02-03/2026
N1-Fahrtenschreiber: Rechte & Pflichten
Fahrtenschreiber sind ab Juli für viele leichte Nutzfahrzeuge Pflicht. Wer sie benötigt, welche Ausnahmen es gibt und wann sogar Pkw einen Tachographen benötigen.
ab Seite 8

Die spannendsten Neuheiten des Jahres
Modelle & Versionen, inklusive Fahrplan der Erscheinungstermine auf einen Blick Seite 20
Welche Sparpotenziale möglich sind, wie es funktioniert, wer es anbietet Seite 36 Reifenmanagement im Detail
Die wichtigsten Anbieter im Überblick. Plus: Zusatzrubrik für reine Ladekarten Seite 38 Übersicht Tank- und Ladekartenanbieter


Vito & Sprinter, die rechnen sich!
Vito Kastenwagen 110 CDI, BASE 75 kW (102 PS), Hinterradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe, 2 Sitze
Unverb. Kaufpreis exkl. MwSt. ab € 28.889,– 1

Sprinter Kastenwagen 311 CDI, BASE, standard 84 kW (114 PS), Radstand 3.665 mm, Hinterradantrieb, Normaldach, 6-Gang-Schaltgetriebe, 3 Sitze
Unverb. Kaufpreis exkl. MwSt. ab € 33.999,– 1
Bei Leasing 4 Jahre Service kostenlos. 3
Kraftstoffverbrauch Vito Kastenwagen kombiniert (WLTP) 2: 6,6–8,3 l/100 km; CO2-Emissionen: 174–218 g/km
Kraftstoffverbrauch Sprinter Kastenwagen kombiniert (WLTP) 2: 8,1–12,7 l/100 km; CO2-Emissionen: 213–333 g/km
1 Unverbindlicher Kaufpreis exkl. MwSt., gültig bis 30.09.2026 bzw. bis auf Widerruf. Tippfehler vorbehalten. Abbildung ist Symbolfoto.
2 Die angegebenen Werte sind die ermittelten „WLTP-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 3 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1152. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fzg. u. sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen versch. Typen. Werte variieren in Abhängigkeit d. gewählten Sonderausstattungen.
³ Bei Leasing über Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH.
Editorial
Liebe Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter!
Wissen Sie noch, was Sie vor genau 14 Jahren so gemacht haben? Ich weiß es, ich habe im März 2012 als Redakteur im A&W Verlag beim damals noch taufrischen Medium „FLOTTE & Wirtschaft“ begonnen. Warum ich Ihnen das heute erzähle? Nun, nach 14 Jahren heißt es Abschied nehmen von „meiner“ FLOTTE. Ich habe mich gemeinsam mit meinem Kollegen Xaver Ziggerhofer – der fast ebenso lang für die Vermarktung zuständig war – zum Schritt in die Selbstständigkeit in der Branche entschieden.
FLEET Convention und vieles mehr Nicht ohne auf eine tolle und aufregende Zeit zurückzublicken! Eine Zeit, in der die FLOTTE das Leitmedium der heimischen Fuhrparkbranche wurde. Eine Zeit, in der das mittlerweile mit Abstand wichtigste Fuhrparkevent, die FLEET Convention, die im Vorjahr bereits zum zehnten Mal in der Hofburg über die Bühne gegangen ist, aus der Taufe gehoben wurde. Aber auch die Ergänzungen zur FLOTTE im Printbereich haben mittlerweile einen festen Platz auf vielen Schreibtischen
gefunden. „FUHRPARK kompakt“ ist DAS jährliche Nachschlagewerk für alle Produkte und Dienstleistungen mit den dazugehörigen Ansprechpartnern, im „Nutzfahrzeug-Kompass“
Meilensteine wie die FLEET Convention oder der FLEET Drive lassen mich mit Stolz auf 14 Jahre im A&W Verlag zurückblicken.“
findet sich jährlich ein Überblick über alle am Markt verfügbaren Fahrzeuge. Und als jüngster Spross der FLOTTEWelt ging letzten Oktober der FLEET Drive in der Werft Korneuburg über die Bühne, das erste Fahrevent.
Danke ans gesamte Team
All diese Meilensteine lassen mich mit Stolz auf diese 14 Jahre zurückblicken. Stolz, ein Teil dieses Teams gewesen zu sein, ohne das vieles nicht möglich gewesen wäre. Mein besonderer Dank gilt dem Chef vom Dienst, Roland Scharf,
in dessen Hände ich die FLOTTE nun legen darf. Danke aber auch an Grafiker Bernd Hammer, der dafür sorgt, dass das Magazin optisch fesch daherkommt. Danke an Xaver Ziggerhofer für seinen unermüdlichen Einsatz im Marketing. Danke an Geschäftsführer Stefan Binder und meinen B2B-Verlagsleiter-Kollegen Gerald Weiss für den spannenden Austausch und danke an alle Kolleginnen und Kollegen vor und hinter den Kulissen, die immer mit mir an einem Strang gezogen haben. Mit Johannes Richter kommt nun ein neuer Redakteur ins FLOTTE-Team, ebenfalls neu an Bord ist Daniel Löw, der das Marketing-Team verstärkt. Beiden wünsche ich nicht nur viel Erfolg, sondern auch jene Herzlichkeit, mit der ich im Verlag und der Branche aufgenommen wurde.

Viel Spaß mit der neuen FLOTTE, ich würde mich sehr freuen, Sie bei der ein oder anderen Gelegenheit wiederzusehen!
Stefan Schmudermaier Chefredakteur FLOTTE

BILD DES MONATS
Andere Länder, andere Sitten. Mitten in Miami taucht am helllichten Tag eine Gruppe mit Polaris Slingshots auf, sperrt die Kreuzung ab und brennt minutenlange Burnouts in den Asphalt. Rundum staunende Gesichter und gezückte Handys, die Polizei ließ sich indes nicht blicken.


EXKLUSIV
Aktuelles Thema 08
Fahrtenschreiber für N1
Neuerscheinungen 20
Wann was erscheint
Fuhrparkverband Austria 26
Online-Schulungen
Fuhrparkportrait 28
Kurhaus Bad Gleichenberg
Ratgeber 32
Vertragsanpassungen, Teil 2
Reifenmanagement 36
Sparpotenziale für Flotten Interview 42
Alphabet-GF Nikolaus Engleitner
Rückblick 65
Seat Ibiza I




Motorshow 14
des Frühlings
Astra 16
für den Kompakt-Klassiker
Drive 18
der Hauptstadtmesse
Verkehr 19 Klassentreffen der Flottenmanager Neuerscheinungen 20 Wann was erscheint




Hyundai Inster 51
Freizeit-News
Alphabet-GF Nikolaus Engleitner
Webfleet 44
Flottentrends 2026
AUTO
Auto-News 45
Wichtige Neuerscheinungen
Schon gefahren
Kia PV5 46
E-9-Sitzer mit Potenzial
Lynk & Co 47
Newcomer aus China
Kia EV5 48
Update für den kantigen Stromer Im Test
Citroën ë-C3 Aircross 49
Elektrisch, praktisch, gut
Nissan Qashqai 50
Mit aufwendigem Hybrid-Antrieb
Im Test als Topversion
Audi A6 52
Klassische Form, moderne Tugenden
Renault Austral 53
Schlauer Gleiter
Dauertest-Abschluss
BYD Sealion 7 54
Ein Jahr, zahlreiche Eindrücke
Suzuki eVitara 56
Elektro-Premiere
Renault Symbioz 57
Kompakt-SUV mit Hybrid-Power
Hyundai Tucson 58
Viel Ausstattung zum Geburtstag
Renault Espace 59
Gelungenes Update
Fiat Grande Panda 60 Wunderwürfel, sichtlich gewachsen
Opel Grandland 61
Im Test als BEV
BYD Seal 6 DM-i 62
Kombi und Hybrid im Paket
Was sonst noch wichtig ist
Ice Race
Heiße Öfen, cooler Untergrund Rückblick 65 Seat Ibiza I
Abschluss & Impressum 66

Eis heiß, Baby Vollgas-Action beim F.A.T. Ice Race
Partner der FLEET Convention 2026
Hauptsponsor
Fahrzeug- & Gold-Partner








Silber-Partner



09. Juni 2026
Hofburg Wien
DAS Fachevent rund ums Firmenauto!

Das Programm für die heurige FLEET Convention, das wichtigste Fuhrpark-Event Österreichs, nimmt immer konkretere Formen an. Lassen Sie sich die Leit-Veranstaltung der Branche nicht entgehen und seien Sie in der Wiener Hofburg mit dabei! Auch heuer zeigen wir Ihnen wieder unterschiedlichste Highlights aus den Bereichen Auto, Produkte und Dienstleistungen und präsentieren spannende Themen unabhängiger Referenten im Großen Festsaal.
Folgende Themen sind geplant:
Diskussion: Was Fuhrparkverantwortliche beschäftigt
Fuhrparkstudie & BEST4FLEET-Award und vieles mehr
Das Programm und die Aussteller werden in den nächsten Wochen regelmäßig auf www.fleetconvention.at aktualisiert, selbstverständlich halten wir Sie auch per FLOTTE-Newsletter auf dem Laufenden, melden Sie sich auf www.flotte.at an.
Ermäßigte Frühbuchertickets sind bereits erhältlich!




Alles über Fahrtenschreiber
Ab Juli müssen Fahrzeuge und Fahrzeug-Kombinationen mit einem Gesamtgewicht über 2,5 Tonnen im grenzüberschreitenden Verkehr verpflichtend einen Fahrtenschreiber an Bord haben. Aber nicht alle und auch nicht immer müssen diese aktiv sein. Wann was für wen gilt und was man von der SchwerverkehrSparte lernen kann – Dieter Köllner-Gürsch von TachoEASY klärt auf.
Text: Roland Scharf, Fotos: VDO Dayton, TachoEASY
Für viele schlug die Nachricht ein wie eine kleine Bombe: Fahrtenschreiber für leichte Nutzfahrzeuge ab 1. Juli 2026! Ab Mitte des Jahres!! Inklusive aller Datenpflichten!!! Was nun? „Die grundsätzliche EU-Regelung gibt es schon seit 2006, jedoch wurde sie mit dem Mobilitätspaket 1 (EU) 2020/1054 auch für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 2.500 kg schlagend. Also da ist nichts unerwartet gekommen“, sagt Dieter KöllnerGürsch, Projektmanager bei TachoEASY für Behörden. „Es haben immer wieder Transportunternehmer und Lobbys Druck auf die EU gemacht, um alles noch einmal zu verschieben – allerdings ohne Erfolg.“ Indes heißt das nicht, dass jedes leichte Nutzfahrzeug über einen Fahrtenschreiber verfügen muss. Hier hat sich die EU tatsächlich für einen durchaus fairen Weg entschieden.
Wer braucht’s?
Zuerst muss es sich einmal grundsätzlich um eine grenzüberschreitende, gewerbliche Fahrt handeln, keine aus rein privaten Zwecken. „Wenn diese gewerbliche Fahrt durch einen Handwerker durchgeführt wird, dessen Job nicht Chauffeur ist, sondern etwa
Malermeister, Elektriker oder Installateur, entfällt die Pflicht, sofern die Fahrt im Umkreis von 100 Kilometern vom Firmenstandort stattfindet und der Ausübung des jeweiligen Gewerbes dient. Es gelten somit die selben Ausnahmen wie für große Lkw. Auch grenzüberschreitender Werksverkehr ist davon ausgenommen, wenn die Haupttätigkeit des Fahrers nicht das Fahren ist.“ Heißt also: Ein Maler, der zum Beispiel in Salzburg über das Kleine Deutsche Eck zu einem Kunden fährt, hat keinerlei Änderungen zu erwarten. „Lediglich für grenzüberschreitende, gewerbliche Transporte ist ein Fahrtenschreiber erforderlich.“ Das allerdings ohne Ausnahme. Wenn man als Transportunternehmer auch nur einmal im Monat die Grenze überschreitet, beispielsweise um Ware zu holen, und die restliche Zeit ausschließlich in Österreich unterwegs ist, muss man trotzdem einen Tachographen einbauen und permanent betreiben.
Wer braucht was?
Konkret geht es um Fahrzeuge und Fahrzeug-Kombinationen mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von über 2,5 Tonnen. Besonders kleine Modelle, die man aufgrund des winzigen
Laderaums wohl als nicht sonderlich wichtig erachtet, fallen aus dem Raster. Die Aufbauformen werden nicht näher tituliert. „Für diese Fahrzeuge sind dann G2-V2-Fahrtenschreiber vorgeschrieben, also Generation-2-Tachographen der Version 2“, so Köllner-Gürsch weiter, „also genau die, die auch bei den großen Lkw vorgeschrieben sind. Und natürlich muss auch die entsprechende Archivierung der Tachographendaten gemacht werden.“ Und hier wird es ein wenig kompliziert, denn wer schleißig agiert, kann gleich zwei Gesetze brechen, die miteinander nichts zu tun haben. Köllner-Gürsch: „Schließlich kontrolliert aufgrund dieser Aufzeichnungen nicht nur die Polizei die Lenk- und Ruhezeiten, sondern auch das Arbeitsinspektorat die Arbeitszeitregelungen.“ Heißt also: Sobald ein Fahrtenschreiber an Bord ist, muss dieser bei jeder betrieblichen Fahrt verwendet werden, im In- und Ausland. Wenn man aber in Österreich unterwegs ist, kann man die Einstellung „Out of Scope“ wählen. Sprich, es gibt nur eine teilweise Aufzeichnungspflicht, denn die Regelung für die Arbeitszeitaufzeichnung gilt weiterhin. Streng genommen wird hier unterschieden zwischen Aufzeichnungen, die das Fahrzeug betreffen, und jenen, die den Fahrer angehen. „Das ist zwar im Prinzip dasselbe, betrifft aber unterschiedliche Behörden. Das Gleiche ist ja, wenn ich mit dem Lkw auf einer Baustelle fahre. Da es sich hier um eine nicht öffentliche Straße handelt, ist auch hier ,Out of Scope‘ vorgesehen.“
Technische Lösungen

Vor allem ältere
Modelle kann man nicht einfach umrüsten, da oft kein Geber verbaut werden kann.“
Dieter Köllner-Gürsch
Flottenverantwortlicher habe vom Schreibtisch aus Zugriff auf die gesamte Firmenflotte, kann auf Knopfdruck auswerten, welcher Fahrer Tempolimits oder Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten hat etc. Ich kann dann gezielt einzelne Fahrer nachschulen, mir das bestätigen lassen und bei einer eventuellen Betriebsprüfung alles darlegen. Das geht sogar so weit, dass man mit einem Telematiksystem wie dem von TachoEASY das Reifendrucksystem des Fahrzeugs verbinden kann und der Disponent im Büro schon weiß, dass beispielsweise der Reifen rechts hinten Luft verliert und ein Reifendienst verständigt werden muss.“ Gibt es eine Baujahrgrenze, ab der die Nachrüstung möglich ist? „Eine Baujahrgrenze gibt es nicht“, sagt Köllner-Gürsch, „manche Hersteller haben das schon früher bedacht als andere. Aber grundsätzlich muss man sagen, dass Fahrzeuge vor 2006, die im Langstreckenbetrieb laufen, wahrscheinlich ohnehin nicht mehr im Betrieb sind.“ Für die gesetzlich vorgeschriebene Archivierung der Daten müssen die Aufzeichnungen des Tachographen vom User über Stick oder Remote-Download gesichert und im Archivierungsprogramm gespeichert werden. Ginge das über das OBD-System nicht auch? Köllner-Gürsch: „Grundsätzlich kann man über die OBD-Schnittstelle bei einigen Fahrzeugen auf den Tachographen zugreifen, wenn diese an das CANBus-System des Fahrzeuges angeschlossen ist. Dafür gibt es aber keine gesetzliche Vorschrift. Über OBD werden aktuell auch nur technische Daten des Tachographen abgerufen, um im Zuge von Kontrollen eventuelle Manipulationen aufdecken zu können.“
Ist also ein Tachograph vorgeschrieben, geht es um den Einbau. Es gibt unterschiedliche Anbieter, die Funktionen sind aber praktisch immer gleich. „Die meisten Lkw-Werkstätten machen auch Tachographen-Überprüfungen, können somit auch Tachographen einbauen“, so Köllner-Gürsch, „und die mit §-57a-PickerlBerechtigung können die Tachographen-Überprüfung in einem Aufwasch gleich mitmachen. Aber das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Zum einen ist das Pickerl jährlich, Tachographen sind nur alle zwei Jahre zu überprüfen. Für die Überprüfung und Eichung von Tachographen ist außerdem eine eigene Ermächtigung erforderlich.“ Auch hier bedarf es spezieller Ausrüstung, Tablets von den Tachographen-Herstellern zum Check, Prüfprotokolle müssen geschrieben werden und so weiter. Und zu guter Letzt benötigt man dann eine spezielle Software zur Archivierung der Fahrzeug- und Fahrerdaten, wie sie etwa TachoEASY anbietet.
Anforderungen
Kann eigentlich jedes Fahrzeug umgerüstet werden? KöllnerGürsch: „Vor allem bei älteren Modellen kann es zu Problemen führen, weil es hier oftmals keine Möglichkeit gibt, am Getriebe die jeweiligen Geber zu montieren. Für diese Fälle sieht die EUVerordnung einen Adapter vor. Insbesondere sogenannte SUV, die erst im Anhängerbetrieb über 2,5 Tonnen aufweisen, sind davon betroffen.“ Im Falle von TachoEASY wird über die Software das ausgelesene Datenpaket mit GPS vernetzt, womit das System in der Lage ist, genau nachzuvollziehen, wann das Auto von wo wohin auf welcher Straße gefahren ist. „Das heißt, ich als
Betrugsmaschen
Alles Dinge, die man so aus der Welt der leichten Nutzfahrzeuge nicht kennt. Auch dass beispielsweise die Geber nicht mit einfachen Rotationsschrauben montiert werden dürfen, sondern verplombt werden müssen, denn die kriminelle Energie ist teils äußerst kreativ: „Es wurden zum Beispiel Lkw bei Kontrollen entdeckt, die einen zweiten Geber verbaut haben, damit sie 110 km/h fahren können – der zweite Geber aber nur 90 km/h aufzeichnet.“
Andere Dinge gibt es dafür, die bei den 3,5-Tonnern vielleicht nicht ganz so heiß gemessen wie gekocht werden. Die Kabotage-

fahrten etwa. Also jene Fahrten, wo ein Fahrzeug aus dem Ausland Fahrten in einem anderen EU-Mitgliedstaat unternimmt. „Das ist ein riesengroßes Thema für die Transportunternehmen, weil natürlich ein ausländischer Transporteur ganz andere Sozialabgaben zahlt, ganz andere Urlaubsregelungen hat und ganz andere Löhne zahlen kann“, so Köllner-Gürsch weiter. Dreimal in sieben Tagen gilt als Faustregel: „Wenn ich etwa aus Ungarn nach Österreich einreise und ich habe Ware für Österreich geladen, darf ich dreimal in Österreich Ware aufnehmen und wieder liefern. Wenn ich leer nach Österreich fahre, gilt die 1-in-3-Regelung, dann muss ich das Land wieder verlassen für eine Cooling-offPhase von vier Tagen.“ Klingt harmlos, hat in der Praxis aber seine Tücken, wenn es an die Umsetzung geltender Gesetze geht: „Es ist schwer zu kontrollieren. Theoretisch muss der Fahrer die Papiere innerhalb der Kontrollzeit vorlegen. Er muss sie nicht mitführen, das Transportunternehmen muss die Unterlagen jedoch an die Kontrollbehörden senden. Oder aber der Fahrer kann die Ladepapiere während der Kontrollzeit nicht vorlegen, dann liegt die Strafe bei 1.600 Euro. Die Strafen für eine unzulässige Kabotage sind jedoch weitaus höher.“
Abwehr
Natürlich gibt es Überlegungen, wie man dem Einhalt gebieten kann. Der digitale Frachtbrief etwa soll schnell und klar offenlegen, was welcher Fahrer wann wo gemacht hat. „Wir sind gerade dabei, eine Schnittstelle zu eFTI zu bekommen. Dann werden auf Knopfdruck sämtliche Be- und Entladepunkte in unsere Software importiert und die Kontrollbehörden haben innerhalb kürzester Zeit eine Auswertung.“ Die grundsätzlichen Fahrer- und Fahrzeugdaten können dann über Stick oder RemoteDownload abgerufen und gespeichert werden.
Wir entwickeln unsere Systeme sowohl für Transportunternehmer als auch für Kontrollbehörden.“
Kontrollen
Im laufenden Betrieb bedeutet das somit, dass man jederzeit zu entsprechenden Kontrollen aus dem fließenden Verkehr geholt werden kann. Wie hier vorgegangen wird, ist übrigens nicht rein nach Zufallsprinzip. „Wir programmieren auch die Software für die Polizei, und die kann mittels der DSRC-Antenne, buchstäblich im Vorbeifahren, bis zu 25 Punkte auslesen.“ Dieses Datenpaket dient in erster Linie nur dazu, zu erkennen, ob irgendetwas nicht in Ordnung ist, ähnlich also wie der Vortest beim Alko-Test. „Blinkt dann etwas rot auf, sieht der Polizist also eine Abweichung, zahlt es sich aus, den Lkw aufzuhalten. Weiters haben wir im Auftrag des BMI eine eigene OBD-Auslese entwickelt, mit der die Polizei in Österreich und in großen Teilen von Deutschland mittlerweile über die OBD-Steckdose Steuergeräte auslesen kann, um einen eventuellen Ad-BlueBetrug aufzudecken.“ Über diese OBD-Auslese kann auch auf den Tachographen zugegriffen werden, sofern dieser ans CAN-BusSystem angeschlossen ist. „Das heißt, der Kontrollbeamte kann unter anderem die Tachographendaten – wie Hersteller, Einbaudatum usw. – sowie auch die Gebernummer und weitere technische Informationen vom Tachographen abholen. Sollte hier zum Beispiel die eingetragene Gebernummer mit dem tatsächlichen


Blick in die TachoEASY-Software: Lenk- und Ruhezeiten werden minutiös aufgezeichnet. Die Polizeiversion kann bei Kontrollen über OBD sogar tief in das Fahrzeugsystem gehen
Geber nicht übereinstimmen, würde das zu einem rechtlichen Problem führen.“ In weiterer Folge gibt es seit heuer dann auch ein neues System, in dem sämtliche Kontrollen der Polizei für EUAuswertungen erfasst werden, also Lenk- und Ruhezeiten, Tiertransporte, Gewichtskontrollen, Abfalltransporte und so weiter. „Es gibt hier für alle EU-Mitgliedstaaten eine Berichtspflicht. Alle dafür benötigten Berichte werden aus diesem System generiert und für weitere Auswertungen an die EU gesendet. Um Ungleichbehandlung zwischen den Mitgliedstaaten zu verhindern, gibt es für diese Kontrollen seitens der EU vorgegebene Quoten.“ Da diese Themen sehr komplex sind, bieten unter anderem die Hersteller von Tachodaten-Archivierungssoftware Schulungen und Info-Veranstaltungen an. •
Tachographenpflicht im Überblick
Ab 1. Juli 2026 müssen leichte Nutzfahrzeuge verpflichtend Fahrtenschreiber verbaut und in Betrieb haben, die folgende Anforderungen erfüllen:
• Fahrzeuge über 2,5 bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht sind von der Fahrtenschreiberpflicht betroffen. Leichtere Modelle können somit auch weiterhin ohne Aufzeichnungspflicht betrieben werden.
• Das Gewerbe ist Transport. Andere (z. B. Handwerker), deren primäre Aufgabe nicht das Fahren ist, sind ausgenommen.
• Fahrten müssen ins Ausland unternommen werden. Wer nur in Österreich unterwegs ist, unterliegt nicht dieser Pflicht. Es reicht jedoch schon eine Fahrt im Monat über die Grenzen hinweg.
• Die vom Fahrtenschreiber ausgelesenen Daten müssen vom Fuhrparkleiter zwei Jahre lang aufbewahrt werden.
Mehr Emotionen, Komfort und Features
Der Audi Q6 e-tron – Jetzt mit aufgewerteter Serienausstattung

Audi Vorsprung durch Technik
Stromverbrauch kombiniert: 16,4–20,4 kWh/100 km (WLTP). CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km. Symbolfoto. Stand 02/2026.


Gut Aiderbichl fährt auf VW ab News
Das Autohaus Reiser in Straßwalchen stellt die Fahrzeuge für die neue Kooperation bereit.
Als eines der bekanntesten Tierschutz- und Gnadenhofnetzwerke Europas gilt Gut Aiderbichl. 2001 gegründet, konnten allein 2025 über 1.700 Tiere gerettet werden, und aktuell finden über 9.000 Tiere an 30 Höfen in sechs europäischen Ländern ein Zuhause. Volkswagen Österreich unterstützt dieses Engagement mit einer modernen und nachhaltigen Fahrzeugflotte. Caddy, Transporter und Crafter finden sich ebenso im Fuhrpark wie die SUV-Modelle Tayron und Tiguan. Die Ausstattung mit den Fahrzeugen erfolgt sukzessive, die ersten Fahrzeuge haben bereits Anfang 2026 ihren Dienst in Henndorf am Wallersee aufgenommen. Sie dienen Tiertransporten, Futter- und Mate-
22Millionen Geschwindigkeitsmessungen wurden – zur Forschung – vom Kuratorium für Verkehrssicherheit im Jahr 2025 durchgeführt. 4.900 Pkw fuhren um mehr als 50 km/h zu schnell – auch im Ortsgebiet. Deren Zeitersparnis: gering.
riallogistik sowie der Mobilität der Tierretter auf den Höfen in Österreich. „Mit unseren Fahrzeugen leisten wir einen Beitrag zum Schutz der Tiere und zur Unterstützung einer Organisation, die sich seit Jahren mit Herz und Engagement für das Wohl von Tieren einsetzt“, so Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria, „nachhaltige Mobilität trifft gelebte Verantwortung – das ist mit Volkswagen perfekt umgesetzt.“ Gudrun Zeilinger, Markenleiterin Volkswagen, ergänzt: „Wenn die Tierretter mobil sind, ist den Tieren ein sorgenfreies Leben auf Gut Aiderbichl gesichert. Mit den neuen Modellen von Volkswagen wird unser Engagement sichtbar.“
Ein Škoda Octavia um 35 Euro
Ein buntes Zettelchen, im Supermarkt in die Hand gedrückt, war für Katharina Gritsch das große Los – es wurde der Hauptpreis beim Hofer Adventkalender 2025. Anfang Februar durfte sie einen brandneuen Škoda Octavia von ŠkodaMarketingleiter Thomas Diesenberger übernehmen. „Ich habe um 35 Euro eingekauft“, lacht sie herzlich. „Mein Auto kommt schön langsam in das Alter, wo die Reparaturen anfangen.“ Diesenberger freut sich, „dass wir in diesem Fall ganz viel Freude liefern konnten“.


Erfolgreiche zwei Jahre
Seit zwei Jahren ist die Mooncity runderneuert und trägt den Zusatz 2.0. Der Firmensitz von Moon Power in der Sterneckstraße in Salzburg ist Eventlocation und größter innerstädtischer Ladepark Österreichs zugleich: Es finden sich 13 DCund sechs AC-Ladepunkte. Geschäftsführer Markus Tatzer spricht nach über 260 Veranstaltungen und nahezu 34.000 Ladevorgängen in seinem Resümee von einem „einzigartigen Hotspot für die Mobilitätswende“. Zum Gesamtkonzept gehören zudem Probefahrerlebnis und die Möglichkeit, E-Gebrauchtwagen zu kaufen. Spannend ist zudem das Mond-Interieurkonzept: Eine helle Seite dient als Lounge, die dunkle Seite für Präsentationen, Seminare und dergleichen.

