht aktuell ebenfalls positiv aus.

Daniel Kohler, BASF: Der österreichische Repara turlackmarkt zeigte sich 2025 insgesamt stabil. Trotz

wirtschaftlicher Faktoren – wie Kostendruck und Fachkräftemangel – blieb die Nachfrage konstant. Viele Betriebe investierten verstärkt in Effizienzsteigerung, Digitalisierung und Prozessoptimierung –Entwicklungen, die wir klar gespürt haben.

In diesem Jahr ist das Geschäft etwas verhalten gestartet, was auf eine geringe Auslastung der Lack- und Karosseriebetriebe in den ersten beiden Monaten dieses Jahres zurückzuführen ist. Der März entwickelte sich durchwegs positiver und wir sind zuversichtlich, dass sich nach dem doch starken Winter die Auslastung im Markt weiter steigern wird. Generell festzustellen ist, dass die österreichischen Betriebe zunehmend professionell und fokussierter arbeiten, vor allem wenn es um optimierte Abläufe geht, was klar das Kostenbewusstsein unserer Kunden widerspiegelt. Insgesamt sehen und erwarten wir eine stabile Marktentwicklung mit weiteren Wachstumschancen.

Manuel Weismann, Lack & Technik: Die Marktentwicklung 2025 war besser als erwartet. Wir konnten mit unserem wirtschaftlichsten Lackprodukt Cromax Pro, EZ+ und Challenger viele neue Betriebe gewinnen. Dies hat wesentlich zu unseren positiven Zahlen beigetragen.

Die Auslastung der Karosserie- und Lackierbetriebe war gut im Jahr 2025. Im 1. Quartal 2026 konnten

wir bereits 8 Betriebe mit unseren wirtschaftlichen Lacksystemen gewinnen. 2026 sehen wir in der Reparatur ebenfalls wieder positiv entgegen, da viele gebrauchte Fahrzeuge in wirtschaftlich schwierigen Zeiten lieber repariert anstatt getauscht werden.

Christian Loidolt, PPG: Die Marktentwicklung 2025 und auch die ersten Monate 2026 waren vielverspre-

Wir konnten einige Neukunden gewinnen und Umsätze bei bestehenden Kunden ausbauen.

Christian Loidolt, PPG (Nexa Autocolor)

chend. Wir konnten zum einen einige Neukunden gewinnen und zum anderen auch Umsätze bei bestehenden Kunden ausbauen.

Julius Steinbrück, Lechler: Das Jahr 2025 war für Lechler ein Jahr der Beständigkeit in einem herausfordernden Marktumfeld. Trotz volatiler Rahmenbedingungen konnten wir unsere Position durch einen starken Fokus auf Hocheffizienz-Produkte festigen. Das erste Quartal 2026 zeigt einen klaren Trend: Die Nachfrage nach Lösungen, die Prozesszeit und Energiekosten drastisch senken, ist der entscheidende Markttreiber. Hier sehen wir uns als Partner des Handwerks hervorragend aufgestellt.

Schneller Vergleich.

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Digitalisierung gilt als eines der globalen Trendthemen. Mit welchen Tools zur Prozessoptimierung unterstützen Sie Ihre Kunden?

Kapeller, AkzoNobel: Digitalisierung ist für uns ein konkreter Hebel, um Effizienz und Transparenz im Betrieb zu steigern. Mit Tools wie MIXIT Pro, Refinish+, Paint PerformAir sowie unserem umfassenden Lagerverwaltungssystem unterstützen wir unsere Kunden dabei, Farbmanagement, Materialeinsatz, Prozesssicherheit, Energieeffizienz und Materialverfügbarkeit deutlich zu verbessern.

Entscheidend ist für uns, dass Digitalisierung in der Praxis einen klaren Nutzen bringt: weniger Aufwand, mehr Transparenz und bessere Wirtschaftlichkeit im Reparaturprozess.

Windbüchler, Axalta: Mit Axalta Nimbus vernetzen und verbinden wir das gesamte Team im Lackierbetrieb mit den Produkten und digitalen Dienstleistungen von Axalta. Wir sind aktuell mit dem Produktkatalog und Webshop gestartet. Farbtonfindung, Lagerverwaltung, Kennzahlenmanagement und eine stark digitalisierte Akademie für Schulungen sind weitere Bausteine dieser cloudbasierten Plattform, die Unternehmern und Managern dabei helfen, datengesteuerte Entscheidungen zur Steigerung von Rentabilität und Leistung zu treffen. Der volldigitalisierte Farbtonmanagementprozess Axalta Irus mit dem Farbton-Messgerät „Irus Scan“ und der vollautomatischen Mischanlage „Irus Mix“ ist ein wichtiger Faktor in der Prozessoptimierung.

Kohler, BASF: Die vollautomatische Mischmaschine Alfa CR4/CR6, powered by Refinity, bietet der Karosseriewerkstatt ein 100 Prozent digitales Farbtonfindungserlebnis. Von der Möglichkeit, vier bis sechs Ausmischungen auf einmal durchzuführen, bis hin zur Reduzierung des Lackabfalls, die Alfa CR4/CR6 verwandelt den Lackierprozess in einen nachhaltigen Prozess.

Refinity hilft Werkstätten bei Farbtonsuche, Reparaturplanung und Materialbedarfsermittlung – digital, schnell und genau. Durch präzise Rezepturen und Bedarfsberechnungen sinkt der Materialeinsatz, Fehlerquellen werden reduziert und Arbeitsprozesse werden effizienter.

Neben Refinity setzen wir auf verschiedene digitale Tools in Kombination mit Beratungsdienstleistungen vor Ort, die jeweils durch individuell entwickelte Softwarelösungen unterstützt werden: Mit BOOST steigern wir die Prozesseffizienz in Unternehmen nachhaltig. Unser digitales Tool ermöglicht es, Maßnahmen zur Optimierung umzusetzen und die Ergebnisse anhand präziser Leistungskennzahlen zu überwachen, so können wir durchschnittlich eine Effizienzsteigerung von 10 Prozent erzielen.