Verstärkung unseres Teams


Nachhaltiger Neuzugang
Die ÖAMTC Fahrtechnik stattet fünf ihrer Zentren mit elektrischen Ford Transit Courier aus. Vier dieser Zentren haben bereits großflächige PVAnlagen verbaut, das eigene ePower-Schnellladenetz füllt die Lücken. Das Modell ist ideal, da es „mehr als genug Platz für Equipment“ bietet und „randvoll mit modernsten Technologien“ ist, so Florian Weiss von Ford Austria Fleet.
Elektrisierende Vorstellung
Philipp Hochmair bleibt in Bewegung und Kia sorgt für den richtigen Drive. Der mit „Romy“ und „Grimme-Preis“ ausgezeichnete Schauspieler hat sich bewusst für einen EV6 entschieden und am 9. Februar bei Auto Stahl im 22. Bezirk in Wien übernommen. „Für Auto Stahl ist die Partnerschaft mit Philipp Hochmair in Kooperation mit Kia Österreich ein starkes Zeichen dafür, wie moderne Mobilität und kulturelle Inspiration zusammenwirken können“, so Isabella Keusch.
Die FLOTTE erhält Zuwachs: zwei neue Gesichter, die alte Hasen in der Branche sind. Daniel Löw unterstützt den A&W Verlag in allen Flottenthemen im Vertrieb und Key-Account, er verweist auf zehn Jahre Erfahrung im Verkauf. Bei ihm im Fokus: Handschlagqualität und Vertrauen. Johannes Richter schreibt seit mehr als zehn Jahren als freier Redakteur für den Verlag. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass er fixer Bestandteil des Teams wird. Egal ob bei Midas, Vibe oder zuletzt der Fidler App, die Branche ist tief in ihm verwurzelt, zudem zählt er zu den Early Adoptern der E-Mobilität.


Das böse Schlagloch
Vorausschauendes Fahren und angepasstes Tempo gelten auch für Schlaglöcher. Dennoch: Passiert etwas, ist genaue Dokumentation wichtig, wie Nikolaus Authried von der ÖAMTCRechtsberatung erklärt: „Von grober Fahrlässigkeit spricht man zum Beispiel dann, wenn ein ausgeprägtes Schlagloch in der Fahrbahn schon länger bekannt ist, der zustän dige Straßenerhalter aber nichts dagegen getan hat und die Stelle weder abgesichert noch gekennzeichnet wurde.“ Auf kostenpflichtigen Straßen ist bereits leichte Fahrlässigkeit relevant.

Reichweite mal anders: Strigl fährt Actyon
KGM hat der Dancing-Star-Semifinalistin Anna Strigl einen Actyon 1,5 Turbo überreicht. Sie freut sich besonders über viel Platz, das stylische Aussehen sowie Sitz- und Lenkradheizung. Ihre erstaunliche Reichweite (über drei Millionen Follower) macht sie zu einer der erfolgreichsten Online-Persönlichkeiten in Österreich.


Brüssel putzt sich heraus
Fast 350.000 Besucher zählte die Brussels Motorshow Anfang Jänner. 67 Automarken zeigten mit großer Show ihre Neuheiten. Weltpremieren und Konzeptautos verdeutlichten den hohen Stellenwert der Messe.
Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Mag. Severin Karl (9), Kia (1)
Was früher der Genfer Autosalon war, wird künftig anscheinend die Brussels Motorshow. Eigentlich eine Händlermesse mit langer Geschichte, entpuppt sie sich aktuell als Ersatz der eingestellten Schweizer Traditionsveranstaltung. Sogar die Verleihung des „Car of the Year“ konnten wir in den Hallen vor dem Atomium erleben. Haushoch gewann der Mercedes CLA mit 320 Punkten. Es folgen Škoda Elroq (220 Punkte) und Kia EV4 (208 Punkte).
Vom Studio auf die Messe Bühnen, Welt- und Europapremieren sowie Showcars zählen zu einer Messe von Welt dazu. Hier hatte Brüssel einiges zu bieten, gleich beim Eingang der Messe wartete der Citroën ELO, der laut Designer Pierre Leclercq ein Comeback der Minivans einläuten könnte. Die Elektroplattform sorgt für viel Raum, Flexibilität gibt es durch herausnehmbare Sitze (auch fürs Camping) und die Möglichkeit, im Auto zu übernachten, während ein hinteres Klappdach für freien Blick


Superflexibles Van-Konzept von Citroën als Eyecatcher. Am Steuer sitzt der Redakteur, der nach getaner Arbeit hinten auch ein Schläfchen halten könnte. Im Freien nett: Wegklapp-Dach zum Sternderlschauen
auf die Sterne sorgt. Leclercq gegenüber FLOTTE zur Zukunft einer Studie wie dieser: „Man hat oft zehn Projekte im Designstudio stehen, etwa vier davon sieht man später auf der Straße. Aber: Alle Projekte beeinflussen sich gegenseitig.“ Auch DS Automobiles hatte ein Showcar als Weltpremiere im Gepäck, das „Taylor Made N°4 Concept“ – es fußt auf Ideen des Formel-E-Rennfahrers Taylor Barnard. Doch auch bei Serienfahrzeugen hatte der Stellantis-Konzern, der in der ersten Messehalle die Rolle des Platz-
hirsches innehatte, einiges zu bieten. Die Facelifts von Opel Astra (siehe den Autoneuheitenteil in dieser Ausgabe) und Peugeot 408 unterstrichen wieder das breite Motorenangebot des Konzerns. Agnès Tesson-Faget, Director Product Peugeot, betonte gegenüber FLOTTE, dass diese Antriebsvielfalt noch so lange aufrechterhalten wird, „wie wir dürfen und die Kunden es wollen. Wir richten uns schließlich nicht nur an europäische Märkte“. Dass Regulatorien das Angebot in Europa einschränken, kritisierte der
neue Stellantis COO Enlarged Europe Emanuele Cappellano bei seinem ersten Round Table mit Journalisten: „Damit die Industrie nachhaltig arbeiten kann, braucht es klare Rahmenbedingungen der Institutionen.“
Von der Messe auf die Straße Zu den Premieren, die für den Markt spannend werden, zählte zudem der Leapmotor B03X, ein 4,20 Meter langes Elektro-SUV auf einer völlig neuen Plattform – also noch ein Stück kompakter als der letztes Jahr eingeführte B10. Wer bietet weniger? Kia! Die Südkoreaner durften ebenso in der spannendsten Halle residieren und das Tuch vom EV2 ziehen. Mit 4,06 Metern Länge soll er sich an ein noch breiteres Publikum richten. Ein großer Kofferraum (402 Liter) und Reichweiten bis 448 Kilometer lassen ihn mehr als alltagstauglich erscheinen.
Fad waren die anderen Hallen auch nicht, auch wenn das Ambiente rund um den Mercedes GLB (Weltpremiere) sehr grottig anmutete – die schwarze Sternenhalle sollte wohl besonders edel wirken. Netter angerichtet waren der 4,85 Meter lange Mazda CX-6e (Weltpremiere, 484 Kilometer Reichweite, 195 kW Ladeleistung) oder die Sportlimousine Xpeng P7+, eine Europapremiere, die dieses Jahr auch in Österreich starten soll. Schon das Basismodell (unter 48.000 Euro, 455 Kilometer Reichweite) lädt mit 350
kW in 10 Minuten auf 80 Prozent SoC! Nebenan zeigte Subaru sein neues E-Trio, bestehend aus Uncharted, Solterra und E-Outback. Auch BYD hatte mit der Plug-in-Hybridversion des Atto 2 eine Europapremiere im Gepäck, Polestar zeigte mit dem 5, wie man (nach dem 1) wieder an die Oberklasse anschließt.
Eine Halle für sich
Lief die Brussels Motorshow ohne deutsche Beteiligung ab? Mercedes haben wir bereits erwähnt, BMW (mit Mini) stand in der Japan-China-Halle, zeigte aber nicht den i3 der Neuen Klasse. Den iX3 sind wir ja Ende 2025 gefahren – für uns ein alter Hut. Die

Weltpremieren wie der Leapmotor B03X und liebevoll angerichtete Bühnen wie beim Jeep Compass zeigen klar, dass Brüssel nach Weltrang strebt. Der Renault R5 Turbo 3E sieht in natura noch – nun ja – geiler aus: E mit Emotion!
Man hat oft zehn Projekte im Designstudio stehen, etwa vier davon sieht man später auf der Straße. Aber: Alle beeinflussen sich.“
Volkswagen-Marken hatten fast eine ganze Halle für sich. Fans konnten diese am äußersten Ende der Messe finden. Wenn man vor lauter Neuheiten nicht schon schwummrig war. Jedenfalls: Porsche Cayenne Electric und Macan GTS (beides Europapremieren), VW ID. Polo, Cupra Raval, Audi Concept C und Škoda Epiq gehörten zu den Highlights. Wir kommen 2027 wieder, denn Brüssel ist das neue Genf. •






Hochklassiges wie der Polestar 5 (ab 748 PS und 118.900 Euro brutto) wechselte sich in den Hallen mit Volksnahem wie dem Kia EV2 (Produktion in der Slowakei, Batterien: 42,2 bzw. 61 kWh) ab. Der Schwerpunkt lag klar auf der Elektromobilität
Im Blitzlichtgewitter
Er gehörte zu den wichtigsten Premieren der Kick-off-Messen. Der Opel Astra sticht mit Kompass-Signatur und beleuchtetem Blitz hervor.
Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Opel
Nicht einmal eine Woche nach der Weltpremiere in Brüssel Anfang Jänner war die jüngste Entwicklungsstufe des Opel Astra bereits auf der Vienna Drive zu sehen. Mit dem erneuerten Kompakten möchte die Marke ihren aktuellen Erfolg (2025: 37,5 Prozent Zuwachs bei den Neuzulassungen in Österreich) fortsetzen. Opel CEO Florian Huettl betonte in Belgien die innovativen Features, die der Astra ins Segment bringt. Allen voran das Intelli-Lux HD Licht, das nun mit 50.000 Pixel-Elementen noch präziser ansteuern kann, was unterwegs ausgeleuchtet wird und was ausgespart bleibt. Kleiner Rückblick: 2015 machte Opel erstmals mit Matrix-Beleuchtung von sich reden, damals allerdings nur mit acht LED-Elementen pro Fahrzeugseite.
Kein Chrom, Sitze mit Tiefgang Mit Lichtspielen geht es weiter, denn beim neuen Astra findet sich kein Chrom mehr als Blickfang – stattdessen eine beleuchtete Signatur, die an einen Kompass erinnert und ein ebenso permanent beleuchtetes Logo. Marketingchefin Rebecca Reinermann erklärt das als wichtigen Teil der Nachhaltigkeits-Strategie der Marke. Schon beim Grandland wurde komplett auf Chrom verzichtet. Natürlich geht dieser Ansatz im Innenraum weiter, etwa sind alle Sitze aus 100 Prozent recycelten Materialien hergestellt. Klingt nach Verzicht? Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall die ergonomische Vertiefung in der Mitte der Sitzfläche. Die sogenannten Intelli-Sitze hat sich Opel patentieren lassen und baut sie in jeden Astra in Serie ein.
Motorisierungen und Karosserievarianten
Wie bei den Marken von Stellantis üblich, stellt auch Opel dem Kunden relativ frei, mit welchem Treibstoff die Fortbewegung erfolgt. Beim Fünftürer, der 4,37 Meter misst, kann Benzin ebenso nachgefüllt werden wie Strom. Die Netto-ab-Preise reichen von 23.041 Euro beim 145 PS (System) starken Mild-Hybrid über 29.575 Euro beim Plug-in-Hybrid (195 PS Systemleistung, bis 84 E-Kilometer nach WLTP, kein DC-Laden) bis zu 31.992 Euro beim 156 PS starken Electric (bis 454 Kilometer nach WLTP, DC-Laden



Mild-Hybrid und Diesel (nur Sports Tourer) starten auf 16 Zoll, der Electric lebt stets auf großem Fuß (18 Zoll). Wir empfehlen die Version „Business Edition“ mit AGR-Sitzen, Rückfahrkamera, Sitz- und Lenkradheizung
mit 100 kW max.). Mit 310 bis 1.236 Liter Kofferraumvolumen bietet der PHEV weniger Stauraum als der Mild-Hybrid, der mit 422 bis 1.339 Litern die praktischere Variante darstellt. Der 1.733 Kilogramm schwere Electric liegt dazwischen.
Allein das Kofferraumvolumen macht den 4,64 Meter langen Kombi für Firmen spannender. 597 bis 1.634 Liter sind es im besten Fall, der PHEV ist der einzige Sports Tourer, der unter 500 bzw. 1.500 Litern bleibt. Auch das Motorenangebot ist noch vielfältiger: Opel hält hier noch einen Diesel (131 PS) ab 25.813 Euro netto bereit. Der restliche Reigen startet bei 24.179 Euro (MildHybrid) und reicht über 30.742 Euro (PHEV) bis 33.158 Euro (Electric). Beide Karosserievarianten bieten vier Linien von Edition (Komfortsitze, LM-Felgen) bis Ultimate (Toter-Winkel-Warner, aktiver Spurhalte-Assistent, Matrix-Licht, HUD etc. Serie). •


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Automobiler Kick-off in Wien
Die Vienna Drive hat 2026 an, tatsächlich, Drive gewonnen und verzeichnet gemeinsam mit der Ferienmesse rund 86.000 Besucher. Die Vielfalt der Marken und Modelle überzeugte auch Fachpublikum.
Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Mag. Severin Karl, Hersteller, Hubert Auer
Es war gut, dass der Wiener Fahrzeughandel unter Obfrau Stephanie Ernst 2025 eine neue Wiener Automesse angekurbelt hat. Doch auf Anhieb konnte die Vienna Drive des Vorjahres nicht zu 100 Prozent überzeugen. Kritik hat man sich zu Herzen genommen und Änderungen umgesetzt. So konnte die Ausgabe vom 15. bis zum 18. Jänner 2026 auch kritischerem Publikum ein Lächeln entlocken.
Elektro? Großes Ja! Aber nicht nur
Bevor der Publikumsansturm einsetzte, traf sich die Branche am Vorabend in den Twin Towers. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer meinte in seiner Keynote, die Mobilitätsbranche sei eine zentrale Säule für einen starken Wirtschafts- und Industriestandort, zudem verwies er auf aktuelle Entwicklungen in den Zulassungszahlen und unterstrich die Wichtigkeit der Antriebsoffenheit. „Die Regierung kann einen Rahmen schaffen, sie hat aber nicht die Aufgabe, den Menschen vorzuschreiben, welchen Antrieb sie wählen.“
Ein Großteil der Modelle in der Halle B der Messe Wien – rund ein Dutzend Marken waren erstmals vertreten – zeigte ein klares Bild: Die Elektromobilität wird die Zukunft bestimmen. Doch Verbrenner- und Hybridmodelle konnten ebenso auf die Stände der Händler locken. So etwa der neue Mazda CX-5, dessen dritte Modellgeneration mit mehr Hubraum als bisher seine ÖsterreichPremiere feierte. Bei VW hielt der Golf GTI Edition 50 als begehrtes Fotomotiv her – wobei betont wurde, dass auf jeglichen Elektrobaustein verzichtet wurde. Beim Ende 2025 eingeführten T-Roc ist es andersrum: Neben Mild-Hybriden wird in späterer Folge sogar ein Vollhybrid eingeführt, eine Handschaltung findet sich nicht mehr im Angebot.
Neue Player aus Asien
Die starke Präsenz chinesischer Modelle war nicht zu übersehen. Neben MG und BYD, mittlerweile längst etabliert, sah man Nio, Firefly, Xpeng, Lynk & Co, Omoda und Jaecoo mit Elektroautos, Plug-in-Hybriden (200 Kilometer E-Reichweite beim Lynk & Co 08!) und sogar Benzinern. Selbst Vinfast aus Vietnam war vertreten – eine Marke, die man für Österreich nicht mehr auf der Rechnung hatte, denn selbst in Deutschland hat sie sich schwergetan. Für eine Händlermesse gab es sogar einiges an reiner Show, etwa das Konzeptauto Škoda Vision O, einen Tesla-Roboter oder einen Golf-GTI-Oldtimer. Neben Autoneuheiten rundeten Angebote von Dekra, ÖAMTC, ARBÖ, Bosch, Birner, Zgonc und Co samt Gewinn spielen das Messeerlebnis in der Haupstadt ab. •



Vom Kleinwagen wie dem Renault Twingo bis zum Campingmodell: Nahezu jedes ausgestellte Fahrzeug in der Halle B war frei zugänglich. Exklusives Showcar Škoda Vision O, Anmeldung zum Driving Club des A&W Verlags


Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit Veranstalterin
Stephanie Ernst und Dekra-Chef Helmut Geil beim Eröffnungsabend.





Treffen der Fuhrparkspezialisten
Zwei Tage Ende Februar voll mit Vorträgen und Diskussionsrunden. Beim Forum Verkehr ging es rings um das Thema Fuhrpark und Mobilität im Wandel. Eine Veranstaltung, bei der Profis von Profis lernen.
Text: Johannes Richter, Fotos: imh/Studio NEXT
Die schlechte Nachricht zuerst: Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat seine Referentin Katharina Seper geschickt, um die Nachricht gleich zu Beginn zu teilen: Im Jahr 2026 sollte man nicht mehr mit Förderungen rechnen. Der Termin für die Budgetverhandlung ist Mitte Juni, sollte es dort Beschlüsse geben, sind diese nicht vor 2027 umgesetzt. Dies sollte jedoch für Projekte in Infrastruktur und Mobilität keine Bremse sein. Denn das Einsparpotenzial ist bei richtiger Umsetzung immer noch gegeben. Um die schlechten Nachrichten damit abklingen zu lassen, hat Frau Seper zwei neue OnlinePlattformen vorgestellt, die zukünftig viele Probleme lösen sollen.
Mehr als Fortbewegung
Natürlich gehört zum Thema Fuhrpark und Verkehr auch die Naturwissenschaft dazu. Wer es zur Schulzeit gemocht hat, zehrt wahrscheinlich heute noch von der Faszination, gehörte jedoch zum kleineren Teil. Deshalb wurden für das Forum Verkehr Menschen vom Fach eingeladen, um naturwissenschaftliche Grund-

Das Forum Verkehr war eine gelungene Veranstaltung im DoubleTree Hotel in Wien mit tiefen Einblicken und vielen spannenden Neuigkeiten rund um die Mobilität
lagen und geopolitische Vorgänge für das Publikum greifbar zu machen. Das waren tatsächlich sehr interessante Diskurse, die abseits der Emotionen für Basiswissen gesorgt haben. Es klingt immer sehr einfach, dass das Thema Mobilität weg von der Emotionalität muss. Die letzten 100 Jahre wurden uns die Fahrzeuge selten mit Rationalität verkauft. Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie diese, die einerseits Emotionen zulassen und in den Diskurs einfließen lassen, diese aber sachlich in das komplexe Thema einordnen.
Visionen für die Zukunft
Es ist auch schön zu sehen, wie Unternehmen wie Vaillant mit Katrin Uredat den Weg wagen und die Transformation ganz langsam und mit internen Testimonials erfolgreich umsetzen. Andreas Hüttner vom Bauunternehmen Leithäusl hat sich seine ganz eigenen Gedanken zum Thema Fuhrparkverwaltung der Zukunft gemacht. Er ruft auf dazu, einen eigenen Lehrberuf dafür zu schaffen und zeigt mit seinem Vortrag gleich, welche Bausteine es für „Bürokaufleute – Spezialisierung für Mobilitätsmanagement“ benötigt. Was das Auto in Zukunft sein kann, zeigte Ralf Benecke (Geschäftsführer Renault Österreich), der über den Feldversuch gesprochen hat, Elektroautos als Stabilisatoren für das Stromnetz zu nutzen. Matthäus Schubert-Haider (Verbund) zeigte, wie man mit dem Ausnutzen des richtigen Ladefensters viel Geld sparen kann. So ist es ohne Anpassen der Anschlussleitung möglich, statt vier elektrischer Lkw 16 zu laden. Und mit richtiger Planung kann man bei E-Lkw zwischen 3.000 und 50.000 Euro pro Jahr gegenüber Diesel-Lkw einsparen. •
Marktstarts im großen Überblick
Welche Neuheiten 2026 konkret anstehen und wann sie in den Schauraum rollen, findet sich in unserer Zusammenfassung nach Quartalen. So können Flotten besser vorausplanen.
Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Hersteller, stock.adobe.com/kuliperko, ONYXprj
Orientierung für das Autojahr 2026 auf einen Blick bietet unsere Übersicht, die wir nach Quartalen gestaffelt haben. Doch eines muss klar sein: Immer wieder kommt es zu Überraschungen und Autos, über die noch gar nicht groß geredet wurde, kommen relativ kurzfristig auf den Markt. Schließlich wollen die Importeure nicht gleich zu Jahresbeginn alle Karten auf den Tisch legen – oder werden schlicht selbst vom Hersteller überrascht und bekommen neue Modelle früher als gedacht ins Produktportfolio und Partnernetz.
Auf dieser Doppelseite finden sich auf jeden Fall die wichtigsten der für Fuhrparks interessanten Modelle der gängigen Marken, die fix anstehen –ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Von A bis Z Vielfalt ist gegeben, so sollte jede Flotte den passenden Untersatz finden, vom Hybrid-Kleinwagen bis zum Über-800-Kilometer-ElektroSUV. Auch an Fahrzeuge für die Chefetage haben wir gedacht. Im 2. Halbjahr folgen weitere noch unbekannte Neuheiten, da sind wir uns sicher!
Q1: Der große Schwung ist bereits erhältlich
Alfa Tonale Facelift
BMW iX3 (März)
Dacia Sandero & Jogger Facelift
Fiat 500 Hybrid (1)
Firefly
Kia EV2
Kia K4
Jaecoo 5 PHEV/BEV
Jeep Compass
Lexus RZ Facelift
Lynk & Co 01, 02 und 08
Mazda CX-5
Mercedes CLA Shooting Brake
MGS6 EV
Mitsubishi Grandis
Nio ET5 & ET5 Touring
Nio EL6
Nissan Micra
Nissan Leaf
Omoda 9 PHEV
Renault Clio (2)
Seat Ibiza & Arona Facelift
Toyota Urban Cruiser Toyota



Q2:
Aufblühen im Frühling
Alpine A390

Citroën ë-C5 Aircross Long Range
Cupra Raval (1, Juni)
Hyundai Nexo
Leapmotor B10 REEV
Leapmotor B05
Mercedes GLB
Mercedes GLC
MG4 Urban
Mitsubishi Eclipse Cross
Opel Astra Facelift
Peugeot 408 Facelift (2)
Polestar 5
Renault Twingo
Subaru Solterra Facelift
Subaru Uncharted
Toyota bZ4X Touring
Toyota RAV4
Toyota Hilux
Xpeng P7+ (3)



Q3: In der Hitze des Sommers
Audi Q7
Cupra Born Facelift
Hyundai Ioniq 3
Hyundai Staria EV (1)
KGM Musso Grand
Range Rover Electric
Lexus ES BEV/HEV
Mercedes C-Klasse Facelift
Porsche Cayenne Electric
Renault Megane Facelift
Subaru E-Outback
VW ID.3 Facelift
Volvo EX60 (2)

Q4: Die sind schon bekannt
Audi Q9
BMW i3
Jeep Wagoneer & Recon
Leapmotor B03X (2)
Škoda Epiq
Škoda Peaq
VW ID. Polo
VW ID. Cross (1)



„Die Offensive passiert mit oder ohne uns“
Das letzte Jahr war für Stellantis in Österreich durchwegs erfolgreich. Die Herausforderungen für die nächsten Jahre sind aber mannigfaltig, wie Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Austria, bekräftigt. Dennoch zeigt man sich gut gerüstet.
Text: Roland Scharf, Fotos: Stellantis
Dass der Fiat 500 nun auch als Hybrid kommt, ist vielleicht nur eine Kurzmeldung wert. Für Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Austria, steht er aber sinnbildlich für die flexible Herangehensweise an die komplexen Herausforderungen, die auf die Autoindustrie zukommen: „Die Frage ist ja ‚Quo vadis Europa?‘, und in Österreich ist die Autoindustrie eine Kernwirtschaft.“ So gibt es für Wildeis drei gravierende Punkte, auf die es derzeit vor allem ankommt.
Kaum bis nicht tiefgreifend
Da wäre einmal die Marktlage: Zwar legte China deutlich, Nordamerika langsam und Südamerika und Asien leicht zu. Aber Europa? „Das ist die einzige Region, die nicht wächst“, so Wildeis. 2030 wird erwartet, dass China ein Drittel des Marktes beherrscht. Und weil die Tore zu den USA und Japan dicht sind, kommen andere Märkte umso mehr dran. „Diese Offensive passiert mit oder ohne uns.“ Dazu kommt die Transformation in der Antriebstechnik. Derzeit müsse die Verbrennertechnologie weiterhin erneuert werden, was ein gravierender Wettbewerbsnachteil ist, da die Hersteller aus China nur vollelektrisch kommen. Für Wildeis ist klar, dass es diese Doppelgleisigkeit auch nach 2035 geben wird, „es geht aber auch um Regulation. Nirgendwo wird so reguliert wie in Europa, wir sind sogar überreguliert“. In Nordeuropa habe man zum Beispiel einen E-Anteil von 70 Prozent, in Westeuropa 20 und in Südeuropa erst zehn. „Sprich, wir haben unterschiedliche Rahmenbedingungen, aber einheitliche Regelungen der EU. Das kann nicht funktionieren, wenn man alles der Wirtschaft aufbürdet.“ Da helfen die geplanten Änderungen mit der Aufweichung des Verbrenner-Aus nach 2035 nicht, so Wildeis. „Für aktuelle Herausforderungen gibt es gar keine Lösung, und auch danach sind die Lösungen zu wenig tiefgreifend und für N1 ist gar keine in Sicht.“
Lösungen und Antworten
Womit wir wieder beim Fiat 500 Hybrid wären. Dank der MultiEnergy-Plattformen ist es möglich, unterschiedlichste Antriebsvarianten anzubieten, und das wettbewerbsfähig. Schließlich
stellt kein Hersteller zum Spaß Volumenmodelle auf Verbrennerplattformen ein, aber „so können wir auch den Dumpingpreisen der Chinesen etwas entgegensetzen“, ergänzt Wildeis. Doch da ist noch Luft nach oben. Deswegen entsteht in Kooperation mit Catl das größte Batterieprojekt in Europa mit einem Zielvolumen von 50 gwH pro Jahr und Cell-to-Body-Technology, bei der die Batteriezellen direkt in der Karosserie sitzen. Produktionsstart? Noch dieses Jahr. Genauso übrigens wie zwei neue Modelle von Leapmotor, der anderen Kooperation von Stellantis, wobei in diesem Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller 51 Prozent bei Stellantis liegen. „So bleibt die Wertschöpfung auch in Europa“, ergänzt Wildeis und erzählt zu Recht stolz vom 1.000. Kaufvertrag, der im Dezember unterschrieben worden ist. Wie der Markt bei uns generell lief? „Die Kaufkraft ist nicht so schlecht wie die Stimmung“, so Wildeis, „und das Wachstum wird von den Privatkunden getrieben.“ Mit 1,5 Prozentpunkten ist Stellantis der größte Gewinner im letzten Jahr gewesen, wobei Wildeis anmerkt, dass die Österreicher „Made in Europe“ durchaus schätzen: „Die Marken aus der EU haben 2,3 Prozentpunkte dazugewonnen, die vom Rest der Welt 2,3 verloren, wobei die chinesischen Produzenten zugelegt haben.“ Ebenso positiv bewertet Wildeis den Wegfall der Nutzfahrzeug-NoVA: „Zwar kann es aufgrund der kommenden Euro-7-Abgasnorm zu Vorzugskäufen kommen, die NoVA-Befreiung führt aber dennoch zu einer Erneuerung der Flotte.“ •
Managing Director Markus Wildeis sieht in Multi-Energy-Plattformen die Zukunft. Beliebtestes Stellantis-Produkt in Österreich war 2025 der Corsa