Im Rahmen unseres Eco Impact Assessments führen wir eine umfassende CO2-Analyse des gesamten Betriebs durch. Ziel ist es, die Ressourcennutzung deutlich zu verbessern, insbesondere im Bereich Energie. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Verbrauch von thermischen Energieträgern wie Gas häufig um bis zu 20 Prozent über dem notwendigenNiveau liegt.

Entscheidend ist: Digitalisierung bringt in der Praxis einen klaren Nutzen.

Daniel Kapeller, AkzoNobel (Sikkens)

Abgerundet wird unser digitales Portfolio durch Aspaara AI, einen innovativen KI-Kopiloten. Dieses Tool unterstützt Unternehmen dabei, die tägliche Einsatzplanung optimal zu gestalten und ermöglicht im Durchschnitt eine Steigerung der Durchläufe um 5 Prozent. So schaffen wir gemeinsam mit unseren Kunden spürbare Effizienzgewinne und setzen neue Maßstäbe in der Digitalisierung betrieblicher Abläufe. Andreas Weismann, Lack & Technik: Ein zentraler Hebel ist die Digitalisierung des Farbprozesses, gewährleistet durch Irus Scan bzw. Irus Mix. Diese punkten mit elektronischer Farbtonmessung und automatischer Rezepturfindung, erlauben vollautomatisches Farbmischen (inklusive Roboter-Mischsystemen) und reduzieren Fehler, Nacharbeiten und

Materialverbrauch. Ein weiterer Vorteil liegt in den cloudbasierten Farbtondatenbanken, die weltweit, aktuell und jederzeit abrufbar sind. Die Ergebnisse sind höchste Farbtongenauigkeit und enorme Zeitersparnis. Innovativ präsentiert sich auch die automatische Farbtonanpassung mit Irus und ChromaWeb. Das alles bringt großen Nutzen für die Anwender: weniger Nachlackierungen, schnellerer Durchlauf und geringere Kosten.

Loidolt, PPG: Die Digitalisierung hat längst Einzug in das Reparaturwesen gehalten – nicht nur in der Mechanik, sondern auch im Lackbereich. Wir von PPG bieten unseren Kunden hierfür ein umfassendes und ganzheitliches Angebot. Mit unserem PPG-LINQKonzept decken wir alle relevanten Prozessschritte ab. Der Ablauf beginnt bei der präzisen Farbtonfindung mit „LINQ Color“ – unterstützt durch das Spektrometer DIGI Match sowie Tools wie LINQ Color und VisualizID. Anschließend folgt die exakte Farbausmischung über die automatische Mischanlage „Moonwalk“ sowie die automatisierte Rührtechnologie „Mix’n’Shake“. Durch das Zusammenspiel dieser Lösungen steigert das PPG LINQ Konzept nachhaltig Effizienz und Produktivität in modernen Lackierbetrieben.

Steinbrück, Lechler: Die Digitalisierung ist bei Lechler ein zentrales Werkzeug zur Effizienzsteigerung. Mit ColorMatch Effect präsentieren wir 2026 die neue Lösung für den Refinish-Sektor, die vollumfänglich in unsere Lechler MAP Plattform integriert ist. Das System bietet zwei Modi. EASY Mode ist ein intuitives Tool für Karosseriebauer als digitale Ergänzung zu unseren weiterhin verfügbaren Farbmusterkarten.

ADVANCED Mode ist ein Hochleistungswerkzeug für erfahrene Profis und Händler. Das Herzstück ist unser neues Mehrwinkel-Spektrophotometer mit integrierter Kamera. Es identifiziert metallische oder perlmuttartige Partikel präzise und überträgt die Daten via WIFI direkt an die Software – für eine fehlerfreie Farb- und Effektbestimmung in Rekordzeit.

Was ist auf Produktebene an Neuerungen und Neu-

zeugt durch bessere Optik, einfachere Beilackierung, ein erweitertes Farbtonangebot und höhere Wirtschaftlichkeit.

Der Kostendruck bleibt hoch, doch die Investitionsbereitschaft nimmt zu.

Julius Steinbrück, Lechler

Ein besonderes Highlight ist für uns der neue Autoclear Optima, der das neue Basislacksystem optimal ergänzt. Diese Kombination bietet Anwendern klare Vorteile in Bezug auf Effizienz, schnellere Trocknung, Anwendungssicherheit und Wirtschaftlichkeit – ein echter Mehrwert für moderne Lackierbetriebe. Windbüchler, Axalta: Unsere Niedrigtemperatur-Technologie hat sich seit Jahren bewährt und wir haben sie ständig weiterentwickelt. Aktuell setzen unsere Kunden auf einen neuen variablen Füller und verbesserten Klarlack. Da diese Produkte auch bei Raumtemperatur 20 °C trocknen, können Betriebe ihre Energiekosten drastisch reduzieren – ohne Zusatzgeräte oder Investitionen. Bis Jahresmitte bringen wir ein neues Wasserbasislacksystem auf den Markt, das alles bietet: problemlose Anwendung, hochwertige Reparaturqualität, vereinfachte Arbeitsabläufe. Zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem neuen Nfz-Decklack bieten wir auch für dieses Segment eine wirtschaftliche, produktive und energieeffiziente Lösung für hochwertige Nutzfahrzeug- und Industrielackierungen.

Kohler, BASF: Für den österreichischen Markt stehen 2026 Produktlösungen im Fokus, die Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit vereinen. Dazu zählen weiterentwickelte, schnelle Füller- und Klarlacksysteme für kürzere Prozesszeiten und energieeffiziente Verarbeitung. Weiters Lösungen, die den steigenden tech-

Wir schaffen gemeinsam mit unseren Kunden spürbare Effizienzgewinne.

Daniel Kohler, BASF (Glasurit, R-M)

nischen Anforderungen gerecht werden. Und schließlich die Erweiterung des digitalen Lösungsangebotes. Mit einer neuen Funktion wie zum Beispiel Spotlight Mode werden wir die digitale Farbtonfindung auf das nächste Level heben. Mit diesen Innovationen unterstützen wir österreichische Betriebe weiterhin dabei, wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Manuel Weismann, Lack & Technik: Mittlerweile spricht sehr vieles für Nachhaltigkeit. Im Lackbereich produziert Cromax in erster Linie mit Bedacht auf Nachhaltigkeit. Wenig Lackverbrauch – nur 1,5 Spritzgänge ohne Ablüften bei Basislack und Klarlack – und keine Temperatur über 20 °C mehr notwendig – gleiche Geschwindigkeit und Qualität bei 20 °C anstatt 60 °C. Die Füller im Schleif- und Nassbereich sind bereits nach 5 Minuten überlackierbar bei 20 °C und nach 15 Minuten schleifbar bei 20 °C. Die Kunden sind begeistert.

Loidolt, PPG: 2026 wird auf Produktebene von klaren Effizienz- und Energieinnovationen geprägt sein. PPG setzt dabei einen neuen Standard mit einem Klarlack, der bei nur 50 °C und maximal 5 Minuten

Wir rechnen 2026 mit Wachstum im Premium-, Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsbereich.

Andreas und Manuel Weismann, Lack & Technik (Cromax)

trocknet und sogar bei 20 °C vollständig lufttrocknet –ohne Polyaspartic-Technologie. Die extrem schnellen Trocknungszeiten, der geringe Energiebedarf und die hohe Oberflächenqualität ermöglichen Werkstätten spürbare Prozessverkürzungen und bis zu 60 Prozent Energieeinsparung. Damit entwickelt sich die Reparaturlackierung 2026 klar in Richtung höhere Produktivität bei deutlich reduziertem Ressourceneinsatz.

Das wurde auch beim WERKSTATT-FORUM deutlich: Die Branche sucht längst nicht mehr nach einzelnen Produkten, sondern nach funktionierenden Gesamtlösungen. Genau hier liegt unsere Stärke – mit innovativen Produkten, digitalen Werkzeugen, technischer Betreuung und einem starken regionalen Händler- und Distributionsnetz in ganz Österreich.

Windbüchler, Axalta: Ich erwarte für 2026 ein herausforderndes Jahr für das Lack- und Zubehörgeschäft. Globale Unruhen werden weiterhin Einfluss auf Lieferketten haben, was sich direkt auf unsere Produktions- und Kostenstrukturen auswirkt. Auch bleibt die Entwicklung der Automobilindustrie ein zentraler Faktor. Absatzschwankungen werden die Nachfrage maßgeblich beeinflussen. Insgesamt wird es entscheidend sein, wie gut es gelingt, mit den bestehenden Lieferkettendynamiken flexibel umzugehen. Ich bin überzeugt, dass wir in Österreich mit unserem Team dafür gut gerüstet sind.

Kohler, BASF: Wir erwarten für 2026 ein stabiles Marktumfeld mit Chancen für weiteres Wachstum.

Steinbrück, Lechler: Ein Highlight auf Produktebene ist der Macrofan ME400 Ultra-High-Solid Klarlack. Dieser wurde speziell für den Refinish-Bereich entwickelt, um maximale Qualität mit extremer Energieersparnis zu vereinen. Dank seiner innovativen Formulierung ermöglicht der ME400 eine außergewöhnlich schnelle Durchhärtung – sowohl bei Lufttrocknung als auch bei reduzierten Kabinentemperaturen. Damit adressieren wir direkt die Kernherausforderung der Betriebe: die Senkung der Energiekosten pro Reparatur bei gleichzeitigem Maximum an Glanz und Beständigkeit.

Wie sehen Ihre Erwartungen für das Lack- und Zubehör-Geschäft 2026 aus?

Ich erwarte für 2026 ein herausforderndes Jahr für das Lack- und Zubehörgeschäft.

Marco Windbüchler, Axalta (Standox, Spies Hecker)

Kapeller, AkzoNobel: Für 2026 erwarten wir ein anspruchsvolles, zugleich aber chancenreiches Jahr. Wachstum ist vor allem dort möglich, wo Betriebe auf Effizienz, hohe Prozessqualität und nachhaltige Reparaturlösungen setzen.

Die Nachfrage nach hochwertigen Lack- und Zubehörlösungen bleibt konstant, insbesondere in Bereichen, in denen Betriebe ihre Prozesse modernisieren und weiterhin effizienter gestalten wollen. Produktivität, Effizienz und Nachhaltigkeit bleiben die wichtigsten Treiber. Betriebe, die auf moderne Technologien, digitale Tools und verlässliche Serviceangebote setzen, werden 2026 klar im Vorteil sein.

Andreas Weismann, Lack & Technik: Eigentlich sehr positiv. Wir rechnen mit einer leichten Markterholung, einem stabilen Reparaturgeschäft sowie generell mit Wachstum im Premium-, Nachhaltigkeitsund Digitalisierungsbereich.

Loidolt, PPG: Meine Erwartungen sind positiv.Weil wir einiges an Neuprodukten auf Produktebene bringen, siehe obenstehend, oder auch bereits Ende 2025 gelauncht haben, wie zum Beispiel unser „Mix’n’Shake“.

Weiters haben wir als PPG mit der Akquise der Firma EMM aus Holland Anfang Jänner 2026 einen weiteren wichtigen Schritt im Zubehörmarkt getätigt und werden somit auch in Österreich das Geschäft, gemeinsam mit unserem lokalen Partner Autolackprofi, ausbauen.

Steinbrück, Lechler: Wir blicken optimistisch auf das restliche Jahr. Zwar bleibt der Kostendruck hoch, doch die Investitionsbereitschaft in Technologien, die den Durchsatz erhöhen – wie der ME400 und das ColorMatch Effect System – nimmt spürbar zu. Wir erwarten ein Wachstum im Bereich der nachhaltigen und prozessoptimierten Systeme, da die Professionalisierung der Betriebe weiter voranschreitet. •

Text: Redaktion, Fotos: 2x AdobeStock_Bondariev, z. V. g.

Nachhaltige Lacktechnologien

Glasurit sichert mit nachhaltigen Produkten, kombiniert mit Beratungskonzepten und starkem Engagement, die Zukunft der Lackierbetriebe.