Ein kleiner Blick nach China
Neben der Frage, wie das Fahrzeug der Zukunft aussehen wird, gibt es beim diesjährigen Wiener Motorensymposium erstmals eine eigene Vortragsreihe mit China-Schwerpunkt.
Text: Kevin Kada, Fotos: ÖVK/Ranger
Vom 22. bis 24. April steht Wien wieder im Fokus der internationalen Kfz-Industrie. Bei der 47. Auflage des Wiener Motorensymposiums konzentriert man sich auch in diesem Jahr wieder auf den Antriebsstrang der Zukunft. Aber auch um weitere Entwicklungen und Fortschritte im und rund um das Fahrzeug. „Wir wollen eine gesamtheitliche Sicht schaffen, wie sich das Thema Antriebstechnologie in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Bernhard Geringer, Veranstalter des Motorensymposiums und Vorstands-
Wir wollen eine gesamtheitliche Sicht schaffen, wie sich die Antriebe entwickeln.“
mitglied des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK).
Besseres Klima mit der EU Und wie auch in den vergangenen Jahren kann das Motorensymposium wieder mit einer Vielzahl an hochka-

Beim Wiener Motorensymposium in der Wiener Hofburg geht es auch in diesem Jahr um den Antrieb der Zukunft und auch darum, wie China die Industrie beeinflusst
rätigen Speakern aufwarten. So zum Beispiel mit Matthias Zink, Präsident des europäischen Zulieferverbandes CLEPA, der im vergangenen Jahr einen Shift in den Gesprächen mit der EU erlebt hat: „Mit dem Automotive Package hat die EU-Kommission einen ersten positiven Schritt unternommen, um die Klimaziele mit wirtschaftlichen und sozialen Realitäten zu verbinden.“
Neben Zink werden auch weitere Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Experten aus der KfzIndustrie über verschiedene Themen wie Künstliche Intelligenz in der Fahrzeug-Entwicklung und -Produk-
tion oder über den Fortschritt beim Thema Wasserstoff sprechen. So zum Beispiel der neue Audi-Technikvorstand Rouven Mohr
China-Schwerpunkt
Heuer wird es erstmals schon ein bisschen früher mit dem Motorensymposium losgehen. Denn bereits am Vortag der offiziellen Eröffnung steht die Wiener Hofburg im Zeichen Chinas. In diesem Jahr findet erstmals in Kooperation mit den China Society of Automotive Engineers (China-SAE) ein „Forum für nachhaltige Antriebstechnologien“ statt. Das Forum bringt führende Vertreter chinesischer Organisationen und Unternehmen mit europäischen Repräsentanten renommierter Automobilunternehmen sowie Entwicklungsdienstleister zusammen. So zum Beispiel Ruiping Wang, Senior Vice President des chinesischen Konzerns Geely.
Ziel des Forums ist es, unterschiedliche technologische Ansätze, Marktstrategien und regulatorische Rahmenbedingungen offen zu diskutieren, voneinander zu lernen und in eigene Strategien einzubinden. •


Folgen Sie dem Lichtteppich
Wenn Licht mehr kann, als nur leuchten: Audi bringt in der dritten Generation des Q3 den Aufpreisposten
Digitale Matrix LED-Scheinwerfer auf den Markt. Ein Selbstversuch mit passendem Ausgangspunkt.
Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Oliver Hirtenfelder
Neue Technologien gehen bei gewöhnlichen Autopräsentationen, wo die Optik und das Fahrgefühl im Mittelpunkt stehen, oft unter. Vor allem, wenn es sich um Features handelt, die nur in der Nacht zum Vorschein kommen. Aus diesem Grund hat Audi die FLOTTE und andere Medien in die Vega Sternwarte nach Obertrum (Salzburg) geladen. Während drin der neue Aufpreisposten Digitale Matrix LED-Scheinwerfer erklärt wurde, brach draußen die Nacht herein. Die Sterne, auch sie waren ob der Location ein Thema, waren jedoch nicht zu sehen. Schneeregen gilt als keine gute Voraussetzung für Licht-Erprobungsfahrten, doch wir waren schließlich schon hier.
Tech-Paket Plus als Voraussetzung
Aber von Beginn an: Wer sich einen Audi Q3 der dritten Generation (Markteinführung im Oktober 2025) zulegt, kann sicher sein, dass dieser die Nacht mit LED-Technologie vorne wie hinten ausleuchtet. Darauf ruhen sich die Deutschen aber nicht aus: Schätzt man ein Mehr an Spektakel, lassen sich die LED-Scheinwerfer Plus ordern. Mit Fernlichtautomatik, dynamischem Blinklicht und individualisierbaren Lichtsignaturen fühlt sich das SUV schon eher nach Premium an, nicht zuletzt das Leuchtband hinten und die beleuchteten Ringe zahlen dann auf das Image-Konto ein. Nachdem das Tech-Paket eine Voraussetzung ist und dann noch ein Aufpreis fällig wird, sind mit rund 3.600 Euro Mehrpreis zu rechnen. Oder man bestellt das Tech-Paket Plus um 4.410 Euro, da sind die LED-Scheinwerfer Plus bereits enthalten. Warum das noch teurere Paket wichtig ist? Es ist wiederum Voraussetzung für die echte Innovation, eben jene Digitalen Matrix LED-Scheinwerfer mit LED Heckleuchten Pro. Weitere 1.405 Euro werden für sie fällig.
Warnsymbole können abgebildet werden
Die wichtigsten Aspekte: Während der Fahrt auf der Landstraße werden zwei Linien auf die Straße projiziert, mit denen die Breite des Fahrzeugs ersichtlich ist, es soll bei der Orientierung helfen. Auf der Autobahn sind auch Blinkvorgänge durch die Projektion auf der Fahrbahn zu sehen. Will gerade jemand überholen, wird




wurden
man darauf hingewiesen. Ist die Spur frei, wird zuletzt ein Lichtteppich ausgerollt: eine Einladung für den Spurwechsel. Die Digitalisierung des Lichts bietet zudem die Möglichkeit, Warnsymbole abzubilden. Unter vier Grad erscheint einmalig pro Fahrt eine Schneeflocke auf der Fahrbahn. Im Hintergrund arbeitet MikroLED-Technologie, die sehr wenig Strom verbraucht. „Das etwa 13 Millimeter breite Mikro-LED-Modul besitzt einen Chip mit 25.600 winzigen Mikro-LEDs – jede davon etwa 40 Mikrometer groß – die sich einzeln ansteuern lassen“, so Audi. Jede LED verbraucht nur dann Strom, wenn sie gerade angesteuert wird. Eine interessante Idee, aber mit Optimierungsbedarf, denn: Bei schlechtem Wetter und nasser Straße wie auf unserer Testfahrt, sind die genannten Linien nicht gut erkennbar. Zudem wirken sie zu nahe am Auto, wer sich tatsächlich darauf konzentriert, hat das Geschehen in der Ferne weniger im Blick. •




























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Weiterbildung von überall
Weiterbildung ist beim Fuhrparkverband Austria keine Standortfrage: Mit der Einführung von HybridWorkshops macht der Verband sein Fachwissen ortsunabhängig zugänglich. Warum das mehr ist als ein technisches Upgrade – und welchen Mehrwert das für Fuhrparkverantwortliche in ganz Österreich bringt.
Text: FVA, Foto: stock.adobe.com/ JOURNEY STUDIO7
Das Berufsbild des Fuhrparkmanagers hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Flotten stehen heute Aufgaben auf der Tagesagenda, die vor wenigen Jahren noch Randthemen waren. Es benötigt detailliertere TCO-Kalkulationen, passende Ladeinfrastruktur, eine exakte Abrechnung von Ladekosten auch am Wohnort – die Themenvielfalt wächst, die Dynamik ebenfalls. Gleichzeitig stehen viele Fuhrparkverantwortliche unter hohem Zeitdruck – Weiterbildung wird damit zur Herausforderung. Der Fuhrparkverband Austria (FVA) reagiert auf diese Entwicklung mit einem strategischen Schritt: Seit 2026 werden ausgewählte Fachworkshops im HybridFormat durchgeführt.
Mit dem HybridAnsatz wird Wissen ortsunabhängig verfügbar.“
Das bedeutet: Parallel zu den Präsenzveranstaltungen werden die Veranstaltungen live online gestreamt und aufgezeichnet, um sie orts- und zeitunabhängig verfügbar zu machen. Damit kommt der Verband dem Wunsch seiner Mitglieder nach und möchte seine Position als bundesländerübergreifende Plattform stärken.
Weiterbildung ohne Standortgrenze
Hinter dieser Entscheidung steht mehr als eine technische Modernisierung. Es geht um Zugang: Viele Fuhrparkleiterinnen und Fuhrparkleiter betreuen österreichweite Flotten, sitzen jedoch nicht im Großraum Wien. Für sie bedeutete Weiterbildung bisher Reisezeit, Terminabstimmung und organisatorischen Aufwand. Mit dem Hybrid-Ansatz wird Wissen ortsunabhängig verfügbar –live im Online-Stream oder zeitunabhängig via Aufzeichnung.
Präsenzformat bleibt zentraler Bestandteil
Gleichzeitig bleibt die Präsenzveranstaltung ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Der persönliche Austausch, spontane Fachgespräche und das Networking unter Branchenkollegen schaffen einen Mehrwert, der digital nur eingeschränkt abbildbar ist. Der FVA verfolgt daher bewusst ein duales Modell: maximale Flexibilität ohne Qualitätsverlust. Die erfolgreiche Premiere beim TCOWorkshop und der ebenso erfolgreiche V2G-Workshop haben gezeigt, dass dieses Format den Nerv der Branche trifft. Ein signifikanter Anteil der Teilnehmer nutzte die Online-Option, während vor Ort intensive Diskussionen stattfanden. Beide Formate ergänzten sich, statt einander zu ersetzen.
Kompetenzplattform für modernes Flottenmanagement
Der strategische Schritt ist Teil eines größeren Anspruchs: Der FVA versteht sich als Kompetenzplattform für modernes Flottenmanagement. Wissen soll skalierbar, praxisnah und niederschwellig zugänglich sein. Gerade in einer Phase, in der regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen rasant voranschreiten, entscheidet aktuelles Know-how über Kostenstruktur, Rechtssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Mit dem Hybrid-Modell schafft der Verband eine Struktur, die Weiterbildung nicht vom Standort abhängig macht und gleichzeitig die Qualität der persönlichen Begegnung bewahrt. Fuhrparkmanagement wird anspruchsvoller. Der Zugang zu Wissen darf es nicht werden. •
Alle Infos zu den Hybrid-Workshops und allen Themen rund um betriebliche Mobilität finden Sie auf der Website des Fuhrparkverband Austria unter: www.fuhrparkverband.at/ •

Drei setzen sich durch
ÖAMTC Sommerreifentest mit der Dimension 225/50 R17.
In diesem Jahr nahmen der ÖAMTC und seine Partnerclubs beim Sommerreifentest 16 verschiedene PneuTypen einer einzigen Dimension in die Pflicht: 225/50 R17. Die Ergebnisse waren durchwegs gemischt: So schafften drei Modelle die Note „gut“. Continental PremiumContact 7 ging als klarer Testsieger hervor, Cinturato (C3) von Pirelli und EfficientGrip Performance 2 von Goodyear zeigten die ausgewogenste Gesamtleistung im Feld. „Diese Reifen überzeugten sowohl bei der Fahrsicherheit auf trockener und nasser Fahrbahn als auch bei Verschleiß, Effizienz und Umweltbilanz“, sagt ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl. Gleich sechs Modelle erreichten ein „befriedigend: Fire-

stone Roadhawk 2, Falken Ziex ZE320, Bridgestone Turanza 6, Michelin Primacy 5, Maxxis Premium HP6 und Kumho ECSTA HS52 zeigten jeweils in einzelnen Kriterien leichte Schwächen – etwa bei der Laufleistung, beim Abrieb oder bei den Fahreigenschaften auf trockener oder nasser Fahrbahn. Vor allem der Primacy 5 von Michelin sticht hierbei besonders hervor, so Kerbl: „Dieser Reifen weist Schwächen bei der Fahrsicherheit, vor allem auf trockener Fahrbahn, auf. Gleichzeitig ist er Testsieger bei der Umweltbilanz – unterm Strich reicht es damit zu einem ‚befriedigend‘.“ Schlusslicht ist der Linglong Sport Master, der im Nassen gut performt, aber im Trockenen extrem schwach ist.
Ausbaupläne im Ladenetz der EVN
2025 konnte die EVN der Infrastruktur in Österreich mit rund 700 neuen Ladepunkten einen ordentlichen Schub verleihen. Auch neue Ladetarife für verschiedene Zielgruppen (etwa #Drive Business inklusive internationalem Roaming und Fahrzeugservices an allen UTA-Partnerstandorten) wurden eingeführt. Nun geht es an den weiteren Ausbau, im Fokus stehen etwa Standorte der LutzGruppe: Bis 2028 sollen dort gesamt 600 Ladepunkte gebaut werden.

Ladeparks: Smatrics erweitert auch 2026
„Ultraschnellladen ist kein Zukunftsversprechen mehr, es ist beim Ladeinfrastrukturausbau in Österreich schon längst zur Regel geworden“, betont Thomas Landsbek, CEO von Smatrics EnBW. Für 2026 sind 19 Ladeparks in Planung, also Orte, an denen mehr als acht Ladepunkte zu finden sind. Weiters fallen diese durch eine Überdachung der Ladesäulen, Jausenplätze, Verpflegungsmöglichkeiten sowie Sicherheitsüberwachungen auf. 2025 konnte man ein deutliches Plus an Ladevorgängen und geladenen kWh im Ladenetz verzeichnen.
Gutscheine ergattern
Mit der Verkaufsförderungskampagne „Drive our Best“ wird der Kauf von Bridgestone-Reifen bereits ab zwei Stück mit einem Gutschein belohnt. Ab 15 Zoll gibt es 10 bzw. 20 Euro, ab 18 Zoll 20 bzw. 40 Euro – die höhere Summe gilt jeweils beim Kauf von vier Reifen. So klappt es: Nach dem Reifenkauf online registrieren und Ihren Kaufnachweis hochladen. Die Aktion läuft bis 31.12.2026, Gutscheinpartner sind zum Beispiel Amazon, H&M, Media Markt, Rewe, Shell, Aral/OMV.

Rohstoff Altspeiseöl: richtig sammeln essenziell
Altspeiseöl entwickelt sich in Europa zu einem Schlüsselrohstoff für Biodiesel, HVO und SAF. Als Abfallstoff ermöglicht der Rohstoff CO2-Einsparungen bis 93 Prozent gegenüber fossilem Diesel. In Österreich werden durch die Beimengung von Biokraftstoffen jährlich rund 1,87 Millionen Tonnen CO2 eingespart, betont EwaldMarco Münzer von der Münzer Bioindustrie GmbH. Voraussetzung bleibt die richtige Sammlung – sie schützt Umwelt und Infrastruktur und sichert die Verfügbarkeit des Rohstoffs.

Des Curparks Fuhrpark
Seit fast zwei Jahrhunderten steht das traditionsreiche Kurhaus Bad Gleichenberg für Ruhe und Gesundheit. Elektromobilität wird dabei konsequent mitgedacht und ist weit mehr als nur ein steuerlicher Vorteil.
Text: Petra Mühr, Fotos: Aleš Milič, Werner Krug
Lärm zu erzeugen ist einfach. Ruhe zu finden schwierig.“
Daniel Freismuth, Geschäftsführer des Kurhauses Bad Gleichenberg, blickt während unseres Interviews immer wieder zufrieden auf den mehr als 20 Hektar großen „Curpark“ (die historische Schreibweise erinnert an die Gründungszeit im 19. Jahrhundert). Er ist der größte in der Steiermark und repräsentiert –wie auch das Kurhaus – seit fast zwei Jahrhunderten Ruhe und Beständigkeit, Gesundheit und nachhaltiges Wirtschaften.
Das klingt etwas nach klassischer Kurtradition, hat jedoch eine moderne, betriebswirtschaftliche Dimension. Denn das Prinzip „Ruhe“ prägt auch die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums und einen Bereich, der in einem
Gesundheitsbetrieb selten im Mittelpunkt steht: den Fuhrpark.
Beispielhafte
Zusammenarbeit
Rund 220 Mitarbeiter kümmern sich

Wir benötigen Fahrzeuge, die vor Ort funktionieren.“
Daniel Freismuth
im Kurhaus Bad Gleichenberg um die Gäste, die das Angebot aus Therme, Hotel und Therapiezentrum genießen (Behandlungsschwerpunkte sind Einschränkungen bzw. Erkrankungen von Lunge, Bewegungs- und Stützapparat sowie Haut). Zum Großteil sind es
Kurgäste, Auslastungsschwankungen im stationären Bereich werden gezielt durch Tagesgäste in der Therme oder ambulante Patienten abgefedert – ein Paradebeispiel dafür, wie sich Kapazitäten flexibel steuern lassen. Und ein Zeichen für die nachahmenswerte Kooperation im Ort bzw. in der Region. Mit dem benachbarten Klinikum, Ärzten, Lebensmittelproduzenten, Energieanbietern oder auch dem lokalen Autohändler arbeitet das Kurhaus eng zusammen. Mit ein Grund, warum Bad Gleichenberg auf die Marken Fiat und Mazda setzt.
Klein und funktional
„Unser Fuhrpark ist bewusst überschaubar“, schildert Freismuth. „Wir benötigen keine große Transport-


flotte, sondern Fahrzeuge, die vor Ort funktionieren.“ Das sind Traktoren und Nutzfahrzeuge für die Parkpflege, ein allgemeines Pool-Fahrzeug für Botendienste und Dienstwägen für einige Führungskräfte. Was auf den ersten Blick unspektakulär wirken mag, ist tatsächlich sehr strategisch organisiert: Jedes Fahrzeug dient einem klaren Zweck, unnötiger Verkehr wird tunlichst vermieden, und die Mobilität passt damit perfekt zum Prinzip der Ruhe.
Alle Zeichen stehen auf Strom
Obwohl keine dezidierte Green-CarPolicy existiert, ist der Fuhrpark – bis auf Lkw und Traktor – seit Jahren volloder teilelektrifiziert. Im Grunde eine logische Konsequenz der kurzen Strecken, geringen Kilometerleistung und der Möglichkeit, über die hauseigene Photovoltaikanlage selbst gewonnenen Strom zu nutzen. Mittlerweile sind bereits vier Ladestationen auf dem Gelände, auch Gäste reisen zunehmend mit E-Autos an. „Elektrofahrzeuge passen einfach gut zu unseren Abläufen und unserer Philosophie“, so Ursula Hüttner, MBA, Leitung des Kurhauses.
Bedacht investieren
Die Fahrzeuge werden individuell als Teil des Gehaltsmodells gewählt und vorrangig geleast oder im Full-PayoutLeasing angeschafft. Selbstverständlich können die Autos auch privat genutzt werden. So wird der Fuhrpark
zu einem Bestandteil des Unternehmensalltags, der Philosophie und des Nachhaltigkeitsgedankens.
Schritt für Schritt sollen nun auch die Nutzfahrzeuge an die Anforderungen der kommenden Jahre angepasst und elektrifiziert werden. Allerdings werden die bestehenden Wirtschaftsfahrzeuge wie alle anderen Autos so lange genutzt, solange es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Einfach inspirierend
Die meisten Ersatzinvestitionen fließen derzeit in den „Curpark“, der aufwendig revitalisiert wird, um seine einzigartige Schönheit und Funktion für die nächsten Generationen zu sichern. Und da Gesundheit „im Trend“ liegt und das Gesundheitsbewusstsein immer stärker wird, geht dem Unternehmen die Arbeit nicht aus.
Das Kurhaus Bad Gleichenberg zeigt eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit auch ohne Zwang lebbar ist. Dass stabile Strukturen langfristig besser sind als Wachstum um jeden Preis. Dass es möglich ist, trotz steigender Energiepreise oder Lebensmittelkosten dank bedachter Planung und klarer Positionierung wirtschaftlich robust zu bleiben.
Und dass die Fuhrparkpolitik bewusst Teil der Unternehmensphilosophie ist. Oder wie Daniel Freismuth es formuliert: „Das Bestehende gut bewahren, mit der Zeit gehen und Verantwortung übernehmen.“ •

Eine durchschnittliche Kilometerleistung lässt sich im Kurhaus Bad Gleichenberg kaum errechnen, in jedem Fall ist sie gering: Die Wirtschaftsfahrzeuge (gr. Bild oben) sind primär im Curpark und zwischen den Gebäuden unterwegs, die meisten Führungskräfte wie Mag. Ursula Hüttner (Bild links) wohnen in der näheren Umgebung des Kurhauses und absolvieren ebenfalls eher kurze Strecken
Kurhaus Bad
Gleichenberg in Fakten
Unternehmen gegründet: 1834
Mitarbeiter: 220
Fuhrpark
Marken: Fiat, Mazda, VW, Deutz, Subaru, Melex Golfcart
Anzahl Pkw: 5, Anzahl Nutzfahrzeuge: 3
Laufleistung: individuell, bis maximal 10.000 km/Jahr
Behaltedauer: 8–10 Jahre
Kommentar:
Neue Spielräume bei der NoVA
Ende 2025 wurde durch das Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 auch das Normverbrauchsabgabegesetz (NoVAG) an mehreren Stellen angepasst. Das bringt nicht nur neue Vorschriften, sondern auch Chancen.
Text: Andreas Forster, Foto: Iusbote
Eine Änderung darin ist für den Fuhrpark besonders relevant: Ab 1. Juli 2026 kommen neue Regeln für die Vergütung und vor allem für eine zeitanteilige Verminderung der Normverbrauchsabgabe bei „vorübergehender Verwendung“ ins Spiel. Für Flottenmanager ist das vor allem dort interessant, wo Fahrzeuge nicht „für immer“ im Inland bleiben sollen. Die bisherigen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs und des Verwaltungsgerichtshofs sollen dadurch Einzug in das Gesetz finden.
Zwei Änderungen im Detail Kernstück ist der neue § 12b NoVAG („Verminderung der Abgabe bei vorübergehender Verwendung“). Der neu eingefügte Paragraph greift, wenn ein Fahrzeug einer in Österreich ansässigen natürlichen oder juristischen Person für höchstens 48 Monate von einer natürlichen oder juristischen Person in einem anderen EU-/EWR-Staat überlassen wird, das Fahrzeug erstmalig in Österreich zugelassen wird und nur vorübergehend im Inland verwendet wird. In solchen Fällen wird die NoVA nicht voll fällig, sondern auf jene Höhe vermindert, die zur geplanten Nutzungsdauer passt. Die Verminderung erfolgt pauschal gemäß den Werten der Anlage 1 des Gesetzes. Die rechnerisch ermittelte NoVA wird mit einem Prozentsatz multipliziert – etwa 21 Prozent bei 12 Monaten, 33 Prozent bei 24 Monaten und 54 Prozent bei 48 Monaten. Zusätzlich wurde auch ein neuer § 12a NoVAG eingefügt. Wird ein Fahrzeug, das vorübergehend im Inland verwendet wurde, nachweislich ins Ausland verbracht oder geliefert, kann eine Vergütung der NoVA, abhängig vom gemeinen Wert zum Zeitpunkt der Beendigung der Zulassung, möglich sein. In diesen Fällen greift ein gesetzlich normiertes Abschlagssystem, wenn keine bestimmte andere Vergütung glaubhaft gemacht wird.
Vorteil für Flottenmanager
sigen Fahrzeugen, die bewusst nur für einen begrenzten Zeitraum (maximal 48 Monate) genutzt werden sollen. Der Vollständigkeit halber: Ändert sich die Nutzungsdauer während der Überlassung und wird das Fahrzeug länger als 48 Monate genutzt oder fallen die Voraussetzungen weg, ist der noch nicht entrichtete Teil nachzumelden und nachzuzahlen. Dasselbe gilt für die andere Richtung: Wird die Nutzungsdauer verkürzt, wird die Differenz erstattet.
Gezieltes Auslandsleasing als mögliche Option
Sollte die Nutzungsdauer auf maximal 48 Monate begrenzt sein, kann die NoVA bereits im Vorhinein reduziert werden.“
Andreas Forster
Der Nutzen ist klar: verminderte Abgaben für jedes Fahrzeug. Wer Fahrzeuge nur temporär im Inland einsetzt, musste bisher mit Bezahlung der vollen NoVA rechnen. Mit den neu geschaffenen §§ 12a und 12b NoVAG wird der Grundgedanke umgedreht: Sollte die Nutzungsdauer begrenzt sein, kann die NoVA bereits im Vorhinein reduziert werden. Leasingnehmer müssen somit nicht mehr die gesamte NoVA bezahlen. Das ist besonders attraktiv bei hochprei-
Die neue Verminderung nach § 12b ist kein allgemeiner Bonus für jedes Leasing, sondern zielt auf Konstellationen, in denen die Überlassung aus dem EU-/EWR-Ausland erfolgt. Genau hier liegt aber der strategische Hebel: Wer als Unternehmen Fahrzeuge least, kann ab 1. Juli 2026 bewusst überlegen, Fahrzeuge über eine ausländische Leasinggesellschaft zu leasen, wenn die Nutzung in Österreich lediglich vorübergehend erfolgt – um damit die NoVA-Reduktion von Anfang an mitzunehmen. Besonders interessant: Das Gesetz enthält keine Beschränkung, aus welchen Ländern Fahrzeuge ins Inland zugelassen werden sollen, das heißt auch ein Leasing von deutschen Leasinggesellschaften erfüllt die Voraussetzung. Sollten Sie daher vorhaben, Fahrzeuge nicht „für immer“ zu leasen, ist das Leasing eines Fahrzeugs, das erstmals in Österreich zugelassen werden soll, über eine deutsche Leasinggesellschaft aus NoVA-Sicht eine Option. Die Entscheidung sollte jedoch in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung getroffen werden, da bei Verträgen mit ausländischen Gesellschaften das internationale Privatrecht (vor allem das dabei oftmals anzuwendende ausländische Recht) ein Risiko sein kann. •
Andreas Forster ist Jurist mit langjähriger Berufserfahrung, der sich rechtlichen Fragen rund um Mobilität und Elektromobilität widmet. Zudem ist er Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens iusbote, das seine Kunden effizient und proaktiv über relevante Rechtsänderungen in individuell bestimmbaren Themenbereichen informiert hält






Mobilität – die Triebfeder eines Unternehmens
Jedes Unternehmen mit eigenem Fuhrpark weiß, wie viel Arbeit und welche Tücken dabei dahinterstecken. Viele gehen deshalb den Weg des Auslagerns. Das externe Fuhrparkmanagement der Wiener Städtische • Donau Leasing bietet hier viele Vorteile.
Text: Redaktion, Fotos: stock.adobe.com/standret
Ein eigener Fuhrpark ist für viele Unternehmen unverzichtbar. Doch Administration, Abrechnung und Organisation kosten Zeit und Ressourcen. Tankkosten verbuchen, Wartungen koordinieren, Reparaturen abwickeln oder Reifenwechsel planen: Der interne Aufwand ist erheblich. Immer mehr Betriebe setzen daher auf professionelles Outsourcing.
Individuell geplant, immer transparent
Die Wiener Städtische • Donau Leasing bietet umfassendes Know-how rund um modernes Flottenmanagement. Ein bestehender Fuhrpark wird analysiert und auf Basis objektiver Kostenvergleiche werden markenunabhängige maßgeschneiderte Konzepte entwickelt. Finanzierung und Versicherung werden individuell gestaltet – inklusive attraktivem Flottentarif bei Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Und das ganz ohne Bonus-/ Malus-Stufen. Auch die laufende Verwaltung wird vollständig übernommen: Abrechnung von Tanken, Wartung, Reparaturen, Reifen und Nebenkosten erfolgen zentral. Dank bargeldloser