Dazu stellt die Lackmarke die nach eigenen

Aussagen „nachhaltigste Lacktechnologie der Branche“ bereit – in Form der Reihe 100 und der Eco Balance Produkte. Ein zentraler Bestandteil ist das Wasserbasislacksystem der Reihe 100, das Ressourcen schont und gleichzeitig höchste Reparaturqualität sicherstellt. Kommuniziert werden bis zu 50 Prozent weniger CO2-Emissionen durch den Einsatz von bis zu 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen, der niedrigste Lösemittelanteil

Mit der Reihe 100 und den Eco Balance Produkten bietet Glasurit die laut Eigenangaben „nachhaltigste Lacktechnologie“ auf dem Markt

im Markt (40 Prozent unter dem EU-Grenzwert), eine höhere Ergiebigkeit und damit ein geringerer Materialverbrauch.

Um Werkstätten in puncto Ökologie zu unterstützen, bietet BASF Coatings die Nachhaltigkeitsberatung „Eco Impact Assessment“ an, die seit 2025 auch in Österreich auf dem Markt ist. Hier werden Werkstätten systematisch analysiert, ökologische Kennzahlen bewertet und Potenziale sichtbar gemacht. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: BASF Coatings

Intelligente Planung

Glasurit kooperiert mit aspaara, um die digitale Transformation in den Karosserie- und Lackierbetrieben im D-A-CH-Raum voranzutreiben.

Mit aspaara erhalten Werkstätten einen intelligenten KI-Copiloten, der die Werkstattplanung revolutioniert und gemeinsam mit Glasurit-Lacken für Effizienzsteigerungen sorgt. Die Herausforderungen sind bekannt: unproduktive Zeiten, nicht eingehaltene Kundentermine, ständige Prozessunterbrechungen und fehlende Transparenz über die tatsächlichen Kapazitäten führen zu Umsatzverlusten und sinkender Kundenzufriedenheit. Genau

aspaara-CEO

Alexander Grimm (2. v. l.) und Alexander Bru (2. v. r.), Regional Business Manager D-A-CH bei BASF Coatings

hier setzt aspaara mit der Integration in das digitale Ökosystem von Glasurit an: Ergebnis ist eine Komplettlösung von der digitalen Farbtonbestimmung über automatisierte Mischsysteme bis hin zur KI-gestützten Werkstattsteuerung. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: BASF Coatings

Carbon Body Repair System (CBR) der Carbon GmbH

Das CBR ermöglicht die effiziente und äußerst profitable Reparatur von verschweißten Blechen und Anbauteilen aus Stahl und Aluminium, wie hier die Alu-Seitenwand eines Audi A8

Instandsetzen statt Ersetzen

Mit mehr „I statt E“, also Instandsetzen statt Ersetzen, schafft der Karosseriebetrieb mehr glückliche Kunden. Die Realisierung erfolgt mit dem Carbon Body Repair System.

Eine Krise jagt die nächste: Nach drastisch gestiegenen Kosten und Preisanstiegen bei Ersatzteilen durch die Pandemie und den Ukraine-Konflikt droht durch den Iran-Krieg schon die nächste Preiseskalation. „In Zeiten, in denen nach einem Unfall der verbleibende Sprit im Tank maßgeblich den Restwert des Wagens bestimmt, wird nur noch repariert, was wirklich sein muss“, erklärt Siegbert Müller, Gründer und Vertriebsleiter der Carbon GmbH: „Insbesondere bei selbstverursachten Schäden können sich viele Kunden die Reparatur kaum mehr leisten.“

Mit CBR bleibt die Wertschöpfung im Betrieb, Richten und Lackvorbereitung gehen schneller.

Siegbert Müller, Vertriebsleiter Carbon

Neue Umsatz- und Ertragspotenziale

Instandsetzen statt Ersetzen, kurz „I statt E“, eröffnet Karosserie- und Lackierbetrieben, aber auch Autohäusern und freien Werkstätten neue Umsatz- und Ertragspotenziale. Bei der Reparatur mit dem Carbon Body Repair System der Carbon GmbH wird das beschädigte Karosserieteil handwerklich in den Originalzustand zurückversetzt. Kunde und Betrieb sparen sich dabei nicht nur teure Ersatzteile, sondern auch viel Zeit und Probleme. Der Schaden wird rein von außen zuerst mit der innovativen CBR-Klebetechnik

und CBR-Bits vorgerichtet, wahlweise mit einer kraftvollen Druckluftpresse oder Zugwerkzeugen aus Carbon und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen.

Ergonomische und leichte Zugwerkzeuge

Die Feinarbeit bis hin zur beinahe lackierfertigen Oberfläche gelingt mit ergonomischen und leichten Zugwerkzeugen, mit denen das Blech sehr effizient und präzise gerichtet werden kann. Im Karosserie-Komplettarbeitsplatz enthalten ist das AluRepair VISAR, mit dem nicht nur Aluminiumbauteile gerichtet, sondern auch Masse- und Gewindebolzen bis 12 mm angeschweißt werden können.

„Mit dem CBR-System von Carbon arbeiten weltweit bereits mehr als 1.500 Betriebe sehr erfolgreich“, so Müller: „Natürlich steht am Anfang ein gewisser Invest, das Feedback nach erfolgter Schulung und den ersten Gehversuchen ist bei allen Anwendern jedoch mehr als positiv. Die Wertschöpfung bleibt im Betrieb, Richten und Lackvorbereitung gehen deutlich schneller, das CBR amortisiert sich schnell.“

Der österreichische Markt, betont Müller, sei für die Carbon GmbH sehr wichtig, weshalb das Unternehmen auch bei den KLS-Fachtagen in Wels im September und auf der AutoZum in Salzburg im Jänner erneut präsent sein wird. •

Text: Redaktion, Fotos: Carbon GmbH

Die Digitaleinheit adam X pro wird ohne Knöpfe und Regler gesteuert

Lackieren ohne Knöpfchen

Die Lackierpistole SATA jet X Digital bietet digitale Funktionen in einer bis dato nicht gekannten Vielfalt. Der besondere Clou liegt in der Steuerung der Digitaleinheit.

Denn die Digitaleinheit, adam X pro genannt, hat keinen einzigen Knopf und keinen Regler. Doch wie funktioniert das? SATA führt dazu aus, dass es einen simplen Grund gibt, warum der adam X pro gänzlich ohne Tasten bedient wird. Schließlich muss er auch in der Lackierkabine mit Handschuhen leicht und sicher zu bedienen sein.

Innovative Steuerung

SATA hat diese Problemstellung ganz einfach gelöst: Gesteuert wird der adam X pro, indem mit dem Finger auf das Gehäuse getippt wird. Andere Einstellungen nimmt man vor, indem man die Pistole neigt. Ein Indikator zeigt an, wenn die jeweilige Auswahl angenommen ist. So navigiert die Anwenderin oder der Anwender intuitiv durch die Menüs und kann eine Vielzahl von Einstellungen vornehmen, „ohne fummelige Knöpfe oder Räder“, wie SATA festhält. Etwa, wenn die Anzeige von Bar auf Psi umgestellt wird. Oder von °C auf °F gewechselt wird. Oder die Betriebsstatistiken ausgelesen werden sollen. Wie das in der Praxis konkret aussieht, zeigt SATA in einem neuen Video, das am einfachsten über die SATA-Website abzurufen ist. In der Rubrik „Highlight-Produkte“ wird die Premium-Digitaleinheit vorgestellt – von der Produktseite führt ein Link zu einem YouTube-Video.

Die SATA jet X ist als Premium-Lackierpistole konzipiert. Das Design präsentiert sich schlicht-elegant, in Mattschwarz mit roten Akzenten. An Bord ist eine innovative Düsentechnologie: Das von SATA innovierte Labyrinthluftstromsystem führt die Druckluft in der Düse so, dass sie frei von Turbulenzen und Pulsationen auftritt. Dadurch wird das Material au-

Gesteuert wird mit Tippen auf das Gehäuse und mittels Neigung der Lackierpistole.

ßerordentlich fein und homogen zerstäubt. SATA zufolge soll der Spritzstrahl mit optimierter Materialverteilung und klar definierten Auslaufzonen besonders leicht zu beherrschen sein.

Clevere Features

Die jet X punktet mit weiteren cleveren Features, etwa einem Abzugsbügel, der ohne Werkzeug rasch demontierbar ist, und einem integrierten Schlüssel für die Farbdüse. Das Topmodell bildet die SATA jet X Digital – dank der Digitaleinheit adam X pro. Diese zeigt unter anderem den Eingangsfließdruck an, aber auch eventuelle Abweichungen vom zuvor eingestellten Soll-Druck. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: SATA

Branchen-Treffpunkt

Über 1.400 Teilnehmer, 100 Aussteller, ein breites und informatives Vortragsprogramm: Das ist die eindrucksvolle Bilanz der zum 17. Mal stattgefundenen Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST).

Neben Vorträgen standen auch Podiumsdiskussionen auf dem Programm

Damit konnte das Event in der nordbayerischen Stadt einmal mehr seinen Status als (deutscher) Branchen-Treffpunkt festigen. Veranstaltet wurden die WKST von der Vogel Communications Group in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserieund Fahrzeugtechnik (ZKF).

Neben einer Vielzahl an Ausstellern gab es auch ein informatives Vortragsprogramm, in dem viele Branchenteilnehmer zu Wort kamen. „Das Schadensrouting wird ausgebaut und sorgt für eine drastische Reduktion der Verrechnungssätze“, beklagte ZKF-CEO Thomas Aukamm zu Beginn der Veran-

Carbon: Betriebsleiter Yannick Stern und Vertriebsleiter Siegbert Müller

staltung. Auch das Thema Gebrauchtteile sprach Aukamm an. Diese würden verstärkt in den Alltag der Karosserie- und Lackierbetriebe einziehen, ohne dass im Vorfeld konkrete Rahmenbedingungen definiert worden wären. Wenig Verständnis äußerte er zu Stundensätzen in manchen (deutschen) Markenbetrieben, die teilweise über 600 Euro angestiegen seien. „Ein No-Go“, wie es Aukamm ausdrückte. Omnipräsent auf dem Podium am ersten Veranstaltungstag war das Thema Gigacasting, also die Verwendung von Großgussteilen für Fahrzeugstrukturteile. „Mega- bzw. Gigacasting ersetzt teilweise

Thomas Schäumer entwickelt den D-A-CH-Raum für den polnischen Konzern Multichem mit der Lackmarke Profix

BASF Coatings: Marketing-Managerin D-A-CH Tina Allhoff und Yvonne RohdeHofbauer, technische Leiterin D-A-CH

Kamatec-Geschäftsführer Franz Schnitzhofer

WOLF-Lackieranlagen: ÖsterreichBetreuer Benedikt Gallmeier (l.) und Vertriebsleiter Viktor Richtsfeld

Anest Iwata: Produktspezialist Michael Wagner

Autoersatzteile - Zubehör Werkstättengeräte

bis zu 70 einzelne Blechteile in nur einem einzigen Gussteil“, erklärte Sebastian Lüttig vom B2B-Marktforschungsunternehmen Schlegel und Partner. Die Kostenersparnis durch Gigacasting in der Fahrzeugherstellung bezifferte er mit 15 bis 30 Prozent, beim US-Autobauer Tesla spreche man sogar von bis zu 40 Prozent. Großgussteile stellen auch die Reparaturbetriebe vor neue Herausforderungen. So würden kalte Fügetechniken immer relevanter. Zudem müssten Bauteile vor der Reparatur komplett freigelegt werden, erklärte Helge Kiebach vom KTI – Kraftfahrzeugtechnisches Institut. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: WKST, GRA

Mit dem Lackierroboter „PaintGo“ vor Ort: BlutechGeschäftsführer Roger Blum (r.) und René Oltrogge, Paint Solutions Services

Aus der Forschungsabteilung von ecu.de: Dennis Urland

SATA: (v. l.)

Simon Saathoff, Vertriebsleiter Sebastian Scholz, Thomas Junghanns

ENERGIE SPAREN

LEISTUNG STEIGERN

Lackierkabinen und Multifunktionsarbeitsplätze

Die Lackieranlage setzt auf modernste Technologie zur Energieeinsparung: Wärmerückgewinnung, LED-Beleuchtung und Frequenzumformung senken den Verbrauch nachhaltig. Die PLCSteuerung mit Touchscreen ermöglicht eine einfache Bedienung über voreingestellte Programme. Multifunktionsarbeitsplätze bieten durch Vorhänge getrennte, helle und staubgeschützte Bereiche für Lackvorbereitungs- und Füllarbeiten.

www.auto-kastner.at

Problemlose Umstellung

Im Kfz-Betrieb Team Fraenkel im 22. Wiener Gemeindebezirk setzt man seit einigen Monaten auf das Lacksystem Sikkens Autowave Optima des Lackherstellers AkzoNobel.