Betankung an europaweit 20.000 Stationen mit der eigenen Routex Karte bleibt der Fuhrpark jederzeit mobil. Kostengarantien schaffen zusätzliche Planungssicherheit. Durch eine monatliche Kostenaufstellung können alle Ausgaben im Blick behalten werden.
Fuhrpark Concierge
Neben der Abwicklung und Organisation aller Servicethemen übernimmt Wiener Städtische • Donau Leasing die komplette Schadenabwicklung inklusive Hol- und Bring-Service und Ersatzfahrzeug. Sollte darüber hinaus ein Mobilitätsengpass auftreten, zählt die Organisation von Mietwagen ebenso zur Angebotspalette. Eine 24/7-Pannenhilfe sorgt für Sicherheit rund um die Uhr. Das Ergebnis: spürbares Einsparungspotenzial durch bessere Einkaufskonditionen, professionelles Kfz-Management und deutlich reduzierter Verwaltungsaufwand. So bleibt mehr Zeit für das Kerngeschäft – während die Flotte effizient, wirtschaftlich und sorgenfrei gemanagt wird. •



Die Kunst der Anpassungen
Im zweiten Teil unseres Ratgebers zum Thema Anpassungen bei Leasingverträgen geht Fuhrparkprofi und FLOTTE-Gastautor Andreas Kral auf zahlreiche Details ein, die vor einer Änderung laufender Vereinbarungen auch noch zu beachten sind.
Text: Andreas Kral, Foto: stock.adobe.com/Supitnan
Zu Beginn eines jeden Leasingvertrages wird dieser zunächst auf eine Standardlaufzeit abgeschlossen. Zum Beispiel 48 Monate und 30.000 Kilometer pro Jahr. Doch warum? Weil das die Erfahrungswerte sind oder die künftige Einschätzung für das zu nutzende Fahrzeug. Oft stellt sich nachträglich – durchaus auch Jahre später – heraus, dass die Annahme der Realität keinesfalls entspricht. Das heißt, die Fahrleistung liegt deutlich höher, bedingt etwa durch weite Urlaubsfahrten oder ein anderes Gebiet, welches zu betreuen ist etc.
Änderung der bisherigen KM-Centsätze
und Reifenkosten steigen (vgl. Matrix). Mangels Alternativen ist man jedoch gezwungen, das Angebot, welches der Leasinggeber sendet, anzunehmen oder den Wagen eben doch zum vereinbarten Datum retourzustellen.
Es gibt Anbieter, die bieten Änderungen rückwirkend ab Vertragsbeginn an, andere ab einem Stichtag.“
Es kann auch sein, dass sich die Sätze für Mehr-/Minderkilometer ändern – um sehr viel ändern. Und zu wessen Gunsten?
Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Wenn schlussendlich doch 10.000 km mehr gefahren werden, ist es ein Unterschied, ob man dafür 802 oder mit 1.543 Euro nahezu das Doppelte bezahlt.
Anpassung für Vertragsverlängerung
Verlängert sich ein Fullservice-Vertrag, müsste das Gesamtentgelt monatlich sinken – sofern die jährliche Fahrleistung unverändert bleibt. Die monatliche Wertminderung sinkt meist deutlich mehr als die im letzten Jahr voraussichtlich noch anfallenden Wartungs-
Anpassungen bei variablen Zinsen
Um nicht auch noch bei rückwirkenden
Anpassungen die Zinsentwicklung auf Plausibilität prüfen zu müssen, empfiehlt sich der Abschluss von fixen Zinsen. Andernfalls kann es passieren, dass Sie im Dezember eine Anpassung erfragen und zunächst gar kein Angebot für diese erhalten. Dies kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen: „Da Ihr Vertrag variabel verzinst ist und der nächste Stichtag für die Zinsanpassung per 01.01.2026 ist, müssen wir diesen abwarten und können die Verlängerung erst nach interner Freigabe und Durchführung der Zinsanpassung Mitte Jänner berechnen. Wir bitten hier um etwas Geduld, ich halte mir den Fall in Evidenz und sende Ihnen die Verlängerung ehestmöglich zu.“
Rückwirkende Vertragsanpassung oder Anpassung in der Zukunft?
Es gibt Anbieter, die bieten Vertragsänderungen rückwirkend ab Vertragsbeginn an, und es gibt solche, die dies erst ab einem Stichtag tun, aber nur für die Zukunft. Wenn man nach 48 Monaten




rückwirkend einen Vertrag, der für 60 Monate abgeschlossen ist, hinsichtlich zum Beispiel der Mehrkilometer anpasst, hat man in dem Jahr dann die kumulierte Nachverrechnung der bisher zu wenig verrechneten Kosten. Problematisch, wenn sich zum Beispiel auch die Kostenstelle des Fahrzeuges ändert und der künftige Kostenstellenverantwortliche für die Mehrfahrleistung der Vergangenheit nichts kann.
Wie man sieht, handelt es sich hier um ein spannendes und teilweise kostenintensives Thema. Aber auch hier gilt: Drum prüfe, wer sich ewig – oder aber auf vier bis sechs Jahre – bindet … So erlebt man weniger teure und unbudgetierte Überraschungen.
Zusammenfassung
Wer darüber nachdenkt, einen laufenden Leasingvertrag abzuändern, sollte diverse Punkte genau in Betracht ziehen. Dazu zählen vor allem folgende:
Mehr-/Minderkilometer
Diese KM-Sätze werden nach eigener Erfahrung bei einem Angebotsvergleich oft nicht ausreichend beachtet. Erfahrungsgemäß sind diese Centsätze pro Kilometer unabhängig von der Leasingfirma meist so gestaltet, dass die Mehrkilometer deutlich höher als die Minderkilometer sind.
Freigrenzen
Hat man es noch mit Freigrenzen zu tun, das heißt bei 3.000 freien Kilometern gibt es Anbieter, die – wenn man die Gesamtkilo-













meterleistung um 5.000 km überzieht – dann 2.000 verrechnen, und andere verrechnen dann 5.000, weil ja außerhalb dieser Grenze. Dazu kommt, dass sich bei einigen Anbietern auch der vereinbarte Centsatz für die Mehrkilometer ab einer bestimmten Grenze noch weiter – mitunter überproportional – erhöhen kann.
Vergütungen bei Minder-KM
Es hat sich immer mehr gezeigt, dass Minderkilometer zunehmend „gedeckelt“ werden. Es gibt Anbieter, die eine sogenannte „Matrix“ anbieten. Diese Variante empfiehlt sich, wenn man Planungssicherheit haben möchte – sogar noch bevor der Leasinganbieter gewählt wird und der Leasingantrag unterschrieben ist.
Planungssicherheit
Auch die Mehr-/Minderkilometer haben so gut wie keine Bedeutung, entscheidet man doch manchmal noch bis kurz vor dem tatsächlichen Vertragsende, wie und auf welche KM-Leistung der Vertrag rückwirkend angepasst werden soll. •






Skalierbar durch schnelle Installation an jedem Standort (IP66) sowie einfache Einrichtung.

Integration in andere externe Systeme über WLAN, LTE, LAN sowie offene Schnittstellen.











Premiumlösungen
Für die Sommersaison hat Bridgestone ein starkes Portfolio für Pkw und Nfz. Text: Redaktion, Foto: Bridgestone
Der Turanza 6 bildet die zentrale Lösung im Sommer-TouringSegment für Pkw. Dank Enliten Technologie kombiniert er hohe Laufleistung mit optimierter Kraft stoff- beziehungsweise Energie effizienz. Kurze Bremswege auf nasser Fahrbahn und stabile Fahreigenschaften sorgen für zusätzliche Sicherheit – ein entscheidender Faktor für Dienstwagen- und Poolfahrzeuge.

Sportliche Speerspitze von Bridgestone: der Potenza Sport EVO für Sicherheit und Performance
Duravis Van Im Transporterbereich setzt der Duravis Van auf maximale Wirtschaftlichkeit. Die Enliten Technologie sorgt für reduzierte Energieverluste, hohe Laufleistung und hohe Bremsperformance. Das unterstützt Gewerbe- und Lieferflotten dabei, ihre Kosten pro Kilometer nachhaltig zu optimieren. Ergänzend bietet der Vanhawk 3 eine wirtschaftliche Lösung: Gegenüber seinem Vorgängermodell überzeugt er mit 13 Prozent mehr Laufleistung, 10 Prozent geringerem Rollwiderstand und 13 Prozent kürzerem Bremsweg auf nasser Fahrbahn.
All Season 6
Für Fuhrparks mit gemischten Einsatzbedingungen bietet der Turanza All Season 6 eine überzeugende Ganzjahresoption, da er zuverlässiges Handling bei Nässe und Schnee mit hoher Laufleistung und reduziertem Rollwiderstand kombiniert. Das optimierte Profildesign gewährleistet Kontrolle auf trockener wie nasser Fahrbahn. •


Wachstum, Innovation und neue Partnerschaften
Für den österreichischen Wallbox-Hersteller go-e war das Jahr 2025 in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.
Text: Redaktion, Foto: go-e
Im Jahr seines zehnjährigen Bestehens konnte go-e trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen weiter wachsen, neue Märkte erschließen und seine führende Position im Bereich Home Charging in Deutschland und Österreich weiter festigen. „In Zeiten, in denen viele Unternehmen um Standortsicherung und Stabilität ringen, konnten wir bei go-e personell und strukturell expandieren. Wir haben zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen willkommen geheißen und unsere Marktpositionen in Europa weiter ausgebaut“, sagt CEO Erik Yesayan. Das starke Jahr äußerte sich auch in mehreren Auszeichnungen, darunter der Vision Mobility Award für die beliebteste ACWallbox, den Yesayan im Rahmen der IAA Mobility in München persönlich entgegennahm. Gleichzeitig gab go-e dort den Start einer strategischen Kooperation bekannt: „Wir konnten nicht nur neue Kooperationen mit E.ON, GridX und EcoFlow starten, sondern auch bestehende Partnerschaften intensivieren“, so Yesayan weiter.
Breitenwirkung

Heuer bringt go-e zahlreiche Produktneuheiten und führt ein Forschungsprojekt für neue leistbare Ladeangebote
Auch im Produktportfolio gab es wichtige Impulse. Mit dem go-e Charger PRO 11 kW, der gemäß ISO 15118 V2X-ready und MIDkonform ist, gibt es eine passende Lösung rund um das Laden und Abrechnen von Dienstwagen sowie für die steigende Nachfrage nach Lösungen für Mehrparteienhäuser. Ergänzend dazu wurde mit dem go-e Portal eine webbasierte Software zur Verwaltung von Ladeinfrastruktur auf Unternehmensparkplätzen und in Tiefgaragen präsentiert. Wie es heuer weitergeht? Gemeinsam mit 12 Partnern aus Industrie und Forschung treibt go-e das mit 6,4 Mio. Euro geförderte Forschungsprojekt „Shared Charging“ federführend voran. Ziel ist es, für die breite Bevölkerung eine Basis für kostengünstige, netzdienliche Ladeangebote mit erneuerbarer Energie zu schaffen. Darüber hinaus soll das go-e Produktportfolio um eine mess- und eichrechtskonforme Variante des go-e Charger PRO, eine 22-kW-Variante sowie eine Ausführung mit Typ-2-Dose erweitert werden. •

Markt bestätigt Qualität des ARN
Das Automotive Repair Network (ARN) des Lackherstellers Axalta bietet ein Rundum-sorglos-Paket für Flotten- und Fuhrparkbetreiber. Nach einem guten Jahrzehnt des Bestehens sieht man sich im österreichischen Unfallreparaturmarkt fest verankert.
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Axalta, stock.adobe.com/Iryna
Was vor mehr als 25 Jahren mit der Zusammenarbeit eines namhaften österreichischen Großauftraggebers und Axalta begann, wurde mit der Gründung des Automotive Repair Networks vor rund 10 Jahren fortgeführt und hat sich seither zu einem führenden Netzwerk für die Unfallreparatur entwickelt. „Mit dem ARN haben wir ein Netzwerk geschaffen, das alle aktuellen Bedürfnisse am Markt erfüllen und alle relevanten Zielgruppen abdecken kann. Namhafte, große Fuhrparkbetreiber wickeln ihre Reparaturen fast zu 100 Prozent im ARN ab“, erklärt Ing. Rudolf Luxbacher, Netzwerk- und FLI-Manager Axalta Refinish Systems Austria.
Rund 100 Betriebe österreichweit
Das Automotive Repair Network verfügt über rund 100 markenunabhängige Betriebe und ist damit flächendeckend aufgestellt. Reparaturen quer durch die Republik, mit hohem handwerklichen Standard – und das für alle Antriebsarten: Das sind die wesentlichen Vorteile des Netzwerks. Und da es am Ende des Tages immer auch um die Kosten geht, nimmt der jeweilige Karosserie- und Lackierbetrieb auch auf das Fahrzeugalter und den -zustand Rücksicht und wendet die richtige Reparaturmethode an.
„Es zählt die beste Reparatur zu einem attraktiven Preis. Zentral ist, dass der jeweilige Großauftraggeber im Rahmen der Wiederverwertung den besten Preis für seine Fahrzeuge erzielen kann“, so Luxbacher. Die vielfältigen Leistungsbausteine des ARN sorgen dafür, dass dem Auftraggeber alle notwendigen Schritte und Prozesse im Schadenfall abgenommen werden – egal, ob sich um eigen- oder fremdverwaltete Flotten und Fuhrparks handelt. Bei der Entscheidung für einen kompetenten Partner für die Unfallreparatur spielt die Vorbereitung eine wichtige Rolle. Bereits vor einem Unfall muss das Netzwerk festgelegt sein, damit der Mitarbeiter im Schadenfall in einen ARN-Betrieb geroutet werden kann. „Schon ein kleiner Fuhrpark verdient es, strukturell verwaltet zu werden“, so Luxbacher. Das

Netzwerk- und FLIManager Ing. Rudolf Luxbacher
ARN zieht nach rund 10 Jahren am Markt eine mehr als positive Bilanz. Denn es zeigt sich, dass das Netzwerk bei vielen Zielgruppen Verwendung findet, konkret bei Endkunden, bei Importeuren, bei kleinen Fuhrparks bis zur großen Flotte und bei Versicherungen. Den Erfolg macht Luxbacher an einem zentralen Punkt fest: „Aufgrund der langjährigen Nutzung der Branche bestätigt sich die Qualität des Automotive Repair Networks“, so Luxbacher voller Stolz. •
ARN auf der FLEET Convention
Das Automotive Repair Network von Axalta wird auch auf der FLEET Convention am 9. Juni 2026 in der Wiener Hofburg präsent sein. Gezeigt wird das breite Angebot, das die ARNBetriebe dem Markt anbieten.
Das ARN ist mit rund 100 Betrieben hierzulande flächendeckend aufgestellt


Reifenpartner und bester Freund
Eines der häufigsten Themen für eine Fuhrparkverwaltungen ist der Reifen. Nicht zuletzt wegen gesetzlicher Vorgaben denken wir zwei Mal im Jahr daran. Hier gibt es ein sehr hohes Einsparpotenzial, wenn man es richtig angeht. Wie sich der richtige Partner finden lässt, der diese Verantwortung anvertraut bekommt, zeigt dieses Reifen-Spezial.
Text: Johannes Richter, Fotos: Arval, stock.adobe.com/Malika/standret
Der Reifen ist der einzige Kontakt zur Straße. So beginnt ein jedes Verkaufsgespräch in dieser Branche. Es ist auch ein gutes Argument für die Sicherheit der Fahrzeuge, denn zwischen günstig einkaufen und fahrlässig handeln liegen oft nicht so viele Euro wie es scheint. Neben dem Kauf sind korrekte Einlagerung und saisonaler Wechsel die größten Herausforderungen beim Reifenhandling.
Am Anfang steht die Überraschung

Die meisten Flotten kommen nicht aus dem Nichts und sind plötzlich da. Die meisten wachsen langsam. Dabei entsteht der Bedarf eines großen Reifenpartners meist erst, wenn die Kosten auffällig werden. Ein guter Moment, um den exakten Bedarf festzustellen. Wie viele Autos hat das Unternehmen, wie viel werden die einzelnen Fahrzeuge im Jahr bewegt und wie lang ist die Haltedauer – das sind die Grundlagen. Im nächsten Schritt steht die Evaluierung, ob ein Partner in der Nähe des Unternehmensstandorts geschickt ist oder ob es ein Partner mit mehreren Niederlassungen sein sollte, um für alle Mitarbeiter einen Standort in der Nähe zu haben. Gerade bei vielen Außendienstmitarbeitern ist das mitunter sinnvoll. Wenn alle Parameter beisammen sind, ist es wichtig, Qualitätsstandards zu benennen.
die am anderen Ende des Spektrums stehen? Dazwischen gibt es noch jede Menge Optionen bei Alufelgen. Welche Qualitätsstufe wird bei der Reifenwahl vorgegeben, Premium, Quality oder Budget? Wenn alle Parameter beisammen sind, kann man in die Ausschreibung gehen.
Regelwerk austauschen
Ein Partner muss fachlich einwandfreie Arbeit leisten und unsere Prozesse zuverlässig abbilden können.“
Brigitte Bichler, Arval
Hier sind auch Themen wie Felgen zu berücksichtigen. Werden für die Winterreifen originale Felgen vom Hersteller angeschafft oder Stahlfelgen,
Werkstattketten und Netzwerke gibt es einige, diese sind auf Flotten spezialisiert und haben dafür eigene Betreuer und Abteilungen. Bei vielen gelten die Regeln für Großkunden schon ab wenigen Fahrzeugen. Da Exklusivität in diesem Bereich nicht üblich ist, sollten mehrere Netzwerke potenziell genutzt werden. Große Werkstattketten, wie beispielsweise Best Drive, Euromaster oder Forstinger, stehen hier Netzwerken wie Good-
year Retail Systems, Point-S oder Top Reifen Team gegenüber. Wer da das beste Paket liefert, liegt an den Anforderungen. Brigitte Bichler von Arval definiert es folgendermaßen: „Entscheidend sind für uns klar definierte Qualitäts- und Prozessstandards. Ein Reifenpartner muss fachlich einwandfreie Arbeit leisten und unsere Service- und Digitalprozesse zuverlässig abbilden können. Dazu zählen transparente Abwicklung, saubere Dokumentation, hohe Termintreue sowie ein professioneller Umgang mit Fahrern und Fahrerinnen.“ Transparenz ist der Knackpunkt. Es müssen von vornherein genaue Prozesse abgemacht sein und klar kommuniziert werden, wie eine Freigabe genau ausschaut. Eindeutige Freigabenummern oder Bestellnummern helfen, bei der Menge von Angeboten und Rechnungen den Überblick zu behalten. Einige Anbieter haben zur Vereinfachung der Abrechnung sogenannte Paketpreise, bei denen zum Beispiel Montage, Wuchten und Einlagerung zusammengefasst werden. So lassen sich Abweichungen von den ausgehandelten Konditionen schnell erkennen und Reklamationen reduzieren.
Die Spezialfälle
Wer sich bei der Anschaffung des Fuhrparks auf Full-Service-Leasing oder Abo verlässt, ist hier schon fast
Tanken und Laden mit der
DKV Card
fertig. Denn Banken, die Operating Leasing mit Reifenhandling verkaufen, haben die Liste der Dienstleister schon stark eingeschränkt. Dort wird dann nur mehr aus der Liste der Partner der geografisch günstigste ausgewählt und der Rest passiert im Hintergrund. Der AboAnbieter vibe geht noch einen Schritt weiter und organisiert alles für den Kunden. „Er muss sich weder um den Reifenkauf noch um Einlagerung, Logistik oder Organisation kümmern. Genau dieses durchgängige, zentral gesteuerte System aus Terminbuchung, Partnernetzwerk und vollständiger Kostenabdeckung im Abo unterscheidet uns klar vom Markt und ist in dieser Form ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, so Martin Rada von vibe. Ein Service, den man nur zusammen mit dem Auto bekommt und logischerweise bezahlt. Ob es sich rechnet, entscheidet das Fuhrparkmanagement.
Fazit
Der Reifen ist im Fuhrpark ein Instrument, mit dem man mit dem richtigen Netzwerk und den richtigen Vorgaben sehr viel Geld einsparen kann, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Mit den richtigen Briefings gegenüber den Dienstwagennutzern und den idealen Prozessen mit den Reifenhändlern ist die Flotte sofort besser unterwegs. •

Auch wenn es höhere Kosten verursacht, das Wuchten sollte bei jedem Umstecken durchgeführt werden. Durch die Lagerung können minimale Verformungen im Reifen eine Unwucht nach sich ziehen
Reifenpartner im Überblick
Netzwerke
• Euromaster 42 Filialen in weiten Teilen Österreichs
• HMI (vom Systemgeber Goodyear RS) 90 Standorte in ganz Österreich
• PointS Reifenpartner 80 Standorte in ganz Österreich
• Top Reifen Team 90 Standorte in ganz Österreich
Werkstattketten
• Best Drive by Continental 54 Filialen in ganz Österreich
• Forstinger 68 Filialen in Ostösterreich ab Kufstein
• Lucky Car 40 Mechanik-Standorte österreichweit
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Der talentierte Alleskönner
Nicht nur kombinierte Tank- und Ladekarten werden immer beliebter. Auch ausgewiesene Formate nur für BEV-Nutzer kommen immer mehr in Mode. Zusätzlich erweitern die Anbieter ihre Angebote von Jahr zu Jahr stetig.
Text: Roland Scharf, Foto: stock.adobe.com/Loverina
Es ist nicht nur so, dass heutzutage die Fahrzeugflotte zu den größten Budgetposten eines jeden Unternehmens gehört. Die Kosten für Sprit bei den Verbrennern oder – immer häufiger – Strom für die E-Autos können die laufenden finanziellen Rahmen teils massiv beeinflussen – ein Grund mehr also, hier so kosteneffizient wie möglich zu agieren, doch wie? Schließlich hat der Fuhrparkleiter mit Dingen wie Barauszahlung, Rechnungen, Sammelmappen, der gesammelten Abgabe am Monatsende und der sauberen Aufbereitung für die Buchhaltung definitiv viel um die Ohren. Doch ein kompetenter Partner kann hier gezielt helfen: die Tankkarte.
Punkt für Punkt
Hier geht es aber längst nicht mehr nur um das komfortable, bargeldlose (teils auch sogar etwas günstigere) Bezahlen an der Tankstelle oder die laufenden Routineprozesse im Büro. Wirklich zum Tragen kommt die digitale Form der Abrechnung erst dann, wenn es etwa darum geht, Ungereimtheiten auf die Schliche zu kommen. Je größer der Fuhrpark schließlich ist, desto weniger Zeit hat man als Verantwortlicher, händisch vermerkte Kilometerstände zu entschlüsseln und auf Plausibilität zu prüfen. Und da haben wir über immer wichtiger werdende Punkte wie das exakte Monitoring der laufenden Verbräuche oder die Erfassung von CO2-Zielen noch gar nicht gesprochen. Dank der hinter den Karten fungierenden SoftwareLösung, die schön langsam anfängt,
KI in die Prozesse einzubinden, läuft dieses praktisch ganz automatisch, alles fein säuberlich gegliedert und übersichtlich in Online-Plattformen eingerahmt. Doch wie funktioniert das alles nun genau?
Begriffsbestimmung
Vor allem dank automatischer Prozesse: Abgerechnete Tankungen und Ladungen wandern über die Kartenabrechnung direkt in die Buchhaltung, was für den Fuhrparkleiter auf einen Tastendruck einen perfekten Überblick über die Kosten bietet – und nicht nur das. Muss beim Bezahlen an der Tankstellenkasse zudem der Kilometerstand eingetippt werden, kann man sich im Nu die Durchschnittsverbräuche jedes ein-
Falls der Verdacht auf Missbrauch besteht – auch hier kann über die Software geholfen werden.“
zelnen Fahrers errechnen lassen, was neben der Kosten- noch die Option der umfassenden Spritkonsumkontrolle bietet. So zeigt sich nämlich ganz automatisch, wenn ein Mitarbeiter mit überhöhtem Spritkonsum aus der Reihe tanzt. Zum anderen kann dem spontan und kurzfristig Einhalt geboten werden, indem man Karten zum Beispiel präventiv mit einem Limit belegt oder im Notfall in Echtzeit über die Software sperrt. Denn überhaupt, falls der Verdacht auf Missbrauch besteht: Keine Sorge,

auch hier kann über die smarte Software geholfen werden, indem man den Zugriff zum Beispiel nur auf einzelne Kraftstoffsorten – etwa nur Diesel – beschränkt. Wobei: Der Begriff „Tankkarte“ ist eigentlich fast schon überholt, und das aus vielerlei Hinsicht. So kann zusätzlich definiert werden, ob Fahrzeugwäschen und Betriebsmittel ebenso mit besagter Karte erworben werden können. Sogar Reifenservices werden von den ersten Anbietern mittlerweile als zusätzlicher Bonus angeboten und ein ehemaliger Trend wuchs in den letzten Jahren zu einer soliden Basisbestückung bei zahlreichen Anbietern heran: die Möglichkeit, ausschließlich oder sogar zusätzlich E-Autos aufzuladen zu können. Ganz wie es die unterschiedlichen Ansprüche erfordern. Und weil man bei der E-Mobilität definitiv nicht mehr von einem Trend, sondern von üblicher Normalität sprechen kann, haben auch wir unser Serviceangebot entsprechend erweitert und der neuen Form der Mobilität angepasst.
Unterschiedliche Ansprüche Zusätzlich zu der üblichen Übersichtstabelle der Tankkarte auf der rechten Seite finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten reinen Ladekartenanbieter, wenn Sie einmal umblättern. Und falls die Frage aufkommen sollte: Natürlich gibt es noch weitere Anbieter, wir haben uns bei dieser Auflistung auf jene beschränkt, die nicht nur österreichweit, sondern auch international gut aufgestellt sind.