Wenn von einem bereits sehr guten auf ein noch besseres Lacksystem umgestiegen wird, braucht es vor allem eines: die Bereitschaft des Werkstatt-Teams, die neuen Technologien auch anzunehmen. Und das ist bei Fraenkel der Fall: Mst. Julia Lackermayer, die bereits seit zwölf Jahren im Betrieb tätig ist, und Geselle Christian Paschek, als Spengler und Lackierer seit vier Jahren an Bord, bilden ein eingespieltes Duo, wenn es um die Beseitigung von Lack- und Karosserieschäden geht.

Einfache Verarbeitung

AkzoNobel ist seit sieben Jahren Lack-Lieferant von Team Fraenkel, seit September 2025 kommt Sikkens Autowave Optima zum Einsatz. „Das Produkt funktioniert sehr zuverlässig, Verarbeitbarkeit, Farbtonfindung und Glanzgrad überzeugen. Wir haben wenige bis keine Reklamationen“, hält Christian Paschek fest. „Wir wurden intensiv auf das neue Produkt geschult und haben von Anfang an keine Probleme damit gehabt“, ergänzt Julia Lackermayer. Die

Bestens auf das neue Lacksystem eingestellt (v. l.): Matthias Schramm (AkzoNobel), Christian Paschek und Julia Lackermayer (Team Fraenkel), Jürgen Kuba (AkzoNobel)

Sikkens Autowave Optima bringt einen deutlichen Effizienzgewinn

technischen Vorteile liegen für Christian Paschek auf der Hand. Eineinhalb Spritzgänge und 15 Minuten Trockenzeit sorgen für erhöhte Effizienz: „Pro Auto erspart man sich damit rund 15 bis 20 Minuten. Damit können drei bis vier Autos in der Woche mehr bearbeitet werden.“

Um im Zuge einer Lacksystem-Umstellung die Kfz-Fachkräfte langsam an das neue Produkt heranzuführen, ist es sinnvoll, zunächst das bestehende und das neue System nebeneinander einzusetzen. Das ist auch bei Fraenkel der Fall: Ist die Auslastung hoch und der korrekte Farbton bereits hinterlegt, wird aus Zeitgründen auf das „alte“ System zurückgegriffen. Das ist aber nur die Ausnahme, wie auch Jürgen Kuba, technischer Verkäufer bei AkzoNobel, hervorhebt: „Was Qualitätsstandards, Farbtongenauigkeit, Prozesssicherheit und Materialeinsparung betrifft, setzt Sikkens Autowave Optima neue Maßstäbe.“ Das bestätigt auch Julia Lackermayer, denn gerade bei den Farbtönen Rot und Weiß punkte das neue System mit einer deutlich verbesserten Deckkraft. 80 Prozent der Aufträge werden bei Fraenkel bereits mit dem neuen Lacksystem durchgeführt, die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf Bestandskunden, bei denen der Farbton bereits bekannt ist. Dass das neue System so gut angenommen wird, freut auch Matthias Schramm, Direct Sales Manager bei AkzoNobel. „Wir wollen unseren Kunden die nötige Sicherheit auf dem Weg zu einem neuen Lacksystem geben. Die Umstellung erfolgt behutsam und Schritt für Schritt.“• Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl

Diskussionsteilnehmer beim Fachevent von Innotec und Landesinnung Vorarlberg: Gerald Weiss (A&W), Martin Brachmann (VFT/Siems & Klein), Alexander Bayer (VVO), LIM Erich Neier, Wilfried Mennel (Karosserie Akademie), Markus Nesensohn (Berufsschule Bregenz), Alois Schwendinger (AH Gerster) und Moderator Dietmar Brückl

Fachevent-Premiere in Vorarlberg

Im Autohaus Gerster fand das erste gemeinsame Fachevent der Landesinnung Vorarlberg und Innotec Österreich statt. Dabei stand die Wirtschaftlichkeit im Betrieb im Fokus.

Wirtschaftlichkeit im Betrieb: Mehr Ertrag –repair first statt Teiletausch“, so lautete das Motto des ersten Kooperations-Fachevents von Innotec Österreich, der Landesinnung Fahrzeugtechnik Vorarlberg und dem Autohaus Gerster, das am 4. März am Gerster-Standort in Koblach durchgeführt wurde. Eingeladen waren Mitglieder der Vorarlberger Landesinnungen, die Begrüßung erfolgte durch Landesinnungsmeister Erich Neier und Gastgeber Alois Schwendinger (Geschäftsführer Autohaus Gerster).

Durch die triale Ausbildung konnten wir das Niveau deutlich steigern.

Wilfried Mennel, Karosserie Akademie

Podiumsdiskussion: von Fachkräften bis ADAS

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Gastgeber Alois Schwendinger (Autohaus Gerster), Martin Brachmann (VFT/Siems&Klein), Alexander Bayer (VVO), Markus Nesensohn (LBS Bregenz) und Gerald Weiss (A&W Verlag) reichten die Themen von Lehrlingsausbildung und Fachkräfteman-

gel über Versicherungsabwicklung und ‚Reparatur statt Austausch‘ bis zu Anforderungen im Bereich Elektromobilität und Assistenzsysteme.

Triale Ausbildung: Niveau gesteigert

Im abschließenden Impulsvortrag von Wilfried Mennel wurde unter anderem die triale Ausbildung vorgestellt, die in Vorarlberg seit 5 Jahren im Lehrvertrag verankert ist. „In Modulen wird damit in der Basis gelehrt, was in Betrieben zu kurz kommt oder gar nicht mehr gelehrt werden kann“, so Mennel. Damit habe man das Ausbildungsniveau deutlich gesteigert. Neben dem wichtigen Austausch der Betriebe untereinander, konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Lösungen von Innotec informieren und diese auch selbst ausprobieren. Das Angebot reichte von der Klimaanlagen-Reinigung mit Airco Clean Control über das Intool #nextgen Bindemittel, die Nahtabdichtung mit Structure Seal bis zum Windschutzscheiben-Reparatur Set und der Kunststoffoberflächen-Reparatur.