InternetAdresse
Kartenanbieter
Voraussetzungen gesicherte Bonität
Akzeptanzstellen Österreich/Europa



firmenmäßige Nutzung der Karte; einwandfreier Leumund
ausschließlich gewerbliche Nutzung; Bonitätsprüfung vorausgesetzt
Gültigkeitsdauer der Karte kein Ablaufdatum 5 Jahre 36 bis 48



mit gesicherter Bonität Gewerbetreibender mit gesicherter Bonität
Gewerbetreibender mit gesicherter Bonität
Leistungen
Bezug von Kraftstoffen, Streckenmauten, Schmierstoffen, Autowäschen und Autozubehör, Aufladung von E-Fahrzeugen an 16.000 Ladestellen in Österreich etc.
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen; freie Warengruppendefinition; Abwicklung von Maut und Fähren; Pannendienst; MwSt- und MÖSt-Rückerstattung; Reportings, Aufladung von E-Fahrzeugen, Kombination von Qualitätskraftstoffen und Stromladung mit nur einer Karte etc.
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen, Wagenwäsche und -reinigung; Abwicklung von Maut und Fähren; Telematiksystem, Mobilitätsu. Reparaturservice; MwSt- und MÖStRückerstattung; Fuhrparkmanagement-Software; Reportings; Hardwarelösungen und Abrechnung @home & @work, Aufladung von E-Fahrzeugen an 29.000 Ladepunkten in Österreich
Bezug von Kraftstoffen, Schmierstoffen, Autowäsche, Autozubehör etc.
Alternative Kraftstoffe
AdBlue, Erdgas, Autogas
AdBlue, Erdgas, Biodiesel, Autogas, bp Bioenergy HVO HVO, H2, Autogas, Erdgas, AdBlue
AdBlue, Autogas, Erdgas
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen; Wagenwäsche und -reinigung bei Kooperationspartnern; 2 Warengruppendefinitionen; Reportings etc.
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen; Wagenwäsche und -reinigung; Abwicklung von Maut und Fähren; MwSt- und MÖStRückerstattung; 5 Warengruppendefinitionen; Reportings, E-Mobilität: eigene Ladeinfrastruktur „eMotion“, komplette Flottenlösung (kWhTarif, Minutentarif & europaweites Laden) etc.
AdBlue, Erdgas, Biodiesel, Autogas HVO, CNG, LNG
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen; CO2Kompensation; Wäsche; Abwicklung von Maut, Tunnel, Brücken und ROLA; LapID, MwSt- und MÖSt-Rückerstattung; Online-Berichte und Auswertungen etc.
AdBlue, Erdgas, Autogas
Bezug von Kraft- und Schmierstoffen, fahrzeugbezogenen Artikeln; Wagenwäsche und -reinigung; Abwicklung von Maut und Fähren; Mobilitäts-, Reifen- u. Reparaturservice; MwSt- und MÖStRückerstattung; Reportings FlottenmanagementSoftware, Telematik, eCharging und digitale Tankkarte etc.
Autogas, Erdgas, AdBlue, Biodiesel, HVO
Laden von E-Fahrzeugen ja ja ja ja ja ja ja ja Kosten (€) der Tankkarte pro Monat kostenlos
monatliche Kartengebühr und/oder Netzwerkgebühr auf Anfrage kostenlos
monatliche Cardgebühr oder wahlweise Servicefee nach Vereinbarung nach Vereinbarung nach Vereinbarung
Abrechnungsverfahren
14-tägig oder monatliche Sammelrechnung mit SEPA-Abbuchung, Rechnungskopie per E-Mail oder als Download; zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten über das Online-Kundenportal wöchentliche bis monatliche Abrechnung als signiertes PDF per E-Mail oder in Papierversion; Bankeinzug bevorzugt
halbmonatlich mit Länderrechnungen, sortiert nach Kennzeichen oder Kostenstellen (auf Wunsch auch per E-Mail)
14-tägig oder monatliche Sammelrechnung mit SEPA-Abbuchung; Rechnung und Rechnungsreport (CSV) per E-Mail
14-tägige Rechnung mittels Bankeinzug; Rechnungsdaten auch als Download im OnlineKundenbereich
14-tägige oder monatliche Sammelrechnung mittels Bankeinzug oder Überweisung; Rechnungsdaten als Download im Online-Kundenbereich; sortiert nach Kostenstelle nach Vereinbarung; Möglichkeiten: per Post, E-Mail, OnlinePortal oder direkte Anbindung ins Kundensystem
24-h-ServiceHotline nein ja ja ja ja für Kartensperre und Mobilitätsservice ja
Reporting-
individuell
Kartenverwaltung und -kontrolle, Transaktions- und Konditionsübersicht, Rechnungsdaten (PDF/CSV/TXT); Datenaustausch für Buchhaltungsschnittstellen etc.
individuell nach Kundenwunsch
Kartenverwaltung und -kontrolle; Transaktionsübersicht; Kostenstellenverwaltung; Vignettenbestellung; Limitfestlegung pro Karte nach Uhrzeit, Produkt und Betrag; PIN-Verwaltung inkl. Online-PIN; Import von Rechnungsdateien
individuell
App inkl. Bezahlfunktion an ausgewählten Tankstellen; Transaktions- und Kostenübersicht; Kartenmanagement und umfangreiches
Reporting (u. a. CO2Emissionen)
individuell und jederzeit im Debitorenportal
Genol G+ Card
Smartphone-App für Treibstoffe, Genol Power Net App für Laden, Umkreissuche plus Online-Portal für Kartenverwaltung und -kontrolle, Transaktionskontrolle nach Zeitraum, Kennzeichen und Produkten; Datendownload
individuell im OnlineKundenbereich festlegbar individuell
Kartenverwaltung und -kontrolle; Transaktionsübersicht nach Zeitraum, Kennzeichen, Produkten oder Kundennummern etc.
Kartenverwaltung und -kontrolle in Echtzeit; Limitfestlegung; Transaktionsübersicht nach Kennzeichen, Produkten, Kostenstellen oder Niederlassungen, Vignettenbestellung, Kostenstellenverwaltung, WunschPIN etc.
14-tägige Sammelrechnung sortiert nach Kostenstellen; Rechnung in Fremdsprachen; Rechnungsdaten als Download im OnlineKundenbereich
Pannen-Notruf und Kartensperre
individuell oder selbst festlegbar im Shell Fleet Hub individuell
Kartenverwaltung und -kontrolle; Transaktionsübersicht; Kostenstellenverwaltung; Limitfestlegung pro Karte nach Produkt/Betrag; PINVerwaltung; Import von Reportings; Vignettenbestellung, MwSt-Rückerstattung etc.
Kartenverwaltung und -kontrolle; Limit-Festlegung; Transaktionsübersicht; Routenplaner; Import von Rechnungsdateien; Mobilitäts-App „UTA Edenred Drive“, Transaktionsübersicht (auch in Echtzeit verfügbar) etc.
Sicherheitsmaßnahmen
Zufalls- oder Wunsch-PIN; feststellbare Limits; Kartensperre rund um die Uhr, zusätzlich RFID-Chip
EMV-Chip-Karte, achtstelliger PIN; Hologramm; Transaktionslimits; 24-h-Plausibilitätscheck durch Software
PIN; Flotten-PIN; festlegbare Limits; Alarmierung bei ungewöhnlicher Benutzung
Wunsch-PIN, festlegbare Transaktionslimits, Kartensperre rund um die Uhr
PIN; autorisierte Akzeptanzstellen mit OnlineAnbindung; individuell festlegbare Limits
(individueller) PIN; Hologramm; OnlineKartensperre; festlegbare Limits; Alarmierung bei ungewöhnlicher Benutzung
RFID-Chip, individueller PIN; Sperrlimits (Nutzungsbegrenzung); Online-Autorisierung & -Sperre; Real-Time-Transactions; Alarm
PIN; Online-Kartensperre CardLock; festlegbare Limits; Alarmierung bei ungewöhnlicher Benutzung
Großes Akzeptanznetz ist wichtig Wer jetzt vor lauter Funktionen, Möglichkeiten und Modellen endgültig den Überblick verloren hat – keine Panik, denn das Angebot an Kartenanbietern deckt jede Art von Varianten ab. Wichtig ist, sich vorher genau zu überlegen, was der Fuhrpark und das tägliche Pensum an Fahrten benötigen. So gibt es Karten, die lediglich über die reinen Basisfunktionen verfügen oder bewusst nur ein lokales Netzwerk an Partnertankstellen betreiben und daher entsprechend günstig angeboten werden können. Andere hingegen bieten das volle Programm inklusive
umfangreichem Partnernetz in den umgrenzenden Ländern. Hier lohnt es sich definitiv, exakt zu vergleichen und sich das Angebot herauszupicken, das zu den eigenen Ansprüchen am besten passt. Fast noch wichtiger und definitiv ein Trend, der vor allem für die E-Mobilität immer mehr schlagend wird: Das Akzeptanznetz, also die Anzahl an Tankstellen und Ladepunkten, die mit den jeweiligen Karten angesteuert werden können, wächst von Jahr zu Jahr teils beträchtlich. Wichtig hierbei: Dieses bei Ladekarten genannte Roaming-Modell funktioniert zwar tadellos, ein Vergleich ist aber auch hier bares Geld


wert, sodass es sich sogar auszahlen kann, nicht nur eine, sondern mehrere Ladekarten zu verwenden – und selbst wenn es nur für einzelne Fahrer ist. Über alle wichtigen Funktionen verfügen sie aber alle. •
InternetAdresse evn.at/ladekarte-business www.oeamtc.at/epower www.ionity.eu/fleet www.smatrics.com/laden/ tarife https://www.wienenergie. at/business/produkte/emobilitaet/ Anzahl Kunden ca. 25.000 k. A. k. A. > 60.000 ca. 60.000
Voraussetzungen gesicherte Bonität keine
Akzeptanzstellen Österreich/Europa > 600/> 250 mehr als 26.000 Ladepunkte / Partnerladenetz in angrenzenden Ländern
Leistungen
Bezug von Kraftstoffen, Streckenmauten, Schmierstoffen, Autowäschen und Autozubehör, Aufladung von E-Fahrzeugen an 16.000 Ladestellen in Österreich etc.
Kosten (€) der Ladekarte pro Monat kostenlos
Abrechnungsverfahren
14-tägig oder monatliche Sammelrechnung mit SEPAAbbuchung, Rechnungskopie per E-Mail oder als Download; zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten über das OnlineKundenportal
Laden von E-Fahrzeugen; Übersicht aller Ladevorgänge im Online-Portal; Bedienung über ÖAMTC- oder ePowerApp; Verwaltung der Lademedien (inkl. Firmenmitarbeiter)
Nutzung bei gesicherter Bonität und einer Flottengröße von mind. 5 E-Fahrzeugen gesicherte Bonität keine
30 mit 200 Ladepunkten / 845 mit ca. 6000 Ladepunkten > 28.000/> 250.000 ca. 23.500 Ladepunkte in Österreich
Europas größtes Ladenetzwerk für High Power Charging (800 V) mit 100 % erneuerbarer Energie
Aufladen von E-Fahrzeugen an über 250.000 Ladepunkten in Europa, Online-Portal für die Verwaltung der Ladekarten, 360°-Lösung für Flotten
attraktive Tarife für unterschiedliche Nutzungsintensitäten; maßgeschneiderte Komplettlösung für E-Flotten am Firmenstandort, unterwegs und daheim
kostenlos kostenlos; Co-Branding ab 250 Karten gg. Einmalgebühr Tarife mit und ohne Grundgebühr verfügbar einmalige Gebühr für Kartenerstellung; optionale monatliche Gebühr nach Tarif
monatliche Sammelrechnung; Abrechnung nach Kilowattstunden (kWh); Rechnungsdaten im Online-Portal verfügbar, Zahlungsmöglichkeiten: SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, offene Rechnung (Firmen)
monatlich mit Länderrechnungen mittels Überweisung, Rechnungsdaten per E-Mail und Download über Portal
monatliche Sammelrechnung, per SEPA-Mandat oder Überweisung
monatliche Abrechnung als PDF und CSV per E-Mail, alternativ per Post
24-h-ServiceHotline nein ja nein ja ja
Reportingzyklus individuell
monatlich; Einsicht der bisherigen Kosten jederzeit online möglich
Online-Services
Sicherheitsmaßnahmen
Kartenverwaltung und -kontrolle, Transaktions- und Konditionsübersicht, Rechnungsdaten (PDF/CSV/TXT); Datenaustausch für Buchhaltungsschnittstellen etc.
Zufalls- oder Wunsch-PIN; feststellbare Limits; Kartensperre rund um die Uhr, zusätzlich RFID-Chip
Kartenverwaltung und -kontrolle; Transaktionsübersicht; Rechnungsdownload; Zuordnung zu Kostenstellen/ Fahrzeugen (Firmen); Verwaltung über „Mein ÖAMTC“ bzw. „Meine Firma“, App-Nutzung durch Mitarbeiter
RFID-Karte; Online-Kartensperre; transparente Transaktionsübersicht; gesicherter Login-Bereich, Plausibilitätsmonitoring durch den Betreiber
Flotten- und Kartenverwaltung; Transaktionsübersicht, Rechnungsübersicht mit Status und Download-Funktion, mehrere Nutzer-Logins möglich
Länder- und Roamingeinschränkung auf Kartenebene, Kartensperre online, realtime Übersicht der Ladevorgänge
standardmäßig monatlich, jedoch tagesaktuelle Ansicht und Export im Online-Kundenportal charVIS Business möglich individuell
Kartenaktivierung, Kartenverwaltung, Reporting zu Nutzung von Ladekarten; Möglichkeiten, Flottenfahrer für das Laden zu Hause zu vergüten und entsprechende Modalitäten zu verwalten; Tarifauswahl und -wechsel im Selfservice; Verknüpfen von Ladekarten mit unternehmensinternen Referenzen – App mit Ladeübersicht, Ladestationen und Ladetarifen – Web-App für Ladekartenverwaltung, Ladeübersicht, Homecharger-Erstattung und Reporting
Kartensperre im Selfservice oder über die Service-Hotline, monatliche Freigaben der Rückvergütung für das Laden zu Hause
– Rund-um-die-Uhr-Kartensperre – Individuell definierbarer Erstattungswert für Homecharger am Heimstandort der Mitarbeiter
Nicht der Kaufpreis entscheidet
Nach wie vor werden in vielen Firmen Fahrzeuge gekauft, bei denen der Anschaffungspreis die ausschlaggebende Größe ist. Dabei werden viele Parameter wie laufende Kosten, Wertverlust etc. ausgeblendet.
Text: Stefan Schmudermaier, Foto: stock.adobe.com/maslakhatul
In vielen Situationen des täglichen Lebens ist man auf Schnäppchen programmiert, Preisvergleichsportale ermöglichen die Suche nach jenem Verkäufer, der das gewünschte Produkt am günstigsten anbietet, egal ob Käse oder Laptop. Wer diese Mentalität auf den Autokauf umlegt, könnte aber gewaltig falschliegen. Das gilt für Private, aber viel mehr noch für Unternehmen. Das Problem dabei: Der Preis eines Fahrzeuges ist nur die halbe Wahrheit, von enormer Bedeutung ist es, auch die dahinterliegenden Kosten über die Laufzeit zu kennen. Und derer gibt es mehr, als man vielleicht glauben mag.
Total Cost of Ownership enorm wichtig
Um diese Kosten aufzudecken, bedienen sich Profis der Total Cost of Ownership, kurz TCO. Aber woraus setzen sich die eigentlich zusammen? Henning Heise, Geschäftsführer von fleet consulting und Obmann des Fuhrparkverbandes Austria, gab im Rahmen eines FVA-Seminars entsprechende Einblicke. Zunächst stellt sich die Frage, was alles in die TCO einzahlt. Heise nennt hier sechs Faktoren: Energie/ Strom, Steuern und Abschreibungen, Finanzierung, Dienstleistung, Management und Risiko. Neben der Frage, was das Fahrzeug im Alltag so verbraucht, spielen etwa bei E-Autos auch die Ladekosten stark in die Gesamtrechnung. Die günstigste Variante ist im Unternehmen zu laden, die teuerste am Schnelllader an der Autobahn. Und da kann der Unterschied über zehntausende Kilometer gesehen groß ausfallen.
Über die Laufzeit kann sich das Fahrzeug mit dem im Vergleich höchsten Listenpreis als das günstigste entpuppen.“
die fetten 20-Zöller mit den schicken Alufelgen auf der Wunschliste akzeptiert, bekommt die Rechnung oft im Lauf der Zeit, wären doch etwa 18-Zoll-Reifen spürbar günstiger gewesen. In einer Vergleichsrechnung zwischen fünf vergleichbaren Fahrzeugen wird dabei deutlich, dass der Anschaffungspreis nicht herangezogen werden sollte, denn unterm Strich war just das günstigste Auto am Ende das teuerste. Das hatte im konkreten Beispiel mit mehreren Faktoren zu tun. Unter anderem damit, dass die Kosten für Wartung und Treibstoff spürbar über jenen des um 4.000 Euro teureren Autos lagen, auch der hohe Wertverlust machte sich entsprechend bemerkbar. Und so lagen die monatlichen Kosten des nach Listenpreis günstigsten Fahrzeuges um sieben Prozent über dem teuersten.
Laufzeit & Fahrer als Faktoren
Das vermeintlich günstigste Auto kann teuer kommen Größter Hebel bei der Total Cost of Ownership sind die planbaren Fahrzeugkosten. Darin enthalten sind neben der Finanzierung auch Servicekosten, Reifen, Versicherung und der erwähnte Treibstoff. Oft unterschätzt wird auch der Faktor Reifen. Wer beim Kauf
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die ideale Laufzeit. Die Wahrheit liegt hier oft in der goldenen Mitte, zu kurze, aber auch zu lange Laufzeiten kosten durch hohen Wertverlust oder höheren Wartungsaufwand einfach mehr. Zudem sollte auch immer ein Auge auf den Leasingvertrag geworfen werden, rechtzeitige Vertragsanpassungen können dabei helfen, große Überraschungen am Laufzeitende zu vermeiden. Aber auch der Fahrer kann die TCO stark beeinflussen, gerade im Hinblick auf Schäden, die einen Rattenschwanz an Kosten nach sich ziehen. Eine Bewusstseinsbildung zum pfleglichen Umgang mit dem Fahrzeug kann sich positiv auf die TCO auswirken. Unterschätzen sollte man aber auch die internen Prozesskosten pro Fahrzeug nicht. Jeder Beleg verursacht laut Heise unterm Strich Kosten von 13 Euro, rechnet man das einzeln auf ein Fahrzeug hoch, ist man schnell auf über 600 Euro pro Jahr und Auto. Hier kann die Auslagerung an ein externes Fuhrparkmanagement oder ein Operating Leasing definitiv Sinn haben. •
Smarte Anreize statt harter Verbote
Alphabet Austria Chief Commercial Officer Nikolaus Engleitner spricht über das abgelaufene Geschäftsjahr, aktuelle Mobilitätstrends, die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeitsberichterstattung und vieles mehr.
Interview: Stefan Schmudermaier, Foto: Alphabet
Das Jahr 2025 liegt hinter uns, wie ist es aus der Sicht von Alphabet Austria verlaufen?
Die makroökonomischen Faktoren spielten uns leider nicht in die Karten und auch die Zahlen des Leasingverbandes zeigen so weit eher einen Fuhrparkmanagementmarkt im Rückwärtsgang. Wir konnten dennoch alle Zahlen halbwegs auf dem Niveau des Jahres 2024 halten und man muss hier

ergänzend erwähnen, dass das ein ausgesprochen gutes Jahr war. Folglich würde ich unsere Performance im abgelaufenen Jahr klar über dem sehen, wie sich der Markt gesamt entwickelt hat. Besonders freut uns natürlich, dass wir das dritte Mal in Folge mit dem BEST4FLEET-Award in Silber ausgezeichnet wurden und auch hier unseren Titel erfolgreich verteidigen konnten.
Welche Mobilitätstrends sehen Sie aktuell?
Der Trend zur E-Mobilität schreitet unbeirrbar voran und macht im Neugeschäft mittlerweile mehr als 50 Prozent aus.“
Im Allgemeinen können wir beobachten, dass der Trend hin zur E-Mobilität in unserer Kernzielgruppe der Unternehmen unbeirrbar voranschreitet und wir sowohl im Neugeschäft als auch im Bestand noch elektrischer geworden sind. Auch der sensationelle Start der Neuen Klasse bei BMW mit dem neuen iX3 beweist, dass Elektromobilität in Österreich funktioniert, insbesondere wenn das Produkt überzeugt.
Die E-Mobilität hat nicht zuletzt aufgrund vieler neuer Modelle wieder an Fahrt aufgenommen, wie schaut der Mix aus BEV, PHEV, Benzin und Diesel bei Alphabet aktuell aus?
Wie in den letzten Jahren beobachtbar, zählen wir unverändert zu
den „elektrischsten“ Anbietern am Markt. Die „alternative“ Antriebsform der vollelektrischen Fahrzeuge macht im Neugeschäft mittlerweile mehr als 50 Prozent aus, gemeinsam mit den PHEV sind es über 60 Prozent aller Neuverträge. Entsprechend rückläufig ist der Anteil der Dieselfahrzeuge, die aber dennoch bei rund einem Drittel unserer Kunden auch 2025 noch ihre Daseinsberechtigung hatten. Reine Benzinfahrzeuge sind immer schon eher eine Randerscheinung in unserem Portfolio.
Nicht zuletzt durch die attraktiven Voraussetzungen bei betrieblich genutzter E-Mobilität – wie etwa Vorsteuerabzug oder Sachbezugsbefreiung – erfreut sich auch die Gehaltsumwandlung steigender Beliebtheit. Wo liegen die Vorteile und wie stark werden diese Modelle aktuell nachgefragt? Gehaltsumwandlungsmodelle sind unverändert in aller Munde und vielerorts in Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen im Einsatz. Alphabet war hier klar Vorreiter, da einige unserer Kunden schon seit Jahren auf diese großartige Möglichkeit der Mitarbeiterbindung und Ökologisierung setzen. Die Vorteile liegen nebst Kostenvorteilen im Vergleich Gehalt vs. Firmenfahrzeug sowohl im Employer Branding, wo man im vielzitierten „War for Talents“ punkten kann, als auch in der greifbaren Umsetzung einer nach außen gut sichtbaren Nachhaltigkeitsmaß-

nahme. Da es bei Gehaltsumwandlungen um ursprüngliche Privatfahrzeuge geht, wird dadurch der Pendelverkehr ökologisiert, der in den Scope 3 gemäß Greenhouse-Gas-Protocol fällt und somit der Beweis einer tiefschürfenderen Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen erbracht wird. Abgabenrechtlich konnten zwischenzeitlich auch einige Fragezeichen ausgeräumt werden, die in der Vergangenheit noch Kopfzerbrechen bereiteten.
Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) ist mit dem Geschäftsjahr 2024 vor allem für größere Unternehmen in den Fokus gerückt, mit dem Carbon Manager hat Alphabet hier ein sehr innovatives Tool auf den Markt gebracht. Wie funktioniert das und wie wird es angenommen?
Wir machen uns seit jeher sehr viele Gedanken, wie Mobilität für Kunden abseits des reinen Leasings optimal gelöst werden kann. Die Total Cost of Ownership (TCO) aufzuzeigen, ist für uns seit vielen Jahren Teil unserer DNA und auch Corporate Carsharing sowie ein E-Mobilitäts-Produkt haben wir schon viele Jahre im Angebot. In den letzten Jahren sind weiterführende Beratungspakete unter der Marke Alphabet Consulting abseits vom klassischen Vertrieb dazugekommen, wie z. B. zum Thema Fleet Emission Consulting. Dazu haben wir mit dem „Alphabet Carbon Manager“ gemeinsam mit Plan A ein exklusives Tool entwickelt, um den CO2-Fußabdruck des Fuhrparks zu messen und zu steuern. Weil Nachhaltigkeitsberichterstattung auch gesetzlich immer mehr verankert wird, ist die Nachfrage hier groß und wir konnten zwischenzeitlich mit einigen unserer Kunden damit live gehen. Gerade für mittelständische Unternehmen ist dieses Tool als Baustein in unserem ganzheitlichen Beratungsspektrum sehr interessant, weil der Bereich Fuhrpark den ökologischen Fußabdruck maßgeblich beeinflusst. Ein besonderes Goodie ist natürlich die direkte Anbindung an unser Fleet-
reporting, was die Datenerhebung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung unserer Kunden wesentlich erleichtert. Dass wir bei Alphabet das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen, beweisen nicht nur die Lösungen und die Beratung, die wir unseren Kunden bieten, sondern unser Engagement auf mehreren Ebenen. So haben wir 2025 eine ESG-Officerin am Standort Salzburg auf Vollzeitbasis eingestellt, unseren ersten ESG-Report veröffentlicht, bereits das dritte Mal unseren CO2-Fußabdruck nach allen Regeln der Kunst gemessen und unsere erste EcoVadis-Zertifizierung durchlaufen. Hier konnten wir vom Fleck weg den Status Silber erreichen, womit wir
Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) wird stark nachgefragt, Alphabet hat hier mit dem Carbon Manager ein exklusives Tool.“
nachweislich zu den Top-15-Prozent aller bewerteten Unternehmen gehören. Dieses Rating bestätigt die hohe Qualität des Nachhaltigkeitsmanagements in zentralen Bereichen wie Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung und unterstreicht das klare Bekenntnis von Alphabet Austria zu nachhaltigem Fuhrparkmanagement.
Die EU ist dabei, Fuhrparks zu verpflichten, eine gewisse Quote an vollelektrischen Fahrzeugen zu haben. Was bedeutet das für die Leasingbranche im Allgemeinen und Alphabet im Speziellen? Ich persönlich bin nicht unbedingt ein Freund von harten Verboten und einzelnen Quoten, sondern vielmehr von smarten Anreizen und den richtigen Rahmenbedingungen. Ist alles aus einem Guss, gehen die Investitionsentscheidungen quasi von selbst in die gewünschte Richtung. Wichtig ist, dass neue Regelungen – so diese auch kommen – zu keinen Wettbe-
werbsverzerrungen führen und ökonomisch inklusive aller Folgen ausreichend durchdacht sind.
Alphabet Austria gilt als besonders innovativ im Bereich digitaler Tools. Welche neuen Entwicklungen gibt es aktuell?
Wir arbeiten laufend daran, unsere digitalen Tools weiterzuentwickeln. Besonders stolz sind wir auf unseren neuen AI-Assistant in unserem Online-Flottenreporting, der bereits im Herbst 2024 live ging. Es handelt sich dabei um einen KI-gestützten Auswertungsassistenten für Flottenmanager. Damit kann ich im Reporting-Tool mit meinen Fuhrparkdaten sprechen und zum Beispiel einfach fragen „Wie hoch ist der Elektrifizierungsgrad meiner Flotte?“ und ich bekomme sofort eine tabellarische oder auch grafisch aufbereitete Antwort. Diese Innovation gibt es derzeit nur bei Alphabet. Gleichzeitig setzen wir auf die Weiterentwicklung unserer Fahrer-App sowie aller webbasierten Anwendungen, immer unter dem Motto: „Your mobility. Made easy.“
Welche Themen und Schwerpunkte werden Alphabet im Jahr 2026 besonders bewegen?
Man könnte fast sagen, dass wieder ein Highlight das nächste jagt. Aktuell ging gerade unsere neue Homepage live und die Erhebung des jährlichen European Fleet Emission Monitor (EFEM) ist in vollem Gange. Der EFEM von Alphabet untersucht jährlich Trends und Praktiken europäischer Flotten. Im letzten Jahr wurden über 1.000 Flottenmanager aus 12 Ländern befragt, darunter auch aus Österreich. Was Innovationen betrifft, wird es hinsichtlich Fahrer App, KI-gestütztem Fleet Reporting, Connected Fleet Lösungen und Partnerschaften heuer sicher auch wieder News geben. Des Weiteren stehen einige großartige Events am Programm, wo wir auch unser diesjähriges Jubiläum von 25 Jahren Alphabet in Österreich gebührend feiern werden. •
Digital im Fokus
Für Webfleet dreht sich im Flottenbereich dieses Jahr alles um Digitalisierung, Automatisierung und Kostenkontrolle. Die wichtigsten Trends auf einen Blick.
Text: Roland Scharf, Fotos: Webfleet
Dass im Flottenmanagement
Themen wie steigende Kosten, Margendruck und wachsende regulatorische Anforderungen immer mehr den Alltag prägen, ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Entsprechend stehen diese Punkte noch stärker auf der Agenda für dieses Jahr, wie Webfleet als Flottentrend für 2026 herausgefunden hat: Kostenkontrolle wird zum Beispiel zum zentralen Entscheidungskriterium. Betriebliche Transparenz durch digitale Daten, vorausschauende Wartung und automatisierte Prozesse gewinnen an Bedeutung, da sie direkte Auswirkungen auf Betriebskosten und Effizienz haben können. Doch wie?
Integriert statt isoliert
Am Anfang jeglicher Optimierungen und wirksamen Kostensteuerungen steht immer einmal die Transparenz: „Der größte Hebel liegt darin, sichtbar zu machen, was im Fuhrpark tatsächlich passiert“, sagt Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet. Denn erst wenn Fahrten, Standzeiten und Einsatzmuster nachvollziehbar sind, lassen sich Kosten gezielt beeinflussen. „Viele Kostenfaktoren bleiben ohne Daten verborgen, etwa wie oft Fahrzeuge unterwegs sind oder wie lange sie beim Kunden stehen.“ Wirklich zu rechnen fangen digitale Lösungen sich aber erst dann an, wenn man sie signifikant in betrieb-
liche Prozesse integriert. Disposition, Wartung, Controlling und Einkauf profitieren von durchgängigen Systemen, die Medienbrüche vermeiden und manuelle Arbeitsschritte reduzieren. Ein großer Trend ist, dass isolierte Insellösungen zunehmend durch integrierte Plattformen ersetzt werden, die Informationen automatisiert dort bereitstellen, wo sie benötigt werden.
Frühzeitig
& gezielt
Werden jetzt die Punkte Transparenz und Prozessintegration kombiniert, ergeben sich messbare Effekte: eine Senkung der Total Cost of Ownership, weniger ungeplante Ausfallzeiten, eine effizientere Einsatzplanung sowie eine höhere Produktivität von Fahrzeugen und Mitarbeitern. Digitalisierung entwickelt sich damit vom reinen IT-Thema zu einem betriebswirtschaftlichen Hebel. Und nicht nur das. Da Nachhaltigkeit im Flottenmanagement ein immer wichtigeres Thema wird, gilt: Jede vermiedene Fahrt reduziert den Ressourcenverbrauch. „Der Kilometer, den Sie nicht fahren, ist der umweltbewussteste“, so Schmid weiter. Digitale Routen- und Einsatzplanung hilft, Staus zu umgehen, Leerfahrten zu reduzieren und Fahrzeuge effizienter auszulasten. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist natürlich auch die Elektrifizierung der Flotte.

Aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten: „Es reicht nicht, nur von Diesel- auf Elektroantrieb zu wechseln. Die Infrastruktur entscheidet darüber, ob sich Elektromobilität rechnet. Das größte Einsparpotenzial liegt im Depotladen statt im öffentlichen Ladenetz.“ Die Verfahren zum Aufbau der eigenen Ladekapazitäten sind aktuell auch aufgrund der zunehmenden Nachfrage oft langwierig. Fehlende Ladeinfrastruktur, hohe Anschaffungskosten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft bremsen die Umstellung weiterhin, weswegen viele Unternehmen auf eine längere Nutzung bestehender Fahrzeuge setzen. Das heißt somit: Fahrzeugwartungen sind wesentliche Kostenfaktoren.

In diesem Zusammenhang lassen sich durch Auswertung von Fahrzeugund Betriebsdaten sowie den Einsatz von KI Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen und gezielt planen. „Jede Wartung kostet Geld. Eine unnötige Wartung verursacht Ausfallzeiten, eine zu spät durchgeführte Wartung kann noch teurer werden.“ Ziel sei es, den optimalen Zeitpunkt zu treffen und die Fahrzeugverfügbarkeit zu sichern. Automatisierte Wartungsplanung, digitale Schadenabwicklung und der nahtlose Datenaustausch zwischen Systemen entlasten Disponenten und senken administrative Kosten. Und was noch dazukommt: „Beim Fahrverhalten lassen sich Einsparungen von acht bis zehn Prozent erzielen.“ Gleichzeitig profitieren Disponenten und Fahrpersonal von klareren Prozessen und geringerer Belastung. •
Auto




Über Raum und die richtige Dimension
Mit seinen Ausmaßen kratzt das neue Elektro-SUV von MG, der MGS6 EV, bereits am Rand zum D-Segment.
Der MGS6 EV tritt offiziell im C-SUV-Segment an, ist aber mit 4,67 Metern Länge spürbar am D-Segment dran. Auch im Innenraum wird man von einem sehr großzügigen Raumangebot überrascht. Hochglänzende Oberflächen wurden weitgehend reduziert, matte Materialien und fein abgestimmte Texturen dominieren. Alcantara-Elemente und weichere Oberflächen ersetzen das früher kritisierte Klavierlack-Übermaß. Dazu gibt es 674 Liter Kofferraumvolumen, erweiterbar auf 1.910 Liter und ergänzt durch einen 124-Liter-Frunk, der in der AWD-Version

Neue Batterie für mehr Kilometer
Mit größerer Batterie, mehr Leistung und optimierten Ladezeiten wertet Ford die E-SUV-Palette, bestehend aus Capri und Explorer, deutlich auf. In der Einstiegsmotorisierung steigt die Leistung jeweils von 170 PS auf 190 PS, dank der neuen 58-kWh-Batterie erhöht sich die Reichweite beim Explorer auf 444, beim Capri auf 464 Kilometer.
etwas kleiner ausfällt. Die Heckantriebsvariante leistet 244 PS und 350 Nm, sprintet in 7,3 Sekunden auf 100 km/h. Die AWD-Version bringt 361 PS und 540 Nm auf die Straße und erledigt den Spurt in 5,1 Sekunden. Bis zu 530 Kilometer WLTP-Reichweite (2WD) und 485 Kilometer (AWD) machen den MGS6 EV langstreckentauglich. 10 auf 80 Prozent Ladung der 77-kWh-Batterie gelingen in rund 38 Minuten. Die Basispreise ohne Boni (Leasing, Versicherung etc.) beginnen bei 43.340 Euro. Insgesamt möchte der Importeur heuer 7.000 Zulassungen erreichen, 2025 waren es 5.600 Zulassungen.
E-Verdoppelung
2026 werden zwei neue Elektroautos von Škoda auf den Markt kommen und das E-Portfolio daher verdoppeln. Vom größten Modell kennt man nun den Namen: Peaq. Und vom kleinen Epiq (Bild) gibt es zusätzliche Angaben, etwa bis 430 Kilometer WLTPReichweite, bestenfalls 133 kW Ladespeed und 475 Liter Kofferraum. Preisziel: 25.000 Euro.


Die Evolution des Atto 3

BYD wertet das 4,56-Meter-Elektro-SUV Atto 3 umfassend auf. Mit dabei sind eine größere Batterie (74,8 kWh) und dank 800-Volt-Architektur Ladeleistungen bis 220 kW. Der Listenpreis startet bei 42.990 Euro (RWD, 313 PS), erstmals gibt es einen Allradler, der 449 PS leistet und ab 45.990 Euro kostet. Praktisch: Zum jetzt größeren 490-Liter-Kofferraum kommt ein 101-Liter-Frunk, die gebremste Anhängelast beträgt 1.500 Kilogramm.
Cooler Auftritt: Black Edition
Mitsubishi ASX und Outlander werden als Black Edition aufgelegt. Zu den Extras an Bord gehören schwarz glänzende Leichtmetallfelgen, dunkle Designelemente innen wie außen sowie induktives Laden für Smartphones (ASX) oder silberne Nähte (Outlander). Der 4,24 Meter lange ASX ist als Benziner oder Hybrid erhältlich, der 4,71-Meter-Outlander ist ein PHEV.

Mobilität, neu organisiert
Kia bringt mit dem PV5 einen von Grund auf als elektrisches
Modell konzipierten Personen- und Gütertransporter, die erste Ausfahrt verlief vielversprechend.
Text: Achim Mörtl, Fotos: Kia
Mit dem PV5 betritt Kia nicht nur ein neues Segment, sondern definiert den Zugang zur elektrischen Nutzfahrzeugmobilität grundlegend neu. Während viele Hersteller ihre E-Transporter aus bestehenden Modellreihen ableiten, folgt der PV5 einem eigenständigen Ansatz: Er ist das erste Serienfahrzeug der PBVStrategie („Platform Beyond Vehicle“) und damit weniger klassisches Auto als modularer Mobilitätsbaukasten.
Technische Basis ist die eigenständige Skateboard-Plattform E-GMP.S, auf der Batterie, Antrieb und Steuerung flach integriert sind. Passenger, Cargo, Taxi oder Chassis-Cab entstehen nicht durch Kompromisse, sondern auf einer gemeinsamen Architektur. Für Flotten bedeutet das Skalierbarkeit, planbare Kostenstrukturen und eine klare Trennung zwischen Plattform und Einsatzprofil.
Bis 412 Kilometer Reichweite
Im Fahrbetrieb zeigt sich der PV5 überraschend ausgewogen. Fahrwerk und Lenkung sind sauber abgestimmt, das Fahrzeug bleibt auch auf kurvigen Strecken ruhig und gut kontrollierbar. Die erhöhte Sitzposition in Verbindung mit niedriger Fensterlinie sorgt für Übersicht, der Wendekreis von rund elf Metern unterstreicht die
urbane Alltagstauglichkeit. Kia bietet den PV5 mit zwei Batterievarianten an: 51,5 kWh und 71,2 kWh. Mit der großen Batterie sind bis zu 412 Kilometer WLTP-Reichweite möglich, geladen wird AC mit 150 kW von 10 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten. Zudem erlaubt der PV5 – in dieser Klasse keineswegs selbstverständlich – eine Anhängelast von bis zu 1,5 Tonnen. Ergänzt wird das Fahrzeug durch ein Android-Automotivebasiertes Infotainmentsystem mit App-Integration, OTA-Updates und Anbindung an Flotten- und Ladelösungen.
Bei 31.825 Euro netto geht es los
Der Kia PV5 ist kein emotionales Statement, sondern ein präzise entwickeltes Werkzeug. Gerade darin liegt seine Stärke: Er zeigt, dass die Zukunft der Flotte weniger im einzelnen Modell liegt – sondern in der richtigen Plattform. Die Passenger-Version startet in Österreich (alle Preise netto) bei 31.825 Euro (51,5 kWh) beziehungsweise 35.158 Euro (71,2 kWh). Der PV5 Cargo ist ab 32.658 Euro erhältlich und richtet sich mit bis zu 4,4 Kubikmetern Laderaum, niedrigen Ladekanten und integrierter 230-VoltSteckdose klar an gewerbliche Nutzer mit definierten Einsatzprofilen. •

Die Einsatzbereiche des Kia PV5 sind vielfältig, egal ob als Personenshuttle oder Kastenwagen. Das Platzangebot ist großzügig, ein Vorteil eines von Beginn als EV konzipierten Fahrzeuges



Kia PV5 Kastenwagen: Cargo Pure Personentransporter: Passenger Air
Leistung | Drehmoment 122 PS (89 kW) | 250 Nm 122 PS (89 kW) | 250 Nm Dauerleistung | Gewicht 29,8 kW | 1.835 kg 29,8 kW | 1.990 kg
0–100 km/h |
Reichweite | Antrieb 297 km | Vorderrad 295 km | Vorderrad Ø-Verbrauch | Batterie 19,2 kWh | 51,5 kWh 19,2 kWh | 51,5 kWh
Laden AC 11 kW, ca. 5:30 h (0–100 %) 11 kW, ca. 5:30 h (0–100 %) Laden DC 150 kW, 30
| Zuladung
Basispreis | NoVA 32.992 € (exkl.) | 0 % 31.825 € (exkl.) | 0 %
Das gefällt uns: hoher Nutzwert, bis zu 412 km Reichweite
Das vermissen wir: höhere Nutzlast bei der Cargo-Version
Die Alternativen: Ford Transit E-Custom, VW E-Transporter Werksangaben (WLTP)
Es klopfet an! Lynk & Co
Mit Lynk & Co kommt nach Volvo, Polestar und Smart (50:50 mit Mercedes-Benz) die nächste Geely-Tochter in fünf Schauräume.
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Lynk & Co (3), Mag. Heinz Müller (1)
Wer Mitte Jänner auf der „Vienna Drive“ war, kennt sie bereits, die Fahrzeuge von Lynk & Co.
Auch wenn der Stand klein und eher versteckt war, konnte sich Dietmar Rath, der den Start der Marke in Österreich momentan im Alleingang managt, nicht über mangelnden Zuspruch beklagen.
Nur bei Volvo-Händlern
Dass die Modelle auch heute noch in keinem Schauraum stehen, ist eine Tatsache. Doch Dietmar Rath ist –nach zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Autobranche – zuversichtlich, dass das Ziel bis Anfang April erreichbar ist: Vorerst fünf Händler, alle aus dem Volvo-Netz, sollen die Fahrzeuge von Lynk & Co in Österreich anbieten. Für die Händler sind die Investitionen überschaubar, und als direkte Konkurrenz zur einstigen schwedischen Nobelmarke, die nun chinesische Eigentümer hat, sieht sich Lynk & Co nicht. Man wolle eher Kunden von Cupra oder Kia ansprechen,. Der größte Vorteil liegt aber natürlich in der gemeinsamen Technik, sodass die Volvo-Werkstätten nicht viel Neues lernen müssen.
Doch welche Modelle gibt es? Da wäre einmal der Lynk & Co 01, der (wie die Bezeichnung erahnen lässt) den Anfang gemacht hat. Ein klassischer Plug-in-Hybrid mit 1,5-LiterVerbrenner und 75 Kilometern elektrischer Reichweite, technisch eng verwandt mit dem Volvo XC40. Das war 2021, verkauft wurden die Autos nicht, es gab sie ausschließlich in einem Abo-Modell.
Drei Modelle, zwei Ausstattungen
Das Abo-Modell ist Geschichte, seither setzt man auf das klassische Vertriebsmodell. 150 Partner sind es europaweit, und die Zahl der Länder wächst (neben Österreich startet man demnächst auch in der Schweiz und in Tschechien). Der Lynk & Co 01 wurde technisch aufgewertet, er steht ab 39.995 Euro in der Version Core und ab 43.995 Euro als More in der Liste. Dazu gibt es drei Farben zur Auswahl. Ganz anders ist der Lynk & Co 02: ein Elektroauto, der Volvo EX 30, lässt ein bisserl grüßen. Preis: 37.995 bzw. 4.000 mehr für die bessere Ausstattung. 445 Kilometer Reichweite, 272 PS. 150 kW DC-Laden und vier Farben. Und dann wäre noch der Lynk & Co



Durchaus auch für Flotten geeignet: Zwei Plug-in-Hybride (Lynk & Co 01 bzw. 08) sowie der Lynk & Co 02 als Elektroauto sind ab April zu kaufen
08: Auch er ist ein Plug-in-Hybrid und schafft dank der 39,6-kWh-Batterie bis zu 200 Kilometer rein elektrisch. Sein Preis: 54.995 bzw. 58.995 Euro und eine fünffärbige Palette. Man darf gespannt sein, wie das Konzept ankommt! Fahrerisch und von der Verarbeitung her sind die Modelle auf der Höhe der Zeit. •

Die goldene Mitte
Kia schließt die SUV-Lücke zwischen EV3 und EV9, der EV5 überzeugt mit guter Reichweite und einem großzügigen Platzangebot sowie vorbildlicher Bedienung.
Text: Achim Mörtl, Fotos: Kia
Im Rahmen des Kia-Kickoff-Events 2026 in Barcelona bot sich erstmals die Gelegenheit, den neuen Kia EV5 im realen Fahrbetrieb zu erleben. Auf den kurvigen Straßen im Hinterland der katalanischen Metropole zeigte sich rasch, welche Rolle dieses Modell innerhalb der Kia-Palette einnimmt: Der EV5 ist klar im europäischen Volumensegment der elektrischen Kompakt-SUVs positioniert.
Gelungene Abstimmung
Zum Marktstart wird der EV5 mit Frontantrieb angeboten. Der Elektromotor leistet 160 kW (218 PS), eine Allradvariante folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Leistungsentfaltung erfolgt gleichmäßig und gut kontrollierbar, das Ansprechverhalten wirkt harmonisch und jederzeit nachvollziehbar. Auch bei zügiger Fahrweise bleibt das Fahrzeug ruhig und stabil. Besonders gelungen ist die Abstimmung von Lenkung und Fahrwerk. Die Lenkung arbeitet präzise, ohne künstlich zu wirken, das Fahrwerk ist komfortorientiert ausgelegt und
behält auch auf anspruchsvolleren Strecken seine Souveränität. Selbst auf welligem Untergrund bleibt der EV5 ausgewogen und gut kontrollierbar.
Fein: Innenraum & Reichweite
Der Innenraum präsentiert sich klar strukturiert und hochwertig verarbeitet. Materialien und Oberflächen sind stimmig gewählt, die Bedienung logisch aufgebaut. Das Raumangebot fällt großzügig aus: Sowohl vorne als auch im Fond bietet der EV5 viel Platz, der Kofferraum fasst 566 Liter und überzeugt mit einer ebenen Ladefläche. Technisch ordnet sich der EV5 im oberen Bereich seines Segments ein. Die 81,4-kWh-Batterie ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 530 Kilometern, die maximale DC-Ladeleistung von 150 kW erlaubt praxisgerechte Ladezeiten. Mit einem Einstiegspreis ab 37.992 Euro netto positioniert sich der EV5 als sachlich kalkulierter, alltagstauglicher Vertreter im elektrischen Kompakt-SUVSegment. •




Der Kia EV5 weiß mit einem großzügigen Platzangebot zu überzeugen – Kofferraum 566 bis 1.650 Liter
EV5 Air K4
Leistung | Drehmoment 216 PS (160 kW) |
Dauerleistung | Gewicht 53 kW | 1.994 kg –
0–100 km/h | Vmax 8,4 s | 165 km/h 12,0 s | 186 km/h
Reichweite | Antrieb 530 km | Vorderrad – | Vorderrad Ø-Verbrauch | Batterie 16,9 kWh | 81,4 kWh 5,7 l S / 129 g CO2
Laden AC 11 kW, ca. 8:30 h (0–100 %) –
Laden DC 150 kW, 30 min (10–80 %) –
Kofferraum | Zuladung 566–1.650 + 44 l | 586 kg 438–1.217 l | 530 kg
Basispreis | NoVA 37.992 € (exkl.) | 0 % 25.590 € (inkl.) | 8 %
Das gefällt uns: Raumgefühl, Reichweite (EV5), Preis (K4)
Das vermissen wir: schnelleres Laden (EV5), Vollhybrid (K4)
Die Alternativen: Opel Grandland (EV5), VW Golf & Co (K4) Werksangaben (WLTP)

m Länge und 2,72 m Radstand bietet er viel Raum, der Kofferraum fasst bis zu 438 Liter. Im Innenraum trifft ein modernes Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays auf konventionelle Bedienelemente, die Bedienlogik bleibt übersichtlich. Gefahren wurde der 1.6 T-GDIBenziner mit 150 PS und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, der durch ein ruhiges, gut kontrollierbares Fahrverhalten überzeugt. Das komfortorientierte Fahrwerk und die direkte Lenkung schaffen eine souveräne Fahrcharakteristik. Preislich startet der Kia K4 ab 25.590 Euro, ein Kombi namens Sportswagon folgt demnächst.
Die sensible Wahl
Ganz schön groß, der Kleine. Citroën spendiert dem elektrischen Einstiegsmodell noch mehr Platz, viele Alleinstellungsmerkmale in dieser Klasse und macht vieles damit richtig.
Text: Johannes Richter,
Fotos:
Johannes Richter, Stellantis
Wer auf den vorderen Sitzen Platz nimmt, fühlt sich sofort wohl. Gemütlich wie am heimischen Sofa wird man im ë-C3 Aircross empfangen. Ein günstiges Einstiegsmodell in der Größe sucht seinesgleichen. Ein mittlerweile besonderes Alleinstellungsmerkmal versteckt sich in der günstigsten Version, denn wer sich für die Ausstattung „You“ entscheidet, darf sein Handy als alleiniges Mediendisplay verwenden. Nicht ganz ungeschickt, da viele ohnehin nur Apple CarPlay oder Android Auto einsetzen, was in den Versionen mit Display dann aber Serie ist. In den höheren Varianten sorgt ein ausreichend großer Touchscreen für Information. Welche Information man jedoch vergeblich sucht, ist die Verbrauchsangabe. Die sollte beim getesteten Fahrzeug bei etwa 18,3 kWh pro 100 Kilometer liegen. Das kommt im Stadt- und Überlandverkehr auch gut hin. Autobahnen sind ohnehin nicht das angestrebte Jagdgebiet. Wer sie dennoch regelmäßig nutzt, kann zum größeren Akku greifen und sich über 98 WLTP-Kilometer mehr freuen (400 km WLTP insgesamt).
Pfiffige Details
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht die Anordnung des Fahrinformationen-Displays – oder wie es Citroën nennt: „Head-up-Display“. Auch wenn nicht wie üblich in die Scheibe projiziert wird, ist der Blick immer nah am Geschehen. Ein eher unscheinbarer Helfer befindet sich links hinter dem Lenkrad. Dort ist eine etwas weiter ausgeformte Kunststoffnase, die ideal dafür geeignet ist, eine Handyhalterung aufzustecken. Die kleinen Fähnchen an den vier Türen mit den motivierenden Sprüchen sind Geschmackssache, passen jedoch zur urbanen Quirligkeit des C3. Apropos, der Antrieb ist mit 113 PS ausreichend für die alltäglichen Familientouren und bietet genug Luft für flottere Ausfahrten. Verschiedene Fahrmodi sucht man allerdings vergeblich. Geladen wird im Normalbetrieb immer mit 11 kW und beim Schnelllader mit bis zu 100 KW. Durchwegs ein spannender Protagonist, vor allem dann, wenn man bedenkt, dass er bei etwa 25.000 Euro brutto startet. •



Das 10,25-Zoll-Touch-Display reagiert schnell und beherbergt Navi, Telefon und Radio. Rückbank ist 40/60 geteilt umlegbar, Kofferraum ist vergleichsweise groß für die Klasse
Citroën ë-C3 Aircross Flotten-Tipp: YOU Standard Range Testmodell: MAX Standard Range Leistung | Drehmoment 113 PS (83 kW) | 125 Nm 113 PS (83
| 125 Nm Dauerleistung | Gewicht 28 kW | 1.579kg 28
|
0–100 km/h | Vmax 12,9 s | 143 km/h 12,9 s | 143 km/h
Reichweite | Antrieb 302 km | Vorderrad 302 km | Vorderrad Ø-Verbrauch | Batterie 18,3 kWh | 44 kWh 18,3 kWh | 44 kWh
Laden AC 11 kW, 4:00 h (0–100 %) 11 kW, 4:00 h (0–100 %)
Laden DC 100 kW, 26 min (20–80 %) 100 kW, 26 min (20–80 %)
Kofferraum | Zuladung 460–1.600 l |
Basispreis | NoVA
Das gefällt uns: Displayposition, Sitze, Platz
Das vermissen wir: Verbrauchsanzeige, Keyless Entry/Keyless Go Die Alternativen: BYD Atto 2, Opel Frontera, Hyundai Kona Werksangaben (WLTP)


Umwegrentabilität
Nissan bietet den Qashqai sowohl als normale Hybrid- als auch als e-Power-Version an. In der Praxis überzeugt der durch einen Benzinmotor mit Strom versorgte Antrieb nicht ganz.
Text & Fotos: Stefan Schmudermaier
Mit dem ersten Leaf war Nissan einer der absoluten Vorreiter in Sachen E-Mobilität, ehe die Japaner dann etwas den E-Anschluss verloren haben. Parallel zur vollelektrischen Baureihe arbeitete man bei Nissan auch am sogenannten e-PowerAntrieb, der seit 2021 in den Modellen X-Trail und Qashqai zum Einsatz kommt. Damit fährt man zwar vollelektrisch, der Strom wird aber während der Fahrt von einem 1,5-LiterDreizylinder-Benziner erzeugt. Und der arbeitet freilich nicht für lau, sondern will entsprechend gefüttert werden.
Sinnfrage beim Antrieb
4,4 Liter sollen es laut WLTP sein und damit rund zwei Liter weniger als beim normalen, milden Hybrid. In der Praxis landeten wir aber bei knapp sieben Litern, seine Stärken spielt der Antrieb eher in der Stadt aus. Und damit muss die Frage erlaubt sein, was das e-Power-System in der Praxis tatsächlich bringt außer einen hohen technischen Aufwand, ähnlich dem eines Plug-in-Hybrids. Das Fahrgefühl – das muss man dem Qashqai absolut zugutehalten – ist aber sehr ordentlich. Der Elektromotor sorgt für sofort anliegendes Drehmoment,
die Beschleunigung erfolgt in zügigen 7,9 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt mit 170 km/h zwar knapp 30 km/h unter dem Hybrid, hierzulande aber belanglos. Mehr fällt da schon ins Gewicht, dass nur Anhänger bis 750 Kilogramm gezogen werden dürfen, 1.800 Kilogramm wären es bei den Mild-Hybriden. Keine Abstriche gibt’s erfreulicherweise bei Kofferraumvolumen (455 bis 1.440 Liter) und der Zuladung von bis zu 523 Kilogramm.
Vollausstattung ab 48.990 Euro
Über alle Zweifel erhaben ist auch die Verarbeitung des kompakten SUV. Bis ins kleinste Detail ist alles akkurat zusammengebaut, generell bekommt man – in der Klasse nicht immer üblich – einen Hauch Premium-Qualität geliefert. Erst recht in der von uns gefahrenen Topausstattung Tekna+, die dann aber auch mit 48.990 Euro ins Gewicht fällt und trotz elektrischem Antrieb nicht vorsteuerabzugsfähig ist. Zum Verglich: Der normale MildHybrid kommt dank höherer NoVA mit 47.390 Euro gar nicht viel günstiger, der Allrad – beim e-Power nicht verfügbar – ist mit 49.990 Euro einen Tausender teurer. Los geht’s übrigens beim Acenta+ ab 35.490 Euro. •


In Sachen Verarbeitung und Ausstattung kann sich der Nissan Qashqai sehen lassen, wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, muss Verbräuche über sieben Liter in Kauf nehmen
Nissan Qashqai



Flotten-Tipp: N-Connecta Mild Hybrid
Hubraum | Zylinder 1.332 cm3
Testmodell: Tekna+ e-Power
Getriebe | Antrieb stufenlos aut. | Vorderrad 1-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch |
Kofferraum | Zuladung
Basispreis
Das gefällt uns: Fahrgefühl, Verarbeitung, Ausstattung
Das vermissen wir: einen vollwertigen Elektroantrieb
Die Alternativen: mit diesem Antrieb keine
Werksangaben (WLTP)
Smart, aber fair
Elektrische Kleinwagen – kein einfaches Thema. Hyundais
Inster macht als Baby-Crossover viel richtig. Entscheidend ist aber, sich für die richtige Version zu entscheiden.
Text: Roland Scharf, Fotos: Mag. Severin Karl
Es gibt eigentlich nichts Wirkliches, was man dem Inster vorwerfen könnte. Auf 3,8 Metern Länge gibt es genügend Platz für vier Personen (mehr dürfen bei einigen Versionen nicht an Bord sein), ausreichend Ladevolumen, mit bis zu 370 Kilometern im realen Betrieb die genügenden Reserven an Reichweite und dank maximal 115 PS ausreichend Pfeffer, um nicht herumkrebsen zu müssen. Dazu kommt eine knackige Lenkung und ein behändes Fahrwerk, und alleine schon der vorne mittig angeschlagene Ladeport oder die vielfach verstellbare Rekuperation mittels Lenkradwippen zeigt, dass die Südkoreaner bei der E-Mobilität deutlich mehr an Erfahrung haben als zahlreiche andere.
Weniger ist Mehrwert
Eine schlaue Kombination an Eigenschaften, die einem vollelektrischen Kleinwagen gut zu Gesicht steht. Und die Patzer im Detail schnell vergessen machen – schließlich muss in diesem Segment ja doch gespart werden: Etwa die mühsame Laderaumabdeckung oder dass CarPlay nur per Kabel funktioniert. Alles Maßnahmen, an denen Hyundai wohl
nicht umhinkam, wenn man sich die Preisliste genauer ansieht. Los geht es nämlich bei 24.990 Euro netto für die Basis „Smart Line“ mit 42-kWh-Akku und 97 PS Leistung. Die Version mit 49-kWh und 115 PS (größerer Akku bedingt automatisch den größeren Motor) kostet 2.000 Euro netto mehr, bringt aber nur rund 40 Kilometer mehr Reichweite, 150 statt 140 km/h Topspeed und 1,1 Sekunden weniger für den Sprint von null auf 100 km/h.
Mitnichten verzichten
Wer jetzt so wie wir das Topmodell Cross Line wählt, muss automatisch die bessere Antriebsoption nehmen, womit man gleich auf 28.325 Euro kommt. Eine Stufe dahinter, beim Trend Line, gäbe es für 26.990 Euro aber die kleinere Leistungsstufe, man müsste nur auf 17-Zoll-Räder, LED-Licht sowie optische Gimmicks verzichten. Einparkhilfe, Sitz- und Lenkradheizung wären aber ebenso an Bord wie Regensensor oder die umklappbaren Vordersitzlehnen, was aus dem Insterinnenraum eine kleine Campingliege zaubert. Und die so gesparte Kohle ließe sich zum Beispiel in die Wärmepumpe für 825 Euro investieren. •