Seitens der Vorarlberger Innung sind weitere Formate angedacht. Fahrzeugtechnik und Fahrzeughandel haben sich bei der Austro-Mobil in Dornbirn präsentiert (Seite 19 in A&W 4/26). Der nächste Innotec-Event findet mit der Wiener Innung am 9. Juni statt. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Innotec

Der Erste in Österreich

Der erste PaintGo-Lackier-Roboter im D-A-CH-Raum verrichtet in St. Veit an der Glan bereits seine Arbeit.

Es ist ein Stück Lackiergeschichte, die hier geschrieben wird: In einer innovativen Kooperation zwischen PPG Austria, dem Schweizer Technik-Unternehmer Roger Blum (BluTech) sowie dem technologischen Weitblick von Karosserie Puck in St. Veit/Glan hat Österreich den ersten PaintGoLackier-Roboter im deutschsprachigen Raum bekommen.

Drei Spezialisten für den Einsatz im Alltag Für den Einsatz und die effiziente Verwendung braucht es genau diese drei Spezialisten. Gemeinsam mit den Profis von der Lackfirma und vom Roboter-Lieferanten hat Puck-Werkstättenleiter Dietmar Gindl – mit dem Support des Herstellers – den Roboter sehr rasch zu einer wesentlichen Ergän-

PaintGo-Roboter von BluTech, gemeinsam mit PPG bei Karosserie Puck eingesetzt

zung im Alltag realisiert. „Damit kann hier die erste Werks-Lackierung in einem Reparaturbetrieb angeboten werden“, erklärt Hans Niederegger von PPG Austria.

Von der Qualität sind die Beteiligten begeistert:. „Vor allem bei großen Flächen ist der Roboter der menschlichen Hand überlegen“, berichtet Gert Puck. Farbton-Messung, Farbmischung, Lackiervorbereitung und die Programmierung des Roboters sind freilich noch ausreichend Aufgaben für den Menschen. • Text und Fotos: Gerald Weiss

Die Hagelsaison kann kommen

Bei Car-Rep-Profiteam Denk, dem Spezialisten für lackfreie Ausbeultechnik, sind die Vorbereitungen für die kommende Hagelsaison abgeschlossen.

Im Bedarfsfall kann Firmenchef Peter Denk auf ein Netzwerk von bis zu 100 Dellentechnikern zurückgreifen, die vor Ort die Beseitigung von Schäden aller Art durchführen. „Wir haben unser komplettes Team zertifiziert“, verweist Denk auf den Qualitätsanspruch des oberösterreichischen Unternehmens.

Alle Techniker im Car-Rep-Team sind zertifiziert

Der Start der Hagelsaison ist nicht so einfach vorherzusagen, in den Monaten Mai, Juni und Juli ist mit derartigen Wetterereignissen immer zu rechnen. Die Zeit davor und danach wird für die Abarbeitung von Altaufträgen und für Schulungen verwendet. Im Weiterbildungsbereich gibt es neben den Standard- auch spezielle Lehrlings-Schulungen. Durch die jahrzehntelange Präsenz am Markt konnte sich Car-Rep Denk einen umfangreichen Kundenstamm erarbeiten, der immer weiterwächst. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: Car-Rep Denk

Mit Prozessen zum Erfolg

Lack & Technik unterstützt die Betriebe bei der Umsetzung klarer Prozesse im Lackier-Bereich.

Neuzulassungen und Wirtschaft ziehen in Österreich wieder an und sorgen für Optimismus in der Branche, die Herausforderungen bleiben allerdings hoch: „Technologische Entwicklungen und sich wandelnde Rahmenbedingungen erfordern mehr denn je effiziente, durchdachte Prozesse. Genau hier setzt Lack & Technik an“, erklärt Business Manager Manuel Weismann.

Abläufe nachhaltig optimieren „Als starker Partner der Kfz-Branche unterstützen wir Betriebe dabei, ihre Abläufe nachhaltig zu optimieren – mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Qualität und Zukunftssicherheit“, ergänzt Operations Manager Andreas Weismann: „Unsere Cromax Produkte Cromax Pro, EZ+ und Challenger

Schneller Füller

R-M stellt mit dem Nass-in-Nass-Füller Race-Wet-Fill-R ein Produkt vor, das hohe Geschwindigkeiten und geringen Energieverbrauch kombiniert.

Dank der „Ccycled-Zertifizierung“ bietet der neue Füller eine nahtlose Kompatibilität mit den Basislacklinien von R-M und dem neuesten Race Finish-R Klarlack. Der neue Grundierfüller präsentiert sich umweltfreundlich und punktet mit Ablüftzeiten von lediglich 5 Minuten. Die Nass-in-Nass-Basislacktechnologie wird direkt über frische Füllerschichten aufgetragen, wodurch sowohl die Vorbereitungszeit als auch die Trocknungszeiten reduziert werden.

Schneller und energiearmer Prozess

Durch die Kombination von Race-Wet-Fill-R mit Agilis und dem Race Finish-R Klarlack erfolgt der Applikationsprozess schnell und energiearm – und

zählen zu den effizientesten am Markt und sind speziell auf die jeweilige Größe und Anforderungen von Lackierbetrieben abgestimmt.“

Doch echte Effizienz entsteht erst durch das richtige Know-how. „Mit unseren praxisnahen Schulungen vermitteln wir fundiertes Wissen, das direkt im Arbeitsalltag anwendbar ist – von der optimalen Produktanwendung bis hin zur ganzheitlichen Prozessoptimierung im Bereich Lack & Karosserie“, so Manuel Weismann: „Lack & Technik liefert die passenden Lösungen – aus der Praxis für die Praxis.“ •

Text: Redaktion, Foto: Lack & Technik

Lack & Technik-Team: Gründer Rudolf mit den Managern Manuel und Andreas Weismann

das bei einer konstant hohen Oberflächenqualität. Das neue Produkt reduziert die CO2-Emissionen und unterstützt damit die Nachhaltigkeitsbemühungen in den Karosserie- und Lackierwerkstätten. „Dieser innovative Füller unterstützt die Kreislaufwirtschaft, indem er Abfall minimiert und CO2-Emissionen reduziert, während er gleichzeitig die Prozesseffizienz für unsere Kunden beschleunigt“, erklärt Dr. Rahel Reichmann, Head of Sustainability, Global Automotive Solutions bei BASF Coatings. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: BASF Coatings

Die Ablüftzeiten betragen lediglich 5 Minuten

Bild oben: Gerhard Steinbock (Axalta): „Wir kennen die Anlage ganz genau.“

Bild links: Andreas Auer (Axalta), Elmar und Jürgen Schmarl, Techniker Wolfgang Gruber (Axalta)

Meilenstein für Irus Mix

Die Automatisierung hält Einzug in immer mehr Karosserie- und Lackierbetriebe. Mitte März wurde die 50. vollautomatische Lackmischanlage Axalta Irus Mix in Österreich installiert.

Elmar Schmarl weiß, wovon er spricht: Gemeinsam mit Bruder Jürgen betreibt er seit vielen Jahren die Firma „Schmarl Karosserie-Spenglerei-Lackierung“ in Rum bei Innsbruck und ist neuen Technologien gegenüber stets aufgeschlossen. Der Firmenchef, gleichzeitig auch Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik in Tirol, hält seinen Betrieb immer auf dem aktuellen Stand der Technik und somit war eine Beschäftigung mit dem Thema vollautomatische Lackausmischung naheliegend. „Wir haben ein wenig abgewartet, wie der Markt reagiert, und uns die Irus Mix zunächst in der Axalta Refinish Academy in Oeynhausen ganz genau angesehen. Die Maschine hat uns überzeugt und somit stand fest, dass wir diese auch in unserem Betrieb einsetzen wollen“, betont MMst. Elmar Schmarl.

Eigene personelle Ressourcen 2024 in Österreich gestartet, wurden im Vorjahr allein 29 Anlagen installiert, jene bei Schmarl in Rum ist bereits Nummer 50. Die Irus Mix ist für

den Lackhersteller also ein wichtiger Produktbereich. So gibt es einen eigenen, auf diese Anlage spezialisierten Axalta-Techniker und drei weitere Experten, welche die Anlage warten und diagnostizieren können. „Unser Erfolg liegt darin, dass wir alle Herausforderungen, die eine Anlage dieser Art mit sich bringt, bewältigen können. Wir führen den First-Level-Support selbst durch und können im Bedarfsfall rasch reagieren“, erklärt MMst. Gerhard Steinbock, Technical and Training Manager Axalta Refinish Österreich. Als Hauptvorteil der Irus Mix nennt Schmarl die punktgenaue Lackausmischung, Fehlmischungen können damit ebenso vermieden werden wie Übermengen. „Unsere innovativen Flaschen, die zu 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen, können komplett restentleert werden. Damit können Betriebe Abfall reduzieren und Geld sparen“, ergänzt Andreas Auer, Marketing- und Kommunikationsprofi Axalta Refinish Österreich.

Anlage läuft problemlos 2025 hat der Firmenchef die Anlage geordert, am 9. März wurde diese aufgestellt und nur einen Tag später in Betrieb genommen: „Die ersten Erfahrungen sind gut, die präzise Mischung überzeugt restlos. Auch haben wir bis dato keinen Stillstand gehabt.“

Pro Woche realisiert Schmarl bei rund 30 Durchgängen im Schnitt 50 Mischvorgänge. Für die vollautomatische Lackmischanlage wurde in der Werkstatt ein eigener, klimatisierter Raum errichtet. •

Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl (GRA), Fotos: GRA, Axalta

Vertrauen schaffen!

Was ist Werkstatt des Vertrauens?

• Ein vom Werkstattkunden verliehenes Gütesiegel.

• Die einzige Möglichkeit, mit zufriedenen Kunden zu werben.

Wie werden Sie zur Werkstatt des Vertrauens?

• Schritt 1: Bewerben Sie sich für die Auszeichnung.

• Schritt 2: Sammeln Sie die Stimmen Ihrer Kunden.

• Schritt 3: Erreichen Sie die benötigte Stimmenanzahl.

Was bringt Ihnen Werkstatt des Vertrauens?

• Das Gütesiegel überzeugt Neukunden von Ihrer Werkstatt.

• Es beweist Stammkunden, dass Sie besten Service bieten.

JETZT

ANMELDEN

Die Teilnahme

Interessierte Betriebe können ein Startpaket (inklusive Sammelbox) zum Preis von 99,99 Euro (exkl. MwSt. und Zustellung) bestellen. Im Startpaket sind Informations- und Werbematerialien sowie 300 Teilnahmekarten enthalten.

Weiterführende Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit stehen auf der Internetseite www.werkstatt-des-vertrauens.at zur Verfügung.

• Mit der Auszeichnung werben Sie erfolgreich für Ihren guten Namen.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne über die E-Mail-Adresse wdv@awverlag.at entgegen. Für Fragen steht Frau Heike Bader per Telefon unter 02243 36840-532 oder ebenfalls über die angegebene E-Mail-Adresse zur Verfügung.

„I statt E“ –
Wenn nicht jetzt, wann dann?

CARBON CBR-SYSTEM

BERATUNG | VERTRIEB | MARKETING | SCHULUNG | SERVICE

„Ich habe das CBR bei mir im Betrieb fast täglich im Einsatz. Das Werkzeug ist wesentlich genauer und feiner gefertigt als andere Systeme, die ich kenne. Deshalb kann ich damit einfach feinfühliger arbeiten und bekomme bessere Oberflächen. Was mir besonders au ällt: der Einbrand ins Blech und der Lackabbrand auf der Rückseite sind im Vergleich viel geringer. Nicht zuletzt wegen der Klebetechnik bleibt die Reparaturstelle klein, das spart Material, Zeit und Geld. An der Meisterschule in Salzburg führe ich Schulungen für Karosseriebauer und Kfz-Techniker durch. Selbst Anfänger kommen mit den ergonomischen Werkzeugen super zurecht – und Spaß macht es auch!“

Georg Schauer, Kfz-Technik-, Karosserie- und Lackiermeister Fahrzeugtechnik & Karosserie Georg Schauer | 3683 Yspertal

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