Optik eigenwillig, Abdeckung im Kofferraum mühsam, viel Platz im Fond, Cockpit top Hyundai Inster Flotten-Tipp: Trend Line 42



Leistung | Drehmoment 97
0–100 km/h | Vmax 11,7 s |
Antrieb
Laden AC 11 kW, 4 h (10–100 %) 11 kW, 4:35
Kofferraum | Zuladung
Das gefällt uns: schnelles Laden, lustiges Fahren, wirklich klein außen Das vermissen wir: etwas kleinere Preise vielleicht
Die Alternativen: BYD Dolphin Seal, Citroën ë-C3
Werksangaben (WLTP)

Teilzeitstromer
Der Audi A6 Avant ist ein Fixstarter im mittleren und oberen Management, wir haben dem bei Firmen durchaus beliebten Plug-in-Hybrid auf den Zahn gefühlt, mit gemischtem Ergebnis.
Text & Fotos: Stefan Schmudermaier
Plug-in-Hybride wurden in letzter Zeit stark hinterfragt, wie Untersuchungen gezeigt haben, liegen deren Verbräuche mitunter massiv über den – über weite Strecken völlig praxisfremden – WLTP-Angaben. Hauptgrund dafür ist die vor einigen Jahren viel zu hoch angenommene elektrische Fahrstrecke der PHEVs, durch den höheren Verbrenneranteil steigt klarerweise auch der Durchschnittsverbrauch. Was nach wie vor seine Gültigkeit hat: Sinn und Unsinn eines Plug-in-Hybrids hängen maßgeblich vom Einsatzzweck ab. Wer etwa viele Kurzstrecken in der Stadt oder kürzere Strecken ins Büro fährt, der kann das – regelmäßiges Laden vorausgesetzt – vollelektrisch tun, bei weiteren Strecken greift man dann auf den Benziner zurück.
Kein Langstreckenantrieb
Das gilt auch für den neuen Audi A6 Avant e-Hybrid, der neben einem Vierzylinder-Benziner mit 252 PS auch einen E-Motor an Bord hat, die kombinierte Systemleistung liegt bei stolzen 367 PS, dank quattro-Antrieb bleiben Traktionsprobleme dabei außen vor. 5,3 Sekunden auf 100 km/h sind fein, allerdings lässt sich beim starken
Beschleunigen der Vierzylinder akustisch nicht leugnen. Auf dem Papier reicht der knapp 21 kWh große Akku für rund 100 Kilometer elektrische Reichweite, in der Praxis bleiben davon – je nach Witterung und Fahrweise – 65 bis 80 Kilometer übrig, immer noch genug für die erwähnten Einsatzgebiete. Nachladen geht nur per AC und dauert rund zwei Stunden. Auf der Autobahn verpufft der E-Effekt, dort ist mit Verbräuchen um die acht Liter zu rechnen, der 5.000 Euro günstigere, freilich aber nur 204 PS starke 2.0 TDI wäre die sparsamere Alternative.
Elektroversion klar günstiger
Das Interieur des großen Kombis ist sehr hochwertig, ein Laderiese ist der A6 Avant e-Hybrid mit 404 Litern aber nicht, 62 Liter mehr haben die konventionellen Verbrenner, sogar 98 Liter der vollelektrische e-tron, der dank Vorsteuerabzug 15.000 Euro günstiger ist, mit Hinterrad sogar 25.000 Euro und mit einer Reichweite von 604 Kilometern und schnellem Laden gefällt. Die Preisliste des Plug-ins startet jedenfalls bei 80.788 Euro, wer ein paar Hakerl in der seitenlangen Aufpreisliste setzt, knackt auch die 100.000 Euro problemlos. •





Ab dem Modelljahr 2026 gibt’s wieder echte Tasten am Lenkrad. Cooles Feature: Abhängig von der Ampelanlage zeigen viele Audi-Modelle die Dauer der Rotphase sowie grüne Wellen an. Kofferraum: 404 bis 1.423 Liter
Audi A6 Avant Flotten-Tipp: e-tron Testmodell: e-Hybrid quattro 270 kW
Leistung | Drehmoment 326 PS (240
|
Dauerleistung | Gewicht 100 kW | 2.185 kg – | 2.240 kg
0–100 km/h | Vmax 6,0 s | 210 km/h 5,3 s | 250 km/h
|
Reichweite | Antrieb 604 km | Hinterrad 104 km | Allrad
Ø-Verbrauch | Batterie 14,3 kWh | 75,8 kWh 3,2 l S /15,4 kWh | 20,7 kWh
Laden AC 11 kW, 8:00 h (0–100 %) 11 kW, ca. 2:00 h (0–100 %)
Laden DC 225 kW, 21 min (10–80 %) –
Kofferraum | Zuladung 502–1.422 + 20 l | 500 kg 404–1.423 l | 535 kg
Basispreis | NoVA 55.583 € (exkl.) | 0 % 80.788 € (inkl.) | 0 %
Das gefällt uns: Verarbeitung, Fahrleistung, technische Features Das vermissen wir: DC-Schnellladefunktion
Die Alternativen: BMW 5er Touring, Mercedes E-Klasse T-Modell
*Systemleistung und -drehmoment Werksangaben (WLTP)


Starker Gleiter mit Preziosen
Der Renault Austral bietet in jüngster Ausprägung und Vollausstattung deutlich mehr, als man von einem Kompakt-SUV erwarten würde. Wir fuhren den Vollhybrid als schicken „Esprit Alpine“.
Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
Renault trennt in seiner Modellpolitik die Antriebe bekanntlich klar, im Line-up wird der Austral als Mild- oder als Vollhybrid (unser Tester) angeboten, während der Scenic in der Klasse der KompaktSUV den elektrischen Part spielt.
Gehobene Ausstattung
Das Segment ist derzeit sicherlich das am heißesten umkämpfte am österreichischen Automarkt, umso ernsthafter meldet der Austral Ambitionen auf Verkaufserfolge an. Und zwar unter anderem per feschem Design und hochwertiger Ausstattung sowohl analog wie auch digital. Was das elektronische Infotainment betrifft, setzt Renault ja auf Google-Systeme, und diese erfüllen makellos reaktiv und intuitiv bedienbar ihren Dienst. Am Tester stach uns sofort die Vierradlenkung, ungewöhnlich im kompakten SUV-Segment, ins Auge. Diese erleichtert beim Rangieren in winkeligen Garagen die Kurbel-Arbeit, laut Datenblatt verringert sich der Wendekreis von 11,4 auf 10,1 Meter. Erwähntes Dokument verrät auch die Aufpreispflicht, 1.537,50 Euro kostet die „4Control advanced“ den Steuerpflichtigen. Wem die Trauben jetzt zu sauer werden, der sei beru-
higt: Sicher handelt es sich nicht um ein unverzichtbares Extra bei einem 4,50-Meter-Auto. Der wunderschöne Testwagen war noch mit einigen weiteren Preziosen versehen, das schöne Südsee-Blau etwa (+1.722), das Glaspanoramadach (+1.025) oder die Matrix-LED-Scheinwerfer um 922,50 Euro extra. Diese Lust auf Luxus summiert sich dann auf 51.592 Euro.
Oberkante der Segment-Grenze Im Zusammenspiel fügt sich dieses angenehme Ausstattungspaket mit dem – im besten Sinne – unauffälligen Hybridantrieb zu einem familien- und langstreckentauglichen Reisemobil, das gefühlt eine halbe Kategorie höher liegt als der Prospekt nahelegt. Das gilt auch fürs räumliche Angebot: Weder die Passagiere in der zweiten Reihe noch die allfälligen Gepäckstücke können sich über zu wenig Platz beklagen. Motorisch reißt der Vollhybrid keine Bäume aus, hat aber mehr als genug Leistung für entspanntes Gleiten. Dass die Ausstattung Esprit Alpine ordentlich was hermacht, ohne übertrieben rennsportlich zu wirken, sei als Kirsche auf dem französischen Sahne-Dessert noch erwähnt. •


Der Fahrer genießt flüssige Displays nebst vielen haptischen Bedienelementen im durchdachten Cockpit. Passagiere und Gepäck finden sattsam Platz
Renault Austral
Leistung


Getriebe | Antrieb stufenlos aut. | Vorderrad Multi-Mode aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch
Das gefällt uns: geräumig, komfortabel, dennoch wendig
Das vermissen wir: batterieelektrische Option
Die Alternativen: VW Tiguan, Kia Sportage, Alfa Romeo Tonale Werksangaben
Bye-bye, BYD!
Ein Jahr mit dem vollelektrischen BYD Sealion 7 führte in der Redaktion zu interessanten, wenn auch völlig unterschiedlichen Erkenntnissen. Indes: Probleme mit der neuen Technik hatte keiner.

DAUERTEST ABSCHLUSS
Text: Redaktion, Fotos: Schmudermaier, Hammer, Ziggerhofer, Katzinger, Scharf

EAbseits der Klischees

s ist gerade in Österreich nahezu unmöglich, es allen recht zu machen. Man kennt das ja selber von Arbeit und Familie ganz gut. Und als modernes Automobil läuft das Spiel teils noch komplexer ab. Alleine in der FLOTTE-Redaktion treffen unterschiedlichste Lebensbilder aufeinander – von Familienvater bis Junggeselle, von Reisefreund bis Stubenhocker, von Land- bis Stadtbewohner. So, und das muss ein Elektroauto erst einmal alles beherrschen, denn in noch einem wichtigen Punkt unterscheiden sich die Redaktionsmitglieder deutlich: in der Möglichkeit, zu laden.
Durchwegs positiv
Eines kann man dem BYD Sealion 7 also schon einmal hoch anrechnen: Sein Gesamtkonzept kam bei allen gleichermaßen gut an, niemand hatte Probleme mit der Performance, der Reichweite, dem Handling oder dem Platzangebot. Kurzum bot er nie einen echten Grund, sich nicht für die Elektromobilität zu entscheiden, zumal die Preise für ein dermaßen bestücktes SUV auch durchwegs freundlich gestaltet sind. Was bleibt, sind diverse Befindlichkeiten, die aber nichts am grundsätzlich positiven Endergebnis der gemeinsamen zwölf Monate ändern: etwa das oberlehrerhafte Ermahnen bei kleinsten Vergehen oder die eingeschränkte Übersicht nach hinten aufgrund der Heckform. Einzig, dass die Reichweite im Winter empfindlich reduziert war, könnte man als Makel ansehen, wenn man nur die Möglichkeit hat, öffentlich zu laden. Aber wie gesagt: So ganz kann man es ja niemandem recht machen. Schon gar nicht Redakteuren. •
BYD
Sealion 7
Reichweite | Antrieb 482 km | Hinterrad 502 km | Allrad
Ø-Verbrauch |
Laden AC 11 kW, ca. 8 h (0–100 %) 11 kW, ca. 9 h (0–100 %)
Laden DC 150 kW, 32 min (10–80 %) 230 kW, 24 min (10–80 %)
Kofferraum | Zuladung
Basispreis |
Das gefällt uns: Platzangebot, OTA-Updates, Langstreckenkomfort
Das vermissen wir: das Schweigen des Oberlehrers
Die Alternativen: Tesla Model Y, VW ID.5, Cupra Tavascan Werksangaben (WLTP)
Kommen dieser Tage in meinem Umfeld chi nesische Autos ins Gespräch, tendiert die Erwartungshaltung zu Extremen: Die einen haben noch Crashtest-Ergebnisse aus dem Jahre Schnee im Hinterkopf und wundern sich, dass der BYD Sealion 7 nach knapp 30.000 Kilometern überhaupt noch fährt. Auf der anderen Seite der Skala trifft man an der Ladesäule oder beim Lithium-Ionen-Stammtisch auch jene, für die ein Auto aus chinesischer Fertigung, salopp gesagt, zumindest fliegen können muss, natürlich 800 Kilometer am Stück, und dann nach fünf Minuten am Stecker wieder: up, up and away. Beide Fraktionen muss ich enttäuschen: Weder düpiert der Seelöwe alles, was sonst noch so bei uns elektrisch herumfährt, noch leistet er sich grobe Schnitzer, mit denen man die Klischees vom „billigen Ch...-Glumpert“ aufladen könnte. Der BYD ist ein absolut alltagstaugliches, vergleichsweise leistbares SUV-Coupé mit hohem praktischen Nutzwert und einigen PremiumAkzenten. Besonders hervorzuheben sind aus meiner Sicht die verbauten kobaltfreien LFPAkkus, welche keine allzu großen Kompromisse beim Schnellladen oder der Reichweite einfordern. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen: Der Wagen fällt nicht nur auf, er gefällt auch der überwiegenden Mehrheit derer, die mir auf meinen Fahrten damit begegnet sind.
Bernhard Katzinger



Positive Minuspunkte
Es wäre ein wenig unfair, dem Seelöwen allein den Makel umzuhängen, dass das System bei niedrigen Temperaturen nicht so effizient arbeitet wie zur Sommerzeit. Es zeigte sich aber während dieses langen Winters recht schön, worauf es ankommt, um mit einem E-Mobil sorgen- und faltenfrei über die Runden zu kommen. Nach dem ersten Schock an der Ladesäule, wie sehr die Ladeleistung bei Minusgraden runtergerasselt ist und Verbräuche von mehr als 25 kWh vorkommen können, hat man sich im Nu an die neuen Formalitäten im Umgang mit dem BYD gewöhnt. Ein Vorkonditionieren des Akkus ist Pflicht, das Aktivieren im entsprechenden Untermenü dafür wird zur Routine. Und auch bei der Aufteilung der täglichen Fahrten nach an der Strecke liegenden Schnellladern kriegt man mit der Zeit eine entspannte Geläufigkeit. Vor allem bei denen von uns, die daheim keine Möglichkeit haben, nachzuzapfen, was zum entscheidenden Punkt führt: Trotz der reduzierten Reichweite blieb im Sealion-7-Akku immer noch genug übrig, um anstandslos durch den Alltag zu kommen. Selbst bei −10 Grad Außentemperatur, mit denen die Heizung anstandslos zurechtkam. Was nicht minder wichtig zu wissen ist.
Roland Scharf
Langstrecke? Kann er!
Wenn einen ein Auto im Dauertest ein Jahr lang begleitet, kann man Eindrücke sammeln, die in 14 Tagen unmöglich wären. Man bekommt sozusagen einen Blick hinter die Fassade und kann im Lauf der Zeit einschätzen, wo die Stärken und Schwächen liegen. Gerade bei einem Elektroauto sind die Themen Langstrecke sowie Winter wichtige Gradmesser, so ging es gleich zu Beginn des Jahres 2025 bei eisigen Temperaturen nach Köln. Dass die Normreichweite von 502 Kilometern bei diesen Bedingungen nicht zu erreichen war, überraschte nicht. 300 Kilometer blieben dennoch übrig, der Verbrauch lag unter 30 kWh. Auch wenn die 230-kWLadeleistung nicht zu erreichen war, 30 bis 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent sind in Ordnung. Im Sommer ging es dann an die Ostsee, bei den Zwischenstopps wurden die 230 kW dann auch erreicht, entsprechend rasch kam man voran. Mit vier Erwachsenen und vollem Kofferraum waren bei 130 km/h 350 Kilometer drinnen.
Stefan Schmudermaier




Jenseits von Gut bis Böse
Ich muss da jetzt einmal etwas anmerken als Halb-Außenstehender: Als Grafiker der FLOTTE habe ich natürlich nicht so einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse in der Autowelt, ab und zu fiel aber doch einmal eine Woche oder so für mich ab, in der ich den Dauertester frei verwenden durfte. Und da habe ich auf meinen Langstrecken Richtung Süden und in die Berge eines klar feststellen können: So ein Auto wie der BYD kann nicht nur leise, bequem und geräumig sein. Sondern auch extrem sparsam. Oder überhaupt nicht. Einerseits sind nicht mehr als 8,4 kWh auf den letzten 50 Kilometern drin, aber auch nicht mehr als 220 kWh Verbrauch auf der steilen Bergstraße, wenn man die 510 PS mal loslässt. Ob das jetzt aussagekräftig ist? Es kommt eben drauf an, wie man fährt. Aber mit ein bisschen Windschattentricks und ähnlichen Hilfsmitteln hat man mehr im Griff als man glauben möchte. Von wegen also, von einem Grafiker kann man nix lernen!
Bernd Hammer
Gepirscht wird leise
Die Marke Suzuki genießt bei Österreichs Allrad-Community einen exzellenten Ruf. Jetzt bringt der Hersteller mit dem elektrischen Vitara der Zielgruppe die Antriebswende näher.
Text & Fotos: Mag.
Bernhard Katzinger
Zwischen rustikal, sicher und allradkompetent platziert sich die Marke Suzuki seit vielen Jahren erfolgreich, nicht zuletzt der Vitara ist einer der Träger dieses Erfolgs. Der e Vitara, batterieelektrischer Debütant der Marke, ist ein völlig eigenständiges Auto, was durch das große DoppelDisplay beim Einsteigen auch gleich ins Bewusstsein rückt.
Ausgereiftes E-Auto
Das Interieur bietet ein interessantes Nebeneinander von robusten und etwas feineren Materialien, aber auch von digitalen und analogen Bedienelementen. Die Displays sind übersichtlich, klar und reaktiv, gleichzeitig sind die wichtigsten Bedienschritte mit physischen Elementen möglich. Der elektrische Vitara entsteht in einer Kooperation mit Toyota (wie der baugleiche Urban Cruiser), die kobaltfreien LFP-Akkuzellen kommen von BYD-Tochter FinDreams. Das Resultat ist ein ausgereiftes BEV, das den Vergleich am Markt nicht zu scheuen braucht. Da haben andere „Erstlinge“ schon schlechter abgeschnitten. Die simple Wertigkeit des Vitara reicht bis hin zur aufgeräumten App, die alle gewohnten Funktionen wie z. B. Vorkonditionierung, Fahrzeugortung oder Überwachung des Ladevorgangs bietet. Der Allradantrieb wird über zwei E-Achsen realisiert, die Leistung steht
EV-typisch ansatzlos zur Verfügung, ohne dass rennsportliche Ambitionen angeregt würden. Das Fahrwerk agiert sehr vertrauenerweckend. Etwaige Vorurteile gegenüber der Produktion in Indien sind rasch ausgeräumt, die Verarbeitung ist tadellos. Wer über Hartplastik oder Klavierlack die Nase rümpft, dem sei zur Einordnung ein Blick in die Preisliste empfohlen.
Ladebuchse, wo sie hingehört Im E-Kapitel noch anzumerken: Die Ladebuchse sitzt am vorderen Kotflügel, also dort, wo sie sein sollte (besser wäre nur: beifahrerseitig). Zwar verfügt der e Vitara ab Werk über keinen Frunk, aber in Händlerkreisen hofft man auf eine Nachrüstlösung fürs Zubehörprogramm. Beim Platzangebot ab Reihe 2 hilft sich Suzuki mit einer Rückbank, die nicht nur 60:40 umlegbar, sondern auch verschiebbar ist.
Größter Minuspunkt im Test war, dass die Effizienz – zugegeben bei widrigem Wetter und vielen Fahrten in der Stadt – zu wünschen übrig ließ: Der Bordcomputer meldete durchwegs hohe Verbräuche um 25 kWh/100 km. •


Der bullige Look passt gut zum waidmännischen „Breeze Green“. Die Materialien im Innenraum wirken wertig und robust. Trotz Display-Landschaft lässt sich auch im BEV-Vitara alles Wichtige mit „richtigen“ Hebeln und Knöpfen bedienen


Suzuki e Vitara
Das gefällt uns: bullig, (auch) optisch ein Geländegänger
Das vermissen wir: mehr Ladeleistung, weniger Verbrauch
Die Alternativen: Jeep
Werksangaben (WLTP)


Schlauer Gleiter
Der Renault Symbioz ist Technologieträger für den modernsten Vollhybridantrieb beim französischen Hersteller. Als KompaktSUV stellt er sich einem sehr breit aufgestellten Mitbewerb.
Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
Eines der Dinge, die man dem französischen Hersteller Renault keinesfalls absprechen kann, ist eine breit aufgestellte Modellpalette. So ist der Symbioz neben dem Austral als der kleinere von zwei Kompakt-SUV aufgestellt, flankiert vom Coupé-artigen Rafale und den vollelektrischen Scenic und R4 in derselben Klasse. Die Qual der SUV-Auswahl sozusagen.
Antrieb je nach Bedürfnis
Im Wandel der Antriebe sind Vollhybride im Moment auf der Gewinnerseite der Zulassungsstatistiken. Der Full Hybrid E-Tech 160, den wir im Symbioz verkosten durften, spielt sozusagen alle Stückerln: Auf kurzer Strecke fährt der Symbioz vollelektrisch (so weit es die 1,3 kWh große Batterie zulässt), bei dringender Leistungsabfrage rackern beide Antriebe. Im „e-drive“ treibt der E-Motor die Räder, während der Benziner die Batterie lädt, im Verbrennermodus sorgt der Hubkolbenmotor für Vortrieb und Batterieladung. Und natürlich wird im „Schiebebetrieb“ rekuperiert.
Mastermind hinter diesen „insgesamt 15 verschiedenen Betriebskombinationen“, die der Hersteller anführt, ist die sogenannte Multi-
mode-Automatik, welche immer den optimalen Antrieb realisiert. Umso verblüffender, wie sanft und ruckfrei das Ganze im Echttest funktioniert, alles sehr smooth. Auch Agilität kann der Symbioz durchaus an den Tag legen, ohne dass beim kurzen Sprint der Vierzylinder akustisch über die Maßen unangenehm auffällt.
Schlaue Platzwahl
Dass Renault innen wie außen fesche Autos baut, bestätigt sich auch im Symbioz. Das Platzangebot ist klassentypisch, also nicht gerade verschwenderisch, mit der nützlichen Ergänzung einer verschiebbaren Rückbank: So lässt sich Gepäckraum für Fußraum opfern und umgekehrt. Digitale wie physische Bedienelemente tun, was sie sollen, und sind rasch eingelernt. Im „Usability“Kapitel am ehesten zu kritisieren wäre die Rundumsicht, die unter schmalen Scheiben bei präsenter C-Säule leidet. Aber das ist nichts, was die 360-GradKamera im Tester nicht wettmachen könnte.
Bleibt vor der Kaufentscheidung nur zu klären, inwieweit der Vollhybrid für einen selbst Sinn ergibt. Wir erzielten im Wien-&-Umland-Testmodus einen Verbrauch von 5,5 Litern. •


Angenehmer Führerstand: das aufgeräumte Cockpit mit reaktionsschnellem 10-Zoll-Touchscreen. Die verschiebbare Rückbank sorgt für wahlweise mehr Koffer- oder Fußraum



Renault Symbioz Flotten-Tipp: Evolution Mild-Hybrid 140 Testmodell: Full Hybrid E-Tech 160
Hubraum | Zylinder 1.333 cm3 | 4 1.789
Getriebe | Antrieb 6-Gang man. | Vorderrad 2x4-Gang aut.|Vorderrad Ø-Verbrauch
Das gefällt uns: digitale Tools, verschiebbare Rückbank
Das vermissen wir: bessere Übersicht, vor allem nach hinten
Die Alternativen: VW T-Roc, „Schwestermodell“ Mitsubishi Grandis

Zum Jubiläum aufpoliert
Kinder, wie die Zeit vergeht: (Über) 20 Jahre ist es her, dass Hyundai den Tucson nach Österreich brachte. Die Party steigt im Hyundai Tucson 20th Anniversary mit Extras für 2.000 Euro.
Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
Verlässlich Akzente im österreichischen Straßenbild zu setzen, ist sozusagen die Spezialität des koreanischen Herstellers: So unverkennbar wie die Linien des Ioniq 6, so einprägsam wie der Van Staria, so einzigartig ist auch das G’schau des Kompakt-SUV Tucson.
Reichliche Ausstattung
Aber wollen wir den kompakten SUV nicht auf die Lichtzeichnung an der Front reduzieren: Es handelt sich um ein rundum gefälliges Gesamtpaket, das auf den Straßen der Alpenrepublik freilich auch nicht mehr neu ist. Was kann das Jubiläumsmodell „20th Anniversary“?
Nun, der Hersteller wirbt damit, dass er anlässlich des Jubiläums Ausstattung im Wert von 2.330 Euro drauflegt, nämlich das SmartSense-Paket inklusive 360-Grad-Kamera, Parkhilfe mit Notbremsassistent und seitlichen Parksensoren sowie Zwei-Ton- und Metallic-Lackierung.
Gefeiert wird – so wie in unserem Fall – im Vollhybrid mit Vorderradantrieb, Allrad oder im Plug-in-Hybrid (ebenfalls 4WD), Letzterer ist mit 48.990 auch die teuerste Wahl in der Anschaffung. Mit Finanzierungs- und Versicherungsbonus legt der Her-
steller noch weitere Vergünstigungen drauf, so ist unser Tester ab 41.990 oder 289 Euro pro Monat im Leasing zu ergattern.
Wo ist der Partyschreck?
Was im Tucson besonders gefällt, ist das volldigitale Cockpit, das jedoch – ganz dem jüngsten Trend entsprechend – die wichtigen Funktionen per Knopf, Drehrad und Hebel erschließt, sodass die Aufmerksamkeit auf der Straße bleiben kann, während man das Radio leiser macht. Die kabellose Verbindung mit Android und iOS klappt wie am Schnürchen, die Displays – inklusive HUD – sind klar und reaktionsschnell.
Letzteres gilt im Rahmen des Erwartbaren auch für das Fahrwerk des SUV, der sich durchaus mit gemäßigter Ambition durch die Kurven treiben lässt, wenn einen die doch vernehmliche Geräuschkulisse des Vierzylinders nicht stört. Die Bremse tut ebenfalls ihren Job, ist für sportliche Geschmäcker eventuell etwas teigig. Wer’s elektrischer will, greift zum Plug-in (oder gleich zum Ioniq 5 bzw. Kona Elektro). Das kuriert auch die Schwachstelle im Test, nämlich den Verbrauch: Mehr als 7 Liter/100 Kilometer gönnte sich der Hybrid. •

Meisterliches Cockpit: Displays zum Ablesen, haptische Elemente für kontrollierende Eingriffe. Das Platzangebot fällt klassenüblich, die Ausstattung – und der Verbrauch –im Jubiläums-Tester überdurchschnittlich aus Hyundai Tucson Flotten-Tipp:



Getriebe | Antrieb 6-Gang aut. | Allrad 6-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch
Das gefällt uns: feines Cockpit mit gutem Mix aus analog und digital
Das vermissen wir: batterieelektrische Variante
Die Alternativen: Škoda Elroq, Peugeot 3008, Jeep Compass Werksangaben (WLTP)
Sieben Richtige
Auch in überarbeiteter Fassung bleibt Renaults Flaggschiff
Espace dem Dreizylinder treu. Dezente Überarbeitungen bringen im Alltag aber angenehm spürbare Verbesserungen.
Text
&
Fotos:
Roland Scharf
Nach zwei Jahren hat sich jeder mit dem Gedanken versöhnt, dass Renault den Espace nach der verunfallten letzten Generation in Neuauflage zwar wieder nicht als Van konzipierte. Dafür aber als kompetentes XL-SUV von 4,7 Metern Länge, der es entweder auf sieben Sitze oder maximal 2.224 Liter Laderaum bringt – je nach Konfiguration. So weit, so bekannt. Neu ist seit kurzem aber eine modellgepflegte Variante, die sich vor allem durch Feinschliff auszeichnet.
Alternativlos
Neben der neuen, eigenständigeren Optik an der Front sei vor allem die Überarbeitung des Antriebsstrangs erwähnt, der zwar weiterhin den 1,2-Liter-Dreizylinder mit Turbo hat, die gelieferten (und zu versteuernden) 130 PS treffen nun aber auf einen um 2 kW größeren Akku und upgedatete E-Motoren, was neben nunmehr 199 PS Gesamtleistung auch ein deutlich souveräneres Fahrgefühl ergibt. Vor allem von der Ampel weg verhält sich die große Raute fast wie ein E-Auto, spontaner Schub sorgt für erstaunliche Sprinteigenschaften, und das Mehr an Stromspeicher sorgt dafür, dass man
auch durch Ortschaften völlig ohne Benzinpower segeln kann. Die angegebenen 5 Liter Verbrauch sind bei sanftem Gasfuß also durchwegs realistisch. Das ist insofern erwähnenswert, da es ohnehin keine Alternative gibt – Espace bedeutet automatisch diese eine Motorisierung.
Die Mitte die Beste
Somit fällt die Auswahl nur auf die Ausstattungen. Unser Tester war die Topversion „Iconic“, die zwar 5.000 Euro mehr kostet als die Basis „Techno“, dafür aber neben 360-GradKamera, E-Heckklappe oder Kunstledersitzen über eine Allradlenkung verfügt. Diese macht den doch 1.700 Kilo schweren Espace nicht nur ungewohnt handlich. Das Ein- und Ausparken wird damit vor allem im Großstadtgewusel ein absolut Leichtes. Wer sich 3.000 Euro sparen möchte: Der mittlere, sportlich orientiertere „Alpine“ hat auch die mitlenkenden Hinterräder, dafür gibt es serienmäßig nicht einmal eine Sitzheizung. In Paketen kann aber praktisch jedes Feature dazugekauft werden. Ärgerlich in dem Zusammenhang, dass dies für die Matrix-LED-Scheinwerfer auch für den Iconic gilt. •


Längsverschiebbare Rückbank bietet viel Knieraum, Ladeabteil auch noch riesig, wenn dritte Sitzreihe in Funktion


Renault Espace E-Tech 200 Flotten-Tipp: Alpine Fünfsitzer
Testmodell: Iconic Siebensitzer Hubraum | Zylinder 1.199
Leistung
0–100 km/h | Vmax
Getriebe | Antrieb 7-Gang aut. | Vorderrad 7-Gang aut. | Vorderrad Ø-Verbrauch | CO2 4,9 l S | 110 g/km 5,0 l S | 113 g/km
Kofferraum | Zuladung 692–2.224 l |
Basispreis | NoVA
Das gefällt uns: Platz, Komfort, die Allradlenkung
Das vermissen wir: ein sanfter schaltendes Getriebe
Die Alternativen: Škoda Kodiaq, Nissan X-Trail, Peugeot 5008
Werksangaben (WLTP)


Tolle Kiste 4.0
Mit dem Grande Panda bringt Fiat die Neuinterpretation einer Kleinwagenikone. Das Grundsetup weiß zu gefallen, unterm Strich spricht aber mehr für die Elektroversion als den Hybrid.
Text & Fotos: Stefan Schmudermaier
Wir schreiben das Jahr 1980 und der Entwurf eines gewissen Giorgetto Giugiaro sticht bei seiner Premiere aus der Masse der Autos heraus. Es ist die Geburtsstunde des Fiat Panda, eines „Haushaltsgerätes auf Rädern“, wie ihn sein Schöpfer nennt, als „tolle Kiste“ liebten ihn seine Fans. Der Panda war klein, spartanisch und günstig und wurde stolze 23 Jahre lang gebaut. Auch die Nachfolger waren Marathonläufer, Generation zwei war von 2003 bis 2012 auf dem Markt, Panda Nummer drei wird seit 2011 gebaut und weiterhin als „Pandina“ angeboten. Der neue Panda ist gewachsen und hört nun auf den Namen Grande Panda, optisch bleibt er der Linie aber in mehrerlei Hinsicht treu.
Elektroversion fast preisgleich
Erstmals gibt es den Klassiker mit gleich drei Antriebsformen, als Benziner, Hybrid und vollelektrisch. Für unseren Test stand die Hybridversion zur Verfügung, die preislich rund 2.000 Euro über dem Benziner liegt und bei 19.400 Euro startet. Da der elektrische Grande Panda (WLTP-Reichweite 320 Kilometer) bei netto 19.917 Euro startet, will bei gewerblichem Einsatz schon sehr genau überlegt sein, ob
man tatsächlich das Verbrennermodell wählt. Das gilt auch im Hinblick auf den Fahrkomfort. Zwar macht der Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,2 Litern Hubraum seine Sache durchaus ordentlich, die Zusammenarbeit mit dem 21 kW Elektromotor klappt aber nicht immer ganz harmonisch. Beim Übergang vom kurzen, rein elektrischen Gleiten zum Zuschalten des Verbrenners ruckelt es des Öfteren. Der Verbrauch hat sich während unseres Tests im gemischten Betrieb bei 5,8 Litern eingependelt, 0,7 Liter über WLTP. Überraschend zeigte sich die Reichweite, dank des 44 Liter großen Tanks würde man über 700 Kilometer kommen.
Ordentliches Platzangebot
Das Platzangebot seiner Vorgänger schlägt der Grande Panda vor allem beim Kofferraum, der von 225 auf ordentliche 412 Liter (1.366 Liter bei umgelegten Rücksitzlehnen) angewachsen ist. Auch im Fond ist es etwas luftiger, Wunder darf man bei einer Länge von vier Metern aber natürlich keine erwarten. Die Ausstattung ist ordentlich und lässt sich mit drei Paketen weiter hochrüsten, von Rückfahrkamera über Lenkradheizung bis zum Navi ist dann alles dabei. •


Der Fiat Grande Panda gefällt mit coolem Auftritt und ordentlichen Platzverhältnissen auf einer Länge von lediglich vier Metern. Kofferraum: 412 bis 1.366 Liter



Leistung | Drehmoment 113 PS (83 kW) |
Dauerleistung | Gewicht 53 kW | 1.440 kg k. A. | 1.252 kg
|
0–100 km/h | Vmax 11,0 s | 132
E-Reichweite | Antrieb 320 km | Vorderrad – | Vorderrad Ø-Verbrauch | Batterie 16,8 kWh | 44 kWh 5,1 l S (116 g CO2) | 0,9 kWh
Laden AC 11 kW, 2:50 h (20–100 %) –Laden DC 100 kW, 27 min (20–80 %) –
Kofferraum | Zuladung 361–1.315 l | 470 kg 412–1.366 l | 460 kg
Basispreis | NoVA 21.667 € (exkl.) | 0 % 20.900 € (inkl.) | 5 %
Das gefällt uns: Ausstattung, Platz, Preis/Leistung
Das vermissen wir: harmonischere Übergänge des Hybridantriebs
Die Alternativen: Citroën C3, Toyota Yaris, Dacia Sandero Stepway *Systemleistung Werksangaben (WLTP)
Allrad ist nicht alles
Den elektrischen Opel Grandland gibt es nun auch mit Allradantrieb, unser klarer Favorit ist aber eine andere Variante. Text & Fotos: Stefan Schmudermaier
Nicht zuletzt nach den letzten starken Schneefällen hat sich vermutlich so mancher Autofahrer ein Fahrzeug mit Allradantrieb gewünscht, das über entsprechende Traktionsreserven verfügt. Gerade in Österreich – und hier vor allem im Westen – kann so ein 4x4-Antrieb ein echter Gamechanger sein, in den allermeisten Gebieten und unter Berücksichtigung der mit wenigen Ausnahmen eher milden Winter ist er aber nicht unbedingt notwendig. Wie auch immer, Opel bietet sein Flaggschiff Grandland Electric nun auch in einer vollelektrischen AWD-Variante an, die darüber hinaus auch gleichzeitig das sportlichste Angebot darstellt, 6,1 Sekunden auf 100 km/h sind aller Ehren wert.
Harmonisches Fahrwerk
Der große Opel weiß auch gut mit der Power der beiden E-Motoren umzugehen und zeigt sich rundum harmonisch. Das Fahrwerk bietet eine gute Mischung aus Sportlichkeit und Komfort, gleiches gilt auch für die wirklich guten Sitze mit ausziehbarer Schenkelauflage, Massagefunktion sowie Heizung und Kühlung, Autofahrerherz, was willst du mehr! Auch das Platzangebot überzeugt, im Fond lässt es sich auch hinter großen Fahrern gut aushalten, im Topmodell „Ultimate“ findet sich auch dort eine Sitzheizung. Der Kofferraum schluckt 485 bis 1.580 Liter, dem zusätzlichen Motor an der
Hinterachse muss hier etwas Tribut gezollt werden, der Fronttriebler hat mit 550 bis 1.645 Litern mehr Volumen. Im Gegensatz zu anderen Herstellern mit riesigen Displays, auf den nahezu alles bedient wird, setzt Opel auf einen kleineren Bildschirm und legt die wichtigsten Funktionen wie die Heizung auf echte haptische Tasten darunter. Kleiner Kritikpunkt: Die Reaktionszeit des Screens ist mitunter etwas träge. Dafür erfreut das Head-up-Display, das im Topmodell ebenfalls Serie ist.
Schwache
Ladeleistung
Weniger erfreulich die Ladeleistung unseres Testwagens. 160 kW gibt Opel an, der Peak wird aber – wenn überhaupt – nur kurz erreicht. Im Schnitt sind es dann eher magere 90 kW, die Werksangabe von 10 auf 80 Prozent liegt bei 30 Minuten, was an der 73 kWh (netto) großen Batterie liegt, denn der Fronttriebler mit 97 kWh Akku schafft den gleichen Vorgang in lediglich 27 Minuten, trotz 32 Prozent mehr Kapazität. Zudem gewinnt er das Reichweitenduell nach WLTP mit 694 zu 502 Kilometern klar, die Praxisreichweite unseres Testautos lag im Winter bei 300 bis 350 Kilometer. Der Preis für das Topmodell beträgt 48.908 Euro netto, jener des Fronttrieblers mit – wie Opel extra erwähnt – in Europa gebautem, großem Akku und Business-Ausstattung bei 43.075 Euro, im Vergleich die klare Empfehlung. •


Der Grandland nimmt die Rolle als Opel-Flaggschiff ein und gefällt mit gelungenem Design, guter Ausstattung und viel Platz. Die Ladeleistung des Allradmodells ist leider unterdurchschnittlich, unsere Empfehlung ist das Modell mit dem größten Akku
Opel
Grandland Electric Flotten-Tipp:
Laden


Das gefällt uns: Fahrleistung, Ausstattung, Verarbeitung, Platz
Das vermissen wir: schnelleres DC-Laden
Die Alternativen: Kia EV5, Citroën C5 Aircross, BYD Sealion 7
*Vorder- und Hinterachse kombiniert Werksangaben (WLTP)

Kompromiss-Kombi?
Reichweite wie ein Verbrenner, Fahrgefühl und Kraftentfaltung wie ein Elektriker. Mit diesem Versprechen tritt der BYD Seal 6 DM-i in Österreich als „Super Hybrid“ an. Versprochen, gehalten?
Text & Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
Als Freund des Kombinationskraftwagens nähert man sich dem Seal 6 vorauseilend wohlwollend. Diese Eleganz, gepaart mit einem üppigen Platzangebot, muss ein SUV erst einmal nachmachen!
Strom aus Benzin
Der BYD-Kombi ist hierzulande ausschließlich als Plug-in-Hybrid, genannt Super Hybrid, erhältlich, eine rein elektrische Variante köchelt in der Gerüchteküche vor sich hin, steht aber (vorerst?) nicht auf der Speisekarte. Geboten wird ein Hybrid, der in der Hauptsache wie ein Elektriker fährt, gleichzeitig aber dank des Benzin-Generators Reichweiten deutlich über 1.000 Kilometer ermöglicht. Über Sinn und Unsinn dieser RangeExtender-Philosophie lässt sich trefflich streiten. Fakt ist, dass der Seal 6 im Pendlerbetrieb viel elektrisches Fahrgefühl vermittelt und unter optimalen Bedingungen wohl an die versprochenen 100 Kilometer E-Reichweite herankommt.
Was die elektrische Nutzung hingegen trübt, sind die verfügbaren Ladeleistungen, die 6,6 kW an der AC- und 26 kW an der DC-Säule nicht überschreiten. So soll der Schnell-
ladevorgang von 30 bis 80 Prozent in 23 Minuten absolvierbar sein. Die Basisausstattung lädt mit 3,3 kW (AC) und bietet keine Schnelllademöglichkeit. Im Echtbetrieb wird folglich öfter der Benzinmotor als Stromerzeuger eingesetzt als manchem vielleicht lieb wäre, und die Verbrauchsanzeige pendelte im Test um die 6 Liter auf 100 Kilometer.
User Interface: Licht und Schatten Erfreulich die Kombination aus viel Platz, Komfort und digitaler Ausstattung auf Höhe der Zeit. Das Bedienkonzept bietet viele echte Knöpfe und Rädchen, gleichzeitig fehlt etwa ein „echtes“ Bedienelement für die Scheinwerfer. Was dazu führt, dass man Nebelschlussleuchte oder Abblendlicht im Untermenü am Touchscreen ein- und ausschalten muss. Standardmäßig übernimmt die Lichtautomatik. Die Warnsysteme agieren leider zu nervös und liefern den einen oder anderen Fehlalarm, lassen sich aber mit wenigen Klicks für die aktuelle Fahrt deaktivieren.
Fazit: Wer glaubt, die eigene Mobilität noch nicht mit einem E-Fahrzeug bestreiten zu können, sollte einen Blick auf den Seal 6 riskieren. •


Der 4,84 Meter lange Kombi lässt keine Wünsche offen, was Platz für Passagiere und Gepäck betrifft. Die wichtigsten Bedienelemente sind –mit einer Ausnahme – als „Hardware“ vorhanden


BYD
Seal 6 DM-i Touring Basis: Boost Testmodell: Comfort
Basispreis | NoVA 36.990 € (inkl.) |
Das gefällt uns: fesch, praktisch, Kombi!
Das vermissen wir: eine vollelektrische Variante
Die Alternativen: Peugeot 308 SW PHEV, Seat Leon SP PHEV Werksangaben (WLTP)

Freizeit

So streng wie nie
Harte Tests für den elektrischen Mehr-als-1.000-PS-GT von Jaguar.
Diesen Prototypen müssen wir nicht mit dicken Jacken und kiloschweren Objektiven jagen: Fotos der künftigen Raubkatze wurden uns bereitwillig zugespielt. Schließlich will Jaguar, dass darüber geredet wird. Am besten weniger kontrovers wie über die farbenfrohe Erst-Kampagne. Jedenfalls wird auch der viertürige Luxury GT einem knallharten Wintertest unterzogen. Aber bei den Kälteund Kalibrierungstests am Polarkreis soll es noch intensiver zugehen als sonst, die Automarke spricht vom umfassendsten Entwicklungsprogramm, das sie je abgezogen hat und erwähnt das „bislang strengste globale Validierungsprogramm“ bei teilweise minus 40 Grad Celsius. Ebenso

absolviert werden Kilometer um Kilometer auf Wüstenstraßen – Dynamik, Leistung und Komfort sollen schließlich auch bei flirrender Hitze sichergestellt sein. Rund 150 Prototypen sammeln Daten und sorgen für genügend Erfahrung mit dem neuen Allradfahrzeug, bevor eine Serienfertigung startet. Jaguar verspricht mehr als 1.000 PS aus drei Elektromotoren, nennt aber noch keine Preise. Weltpremiere im Sommer 2026!

Rimac statt Zug: ein ungewöhnlicher Test
Mit einer quasi blinden Landung auf einem 120 km/h schnellen Güterzug schrieb der italienische Pilot Dario Costa Luftfahrtgeschichte. Das präzise Manöver musste monatelang vorbereitet werden. Dazu gehörte auch ein dreitägiger Test mit den Hypercars von Rimac, um die Landedynamik nachzustellen. So konnte Costa seine Ausrichtung und Reaktionszeit verfeinern. Rimac-Ingenieure halfen auch in puncto Aerodynamik aus.

Schenna E.Motion: E-Touren durch Südtirol
Bereits zum dritten Mal wird zur Schenna E.Motion Electric.Experience.Südtirol eingeladen, um Klimaschutz und neueste Technologien in den Fokus zu rücken. Es handelt sich dabei um begleitete Touren mit dem eigenen Elektroauto – die Stationen bilden Facetten des Lifestyle of Health and Sustainability, wie es die Aussendung nennt, ab. Und sie sensibilisieren für das Ökosystem der Alpen. Südtirols höchster Gebirgspass und das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten sind ebenso dabei wie eine Berghütte, traditionelle Bauernhöfe und eine lokale Sektkellerei. Am 1. Juni 2026 geht es los, das Startgeld pro Person beträgt 950 Euro – Wettbewerbe sind hier ebenso inkludiert wie die Mittagessen während der Ausfahrten plus Welcome- und Abschlussabend samt Siegerehrung.
Erster Blick in das Cockpit des Ferrari Luce
Ferrari geht ein Licht auf. Luce, das Licht, soll nicht zuletzt für Klarheit stehen. Die Philosophie dahinter: „Elektrifizierung als Mittel, nicht als Zweck“, so der italienische Traditionshersteller. Im Cockpit finden sich aus massiven Blöcken gefräste Alu-Elemente und „Corning-Fusion5-Glas, das besonders langlebig sein soll. Das Lenkrad zollt einem reichen Erbe Tribut und erinnert an die 1960er-Jahre. Zudem wiegt es dank neuer Fertigungsverfahren 400 Gramm weniger. Ein auf einem Kugelgelenk montiertes Bedienfeld kann zum Beifahrer ausgerichtet werden, damit dieser Eingaben tätigen kann.





Eis, Eleganz und Emotionen
Zwischen Tradition und Zukunft: Das F.A.T. Ice Race fand vom 30. Jänner bis zum 1. Februar 2026 am Flugfeld Zell am See-Kaprun statt. Ein flottes Fest vom klassischen Skijöring bis zur Präsentation von Concept Cars. Text: Mag. Severin Karl, Fotos: Porsche AG, Polestar, Bentley
Eine gewohnt faszinierende Mischung aus Motorsport-Tradition, Lifestyle und zukunftsweisenden Fahrzeugpräsentationen wurde auch dieses Jahr beim Ice Race in Zell am See geboten. Will man Skijöring in Österreich erleben, ist das ehemalige Flugfeld zudem die richtige Adresse. Viele Luxusmarken hatten hier ihren großen – und vor allem eisigen – Auftritt.
Bentley mit Premieren und Konzept
Die neu eingegangene, mehrjährige Partnerschaft zwischen Bentley und F.A.T. International wurde mit den Premieren von Continental GT S und GTC S gefeiert. Mit dem Bentayga X Concept war darüber hinaus ein Modell zu sehen, das es mit dem Thema Offroad ernst meint: 55 Millimeter mehr Bodenfreiheit, Radhausverbreiterungen für die Offroadreifen, Scheinwerfer auf dem Dach und ein Stauraumsystem gehören dazu.
Porsche – Tradition trifft Moderne
Boxer- oder Elektromotor? Am Eis haben beide Antriebsvarianten von Porsche für eine gute Show gesorgt, schließlich war Baureihenleiter Michael Schätzle im brandneuen Cayenne Electric unterwegs, während Timo Bernhard und Jörg Bergmeister einen wiedererweckten 964-Buggy pilotierten. Da freuten sich auch die Porsche Youngsters – eine neue Initiative des weltweiten Community-Managements von Porsche – die nach Zell am See eingeladen waren.
Konzentration auf Vollstrom: Polestar Während viele Marken verstärkt zu Hybridantrieben zurückrudern, zeigte Polestar, warum man an der reinen Elektromobilität festhält. Gerade im Umfeld des Ice Race, wo Traktion, Präzision und Kontrolle unter extremen Bedingungen zählen, wurde deutlich, dass elektrische Performance zukunftsorientiert ist. Mit dem Polestar 5 als technisches und gestalterisches Aushängeschild der Marke wurde feinste Driftkultur im Alpenpanorama gepflegt. Rund 8.500 Personen waren vor Ort, um Motorsporthistorie zu zelebrieren, schöne Geschichten zu generieren und nicht zuletzt gemeinsam in die automobile Zukunft zu blicken. •




Polestar 5 im WedelModus, Bentley Bentayga X Concept, Chris Harris und Olympionikin Hedvig Wessel als perfektes SkijöringGespann


Das System Europa
Mit dem Ibiza wollte sich Seat endlich zu einer eigenständigen und echt spanischen Marke hinaufkonstruieren. Dass das Ergebnis eine teutonische Mixtur italienischen Ursprungs wurde, sollte die Zukunft überraschend vorwegnehmen.
Text: Roland Scharf, Fotos: Seat
Der Seat Panda war wohl ein Auslöser. Seat als Lizenzhersteller diverser Fiats, das war zwar ein guter Anfang, um erst einmal Kohle zu machen. Aber längerfristig? Da wollte man schon eigenständig werden. Oder sagen wir: eigenständiger, und alles sollte vor Gericht starten. Als man 1981 nämlich den Fiat Ritmo adaptierte, änderte man Front und Heck gröber um als bei bisherigen Fiatseats und verpasste ihm erstmals auch einen eigenständigen Namen. Der Ronda sagte den Turinern aber gar nicht zu. Erst die Judikative legte fest, dass der Ronda eigenständig genug war, um einen eigenen Namen zu tragen, was Auftrieb genug gab, das erste echte selbstentwickelte Modell zu entwickeln: den Ibiza.
Der Deckelvertrag
Als Basis nahm man einfach die Plattform des Ronda, weil er ja schon einmal da war (also den Ritmo), bei den Motoren indes klingelte man bei Porsche durch, ob die nicht ein paar Vierzylinder entwickeln könnten. Na logo, wobei man dabei auf Ware aus dem VW-Regal zurückgriff und entsprechend modifizierte. Der EA 801 brachte es auf bis zu 1,7 Liter Hubraum, wie es bei den Wolfsburgern nie vorgesehen war. Kein Wunder, dass Seat gerne „System by Porsche“ auf den Ventildeckel schreiben wollte. Und nachdem vereinbart war, dass 7 Mark pro verkauften Wagen an die Sportwagenschmiede ging, war man damit auch schnell einverstanden.
Herzensangelegenheit
Stichwort VW: Um sich endgültig von den Fiat-Jahren abzuheben, musste es natürlich ein neues Design sein. Dabei vertraute man aber doch auf italienische Hilfe und fragte bei Giugiaro an. Wer italienische Designhäuser kennt, weiß ob der Praxis Bescheid, einzelne Entwürfe öfter zu verwenden. Nachdem Volkswagen Italdesigns Vorschlag für die zweite Golf-Generation dankend ablehnte, bot sich diese für den neuen Seat doch an, oder? Sprich: Der erste eigenständige Seat war technisch fast noch ein Fiat mit frisiertem VW-Herz und der Optik aus dem Fiatland eines mögli-

Untenrum war der erste Ibiza noch fast ein Fiat, optisch aber schon beinahe ein VW. Dafür entstanden die Motoren mit Hilfe von Porsche


chen Deutschen. Klingt wirr und verknotet. Der Plan dahinter war aber lupenrein. Allein, weil Porsche nicht nur den Ventildeckel signierte, sondern auch in der Werbung erwähnt werden durfte, kam der erste Ibiza durchwegs gut beim Publikum an. Nicht nur am Heimmarkt, auch bei uns schlug man so das erste Mal spürbare Wellen, zumal das Format schlau gewählt war: größer als Polo oder Panda, kleiner als Golf oder Kadett. Und billiger. Und porschiger. Was natürlich eine Frage aufwirft: Warum hatte VW nichts gegen all das einzuwenden? Ganz einfach: Weil sie seit 1982 mit Seat kooperierten und 1986 alleiniger Eigentümer wurden. Kein Wunder also, dass die Ehe mit Fiat über kurz oder lang beendet werden musste. Und dass man einfach modifizierte VW-Triebwerke verwenden durfte. Ob all das bedeutet, dass es nie einen rein von Seat entwickelten Wagen gab, darf jeder für sich selbst entscheiden. •

DAS DOCH NICHT GEBAUTE FIRMENAUTO

AUS DER REDAKTION
Auf den Spuren von Louis de Funès! Wer kennt ihn nicht, den französischen Schauspieler und Komiker Louis de Funès! In den 1960er- und 70er-Jahren blödelte er sich als Gendarm von St. Tropez und in weiteren Paraderollen in die Herzen vieler Zuseher, weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Im Zuge des Besuchs im Renault Entwicklungszentrum für leichte Nutzfahrzeuge in VilliersSaint-Frédéric hatten wir nicht nur die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen (siehe FLOTTE 10/2025), sondern auch zahlreiche Renault Nutzfahrzeuge verschiedener Epochen zu fahren. Und uns stilecht zu (ver)kleiden. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und schlüpfte in die (etwas zu kleine) Polizeiuniform, die hervorragend zur Renault Estafette im Gendarmerie-Trim passte. Valeska Mayr-Haaf, Direktorin Kommunikation bei Renault Österreich, machte den Spaß spontan mit und zog sich die Sträflingskluft über. Freilich ganz zur Belustigung der anderen Journalisten und Renault-Mitarbeiter. Le plaisir était entièrement nôtre. • (STS)


BMW i5 (2016)
Der nächste Elektrostar nach dem i3 von BMW sollte nach der damaligen Logik i5 oder iNext heißen. Geleakte Patentbilder ließen 2016 hinten angeschlagene Türen vermuten. Der i5 wäre laut gut informierten Medien jedoch ein Hybrid mit bis zu 450 PS Systemleistung geworden, etwa zwei Drittel davon aus den Elektromotoren. •
In unserer Rubrik „Das doch nicht gebaute Firmenauto“ stellen wir Fahrzeuge vor, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Illustration durch Reichel CarDesign durchaus Chancen aufSerienfertigunghatten,dann aber doch verworfen wurden.
VORSCHAU
Im Mai stehen bei uns alle Zeichen auf leichte Nutzfahrzeuge. Wichtige Neuerscheinungen, aktuelle Modelle im Fahrbericht und spannende Infos rund um Fahrzeugeinrichtung und Ausrüstung. Weiters: Servicethemen, News aus der Autowelt und eine Vorschau auf die nächste FLEET Convention. Die nächste Ausgabe der FLOTTE erscheint am 18. Mai.



Druckauflage pro Ausgabe 1.
Impressum: MEDIENINHABER, VERLEGER UND ANZEIGENVERWALTUNG A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg, +43 2243 36840-0, www.flotte.at, redaktion@flotte.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA (Kfm. Verlagsleiter), +43 664 528 56 61, stefan.binder@awverlag.at, Verlagsleiter B2C, Prokurist & Chefredakteur: Stefan Schmudermaier; Chef vom Dienst: Roland Scharf, +43 664 235 90 50, roland.scharf@awverlag.at; Redaktionelle Mitarbeit: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Kevin Kada, Mag. Severin Karl, Mag. Bernhard Katzinger, Achim Mörtl, Mag. Heinz Müller, Johannes Richter, Roland Scharf; Fotos: Werk, Hersteller, Redaktion, Archiv; Coverfoto: stock.adobe.com/bluedesign; Lektorat: Katharina Schaller, www.lektorat-schaller.at; Anzeigenmarketing: Daniel Löw (Ltg.), +43 664 789 76 570, daniel.loew@awverlag.at; Winfried Rath, Alexander Keiler; Grafik: graphics – A. Jonas KG, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, 3400 Klosterneuburg, office@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (6 Ausgaben), Inland: 56,40 Euro inkl. Steuern und Porto; Gerichtsstand: LG Korneuburg; Verbreitete Auflage: 20.806 Stück; Erscheinungsweise: Februar/ März, April/Mai, Juni/Juli, September, Oktober/November, Dezember/Jänner mit Supplements laut Mediadaten 2026; Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für österreichische Firmenautobetreiber; Der besseren Lesbarkeit halber verzichten wir auf die Verwendung mehrerer Geschlechtsformen, bei Personenbezeichnungen sind immer alle Geschlechter (m/w/d) gemeint.

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